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Poste Italiane SpA - Spedizione in Abbonamento Postale - D.L. 353/2003 (conv. in L. 27/02/2004 n° 46) art.1, comma1, NE Bolzano Poste Italiane SpA - Versand in Postabonnement - ges. Dekr. 353/2003 (abgeändert in Ges. 27/02/2004 Nr. 46) Art. 1, Komma 1, Ne Bozen

Nr. 3 (194) 07.02.13 I.P. 9 Jg.

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Parlamentswahlen 2013

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Inhalt

Wer kimmp eppr ban Tutt fo dr römischn Wölfin zui? Dr sell hott jednfolls ausgsorg. Weil römische Wolfsmilch holtet gwiis a Lebm long.

Kommentar

Oudr di Milch tuat in Mogn verderm. Es kimmp drauf oun, fo weim unt wia di Wölfin gfiatrt weart. Unt in erschtr Linie wia gierig ma trinkt.

von Chefredakteur Erwin Bernhart

Schicksalswahl

Inhalt Schlanders/Bozen: Konsequente Vorgangsweisen

Seite 4

Kardaun/Vinschgau: Vinschger lassen Theiner Tür offen

Seite 4

Mals: Schülerheim in Mals rollt langsam an

Seite 4

Schnals: Sommerskilauf ade

Seite 5

Schluderns: Fronten am Waalweg

Seite 5

Titel(Bild): Marsch nach Rom

Seite 6

Schlanders: MGV-Faschingsrevue

Seite 9

Leserbriefe

Seite 10

Schlanders: Familie ist kein Wunschkonzert

Seite 12

Vinschgau: Bauern rüsten zum Wahlkampf

Seite 13

Menschen: Die letzten Träger - Hermann Rainer und Serafin Gurschler Seite 15 Seite 16

Oberland: Erfolgreiches Bergsteigerjahr des AVS Oberland

Seite 18

Naturns: 25 Jahre Bildungsausschuss Naturns

Seite 19

Sonderseite Schule: die fünf Gymnasien von Meran - eine Schule

Seite 28

Sonderthema: Tipps und Trends rund um’s Einrichten

Seite 30

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Watles/Burgeis: Watles ist mit Neuerungen Testsieger

Der Begriff „Schicksalswahl“ oder ähnliche Ausdrücke wurden und werden in Südtirol bei Parlamentswahlen immer wieder bemüht. Tatsächlich steht uns eine solche „Schicksalswahl“ wiederum bevor. Nicht so sehr für die Südtiroler Bevölkerung, denn die wird - wie auch immer die Wahlen ausgehen werden trotzdem überleben. Diese „Schicksalswahl“ betrifft gleich mehrere Akteure: Zum einen ist es erstmalig im Bereich des Möglichen, dass mit Florian Kronbichler einer in die Kammer gewählt wird, der nicht aus dem Stall der Südtiroler Volkspartei kommt. Also eine Art „Schicksalswahl“ für die Südtiroler Grünen. Für die Freiheitlichen besteht der Hauch einer Chance bei den Senatswahlen. Den 7. Senatssitz in der Region, der fluktuiert, könnte den Freiheitlichen zugeschlagen werden. Wenn sie die meisten Reststimmen in der Region erhalten. Zum Zweiten ist es eine „Schicksalswahl“ für die SVP. Und zwar mehrfach: Wenn die SVP die 40-Prozent-Hürde in Südtirol schafft, dann ist sie wiederum in Rom vertreten. Und zwar aus eigener Kraft. Trotz Sperrfeuer von Seiten der Ebnerbrüder in den „Dolomiten“. Und wenn das Lager um Bersani die Wahlen gewinnt (was nicht in der Macht der SVP liegt), dann ist den Parteistrategen um SVP-Obmann Richard Theiner und Onorevole Karl Zeller die Rechnung voll aufgegangen. Für die innenpolitische Lage der SVP wäre das wie Weihnachten und Ostern gleichzeitig. Einer wahrlichen Emazipation der SVP gegenüber der Ebnerpresse käme das gleich und Richard Theiner hätte sich als Landeshauptmann-Nachfolger äußerst stark positioniert. Geht die Wahl-Rechnung für die SVP nicht auf, dann ist eine existentielle Partei-Krise vorprogrammiert.

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Politik & Lokales

Schlanders/Bozen

SVP-Obmann und Gesundheitslandesrat Richard Theiner hat mit dem Gemeindenpräsidenten Arno Kompatscher einen Ernst zu nehmenden Konkurrenten: Beide sind mögliche SVPSpitzenkandidaten und damit Nachfolger von LH Luis Durnwalder

Land ficht Gemeinderatsbeschluss an

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ie Gemeinde Schlanders ist konsequent und die Landesregierung ist auch konsequent. Wer Recht hat oder nicht oder wer Recht kriegt oder nicht, wird das Verwaltungsgericht entscheiden. Recht haben oder Recht bekommen sind in der Juristerei bekanntlich zwei Paar Schuhe. In der Dezembersitzung hat der Schlanderser Gemeinderat beschlossen, auch die Straße von Göflan bis zum Trafratz-Hof als Gemeindestraße zu klassifizieren. Dieses Teilstück hat den Schlandersern noch gefehlt, um dann den Marmorabtransport ausschlielich auf einer Gemeindestraße organisieren zu können. Denn bereits im Mai 2012 haben die Schlanderser beschlossen, die Straße ab Einfahrt Tafratzhof bis zum Göflaner Wantl-Bruch als Gemeindestraße zu klassifizieren. Gegen die Beschlüsse im Mai hat die Zwei GrinLandesregierung rekurter in der riert. Das Urteil des VerMarmorwaltungsgerichtes steht Causa: noch aus. Und Ende JänLH Luis ner 2013 hat die LandesDurnwalder regierung beschlossen, und Geneauch gegen den Schlanralsekretär derser Ratsbeschluss vom Georg SagDezember Rekurs einzumeister legen. Die Begründung der Landesregierung für ihren Rekurs: „...weil der Erlass desselben unter anderem eine klare Verletzung der Einschränkungen darstellt, welche vom Konsortium Nationalpark Stilfserjoch in Bezug auf den Abstransport von Marmor auf der Forststraße K.G. Nördersberg darstellt.“

Umfrage auf www.vinschgerwind.it Sind Sparmaßnahmen eine Gefahr für das Krankenhaus Schlanders? (54 abgegebene Stimmen) 74,1 %

25,9 %

(14 Stimmen)

JA

NEIN

Neue Umfrage: Ihre Meinung: Was ist umweltverträglicher? Der Marmortransort über die Straße oder über die Schrägbahn?

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Die SVP Speerspitzen D

ie Bürgermeister des Landes waren Ende Jänner nach Kardaun geladen. Grundsätzlich über die Landtagswahlen sollte diskutiert werden. Die Sitzung, so beschreiben es Teilnehmer, war dann hektisch und unkoordiniert und herausgekommen ist, dass der derzeitige Gemeindenpräsident Arno Kompatscher per Wahl von seinem damaligen Versprechen entbunden worden ist. Kompatscher hatte den Bürgermeistern versprochen, nicht bei den Landtagswahlen zu kandidieren. Eingeladen hatte der Bezirkspräsident von Salten Schlern, Albin Kofler, der bei der Wahl des Gemeindenpräsidenten Kompatschers Gegenkandidat war. Dass Kompatscher tatsächlich entbunden worden ist, haben die Gemeindenverwalter auch dem Ebnerischen Tagblatt zu verdanken. Dies hatte im Vorfeld die Versprechensentbindung groß angekündigt und damit angemahnt. Allein die fünf Gemeindevertreter aus dem

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Vinschgau (Andreas Tappeiner, BM Laas; Erwin Wegmann, BM Schluderns; Gustav Tappeiner, BM Kastelbell und Georg Altstätter, BM Martell) haben sich bei der Entbindungsaktion der Stimme enthalten. Der Vinschgau bzw. die hiesigen Verwalter wollen für SVP-Obmann Richard Theiner die Tür als möglichen SVP-Spitzenkandidaten offen halten. Andreas Tappeiner, Vinschger Bezirkspräsident, sagt: „Wir hätten keine Abstimmung für so einen formalen Akt benötigt. Auch ist es nicht klug, im Vorfeld der Parlamentswahlen den Fokus auf mögliche SVP-Spitzenkandidaten für die Landtagswahlen zu lenken.“ Mit ihrer Enthaltung wollten die Vinschger BM auch dies zum Ausdruck bringen. Ein Kandidatenwettbewerb sei grundsätzlich in Ordnung. Klar ist nun, Kompatscher ist im Rennen. Richard Theiner wird wohl seine Entscheidung vom Ausgang der Parlamentswahlen abhängig machen. (eb)

Mals/Bozen

Militärzone wird Schülerheim

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Wind - online

(40 Stimmen)

Kardaun/Vinschgau

etzt wird’s konkreter. Die Campus, soll im östlichen Teil Landesregierung hat kürzdes Areals, in Schulnähe also, lich beschlossen, das Verfahren entstehen. Die Gemeinde Mals einzuleiten, um den Bauleitplan hat für den Teil im Süden ein der Gemeinde Mals abzuänAnsuchen für die Errichtung dern. Und zwar für die Erricheiner Heizzentrale beim Land tung eines Schülerheimes mit bereits deponiert. Im Zuge der Mensa für die Sportoberschule Umwidmung dürfte die Über„Claudia de Medici“. Dafür Vinschgerwind-Titel tragung dieses Teiles vom Land soll ein Teil der Kaserne „Wa- 22/2009: Langsame auf die Gemeinde Mals nur ckernell“ von Militärzone in Landesmühlen noch Formsache sein, meint übergemeindliche öffentliche der Malser BM Ulrich Veith. Einrichtungen bauleitplanmäßig umge- Noch kein konkreter Plan existiert für den widmet werden. Von Amts wegen, weil noch verbleibenden südöstlichen Teil. Der es sich um eine Anlage von Landesinte- Teil für Carabinieri und Staatspolizei im resse handelt. Dieses Schülerheim, der Norden verbleibt in Staatsbesitz. (eb)


Politik & Lokales

Schnals

Sommerskilauf ade E

s heißt Abschied zu nehmen von einer Tradition, die der Klimawandel im Schnalstal und auch auf anderen Gletschern in absehbarer Zeit wohl nicht mehr zulässt. Wie bereits Gletscherskigebiete in Österreich (u.a. Stubai, Pitztal und Kaunertal) stellen die Schnalstaler Gletscherbahnen ihren Sommerskibetrieb ein. Bereits mehrfach in der Vergangenheit musste der Skibetrieb im August eingestellt werden, im letzten Jahr wurde bewusst eine Pause eingeplant. Lazaunlift und Gletscherbahn werden aber wie gewohnt nach der Revision starten, um Nichtskiläufer in die Höhe zu befördern. Ende November hat der Verwaltungsrat, in dem auch die Gemeinde vertreten ist, nach mehreren Sitzungen beschlossen, diesen Schritt zu gehen. Direktor Helmut Sartori hierzu: „Wir müssen realistisch sein. Die klimatischen Bedingungen werden sich nicht bessern, sondern weiterhin verschlechtern. Der Trend bewegt sich immer mehr weg vom Sommerskilauf. Im Sommer 2001 war das Verhältnis Skiläufer zu Fußgänger noch 79,6 zu 20,4 Prozent, aber im Sommer 2010 verzeichneten wir bereits 48 Prozent Fußgänger. In den letzten Jahren konnten wir private Skiläufer an einer Hand abzählen. Das Skigebiet wurde vorwiegend von Mannschaften zum Training oder Snowboardern genutzt. Die Kosten für Personal, Maschineneinsatz, Diesel und Energie hierfür standen in keinem Verhältnis mehr zu den Erträgen.“ Dies bedeutet auch personelle Einschränkungen für einen

Auch Versuche den Schnalstaler Gletscher durch Abdeckungen zu schützen, konnten den Prozess der Abschmelzung nur geringfügig verzögern (Juli 2008)

Teil der etwa 50 festangestellten Mitarbeiter. „Dieser Schritt ist notwendig, um das Skigebiet langfristig wirtschaftlich zu sichern. Wir werden Jahresverträge in Saisonverträge umwandeln müssen. Derzeit prüfen wir die weitere Vorgehensweise für die sozialverträglichste Lösung, da wir diese Menschen ja ab Herbst bzw. Winter wieder benötigen. Für die etwa 40 Saisonkräfte im Winter zwischen Aufstiegsanlagen und Hotel ändert sich nichts. “ erklärt Sartori. Ziel sei es ein Winterskigebiet mit starker Herbstsaison zu werden und den Sommerbetrieb für Fußgänger weiterhin mit zusätzlichen Angeboten auszubauen. (ew)

Schluderns

Wind-Leserfoto

Verhärtete Fronten

Die virtuelle Fluglinie

S

childer mit dem Vermerk „Privatbesitz“ markieren ein Teilstück des Schludernser Quairwaals. Dieses war bei den Sanierungsarbeiten ausgespart worden. Nachdem der Steig 2010 aus Sicherheitsgründen gesperrt worden war, sollte saniert werden. Zwei der rund 60 Grundeigentümer legten sich allerdings quer. Trotzdem leitete BM Erwin Wegmann mit Ausschussbeschluss ein Enteignungsverfahren ein, ließ ein Projekt erstellen und erteilte die Baukonzession. Die Folge war ein saftiger Rekurs. Dieser zwang zur Neubewertung der Sachlage und zur Anullierung des Enteignungsverfahrens. Kürzlich flatterte der Gemeinde eine gerichtliche Forderung

von rund 2.500 Euro ins Haus - für Spesen der Rekursbetreiber. Unverständnis herrschte darüber bei der jüngsten Gemeinderatssitzung. Wegmann erklärte: „Wir müssen zahlen. Das ist gesetzlich so vorgesehen.“ Mirko Stocker konterte: „Bevor man enteignet, hätte man reden müssen.“ Er und weitere Ratsmitglieder kritisierten die schlechte Informationspolitik. Referent Alexander Telser bestätigte das und entschuldigte sich. Er erklärte sich bereit, seinen Teil der Spesen privat zu übernehmen, um die Gemeindekasse nicht zu belasten. Tatsache ist: Die Fronten sind verhärtet und eine Lösung am „Quairwaal“ ist derzeit in weiter Ferne. (mds)

„Neue Fluglinie der Air Alps über den Obervinschgau (Rabenkopf)“ Foto von Stefan Folie, St. Valentin a. d. Haide Haben auch Sie einen beeindruckenden und nicht alltäglichen Schnappschuss gemacht? Dann schicken Sie uns das Foto an reaktion@vinschgerwind.it - Stichwort „Wind-Leserfoto“.

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Titel

Wer geht nach Rom? Persönliche Befindlichkeiten der Kandidaten, die Ungerechtigkeit des Wahlgesetzes, die Möglichkeit, dass ein Südtiroler nach Rom gewählt wird, der nicht bei der SVP ist, die grundsätzliche Kritik an einem Wahlpakt mit italienischen Parteien, der Zweck-Optimismus der SVP-Kandidaten: Das Streigespräch der drei Kammerkandidaten wurde in der Vinschgerwind Redaktion mit Verve und Leidenschaft geführt. Moderation: Erwin Bernhart | Fotos: Angelika Ploner

Vinschgerwind: Wahlkampf - wie fühlt sich das an? Mehr Lust oder mehr Stress? Florian Kronbichler: Für mich ist Politik nicht Lust, sondern eine Verpflichtung. Verpflichtungen, wenn man sie gut meistert, bereiten Genugtuung. Der Wahlkampf - ich stelle mich das erste Mal dieser Tortur - ist so etwas, dass sich der Politiker dem Volk preisgeben muss. Es ist wie ein Schauspiel und das Volk hat, mindestens in dieser Zeit, das Recht, seine Vertreter vorzuführen. Bis zur Demütigung. Es ist bisher noch erträglich. Albrecht Plangger: Ich bin über Nacht zu dieser Kandidatur gekommen. Für mich etwas ganz Neues. Bei der SVP-Basiswahl hab’ ich versucht, vor Ort präsent zu sein, im Wipptal und im Pustertal auch. Durch den Vertrauensvorschuss bei der Basiswahl hab’ ich speziell im Vinschgau und im Burggrafenamt einen brutalen Schub bekommen. Die Lust ist dadurch auf jeden Fall gestiegen, etwas bewegen zu können. Pius Leitner: Als Last habe ich die Politik noch nie empfunden. Ich mach das gerne. Ich bin schon etwas länger in der Politik. Wahlkämpfe unterscheiden sich vom politischen Alltag. Ich vergleiche das mit dem Watten. Eine Wahl ist das Preiswatten. Da strengt man sich mehr an, weil ein sichtbares Ergebnis herauskommen muss. Parteien werden bei Wahlen gemessen. Grundsätzlich gefällt mir die Politik, weil man mit Leuten zusammen ist. Man hat in der Vergangenheit bei Parlamentswahlen immer wieder von Schicksalswahlen gesprochen. Welche Bedeutung messen Sie den anstehenden Parlamentswahlen zu? Pius Leitner: Jede Wahl hat andere Voraussetzungen. Die diesjährige Parlamentswahl steht vor dem Hintergrund von Bündnissen. Wir Freiheitlichen sind die einzigen Blockfreien. Das hat einen 6

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Grund. Die Südtiroler haben es bisher immer so verstanden, dass in Rom die Interessen des Landes und nicht jene des Staates zu vertreten sind. Weil wir deshalb die Autonomie haben, weil wir keine Italiener sind. Ich habe Bedenken, dass sich die SVP mit diesem Wahlpakt - das ist ja kein Abkommen, denn Abkommen schließen Regierungen untereinander - zu stark in den Staat integriert. Ich habe nichts gegen Zusammenarbeit. Für eine Minderheit ist jede Regierung Ansprechpartner. Es gibt ja dieses Wahlgesetz für die sprachliche Minderheit. Die SVP hat mit dem PATT im Trentino eine Liste. Unsere Frage war deshalb, ob die SVP in diesem Fall noch eine Liste der sprachlichen Minderheit ist. Diese Frage hat man uns nicht beantwortet... Man hat Ihre Klage im Wahlamt der Region abgewiesen... Leitner: Es war nicht eine Klage, sondern eine Prinzipienfrage. Das Wahlamt beim Oberlandesgericht hat sich für nicht zuständig erklärt. Plangger: Die SVP hat bei den meisten Parlamentswahlen mit dem PATT im Trentino zusammengearbeitet. Diese Zusammenarbeit muss man jetzt nicht über Bord werfen. Die ist wichtig. Welche Bedeutung haben die anstehenden Parlamentswahlen? Plangger: Es ist immer eine Schicksalswahl. Monti hat die Situation der Autonomie dermaßen strapaziert, dass sie schlechter dasteht als noch vor zehn Jahren. Dahin will man zurück und dann nochmals verbessern. Dafür wird man sich anstrengen müssen. Deshalb hat die SVP einen Verbündeten gesucht. Mit Bersani haben wir einen Verbündeten gefunden. Die Freiheitlichen hätten sich ja auch einen Verbündeten suchen können... Leitner: ...Haben wir ja...

