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Theater Theater Aachen // 2017/18


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Lange war die Welt nicht in einer so ungeheuren Unordnung. Vieles, was lange sicher schien, ist von Auflösung bedroht. Die EU droht an nationalen Egoismen zu zerbrechen. Autokratische und autoritäre Machtansprüche lassen sich nicht nur in der Türkei ausmachen, und wo immer demokratische Strukturen aufgeweicht oder aufgehoben werden, wird auch Kultur behindert (Polen), gleich- (Ungarn) oder ausgeschaltet (Türkei). Und zu allem Überfluss bringt ein neuer amerikanischer Präsident die transatlantischen Beziehungen, und nicht nur diese, in erhebliche Turbulenzen. Als wenn es nicht genügend riesige Herausforderungen gäbe, die dringend auf Lösungen warten, die nur in starken Allianzen zu lösen sind. Und das sind neben den großen Konfliktszenarien, die Gerechtigkeitsfragen und die Frage unserer Zukunft angesichts einer sich unvorstellbar rasant beschleunigenden technologischen Entwicklung, die unser Leben in absehbarer Zeit in uns heute kaum vorstellbarer Weise verändern wird. All diese Themen werden uns, die wir noch nebenher ein ganz »normales« Leben zu bewältigen haben, in den nächsten Jahren beschäftigen. – Herausforderung und Überforderung sind die zentralen Themen dieser Spielzeit. // Michael Schmitz-Aufterbeck


Bühne Musiktheater

Bühne Schauspiel

L’incoronazione di Poppea

Fabian oder Der Gang vor die Hunde

(Die Krönung der Poppea) Oper von Claudio Monteverdi

nach dem Großstadtroman von Erich Kästner

So 24.09.2017, 18.00 Uhr Seite 16

Sa 30.09.2017, 19.30 Uhr Seite 36

Katja Kabanowa

Rico, Oskar und die Tieferschatten

Oper von Leoš Janácˇek So 12.11.2017, 18.00 Uhr Seite 17

La Traviata Oper von Giuseppe Verdi So 10.12.2017, 18.00 Uhr Seite 18

Don Giovanni Oper von Wolfgang Amadeus Mozart So 11.02.2018, 18.00 Uhr Seite 19

Dialogues des Carmélites

Familienstück von Andreas Steinhöfel in einer Bühnenfassung von Felicitas Loewe für alle ab 8 Jahren Fr 24.11.2017, 11.00 Uhr Seite 39

Unterleuten nach dem Roman von Juli Zeh Sa 27.01.2018, 19.30 Uhr Seite 43

Die Räuber von Friedrich Schiller

(Gespräche der Karmelitinnen) Oper von Francis Poulenc

Sa 24.03.2018, 19.30 Uhr Seite 46

So 15.04.2018, 18.00 Uhr Seite 20

Wer hat Angst vor Virginia Woolf?

Uraufführung / Arbeitstitel

Sa 12.05.2018, 19.30 Uhr Seite 49

are you there? ein choreographisch-musikalisch-interaktiver Abend von Ludger Engels So 10.06.2018, 18.00 Uhr Seite 21

Das schlaue Füchslein

von Edward Albee

Wiederaufnahmen Die Physiker von Friedrich Dürrenmatt

Oper von Leoš Janácˇek

Sa 21.10.2017, 19.30 Uhr Seite 52

Kooperation mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln

Unterwerfung

Sa 30.06.2018, 19.30 Uhr Seite 22

Wiederaufnahme Fiddler on the Roof / Anatevka Musical von Jerry Bock FIDDLER ON THE ROOF (ANATEVKA) Basierend auf den Geschichten von Sholem Aleichem. Mit ausdrücklicher Genehmigung von Arnold Perl Buch von

JOSEPH STEIN JERRY BOCK SHELDON HARNICK

Musik von

Gesangstexte von

Deutsch von Rolf Merz und Gerhard Hagen Produziert für die Bühne in New York von Harold Prince. OriginalBühnenproduktion in New York inszeniert und choreografiert von

Jerome Robbins Do 12.10.2017, 19.30 Uhr Seite 23

nach dem Roman von Michel Houellebecq Di 03.10.2017, 19.30Uhr Seite 52


Kammer

Mörgens

Die Leiden des jungen Werther

Atmen

nach dem Briefroman von Johann Wolfgang von Goethe

Komödie von Duncan Macmillan

Fr 29.09.2017, 20.00 Uhr Seite 37

Do 21.09.2017, 20.00 Uhr Seite 38 Uraufführung

Uraufführung / Arbeitstitel

Nachtstück

Revolutions – Alles wird gut

nach Motiven von E.T.A. Hoffmann

eine Koproduktion des Theater Aachen, des Brachland-Ensemble und der Tafelhalle Nürnberg

Do 23.11.2017, 20.00 Uhr Seite 41

Fr 10.11.2017, 20.00 Uhr Seite 40

Ichglaubeaneineneinzigen gott.hass

Ein Stück für die Kleinen Dezember 2017 Seite 42

Elling Komödie von Ingvar Ambjørnsen, Axel Hellstenius und Petter Næss Fr 26.01.2018, 20.00 Uhr Seite 44

Die bitteren Tränen der Petra von Kant von Rainer Werner Fassbinder Fr 16.03.2018, 20.00 Uhr Seite 47

mensch maschine

von Stefano Massini Do 18.01.2018, 20.00 Uhr Seite 45 Uraufführung

Android Ergo Sum eine neue Produktion von Dlé Do 22.03.2018, 20.00 Uhr Seite 48

Der Reservist Arbeiten im 21. Jahrhundert von Thomas Depryck Do 17.05.2018, 20.00 Uhr Seite 51

Wiederaufnahme

von Konstantin Küspert

Die Känguru-Chroniken

Fr 18.05.2018, 20.00 Uhr Seite 50

von Marc-Uwe Kling Herbst 2017 Seite 53

Wiederaufnahme Alle meine Söhne von Arthur Miller Herbst 2017 Seite 53

Die Spielzeit 2017/18


Musiktheater Was haben Poppea, Katja, Violetta, Donna Anna, Donna Elvira, Blanche de la Force und die junge Füchsin aus Janácˇeks Oper »Das schlaue Füchslein« gemeinsam? Sie alle leben in Welten, deren Grenzen durch Gesellschaft, Politik, Religion, Familie, insbesondere für die Frau, eng gesetzt sind. Alle bis auf Poppea in Monteverdis »L’incoronazione« enden tragisch: Katja, erdrückt von der dörflichen Enge und der Eifersucht ihrer Schwiegermutter, geht ins Wasser, Violetta Valery zerbricht an ihrer Wehrlosigkeit gegenüber einer verlogenen Männermoral. Don Giovannis abgelegte Frauen verlieren mit ihrer Unschuld ihren Lebensmittelpunkt, Blanche, die sich aus ihrer Angst vor der Welt der strengen Klosterordnung aussetzt, endet auf dem Schafott und die junge Füchsin wird in dem Moment, in dem sie sich Freiheit und Liebe erkämpft hat, erschossen. Einzig Poppea ist der sie umgebenden brutalen Welt gewachsen, da sie keine Skrupel hat, mit den gleichen Waffen zu kämpfen. Intrige, Betrug und Mord stehen vor einem überirdisch schönen Happy End. // Michael Schmitz-Aufterbeck

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L’incoronazione di Poppea (Die Krönung der Poppea) // Oper von Claudio Monteverdi Sie gilt als eines der ersten Werke, das für ein öffentliches Opernhaus geschrieben wurde und besticht bis heute durch ihre einzigartige Mischung aus innovativer Kraft und frühbarocker Sinnlichkeit: Monteverdis »Poppea«. Die Handlung erzählt von Kaiserin Ottavia und Kaiser Nero, der eine Liaison mit Poppea, der schönsten Frau in Rom, eingeht und sie heiraten will. Diese Konstellation zieht eine Reihe an Intrigen nach sich, die am Ende eines deutlich macht: Die Liebe ist mächtiger als jeder weltliche Herrscher. Die Aachener Produktion ist zugleich die Erstaufführung der kritischen Neuausgabe aus dem Bärenreiter-Verlag. // in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln // Musikalische Leitung: Justus Thorau // Inszenierung: Jarg Pataki // So 24.09.2017, Bühne

Gefühlte Wahrheit Was verbinden Sie mit Nero?

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15%

CD-Brennprogramm

35%

hat Rom angezündet

50%

Peter Ustinov


Katja Kabanowa // Oper von Leoš Janácˇek Katja Kabanowa ist unglücklich verheiratet. Ihr Mann Tichon trinkt und steht völlig unter dem Einfluss seiner despotischen Mutter. In der Bigotterie der dörflichen Gemeinschaft verspricht nur der liebevolle Kaufmannssohn Boris eine bessere Zukunft. Als Tichon eines Tages verreist, geht Katja eine Affäre mit Boris ein. Doch Zweifel und Schuldgefühle lassen sie nicht mehr los. Sie bekennt ihren Ehebruch und ertränkt sich in den Fluten der Wolga. Janácˇeks Musik zeichnet in diesem Spätwerk ein beeindruckend vielschichtiges Porträt der Titelheldin und der sie umgebenden Gesellschaft. // in tschechischer Sprache mit deutschen Übertiteln // Musikalische Leitung: N.N. // Inszenierung: Tibor Torell // So 12.11.2017, Bühne

Faktencheck Welche Aussage über Leoš Janácˇek ist zutreffend? a) Der verheiratete Janácˇek hegte eine Leidenschaft für die deutlich jüngere Kamila Stösslova und wurde dadurch zu der Oper »Katja Kabanowa« inspiriert. b) Janácˇek liebte es, mit schnellen Autos durch seine mährische Heimat zu brausen und war ein begeisterter Jäger. c) Die tschechische Sprache ist so grundlegend für Janácˇeks Opern, dass sie nicht ohne musikalische Veränderungen übersetzt werden können. d) Janácˇek starb über der Arbeit an einer Oper mit dem Titel »Aus einem Totenhaus«.

