Börsianer 47. Ausgabe, Edition Gold

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BESTEN UNTERNEHMEN UND KÖ P F E D E R F I N AN Z B R AN CH E

2021

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EDITORIAL BÖRSIANER NR. 47

DOMINIK HOJAS Chefredakteur „Börsianer“

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Liebe Börsianer!

D

ie Klimakonferenz COP26 in Glasgow zeigte einmal mehr, die weltweite Politik kann Klimaschutz nicht. Die Marktkräfte und Kapitalflüsse müssen es richten und die Erderwärmung

stoppen. Dass die Finanzindustrie hier Vorreiter ist, zeigt unser jährli-

cher Börsianer 500, in dem wir die besten Unternehmen und Köpfe der Finanzbranche küren. Dazu haben wir 2021 zum siebten Mal 147 Banken (Seite 36), Versicherungen (Seite 44), Fondsgesellschaften (Seite 52) sowie Pensions- und Vorsorgekassen (Seite 60 und 64) einem ultimativen Härtetest unterzogen sowie unsere regelmäßigen Personenrankings zusammengefasst. Das Ergebnis ist ein objektives Ranking der österreichischen Finanzindustrie. An der Spitze thront, nach einem Jahr Pause, 2021 die VBV Pensionskasse AG. Sie verdrängt im Gesamtranking den Vorjahressieger APK Vorsorgekasse AG auf Platz zwei, diese kann aber den Titel als beste Vorsorgekasse verteidigen. Als beste Bank überraschte der In­

Premierensieger. Die vier Factoring-Banken Österreichs sind seit 2020 im goldenen Ranking mit dabei, Chefredakteur Dominik Hojas übergab Urkunde und Pokal an Vorstand Gerhard Prenner und Vorstandschef Andreas Bene von der Raiffeisen Factor Bank AG.

frastrukturdienstleister Kommunalkredit Austria AG, 0,02 Punkte vor der Schoellerbank AG, die als beste Privatbank ausgezeichnet wurde. Columbia Threadneedle Investments wird als bester Asset-Manager ausgezeichnet. Die Österreichische Hagelversicherung holt als beste Versicherung bereits den siebenten Titel. Aufsteiger des Jahres in den besten 100 ist die VAV Versicherung AG, der höchste Neueinsteiger die Zürich Versicherungs AG. Unter den Top Ten befinden sich vier Versicherungen, drei Asset-Manager, zwei Pensionskassen und eine Vorsorgekasse.

Transparentes Scoringmodell Um die besten Unternehmen zu finden und zugleich Transparenz zu gewährleisten, setzen wir auf ein dreisäuliges Scoringmodell sowie

3

Nachhaltig. Die Fair Finance Vorsorgekasse AG gewann 2020 die Sonderkategorie „Nachhaltigkeit“, Ingrid Krawarik („Börsianer“) überbrachte den Pokal an Vorstandschef Markus Zeilinger und Peter Ladentrog.


EDITORIAL BÖRSIANER NR. 47

eine unabhängige Auswertung durch die Wirtschafts- und Steuerberatungskanzlei BDO Austria. Damit unterscheiden wir uns von den unzähligen Auszeichnungen am Markt, die diesem Anspruch nicht immer gerecht werden. Den Firmen war es möglich, in der Peergroup (erste Säule) ihre Mitbewerber zu bewerten. Eine ausgezeichnete Reputation unter Branchenkollegen genießen die APK-, Allianz- und VBV-Gruppe. Darüber hinaus wurden absolute und relative branchenspezifische Kennzahlen (zweite Säule) zur Analyse der Unternehmensperformance erhoben. Hier konnten die Österreichische Hagelversicherung, Schoellerbank AG und DNB Asset Management Bestnoten sammeln. Für die Redaktionsbewertung (dritte Säule) wurden Fragebögen an die Unternehmen gesendet. Hier stechen über die Jahre Alois Wögerbauer mit seiner 3 Banken Generali Investment AG und APK-Vorstand Thomas Keplinger als Musterschüler hervor. Die Fragebögen orientieren sich an Themen wie Strategie, Service, Nachhaltigkeit oder Innovation. Auf die letzten beiden wurde von der Börsianer-Redaktion ein Schwerpunkt gelegt, und dafür wurden Sonderpreise verliehen. Hier konnten im Bereich Nachhaltigkeit zum Beispiel die Hypo Oberösterreich AG oder im Segment Innovation die Wiener Städtische Versicherung AG mit spannenden Ideen punkten. Insgesamt gab es von der Redaktion nach Durchsicht

Bester Banker. RBI-Vorstandschef Johann Strobl wurde 2021 im goldenen Ranking von seinen Branchenkollegen zum besten Banker gewählt, Dominik Hojas kam auf einen Plausch mit dem Glaspokal vorbei.

von mehr als 1.000 Seiten 2021 dreimal die Höchstnote zehn. Alle drei Teilergebnisse werden in den offiziellen Ranglisten transparent veröffentlicht. Das Endergebnis bildet der Mittelwert.

Angst vor Cyberattacken Ein Blick in die Bilanzen der Finanzunternehmen zeigt, sie sind in den vergangenen Jahren krisenresistenter geworden. Für die großen Tanker waren die Ergebnisse 2020 im Vergleich zu den kleineren Spezialisten allerdings schlechter, weil der Impact der Corona-Pandemie offenbar stärker negativ durchschlägt. Nachhaltigkeit bleibt wenig überraschend der große Megatrend der Branche, in der Folge nimmt Greenwashing zu. Positiv ist, dass neben dem Klimaschutz Soziales und Governance eine wichtigere Rolle einnehmen. Angst haben die Konzerne aktuell vor allem vor Cyberangriffen. Hier wird stark in die Infrastruktur und Sensibilisierung der Mitarbeiter investiert. Allen Gewinnern des Börsianer 500 gratuliere ich im Namen der Börsianer-Redaktion an dieser Stelle zu ihren Spitzenleistungen. Die Erfahrung der Jahre hat gezeigt, dass das Börsianer-Ranking keine Zufallssieger produziert, sondern exzellente Leistungen identifiziert. Das Ranking gilt am Markt als echter Härtetest und hat sich für alle Leser und Kunden zu einem anerkannten Vergleichsmaßstab entwickelt. Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und viel Gesundheit und Erfolg für 2022!

Viel Vergnügen mit der Lektüre wünscht Ihnen

Dominik Hojas d.hojas@derboersianer.com Twitter @DominikHojas

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Innovativ. Elisabeth Stadler, General­ direktorin der Vienna Insurance Group AG, freute sich im Vorjahr über die ­Auszeichnung in der Sonderkate­gorie „Inno­vation“ des ­goldenen Rankings. Sie selbst wurde zur besten Versicherungs-Managerin gekürt.


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Ergebnisse der Vergangenheit sind kein Hinweis für künftige Erträge und der Wert einer Investition in ein Finanzinstrument kann sowohl fallen als auch steigen. Investoren erlangen möglicherweise nicht ihren ursprünglich investierten Betrag zurück. Diese Werbemitteilung wurde von BNP PARIBAS ASSET MANAGEMENT Holding, einer Aktiengesellschaft französischen Rechts mit Gesellschaftssitz in: 1 boulevard Haussmann 75009 Paris, France, RCS Paris 682001904 herausgegeben. BNP PARIBAS ASSET MANAGEMENT Holding besteht aus mehreren Gesellschaften. Weitere Informationen finden Sie auf www. bnpparibas-am.com. Investoren, die erwägen in das Finanzinstrument zu investieren sollten die gesetzlich geforderten Verkaufsunterlagen (insb. Verkaufsprospekt, HalbjahresJahresberichte, KIID) lesen, welche auf der Internetseite vorgehalten werden. Meinungsäußerungen, welche in diesem Material enthalten sind, stellen eine Beurteilung der Verwaltungsgesellschaftzum angegebenen Zeitpunkt dar und können sich ohne weitere Mitteilung ändern.


RÜCKBLICK 1. QUARTAL 2021 JÄNNER

N DE R A I EG P UM LL NY MI O W GT ZU 3 Ä N 3 , 1 HL N EN SIK RO SC OLE GT D-RI EG R O N ZU D E E F G T L A P C I N T E V P RR Z- TT HO N RIA IT GIB BO S SPE OU N CO LN EN I AN TRI ST WE U E R BE EEN N U I K A T N G H A F O GR C -M H EIC H E EGE YR LIO UF NK GE ST MO RÜ MM S I STEN BA EIT IM TET KA TERR MA 0 MIL ER RO W R ER ST BIE ÖS 70 EU N:

© GEORGES SCHNEIDER / PICTUREDESK.COM

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RÜCKBLICK 1. QUARTAL 2021 MÄRZ

S ÜR AIL ANK INE NF M E L E B E E N DE N E EN ICH IH IO KT AN GE SCH LL OJE NG T S ANLE I H E L U N S T T L IN EI T 0 M PR HO ER TW U MA WER 50 ALE EG MO SS R DE IGT ETFS T OF ÜB L Ä T E S E M H L Z E R I T ZI ER ENB ER AT D LN URO AN R S ZIE SO A S UND A E V T N D D D I Ü E A D R F F N -M DE N TZ SR PL UN PA TIEN PA LIA YR HÜ HT MO OT MA LLIAR BIT T AK SC FSIC IM GEB BIT MIL VIG ÜNE T MI MI AU AN MI GR

SKANDAL UM HYGIENE AUSTRIA MIT FOLGEN Eine Razzia der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft bei der Hygiene Austria Anfang März 2021 brachte den Skandal um umettiketierte FFP2-Masken ins Rollen. Nicht in Österreich, sondern in China wurden die Masken hergestellt, „made in Austria“ war eine Lüge. In weiterer Folge stieg die Lenzing AG aus dem Joint Venture mit Palmers aus. Dadurch resultierte ein Verlust von 6,5 Millionen Euro. Die Lenzing-Aktie wurde für einen gewissen Zeitraum aus einigen nachhaltigen Fonds gekickt. Im September nahm der langjährige und sehr erfolgreiche Vorstandschef Stefan Doboczky seinen Hut.


RÜCKBLICK

2. QUARTAL 2021

APRIL

HT SC S AB T A I CH H NG A RD T W UTS ILL C I I N G D E E M I P V TA E TT GA RN RW N B 00 GT AY BE EGEN ON ÖRS D T SEN LE M 3 A T M M N H S R A R F T EB U TU ER SU Ö SR T W BE N B EDI ING N DI NT RT MIT B HT SRA EL -CHE E R U O F C R R I B SP LN R LK FS IEB EA RN UF TO IEL FO NE PAC ES UNA AU ETR NA UGE GA N-KA BR R WI J V G N A X S I O G UE U GO S BÄ IN MM T RO E V-B NE AE LIE KO AE OM N

© ROBERT JAEGER / APA / PICTUREDESK.COM

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2. QUARTAL 2021

RÜCKBLICK JUNI

EN N EG K ES EM MI W C N O L Ü T Ü N R IT O GR OB N TR T ZU IRD V AB FÖK E: NPR ELT TA D T W T M I R P H E E O ER RN MM CH EM GE HM FO CK TE DER SC S SO KR UM RA IST K KO EUE YR OLF S E S E A S A B T A AT L W N N M ED BOS ND N S OR NB ER RA RO TU OM CH FR AG RSTA AL UER CA CHS TH AGMA EST OE TOB VO NE WA ÖB INV OK

CEO RONNY PECIK KEHRT IMMOFINANZ DEN RÜCKEN Der Rücktritt von Immofinanz-Vorstandschef Ronny Pecik am 29. Juni 2021 war das Ende eines schiefgegangenen Pokerspiels. Einen Tag zuvor hatte die Immofinanz AG offiziell die versuchte Übernahme der S Immo AG abgeblasen, in der Ronny Pecik selbst nichts zu melden hatte, da bei ihm als Immofinanz- und S-Immo-Aktionär ein Interessenkonflikt bestand. Bei der Hauptversammlung der S Immo AG scheiterte die Immofinanz AG bei dem Versuch, das Höchststimmrecht zu kippen. Analysten sahen in dem Rücktritt einen wesentlichen Grund für den Wegfall eines Kursabschlags.


RÜCKBLICK 3. QUARTAL 2021 JULI

G ER H ZIN AC IEG ET N N R B T R D : LE EH CEO OD DE EEN ST RIA A G H O U N F C ER ITZ RL ST SI RE N B RW AU PT VE E AU AH HRE ITN DR AP IBT STA MO F E N N E N R L N R A E JA IM NE IEN RL IN G CH VE TO VE K E AN ALS 9 S UND RS H 23 ES EI CA LIO HYG 9 G U G L V N I K F N B L RE M BT NK AC NK G-IN WA BA BA H IN US CKT BA LLO KO NK N WO JAH 6,5 HREI O SIC ST HE BA 27 SC

PUTSCHVERSUCH BEI DER OMV MIT FOLGEN Dass Rainer Seele die OMV AG verlassen würde, hatte sich bereits im zweiten Quartal 2021 abgezeichnet. Der Vorstandsvorsitzende hatte nach einem vermeintlichen „Putschversuch“ des Betriebsrats mithilfe eines Vorstandsmitglieds die Reißleine gezogen, am 1. Juni 2021 wurde Borealis-Chef Alfred Stern zum neuen OMV-Boss bestimmt. Es war die Ausrichtung zu mehr Chemie und weniger Öl, die dem Betriebsrat sauer aufgestoßen war. Rainer Seele verabschiedete sich am 29. Juli 2021 mit Rekordergebnissen, er hatte die OMV AG wie kein anderer CEO vor ihm restrukturiert und die Aktie an der Börse für Investoren wieder interessant gemacht.


RÜCKBLICK 3. QUARTAL 2021 SEPTEMBER

ET N ITT RT DE HR A R ET C T S A S I ST LI N T L E O L E A I A M IT EI CH ST EK AW AP H CH SIE K T B N ER 4,1 HL N C A Z S T N T R C H R Z A BA E UR EN DE FI IT SE SP ET RT :D ED -CHE AB LION MM N D NG UNG NZ UTO A J WE A E N E U D I L A G V IL R LD R T N A LH IO OL ER PA LA EG 2 M RIS BA GIE BI HE US INS DE D BIT -DOL JU UE Ö SC CH F RE ANZ ILL RR 6 EN US NE NA FIN PO

© HELMUT FOHRINGER / APA / PICTUREDESK.COM

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RÜCKBLICK 4. QUARTAL 2021 OKTOBER

S ND FO S IUM AT TR E A A R C T R : G S N O VO BE RN STIN GT KE V N LIA E A Ä I L E K R L L A C NK VERG FÜ ÄLLT RT CH SLÜC LA D DE A CE S E T F I B T N N T A UF N ST YR DI UF RIS S F RN KRE VE NEN EF SSET FIN IT A MA NSIO S A ER U A T N R E I L N O E E E W T P -A B ER RG LI A EE HA &S TZ LB GR E AR FE GEN AT 0 MIL LE R ME BE YPTO FM CKER R E IH W 50 VO KR LO MT

© WIENER BÖRSE

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RÜCKBLICK 4. QUARTAL 2021 DEZEMBER

N G CH N KE EU UN R N KE H D Ä I A N B SC AN HE ÜFER O S B I O C S N KT IM IK ICH IV NT -PR NE ITEN SA LE HE OLIT RE SEL R S : : E TPA R I A K G O E A ED N ST N B GR ANTE UN NA-P S A W UKR BA VON S Ö N P M I E L F BA E O MU EN ÜR EG OU FT ZIA AL ND HN R M COR XX ERD GR KAU ER ICKS G F EL W U U A L O Z T M E ER T M CH NB W FO SS ST EM T W ER CO ER S EY NIER ER BRÜ ER IXA V MU ITISI OE GEN ÜB SA IN CA KR WE

WIENER BÖRSE IN REKORDLAUNE Der ATX-Index stellt heuer alle anderen Weltbörsen mit einem Plus von mehr als 30 Prozent in den Schatten. Ein perfektes Geschenk für die Wiener Börse, die 2021 ihr 250-jähriges Bestehen mit zahlreichen Veranstaltungen feierte und die Lust auf Aktien so richtig steigerte. Bei der hohen Inflation, die vor allem durch die gestiegenen Rohstoffpreise angeheizt wurde, sind Aktien laut Marktexperten „the place to be“. Das Thema Geldentwertung okkupierte im vierten Quartal die Gespräche der Marktteilnehmer, Sorgen machen sich derzeit noch die wenigsten.


INHALT BÖRSIANER NR. 47

RANGLISTE

Die besten Köpfe der Finanzbranche.

68

RANGLISTE

Österreichs beste Unternehmen der Finanzbranche.

20

RANGLISTE

Österreichs beste Banken.

36

14


KOMMENTAR

Die notleidenden Kredite von morgen.

17 UNTERNEHMEN

PERSONEN

RANKINGS

FINANZUNTERNEHMEN 20 Immer wieder Österreich

FINANZKÖPFE Wir suchen dich!

REGELN 30 So funktioniert das Ranking

REGELN 75 So funktioniert das Ranking

68

Finanzbranche in Österreich:

BANKEN 36 Hochgefühl trotz Härtetests

JOURNALISTEN Eine Zunft im Fokus

82

VERSICHERUNGEN Kulturwandel als Erfolgsfaktor

BANKER Treue Finanziers

84

VERSICHERER Gefragte Strategen

86

ANWÄLTE Gut im Geschäft

88

FINANZVORSTÄNDE Lenker der Kapitalströme

90

92

VORSORGEKASSEN 64 Schicksal der Pioniere

PRESSESPRECHER Vollgasmodus im Aufwind

MARKTGEFLÜSTER 106 Finanzmarkt ergrünt – Staat schaut weg

IR-MANAGER Meister im Investorendialog

94

44

INSIDER 50 Darüber spricht die Branche FONDSGESELLSCHAFTEN Im Rausch der Märkte

52

PENSIONSKASSEN 60 Das unerhörte Lamento

FONDSMANAGER Nachhaltige Performer

Die besten Unternehmen der

Ad-hoc der Redaktion STOLZE PREISTRÄGER

GESAMTRANGLISTE 31

Die Gewinner des Börsianer

BANKEN 40

500 wurden erneut via

VERSICHERUNGEN 46

Börsianer-Chefredaktion

Livestream von der

FONDSGESELLSCHAFTEN 56

präsentiert. Neben Glaspokal

PENSIONSKASSEN 62

die stolzen Gewinner mit

VORSORGEKASSEN 66 Die besten Köpfe der ­Finanzbranche in Österreich:

GESAMTRANGLISTE 76 JOURNALISTEN 83 BANKER 85 VERSICHERER 87 ANWÄLTE 89 FINANZVORSTÄNDE 91 PRESSESPRECHER 93 IR-MANAGER 95 FONDSMANAGER 97 Die besten Veranstaltungen der heimischen Finanzbranche:

und Urkunde können sich einer Plakette schmücken. Die Siegertafel finden Sie auf Seite 104. TIPPS & TRICKS Die Qualität der Fragebögen (drittes Scoring) ist ausgeglichener denn je. Um Bestnoten zu bekommen, lohnt es sich, die eigenen Alleinstellungsmerkmale herauszuarbeiten und Entwicklungen mit Zahlen, Fakten oder Beispielen zu hinterlegen. GRÜNES WACHSTUM Nachhaltigkeit ist unser Wachstumstreiber. Nach der Expansion des Börsianer Grün nach Deutschland und in die Schweiz, rollen wir am

96

EVENTS 98

Jahresanfang unser grünes digitales Ökosystem aus, um Ihnen nachhaltig noch mehr Orientierung zu geben.

Weblinks werden in dieser Ausgabe mit einem   GELBEN BALKEN

markiert.

15


Anders, weil: man mit einer unabhängigen Bank schneller Erfolg erntet.

Dr. Franz Gasselsberger, MBA Generaldirektor Oberbank AG

Mag. Gregor Dietachmayr Sprecher der Geschäftsführung, PÖTTINGER Landtechnik GmbH

Wenn ein österreichisches Familienunternehmen wie PÖTTINGER, eine der innovativsten Landtechnikfirmen der Welt, eine neue Produktionshalle baut, um weiter auf Wachstum zu setzen und neue Arbeitsplätze zu schaffen, dann braucht es eine innovative Bank, die unabhängig und schneller entscheiden kann. So wie die Oberbank. Gemeinsam Erfolg säen und ernten! Wenn das auch für Ihr Unternehmen interessant klingt, kommen Sie doch zu einem Gespräch vorbei. Mit Traktor oder ohne. #jetztunternehmen oberbank.at/wachstum


MEINUNGEN KOMMENTARE

BOOMENDE WOHNBAUKREDITE – DIE NOTLEIDENDEN KREDITE VON MORGEN? Die Immobilienpreise in Österreich schießen durch alle ­Plafonds, die Kredite zur Wohnraumbeschaffung boomen. Bildet sich da eine Asset-Blase? Zu locker vergebene Kredite von heute sind die notleidenden von morgen.

D

VITA HELMUT ETTL Vorstand Finanzmarktaufsicht Helmut Ettl widmete fast sein gesamtes Berufsleben dem Finanzmarkt, zuerst als Aufseher in der Oesterreichischen Nationalbank. 2008 wurde er zum Vorstandsmitglied der FMA bestellt. Seit 2011 ist er Mitglied im „Rat der Aufseher“ der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) und im Europäischen Ausschuss für Systemrisiken (ESRB). Seine aktuelle Funktionsperiode als Vorstandsmitglied der FMA läuft bis 14. Februar 2023.

Anlass zur Leichtfertigkeit sein. Denn

ie massiven Interventionen der Zentralbanken, die in den ver-

die im Boom zu locker vergebenen Kre-

gangenen

dite sind die notleidenden von morgen.

Jahren

die

Märk-

te weltweit mit billigen Krediten ver-

„Kehrt bei den Banken

Das FMSG hat bereits 2018 eine nach-

sorgt haben, zeigten Wirkung. Es konn-

nicht bald Vernunft ein,

haltigere Vergabe von Wohnbaukrediten

ten sowohl die Schockwellen der globa-

­werden wir regulatorisch

eingefordert und klare Kriterien kommu-

len Finanzkrise gedämpft als auch die

für Vernunft sorgen.“

niziert: ein Eigenmittelanteil von min-

HELMUT ETTL

ein maximaler Schuldendienst von 30

durch die Covid-19-Pandemie ausgelösten wirtschaftlichen Turbulenzen be­ ruhigt werden. Die Politik des billigen

destens 20 Prozent des Kreditvolumens, bis 40 Prozent des monatlich verfügbaren Nettoeinkommens und eine Laufzeit

Geldes birgt aber auch die Gefahr, dass sich Preisblasen bilden. Es gilt daher, die

schaffung boomen. Seit Mitte 2020 stieg

von höchstens 35 Jahren. Eine Analyse

Bildung solcher Asset-Blasen möglichst

die Zahl neu vergebener Wohnbaukredi-

der neu vergebenen Kredite zeigt: Jeder

rasch zu identifizieren, um effektiv ge-

te um 18 Prozent auf 94.000, das Kredit-

zehnte Kredit hat eine Laufzeit von län-

gensteuern zu können.

volumen stieg gar um 37 Prozent auf 16,9

ger als 35 Jahren, bei zwei von zehn Kredi-

Der Europäische Systemrisikorat, das

Milliarden Euro. Einen variabel verzins-

ten muss die Familie mehr als 40 Prozent

österreichische Finanzmarktstabilitäts-

ten Wohnbaukredit gibt es im Schnitt

ihres verfügbaren Einkommens für die

gremium (FMSG), die Oesterreichische

um 0,98 Prozent, einen mit zehn Jah-

Kreditrückzahlung aufwenden, und bei

Nationalbank (OeNB) und die Finanz-

ren Fixzinsbindung um 1,35 Prozent. Vor

sechs von zehn Krediten liegt der Eigen-

marktaufsicht (FMA) beobachten die

der globalen Finanzkrise lag der Zinssatz

mittelanteil unter 20 Prozent. 40 Prozent

Entwicklung auf dem heimischen Im-

2007 noch bei fünf bis sechs Prozent. Fast

der Kredite sind zu einem variablen Zins-

mobilienmarkt mit zunehmender Sor-

40 Prozent aller neu vergebenen Wohn-

satz vergeben. Das ist in der Niedrigzins­

ge. Seit 2007 haben sich die Preise für

baukredite sind variabel verzinst; weni-

phase zwar günstig, lässt die Kosten bei

Wohn­immobilien in Österreich fast ver-

ger als die Hälfte hat eine Fixzinsbindung

einem Zinsanstieg jedoch explodieren.

doppelt, in Wien sind sie um 140 Prozent

von zumindest zehn Jahren.

Es ist Zeit zu handeln. Bei der Kredit-

gestiegen. Das lässt sich nur zum Teil

Für Banken sind Wohn­baukredite in

vergabe muss wieder die Rückzahlungs­

durch realwirtschaftliche Faktoren wie

diesem Zinsumfeld sehr attraktiv: Die

fähigkeit in den Vordergrund gestellt wer-

gestiegene Baukosten, höhere Ausstat-

Zinsmarge beträgt heute im Schnitt 1,38

den, nicht die Besicherung durch einen ir-

tungsstandards oder strengere Umwelt-

Prozent, 2007 lag sie merklich unter ei-

rational aufgeblasenen Immobilienwert.

anforderungen erklären. Der größte Teil

nem Prozent. Und während von den Kon-

Und zwar zum Schutz der Kreditnehmer

ist nachfragegetrieben: Jagd nach Rendi-

sumkrediten derzeit etwa 5,5 Prozent

ebenso wie zum Schutz der Kreditgeber.

te, Flucht in Betongold und extrem billige

notleidend sind, sind es lediglich 1,1 Pro-

Wenn bei den Banken nicht bald Vernunft

Kredite bei negativen Realzinsen. Kredite

zent der Wohnbaukredite - auch ein his-

einkehrt, müssen und werden wir als Auf-

an private Haushalte zur Wohnraumbe-

torischer Tiefststand. Das darf aber kein

seher regulatorisch für Vernunft sorgen. n

17


MEINUNGEN KOMMENTARE

WOHLSTAND FÜR UNSERE KINDER, KAPITAL FÜR ERFINDER Die soziale Marktwirtschaft hat Österreich großen ­Wohlstand gebracht. In den kommenden Jahrzehnten werden wir vor neuen gesellschaftlichen ­Herausforderungen stehen. Was wir brauchen, ist Innovation. Und zwar sofort.

E

VITA CHRISTOPH BOSCHAN Vorstandsvorsitzender Wiener Börse AG Der gebürtige Berliner (43) leitet seit September 2016 die Geschicke der Wiener Börse AG und hat der ehrwürdigen Institution frischen Wind eingehaucht. Als Vizepräsident des Aktienforums und Beirat im Zertifikate Forum Austria bringt er seine E ­ xpertise ein. Der promovierte Jurist findet Ausgleich bei d ­ iversen Sportaktivitäten wie etwa beim Laufen.

gal ob Covid-19-Recovery, fi-

Einführung einer Behaltefrist. Das Hal-

nanzielle Inklusion, Pensionssi-

ten von Aktien über einen bestimmten

cherung, Wohlstandsverteilung

– der Kapitalmarkt spielt dabei immer

„Für alle gesellschaftlichen

eine entscheidende Rolle. Alle diese

Megathemen braucht es

Themen wirken jedoch zwergenhaft im

den Kapitalmarkt.“

Vergleich zur Megaaufgabe der Innova-

CHRISTOPH BOSCHAN

tionssicherung. Innovation ist die absolute Grundvoraussetzung für die Fi-

Zeitraum hinaus wäre dann steuerfrei. Ich glaube, der im Regierungsprogramm beschriebene Weg ist genau der richtige, denn noch einmal: Für alle gesellschaftlichen Megathemen braucht es den Kapitalmarkt. Der Staat hat nicht viele Optionen. Er kann entweder mehr Kredit

nanzierung der von uns allen gewollten,

aufnehmen, Steuern erhöhen oder mög-

stetig wachsenden Sozialausgaben. Nur

zentrale Kapitalmarktthema. Innova­

lichst viel privates Kapital zur Entlastung

– vor dem Verteilen kommt stets erst

tion

der öffentlichen Haushalte aktivieren.

das Erwirtschaften.

finanzierung

braucht

Kapital.

Innovations­

bedeutet

Eigenkapital-

Den Nachweis über die Sinnhaftigkeit

Es gibt nur zwei mögliche Wege zu

finanzierung. Kredite können das nur

von Kapitalanlage führt man über er-

wachsen. Entweder wir arbeiten alle

bedingt leisten. Das hat sich langsam,

folgreiche Kapitalanlagen. Darauf kön-

mehr. Das wird eher nicht passieren,

aber mittlerweile sichtbar in die poli-

nen wir in Österreich stolz zurückbli-

denn wir sind eine alternde Gesell-

tische Meinungsbildung vorgearbeitet.

cken. Wer seit dem ATX-Start vor rund

schaft. Die jungen Menschen erheben

In Deutschland war das flächendeckend

30 Jahren in den österreichischen Markt

den Anspruch auf wenig explizite Ar-

in fast allen Wahlprogrammen enthal-

investiert ist, blickt heute auf eine Ge-

beitszeit. Da bleibt nur noch ein zweiter

ten. Im österreichischen Regierungs-

samtperformance von über 650 Prozent.

Weg, nämlich Dinge anders zu machen.

programm für 2020 bis 2024 sind vier

Der heimische Aktienmarkt zeigt eine

Das nennt man Innovation. Das Erfin-

Ansatzpunkte zur Stärkung des Kapital-

durchschnittliche jährliche Rendite zwi-

den neuer Produkte, Dienstleistungen

markts genannt.

schen sechs und acht Prozent, also ähn-

und Arbeitsmethoden ist der einzige

Um den Kapitalmarkt in Österreich

lich hoch wie jene anderer entwickel-

Weg für reife Volkswirtschaften, wirk-

anzukurbeln, muss somit nur eine So-

te Kapitalmärkte über lange Zeiträume.

lich Wachstum zu erzielen. Kreditauf-

fortmaßnahme gesetzt werden – die

Damit mehr Österreicherinnen und Ös-

nahme für mehr Konsum und Umver-

Umsetzung des vorliegenden Regie-

terreicher von diesen Renditen profi-

teilung können sinnvolle Maßnahmen

rungsprogramms: Entbürokratisierung

tieren, braucht es die genannten An-

sein, allerdings immer nur kurz- und

und Vermeidung von Regulierung über

reize. Durch rasche Umsetzung des Re-

höchstens mittelfristig. Nur die Inves-

das europäische Maß hinaus, also kein

gierungsprogramms kann Österreich zu

tition in die Innovation – nicht in den

regulatorisches Gold Plating, eine Fi-

modernen sozialen Marktwirtschaften

Konsum – sichert langfristig den Wohl-

nanzbildungsinitiative – hier wurden

wie etwa Schweden aufschließen. Um

stand der Nation.

bereits Schritte vom Finanzministerium

unser Wohlstandsniveau für die nach-

Als rohstoffarmes Land unsere In-

gesetzt -, die Stärkung der zweiten und

folgende Generation zu erhalten, muss

novationsfähigkeit zu sichern ist das

dritten Säule der Altersvorsorge und die

bald gehandelt werden. n

18


MEINUNGEN KOMMENTARE

VITA SUSANNE KALSS Vorständin und Professorin Institut für Unternehmensrecht, WU Wien

VITA INGRID KRAWARIK Stv. Chefredakteurin Börsianer

Die gebürtige Steirerin (55) leitet das 2018 gegründete Institut für Unternehmensrecht an der Wirtschaftsuniversität Wien. Sie ist Expertin für Kapitalmarkt-, Gesellschaftsrecht und Stiftungen.

Die gebürtige Wienerin (45) liebt Schottland, Basketball und Brotbacken und hat für fast jedes Leiden ein Kraut parat. Zum Finanzjournalismus kam die promovierte Anglistin zufällig. Sie ist seit 2016 stellvertretende Chefredakteurin des „Börsianer“.

GOVERNANCE

MEDIEN

WIRKSAME AUFSICHT VERHABERUNG, VON BANKEN WAS NUN?

B

anken zeichnen sich im Verhältnis zur Realwirtschaft durch drei Besonderheiten aus, die auch deren Aufsicht berühren: Erstens haben sie einen signifikanten Ein-

fluss auf die Volkswirtschaft, zweitens liegt ihre Geschäfts-

D

ie Nähe zwischen Wirtschaft, Politik und Medien ist in Österreich ungewöhnlich, aber nicht automatisch problematisch. Nur weil Journalisten die Telefonnummern

von Vorstandschefs und Regierungsverantwortlichen haben, ist

tätigkeit in einer mit ihren Produkten und Dienstleistungen

das noch keine Verhaberung. Fatal wird es, wenn vermeintli-

notwendigerweise verbundenen Intransparenz (Forderungen,

che Nähe mit Exklusiv-Informationen dem Journalisten zu Kopf

Wertpapiere) für Außenstehende und schließlich drittens die

steigen und er sich plötzlich für etwas Besonderes hält. Genau

weitreichende Regulierung und externe Beaufsichtigung die-

in dem Moment geht die persönliche Distanz verloren, die für

ser Branche. Aus diesen Besonderheiten folgt, dass die Auf-

den unabhängigen Journalismus so wichtig ist - das hat dazu

sicht nicht nur der internen Revision und dem Aufsichtsrat

geführt, dass mittlerweile viele Leute denken, dass man sich In-

überlassen wird, sondern von FMA und OeNB, EZB, Bankprü-

halte in Medien kaufen kann. Ich wundere mich, dass es hier

fer und Abschlussprüferaufsicht begleitet wird. Sie haben ein

keinen Aufschrei der „verurteilten“ Medien gibt, zu oft wird

gemeinsames Ziel, nämlich sicherzustellen, dass Governance

Schweigen als Zustimmung gedeutet.

von Banken funktioniert. Ihre jeweilige Tätigkeit ist nicht

Was ist zu tun? Die Diskussion um eine Neuaufstellung der

Selbstzweck, sondern dient der Sicherstellung des Funktio-

Medienförderung gibt es seit mehr als 20 Jahren. 2020 war die-

nierens der Banken. Diese Erweiterung der Aufsichtszustän-

se Förderung neun Millionen Euro schwer, Inserate der öffent-

digkeiten und Überwachungseinrichtungen für Banken kann

lichen Hand wurden für 220 Millionen Euro vergeben. Ein Stopp

nur funktionieren, wenn die gesetzlich berufenen Einrichtun-

dieser Inserate würde nicht nur den Boulevardmedien die Ge-

gen nicht siloartig nur für sich arbeiten.

schäftsgrundlage entziehen. Wobei es vonseiten der Politik oh-

Völlig offensichtlich sind nach geltendem Recht die Not-

nedies kein Interesse gibt, am derzeitigen Zustand etwas zu än-

wendigkeit und Befugnis des Zusammenwirkens der einzel-

dern, sie werden schließlich gut bedient. Die Verantwortung

nen Aufsichtseinrichtungen. Erst das Zusammenwirken von

liegt damit bei jedem Einzelnen, hier mit Anstand zu agieren

Aufsichtsrat, FMA, EZB, APAB und Abschlussprüfer stellt die

– wie das funktioniert, ist derzeit in der Pandemie ersichtlich.

angemessene Aufsicht sicher. Das alleinige Funktionieren der

Bleiben noch börsennotierte Unternehmen und große Handels-

Einzeleinrichtung ist nicht ausreichend, sondern erst der früh-

ketten, die einen starken Hebel haben und bewusst entscheiden

zeitige und wechselseitige (!) Austausch von Wissen unter den

können, wo sie inserieren. Deren Verantwortung wird es – auch

Einrichtungen und das Zu-

im Zuge der Nachhaltig-

sammenwirken der gesam-

keitsbewegung – sein, kei-

ten Aufsichtsstruktur. Nur wenn das Zusammenspiel funktioniert, hat auch jede einzelne Aufsichtsreinrich-

„Aufsichts­einrichtungen müssen zusammen­ arbeiten.“

„Fatal wird es, wenn vermeintliche Nähe zu Kopf steigt.“

SUSANNE KALSS

INGRID KRAWARIK

tung ihre Aufgabe wirksam und rechtmäßig erbracht. n

ne Medien zu bedienen, die gegen die Corporate Governance verstoßen. Damit lässt sich Druck ausüben und vielleicht auch eine Rückkehr zu

19

mehr Hygiene erzielen. n


© WIENER BÖRSE AG

RANKING UNTERNEHMEN

Outperformer. Wer hätte das ­ edacht, dass die 250 Jahre alte g Wiener Börse alle renommierten Finanz­plätze dieser Welt, ja selbst die Technologiebörsen, mitten in der Pandemie schlägt? Das Jahr 2021 macht’s möglich.


#RANGLISTE

IMMER WIEDER

ÖSTERREICH


RANKING UNTERNEHMEN

Es ist Pandemie, und die Börsen feiern fröhliche Höchststände. Der Wirtschaft geht es trotz Lieferengpässen und Personalmangels besser als erwartet. Es gibt kaum Kreditausfälle. Die Notenbanken und Staaten pumpen wie die Weltmeister Geld in die Märkte. Ja, so war 2021, und selbst 2022 sollte die gute Stimmung trotz steigender Inflation anhalten. Vorausgesetzt, dass uns die vierte Welle der Pandemie keinen Strich durch die Rechnung macht. Wer 2021 die Gewinnerriege anführt, zeigt das goldene Ranking der besten Finanzinstitute Österreichs des Börsianer. TEXT JULIA KISTNER

W

arum soll ein Wirtschafts-

terreich AG. Er darf sich über eine Anhe-

und Finanzjahr nach ­einem

bung des Ratings seines Finanzinstituts

sehr schwierigen Vorjahr

auf A3 durch die Agentur Moody’s freu-

nicht auch einmal positiv überraschen?

en. Wobei sich dank eines guten Kredit-

Das trifft für 2021 in jedem Fall zu, auch

geschäfts die Kapital- und Ertragskraft

wenn derzeit in Österreich die ernste

des gesamten Sektors verbessert hat.

Corona-Situation alles überlagert. Lo-

„Ich glaube, dass hier die Maßnahmen

gistik- und Personalengpässe haben die

der Regierung sehr gut gewirkt haben“,

Unternehmen bisher ebenso gut wegge-

meint Schaller anerkennend, „hier wa-

steckt wie die exorbitanten Anstiege der

ren wir führend in Europa. Deshalb sind

Energie- und Rohstoffpreise. „Wir ha-

auch die Insolvenzzahlen in Österreich

ben zwar schon 2020 im Herbst gesehen,

sehr niedrig. Wir sind die Förderkai-

dass sich die Auftragsbücher bei unseren

ser.“ Angelika Sommer-Hemetsberger,

Industriekunden füllen. Dennoch, dass

Vorständin der Oester­reichischen Kon­

es dann so gut läuft, offen gestanden, da

trollbank AG, ergänzt: „Wir haben unsere

waren wir auch überrascht“, meint ein

Möglichkeiten für Betriebsmittelfinan-

mit diesem Jahr bis dato sichtlich zufrie-

zierungen für Exporteure sehr schnell

dener Heinrich Schaller, Generaldirek-

aufgestockt und auch die Bedingungen

tor der Raiffeisenlandesbank Oberös-

für die Inanspruchnahmen erleichtert.

22


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„Wir sind die Förderkaiser.“

HEINRICH SCHALLER

Das Finanzministerium, das uns beauf-

schon deutlich besser geht und das Ob-

die Banken extrem liquide und finanzie-

tragt, hat die hierfür zusätzlichen Mit-

ligo im heurigen Jahr wieder stark zu-

ren sehr viel.“ Was Eduard Müller, Vor-

tel von zwei Milliarden Euro im vorigen

rückgegangen ist. Oftmals brauchen die

stand der Finanzmarktaufsicht (FMA),

Jahr aufgrund der hohen Nachfrage auf

Unternehmen, die teilweise selbst sehr

hier besonders freut, ist, „dass die Fi-

drei Milliarden Euro aufgestockt. Man

liquide sind, nur eine Risikoabsicherung

nanzinstitute auch in der Pandemie ihre

sieht, dass es den Unternehmern jetzt

und weniger die Finanzierung. Auch sind

größeren Eigenkapitalpuffer seit der Fi-

WACHSTUM BRAUCHT RASCHE LIQUIDITÄT. DAS RAIFFEISEN FACTORING.

