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WIEN SPIELZEIT 2017/18


WIEN SPIELZEIT 2017/18


— Inhalt

Vorwort

5 —

Premieren 2017/18

6 —

Volkstheater

8 Iphigenie in Aulis | Occident Express 10 Höllenangst 12 Wien ohne Wiener 14 1984 16 Die Zehn Gebote 18 #FröhlicheApokalypse (AT) 20 Viel Lärm um nichts 22 Generalsanierung – was erwartet Sie? 24 Odeon in der Taborstraße – mehr als eine Ausweichspielstätte 26 Lazarus 28 Im Repertoire 30 Extra 31 Tag der offenen Tür —

Rote Bar

32 34 Volkstheatergespräche mit Corinna Milborn 35 Trojanow trifft. Sonntagsgespräch mit Ilija Trojanow —


Junges Volkstheater

64 —

Volkstheater/Bezirke

36 38 Das Haus am See (On Golden Pond) 40 Der Lechner Edi schaut ins Paradies 42 Anderthalb Stunden zu spät 44 Emilia Galotti —

Volx/Margareten

46 48 Extremophil 50 Vereinte Nationen 52 Festival Kroatischer November 54 Ein Projekt von Pınar Karabulut 56 Concord Floral 58 Festival Neues Wiener Volkstheater 60 Vienna – All Tomorrows 62 Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft —

UTE – Union des Théâtres de lʼEurope

72 —

Ensemble

74 —

Mitarbeiter/innen

98 —

Service

102 Sitzplan, Karten, Abonnements 112 Spielstätten 113 Service von A–Z 114 Freund/Freundin werden 115 Generalsanierung unterstützen 116 Kooperationspartner/innen und Sponsoren 126 Künstler/innencredits und Impressum —


Liebes Publikum, wir sind Zeitzeug/innen einer Welt aus den Fugen. Gerade erleben wir einen Bruch mit über Jahrzehnte gewachsenen gesellschaftlichen Verabredungen und sozialen Regeln – die nur funktionieren, wenn sich eine Mehrheit von Menschen daran hält –, und zwar keineswegs nur durch so genannte Populist/innen am rechten Rand, sondern auch durch demokratisch gewählte Regierungen. Das ist nicht gut. Das ist hervorragend. Das stellt in Frage, uns in Frage. Wir alle sind in dieser unserer brüchig gewordenen Welt aufgefordert, Haltung zu zeigen. Genau darum geht es in unserem neuen Spielplan: um das Leben entlang von Bruchlinien und darum, was eine Welt im Umbruch mit uns Menschen macht. In meiner Eröffnungsinszenierung Iphigenie in Aulis | Occident Express wird gezeigt, wie mit hetzerischer Rhetorik Einzelne eine kollektive Kriegsstimmung herbeizureden vermögen, etwas, was auch 2.500 Jahre nach Euripides funktioniert. Demgegenüber wird im Nahen Osten eine alte Frau mit ihrer Enkelin zur lebensgefährlichen Flucht vor dem Krieg gezwungen. In Nestroys Höllenangst fühlt sich die Hauptfigur als Spielball überlegener Kräfte und weiß nicht, ob es irdische oder teuflische sind. Ob wir gerade dem Untergang einer Zivilisation beiwohnen, fragt gewohnt komödiantisch Yael Ronen in #FröhlicheApokalypse (AT). Mit einer politisch scharfen Lesart von George Orwells 1984 kommt Hermann Schmidt-Rahmer den heutigen Mechanismen von Macht und Kontrolle auf die Spur. Und ob das Erbe der himmlischen Gesetze dem heutigen Leben beizukommen vermag, versucht Stephan Kimmigs Bühnenfassung von Die Zehn Gebote von Krzysztof Kieslowski zu beantworten. Dass ein kritischer Blick auf die Welt, naja, Wien war ja mal die halbe Welt, auch sehr unterhaltsam sein kann, beweist die Inszenierung von Nikolaus Habjan mit Franui von Kreislers Liedern Wien ohne Wiener. Der inhaltliche Bogen lässt sich weiter spannen zu den vielen aufregenden Projekten und Erstaufführungen in unserer mittlerweile gut etablierten Spielstätte Volx/Margareten. Und natürlich wird das Volkstheater in guter Tradition wieder mit vier attraktiven Produktionen in die Bezirke gehen. Ein Umbruch im buchstäblichen Sinne steht auch uns ins Haus. Von Mai bis Oktober 2018 wird das Volkstheater generalsaniert. Wir werden aber auch dann weiter präsent sein: in Margareten und in den Bezirken, und wir beziehen darüber hinaus eine neue Spielstätte: das Odeon im 2. Bezirk, in dem wir David Bowies Vermächtnis zeigen werden, sein Musical Lazarus. Ob Sie durch das Bühnengeschehen eine andere Perspektive auf das eigene Tun gewinnen, mehr erkennen und auch wiedererkennen wollen, oder ob Sie einfach nur ein bisschen Abstand vom Alltag bekommen möchten, uns sind Sie immer willkommen.

Ihre Anna Badora, Künstlerische Direktorin


Volkstheater Uraufführung

Iphigenie in Aulis | Occident Express (ÖEA) von Euripides/Soeren Voima | von Stefano Massini Regie Anna Badora Premiere 8. September 2017

Höllenangst

von Johann Nestroy Regie Felix Hafner Premiere 23. September 2017

#FröhlicheApokalypse (AT) von Yael Ronen und Ensemble Regie Yael Ronen Premiere 19. Jänner 2018

Viel Lärm um nichts von William Shakespeare Regie Sebastian Schug Premiere 2. März 2018

Uraufführung

Wien ohne Wiener

Georg-Kreisler-Liederabend von Nikolaus Habjan und Franui Regie und Puppenbau Nikolaus Habjan Musikalische Leitung Andreas Schett Premiere 11. Oktober 2017

1984

von George Orwell Bühnenbearbeitung Alan Lyddiard Regie Hermann Schmidt-Rahmer Premiere 17. November 2017

Die Zehn Gebote

nach Filmen von Krzysztof Kieslowski Regie Stephan Kimmig Premiere 15. Dezember 2017

— Premieren 2017/18

Volkstheater/Odeon Österreichische Erstaufführung

Lazarus

Musical von David Bowie und Enda Walsh Nach dem Roman The Man Who Fell To Earth von Walter Tevis Regie Miloš Lolić Premiere 4. Mai 2018 im Odeon


Volkstheater/Bezirke

Volx/Margareten Deutschsprachige Erstaufführung

Das Haus am See (On Golden Pond) von Ernest Thompson Regie Ingo Berk Premiere 22. September 2017

Der Lechner Edi schaut ins Paradies von Jura Soyfer Regie Christine Eder Premiere 24. November 2017

Österreichische Erstaufführung

Anderthalb Stunden zu spät von Gérald Sibleyras Regie Aurelina Bücher Premiere 2. Februar 2018

Emilia Galotti

von Gotthold Ephraim Lessing Regie Lukas Holzhausen Premiere 22. April 2018

Extremophil

von Alexandra Badea Regie Paul Spittler Premiere 30. September 2017

Vereinte Nationen

von Clemens J. Setz Regie Holle Münster (Prinzip Gonzo) Koproduktion mit Max Reinhardt Seminar Premiere 13. Oktober 2017

Ein Projekt von Pınar Karabulut Premiere 5. Jänner 2018

Deutschsprachige Erstaufführung

Concord Floral von Jordan Tannahill Regie Simon Windisch Premiere 16. Februar 2018 Uraufführung

Vienna – All Tomorrows Eine spekulative Simulation von Georg Hobmeier Premiere im Mai 2018 Uraufführung

Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft

Stadtprojekt des Jungen Volkstheaters in Margareten Leitung Constance Cauers, Malte Andritter Premiere im Mai 2018


Iphigenie in Aulis | Occident Express (ÖEA) VON EURIPIDES / SOEREN VOIMA I VON STEFANO MASSINI REGIE ANNA BADORA Premiere

8. September 2017

BÜHNE DAMIAN HITZ KOSTÜME IRINA BARTELS MUSIK KLAUS VON HEYDENABER CHOREOGRAFIE JASMIN AVISSAR DRAMATURGIE ANITA AUGUSTIN, VERONIKA MAURER

Die einen sitzen im antiken Griechenland herum und warten. Die anderen rennen im Jahr 2015 um ihr Leben. Die einen sind Soldaten und heißen Odysseus, Agamemnon, Menelaos. Die anderen sind einfache Leute: Haifa, Nassim, Sadiq. In Euripides’ Tragödie wollen alle nur eines: nach Troja, die Stadt niederbrennen, alles dem Erdboden gleich machen. In Massinis Drama wollen alle nur eines: weg vom Krieg, die verbrannte Erde hinter sich lassen, das gelobte Land betreten – den für Frieden und Wohlstand gepriesenen Kontinent Europa. Windstille im Hafen von Aulis. Die Segel der griechischen Flotte hängen schlaff herunter, die Stimmung unter den Soldaten ist entsprechend. Tausende kriegswütige Männer, die nach Troja wollen, und jetzt das: Flaute. Der Seher Kalchas stellt kräftigen Wind in Aussicht, wenn der Göttin Artemis ein Menschenopfer gebracht wird: Iphigenie, die Tochter des Heerführers Agamemnon. Im Jahr 2015 überleben nur zwei Menschen ein Massaker in ihrem Heimatdorf: eine alte Frau und ein kleines Mädchen. Sie stehen zwischen Trümmern und Leichen – dann machen sie sich auf den Weg. Eine Odyssee vom Irak bis in den hohen Norden Europas beginnt. Regisseurin Anna Badora hat wiederholt Konflikte der Gegenwart anhand antiker Stoffe überprüft und ausgelotet. Für die Eröffnung der neuen Spielzeit verschränkt sie Iphigenie in Aulis mit Massinis zeitgenössischem Drama. Occident Express liefert die Steilvorlage für ein Experiment: Können wir mit den Mitteln des Theaters tatsächlich eine so ungeheuerliche Reise erzählen, ohne dabei Flüchtlingsfolklore zu betreiben? Es ist einen Versuch wert.

Kein Gott gibt, wenn er nichts bekommt. Kein Mensch bekommt etwas, wenn er nicht gibt. Das Opfer wird erbracht nach dem einfachen Schema von Gabe und Gegengabe. Am Ufer des Euripos, wo sich die antike Hafenstadt Aulis befand, liegt heute der kleine Ort Avlida. Etwas abseits liegt das Flüchtlingslager Ritsona. Seit im März 2016 die Balkanroute geschlossen wurde, sitzen die etwa 600 Einwohner/innen von Ritsona fest – so wie zehntausende andere Menschen, für die Griechenland zum Dead End einer lebensgefährlichen Reise geworden ist. Sie alle sind Opfer einer Politik, die wir – schweigend oder empört – mittragen. Welchem Gott haben wir diese Menschen geopfert? Und was bekommen wir dafür?

— Volkstheater

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Höllenangst VON JOHANN NESTROY  I  POSSE MIT GESANG IN DREI AKTEN  I  REGIE FELIX HAFNER MIT COUPLETS VON PETER KLIEN (TEXT) UND CLEMENS WENGER (MUSIK) Premiere

23. September 2017

BÜHNE CAMILLA HÄGEBARTH KOSTÜME JOHANNA HLAWICA MUSIK UND SOUNDDESIGN CLEMENS WENGER LICHT PAUL GRILJ DRAMATURGIE ANGELA HEIDE, ANDREA ZAISER

Der Schustersohn Wendelin geht einen ehrlichen Handel ein – und verliert dabei das Seelenheil. Zumindest in seiner Vorstellungswelt. Auf der Flucht nach einem nächtlichen Stelldichein mit seiner heimlich angetrauten Adele steigt der junge Oberrichter von Thurming bei der verarmten Schusterfamilie Pfrim ein und wird von Wendelin, dem mit seinem Schicksal hadernden Sohn des Hauses, für den Leibhaftigen gehalten. Als von Thurming Wendelin für seine Hilfe reichlich Entlohnung verspricht, geht dieser einen Pakt mit dem vermeintlichen Teufel ein. In der festen Überzeugung, diesen fortan an seiner Seite zu haben, wird Wendelin von nun an von „Höllenangst“ getrieben, und die Verwicklungen nehmen ihren Lauf. Verbrechen aus der Vergangenheit, Missetaten hoher Amtspersonen, politische Rivalitäten und geheimnisvolle nächtliche Handlungen sind die Ingredienzien von Nestroys rasanter dunkler Komödie. 1849 uraufgeführt, sind in dieser politischen Posse die Zeichen der Zeit weit deutlicher sichtbar als in den meisten anderen Stücken, die Nestroy nach der Revolution 1848 auf die Bühne gebracht hat. Nach den zwei erfolgreichen Inszenierungen Isabelle H. (geopfert wird immer) und Der Menschenfeind untersucht der österreichische Regisseur Felix Hafner in seiner neuen Arbeit am Volkstheater die Mechanismen einer Welt, deren sittliche Ordnung und gesellschaftliches Machtgefüge aus den Fugen geraten. Die Couplets werden von dem Kabarettisten und Autor (Willkommen Österreich , ORF) Peter Klien aktualisiert, die Musikkompositionen und das Sounddesign stammen von Clemens Wenger, Musiker und Komponist der Wiener Soul-Band 5/8erl in Ehr’n.

Glaubt man dem Kritiker Friedrich Uhl, so vollzog der Schauspieler Johann Nestroy auf der Bühne selbst eine Verwandlung in den Leibhaftigen: Er war „eine Art von Mephistopheles der Leopoldstadt. Wie sehr war man aber überrascht, wenn man den Mann in seiner Wohnung als den bescheidensten und schüchternsten Menschen erkannte. Auf dem Theater staken alle Teufel in seinem Leibe und hüpften aus seinem unflätigen Munde; in seinem Zimmer trat uns Nestroy nicht nur als fast unterwürfig bescheidener, sondern auch liebenswürdiger, gelehrter und belehrender Mann entgegen.“

— Volkstheater

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Uraufführung

Wien ohne Wiener EIN GEORG-KREISLER-LIEDERABEND VON NIKOLAUS HABJAN UND FRANUI REGIE UND PUPPENBAU NIKOLAUS HABJAN Premiere

11. Oktober 2017

MUSIKALISCHE BEARBEITUNG/KOMPOSITION MARKUS KRALER, ANDREAS SCHETT MUSIKALISCHE LEITUNG ANDREAS SCHETT BÜHNE UND KOSTÜME DENISE HESCHL DRAMATURGIE HEIKE MÜLLER-MERTEN

Wie schön wäre Wien ohne Wiener! / So schön wie a schlafende Frau. / Der Stadtpark wär sicher viel grüner, / und die Donau wär endlich so blau. / Wie schön wäre Wien ohne Wiener, / ein Gewinn für den Fremdenverkehr! / Die Autos ständen stumm, das Riesenrad fallet um, / und die lauschigen Gassen wärn leer … Was für eine makabre Vorstellung! Schon zu seiner Entstehungszeit löste dieses Lied von Georg Kreisler gemischte Gefühle aus bei den Bürger/innen seiner Geburtsstadt, die ihm auf ambivalente Weise ein unerschöpflicher Inspirationsquell war und blieb. Was damals nicht mehr als ein bitter-komisches Gedankenspiel bedeutete, könnte heute als satirische Attacke auf diverse politische Strömungen verstanden werden. Aber Vorsicht: Kreislers Lieder, die alltägliche Beobachtungen ins Monströse vergrößern und dabei ihren kritischen und politischen Kern entblößen, sperren sich einfachen Deutungen. Die schwarzhumorige Fantasie eines der größten Kabarettisten des 20. Jahrhunderts, die sich in treffsicheren Pointen auf dem Papier bzw. auf den Klaviertasten niederschlägt, eröffnet einen eigenen Kosmos. Darin einzutauchen haben sich der in Wien lebende Grazer Regisseur und Puppenspieler Nikolaus Habjan und die Musiker der 1993 gegründeten Musicbanda Franui unter der Leitung von Andreas Schett aus dem Osttiroler Dorf Innervillgraten verbunden. Gemeinsam mit stimmgewaltigen VolkstheaterSchauspieler/innen und einer neuen Kollektion von Puppen aus Habjans Werkstatt werden sie ihrer Affinität zu den „alten bösen“ und den neueren KreislerLiedern Ausdruck verleihen. Georg Kreisler, der als Autor, Komponist und Sänger bis zuletzt immer neue künstlerische Wege ausprobierte und sich nicht auf das Label des komischen „Taubenvergifters“ festlegen lassen wollte, wäre auf diese Melange wohl gespannt gewesen.

Nur einen reichlichen Kilometer hatte der junge Georg Kreisler von seiner elterlichen Wohnung im vierten Stock der Neustiftgasse 119 im 7. Bezirk zurückzulegen, um schnurstracks ins Volkstheater zu gelangen. 1938 jedoch wurde die Entfernung unüberbrückbar. Sechzehnjährig verließ der Wiener, als Jude stigmatisiert, seine Heimatstadt. Nach 17 Jahren kam er als amerikanischer Staatsbürger zurück und erspürte mit wachen Sinnen die scheinheilige „Ist doch fast gar nix passiert“Mentalität, die er in doppelbödige Liedtexte fasste.