Plangger: Mit der SVP habt ihr das nicht gewollt. Zuerst habt ihr die Mannschaft zusammengestellt, um dann zu sagen, jetzt hauen wir der SVP eins über die Rübe. Vergiss das... Leitner: Moment. Die SVP fühlt sich nur in der Opferrolle wohl. Das ist ja lächerlich. Das muss ich richtig stellen. Wir haben eine Liste vorgestellt, weil wir für die Kandidatur Unterschriften sammeln mussten, im Gegensatz zur Volkspartei. Die Volkspareit hat sich alles so gerichtet, dass sie bestimmte Dinge nicht mehr machen muss. Wir haben dann gesagt, wir verzichten auf eine eigenständige Kandidatur, wenn die Volkspartei ein Listenbündnis mit uns eingeht. Zum Zwecke, dass wir die 20 Prozenthürde erreichen, die die Volkspartei mit Calderoli eingeführt hat. Jetzt hat die SVP selbst Probleme diese 20 Prozenthürde zu erreichen und dann geht sie lieber mit dem PATT, also lieber mit den italienischen Trentinern als mit den deutschen Oppositionsvertretern. 1921 hat es das schon einmal gegeben. Da hat die Tiroler Volkspartei mit den Liberalen einen Südtirolblock gemacht. Drei von der Tiroler Volkspartei und ein Liberaler sind dann nach Rom gekommen. Alles Südtiroler. Andere Zeiten, neue Zeiten. Kronbichler: Das ist schon lange her. Du bist auch kein Anfänger, Pius. Dass die Volkspartei euer Angebot nicht annimmt, war schon klar. Zur Bedeutung dieser Wahl: Begriffe wie Schicksalswahl werden da strapaziert. Ich glaube, dass die anstehende Wahl nicht so schicksalshaft ist, wie es jene von 1948 war. Aber wir kommen aus einem absoluten Ausnahmezustand vor dem Hintergrund, dass es unter Monti zu dauernden Feuerwehreinsätzen gekommen ist. Ich bin kein Südtirolpurist, wie es Pius Leitner vertritt, ich bin bündnisfreudig. Wenn die Grünen dieses


Titel

Nichts geschenkt haben sich die drei Kandidaten, die sich für einen Sitz für die „Camera dei Deputati“ bewerben; v.l.: Pius Leitner (Freiheitliche), Albrecht Plangger (SVP) und Florian Kronbichler (Grüne/SEL)

Bündnis nicht gemacht hätten, hätte ich ja nie zugesagt. Herr Kronbichler, Sie können auf die regionale 20 Prozenthürde pfeifen, weil die Südtiroler Grünen mit der SEL auf einer gesamtstaatlichen Liste antreten. Wie viele Stimmen benötigen Sie, um nach Rom zu kommen? Kronbichler: Ich sage das pointiert: Ich bewerbe mich vielleicht um das billigste Mandat, das zu haben ist. So sind halt die Regeln dieses schrecklichen Wahlgesetzes. Klug zu spielen ist erlaubt und ist eine politische Tugend. Überspitzt gesagt, Sie brauchen wenige Stimmen, weil Ihr Spitzenkandidat Nichi Vendola in Ihrem Wahlkreis auf die Annahme des Mandates verzichten wird und so die Nummer 2 der Liste, also Kronbichler zum Zuge kommen wird. Kronbichler: Ich brauche ein gutes Ergebnis der Südtiroler Grünen, gemessen an den letzten Europawahlen mit rund 26.000 Stimmen. Dazu muss SinistraEcologiaLibertá SEL auch im Trentino etwas Ordentliches zuasmmenbringen. Dieser Vendola ist mir sehr sympathisch. Er hat es aus einer Minderheitenposition zum Landeshauptmann gebracht, war Bürgermeister in Mailand und er war in Genua Bürgermeister. Herr Leitner, wie viele Stimmen benötigen Sie, um nach Rom zu kommen? Leitner: Ganz einfach, wir brauchen 20 Prozent der Stimmen in der Region, also in etwa 40 Prozent der Stimmen in Südtirol. So ist das Wahlgesetz, welches die SVP so

wollte, um alle auszuschließen. Wir kämpfen gegen dieses Wahlgesetz. Wir wollen ein reines Verhältniswahlgesetz in Südtirol, damit jede Stimme gleich viel zählt. Sind Sie ein Träumer, Herr Leitner? Leitner: Ich bin kein Träumer. Ich sage ja nicht, dass wir 40 Prozent der Stimmen bekommen werden. Sie haben gefragt, wie viele Stimmen wir brauchen, damit wir gewählt sind. Das sind eben 20 Prozent in der Region. Ich fang’ jetzt sicher nicht an, mich für unsere Kandidatur zu entschuldigen. Wir sind die zweitstärkste Partei im Land. Wir haben es ausgeschlossen, ein Bündnis zu machen. Bei den Grünen ist der Nichi Vendola drin, bei der SVP ist der Partito Democratico drin. Wo Freiheitlich draufsteht, ist Südtirol drin. Wir haben nur einen Auftrag: Die Interessen Südtirols in Rom zu vertreten und nicht die Interessen Roms in Südtirol. Wie viele Stimmen, Herr Plangger, braucht die SVP? Plangger: Wenn Bersani die Wahlen gewinnt, dann brauchen wir 40.000 Stimmen für einen Abgeordneten, sonst brauchen wir rund 70.000 Stimmen. Das ist so. Das was ihr gemacht habt’s, Florian, mit dem Bündnis, das ist in Ordnung. Das Wahlgesetz ist das „Porcellum“, das wissen wir, da kann man der SVP die Schuld geben, dass sie da mitgeschrieben hat, ich glaube sie hat wenig mitgeschrieben. Ich glaube, die SVP hat das Beste daraus gemacht.. Leitner: ... für sich selbst ja... Kronbichler: Jede Konkurrenz wurde damit ausgeschlossen, das ist kein Ruhmesblatt für die SVP.

Leitner: Die SVP verwechselt Minderheitenschutz mit Selbstschutz. Plangger: Die SVP wird dafür niedergemacht, das weiß man. Die Grünen haben sich einen Bündnispartner gesucht, die Freiheitlichen haben sich keinen gesucht. Ihr habt keinen Partner gewollt. Dass die Wahlen kommen, habt ihr schon lange gewusst. Leitner: Wir liefern Südtirol nicht irgendwelchen Parteien aus. Kronbichler: Was heißt denn ausliefern. Das glaubt ihr doch selbst nicht. Die SVP hat euch nicht als Parnter gewollt. Das habt ihr ja euch selbst eingebrockt. Leitner: Das ist nicht wahr. Wir hätten bereits bei den letzten Wahlen mit den Italienern ein Bündnis machen können. Das haben wir abgelehnt. Weil wir das nicht wollen. Plangger: Was wollt ihr dann? Leitner: Wir wollen das Wahlgesetz ändern. Plangger: Dann musst du nach Rom kommen, um das Wahlgesetz zu ändern. Wie wollt ihr denn sonst das Wahlgesetz ändern. Leitner: Ihr habt das Wahlsgesetz so gewollt. Tut’s den Leuten doch nicht Rauch in die Augen blasen. Kronbichler: Albrecht, du hast den Ruf eines sehr fairen Politikers. Dann gibst du fairerweise zu, dass das Wahlgesetz zum Zwecke des Ausschlusses jeder Konkurrenz gemacht ist, Ausschluss von Pius Leitner als ersten. Leitner: ...es geht nicht um mich... Kronbichler: Die Grünen des Landes sind da unberechnbarer. Die sind nicht so erpressbar wie die Freiheitlichen. 

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Titel

Das Wahlgesetz ist derzeit so. Wie wollen Sie die nötigen Stimmen sammeln? Plangger: Wir haben durch die Basiswahlen Kandidaten von unten geholt und legitimiert. Das ist für mich eine Super-Geschichte. Wir haben damit ein Team Südtirol aufgestellt und mit dem Partito Democratico einen Partner gefunden, mit dem wir gemeinsam die Probleme, die in Südtirol anstehen, lösen wollen. Wir treten als Team an und wollen unser Bestes geben. Bisher hat die SVP Südtirol in Rom gut vertreten und das wird sie auch weiterhin tun. Ich glaube, dass das Abkommen mit Bersani eine gute Voraussetzung dafür sein wird. Ich sage nicht, dass es das Beste ist. Man hätte auch zuwarten können, wie sich die Situation entwickelt.

Wie wollen die Grünen bzw. die Liste SEL auf Stimmenfang gehen? Kronbichler: Vor allem mit dem Argument, dass es möglich ist, dass man eine Chance hat. Das ist relativ neu. Bisher war in Südtirol ein gewisser Fatalismus da, der allen Oppositionsparteien bisher geschadet hat. Man hat gesagt, ihr habts schon Recht und eigentlich ist der Pius Leitner der Beste. Aber wenn ich ihn wähle, das hilft ja nichts. Das wird ja alles noch von der Volkspartei gespielt werden. Es wird der Todesmarsch ausgerufen werden. Wenn ihr uns nicht wählt, werden wir nicht mehr in Rom vertreten sein, was diesmal realistisch sein könnte. Also diese Chance, dass ein deutschsprachiger NichtSVP-Vertreter auch nach Rom ins Parlament kommen kann, trotzdem ein Südtiroler und irgendwie verlässlich ist, das ist etwas Neues. Das Bewusstsein der Südtiroler ist soweit, dass sie sagen: Volkspartei geht schon, aber nicht nur. Leitner: Es gibt für uns auch eine theoretische Chance, nach Rom zu kommen, und 8

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zwar über den Senat. Wir haben in der Region sechs Ein-Mann-Wahlkreise. Der Kandidat, die Kandidatin mit den meisten Stimmen im Wahlkreis ist gewählt. Es könnte passieren, dass mit dem höchsten Anteil an Reststimmen der siebte, fluktuierende Senatssitz für die Freiheitlichen möglich wird. Das kommt drauf an, wie viele uns wählen. Da könnten etwa die Vinschger sagen, wir müssen ja nicht alle den Zeller wählen, oder im Pustertal den Berger. Die werden ja sowieso gewählt. Genau das kritisiere ich an der Volkspartei. Das will sie nicht. Die größte Angst der Volkspartei ist, dass ein weiterer Südtiroler Vertreter in Rom sitzt und ihnen auf die Finger schaut. Plangger: Da habe ich überhaupt kein Problem... Leitner: ... du vielleicht nicht... Plangger: Ich habe im Wahlkampf gesagt, wenn er (Kronbichler) unten sein wird, werde ich mit ihm gut auskommen. Kronbichler: Du darfst mich nicht so schädigen... Plangger: Du hast dein Wahlvolk und ich werde mir meines suchen. Die SVP und die Grünen haben Pakte abgeschlossen, die SVP über den PATT mit Bersani, die Grünen Südtirols mit der Liste SinistraEcologiaLibertá, welche ebenfalls Bersani unterstützt. Kronbichler: ...wir wiegen die SVP auf der anderen Seite aus... Ziehen also SVP und Grüne an einem Strang? Kronbichler: In den großen Sachen, so die SVP loyaler Bündnispartner ist, ziehen wir am gleichen Strang. Ich bin nicht so ein Fundamentaloppositioneller, wie sie es in Südtirol in allen Lagern gibt, deren Credo darin besteht, alles was der Volkspartei schadet, ist mir recht. Das ist nicht meine Haltung. Ist der Kronbichler der vierte SVPMann? Plangger: Nein, überhaupt nicht. Wir haben mit Bersani ein ergebnisorientiertes Abkommen abgeschlossen. Kronbichler wird viele Punkte darin unterstützen können. Kronbichler bzw. die Grünen haben ganz ein anderes Abkommen abgeschlossen.

Kronbichler: Die SVPler bräuchten gar nicht mehr gewählt zu werden. Ihr habt ja eine Art Einkaufszettel. Ihr bräuchtet nur mehr zu einem Notariatsamt in Rom zu gehen und dieses holen. Leitner: Da wird die ganze Doppelbödigkeit sichtbar. Wie will man den Südtirolern erklären, dass man im Lande die Grünen bekämpft und nun eine Friede-Freude-Eierkuchenpolitik betrieben wird. Das glaubt euch doch kein Mensch. Plangger: In Rom haben wir die gleichen Ziele. Leitner: Ihr spielt mit dem Land russisches Roulett. Ihr habt selber gesagt, wir setzen alles auf eine Karte. Wenn Bersani gewinnt, haben wir soundsoviele Sitze. Wenn nicht, was dann? Es geht nicht um die Partei, es geht um das Land meine Herren. Plangger: Wir setzen nicht alles auf eine Karte... Leitner: ...das hat der Zeller gesagt... Plangger: Wir haben uns einen Ansprechpartner termingerecht gesucht und damals war nur dieser auf dem Markt. Kronbichler: Wir stehen zu Bersani, wie auch die SVP. Offenbar hat die SVP allerdings, wie es maßgebliche Medien verbreiten, ein Problem damit. Leitner: Letztes Jahr hat die SVP stolz 40 Jahre Autonomie gefeiert. Die beste Autonomie, international abgesichert. Und dann sagt ihr, „Achtung Autonomie in Gefahr“. Ihr habt sie in Gefahr gebracht. Durch dieses Bündnis. In Italien macht der Verfassungsgerichtshof die Politik. Es hat noch nie so viele Anfechtungen gegeben und da ist es Wurscht, ob die Linken oder die Rechten regieren. Ihre Wahlprognosen? Plangger: Ich bin sicher, dass wir die Wahlen schaffen, drei Mandate für die Kammer und drei Senatoren. Kronbichler: Ich verstehe von der Wahlarithmetik nichts. Man sagt mir, dass wir so um die 35.000 Stimmen bekommen könnten. Es tut mir irgendwie leid, dass Pius Leitner einige Stimmen auf die Fahne der Gerechten aufbauen kann, die zu keinem sichtbaren Ergebnis führen. Die SVP wird mit einem blauen Auge aus den Wahlen hervorgehen. Leitner: Ich möchte festhalten, dass wir nicht kandidieren, um irgendjemand zu schaden. Wir kandidieren, weil wir das der Bevölkerung schuldig sind. Wählen heißt auswählen. Da sieht man die Ungerechtigkeit des Wahlgesetzes: Ein Florian Kronbichler ist möglicherweise mit 35.000 Stimmen gewählt, ein Freiheitlicher mit möglicherweise 70.000 Stimmen nicht. Plangger: Ihr wollts mit den Parlamentswahlen Wahlkampf für die Landtagswahlen machen. 


Gesellschaft

Schlanders

MGV-Faschingsrevue Z wischen Himmel und Hölle“ – das ist das Motto der diesjährigen Faschingsrevue des Männergesangverein Schlanders. Am „Tag der Offenen Tür“, der gleichzeitig im Himmel und in der Hölle stattfindet, wird „das Jüngste Gerücht“ über die Lokal- und Landespolitik gehalten. Der Hüter der Hölle Luzifer und die Vertreterin des Himmels Petra – dort wird ab sofort die Frauenquote bei der Vergabe von wichtigen Ämtern eingehalten - wollen

herausfinden, wer von beiden die meisten Besucher und künftigen Bewohner begrüßen kann. Es werden die aussichtreichsten Kandidaten in verschiedenen Sketchs charakterisert und durch das MGV-Männerquintett musikalisch be- und durchleuchtet. Die Vorkommnisse in und um die SEL-Skandale und die darin verwickelten Personen, die Parteipolitiker sämtlicher Couleurs, die Landtags- und Kammerabgeordneten sowie neue Sterne am Polithimmel wie z.B. Plangger, Schuler und Thaler-Ausserhofer, aber auch Theiner, Zeller, Pinzger, Pöder, Leitner, Klotz u.v.m. kommen dabei nicht zu kurz. Auch wird versucht, den in der Landespolitik herrschenden „Kabelsalat“ zu entwirren und festzustellen, ob „das Edelweisskabel mit einem blauen, orangen, grünweiss-roten, schwarzen oder dem grauen Dolomiten-Kabel kompatibel ist“ ohne sofort einen Kurzschluss zu erzeugen, wenn erst einmal das „System Durnwalder“ bei der Verlegung

nicht mehr berücksichtigt werden muss. Die „Ebner Buam von der Weinbergstrossn“ singen von ihrem Wunschtraum, einmal den Landeshauptmann zu stellen, ein Wunsch, der auch diesmal nicht in Erfüllung gehen wird. So muss sich deren „Wasserträger“ Elmar Pichler-Rolle einem spannenden Boxkampf der angriffslustigen Parteiobfrau Ulli Mair stellen, denn auch bei den Freiheitlichen gilt die Frauenquote. Trotz einiger Schläge über und unter die Gürtellinie gibt es einen interessanten Kampf und beide Kontrahenden sehen am Ende die „Sterne am Polithimmel“. Auch im Himmel und in der Hölle muss die IMU und die neue Abfallsteuer TARES bezahlt werden, bei deren Berechnung einige Schwierigkeiten auftreten. Die Abendnachrichten „MGV Sky News“ mit Filmberichten aus Schlanders und Umgebung, profimäßig präsentiert, bis hin zu den Sportnachrichten und der Wettervorschau lassen Lachtränen bei den Revuebesucher fließen: neue Regeln gelten nämlich in Zukunft für Göflan, aus dem Schwimmbad Schlanders gibt es Neues berichtet, die Proteste bezüglich Verleihung der Ehrenbürgerschaft wollen nicht verstummen und werden immer lauter, Schlanders entwickelt sich zur Sporthochburg und der neue Kreisverkehr in Vetzan wird demnächst nach einer MGV-Idee künstlerisch gestaltet.

Die MGV-Revue 2013 – eine feurige Komposition aus Gesang, Witz und Humor – sorgt für beste Unterhaltung und wird am Samstag, 09.02.2013 um 19:00 Uhr im Sparkassensaal des Kulturhauses Schlanders wiederholt. Eintrittskarten sind an der Abendkasse ab 18:00 Uhr erhältlich.

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Leserbriefe

Leserbriefe Neue Gemeindesatzung in Naturns auf dem Weg

Für die Beteiligung der Bürger am Gemeindegeschehen ist Information wichtig. Aber erst gute Regeln zur Volksabstimmung machen die Bürgerbeteiligung wirksam. Der Satzungs-Entwurf der Gemeinde Naturns sieht zwei Möglichkeiten der Volksabstimmung vor: die einführende und die abschaffende. Es braucht aber auch die bestätigende Volksabstimmung. Diese ermöglicht, dass Promotoren die Abhaltung einer Volkabstimmung zu einem wichtigen Beschluss beantragen können, bevor dieser in Kraft tritt. Die Verwalter sind bei ihren Entscheidungen oftmals dem Druck von einflussreichen Personen und Gruppierungen ausgesetzt, was ihre Aufgabe nicht immer leicht macht. Gerade mit dem Hinweis auf Entscheidungen durch das Volk können sie sich frei machen vom Einfluss der Lobbys. Gleichzeitig muss in aller Deutlichkeit klargestellt werden, dass auch weiterhin 99 Prozent der Entscheidungen von den gewählten Vertretern

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getroffen werden. Es gibt somit keine Entmachtung der Gemeinderäte. Eines ist aber klar: Das Volk ist der Souverän und muss das Recht haben, in Entscheidungen einzugreifen, wenn es dies wirklich für notwendig hält. Hanns Fliri, Naturns

Zur Wahl von Arnold Schuler

Ja, Herr Schuler wäre unser Wunschkandidat gewesen als Nachfolger von Landesrat Berger oder Michl Laimer. Schuler hätte auch für uns, die von der Heimat und Haus und Hof vertriebenen Bürger durch die Seestauungen in den Gemeinden Graun und Martell für eine Wiedergutmachung gesorgt. Die ungerechte Verteilung der Strom- Konzessionen wäre der richtige Zeitpunkt gewesen, um den betroffenen Gemeinden die Möglichkeit zu schaffen, durch den Einnahmen der so wertvollen Energie insbesondere die Wirtschaft anzukurbeln. Das Team Schuler, Plangger und Noggler war auf dem richtigen Weg, um das Unrecht und die Gewinnsucht anderer zu beheben.

Sehen wir den Bereich Tourismus als prioritär, so könnten die betroffenen Gemeinden durch diese Einnahmen der Wasserkraft, Interessenten bei der Errichtung von Infrastrukturen für den Tourismus und Errichtung von mehr Betten unter die Arme greifen, denn es bleibt leider keine andere Arbeitsbeschaffung außer den Tourismus in beiden Fällen. Sehr viele Arbeitsplätze könnte man im Martelltal schaffen durch den Ankauf des vom Verfall betroffenen Sporthotel Paradiso und dessen Sanierung sowie Errichtung einer Verbindung über das Madritschjoch mit Sulden. Ja, das wäre mit den Einnahmen des „Tal verschandelnden“ Zufritt Stausees möglich. Auch in der Gemeinde Graun wäre es von größter Notwendigkeit, Interessenten die Möglichkeit durch Beiträge für den Tourismus zu schaffen. Zwei Skigebiete im GemeindeBereich stehen vor dem Ende durch die mangelnde Frequenz an Besuchern. In vier Fraktionen der Gemeinde Graun mit insgesamt 2500 Einwohnern befinden sich nur 2200 Fremdenbetten, vergleichen wir den Nachbarort Nauders mit 1500 Einwohnern sind in den letzten Jahren 4500 Fremdenbetten entstanden.Auch dem örtlichen Tourismusverein würde ein ordentlicher Beitrag gut tun, um mehr Werbung für das Oberland machen zu können. Müssen wir wirklich dauernd zusehen, wie unsere Jugend abwandert, um eine Existens anderswo zu suchen ? Ich glaube, unsere Landesregierung müsste sich langsam aber sicher darüber Gedanken machen. Da ich immer an meine schöne seefreie Heimat „Gasthof Zufritt“ in Martell denken muss, und viel Freizeit für die Allgemeinheit aufgewendet habe, bedanke ich mich für Ihre Aufmerksamkeit. Hansi Klöckner, Langtaufers Träger der Verdienstmedaille des Landes Tirol

Südtirol, ein unfreies Land?

Was soll denn das schon wieder? Wir sind doch eine Insel der Seeligen, ein Paradies auf Erden, ein Vorzeigemodell von einem Land. „Wahrheit und Freiheit gehören zusammen wie Lüge und Gewalt. Nur Wahrhaftigkeit kann die freie Welt verbinden. Ohne Wahrhaftigkeit ist sie verloren. Freiheit und Lüge schließen sich aus.“ (Karl Jaspers, dt. Philosoph 18831969). Und gelogen wird überall, auch in Südtirol. Jetzt in Wahlkampfzeiten besonders. Da braucht man gar nicht nachzudenken, wo die Wahrheit aufhört und die Lüge anfängt. Doch alle behaupten das Gegenteil. Der Durnwalder sagt: Du Esel … Der Berger sagt, er hinterlasse eine „gmahnte Wiesn“ und müsse nur nach Rom, noch die Erdäpfel heimzutun. Der Elmar ist zu schön zum Lügen, der Widmann überdeckt’s mit „Schwefeln“, die Rosa werde rot beim Lügen, einzige Ausnahme, der Flugplatz. Die Martha lüge nur, wenn sie muss, z.B. beim Pensplan. Der Richard als Vinschger kann natürlich nichts dafür, die lügen bekanntlich alle. Und inzwischen ist ihm sicher klar geworden, dass es die Bozner auch können. Schließlich haben es die Vinschger Korrner schon gewusst: „Olle Korrner liagn, hot dr Korrner gsogg, oubr um di Wourat weart ma jo nia gfrogg.“ Wir müssen um die Wahrheit nicht lange fragen, denn die Stunde der Wahrheit kommt sowieso. Dann werden wir unser Kreuzchen dort setzen, wo wir es für richtig halten. So „frei“ sind wir nämlich noch, zum Glück. Es lebe die Wahrheit! Sebastian Felderer, Schlanders


Adrenalin und Fotografie. Heute suchen immer mehr Menschen den Adrenalin-Kick: Mit halsbrecherischen Abfahrten, mit tollkühnen Paragleitflügen, beim Extremklettern... nichts für mich. Und dann? Ich fahre am Waldheim vorbei und sehe das Bild! Stoppen, aussteigen, knipsen. Ist das vielleicht doch mein Adrenalin-Kick gewesen? Ich weiß es nicht. Foto und Text: Gianni Bodini - www.fotobybodini.it

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Lokales

SeitenWind

Schlanders

Schlanders/Schluderns.