Liquidität wenige Stunden nach der Rechnungslegung auf dem Firmenkonto haben – Factoring sichert die Liquidität für Ihren laufenden Geschäftsbetrieb sowie die Finanzierung von Wachstum oder Saisonspitzen. Nutzen auch Sie diese flexible und moderne Form der Forderungsfinanzierung. Infos bei Ihrem Experten auf raiffeisen-factoring.at


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„Unternehmen geht es schon deutlich besser.“

ANGELIKA SOMMER-HEMETSBERGER

nanzkrise nicht abgebaut haben. Das ist

kliker bevorzugt werden, die im Leitin-

schränkt, wenngleich hier auf EU-Ebe-

deshalb so wichtig, weil irgendwann die

dex ATX stark gewichtet sind. Auch sind

ne mit der Mica-Verordnung eine stren-

Staatshilfen auslaufen.“ Und die sind

hier Schwergewichte aus dem Finanzbe-

gere Regulierung kommen wird, die aber

gewaltig: „Insgesamt haben wir seit Be-

reich und der Ölindustrie enthalten, die

nicht alles erfassen wird, da der Markt so

ginn der Krise über 41 Milliarden Euro

im Vorjahr deutlich schlechter gegangen

dynamisch ist. Derzeit ist das eine große

zur Abfederung der Auswirkungen der

sind.“ Um die Wiener Börse nachhaltig

Spielwiese für Betrug. Zu 60 bis 80 Pro-

Krise ausgezahlt oder rechtsverbind-

zu stärken „wäre es aber wichtig, wie im

zent der konkreten Betrugshinweise, die

lich zugesagt“, erklärt Finanzminister

Regierungsprogramm auch vorgesehen,

bei der FMA eingehen und die wir dann

Gernot Blümel, „für 2022 haben wir im

eine längere Behaltedauer steuerlich zu

auch an die Staatsanwaltschaft weiter-

Budget knapp vier Milliarden Euro für

begünstigen“, fordert Angelika Som-

leiten, betreffen Kryptofälle.“

den Krisenbewältigungsfonds inklusive

mer-Hemetsberger, „das würde nicht

Die Regierung will Kryptoassets aber

Kurzarbeit vorgesehen. Zusätzlich gibt

nur die private Vorsorge fördern, son-

nicht nur regulieren, sondern auch be-

es eine Ermächtigung von fünf Milliar-

dern auch Volatilität und Risiko für die

steuern wie andere Assets. Ab 2023

den Euro, die im Ernstfall für Maßnah-

Veranlagung herausnehmen. Hilfreich

wird auch eine Kapitalertragssteuer auf

men zur Verfügung stehen.“ Und die

für die Börse und auch die Unternehmen

Krypto­ erträge anfallen. Stichtag für

man auch angesichts des vierten Lock-

wäre es, wenn Eigenkapital steuerlich

nicht zu versteuerndes Kryptoaltvermö-

downs antasten muss, weil Wirtschafts-

endlich dem Fremdkapital gleichgestellt

gen ist der 28. Februar 2021.

hilfen wie Ausfallsbonus, Verlustersatz,

würde. Das würde die Widerstandsfähig-

Kurzarbeit und Härtefallfonds bis März

keit der Unternehmen in Krisenzeiten

Lieblingsfarbe Grün

2022 weiterlaufen.

erhöhen.“ Die Bankerin begrüßt, dass

Der Megatrend in der Finanzwelt ist

ab 2022 Arbeitnehmer bis zu 3.000 Euro

Nachhaltigkeit und hier vor allem Kli-

Wien als Star am Börsenhimmel

steuerfrei am Unternehmensgewinn be-

ma- und Umweltschutz. Dafür sorgt

Trotz des österreichweiten vierten Lock-

teiligt werden können.

schon die EU-Offenlegungsverordnung

downs lag der Leitindex ATX bei Redak­

SDFR, die transparent machen soll, wie

tionsschluss noch rund 30 Prozent über

Alles Krypto oder kryptisch?

nachhaltig die Anbieter von Finanzpro-

seinem Niveau zu Jahresbeginn. Da-

Da kann die Wiener Börse Purzelbäu-

dukten agieren. Auch hat die EU in ih-

mit kann die Wiener Börse zu ihrem

me schlagen, auch in Österreich zie-

rer Taxonomie mit den ersten, bisher

250-Jahr-Jubiläum heuer sogar die Tech-

hen die jungen Anleger Kryptowährun-

nur grünen Kriterien definiert, was al-

Börsen um Längen abhängen. „Die Wie-

gen magisch an. Der weltweite Markt

les nachhaltig ist. Vor allem Frankreich

ner Börse spiegelt die solide Entwicklung

für digitale Vermögenswerte wird be-

streitet hier noch mit anderen EU-Staa-

der Unternehmen, die dort gelistet sind,

reits auf 2,2 Billionen Euro geschätzt.

ten, ob Atomkraft nachhaltig ist. Sozia-

wider“, meint Angelika Sommer-He-

Nicht so glücklich über die rasante Ent-

le Kriterien will man 2022 in die Taxo-

metsberger, „zum anderen kommt dem

wicklung des Kryptomarktes ist Eduard

nomie aufnehmen. Was Bankengeneral

österreichischen Finanzplatz die aktuel-

Müller, Vorstand der Finanzmarktauf-

Heinrich Schaller bei der grünen Trans-

le Aufschwungsphase entgegen, wo Zy-

sicht: „Unser Handhaben ist derzeit be-

formation befürchtet, ist, dass den Ban-

24


RANKING UNTERNEHMEN

„Wir haben heuer einen gewaltigen Bullenmarkt gehabt.“

KARIN KISLING

ken bei der Überprüfung der Unterneh-

­einen grünen Pass bekommen, womit es

telselektion punkten und ihre höhere

men eine Rolle zukommen werde, „die

den Finanzinstituten viel leichter fallen

Kosten gegenüber den passiv gemanag-

fast jener der Polizei gleichkommt. Es

würde, sie zu finanzieren.“

ten ETFs rechtfertigen können. Inzwi-

wäre viel vernünftiger, wenn die Un-

Fondsmanager sehen in Environ-

schen stecken rund 24,3 Milliarden Euro

ternehmen ihre Daten an eine zentra-

mental Social Governance (ESG) auch

allein in österreichischen nachhaltigen

le Stelle liefern müssten und sie dann

ein komplexes Feld, wo sie bei der Ti-

Investmentfonds. Die Gewinnerwar-

Wir schaffen mehr Wert.

Nachhaltig mit hypo_blue. Unsere Welt ein Stück besser machen. www.hypo.at/hypoblue


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„Fünf Milliarden Euro zusätzlich, die im ­Ernstfall zur Verfügung stehen.“

GERNOT BLÜMEL

tungen der Anleger bei grünen Techno-

ische Zentralbank dennoch ihre locke-

daktion wurden unter den rund 860 ös-

logien scheinen teilweise aber überam-

re Geldpolitik nicht straffen wird, weil

terreichischen Finanzunternehmen die

bitioniert zu sein. „Wir sind im Früh-

sie die hochverschuldeten Staaten im

147 besten Pensions- und Vorsorgekas-

jahr sogar aus Green Energy rausgegan-

Fokus hat, die höhere Zinsen und ein

sen, Versicherer, Banken und Fondsge-

gen, weil wir es schon für überpreist ge-

starkes Zurückfahren der Anleihekäu-

sellschaften mit größter Sorgfalt ermit-

halten haben“, berichtet Karin Kisling,

fe stark treffen würden.“ Auch Christi-

telt. Die Redaktion studierte hunderte

Gründerin des Robo Advisors Savity,

an Keuschnigg, Professor für National-

Kennzahlen und Fragebögen, die vom

„wir haben insgesamt einen gewaltigen

ökonomie an der Universität St. Gallen,

unabhängigen Wirtschaftsprüfer BDO

Bullenmarkt gehabt. Was interessant

macht sich Sorgen um die hohen Staats-

Austria ausgewertet wurden. Die Be-

war: Die vielbeschworene Sektorrota-

schulden: „Es braucht spätestens 2022

wertungskriterien im Detail finden Sie

tion hat zwar im ersten Halbjahr kurz

einen klar erkennbaren Plan, dass man

auf Seite 30. Wobei das Börsianer-Team

stattgefunden. Letztlich war Tech aber

in den nächsten Jahren die Covid-Schul-

diesmal nicht ganz so zufrieden mit der

nie tot. Es fließt weiterhin viel Geld in

den auch wieder abbaut. Die Versiche-

Qualität der zurückgesandten Fragebö-

Technologie- und Wachstumsaktien.“

rungen und auch die Privatanleger müs-

gen war. Die Entscheidungen wurden

sen sicher sein können, dass der Wert der

zwar ausführlich, aber nicht immer kon-

Verhalten positiver Ausblick 2022

Staatsanleihen in ihren Portfolios erhal-

kret begründet. Das ist vielleicht ein An-

Karin Kisling ist optimistisch, dass man

ten bleibt. Sonst schaut’s schlecht aus.“

sporn für das Ranking 2022. Andererseits

ein robustes Wirtschaftswachstum se-

FMA-Vorstand Eduard Müller beun-

scheinen aber auch die Alleinstellungs-

hen wird: „Der Aufschwung hat sich nur

ruhigt wiederum der Wohnimmobilien-

merkmale der gerankten Unternehmen

verzögert und flutscht in das Jahr 2022

markt (Seite 17): „Hier sehen wir eine

etwas verlorengegangen zu sein.

und 2023. Was ich auch glaube, ist, dass

zweistellige Dynamik bei den Käufen

Allen Finanzunternehmen gemein

der technologische Wandel, der Digita-

und auch Krediten. Mehr als die Hälfte

ist, dass Impact Investing und nach-

lisierungsdruck und die Innovationen,

finanziert Wohnimmobilien zu beinahe

haltige Geldanlage sie sehr stark be-

die mit Klimaschutz zu tun haben, auch

100 Prozent fremd. Auch da sehen wir,

schäftigten, sowohl bei der Veranla-

den Aktien zugutekommen werden.“

dass bei neu vergebenen Krediten ein

gung als auch bei der Produktgestal-

Heinrich Schaller schränkt ein, „dass

Fünftel der Schuldner mehr als die Hälf-

tung sowie beim Risikomanagement.

die Inflationsdynamik, Logistikengpäs-

te des monatlichen Einkommens für die

Ein nachhaltiger Investmentansatz ist

se und vor allem die Personalknappheit

Kreditrückzahlung aufwendet. Da wird

übrigens schon seit Jahren eines der Er-

die Wirtschaft nicht ganz so stark wach-

es Anfang 2022 Maßnahmen geben, um

folgsrezepte der Pensions- und Vorsor-

sen lassen wie prognostiziert. Die Nega-

hier Risiko herauszunehmen.“

gekassen, die auch dieses Jahr wieder das Börsianer-Gesamtranking der bes-

tivzinsphase läuft leider auch nächstes Jahr nicht aus, obwohl es dafür berech-

Die Ranking-Stars

ten Finanzinstitute anführen. An die

tigte Gründe gäbe. Ich glaube nämlich,

Anhand von Finanzkennzahlen, Ein-

Spitze kehrt die VBV Pensionskasse AG

dass uns eine erhöhte Inflation eine

schätzungen aus der Peergroup und ei-

(85,83 Punkte) zurück. Sie verdrängt die

Zeitlang begleiten wird und die Europä-

ner Bewertung durch die Börsianer-Re-

APK Vorsorgekasse AG (84,33 Punkte)

26


RANKING UNTERNEHMEN

„Neue RisikoMaßnahmen bei Immobilienkrediten.“

EDUARD MÜLLER

erneut auf Rang zwei. Auf den dritten

an die 15. Stelle vor. Für den Konkur-

Punkte) und die Kommunalkredit Austria

Platz findet man die APK Pensionskas-

renten DWS International (69,20 Punk-

AG von der Redaktion zehn Punkte. Die

se AG (83,89 Punkte), dicht gefolgt vom

te) ging es rauf von Platz 96 auf Platz

Peergroup vergab nicht einmal die volle

Spezialversicherer Österreichische Ha-

23. Die Universalbank Erste Group Bank

Punktezahl. Bei den Kennzahlen über-

gelversicherung (83,86 Punkte).

AG (67,68 Punkte) verbesserte sich von

zeugte die Österreichische Hagelversi-

Während sich das altbekannte Spit-

Rang 66 auf Rang 29, während die Toch-

cherung mit zehn Punkten. Was 2021

zenfeld absetzte und von weit hinten

tergesellschaft Erste Asset Manage-

übrigens für alle auch ein großes Thema

nur die Allianz Elementar Versiche-

ment von Platz 18 auf 47 abrutschte. Zu

war: Cyber­security und die entsprechen-

rungs AG (76,67 Punkte) von Platz 53

den Absteigern zählt auch die Raiffeisen

de Sensibilisierung der Mitarbeiter.

auf Platz 6 vorsprinten konnte, hat man

Bank International AG (64,17 Punkte),

bei den Verfolgern doch viel Bewegung

die von Rang 25 auf Rang 46 zurückfiel.

Spezialbanken im Ranking besser

auf den Rängen gesehen. So schaffte es

Auffällig ist, dass die Redaktion bei

So wie auch die Versicherungen konn-

etwa die VAV Versicherungs AG (73,43

ihrer Bewertung mit der vollen Punk-

ten Universalbanken nach einem sehr

Punkte) von Platz 90 auf Rang 12. Die

teanzahl geizte. Neben der APK Vorsor-

schwierigen Jahr 2020 heuer die Zahlen

Fondsgesellschaft DNB Asset Manage-

gekasse erhielten nur die 3 Banken Ge-

wieder deutlich verbessern, Spezialban-

ment (71,39 Punkte) rückte von Platz 87

nerali Investment (Platz neun / 75,42

ken erzielten großteils auch im Vorjahr

Wie ist eigentlich der Plural von Substanz?

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RANKING UNTERNEHMEN

„Es braucht einen klar ­erkennbaren Plan, wie man die Covid-Schulden wieder abbaut.“

CHRISTIAN KEUSCHNIGG

eine sehr gute Bilanz. Das spiegelt sich

und die Wiener Städtische Versicherung

Das Jahr der Fonds

im goldenen Ranking wider. So verbes-

AG (Platz 7 / 75,90 Punkte) an vorders-

Für die Asset-Manager war 2021 bis dato

serte sich im Gesamtranking etwa die

ter Stelle. Die Versicherungen können

insgesamt ein außergewöhnlich gutes

als beste Spezial- und Direktbank aus-

in der Pandemie im Bereich Gesundheit

Jahr. Das österreichische Fondsvolumen

gezeichnete Kommunalkredit Austria

und Krankenversicherung zulegen, die

erhöhte sich laut der Vereinigung Ös-

AG (Platz 16 / 71,39 Punkte) gleich um

Wiener Städtische auch dank ihrer neu-

terreichischer

29 Plätze, die beste Privatbank, Schoel­

en nachhaltigen Fondspolizzen.

ten VÖIG in den ersten drei Quartalen

Investmentgesellschaf-

lerbank AG (Platz 17 / 71,37 Punkte), um

Für das gesamte Prämienvolumen

um beeindruckende 10,2 Prozent auf

27 Ränge, die zur besten Universalbank

der globalen Versicherungswirtschaft

rund 211,5 Milliarden Euro. Die höchs-

gekürte Oberbank AG (Platz 20 / 70,83

pro­gnostiziert das Swiss Re Institute bis

ten Nettomittelzuflüsse erzielen vermö-

Punkte) um 20 Plätze. „Nicht zuletzt

Mitte 2022 eine neue Rekordhöhe von

gensverwaltende Fonds, gefolgt von Ak-

durch Regulierungen, die unter anderem

sieben Billionen US-Dollar, umgerech-

tienfonds. Passend zum Höhenflug der

eine gesunde Eigenkapitaldecke vor-

net 6,2 Billionen Euro. Vom Boom der

Wiener Börse waren auch bei den Fonds

schreiben, steht der Bankensektor heute

kapitalgedeckten Altersvorsorge pro-

Aktienfonds mit dem Veranlagungs-

viel robuster da als nach der Finanzkri-

fitieren vor allem die österreichischen

schwerpunkt

se 2008“, bescheinigt Ökonom Christi-

überbetrieblichen Pensionskassen, die

reszeitraum mit einem Plus von 60,34

an Keuschnigg dem Sektor, „aber das Ri-

gut unterwegs sind. Die Zahl der An-

Prozent die Performance­ sieger. Grün

siko des Bankensektors fängt natürlich

spruchsberechtigten

zweiten

ist auch bei den Kapitalgesellschaften

bei den Kunden an. Deshalb muss man

Quartal 2021 erstmals über eine Mil­lion

Trumpf: Bereits 106 Fonds sind mit dem

die Unternehmen und Haushalte durch

Euro gestiegen. Österreichs Pensions-

strengen österreichischen Umweltzei-

einen schrittweisen Schuldenabbau si-

kassen verwalten mit über 26,2 Milliar-

chen ausgezeichnet. Weitere beachtli-

cher machen und auch den Staat.“

den Euro ein so hohes Kundenvermögen

che Mittelzuflüsse melden Immobili-

wie noch nie, das fast ausschließlich in

en-Investmentfonds. Im Börsianer-Ge-

Sicherheit geht vor

Fonds investiert ist. Keinen Bedarf sieht

samtranking liegen vor allem die aus-

In unsicheren Pandemiezeiten sind Si-

der Grünen Club im Parlament darin, die

ländischen Fondsgesellschaften vorn,

cherheit und Vorsorge oberstes Gebot.

private Vorsorge zu fördern: „Eine Aus-

allen voran Columbia Thread­needle In-

Hier können Versicherungen, Pensions-

weitung der unsicheren zweiten und

vestments (Platz 8 / 75,49 Punkte) und

und Vorsorgekassen punkten. Sie beset-

dritten Säule ist vor allem für Versi-

T. Rowe Price Management (Platz 10 /

zen die neun vordersten Plätze des Ge-

cherungsunternehmen interessant. Im

74,67 Punkte), wobei es die 3 Banken Ge-

samtrankings. Hinter den vier bereits

Kern bleibt dieses Geschäft spekulativ.

nerali Investment (Platz 9 / 75,42 Punk-

genannten Gesamtsiegern rangieren die

Für soziale Sicherheit und Nachhaltig-

te) als beste inländische auch unter die

Generali Versicherung AG (Platz 5/77,5

keit im Pensionssystem sorgt vor allem

Top Ten schafft und der 3 Banken Öster-

Punkte), die Allianz Elementar Versi-

das gesetzliche Pensionssystem im Um-

reich Fonds mit mehr als 36 Prozent Plus

cherungs AG (Platz 6 / 76,67 Punkte)

lageverfahren.“

heuer zu den besten zählt. n

28

ist

im

Österreich

im

Einjah-


Future Forum Experten, Vordenker und Wissenschafter diskutieren über Innovation, Wandel und ihre Vision der Wirtschaft der Zukunft. wienerboerse.at/250


RANKING UNTERNEHMEN

REGELN D

Nach folgenden Kriterien wurden beim Ranking die besten ­Finanzunternehmen bewertet.

er Börsianer vergibt zum sieb-

Um eine hohe Transparenz zu gewähr-

tung des gesamten Rankings sowie die

ten Mal in Folge Auszeichnun-

leisten, werden alle Teilpunkte in den

Datenanalyse der Kennzahlen vor.

gen für die besten Finanzun-

Ranglisten veröffentlicht.

ternehmen des Jahres in 14 Katego-

■  In der Peergroup-Bewertung durften

rien. Zusätzlich wurden heuer erneut

■  Die Redaktion des Börsianer nominier-

Unternehmen sowohl sich selbst als

Preise in den Sonderkategorien „Nach-

te insgesamt 147 Unternehmen der

auch Unternehmen aus der Konzern-

haltigkeit“ und „Innovation“ in den

österreichischen Finanzbranche, die

familie nicht bewerten.

fünf Branchen Banken, Versicherun-

auch alle in die Wertung kamen. Abge-

gen, Fondsgesellschaften, Pensions-

druckt sind die besten 50 aus der Bran-

■  Sollten zwei Unternehmen den glei-

kassen und Vorsorgekassen vergeben.

che Fondsgesellschaften, die top 49 der

chen Gesamtwert vorweisen, grei-

Um die Besten des Jahres 2021 zu fin-

Banken, die top 29 der Versicherungen

fen für die Reihung folgende Regeln:

den und zugleich eine hohe Transparenz

und die besten Pensionskassen (5) so-

höchster Teilpunktewert, zweithöchs-

zu gewährleisten, wurde ein dreisäuli-

wie Vorsorgekassen (8).

ter Teilpunktewert, höchster Wert bei

ges Scoringmodell angewendet, das auf

der zweiten Säule (Kennzahlen).

Mitarbeit der 147 nominierten Unter-

■  Das Ranking fußt auf einem dreisäu-

nehmen abzielte. So war es den Un-

ligen Scoringmodell. Für jede der drei

■  Fehlende Daten wurden von der Re-

ternehmen möglich, in der Peergroup

Säulen, die jeweils zu einem Drittel in

daktion in Geschäftsberichten und

ihre Mitbewerber zu bewerten. Darüber

das Gesamtergebnis einfließen, wur-

Firmenbucheinträgen recherchiert.

hinaus wurden absolute und relative

den Punkte zwischen 1 (niedrig) und

branchenspezifische Kennzahlen erho-

10 (hoch) vergeben.

■  Sofern dies nicht möglich war, ­wurde

ben sowie für die Redaktionsbewertung

das Unternehmen aus der Wertung

mit Fachexperten entwickelte Fragebö-

■  Die Wirtschafts- und Steuerberatungs-

gen an die Unternehmen ausgesandt.

kanzlei BDO Austria nahm die Auswer-

PLATZ

1.

2020

(2.)

TREND

UNTERNEHMEN

VBV Pensionskasse AG

BRANCHE / RUBRIK

Pensionskasse

genommen, was 2021 aber nicht der Fall war.

GESAMTSCORE

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAKTION

85,83

9

8

9

BRANCHE UND RUBRIK

GESAMTSCORING

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAKTION

In dieser Spalte sind die

Jede der drei Säulen trug zu

Die Unternehmen einer

Branchenspezifische Kenn-

Die eingeschickten Frage­

Branchen und Rubriken der

einem Drittel zum Gesamt-

Branche hatten die Möglich- zahlen, die Rückschlüsse auf

bögen der Unternehmen

Unternehmen auf­gelistet.

ergebnis bei. Dieser Wert ist

keit, sich gegenseitig mit ei-

die Unternehmensentwick-

wurden von der Redak­tion

Ein Sieger wurde in fünf

der in Prozent konvertierte

ner Punkteanzahl zwischen

lung liefern, wurden von der

des Börsianer mit Punkten

Branchen sowie 14 Rubriken

nichtgerundete Mittelwert

1 (niedrig) und 10 (hoch) zu

BDO Austria analysiert und

von 1 (niedrig) bis 10 (hoch)

plus zwei Sonderkategorien

der drei Teilbewertungen.

bewerten. Die Zahl ist der

auf einer Skala von 1 (nied-

bewertet. Der F ­ ragebogen

je Branche gesucht. Insge-

gerundete Mittelwert der

rig) bis 10 (hoch) bewer-

orientierte sich an folgenden

samt wurden 147 Unterneh-

abgegebenen Peergroup­

tet. Der Wert beschreibt den

Keyfacts: Strategie, Covid,

men nominiert, die besten

bewertungen. Die Pensions-

gerundeten Mittelwert aus

Service, Innovation, Kunden/

100 werden abgedruckt.

und Vorsorgekassen wurden

Teilbewertungen für bran-

Marktanteile, Nachhaltigkeit

von einer Fachjury bewertet.

chenspezifische Kennzahlen. und Regulierung.

30


RANKING UNTERNEHMEN

GESAMTRANGLISTE BESTE FINANZUNTERNEHMEN

GESAMTSCORE

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAK­ TION

Pensionskasse/ ­Überbetriebliche

85,83

9

8

9

APK Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

84,33

9

6

10

APK Pensionskasse AG

Pensionskasse/ Überbetriebliche

83,89

9

9

8

(4.)

Österreichische Hagelversicherung

Versicherung/ Spezialversicherung

83,86

6

10

9

5.

(9.)

Generali Versicherung AG

Versicherung

77,50

7

8

8

6.

(53.)

Allianz Elementar Versicherungs AG

Versicherung

76,67

6

8

9

7.

(22.)

Wiener Städtische Versicherung AG

Versicherung

75,90

7

7

9

8.

(11.)

Columbia Threadneedle Investments

Fonds/Ausland

75,49

6

8

9

9.

(10.)

3 Banken Generali Investment

Fonds/Inland

75,42

6

7

10

10.

(29.)

T. Rowe Price Management

Fonds/Ausland

74,67

5

8

9

11.

(24.)

Arag Rechtsschutzversicherung

Versicherung/ ­Spezialversicherung

74,14

5

9

9

12.

(90.)

VAV Versicherungs AG

Versicherung

73,43

5

9

8

13.

(8.)

Vienna Insurance Group AG

Versicherung

73,27

6

7

9

14.

(17.)

Grazer Wechselseitige Versicherung AG

Versicherung

72,10

6

8

7

15.

(87.)

DNB Asset Management

Fonds/Ausland

71,39

4

9

8

16.

(45.)

Kommunalkredit Austria AG

Banken/Spezialbank/ Direktbank

71,39

4

7

10

17.

(44.)

Schoellerbank AG

Banken/Privatbank

71,37

5

8

8

18.

(27.)

Oesterreichische Kontrollbank AG

Banken/Spezialbank

71,10

6

7

8

19.

(20.)

Uniqa Insurance Group AG

Versicherung

70,89

6

6

9

20.

(40.)

Oberbank AG

Banken/Universalbank

70,83

7

6

9

21.

(6.)

VBV Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

70,78

9

5

8

22.

(64.)

Niederösterreichische Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

69,22

8

5

8

23.

(96.)

DWS International

Fonds/Ausland

69,20

5

7

9

24.

(15.)

Raiffeisen Capital Management

Fonds/Inland

68,89

6

7

8

25.

(23.)

Allianz Global Investors Europe

Fonds/Ausland

68,50

5

7

8

PLATZ

2020

TREND

UNTERNEHMEN

1.

(2.)

VBV Pensionskasse AG

2.

(1.)

3.

(5.)

4.

BRANCHE/RUBRIK

31

Die Österreichische Hagelversicherung erzielt den ersten Zehner bei der Kennzahlenbewertung in der Geschichte des goldenen Rankings.

Alle Fonds der DNB Asset Management, die einen weiten Satz nach vorn macht, verfolgen seit Ende der 1980er die Kriterien des Social Responsible Investings und liefern Stoff für eine gute Bewertung.

Die Oberbank AG führt die Wall of Fame des goldenen Rankings des „Börsianer“ mit acht Titeln an.


GESAMTRANGLISTE BESTE FINANZUNTERNEHMEN

PLATZ

2020

TREND

UNTERNEHMEN

BRANCHE/RUBRIK

GESAMTSCORE

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAK­ TION

26.

(13.)

Fair Finance Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

68,00

7

6

8

27.

(49.)

DAS Rechtsschutz AG

Versicherung/ Spezialversicherung

67,95

5

8

8

28.

(37.)

Valida Pension AG

Pensionskasse/ Überbetriebliche

67,73

7

5

8

29.

(66.)

Erste Group Bank AG

Banken/Universalbank

67,68

7

5

8

30.

(19.)

BKS Bank AG

Banken/Universalbank

67,50

6

5

9

31.

(–)

Zürich Versicherungs AG

Versicherung

66,94

6

8

6

32.

(–)

Bonus Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

66,78

7

6

8

33.

(42.)

Ergo Versicherung AG

Versicherung

66,43

5

8

7

34.

(77.)

Bank Gutmann AG

Banken/Privatbank

66,39

6

6

8

35.

(–)

Zürcher Kantonalbank Österreich AG

Banken/Privatbank

66,25

5

8

7

36.

(33.)

Fidelity International

Fonds/Ausland

66,20

6

7

7

37.

(50.)

UBS Global Asset Management

Fonds/Ausland

65,57

5

7

8

Banken/Privatbank/ Direktbank

65,56

5

8

7

38.

(70.)

Schelhammer Capital Bank AG (inkl. Dadat Bank)

39.

(75.)

LLB Invest KAG

Fonds/Inland

65,42

5

7

8

40.

(39.)

Hypo NOE Bank AG

Banken/Universalbank

65,42

5

6

8

41.

(82.)

BNP Paribas Asset Management Fonds/Ausland

65,21

6

6

8

42.

(80.)

BUAK Betriebliche Vorsorgekasse

Vorsorgekasse

65,00

7

5

8

43.

(7.)

Comgest Deutschland

Fonds/Ausland

64,97

5

5

9

44.

(78.)

Blackrock

Fonds/Ausland

64,83

6

7

6

45.

(72.)

Robeco

Fonds/Ausland

64,67

5

9

5

46.

(25.)

Raiffeisen Bank International AG

Banken/Universalbank

64,17

6

5

8

47.

(18.)

Erste Asset Management

Fonds/Inland

64,06

6

6

7

48.

(–)

Niederösterreichische Versicherung AG

Versicherung

64,00

6

7

6

49.

(48.)

Jupiter Asset Management

Fonds/Ausland

63,96

5

7

8

50.

(46.)

Helvetia Versicherungen AG

Versicherung

63,95

6

6

7

32

Die BKS Bank AG feiert 2022 ihren 100. Geburtstag und plant bereits ihre nächste grüne Anleihe. Die Regionalbank hat ein Tool entwickelt, das Finan­zierungen im ­Sinne der EU-­ Taxonomie prüft.

Schelhammer Capital Bank AG entstand aus der Fusion zwischen dem Bankhaus Schelhammer & Schattera AG und der Capital Bank und bietet eine nachhaltige Variante der Onlinevermögensverwaltung an.

Robeco schluckte im Vorjahr die auf nachhaltige Fonds spezialisierte Robecosam und punktet heuer vor allem bei den Kennzahlen.


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GESAMTRANGLISTE BESTE FINANZUNTERNEHMEN

PLATZ

2020

TREND

UNTERNEHMEN

BRANCHE/RUBRIK

GESAMTSCORE

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAK­ TION

51.

(14.)

Hypo Vorarlberg Bank AG

Banken/Universalbank

63,47

6

5

8

52.

(26.)

Donau Versicherung AG

Versicherung

63,23

6

6

7

53.

(55.)

LGT Bank AG

Banken/Privatbank

63,19

6

5

8

54.

(41.)

Nordea Investment Funds

Fonds/Ausland

63,13

5

6

8

55.

(–)

HDI Versicherung AG

Versicherung

63,10

6

6

7

56.

(3.)

Valida Plus AG

Vorsorgekasse

63,00

8

3

8

57.

(97.)

Europäische Reiseversicherung AG

Versicherung/ Spezialversicherung

62,86

5

6

8

58.

(34.)

Kepler Fonds KAG

Fonds/Inland

62,78

6

5

8

59.

(–)

Oberösterreichische Versicherung AG

Versicherung

62,76

5

6

7

60.

(35.)

Allgemeine Sparkasse OÖ Bank AG

Banken/Universalbank

62,68

5

6

8

61.

(21.)

LLB Österreich AG

Banken/Privatbank

62,50

5

6

8

62.

(51.)

Bankhaus Carl Spängler & Co AG

Banken/Privatbank

62,36

6

5

8

63.

(95.)

Bawag PSK Versicherung AG

Versicherung

62,18

4

8

7

64.

(–)

Kathrein Privatbank AG

Banken/Privatbank

61,87

5

7

7

65.

(30.)

Pictet Asset Management

Fonds/Ausland

61,39

6

5

8

66.

(–)

Wüstenrot Versicherungs-AG

Versicherung

60,83

5

8

5

67.

(58.)

Morgan Stanley Investment Management

Fonds/Ausland

60,56

5

7

6

68.

(38.)

Security KAG

Fonds/Inland

60,14

6

6

7

69.

(56.)

Unicredit Bank Austria AG

Banken/Universalbank

59,97

5

5

8

70.

(76.)

Carmignac*

Fonds/Ausland

59,87

4

6

8

71.

(16.)

JP Morgan Asset Management*

Fonds/Ausland

59,87

6

6

6

71.

(93.)

Bawag Group AG* (inkl. Easybank AG)

Banken/Universalbank/ Direktbank

59,87

6

6

6

73.

(36.)

Santander Consumer Bank

Banken/Direktbank/ Spezialbank

59,86

4

6

8

74.

(91.)

Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG

Banken/Universalbank

59,47

6

5

7

75.

(–)

Allianz Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

59,00

8

5

5

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.

34

Bei der Donau Versicherung AG werden 96 Prozent der Schadensfälle bereits vollelektronisch abgewickelt.

Die Valida Plus AG hat heuer zum ­neunten Mal die Ögut-GoldZertifizierung für ihre nachhaltige Veranlagung verliehen bekommen.

Die Kathrein Privatbank AG hat von der Raiffeisen Centrobank das Privatkunden­ geschäft übernommen und eine PrivateMarkets-Plattform ausgerollt.

Die Unicredit Bank Austria AG hat einen ESG-Kredit für KMUs in einem Portfolio und ein GoGreen-Konto mit dem Österreichischen Umweltzeichen.


RANKING UNTERNEHMEN

GESAMTRANGLISTE BESTE FINANZUNTERNEHMEN

PLATZ

2020

TREND

UNTERNEHMEN

BRANCHE/RUBRIK

GESAMTSCORE

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAK­ TION

76.

(12.)

Allianz Pensionskasse AG

Pensionskasse/ Überbetriebliche

58,63

8

5

5

77.

(67.)

Schoellerbank Invest AG

Fonds/Inland

58,50

6

5

7

78.

(84.)

Gutmann KAG

Fonds/Inland

58,47

5

6

7

79.

(–)

Muki Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit

Versicherung

57,98

5

5

8

80.

(63.)

Raiffeisenlandesbank Niderösterreich-Wien AG

Banken/Universalbank

57,88

5

5

7

81.

(73.)

Vontobel Asset Management

Fonds/Ausland

57,85

5

6

7

82.

(43.)

Bausparkasse der österreichischen Sparkassen AG

Banken/Bausparkasse

57,68

5

5

7

57,50

4

8

6

83.

(–)

Acredia Versicherung AG

Versicherung/ Spezialversicherung

84.

(–)

Porsche Bank AG

Banken/Direktbank

57,43

4

6

7

85.

(–)

GAM

Fonds/Ausland

57,43

4

6

7

86.

(68.)

Union Investment

Fonds/Ausland

56,93

5

5

7

87.

(–)

Degroof Petercam AM

Fonds/Ausland

56,88

4

6

7

Banken/Universalbank

56,67

6

4

7

88.

(48.)

Bank für Tirol und Vorarlberg AG

89.

(99.)

Raiffeisen Bausparkasse

Banken/Bausparkasse

56,67

5

4

8

90.

(–)

ABRDN (Aberdeen Asset ­Managers)

Fonds/Ausland

56,50

4

6

7

91.

(69.)

AXA Investment Managers Deutschland

Fonds/Ausland

56,17

5

5

7

92.

(94.)

Raiffeisen Factor Bank AG

Banken / Factoring Bank

56,07

4

5

8

93.

(89.)

Invesco Asset Management Österreich

Fonds/Ausland

55,97

6

6

5

94.

(–)

Wüstenrot Bausparkasse AG

Banken/Bausparkasse

55,93

5

7

5

95.

(61.)

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

Banken/Universalbank

55,91

6

5

6

96.

(54.)

Raiffeisen Centrobank AG

Banken/Spezialbank

55,86

5

5

7

97.

(85.)

Volksbank Wien AG

Banken/Universalbank

55,56

4

5

7

98.

(83.)

Arts Asset Management

Fonds/Inland

55,40

5

4

7

99.

(–)

Tiroler Versicherung

Versicherung

55,39

5

7

5

100.

(60.)

Österreichische Beamtenversicherung

Versicherung

55,12

5

5

7

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.

35

Die Gutmann KAG kooperiert bei Hauptversammlungen mit Glass Lewis, um ihre Stimmrechtsvertretung aktiv auszuüben.

Richtig eingesetzt, bringt die App Smart Driver der Porsche Bank AG den Kunden einen günstigeren Versicherungstarif.

Die Raiffeisen Bausparkasse feierte heuer ihr 60-jähriges Bestehen. Sie hat in dieser Zeit zwölf Millionen Bausparverträge für ihre Kunden abgeschlossen.


UNTERNEHMEN BANKEN

#RANGLISTE

Siegerblick. „Mit Infrastruktur kann ich Existenzängste und Zukunftssorgen nehmen und Inno­ vation gestalten“, sagt Vorstandschef Bernd Fislage über die Kommunalkredit Austria AG.

„Wir sind so etwas wie ein Feinkostladen.“

HOCHGEFÜHL TROTZ HÄRTETESTS 36

© PETRA SPIOLA

BERND FISLAGE


UNTERNEHMEN BANKEN

Der geplante Klimastresstest 2022 der Aufsicht wirft bereits jetzt seine Schatten auf die Banken und besiegelt die Richtung des Risikogeschäfts. Im goldenen Ranking der besten Banken sichert sich ein Spezialist gleich dreimal den Sieg. TEXT INGRID KRAWARIK

N

ach einem schwierigen Jahr

chaela Schneider, Partnerin beim Be-

Spezialbank mit Triplesieg

2020, in dem vor allem Univer-

ratungsinstitut Zeb (Seite 42) zum Bör-

Einem Härtetest mussten sich bereits

salbanken deutliche Ergebnis-

sianer. Der Klimastresstest soll hier als

heuer wieder 49 Banken im goldenen

einbußen hinnehmen mussten, ist das

Übung dienen. „Ich hoffe auf positi-

Ranking des Börsianer unterziehen – im

Jahr 2021 für viele Banken fast schon

ve Überraschungen und dass wir Vor-

Vergleich zu 58 im Vorjahr. Die Easy-

eine „g’mahte Wiesn“. Im Rückblick

zeigemodelle daraus ableiten können.

bank AG ging etwa in der Bawag Group

wurden im Vorjahr zu hohe Risikovor-

Derzeit veröffentlichen viele Banken

AG (Platz 19 / 59,87 Punkte) auf, die sich

sorgen gebildet. Die guten Ergebnisse

Nachhaltigkeitsziele, aber nicht, wie

auch die Hellobank AG sicherte. Das

spiegeln sich auch an der Börse wider.

sie diese erreichen wollen“, sagte Frank

Bankhaus Schelhammer & Schattera AG

Die Aktien der Erste Group Bank AG und

Elderson, stellvertretender Vorsitzen-

fusionierte mit der Capital Bank AG zu

der Raiffeisen Bank International AG

der des Aufsichtsgremiums der EBA

Schelhammer Capital Bank AG (65,56

sind auf Einjahressicht um mehr als 50

bei der Aufsichtskonferenz der Finanz-

Punkte) und kam auf Anhieb auf Platz

Prozent gestiegen, die Addiko Bank AG

marktaufsicht Mitte Oktober in Wien.

zwei in der Spezialwertung Direktban-

kommt auf rund 50 Prozent plus, die Ba-

Auf den Gesetzgeber, der durch einheit-

ken, und die Allianz Investmentbank AG

wag Group AG auf mehr als 30 Prozent.

liche Standards ein „level playing field“

schloss sich mit der Allianz Invest KAG

und

schaffen würde, könne man nicht war-

zusammen. Die Autobank AG meldete

ESG, also der Fokus auf Umwelt, Sozi-

Nachhaltigkeit,

Klimaschutz

ten, sagte Elderson, denn „Klimawan-

Insolvenz. Neben der Peergroup-Bewer-

ales und Unternehmensführung, und

del findet bereits statt“.

tung, die sich die Erste Group Bank AG

deren Auswirkung auf das Risikoma-

Spannend sind auch die Ergebnisse

(Platz 5 / 67,68 Punkte) sicherte, wur-

nagement der Banken haben das Thema

rund um die regulatorischen Neuerun-

den Kennzahlen wie Kosten-Ertrags-

Digitalisierung ein wenig in den Hin-

gen durch Basel IV: Die Banken haben

Relation, Jahresüberschuss und Eigen-

tergrund gedrängt – auch in Voraus-

in Brüssel erfolgreich wegen der neuen

kapitalrentabilität abgefragt und vergli-

schau auf den Klimastresstest der Eu-

Eigenkapitalvorschriften bei Industrie-

chen. Zusätzlich musste ein Fragebogen

ropäischen Bankenaufsicht (EBA) und

beteiligungen lobbyiert. „Beteiligungen

mit Schwerpunkten zu Geschäftsstrate-

der Europäischen Zentralbank (EZB) im

innerhalb von Institutsgruppen und in-

gie, Nachhaltigkeit, Digitalisierung und

nächsten Jahr. Viele Bankmanager ha-

stitutsbezogenen IPS dürfen weiterhin

Innovation ausgefüllt werden. Das Fazit

ben angesichts der zu liefernden Daten

mit 100 Prozent unterlegt werden eben-

aus Letzterem: Das Thema Nachhaltig-

noch viele Fragezeichen. „Ein wichti-

so wie Beteiligungen, die schon min-

keit ist bei den Banken omnipräsent und

ger Punkt bei Banken ist etwa die Mes-

destens sechs Jahre gehalten werden

wird aus allen Winkeln betrachtet. Das

sung der Treibhausgasemissionen im

und bei denen ein wesentlicher Einfluss

führt zu spannenden Produktpaletten

Kreditportfolio, die bei vielen Institu-

ausgeübt wird“, sagt Zeb-Partnerin Mi-

und schwierigen Risikoeinschätzungen.

ten am Anfang steht. Eine Kernheraus-

chaela Schneider. Das betrifft allerdings

Zur Freude des Börsianer wurde das

forderung ist dabei die Frage von Da-

nicht Aktien, die künftig mit 250 Pro-

Kopf-an-Kopf-Rennen heuer bei den

ten und Datenverfügbarkeit“, sagt Mi-

zent unterlegt werden müssen.