— Volkstheater

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1984 VON GEORGE ORWELL  I  REGIE HERMANN SCHMIDT-RAHMER BÜHNENBEARBEITUNG VON ALAN LYDDIARD Premiere

17. November 2017

BÜHNE THILO REUTHER KOSTÜME MICHAEL SIEBEROCK-SERAFIMOWITSCH DRAMATURGIE ANITA AUGUSTIN

Zwischen 1945 und 1948 verfasste der britische Autor George Orwell einen Roman von hellsichtiger wie erschütternder Prägnanz. Es geht um die Manipulation und Umpolung eines Menschen vom Widerständigen zum Willenlosen. Orwells Dystopie wurde zum Klassiker. Die Jahreszahl 1984 gilt seither als Synonym für das Zeitalter der Überwachung. Als systemkonformes Mitglied der einzig existierenden Staatspartei gerät Winston Smith, Angestellter des Wahrheitsministeriums, zunehmend in Widerspruch zu dem Regime. Nicht länger möchte er historische Fakten „korrigierend“ an eine Doktrin anpassen. Der verbotene Kontakt zu einer Frau weckt den Wunsch nach Individualität und Privatheit, und gemeinsam suchen sie Zugang zu einer oppositionellen Untergrundbewegung. Aber Big Brother ist allgegenwärtig und verhindert das Fliegen unter dem Radar … Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer untersucht anhand der Orwellʼschen Vision, welchen Manipulationen Bürger/innen heute ausgesetzt werden. An die Stelle der ideologisch motivierten Geschichtsfälschung tritt die Erosion der Wahrnehmung des Faktischen. Mittel dazu sind nicht Folter und Gewalt, sondern die gezielte Umformung von Sprache, das Frisieren von politischem Geschehen und die willkürliche und wiederholte Neudefinierung von Freund/Feind-Verhältnissen. Heute beherrscht Big Brother Mittel wie Fake News, Hate Speech, Denunziation mittels viraler Meinungs-Bots und Daueranimation zum Konsum. Am Ende hat niemand mehr eine selbstständige Meinung. Hermann Schmidt-Rahmer arbeitet seit 1990 als freier Regisseur, u. a. in Köln, Berlin, Basel, am Theater Bochum, am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Schauspiel Essen. Viele seiner Regiearbeiten wurden mit Einladungen und Preisen ausgezeichnet. Mit Orwells 1984 inszeniert er zum ersten Mal in Wien.

War bei Orwell die nachträgliche Fälschung von historischen Fakten eine Methode von Big Brother, leben wir heute im Zeitalter der erfundenen Nachrichten, sogenannter Fake News. Sie gehen von Einzelnen oder Gruppen aus, die in eigenem oder fremdem Auftrag handeln. Donald Trump wendet „Fake News“ als Kampfbegriff auf die klassischen Medien an. Zugleich bedient er sich ihrer in den sozialen Netzwerken. Medien und Parteien gründen spezielle Einrichtungen, die Fake News identifizieren und eliminieren sollen, wobei die damit verbundene Gefahr der Zensur neue Fragen aufwirft.

— Volkstheater

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Die Zehn Gebote NACH DEN FILMEN VON KRZYSZTOF KIESLOWSKI  I  REGIE STEPHAN KIMMIG DREHBUCH VON KRZYSZTOF KIESLOWSKI UND KRZYSZTOF PIESIEWICZ BÜHNENBEARBEITUNG VON STEPHAN KIMMIG UND ROLAND KOBERG Premiere

15. Dezember 2017

BÜHNE OLIVER HELF KOSTÜME ANJA RABES MUSIK MICHAEL VERHOVEC DRAMATURGIE ROLAND KOBERG

Von den Zehn Geboten ist in dieser Welt keine Rede. Zwar ist die katholische Kirche mit ihren Ritualen gut präsent, bei der individuellen Krisenbewältigung bleibt sie jedoch unsichtbar. Die fällt auch ohne biblische Vorschriften schwer genug. Ein Mann bekommt bei der Weihnachtsfeier mit seiner Familie überraschend Besuch von seiner Ex-Geliebten, die ihn um Hilfe bei der Suche nach einem Vermissten bittet. Eine Tochter konfrontiert ihren Vater mit dem an sie adressierten Brief ihrer verstorbenen Mutter, den er lieber vor ihr geheimhalten wollte. Eine Frau entführt ihr Kind, welches im Glauben aufgewachsen war, die Tochter ihrer eigentlichen Großmutter zu sein. Anhand von Fallbeispielen dieser Art hinterfragt Krzysztof Kieslowski die Anwendbarkeit der Zehn Gebote. Geschichten aus einer Warschauer Trabantensiedlung der 1980er-Jahre, die Fragen der Moral behandeln, ohne selbst moralisch zu sein. Sein einziges Thema darin, so der berühmte polnische Filmemacher Kieslowski (Drei Farben- Trilogie, Die zwei Leben der Veronika), sei die Leidenschaft. Die zehn Fernsehfilme mit dem Übertitel Dekalog (1988), die ihre Bühnentauglichkeit mehrfach beweisen durften (nur in Wien noch nicht), bilden nun die Grundlage für einen Theaterabend über Leidenschaften. Stephan Kimmig ist seit 2009 Hausregisseur am Deutschen Theater Berlin, seine Inszenierungen wurden mehrfach zum Berliner Theatertreffen eingeladen. Die Zehn Gebote ist seine erste Arbeit in Wien nach längerer Pause und seine erste am Volkstheater.

Er sei, so Kieslowski, auf der Straße im Regen mit einem befreundeten Anwalt zusammengestoßen. Wegen des damals in Polen herrschenden Kriegsrechts habe dieser als Anwalt kaum etwas zu tun gehabt, dafür umso mehr Zeit, um herumzustreunen und auf andere einzureden. Krzysztof Piesiewicz habe also gesagt: „Irgendjemand sollte einen Film über die Zehn Gebote machen. Du solltest es tun.“ Erst habe Kieslowski diese fraglos „schreckliche Idee“ abgetan, aber dann wäre er seinen eigenen Beobachtungen nachgegangen: „Immer häufiger hatte ich den unabweisbaren Eindruck, ich sähe Menschen, die nicht wirklich wüssten, warum sie lebten. Piesiewicz hat recht.“

— Volkstheater

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Uraufführung

#FröhlicheApokalypse (AT) VON YAEL RONEN UND ENSEMBLE  I  REGIE YAEL RONEN Premiere

19. Jänner 2018

BÜHNE WOLFGANG MENARDI KOSTÜME AMIT EPSTEIN MUSIK YANIV FRIDEL DRAMATURGIE VERONIKA MAURER

Mit englischen Übertiteln

Mit 140 Zeichen die Welt in Verwirrung stürzen – das schafft nur „Captain Chaos“. Und wir sind live dabei! Danke, Mr. President. Ja, kein Tag vergeht, an dem der Mann mit der aufregenden Frisur nicht irgendeinen Tweet absetzt, der frauenfeindlich, menschenverachtend, politisch inkompetent oder einfach nur vertrottelt ist. Und wir lieben es! Endlich ist was los unter uns Zwitschervögelchen! Nicht auszudenken, wie langweilig es (wieder) wäre in der virtuellen Voliere, wenn Trump uns nicht täglich zum Flattern und Kreischen brächte. Dieser Mann rupft unserer Zivilgesellschaft gerade die zarten Federchen aus: Gleichheit, Freiheit, Menschenrechte. Wer hätte gedacht, wie dünn dieses über Jahrhunderte gewachsene Gefieder ist, auf das wir immer so stolz waren. Keine Frage: Das Abendland geht wieder einmal unter, und auf den Trümmern wird „The real Donald“ sein Imperium errichten. Wie es aussehen wird? Nun, es gilt: Schlimmer geht immer. Die Anzeichen dafür lesen wir begierig auf. #FröhlicheApokalypse (AT) ist ein Projekt der israelischen Regisseurin und Autorin Yael Ronen, das sie gemeinsam mit dem Ensemble entwickeln wird. Ihre im Teamwork entstandenen Stücke Lost and Found, Hakoah Wien und Niemandsland waren bereits am Volkstheater zu sehen. In dieser Spielzeit malt sich „die lustigste Frau des deutschsprachigen Theaters“ (spiegel.de) mit ihren Spieler/innen eine Reise in den Untergang aus. Soviel ist sicher: Beim Weltuntergang auf der Bühne darf geweint, es darf gelacht werden.

Den Unterhaltungswert des Untergangs weiß man in Wien seit jeher zu schätzen. Hermann Brochs Schlagwort von der „Fröhlichen Apokalypse“ bezog sich ursprünglich auf die Wiener Moderne, wird aber immer wieder gerne zitiert, wenn der spezifisch wienerische Genuss am Zugrundegehen gemeint ist. Oder wie Karl Kraus twittern würde: #UntergangderMenschheit Warte seit 100 Jahren darauf. Bis jetzt keine Lieferung. Fuck DHL … Will mein Geld zurück.

— Volkstheater

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Viel Lärm um nichts VON WILLIAM SHAKESPEARE  I  REGIE SEBASTIAN SCHUG Premiere

2. März 2018

BÜHNE CHRISTIAN KIEHL KOSTÜME NICOLE ZIELKE DRAMATURGIE ANITA AUGUSTIN

Mit englischen Übertiteln

Die Krieger sind von der Schlacht zurück. Daheim angekommen wird verziehen, gefeiert und geheiratet. Liebesspiele, wohin man schaut, sogar die verfeindeten Brüder müssen sich zwangsvereinen lassen. Nur zwei sträuben sich: Beatrice und Benedikt, beide dafür berühmt und berüchtigt, auch in Friedenszeiten das andere Geschlecht zu fliehen und einander mit Spott zu überziehen. Die Festgesellschaft hat längst bemerkt: Der langjährige „fröhliche Kleinkrieg“ zwischen Beatrice und Benedikt kann nichts anderes bedeuten als das Gegenteil, denn was sich liebt, das beschimpft sich. Und so verabreden sich die Partygäste zu einem gemeinschaftlichen Täuschungsmanöver, um die zwei Witzelsüchtigen einander in die Arme zu treiben. Doch Streiche dienen nicht nur dem Guten, und so findet gleichzeitig eine bösartige Intrige statt: Die geplante Hochzeit mit der Tochter des Gouverneurs, deren Schönheit es dem Tapfersten der Kämpfer angetan hat, wird durch Verleumdung zum Platzen gebracht. So entsteht ein Verwirrspiel um Sein und Schein, Wahrheit und Lüge, Gut und Böse, das dem sprichwörtlich gewordenen Titel alle Ehre macht. Shakespeare schrieb das Stück auf dem Zenit seiner Laufbahn als Dichter und Impressario – im gleichen Zeitraum entstanden Ein Sommernachtstraum und Wie es euch gefällt. Der deutsche Regisseur Sebastian Schug hat am Volkstheater zuletzt Robert Seethalers Der Trafikant vielbeachtet für die Bezirke adaptiert, er inszenierte davor in Basel, Kassel und Mannheim. In Österreich arbeitete er am Schauspielhaus Graz, am Wiener Schauspielhaus und am Landestheater St. Pölten.

Das viel Lärm erzeugende Nichts (Nothing) im Titel von Shakespeares Komödie ist Gegenstand zahlreicher Spekulationen. Weil man im Elisabethanischen London Nothing wie Noting aussprach, wird dem Autor zugetraut, er habe auf die umgangssprachliche Zweitbedeutung dieses Wortes abgezielt – in dieser meinte Noting nichts anderes als das weibliche Geschlechtsorgan. Demnach wären die Frauen – die auf der Bühne nur von Männern dargestellt werden durften und selbst nicht vorkamen – das buchstäbliche Nichts, die Leerstelle, das Nicht-Ding (No-Thing). Warum dann aber so viel Lärm um sie?

— Volkstheater

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— Generalsanierung – was erwartet Sie? Ab Mai 2018 wird das Volkstheater generalsaniert. Während der Spielbetrieb im Odeon (siehe nächste Seite) und im Volx/Margareten weitergeht und die Mitarbeiter/innen Ausweichquartiere beziehen, verwandelt sich das Haus am Arthur-Schnitzler-Platz in eine Großbaustelle: Vom Dach bis in den Keller, vom Schnürboden bis zur Unterbühne und von der Fassade bis zur Klimaanlage erstrecken sich die Arbeiten. Öffnen sich die Eingangstüren im Oktober dann wieder, dürfen Sie sich vor allem auf den gesteigerten Komfort freuen: Die Zentralgarderobe schafft Platz für zusätzliche Pausenräume, eine Klimaanlage im Zuschauerraum sorgt für angenehme Temperaturen und dank des neuen Aufzugs erreichen Sie den Balkon inklusive der Roten Bar endlich barrierefrei. Außerdem können Sie noch mehr Zeit im Volkstheater verbringen: Ein neu gestaltetes Café im Erdgeschoss öffnet das Haus von der Burggasse in Richtung MuseumsQuartier und der Stadt. Und auch unsere Arbeit wird erleichtert: Sofort ins Auge fällt das neue Eingangstor in der Burggasse/ Museumstraße, das eine ebenerdige Anlieferung zur Bühne ermöglicht. Über die zusätzlich geschaffene Seitenbühne können so auch große Dekorationsteile direkt eintransportiert werden – aufwändige Puzzlearbeiten an den Kulissen ade! Auch von den luftigen Höhen des Schnürbodens bis in die Eingeweide der Unterbühne wird die Technik auf den neuesten Stand gebracht. An unserem Tag der offenen Tür am 16. September 2017 ab 15 Uhr bieten wir übrigens einen Sanierungsrundgang an: Wir führen Sie zu den weithin sichtbaren, aber auch ganz versteckt liegenden Orten im Theater, die Sie ein Jahr später dann nicht mehr wiedererkennen werden! Wie Sie unsere Sanierung finanziell unterstützen können, erfahren Sie auf Seite 115 („Generalsanierung unterstützen“).

— Generalsanierung

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— Das Odeon in der Taborstraße – mehr als eine Ausweichspielstätte Wenn im Volkstheater im Mai 2018 die Baufirmen anrücken, sind die am Haus Beschäftigten schon woanders: Als Heimstätte dient dann für ein halbes Jahr das Odeon in der Taborstraße im zweiten Bezirk. In dem einzigartigen Theatersaal für 350 Zuschauer/innen präsentiert das Volkstheater zum ersten Mal in der Intendanz von Anna Badora ein Musical, die Österreichische Erstaufführung von Lazarus von David Bowie (Musik und Songtexte) und Enda Walsh (Buch). In der Regie von Miloš Lolić zeigt das Volkstheater-Ensemble sein ganzes musikalisches Können und steigt mit den Songs der Poplegende Bowie ins Weltall, bevor im September 2018 die neue Saison mit neuen Produktionen eingeläutet wird. Neben den intensivierten Aktivitäten in den Bezirken und im Volx/Margareten wird das Odeon somit zur wichtigsten Adresse des Volkstheaters in der Umbauphase. Volkstheater goes Leopoldstadt! Das Odeon wurde vor bald dreißig Jahren von den Mitgliedern des Serapions Ensembles (mit Ulrike Kaufmann und Erwin Piplits) als Theaterraum entdeckt und renoviert. Es dient ihm seitdem als Spielstätte für mehr als fünfzig Eigenproduktionen sowie zur Vermietung (zum Beispiel an ImPulsTanz). Als Börse für landwirtschaftliche Produkte 1890 im klassizistischen Stil der italienischen Renaissance erbaut, war der Saal vor der Inbetriebnahme durch das Serapions Ensemble lange Jahre baufällig und ungenutzt. Den neuen Namen erhielt das Haus, das schon durch seine Fassade in der Taborstraße besticht, in Anlehnung an das griechische Odeion – so wurden in der Antike überdachte, freie Plätze für Tanz- und Musikaufführungen bezeichnet.


Österreichische Erstaufführung

Lazarus MUSICAL VON DAVID BOWIE UND ENDA WALSH NACH DEM ROMAN THE MAN WHO FELL TO EARTH VON WALTER TEVIS  I  DEUTSCH VON PETER TORBERG REGIE MILOŠ LOLIĆ Premiere

4. Mai 2018 im Odeon BÜHNE WOLFGANG MENARDI KOSTÜME JELENA MILETIĆ DRAMATURGIE ROLAND KOBERG

Thomas Jerome Newton sitzt alleine in seinem Apartment in Manhattan und betäubt sich mit Gin. Er, der vor dreißig Jahren als strahlender Außerirdischer auf die Erde kam, ist längst ein überaus gewöhnlicher Erdbewohner, erblindet und verbittert. Linderung für diese zeitgenössische Lazarus-Figur versprechen seine Pflegerin, die in ihm Erinnerungen an seine erste Frau auf Erden wachruft, sowie ein Mädchen namens Marley, das nur ihm erscheint und Newton helfen kann, Erlösung zu finden … 18 Bowie-Songs, darunter einige der berühmtesten wie The Man Who Sold The World, Absolute Beginners, Heroes und This Is Not America, fügen sich schwerelos in diese verrätselte Meditation über den Tod als ungelebtes Leben. Ausgangspunkt der Dialoghandlung, verfasst vom irischen Dramatiker Enda Walsh, ist Walter Tevisʼ Science-Fiction-Klassiker The Man Who Fell to Earth – in der Verfilmung von 1976 hatte Bowie selbst die Hauptrolle verkörpert. In der Vorlage will der Mann, der auf die Erde fiel, Wasser für seinen ausgedörrten Planeten beschaffen, verliert jedoch seine Seele an irdische Ablenkungen und büßt seine übersinnlichen Fähigkeiten ein. Das Musical Lazarus wurde, nach der Aufführungsserie in Manhattan, inzwischen auch mit großem Erfolg am Londoner West End gezeigt und heimste zahlreiche Preise ein. In dieser Spielzeit wird das Werk erstmals im deutschsprachigen Raum zu sehen sein, in Österreich exklusiv am Volkstheater im Odeon. Regisseur Miloš Lolić, der auch in Basel, Berlin und seiner Heimatstadt Belgrad arbeitet, ist am Volkstheater seit Jahren präsent. Nachdem er zuerst durch StudioArbeiten aufgefallen war (Nestroy-Preis 2012 für Magic Afternoon ), wurde er einem größeren Wiener Publikum durch Die Präsidentinnen und zuletzt Rechnitz (Der Würgeengel) ein Begriff.

Im Nachhinein wirkt alles wie komponiert: Bei der Uraufführung von Lazarus am 7. Dezember 2015 am New Yorker Off-Broadway war David Bowie zum letzten Mal öffentlich in Erscheinung getreten. Wenige Wochen später, an seinem 69. Geburtstag am 8. Jänner 2016, wurde in Bowies Abwesenheit sein letztes Album Blackstar der Öffentlichkeit vorgestellt, auf dem einige Songs aus Lazarus enthalten sind, darunter der titelgebende. Am 10. Jänner starb der Ausnahmekünstler, nur sein engster Freundeskreis wusste von seiner Krebserkrankung. Sein Koproduzent Tony Visconti nannte Blackstar/ Lazarus das „Abschiedsgeschenk“ und den „Schwanengesang“ David Bowies.

