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BESTEN UNTERNEHMEN UND KÖ P F E D E R F I N AN Z B R AN CH E

2019

DERBOERSIANER.COM ∙ DEZEMBER 2019 ∙ 12 EURO


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EDITORIAL BÖRSIANER NR. 35

DOMINIK HOJAS Chefredakteur Börsianer

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Liebe Börsianer!

W

er sind die besten Finanzunternehmen im ganzen Land? Um Ihnen Orientierung zu geben und dabei die Besten zu küren, haben wir im Herbst 2019 zum fünften Mal 154 Markt-

teilnehmer aus den fünf Branchen der Banken (Seite 32), Versicherungen (Seite 40), Fondsgesellschaften (Seite 48), Pensions- (Seite 54) und Vorsorgekassen (Seite 60) einem ultimativen Härtetest unterzogen. Das Ergebnis ist ein objektives Ranking der österreichischen Finanzindus­ trie. An der Spitze finden sich 2019 alte Bekannte wie die Oberbank AG, aber auch neue Gesichter wie die Österreichische Hagelversicherung. Der große Abräumer des goldenen Rankings ist die VBV-Gruppe. Ihre beiden Töchter VBV Pensionskasse AG und VBV Vorsorgekasse AG überzeugten mit vorderen Plätzen und Rubriksiegen. Der höchste Neueinstieg in die top 100 gelang heuer der Credit Suisse Asset Management. Die Easybank AG kürte sich mit der fünften Auszeichnung in Folge in der Kategorie Direkt­bank zum Seriensieger. Sie kommt damit mit der Oberbank AG und der Schoellerbank AG aufs Treppchen des historischen Leaderboards Letztere ging heuer aufgrund der Kennzahlen erstmals leer aus.

Finanzindustrie im Härtetest Um die besten Unternehmen zu finden und zugleich Transparenz zu gewährleisten, wurde ein dreisäuliges Scoringmodell angewendet. Die Auswertung erfolgte durch die Wirtschafts- und Steuerberatungskanzlei BDO Austria. Den Firmen war es möglich, in der Peergroup (erste Säule) ihre Mitbewerber zu bewerten. Eine ausgezeichnete Reputation unter Branchenkollegen genießen die APK Pensionskasse AG, Blackrock und die Generali Versicherung AG. Darüber hinaus wurden absolute und relative branchenspezifische Kennzahlen (zweite Säule) zur Analyse der Unternehmensperformance erhoben. Hier konnten die Bank Gutmann AG, Credit Suisse Asset Management und Fair Finance Vorsorgekasse AG Höchstnoten sammeln. Für die Redaktionsbewertung (dritte Säule) wurden mit Fachexperten entwickelte Fragebögen an die Unternehmen gesendet. Diese orientieren sich an den Themen Strategie, Kunden, Ser-

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EDITORIAL BÖRSIANER NR. 35

Teamarbeit. Die Mitarbeiter der APK Vorsorgekasse AG freuten sich im Vorjahr über den Sieg und schickten uns diesen stolzen Schnappschuss.

vice, Regulierung, Nachhaltigkeit und Innovation. Auf die letzten beiden Megatrends wurde von der Börsianer-Redaktion ein Schwerpunkt gelegt, zudem wurden Sonderpreise verliehen. Hier konnten im Bereich Nachhaltigkeit unter anderem die BKS Bank AG oder im Segment Innovation die Spängler Iqam Invest mit herausragenden Ideen auf sich aufmerksam machen. Insgesamt gab es von der Redaktion wie bereits 2017 und 2018 siebenmal die Höchstnote zehn, zum Beispiel für die 3 Banken Generali Investment, die VBV Pensionskasse AG oder die Österreichische Hagelversicherung. Alle drei Teilergebnisse werden in den offiziellen Rang­ listen transparent veröffentlicht. Das Endergebnis bildet der Mittelwert.

Qualität setzt sich durch Eine ausgezeichnete Geschäftsentwicklung, innovative Ideen, nachhaltiges Wirtschaften, eine gute Marktreputation sowie qualitativ ausge-

Doppelpack. Die Generali Versicherung AG sahnte 2018 den Preis als beste Versicherung ab. Auch die Tochter Europäische ­Reiseversicherung AG (ERV) jubilierte. GeneraliGeneraldirektor Alfred Leu und ERV-Vorstandschef Wolfgang Lackner freuten sich.

füllte Fragebögen sind für eine Topbewertung ausschlaggebend. Die Un-

Dynamisch. Elisabeth Stadler nahm von ­Dominik Hojas den Preis als beste Versicherungsvorständin entgegen. Die Generaldirektorin der Vienna Insurance Group AG hatte sich im goldenen Ranking heuer deutlich von ihren Branchenkollegen abgesetzt.

ternehmen haben es also selbst in der Hand. Das spiegelt sich bei der S Bausparkasse wider. Sie hat aus eigener Kraft den Turnaround geschafft und als Rubriksieger ein sensationelles Comeback hingelegt. Bei den Fragebögen gibt es immer noch große Qualitätsunterschiede. Wer konkret auf Fragen eingeht, sich auf den gefragten Zeitraum fokussiert oder Entwicklungen mit Zahlen hinterlegt, schneidet besser ab als Teilnehmer, die Texte aus dem Geschäftsbericht kopieren. Dabei stechen über die Jahre vor allem die Pensions- und Vorsorgekassen sowie die BKS Bank AG und 3 Banken Generali Investment als Musterschüler hervor.

Zinsen zeigen Wirkung Die österreichische Finanzindustrie hat sich im abgelaufenen Jahr solid entwickelt. Der Zinsdruck hinterlässt erste Spuren, die Unternehmensbilanzen stagnieren und leiden vereinzelt. Nachhaltiges Wirtschaften wird weiterhin stark in die Geschäftsmodelle integriert. Überraschend ist für mich bei dem ganzen „Digitalgerede“, dass die Digitalisierung

Premiere. Ingrid Krawarik überreichte Olaf Peter Poenisch die Auszeichnung als beste Spezialbank 2018. Es war der erste Sieg der Santander Consumer Bank.

in der Praxis oft noch gar nicht Einzug hält. Dennoch, Österreich verfügt über viele großartige Unternehmen und zahlreiche kluge Köpfe, auf die wir sehr stolz sein können. Den siegreichen Finanzunternehmen der

Seriensieger. Oberbank-Vorstandschef Franz Gasselsberger konnte die Wertung der besten Bank im goldenen „Börsianer“Ranking 2018 für sich entscheiden. Dominik Hojas überreicht in Linz den Glaspokal.

„Edition gold“ 2019 gratuliere ich im Namen der Börsianer-Redaktion an dieser Stelle herzlich zu ihren Spitzenleistungen. Die vergangenen fünf Jahre haben gezeigt, dass das Börsianer-Ranking keine Zufallssieger produziert, sondern exzellente Leistungen herausfiltert. Das Ranking gilt bei den Marktteilnehmern als echter Härtetest und hat sich für alle Leser und Kunden zu einem anerkannten Vergleichsmaßstab entwickelt. Wir wünschen Ihnen auf diesem Weg ein frohes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches Börsenjahr 2020!

Spitze Feder. Die Auszeichnung als beste Finanz- und Wirtschaftsjournalistin sicherte sich heuer zum ersten Mal „Standard“-Redakteurin Renate Graber. „Börsianer“-Chefredakteur Dominik Hojas übergab den Preis.

Viel Vergnügen mit der „Edition gold“ wünscht Ihnen

Dominik Hojas d.hojas@derboersianer.com

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RÜCKBLICK 1. QUARTAL 2019 JÄNNER

EN EN R, HAB EG E R W N RO DE CEO L ST ATEN OJ N ZU EU T N A O O E E E N P ND D G B D EN -CE E EI E EG ETRO EN DE R UN EX LION G D T N R B UND T R R E Ä U IL M K N IE K NG D B IA HL EG FE ILÄU IA- KTIO ZA 1,5 M ILL FR VON IGU LAN K L M M U D I E E B N L N R A BE IT AB TA H BA JU OB HE OHU GE OC AUP V M DH ER AHRSC BUR MT MAC GV ERGA N B M S H N U A D IT O 0-J A ND Z HU O ABU S RD WE 15 LA SC IN WI

MARINOMED GEHT AN DIE BÖRSE Mit der Marinomed Biotech AG (Marinomed) feierte die Wiener Börse am 1. Februar 2019 den ersten Börsengang Europas im aktuellen Jahr. Für das Wiener Unternehmen war es nach dem vorläufigen IPO-Stopp im vierten Quartal 2018 ein zweiter Anlauf, der mit Erfolg gekrönt war. Der Aktienkurs steigerte sich von 75,50 Euro auf über 100 Euro. Für den Börsenstandort Wien war es der erste von drei Börsengängen im Jahr 2019. Der Marinomed folgte zuerst im Mai das auf Luftfahrt spezialisierte Technologieunternehmen Frequentis AG mit einem Doppellisting in Wien und Frankfurt. Im Juli ging die auf Zentral- und Südosteuropa fokussierte Addiko Bank AG an die Börse.


RÜCKBLICK 1. QUARTAL 2019 MÄRZ

© WIENER BÖRSE AG / APA-FOTOSERVICE / HÖRMANDINGER

E D AL T UN TR M B N RC ZE OF OM TE HT AB EK PIS IRD UE NH ÜR ­ AC B F E D E D W H R K N E N T R A D F O E IE RIT IN TB ND AN MI LF EV TÄ ATB HT AUP N WÜR D CH -CHE S FT WO CH E E S I V R S A I Z H S G F O R AF TR ND WÄ AG NER MA ÖBA E V IN P GH BNIS AS GU U LD BI O W U E E E E A H I M L F WO G IR F LAU N THR B T UER W BU BE ER KA AM NE


RÜCKBLICK 

2. QUARTAL 2019

APRIL

© FRANK AUGSTEIN / AFP / PICTUREDESK.COM

T TO G IER GEN AN ON R T G K E T L S T EN N R EN ÖG OH ÄS ERU RS FUR UE R PO R W R L IEN E Ö K M P D E E N N D N N P :B EI ST W T ÄU IRD NER TIS FRA OU VERÄ INI ACH EM IER UBIL N R W G M E D E T G Z F E J N U UN R E NDS ES T AN F RR HRAW PA ST ST EQ FIN LT IW PO 0-JA GR ANZ FR WIEN ER RSTA ER RTE HO 15 FIN IN VO STA


2. QUARTAL 2019

RÜCKBLICK JUNI

NG NT ZT ELT HU TME EI LAT SE C B W P S IRD R ÖR A GE R T Ö VES B E C W G E L I N R D T DIE A NK ST IE ER ER IN K TE US LL MINI NS INL ING AN AN IN W P S AT A ON TBA Ü O R B V U E I Z M B A S E T N CK D R RO ADR IEG IV ES S M ST TE AR FINA NE EXPA ST R PR A G -QU NZ ULIU ÖS STAR J U N N R I O D O H SC G C K RJ E ENE E UER T UFL AU ICB FÜ WI NE AL

BREXIT-AUFSCHUB SORGT FÜR VERUNSICHERUNG Nach einer ersten Fristverlängerung sollte Großbritannien bis spätestens 22. Mai 2019 aus der Europäischen Union austreten. Vollzogen wurde der Brexit jedoch noch nicht. Anstatt dessen gab es zwei weitere Aufschübe. Das sorgte auf den Handelsmärkten für Verunsicherung. Schätzungen über die Auswirkungen eines Austritts auf die Börsen gehen bei den Experten weit auseinander. Neben dem Handelskrieg der USA gegen China war die Brexit-Thematik damit sicher der größte Einflussfaktor auf den europäischen Markt. Die nächste Frist ist festgelegt: 31. Jänner 2020. Großbritanniens Premierminister Boris Johnson will diese laut seinem im November vorgestellten Wahlprogramm einhalten.


RÜCKBLICK 3. QUARTAL 2019 JULI

F

© FOTOKERSCHI.AT/APA/PICTUREDESK.COM

U S KA NT R N R ACHT E E A N ICH TV RT NT D IN IRD MBE MI T S EIB WI EVER EIE HEN HT L W T F E K U L P G N E H E HO N TE IES Y ER BA ÄSC UG ROU NK ÖRS TR BILIT NE N VO RG S BES Ä I T S A E G F P B B W U B B L O NE IE O RÜ LD LIE CH ER IGE TA IND M ST INTE ES ILLIO A P N GE DIK AN D EN ÄHR M RER I D T O O M W 0-J A EN F GE V 0M K PIE P RF 20 WI WE 30 IN DE


RÜCKBLICK 3. QUARTAL 2019 SEPTEMBER

ER ET O P G -CF IT UN LL TRIA BE AUF E R NK S T A N RT TBA T D T EUR ES -AU E TE N I B M N EN ER STAN ICH FOR M NOS VE IM ERN S O L E U I S N M R EP R I O O N UV US ST ER NG AS INS GR IM VO AN -GO ST SEIN Z F INVE GU M C T I N Ö M ST E I M DE LZ NB ST G FR ZU LIA D BC IA AU LOS HO S OE AL G UN VIG CHA HS LIES H HT ­SID AL KA RO SC

VOESTALPINE-CHEF EDER TRITT ZURÜCK Nach insgesamt 41 Jahren bei der Voestalpine AG trat mit Wolfgang Eder im Juli einer der ganz großen österreichischen Manager zurück. 24 Jahre war Wolfgang Eder im Vorstand, 15 Jahre davon bekleidete er das Amt des Vorstandsvorsitzenden des oberösterreichischen Stahlkonzerns. In den vergangenen Jahren hatte er vor allem mit dem Konjunktureinbruch und dem Handelskrieg zwischen den USA und China zu kämpfen. Nachfolger ist Herbert Eibensteiner, der davor die Stahl-Division des Unternehmens leitete. Neben dem vielen Lob für Eder gab es auch Kritik bei seinem Rücktritt. Denn Eder wurde zeitgleich in den Aufsichtsrat der Linzer gewählt. Ob die Wahl in das Aufsichtsratsgremium ohne Cooling-off-Phase rechtmäßig ist, wird ab Jänner 2020 vor Gericht entschieden.


RÜCKBLICK 4. QUARTAL 2019 OKTOBER

O T EO UR DIT ER C N E E RE RTET W 0 H AN G C 0 C I IM O U N T TA WE 5.0 T A TRIT IHE EUR LT C 10 N U PE S RT G E E I E H I P L K H F T O N N ZA FE M ND C SC RU IA AD-H GIB C AU T A IONE KÜ D RÜ UP ILÄU WI N-G B M T Z I O I O & E L G F B H KE SS OR ER GR UB ED BE MIL ZE BAN H C OLF OC TET TE HR-J ICR E AN 0 C M O N S 2 Ä A N B R R A U CHT E 0-JA N NW S RSP U N1 P D3 RE 20 VO VE VO UN

AMS WILL MIT OSRAM-ÜBERNAHME HISTORISCHES SCHAFFEN Mit ihrem Übernahmeversuch der deutschen Osram Licht AG bestimmte die AMS AG zum Ende des Jahres die Schlagzeilen der heimischen Medienlandschaft. Sollte der Deal durchgehen*, handelt es sich mit einem Volumen von 4,6 Milliarden Euro um die größte Übernahme der österreichischen Wirtschaftsgeschichte. Nachdem ein erster Versuch Anfang Oktober platzte, kam es Anfang November zu einem erneuten Anlauf mit niedrigerer Annahmeschwelle. Zustimmung dafür gab es vom Osram-Vorstand. Sowohl der Betriebsrat des Lichtkonzerns als auch die deutsche IG Metall kritisierten den Übernahmeplan des steirischen Chip- und Sensorherstellers hingegen stark. Sie befürchten einen Stellenabbau, von dem bis zu 800 Personen betroffen sein könnten.


RÜCKBLICK 4. QUARTAL 2019 DEZEMBER

© JÖRG CARSTENSEN / DPA / PICTUREDESK.COM

RT LIE UF R A K Z VE 0 G 40 RÜCK ICH AN NK ENZ G S N N G I I A A T F B IZ IST WA IEN UF IN AW MO ATZT EL E INL NKL BA AKT IB KA O E R M E D E T I A L K O M T B S M P N V CI E TIG RO EB MI ÖR VO O GE PE I S IM US STIEG LIG IG DI STÄ N EU R VA ER B Y N A E E E E US NN T B EM IT SIO IMM RB LN N B B NE EZ LIO VA WIE RO NEU CE TALA EH RZZE FU D S L MI AN ER TO KU UN


INHALT BÖRSIANER NR. 35

RANGLISTE

Die besten Fondsgesellschaften.

48

RANGLISTE

Die besten Köpfe des Finanzplatzes.

64

RANGLISTE

Österreichs beste Unternehmen der Finanzbranche.

16

14


BÖRSENTALK

Wo trifft sich die ­Finanzbranche? Die Topevents 2019.

96 UNTERNEHMEN

PERSONEN

RANKINGS

FINANZUNTERNEHMEN16 Besser als befürchtet

FINANZKÖPFE64 Der lange Weg in den Vorstand

Die besten Unternehmen der

REGELN26 So funktioniert das Ranking BANKEN32 Duelle beleben das Geschäft

REGELN71 So funktioniert das Ranking JOURNALISTEN78 Bewahrer der Qualität

Finanzbranche in Österreich:

INSIDER46 Darüber spricht die Branche FONDSGESELLSCHAFTEN48 Gefragtes Handwerk aus der Heimat PENSIONSKASSEN54 Vergessene Jubilare VORSORGEKASSEN60 Verlangen nach Veränderung MARKTGEFLÜSTER94 Der digitale ­Tsunami steht erst bevor

BANKER80 Ausspannen in der Atacama-Wüste VERSICHERER82 Die den Durchblick bewahren müssen ANWÄLTE84 Vorantreiber von Legal Tech FINANZVORSTÄNDE86 Die Kapitalwächter PRESSESPRECHER88 Kommunikatoren können mehr IR-MANAGER90 Gefragte Meinungsmacher

NIEDRIGZINSEN

GESAMTRANGLISTE27

Das Thema ­Niedrigzinsen

BANKEN36

wird die Finanzbranche in

VERSICHERUNGEN42

tensiv begleiten. Bereits

den kommenden Jahren in-

FONDSGESELLSCHAFTEN50

jetzt wirken sich diese auf

PENSIONSKASSEN58

men aus. Die Finanzindus-

VORSORGEKASSEN62 VERSICHERUNGEN40 Einige wenige Leuchttürme

Ad-hoc der Redaktion

Die besten Köpfe der ­Finanzbranche in Österreich:

die Bilanzen der Unternehtrie sucht immer noch nach Antworten. SONDERPREISE Innovation und Nachhaltig-

GESAMTRANGLISTE72 JOURNALISTEN79 BANKER81 VERSICHERER83 ANWÄLTE85 FINANZVORSTÄNDE87 PRESSESPRECHER89 IR-MANAGER91 FONDSMANAGER93

keit sind zwei vieldiskutierte Megatrends der Finanz­ industrie. Beide Strömungen binden enorme Ressourcen, intelligente Lösungen sind gefragt. Die BörsianerRedak­tion hat deshalb einen Schwerpunkt auf diese Themen gelegt und vergibt heuer in den fünf Branchen Banken, Versicherungen, Fondsgesellschaften, Pensionsund Vorsorgekassen erstmals Auszeichnungen für Innova-

Die besten Veranstaltungen der heimischen Finanzbranche:

EVENTS96

tion und Nachhaltigkeit. STOLZE PREISTRÄGER Neben dem Glaspokal und der P ­ lakette gibt es heuer auch eine Urkunde für die

FONDSMANAGER92 Die Regenmacher

Sieger. Das ist staatstragender, wie wir finden, und lässt sich für alle gut sichtbar aushängen.

Weblinks werden in dieser Ausgabe mit einem   GELBEN BALKEN

markiert.

15


RANKING UNTERNEHMEN

© WIENER BÖRSE AG

Aufholbedarf. Der Leitindex der Wiener Börse liegt seit Jahresanfang 2019 mit rund 15 Prozent im Plus und damit weiter hinter anderen europäischen Indizes.

BESSER ALS BEFÜRCHTET


#RANGLISTE


RANKING UNTERNEHMEN

2019 schwächelte die Konjunktur. Doch trotz geopolitischer Spannungen, lockerer Geldpolitik, ungeliebter EU-Finanzmarktrichtlinie Mifid II oder Österreichs veritabler Regierungskrise läuft es für die Finanzbranche deutlich besser als befürchtet. Allen voran für die neuen Branchenprimusse des goldenen Rankings der besten Finanzinstitute Österreichs. TEXT JULIA KISTNER

W

arum die Finanzmärkte bis

ginn ist doch toll“, lässt sich Börsenvor-

dato heuer deutlich besser

stand Christoph Boschan die vorweih-

laufen als erwartet, erklärt

nachtliche Feierlaune auch nicht vom

sich Börsenkenner Wolfgang Matejka

besser performenden deutschen DAX-

von Matejka & Partner Asset Manage-

Index verderben, der bis zum Redakti-

ment folgendermaßen: „2018 war defi-

onsschluss 25 Prozent zulegte. „Wenn

nitiv eine Zäsur. Hier wurden Umschich-

man wie im DAX auch im ATX die Di-

tungen getätigt, die offensichtlich mit

videnden einrechnen würde, wäre es

Jahresende beendet werden mussten.

ebenso ein Anstieg um 18,7 Prozent. Die

Dazu kam die neue EU-Finanzmarkt-

Ausschüttungen der ATX-Werte für 2018

richtlinie Mifid II, der Abzug von US-

sind mit 3,2 Milliarden Euro auf Rekord-

Kapital aus dem Euroland und ein star-

niveau, die Durchschnittsdividende liegt

ker US-Dollar, der die Emerging Mar-

bei 3,8 Prozent“, sagt Boschan, der da-

kets unter Druck brachte. Die Erholung

rin ein großes Asset der Wiener Werte

im Jahr 2019 war daher zu Beginn eine

sieht. Der Chef des Wiener Finanzplat-

technische Gegenreaktion. Danach wur-

zes will das Börsenjahr 2019 keinesfalls

de sie von der Hoffnung auf Unterstüt-

schönreden. Er verweist auf Erhebun-

zung durch die Notenbankpolitik getra-

gen der Europäischen Börsenvereini-

gen.“ Die wurde auch nicht enttäuscht.

gung Fese, wonach Europas Finanzplät-

„Ein Anstieg von knapp 15 Prozent in

ze in den ersten drei Quartalen 2019 acht

unserem Leitindex ATX seit Jahresbe-

bis 19 Prozent ihres Umsatzes einbüß-

18


RANKING UNTERNEHMEN

„Neue Rekorde bei ­Dividendenzahlungen und Börsengängen.“

CHRISTOPH BOSCHAN

ten. Wien sei mit einem Umsatzrück-

gen und dem Global Market zu verdan-

delssegment Direct Market plus, das seit

gang von zehn Prozent auf 52,12 Milli-

ken. Der Handel mit ausländischen Blue

2019 auch heimischen KMUs den Zutritt

arden Euro noch gut davongekommen.

Chips in Österreich sei mit 1,62 Milliar-

zum Wiener Parkett vereinfacht.

Das habe man zusätzlichen Umsätzen

den Euro, plus 46 Prozent verglichen mit

Der Chef der Wiener Börse verweist

von 807 Millionen Euro durch den neu

dem Vorjahreszeitraum, gut gewachsen.

auch auf die rege Emissionstätigkeit:

eingeführten Handel an vier Feierta-

Eine Bereicherung sei das neue Han-

„2019 hatten wir in jedem Quartal ein

Wir verbinden, was zusammen gehört.

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Im digitalen Zeitalter wollen wir Trends nicht nur begleiten, sondern vor allem initiieren. Deshalb setzen wir auf die Zusammenarbeit mit FinTechs und Start-ups und entwickeln für unsere Kunden die Finanzlösungen der Zukunft.

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Raiffeisen Landesbank Oberösterreich


RANKING UNTERNEHMEN

„Wir müssen aufpassen, dass sich 2007 nicht ­wiederholt.“

HELMUT ETTL

Listing im Prime Market. Das hat es in

Prävention gegen Geldwäsche.“ Im Fe-

warnung: „Hier haben wir keine auffäl-

letzten zehn Jahren in Österreich nicht

bruar 2019 wurde eine FMA-Strafe von

ligen Erhöhungen festgestellt.“

gegeben.“ Den Anfang machte die Ma-

500.000 Euro gegen die Meinl Bank AG

rinomed Biotech AG im Februar, gefolgt

wegen Verstößen gegen die Sorgfalts-

Worüber man 2020 spricht

von Frequentis AG im April und schließ-

pflichten zur Verhinderung der Geld-

„Die großen Herausforderungen 2020

lich von der Addiko Bank AG im Juli 2019.

wäsche und Terrorismusfinanzierung

bleiben die Handelskonflikte und der

rechtskräftig.

entzog

Brexit“, betonen sowohl Nationalöko-

Aufschub der Aufsichtsreform

die Europäische Zentralbank dann ge-

nom Christian Keuschnig als auch der

Durch das Scheitern der Bundesregie-

nau aus diesen Gründen der Anglo Aus­

Chef der Wiener Börse, Christoph Bo-

rung ist die geplante Zusammenlegung

trian AAB Bank, vormals Meinl Bank,

schan: „Die Mehrheit unserer Markt-

der Bankenaufsichtsagenden von Oes-

die Banklizenz. Dieser Bescheid wurde

teilnehmer sitzt in Großbritannien und

terreichischer Nationalbank (OeNB) und

allerdings einige Tage später vom Ge-

hat sich jetzt auch auf dem Kontinent

Finanzmarktaufsicht (FMA) in der FMA

richtshof der Europäischen Union in ei-

niedergelassen.“ Ebenso spielt der Kli-

als zuständiger Aufsichtsbehörde liegen

nem Eilverfahren aufgehoben.

maschutz 2020 eine zentrale Rolle. Die

Im

November

„Focusgruppe Green Finance“ im Fi-

geblieben. Bonmot am Rande: Die abberufene Regierung wollte den „roten“

FMA warnt vor Blasen

nanzministerium denkt nach, wie man

FMA-Vorstand Helmut Ettl vorzeitig mit

FMA-Vorstand Helmut Ettl warnt vor

privates Kapital für nachhaltige Inves-

Ende 2019 ablösen. Dessen Vertrag läuft

Blasenbildungen. Geld werde wegen der

titionen mobilisieren kann, um die Kli-

noch bis 2023. Parallel zum nicht umge-

niedrigen Zinsen falsch allokiert. Man

maziele aus dem Pariser Übereinkom-

setzten Gesetzesentwurf haben die FMA

sei deshalb 2019 verschärft gegen die

men zu erreichen.

und die OeNB ein Projekt zur Zusam-

laxe Vergabe von Privatkrediten vorge-

Ein großes Thema bleibt die Geldwä-

menführung der operativen Aufsicht in

gangen. „Wir müssen aufpassen, dass

scheprävention. Ab Jänner 2020 wird die

der Schublade. „Ob und in welcher Form

wir kein volkswirtschaftliches Prob-

FMA auch bei Krypto-Asset-Dienstleis-

das Projekt von der neuen Bundesregie-

lem mit Non Performing Loans bekom-

ter, etwa Anbieter elektronischer Geld-

rung aufgegriffen wird, bleibt abzuwar-

men und dass sich das Jahr 2007 nicht

börsen und Handelsplattformen, die

ten“, äußert sich Finanzminister Eduard

wiederholt“, warnt Ettl. In ganz Europa

Einhaltung der Sorgfaltspflichten zur

Müller verhalten zum Börsianer.

müsse man das Risiko-Preis-Verhältnis

Geldwäscheprävention

Man habe sich 2019 aber nicht nur

aller Kredite genau im Auge behalten.

Bis dahin müssen sich diese bei der FMA

mit sich selbst beschäftigt, betont Ettl:

Im Visier hat die FMA auch den Anstieg

registrieren. Mit einer Prüfung Öster-

„Wir haben den kollektiven Verbrau-

von Gebühren, mit denen Finanzinsti-

reichs durch die Financial Action Task

cherschutz ausgebaut, binäre Optio-

tute niedrige Zinsmargen kompensie-

Force (FATF) rechnet Finanzminister

nen verboten und den Vertrieb von Dif-

ren. Bei den Gebühren der jüngst unter-

Eduard Müller erst 2021. Die FATF ist eine

ferenzkontrakten, den CFDs, einge-

suchten Fonds und Vorsorgeprodukte

Arbeitsgruppe des Internationalen Wäh-

schränkt. Erfolgreich war auch unsere

der Versicherungen gibt Ettl aber Ent-

rungsfonds zur Bekämpfung von Geld-

20

beaufsichtigen.


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Deshalb sind Investments in Comgest Fonds immer auch eine Entscheidung für nachhaltiges Investieren.

www.comgest.com Vor jeglicher Anlageentscheidung sollte eine spezielle professionelle Beratung in Anspruch genommen werden. Die Comgest Fonds richten sich an Anleger mit einem langfristigen Anlagehorizont. Investitionen in die Fonds sollten nicht erfolgen, ohne vorher den Prospekt und die wesentlichen Anlegerinformationen („KIID“) gelesen zu haben. Sie können in deutscher Sprache auf www.comgest.com heruntergeladen werden und sind kostenlos in Papierform bei den folgenden Zahl- und Informationsstellen erhältlich: Deutschland: Marcard, Stein & Co. AG, Ballindamm 36, 20095 Hamburg; Österreich: Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG, Am Belvedere 1, 1100 Wien. Goldener Bulle für die Fondsboutique des Jahres 2015–2018 verliehen vom Finanzen Verlag jeweils im Januar 2015–2018. Auszeichnung von Comgest als „Top-Fondsgesellschaft“ (5 Sterne) im Capital Fonds-Kompass 2019, Ausgabe 03/2019. Die aufgeführten von den verschiedenen Gesellschaften vergebenen Ratings und Auszeichnungen können sich jederzeit ändern und stellen keine Kaufempfehlung dar.


RANKING UNTERNEHMEN

Gescheitert. Exfinanzminister Hartwig Löger schickte noch im April 2019 die Bankenaufsichtsreform in Begutachtung. Diese sollte in der Finanzmarktaufsicht gebündelt werden. Die OeNB hätte ihre Aufsichtsagenden abgegeben. Das Ende der Regierung begrub dieses Vorhaben.

wäsche. Stark gefordert sei die Finanz-

mittelfristige Budgetplanung eine Er-

Staatsschuld werden im Ausland plat-

branche durch die niedrigen Zinsen und

leichterung. Der Finanzminister rech-

ziert. Das sagt alles. Meine Stoßrich-

die Digitalisierung, so Müller: „Beides

net dennoch „für das kommende Jahr

tungen wären: das institutionelle An-

beeinträchtigt die Profitabilität etablier-

mit einem Defizit von 1,2 Milliarden

lagevolumen ausbauen, etwa die heimi-

ter Geschäftsmodelle, die an die neuen

Euro auf Bundesebene. Gesamtstaatlich

schen Pensionskassen. Diese verwalten

Rahmenbedingungen angepasst werden

muss Österreich einen negativen Maas-

in der Schweiz 120 Prozent des Bruttoin-

müssen.“ Dieser Meinung ist auch FMA-

tricht-Saldo nach Brüssel melden. Da-

landsprodukts und bei uns nicht einmal

Chef Ettl: „Noch nutzen erst 40 Prozent

mit endet die Trendumkehr. 2018 und

zehn Prozent. Dann würde ich die steu-

der Österreicher Internetbanking, doch

2019 bleiben vorerst die einzigen Jah-

erliche Diskriminierung des Risikokapi-

der Trend geht klar dorthin. Hier müs-

re mit einem gesamtstaatlichen Über-

tals beseitigen, also Eigenkapitalzins­

sen die klassischen Banken den neuen

schuss.“ Da gebe es keinen Spielraum

abzug einführen und Verlustausgleich

Onlinebanken und Zahlungsdienstleis-

für Wahlgeschenke, auch nicht, um den

und Vortrag ausbauen. Wenn man sich

tern mehr entgegenhalten.“

Kapitalmarkt anzukurbeln, der ohne-

vor einer neuen Finanzkrise 2.0 wapp-

dies funktioniere. Das sieht National-

nen will, braucht es nichts so dringend

Diskriminierung von Risikokapital

ökonom Christian Keuschnigg anders:

wie risikotragendes Eigenkapital.“ Eine

Für die verschuldete Republik bedeu-

„Der Kapitalmarkt ist im Volumen viel

Krise sieht Experte Wolfgang Matejka

ten die niedrigen Zinsen zwar für die

zu klein. Zwei Drittel der heimischen

derzeit nicht: „Wir haben eine echt gute Chance auf ein gutes Jahresende. 2018 sollte sich nicht mehr wiederholen. An den Märkten ist schon so viel einge-

24,5

preist worden, das die Suche nach dem Boden inzwischen überwiegt, und diese Suche bildet zumeist den Boden.“

Die Sieger im Gesamtranking

Prozent der institutionellen Investoren an der Wiener Börse kamen 2018 aus den USA. 23,5 Prozent aus Österreich und 16,7 Prozent aus Großbritannien. Zu den größten Investoren gehören laut der Wiener Börse AG die Norges Bank, Blackrock, JP Morgan, Vanguard, Fidelity, die Erste Asset Management und die Erste Sparinvest KAG. Zu den fleißigsten Handelsmitgliedern zählen indes Morgan Stanley, Merrill Lynch und die Raiffeisen Centrobank AG.

Mit dem goldenen Ranking des Börsianer wurde die Finanzbranche genauer unter die Lupe genommen. Gefunden wurden anhand von Finanzkennzahlen, Einschätzungen aus der Peergroup und einer Bewertung durch die Börsianer-Redaktion die 147 besten Pensions-, Vorsorge-, Bausparkassenkassen, Versicherer, Banken und Fondsgesell-

22


RANKING UNTERNEHMEN

„Der Kapitalmarkt ­funktioniert. Man muss ihn nicht ankurbeln.“

EDUARD MÜLLER

schaften. Die Redaktion kämpfte sich

rien finden Sie auf Seite 26. Was insge-

der Output aber noch überraschend ge-

durch hunderte Kennzahlen und Fra-

samt positiv auffällt: Die Finanzunter-

ring ist. Mit ihren gewieften Anlagestra-

gebögen, die vom unabhängigen Wirt-

nehmen nehmen Themen wie Nachhal-

tegien, ausgeklügelten Fragebögen und

schaftsprüfer BDO Austria ausgewertet

tigkeit und Digitalisierung ernst, obwohl

starken Peergroup-Bewertungen schaf-

wurden. Detaillierte Bewertungskrite-

vor allem bei Letzterer der Wille zwar da,

fen es die Pensions- und Vorsorgekassen

sbausparkasse.at

Hier werden Wohnträume wahr. Egal, ob kleine oder große Wohnwünsche, mit dem s Bausparen oder dem s Bauspardarlehen kann Ihr Wohntraum Wirklichkeit werden. Nähere Informationen erhalten Sie bei unserem KundenServiceCenter unter 05 0100 - 29900.


RANKING UNTERNEHMEN

„Es braucht nichts so dringend wie ­risikotragendes ­Eigenkapital.“

CHRISTIAN KEUSCHNIGG

wiederum an die Spitze des Börsianer-Ge-

ren, rutscht die Unicredit Bank Austria

Euro schwer ist. Nach derzeitigem Stand

samtrankings, allen voran die VBV Pen-

AG im Vorjahresvergleich um 44 Plätze

werden letztlich 1,3 Milliarden Euro erfor-

sionskasse AG (84,79 Punkte) und VBV

auf Rang 65 ab. Leicht zurückgefallen im

derlich sein“, kündigt FMA-Vorstand Ettl

Vorsorgekasse AG (83,78 Punkte). Gute

Gesamtranking ist auch die Bawag Group

eine Anhebung an. Die Höhe der erfor-

Fundamentaldaten und eine sozial ver-

AG (Platz 15 / 67,75 Punkte). Ihr jüngs-

derlichen Dotierung hängt von der Zins-

antwortungsvolle Veranlagung besche-

tes 400 Millionen schweres Aktienrück-

entwicklung sowie vom Bestand an Ver-

ren der Fair Finance Vorsorgekasse AG

kaufangebot soll bei bescheidenen 36,84

trägen mit hohen Garantiezinssätzen ab.