Banken besonders ernst genommen.

37


UNTERNEHMEN BANKEN

Pilotversuch geglückt. Die Austrian Anadi Bank AG holt sich im goldenen Ranking den Sonderpreis für Innovation. Ende 2022 sollen in 300 Trafiken Österreichs Bankdienstleistungen unter der Marke Marie ange­ boten werden.

35 Prozent davon entfielen auf erneuerbare Energie. Bernd Fislage will an die© THOMAS MEYER

sem Momentum mitpartizipieren. „Es muss nicht 100 Prozent Eigenkapital sein. Wir haben unsere Asset-Management-Plattform Fidelio für Fremdkapital im Hintergrund. Gleichzeitig säe ich aber jetzt schon die Samen für eine EiEs gab das knappste Ergebnis in der Ge-

ser aus dem Donaukanal zum Kühlen und

genkapital-Asset-Management-Platt-

schichte des goldenen Rankings und

Heizen verwendet. 2020 erfolgte der Bei-

form, damit sich Dritte mit Eigenkapi-

gleich drei neue Banken unter den ers-

tritt zur Wasserstoffallianz, die „uns Vi-

tal beteiligen können. Deshalb haben

ten drei. Die Kommunalkredit Austria AG

sibilität gebracht hat. Die OMV ist da-

wir eine Holding darübergesetzt.“ Auch

(71,39 Punkte) sichert sich um 0,02 Punk-

durch an uns herangetreten, und jetzt

das Thema Nachhaltigkeit verfolgt die

ten vor der Schoellerbank AG (2. Platz /

investieren wir gemeinsam in die größte

Spezialbank akribisch. Derzeit arbeitet

71,37 Punkte) nicht nur den Platz an

Elektrolyseanlage Österreichs in Schwe-

die Kommunalkredit Austria AG mit ei-

der Sonne als beste Bank 2021, sondern

chat. Wasserstoffabnehmer wird der

nem Kunden, der ein Tool anhand aus-

heimste auch gleich die Wertungen als

sein, der CO2-Strafen zahlt“, verfolgt

gewählter SDG-Kriterien entwickelt hat,

beste Spezialbank und als beste Direkt-

Bernd Fislage in Gedanken seine, wie er

um den Impact des jeweiligen Invest-

bank ein. Ein Triplesieg sozusagen. Grund

sagt, zukunftsbejahende Strategie.

ments qualitativ und quantitativ messbar zu machen. So kann der Investor sei-

für den Sieg war der herausragende Fragebogen. Bernd Fislage, der im September

Fokus auf Solar und Eigenkapital

2018 das Ruder beim Kommunal- und In-

Im ersten Halbjahr 2021 erfolgte die

frastrukturfinanzierer übernommen hat,

Gründung einer eigenen Projektent-

Starke Spezialbanken

wird nach 2019 und 2020 voraussichtlich

wicklungsgesellschaft mit den Energie-

0,29 Punkte hinter der Kommunalkre-

auch heuer wieder mit einem Rekorder-

werken Wels (EWW), um Infrastruktur-

dit Austria AG platziert sich die Oester-

gebnis aufwarten. „Je kleiner ich als Bank

und Energieprojekte durch Eigenkapi-

reichische Kontrollbank AG (OeKB) mit

bin, desto fokussierter muss ich sein,

talbeteiligungen

Das

71,10 Punkten auf Platz drei. Der OeKB

sonst bin ich verwechselbar. Wir sind so

Ziel ist eine deutliche Kostenersparnis

kam während der Covid-Pandemie eine

etwas wie ein Feinkostladen“, umreißt

gegenüber dem konventionellen Strom-

bedeutende Rolle zu, stellte sie doch im

Bernd Fislage im Gespräch mit dem Bör-

bezug. „Wir wollen klassische Flachdä-

Auftrag des Finanzministeriums (BMF)

sianer die Stärke seiner Bank, und er fügt

cher mit Solar ausstatten und haben da-

Österreichs Exportindustrie einen Kre-

hinzu: „Infrastruktur ist nichts ande-

für mit EWW eine Firma gegründet. EWW

ditrahmen in der Höhe von drei Milliar-

res als ein Bindeglied, das zeigt, wie Ge-

bringt die technische Kompetenz fürs

den Euro zur Verfügung, der unter dem

sellschaft funktioniert. Mit Infrastruktur

Bauen, Designen, Warten und Betrei-

Namen Sonder-KRR lief. „Der wesent-

kann ich Existenzängste und Zukunfts-

ben, wir stellen das Geld zu Verfügung

lichste Punkt ist sicher, dass wir bisher

sorgen nehmen und Innovation gestal-

und unterstützen bei Genehmigungen

keinen einzigen Ausfall im Sonder-KRR

ten. Und das machen wir.“

und Förderungen. Wir müssen mindes-

hatten. In Anbetracht der jetzt wieder ge-

Die größten Finanzierungen sind eine

tens fünf Megawatt erzielen, um profi-

stiegenen Unsicherheit nicht nur durch

Biomassenanlage in den Nie­derlanden,

tabel zu sein. Ich denke da schon größer,

die vierte Welle, sondern auch durch un-

eine Windkraft­anlage in Finnland, der

wie etwa 200 Megawatt für 200 Gemein-

sichere Lieferketten und der Notwen-

Breitbandausbau in Deutschland oder

den. Das Risiko muss ich nehmen“, er-

digkeit, höheres Working Capital zu fi-

etwa auch die Errichtung des ­ TrIIIple,

klärt der umtriebige Banker.

nanzieren, besteht ein erhöhter Bedarf,

voranzutreiben.

nen Impact konstant überwachen.

das mit einer ökologischen Energiezen-

Der europäische Infrastrukturmarkt

die ausgereichten Mittel noch länger zu

trale in Wien-Erdberg punktet und Was-

war 2020 200 Milliarden Euro schwer,

nutzen. Das BMF hat dies ermöglicht, in-

38


Entgeltliche Einschaltung

„JEDER ZWEITE EURO FLIESST IN NACHHALTIGE FONDS“

© IAN EHM

MANFRED BARTALSZKY, Vorstand der Wiener Städtischen Versicherung

Immer mehr Menschen sehen mittlerweile auch in der Geldanlage einen wichtigen Hebel, um Umwelt und Klima zu schützen und für mehr soziale Gerechtigkeit zu sorgen. Denn: Mit nachhaltiger Vorsorge lässt sich nicht nur ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten, sondern sie lohnt sich auch.

NACHHALTIGKEIT: VOM TRENDTHEMA ZUM DAUERBRENNER Die sich verschärfende und immer stärker persönlich erlebbare Klimakrise sowie politische Kampfansagen wie der EU Green Deal sorgen dafür, dass das Thema Nachhaltigkeit im Bewusstsein der Menschen angekommen ist. Der Finanzwirtschaft kommt dabei die Rolle eines „game-changers“ zu: Versicherungsunternehmen verwalten Milliarden an Prämien für ihre Kunden. Allein dadurch, nach welchen Kriterien sie diese Gelder veranlagen, kann schon sehr viel in Richtung Nachhaltigkeit bewegt werden. „Die Nachfrage unserer Kundinnen und Kunden nach Möglichkeiten auch mittels finanzieller Vorsorge zum Umweltgedanken beizutragen, ist in den letzten Jahren stark

gestiegen“, erklärt Manfred Bartalszky, Vorstand der Wiener Städtischen Versicherung. VORSORGE UND KLIMASCHUTZ Die Wiener Städtische hat das Nachhaltigkeitsthema sehr früh aufgegriffen und als erster österreichischer Versicherer mit dem Produkt Eco Select Invest eine nachhaltige Fondspolizze auf den Markt gebracht, die mit dem österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet wurde. „Mittlerweile fließt bei uns jeder 2. Prämieneuro bei Neuabschluss einer fondsgebundenen Lebensversicherung in nachhaltige Fonds – Tendenz steigend“, so Bartalszky. Mit dem Eco Select Invest lässt sich für das Alter und die Familie vorsorgen und man übernimmt Verantwortung für Umwelt, Gesellschaft und künftige Generationen.

GRÜNE FONDSPOLIZZEN ALS PERFORMANCE-CHANCE Die Fondspalette der Wiener Städtischen beinhaltet Top-Performing Nachhaltigkeitsfonds wie den Erste WWF Stock Environment Fonds, der ein Plus von 77,4 Prozent im Jahr 2020 erwirtschaftete. Damit zählte der Fonds auch 2020 zu den besten nachhaltigen Fonds des Landes. „Nachhaltige Unternehmen wirtschaften oftmals auch besser, weil sie langfristige Ziele verfolgen, in der Regel innovations­freudiger sind und Zukunftsmärkte erschließen“, ergänzt Bartalszky. Österreichweit haben sich die Zuflüsse in grüne Geldanlagen in den letzten Jahren zum klaren Trend entwickelt.

www.wienerstaedtische.at


RANGLISTE BESTE BANKEN

PLATZ

2020

TREND

UNTERNEHMEN

BRANCHE/ RUBRIK

GESAMTSCORE

PEERKENNGROUP ZAHLEN

REDAKTION

1.

(13.)

Kommunalkredit Austria AG

Banken/Spezialbank/Direktbank

71,39

4

7

10

2.

(12.)

Schoellerbank AG

Banken/Privatbank

71,37

5

8

8

3.

(5.)

Oesterreichische Kontrollbank AG

Banken/Spezialbank

71,10

6

7

8

4.

(10.)

Oberbank AG

Banken/Universalbank

70,83

7

6

9

5.

(22.)

Erste Group Bank AG

Banken/Universalbank

67,68

7

5

8

6.

(2.)

BKS Bank AG

Banken/Universalbank

67,50

6

5

9

7.

(24.)

Bank Gutmann AG

Banken/Privatbank

66,39

6

6

8

8.

(35.)

Zürcher Kantonalbank Österreich AG

Banken/Privatbank

66,25

5

8

7

9.

(23.)

Schelhammer Capital Bank AG (inkl. Dadat Bank)

Banken/Privatbank/Direktbank

65,56

5

8

7

10.

(9.)

Hypo NOE Bank AG

Banken/Universalbank

65,42

5

6

8

11.

(4.)

Raiffeisen Bank International AG

Banken/Universalbank

64,17

6

5

8

12.

(1.)

Hypo Vorarlberg Bank AG

Banken/Universalbank

63,47

6

5

8

13.

(18.)

LGT Bank AG

Banken/Privatbank

63,19

6

5

8

14.

(7.)

Allgemeine Sparkasse OÖ Bank AG

Banken/Universalbank

62,68

5

6

8

15.

(3.)

LLB Österreich AG

Banken/Privatbank

62,50

5

6

8

16.

(15.)

Bankhaus Carl Spängler & Co AG

Banken/Privatbank

62,36

6

5

8

17.

(38.)

Kathrein Privatbank AG

Banken/Privatbank

61,87

5

7

7

18.

(19.)

Unicredit Bank Austria AG

Banken/Universalbank

59,97

5

5

8

19.

(27.)

Bawag Group AG (inkl. Easybank AG)

Banken/Universalbank/Direktbank

59,87

6

6

6

20.

(8.)

Santander Consumer Bank

Banken/Direktbank/Spezialbank

59,86

4

6

8

21.

(26.)

Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG

Banken/Universalbank

59,47

6

5

7

22.

(21.)

Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG

Banken/Universalbank

57,88

5

5

7

23.

(11.)

Bausparkasse der österreichischen Sparkassen AG

Banken/Privatbank/Direktbank

57,68

5

5

7

24.

(32.)

Porsche Bank AG

Banken/Direktbank

57,43

4

6

7

25.

(29.)

Raiffeisen Bausparkasse*

Banken/Bausparkasse

56,67

5

4

8

26.

(14.)

Bank für Tirol und Vorarlberg AG*

Banken/Universalbank

56,67

6

4

7

27.

(28.)

Raiffeisen Factor Bank AG

Banken / Factoring Bank

56,07

4

5

8

28.

(40.)

Wüstenrot Bausparkasse AG

Banken/Bausparkasse

55,93

5

7

5

29.

(20.)

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

Banken/Universalbank

55,91

6

5

6

30.

(17.)

Raiffeisen Centrobank AG

Banken/Spezialbank

55,86

5

5

7

31.

(25.)

Volksbank Wien AG

Banken/Universalbank

55,56

4

5

7

32.

(33.)

Hypo Tirol Bank AG

Banken/Universalbank

53,83

5

5

6

33.

(38.)

Hypo Oberösterreich AG

Banken/Universalbank

53,33

5

4

7

34.

(6.)

Steiermärkische Bank und Sparkasse AG

Banken/Universalbank

52,72

6

6

4

35.

(43.)

Euram Bank AG

Banken/Privatbank

52,50

3

8

5

36.

(39.)

Hypo-Bank Burgenland AG

Banken/Universalbank

51,81

4

6

5

37.

(37.)

Sberbank Europe AG

Banken/Spezialbank

51,67

3

4

8

38.

(–)

Austrian Anadi Bank AG

Banken/Universalbank

49,72

4

3

8

39.

(35.)

Deniz Bank AG

Banken/Direktbank

49,63

4

6

5

40.

(47.)

Bankhaus Denzel AG

Banken/Bausparkasse

48,19

3

5

6

41.

(42.)

Factor Bank AG

Banken / Factoring Bank

46,53

3

7

4

42.

(41.)

Wiener Privatbank SE

Banken/Privatbank

46,39

4

3

7

43.

(46.)

Addiko Bank AG

Banken/Spezialbank

45,69

3

6

5

44.

(30.)

Start:Bausparkasse

Banken/Bausparkasse

43,78

4

5

4

45.

(49.)

Bank Winter & Co. AG

Banken/Privatbank

42,13

4

6

3

46.

(44.)

Vakif Bank International AG

Banken/Universalbank

40,03

3

6

3

47.

(–)

Volkskreditbank AG

Banken/Universalbank

37,92

4

4

4

48.

(48.)

Intermarket Bank AG

Banken / Factoring Bank

36,91

3

4

4

49.

(50.)

ABS Factoring AG

Banken / Factoring Bank

29,15

3

2

4

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.

40


UNTERNEHMEN BANKEN

„Hatten bisher keinen ­einzigen Ausfall im ­Sonder-KRR.“

„Raten-Atempause, falls Unerwartetes passiert.“

„Wesentlichste Beteiligungen weiterhin mit 100 Prozent risikogewichtet.“

ANGELIKA SOMMER-HEMETSBERGER

CHRISTIAN REINGRUBER

FRANZ GASSELSBERGER

dem die auf zwei Jahre befristeten Finan-

vation und vor allem für die Motivation

sel IV ist Oberbank-AG-Generaldirektor

zierungen um ein weiteres Jahr genutzt

der Mitarbeiter. Dabei kommt den Füh-

Franz Gasselsberger zufrieden: „Damit

werden können. Einige Unternehmen

rungskräften eine besondere Verant-

werden unsere wesentlichsten Beteili-

haben bereits jetzt eine stabile Finanzie-

wortung zu“, sagte Dieter Hengl kürz-

gungen mit dem bestehenden Risiko-

rung bis 2023 fixiert“, sagt OeKB-Vor-

lich bei einer Veranstaltung. Die Schoel­

gewicht weitergeführt werden können.“

ständin Angelika Sommer-Hemetsber-

lerbank AG hat im vergangenen Jahr ih-

Eine weitere Bank aus Oberösterreich

ger zum Börsianer. Der Höchstzusagen-

rer

verstärkt

sichert sich den Sonderpreis Nachhal-

stand lag bei rund 2,2 Milliarden Euro,

­Private-Equity-Investments angeboten,

tigkeit, der angesichts des großen En-

die maximale Kreditausnützung bisher

ein Asset, das auch bei Privatbanken wie

gagements der Banken und vielen in-

bei rund 1,6 Milliarden Euro, aktuell liegt

der LLB Österreich AG (Platz 15 / 62,50

novativen Produkten in diesem Bereich

die Ausnützung bei etwa einer Milliarde

Punkte) reißenden Absatz findet: „Pri-

schwierig zu vergeben war: Gewonnen

Euro. Die OeKB ist auch digital umtrie-

vate Equity ist das liebste Investment

hat ihn die Hypo Oberösterreich AG, die

big, so arbeitet die Spezialbank an einem

bei unseren vermögenden Kunden, der

2021 ebenfalls für ihren ersten Green

War Room für den Fall größerer Cyber-

Anteil in den Portfolios liegt bei fünf bis

Bond mit einem Volumen von 250 Milli-

attacken, die dem OeKB-Krisenmana-

zehn Prozent“, sagt LLB-Österreich-

onen Euro nutzte, der wie bei der Ober-

gement als effektive Einsatzzentrale zur

Vorstandschef Robert Löw.

bank AG für nachhaltige Wohnbaufi-

vermögenden

Klientel

nanzierung eingesetzt wird. Außerdem

raschen Lösung und Wiederherstellung des Normalzustandes dient.

Aller guten Dinge sind fünf

gefiel der Börsianer-Redaktion die 2021

Noch eine Premiere gibt es beim dies-

eingeführte nachhaltige Produktpalette

Schoellerbank ist beste Privatbank

jährigen goldenen Ranking der Banken:

mit Privatkonto, Onlinesparen, Wohn-

Als beste Privatbank wurde zum vierten

Zum ersten Mal schafft es keine Uni-

baukredit und Wohnbauanleihe. Die

Mal in der Geschichte des goldenen Ran-

versalbank unter die ersten drei. Das

Hypo Oberösterreich AG hat sich vor-

kings die Schoellerbank AG ausgezeich-

liegt vor allem an den Kennzahlen aus

genommen, das Volumen der nachhal-

net, sie verweist die Bank Gutmann AG

dem Jahr 2020, die in die Wertung ge-

tigen Finanzierungen jährlich um zehn

(Platz 7 / 66,39 Punkte) und die Zürcher

nommen wurden, die deutlich schlech-

Prozent zu steigern. Bei den nachhalti-

Kantonalbank AG (66,25 Punkte), die

ter waren als jene kleinerer Banken. Der

gen Veranlagungen soll das Volumen bis

sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich

Oberbank AG auf Platz vier (70,83 Punk-

2025 um 50 Prozent erhöht werden.

verbesserten, auf die Plätze. Die Schoel­

te) fehlt weniger als ein Punkt auf den

Die Erste Group Bank AG schafft es als

lerbank AG ist das Kompetenzzen­trum

Gesamtsieg, sie holt dafür zum fünften

einzige Großbank unter die ersten zehn

für Wealth-Management der italieni-

Mal den Preis als beste Universalbank

und rollt derzeit eine Digitalplattform

schen Unicredit-Gruppe in Österreich

nach Oberösterreich. Die Regionalbank

für Klein- und Mittelbetriebe aus. Vor-

und verwaltet 13 Milliarden Euro an

hat 2021 erfolgreich ihren ersten Green

standschef Bernd Spalt hat seine Bank

Kundengeldern. Inklusive des Premi-

Bond mit einem Volumen von 250 Mil-

außerdem mit Schwerpunkt Nachhaltig-

um Bankings der Unicredit Bank Aus-

lionen Euro platziert. Ihr Be(e) Green

keit platziert. „Es gibt gar kein Wachs-

tria AG kommt das Wealth-Manage-

Konto, mit dessen Einlagen nachhal-

tumspotenzial mehr, wenn man die-

ment auf 33 Milliarden Euro. Schoeller-

tige Projekte, die neben wirtschaftli-

se neue Welt nicht mitdenkt“, meinte

bank-Vorstandschef Dieter Hengl, der

chen auch ökologische und soziale Kri-

Spalt bei der letzten Bilanzpressekon-

für das gesamte Wealth-Management

terien erfüllen, finanziert werden, trägt

ferenz Anfang November. Auf Platz drei

Austria der Gruppe verantwortlich ist,

das Österreichische Umweltzeichen. Die

der Universalbanken reiht sich die BKS

hat auf die veränderten Rahmenbedin-

Expansion nach Deutschland ist eben-

Bank AG (67,50 Punkte) ein, die 2022 ihr

gungen durch die Covid-Pandemie re-

falls auf Schiene, 2022 werden drei neue

100-jähriges Bestehen feiern und dem-

agiert. „Das vergangene Jahr hat uns

Standorte eröffnet. Die Oberbank AG

nächst einen Green Bond platzieren wird.

allen deutlich vor Augen geführt, wie

wird damit in neun deutschen Bundes-

Auch beim Sonderpreis Innovation

wichtig positive Psychologie ist, sie ist

ländern vertreten sein. Mit den regula-

und Digitalisierung gab es einige Kan-

besonders wichtig für die Selbstmoti-

torischen Aufweichungen bezüglich Ba-

didaten auf den Sieg, geholt hat ihn die

41


UNTERNEHMEN BANKEN

Austrian Anadi Bank AG (Platz 38 / 49,72 Punkte) mit ihrem Produkt Marie, über das man in Trafiken in Österreich Konten und Konsumkredite anbietet. Der Pilotversuch mit 15 Trafiken im Juli 2021 war erfolgreich, Marie wird jetzt auf 100 Trafiken ausgeweitet, 2022 sollen es dann insgesamt 300 sein.

Bausparkassen gefragt Auf ein erfolgreiches Jahr blicken auch die Bausparkassen zurück. „Die Finan­ zierungsleistung ist auf ein Rekord© BÖRSIANER

niveau gestiegen, das Bauspar­ system leistet einen essenziellen Beitrag zu drängenden Finanzierungsfragen unserer Gesellschaft“, sagt Christian Vallant, Geschäftsführer der Raiffeisen Bau-

Windhauch. Die Schoellerbank AG gewinnt das Ranking der besten Privatbanken, 0,02 Punkte t­ rennen die Unicredit-Tochter im goldenen Ranking vom Gesamtsieg.

#INTERVIEW

Michaela Schneider Partnerin Zeb

„FIRMENKUNDENGESCHÄFT GRÜNER MACHEN“

Das Thema Nachhaltigkeit und ESG, also der

Daten heranzukommen. Hier ergibt sich

Transformation unterstützt. Grüne Fi-

Fokus auf Umwelt, Soziales und Unterneh-

ein klarer Handlungsbedarf.

nanzierung und Beratung ist eine Chan-

mensführung, fordert das Risikomanage-

ce für zusätzliches Geschäft – aber eben

ment der Banken. Was sind die Herausfor-

Ergeben sich durch ESG nicht auch große

derungen? – Michaela Schneider: Der Um-

Chancen für die Banken? – Natürlich! Es

weltaspekt von ESG steht vor dem Hin-

ist Fluch und Segen zugleich. Auf der ei-

Sind die Banken dafür gut aufgestellt? –

tergrund der aktuellen Diskussion um

nen Seite gibt es die regulatorischen An-

Ich sehe hier ein gemischtes Bild. Es

das große Thema Klimawandel im Mit-

forderungen, Offenlegungsverpflichtun-

gibt Institute, die das Thema durch-

telpunkt der Öffentlichkeit. Ein wichti-

gen und den Klimastresstest der Aufsicht

aus entschlossen angehen und sich da-

ger Punkt bei Banken ist etwa die Mes-

im nächsten Jahr. Große Themen, die die

durch Vorteile für die Zukunft erarbei-

sung der Treibhausgasemissionen im

Banken in den kommenden Jahren sehr

ten. Insgesamt stehen aber viele Ban-

Kreditportfolio, die bei vielen Instituten

beschäftigen werden. Auf der anderen

ken erst am Anfang, weil Konzepte und

am Anfang steht. Eine Kernherausforde-

Seite können Banken als Finanzierungs-

Vorgehensmodelle fehlen. Wichtig ist,

rung – und das gilt auch für viele ande-

partner und Berater in Sachen Nachhal-

dass Ratings oder auch Scoring-Mo-

re Bereiche des Risikomanagements im

tigkeit für ihre Firmenkunden auftreten.

delle für Kredite um ESG-Faktoren er-

Zusammenhang mit ESG – ist dabei die

Klar ist: Um die EU-Klimaziele zu errei-

weitert werden müssen. Das führt dann

Frage von Daten und Datenverfügbarkeit.

chen, sind enorme Investitionen und In-

zu teureren oder günstigeren Krediten.

Es gibt aktuell noch relativ wenige Daten,

novationen in der Wirtschaft notwendig.

Eine solche Implementierung ist aber

und viele Banken haben sich bisher noch

Als Bank sollte man sich nicht nur über-

schwierig, aufwendig und steht und

zu wenig damit beschäftigt. Bei vielen

legen, wie man Windparks und Solaran-

fällt mit den Daten und Modellen. Sie ist

Kunden und gerade bei kleinen Gewerbe­

lagen finanziert, sondern wie man das

trotzdem auch eine wichtige Vorausset-

geschäftskunden ist es schwierig, an ent-

klassische Firmenkundengeschäft grü-

zung, um die beschriebenen Chancen

sprechende verlässliche und belastbare

ner machen kann und Kunden bei der

angehen zu können.

42

auch kein Selbstläufer.


UNTERNEHMEN BANKEN

sparkasse (Platz 25 / 56,67 Punkte), die

abgewickelt, über die auch Produkte zur

heuer ihr 60-jähriges Bestehen fei-

„Führungs­kräften kommt besondere Verantwortung zu.“

ert, sich aber im goldenen Ranking um 1,01 Punkte der S Bausparkasse (Platz 1 / 57,68 Punkte) geschlagen geben muss.

Abschließend fällt auf, dass die Banken in Österreich vor allem im Bereich nachhaltiger Produkte enorm aufgerüstet haben. Zu den bereits erwähnten ge-

Das Bausparen ermöglicht die Finanzierung von Wohnraum, Stichwort leistba-

Verfügung stehen.

DIETER HENGL

res Wohnen, sowie jene von Bildung und

sellt sich etwa die Hypo Niederösterreich Bank AG (Platz 10 / 65,42 Punk-

Pflege. „Zwar befinden wir uns seit Jah-

Darlehens etwas Unerwartetes passie-

te) mit ihrer grünen Linie bei Krediten,

ren in einem wirtschaftlichen Niedrig-

ren, können mithilfe der Raten-Atem-

die Unicredit Bank Austria AG (Platz 18

zinsumfeld, aber ebenso steigen die Im-

pause für einen individuell vereinbarten

/ 59,97 Punkte) mit einem grünen Kon-

mobilienpreise kontinuierlich. Um sich

Zeitraum nur Zinsen gezahlt werden.“

to samt Umweltzeichen und dem ESG-

bei diesen wirtschaftlichen Rahmenbe-

Bleibt noch die Raiffeisen Factor

Kredit oder auch die Sparkasse Oberös-

dingungen weiterhin Immobilieneigen-

Bank AG (Platz 27 / 56,07 Punkte), die

terreich AG (Platz 14 / 62,68 Punkte) mit

tum leisten zu können, sind Eigenmittel

sich neuerlich den Sieg in ihrer Katego-

der „Miteinander Nachhaltig“-App. Als

essenziell“, Christian Reingruber, Vor-

rie der Factor-Banken sichert. 96 Pro-

Nächstes stehen Kundengespräche auf

standsvorsitzender der S Bauspar­kasse,

zent der internen Prozesse der Bank

der Agenda, denn das Kreditportfolio der

zum Börsianer, die den Sieg aus dem

sind vollautomatisiert, das Factoring-

Banken muss nachhaltiger werden. Hier

Vorjahr wiederholen kann. Und: „Sollte

Geschäft, also die gesamte Lieferkette,

können die Banken zeigen, wie ernst es

während der vereinbarten Laufzeit des

wird über die Plattform Smart Factoring

ihnen mit dem Klimaschutz ist. n

In turbulenten Zeiten steht Verlässlichkeit besonders hoch im Kurs. post.at/ir

Die Österreichische Post ist im ständigen Auf und Ab des Kapitalmarktes ein zuverlässiger, attraktiver Dividendentitel. Auf Basis des soliden Kerngeschäftes und eines starken Cashflows soll nachhaltig eine Dividende von mindestens 75 % des Nettoergebnisses ausgeschüttet werden. Nähere Informationen unter post.at/ir


UNTERNEHMEN VERSICHERUNGEN

#RANGLISTE

Speziell. ­Die Österreichische Hagelversicherung unter Vorstandschef Kurt Weinberger sichert sich als Spezialversicherung bereits zum siebenten Mal den Sieg im goldenen Ranking.

„Sind vom Klimawandel unmittelbar betroffen.“

© ÖSTERREICHISCHE HAGELVERSICHERUNG

KURT WEINBERGER

44


UNTERNEHMEN VERSICHERUNGEN

KULTURWANDEL ALS ERFOLGSFAKTOR Digitalisierung und Nachhaltigkeit sind kein Trend mehr, sondern ein fixer Bestand der Unternehmensstrategien der Versicherer. Das neue Zukunftsthema heißt: Nachwuchs finden. Im goldenen Ranking der besten Versicherungen hat erneut ein Spezialversicherer alle anderen abgehängt. TEXT IRMGARD KISCHKO

D

ie Hoffnung, mit der Impfung würde das Coronavirus zurückgedrängt, hat sich zerschlagen. Die Pandemie ist 2021 zum ständigen Beglei-

ter der Versicherungen geworden. Das hat das Geschäft schon 2020 deutlich erschwert. Frühe Digitalisierung hat den Topplatzierten auch in der Krise 2021 geholfen. Digitalisierung allein reicht aber nicht mehr: Zum einen geht es um das Nutzen neuer Nischen, die sich durch die Pandemie aufgetan haben. Services und Produkte, abgestimmt auf die Bedürfnisse der Kunden in der Krise, zeichnen die Aufsteiger im Ranking aus. Zum anderen um das Schaffen einer neuen Unternehmenskultur, in der alle Mitarbeiter die Digitalisierung auch leben. In diesem Punkt haben viele Versicherer noch großen Aufholbedarf. Die Österreichische Hagelversicherung (83,86 Punkte), die sich erneut den Sieg im goldenen Ranking der besten Versicherungen holt und mit einer Zehn bei den Kennzahlen wie etwa Umsatzrendite, Prämienentwicklung und Jahresüberschuss aufzeigt, käme ohne digi-

45


RANGLISTE BESTE VERSICHERUNGEN

UNTERNEHMEN

BRANCHE/ RUBRIK

Österreichische Hagelversicherung

Spezialversicherung

83,86

6

10

9

Generali Versicherungs AG

77,50

7

8

8

(12.)

Allianz Elementar Versicherungs AG

76,67

6

8

9

4.

6.)

Wiener Städtische Versicherung AG

75,90

7

7

9

5.

(7.)

Arag Rechtsschutzversicherung

74,14

5

9

9

6.

(14.)

VAV Versicherungs AG

73,43

5

9

8

7.

(2.)

Vienna Insurance Group AG

73,27

6

7

9

8.

(4.)

Grazer Wechselseitige Versicherung AG

72,10

6

8

7

70,89

6

6

9

67,95

5

8

8

PLATZ

2020

TREND

1.

(1.)

2.

(3.)

3.

Spezialversicherung

GESAMTSCORE

PEERKENNGROUP ZAHLEN

REDAKTION

9.

(5.)

Uniqa Insurance Group AG

10.

(14.)

DAS Rechtsschutz AG

11.

(22.)

Zürich Versicherungs AG

66,94

6

8

6

12.

(9.)

Ergo Versicherung AG

66,43

5

8

7

13.

(21.)

Niederösterreichische Versicherung AG

64,00

6

7

6

14.

(10.)

Helvetia Versicherungen AG

63,95

6

6

7

15.

(8.)

Donau Versicherung AG

63,23

6

6

7

16.

(19.)

HDI Versicherung AG

63,10

6

6

7

17.

(16.)

Europäische Reiseversicherung AG

62,86

5

6

8

18.

(17.)

Oberösterreichische Versicherung AG

62,76

5

6

7

19.

(15.)

Bawag PSK Versicherung AG

62,18

4

8

7

20.

(24.)

Wüstenrot Versicherungs-AG

60,83

5

8

5

21.

(18.)

Muki Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit

57,98

5

5

8

22.

(27.)

Acredia Versicherung AG

57,50

4

8

6

23.

(20.)

Tiroler Versicherung V.a.G.

55,39

5

7

5

24.

(13.)

Österreichische Beamtenversicherung

55,12

5

5

7

25.

(23.)

Merkur Versicherung AG

53,78

6

6

5

26.

(28.)

Hypo-Versicherung AG

51,73

4

7

5

27.

(26.)

Nürnberger Versicherung

51,17

5

6

5

28.

(29.)

FWU Life Insurance Austria AG

Spezialversicherung

43,73

3

5

5

29.

(25.)

Real Garant Versicherung AG

Spezialversicherung

34,52

3

2

5

Spezialversicherung

Spezialversicherung

Spezialversicherung

tale Angebote, den Einsatz künstlicher

te), die heuer im Ranking gleich neun

berversicherung hat die Wiener Städti-

Intelligenz und Satelliten sowie Apps

Plätze nach vorn auf Platz drei gesprun-

sche Versicherung AG eine Vorreiterrol-

gar nicht mehr aus. Vom virtuellen Büro

gen ist, hat mit neuen Gesundheits- und

le eingenommen, Zielgruppe dabei sind

über Vertriebsunterstützung bis zur An-

Cyberversicherungen gepunktet. Und

vor allem Klein- und Mittelbetriebe, die

tragsbearbeitung wird alles digital un-

die Wiener Städtische Versicherung AG

während der Pandemie vermehrt von

terstützt.

(75,90 Punkte), die von Platz sechs auf

Cyberangriffen auf ihre Softwaresyste-

vier aufgestiegen ist, sichert sich den

me betroffen waren. Dass alle Produkte

Digital innovativ

Sonderpreis für Innovation und Digita-

und Services online abgeschossen wer-

Die Generali Versicherung AG (77,50

lisierung. 100 Millionen Euro steckt die

den können, versteht sich für die Best-

Punkte), die von Rang drei auf zwei vor-

Versicherung in den kommenden drei

platzierten von selbst.

gerückt ist und sich die Peergroupwer-

Jahren in ihre Digitalisierungsstrate-

Dennoch ist noch viel Platz nach

tung im goldenen Ranking sicherte, hat

gie. Ihre auf künstlicher Intelligenz (KI)

oben. In der Digitalisierung liegen die

nicht nur ein komplettes Remote-Wor-

basierende „Losleben-App“ ist bereits

heimischen deutlich hinter den deut-

king-Programm für alle Mitarbeiter

prämiert, spannend sind auch der di-

schen Assekuranzen. Im Nachbarland

etabliert, sondern mit Insurance-on-

gitale Symptomcheck, ein KI-gestütz-

werden rund 20 Prozent der Versiche-

Demand auf die Notwendigkeit der Kun-

tes Onlinetool in Kooperation mit Xund

rungen online abgeschlossen, in Öster-

den, oft kurzfristig eine Versicherung

sowie das vor kurzem gestartete digi-

reich sind es nur ein paar Prozent.

zu benötigen, reagiert. Die Allianz Ele-

tale Nachlassservice mit dem Leipziger

Doch Digitalisierung von Produk-

mentar Versicherungs AG (76,67 Punk-

Start-up Memoresa. Beim Thema Cy-

ten und Arbeitsabläufen ist nicht alles.

46


UNTERNEHMEN VERSICHERUNGEN

„Nachfrage nach persönlicher ­Beratung deutlich zugenommen.“ RALPH MÜLLER

„Es braucht ­Akzeptanz des ­Kulturwandels durch ­Mitarbeiter.“ WOLFGANG ESSING

„Laufendem Gene­ rationenwechsel wird großes Augenmerk geschenkt.“ GREGOR PILGRAM

„Was über Erfolg oder Misserfolg in der

sucht daher österreichweit 300 Mitar-

Ranking sichert sich die Helvetia Ver-

Zukunft entscheiden wird, ist die Ak-

beiter für den Außendienst, um dieser

sicherungen AG, die ein breites Portfo-

zeptanz dieses enormen Kulturwandels

Nachfrage nachzukommen. Versiche-

lio an nachhaltigen Produkten anbietet.

durch die Mitarbeiter“, betont Wolfgang

rungs-Consulter Essing: „Die Demo-

Dazu zählen etwa die nachhaltige Le-

Essing, Senior Partner und Versiche-

grafie ist für die Versicherung ein gro-

bensversicherung mit dem grünen An-

rungsexperte beim Beratungsunterneh-

ßes Problem. Sie müssen den Vertrieb

lageportfolio Fair­Future Lane, in dem 50

men Zeb Austria.

für die Jungen attraktiv gestalten. Die

Prozent der Fonds laut der EU-Offenle-

Zeiten, in denen Makler allein im klei-

gungsverordnung einen ESG-Impact er-

nen Büro sitzen, sind vorbei.“

zielen müssen. Bei der Allianz Elemen-

Wenig attraktiv für die Jungen Versicherer in Österreich seien sehr tra-

tar Versicherungs-AG soll 2030 das ge-

ditionell aufgestellt, die Unternehmens-

Nachhaltigkeit als Muss

samte verwaltete Vermögen nachhaltig

strukturen seit Jahren unverändert. Da

Vor wenigen Jahren war Nachhaltig-

veranlagt sein. Derzeit liegt der Anteil

sei es nicht nur schwierig, junge Leute

keit im Unternehmen und bei Versiche-

bei 91,3 Prozent. Zudem werden Kun-

für den Beruf des Außendienstmitarbei-

rungsprodukten noch der neueste Trend.

den unterstützt, die einen nachhalti-

ters zu gewinnen, sondern auch die Di-

Inzwischen hat sie sich vom puren Trend

gen Lebensstil führen. Es werden Tarif-

gitalisierung sinnvoll in den Unterneh-

zu einem fixen Bestandteil der Unter-

vergünstigungen für die Versicherung

men zu implementieren. Das bedeute:

nehmensstrategien

„Kli-

von E-Autos und Solaranlagen angebo-

flache Hierarchien, mehr Teamwork,

mawandel und Umweltschutz hat die

ten. „Der Klimawandel ist für die in Ös-

flexible Arbeitszeiten und -orte. „Jun-

Trend­ ecke verlassen und ist zu einem

terreich lebenden Menschen die Bedro-

ge fordern eine akzeptable Work-Life-

Dauerthema in den Versicherungen ge-

hung Nummer eins, wie unsere kürz-

Balance“, sagt Essing. Nur jenen Versi-

worden“, sagt Berater Essing.

lich veröffentlichte Nachhaltigkeitsstu-

gewandelt.

cherern, denen dieser digitale Wandel in

Ein Dauerthema ist der Klimawandel

die aufgezeigt hat. Mittlerweile erfüllen

der Unternehmenskultur gelinge, hät-

für die Österreichische Hagelversiche-

mehr als 91 Prozent unserer mit 5,7 Mil-

ten gute Zukunftschancen.

rung tatsächlich. „Als Spezialversiche-

liarden Euro in Österreich gemanagten

Aber Nachwuchs zu finden wird zu-

rer für die Landwirte sind wir vom Kli-

Kapitalanlagen Nachhaltigkeitskriteri-

nehmend schwierig. Die Generali Versi-

mawandel unmittelbar betroffen“, sagt

en, bis 2030 sollen es 100 Prozent sein“,

cherung AG nimmt sich dieses Themas

Vorstandschef Kurt Weinberger zum

sagt Remi Vrignaud, Vorstandschef der

bereits aktiv an. „Dem laufenden Gene-

Börsianer. Schon allein aus kaufmänni-

Allianz Elementar Versicherungs AG.

rationenwechsel im Unternehmen wird

scher Sorgfalt müsse Nachhaltigkeit in

Der Generali-Konzern hat auf Gruppe-

großes Augenmerk geschenkt“, sagt

der Versicherung umgesetzt werden.

nebene ein Sustainability-Komitee auf-

Generali-Österreich-Chef Gregor Pil-

Die Schadensvolumina und -frequenzen

gestellt, das sich um die Bewertung kli-

gram zum Börsianer. Dazu zähle auch die

hätten in den vergangenen Jahren deut-

matischer Veränderungen kümmert und

digitale Transformation des Vertriebs.

lich zugenommen. Um Kumulations­

Risiken identifiziert.

