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Fachmagazin

www.topsoft.ch | Die Business Plattform für die digitale Zukunft | Nr. 17-3

Dienstleistung 4.0 IT für Dienstleister und Projektmanagement: Wie digitalisiert sind Dienstleister? Seiten 8–19

topsoft Fachmesse 2017: Holen Sie sich die digitale Zukunft in Ihr Unternehmen – Highlights Seiten 4–7

4 neue Praxisbeispiele Seiten 32–39


Treffen Sie uns auf der topsoft 2017 Halle 5 | Stand 41b und „Industrie 4.0“


topsoft Fachmagazin 17-3

Editorial

Editorial | Inhaltsverzeichnis

Seite 3

topsoft Fachmesse Holen Sie sich die digitale Zukunft in Ihr Unternehmen

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Highlights | Facts

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Interview: «Was wollen Sie googeln, wenn Sie die Frage nicht kennen?»

Seite 7

IT für Dienstleister Agilität und Effizienz im digitalisierten Projektgeschäft

Seite 8

Warum spezielle Business Software für Dienstleister Zeit, Geld und Nerven spart

Seite 10

Das richtige Produkt, der passende Anbieter

Seite 13

Anbieter-Portraits

Seite 13

Marktübersicht

Seite 17

ERP für Dienstleistungsunternehmen Seite 18 Wir fragen, Anbieter antworten: Wie digitalisiert sind Dienstleister?

Seite 19

DMS und Archivierung «Unwissenheit schützt vor Strafe nicht»

Seite 22

«Mit einer digitalen Poststelle lässt es sich produktiver und effizienter arbeiten.»

Seite 24

User Experience User Experience von BusinessAnwendungen (Teil 2)

Seite 27

B2B Omnichannel Wie neue Technologien die B2B-OmnichannelStrategien revolutionieren

Gefragte Dienstleistungen Sie planen, beraten, organisieren, gestalten, liefern, installieren und reparieren. Dienstleister sind gefragte Leute. Die Bedeutung des tertiären Sektors nimmt laufend zu. Immer mehr Beschäftigte – vom Anlagenberater bis zum Zahnarzt – verdienen hier ihr Einkommen. Eines ist allen gemeinsam: an der Digitalisierung kommt niemand mehr vorbei. Auch wir verstehen uns als Dienstleister. Heute möchten wir Sie, liebe Leserin und lieber Leser, wieder mit abwechslungsreichen IT-Themen verwöhnen. Zuerst fokussieren wir uns auf das Thema «IT für Dienstleistungen und Projektmanagement». Dazu servieren wir Ihnen anregende Fachbeiträge, liefern eine aktuelle Marktübersicht und stellen verschiedene Anbieter vor. Dokumentenmanagement und Archivierung – der Weg zum papierlosen Büro – sind Bereiche, mit denen sich nicht nur Dienstleistungsunternehmen beschäftigen müssen. Wir verraten Ihnen, wieso das auch Sie interessieren sollte. Stets ein Leckerbissen sind die IT-Konkret-Praxisberichte. Der Name ist Programm. Wir wünschen viel Spass. Wenn Sie statt zu lesen, wieder mal ins pralle Leben eintauchen wollen… Wenn Sie sich mit realen Menschen über Projekte und Erfahrungen austauschen möchten… Wenn es Ihnen ein Anliegen ist, wirkliche Dienstleister kennenzulernen und neue Ideen zu sammeln… Dann empfehlen wir Ihnen den Besuch der topsoft Fachmesse am 29./30. August 2017. Erleben Sie IT live auf dem grössten Schweizer Event für Digital Business.