— Volkstheater/Odeon

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— Im Repertoire

Das Missverständnis VON ALBERT CAMUS  I  REGIE NIKOLAUS HABJAN Was man nicht kennt, ist leichter zu töten. Die Heimkehr des verlorenen Sohnes führt zum kommunikativen Missverständnis. with English supertitles I avec surtitres en français

Kasimir und Karoline VON ÖDÖN VON HORVÁTH  I  REGIE PHILIPP PREUSS Um Ablenkung zu finden, gehen der arbeitslose Chauffeur Kasimir und die angestellte Bürokraft Karoline aufs Oktoberfest. Inmitten von erregenden Attraktionen verliert sich das Paar. Uraufführung

Klein Zaches – Operation Zinnober NACH E. T. A. HOFFMANN  I  STÜCK VON PÉTER KÁRPÁTI  I  REGIE VICTOR BODO Mit der „Operation Zinnober“ befördert Fee Rosabelverde den Aufstieg eines Blenders zu höchsten Staatsämtern. Ihr Rachefeldzug richtet sich gegen die Ideologen der totalen Aufklärung.

Nathan der Weise VON GOTTHOLD EPHRAIM LESSING  I  REGIE NIKOLAUS HABJAN Dem Juden Nathan droht der Verlust seiner Existenz: Der regierende Sultan hat es auf sein Vermögen abgesehen, ein fanatischer Tempelritter fordert seine Tochter. Wie überlebt Menschlichkeit in finsteren Zeiten? with English supertitles I ‫مع عناوين باللغة العربية‬

— Repertoire Volkstheater

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Österreichische Erstaufführung

Hangmen (Die Henker) VON MARTIN MCDONAGH  I  REGIE LUKAS HOLZHAUSEN Am Jahrestag seiner letzten Hinrichtung wird ein pensionierter Henker im Pub von der Vergangenheit eingeholt. Böser Krimi mit schwarzem britischen Humor.

Philoktet VON HEINER MÜLLER  I  REGIE CALLE FUHR Heiner Müllers große Tragödie über den unerbittlichen Konflikt dreier Menschen ­z wischen Pflicht, Ruhm, Idealen und I­ndivualität.

Selbstbezichtigung VON PETER HANDKE  I  REGIE DUŠAN DAVID PAŘÍZEK Stefanie Reinsperger spielt Peter H­ andkes sprachkritische Beichte vor Gott und der Welt. Ein Solo über gesellschaftlich e­ rzwungene Schuldkomplexe.

Uraufführung

Superheldinnen VON BARBI MARKOVIĆ  I  REGIE BÉRÉNICE HEBENSTREIT Nach schmerzhaften Lehrzeiten in Berlin, Belgrad und Sarajevo möchten drei mit magischen Kräften ausgestattete Freundinnen in Wien endlich den Aufstieg in die ersehnte Mittelschicht schaffen. Ihre Magie ist dunkel wie ihr großstädtischer Pessimismus.

— Repertoire Volx/Margareten

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Österreich-Premiere

Strandflieder oder Die Euphorie des Seins GASTSPIEL THE SYMPTOMS/BUDAPEST GEMEINSAME VERANSTALTUNG MIT DEM ÖSTERREICHISCHEN PARLAMENT UNTER DEM EHRENSCHUTZ DER PRÄSIDENTIN DES NATIONALRATES DORIS BURES UND MIT DEM WIENER WIESENTHAL INSTITUT FÜR HOLOCAUST-STUDIEN am

9. November 2017

REGIE UND CHOREOGRAFIE RÉKA SZABÓ MIT ÉVA FAHIDI UND EMESE CUHORKA

Extra Eine Auschwitz-Überlebende tanzt mit einer jungen Frau die Shoah. Éva Fahidi war 90 Jahre alt, als sie sich 2015 auf Anregung der Budapester KompanieChefin Réka Szabó darauf einließ, das Trauma ihres Lebens tänzerisch umzusetzen. Mit der sechzig Jahre jüngeren Tänzerin Emese Cuhorka begibt sie sich in einen Dialog, in dem Éva Fahidi Fragen beantwortet und stellt, von sich erzählt, aber eben auch tanzt. Das geht von Aufwärmübungen bis zu Choreografien aus der musikalischen Moderne, die Éva Fahidi umgab, als sie aufwuchs. Mal lässt sie sich herumwirbeln, mal durchstreift sie selbst den Raum, mit der Freiheit und Euphorie eines Mädchens, das in ihrer Kindheitsstadt Debrecen den Duft des lila Strandflieders schmeckt, der in der ostungarischen Landschaft überall wuchert. Das war bevor Éva Fahidi mit ihrer Mutter und ihrer Schwester nach AuschwitzBirkenau deportiert wurde, wo sie als einziges Familienmitglied überlebte. Das überwältigende Stück mit dem Titel Strandflieder oder Die Euphorie des Seins (Sóvirág a létezés eufóriája) spielen Éva Fahidi und Emese Cuhorka seit bald zwei Jahren ausverkauft am Budapester Vígszínház Theater sowie auf Gastspielen. Nun ist es zum ersten Mal in Österreich zu sehen. Im Rahmen der regelmäßigen Kooperation mit dem österreichischen Parlament zum Gedenken an die Novemberpogrome 1938 treten die ungleichen ungarischen Tänzerinnen am Tag des Erinnerns im Volkstheater auf. Bei einer Matinee am darauffolgenden Sonntag in Zusammenarbeit mit dem Wiesenthal Institut werden die Themen unter Teilnahme von Éva Fahidi und Réka Szabó weiter erläutert.

Éva Fahidi hatte noch nie als Tänzerin auf einer Bühne gestanden, bevor sie die Einladung der modernen Tanzkompanie The Symptoms annahm, zu einem „Duett über mein Leben und meinen Holocaust“. Sie hat bis vor wenigen Jahren auch mit noch niemandem über Auschwitz gesprochen – bis sie wieder hinfuhr, auf den Tag genau 59 Jahre nachdem sie auf der Rampe von ihrer kleinen Schwester und Mutter getrennt wurde und diese nie mehr wiedersehen sollte. In einer Reportage der Süddeutschen Zeitung sagt Éva Fahidi, sie habe sich all die Jahrzehnte zum Leben verdammt gefühlt. Jetzt wisse sie: Kein Leben ist lang genug, um jemals zu vergessen. Aber es kann lang genug sein, um zu lernen, damit zu leben. „Es hat sich gelohnt, 90 Jahre alt zu werden.“

— Extra

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— Tag der offenen Tür 16. September 2017 ab 15 Uhr Das Volkstheater öffnet seine Pforten und lädt das Publikum ein, den Beginn der neuen Spielzeit gemeinsam mit den Schauspieler/innen und Mitarbeiter/innen zu feiern. An diesem Tag besteht die Möglichkeit, das Theater abseits der Bühnenrampe kennenzulernen und das Haus vom Bühneneingang über die Künstlergarderoben bis zum Schnürboden zu erforschen. Schauspieler/innen und Mitarbeiter/ innen des Volkstheaters gewähren Einblicke in das Geschehen hinter den Kulissen und einen Vorgeschmack auf die beginnende Spielzeit. Um 15 Uhr geht es los: Ein Kinderprogramm bietet den jüngeren Besucher/innen und ihren Eltern an allen möglichen Orten im Volkstheater Unterhaltung. Quer durch das Haus werden bei freiem Eintritt Workshops, Lesungen und Gespräche mit Künstler/innen angeboten, ein Sanierungsrundgang führt zu den Orten im Theater, die nach der Generalsanierung nicht mehr wiederzuerkennen sein werden. Ab 18 Uhr präsentiert sich das Ensemble mit ausgewählten Sequenzen aus dem Repertoire sowie mit Probenausschnitten aus kommenden Premieren. Um 20 Uhr gibt es ein Konzert auf der Hauptbühne und anschließend kann mit Schauspieler/innen und Regisseur/innen an den Plattentellern bis spät in die Nacht abgetanzt werden. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte zu gegebener Zeit den Publikationen des Volkstheaters.

— Tag der offenen Tür

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— Rote Bar

Als Theatercafé für Austauschgierige und Aufnahmewillige, als Spielstätte für Publikumsgespräche und für das Nachtvolk, an Sonntagvormittagen als Literatur- und Themensalon, jeden Abend als Chillout-Zone nach aufregenden Aufführungen oder als Sprungbrett in die Wiener Nächte: Die Rote Bar im 1. Stock des Volkstheaters hat vor und nach den Vorstellungen geöffnet! NACHTVOLK Wenn in der Roten Bar um 22 Uhr die Lichter angehen (und auf der großen Bühne aus), erwacht das Nachtvolk. Das Ensemble des Volkstheaters und der künstlerische Nachwuchs zeigen unter diesem Namen, was ihnen auf der Seele brennt. Monologe, Ensemblearbeiten, Lesungen aus Tagebüchern und Weltliteratur, musikalische Shows und autobiografisch inspirierte Arbeiten. Herzensprojekte der Schauspieler/innen, exklusiv und hautnah. Für € 7 (bei vorherigem Theaterbesuch € 4) kann jede/r ein Teil des Nachtvolks werden. Willkommen in intimer Atmosphäre, auf der kleinsten und rötesten Bühne des Volkstheaters! Die Abendkassa in der Roten Bar ist eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Zugang über Haupteingang Volkstheater oder Seiteneingang Burggasse (Straßenbahnhaltestelle).


Volkstheatergespräche MIT CORINNA MILBORN

In den vergangenen beiden Spielzeiten etablierten sich die Volkstheatergespräche, eine Diskussionsreihe mit der renommierten Wiener Journalistin, Politikwissenschaftlerin und Moderatorin Corinna Milborn. Milborn ist derzeit Informationsdirektorin und Mitglied der Geschäftsleitung der Sendergruppe ProSieben.Sat1 PULS 4 und moderiert dort insbesondere die Talkshow Pro und Contra, die mit ihren kontroversen Themen und Gästen für Aufsehen sorgt. Für ihre kritische journalistische Arbeit, die stets vom Einsatz für Menschenrechte geleitet wird, wurde Corinna Milborn mehrfach ausgezeichnet. In der Roten Bar diskutiert Corinna Milborn in loser Regelmäßigkeit mit Gästen aus Wissenschaft, Aktivismus und Kunst über aktuelle Fragen zu Flucht und Rechtspopulismus, Sicherheit und Demokratie, Feminismus in Zeiten rassistischen Mainstreams, die Verteilung von Reichtum, politische Teilhabe und die Zukunft der Arbeit. Themen von tagespolitischer Brisanz, die abseits der Hektik und Oberflächlichkeit des tagespolitischen Geschäfts verhandelt werden. Politischzeitgeschichtliche Standortbestimmungen in turbulenten Zeiten.

— Rote Bar

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Trojanow trifft. SONNTAGSGESPRÄCH MIT ILIJA TROJANOW UND GÄSTEN IN KOOPERATION MIT DEM INSTITUT FÜR DIE WISSENSCHAFTEN VOM MENSCHEN

Für das Volkstheater kuratiert der in Wien lebende international bekannte und preisgekrönte Schriftsteller Ilija Trojanow eine Veranstaltungsreihe zu ausgewählten Themen. Trojanow, der sich in seinen Romanen und Essays, in Kolumnen und Streitschriften zu Zeitereignissen und Phänomenen analytisch verhält und klare Position bezieht, ist im Hinblick auf Wissens- und Interessengebiete breit aufgestellt. Erst jüngst unternahm er einen literarischen und zugleich sportlichen Selbstversuch und erforschte den Widerspruch zwischen der Schönheit des Sports und dem menschlichen Streben nach Höchstleistungen. Der Autor, selbst Wanderer zwischen den Welten und zugleich Weltensammler, beschäftigt sich mit den globalen Wanderbewegungen und der Innenperspektive von Geflüchteten. Den drohenden Überwachungsstaat und den Abbau demokratischer Rechte thematisiert er seit Jahren, etwa in seiner provokanten Streitschrift Angriff auf die Freiheit, die er zusammen mit Juli Zeh verfasste. Und ganz aktuell untersucht er die Grenzen und Möglichkeiten von Entwicklungshilfe am Beispiel eines pakistanischen Dorfes, das er bereist. Der Titel eines Essays, den er gemeinsam mit dem Publizisten Ranjit Hoskoté bereits 2007 schrieb, ließe sich als immer noch gültiges Credo seines künstlerischen Schaffens anführen: Kampfabsage. Kulturen bekämpfen sich nicht, sie fließen zusammen. Bei Trojanow trifft. werden zentrale Themen unserer Zeit kontrovers diskutiert. Zu jeder Veranstaltung lädt Ilija Trojanow international renommierte Philosoph/innen, Journalist/innen, Wissenschaftler/innen und Künstler/innen ein, die in dem von ihm moderierten Sonntagsgespräch ihre Standpunkte zur Sache einbringen. Außerdem setzt Trojanow mit Schauspieler/innen des Volkstheaters jeweils einen dramatischen Prolog in Szene, der in die anschließende Debatte einführt bzw. sie konterkariert. Die ersten zwei Termine sind für 8. Oktober und 19. November 2017 jeweils um 11 Uhr in der Roten Bar angesetzt.

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— Volkstheater/Bezirke

19 Spielstätten liegen auf der Route der traditionellen Bezirke-Tournee; einige davon werden sogar mehrfach bespielt. In den Festsälen der Volkshochschulen und anderer Einrichtungen – Fassungsvermögen 170 bis 670 Zuschauer/innen – gastiert das Volkstheater seit 1954. Vier Premieren pro Saison werden exklusiv für die Bezirke produziert. Theater für lokale Abonnent/innen und für Kurzentschlossene aus der Nachbarschaft. Modernes, spannendes Volkstheater für Zeitgenoss/innen.


Das Haus am See (On Golden Pond) VON ERNEST THOMPSON  I  REGIE INGO BERK Premiere

22. September 2017

BÜHNE UND KOSTÜME DAMIAN HITZ MUSIK PATRIK ZELLER DRAMATURGIE VERONIKA MAURER

Das Ehepaar Ethel und Norman verbringt seit Jahrzehnten die Sommermonate am Goldenen See. Hier pflückt Ethel Beeren, um Obstkuchen zu machen, hier geht Norman angeln, hier verbrachte auch die gemeinsame Tochter Chelsea die Sommer ihrer Kindheit. Der letzte Besuch der mittlerweile längst erwachsenen Chelsea bei ihren Eltern liegt allerdings schon Jahre zurück. Der Kontakt ist zwar nicht abgerissen und zwischen Mutter und Tochter nach wie vor herzlich – doch zu schwer wiegen die Dissonanzen zwischen Chelsea und ihrem Vater, zu tief sitzt Chelseas Verletzung aufgrund des Gefühls, ihm nicht zu genügen. Der alte Patriarch leidet zwar an Gedächtnisschwäche, hat aber nichts von seiner dominierenden Kraft eingebüßt. Doch diesen Sommer – Ethel und Norman sind sich wohl bewusst, dass es ihr letzter am Goldenen See sein könnte – reist Chelsea zu ihren Eltern. In ihrem Leben hat sich vieles neu gefügt und sie bringt ihren Freund Bill mit, um ihn ihrer Mutter und ihrem Vater vorzustellen. Dessen 13-jährigem Sohn Billy gelingt es, sofort einen Draht zu dem bärbeißigen alten Mann aufzubauen. Denn der Junge vermag etwas in ihm anzurühren, das er ansonsten hinter einer stacheligen Fassade verbirgt. Das Haus am See (On Golden Pond) handelt von der Freundschaft in familiären Bindungen, vom Wissen um die Endlichkeit – und davon, dass sich Neuanfänge bis zuletzt lohnen. Ingo Berk, dessen Inszenierung von Mittelschichtblues in der vergangenen Spielzeit ein „Bezirksjuwel“ (Falter) bescherte, arbeitet für Das Haus am See (On Golden Pond) erneut mit der Schauspielerin und Leiterin des Volkstheater/Bezirke Doris Weiner zusammen. Mit der Rolle der Ethel feiert die unverwechselbare Schauspielerin ihr 40-jähriges Jubiläum als Ensemblemitglied des Volkstheaters.

In der Verfilmung des Theaterstücks unter dem Titel On Golden Pond/Am goldenen See 1981 spielten Henry und Jane Fonda das Vater-Tochter-Paar. Es war ihre erste und einzige Zusammenarbeit. Flankiert wurden sie von Katharine Hepburn in der Rolle der Ethel. Als in einer Szene ein Motorboot Norman und Ethel in ihrem Kanu aufschrecken sollte, kam es zu einem Unfall: Das Motorboot preschte so scharf heran, dass das Kanu kenterte und die Schauspieler/innen aus dem Wasser gefischt werden mussten. Am Steuer des Motorboots saß der Autor des Stücks und Drehbuchs, Ernest Thompson.

— Volkstheater/Bezirke

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Der Lechner Edi schaut ins Paradies VON JURA SOYFER  I  REGIE CHRISTINE EDER Premiere

24. November 2017

BÜHNE UND KOSTÜME MONIKA ROVAN DRAMATURGIE VERONIKA MAURER

Der Lechner Edi ist seit sechs Jahren arbeitslos. Schuld daran, so erklärt er seiner Freundin Fritzi, sei der Motor – sein Konkurrent, der schneller Schuhe fabriziert als er. Edi schwört brutale Rache, da biegt der Motor um die Ecke und behauptet, ebenfalls entlassen worden zu sein. Er stellt sich als Petersens elektrischer patentierter Industriemotor, kurz Pepi, vor und weiß, wo der ganze Jammer herrührt: Luigi Galvani hätte nicht die Elektrizität entdecken sollen, die zur Automatisierung der Arbeit führte – dann gäbe es auch keine Arbeitslosen. Kurzerhand schlägt der Motor vor, das Übel aufzuhalten; zu dritt reisen sie in die Vergangenheit, zu sämtlichen Wendepunkten der zivilisatorischen Entwicklung, bis sie schließlich im Himmel angelangen, wo gerade der Mensch erfunden werden soll. Lassen sich Fortschritt und Arbeitslosigkeit verhindern, wenn auf die Spezies Mensch verzichtet wird? Christine Eder, die in der vergangenen Spielzeit mit Alles Walzer, alles brennt den Wiener Kämpfer/innen für Demokratie zwischen Kaiserreich und Februar 1934 ein theatrales Denkmal geschaffen hat, inszeniert nun Jura Soyfers 1936 entstandenes Stück. Soyfer, der für kleine Wiener Bühnen wie das Theater ABC in der Porzellangasse oder die Literatur am Naschmarkt schrieb, schuf mit seinem Lechner Edi einen Wiener Vorstadt-Rächer der industriellen Reservearmee, der so inbrünstig wie vergnüglich nach den sozialen Konsequenzen technischen Fortschritts, nach politischer Verantwortung und individueller Handlungsmacht fragt.