(82,78 Punkte) im Ge­samt­ranking heuer

Euro pro Aktie wohl weniger den Streu-

Platz drei. Sie verweist den letztjährigen

besitz zum Verkauf motivieren als dem

Inländische Fonds holen auf

Gesamtsieger, die APK Vorsorgekasse AG

Finanzinvestor Cerberus einen rechtlich

Während im goldenen Gesamtranking

(82,57 Punkte), auf Rang vier.

einwandfreien Exit aus der ehemaligen

2018 nur ausländische Fondsgesellschaf-

Gewerkschaftsbank ermöglichen.

ten unter die besten zehn Finanzunter-

Regional stark

nehmen kamen, führt heuer die Erste As-

Als beste Bank kann die Oberbank AG

Zinsen zermürben

set Management (74,51 Punkte) auf Platz

(Platz 8 / 73,08 Punkte) überzeugen, die

Wacker schlagen sich die Versicherun-

sieben das Branchenranking an. Ihr fol-

nach acht Rekordergebnissen in Fol-

gen. Der Branchenzweite Vienna Insu-

gen sechs ausländische Fondsanbieter,

ge auch im ersten Halbjahr 2019 er-

rance Group AG (69,25 Punkte) landete

allen voran die US-amerika­ nische In-

neut die wichtigen Kennzahlen steiger-

im Gesamtranking auf Platz elf, dahin-

vestmentgesellschaft T. Rowe Price (Platz

te. Gut läuft das Kreditgeschäft. Da kann

ter die Grazer Wechselseitige Versiche-

13 / 68,24 Punkte), die ein Vermögen von

ihr auch der Eigentümerstreit zwischen

rung AG (68,83 Punkte), die einige Plät-

umgerechnet rund einer Billionen Euro

Unicredit Bank Austria AG (57,44 Punk-

ze gutmacht. Beide meistern den Spagat

verwaltet, ehe die kleine, aber feine ös-

te) und 3-Banken-Gruppe nichts anha-

zwischen Tradition und Moderne, indem

terreichische Kepler Fonds KAG (64,54

ben. Vor dem Linzer Landesgericht ver-

sie die Digitalisierung der Geschäftspro-

Punkte) mit rund 14,5 Milliarden Euro

sucht die Bank Austria, die mit 26 Prozent

zesse im Haus sowie der Produkte voran-

veranlagtem Kundenvermögen auf Rang

der größte Einzelaktionär der Oberbank

treiben. Unter Druck gerät bei den dauer-

acht in der Branchen- und Rang 30 in der

AG ist, gegen die wechselseitigen Ver-

haft niedrigen Zinsen das langfristig ori-

Gesamtwertung kommt. Die heimischen

flechtungen der 3-Banken-Gruppe vor-

entierte, hundertjährige Geschäftsmodell

Marktführer denken schon laut über die

zugehen. Im Börsianer-Ranking 2019 ge-

der klassischen Lebensversicherung. „Im

Einführung passiver ETFs nach, da Mi-

hen die drei regionalen Schwesterins-

Gegensatz zu Deutschland haben wir die

fid II die Kosten der Fondsgesellschaften

titute schon einmal als Sieger hervor:

Garantiezinsversprechungen

schneller

stark unter Druck setzte. Einige KAGs ste-

Während die Oberbank AG auf Platz eins,

gesenkt. Überdies haben wir zur Erfüllung

hen mit passiven Produkten bereits am

die Kärntner BKS Bank AG (67,07 Punk-

der Altverträge bereits vor Jahren die Do-

Start. Das ist ein deutlicher Paradigmen-

te) auf Platz 18 und die Tiroler BTV Bank

tierung einer Zinszusatzrückstellung ver-

wechsel der „aktiven“ Mitbewerber, aber

AG (58,08 Punkte) auf Platz 61 rangie-

ordnet, die Ende 2019 rund 1,1 Milliarden

fürs Überleben unumgänglich. n

24


Schoellerbank: erste Adresse für Private Banking und Wealth Management Anspruchsvolle Geldanlage ist eine Kernkompetenz der Schoellerbank. Die österreichische Privatbank setzt auf individuelle Beratung und breit gefächerte, zeitgemäße Dienstleistungen. Nun spezialisiert sich die Schoellerbank noch mehr auf vermögende Kunden. Erfolgreiche, vermögende Menschen waren schon immer sehr gut bei der Schoellerbank aufgehoben. Ab sofort ist die Positionierung noch klarer, das innovative Traditionshaus mit zehn Standorten in Österreich erweitert seine Kompetenzen für besonders vermögende Kunden. Als meistausgezeichnete Privatbank des Landes bleibt die Schoellerbank damit weiterhin erste Adresse für Private Banking in Österreich. Gleichzeitig positioniert sie sich als globaler Wealth Manager. Das bedeutet mehr Sicherheit, mehr Anlageerfolge und ein Mehr an individueller Beratung für anspruchsvolle Kunden. Mehr als nur Vermögensverwaltung Die Spezialisierung auf besonders Vermögende ermöglicht der Schoellerbank eine noch bessere Begleitung und Beratung ihrer Kunden. Die erfahrenen Experten des Hauses erarbeiten stets gesamtheitliche Lösungen für die Kunden und ihr Vermögen. Darüber hinaus wurden umfangreiche Wealth Planning Dienstleistungen entwickelt. Auch Finanzierungslösungen sowie der Zugang zu Corporate & Investment Banking Services ergänzen das zeitgemäße Private Banking und Wealth Management. Die Schoellerbank weiß, welche Bedürfnisse wohlhabende Menschen neben der Vermögensverwaltung haben: „Zum einen steigt die Nachfrage nach philanthropischen und ethischen Investments, zum anderen sind immer individuellere Lösungen gefragt. Deshalb erweitern wir laufend unsere An-

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gebote. Wir nehmen uns Zeit für erstklassige Beratung und bieten maßgeschneiderte Lösungen“, erklärt Mag. Helmut Siegler, Vorstandsmitglied Schoellerbank. Für die Bedürfnisse anspruchsvoller Unternehmer verfügt die Schoellerbank über internes Know-how und die Expertise einer erfolgreichen paneuropäischen Bankengruppe. Sie hat Zugang zu einem einzigartigen Netzwerk in 14 Kernmärkten in Westeuropa sowie in Zentral- und Osteuropa und in weiteren 18 Ländern weltweit. Vertrauen, Erfahrung, Sicherheit Besonders vermögende Kunden werden aufgrund ihrer speziellen Bedürfnisse von ihren persönlichen Beratern und zusätzlichen Fachexperten betreut. Und das nicht nur im Anlassfall, sondern

grundsätzlich. Besonders sensible Themen wie Vermögensnachfolgeplanung erfordern Fachkenntnisse, Erfahrung und Vertrauen. „Eine gute Bank ist ein Partner, der das Leben seiner Kunden über mehrere Generationen hinweg erleichtert, ihre Anliegen zu seinen eigenen macht und hilft, Verantwortung zu tragen. Dieses Erfolgsprinzip wird durch unsere Spezialisierung konsequent umgesetzt, wie die Performance unserer Vermögensverwaltung zeigt“, betont Mag. Dieter Hengl, Vorstandsvorsitzender Schoellerbank.


RANKING UNTERNEHMEN

REGELN B

Nach folgenden Kriterien wurden beim goldenen Ranking die besten Finanzunternehmen bewertet.

ereits zum fünften Mal vergibt

■ Die Redaktion des Börsianer nominier-

■ In der Peergroup-Bewertung durften

der Börsianer Auszeichnungen

te insgesamt 154 Unternehmen der

Unternehmen sowohl sich selbst als

für die besten Finanzunterneh-

österreichischen Finanzbrache. In die

auch Unternehmen aus der Konzern-

men des Jahres in 13 Kategorien. Zusätz-

Wertung kamen 147 Unternehmen,

familie nicht bewerten.

lich wurden heuer erstmals Preise in den

abgedruckt sind die top 50 aus den

Sonderkategorien „Nachhaltigkeit“ und

Branchen Banken und Fondsgesell-

■ Sollten zwei Unternehmen den glei-

„Innovation“ in den fünf Branchen ver-

schaften, die top 29 der Versicherun-

chen Gesamtwert vorweisen, grei-

geben. Um die Besten des Jahres 2019 zu

gen und die besten Pensionskassen (5)

fen für die Reihung folgende Regeln:

finden und zugleich eine hohe Transpa-

sowie Vorsorgekassen (8), also insge-

höchster

renz zu gewährleisten, wurde ein drei-

samt 142 Unternehmen.

höchster Teilpunktewert, höchster

säuliges Scoringmodell angewendet, das

Teilpunktewert,

zweit-

Wert bei der zweiten Säule (Kennzah-

auf Mitarbeit der 154 nominierten Un-

■ Das Ranking fußt auf einem dreisäu-

ternehmen abzielte. So war es den Un-

ligen Scoringmodell. Für jede der drei

ternehmen möglich, in der Peergroup

Säulen, die jeweils zu einem Drittel in

■ Fehlende Daten wurden von der Re-

ihre Mitbewerber zu bewerten. Darü-

das Gesamtergebnis einfließen, wur-

daktion in Geschäftsberichten und

ber hinaus wurden absolute und relative

den Punkte zwischen 1 (niedrig) und

Firmenbucheinträgen recherchiert.

branchenspezifische Kennzahlen erho-

10 (hoch) vergeben.

ben sowie für die Redaktionsbewertung

len).

■ Sofern dies nicht möglich war, wur-

mit Fachexperten entwickelte Fragebö-

■  Die Wirtschafts- und Steuerbera-

de das Unternehmen aus der Wertung

gen an die Unternehmen ausgesandt.

tungskanzlei BDO Austria nahm die

genommen. Daher die Abweichung

Um hohe Transparenz zu gewährleisten,

Auswertung des gesamten Rankings

zur Nominierung. Diesmal schieden

werden alle Teilpunkte in den Ranglisten

sowie die Datenanalyse der Kennzah-

drei Unternehmen wegen fehlender

veröffentlicht.

len vor.

Kennzahlen aus.

PLATZ

1.

2018

(4.)

TREND

UNTERNEHMEN

VBV Pensionskasse AG

BRANCHE / RUBRIK

Pensionskasse/ Überbetriebliche

GESAMTSCORE

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAKTION

84,79

9

6

10

BRANCHE UND RUBRIK

GESAMTSCORING

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAKTION

In dieser Spalte sind die

Jede der drei Säulen trug zu

Die Unternehmen einer

Branchenspezifische Kenn-

Die eingeschickten Frage­

Branchen und Rubriken der

einem Drittel zum Gesamt-

Branche hatten die Möglich- zahlen, die Rückschlüsse auf

bögen der Unternehmen

Unternehmen auf­gelistet.

ergebnis bei. Dieser Wert ist

keit, sich gegenseitig mit ei-

die Unternehmensentwick-

wurden von der Redak­tion

Ein Sieger wurde in fünf

der in Prozent konvertierte

ner Punkteanzahl zwischen

lung liefern, wurden von der

des Börsianer mit Punkten

Branchen sowie 13 Rubriken

nichtgerundete Mittelwert

1 (niedrig) und 10 (hoch) zu

BDO Austria analysiert und

von 1 (niedrig) bis 10 (hoch)

plus zwei Sonderkategorien

der drei Teilbewertungen.

bewerten. Die Zahl ist der

auf einer Skala von 1 (nied-

bewertet. Der F ­ ragebogen

je Branche gesucht. Insge-

gerundete Mittelwert der

rig) bis 10 (hoch) bewer-

orientierte sich an folgenden

samt wurden 154 Unterneh-

abgegebenen Peergroup­

tet. Der Wert beschreibt den

Keyfacts: Strategie, Service,

men nominiert, 147 davon

bewertungen. Die Pensions-

gerundeten Mittelwert aus

Innovation, Kunden/Markt-

kamen in die Wertung

und Vorsorgekassen bewer-

Teilbewertungen für bran-

anteile, Nachhaltigkeit und

tete eine Fachjury.

chenspezifische Kennzahlen. Regulierung.

26


RANKING UNTERNEHMEN

GESAMTRANGLISTE BESTE FINANZUNTERNEHMEN

GESAMTSCORE

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAK­ TION

Pensionskasse/ Überbetriebliche

84,79

9

6

10

VBV Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

83,78

9

6

10

Fair Finance Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

82,78

7

8

10

(8.)

APK Pensionskasse AG

Pensionskasse/ Überbetriebliche

82,57

9

6

9

5.

(43.)

Österreichische Hagelversicherung

Versicherung/ Spezialversicherung

77,40

6

8

10

6.

(32.)

Niederösterreichische Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

75,11

8

7

8

7.

(61.)

Erste Asset Management

Fonds/Inland

74,51

6

6

10

8.

(3.)

Oberbank AG

Banken/Universalbank

73,08

6

7

9

9.

(1.)

APK Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

72,67

9

4

9

10.

(5.)

Valida Pension AG

Pensionskasse/ Überbetriebliche

71,74

8

5

8

11.

(51.)

Vienna Insurance Group AG

Versicherung

69,25

6

6

9

12.

(83.)

Grazer Wechselseitige Versicherung AG

Versicherung

68,83

6

7

8

13.

(19.)

T. Rowe Price Management

Fonds/Ausland

68,24

5

7

8

14.

(5.)

Valida Plus AG

Vorsorgekasse

67,78

8

5

7

15.

(6.)

Bawag Group AG

Banken/Universalbank

67,75

6

6

9

16.

(36.)

Oesterreichische Kontrollbank AG

Banken/Spezialbank

67,44

6

6

9

17.

(15.)

Easybank AG

Banken/Direktbank

67,10

5

7

8

18.

(16.)

BKS Bank AG

Banken/Universalbank

67,07

6

4

10

19.

(25.)

Pictet Asset Management

Fonds/Ausland

66,48

6

6

8

20.

(57.)

Steiermärkische Bank und Sparkassen AG

Banken/Universalbank

65,97

5

7

8

21.

(74.)

VAV Versicherungs-AG

Versicherung

65,81

5

7

8

22.

(23.)

Generali Versicherung AG

Versicherung

65,71

7

4

8

23.

(20.)

Hypo Vorarlberg Bank AG

Banken/Universalbank

65,37

5

5

9

24.

(24.)

Helvetia Versicherungen AG

Versicherung

65,16

5

5

9

25.

(53.)

UBS Global Asset Management

Fonds/Ausland

65,09

5

6

8

PLATZ

2018

TREND

UNTERNEHMEN

1.

(4.)

VBV Pensionskasse AG

2.

(11.)

3.

(2.)

4.

BRANCHE/RUBRIK

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.

27

Die Vienna Insurance Group AG beschloss im März 2019 eine neue Dividenden­ politik und wird künftig 30 bis 50 Prozent des Gewinns nach Steuern ausschütten.

Die Oesterreichische Kontrollbank AG hat im Oktober 2019 ihren ersten Sustaina­bility Bond mit 500 Euro Volumen bei starker Nachfrage platziert.

Die Steiermärkische Bank und Sparkassen AG fusioniert ab Mitte 2020 mit ihrer Tochter, dem Bankhaus Krentschker & Co. AG, der ältesten Privatbank der Steiermark. Die Marke Krentschker könnte verschwinden.


GESAMTRANGLISTE BESTE FINANZUNTERNEHMEN

PLATZ

2018

TREND

UNTERNEHMEN

BRANCHE/RUBRIK

GESAMTSCORE

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAK­ TION

26.

(9.)

Fidelity International

Fonds/Ausland

65,04

6

6

7

27.

(33.)

Santander Consumer Bank

Banken/Direktbank/ Spezialbank

64,97

4

6

9

28.

(7.)

JPMorgan Asset Management

Fonds/Ausland

64,87

6

5

8

29.

(79.)

AXA Investment Managers Deutschland

Fonds/Ausland

64,74

5

6

8

30.

(48.)

Kepler Fonds KAG

Fonds/Inland

64,54

6

5

8

31.

(81.)

Bonus Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

64,00

6

4

9

32.

(59.)

Arag Rechtsschutzversicherung

Versicherung/ Spezialversicherung

63,90

5

7

8

33.

(66.)

Bausparkasse der ­österreichischen Sparkassen AG

Banken/Bausparkasse

63,40

5

7

8

34.

60.)

Bank Gutmann AG

Banken/Privatbank

63,23

5

8

6

35.

(41.)

Uniqa Insurance Group AG

Versicherung

62,92

6

4

8

36.

(-)

Credit Suisse Asset Management Fonds/Ausland

62,81

5

9

5

37.

(55.)

Comgest Deutschland

Fonds/Ausland

62,54

5

6

8

38.

(22.)

Allianz Global Investors Europe

Fonds/Ausland

62,46

6

5

8

39.

(18.)

3 Banken Generali Investment

Fonds/Inland

62,41

6

3

10

40.

(31.)

Raiffeisen Capital Management

Fonds/Inland

62,29

6

6

7

41.

(-)

Donau Versicherung AG

Versicherung

62,17

6

7

6

42.

(40.)

Gutmann KAG

Fonds/Inland

62,13

5

7

6

43.

(27.)

Start:Bausparkasse AG

Banken/Bausparkasse

61,99

3

6

9

44.

(65.)

Raiffeisen Centrobank AG

Banken/Spezialbank

61,70

4

6

8

45.

(86.)

Kommunalkredit Austria AG

Banken/Spezialbank/ Direktbank

61,47

3

6

9

46.

(96.)

BUAK Betriebliche ­Vorsorgekasse GmbH

Vorsorgekasse

61,33

6

4

8

47.

(88.)

Bankhaus Schelhammer & Schattera AG / Dadat Bank

Banken/Privatbank/ Direktbank

60,77

4

6

8

48.

(67.)

Allianz Elementar ­Versicherungs Versicherung AG

60,72

6

6

6

49.

(13.)

Schoellerbank AG

Banken/Privatbank

60,38

5

5

8

50.

(42.)

Wiener Städtische Versicherung AG

Versicherung

60,14

7

5

6

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.

28

Die Uniqa Insurance Group AG will die Holding mit ihren Versicherungstöchtern Uniqa Österreich und Uniqa International verschmelzen. Der Vorstand wird von elf auf neun verkleinert. Die 3 Banken Generali Investment verhagelt sich wegen schlechterer Kennzahlen eine ­Topplatzierung bei Fondsgesellschaften.

Die Schoellerbank AG musste wegen schlechterer Kennzahlen die Hoffnungen auf den erneuten Sieg begraben.


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GESAMTRANGLISTE BESTE FINANZUNTERNEHMEN

PLATZ

2018

TREND

UNTERNEHMEN

BRANCHE/RUBRIK

GESAMTSCORE

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAK­ TION

51.

(34.)

LLB Österreich AG

Banken/Privatbank

59,93

4

6

8

52.

(-)

Ergo Versicherung

Versicherung

59,79

4

6

8

53.

(10.)

Columbia Threadneedle Investments

Fonds/Ausland

59,78

6

5

7

54.

(13.)

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG*

Banken/Universalbank

59,75

6

4

8

55.

(-)

HDI Versicherung AG*

Versicherung

59,75

6

5

7

56.

(44.)

Amundi Austria

Fonds/Inland

59,30

6

5

7

57.

(82.)

Spängler Iqam Invest

Fonds/Inland

59,17

5

5

8

58.

(95.)

Degroof Petercam AM

Fonds/Ausland

59,07

5

7

6

59.

(12.)

Robeco SAM

Fonds/Ausland

58,42

6

6

6

60.

(-)

Hypo NOE Bank AG

Banken/Universalbank

58,37

5

6

7

61.

(29.)

Bank für Tirol und Vorarlberg AG

Banken/Universalbank

58,08

5

4

8

62.

(-)

Robeco

Fonds/Ausland

58,03

5

8

4

63.

(-)

Sparkasse Oberösterreich KAG

Fonds/Inland

57,55

5

6

7

64.

(69.)

Nordea Investmentfunds

Fonds/Ausland

57,50

5

5

7

65.

(21.)

Unicredit Bank Austria AG

Banken/Universalbank

57,44

5

5

8

66.

(75.)

Erste Group Bank AG

Banken/Universalbank

57,43

6

5

6

67.

(26.)

Blackrock

Fonds/Ausland

57,25

7

5

5

68.

(-)

Swisscanto Asset Management

Fonds/Ausland

57,22

4

6

7

69.

(87.)

DAS Rechtschutz Versicherung AG

Versicherung/ Spezialversicherung

57,06

5

5

7

70.

(38.)

Europäische Reiseversicherung Aktiengesellschaft

Versicherung/ Spezialversicherung

56,97

5

4

8

71.

(49.)

J. Safra Sarasin Fund Fonds/Ausland Management (Luxembourg) S. A.

56,75

5

6

7

72.

(89.)

ARTS Asset Management

Fonds/Inland

56,67

6

6

6

73.

(-)

Bawag PSK Versicherung AG

Versicherung

56,39

3

7

7

74.

(93.)

Porsche Bank AG

Banken/Direktbank

56,28

4

5

8

75.

(68.)

Allianz Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

56,28

7

6

4

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.

30

Nach der Verschmelzung der LLB Österreich AG mit der Semper Constan­tia Privatbank AG Ende 2018 bekam die Bank mit Robert Löw im Mai 2019 einen neuen Vorstandschef.

Die Erste Group Bank AG feierte im Oktober 2019 in der Stadthalle das 200-Jahr-Jubiläum der Erste Bank. Erste-Group-CEO Andreas Treichl sang und spielte Klavier.


RANKING UNTERNEHMEN

GESAMTRANGLISTE BESTE FINANZUNTERNEHMEN

PLATZ

2018

TREND

UNTERNEHMEN

BRANCHE/RUBRIK

GESAMTSCORE

PEERGROUP

KENNZAHLEN

REDAK­ TION

76.

(37.)

ING Austria

Banken/Direktbank

56,27

5

6

6

78.

(30.)

Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG

Banken/Universalbank

56,16

5

5

7

77.

(17.)

Allianz Pensionskassen AG

Pensionskasse

56,11

7

6

4

79.

(-)

BNY Mellon Investment Managers

Fonds/Ausland

55,75

4

6

6

80.

(94.)

Bankhaus Carl Spängler & Co. AG

Banken/Privatbank

55,30

5

4

8

81.

(28.)

Schoellerbank Invest

Fonds/Inland

55,26

6

4

7

82.

(50.)

LGT Bank AG*

Banken/Privatbank

55,21

4

7

5

83.

(39.)

Kathrein Capital Management*

Fonds/Inland

55,21

5

6

6

84.

(-)

Hypo Tirol Bank AG

Banken/Universalbank

55,00

5

5

7

85.

(84.)

Goldman Sachs Asset Management International

Fonds/Ausland

54,56

5

7

4

86.

(-)

Denizbank AG

Banken/Direktbank

54,42

4

7

5

87.

(47.)

Franklin Templeton Austria

Fonds/Ausland

54,39

5

5

6

88.

(-)

Oberösterreichische Versicherung AG

Versicherung

54,30

5

4

8

89.

(80.)

Bonus Pensionskassen AG

Pensionskasse/ Überbetriebliche

53,89

8

3

6

90.

(52.)

Allgemeine Sparkasse OÖ Bank AG

Banken/Universalbank

53,73

5

4

7

91.

(34.)

LLB Invest KAG

Fonds/Inland

53,52

5

3

9

92.

(46.)

Invesco Asset Management Österreich

Fonds/Ausland

53,46

6

4

6

93.

(54.)

DNB Asset Management

Fonds/Ausland

53,43

5

3

8

94.

(35.)

M&G International Investments

Fonds/Ausland

53,33

5

5

6

95.

(58.)

Raiffeisen Bank International AG

Banken/Universalbank

52,90

6

5

5

96.

(99.)

Zürcher Kantonalbank Österreich AG

Banken/Privatbank

52,50

4

5

7

97.

(63.)

Capital Bank – Grawe Gruppe AG

Banken/Privatbank

52,43

4

6

5

98.

(70.)

Volksbank Wien AG

Banken/Universalbank

52,17

4

4

7

99.

(76.)

Raiffeisen-Landesbank ­Steiermark AG

Banken/Universalbank

52,03

6

5

5

100.

(-)

Wüstenrot Bausparkasse AG

Banken/Bausparkasse

51,47

5

6

5

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.

31

Die LLB Invest KAG punktet mit einem starken Fragebogen in der Redaktionswertung. Die schwächeren Kennzahlen versalzen das Ergebnis.

Die Raiffeisen Bank International AG hat im September einen Green Bond mit einem Volumen von 750 Millionen Euro erfolgreich bei institutionellen Investoren platziert.


UNTERNEHMEN BANKEN

#RANGLISTE

DUELLE BELEBEN DAS GESCHÄFT 32

© HASLINGER

Sichere Bank. Die Oberbank AG unter General­ direktor Franz Gassels­ berger holt sich zum ­zweiten Mal in Folge den Gesamtsieg.


UNTERNEHMEN BANKEN

Die Veränderung der Geschäftsmodelle hat die Banken in Österreich fest im Griff. Kostendruck und Tiefzinsphase zwingen zu einschneidenden Umwälzungen. Die Gewinner des goldenen Rankings der besten Banken zeichnen sich durch Beständigkeit aus. Ein Seriensieger ist geschlagen. TEXT INGRID KRAWARIK

D

igitalisierung ist bei den Banken

technische Integration aller Bauspar-

ge von maximaler Skalierung: Die Kos-

kein Modewort, sondern aktu-

kassen-IT-Systeme in das Kernbanken-

ten für 100.000 Kunden sind annähernd

ell ein noch nicht ausgereiftes

system der Mutter Bawag Group AG die

gleich wie für 100. Meist bedeutet das

Schreckensszenario. Vor allem deshalb,

laufenden IT-Kosten um 50 Prozent re-

einen fundamentalen Umbau, der rund

weil viele Banken den Schritt zu einem

duzieren konnte und mit „Finonline“

fünf Jahre dauert und Kernbankensys-

Ausbau des digitalen Angebots verschla-

eine automatisierte Kreditwürdigkeits-

tem, Prozesslandschaft sowie Ein­ zel­

fen haben. „Österreichische Banken

prüfung bei Finanzierungen zum Einsatz

applikationen betrifft“, erklärt BCG-

hinken in puncto Digitalisierung hinter-

bringt. Die Erste Group Bank AG (Platz

Experte Haider. Das Problem vieler Ban-

her, im internationalen Vergleich ent-

22 /57,43 Punkte), die die Peergroup-

ken ist jedoch das oft nicht ausreichen-

stand kumuliert über die vergangenen

Wertung im goldenen Ranking der bes-

de Kapital, die mangelnden Ressourcen

fünf Jahre eine Investitionslücke von

ten Banken für sich entscheiden konn-

und der dadurch fehlende Spielraum an

einer Milliarde Euro“, sagt Lukas Hai­

te, bietet Nutzern der Onlineplattform

Investitionen. „Die Lösung ist, dass man

der, Bankenexperte der Boston Consul-

„George“ mit dem „Invest Manager“

nicht alles selbst macht oder sich auf

ting Group (BCG) zum Börsianer. Er fügt

eine auf deren Bedürfnisse aktiv gema-

­einige wenige Produkte wie die Kon­sum­

hinzu: „Die Bankkunden sind da deutlich

nagte Anlageverwaltung, außerdem ist

finanzierung, die Wohnbaufinanzierung

weiter als die Banken selbst. 58 Prozent

Apple Pay ein großes Asset der Bank.

oder Assetmanagement konzentriert“,

wollen Bankgeschäfte ausschließlich di-

Bei der Unicredit Bank Austria AG

gital durchführen, der Bedarf an digita-

(Platz 20 / 57,44 Punkte) wird künstliche

Die Volksbank Wien AG (Platz 35 /

len Lösungen ist aber größer, als dass er

Intelligenz zur Kundenidentifizierung

52,17 Punkte) arbeitet etwa bei Invest-

befriedigt wird.“

sagt Haider.

und zur Betrugsprävention eingesetzt,

mentprodukten mit dem deutschen

Das heißt jetzt nicht, dass gar nichts

außerdem präsentierte die Bank im Sep-

Assetmanager Union Investment zu-

in den vergangenen Jahren in diese

tember 2019 mit „Homestory“ eine App,

sammen. Das sogenannte Open Ban-

Richtung von den Bankinstituten unter-

über die Hypothekarfinanzierungen mit

king machen auch viele der Fintechs wie

nommen wurde. Es gibt sogar einige, die

dem Smartphone abgeschlossen werden

etwa N26 über Transferwise. Die Online-

frohen Mutes vorangehen. Die Easybank

können. Die zahlreichen digitalen Neu-

bank spart sich die Entwicklungskosten

AG (Platz 4 / 67,10 Punkte), die sich er-

erungen brachten der Unicredit Bank

und fokussiert sich eher auf die Kunden-

neut im goldenen Ranking den Titel als

Austria AG die erstmals vergebene Aus-

schnittstelle.

beste Direktbank holt, bietet eine auto-

zeichnung des Börsianer in der Rubrik

matisierte Kreditvergabe an. Das Sys-

„Innovation“ ein.

Ökosysteme als Cashcows

tem erkennt aufgrund der Daten, wann

Eine andere Möglichkeit ist, sich auf ei-

der Kunde einen Kredit benötigen könn-

Es fehlt an Kapital

nige wenige Produkte zu konzentrieren.

te und schickt ein Angebot raus. Nimmt

Die Beispiele zeigen, dass sehr wohl

Bausparkassen, die aufgrund der tie-

es der Kunde an, ist nach 30 Minuten das

in Minischritten am Ausbau der digi-

fen Zinsen ihr Geschäftsmodell infra-

Geld auf dem Konto. Beim Bankhaus Carl

talen Angebote für Kunden gearbeitet

ge stellen müssen, haben etwa eine na-

Spängler & Co AG (Platz 26 / 55,30 Punk-

wird. Im Vergleich mit Europa ist der

türliche Kompetenz in der Wohnbaufi-

te) sind Algorithmen aus der digita-

Verwaltungsaufwand für digitale Ser-

nanzierung. Die Bausparkasse der ös-

len Vermögensverwaltung „Carl“ nicht

vices in Österreich aber lange nicht so

terreichischen Sparkassen AG (Platz 9 /

mehr wegzudenken. Spannend auch die

hoch. „Die Banken müssen substanziel-

63,40 Punkte), die sich heuer im gol-

Entwicklung der Start:Bausparkasse AG

le Investitionen in den digitalen Aus-

denen Ranking den Sieg als beste Bau-

(Platz 11 / 61,99 Punkte), die durch die

bau tätigen. Digitalisierung ist eine Fra-

sparkasse zurückholt, hat ihre gesamte

33


UNTERNEHMEN BANKEN

„Es fehlt an ­Kapital und damit an ­Spielraum für ­Investitionen.“

„Sparbuch hat als Vorsorgeprodukt ausgedient.“

„Harte Kostensenkungen ­zeigen bis dato wenig ­Wirkung.“

LUKAS HAIDER

PETER BOSEK

ARMIN SCHMITT

Strategie verändert und stark auf Wohn-

finanzierung für viele das größte Pro-

die Niedrigzinspolitik der Europäischen

und Lebenswelten der Kunden ausgerich-

jekt im Leben ist und hier persönliche

Zen­ tralbank (EZB) in die altgedienten

tet. Außerdem wird vermehrt auf Finanz-

Beratung enorm wichtig ist“, sagt Hai-

Geschäftsmodelle ordentlich rein. Er-

bildung bei den Themen Ansparen und

der. Trotzdem geht der Abbau der Filial-

gebnisrückgänge durch niedrigere Risi-

Finan­zieren gesetzt. Doch das Thema Fi-

struktur bei den Universalbanken mun-

kokosten konnten in der Tiefzinsphase

nanzierung muss nicht von Bausparkas-

ter voran, Österreich gilt weiterhin als

nicht kompensiert werden. „Viele Ban-

sen kommen. Längst haben Universal-

„overbanked“. Die Erste Group Bank AG

ken haben bereits einen harten Kosten-

banken die Cashcow erkannt. Die Bawag

hat etwa seit 2009 insgesamt 721 Filia-

senkungskurs angekündigt. Diese zei-

Group AG (Platz 2 / 67,75 Punkte), die sich

len geschlossen, das sind nun immerhin

gen bislang wenig Wirkung oder wer-

wie im vergangenen Jahr der Oberbank

23 Prozent weniger. Der Abbau mildere

den vielfach durch hohe Investitionen

AG (73,08 Punkte) im Kampf um den ers-

den Kostendruck, sagte Bernhard Spalt,

im Bereich Digitalisierung, Technologie

ten Platz geschlagen geben muss, ist ge-

designierter Vorstandsvorsitzender der

und Compliance wieder konterkariert“,

nau wie die Santander Consumer Bank

Erste Group Bank AG, am Capital Mar-

sagt Armin Schmitt, Leiter des Financial

AG (Platz 8 / 64,97 Punkte) auf den Zug

kets Day der Bank im November 2019,

Services Advisory bei EY Österreich.

der margenträchtigen Konsumfinanzie-

habe aber viel mehr mit dem veränder-

Doch was ist zu tun? „Um die Kapital-

rung

„Konsumfinan-

ten Kundenverhalten zu tun. Laut einer

kosten weiterhin zu verdienen, reichen

zierung oder Wohnbaufinanzierung sind

Studie der Unternehmensberatung ZEB

Kostensenkungen allein nicht mehr aus,

sehr lukrativ, da können Banken ein gan-

sind Filialen zusammen mit Mitarbei-

Banken müssen gleichzeitig Ertragsstei-

zes Ökosystem aufbauen mit beispiels-

tern für 25 bis 40 Prozent der operativen

gerungen in den Fokus rücken“, sagt Mi-

weise Onlineplattformen zur Autosuche

Kosten der Bank verantwortlich, besucht

chaela Schneider. Die Erste Group Bank

mit Partnern, um die Kundenbedürfnis-

wird die Filiale von Kunden aber durch-

AG will sich zukünftig auf höhere Provi-

se besser bedienen zu können“, sagt Hai-

schnittlich nur ein- bis zweimal pro Jahr,

sionsüberschüsse konzentrieren, die vor

der. Ähnliches gilt für Immobilien: „Ban-

Onlinebanking wird 119-mal und die App

allem durch mehr Erträge aus dem As-

ken müssen auf diesen Portalen die Wert-

sogar 132-mal genutzt. Von Beraterseite

set-Management und dem Wertpapier-

schöpfungskette erweitern. Wohnungs-

heißt es immer wieder, dass sich die ös-

geschäft steigen sollen. „Sparbücher eig-

suche, Handwerker, Haushaltsversiche-

terreichischen Banken fundamental die

nen sich nicht mehr als Vorsorgeprodukt.

rung, Finanzierung, Einrichtung, alles

Frage stellen müssen, wie die Filiale der

Es liegt an uns, spezielle Produkte zu ent-

sollte aus einer Hand kommen, damit die

Zukunft aussehen soll. Braucht diese ein

wickeln und dass der Sparefroh ein Wert-

Kunden rundum betreut sind“, sagt Mi-

überdimensionales Foyer und Service-

papierdepot abschließt“, sagte Peter Bo-

chaela Schneider, Österreich-Geschäfts-

stellen? Oder soll diese kleiner sein mit

sek, Retail-Banking-Vorstand der Ers-

führerin von ZEB, der international täti-

mehr Beratungsqualität? Aktuell gibt es

te Group Bank AG, zugleich Vorstands-

gen Managementberatung für Financial

im Schnitt fünf bis sieben Mitarbeiter in

chef der Erste Bank Österreich AG, kürz-

Services. Laut dem Global Retail Banking

den Filialen, die von 8 bis 15 Uhr, manch-

lich beim Finanzjournalistenforum. Sein

Report 2019 der BCG wollen Konsumen-

mal auch 17 Uhr, offen sind.

Ziel: „Wir müssen in der Kommunikati-

aufgesprungen.

ten diese Ökosysteme bereits, filialbasiert

on und der Kostenstruktur besser werden

Kostendruck und sinkende Erträge

und passive Produkte verstärkt zum Ein-

Kostendruck und fehlende Profitabili-

satz bringen. Seit dem letzten EZB-Zins-

Wofür noch Bankfilialen?

tät sind zwei der Kernprobleme euro-

entscheid ist klar, dass wir wirklich bei

Das heißt aber nicht, dass Bankfilialen

päischer Banken, die Regularien haben

japanischen Verhältnissen angekommen

keine Funktion mehr haben. „Filialen

die Banken mittlerweile im Griff. Die

sind. Durchtauchen ist nicht mehr. Un-

sind nicht irrelevant, sie erfüllen eine

richtige Dosierung zwischen persön-

sere Kunden brauchen jetzt andere Ant-

entscheidende Rolle im Leben der Men-

licher Beratung und digitalem Service

worten.“ Wie diese aussehen sollen, wird

schen, da der Abschluss einer Wohnbau-

ist noch nicht gefunden. Dazu pfuscht

derzeit definiert. Der Trend zu passiven

gibt es das aber nicht her.

34


Foto: Uwe Strasser

Unsere Perspektive: Visionen. Als aktiver Gestalter des digitalen Wandels sowie führender Anbieter von Baustoff- und Infrastrukturlösungen bieten wir unseren Kunden und Partnern Smart Solutions in allen Bereichen der Wertschöpfungskette – von der Planungsphase bis zur Realisierung ihrer Bauvorhaben.

we are wienerberger


RANGLISTE BESTE BANKEN

2018

TREND

UNTERNEHMEN

BRANCHE/ RUBRIK

1.

