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OSTPOST 45

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Neues Leben im Gewölbekeller TMPLmedia stellt sich vor „Er lebt! Er lebt! Er lebt!“, schallt es durch die alten Gemäuer am Fuße der Nikolaikirche. Nebel zieht auf. An den Wänden hängen abstrakte Bilder aus Acrylfarbe. Maritime Motive sind zu sehen. Auf der Bühne erhebt sich Frankensteins Monster zu neuem Leben. Das Publikum klatscht Beifall. Der Vorhang fällt und die Schauspieler verlassen wieder die Bühne. Das Publikum erörtert bei kühlen Getränken die soeben gesehene Aufführung der Theatergruppe spiel.trieb. Die jungen Schauspieler kommen dazu und schauen nun zum ersten Mal in aller Ruhe auf die Bilder, die von der Vernissage zwei Tage vorher noch an der Wand hän-

arbeitete das Team bereits mit der K ­ amera. Mit Beginn der Covid-Pandemie erweiterte das junge Unternehmen sein Geschäftsfeld auf die Produktion von Livestreams und hybriden Konferenzen. „Im Hauptzweck sollen hier Informationsveranstal­ tungen, Buchlesungen, Vorträge und andere nette Veranstaltungen ­stattfinden. Mal mit oder ohne Publikum, mal mit oder ohne Kamera. Als ich den Gewölbekeller dann das erste Mal in echt gesehen habe, dachte ich sofort, dass wir hier auch Theater und Ausstellungen organisieren müssen. Das passt zur Location und zum Stadtteil sowieso“, fasst der 34-jährige zusammen.

„Und wo findet dann nächste Woche unser Seminar hier statt?“, unterbricht ihn eine Zuschauerin. „Eigentlich genau hier, wo jetzt noch die Der Gewölbekeller am Wendländer Schilde 7 mit bis zu 60 möglichen Veranstaltungsplätzen Bühne ist“, antwortet gen. „Die Idee, den Gewölbekeller als ein multiTempel. Dann werden hier wieder die Seminarfunktionales Kulturstudio einzurichten, gefällt tische, der Fernseher für die Präsentationen und mir sehr gut“, erklärt einer der Zuschauer. „Es ist die Technik für die Videokonferenz aufgebaut. ein bisschen wie eine ganz kleine Kunstnacht“, erDie Brauerei hat übrigens schon das Potenzial der gänzt ein weiterer. Räume erkannt und den tollen Kühlschrank da drüben gesponsert“, grinst Tempel freundlich. Seit September 2022 gibt es dieses Studio. Am Wendländer Schilde 7 ist mit ­TMPLmedia eine Im nächsten Jahr will TMPLmedia dann auch mit moderne Werbe- und Marketingagentur eingeeiner eigenen Idee an der Rostocker Kunstnacht zogen. Im Schwerpunkt produziert das ­ Team teilnehmen. Mit Baltic Beatz soll ein ganz eigener Imagefilme. Für zahlreiche Kunden aus der RegiAkzent gesetzt werden. Das Team sammelt über on Rostock und darüber hinaus, bis nach London, die Internetplattform Twitch Geld für ein soziales

Seminarbereich mit bis zu 20 Plätzen

Projekt in der Stadt. In der A ­ uftaktveranstaltung 2022 konnten bereits 3000 € eingesammelt ­werden. „Für die Kunstnacht machen wir dann eine Sonderausgabe. Geld für den guten Zweck und ­Musik passen perfekt in die Östliche Altstadt“, erklärt Tempel und ergänzt, „und das Beste ist, dass die Zuschauer zu Hause die Musik nach eigenem Ermessen laut und leise drehen können und wir hier niemanden stören müssen.“ Während an der Fotobox noch die letzten Erinnerungen für zu Hause und den großen Fotoschrank gemacht werden, kommt Tempel wieder auf die Bilder an der Wand zurück. Sie sind aus Acrylfarbe und zeigen überwiegend maritime Motive wie Anker oder Leuchttürme. „Das war eine ganz schnelle Idee und die Künstlerin Christin Reiche hat sofort zugesagt, ihre Bilder hier auszustellen. Jetzt zu Beginn wollen wir auch ganz bewusst ausprobieren, was zusammenpasst und was nicht.“ Die Schauspieltruppe fand die Idee super, dass das Publikum vor und nach dem Stück noch Kunst an der Wand begutachten kann. TMPLmedia will Am Wendländer Schilde eine breite Angebotspalette anbieten. „Wir freuen uns sehr, nun Teil der Östlichen Altstadt sein zu dürfen und haben noch viel vor. Schauen Sie gerne auch mal außerhalb von Events vorbei. Zu zeigen und zu besprechen gibt es immer etwas“, fasst Patrick Tempel zusammen.

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www.tmpl-media.de

ie Mitglieder des Altstadtvereins und die OSTPOST-Redaktion haben mit Bestürzung die Nachricht vom Tod Reinhard Wegeners vernommen. Da der St.-Petri-Förderverein und der Altstadtverein häufig zusammenwirken, haben wir oft mit ihm an einem Tisch gesessen oder uns einen Stand auf Märkten geteilt, um unsere Vereine zu präsentieren und für aktuelle Anliegen zu werben. Reinhard Wegeners Anliegen war die Finanzierung und Wiedererrichtung des Glockenstuhls seiner Kirche. Auch an der Verwirklichung des vorangegangenen Großvorhabens, der Aufsetzung des Turmhelms der Petrikirche, hatte er seinen Anteil. Wir haben ihn für sein unkompliziertes, ruhiges und freundliches Wesen geschätzt. Er hat mit Beharrlichkeit und Ideenreichtum als Vereinsvorsitzender und als das Gesicht des Projektes für sein Ziel geworben, konnte aber seine Verwirklichung nicht mehr erleben. Möge die Wiedererrichtung des Glockenstuhls der Petrikirche in seinem Sinne vollendet werden. Familie Wegener bittet um eine Spende für sein Lebensprojekt „Glockenstuhl Petrikirche“ auf das Konto DE86 1307 0024 0125 1800 00 Kennwort „Reinhard Wegener“


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OSTPOST 45 by Hinrich Bentzien - Issuu