Lösung: a, c, d

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La Traviata // Oper von Giuseppe Verdi »Für Venedig mache ich die Kameliendame. Ein zeitgenössischer Stoff. Ein anderer würde ihn vielleicht nicht gemacht haben, wegen der Sitten, wegen der Zeiten …« (Giuseppe Verdi) Eine junge Kurtisane im Zentrum einer selbstverliebten Männerwelt. Solange Violetta die Zügel in der Hand hält, keine Schwäche zeigt, keine Nähe zulässt, ist sie der Star dieser Welt. Aber indem sie ihren Weg verlässt, sich verliebt, der Gesellschaft den Rücken zukehrt, wird sie zum Opfer. Mit aller Härte und Mitleidlosigkeit offenbart sich nun die biedere Wirklichkeit und Brutalität ihrer vormaligen Anbeter. Ihr Fall ist bodenlos. // in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln // Musikalische Leitung: N.N. // Inszenierung Ewa Teilmans // So 10.12.2017, Bühne

Faktencheck Was ist die »Casa Verdi« in Mailand? a) Verdis Wohnhaus in Mailand b) Eine Forschungsstätte c) Ein von Verdi gegründetes Altenheim für mittellose Musiker d) Die beste Pizzeria in Mailand

Lösung: c

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Don Giovanni // Oper von Wolfgang Amadeus Mozart Don Giovanni kann es nicht lassen. Er stürzt sich von einem Liebesabenteuer ins nächste und geht sogar über Leichen, wenn es darum geht, das Objekt seiner Begierde für sich zu erlangen. Er manipuliert seine Mitmenschen und agiert getreu seinem Motto: Es lebe die Freiheit! Viel wurde geschrieben über die Titelfigur aus Mozarts zweiter Oper nach Lorenzo da Ponte: Ein gefühlloser Verführer sei er, von Obsessionen getrieben. Doch steckt mehr hinter Giovanni? Am Ende rächen sich seine Taten bitter und der komische Held fährt zur Hölle. // in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln // Musikalische Leitung: Justus Thorau // Inszenierung: Joan Anton Rechi // So 11.02.2018, Bühne

! Wissenwertes Wissen Sie, warum unser gefalteter Monatsspielplan »Leporello« heißt?

Don Giovannis Diener Leporello liest im ersten Akt aus einem langen Faltblatt vor, in dem alle Liebesabenteuer seines Herrn aufgelistet sind.

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Dialogues des Carmélites (Gespräche der Karmelitinnen) // Oper von Francis Poulenc Frankreich zur Zeit der Französischen Revolution: Die junge Blanche de la Force leidet immer wieder an panischen Angstzuständen und kann nirgends Beruhigung finden. Sie fasst den Entschluss, ins Kloster der Karmelitinnen einzutreten. Hier wird sie zwar im Glauben gestärkt, vermag jedoch nicht, ihre Angst zu überwinden. Als die Revolution den Ordensfrauen verbietet, ihr Klosterleben weiterzuführen und die Schwestern beschließen, den Märtyrertod zu sterben, muss sich Blanche entscheiden: Entweder die Gemeinschaft aufgeben oder ihre Angst überwinden und den Mitschwestern aufs Schafott folgen. // in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln Musikalische Leitung: Justus Thorau // Inszenierung: Ute M. Engelhardt // So 15.04.2018, Bühne

! Wissenswertes

Die Oper fußt auf einer historischen Begebenheit: 1794 wurden in Compiègne 16 Karmelitinnen durch die Guillotine hingerichtet. Sie sollen in ihren letzten Minuten ein »Salve regina« gesungen haben.

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Uraufführung / Arbeitstitel

are you there? // ein choreographisch-musikalisch-interaktiver Abend von Ludger Engels Smartphones haben unsere Welt verändert. Sie ermöglichen beinahe unbegrenzte Erreichbarkeit auf der ganzen Welt und sorgen für extrem rasche Verbreitung von Informationen. Aber die Welt rückt dadurch nicht nur zusammen. Viele Nutzer entwickeln ein neues Bewusstsein von Realität. Die technischen Möglichkeiten beeinflussen unser Kommunikationsverhalten und unsere soziale Kompetenz. Vereinzelung und Vereinsamung ist die Folge. Der choreographischinteraktive Abend »are you there?« widmet sich dem Thema Kommunikation im Alltag. Gemeinsam mit SängerInnen, TänzerInnen und SchauspielerInnen entstehen zu Musik von Gustav Mahler, Giacinto Scelsi, Steve Reich und Johann Sebastian Bach Momente verpasster Begegnungen und die Suche nach einem Gegenüber. Bitte lassen Sie Ihre Smartphones während der Vorstellung eingeschaltet. // Musikalische Leitung: Justus Thorau // Inszenierung: Ludger Engels // So 10.06.2018, Bühne

Gefühlte Wahrheit Katastrophe im Badezimmer

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90%

Das Smartphone fällt in die Badewanne

10%

Der Föhn fällt in die Badewanne


Das schlaue Füchslein // Oper von Leoš Janácˇek Wie menschlich empfinden die Tiere, wieviel Tier steckt im Menschen? Diese Fragen stellt man sich unweigerlich bei Janácˇeks Oper »Das schlaue Füchslein«, die nur vordergründig ein Märchen ist. Vielmehr geht es in der packenden Naturparabel um den Kreislauf von Leben und Sterben. Im Mittelpunkt der Geschichte steht eine Füchsin, die vom Förster gefangen wird und gezähmt werden soll. Die Augen der Füchsin erinnern ihn an seine Geliebte Terynka. Die Füchsin kann jedoch fliehen und findet in der Freiheit ihre große Liebe. Jahre später begegnet sie wieder einem Menschen: dem Landstreicher Haraschta, der sie erschießt. // in deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln // Kooperation mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln // Musikalische Leitung: Prof. Herbert Görtz // Inszenierung: Tamara Heimbrock // Sa 30.06.2018, Bühne

Faktencheck Wie viele Füchse werden jährlich in Deutschland erlegt? a) 500.000-600.000 b) 50.000-60.000 c) 5.000-6.000

Lösung: a Quelle: www.welt.de/wissenschaft/tierwelt/article4249467/In-Deutschland-wird-jede-Minute-ein-Fuchs-erlegt.html

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Wiederaufnahme

Fiddler on the Roof Anatevka // Musical von Jerry Bock Tevje, Milchmann und Patriarch einer großen Familie, ist fest davon überzeugt, dass die Welt in Ordnung ist, solange sie in die alten Gesetze gebettet ist. Doch seine drei erwachsenen Töchter beginnen sich zu emanzipieren: Nicht die Heiratsvermittlerin Jente soll die Ehen schmieden, sondern allein die Liebe … »Ewa Teilmans wandelt mit ihrer großartigen Inszenierung mehr als gekonnt auf dem schmalen Grat zwischen Freude und tödlichem Ernst sowie der Verflechtung von privater Geschichte und politischem Hintergrund.« (Klenkes) // Musikalische Leitung: Karl Shymanovitz // Inszenierung: Ewa Teilmans // Do 12.10.2017, Bühne

FIDDLER ON THE ROOF (ANATEVKA) Basierend auf den Geschichten von Sholem Aleichem Mit ausdrücklicher Genehmigung von Arnold Perl

JOSEPH STEIN JERRY BOCK Gesangstexte von SHELDON HARNICK Buch von

Musik von

Deutsch von Rolf Merz und Gerhard Hagen Produziert für die Bühne in New York von Harold Prince Original-Bühnenproduktion in New York inszeniert und choreografiert von

Jerome Robbins

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Schauspiel

»Ich bin kein Optimist, angesichts der ökologischen und sozialen globalen Probleme. Ich bin aber auch kein Pessimist. Ich bin Possibilist – ich sehe durch meine Arbeit täglich, welche Möglichkeiten wir haben.« Jakob von Uexküll, Begründer des »Alternativen Nobelpreis« und Vorsitzender des Hamburger Weltzukunftsrats

Inmitten unserer krisengeschüttelten Gegenwart taucht er immer öfter auf: der dringliche Wunsch nach grundlegender Umgestaltung und umfassenden Zukunftsvisionen. Endlich wieder Land sehen! Richtungsweisende Utopien entwerfen! Utopien, optimistische Prognosen, positive Entwicklungen – sie sind nicht unbedingt das Sujet des Theaters, jedenfalls nicht das der großen literarischen Theaterstoffe: Schillers Räuber im Aussteigerprogramm für Extremisten? Goethes suizidgefährdeter Werther in psychologischer Behandlung? Martha und George aus Wer hat Angst vor Virginia Woolf in Paartherapie? Juli Zehs Dorf Unterleuten kollektiv in Mediation? Kaum vorstellbar – denn es ist die Zuspitzung, die Dramatik, es sind die Extreme und die tragischen Umstände, die anrühren, aufwühlen und zum Nachdenken anregen.

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Dennoch gibt es auch das Anliegen, die momentane Sehnsucht nach Aufbruch zu spiegeln: In Kooperation mit dem freien Theaterkollektiv Brachland-Ensemble widmen wir uns im Projekt Revolutions – Alles wird gut den Possibilisten dieser Welt, den Möglichmachern, den Visionären, die aus eigener Kraft heraus Außergewöhnliches erreicht haben. Wir fragen zudem: Wo liegen die wichtigen Schaltstellen unserer Zukunft? Welche Veränderungen wird der algorithmische Mensch im Zeitalter von »Industrie 4.0« durchlaufen? Werden sich mit der Perfektionierung der (Emotions-)robotik auch die menschlichen Emotionen selbst verändern? Konstantin Küsperts Wissenschafts-ScienceFiction mensch maschine spielt dies komödiantisch durch. Ein zentraler Bereich unseres Lebens ist von den technischen Entwicklungen betroffen: Wird bei zunehmendem Einsatz von Roboter technik die menschliche Arbeitskraft überhaupt noch nötig sein? Thomas Deprycks Reservist treibt satirisch auf die Spitze, was der Mensch sich alles einfallen lässt, wenn es keine Arbeit für ihn gibt. Wie »weltbewegend« die Zukunftsentscheidung für oder gegen ein Kind sein kann – der Nachwuchs als definitives Umweltproblem oder als potentieller Weltretter? – das erfahren wir in Duncan Macmillans Komödie Atmen. Die neue Produktion von Dlé Android Ergo Sum wird erkunden, welches große Science-Fiction-Menschheitsszenario uns erwartet. Utopie, Dystopie oder die Erfindung von etwas ganz Neuem, Unerwarteten? Und einmal im Monat werden wir im Mörgens gemeinsam mit Wissenschaftlern der RWTH Aachen in der neuen Reihe »Von Menschen und Maschinen« erkunden, was uns in Zukunft bewegen wird. // Inge Zeppenfeld

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Fabian oder der Gang vor die Hunde // nach dem Großstadtroman von Erich Kästner Tagsüber schlägt sich Jakob Fabian, studierter Germanist, im Berlin der Wirtschaftskrise und des aufkommenden Nationalsozialismus als Werbetexter durch, nachts schlingert er gemeinsam mit seinem Freund Labude durchs aufgeheizte Berliner Nachtleben. Die schrillen Eskapaden in Bordellen, Unterweltkneipen und Künstlerateliers halten Labude nicht davon ab, ernsthaft an die moralische Veränderbarkeit der Welt zu glauben. Fabian bleibt diesbezüglich lakonischer Skeptiker. Beide werden am Ende an ihrer »ziemlich verwirrten Epoche« zerbrechen. Kästners erster Erwachsenenroman besticht durch eine Skurrilität und rätselhafte Absurdität, die aus der Feder Franz Kafkas stammen könnte. // Inszenierung: Christian von Treskow // Sa 30.09.2017, Bühne

! Wissenswertes Am 10. Mai 1933 wurden auf dem taghell erleuchteten Berliner Opernplatz unter der Aufsicht von Joseph Goebbels die Werke von zahlreichen deutschen Autoren verbrannt. Ein einziger dieser Autoren war dabei persönlich anwesend: Erich Kästner. Seine Bücher wurden – unter dem Vorwurf der Pornographie – ins Feuer geworfen. 1965 erlebte Kästner zum zweiten Mal eine Bücherverbrennung: In Düsseldorf verbrannte der »Bund Entschiedener Christen« abermals seine Werke.

