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SPIELZEIT 2015/2016

— Wien


— Inhalt

5 Vorwort — 6 Premieren —

2015/16

Volkstheater 8 Fasching 10 Hakoah Wien 12 Nora³ 14 Der Marienthaler Dachs 16 Alte Meister 18 Das Missverständnis 20 Zu ebener Erde und erster Stock 22 Überzeugungskampf 24 Romeo und Julia 26 Iwanow 28 Homohalal 3 0 Site-Specific Theatre 32 3 3 3 3

Extra und in Planung Frage nicht! Niemandsland Faust 1–3 —

3 4 Rote —

Bar


62 Junges —

Volkstheater

6 8 Ensemble — 80 Topographie —

des Spielplans

8 6 UTE - Union des Théâtres de l’Europe — 88 Mitarbeiter/innen — 3 6 Volx/Margareten — 37 Volkstheater/Bezirke — 38 Nachtschicht 4 0 ParisVienne 41 Selbstbezichtigung 4 2 Ihre Version des Spiels 44 God Waits at the Station 4 6 Ausblick nach oben 4 8 Serbischer November 50 Das Wechselbälgchen 52 Die Fleischhauer von Wien 5 4 Neues Wiener Volkstheater 5 5 Isabelle H. 5 6 Der Junge wird beschnitten. 58 Mugshots 60 Spieltriebe —

Service 92 Neue Tribüne: Alle sehen alles 94 Karten, Abonnements, Service

106 107 108 116

Freund/innen werden Fundraising: Weil es uns allen gehört Sponsoren und Kooperations­partner/innen Impressum —


Liebes Publikum, mit Beginn meiner Künstlerischen Direktion am Volkstheater kehre ich zurück nach Wien, wo ich am Max Reinhardt Seminar Regie studiert habe – meine erste Auslandserfahrung, meine zweite Heimat. Das Volkstheater, wie ich es vor Augen habe, soll gemäß seiner Lage wahrgenommen werden: Es befindet sich an einem der wichtigsten Knotenpunkte der Stadt, an der einzigen U-Bahn-Station Wiens, die nach einem Theater benannt ist, an einer Kreuzung, an der sich Busse, Straßenbahnen, Autos auf sechs Spuren und zwei U-Bahnen überschneiden. Nicht viel anders würde ich die Aufgabe, der sich mein Team und ich stellen, beschreiben: Schnittstelle sein, Durchgangsort und Umsteigebahnhof für alle Ideen, die durch diese wunderbare, lebendige, multikulturelle Stadt rauschen. Im Zentrum Europas, an der Nahtstelle zwischen Ost und West, ist Wien wie geschaffen für lange und kurze Begegnungen in voller Fahrt. Unsere Regisseurinnen und Regisseure kommen in dieser ersten Spielzeit aus neun Herkunftsländern. Sie blicken großteils von außen auf Österreich und diese Stadt und treffen auf ein großartiges Ensemble mit unterschiedlichen Wurzeln: Blick von außen nach innen, aber auch von innen nach außen: Österreich In and Out. Wien ist die zweitgrößte Stadt, in der deutsch gesprochen wird, das Volkstheater ist ihr zweitgrößtes Theater – hier ist viel Spiel-Raum. Unsere 22 Premieren erzählen von einem Wien im Austausch mit der Welt. Die kulturellen Einflüsse, die Wien zur Metropole gemacht haben, greifen wir auf. Und wir untersuchen mit künstlerischen Mitteln, was das Leben heute beeinflusst – mithilfe neuer Texte und Spielformen, mithilfe von Recherche- und Partizipationsprojekten, Stückentwicklungen und dramatischer Literatur. Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen Stücke, Regisseurinnen und Regisseure, Schauspielerinnen und Schauspieler vor. Sie werden sehen: Mit dem Volkstheater kommt man ganz schön herum in Wien, vom Stammsitz über das Volx/Margareten (ehemals Hundsturm), in die Bezirke und darüber hinaus. Zu vielen Orten dieser Stadt finden Sie in diesem Heft Koordinaten der Redaktion und Notizen der mit uns verbundenen Autorinnen und Autoren. Auf den Spielplan-Wegen begleiten uns zudem Künstlerinnen und Künstler, die durch die Agentur Traktor an das Volkstheater gelangt sind. Sie illustrieren jeweils eine Produktion, nicht nur hier im Spielzeitbuch, sondern später auch im urbanen Raum. Gehen Sie mit uns diese Wege. Lassen Sie sich führen und verführen. Wir freuen uns auf Sie. Ihre Anna Badora Künstlerische Direktorin 5

— Vorwort


— Premieren 2015/16 Volkstheater Österreichische Erstaufführung

Fasching

von Gerhard Fritsch Bühnenfassung von Anna Badora und Roland Koberg Regie Anna Badora Premiere 5. September 2015 Uraufführung

Hakoah Wien

von Yael Ronen und Ensemble Regie Yael Ronen Übernahme vom Schauspielhaus Graz Premiere 9. September 2015 Uraufführung

Nora

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inkl. Ein Puppenheim/Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte/Nach Nora von Henrik Ibsen/Elfriede Jelinek Regie Dušan David Parˇízek Übernahme vom Düsseldorfer Schauspielhaus Premiere 12. September 2015

Das Missverständnis

von Albert Camus Spiel mit Schauspieler/innen und Puppen Regie Nikolaus Habjan Übernahme vom Schauspielhaus Graz Premiere 23. Oktober 2015

Zu ebener Erde und erster Stock

von Johann Nestroy Regie Susanne Lietzow Premiere 21. November 2015 Uraufführung

Überzeugungskampf

von Yael Ronen und Ensemble Regie Yael Ronen Premiere 18. Dezember 2015

Romeo und Julia

von William Shakespeare Regie Philipp Preuss Premiere 23. Jänner 2016

Iwanow

von Anton Tschechow Regie Viktor Bodó Premiere 18. März 2016

Uraufführung

Uraufführung

Der Marienthaler Dachs

Homohalal

Zuletzt stirbt endlich die Hoffnung von Ulf Schmidt Regie Volker Lösch Premiere 25. September 2015

Alte Meister

von Thomas Bernhard Bühnenfassung und Regie Dušan David Parˇízek Premiere 18. Oktober 2015

von Ibrahim Amir Regie Sarantos Zervoulakos Premiere 22. April 2016

Site-Specific Theatre

von SIGNA Regie Signa und Arthur Köstler Koproduktion mit Wiener Festwochen Premiere 14. Mai 2016

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Uraufführung

Das Wechselbälgchen Volx/Margareten Volkstheater/Bezirke Uraufführung

Nachtschicht

Theatrale Feldforschung Regie Jessica Glause Premiere 11. September 2015, Volx/Margareten Österreichische Erstaufführung

Ihre Version des Spiels

von Yasmina Reza Regie Sebastian Kreyer Premiere 2. Oktober 2015, Volx/Margareten, danach in den Bezirken Deutschsprachige Erstaufführung

God Waits at the Station

von Maya Arad Regie Hannan Ishay Premiere 10. Oktober 2015, Volx/Margareten

Selbstbezichtigung

von Peter Handke Regie Dušan David Parˇ ízek Premiere 24. Oktober 2015, Volx/Margareten

Ausblick nach oben

Theatrale Feldforschung Leitung Constance Cauers Premiere 30. Oktober 2015, Volx/Margareten

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von Christine Lavant Bühnenfassung von Maja Haderlap Spiel mit Schauspieler/innen und Puppen Regie Nikolaus Habjan Premiere 4. Dezember 2015, Volx/Margareten, danach in den Bezirken Uraufführung

Die Fleischhauer von Wien

von Pia Hierzegger und Ensemble Regie Lorenz Kabas Koproduktion mit Theater im Bahnhof Premiere 26. Februar 2016, Volx/Margareten, danach in den Bezirken Österreichische Erstaufführung

Isabelle H.

von Thomas Köck Regie Student/in des Max Reinhardt Seminars Premiere 12. März 2016, Volx/Margareten Uraufführung

Der Junge wird beschnitten. von Anja Salomonowitz Dokumentarisches Theaterprojekt Regie Anja Salomonowitz Premiere 1. April 2016, Volx/Margareten Uraufführung

Mugshots

von Thomas Glavinic Regie Lukas Holzhausen Premiere 29. April 2016, Volx/Margareten, danach in den Bezirken


Premiere

5. Sep. 2015

Fasching VON GERHARD FRITSCH

REGIE ANNA BADORA

Österreichische Erstaufführung

BÜHNENFASSUNG VON ANNA BADORA UND ROLAND KOBERG BÜHNE MICHAEL SIMON KOSTÜME DENISE HESCHL DRAMATURGIE ROLAND KOBERG

Felix Golub kommt nach zwölf Jahren in das Städtchen zurück, in dem er als Deserteur untergetaucht war. Gerettet hatte den damals 17-Jährigen eine geheimnisumwitterte Baronin und Miedermacherin – sie folgte dabei vorgeblich einem alten Gesetz: „Der Feigling wird in Frauenkleider gesteckt.“ Felix hasste seine lebensrettende Frauenrolle, nutzte sie aber trickreich, um den verliebten Nazi-Befehlshaber zur Kapitulation zu bewegen. So bewahrte Felix im April 1945 die Stadt vor der Zerstörung … Als Felix nun aus russischer Kriegsgefangenschaft wiederkommt, wird er nicht als Heimkehrer oder Held begrüßt, sondern von den Bewohner/innen zur Lachnummer gemacht. Felix verkennt die Zeichen – schließlich ist Fasching und jeder zu Scherzen aufgelegt. Zu spät begreift er, dass er der Spaßgesellschaft in die Falle geht. An den Ort des Verbrechens kehrt hier nicht der Täter zurück, sondern das Opfer. Um abermals Opfer zu werden. Der Wiener Schriftsteller Gerhard Fritsch (1924–1969) schuf mit seinem verkannten Opus magnum Fasching das eindrucksvolle Panorama einer Kommune ohne Reue, sexuell aufgeladen und politisch aggressiv. In wechselnden Masken und Kleidern wird der Ausnahmezustand Fasching zum Gesetz erklärt. Die sprachlich experimentelle Spielvorlage bringt Anna Badora erstmals in Österreich auf die Bühne. Badora, seit 25 Jahren Theaterleiterin in Mainz, Düsseldorf und Graz, hat als Regisseurin zuletzt zeitgenössische (Daniel Kehlmann, Andrzej Stasiuk, Dennis Kelly) und antike (Aischylos) Stoffe realisiert. Zum Auftakt ihrer Künstlerischen Direktion widmet sie sich einem exemplarischen Roman der österreichischen Vergangenheitsbewältigung und des schwarzen Humors.

— Volkstheater

Ballhausplatz, 1010 Wien Das große, dreistufige X aus Beton, das neuerdings zu Füßen von Bundespräsident und Bundeskanzler auf dem Ballhausplatz liegt, hat 70 Jahre auf sich warten lassen. Das Personenkomitee Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz hat das erste österreichische Denkmal für Deserteure erzwungen. Dass Österreich diese Opfergruppe lange als Verräter abgestempelt habe, sei „etwas, wofür man sich entschuldigen und schämen muss“, sagte der Bundespräsident bei der Einweihung.

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Premiere

9. Sep. 2015

Hakoah Wien VON YAEL RONEN UND ENSEMBLE

KONZEPT UND REGIE YAEL RONEN

Uraufführung

ÜBERNAHME VOM SCHAUSPIELHAUS GRAZ BÜHNE FATIMA SONNTAG KOSTÜME UND CHOREOGRAPHIE MORIA ZRACHIA DRAMATURGIE IRINA SZODRUCH, REGINA GUHL

Wien um 1930: Ein junger Jude träumt von einem Leben in Tel Aviv. Tel Aviv 2012: Der Enkel dieses Mannes träumt davon, österreichischer Staatsbürger zu werden. „Beide müssen ihre Identität finden und zwar in einer Zeit der Gewalt, des drohenden Krieges“, schreibt die Autorin und Regisseurin Yael Ronen. „Die Geschichte, die wir erzählen, handelt von zwei Generationen der gleichen Familie, von Emigration, Nationalgefühl, Fußball und Männlichkeit.“ Yael Ronens Großvater Wolf Fröhlich war Spieler in der legendären Fußballmannschaft des Sportclubs Hakoah (hebräisch: Kraft). 1909 gegründet, war Hakoah Wien Ausdruck des gestiegenen Selbstbewusstseins liberaler Jüdinnen und Juden und ihres positiven Bezugs zur Körperkultur, während andere Sportvereine Jüdinnen und Juden bereits damals mittels „Arierparagraphen“ ausgrenzten. 1936, am Vorabend des „Anschlusses“ an Nazi-Deutschland, kehrte Wolf Fröhlich Wien den Rücken und ging, wie viele andere Mitglieder der Hakoah, als begeisterter Zionist nach Palästina. Seine Enkelin Yael Ronen und ihr Bruder Michael, der als Schauspieler in der Produktion mitwirkt, haben Israel hingegen verlassen und leben in Berlin. Ausgehend von den gegenläufigen Migrationsbiographien entwickelte Yael Ronen gemeinsam mit den Schauspieler/innen am Schauspielhaus Graz Hakoah Wien, das 2013 mit dem Theaterpreis Nestroy ausgezeichnet wurde und mehrfach am Maxim Gorki Theater in Berlin gastierte. Nun kommt die Produktion endlich in die Heimatstadt von Wolf Fröhlich und der Hakoah: nach Wien.

— Volkstheater

Simon-Wiesenthal-Gasse 3, 1020 Wien Der Hakoah-Platz im Wiener Prater avancierte in der Zwischenkriegszeit zum gesellschaftlichen Zentrum vieler Wiener Jüdinnen und Juden, 1922 fasste das Stadion 3.500 Sitz- und 25.000 Stehplätze. 1938 wurden die Vereinsstätten beschlagnahmt, das Stadion der SA-Standarte 90 in Pacht gegeben. Zur Restitution kam es erst 70 Jahre später. Heute befindet sich das Hakoah Sport- und Freizeitzentrum auf seinem ursprünglichen Platz, einem ca. 20.000 m² großen Grundstück gleich neben dem Ernst-Happel-Stadion.

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Premiere

12. Sep. 2015

Nora³ VON HENRIK IBSEN/ELFRIEDE JELINEK

REGIE DUŠAN DAVID PARˇ ÍZEK

Uraufführung

INKL. EIN PUPPENHEIM/WAS GESCHAH, NACHDEM NORA IHREN MANN VERLASSEN HATTE/NACH NORA ÜBERNAHME VOM DÜSSELDORFER SCHAUSPIELHAUS BÜHNE DUŠAN DAVID PARˇÍZEK KOSTÜME KAMILA POLÍVKOVÁ DRAMATURGIE ROLAND KOBERG

Es ist einer der berühmtesten Theaterabgänge: Nora Helmer, die als Hausfrau, Hobbytänzerin und Mutter ausgefüllt schien, verlässt umstandslos Haus, Mann und die gemeinsamen drei Kinder. Davor hat ihr Gatte, der zum Bankdirektor aufgestiegene Torvald, unmissverständlich zu erkennen gegeben, dass ihm seine Karriere wichtiger ist als sein „Singvögelchen“. Wie es mit Nora weitergehen könnte, hat Elfriede Jelinek 1979 in ihrem ersten Theaterstück dargestellt: Als ungelernte Kraft, die gern häkelt und strickt, landet sie in einer Textilfabrik. Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte zeigt sarkastisch Noras „befreites“ Leben auf der anderen Seite der Puppenhaustür: Beim Längenfeldgasse 27, erstbesten „Textilkönig“ wird Nora wieder schwach ... 1120 Wien Der tschechische Regisseur Dušan David Parˇ ízek potenziert in seiner in In Jelineks Originalvorlage spielt Nora in den 1920er-Jahren. Zu Düsseldorf entstandenen Inszenierung die Krise der emanzipierten Frau: Nora jener Zeit wurde in Wien XII. hoch drei. Um dem Textilkönig zu gefallen, spielt Nora ihr Ibsen’sches Vorleben als die moderne Strickwarenfabrik „Kultureinlage“: beim Betriebsfest – und die Belegschaft wirkt mit! Die Darstellung Glaser erbaut. Erst seit dem gefällt, doch abermals wendet sich das Blatt. Nora reflektiert aus heutiger Sicht Einzug der angesagten Grazer die globalen Marktzusammenhänge: einstürzende Textilfabriken in Bangladesch, Designerin Lena Hoschek und todschicke Klamotten in der „Fuzo“. Ein Epilog der Wiener Nobelpreisträgerin, eigens ihres Labels vor drei Jahren heißt das Industriegebäude für diese Aufführung entstanden. Parˇízek leitete von 2002 bis 2012 das Prager Kammertheater und inszeniert seit wieder „Strickfabrik“. Im selben Gebäude entstehen nun auch die 2001 an den großen Bühnen im deutschsprachigen Raum. 2015 ist er beim Berliner Drucksachen des Volkstheaters: Theatertreffen mit seiner Akademietheater-Inszenierung Die lächerliche Finsternis Im Hinterhof hat die Agentur vertreten. Traktor ihr Büroloft.

— Volkstheater

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Premiere

Der Marienthaler Dachs

25. Sep. 2015

Uraufführung

ZULETZT STIRBT ENDLICH DIE HOFFNUNG VON ULF SCHMIDT

REGIE VOLKER LÖSCH

MIT DEM VOLKSTHEATER-ENSEMBLE UND EINEM CHOR VON ARBEITSLOSEN AUS WIEN BÜHNE CAROLA REUTHER KOSTÜME TERESA GROSSER CHORLEITUNG CHRISTINE HARTENTHALER DRAMATURGIE HEIKE MÜLLER-MERTEN

In dem Gewinnerstück des Heidelberger Stückemarkts 2014 analysiert Ulf Schmidt in einer vielschichtigen Parabel die Zusammenhänge von Arbeits-, Wirtschafts- und Finanzwelt im Mikrokosmos eines fiktiven Marienthal. Zwischen dem Haus Bank-Rott, dem Marktplatz und der Nord- und Südbank lungern Arbeitslose aller Altersgruppen. Vater Staat ist konzeptionslos, denn Mutter Konzern schafft es nicht mehr, die Wirtschaft anzukurbeln. Beider konsumversessene Tochter Gesellschaft kommt ihren Verpflichtungen nicht nach, der Kleine Mann bleibt auf der Strecke. Während die Haustiere so mancher braver Bürger/innen in fremden Suppentöpfen verschwinden, macht das Milchmädchen mit dem Herrn Knecht ihre eigene Rechnung. Es gibt keine Arbeit mehr, dabei haben doch alle im einstmals so glücklichen Marienthal ihren Selbstwert daraus bezogen. Die Schuldigen für die Misere stehen rasch fest, denn den Josefstalern jenseits der Grenze war noch nie zu trauen. Bald werben rivalisierende Heilsbringer um politische Anhängerschaft. Und in seinem Turm, hoch über allen, thront der Dachs, dem die Marienthaler bedingungs­los ihre Opfer bringen. Zwar spricht er nur durch sein Medium zu ihnen. Aber die nervöse Befindlichkeit des Da(x)es dirigiert das öffentliche Leben. Der deutsche Dramatiker, Blogger und Digitalberater Schmidt konzipierte das böse Märchen als begehbare Installation. Regisseur Volker Lösch, der in vielen seiner politisch brisanten Arbeiten im deutschsprachigen Raum die Spezifik sozialer Gruppen untersucht, filtert daraus eine Analogversion mit Schauspieler/innen und einem Laienchor aus Wiener Arbeitslosen.

— Volkstheater

Marienthal, dreißig Kilometer vor den Toren Wiens, zwischen den Ortschaften Gramatneusiedl, Neu-Reisenberg und Neu-Mitterndorf, ist keine Gemeinde im verwaltungstechnischen Sinne, aber noch immer Ortsbezeichnung für die Arbeitersiedlung der 1930 stillgelegten Textilfabrik. Selbst die Behörden nahmen es nicht ganz so streng: Einwohner/innen, die hier zur Welt kamen, hatten „Marienthal“ als Geburtsort in der Urkunde stehen. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts bekundeten sie ihren Einwohnerstolz auf zahlreichen Marienthal-Postkarten. Zuletzt erlangten sie traurige Berühmtheit in der 1933 veröffent­ lichten soziographischen Studie von Marie Jahoda, Paul Lazarsfeld und Hans Zeisel Die Arbeitslosen von Marienthal. Diese wiederum ist dem Theaterautor Ulf Schmidt Anlass, die Bewegungen des Marienthaler Dachses aus heutiger Perspektive zu beobachten. 14


Premiere

Alte Meister

18. Okt. 2015

KOMÖDIE VON THOMAS BERNHARD

REGIE DUŠAN DAVID PARˇ ÍZEK

BÜHNENFASSUNG VON DUŠAN DAVID PARˇ ÍZEK BÜHNE DUŠAN DAVID PARˇ ÍZEK KOSTÜME KAMILA POLÍVKOVÁ DRAMATURGIE ROLAND KOBERG

Seit mehr als dreißig Jahren besucht der Musikphilosoph Reger an jedem zweiten Vormittag das Kunsthistorische Museum, um im Bordone-Saal Tintorettos Weißbärtigen Mann zu betrachten – er will an diesem Meisterwerk einen „gravierenden Fehler“ entdecken. Zwei Herren sind von Regers seltsamer Tätigkeit in den Bann gezogen: der Museums­ wärter Irrsigler, der Reger seit ebenfalls mehr als dreißig Jahren kunstvoll abschirmt, und der Privatgelehrte Atzbacher, den Reger am Tag der kargen Roman­handlung zu sich bestellt hat. Wie in Thomas Bernhards großen Theaterstücken stehen diese drei in einem wechselseitigen Abhängigkeits- und Übertrumpfungsverhältnis. Der eine ist des andern Sprachrohr – vordergründig geht es um Österreich, um den Staat, die Staatskünstler, die Lehrer, die Burgenländer, um Stifter, Bruckner oder Mahler … Alte Meister , 1985 erschienen und vom Autor als Komödie bezeichnet, ist ein Text voll Trauer, Wut und Witz und gilt mittlerweile seinerseits als literarisches Meisterwerk. Die Pointen sind grundiert von einem schmerzlichen Verlust – Regers Frau, die er im Bordone-Saal kennengelernt hat, ist gestorben. Unverkennbar ist der autobiographische Bezug: Bernhard schrieb das Buch nach dem Tod der von ihm als „Lebensmenschen“ bezeichneten Hedwig Stavianicek. Dušan David Parˇízek hat sich zuletzt an dem von ihm geleiteten Prager Kammertheater viel mit österreichischer Literatur im Allgemeinen und mit Thomas Bernhard im Besonderen auseinandergesetzt. Auch als Bearbeiter von Prosatexten tat sich Parˇízek mehrfach hervor. Seine Bühnenfassungen von Franz Kafka, Robert Musil, Agota Kristof, Max Frisch und Thomas Bernhard liefen am Deutschen Theater Berlin und am Schauspielhaus Zürich sowie auf zahlreichen Festivals.