Familie ist kein Wunschkonzert

Drei Bücher, zwei Lesungen: Die Autorin Anna Maria Leitgeb liest aus ihren Büchern „Der Boden unter den Füßen“, „Eisblau mit Windschlieren“ und „Mutter der sieben Schmerzen“ - alle drei Bücher sind historische Romane mit Südtiroler Frauenfiguren in der Hauptrolle. Leitgeb wurde in Brixen geboren und lebt mittlerweile mit ihrer Familie in den USA.

Die Termine: Dienstag, 12. März 2013 in der Mittelpunktsbibliothek Schlanders um 20 Uhr, Donnerstag, 14. März 2013 in der öffentlichen Bibliothek Schluderns um 19:30 Uhr.

Schlanders. Wassergymna-

stik zur Linderung, aber auch zur Vorbeugung von Rheuma: Die Rheuma-Liga Südtirol organisiert von Ende Februar 2013 bis Ende Mai 2013 verschiedene Wassergymnastikkurse im Raum Vinschgau unter der Leitung einer erfahrenen Physiotherapeutin. Wassergymnastik (Schwimmbad Lebenshilfe Schlanders)

Beginn: 26. Februar 2013 Dienstag von17.30 bis 19.30 Uhr ( 2 Kurse) Kursbeitrag: 60 Euro (Voraussetzung Mitgliedschaft bei der Rheuma-Liga Südtirol) Infos bei Rita Feierabend Tel: 348/4119974 von 08.00 bis 10.00 Uhr

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v.l. Arno Kompatscher, Josef Stricker, Evi Keifl, Utta Brugger, Helga Mutschlechner und Heinrich Fliri

E

s war gut die Hälfte des Abends um, als die Moderatorin Evi Keifl ihre Feststellung ans Publikum weiterreichte: „Fällt ihnen etwas auf? Wenn wir von Familie sprechen, dann sprechen wir gleichzeitig immer von den Frauen. Es ist die Frau, die ständig in der Bredouille ist, Erziehungsarbeit leistet und deshalb Lücken in der Rentenbiografie hat und auch später die Pflege von Eltern übernimmt.“ Und prompt folgte die Frage an die Männer in der Aula der ehemaligen Handelsoberschule: „Wer von Ihnen hat den Rollentausch gemacht und Familienarbeit geleistet?“ Zwei hoben ihre Hand: ein KVW-Mitarbeiter und Arno Kompatscher. Der Präsident des Gemeindenverbandes war zusammen mit Utta Brugger, Helga Mutschlechner, Josef Stricker und Heinrich Fliri Gast am Podium bei der vom KVW organisierten Diskussion: „Wunschkonzert Familie: Den Ansprüchen von heute gewachsen.“

Dass weder die Familie, noch das neue Familiengesetz ein Wunschkonzert sind, erklärte Utta Brugger, die Präsidentin des Familienverbandes, die den Gesetzentwurf zusammenfasste: „Das Kindergeld wird umgeschichtet, investiert wird in Betreuungseinrichtungen und für Mütter, die zu Hause bleiben wollen, ist kein Geld vorgesehen.“ Der Familienverband hatte sich dafür stark gemacht, dass jene Mütter, die zu Hause bleiben wollen, im Rahmen des neuen Familiengesetzes jeden Monat einen bestimmten Betrag bekommen, um die Rentenversicherung weiter bezahlen oder zum Einkommen beitragen zu können. Auf offene Ohren ist man damit nicht gestoßen. Noch nicht mal bei den Frauen im KVW. Helga Mutschlechner, die Vorsitzende der Frauen im KVW: „Wir sind der Meinung, es soll die Wahlfreiheit – Kita oder Zuhause – geben mit allen Konsequenzen.“ Die Konsequenzen sind die bereits erwähnten: Lücken in der Ren-

tenversicherung usw.. Konkretes hatte von den Podiumsgästen nur einer im Gepäck: Kompatscher, auch sechsfacher Vater. Seinen Vorschlag - eine Arbeitsplatzgarantie für Mütter in der Privatwirtschaft – habe er der Spitze des Unternehmerverbandes unterbreitet. Der Unternehmerverband habe dem Vorschlag gegenüber aufgeschlossen reagiert und würde im Gegenzug nur eines verlangen: dass Mütter diese zwei oder zweieinhalb Jahre auch wirklich zu Hause bleiben und nicht vorzeitig zurückkommen. Damit wäre der Ausfall planbar. Würde dieser Vorschlag konkretisiert und umgesetzt, wäre das auch eine Gleichstellung von Frauen, die in der Privatwirtschaft tätig sind und jenen, die im öffentlichen Dienst stehen und seit Jahren das Privileg einer Arbeitsplatzgarantie genießen. Am Ende des Abends herrschte Einigkeit. Einig war man sich darin, dass mehr Selbsthilfe und auch Zufriedenheit angebracht wären. (ap)


Lokales

Vinschgau

Bauern rüsten sich für Superwahljahr Die Bauernbund-Bezirkstagung am 29.01. 2013 in Schlanders stand im Zeichen des Superwahljahres 2013 mit Parlaments-, Landtags- und BB-Wahlen. Andreas Tappeiner trat zum letzten Mal als Bezirksobmann auf. Er muss sich der Mandatsbeschränkung beugen. BB-Obmann Leo Tiefenthaler forderte die Unterstützung jener Kandidaten, die sich für die Landwirtschaft einsetzen. Er hat dem Vinschgerwind einige Fragen beantwortet. Interview: Magdalena Dietl Sapelza

Vinschgerwind: Der Wahlkampf im Superwahljahr 2013 ist eingeläutet. Der Bauernbund unterstützt Kandidaten. Überparteilich? Leo Tiefenthaler: Ja. Doch wir lassen es uns nicht nehmen, jene politischen Vertreter zu unterstützen, die die Anliegen der Landwirtschaft ernst nehmen und weiterbringen. Das ist unsere Pflicht und in unseren Statuten auch verankert. Die Vorliebe für SVP Kandidaten ist nicht übersehbar. Tatsache ist: Bisher stellte die SVP die Mehrheit, und wir sind mit den SVP- Mandataren gut gefahren. Doch grundsätzlich sind wir für die Vertreter aller Parteien offen. Bei den Gemeindewahlen haben wir beispielsweise auch Kandidaten anderer Parteien unterstützt. Was die Oppositionsvertreter im Landtag betrifft, haben diese bisher kaum Bereitschaft gezeigt, mit uns zusammenzuarbeiten.

Montis Sparmaßnahmen und die daraus folgenden Belastungen waren bei der Bezirkstagung kein Thema. Sind die Bauern mit einem blauen Auge davongekommen? Überhaupt nicht. Wir werden auch zur Kasse gebeten. Denken wir nur an die Mehrwertsteuer, die von 20 auf 21 Prozent erhöht worden ist. Während andere Betriebe die Mehrwertsteuer bei Ein- und Verkauf verrechnen können, ist sie bei uns ein Kostenfaktor. Die Sparmaßnahmen betreffen alle. Wir und damit meine ich Landwirte, Unternehmer und Arbeitnehmer sitzen alle im selben Boot. Erstmals zahlen auch Landwirte die Immobiliensteuer IMU, allerdings nicht im selben Ausmaß wie andere Kategorien. Das stimmt so nicht. In diesem Zusammenhang wurde vieles falsch dargestellt. Für seine Wohnung zahlt der Landwirt

wirtschaftliche Begleich viel IMU triebe eine höhere wie der ArbeitWirtschaftlichkeit. nehmer oder der Und das kann man Unternehmer. Für niemanden verwehGenossenschaften, ren. Konflikte sind den Urlaub auf dem ungut. Wir vom Bauernhof und die Bauernbund und vor Unterbringung der allem die BezirksErntehelfer zahlen vertreter versuchen, wir als einzige im eine Vermittlerrolle Berggebiet freiwileinzunehmen. Es lig die vom Gesetz gab bereits mehrere vorgesehenen 2 BB-Obmann Leo Sitzungen mit den Promille. Und ich Tiefenthaler Konfliktparteien. Es betone noch einmal: Südtirols Bauern zahlen das braucht Rücksichtnahme und freiwillig, weil uns der soziale gegenseitigen Respekt. Dann findet man Lösungen. Friede wichtig ist. Der Obstbau drängt sich immer weiter in höhere Lagen vor. Es kommt zu Konflikten zwischen Obstbauern, Grünlandwirten und Biobauern unter anderem um den Spritzmitteleinsatz. Ein heißes Eisen nur im oberen Vinschgau? Eigentlich schon. Durch Spezialkulturen erreichen land-

Zurück zum Superwahljahr. Der Bauernbund favorisiert Landtagskandidaten aus den eigenen Reihen. Ihr Wunschkandidat? Unser Direktor Siegfried Rinner, gebürtig aus Latsch und aufgewachsen in Martell. Ich hoffe, dass wir ihn zu einer Kandidatur bewegen können.

Freistaat Südtirol Libero Stato Sudtirolo Stat liede Südtirol

Südtirol gehört Dir und nicht der SVP! Auftraggeber: Die Freiheitlichen (Freiheitliche Partei Südtirol) vertreten durch Obfrau L. Abg. Ulli Mair

Sigmar

Stocker

ner Pius Leit

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Gesellschaft

SeitenWind

Vinschgau - AUS DEM GERICHTSSAAL

Laatsch. Am Sonntag, 10. Februar ist es wieder soweit. Die närrische Zeit erlebt ihren Höhepunkt und Laatsch bereitet sich auf den traditionellen Umzug vor. Themen aus Politik, Gesellschaft und Dorfleben werden in Form von Einaktern und Nachrichten aus der bewährten Feder der Laatscher Mundartdichterin Genoveva Blaas Telser zum Besten gegeben. Für die musikalische Umrahmung dieses Spektakels sorgt wiederum die „Fosnochtsmusi“ und auch „DJ Hammala“ wird mit einigen Einlagen aufwarten. Der Umzug startet pünktlich um 14 Uhr im Unterdorf und zieht zuerst zum Dorfplatz, wo der erste Teil des Programms zu sehen ist, und dann zum Kirchplatz mit dem zweiten Teil der Unterhaltung.

Alles ist im Fluss Diese Feststellung des griechischen Philosophen Heraklit, wonach „sich alles bewegt und nichts stehen bleibt“, kam mir bei der Lektüre einer jüngsten Entscheidung des Kassationsgerichts in den Sinn. Die Richter in den roten Talaren hatten über die Gültigkeit einer sog. vorehelichen Vereinbarung zu urteilen. Ein Paar in den Marchen hatte kurz vor der Hochzeit vereinbart, dass der Mann sein Erspartes in die Renovierung des Hauses seiner zukünftigen Frau „investieren“ wollte, welches als gemeinsame Wohnung gedacht war. Für den Fall. dass ihre Beziehung „in die Binsen“ gehen sollte, verpflichtete sich die Frau, ihren Mann für die gemachten Aufwendungen in der Weise zu entschädigen, dass sie ihm eine ihr gehörige

andere Wohnung ins Eigentum übertragen hätte. Die Ehe scheiterte, es kam zur Scheidung, doch die Erstrichter verweigerten die Überschreibung der Wohnung. Erst das Berufungsgericht gab dem Mann Recht. Die Frau ließ nicht locker und brachte den Fall vor den Obersten Gerichtshof. In ihrer Beschwerde machte sie geltend, dass der vor der Hochzeit geschlossene Vertrag nichtig wäre, weil sie damit unverzichtbare Rechte aufgegeben hätte. Diesen Standpunkt machte sich Rom zwar nicht zu Eigen, sondern verwies darauf, dass es sich im konkreten Fall um eine einfache „do ut des“ – Situation, also um einen simplen gegenseitigen Vertrag gehandelt habe, in welchem die Scheidung lediglich als Anlass oder „Auslöser“ einer Forderung zu betrachten und damit

verbindlich war. Mit dieser Entscheidung wurde die Tür in Richtung Gültigkeit von vorehelichen Vereinbarungen allerdings nur einen Spalt breit geöffnet, und dies obwohl damit „maßgeschneiderte“ Regelungen möglich wären und der lahmen Justiz auf die Beine geholfen werden könnte. Die Bevormundung der Eheleute durch Gesetzgeber und Gerichte bleibt weitgehend erhalten. Und das in einer Zeit, in der über eine EUVerordnung vom letzten Jahr es Eheleuten mit mehrfacher Staatsangehörigkeit sogar möglich ist, jederzeit Vereinbarungen darüber abzuschließen, durch welches Recht sie nicht nur ihre Ehe, sondern auch die Scheidung und deren Folgen geregelt sehen wollen! Peter Tappeiner, Rechtsanwalt

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FASCHINGSUMZUG in LATSCH Samstag, 9. Februar 2013 Beginn 14.30 Uhr - Feuerwehrhalle bis CulturForum

„Latsch sucht den Superverein“

anschließend: Sketche der Heimatbühne Tschengls und des MGV Goldrain

danach

Faschingsfete mit DJ Scally bis 2.00 Uhr

Gratisshuttle ab 21.00 Uhr im gesamten Gemeindegebiet 335 6072482

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Menschen

Tiefe Eindrücke vom Joch

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enn die beiden letzten noch lebenden Schnalser Jochträger anfangen zu erzählen, merkt man schnell, wie tief sich doch diese Erlebnisse eingegraben haben. „Gerstgrasser“ Hermann Rainer (Jahrgang 1925) und „Finailer“ Serafin Gurschler (Jahrgang 1934) waren die letzten Träger, die im Winter 1952 das Schutzhaus „Schöne Aussicht“ mit allem Notwendigen den Winter über von Mitte Februar bis Ende April versorgt haben. Die Hütte gehörte damals Hermann Gurschler vom Kurzhof. Hier schliefen die beiden Jochträger auch zumeist bei den Knechten. Der Serafin erinnert sich noch genau: „Es ging streng zu. Frühstück gab es nur, wenn vorher der Rosenkranz gebetet war.“ Im Winter wurde um halb acht gestartet. Ab März, wenn es etwas wärmer geworden ist, starteten die Träger schon um sechs oder halb sieben Uhr in der Früh.

schon mal das Leergut stehen, denn „da konnten wir mehr einstecken und haben alles oben gelassen“, erzählt der Serafin. „Damals als mir noch geschmuggelt haben…“, fängt er einen Satz an, bricht dann aber ab und erzählt weiter „gab es nur für den einen etwas, hat man jede Zigarette geteilt.“. Die Zigarettenpause war immer am „Roten Kofel“. Das Ende der Saison wurde mit einer Feier aller sieben Schnalser Jochträger begangen. Dabei waren auch die beiden Träger, die die „Vernagthütte“ im hinteren Ötztal bedienten und erst im Frühjahr wieder nach Hause kamen. „Der alte Her-

mann hat ziemlich gut Getränke zahlen müssen“, erinnert sich Serafin gerne. Ihr Job war vorbei, als im Sommer 1953 die Seilbahn von Kurzras zur Schutzhütte erbaut wurde. Das Seil wurde mit Rössern „selbst aus Staben“ und etwa 100 Männern nach oben gezogen. Ein Schmunzeln können sich beide nicht verkneifen, als Hermann Gurschler erzählt, dass bei der ersten Probefahrt einer der Seilbahnträger umfiel und beäugen etwas skeptisch die heutige Seilbahngondel, als würden sie der modernen Technik doch noch nicht ganz trauen. Elke Wasmund

Das zu tragende Gewicht konnte sich sehen lassen, denn bis zu 50 Kilogramm schwer konnte ihre Last sein. Immerhin mussten etwa „Mitte zwanzig“ Gäste, einige „Passanten“ sowie vier bis fünf Angestellte versorgt werden. „Mit Ski und Fellen war das zach, besonders bei Neuschnee. Ich war damals ja ein 18-jähriges Bübele. Aber ich habe einen guten Vortreter gehabt.“ erzählt der Serafin über seinen älteren Kameraden. „Damals war man das Tragen ja von klein auf gewohnt. Heut schickst du keinen mehr mit 50 Kilo auf dem Buckel da hoch.“. Der Hermann , der im Sommer auch als Säumer für die Similaunhütte arbeitete, erzählt: „Das war besser, denn da musste man nicht ganz rauf, denn hinten im Tisental gab es eine Bahn auf die Hütte. Und den Rössern hat man 100-150 Kilo aufgelegt.“ Auf die Frage, warum sie diese Arbeit gerne mochten, sind sie sich einig, denn: „Damals hat man kaum einen Sackkreuzer gehabt und oben hat man viel mehr verdient als im Tal“. Auch die Verpflegung war gut, „denn die Spieler Zenzi hat auf uns geschaut.“ Auf der Hütte angekommen, musste Holz geschnitten und gehackt werden. Nach einem „Mittagsrastl“ half man beim Spülen in der Küche. Fließend Wasser gab es noch nicht, also musste mühsam Schnee im Kessel geschmolzen werden. Gegen 3 Uhr ging es am Nachmittag wieder nach unten. Wenn ein Gast einen Koffer nach unten haben wollte, blieb auch

Die letzten lebenden Jochträger vom Schutzhaus „Schöne Aussicht“: Hermann Rainer und Serafin Gurschler bei einer gemeinsamen Erinnerung

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Gesellschaft

SeitenWind

Schlanders

Schnals. Drehstart

AVS-Sektion Schlanders wächst

Am Samstag, den 19.01.2013 fand das WarmUp für die Kinofilmproduktion „Das finstere Tal“ in der Goldenen Rose in Karthaus statt. Durch den Einsatz vieler, angefangen beim BLS und dank der Bereitschaft der Schnalser Bevölkerung, plus der Erfahrung ein solches Projekt zu unterstützen, konnte man so ein filmisches Großereignis in Angriff nehmen. Es gilt ein Dank an alle, die dazu beigetragen haben dieses Projekt im Schnalstal zu realisieren. Die

v.l.: Adalbert Weithaler: einer der wichtigsten Komparsen und ein Schnalser Original, Sam Riley: Hauptdarsteller des Films, Manfred Waldner, Andreas Prochaska: Regie und Alexander Rainer: Präsident des Tourismusvereins beim Pressetermin

Dreharbeiten haben in Katharinaberg begonnen und werden bis Anfang März und von Anfang Mai bis Ende Mai gehen. Schnals wird zum Filmhotspot Südtirols. SchnalsYWOOD? Die BLS (Business Location Südtirol) plant für 2013 15 Filmproduzenten in das Schnalstal einzuladen. Für 3 Tage werden zwischen Juval und dem Gletscher die idealsten Filmlocations für neue Produktionen gesucht und gefunden. www.schnalstal.com/ de/service/film-werbespot-produktion/

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v.l. Manfred Gemassmer, Wolfgang Punter (BRD), Maria Folie, Christian Gamper (SKS) und Monika Rechenmacher

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ie AVS-Sektion Schlanders ist am Wachsen. „Wir hatten im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 36 Mitgliedern“, bilanzierte der Vorsitzende Manfred Gemassmer jüngst bei der Vollversammlung der AVSSektion im Landhotel Anna. 790 aktive Mitglieder zählte die Sektion insgesamt zum 25. Jänner, 78 davon sind unter 18 Jahre alt. Jedes Jahr wächst die AVS-Sektion Schlanders um mindestens zwei Dutzend Mitglieder an und beweist, dass „der AVS mehr als

ein Freizeitverein ist“. (Gemassmer) Zwei Wander-, ein Jugendführer, drei Kletterbegleiter und die vier geprüften Tourenleiter Albert Spiss, Herbert Gurschler, Joachim Gruber und Gerd haben auch im vergangenen Jahr neue Varianten erkundet. An den über 30 Veranstaltungen 2012 nahmen knapp 700 Teilnehmer teil. Und doch: Es fehlt an Leuten, die sich aktiv einbringen. Wolfgang Punter vom Bergrettungsdienst, einer Untergruppe des AVS machte ein Beispiel: „Bei einer

ausgerufenen Lawinenschutzübung kam eine einzige Person.“ Und Maria Folie: „Wir brauchen Leute v.a. im Kinder- und Jugendbereich.“ Daniel Staffler legt das Amt als Jugendwart nieder. Am Ende der Veranstaltung standen die Ehrungen: 40 Jahre Mitglied und dafür geehrt wurde Erich Vill, 25 Jahre bei der AVS-Sektion Schlanders eingeschrieben sind: Florian Gorfer, Josef Kostner, Ulrich Meister, Erich Schönthaler, Andreas Staffler, Alois Zöschg. (ap)

Burgeis/Mals

Watles ist Testsieger

Daniela Neuhauser (Kapitänin Achenseeschifffahrt), Siegfried Pichler (Präsident des Südtiroler Seilbahnverbandes), Ulrich Veith (Bürgermeister Gemeinde Mals), Hans Telser (Ausschussmitglied), Joachim Theiner (Tourismusreferent), Günther Bernhart (Präsident Watles); vorne: Skiareatest-Organisator Klaus Hönigsberger, Hannes Kerschdorfer (Gartenbau Kerschdorfer)

D

er Erlebnisberg Watles wurde in zwei Königsdisziplinen des österreichischen „Skiareatest“ Testsieger: TESTSIEGER- Innovationspreis- bestes Kinderangebot und TESTSIEGER- Erlebnisberg des Jahres 2012. Skiareatest führt internationale Qualitätschecks

im gesamten Alpenraum durch, und ist zu einem Gradmesser in puncto Sicherheit, Qualität, Gästeservice und innovativer Ideen für die Seilbahnwirtschaft in Österreich, Schweiz, Italien, Slowenien und Frankreich geworden. Jedes Jahr testet die österreichische Organisation

anonym und unangemeldet Gebiete im gesamten Alpenraum. Im Sommer 2012 wurde auch der WATLES besucht und hat hervorragende Bewertungen erzielt. Am 18. Jänner 2013 wurden die Awards feierlich im Skigebiet „Klausberg“ verliehen. Stellvertretend haben Präsident Günther Bernhart, Bürgermeister Ulrich Veith, Tourismusreferent Joachim Theiner und Ausschussmitglied Hans Telser den Preis entgegengenommen. Seit drei Jahren arbeitet Präsident Günther Bernhart mit seinem Team daran, am Watles attraktive Angebote für Jung und Alt zu bieten. „Diese Auszeichnung bestätigt dieses Bestreben und beweist einmal mehr, dass der Erlebnisberg WATLES mit seinem vielfältigen Angebot für Jung und Alt eine Aufwertung für unsere gesamte Region ist“, sagt Günther Bernhart.