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Die Leiden des jungen Werther // nach dem Briefroman von Johann Wolfgang von Goethe »Wie froh bin ich, dass ich weg bin!« Der junge Werther verachtet sie, all die Spießer und Kleingeister um ihn herum. Er ist auf der Suche nach Alternativen. Und da ist auf einmal Charlotte, die Frau seines Lebens. Einziger Haken: Sie ist mit einem anderen liiert. Vergeblich versucht Werther, sich von ihr zu lösen – ein Schmerz zum Sterben stark… Der erste »Bestseller« der deutschen Literatur zeigt einen modernen (Anti)-Helden zwischen extremer Selbstbezogenheit und erstaunlicher jugendlicher Klarsicht. Wir fragen darüber hinaus: Wie kommen sie heutzutage zusammen, Goethes wortreiche Nabelschau der Gefühle und die Liebe in Zeiten ihrer digitalen Verschickung auf Whatsapp? // Inszenierung: Nick Hartnagel // Fr 29.09.2017, Kammer

Gefühlte Wahrheit Schüler fassen »Die Leiden des jungen Werther« zusammen:

10%

»It’s better to burn out than to fade away.« Kurt Cobain

90%

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Atmen // Komödie von Duncan Macmillan Ein Kind?! – Diese Frage fällt einem Paar an der Ikea-Kasse quasi in den Einkaufswagen und rüttelt an den Grundfesten ihrer modernen, global bewussten Lebensführung. Ist Nachwuchs ökologisch vertretbar? Ein Kind hinterlässt einen CO²-Fußabdruck, größer als sieben Linienflüge nach New York! Andererseits könnte gerade dieses hypothetische Kind dasjenige sein, das die Welt rettet, die Eisbären, Bangladesch, alles ... Aber was wird aus dem eigenen Lebensentwurf? Der Promotion? Dem Feminismus? In rasantem Tempo und mit befreiendem Humor verhandelt Duncan Macmillan die wichtigsten Beziehungsfragen von der Spätpubertät bis zum Grab, vom Kuscheln bis zum Klappe halten. // Inszenierung: Stefan Herrmann // Do 21.09.2017, Mörgens

Faktencheck Womit hatte die erste Innenstadt-Filiale von Ikea in Hamburg-Altona in ihrer Eröffnungsphase zu kämpfen? a) Kinder wurden im Ikea-Bälle-Paradies Småland abgegeben, während die Eltern woanders einkauften oder ins FitnessStudio gingen. b) Das Ikea-Restaurant wurde ungewollt zur Ersatzkantine für umliegende Firmen und Schulen. c) Mütter zogen sich zum Stillen in die Wohnlandschaften zurück.

Lösung: a und b www.sueddeutsche.de, Allein im Småland, 22.01.2015

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Rico, Oskar und dieTieferschatten // Familienstück von Andreas Steinhöfel // in einer Bühnenfassung von Felicitas Loewe // ab 8 Jahren Der elfjährige Rico ist »tiefbegabt« – er denkt gerne viel nach, es dauert nur immer etwas länger als bei anderen Leuten. Mit seiner Mutter wohnt er in einem Mietshaus in Berlin. Eines Sommers freundet er sich mit dem hyperintelligenten Oskar an und seine Sommerferien werden die aufregendsten, die er je hatte. Als Detektive jagen Oskar und er Verbrecher und klären nebenbei noch das Geheimnis der mysteriösen Tieferschatten im Hinterhaus auf. Die Bücher von Andreas Steinhöfel um die Freundschaft von Rico und Oskar wurden mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis 2009 ausgezeichnet, erschienen als Hörbücher und wurden bereits preisgekrönt fürs Kino verfilmt. // Inszenierung: Lilli-Hannah Hoepner // Fr 24.11.2017, Bühne

? Schätzfrage Wie viele Menschen in Deutschland gelten als hochbegabt?

a) 2% b) 8% c) 17% Lösung: a Circa zwei Prozent der Bevölkerung, also 1,6 Millionen Deutsche, gelten als hochbegabt. Quelle: Hochbegabte. Von Friederike Milbradt. Zeitmagazin Nr. 37/2015.

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Uraufführung / Arbeitstitel

Revolutions – Alles wird gut // eine Koproduktion des Theater Aachen, des Brachland-Ensemble und der Tafelhalle Nürnberg »Alles wird gut!« Das klingt nach einer gewagten These angesichts der momentanen Weltlage. Und doch: Es ist vieles besser, als man uns weismachen will. Eine ebenso dokumentarische wie poetische und spielerische Weltreise führt mitten durch mediale Schwarzmalerei hin zu ungeahnten Potenzialen: in Aachen, über europäische Grenzen hinweg bis auf andere Kontinente – und zwar live, via Internet auf die Kammer-Bühne gebracht. // Inszenierung: Dominik Breuer, Gunnar Seidel // Fr 10.11.2017, Kammer Gefördert von der Landeszentrale für politische Bildung NRW, vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, dem Kulturamt der Stadt Kassel sowie dem Kulturreferat der Stadt Nürnberg

Faktencheck Was ist wahr in der Statistik der guten Nachrichten? a) Zwar leben noch immer 1,2 Milliarden Menschen auf der Welt in extremer Armut, also von weniger als 1,25 Dollar pro Tag – ihr Anteil an der Weltbevölkerung hat sich allerdings von 1990 bis 2010 fast halbiert. b) Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen auf der Welt liegt bei 70 Jahren. c) Die Zahl der Todesopfer bei Naturkatastrophen hat sich seit 1970 mehr als halbiert. d) Die weltweite Alphabetisierungsrate Erwachsener liegt bei 80%, d.h. 4 von 5 Erwachsenen weltweit können lesen und schreiben. e) Ein amerikanischer Schüler fand heraus, daß die US-Regierung jährlich 370 Millionen Dollar sparen würde, wenn sie die Schrift auf ihren Handouts und Formularen von den tintenverschwendenden Schriften »Times New Roman«, »Century Gothic« und »Comic Sans« auf »Garamond« umstellen würde.

Alle Antworten stimmen spiegel online: Wissen Sie wirklich, wie es um die Welt steht, 10.9.2014

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Uraufführung

Nachtstück // nach Motiven von E.T.A. Hoffmann Die Nacht ist die Zeit der seltsamen Dinge. Die Ereignisse verschwimmen im Halbschlaf, düstere Erlebnisse bahnen sich ihren Weg in die menschlichen Träume, die sich am Morgen plötzlich als wahr erweisen. Doppelgänger und Automatenmenschen tauchen auf als die unheimliche Seite der menschlichen Identität; Rätsel und Geheimnisse der menschlichen Seele und die Welt des Unbewussten treten zu Tage ... E.T.A. Hoffmanns Erzählungen mit märchenhaft-schaurigen Figuren wie Klein Zaches, Spalanzanis Automatenfrau Olympia oder Prinzessin Brambilla bilden das Herzstück der Romantik, an der Grenze von Normalität und Wahn, Realität und Fantasie, Bürgerlichkeit und Exzentrik. // Inszenierung: Stefan Rogge // Do 23.11.2017, Mörgens

Was ist die Wahrheit? Welcher Titel gehört nicht in das Œuvre von E.T.A. Hoffmann?

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Die Elixiere des Teufels Der Sandmann Das verräterische Herz Das Fräulein von Scuderi Nussknacker und Mäusekönig Lebensansichten des Kater Murr Lösung c: Die Kurzgeschichte »Das verräterische Herz« ist von Edgar Allen Poe.

a) b) c) d) e) f)


Ein Stück für die Kleinen In der Weihnachtszeit möchten wir den intimen Raum der Kammer nutzen und den kleinen Theaterbesuchern zwischen 4 und 7 Jahren eine zauberhafte und poetische Geschichte erzählen und sie so mit der faszinierenden Welt des Theaters vertraut machen. Wir wollen die kindliche Phantasie anregen und zeigen, wie vielfältig die Ausdrucksmöglichkeiten des Menschen sind: Unverständliche Worte können zu Musik werden, Musik löst Bewegung aus, Bewegung löst Gefühle aus, die oft mehr als Worte sagen. Und gute Geschichten sind ebenso Bestandteil des Theaters: Ob es um einen Hasen geht, der vor lauter Angst nicht sprechen kann, oder um eine Schildkröte, die zu langsam ist und gerade deshalb viel zu sehen bekommt, ob es Geschwister sind, die sich verlaufen oder ob es ein toller Kater in tollen Stiefeln ist – Theater zeigt kleinen Menschen, wie viel möglich ist! Welche Worte wir finden werden und welche Geschichte wir erzählen, geben wir nach den Sommerferien bekannt. // Dezember 2017, Kammer

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Unterleuten // nach dem Roman von Juli Zeh Kann ein Dorf eine ganze Gesellschaft abbilden? Unterleuten – ein beschaulicher Ort »jottwedeh« im Brandenburgischen. Hier wirbelt die Planung eines Windparks gehörig Staub auf: Zwei seit Urzeiten verfeindete Dorfpatriarchen, eine junge Pferdeflüsterin, ein Geschäftsmann aus dem Westen und ein zugezogener Alt-68er mit verschärftem Naturbewusstsein kungeln und bekämpfen sich bis zum blutigen Ende. Juli Zehs »Unterleuten« ist gleichzeitig Kriminalgeschichte, Satire und ein groß angelegtes Gesellschaftsporträt, das nicht nur die deutsche Wendegeschichte aufrollt, sondern in Zeiten eines ungebrochenen ökonomischen Individualismus nach dem fragt, was heute »Gemeinschaft« ausmacht. // Sa 27.01.2018, Bühne

Faktencheck Was ist wahr? a) Donald Trump wütet gegen deutsche Windkraft: Subventionsfresser, Vogelmörder, »ästhetisches Desaster«. Die deutsche Ökostrombranche reagiert gelassen. b) Zum ersten Mal seit 20 Jahren ist in den sieben größten Städten Deutschlands der Wanderungssaldo (die Differenz aus Zu- und Fortzügen) erstmalig negativ, die Stadtflucht also höher als die Landflucht. Grund: Günstigere Mieten, mehr Ruhe auf dem Land. c) Obwohl Unterleuten ein fiktives Dorf ist, kann man ab 23,99 Euro T-Shirts des in Unterleuten ansässigen Vogelschutzbundes bestellen.