Maschinenstürme werden jene Aufstände in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts genannt, bei denen Handwerker/innen Maschinen oder neu errichtete Fabriken zerstörten. Der gewaltsame Protest richtete sich dagegen, dass Arbeiter/innen entlassen oder unter Lohndruck gesetzt wurden, seit mit Beginn der Industrialisierung immer mehr mechanische Maschinen zur Arbeit eingesetzt wurden. Während der Lechner Edi als später Maschinenstürmer nach Sabotage dieses Ablaufs lechzt, müsste er in heutiger Zeit, da die Digitalisierung die Arbeitswelt revolutioniert, vermutlich Hacker werden.

— Volkstheater/Bezirke

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Österreichische Erstaufführung

Anderthalb Stunden zu spät VON GÉRALD SIBLEYRAS  I  REGIE AURELINA BÜCHER Premiere

2. Februar 2018

BÜHNE MONIKA ROVAN KOSTÜME GRIT GROSS DRAMATURGIE ANDREA ZAISER

Pierre wartet ungeduldig auf seine Frau Laurence: Sein Geschäftspartner und Freund hat zu einem Abendessen eingeladen, man ist spät dran. Doch im letzten Moment beschließt Laurence, dass ihr der Sinn nach einer anderen Abendgestaltung steht. Statt oberflächlichem Smalltalk bei einem Geschäftsessen hat die Hausfrau Laurence das Bedürfnis nach Zweisamkeit inklusive einem intensiven Gespräch über sich, die Kinder und die 25-jährige Ehe. Eben ist sie Großmutter geworden, der jüngste Sohn ausgezogen. Mit dem bevorstehenden Ruhestand ihres Mannes könnte nun ein ruhigeres Kapitel im Leben der Eheleute beginnen – doch genau davor graut der eigenwilligen Hobbymalerin, denn die neue Lebensphase löst bei Laurence nicht nur erhöhten Redebedarf, sondern auch eine Identitätskrise aus. Mit viel Humor und Schlagfertigkeit, aber auch gezielten K.-o.-Schlägen seziert das Paar seine gemeinsame Beziehungsgeschichte und bricht letztendlich doch noch auf – anderthalb Stunden zu spät. Gérald Sibleyras zählt zu den meistgespielten französischen Theaterautoren. Die Beziehungskomödie Anderthalb Stunden zu spät erfreut sich seit ihrer Uraufführung 2005 im Théâtre des Mathurins in Paris großer Beliebtheit bei Publikum und Kritik. Die deutsche Erstaufführung in der Komödie am Kurfürstendamm Berlin 2014 wurde zum Dauerbrenner. Regisseurin Aurelina Bücher arbeitete zuletzt u. a. am Hans Otto Theater in Potsdam, Anhaltischen Theater Dessau und Nordharzer Städtebundtheater. Anderthalb Stunden zu spät ist ihre erste Arbeit am Volkstheater.

Bei der ohnehin schweren Aufgabe, sich in der Mitte des Lebens selbst neu zu finden, sind Eltern oft auch noch mit herausfordernden neuen Situationen konfrontiert: Sind die Kinder weg und ausgezogen, ist oft die Krise da. In der sogenannten Empty-NestPhase ist die Scheidungsrate besonders hoch: Statistisch gesehen werden die meisten Ehen geschieden, wenn die Kinder kommen oder gehen. In jungen Jahren ist die Aufgabe zu groß für die Liebe, später reicht die Liebe nicht für die Aufgabe. Expert/innen empfehlen in dieser Situation das Opening-Up-Verfahren; im offenen Umgang miteinander gilt es, den Partner neu zu entdecken.

— Volkstheater/Bezirke

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Emilia Galotti VON GOTTHOLD EPHRAIM LESSING  I  REGIE LUKAS HOLZHAUSEN Premiere

22. April 2018

BÜHNE JANE ZANDONAI KOSTÜME WERNER FRITZ DRAMATURGIE MICHAEL ISENBERG

Prinz Hettore Gonzago ist ein Vertreter der Generation „Will haben“. Nicht zu bekommen, worauf er Lust hat, ist er nicht gewöhnt, Todesurteile unterschreibt er ohne innere Beteiligung. Entsprechend unbegreiflich ist ihm, dass Emilia Galotti, eine junge Bürgerstochter, auf die er jüngst ein Auge geworfen hat, in den nächsten Tagen einen anderen heiraten soll. Mit der Schmutzarbeit, dies zu verhindern, beauftragt der Prinz seinen Kammerherrn Marinelli, der ihm außerdem eine abgelegte Mätresse vom Halse schaffen muss … Auf dem – bezeichnenderweise – Lustschloss des Prinzen kommt es zum Showdown. Lessing schildert in seinem berühmten bürgerlichen Trauerspiel von 1772 ein korrumpiertes Herrschaftssystem mit verrutschten moralischen Maßstäben. Ebenso glaubhaft stellt er die Anfälligkeit der bürgerlichen Gesellschaft für die Versuchungen durch Macht, Glanz und Eros dar. Der beispielhafte, zur besseren Verschlüsselung nach Italien verlegte Fall zeigt, wie schwer sich das aufstrebende, aufgeklärte Bürgertum damit tut, seine berechtigten Ansprüche durchzusetzen und eine allgemeingültige Moral zu vertreten. Über Gewalt möge ihre Unschuld vielleicht erhaben sein, meint Emilia zu ihrem dogmatischen Vater, „aber nicht über alle Verführung. – Gewalt! Gewalt! wer kann der Gewalt nicht trotzen? Was Gewalt heißt, ist nichts: Verführung ist die wahre Gewalt.“ Am Ende des Dramas steht ein vom Opfer gebilligter Ehrenmord, der das Bürgertum, die Klasse der Zukunft, geradezu archaisch alt aussehen lässt. Für den Schauspieler Lukas Holzhausen, seit 2015 Ensemblemitglied des Volkstheaters, ist es bereits die dritte Regiearbeit am Haus, nach dem Publikumserfolg Halbe Wahrheiten die zweite für die Bezirke. Dazwischen inszenierte er mit ebensolchem Erfolg die österreichische Erstaufführung von Hangmen (Die Henker) im Volx/Margareten.

In einem Punkt sind sich Theaterbühnen und Gerichtssäle sehr ähnlich: Man erfährt, wie sehr sich Dinge zuspitzen können, die das eigentlich nicht müssten. Die Ereignisse, die beispielsweise zum „Ehrenmord“ an der jungen Mutter und Elektroinstallateurin Hatun Sürücü 2005 in Berlin geführt haben, hätten an jedem Punkt ihres Verlaufs gestoppt werden können, durch eine Geste, ein paar Worte, eine Intervention. Die Morde in Emilia Galotti hätten verhindert werden können, wenn nur einer der Beteiligten den Mund aufgemacht hätte. Die Mutter rät ihrer Tochter, als sie die Annäherungsversuche des Prinzen in der Kirche registriert: „Nimm es für einen Traum, was dir begegnet ist.“ Mit der Verschwiegenheit nimmt die tödliche Spirale ihren Lauf.

— Volkstheater/Bezirke

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— Volx/Margareten

Das Volkstheater bespielt ein zweites Haus – das Volx/Margareten. An der Kreuzung Margaretengürtel/Margaretenstraße, vier Minuten von der U4, ist ein vernetztes Theaterzentrum für rund 120 Zuschauer/innen entstanden. Hier liefert die Stadt die Themen, hier starten die Bezirke-Tourneen, hier finden neue Stücke und Projekte ihren Platz, hier präsentiert sich das Junge Volkstheater. Im Volx/Margareten ist ein Gutteil des Ensembles aus nächster Nähe zu erleben und Regieassistent/innen legen ihre ersten eigenen Arbeiten vor. Wie schon in den vergangenen Spielzeiten prägen innovative Ur- und Erstaufführungen den Spielplan der zweiten Bühne des Volkstheaters.


Deutschsprachige Erstaufführung

Extremophil VON ALEXANDRA BADEA  I  REGIE PAUL SPITTLER Premiere

30. September 2017

BÜHNE CONSTANZE STAHR DRAMATURGIE ROLAND KOBERG

Drei vermeintliche Systemgewinner/innen entfremden sich zusehends von ihren persönlichen Idealen und sehen sich mit einer existenziellen Lebenskrise konfrontiert. Haben sie sich für dieses Leben tatsächlich selbst entschieden? Ein amerikanischer Drohnenpilot sitzt isoliert in einem Container in der Wüste von Nevada vor unzähligen Bildschirmen und führt einen virtuellen, aber allzu realen Krieg zu Bürozeiten. Sein Boss, eine körperlose Stimme aus den Lautsprechern, gibt ihm Befehle. Dem Soldaten fällt es zunehmend schwerer, nachts die infrarot gefärbten Bilder zu vergessen; die Stimme seiner toten Schwester ertönt unentwegt in seinem Kopf. Ein erfolgreicher Politiker tut alles, um seine Karriere voranzutreiben. Er hat es zum Kabinettschef im Bildungsministerium gebracht, seine Ideale sind jedoch auf der Strecke geblieben. Frau und Kinder gehören zum Saubermann-Image selbstverständlich dazu – was er hingegen in den Darkrooms der Stadt treibt, bleibt sein Geheimnis. Eine junge Wissenschaftlerin hat ihre privaten Pläne einer steilen Berufslaufbahn geopfert. Sie arbeitet an einem renommierten Institut in den USA und erforscht extremophile Organismen in den Tiefen des Ozeans, also jene rebellischen Zellgebilde, die sich unter Extrembedingungen entwickeln und dem Einfluss des Menschen bisher entziehen konnten. Nun macht sie sich erstmals in einem U-Boot auf den Weg zum Meeresgrund. In der mineralischen Landschaft öffnet sich ihr der Gedanke, noch einmal ganz von vorne zu beginnen und endlich das Wesentliche zu berühren. Alexandra Badea, 1980 in Bukarest/Rumänien geboren, lebt seit vielen Jahren als Autorin, Regisseurin und Bühnenbildnerin in Paris. Paul Spittler, der sich zuletzt als Co-Regisseur von Mugshots profilieren konnte, gibt mit Extremophil sein Regiedebüt im Volx/Margareten.

Als Extremophile (von lat. extremum = das Äußerste, griech. philos = Freund) bezeichnet die Wissenschaft Lebensformen, die sich extremen Umweltbedingungen (wie z. B. besonders hohen oder niedrigen Temperaturen, hohem Druck, wenig bis keinem Sauerstoff etc.) angepasst haben. Die Klassifizierung von Extremophilen richtet sich nach dem Grad, wie stark diese Bedingungen von dem abweichen, was für Menschen als „normal“ gilt. Extremophile Lebensformen werden derzeit in Labors weltweit erforscht, um ihnen ihr „Anpassungsgeheimnis“ zu entlocken. Bisher ist das nur zum Teil gelungen.

— Volx/Margareten

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Vereinte Nationen VON CLEMENS J. SETZ  I  REGIE HOLLE MÜNSTER (PRINZIP GONZO) KOPRODUKTION MIT MAX REINHARDT SEMINAR Premiere

13. Oktober 2017

BÜHNE UND KOSTÜME THEA HOFFMANN-AXTHELM MUSIK ROBERT HARTMANN (PRINZIP GONZO) KÜNSTLERISCHE MITARBEIT ALIDA BREITAG (PRINZIP GONZO) DRAMATURGIE MICHAEL ISENBERG

Auf den ersten Blick würde man meinen, Martina wird von ihren Eltern nur zu streng behandelt. Das siebenjährige Mädchen muss essen, was auf den Tisch kommt, auch wenn es schon etwas gammelig schmeckt, und falls sie das nicht tut, dann setzt es eine Konsequenz. Erst auf den zweiten Blick offenbart sich der Horror dieses äußerlich funktionierenden Drei-Personen-Haushalts. Martina wird laufend Verhaltensprüfungen, Vorwürfen und Moralpredigten ausgesetzt („Den Ton kannst du bei den Vereinten Nationen anschlagen, nicht bei mir!“), bei denen sie nur versagen kann – und die Eltern filmen diese Prüfungen heimlich für ein kommerzielles Videoprojekt mit. In der Cornflakes-Packung ist eine Kamera versteckt. Martina ist unwissentlich die alleinige Hauptdarstellerin eines privaten Dschungelcamps, Vater und Mutter sind die Produzent/innen. In seiner moralischen Komödie verschiebt Clemens J. Setz, der auch in seiner Prosa durch eine sezierende, analytische Sprache besticht, geschickt die Grenzen zwischen krimineller Handlung und erlaubter Profitgier. Eine empathiefreie Erwachsenenwelt (zu der auch zwei Freund/innen des Elternpaares gehören, die sich um die Verkaufsstrategien für die entstandenen Filme sorgen) gerät in ihrer ästhetischen Diskussion über das, was „fake“ ist und was „natural“, außer Kontrolle. Clemens J. Setz wurde 1982 in Graz geboren, wo er studierte und heute als Übersetzer und freier Schriftsteller lebt. Nach mehreren vielbeachteten Prosawerken (Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes, Indigo oder Die Stunde zwischen Frau und Gitarre) trug ihm sein erstes Stück auf Anhieb eine Einladung zu den Mülheimer Theatertagen Stücke 2017 ein. Nach Hose Fahrrad Frau (2016) widmet sich Regisseurin Holle Münster erneut mit Max-Reinhardt-Seminarist/innen einem brandneuen österreichischen Theatertext.

Mit gerade mal 34 Jahren hat Clemens J. Setz schon mehr als 3.000 geschriebene Buchseiten vorzuweisen. Dabei hat er, wie er in Interviews erzählt, selbst kein einziges Buch gelesen, bis er 16 war. Er sei ein nach Ballerspielen süchtiger Nerd ohne Freunde gewesen. Erst eine Sehstörung, die ihm das Starren auf Bildschirme verbot, habe ihn zum Lesen und schließlich zum Schreiben gebracht, während des Studiums an sieben Tagen die Woche ab halb fünf Uhr früh. Die Bemerkung, dass seine Figuren meist mit einem Bein im Wahnsinn stünden, ficht Setz nicht an: „Die meisten Leute sind ja auch wahnsinnig, oder? Also ich kenne niemanden, der normal ist.“

— Volx/Margareten

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Kroatischer November FESTIVAL MIT UNTERSTÜTZUNG DES BUNDESMINISTERIUMS FÜR EUROPA, INTEGRATION UND ÄUSSERES  SOWIE DER KROATISCHEN BOTSCHAFT IM RAHMEN DES KULTURJAHRES ÖSTERREICH – KROATIEN im

November 2017

Das Kroatische Nationaltheater in Zagreb, entworfen vom Architektenbüro Fellner & Helmer, ist baulich eines der Geschwistertheater des Volkstheaters – und ein Zeichen für die jahrhundertealte, enge Verbindung zwischen Wien und Zagreb, Österreich und Kroatien. Zwischen der Theaterhauptstadt Zagreb, dem HNK Rijeka und den Dubrovniker Sommerspielen erstreckt sich eine reiche Theaterlandschaft, aus der zwei Inszenierungen als Gastspiele in das Wiener Volkstheater reisen. Auf der großen Bühne gastiert Tri Zime/Drei Winter des Kroatischen Nationaltheaters Zagreb. In dem Stück der Autorin Tena Štivičić, inszeniert von Ivica Buljan, werden anhand einer Familiengeschichte Wendepunkte der kroatischen Geschichte verhandelt: 1945 zieht eine junge Partisanin mit ihrem Mann und ihrer Mutter in ein Haus, in dem die Mutter einst als Dienstmädchen gearbeitet hat. 1990, am Vorabend des Krieges, entzweien sich an der nationalen Frage die Generationen. Und als 2011 Kroatien der EU beitritt, sitzen zwei Töchter am Tisch, deren unterschiedliche Lebensentwürfe zwischen traditioneller Hochzeit und europäischer Karriere aufeinanderprallen, während die Gentrifizierung an die Wohnungstür klopft. Im Volx/Margareten findet ein weiteres Gastspiel einer aktuellen kroatischen Theaterproduktion statt. Begleitet von Lesungen, Musik, Gesprächen und Party wird das Festival zur Plattform des kroatisch-österreichischen Austauschs.

— Volx/Margareten

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Ein Projekt von Pınar Karabulut Premiere

5. Jänner 2018

BÜHNE UND KOSTÜME ALEKSANDRA PAVLOVIĆ DRAMATURGIE MICHAEL ISENBERG

„Theater darf nicht gemütlich werden“, beschrieb die junge Regisseurin Pınar Karabulut der Zeitschrift Die deutsche Bühne ihr Credo. Zeitgenössische Stücke mit politischer Themensetzung, umgesetzt in hochenergetischen Inszenierungen, bilden Karabuluts Arbeitsschwerpunkt. Geboren 1987, studierte sie Theaterwissenschaft, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte und sammelte erste Erfahrungen am Theater in München, bevor sie als Regieassistentin ans Schauspiel Köln engagiert wurde. Ihre erste Regiearbeit, die dort entstand, Jonas Hassen Khemiris Invasion!, wurde zu den Festivals radikal jung in München und Kaltstart Hamburg eingeladen. Ihre zweite Kölner Inszenierung Furcht und Ekel. Das Privatleben glücklicher Leute von Dirk Laucke wurde mit dem NachSpielPreis des Heidelberger Stückemarkts ausgezeichnet. In der vergangenen Spielzeit co-kuratierte sie die neue Außenspielstätte Britney des Schauspiel Köln und eröffnete das Programm mit der Uraufführung von Karnickel von Dirk Laucke. Außerdem inszenierte sie am Maxim Gorki Theater Berlin, am Münchner Volkstheater und am Schauspiel Dresden, wo Gott wartet an der Haltestelle von Maya Arad entstand, womit sie wiederum eine Einladung zum Festival radikal jung erhielt. In dieser Spielzeit realisiert Pınar Karabulut ihre erste Inszenierung am Volkstheater Wien.