(1.)

Oberbank AG

Banken/Universalbank

73,08

6

7

9

2.

(2.)

Bawag Group AG

Banken/Universalbank

67,75

6

6

9

3.

(14.)

Oesterreichische Kontrollbank AG

Banken/Spezialbank

67,44

6

6

9

4.

(5.)

Easybank AG

Banken/Direktbank

67,10

5

7

8

5.

(6.)

BKS Bank AG

Banken/Universalbank

67,07

6

4

10

6.

(18.)

Steiermärkische Bank und Sparkassen AG

Banken/Universalbank

65,97

5

7

8

7.

(7.)

Hypo Vorarlberg Bank AG

Banken/Universalbank

65,37

5

5

9

8.

(12.)

Santander Consumer Bank

Banken/Direktbank/Spezialbank

64,97

4

6

9

9.

(23.)

Bausparkasse der österreichischen Sparkassen AG

Banken/Bausparkasse

63,40

5

7

8

10.

(20.)

Bank Gutmann AG

Banken/Privatbank

63,23

5

8

6

11.

(9.)

Start:Bausparkasse AG

Banken/Bausparkasse

61,99

3

6

9

12.

(22.)

Raiffeisen Centrobank AG

Banken/Spezialbank

61,70

4

6

8

13.

(28.)

Kommunalkredit Austria AG

Banken/Spezialbank/Direktbank

61,47

3

6

9

14.

(29.)

Bankhaus Schelhammer & Schattera AG / Dadat Bank

Banken/Privatbank/Direktbank

60,77

4

6

8

15.

(4.)

Schoellerbank AG

Banken/Privatbank

60,38

5

5

8

16.

(13.)

LLB Österreich AG

Banken/Privatbank

59,93

4

6

8

17.

(3.)

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

Banken/Universalbank

59,75

6

4

8

18.

(35.)

Hypo NOE Bank AG

Banken/Universalbank

58,37

5

6

7

19.

(10.)

Bank für Tirol und Vorarlberg AG

Banken/Universalbank

58,08

5

4

8

20.

(8.)

Unicredit Bank Austria AG

Banken/Universalbank

57,44

5

5

8

21.

(26.)

Erste Group Bank AG

Banken/Universalbank

57,43

6

5

6

22.

(30.)

Porsche Bank AG

Banken/Direktbank

56,28

4

5

8

23.

(15.)

ING Austria

Banken/Direktbank

56,27

5

6

6

24.

(11.)

Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG

Banken/Universalbank

56,16

5

5

7

25.

(31.)

Bankhaus Carl Spängler & Co AG

Banken/Privatbank

55,30

5

4

8

26.

(16.)

LGT Bank AG

Banken/Privatbank

55,21

4

7

5

27.

(49.)

Hypo Tirol Bank AG

Banken/Universalbank

55,00

5

5

7

28.

(34.)

Deniz Bank AG

Banken/Direktbank

54,42

4

7

5

29.

(17.)

Allgemeine Sparkasse OÖ Bank AG

Banken/Universalbank

53,73

5

4

7

30.

(19.)

Raiffeisen Bank International AG

Banken/Universalbank

52,90

6

5

5

31.

(33.)

Zürcher Kantonalbank Österreich AG

Banken/Privatbank

52,50

4

5

7

32.

(21.)

Capital Bank - Grawe Gruppe AG

Banken/Privatbank

52,43

4

6

5

33.

(24.)

Volksbank Wien AG

Banken/Universalbank

52,17

4

4

7

34.

(27.)

Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG

Banken/Universalbank

52,03

6

5

5

35.

(40.)

Bausparkasse Wüstenrot AG

Banken/Bausparkasse

51,47

5

6

5

36.

(41.)

Sberbank Europe AG

Banken/Spezialbank

50,67

3

3

9

37.

(39.)

Hypo-Bank Burgenland AG

Banken/Universalbank

50,60

5

6

5

38.

(38.)

Kathrein Privatbank AG

Banken/Privatbank

50,18

4

4

7

39.

(46.)

Allianz Investmentbank AG

Banken/Spezialbank

49,66

3

7

5

40.

(42.)

Raiffeisen Bausparkasse

Banken/Bausparkasse

48,51

4

4

6

41.

(36.)

Austrian Anadi Bank AG

Banken/Universalbank

47,69

4

3

8

42.

(32.)

S Wohnbaubank AG

Banken/Spezialbank

44,71

4

5

4

PLATZ

GESAMTSCORE

PEERKENNGROUP ZAHLEN

REDAKTION

43.

(45.)

Bank Winter & Co AG

Banken/Privatbank

43,50

3

6

4

44.

(37.)

Bankhaus Krentschker & Co AG

Banken/Privatbank

42,80

4

4

5

45.

(50.)

Vakif Bank International AG

Banken/Direktbank

42,76

3

6

4

46.

(-)

Euram Bank AG

Banken/Privatbank

42,05

3

6

4

47.

(44.)

Addiko Bank AG

Banken/Universalbank/Direktbank

41,28

3

5

5

48.

(47.)

Bankhaus Denzel AG

Banken/Direktbank

40,51

3

5

4

49.

(25.)

Wiener Privatbank SE

Banken/Privatbank

35,83

3

2

6

50.

(-)

Anglo Austrian AAB Bank AG

Banken/Privatbank

32,12

2

2

4

36

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.


UNTERNEHMEN BANKEN

Investments wird nicht nur bei Bosek

Wertung der besten Spezialbanken für

von der Börsianer-Redaktion mit der

überlegt, auch die Raiffeisen-Gruppe ar-

sich entscheiden kann. Die Bank hat An-

höchsten Punkteanzahl bewertet wurde.

beitet an einem passiven Produkt. „Der

fang Oktober 2019 ihren ersten Sustai-

Die Bank hat im September 2019 erneut

österreichische Retailmarkt ist in den

nability-Bond in der Höhe von 500 Mil-

einen Green Bond emittiert, zum Welt-

vergangenen Jahren geschrumpft. Zwei

lionen Euro begeben, das Interesse der

spartag wurde das Grüne Sparbuch prä-

Milliarden Euro an Bankgewinnen wer-

Investoren lag bei 1,7 Milliarden Euro.

sentiert. Die veranlagten Gelder werden

den in den nächsten zehn Jahren neu ver-

„Wir sehen, dass nachhaltige Invest-

für umweltfreundliche Projekte einge-

teilt. Es lohnt sich zu kämpfen und her-

ments für heimische Unternehmen im-

setzt. Außerdem gab es heuer eine Kam-

auszufinden, was zu den eigenen Kunden

mer mehr an Bedeutung gewinnen. Mit

pagne der BKS in Sachen Green Leasing.

und Fähigkeiten passt“, sieht BCG-Ex-

dieser Möglichkeit, Finanzierungsmit-

Bleiben noch die Privatbanken als

perte Haider auch positive Entwicklun-

tel aufzunehmen, setzen wir daher für

wichtige Player am österreichischen

gen für die Zukunft.

Exportunternehmen, gemeinsam mit

Markt, die sich auf die nächste Genera-

unserem Produkt Exportinvest Green

tion, die Millennials, verstärkt fokussie-

Erfolgreiche Nischenplayer

und den Möglichkeiten unserer Tochter,

ren. Den ersten Platz in der Wertung der

Ein wenig abseits der großen österrei-

der Oesterreichischen Entwicklungs-

besten Privatbanken sicherte sich dies-

chischen Flaggschiffe gibt es auch Ban-

bank AG, einen weiteren Schwerpunkt

mal die Bank Gutmann AG (Platz 10 /

ken, die sich dank des Nischen­ fokus

im Bereich Green Finance“, sagt OeKB-

63,23 Punkte) dank starker Kennzah-

sehr gut vorwärts bewegen. Eine davon

Vorstand Helmut Bernkopf. Den Sieg in

len. Sie verweist den Seriensieger, die

ist die Oesterreichische Kontrollbank AG

der vom Börsianer erstmals vergebenen

Schoel­lerbank AG (Platz 12 / 60,38 Punk-

(67,44 Punkte), die sich nicht nur den

Sonderkategorie „Nachhaltigkeit“ holt

te), die seit September 2019 mit Dieter

dritten Platz im goldenen Ranking der

sich dennoch die BKS Bank AG (Platz 5

Hengl einen neuen Vorstandschef hat,

besten Banken sichert, sondern auch die

/67,07 Punkte), die auch als einzige Bank

auf den dritten Platz. Den zweiten Platz

ES IST AN DER ZEIT IN SICH ZU INVESTIEREN #investinyou

Frauen, die ihr Erspartes vermehren möchten und für eine sorgenfreie finanzielle Zukunft investieren, wissen, auf was es beim Vermögensaufbau ankommt. Aber wenn die Tage lang sind und die Zeiten sich unsicher anfühlen, kann es herausfordernd sein, Anlagemöglichkeiten zu finden, denen man vertraut. Millionen Anlegerinnen und Anleger verlassen sich auf unsere Expertise und bewährten Lösungen. J.P. Morgan Asset Management bietet Strategien, damit sich Sparen wieder rechnet und Sie sich langfristig mehr gönnen können. Erfahren Sie mehr unser Know-how und über Anlagelösungen, die zu Ihrem Leben passen. www.jpmorganassetmanagement.de/investinyou

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UNTERNEHMEN BANKEN

erreichte das Bankhaus Schelhammer &

det. Das Duell um Platz eins mit der Ba-

land ist eines der Wachstumsziele, neun

Schattera AG (Platz 14 / 60,77 Punkte),

wag Group AG ist deshalb spannend,

Filialgründungen beim Nachbarn sind

das mit der Dadat Bank auch einen On-

weil beide Institute seit Jahren mit star-

in Vorbereitung, auch Wien und Un-

linebroker im Haus hat.

ken Finanzkennzahlen punkten. Bei der

garn sind für Expansionsschritte wei-

Peergroup ist die Oberbank AG um eini-

ter im Fokus. Auch das geplante Fami-

Es wird gestritten

ges besser aufgestellt, sie wird von der

ly-Office für vermögende Privatkunden

Den Sieg im goldenen Ranking der bes-

Mitbewerbern höher geschätzt, was für

soll demnächst angeboten werden, ein

ten Banken holt sich bereits zum drit-

den Sieg ausschlaggebend war. Die Ab-

kluger Schachzug von Oberbank-Boss

ten Mal in Folge die Oberbank AG, die

sicherung und Selbstständigkeit hat die

Franz Gasselsberger, der so die Synergi-

sich derzeit in einem Rechtsstreit mit

Regionalbank als oberstes Ziel erklärt.

en aus den guten Geschäftsbeziehungen

der Unicredit Bank Austria AG befin-

Der Ausbau des Filialnetzes in Deutsch-

mit Firmenkunden heben will. n

#INTERVIEW

#DIVERSITÄT

„AUF DIE BANKEN KOMMT NOCH EINIGES ZU“

ZAHLREICHE PERSONALROCHADEN

N

Frau Schneider, wie viel Ertragspotenzial hat das Firmenkundengeschäft der Banken? – „2018 betrug das Gesamtertragspotenzial aller Banken

Michaela Schneider Geschäftsführerin ZEB Österreich

eben Digitalisierung und der Suche nach dem ertragsbringenden Geschäftsmodell sorgten auch einige Perso-

nalwechsel an der Spitze der heimischen Banken für Aufse-

in Österreich 3,7 Milliarden Euro, 2010 waren

hen. Einige seien hier genannt. Erste-Group-AG-Generaldi-

es nur 2,8 Milliarden Euro. Interessant ist aber

rektor Andreas Treichl verlässt mit Jahresende die Spitze der

der Vergleich zum Privatkundengeschäft: Hier

Bank und wechselt in die Erste Stiftung. Im Vorstand der Erste

lag das Ertragspotenzial 2018 nur mehr bei 4,3

Group Bank AG kam es daraufhin zu einigen Personalrocha-

Milliarden Euro nach 5,2 Milliarden Euro im Jahr

den. Mit Alexandra Habeler-Drabek als Risikochefin zog zum

2010. Das zeigt: Die Finanzierung von Firmen-

ersten Mal eine Frau in den Vorstand der Bankengruppe ein.

kunden ist für Banken attraktiver geworden. Im

Finanzvorstand Martin Grüll verlässt im Jänner 2020 die

Kreditgeschäft mit Firmenkunden lässt sich deutlich mehr ver-

Raiffeisen Bank International AG (Platz 31 / 52,90 Punkte),

dienen, da die Institute durch die Niedrigzinsphase auf der Ein-

seine Agenden übernimmt RBI-Vorstandschef Johann S ­ trobl.

lagenseite keine Erträge mehr haben.

Christoph Raninger verlässt die Austrian Anadi Bank AG (Platz 43 / 47,69 Punkte) und wird ab Jänner 2020 die Geschi-

Welche Rolle spielen die zunehmenden Regularien? – Banken ha-

cke der Wiener Privatbank SE (Platz 52 / 35,83 Punkte) leiten.

ben gelernt, damit umzugehen, aber das Niveau ist nach wie vor hoch. Basel IV steht vor der Tür, da kommt in puncto Kredit- und

Neue Aufgaben

Marktrisiko einiges auf die Banken zu, das wird auch aus dem

Robert Ulm ist seit März 2019 für die Richtung der Hello-

Umfang der Unterlagen ersichtlich. Wenn man sich nur die Sei-

bank (Platz 32 / 52,80 Punkte) verantwortlich, Wilhelm Cele-

tenanzahl ansieht: Bei Basel I waren es 60 Seiten Text, bei Basel

da tauschte den Vorstandssessel der Raiffeisen Centrobank AG

II 350 Seiten, bei Basel III mussten Banken bereits 6.400 Seiten

(Platz 16 / 61,70 Punkte) gegen jenen in der Kathrein Privatbank

durchackern, bei Basel IV stehen wir bei 6.800 Seiten, weitere

AG (Platz 39 / 50,80 Punkte). Ihm folgten Harald Kröger als Vor-

Initiativen liefern 10.000 zusätzliche Seiten Gesetzestexte. Es ist

standschef der Raiffeisen Centrobank AG und Heike Arbter. Mit Oberbank-AG-Boss Franz Gasselsberger sowie Hein-

unglaublich, was Banken konzeptionell umsetzen müssen.

rich Schaller, Vorstandschef von der RLB Oberösterreich AG Was ist die größte Herausforderung für die Banken in den kommen-

(Platz 17 / 59,75 Punkte), die heuer ihren 60. Geburtstag fei-

den Jahren? – Passende Antworten auf die Niedrigzinsphase zu

erten, sind auch diese beiden Positionen bereits Anlass für

finden, Kostensenkungen und natürlich die Weiterentwicklung

Nachfolgespekulationen. Der Generationenwechsel in den

der hauseigenen digitalen Angebote, die in Richtung Plattform-

Banken schreitet stetig voran, es braucht vor allem auch jun-

Ökonomie gehen sollten.

ge Wilde, die frische Ideen einbringen.

38


Intelligentes Bauen. Seit 150 Jahren.

Unsere Geschichte zeigt, was die Zukunft bringt. Seit 150 Jahren beweisen wir Pioniergeist. Und mit unserer Innovationskraft werden wir auch künftig Spitzenleistungen erbringen. Heute möchten wir uns bedanken – bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die hinter unserem Erfolg stehen. Und bei allen Kundinnen und Kunden, die uns ihr Vertrauen schenken. Vielen Dank. porr-group.com


UNTERNEHMEN VERSICHERUNGEN

#RANGLISTE

© SOPHIE SALFINGER

Vorreiter. ­„Die Fehlentwicklung in der Verbauung ist unfassbar“, sagt Kurt Weinberger, der sich als Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung für Nachhaltigkeit starkmacht.

40


UNTERNEHMEN VERSICHERUNGEN

EINIGE WENIGE LEUCHTTÜRME Ein bisschen planlos ist die Versicherungswirtschaft, wenn es um die anhaltende Niedrigzinspolitik geht. Auch in Sachen Digitalisierung ist die Selbsteinschätzung höher als das tatsächliche Angebot. Eine Spezialversicherung sahnt gleich drei Preise ab. TEXT INGRID KRAWARIK

R

ichtige Jubelstimmung herrscht

Diese Diskrepanz in der Selbstein-

Manche Assekuranzen gestalten ak-

nicht unter den Versicherungen

schätzung der Versicherungen ist auch

tiv an den neuen Verordnungen mit. Der

Österreichs. Die größte Herausfor-

im goldenen Ranking der besten Versi-

Vorjahressieger des goldenen Rankings

derung ist nach wie vor das regulatorische

cherungen des Börsianer sichtbar. Das

der besten Versicherungen etwa, die

Risiko. Was mit Solvency II vor rund sie-

Resümee aus den Fragebögen, die für

Generali Versicherung AG (Platz 5 / 65,71

ben Jahren begann, hat sich in den ver-

die

ausgeschickt

Punkte), die sich diesmal die Peergroup-

gangenen Jahren durch die Datenschutz-

wurden, ist rasch gezogen: Regulie-

wertung holte, arbeitet federführend

grundverordnung, die Vertriebsrichtli-

rungsvorschriften binden zu viel Res-

an österreichischen Branchenstandards

nie IDD, Rechnungslegungsvorschriften

sourcen, bei der Digitalisierung gibt es

bezüglich des Datenschutzes. Der Ver-

wie IFRS 17 sowie im Lebensversiche-

deshalb nur einige wenige spannende

sicherungsverband Österreichs (VVO)

rungsbereich mit der Verordnung PRIPS

und innovative Projekte, es gibt kaum

stellt derzeit den Präsidenten des euro-

stark verkompliziert. „Die Veränderun-

Antworten auf die niedrigen Zinsen,

päischen Verbands „Insurance Europe“

gen in der IT und den Compliance-Stan-

und der Spagat zwischen Vertrieb und

und prägt aktuell Themen wie Klima-

dards haben sehr viele interne und ex-

Onlineabschluss ist noch nicht voll-

wandel, Digitalisierung und Vorsorge.

terne Ressourcen gebunden, die Kosten

führt. Letzteres ist deshalb spannend

sind stetig in die Höhe gestiegen. Dazu

und konfliktreich, weil die Abrechnung

Keine Zinsen, oh weh

kommt, dass die neuen Standards keinen

von

Onlineabschlüssen

Ein Riesenproblem stellen seit längerem

Euro an Mehreinnahmen bei den Prämi-

noch nicht klar geregelt ist. Bekom-

die niedrigen Zinsen dar. Früher brach-

en erzielen. Das Niedrigzinsumfeld bringt

men Makler Geld, obwohl online abge-

ten Staatsanleihen sieben Prozent, zwei

kein Geld auf der Veranlagungsseite. Es

schlossen wird? Hier muss noch an den

Prozent fielen durch Kosten weg, fünf

ist schwierig“, sagt Thomas Windhager,

Geschäftsmodellen gefeilt werden.

Prozent wurden ausgezahlt, und jeder

Redaktionswertung

potenziellen

Leiter Insurance bei PWC Österreich. Von

Je nach Größe der Versicherungen

war zufrieden. Jetzt gibt es null Prozent

IFRS 17, das 2021 in Kraft treten soll, sind

rechnen Experten mit drei bis zehn Jah-

Zinsen, jede neue Veranlagung ist unin-

87 Prozent des österreichischen Mark-

ren für die erfolgreiche Umsetzung des

teressant. Politisch erwünscht ist, dass

tes betroffen. Im Gegensatz zu deutschen

Transformationsprozesses. „Das Ver-

Staatsanleihen jedoch trotzdem weiter-

Anbietern haben sich heimische Asse-

änderungsmanagement hat viel mit der

hin gekauft werden, damit die Staats-

kuranzen zu viel Zeit gelassen und wün-

Kultur des Unternehmens zu tun. Eini-

schulden finanziert werden. „Durch die

schen sich eine Verschiebung um ein Jahr.

ge Versicherungen machen den Fehler

EZB-Politik findet ein finanzieller Van-

„Das sind unglaubliche Summen, die da

und kaufen ein Standard-IT-Produkt,

dalismus bei der finanziellen Vorsorge

bewegt werden müssen, und das beein-

an das sie die Kultur und die Prozesse

statt. Spaß macht das durch den Wegfall

flusst sehr stark die Agenda der Versiche-

des Unternehmens anpassen wollen.

des Zinseszinseffekts nicht, weder auf

rungen. Digitale Projekte leiden darunter.

Es sollte genau andersrum sein. Das ist

der Kunden- noch auf der Industriesei-

Es wird nach außen ein Mehrwert sugge-

eine extreme Herausforderung, man

te. Wir stellen uns auf japanische Szena-

riert, während man intern mit der Umset-

muss die Mitarbeiter abholen“, sagt

rien ein mit allen Begleiterscheinungen.

zung hadert“, meint Windhager.

Windhager.

In Japan gibt es seit 20 Jahren keine Zin-

41


RANGLISTE BESTE VERSICHERUNGEN

UNTERNEHMEN

BRANCHE/ RUBRIK

Österreichische Hagelversicherung

Versicherung/Spezialversicherung

77,40

6

8

10

Vienna Insurance Group AG

Versicherung

69,25

6

6

9

(11.)

Grazer Wechselseitige Versicherung AG

Versicherung

68,83

6

7

8

4.

(10.)

VAV Versicherung AG

Versicherung

65,81

5

7

8

5.

(1.)

Generali Versicherung AG

Versicherung

65,71

7

4

8

6.

(2.)

Helvetia Versicherungen AG

Versicherung

65,16

5

5

9

7.

(8.)

ARAG Rechtsschutzversicherung

Versicherung/Spezialversicherung

63,90

5

7

8

8.

(4.)

Uniqa Insurance Group AG

Versicherung

62,92

6

4

8

9.

(17.)

Donau Versicherung AG

Versicherung

62,17

6

7

6

10.

(9.)

Allianz Elementar Versicherungs AG

Versicherung

60,72

6

6

6

11.

(5.)

Wiener Städtische Versicherung AG

Versicherung

60,14

7

5

6

12.

(27.)

Ergo Versicherung AG

Versicherung

59,79

4

6

8

13.

(16.)

HDI Versicherung AG

Versicherung

59,75

6

5

7

14.

(12.)

DAS Rechtsschutz AG

Versicherung/Spezialversicherung

57,06

5

5

7

15.

(3.)

Europäische Reiseversicherung AG

Versicherung/Spezialversicherung

56,97

5

4

8

16.

(24.)

Bawag PSK Versicherung AG

Versicherung

56,39

3

7

7

17.

(25.)

Oberösterreichische Versicherung AG

Versicherung

54,30

5

4

8

18.

(18.)

Muki Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit

Versicherung

51,10

5

3

7

19.

(23.)

Wüstenrot Versicherungs-AG

Versicherung

49,91

5

5

5

20.

(22.)

Tiroler Versicherung V.a.G.

Versicherung

49,89

4

6

5

21.

(15.)

Österreichische Beamtenversicherung

Versicherung

49,86

4

4

7

22.

(14.)

Niederösterreichische Versicherung AG

Versicherung

49,70

6

4

5

23.

(13.)

Zürich Versicherungs AG

Versicherung

48,07

6

3

5

24.

(19.)

Merkur Versicherung AG

Versicherung

46,33

5

4

5

25.

(26.)

Nürnberger Versicherung

Versicherung

45,19

4

5

4

26.

(21.)

Acredia Versicherung AG

Versicherung/Spezialversicherung

44,50

3

6

5

27.

(20.)

Real Garant Versicherung AG

Versicherung/Spezialversicherung

36,57

2

5

4

28.

(28.)

Hypo-Versicherung AG

Versicherung

34,33

3

3

4

29.

(29.)

FWU Life Insurance Austria AG

Versicherung/Spezialversicherung

30,19

3

3

4

PLATZ

2018

TREND

1.

(6.)

2.

(7.)

3.

GESAMTSCORE

PEERKENNGROUP ZAHLEN

REDAKTION

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.

sen“, sagte Robert Lasshofer, Vorstands-

garantiert worden ist“, sagt Rudolf Mit-

chef der Wiener Städtischen Versiche-

tendorfer, vom Fachverband der Versi-

mehr, jeder ist unzufrieden. „Deswe-

rung AG (Platz 11 / 60,14 Punkte), vor ei-

cherungsmakler Österreichs. Doch auch

gen muss man Kunden auf fondsgebun-

nigen Wochen beim Finanzjournalisten-

andere Themen beschäftigen Lasshofer:

dene

forum. Die Versicherung, die im Ranking

„Wir unterschätzen die steigende Le-

wo der Versicherungsnehmer das Risi-

vor allem als Zweiter in der Peergroup auf

benserwartung und die längere Pflege-

ko trägt. Nur das ist mit der österreichi-

sich aufmerksam machte, bietet nach wie

bedürftigkeit, da braucht es eine Incen-

schen Mentalität fast nicht vereinbar, das

vor die staatlich geförderte Zukunftsvor-

tivierung. Wichtig ist, dass diese Themen

ist das Problem. Es ist da schwer, Opti-

sorge an, es sei da sehr schwierig, die Ga-

in der Politik ankommen und dass För-

mismus zu versprühen, aber wir müssen

rantien sicherzustellen. „Eine Liberali-

derungen beschlossen werden.“

entsprechend der veränderten Marktsi-

sierung der Zukunftsvorsorge ohne Ga-

die Versicherungen verdienen nichts

Lebensversicherungen

bringen,

tuation neue geeignete Produkte anbie-

Sparmentalität als Problem

ten und damit andere Wege gehen“, sagt

Die garantielose Variante der Zu-

Ernüchterung herrscht weiterhin bei der

Peter Ladreiter, Vorstand der zum Gra-

kunftsvorsorge ist eine lange Forderung

klassischen Lebensversicherung. „Der

we-Konzern gehörenden Security KAG

der Versicherungsindustrie, wurde aber

Garantiezins vom Altbestand liegt bei

und Experte für fondsgebundene Le-

bis jetzt nicht gehört. Auch die Versi-

4,5 Prozent, das muss eine Versicherung

bensversicherungen zum Börsianer.

cherungsmakler kämpfen für diese Vari-

erst einmal verdienen. Das tut weh“,

ante. „Bei Garantien ist garantiert, dass

sagt PWC-Experte Windhager. Das Prob-

Digital, oh Baby

garantiert nicht mehr herauskommt, als

lem: Die Kunden verdienen nichts mehr,

Beim Thema Digitalisierung gibt es ei-

rantie als Option muss her.“

42


UNTERNEHMEN VERSICHERUNGEN

„Neue ComplianceStandards ­bringen keine Mehrein­ nahmen.“ THOMAS WINDHAGER

„Durch EZB-Politik findet finanzieller Vandalismus bei Vorsorge statt.“

„Bei Garantien ist garantiert, das nicht mehr rauskommt, als garantiert ist.“

ROBERT LASSHOFER

RUDOLF MITTENDORFER

nige Versicherungen, die zu den Vorrei-

geschaffen, wo die größten Konzernge-

erzählt Stadler. Bei so viel Einsatz ist es

tern in Österreich zählen. Dazu gehört

sellschaften im Kfz-Versicherungsge-

kein Wunder, dass sich die VIG den Sieg

etwa die Vienna Insurance Group AG

schäft daran arbeiten, neue Produkte zu

in der erstmals vom Börsianer vergebe-

(VIG), die sich im goldenen Ranking des

gestalten. Beleuchtet werden die Neu-

nen Sonderkategorie „Innovation“ holt.

Börsianer mit 69,25 Punkten den zwei-

gestaltung von Kfz-Versicherungstari-

Die Arag Rechtschutzversicherung

ten Platz sichert. „Wir haben gerade un-

fen in Echtzeit, automatisiertes bis hin

(Platz 7 / 63,90 Punkte) fällt mit ihrem

seren dritten Pitch unseres gruppenin-

zum autonomen Fahren und die Trans-

digitalen Flugverspätungsrechner auf,

ternen Acceleratorprogramms ‚VIG Xe-

formation der Versicherung vom Versi-

der auf Knopfdruck oder, besser gesagt,

lerate‘ absolviert. Mit insgesamt rund

cherer zum Mobilitätsanbieter der Zu-

auf einen Klick den Entschädigungs-

fünf Millionen Euro haben wir in drei

kunft. „Parallel führen wir unsere Ko-

anspruch für Kunden errechnet. Auch

Runden Digitalisierungsprojekte prä-

operation mit dem Insurance Innova-

der Fahrradhelm der Ergo Versicherung

miert und unterstützt, die einen Nutzen

tion Lab in Leipzig und starten gerade

(Platz 12 / 59,79 Punkte), der 90 Sekun-

für die Gruppe haben, am lokalen Markt

die neue Kooperation mit der weltwei-

den nach dem Sturz über eine Smart-

innovativ sind und gleichzeitig zur Ver-

ten Innovationsplattform Plug and Play,

phone–App eine SOS-Nachricht inklu-

besserung wirtschaftlicher Kennzahlen

wo wir in Wien, München und im Sili-

sive GPS-Daten an das SOS Notfall-Ser-

führen“,

VIG-Generaldirektorin

con Valley Zugang zu Start-ups haben,

vice der Ergo Versicherung schickt, ge-

Elisabeth Stadler zum Börsianer. Im Kfz-

die nach unseren Bedürfnissen von Plug

hört zu den innovativsten Produkten der

Bereich wurde das Motor Strategy Lab

and Play bereits vorselektiert werden“,

Versicherungen.

sagt

Investment-Zukunft. Nachhaltig anlegen.

Raiffeisen-Nachhaltigkeitsfonds. Mit gutem Gewissen investieren. Nachhaltiges Investment bedeutet mehr: nämlich Verantwortung und Zukunftsfähigkeit. Der Wandel der Zeit erfordert ein Umdenken, auch bei Investitionen. Genau das bieten die Raiffeisen-Nachhaltigkeitsfonds. Mehr Informationen unter rcm.at/nachhaltigkeit und investment-zukunft.at Raiffeisen Capital Management steht für Raiffeisen Kapitalanlage GmbH. Veranlagungen in Fonds sind mit höheren Risiken verbunden, bis hin zu Kapitalverlusten. Die veröffentlichten Prospekte sowie die Kundeninformationsdokumente (Wesentliche Anlegerinformationen) der Raiffeisen-Nachhaltigkeitsfonds stehen unter rcm.at in deutscher und gegebenenfalls auch in englischer Sprache zur Verfügung. Marktbedingte geringe oder sogar negative Renditen von Geldmarktinstrumenten und Anleihen können den Nettoinventarwert des Raiffeisen-Nachhaltigkeit-ShortTerm negativ beeinflussen bzw. nicht ausreichend sein, um die laufenden Kosten zu decken. Die Fonds Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Aktien, Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Momentum und Raiffeisen-Nachhaltigkeit-EmergingMarkets-Aktien weisen eine erhöhte Volatilität auf, d. h., die Anteilswerte sind auch innerhalb kurzer Zeiträume großen Schwankungen nach oben und nach unten ausgesetzt, wobei auch Kapitalverluste nicht ausgeschlossen werden können. Die Fondsbestimmungen des Raiffeisen-Nachhaltigkeit-Diversified wurden durch die FMA bewilligt. Der Fonds kann mehr als 35 % des Fondsvermögens in Schuldverschreibungen folgender Emittenten investieren: Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Österreich, Belgien, Finnland, Niederlande, Schweden, Spanien. Dies ist eine Marketingmitteilung der Raiffeisen Kapitalanlage GmbH. Erstellt von: Raiffeisen Kapitalanlage GmbH, Mooslackengasse 12, 1190 Wien, Stand: Mai 2019.


UNTERNEHMEN VERSICHERUNGEN

Dreifacher Sieger mit starkem Profil

bietet er seinen Kunden eine Schadens-

(Platz 6 / 65,16 Punkte) aufgefallen, die

Doch es ist die Österreichische Hagel-

erhebung mit Satellitentools und einer

mit ihrem Produkt „Fair Future Lane“

versicherung (77,40 Punkte), die sich in

zusätzlichen App. „Wir haben als Tech-

der Nachfrage ihrer Kunden Folge leis-

beeindruckender Manier und dank ei-

nologierführer unter den Agrarversiche-

tet. Angeboten wird ein von Vontobel

nes exzellenten Fragebogens und star-

rungen die umfassendste Produktpalet-

verwaltetes Portfolio mit Fonds, das ei-

ken Kennzahlen nicht nur den Gesamt-

te Europas und entwickeln diese stän-

ner nachhaltigen Ausrichtung folgt. Au-

sieg im goldenen Ranking des Börsianer

dig weiter“, sagt Weinberger. Außerdem

ßerdem führte die Helvetia im Oktober

holt, sondern als Spezialversicherung

setzt sich der umtriebige Unterneh-

2019 zum ersten Mal ein „Blind Recrui-

auch noch gleich diese Kategorie für sich

menschef für den Bodenerhalt ein: „Al-

ting“ durch, bei dem die erste Runde im

entscheidet. Doch zwei Siege waren ihr

lein in den letzten 20 Jahren verlor Ös-

Bewerbungsprozess „blind“ ablief, um

nicht genug. Auch die erstmals verge-

terreich durch Verbauung 130.000 Hek-

so die Chancengleichheit zu erhöhen.

bene Sonderkategorie „Nachhaltigkeit“

tar. Das entspricht der gesamten Acker-

konnte der Agrarversicherer für sich

fläche des Burgenlands! Diese Fehlent-

Blick nach vorn

entscheiden. „Jeder Einzelne und jedes

wicklung ist unfassbar. Dabei ist der Bo-

Es ist nicht alles schlecht in der Versi-

Unternehmen ist gefordert, täglich Ent-

den eine lebensnotwendige Grundlage.

cherungslandschaft. Gerade die Aus-

scheidungen nach den drei Dimensionen

Er speichert CO2 und ist Basis für die Le-

richtung nach Osteuropa ermöglicht es

der Nachhaltigkeit – Ökonomie, Ökolo-

bensmittelproduktion. Ein toter Boden

vielen Versicherungen, überproportio-

gie und Soziales – umzusetzen. Das so-

kann die Anforderungen nicht erfüllen.“

nal am Aufschwung mitzupartizipieren.

wohl unternehmensintern als auch in

Doch auch in der Veranlagung ist die Ha-

„Bei der VIG kamen zuletzt 55 Prozent

der Kommunikation nach außen. Als Fi-

gelversicherung nachhaltig unterwegs

der Prämieneinnahmen nicht aus Ös-

nanzmanager habe ich damit keine Be-

und lässt ihr Gesamtportfolio extern auf

terreich. Osteuropa ist eine charman-

rührungsängste“, sagt Kurt Weinberger,

ESG-Kriterien, also Umwelt, Soziales

te Chance, Mehrerträge zu erzielen, dort

Vorstandsvorsitzender der Österreichi-

und Unternehmensführung, prüfen.

ist die Versicherungsquote noch nicht so

schen Hagelversicherungen zum Börsi-

Positiv in Sachen Nachhaltigkeit ist

aner. Als Naturkatastrophenversicherer

auch die Helvetia Versicherungen AG

ausgeprägt“, sagt PWC-Experte Windhager. n

#VORSORGE

„DEMOGRAFISCHER WANDEL STELLT PENSIONSSYSTEM VOR GROSSE HERAUSFORDERUNGEN“ Welche Ideen gibt es vom Verband der Ver-

finanzieren zu können. Mit unseren Bot-

sicherungsunternehmen Österreichs, um das

schaften, sich auch an die jüngere Bevöl-

Thema Vorsorge und Pflege voranzutreiben?

kerung zu richten, Stichwort „Initiati-

- Österreich verfügt über ein sehr gutes

ve 2050 – für eine sorgenfreie Zukunft“,

staatliches Vorsorgesystem, zu dem wir

werden die Weichen für finanzielle Zu-

uns als Versicherungswirtschaft kom-

kunftssicherung gestellt. Eine zukünfti-

plementär verstehen. Der demografische

ge österreichische Bundesregierung wird

Wandel in unserer Gesellschaft ist nicht

sich daher mit Themen wie „Vorsorge und

zu verleugnen und wird auch zukünftig

Pflege“ im Dialog mit der Versicherungs-

das Solvency II Review 2020 wird uns im

das Pensionssystem vor große Heraus-

wirtschaft auseinandersetzen müssen.

kommenden Jahr intensiv beschäftigen.

von uns wird es immer wichtiger werden,

Welche wichtigen rechtlichen Veränderungen

Was ist für Sie die aktuell größte Herausfor-

so früh wie möglich privat ergänzend vor-

kommen 2020 auf die Versicherungswirt-

derung für die Versicherungswirtschaft? -

zusorgen, um sich den gewohnten – und

schaft in Österreich zu? - Die Anwendung

Sowohl das Niedrigzinsumfeld als auch

gewünschten – Lebensstil auch im Alter

der neuen EU-Vertriebsregeln wie auch

die Thematik der Regulierung.