— Volkstheater

Maria-Theresien-Platz, 1010 Wien Seit Jahren suchen Tourist/innen den sogenannten Bordone-Saal aus Alte Meister. Vergebens. Einen solchen Saal gab es nie, schon mangels repräsentativer Bordone-Bilder in der Sammlung. Bei Bernhard ist das Kunsthisto­ rische Museum ein hoffnungsloser Fall, Ausdruck des „dubiosen katholischen Geschmacks“ der Habsburger. Der Roman endet schließlich vor dem „vulgären Maria-Theresia-Denkmal“ und mit einem Besuch im Burgtheater – ins Volkstheater wäre der Weg kürzer gewesen.

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Premiere

Das Missverständnis

23. Okt. 2015

VON ALBERT CAMUS

REGIE NIKOLAUS HABJAN

SPIEL MIT SCHAUSPIELER/INNEN UND PUPPEN ÜBERNAHME VOM SCHAUSPIELHAUS GRAZ BÜHNE JAKOB BROSSMANN KOSTÜME DENISE HESCHL DRAMATURGIE HEIKE MÜLLER-MERTEN

Man kann im Vergessen nicht glücklich sein. Von Unruhe getrieben kehrt Jan zurück in seine Heimat, die er vor zwanzig Jahren verlassen hatte. Unter falschem Namen mietet er sich in dem von Mutter und Schwester geführten verlassenen Gasthof ein. Zunächst will er die Verhältnisse aus der Deckung beobachten, um empfinden zu können, ob und was ihm Heimat und Familie bedeuten. Aber der Prozess des Erkennens gerät zum kommunikativen Missverständnis. Jan weiß nicht, dass die beiden Frauen ihre Existenz mit Raubmord an Alleinreisenden bestreiten. Längst haben sie alle moralischen Skrupel abgelegt. Gewohnheit beginnt beim zweiten Verbrechen. Und „was man nicht kennt, ist leichter zu töten“. In seinem dreiaktigen Drama, uraufgeführt 1944 im besetzten Paris, behandelt Camus die Frage von Heimat und Exil mit der Wucht einer antiken Schicksalstragödie. Darin setzt er der Vernichtungskraft Europas die Vision einer freien menschlichen Existenz entgegen; Synonym dafür ist das Land am Meer. Der in Graz geborene und in Wien ansässige Musiktheaterregisseur und Co- Direktor des Schubert Theaters Nikolaus Habjan perfektionierte die Kunst des Puppenspiels bei Neville Tranter. Inzwischen stehen zahlreiche, zum Teil preisgekrönte Inszenierungen von und mit ihm in Wien und anderen österreichischen Städten auf den Spielplänen. Das Missverständnis übersiedelt nach einer erfolgreichen Vorstellungsserie am Schauspielhaus Graz an das Volkstheater. Der Falter schrieb über die Grazer Inszenierung: „Die Stars dieses Abends sind die Puppengesichter, die Habjan direkt aus dem Text geschnitzt zu haben scheint, außerdem Brossmanns raumgreifender Bühnenbau mit Puppenhaus, die drei perfekt eingesetzten Stimmen und der ruhige Fluss der Erzählung. [...] So unbefangen und schön, dass nur zu sagen bleibt: Hingehen!“

— Volkstheater

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Premiere

21. Nov. 2015

Zu ebener Erde und erster Stock LOKALPOSSE MIT GESANG VON JOHANN NESTROY

REGIE SUSANNE LIETZOW

BÜHNE AUREL LENFERT KOSTÜME MARIE-LUISE LICHTENTHAL MUSIKALISCHE LEITUNG GILBERT HANDLER MUSIK GILBERT HANDLER, PAUL SKREPEK, MARTIN ZROST DRAMATURGIE MONA SCHWITZER

Ein Mietshaus wird von zwei ungleichen Parteien bewohnt: Im ersten Stock wohnt der reiche Spekulant Goldfuchs mit Tochter und Hauspersonal, zu ebener Erde die arme Tandler-Familie Schlucker. Während sie unten nicht wissen, wie die Miete bezahlt und das Essen beschafft werden soll, werden im oberen Stock Bankette und Bälle gegeben. Wie es das Schicksal so will, verlieben sich ausgerechnet die Tochter aus gutem Hause und der Sohn der armen Familie ineinander. Ihrem Umfeld ist manche Intrige und Verwechslung recht, um diese Liebe zu verhindern. Es bedarf schon eines unverhofft kommenden Finderlohnes, des Bekanntwerdens einer verschwiegenen Vaterschaft und eines unheilvollen Schiffbruchs, um das Liebesglück zu begünstigen. Nestroy, der große Satiriker der Wiener Komödie, erzählt in seiner „Lokalposse mit Gesang“ von der Fragilität von Herrschaftsverhältnissen. Von den Angestellten über die armen Leute bis zu den Millionären haben alle unterschiedliche Glücksvorstellungen, und fast alle sind zu Korruption und Täuschung bereit, um private und professionelle Ziele zu erreichen. Susanne Lietzow, Österreicherin und zweifache Nestroy-Preisträgerin (zuletzt 2014 für Nestroys Höllenangst am Theater Phönix in Linz), führt Regie bei diesem großen Ensemblestück mit bitterbösem Humor. Sie entwirft mit musikalischer Unter­s tützung von „Wiens emotionalster Garagenpunkband“ eine groteske Zwei-Klassen-Gesellschaft.

— Volkstheater

Bräunerstraße 3, 1010 Wien 1801 wurde hier Johann Nestroy geboren. Ob seine Geburtswohnung zu ebener Erde oder im ersten Stock lag, ist nicht überliefert. Als Sohn einer angesehenen Bürgerfamilie dürfte er, nach Logik seines Stückes, auf höherem Niveau seinen Geburtsschrei getan haben. Sicher ist, dass Nestroy, der in der Uraufführung von Zu ebener Erde und erster Stock (1835) den Diener Johann spielte, aufgrund seiner Schärfe beim Extemporie­ren und einer Anspielung auf das kulturpolitische Leben in Wien einen Aufschrei verursachte – und dafür fünf Tage im Arrest verbringen musste.

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Premiere

18. Dez. 2015

Überzeugungskampf VON YAEL RONEN UND ENSEMBLE

REGIE YAEL RONEN

Uraufführung

BÜHNE TAL SHACHAM KOSTÜME AMIT EPSTEIN DRAMATURGIE VERONIKA MAURER

Die Stadt Wien sah ihre jungen Menschen schon mehrmals fortziehen, um in anderen Ländern an Kämpfen teilzunehmen, zu denen sie niemand zwang. Sie selbst fühlten sich diesen Kämpfen verpflichtet. Wiens Kinder zogen in den Spanischen Bürgerkrieg, in die türkischen Berge oder nach Jugoslawien. Die einen kämpften für Demokratie und Gerechtigkeit, andere für das Gegenteil. Einige starben, andere kamen verändert zurück. Die Stadt Wien sieht zurzeit junge Menschen nach Syrien fortziehen. Ein junger Mann, fast noch ein Kind, kehrt zurück und berichtet vom toten Körper eines Alterskameraden, der aus einem anderen Wiener Gemeindebezirk stammt. Von anderen verliert sich die Spur. Welchen Widerhall findet dieses Geschehen, das ferne Kämpfe so nahe bringt, in der Stadt? Was heißt es für eine Stadtgesellschaft, die zurückbleibt und versucht, zwischen Ängsten, Misstrauen, Sensationsgier, Ressentiments und vergiftender Stimmungsmache Orientierung zu finden? Die Regisseurin Yael Ronen entwickelt ihre Arbeiten ausgehend von Interessens­ punkten, die sie gemeinsam mit den Schauspieler/innen im Lauf der Proben mit den Mitteln des Theaters ausarbeitet. Ihr Theater bleibt nah an den Erzähler/innen, deren Geschichten es verfolgt, es ist dem Zuhören verpflichtet und setzt dort an, wo große Konflikte ihre Dramatik in den Biographien der Einzelnen entfalten. Nach Hakoah Wien, das dem jüdischen Erbe Wiens nachgeht, widmet sich Yael Ronen mit ihrer zweiten Premiere in dieser Spielzeit erneut heutigen Lebensreali­ täten dieser Stadt.

— Volkstheater

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Premiere

23. Jän. 2016

Romeo und Julia VON WILLIAM SHAKESPEARE

REGIE PHILIPP PREUSS

BÜHNE UND KOSTÜME RAMALLAH AUBRECHT MUSIK KORNELIUS HEIDEBRECHT DRAMATURGIE ANGELA HEIDE

Romeo und Julia: Sie sind bis heute Sinnbild für die reine und naive Liebe zweier junger Menschen, deren „Erbschaft“ es ist, einander hassen zu müssen. Shakespeares 1597 uraufgeführte Tragödie zählt zu dessen frühesten erhaltenen Dramen, eine Tragödie der Jugend und des jugendlichen Aufbegehrens gegen die Allmacht der Traditionen und die Kriege der Eltern. Blutige Kämpfe zwischen einander feindlichen Gruppen sind heute ungebrochen aktuell, und die Mobilisierung junger Menschen für die Konflikte der Älteren, ob Eltern, Großeltern, Religion oder Gemeinschaft, nicht minder. So geraten Romeo aus der Familie der Montagues und Julia, einzige Tochter des angesehenen Geschlechts der Capulets, in einen unausweichlichen Konflikt zwischen der Liebe und Treue zueinander und jener ihren Familien gegenüber. Eine Tragödie nimmt ihren Lauf, die schließlich das tödliche Ende einer Liebe bedeutet, die eben noch die Grenzen von Hass und Vorurteil zu überwinden versucht hatte. Philipp Preuss, 1974 in Bregenz geboren und in Wien aufgewachsen, zählt seit seinem Studium der Regie am Mozarteum Salzburg zu den gefragten Regisseuren des deutschsprachigen Raums. Neben seinen formal anspruchsvollen Regiearbeiten tritt er regelmäßig als bildender Künstler in Erscheinung, beispielsweise am Kunsthaus Bregenz. Zuletzt inszenierte er mehrfach am Schauspiel Frankfurt, am Schauspiel Leipzig, an der Berliner Schaubühne und am Münchner Residenztheater – in Österreich noch nie.

— Volkstheater

Casa di Giulietta, Via Cappello 23, Verona Hier stimmt ja gar nichts. Der Balkon, für den jedes Jahr Millionen Tourist/innen 6 Euro Eintritt zahlen (nur Hof, mit Blick nach oben: 2,50 Euro), war da nicht, bevor ihn vor 100 Jahren ein findiger Museumsdirektor an ein Fenster mauern ließ, von dem er behauptete, es hätte mal Familie Capulet gehört. Es ist auch genau genommen kein Balkon angemauert worden, sondern ein offener Sarkophag. Und das, obwohl Shakespeare gar keinen Balkon schreibt, sondern ein Fenster. Macht aber nichts, weil wahre Liebe eh blind ist für Vorbauten aller Art.

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Premiere

Iwanow

18. März 2016

KOMÖDIE VON ANTON TSCHECHOW

REGIE VIKTOR BODÓ

BÜHNE JULI BALÁZS DRAMATURGIE ANGELA HEIDE, ANNA VERESS

Der weitverbreitete russische Name Iwanow bedeutet „alle Welt“, und genauso zeichnet Tschechow seine Titelfigur: als mittelalte, müde Allerweltsgestalt, die selbst nicht versteht, warum ihr so viel Aufmerksamkeit zuteil wird. Iwanows leidenschaftliche Taten liegen hinter ihm, er hat versucht, mit Reformvorschlägen etwas in seinem Landkreis zu bewirken, und er hat eine Jüdin geheiratet, die seinetwegen konvertiert ist. Nun hat er Schulden und flieht seine todkranke Frau, so oft er kann. Als ein junges Mädchen, ausgerechnet die Tochter seiner Gläubiger, meint, ihn durch ihre Liebe erlösen zu müssen, nehmen private Tragödien ihren Lauf. Fragen türmen sich auf. Aber, so Tschechow mit der Nüchternheit des Arztes, der er war: „Menschen wie Iwanow lösen keine Fragen, sie brechen unter der Last zusammen.“ Anton Tschechow schrieb Iwanow 1887 mit Mitte zwanzig, erst heute wird diese Komödie in einer Reihe mit seinen berühmten Dramen Die Möwe, Drei Schwestern und Der Kirschgarten genannt. Er fand bei diesem Stück über mehrere Fassungen zu seinem Stil und seinem Thema: die Müdigkeitsgesellschaft im Umbruch. Der ungarische Regisseur Viktor Bodó erlangte mit seinen phantastisch-absurden Projekten und Bearbeitungen internationale Beachtung. Er war Leiter der Szputnyik Shipping Company (2008–2015), inszenierte an großen deutschen Häusern und einmal im Jahr am Schauspielhaus Graz – mit seinen Grazer Arbeiten war Bodó mehrfach für den Theaterpreis Nestroy nominiert und wurde 2010 zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Iwanow ist seine erste Arbeit in Wien.

— Volkstheater

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Premiere

Homohalal

22. April 2016

VON IBRAHIM AMIR

REGIE SARANTOS ZERVOULAKOS

Uraufführung

BÜHNE THEA HOFFMANN-AXTHELM KOSTÜME WERNER FRITZ DRAMATURGIE VERONIKA MAURER

Wien 2032: Zwanzig Jahre nach dem Refugee Protest Camp in Votivpark und Votivkirche treffen einstige Kämpfer/innen bei einer Feier im privaten Rahmen wieder aufeinander. Im Kampf um mehr Rechte und bessere Lebensbedingungen für Geflüchtete hatten die Protestierenden und ihre Unterstützerinnen zusammengestanden, man kam einander nahe, verliebte sich, heiratete fürs Bleiberecht oder trennte sich aufgrund verschiedener Ängste. Das Zusammentreffen lässt sowohl romantische Erinnerungen an aufregende Zeiten als auch alte Verletzungen wieder aufkommen. Lebt man heute das Leben, von dem man damals träumte? Hat man damals wirklich zueinander gefunden? Und wurde politisch irgendetwas erreicht? Was als harmlose Party beginnt, entwickelt sich voll Wiener Witz, entlang von kaum verpassten Fettnäpfchen und emotionalen Tretminen zu einem Showdown, in dem das Private politischen Zunder birgt und das Politische bis tief ins Privateste einfährt. Ibrahim Amir, geboren 1982, ist syrischer Kurde und lebt seit 2002 in Wien. Neben seiner beruflichen Tätigkeit als Arzt schreibt er (auch im Rahmen der Wiener Wortstaetten) Theaterstücke; seine Ehrenmord-Komödie Habe die Ehre wurde 2013 mit dem Nestroy ausgezeichnet. Homohalal entstand zum Teil ausgehend von Theaterworkshops mit Geflüchteten während des Refugee Protest Camps in der Votivkirche. Sarantos Zervoulakos inszenierte seit seinem Regieabschluss am Max Reinhardt Seminar 2010 u.a. am Schauspielhaus Graz, Burgtheater Wien, Düsseldorfer Schauspielhaus und am Residenztheater München.

— Volkstheater

Rooseveltplatz 8, 1090 Wien Im November 2012 marschierten mehr als 200 protestierende Flüchtlinge von Traiskirchen nach Wien, errichteten gemeinsam mit Unterstützer/innen das Refugee Protest Camp im SigmundFreud-Park und besetzten anschließend für mehrere Monate die Votivkirche. Von den damals protestierenden Refugees konnten einige das Aufenthaltsrecht in Österreich erlangen, während acht Menschen abgeschoben und weitere sieben wegen des Vorwurfs der „Schlepperei“ verurteilt wurden. Zahlreiche Beteiligte der Wiener Refugeeproteste stehen noch immer vor einer ungewissen Zukunft.

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Premiere

14. Mai 2016

Site-Specific Theatre KONZEPT SIGNA KÖSTLER

REGIE SIGNA UND ARTHUR KÖSTLER

Uraufführung

KOPRODUKTION MIT WIENER FESTWOCHEN AUSSTATTUNG UND KOSTÜME SIGNA KÖSTLER UND MONA EL GAMMAL AUDIOVISUELLE MEDIEN ARTHUR KÖSTLER DRAMATURGIE HEIKE MÜLLER-MERTEN

Der Ort ist Objekt und Programm. Wenn im Jänner 2016 ein LKW mit dänischem Kennzeichen vor der Faßziehergasse 5, in unmittelbarer Nähe des Volkstheaters, hält und Techniker/innen ein komplettes Materiallager samt Werkstatt entladen, beginnt ein künstlerischer Prozess, der die alten Proben-, Archiv- und Lagerräume in ein neues Universum verwandelt. SIGNA, das Kopenhagener Performancekollektiv, bestehend aus der dänischen Performance- und Installationskünstlerin Signa Köstler und dem österreichischen Medien-Performancekünstler Arthur Köstler, erschafft mit einer Gruppe internationaler Performer/innen und Wiener Gästen eine Parallelwelt, in der die Zuschauer/innen gleichzeitig Bestandteil und Akteur/innen der temporären Installation sind. „Begehbare Albträume“ hatte der Zeit-Redakteur Peter Kümmel Arbeiten von SIGNA genannt. Jede/r Besucher/in unternimmt eine eigene Entdeckungsreise durch das Spieluniversum. Von der jeweiligen Neugier und Kommunikationsfreude hängt ab, welche Rolle man einnehmen, was man erfahren und wie man sich schlussendlich in Gesellschaft anderer erleben wird. In der Kölner Produktion Die Erscheinungen der Martha Rubin kamen die Besucher/innen als Tourist/innen in das Dorf Ruby Town, in der Berliner Produktion Club Inferno konnte man die Dante’schen Höllenkreise durchschreiten, und in einer der jüngsten Arbeiten, Schwarze Augen, Maria in Hamburg, war das Publikum zu einem Besuchstag in einem dubiosen Heim für betreutes Wohnen gebeten. Wozu die Räume, Katakomben und verschlungenen Wege innerhalb des Gebäudekomplexes Faßziehergasse die Künstler/innen inspirieren, verrät ab Ende 2015 das Programm der Wiener Festwochen 2016.

— Volkstheater

Faßziehergasse 5, 1070 Wien Das heutige Probebühnenzentrum mit Archiv und Requisitenlager beherbergte von 1984 bis 1996 eine dem Volkstheater eigene Schau­ spielschule unter der Leitung von Hilde Sochor und Doris Weiner. Andere Gebäudeteile wurden von einem Blumengroßhandel genutzt. Verstreuten sich einstmals von der Faßziehergasse aus Elev/innen und Blumen über Wien, dürfte SIGNAs Projekt so individuelle wie konträre Eindrücke aus einer phantastischen Erlebniswelt in Umlauf setzen.

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8. Nov 2015

Frage nicht! DER VERSCHOLLENE FILM THERESIENSTADT 1942 UND SEINE GESCHICHTE KONZEPT UND TEXT KATJA SINDEMANN

GEDENKMATINEE ZU DEN NOVEMBERPOGROMEN

GEMEINSAME VERANSTALTUNG MIT DEM ÖSTERREICHISCHEN PARLAMENT UND DER STADT WIEN

LESUNG UND FILMVORFÜHRUNG MIT DEM ENSEMBLE DRAMATURGIE ANGELA HEIDE

1988 wurden in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen 14 Standbilder mit unbekannten Alltagsszenen aus dem Konzentrationslager Theresienstadt gefunden – die ersten Hinweise auf den pseudodokumentarischen Film Theresienstadt 1942. Weitere Filmfragmente konnten daraufhin in Archiven aufgespürt werden, die geschnittene Version des historisch bedeutenden Films ist allerdings bis heute verschollen. Die in Österreich begonnene Suche führte nach Warschau, Prag und Buenos Aires, dem letzten Wohnort der 1989 verstorbenen Drehbuchautorin und Regisseurin Irena Dodal. Ihr wurde die Autorschaft des Filmes, in dem u. a. der österreichisch-tschechische Judenälteste Jakob Edelstein, der österreichische Zionist Richard Friedmann und der österreichisch-tschechische Grafiker Bedrˇ ich Fritta (Fritz Taussig) zu sehen sind, in der Folge zugeschrieben. Die Filmfragmente entfachten Diskussionen, die bis heute typisch sind für den Diskurs um jüdische Funktionär/innen in Ghettos: War Irena Dodal eine „Wichtigtuerin“, eine „Kollaborateurin“? Oder wurde die in den 1930er-Jahren international bekannte Leiterin des Prager Trickfilmstudios IRE-Film Opfer böswilliger Verleumdung durch Mitgefangene? Aussage steht gegen Aussage. Die Problematik der Aufarbeitung wird in diesem Fall erneut schmerzhaft deutlich. Die in Wien lebende Journalistin und Autorin Katja Sindemann geht in der von ihr konzipierten Gedenkmatinee anlässlich der 77 Jahre zurückliegenden Novemberpogrome diesen ambivalenten Sichtweisen auf die Regisseurin Dodal und ihren Film nach und bringt anhand historischer Quellen verschiedene Stimmen der Erinnerungskultur zusammen.

— Extra

Parlament, Dr.-Karl-Renner-Ring 3, 1010 Wien Als in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 49 Synagogen und Bethäuser von SA, SS, Hitlerjugend und Wiener Bürger/innen für immer zerstört wurden, war das österreichische Parlament bereits seit fünf Jahren Geschichte: 1933 hatte die Bundesregierung Dollfuß die „Selbstausschaltung des Parlaments“ beschlossen und die Diktatur des Ständestaates ausgerufen. Von 1938 bis 1945 gänzlich seiner Aufgaben enthoben und als „Gauhaus“ für Zwecke des NS-Regimes genutzt, trat das österreichische Parlament im Zuge der ersten Nationalratswahl nach Kriegsende im Dezember 1945 wieder zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Seit 2009 erinnern Parlament und Volkstheater in einer gemeinsamen Veranstaltungsreihe an die Ereignisse der Reichspogromnacht des Jahres 1938.