— Volx/Margareten

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Deutschsprachige Erstaufführung

Concord Floral VON JORDAN TANNAHILL  I  REGIE SIMON WINDISCH Premiere

16. Februar 2018

BÜHNE LEONIE BRAMBERGER MUSIK ROBERT LEPENIK DRAMATURGIE MICHAEL ISENBERG

Concord Floral ist der Name eines verwilderten Gewächshauses, das sich in einer Wohnsiedlung am Rande einer Großstadt befindet. Es sah mehreren Generationen von Kindern beim Erwachsenwerden zu, bot Schutz für wilde Partys und nächtliche Jugendsünden. Eine Gruppe Jugendlicher wohnt in der Siedlung Haus an Haus. Sie sind befreundet, arbeiten gemeinsam an Schulreferaten und unternehmen Streifzüge in die Umgebung. Eines Nachts machen zwei Freundinnen im Gewächshaus einen grausigen Fund. Sie sind sicher, auf eine Leiche gestoßen zu sein, und obwohl sie einander geschworen hatten, mit niemandem darüber zu sprechen, gehen bald Gerüchte durch die Schulgänge, und das geordnete Leben in der Wohnsiedlung gerät schlagartig außer Kontrolle. Eines der beiden Mädchen schafft es nicht, das Erlebnis zu verarbeiten: Es kann nicht mehr schlafen, die Tote beginnt es nachts zu verfolgen und mit ihm zu kommunizieren. Die anderen Jugendlichen erklären das Mädchen für verrückt und wenden sich von ihm ab. Bis der Geist des Opfers auch von ihnen Besitz ergreift und sich alle mit dem Unrecht, das geschehen ist, auseinandersetzen müssen. Concord Floral nimmt Motive aus Il Decamerone von Giovanni Boccaccio zur Vorlage: Zehn Teenager suchen vor einer Plage Schutz, die sie selbst über sich gebracht haben. Der 1988 geborene Autor Jordan Tannahill, der auch im Filmbereich tätig ist, gilt als Zukunftshoffnung des kanadischen Theaters. Der Stücktext wurde über einen Zeitraum von drei Jahren in Workshops gemeinsam mit Jugendlichen entwickelt. Der Grazer Regisseur Simon Windisch verfügt über jahrelange Erfahrung in der Erarbeitung von Stücken für junges und erwachsenes Publikum. Anhand von Concord Floral wird er mit zehn Wiener Jugendlichen ihre aktuelle Lebenswirklichkeit, geprägt von Selbstbehauptung und digitaler Parallelrealität, untersuchen.

Die Pubertät, die als körperlicher Prozess zur Geschlechtsreife führt, bedeutet einen enormen Umbruch für Teenager. In dieser Entwicklungsphase müssen umfassende seelische, geistige und soziale Veränderungen verkraftet werden. Der Psychoanalytiker Erikson hat den Lebensabschnitt der Pubertät als maßgeblich für die Bildung einer eigenen Identität definiert, wobei die philosophische Sinnfrage ebenso relevant wird, wie die Suche nach einem Platz in der Gesellschaft. Das Spannungsverhältnis zwischen Individuum und Gemeinschaft spielt eine entscheidende Rolle für die Entwicklung eines eigenen erwachsenen Daseins.

— Volx/Margareten

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Neues Wiener Volkstheater FESTIVAL KOOPERATION MIT MAX REINHARDT SEMINAR im

März 2018

Das Festival Neues Wiener Volkstheater geht in seine dritte Runde. Schauspieler/innen des Volkstheaters und Studierende des Max Reinhardt Seminars stellen zeitgenössische Theatertexte vor. Im Auftaktjahr sind neben der Österreichischen Erstaufführung von Thomas Köcks Stück Isabelle H. (geopfert wird immer), inszeniert von Felix Hafner, fünf szenische Arbeiten zu Texten von in Österreich und Deutschland lebenden Nachwuchsautorinnen im Zentrum gestanden. Im zweiten Jahr richtete das Festival den Blick auf Europa. Neben der Uraufführung von Nanjing. The Future, dem ersten abendfüllenden Theatertext der Schweizer Autorin Gornaya, in der Regie von Simon Dworaczek, präsentierte das Festival neue Stücke aus Österreich, Deutschland und England in szenischen Skizzen sowie ein Volksstück von Jura Soyfer von zeitloser Brisanz. 2018 legen sich das Volkstheater und das Max Reinhardt Seminar erneut auf eine Auswahl von zeitgenössischen Theatertexten fest, um diese zu präsentieren. Die begonnene Suchbewegung nach Kriterien für ein Neues Volkstheater wird somit fortgesetzt, der Blick auf die Gattungs-, Aufführungs- und Rezeptionsgeschichte des Wiener Volkstheaters lustvoll weiter geschärft. Mithilfe neuer Formate werden aktuelle Themen aufgegriffen und frische Spielweisen ausprobiert. Auch im historischen Fundus des Volkstheaters wird, entsprechend der Genrevielfalt des Begriffs, weitergeforscht. Am Festival Neues Wiener Volkstheater wirken Schauspieler/innen des Volkstheaters und Studierende des Max Reinhardt Seminars (Schauspiel und Regie) gleichermaßen mit, ebenso Dozent/innen, Dramaturg/innen, Ausstatter/innen beider Institutionen. Neben einer Reihe von szenischen Skizzen, Lesungen, Hörspielen etc. ist auch im dritten Jahr die Inszenierung eines neuen Stücks im Volx/Margareten vorgesehen. So bietet das Festival Diskussionsstoff über Grenzen und Möglichkeiten des Volkstheaterbegriffes an den Präsentationsorten in Penzing, Margareten und Neubau.

Dass das „Alt-Wiener Volkstheater“ nicht weniger zu öffentlicher, oft scharfer Diskussion anregte als eine heutige Suche nach einem „Neuen Wiener Volkstheater“, haben hinlänglich viele Artikel, Erlässe, Zensur-Streitigkeiten und nicht zuletzt auf der Bühne selbst ausgetragene Konflikte bewiesen. 1752 verbot ein Erlass Maria Theresias extemporierte „Compositionen“, Nestroy saß wegen seiner scharfen Feder im Kerker und lag ein Leben lang im Krieg mit so manchem Theaterkritiker, und Jura Soyfer bezahlte für seine politische Welt- und Weitsicht mit dem Leben. Doch ob Stegreifoder Hanswurststück, Zauberoder Lokalposse, politisch oder musikalisch: Von Beginn an hat sich das Wiener Volkstheater seinem Ort ebenso verschrieben wie der Offenheit für neue, gar oft internationale Entwicklungen. Dafür oft gerügt, hat es diese Suchbewegung bis heute nicht verloren.

— Volx/Margareten

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Uraufführung

Vienna – All Tomorrows EINE SPEKULATIVE SIMULATION KONZEPT UND LEITUNG GEORG HOBMEIER Premiere

Mai 2018

GESTALTUNG REINHOLD BIDNER PROGRAMMIERUNG CHRISTIAN KNAPP SOUNDGESTALTUNG WOBBLERSOUND DRAMATURGIE ANITA AUGUSTIN, VERONIKA MAURER

In nicht allzu ferner Zukunft: Nach dem Kollaps der Europäischen Union und daraus resultierenden Flächenbränden versinkt der Kontinent im Chaos. Wien ringt um seine Zukunft. Wird die Stadt als Leuchtturm in der Finsternis stehen oder geht sie wie so viele andere Metropolen unter? Vienna – All Tomorrows ist Spiel, Installation und Simulation: Im Volx/Margareten entsteht die Landkarte eines zukünftigen Wien, die mit spekulativer Information gespickt ist. Um diese Information zu erspielen, müssen die Besucher/innen in kleinen Teams über spezielle Marker und Augmented-Reality-Technologie die schweigende Materie der Karte zum Leben erwecken und die Zukunft der Stadt gestalten. Es gilt, gemeinsam Entscheidungen mit weitreichenden ethischen, politischen, ökonomischen und ökologischen Konsequenzen zu fällen. Das Schicksal der Stadt liegt in den Händen der Besucher/innen. Steuern sie die Stadt gezielt oder unabsichtlich auf den Abgrund zu, führen ihre Entscheidungen zu einer neuen repressiven Biedermeier-Epoche oder verwandeln sie Wien in ein blühendes Utopia? Besucher/innen, die nicht aktiv mitspielen, können auf einem großen Screen die Entscheidungen der Teams mitverfolgen, und in der nächsten Runde vielleicht selbst in das Spiel eintreten. Ihre Entscheidungen gestalten die Zukunft Wiens womöglich völlig anders … Der Multimedia-Künstler Georg Hobmeier mäandert mit seinen Werken zwischen Theater, Museum und digitalen Spielen. Mit Vienna – All Tomorrows zeigt er in seiner ersten Arbeit im Volx/Margareten eine neuartige Verschränkung von Simulation, Installation und Spiel.

Der Begriff Augmented Reality („erweiterte Realität“) beschreibt eine Technik, bei der elektronische Geräte die wahrgenommene Umgebung durch zusätzliche visuelle und/oder akustische Elemente ergänzen. Für interaktive Spiele lässt sich diese Technik u. a. für die Darstellung spielrelevanter Inhalte nutzen, die von Faktoren wie dem Standort oder von visuellen Auslösern abgerufen werden.

— Volx/Margareten

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Uraufführung

Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft EIN STADTPROJEKT DES JUNGEN VOLKSTHEATERS IN MARGARETEN Premiere

im Mai 2018

LEITUNG CONSTANCE CAUERS, MALTE ANDRITTER CHOREOGRAFISCHE LEITUNG MARTINA RÖSLER PROJEKTKOORDINATION UND KÜNSTLERISCHE MITARBEIT ANDREA SCHMIDT DRAMATURGIE VERONIKA MAURER Mit freundlicher Unterstützung der

Margareten, 1050: Hier beginnt die Zukunft für viele. Hier leben Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammen, hier geben zahlreiche Vereine und Initiativen neue Impulse für das Stadtleben ab, hier wird das Zusammenleben zwischen Gemeindebau, Bruno-Kreisky-Park, Schanigärten, Wientalterrasse und Reinprechtsdorfer Straße, Schulen, Läden, Bussen und Bims erprobt und entwickelt. Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft will Begegnung initiieren und den Prozess des Austauschs und des Aushandelns einer gemeinsamen Zukunft befördern. Dafür lädt das Junge Volkstheater Vereine, Initiativen, Schulklassen und Einzelpersonen aus dem Fünften ein, zusammen die Kunst der Nachbarschaft zu erfinden. Gesucht werden professionelle, Nachwuchs- und Laienkünstler/innen, Künstler/ innen des Handwerks und des Handels, Lebens- und Überlebenskünstler/innen, Künstler/innen des Alltags, der Gedanken, der Visionen, des Haushalts, der Verkehrsregelung, der Medizin, des Zuhörens, der Gestaltung öffentlicher Plätze, des Gärtnerns, des Genießens, des Rebellierens, des Kämpfens, des Saubermachens, des Blaumachens, des Familienmanagements, des Neuanfangens, des Musizierens, des Kochens und des Plauderns. Über die ganze Spielzeit hinweg finden Nachbarschaftstreffs unterschiedlicher Akteur/innen statt, bei denen man einander kennenlernen und sich austauschen kann, bei denen über das Leben in Margareten und in der Welt diskutiert wird und in denen durch die Begegnung der Künste Neues entsteht. In Margareten fängt die Zukunft an! Seinen Höhepunkt findet dieser Reigen beim großen Finale im Mai, wenn rund um das Volx/Margareten, im Theaterraum und draußen, im Park und auf der Straße Ergebnisse und Arbeitsstände gezeigt werden: Es wird gespielt, gemalt, getanzt, gesungen, diskutiert, gegessen, gefeiert! Die Kunst der Nachbarschaft zeigt, welche Blüten sie treibt.

Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft entsteht unter Mitwirkung von Attac Österreich, Bezirksvorstehung Margareten, Bäckerei Felzl, Citybike Wien, Filmcasino, Fivers WAT Margareten, Jugendzentrum 5erhaus, Klangforum Wien, Künstlerhaus 1050, mumok – museum moderner kunst stiftung ludwig wien, Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, neunerhaus – Hilfe für obdachlose Menschen, stagelab academy, Verein T. I. W., Volkshilfe Österreich und vielen mehr.

— Volx/Margareten

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— Junges Volkstheater Spielt mit uns! Das Junge Volkstheater richtet sich an alle in Wien lebenden Menschen ab zwölf Jahren. Die Angebote reichen von fast täglich stattfindenden Workshops über Fortbildungen und Theaterprojekte bis hin zu wöchentlichen Theaterclubs, den Spieltrieben. Für jede und jeden findet sich ein Format, das es ermöglicht, sich praktisch mit dem Theater zu beschäftigen. Die Tür zum Volkstheater steht allen offen. Das Team des Jungen Volkstheaters Constance Cauers (Leitende Theaterpädagogin) Malte Andritter (Theaterpädagoge) Andrea Schmidt (Koordination Stadtprojekt) Katharina Dungl (Assistenz Theaterpädagogik) Matthias Suske und Bettina Stokhammer (theaterpädagogische/r Berater/in in den Schulen) Wir informieren regelmäßig über das Neueste aus dem Volkstheater und über die Aktivitäten des Jungen Volkstheaters. Gerne nehmen wir dich in unsere Facebook-Gruppe „Junges Volkstheater“ und in den E-Mail-Verteiler auf. Anmeldungen für alle Formate und Anfragen per E-Mail an junges@volkstheater.at Weitere Informationen unter www.volkstheater.at/junges

— Junges Volkstheater


— Junges Volkstheater … für alle Der Theaterglobus Du möchtest herausfinden, ob Theater das Richtige für dich ist? Kein Problem. Bei unserem offenen Theatertraining darfst du bei Null anfangen und dich ausprobieren. Ganz unverbindlich. Und wenn es dir gefällt, findest du jede Woche neue (und alte) Gesichter und Spielimpulse. Wöchentliche Infos in unserer Facebook-Gruppe. Jeden Mittwoch, 18–19.30 Uhr Schwarzer Salon, Eintritt frei, Anmeldung erforderlich Das Theaterfrühstück Wie kommt ein Stück auf die Bühne? Wer denkt sich das alles aus? Trägt Rainer Galke seine eigene Unterwäsche, wenn er spielt? Was macht Claudia Sabitzer vor der Aufführung, um sich einzustimmen? Wie viele Menschen braucht es hinter der Bühne während einer Vorstellung? Theaterbegeisterte treffen auf Mitarbeiter/innen des Volkstheaters zu einem gemeinsamen Frühstück. Hier gibt es die Möglichkeit, Menschen hinter den Kulissen und ihre spezifischen Theaterberufe kennenzulernen. Wir werden Gebäck und Getränke zur Verfügung stellen und freuen uns, wenn das Buffet mit Kleinigkeiten erweitert wird. Geschirr und Besteck nicht vergessen. Jeden ersten Samstag im Monat, 11–14 Uhr Schwarzer Salon, Eintritt frei, Anmeldung erforderlich Die Theaterstarter Gemeinsam mit Theaterneulingen und in Kooperation mit sozialen Einrichtungen erkunden wir die Arbeitsbereiche unseres Theaterbetriebes. Wir schauen hinter die Kulissen, indem wir uns auf, vor, unter, hinter und über der Bühne bewegen. Anschließend finden Basisworkshops statt, durch welche der szenische Arbeitsprozess einer Theaterproduktion erfahrbar gemacht wird. Zum Abschluss besuchen die Theaterstarter gemeinsam eine Vorstellung. Termine nach Absprache, Workshop kostenlos

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… für Schule Ermäßigungen für Schuklassen (ausgenommen Institutionen der Erwachsenenbildung) Es gibt vergünstigte Eintrittskarten für € 17 (Erdgeschoss, ab Kategorie II), € 15 (Balkon) oder € 7 (ab der 4. Reihe Rang) pro Schüler/in. Ab 25 Schüler/innen ist eine Lehrer/innenkarte gratis. In Verbindung mit einem gebuchten Workshop sind die Eintrittskarten nochmals vergünstigt und kosten € 15, € 13 oder € 5. Alle begleitenden Lehrer/innen erhalten dabei Freikarten. Buch- und bezahlbar sind die Karten für Schulklassen ab dem 10. des Monats bis eine Woche vor dem Vorstellungstermin. Ein kostenloses Programmheft ist vorab erhältlich. Bestellung unter abo@volkstheater.at, T 52111–422 Die Expert/innenrunde Zu ausgewählten Proben im Haupthaus und im Volx/Margareten treffen sich Pädagog/innen, Schüler/innen und Student/innen, um im Anschluss an die Probe die Beobachtungen und Erkenntnisse zu diskutieren und eine gemeinsame Empfehlung zu formulieren, für welches Unterrichtsfach und welche Schulstufe die Inszenierung geeignet ist. Die Expert/innenrunde besteht aus 15 wechselnden Mitgliedern, die aus einem Expert/ innenpool ausgewählt werden. Alle Mitglieder des Pools können der Probe beiwohnen, sofern seitens des Produktionsteams kein Limit gesetzt wird. Die Theateragenten Als Theateragent/in tauchen Sie und Ihre Schüler/innen tief in die Geheimnisse des Theaterlebens ein: Jede/r Agent/in verpflichtet sich zur Schulklassen-Buchung und zum Besuch von drei Vorstellungen eigener Wahl. Der Zeitraum beträgt eine Spielzeit und wird mit der Unterzeichnung einer Vereinbarung besiegelt. Die Theateragent/innen wecken das Interesse der Schüler/innen und Lehrer/innen für die Angebote des Volkstheaters an deren Schule und ermöglichen regelmäßige Vorstellungsbesuche und Kontakte mit dem Volkstheater. Im Gegenzug erhält der/die Agent/in eine Freikarte und eine weitere Karte mit 40 % Ermäßigung pro Produktion im Haupthaus des Volkstheaters. Theaterschule Titan 2017/18 Unter den Schulen mit den meistgebuchten Vorstellungsbesuchen verlosen wir eine Theaternacht in der Roten Bar. Hier erwartet euch das Team des Jungen Volkstheaters mit einer Open Stage und einem DJ-Set mit Musik nach euren Wünschen.