­ eorg Norman-­Audenhove G Generalsekretär VVO

forderungen stellen. Für jeden Einzelnen

44


C I G E T A R T S .. Y T I D O M M CO FUND

onds F f f o t s h o R Erster tigung h ic s k c ü r e B unter eit. k ig t l a h h c a N von

Wichtige Informationen zur Marketingmitteilung: Der Fonds handelt mit Derivaten und sonstigen Techniken und Instrumenten zur effizienten Verwaltung des Fondsvermögens, die im Vergleich zu traditionellen Anlagen ein erhöhtes Anlagerisiko mit sich bringen. Dieses Dokument stellt kein Angebot und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten dar und enthält auch keine Aufforderung, ein solches Angebot zu stellen. Der Fonds wird nach dem österreichischen Investmentfondsgesetz verwaltet und in Österreich vertrieben. Der Prospekt sowie allfällige Änderungen wurden gem. § 136 InvFG 2011 veröffentlicht. Die geltende Fassung des Prospekts sowie der Wesentlichen Anlegerinformationen (= Kundeninformationsdokument, KID) liegen in deutscher Sprache bei der Spängler IQAM Invest GmbH und der Depotbank des Fonds auf und sind auf www.iqam.com verfügbar. Für Anleger in Deutschland sind der Prospekt sowie die Wesentlichen Anlegerinformationen bei der Zahl- und Informationsstelle, der State Street Bank International GmbH, München, erhältlich. Für Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte kann trotz sorgfältiger Recherche und Erfassung sowie verlässlicher Quellen keine Haftung übernommen werden.

+43 505 8686-0

office@iqam.com

www.iqam.com


INSIDER UNTERNEHMEN

INSIDER

WER ICH BIN? EINER VON EUCH! Ich habe einige Delikatessen aus dem Börsenjahr 2019 hier für dich zusammengefasst. WWW.DERBOERSIANER.COM

Nº 33

N° 240

Nachspiel für Post: DSGVO im Test

Erste-Jubiläum: So geht Finanzbildung

Nachdem bekannt wurde, dass die Österreichische Post AG Parteiaffinitäten von Kunden abspeicherte, hatte ein Vorarlberger Anwalt das Unternehmen erstinstanzlich erfolgreich geklagt.

Zum 200-Jahr-Jubiläum der „Erste österreichische Spar-Casse“ hat die Erste Group Bank AG ein Video über ihre ­Geschichte von der Gründung bis heute machen lassen.

N° 32

N° 314 Feiertage-Bonus: Wiener Börse mit 807 Millionen Plus Die Entscheidung, den Handelskalender auf vier gesetzliche Feiertage auszuweiten, brachte der Wiener Börse 807 Millionen Euro an zusätzlichem Umsatz.

N° 318 Gretchenfrage: Wie heißt die neue Bank der Post?

Liebhaber: Fondsprofi handelt jetzt Vintage-Wein Der langjährige Chef von JP Morgan in Österreich, Berndt May, startete mit seiner Frau online einen eigenen Vintage-Weinhandel.

N° 336

Mit der Brüll Kallmus Bank AG hat die Österreichische Post AG einen neuen Finanzdienstleister gefunden. Der Name für die Post-Bank fehlt aber noch.

Lizenzentzug aufgehoben: Knalleffekt bei Ex-Meinl-Bank Der Gerichtshof der EU hat in einem Eilverfahren den Lizenzentzug durch die EZB der Anglo Austrian Bank AAB AG (vormals Meinl Bank) in erster Instanz völlig überraschend aufgehoben. Damit ist das Chaos perfekt. 46


INSIDER UNTERNEHMEN

Über mich: Ich bin der Börsianer, deine einzig verlässliche

NEWSLETTER & ALERT

Informationsquelle vom rot-weiß-roten Finanzplatz. Ich

Newsletter-Briefing & Ad-hoc-Alert anmelden

kenne die heißesten Storys und kommentiere sie für dich. Zu meinen Informanten zählen Marktteilnehmer (vulgo Whistleblower) und die Redaktion von der Börsianer. Mein

WHISTLEBLOWER Du hast eine heiße Story? Gib mir einen Tipp!

Insiderwissen teile ich auf meinem Blog mit dir. Meine

MONATSBRIEFING

wahre Identität bleibt ein Geheimnis.

Du hast etwas verpasst? Dann lass dich briefen!

N° 309 EZB-Chef: Diese Worte beeinflussen den Aktienkurs

N° 149

Die Aussagen des Chefs der Europäischen Zentralbank Mario Draghi haben Auswirkungen auf die Aktienmärkte. Welche Worte den Aktienmarkt wie beeinflussen, hat eine aktuelle Studie herausgefunden.

Hartwig Löger: Kanzler für 72 Stunden Die Auflösung der Regierung veranlasste Bundespräsident Alexander van der Bellen dazu, einen Übergangskanzler zu ernennen, bis die Expertenre­ gierung in Kraft trat. Die Wahl fiel auf den ehemaligen Finanz­ minister und Versicherungsexperten Hartwig Löger.

N° 330 Casinos-Skandal: Gechattet auf Republikskosten Packeleien und politische Postenbesetzungen in Österreich sind dir genauso bekannt wie mir. Die vom „Falter“ veröffentlichten Chatverläufe geben diesem System aber eine ganz neue Dimension. Und wenn ich mir das durchlese, wird mir richtig schlecht.

EIN SOLIDER AUSBLICK?

VISION VERNUNFT #vision #vernunft #erfolgsrezept Nur wer sorgfältig kalkuliert, kann Visionen verwirklichen. Das ist unser Erfolgsrezept. simmoag.at


UNTERNEHMEN FONDS

#RANGLISTE

Branchenprimus. M ­ it einem verwalteten Vermögen von 61,43 Milliarden Euro in Österreich, Deutschland und Osteuropa ist die Erste Assetmanagement die größte Fondsgesellschaft Österreichs. Heinz Bednar ist Vorsitzender der Geschäftsführung.

© KLAUS RANGER

GEFRAGTES HANDWERK AUS DER HEIMAT


UNTERNEHMEN FONDS

Eine geschickte Mischung aus Innovation und bewährtem Management hat sich vor allem für eine heimische Gesellschaft ausgezahlt, wie das goldene Börsianer Ranking der besten Fondsgesellschaften 2019 zeigt. Das Tiefzinsumfeld und der Klimawandel halten die gesamte Fondsindustrie auf Trab. TEXT RAJA KORINEK

D

as Jahr 2019 kann man durch-

JP Morgan Asset Management (Platz 6 /

ger? Insgesamt steigerte die Erste Asset

aus als Wendepunkt bezeich-

64,87 Punkte) räumen musste. Die Ers-

Management das verwaltete Vermögen

nen. Im Frühjahr gab es an den

te Asset Management überlegt zudem,

per 31. Oktober 2019 um 8,6 Prozent im

Börsen eine Kehrtwende nach oben.

zukünftig auch ETF anzubieten, damit

Jahresvergleich auf rund 63 Milliarden

Denn die US-Notenbank hatte ein Ende

Kunden eine passive und günstigere In-

Euro, zeigt Heinz Bednar, Vorsitzender

der Zinsanhebungen signalisiert und sie

vestmentmöglichkeit haben (Seite 36).

der Geschäftsführung, auf. Unter Pri-

im Sommer erstmals wieder gesenkt. In

Doch worauf kommt es an? Insge-

vatanlegern seien auf Einzelfondsebe-

Europa trat die neue EZB-Chefin Chris-

samt 56 Fondsgesellschaften aus dem

ne vor allem Immobilienfonds gefragt.

tine Lagarde ein schwieriges Erbe der

In- und Ausland wurden nach klaren

Auch Megatrends etwa im Bereich der

ultratiefen Zinspolitik an. Auch die

Spielregeln benotet. Dabei beruht das

Technologie, Innovation oder der Um-

Nachhaltigkeit erreichte mit dem Start

Scoring, mit dem der Sieger sowie die

welt standen mit dem neuen „Erste Fu-

der „Fridays for Future“-Demonstra-

Auf- und Absteiger festgestellt wurden,

ture Invest“ im Fokus. „Und Großanle-

tionen unter der Leitung der schwedi-

auf drei – gleichgewichteten – Bewer-

ger fragten primär Multi-Asset-Man-

schen Klimaaktivistin Greta Thunberg

tungskriterien (Seite 24). Und das sind

date und Nachhaltigkeitsstrategien in

eine neue Dimension. Die Forderun-

die Redaktions- und Peergroup-Be-

Form von ESG-Mandaten nach.“

gen nach einer ökologischer geführ-

wertungen sowie die quantitative Ana-

ESG, kurz für „Environmental, So-

ten Wirtschaft können weder Finanz-

lyse der Produktpalette. Bei letzterem

cial and Governance“, heißt so viel wie

märkte noch Politiker ignorieren. Dabei

Punkt werden die Ein- und Dreijahres­

„Umwelt, Soziales und faire Unterneh-

werkt die Europäische Union schon jetzt

wertentwicklung, die Sharpe-Ratio so-

mensführung“. Entsprechende Krite-

an der Schaffung einer Taxonomie, um

wie die jährliche Verwaltungsgebühr

rien werden freilich längst weltweit in

Spielregeln für die nachhaltige Geldan-

aller in Österreich zugelassenen Fonds

der Fondsindustrie berücksichtigt, doch

lage zu erstellen.

von dem Kärntner Finanzdienstleister

nicht nur. Auch an der Digitalisierung

Mountain View ausgewertet.

führt kein Weg vorbei, sowohl als In-

An

Herausforderungen

für

die

vestmentthema als auch in zahlreichen

Fondsgesellschaften mangelt es keinesfalls. Diesen stellte sich die Ers-

Lokales Know-how gefragt

Geschäftsbereichen. Die Börsianer-Re-

te Asset Management (Platz 1 / 74,51

Dabei konnte die Erste Asset Manage-

daktion kürte deshalb erstmals auch

Punkte) heuer besonders erfolgreich,

ment vor allem das Redaktionsteam

zwei weitere Sieger in den Sonder-Ka-

wie das goldene Ranking 2019 des Bör-

überzeugen. Dafür gab es von ihm des-

tegorien „Nachhaltigkeit“ und „Inno-

sianer zeigt. Dank innovativer Vorstöße,

halb zehn Punkte, während die ande-

vation“.

gepaart mit einem bewährten Manage-

ren zwei Kategorien je mit einer Sechs

Der klare Sieger im Bereich der Nach-

mentteam, gelang der Sprung von Platz

bewertet wurden. Doch was waren die

haltigkeit ist die Raiffeisen KAG (Platz

25 im Vorjahr auf das Siegerpodest, das

wesentlichen Entwicklungen beim Sie-

13 / 62,29 Punkte). Mit einem Volumen

49


RANGLISTE BESTE FONDSGESELLSCHAFTEN

PLATZ

2018

TREND

UNTERNEHMEN

BRANCHE/ RUBRIK

GESAMTSCORE

PEERKENNGROUP ZAHLEN

REDAKTION

1.

(25.)

Erste Asset Management

Fonds/Inland

74,51

6

6

10

2.

(6.)

T. Rowe Price Management

Fonds/Ausland

68,24

5

7

8

3.

(8.)

Pictet Asset Management

Fonds/Ausland

66,48

6

6

8

4.

(21.)

UBS Global Asset Management

Fonds/Ausland

65,09

5

6

8

5.

(2.)

Fidelity International

Fonds/Ausland

65,04

6

6

7

6.

(1.)

JP Morgan Asset Management

Fonds/Ausland

64,87

6

5

8

7.

(32.)

AXA Investment Managers Deutschland

Fonds/Ausland

64,74

5

6

8

8.

(19.)

Kepler Fonds KAG

Fonds/Inland

64,54

6

5

8

9.

(50.)

Credit Suisse Asset Management

Fonds/Ausland

62,81

5

9

5

10.

(23.)

Comgest Deutschland

Fonds/Ausland

62,54

5

6

8

11.

(7.)

Allianz Global Investors Europe

Fonds/Ausland

62,46

6

5

8

12.

(5.)

3 Banken Generali Investment

Fonds/Inland

62,41

6

3

10

13.

(11.)

Raiffeisen Capital Management

Fonds/Inland

62,29

6

6

7

14.

(14.)

Gutmann KAG

Fonds/Inland

62,13

5

7

6

15.

(3.)

Columbia Threadneedle Investments

Fonds/Ausland

59,78

6

5

7

16.

(15.)

Amundi Austria

Fonds/Inland

59,30

6

5

7

17.

(33.)

Spängler Iqam Invest

Fonds/Inland

59,17

5

5

8

18.

(39.)

Degroof Petercam AM

Fonds/Ausland

59,07

5

7

6

19.

(4.)

Robecosam AG

Fonds/Ausland

58,42

6

6

6

20.

(-)

Robeco

Fonds/Ausland

58,03

5

8

4

21.

(48.)

Sparkasse Oberösterreich KAG

Fonds/Ausland

57,55

5

6

7

22.

(28.)

Nordea Investmentfunds

Fonds/Ausland

57,50

5

5

7

23.

(9.)

Blackrock

Fonds/Ausland

57,25

7

5

5

24.

(-)

Swisscanto Asset Management

Fonds/Ausland

57,22

4

6

7

25.

(20.)

J. Safra Sarasin Fund Management (Luxembourg) S.A.

Fonds/Ausland

56,75

5

6

7

26.

(36.)

ARTS Asset Management

Fonds/Inland

56,67

6

6

6

27.

(46.)

BNY Mellon Investment Managers

Fonds/Ausland

55,75

4

6

6

28.

(10.)

Schoellerbank Invest AG

Fonds/Inland

55,26

6

4

7

29.

(13.)

Kathrein Capital Management

Fonds/Ausland

55,21

5

6

6

30.

(34.)

Goldman Sachs Asset Management International

Fonds/Ausland

54,56

5

7

4

31.

(18.)

Franklin Templeton Austria

Fonds/Ausland

54,39

5

5

6

32.

(24.)

LLB Invest KAG

Fonds/Inland

53,52

5

3

9

33.

(17.)

Invesco Asset Management Österreich

Fonds/Ausland

53,46

6

4

6

34.

(22.)

DNB Asset Management

Fonds/Ausland

53,43

5

3

8

35.

(12.)

M&G International Investments

Fonds/Ausland

53,33

5

5

6

36.

(26.)

DJE Kapital AG*

Fonds/Ausland

51,45

5

3

8

37.

(45.)

Union Investment*

Fonds/Ausland

51,45

6

4

6

38.

(43.)

Capital Group

Fonds/Ausland

51,05

4

8

3

39.

(31.)

AB Europe (Alliance Bernstein)

Fonds/Ausland

50,70

4

6

5

40.

(16.)

Schroder Investment Management

Fonds/Ausland

50,66

6

4

5

41.

(35.)

Security KAG

Fonds/Inland

50,57

5

5

5

42.

(38.)

Jupiter Asset Management

Fonds/Ausland

50,22

5

5

5

43.

(27.)

BNP Paribas Asset Management

Fonds/Ausland

49,61

6

4

5

44.

(29.)

NN Investment Partners

Fonds/Ausland

49,30

4

5

6

45.

(37.)

DWS International

Fonds/Ausland

48,29

6

5

4

46.

(-)

Blue Bay

Fonds/Ausland

47,19

4

6

4

47.

(30.)

Allianz Invest KAG

Fonds/Inland

46,71

5

6

3

48.

(47.)

Danske Invest

Fonds/Ausland

46,36

4

5

5

49.

(40.)

HSBC Global Asset Management Österreich

Fonds/Ausland

46,32

5

7

2

50.

(41.)

LGT Capital Partners

Fonds/Ausland

45,96

5

6

3

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.

50


„Digitale, ­nach­haltige, Vermögensverwaltung ist ­geplant.“

tung, an der gerade mit der RaiffeisenBankengruppe gearbeitet werde. sierung konnte die Spängler Iqam Invest (Platz 17 / 59,17 Punkte) das Siegerpodest besteigen, wobei die Digitalisierung in diversen Projekten umgesetzt

RAINER SCHNABL

„Verlässliche ­Ausschüttungen sind interessant.“

Im Bereich der Innovation/Digitali-

THORSTEN SCHRIEBER

wird. So erfolgt seit 2019 die Volldigivon 5,9 Milliarden Euro per Ende August

talisierung der Buchhaltung in mehre-

Alternativen zum Zinstief

oder 15 Prozent des verwalteten Vermö-

ren Kernbereichen. Auch an Innova­tion

Und wie sieht es mit weiteren Trends

gens ist sie seit Ende 2018 die Nummer

mangelte es nicht. Seit Anfang April

aus? Bei T. Rowe Price Management

eins bei nachhaltig gemanagten Pu­

wird im „IQAM Non-Food Commodity

(Platz 2 / 68,34 Punkte), der sich zum ers-

blikumsfonds in Österreich. Obendrein

Index“ bei der Gewichtung der Rohstof-

ten Mal den Sieg in der Kategorie „Bes-

verweist Rainer Schnabl, Vorsitzender

fe neben der Bewertung und der Stim-

te ausländische Fondsgesellschaft“ si-

der Geschäftsführung, auch auf die di-

mung auch die Nachhaltigkeit explizit

chert, meint Carsten Kutschera, Head of

gitale, nachhaltige Vermögensverwal-

berücksichtigt.

Mid Europe, viele Investoren, mit denen

#FUSSABDRUCK

WARUM MIT GAS GEMESSEN WIRD

A

nleger können die Wirkung ihrer

Danach wird entsprechend den prozen-

Mit der Unterzeichnung des Abkommens

nachhaltigen Investments mittels

tuellen Gewichtungen der Fondsbestän-

verpflichten sich Investoren, den Car-

Carbon-Footprint kontrollieren. Exter-

de - sowie der Bestände im Vergleichsin-

bon-Footprint ihrer Portfolios jährlich

ne Research-Agenturen ermitteln dabei

dex - der gewichtete Mittelwert der CO2-

zu messen und zu veröffentlichen. Die

die sechs im Kioto-Protokoll definier-

Intensität berechnet. So sind die Werte

Kepler Fonds KAG (Platz 8 / 64,54 Punk-

ten Treibhausgase sowie den Ausstoß

miteinander vergleichbar. Ins Rampen-

te) hat 2017 unterzeichnet. „Damit wird

an Kohlendioxid für die Titel in einem

licht rückte der ökologische Fußabdruck

der CO2-Fußabdruck nachhaltiger Pu-

Fonds. Dann erfolgt die Umrechnung in

mit dem Montreal Carbon Pledge von

blikumsfonds veröffentlicht. Teilwei-

einen Kohlendioxid-Äquivalenzwert, der

2014. Mit dem Abkommen soll eine hö-

se können auch weitere Klimadaten zur

den jährlichen CO2-Ausstoß in Tonnen

here Transparenz beim CO2-Fußabdruck

Verfügung gestellt werden“, erklärt Uli

je eine Million Euro Umsatzerlöse angibt.

von Aktienportfolios geschaffen werden.

Krämer, Leiter Portfoliomanagement.

Wir freuen uns über die Auszeichnung.

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UNTERNEHMEN FONDS

man in regelmäßigem Austausch stehe,

ben mit Pictet Asset Management und

hätten angesichts des Niedrigzinsum-

Credit Suisse Asset Management (Platz

„Die Brexit-Folgen sind noch unklar.“

felds heuer auffällig oft insbesondere nach höherverzinslichen Anlageklassen Ausschau gehalten. Berücksichtigt wurden dabei vor allem Schwellenländeranleihen oder diversifizierte Renten-

9 / 62,81 Punkte) einige Vermögensverwalter aus der Schweiz eine sehr gute Platzierung erreicht. Demgegenüber dürfte der UK-Finanzplatz aufgrund des Brexit-Cha-

HERBERT KRONAUS

strategien mit höherem Ertragspoten-

os an Bedeutung verlieren. Die Folgen?

zial – jeweils mit einem globalen Anla-

ten Wettbewerb. Immer mehr Anleger

Immer mehr Fondsgesellschaften, die

geuniversum. Bei Pictet Asset Manage-

greifen bei spesengünstigen, börsenge-

Fonds mit einer OEIC-Struktur, das be-

ment (Platz 3 / 66,48 Punkte) verweist

handelten ETFs zu, wie man etwa bei der

deutet eine Investmentgesellschaft mit

man auf Absolute-Return-Produkte als

UBS Global Asset Management (Platz 4 /

Sitz in Großbritannien anbieten, bieten

weiteren Lösungsansatz.

65,09 Punkte) bestätigt. Dort machen

viele dieser Produkte nun auch in einer

Auf der Suche nach vernünftigen Al-

ETFs indes rund 20 Prozent des Bereich

SICAV-Struktur, das bedeutet Invest-

ternativen abseits mickriger Rendi-

Passiv aus, wobei auf den Bereich ins-

mentgesellschaften mit variablem Ka-

ten im Rentenbereich kommen für vie-

gesamt knapp 40 Prozent des verwalte-

pital mit Sitz in Luxemburg, an. Denn

le Privatanleger aber auch dividenden-

ten Vermögens von rund 787 Milliarden

nach einem Brexit werden die OEICs

starke Aktien zunehmend infrage. „Das

Euro entfallen (per Ende September).

vermutlich als Alternative Investment

ist vor allem bei substanzstarken Un-

Dennoch gebe es Regionen und An-

ternehmen mit verlässlichen Ausschüt-

lageklassen, die weiterhin aktiv besetzt

Herbert Kronaus, Country Head Aus-

tungen ein interessantes Thema“, be-

werden. Bei anderen Bereichen, etwa

tria bei Columbia Threadneedle Invest-

tont Thorsten Schrieber, Vorstandsmit-

Large Caps aus den entwickelten Märk-

ments (Platz 15 / 59,78 Punkte), präzi-

glied der DJE Kapital AG (Platz 36 / 51,45

ten, sehe man hingegen einen wach-

siert: Bei einem „Hard Brexit“ wären

Punkte). Und da werde man derzeit vor

senden Anteil passiver Ansätze.

die OEICs mit einem Schlag nicht mehr

allem in der wachstumsstarken Region

Funds in der EU geführt werden.

UCITS-konform. „Gibt es jedoch einen

Aufwind bei den Schweizern

Übergangsdeal, bleiben OEICs vorerst

Freilich, auch der Kostendruck in

Auffällig positiv ist im Übrigen auch der

UCITS-konform.“ Doch vielleicht gibt

der globalen Fondsbranche bleibt ein

kometenhafte Aufstieg der UBS Asset

es ja noch eine dritte Variante, nämlich

Thema, da dieser weiter zunimmt. Der

Management. Im Vorjahr rangierte die

der Rückzug vom Brexit. Es bleibt span-

Grund dafür liegt nicht nur im knallhar-

Gesellschaft auf Platz 21. Überhaupt ha-

nend. n

Asien, aber auch in Europa fündig.

#KOSTEN

„DIE ÄRA GROSSER STARMANAGER ERREICHT ALLMÄHLICH DEN ZENIT“ Herr Lessing, trotz mickriger Zinsen hor-

reich dominanten Banken. Gerade dort

ten viele Österreicher lieber ihr Bargeld, als

werden seit einigen Jahren die hausei-

dass sie ihr Vermögen anlegen. Liegt das an

genen Fonds zunehmend forciert oder

mangelnder Finanzbildung oder auch da-

überhaupt exklusiv angeboten. Das be-

ran, dass mit der neuen Finanzmarktricht­

grenzt das Angebot und führt zu Zwei-

linie Mifid II die Wertpapierberatung ein-

fel, ob nicht auch Vertriebsziele dahin-

geschränkter ist? – Wie schon immer

terstehen.

Adam Lessing Gründer Lessing Advisors

werden Investments verkauft und nicht gekauft. Sprich, die wenigsten Privatan-

Allerdings macht das Zinstief insbeson­dere

te Bereinigungswelle? – Auf jeden Fall.

leger erwerben Produkte aus Eigeniniti-

kleineren Fondsgesellschaften zu schaf-

Hinzu kommen nun aber auch Kos-

ative. Man muss deshalb beim Vertrieb

fen, da damit der Kostendruck vor allem

ten aus der Umstellung auf nachhalti-

ansetzen, vor allem bei den in Öster-

bei Rentenfonds steigt. Kommt die nächs-

ge Produkte, etwa für die nachhaltige

52


UNTERNEHMEN FONDS

180,3

Milliarden Euro schwer war der Österreichische Investmentfondsmarkt im ­ ktober 2019. Vor einem Jahr waren es nur 169,1 Milliarden Euro. BranchenO primus ist die Erste Asset Management mit 37,39 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen und 20,74 Prozent Marktanteil. Die Raiffeisen KAG ist ihr mit 34,79 Milliarden Euro und 19,30 Prozent Marktanteil auf den Fersen.

Berichterstattung, für die Lancierung

nance“ wahr, womit Geldströme zu-

Womit kann das aktive Management da

neuer Benchmarks und für mehr Re-

nehmend in nachhaltige Investments

noch punkten? – An niedrigen Kos-

search. Kleinere Gesellschaften wer-

umgeleitet werden. Die neuen Regulie-

ten führt kein Weg vorbei. Im Zeital-

den sich zunehmend schwerer behaup-

rungen wie etwa Mifid II oder Solven-

ter künstlicher Intelligenz kann dies

ten können. Schon jetzt haben große

cy II, aber auch die geplante Taxonomie

aber auch abseits rein passiver Strate-

Übernahmen, etwa der Volksbanken

sowie das Haftungsrisiko werden zu-

gien gelingen. Anhand automatisierter

KAG durch die Union Investment oder

dem sicherstellen, dass Nachhaltigkeit

Entscheidungsprozesse werden immer

der Pioneer Investments Austria durch

extrem fokussiert und reguliert wird.

mehr Smart-Beta-Ansätze angeboten.

Amundi Austria gezeigt, wohin die Rei-

Gleichzeitig wird Greenwashing massi-

Dabei werden zum Beispiel Aktien nach

se geht.

ve rechtliche Risiken mit sich bringen,

bestimmten Faktoren, etwa nach Divi-

und verschwinden. Das heißt, Mogel­

dendenrendite oder Wachstumsstär-

Immer mehr Fonds wenden dabei Nach-

packungen, um grüne Investments vor-

ke, kostengünstig selektiert, wobei die

haltigkeitskriterien an, einerlei wie das

zugaukeln, wird sich kaum noch jemand

Faktoren auch miteinander kombiniert

zugrunde liegende Investmentthema lau-

anzubieten trauen.

werden können. Jedenfalls erreicht die

tet. Droht ein Verlust der Glaubwürdig-

Ära reiner Passivstrategien, aber auch

keit? - Die EU macht ihre Ankündigung

Ein weiterer Trend ist die wachsende

jener der großen Starmanager allmäh-

aus dem Aktionsplan „Sustainable Fi-

Nachfrage nach spesengünstigen ETFs.

lich den Zenit.

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UNTERNEHMEN PENSIONSKASSEN

#RANGLISTE

© ANDI BRUCKNER

Seriensieger. Gernot Heschl hat den Platz an der Sonne anscheinend gebucht. Der Chef der VBV Pensionskasse AG führt sein Unternehmen das dritte Mal in Folge an die Spitze.

54


UNTERNEHMEN PENSIONSKASSEN

VERGESSENE JUBILARE Die Pensionskassen feiern 2020 ihr 30-Jahr-Jubiläum, die Politik hat für die zweite Pensionssäule aber weiterhin kein Ohr offen. Für den Sieger des goldenen Rankings heißt es Hattrick geschossen. TEXT PAUL TRAUTENDORFER

A

m 7. November 2019 passierte

sionskassen 2020 ihr 30-Jahr-Jubiläum

das, mit dem wohl schon viele

feiern. Als große institutionelle Investo-

nicht mehr gerechnet hatten:

ren haben sie sich etabliert, der Politik

Sozialministerin Brigitte Zarfl verkün-

scheinen ihre Themen dennoch weiter-

dete in der Fernsehsendung „ZiB 2“ den

hin unwichtig genug zu sein, um sie mit

Start der Alterssicherungskommission.

ins Boot zu holen. Kritik dafür kommt

Eine Entscheidung, die die beiden letz-

unter anderem vom stellvertretenden

ten Regierungen seit rund drei Jahren

Geschäftsführer des Fachverbands der

vor sich hergeschoben hatten. Für Ver-

Pensionskassen, Stefan Pichler: „Wir

treter der zweiten Pensionssäule, also

haben schon öfter eine ganzheitliche

der betrieblichen Vorsorge, bedeutet es

Betrachtung des Pensionssystems an-

die Chance, endlich ihre Agenden in der

geregt, geschehen ist nichts. Auch jetzt

Politik voranzutreiben. „Kurzfristig wird

hat man nicht mit uns geredet.“ Christian

zwar nichts passieren, aber mittelfristig

Böhm,

Vorstandsvorsit-

habe ich schon die Hoffnung, dass sich

zender der APK Pensionskasse AG (Platz

die Kommission auch mit der zweiten

2 / 82,57 Prozent), findet es zwar scha-

Säule beschäftigt“, sagt der Experte für

de, dass die betriebliche Altersvorsorge

betriebliche Altersvorsorge und Grün-

nicht miteinbezogen wird: „Unabhängig

der der Beraterfirma Konsequent Wond-

davon gilt es für uns aber, weiterhin zu

rak, Thomas Wondrak. Aus dem Sozial-

zeigen, wie wichtig die zweite Säule ist.

ministerium heißt es einstweilen: „Der

Ob man in einer Kommission drinnen

Fokus der Alterssicherungskommission

ist oder nicht, ist eigentlich egal.“ Denn

liegt ausschließlich auf der ersten Säule.

an sich sind für Böhm die Pensionskas-

Dies entspricht dem gesetzlichen Auf-

sen in Österreich „eine Erfolgsgeschich-

trag.“ Ernüchternd ist diese Aussage

te, die oftmals kleingeredet wird“. Im-

zudem, weil die österreichischen Pen-

merhin hat man es geschafft, „Arbeit-

55


UNTERNEHMEN PENSIONSKASSEN

„Ob man in einer Kommission drinnen ist oder nicht, ist eigentlich egal.“ CHRISTIAN BÖHM

„Von der P ­ olitik kein eindeutiges Statement wie ,Ja, wir wollen das‘.“ STEFAN EBERHARTINGER

„Nachhaltig ver­ anlagen ja, aber nicht auf Kosten der Performance.“ MICHAELA PLANK

Wer eine solche Performance halten will, muss aber derzeit noch Abstriche bei Themen wie der Nachhaltigkeit machen. Die Valida Pension AG verfolgt aufgrund dessen einen ganz eigenen Ansatz, wie Eberhartinger erklärt: „Wir arbeiten weniger mit Ausschlusskriterien. Uns geht es darum, welches Engagement die Unternehmen und Staaten in Bezug auf Nachhaltigkeit zeigen. Zum Beispiel CO2-Reduktion, Wasserintensität und andere Nachhaltigkeitskriterien.“ Laut Plank handelt es sich bei den Pensionskassen daher „mehr um Impact-Investing. Sie haben das Verständnis, nachhaltig zu veranlagen, Politik. Die Pensionsdebatte hat mittlerweile das Parlament erreicht. Beschlossen wurde bisher kaum etwas.

aber nicht auf Kosten der Performance.“ Eine Vorreiterrolle in Öster-

nehmern eine zusätzliche Altersvorsor-

Möglichkeit haben, ein Teil davon zu

reich nimmt darin der Sieger der Ge-

ge anzubieten, ohne dass es für die Be-

sein.“

samtwertung des goldenen Rankings,

triebe eine Bedrohung ist.“

die VBV Pensionskasse AG (Platz 1 /

Performance mit Impact

84,79 Prozent), ein. Sie holt sich in

Pension-AG-Vorstandsmitglied Stefan

Da sich die Politik ohnehin gerade

der Redaktionswertung zusätzlich den

Eberhartinger (Platz 3 / 71,74 Prozent):

noch im Umbruch befindet und ein all-

erstmalig vergebenen Spezialpreis in

„Das Problem ist, dass es von der Poli-

zu schneller Schwenk in der Thematik

der Kategorie „Nachhaltigkeit“. Mit

tik kein eindeutiges Statement wie ,Ja,

nicht zu erwarten ist, kann der Blick ge-

der Unterzeichnung des Montreal Car-

wir wollen das‘ gibt.“ Für Eberhartinger

trost auf positive Themen wie die Per-

bon Pledge und der Principles for Re-

sind die Pensionskassen derzeit festge-

formance gelenkt werden. Denn da ist

sponsible Investment der UN verfolgt

fahren: „Die Assets der Pensionskassen

es nach einem katastrophalen vier-

die Kasse seit Jahren höchste Stan-

steigen durch die laufenden Beiträge

ten Quartal 2018 - das vergangene Jahr

dards. Ausschlaggebend für den Sieg

und die Veranlagungserträge. Die Neu-

brachte im Schnitt minus 5,6 Prozent -,

war, dass sie heuer zudem auch inter-

verträge stagnieren mehr oder weniger

„überraschend positiv gelaufen“, wie

ne Richtlinien für Sustainable Finance

seit zehn bis 15 Jahren.“ Zusätzlich sei

Altersvorsorgeexpertin Michaela Plank

erarbeitet und implementiert hat.

das Neukundengeschäft großteils auch

von Mercer zusammenfasst. In den ers-

Richtig gut präsentierten sich die

nicht mehr profitabel, wie Eberhartin-

ten drei Quartalen konnten die Pensi-

Pensionskassen in der Redaktionswer-

ger weiter erklärt. Sein Wunsch zum Ju-

onskassen immerhin ein Plus von 9,07

tung, die Unternehmen punkten ei-

biläum lautet daher: „Die zweite Säu-

Prozent verzeichnen. Gelegen habe das

gentlich jedes Jahr mit einer exzellen-

le muss als vollwertiger Bestandteil ei-

großteils daran, „die Fremdwährungs-

ten Datenqualität, was auch dement-

nes Altersvorsorgesystems anerkannt

quote weg von 30 auf 40 bis 50 Prozent

sprechend mit der höchsten Punkte-

werden, und jeder Österreicher soll die

zu erhöhen“, wie Plank ausführt.

zahl honoriert wurde.

Weniger positiv gestimmt ist Valida-

56


RANGLISTE BESTE PENSIONSKASSEN

UNTERNEHMEN

BRANCHE/ RUBRIK

VBV Pensionskasse AG

Pensionskasse

84,79

9

6

10

(2.)

APK Pensionskasse AG

Pensionskasse

82,57

9

6

9

(3.)

Valida Pension AG

Pensionskasse

71,74

8

5

8

4.

(5.)

Allianz Pensionskasse AG

Pensionskasse

56,11

7

6

4

5.

(4.)

Bonus Pensionskassen AG

Pensionskasse

53,89

8

3

6

PLATZ

2018

TREND

1.

(1.)

2. 3.

GESAMTSCORE

PEERKENNGROUP ZAHLEN

REDAKTION

Aufholbedarf bei Digitalisierung

Da kann man bereits Eigenbeiträge über

wicklungen befindet. Neben der Evalu-

Wo die österreichischen Pensionskas-

die App einzahlen.“

ierung von Kooperationen mit Start-ups

sen noch hinterherhinken, ist das The-

Dort ansetzen will die APK Pensions-

und Fintechs arbeitete sie 2019 auch an

ma Digitalisierung. Für Thomas Won­

kasse AG, die 2020 als erste österreichi-

einem Chatbot und der Verwendungs-

drak ist der digitale Kommunikationsweg

sche Pensionskasse eine eigene App vor-

möglichkeit einer digitalen Handy-Sig-

von höchster Relevanz, um vor allem das

stellen wird. Grund für diesen Schritt ist

natur. Die Börsianer-Redaktion war da-

KMU-Segment für die betriebliche Al-

für Vorstand Christian Böhm, dass im-

von so sehr überzeugt, dass sie der VBV

tersvorsorge zu gewinnen: „Geschäfts-

mer mehr Arbeitnehmer ihren Arbeits-

Pensionskasse AG auch den Siegerpo-

führer von Mittelbetrieben interessiert es

platz häufiger wechseln: „Die Interak­

kal in der Kategorie „Innovation“ über-

nicht mehr, seitenlange Verträge und Do-

tion mit den Kunden muss deshalb so

reichte. Der Hattrick ist damit perfekt.

kumente auszudrucken und dann zu un-

einfach wie möglich gestaltet werden.“

Wie man sieht, haben die Pensions-

terschreiben. Das muss online gehen.“

Das glaubt auch die VBV Pensions-

kassen noch viel Potenzial zur Entfal-

Darüber hinaus gilt es, auch für den Kun-

kasse AG, die sich seit Jänner 2019 in ei-

tung, auch ohne ein Entgegenkommen

den den Zugang zum eigenen Geld einfa-

nem Prozess zur Geschäftsfeldentwick-

der Politik. Es bleibt zu sagen: Herz­

cher zu gestalten, wie Wondrak erklärt:

lung unter Berücksichtigung von Di-

lichen Glückwunsch zu den 30 Jahren

„In Deutschland ist man da schon weiter.

gitalisierung und internationalen Ent-

Pensionskassen in Österreich! n

#VERANLAGUNG

PENSIONSKASSEN MELDEN SICH BEI PERFORMANCE LAUTSTARK ZURÜCK

N

ach einem katastrophalen Jahr

anlagungsklassen erfolgt nach Vorga-

2018, in dem die heimischen über-

ben der Oesterreichischen Kontrollbank

betrieblichen Pensionskassen ein Mi-

AG. „Die Performance hat sich auch im

nus von 5,6 Prozent erzielten, sieht das

dritten Quartal weiterhin gut entwickelt

Jahr 2019 deutlich positiver aus. In den

und erreicht Höchststände, an die man

ersten drei Quartalen machten die fünf

nicht zu glauben gewagt hat. Es zeigt

Pensionskassen viel Boden gut und er-

sich sehr schön, je mehr Aktien, desto

wirtschafteten im Schnitt 9,07 Pro-

besser die Performance. Allerdings sind

zent. 2017 waren es plus 6,34 Prozent.

die Märkte nach wie vor volatil. Die Pen-

Vor allem die dynamischen Portfolios

sionskassen werden aus heutiger Sicht

mit mehr als 40 Prozent Aktien erziel-

aber keine Absicherungsmaßnahmen

ten im Schnitt 9,83 Prozent. Beste war

vornehmen“, sagt Michaela Plank von

die Allianz Pensionskasse AG mit 13,06

Mercer Austria. Übrigens: In den ver-

Prozent. Bei den konservativen Portfo-

gangenen zehn Jahren waren nur die

lios mit maximal 24 Prozent Aktienan-

Jahre 2011 und 2018 negativ, die über-

teil setzte sich die APK Pensionskasse

betrieblichen Pensionskassen erzielten

AG mit 9,70 Prozent an die Spitze. Die

seit 2009 ein Veranlagungsergebnis von

Einteilung in die verschiedenen Ver-

4,11 Prozent pro Jahr.