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Niemandsland VON YAEL RONEN UND ENSEMBLE

REGIE YAEL RONEN

Uraufführung

ÜBERNAHME VOM SCHAUSPIELHAUS GRAZ

Osama ist Palästinenser, Jasmin Israelin. Nach ihrer Hochzeit suchen sie einen Ort, an dem sie gemeinsam leben können, und landen in Wien. Ausgehend von dieser wahren Geschichte entbreitet Yael Ronen gemeinsam mit den Schauspieler/innen ein Geflecht von Geschichten über Krieg, Traumatisierung und die Macht von Grenzregimen: Leyla geht als politische Aktivistin nach Palästina und löst bei ihrer Mutter Azra Erinnerungen an den Krieg in Bosnien aus, vor dem sie nach Österreich geflohen ist. Ein Kriegsreporter zerbricht beinahe am Zynismus seiner Aufgabe, ein Deutsch-Serbe setzt sich mit seinem Vater auseinander, ein Anwalt verheddert sich im Engagement für eine syrische Bloggerin. Einander tangierend und in Bezug zueinander stehend, nehmen die einzelnen Schicksale kaleidoskopartig den Status quo unserer kriegsversehrten Welt in den Blick. Nach zwei Spielzeiten am Grazer Schauspielhaus und internationalen Gastspielen wird das Stück nun an seinen erzähle­ rischen Ausgangspunkt transferiert.

Faust 1–3 VON JOHANN WOLFGANG VON GOETHE/ELFRIEDE JELINEK

Uraufführung

REGIE DUŠAN DAVID PARˇ ÍZEK GASTSPIEL

Zwei Männer im Smoking spielen sich durch die Gelehrtentragödie, wechseln die Rollen und überprüfen die berühmten Verse auf ihren heutigen Aussagewert – gemäß Goethes Fahrplan geht es „vom Himmel durch die Welt zur Hölle“. Als endlich eine Frau in Heinrichs Leben tritt, erscheint dieses Gretchen ganz anders als erwartet: als Überlebende aus dem Keller. Sie entspringt einem weiteren Drama, nämlich Elfriede Jelineks FaustIn and out , in dem Gretchens Kerker mit einem Privatverlies in Amstetten vergleichbar wird … In Dušan David Parˇ ízeks in Zürich entstandener, vielfach eingeladener Uraufführung wird FaustIn and out zunächst parallel an einem extra Schauplatz einem Zweitpublikum gezeigt – handelt es sich doch bei Jelineks Text um ein „Sekundärdrama“. Zur Gretchentragödie treffen sich alle: Schauspieler/innen und Zuschauer/innen. Jelineks Goethe-Überschreibung ist zum ersten Mal in Wien zu sehen.

AUSSERDEM:

Kooperation mit dem Maxim Gorki Theater Berlin 33

— In Planung


— Rote Bar

Als Theatercafé für Austauschgierige und Aufnahmewillige, am Sonntagvormittag als Literatur- und Themensalon und jeden Abend als Chill-out-Zone nach aufregenden Theaterabenden oder als theatrales Sprungbrett in die Wiener Nächte: Die Rote Bar im 1. Stock des Volkstheaters hat offen! Zusätzlich zum täglichen Barbetrieb erwartet die Rote Bar ihre Gäste mit Late-Night- und Sonntagvormittagsprogrammen.

SPIEL Die kleinste Bühne des Volkstheaters versammelt spielerischen Wildwuchs, performative Miniaturen und inszenierte Begegnungen. Darunter:

Schaukasten Schauspieler/innen zeigen Soloprojekte, Regieassistent/innen des Hauses erarbeiten Werkstattinszenierungen.

Kostprobe Theatrale Appetithappen machen Lust auf kommende Premieren.

Wiener* in des Vertrauens Ein Kennenlernen in intimer Atmosphäre: Jedes Mal stellt ein Ensemblemitglied sich selbst und eine/n liebgewonnen/e Stadtbewohner/in vor.

Melanž

Statt „wir” und „die anderen”, statt Reinheitsfanatismen und Blockbildung: Melanž bittet Künstler/innen aus dem unterwanderten, vermischten und immer noch offenen Wien auf die Bühne und bringt die Verhältnisse zum Tanzen.

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MUSIK Die Wiener Vielfalt und Mitglieder des Ensembles präsentieren sich auch musikalisch: von exquisiten Liederabenden über ausgeflippte Tanznächte bis zu feinen Konzerten – die Rote Bar bietet musikalische Kleinode für jeden Geschmack. Darunter:

Das Leben ist ein Wunschkonzert Lorenz Kabas (Theater im Bahnhof) kredenzt gemeinsam mit Schauspieler/ innen Hits und Getränke. Ein Abend der 100%igen Dienstleistung.

HörKontakt Österreichische Bands, die periphere Gemeinsamkeiten teilen, werden in Kontakt gebracht, um ästhetische Differenzen zu überbrücken und innerkulturelle Grenzen aufzuweichen.

MATINEEN Der Radio Wien Literatursalon begleitet regelmäßig am Sonntagvormittag die neuen Premieren und eröffnet Zugänge zu literarischen und biographischen Hintergründen.

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— Volx/Margareten

Das Volkstheater bespielt wieder ein zweites Haus – das Volx/Margareten. An der Kreuzung Margaretengürtel/Margaretenstraße, vier Minuten von der U4, entsteht ein stark vernetztes Theaterzentrum für rund 170 Zuschauer/innen. Hier, im historischen Festsaal des Eisenbahnerheims, liefert die Stadt die Themen, hier starten die Bezirke-Tourneen, hier finden neue Stücke und Projekte ihren Platz, hier wird mit Hochschulen, sozialen Einrichtungen, Kunstvereinen kooperiert. Im Volx/Margareten (ehemals: Hundsturm) geht das Volkstheater buchstäblich an die Grenzen – der Stadt und des Schauspiels.

Margaretenstraße 166, 1050 Wien Dieses Jubiläum blieb unbeachtet: Am 23. November 2013 waren es hundert Jahre her, dass die Gewerkschaft der Eisenbahner am „Boulevard des roten Wien“ ihr prächtiges Domizil eröffnet hat. Bei der Schaffung des „Eisenbahnerheims“ (die Eisenbahnerzeitung schrieb von „unserer Burg“) ging es um nicht weniger als um die „Verteidigung der Lebensinteressen der organisierten Eisenbahner“, zum Beispiel gegen politische Anfeindungen von rechts. Repräsentative Büros waren darin ebenso enthalten wie ein gediegenes Café und Gästewohnungen, im Untergeschoß war der Festsaal mit Balkon (412 Plätze). Fast fünfzig Jahre fungierte er als Kino (1919–1967), seit 1991 ist das Volkstheater eingemietet, seit 2005 darf wieder Publikum rein, ab September steht über der Tür Volx/Margareten.

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— Volkstheater/Bezirke

19 Spielstätten liegen auf der Route der traditionellen Bezirke-Tournee des Volkstheaters, einige werden sogar mehrfach bespielt. In den atmosphärischen Festsälen der Volkshochschulen und anderer Einrichtungen – Fassungsvermögen 170 bis 670 Zuschauer/ innen – gastiert das Volkstheater seit 1954. Vier Premieren pro Saison produziert das Volkstheater exklusiv für die Bezirke. Theater für lokale Abonnent/innen und für Kurzentschlossene aus der Nachbarschaft. Neue und neueste Stücke für Neugierige. Modernes, spannendes Volkstheater für Zeitgenoss/innen.

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Premiere

11. Sep. 2015

Nachtschicht THEATRALE FELDFORSCHUNG VON UND MIT WIENER NACHTARBEITER/INNEN

Uraufführung

REGIE JESSICA GLAUSE BÜHNE UND KOSTÜME JIL BERTERMANN DRAMATURGIE MONA SCHWITZER

In Wien gibt es rund 121.000 Menschen, die nachts arbeiten: vom Bäcker und Würstlstandbetreiber zur Taxifahrerin und U-Bahn-Kontrolleurin, von Pflegepersonal und Notdienst bis zu Polizei und Security. Es sind Menschen, deren Arbeit im Stadtleben oft unbemerkt bleibt. Sie haben die Nacht für ihre Existenz gewählt, freiwillig oder von Umständen genötigt. In Nacht­ schicht reflektieren verschiedene Dienstleister/innen der Nacht über ihre eigene soziale und ökonomische Lage und die gesellschaftliche Bedeutung ihrer Arbeit. Was heißt es, aus dem Rhythmus des Tages zu fallen? Hat es Konsequenzen für das soziale Leben, für Familie, Freund- und Partnerschaft? Welche Ängste und Sehnsüchte kommen in der Dunkelheit auf? Ermöglichen die nächtlichen Arbeits­s tunden gar ungeahnte Freiheiten? Nachtschicht schöpft aus dem Fundus urbaner Geschichten. Die unterschiedlichen Perspektiven verhandeln das Leben in einer nächtlichen Parallelwelt und werden zu einer Bestandsaufnahme der Stadt bei Nacht. Fakten und Fiktion vermischen sich zu einer neuen theatralen Stadtrealität. Regisseurin Jessica Glause, geboren 1980 in Niedersachsen, hat vielfältige Erfahrung mit partizipativen Theaterprojekten aufzuweisen. Ihre recherchebasierte Produktion zum Thema Homosexualität mit Bürger/innen der Republik Moldau gewann den Publikumspreis des deutsch-europäischen Bürgerbühnenfestivals am Staatsschauspiel Dresden und wurde unter anderem zum Festival Radikal jung und zum Festival Politik im freien Theater eingeladen. Mit der theatralen Feldforschung zu Nachtarbeiter/innen in Wien eröffnet sie das Volx/Margareten als zweite ständig bespielte Bühne des Volkstheaters.

— Volx/Margareten

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17.– 19. Sep. 2015

ParisVienne MUSIKFESTIVAL IN DER ROTEN BAR UND IM VOLX/MARGARETEN

Wien und Paris – zwei Weltstädte und Grundpfeiler des kulturellen Europas. Fährt man mit dem Finger auf der Landkarte von der einen Stadt zur anderen, dann zieht man eine Verbindung quer über den halben Kontinent. Kommt man zu ParisVienne, rücken die zwei Großstädte in einem Taktschlag näher zueinander. ParisVienne ist ein Ort des musikalischen Austausches, eine Plattform für Musiker/ innen aus Österreich und Frankreich, die sich drei Tage lang versammeln, vernetzen und verbinden. Das Publikum hat dabei die Möglichkeit, in geballter Ladung die kulturellen Gemeinsamkeiten und musikalischen Unterschiede in der europäischen Vielfalt zu entdecken. Das Programm reicht von Chanson und Swing über SingerSongwriter und Weltmusik, vom Wienerlied bis zu Hip-Hop und Elektronik. Dabei hat sich das Musikfestival, das als Künstler/inneninitiative organisiert wird, ein familiäres Umfeld bewahrt. Die zwei Hostbands Playbackdolls (A) und Wunderland (F) laden zu dem internationalen Konzerterlebnis. Es spielen neben Otto Lechner (A), Clara Blume (A), Das Grossmütterchen Hatz Salon Orkestar (A) und From&Ziel (F) zahlreiche weitere Bands. Die DJ-Line übernimmt Barnight Express (hosted by Simone und Martin Dueller), durch das Programm führt die entzückende Conférencière Martha Labil. ParisVienne findet bereits zum 14. Mal statt. Jedes Jahr spielt es einmal in Wien und einmal in Paris. Zum ersten Mal kommt ParisVienne jetzt ans Volkstheater und erfüllt die Rote Bar und das Volx/Margareten mit erfrischenden internationalen Klängen.

— Volx/Margareten

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Premiere

24. Okt. 2015

Selbstbezichtigung VON PETER HANDKE

REGIE DUŠAN DAVID PARˇ ÍZEK

Jemand, ein Mann oder eine Frau, man weiß es nicht, vergegenwärtigt sich die Ereignisse seines bzw. ihres Lebens. Doch irritierenderweise erfährt man nichts Persönliches. Zur Sprache kommen Verhaltensmuster – und unausweichliche Fehler. „Ich bin geboren worden. Ich bin in das Geburtenregister eingetragen worden. Ich Hofburg, Michaelerkuppel, bin älter geworden.“ Was so unschuldig beginnt, ändert sich plötzlich: „Ich bin 1010 Wien verantwortlich geworden. Ich bin schuldig geworden.“ Ein Start in die Auseinander- Über die Gottfried-von-Einemsetzung mit höheren und niedrigeren Ordnungsmächten. Handkes teils vergnügliche, Stiege gelangt man ins Papierreich von Peter Handke: teils bittere Sprachkritik entstand vor 50 Jahren im Kontext von sprechenden Titeln wie Hilferufe, Weissagung und, berühmterweise, Publikumsbeschimpfung. Spielerisch Hier, im österreichischen Litera­ turarchiv, werden große Teile schickt Peter Handke seine/n Sprecher/in zur Beichte und nötigt ihm oder ihr eine seines Vorlasses aufbewahrt Selbstbezichtigung ab, wie totalitäre Regime sie ihren Sünder/innen abnehmen. und auf www.handkeonline.at Damit zeigt er etwa die Nähe von Katholizismus und Kommunismus auf und diskutiert ausgewertet. Das Typoskript zu die bigotten gesellschaftlichen Schuldbegriffe, bis hin zum eigenen Medium: „Gegen Selbstbezichtigung (ÖLA SPH/ LW/W40) umfasst 17 Blatt und welche Gesetze des Theaters habe ich mich vergangen?“ Diese Beichte kann im wurde kurz vor Weihnachten 1965 Theater nur das Publikum abnehmen. fertiggeschrieben. Im letzten Dušan David Parˇ ízek hat am Prager Kammertheater mehrere Werke von Peter Korrekturdurchgang ersetzte Handke das wiederkehrende AdHandke zur tschechischen Erstaufführung gebracht, darunter Die Stunde da wir verb „verboten“ durch: prinziplos, nichts voneinander wußten, Untertagblues und Publikumsbeschimpfung. Zusammen mit Selbstbezichtigung, seiner dritten Wiener Premiere im Herbst 2015, widmet sich konformistisch, unsolidarisch, undiszipliniert, pietätlos, würdelos, Parˇízek am Volkstheater gleich allen „großen Drei“ des zeitgenössischen österreich­ volksfeindlich, gesellschaftsfeindischen Welttheaters – Jelinek, Bernhard, Handke. Drei, die nicht nur Staat und lich, unzeitgemäß, unästhetisch, Gesellschaft, sondern auch das Theater und seine Aufgabe auseinandernehmen. unnütz, unmenschlich.

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Premiere

2. Okt. 2015

Ihre Version des Spiels VON YASMINA REZA

REGIE SEBASTIAN KREYER

Österreichische Erstaufführung

PREMIERE IM VOLX/MARGARETEN, DANACH IN DEN BEZIRKEN DRAMATURGIE ANGELA HEIDE

Eine berühmte, doch zurückgezogen lebende Schriftstellerin stellt entgegen ihren sonstigen Gepflogenheiten ihr neuestes Buch Das Land des Überdrusses in einer abgelegenen Mehrzweckhalle dem Publikum vor. Doch was mit der liebenswürdigen Einladung eines provinziellen Bibliothekars und Hobbylyrikers beginnt, wird vor den Augen des Publikums schon bald zu einem abgründigen Tanz der Worte zwischen hingebungsvoller Bewunderung und unverhohlener Verachtung. Denn die selbstbewusste Literaturkritikerin, die mit der viel bewunderten Autorin über deren neuen Roman ein Gespräch führen soll, beginnt diese mehr und mehr mit Fragen zu bedrängen. Zunehmend gewinnt das Spiel um Fiktion und Realität, Macht und Verunsicherung, Masken und die Leere, die bleibt, wenn diese langsam abzufallen drohen, an Grausamkeit. Wann ist der Moment, in dem aus Idolen Opfer werden? Yasmina Reza, die seit Kunst (1994) zu den meistgespielten Theaterautor/innen Europas zählt, schafft es immer wieder mit großer Meisterschaft, in den scheinbar angriffsfreien bürgerlichen Lebensrealitäten zwischenmenschliche Abgründe aufbrechen zu lassen. In Ihre Version des Spiels der 1959 in Paris geborenen, vielfach ausgezeichneten Dramatikerin wird der Albtraum einer Autorin auf der Bühne lebendig. Regie führt Sebastian Kreyer, dessen Kölner Inszenierung von Die Glasmenagerie zum Festival Radikal jung eingeladen war. Zuletzt war Kreyer am Theater Bonn, am Theater Bremen, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg sowie am Schauspielhaus Zürich tätig.

— Volkstheater/Bezirke

SiMM City, Simmeringer Hauptstraße 96A, 1110 Wien Eine Mehrzweckhalle will heute keiner mehr haben. Ein Haus der Begegnung auch nicht. Gerade schaffen die Wiener Volkshochschulen diesen Begriff ab und nennen ihre Säle jetzt Veranstaltungszentren. Etwas fetziger klang da schon Show Zentrum Simmering. Hier, im Obergeschoß eines Einkaufs­ tempels, waren Boney M, Ideal und Drahdiwaberl aufgetreten, doch dann ging der Betreiber in Pension und der Festsaal für 800 Zuschauer/innen stand leer. Nun wird er unter dem Namen SiMM City wiedereröffnet, und mit ihm ist auch das Volkstheater wieder im Spiel und zurück in Simmering! Ihre Version des Spiels macht den Anfang.

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Premiere

God Waits at the Station

10. Okt. 2015

VON MAYA ARAD

REGIE HANNAN ISHAY

Deutschsprachige Erstaufführung

KOOPERATION MIT DEM MAX REINHARDT SEMINAR BÜHNE UND KOSTÜME PAUL LERCHBAUMER DRAMATURGIE VERONIKA MAURER

Zwei junge Frauen stehen einander an einem Grenzposten gegenüber: die israelische Soldatin Yael und die palästinensische Krankenschwester Amal. Yael lässt Amal passieren. Wenig später reißt ein Selbstmordanschlag in einem Restaurant in Israel 30 Menschen in den Tod. Wer trägt nun Schuld? Yael, die Amal die Grenze überqueren ließ, obwohl diese keinen Passierschein hatte? Der Taxifahrer, der Amal ins Restaurant brachte? Die israelische Besatzungspolitik, die dazu führte, dass Amals Vater seine lebensnotwendigen Medikamente nicht bekommen konnte und deshalb starb? Der Machismo in der israelischen Armee, der Yael unter Druck setzte, Amal nicht über die Grenze gehen zu lassen, als diese die Medikamente in Israel besorgen wollte? Die Lebensbedingungen Amals, die wie tausende andere Palästinenser/innen in einem Flüchtlingslager aufwuchs? Die 1971 geborene israelische Autorin Maya Arad schrieb God Waits at the Station im Rahmen des Projekts TERRORisms der UTE (Europäische Theaterunion, siehe Seite 86) und setzt darin den terroristischen Gewaltakt ins Verhältnis zu den Umständen seiner Entstehung und zum Gewaltmonopol des Staats, gegen den er sich richtet. Das Stück blickt auf die Opfer des Selbstmordanschlags und auf jene der Besatzungspolitik. Die Toten werden nicht gegeneinander aufgerechnet, sondern gleichermaßen betrauert – als Voraussetzung der Anerkennung von gleichwertiger Menschlichkeit. Regisseur Hannan Ishay wurde 1983 in Israel geboren und studierte Regie am Max Reinhardt Seminar. Mit Schauspielstudierenden seiner einstigen Ausbildungs­ stätte erarbeitet er nun Maya Arads Stück für das Volkstheater – im Rahmen einer neuen und künftig regelmäßigen Kooperation der beiden Institutionen.

— Volx/Margareten

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Premiere

30. Okt. 2015

Ausblick nach oben LEITUNG CONSTANCE CAUERS

Junges Volkstheater

THEATRALE FELDFORSCHUNG KOOPERATION MIT DER VOLKSHILFE ÖSTERREICH MITARBEIT MALTE ANDRITTER DRAMATURGIE ANDREA ZAISER

313.000 Kinder und Jugendliche sind in Österreich armutsgefährdet. Ein häufiger Grund für die anhaltend hohe Zahl von armen Kindern ist nach wie vor, dass Eltern ihren sozialen Status „vererben“. Kinderarmut ist eines der deutlichsten Abbilder sozialer Ungerechtigkeit und führt oft zu einer Spirale von Ausgrenzung, geringer (Aus-)Bildung und niedrigen Einkommensmöglichkeiten. Armut hat nicht nur eine materielle Dimension, sondern wirkt sich auch auf die gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe aus. Mit einem zweiteiligen Projekt will das Junge Volkstheater denjenigen eine Stimme verleihen, über die sonst nur Statistiken Auskunft geben. Auf der Bühne stehen Kinder im Alter von 10 bis 14 Jahren. Ihre Adressat/innen sind die Erwachsenen, die normalerweise für sie entscheiden: Welche Schule sie besuchen, welchen Hobbys sie ausüben, welche Sprachen sie lernen und was aus ihnen werden soll. Jetzt erzählen die Kinder selbst, welche Kräfte sie mobilisieren, wovon sie träumen, wie viel Phantasie, Durchsetzungskraft und auch Flexibilität sie aufbringen, um nicht zu resignieren. Ausblick nach oben ist ein Begleitprojekt zu Der Marienthaler Dachs, zu dessen Premiere am 25. September 2015 im Volkstheater die Ausstellung Abgestempelt eröffnet, die sich aus dem gemeinsamen Recherchematerial speist. Die interdisziplinäre Ausstellung umfasst Hörinstallationen mit Interviews von Kindern, Fotos, individuelle Stadtpläne, Wunschzettel und Hörmitschnitte.