Die Wiener Städtische Versicherung AG

risiken wie etwa regionale Dürren zu

Die Themen „Grün“ und „Digital“

stellt Diversität in den Mittelpunkt. Der

vermeiden, hat die Hagelversicherung

sind mittlerweile vom Erfolgsrezept der

Frauenanteil im Management soll wei-

schon 2006 den ersten Schritt ins Aus-

vergangenen Jahre zu einem fast alltäg-

ter erhöht werden. Zudem versucht sie,

land gesetzt. Inzwischen ist der Spezial-

lichen, ständigen Begleiter geworden.

die Digitalisierung im Vertrieb nicht

versicherer in Tschechien, der Slowakei,

Wer in Zukunft herausragen will, muss

allzu weit zu treiben. „Die Nachfrage ­

Ungarn, Rumänien und Slowenien prä-

sich um die Anpassung der Unterneh-

nach persönlicher Beratung hat gera-

sent. „Auf diese Weise schaffen wir eine

menskultur und -struktur an diese The-

de in der Pandemie deutlich zugenom-

Risikostreuung der versicherten Agrar-

men kümmern. Immerhin geht es da-

men“,

Wiener-Städtische-Vor-

flächen“, erklärt Weinberger. Den Son-

rum, die Arbeit in Versicherungen für

stand Ralph Müller. Die Versicherung

derpreis für Nachhaltigkeit im goldenen

junge Menschen attraktiv zu gestalten.

sagt

47


UNTERNEHMEN VERSICHERUNGEN

Demografie führt zu einem Wettbewerb

tion lautet eine Antwort auf das Pro­blem.

von Immobilien-Investments und Dar-

um gute Mitarbeiter.

Private Placements und den Immobilien-

lehen stetig zu. Nachhaltigkeit steht bei

bereich nennt die Generali Versicherung

den Investments aller Versicherungen

Das Null-Zins-Problem

AG als Investmentalternativen zu Anlei-

im Zentrum. Die Allianz Elementar Ver-

Eine akzeptable Rendite auf das verwal-

hen. Zudem werden Unternehmensan-

sicherungs AG legt zur Abrundung ih-

tete Vermögen zu erwirtschaften ist für

leihen und Private Debt zur Risikostreu-

rer traditionellen Veranlagungsstrategie

die Versicherer seit Jahren ein zentrales

ung und zum Heben der Rendite auf das

Wert auf Zukunftsthemen wie erneuer-

Problem. Einerseits müssen sie sicher

verwaltete Vermögen analysiert. Auch

bare Energie, den öffentlichen Verkehr

und konservativ veranlagen – sprich in

bei der Wiener Städtische Versicherung

oder den Gesundheitssektor. Mit Inves-

Anleihen mit hoher Bonität -, anderer-

AG, wo festverzinsliche Wertpapiere zur

titionen in diesem Bereich versucht der

seits sind damit in Zeiten von Nullzinsen

Generierung sicherer und stabiler Erträ-

Versicherungskonzern dem Null-Zins-

keine Erträge zu lukrieren. Diversifika­

ge im Zentrum stehen, nimmt der Anteil

Problem zu entkommen. n

#INTERVIEW

Andreas Brandstetter Generaldirektor Uniqa Insurance Group AG

„CORONA HAT DIE DIGITALISIERUNG GEPUSHT“

2021 war erneut ein Jahr, das durch Corona

nicht in Sicht. Was raten Sie Ihren Kun-

vor allem die noch unbekannten Konse-

geprägt war. In welchen Bereichen hat das

den? - Trotzdem vorsorgen und früh be-

quenzen von Long Covid. Seit dem Früh-

die Uniqa am stärksten gespürt, wie hat das

ginnen. Auch mit kleinen Beträgen! Das

jahr 2021 bieten wir deshalb unseren be-

Ihr Geschäft beeinflusst? - Andreas Brand­

schwierige Marktumfeld ändert nichts

troffenen Kundinnen und Kunden einen

stetter: Am stärksten hat Corona die Di-

an der Notwendigkeit der Vorsorge! Klar

kostenlosen Post-Covid-Check. Den-

gitalisierung gepusht. In der Interak­

ist: Wenn man ertragreich vorsorgen

ken Sie aber bitte auch an mentale Ge-

tion mit unseren Kundinnen und Kun-

will, kommt man um den Kapitalmarkt

sundheit! Wir haben deswegen heuer die

den, aber auch innerhalb unseres Un-

nicht herum – fondsgebundene Lebens-

Firma Consentive gekauft, den führen-

ternehmens. Das macht auch etwas mit

versicherungen sind gute Lösungen. Wir

den Anbieter für mentale Gesundheit im

unserer Unternehmenskultur. Sie wur-

beraten und informieren möglichst gut,

B2B2C-Bereich.

de klarer, schneller, direkter, leistungs-

was für jede und jeden individuell am

orientierter. Vielleicht da und dort auch

besten passt. Die nationale Finanzbil-

Neben Corona ist das Klima das große

ein Stück härter. Vor allem aber kunden­

dungsstrategie, die das Bundesministe-

­Thema: Was kann eine Versicherung zur

orientierter! Und man lernt die Bedeu-

rium für Finanzen im September 2021

CO2-Reduktion beitragen? - Mit rund

tung, die Wichtigkeit von persönlichen

präsentiert hat, war mehr als überfäl-

200 Millionen Euro haben wir heuer die

Gesprächen wieder viel mehr zu schät-

lig; konkrete Maßnahmen werden hof-

höchsten Unwetterschäden in unserer

zen. Finanziell hatten wir durch Corona

fentlich folgen. Wer mehr weiß, kann für

Unternehmensgeschichte verzeichnet.

hohe Belastungen aus Schadenszahlun-

sich und die eigene Familie einfach bes-

Alle Expertenmodelle gehen davon aus,

gen etwa bei Betriebsunterbrechungen,

sere finanzielle Entscheidungen treffen.

dass dieses Ausnahmejahr kein Einzelfall bleiben wird. Unsere absolute Prio-

da und dort gab es aber auch positive Effekte - zum Beispiel weniger Kosten für

Hat Corona die Krankenversicherung ver-

rität ist es deshalb, die Klimaneutralität

Reisen oder Veranstaltungen. Over all

ändert? Welcher Wert wird auf Vorsorge

in Österreich bis 2040, international bis

also ein Nullsummenspiel. Gelernt ha-

gelegt? - Ja, die Nachfrage nach unseren

2050 zu erreichen. Unser größter Hebel

ben wir über uns selber aber sehr viel –

Produkten ist eindeutig gestiegen! Vor-

liegt in der Veranlagung – Europas Ver-

und zumindest dafür sind wir dieser Kri-

sorge für die eigene Gesundheit ist mehr

sicherer haben knapp elf Billionen Euro

se dankbar. Never waste a crisis.

Thema als vor drei Jahren! Von der Co-

an „Assets under Management“. Somit

vid-Schutzimpfung über – auch nach-

ist die Branche der größte institutionel-

Die Menschen suchen nach Sicherheit in

zuholende – Vorsorgeuntersuchungen

le Investor in Europa - ohne Versiche-

der Veranlagung. Die Zinsen aber sind nied-

bis hin zur körperlichen Fitness und ge-

rungen wird der Green Deal der EU nicht

rig, Erträge in der Lebensversicherung also

sunden Ernährung. Sorgen bereiten uns

funktionieren.

48


Entgeltliche Einschaltung

OUTLOOK 2022: OLDIES BUT GOLDIES

DR. ROBERT LÖW Vorstandsvorsitzender der Liechtensteinischen Landesbank (Österreich) AG

Rückbesinnung auf bewährte Regeln zahlen sich aus. Auf welche Finanzinstrumente man auch 2022 setzen sollte, erklärt Dr. Robert Löw, Vorstandsvorsitzender der Liechtensteinischen Landesbank (Österreich) AG. SACHWERTE. Das anhalte Tiefzinsumfeld wird uns wohl noch eine ganze Weile begleiten. Vermeintlich „sichere“ Veranlagungen wie Sparbücher, Festgelder oder Anleihen dürften zukünftig einen sicheren Verlust von Kaufkraft bedeuten. Für die Veranlagung von Vermögen führt daher kein Weg an Sachwerten vorbei. Eine Aufstockung von Aktien, Immobilien oder Rohstoffen versprechen je nach Mischung einen realen Vermögenserhalt bis -zuwachs. Aktien halten wir derzeit für den attraktivsten Sachwert und damit auch die wichtigste Komponente in einem Portfolio, das ein Ertragsziel über der Inflationsrate aufweist. Die Erwartungen für das Gewinnwachstum der globalen Aktien im Jahr 2022 fallen mitt-

lerweile mit rund 8 % eher moderat aus und positive Überraschungen sind nicht unwahrscheinlich - ein weiteres erfreuliches Aktienjahr dürfte uns somit bevorstehen. Dennoch, eine Wiederholung der Aktienperformance von beinahe 30 % über die letzten 12 M ­ onate sollte man sich nicht erwarten. Viel eher scheint eine Performance von knapp über 10 % im kommenden Jahr realistisch. Da die Aufwärtsdynamik in Summe nachlassen dürfte, wird sich bei der Veranlagung in Aktien im nächsten Jahr eine Rückbesinnung auf bewährte Regeln auszahlen. Die LLB Österreich empfiehlt daher breit über Sektoren und Regionen zu diversifizieren, Aktien von Unternehmen mit einem gesunden Geschäftsmodell und einem soliden fundamentalen Gerüst auszuwählen und

nicht davor zurückzuschrecken, starke Überbewertungen zu hinterfragen. DAUERBRENNER IMMOBILIEN. Trotz gesunkener Renditen in den vergangenen Jahren sind Immobilieninvestments nach wie vor hoch attraktiv. Im Fokus sollten krisenresistente Wohnimmobilien, Büros mit öffentlichen Mietern, Nahversorgungscenter – idealerweise mit Lebensmitteleinzel­handel – sowie Logistikobjekte in den stabilen Märkten im Herzen Europas wie Österreich und Deutschland stehen. In der anhaltenden Pandemie haben Immobilien zudem unter Beweis gestellt: auch in der größten Wirtschaftskrise seit 90 Jahren können sie positive Ergebnisbeiträge bei keiner Volatilität liefern. Das ist das überzeugende Argument für die Resilienz dieser Asset-Klasse!


INSIDER UNTERNEHMEN

INSIDER

WER ICH BIN? EINER VON EUCH! Ich habe einige Delikatessen aus dem Börsenjahr 2021 hier für dich zusammengefasst. WWW.DERBOERSIANER.COM

N°306

N°313

Kein Zorn und Ärger: Seele geht mit Rekordergebnissen

6,5 Millionen Euro Verlust: Lenzing schreibt Hygiene Austria ab

Anfang August verlässt Rainer (Seele) das Unternehmen – mit Rekorder­geb­ nissen. Er betonte, dass er nicht mit Zorn und Ärger gehe: „Da würde ich einigen einen Gefallen tun. Das möchte ich nicht. Außerdem ist Ärger ungesund, da bekommt man ein Magen­geschwür. Darauf habe ich keine Lust.“

Die Lenzing AG hat ihre Beteiligung an der Hygiene Austria vollständig abgeschrieben. „Daraus resultiert ein Verlust in Höhe von 6,5 Millionen Euro und eine Ertragssteuerentlastung in der Höhe von 1,6 Millionen Euro“, ist im Halbjahresbericht zu lesen.

N°343

N°50

Österreich: Blümel plant 2022 ersten Green Bond

Ladenschluss: Kaufhaus Österreich sperrt zu Wie ich aus informierten Kreisen erfahren habe, wird das digitale Kaufhaus Österreich in der jetzigen Form eingestellt. Zukünftig soll es nur noch als Firmenverzeichnis mit E-Commerce-Tipps geführt werden.

N°150

2022 soll Österreich nun seinen ersten eigenen Green Bond begeben, hat Finanzminister Gernot (Blümel) bei den Wirtschaftsgesprächen in Alpbach in Tirol verraten. Zeit wird’s!

N°380

„Pfosten“-Besetzung in Österreich: Der Öbag-Aufsichtsrat hat’s nicht leicht

Rekordbuße: Illegale Absprache kostet Porr 62 Millionen Euro

Ein Dilemma isses, ein Dilemma. Da packelt der Thomas (Schmid) mit dem Gernot (Blümel) und dem Sebastian (Kurz) und macht sich alles aus, richtet sich seinen Posten und urgiert mich (Helmut Kern) in den Aufsichtsrat.

Die Porr AG fasst die größte Kartellstrafe in der Geschichte Österreichs aus. Das zieht auch eine mögliche Kapitalerhöhung nach sich. Die stolze Strafe der Bundeswettbewerbsbehörde beläuft sich dabei auf 62,35 Millionen Euro.

50


INSIDER UNTERNEHMEN

Über mich: Ich bin der Börsianer, deine einzig verlässliche

NEWSLETTER & ALERT

Informationsquelle auf dem rot-weiß-roten Finanzplatz.

Newsletter-Briefing & Ad-hoc-Alert anmelden

Ich kenne die heißesten Storys und kommentiere sie für

WHISTLEBLOWER

dich. Zu meinen Informanten zählen Marktteilnehmer

Du hast eine heiße Story? Gib mir einen Tipp!

(vulgo Whistleblower) und die Redaktion von der Börsianer. Mein Insiderwissen teile ich auf meinem Blog mit dir.

MONATSBRIEFING

Meine wahre Identität bleibt ein Geheimnis.

Du hast etwas verpasst? Dann lass dich briefen!

N°326

N°82

Tausendsassa: Bitpanda jetzt 4,1 Milliarden US-Dollar wert

Commerzialbank: Vorhang zu, Fortsetzung folgt

Die Investmentplattform B ­ itpanda hat in einer Finanzierungsrunde 263 Millionen US-­Dollar eingenommen und ist dadurch nun 4,1 Milliarden (!) US-Dollar wert.

Die letzten Zeugen haben die Bühne verlassen. Es war der letzte der insgesamt 18 Befragungstage im Rahmen des Commerzialbank-U-Ausschusses. Mein Fazit ist auch mein Resümee von fast fünf Monaten: wenig aufschlussreich, stellenweise skurril.

N°418

N°234 Wettlauf: Österreichs Banken im ESG-Fieber Mir ist aufgefallen, dass österreichische Banken beim Thema ESG (Umwelt, Soziales und Unternehmens­führung) ordentlich Gas geben. Die Erste Group Bank AG, die Raiffeisen Bank International AG und die BKS Bank stecken sich hohe Ziele.

Starke Zahlen: Palfinger trotzt Lieferkettenproblemen Die Palfinger AG ist nach der Amag Austria Metall AG (Rekordergebnis) und der AT&S AG (Milliardeninvestition) das nächste Unternehmen, das für positive Schlagzeilen sorgt und 2021 ebenfalls auf ein Rekordjahr zusteuert.

Nº368

N259°

Ökosoziale Steuerreform: Das fordert die Finanzbranche

Rücktritt: CEO Ronny Pecik kehrt Immofinanz den Rücken

Wie die ökosoziale Steuerreform aussehen könnte, ist noch offen. Fest steht bisher nur, dass es einen CO2-Preis geben soll. Hinter den Kulissen wird derzeit um die Details gerungen.

Die Immofinanz AG hat per Ad-hoc mitgeteilt, dass CEO Ronny (Pecik) mit sofortiger Wirkung zurückgetreten ist. Diesen Schritt habe ich schon erwartet, war er doch die logische Schlussfolgerung nach dem gescheiterten Übernahmeversuch an der S Immo AG.

51


UNTERNEHMEN FONDS

#RANGLISTE

Premiere. ­Herbert Kronaus leitet seit 2015 das Österreich-Geschäft von Columbia Thread­ needle Investments, seit Okto­ber 2020 ist er auch für Osteuropa verantwortlich.

„Qualitätstitel haben Wettbewerbsvorteile und Preissetzungsmacht.“

© COLUMBIA THREADNEEDLE

HERBERT KRONAUS


UNTERNEHMEN FONDS

IM RAUSCH DER MÄRKTE Klimawandel, Lieferengpässe und steigende Inflationsraten: Die Herausforderungen für die globale Fondsbranche sind zahlreich. Auch die künstliche Intelligenz prägt die Strategien zahlreicher Investmenthäuser zunehmend. Auf dem Siegertreppchen des goldenen Rankings strahlt ein neues Gesicht. TEXT RAJA KORINEK

D

ie globale Konjunkturerholung

CO2-Ausstoß wieder kräftig anzog. Für

Columbia Threadneedle hat sich da-

setzte zu Jahresbeginn 2021 zü-

die internationale Fondsbranche gilt es,

mit in einem harten Wettbewerb um

gig ein. Die rasche Öffnung der

eine Vielzahl an Herausforderungen mit

die beste Platzierung zum ersten Mal

Weltwirtschaft wurde von Unternehmen

durchdachten Strategien zu meistern.

durchgesetzt, zu der knapp 60 in- und

und Anlegern gleichermaßen begrüßt,

Besonders überzeugende Lösungsansät-

ausländische Fondsgesellschaften nach

brachte aber auch eine Reihe an He­

ze lieferte im heurigen goldenen Ranking

transparenten Regeln bewertet wur-

rausforderungen mit sich, zu denen Lie-

der besten Fondsgesellschaften der US-

den. Das Scoring beruht auf drei gleich-

ferengpässe und die steigende Inflation

Vermögensverwalter Columbia Thread­

gewichtete Bewertungskriterien (sie-

zählen. Allein in den USA erreichte die

needle Investments (Platz 1 / 75,49

he Seite 30), mit dem der Sieger sowie

Jahresrate im Oktober 6,2 Prozent, den

Punkte), der Sieg gelingt aber knapp: Nur

Auf- und Absteiger festgestellt werden.

höchsten Wert seit 2009. In der Eurozo-

0,07 Punkte trennen den Zweitplatzier-

Dazu zählen Peergroup- und Redak­

ne zieht die Inflation ebenfalls zügig an.

ten, die 3 Banken Generali Investment

tionsbewertungen, aber auch die quan-

Auch die Notwendigkeit, den Klima­

(75,42 Punkte), von der begehrten Tro-

titative Analyse der Produktpalette. Bei

wandel entschlossen zu bekämpfen,

phäe. Auch T. Rowe Price Management

letzterem Punkt werden Ein- und Drei-

steht einmal mehr im Fokus, zumal

(74,67 Punkte) auf Platz drei fehlt nicht

Jahres-Wertentwicklung, das Sharpe-

nach Ende der Lockdowns der globale

einmal ein Punkt auf den Sieg.

Ratio sowie die jährliche Verwaltungs-

53


RANGLISTE BESTE FONDSGESELLSCHAFTEN

UNTERNEHMEN

BRANCHE/ RUBRIK

Columbia Threadneedle Investments

Fonds/Ausland

75,49

6

8

9

3 Banken Generali Investment

Fonds/Inland

75,42

6

7

10

(9.)

T. Rowe Price Management

Fonds/Ausland

74,67

5

8

9

4.

(38.)

DNB Asset Management

Fonds/Ausland

71,39

4

9

8

5.

(42.)

DWS International

Fonds/Ausland

69,20

5

7

9

6.

(4.)

Raiffeisen Capital Management

Fonds/Inland

68,89

6

7

8

7.

(7.)

Allianz Global Investors Europe

Fonds/Ausland

68,50

5

7

8

8.

(12.)

Fidelity International

Fonds/Ausland

66,20

6

7

7

9.

(17.)

UBS Global Asset Management

Fonds/Ausland

65,57

5

7

8

10.

(29.)

LLB Invest KAG

Fonds/Inland

65,42

5

7

8

11.

(34.)

BNP Paribas Asset Management

Fonds/Ausland

65,21

6

6

8

12.

(1.)

Comgest Deutschland

Fonds/Ausland

64,97

5

5

9

13.

(31.)

Blackrock

Fonds/Ausland

64,83

6

7

6

14.

(45.)

Robeco

Fonds/Ausland

64,67

5

9

5

15.

(6.)

Erste Asset Management

Fonds/Inland

64,06

6

6

7

16.

(16.)

Jupiter Asset Management

Fonds/Ausland

63,96

5

7

8

17.

(15.)

Nordea Investment Funds

Fonds/Ausland

63,13

5

6

8

18.

(13.)

Kepler Fonds KAG

Fonds/Inland

62,78

6

5

8

19.

(10.)

Pictet Asset Management

Fonds/Ausland

61,39

6

5

8

20.

(19.)

Morgan Stanley Investment Management

Fonds/Ausland

60,56

5

7

6

21.

(14.)

Security KAG

Fonds/Inland

60,14

6

6

7

22.

(30.)

Carmignac*

Fonds/Ausland

59,87

4

6

8

23.

(5.)

JP Morgan Asset Management*

Fonds/Ausland

59,87

6

6

6

24.

(22.)

Schoellerbank Invest AG

Fonds/Inland

58,50

6

5

7

25.

(36.)

Gutmann KAG

Fonds/Inland

58,47

5

6

7

26.

(27.)

Vontobel Asset Management

Fonds/Ausland

57,85

5

6

7

27.

(–)

GAM

Fonds/Ausland

57,43

4

6

7

28.

(23.)

Union Investment

Fonds/Ausland

56,93

5

5

7

29.

(–)

Degroof Petercam AM

Fonds/Ausland

56,88

4

6

7

30.

(–)

Aberdeen Asset Managers

Fonds/Ausland

56,50

4

6

7

31.

(24.)

AXA Investment Managers Deutschland

Fonds/Ausland

56,17

5

5

7

32.

(40.)

Invesco Asset Management Österreich

Fonds/Ausland

55,97

6

6

5

33.

(35.)

Arts

Fonds/Inland

55,40

5

4

7

34.

(32.)

Schroder Investment Management

Fonds/Ausland

54,86

6

6

5

35.

(21.)

Iqam Invest

Fonds/Inland

54,79

4

5

7

36.

(44.)

NN Investment Partners*

Fonds/Ausland

54,33

5

7

5

37.

(–)

Vanguard Group*

Fonds/Ausland

54,33

5

6

6

38.

(20.)

J. Safra Sarasin Fund Management (Luxembourg)

Fonds/Ausland

54,10

4

6

6

39.

(11.)

Impact Asset Management

Fonds/Inland

53,93

5

5

6

40.

(48.)

Franklin Templeton Austria

Fonds/Ausland

53,90

5

5

6

41.

(37.)

Goldman Sachs Asset Management International

Fonds/Ausland

53,07

5

6

5

42.

(33.)

Kathrein Capital Management

Fonds/Inland

53,06

5

4

7

43.

(18.)

Amundi Austria

Fonds/Inland

52,83

6

3

7

44.

(25.)

Swisscanto Asset Management

Fonds/Ausland

52,43

4

5

6

45.

(39.)

Credit Suisse Asset Management

Fonds/Ausland

52,37

4

6

5

46.

(28.)

Candriam Luxembourg

Fonds/Ausland

52,22

4

4

7

47.

(8.)

DJE Kapital AG

Fonds/Ausland

51,27

4

6

5

48.

(–)

Edmond de Rothschild Asset Managers

Fonds/Ausland

50,73

5

6

5

49.

(49.)

Allianz Invest KAG

Fonds/Inland

50,30

5

5

5

50.

(–)

BNY Mellon Investment Managers

Fonds/Ausland

48,97

4

5

5

PLATZ

2020

TREND

1.

(3.)

2.

(2.)

3.

GESAMTSCORE

PEERKENNGROUP ZAHLEN

REDAKTION

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.

54


Alles aus einer Hand in Europa

Tour de PORR Hochbau, Tiefbau oder Infrastruktur – nachhaltig geplant und innovativ realisiert.

Deutschland

U5 Europaviertel

Polen

SKYSAWA Turm

© Klaus Helbig/SBEV

EVA IST ANGEKOMMEN. Nach rund 834 m Vortrieb für die Nordröhre steht die Tunnelbohrmaschine „Eva“ in ihrer Endposition. Die Verlängerung der U5 verbindet das neue Europaviertel in Frankfurt mit dem städtischen U-Bahn-Netz.

155 METER PRÄGEN DIE SKYLINE. Der SKYSAWA Turm im Herzen Warschaus ist Teil eines aus mehreren Gebäuden bestehenden Büro- und Geschäftskomplexes und zählt zu den 20 höchsten Gebäuden der Stadt.

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Rumänien

Nationalstraße DN5

DE

PL

CZ SK

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Schweiz Bella Vista

AT

WISSENSCHAFT IN DER PRAXIS. Für die Universität für Bodenkultur realisiert die PORR zwischen Donau und Donaukanal ein Wasserbaulabor mit einem weltweit einzigartigen Durchfluss von 10.000 Litern pro Sekunde – ohne Einsatz von Pumpen.

Österreich

BOKU Wasserbaulabor

RO

© © Michael Nowy

CH

porr-group.com


UNTERNEHMEN FONDS

Innovativ. ­Der hauseigene Asset-Manager der Bank Gutmann, die Gutmann KAG, gewinnt den Sonderpreis für Innovation im goldenen Ranking des „Börsianer“.

Amundi-Gruppe mit einem Drei-Jahres-ESG-Aktionsplan verpflichtet, die ESG-Analyse in allen aktiv verwalteten © BÖRSIANER

offenen Fonds und der Abstimmungspolitik zu integrieren, sofern technisch möglich. ESG: „E“ steht für Environment also Umwelt, „S“ für Social also Soziales und „G“ für Governance, also gerechte Unternehmensführung. „Das gebühr der in Österreich zugelassenen

ausgewählten Regionen, Private Equity

Ziel wurde im ersten Quartal 2021 er-

Fonds ausgewertet.

und Hedgefonds. „Viele solcher Invest-

reicht. Unseren neuen ESG-Plan ge-

ments bieten einen Inflationsschutz

ben wir Anfang Dezember bekannt“,

Produktpalette überzeugt

und interessante Diversifikationschan-

sagt Gabriele Tavazzani, CEO Amundi

Neun von zehn Punkten holte sich Co-

cen“, so Kronaus.

Aus­tria. Die Gruppe verwaltet per Ende

lumbia Threadneedle Investments in der

Bei der 3 Banken Generali Invest-

September 2021 mehr als 800 Milliarden

Redaktionswertung, auch bei den Kenn-

ment macht sich deren Geschäftsfüh-

Euro in Responsible Investments, wo-

zahlen punktete die US-Gesellschaft.

rer Alois Wögerbauer ebenfalls Gedan-

bei der große Anstieg gegenüber Ende

Herbert Kronaus, Country Head Aus-

ken zum aktuellen Umfeld: „Angesichts

2020 von 378 Milliarden Euro neben den

tria & CEE bei Columbia Threadneed-

der seit Jahren kommunizierten These

Neun-Monats-Zuflüssen auf die Um-

le Investments, gibt Einblicke: Bei der

der Null-Zins-Zukunft haben wir vie-

setzung des ESG-Aktionsplans zurück-

Aktienwahl etwa stehen insbesondere

le Anleger in Aktienfonds oder Misch-

zuführen ist.

Qualitätstitel mit langfristigen Wachs-

fonds übergeführt. Durchgerechnet auf

Obendrein machen sich die Amun-

tumsaussichten im Fokus. Gerade im ak-

die gesamte Gesellschaft liegt die Ak-

di-Experten besonders Gedanken über

tuellen Umfeld könnten solche Titel mit

tienquote inzwischen bei rund 45 Pro-

nachhaltige Rentenstrategien. Wenn

ihrer Preissetzungsmacht, mit Wettbe-

zent.“ Die Weitsicht und entsprechen-

schon die Renditen weltweit bescheiden

werbsvorteilen und hohen Eintrittsbar-

de Fondslösungen haben die Redaktion

ausfallen, können Anleger zumindest

rieren in ihren jeweiligen Märkten umso

überzeugt. Die 3 Banken Generali In-

auf Zinsen mit gutem Gewissen set-

mehr punkten. Hinzu kommt ein strin-

vestment erhielt als einzige Fondsge-

zen. Im April 2021 lancierte Amundi die

genter Nachhaltigkeitsansatz.

sellschaft zehn Punkte – und ist damit

Just-Transition-for-Climate-Strategie,

beste

Fondsgesellschaft.

eine Anleihestrategie, die zur Energie-

BMO Global Asset Management - vorbe-

Freilich, Nachhaltigkeit steht ebenso

wende und zum sozialen Zusammenhalt

haltlich der behördlichen Zustimmung

im Fokus: Immerhin sind acht der Pu-

beiträgt. Bereits im Februar wurde der

- wird der Bereich der Nachhaltigkeit

blikumsfonds Träger des Österreichi-

Amundi Funds Emerging Markets Green

erweitert: Das gemeinsame nachhal-

schen Umweltzeichens.

Bond aufgelegt. Der Erlös aus grünen

Mit der jüngsten Übernahme von

inländische

tig verwaltete Vermögen erreicht damit

Anleihen ist grundsätzlich an Umwelt-

rund 49 Milliarden US-Dollar. Vor allem

Sonderpreise gehen an „Inländer“

die Senkung der Treibhausgasemissio-

Den Sonderpreis für Nachhaltigkeit er-

Der diesjährige Sonderpreis für In-

nen steht derzeit mit gezielten Invest-

hielt Amundi Austria (Platz 43 / 52,83

novation und Digitalisierung ging an die

ments hoch im Kurs. Doch auch der Be-

Punkte). Die Bewertung der Kennzah-

Gutmann KAG (Platz 25 / 58,47 Punkte),

reich der Alternative Investments wird

len fiel im Vergleich zu anderen Fonds-

bei der die künstliche Intelligenz (KI)

mit der Übernahme gestärkt. Alternati-

gesellschaften bescheiden aus. Doch die

zunehmend Einzug in der Vermögens-

ve Investments umfassen etwa Immo-

Bemühungen in Sachen Nachhaltigkeit

verwaltung erhält. „Wir widmen uns

bilien- und Infrastrukturinvestments in

überzeugen. Bereits 2018 hat sich die

verstärkt der Implementierung von Ma-

56

projekte zweckgebunden.


UNTERNEHMEN FONDS

„Sehen den ­Wettlauf um ­nachhaltige Assets kritisch.“

„Widmen uns verstärkt der Implementierung von Maschinenlernen.“

„Wir wenden bei allen aktiv verwalteten Fonds ESGKriterien an.“

ALOIS WÖGERBAUER

ROBERT KARAS

GABRIELE TAVAZZANI

schinenlernen in unseren Investment-

schärften Wettbewerb, einem anhalten-

DWS aber gut gerüstet sehen.“ Solche

strategien“, konstatiert Robert Karas,

den Margendruck und technologischen

Umstände führen auch zu weiteren Kon-

Chief Investment Officer der Gutmann

Umwälzungen vor dem Hintergrund ver-

solidierungen. Seit Anfang November

KAG. In den quantitativen Strategien

stärkter geopolitischer Spannungen und

2020 ist die auf Nachhaltigkeit speziali-

wird seit rund 20 Jahren auf solche An-

erhöhter Marktvolatilität, für den wir die

sierte Robeco SAM Teil von Robeco (Platz

sätze zugegriffen. Seit Dezember 2020 setzt die Gutmann KAG die KI auch im engeren Sinne, damit in Form neuronaler Netze, für die Portfolioallokation im Gutmann-Vorsorgefonds ein. „Die Anwendung erstreckt sich von einer Sentimentklassifizierung von Nachrichten­ daten bis hin zur Ertragsschätzung mehrerer Zeitreihen und Portfoliooptimierungen.“ Auch andere Häuser greifen inzwischen auf maschinelle Entscheidungshilfe zurück. Die DWS (Platz 5 / 69,20 Punkte) legte im März 2021 zusammen mit dem strategischen Partner Arabesque AI, der sich auf KI spezialisiert hat, den Aktienfonds DWS Concept ESG Arabesque AI Global Equity auf. Bei der Aktienauswahl nutzt das Portfoliomanagement Investmentsignale, die mithilfe von KI-Techniken generiert werden.

Kometenhafter Aufstieg Auffällig ist auch der kometenhafte Tabellenaufstieg

der

Deutschen-Bank-

Tochter. Besonders hoch fiel die Redaktionsbewertung

mit

einer

Neun

aus. Schließlich hat die DWS zahlreiche Schritte gesetzt, um sich für das zunehmend raue Branchenumfeld zu wappnen, bei dem eben auch Fonds-Innovationen nicht fehlen dürfen. Oliver Trienes, Leiter Vertrieb Österreich und CEE der DWS, zieht ein grundsätzliches Fazit: „Die Vermögensverwaltungsbran-

14 / 64,67 Punkte). Der niederländische #ETF GÜNSTIG UND GRÜN Nachhaltigkeit hat auch die Welt der ETFs (Exchange Traded Funds) erreicht, bei denen es sich um börsengehandelte und kostengünstige Indexfonds handelt. Nachhaltige ETFs sorgten anfangs für Kontroverse. Das Anlageuniversum bezog sich auf wenige Indizes wie etwa den MSCI World ESG Screened Index, in dem unter anderem Ölkonzerne wie Exxon Mobil und Chevron enthalten sind. Inzwischen ist eine Vielzahl nachhaltiger ETFs auf den Markt gekommen, die vor allem Lösungen für den Klimawandel im Fokus haben. Heuer lancierte Amundi mit dem Amundi MSCI World Climate Paris Aligned PAB UCITS ETF DR den ersten Klima-ETF mit Österreichischem Umweltzeichen. Auch bei der BNP Paribas Easy – die ETF-Strecke der BNP Paribas Asset Manage­ment (Platz 11 / 65,21 Punkte) – verweist man auf neue nachhaltige Strategien etwa in den Bereichen Low Carbon, Kreislaufwirtschaft sowie die Blue Economy, die sich mit der Meeresökologie befasst. Und was alle ETFs grundsätzlich vereint: Anleger haben volle Einsicht in die Titelselektion. Und können anhand dessen entscheiden, ob der Index mit ihren eigenen Nachhaltigkeitszielen vereinbar ist. „Für Anleger ist es weniger relevant, wer die Selektionskriterien festlegt, sondern vielmehr, dass transparent gemacht wird, wie die Kriterien funktionieren und welche Auswirkungen ihre Anwendung auf das Produkt haben“, sagt Fabian Behnke, Senior Sales Executive bei Vanguard (Platz 37 / 54,33 Punkte) in Deutschland und Österreich. Im Übrigen machen ETF-Anbieter meist auch Gebrauch von Stimmrechten. Ebenso erfüllen sie oftmals auch Artikel 8, teils auch Artikel 9 der neuen EUOffenlegungsverordnung, die Nachhaltigkeit für Anleger transparenter darstellen soll.

Vermögensverwalter hat im Übrigen einen ebenso fulminanten Sprung nach vorn zurückgelegt. Dies ist insbesondere auf solide Kennzahlen – mit der Note Neun - zurückzuführen. Im November 2021 übernahm Franklin Templeton (Platz 40 / 53,90 Punkte) Lexington Partners aus den USA, einen der weltweit größten Private-Equity-Anbieter. Weitere Neuerungen: C-Quadrat Asset Management firmiert nunmehr als Impact Asset Management (Platz 39 / 53,93 Punkte), um den Schwerpunkt auf nachhaltige Finanzprodukte zu betonen. Die ehemalige Spängler Iqam Invest tritt seit dem Kauf durch die Deka Bank im Vorjahr nunmehr als Iqam Invest (Platz 35 / 54,79 Punkte) auf. Neuerungen gibt es auch in den Führungsetagen: Ab Jänner 2022 folgt Andreas Witzani nämlich Martin Bruckner in der Geschäftsführung der Allianz Invest KAG (Platz 49 / 50,30 Punkte). Ausgelöst durch anhaltende Konsolidierungen bis hin zum schrittweisen Ende der ultralockeren Geldpolitik und dem Wandel zu einer nachhaltigeren Welt warten noch weitere Veränderungen. Alois Wögerbauer von der 3 Banken Generali Investment mahnt dennoch vor zu viel Euphorie rund um letzteren Trend: „Grundsätzlich sehen wir den Wettlauf, wer mehr nachhaltige Assets hat, auch kritisch. Es wird zu viel über die Quantität und zu wenig über die Qua-

che entwickelt sich konstant weiter und

lität geredet.“ Damit sei die Gefahr des

ist zunehmend geprägt von einem ver-

Greenwashings gegeben. n

57


UNTERNEHMEN FONDS

#INTERVIEW

„GEFAHR EINES REALEN WERTVERLUSTS IST DURCHWEGS GEGEBEN.“

Michael Schützinger, Vorstandsmitglied und Chief Investment Officer der Schoellerbank Invest AG

Herr Schützinger, die steigende Infla­tion

tig definiert. Die Offenlegungsverord-

gel, zu denen etwa auch das FNG-Siegel

rückt zunehmend in den Fokus. Ist dies ein

nung ist ein Schritt in die richtige Rich-

zählt? - Sie sind wichtig und senden ein

Thema bei der Schoellerbank Invest AG?

tung, bei dem beispielsweise Artikel 8

klares Signal nach außen, wobei wir bei

– Wir wurden bereits früh auf die Ent-

und Artikel 9 relevant sind. Diese schaf-

den anderen Fonds mit der Einreichung

wicklung aufmerksam und reagierten

fen Vorgaben unter anderem zur Of-

zunächst abwarten. Es findet gerade ein

entsprechend. Ein Beispiel ist unser ge-

fenlegung der Nachhaltigkeitsziele der

Transformationsprozess

mischter Dachfonds Schoellerbank Glo-

Fondsstrategien. Fraglich ist, ob Anle-

ischer Ebene statt, bei dem voraussicht-

bal Pension, in dem wir seit Anfang März

ger die Nuancen zwischen diesen zwei

lich neue EU-Gütesiegel ins Leben geru-

einen Teil der Anleihequote über einen

Artikeln heute ohne weitere Erklärung

fen werden. Diese Entwicklungen wollen

Subfonds in inflationsgeschützte Anlei-

verstehen. Da gibt es noch eine gewisse

wir abwarten, um zu sehen, welche Kri-

hen guter Bonität investieren. Nominale

Unschärfe, weshalb der Regulator gefor-

terien und neue Siegel sich letztendlich

und Kupon werden bei diesen Produkten

dert wäre, solche Definitionen eindeuti-

durchsetzen.

an die Inflationsrate angepasst, weshalb

ger zu formulieren.

auf

europä­

Seit heuer spielt auch der neue Beirat für

sie sich als Schutz eignen. In Ihrem Haus gibt es vier nachhaltige

Ethik und Nachhaltigkeit eine Rolle bei der

Lohnt sich solch ein Investment überhaupt

Fonds. Ist dies nicht ein wenig bescheiden?