58

Risiko zahlt sich aus. Die Allianz Pensionskasse AG erzielt mit 13,06 Prozent das beste Veranlagungs­ ergebnis mit mehr als 40 Prozent Aktienanteil.


Wir versorgen unser Land sicher und verantwortungsvoll mit Energie. Und wir arbeiten täglich daran, Ressourcen zu schonen, CO2-neutrale Energiequellen zu erschließen und Abfallprodukte zu neuen Rohstoffen zu verwerten. Mit dem großen Ziel: Der klimafreundlichste Öl- und Gaskonzern zu werden. Hier erfahren Sie alle Details zu unseren Nachhaltigkeits-Programmen: www.omv.com/nachhaltigkeit


UNTERNEHMEN VORSORGEKASSEN

Beständigkeit. ­Nach 2015 ­sichert sich die VBV Vorsorge­kasse AG zum zweiten Mal den Sieg im ­goldenen Ranking. Andreas ­Zakostelsky ist seit Oktober 2018 Vorstandsvorsitzender.

© VBV / RICHARD TANZER

#RANGLISTE

60


UNTERNEHMEN VORSORGEKASSEN

VERLANGEN NACH VERÄNDERUNG an. „Hier ist der Gesetzgeber gefordert,

Die Vorsorgekassen fordern

die Entnahmemöglichkeiten angemes-

den Gesetzgeber auf, neue

sen zu regulieren und die gesetzliche

Anreize für eine längere

Mindestliegedauer bis zum Pensionsantritt auszudehnen“, sagt Andreas Csur-

Geldveranlagung zu schaffen.

da, Vorstandsmitglied der Allianz Vor-

Auf dem obersten Treppchen

sorgekasse AG (Platz 8 / 56,28 Prozent).

des goldenen Rankings findet

Der Hintergedanke ist dabei, dass durch

sich zum dritten Mal in Folge

den automatisch größeren Zeitraum die Vorsorgekassen mehr Geld veranlagen

ein neues Gesicht.

dürfen, wodurch sie sich eine Stärkung der Performance erwarten. Unterstützung bekommt er für diese

TEXT PAUL TRAUTENDORFER

D

Forderung von der Vorstandsetage des erzeit können sich Arbeitneh-

Siegers des goldenen Rankings, der VBV

mer nach drei beitragsfreien

Vorsorgekasse AG (Platz 1 / 83,78 Pro-

Jahren Vorsorgebeiträge aus al-

zent). Österreichs größte Vorsorgekasse

ten Dienstverhältnissen auszahlen las-

überzeugte in diesem Jahr vor allem bei

sen. Kritik für diese seit Einführung der

der Peergroup-Wertung, die von einer

Abfertigung Neu geltenden Regelung

Jury durchgeführt wurde, als auch bei der

gibt es seit Jahren. Grund dafür ist auch,

Redaktionswertung und holte sich nach

dass die Performance der Vorsorgekas-

2016 erstmals wieder den Sieg.

sen mehrjährig betrachtet mit 2,5 Prozent noch immer weit vom eigentlichen

Lebenslange Zusatzpension

Grundziel von sechs Prozent entfernt

Um das Altersvorsorgesystem als Gan-

ist. „So, wie es jetzt geht, ist es nicht

zes zu stärken, weist VBV-Vorstands-

der Sinn der Sache“, spricht Vorsorge-

chef Andreas Zakostelsky darauf hin, zu-

experte Thomas Wondrak die Situation

sätzlich zur Verlängerung der Liegedauer

der Liegedauer bei den Vorsorgekassen

auch die Einführung eines General-Pen-

61


UNTERNEHMEN VORSORGEKASSEN

RANGLISTE BESTE VORSORGEKASSEN

UNTERNEHMEN

BRANCHE/ RUBRIK

VBV Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

83,78

9

6

10

(2.)

Fair Finance Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

82,78

7

8

10

(5.)

Niederösterreichische Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

75,11

8

7

8

4.

(1.)

APK Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

72,67

9

4

9

5.

(3.)

Valida Plus AG

Vorsorgekasse

67,78

8

5

7

6.

(7.)

Bonus Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

64,00

6

4

9

7.

(8.)

BUAK Betriebliche Vorsorgekasse

Vorsorgekasse

61,33

6

4

8

8.

(6.)

Allianz Vorsorgekasse AG

Vorsorgekasse

56,28

7

6

4

PLATZ

2018

TREND

1.

(4.)

2. 3.

GESAMTSCORE

PEERKENNGROUP ZAHLEN

REDAKTION

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Teilbewertung.

sionskassenvertrags zu forcieren. Damit meint er die Möglichkeit für all jene, die bisher nicht in den Genuss einer betrieblichen Pension kamen, ihre Beiträge aus der Vorsorgekasse zum Pensionsantritt in die Pensionskasse übertragen zu können. Das ist bis dato nicht möglich und

„Gesetzliche ­Mindestliegedauer bis Pensionsantritt ausdehnen.“

wenig. Wäre es den Vorsorgekassen erlaubt, anstelle von Einmalbeträgen auch lebenslange Renten oder Zeitrenten auszuzahlen, hätte man dieselbe Wirkung und müsste ohne Erklärungsaufwand das gut etablierte, mit Garantien ausgestattete und hocheffiziente Vor-

ANDREAS CSURDA

sorgekassenmodell nicht verlassen.“

zwingt Arbeitnehmer dazu, sich spätestens zum Pensionsantritt alle bisher ein-

die Kunden nach den Vorstellungen Za-

gezahlten Beiträge in die Vorsorgekas-

kostelskys hingegen nicht mehr frei

Digitalisierung folgt Nachhaltigkeit

se auf einmal auszahlen zu lassen. Der

wählbar. „Da sich die Kunden zu diesem

Abseits vom Thema Systemausbau hin

standardisierte Vertrag soll eingeführt

Zeitpunkt ohnehin eher am Ende des Le-

zu einer echten betrieblichen Alters-

werden, damit auch Nichtkunden einer

bensphasenmodells befinden, wäre na-

vorsorge herrscht zwischen Zakostel­

betrieblichen Pensionskasse die Chan-

türlich eine sehr konservative Veranla-

sky und Zeilinger dafür in den Punk-

ce auf eine Art lebenslange Zusatzpen­

gung am Gescheitesten.“

ten Nachhaltigkeit und Digitalisierung

sion mit monatlicher Auszahlung haben.

Damit kann der Vorstandsvorsitzen-

großteils Einigkeit. Wie die Bonus Vor-

Welche Pensionskasse das Geld aus der

de der Fair Finance Vorsorgekasse AG

sorgekasse AG, die Valida Plus AG und

jeweiligen Vorsorgekasse im Anschluss

(Platz 2 / 82,78 Prozent), Markus Zeilin-

die Niederösterreichische Vorsorgekasse

verwalten soll, können die Kunden selbst

ger, weniger anfangen: „Von einem Ge-

AG wurden auch die Fair Finance Vorsor-

entscheiden. Die Veranlagung wäre für

neral-Pensionskassenvertrag halte ich

gekasse AG und die VBV Vorsorgekasse AG erneut mit dem Nachhaltigkeitszertifikat der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik (Ögut) in Gold

4,94

ausgezeichnet. Nicht nur deswegen gelten die Vorsorgekassen als heimisches Aushängeschild in diesem Bereich. Wer sich den erstmalig vergebenen Spezialpreis in der Kategorie „Nachhaltigkeit“

Prozent erzielten die Vorsorgekassen im Schnitt in den ersten drei Quartalen des Jahres 2019. Die APK Vorsorgekasse AG war mit 7,93 Prozent Spitzenreiter, gefolgt von der VBV Vorsorgekasse AG mit 5,68 Prozent. Die Höhe des Aktienanteils spielte eine wesentliche Rolle für das gute Veranlagungsergebnis.

holt, war aufgrund dessen alles andere als vorbestimmt. Wie für den Spezialpreis „Digitalisierung und Innovation“ führte die Börsianer-Redaktion auch dafür ein genaues Studium aller abgegebenen Fragebögen durch, die im aktuellen Jahr verstärkt auf die beiden Themengebiete ausgelegt

62


„Von einem General-Pensionskassenvertrag halte ich wenig.“ MARKUS ZEILINGER

„So, wie es jetzt geht, ist es nicht Sinn der Sache.“ THOMAS WONDRAK

Threadneedle (Lux) European Social Bond Fund Ein innovativer europäischer Anleihenfonds mit sozialem Fokus. Der Fonds nutzt das gesamte Potenzial von Anlagen in Unternehmensanleihen, um eine finanzielle und soziale Rendite zu erzielen.

worden waren. Der Fokus lag vor allem

gibt. Die ersten Ergebnisse können sich

auf der Bewertung umgesetzter Projekte

sehen lassen: „Wir implementieren ak-

und gesetzten Engagements im abgelau-

tuell interaktive Bots auf unserer Home-

fenen Jahr sowie der weiteren Strategie

page. Kundenanfragen sollen möglichst

im jeweiligen Bereich. Zum erstmaligen

punktgenau und umfassend sowie zeit-

Sieger in beiden Kategorien wurde auf-

sparend beantwortet werden“, erklärt

grund dessen die Fair Finance Vorsorge-

Vorstandsvorsitzender Markus Zeilin-

kasse AG gekürt. Beispielhaft für ihr En-

ger. Darüber hinaus verfügt die jüngs-

gagement beim Thema Nachhaltigkeit

te der Vorsorgekassen über ein cloud­

wurde erstmals ein Nachhaltigkeitsbe-

basiertes Verwaltungssystem, in das mit

richt für das Geschäftsjahr 2018 veröf-

Ende 2019 die Kunden- und Interessen-

fentlicht. Beim Austrian Sustainability

tendatenbank integriert wird.

Reporting Award brachte das auf Anhieb den Sieg in der Kategorie „Erstbericht“.

Der Fonds zielt darauf ab, folgende drei Elemente in Einklang zu bringen: ESG (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung), Liquidität und Rendite. Dabei strebt der Fonds europäische Risiko- und Renditemerkmale von Unternehmensanleihen an, kombiniert mit eindeutig nachweisbarem SocialAlpha für jede einzelne Investition.

Aber auch die anderen Kassen ziehen mit. Dort laufen Entwicklungen zwischen Pensions- und Vorsorgekassen

Chatbots und App

oftmals auch parallel ab. Bei den Vor-

Beim Thema Nachhaltigkeit sind die

sorgekassen seien diese aufgrund der

Vorsorgekassen somit ohnehin das A

einfacheren Regulatorik aber schneller

und O. Jetzt gilt es für viele, den Fokus

umzusetzen, wie VBV-Chef An­dreas Za-

auf die Digitalisierung zu lenken. Apps,

kostelsky erklärt. Die VBV Vorsorgekas-

Chat­ bots und Cloudsysteme sind zwar

se AG arbeitet daher genauso wie ihre

nicht unbedingt Dinge, die mit Vorsor-

Schwester, die Pensionskasse, gerade an

gekassen in Verbindung gebracht wer-

einem Chatbot und an der Implemen-

den. Spricht man mit den Vorständen der

tierung einer digitalen Handy-Si­gnatur.

Verwalter der Abfertigung Neu, zeigt sich

Bei der APK-Gruppe war in letzter Zeit

aber, dass diese Innovationen bereits

das Thema App-Erstellung vorrangig.

Einzug halten und auch in Zukunft ver-

Während die APK Pensionskasse AG die-

mehrt für die Kunden spürbar werden.

ses Feature 2020 vorstellt, bietet die APK

Pionierarbeit leistet hier ebenfalls die

Vorsorgekasse AG ihren Kunden die App

Fair Finance Vorsorgekasse AG, die sich

jetzt bereits an.

damit auch den zweiten Spezialpreis ab-

Die Vorsorgekassen mit ihrem Stre-

holt. Mit wie viel Druck am Thema Digi-

ben nach Veränderungen gehen somit

talisierung und Innovation dort gearbei-

selbst als bestes Beispiel voran. Ge-

tet wird, zeigt allein, dass es seit Sommer

bremst werden Sie von der Politik, die

2019 mit Peter Eichert sogar einen eige-

den Vorsorge- wie auch den Pensions-

nen Vorstand für IT und Digitalisierung

kassen noch zu wenig Spielraum lässt. n

63

Tel: +43 1 53712 4211 oesterreich@columbiathreadneedle.com Erfahren Sie mehr unter

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Wichtige Informationen: Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Hinweis auf die künftige Wertentwicklung. Der Wert der Anlagen und etwaige Einkünfte daraus sind nicht garantiert und können sowohl steigen als auch fallen sowie von Wechselkursveränderungen beeinfl usst werden. Das bedeutet, dass ein Anleger unter Umständen den ursprünglich angelegten Betrag nicht zurückerhält. Threadneedle (Lux) ist eine nach dem Recht des Großherzogtums Luxemburg gegründete Investmentgesellschaft mit variablem Kapital (Société d’investissement à capital variable oder “SICAV”). Zweck der SICAV ist die Ausgabe, Rücknahme und der Umtausch von Anteilen verschiedener Anteilsklassen. Die Verwaltungsgesellschaft der SICAV ist die Threadneedle Management Luxembourg S.A., die von der Threadneedle Asset Management Ltd. und/oder ausgewählten Unteranlageberatern beraten wird. Diese Veröffentlichung dient lediglich der Information und stellt kein Angebot zum Kauf von Wertpapieren oder anderen Finanzinstrumenten noch eine Anlageberatung und eine Investmentdienstleistung dar. Zeichnungen von Anteilen eines Fonds dürfen nur auf der Grundlage des aktuellen Verkaufsprospekts und der wesentlichen Anlegerinformationen (KIID) sowie des letzten Jahres- oder Zwischenberichts und auf der Grundlage der aktuellen Geschäftsbedingungen erfolgen. Anleger sollten sich auch im Verkaufsprospekt im Abschnitt “Risikofaktoren” über die Risiken bei der Fondsanlage generell und speziell bei der Anlage in diesem Fonds informieren. Die genannten Dokumente sind auf Englisch, Französisch, Deutsch, Portugiesisch, Italienisch, Spanisch und Niederländisch auf schriftliche Anfrage bei der Verwaltungsgesellschaft unter der Adresse 44, rue de la Vallée, L-2661 Luxembourg, Großherzogtum Luxemburg, kostenfrei erhältlich (es gibt keinen niederländischen Verkaufsprospekt). Sie sind des Weiteren an den folgenden Adressen erhältlich: in Österreich: Erste Bank, Graben 21 A-1010 Wien; in Deutschland: JP Morgan AG, Junghofstr. 14, 60311 Frankfurt. Threadneedle Management Luxembourg S.A. Eingetragen im Registre de Commerce et des Sociétés (Luxembourg), Registernummer B 110242; eingetragener Firmensitz: 44, rue de la Vallée, L-2661 Luxembourg, Großherzogtum Luxemburg. Columbia Threadneedle Investments ist der globale Markenname der Columbia- und Threadneedle-Unternehmensgruppe. columbiathreadneedle.com 11.19 | J30095 | 2222323


© DANIEL HINTERRAMSKOGLER

RANKING PERSONEN

DER LANGE WEG IN DEN VORSTAND 64


#RANGLISTE

Ehrwürdig. Bei der 200-Jahr-­ Feier der Erste Group Bank AG im ­Musikverein lud Bundespräsident Alexander Van der Bellen ErsteGroup-Vorstandschef Andreas Treichl auf Zigarette und Kaffee in die Hofburg ein.

65


RANKING PERSONEN

Wie jedes Jahr machen wir im Folgenden einen Schnelldurchlauf bei den besten Finanzköpfen. Und wir stellen die Frage, was es braucht, um ganz nach oben zu kommen. Wenn mal gerade nicht der richtige Whatsapp-Chat zur Verfügung steht. TEXT THOMAS MÜLLER

I

m goldenen Ranking der besten Finanzköpfe geht eine Ära zu Ende: Bisher galt bisher Harald Hage­nauer

(91,00

Punkte),

Manager

der

Investor-Relations-

Österreichischen

Post

AG, praktisch als gesetzt für den ersten Platz. 2019 hat ihm Andreas Treichl, scheidender Vorstandsvorsitzender der Erste Group Bank AG (Platz 1 / 93,89 Punkte), einen Strich durch die Rechnung gemacht. Dennoch kann Hage­ nauer mit dem zweiten Platz zufrieden sein, und die Top Ten bleiben weiterhin eine Domäne der IR-Manager. Friedrich

66


RANKING PERSONEN

„In Österreich muss alles nach dem Mainstream ­ablaufen.“

„Man muss ­rechtzeitig auf sich aufmerksam machen.“

MICHAEL SCHAUMANN

ELISABETH STADLER

Jergitsch, Anwalt bei Freshfields Bruck-

/ 71,00 Punkte). Spektakulär war der

haus Deringer (80,91 Punkte), konnte

Aufstieg von „Oberbanker“ Franz Gas-

sich noch knapp in den top drei halten,

selsberger (71,58 Punkt) von Platz 67

und Ewald Nowotny (79,47 Punkte), in-

auf Platz sieben. Ein schönes Geschenk

zwischen pensionierter Nationalbank-

der Branchenkollegen zum 60er, den er

Gouverneur, schaffte den Sprung von

heuer gefeiert hat. Einen Boost bekam

Platz 23 auf Platz vier; die Plätze fünf

auch Helmut Bernkopf (71,11 Punk-

Jubilar. RLB-Oberösterreich-Boss Heinrich Schaller und sechs übernehmen wieder die IR„Ich bin ­feierte Mitte November mit einer großen Sause investie Manager Hannes Roither (78,00 bin rt“ Punkh Ic „ seinen 60. Geburtstag. Zur Feier ihm “ iertüberreichte „Ich bin te) von der Palfinger AG und Stephanie investStelzer Landeshauptmann Thomas das Goldene investiert“ Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich, auch Kniep (74,00 Punkte) von der Lenzing ÖVP-Chef Sebastian Kurz gratulierte. Mit AG. Letztere ist damit die bestplatzierbin „Ich Oberbank-Vorstandschef Franz Gasselsberger “ rt ie st te Frau, gefolgt von Strabag-IR-Manae v in hat ein weiterer Banker bereits diese Lenze erreicht.

te), Vorstand bei der Oesterreichischen

gerin Diana Neumüller-Klein (Platz 10 *

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RANKING PERSONEN

Männerriege. Die Raiffeisen Bank International AG ordnet 2020 ihren Vorstand neu. Der Vertrag von Finanz­vorstand Martin Grüll (rechts), wurde vom Aufsichtsrat nicht verlängert. Sein Posten wird nicht nachbesetzt. Vorstandsvorsitzender Johann Strobl, wird die Agenden von Grüll übernehmen. Eine Frau im baldigen Sechser-Vorstand ist nach wie vor in weiter Ferne.

wurden wieder die besten Banker, Ver-

bestärkt habe, und seinen Förderer und

Chancen ergeben“, sagt er heute. Eli-

sicherer,

Finanzvor-

Langzeitgeneraldirektor der Oberbank

sabeth Stadler (Platz 19 / 65,65 Punkte),

stände, IR-Manager, Pressesprecher,

AG, Hermann Bell. Die Finanzkrise hat

Bestplatzierte einer Versicherung und

Anwälte und Journalisten ermittelt –, so

naturgemäß auch bei anderen Bankern

Vorstandsvorsitzende der Vienna Insu-

unterschiedlich dürften ihre Erfolgsge-

Spuren hinterlassen. „Dabei hat ein

rance Group AG, nennt den Schritt an die

heimnisse und Erlebnisse gewesen sein,

Team von großartigen Managern und

Spitze als einschneidend. „Eine derarti-

die sie zu dem machten, was sie heute

Fachleuten in unserer Gruppe gezeigt,

ge Funktion kann man nicht anstreben.

sind. Im Fall von Andreas Treichl ist der

wie auch extrem schwierige Zeiten zu

Man muss rechtzeitig auf sich aufmerk-

Börsianer im vierten Quartal 2019 dieser

meistern sind“, erinnert sich Stefan

sam machen, und es gehört eine Por-

Frage ganz genau nachgegangen und

Dörfler (Platz 29 / 61,67 Punkte), heu-

tion Glück dazu, um zur richtigen Zeit

hat Branchenkollegen und Weggefähr-

te Finanzvorstand der Erste Group Bank

am richtigen Ort zu sein“, ist ihr Fazit.

ten interviewt. Vertrauen auf das eigene

AG.

Prominente Mentoren nennt Uniqa-In-

Fondsmanager,

Bernkopf

surance-Group-AG-Vorstandsvorsit-

gnadeter Netzwerker, waren einige der

nennt den Mauerfall und die Ostöff-

zender Andreas Brandstetter (Platz 34 /

Befunde.

Gespür, Mut ohne Tollkühnheit, ein be-

OeKB-Vorstand

Helmut

nung: „Sie haben mich später nach

60,42 Punkte): „Christian Konrad, ehe-

Treichl selbst nennt als prägenden

Zentral- und Osteuropa geführt, wo ich

maliger Aufsichtsratsvorsitzender von

Faktor seine Familie: „Meine Frau und

mehrere Jahre als Vorstand in verschie-

Uniqa, und Herbert Schimetschek, ehe-

meine Kinder, die mir in all den Jahren,

denen Banken gearbeitet habe.“ Alfred

maliger Generaldirektor von Uniqa. Von

aber vor allem in der Zeit der Finanzkri-

Leu, Chef der Generali Gruppe Öster-

beiden habe ich viel gelernt, beide ha-

se das Gefühl gegeben haben, ein Zu-

reich (Platz 55 / 54,78 Punkte), hat be-

ben mir früh vertraut.“

hause zu haben, auf das man sich ver-

reits 1987 beim „Schwarzen Montag“

lassen kann.“ Sein Bankerkollege Franz

als Vertriebsmitarbeiter die Fallhöhe

Wie weit fällt der Apfel vom Stamm?

Gasselsberger nennt auch seine Frau,

des Finanzmarkts zu spüren bekom-

Die individuellen Eigenschaften und

die ihn immer bei der Verfolgung sei-

men. „Aber ich habe gelernt, dass sich

Lebensläufe sagen nicht unbedingt et-

ner beruflichen Ziele unterstützt und

aus solchen Situationen auch immer

was über die entscheidenden Faktoren

68


RANKING PERSONEN

„Meine Frau hat mich bei der ­Verfolgung meiner Ziele bestärkt.“

„Die besten Leute ­bekommen oft nicht die Bildung, die sie brauchen.“

FRANZ GASSELSBERGER

ALYSSA SCHNEEBAUM

für den Erfolg im Allgemeinen aus, aber

und Angestellte. Einzig Andreas Treichl

Jahrzehnten aus, denn langsam, aber

vielleicht gibt es doch einige Gemein-

kann als Bankier in sechster Generati-

doch kommen die Rollenbilder in den

samkeiten, die auffällig sind. Wir haben

on seine einschlägige Herkunft aus dem

Köpfen in Bewegung.

uns daher versuchsweise eine diverse

Großbürgertum schwer verleugnen. Ge-

Stichprobe von 15 Führungskräften aus

mein ist den Bestbewerteten, dass alle

Ernüchternde Zahlen

dem Ranking genauer angeschaut, fast

ein Universitätsstudium abgeschlossen

Doch was sagt nun die Wissenschaft

alle aus den top 30. Medien und Anwäl-

haben, stark überrepräsentiert in den

dazu? Bezüglich der Bewegung zwischen

te blieben in dem Fall unberücksichtigt.

Wirtschaftsfächern, gefolgt von Jus und

den sozialen Schichten ging erst un-

Es zeigt sich zunächst, dass man nicht in

technischen Fächern.

längst eine Studie der Organisation für

die Großstadt Wien und ihre Netzwerke

Wenn man wieder ins Gesamtran-

wirtschaftliche Zusammenarbeit und

hineingeboren werden muss, um etwas

king hinauszoomt, zeigt sich: Klar von

Entwicklung (OECD) durch die Medien.

zu werden. Die in Wien Aufgewachse-

Vorteil ist es offenbar, ein Mann zu sein.

Sie stellte Österreich kein gutes Zeug-

nen stellen mit vier Vertretern die Min-

23 von 100 Genannten sind weiblich, und

nis aus. Die Einkommensunterschie-

derheit. Auch die familiäre „Vorbelas-

zieht man die Journalistinnen und Pres-

de seien demnach vergleichsweise mo-

tung“ stellt keinen erklärenden Faktor

sesprecherinnen ab, bleiben lediglich

derat, aber der Aufstieg vom untersten

dar. Vielmehr spiegelt sich in diesem

16 Spitzenpositionen, mehrheitlich bei

Zehntel zum Durchschnittseinkommen

Fall der gesellschaftliche Wandel von

den Investor-Relations. Bei den Plätzen

dauere im Schnitt fünf Generationen.

einer Generation zur anderen wider.

101 bis 200 sind es übrigens auch nur

In Dänemark seien es nur zwei. Bereits

In der Elterngeneration ist die Land-

21 Frauen, vorwiegend Journalistinnen.

bei einem Vortrag im Juni dieses Jah-

wirtschaft noch stark vertreten, kleine

Das sagt vor allem etwas über die Kar-

res nannte Studienautor und OECD-Se­

Unternehmen und hie und da Beamte

rierechancen in den vergangenen drei

nior-Analyst, Michael F. Förster, einige Entgeltliche Einschaltung

Dem Kapitalmarkt eine Stimme geben POSITIONEN

KARL FUCHS Geschäftsführer Aktienforum

1. Überregulierung reduzieren Ein Staat kann im internationalen Standortwettbewerb nur bestehen, wenn die Standortfaktoren attraktiv gestaltet sind.

2. Finanzbildung etablieren Wissen über Finanzen und den Kapitalmarkt schafft einen Wettbewerbsvorteil und beugt zukünftigen Krisen vor.

3. Signale setzen Um den heimischen Kapitalmarkt zu attrakti­vieren, braucht es darüber hinaus auch positive Signale.

Aktienforum-Position: • Regulierung praxisnah und effizient gestalten • Rechtsrahmen sicher und effizient ausbauen • Gold-Plating–Spielräume durchforsten und ­anpassen

Aktienforum-Position: • Nationale Strategie zu Finanzund ­Kapitalmarktwissen • Bündelung bereits bestehender ­Initiativen und Programme • Aufnahme von verpflichtender ­Kapitalmarktbildung in den ­Lehrplänen an Schulen

Aktienforum-Position: • Einheitliches Kapitalertragssteuer­ modell samt Behaltefristen mit 25 Prozent • IPO-Initiative – Entdiskriminierung von Eigenkapital vorantreiben • Betriebliche- und private Zukunfts­ vorsorge stärken


RANKING PERSONEN

Ausgezeichnet. IR-Chefin Nina Higatzberger-Schwarz und Finanzchefin Liane Hirner von der Vienna Insurance Group AG freuten sich über die Spezialauszeichnung zur besten IR-Abteilung ATX bei den Austrian Financial Communications Awards im Rahmen der Cira-Konferenz. Auch im goldenen Ranking der besten Finanzköpfe sind beide sehr gut platziert.

Abschied. Auch die Unicredit Bank Austria AG hat ihre Vorstandsagenden neu geordnet. Franz Witt-Dörring, sieben Jahre Vorstandschef der Tochter Schoellerbank AG, verließ mit Ende August die Privatbank. Ihm folgte Dieter Hengl, der seit September 2019 das gesamte Wealth-Management Austria der Bank Austria und Schoellerbank verantwortet.

Daten dazu: „Etwa die Hälfte der Kin-

suggeriert, welche Fähigkeiten, Interes-

entwickeln, sind Eigenschaften, ohne

der von Führungskräften werden selbst

sen und Berufe typisch weiblich seien.

die es schwierig bis unmöglich ist, ganz

einmal Führungskräfte, bei den Kindern

nach oben zu kommen“, weiß Schau-

von Arbeitern ist es ein Viertel. Dahin-

Bildung allein reicht auch nicht

mann. Entscheidend seien auch Aus-

ter steht wiederum die Mobilität bei der

Michael Schaumann, Headhunter und

landsaufenthalte und soziales Engage-

Bildung.“ Denn wenn zumindest ein El-

Managing Partner bei Stanton Chase in

ment während des Studiums und na-

ternteil einen akademischen Abschluss

Österreich, sieht auch nach der Matu-

türlich jede Menge unterschiedlicher

hat, haben dann auch deren Kinder spä-

ra und dem Studium zu wenig Offenheit

Praktika.

ter zu 66 Prozent einen Bachelor oder

und Flexibilität bei den rekrutierenden

Eine Karrierebremse hingegen ist

Master in der Tasche. Bei Eltern, die mit

Unternehmen: „Ein einfaches Beispiel:

nach wie vor der Faktor Elternschaft.

15 die Schule verlassen, sind es nur zwölf

Im angelsächsischen Raum kann man

Da ist sich die Soziologie einig, dass be-

Prozent.

Philosophie studieren und kann dann

sonders die Benachteiligung von Frauen

Die Sozioökonomin Alyssa Schnee-

ganz leicht ins Investmentbanking oder

ab der Geburt eines Kindes erst so rich-

baum von der Wirtschaftsuniversität

sonst wohin einsteigen, ohne dass man

tig an Fahrt aufnimmt. Und viele Män-

Wien kommt in ihren zahlreichen Stu-

sich blöde Fragen beim Einstellungs-

ner trauen sich erst gar nicht, abseits des

dien zu einem ähnlich ernüchternden

gespräch gefallen lassen muss. So et-

berühmten „Papamonats“ eine längere

Fazit. „Wir wollen zwar, dass die besten

was ist dort einfach ganz normal. In Ös-

Auszeit für die Familie zu nehmen, weil

Leute den Job bekommen, aber sie be-

terreich muss alles sehr klar und dem

sie negative Konsequenzen befürchten.

kommen oft nicht die Bildung, mit der

Mainstream

ablaufen,

Michael Schaumann sieht auf der Top­

sie es auch wirklich schaffen könnten“,

wie eine Offizierslaufbahn.“ Kreativität

ebene tendenziell Besserung: „Ja, die

sagte sie bei einer Podiumsdiskussion.

und Umwege seien nicht gefragt, und

Unternehmen reagieren immer mehr im

Zusätzlich benachteiligt seien Mädchen

der Stempel der Hauptschule sei fast

Sinne der Familienfreundlichkeit. Zum

durch das sogenannte „early tracking“,

ein Stigma. Doch auch ein geradliniger

Beispiel wird die Väterkarenz populärer

das besonders in Österreich ausge-

Bildungsweg und exzellentes Fachwis-

und akzeptierter. Die große Verände-

prägt ist. „Das sehen wir dann anhand

sen seien für den Weg in die Executive-

rung in den Köpfen hat hier noch nicht

schlechterer Mathematikleistungen bei

Ebene nicht genug.

stattgefunden, aber die nachkommen-

entsprechend

den Generationen drängen bereits auf

den PISA-Tests und bei der späteren

„Fleiß, Integrität, teamfähiger Ehr-

Berufs- und Studienwahl“, so die For-

geiz, ehrliches und authentisches Auf-

Veränderung.“

scherin. Denn bereits von klein auf wer-

treten, Kommunikationsfähigkeit und

oder „panta rhei“ würde man dazu wohl

de den Mädchen von den Erwachsenen

der Wunsch, sich persönlich weiterzu-

im Elitegymnasium sagen. n

70

„Tempora

mutantur“


RANKING PERSONEN

REGELN PLATZ

1.

2018 TREND PERSONEN

(7.)

Treichl Andreas

So wurden die besten Köpfe der Finanzbranche bewertet. UNTERNEHMEN

RUBRIK

GESAMTSCORE

Erste Group Bank AG

Banker

93,89

S

eit der ersten Ausgabe macht sich der Börsianer mithilfe eines einstufigen Scoringmodells (Peergroup) auf die Suche nach den besten Köpfen der Finanzbranche. Die No-

minierten konnten ihre Kollegen dabei mit einem Punktewert

RUBRIK

GESAMTSCORING

In dieser Spalte sind die

Die Branchenkollegen bewer-

Branchen aufgelistet, in de-

teten einander von 1 (nied-

nen die jeweiligen Personen

rig) bis 10 (hoch). Der Wert

tätig sind. Rankings wurden

ist der in Prozent konvertier-

licht. Nominierte Personen durften sich selbst und Kollegen

in acht verschiedenen Be-

te Mittelwert der einzelnen

aus demselben Konzern nicht bewerten. Bei Punktegleichstand

rufsgruppen durchgeführt.

­Personenbewertungen.

entschied die höchste abgegebene Einzelbewertung.

zwischen 1 (niedrig) und 10 (hoch) bewerten. In acht Berufsgruppen wurden jeweils die 50 Besten einer Zunft gesucht. Die acht aktuellsten Rankings werden in dieser Ausgabe veröffent-

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GESAMTRANGLISTE BESTE KÖPFE

PERSONEN

UNTERNEHMEN

RUBRIK

GESAMTSCORE

Treichl Andreas

Erste Group Bank AG

Banker

93,89

(1.)

Hagenauer Harald

Österreichische Post AG

IR-Manager

91,00

3.

(2.)

Jergitsch Friedrich

Freshfields

Anwälte

80,91

4.

(23.)

Nowotny Ewald**

Oesterreichische Nationalbank

Banker

79,47

5.

(3.)

Roither Hannes

Palfinger AG

IR-Manager

78,00

6.

(4.)

Kniep Stephanie

Lenzing AG

IR-Manager

74,00

7.

(67.)

Gasselsberger Franz

Oberbank AG

Banker

71,58

8.

(9.)

Ofner Klaus

Wienerberger AG

IR-Manager

71,50

9.

(37.)

Bernkopf Helmut

Oesterreichische Kontrollbank AG Banker

71,11

10.

(10.)

Neumüller-Klein Diana

Strabag SE

IR-Manager

71,00

11.

(12.)

Fleischer Peter

Voestalpine AG

IR-Manager

69,52

12.

(13.)

Haider Hannes

Agrana Beteiligungs AG

IR-Manager

69,50

13.

(6.)

Graber Renate

Der Standard

Journalisten

69,47

14.

(31.)

Strobl Johann

Raiffeisen Bank International AG

Banker

69,00

15.

(16.)

Kleemann Peter

Flughafen Wien AG

Pressesprecher

68,28

16.

(30.)

Cernko Willibald**

Erste Group Bank AG

Banker

67,22

17.

(18.)

Helenyi Judit**

Flughafen Wien AG

IR-Manager

66,50

18.

(19.)

Felsbach Peter

Voestalpine AG

Pressesprecher

66,43

19.

(62.)

Stadler Elisabeth

Vienna Insurance Group AG

Versicherer

65,65

20.

(21.)

Ottel Robert

Voestalpine AG

CFOs

65,24

21.

(15.)

Schnauder Andreas

Der Standard

Journalisten

64,74

22.

(20.)

Heidinger Markus

Wolf Theiss

Anwälte

64,69

23.

(11.)

Nikbakhsh Michael

Profil

Journalisten

64,50

24.

(38.)