— Junges Volkstheater


Ein Stück im Visier In vorbereitenden Workshops werden Berührungspunkte zwischen Stück, Inszenierung und der Welt der Jugendlichen aufgespürt. Wir experimentieren mit eigenen szenischen Versuchen, um die Arbeitsweise von Regie und Dramaturgie zu verstehen. So werden Inhalt und Ästhetik der Inszenierung untersucht. Der Workshop ist an einen Aufführungsbesuch gekoppelt. Workshopdauer 2–4 Schulstunden, Kosten € 2–4 pro Schüler/in Basisworkshop Unsere Basisworkshops vermitteln die Grundstrukturen des Theaters und probieren verschiedene Theaterformen und -sprachen aus. Workshops zu folgenden drei Schwerpunkten werden angeboten: Improvisation, Text- und Rollenarbeit, Sprache und Körper. Der Workshop ist an einen Aufführungsbesuch gekoppelt. Workshopdauer 2–4 Schulstunden, Kosten € 2–4 pro Schüler/in Nachgespräche In unseren Nachgesprächen treten die Zuschauer/innen nach der Vorstellung mit Dramaturg/innen, Schauspieler/innen und Theaterpädagog/innen in Dialog und tauschen sich über das Gesehene, den Produktionsprozess und das Thema der Inszenierung aus. Dauer 30 Minuten–1 Stunde, kostenlos Blick hinter die Kulissen Während unserer Führungen können Einblicke in Arbeitsbereiche des Theaters gewonnen werden, die während einer Vorstellung meist unsichtbar sind. Dabei bewegen wir uns über, unter, hinter und neben der Bühne. Dauer 1 Stunde, 2 €/Person, max. 20 Teilnehmer/innen Das Theaterlabor Die monatlichen Fortbildungen richten sich an Lehrer/innen, Pädagog/innen, Spielleiter/innen und alle, für die Theaterpädagogik eine sinnvolle Bereicherung des Berufsalltags ist oder werden kann. Die Fortbildungen finden in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule Wien, der Pädagogischen Hochschule Niederösterreich und der KPH Krems/Wien jeweils montags statt. Nähere Infos und Termine ab Herbst 2017 auf der Website

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… für Uni Das vielseitige Programm ist für Studierende aller Studiengänge geöffnet und verschafft einen praktischen Einblick in die unterschiedlichen Prozesse des Theaterbetriebes. Campus Volkstheater Durch kostenlose Führungen, Diskussionen und Workshops eröffnet sich euch ein anderer Blickwinkel auf das Theater, als es die gewohnte Zuschauerperspektive ermöglicht, und ihr lernt die Theatermacher/innen persönlich kennen. Die Schwerpunkte sind Schauspiel, Theaterpädagogik, Presse und Marketing, Theatermanagement, Kostüm/Maske/Requisite und Dramaturgie. Herzlich willkommen sind Studierende aller Fachrichtungen. Exklusiv bieten wir für TFM-Studierende der Universität Wien im WS 2017 die Lehrveranstaltung Campus Volkstheater – Zeitgenössische Vermittlungsformate am Stadttheater im Ergänzungsmodul Praxisfelder und Vermittlung an. Nähere Informationen im Vorlesungsverzeichnis WS17 des Instituts für Theater-, Film- und Medienwissenschaft. Termine ab Herbst 2017 auf der Website, kostenlos, Anmeldung erforderlich Der Theatermarathon Ein ganzes Wochenende lang Theater: Beim Theatermarathon wird von den Teilnehmenden innerhalb von 24 Stunden eine Performance auf die Beine gestellt. Zu Beginn wird ein Thema bekanntgegeben und dann heißt es recherchieren, Texte schreiben, Choreografien erarbeiten, Musik komponieren und, ach ja: proben. Auf der Zielgeraden präsentiert die Marathonmannschaft die Ergebnisse dieses Experiments einem geladenen Publikum. Der Theatermarathon wird Ende November 2017 und Ende Mai 2018 im Rahmen des Stadtprojekts Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft stattfinden. Termine ab Herbst 2017 auf der Website, max. 20 Teilnehmer/innen, Teilnahmegebühr € 10, Anmeldung erforderlich Die Theaterscouts Wir suchen motivierte junge Menschen, die ihre Freund/innen oder Mitstudent/innen über die Angebote des Volkstheaters informieren. Zu den Aufgaben zählen das Verteilen von Plakaten, Flyern und Monatsspielplänen im eigenen Umfeld sowie das Streuen von Informationen über digitale Netzwerke. Im Gegenzug erhalten alle Theaterscouts ein kostenloses Premierenabo und Einblicke in die Öffentlichkeitsarbeit. Anmeldung bis 15. Oktober 2017 an junges@volkstheater.at max. 20 Teilnehmer/innen

— Junges Volkstheater

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… auf Expedition Changes – Begleitprogramm zu Lazarus Ab Mai 2018 bietet das Junge Volkstheater unterschiedliche Theaterworkshops und Diskussionen rund um die Inszenierung von Lazarus (siehe Seite 26) an. „Tomorrow belongs to those who can hear it coming.“ (David Bowie) Heroes 2.0 „I, I will be king. And you, you will be queen. Though nothing will drive them away. We can beat them, just for one day“, so beginnt der Song Heroes, den David Bowie 1977 veröffentlichte und der als Inspiration für das Begleitprojekt zu Lazarus dient. Jede/r von uns kennt und besitzt sie: Gegenstände, die eine/n an Kindheitsheld/innen erinnern. Das Projekt Heroes 2.0 interessiert sich für diese persönlichen Gegenstände und startet ein Experiment, in dem es Menschen unterschiedlichen Alters zusammenbringt. Die Bühne wird Plattform und Schauraum für die Geschichten persönlicher Held/innen und ihrer Gegenstände. Heroes 2.0 ist somit eine Beschreibung aktueller und vergangener Kindheit und gleichzeitig auch eine theatrale Suche nach den Held/innen in uns. Starman – eine David-Bowie-Tribute-Nacht Am 10. Jänner 2016 verabschiedete sich mit David Bowie eines der wohl größten Universalgenies der Popgeschichte in die unendlichen Weiten des Sternenhimmels. Seinen finalen Auftritt inszenierte der Brite wie alle seine Rollen zuvor: als genreübergreifendes Gesamtkunstwerk. Ob als Ziggy Stardust oder Thin White Duke, als im Weltraum verlorengegangener Major Tom oder als abgehalfterter Weißclown und Junkie – Bowies Alter Egos waren allesamt multimedial angelegt, geprägt von Ironie und Tiefgang, mit einem Gespür für Trends, aber nie anbiedernd. Wir zelebrieren seine Musik, seine Kostüme und den Helden, der nie einer sein wollte. Weitere Informationen ab Herbst 2017 auf der Website


Spieltriebe Gesucht werden Menschen, die über die gesamte Spielzeit in regelmäßigem Abstand Teil einer spartenübergreifenden Produktion sein möchten. Die Präsentationen finden im Mai 2018 im Rahmen von Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft im fünften Bezirk statt. Raus aus dem Schwarzen Salon, rein in die Stadt. Die Spielclubs verknüpfen sich dieses Jahr mit dem Stadtprojekt des Jungen Volkstheaters Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft (siehe Seite 62), unterstützt von der BAWAG P.S.K. Während unserer wöchentlichen Proben trifft sich eine Interessengemeinschaft, um Nachbarschaften in Margareten künstlerisch zu erforschen. Geplant ist ein Großprojekt, bei dem sich alle Spielclubs mit Alltagskünstler/innen des fünften Bezirks vernetzen und gemeinsam mit Zirkusartist/innen, Gamedesigner/innen, Choreograf/innen, Musiker/innen, bildenden Künstler/innen oder Theatermacher/ innen Begegnungen im öffentlichen Stadtraum entwickeln. Die Teilnehmenden der Spieltriebe können für € 6 alle Vorstellungen im Volkstheater besuchen. Regelmäßig im Zeitraum von November 2017 bis Mai 2018 Teilnahmegebühr € 35 für die Spielzeit Anmeldungen (Name, Alter, Kontakt) bis 20. Oktober 2017 an junges@volkstheater.at

— Junges Volkstheater


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— Das Volkstheater ist Mitglied der Union des Théâtres de l’Europe (UTE)

Kofinanziert durch das Programm Kreatives Europa der Europäischen Union

Die Verbindung des Wiener Volkstheaters mit Künstler/innen aus aller Welt ist fester Bestandteil des künstlerischen Programms. Damit einher geht die Mitgliedschaft in der Europäischen Theaterunion (UTE), ein Zusammenschluss von 40 Mitgliedern aus 22 Ländern, darunter 18 Theater. Gemeinsam verwirklichen sie transnationale Theaterprojekte, fördern junge Theaterkünstler/innen und Kulturjournalist/innen und bieten eine Plattform für die öffentliche Diskussion brennender politischer Fragen. Österreich ist durch das Volkstheater in der UTE vertreten. Intendantin Anna Badora war bereits mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus und dem Schauspielhaus Graz Mitglied der UTE und bis 2015 ihre Vizepräsidentin. Seit 2014 arbeiten die UTE-Mitgliedstheater an dem durch das EU-Programm Creative Europe geförderten Vernetzungsprojekt CONFLICT ZONES | ZONES DE CONFLIT, dessen erstes Projektjahr die Folgen des Ersten Weltkrieges auf die heutige politische Landschaft Europas untersucht hat und das sich in den folgenden zwei Projektjahren bis Ende 2017 mit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und der äußerst gespannten Gegenwart Europas auseinandersetzt. Gemeinsame Festivals und Showcases der Mitgliedstheater und damit einhergehende Debatten zwischen Zuschauer/innen, Kritiker/innen, Schauspieler/innen, Autor/innen und Regisseur/innen machen die kulturpolitische und künstlerische Standpunktsetzung der einzelnen Mitgliedsländer deutlich. Die in den letzten beiden Spielzeiten in der Roten Bar des Volkstheaters veranstalteten RoundTable-Gespräche zum Thema Rechtspopulismus und Flüchtlingsbewegung und Demokratie in der Migrationsgesellschaft mit Diskussionsteilnehmer/innen aus Wissenschaft, Journalismus, Aktivismus und Kunst waren Teil des Projekts CONFLICT ZONES. Im Oktober werden alle Partner am Nationaltheater Prag zu einer öffentlichen Diskussion der in den drei Jahren entwickelten Themen zusammenkommen.

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Bochum

Moskau

Luxemburg Prag

Stuttgart Reims

Cluj

Budapest Wien

Bukarest Belgrad

Sofia

Mailand Porto

Rom Comédie de Reims Frankreich Habima – Nationaltheater Tel Aviv Israel Hungarian Theatre Cluj Rumänien Maly Theatre Moskau, Russland National Theatre of Northern Greece Thessaloniki, Griechenland Národní divadlo – Nationaltheater Prag Tschechische Republik National Theatre of Greece Athen, Griechenland Piccolo Teatro di Milano – Teatro d’Europa Italien Schauspiel Stuttgart Deutschland Schauspielhaus Bochum Deutschland Sfumato Theatre Sofia, Bulgarien Teatro di Roma Italien Teatro Nacional São João do Porto Portugal Teatrul Bulandra Bukarest, Rumänien Théâtre National du Luxembourg Luxemburg Vígszínház Budapest, Ungarn Volkstheater Wien, Österreich Yugoslav Drama Theatre Belgrad, Serbien

Thessaloniki

Athen

Tel Aviv

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Birgit Stรถger


Christoph Rothenbuchner


Jan ThĂźmer


Nadine Quittner


Michael Abendroth


Kaspar Locher


Peter Fasching


Rainer Galke


Gรกbor Biedermann


Doris Weiner


Sebastian Pass


Stefan Suske


Sebastian Klein


Isabella Knรถll


Thomas Frank


Seyneb Saleh


Anja Herden


GĂźnther Wiederschwinger


Lukas Holzhausen


Evi Kehrstephan


GĂźnter Franzmeier


Claudia Sabitzer


Katharina Klar


Steffi Krautz


Direktion

Künstlerisches Betriebsbüro

Ensemble

Anna Badora Künstlerische Direktorin Cay Stefan Urbanek Kaufmännischer Direktor Eva-Maria Krainz Referentin der Künstlerischen Direktorin Astrid Kaulich Assistentin des Kaufmännischen Direktors Michaela Seeböck Projektleitung Generalsanierung Christa Huber Controlling

Albert Held, Gerda Malaschofsky Leitung Künstlerisches Betriebsbüro und Produktionsleitung, Disposition Antje Lomer

Michael Abendroth Gábor Biedermann Peter Fasching Thomas Frank Günter Franzmeier Rainer Galke Anja Herden Lukas Holzhausen Evi Kehrstephan Katharina Klar Sebastian Klein Isabella Knöll Steffi Krautz Kaspar Locher Sebastian Pass Nadine Quittner Christoph Rothenbuchner Claudia Sabitzer Seyneb Saleh Birgit Stöger Stefan Suske Jan Thümer Günther Wiederschwinger Doris Weiner

Dramaturgie Heike Müller-Merten Leitung und Geschäftsführung Roland Koberg Leitung Anita Augustin Angela Heide (Gast) Michael Isenberg Veronika Maurer Anna Veress (Gast) Dramaturg/innen Andrea Zaiser Assistentin der Dramaturgie und Dramaturgin Bettina Isabella Zehetner Artdirector (Grafikdesign) Gregor Dragostinoff Archiv

Junges Volkstheater Constance Cauers Leitung Malte Andritter Theaterpädagoge Bettina Stokhammer Matthias Suske Beauftragte für theatrale Bildung in Schulen Katharina Dungl Theaterpädagogische Assistentin Andrea Schmidt Koordination Stadtprojekt

— Mitarbeiter/innen

Kommunikation Lena Fuchs Leitung Enna Zagorac Mitarbeiterin Presse und Öffentlichkeitsarbeit Anna Steger Marketing und Kooperationen Moritz Hartmann Assistenz

Personalbüro Martina Meril Leitung Silvia Mayer Brigitte Nebenführ

Buchhaltung Marianne Rohringer Leitung Hana Steiner

Tageskassa und Abonnementbüro Andrea Geldner Leitung Gabriela Sattler Stellvertreterin Manuela Fross Eva Mittermann Laura Schiller Peter Simonsberger Nicole Tonner Barbara Veitschegger Gottfried Zens

Gäste Knut Berger Eva Dorlass Nikolaus Habjan Marlene Hauser Florian Köhler Laura Laufenberg Manuela Linshalm Valentin Postlmayr Sophie Reiml Maren-Sophia Streich Henriette Thining Luka Vlatkovic Dominik Warta

Volkstheater/Bezirke Doris Weiner Leitung Elisabeth Balog Bettina Wisser

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Regie

Kostüme

Choreografie

Malte Andritter Anna Badora Ingo Berk Victor Bodo Aurelina Bücher Constance Cauers Christine Eder Calle Fuhr Nikolaus Habjan Felix Hafner Bérénice Hebenstreit Georg Hobmeier Lukas Holzhausen Pınar Karabulut Stephan Kimmig Miloš Lolić Holle Münster (Prinzip Gonzo) Dušan David Pařízek Philipp Preuss Hermann Schmidt-Rahmer Paul Spittler Yael Ronen Sebastian Schug Simon Windisch

Irina Bartels Amit Epstein Werner Fritz Grit Gross Denise Heschl Damian Hitz Johanna Hlawica Thea Hoffmann-Axthelm Eva Karobath Mira König Fruzsina Nagy Kamila Polívková Aleksandra Pavlović Anja Rabes Monika Rovan Amelie Sabbagh Michael Sieberock-Serafimowitsch Nicole Zielke

Jasmin Avissar Martina Rösler

Bühne

Richard Eigner Yaniv Fridel Gilbert Handler Robert Hartmann (Prinzip Gonzo) Klaus von Heydenaber Markus Kraler Robert Lepenik Andreas Schett Michael Verhovec Clemens Wenger Wobblersound Patrik Zeller

Ramallah Aubrecht Lőrinc Boros Leonie Bramberger Jakob Brossmann Oliver Helf Denise Heschl Camilla Hägebarth Damian Hitz Thea Hoffmann-Axthelm Christian Kiehl Mira König Wolfgang Menardi Dušan David Pařízek Aleksandra Pavlović Thilo Reuther Monika Rovan Amelie Sabbagh Constanze Stahr Jane Zandonai

Lichtdesign Tamás Bányai Paul Grilj Moritz Luczynski

Musik/Klangdesign

Fotografie Lupi Spuma Alexi Pelekanos Robert Polster

Regieassistenz Elisabeth Balog Sophia Fischer (Gast) Beáta Gerendás Paul Spittler Barbara Wolfram

Bühnenbildassistenz Maximilian Gens Stella Krausz Marlene Lübke-Ahrens Martina Tscherni Jane Zandonai

Kostümassistenz Helena Sophia Adam Claire Blake Magdalena Bösch Heidrun Fischer Kim Karlin Valentina M. Obergantschnig

Inspizienz Rudolf M. Grünberger Sigmar Kusdas Mario Schober

Soufflage

Video

Lisan Dunst Ingrid Hedbavny Jürgen M. Weisert

Konny Keller Pablo Leiva

Sprechtraining Florian Reiners

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Technik

Ton

Michael Mayerhofer Technischer Leiter Hannes Leiter Assistent Jürgen Pogats Leitung Einkauf für Dekorationsbau

Michael Sturm Leitung Roman Fischer Sebastian Hartl Giorgio Mazzi

Bühnenmeister

Paul Grilj Leitung Jennifer Kunis Stellvertretende Leitung Markus Hirscher Franz Jakubec Ferdinand Krottendorfer Andreas Kuder Mauritius Luczynski Julian Paget Thomas Schaller

Hamit Erbay Philipp Gafler Marc Messutat

Bühnentechniker Thomas Fitzl Manfred Ganser Alexander Häusler Christian Messinger Radovan Milenovic Christoph Taits Vorarbeiter Martin Deltl Zoran Dokmanovic Thomas Fischer Rudolf Herzer Nino Hirschegger Roland Janu Sascha Knisch Manuel Krotendorf Stefano Machalek Phillip Schmid Harald Seebacher Andreas Storch Werner Strack Wolfgang Zauner

Schlosser und Maschinisten Karl Birkenau Leitung Gerhard Mikitz Vorarbeiter Markus Raspotnig Mahmut Sakizci Cihan Semiz Jakob Wurnig

— Mitarbeiter/innen

Technik Volx/Margareten Hans Kudlich Ausstattungsleitung Daniel Bren Bernhard Fürnkranz Robert Iancso Christof Seidl Andreas Stockinger Stefan Pfeistlinger Gernot Cauer

Beleuchtung

Technik Rote Bar Zottl Eventtechnik

Maske Brigitte Kopriva Leitung Judith Wieser Stellvertreterin Marina Juric Alexandra Kirchner Marianne Meinl Simone Riedl Kerstin Schrotter (Karenz) Bianca Subosics Hannah Winter