Selektion nachhaltiger Titel – sowohl in der

noch? – Wir räumen inflationsindexier-

- Nur auf den ersten Blick. Bei unseren

KAG als auch in der Bank. Was steckt da-

ten Anleihen mittelfristig weiterhin

Spezialfonds für institutionelle Anle-

hinter? – Die Idee zu diesem nächsten

gute Chancen ein. Während die Infla-

ger wenden wir eine Reihe Nachhaltig-

Schritt bei unseren Nachhaltigkeits-

tionsrate zulegt, dürften sich die Zins-

keitskriterien an. Diese Fonds scheinen

engagements gab es schon länger. Der

anstiege zumindest in nächster Zeit in

aber auf der Liste der Publikumsfonds

Beirat setzt sich aus neun Experten aus

Grenzen halten. Dies ist für die Anlei-

nicht auf. Grundsätzlich gehen wir bei

Wirtschaft, Wissenschaft und Klerus zu-

hequoten in den Portfolios derzeit ein

dem Thema Nachhaltigkeit sorgsam

sammen, zu denen unter anderem Hel-

großes Thema. Denn mit normalen, fix-

vor und beobachten zunächst die weite-

ga Kromp-Kolb, emeritierte Professo-

verzinsten Anleihen ist die Gefahr eines

ren Entwicklungen des Regulators. So-

rin an der Universität für Bodenkultur,

realen Wertverlusts durchaus gegeben,

bald die Kriterien klarer definiert wer-

und Markus Hengstschläger, Professor

während inflationsindexierte Anleihen

den, und hier erwarte ich mir Nachbes-

an der Medizinischen Universität Wien,

von solch einem Umfeld aufgrund ihrer

serungen in den kommenden zwei bis

zählen. Sie alle kommen dabei nicht aus

Anpassung an die Infla­tionsrate tenden-

drei Jahren, werden wir unsere nachhal-

der Finanzwissenschaft, bringen somit

ziell profitieren.

tige Fondspalette erweitern. Wir treffen

eine andere Sichtweise ein und regen

ohnedies erste Vorkehrungen, wobei es

Diskussionen an. Dies ist in Zeiten ei-

Auch die Nachhaltigkeit rückt verstärkt

schon jetzt große Überschneidungen mit

ner wachsenden Bedeutung von Nach-

in den Fokus. Die Begrifflichkeiten lassen

unseren hauseigenen Nachhaltigkeits-

haltigkeit umso wichtiger. Nicht immer

aber reichlich Spielraum für Eigeninter-

kriterien gibt.

gibt es vor allem bei kontroversiellen

pretation, trotz der neuen Taxonomie und

Themen eine klare Antwort. Ich denke

der Offenlegungsverordnung in der EU.

Einer der vier nachhaltigen Fonds wurde

da etwa an die Atomkraft, die in manch

Wie problematisch ist dies? – Die Begriff-

mit dem Österreichischen Umweltzeichen

einem europäischen Land reichlich Un-

lichkeiten sind teilweise nicht eindeu-

prämiert. Wie wichtig sind solche Gütesie-

terstützung erfährt. n

58


Der bewusste Umgang mit Ressourcen steht bei Wienerberger stets im Fokus. Diese Verantwortung nehmen wir bereits bei der Rohstoffgewinnung ernst: So werden z.B. Tongruben nach dem Abbau nicht einfach zurückgelassen, sondern schrittweise wieder ins Ökosystem eingegliedert. Auf diese Weise erwächst aus Baugruben wieder ein artenreicher Lebensraum.

we are wienerberger

Foto: Marjolein den Hartog

Unser Fokus: vorausblickend nachhaltig.


UNTERNEHMEN PENSIONSKASSEN

Unermüdlich. Gernot Heschl setzt sich wie seine Branchen­kollegen für eine Stärkung der betrieblichen Altersvorsorge ein. Der Chef der VBV Pensionskasse AG gewinnt zum fünften Mal das goldene Ranking.

#RANGLISTE

„Es braucht Zusatzpensionen, um Pensionslücke zu verringern.“

© VBV PENSIONSKASSE AG

GERNOT HESCHL

60


UNTERNEHMEN PENSIONSKASSEN

DAS UNERHÖRTE

LAMENTO Ein alter Bekannter gewinnt das goldene Ranking

der besten Pensionskassen. Diese sind nach wie vor auf

einem Feldzug für den Ausbau des dreisäuligen Pensionssystems. Wie Greta Thunberg helfen könnte, warum Pressemitteilungen kürzer sein müssen und der Markt eine zusätzliche Pensionskasse vertragen würde. TEXT ANTONIA HOTTER

A

lle Jahre wieder kommt ein neues

Gutachten

der

Pensions-

kommission. Es kehrt ein ins

Hohe Haus und löst kurzes Empören aus: Schon wieder müssen die Bundesmittel

Angestupst wurde die Debatte schon

„Die Branche will zu viel auf einmal.“

oft, ins Rollen kam sie bisher nicht. „Ich habe den Eindruck, dass ich seit knapp einem Jahrzehnt die gleichen Pressemitteilungen schreibe“, zeigt sich die Österreich-Chefin von Mercer, Michae-

erhöht werden, um die Pensionslücke zu füllen. Bis 2026 steigen die Ausgaben aus

ERICH HOFFMANN

la Plank, frustriert. Neben der ernsthaf-

dem Bundesbudget dafür auf mehr als das

langfristig erfolgreicher“, weist Zakos-

ten Aufstellung auf drei Säulen liegt eine

Vierfache, legt das Gutachten dar. Überra-

telsky auf die Empirie hin. „Diese Debat-

Menge politischer Forderungen auf dem

schend ist das nicht: „Jeder, der in Öster-

te gehört in Österreich dringend angesto-

Tisch, aber es tut sich nichts. „Ich glau-

reich seit Jahren auf die finanziellen Risi-

ßen“, fordert der ehemalige ÖVP-Vor-

be, dass die Branche zu viel auf einmal

ken des Pensionssystems hinweist, muss

sorgesprecher. Der Forderung schließt

will. Wenn ich mir die Pressemitteilun-

sich wie Kassandra fühlen“, sagt Matthi-

sich Gernot Heschl, Vorstandsvorsit-

gen anschaue, teile ich die meisten An-

as Unger, Bundesvorsitzender der Jungen

zender der VBV Pensionskasse AG (85,83

sichten und Vorschläge. Es ist aber ein

Industrie. Auf dem Spiel stehen die Pen-

Punkte), die zum fünften Mal das golde-

bisschen viel, man fühlt sich überrollt“,

sionen der Jungen: „Vielleicht sollten sie

ne Ranking der besten Pensionskassen

sagt Hoffmann. Sein Vorschlag: Sich zu-

sich Greta Thunberg hier als Vorbild neh-

des Börsianer gewinnt und sich knapp vor

nächst auf eine einzige Forderung kon-

men und der Politik zeigen, dass es um

der APK Pensionskasse AG (83,89 Punkte)

zentrieren, etwa auf die steuerliche

ihre Interessen geht“, schlägt der Unter-

durchsetzt, an. Der bessere Fragebogen

Gleichbehandlung von Arbeitgeber- und

nehmensberater Erich Hoffmann vor.

gab dafür den Ausschlag, denn bei den

Arbeitnehmerbeiträgen, und konkrete

Dass so viel über die steigenden Aus-

Kennzahlen wie Jahresüberschuss, Ver-

Umsetzungsvorschläge liefern. „Die Po-

gaben der staatlichen Säule berichtet

waltungskosten oder auch Veranlagung

litik kann ohnehin nur eine Sache nach

wird, ärgert Andreas Zakostelsky. Wenn

liegt die APK vorne. „Mit den künftigen

der anderen abarbeiten“, so Hoffmann.

es nach dem Generaldirektor der VBV-

staatlichen Pensionen wird man den Le-

Gruppe und Obmann des Fachverbands

bensstandard im Alter nicht mehr halten

Kampf um den Realgewinn

der Pensionskassen ginge, müsste die

können. Dafür braucht es Zusatzpensio-

Die hohe Inflation verstärkt den Druck

betriebliche und private Säule ausgebaut

nen, etwa durch eine betriebliche Alters-

auf die Finanzierung der Pensionen. Seit

werden: „Mischsysteme sind unter ri-

vorsorge. Nur so kann die Pensionslücke

Einführung des Euro ist die Kaufkraft um

sikodiversifizierenden Gesichtspunkten

verringert werden“, sagt Gernot Heschl.

31 Prozent gesunken. „Statt hundert Mal

61


UNTERNEHMEN PENSIONSKASSEN

RANGLISTE BESTE PENSIONSKASSEN

UNTERNEHMEN

BRANCHE/ RUBRIK

VBV Pensionskasse AG

Pensionskasse/Überbetriebliche

85,83

9

8

9

(2.)

APK Pensionskasse AG

P ensionskasse/Überbetriebliche

83,89

9

9

8

(4.)

Valida Pension AG

Pensionskasse/Überbetriebliche

67,73

7

5

8

4.

(3.)

Allianz Pensionskassen AG

Pensionskasse/Überbetriebliche

58,63

8

5

5

5.

(5.)

Bonus Pensionskassen AG

Pensionskasse/Überbetriebliche

54,54

7

2

7

PLATZ

2020

TREND

1.

(1.)

2. 3.

GESAMTSCORE

„Entwürfe sind da, für Umsetzung fehlte immer die Regierung.“

„‚Der Staat wird’s schon richten‘ ist der falsche Ansatz.“

PEERKENNGROUP ZAHLEN

REDAKTION

„Debatte gehört in Österreich dringend angestoßen.“

GERALD MORITZ

MICHAELA PLANK

ANDREAS ZAKOSTELSKY

können Sie mit dem gleichen Geld nun

dass der Staat es schon richten wird, halte

neralpensionskassenvertrag umgesetzt

nur noch 69 Mal zum Friseur gehen“, sagt

ich nicht für den richtigen Ansatz“, teilt

wird, könne sich der Markteinstieg loh-

Christian Helmenstein, Chefökonom der

Unternehmensberater Gerald Moritz sei-

nen“, schlägt Hoffmann vor. Gemeint ist

Industriellenvereinigung (IV). Grund da-

ne Einschätzung: „Die Menschen brau-

ein standardisierter Vertrag, der es allen

für war eine durchschnittliche Inflation

chen eine gewisse Offenheit gegenüber

Arbeitnehmern ermöglicht, die gesam-

von 1,85 Prozent pro Jahr – im Oktober

der betrieblichen und privaten Vorsorge.“

melten Abfertigungsansprüche an eine

2021 lag sie in Österreich bei 3,7 Prozent,

Um diese Offenheit zu erlangen, for-

Pensionskasse zu übertragen. Der Fach-

dem höchsten Wert seit 13 Jahren. „Das

dert der Fachverband der Pensionskassen

verband der Pensionskassen fordert das

bedeutet, dass der Wertverlust des Gel-

unter Zakostelsky etwa sozial gestaffelte

schon lange, die Umsetzung ist im ak-

des noch schneller voranschreiten wird.“

Prämien für Beitragszahlungen und steu-

tuellen Regierungsprogramm festgehal-

Helmenstein fragt: „Wie sollen bei derar-

erliche Anreize. „Die Entwürfe dafür lie-

ten. „Eine neue Pensionskasse kann für

tigen Inflationsraten die jährlichen Pen-

gen teilweise in der Schublade“, berichtet

jene Finanzinstitute von Vorteil sein, die

sionsanpassungen noch Schritt halten,

Michaela Plank, „aber es fehlte dann im-

ihre Kunden über ein Vertragsende hin-

um Altersarmut zu verhindern?“

mer die Regierung zur Umsetzung.“ Bei

aus – also lebenslang – behalten möch-

Der Kapitalmarkt ist für die Pensions-

der letzten großen Koalition sei zwar nicht

ten“, appelliert Hoffmann an Finanzin-

kassen eine Herausforderung. Seit Jah-

viel weitergegangen, aber: „Zumindest

stitute.

resbeginn haben die überbetrieblichen

war das Thema der betrieblichen Vorsor-

Dass es im Markt Potenzial gibt, zeigt

Pensionskassen eine Performance von

ge im Regierungsprogramm verankert“,

der Sieger im goldenen Börsianer-Ran-

5,83 Prozent hingelegt. Über 15 Jahre ge-

bedauert die Österreich-Chefin von Mer-

king: Die VBV Pensionskasse AG gewann

sehen, liegt der Schnitt bei 3,3 Prozent.

cer. Aus Kreisen heißt es auch, dass sich

im Sommer dieses Jahres die Ausschrei-

Am besten performten jene, die eine dy-

kaum noch einer auskenne und man mit

bung für die Siemens Österreich Be-

namische Anlagestrategie gewählt haben.

jedem bei Null anfangen muss. Zakos-

triebspension. Das verwaltete Vermö-

Das heißt: Der Aktienanteil macht rund

telsky sieht die Wurzel des Pro­blems in

gen der Pensionskasse steigt dadurch von

die Hälfte des Portfolios aus. Das beste

der fehlenden Finanzbildung von Ent-

7,9 auf rund 8,5 Milliarden Euro. Siemens

Veranlagungsergebnis für 2020 lieferte

scheidungsträgern: „Wer etwas ändern

wechselt mit Anfang 2022 von der Vali-

die APK Pensionskasse AG (Platz 2 / 83,89

will, muss zuerst verstehen, wie das ak-

da Pension AG zur VBV Pensionskasse

Punkte) mit 4,2 Prozent, das schlechtes-

tuelle System funktioniert und warum es

AG. Überzeugt habe Siemens die Berück-

te die Valida Pension AG (Platz 3 / 67,73

eine Veränderung braucht.“

sichtigung der ESG-Kriterien im Veranlagungsprozess sowie der „moderne On-

Punkte) mit minus 0,25 Prozent.

Platz für eine neue Pensionskasse

lineservice“. Das spiegelt die Börsianer-

Entwürfe in der Schublade

Zurzeit gibt es in Österreich fünf über-

Wertung wider: Die VBV Pensionskasse

Jedes Altersvorsorgesystem ist finanzier-

betriebliche

„Viel-

AG konnte sich heuer sowohl den Son-

bar, wenn der Bundeszuschuss hoch ge-

leicht wäre die Gründung einer weiteren

derpreis für Nachhaltigkeit als auch den

nug ist: „Aber sich darauf zu verlassen,

Pensionskasse belebend. Sofern der Ge-

Sonderpreis für Innovation sichern. n

Pensionskassen.

62


UNTERNEHMEN PENSIONSKASSEN

#INTERVIEW

Walter Pöltner Vorsitzender Alterssicherungskommission

VERZWEIFLUNG EINES EXPERTEN

Aus Frust über die Politik verkündete

wahlen, einmal Wirtschaftskammer-

Braucht es mehr Zinseszinsrechnung in der

der Chef der Pensionskommission sei-

wahlen, einmal Gewerkschaftswahlen.

Schule? – Sowieso. Warum es in der Pen-

nen Rücktritt mit Jahresende. Die ange-

Dann heißt es bei Reformvorschlägen:

sionsversicherung einen Abschlag gibt,

kündigte Pensionserhöhung brachte das

Nicht jetzt, machen wir das in drei Mo-

hat mit Grundschulwissen zu tun. Wenn

Fass für Walter Pöltner zum Überlaufen.

naten. In drei Monaten gibt es dann eine

Leute in der SPÖ diese mathematischen

Auf Experten wie ihn werde nicht ge-

Wahl irgendwo im Burgenland.

Grundkenntnisse nicht haben – was soll

hört, beklagt der ehemalige SPÖ-Politi-

ich tun? Ein Abschlag ist keine Strafe.

ker. Dem Börsianer erzählt er von inter-

Politik funktioniert nach anderen Maßstä-

nen Kontroversen und den Mathematik-

ben? – Sobald Politiker Pensionsreform

Die Gewerkschaft der Angestellten in der

Kenntnissen einiger Politiker.

sagen, schreit die Opposition: „Diese So-

Privatwirtschaft behauptet, dass wir uns

zialfeindlichen! Die nehmen den Leuten

auf das staatliche Umlageverfahren verlas-

Herr Pöltner, Sie werfen als Vorsitzender der

ihre Pensionen weg!“ Das will sich nie-

sen könnten. Sind Sie oft mit solchen An-

Alterssicherungskommission das Hand-

mand antun. Als Experte kann ich eine

sichten konfrontiert? – Laufend. Das führt

tuch? – Walter Pöltner: Ja, es hat mich nie-

große Goschen haben. Ich werde nicht

zu heftigsten internen Kontroversen.

mand gefragt, ob ich doch bleiben will.

gewählt, ich muss keine Verantwortung

Ich komme aus dieser politischen Welt,

Abgesehen davon hätte ich abgelehnt.

übernehmen. Ich verstehe die Politiker,

werde aber dort besonders angefeindet.

Ich denke, manche sind über meinen

aber verzweifle – wie die Virologen.

Dabei sagt einem der Hausverstand, dass

Rücktritt gar nicht so unglücklich.

das Pensionssystem mit drei Säulen fleBeim Wort Pensionsreform schreien die

xibler ist als nur mit der staatlichen.

Wenige Prognosen sind so sicher wie die

Pensionisten auf. Dabei sind jene Menschen

demografische Entwicklung. Die Geburten-

gemeint, die in 40 Jahren eine Pension be-

Woher kommt das blinde Vertrauen in die

statistik kennen wir. Warum wird auf Ex-

kommen. – Absolut. Das ist eine Kuriosi-

staatliche Säule des Pensionssystems? –

perten nicht gehört? – Dass Politiker ei-

tät, die mich seit 30 Jahren verfolgt. Ich

Wenn Sie kein Vertrauen haben, haben

ner anderen Ratio folgen, hat mit Wah-

habe vergeblich versucht, das mit Vor-

Sie Arbeit. Dann müssten die Funktio-

len zu tun. Alle drei Monate haben sie

trägen zu ändern. Aber die meisten Be-

näre mit negativen Botschaften rausge-

eine Wahl. Einmal gibt es Gemeinde-

sucher waren über 50 Jahre alt. Bei den

hen. Es ist einfacher zu sagen, dass eh al-

ratswahlen, einmal Arbeiterkammer-

Jungen komme ich nicht durch.

les leinwand ist.

Stabile Werte in Bestlage.

www.arnold.immobilien


UNTERNEHMEN VORSORGEKASSEN

#RANGLISTE

Beständig. „Worte sind schön, Zahlen schöner“, sagt Thomas Keplinger, Vorstand der APK Vorsorgekasse AG, die sich auch dank guter Zahlen erneut den Sieg im goldenen Ranking holt.

„Unterschätzen Sie die Zufriedenheit der Mitarbeiter­ nicht!“

© APK VORSORGEKASSE AG / PETER BAIER

THOMAS KEPLINGER

64


UNTERNEHMEN VORSORGEKASSEN

SCHICKSAL

DER PIONIERE Im goldenen Ranking der besten Vorsorgekassen gibt es einen bekannten Sieger – über Mitarbeiterzufriedenheit, einen beinharten Wettbewerb und die Poleposition der Vorsorgekassen beim Rennen um das nachhaltigste Portfolio. TEXT ANTONIA HOTTER

S

ervice ist das Asset der Vorsor-

aber nicht damit gerechnet, dass vie-

gen musste. Der Erfolg hänge mit dem

gekassen. Obwohl der rechtliche

le Kunden dieses Tool nutzen werden“,

Geschäftsvolumen zusammen, das bei

Rahmen eng gesteckt ist, gibt es

zeigt sich Keplinger überrascht. Aktu-

Vorsorgekassen nach dem Gesetz sehr

Platz für Innovation, zeigt die APK Vor-

ell nutzen knapp die Hälfte der User das

groß ist.

sorgekasse AG (Platz 1 / 84,33 Punk-

Feature – wenngleich erst 15 Prozent der

te). Sie hat es zum dritten Mal sieg-

Kunden die APK-App haben.

reich aufs oberste Treppchen geschafft

Eine halbe Million Kunden hat die APK, deren Marktanteil gemessen am verwalteten Vermögen bei etwa 7,5

und sich zusätzlich erneut den Sonder-

Innovation spart Kosten

Prozent liegt. „Wenn nur 15 Prozent

preis Innovation gesichert. Grund dafür

Für ihre Innovationskraft wurde die

davon die App nutzen, sind das gleich

ist eine App, in der Kunden einen Ver-

APK mit sinkenden Kosten belohnt.

75.000 Menschen“, rechnet der Vor-

fügungsanspruch geltend machen kön-

Normalerweise müsste eine Person den

standschef vor. Die Cost-Income-Ra-

nen. „Normalerweise muss zuerst ein

IBAN eintippen, eine zweite Person die

tio der APK von 33 Prozent ist die nied-

Brieflein eintrudeln, das Sie dann mit

Richtigkeit kontrollieren. „Wenn Sie

rigste unter den betrieblichen Vorsor-

ihrem IBAN befüllen und an uns zurück-

als Kundin den ersten Schritt überneh-

gekassen – der Branchenschnitt liegt

senden“, erklärt Thomas Keplinger das

men, ersparen wir uns intern ganz viel

bei 45 Prozent. Auf digitale Maßnah-

Verfahren. Der Vorstandschef der APK

Arbeit“, erklärt Keplinger. Der gesun-

men setzt auch die VBV Vorsorgekasse

Vorsorgekasse AG (APK) freut sich, dass

kene Verwaltungsaufwand durch die

AG (Platz 2 / 70,78 Punkte). Mit ihrem

das jetzt auch in der App geht: IBAN ein-

App schlägt sich bereits in der Cost-

Chatbot „Alex Apfel“ sollen Kunden in

tippen, Ausweis fotografieren, absen-

Income-Ratio nieder. So deutlich, dass

Echtzeit Auskunft erhalten, und es ist

den. „Eigentlich war es eine Marketing-

Keplinger das Tool aus dem Marke-

ein Live-Chat mit Mitarbeitern mög-

Idee. Wir wollten innovativ sein, haben

ting- ins Verwaltungsbudget übertra-

lich. Den „Meine VBV“-Onlineservice

65


UNTERNEHMEN VORSORGEKASSEN

RANGLISTE BESTE VORSORGEKASSEN

UNTERNEHMEN

BRANCHE/ RUBRIK

APK Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

84,33

9

6

10

(3.)

VBV Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

70,78

9

5

8

(5.)

Niederösterreichische Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

69,22

8

5

8

4.

(4.)

Fair Finance Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

68,00

7

6

8

5.

(7.)

Bonus Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

66,78

7

6

8

6.

(6.)

BUAK Betriebliche Vorsorgekasse

Vorsorgekasse

65,00

7

5

8

7.

(2.)

Valida Plus AG

Vorsorgekasse

63,00

8

3

8

8.

(8.)

Allianz Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

59,00

8

5

5

PLATZ

2020

TREND

1.

(1.)

2. 3.

Wir müssen auch schauen, was man in Paris und London trägt.“ REINHARD FRIESENBICHLER

„Setzen auf ImpactInvestments, die direkt zu einer Wertschöpfung führen.“

GESAMTSCORE

PEERKENNGROUP ZAHLEN

REDAKTION

„Nach­haltiges Invest­ment ist ein gesellschafts­ politischer Beitrag.“ GEORG DAURER

MARKUS ZEILINGER

nutzen 350.000 Berechtigte, um ih-

Mitarbeiterzufriedenheit nicht! Lang-

der APK neuerlich den Sieg im golde-

ren aktuellen Abfertigungsstand ein-

fristig ist das extrem viel wert für ein

nen Ranking der besten Vorsorgekas-

zusehen oder Hochrechnungen für die

Unternehmen“, betont er.

sen sicherten. Die Peergroup-Bewer-

Pension vorzunehmen. Für derartige

Die APK war die erste Vorsorgekasse

tung übernahm eine Fachjury, die die

technische Neuerungen gibt es bei der

mit einer App – die einzige ist sie längst

APK ebenfalls hoch bewertete. Auch die

VBV Vorsorgekasse AG (VBV) ein eige-

nicht mehr. Die VBV Vorsorgekasse AG

Fair Finance Vorsorgekasse AG (Platz 4 /

nes Innova­ tionsteam: „Das sorgt für

und die Valida Plus AG (Platz 7 / 63,00

68,00 Punkte) ist bei den Kennzahlen

die zeitgerechte Erkennung von zu-

Punkte) sind mit Apps auf den Plan ge-

vorn mit dabei. „Wir setzen in der Kapi-

künftigen technologischen, politischen

treten. „Man wird kopiert, und das ist

talanlage sehr stark auf Impact-Invest-

und

Herausforderungen

auch gut so“, ist Keplingers Fazit. „Ko-

ments, also darauf, dem Kapitalmarkt

und Marktveränderungen“, erklärt Pe-

piert“ werden nicht nur Produkte, son-

frisches Geld zuzuführen, das unmit-

ter Eitzenberger, der den Vertrieb und

dern auch Anlagestrategien. Steigen-

telbar zu einer Wirkung und somit di-

Kundenservice bei der VBV leitet.

de Inflationsraten setzen die Portfolios

rekt zu einer Wertschöpfung führt“,

unter Druck. Die APK hat ihren Aktien-

sagt Fair-Finance-Vorstandschef Mar-

Portfolios unter Druck

anteil zwischen 2016 und 2020 stetig

kus Zeilinger.

Der Verwaltungsaufwand sinkt bei der

erhöht. Lange waren sie damit Vorrei-

APK durch technische Neuerungen wie

ter: „Wir lagen mit unserer Entschei-

Keimzelle der Nachhaltigkeit

die App. Mitarbeiter kündigt Keplinger

dung, Aktien viel stärker als der Markt

Den Sonderpreis Nachhaltigkeit ergat-

deshalb nicht: „Mit Innovation wol-

zu gewichten, richtig. Es war die einzi-

terte heuer die Bonusvorsorgekasse AG

len wir den Mitarbeitern nicht das Ge-

ge Möglichkeit, in diesem Marktumfeld

(Platz 5 / 66,78 Punkte). 2021 hat sie ge-

fühl geben, dass sie sich selbst wegra­

Erträge zu generieren.“ Heuer sind die

nau wie die Valida Plus AG bereits zum

tionalisieren.“ Neue Ideen zu finden sei

anderen Vorsorgekassen nachgezogen.

neunten Mal in Folge das Ögut-Siegel

schwierig genug. So schaffe man Frei-

Mit ihrem Aktienanteil von 19,51 Pro-

in Gold erhalten und hat das Vorstand-

raum: „Ich kann gut damit leben, dass

zent liegt die APK nun knapp unter dem

steam im Mai 2021 mit Michael Scher-

unsere Mitarbeiterinnen durch Inno-

Marktdurchschnitt von 19,62 Prozent.

hammer verstärkt. Die Bonus Vorsor-

personellen

vation freie Zeit gewinnen, um sich et-

Es waren vor allem die Kennzah-

gekasse AG (Platz 5 / 66,78 Punkte) be-

was anderes zu überlegen, was vorteil-

len wie Veranlagungsergebnis, Verwal-

teiligt sich etwa im Rahmen eines Im-

haft für das Unternehmen ist“, erklärt

tungskosten sowie Jahresüberschuss

pact-Investments bei der Finanzierung

der Vorstandschef. „Unterschätzen Sie

und ein exzellenter Fragebogen, die

von Anlagen, die auf Basis erneuerbarer

66


Energiequellen Strom produzieren. Diese Anlagen sollen zu einem großen Teil ältere Kohlekraftwerke ablösen. „Wir sehen nachhaltiges Investment auch als einen gesellschaftspolitischen

Beitrag“,

sagt

Bonus-Vorstand Georg Daurer. Der

Unternehmensberater

Reinhard

Friesenbichler sieht die heimischen Vorsorgekassen als Europas Vorzeigebeispiel für nachhaltiges Investieren. „Ohne deren Nachfrage hätte Österreichs Fonds­ industrie nicht so viele Nachhaltigkeitsfonds produziert.“ Bei Fondsgesellschaften können die Vorsorgekassen Druck machen: Durch Engagement und Voting, oder indem sie ihr Geld aus Fonds rausnehmen. „Engagement ist schwierig, wenn es um Österreichspezifika bei großen interna­tionalen Vermögensverwaltungen geht. International bedeutet oft auch unflexibel“, stellt der Nachhaltigkeitsexperte fest. Wer Atomenergie als Ausschlusskriterium definieren wolle, höre von internationalen Fondsmanagern vielleicht: „Das ist schön für euch, aber wir haben europaweit Kunden und unsere französischen sind zehnmal so wichtig wie ihr“, sagt Friesenbichler.

Kein Couchkuscheln Mit ausländischen Instituten stehen die heimischen Vorsorgekassen nicht in Konkurrenz. Sie müssten trotzdem interna­ tionale ESG-Trends verfolgen, merkt Friesenbichler an: „Sie dürfen nicht nur die

GRENZENLOS

Auf zu neuen Chancen im internationalen Geschäft.

österreichische Trachten- und Lederhosenstrategie fahren, sondern müssen auch schauen, was man in Paris und London so trägt.“ Gelungen sei das bei der Implementierung von Engagement, der Messung des CO2-Fußabdrucks und bei der Ausrichtung der Portfolios nach dem Pariser Klimaziel. Es ist jedenfalls keine Komfortposition, in der sich die österreichischen Vorsorgekassen befinden. Denn Couchkuscheln steht nicht auf dem Programm, der Wettbewerb ist beinhart und wird nicht immer sauber geführt: Heuer wurden im Wettbewerb um Kunden Garantien abgegeben, die von der Finanzmarktaufsicht als nicht zulässig eingestuft wurden. n

rlbooe.at/export


RANKING PERSONEN

© BÖRSIANER

WIR SUCHEN DICH!

68


#RANGLISTE

Geschafft! Friedrich Jergitsch bestimmt seit Jahren das goldene Anwaltsranking des „Börsianer“, zum ersten Mal schafft es der Partner der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer auf das oberste Treppchen des goldenen Rankings der besten Finanzköpfe in Österreich.

69


RANKING PERSONEN

Ausgezeichnet. Die Amag Austria Metall AG gewann beim diesjährigen Wiener ­Börse-Preis die Auszeichnung als bestes Midcap-Unternehmen. Finanz- und Vorstandschef Gerald Mayer nahm gemeinsam mit IR-Chef Christoph Gabriel die Auszeichnung entgegen.

I

rgendwie passt es ja ganz gut zum

Relations-Manager

Jahr 2021, dass es ein Jurist auf dem

schen Post AG und ein langjähriger Ers-

ersten Platz des Rankings der Fi-

ter im Ranking. Mitte Oktober konnte

nanzköpfe geschafft hat. Zur promi-

er noch die Jahrestagung des Cercle In-

nenten Rolle von Justizakten kom-

vestor Relations Austria über die Büh-

men wir noch später. Wirtschaftsan-

ne bringen, deren Vorteile er im Zoom-

walt Friedrich Jergitsch (82,56 Punk-

Zeitalter nicht missen möchte: „Der

Finanzköpfe haben wir uns

te), Partner bei Freshfields Bruckhaus

physische Kontakt ist unverzichtbar,

umgehört, wie es die großen

Deringer, war schon bisher bei jedem

wenn es um den Aufbau von Vertrau-

Ranking auf den vordersten Plätzen zu

en geht oder um den Austausch krea-

finden, heuer jedoch zum ersten Mal als

tiver Ideen. Aber natürlich wird einiges

mit der Nachfolgeplanung

Spitzenreiter. Er geht davon aus, dass

nach der Pandemie bleiben: der Ver-

halten.

die Zahl der erfassten Fälle von Wirt-

zicht ­einer Flugreise, wenn zwei Calls

schaftskriminalität steigen wird, weil

nach London auch online gehen.“

In der Politik kann es sehr schnell gehen, dass ­Spitzenpersonal neu besetzt werden muss. Anlässlich des Rankings der 100 besten

heimischen Unternehmen

TEXT THOMAS MÜLLER

der

Österreichi-

das Netz des Wirtschaftsstrafrechts zu-

Mit einem Satz vom neunten Platz

nehmend enger geknüpft ist: „Das be-

unter die top drei hat sich Johann S ­ trobl

trifft etwa Formen der strafrechtlichen

(76,47 Punkte), Vorstandsvorsitzender

Untreue und Bilanzdelikte.“

der Raiffeisen Bank International AG

Auf Platz zwei folgt mit Harald Ha-

(RBI), vorgearbeitet. Er konnte sich un-

genauer (80,53 Punkte) der Investor-

längst über ein Konzernergebnis in den

70


© WIENER BÖRSE AG / APA-FOTOSERVICE / HÖRMANDINGER

RANKING PERSONEN

„Wer Unternehmen neu aufstellt, sucht eher nach externen Kandidaten.“ FLORENS EBLINGER

ersten drei Quartalen von über einer

Der Chef ist weg

Cerha Hempel und Aufsichtsratsvorsit-

Milliarde Euro freuen, was um 76 Pro-

Wie man in einem Unternehmen ganz

zende der Telekom Austria AG sowie der

zent mehr ist als im Vorjahr. 20 bis 50

nach oben kommt, haben wir an dieser

Österreichische Post AG. Im Herbst wa-

Prozent davon sollen als Dividende an

Stelle bereits einige Male thematisiert.

ren es wieder Chats, die von Schmids be-

die Börsianer weitergereicht werden,

2021 bekam diese Frage wieder mehr Bri-

schlagnahmten Handy stammen und die

stellt die RBI in Aussicht.

sanz, als diverse Handy-Chats in die Öf-

sogar bis zur Spitze der Regierung ihre

Bestplatzierte Frau im Ranking ist

fentlichkeit gelangten, die inzwischen in

Wellen schlugen. Bundeskanzler Se-

diesmal „Standard“-Journalistin Re-

die jüngere Zeitgeschichte eingegangen

bastian Kurz musste nach wenigen Ta-

nate Graber (Platz 4 / 74,29 Punkte), die

sind. Denn im Frühjahr wunderte man

gen „zur Seite treten“, binnen kürzes-

Strabag-IR-Managerin Diana Neumül-

sich über die Nonchalance, mit der 2018

ter Zeit musste ein Nachfolger gefunden

ler-Klein (Platz 6 / 69,47 Punkte) über-

die Spitzenposition in der staatlichen

werden. Neben den strafrechtlichen Er-

holt hat. Insgesamt hat sich beim Frau-

Beteiligungs-Holding Öbag per Whats-

mittlungen gegen Kurz und andere stell-

enanteil in den Spitzenpositionen nicht

app besetzt wurde. Alleinvorstand Tho-

te sich dabei auch die Frage: Wie weit darf

viel getan, von den besten 20 sind es

mas Schmid musste schließlich von sei-

die gute alte Intrige gehen, um den Chef-

gerade einmal sechs. Einzig „Kurier“-

nem Posten zurücktreten, Öbag-Direk-

posten zu bekommen?

Journalistin Andrea Hodoschek (66,44

torin Christine Catasta übernahm inte-

Punkte) hat es auf Platz 17 geschafft.

rimistisch Schmids Posten. Am 1. Febru-

Dynamischer Markt

Von allen 100 sind es nur 22 Frauen, die

ar 2022 folgt ihr Edith Hlawati (Platz 88 /

Weitaus ruhiger, planmäßiger und in der

derzeit noch in ihren Positionen tätig

50,24 Punkte) in dieser Position, derzeit

Regel ohne Beteiligung der Justiz laufen

sind.

Partnerin bei der Rechtsanwaltskanzlei

die Führungswechsel in den großen Un-

71


RANKING PERSONEN

© LUIZA PUIU

Skandal. Ex-Öbag-Chef Thomas Schmid sorgte wegen seiner Chatnachrichten für Wirbel in Österreich und den Ruf nach einer neuen Art der Besetzung von Führungspositionen. Neue Öbag-Chefin wird 2022 Rechtsanwältin Edith Hlawati.

ternehmen außerhalb der Staatssphäre

„Jene auf der Shortlist ­mussten sich extensiven ­Interviews stellen.“

und der Politik ab. Bevor ein neuer CEO vom Aufsichtsrat bestellt und öffentlich präsentiert wird, ist ein längerer Prozess zu erledigen. „Im Idealfall gibt es eine langfristige Planung für Nachbesetzungen. Es braucht einen Zeitrahmen von

Zug kam, und formuliert es vorsichtig: „In Gesprächen mit Aufsichtsräten bekommt man einen vagen, manchmal vielleicht auch klareren Eindruck, dass einem auch das Potenzial für den Vorstandsvorsitz zugesprochen wird.“ Sowohl für den Vorstand als auch den Auf-

BERND SPALT

sichtsrat gelte aber eine Group Succes-

mindestens zwölf Monaten, damit wir als Berater etwas beitragen können“,

ten als Option haben.“ Oft verlaufe die

sion Management Policy, die den Pro-

schätzt Florens Eblinger, Geschäftsfüh-

Suche nach Vorständen an der Perso-

zess für Nachfolgemöglichkeiten defi-

rer von Eblinger und Partner Personal-

nalabteilung vorbei, damit keine Unruhe

niert. „Manchmal ziehen wir Agenturen

beratung in Wien. „Wir müssen mit der

in die Belegschaft kommt, weiß der Be-

hinzu, die uns die Perspektive des lo-

Verfügbarkeit und den Kündigungsfris-

rater. Wer am Ende die besseren Karten

kalen Marktes vermitteln und uns hel-

ten von Managern rechnen können.“ Eb-

hat, hänge sehr von den Zielen des Un-

fen, die internen Ressourcen bestmög-

linger berät große Konzerne bei der Be-

ternehmens ab: „Wenn sich ein Unter-

lich zu nutzen“, sagt Strobl zur Rolle der

setzung der Executive-Ebene, aber auch

nehmen neu aufstellen will, dann wird

Headhunter dabei. Einen „klaren Pro-

den mittelständischen Familienbetrieb

man eher jemanden suchen, der nicht

zess“ bevorzugt auch Bernhard Spalt

bei der Nachfolgeplanung. Eine längere

seit 20 Jahren in der bestehenden Struk-

(66,23 Punkte), seit 2020 Vorstandsvor-

Planung über Jahre sei bei den CEOs aber

tur arbeitet.“ Da könne es auch sein, dass

sitzender der Erste Group Bank AG und

praktisch nicht mehr möglich: „Dass

bewusst nach branchenfremden Kandi-

mit Platz elf der höchste Einsteiger im

Manager durchgehend bei einem Unter-

daten und Generalisten gesucht wird.

Ranking. Nicht zuletzt habe die Aufsicht

nehmen Karriere machen, wie es einmal

ausführliche Vorgaben beim Ablauf:

war, und dann in den Vorstand kommen,

„Da wird man nicht einfach gefragt“

„Da wird man als potenzieller Nachfol-

ist heutzutage die Ausnahme. Die Un-

Wie haben das die CEOs nun selbst er-

ger nicht einfach gefragt, ob man den

ternehmen wollen mehr als früher ne-

lebt? RBI-Chef Johann Strobl war je-

Job machen will, sondern, ob man über-

ben den internen auch externe Kandida-

denfalls nicht überrascht, als er zum

haupt für diesen Selektionsprozess zur

72


© ERSTE GROUP BANK AG

RANKING PERSONEN

Szenenwechsel. Thomas Schaufler hat seinen Job als Retailvorstand der Erste Group Bank AG an den Nagel gehängt und zieht mit Anfang 2022 in den Vorstand der deutschen Commerzbank ein.