Alle drei Fakten sind wahr: a) Handelsblatt, 23.11.2016 / b) spiegel online, 30.08.2016 / c) vogelschutzbund-unterleuten.de

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Elling // Komödie von Ingvar Ambjørnsen, Axel Hellstenius und Petter Næss Angst gehört laut dem Handbuch »Grundwissen Psychologie« zur biologischen Grundausstattung des Menschen und erfüllt eine wichtige Funktion bei der Lebensbewältigung: Sie alarmiert, garantiert so Schutz und steigert Leistungen und Motivation. Was aber, wenn die Angst überhandnimmt? Und was ist mit Angst vor der Angst? Die beiden etwa 40-jährigen Norweger Elling und Kjell Bjarne kennen diese Probleme. Nachdem sie vor kurzem aus einer psychiatrischen Einrichtung entlassen wurden und nun gemeinsam eine Wohnung in Oslo beziehen sollen, müssen sie sich tagtäglich dem stellen, was sie fürchten: Telefonieren, Einkaufen, Ausgehen, Sex. Ein Sozialarbeiter, eine schwangere Nachbarin und Guerilla-Lyrik stehen ihnen mehr oder weniger hilfreich zur Seite, aber am meisten helfen sie sich gegenseitig. // Inszenierung: Sebastian Martin // Fr 26.01.2018, Kammer

Unnützes Wissen

Mediziner begehen doppelt so häufig Selbstmord wie Angehörige anderer Berufsgruppen, am häufigsten: Psychiater.

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Quelle: www.spiegel.de/spiegel/print/d-61366572.html 43/2008, 20.10.2008


Ichglaubean eineneinzigen gott.hass // von Stefano Massini Drei Kulturen, drei Frauen, ein Schicksalsmoment: eine jüdische Geschichtsdozentin, eine palästinensische Studentin und eine amerikanische Soldatin, die in Tel Aviv stationiert ist. Ihre Lebenswege sind auf tragische Weise miteinander verbunden: bei einem Selbstmordattentat in der Innenstadt von Tel Aviv. Alle drei Frauen erzählen ihre ganz eigene Geschichte zu diesem Ereignis – eingerichtet als Monolog für eine Schauspielerin. Aus der Vielzahl der Fakten führt Stefano Massini uns in die menschliche Dimension hinter den politischen Ereignissen. Am Ende ist auf keiner Seite die Wahrheit zu finden. // Inszenierung: Matthias Fuhrmeister // Do 18.01.2018, Mörgens

Faktencheck Aus welchem Teil der Bibel finden sich Geschichten sowohl im Koran als auch in der Tora?

a) Altes Testament b) Neues Testament c) Altes und Neues Testament d) Gar keine Lösung: a Sowohl im Koran als auch in der Tora gibt es Geschichten aus dem Alten Testament

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Die Räuber // von Friedrich Schiller Eine Gruppe junger Männer, frustriert von verkrusteten Strukturen und mangelnden sozialen Entwicklungen, formiert sich in den böhmischen Wäldern zu einer Räuberbande. Schnell geraten sie in den Konflikt zwischen Freiheit und Gesetz. Der redegewandte Populist Spiegelberg stachelt die Gruppe zur Radikalisierung an, die der impulsive Räuberhauptmann Karl mit seinem Robin-Hood-Idealismus zunächst nicht erkennt. Während Karl um seine politische Glaubwürdigkeit kämpft, konzentriert sich die eiskalte Zerstörungswut seines Bruders Franz auf das Private: Er will Karls Macht, Geld und Freundin. Die familiäre Tragödie ist unausweichlich. Das Jugenddrama des damals erst 22-jährigen Schiller ist im Hinblick auf den heutigen Erfolg von Populisten, der Emotionalisierung des politischen Diskurses und jugendlicher Radikalisierung beunruhigend aktuell. // Inszenierung: Ewa Teilmans // Sa 24.03.2018, Bühne Jugendliche Wertorientierungen heute 90%

Gutes Familienleben führen

Gesetz und Ordnung respektieren

60%

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Fleißig und ehrgeizig sein

33%

An Gott glauben Sozial Benachteiligten und Randgruppen helfen wichtig

82%

84%

teils-teils

unwichtig

66%

Sich unter allen Umständen umweltbewusst verhalten

32%

Sich politisch engagieren

25%

Am Althergebrachten festhalten

Fehlende an 100: keine Angabe

Quelle: Shell Jugendstudie 2015, www.shell.de/jugendstudie


Die bitteren Tränen der Petra von Kant // von Rainer Werner Fassbinder Nach zwei gescheiterten Ehen hat sich die erfolgreiche Modedesignerin Petra von Kant geschworen: Nie wieder falsche Illusionen oder faule Kompromisse. Doch in ihrer mondänen Welt, in der Geld, Macht, Liebe, und Abhängigkeit sich gegenseitig bedingen, ist ihr Vorsatz zum Scheitern verurteilt. Als Petra die karrierebewusste Karin kennenlernt, sie zum Model aufbaut und ihr mit Haut und Haaren verfällt, muss sie erleben, wie die junge Frau sie beruflich ausnutzt, mit Männern betrügt und sie, der Beziehung überdrüssig, schließlich allein zurücklässt. »Eine Art Schauprozess über den Kapitalismus unserer modernen Gefühlswelt«(SZ) // Inszenierung: Martin Schulze // Fr 16.03.2018, Kammer

Was ist wahr? In »Die bitteren Tränen der Petra von Kant« treffen gleich sechs Frauen zusammen. Auch in anderen Werken rückt Fassbinder Frauen in den Mittelpunkt. Wer gehört neben Petra von Kant noch zu seinen Titelheldinnen? a) Lola b) Katharina Blum c) Lili Marleen d) Maria Braun e) Hedda Gabler f) Effi Briest g) Rosa Luxemburg h) Veronika Voss i) Hannah Arendt Lösung: a, c, d, f und h

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Uraufführung

Android Ergo Sum // eine neue Produktion von Dlé »Alles, was ein Mensch sich heute vorstellen kann, werden andere Menschen einst verwirklichen.« (Jules Verne) Nach ihrem furiosen Debüt »Der Fluch der Tantaliden« kommen Dlé (Schauspieler Tim Knapper, Regisseur Florian Hertweck und Musiker Malcolm Kemp) mit neuen Wortkaskaden und treibenden Beats zurück ins Mörgens. In ihrem neuen Projekt streifen sie die alte Haut der griechischen Mythologie ab und wenden sich der Zukunft zu. Angesichts von täglichen Weltuntergangsmeldungen lohnt ein Blick in die Mottenkiste der Utopien. Inspiriert von berühmten Motiven der Science Fiction von Douglas Adams über Stanislav Lem bis hin zu Philip K. Dick entwerfen Dlé eine utopische Fabel über Sinn und Unsinn menschlichen Strebens. // Inszenierung: Florian Hertweck // Musik: Malcolm Kemp // Do 22.03.2018, Mörgens Faktencheck Was bedeutet »Uncanny Valley«? a) Uncanny Valley (Unheimliches Tal) ist der Titel eines Science-Fiction-Film über Androiden, die in einem entlegenen Tal in Kirgisistan einen Geheimstaat gründen. b) Uncanny-Valley ist ein geheimer Ort im Norden Californiens, an dem an einer Androiden-Mischung aus Computer und menschlicher Biomaterie gearbeitet wird. c) Uncanny-Valley bezeichnet das Sinken der menschlichen Akzeptanz von Androiden bei einem bestimmten Grad ihrer Menschenähnlichkeit. d) Uncanny Valley ist eine Störung der periodischen Wechselspannung im androiden Stromkreislaufs. Lösung: c Entgegen der Meinung, dass Zuschauer androide Roboter umso mehr akzeptieren, je realistischer sie gestaltet sind, zeigt die Realität, dass Menschen hochabstrakte, völlig künstliche Roboter anziehender finden als zunehmend humanoide Roboter. Diese erscheinen als »merkwürdig« und lösen eher Unbehagen aus. Erst ab einem bestimmten Perfektionsniveau steigt die Akzeptanz wieder an. Diesen Effekt nennt man »Uncanny Valley«. de.in-mind.org/article/roboter-im-gruselgraben-warum-uns-menschenaehnliche-maschinen-oft-unheimlich-sind

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Wer hat Angst vor Virginia Woolf? // von Edward Albee »Man kann zwei Dynamit-Stangen nicht immer wieder gegeneinanderschlagen, ohne damit rechnen zu müssen, dass sie explodieren«. (Richard Burton) Große Leidenschaft, ungebrochenes Vertrauen, ewige Treue und innige Freundschaft: Das ist die verklärte Vorstellung von der »romantischen Liebe« und Ehe. Was hieße es aber, »ungeschminkt« in den Ehespiegel zu schauen? Welcher Sprengstoff läge in einer Liebe ohne falsche Illusionen? Edward Albees Ehepaar Martha und George lebt dies in einer alkoholgeschwängerten Nacht aus: provozierend, demütigend, zynisch, hinterhältig, zärtlich, zerstörerisch – immer unklar, wer gerade das Opfer, wer obenauf ist. Sie spielen ein gefährliches exorzistisches Spiel, bei dem wir Zuschauer uns am Ende zumindest den Schimmer einer Hoffnung wünschen. // Inszenierung: Michael Helle // Sa 12.05.2018, Bühne

Faktencheck Wie entstand der Titel zum Stück? Nur eine Antwort stimmt! a) In jungen Jahren war Edward Albee auf einer Party der Schriftstellerin Virginia Woolf begegnet und hatte mit ihr ein eskalierendes Streitgespräch über die Sinnhafigkeit der Ehe geführt, das einen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte. b) Albee hatte das Graffiti »Who‘s Afraid of Virginia Woolf?« auf einem Spiegel in einer Bar in Greenwich Village entdeckt. c) Albee hatte gerade Virginia Woolfs Roman »Orlando« gelesen.

Lösung: b

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mensch maschine // von Konstantin Küspert Ein medizinisch-philosophischer Versuch: Drei Wissenschaftler extrahieren in einer gewagten Operation das Gehirn eines Menschen und schließen es an einen leistungsfähigen Computer an. Dieser simuliert für den Probanden alle zukünftigen Sinneseindrücke. Doch wie gut lässt sich die Evolution täuschen? Vom Kaffee, der nicht schmeckt, über den Kuss, der sich anders anfühlt, bis hin zu Fragen nach dem »Ich« und dem »Nicht-Ich«, wird die Verschmelzung von Mensch und Maschine einer Prüfung unterzogen. Prothesen, die mit dem menschlichen Nervensystem verdrahtet sind, Virtual-RealityBrillen, Navigationsgeräte – der Mensch wird zunehmend technologisch optimiert. Im Gegenzug lernen die Maschinen Emotionen – doch kann man das »wirklich Menschliche« simulieren? // Inszenierung: Marion Schneider-Bast // Fr 18.05.2018, Kammer

! Wissenswertes Darüber, zu wie vielen verschiedenen Elementar-Emotionen ein Mensch fähig ist, streiten sich die Wissenschaftler. Manche sagen sechs, andere behaupten neun. Angst und Ärger, Traurigkeit und Freude und Ekel sind es in jedem Fall. Und dann kommen, je nach Forscher, noch Scham, Schuld und Interesse dazu. Ob die Überraschung, die manche dazu zählen, überhaupt ein Gefühl ist, weiß man nicht genau.