— Volx/Margareten

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Serbischer November

13.–17. Nov. 2015

FESTIVAL MIT UNTERSTÜTZUNG DES BUNDESMINISTERIUMS FÜR EUROPA, INTEGRATION UND ÄUSSERES

In Wien leben über 70.000 Menschen mit serbischem Pass, ungezählt sind die „eingewienerten“ Serbinnen und Serben der zweiten, dritten oder vierten Generation. Serbische Migration nach Wien hat eine lange Tradition und erlebte ab den 1960er-Jahren durch die Arbeitsmigration tausender Serbinnen und Serben ihre Blüte. Wien ist heute eine der größten serbischen Städte. Auch der kulturelle Austausch zwischen Wien und Belgrad ist von jeher intensiv. Die kulturellen Aktivitäten der Gastarbeiter/innen gehören heute zum Wiener Kulturgut; serbischstämmige Künstler/innen wie Marina Abramovic´, Milo Dor und Bogdan Bogdanovic´ gaben nachhaltige Impulse in die österreichische Kunstwelt ab. Heute prägt eine ungemein vitale, vorwiegend in Belgrad ansässige Kunstszene das kulturelle Leben Serbiens. Eine junge Generation von Theaterschaffenden macht an den etablierten wie freien Bühnen von Belgrad und Novi Sad, in kleineren Städten und in den Nachbarländern auf sich aufmerksam und erlangte teilweise auch Bekanntheit im deutschsprachigen Raum. Der diskursive und versöhnende Beitrag der Künste zur Aufarbeitung der Jugoslawien-Kriege in den 1990er-Jahren kommt in ihren Arbeiten zum Tragen. Aber der Krieg ist bei Weitem nicht das einzige Thema. Die junge Künstler/innengeneration verhandelt u.a. Themen wie Geschlechterklischees und häusliche Gewalt, setzt sich mit der serbischen Politik seit dem Ende des Kriegs und dem Sturz Miloševic´s auseinander und findet aufsehenerregende Bühnensprachen für alte und neue, heimische und internationale Dramenliteratur. Der Länderschwerpunkt am Volkstheater Wien lädt ein, Serbien als theatralen Raum, Gedächtnisort, Entstehungsstätte heutiger Kunst und Diskursraum neu kennenzulernen.

— Volx/Margareten

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Den Auftakt bildet ein Gastspiel der Komödie Pokojnik des „serbischen Nestroy“ Branislav Nušic´ (eine Produktion des Jugoslovensko Dramsko Pozorište mit der Fakultät für Dramatische Künste, Belgrad) auf der großen Bühne des Volkstheaters. Der junge Regisseur Igor Vuk Torbica erarbeitete diese Inszenierung noch während seines Studiums und gilt nicht zuletzt wegen der angstfreien Aktualisierung und komödiantischen Treffsicherheit dieser Arbeit als Nachwuchshoffnung. Im Volx/Margareten werden weitere aktuelle Produktionen mit serbischem Bezugspunkt gezeigt, u. a . eine schwindelerregende Version von Fassbinders Katzelmacher der Regisseurin Bojana Lazic´ und Aleksandra Zec von Oliver Frljic´, das die Ermordung eines zwölfjährigen serbischen Mädchens durch kroatische Milizen während des Krieges 1991 aufgreift. Flankiert wird das Programm von Die Sprache der anderen, einem Austausch-­ Projekt des Jungen Volkstheaters mit serbischen Deutsch- und österreichischen Serbisch-Lernenden. Eine nächtliche Filmschiene präsentiert heutiges serbisches Kino. Und es wird gemeinsam gekocht und getanzt. Zum Abschluss findet ein Round-Table-Gespräch mit künstlerischen Vertreter/ innen der UTE-Theater im Rahmen des Programmes conflict zones statt. In conflict zones (2014–2017) vernetzt die UTE renommierte Theatermacher/innen, die sich mit Kriegen und Konflikten auseinandersetzen, mit Nachwuchskünstler/innen, Politik und Wissenschaft. Aus Anlass der Neu-Mitgliedschaft des Volkstheaters hält die UTE ihre Generalversammlung 2015 erstmalig in Wien ab – ebenfalls im Rahmen des Länderschwerpunkts Serbien. Zeitgleich und im Austausch findet außerdem die Tagung Theater während der Jugoslawienkriege 1991–1995, geplant und durchgeführt von Prof. Stefan Hulfeld, Senad Halilbasic und Jana Dolecˇki (Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft, Uni Wien) in Kooperation mit Blockfrei, statt.

Erdbergstraße 200A, 1110 Wien Jeden Tag um 9 Uhr kann man den Bus nach Belgrad besteigen und sein Ziel um 17.45 Uhr erreichen. Jeden Tag um 16.45 Uhr kommen Menschen aus Belgrad in Wien-Erdberg an und haben bis dahin fast neun Stunden im Bus verbracht. Der Austausch zwischen Wien und Belgrad ist keine kulturtheoretische Abstraktion, sondern tägliche Realität.

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Premiere

4. Dez. 2015

Das Wechselbälgchen VON CHRISTINE LAVANT

REGIE NIKOLAUS HABJAN

Uraufführung

BÜHNENFASSUNG VON MAJA HADERLAP SPIEL MIT SCHAUSPIELER/INNEN UND PUPPEN PREMIERE IM VOLX/MARGARETEN, DANACH IN DEN BEZIRKEN BÜHNE JAKOB BROSSMANN KOSTÜME DENISE HESCHL DRAMATURGIE HEIKE MÜLLER-MERTEN

Es spricht nur drei Worte, das uneheliche Kind der einäugigen Kuhmagd Wrga. Und die drei Worte hat es beim Spielen mit den anderen Keuschenkindern aufgeschnappt. „Ibillimutter“ („Ich bin die Mutter“) ist die zärtliche wie trotzige Selbstbehauptung der kleinen Zitha, von der so mancher im Dorf meint, böse Geister hätten sie der Magd als Wechselbalg untergeschoben. Wundergläubig ist auch der Knecht Lenz. Getrieben von der Hoffnung auf ein besseres Leben war er über die gläsernen Berge, die Karawanken, gekommen. Ein Traum hatte ihm bedeutet, eine Frau mit Glaskopf würde ihm zu Reichtum und Anerkennung verhelfen. Und wer anders könnte das sein als Wrga mit dem strah­l­enden Glasauge? Die wäre ja nicht abgeneigt, Lenz zu freien, zumal sie erneut ein Kind unter dem Herzen trägt, aber seine Bedingung kann sie nicht akzeptieren: Der Wechselbalg solle ins Wasser zurück, aus dem er gekommen sei. Um nichts würde Wrga ihr Kind hergeben. Als Lenz zu einer teuflischen List greift, beweist Zitha selbst mütterliche Instinkte. Die aus dem Lavanttal stammende Kärntner Dichterin Christine Lavant (1915–1973) macht in ihrer zwischen 1945 und 1946 geschriebenen Erzählung die Lebenswelt eines jener Menschenkinder erfahrbar, die gerade eben noch als „unwert“ klassifiziert und der Vernichtung ausgesetzt waren. Maja Haderlap, eine andere große Dichterin aus Kärnten, besorgt die Dramatisierung der archaisch anmutenden Erzählung, sodass am Volkstheater erstmalig ein Stoff von Lavant auf die Bühne kommt. Außerdem plant das Volkstheater eine Sonderveranstaltung, zu der Das Wechselbälgchen im Haupthaus gezeigt wird.

— Volkstheater/Bezirke

D’Orsay-Gasse, 1090 Wien In seiner Puppenwerkstatt wird der Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan zum Schöpfer einer zauberhaften Population aus Latex, Gummimilch und anderen Ingredienzien. Hier ist auch die Geburtsstätte von Zitha, dem als Wechselbalg verschrienen Kind, und ihrer engelgleichen Schwes­ ter Magdalena. Denn die Kinder aus Christine Lavants Erzählung sind in Habjans Inszenierung aus anderem Stoff ...

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Premiere

26. Feb. 2016

Die Fleischhauer von Wien VON PIA HIERZEGGER UND ENSEMBLE

REGIE LORENZ KABAS

Uraufführung

KOPRODUKTION MIT THEATER IM BAHNHOF PREMIERE IM VOLX/MARGARETEN, DANACH IN DEN BEZIRKEN BÜHNE HANS KUDLICH KOSTÜME WERNER FRITZ DRAMATURGIE MONA SCHWITZER

Es gibt sie noch, die echten Wiener Fleischhauer. In mehr als 100 Betrieben wird das alte Handwerk ausgeübt. Der Kundschaft werden hochwertige Fleisch- und Wurstwaren sowie individuelle Beratung geboten. Der Eisengeruch und die fleischige Sinnlichkeit in den Fachgeschäften sind unverkennbar. Keine Feinkostabteilung im Supermarkt kann da mithalten. Die hohe Kunst der Fleischhauerei hat Tradition. Doch das Berufsbild hat sich in den vergangenen Jahren gewandelt. Nur ein Betrieb führt in Wien nach wie vor hauseigene Schlachtungen durch. Die kleinen Fleischhauereien verschwinden mehr und mehr. Oft weigert sich die nachfolgende Generation, den Betrieb zu übernehmen. Wie steht es eigentlich um die Zukunft der Zunft? Mit dieser Frage macht sich das Theater im Bahnhof auf und untersucht die Lage der Fleischer/innen in den Wiener Bezirken. Rund um Hackstock, Fleischwolf und Messerwetzmaschine kommen Schauspieler/innen mit echten Fleischermeister/ innen zusammen. Sie begeben sich in einen Prozess der gemeinsamen Beobachtung und erforschen die beruflichen und alltäglichen Zustände des Gewerbes in Wien. Theater im Bahnhof setzt auf die Wiedererkennbarkeit des Alltags im Bühnen­geschehen. Es betreibt zeitgenössisches Volkstheater, das sich mit österreichischer Identität zwischen Tradition und Pop auseinandersetzt. Sein Leitsatz: Regional ist universal!

— Volkstheater/Bezirke

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Neues Wiener Volkstheater

10.– 13. März 2016

FESTIVAL ENTLANG DER U-BAHN-LINIE U4 IN KOOPERATION MIT WIENER WORTSTAETTEN UND MAX REINHARDT SEMINAR

Die Gattung des Wiener Volkstheaters blickt auf eine lange theatergeschichtliche Entwicklung zurück. Sie ist gekennzeichnet durch eine inhaltliche Nähe zur Lebensrealität des Publikums und durch Anklänge an Wiener Dialekt und Milieu. Wie steht es im angebrochenen 21. Jahrhundert um die Gattung des Wiener Volkstheaters? Welche Themen werden verhandelt, welche Stile zeichnen es aus? Und nach welchen Gesichtspunkten kann ein Neues Wiener Volkstheater überhaupt definiert werden? Gemeinsam mit den Wiener Wortstaetten, die sich seit ihrer Gründung vor zehn Jahren um die Förderung neuer Dramatik kümmern, und dem Max Reinhardt Seminar richtet das Volkstheater ein Festival aus. In vier szenischen Lesungen, einer Werkstatt-Uraufführung und einer Österreichischen Erstaufführung (siehe gegenüberliegende Seite) werden die Besonderheiten des Neuen Wiener Volkstheaters erforscht. Eine Jury aus den drei kooperierenden Institutionen wählt Texte aus, die unter diesem Begriff verhandelt werden können. Präsentiert werden sie von Schauspieler/ innen aus dem Ensemble gemeinsam mit Schauspielstudierenden. Es inszenieren Regiestudierende des Max Reinhardt Seminars. An drei U4-Stationen macht das Festival an einem langen Wochenende Halt: Schönbrunn (Alte und Neue Studiobühne des Reinhardt Seminars), Margaretengürtel (Volx/Margareten) und Kettenbrückengasse (Büro der Wiener Wortstaetten).

— Volx/Margareten

Schönbrunner Straße 9, 1040 Wien Als der Dramatiker Bernhard Studlar und der Regisseur Hans Escher nach mehrjähriger berufsbedingter Abwesenheit nach Wien zurückkehrten, stellten sie fest, dass die Vielsprachigkeit der von jeher vielsprachigen Metropole sowohl den Sound auf den Straßen als auch das Schaffen der Wiener Dramatiker/ innen prägt. 2005 gründeten sie die Wiener Wortstaetten, ein Schreiblabor für in Wien lebende Dramatiker/innen, die auf Deutsch schreiben, aber (auch) eine andere Muttersprache sprechen. Seither werden trennende Kategorien beharrlich abgebaut und die Wiener Wortstaetten als Forschungslabor für interkulturelles Schreiben etabliert.

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Premiere

12. März 2016

Isabelle H. VON THOMAS KÖCK

REGIE STUDENT/IN DES MAX REINHARDT SEMINAR

Österreichische Erstaufführung

IM RAHMEN DES FESTIVALS NEUES WIENER VOLKSTHEATER DRAMATURGIE ANDREA ZAISER

Der junge Soldat Daniel C. und die illegale Immigrantin Isabelle H. haben sich in einer Lagerhalle verschanzt. Dorthin gelangten sie am Ende einer gemeinsamen Flucht vor der Polizei, die mit einem Kennenlernen an einer Raststätte, einer fatalen Polizeikontrolle und einem versehentlichen Mord begann. Daniel C. ist kürzlich von seinem Afghanistan-Einsatz nach Hause gekommen und hat Probleme, sich wieder im Alltag einzufinden. Isabelle H. hat einen langen Fluchtweg hinter sich, über den genauere Informationen zu geben sie ebenso verweigert wie rührende Geschichten über ihre Herkunft zu erzählen. Isabelle Huppert sei ihr Name, ist das Einzige, was sie behauptet. Das Verhältnis der beiden, gefangen in einer Schicksalsgemeinschaft, scheint von klaren gesellschaftlichen Vorzeichen geprägt. Doch der traumatisierte Soldat und die eigenwillige Migrantin offenbaren Seiten an sich, die gängige Klischees unterlaufen. Die Machtfrage wird in jeder Situation neu verhandelt. Thomas Köck wurde 1986 in Steyr, Oberösterreich, geboren und studiert Szenisches Schreiben an der UdK in Berlin. Isabelle H. wurde 2014 mit dem Stückepreis des Else-Lasker-Schüler-Dramatikerpreises ausgezeichnet.

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Penzinger Straße 9, 1140 Wien Das traditionsreiche Max Reinhardt Seminar hat in seiner Geschichte viele bedeutende Schauspieler/innen und Regisseur/innen hervorgebracht. Von hier aus eroberte Anna Badora als erste weibliche Regieabsolventin 1979 die einstige Männerdomäne. Dass Schauspielstudierende und Elev/innen in verschiedenen Produktionen des Volkstheaters mitwirken, ist Programm. Darüber hinaus präsentieren junge Schauspiel- und Regiestudierende des MRS im Rahmen des gemeinsamen Festivals Texte für ein Neues Wiener Volkstheater.


Premiere

1. April 2016

Der Junge wird beschnitten. VON ANJA SALOMONOWITZ

REGIE ANJA SALOMONOWITZ

Uraufführung

EIN DOKUMENTARISCHES THEATERPROJEKT MUSIK BERNHARD FLEISCHMANN DRAMATURGIE ANGELA HEIDE, ROLAND KOBERG

Die Wiener Filmemacherin Anja Salomonowitz befasst sich in ihrer ersten Theaterarbeit mit den unterschiedlichen Aspekten der männlichen Beschneidung. Anhand zahlreicher Interviews wird den Haltungen, Meinungen, Riten, Sitten, Vorbehalten, religiösen Zwängen oder freiwilligen kulturellen Zugehörigkeiten nachgegangen, die den Vorgang auf „einschneidende“ Weise begleiten. Jede der befragten Personen, Männer wie Frauen unterschiedlicher Kulturen, gesellschaftlicher Herkunft und verschiedenen Alters, erzählt von ihrem ganz persönlichen Zugang, ihren Erinnerungen, ihren Geschichten und Erfahrungen. Daraus entwickelt Salomonowitz einen dokumentarischen Theatertext mit Buben als Mitwirkenden. Auf der Bühne wird nachempfunden, wie sich Geschichten in das Leben eines jungen Menschen einschreiben: im Spiel, beim Sport, beim Baden und oder beim Singen. Wie in ihren Dokumentarfilmen Das wirst du nie verstehen, Kurz davor ist es passiert und Die 727 Tage ohne Karamo, die mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet wurden, arbeitet Anja Salomonowitz mit verfremdenden Erzählmustern und stellt vielfach tabuisierte Fragen zu diesem brisanten Thema. Scheinbar vorher­ sehbare, tradierte Antworten werden dabei um eine notwendig differenzierende Dimension erweitert.

— Volx/Margareten

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Premiere

29. April 2016

Mugshots VON THOMAS GLAVINIC

REGIE LUKAS HOLZHAUSEN

Uraufführung

PREMIERE IM VOLX/MARGARETEN, DANACH IN DEN BEZIRKEN

KOSTÜME WERNER FRITZ DRAMATURGIE MONA SCHWITZER

Christoph arbeitet in einer Werbeagentur, einmal im Monat gibt er sich mit seinen Saufkumpanen die Kante. Am Tag danach fühlt er sich, als müsse er seinen schweren Kopf in die Polizeikamera halten, für jene gnadenlos nüchternen Porträts, die in den USA „Mugshots“ heißen und schon manchen Prominenten bloßgestellt haben. Die Frage, die sich Christoph an diesem Morgen stellt, lautet allerdings: Wer ist die Frau in seiner Wohnung? Sie behauptet, er habe sie im Absturzlokal von voriger Nacht in einem Anfall von Ritterlichkeit erobert und sie aus einem Leben befreit, das von Abhängigkeiten dominiert war. Hat er ihr wirklich eine gemeinsame Zukunft versprochen? Mugshots ist ein modernes Großstadtmärchen: Wie im Froschkönig steht der Wert eines Versprechens auf dem Prüfstand. Und während die Frau sich durch die Außenwelt mehr und mehr bedroht fühlt, beginnt Christoph allmählich, sich in der ihm zugedachten Rolle als Retter zu gefallen. Doch was ist Schein in diesem Spiel um das Leben und seinen Preis, was Sein? Und wer bestimmt die Regeln? Mit Mughots tritt der österreichische Schriftsteller Thomas Glavinic erstmals als Dramatiker in Erscheinung. Wie bei den Romanen Das bin doch ich und Das größere Wunder erweist er sich als scharfer und wortwitziger Beobachter menschlicher Abgründe. Lukas Holzhausen, der vom Schauspielhaus Zürich neu in das Schauspielensemble des Volkstheaters kommt, inszeniert die Uraufführung. Regie führte er bisher bei Projekten am Schauspiel Köln und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg.

— Volkstheater/Bezirke

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Mai 2016

Spieltriebe FESTIVAL DER SPIELCLUBS DES JUNGEN VOLKSTHEATERS

Hier pulsiert das Herzblut von Spielbegeisterten aus der Stadt Wien! Theater lebt vom Austausch zwischen Bühne und Zuschauerraum, dem Wechsel­ spiel zwischen Aktion und Reaktion. Und so ist unser Publikum nicht nur in den Vorstellungen wichtig – sondern auch auf unserer Bühne. Während der gesamten Theatersaison entwickeln Bürger/innen in Zusammenarbeit mit Schauspieler/innen, Regieassistent/innen und Theaterpädagog/innen des Volkstheaters eigene Produktionen zu gesellschaftlich relevanten Themen. Dabei verschmelzen die Grenzen zwischen Theatergänger/innen und Theaterschaffenden und es kommt zu einem explosionsartigen Gemisch aus Alltags- und Bühnenerfahrung, das Ideen freisetzt für ein gemeinsames Leben in unserer Stadt. Ob klassisches Rollentheater oder postdramatische Performance – das Ticket zum Spieltriebe-Festival ist gleichzeitig ein Ticket in die vielfältige Welt des Theaters. Unsere Spielclubs gehen ins Finale und versammeln zahlreiche Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten gemeinsam auf einer Bühne. Präsentiert werden im Rahmen des Festivals jene Ergebnisse, die in den Spielclubs entstanden sind. Drei Tage voll ungezügeltem Spieltrieb mit vielen neuen Theatererfahrungen, ungezwungenen Gesprächen mit jungen Künstler/innen und Partys.

Wir suchen Mitspieler/innen für unsere Spielclubs. Alle Informationen zur Anmeldung finden Sie auf Seite 67.

— Volx/Margareten

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— COME AS YOU ARE – Das Junge Volkstheater erwartet euch!

Wir, das Theaterpädagogik-Team des Volkstheaters, laden euch zum Theater-Sehen, Theater-Erfahren und Selber-Spielen ein. Diese Einladung geht an alle in Wien lebenden Menschen ab 14 Jahren. Unser Anliegen ist es, die Türen des Volkstheaters für verschiedene Lebensrealitäten, Meinungen und Interessen zu öffnen und Begegnungen mit allen Stücken des Volks­theaters zu initiieren. Wir gehen über die Grenzen des Theaters hinaus, entdecken die Stadt, erzählen Geschichten und knüpfen Verbindungen – auch zu anderen Generationen. Im Zentrum steht die gemeinsame Theaterarbeit. Theater machen ist die beste Art, Theater zu verstehen. Willkommen im Jungen Volkstheater! Constance Cauers, Matthias Suske und Malte Andritter Wir informieren regelmäßig über das Neueste aus dem Volkstheater und über die Aktivitäten des Jungen Volkstheaters. Gerne nehmen wir Sie in den Verteiler auf. Anmeldung per E-Mail an junges@volkstheater.at

— Junges Volkstheater

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— Junges Volkstheater Schule und Uni für Schüler/innen und Studierende

Ein Stück im Visier!

Vor- und nachbereitender Workshop zu den Inszenierungen des Volkstheaters In vierstündigen vorbereitenden Workshops werden Berührungspunkte zwischen Stück, Inszenierung und der Welt der Jugendlichen aufgespürt. Wir experimentieren mit eigenen szenischen Versuchen, um die Arbeitsweise von Regie und Dramaturgie zu verstehen. So werden Inhalt und Ästhetik der Inszenierung untersucht. Der Workshop ist mit einem Aufführungsbesuch gekoppelt. Workshopdauer: 4 Schulstunden, Kosten 2 ¤/Schüler/in

Warum das ganze Theater?

Basis-Workshop Unsere Basis-Workshops vermitteln die Grundstrukturen des Theaters und probieren verschiedene Theaterformen und –sprachen aus. Workshops zu folgenden drei Schwerpunkten werden angeboten: Improvisation, Text- und Rollenarbeit, Sprache und Körper. Workshopdauer: 2–4 Schulstunden, Kosten: 2 ¤ /Schüler/in

Dialog danach In unseren Nachgesprächen treten die Zuschauenden nach der Vorstellung mit Dramaturg/innen, Schauspieler/innen und Theaterpädagog/innen in Dialog und tauschen sich über das Gesehene, den Produktionsprozess und das Thema der Inszenierung aus.