Gesellschaft

Theatergruppe Kortsch

Boeing, boeing

A

rchitekt Bernhard ist ein Verfechter der männlichen Emanzipation: Die Ehe hält er für ein Auslaufmodell, das nur noch für die Steuer taugt. Den Mann sieht er von Natur aus als polygames Wesen. Seinen idealen Lebensentwurf verwirklicht er in einer schicken Münchner Wohnung mit diversen Stewardessen internationaler Airlines, deren Besuche er mit Hilfe ih-

rer Flugpläne koordiniert. Sein sorgfältig geplantes Leben zwischen Start und Landung gerät völlig aus den Fugen, als seine spirituell bewegte Mutter zu ihm zieht, sein Freund aus Kindertagen, Robert, ihn überraschend besucht und zu allem Unglück die United Airlines wegen Maschinenschadens nicht starten kann. Als dann auch noch Alitalia und Luft-

hansa in Bernhards Wohnung aufeinandertreffen, muss Robert einspringen .... Eine Komödie in drei Akten von Marc Camoletti, bearbeitet von Michael Kessler, bringt die Theatergruppe Kortsch heuer im Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders zur Aufführung. Premiere: Freitag, 15. Februar um 20 Uhr, weitere Aufführungstermine siehe Theaterwind. Reservierungen unter 346 4066069 täglich von 10:30 bis 13:30 Uhr und von 18 bis 19:30 Uhr (keine SMS).

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Gesellschaft

AVS Oberland

Erfolgreiches Bergsteigerjahr D

ie Jahreshauptversammlung der AVS Ortsstelle Oberland fand heuer in den Jugendstilräumen der Villa Waldkönigin in St.Valentin statt. Ortsstellenleiter Georg Piffrader begrüßt die Teilnehmer. Schriftführerin Kathrin Plangger verliest das Protokoll der letzten Vollversammlung. Schatzmeister Christoph Lutz präsentiert einen ausgewogenen Kassabericht. Anschließend lässt Piffrader ein erfolgreiches Bergsteigerjahr 2012 Revue passieren. Erwähnt wurden Skitouren, Lawinenübungen, Scheibenschlagen, Seniorenwanderungen, Herzjesufeuern, Bergsteigen im Karwendel und die Höfewanderung im Ultental, an welcher über dreißig Teilnehmer gezählt wurden. Hinzu kommt noch die Mitgestaltung des „Hoader Kunstfensters“.

Die neu gewählten Ausschussmitglieder, stehend von links: Christoph Lutz, Georg Piffrader, Hannes Pobitzer; sitzend von links: Verena Agethle Waldner, Doris Stecher Piffrader

10 neue Mitglieder beweisen, dass die AVS-Ortsstelle Oberland dank des attraktiven Leistungsangebotes weiterhin im Aufwind ist. Die Ausschussmitglieder Silvia Cavalletti und Kathrin Plangger stellen sich nicht mehr der anstehenden Neuwahl. Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung überreicht ihnen

Piffrader ein Geschenk. Bei den nun folgenden Neuwahlen werden folgende Mitglieder in den neuen Ausschuss gewählt: Georg Piffrader, Christoph Lutz, Verena Agethle Waldner, Doris Stecher Piffrader und Pobitzer Hannes. Den Höhepunkt und Abschluss der Versammlung bildet die Ehrung langjähriger Mitglieder

und ein gemeinsames Essen. Bei der ersten Ausschusssitzung wurden die Funktionen zugeteilt und das Jahresprogramm für 2013 erstellt. Georg Piffrader wird die AVSOrtsstelle Oberland weiterhin leiten. Als Stellvertreter und Schatzmeister steht ihm Christoph Lutz zur Seite. Schriftführer ist Hannes Pobitzer. Stecher Doris und Agethle Verena sind Beiräte. Im Tätigkeitsprogramm 2013 stehen: Scheibenschlagen, Familienrodeln im Ochsenberg, Frühlingswanderung, Herzjesufeuern, Klettersteigtour, Erlebniszeltlager und eine hochalpine Bergtour. Alle Aktivitäten des AVS-Oberland werden detailiert in den entsprechenden Aushängekästen in St.Valentin, Reschen, Langtaufers und Graun bekanntgegeben. (aw)

EIN schöner LIEDERABEND

www.theatergruppe-kortsch.it

mit VERONIKA HALLER (Sopran) und ERIC CHUMACHENCO (Klavier) Premiere: Freitag, den 15. 2. 2013 um 20 Uhr Sonntag Freitag Samstag Sonntag Samstag Sonntag

17.02.2013 22.02.2013 23.02.2013 24.02.2013 02.03.2013 03.03.2013

16.30 Uhr 20.00 Uhr 20.00 Uhr 16.30 Uhr 20.00 Uhr 16.30 Uhr

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Reservierungen unter Tel. 346 4066069 täglich von 10.30 bis 13.30 Uhr und von 18 bis 19.30 Uhr (bitte keine SMS)

Grafik: Birgit Neumann

im Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders

am Samstag, 16. Februar 2013 um 20 Uhr im Sparkassensaal des Kulturhauses Karl Schönherr in Schlanders Kartenvorverkauf von Montag bis Freitag, von 9.00-12.30 Uhr und von 14.00-18.00 Uhr, im Tourismusverein Schlanders-Laas (Göflanerstr. 27, Kulturhaus, Schlanders) und an der Abendkasse ab 19 Uhr.


Gesellschaft

Vinschgau/Innsbruck

Vinschgau

Blockflöte – ein tolles Instrument

Eisbär-Präsident weltweit

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M

ie Musikschule der Stadt Innsbruck hat im Januar zum Blockflötentag eingeladen und Schüler und Lehrer der Musikschulen von Lana, Schlanders und Obervinschgau machten gemeinsam von diesem außergewöhnlichen musikalischen und informativen Angebot Gebrauch. Nach dem obligaten musikalischen Beginn, erzählte der Blockflötenbauer Andreas Küng aus der Schweiz über seine tiefen und neuen Blockflöten. Praktische Tipps rund um die Pflege der Flöte gab es von

Joachim Rohmer aus Deutschland. Nachdem die Schüler auch seine handgebauten, wertvollen Flöten ausprobieren konnten, begann der Höhepunkt für die Gäste aus dem Vinschgau und Burggrafenamt. Sie konnten im Blockflötenorchester der Musikschule Innsbruck mitspielen und trugen die „Intrada“ von Melchior Franck vor. Es war ein besonderes Erlebnis von einem Orchester-Dirigenten geleitet zu werden und nach Auskunft der Schüler der tollste Tag im bisherigen Musikschuljahr. (lu)

v.l.: Sara Winkler, Anna Platzer, Miriam Zerzer und Anna Platter (Blockflötenklassen von Mals/ Prad) mit einer Subbass-Flöte

Naturns

25 Jahre Bildungsausschuss v.l.: Markus Breitenberger, Karl Pichler, Marianne Bauer und BM Andreas Heidegger

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ob und Anerkennung kamen vom Naturnser BM Andreas Heidegger, ebenso vom Leiter der Servicestelle der Bildungsausschüsse Burggrafenamt Markus Breitenberger. Zum 25-jährigen Geburtstag des Bildungsausschusses Naturns

hat die derzeitige Präsidentin Marianne Bauer am Mittwoch vor einer Woche zu einer Feier in das Bürger- und Rathaus geladen. Musikalisch umrahmt von der Musikgruppe „dakapo“ und mit anschließendem Buffet. Vor Vereinsobleuten

und Gemeindevertretern ließ man die vergangenen 25 Jahre Revue passieren, anhand einer Festschrift, welche von Karl Pichler verfasst worden war. Bildung sei Wachsein und Antworten zu finden auf die vielen Neuerungen, fasste Bauer das Selbstverständnis des Bildungsausschusses zusammen. Auf die Koordinierung der Vereinstätigkeiten, das Erheben des Bildungsbedarfes, die Mitarbeit zum Leitbild Naturns, die enge Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale und vieles mehr konnte zurückgeblickt werden. (eb)

artin Trafoier ist in Norwegen offiziell als weltweiter Präsident der „Königlichen und Altehrwürdigen Eisbärengesellschaft“ bestätigt worden. Wie der Wind in Nr. 1-2013 vermutet hat, konnte Trafoier am 20. Jänner bei der 50. Jahreshauptversammlung in Hammerfest das Vertrauen aller 19 Anwesenden gewin-

nen. Darunter befand sich auch die zwölfköpfige Vinschger Delegation. Sie waren stimmberechtigt, nachdem sie die Mitgliedschaft im Rathaus in Hammerfest erworben hatten. Im Vinschgau sind damit 46 Mitglieder. In seiner Antrittsrede unterstrich Trafoier die Vinschger Aktivitäten zum Eisbärenschutz. Er hatte unter anderen Papst Benedikt, Vladimir Putin, und Barack Obama für das Anliegen sensibilisiert. Obama wird Trafoier im März im Weißen Haus in Washington besuchen, ebenfalls mit einer Vinschger Delagation. Die USA soll für den Klimaschutz sensibilisiert werden, der der Welt und den Eisbären gut tun würde. (mds)

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Kultur

Durchfahrtsdorf Eyrs. Eyrs im Durchzug – Eyrs in der Zugluft? Kein Dorf im Vinschgau wird derart von der Peripherie (Umfahrungstraße) dominiert wie Eyrs. Die Peripherie nach amerikanischem Vorbild einer Shoppingmall ist zum Dorf geworden. Damit repräsentiert Eyrs eher eine Autogesellschaft, welche ohne Dorf(gemeinschaft) auskommt und sich nach dem Shopping auf ein Bier an der Tankstelle trifft. Ist dieses Planen für Maschinen und gegen Menschen unsere Zukunft? Wie Macht und Gewalt auf uns wirken und wie konstruktive, aufbauende Kräfte agieren, das lässt sich in Eyrs gut beobachten. Ich bin fasziniert vom Dorfnamen Eyrs. Sein Klang ist schön, warm und deutet auf etwas Fernes, Fremdes, das erlöscht ist, hin. Er erinnert mich an vorzeitige Mythen. Aber die Realität ist anders. Ich befinde mich am Dorfrand, wo die längliche, geradlinige Hektik des Transitverkehrs auf der Achse einer Schnellstraße, als Shoppingmall für Autofahrer eingerichtet wurde. Ich kaufe sozusagen im Durchzug, in der Zugluft ein. Ich kann mich dort mit mehr oder minder notwendigen Dingen und Lebensmitteln versorgen, kann mit Lust „mein will und muss haben“ ausleben, kann investieren und mich ausstatten, genau dort, wo Fußgänger als autolose Menschen keine Existenzberechtigung haben, weil sie kaum zum geplanten Konsumverhalten (von und für Autofahrer) beitragen. Mit dem Auto kann ich grenzenlos einkaufen, zu Fuß bin ich enorm eingeschränkt, ich kann nicht einmal eine Kiste Bier mitnehmen. Ich bewege mich als Autobesitzer wie selbstverständlich in dieser Durchfahrt, wie im Durchlauf meines Lebens. Ich bewege mich sprachlich und gedanklich in

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erstrebenswerten Zonen von Einkaufsüber Bau- Industrie- und Wohnbauzonen. Die Bezeichnung „Zone“ erleichtert den Machern das Geschäft, es berechtigt sie, Natur- und Kulturgut bedenken- und gedankenlos niederzumetzeln, ohne sich im Klaren zu werden, wie schrecklich unmenschlich dieses Wort ist, wie gewaltig militärisch besetzt, wie so vieles im Planungsbereich. Nun gibt es aber diese Parallelwelt am Dorfrand schon seit geraumer Zeit. Geschäfte und Lagerhallen werden überall als Konsumwelt entlang der rechten und entlang der linken Straßenseite errichtet, sozusagen als gerade Schnellstrecke ohne Ziel, es sei denn Konsum ist das Ziel, ein Ziel mit wenig Sinn, doch viel baulichem Aufwand. - Wie viel Raum verschlingt der Personenwagen, wie viel Raum der Dorfbewohner?* Das neue Dorf wird für das Auto entworfen und errichtet. Das alte Dorf wurde für den Menschen gebaut. Um das Zerstörerische und das Aufbauende an Eyrs zu begreifen, empfehle ich

zwei Übungen. Gehen Sie zu Fuß die Umfahrungsstraße von Laas aus kommend bis zur Tankstelle Eyrs entlang. Sie werden bemerken, dieser Gang schlaucht Sie, die Abgase und der Lärm verursachen Stress, begleitet von einer Daueranspannung, sich ständig an den Verkehr anpassen zu müssen und nicht umgekehrt. Vorbei an Lagerund Geschäftsleichen, vorbei an der Bank, dabei wundert man sich, warum sich eine Bank nicht im Zentrum ansiedelt, sondern an der Peripherie. Dann spazieren Sie über den Dorfeingang (von Laas aus kommend) ins Zentrum. Dort gibt es keine Lebensgefahr, dort ist es einfach viel, viel schöner. Es ist ein Augenschmaus für mich durch die kleinen Gassen zu gehen. Hier darf ich falsche Schritte machen, ohne gleich dem Tod ausgesetzt zu sein. Die alten Häuser erzählen ihre Geschichten. Ich begegne Katzen, Hunden, Hühnern. Ich kann mich, wenn ich will, auf ein Gespräch mit den Bewohnern einlassen oder mich ausruhen, mich irgendwo niedersetzen und warten. Die Leute huschen nicht vorbei, sie sind bereit zu reden. Ich halte sie


Kultur

nicht auf, sie fühlen sich nicht überrumpelt, ich muss mich nicht entschuldigen, dass ich ihnen ihre Zeit stehle. Sie freuen sich auf eine Begegnung, auf ein Gespräch. Auf der Dorfseite fühle ich mich als Fußgänger wohl, ausgestattet mit allen Rechten und Wegen, auf zwei Beinen gehend weder fahrend noch parkend. Es gibt hier Plätze für Menschen, keine Parkplätze, und es gibt Zeiträume, Orte mit Stimmung. Zwar verstellen die Autos manchmal den Weg, doch hier muss das Auto fürchten, dass ich einen Kratzer in seinen Lackmantel mache, auf der Schnellstraße jedoch habe ich Angst, dass mich ein Auto überfährt. Rund und mittig die langsame Seite, das Dorfinnere, ein zentrierter Versuch, der sich im Laufe der Jahre so wie viele andere Dörfer zerfranst hat und jetzt dahinweicht und auseinanderfließt wie ein zerronnenes Bachbett im Sog des letzten Jahrzehnts und immer mehr abnimmt gegenüber der Zonenwelt mit ihren konzeptlosen Wohnanlagen und der hohlen Geschäftswelt am Dorfrand. Wie kann ich diesem (dörflichbaulichen) Gemeinschaftsverlust entgegen wirken? Ein Gemeinschaftsgefühl herzustellen, ist relativ einfach, es bedarf lediglich einiger Menschen, die ähnlich denken. Früher war das Dorf eine Ansammlung von Menschen, wo ein paar ihre Ideen- und Machtverhältnisse untereinander teilten und der Rest der Bevölkerung sich fügen musste. Heute geht das nicht mehr. Heute gibt es viele, welche sich um einen Wert drängen: dem des individuellen Profits, um sich dann, wie in Eyrs, auf einem enormen Haufen Land zu tummeln. Doch ist das in

Zukunft noch machbar, will man nicht alles (an Altbauten und Land) verlieren, was das Wesen eines Dorfes und die Identität seiner Bewohner und Bewohnerinnen ausmacht? Die finanziellen und energetischen Grenzen sind nicht nur beim Autofahren schnell gesetzt. Man sucht handfeste Alternativen, keine Utopien, welche sich auch umsetzen lassen. Eine Kooperation ist wesentlich schwieriger: kooperieren heißt, mit Menschen zurechtzukommen, die in der Regel anders denken. Wie kann man solche Gegensätze unter einen Hut bringen? Ganz einfach, sagen die Experten. Das Einfache und das Schwierige kommen zusammen und probieren eine neue Art aus, die weder leistungsnoch gewinnorientiert ist, sondern auf das Gemeinwohl abzielt. Wie sieht das im Falle von Eyrs aus? Man versteht die Arbeit nicht mehr als individuelle Leistung zur Herstellung und Festigung eines individuellen Glücks (z.B. jeder braucht sein Auto) sondern als Teil einer kollektiven Leistung, an deren Ende das kollektive Glück steht (z.B. öffentliche Verkehrsmittel ausbauen, zentrumsnahe Geschäfte fördern, Altbauten kaufen und renovieren). In Eyrs schlummert riesiges Potential. Unabhängig von der Gemeinde Laas, soll das Dorf Eyrs seine eigenen spezifischen Werte pflegen. Das ist seine Verantwortung. Mit der Technik kann man das Dorfleben aufbauen, die Technik darf jedoch nur Hilfe sein, niemals zum Selbstzweck werden. Der Sinn des Bauens besteht nicht darin, Plätze und Straßen für Autos zu schaffen. Wenn das Volk nicht mehr die Straße und

die Plätze als Treffpunkt nützt, wenn die Straßen menschenleer und nur mehr Maschinen präsent sind, dann ist das undemokratisch, engstirnig und einseitig. Totalitäre Staaten besitzen menschenleere Straßen, dort wo das Volk regiert, ist Leben (auf den Straßen). Durchgänge, Ecken und Plätze, Erker und Vorsprünge sind auch Werte. Fußwege, Schleichwege, Abkürzungen und Steige ersetzen kein Dorf. Doch wenn diese Güter verloren gehen, scheitert das Dorfleben und das Dorfinteresse geht verloren und mit ihm die Lebensqualität. Man kann auch sagen, mit dem Dorfinventar gewinnt das Dorf seine Wichtigkeit, seinen Wert und seine dörfliche Selbstachtung. Schiefe, ungerade Steinmauern, Brunnen und Bänke gehören genauso zum Dorfgut wie große, alte Bäume, die guttun, weil sie nicht perfekt geradlinig im Gehirn kleben bleiben, weil sie einfach sind und weil sie nichts wollen, weil sie natürlich sind, und weil sie mit ihrer Natürlichkeit Grenzen setzen, und mich mit diesen Grenzen zum Menschen machen. Wenn Menschen für dieses Erlebnis hunderte von Kilometern zurücklegen, strahlt das Dorf (mit seinen alten Häusern, seinem Klang und dessen geheimnisvoller Kraft) über das Land hinaus. Wenn die Gemeinde geschickt die alten Kräfte mit den neuen verbindet, das heißt, das alte Dorf+Inventar wieder benutzbar macht, führt dies zu Mehrwert. Frieda B. Seissl wirft den Blick einer Fremden auf den Vinschgau * http://www.news.de/auto/855039365/das-auto-istein-armutsmodell/1/

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MALETTES WINTER | KULTUR | ZEIT

KULTURELLE VERANSTALTUNGEN IN DER GEMEINDE MALS Ausstellung der Werke von

Sepp Alber Eröffnung:

S amstag, 16. Februar 2013 – 16.30 Uhr Einführung zur Ausstellung: Abt Markus Spanier, Sibille Tschenett und Herbert Raffeiner Musikalische Umrahmung: Coralis Grisensis Ort: Kloster Marienberg (Burgeis) Öffnungszeiten: Geöffnet vom 16.02. – 31.05.2013; bis 23.03.2013: Mo. – Sa. 13.00 – 16.00 Uhr & So. 11.30 – 16.30 Uhr ab 25.03.2013: Mo. – Sa. 10.00 – 17.00 Uhr & So. 11.30 – 16.30 Uhr am Ostermontag, Pfingstmontag, 25.04.2013 und 01.05.2013 geöffnet „Durch den Tod verschmilzt das einzelne Leben in etwas Ganzes. Der jüngste Tag wird beweisen, was aus der Menschheit geworden ist. Ich könnte es akzeptieren, wenn sich die gesamte Menschheit nach dem Tod in eine Energiekugel verwandeln würde, um dann den Harmonisierungsprozess des Kosmos mitgestalten zu können.“ Sepp Alber

Foto: Foto: Giorgio Benacchio Giorgio

Benacchio

Geboren wurde Sepp Alber 1940 auf dem Mühlhöfl am Tanaser Sonnenberg. Bis 1982 wohnte und arbeitete er in Schlanders, in den gewölbten Kellerräumen eines kleinen Hauses im Rosenwirts Gassl. Seit 1996 lebte und arbeitete er in Meran. Verstorben ist der Künstler am 18. September 2010 nach schwerer Krankheit in Meran. Ausgestellt werden in der Mehrzahl Aquarelle, Ölbilder, als Grafik die „16 Stationen“ eines Kreuzweges und Skulpturen.