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IT-Konkret Mit digitaler Plattform Händler und Endkunden gleichzeitig bedienen

Seite 32

Dank modernem ERP den Weg in die digitale Zukunft freigeräumt

Seite 34

Wenn das ERP zur Plattform für den Digitalen Wandel wird

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Informatikdienstleistungen, Vermessungen und Tiefbauprojektierungen – alles unter einem Hut

Seite 38

Coffee Break Coffee Break… bei Salesforce

Seite 41

topsoft Test topsoft Test: Wacom Stift-Display DTH-1152

Wildcard Unmenschlich menschlich

IT-News

Christian Bühlmann | Chefredaktor c.buehlmann@topsoft.ch

Seite 42

P.S. Service inbegriffen: Wir schenken Ihnen das Messeticket mit Promocode ts17Magazin unter www.topsoft.ch/ticket

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Anbieternews

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IT Agenda/Impressum

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topsoft Fachmesse topsoft Fachmagazin 17-3

topsoft Fachmesse 2017: Holen Sie sich die digitale Zukunft in Ihr Unternehmen Fit für die digitale Zukunft? Besuchen Sie am 29./30. August 2017 die grösste Schweizer IT-Fachmesse topsoft. Erleben Sie neueste Technologien live, profitieren Sie vom Know-how innovativer Spezialisten und lassen Sie sich von brandneuen IT-Systemen begeistern. Die Aussteller, Topreferate, Experten und Themenparks erwarten Sie. Wenn Industrie 4.0 und Smart Working lebendig werden, dürfen Sie nicht fehlen. Freuen Sie sich auf die digitale Zukunft Ihres Unternehmens! red. Der digitale Wandel betrifft alle Unternehmen, überall und in jeder Branche. Immer mehr springen auf den bereits fahrenden Zug auf. Wer jetzt noch zögert, läuft Gefahr, den Anschluss zu verpassen. Genau deshalb ist es wichtig, sich einen Überblick über die digitalen Möglichkeiten zu verschaffen. Nirgends geht das kompakter und effizienter als auf der diesjährigen IT-Fachmesse topsoft.

Digitale Welt für Experten und Praktiker Die topsoft ist die ideale Plattform für alle, die sich mit der Zukunft auseinandersetzen und das eigene Unternehmen für die Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung fit machen wollen: Es werden nicht nur die verschiedenen Business-IT-Lösungen präsentiert, Experten und Praktiker vermitteln auch wertvolles Know-how. Das Herzstück bleibt natürlich die Fachmesse mit unzähligen Ausstellern und ihren verschiedenen Software-Lösungen für alle Unternehmensbereiche. Auf der ITMesse topsoft lassen sich konkrete Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette im Unternehmen erleben. Von der Technologie bis zur Anwendung, von der Branchenlösung bis zum Gesamtpaket finden Besucher alles unter einem Dach. Ob ERP oder CRM, BI oder DMS – auf der topsoft präsentieren sich alle relevanten IT-Anbieter. Wer ein Projekt plant oder auf der Suche nach einer passenden Lösung ist, findet auf der topsoft garantiert die richtigen Ansprechpartner. Wer noch unschlüssig ist, kann sich direkt auf der Messe kostenlos und unverbindlich beraten lassen.

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Topaktuelle Themen für jedes Unternehmen In spannenden Fachreferaten und Themenparks zu aktuellen Trends sowie auf diversen Sonderflächen erfahren die Besucher in kurzer Zeit mehr als mit jeder Online-Recherche. Besonderes Gewicht wird dabei auf die brandaktuellen Themen Industrie 4.0, Digitalisierung und Smart Work gelegt. Aber auch Business Intelligence, Datenmanagement und Big Data sind wichtige Aspekte der heutigen Zeit. In Zusammenarbeit mit dem renommierten Beratungs- und Analyseunternehmen BARC wird dieses Jahr nicht nur der bereits etablierte BI-Park, sondern neu auch der CRM-Park durchgeführt. Kompetente Fachreferenten bringen den Besuchern diese wichtigen Themen näher und vermitteln aktuelles Knowhow. Der DMS-Park lockt zusammen mit der Paperless World all jene an, die sich mit den digitalen Möglichkeiten des Dokumentenmanagements auseinandersetzen oder ihr Unternehmen in eine papierlose Zukunft führen möchten.