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Quelle: SWR2 Wissen, Der vermessene Mensch, 13.06.2014


Der Reservist Arbeiten im 21. Jahrhundert // von Thomas Depryck Was passiert eigentlich, wenn in naher Zukunft durch Digitalisierung und Industrie 4.0 immer weniger Arbeitskräfte gebraucht werden? Arbeitet dann vielleicht nur noch wer will? Bekommen alle ein bedingungsloses Grundeinkommen? Ein junger Arbeitnehmer dreht das Prinzip der Kontrolle und »Wiedereingliederung« von Arbeitslosen in den Markt um. Nach einem Jobverlust behält er seine Arbeitskraft für sich und wartet auf eine Anstellung, die tasächlich seinen Fähigkeiten entspricht. Er verweigert sich der Verwertungslogik des Marktes und kommt damit in absurde, traurige, aber auch sehr komische Situationen. Auf Grundlage des Reservisten-Begriffs aus der Theorie von Karl Marx spielt der belgische Autor Thomas Depryck für uns schon mal ein mögliches Szenario durch. // Inszenierung: Ulrike Günther // Do 17.05.2018, Mörgens

Wann erschien »Das Kapital« von Karl Marx?

a) 1848 b) 1867 c) 1904 d) 1923 Lösung: b

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Wiederaufnahme

Die Physiker // von Friedrich Dürrenmatt Eine tödliche Formel, versteckt im Irrenhaus, drei tote Krankenschwestern, drei Physiker, die sich als Verrückte tarnen, ein Kommissar, der verrückt wird und eine wahnsinnige Psychiaterin, die sich für normal hält – in Dürrenmatts Theatergroteske über Wissenschaft und ihre Verantwortung werden moralische Kategorien durcheinander geschüttelt, bis man nicht mehr weiß: Wer ist hier eigentlich verrückt? »Regisseur Christian von Treskow sorgt für einen explosiven Mix aus clownesken Aktionen und tiefem Ernst.« (AN/AZ) // Inszenierung: Christian von Treskow // Sa 21.10.2017, Bühne

Wiederaufnahme

Unterwerfung // nach dem Roman von Michel Houellebecq In seinem kontrovers diskutierten Roman »Unterwerfung«, der am 7. Januar 2015, dem Tag des Attentats auf das Satiremagazin »Charlie Hebdo«, erschien, entwirft Michel Houellebecq ein provokantes Bild der Identitätskrise unserer europäischen Gesellschaft. In ironischer Pointierung zeichnet er die Zukunftsvision eines ökonomisch angeschlagenen und intellektuell zutiefst verunsicherten Frankreichs, das sich nach demokratischen Wahlen in eine islamische Republik verwandelt: In der Theaterfassung von Ewa Teilmans wird unter Mitwirkung des Aachener Sinfonischen Chores außerdem das Verschwinden und Verstummen der Frauen zum Thema gemacht. // Inszenierung: Ewa Teilmans // Di 03.10.2017, Bühne

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Wiederaufnahme

Alle meine Söhne // von Arthur Miller Im Verlauf eines einzigen Tages gerät die Familienidylle des Fabrikbesitzers Joe Keller in einen haltlosen Strudel: Die Ankunft der früheren Nachbarstochter Ann hat nicht nur private Konsequenzen, sondern deckt auch dunkle Flecken im Geschäftsleben der Kellers auf. »Die Inszenierung ist geprägt von sorgfältiger Ausarbeitung der Charaktere und geschickter Personenführung. Ein starkes Ensemble überzeugt in einer souveränen Regieleistung.« (AN/AZ) // Inszenierung: Michael Helle // Herbst 2017, Kammer

Wiederaufnahme

Die KänguruChroniken // von Marc-Uwe Kling Als vor seiner Haustür plötzlich ein Känguru steht, ändert sich alles im Leben des Kleinkünstlers Marc-Uwe Kling. Erst will es sich nur etwas Mehl und Butter leihen, dann fläzt es sich schon auf seinem Sofa und frisst ihm die Schnapspralinen weg – der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Mit Live-Musik. »Locker, leicht und zum Kringeln komisch, so kann man die Inszenierung von Matthias Fuhrmeister nennen.« (Moviebeta) // Inszenierung: Matthias Fuhrmeister // Herbst 2017, Mörgens

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Parkstad Limburg Theaters // Tanz

Ein grenz übergreifendes Projekt Wir setzen unsere Kooperation fort!Es ist nun noch einfacher, Tanzvorstellungen in der Nachbarstadt zu besuchen. Buchen Sie wie gewohnt eine Karte bei uns an der Kasse – wir übernehmen den Rest! Am Theater Aachen wartet ein Shuttlebus auf Sie und auf dem Weg nach Heerlen erhalten Sie eine exklusive deutschsprachige Einführung in die Produktion. Die perfekte Einstimmung auf einen mitreißenden Tanzabend! 63


Parkstad Limburg Theaters // Tanz

Ode an den Meister Hans van Manen 85 // Het Nationale Ballet Kein Choreograf hat den niederländischen Tanz so geprägt wie Hans van Manen. Mit dieser Hommage anlässlich seines 85. Geburtstages präsentiert das Nationalballett erneut eine Perle van Manens, der zu den festen Choreographen des Nationalballets gehört. Mit »Ode an den Meister« lädt es zu vier meisterlichen Kreationen ein: »On the Move« (1992), ein Ballett mit klaren Formen. »5 Tango’s« (1977), ein reizendes Duett von feurigem Tango und kühlem Ballett. »Sarcasmen« (1981), ein ikonisches Werk über Provokation für zwei Tänzer und einen Pianisten. »Symphonieën der Nederlanden« (1987) ein fesselndes Werk, damals geschaffen für die Eröffnung von »Amsterdam Kulturhauptstadt Europas«. // Choreografie: Hans van Manen // Do 16.11.2017, Parkstad Limburg Theaters Heerlen // Shuttlebus ab Theater Aachen

Adrift // Nederlands Dans Theater Das Werk von Gabriela Carrizo und Franck Chartier ist für die Tänzer des NDT (Niederländisches Tanztheater) ein wahrer Kraftakt. In »The missing door«(2014) zeigt Carrizo zwei Parallelwelten, in denen sich Fantasie und Wirklichkeit miteinander verweben. Die prämierte Choreografie »The lost room« (2015) von Chartier schließt an das Werk Carrizos an. In seiner zeit- und grenzenlosen Unendlichkeit vermittelt Chartiers Werk ein melancholisches Heimweh nach der Zukunft. Das Programm bildet zusammen mit »Side A: Split into One«, einer zweifachen Aufführung des NDT1; ein Triptychon, das sowohl die theatralische Seite als auch den Tanzcharakter der Tanzkompanie unterstreicht. // Choreografie: Gabriela Carrizo (»The missing door«) / Franck Chartier (»The lost room«) / Nederlands Dans Theater // Sa 09.12.2017, Parkstad Limburg Theaters Heerlen // Shuttlebus ab Theater Aachen

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Adrift, Nederlands Dans Theater


Parkstad Limburg Theaters // Tanz

Giselle // Das nationale Theater der Ukraine für Oper und Ballett Das Opernhaus Odessa wurde 1810 als Odessa City Theater gegründet und ist das älteste Theater der Ukraine. Im 20. Jahrhundert wurde aus dem Theater dann ein Opernhaus. Große Musiker und Tänzer wie Pjotr Iljitsj Tsjaikovsky, Nikolai Rimsky Korsakoff, Chaliapin, Caruso, Pablo Sarasate, Sergei Rachmaninov, Eugene Ysae, Isadora Duncan und Anna Pavlova traten hier schon auf. Seit über zweihundert Jahren inszenieren Ensemble und Orchester spektakuläre klassische Ballett- und Opernaufführungen auf internationalem Höchstniveau. Erstklassige Technik, Kostüme und Dekore versprechen prächtige, inspirierende Aufführungen für jung und alt.// Choreografie: N.N. // Mi 28.03.2018, Parkstad Limburg Theaters Heerlen // Shuttlebus ab Theater Aachen

Khôra // Dance Company Nanine Linning / Theater Heidelberg Geheimnisvoll erscheint der Ursprung allen Werdens. Platon imaginierte diesen Ursprungsort, als er über die Entstehung der Welt nachdachte. Jenes ursprüngliche Chaos, aus dem mithilfe von Feuer, Wasser, Erde, Luft und Äther die Welt in der Vielfalt ihrer Formen entsteht, nannte er Khôra. Nanine Linnings Stück zieht seine Inspiration aus diesem unendlichen Raum der Möglichkeiten und erweckt ihn auf faszinierende Weise zum Leben. Dabei steht sie in erneuter künstlerischer Kooperation mit dem Designer Bart Hess. Im synästhetischen Universum von KHÔRA ist nichts wie erwartet. Ein sich beständig veränderndes Bühnenbild und hypnotisierende Projektionen ziehen den Zuschauer in ihren Bann. // Choreografie: Nanine Linning. // Fr 29.04.2018, Parkstad Limburg Theaters Heerlen // Shuttlebus ab Theater Aachen

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Theater lieben heißt Mitmachen bei der TheaterInitiative Aachen e. V.

Erleben Sie Theater Aachen-Inside bei exklusiven Veranstaltungen des Vereins Dinner auf der Bühne am Sa 25.11.2017 Sonderkonzerte und Probenbesuche Kulturtrips und Diskussionen Kunstauktionen

Fördern Sie die Projekte unseres Vereins »Erste Schritte« unterstützt junge Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne

»Theater für alle« ermöglicht Kulturgenuss für sozial benachteiligte Menschen

Informieren Sie sich www.theaterinitiative.de Telefon: (0241) 8906648 kontakt@theaterinitiative.de Und werden Sie Mitglied.

Wir freuen uns auf Sie.


Rund um den Spielplan // Aktuelle Termine zu den Angeboten finden Sie im Leporello und auf unserer Internetseite www.theateraachen.de

Theaterfest Feiern Sie mit uns! Wir laden Sie ein, zu einem Fest für Sie – unser Publikum. Es erwartet Sie ein abwechslungsreiches Programm. Was wir uns einfallen lassen? Lassen Sie sich überraschen! Am Abend präsentieren Ihnen die Mitglieder unserer Ensembles und das Sinfonieorchester Aachen auf der Bühne eine musikalische Gala. // Theater Aachen // Sa 28.10.2017 // Der Eintritt ist frei!

Das Theaterquartett ist da! Die größten, spannendsten und schönsten Schauspielhäuser trumpfen und stechen sich gegenseitig aus. Von Baujahr über Portalbreite bis hin zum Bierpreis in der Kantine – alles wird bespielt. Mehr Theater geht nicht! Bühne frei, Vorhang auf! // Idee/Umsetzung: Anna Scholten & Thomas Hamm. Gestaltung: Gunther Bürkle. Das Theaterquartett kostet 9,95 € und ist erhältlich an der Theaterkasse und unter www.theaterquartett.de.