Theater-Starter

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Theater-Starter wendet sich an alle Schüler/innen, die sich noch nie oder kaum mit der Welt des Theaters beschäftigt haben. Wie entsteht eigentlich ein Stück? Ist das Bühnenbild gekauft oder selbst gemacht? Tragen die Schauspieler/innen ihre eigenen Schuhe? Und wie echt ist ein Bühnenkuss? Wir suchen Premierenklassen, die sich sechs Wochen lang mit der Entstehung einer Inszenierung beschäftigen: von der Konzeptionsprobe bis zur Premiere! Das Theater-Starter-Paket beinhaltet eine kostenlose Theaterführung, einen Probenbesuch, einen inszenierungsvorbereitenden Workshop und einen Vorstellungsbesuch.


— Junges Volkstheater Schule und Uni für Lehrende

Auftakt

Neues Team, neue Stücke, neue Kontakte – das Team des Jungen Volkstheaters lädt interessierte Lehrer/innen zu einem Infotreffen ein. Am 18. September 2015 um 17 Uhr präsentiert das Junge Volkstheater in der Roten Bar sein neues Programm. Wir informieren Sie über den neuen Spielplan und die theaterpädagogischen Angebote.

Hausbesuch Kein (Spiel-) Plan? Wir besuchen Sie auch gerne in der Schule und stellen unseren Spielplan und unser theaterpädagogisches Programm in Ihrer Lehrer/innenkonferenz vor.

Der Theaterstammtisch Werden Sie Expert/innen! Als Mitglied bei unserem Lehrer/innenStammtisch erhalten Sie schon vor der Premiere einen Einblick in die Entstehungsprozesse der Produktionen des Volkstheaters. Nach einem gemeinsamen Probenbesuch können Sie sich mit Theaterprofis und Kolleg/innen über Ihre persönlichen Eindrücke austauschen.

Das Theaterlabor Wie kann man einen Theaterbesuch mit der Schulklasse optimal vorbereiten? Welche theaterpädagogischen Übungen funktionieren im Schulalltag? Die monatlichen Fortbildungen richten sich an Lehrer/innen, Pädagog/ innen, Spielleiter/innen und alle, für die Theaterpädagogik eine sinnund lustvolle Erweiterung zum Berufsalltag ist oder werden kann. Es geht um Körper, Raum, Bild, Rhythmus, Rollenarbeit, Arbeit mit einer Textvorlage, Regie, Gruppendynamik und Anleitung zur Eigenproduktion. Das Theaterlabor findet an jedem ersten Montag des Monats von 17 bis 20 Uhr im Volkstheater statt. 64


— Junges Volkstheater für alle Das Theaterfrühstück Theaterbegeisterte treffen Schauspieler/innen des Volkstheater-Ensembles zu einem gemeinsamen Frühstück. Hier haben Sie die Möglichkeit, mit Künstler/ innen in Kontakt zu treten, sich auszutauschen und von ihnen verschiedene Spieltechniken zu erlernen. Das Theaterfrühstück findet an jedem ersten Samstag im Monat statt.

Der Theatermarathon Ein ganzes Wochenende lang improvisieren: Innerhalb von 24 Stunden Texte schreiben, Choreographien erarbeiten und eigene Musik komponieren. Das Thema wird erst zum Start des Marathons bekanntgegeben. Auf der Zielgeraden präsentiert die Marathon-Mannschaft die Ergebnisse dieses Experiments einem geladenen Publikum. Offen für Menschen jeden Alters.

Die Theaterkritiker/innen Ein gutes Theaterstück ist wie eine Wundertüte. Jede und jeder kann darin etwas anderes entdecken und seine/ihre Geschichte, Erinnerungen und Erfahrungen darin wiederfinden. Und weil es auf Dauer auch langweilig ist, die Welt immer nur durch die eigenen Augen zu sehen, wollen wir von euch wissen: Wie sehen unsere Stücke durch eure Augen betrachtet aus? Was entdeckt ihr darin, was bedeuten unsere Stücke für euch? Ausgewählte Theaterkritiken werden im Online-Magazin des Volkstheaters veröffentlicht. Anfragen, Anmeldungen und Informationen unter junges@volkstheater.at 65


— Junges Volkstheater auf Expedition Wir verlassen den literarischen Text und begeben uns auf die Suche nach zeitgenössischem Material aus dem Wiener Alltags­ leben. Dabei untersuchen wir gemeinsam mit den Projektteilnehmenden aktuelle Themen der Stadt. Das Forschungsteam setzt sich aus jungen Expert/innen des Alltags und dem Team des Jungen Volkstheaters zusammen. Institutionelle Kooperationspartner/innen und Förderer unterstützen das Projekt.

Die Kunst des Handwerks

Begleitprojekt zur Produktion Die Fleischhauer von Wien Lehrlinge der Wiener Berufsschulen setzen sich mit ihrer Lehre und den Besonderheiten ihres Berufs auseinander. Gibt es die Kunst des Handwerks? Was kann ich, was kein anderer kann? Was macht einen Lehrberuf so wertvoll? Und wird es mein Handwerk in 50 Jahren noch geben? In zwei bis drei Workshop-Tagen setzen wir die gewonnenen Erkenntnisse in theatrale Prozesse um. Abgeschlossen wird die Recherche über Berufe mit einer Werkschau. Die Kunst des Handwerks ist ein Projekt, das in Kooperation mit KulturKontakt Austria im Rahmen von Programm k3 - Kulturvermittlung mit Lehrlingen initiiert und durchgeführt wird.

Die Sprache der anderen

Ein Austauschprojekt mit der Stadt Belgrad In Kooperation mit dem Lehrstuhl für Germanistik der Universität Belgrad und der Fakultät für Slawistik der Universität Wien Die Muttersprache hat unseren Blick auf die Welt geprägt. Das Lernen einer Fremdsprache ist ein Aufbruch in eine neue Welt, die mit der bereits bekannten verglichen und verknüpft wird. In dem Austauschprojekt fragen junge Studierende aus Belgrad und Wien, welche unterschiedlichen Motivationen es gibt, in Wien Serbisch und in Belgrad Deutsch zu lernen, und welche Ausdrucksmöglichkeiten die andere Sprache ermöglicht. Gezeigt werden die Arbeitsergebnisse im Rahmen des Festivals Serbischer November (siehe Seite 48). 66


— Spieltriebe – Die Spielclubs des Jungen Volkstheaters

Spieler/innen gesucht! Stille deinen Spieltrieb und werde ein Teil des Volkstheater-Ensembles. Wir suchen extrovertierte, schüchterne, ausgeflippte, junge, fragende, neugierige, laute, ekstatische, nachdenkliche, feurige, verkopfte, hemmungslose, forschende, belesene, leidenschaftliche, zweifelnde und mitreißende Menschen für unsere Spieltriebe–Clubs! Nutze deine Chance, dir die Welt zu erspielen. Improvisiere, experimentiere, schau hin und zu, lass andere für dich reden. Stecke neue Räume ab, verschenke dich und werde beschenkt. Erobere die Bühne rastlos, nie ratlos, nie sprachlos, auch wenn dir manchmal vor Freude die Worte fehlen! Gemeinsam mit Schauspieler/innen, Regieassistent/innen und Theaterpädagog/innen begebt ihr euch in Probenprozesse für eine gemeinsame Theaterproduktion. Alle Interessierten ab 14 Jahren können sich bis 15. Oktober 2015 bewerben. Kurzes Motivationsschreiben (max. 1 A4-Seite) an junges@volkstheater.at genügt. Projektverlauf Die Proben beginnen Anfang November und finden wöchentlich in den Proberäumen des Volkstheaters statt. Alle entstandenen Produktionen werden auf dem Spieltriebe– Festival im Mai 2016 auf der Bühne des Volx/Margareten gezeigt. 67


— Ensemble

Alexander Lhotzky Wo liegt Wien – Ihrer Ansicht nach? Mitten in Europa und nahe am Balkan. Von da aus, wo Sie sich gerade befinden: Wie kommt man zum Volkstheater? Zu Fuß, per Rad oder mit U- und Straßenbahn – mit dem Auto eher nicht. Wie riecht Theaterluft? Ein einmaliges Parfüm: Staub, Schweiß, Aufregung mit einer zarten Note von Glücksmomentmoschus und noch vielen weiteren wechselnden Aromen. Wie schön wäre Wien ohne Wiener (© Georg Kreisler)? Durchaus (weiterhin) sehr schön – jedoch ... es fehlte dann eine gewisse „spezielle“ Würze.

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Anja Herden Wie riecht Theaterluft? Foyer: manchmal nach nasser Wolle/Maske: meistens nach Mastix/Parkett: nach mindestens 100 verschiedenen Parfüms/Kantine: oft nach Pommes/ Büros: immer nach Kaffee/Garderobe: hin und wieder nach nicht gelüftet/Bühne: wenn’s gut läuft: sehr gut! Wie erklären Sie einem Außerirdischen, was Theater ist? Das findet meistens in großen Gebäuden statt – wo sich einige Menschen als andere Menschen verkleiden. Dann kommen weitere Menschen und gucken denen, die sich als „andere Menschen“ verkleidet haben, dabei zu, wie sie Menschen spielen. Es ist eine der guten Eigenschaften von Menschen! Wem möchten Sie demnächst das Volkstheater zeigen? Allen!

Birgit Stöger Von da aus, wo Sie sich gerade befinden: Wie kommt man zum Volkstheater? Vor, vor, vor (© A Million Mercies). Wiens beste Bezirke? 2., 8., 10., 20., 0., 7., Zusatzbezirk 3. Was hat auf der Bühne Platz, im Leben nicht? Plastikobst bei einer Party.

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Christoph Rothenbuchner Was ist Ihre erste Theatererinnerung? Das Familienfaschingsfest. Im Fernsehzimmer übt mein Opa mit mir einen Kellner-Gast-Sketch. Danach die Vorführung im Musikzimmer vor einem famos verkleideten Publikum, Tanten, Onkeln und Cousins. Das war nicht schlecht. Was hat auf der Bühne Platz, im Leben nicht? Das Leise, das Überhörte, das Zarte, und Überwachung. Was hat im Leben Platz, auf der Bühne nicht? Müdigkeit. Was machen Sie im nächsten Leben? Wenn es bis dahin noch niemand gemacht hat, dasselbe wie in diesem: die Welt retten.

Claudia Sabitzer Wo ist im Theater der beste Platz für Schauspieler/innen? Der beste Platz für eine Schauspielerin ist neben einem guten Kollegen oder einer guten Kollegin. Wie würde der Titel Ihres Theatermanifests lauten? Das Theater für alle, alle für das Theater. Was ist Ihre erste Theatererinnerung? Als ich acht Jahre alt war, zog meine Familie von der Stadt auf das Land. Ein einziger Albtraum für mich. Aber auf der Schlosswiese wurde Der Talisman geprobt. Ich schlich mich unter die Tribüne und schaute zwischen den Stuhlbeinen hindurch zu. Später durfte ich auch auf den Stühlen sitzen ... Jeden Tag/Abend war ich dabei.

— Ensemble

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Doris Weiner Was ist Ihre erste Theatererinnerung? Mit vier Jahren im Gestiefelten Kater! Nach der Vorstellung im Foyer auf allen Vieren, tränenüberströmt. Auf die Frage „Warum weinst du?“: „Weil es aus ist!“ Wiens beste Bezirke? Der 8., denn da wohne ich! Der 14., denn da ist mein Garten und der 7., denn da ist mein Theater - seit 39 Jahren. Das Volkstheater! Was schätzen Sie an einem guten Publikum? Die Bereitschaft zuzuhören, zu lachen, zu weinen, zu applaudieren und rechtzeitig die Handys abzuschalten. Was schätzen Sie an Kolleginnen? Wenn ich mit ihnen in der Garderobe herzlich lachen kann. Warum Theater? Warum Leben?

Gábor Biedermann Wo liegt Wien – Ihrer Ansicht nach?   Kurz vor Budapest. Was schätzen Sie an einem guten Publikum?   Offenheit. Wem möchten Sie demnächst das Volkstheater zeigen?   Meiner Familie. Wie erklären Sie einem Außerirdischen, was Theater ist?     Ohne Worte. Was machen Sie im nächsten Leben?     Fliegen.

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Günter Franzmeier Wie riecht Theaterluft? Jeden Tag anders, aber vertraut. Wen müsste man einmal auf der Bühne zusammenbringen? Schauspieler und Kritiker, um gegenseitige Missverständnisse auszuräumen. Was ist Ihre erste Theatererinnerung? Oskar Werner, der bei einer Lesung (Anfang der 1980er-Jahre) den Schlitz des Vorhangs nicht finden konnte. Ein betrunkener, gebrochener Mann kam auf die Bühne, begann zu sprechen und war umwerfend.

Günther Wiederschwinger Eine Sprache, die man in Wien sprechen können müsste: Wienerisch (als Kärntner kann ich’s nach über 30 Jahren immer noch nicht). Was schätzen Sie an einem guten Publikum? Wenn es Talent hat. Der beste Platz des Schauspielers auf der Bühne? Auf der „Herzseite“ des Publikums!

— Ensemble

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Jan Thümer Wiens beste Bezirke? Da ich noch nicht lange in Wien lebe, kenne ich eigentlich nur den 7. Bezirk. Der ist ziemlich super … Franz sagt, der 9. ist sehr super. Wolfgang sagt, der 5. ist der beste. Otto hat gesagt, er liebt den 2., weil er da geboren wurde. Und im 16. ist die Ottakringer Brauerei. Auch super. Wie erklären Sie einem Außerirdischen, was das Volkstheater ist? Es reicht, wenn man denen kurze Begriffe „zuwirft“, die wissen eh schon alles: Helmer und Fellner am Bug vom Neubau. Hotspot „nebam“ Quartier. So schön! Komm gucken.

Kaspar Locher Wie würde der Titel Ihres Theatermanifests lauten? Keine Angst vor Schauspielern. Mitbestimmung jetzt! Wem möchten Sie demnächst das Volkstheater zeigen? Meiner Oma. Was ist Ihre erste Theatererinnerung? Ich war Gewichtheber im Kinderzirkus der Grundschule.

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Katharina Klar Wo liegt Wien – Ihrer Ansicht nach? Da ich in Floridsdorf aufgewachsen bin: auf der anderen Seite der Donau. Wie riecht Theaterluft? Nach altem Licht. Was schätzen Sie an Kollegen? Körperhygiene. Was schätzen Sie an Kolleginnen? Selbstironie. Ein Tipp, wo man in Wien gut unbeobachtet sein kann? Im Tiergarten Schönbrunn. Wenn alle auf das Pandababy starren, ist man als Mensch unsichtbar.

Lukas Holzhausen Warum Theater? Weil der spielende Mensch der wahre Mensch ist. Wie würde der Titel ihres Theatermanifests lauten? Die Kunst des Augenblicks. Wie riecht Theaterluft? Hoffentlich nicht muffig. Wem möchten Sie demnächst das Volkstheater zeigen? Meiner Schweizer Familie.

— Ensemble

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Nadine Quittner Von da aus, wo Sie sich gerade befinden: Wie kommt man zum Volkstheater? Üben, üben, üben. Was hat auf der Bühne Platz, im Leben nicht? Die Souffleuse. Wie riecht Theaterluft? Im Idealfall riecht sie nach dem Ort der Szene, im Alltäglichen nach Schweiß, Holz und frisch bestrichenem Gestern. Warum Theater? Um den Wert, nicht den Preis der Dinge zu erfassen. Was schätzen Sie an Kolleg/innen? Begeisterungs-, Trink- und Kritikfähigkeit.

Nils Rovira-Muñoz Von da aus, wo Sie sich gerade befinden: Wie kommt man zum Volkstheater? Mit einer „Robbe“ (Berliner Mietwagen), meinen Möbeln, meinem Kommilitonen und Namensvetter Nils und ein paar Flaschen Rhabarbersaftschorle geht es, mit kurzen Stopps in Lübeck und Hamburg, zuerst nach Bremen, dann weiter über Ottersberg, Mainz und Heidelberg nach München und schließlich mit Vollgas nach Wien. Dort angekommen geht’s erstmal für eine Melange in ein Kaffeehaus und dann endlich zum Volkstheater! Was machen Sie im nächsten Leben? Wieso? Ist doch schön hier!

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Rainer Galke Was ist Ihre erste Theatererinnerung? Ich war ein Pilz im Weihnachtsstück in der Grundschule. Wie würde der Titel Ihres Theatermanifests lauten? Mir ist sowas nicht peinlich. Was machen Sie im nächsten Leben? Erwachsen werden. Wem möchten Sie demnächst das Volkstheater zeigen? Meinen Kindern.

Sarah Hostettler Wo liegt Wien – Ihrer Ansicht nach? Im Osten. Wie riecht Theaterluft? Nach Farbe. Was hat auf der Bühne Platz, im Leben nicht? Wiederholungen. Was hat im Leben Platz, auf der Bühne nicht? Privatleben. Was machen Sie im nächsten Leben? Wiederholungen.

— Ensemble

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Sebastian Klein Was schätzen Sie an einem guten Publikum? Wenn es keine Erwartungen erfüllt sehen will, sondern wirklich sehen will. Was schätzen Sie an Kolleg/innen? Die Bereitschaft, sich auf der Bühne gegenseitig zu überraschen und herauszufordern. Warum Theater? Um eine Alternative zum Bestehenden zu denken. Was machen Sie im nächsten Leben? Ich habe noch so viel in diesem Leben vor – ich denke noch nicht an das nächste.

Seyneb Saleh Wen würden Sie in Wien nach dem Weg fragen? Falco. Ich werde zu seinem Grab gehen und dann mal ’ne Runde mit ihm plaudern. Was ist Ihre erste Theatererinnerung? Lustigerweise, trotz meiner muslimischen Erziehung, ein Krippenspiel. Ich weiß nicht mehr, wie es dazu kam, aber ich habe zusammen mit zwei anderen Mädchen (!) wohlgemerkt die Heiligen Drei Könige gespielt. Auf einem, ich glaube, es war ein Adventsfest in der zweiten Klasse. Was machen Sie im nächsten Leben? Ich werde Geheimagentin. Oder Hacker. Voodoo-Priesterin würde mich auch interessieren. Aber in diesem Leben habe ich auch noch einiges vor.

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Steffi Krautz Von da aus, wo Sie sich gerade befinden: Wie kommt man zum Volkstheater? Indem man einen Vertrag unterschreibt. Was schätzen Sie an Kollegen? Humor. Was schätzen Sie an Kolleginnen? Humor. Was schätzen Sie an einem guten Publikum? Siehe oben. Warum Theater? Wegen: siehe oben. Was machen Sie im nächsten Leben? Ich glaube, mir reicht’s dann erstmal ... würde lieber mit allen andern im „Drüben“ Skat spielen ...

Stefanie Reinsperger Wiens bestes Bühnenbild? Ist für mich das Café Heumarkt! Dieses Ambiente dort, die Einrichtung, die Mitarbeiter, jeder Stuhl, jede Lampe und jeder Tisch erinnern mich sofort an Texte von Horváth oder Schwab. Ich möchte dort unbedingt mal spielen. Und der Kaffee ist übrigens auch ganz toll dort. Eine Sprache, die man in Wien sprechen können müsste? Das Kaffee-ABC. Was ist Ihre erste Theatererinnerung? Ich war Maria im Krippenspiel als Volksschulkind in London. Bei der großen letzten Szene, wenn Maria das Jesus-Kind in die Krippe legen soll, rutschte mir mein Kostümrock herunter und drunter trug ich eine rosafarbene Barbiestrumpfhose.

— Ensemble

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Stefan Suske Wo liegt Wien – Ihrer Ansicht nach? In meiner Kindheit und Jugend am Arsch der Welt, jetzt zumindest wieder im Herzen Europas. Ein Tipp, wo man in Wien gut unbeobachtet sein kann? In den Beiseln, die im Falter (noch) nicht besprochen wurden. Ein Tipp, wo man in Wien gut gesehen werden kann? In den Lokalen, die zuletzt im Falter gut besprochen wurden. Was machen Sie im nächsten Leben? Schriftsteller mit abgeschlossenem Philosophieund Kunstgeschichtsstudium.

Thomas Frank Von da aus, wo Sie sich gerade befinden – wie kommt man zum Volkstheater? https://www.google.at/maps/dir/3910+Reichers/ Volkstheater+Gesellschaft+m.b.H.,+Neustiftgasse, +Wien/@48.3797276,15.1862832,9z/data Auf dieser Route liegen gesperrte und private Straßen. Wen würden Sie in Wien nicht nach dem Weg fragen? Mich. Was machen Sie im nächsten Leben? Nix.