Verfügung steht.“ Es habe eine Auswahl von internen und externen Kandidatinnen und Kandidaten gegeben, die der Aufsichtsrat zusammengestellt hat. „Jene, die es auf die Shortlist geschafft haben, mussten sich extensiven Interviews stellen“, so Spalt, der seit über 30

„Kenne große Unternehmen, wo sich der alte CEO Nachfolger aussucht.“

nete interne und externe Kandidaten zu finden. „Entscheidung und Verantwortung bleibt natürlich unteilbar beim Aufsichtsrat“, betont Oblin. Konzernintern von der Donau Versicherung zur Vienna Insurance Group AG (VIG) nachgerückt ist Elisabeth Stad-

RENATE GRABER

ler, seit 2016 die einzige weibliche ATX-

Jahren im Unternehmen ist. Bei der Erste Group Bank AG setzt man grundsätzlich

giebranche in Deutschland hat er 2009

Vorstandschefin (Platz 19 / 64,00). Zu-

auf „eine gesunde Mischung zwischen

bei der Österreichischen Post AG im Ma-

ständig für die Vorstandsbestellungen

internem Know-how und externen Im-

nagement angefangen. Die Op­ tion auf

der VIG und die Festlegungen der Man-

pulsen“, wie es aus der Konzernkom-

die Position des Finanzvorstands ergab

datslaufzeiten ist ein eigener Ausschuss

munikation heißt. „Wichtig ist uns, dass

sich 2011 „im Rahmen der Nachfolge-

im Aufsichtsrat. „Es ist daher auch der

wir internen Kandidatinnen und Kandi-

planung für meinen altersbedingt aus-

Vorsitzende dieses Ausschusses, Günter

daten klar den Vorzug geben, sofern die-

scheidenden Vorgänger“, erinnert er

Geyer, betreffend der Funktion als Vor-

se die richtigen Kriterien und Erwartun-

sich. Der Aufsichtsrat orientiere sich

standsvorsitzende der VIG an mich he-

gen erfüllen. Diese Haltung spiegelt sich

bei der Auswahl am gesetzlichen Rah-

rangetreten“, sagt Stadler. Die meis-

auch deutlich in der Zusammenstellung

men, den das Stellenbesetzungsgesetz

ten anderen Vorstandsmitglieder haben

des aktuellen Vorstands wider.“

vorgibt. „Gleich qualifizierten internen

eine mehrjährige Geschichte im Kon-

Kein langjähriger, interner Kandidat

Kandidatinnen und Kandidaten würde

zern, ausgenommen Finanzvorständin

war Post-Finanzvorstand Walter Oblin

ich grundsätzlich immer den Vorrang

Liane Hirner (Platz 48 / 55,56 Punkte)

(72,22 Punkte), der im Ranking spekta-

geben, weil sie das Unternehmen ken-

und Ex-Finanzminister Hartmut Löger.

kulär von Platz 41 auf den fünften Platz

nen und das Unternehmen sie kennt“,

Direkt in den Vorstand der Helvetia

hochgeschossen ist. Nach 14 Jahren als

ist auch Oblin überzeugt. Wie bei der

Versicherung in Österreich ist Thomas

Berater bei McKinsey in Wien und einem

RBI werden meist externe Executive-

Neusiedler (Platz 54 / 54,40 Punkte) 2012

kurzen Zwischenspiel in der Technolo-

Search-Berater beigezogen, um geeig-

eingezogen. „Der Prozess vom Erstkon-

73


RANKING PERSONEN

#STUDIE VARIABLE VERGÜTUNG GESUNKEN

© CIRA/APA-FOTOSERVICE/TESAREK

Die Kienbaum-Studie „Board Vergütung im ATX 2021 – Geschäftsjahr 2020“ hat ergeben, dass die Gesamtvergütung der ATX-Vorstände im Jahr 2020 auf das Niveau von 2016 zurückgefallen ist. Einbußen gab es bei der variablen Komponente. Das folgt daraus, dass Ziele teilweise nicht erreicht wurden, einige Vorstandschefs verzichteten wegen der Covid-Pandemie auch auf die Bonusauszahlung. Nachgebessert könnte laut der Studie im Aufsichtsrat werden: Die Vergütung der Aufsichtsratsvorsitzenden in Österreichs börsennotierten Unternehmen liegt mit einer durchschnittlichen Vergütung von 80.000 Euro pro Jahr immer noch weit unter jener der deutschen Kollegen des MDAX-Index mit 150.000 Euro. Wobei das natürlich ein Durchschnitt ist: Friedrich Rödler, langjähriger Aufsichtsratschef der Erste Group Bank AG, erhielt 2020 eine Vergütung von 170.000 Euro, inklusive den Sitzungsgeldern streifte Rödler 214.000 Euro ein. Traute Runde. Cira-Präsident Harald Hagenauer (Mitte) lud heuer mit Roman Eisenschenk von Kepler Chevreux und Hannes Roither, IR-Chef der Palfinger AG, zum Kapitalmarkttreffen der Cercle Investor Relations.

„Würde immer gleich qualifizierten internen Kandidaten Vorrang geben.“

„Günter Geyer ist an mich ­herangetreten.“

„Potenzial für ­Vorstandsvorsitz von Aufsichtsräten zugesprochen.“

ELISABETH STADLER

WALTER OBLIN

JOHANN STROBL

takt bis zur Vertragsunterschrift dauer-

CEOs und Politik als Einflüsterer

Edith Hlawatis „nach strengen Krite-

te etwa sechs Monate. Das ist begründet

Ob der formal zuständige Aufsichtsrat

rien“ erfolgt sei. Fünf der mehr als 100

durch notwendige Formalismen im Ban-

hierzulande immer so unabhängig agie-

Bewerberinnen und Bewerber seien zu

ken- und Versicherungsbereich wie bei-

ren kann, daran hat die langjährige Be-

Hearings eingeladen worden. Der No-

spielsweise dem Fit-and-Proper-Test“,

obachterin Renate Graber ihre Zweifel,

minierungsausschuss und auch die bei-

sagt Neusiedler, der seit 2020 auch Vor-

auch wenn sie Verbesserungen bei der

gezogene Personalberatung Egon Zehn-

sitzender des Vorstands ist. „Natürlich

Transparenz sieht. „Allerdings kenne

der hätten sich schließlich für die Wirt-

spielte neben den formalen Rahmen­

ich große Unternehmen, in denen sich

schaftsanwältin ausgesprochen. „Eine

bedingungen wie Vertragslaufzeit und

der Verdacht aufdrängt, dass sich der alte

krasse Fehlentscheidung des Aufsichts-

Entschädigung die zwischenmenschli-

CEO den Nachfolger aussucht, was nun

rats“ nannte die Wahl hingegen An­drea

che Basis mit den Gesprächspartnerin-

nicht im Sinne der Erfinder, der Com-

Hodoschek in einem Kommentar, in ers-

nen und -partnern in der Helvetia auch

pliance und der Gesetze ist.“ Im bereits

ter Linie deshalb, weil Hlawati keine In-

eine Rolle.“ Der rechtliche Rahmen sei in

angesprochenen staatsnahen Bereich sei

dustrieerfahrung habe. Die Politik habe

der Schweiz aber ein anderer als in Ös-

man da immer noch sehr locker, die Po-

sich aber dieses Mal herausgehalten,

terreich. Ansonsten unterscheiden sich

litik versuche mit „Empfehlungen“ ih-

konstatiert die „Kurier“-Journalistin.

die Usancen hauptsächlich beim Forma-

ren Einfluss geltend zu machen. Ob sich

Ein nicht unwesentlicher Faktor bei sol-

len, berichtet Neusiedler: „Die Schweizer

nach den Affären in der Casinos Austria

chen Entscheidungen ist wohl auch die

Kollegen leben die sogenannte ‚Swiss-

AG und der Öbag da etwas ändern wird:

Zusammensetzung des Aufsichtsrats,

ness‘. Bei uns in Österreich würde man

„Ich bin skeptisch.“ Bei der Öbag beteu-

aber das ist eine andere Geschichte und

‚Handschlagqualität‘ dazu sagen.“

ert man indessen, dass die Bestellung

soll ein anderes Mal erzählt werden. n

74


REGELN PLATZ

1.

2020 TREND PERSONEN

(2.)

Jergitsch Friedrich

So wurden die besten Köpfe der Finanzbranche bewertet. UNTERNEHMEN

Freshfields

D

RUBRIK

GESAMTSCORE

Anwälte

82,56

er Börsianer macht sich in jeder Magazinausgabe mithilfe eines einstufigen Scoring-Modells (Peergroup) auf die Suche nach den besten Köpfen der Finanzbranche. Insgesamt finden pro Jahr vier

Rankings statt. Die acht aktuellsten Rankings – in acht Berufsgruppen

RUBRIK

GESAMTSCORING

In dieser Spalte sind die

Die nominierten Personen

wurden jeweils die 50 Besten einer Zunft gesucht – werden in dieser Aus-

Branchen aufgelistet, in de-

konnten sich gegenseitig be-

gabe veröffentlicht. Also vier aus dem Jahr 2020 und vier aus dem Jahr 2019.

nen die jeweiligen Personen

werten. Der Wert ist der in

Die Branchenkollegen konnten ihre Kollegen mit einem Punktewert zwi-

tätig sind. Rankings wurden

Prozent konvertierte Mittel-

in acht verschiedenen Be-

wert der einzelnen Personen-

schen 1 (niedrig) und 10 (hoch) bewerten.

rufsgruppen durchgeführt.

bewertungen.

Die 400 Personen teilen sich in acht Rubriken auf: Journalisten, Investor-Relations-Manager, Fondsmanager, Pressesprecher, Anwälte, Finanzvorstände, Versicherer und Banker. Nominierte Personen durften weder sich selbst noch Personen aus dem gleichen Konzern bewerten. Bei Punktegleichstand entscheidet die höchste abgegebene Einzelbewertung.

ÖKOSOZIALE STEUERREFORM – DAS ÄNDERT SICH FÜR UNTERNEHMER

BDO Austria GmbH QBC 4 – Am Belvedere 4 1100 Wien bdo.at

DIE ÖKOSOZIALE STEUERREFORM BRINGT BEPREISUNG FÜR CO 2 UND ENTLASTUNGEN IN DER EINKOMMEN- UND KÖRPERSCHAFTSTEUER. Dadurch sollen einerseits Anreize für umweltfreundlicheres Verhalten geschaffen werden. Andererseits werden Maßnahmen bei der Einkommen- und Körperschaftsteuer gesetzt, um heimische Unternehmer zu entlasten und so Wachstum, Beschäftigung und Innovation zu fördern. Bei der Einführung ab 1.7.2022 wird die Tonne CO2 EUR 30 kosten, der Preis wird stufenweise bis auf EUR 55 im Jahr 2025 angehoben. Geplant sind außerdem eine Härtefallregelung für besonders betroffene Unternehmen sowie pauschalierte Kompensationen in der Land- und Forstwirtschaft. Damit es trotz Einführung einer nationalen Bepreisung von CO2 zu keiner steuerlichen Mehrbelastung kommt, sieht das Paket zur ökosozialen Steuerreform mehrere Entlastungsmaßnahmen für Unternehmen vor. Der Gewinnfreibetrag wird von derzeit 13% der ersten EUR 30.000 Gewinn auf 15% angehoben und

beträgt folglich EUR 4.500 statt bisher EUR 3.900. Zusätzlich soll zur Förderung umweltfreundlicher Investitionen 2023 ein ökologischer Investitionsfreibetrag eingeführt werden, der sich an den Kriterien der Investitionsprämie orientiert. Darüber hinaus dürfen sich Unternehmer über eine weitere Erhöhung der Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) freuen. Die Grenze für eine Sofortabschreibung von Anlagegütern soll ab 2023 auf EUR 1.000 angehoben werden, um Unternehmen finanziell und administrativ zu entlasten und Investitionsanreize zu setzen. Auch Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung werden attraktiver: Analog zur bereits bestehenden Begünstigung im Zusammenhang mit Stock Options soll eine Befreiung für Gewinnbeteiligungen in Höhe von bis zu EUR 3.000 pro Mitarbeiter und Jahr eingeführt werden.

Außerdem ist geplant, die Körperschaftsteuer von gegenwärtig 25% im Jahr 2023 auf 24% bzw. im Jahr 2024 auf 23% zu reduzieren und dadurch Österreich als Standort im internationalen Steuerwettbewerb attraktiver zu machen. Sobald die Details zur Umsetzung bekannt sind, beraten wir Sie gerne bezüglich der optimalen Nutzung Ihres Steuervorteils.

Karl Stückler Director

+43 5 70 375 - 1000 karl.stueckler@bdo.at


GESAMTRANGLISTE BESTE KÖPFE

PLATZ

2020

TREND

1.

(2.)

2.

GESAMTSCORE

PERSONEN

UNTERNEHMEN

RUBRIK

Jergitsch Friedrich

Freshfields Bruckhaus Deringer

Anwälte

82,56

(3.)

Hagenauer Harald

Österreichische Post AG

IR-Manager

80,53

3.

(9.)

Strobl Johann

Raiffeisen Bank International AG

Banker

76,47

4.

(8.)

Graber Renate

Der Standard

Journalisten

74,29

5.

(41.)

Oblin Walter

Österreichische Post AG

Finanzvorstände

72,22

6.

(7.)

Neumüller-Klein Diana

Strabag SE

IR-Manager

69,47

7.

(21.)

Nikbakhsh Michael

Profil

Journalisten

68,57

8.

(10.)

Roither Hannes

Palfinger AG

IR-Manager

67,89

9.

(11.)

Brandl Ernst

Brandl & Talos

Anwälte

67,69

10.

(12.)

Fellner Markus

Fellner Wratzfeld

Anwälte

67,25

11.

(–)

Spalt Bernd

Erste Group Bank AG

Banker

66,32

12.

(14.)

Fleischer Peter

Voestalpine AG

IR-Manager

66,00

13.

(16.)

Haider Hannes

Agrana Beteiligungs AG

IR-Manager

65,26

14.

(19.)

Schneider Claus

Wolf Theiss

Anwälte

64,63

15.

(20.)

Higatzberger-Schwarz Nina

Vienna Insurance Group AG

IR-Manager

64,50

16.

(31.)

Dörfler Stefan*

Erste Group Bank AG

Banker

64,44

17.

(–)

Hodoschek Andrea*

Kurier

Journalisten

64,44

18.

(22.)

Kleemann Peter

Flughafen Wien AG

Pressesprecher

64,38

19.

(15.)

Stadler Elisabeth

Vienna Insurance Group AG

Versicherer

64,00

IR-Manager

63,68

20.

(23.)

Königstorfer Gerda**

AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

21.

(24.)

Resch Julia

Wiener Börse AG

Pressesprecher

63,64

22.

(25.)

Rettenbacher Paul*

Polytec Holding AG

IR-Manager

63,16

23.

(26.)

Vay Anna*

UBM Development AG

IR-Manager

63,16

24.

(27.)

Zahradnik Andreas

Dorda Rechtsanwälte

Anwälte

62,86

25.

(29.)

Felsbach Peter

Voestalpine AG

Pressesprecher

62,50

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in derselben Funktion / im Unternehmen tätig.

76

Renate Graber begleitet für die Tageszeitung „Der Standard“ mit spitzer Feder die unzähligen Untersuchungsausschüsse in Österreich.

Als neuer BankenSpartenobmann in der Wirtschaftskammer ist Bernd Spalt gefordert, mehr Druck auszuüben und Anliegen durchzusetzen.

Gerda Königstorfer hat die AT&S AG verlassen und ist aus privaten Gründen in die Schweiz gezogen. Ihr Nachfolger ist Philipp Gebhardt.


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GESAMTRANGLISTE BESTE KÖPFE

PLATZ

2020

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

RUBRIK

GESAMTSCORE

26.

(34.)

Florey Reinhard*

OMV AG

Finanzvorstände

62,22

27.

(33.)

Schaller Heinrich*

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

Banker

62,22

28.

(42.)

Zadrazil Robert

Unicredit Bank Austria AG

Banker

62,11

29.

(5.)

Gasselsberger Franz*

Oberbank AG

Banker

62,00

30.

(30.)

Helenyi Judit*

Semperit AG Holding

IR-Manager

62,00

31.

(32.)

Lang Hans

Kapsch Trafficcom AG

IR-Manager

61,05

32.

(37.)

Weber Stefan

Weber & Co

Anwälte

59,51

33.

(38.)

Ebner Martin

Schönherr

Anwälte

59,49

34.

(39.)

Gutlederer Christian

Oesterreichische Nationalbank

Pressesprecher

59,06

35.

(13.)

Cernko Willibald

Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG

Banker

58,95

36.

(43.)

Kniep Stephanie**

Lenzing AG

IR-Manager

58,00

37.

(44.)

Klimscha Florian

Freshfields

Anwälte

57,95

38.

(45.)

Wögerbauer Alois

3 Banken Generali Investment

Fondsmanager

57,86

39.

(40.)

Groendahl Boris

Bloomberg

Journalisten

57,62

40.

(–)

Haber Gottfried

Oesterreichische Nationalbank

Banker

57,50

41.

(46.)

Demmelhuber Felix*/**

Amag Austria Metall AG

IR-Manager

57,37

42.

(47.)

Taverne Manuel*/**

FACC AG

IR-Manager

57,37

43.

(17.)

Ottel Robert

Voestalpine AG

Finanzvorstände

57,22

44.

(50.)

Wolf Richard

Wolf Theiss

Anwälte

57,00

45.

(51.)

Ioveva Milena

Porr AG

IR-Manager

56,00

46.

(52.)

Feuerstein Andreas

S Immo AG

IR-Manager

55,79

47.

(65.)

Svoboda Kurt

Uniqa Insurance AG

Versicherer

55,77

48.

(94.)

Hirner Liane

Vienna Insurance Group AG

Versicherer

55,56

49.

(48.)

Kramer Angelika

Trend

Journalisten

55,50

50.

(–)

Bornemann Dieter

ORF („Eco“)

Journalisten

55,00

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in derselben Funktion / im Unternehmen tätig.

78

Franz Gasselsberger ist der am längsten dienende Vorstandschef einer Bank in Österreich und feierte heuer 20 Jahre als CEO.

Stephanie Kniep ist nach einer Auszeit neue IR-Chefin der Marinomed Biotech AG, die von ihrer Expertise sicherlich profitieren wird.

Felix Demmelhuber ist seit März 2020 Geschäftsführer einer Amag-Tochter, Manuel Taverne seit März 2021 IR-Chef der Knaus Tabbert AG.


RANKING PERSONEN

GESAMTRANGLISTE BESTE KÖPFE

PLATZ

2020

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

RUBRIK

GESAMTSCORE

51.

(54.)

Marin Stefan

Frequentis AG

IR-Manager

54,74

52.

(55.)

Herbst Christian

Schönherr

Anwälte

54,62

53.

(58.)

Schultes Hubert**

Niederösterreichische Versicherung AG

Versicherer

54,44

54.

(–)

Neusiedler Thomas

Helvetia Versicherungen AG

Versicherer

54,40

55.

(–)

Müller Ralph

Wiener Städtische Versicherung AG

Versicherer

54,17

56.

(56.)

Oppitz Martin

A2O Legal

Anwälte

54,15

57.

(59.)

Böcskör Andreas

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG

IR-Manager

53,68

58.

(–)

Wailand Georg*

Gewinn / Kronen Zeitung

Journalisten

53,50

59.

(60.)

Greger Florian*

OMV AG

IR-Manager

53,50

60.

(6.)

Bernkopf Helmut

Oesterreichische Kontrollbank AG Banker

53,33

61.

(61.)

Staicu Carmen** / Mauritz Michael**

Erste Group Bank AG

Pressesprecher

53,23

62.

(62.)

Oplustil Michael*

Uniqa Insurance Group AG

IR-Manager

53,16

63.

(–)

Holzinger-Burgstaller Gerda*

Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG

Banker

53,16

64.

(63.)

Tiefenthaler Stefan

Binder Grösswang

Anwälte

53,08

65.

(64.)

Schragl Bettina

Immofinanz AG

IR-Manager

53,00

66.

(–)

Hirner Liane

Vienna Insurance Group AG

Finanzvorstände

52,92

67.

(94.)

Matejka Wolfgang

Matejka & Partner Asset Management

Fondsmanager

52,86

68.

(70.)

Ofner Klaus** / ­Grausgruber Wienerberger AG Anna Maria*

IR-Manager

52,50

69.

(–)

Abuzaakouk Anas*

Bawag Group AG

Banker

52,50

70.

(71.)

Benes Marcus

Eisenberger & Herzog

Anwälte

52,38

71.

(–)

Weinberger Kurt

Österreichische Hagelversicherung

Versicherer

52,31

72.

(72.)

Hausmaninger Christian

Hausmaninger Kletter

Anwälte

52,20

73.

(68.)

Stockbauer Herta

BKS Bank AG

Banker

52,11

74.

(–)

Stürmer Andrea*

Zürich Versicherungs AG

Versicherer

52,00

75.

(79.)

Lampl Andreas*

Trend

Journalisten

52,00

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in derselben Funktion / im Unternehmen tätig.

79

Hubert Schultes hat sich in den Ruhestand verabschiedet, sein Nachfolger bei der Niederösterreichischen Versicherung AG heißt Stefan Jauk.

Das Presseteam der Erste Group Bank AG wurde heuer neu aufgestellt: Christian Hromatka hat die Leitung vorübergehend übernommen.

Klaus Ofner ist mittler­ weile Head of Corpo­ rate Development, Anna Grausgruber ist alleinige Chefin der Investor-RelationsAbteilung.


GESAMTRANGLISTE BESTE KÖPFE

PLATZ

2020

TREND

76.

(–)

77.

GESAMTSCORE

PERSONEN

UNTERNEHMEN

RUBRIK

Haase Claudia

Kleine Zeitung

Journalisten

51,90

(57.)

Zirm Jakob

Die Presse

Journalisten

51,67

78.

(36.)

Schneid Hedi

Freie Journalistin

Journalisten

51,58

79.

(–)

Khol Florian

Binder Grösswang

Anwälte

51,54

80.

(–)

Havasi Judit

Donau Versicherung AG

Versicherer

50,83

81.

(35.)

Brandstetter Andreas

Uniqa Insurance Group AG

Versicherer

50,77

82.

(76.)

Moser Christoph**

Weber & Co

Anwälte

50,75

83.

(77.)

Wosol Andreas

Amundi Austria

Fondsmanager

50,69

84.

(–)

Schaller Martin

Raiffeisen-Landesbank ­Steiermark AG

Banker

50,59

85.

(–)

Sommer-Hemetsberger Angelika

Oesterreichische Kontrollbank AG Banker

50,56

86.

(82.)

Keplinger-Mitterlehner Michaela

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

Banker

50,53

87.

(78.)

Rath Ursula

Schönherr

Anwälte

50,51

88.

(80.)

Hlawati Edith

Cerha Hempel Rechtsanwälte

Anwälte

50,24

89.

(81.)

Diregger Christoph*

Doralt Seist Csoklich

Anwälte

50,00

90.

(83.)

Schmidt Pascal*

Marinomed Biotech AG

Finanzvorstände

50,00

91.

(84.)

Sweerts-Sporck Stephan

Mayr-Melnhof Karton AG

IR-Manager

49,50

92.

(–)

Ofner Günther

Flughafen Wien AG

Finanzvorstände

49,47

93.

(86.)

Temmel Christian

DLA Piper Weiss-Tessbach

Anwälte

49,27

94.

(–)

Eichler Peter

Uniqa Österreich Versicherungen AG

Versicherer

48,85

95.

(67.)

Mayer Gerald

Amag Austria Metall AG

Finanzvorstände

48,42

96.

(95.)

Birkner Albert

Cerha Hempel Rechtsanwälte

Anwälte

48,05

97.

(85.)

Burtscher Gerhard

Bank für Tirol und Vorarlberg AG

Banker

48,00

98.

(97.)

Grubelnik Klaus

Finanzmarktaufsicht

Pressesprecher

47,88

99.

(–)

Svoboda Kurt

Uniqa Insurance Group AG

Finanzvorstände

47,78

100.

(98.)

Pachinger Stephan

Freshfields Bruckhaus Deringer

Anwälte

47,69

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in derselben Funktion / im Unternehmen tätig.

80

Der Kapitalmarktrechtler Christoph Moser wechselte Anfang 2021 als Partner zu Schönherr Rechtsanwälte. Er feiert mit vielen begleiteten Deals Erfolge.

Edith Hlawati übernimmt am 1. Februar 2022 die Agenden als Alleinvorständin der Österreichischen Beteiligungs AG.


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PERSONEN JOURNALISTEN

EINE ZUNFT IM FOKUS RÜCKBLICK

Q4 2021

2021 waren es auf einmal die Journalisten, denen auf die Finger geschaut wurde. Die besten Finanzjournalisten im Börsianer-Ranking erzählen, wie sie sich gegen Einflussnahme wehren und was die Branche im nächsten Jahr beschäftigen wird. TEXT JAKOB DUMFARTH

Ö

­Journalisten

seriösen Zeitung nicht, dass es dadurch

einem physischen Meeting“, so Jakob

waren in diesem Jahr oftmals

auch irgendeinen Einfluss auf die Be-

Zirm weiter.

der

Missbilli-

richterstattung gibt. Daher sind auch die

Dieter Bornemann (Platz 6 / 55 Punk-

gung ausgesetzt. Von der Inseratenaffä-

sogenannten ‚Chinese Walls‘ zwischen

te), Wirtschaftsjournalist im ORF, er-

re über Chatprotokolle hagelte es unge-

Redaktion und Anzeigenabteilung sehr

wartet sich für 2022 ein herausfordern-

wohnt viel Kritik. Dies ging an unseren

wichtig, die es bei der ‚Presse‘ jedenfalls

des Jahr: „Konkret für den ORF wird es

Preisträgern nicht spurlos vorüber. Die

gibt. Dass bei diesem Thema die mut-

sicher der Umzug in den neuen multi-

Erstplatzierte Renate Graber (Platz 1 /

maßlichen Methoden einzelner schwar-

medialen Newsroom sein, der die Redak­

74,29 Punkte) von der Tageszeitung „Der

zer Schafe negativ auf die ganze Branche

tionen von Radio, Fernsehen, Online und

Standard“ weiß sich dagegen zu wehren:

ausstrahlen, ist sehr ärgerlich.“

Teletext zusammenführt. Für die ge-

sterreichische öffentlichen

„Einflussnahme durch die Politik oder

Was waren abseits dieser Thematik

samte Branche wird es wohl der Kampf

entsprechende Versuche kann man am

Themen, die die Journalisten 2021 be-

um die Aufmerksamkeit des Publikums

besten mit guten Geschichten abwehren,

schäftigten? „Die größte Herausforde-

sein, der alle beschäftigt. Und der Ver-

die halten, also inhaltlich richtig sind.

rung in diesem Jahr war eigentlich wie

such, vernünftige Erlösmodelle zu fin-

Und mit Herausgebern, Chefredakteuren

bereits 2020, trotz einer – vor allem im

den, die hochwertigen Journalismus in

und Ressortchefs, die hinter ihren Mitar-

Frühjahr - stark ins Homeoffice ver-

österreichischen Medien auch in Zu-

beitern stehen.“ Auch Jakob Zirm (Platz

lagerten Redaktion das Zusammen-

kunft finanzieren.“

10 / 51,67 Punkte) von der „Presse“, des-

spiel innerhalb dieser so reibungslos wie

Bei anderen Branchenkollegen hat

sen eigener Verlag in die Kritik geriet,

möglich am Laufen zu halten. Dass also

sich 2021 ebenfalls einiges getan: Man-

hat eine klare Meinung dazu: „Dass In-

beispielsweise die kreativen Prozesse bei

fred Schumi von der „Kronen Zeitung“

serate zum Geschäftsmodell einer Zei-

der Themenfindung und -besprechung,

(Platz 17 / 44,29 Punkte) wurde mit dem

tung gehören, ist einfach ein Fakt. Denn

die wir innerhalb der Wirtschaftsredak-

Horst-Knapp-Preis gewürdigt, und Es-

nur durch die Verkaufserlöse kann Jour-

tion traditionell in einer größeren Run-

ther Mitterstieler (Platz 23 / 41,67 Punk-

nalismus leider nicht finanziert werden.

de durchführen, in den Videokonferen-

te) wechselt von den ORF-Radios in den

Allerdings bedeutet ein Inserat bei einer

zen ebenso befruchtend ablaufen wie bei

ORF Tirol als neue Landesdirektorin. n

82


RANGLISTE BESTE JOURNALISTEN

PLATZ

ZULETZT

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

GESAMTSCORE

1.

(1.)

Graber Renate

Der Standard

74,29

2.

(3.)

Nikbakhsh Michael

Profil

68,57

3.

(–)

Hodoschek Andrea

Kurier

64,44

4.

(5.)

Groendahl Boris

Bloomberg

57,62

5.

(6.)

Kramer Angelika

Trend

55,50

6.

(15.)

Bornemann Dieter

ORF („Eco“)

55,00

7.

(18.)

Wailand Georg

Gewinn / Kronen Zeitung

53,50

8.

(9.)

Lampl Andreas

Trend

52,00

1. PLATZ

9.

(21.)

Haase Claudia

Kleine Zeitung

51,90

10.

(7.)

Zirm Jakob

Die Presse

51,67

Renate Graber

11.

(4.)

Schneid Hedi

Freie Journalistin

51,58

DER STANDARD

12.

(24.)

Karabaczek Thomas

APA

47,00

13.

(–)

Strobl Günther

Der Standard

46,67

14.

(8.)

Gillinger Robert

Börse-Express

45,26

15.

(10.)

Proksch Stefan

APA

45,00

16.

(12.)

Pfluger Bettina

Der Standard

44,76

17.

(34.)

Schumi Manfred

Kronen Zeitung

18.

(–)

Stottmeyer Madlen

Die Presse

19.

(26.)

Benisch Eva-Maria

Freie Journalistin

43,50

20.

(22.)

Wiens Richard

Salzburger Nachrichten

43,50

21.

(14.)

Kwauka Martin

Freier Journalist

42,63

22.

(13.)

Kischko Irmgard

Freie Journalistin

42,11

23.

(36.)

Mitterstieler Esther

ORF Radios

41,67

24.

(20.)

Kleedorfer Robert

Kurier

40,56

25.

(46.)

Weitmayr Hans

Institutional Money

40,50

26.

(27.)

Lemberger Ellen

ORF-Radios / „Eco“

40,00

27.

(–)

Hahn Alexander

Der Standard

39,52

28.

(45.)

Battisti Barbara

ORF („ZiB“-Wirtschaftsredaktion)

39,44

29.

(17.)

Drastil Christian

Börse Social Media

38,10

30.

(32.)

Schwarz Alexandra

Thomson Reuters

37,62

31.

(43.)

Ebeert Christian

Kronen Zeitung

37,14

32.

(27.)

Kretzl Helmut

Salzburger Nachrichten

37,00

33.

(49.)

Benz Matthias

NZZ

36,00

34.

(23.)

Lammer Beate

Die Presse

35,56

35.

(–)

Unterhuber Wolfgang

Kurier

35,56

36.

(30.)

Kistner Julia

Freie Journalistin

35,26

37.

(42.)

Martinek Thomas

Trend

34,00

38.

(38.)

Stern Nicole

Die Presse

32,78

39.

(35.)

Franzin Mario

Geld Magazin

32,50

41.

(39.)

Lackner Edith

Fonds professionell

32,50

40.

(29.)

Itzenthaler Anita

APA

32,00

42.

(25.)

Korinek Raja

Freie Journalistin

31,05

43.

(44.)

Leban Karl

Wiener Zeitung

31,00

44.

(–)

Maier Martin

Gewinn

30,00

45.

(48.)

Sellner Angela

Businesslive.at / Österreich (Tageszeitung)

29,52

46.

(–)

Perger Marius

Börsen-Kurier

29,50

47.

(–)

Meisinger Dominik

Brutkasten Finance

29,05

48.

(–)

Knolle Kirsti

Thomson Reuters

27,00

49.

(–)

Kiefer Anita

Kurier

26,67

Hodoschek Andrea

50.

(50.)

Seiser Michaela

FAZ

26,67

KURIER

44,29 43,89

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung; **Person nicht mehr in derselben Funktion / im Unternehmen tätig.

83

2. PLATZ Michael Nikbakhsh PROFIL

3. PLATZ


PERSONEN BANKER

TREUE FINANZIERS RÜCKBLICK

Q3 2021

In den Kreisen der besten österreichischen Banker im Börsianer-Ranking gibt es eine hohe Fluktuation. Besonders ­herausfordernd ist die Entwicklung einer langfristigen Strategie neben den bestimmenden Themen Digitalisierung, Corona oder Nachhaltigkeit. TEXT JAKOB DUMFARTH

I

m Vergleich zum letzten Ranking hat

genießt, wie das Ranking zeigt, ebenso

sich das Podest der besten Banker

einen ausgezeichneten Ruf unter seinen

Jahrhundertherausforderung Klimawan-

komplett gewandelt. Johann S ­trobl

Kollegen. Intern geriet er in letzter Zeit ein

del zu leisten.“ Heinrich Schaller (Platz 3 /

(Platz 1 / 76,47 Punkte), Bernd Spalt

wenig in die Kritik. Er ist in die Fußstap-

62,22 Punkte), Generaldirektor der Raiff-

(Platz 2 / 66,32 Punkte) und Heinrich

fen von Andreas Treichl getreten und hat

eisenlandesbank Oberösterreich AG, gilt

Schaller (Platz 3 / 66,22 Punkte) darf man

sich somit für ein großes Erbe entschie-

indes als mutiger Verfechter des Kapital-

zu den ersten drei Plätzen gratulieren.

den. Dass es bei einem solchen Wechsel

marktes und meinungsstark hinsichtlich

Johann Strobl, Vorstandvorsitzender der

zu kritischen Stimmen kommt, ist prin-

des Pensionssystems. Als bester Banke-

Raiffeisen Bank International AG, gilt

zipiell keine Überraschung. Er muss noch

rin darf man Gerda Holzinger-Burgstal-

unter seinen Kollegen als fachlich exzel-

seinen eigenen Führungsstil in der Bank

ler (Platz 9 / 53,16 Punkte), Vorstandsche-

lenter Banker, der sein Geschäft in- und

etablieren und in seine Rolle als Obmann

fin der Erste Bank Österreich AG, gratu-

auswendig kennt. Insofern ist es nicht

der Bundessparte Bank und Versicherung

lieren. Sie schaffte es auf Anhieb auf den

verwunderlich, dass er den ersten Rang

der Wirtschaftskammer Österreich hin-

neunten Platz und bringt nun frischen

belegt. Im Jahr 2022 möchte er der Bank

einwachsen. Dass Spalt jedoch in seinem

Wind unter ihre größtenteils männlichen

weiteres Wachstum verordnen: „Schwer-

ersten Ranking direkt den zweiten Platz

Kollegen.

punkte werden die digitale Transforma­

belegt, zeugt von seiner Kompetenz. Die

Einen ebenfalls steilen Aufstieg leg-

tion unserer Produkte und Dienstleistun-

bestimmenden Themen werden 2022

te Gottfried Haber (Platz 7 / 57,50 Punk-

gen sowie Green Finance bilden. Gleich-

dieselben wie 2021 sein: „Wir werden

te), Vizegouverneur der Oesterreichi-

zeitig müssen wir weiterhin diszipliniert

unsere Kunden weiterhin durch die wirt-

schen Nationalbank, hin. Er belegt in sei-

auf unsere Kostenentwicklung achten.“

schaftlichen Turbulenzen in Zeiten von

nem ersten Ranking eine hervorragende

Sein Kollege Bernd Spalt, Vorstandschef

Covid begleiten und unterstützen. Zum

Platzierung und konnte sich seit seinem

der Erste Group Bank AG, ist der Newco-

anderen wird die Erste Group mit voller

Amtsantritt im Juni 2019 durch zahlrei-

mer unter den Spitzenbankern. Seit An-

Kraft den eingeschlagenen Pfad im Be-

che öffentliche Auftritte eine gute Repu-

fang 2020 bekleidet er seine Position und

reich

tation erarbeiten. n

Nachhaltigkeit

84

weiterverfolgen,

um unseren Beitrag zur Bewältigung der


RANGLISTE BESTE BANKER

PLATZ

ZULETZT

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

GESAMTSCORE

1.

(5.)

Strobl Johann

Raiffeisen Bank International AG

76,47

2.

(–)

Spalt Bernd

Erste Group Bank AG

66,32

3.

(9.)

Schaller Heinrich

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

62,22

4.

(10.)

Zadrazil Robert

Unicredit Bank Austria AG

62,11

5.

(3.)

Gasselsberger Franz

Oberbank AG

62,00

6.

(6.)

Cernko Willibald

Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG

58,95

7.

(–)

Haber Gottfried

Oesterreichische Nationalbank

57,50

8.

(4.)

Bernkopf Helmut

Oesterreichische Kontrollbank AG

53,33

9.

(–)

Holzinger-Burgstaller Gerda

Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG

53,16

10.

(22.)

Abuzaakouk Anas

Bawag Group AG

52,50

11.

(12.)

Stockbauer Herta

BKS Bank AG

52,11

12.

(21.)

Schaller Martin

Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG

50,59

13.

(24.)

Sommer-Hemetsberger Angelika Oesterreichische Kontrollbank AG

50,56

14.

(15.)

Keplinger-Mitterlehner Michaela Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

50,53

15.

(16.)

Burtscher Gerhard

Bank für Tirol und Vorarlberg AG

48,00

16.

(28.)

Hengl Dieter

Schoellerbank AG

47,50

17.

(–)

Bleier Ingo

Erste Group Bank AG

47,37

18.

(27.)

Fleischmann Gerald

Volksbank Wien AG

47,37

19.

(13.)

Buchleitner Klaus

RLB Niederösterreich-Wien AG

46,84

20.

(31.)

Fabisch Gerhard

Steiermärkische Bank und Sparkassen AG

46,84

21.

(18.)

Zenz Werner

Bankhaus Carl Spängler & Co AG

44,74

22.

(–)

Habeler-Drabek Alexandra

Erste Group Bank AG

42,63

23.

(–)

Holzmann Robert

Oesterreichische Nationalbank

42,00

24.

(–)

Mösenbacher Hannes

Raiffeisen Bank International AG

41,18

25.

(17.)

Jauk Christian

Capital Bank – Grawe Gruppe AG

40,56

26.

(26.)

Platzer Meinhard

LGT Bank Österreich AG

40,53

27.

(–)

O’Leary David

Bawag Group AG

40,00

28.

(35.)

Haller Michel

Hypo Vorarlberg Bank AG

39,50

29.

(25.)

Lippitt Frank

Bank Gutmann AG

39,00

30.

(–)

Wendler Susanne

Unicredit Bank Austria AG

38,95

31.

(–)

Weißl Josef

Oberbank AG

38,42

32.

(–)

Fleischmann Andreas

RLB Niederösterreich-Wien AG

37,89

33.

(–)

Stelzer Rainer

Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG

37,78

34.

(36.)

Baumgartner Dietmar

LGT Bank Österreich AG

35,79

35.

(–)

Schubert Günter

Unicredit Bank Austria AG

35,79

36.

(48.)

Viehauser Wolfgang

Hypo NOE Gruppe

35,79

37.

(–)

Januszewski Lukasz

Raiffeisen Bank International AG

35,29

38.

(–)

Huber Stefanie Christina

Allgemeine Sparkasse Oberösterreich Bank AG

34,21

39.

(–)

Huber Ernst

Dadat Bank

33,33

40.

(33.)

Löw Robert

Liechtensteinische Landesbank Österreich AG

31,05

41.

(30.)

Celeda Wilhelm

Kathrein Privatbank AG

30,53

42.

(–)

Raninger Christoph

Wiener Privatbank SE

30,53

43.

(23.)

Eisl Wolfgang

UBS SA (Österreich)

30,00

44.

(42.)

Sarkoezi Sonja

Sberbank Europe AG

28,00

45.

(34.)

Butollo Martin

Commerzbank AG (Österreich)

27,37

46.

(47.)

Fislage Bernd

Kommunalkredit Austria AG

26,32

47.

(–)

Grießer Christoph

Deutsche Bank AG (Österreich)

26,00

48.

(44.)

Kageneck Jean

BNP Paribas SA Austria

25,50

49.

(46.)

Wonnebauer Hermann

Zürcher Kantonalbank Österreich AG

25,50

50.

(50.)

Edelsbrunner Michael

Citibank Europe, Austria Branch

25,00

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung; **Person nicht mehr in derselben Funktion / im Unternehmen tätig.