Neu im Ensemble Petya Alabozova / Schauspielerin

Suzanne Jerosme / Sängerin

Ognjen Koldzic / Schauspieler

Alexander Wanat / Schauspieler

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Rund um den Spielplan

Dinner auf der Bühne Die TheaterInitiative Aachen und das Theater Aachen laden zum »Dinner auf der Bühne« ein: Lernen Sie Sänger, Darsteller, Orchestermusiker und weitere Mitarbeiter des Theaters ganz unmittelbar kennen – in der wunderbaren Kulisse der großen Bühne. Im Rahmenprogramm dürfen Sie sich auf Beiträge rund um Erich Kästner freuen. // Das »Dinner auf der Bühne« findet am 25.11.2017 auf der großen Bühne statt. Zusätzlich zu diesem Termin erhalten Sie einen Gutschein für eine Vorstellung »Fabian oder der Gang vor die Hunde« mit freier Terminwahl.

Erleben Sie uns. Hautnah! Mit unserem neuen AboExtra Schauen Sie uns bei der Arbeit über die Schulter oder gehen Sie mit dem Sinfonieorchester auf Tuchfühlung. Wir laden Sie ein! Zum Beispiel zu Führungen in den Werkstätten, oder zu Sit-In-Proben mit dem Sinfonieorchester Aachen. AboExtra richtet sich an Festabonnentinnen und -abonnenten des Theater Aachen und des Sinfonieorchester Aachen. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist aber aufgrund des eingeschränkten Platzangebotes unbedingt erforderlich. // Anmelden können Sie sich an der Theaterkasse persönlich, telefonisch oder per Mail.

Theaterpädagogik Unsere breitgefächerten Angebote für Schulen, Familien, Kinder und Jugendliche haben wir für Sie in drei unterschiedlichen Broschüren zusammengestellt, die Sie nach den Sommerferien an der Theaterkasse erhalten. Neben altersgerechten Stückempfehlungen finden Sie hier auch unsere unterschiedlichen Angebote aus den Bereichen Musikvermittlung und Theaterpädagogik. // Gerne schicken wir Ihnen die Broschüren auch per Post oder digital zu. Schreiben Sie uns dazu einfach eine Mail an katrin.eickholt@mail.aachen.de

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Patricio Arroyo, Sänger // Thomas Hamm, Schauspieler // Rainer Krause, Schauspieler // Sanja Radišic´, Sängerin


Rund um den Spielplan

»Von Menschen und Maschinen« Ein Abend mit Science und Science-Fiction In Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen Schachspielende, operierende oder rasenmähende Maschinen, selbstfahrende Autos, Drohnen als Paketdienst – der Robotik wird für die nächsten Jahrzehnte ein regelrechter Boom prognostiziert. Wir staunen darüber, was schon in den Bereich des Möglichen gerückt ist, was innovativ und was zweifelhaft erscheint. // In einer lockeren Mischung aus wissenschaftlichem Thinktank, Science-Fiction-Performance und live produzierter »Zukunftsmusik« eröffnen wir in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen eine Veranstaltungsreihe im Mörgens: »Von Menschen und Maschinen«. Wir beginnen Mitte Oktober 2017.

Late-Night-Lesereise im Mörgens Wissenschaftlich-technische Spekulationen, Raumfahrtexperimente, künstliche Intelligenz und fremde Zivilisationen sind Inhalt einer eigenen Literaturgattung: Science Fiction ist alternative Realität und kreatives Phantasiegebilde. Das Mörgens verwandelt sich in eine interstellare Late-Night-Raumstation: hier wird in regelmäßigem Turnus in den besten SF-Geschichten geschmökert.

Kemos Musikkiste In der Mörgens-Reihe holt der Komponist und Theater-Musiker Malcolm »Kemo« Kemp Live-Musik ins Mörgens. Die Form ist dabei den Musikern selbst überlassen – von Konzerten über Live-Filmvertonung, Lesung oder Tanz mit Live-Musik ist alles möglich.

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Luana Bellinghausen, Schauspielerin // Torsten Borm, Schauspieler // Alexander Wanat, Schauspieler // Malcolm Kemp, Schauspielmusiker


Karsten Meyer, Schauspieler // Tim Knapper, Schauspieler // Elke Borkenstein, Schauspielerin // Jelena Rakic´, Sängerin // Woong-jo Choi, Sänger


Pawel Lawreszuk, Sänger // Hannes Schumacher, Schauspieler // Katharina Hagopian, Sängerin // Elisabeth Ebeling, Schauspielerin // Philipp Manuel Rothkopf, Schauspieler


Rund um den Spielplan

Augen auf! Theaterstand in der Mensa Academica Mittwochs von 11.00 – 14.00 Uhr gibt es dort nicht nur Infos, sondern ihr bekommt gleich vor Ort das Studentenangebot »High Five« – 5 x Theater und Konzert für nur 20,– €. // Schaut vorbei – es lohnt sich!

Theater-Club für Studis Für alle Studierenden, die sich bisher noch nicht zu einem Theaterbesuch aufraffen konnten, gibt es ab Oktober 2017 den THEATERCLUB: Hier besucht man bei vergünstigtem Kartenpreis gemeinsam ausgewählte Opern- und Schauspiel-Vorstellungen, trifft sich im Anschluss mit Beteiligten der Produktion und bekommt so Einblick in die künstlerische Arbeit des Theaters. // Nähere Informationen: inge.zeppenfeld@mail.aachen.de

Der Bürgerchor Aus Anlass der Produktion »Die Ereignisse« hat sich im Herbst 2016 im Theater Aachen ein Bürgerchor gebildet, der offen für jedermann ist, sich aber insbesondere auch an Menschen richtet, die als Flüchtlinge zu uns gekommen sind. Dieser Bürgerchor, der ein wichtiger darstellerischer Bestandteil des o.g. Theaterprojekts war, ist dabei, sich feste Strukturen zu geben. Er wird in Zukunft sowohl eigenständig arbeiten sowie als Partner in Projekten des Theater Aachen mitwirken.

Perspektiven Theater Aachen trifft Citykirche In der Reihe »Perspektiven« werden Inszenierungen des Theater Aachen Grundlage eines intensiven Dialogs mit der Citykirche. Schauspieler des Ensembles lesen ausgewählte Szenen. In der Moderation von Pfarrerin Sylvia Engels entsteht daraufhin ein Inszenierungsdialog, bevor im Anschluss bei Kaffee und Tee die Diskussion für das Publikum geöffnet wird. // Citykirche St. Nikolaus // Eintritt frei

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Simon Rußig, Schauspieler // Irina Popova, Sängerin // Katja Zinsmeister, Schauspielerin // Hrólfur Saemundsson, Sänger // Benedikt Voellmy, Schauspieler


Rund um den Spielplan

Kostproben Schon vor der Premiere einen Blick auf unsere Neuproduktionen werfen – Probenbesuch inklusive Einführung und Nachgespräch mit dem Produktionsteam bei freiem Eintritt.

Einführungen Eine halbe Stunde vor Beginn unserer Abo-Vorstellungen gibt es im Spiegelfoyer oder Kammerfoyer Wissenswertes über Autor, Werk und die Inszenierung.

Nachgespräche Im Anschluss an ausgewählte Vorstellungen freuen wir uns auf lebendige Diskussionen über die Produktionen des Theaters.

Blick hinter die Kulissen Wie sieht ein Bühnenbild aus der Nähe aus? Was macht ein Inspizient? Was sind Punktzüge? Das und vieles mehr erfahren Sie bei einem Blick hinter die Kulissen des Theater Aachen. Einmal im Monat führt ein Theatermacher Sie auf, neben, über und unter die Bühne – Spannung garantiert!

Blick hinter die Kulissen Spezial … Kostüm Führung durch die Kostümabteilung // Renate Schwietert, Leiterin der Kostümabteilung, stellt vor, wie ein Kostüm entsteht und was vor, nach und während der Vorstellung mit einem Kostüm geschieht.

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Opernchor Aachen // Hinten: Jorge Escobar, Jolanta Kosira / Mitte: Margarita Dymshits, Woo-Sung Kang, Antonella Schiazza / Vorne: Kornelia Barwitzki, Elena Pierini


Opernchor Aachen // Hinten: Monika Kettenis, Jung Ae Kim, Vasilis Tsanaktsidis / Vorne: Lynn Borok-Melton, Hee-Jong Roh, Corinna Heller


Opernchor Aachen // Hinten: Remco Vink, Ursula Brachmanski, May Bellefroid, Munki Jeong / Vorne: Hans Schaapkens, Anne Lafeber, Kim Savelsbergh, Stefan Hagendorn


Konzert Sinfoniekonzerte

Kurpark Classix

1. Sinfoniekonzert

A Night At The Opera

Mahlers Zweite

»The dark side of opera«

Mahler: Sinfonie Nr. 2

Fr 01.09.2017, 20.00 Uhr // Kurpark Open Air

So 10.09.2017, 18.00 Uhr // Eurogress Mo 11.09.2017, 20.00 Uhr // Eurogress

Classix For Kids / 1. Familienkonzert

2. Sinfoniekonzert

Auf der Suche nach der Königin der Nacht

Aus alt mach neu J.S. Bach // C. P. E. Bach // Mozart // Strawinsky

Malte in der Oper So 03.09.2017, 11.00 Uhr // Kurpark Open Air

So 15.10.2017, 18.00 Uhr // Eurogress Mo 16.10.2017, 20.00 Uhr // Eurogress

Last Night

3. Sinfoniekonzert

So 03.09.2017, 19.30 Uhr // Kurpark Open Air

Mussorgski // Prokofjew // Tschaikowski

Nordlichter Mendelssohn Bartholdy // Lindberg // Sibelius So 05.11.2017, 18.00 Uhr // Eurogress Mo 06.11.2017, 20.00 Uhr // Eurogress

Sinfoniekonzert Extra

Das Sinfonieorchester Aachen in der RWTH

Mi 20.12.2017, 20.00 Uhr // Eurogress

Music Lab I

4. Sinfoniekonzert

Do 28.09.2017, 20.00 Uhr // RWTH – IWW Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft

Von Bären und Füchsen Haydn // Pierné // Debussy // Janácˇek

Einsteins Musicbox

So 18.02.2018, 18.00 Uhr // Eurogress Mo 19.02.2018, 20.00 Uhr // Eurogress

Sa 20.01.2018, 20.00 Uhr // Aula I der RWTH

5. Sinfoniekonzert

Music Lab II

Klassisch

Do 08.03.2018, 20.00 Uhr // RWTH – AME Institut für angewandte Medizintechnik

Haydn // Mozart // Brahms So 25.03.2018, 18.00 Uhr // Eurogress Mo 26.03.2018, 20.00 Uhr // Eurogress 6. Sinfoniekonzert

Seelentiefe

Orchester hautnah

Strawinsky // Zimmermann // Tschaikowski

Orchester hautnah 1

So 22.04.2018, 18.00 Uhr // Eurogress Mo 23.04.2018, 20.00 Uhr // Eurogress

Fr 01.12.2017, 19.00 Uhr // Eurogress

Dvorˇák

7. Sinfoniekonzert

Orchester hautnah 2

Durch Nacht und Licht

Grieg // Schubert

Poulenc // Connesson // Schumann

Sa 12.05.2018, 19.00 Uhr // Eurogress

So 27.05.2018, 18.00 Uhr // Eurogress Mo 28.05.2018, 20.00 Uhr // Eurogress 8. Sinfoniekonzert