Ittner Andreas

Oesterreichische Nationalbank

Banker

62,63

25.

(25.)

Wögerbauer Alois

3 Banken Generali Investment

Fondsmanager

62,27

PLATZ

2018

TREND

1.

(7.)

2.

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in derselben Funktion / im Unternehmen tätig.

72

Ewald Nowotny verließ mit Ende August 2019 die Spitze der Oester­ reichischen Nationalbank. Er ­übernimmt das Präsidentenamt der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik.

Im Herbst 2019 wechselte Judit Helenyi als IR-Chefin zur Semperit Holding AG.


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GESAMTRANGLISTE BESTE KÖPFE

PLATZ

2018

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

RUBRIK

GESAMTSCORE

26.

(26.)

Wolf Richard

Wolf Theiss

Anwälte

62,19

27.

(28.)

Resch Julia

Wiener Börse AG

Pressesprecher

62,07

28.

(29.)

Ioveva Milena

Porr AG

IR-Manager

62,00

29.

(-)

Dörfler Stefan**

Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG

Banker

61,67

30.

(33.)

Mauritz Michael

Erste Group Bank AG

Pressesprecher

60,80

31.

(35.)

Higatzberger-Schwarz Nina

Vienna Insurance Group AG

IR-Manager

60,50

32.

(59.)

Schaller Heinrich

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

Banker

60,50

33.

(-)

Florey Reinhard

OMV AG

CFO

60,48

34.

(45.)

Brandstetter Andreas

Uniqa Insurance Group AG

Versicherer

60,42

35.

(24.)

Hedi Schneid

Die Presse

Journalisten

60,00

36.

(27.)

Groendahl Boris

Bloomberg

Journalisten

58,95

37.

(39.)

Ebner Martin

Schönherr

Anwälte

58,57

38.

(17.)

Oblin Walter

Österreichische Post AG

CFOs

58,57

39.

(40.)

Brandl Ernst

Brandl & Talos

Anwälte

58,48

40.

(41.)

Schneider Claus

Wolf Theiss

Anwälte

58,44

41.

(-)

Zadrazil Robert

Unicredit Bank Austria AG

Banker

58,33

42.

(42.)

Koch Elke***

AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG

IR-Manager

58,10

43.

(43.)

Königstorfer Gerda****

Rosenbauer International AG

IR-Manager

58,00

44.

(44.)

Zahradnik Andreas

Dorda

Anwälte

57,71

45.

(46.)

Demmelhuber Felix

Amag Austria Metall AG

IR-Manager

57,50

46.

(47.)

Weber Stefan

Weber & Co

Anwälte

57,43

47.

(82.)

Kramer Angelika

Trend

Journalisten

57,37

48.

(88.)

Witt-Dörring Franz**

Schoellerbank AG

Banker

57,22

49.

(49.)

Marin Stefan**

Semperit AG Holding

IR-Manager

56,67

50.

(50.)

Gutlederer Christian

Oesterreichische Nationalbank

Pressesprecher

56,55

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in derselben Funktion / im Unternehmen tätig.

74

RLB-OberösterreichBoss Heinrich Schaller zählt seit 11. November 2019 60 Lenze. Der Banker feierte mit 200 Wegbegleitern in Linz.

Partner Claus ­Schneider ist seit Beginn 2019 Teil des Managementteams von Wolf Theiss, das für vier Jahre die Leitung der ­Sozietät innehat.

IR-Manager Stefan Marin betreut seit Juni 2019 den Börsenneuling Frequentis AG.


RANKING PERSONEN

GESAMTRANGLISTE BESTE KÖPFE

PLATZ

2018

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

RUBRIK

GESAMTSCORE

51.

(51.)

Lechner Robert**

OMV AG

Pressesprecher

56,07

52.

(55.)

Oppitz Martin

A2O Legal

Anwälte

55,43

53.

(56.)

Langer Susanne

Raiffeisen Bank International AG

IR-Manager

55,24

54.

(58.)

Kaserer Waltraud**

Lenzing AG

Pressesprecher

54,83

55.

(76.)

Leu Alfred

Generali Versicherung AG

Versicherer

54,78

56.

(60.)

Fellner Markus

Fellner Wratzfeld & Partner

Anwälte

54,71

57.

(61.)

Halama Martin

Unicredit Bank Austria AG

Pressesprecher

54,64

58.

(63.)

Feuerstein Andreas

S Immo AG

IR-Manager

54,50

59.

(64.)

Zirm Jakob

Die Presse

Journalisten

54,12

60.

(65.)

Taverne Manuel

FACC AG

IR-Manager

54,00

61.

(34.)

Schultes Hubert

Niederösterreichische Versicherung AG

Versicherer

53,85

62.

(66.)

Oplustil Michael

Uniqa Insurance Group AG

IR-Manager

53,50

63.

(-)

Svoboda Kurt

Uniqa Österreich Versicherungen AG

Versicherer

52,92

64.

(79.)

Mayer Gerald**

Amag Austria Metall AG

CFOs

52,73

65.

(75.)

Stockbauer Herta

BKS Bank AG

Banker

52,63

66.

(-)

Buchleitner Klaus

RLB Niederösterreich-Wien AG

Banker

52,50

67.

(-)

Gillinger Robert

Börse Express

Journalisten

52,11

68.

(71.)

Schragl Bettina

Immofinanz AG

IR-Manager

51,90

69.

(72.)

Rettenbacher Paul

Polytec Holding AG

IR-Manager

51,50

70.

(74.)

Matejka Wolfgang

Matejka & Partner Asset Management

Fondsmanager

51,30

71.

(-)

Schaufler Thomas

Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG

Banker

51,11

72.

(77.)

Rath Ursula

Schönherr

Anwälte

50,86

73.

(-)

Lampl Andreas

Trend

Journalisten

50,50

74.

(-)

Keplinger-Mitterlehner Michaela

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

Banker

50,00

75.

(-)

Burtscher Gerhard

Bank für Tirol und Vorarlberg AG

Banker

49,47

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in derselben Funktion / im Unternehmen tätig.

75

Susanne Langer verließ mit Ende Jänner 2019 die Raiffeisen Bank International AG mit dem Ziel, erst einmal zu reisen.

Mit März 2019 übernahm Gerald Mayer den Vorstandsvorsitz der Amag Austria Metall AG. Er folgte Helmut Wieser, der sich in den Ruhestand verabschiedete.


GESAMTRANGLISTE BESTE KÖPFE

PLATZ

2018

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

RUBRIK

GESAMTSCORE

76.

(87.)

Temmel Christian

DLA Piper

Anwälte

48,86

77.

(70.)

Rapf Manfred**

Wiener Städtische Versicherung AG

Versicherer

48,70

78.

(-)

Proksch Stefan

APA

Journalisten

48,50

79.

(-)

Jauk Christian

Capital Bank Grawe Gruppe AG

Banker

48,42

80.

(-)

Zenz Werner

Bankhaus Carl Spängler & Co AG

Banker

48,42

81.

(-)

Obermayr Volker

Ö1

Journalisten

48,42

82.

(84.)

Pfluger Bettina

Der Standard

Journalisten

48,42

83.

(68.)

Kischko Irmgard

Kurier

Journalisten

48,42

84.

(-)

Hirner Liane

Vienna Insurance Group AG

Versicherer

48,26

85.

(90.)

Roither Hannes

Palfinger AG

Pressesprecher

48,21

86.

(95.)

Birkner Albert

Cerha Hempel

Anwälte

48,00

87.

(85.)

Kwauka Martin

Freier Journalist

Journalisten

48,00

88.

(94.)

Berger Karin / Hromatka Christian

Erste Bank und Sparkassen

Pressesprecher

48,00

89.

(96.)

Pachinger Stephan

Freshfields Bruckhaus Deringer

Anwälte

47,88

90.

(97.)

Homola Michael

Österreichische Post AG

Pressesprecher

47,86

91.

(99.)

Herbst Christian

Schönherr

Anwälte

47,71

92.

(100.)

Vay Anna

UBM Development AG

IR-Manager

47,50

93.

(-)

Grüll Martin

Raiffeisen Bank International AG

Banker

47,50

94.

(-)

Hlawati Edith

Cerha Hempel

Anwälte

47,43

95.

(69.)

Lasshofer Robert

Wiener Städtische Versicherung AG

Versicherer

47,39

96.

(-)

Krenn-Ditz Ingrid

Raiffeisen Bank International AG

Pressesprecher

47,24

97.

(-)

Schragl Bettina

Immofinanz AG

Pressesprecher

46,90

98.

(-)

Winkler Peter

Eisenberger & Herzog

Anwälte

46,86

99.

(89.)

Bornemann Dieter

ORF

Journalisten

46,84

100.

(-)

Mittendorfer Gernot**

Erste Group Bank AG

Banker

46,67

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in derselben Funktion / im Unternehmen tätig.

76

Im April 2019 verließ Manfred Rapf aus persönlichen Gründen den Vorstand der Wiener Städtischen Versicherung.

Robert Lasshofer ist nur noch bis Ende 2020 Generaldirektor der Wiener Städtischen Versicherung AG. Anfang 2021 beerbt ihn Ralph Müller, derzeit Chef der Donau Versicherung AG.

Im Zuge des Vorstands­umbaus bei der Erste Group Bank AG verlor Gernot Mittendorfer seinen Platz als Finanzvorstand.


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TECHNIK

SICHERHEIT


PERSONEN JOURNALISTEN

BEWAHRER DER QUALITÄT RÜCKBLICK

Q4 2019

Qualitätsjournalismus muss auch in einer noch so schnellen, digitalisierten und technologisierten Welt überleben können. Darin sind sich die Topjournalisten im Börsianer-Ranking einig. TEXT NATALIE RANSAUER

S

eit fast zwei Jahren berichtet die

te), ebenfalls vom „Standard“, blickt

schaftliche Lage der Medien und damit

„Standard“-Journalistin

Re-

dieses Jahr auf die Bemühungen einiger

auf deren personelle Ausstattung aus-

nate Graber live aus dem Bu-

österreichischer Medien, sich „durch

wirken“ wird. Als Aufsteiger kann sich

wog-Prozess. Die Erstplatzierte (69,47

herausragende Geschichten“ von ihren

Robert Gillinger (Platz 8 / 52,11 Punkte),

Punkte) des Börsianer-Rankings ist da-

Mitkonkurrenten abzuheben, durchaus

Geschäfts­führer vom „Boerse Express.

bei für ihre Hartnäckigkeit und Fairness

positiv zurück. Der Zeitdruck spielt ih-

com“, bezeichnen. Er hat im Vergleich

bekannt. Sie selbst sagt dazu: „Das ist

nen dabei aber nicht in die Hände. Die

zum letzten Börsianer-Ranking 23 Plät-

zeitaufwendig, und es ist eine gewis-

ohnehin dünn besiedelten Redaktionen

ze gutgemacht. Ein Thema beziehungs-

se Herausforderung, dessen ungeach-

schrumpfen weiter, und der hartnäcki-

weise eine Person bekommt Gillinger,

tet andere aktuelle Geschichten zu re-

ge Gedanke, immer als Erster mit einer

wenn er das Jahr Revue passieren lässt,

cherchieren und zu schreiben.“ Den-

Story rauszugehen, führt dazu, dass Ge-

nicht aus dem Kopf: Donald Trump. Die

noch muss es sich ausgehen, ist Graber

schichten „unrecherchiert übernom-

Aussagen und Handlungen des mäch-

überzeugt. Vor allem im Boulevardbe-

men werden“, erzählt Schnauder und

tigsten Mannes der Welt beeinflussen

reich würde laut Graber immer weni-

stimmt seiner Kollegin somit zu. Und als

nicht nur die Börsenkurse, sondern auch

ger Wert auf ordentliche Recherchen

Leiter des Wirtschaftsressorts bei einer

die Berichterstattung. Trumps belieb-

gelegt. Den Zusammenhalt unter Kol-

Tageszeitung hat er den Konjunkturab-

tester Kommunikationskanal ist unum-

legen, auch blattübergreifend, sieht die

schwung nicht nur regelmäßig für sei-

stritten Twitter, ein Portal, das unser

erfahrene Journalistin und aufmerksa-

ne Geschichten im Kopf. Fragt man nach

Achtplatzierter im Vergleich zu Trump

me Beobachterin sehr positiv, vor allem

aktuellen und zukünftigen Heraus-

aber nur „verschwindend gering“ für

auch „wenn es zu verbalen Angriffen

forderungen, ist der Branchenkenner

seine Arbeit nutzt. Auch 2020, ein ame-

auf einzelne Journalisten kommt“. An-

der Meinung, dass sich die Abkühlung

rikanisches Wahlkampfjahr, wird davon

dreas Schnauder (Platz 2 / 64,74 Punk-

„wohl nicht sehr positiv auf die wirt-

geprägt sein. n

78


RANGLISTE BESTE JOURNALISTEN

PLATZ

ZULETZT

TREND

PERSONEN

GESAMTSCORE

UNTERNEHMEN

1.

(2.)

Graber Renate

Der Standard

69,47

2.

(4.)

Schnauder Andreas

Der Standard

64,74

3.

(3.)

Nikbakhsh Michael

Profil

64,50

4.

(5.)

Hedi Schneid

Die Presse

60,00

5.

(6.)

Groendahl Boris

Bloomberg

58,95

6.

(12.)

Kramer Angelika

Trend

57,37

7.

(10.)

Zirm Jakob

Die Presse

54,12

8.

(31.)

Gillinger Robert

Börse-Express

52,11

9.

(-)

Lampl Andreas

Trend

50,50

10.

(23.)

Proksch Stefan

APA

48,50

Renate Graber DER STANDARD

11.

(20.)

Obermayr Volker

Ö1

48,42

12.

(13.)

Pfluger Bettina

Der Standard

48,42

13.

(11.)

Kischko Irmgard

Kurier

48,42

14.

(14.)

Kwauka Martin

Freier Journalist

48,00

15.

(16.)

Bornemann Dieter

ORF

46,84

16.

(19.)

Ransmayr Georg

ORF

46,32

17.

(25.)

Drastil Christian

Börse Social Media

44,21

18.

(8.)

Wailand Georg

Gewinn

43,16

19.

(37.)

Siebenhaar Hans-Peter

Handelsblatt

43,00

20.

(22.)

Kleedorfer Robert

Kurier

42,63

21.

(-)

Haase Claudia

Kleine Zeitung

42,50

22.

(15.)

Wiens Richard

Salzburger Nachrichten

42,11

23.

(30.)

Lammer Beate

Die Presse

41,76

24.

(17.)

Karabaczek Thomas

APA

41,00

25.

(34.)

Korinek Raja

Freie Journalistin

39,50

26.

(26.)

Benisch Eva-Maria

Freie Journalistin

39,47

27.

(29.)

Lemberger Ellen

Ö1

38,95

28.

(39.)

Kretzl Helmut

Salzburger Nachrichten

37,89

1. PLATZ

2. PLATZ

29.

(38.)

Itzenthaler Anita

APA

37,50

30.

(42.)

Kistner Julia*

Freie Journalistin

37,37

Andreas Schnauder

31.

(-)

Wabl Matthias*

Bloomberg

37,37

DER STANDARD

32.

(-)

Schwarz Alexandra

Thomson Reuters

36,50

33.

(33.)

Klafl Christine

Kurier

35,79

34.

(36.)

Schumi Manfred

Krone

34,74

35.

(50.)

Franzin Mario

Geld Magazin

33,50

36.

(21.)

Mitterstieler Esther

Ö1

33,16

37.

(24.)

Sileitsch-Parzer Hermann

Kurier

33,16

38.

(-)

Stern Nicole

Die Presse

32,35

39.

(-)

Lackner Edith

FONDS professionell

31,58

41.

(41.)

Mascher Dietmar

OÖ Nachrichten

30,50

40.

(-)

Granitzer Günter

APA – Austria Presse Agentur

30,50

42.

44.)

Martinek Thomas

Trend

30,00

43.

(-)

Ebeert Christian*

Krone

29,47

44.

(43.)

Leban Karl*

Wiener Zeitung

29,47

45.

(-)

Battisti Barbara

ORF

28,95

46.

(47.)

Weitmayr Hans

Institutional Money

27,89

47.

(-)

Winter Robert

Freier Journalist

27,37

48.

(40.)

Sellner Angela

Businesslive.at/Österreich

26,84

49.

(-)

Benz Matthias

NZZ

26,00

50.

(-)

Michael Nikbakhsh

Seiser Michaela

FAZ

25,00

PROFIL

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung.

79

3. PLATZ


PERSONEN BANKER

AUSSPANNEN IN DER ATACAMA-WÜSTE RÜCKBLICK

Q3 2019

Die erhoffte Reform der Bankenaufsicht haben sie 2019 dank Ibiza nicht mehr bekommen, aber dafür gab es für die topgerankten Banker des Landes immerhin einiges zu feiern. TEXT THOMAS MÜLLER

2

019 haben es Andreas Treichl und

Platz 2), den die Branchenkollegen noch

tigkeit etwas bewirken zu können“, sagt

die Erste Group Bank AG ordent-

einmal haben hochleben lassen. Nicht

er zum ausgehenden Jahr. 2020 werde im

lich krachen lassen. Nicht unbe-

erfreut war er dem Vernehmen nach über

Zeichen der Konjunkturverlang­ samung,

dingt deshalb, weil der Chef mit großem

die ersten Personalentscheidungen sei-

des Brexits und anderer geopolitischer

Vorsprung und 93,89 Punkten Platz eins

nes Nachfolgers Robert Holzmann. Die-

Themen stehen, so seine Pro­gnose. Fast

beim Börsianer-Ranking der Banker ge-

ser musste alles inzwischen wieder zu-

ein Shootingstar war diesmal Stefan Dörf-

schafft hat. Vielmehr galt es, das 200-jäh-

rücknehmen.

ler, seit Juli 2019 neuer Finanzvorstand der

rige Bestehen des Bankhauses zu feiern,

Noch keine zwei Jahrhunderte, aber

inklusive einer Großveranstaltung für

respektable 150 Jahre gibt es die Oberbank

alle Mitarbeiter in der Wiener Stadthalle.

AG, was heuer ebenfalls groß gefeiert

Was die noch aktiven Topplatzier-

„Das hat irre Energien im Unternehmen

wurde. „Zusätzlich haben wir im ersten

ten tun würden, wenn sie zwei Monate

freigesetzt, uns zusammengeschweißt

Halbjahr ein neuerliches Rekordergebnis

„große Ferien“ hätten? Fast alle zieht es

und unsere historische Verpflichtung für

erzielt, obwohl wir uns in einem schwie-

mehr oder weniger in die Ferne: An­dreas

die finanzielle Gesundheit unserer Kun-

riger gewordenen Umfeld bewegen“,

Treichl träumt davon, mit dem Motor-

dinnen und Kunden noch fester im Un-

sagt Generaldirektor Franz Gasselsberger

rad durch die Atacama-Wüste zu fahren,

ternehmen verankert“, blickt Treichl zu-

(Platz 3 / 71,58 Punkte). Er selbst hat sei-

und lässt durchblicken: „Die kommen-

rück. Seinen Nachfolger an der Spitze der

nen 60. Geburtstag gefeiert und die Ge-

den Monate wären dafür die beste Rei-

Erste Group, Bernhard Spalt, werden wei-

burt von zwei Enkelkindern.

sezeit.“ Franz Gasselsberger kann sich

Erste Group, der sich von Platz 22 auf Platz 8 (61,67 Punkte) hinaufturnen konnte.

terhin die Negativzinsen und deren Aus-

Bester Spezialbanker ist Helmut Bern-

eine so lange Auszeit gar nicht richtig

wirkungen auf die Vermögensbildung der

kopf, Mitglied des Vorstands der Oester-

vorstellen, aber gegebenenfalls würde er

Kunden, die Digitalisierung, die Regulie-

reichischen Kontrollbank AG (Platz 4 /

seiner Familie mehr Zeit widmen. Ten-

rung und nicht zuletzt das Klimathema

71,11 Punkte). „Am meisten hat mich si-

nisfan Stefan Dörfler lockt ein ATP-Tur-

beschäftigen, ist er überzeugt.

cherlich die erfolgreiche Emission unse-

nier, die Australian Open in Melbourne,

Bereits in Pension ist Ewald Nowotny,

res Sustainability Bonds gefreut. Er ist der

und Helmut Bernkopf würde „die Familie

bis Ende August Gouverneur der Oester-

Erste dieser Art in Österreich, und es ist

schnappen und auf Reisen gehen“. Ziel:

reichischen Nationalbank (79,47 Punkte /

ein gutes Gefühl, im Sinne der Nachhal-

unbekannt. n

80


RANGLISTE BESTE BANKER

PLATZ

ZULETZT

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

GESAMTSCORE

1.

(1.)

Treichl Andreas

Erste Group Bank AG

93,89

2.

(2.)

Nowotny Ewald**

Oesterreichische Nationalbank

79,47

3.

(8.)

Gasselsberger Franz

Oberbank AG

71,58

4.

(5.)

Bernkopf Helmut

Oesterreichische Kontrollbank AG

71,11

5.

(4.)

Strobl Johann

Raiffeisen Bank International AG

69,00

6.

(3.)

Cernko Willibald**

Erste Group Bank AG

67,22

7.

(6.)

Ittner Andreas

Oesterreichische Nationalbank

62,63

8.

(22.)

Dörfler Stefan**

Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG

61,67

9.

(7.)

Schaller Heinrich

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

60,50

10.

(12.)

Zadrazil Robert

Unicredit Bank Austria AG

58,33

11.

(11.)

Witt-Dörring Franz**

Schoellerbank AG

57,22

12.

(9.)

Stockbauer Herta

BKS Bank AG

52,63

13.

(16.)

Buchleitner Klaus

RLB Niederösterreich-Wien AG

52,50

14.

(28.)

Schaufler Thomas

Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG

51,11

15.

(24.)

Keplinger-Mitterlehner, Michaela Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

50,00

16.

(23.)

Burtscher Gerhard

Bank für Tirol und Vorarlberg AG

49,47

17.

(21.)

Jauk Christian*

Capital Bank - Grawe Gruppe AG

48,42

18.

(-)

Zenz Werner*

Bankhaus Carl Spängler und Co AG

48,42

19.

(-)

Grüll Martin

Raiffeisen Bank International AG

47,50

20.

(13.)

Mittendorfer Gernot**

Erste Group Bank AG

46,67

21.

(25.)

Schaller Martin

Raiffeisen-Landesbank Steiermark AG

46,00

22.

(-)

Abuzaakouk Anas

Bawag Group AG

45,50

23.

(27.)

Eisl Wolfgang

UBS SA (Österreich)

44,74

24.

(26.)

Sommer-Hemetsberger Angelika Oesterreichische Kontrollbank AG

43,89

25.

(18.)

Lippitt Frank

Bank Gutmann AG

43,50

26.

(43.)

Platzer Meinhard

LGT Bank AG

42,22

27.

(37.)

Fleischmann Gerald

Volksbank Wien AG

42,00

28.

(31.)

Hengl Dieter**

Unicredit Bank Austria AG

41,67

29.

(10.)

Pribil, Kurt

Oesterreichische Nationalbank

41,58

30.

(33.)

Celeda Wilhelm

Kathrein Privatbank AG

39,50

31.

(39.)

Gerhard Fabisch

Steiermärkische Bank und Sparkassen AG

37,89

32.

(44.)

Böhler Peter

Bankhaus Schelhammer und Schattera AG

36,32

33.

(34.)

Löw Robert

Liechtensteinische Landesbank Österreich AG

35,26

34.

(-)

Butollo Martin

Commerzbank AG (Österreich)

35,00

35.

(40.)

Haller Michel

Hypo Vorarlberg Bank AG

34,50

36.

(-)

Baumgartner Dietmar

LGT Bank AG

33,89

37.

(-)

Sirucic Enver

Bawag Group AG

33,00

38.

(-)

Januszewski Lukasz

Raiffeisen Bank International AG

33,00

39.

(35.)

Berger Eduard

Wiener Privatbank SE

32,78

40.

(-)

Bruckner Martin

Allianz Investmentbank AG

32,63

41.

(41.)

Rockenschaub Michael

Allgemeine Sparkasse Oberösterreich Bank AG

32,63

42.

(-)

Sarkoezi Sonja

Sberbank Europe AG

31,50

43.

(-)

Hofstaetter-Popst Gregor

Unicredit Bank Austria AG

30,00

44.

(50.)

Kageneck Jean*

BNP Paribas SA Austria

29,00

45.

(-)

Wolf-Schönach Georg*

Bankhaus Krentschker und Co. AG

29,00

46.

(-)

Wonnebauer Hermann

Zürcher Kantonalbank Österreich AG

26,00

47.

(-)

Fislage Bernd*

Kommunalkredit Austria AG

25,79

48.

(-)

Viehauser Wolfgang*

Hypo NOE Gruppe

25,79

49.

(-)

Shah Sath*

Easybank AG

25,50

50.

(46.)

Edelsbrunner Michael*

Citibank Europe, Austria Branch

25,50

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in derselben Funktion / in demselben Unternehmen tätig.

81

1. PLATZ Andreas Treichl ERSTE GROUP BANK AG

2. PLATZ Ewald Nowotny OESTERREICHISCHE NATIONALBANK

3. PLATZ Franz Gasselsberger OBERBANK AG


PERSONEN VERSICHERER

DIE DEN DURCHBLICK BEWAHREN MÜSSEN Den Aufsteigern und Neueinsteigern gehört dieses Jahr das Ranking der besten Versicherer des Landes. Drei Frauen haben es in die Top Ten geschafft, eine sogar ganz nach oben. TEXT THOMAS MÜLLER

RÜCKBLICK

Q2 2019

E

lisabeth Stadler, Vorstandsvor-

pitaleffizienten, fondsgebundenen Pro-

fristiger Investor pönalisiert zu werden.“

sitzende der Vienna Insurance

dukten und adaptierten Veranlagungs-

Wie bei fast allen Versicherern steht die

Group AG (VIG), ist die aktuel-

strategien“, sagt die passionierte Gol-

Digitalisierung ganz vorn auf der Priori-

le Nummer eins (65,65 Punkte) im Ver-

ferin Stadler zur aktuellen Situation, die

tätenliste von Alfred Leu, Vorstandsvor-

sicherungsranking und hat von Platz 9

auch 2020 anhalten wird. Nicht nur die

sitzender der Generali Versicherung AG

kommend einen respektablen Sprung

VIG muss sich nächstes Jahr damit aus-

(Platz 3 / 54,78 Punkte). „Dennoch legen

hingelegt. Neben ihr haben es noch wei-

einandersetzen, dass die Umstellung auf

Kunden nach wie vor großen Wert auf

tere drei Vertreter ihres Unternehmens

die neuen Bilanzierungsregeln der Richt-

persönliche Betreuung. Informationen

in die Top Ten geschafft, was nicht oft

linie IFSR 9/17 immer näher rückt. 2021

müssen rasch und auf sämtlichen Kom-

vorkommt. Unlängst hatte Stadler einen

soll es dann so weit sein.

munikationswegen zur Verfügung stehen“, sagt der Schweizer, für den Öster-

weiteren Grund, sich zu freuen, denn die

Andreas Brandstetter (Platz 2 / 60,42

VIG ist seit 25 Jahren an der Wiener Börse

Punkte), Vorstandsvorsitzender der Uni-

gelistet. Die Börsianer wiederum konn-

qa Insurance Group AG, verweist auf eine

Was die Topplatzierten tun wür-

ten frohlocken, als heuer die Dividenden

bereits in Kraft getretene Direktive: „Un-

den, wenn sie zwei Monate „große Feri-

der VIG in einer Bandbreite von 30 bis 50

ter anderen wird uns der bevorstehende,

en“ hätten? Andreas Brandstetter wür-

Prozent des Konzerngewinns nach Steu-

zweite Review unseres Regelwerks Sol-

de eine Reise mit dem Motorrad in die

ern erhöht wurden. Nach wie vor uner-

vency II beschäftigen und die damit ver-

Wüste Marokkos führen, wo er das Zelt

freulich für die Branche sei die Niedrig-

bundene Frage, wie wir am besten unse-

dem Luxushotel vorzieht. Und während

zinspolitik, die dem ursprünglichen Ge-

re langfristig ausgelegte, unterstützen-

es Elisabeth Stadler für eine längere Aus-

schäftsmodell der Lebensversicherun-

de Rolle der europäischen Wirtschaft im

zeit in den warmen Süden ziehen würde,

gen entgegensteht. „Die Versicherun-

globalen Wettbewerb wahrnehmen kön-

gäbe es für Alfred Leu noch vieles in Ös-

gen reagieren mit dem Einsatz von ka-

nen. Und das ohne dabei wie ein kurz-

terreich bei einer Tour zu entdecken. n

82

reich zur zweiten Heimat geworden ist.


RANGLISTE BESTE VERSICHERER

PLATZ

ZULETZT

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

GESAMTSCORE

1.

(9.)

Stadler Elisabeth

Vienna Insurance Group AG

65,65

2.

(6.)

Brandstetter Andreas

Uniqa Insurance Group AG

60,42

3.

(12.)

Leu Alfred

Generali Versicherung AG

54,78

4.

(5.)

Schultes Hubert

Niederösterreichische Versicherung AG

53,85

5.

(18.)

Svoboda Kurt

Uniqa Österreich Versicherungen AG

52,92

6.

(11.)

Rapf Manfred**

Wiener Städtische Versicherung AG

48,70

7.

(-)

Hirner Liane

Vienna Insurance Group AG

48,26

8.

(10.)

Lasshofer Robert

Wiener Städtische Versicherung AG

47,39

9.

(-)

Weinberger Kurt

Österreichische Hagelversicherung

46,00

10.

(-)

Stürmer Andrea

Zürich Versicherungs AG

45,83

11.

(7.)

Eichler Peter

Uniqa Österreich Versicherungen AG

42,92

12.

(28.)

Müller Ralph

Donau Versicherung AG

41,74

13.

(13.)

Stockinger Josef

Oberösterreiche Versicherung AG

41,54

14.

(-)

Vrignaud Remi

Allianz Elementar Versicherungs AG

40,00

15.

(15.)

Nagl Othmar

Oberösterreiche Versicherung AG

38,46

16.

(24.)

Grünbichler Andreas

Wüstenrot Versicherungs-AG

36,80

17.

(17.)

Kogler Gerald

Merkur Versicherung AG

35,38

18.

(14.)

Adelmann Josef**

Ergo Versicherung AG

34,40

19.

(33.)

Scheitegel Klaus

Grazer Wechselseitige Versicherung AG

34,35

20.

(-)

Trawöger Josef

Österreichische Beamtenversicherung

34,23

21.

(-)

Rabe Sven

VAV Versicherungs AG

33,75

22.

(21.)

Lackner Bernhard

Niederösterreichische Versicherung AG

33,46

23.

(25.)

Bodner Otmar

Helvetia Versicherungen AG

31,15

24.

(-)

Schieferer Walter

Tiroler Versicherung V.a.G.

30,80

25.

(-)

Marek Christoph

Allianz Elementar Versicherungs AG

29,62

26.

(31.)

Dornaus Christine

Wiener Städtische Versicherung AG

29,13

27.

(-)

Staub Wenzel

Muki Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit

28,85

28.

(30.)

Molterer Kurt

Nürnberger Versicherung AG Österreich

28,80

29.

(-)

Sipöcz Christian

VAV Versicherungs AG

27,92

30.

(27.)

Hasler Gerald

Wüstenrot Versicherungs AG

27,20

31.

(26.)

Weiß Günther

HDI Versicherung AG

25,83

32.

(34.)

Emrich Silvia

Zürich Versicherungs AG

25,42

33.

(-)

Sturzlbaum Martin

Bawag PSK Versicherung AG

25,00

34.

(38.)

Kreiterling Josef

Ergo Versicherung AG

24,80

35.

(37.)

Lackner Thomas

HDI Versicherung AG

23,33

36.

(-)

Gröstenberger Gerald*

Grazer Wechselseitige Versicherung AG

21,74

36.

(-)

Wallner Klaus*

Generali Versicherung AG

21,74

36.

(40.)

Lackner Wolfgang*

Europäische Reiseversicherung

21,74

39.

(32.)

Loinger Johannes

DAS Rechtschutz AG

21,25

40.

(-)

Meyer-Schipflinger Eva

Allianz Elementar Versicherungs AG

20,80

41.

(49.)

Schwarz Pedro

DAS Rechtschutz AG

18,75

42.

(43.)

Hollweger Franz

Porsche Versicherungs AG

18,08

43.

(-)

Reiter Gernot

Grazer Wechselseitige Versicherung AG

17,83

44.

(-)

Gojer Reinhard*

Donau Versicherung AG

16,96

45.

(-)

Sima Axel*

Generali Versicherung AG

16,96

46.

(29.)

Puchtler Günther

Hypo-Versicherung AG

15,22

47.

(-)

Leyers Erik

Uniqa Insurance Group AG

14,58

48.

(-)

Quehenberger Michael

Porsche Versicherungs AG

14,23

49.

(42.)

Wilk Peter**

Bawag PSK Versicherung AG

13,91

50.

(41.)

Riel-Kinzer Christiane

Hypo-Versicherung AG

13,48

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in derselben Funktion / in demselben Unternehmen tätig.

83

1. PLATZ Elisabeth Stadler VIENNA INSURANCE GROUP AG

2. PLATZ Andreas Brandstetter UNIQA INSURANCE GROUP AG

3. PLATZ Alfred Leu GENERALI ­VERSICHERUNG AG


PERSONEN ANWÄLTE

RÜCKBLICK

Q4 2018

VORANTREIBER VON LEGAL TECH Nur weil die Anwaltsbranche nach wie vor eine Konservative ist, muss sie nicht altmodische Arbeitsprozesse pflegen. Darin ist sich Österreichs juristische Elite einig. TEXT NATALIE RANSAUER

D

er Begriff „Legal Tech“ fällt

auf neue Technologien setzen, was wie-

beratungsmarkt auswirken. Als „lange

heute in jeder heimischen An-

derum ein enorm hohes Tempo für den

überfällige Klarstellung“ beschreibt Ri-

waltskanzlei, wenn man sich

Dienstleistungssektor und somit für das

chard Wolf (Platz 3 / 62,19 Punkte) die

über die aktuellen Chancen und Heraus-

Anwaltsgeschäft bedeutet. Branchen-

sozialversicherungsrechtliche Situation

forderungen der Branche erkundigt. Da-

kollege Markus Heidinger (Platz 2 / 64,69

von Rechtsanwälten in Österreich, die

bei geht es darum, juristische Arbeits-

Punkte) von Wolf Theiss merkt hierzu an,

sich 2019 positiv weiterentwickelt hat.

prozesse zu unterstützen oder automa-

dass die „rechtliche Erfassung solcher

In Hinblick auf 2020 stuft der Partner im

tisiert durchzuführen. Dass dieses The-

neuen Produkte und Technologien hin-

Team für Bank- und Finanzrecht bei Wolf

ma eine Daseinsberechtigung hat, zeigt

terherhinkt“. Und er gibt zu bedenken,

Theiss vor allem das Thema Aufsichtsrat

auch der große Andrang bei der diesjäh-

dass „die zunehmenden Kosten der ka-

als zunehmend wichtig ein. Und dank des

rigen Legal-Tech-Konferenz in Wien, wo

pitalmarktrechtlichen Compliance“ zu

Dauerbrenners und Megatrends Digitali-

sich mehr als 300 Juristen, Experten aus

Delistings führen kann. Die Topplatzier-

sierung spielt ungewollt auch Cyberkri-

Wirtschaft, Rechtsanwaltskanzleien, der

ten im Börsianer-Ranking wurden 2019

minalität eine immer wichtigere Rolle in

öffentlichen Hand, Justiz sowie Legal-

auch von Regularien auf Trab gehalten.

der Anwaltsbranche, ergänzt Martin Eb-

Tech-Unternehmen und Start-ups, ver-

Ernst Brandl von Brandl & Talos (Platz 5 /

ner (Platz 4 / 58,57 Punkte), Partner bei

sammelt haben. Zurückblickend auf das

58,48 Punkte) erzählt, dass die für Re-

Schönherr Rechtsanwälte. Er konnte in

Jahr 2019 beschreibt Friedrich Jergitsch,

gulierungsverstöße vorgesehenen Stra-

diesem Jahr einen Anstieg solcher Kli-

Partner bei Freshfields Bruckhaus De-

fen „zu einem enormen Hindernis für

enten verzeichnen. Fragt man die besten

ringer (Platz 1 / 80,91 Punkte), die ak-

die Marktteilnehmer geworden“ sind,

fünf Anwälte des Börsianer-Rankings,

tuelle Entwicklung der Rechtsprechung

wenn man sich profitabel am Kapital-

woher sie sich Ideen und Inspirationen

in Österreich als herausfordernd, da sie

markt bewegen möchte. Dieser Wett-

für Innovationen holen, sind sie sich ei-

„zunehmend politischer und juristisch

bewerbsnachteil wird sich laut Brandl,

nig: meistens nicht am Schreibtisch. Der

oft schwieriger nachzuvollziehen“ wird.