85

1. PLATZ Johann Strobl RAIFFEISEN BANK INTERNATIONAL AG

2. PLATZ Bernd Spalt ERSTE GROUP BANK AG

3. PLATZ Heinrich Schaller RAIFFEISEN­ LANDESBANK ­OBERÖSTERREICH AG


PERSONEN VERSICHERER

RÜCKBLICK

Q2 2021

GEFRAGTE STRATEGEN Das Versicherungsgeschäft blüht. Damit das auch weiterhin gelingt, liegt es an den Vorständen, jetzt die richtigen Hebel anzusetzen. TEXT CHRISTOPH EISELE

G

leich vier Frauen finden sich

auch an anderer Stelle. Die Uniqa Insu-

Vom vierten auf den dritten Platz

unter den Top Ten im Ranking

rance Group AG ist mit ihrer Venture-

aufgerückt ist Hubert Schultes (54,44

der besten Versicherer. Allen

Capital-Gesellschaft laut eigener Aussa-

Punkte) von der Niederösterreichischen

voran steht Elisabeth Stadler (64,00

ge der größte Risikokapitalgeber Öster-

Versicherung AG. Nach fünfzehn Jahren

Punkte) von der Vienna Insurance Group

reichs und stockt das Volumen für Inves-

als Generaldirektor ging er im Septem-

AG bereits zum zweiten Mal in Folge

titionen in europä­ische Start-ups von 75

ber 2021 in den wohlverdienten Ruhe-

ganz oben auf dem Podest. Ihr Erfolg

Millionen auf 150 Millionen Euro auf.

stand und übergibt den metaphorischen

kommt mit ihrer Erfahrung, wie sie er-

Für die Assekuranzen spielt neben

Schlüssel an seinen Nachfolger Stefan

klärt: „Ich bin nun schon sehr lange in

Digitalisierung und Cybersicherheit be-

Jauck. Den Zeitgeist des Versicherungs-

der Versicherungswirtschaft tätig, mein

sonders der Klimawandel mit seinen

geschäfts versteht Hubert Schultes, der

gesamtes Berufsleben. Ich kenne da-

Folgen eine maßgebliche Rolle. Kurt

heuer seinen 60. Geburtstag feierte, aber

her die Akteure in der Branche sehr gut,

Weinberger (Platz 7 / 52,31 Punkte) von

nach wie vor. „Man muss für junge Leu-

und sie kennen mich. Ich bin sehr kon-

der

Hagelversiche-

te weitestgehend moderne Tools anbie-

sequent in der Umsetzung meiner Zie-

rung sieht hierbei die größte Herausfor-

ten und rund um die Uhr für sie da sein.

le und ein sehr strategisch denkender

derung für das kommende Jahr: „Als ag-

Es wird immer neue Risiken, im priva-

Mensch. Eine gute Strategie wird auch

rarischer Spezialversicherer von Natur-

ten oder im Berufsleben, geben. Ohne

weiterhin in der Versicherungsbranche

katastrophen sind wir unmittelbar von

Innovation würde die Welt stillstehen,

vonnöten sein.“ Wie man solch eine er-

den Auswirkungen des Klimawandels

das ist auch in der Welt der Versicherun-

folgreich umsetzt, zeigt etwa der Zweit-

betroffen. Die zunehmenden Wetterex-

gen so“, sagte Schultes ineinem Inter-

platzierte, Kurt Svoboda (55,77 Punkte)

treme erfordern einen weiteren Ausbau

view. In seinem neuen Lebensabschnitt

von der Uniqa Insurance Group AG.

der Produktpalette und eine weitere Ri-

wird er sich weder dem Golfen noch dem

Diese prescht heuer in Sachen Digi-

sikostreuung. Da Agrarflächen in Öster-

Fischen widmen, sondern plant, viel zu

talisierung vor und will mithilfe künst-

reich aber dramatisch weniger werden,

reisen sowie mehr Sport zu betreiben,

licher Intelligenz die Schadensabwick-

ist ein weiteres Wachstum in die Aus-

und er will sich schließlich mehr Zeit für

lung optimieren. Investiert wird zudem

landsmärkte geplant.“

sich selbst nehmen. n

Österreichischen

86


RANGLISTE BESTE VERSICHERER

PLATZ

ZULETZT

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

GESAMT– SCORE

1.

(1.)

Stadler Elisabeth

Vienna Insurance Group AG

64,00

2.

(5.)

Svoboda Kurt

Uniqa Insurance AG

55,77

3.

(4.)

Schultes Hubert**

Niederösterreichische Versicherung AG

54,44

4.

(–)

Neusiedler Thomas

Helvetia Versicherungen AG

54,40

5.

(12.)

Müller Ralph

Wiener Städtische Versicherung AG

54,17

6.

(7.)

Hirner Liane

Vienna Insurance Group AG

52,92

7.

(9.)

Weinberger Kurt

Österreichische Hagelversicherung

52,31

8.

(10.)

Stürmer Andrea

Zürich Versicherungs AG

52,00

9.

(–)

Havasi Judit

Donau Versicherung AG

50,83

10.

(2.)

Brandstetter Andreas

Uniqa Insurance Group AG

50,77

11.

(11.)

Eichler Peter

Uniqa Österreich Versicherungen AG

48,85

12.

(14.)

Vrignaud Remi

Allianz Elementar Versicherungs AG

47,69

13.

(15.)

Nagl Othmar

Oberösterreiche Versicherung AG

47,31

14.

(22.)

Lackner Bernhard

Niederösterreichische Versicherung AG

47,04

15.

(19.)

Scheitegel Klaus

Grazer Wechselseitige Versicherung AG

46,25

16.

(26.)

Dornaus Christine

Wiener Städtische Versicherung AG

45,20

17.

(21.)

Rabe Sven

VAV Versicherungs AG

40,40

18.

(20.)

Trawöger Josef*

Österreichische Beamtenversicherung

40,37

19.

(24.)

Schieferer Walter*

Tiroler Versicherung V.a.G.

40,37

20.

(16.)

Grünbichler Andreas

Wüstenrot Versicherungs-AG

39,62

21.

(–)

Pilgram Gregor

Generali Versicherung AG

38,00

22.

(29.)

Sipöcz Christian

VAV Versicherungs AG

38,00

23.

(25.)

Marek Christoph

Allianz Elementar Versicherungs AG

37,69

24.

(32.)

Emrich Silvia

Zürich Versicherungs AG

37,60

25.

28.)

Molterer Kurt

Nürnberger Versicherung AG Österreich

35,77

26.

(–)

Sturzlbaum Martin

Bawag PSK Versicherung AG

34,40

27.

(38.)

Lackner Wolfgang*

Europäische Reiseversicherung

32,69

28.

(30.)

Hasler Gerald*

Wüstenrot Versicherungs-AG

32,69

29.

(–)

Petschko Wolfgang

Donau Versicherung AG

31,25

30.

(–)

Hofmann Ingo

Merkur Versicherung AG

30,00

31.

(39.)

Loinger Johannes

DAS Rechtschutz AG

28,89

32.

(43.)

Reiter Gernot

Grazer Wechselseitige Versicherung AG

28,75

33.

(37.)

Wallner Klaus*

Generali Versicherung AG

28,00

34.

(34.)

Kreiterling Josef*

Ergo Versicherung AG

28,00

35.

(36.)

Gröstenberger Gerald

Grazer Wechselseitige Versicherung AG

27,27

36.

(35.)

Lackner Thomas

HDI Versicherung AG

27,20

37.

(45.)

Sima Axel

Generali Versicherung AG

25,20

38.

(–)

Thiel Anne-Sofie

Allianz Elementar Versicherungs AG

25,00

39.

(50.)

Riel-Kinzer Christiane

Hypo Versicherung AG

24,17

40.

(–)

Gröll Roland

Wiener Städtische Versicherung AG

24,58

41.

(–)

Bayerle Andreas*

Helvetia Versicherungen AG

23,60

42.

(–)

Wassenberg Philipp*

Ergo Versicherung AG

23,60

43.

(41.)

Schwarz Pedro

DAS Rechtschutz AG

21,48

44.

(–)

Ungerböck Alfred

APK Versicherung AG

19,63

45.

(42.)

Hollweger Franz

Porsche Versicherungs AG

19,60

46.

(46.)

Puchtler Günther

Hypo Versicherung AG

19,58

47.

(–)

Meierschitz Gudrun

Acredia Versicherung AG

17,78

48.

(–)

Brenner Manfred*

APK Versicherung AG

17,41

49.

(–)

Ackerl Thomas*

Muki Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit

17,41

50.

(48.)

Quehenberger Michael

Porsche Versicherungs AG

16,40

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung; **Person nicht mehr in derselben Funktion / im Unternehmen tätig.

87

1. PLATZ Elisabeth Stadler VIENNA INSURANCE GROUP AG

2. PLATZ Kurt Svoboda UNIQA INSURANCE GROUP AG

3. PLATZ Hubert Schultes NIEDER­ ÖSTERREICHISCHE VERSICHERUNG AG


PERSONEN ANWÄLTE

GUT IM GESCHÄFT Stärkere Regulierung und eine undurchsichtigere Rechtslage bereiten den besten Finanzanwälten des Börsianer-Rankings eine solide Auftragslage. Sie sprechen über die größten anstehenden Herausforderungen und über Aussichten in die Zukunft. TEXT JAKOB DUMFARTH

RÜCKBLICK

Q4 2020

T

rotz Corona und Homeoffices

mit meinem Partner Clemens Traut-

derer Meinung: „Ja, die momentane Un-

war den besten Finanzanwälten

tenberg, unserem White-Collar-Exper-

sicherheit bei Anlegern angesichts Pan-

des Landes in diesem Jahr nicht

ten, besprochen: Ich würde sagen, dass

demie, Inflationserwartung und stei-

langweilig. Martin Oppitz (Platz 11 /

Wirtschaftskriminalität als solches ver-

gender Immobilienpreise wird nach

54,62 Punkte) von A2O Legal, kann von

mutlich sogar sinken wird aufgrund der

meiner Einschätzung Begehrlichkeiten

mehreren spannenden Fällen berich-

vielen aktuellen öffentlichkeitswirksa-

fördern, anlagewilliges Publikum ohne

ten: „Herausfordernd ist stets die Ver-

men Verfahren. Das verfehlt die gene-

ausreichende Finanzbildung abzuzo-

tretung von Banken und Bankvorstän-

ralpräventive Wirkung nicht. Dennoch

cken, also in unseriöse Veranlagungen

den in Verwaltungsstrafverfahren vor

ist aber auch langfristig mit einem wei-

zu locken.“

der FMA; dies besonders aufgrund der

terhin starken Anstieg der Causen zu

Friedrich Jergitsch (Platz 1 / 82,56

hohen Strafdrohungen und möglicher

rechnen. Dies insbesondere aufgrund

Punkte) von der Kanzlei Freshfields, der

Rückwirkungen auf die Fit-and-Pro-

der kompetenteren und personell bes-

an der Spitze thront, weiß, was im Jahr

per-Beurteilung von Managern durch

ser ausgestatteten Strafverfolgungsbe-

2022 herausfordernd sein wird: „Eine der

die Aufsichtsbehörde. Mit derartigen

hörden und der Menge an belastenden

größten Herausforderungen wird sein,

Verfahren bin ich laufend befasst. Auch

Materialien, die in den vergangenen

Bankmandanten dabei zu unterstützen,

die Begleitung der Autobank AG in ei-

Hausdurchsuchungen zu zahlreichen

im Dickicht des Bankaufsichtsrechts, das

ner heiklen Restrukturierungsphase im

Zufallsfunden geführt haben. Zudem

sich ständig weiterentwickelt, gang­bare

Vorfeld der Insolvenzeröffnung war ein

sind die Compliance-Systeme in den

Lösungen für interne Strukturen und

herausfordernder Fall in diesem Jahr.“

Unternehmen viel ausgereifter und die

Transaktionen zu finden.“

Angesprochen auf eine potenziel-

Awareness der Unternehmensleiter viel

Die Branche kann also weiterhin mit

le Zunahme des White-Collar-Crime in

ausgeprägter, jeden Verdacht einer Mal-

einer guten Auftragslage rechnen. Ne-

Anbetracht der voranschreitenden Di-

versation zu verfolgen, um nicht selbst

ben White-Collar-Crime und Bankenre-

gitalisierung liefert eine Stimmungs-

haftbar zu werden“, so Claus Schneider

gulierung werden sich die Wirtschafts-

abfrage unter den besten Anwälten ein

(Platz 4 / 64,63 Punkte), Partner bei Wolf

anwälte sicherlich auch mit anstehen-

gespaltenes Bild. „Hier habe ich mich

Theiss. Martin Oppitz ist hingegen an-

den Insolvenzen beschäftigen müssen. n

88


RANGLISTE BESTE ANWÄLTE

PLATZ

ZULETZT

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

GESAMTSCORE

1.

(1.)

Jergitsch Friedrich

Freshfields Bruckhaus Deringer

82,56

2.

(5.)

Brandl Ernst

Brandl & Talos

67,69

3.

(10.)

Fellner Markus

Fellner Wratzfeld

67,25

4.

(6.)

Schneider Claus

Wolf Theiss

64,63

5.

(7.)

Zahradnik Andreas

Dorda Rechtsanwälte

62,86

6.

(8.)

Weber Stefan

Weber & Co

59,51

7.

(4.)

Ebner Martin

Schönherr

59,49

8.

(–)

Klimscha Florian

Freshfields

57,95

9.

(3.)

Wolf Richard

Wolf Theiss

57,00

10.

(15.)

Herbst Christian

Schönherr

54,62

11.

(9.)

Oppitz Martin

A2O Legal

54,15

12.

(–)

Tiefenthaler Stefan

Binder Grösswang

53,08

13.

(25.)

Benes Marcus

Eisenberger & Herzog

52,38

14.

(18.)

Hausmaninger Christian

Hausmaninger Kletter

52,20

15.

(–)

Khol Florian

Binder Grösswang

51,54

16.

(22.)

Moser Christoph**

Weber & Co

50,75

17.

(11.)

Rath Ursula

Schönherr

50,51

18.

(16.)

Hlawati Edith

Cerha Hempel Rechtsanwälte

50,24

19.

(39.)

Diregger Christoph

Doralt Seist Csoklich

50,00

20.

(12.)

Temmel Christian

DLA Piper Weiss-Tessbach

49,27

21.

(13.)

Birkner Albert

Cerha Hempel Rechtsanwälte

48,05

22.

(14.)

Pachinger Stephan

Freshfields

47,69

23.

(17.)

Winkler Peter

Eisenberger & Herzog

47,38

24.

(20.)

Hasenauer Clemens

Cerha Hempel Rechtsanwälte

47,32

25.

(32.)

Herbst Christoph

Herbst Kinsky

46,67

26.

(45.)

Barnert Michael

Barnert Egermann Illigasch

46,59

27.

(24.)

Brodey Martin

Dorda Rechtsanwälte

46,19

28.

(31.)

Illigasch Alexander

Barnert Egermann Illigasch

45,61

29.

(23.)

Hanslik Günther

CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte

45,00

30.

(21.)

Mayr Andreas

Dorda Rechtsanwälte

44,76

31.

(29.)

Talos Thomas

Brandl & Talos

44,36

32.

(28.)

Napokoj Elke

BPV Hügel

44,29

33.

(–)

Nauer Christoph

BPV Hügel

43,57

34.

(33.)

Kinsky Philipp

Herbst Kinsky

43,33

35.

(27.)

Huber Peter

CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte

42,20

36.

(30.)

Diwok Georg

Baker & McKenzie

41,25

37.

(–)

Jank Andreas

Deloitte Legal / Jank Weiler Operenyi

41,25

38.

(36.)

Schirmer Thomas

Binder Grösswang

40,51

39.

(40.)

Wildmoser Christoph

Herbst Kinsky

36,32

40.

(35.)

Ketzer Manfred

Hausmaninger Kletter

35,37

41.

(42.)

Hermann Gerhard

Baker & McKenzie

34,75

42.

(44.)

Schrank Christopher

Brandl & Talos

34,10

43.

(46.)

Chalupsky Ernst

SCWP Schindhelm

33,25

44.

(–)

Gall Mario

EY Law / Pelzmann Gall Größ Rechtsanwälte

33,10

45.

(–)

Kranebitter Florian

Fellner Wratzfeld

32,25

46.

(50.)

Kletter Mark

Hausmaninger Kletter

31,71

47.

(–)

Aigner Lukas

Aigner Lehner Zuschin & Partner

31,67

48.

(49.)

Kaspar Rainer

PHH Rechtsanwälte

30,50

49.

(–)

Urbanek Christoph

DLA Piper Weiss-Tessbach

30,24

50.

(38.)

Zuffer Martin

CMS Reich-Rohrwig Hainz Rechtsanwälte

30,24

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung; **Person nicht mehr in derselben Funktion / im Unternehmen tätig.

89

1. PLATZ Friedrich Jergitsch FRESHFIELDS BRUCKHAUS DERINGER

2. PLATZ Ernst Brandl BRANDL & TALOS

3. PLATZ Markus Fellner FELLNER WRATZFELD


PERSONEN FINANZVORSTÄNDE

RÜCKBLICK

Q1 2021

LENKER DER KAPITALSTRÖME Um ein Unternehmen sicher aus einer Krise zu manövrieren, muss der Finanzvorstand Chance und Risiko ständig neu abwiegen. Als Wächter über der Bilanz gilt es dabei, einen kühlen Kopf zu bewahren. TEXT CHRISTOPH EISELE

D

ie Inflation und der ausgetrock-

finden gilt auch für den Drittplatzierten,

nete Arbeitsmarkt werden füh-

Reinhard Florey (62,22 Punkte) von der

seit langem ist ihm dies ein Herzensan-

rende Themen bleiben“, lautet

OMV AG: „Einerseits müssen wir anhal-

liegen: „Wissen schafft Vertrauen. Eine

Schritt in die richtige Richtung. Schon

die Prognose des Erstplatzierten im Ran-

tende und mögliche weitere Krisenim-

nachhaltige Strategie im Bereich der Fi-

king, Walter Oblin (72,22 Punkte), für das

pulse antizipieren, andererseits müssen

nanzbildung ist der richtige Weg, um

kommende Jahr. Als Finanzvorstand der

wir aber auch einen Fuß am Gas halten,

Menschen die Möglichkeiten des Kapi-

Österreichischen Post AG hofft er, „dass

um die Rückkehr zu wirtschaftlichem

talmarkts verständlich zu machen und

wir die Pandemie bald endgültig hinter

Wachstum optimal zu nutzen.“ Die

dessen Chancen zu eröffnen. Das könn-

uns lassen“, und setzt auf Wachstum in

Übernahme des Chemiekonzerns Bore-

te in weiterer Folge für einen entschei-

einem „New Normal“. Der auf Platz zwei

alis hat die OMV AG trotz eines schwie-

denden Wettbewerbsvorteil sorgen und

rangierende Stefan Dörfler (64,44 Punk-

rigen wirtschaftlichen Umfelds erfolg-

zukünftigen Krisen vorbeugen. Darüber

te), CFO der Erste Group Bank AG, ist nach

reich gemeistert, aber „Borealis kann

hinaus ist Finanzbildung die Basis für

der „Feuerprobe im Krisenjahr 2020“ zu-

noch viel mehr, als alle - inklusive wir

sozialen Wohlstand.“

versichtlich für die kommenden Jah-

selbst – erwartet haben“, meint Florey.

2021 gab es auch einige prominen-

re: „Der Fokus wird auf der Zukunftsfä-

In die Niederlassung der Konzerntoch-

te Wechsel. Michael Höllerer (Platz 27 /

higkeit des Geschäftsmodells liegen, eng

ter in Abu Dhabi werden bis 2025 weite-

30,53), der als CFO der Raiffeisen Bank

verbunden mit beschleunigter Digitali-

re knapp 2,2 Milliarden Euro investiert.

International AG ohne Vorstandsman-

sierung sowie der stark steigenden Be-

Für Finanzvorstand Robert Ottel von der

dat die Finanz­ agenden leitet, wird ab

deutung von Nachhaltigkeit und Klima-

Voestalpine AG (Platz 4 / 57,22 Punkte)

Juni 2022 Klaus Buchleitner nach zehn

wandel. Dafür gilt es, die geeigneten fi-

sorgt die Pandemie für ein „Wechsel-

Jahren als Generaldirektor der Raiffei-

nanziellen Rahmenbedingungen sicher-

bad der Gefühle“, es gehe jetzt darum,

senlandesbank Niederösterreich-Wien

zustellen. Das wird sicher nicht immer

die Risiken richtig einzuschätzen und

AG ablösen. Als Finanzvorstand der Porr

ganz einfach sein, ist zugleich aber eine

den Aufschwung zu nutzen. Besonders

AG legte An­dreas Sauer (Platz 22 / 32,63

extrem spannende Aufgabe.“

die von der Politik im September vor-

Punkte) Ende August seine Funktion zu-

Die Balance zwischen Krisenbewäl-

gestellte Finanzbildungsstrategie ist für

rück, Klemens Eiter wird ab April 2022

tigung und Wachstumsoptimismus zu

den Präsidenten des Aktienforums ein

seine Agenden übernehmen. n

90


RANGLISTE BESTE FINANZVORSTÄNDE

PLATZ

ZULETZT

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

GESAMTSCORE

1.

(3.)

Oblin Walter

Österreichische Post AG

72,22

2.

(–)

Dörfler Stefan

Erste Group Bank AG

64,44

3.

(2.)

Florey Reinhard

OMV AG

62,22

4.

(1.)

Ottel Robert

Voestalpine AG

57,22

5.

(9.)

Hirner Liane

Vienna Insurance Group AG

55,56

6.

(18.)

Ofner Günther

Flughafen Wien AG

49,47

7.

(4.)

Mayer Gerald

Amag Austria Metall AG

48,42

8.

(16.)

Svoboda Kurt

Uniqa Insurance Group AG

47,78

9.

(8.)

Hiesinger Franz

Mayr-Melnhof Karton AG

45,00

10.

(11.)

Obendrauf Thomas

Lenzing AG

43,68

11.

(19.)

Szyszkowitz Stefan

EVN AG

42,11

12.

(14.)

Kollmann Peter

Verbund AG

41,05

13.

(21.)

Strohbichler Felix

Palfinger AG

40,56

14.

(25.)

Sirucic Enver

Bawag Group AG

39,47

15.

(12.)

Kapsch Georg

Kapsch Trafficom AG

38,42

16.

(29.)

Hofstätter-Pobst Gregor

Unicredit Bank Austria AG

37,89

17.

(20.)

Harder Christian

Strabag SE

37,37

18.

(17.)

Mayrhofer Siegfried

Telekom Austria AG

35,26

19.

(31.)

Mader Klaus

Schoeller Bleckmann Oilfield Equipment AG

34,74

20.

(–)

Nettesheim Norbert

Andritz AG

33,68

21.

(33.)

Wolf Sebastian

Rosenbauer International AG

33,33

22.

(24.)

Sauer Andreas**

Porr AG

32,63

23.

(–)

Schallegger Gabriele**

Semperit AG Holding

32,63

24.

(36.)

Haidenek Peter

Polytec Holding AG

32,11

25.

(10.)

Roithner Friedrich

Pierer Mobility AG

31,58

26.

(–)

Faath Simone*/**

AT&S AG

30,53

27.

(–)

Höllerer Michael*

Raiffeisen Bank International AG

30,53

28.

(40.)

Emrich Silvia

Zürich Versicherungs AG

30,00

29.

(27.)

Vejdovszky Ernst*/**

S Immo AG

29,44

30.

(–)

Crosetto Carlo*

Wienerberger AG

29,44

31.

(23.)

Schönauer Stefan

Immofinanz AG

28,89

32.

(–)

Thiel Anne

Allianz Gruppe Österreich

27,37

33.

(22.)

Grünbichler Andreas

Wüstenrot Versicherungs-AG

26,11

34.

(35.)

Wallner Klaus

Generali Gruppe Österreich

25,56

35.

(28.)

Büttner Stephan

Agrana Beteiligungs AG

24,74

36.

(46.)

Mendez de Vigo Carlos

C-Quadrat Investment Group

24,21

37.

(43.)

Neuwirth Richard

S&T AG

23,33

38.

(34.)

Thate Patric

UBM Development AG

22,63

39.

(42.)

Hahn Albin*

Manner AG

22,11

40.

(–)

Kogler Harald*

Hirsch Servo AG

22,11

41.

(–)

Lippert Arno*

Schlumberger AG

22,11

42.

(32.)

Starek Ales*

FACC AG

22,11

43.

(–)

Schmidt Pascal

Marinomed Biotech AG

21,67

44.

(–)

Botha Ian

RHI Magnesita

21,05

45.

(45.)

Folian Daniel

Warimpex AG

20,53

46.

(41.)

Tschol Thomas

Zumtobel Group AG

18,42

47.

(30.)

Bayerle Andreas*

Helvetia Versicherungen AG

18,33

48.

(–)

Thorndike Andrew*

Wolford AG

18,33

49.

(–)

Pfneiszl Andreas

Rath AG

17,89

Reinhard Florey

50.

(–)

Lee Ryan

Atrium European Real Estate

16,84

OMV AG

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung; **Person nicht mehr in derselben Funktion / im Unternehmen tätig.

91

1. PLATZ Walter Oblin ÖSTERREICHISCHE POST AG

2. PLATZ Stefan Dörfler ERSTE GROUP BANK AG

3. PLATZ


PERSONEN PRESSESPRECHER

RÜCKBLICK

Q1 2020

VOLLGASMODUS IM AUFWIND Corona und Nachhaltigkeit brachten den besten Pressesprechern im ­Ranking des Börsianer viel Stoff, über den kommuniziert werden kann. Sie wägen die Herausforderungen 2021 mit den Erwartungen an 2022 ab. TEXT JAKOB DUMFARTH

D

ie vergangenen 18 Monate ha-

es wichtig, immer die Zusammenhänge

respondenten Hans-Peter Siebenhaar

ben sich in etwa so angefühlt,

zu sehen. So würde es zum Beispiel ohne

einen

wie wenn man mit Kleinkind am

Kurzstreckenflüge auch keine Langstre-

der die Geschäfte gemeinsam mit Pres-

Rücken die vereiste Streif in Kitzbühel

ckenverbindungen geben, weil Kurz-

sesprecher Andreas Rinofner (Platz 16 /

im Renntempo auf einem Ski hinun-

streckenflüge als wichtige Zubringer für

38,18 Punkte) führt.

terdüst.“ Peter Felsbach (Platz 3 / 62,50

die nötige Auslastung sorgen.“

neuen

Kommunikationsleiter,

Peter Felsbach von der Voestalpine

Punkte), Pressesprecher der Voestalpi-

Julia Resch (Platz 2 / 63,64 Punkte)

AG musste in diesem Jahr die Kommu-

ne AG, bringt den Umgang mit der Co-

durfte das 250. Jahr des Bestehens der

nikation im Vergleich zum Vorjahr ein

rona-Pandemie auf den Punkt. Das Vi-

Wiener Börse als deren Pressesprecherin

wenig adaptieren. Während 2020 Kri-

rus war gemeinsam mit Nachhaltigkeit

erleben: „Es war eine große Ehre, diesen

senmanagement in Vordergrund stand,

der zentrale Inhalt in der Unterneh-

Meilenstein kommunikativ zu begleiten.

„wurde es 2021 hingegen zunehmend

menskommunikation in diesem Jahr.

Gleichzeitig war es aufgrund der Pande-

wichtig, im konjunkturellen Aufwind

Der beste Pressesprecher Peter Klee-

mie ein außergewöhnliches Jahr, um zu

rasch zu agieren und eine Schubum-

mann (Platz 1 / 64,39 Punkte), Flugha-

feiern. Gemeinsam mit unseren Kunden

kehr von Krisen- in Richtung Vollgas-

fen Wien AG, beschäftigt sich selbstver-

und Stakeholdern haben wir nicht nur

modus zu bewerkstelligen.“ Für 2022

ständlich auch intensiv mit Nachhal-

die vergangenen Jahre Revue passieren

ist der Pressesprecher positiv gestimmt

tigkeit und weist auf Erklärungsbedarf

lassen, sondern auch die Zukunft in den

und zeichnet ein Bild, das sich metapho-

hin: „Nachhaltigkeit und Klimaschutz

Blick genommen.“

risch hoffentlich bewahrheiten wird:

haben für den Flughafen hohe Priori-

In einigen Unternehmen kam es

„Für 2022 bleibt zu hoffen, dass diesmal

tät. Wir setzen hier umfangreiche Maß-

auch zu Personalrochaden. Bei der Ers-

beide Skier angeschnallt sind, die eisi-

nahmen wie zum Beispiel die Errichtung

te Group Bank AG übernahm beispiels-

ge Streif auf Neuschnee gebettet ist und

der größten Photovoltaik­anlage Öster-

weise Christian Hromatka (Platz 12 /

der Nachwuchs nicht mehr am Rücken,

reichs. Die Information über die Klima-

41,67 Punkte) im Oktober 2021 die Rol-

sondern auf eigenen Skiern dahindüst.

schutzmaßnahmen der Luftfahrt nimmt

le des Pressesprechers von Peter Thier.

Dann ist die Pandemie auch schon wie-

daher auch in unserer Kommunikation

Die OMV AG erhielt im Juni 2021 mit

der ein Wimpernschlag im Rückspiegel

einen großen Stellenwert ein. Dabei ist

dem ehemaligen „Handelsblatt“-Kor-

der Geschichte.“ n

92


RANGLISTE BESTE PRESSESPRECHER

PLATZ

ZULETZT

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

GESAMTSCORE

1.

(1.)

Kleemann Peter

Flughafen Wien AG

64,38

2.

(3.)

Resch Julia

Wiener Börse AG

63,64

3.

(2.)

Felsbach Peter

Voestalpine AG

62,50

4.

(5.)

Gutlederer Christian

Oesterreichische Nationalbank

59,06

5.

(4.)

Staicu Carmen / Mauritz Michael**

Erste Group Bank AG

53,23

6.

(17.)

Grubelnik Klaus

Finanzmarktaufsicht

47,88

7.

(9.)

Roither Hannes

Palfinger AG

44,85

8.

(8.)

Halama Martin

Unicredit Bank Austria AG

44,38

9.

(35.)

Perotti Andreas

FACC AG

42,81

10.

(12.)

Krenn-Ditz Ingrid

Raiffeisen Bank International AG

42,50

11.

(11.)

Homola Michael

Österreichische Post AG

41,88

12.

(10.)

Berger Karin / Hromatka Christian Erste Bank und Sparkassen

41,67

13.

(13.)

Schragl Bettina

Immofinanz AG

39,70

14.

(23.)

Grohs Barbara**

Wienerberger AG

39,09

15.

(43.)

Berger Michaela

Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG

38,57

16.

(–)

Rinofner Andreas

OMV AG

38,18

17.

(–)

Pasquali Johannes

Bundesministerium für Finanzen

37,58

18.

(–)

Kiesenhofer Tiemon

Rosenbauer International AG

37,19

19.

(15.)

Kreuzer Christian

Wiener Städtische Versicherung AG

37,00

20.

(29.)

Metelko Ingun

Verbund AG

36,97

21.

(–)

Dandrea-Böhm Livia

Telekom Austria AG

36,25

22.

(18.)

Neumüller-Klein Diana

Strabag SE

33,33

23.

(36.)

Schweighart Martina

Oesterreichische Kontrollbank AG

33,13

24.

(–)

Rapolter Manfred

Bawag Group AG

32,73

25.

(32.)

Hehemann Martin**

Kommunalkredit AG

32,42

26.

(–)

Huber Michael

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

32,14

27.

(21.)

Zach Stefan

EVN AG

31,25

28.

(22.)

Haas Wolfgang

Vienna Insurance Group AG

31,00

29.

(27.)

Helmkamp Frank

Oberbank AG

30,61

30.

(19.)

Riedel Monika

Semperit AG Holding

29,69

Julia Resch

31.

(–)

Bitschnau Gregor

Uniqa Insurance Group AG

29,38

WIENER BÖRSE AG

32.

(–)

Miermans Filip *

Lenzing AG

28,75

33.

(–)

Fuchs Lisa *

RHI Magnesita

28,75

34.

(–)

Haas Florian

EY

28,48

35.

(45.)

Knap Angelika

Generali Versicherung AG

27,88

36.

(–)

Gries Dominik *

ING Austria

26,97

37.

(–)

Stanzer Christoph *

AT&S Austria AG

26,97

38.

(–)

Strampfer Patricia

Allianz Gruppe

26,67

39.

(49.)

Nepf Markus

Österreichischer Sparkassenverband

26,00

40.

(28.)

Kerschbaum Dieter / Severin Paul Erste Asset Management

25,81

41.

(46.)

Jedlicka Alexander

Donau Versicherung AG

25,67

42.

(37.)

Wagerer Elisabeth

S Immo AG

25,63

43.

(–)

Harlacher Cornelia

Porr AG

23,44

44.

(42.)

Pöcksteiner Leopold

Amag Austria Metall AG

22,81

45.

(34.)

Michalech Linda

Sberbank Europe AG

22,42

46.

(–)

Pelinka-Kinz Andrea

Raiffeisen-Verbundunternehmen

22,14

47.

(44.)

Steinböck Susanne

CA Immobilien Anlagen AG

22,12

48.

(39.)

Layr Wolfgang

Volksbank Wien AG

21,56

49.

(40.)

Simak Markus

Agrana Beteiligungs AG

21,48

50.

(–)

Peter Felsbach

Nowshad Armin

Deloitte Österreich

21,21

VOESTALPINE AG

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung; **Person nicht mehr in derselben Funktion / im Unternehmen tätig.

93

1. PLATZ Peter Kleemann FLUGHAFEN WIEN AG

2. PLATZ

3. PLATZ


PERSONEN IR-MANAGER

MEISTER IM INVESTORENDIALOG Die Investor-Relations-Manager bilden die Schnittstelle zwischen dem Unternehmen und den Marktteilnehmern. Sich ständig ändernde Rahmenbedingungen fordern ihnen höchste Flexibilität und Anpassungsfähigkeit ab. TEXT CHRISTOPH EISELE

RÜCKBLICK

Q2 2020

N

eben der Pandemie werden die

keitsberichterstattung wünscht er sich

Themen

und

genauere Vorgaben der EU, denn „bis

schließlich immer noch Vertrauenssa-

Digitalisierung im Jahr 2022

heute ist immer noch unsicher, in wel-

che.“ Dass so manche Neuerung trotz-

wieder in den Vordergrund rücken. Da-

che Richtung die Reise gehen wird und

dem bleiben wird, ist sich Cira-Präsi-

bei kommt der Druck auf die Unterneh-

nach welchen Standards zukünftig be-

dent Harald Hagenauer sicher, etwa bei

men nicht nur von regulatorischer Sei-

richtet werden muss. Hier gilt es flexi-

der Einschränkung von Flugreisen.

te. Der Sieger des Rankings der besten

bel zu bleiben.“ Auch die Zweitplatzier-

Viel Veränderung gab es auch bei den

IR-Manager Harald Hagenauer (80,53

te und somit beste Frau in der Ranglis-

Neu- und Umbesetzungen in der Bran-

Punkte) von der Österreichischen Post

te, Diana Neumüller-Klein (69,47 Punk-

che. Die langjährige IR-Expertin Ste-

AG bringt es auf den Punkt: „Nachhal-

te) von der Strabag SE, möchte „die Da-

phanie Kniep (Platz 12 / 58,00 Punkte)

tigkeit ist in der Mitte der unterneh-

tenerhebung in puncto Nachhaltigkeit

übernimmt seit Oktober bei der Mari-

merischen Tätigkeit gelandet und wird

erweitern und strategische Kennzahlen

nomed AG die Investor Relations, sie

nicht nur von Investoren eingefordert,

entwickeln, um künftig neben dem Kre-

war früher bei der Lenzing AG und zu-

sondern von allen Stakeholdern.“ Auf

dit- auch das ESG-Rating auszubauen.“

letzt bei Esprit Europe tätig. Außerdem

die Frage, was ihn im kommenden Jahr

Green Finance und Digitalisierung

verließ Gerda Königstorfer (Platz 7 /

am meisten beschäftigen wird, meint

sorgten auch bei der Jahreskonferenz

63,68 Punkte) auf eigenen Wunsch die

Hannes Roither (Platz 3 / 67,89 Punk-

der Cercle Investor Relations Austria

AT&S AG, auf sie folgte Philipp Gebhart.

te), IR-Chef der Palfinger AG: „Die Pla-

(Cira) für viel Gesprächsstoff. Das Event

Ein weiterer Kenner der Branche, Ma-

nungszyklen auf den Märkten sind viel

fand heuer zur großen Freude von Han-

nuel Taverne (Platz 14 / 57,37 Punkte),

kürzer geworden, die Unternehmen

nes Roither wieder physisch statt. Für

ging im März von der FACC AG nach

müssen viel flexibler und rascher auf

ihn ist das Zwischenmenschliche ein

Deutschland und übernimmt dort die

geänderte Umwelt- und Marktfakto-

unverzichtbarer Bestandteil seiner Ar-

Kapitalmarktkommunikation der Ta-

ren reagieren. Die aktuelle angespann-

beit: „Wir IR-Manager leben vom per-

bbert AG. Neuen Herausforderungen

te Situation in den Lieferketten wird

sönlichen Kontakt mit unseren Investo-

stellt sich seit Mai auch Edgar Flaggl

sicherlich viele Industriezweige tref-

ren und Analysten, aber auch von dem

(Platz 49 / 17,50 Punkte) von der Addi-

fen und auch uns.“ Bezüglich des stei-

mit unseren Kolleginnen und Kollegen.

ko Bank, er wurde zum Finanzvorstand

genden Aufwands bei der Nachhaltig-

Über den virtuellen Weg geht viel an

berufen. n

Nachhaltigkeit

94

Emotion verloren, und Geldanlage ist


RANGLISTE BESTE IR-MANAGER

PLATZ

ZULETZT

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

GESAMTSCORE

1.

(1.)

Hagenauer Harald

Österreichische Post AG

80,53

2.

(5.)

Neumüller-Klein Diana

Strabag SE

69,47

3.

(2.)

Roither Hannes

Palfinger AG

67,89

4.

(6.)

Fleischer Peter

Voestalpine AG

66,00

5.

(7.)

Haider Hannes

Agrana Beteiligungs AG

65,26

6.

(10.)

Higatzberger-Schwarz Nina

Vienna Insurance Group AG

64,50

7.

(12.)

Königstorfer Gerda

AT&S AG

63,68

8.

(20.)

Rettenbacher Paul*

Polytec Holding AG

63,16

9.

(21.)

Vay Anna*

UBM Development AG

63,16

10.

(8.)

Helenyi Judit

Semperit AG Holding

62,00

11.

(23.)

Lang Hans

Kapsch Trafficcom AG

61,05

12.

(3.)

Kniep Stephanie**

Lenzing AG

58,00

13.

(13.)

Demmelhuber Felix*/**

Amag Austria Metall AG

57,37

14.

(17.)

Taverne Manuel*

FACC AG

57,37

15.

(9.)

Ioveva Milena

Porr AG

56,00

16.

(16.)

Feuerstein Andreas

S Immo AG

55,79

17.

(14.)

Marin Stefan

Frequentis AG

54,74

18.

(22.)

Böcskör Andreas

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG

53,68

19.

(27.)

Greger Florian

OMV AG

53,50

20.

(18.)

Oplustil Michael

Uniqa Insurance Group AG

53,16

21.

(19.)

Schragl Bettina

Immofinanz AG

53,00

22.

(4.)

Ofner Klaus*/** / Grausgruber Anna Wienerberger AG

52,50

23.

(–)

Schmidt Pascal

Marinomed Biotech AG

50,00

24.

(25.)

Sweerts-Sporck Stephan

Mayr-Melnhof Karton AG

49,50

25.

(34.)

Friepeß Michaela*

Pierer Mobility AG

44,00

26.

(26.)

Sommerauer Thomas*

Erste Group Bank AG

44,00

27.

(30.)

Buchbauer Michael

Andritz AG

43,00

28.

(24.)

Thurnberger Christoph

CA Immobilien Anlagen AG

39,50

29.

(–)

Schmidt Christian

Flughafen Wien AG

38,00

30.

(–)

Kiesenhofer Tiemon

Rosenbauer International AG

35,26

31.

(31.)

Reidinger Gerald*

EVN AG

34,00

32.

(32.)

Wollein Andreas*

Verbund AG

34,00

33.

(–)

Stenitzer Martin

Telekom Austria AG

33,16

34.

(38.)