Requisite Lukas Geihsler Leitung Edith Bauer Christoph Krojer Manuel Prandl Maria Wiebersinsky

Technik Volkstheater/Bezirke

Maske Volkstheater/Bezirke

Hans Kudlich Ausstattungsleitung Bernhard Fürnkranz Tourneeleitung, Beleuchtung Robert Iancso Ton, Technik Lluis Lipp Andreas Stockinger Nicolas Twerdy Technik

Karo Hatzl Maria Stangl

Kostümwesen Werner Fritz Leitung

Damengewandmeisterinnen Susanne Pröglhöf Werkstattleitung Brigitte Spielauer Andrea Pauschitz

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Herrengewandmeisterin Theresia Schmalfuß

Schneiderinnen Klaudia Frittum Lisa Hochrainer Maria Kohoutek Tatjana Kosić Christine Neuninger

Fundusverwaltung Heidrun Fischer (Herren) Brigitte Spielauer (Damen)

Ankleider/innen

Botin

Theaterärztin

Friederike Braumann

DDr.in Emilia Nagy

Reinigung

Sicherheitsfachkraft

Dragica Dzijan Vorarbeiterin Zorica Djordjevic Halina Kiszka Ruth Längauer Natascha Prudky Kevser Quhalli Adriana Velea Branka Vidovic Draga Vuceta Monika Yilmaz

Ing. Thomas Linner

Dritan Kosovrasti Leitung Heidemarie Glaser Sylvia Götzel Edith Gratz Maria Veronesi

Publikumsdienst

Hausverwaltung

Gerald Czerkalt Horst Ekelhardt Thomas Hajny Michael Schöll Baris Ünal

Peter Danzinger Andi Gjergji Ulrike Grohmann Marko Marinkovic Elisabeth Österreicher Katharina Panzer Rita Raith Maximilian Reichardt Johann Resch M. Saeedi Razavi Tsetsegsaikhan Shirchin Peter Simonsberger

Portiere

Garderobe

Alfred Hahn Werner Oberhuber Richard Panzer

Gerald Gießwein Veysel Gündüz Stefanie Hempel Zorica Kulic Martin Manessinger Mihai Nicolescu Dragica Steurer Lilia Tomova-Chopova Pia Alessandra Trauner Vladimir Tschervenuschev Mehtap Ünal (Karenz) Rukiye Yilmaz

Robert Leithner Leitung und Leitung EDV Michaela Lotz Stv. Leitung Hausverwaltung

Hausarbeiter

Sicherheitsdienst Lorenz Kugler Manfred Rotter Bernhard Ruthe Andreas Urbanek

Uwe Oitzinger Oberbilleteur Bernhard Knapp Stv. Oberbilleteur

Billeteur/innen

Betriebsrat Künstler/innen und Verwaltung Sigmar Kusdas Claudia Sabitzer Günther Wiederschwinger

Betriebsrat Technik Manfred Ganser Heidemarie Glaser Lorenz Kugler Robert Leithner Pia Alessandra Trauner

Rechtsbeistand Ploil Krepp Boesch

Ehrenmitglieder Ksch. Heinz Petters Ksch. Prof. Dr.in Hilde Sochor Emmy Werner Dr. Rainer Moritz

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— Sitzplan

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— Einzelkartenpreise Volkstheater Preisgruppe

Preise I

Preise II

€ 53

€ 48

€ 48

€ 43

I

Cercle Tribüne Balkon Balkon-Logen

1.–4. Reihe 1.– 2. Reihe 1.– 2. Reihe

II

Tribüne Balkon Rang-Logen

3.–7. Reihe 3.– 4. Reihe

III

Tribüne Balkon

8.– 10. Reihe 5.– 6. Reihe

€ 42

€ 37

IV

Tribüne Rang

11.– 12. Reihe 1. Reihe, 2. Reihe Mitte

€ 36

€ 30

V

Rang

3.– 5. Reihe Mitte, 2.– 3. Reihe links und rechts

€ 30

€ 25

VI

Balkon 2. Rang-Logen

€ 27

€ 22

€ 19

€ 14

7.– 8. Reihe 6.– 8. Reihe Mitte, 4.– 8. Reihe links und rechts

VII

Rang

VIII

Sitze mit Sichteinschränkung

€ 16

€ 11

IX

Säulenplätze

€8

€7

X

Blocksitze

€7

€6

X

Rollstuhlplätze

€6

€5

X

Stehplätze

€5

€4

Preise inkl. Garderobe, inkl. 10 % MwSt. Die Preise für Veranstaltungen im Volx/Margareten, der Roten Bar und im Odeon entnehmen Sie bitte dem Monatsspielplan bzw. der Website www.volkstheater.at.

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— Karten kaufen und reservieren Tageskassa: Vorverkauf und persönliche Beratung Volkstheater, Arthur-Schnitzler-Platz 1, 1070 Wien, Eingang Burggasse (Haltestelle), T +43 (0)1 52111–400 Öffnungszeiten Montag bis Samstag von 10 bis 19.30 Uhr (ausgenommen Sonn- und Feiertage, Karfreitag und Heiliger Abend). An der Tageskassa beraten Sie Manuela Fross, Eva Mittermann, Laura Schiller, Nicole Tonner und Barbara Veitschegger. Am 10. eines Monats beginnt der Vorverkauf für alle Vorstellungen des Folgemonats, für Abonnent/innen am 5. des Monats (fällt der 10. bzw. 5. auf einen Samstag, Sonn- oder Feiertag, beginnt der Vorverkauf am darauffolgenden Werktag). Vorverkauf per Telefon oder Internet Ab Vorverkaufsbeginn bis drei Stunden vor Vorstellungsbeginn. Rund um die Uhr www.volkstheater.at/karten, T +43 (0)1 52111–400 (zu den Öffnungszeiten der Tageskassa) — Sitzplatzgenau buchen mit Kreditkarte (Diners Club, VISA, MasterCard, AmericanExpress) und per Sofortüberweisung. — Online gekaufte Karten können Sie mit print@home bequem zuhause ausdrucken. Karten reservieren ticket@volkstheater.at, T +43 (0)1 52111–400 (zu den Öffnungszeiten der Tageskassa), F +43 (0)1 52111–444 Karten werden bis zwei Werktage vor dem Termin reserviert und können an der Tageskassa abgeholt werden (bei Silvestervorstellungen und Sonderveranstaltungen vorgezogener Abholtermin). Abholung von Gruppenreservierungen bis sieben Werktage vor dem Termin. Am Vorstellungstag selbst werden keine Reservierungen mehr angenommen. Abendkassa An allen Spielstätten ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet, die Abendkassa der Roten Bar öffnet eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn. Volkstheater/Bezirke Reservierungen für das Volkstheater/Bezirke nimmt die Tageskassa gerne bis zwei Tage vor der Vorstellung entgegen. Von Montag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr beraten Sie außerdem die Mitarbeiterinnen des Volkstheater/Bezirke: bezirke@volkstheater.at, bettina.wisser@volkstheater.at, T +43 (0)1 52111–77 Die Abendkassa in den jeweiligen Spielstätten öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

— Service

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— Ermäßigungen Volkstheater Ermäßigungen im Vorverkauf an der Tageskassa* Ermäßigungen für den jew. Vorstellungstag bis 18 Uhr, Gruppenermäßigung nur bei gesammelter Abholung — 40 % Einzelkarten für alle Besucher/innen unter 27; Arbeitssuchende (für Studierende unter 27 zusammen mit gleichlautender Ö1 Uni-Card 45 %) — 30 % Gruppen ab 30 Personen — 20 % Gruppen ab 20 Personen — 10 % Mitglieder von Club Ö1 und Club Wien.at, Gruppen ab 10 Personen, aktive Lehrer/innen Ermäßigungen an der Abendkassa* Restkarten um € 6 für alle Besucher/innen unter 27 Jahren und Arbeitssuchende (ohne Kulturpass) Ermäßigungen für Schulgruppen siehe Junges Volkstheater Seite 66 Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“* Kulturpassinhaber/innen erhalten Freikarten nach Verfügbarkeit – auch gültig in der Roten Bar und im Volx/ Margareten! Weitere Informationen unter www.hungeraufkunstundkultur.at Theater-Dienstag 50 % auf alle Vollpreiskarten, am jeweiligen Vorstellungs-Dienstag ab 10 Uhr an der Tages- und Abendkassa U-27-Special* jeden Dienstag Restkarten um € 6 für alle unter 27 Jahren, bereits ab 10 Uhr, nach Verfügbarkeit, keine Reservierungen möglich Senior/innenrabatt* Jeden letzten Samstag im Monat Senior/innentag, 25 % für Senior/innen ab dem 60. Lebensjahr Frühbucherbonus Registrieren Sie sich persönlich an der Tageskassa und nutzen Sie folgende Vorteile: — 25 % Rabatt auf alle Vorstellungen im Volkstheater (ausg. Premieren, Gastspiele, Sondervorstellungen) für die ersten 10 Tage des Folgemonats ab dem 10. des Monats bis Monatsende, auch online einlösbar — Angebote für Premierenkarten in den Kategorien IV bis VIII am Rang, Ferienaktionen Ermäßigungen online buchen Ab der Spielzeit 2017/18 können Sie Ihre Ö1-Ermäßigung von 10 % auch online einlösen. Sie registrieren sich an der Tageskassa mit Ihrer Ö1-Karte und werden für die Gültigkeitsdauer für den Webshop freigeschalten. Herbstflatrate No Limit – Keine Zusatzkosten! Ob im Volkstheater, der Roten Bar oder im Volx/Margareten – sehen Sie alles, jederzeit, zum einmaligen Fixpreis von € 90 für drei Monate. Gültig für alle Restkarten ab einer Stunde vor der Vorstellung. Buchbar in der Volkstheater-Tageskassa, gültig von September bis November 2017, nicht übertragbar, nur gültig in Verbindung mit einem amtlichen Lichtbildausweis, keine Reservierung. 107


Ermäßigungen Volx/Margareten und Rote Bar* Im Volx/Margareten gilt für alle Besucher/innen unter 27 Jahren ein ermäßigter Eintrittspreis von € 9 bzw. € 6 – erhältlich sowohl im Vorverkauf an der Tageskassa des Volkstheaters als auch an der entsprechenden Abendkassa. Die jeweils gültigen Preise entnehmen Sie bitte dem Spielplan. Mit einem gültigen Haupthaus-Ticket erhalten Sie das Ticket für die anschließende Vorstellung in der Roten Bar zum ermäßigten Preis von € 4. Ermäßigungen Volkstheater/Bezirke* Inhaber/innen des Kulturpasses erhalten Freikarten nach Verfügbarkeit. — 40 % Schulgruppen (ausgenommen Institutionen der Erwachsenenbildung) — 10 % Mitglieder von Club-Ö1 — € 10 Einheitspreis für Student/innen *Die Vorlage eines gültigen Ausweises ist erforderlich. Nur bei Eigenveranstaltungen, nicht für Premieren, Gastspiele, Silvestervorstellungen und Sonderveranstaltungen.

— Abonnent/in werden Werden Sie Festabonnent/in des Volkstheaters und erleben Sie an sieben ausgewählten Tagen im Jahr das neue Programm des Volkstheaters (bei kleinen Abonnements entsprechend weniger) – und das an Ihrem Lieblingswochentag und auf Ihrem festen Sitzplatz. Außerdem genießen Sie zahlreiche weitere Vorteile: Ermäßigungen, zusätzliche Serviceleistungen und ausführliche inhaltliche Informationen. Abonnent/innen werben Abonnent/innen Auch wenn Sie bereits Abonnent/in des Volkstheaters sind, können Sie über Ihr Abo hinaus profitieren. Teilen Sie Ihre Theaterliebe und -begeisterung mit anderen und erhalten Sie dafür ein Geschenk: Wenn Sie uns weiterempfehlen, können Sie als kleines Dankeschön zwischen einem Gutschein im Wert von € 25 für die Rote Bar oder für die Buchhandlung Thalia wählen. Abonnementbüro Volkstheater, Arthur-Schnitzler-Platz 1, 1070 Wien Zugang Volkstheater, Eingang Burggasse (Straßenbahnhaltestelle) Öffnungszeiten Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr (ausg. Feiertage, Karfreitag und Heiliger Abend) abo@volkstheater.at, T +43 (0)1 52111–422, F +43 (0)1 52111–444 Es beraten Sie Gabriela Sattler und Gottfried Zens. Ein Abonnement verteilt sich über die gesamte Spielzeit, eine Bestellung vor dem 1. Juni wird empfohlen.

— Service

108


Festabonnements Ersparnis Vorstellungen

Kleines Wahlabonnement

10er-Wahlabonnement

U-27-Abonnement

Kleines Sonntagnachmittags-Abonnement

Sonntagnachmittags-Abonnement

Kleines Volkstheater-Abonnement

Volkstheater-Abonnement

— Abonnementpreise

Wahlabonnements

40 %

30 %

45 %

45 %

70 %

30 %

20 %

7

5

7

5

7

10

4

I Cercle Tribüne Balkon Balkon-Logen

4. Reihe 1.– 2. Reihe 1.– 2. Reihe

201

168

179

132

100

336

154

II Tribüne Balkon 1. Rang-Logen

3.–7. Reihe 3.–4. Reihe

180

151

159

118

90

301

138

III Tribüne Balkon

8.– 10. Reihe 5.– 6. Reihe

156

130

137

102

78

259

118

IV Tribüne Rang

11.– 12. Reihe 1. Reihe links u. rechts, 1.– 2. Reihe Mitte

126

105

111

83

63

210

96

V Rang

2.– 3. Reihe links u. rechts 3.– 5. Reihe Mitte

105

88

93

69

52

175

80

VI Balkon 2. Rang-Logen

7.– 8. Reihe

93

77

81

61

46

154

70

VII Rang

4.– 8. Reihe links u. rechts 6.– 8. Reihe Mitte

59

49

52

39

29

98

45

Alle Preise in Euro. Zuzüglich € 6 Verwaltungsgebühr. Preise inkl. Garderobe, inkl. 10 % MwSt.

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— Festabonnement 2017/18 Volkstheater-Abonnement — 7 Vorstellungen pro Spielzeit an einem festen Wochentag — ca. 40 % Ersparnis gegenüber dem Einzelkartenpreis Kleines Volkstheater-Abonnement — 5 Vorstellungen pro Spielzeit an einem festen Wochentag — ca. 30 % Ersparnis gegenüber dem Einzelkartenpreis Sonntagnachmittags-Abonnement — 7 Sonntagnachmittags-Vorstellungen — ca. 45 % Ersparnis gegenüber dem Einzelkartenpreis Kleines Sonntagnachmittags-Abonnement — 5 Sonntagnachmittags-Vorstellungen — ca. 45 % Ersparnis gegenüber dem Einzelkartenpreis U-27-Abonnement Für alle unter 27 Jahren – nicht nur für Studierende! — 7 Vorstellungen pro Spielzeit — ca. 50 % Ersparnis auf den normalen Abo-Preis und ca. 70 % Ersparnis gegenüber dem Einzelkartenpreis Premierenabonnement Verfügbar sind Abonnements in den Kategorien III–VII. Bitte um Kontaktaufnahme mit dem Abobüro. Abonnement der Förderfreunde – das exklusive Premieren-Abo im Volkstheater — Premierenkarten in der Kategorie I oder II inkl. kostenlosem Kartentausch — Stückeinführung und Sektempfang vor jeder Premiere — Mitgliedschaft im Freundeskreis Volkstheater Das Abonnement der Förderfreunde ist für eine Person ab einem Beitrag von € 600 inkl. € 200 Generalsanierungsbeitrag (steuerlich absetzbar) erhältlich, für ein Förderpaar ab einem Beitrag von € 1.100 inkl. € 300 Generalsanierungsbeitrag (steuerlich absetzbar). Nähere Informationen auf Seite 115. Zusätzlich für alle Festabonnements — 20 % Ermäßigung auf die Vorstellungen des Volkstheaters, auch in den Bezirken und Nebenspielstätten (ausgenommen Odeon, Premieren, Gastspiele, Silvestervorstellungen und Sonderveranstaltungen) — Ein Gutschein für 50 % Ermäßigung auf eine Karte für Lazarus im Mai bzw. Juni 2018 im Odeon

— Service

110


— Vorkaufsrecht ab dem 5. des Monats für den gesamten Folgemonat — Abo-Treffen in der Roten Bar: Gegen Ende der Saison laden wir Sie zu einem exklusiven Treffen mit dem Leitungsteam ein. Hier erfahren Sie alles über die kommende Spielzeit! — Ein Gratisabonnement der Zeitschrift Bühne Abotermine können auf Wunsch getauscht werden, nicht aber das Stück (Tauschgebühr pro Karte € 3).