Vortragsreihe „Wissen macht Freu(n)de… und hilft zu verstehen“  Am Samstag, 23. Februar um 16.00 Uhr im JuMa Jugendzentrum Mals über das Thema Sexualität:

„Wie rede ich mit meinem Kind über Sex?“

mit Frau Dr. Marina Pirhofer  Donnerstag, 7. März um 20.00 Uhr im JuP Jugendtreff Prad über das Thema Drogen:

„K.o. Tropfen und C.O., alles was man über Drogen wissen sollte“

mit Herrn Dr. Peter Kohler Finanziell unterstützt durch:

Organisiert von: Jugendzentrum Mals JuMa Bahnhoftstr. 37, 39024 Mals Veronika: 327 8352518, Evelyn: 388 7978864

Ganzjährig bietet der Bezirksservice Weiterbildung den Bildungsausschüssen Beratung und Informationen an. Informationen: Bezirksservice Weiterbildung, Bahnhof Spondinig, Prad a. Stj., Tel: 0473 618166 - fax +39 0473 618116, mail: bezirksservice.vinschgau@gwr.it ; Homepage des Landes www.provinz.bz.it/weiterbildung/dorf ......in Zusammenarbeit mit den Bildungsausschüssen des Vinschgaus Koordination: Ludwig Fabi

Impressum: Initiative von

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Gesellschaft

Kulturhaus Karl Schönherr - Schlanders

Ein schöner Liederabend Romantische, schwelgerische und schräge Lieder von berühmten Komponisten wie Verdi, Kálman, Lehár, Ravel, Strauss oder Kreisler gibt es am Samstag, 16. Februar 2013 ab 20 Uhr im Kulturhaus Karl Schönherr in Schlanders zu hören. Die erfolgreiche Sopranistin Veronika Haller, die in Meran geboren wurde und in Salzburg lebt, wird u. a. verschiedene Verdi-Arien, Ohrwürmer aus den Operetten „Die Csárdasfürstin“, „Die lustige Witwe“ und „Gräfin Mariza“, De Fallas „Siete Canciones populares“ oder Lieder von Georg Kreisler mit so skurrilen Titeln

wie „Tauben vergiften im Park“ singen. Am Klavier begleitet wird sie von Eric Chumachenco, dem in Philadelphia geborenen Sohn einer russischen Musikerfamilie. Beides sind gefragte Musiker, die in vielen Konzert- und Opernhäusern in Europa bereits bejubelt wurden und nun für uns Vinschger einen genussvollen Musikabend gestalten werden. Dieser erlesene Musikabend wird unterstützt vom Amt für deutsche Kultur, der Raiffeisenkasse Schlanders, Südtirol 1 und Raumausstattung Fleischmann/Schlanders. NEU: Kartenvorverkauf im Büro des Tourismusvereins Schlanders-Laas in Schlanders von Montag bis Freitag jeweils von 9.00-12.30 Uhr und von 14.00-18.00 Uhr sowie an der Abendkasse ab 19 Uhr.

pr-info Venustis Creativ - neu in Laas

Venustis Creativ: schenken & genießen Es gibt genau zwei Gründe „Venustis Creativ“ zu besuchen. Einmal sind das Thomas Tappeiners kulinarische Spezialitäten aus dem Vinschgau, die verführerischen Süßigkeiten, Thomas Tappeiner, Michaela Plaseller wie die Schokolade und Evi Spechtenhauser Etisa, oder die Laaser Marmorwürfel. Kombiniert mit Holz, Glas oder mit Stein werden die Gaumenfreuden zu etwas Besonderem, zu individuellen und kreativen Geschenkideen. Der zweite Grund sind jene Geschenkideen, die sich mit den süßen Gaumenfreuden ihren Platz im neuen Geschäft teilen, allerhand Schönes, das Freude bereitet: Kerzen, Laternen, Windlichter,Bettwäsche, sowie der einzigartige Heilsteinschmuck von Michaela Plaseller-Tappeiner und andere kleine u. große Geschenke. Das neue Geschäft in Laas dürfte sich zu einem Geheimtipp im Vinschgau entwickeln; Anlässe zum Schenken gibt es schließlich genügend: der anstehende Valentinstag, der Muttertag, Hochzeiten, Geburtstage... und dem Eröffnung Anlass entsprechend werden die kulinarischen Freitag, 8. Februar um 16 Uhr im ehemaligen Geschenke oder Kombinationen mit speziell „Ladele“ in Laas in der ausgesuchten Weinen sogar personalisiert. Vinschgaustr. 10

pr-info Sarner Group

Zum Sägewerk des Jahres 2013 gekürt Die jahrzehntelange Erfolgsstory der Sarner Group wurde von einer in Fachkreisen hoch geschätzten Auszeichnung gekrönt: Holzkurier, die wichtigste europäische Fachzeitschrift für Forst- und Holzwirtschaft*, hat dem Südtiroler Allrounder in Sachen Holz seine begehrte Auszeichnung „Sägewerk des Jahres“ 2013 verliehen. Für die Auszeichnung der Sarner Group in der Kategorie „Sägewerk“ nannte die Fachzeitschrift in ihrem Artikel „Der Vielseitigkeitssäger“ zahlreiche Gründe: Eine breite Aufstellung und effiziente Vernetzung verschiedener Unternehmensbereiche sorgen dafür, dass die Naturressource Holz nachhaltig und mit maximaler Wertnutzung verarbeitet wird. Denn die Forstwirtschaft, Säge und Schnittholzweiterverarbeitung sowie die internationale Vermarktung von hochwertigen Fensterkanteln liegen bei Sarner Group in einer Hand und können gegenseitig von den Synergien eines geschlossenen Produktionskreislaufs profitieren.

Auf die kurzen Wege bei der Anschaffung des Rohstoffes und den Bezug zur Region legt man bei der Sarner Group genauso viel Wert wie auf die vielfältigen Geschäftsfelder und eine internationale Ausrichtung – dieser einzigartigen Mischung verdankt das Unternehmen die renommierte Auszeichnung und auch seinen bemerkenswerten Erfolg. „In nur drei Generationen hat sich aus dem Sägewerk eine erfolgreiche Unternehmensgruppe entwickelt“, erläutert Vertriebs- und Marketingleiter Fabrizio Pagliani die Hintergründe, „Heute zählt die Gruppe 85 Mitarbeiter und verarbeitet rund 60.000 m³ Rundholz jährlich.“ Auch das vor kurzem gefeierte Firmenjubiläum ließ die Holzkurier-Redaktion aufhorchen – schließlich ist es der beste Beweis für die langfristige, nachhaltige und

damit auch zukunftsfähige Erfolgsstrategie des Unternehmens. Für die Unternehmensleitung ein Grund zur besonderen Freude: „Zum einen ist es eine Bestätigung der erfolgreichen Arbeit der Sarner Gruppe; zum anderen kommt die Auszeichnung gerade recht zum 50-jährigen Firmenjubiläum“, meinte Geschäftsführer Christian Kemenater stolz. *Als einzige wöchentlich erscheinende unabhängige Fachzeitschrift für die Forst- und Holzwirtschaft, die Sägeindustrie und den Holz- und Baustoffhandel, ist der Holzkurier die wichtigste Fachinformationsquelle für etwa 17.000 Betriebsinhaber und Führungskräfte aus der Branche.

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Gesellschaft

Reschen/Vinschgau

Segler am Reschensee sind im Aufwind S

eit der Gründung des „Segelverein Reschensee“ am 11. 11. 2011 ist im Vinschger Oberland eniges in Bewegung gekommen. Neben den bunten Kitern erfreuen nun auch die Segelboote die Augen der Betrachter. Mittlerweile zählt der Segelverein 97 motivierte und engagierte Mitglieder, die eine stattliche Bootsflotte stellen. Die Vielzahl an Aktivitäten im Jahr 2012 können sich sehen lassen. Infrastrukturen stehen bereit, wie der „Seglerkiosks“ als Clubhaus, das Bojenfeld, die Einwasserungsrampe. Bereit stehen auch Bänke und Tische im Uferbereich, als willkommene und gern genutzte Rast- und Beobachtungsplätze für Spaziergänger. Der Segelverein hat zwei Boote, ein Segelboot und ein Rettungsboot, angekauft. „Das alles ist und dank vieler Sponsoren und der

Bei der Segnung der Infrastrukturen im Sommer 2012: v.l.: Diakon Norbert Punter, der Präsident des Segelvereins Luis Karner und die Mitglieder Arnold Ortler, Peter Oberhofer und Jürgen Tonezzer

Unterstützung von Seiten der Gemeindeverwalter von Graun gelungen“, freut sich Präsident Luis Karner. Zu den sportlichen Aktivitäten zählten die wöchentlichen Trainings- und Familienregatten, die Vereinsregatta. Höhepunkte waren die „1. Südtiroler Turmregatta“ und der Besuch der Schweizer Freunde

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vom Ägerisee, die fleißig übten. Denn im kommenden Sommer finden auf der „Hohen See“ bei Reschen erstmals die Schweizer Meisterschaften statt. Geplant sind auch die internationale fireball-Turmregatta, die 2. Südtiroler Turmregatta und vieles mehr. Derzeit ruht der Segelsport und die Boote warten in der „Ortler-

Boots-Werft“ in Prad auf den kommenden Frühling. Die Segler ruhen nicht. Sie treffen sich am 9. Februar im Vereinshaus von Reschen zur Versammlung. Um 20.30 Uhr laden sie alle Interessierte zum Diavortrag über die „8-jährige Hochzeitsreise“ eines Schweizer Segler-Paares im Südpazifik. (mds)

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hingsferien „Survival“ in den Fasc chten im Tipizelt... Feuer selbst entfachen & überna

Nicht langweilig wird es den Vinschger und Schweizer Jugendlichen in den Faschingsferien. Finanziell unterstützt durch das Interreg IV Projekt starten 15 Jugendliche ab 11 Jahren in die Nähe von Pfunds zum Natur- und Wildniscamp „Nativ Spirit“. Dort erwarten sie zwei Tage, vom Montag, 11. bis Dienstag, 12. Februar voller Erlebnisse im Freien. Geschlafen wird in beheizten Tipizelten. Alle Jugendliche aus dem Vinschgau und der Schweiz dürfen teilnehmen, je unterschiedlicher und vielfältiger die Gruppe, umso größer der Spaß und der Austausch. In der Wildnis am Inn wird gelernt wie man Essen über dem Lagerfeuer bratet & kocht, durch Holzreibung Feuer macht, Gebrauchs-

gegenstände schnitzt- vom Wurfstock bis zu Kochgeräten, Schnüre aus Pflanzenfasern flechtet und vieles mehr. Die Jugendlichen sollen gemeinsam mit den erfahrenen Guides ungeahnte Fähigkeiten und Stärken in sich entdecken, gemeinsames Tun als sozial stärkend erleben. Dank der finanziellen Unterstützung durch das Interreg IV Projekt konnten die Kosten für die zwei Abenteuertage für 15 € (inkl. Betreuung, Essen, Übernachtung und Fahrt) organisiert werden. Begleitet werden die Jugendlichen von den beiden Jugendarbeiterinnen Myriam (Jugenddienst Mittelvinschgau) und Veronika (JuMa Jugendzentrum), Info und Anmeldung bei Myriam: 346 37 18 597 und Veronika: 327 83 52 518 Wir freuen uns auf tolle Tage mit euch!

Am 23. Februar findet im Citytreff Glurns die Bezirksauswahl des Calcetto Cups statt. Dabei treffen sich Jugendliche aus dem Vinschgau die in 2er Teams gegeneinander antreten. Die Kategorien sind nach Alter als auch in Mädchen und Bubenteams eingeteilt. Jedes Jugendzentrum/Treff kann in jeder Spielkategorie 2 Teams zum Bezirksfinale schicken. Die Sieger, die daraus hervorgehen, fahren am Sonntag, den 03.03.12 nach Bozen in den Jugendtreff Pippo, wo die Besten des Landes gegeneinander antreten. Teilnahmegebühren sind 5 Euro (4 Euro Bank the Future Kunden), wobei ein Essen beim Bezirksfinale, als auch beim Finale enthalten ist. Auf die Sieger vom Finale warten Shoppinggutscheine und tolle Sachpreise!! Die Teams müssen sich bis zum 15.02.2013 bei ihrem Jugendzentrum oder Jugendtreff anmelden.

ELECTRONIC MUSIC WORKSHOP @ FREIRAUM Sie begegnet der Jugend immer wieder; in Diskotheken, auf Partys, im Internet… Die Rede ist von EDM, „Electronic Dance Music“ (Elektronische Tanzmusik). Viele werden sich fragen was das ist – es ist einfach eine moderne Art Musik zu produzieren mit Hilfe des Computers. Da es immer mehr interessierte junge „Laptop-Musiker“ gibt, die aber noch nicht den richtigen Einstieg in die Welt der EDM gefunden haben, organisiert das Jugendzentrum Freiraum Schlanders einen Workshop am 14. und 15. Februar. Referenten sind die beiden Brüder Thomas und Simon Öggl, auch bekannt unter dem Duo „Jekyll&Hyde“. Sie haben sich in den letzten Jahren intensiv mit dem Musikproduktion beschäftigt und wollen dies nun weitergeben. Der Kurs ist in 4 Module gegliedert und somit für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Informationen zum Kurs und Anmeldung gibt es im Jugendzentrum Freiraum Schlanders oder unter der Nummer 329 854 7070. Die Anmeldung ist bis 12.02.13 erforderlich. Der Gesamte Kurs kostet 60 Euro, es ist auch möglich, einzelne Module zu belegen.


Gesellschaft

Schlanders

Vinschgau/St. Maria

„Danke für das, was ihr leistet“

Meisterin im Backen

v.l. Elke Kofler, Silvia Gasser, Karin Brugger, Sarah Patscheider, Sibylle Mair, Ulrike Siller und Sarah Wegmann

E

lke Kofler, die langjährige Vorsitzende der VKESektion Schlanders wird ein Sabbatjahr nehmen. Zeit und Kraft, so Kofler, würden fehlen, weil sie sehr stark in die beruflichen Aufgaben – die Leitung des Kindergartens Schlanders – eingebunden sei. Im kommenden Jahr werde man weitersehen. Zwei neue Ausschussmitglieder – Sarah Patscheider und Angelika Alber – werden die zudem scheidenden lang-

jährigen Ausschussmitglieder Erika Paulmichl und Sonja Gerstl ersetzen. Silvia Gasser, Ulrike Siller, Karin Brugger, Sibylle Mair und Sarah Wegmann verbleiben im Ausschuss der VKE-Sektion. Geplant ist für heuer zum einen der Kinderfasching am kommenden Rosenmontag im Medienraum des Juze, zum anderen ein Schwimmkurs. Ivan Runggatscher, Mitarbeiter des VKE-Mutterhauses Bozen

rückte bei der Vollversammlung am 24. Jänner beim Rosenwirt in Schlanders eines ins Bewusstsein: „Wichtig ist, dass sich niemand überfordert, ansonsten geht die Freude an der Arbeit verloren. Sucht Synergien mit anderen Vereinen.“ Im vergangenen Jahr zählten neben einer Reihe von Angeboten drei Veranstaltungen zu den Höhepunkten im Tätigkeitsjahr: die Einweihungsfeier des Spielplatzes „Obere Malaunen“, jene des Feuerwehrspielplatzes in Göflan und natürlich das traditionelle zweitägige Kinderfest „Radau in der Matscher Au“. Lob gab’s von Vizebürgermeisterin Monika Wunderer und dem zuständigen Referenten Manuel Massl: „Wir sind froh und stolz, euch in unserer Gemeinde zu haben. Danke für das, was ihr für die Familien in Schlanders leistet.“ (ap)

Partschins/Rabland/Töll

it 842 Mitgliedern ist die AVS Ortsstelle Partschins ein starker Verein. Vielfältig sind auch die Tätigkeiten, die der Ausschuss unter dem Vorsitz von Hias Mayr und die Mitglieder vorzuweisen haben. Eine Zusammenfassung gab es bei der Vollversammlung am 19. Jänner 2013 im Haus der Dorfgemeinschaft von Partschins: die Ausflüge der Familiengruppe, die Betreuung der AVSJugend, die Wanderungen und Gipfelstürme der Erwachsenen. Die Angebote der AVS Ortsstelle Partschins werden von allen Altersgruppen gern angenommen. Im vergangenen Jahr wurde auf dem Tschigat mit Eigenmitteln ein neues Gipfelkreuz errichtet, im Einvernehmen mit dem Adamelloverein, der das erste Kreuz dort errichtet hat. Das Aufstellen war eine Herausforderung, erzählte Mayr,

inen Erfolgsweg der anderen Art schlug die junge Schleiserin Nadja Thöni ein. Sie arbeitet, auch mangels Auswahl an Lehrstellen im Vinschgau, in der „FurnariaPastizaria Meier Beck“ in St. Maria in Müstair. In diesem Traditionsbetrieb, der großen Wert auf biologische Produkte legt, machte sie ihre Gesellenprüfung und wurde dabei auf Anhieb Kantonsbeste. Das war der Startschuss zur nächsten Mei-

Nadja Thöni aus Schleis: Swiss Baker Champion

240 Kilometer Wanderwege

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rund um die Texelbahn attraktiver zu gestalten. Dazu gehört ein Wanderweg zur Nassereithütte. Partschins hat ein v.l.: Matthias und Annemarie Mayr (40 Jahre Wegenetz von 240 AVS), Peter Schönweger (25), Luisa Gaile km aufzuweisen. (60), Heinrich Oberperfler (40) und Richard Robert Schönweger, Rungg (40) selbst Partschinser und Präsident des aber „a bissl Stolz“ sei auch da- Führungsausschusses des Nabei gewesen. Das Markieren der turparkes Texelgruppe und 3. Wanderwege im Zieltal und die AVS-Vorsitzender, lobte die Betreuung der Biwakschachtel Ortsstelle als eine der „größten, bei der Milchseescharte waren fleißigsten und wichtigsten“ in Aufgaben, die der AVS Part- der AVS Sektion Meran. Außerschins 2012 gemeistert hat. Die dem machte Schönweger auf die Zusammenarbeit mit Gemeinde, glückliche Lage in Partschins Texelbahn, Forst, Naturpark Te- aufmerksam: Dem Naturpark xelgruppe und Tourismusverein stehen 2013 rund 150.000 Euro habe stets gut funktioniert, be- für Wanderwege zur Verfügung, kräftigte Mayr. Man sei bereit, in während es auf Landesebene der Arbeitsgruppe mitzuarbeiten, für AVS und CAI zusammengedie sich zum Ziel gesetzt hat, die rechnet 70.000 Euro für 6.600 Attraktivität des Sonnenberges km Wanderwege sind. (eb)

sterschaft. In Luzern bei der Schweizer Meisterschaft kam sie von 23 Teilnehmern auf den guten dritten Platz. Schlussendlich wurde der Swiss Baker Champion auf der Berner Expo ermittelt. Thema war hier die Fasnacht. Aus fünf Kilo Mehl mussten fünf Sorten Brot gebacken werden, weiters vier Sorten Kleingebäck, vier Sorten Hefesüßteig und drei Sorten Plundergebäck. Gearbeitet wurde vor den Augen der strengen Juroren und der vielen Besuchern der Expo. Am Ende des anstrengenden Tages war dann klar: Die junge Schleiserin wurde zum Swiss Baker Champion gekürt, sie hatte die Juroren am besten von ihrem Können überzeugen können. Mit diesem Titel in der Tasche geht es nun weiter zur Europameisterschaft des internationalen Berufswettkampfs. Diese findet im November in Dänemark statt. (klf) 07.02.13

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Gymnasien Meran - gymme gymme

Auf Allgemeinbildung und Persönlichkeitsentwicklung setzen Das - kurz für Gymnasien Meran – bietet im Rahmen einer nachhaltigen gymnasialen Allgemeinbildung unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte. Die fünf gymnasialen Schultypen ermöglichen neben kompetenzorientiertem Wissenserwerb auch die Entwicklung der kreativen und emotionalen Fähigkeiten von Jugendlichen.