Im Sturm der Zeit Roslawez // Korngold // Schostakowitsch So 17.06.2018, 18.00 Uhr // Eurogress Mo 18.06.2018, 20.00 Uhr // Eurogress


Klassik Lounge

Familienkonzerte

Die 4 + 4 Jahreszeiten

1. Familienkonzert // Kurpark Classix

Tango meets Barock Vivaldi // Piazzolla

So 03.09.2017 // 11.00 Uhr, Kurpark

Malte in der Oper

Fr 02.02.2018, 20.00 Uhr // Ballsaal im Alten Kurhaus

2. Familienkonzert

Bläserserenade

So 07.01.2018, 11.00 Uhr // Bühne

Dvorˇák // Strauss // Mendelssohn Bartholdy // Milhaud

Peter und der Wolf 3. Familienkonzert

Fr 04.05.2018, 20.00 Uhr // Ballsaal im Alten Kurhaus

Mathis in der Musikwerkstatt

Nachtstücke

4. Familienkonzert

Mozart // Schnittke // Dallapiccola // Debussy

Prinz Igor und die verschwundene Prinzessin

Fr 06.07.2018, 20.00 Uhr // Ballsaal im Alten Kurhaus

So 04.03.2018, 11.00 Uhr // Bühne

So 06.05.2018, 11.00 Uhr // Bühne

Weitere Sonderkonzerte Junges Konzert Oktobermusik Ries: »Der Sieg des Glaubens« Di 03.10.2017, 19.00 Uhr // Aachener Dom

Weihnachtskonzert

Music is it! Konzert für junge Leute Sa 23.06.2018, 19.00 Uhr // Bühne

So 17.12.2017, 18.00 Uhr // Eurogress

Konzert des Jugendsinfonieorchester Aachen

Neujahrskonzert

Mendelssohn Bartholdy // Bach // Schumann

Beethoven: 9. Sinfonie

Sa 08.10.2017, 11.00 Uhr // Bühne

Mo 01.01.2018, 15.00 / 19.00 Uhr // Eurogress

Karlsfest So 28.01.2018, 10.00 Uhr // Aachener Dom

Chaplin Filmnacht

Kammerkonzerte 1. Kammerkonzert

»Goldrausch«

Telemann // Yun // Gade // Kodály

Mi 28.02./ Do 01.03.2018, 19.30 Uhr // Bühne

So 22.10./ Mo 23.10.2017 // Spiegelfoyer

Domkonzert

2. Kammerkonzert

Haydn: »Die Schöpfung«

Françaix // Fauré // Beethoven

Fr 27.04.2018, 19.00 Uhr // Aachener Dom

So 14.01./ Mo 15.01.2018 // Spiegelfoyer

Chor+

3. Kammerkonzert

Britten: Kantate »Saint Nicolas« Sa 30.06.2018, 19.30 Uhr // Citykirche St. Nikolaus

Pferd und Sinfonie Sa 14.07.2018, 20.30 Uhr // Deutsche Bank Stadion

Gastkonzerte siehe Konzertheft

Rossini // Hindemith // Strauss/Hasenöhrl // Debussy So 11.03./ Mo 12.03.2018 // Spiegelfoyer

4. Kammerkonzert Simons // Bernstein // Couperin // Mahler // Schubert So 01.07./ Mo 02.07.2018 // Spiegelfoyer


Personen STADTTHEATER UND MUSIKDIREKTION AACHEN // THEATERLEITUNG Generalintendant und

Betriebsleiter: Michael Schmitz-Aufterbeck. Verwaltungsdirektor und Betriebsleiter: Udo Rüber. Sekretariat der Betriebsleitung: Doris Hautermann, Tatjana Trunsperger. KÜNSTLERISCHE LEITUNG Generalintendant: Michael Schmitz-Aufterbeck. Kommissarischer Generalmusikdirektor:

Justus Thorau. Chefdramaturgin, Stellvertreterin des GI in künstlerischen Fragen (Schauspiel), Leitung Schauspiel: Dr. Inge Zeppenfeld. KÜNSTLERISCHE BETRIEBS- UND ORCHESTERDIREKTION Künstlerische Betriebs- und Orchesterdirektorin: Melanie Plank. Chefdisponent und stellvertr.

Betriebsdirektor: Mazdak Tavassoli. KÜNSTLERISCHES BETRIEBSBÜRO Disponent: Andreas Liske. ORCHESTERBÜRO Orchesterdisponent: Amadeus Kausel. Assistenz Orchesterbüro und KBB: Claudia

Scheibe. DRAMATURGIE Leitung: Dr. Inge Zeppenfeld. Oliver Held, Christoph Lang, Gesa Lolling, Vivica Bocks*, Lukas Popovic*. Assistenz: Ben Duven, Kilian Ritter. THEATERPÄDAGOGIK Katrin Eickholt, Lisa Klingenburg, 1 Jahrespraktikant (FSJK). PRESSE- UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Ursula Schelhaas, Lara Isenhardt / Anke Woopen, 1 Jahrespraktikant (FSJK). MUSIKALISCHE LEITUNG / EINSTUDIERUNG Generalmusikdirektor: N.N. Erster Kapellmeister und kommissa-

rischer Generalmusikdirektor: Justus Thorau. Chordirektorin und Kapellmeisterin: Elena Pierini. Studienleiter und Kapellmeister: Karl Shymanovitz. Solorepetitor und Kapellmeister: Mathis Groß. Solorepetitor: Hiroshi Ueno. Korrepetition: Renée Derks. REGIE Dominik Breuer, Ludger Engels (künstlerischer Berater der Intendanz), Ute M. Engelhardt, Elina Finkel, Matthias Fuhrmeister, Ulrike Günther, Nick Hartnagel, Tamara Heimbrock, Michael Helle, Stefan Herrmann, Florian Hertweck, Lilli-Hannah Hoepner, Sebastian Martin, Jarg Pataki, Joan Anton Rechi, Stefan Rogge, Marion Schneider-Bast, Martin Schulze, Gunnar Seidel, Ewa Teilmans, Tibor Torell, Christian von Treskow. BÜHNE UND KOSTÜME Andreas Becker, Detlev Beaujean, Kaja Bierbauer, Oliver Brendel, Alfons Flores, Matthias Fuhrmeister, Pia Greven, Vesna Hiltmann, Isabelle Kaiser, Sandra Linde, Sandra Münchow, Elisabeth Pedross, Stefan Rogge, Achim Römer, Ric Schachtebeck, Dorien Thomsen, Piero Vinciguerra. Studenten der Toneelacademie Maastricht, Abteilung Bühnenbild. VIDEO Luca Fois, David Gerards, Kolja Malik, Jörg Müller. SCHAUSPIELMUSIK Musikalische

Leitung: Malcolm Kemp. Bastian Wegner. REGIEASSISTENZ UND ABENDSPIELLEITUNG Ramona Bartsch, Tamara Heimbrock, Isabel Ilfrich, Felix Sommer, 1 Jahrespraktikant (FSJK). INSPIZIENZ Gabriele Jacobi, Andreas Joost, Thomas Meyer. Übertitel: Marlene Wick. SOUFFLAGE Burkhard Dinter. LEITUNG STATISTERIE Gabriele Jacobi. SÄNGERINNEN UND SÄNGER Patricio Arroyo, Woong-jo Choi, Suzanne Jerosme, Katharina Hagopian, Pawel Lawreszuk, Irina Popova, Sanja Radišic´, Jelena Rakic´, Hrólfur Saemundsson, Michal Bitan*, Bart Driessen*, Soetkin Elbers*, Antonio Giovannini*, Alexey Kosarev*, Solen Mainguene*, Netta Or*, Rebecca Or*, Alexey Sayapin*, Katja Starke*, Larisa Vasyukhina*, Johan Weigel*, Lisa Katarina Zimmermann*, StipendiatIn der TheaterInitiative Aachen, Praktikanten und Praktikantinnen der Hochschule für Musik und Tanz Köln (Standorte: Köln, Aachen, Wuppertal). SCHAUSPIELER UND SCHAUSPIELERINNEN Petya Alabozova, Luana Bellinghausen, Elke Borkenstein, Torsten Borm, Elisabeth

Ebeling, Thomas Hamm, Tim Knapper, Rainer Krause, Karsten Meyer, Ognjen Koldzic, Philipp Manuel Rothkopf, Simon Rußig, Bettina Scheuritzel, Hannes Schumacher, Benedikt Voellmy, Alexander Wanat, Katja Zinsmeister, Jonas Eckert*, Judith Florence Ehrhardt*, Marie Hacke*, Hermann Killmeyer*, Martin Krah*, Karl Walter Sprungala*, Nele Swanton*, Marco Wohlwend*. CHOREOGRAPHIE Hakan T. Aslan. TÄNZERINNEN UND TÄNZER* Hany Andary, Ken Bridgen,

Adrian Castello, Michał Czyz˙, Ayberk Esen, Javier Ojeda Hernandez, Kevin Ruijters, Ruben Sanchez, Lorenzo Soragni. OPERNCHOR: SOPRAN Kornelia Barwitzki, Julietta Figulla, Corinna Heller, Monika Kettenis, Jolanta Kosira, Kim Savelsbergh, Antonella Schiazza. ALT Lynn Borok-Melton,

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Personen Ursula Brachmanski, Margarita Dymshits, Anne Lafeber. TENOR May Bellefroid, Jan Doroszko, Munki Jeong, Woo-Sung Kang, Hee-Jong Roh, Hans Schaapkens. BASS Jorge Escobar, Stefan Hagendorn, Johannes Piorek, Vasilis Tsanaktsidis, Remco Vink. EXTRACHOR Leitung: Elena Pierini. KINDER- UND JUGENDCHOR Leitung: Elena Pierini. SINFONISCHER CHOR AACHEN Leitung:

Justus Thorau. Einstudierung: Elena Pierini. Stimmtraining: Rebecca Or. SINFONIEORCHESTER AACHEN Leitung: Kommissarischer Generalmusikdirektor: Justus Thorau. GASTDIRIGENTEN

Christoph Altstaedt, Berthold Botzet, Simon Gaudenz, Prof. Herbert Görtz, Mathis Groß, Georg Hage, Nicholas Kok, Elena Pierini, Karl Shymanovitz, Hiroshi Ueno. SOLISTEN KONZERTE Malte Arkona, Patricio Arroyo, Woong-jo Choi, Stéphane Egeling, Liza Ferschtman, David Garrett, Katharina Hagopian, Simon Höfele, Suzanne Jerosme, Alexey Kosarev, Adréana Kraschewski, Pawel Lawreszuk, Sergey Malov, Jérôme Pernoo, Irina Popova, Sanja Radišic´, Yury Revich, Hrólfur Saemundsson, Martin Stadtfeld, Katja Starke, Annelien van Wauwe, Teresa Zimmermann. ERSTE VIOLINE Felix Giglberger, Marijn Simons, Vasili Voronin, Michael Palm, Sorin-Vasile Bulbucan,