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Topographie des Spielplans Volkstheater-Spielstätten I. VHS Wiener Urania II. VZ Praterstern IV. Theater Akzent VI. Volx/Margareten VII. Volkstheater X. VZ PAHO XI. SiMM City XII. Theatersaal Längenfeldgasse XIII. VHS Hietzing XV. VZ Rudolfsheim-Fünfhaus XVI. VHS Ottakring XIX. VZ Heiligenstadt XIX. VZ Döbling XX. VZ Brigittenau XXI. VZ Floridsdorf XXI. VZ Großjedlersdorf XXI. VZ Großfeldsiedlung XXII. VZ Donaustadt XXIII. VZ Erlaa XXIII. VZ Liesing VZ = Veranstaltungszentrum

XVI

Volkstheater-Verbindungen 1. Ballhausplatz S.8 2. Nestroys Geburtshaus S.20 3. Parlament S.32 4. Kaviarhaus S.20, S.85 5. Michaelerkuppel S.41 6. Kunsthistorisches Museum S.16 7. SC Hakoah S.10 8. Café Dezentral S.40, S.82 9. Café Anzengruber S.58 10. Wiener Wortstaetten S.54 11. Ehem. Schauspielschule des Volkstheaters S.30 12. Habjans Puppenwerkstatt S.50 13. Votivkirche S.28 14. Hauptbahnhof S.8, 85 15. Vienna International Busterminal S.49 16. Strickfabrik S.12 17. Max Reinhardt Seminar S.44, S.54 18. MA 35 S.28, S.84 19. Hallenbad Floridsdorf S.10, S.56, S.83 20. Schloss Niederweiden S.8, S.16, S.85 21. Marienthal S.14, S.84 22. Murau S.52, S.82 23. Schauspielhaus Graz S.12, S.82 24. St. Stefan im Lavanttal S.50, S.84 25. Sarajewo S.55, S.82 26. Verona S.24 27. Dor Beach Resort/Tantura S.44, S.85

XV XII XIII

XXIII XXIII

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XIX

XXI

XXI XXI

XIX XX

XXII

II

I

IV

XI

X

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Wo befindet sich – aus Ihrer Sicht – das Volkstheater? Eine Antwort wäre: überall dort, wo es spielt, in Neubau, Margareten und an den Bezirke-Spielstätten. Eine andere: mittendrin in Europa, was sich besonders gut zeigen lässt, wenn man das Volkstheater mit seinen neuen europäischen Partner-Theatern verlinkt (siehe Seiten 86 und 87). Wir wollten zudem von unseren künstlerischen Weggefährt/innen wissen, wo sie in der Stadt und darüber hinaus Verbindungen zum Spielplan sehen. Wo sich für sie die Themen und Figuren der neuen Saison mit Orten verknüpfen – und seien es erinnerte. Ehem. Fleischerei Kabas, Schwarzenbergstraße 15, 8850 Murau Lorenz Kabas: Nach der Schlachtung Ich erinnere mich an den Geruch frisch geschlachteter Schweine, den ich mochte, und an den Geruch frisch geschlachteter Rinder, den ich nicht mochte. Ich erinnere mich an die unterschiedlichen Arten der Betäubung vor der Schlachtung: Schweine wurden mit einer großen elektrischen Zange am Hals betäubt, Rinder mit einem Betäubungsschuss in den Kopf, Kälber mit dem Holzhammer. Bei der Kälberschlachtung durften wir als Kinder nicht zusehen. Das wollte mein Vater nicht. Ich erinnere mich, wie mir mein Vater nach der Schlachtung anschaulich die inneren Organe des Rindes und deren Anordnung erklärte. Besonders beeindruckt war ich von den vier Mägen und deren Namen: Netzmagen, Blättermagen, Labmagen und der riesige Pansen. Ich erinnere mich an die frische Braunschweiger, die jeden Donnerstagnachmittag in Kränzen direkt aus der Selch ins Geschäft getragen wurde, wo die Kunden sie während ihres Einkaufs auf kleinen Papptellern mit etwas Senf und Brot verkosten konnten. Lorenz Kabas wuchs in einer steirischen Fleischhauer-Familie auf, bevor er sich der Kunst und dem Theater zuwandte. Für das Volkstheater in den Bezirken entwickelt er mit Schauspieler/innen aus dem Ensemble und dem Theater im Bahnhof das Stück ‚Die Fleischhauer von Wien‘. Die Fleischerei Kabas wurde im Juni 2001 zugesperrt, gemäß Lorenz Kabas „gerade noch vor der Einführung des Euro“.

— Topographie des Spielplans

Schauspielhaus Graz, Hofgasse 11, 8010 Graz Elfriede Jelinek: 1979 Damals hab ich noch geglaubt, der Regisseur muß das machen, was ich will. Jetzt interessiert es mich viel mehr, wenn er macht, was ich nicht will. Ich habe den Abend damals vorm Fernseher im Hotel verbracht, das weiß ich noch. Ich habe mich distanziert. Heute würde ich das nicht mehr machen, weil ich heute weiß, wie alle Beteiligten sich an so einer Aufführung kaputtschuften. Bei der Uraufführung ihres ersten Theaterstücks ‚Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hatte‘ am Schauspielhaus Graz am 6. Oktober 1979 hat sich Elfriede Jelinek aus Protest gegen die Inszenierung beim Schlussapplaus nicht verbeugt. Café Dezentral, Ilgplatz 5, 1020 Wien Tini Trampler: Widersprüchlich gemeinsam So verwandt Paris und Wien von ihren Stadtzentren her erscheinen mögen: Im musikalischen Sinn sind die beiden Städte ein Liebespaar, da ziehen sich Gegensätze an. Das französische Chanson besingt die Liebe – das Wiener Lied den Tod; das französische Lied ist expressiv – das Wiener Lied melancholisch. Widersprüchlicher kann‘s wohl nicht sein, aber gemeinsam sind sie unsterblich, große Kunst! Nach den Konzerten feiern wir mit unseren französischen Gästen im Café Dezentral. Da fühlen sich alle zu Hause, und da singt man in allen Sprachen und versteht sich dabei! Tini Trampler ist eine der Organisatorinnen des Festivals ParisVienne, das im September 2015 zum ersten Mal in der Roten Bar und im Volx/Margareten stattfindet.

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Hallenbad Floridsdorf, Franklinstraße 22, 1210 Wien. Anja Salomonowitz: Meine Hakoah Das Wichtigste war immer das Käsebrot danach. Das Roggenbrot vom Anker, kennt man, nicht wirklich besonders gut, aber irgendwie Standard. Schon aufgeweicht in der Alufolie. Ich saß dann, als Kind, im Auto meiner Mutter, wohlig warm. Die Haut spannt, die Augen brennen, der Körper sinkt in den Sessel. Ich war beim Schwimmtraining, Montagabend, im Floridsdorfer Bad. Wir fahren einmal durch die Stadt, in den 17. Bezirk hinauf. Es riecht nach Chlor. Ich genieße mein Brot und werde bald einschlafen. Ich bin gerne in die Hakoah gegangen, sehr gerne, auch ohne das Auto meiner Mutter, in der Pubertät, am Ende mit 16 gar drei Mal die Woche. Dritte von Österreich, das hab ich erreicht, kurz bevor ich dann lieber Zigaretten rauchen wollte. Die Trainer, alles selbst Schwimmer, waren so viele. Da gab es den alten mürrischen Leo mit der zu kleinen Badehose und den jungen muskulösen Tommi. Eigentlich waren alle sehr muskulös (steh ich deshalb jetzt so drauf?), vor allem David. David war mein Haupttrainer, lange Zeit an meiner Seite. Wenn ich ihn jetzt zufällig auf der Straße treffe, grüßt er mich, als wäre ich seine kleine Schwester. „25 Längen Brust!“ „Fertig?“ „Dann 25 Längen Kraul.“ Zeit zum Denken. Ich schwamm hin und her und hin und her, 25 Mal, das Wasser rauscht neben den Ohren, der Kopf ist schwammig, die Gedanken fliegen weg. Wahrscheinlich mochte ich das Schwimmen genau deswegen so gerne, wegen der Zeit alleine und dem Träumen. Ich träume immer noch gerne, ich denk mir dann meine Filme aus. „Blubb“ macht der Kopf und ist unter Wasser, mitten im rauschenden Alltag. Die Filmemacherin Anja Salomonowitz entwickelt für Volx/Margareten das Projekt ‚Der Junge wird beschnitten‘. (zu sehen ab 1. April). Beim Sportclub Hakoah, der dem Theaterstück von Yael Ronen den Titel gab (ab 9. September im Volkstheater), war sie mehrere Jahre Mitglied.

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Schloss Niederweiden, 2292 Engelhartstetten Georg Fritsch: Zwei Dichter im Gras Da liegen zwei Dichter auf der Wiese, Ostersonntag 1966 auf dem Gelände von Schloss Niederweiden bei Engelhartstetten im Marchfeld, einer Ebene bei Wien, die Österreich seit dem Ende der Monarchie als Ersatz für die galizische Unendlichkeit dient. Der skeptisch in meine Kamera blinzelnde Dichter ist Gerhard Fritsch, liegend auf seinen Ellenbogen gestützt, eben 42 Jahre alt geworden, neben ihm sein Freund Thomas Bernhard, auf dem Rücken, mit geschlossenen Augen, die Frühjahrssonne wird dem 35-Jährigen guttun. Frost und Amras sind erschienen, Verstörung und die Besprechung durch Peter Handke sollten Bernhard weitere Resonanz verschaffen. Mein Vater quält sich mit Fasching, erhofft durch das Erscheinen bei Rowohlt im folgenden Jahr den Durchbruch. Seiner mittlerweile zwölf Jahre währenden Freundschaft mit Fritsch, der das Genie des jungen Sängers erkannt hat, verdankt Bernhard die erste Buchpublikation Auf der Erde und in der Hölle bei Otto Müller. In dem Salzburger Verlag, der das Werk von Georg Trakl und Christine Lavant betreut hat, war vor zehn Jahren auch der erste Roman von Fritsch erschienen, Moos auf den Steinen, von Bernhard teilnahmsvoll gelesen. Im Lektorat Müllers hatte Fritsch seine mittlerweile dritte Frau kennengelernt, die bei der Partie ins Marchfeld unsere Kutsche gesteuert hat (Ford Taunus 12m), doch nicht im Bild ist. Ich (19 Jahre alt) habe meinen Lehrabschluss im Buchhandel absolviert, in der Anthologie aussichten sind Gedichte von mir erschienen, eines mit Widmung an Bernhard. Wir treffen uns gelegentlich in der Inneren Stadt (Weinhaus Deutsch) und fahren, als alte Döblinger, dann hinaus, mit vollem Magen, Bernhard singend in seinem Triumph. Georg Fritsch führt eines der bekanntesten Antiquariate Wiens und ist Nachlassverwalter der Werke seines Vaters Gerhard Fritsch (1924–1969). Seit 2015 fungiert er auch als Generalsekretär der Internationalen Thomas-Bernhard-Gesellschaft.


Groß-Edling bei St. Stefan im Lavanttal, 9431 Wolfsberg Maja Haderlap: unter dem hundsstern nicht gottverlassen, denn gott stand am gartenzaun, als man ihn anderswo vermutete. nicht verrückt, auch wenn das mädchen sah, wie der mann die gestirne musterte und eine zigarette rauchte. du musst gar nichts glauben, diesen satz legte er in ihre gedanken, ohne sich umzudrehen. er werde sich unter die südlichen berge zum schlafen legen wie ein hund vor sein herrenhaus, erklärte der nächtliche gast und ging quer über das feld. im wortfieber liegend fand man das mädchen, kontaminiert mit abwesenheit. ihre augen zogen den mond als blasse worthülse an den tag und die gräser tasteten aus dem dunkel nach ihr. himmel und erde lasteten schwer auf der zunge. es roch nach schnee.

Groß-Edling bei St. Stefan im Lavanttal ist der Geburtsort der Dichterin Christine Lavant, der ihre Kärntner Landsfrau Maja Haderlap dieses Gedicht widmet. Von ihr stammt auch die Bühnenfassung zu ‚Das Wechselbälgchen‘. (Abdruck des Gedichtes aus: ‚Drehe die Herzspindel weiter für mich. Christine Lavant zum 100.’ Hg. v. Klaus Amann, Fabjan Hafner und Doris Moser. Göttingen 2015. Mit freundlicher Genehmigung des Wallstein Verlages.) Marienthal, 2440 Gramatneusiedl Ulf Schmidt: Kleingesellschaft Eine Kleingesellschaft, die nichts mehr hat – außer einer reichen Vergangenheit und sich selbst. Die, auf sich selbst zurückgeworfen, in sich zusammenfällt. Zu überleben versucht ohne Arbeit, ohne Ziel. Die sich an die Hoffnung klammert. Beschrieben in einer Studie, in der sich Soziologie und Poesie treffen. Im Thal. Für sein Theaterstück ‚Der Marienthaler Dachs‘ (Uraufführung am 25. September im Volkstheater) greift der Berliner Autor Ulf Schmidt auf die Studie ‚Die Arbeitslosen von Marienthal‘ (1933) zurück. Im gleichnamigen Ortsteil von Gramatneusiedl war er noch nicht.

— Topographie des Spielplans

MA 35 – Einwanderung und Staatsbürgerschaft, Dresdner Straße 93, Block C, 1200 Wien Ibrahim Amir: Kennen Sie MA 35? Offiziell steht das M für Magistrat, das A für Abteilung, und das 35 ist eine Zahl, irgendeine! Ein Gebäude im 20ten Bezirk, dort scheint die Stadt Wien unendlich vielfältig zu sein, und dennoch ist sie zu einem hässlichen Block geschrumpft. Es ist vermutlich der Platz in Wien, der am meisten „multikulti“ ist, würde man als Bohème-Bourgeois meinen, und dennoch ist es der, der am traurigsten ist in Wien, würde man als Multikultureller seufzen. Ich werde es Ihnen näher erklären: Kennen Sie den Wunsch, der einen heimsucht, wenn man in einem Zoo ist? Man möchte die Gitter aufsprengen und die Tiere nur noch befreien! Diesen Wunsch, der dann von einem melancholischen Gefühl begleitet ist, das hochkommt, wenn einem klar wird, dass man klein und machtlos gegenüber dem eisernen Gitter ist? Dann willkommen in der MA 35: Jedes Jahr müssen wir – ich und meinesgleichen – dort erscheinen, um unseren Aufenthalt in Wien für noch ein weiteres Jahr zu verlängern. Ibrahim Amir lebt seit 2002 in Österreich. Über Menschen, die gekommen sind, um zu bleiben, und über die Zukunft der Behörden schrieb er sein Stück ‚Homohalal‘ (ab 22. April im Volkstheater). Sarajewo Thomas Köck: außen von schengen ich habe die ersten skizzen zu isabelle h. auf einer busfahrt von sarajewo nach wien gemacht. gekrakel und notizen im außen von schengen, wo personenund güterkontrollen wieder beginnen; an tot-orten, nicht-orten, grenz-orten, wie es sie tausendfach gibt, skeptische blicke vom passfoto ins antlitz, das warten, das aussteigen, das lüftungssurren; die willkür der staatsgewalt, die in anonymisierten, vogelfreien grenzzonen sich in ihrer totalen, juristischen hässlichkeit zeigt. Thomas Köcks Stück ‚Isabelle H.‘ handelt von einer illegalen Immigrantin gleichen Namens, die eine Odyssee über die Grenzen der Festung Europa hinter sich hat (Österreichische Erstaufführung am 12. März im Volx/Margareten).

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Dor Beach Resort/Tantura, Israel Maya Arad: Heimat Das Dor Beach Resort, nicht weit von Haifa, ist mein liebster Ort auf der ganzen Erde. Seit ich auf der Welt bin, verbringt meine Familie dort im Sommer ein oder zwei Wochen Ferien. Wir lassen unsere Verpflichtungen hinter uns, vergessen die Nachrichten, die Aussicht auf Betongebäude, die Geschäfte und den Stadtverkehr und gewöhnen uns schnell an das tiefe Blau des Mittelmeers und die Geräusche, die die kleinen Fischerboote der Araber aus dem nahegelegenen Dorf machen, wenn sie gegeneinander schlagen. Meine ersten und süßesten Erinnerungen stammen von dort: das erste Mal eine Kaktusfeige schmecken, das erste Mal einen Krebs in freier Natur sehen, die erste Liebe. Ich verbinde das Dor Beach Resort mit einem Gefühl der absoluten Freiheit: wo ich wild herumlaufen, ich selbst sein, den Saft von Wassermelonen an meinem Kinn hinunterlaufen lassen kann. In meinen Dreißigern habe ich über sechs Jahre lang in Amsterdam gelebt. Wann immer ich meine Heimat vermisste, war es nicht meine Heimatstadt, sondern das Dor Beach Resort, das ich vor Augen hatte, und das mich das tröstende Gefühl von Heimat spüren ließ. Eigenartigerweise fand ich erst im Erwachsenenalter heraus, dass das Dor Beach Resort einmal ein arabisches Dorf namens Tantura gewesen war; dass mein Gefühl der Freiheit auf den Ruinen des Freiheitsgefühls anderer aufgebaut war. Dass meine Erinnerung an meine Heimat die Erinnerung anderer an ihre Heimat war. Ich betrachte Tantura noch immer als meine Heimat und ich vermisse es immer noch, wenn ich weg bin. Ich kann mir nicht helfen, ich halte an diesen Erinnerungen fest, sie sind meine. Mein Kopf umgeht meine moralischen Konflikte auf seine Weise: Ich nenne es bei beiden Namen. Maya Arad lebt in Tel Aviv, ihr ‚God Waits at the Station’ erlebt am 10. Oktober seine deutschsprachige Erstaufführung im Volx/Margareten. Die Hauptfigur heißt Amal, arabisch für Hoffnung. Im Stück gab der Vater ihr diesen Namen in der Hoffnung, er würde eines Tages in seine palästinensische Heimat, die nunmehr in Israel liegt, zurückkehren können.

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Kaviarhaus, Neuer Markt 6, 1010 Wien Susanne Lietzow: Der rutschige Kaviar Wenn ich hier stehe, kommt mir immer der Nestroy’sche Aphorismus in den Sinn: „Streut Kaviar unters Volk, damit der Pöbel ausrutscht.“ Sehr inspirierend. Die Tirolerin Susanne Lietzow inszeniert am Volkstheater Nestroys Zwei-Klassen-Groteske ‚Zu ebener Erde und erster Stock‘ (ab 21. November im Volkstheater). Hautbahnhof, 1100 Wien Anna Badora: Via Süd von Ost nach West Beladen mit einem vollgestopften hellgrünen dünnen Rucksack und 100 USD, die ich bei meinen Freunden in Polen zusammengeschnorrt hatte, kam ich Mitte der 1970er-Jahre in Wien am Südbahnhof an. Der Südbahnhof war damals DAS Eingangstor von Ost nach West, ein Ort, dem von den Ausreisewilligen im Osten fast mythische Bedeutung zugeschrieben wurde. Wenn man erstmal am Südbahnhof in Wien angelangt ist, dann wird alles besser, dann beginnt das Paradies – so der Mythos. Für mich begann das Paradies vollbeladen, allein, ohne Kontakte und natürlich ohne Job … Dass aus dem Südbahnhof jetzt, wo ich wieder nach Wien komme (und in der Vorbereitungszeit mehrmals pro Woche hier umsteige), ein Hauptbahnhof geworden ist, nehme ich als gutes Omen. Anna Badora war Assistentin von Peter Zadek, bevor sie zuerst freischaffende Regisseurin (z. B. ‚Baumeister Solness‘ und ‚Emilia Galotti‘ am Volkstheater) und alsbald regieführende Intendantin wurde. 2006 wechselte sie von Düsseldorf an das Schauspielhaus Graz. Mit ‚Fasching’ (ab 5. September) eröffnet sie die Spielzeit am Volkstheater.


— Volkstheater Wien – Neues Mitglied der Union des Théâtres de l’Europe (UTE)

Die Verbindung des Wiener Volkstheaters mit Künstler/innen aus aller Welt ist fester Bestandteil des künstlerischen Programms. Damit einher geht die neu angetretene Mitgliedschaft in der Europäischen Theaterunion (UTE), einer Vereinigung von derzeit 20 Theatern, darunter Russland und Israel (siehe Karte). Ziel der UTE ist es, eine Plattform für außergewöhnliche transnationale Theaterprojekte zu bieten, die Vernetzung junger Theaterkünstler/innen aus allen Nationen zu befördern und die Pflege und Verbreitung kulturellen Erbes in den Partnerländern voranzutreiben. Somit ist Österreich durch das Volkstheater in der UTE vertreten, repräsentiert durch ihre Vizepräsidentin Anna Badora, die bereits mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus und dem Schauspielhaus Graz UTE-Mitglied war. Mit dem Grazer Schauspielhaus kamen zuletzt einige herausragende Theaterkooperationen mit starker internationaler Medienaufmerksamkeit und EU-Förderung zustande: Blog the theatre (2008), Emergency Entrance (2012), Atelier der Zweihundert (2012) und Atelier der Jugend (2013) sowie Greece vs. Austria (2013). Seit 2014 bis voraussichtlich 2018 arbeiten verschiedene europäische UTEMitglieds­t heater an dem länderübergreifenden EU-geförderten Vernetzungsprojekt conflict zones, das die Folgen des Ersten Weltkriegs auf die heutige politische Landschaft Europas untersucht. Festivals in Frankreich, Rumänien, Deutschland, Showcases in Israel, Österreich, Tschechien, Bulgarien, Italien, Portugal und damit einhergehende Debatten zwischen Zuschauer/innen, Kritiker/innen, Schauspieler/ innen, Autor/innen und Regisseur/innen sollen die kulturpolitische und künstlerische Standpunktsetzung der einzelnen Mitgliedsländer deutlich machen. Auch das vom Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres unterstützte Festival Serbischer November, das im November 2015 am Volkstheater stattfindet (siehe Seite 48), ist Teil des Projekts conflict zones. Im Rahmen dieses Festivals hält die UTE außerdem ihre Generalversammlung am Volkstheater ab, ihre erste in Österreich. 86


Oslo

St. Petersburg

Bochum

Moskau

Luxemburg Prag

Stuttgart Reims

Cluj Wien Zürich Bukarest Belgrad Sofia

Mailand Porto

UTE-Mitgliedstheater Nationaltheater Griechenland, Athen Jugoslovensko Dramsko Pozorište, Belgrad Schauspielhaus Bochum Teatrul Bulandra, Bukarest Kolozsvári Állami Magyar Színház | Ungarisches Theater Cluj Théâtre National du Luxembourg Piccolo Teatro di Milano | Teatro d’Europa Maly Theater Moskau National Theatret, Oslo Teatro Nacional São João do Porto Národní divadlo | Nationaltheater Prag Comédie de Reims Teatro di Roma Theater Laboratorium “Sfumato”, Sofia Maly Drama Theater | Teatr Evropy, St. Petersburg Staatsschauspiel Stuttgart Nationaltheater Israel | Habima, Tel Aviv Nationaltheater Nord-Griechenland, Thessaloniki Volkstheater Wien Theater Neumarkt Zürich 87

Rom

Thessaloniki

Athen

Tel Aviv


Direktion Prof. Anna Badora Künstlerische Direktorin Mag. Cay Stefan Urbanek Kaufmännischer Direktor Mag.a Eva-Maria Krainz Referentin der Künstlerischen Direktorin Astrid Kaulich Assistentin des Kaufmännischen Direktors Mag.a Michaela Seeböck, MAS Projektleitung der Kaufmännischen Direktion Mag.a Christa Huber Controlling