Alle fünf Gymnasien bieten über die allgemeinbildende Grundausrichtung hinaus besondere Schwerpunkte in den Bereichen

Sozialwissenschaften, Musik, klassische Bildung, moderne Sprachen, und Kunst. Sozialwissenschaftliches Gymnasium. Erkenntnis und Selbsterkenntnis Die sozialwissenschaftliche Bildung ist eine Entdeckungsreise durch die menschliche Natur und Gemeinschaft. Psychologie, Soziologie, Anthropologie, Pädagogik und Philosophie befassen sich mit den unterschiedlichen Facetten des menschlichen Erlebens und Verhaltens, der Entwicklung und Erziehung und hinterfragen schlussendlich das Menschsein selbst. Sozialwissenschaftliches Gymnasium mit Landesschwerpunkt Musik In einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten vermittelt der Landesschwerpunkt Musik neben einer gediegenen Instrumental- oder Gesangsausbildung ein profundes musiktheoretisches, -technologisches und -historisches Wissen. Das Zusammenspiel im Ensemble oder das gemeinsame Singen im Chor vertiefen nicht nur die musikalische sondern auch die kreative und emotionale Fähigkeit der jungen Menschen. Klassisches Gymnasium. Bildung ohne Verfallsdatum Die Beschäftigung mit antiken Sprachen, antiker und moderner Literatur, Philosophie, Geschichte und verschiedensten Formen der Kunst weitet den Blick und fördert die Fähigkeit, Wesentliches zu erkennen. Durch die Auseinandersetzung mit der Antike wird ein vertieftes Verständnis der Gegenwart ermöglicht.

Sprachengymnasium. Sprache als Tor zur Welt. Mit vier modernen Sprachen (Deutsch, Italienisch, Englisch und wahlweise Französisch, Spanisch oder Russisch), mehreren kulturhistorischen und naturwissenschaftlichen Fächern bietet das Sprachengymnasium eine breite und ausgewogene Grundlagenbildung. Diese vermittelt den jungen Menschen die nötige Sicherheit und Kompetenz, um eigene Positionen zu finden und sich den mannigfaltigen Erwartungen und Herausforderungen unserer Welt zu stellen.


Eine Eine Schule Schule fünf fünf Gymnasien Gymnasien Vereint unter einer Direktion ergeben die fünf Bildungsangebote ein abwechslungsreiches und buntes Schulleben. Zentrales Anliegen der Gymnasien Meran ist ein qualitätvoller und methodisch vielfältiger Unterricht, der Schülerinnen und Schüler in ihren individuellen Fähigkeiten fördert.

sozial wissenschafen Kunstgymnasium mit Schwerpunkt Grafik. In der Auseinandersetzung mit künstlerisch-kreativen Fächern wie Zeichnen-Grafik-Malerei, Darstellende Geometrie, Plastik und Bildhauerei, Kunst- und Grafikwerkstatt ermöglicht das Kunstgymnasium eine umfangreiche praktische und theoretische Ausbildung. Die Schüler entwerfen grafische Konzepte und setzen ihre künstlerischen Ideen um.

musik Die Gymnasien Meran tragen den individuellen Interessen der jungen Menschen Rechnung und fördern ihre ganz individuellen Neigungen und Talente. Im Mittelpunkt steht dabei stets der junge Mensch selbst. Diese gymnasialen Bildungsangebote schaffen mit ihren spezifischen Schwerpunkten beste Voraussetzungen für den weiteren Ausbildungsweg an Universität und Hochschulen und für ein breites Spektrum möglicher Berufswege. Alle fünf Schultypen sind im Zentrum von Meran angesiedelt und bieten den Schülerinnen und Schülern ein angenehmes Schulund Lernklima und eine anregende Schulgemeinschaft.

klassische bildung

Tag der Sonnenschirme

zur Vorstellung des Klassischen Gymnasiums und des Sprachengymnasiums an der Schulstelle Rennweg 3, am Freitag, 08.03.2013 um 14.00 Uhr.

Termine Termineder der Informationsveranstaltungen Informationsveranstaltungen

sprachen

ininder derAula AulaMagna Magnader derSchulstelle SchulstelleVerdistraße Verdistraße88 Samstag, 23.02.2013, 10.00 Uhr Freitag, 01.03.2013, 16.30 Uhr Donnerstag, 07.03.2013, 16.30 Uhr Mittwoch, 13.03.2013, 16.30 Uhr Dienstag, 19.03.2013, 16.30 Uhr Samstag, 23.03.2013, 10.00 Uhr

kunst

• Rennweg 3 | 39012 Meran | Tel. 0473/231090 - Fax 0473/230328 | Klassisches Gymnasium und Sprachengymnasium • Verdistr. 8 | 39012 Meran | Tel. 0473/230028 - Fax 0473/234418 | Sozialwissenschaftliches Gymnasium, e-mail: os-gym.meran@schule.suedtirol.it | www.gymme.it Landesschwerpunkt Musik und Kunstgymnasium


Gesellschaft

Schnals

Marienberg/Glurns

Musikalische Weltreise

Mit Optimismus ins neue Jahr I

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anze 50 Mitglieder der MK Unser Frau–Karthaus hatte Kapellmeister Dietmar Rainer mitgebracht, um das Publikum auf eine anspruchsvolle Reise zu schicken, denn er forderte alles von seinen Musikanten. Gestartet wurde an der Küste mit

Dietmar Rainer gratuliert Gerhard Rainer für seine Einlage als „Pariser mit dem gewissen Flair“ am Akkordeon

„Prima Luce“ von Jan van der Roost. Der starke Bass ließ einen fast die Brandung spüren. Mit der „Alpina Saga“ von Thomas Doss ging es in die Berge. Die unendliche Wildnis Albertas brachten die „Royal Canadian Sketches“ von Ralph Ford ganz nahe. Der spielerisch anmutende „Marche Americana“ von Søren Hyldgaard machte nur gute Laune und ihr Gespür für Swing zeigten die Musiker beim Finale der „Musical Fantasy“ von Ennio Salvere. Von New Orleans ging es direkt nach „Paris Montmartre” (Arr. Toshio Mashima) und es schien als wären die Schnalser gerade erst von einem FrankreichUrlaub zurückgekehrt. Mit dem „Raketenflug“ von Sepp Tanzer landete man wieder im wohlverdienten, brausenden Applaus. (ew) 30 Der Vinschger Wind 3-13

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m Kloster Marienberg startete kürzlich die MORIGGL GmbH aus Glurns in das neue Geschäftsjahr. Bereits zum zweiten Mal wählte die Geschäftsführung diesen Ort, um am ersten Arbeitstag im Jahr 2013 gemeinsam mit der 80-köpfigen Mann- und Frauschaft Rückblick auf das abgelaufene Jahr und Ausblick auf das kommende Jahr zu halten. Nachdem bei einem Gottesdienst in der Klosterkirche für das arbeitsreiche Jahr 2012 gedankt und weiterhin um den Segen „von oben“ gebeten wurde, waren die MitarbeiterInnen in den großen Saal des Klostermuseums eingeladen. Dort blickten die beiden Geschäftsführer Gunnar und Thomas Moriggl auf ein spannendes Jahr zurück und wagten zusammen mit den MitarbeiterInnen einen optimistischen Ausblick

v.l.: Hans und Gunnar Moriggl, Johann Sagmeister, Moreno Canal, Franz Spiess, Markus Baldauf, Markus Hohenegger und Thomas Moriggl

auf das angebrochene Jahr. Im zweiten Teil der Veranstaltung dankte die Geschäftsleitung fünf Mitarbeitern für ihre langjährige Treue zum Unternehmen. Geehrt wurden Markus Baldauf, Moreno Canal, Markus Hohenegger (zehn Jahre Betriebszugehörigkeit) und Franz Spiess (15 Jahre Betriebszugehörigkeit). Ein besonderer Dank ging an Johann Sagmeister, der seit 35 Jahren bei der Firma MORIGGL ist, und somit der dienstälte-

ste Mitarbeiter ist. Ein gemeinsamer Brunch im Hotel Weißes Kreuz in Burgeis rundete den Vormittag ab. Das Unternehmen: Gegründet Ende der 60er Jahre, wird das Familienunternehmen mit Sitz in Glurns im Vinschgau heute von der dritten Generation geleitet. Der Anbieter für Energie- und Anlagentechnik beschäftigt 80 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2011 einen Umsatz von knapp 10 Millionen Euro.

Schnals

Enormer Einsatz im BRD Der BRD Schnals bei einem Einsatz (Foto: BRD/Grüner)

A

uf ein arbeitsreiches 2012 konnte der Bergrettungsdienst im AVS Schnals bei seiner Jahreshauptversammlung zurückblicken. Rettungsstellenleiter Klaus Tumler konnte neben den anwesenden Bergrettern und AnwärterInnen auch Kollegen begrüßen: Landesleiter des BRD Toni Preindl, Thomas Holzknecht vom Weißen Kreuz Naturns

und Franz Haller vom BRD Meran. Bei 35 Einsätzen mit insgesamt 360 Stunden mussten die 27 Mitglieder des BRD Schnals, davon 3 Frauen,Hilfe leisten. Hinzu kamen aber noch 22 interne Übungen, 23 Landeskurse, 34 Bereitschaften und verschiedene Tätigkeiten. Insgesamt kamen hierbei 3119 Stunden zusammen. Pro Mann/Frau im Schnitt etwa

116 Stunden ehrenamtliche und nicht ungefährliche Tätigkeit pro Jahr. Eine enorme Belastung auch für die Familien zu Hause, bei denen sich Klaus Tumler ebenso bedankte wie bei seinen Mitgliedern. BM Karl J. Rainer und TV Präsident Alexander Rainer sowie Michl Langes vom AVS Schnals dankten allen für den enormen Einsatz. (ew)


Einrichten Sonderthema

Vinschgerwind von Angelika Ploner

Sonderthema Einrichten

„Oft sind die Möbel schlicht falsch platziert“ Der Vinschgerwind hat mit Markus und Andreas De Stefani vom gleichnamigen Einrichtungshaus in Mals ein Gespräch über Fehler beim Einrichten, über Dekorationsfans und über Lieblingsplätze im Vinschgau gesprochen. Fotos: Magdalena Dietl Sapelza

Markus (l.) und Andreas De Stefani im Gespräch

Vinschgerwind: Welches ist Ihr Lieblingsraum zu Hause? Markus: Die Wohnküche ist für mich zu Hause der zentrale Ort. Am Esstisch, beim gemeinsamen Essen, findet die meiste Kommunikation statt, es wird miteinander gekocht, hier kann die gesamte Familie beieinander sein. Andreas: Ich kann mich dem eigentlich nur anschließen. Die Küche ist das Herzstück jeder Wohnung.

Man unterscheidet verschiedene Wohntypen. Welche sind das? Andreas: Es gibt hier sicher verschiedene Definitionen. Grob eingeteilt gibt es jene Menschen, die besonders auf pures Design Wert legen, konsequent geradlinig und schlicht. Es gibt den bescheidenen Typ, der eine solide, einfache Einrichtung bevorzugt. Andere hingegen suchen ein besonders warmes, familiäres und geborgenes Ambiente. Manche mögen es wiede-

rum farbenfroh, wagen einen Stilmix , oft vielleicht auch exotisch angehaucht. Und nicht zu vergessen der moderne, naturverbundene Typ. Ein Trend der in den letzten Jahren immer stärker wird: ausschließlich natürliche, Umwelt und Ressourcen schonende Materialien kombiniert mit modernem Design. Markus: Im Vinschgau setzt sich verstärkt der moderne Wohntypus durch, Landhausstil z.B. ist immer weniger zu finden. 

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Einrichten Sonderthema

Steckbrief: Markus De Stefani geboren 1971 in Mals Matura an der Handelsoberschule in Mals 1993/94 Fachschule für Einrichtungsberater in Salzburg, 1995 Spezialisierung Küchenstudio München ab 1996 Einrichtungshaus De Stefani - Mals

Rückzugsort, wo ich ausruhe und Energie tanke. Ob in Stoff oder Leder - oder ganz im Trend sogar ein Mix aus beidem – ganz klar mein Favorit. Andreas: Die Küche: Ich koche selbst sehr gerne und bin darüber hinaus noch Technik-verliebt. Moderne Küchen sind mit Hightech voll gespickt: Dampfgarer, Induktionskochfelder, Geschirrspüler und selbstreinigende Backöfen – so macht Kochen Spaß! Persönlich: Welcher Wohntyp sind Sie? Andreas: Sich selbst einzuordnen ist eher schwierig, aber ich denke es geht in Richtung pures Design kombiniert mit kräftigen Farbakzenten. Markus: Bei mir steht auf jeden Fall die Natürlichkeit im Vordergrund. Naturgesunde Möbel schaffen ein besonders angenehmes und einzigartiges Wohnklima. Ihr Lieblingsmöbel? Markus: Mein Lieblingsmöbel ist das Polstermöbel. Es strahlt Harmonie aus und macht einen Raum besonders wohnlich. Für mich ist das Sofa auch der persönliche

Was sind die drei häufigsten Fehler beim Einrichten? Andreas: Planungsfehler. Oft sind Räume falsch eingeteilt oder die Möbel schlicht falsch platziert. Die Einrichtung wird zudem auf Grundrissen oft unrealistisch dargestellt: Das heißt, dass ein Möbel oder gar eine Küche in Wirklichkeit mehr Platz brauchen würden, um richtig zu funktionieren. Das passiert ab und zu bei Wohnungen, die zum Verkauf stehen. Die Wohnung wirkt dann auf dem Plan größer als in Wirklichkeit und bietet scheinbar eine Vielzahl an Möglichkeiten für die Einrichtung, wer nicht geübt ist, einen Plan zu

lesen, fällt darauf gerne rein. Ein zweiter Fehler ist, dass man zu spät plant. Eine Küche wird z.B. erst dann geplant, wenn die Arbeiten am Haus bereits abgeschlossen sind. Eine falsch platzierte Trennwand, Kamin, Abluftrohr, Wasseranschluss oder Steckdosen schränken dann die KüchenPlanung ein oder können beträchtliche Zusatzkosten mit sich bringen. Markus: Auch die Proportionen müssen stimmen. Ob das jetzt ein Polstermöbel oder eine Küche ist, wenn ich die in einen zu kleinen Raum stelle, dann wirken sie nicht. Das ist ein Fehler, der sehr oft gemacht wird. Andreas: Auch bei Farb- und Materialkombinationen werden oft Fehler begangen. Oft sind Fenster, Böden, Türen und Einrichtung nicht aufeinander abgestimmt. Licht – welche Rolle spielt es im Inneren eines Hauses? Andreas: Licht ist sehr wichtig. Mit Licht schaffe ich Atmosphäre, schöne Lampen sind gleichzeitig Dekorationsobjekte. Und nicht zuletzt hat Licht auch eine therapeutische Wirkung. Wer sich über längere Zeit in schlecht beleuchteten Räumen aufhält, dem schlägt das aufs Gemüt. Die Lichtplanung gehört für uns auch zur Planung der Einrichtung und sollte aufeinander abgestimmt sein: in der Küche wird sichergestellt, dass die Arbeitsflächen ausreichend beleuchtet sind, in Schlaf- und Wohnzimmer geht es in erster Linie um das Schaffen der richtigen Atmosphäre. Was hat in Ihrem Haus seinen festen Platz? Andreas: Ein großer Esstisch, damit un-

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Einrichten Sonderthema sere gesamte Familie zusammenkommen kann. Markus: Der Kamin im Wohnraum, den würde auch meine Frau nicht weglassen. Ein Kaminofen strahlt Wärme aus, schafft Geborgenheit und sorgt für Gemütlichkeit. Wenn Sie einen Raum einrichten, einen Raum bespielen, welchem Prinzip folgen Sie? Markus: Wir erstellen als erstes immer ein Anforderungsprofil für den Kunden. Anhand von Lebensgewohnheiten, Wünschen und Bedürfnissen gestalten wir dann die Einrichtung. Andreas: Zudem gibt es natürlich Grundregeln, an die man sich halten sollte. Zum Beispiel sollte in einer Küche die Spüle in der Nähe einer Lichtquelle positioniert sein. Neben dem Kühlschrank sollte genügend Arbeitsfläche sein, damit ich Dinge ablegen kann. Der meist begangene Weg in einer Küche ist Kühlschrank, Herd und Spüle und diese sollten möglichst nah beieinander liegen. Wohn- und Essbereiche verschmelzen immer öfter. Was sind die Vor-, was die

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Steckbrief: Andreas De Stefani geboren 1978 in Schlanders Studium der Informatik an der Technischen Universität Wien, Diplom 2003 2004-2009 für Siemens Österreich Projektleiter am University College Dublin, Irland seit 2009 im Einrichtungshaus De Stefani tätig

Nachteile dieser Entwicklung. Markus: Ein Vorteil ist, dass in einem großen Wohn- und Essbereich das Miteinander, miteinander kochen, miteinander essen ausgelebt werden kann. Man kann aus einem großen Raum gestalterisch mehr machen, denn ein großer Raum ist sicher mehr wert, als zwei kleine Räume. Andreas: Ein Nachteil kann die Geruchsentwicklung sein. In einer Küche entstehen zwangsläufig Dampf, Fett und Gerüche. Mit einer gut geplanten Dunstabzugshaube kann man dem jedoch entgegenwirken. Ein weiteres Problem kann auch der Lärm sein. Wenn ein Teil der Familie in Ruhe

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Einrichten Sonderthema Sind Sie Dekorationsfan? Andreas: Eigentlich nicht so richtig. Markus: Die Deko hat für mich schon einen Reiz. Sie gibt einer Wohnung eine bestimmte Atmosphäre, aber alles mit Maß und Ziel. Ganz nach dem Motto: Weniger ist oft mehr. Die ideale Küche ist .... Markus: Die ideale Küche ist die, in der alle Anforderungen berücksichtigt wurden, in der ich feine, praktische Arbeitswege habe, in der Arbeiten einfach Spaß macht. Andreas: Ergonomisch, funktional und gleichzeitig schön anzuschauen. Wichtig ist uns immer die kundenspezifische Anpassung der Arbeitshöhe, da kann es dann auch schon mal passieren, dass wir für Mann und Frau zwei unterschiedliche Arbeitshöhen realisieren müssen, damit es keine Ausreden gibt! Gutes Design ist .... Andreas: Gutes Design ist durchdacht, vollendet in Form und Funktion. Gutes Design ist demnach nicht nur schön anzuschauen, sondern muss auch richtig gut funktionieren.

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Holz im Bad. Markus: Holz im Bad ist sehr gut einsetzbar. Holz nimmt viel Feuchtigkeit auf, gibt sie wieder ab, Beispiel Saunen. Die Qualität und die Verarbeitung müssen natürlich stimmen. Andreas: Es gibt natürlich Vorurteile gegenüber Holz im Bad. Man bedenke, dass Holz auch im Außenbereich zum Einsatz kommt, wo es wesentlich größeren Temperaturschwankungen und Feuchtigkeitsunterschieden ausgesetzt ist. Die Luftfeuchtigkeit oder Spritzwasser stellen für Holz im Bad kein Problem dar, wichtig ist jedoch, dass kein Wasser über einen längeren Zeitraum liegen bleibt. Teppiche und Vorhänge sind für Sie ... Markus: Teppiche und Vorhänge sind jene Elemente, die die Einrichtung abrunden und einer Einrichtung das gewisse Etwas geben. Aber auch für eine bessere Akustik sind Teppiche und Vorhänge wichtige Bestandteile einer Wohnung. Das Wichtigste in einem Schlafzimmer ist ... Markus: Die Matratze oder das Schlafsystem. Auf der Matratze muss man sich nachts erholen können, die Wirbelsäule

regeneriert und die Muskulatur entspannt sich. Die richtige Wahl ist hier ganz, ganz wichtig, vor allem wenn man bedenkt, dass wir über ein Drittel unseres Lebens im Bett verbringen. Die Matratze muss an dem Menschen angepasst sein und nicht umgekehrt. Andreas: Die falsche Matratze kann die Nacht zur Qual machen! Auf welches, von Ihnen gestaltete Haus sind Sie besonders stolz? Andreas: Besondere Genugtuung bildet für uns jedes Haus, wo uns Bauherren nachher weiterempfehlen und wiederkommen. Denn das ist für uns seit nun gut fünfzig Jahren besonders wichtig: Gute Beratung, solide Qualität der Möbel, einzigartiger Service und die Zufriedenheit unserer Kunden. Raus aus den vier Wänden: Lieblingsplätze im Vinschgau. Markus: Der Malser Talkessel samt Tartscher Bühel. Andreas: Wenn ich über den Reschenpass herein fahre und sich das Tal nach St. Valentin auf der Haide öffnet, dann ist das für mich einfach schön. 


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Einrichten Sonderthema Modell SOLO by Regina Küchen: Schlicht und

elegant – Weiß steht für Klarheit und Transparenz. Im Mittelpunkt: eine dynamische waagerechte Linienführung. Dezent zurückhaltend wirkt die eingefräste Griffleiste im Farbton der Front, die Küchentechnik verbirgt sich hinter schwebeleichten Schiebetüren und damit in Reichweite. Verschiebbar ist die Echtholz-Barplatte in Eiche und bei Bedarf großzügig erweiterbar. Einrichtungstipps von Möbel Reisinger, Eyrs.

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anregend oder fröhlich: Jede Farbe hat ihre ganz spezielle Wirkung. Wer um die Wirkung verschiedener Farbtöne weiß, setzt sie gezielt ein und schafft sich Orte der Ruhe, der Dynamik und Kommunikation. Einrichtungstipp von Maler Gamper Guido, Goldrain.

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Einrichten Sonderthema Besonders stilvolle Badeinrichtung. Ba-

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demöbel sollten vor allem eine wasserabweisende Oberfläche haben. Raffiniert ausgeführte Möbeln haben z.B. einen integrierten Wäschekorb. Badtipp von Mairösl, Schlanders.