Piotr Oleniecki, Anja Busemann, Stephanie Albers, Emanuel Coman, Olga Lakkoni, Yahor Staravoitau, Leticia Jiménez Ibañez, Jihye Seo-Georg. ZWEITE VIOLINE Fabian Grimm, Manon Stassen, Julia Prinsen-Feneberg, Werner Gronen, Jasminka Lutz, Gerhardt Nagy, Valeria Schimmel, Ulrike Fröhlich, Aoi Matsumoto. VIOLA Andrew Simpson, Martin Smýkal, Martin Hoffmann, Herbert Christoph, Andrea Böhnel, Sandra Rehle-Simpson, Teresa Westermann. VIOLONCELLO Daniel Wenzel, Mladen Miloradovic, Laura Tavernier, Dorothea Sommer-Baldursson, Almuth Ensinger, Claudius Wettstein, Leonie Garmond. KONTRABASS Chihoon Choi, Karl-Josef Ohligs, Sandra Borchers, Jorge Letra, Johannes Hugot. HARFE Christine Nitsche. FLÖTE Stefanie Faust, Christine Hildebrand, Matthias Schmidt. OBOE Stéphane Egeling, Blanca Gleisner, Christoph Neuerburg, Arnd Sartor. KLARINETTE David Kindt, Philipp Zehm, Philipp Stümke, Gudrun Kierdorf-Oleniecki. FAGOTT Jean Hellenbrand, Konrad Werner. HORN Michael Roberts, Leon Kockelkoren, Georg Uth,

William Melton, Robin van Gemert. TROMPETE Huub Versteegen, Hans Linders, Simon Bales. POSAUNE Guy Hanssen, Inhye Joo, Werner Kloubert, Saman Maroofi. TUBA Moritz Schulze. SCHLAGZEUG Patrick Kersken, Volker Schwenk, Josef Nießen. 10 Orchesterpraktikanten. ORCHESTERWARTE Leitung: Jörg-Ulrich Knebel. Klaus Eising, Rudolf Hillmann. BIBLIOTHEK

Jörg-Ulrich Knebel. TECHNISCHE BETRIEBE UND WERKSTÄTTEN Leitung: Technischer Direktor: Ralf Maibaum. Stellv. Techn. Direktor und Ausstattungsleiter: Detlev Beaujean. BÜHNENTECHNIK Technischer Oberinspektor: Norbert Conrad. Technischer Inspektor: Heinz Graff. Bühnenmeister: Hans-Joachim Gawenda, Alexander Giesebrecht. Technisches Büro: Julia Irnich. BÜHNENTECHNIKER Michael Altgott, Julia Beaujean, Michael Bechmann, Robert Castillo, Cornelia Cordes,

Marco Flecht, Siegfried Flecht, Stephanie Franckowiak, Petra Fürst, Michael Geilgens, Harald Goldner, Hans Heimrich, Rüdiger Herkenrath, Arnold Hoos, Peter Jansen, Robert Klein, Senol Kuc, Sebastian Lammers, Christian Lechte, Thomas Nagelschmitz, Bruno Nunes Valentim, Georgios Proitsis, Krzysztof Sekulla, Franz Severain, Werner Stevens, Ludwig Tellers, Hidirali Turkyilmaz, Sven Vogt, Ralph Würzberg. BELEUCHTUNG Leiter der Beleuchtung und Technischer Oberinspektor: Eduard Joebges. Beleuchtungsmeister und Technischer Inspektor: Pascal Moonen. Beleuchtungsinspektor: Dirk Sarach-Craig. Beleuchter: Mark Biergans, Dieter Cüpper, Luca Fois, Yannik Funken, Christoph Grzesinski, Mareike Jansen-Rothkopf, Manuel Michels, Hans Plumanns, Christian Robens, Andreas Schellenberg, Hans-Uwe Schulz, Jürgen Witte. TON Leitung: Ralf Sunderdick. WinfriedJosef Lambertz, Thorsten Rütten. REQUISITE Leitung: Kai Wätjen. Cem Celik, Melanie ConradFranzen, Anne Niessen, Jörg Rinck. MASKE Chefmaskenbildnerin: Kathrin Pavlas. Javier del Castillo, Sabine Bech, Wiete Dankov, Gaby Drgala, Gabriele Holländer, Maurice Luther,

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Gut Hebscheid

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3 Theatercafé 3 Klömpchensklub 3 Feste 3 Catering 3 Veranstaltungen 3 Tagungen

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Theatercafé Öffnungszeiten: Mo-Fr: 10-18 Uhr

VIA Integration gGmbH Grüne Eiche 45 52076 Aachen Tel.: 0241 6000 70 www.via-aachen.de kostbar@via-aachen.de


Personen // Impressum Dominique von Jonquieres, Pia Schüttauf. KOSTÜMABTEILUNG Leitung: Renate Schwietert. Assistenz: Elisabeth Gers, 1 Jahrespraktikant (FSJK) DAMENSCHNEIDEREI Leitung: Susanne Heuser / Charlotte Thomasius / Rebecca Meurer. Meliha Akkus, Katharina Alzner, Karin Everartz, Birgit Fohn, Sabrina Metzmacher, Edeltraud Gries, Verena Jansen, Lydia Lambertz, Mascha Pohl, Mara Pregnolato, Fabienne Vaßen, Ute Werr, Anke Wery. HERRENSCHNEIDEREI Leitung: Renate Schweiger / Charlotte Thomasius. Julia Brandt, Damian Dybich, Sarah Schürmann, Ismail Findik, Agi Frings, Bernhard Knoth, Gudrun Maaßen, Astrid Neumann, Therese Petz, Manuela Remde, Miroslawa Salievska, Hannah Wolf. KASCHIERWERKSTATT Leitung: Claus Röttgerding. Ruth Schmidt. MALERSAAL Leitung: Britta Kracht-Lütz, Sarah David, Georghe Pavel, Andreas Roth. POLSTEREI Leitung: Onno Jansen. Nina Franssen. SCHLOSSEREI Leitung: Josef Milles. Ingo

Heinen, Tim Guckes. SCHREINEREI Leitung: Stanislav Kasalo. Georg de Hesselle, John Heuten, Ralf Kauth, Michael Johnen, Josef Roye, Patrick Thönnissen. FUHRPARK / MAGAZIN Jens Gieseler. VERWALTUNG Verwaltungsdirektor: Udo Rüber. PERSONALABTEILUNG, BESUCHERSERVICE, HAUSDIENSTE Leitung und stellvertretender Verwaltungsdirektor: Lothar Lennartz. PERSONALABTEILUNG Elvira Jülicher, Nganku-Lydie Kazembe, Hanna Kosmacka, Susanne Schorn, Monika

Schünemann. BESUCHERSERVICE Leiter: Ingo Jacobs-Bannwarth. Suar Abbas, Christian Adoni, Elisabeth Boll, Hala El-Attar, Axel Giesa, Ibrahim Yasir Hisim, Katharina Incani, Murat Ince, Armin Meulenberg, Athanassios Mirkonidis, Magdalena Nowak, Roger Paland, Thomas Reichstein, Charlotte Rühl, Stephan Siemes, Roland Theiss, Jörg Ulrich, Joscha Wöske. HAUSMEISTER / PFORTE Leitung: Heiko Meisolle. Helmut Kirchhofer, Rudi Lange, Dieter Lüdeke. REINIGUNG

Brigitte Kühn. FINANZEN, MARKETING UND VERTRIEB Leitung: Sarah Offermanns. FINANZEN Sinisa Gogic, Elisabeth Limbach, Estela Müller, Stefanie Schiffgens, Luisa Voth. MARKETING UND VERTRIEB Svenja Küppers-Heinrich, Stefanie Powitz. THEATERKASSE Kassenleiterin: Anja

Schommers. Laura Goretzka, Anne Lange, Linda Mahsoume, Natalie Tenter, Anil Yesil. AUSZUBILDENDE Maske: Lea Fehrholz, Hannah Heckl, Melanie Viswat. Schreinerei: Philipp Jakobs,

Henrike Storch. Veranstaltungstechnik: Devin Halimler, Peter Hartmann-Virnich, Lukas Kriescher, Björn Ley, Maik Meisolle, Tom Scholl. Kostümabteilung: Louisa Blank. Malersaal: Johanna Brosius. EHRENMITGLIEDER DES THEATER AACHEN Heino Cohrs †, Heinz Degen, Waltraud Schink,

Wolfgang Sawallisch †. // * Teilspielzeit und Gäste

Theater Aachen Spielzeitmagazin 2017/18 // Herausgeber Stadttheater und Musikdirektion Aachen. Generalintendant Michael Schmitz-Aufterbeck. Verwaltungsdirektor Udo Rüber // Redaktion Lara Isenhardt, Ursula Schelhaas, Anke Woopen. Koordination Anke Woopen. Texte Vivica Bocks, Lara Isenhardt, Christoph Lang, Gesa Lolling, Kilian Ritter, Ursula Schelhaas, Michael Schmitz-Aufterbeck, Anke Woopen, Inge Zeppenfeld. Parkstad Limburg Theaters. Mitarbeit Jannike Bartkowiak, Melanie Plank, Mazdak Tavassoli. // Foto Seite 4 Fiddler on the Roof/Anatevka (© Carl Brunn), Seite 6 Macbeth (Wil van Iersel), Seite 7 Powder Her Face (Wil van Iersel), Seite 8 Il trittico (Carl Brunn), Seite 10 Das Tagebuch der Anne Frank (Carl Brunn), Seite 12 Orphée et Eurydice (Marie-Luise Manthei), Seite 24/ 29/ 30 Nicht mit uns! (Marie-Luise Manthei), Seite 26 Die Physiker (Ludwig Koerfer), Seite 28 Die Känguru-Chroniken (Wil van Iersel), Seite 32 Die Wand (Ludwig Koerfer), Seite 54 Der Kirschgarten (Wil van Iersel), Seite 56 Alle meine Söhne (Ludwig Koerfer), Seite 58 Frühstück bei Tiffany (Marie-Luise Manthei), Seite 60 Der kleine Ritter Trenk (Marie-Luise Manthei), Seite 65 Nederlands Dans Theater (Rahi Rezvani), Seite 69 Suzanne Jerosme (Harald Krömer), Seite 69/ 71/ 73/ 74/ 75/ 77/ 79/ 80/ 81 Ensemble (Marie-Luise Manthei). // Gestaltung DDT2w, Dusan Totovic, Werner Wernicke // Druck und Herstellung Köllen Druck + Verlag GmbH, Bonn // Auflage 15.000 // Stand 07.04.2017 Änderungen vorbehalten © Theater Aachen

Kooperationspartner Kulturpartner


www.theateraachen.de

Theater Aachen-Spielzeit 17/18 - Musiktheater/Schauspiel  
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