Künstlerisches Betriebsbüro Albert Held, Dr. Gerda Malaschofsky Leitung Künstlerisches Betriebsbüro und Produktionsleitung, Disposition Antje Lomer Mitarbeit

Volkstheater/Bezirke Doris Weiner Leitung Elisabeth Balog Bettina Krawert Irene Pernsteiner

Kommunikation Mag.a Lena Fuchs Leitung Mag.a Andrea Katharina Heinz Pressereferentin Benedikt Simonischek, B.Sc. Marketing und Sponsoring Enna Zagorac Assistenz

Dramaturgie Roland Koberg und Dipl. Theaterwiss. Heike Müller-Merten Leitung Dipl. Theaterwiss. Heike Müller-Merten Geschäftsführung Dr. Angela Heide Mag.a Veronika Maurer Mag.a Mona Schwitzer Dramaturginnen Anna Veress Gastdramaturgin & Dolmetscherin Mag.a Andrea Zaiser Assistentin der Dramaturgie Dipl.-Des. Bettina I. Zehetner Grafikdesign Mag. Gregor Dragostinoff Archiv

Personalbüro Martina Meril Leitung Silvia Mayer Brigitte Nebenführ

Ensemble Gábor Biedermann Thomas Frank Günter Franzmeier Rainer Galke Anja Herden Lukas Holzhausen Sarah Hostettler Katharina Klar Sebastian Klein Steffi Krautz Alexander Lhotzky Kaspar Locher Nadine Quittner Stefanie Reinsperger Christoph Rothenbuchner Nils Rovira-Muñoz Claudia Sabitzer Seyneb Saleh Birgit Stöger Stefan Suske Jan Thümer Günther Wiederschwinger Doris Weiner

Junges Volkstheater Dipl. Päd. Constance Cauers, Theaterpädagogin BuT Leitung Malte Andritter, BA Mag. Matthias Suske Beauftragter für theatrale Bildung in Schulen

Buchhaltung Marianne Rohringer Leitung Mag.a Hana Steiner Tageskassa und Abonnementbüro Andrea Geldner, MAS Leitung Gabriela Sattler Stellvertreterin Manuela Froß MMag.a Eva Mittermann Laura Schiller Nicole Tonner Barbara Veitschegger Gottfried Zens

Gäste Michael Abendroth Knut Berger Haymon Maria Buttinger Sylvia Bra Christian Dolezal Bettina Ernst Julius Feldmeier Nikolaus Habjan Katja Kolm Florian Köhler

— Mitarbeiter/innen

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Rupert Lehofer Adele Neuhauser Sebastian Pass Michael Ronen Martina Zinner Regie Anna Badora Viktor Bodó Jessica Glause Nikolaus Habjan Lukas Holzhausen Hannan Ishay Lorenz Kabas Signa und Arthur Köstler Sebastian Kreyer Susanne Lietzow Volker Lösch Dušan David Parˇ ízek Philipp Preuss Yael Ronen Anja Salomonowitz Sarantos Zervoulakos Bühne Ramallah Aubrecht Juli Balázs Jil Bertermann Jakob Brossmann Tal Shacham Mona el Gammal Thea Hoffmann-Axthelm Signa Köstler Hans Kudlich Aurel Lenfert Paul Lerchbaumer Dušan David Parˇ ízek Carola Reuther Michael Simon Fatima Sonntag Kostüme Jil Bertermann Ramallah Aubrecht Amit Epstein Werner Fritz 89

Mona el Gammal Teresa Grosser Denise Heschl Signa Köstler Paul Lerchbaumer Marie-Luise Lichtenthal Kamila Polívková Moria Zrachia Lichtdesign Tamás Bányai Musik/Klangdesign Bernhard Fleischmann Gilbert Handler Kornelius Heidebrecht Klaus von Heydenaber Gábor Keresztes Paul Skrepek Martin Zrost Fotographie Lupi Spuma Regieassistenz Carl Christian Fuhr Kerstin Hatzi (Gast) Mag.a Bérénice Hebenstreit Paul Spittler Haupthaus Mag.a Elisabeth Balog Bettina Krawert Irene Pernsteiner Volkstheater/Bezirke Ausstattungsassistenz (Gäste) Anna Christin Feilkas Katharina Heistinger Almasa Jerlagic Mira König Inspizienz Rudolf M. Grünberger Sigmar Kusdas Mario Schober

Soufflage Lisan Dunst Ingrid Hedbavny Jürgen M. Weisert Sprechtraining Barbara Maria Bernhard Technik Michael Mayerhofer Technischer Leiter Dipl.-Ing. Hannes Leiter Assistent Bühnenmeister Hamit Erbay Philipp Gafler Marc Messutat Bühnentechniker Manfred Ganser Alexander Häusler Karl Kuntner Christian Messinger Radovan Milenovic Christoph Taits Vorarbeiter Alexander Häusler Christian Messinger Radovan Milenovic Christoph Taits Vorarbeiter Martin Deltl Zoran Dokmanovic Daniel Bence Doma Thomas Fischer Thomas Fitzl Rudolf Herzer Roland Janu Norbert Kovacs Sascha Knisch Stefano Machalek Phillip Schmidt Harald Seebacher Andreas Storch Werner Strack Wolfgang Zauner


Schlosser und Maschinisten Karl Birkenau Leitung Gerhard Mikitz Vorarbeiter Markus Raspotnig Mahmut Sakizci Cihan Semiz Jakob Wurnig

Pyrotechnik Ing. Christopher Zinggl

Technik Volkstheater/Bezirke Mag. Hans Kudlich Leitung Christoph Fath Stellvertreter Bernhard Fürnkranz Beleuchtung Lehrlinge Veranstaltungs­technik Robert Iancso Raphael Albrecht Ton Patrick Mareta Lluis Lipp Giorgio Mazzi Andreas Stockinger Nicolas Twerdy Ton Bühnentechnik MMag.a Doris Jaindl Leitung Maske Roman Fischer Brigitte Kopriva Sebastian Hartl Leitung Judith Wieser Beleuchtung Stellvertreterin Alois Schauer Marina Juric (Karenz) Leitung Marianne Meinl Klaus Tauber Simone Riedl Stellvertreter Kerstin Schrotter Markus Hirscher Bianca Subosics Franz Jakubec Simon Wiese Ferdinand Krottendorfer Hannah Winter Andreas Kuder Jennifer Kunis Maske Volkstheater/Bezirke Herbert Nachtelberger Karo Hatzl Thomas Schaller Maria Stangl Requisite Lukas Geihsler Leitung Edith Bauer Christoph Krojer Manuel Prandl Andrea Reitbauer

— Mitarbeiter/innen

Kostümwesen Werner Fritz Leitung Susanne Mader Stellvertretende Leiterin

Damengewandmeisterinnen Brigitte Spielauer Andrea Pauschitz Schneiderinnen Klaudia Frittum Lisa Hochrainer Maria Kohoutek Tatjana Kosic´ (Karenz) Christine Neuninger Fundusverwaltung Heidrun Fischer Ankleider/innen N. N. Leitung Heidemarie Glaser Sylvia Götzel Edith Gratz Annemarie Nemec Sandra Sekanina Maria Veronesi Hausverwaltung Robert Leithner Leitung und Leitung EDV Michaela Lotz Stv. Leitung Hausverwaltung Andreas Mandl EDV-Mitarbeiter Hausarbeiter Thomas Hajny Baris Ünal Portiere Alfred Hahn Werner Oberhuber Richard Panzer

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Feuerwächter Lorenz Kugler Manfred Rotter Bernhard Ruthe Andreas Urbanek Botin Friederike Braumann Reinigung Dragica Dzijan Vorarbeiterin Zorica Djordjevic Doris Kammerhofer-Benigni Ruth Längauer Natascha Prudky Kevser Quhalli Adriana Velea Branka Vidovic (Karenz) Publikumsdienst Uwe Oitzinger Oberbilleteur Bernhard Knapp Stv. Oberbilleteur Billeteur/innen Lisa-Marie Bauer Stefan Buhr Peter Danzinger Maria Theresia Gafriller Andi Gjergji Ulrike Grohmann Inge Krisch Marko Marinkovic Magdalena Markovic (Karenz) Katharina Panzer Elisabeth Österreicher Rita Raith Maximilian Reichardt Johann Resch M. Saeedi Razavi Peter Simonsberger Tsetsegsaikhan Shirchin

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Garderobe Gerald Gießwein Veysel Gündüz Stefanie Hempel Zorica Kulic Martin Manessinger Mihai Nicolescu Nadia Stamov Dragica Steurer Lilia Tomova-Chopova Pia Alessandra Trauner Vladimir Tschervenuschev Mehtap Ünal (Karenz) Rukiye Yilmaz Theaterärztin DDr. Emilia Nagy Sicherheitsfachkraft Ing. Thomas Linner Betriebsrat Künstler/innen und Verwaltung Sigmar Kusdas Alexander Lhotzky Günther Wiederschwinger Betriebsrat Technik Robert Leithner Manfred Ganser Karl Kuntner Bernhard Knapp Werner Strack Rechtsbeistand Dr. Andreas Grundei Ploil Krepp Boesch Ehrenmitglieder Ksch. Heinz Petters Ksch. Prof. Dr.in Hilde Sochor Emmy Werner Dr. Rainer Moritz

Volkstheater Werkstätten GmbH Jürgen Pogats Robert Wejwar Werkstättenleitung Tischlerei Robert Aschauer Leitung Wolfgang Jany Manuel Krotendorf Gerhard Schneider Michael Schöll Johann Schranz Markus Schwaigler Rudolf Schweigler Schlosserei Johannes Scherr Tapeziererei Ernst Hoffmann Leitung Gerald Czerkalt Waltraut Sall Malersaal Andreas Piringer Leitung Gerhard Gärtner Stellvertreter Christian Grafe Markus Ressl Erich Stöger Dekorationsfundus Horst Ekelhardt


— ALLE SEHEN ALLES Perspektivwechsel im Theatersaal

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Mit der Spielzeit 2015/16 wird Ihr Besuch im Volkstheater noch angenehmer: Wir bauen zu ebener Erde eine neue Zuschauertribüne ein, auf der die Theatersessel neu angeordnet werden. Durch die bis auf die Unterkante des Balkons ansteigenden Reihen verbessern sich sowohl Sicht als auch Akustik, damit Sie das Bühnengeschehen noch unmittelbarer verfolgen können. Außerdem werden die Abstände zwischen den Reihen vergrößert: So sitzen Sie komfortabler und genießen mehr Beinfreiheit. Auch auf dem Rang sorgen wir für mehr Sitzkomfort und tauschen die alten Theatersessel gegen neue Modelle aus. Wagen Sie den Perspektivwechsel, denn ab jetzt gilt: Alle sehen alles!

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— Sitzplan

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— Einzelkartenpreise Volkstheater Preisgruppe

Preise I

Preise II

¤ 53

¤ 48

¤ 48

¤ 43

I

Cercle Tribüne Balkon Balkon-Logen

1.–4. Reihe 1.–2. Reihe 1.–2. Reihe

II

Tribüne Balkon Rang-Logen

3.–7. Reihe 3.–4. Reihe

III

Tribüne Balkon

8.–10. Reihe 5.–6. Reihe

¤ 42

¤ 37

IV

Tribüne Rang

11.–12. Reihe 1. Reihe, 2. Reihe Mitte

¤ 36

¤ 30

V

Rang

3.–5. Reihe Mitte, 2.–3. Reihe links und rechts

¤ 30

¤ 25

VI

Balkon 2. Rang-Logen

7.–8. Reihe

¤ 27

¤ 22

VII

Rang

6.–8. Reihe Mitte, 4.–8. Reihe links und rechts

¤ 19

¤ 14

VIII

Sitze mit Sichteinschränkung

¤ 16

¤ 11

IX

Säulenplätze

¤8

¤7

X

Blocksitze

¤7

¤6

X

Rollstuhlplätze

¤6

¤5

X

Stehplätze

¤5

¤4

Preise inkl. Garderobe. Die Preise für Veranstaltungen im Volx/Margareten und der Roten Bar entnehmen Sie bitte dem Monatsspielplan bzw. unserer Website www.volkstheater.at 95


— Karten kaufen und reservieren

Tageskassa: Vorverkauf und persönliche Beratung Volkstheater, Neustiftgasse 1, 1070 Wien, Eingang Burggasse (Straßenbahnhaltestelle) Öffnungszeiten: Montag bis Samstag von 10 bis 19.30 Uhr (ausgenommen Sonn- und Feiertage, Karfreitag und Heiliger Abend) Telefon +43 (0)1 52111–400 An der Tageskassa beraten Sie Manuela Fross, Eva Mittermann, Laura Schiller, Nicole Tonner und Barbara Veitschegger. Am 10. eines Monats beginnt der Vorverkauf für alle Vorstellungen des Folgemonats, für Abonnent/innen am 5. des Monats (fällt der 10. bzw. 5. auf einen Samstag, Sonn- oder Feiertag, beginnt der Vorverkauf am darauffolgenden Werktag). Vorverkauf per Telefon oder Internet Ab Vorverkaufsbeginn bis drei Stunden vor Vorstellungsbeginn. Telefon +43 (0)1 52111–400 (zu den Öffnungszeiten der Tageskassa) Rund um die Uhr: www.volkstheater.at/karten — Sitzplatzgenau buchen mit Kreditkarte (Diners Club, VISA, MasterCard, AmericanExpress) und per Sofortüberweisung. — Online gekaufte Karten mit print@home zuhause ausdrucken. Online oder telefonisch gekaufte Karten können im Vorverkauf an der Tageskassa, am Vorstellungstag im Foyer am Kreditkartenschalter bzw. der Abendkassa abgeholt werden. Online sind, ausgenommen Frühbucherbonus, keine Ermäßigungen möglich – bitte setzen Sie sich mit der Tageskassa in Verbindung. Karten reservieren Telefon +43 (0)1 52111–400 (zu den Öffnungszeiten der Tageskassa) E-Mail ticket@volkstheater.at Fax +43 (0)1 52111–444 Karten werden bis zwei Werktage vor dem Termin reserviert und können an der Tageskassa abgeholt werden (bei Silvestervorstellungen und Sonderveranstaltungen vorgezogener Abholtermin). Abholung von Gruppenreservierungen bis sieben Werktage vor dem Termin. Am Vorstellungstag selbst werden keine Reservierungen mehr angenommen. Abendkassa An allen Spielstätten ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet, die Abendkassa der Roten Bar öffnet eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn.

— Service

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— Ermäßigungen Volkstheater

Ermäßigungen im Vorverkauf an der Tageskassa* 40% Studierende, Schüler/innen, Lehrlinge, Arbeitslose, Präsenz- und Zivildiener (zusammen mit gleichlautender Club-Ö1-Karte 45%) Schulgruppen (ausgenommen Institutionen der Erwachsenenbildung) 30% Gruppen ab 30 Personen 20% Gruppen ab 20 Personen  10% M itglieder von Club Ö1 und Club Wien.at Gruppen ab 10 Personen Aktive Lehrer/innen Ermäßigungen für den jeweiligen Vorstellungstag erhalten Sie bis 18 Uhr. Gruppenermäßigung wird nur bei gesammelter Abholung gewährt. Ermäßigungen an der Abendkassa* Restkarten zu ¤ 6 für Studierende, Schüler/innen, Lehrlinge, Arbeitslose, Präsenzund Zivildiener Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur"* Inhaber/innen des Kulturpasses erhalten Freikarten nach Verfügbarkeit. Mehr Informationen: www.hungeraufkunstundkultur.at Frühbucherbonus Online

Bis zu 25% Frühbucherbonus bei gekennzeichneten Vorstellungen Theater-Dienstag 50% auf alle Karten Am jeweiligen Vorstellungs-Dienstag ab 15 Uhr an der Tages- und Abendkassa Nach Verfügbarkeit, keine Reservierungen möglich. *Die Vorlage eines gültigen Ausweises ist erforderlich. Gilt nicht für Premieren, Gastspiele, Silvestervorstellungen und Sonderveranstaltungen.

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— Abonnent/in werden

Wählen Sie Ihren bevorzugten Wochentag mit fixem Sitzplatz – werden Sie Festabonnent oder Festabonnentin des Volkstheaters und erleben Sie an acht ausgewählten Tagen im Jahr das neue Programm des Volkstheaters (bei kleinen Abonnements entsprechend weniger). Genießen Sie die zahlreichen Vorteile: Ermäßigungen, zusätzliche Serviceleistungen und weiterführende inhaltliche Informationen. Werden Sie Volkstheater-Abonnent/in – mit der Sicherheit eines festen Platzes auch bei ausverkauften Vorstellungen! Die Mitarbeiter/innen des Abonnementbüros beraten Sie gerne. Abonnementbüro Postanschrift: Volkstheater, Neustiftgasse 1, 1070 Wien Zugang: Volkstheater, Eingang Burggasse (Straßenbahnhaltestelle) Öffnungszeiten: Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr (ausgenommen Feiertage, Karfreitag und Heiliger Abend) Telefon +43 (0)1 52111–422 E-Mail abo@volkstheater.at Fax +43 (0)1 52111–444 Es beraten Sie Gabriela Sattler und Gottfried Zens. Ein Abonnement verteilt sich über die gesamte Spielzeit, eine Bestellung vor dem 1. Juni wird empfohlen. Auch danach ist der Einstieg in ein Volkstheater-Abo jederzeit möglich (bei 8er-Festabos nur so lange, bis die ersten vier Abo-Produktionen abgespielt sind).

— Service

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Festabonnements Ersparnis

Kleines Wahlabonnement

Wahlabonnements

40% 30% 45% 45% 70% 30% 20%

Vorstellungen

I

10er-Wahlabonnement

U-27-Abonnement

Kleines Sonntagnachmittags-Abonnement

Sonntagnachmittags-Abonnement

Kleines Volkstheater-Abonnement

Volkstheater-Abonnement

— Abonnementpreise

8

5

8

5

8

10

4

230

168

204

132

115

336

154

206

151

182

118

103

301

138

178

130

157

102

89

259

118

144

105

127

83

72

210

96

120

88

106

69

60

175

80

7.-8. Reihe

106

77

93

61

53

154

70

4.-8. Reihe links und rechts 6.-8. Reihe Mitte

67

49

59

39

33,5

98

45

Cercle

4. Reihe

Tribüne

1.-2. Reihe

Balkon

1.-2. Reihe

Balkon-Logen II

Tribüne

3.-7. Reihe

Balkon

3.-4. Reihe

1. Rang-Logen III

IV

V VI VII

Tribüne

8.-10. Reihe

Balkon

5.-6. Reihe

Tribüne

11.-12. Reihe

Rang

1. Reihe links und rechts, 2. Reihe Mitte

Rang

2.-3. Reihe links und rechts 3.-5. Reihe Mitte

Balkon 2. Rang-Logen Rang

Alle Preise in Euro. Zuzüglich ¤ 6 Verwaltungsgebühr. Preise inkl. Garderobe. 99


— Festabonnement 2015/16 Volkstheater-Abonnement — 8 Vorstellungen pro Spielzeit an einem festen Wochentag — ca. 40% Ersparnis gegenüber dem Einzelkartenpreis NEU! Kleines Volkstheater-Abonnement — 5 Vorstellungen pro Spielzeit an einem festen Wochentag — ca. 30% Ersparnis gegenüber dem Einzelkartenpreis Sonntagnachmittags-Abonnement — 8 Sonntagnachmittags-Vorstellungen — ca. 45% Ersparnis gegenüber dem Einzelkartenpreis Kleines Sonntagnachmittags-Abonnement — 5 Sonntagnachmittags-Vorstellungen — ca. 45% Ersparnis gegenüber dem Einzelkartenpreis NEU! U-27-Abonnement Für alle unter 27 Jahren – nicht nur für Student/innen! — 8 Vorstellungen pro Spielzeit — ca. 50% auf den normalen Abo-Preis und ca. 70% gegenüber dem Einzelkartenpreis Abotermine können auf Wunsch getauscht werden, nicht aber das Stück (Tauschgebühr pro Karte ¤ 3). Premierenabonnement Nur auf Anfrage. Bitte um Kontaktaufnahme mit dem Abonnementbüro. Alle Festabonnements beinhalten — 20% Rabatt auf die Vorstellungen des Volkstheaters auch in den Bezirken und Nebenspielstätten (ausgenommen Premieren, Gastspiele, Silvestervorstellungen und Sonderveranstaltungen) — Vorkaufsrecht ab dem 5. des Monats für den gesamten Folgemonat — A bo-Treffen in der Roten Bar: Gegen Ende der Saison laden wir Sie zu einem exklusiven Treffen mit dem Leitungsteam ein. Hier erfahren Sie alles über die kommende Spielzeit! — Ein Abonnement der Zeitschrift Bühne

— Service

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— Wahlabonnement 2015/16

Ein Volkstheater-Wahlabonnement beinhaltet zehn bzw. vier Wahlabo-Schecks. Diese sind für alle Vorstellungen einlösbar, die im Spielplan mit „Wahlabo“ markiert sind. Die Schecks können an der Tages- und Abendkassa gegen Karten eingetauscht werden, je nach Verfügbarkeit in der gewählten Preiskategorie. Das Abonnementbüro berät Sie gerne: Telefon +43 (0)1 52111–422 E-Mail abo@volkstheater.at Fax +43 (0)1 52111–444 10er-Wahlabonnement — ca. 30% Ersparnis gegenüber dem Einzelkartenpreis — Nachkauf von Wahlaboschecks mit 30% Ermäßigung in 2er-Einheiten möglich (gleiche Kategorie, keine Verwaltungsgebühr) — 20% Rabatt auf die Vorstellungen des Volkstheaters auch in den Bezirken und Nebenspielstätten (ausgenommen Premieren, Gastspiele, Silvestervorstellungen und Sonderveranstaltungen) Vorkaufsrecht ab dem 5. des Monats für den gesamten Folgemonat — Abonnement der Zeitschrift Bühne — Einladung zum Abo-Treffen in der Roten Bar Kleines Wahlabonnement Das Abo für Einsteiger/innen — 4 Wahlabonnement-Schecks — ca. 20% Ersparnis gegenüber dem Einzelkartenpreis Erhältlich nur bis 31. Dezember 2015

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— Bezirke-Abonnement

Ein Bezirke-Abonnement beinhaltet vier Vorstellungen in Ihrer jeweiligen Bezirksspielstätte und zwei Freikarten Ihrer Wahl im Volkstheater. Werden Sie Bezirke-Abonnentwwin und lassen Sie sich vom Volkstheater „zu Hause“ besuchen. — 4 Vorstellungen des Volkstheaters in Ihrem Bezirk — 2 Freikarten für weitere Volkstheater-Produktionen Ihrer Wahl (Bestellung telefonisch oder persönlich in der Tageskassa, Sitzplatz-Kategorie nach Verfügbarkeit. Bestellte Karten werden bis zwei Werktage vor dem Termin reserviert und können an der Tageskassa abgeholt werden)* — 20% Rabatt auf Vorstellungen im Volkstheater* — Vorkaufsrecht für Vorstellungen im Volkstheater ab dem 5. des Monats für den gesamten Folgemonat — „Bezirke-Café“ in der Roten Bar — Jahresabonnement der Zeitschrift Bühne zum Sonderpreis von ¤ 10 (bei einer Anmeldung bis 30. Juni 2015) — September-Special: eine Vorstellung zum Vorteilspreis von ¤ 8 im Volkstheater im September 2016 Abo-Bestellung und Beratung Volkstheater/Bezirke Postanschrift: Volkstheater in den Bezirken, Neustiftgasse 1, 1070 Wien Telefon +43 (0)1 52111–77 E-Mail bezirke@volkstheater.at, bettina.krawert@volkstheater.at Von Montag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr beraten Sie unter dieser Nummer die Bezirke-Mitarbeiterinnen Mag.a Elisabeth Balog, Bettina Krawert, Irene Pernsteiner und Doris Weiner, Leiterin Volkstheater/Bezirke. Beratungsgespräche und Verkauf sind auch bei den jeweiligen Vorstellungen in den Bezirken möglich. Einzelkarten für Kurzentschlossene sind an der Abendkassa der jeweiligen Spielstätte bzw. der Volkstheater-Tageskassa erhältlich. *ausgenommen Premieren, Silvestervorstellungen Gastspiele und Sonderveranstaltungen sowie Onlineverkauf. Nach Maßgabe der verfügbaren Plätze.