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Bauen Sonderthema

links das eigenständige Hofhaus: eine großzügige Vierzimmerwohnung als mediterrane Oase mit Dachgarten samt automatischer Bewässerungsanlage oben: Kaum mehr vorstellbar, wie es vor dem Neubau aussah

Zeitgemäß - im Sinne des

übergeordneten Dorfkonzepts von Naturns

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ingehende Marktanalysen und Studien gingen der Verwirklichung vom neuen „Plantitscherhof“ voraus. Bald kristallisierte sich heraus, dass das Parterre bestens für den Detailhandel geeignet ist. In den drei Obergeschossen wurden sechzehn Wohnungen und das sehenswerte Hofhaus mit mediterranem Dachgarten errichtet. So kam es, dass die Nordtiroler Supermarktkette MPreis im vergangenen Herbst an der Hauptstraße in Naturns einen neuen Lebensmittelmarkt eröffnete. Seither ist knapp ein halbes Jahr vergangen, und das neue Wohn- und Geschäftshaus hat die volle Akzeptanz der Bevölkerung gefunden. Die Kunden des Lebensmittelmarkts finden im ersten Untergeschoss des Gebäudes ein großzügiges Parkdeck vor. Das zweite Untergeschoss dient ausschließlich den

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Wohnungseigentümern, und bietet großzügige Parkmöglichkeiten und Kellerräume. Jedes Geschoss wird über moderne Treppenaufgänge und Aufzüge erschlossen. Die Heizung und Warmwasserversorgung von Geschäft und Wohnungen wurde strikt getrennt. Ein Großteil der modernen Wohnungen ist bereits bewohnt, wobei sich die neuen Bewohner besonders über die geringen Betriebskosten ihres neuen Heims freuen. Nur noch wenige Wohnungen stehen zum Verkauf, darunter eine Mansardenwohnung mit herrlicher Dachterrasse und beeindruckendem Panoramablick in den Vinschgau, sowie das Herzstück des Gebäudes: das eigenständige Hofhaus mit mediterranem Dachgarten – wirklich sehenswert. Die Wohneinheiten sind zeitgemäß ausge-

stattet. Sie verfügen über Fußbodenheizung mit Einzelraumregelung, über dreifach verglaste Schallschutzfenster, ParkettFliesenböden oder Natursteinböden sowie elektrische Rollläden und Raffstores. Der neue „Plantitscherhof“ wurde von der Klimahausagentur als Klimahaus B zertifiziert. Das Gebäude präsentiert sich heute als moderner, zeitgemäßer Baukörper, der sich sanft in die dörfliche Struktur des Naturnser Dorfkerns einfügt. Die Fassade zeigt seine moderne Seite durch das fehlende Vordach und die bündigen Balkongeländer aus farbigem Glas. Der Baukörper nimmt die Straßenflucht auf, und ermöglicht durch einen Rücksprung im Erdgeschoss die Weiterführung vom Gehsteig als geschützten Bereich vor der Geschäftsfassade. (ria)


Bauen Sonderthema

Oben: Die Fassade mit fehlendem Vordach und bündigem Balkongeländer aus farbigem Glas, wobei die Balkone an der Südseite als Erweiterung der Wohnflächen erachtet werden können rechts: Von der Hauptstraße aus lässt sich nicht erahnen, welch mediterraner Dachgarten sich auf dem ersten Obergeschoss verbirgt

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Massivholz-Bauweise findet großen Anklang

Biologischer Bergbauernhof mit soligno gebaut Hoch über Glurns, in Lichtenberg Berg auf 1250 m Meereshöhe, stand der alte Grushof von Harald Gurschler. Die Gebäude mussten völlig saniert werden. Der Baubiologe und heutige Biobauer entschied sich, das Wohngebäude neu zu bauen, ganz aus Massivholz. „Ich habe in Schlanders die Ausbildung zum Baubiologen gemacht, weil mir die Natur wichtig ist. Ich wollte einen biologischen Bergbauernhof. Dazu passt nur eine konsequent nachhaltige Bauweise.“

Den richtigen Partner für seinen Bau fand der Bauherr in soligno aus Prad. soligno stellt Bauelemente aus massivem Holz her, nach Maß: Außenund Innenwände, Decken- und Dachelemente. Dabei verzichtet das Unternehmen ganz auf Leim, Metall und sonstige chemische Hilfsmittel. „Nur gute, alte Handwerkskunst“, wie das Unternehmen es ausdrückt. Die Außenwände bezeichnet man als mehrlagigen Massivholz-Block. Die Hölzer werden ineinander verzahnt und mit SchwalbenschwanzLeisten miteinander verbunden. Sie können sich nicht wölben, nicht werfen, nicht setzen, nicht öffnen. Die Holzwände sind absolut luftdicht und haben ausgezeichnete Wärme- und Schalldämmung. Die Innenwand wurde mit Lehm verputzt. Bei der Au-

Foto Samuel Holzer

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Das konsequenteste Bauelement im ökologischen Massivholzbau


HOLZBAUELEMENTE IM EINKLANG MIT DER NATUR Harald Gurschler und Sohn, stolze Besitzer ihres neuen biologischen Grushofs, der mit nachhaltigen soligno Massivholz-Bauelementen gebaut wurde.

Das Massivholzhaus, leim- und metallfrei.

Emil Moser Leidenschaftlicher Mitarbeiter in der Produktion bei soligno

ßenwand sieht und spürt man aber die ganze Gemütlichkeit des hochwertigen Fichtenund Zirbel-Holzes. „Der Rohbau mit Dach stand in acht Tagen, trocken“, sagt der Bauherr und bedankt sich bei der Zimmerei Thialer aus Prad. Die Massivholz-Bauweise bringe viele Vorteile: keine architektonischen Einschränkungen in der Planung, feste Termine, keine Feuchtigkeit. Das Beste sei aber das Wohnen selbst. Unbehandeltes Holz zu sehen, zu fühlen – wie früher. Zu wissen, dass die eigenen vier Wände frei sind von Schadstoffen. Da kann man gut schlafen. soligno – ein Unternehmen der Rubner Gruppe – bezieht den Rohstoff aus dem umliegenden Alpenraum: Nur ausgesuchte und PEFCzertifizierte Hölzer. Wenn wir Verantwortung übernehmen für unsere Natur, ist Holz der ideale Baustoff: Er wächst nach. Mit dem soligno-System kann auch mehrstöckig gebaut werden. Die schadstofffreien

und geruchsneutralen solignoMassivholzelemente schaffen eine vitalisierende Wohnumgebung. Sie sind daher auch prädestiniert für den Einsatz in Kindergärten, in der Schule, in sozialen Einrichtungen oder öffentlichen Verwaltungen und Bürogebäuden. Die solignoHäuser sind extrem langlebig. Rubner auf einen Blick. Die Rubner Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Kiens/ Südtirol ist in den fünf Geschäftsfeldern Holzindustrie, Ingenieurholzbau, Objektbau, Holzhausbau und Holztüren tätig. Die Gruppe beschäftigt an den Standorten in Italien, Österreich, Schweiz, Deutschland, Slowenien, Frankreich und Polen rund 1.500 Mitarbeiter. HOLZLEIDENSCHAFT

Informationen: soligno-Reinverbund GmbH Kiefernhainweg 96 I-39026 Prad am Stilfserjoch Telefon: +39 0473 618 185 info@soligno.rubner.com www.soligno.rubner.com

Aus leidenschaftlicher Einstellung zu Holz entstand das natürliche leim- und metallfreie Holzbau-System soligno. Dank höchstem technischen Niveau ermöglicht es eine besonders nachhaltige und gesunde Lebensweise.

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Wolfgang Platter, am Tag des Hlg. Blasius, 2. Februar 2013

Nationalpark Stilfserjoch:

Der Feuersalamander

Nachwuchs im Nationalparkhaus aquaprad

Ausgewachsener Feuersalamander und junger Salamander als Lungenatmer nach Abschluss seiner Entwicklung. Das Bild soll nicht irreführen: Feuersalamander betreiben keine Brutpflege.

Im Aqua-Paludarium des Nationalparkhauses aquaprad hat das Weibchen der Feuersalamander in den letzten Wochen Larven in das Wasser abgelegt. Diese Larven machen derzeit die verschiedenen Stadien ihrer Verwandlung zum fertigen Lurch durch. Wenn sich die Feuersalamander in Käfighaltung vermehren, ist das ein Zeichen dafür, dass die Haltungsbedingungen artgerecht sind. Und der Fortpflanzungserfolg ist auch eine Belohnung und Anerkennung der Arbeit unserer Aquarianer und Terrarianer im Nationalparkhaus. Und für jene Leserinnen und Leser, welche mehr über den Feuersalamander wissen wollen, habe ich den heutigen Beitrag verfasst. Auch für 42 Der Vinschger Wind 3-13

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jene Großväter, welche ihre Enkelkinder zu einem Besuch in das Nationalparkhaus aquaprad begleiten und ihnen damit vielleicht eine nicht alltägliche Freude bereiten wollen.

Der Name

Woher kommt nun der Name Feuersalamander und was hat der Feuersalamander mit Feuer zu tun? Der griechische Philosoph und Denker Aristoteles (384-322 v.Chr.) hat mit dem Wissen von damals dem Feuersalamander die Kraft zugesprochen, das Feuer auszulöschen. Auch Jahrhunderte später glaubten die Menschen noch, dass der Feuersalamander unbrennbar und dass der Asbest seine Wolle sei!

Aber auch die Alchimisten des Mittelalters konnten nicht auf den Feuersalamander verzichten, damals – allerdings schon brennbar – war seine Asche ein Hauptbestandteil zur Herstellung geheimnisvoller Tinkturen, die nur eines bringen sollten: Gold.

Die Verteidigungsstrategie

Aus Schreckfarben, Drüsensekret und Langsamkeit ist die Verteidigungsstrategie des Feuersalamanders aufgebaut. Die prachtvollen goldgelben Flecken auf schwarzem Grund sind grelle Alarmfarben, die alles andere als tarnen. Aber um sich Beutegreifer vom Hals zu halten, scheidet der Feuersalamander aus den


groß ausgebildeten und deutlich erkennbaren Ohrdrüsen einen weißen, ätzenden Saft aus, der über die Schleimhäute der kleinen Fraßfeinde in Mund und Nase tödlich wirkt. Durch dieses giftige Hautsekret hält sich der Feuersalamander seine Fraßfeinde unter den Vögeln und Kleinsäugern vom Leibe. Und er kann sich damit sein langsames und stacksiges Gehen über feuchte Moospolster am Waldboden leisten, ohne sich der Lebensgefahr auszusetzen. Dagegen hat beispielsweise die Mauereidechse mit ihren Tarnfarben und der raschen Flucht in ein schützendes Versteck in einer Mauerritze eine ganz andere Schutzstrategie gegenüber ihren Beutegreifern entwickelt.

Das Tottermandl

Für den Feuersalamander hält unsere Dialektsprache den interessanten Namen „Tottermandl“ bereit. Wovon mag er wohl hergeleitet sein? Seit die Wasserwaale und Rinnsale zunehmend aus unserer Landschaft verschwinden, ist auch das Tottermandl in einem unübersehbaren und besorgniserregenden Rückgang begriffen. Der Feuersalamander gehört zoologisch zu den Schwanzlurchen. Die Amphibien oder Lurche sind eine der fünf Wirbeltierklassen und werden in zwei große Unterklassen der Schwanzlurche und der Schwanzlosen Lurche unterteilt. Zu den Schwanzlosen Lurchen gehören unter den einheimischen Lurchen beispielsweise die Kröten, Frösche und Unken, zu den Schwanzlurchen hingegen die Molche und die Salamander.

Zu Wasser und zu Land

Die Lurche sind als eine Klasse der Wirbellosen Tiere wechselwarme Tiere ohne eigene Regulierung der Köpertemperatur. In ihrer Körpertemperatur passen sie sich an die Umgebungstemperatur an. Die Lurche sind deshalb in unserer Klimazone auch passive Überwinterer. Feuersalamander etwa verkriechen sich im Herbst im Falllaub oder vergraben sich unter Baumwurzeln und fallen in Winterstarre. Der Feuersalamander bewohnt als erwachsenes Tier terrestrische Lebensräume. So ist er in feuchten Wäldern der tieferen Tallagen zu Hause. Zur Fortpflanzungszeit kehrt das Weibchen an das Wasser zurück. In langsam fließende Rinnsale mit Staubuchten legt das Weibchen von einem Stein aus etwa 20 – 40 Larven ab. Ruhende Wasserzonen sind dabei wichtig, um die Larven vor dem Abtrieb zu schützen. Nach der Ablage der Larven betreibt das Weibchen des Feuersalamanders keinerlei Brutpflege und die Salamanderjungen sind nach dem Auspressen aus dem Mutterleib sich selbst Alles Fotos Florian Gorfer, Nationalpark Stilfserjoch

überlassen. Fälle von Kannibalismus sind in der Literatur beschrieben: Der Stärkere frisst den Schwächeren innerhalb der eigenen Art.

Kiemanatmer - Lungenatmer

In der ersten extrauterinen Phase ihres Lebens sind die Feuersalamander Kiemenatmer und daher unabdingbar auf geeignete Wasserlebensräume angewiesen. Wie bei den anderen Arten von Schwanzlurchen sind die Kiemen beim Feuersalamander als Außenkiemen ausgebildet. Sie sind paarig angelegt und haben Bäumchen-Form. Die Ablage der Larven erfolgt in flaches Wasser von Bachrinnsalen oder in kaltes Quellwasser. Wochen später steigen die Jungen als voll entwickelte Feuersalamander und nunmehr Lungenatmer ans Land. Die Ansprüche an den Lebensraum mit terrestrischen und aquatischen Komponenten haben in der zunehmend ausgeräumten Landschaft auch in Südtirol zu einem starken Schwund der Feuersalamander geführt. Heute wird der Feuersalamander – mit wissenschaftlichem Namen Salamadra salamadra, mit italienischem Namen Salamandra pezzata – in der Roten Liste der Südtiroler Tierarten als „bedrohte Art“ geführt.

Ausgewachsener Feuersalamander

Entwicklungsstadien eines Schwanzlurches. Die Abbildung wurde dem Buch „Pareys Reptilienund Amphibienführer Europas“ entnommen.

Lebensraum

Der Feuersalamander ist ein Bewohner feuchter Wälder tiefer Lagen. Im Etsch- und im Eisacktal bewohnt er gerne auch Edelkastanien-Haine. Er ist nachtaktiv und hält sich an nassen, schattigen Stellen auf, meist in der Nähe von Quellen und Rinnsalen oder 3 Jungtiere in unterschiedlichen Entwicklungsstadien im unter Wurzelwerk. Seine Haut Aqua-Paludarium des Nationalparkhauses aquaprad: ist austrocknungsempfindlich. Kiemenatmer und Lungenatmer. Die Nahrung besteht aus Regenwürmern, Nacktschnecken und Insek- Evolution tenlarven. Die Art ist ein ausgesprochener Die Lurche bevölkern seit 360 Millionen Bewohner der Tallagen und dort, wo der Jahren die Erde. Den Wechsel der Zeiten Feuersalamander in größere Höhen auf- konnten sie nur durch ihre Fähigkeit zu steigt, legt das Weibchen keine Larven, großer Anpassung überdauern. Wenn wir sondern gebiert fertig ausgetragene Jun- wollen, dass ihnen das auch noch in ungen. In der Höhe ist der Entwicklungszy- seren Tagen glücken soll, müssen wir am Erhalt ihrer Lebensräume arbeiten. klus also vollständig intrauterin.

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Sport

Eishockey Latsch

Mals

Eisfix sorgen für Überraschung

Wintertriathlon findet 2013 nicht statt

M

it einem weiteren Überraschungssieg endete das Heimspiel des AHC Vinschgau. Der Gegner aus Varese, der aktuell Platz drei belegt, legte ein hohes Tempo vor. Nach zwei Minuten gerieten die Latscher ins Hintertreffen; zudem musste Torhüter Tappeiner wegen einer Verletzung vom Feld und wurde durch Alessio Rizzon ausgewechselt. Kurz darauf stellte Julian Theiner den Ausgleich

Vi n s c h g e r w i n d : Viele Triathleten warten derzeit auf den Termin für den Wintertriathlon in Mals. Warten sie umsonst? Alfred Lingg: Ja. Der Wintertriathlon findet heuer nach 18 Jahren erstmals nicht statt. Der Grund sind Schwierigkeiten mit dem Termin. In diesem Zusammenhang haben der europäische Triathlon Verband ETU und der internationale Verband ITU den nötigen Schwung vermissen lassen. Einige Funktionäre sind ausgeschieden. Das Ganze hat uns verunsichert und war nicht motivierend für uns. Um den traditionellen Termin, und zwar den zweiten Sonntag im März, gab’s ein Hin und Her. Schließlich hat uns Oberstaufen

den Termin weggeschnappt. Wurden Sie und die Triathlon Sektion des ASV Mals gezielt ausgebremst? Nein, das kann man nicht sagen. Einen Termin hätten wir schon bekommen. Doch der diesjährige Terminkalender hat uns nach der Vergabe an Oberstaufen keinen Spielraum mehr gelassen. Denn Ende Februar sind die Weltmeisterschaften in Aosta. Wir hätten den Triathlon in den Jänner verlegen müssen, was den einheimischen Athleten witterungsbedingt kaum Trainingsmöglichkeiten geboten hätte. Ein Termin Ende März war uns zu spät.

Verliert Mals nach dem internationalen LeichtathletikMeeting nun auch den Klassiker Wintertriathlon? Das wird die Zukunft weisen. Tatsache ist: Beide Großveranstaltungen haben Mals und Umgebung in den Focus der Weltöffentlichkeit gestellt. Was das Leichtathletik-Meeting betrifft, ist die Finanzierung die große Herausforderung. Beim Wintertriathlon konnten wir immer ein ausgeglichenes Budget vorweisen. Wenn heuer nichts ist, heißt das noch lange nicht, dass der Wintertriathlon in Mals gestorben ist. Eines ist jedoch zu beobachten: Der Wintertriathlon hat generell etwas an Stellenwert verloren. Der Schwung der Aufbauphase ist verloren gegangen. Interview: Magdalena Dietl Sapelza

ASV Obervinschgau

her, ehe Benjamin Wunderer zum 2:1 einnetzte. Nachdem Varese der Ausgleichstreffer gelang, verhinderte Torhüter Rizzon mit einer Glanzparade ein erneutes Hintertreffen. Im Gegenzug erzielten die Vinschger in Überzahl durch Dietmar Tscholl das 3:2. Die Partie verlief weiterhin ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten. Nach Hälfte der Spielzeit schoss Mirko Clemente das 4:2. Zu Beginn des letzten Drittels stellten erneut Tscholl und Clemente die Weichen auf Sieg. Doch der Gegner kämpfte sich bis auf 4:6 heran und hatte einige Chancen den Rückstand weiter zu verkürzen. Kurz vor Schluss sorgten einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen noch ein Mal für Spannung, doch die Eisfix blieben konzentriert und feierten einen verdienten Sieg. (sam) 44 Der Vinschger Wind 3-13

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Kinder stehen im Mittelpunkt D

ie Athleten unseres Vereins sind gut in die Rennsaison gestartet. Der Trainer hat gezielt mit den Mädchen und Buben über den Sommer und Herbst gearbeitet, damit sie die Wettkämpfe im Winter gut meistern. Trainingsprogramm: Aufbautraining im Sommer, Förderung der konditionellen und koordinativen Fähigkeiten wie zum Beispiel Mountainbiken, Nordic Walking, Lauftraining im Gelände und spielerische Einheiten auf dem Sportplatz. - Trockentraining im Herbst in der Halle zur Steigerung von wettkampfspezifischen Fertigkeiten. - Ende September Beginn der Trainingseinheiten auf Schnee am Stilfser Joch. -Anfang November Beginn der Trainingseinheiten auf Schnee in Sulden. - Ab Ende Dezember trainiert die Gruppe am Watles.

- Rennbeginn 23. Dezember, die Athleten und Athletinnen beteiligen sich an den Rennen des VSS-und Grand Prix-Rennserien. Bei diesen Rennen ist eine Qualifikation an den Landesund Italienmeisterschaften möglich. Grand Prix Raiffeisen Super-G am 27.02.1013 im Schigebiet Watles: Der ASV Obervinschgau mit dem Motto „Kinder im Mittelpunkt“ macht auf seiner Heimpiste am Watles das Rennen. Er wurde erster in der Mannschaftswertung, erster bei

den Buben Schüler und ersterzweiter und dritter bei den Buben Zöglinge. Die Arbeit des Clubs trägt Früchte. Die Athleten: Jonas, Sarah T., Samuel, Filip, Sarah F., Yanyck, Noel, Jacob, Nadine, Patrick, Manuel, Alexander, Marc, Christian und Dario bedanken sich mit dem Ausschuss und dem Trainer bei den Sponsoren und bei allen, die sie beim Trainieren und bei den Rennen unterstützten. Ein Dank geht auch an die AusrüsterServiceleute, Liftgesellschaften usw. für ihre Hilfestellung.