— Wahlabonnement 2017/18 Ein Volkstheater-Wahlabonnement beinhaltet zehn bzw. vier Wahlabo-Schecks. Diese sind für alle Vorstellungen einlösbar, die im Spielplan mit „Wahlabo“ markiert sind. Die Schecks können an der Tageskassa sowie am Vorstellungstag auch an der Abendkassa gegen Karten eingetauscht werden, je nach Verfügbarkeit in der gewählten Preiskategorie. Die Mitarbeiter/innen des Abonnementbüros beraten Sie gerne abo@volkstheater.at, T +43 (0)1 52111–422, F +43 (0)1 52111–444 10er-Wahlabonnement — ca. 30 % Ersparnis gegenüber dem Einzelkartenpreis — Nachkauf von Wahlaboschecks mit 30 % Ermäßigung in 2er-Einheiten möglich (gleiche Kategorie, keine Verwaltungsgebühr) — 20 % Ermäßigung auf die Vorstellungen des Volkstheaters auch in den Bezirken und Nebenspielstätten (ausgenommen Odeon, Premieren, Gastspiele, Silvestervorstellungen und Sonderveranstaltungen) — Ein Gutschein für 50 % Ermäßigung auf eine Karte für Lazarus im Mai bzw. Juni 2018 im Odeon — Vorkaufsrecht ab dem 5. des Monats für den gesamten Folgemonat — Abonnement der Zeitschrift Bühne — Einladung zum Abo-Treffen in der Roten Bar Kleines Wahlabonnement Das Abo für Einsteiger/innen — 4 Wahlabonnement-Schecks — ca. 20 % Ersparnis gegenüber dem Einzelkartenpreis Erhältlich nur bis 30. Dezember 2017 — keine Verwaltungsgebühr

111


— Bezirke-Abonnement Ein Abonnement für die Bezirke beinhaltet vier Vorstellungen in Ihrer jeweiligen Bezirkespielstätte und zwei Zusatzkarten Ihrer Wahl im Volkstheater. Werden Sie Bezirke-Abonnent/in und besuchen Sie die Vorstellungen gleich nebenan! — 4 Vorstellungen des Volkstheater/Bezirke in Ihrem Grätzl — 2 Zusatzkarten für weitere Volkstheater-Produktionen Ihrer Wahl (Bestellung telefonisch oder persönlich in der Tageskassa, Sitzplatz-Kategorie nach Verfügbarkeit. Bestellte Karten werden bis zwei Werktage vor dem Termin reserviert und können an der Tageskassa abgeholt werden)* — 20 % Rabatt auf Vorstellungen im Volkstheater* und im Volx/Margareten* — Vorkaufsrecht für Vorstellungen im Volkstheater ab dem 5. des Monats für den gesamten Folgemonat — „Bezirke-Cafe“ viermal jährlich in der Roten Bar (Plätze nach Verfügbarkeit) — Jahresabonnement der Zeitschrift Bühne zum Sonderpreis von € 10 (bei einer Anmeldung bis 26. Juni 2017) — Ermäßigungen für einige Wiener Theater und Sommerspiele — Herbst-Special: eine Vorstellung im Volkstheater zum Vorteilspreis von € 10 gültig ab Saison beginn 2018/19. Einlösbar für Vorstellungen bis 30. Dezember 2018.* Abo-Bestellung und Beratung Volkstheater/Bezirke Volkstheater/Bezirke, Arthur-Schnitzler-Platz 1, 1070 Wien bezirke@volkstheater.at, bettina.wisser@volkstheater.at, T +43 (0)1 52111–77 Von Montag bis Freitag von 10 bis 14 Uhr beraten Sie unter dieser Nummer die Bezirke-Mitarbeiterinnen Elisabeth Balog, Bettina Wisser und Doris Weiner, Leiterin Volkstheater/Bezirke. Beratungsgespräche und Verkauf sind auch bei den jeweiligen Vorstellungen in den Bezirken möglich. Einzelkarten für Kurzentschlossene sind an der Abendkassa der jeweiligen Spielstätte bzw. bis zwei Tage vor der Vorstellung an der Volkstheater-Tageskassa erhältlich (siehe Seite 104).

* ausgenommen Odeon, Premieren, Silvestervorstellungen, Gastspiele und Sonderveranstaltungen sowie Onlineverkauf. Nach Maßgabe der verfügbaren Plätze.

— Service

112


— Preise und Spielstätten Kategorie

Abo-Preis

Einzelkarte

A

€ 85

€ 26

B

€ 71

€ 22

C

€ 53

€ 17

D

€ 32

€ 12

Alle Preise in Euro. Zuzüglich € 3 Verwaltungsgebühr.

Bezirke-Adressen 1., VHS Wiener Urania, Uraniastraße 1 (U1, U4; 1, 2) 2., VZ Leopoldstadt, Praterstern 1 (U1, U2; S1, S2, S3; 5, O; 80A) 4., Theater Akzent, Theresianumgasse 18 (U1; D; 13A) 5., Volx/Margareten, Margaretenstraße 166 (U4; 6, 18; 12A, 59A) 10., VZ PAHO (Per-Albin-Hansson-Siedlung-Ost), Ada-Christen-Gasse 2, Stiege B (U1*; 16A, 17A, 19A, 67A, 67B) 11., SiMM City, Simmeringer Hauptstraße 96a (U3; 6, 71; 15A, 76A) 12., Theatersaal Längenfeldgasse, Längenfeldgasse 13–15 (U4, U6; 62; 12A, 59A, 63A) 13., VHS Hietzing, Hofwiesengasse 48 (S80; 60, 62; 56A, 56B) 15., VZ Rudolfsheim-Fünfhaus, Schwendergasse 41 (52, 60; 57A) 16., VHS Ottakring, Ludo-Hartmann-Platz 7 (U6; 46; 48A) 19., VZ Döbling, Gatterburggasse 2a (38; 10A, 35A) 19., VZ Heiligenstadt, Heiligenstädter Straße 155 (U4; D; 38A) 20., VZ Brigittenau, Raffaelgasse 11–13 (U6; 5, 31, 33; 5A, 39A) 21., VZ Floridsdorf, Angerer Straße 14 (U6; S1, S2, S3, S7; 25, 26, 30, 31; 20A, 28A, 29A, 33A) 21., VZ Großfeldsiedlung, Kürschnergasse 9 (U1; S1, S2; 28A, 29A) 21., VZ Großjedlersdorf, Siemensstraße 17 (30, 31; 30A, 31A) 22., VZ Donaustadt, Bernoullistraße 1 (U1; 25; 22A, 26A, 93A, 94A) 23., VZ Erlaa, Putzendoplergasse 4 (U6; 60A, 64A, 66A) 23., VZ Liesing, Liesinger Platz 3 (S1, S2, S3; 60A, 61A, 62A, 64A, 66A) Abendkassa und Gastronomiebetrieb sind jeweils 1 Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet. * Fertigstellung der U1-Verlängerung voraussichtlich September 2017.

113


— Spielstätten Volkstheater Arthur-Schnitzler-Platz 1, 1070 Wien U2, U3, Station Volkstheater Straßenbahn 1, 2, 49, 71, D Bus 48A Rote Bar Zugang über Haupteingang Volkstheater oder Seiteneingang Burggasse (Straßenbahnhaltestelle) Die Abendkassa in der Roten Bar ist eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn geöffnet. Volx/Margareten Margaretenstraße 166, 1050 Wien U4, Station Margaretengürtel Straßenbahn 6, 18 Bus 12A, 59A Volkstheater/Bezirke 19 Spielstätten in 15 Wiener Bezirken – eine Liste aller Spielstätten und weitere Informationen zum Abonnement in den Bezirken finden Sie auf den beiden vorhergehenden Seiten. Odeon Taborstraße 10, 1020 Wien U1, U4, Station Schwedenplatz; U2, Taborstraße Straßenbahn 1, 2

— Service

114


— Service von A–Z Audiodeskription An ausgewählten Spieltagen bietet das Volkstheater in Kooperation mit der Hilfsgemeinschaft der Blinden und dem AUDIO2-Team eine Audiodeskription an. Besucher/innen mit Handicap Das Theater verfügt über acht Rollstuhlplätze im Erdgeschoss. Voranmeldung bitte bis eine Woche vor dem jeweiligen Termin unter T +43 (0)1 52111–400. Die Rampe auf der Seite der Neustiftgasse ermöglicht den barrierefreien Zugang in den Theatersaal. Je zwei Behindertenparkplätze befinden sich in der Neustiftgasse (8–22 Uhr) und in der Museumstraße auf der Rückseite des Theaters (19–24 Uhr). Der Theatersaal des Odeon ist barrierefrei erreichbar (über Aufzug und Treppenlift). Bühnenführungen Möchten Sie hinter die Kulissen blicken? Bei den Theaterführungen lernen Sie das Volkstheater von der Unterbühne bis zum Schnürboden kennen! Termine nach Vereinbarung, mindestens 15, maximal 20 Teilnehmer/innen Kosten à € 4, Schülergruppen à € 2 pro Person antje.lomer@volkstheater.at, T +43 (0)1 52111–228 Geschenkgutscheine zu € 5–500, erhältlich und einlösbar an der Tageskassa und online für alle Veranstaltungen des Volkstheaters. Parken Parkscheine erhalten Sie zum Trafikpreis bis Vorstellungsbeginn an der Tageskassa. Parkgaragen Sie erhalten Sonderkonditionen von 13–7 Uhr für die BOE Parkgarage am Rathausplatz (€ 5,20) und von 17–8 Uhr für die WiPark-Garage Stiftg. (€ 6,90).

In der Parkgarage CONTIPARK im MuseumsQuartier beträgt die Normalgebühr pro Stunde € 2 und pro Tag max. € 8. Unsere Mitarbeiter/innen an der Tageskassa informieren Sie gerne. Odeon: 4 Stunden Parken um € 6 in den BIP-Garagen Praterstraße 1 (Sofitel) und Lilienbrunngasse 6–12 (gegenüber Dianabad). Ihre Nachsteckkarte (zu Ihrem Einfahrtticket) zum Preis von € 6 ist an der Abendkassa erhältlich. (Stand 30. April 2017) Spielplaninformation Wenn Sie den Monatsspielplan per Post zugeschickt bekommen möchten, teilen Sie uns bitte Ihre Adresse mit: info@volkstheater.at, T +43 (0)1 52111–400 Auf www.volkstheater.at/newsletter können Sie den elektronischen Newsletter bestellen und werden laufend über alle Highlights und Aktionen informiert. Stückeinführungen Zu allen Premieren des Volkstheaters finden Sie online unter www.volkstheater.at/service-a-z Stückeinführungen der Produktionsdramaturg/innen als Audio-Podcast. Schon vor der Vorstellung können Sie sich bequem zu Hause über literarische und thematische Hintergründe sowie Wissenswertes zur Inszenierung informieren. An bestimmten Vorstellungstagen hält der/die Produktionsdramaturg/in außerdem eine Einführung im Weißen Salon, die Termine entnehmen Sie bitte dem Monatsspielplan. Ticket Gretchen App Die App von Ticket Gretchen und dem Wiener Bühnenverein ermöglicht den einfachen mobilen Kartenkauf für das Volkstheater und weitere Wiener Theater. Kostenlos verfügbar im App Store und bei Google Play!

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— Freund/Freundin werden Kennen Sie das Volkstheater? Nicht nur aus der Zuschauerwarte, sondern so richtig: das Ensemble und die Leitung, den Theaterbetrieb dieses großen Hauses hinter den Kulissen, den Probenbetrieb und die Technik? Werden Sie Mitglied im Freundeskreis und wir zeigen es Ihnen. Ihnen und dem großen Kreis jener, die bereits dabei sind. Exklusive Veranstaltungen — Früher wissen, was kommt Präsentation des Spielplans durch die Intendantin und die Dramaturgie im kleinen Rahmen, einen Abend vor der offiziellen Pressekonferenz. — Früher sehen, was kommt Ein exklusiver Probenbesuch im Volkstheater. — Das Ensemble kennenlernen Ein Adventsbrunch mit Schauspieler/innen des Volkstheater-Ensembles. — Das Haus kennenlernen Einladung zu einer Führung durch das Haus zu Beginn der Saison. Sie erhalten — unseren Monatsleporello postalisch zugesandt — unsere Newsletter und alle aktuellen Informationen per E-Mail — ein Gratisabonnement der Zeitschrift Bühne — Ihren persönlichen, nummerierten Mitgliedsausweis — ein Vorkaufsrecht auf Eintrittskarten – ganz einfach gegen Vorlage Ihres Mitgliedsausweises direkt an der Tageskassa (ab dem 5. des Monats für den gesamten Folgemonat) Mitgliedsbeitrag — € 49 ordentliches Mitglied — € 25 jedes weitere Familienmitglied — € 25 ermäßigte Mitgliedschaft für Schüler/innen, Studierende, Auszubildende, Präsenz- und Zivildiener bis zur Vollendung des 27. Lebensjahrs Das Beitrittsformular und alle Informationen finden Sie auch online unter www.volkstheater.at/freundeskreis

— Service

116


— Generalsanierung unterstützen Es ist so weit! Die Planungen sind im vollen Gange! Ab Mai 2018 wird die dringend notwendige Sanierung des Volkstheaters nun endlich umgesetzt (siehe Seite 22). Die Sanierung sichert den Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes, ermöglicht es, unserem Publikum weiterhin einen angemessenen Service bieten zu können und den zeitgemäßen Spielbetrieb aufrechtzuerhalten. Der Großteil der Kosten für die Generalsanierung wird nach Zusagen von Stadt und Bund von der öffentlichen Hand getragen, dennoch hat das Volkstheater einen Eigenanteil zu erbringen. Helfen Sie uns, die Zukunft unseres Volkstheaters zu sichern. Dazu benötigen wir Ihre Unterstützung! So können Sie uns unterstützen — Mit einer Patenschaft für einen Theatersessel Wir bestücken einen Theatersessel mit einer Plakette, die Ihren Namen oder Wunschtext trägt. Die Theatersitz-Patenschaft ist für eine einmalige Spende ab € 450 erhältlich und gilt für sieben Jahre. — Mit einer steuerlich absetzbaren Spende Ihre Spende fließt direkt in den Erhalt und die Sanierung des Volkstheaters. So kommt Ihre Spende zu uns Alle Spenden an das Volkstheater sind steuerlich absetzbar. — Über unser Konto der BAWAG P.S.K. AG, IBAN AT471400000110255144, BIC BAWAATWW — oder online unter www.volkstheater.at/unterstuetzen Mehr Informationen erhalten Sie im Abonnementbüro abo@volkstheater.at, T +43 (0)1 52111–422

117


— Kooperationspartner/innen ALTE SCHMIEDE – KUNSTVEREIN WIEN ARBEITER SAMARITER BUND WIEN ASSITEJ AUSTRIA – JUNGES THEATER ÖSTERREICH ATTAC BEZIRKSVORSTEHUNG MARGARETEN BIERBRAUEREI SCHREMS BUNDESMINISTERIUM FÜR BILDUNG UND FRAUEN BUNDESMINISTERIUM FÜR EUROPA, INTEGRATION UND ÄUSSERES CITYBIKE WIEN DRUCKEREI WALLA FELZL BÄCKEREICAFE FILMCASINO FIVERS WAT MARGARETEN HUNGER AUF KUNST UND KULTUR IMPULSTANZ INSTITUT FÜR THEATER-, FILM- UND MEDIENWISSENSCHAFT, UNIVERSITÄT WIEN INSTITUT FÜR DIE WISSENSCHAFTEN VOM MENSCHEN JUGENDZENTRUM 5ERHAUS KLANGFORUM WIEN KULTURKONTAKT AUSTRIA KÜNSTLERHAUS 1050 KPH WIEN/KREMS LICONA MAX REINHARDT SEMINAR MUMOK – MUSEUM MODERNER KUNST STIFTUNG LUDWIG MUSIK UND KUNST PRIVATUNIVERSITÄT DER STADT WIEN NEUNERHAUS – HILFE FÜR OBDACHLOSE MENSCHEN ÖGB KULTURLOTSINNEN PH NIEDERÖSTERREICH PH WIEN REPUBLIK ÖSTERREICH – PARLAMENT STAGELAB ACADEMY UTE – UNION DES THÉÂTRES DE L’EUROPE VEREIN T. I. W. VHS OTTAKRING VOLKSHILFE ÖSTERREICH VÖSLAUER WIENER WIESENTHAL INSTITUT FÜR HOLOCAUST-STUDIEN

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Stand April 2017


— Sponsoren Produktionssponsoren

DOROTHEA-NEFF-PREISE In langer Tradition werden am Volkstheater jährlich die Dorothea-Neff-Preise verliehen. In sechs Kategorien zeichnet die BAWAG P.S.K. als langjähriger Partner künstlerische Mitwirkende des Volkstheaters aus. Prämiert werden von einer Fachjury die beste Regie, die beste schauspielerische Leistung, die beste schauspielerische Nachwuchsleistung, außerdem werden ein Spezialpreis sowie ein Preis für herausragendes humanitäres Engagement im Laufe einer VolkstheaterSaison vergeben. Hinzu kommt ein Publikumspreis (gesucht wird der weibliche oder männliche „Publikumsliebling“), der zum Ende der Spielzeit per Stimmzettel ermittelt wird.

Subventionsgeber

Medienpartnerschaften

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Stand April 2017


Die Wiener Städtische fördert künstlerische Vielfalt und den kulturellen Dialog mit KünstlerInnen, KundInnen und Unternehmen. /wienerstaedtische

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Die Bühne für die Bühnen. Theater, ihre Macher und ihre Aufführungen im Rampenlicht. Täglich im STANDARD und auf derStandard.at.


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Festival Kroatischer November Annette Bodecker-Büttner

Wien ohne Wiener Alexi Pelekanos

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1984 Martina Nowak www.liliwaitsforyou.com Die Zehn Gebote Jessica Kleffner www.jessicakleffner.de #FröhlicheApokalypse (AT) Marcella Ruiz Cruz www.ruizcruz.com Viel Lärm um nichts Martina Lajczak www.martinalajczak.tumblr.com Lazarus Fehmi Baumbach www.fehmi-baumbach.de Das Haus am See (On Golden Pond) Marcella Ruiz Cruz www.ruizcruz.com Der Lechner Edi schaut ins Paradies Lisa Sifkovits www.rohwerk.com Anderthalb Stunden zu spät Helmut Pokornig www.pokornig.at

— Künstler/innencredits

Concord Floral Elisabeth Haider www.instagram.com/_mozzar_ella_/ Vienna – All Tomorrows Reinhold Bidner www.servus.at/subcute Festival Neues Wiener Volkstheater Alexandra Kontriner www.alexandra.kontriner.com Wien 5 – Die Kunst der Nachbarschaft Florine Kammerer (Florine Glück) www.florineglueck.com Junges Volkstheater Florine Kammerer (Florine Glück) www.florineglueck.com


Verleger, Herausgeber Volkstheater Ges.m.b.H. Arthur-Schnitzler-Platz 1, 1070 Wien info@volkstheater.at, T +43 (0)1 52111–0 www.volkstheater.at Künstlerische Direktion Prof. Anna Badora Kaufmännische Direktion Mag. Cay Stefan Urbanek Redaktion Dramaturgie, Kommunikation Gesamtleitung Mona Schwitzer Fotos Ensemble www.lupispuma.com Fotos Repertoire Seite 28: www.lupispuma.com Seite 29: Hangmen (Die Henker) Alexi Pelekanos; Philoktet, Superheldinnen Robert Polster; Selbstbezichtigung Ulrike Rindermann Foto Generalsanierung Seite 23: Bettina Isabella Zehetner Grafisches Konzept Traktor Werbeagentur GmbH Editorial- und Redesign Bettina Isabella Zehetner Druck Walla Druck Stand 25. April 2017

— Impressum


Volkstheater Wien Spielzeit 2017/18  
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