Gründungspartner der Kanzlei, langfris-

Austausch untereinander bleibt unver-

Hinzu kommt, dass viele Mandanten

tig negativ auf den heimischen Rechts-

zichtbar, und das ist auch gut so. n

84


RANGLISTE BESTE ANWÄLTE

PLATZ

ZULETZT

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

GESAMTSCORE

1.

(1.)

Jergitsch Friedrich

Freshfields Bruckhaus Deringer

80,91

2.

(2.)

Heidinger Markus

Wolf Theiss

64,69

3.

(3.)

Wolf Richard

Wolf Theiss

62,19

4.

(9.)

Ebner Martin

Schönherr

58,57

5.

(4.)

Brandl Ernst

Brandl & Talos

58,48

6.

(8.)

Schneider Claus

Wolf Theiss

58,44

7.

(12.)

Zahradnik Andreas

Dorda Brugger Jordis

57,71

8.

(5.)

Weber Stefan*

Weber & Co

57,43

9.

(-)

Oppitz Martin*

A2O Legal

55,43

10.

(7.)

Fellner Markus

Fellner Wratzfeld & Partner

54,71

11.

(24.)

Rath Ursula

Schönherr

50,86

12.

(30.)

Temmel Christian

DLA Piper

48,86

13.

(20.)

Birkner Albert

Cerha Hempel

48,00

14.

(22.)

Pachinger Stephan

Freshfields Bruckhaus Deringer

47,88

15.

(10.)

Herbst Christian

Schönherr

47,71

16.

(13.)

Hlawati Edith

Cerha Hempel

47,43

17.

(15.)

Winkler Peter

Eisenberger & Herzog

46,86

18.

(23.)

Hausmaninger Christian

Hausmaninger Kletter

46,57

19.

(17.)

Binder Michael*

Binder Grösswang

45,88

20.

(11.)

Hasenauer Clemens*

Cerha Hempel

45,71

21.

(18.)

Mayr Andreas

Dorda Brugger Jordis

45,71

22.

(47.)

Moser Christoph

Weber & Co

44,86

23.

(31.)

Hanslik Günther

CMS Reich-Rohrwig Hainz

43,14

24.

(37.)

Brodey Martin

Dorda Brugger Jordis

42,29

25.

(39.)

Benes Marcus

Eisenberger & Herzog

40,86

26.

(16.)

Kutschera Michael

Binder Grösswang

40,00

27.

(27.)

Huber Peter

CMS Reich-Rohrwig Hainz

39,43

28.

(46.)

Napokoj Elke

BPV Hügel

38,53

29.

(21.)

Talos Thomas

Brandl & Talos

37,58

30.

(28.)

Diwok Georg

Baker & McKenzie

37,22

Markus Heidinger

31.

(25.)

Illigasch Alexander

Barnert Egermann Illigasch

37,06

WOLF THEISS

32.

(19.)

Herbst Christoph

Herbst Kinsky

36,06

33.

(35.)

Kinsky Philipp*

Herbst Kinsky

35,45

34.

(33.)

Plesser Willibald*

Freshfields Bruckhaus Deringer

35,45

35.

(32.)

Ketzer Manfred

Hausmaninger Kletter

34,86

36.

(-)

Schirmer Thomas

Binder Grösswang

34,41

37.

(36.)

Huber Wolfram

Prochaska Havranek

33,82

38.

(44.)

Zuffer Martin

CMS Reich-Rohrwig Hainz

33,71

39.

(-)

Diregger Christoph

Doralt Seist Csoklich

33,14

40.

(41.)

Wächter Otto

Graf & Pitkowitz

32,86

41.

(43.)

Wildmoser Christoph

Herbst Kinsky

31,82

42.

(34.)

Hermann Gerhard

Baker & McKenzie

31,67

43.

(45.)

Geiger Martin

Benn-Ibler

31,43

44.

(48.)

Schrank Christopher

Brandl & Talos

30,30

45.

(29.)

Barnert Michael**

Barnert Egermann Illigasch

30,00

46.

(42.)

Chalupsky Ernst

SCWP Schindhelm

29,17

47.

(38.)

Graf Ferdinand

Graf & Pitkowitz

28,57

48.

(49.)

Zwitter-Tehovnik Jasna

DLA Piper

28,29

49.

(-)

Kaspar Rainer

Prochaska Havranek

26,18

50.

(40.)

Kletter Mark

Hausmaninger Kletter

26,00

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in derselben Funktion / in demselben Unternehmen tätig.

85

1. PLATZ Friedrich Jergitsch FRESHFIELDS BRUCKHAUS DERINGER

2. PLATZ

3. PLATZ Richard Wolf WOLF THEISS


PERSONEN FINANZVORSTÄNDE

RÜCKBLICK

Q1 2019

DIE KAPITALWÄCHTER Ein großer Umbruch unter den Finanzchefs ist vollzogen. Die Spitze im Ranking bleibt beinahe gleich. Für sie gilt es zu entscheiden, in welche Zukunftsprojekte investiert und wo der Geldhahn zugedreht wird. TEXT PAUL TRAUTENDORFER

S

chwache Konjukturaussichten so-

lösen, sondern nur mit Technologien und

ihm dabei vor allem das Engagement au-

wie Fachkräftemangel sorgen der-

innovativen Lösungen. Als Öl- und Gas-

ßerhalb des Linzer Stahlkonzerns, wie er

zeit für eine negative Grundstim-

branche übernehmen wir somit eine gro-

sagt: „Als Präsident des Aktienforums,

mung unter den heimischen Finanzvor-

ße Verantwortung. Denn wir sind es, die

durch Mitarbeit in der Industriellenver-

ständen. Dennoch erwarten sich laut ei-

nicht nur über das Know-how, sondern

einigung oder in Aufsichtsräten ande-

ner aktuellen Deloitte-Umfrage 47 Pro-

auch über den Hebel verfügen, einen gro-

rer Unternehmen. Das verschafft einen

zent der CFOs einen Umsatzanstieg ihrer

ßen Effekt zu erzielen.“ Inspirationen für

weiteren Horizont, als sich ausschließ-

Unternehmen. Gut die Hälfte der Kapi-

neue Ideen zur Bewältigung dieser Auf-

lich mit den Themen, die die Geschäfts-

talwächter ist also weiterhin positiv ge-

gabe holt sich Florey beim Nachdenken in

ordnung vorgibt, zu beschäftigen.“ Liane

stimmt und vermeint, die Finanzen gut

der Natur und Musizieren mit seiner Fa-

Hirner (Platz 9 / 41,82 Punkte) von der Vi-

im Griff zu haben. Dass diese Vorstellung

milie. Robert Ottel (Platz 1 / 65,24 Punkte)

enna Insurance Group AG hat es auf An-

kein Selbstläufer und der Posten des Fi-

von der Voestalpine AG erwartet „infolge

hieb unter die ersten zehn geschafft und

nanzchefs nicht für jeden geschaffen ist

der weltweiten Handelskonflikte und der

gilt damit als Topaufsteigerin. Sie ist noch

zeigt das Börsianer-Ranking der besten

nachlassenden Konjunktur insbesonde-

dazu bestplatzierte Frau im Ranking. Für

Finanzvorstände. Gleich 21 neue Perso-

re in Europa für 2020 ein durchaus her-

sie gilt es derzeit, vor allem „Maßnahmen

nen sind im Gegensatz zum letzten Mal

ausforderndes ökonomisches Umfeld“.

im Bereich der Digitalisierung zu setzen“.

vor zwei Jahren unter den top 50 ver-

Meistern will er dies, indem er die be-

Inspirationen holt sie sich beim Mei-

treten. Reinhard Florey (Platz 2 / 60,48

reits in Umsetzung befindlichen Effizi-

nungsaustausch mit Branchenkollegen,

Punkte) von der OMV AG wird mit Blick

enzsteigerungs- und Kostensenkungs-

aber auch insbesondere bei ihren beiden

auf 2020 weiterhin vor allem das The-

maßnahmen weiter fortsetzt und Schul-

Söhnen: „Deren Welt zu beobachten und

ma Klimaschutz beschäftigen: „Die Kli-

den abbaut. Neben seiner Erfahrung mit

zu verstehen hilft mir auch bei neuen Ge-

mafrage können wir nicht mit Ideolo­gien

über 15 Jahren im Vorstandsbereich hilft

dankenansätzen.“ n

86


RANGLISTE BESTE FINANZVORSTÄNDE

PLATZ

ZULETZT

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

GESAMTSCORE

1.

(2.)

Ottel Robert

Voestalpine AG

65,24

2.

(19.)

Florey Reinhard

OMV AG

60,48

3.

(1.)

Oblin Walter

Österreichische Post AG

58,57

4.

(7.)

Mayer Gerald

Amag Austria Metall AG

52,73

5.

(13.)

Grüll Martin*

Raiffeisen Bank International AG

43,33

6.

(6.)

Van Riet Willy*

Wienerberger AG

43,33

7.

(-)

von Laer Mark

Andritz AG

42,73

8.

(-)

Hiesinger Franz

Mayr-Melnhof Karton AG

42,38

9.

(-)

Hirner Liane

Vienna Insurance Group AG

41,82

10.

(20.)

Roithner Friedrich

KTM Industries AG

40,00

11.

(16.)

Robert Ottel

Obendrauf Thomas

Lenzing AG

39,55

(11.)

VOESTALPINE AG

12.

Kapsch Georg*

Kapsch Trafficom AG

38,18

13.

(12.)

Mittendorfer Gernot*/**

Erste Group Bank AG

38,18

14.

(15.)

Kollmann Peter*

Verbund AG

38,18

15.

(14.)

Hofer Markus

Miba AG

37,62

16.

(44.)

Svoboda Kurt

Uniqa Insurance Group AG

35,24

17.

(26.)

Mayrhofer Siegfried

Telekom Austria AG

35,00

18.

(8.)

Ofner Günther

Flughafen Wien AG

34,55

19.

(30.)

Szyszkowitz Stefan*

EVN AG

31,36

20.

(18.)

Harder Christian*

Strabag SE

31,36

21.

(-)

Strohbichler Felix

Palfinger AG

30,45

22.

(29.)

Grünbichler Andreas

Wüstenrot Versicherungs-AG

30,00

23.

(28.)

Schönauer Stefan

Immofinanz AG

29,55

24.

(-)

Sauer Andreas

Porr AG

29,05

25.

(-)

Sirucic Enver

Bawag PSK AG

27,73

26.

(-)

Stoisser-Göhring Monika

AT&S AG

25,91

27.

(22.)

Vejdovszky Ernst

S Immo AG

25,24

28.

(40.)

Büttner Stephan*

Agrana Beteiligungs AG

25,00

29.

(42.)

Hofstätter-Pobst Gregor*

Unicredit Bank Austria AG

25,00

30.

(-)

Bayerle Andreas

Helvetia Versicherungen AG

24,76

31.

(38.)

Mader Klaus

Schoeller Bleckmann Oilfield Equipment AG

24,09

32.

(46.)

Starek Ales*

FACC AG

23,81

33.

(-)

Wolf Sebastian*

Rosenbauer International AG

23,81

34.

(-)

Thate Patric

UBM Development AG

23,33

35.

(-)

Wallner Klaus

Generali Gruppe Österreich

22,38

36.

(10.)

Haidenek Peter

Polytec Holding AG

21,90

37.

(-)

Gotilla Eduardo**

RHI Magnesita

21,82

38.

(-)

Meyer-Schipflinger Eva

Allianz Gruppe Österreich

21,36

39.

(-)

Gumbinger Frank

Semperit AG Holding

20,91

40.

(32.)

Emrich Silvia

Zürich Versicherungs AG

20,00

41.

(-)

Tschol Thomas

Zumtobel Group AG

18,18

42.

(43.)

Hahn Albin

Manner AG

17,73

43.

(-)

Neuwirth Richard

S&T AG

17,14

44.

(-)

Spiller Wolfgang*/**

Schlumberger AG

16,36

45.

(-)

Folian Daniel*

Warimpex AG

16,36

46.

(-)

Mendez de Vigo Carlos

C-Quadrat Investment Group

15,91

47.

(45.)

Zeindlinger Otmar

Linz Textil Holding AG

15,45

48.

(-)

Kurz Brigitte**

Wolford AG

14,76

49.

(-)

Welzig Stefan

Sanochemia Pharmazeutika AG

14,55

50.

(-)

Lawrence David

Valneva SE

13,64

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in derselben Funktion / in demselben Unternehmen tätig.

87

1. PLATZ

2. PLATZ Reinhard Florey OMV AG

3. PLATZ Walter Oblin ÖSTERREICHISCHE POST AG


PERSONEN PRESSESPRECHER

KOMMUNIKATOREN KÖNNEN MEHR RÜCKBLICK

Q1 2018

Die zunehmend globalisierte Welt verändert längst auch das Berufsbild eines Pressesprechers. Social-Media-Kompetenzen sind genauso gefordert wie die Krisenkommunikation. TEXT RAJA KORINEK

M

an kann 2019 durchaus als ab-

ge mediale Arbeit rund um die dritte Pis-

ßen stark ineinander und sollten ebenso

wechslungsreich beschreiben.

te zu erledigen, die letztendlich im Früh-

stark aufeinander abgestimmt sein.“

Da sorgten Schlagzeilen zum

jahr genehmigt wurde. Sprecher Peter

Doch auch die Freude an der Ar-

Handelskrieg, aber auch zu Übernahme-

Kleemann (Platz 1 / 68,28 Punkte) ver-

beit dürfe man nie verlieren, verrät Ju-

gerüchten oder turbulenten Börsengän-

weist auf das breite Spektrum seiner Ar-

lia Resch (Platz 3 / 62,07 Punkte), Pres-

gen für reichlich Wirbel. Und das hielt die

beit, das mit derartigen Ereignissen ein-

sesprecherin der Wiener Börse AG, ihr

Welt der Pressesprecher ebenso auf Trab.

hergeht: „Das Projekt betrifft schließ-

Erfolgsrezept. Immerhin begleitete sie

Tatsächlich sei das aktuelle Jahr von

lich nicht nur die Flughafen Wien AG,

heuer medial gleich drei zum Teil tur-

weltweiten handelspolitischen Verän-

sondern den gesamten Wirtschafts- und

bulente Börsengäng. Resch sagt: „Die

derungen geprägt worden, das habe sich

Tourismusstandort Österreich.“ Daher

Events zum ersten Listingtag sowie zum

dementsprechend negativ auf die Kon-

gehe es in der Kommunikation um mehr

Launch-Tag waren schöne Highlights,

junktur ausgewirkt, räumt Peter Fels-

als nur um den Flughafen. Es gehe auch

die den einzigartigen Meilenstein in der

bach, (Platz 2 / 66,43 Punkte), Konzern-

um den Dialog mit Anrainern und Stand-

Unternehmensgeschichte würdigen.“

sprecher der Voestalpine AG, ein. Und

ort-Partnern über klassische Medienar-

Längst werden die zahlreichen Ereig-

das gehe an einem global agierenden

beit bis hin zur Information auf dem Ka-

nisse nicht nur von klassischen Aussen-

Konzern nicht spurlos vorbei. Das Rezept

pitalmarkt.

dungen begleitet, soziale Medien spie-

in schwierigen Zeiten? Man habe den

Und manchmal muss die Kommuni-

len eine wachsende Rolle. Peter Klee-

klaren Anspruch, auch in wirtschaftlich

kationsabteilung auch besonders rasch

mann von der Flughafen Wien AG findet

schwierigen Zeiten proaktiv und offen zu

reaktiv agieren, wie etwa die zahlreichen

So­cial-Media-Plattformen sogar essen-

kommunizieren, „um etwa Mitarbeiter,

Stellungnahmen der Immofinanz AG

ziell. Und bei der Voestalpine AG hätten

Aktionäre, Lieferanten, aber auch Part-

zum Übernahmerummel in der Branche

sie einen wesentlichen Beitrag dazu ge-

ner stets auf dem Laufenden zu halten

zeigten. Konzernpressesprecherin Betti-

leistet, „den Imagewandel der Voest­

und das Vertrauen in das Unternehmen

na Schragl (Platz 13 / 46,90 Punkte) meint

alpine AG vom Stahlhersteller in Rich-

langfristig zu stärken“, betont Felsbach.

auch, es könne durchaus von Vorteil sein,

tung Technologiekonzern voranzutrei-

Durchaus regionaler waren die Ein-

wenn man Kommunikation und Inves-

ben“, ergänzt Felsbach. Auch Resch ver-

flüsse hingegen bei anderen Konzernen.

tor-Relations innerhalb eines Unterneh-

weist auf deren fixen Platz in der Kom-

Für den Flughafen Wien gab es jede Men-

mens leite. „Die beiden Bereiche flie-

munikation. n

88


RANGLISTE BESTE PRESSESPRECHER

PLATZ

ZULETZT

TREND

PERSONEN

UNTERNEHMEN

GESAMTSCORE

1.

(5.)

Kleemann Peter

Flughafen Wien AG

68,28

2.

(1.)

Felsbach Peter

Voestalpine AG

66,43

3.

(6.)

Resch Julia

Wiener Börse AG

62,07

4.

(3.)

Mauritz Michael

Erste Group Bank AG

60,80

5.

(7.)

Gutlederer Christian

Oesterreichische Nationalbank

56,55

6.

(2.)

Lechner Robert**

OMV AG

56,07

7.

(18.)

Kaserer Waltraud**

Lenzing AG

54,83

8.

(4.)

Halama Martin

Unicredit Bank Austria AG

54,64

9.

(9.)

Roither Hannes

Palfinger AG

48,21

10.

(13.)

Berger Karin / Hromatka Christian Erste Bank und Sparkassen

48,00

11.

(8.)

Homola Michael

Österreichische Post AG

47,86

12.

(10.)

Krenn-Ditz Ingrid

Raiffeisen Bank International AG

47,24

13.

(12.)

Schragl Bettina

Immofinanz AG

46,90

14.

(14.)

Heller Norbert

Uniqa Insurance Group AG

46,55

15.

(24.)

Kreuzer Christian

Wiener Städtische Versicherung AG

43,46

16.

(39.)

Wetzelsberger Harald**

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG

40,69

17.

(21.)

Grubelnik Klaus

Finanzmarktaufsicht (FMA)

39,66

18.

(20.)

Neumüller-Klein Diana

Strabag SE

39,64

19.

(43.)

Riedel Monika*

Semperit AG Holding

39,29

20.

(30.)

Steinbichler Karin*/**

Wienerberger AG

39,29

21.

(15.)

Zach Stefan

EVN AG

38,28

22.

(-)

Haas Wolfgang

Vienna Insurance Group AG

36,54

23.

(-)

Grohs Barbara*/**

Telekom Austria AG

35,36

24.

(22.)

Stefan Michaela*/**

Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG

35,36

25.

(23.)

Königstorfer Gerda**

Rosenbauer International AG

35,17

26.

(-)

Schütz-Spörl Georgia**

Bawag Group AG

34,83

27.

(42.)

Helmkamp Frank

Oberbank AG

34,29

28.

(37.)

Kerschbaum Dieter / Severin Paul Erste Asset Management

34,00

29.

(11.)

Metelko Ingun

Verbund AG

33,57

30.

(-)

Herberstein Felicitas*/**

Bundesministerium für Finanzen

33,10

Peter Felsbach

31.

(33.)

Roloff Marita*/**

Allianz Gruppe

33,10

VOESTALPINE AG

32.

(-)

Hehemann Martin

Kommunalkredit AG

31,79

33.

(-)

Lang Barbara

PWC Österreich

30,00

34.

(-)

Michalech Linda

Sberbank Europe AG

29,29

35.

(-)

Perotti Andreas*

FACC AG

28,93

36.

(-)

Schweighart Martina*

Oesterreichische Kontrollbank AG

28,93

37.

(-)

Wagerer Elisabeth*

S Immo AG

28,93

38.

(28.)

Bauer Sandra**

Porr AG

28,62

39.

(-)

Layr Wolfgang

Volksbank Wien AG

28,28

40.

(38.)

Simak Markus

Agrana Beteiligungs AG

28,21

41.

(19.)

Konrad Marina**

AT&S AG

27,59

42.

(-)

Pöcksteiner Leopold

Amag Austria Metall AG

27,14

43.

(32.)

Berger Michaela**

Hypo NOE Konzern

25,17

44.

(-)

Steinböck Susanne

CA Immobilien Anlagen AG

24,83

45.

(35.)

Knap Angelika

Generali Versicherung AG

24,48

46.

(16.)

Jedlicka Alexander

Donau Versicherung AG

24,23

47.

(-)

Racieski Magdalena**

ING Austria

23,79

48.

(-)

Hofer Robert

Santander Consumer Bank

23,57

49.

(-)

Nepf Markus

Österreichischer Sparkassenverband

22,80

50.

(-)

Hirschvogl Marcus

Schoellerbank AG

22,50

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in derselben Funktion / in demselben Unternehmen tätig.

89

1. PLATZ Peter Kleemann FLUGHAFEN WIEN AG

2. PLATZ

3. PLATZ Julia Resch WIENER BÖRSE AG


PERSONEN IR-MANAGER

GEFRAGTE MEINUNGSMACHER Der Kontakt zu Investoren ist für Investor-Relations-Manager durch die Kapitalmarktrichtlinie Mifid II schwieriger geworden. Da gilt es, neue Wege zu finden, um spannende Unternehmensprojekte für den Kapitalmarkt aufzubereiten. TEXT INGRID KRAWARIK

RÜCKBLICK

Q2 2018

D

as Ende der verpflichtenden

Coverage und damit weniger Aufmerk-

Nachhaltigkeit am Kapitalmarkt endgül-

Quartalsberichte,

Neuzugän-

samkeit. Bei Palfinger sehen wir diesen

tig angekommen ist. Besonders heraus-

ge an der Wiener Börse und die

Trend zum Glück nicht, wir werden in der

gefordert hat mich in jüngster Zeit die

Auswirkungen durch Mifid II beschäf-

IR-Arbeit weiterhin gut unterstützt.“

Ankündigung, dass Lenzing als eines der

tigten

Kapitalmarktkommunika-

Harald Hagenauer (Platz 1 / 91,00 Punkte)

ersten Unternehmen ein grünes Schuld-

toren im fast schon abgelaufenen Jahr

kann dem nur zustimmen: „Viele kleine

scheindarlehen begibt.“ Der Bau der

2019. Bei der Palfinger AG wurde zudem

und mittelgroße Unternehmen am Wie-

weltweit größten Lyocellanlage in Thai-

die gesamte Kommunikationsabteilung

ner Markt haben es schwieriger, Analys-

land und ein mögliches Anlagenprojekt

im Zuge der Neustrukturierung der Pal-

ten zu finden sowie einen Marktzugang

in Brasilien werden sie auf Trab halten.

finger-Gruppe neu aufgestellt. „Das war

über Roadshows und Konferenzen zu be-

2020 sieht auch Hagenauer gespannt

ein sehr intensives und spannendes Pro-

kommen“, sagt der IR-Manager der Ös-

entgegen: „Rechtlich werden uns die

jekt, die für uns passenden Strukturen zu

terreichischen Post AG. Positiv sieht er

Aktionärsrechterichtlinie und das Ak-

finden. Wir haben die IR-Arbeit einem

die Neuzugänge an der Wiener Börse.

tienänderungsgesetz

Re-Check unterzogen und sind derzeit

„Das zeigt, wie wichtig die Börse in ihrer

Die Aktionärsrechterichtlinie stärkt die

dabei, an den Stellschrauben zu drehen

ureigensten Form ist: neues Kapital für

Mitbestimmungsrechte der Aktionäre

und sie zu verbessern“, sagt Palfinger-

wachsende Unternehmen sicherzustel-

von börsennotierten Unternehmen. Un-

Kommunikationschef Hannes Roither

len.“ Das Thema Nachhaltigkeit in Um-

ter anderem dürfen diese bei der Haupt-

(Platz 2 / 78,00 Punkte), der nicht nur

welt- und sozialen Frage sowie in Sachen

versammlung über den Vergütungsbe-

Rekordergebnisse

durf-

Unternehmensführung (ESG) gewinne

richt des Vorstands abstimmen. „Un-

te, sondern auch das 20-Jahr-Jubiläum

an Bedeutung, sagt Hagenauer. „Unter-

sicherheit bergen 2020 bestimmt die

des Konzerns an der Wiener Börse mit­

nehmensstrategie und Nachhaltigkeits-

Marktentwicklungen.

organisierte. Sorgen macht ihm wei-

strategie müssen als Einheit gesehen

Konjunktur, aber auch der Brexit und

terhin die Finanzmarktrichtlinie Mi-

werden. Da gilt es, die Governance sowie

Handelskriege werden alle international

fid II. „Viele Abläufe sind dadurch auf-

die langfristigen Erfolgsindikatoren dar-

tätigen Unternehmen betreffen“, sagt

wendiger. Für kleine Unternehmen ist

auf auszurichten.“ Das Thema liegt auch

IR-Manager Roither. Palfinger sei dafür

es am Kapitalmarkt schwieriger gewor-

der IR-Managerin der Lenzing AG, Ste-

zwar gerüstet, aber „es geht nicht im-

den. Sie bekommen weniger Einladun-

phanie Kniep (Platz 3 / 74,00 Punkte), am

mer nur bergauf – das vergessen viele in

gen zu Konferenzen, weniger Research-

Herzen: „Positiv bewegt hat mich, dass

guten Zeiten“. n

die

präsentieren

90

beschäftigen.“

Die

abflauende


RANGLISTE BESTE IR-MANAGER

PLATZ

ZULETZT

TREND

PERSONEN

GESAMTSCORE

UNTERNEHMEN

1.

(1.)

Hagenauer Harald

Österreichische Post AG

91,00

2.

(2.)

Roither Hannes

Palfinger AG

78,00

3.

(11.)

Kniep Stephanie

Lenzing AG

74,00

4.

(8.)

Ofner Klaus

Wienerberger AG

71,50

5.

(4.)

Neumüller-Klein Diana

Strabag SE

71,00

6.

(5.)

Fleischer Peter

Voestalpine AG

69,52

7.

(13.)

Haider Hannes

Agrana Beteiligungs AG

69,50

8.

(10.)

Helenyi Judit**

Flughafen Wien AG

66,50

9.

(9.)

Ioveva Milena

Porr AG

62,00

10.

(7.)

Higatzberger-Schwarz Nina

Vienna Insurance Group AG

60,50

11.

(21.)

Koch Elke**

AT&S AG

58,10

12.

(6.)

Königstorfer Gerda**

Rosenbauer International AG

58,00

13.

(22.)

Demmelhuber Felix

Amag Austria Metall AG

57,50

14.

(15.)

Marin Stefan

Semperit AG Holding

56,67

15.

(12.)

Langer Susanne**

Raiffeisen Bank International AG

55,24

16.

(-)

Feuerstein Andreas

S Immo AG

54,50

17.

(20.)

Taverne Manuel

FACC AG

54,00

18.

(37.)

Oplustil Michael

Uniqa Insurance Group AG

53,50

19.

(17.)

Schragl Bettina

Immofinanz AG

51,90

20.

(23.)

Rettenbacher Paul

Polytec Holding AG

51,50

21.

(-)

Vay Anna

UBM Development AG

47,50

22.

(-)

Böcskör Andreas

Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment AG

46,50

23.

(-)

Lang Hans

Kapsch Trafficcom AG

44,00

24.

(24.)

Thurnberger Christoph

CA Immobilien Anlagen AG

43,81

25.

(30.)

Sweerts-Sporck Stephan

Mayr-Melnhof Karton AG

39,52

26.

(16.)

Sommerauer Thomas

Erste Group Bank AG

37,14

27.

(-)

Greger Florian

OMV AG

36,19

28.

(36.)

Lueth Holger

Buwog AG

35,71

1. PLATZ Harald Hagenauer ÖSTERREICHISCHE POST AG

2. PLATZ

29.

(-)

Reindl Susanne

Telekom Austria AG

35,24

30.

(19.)

Buchbauer Michael

Andritz AG

34,76

Hannes Roither

31.

(28.)

Reidinger Gerald

EVN AG

33,33

PALFINGER AG

32.

(-)

Wollein Andreas

Verbund AG

31,43

33.

(27.)

Hochrieser Erika

Frauenthal Holding AG

28,57

34.

(33.)

Friepeß Michaela*

KTM Industries AG

23,81

35.

(32.)

Albrecht Harald*

Zumtobel Group AG

23,81

36.

(34.)

Folian Daniel

Warimpex AG

22,86

37.

(-)

Del Fabro Benjamin**

Bawag Group AG

22,38

38.

(39.)

Hoffmann Maresa

Wolford AG

20,00

39.

(48.)

Fahrnberger Klaus

Bet-at-Home.com AG

16,50

40.

(42.)

Tesar Alexander*

Ottakringer Getränke AG

16,19

41.

(31.)

Schrenk Daniela*

Do & Co AG

16,19

42.

(-)

Wimmer Andreas*

C-Quadrat Investment AG

15,24

43.

(40.)

Gmeiner Moritz*

AMS AG

15,24

Wiener Privatbank SE

44.

(-)

Müller Michael

45.

(49.)

Bachelot-Fontaine Laetitia* Valneva SE

13,81

45.

(45.)

Helmkamp Frank*

13,81

Oberbank AG

14,50

47.

(46.)

Spiller Wolfgang*/**

Schlumberger AG

13,33

48.

(50.)

Titze Herbert*

BKS Bank AG

13,33

49.

(47.)

Sunderland Richard

Atrium European Real Estate

10,48

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in derselben Funktion / in demselben Unternehmen tätig.

91

3. PLATZ Stephanie Kniep LENZING AG


PERSONEN FONDSMANAGER

RÜCKBLICK

Q3 2018

DIE REGENMACHER Den zehnjährigen Bullenritt konnten einige Fondsmanager besonders erfolgreich bestreiten und führen deshalb auch zu Recht die Spitze des Börsianer-Rankings an. TEXT RAJA KORINEK

V

iel Grund zum Klagen gibt es in

Schardax (Platz 5 / 39,13 Punkte), Fonds-

Zuwachs an Regularien und Meldever-

der Fondsbranche derzeit nicht.

manager bei Spängler Iqam Invest, sieht

pflichtungen Schritt zu halten. Dennoch

Die Börsenhausse dauert gut ein

den wachsenden Trend äußerst positiv.

findet Matejka, der große Druck habe et-

Jahrzehnt an, während die Turbulenzen

„Schädliches Verhalten von Unterneh-

was nachgelassen. „Es bleibt aber eine

aus dem Vorjahr überwunden sind. Dabei

men sollte am Finanzmarkt seinen Preis

hohe Kostenbelastung samt dem Gebot

wurde der Bullenritt in diesem Jahr von

haben, deren Finanzierung sollte teurer

des vollen Einsatzes.“ Da tue es weh, ge-

neuen Geldern ebenso beflügelt: „Auf-

werden.“

gen den Trend zu immer größeren und

grund des Nullzinsumfelds nimmt auch

Bei der Spängler Iqam Invest wur-

das Interesse der Kleinanleger nach breit

de heuer Nachhaltigkeit als zusätzli-

Tatsächlich fegte zuletzt eine Konso-

diversifizierten Anlagen zu“, erklärt

cher Ansatz im Rohstoff- sowie im Cor-

lidierung durch die Branche. Obendrein

Alois Wögerbauer (Platz 1 / 62,27 Punk-

porate-Bond-Fonds integriert. Wöger-

gewinnen günstige Indexfonds an Be-

te), Fondsmanager der 3 Banken Generali

bauer verweist in seinem Haus auf den

deutung. Die Folgen? Quantitative Ma-

Investment. Dies sei ein wichtiger Trend,

neuen „Mensch & Umwelt“-Fonds, der

nager, etwa bei der Spängler Iqam In-

da man keine Änderung der Zinsumge-

deutlich über das hinausgehe, was die

vest, zwinge es zur Entwicklung immer

bung unmittelbar und mittelbar sehe.

klassischen Best-in-Class-Ansätze lie-

innovativerer Strategien, „die Kunden

Und Wolfgang Matejka, (Platz 2 / 51,30

ferten. Weiteren Rückenwind wird es

mit hoher Beratungskompetenz zu ver-

Punkte) von Matejka & Partner Asset

bald von der EU geben, wo man an ein-

mitteln sind“, sagt Schardax. Jedenfalls

Management, gefällt, mit welcher Vehe-

heitlichen Definitionen für die Nachhal-

bedingten solche Strategien einen en-

menz sich Sektoren wie Automobil samt

tigkeit arbeitet. Schardax mahnt aber,

gen Konnex zur wissenschaftlichen For-

deren Zulieferern, Chemie und der Ma-

dass sich der administrative Aufwand in

schung, um am Ball zu bleiben.

schinenbau den politischen Gegeben-

Grenzen halten müsse.

unflexiblen Spielern arbeiten zu müssen.

Bei der 3 Banken Generali Investment

heiten stellten „und sich gegen deren

Den bekommen die Fondsgesell-

werde man in Hinblick auf das kommen-

sehr oft destruktiv anmutende Gleich-

schaften seit 2018 schon mit der neuen

de Jahr hingegen die Aktionen der No-

gültigkeit

wirtschaftlicher

Anlegerrichtlinie zu spüren. Wögerbau-

tenbanken im Auge behalten. Wöger-

Vernunft durchsetzten“. Ebenso viel

er: „Mifid II hat Wertpapierinvestments

bauer: „Der Einfluss der Notenbanken

Durchsetzungskraft hat heuer auch die

verkompliziert und das Angebot redu-

wird weiter steigen.“ Das sei nicht gut,

Welt der Nachhaltigkeit bewiesen. Franz

ziert.“ Es sei herausfordernd, mit dem

aber ein Faktum. n

gegenüber

92


RANGLISTE BESTE FONDSMANAGER

PLATZ

ZULETZT

TREND

PERSONEN

GESAMTSCORE

UNTERNEHMEN

1.

(1.)

Wögerbauer Alois

3 Banken Generali Investment

62,27

2.

(3.)

Matejka Wolfgang

Matejka & Partner Asset Management

51,30

3.

(9.)

Cova Silvia**

Amundi Austria

41,90

4.

(2.)

Simbürger Horst

Convertinvest Financial Services

40,87

5.

(28.)

Schardax Franz

Spängler Iqam Invest

39,13

6.

(16.)

Tinti Gabriela

Erste Sparinvest KAG

38,33

7.

(26.)

Neuhold Thomas

Gutmann KAG

36,09

8.

(-)

Polly Eva

Raiffeisen KAG

35,24

9.

(4.)

Hauser Anton

Erste Sparinvest KAG

35,00

10.

(15.)

Zauner Roland

Kepler Fonds KAG

33,33

11.

(10.)

Besser Harald

Kathrein Capital Management

32,73

12.

(-)

Schmitt Günther

Raiffeisen KAG

32,38

13.

(14.)

Zeitlhofer Reinhold

Kepler Fonds KAG

31,90

14.

(-)

Pecha Silvia

Gutmann KAG

31,30

15.

(23.)

Ladreiter Peter

Security KAG

30,91

16.

(5.)

Strasser Margarete

Amundi Austria

30,48

17.

(25.)

Kober Alfred

Security KAG

30,45

18.

(32.)

Lindorfer-Kubu Isolde

Spängler Iqam Invest

30,43

19.

(12.)

Willert Leo*/**

C-Quadrat Kapitalanlage AG

30,00

20.

(-)

Mittermann Arno*

Julius Meinl Investment

30,00

21.

(38.)

Graninger Guido*/**

Semper Constantia Privatbank AG

30,00

22.

(36.)

Löwenthal Stefan

Macquarie Investment Management Austria KAG

29,57

23.

(-)

Frauenschuh Jakob

Schoellerbank AG

28,70

24.

(37.)

Stadler Josef

Kathrein Capital Management

28,64

25.

(-)

Leber Hendrik

Masterinvest KAG

28,33

26.

(30.)

Stangelberger Christoph*

Allianz Invest KAG

28,18

27.

(34.)

Palmetshofer Andreas*

3 Banken Generali Investment

28,18

28.

(-)

Eichhorn Kurt*

Kepler Fonds KAG

28,10

29.

(17.)

Steinberger Volker*

Amundi Austria

28,10

30.

(31.)

Mayer Florian

Kathrein Capital Management

27,73

31.

(39.)

Zeinitzer Matthias

Spängler Iqam Invest

27,39

32.

(18.)

Kober Harald

Erste Sparinvest KAG

27,08

33.

(44.)

Egger Thomas

Macquarie Investment Management Austria KAG

26,09

34.

(-)

Hansmann Clemens

Allianz Invest KAG

25,91

35.

(35.)

Klocker Stefan**

Semper Constantia Privatbank AG

25,83

36.

(-)

Huber Michael

Raiffeisen KAG

24,76

37.