Hoffmann Maresa

Wolford AG

32,63

35.

(–)

Wimmer Jutta

Bawag Group AG

31,50

36.

(36.)

Folian Daniel

Warimpex AG

31,00 30,00

37.

(33.)

Hochrieser Erika

Frauenthal Holding AG

38.

(–)

Carlson John / Klinger Elisabeth

Raiffeisen Bank International AG

25,00

39.

(–)

Hagspiel Emanuel

Zumtobel Group AG

24,00

40.

(39.)

Fahrnberger Klaus

Bet-at-Home.com AG

20,53

41.

(40.)

Tesar Alexander*

Ottakringer Getränke AG

20,00

42.

(–)

Dudli Brigitte*

Schlumberger AG

20,00

43.

(44.)

Müller Michael*

Wiener Privatbank SE

20,00

44.

(41.)

Schrenk Daniela

Do & Co AG

19,50

45.

(–)

Nagy Nicole

S&T AG

19,00

1. PLATZ Harald Hagenauer ÖSTERREICHISCHE POST AG

2. PLATZ Diana NeumüllerKlein STRABAG SE

46.

(43.)

Gmeiner Moritz*

AMS AG

18,00

47.

(48.)

Titze Herbert*

BKS Bank AG

18,00

48.

(–)

Kogler Ulrike*

Fabasoft AG

18,00

49.

(–)

Flaggl Edgar

Addiko Bank AG

17,50

50.

(45.)

Hannes Roither

Helmkamp Frank

Oberbank AG

17,00

PALFINGER AG

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung; **Person nicht mehr in derselben Funktion / im Unternehmen tätig.

95

3. PLATZ


PERSONEN FONDSMANAGER

RÜCKBLICK

Q3 2020

NACHHALTIGE PERFORMER Die anhaltende Post-Covid-Hausse sorgt für gute Stimmung auf dem B ­ örsenparkett. Die heimischen Fondsmanager sind zufrieden mit ihrer Performance, beim Blick in die Zukunft sind sich aber nicht alle einig. TEXT CHRISTOPH EISELE

D

ie

nach

len, diese bereiten ihm zunehmend Sor-

de Jahr erneut ein Jahr im Spannungsfeld

dem pandemiebedingten Wirt­

Erholungsdynamik

gen. Wögerbauer behält dabei die Hand-

der Narrative.“

schafts­einbruch führt aktuell zu

lungen der Notenbanker im Blickfeld: „Es

Spürbar ist für die Fondsmanager auch

einem starken Aufschwung und neuen

bleibt spannend, ob es zu einem Gegen-

besonders der Druck zur Nachhaltigkeit

Höchstständen auf den Kapitalmärkten.

steuern der Notenbanken kommt und ob

von institutioneller und regulatorischer

Die Fonds der Investmentspezialisten

das überhaupt gewünscht ist.“

Seite. Dieser sei nicht immer zweck-

verzeichnen bis dato üppige Renditen.

Zuversichtlich blickt auch der aber-

dienlich, meint etwa Wolfgang Matej-

Da kommt langsam die Frage auf, wann

mals zweitplatzierte Wolfgang Matejka

ka: „Das Gegenteil von gut gemacht ist

es denn an der Zeit ist, die Gewinne in

(52,86 Punkte), Geschäftsführer bei Ma-

gut gemeint. Die Institutionellen grei-

trockene Tücher zu bringen, oder ob man

tejka & Partner Asset Management, auf

fen das Thema ESG, also Umwelt, Sozi-

mit einem Weiterlaufen der Rally rech-

das kommende Jahr. Matejka traut sich,

ales, Unternehmensführung, sehr struk-

nen kann. Der Gewinner des Rankings,

eine Prognose zum Inflationsgeschehen

turell auf, dabei kommt es auch zu Über-

Alois Wögerbauer (57,86 Punkte) von der

abzugeben: „Ich rechne mit einer Nor-

treibungen und oftmals zu einem Über-

3 Banken Generali Investment, hat sich

malisierung der Teuerungsraten als auch

schießen des Ziels.“

bereits entschieden und zeigt klare Kan-

einer Beruhigung der angespannten Lie-

Auch Gabriela Tinti (Platz 4 / 45,86

te: „Auch das Jahr 2022 wird geprägt sein

ferketten bis etwa Mitte 2022.“ Das zei-

Punkte), Erste Asset Management, be-

von einem hohen Wirtschaftswachstum,

gen ihm auslaufende Zyklen bei den Lie-

schäftigt besonders die Umsetzung der

wir sind aufgrund der Lieferkettenpro­

ferketten und gängige Inflationsparame-

vielen regulatorischen Vorgaben wie die

bleme immer noch in einer Aufholphase.

ter. Der Drittplatzierte, Andreas Wosol

EU-Taxonomie: „Das Thema Nachhal-

Der Internationale Währungsfonds (IWF)

(50,69 Punkte), Head of Value bei Amundi

tigkeit schlägt sich auf alle Fonds in vie-

hat in seiner jüngsten Oktoberprognose

Austria, ist hingegen vorsichtiger und er-

len Varianten nieder. Das hat Auswir-

die Erwartungen für das reale Weltwirt-

kennt besonders Unsicherheitsfaktoren

kungen auf Portfoliogestaltung und Mel-

schaftswachstum für 2022 bei einem be-

wie „die vierte Covid-Welle, China, ein

deprozess. Wir müssen etwa Daten zum

achtlichen Plus von 4,9 Prozent ange-

Ende der Nullzinspolitik und den Anstieg

Wasserverbrauch und zur Abfallerzeu-

setzt. Zuversicht ist also insgesamt ange-

der Inflation. Die meisten dieser Kräfte

gung der Unternehmen, in die wir inves-

bracht.“ Nicht nur Grund zum Feiern gibt

werden erst im Jahr 2022 ihre volle Wir-

tieren, ausweisen. Bis Mitte 2022 müssen

es hinsichtlich der hohen Inflationszah-

kung zeigen. Damit wird das kommen-

wir alles auf Knopfdruck haben.“ n

96


RANGLISTE BESTE FONDSMANAGER

PLATZ

ZULETZT

TREND

PERSONEN

GESAMTSCORE

UNTERNEHMEN

1.

(1.)

Wögerbauer Alois

3 Banken Generali Investment

57,86

2.

(2.)

Matejka Wolfgang

Matejka & Partner Asset Management

52,86

3.

(–)

Wosol Andreas

Amundi Austria

50,69

4.

(6.)

Tinti Gabriela

Erste Asset Management

45,86

5.

(7.)

Neuhold Thomas

Gutmann KAG

41,79

6.

(4.)

Simbürger Horst

Convertinvest

41,03

7.

(–)

Sibrawa Manfred

Amundi Austria

40,34

8.

(3.)

Cova Silvia

Zürcher Kantonalbank

38,67

9.

(12.)

Schmitt Günther

Raiffeisen KAG

35,77

10.

(–)

Ruttenstorfer Bernhard

Erste Asset Management

35,52

11.

(17.)

Kober Alfred

Security KAG

32,22

12.

(11.)

Besser Harald

Kathrein Capital Management

31,54

13.

(8.)

Polly Eva

Raiffeisen KAG

31,48

14.

(19.)

Willert Leo

Arts

31,33

15.

(5.)

Schardax Franz

Spängler Iqam Invest

31,07

16.

(–)

Ulbing Birgit

Matejka & Partner Asset Management

30,71

17.

(32.)

Kober Harald

Erste Asset Management

30,69

18.

(–)

Kals Doris

Allianz Invest KAG

30,00

19.

(42.)

Kuzmanoski Anton

Allianz Invest KAG

28,57

20.

(28.)

Eichhorn Kurt

Kepler Fonds KAG

28,52

21.

(18.)

Lindorfer-Kubu Isolde

Spängler Iqam Invest

27,86

22.

(34.)

Hansmann Clemens

Gutmann KAG

27,50

23.

(25.)

Leber Hendrik

Masterinvest KAG

27,33

24.

(44.)

Wurzer Jürgen

Macquarie Investment Management Austria KAG

27,24

25.

(–)

Pecha Silvia*

Gutmann KAG

26,90

26.

(–)

Rainer Florian*

Matejka & Partner Asset Management

26,90

27.

(33.)

Egger Thomas

Macquarie Investment Management Austria KAG

26,55

28.

(23.)

Frauenschuh Jakob

Schoellerbank AG

26,54

29.

(22.)

Löwenthal Stefan*

Macquarie Investment Management Austria KAG

26,21

30.

(–)

Moshuber Jörg*

Amundi Austria

26,21

31.

(–)

Lafer Bernhard

Spängler Iqam Invest

26,07

32.

(–)

Spittaler Bernhard

Schoellerbank Invest AG

25,38

33.

(13.)

Zeitlhofer Reinhold

Kepler Fonds KAG

25,19

34.

(26.)

Stangelberger Christoph

Allianz Invest KAG

25,00

35.

(27.)

Palmetshofer Andreas

3 Banken Generali Investment

24,29

36.

(24.)

Stadler Josef

Kathrein Capital Management

24,23

37.

(36.)

Huber Michael*

Raiffeisen KAG

23,85

38.

(–)

Otta Andrea*

Kathrein Capital Management

23,85

39.

(–)

Hochsam Rene*

Security KAG

23,33

40.

(10.)

Zauner Roland*

Kepler Fonds KAG

23,33

41.

(–)

Von Bonin Christoph

LLB Invest KAG

23,10

42.

(48.)

Böger Andreas

C-Quadrat Asset Management

23,00

43.

(–)

Sperch Nicole

C-Quadrat Asset Management

21,67

44.

(35.)

Klocker Stefan

LLB Invest KAG

21,38

45.

(43.)

Leithenmüller Werner

3 Banken Generali Investment

21,07

46.

(40.)

Wagner Silvia

LLB Invest KAG

21,03

47.

(37.)

Düregger Felix*

Schoellerbank AG

20,38

48.

(46.)

Dürnberger Gertraud*

Schoellerbank Invest AG

20,38

49.

(49.)

Eckart Christoph

C-Quadrat Asset Management

20,33

50.

(–)

Seitinger Martin

Security KAG

19,63

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung; **Person nicht mehr in derselben Funktion / im Unternehmen tätig.

97

1. PLATZ Alois Wögerbauer 3 BANKEN GENERALI INVESTMENT

2. PLATZ Wolfgang Matejka MATEJKA & PARTNER ASSET MANAGEMENT

3. PLATZ Andreas Wosol AMUNDI AUSTRIA


RANKING EVENTS

HÖHEPUNKT FÜR KAPITALMARKTSPEZIALISTEN

1. PLATZ CIRA-KONFERENZ Steigende Inflation und die Fragen bezüglich der Zinspolitik ­beschäftigen nicht nur den Kapitalmarkt. Das Panel der Experten ­diskutierte darüber, wie die damit einhergehenden Entwicklungen gesehen werden.

13. OKTOBER 2021 HILTON VIENNA PARK, WIEN Die Jahreskonferenz der Cira (Cercle Investor Rela­tions Austria) ist alljährlich eine wichtige Veranstaltung für alle Kapitalmarktinteressierte. Dieses Jahr waren über 300 Gäste online oder live vor Ort dabei. 50 Referenten teilten in neun Panels über aktuelle Themen der Investor Relations ihr Wissen mit der Community.

Harald Hagenauer (Österreichische Post AG), Majda Allalu (Berenberg), Hannes Roither (Palfinger AG) und Andreas Wosol (Amundi Austria) unterhielten sich ausgelassen.

Elis Karner (Cira) stieß mit Christoph Schultes und Fritz Mostböck (beide Erste Group Bank AG) und Stefan Maxian (Raiffeisen Bank International AG) auf eine erfolgreiche Veranstaltung an.

Lutz Jäncke, Professor für Neuropsychologie an der Universität Zürich, sprach in seiner Keynote über den analogen Menschen in einer digitalen Welt.

98


Rahofer.

INNOVATION LIEGT IN UNSEREN WURZELN. Wer den Wandel proaktiv annimmt und Veränderungen nachhaltig gestaltet, ist zukunftsfit. Dieser Wille zum Fortschritt treibt uns seit jeher dazu an, mit dem Wissen eines Traditionsunternehmens und der Kreativität eines Start-ups die innovativen Kran- und Hebe-Lösungen von morgen zu entwickeln – und auch in digitalen Zeiten über uns hinauszuwachsen. Mehr zur Zukunft auf www.palfinger.ag

PALFINGER.AG


RANKING EVENTS

TREFFPUNKT DER AUFSICHTSRÄTE

OeNB-Gouverneur Robert Holzmann sprach in seiner Rede über die ökonomischen Entwicklungen des ­Finanzmarktes.

Frank Elderson (EBA), Angelika SommerHemets­berger (OeKB), Moderator Boris Groendahl (Bloomberg News), Petra Hielkema (EIOPA), Helmut Ettl (FMA) und Bernd Spalt (Erste Group Bank AG) sprachen über die Auswirkungen von Covid-19 und Green Finance.

2. PLATZ FMA-AUFSICHTSKONFERENZ 20. OKTOBER 2021 AUSTRIA CENTER, WIEN

Karin Kisling (Savity) diskutierte mit anderen Experten über nachhaltige Innovationen mit dem Fokus auf Digitalisierung.

Eduard Müller und Helmut Ettl (beide FMA) gaben ein Resümee der Konferenz und freuten sich über die ­Möglichkeit des persönlichen Austausches.

Unter dem Titel „Nachhaltig aus der Krise“ wurden bei der zwölften FMA-Aufsichtskonferenz die Auswirkungen der Covid-Pandemie sowie der globalen Klimakrise und deren Bewältigung für den Finanzmarkt und die Aufsicht aufgezeigt und diskutiert. Eröffnet wurde sie mit einer Keynote von Bankenaufseher Frank Elderson, Mitglied der EBA.

DAS TRADITIONELLE „BULLENESSEN“ KEHRTE ZURÜCK

3. PLATZ BÖRSIANER EDITOR’S DINNER, BULLENESSEN

Andreas Brandstetter (Uniqa Insurance Group AG) genoss (hier als Hahn im Korb) den Abend genauso wie Thomas Neusiedler (Helvetia Versicherungen AG) und Wolfgang C. Berndt (Aufsichtsrat Miba).

4. OKTOBER 2021

Investor Alexander Schütz unterhielt sich angeregt mit „Börsianer“-Geschäftsführer Michael Berl.

EL GAUCHO, WIEN Nach Corona ist nicht einfach wie vor Corona. Transformation ist die neue Konstante in unseren Geschäfts- und Lebenswelten, so das Fazit der heimischen Vorstandschefs aus Wirtschaft und Finanz beim traditionellen Börsianer Editor’s Dinner, vulgo „Bullenessen“. Die 50 Topentscheider der heimischen Finanz, Wirtschaft und Politik fanden sich an diesem Abend bei feinstem Steak zusammen.

Heinrich Schaller (RLB OÖ) und Waltraud Perndorfer (Privat Bank) tauschten sich neben Christoph Eisele („Börsianer“) und Beate Meinl-Reisinger (Neos) aus.

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Julian Jäger (Flughafen Wien) und Herta Stockbauer (BKS Bank AG) folgten der Aufforderung und erhoben ihr Glas auf einen Abend in ausgelassener Runde.


RANKING EVENTS

EIN BESONDERES JUBILÄUM

4. PLATZ 250 JAHRE WIENER BÖRSE 2. SEPTEMBER 2021

Am 2. September 2021 eröffnete Ferdinand Habsburg-Lothringen, Nachfahre von Maria Theresia, feierlich den Handelstag mit der Börsenglocke. Andrea Herrmann und Christoph Boschan (beide Wiener Börse AG) freuten sich.

WIENER BÖRSE, WIEN Der 2. September 1771 war der erste Handelstag an der Wiener Börse. Dementsprechend feierte die Wiener Börse heuer ihr 250-Jahr-Jubiläum gebührend, aufgrund von Corona mit mehreren kleineren Veranstaltungen für Stakeholder und Manager aus Wirtschaft, Politik und Finanz. Glückwünsche dazu kamen aus der ganzen Welt, so zum Beispiel auch von US-Investor und Autor Jim Rogers, der 1985 das große Potenzial des österreichischen Kapitalmarktes erkannte.

Auch 41 sportliche Mitarbeiter der Wiener Börse ­freuten sich über das Jubiläum – und formten für das Foto die Zahl 250.

Börsenvorstand Christoph Boschan feierte den ganzen Tag über mit den verschiedensten Kundengruppen und war sichtlich begeistert.

Finanzminister Gernot Blümel wünschte Christoph Boschan (Wiener Börse AG) alles Gute und gratulierte zu 250 Jahren Wiener Börse.

Im Talk: Angelika Sommer-Hemetsberger (OeKB), Katja Langenbucher (Goethe-Universität Frankfurt) und Harald Mahrer (Wirtschaftskammer Wien).

Alpbach-Präsident Andreas Treichl mit Gattin Desiree Treichl-Stürgkh im Gespräch mit Katerina Sakellaropoulou (r.), Staatspräsidentin von Griechenland, und Bundespräsident Alexander Van der Bellen, neben ihm Gattin Doris Schmidauer.

5. PLATZ EUROPÄISCHES FORUM ALPBACH WIRTSCHAFTSGESPRÄCHE 29. BIS 31. AUGUST 2021 ALPBACH, TIROL Mehr als 4.500 Personen aus 62 Ländern nahmen am diesjährigen Europäischen Forum Alpbach teil. Dieses wurde zum ersten Mal als hybride Konferenz abgehalten. Im Fokus standen Beiträge zur Sicherung und Finanzierung der Zukunft Europas sowie zur Klimakrise. „Ich habe das Gefühl, die Leute gehen mit unseren Neuerungen mit, weil man wieder qualitätsvolle Gespräche führen kann“, resümierte Präsident Andreas Treichl.

Nationalbank-Gouverneur Robert Holzmann moderierte eine Plenarsitzung mit dem Thema „Stärke der Eurozone“.

„Cloudy With a Chance of … Looking Ahead 10 Years in Finance“ hieß das Gespräch, an dem auch Gerda Holzinger-Burgstaller (Erste Bank Österreich) teilnahm.

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© EFA / ELISABETH MANDL © EFA / PHILIPP HUBER © EFA / MATTEO VEGETTI

WIRTSCHAFT IM HÖHENRAUSCH


Entgeltliche Einschaltung

3 Banken Value-Aktienstrategie

„INFLATIONSDRUCK HILFT VALUE-STIL“ 2 Fragen – 2 Antworten mit Werner Leithenmüller Die Renaissance des Value-Stils prägte das erste Halbjahr. Ab der zweiten Jahreshälfte konnte sich „Growth“ doch wieder durchsetzen. Wie geht es weiter? – Werner Leithenmüller: Wir finden aktuell ein attraktives Umfeld für diesen Investmentstil vor, auch wenn Wachstumsaktien sich in den letzten Monaten besser entwickelt haben. Die Argumente für die 3 Banken ValueAktienstrategie bauen in dieser Marktphase auf einem logischen Gedankengang auf: brüchige Lieferketten, knappes Angebot und starke Nachfrage führen zu stark steigenden Preisen bzw. Inflation; die Notenbanken könnten gezwungen sein, mit höheren Zinsen auf dieses Szenario zu reagieren. Aktuell bezeichnen sie diese Inflationsphase noch als „transitory“ – sprich vorübergehend. Vor diesem Hintergrund und der Erwartung eines weiterhin hohen Preisniveaus macht

eine höhere Valuegewichtung im Portfolio durchaus Sinn. Worauf legen Sie in diesem Umfeld den Fokus bei der Aktienauswahl? – Werner Leithenmüller: Die Qualität der Unternehmensergebnisse steht bei der Aktienauswahl ganz klar im Zentrum. Wie nachhaltig können Gewinne und Umsätze zukünftig gesteigerten werden – und wie sah dies historisch aus? Ein weiterer Fokus liegt auf der „Pricing-Power“ in diesem inflationären Umfeld. Wie sehen die Lieferverträge für Rohstoffe und Energie aus? Sind diese langfristig ausgerichtet und können dadurch Preissteigerungen abgefedert werden? Können die kalkulierten Verkaufspreise durchgesetzt – sprich dem Kunden weitergegeben werden? Derartige Fragen beschäftigen uns gegenwärtig und werden auch entscheidend sein für den Anlageerfolg. www.3bg.at

WERNER LEITHENMÜLLER Fondsmanagement 3 Banken-Generali STAMMDATEN Fondsname 3 Banken Value-Aktienstrategie ISIN AT0000VALUE6 Währung EUR Fondsbeginn 16.05.2011 GEWICHTUNG NACH BRANCHEN (STICHTAG 18.11.2021)

ENTWICKLUNG 10 JAHRE (QUELLE: OEKB)

Finanzwesen Technologie Rohstoffe Basiskonsumgüter Gebrauchsgüter Gesundheitswesen Industrie Kommunikation Versorger Energie

240 % 3 Banken Value-Aktienstrategie 200 %

160 %

120 %

PERFORMANCE Seit Jahresbeginn 2021 5 Jahre 10 Jahre

11.2021

11.2020

11.2019

11.2018

11.2017

11.2016

11.2015

11.2014

11.2013

11.2012

11.2011

80 %

23,59 % 12,83 % 11,94 % 11,15 % 10,45 % 9,77 % 8,45 % 4,08 % 3,92 % 3,80 %

29,15 % p.a. 5,85 % p.a. 8,69 % Quelle OeKB: Stichtag 18.11.2021

DISCLAIMER: Hierbei handelt es sich um eine unverbindliche Marketing-Mitteilung, welche ausschließlich der Information der Anleger dient und keinesfalls ein Angebot, eine Aufforderung oder eine Empfehlung zum Kauf, Verkauf oder Tausch von Anlage- oder anderen Produkten darstellt. Die getätigten Aussagen und Schlussfolgerungen sind unverbindlich und genereller Natur und berücksichtigen nicht die individuellen Bedürfnisse der Anleger hinsichtlich Ertrag, Risikobereitschaft, finanzieller und steuerlicher Situation. Eine Einzelberatung durch eine qualifizierte Fachperson ist notwendig und wird empfohlen. Vor einer eventuellen Entscheidung zum Erwerb von Anteilsscheinen des Fonds „3 Banken Value-Aktienstrategie“ sollten die wesentlichen Anlegerinformationen (KID) iVm dem aktuellen Prospekt als alleinverbindliche Grundlage für den Kauf von Investmentfondsanteilen durchgelesen werden. Die wesentlichen Anlegerinformationen (KID) sowie der veröffentlichte Prospekt der „3 Banken Value-Aktienstrategie“ in ihrer aktuellen Fassung stehen dem Interessenten in deutscher Sprache unter www.3bg.at sowie den Zahlstellen des Fonds zur Verfügung. Zu beachten ist, dass in der Vergangenheit erzielte Erträge keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zulassen. In der Wertentwicklung sind die beim Kauf anfallenden maximalen Kaufspesen in Höhe von 5,00% sowie kundenspezifische Konto- und Depotgebühren nicht berücksichtigt. Das Nettovermögen kann aufgrund der Portfoliozusammensetzung oder der verwendeten Portfoliomanagementtechniken unter Umständen eine erhöhte Wertschwankung (Volatilität) aufweisen!


UNTERNEHMEN INDEX

IMPRESSUM Chefredakteur/Herausgeber: Dominik Hojas, d.hojas@derboersianer.com Stv. Chefredakteurin (CvD): Ingrid Krawarik, i.krawarik@derboersianer.com

UNTERNEHMEN IN DIESER AUSGABE

Redaktion: Jakob Dumfarth, Christoph Eisele, Antonia Hotter, Christian Höller, Irmgard Kischko, Julia Kistner, Raja Korinek, Martin Kwauka (Chefkommentator), Thomas Müller, Hedwig Schneid, Robert Winter Korrespondenten: Deutschland/Düsseldorf: Oliver Stock Schweiz/Zürich: Daniel Zulauf

FIRMENINDEX

Social Media: Valentina Stark 3 Banken Generali Investment

27, 53, 97

A20 Legal

88

Allianz Elementar Versicherungs AG

27, 46

Matejka & Partner

96, 97

Mercer Austria

61

Niederösterreichische Versicherung AG

86

Alterssicherungskommission 63

Oberbank AG

28, 41, 84

Amundi Austria

OeKB

22, 38, 84

56, 96, 97

APK Vorsorgekasse AG

26, 65

OeNB 84

APK Pensionskasse AG

27, 62

Österreichische Post AG

70, 90, 94

Austrian Anadi Bank AG

42

OMV AG

Bank Gutmann AG

41

Österreichische Hagelversicherung

Bawag Group AG

34, 84

90

Österreichische Post AG

BDO Austria

30

Palfinger AG

BKS Bank AG

41

Profil

27, 45, 86 76, 90 94 76, 82

BMF 24

Raiffeisen Bank International AG

Brandl & Talos

76, 88

Raiffeisen Bausparkasse

42

Cerha Hempel

71

Raiffeisen Factor Bank AG

43

Raiffeisen KAG

97

Columbia Threadneedle Investments

28, 53

27, 70, 76, 84, 98

Convertinvest 97

Raiffeisenlandesbank OÖ AG

22, 84

Der Standard

Robeco

32, 57

71, 76, 82

Die Presse

82

Savity 26

DNB Asset Management

27

S Bausparkasse

43

Donau Versicherung AG

80, 87

Schelhammer Capital

32, 37

DWS International

27, 57

Schoellerbank AG

28, 38

Eblinger und Partner

72

Sparkasse Oberösterreich AG

Europäische Bankenaufsicht EBA

37

Strabag SE

Erste Asset Management

27, 96, 97

Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG Erste Group Bank AG Fair Finance Vorsorgekasse AG Finanzmarktaufsicht FMA

T. Rowe Price Management

43, 84

27, 37, 72, 90, 98

Uniqa Insurance Group AG

48, 86, 87

17, 23, 100 76, 92

Franklin Templeton

57

Universität St. Gallen

26

Valida Pension AG

62

Valida Plus AG

66

VAV Versicherungs AG

27

Freshfields Bruckhaus Deringer

70, 89

VBV Pensionskasse AG

Generali Versicherung AG

28, 46

VBV Vorsorgekasse AG

Gutmann KAG

56, 97

Vienna Insurance Group AG

Hypo NOE Bank AG

28, 53

Unicredit Bank Austria AG

Flughafen Wien AG

Helvetia Versicherungen AG

43 71, 76, 94

84 66

47, 73, 87

26, 61 65

Voestalpine AG

Hypo Oberösterreich AG

41

Wiener Städtische Versicherung AG

Impact Asset Management

57

Wolf Theiss

Iqam Invest

57

WU Wien

Junge Industrie

61

Zeb Österreich

37, 47

Zürcher Kantonalbank AG

41, 97

Zürich Versicherungs AG

79, 87

LLB Österreich AG

41

WAYNE Geschäftsführer: Michael Berl, Dominik Hojas Produktion: Grafik: Martin Jandrisevits, Titanweiß ­Werbeagentur GmbH; Fotos: Clemens Bednar, Dieter Brasch, Stefan Burghart, Ingrid Krawarik, Barbara Ster, Unter­nehmen beigestellt; Lektor: Armin Baumgartner; aus Gründen der Textökonomie verzichten wir auf g ­ eschlechtsspezifische Formulierungen. Druckerei/Nachhaltigkeit: Das Magazin wurde nach Richtlinien des ­Österreichischen Umweltzeichens bei der ­Druckerei Ferdinand Berger und Söhne GmbH (10.000 Stück) auf nachhaltigem Papier ­(Umschlag: Claro Silk 250 g, Kern: Furioso 100 g) gedruckt.

92

Wiener Börse AG

27, 38

Verlag/Medieninhaber: Wayne Financial Media GmbH (FN: 399197 f, HG Wien), Bösendorferstraße 4/25, A-1010 Wien, Telefon: +43 (0) 1 920 523 4, Fax: +43 (0) 1 954 4332, E-Mail: office@waynemedia.at, Web: www.waynemedia.at

73, 76, 86, 87

43

Kommunalkredit Austria AG

Anzeigenverkauf: Michael Berl (Leitung), m.berl@derboersianer.com; Miriam Haider, m.haider@derboersianer.com; Christian Mann, c.mann@derboersianer.com; Franziska Walde, f.walde@derboersianer.com; Es gilt die Anzeigenpreisliste 2021!

18, 76, 92, 101 28, 46, 87 88 19

103

Das Österreichische Umweltzeichen für Druckerzeugnisse, UZ 24, UW 686 Ferdinand Berger & Söhne GmbH.

Unbenannt-1 1

07.07.2009 13:28:58


EHRENTAFEL 2021 GOLDENE UNTERNEHMEN UND KÖPFE #UNTERNEHMEN

Beste Banken

Beste Factoring-Banken

Beste Spezialversicherungen

1 2 3

1 2 3

1 2 3

KOMMUNALKREDIT AUSTRIA AG SCHOELLERBANK AG OESTERREICHISCHE KONTROLLBANK AG

RAIFFEISEN FACTOR BANK AG FACTORBANK AG INTERMARKET BANK AG

ÖSTERREICHISCHE HAGELVERSICHERUNG ARAG DAS RECHTSSCHUTZ AG

Sonderpreis Nachhaltigkeit

Beste Fondsgesellschaften

Beste Pensionskassen

1

1 2 3

1 2 3

HYPO OBERÖSTERREICH AG

Sonderpreis Innovation

1

AUSTRIAN ANADI BANK AG

COLUMBIA THREADNEEDLE INVESTMENTS 3 BANKEN GENERALI INVESTMENT T. ROWE PRICE MANAGEMENT

VBV PENSIONSKASSE AG APK PENSIONSKASSE AG VALIDA PENSION AG

Beste Universalbanken

Sonderpreis Nachhaltigkeit

Sonderpreis Nachhaltigkeit

1 2 3

OBERBANK AG

1

1

ERSTE GROUP BANK AG

Sonderpreis Innovation

Sonderpreis Innovation

BKS BANK AG

1

1

AMUNDI AUSTRIA

GUTMANN KAG

VBV PENSIONSKASSE AG

VBV PENSIONSKASSE AG

Beste Spezialbanken

Beste Fondsgesellschaften Inland

Beste Vorsorgekassen

1 2 3

1 2 3

1 2 3

KOMMUNALKREDIT AUSTRIA AG OESTERREICHISCHE KONTROLLBANK AG SANTANDER CONSUMER BANK

3 BANKEN GENERALI INVESTMENT RAIFFEISEN CAPITAL MANAGEMENT LLB INVEST KAG

APK VORSORGEKASSE AG VALIDA PLUS AG VBV VORSORGEKASSE AG

Beste Direktbanken

Beste Fondsgesellschaften Ausland

Sonderpreis Nachhaltigkeit

1 2 3

1 2 3

COLUMBIA THREADNEEDLE INVESTMENTS

1

T. ROWE PRICE MANAGEMENT

Sonderpreis Innovation

DNB ASSET MANAGEMENT

1

KOMMUNALKREDIT AUSTRIA AG SCHELHAMMER CAPITAL (INKL. DADAT BANK) BAWAG GROUP AG (INKL. EASYBANK AG)

Beste Privatbanken

Beste Versicherungen

1 2 3

1 2 3

SCHOELLERBANK AG BANK GUTMANN AG ZÜRCHER KANTONALBANK ÖSTERREICH AG

ÖSTERREICHISCHE HAGELVERSICHERUNG GENERALI VERSICHERUNG AG ALLIANZ ELEMENTAR VERSICHERUNGS AG

Beste Bausparkassen

Sonderpreis Nachhaltigkeit

1 2 3

S BAUSPARKASSE

1

RAIFFEISEN BAUSPARKASSE

Sonderpreis Innovation

WÜSTENROT BAUSPARKASSE AG

1

HELVETIA VERSICHERUNGEN AG

WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG AG

BONUS VORSORGEKASSE AG

APK VORSORGEKASSE AG


RANKINGS EHRENTAFEL

#KÖPFE

#HALLOFFAME

Beste Anwälte

Beste Versicherer

Siege von 2015 bis 2021

1 2 3

1 2 3

8 7 7 7 5

JERGITSCH FRIEDRICH BRANDL ERNST FELLNER MARKUS

STADLER ELISABETH SVOBODA KURT SCHULTES HUBERT

Beste Banker

Beste Finanzvorstände

1 2 3

1 2 3

STROBL JOHANN SPALT BERND SCHALLER HEINRICH

1 2 3

ROITHER HANNES

1 2 3

1 2 3

HODOSCHEK ANDREA

1

NEUMÜLLER-KLEIN DIANA

Beste Pressesprecher

NIKBAKHSH MICHAEL

VBV PENSIONSKASSE AG

HAGENAUER HARALD

Beste Journalisten GRABER RENATE

ÖSTERREICHISCHE HAGELVERSICHERUNG

FLOREY REINHARD

1 2 3

WOSOL ANDREAS

SCHOELLERBANK AG

DÖRFLER STEFAN

Beste IR-Manager

MATEJKA WOLFGANG

3 BANKEN GENERALI INVESTMENT

OBLIN WALTER

Beste Fondsmanager WÖGERBAUER ALOIS

OBERBANK AG

KLEEMANN PETER RESCH JULIA FELSBACH PETER

Auszeichnung. Die Sieger des Jahres dürfen sich mit der offiziellen Plakette und Urkunde schmücken.


UNTERNEHMEN MARKTGEFLÜSTER

DER FINANZMARKT ERGRÜNT – DER STAAT SCHAUT WEG Die Finanzbranche macht ihre Hausaufgaben im Fach Grün. Dem Staat ist das in der aktuellen Steuerreform nichts wert.

N

VITA MARTIN KWAUKA Finanzjournalist Der leidenschaftliche Weinbauer (62) ist seit 24 Jahren Finanz- und Wirtschaftsjournalist. Zu den wichtigsten Stationen­des gebürtigen Deutschen zählen die langjährige Chefredaktion des Magazins „Format“ und das seit 2015 von ihm organisierte Finanzjournalistenforum. Sein Steckenpferd i­st die Altersvorsorge. Der studierte Agrarökonom als chronisch neugierig.

ichts bewegt die Finanzbran-

schuld, gibt aber praktisch nichts davon

che heuer so sehr wie das The-

zur Förderung des langfristigen Kapital-

ma Nachhaltigkeit. Neue Regeln

aus Brüssel beschleunigen das Umdenken: So trat heuer am 10. März die EUOffenlegungsverordnung in Kraft, welche die Fi­ nanzunternehmen verpflichtet, über Produkte, Nachhaltigkeitsstra-

„Die breite Masse geht leer aus und zahlt die Zeche für Zinsflaute.“ MARTIN KWAUKA

tegien sowie Risiken zu informieren. Ein

aufbaus und der kapitalgedeckten Altersvorsorge weiter. Nur die Mitarbeitererfolgsbeteiligung soll großzügig unterstützt werden: Pro Mitarbeiter werden ab dem kommenden Jahr bis zu 3.000 Euro steuerfrei gestellt. Das ist zwar für die Betroffenen erfreulich, sie werden aber vor

noch wichtigeres Datum ist der 2. August

allem in börsennotierten Unternehmen

2022: Ab diesem Tag müssen alle Kunden

sorge- und die AKP Pensionskasse AG als

zu finden sein. Die breite Masse geht leer

vor dem Kauf neuer Anlageprodukte aktiv

Zweiter und Dritter im Gesamtranking.

aus – und darf weiterhin die Zeche für die

nach ihren Nachhaltigkeitspräferenzen

Bei der Vierten, der Österreichischen

Zinsflaute zahlen. Selbst Maßnahmen,

befragt werden. Laut Umfragen könn-

Hagelversicherung, ist sogar die De-

die nichts kosten, werden im Finanzmi-

ten dann mehr als die Hälfte der Kun-

ckung von Umweltrisiken das Kernge-

nisterium auf die lange Bank geschoben.

den ihren Wunsch nach entsprechenden

schäft. Entsprechend der wachsenden

So stand zu Redaktionsschluss immer

Produkten äußern, möglicherweise so-

Schäden durch Unwetter aller Art reicht

noch nicht fest, wer denn die Umsetzung

gar deutlich mehr: Bei den Fondsgesell-

die Palette der Versicherungsprodukte

der Offenlegungsverordnung kontrollie-

schaften Erste Asset Management und

inzwischen weit über den Hagel hinaus,

ren soll. Im Gespräch ist die FMA, fix ist

Raiffeisen Capital Management sind ak-

es werden etwa auch die zunehmenden

nix. Auch noch nicht sicher: was genau

tuell über 90 Prozent der an Privatkun-

klimabedingten Schäden durch Dürre

vom Staat als grün akzeptiert wird und

den verkauften Fonds nachhaltig. Wer ab

abgedeckt. Und das Landwirtschaftsmi-

was womöglich unter dem Motto Green-

August nur Konventionelles im Talon hat,

nisterium sowie die Länder sorgen durch

washing im schlimmsten Fall sogar mit

wird dementsprechend auf den Ladenhü-

hohe Zuschüsse zu den Prämien für

Strafen belegt wird.

tern sitzen bleiben.

Landwirte für eine entsprechend hohe

Trotz dieser misslichen Lage landeten

Nachfrage. Bauern haben eben eine be-

diesmal auffallend viele Assekuranzen

sonders schlagkräftige Lobby.

auf den vorderen Plätzen, darunter die

Diese Gefahr ist in der heimischen Finanzbranche gering. So gelten die Vorsorgekassen, die die Abfertigung neu

Für die übrigen Kunden der Finanz-

Generali auf Platz sechs, gefolgt von der

für rund 3,6 Millionen Kunden verwal-

branche gilt das offenbar nicht. In der ak-

Allianz und Wiener Städtischen. Kun-

ten, seit Jahren als Impulsgeber für eine

tuellen Steuerreform gingen sie leer aus.

den, die auf ökologisch-ethische Vorsor-

nachhaltige Veranlagung der ihnen an-

Es kam weder die im Regierungsüberein-

ge setzen möchten, werden im Rahmen

vertrauten Mittel. Auch die Pensions-

kommen angekündigte Befreiung von

der fondsgebundenen Lebensversiche-

kassen aus demselben Haus ziehen in-

ökologischen und ethischen Veranla-

rung entsprechende Produkte offeriert.

zwischen nach. Das ist kein Zufall: Im

gungen von der KESt noch irgendwelche

Und die Allianz hat sogar den klassischen

goldenen Ranking des Börsianer belegen

andere ebenfalls im Koalitionspakt an-

Deckungsstock dank einer langjährigen

Anbieter der zweiten Säule des Pensions-

visierten Förderungen der betrieblichen

Kooperation mit dem WWF bis auf Rest-

systems gleich alle drei Plätze auf dem

oder privaten Vorsorge. Der Staat zahlt

bestände in Richtung Nachhaltigkeit ge-

Siegerpodest: die VBV Pensionskasse AG

zwar durch die Niedrigzinspolitik der EZB

trimmt. Doch auch hier gilt: Dem Staat ist

als Erster, knapp dahinter die APK Vor-

immer weniger für die Zinsen der Staats-

das weiter keinen Cent Förderung wert. n

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BÜROPROJEKT GRASBLAU Berlin Angestrebter Zertifizierungsstandard: DGNB Gold

WERTSCHÖPFUNG IN BALANCE MIT UMWELT UND GESELLSCHAFT. Als Top-Player im europäischen Immobiliensektor bekennen wir uns zu nachhaltiger Unternehmensführung im umfassendsten Sinn, die Einhaltung vielfältiger freiwilliger Auflagen und Standards in Umwelt- und Sozialbelangen ist für uns und unsere Lieferkette schon lange verbindlich. Wir haben den Weg hin zu einer nachhaltigen, klimaneutralen Wirtschaft bereits angetreten mit dem Ziel, CA Immo langfristig rundum zukunftssicher aufzustellen.

Erster Green Bond im Oktober 2020 erfolgreich emittiert Rd. 70 % des Gebäudebestands mit Nachhaltigkeits­ zertifikat (DGNB, BREEAM oder LEED) Umstellung des Gebäudebetriebs auf grünen Strom EPRA Sustainability Gold Award 2021 für vorbildliche Nachhaltigkeitsberichterstattung (www.epra.com)

Weitere Informationen finden Sie unter www.caimmo.com/nachhaltigkeit

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