Sport

Schlanders/Kastelbell – SpG Volleyball U13, U14

Sport der Kommunikation

A

m 6. Jänner wurde in Schlanders das NeujahrTurnier für die Jugend bestritten. Ca. 70 Mädchen kämpften mit Fairness um den Titel. Die Schlanderser U13 und U14 wurden – wie es seit 25 Jahren geschieht - von Stefano Tarquini bzw. von Günther Tumler begleitet. Der Nachwuchs ist vorhanden, sagt Stefano, wie die Mannschaft der Minivolley beweist. Heuer findet

der Volleyball Verstärkung in der Spielgemeinschaft mit Kastelbell. Die anderen Mannschaften sind die U16 und die 1.Division, die seit 7 Jahren von Rudi Gruber trainiert werden. Die Sektion Volleyball des ASC Schlanders wird von Ulrich Wielander geführt, wobei Annemarie Siller, Frau von Tarquini, die Sekretärin ist. Es wird 3-mal in der Woche jedes Mal 2 Stunden trainiert und das

Mannschaftsklima ist gut. In Schlanders sind auch die wunderschönen Sportanlagen zu unterstreichen. Tarquini sagt, U13:

1. Überetsch, 2. Neruda, 3. Meran, 4. Schlanders

U14:

1. Neugries, 2. Meran, 3. Neruda, 4. Schlanders

dass Volley ein wunderschöner Sport ist, weil es ein Mannschaftssport mit viel Kommunikation ist. Die Spielerinnen feiern und unterstützen sich auch bei verlorenen Punkten. Um seine Tochter zu begleiten, kam auch Stefano Dell’Onte nach Schlanders, welcher zwischen 1984-89 in Kastelbell/Tschars und 1989/90 in Schlanders Fußball spielte. Rechts im Bild mit seinem damaligen Mannschaftskollegen Werner Raffeiner, jetzt Trainer der Allievi der SpG Kastelbell, Latsch, Goldrain, Morter. Dell’Onte erinnert an die schönen Jahre in Kastelbell und drückt seine Wertschätzung für den historischen Präsidenten Paul Tappeiner aus. (lp)

Vinschgau

Schwimmclub Vinschau/ Raiffeisen

Rennerclub mit Zulauf

Schwimmer auf Erfolgswelle

I

B

st doch normal für einen Laufverein, oder? Der Rennerclub Vinschgau Raiffeisen wächst von Jahr zu Jahr. Dies war eines der Ergebnisse bei der Rückschau anlässlich der Vollversammlung im Dezember. Am Bestechendsten waren aber die Erfolge bei den vielen vielen Rennen landauf landab, in erster Linie das hervorragende Abschneiden bei der TOP7-Serie. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren stellten die Vinschger die Sieger. Aber damit nicht genug: Bei den Herren sind die Plätze 1-4 von Vinschgern besetzt, und wie bei den Männern, so finden wir auch bei den Damen

noch einige ziemlich vorne. Hervorgehoben wurde auch die beachtenswerte Leistung der 70-jährigen Lotte Stecher beim Jungfrau-Marathon. Untermalt wurde die Rückschau von mehreren Fotos, und über den Reschenseelauf wurde ein Film gezeigt. Dieses besonders für den oberen Vinschgau sehr wichtige Ereignis ist nicht mehr wegzudenken und ist so erfolgreich besonders auch dank des Einsatzes von sehr vielen freiwilligen Helfern. Bevors zum Nudelessen ging, hatten Gerald Burger und Rudi Hölbling wiederum einen Sketch auf Lager.

Helmut Zischg

esser hätte das neue Jahr Lukas Hanny, Sonja Profaizer für die Vinschger Schwim- und Jakob Gerstgrasser, der mer nicht beginnen können. sich neben Michael NiederGleich neunmal sicherten sie mair auch eine Bronzemedailsich beim VSS Wintersprint in le sicherte. Bozen einen Podestplatz. Die Beim FIN-Schwimmen in Me11-jährige Miriam Innerhofer ran Ende Jänner sicherte sich schwimmt zurzeit von Sieg zu Simon Jungdolf über 100 m Sieg. Nachdem sie bei einem Rücken in der sehr guten Zeit FIN-Wettkampf über 100 m von 1:07,13 Minuten den dritFreistil in der neuen Bestzeit ten Rang. (sam) von 1:09.76 Minuten Gold gewann, setzte sie beim Wintersprint ihre Siegesserie fort und siegte souverän über 50 m Freistil in 30,81 Sekunden; eine Woche später wiederholte sie diesen Sieg. Simon Jungdolf gewann ein Mal Gold und Silber, zweite Plätze gab es Simon mit der Juniorenweltmeistezudem für Emma Rainer, rin Lisa Fissneider

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Sport

ASC Laas Raiffeisen – Rodel: 1. Raika – Jugendrennen 2013

Fest der Laaser Rodler 119, davon 2 aus Nordtirol. Bei den 67 Sportrodlern gab es keinen Vinschger im Rennen, weil im Vinschgau nur Rennrodel praktiziert wird. Gerade das Gegenteil geschieht in Villnöss, wo nur Sportrodel praktiziert wird. (lp)

D

as 1. Raiffeisen Jugendrennen war ein Fest für den Laaser Rodelsport. Die Ergebnisse waren für den gastgebenden Verein (wie für den ASV Arunda Schleis und den ASV Latsch Raiffeisen) einfach super. Dazu kommt, dass die ganze Veranstaltung unfall-

frei und die Piste in hervorragendem Zustand waren. Wie Sektion- und Rennleiter Günther Staffler anmerkt, habe der Schneefall am Renntag etwas Mehrarbeit verursacht. Die vielen fleißgen freiwilligen Helfer hatten die Lage im Griff. Die Sport- und Rennrodler waren

Julia Tappeiner zwischen Mutter Annemarie und Günther Staffler

Bei den Zöglinge weiblich war Staffler Nadine 1., Kuntner Andrea 3., Singer Camilla 4 (alle SC Laas). Bei Schüler weiblich besetzten Waldboth Annalena und Stecher Selina (beide ASV Latsch) 3. bzw. 4 Platz. Bei Kinder w. holte Tappeiner Julia (Laas) Bronze. Bei Baby 1. Platz für Castiglioni Jenny (ASV Latsch). Männlich. Baby: De Martin Alexander und Oberhofer Alex 2. bzw. 3. Platz (beide SC Laas), Gruber Johannes (Arunda Schleis) 4. Kinder: Staffler Patrick 1. (mit fast 2 Sekunden Vorsprung!), Schönthaler Lukas 5. (beide SC Laas), Stecher Patrick (Latsch) 7., Tinzl Stefan (SC Laas) 9. Schüler: Gruber Daniel (Arunda Schleis) 1. , Schönthaler Hannes (Laas) 2., Ritsch Julian (SC Laas) 7. Zöglinge: Gruber Elias (Arunda Schleis) 5., De Martin Patrick 9., Schönthaler Jonas (beide SC Laas) 11.

Mals

Zumba und Hip Hop als Wahlfach

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ie Schülerinnen und Schüler waren begeistert, soviel darf ohne Übertreibung vorweg genommen werden. Als Wahlfach wurde an der Mittelschule Mals vom 29. November bis am 20. Dezember Zumba und Hip Hop angeboten. Thomas Strimmer vom Schlanderser Fitness- und Beautystudio „body & mind“ absolvierte mit den Schülerinnen und Schülern vier Einheiten à zweieinhalb 46 Der Vinschger Wind 3-13

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Stunden und führte sie in die grundlegenden Steps ein. Das Echo war ein großes: 15 Schüler von der ersten bis zur dritten Mittelschule nahmen am Wahlfach teil. Die Zielsetzung des Projektes ist eine dreifache. Thomas Strimmer: „Es wird der Spaß an der Bewegung gefördert, Rhythmus und Taktgefühl entwickelt und verstärkt die Koordination erlernt und gestärkt.“ (ap)


Sport

ASV EYRS Raiffeisen – Sektion Sportschützen - 18. Eyrser Dorfschießen

„Brenner-Walter-Gedächtnisschießen“

T

reffsichere Bevölkerung: Die Sektion Sportschützen organisierte über die Weihnachtszeit hinweg die 18. Auflage des traditionellen Eyrser Dorfschießens, welches dieses Jahr als „Brenner-Walter-Gedächtnisschießen“ ausgetragen wurde. Bereits an der kleinen Eröffnungsfeier, an der die Vorstände der Eyrser Ortsvereine teilnahmen, konnten die jeweiligen Obmänner/Frauen je einen Tiefschuss auf die Zielscheibe abgeben, wobei dieser dann im Nachhinein in die wunderschöne „Brenner-Walter-Gedächtnis-Trophäe“ aus Holz eingearbeitet wurde. Das Dorfschießen im Eyrser Schießstand erfreut sich bei der

Eyrser Bevölkerung seit Jahren großer Beliebtheit. Viele Hobbyteilnehmer gönnen sich bei dieser Schießveranstaltung einen Moment der Ruhe, als Ausgleich zur vielfach hektischen Weihnachtszeit. Mit Konzentration, Technik und guten Nerven versucht jeder Teilnehmer die höchst mögliche Ringzahl zu erzielen. Manchmal gelingt dies gut und manchmal weniger gut, wobei vor allem auch das gesellige Beisammensein von großer Wichtigkeit ist. Heuer konnte man mit 145 Teilnehmern einen neuen Teilnehmer-Rekord verbuchen! Darunter befanden sich viele Hobbyschützen sowie aktive Sportschützen aus Eyrs und Laas. Zahlreiche Schützen aus

anderen Gemeinden des Vinschgaus nahmen zudem in der separaten Gästeklasse teil. In der Mannschaftswertung konnte die Mannschaft „Soligno“ durch ihren dritten Mannschaftssieg die Wandertrophäe nun ihr Eigen nennen. In den zahlenmäßig stärksten Klassen, den so genannten Hobbyklassen gewann bei den Herren Telser Meinrad, sowie bei den Damen Reisinger Christl. Bei den aktiven Sportschützen Jugend ging der Sieg an Burgo Mara (erste 150er-Serie in der 18-jährigen Geschichte des Dorfschießens!). Die Eyrser Fußball-Altherren hingegen konnten sich über den Gewinn der schönen BrennerWalter-Gedächtnistrophäe aus

Laaser Marmor freuen, welche anlässlich dieses Gedächtnisschießens an jene Mannschaft verteilt wurde, die mit ihrer Gesamt-Ringzahl am nächsten an den im vorhinein bestimmten, geheimen Richtwert herankam. Viele weitere schöne Preise konnten zudem in den anderen Klassen (Veteranen, Schüler, Versehrte, Tiefschuss usw.) gewonnen werden. Bei der abschließenden Preisverteilung am 13. Jänner 2013, an der beinahe 70 Teilnehmer anwesend waren, wurden natürlich nicht nur die jeweiligen Sieger gebührend gefeiert. ASV Eyrs – Frank Mirko

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Komödie von Marc Camoletti; Bearbeitung: Michael Kessler; Regie: Konrad Lechthaler Ort: Kulturhaus Karl Schönherr – Schlanders Aufführungstermin: P  remiere: Fr. 15.02.13, 20.00 Uhr So. 17.02.13, 16.30 Uhr; Fr. 22.02.13, 20.00 Uhr; Sa. 23.02.13, 20.00 Uhr; So. 24.02.13, 16.30 Uhr; Sa. 02.03.13, 20.00 Uhr; So. 03.03.13, 16.30 Uhr; Reservierung: Tel. 346 40 66 069 (tägl. 10.30 – 13.30 & 18.00 – 19.30 Uhr bitte keine SMS)

Südtiroler Gewerkschaftsbund Bezirk Meran Vinschgau Unione Sindacale Territoriale Merano – Val Venosta Patronat INAS

Informations-Kampagne

RED/SOLIT-10 Jene Rentner und Personen, welchen dieser Tage das Red/Solit-10 vom Inps zugestellt wird, werden dringend gebeten, sich innerhalb 28.02.2013 in unseren Büro’s zu melden. Das ARBEITSLOSENGELD Jahr 2012 ist innerhalb 31.03.2013 zu stellen. EEVE-Erklärung – ganzjährig ohne Terminvereinbarung. Öffnungszeiten Mals: Donnerstag, Freitag, Samstag, 9.00 – 12.00 h Tel. 0473 831418 Donnerstag, Freitag 14.00 – 17.00 h Öffnungszeiten Meran: Montag – Freitag, Tel. 0473 497186

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07.02.13

Der Vinschger Wind 3-13

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Anzeiger

Stellenmarkt

Oft stehen wir an deinem Grab mit dem Herzen schwer noch vieles möchten wir dich fragen, doch Antwort gibst du keine mehr. Der Tag an dem du von uns gingst, kam viel zu früh, doch eines sollst du wissen, vergessen werden wir dich nie.

in Glurns sucht

1. Jahrestag

Zimmermann, Hilfsarbeiter, Lehrling

Hansjörg Spiss *14.06.1957 †04.02.2012 Taufers i.M.

In Liebe denken wir an dich ganz besonders bei der hl. Messe am Sonntag, dem 10. Februar 2013, um 09.30 Uhr in der Pfarrkirche von Taufers i.M. Allen, die daran teilnehmen und sein Grab besuchen, ein herzliches Vergelt’s Gott. Deine Familie 1 Jahr ist es nun schon her du bist gegangen auf eine Reise ohne Wiederkehr. Man hat uns gesagt, die Zeit heilt Wunden. Doch wir haben diese Zeit noch nicht gefunden. Gottes Wille traf uns schwer Christian wir vermissen dich sehr.

1. Jahrestag

Christian Riedl

Küchenhilfe

von Mai bis September Tel. 334 31 60 221

Einheimischer

Die Alpgenossenschaft Samnaun sucht für Sommer 2013

für Baugewerbe im Raum Schlanders gesucht Tel. 347 25 34 790

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Nachhilfe in italienisch für 1. Klasse

Hilfsarbeiter

Kosmetikerin/Masseurin 4* Hotel Engel Schluderns Tel. 0473 61 52 78

Tel. 0041 786 561 419

Realgymnasium gesucht Tel. 348 53 06 003 (ab 18 Uhr)

Die Gemeindeverwaltung beabsichtigt, eine Stelle als

Verwaltungsassistent/in (6. F.E. – Vollzeit)

Wir gedenken deiner ganz besonders beim Gedenkgottesdienst am Sonntag, 17. Februar 2013 um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche von Lichtenberg. Allen die daran teilnehmen ein herzliches Vergelt’s Gott. Ein Jahr ist vergangen doch aus unseren Herzen bis Du nie gegangen. Jeder Tag ist schwer denn wir vermissen Dich so sehr.

1. Jahrestag Hans Peter Lechner * 15.09.1964 06.02.2012 Schluderns

Wir gedenken Deiner ganz besonders bei der Hl. Messe am Samstag, 9. Februar um 19,30 Uhr in der Pfarrkirche von Schluderns. In Liebe und Dankbarkeit deine Frau Monika und deine Madlen Sarah, Lorena, Anna und Jana

Vor einem Jahr bist du von uns gegangen, auf eine Reise ohne Wiederkehr. Der Schmerz hält uns gefangen, wir vermissen dich sehr. 1. Jahrtag

Forcher geb. Platzgummer * 12.03.1985 † 14.02.2012 Naturns

In Liebe denken wir ganz besonders an dich, bei der hl. Messe am Samstag, 16.02.2013 um 19.00 Uhr in der Pfarrkirche von Naturns. Danke allen, die daran teilnehmen. Deine Familie mit Hannes 07.02.13

Tarscher Alm sucht

Marktgemeinde Prad am Stilfserjoch

* 10.12.1985 † 12.02.2012 Lichtenberg Oberhitt

50 Der Vinschger Wind 3-13

Tel. 335 60 58 088

Die Alpgenossenschaft Samnaun sucht für Sommer 2013 Alppersonal für ca. 90 Milchkühe, Familie oder Team mit 2 – 3 Personen Tel. 0041 793 964 011

für den Aufgabenbereich „Leitung des Nationalparkhauses AQUAPRAD“ durch befristeten Vertrag zu besetzen. Voraussetzungen: Reifezeugnis oder gleichwertiger Ausbildungsnachweis Zweisprachigkeitsnachweis „B“ Nachweis über Kenntnisse in Biologie und Museumsführung Termin für die Einreichung der Gesuche: Montag, 25. Februar 2013 – 12.00 Uhr Informationen erhältlich im Sekretariat der Gemeinde (0473 616 064) und auf der Internetseite www.gemeinde.prad.bz.it


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Johanna Wassermann Do, 21.02. – Do, 25.04.2013 (jeweils Do) 09.00 Uhr – 11.00 Uhr, 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 9 Treffen Sozialsprengel Obervinschgau OSZ Mals 90 Euro Mo, 18.02.2013

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Michaela Parth Di, 19.02. – Do, 21.03.2013 (jeweils Di und Do) 19.00 Uhr – 21.00 Uhr, insgesamt 10 Treffen OSZ Mals 130 Euro Do, 14.02.2013

ERSTE HILFE IM RAHMEN DER ARBEITSSICHERHEIT (BETRIEBE GEMÄSS KLASSIFIZIERUNG A) REFERENT/IN Ausbilder unter Aufsicht eines Arztes – WK Bozen TERMINE Fr, 22.02. – Sa, 23.02.2013 UHRZEIT Fr, 08.00 Uhr – 17.00 Uhr, Sa, 08.00 Uhr – 12.00 Uhr, insgesamt 2 Treffen ORT Feuerwehrhalle Prad am Stilferjoch Kursbeitrag 195 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 11.02.2013

AUFFRISCHUNGSKURS ARBEITSICHERHEIT FÜR ARBEITNEHMER (D.LGS. NR. 81 VOM 09.04.2008) REFERENT/IN Jürgen Hafner TERMINE Fr, 01.03.2013 UHRZEIT 08.00 Uhr – 15.30 Uhr, insgesamt 1 Treffen ORT GWR Spondinig Kursbeitrag 75 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 25.02.2013

Details zu den Kursangeboten finden Sie auf unserer Homepage www.gwr.it

Integrierte Volkshochschule Vinschgau – Weiterbildung für Menschen mit und ohne Behinderung FILZEN

REFERENT/IN Hedwig Brenner KURSBESCHREIBUNG Du lernst das alte Handwerk Filzen kennen. Filzen spricht alle Sinne an und macht großen Spaß. Wir bearbeiten ungesponnene Schafwolle in bunten Farben mit Wasser und Seife. Und machen tolle Gegenstände. Wie zum Beispiel: Filzblume, Sitzkissen, Gürtel, Schlange, Eierwärmer, bunte Bälle oder etwas ganz Anderes. TERMINE Termine werden bekannt gegeben UHRZEIT 15.00 Uhr – 18.00 Uhr ORT Prad am Stilfserjoch (Sandweg 15A) KURSBEITRAG 27 Euro (zuzüglich Wolle nach Verbrauch) ANMELDESCHLUSS Mi, 13.02.2013

STARK SEIN. ICH WEISS WAS ICH WILL!

REFERENT/IN Eva Runggaldier KURSBESCHREIBUNG Sie wüssten gerne genau, wie Sie sich in unangenehmen oder bedrohlichen Situationen verhalten können? Sicherer zu werden und an Stärke zu gewinnen, durch mehr Selbstbewusstsein und Selbstachtung. TERMINE Sa, 23.02. – Sa, 23.03.2013 (jeweils Sa) UHRZEIT 14.00 Uhr – 17.00 Uhr, insgesamt 5 Treffen ORT Wohn- und Pflegeheim Laas KURSBEITRAG 80 Euro ANMELDESCHLUSS Mo, 18.02.2013

KUNSTATELIER MALS

REFERENT/IN Vincenzo de Cristofaro KURSBESCHREIBUNG Sie können im Kunstatelier Malen, Zeichnen, Gestalten und Ausprobieren. Sie können mit Pinseln, Stiften und Farben arbeiten. Im Mittelpunkt steht die Kreativität. TERMINE Sa, 23.02. – Sa, 04.05.2013 (jeweils Sa) UHRZEIT 14.00 Uhr – 18.00 Uhr, insgesamt 5 Treffen ORT Alte Handelsschule Mals KURSBEITRAG 50 Euro (inkl. Materialspesen) ANMELDESCHLUSS Mo, 18.02.2013

RECHNEN LERNEN MIT LINKS… UND MIT RECHTS

REFERENT/IN Sieglinde Platzer KURSBESCHREIBUNG Beim Rechnen lernen braucht es viele Leistungen. Man muss sich zum Beispiel im Raum orientieren können. Das Konzept „Rechnen lernen mit links und mit rechts“ beruht auf neue Ansätze. Dabei werden die Hände eingesetzt. So werden zum Beispiel beide Gehirnhälften aktiviert. Und man kann sich das Gelernte besser merken und länger merken. TERMINE, UHRZEIT & ORT werden bei der Anmeldung bekannt gegeben ANMELDESCHLUSS Mo, 04.03.2013

Info – Anmeldung: Hauptstraße 1 – Bahnhof Spondinig – 39026 Prad am Stilfserjoch Tel.: 0473 61 81 66 – E-mail: info@gwr.it Öffnungszeiten: Mo – Do: 08.00 Uhr – 17.00 Uhr | Fr: 08.00 Uhr – 12.00 Uhr

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Profile for Vinschgerwind

Zeitung Vinschgerwind 3-13 Bezirk Vinschgau Suedtirol  

Zeitung Vinschgerwind 3-13 vom 07.02.2013 Bezirk Vinschgau Suedtirol

Zeitung Vinschgerwind 3-13 Bezirk Vinschgau Suedtirol  

Zeitung Vinschgerwind 3-13 vom 07.02.2013 Bezirk Vinschgau Suedtirol

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