(42.)

Düregger Felix

Schoellerbank AG

24,35

38.

(50.)

Schmarl Herbert

Erste Sparinvest KAG

24,17

39.

(43.)

Winkler Stefan

Security KAG

23,64

40.

(-)

Wagner Silvia**

Semper Constantia Privatbank AG

22,50

41.

(-)

Wasmayer Stephan

Gutmann KAG

22,17

42.

(41.)

Kuzmanoski Anton

Allianz Invest KAG

21,36

43.

(29.)

Leithenmüller Werner

3 Banken Generali Investment

20,91

44.

(49.)

Wurzer Jürgen*

Macquarie Investment Management Austria KAG

20,87

45.

(21.)

Breuss Arthur*

Julius Meinl Investment

20,87

46.

(46.)

Dürnberger Gertraud*

Schoellerbank AG

20,87

47.

(45.)

Manigand Michel

Erste Sparinvest KAG

20,83

48.

(47.)

Böger Andreas**

C-Quadrat Kapitalanlage AG

20,42

49.

(48.)

Eckart Christoph**

C-Quadrat Kapitalanlage AG

19,58

50.

(-)

Rupprechter Roland

Masterinvest KAG

18,33

*Bei Punktegleichheit zählt die höchste Einzelbewertung. **Person nicht mehr in derselben Funktion / in demselben Unternehmen tätig.

93

1. PLATZ Alois Wögerbauer 3 BANKEN GENERALI INVESTMENT

2. PLATZ Wolfgang Matejka MATEJKA & PARTNER ASSET MANAGEMENT

3. PLATZ Silvia Cova AMUNDI AUSTRIA


UNTERNEHMEN MARKTGEFLÜSTER

DER DIGITALE ­TSUNAMI STEHT ERST BEVOR

  VITA MARTIN KWAUKA Finanzjournalist

zur Gewinnung neuer Kunden.

Der leidenschaftliche Weinbauer (61) ist seit 23 Jahren Finanz- und Wirtschaftsjournalist. Zu den wichtigsten Stationen­des gebürtigen Deutschen zählen die langjährige Chefredaktion des Magazins „Format“ und das seit 2015 von ihm organisierte Finanzjournalistenforum. Sein Steckenpferd i­st die Altersvorsorge. Sich selbst beschreibt der studierte Agrarökonom als chronisch neugierig.

Wer zu spät kommt, den bestraft das Le-

löst. Die Arag Versicherung bietet einen

Digitalisierung heißt das große Thema in der Finanzbranche. Längst geht es nicht mehr nur um Kosteneinsparungen durch Rationalisierung, sondern um ein elementares Rüstzeug

ben. Diese Lebensweisheit wird dem

Flugverspätungssofortschutz an. Kunden

ehemaligen Kreml-Chef Michail Gor-

„Bisher wird mehr über

batschow zugeschrieben, der mit dieser

Digitalisierung geredet

online prüfen, ob ihnen Entschädigungen

nüchternen Diagnose vor 30 Jahren das

als gehandelt.“

zustehen. Die Rechtsschutzversicherung

MARTIN KWAUKA

möglich, bei der man die Polizze erst

Ende der DDR einleitete. Ist er auch ein Menetekel für manche Banken und Versicherungen, die bei der Digitalisierung

können im Falle von Flugverspätungen

ist auch in Form einer Rückwärtsdeckung nachträglich abschließt, wenn der Schaden schon passiert ist. Die Fair Finance

die Zeichen der Zeit ignorieren? Werden Kundenportal George bereits in den vier

Vorsorgekasse AG betreut Kunden über

Jahren den Zahlungsverkehr beherrschen

Ländern Österreich, Tschechien, Slowa-

einen Chatbot, die APK arbeitet ebenfalls

und mit dem dort gewonnenen Wissen

kei und Rumänien verfügbar gemacht,

daran. Die Easybank AG nutzt ein „Ma-

über ihre Kunden den Markt mit einem

inzwischen nutzen fünf Millionen Kun-

chine Learning Tool“, das erkennt, wann

kompletten Angebot von Anlageproduk-

den George. Ungarn und Kroatien stehen

Kunden einen Kredit benötigen. Bei Inte-

ten bis zu Versicherungen aufrollen? Sie

vor dem Start. Als weiterer Schritt wird

resse am Angebot ist das Geld in 30 Mi-

hätten es jedenfalls nicht allzu schwer.

überlegt, das Portal auch anderen Banken

nuten auf dem Konto. Die VIG hat das In-

Wenn heute in Österreich ein Kunde zum

zu verkaufen. Der Allianz-Konzern ist da

novationsprojekt „VIG Xelerate“ gestar-

Beispiel eine Reiseversicherung am Com-

schon weiter und verbündet sich gleich

tet und prüft zum Beispiel in Kooperation

puter abschließt, eines der wenigen über-

mit dem IT-Riesen Microsoft. Die Allianz

mit dem Insurance Innovation Lab Leip-

haupt online verfügbaren Produkte, pas-

öffnet die hauseigene Software „Allianz

zig gleich eine Vielzahl solcher Ideen.

siert es immer noch, dass die Daten man-

Betriebssystem“ für andere Assekuran-

gels Schnittstelle in der Assekuranz aus-

zen und will zum führenden Software­

mögensverwaltungen

gedruckt und wieder händisch ins System

anbieter für Risikoprozesse werden. Ne-

Spängler Iqam Invest mit „Carl“ oder die

eingegeben werden müssen. Das um-

ben Microsoft werden weitere Miteigen-

Easybank mit „Savity“, andere Institute

ständliche Verfahren kostet vermutlich

tümer für die Allianz-IT-Tochter Syncier

sind kurz davor. Der Elchtest steht diesen

ähnlich viel wie die gesamte Jahresprä-

gesucht.

Robo-Advisors allerdings erst bevor. Wie

Newcomer wie Google und Co in zehn

Mehrere Banken haben digitale Vergestartet

wie

mie. Und eine schnelle Abhilfe ist nicht

Dazu kommen kleinere, aber sehr in-

reagieren die Systeme langfristig auf die

in Sicht, weil viele Versicherungen mit ei-

novative Beispiele, dass das Umdenken

vielen Marktsignale, und wie schnell wird

nem EDV-System arbeiten, dessen Kern

bereits begonnen hat. Die Österreichi-

das Risiko im Falle gröberer Markttur-

schon Jahrzehnte auf dem Buckel hat.

sche Hagelversicherung setzt auf ein sa-

bulenzen angepasst? Viele Investment-

Dass es auch anders geht, zeigt zum

tellitengestütztes Monitoring von Un-

fonds, die schon lange mit einer vollelek­

Beispiel die Generali Versicherung AG.

wettern und sieht sich als Technologie-

tronischen Investmentsteuerung arbei-

97 Prozent der Verträge sind bereits pa-

führer unter den europäischen Agrarver-

ten, haben in den stark politisch gepräg-

pierlos. Belege in der Krankenversiche-

sicherungen. Die Ergo Versicherung offe-

ten Börsen schwer enttäuscht. Das gilt

rung werden elektronisch eingelesen und

riert einen smarten Fahrradhelm, der bei

ganz besonders für flexible Mischfonds.

mithilfe von künstlicher Intelligenz be-

einem Unfall über den Ergo Notfallser-

Werden die modern klingenden Robo-

arbeitet. Die Erste Group Bank AG hat ihr

vice automatisch die Rettungskette aus-

Advisors wirklich besser funktionieren? n

94


© APA-Picturedesk, Anna Huber

360 Grad. 365 Tage.

PRO KAPITALMARKT! Weil‘s um Einkommen, Wohlstand und Beschäftigung geht.

360 GRAD. 365 TAGE. PRO KAPITALMARKT! Die Wirtschaftswissenschaften belegen, dass ein gesunder Finanzsektor ein wichtiger Faktor für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum einer Volkswirtschaft ist. Ein handlungsfähiger Kapitalmarkt generiert Einkommen, Beschäftigung und Wohlstand in Österreich. Deshalb setzen sich diese Unternehmen dafür ein.


RANKING BÖRSENTALK

SOMMERFEST DER SUPERLATIVE

1. PLATZ RLB-OÖ-KUNDENEMPFANG Heinrich Schaller (RLB OÖ AG) nimmt gemeinsam mit Gattin Claudia Schaller seine Gäste Jakob Auer (RLB OÖ AG), Landeshauptmann Thomas Stelzer und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka in Empfang.

25. JUNI 2019 REITERPLATTFORM ALBERTINA, WIEN Der traditionelle Kundenempfang der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG (RLB OÖ) hat sich heuer nicht nur hinsichtlich des Wetters von seiner besten Seite gezeigt. RLB-OÖ-Generaldirektor Heinrich Schaller stieß mit 1.500 Gästen, darunter Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, Bundesministerin Elisabeth Udolf-Strobl, OMV-Vorstandsvorsitzender Rainer Seele und Lenzing-AGVorstandsvorsitzender Stefan Doboczky, auf die feste Verankerung der Bank in Wien an. Für besonders gute Laune sorgte außerdem der positive Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres.

In guter Stimmung waren auch Gerald Mayer (AMAG), Landeshauptmann Thomas Stelzer und Stefan Doboczky (Lenzing AG) mit Gattin Klaudia.

Michael Strugl (Verbund AG) und Runtastic-­Gründer Florian Gschwandtner haben den Abend auf der ­Reiterplattform der Albertina genossen.

Breites Lächeln bei Michaela Keplinger-­Mitterlehner (RLB OÖ AG) und Bundesministerin Elisabeth ­Udolf-Strobl.

96

Fröhliches Trio: RBI-Chef Roland Strobl mit Unternehmer Cornelius Grupp und Ex-AmagBoss Helmut Wieser.


RANKING BÖRSENTALK

EINE FEIERLICHE MATINEE

2. PLATZ Hoher Besuch: Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat sich die feierliche Matinee anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums der Erste Bank nicht entgehen lassen. Hier zu sehen mit Andreas Treichl (Erste Group Bank AG): Beide freuen sich auf die gemeinsame Ziga­rette in der Hofburg.

200 JAHRE ERSTE BANK 6. OKTOBER 2019 MUSIKVEREIN, WIEN Es kommen hochrangige Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Finanzindustrie und vielen anderen Bereichen, wenn die Erste Bank zur 200-JahrFeier lädt. Rund 1.500 Gäste würdigten im Wiener Musikverein dem Gründungsjubiläum und Sparkassengedanken. Neben der Festrede von Bundespräsident Alexander Van der Bellen fand auch Generaldirektor Andreas Treichl, der mit Jahresende nach 25 Jahren aus dem Vorstand der Bank ausscheiden wird, die passenden Worte für diesen besonderen Moment. Der ehemalige OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny hatte sich gemeinsam mit Josef Ostermayer (Sozialbau AG) unter die Gäste gemischt.

Exbundeskanzler Franz Vranitzky und Gattin Christine Vranitzky gaben Andreas Treichl die Ehre.

Der Wiener Musikverein, der in seiner ganzen Pracht glänzte, war eine mehr als würdige Location für so ein ­großartiges Ereignis.

97

Cheese! Günter Geyer (VIG AG) posiert mit Peter ­Bosek (Erste Bank Österreich AG) für den perfekten Erinnerungsschnappschuss.


RANKING BÖRSENTALK

ALLERERSTES FORUM DER ÖBAG

Alexander Van der Bellen freute sich über den persönlichen E ­ mpfang durch Helmut Kern (Öbag) und Thomas Schmid (Öbag).

Unter den zahlreichen Rednern befand sich Bettina Glatz-Kremsner (Casinos Austria AG).

3. PLATZ ÖBAG-FORUM 17. OKTOBER 2019 ATRIUM DER ÖSTERREICHISCHEN BETEILIGUNGS AG, WIEN Unter dem Titel „Der Aufsichtsrat in der Praxis“ ging das erste Öbag-Forum über die Bühne. Insgesamt diskutierten mehr als 200 Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Medien, Wissenschaft und Politik die aktuellen Herausforderungen von Aufsichtsräten. Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen ließ sich diesen Meinungsaustausch nicht entgehen und nahm sich der Eröffnungsrede an.

Lauter interessierte Gesichter: In der ersten Reihe h ­ aben es sich Exvizekanzler Michael Spindelegger und Aakriti Chandihok (Öbag) gemütlich gemacht.

Ein Schnappschuss von Georg Pölzl (Österreichische Post AG), der während seines Vortrags voll in Fahrt kam.

ZWÖLFTE RUNDE BEIM WIENER BÖRSE PREIS

4. PLATZ WIENER BÖRSE PREIS

Ein Andenken an die vergangenen Jahre hat Christoph Boschan (Wiener Börse) an den ehemaligen Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Ewald Nowotny, übergeben.

23. MAI 2019

Full House im Palais Niederösterreich zur Verleihung des Wiener Börse Preises.

PALAIS NIEDERÖSTERREICH, WIEN Im Mai 2019 bat Christoph Boschan (Wiener Börse AG) erneut zur Verleihung des Wiener Börse Preises ins Palais Niederösterreich. Vor heimischer Kapitalmarktelite und Vertretern aus Wirtschaft und Politik wurden zehn Gewinner in fünf Kategorien gekürt und gefeiert. Erstmals wurde auch ein Nachhaltigkeitspreis vergeben, den die Lenzing AG mit großer Freude entgegennahm.

Ganz vorbildlich lächeln hier Michael Berl („Börsianer“), Diana Klein-Neumüller (Strabag SE), Peter Felsbach und Stephanie Bauer (beide Voestalpine AG) in die Kamera.

98

Mit besonderem Elan schreitet Andreas Zakostelsky (VBV-Gruppe) zum Börsenevent.


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RANKING BÖRSENTALK

KONTROVERSE DISKUSSIONEN

GALA-DINNER 5. PLATZ FMA-AUFSICHTSKONFERENZ 3. OKTOBER 2019

Ganz in die Debatte vertieft sind hier Moderatorin Stanislava Saria (FMA), Wolfgang Pinner (RCM), Natalie Glas (Umweltbundesamt) und Wilhelm Molterer (EFSI).

Zum Abschluss der Konferenz spendete Finanzminister Eduard Müller ein paar Worte.

MESSE WIEN CONGRESS CENTER, WIEN Zum zehnten Mal ging die FMA-Aufsichtskonferenz unter dem Motto „The Big Picture – relevante Themen kontrovers diskutiert“ über die Bühne. Mehr als 800 Besucher tauschten sich auf der Konferenz über die Herausforderungen und Risiken am Finanzmarkt aus. Neben den FMA-Vorständen Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller waren auch Finanzminister Eduard Müller und OeNB-Gouverneur Robert Holzmann am Wort. OeNB-Gouverneur Robert Holzmann a ­ nalysierte in ­seiner Rede die „Ökonomische Entwicklung des ­Finanzmarktes“.

Ernste Miene, gutes Spiel bei Philipp Blauen­steiner (BVT), Maya Bundt (Swiss Re), Robert Lamprecht (KPMG) und Christoph Raninger (Anadi Bank).

HÖHEPUNKT FÜR KAPITALMARKTSPEZIALISTEN

Fröhliche Menschen: Stephanie Kniep (Lenzing AG), Harald Hagenauer (Post AG) und Judit Helenyi (Semperit AG) posen für die Kamera.

Herrenrunde: Reinhard Florey und Florian Greger (beide OMV AG) staubten später den ersten Platz bei den Financial Communications Awards ab, hier lächeln sie mit Clemens Taschee (Buwog Group) und Andreas Feuerstein (S Immo AG).

6. PLATZ CIRA-KONFERENZ 16. OKTOBER 2019 SO/ VIENNA, WIEN Über 350 Besucher hat es Mitte Oktober zur alljährlichen Konferenz der Cercle Investor Relations Austria (Cira) gezogen. Zum Auftakt gab es auch heuer wieder in aller Früh den Cira-Lauf. Im Anschluss daran ging es in Form von neun Panels mit rund 40 Kapitalmarktspezialisten als Redner um Themen wie Erfolg an der Wiener Börse, eine Zwischenbilanz von Mifid II, ESG und vieles mehr. Der Networkingcharakter kam beim Cocktailempfang ebenfalls nicht zu kurz.

Harald Hagenauer (Cira), Christoph Boschan ­(Wiener Börse) und Peter Haidenek (Polytec Holding AG) ­hatten Spaß.

Das Publikum hat sich auch ohne Krawatte durchaus von seiner besten Seite gezeigt.

100


RANKING BÖRSENTALK

FONDS-TREFFEN MIT ZIRKUSKULISSE

7. PLATZ FONDS PROFESSIONELL KONGRESS 2019 26. UND 27. FEBRUAR 2019

Zur Eröffnungsrede hatte sich der ehemalige ­Finanzminister Hartwig Löger die Steuerreform zur Brust genommen.

CONGRESS CENTER, WIEN Bereits zum 21. Mal fand heuer der wichtigste Branchentreffpunkt für die Fonds- und Beraterbranche in Wien statt. Der ehemalige Finanzminister Hartwig Löger hatte sich passende Worte zur Steuerreform für die Eröffnungsrede zurechtgelegt. Der Saal im Congress Center war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der traditionelle Höhepunkt war auch in diesem Jahr die Verleihung des Österreichischen Fondspreises in zehn Anlage­ segmenten, die im Palazzo in Wien stattfand.

Für die beste Servicequalität wurden Werner Painsy (DWS), Werner Kretschmer (Amundi Austria) und Markus Sevcik (JP Morgan Asset Management) ausgezeichnet.

Voll konzentriert hat man Harald Holzer (Kathrein Bank AG) und Jens Erhardt (DJE Kapital AG) auf dem Podium erlebt.

Im Palazzo in Wien, wo am Abend die Verleihung des Österreichischen Fondspreises stattfand, ging die Party ab.

FINANZHÖHENLUFT SCHNUPPERN

Günther Oettinger (Europäische Kommission) wurde von Nadja Hahn (ORF) über Projekte der Europäischen Union befragt.

Als es um das Thema Bankenaufsicht ging, waren Andreas Dombret (Deutsche Bundesbank) und Klaus Kumpfmüller (FMA) zur Stelle.

8. PLATZ EUROPÄISCHES FORUM ALPBACH FINANZMARKTGESPRÄCHE 29. UND 30. AUGUST 2019 ALPBACH, TIROL

Der ehemalige Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, Ewald Nowotny, ist immer für ein freundliches Lächeln zu haben.

Die Sitzreihen waren gefüllt, als Claus Raidl die Eröffnungsworte an das ­Publikum richtete.

101

Auch heuer fanden sich wieder die besten Köpfe der Finanzindustrie in Alpbach (Tirol) ein, um über die Chancen und Herausforderungen der Branche zu debattieren. Themen wie Digitalisierung und Regulierung sowie Nachhaltig standen klar im Fokus. Mit diversen Break-out-Sessions, Wanderungen und einem Höhenfrühstück hat heuer auch das Rahmenprogramm allen Teilnehmern zugesagt.


EHRENTAFEL 2019

GOLDENE UNTERNEHMEN UND KÖPFE #UNTERNEHMEN

Beste Banken

Beste Bausparkassen

Beste Spezialversicherungen

1 2 3

1 2 3

1 2 3

OBERBANK AG BAWAG GROUP AG OESTERREICHISCHE KONTROLLBANK AG

BAUSPARKASSE DER ÖSTER. SPARKASSEN AG START:BAUSPARKASSE AG WÜSTENROT BAUSPARKASSE

ÖSTERREICHISCHE HAGELVERSICHERUNG ARAG DAS RECHTSSCHUTZ AG

Sonderpreis Nachhaltigkeit

Beste Fondsgesellschaft

Beste Pensionskassen

1

1 2 3

1 2 3

BKS BANK AG

Sonderpreis Innovation

1

UNICREDIT BANK AUSTRIA AG

ERSTE ASSET MANAGEMENT T. ROWE PRICE MANAGEMENT PICTET ASSET MANAGEMENT

VBV PENSIONSKASSE AG APK PENSIONSKASSE AG VALIDA PENSION AG

Beste Universalbanken

Sonderpreis Nachhaltigkeit

Sonderpreis Nachhaltigkeit

1 2 3

OBERBANK AG

1

1

BAWAG GROUP AG

Sonderpreis Innovation

Sonderpreis Innovation

BKS BANK AG

1

1

RAIFFEISEN CAPITAL MANAGEMENT

SPÄNGLER IQAM INVEST

VBV PENSIONSKASSE AG

VBV PENSIONSKASSE AG

Beste Spezialbanken

Beste Fondsgesellschaften Inland

Beste Vorsorgekassen

1 2 3

1 2 3

1 2 3

OESTERREICHISCHE KONTROLLBANK AG SANTANDER CONSUMER BANK RAIFFEISEN CENTROBANK AG

ERSTE ASSET MANAGEMENT KEPLER FONDS KAG 3 BANKEN GENERALI INVESTMENT

VBV VORSORGEKASSE AG FAIR FINANCE VORSORGEKASSE AG NIEDERÖSTERREICHISCHE VORSORGEKASSE AG

Beste Direktbanken

Beste Fondsgesellschaften Ausland

Sonderpreis Nachhaltigkeit

1 2 3

1 2 3

T. ROWE PRICE MANAGEMENT

1

PICTET ASSET MANAGEMENT

Sonderpreis Innovation

UBS GLOBAL ASSET MANAGEMENT

1

EASYBANK AG SANTANDER CONSUMER BANK KOMMUNALKREDIT AUSTRIA AG

Beste Privatbanken

Beste Versicherung

1 2 3

1 2 3

BANK GUTMANN AG BANKHAUS SCHELHAMMER & SCHATTERA AG SCHOELLERBANK AG

ÖSTERREICHISCHE HAGELVERSICHERUNG VIENNA INSURANCE GROUP AG GRAZER WECHSELSEITIGE VERSICHERUNG AG

Sonderpreis Nachhaltigkeit

1

ÖSTERREICHISCHE HAGELVERSICHERUNG

Sonderpreis Innovation

1

VIENNA INSURANCE GROUP AG

FAIR FINANCE VORSORGEKASSE AG

FAIR FINANCE VORSORGEKASSE AG


RANKINGS EHRENTAFEL

#KÖPFE

#HALLOFFAME

Beste Anwälte

Beste Versicherer

Siege von 2015-2019

1 2 3

1 2 3

7 5 5 5 3 3 3 3

JERGITSCH FRIEDRICH HEIDINGER MARKUS WOLF RICHARD

STADLER ELISABETH BRANDSTETTER ANDREAS LEU ALFRED

Beste Banker

Beste Finanzvorstände

1 2 3

1 2 3

TREICHL ANDREAS NOWOTNY EWALD GASSELSBERGER FRANZ

OTTEL ROBERT FLOREY REINHARD OBLIN WALTER

Beste Fondsmanager

Beste IR-Manager

1 2 3

1 2 3

WÖGERBAUER ALOIS MATEJKA WOLFGANG COVA SILVIA

KNIEP STEPHANIE

1 2 3

1 2 3

NIKBAKHSH MICHAEL

EASYBANK AG 3 BANKEN GENERALI INVESTMENT S BAUSPARKASSE ÖSTERREICHISCHE HAGELVERSICHERUNG JP MORGAN ASSET MANAGEMENT OESTERREICHISCHE KONTROLLBANK AG

ROITHER HANNES

Beste Pressesprecher

SCHNAUDER ANDREAS

SCHOELLERBANK AG

HAGENAUER HARALD

Beste Journalisten GRABER RENATE

OBERBANK AG

KLEEMANN PETER

1 Pensionskassen VBV Pensionskasse AG

FELSBACH PETER RESCH JULIA

Test 2019

Auszeichnung. Die Sieger des Jahres dürfen sich mit der offiziellen Plakette schmücken.


UNTERNEHMEN INDEX

UNTERNEHMEN IN DIESER AUSGABE

IMPRESSUM Chefredakteur/Herausgeber: Dominik Hojas, d.hojas@derboersianer.com

FIRMENINDEX

3 Banken Generali Investment

28, 72, 92

Agrana Beteiligungs AG

72

Allianz Elementar Versicherungs AG

28, 42

Lenzing AG

52

LLB Österreich AG

28

Marinomed Biotech AG

Allianz Pensionskasse AG

58

Matejka & Partner

Allianz Vorsorgekasse AG

61, 62 12

67, 72, 90

Lessing Advisors

Allianz Global Investors

AMS AG

Stv. Chefredakteurin (CvD): Ingrid Krawarik, i.krawarik@derboersianer.com

30, 36 6 18, 92

Mercer 56 Niederösterreichische Vorsorgeskasse AG

27, 62

APK Vorsorgekasse AG

24, 27, 62

Oberbank AG

APK Pensionskasse AG

27, 54, 58

Öbag 98

Arag

28, 42, 43

OeKB

AXA IM Deutschland

28, 50

Bank Gutmann AG

28, 36, 37

Bankhaus Carl Spängler & Co AG

33

Bankhaus Schelhammer & Schattera AG Bawag Group AG

28, 38

24, 27, 34, 36

BDO Austria

23, 26

24, 27, 36, 72, 80 27, 36, 37, 67, 72, 80

Oesterreichische Nationalbank

72, 80

OMV AG

86

Österreichische Hagelversicherung

27, 42, 44, 94

Österreichische Post AG

66, 72

Palfinger AG

67, 72, 90

Pictet Asset Management

27, 50, 52

BKS Bank AG

24, 27, 36

Börse Express

78

PWC Österreich

Bonus Pensionskassen AG

58

Raiffeisen Bank International AG

Profil 72 41 36, 72

Bonus Vorsorgekasse AG

28, 62

Raiffeisen Centrobank

28, 36

Boston Consulting Group

33

Raiffeisen Capital Management

28, 49

84

Raiffeisenlandesbank Oberösterreich AG 30, 36, 96

Brandl & Talos BUAK Betriebliche Vorsorgekasse

28, 62

Columbia Threadneedle Investments Comgest Deutschland

Santander Consumer Bank

28, 34, 36

52

S Bausparkasse

28, 33, 36

50

Schoellerbank AG

Credit Suisse AM

28, 50

Schönherr Rechtsanwälte

Der Standard

72, 78

Security KAG

DJE Kapital AG

52

Donau Versicherung AG

28, 42

28, 36 84 42, 50

Spängler Iqam Invest

51, 92, 94

Stanton Chase

70

Easybank AG

27, 33, 36, 94

Start:Bausparkasse AG

28, 33

Erste Asset Management

24, 27, 49, 50

Steiermärkisch Bank und Sparkassen AG

27, 36

Erste Bank Österreich

97

Erste Group Bank AG

33, 66, 72, 80, 94

Strabag SE

72

T. Rowe Price

24, 27, 50, 51

EY Österreich

34

UBS Global Asset Management

27, 50, 52

Fachverband der Pensionskassen

54

Unicredit Bank Austria AG

24, 30, 33

Fachverband der Versicherungsmakler

42

Uniqa Insurance Group AG

28, 42, 68, 82

Fair Finance Vorsorgekasse AG

24, 27, 62, 94

Valida Pension AG

27, 56, 58

Fidelity International

28, 50

Valida Plus AG

Flughafen Wien AG

72, 88

VAV Versicherungs-AG

20, 100

VBV Pensionskasse AG

24, 27, 56, 58

67, 72, 84

VBV Vorsorgekasse AG

24, 27, 61, 62

FMA Freshfields Bruckhaus Deringer Generali Versicherung AG

27, 41, 42, 68, 82, 94 27, 42

Volksbank Wien AG

Gutmann KAG

28, 50

Voestalpine AG

Hypo Vorarlberg Bank AG Immofinanz AG JP Morgan Asset Management Kepler Fonds KAG

27, 42, 44

27, 62 27, 42

Verlag/Medieninhaber: Wayne Financial Media GmbH (FN: 399197 f, HG Wien), Bösendorferstraße 4/25, A-1010 Wien, Telefon: +43 (0) 1 920 523 4, Fax: +43 (0) 1 954 4332, E-Mail: office@waynemedia.at, Web: www.waynemedia.at

WAYNE Geschäftsführer: Michael Berl, Dominik Hojas Produktion: Grafik: Martin Jandrisevits, Titanweiß Werbe­agentur GmbH; Fotos: Clemens Bednar, Stefan Burghart, Dieter Brasch, Barbara Ster, Unternehmen beigestellt; Lektor: Armin Baumgartner; aus Gründen der Text­ökonomie verzichten wir auf geschlechts­spezifische Formulierungen. Druckerei/Nachhaltigkeit: Das Magazin wurde nach Richtlinien des Österreichischen Umweltzeichens bei der Druckerei Ferdinand Berger und Söhne GmbH (10.000 Stück) auf nachhaltigem Papier (Umschlag: Claro Silk 250 g, Kern: Furiso 90 g) gedruckt.

33

VVO 44 Wienerberger AG

72

88

Wiener Börse AG

19, 88, 98

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Anzeigenverkauf: Michael Berl (Leitung), m.berl@derboersianer.com; Miriam Haider, m.haider@derboersianer.com; ­ es gilt die Anzeigenpreisliste 2019!

11, 72, 86, 88

27, 36

24, 28, 50, 51

Leserbeirat: Heike Arbter, Peter Bartos, Mathias Bauer, Edi Berger, Stefan Böck, Stefan Brezovich, Diana Klein, Bernhard Grabmayr, Fritz Mostböck

Vienna Insurance Group AG 24, 27, 42, 43, 68, 82, 86

Grawe Helvetia Versicherungen AG

Redaktion: Christian Höller, Julia Kistner, Raja Korinek, Martin Kwauka, Thomas Müller, Paul Trautendorfer, Barbara Ottawa, Robert Winter

Wiener Städtische Versicherung AG Wirtschaftsuniversität Wien

28 70

Kommunalkredit Austria AG

28

Wolf Theiss

72, 84

Konsequent Wondrak

54

ZEB

34, 38

104

Das Österreichische Umweltzeichen für Druckerzeugnisse, UZ 24, UW 686 Ferdinand Berger & Söhne GmbH.

Unbenannt-1 1

07.07.2009 13:28:58


Nachrichten Meinung Magazin

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SCHLUSSWORT KOMMENTAR

MUT ZU MEINUNG Die Zukunft des Standorts liegt in unseren Händen. Wir dürfen nicht der Politik die Meinungsbildung überlassen! Das Wort zum Jahresende aus der Chefredaktion.

L

TEXT DOMINIK HOJAS iebe Börsianer, ich möchte Sie zum

Hinterzimmer der Ministerien, Kam-

Jahreswechsel zu mehr „Mut zu

mern und Institutionen, sondern im öf-

Meinung“ motivieren. Das mag

auf den ersten Blick seltsam klingen, aber lassen Sie mich meine Gedanken in den nächsten Zeilen ausführen: Ich weiß aus vielen Gesprächen mit Ihnen, dass Sie alle auch deshalb so er-

„Sie sind die Medizin gegen Fake-News“ DOMINIK HOJAS

folgreich sind, weil Sie in der Lage sind,

fentlichen Dialog mit den Menschen.

Medizin gegen Fake-News Sie haben starke Waffen für Ihre Argumente und Wortmeldungen. Das sind Ihre unbestrittenen fachlichen Fähigkeiten, ihr geschäftlicher Erfolg und

sich über komplexe Sachverhalte eine

Ihre hohe Glaubwürdigkeit. Sie als Per-

klare Meinung zu bilden, die richtigen

Ob dies eine Folge der Globalisierung,

sönlichkeit sind die Medizin gegen

Schlussfolgerungen daraus zu ziehen und

der Digitalisierung, einer überborden-

­Fake-News. Sie können die Leute dazu

die klug ausgewählte Maßnahme auch

den Medialisierung – Stichwort Fake-

bringen, Ihnen zuzuhören, weil es Ih-

durchzusetzen. „Mut zu Meinung“ ist

News – oder einfach des noch anhalten-

nen um die Sache geht und nicht um

also Ihr tägliches Geschäft, Ihr Wettbe-

den Wohlstands ist, sei dahingestellt.

Macht. Bitte machen Sie dies nicht nur

werbsvorteil, Ihr kritischer Erfolgsfaktor.

in Ihrem Geschäft mit Mitarbeitern, In-

Das Land mitgestalten

vestoren und Kunden, setzen Sie diese

mehr „Mut zu Meinung“ aufzufordern?

Warum berührt mich das als Börsianer?

Fähigkeit auch in der gesellschaftlichen

Weil Sie nicht allein sind, und weil es

Die Börse lebt von der Zukunft, schon

Diskussion ein.

nicht nur um den Erfolg Ihres Unterneh-

klar. Aber der Kapitalmarkt ist viel

Ich bin davon überzeugt, dass Ih-

mens geht. Es geht um unseren Standort,

mehr: Die Börse ist der Wettbewerbs-

nen die Teilhabe an der „res publica“

unsere wichtigste Ressource für unseren

platz der Ideen, sie lebt von Vielfalt, von

Vorteile bringt. Mit Ihren Äußerungen

zukünftigen Erfolg, unseren Wohlstand.

Mut, von Unternehmertum, von grund-

und Diskussionsbeiträgen schaffen Sie

legender Information und vor allem von

Mehrwert für die Gesellschaft, und diese

Wo ist die Vernunft?

Persönlichkeiten, die sich etwas trauen.

wird das auch honorieren. 84 Prozent der

Ich behaupte, unser Wohlstand und

Ein starker Kapitalmarkt kann auch ein

Menschen erwarten sich laut dem Edel-

Standort sind in Gefahr. Die Qualität der

Korrektiv für die Politik sein, die immer

man-Trust-Barometer von Ihnen als

Bildung sinkt, der soziale Ausgleich wird

seltener rational ist. Ich sage daher: Wir

Entscheider, den Wandel voranzutrei-

immer schwieriger, der öffentliche Dis-

Börsianer dürfen nicht der Politik die

ben, statt auf die Regierung zu warten.

kurs wird emotionaler, und ich kann im-

Meinungsbildung überlassen!

Wie komme ich also auf die Idee, Sie zu

Österreich braucht mehr „Mut zu

mer schwerer einen Katalog gemeinsa-

Ich bin davon überzeugt, dass wir

Meinung“, mehr fundierten Diskurs,

mer Werte entdecken, den alle gesell-

Börsianer, jeder Einzelne von Ihnen, die

und Österreich braucht einen starken

schaftlichen Gruppen ohne Vorbehalt

öffentliche Meinung und die Zukunft

Kapitalmarkt. Wir als der Börsianer ma-

unterschreiben würden. Die Vernunft,

unseres Standorts mitgestalten soll-

chen Ihnen das Angebot, Sie beim Ver-

die früher oft zitierte „Staatsräson“, ist

te, Themen setzen sollte, Lösungen an-

breiten Ihrer eigenen Meinung zu un-

uns offenbar abhandengekommen.

bieten und diskutieren sollte, nicht im

terstützen. n

106 Die nächste Ausgabe erscheint um den 10. Februar 2020. Bis dahin täglich: derboersianer.com


Kein Einfluss von auĂ&#x;en. Wir entscheiden selbst.

Dr. Franz Gasselsberger, MBA Generaldirektor Oberbank AG


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Hierbei handelt es sich um eine Werbemitteilung. Sofern nicht anders angegeben, Datenquelle Erste Asset Management GmbH. Unsere Kommunikationssprachen sind Deutsch und Englisch. Der Prospekt für OGAW-Fonds (sowie dessen allfällige Änderungen) wird entsprechend den Bestimmungen des InvFG 2011 idgF erstellt und im „Amtsblatt zur Wiener Zeitung“ veröffentlicht. Für die von der Erste Asset Management GmbH verwalteten Alternative Investment Fonds (AIF) werden entsprechend den Bestimmungen des AIFMG iVm InvFG 2011 „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ erstellt. Der Prospekt, die „Informationen für Anleger gemäß § 21 AIFMG“ sowie die Wesentliche Anlegerinformation/KID sind in der jeweils aktuell gültigen Fassung auf der Homepage www.erste-am.com abrufbar und stehen dem/der interessierten AnlegerIn kostenlos am Sitz der Verwaltungsgesellschaft sowie am Sitz der Depotbank zur Verfügung. Das genaue Datum der jeweils letzten Veröffentlichung des Prospekts, die Sprachen, in denen die Wesentliche Anlegerinformation/KID erhältlich ist, sowie allfällige weitere Abholstellen der Dokumente, sind auf der Homepage www.erste-am.com ersichtlich. Diese Unterlage dient als zusätzliche Information für unsere AnlegerInnen und basiert auf dem Wissensstand der mit der Erstellung betrauten Personen zum Redaktionsschluss. Unsere Analysen und Schlussfolgerungen sind genereller Natur und berücksichtigen nicht die individuellen Bedürfnisse unserer AnlegerInnen hinsichtlich des Ertrags, steuerlicher Situation oder Risikobereitschaft. Die Wertentwicklung der Vergangenheit lässt keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Fonds zu.

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Börsianer 35. Ausgabe, Edition gold  

Österreichs Finanzmagazin

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