— Service

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— Preise und Spielstätten

Kategorie

Abo-Preis

Einzelkarte

A

¤ 82

¤ 24

B

¤ 68

¤ 20

C

¤ 51

¤ 15

D

¤ 30

¤ 10

Alle Abopreise zuzüglich ¤ 3 Verwaltungsgebühr. Bezirke-Adressen 1., VHS Wiener Urania Uraniastraße 1 (N, 1, 2) 2., VZ Leopoldstadt Praterstern 1 (U1, U2; S1, S2, S3; 5) 4., Theater Akzent Theresianumgasse 18 (U1; D; 13A) 5., Volx/Margareten Margaretenstraße 166 (U4; 59A) 10., VZ PAHO (Per-Albin-Hansson-Siedlung-Ost) Ada-Christen-Gasse 2, Stiege B (U1; 67) 10., SiMM City Simmeringer Hauptstraße 96 a (U3; 6, 71; 15A, 76A) 12., Theatersaal Längenfeldgasse Längenfeldgasse 13-15 (U4, U6; 62; 59A, 15A) 13., VHS Hietzing Hofwiesengasse 48 (S1; 60, 62) 15., VZ Rudolfsheim-Fünfhaus Schwendergasse 41 (52, 58; 57A) 16., VHS Ottakring Ludo-Hartmann-Platz 7 (U6; 48A) 19., VZ Döbling Gatterburggasse 2a (38; 10A, 35A) 19., VZ Heiligenstadt Heiligenstädter Straße 155 (U4; D; 38A) 20., VZ Brigittenau Raffaelgasse 11-13 (U6; 33, 5; 5A, 39A) 21., VZ Floridsdorf Angerer Straße 14 (U6; S1, S2,S3; 26: 29A) 21., VZ Großfeldsiedlung Kürschnergasse 9 (U1; S1,S2) 21., VZ Großjedlersdorf Siemensstraße 17 (U6; 31,33; 30A, 31A) 22., VZ Donaustadt Bernoullistraße 1 (U1; 25; 26A, 93A) 23., VZ Erlaa Putzendoplergasse 4 (U6; 60A, 64A, 66A) 23., VZ Liesing Liesinger Platz 3 (S1, S2, S3; 60A, 62A, 64A, 66A) Abendkassa und Gastronomiebetrieb sind jeweils 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet. 103


— Spielstätten

Volkstheater Neustiftgasse 1, 1070 Wien U2, U3, Station Volkstheater Straßenbahn 1, 2, D, 49 Bus 2A, 48A Rote Bar Haupteingang oder Seiteneingang Burggasse (Straßenbahnhaltestelle), 1070 Wien Die Abendkassa in der Roten Bar ist eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Volx/Margareten Margaretenstraße 166, 1050 Wien U4, Station Margaretengürtel Straßenbahn 6, 18 Bus 12A, 59A Volkstheater/Bezirke 19 Spielstätten in 14 Wiener Bezirken – eine Liste aller Spielstätten und weitere Informationen zum Abonnement in den Bezirken finden Sie auf den Seiten 102 und 103.

— Service

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— Allgemeine Informationen

Spielplaninformation Wenn Sie unseren Monatsspielplan regelmäßig per Post zugeschickt bekommen möchten, teilen Sie uns bitte Ihre Adresse mit: Telefon +43 (0)1 52111–400 E-Mail: info@volkstheater.at Auf www.volkstheater.at können Sie unseren elektronischen Newsletter bestellen und werden laufend über alle Highlights und Aktionen informiert. Informationen für Besucher/innen mit Handicap Eingang für den Theaterbesuch über Neustiftgasse Wir verfügen über acht Rollstuhlplätze im Erdgeschoss. Voranmeldung bis eine Woche vor dem jeweiligen Termin unter +43 (0)1 52111–400 Je 2 Behindertenparkplätze: Neustiftgasse 1 (8–22 Uhr) und Museumstraße/Rückseite Volkstheater (19–24 Uhr) Audiodeskription an ausgewählten Tagen in Kooperation mit der Hilfsgemeinschaft der Blinden und Audio2Team Parken Parkscheine erhalten Sie zum Trafikpreis bis Vorstellungsbeginn an der Tageskassa. Parkgaragen Sie erhalten Sonderkonditionen von 17–7 Uhr für die BOE Parkgarage, am Rathausplatz (¤ 5) und von 17–8 Uhr für die WiPark-Garage Stiftgasse (¤ 6,90). Unsere Mitarbeiter/innen an der Tageskassa informieren Sie gerne.

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Stückeinführungen – live und als Podcast Zu allen Premieren des Volkstheaters finden Sie auf unserer Homepage Stückeinführungen der Produktionsdramaturg/innen als Audio-Podcast. Gerne senden wir Ihnen diese auch per E-Mail zu. Schon vor der Vorstellung können Sie sich bequem zu Hause über literarische und thematische Hintergründe sowie Wissenswertes zur Inszenierung informieren. An bestimmten Vorstellungstagen hält der/die Produktionsdramaturg/in eine Einführung im Weißen Salon. Bühnenführungen Möchten Sie hinter die Kulissen blicken? Führungen nach Vereinbarung. Mindestanzahl: 15 Teilnehmer/innen Kontakt Telefon: +43 (0)1 52111–400 E-Mail: info@volkstheater.at Theater-Geschenkgutscheine zu 5 – 500 ¤, erhältlich und einlösbar an der Tageskassa und online für alle Veranstaltungen des Volkstheaters. Vermietung Möchten Sie die Rote Bar, den Weißen Salon oder das ganze Theater mieten? E-Mail: vermietung@volkstheater.at


— Freund/innen werden

Wir sind eine Gruppe engagierter kulturinteressierter Persönlichkeiten aus Wien, die dabei sind, einen aktiven Freundeskreis des Volkstheaters aufzubauen. Dafür suchen wir theaterbegeisterte Menschen, die sich in diesem Freundeskreis für unser Theater auf verschiedenen Ebenen engagieren möchten. Der Verein soll sich als Plattform von und für engagierte Theaterfreunde verstehen, die im persönlichen Gedankenaustausch miteinander und im Dialog mit dem Ensemble sowie der Leitung das Volkstheater unterstützen und fördern. Damit daraus eine wunderbare Freundschaft erwachsen kann, werden wir vor allen anderen informiert, was alles Spannendes vor und hinter den Kulissen passiert. Zu besonderen Gelegenheiten treffen wir uns exklusiv mit Mitgliedern des Ensembles und der Leitung, feiern gemeinsam und nehmen an einer Probe teil, um mit dem/der Regisseur/in über seine/ihre Arbeit zu reden. Der Gründerkreis Wenn Sie eine Mitgliedschaft im Freundeskreis interessiert, schreiben Sie uns bitte an freundeskreis@volkstheater.at Weitere Vorteile einer Mitgliedschaft finden Sie demnächst auf www.volkstheater.at In diesem Sinne: Bringen Sie sich ein. 106


— Weil es uns allen gehört

1889 von den Wiener Bürger/innen „für das Volk“ gegründet, gehört das Volkstheater uns allen. Auch heute sind wir gefragt, einen Beitrag zum Fortbestand dieses einzigartigen Hauses zu leisten, denn: Eine Generalsanierung ist dringend notwendig, um das Gebäude zu erhalten. Die Jahressubventionen unterstützen zwar den laufenden Spielbetrieb, ermöglichen jedoch nicht die grundlegende Instandsetzung des Hauses. Ein Teil der Kosten für die Generalsanierung wird von der öffentlichen Hand getragen, dennoch hat das Volkstheater einen Eigenanteil zu erbringen. Auch Sie können dazu beitragen, die Zukunft unseres Volkstheaters zu sichern. Unterstützen Sie das Volkstheater mit einer steuerlich absetzbaren Spende: — über die Crowdfunding-Plattform der BAWAG P.S.K.: www.crowdfunding.at — oder auf das Treuhandkonto für das Bundesdenkmalamt, Empfänger: TH-Kto f. d. BDA, Notar Dr. Gerhard Schuessler, IBAN: AT30 1400 0001 1038 6109, Verwendungszweck: Volkstheater Generalsanierung mit einer Patenschaft für einen Theatersessel: Bestücken Sie einen Theatersessel mit einer Plakette, die Ihren Namen oder Wunschtext trägt. Die Theatersitz-Patenschaft ist für eine einmalige Spende ab 350 Euro erhältlich und gilt für sieben Jahre. Mehr Informationen erhalten Sie im Abonnementbüro. Telefon +43 (0)1 52111–422 E-Mail abo@volkstheater.at 107


Sponsoren und Kooperationspartner/innen ARBEITERKAMMER WIEN BIERBRAUEREI SCHREMS BUNDESMINISTERIUM FÜR BILDUNG UND FRAUEN BUNDESMINISTERIUM FÜR EUROPA, INTEGRATION UND ÄUSSERES CITROËN DRUCKEREI WALLA HUNGER AUF KUNST & KULTUR INSTITUT FÜR THEATER-, FILM- UND MEDIENWISSENSCHAFT, UNIVERSITÄT WIEN INSTITUT FÜR SLAWISTIK, UNIVERSITÄT WIEN INSTITUT FÜR GERMANISTIK, UNIVERSITÄT BELGRAD KULTURKONTAKT AUSTRIA MAX REINHARDT SEMINAR ÖGB KULTURLOTSINNEN PID PRESSE- UND INFORMATIONSDIENST DER STADT WIEN RADIO STEPHANSDOM REPUBLIK ÖSTERREICH – PARLAMENT STYRIA MULTI MEDIA LADIES UTE – UNION DES THÉÂTRES DE L’EUROPE VOLKSHILFE ÖSTERREICH WIENER FESTWOCHEN WIENER WORTSTAETTEN — Medienpartnerschaften

Stand: April 2015

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— Produktionssponsoren

DOROTHEA-NEFF-PREIS In langer Tradition wird am Volkstheater jährlich der Dorothea-Neff-Preis verliehen. In vier Kategorien lobt der Sponsor BAWAG P.S.K. mit je 3000 Euro dotierte Preise für künstlerische Mitwirkende des Volkstheaters aus. Ausgezeichnet werden von einer Fachjury die beste Regie, die beste schauspielerische Leistung, die beste schauspielerische Nachwuchsleistung sowie ein herausragendes humanitäres Engagement im Laufe einer Volkstheater-Saison. Hinzu kommt ein Publikumspreis (gesucht wird der weibliche oder männliche „Publikumsliebling“), der zum Ende der Spielzeit per Stimmzettel ermittelt wird.

— Subventionsgeber

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Stand: April 2015


WEIL ES FÜR DAS LEBEN KEINE GENERALPROBE GIBT. Kunst und Kultur verbinden Menschen und gehören zum Leben wie die Bühne zum Theater. Darum fördert die Wiener Städtische künstlerische Vielfalt und den kulturellen Dialog mit KünstlerInnen, KundInnen und Unternehmen.

WIR UNTERSTÜTZEN DAS. wienerstaedtische.at facebook.com/wienerstaedtische


© Christoph Sebastian/Volkstheater Wien

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Gut für Österreich.


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Mariella Die General Jänner schreibu keit vom 1. g der sfunktio nft ng versamm en. 1989, BGBl. desIV/4 Jänner Abteilu Von ngsgese I. nen zu bekan lung 2014 tzes 1989, Tom Der Monats Nr. 85 erhöhen nten (zentral Appleton Vogels . e Dienste BGBl. neu zu Di besetzen bezug mindest ...........und 454459 Nr. beträgt ) gibt Rätsel ........... gelangt im Bundes bei Beamtin85/1989 in der un Bewertuens brutto € Die Salzburge auf. ministe daher geltend........... ........... nen oder gesetzli ngsgruppe 3.003,60 und zur........... ihrer Existenz r Verkehrsv en Fassung Ausschr rium für Inneres 4 bei Vertrag Beamte ........... eibung Arbeits chen Vorschr monatlich mindest viel erreicht,erbund GmbH aktuellen “ ist mit sbedien n in der Verwen. ...im platzes iften durch ist ein hundertpr 35Sinne des Stellenbes hat steten ens verbund etzungsge aber auch in dungsgr beträgt Dieene anreche brutto € AusGeschi setzes schreibtden kommendozentiger Tochterbe 3.710,70 Entlohn das Entgelt uppe A nbare 1, Funktio Vordien . 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Jahrgang Abteilu 38-I/201 und Amtsau tungsev rgänge nwesen enheiten ng IV/5 3 Grund Ausschreib erstellte und Abschlu idenz; Hausve ; Abfallbewirtsch srüstun der Lagerha des Bundes Die Funktio g n Richtlin ss von ung rwaltun Bewerb gesetzes ltung; aftung; (sofern Verträg n „Leitun gsangel Wirksam ien; ungen Drucke vom 25. en in diesen Inneres egenhei zentrale um die reiclust Wirtschaftsstell Jänner schreibu keit vom 1. g der Abteilu er; Angeleg ausgesc 1989, BGBl. Angeleg ten; Fuhrgerecht , zu Handen Jänner ngsgese ng I/7 I. enheiten enheitene des Bundes , wenn des Leitershriebene 2014 (EU-An IV. tzes 1989, Der Monats Nr. 85 Funktio sie bis der Amtska ministeriums im Gemäß BGBl. neu zu besetzen gelegenheiten) 18. Novemb der Sektion n sind bezug mindest Nr. 85/1989 ssa (Zahlste für beträgt werbun § 6 Absatz 1 und gelangt im Bundes I, Herreng samt Lebensl er 2013 bei Beamtin Bewertuens brutto € in der lle).“ asse ministe eignet gsgesuch die des Ausschreibungs bei der oben auf daher geltend nen oder erschein gesetzli ngsgruppe 4 3.003,60 und Gründe en Fassung zur Ausschr rium für angefüh7, 1014 Wien“an „das Bundes bei Vertrag en lassen. Beamte anzufüh gesetzes Inneres Gemäß rten Stelle eibung zu richten Arbeits chen Vorschr monatlich mindest ministe 1989 ren, die sbedien n in der Verwen. im Sinne “ ist mit lifiziert § 5 Absatz platzes iften durch und gelten rium für sie für haben die Bewerb eingelangt steten ens verbund des Ausen Tätigke 2a des Ausschr dungsgr beträgt die Bekleid sind. anreche brutto € als fristdie Betrauu ene Entlohn 3.710,70 das Entgelt uppe A1, iten oder nbare eibungs ung der erinnen oder ng mit Vordien . Der Bezug ungsbes Funktio Bewerb Praktik gesetzes Bewerb in Gemäß ausgesc stzeiten tandteil nsgrupp erinnen a in er in ihrem 1989 § 5 Absatz dem ausgesc hrieben erhöht der Entlohn sowie e. oder Bewerb hrieben einem Tätigke wird darauf a) die en Funktio sonstige sich eventue ungsgruppe e 6 dass Bewerb Be2b des österrei en Arbeits itsberei hingewi Ausschr er für ungen n als gev1 scheidu mit den ll auf chische b) die diese Funktio platz (Funktich außerha von Frauen esen, dass eibungs II. ng über Besonde Basis derer sich näher volle Handlu Staatsb gesetzes mit dieder lb Erfahru ürgersc rheiten um Wien, n haben Besetzu c) die 1989 sowie on) wirksam der Diensts ngsfähi haft, des ng dieserdie ausgeschrieben folgend persönl 2. 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Bewohner einer Ortschaft, in der die Pest wütet, flehen zum Himmel um Hilfe. Wien-Bild (farbverstärkt): C. Schütz, 1785

auch – siehe oben – in der Donaumetropole wirkte, trugen seine Drucke z.T. Wien als Ortsangabe. In jeder Version aber diente das Werk wissbegierigen Zeitungslesern, die mehr zu einer im Blatt erwähnten Stadt, Gegend etc. erfahren wollten.

zettenfreunden mehr bieten? Etwa die Opferzahl?

■ AUFGELESEN

Nuss

Dreifach-Nuss; zur Zeitreisenlotto-Teilnahm Zeitreisenlotto-Teilnahme genügt eine richtige (Teil-)Antwort.

ZEITREISEN-NUSS NUMERO 332 1. FRAGE: Während der 1713/14 in Wien wütenden Pestepidemie wurde die Errichtung welches Baues gelobt – a) Pestsäule, b) Pestkreuz in Währing, c) Karlskirche? Für Tüftler: Wer gab das Gelöbnis? Wer schuf den Bau? Welche Stilmerkmale hat der Bau? 2. FRAGE: Nach welchem großen Nachdrucker heißt eine Gasse beim Wiener Graben? Für Tüftler: Kann man den geschäftstüchtigen Unternehmer des 18. Jhs. Raubdrucker nennen? Wo wurde er 1717 geboren? Welche bedeutende Frau half ihm beim Aufstieg? 3. (ORCHIDEEN-)FRAGE (knifflig!): Welcher besondere Umstand hob nicht zuletzt im 18. Jh. jeweils die Bedeutung der niederösterreichischen Orte Purkersdorf, Sieghartskirchen, Perschling und St. Pölten bzw. Langenzersdorf, Stockerau, Weikersdorf, Maissau und Horn? In welchen Orten erinnern welche Gebäude (Fotos würden Freude bereiten!) an die seinerzeitige Funktion dieser Siedlungen? Welchen Bedeutungswandel machten die Orte bis heute durch? Welcher Faktor war dabei am wichtigsten? ZUSATZORCHIDEE: War einer der angeführten Orte im 18. Jh. Sitz eines Kreisamts? Welche Funktion hatten Kreisämter bzw. Kreishauptmann? Wann schuf man die Ämter? ZEITREISENLOTTO: Nussknackern winkt ein Buchpreis. (Teil-)Antworten zu Nuss Nro. 332 sollen bis M o n t a g , d e m 3 1 . M ä r z , einlangen. Kennwort: ZEITREISEN. Post: „Wiener Zeitung“/Prof. Alfred Schiemer, MQM 3.3, Maria-Jacobi-Gasse 1, 1030 Wien. Fax: (01) 206 99-433. E-Mail: alfred.schiemer@wienerzeitung.at ■

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Wien vor 1800. Bild zur Post-Abfahrt (wohl von G. E. Opitz, 1775–1841) aus: Österreichs Post – Einst und Jetzt, o. 0., o. J. (= Wien ca. 1930)

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Verleger, Herausgeber Volkstheater Ges.m.b.H. Neustiftgasse 1, 1070 Wien +43 (0)1 52111–0 info@volkstheater.at www.volkstheater.at Künstlerische Direktion Prof. Anna Badora Kaufmännische Direktion Mag. Cay Stefan Urbanek Redaktion Dramaturgie, Kommunikation Fotomontage Theatersaal Jarder & Spacek Portrait Anna Badora und Ensemblefotos Lupi Spuma Grafik Traktor Werbeagentur GmbH Druck Walla Druck Stand 15. April 2015

Künstler/innencredits Cover & Hakoah Wien Katja Hasenöhrl www.behance.net/followthewhiterabbit Fasching Bernd Preiml www.berndpreiml.net Nora³ Riri Froehlich www.ririfroehlich.com Der Marienthaler Dachs David Mathews www.davidm.co Alte Meister & God Waits at the Station David Leitner www.davidleitner.at Das Missverständnis Stefanie Hintersteiner graustufen1@gmail.com Zu ebener Erde und erster Stock & Site-Specific Theatre Christian Schütz www.christianschuetz.at Überzeugungskampf Aslan Kudrnofsky www.imrahmen.at Romeo und Julia Theresa Scherrer www.behance.net/TheresaScherrer Iwanow Alicia Pawelczak www.aliciapawelczak.tumblr.com

Homohalal Simon Brugner www.simonbrugner.com Nachtschicht Zef Depplin www.zefdep.tumblr.com Ihre Version des Spiels Marlies Plank www.marliesplank.com Ausblick nach oben Maria Prieto Barea www.mariaprietobarea.com Das Wechselbälgchen Laura Schaeffer www.lauraschaeffer.com Die Fleischhauer von Wien Bastian Moosburger bastian.moo@speed.at Mugshots Anu Blaha www.anublaha.tumblr.com Der Junge wird beschnitten. Lisa Edi www.lisa.edi.is Spieltriebe Peter Phobia www.peterphobia.com Topographie des Spielplans Aki Namba www.akinamba.com

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Volkstheater Wien Spielzeit 2015/16  
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