Von Industrie 4.0 bis Smart Working Der «Smart Working Space» auf der topsoft 2017 bietet Anschauungsmaterial für einen wichtigen, aber für viele noch unbekannten Bereich. Das konventionelle Büro wird immer mehr zum Auslaufmodell, während neue, smarte Arbeitsformen auf dem Vormarsch sind. Digitaler Wandel und innovative Organisationsmodelle gehen Hand in Hand. Die

topsoft zeigt, wohin die Reise geht: Flexible Bürokonzepte, neue Arbeitsformen, innovative Betriebsorganisation, und alles unterstützt von moderner IT. Hand aufs Herz, wissen Sie wirklich, was Industrie 4.0 bedeutet? Die topsoft zeigt es Ihnen. Auf der Sonderfläche «Industrie 4.0 Live» erfahren Sie, was sich mit dieser Entwicklung für Unternehmen alles verändert, und wie Sie mit der Digitalisierung konkret umgehen können. Erfahren Sie, worauf es bei der Umsetzung von Industrie 4.0-Projekten ankommt, wo die Stolpersteine liegen und welche Chancen auf Sie warten.

All you can learn: kostenlos Fachwissen tanken Vergleichen, vernetzen und verstehen – die topsoft hat den Anspruch, Ihnen kostenlos hochwertiges IT-Fachwissen zur Verfügung zu stellen. Wählen Sie Ihre persönlichen Schwerpunkte aus Bereichen wie ERP, CRM, DMS, BI, Software Development, Cloud Computing und vielen mehr. Besuchen Sie kostenlos verschiedene Experten-Referate und -Präsentationen und werden Sie Teil der topsoft Plattform für Erfahrungs- und Wissensaustausch. In Kombination mit der Marketingmesse SuisseEMEX erweitert sich das Know-how-Angebot für Sie auf weitere Gebiete wie E-Commerce, Web Business, Online Marketing, Sales und Service Management. Inspiring digital business – wir freuen uns auf Ihren Messebesuch!


topsoft Fachmesse

Highlights:

Facts:

Die Fachausstellung ist und bleibt das Herzstück der topsoft mit ihren zahlreichen Ausstellern und unzähligen Lösungen. Hier finden Sie die richtigen Ansprechpartner und das ideale System für alle Bedürfnisse.

Datum

Die neuen Sonderflächen Industrie 4.0 Live und Smart Working Space locken innovative und spannende Aussteller an. Hier wird die Digitalisierung so richtig konkret.

Verschiedene monothematische Parks Hier können sich Anbieter und Besucher zu einem genau definierten Thema austauschen. • Cloud Park: Services, Partnern, Systemen und aktuelle Angebote. • BI-Analytics & CRM Park powered by BARC: Big Data, Analytics, Data Discovery und mehr. Erweitern Sie Ihr Know-how im Austausch mit Anbietern und bei moderierten Vorträgen. • ECM/DMS Park & Paperless World: Alles rund um die Digitalisierung von Dokumenten, anschaulich präsentiert, ergänzt mit Fachreferaten. Den Jungunternehmern ist mit dem Startup Space by IFJ eine eigene Fläche gewidmet. In lockerer Atmosphäre begegnen die Besucher spannenden Ideen und einer ansteckenden Aufbruchsstimmung. Die verschiedenen Fachreferate auf drei Bühnen locken mit wertvollem Know-how von ausgewiesenen Spezialisten zu aktuellen Themen. Bringen Sie Ihr Fachwissen auf den neusten Stand und holen Sie sich neue Impulse für ihre Unternehmung. Im topsoft Forum ist jeweils ein Halbtag einem der folgenden Themen gewidmet: • Smart Work/Arbeiten 4.0 • Industrie 4.0/Produktion • IT im Handel • Service Management Weitere Fachreferate werden gehalten auf der Bühne der BARC zu BI, Analytics und CRM sowie auf der Fläche der Paperless World® zu Themen rund um DMS und ECM. Auf der topsoft und der SuisseEMEX fällt Networking einfach. Hier finden sich Entscheider aller Branchen, Berater und Anbieter unter einem Dach. Und Business ist nicht alles: Mit der EMEX Night findet am ersten Messetag DER Business-Networking-Event statt. Die Tickets dafür erhalten Sie ebenfalls über topsoft.ch/ticket

Consulting

topsoft 2016

29./30. August 2017 Messe Zürich, Halle 5 Wallisellenstrasse 49 CH-8050 Zürich

Öffnungszeiten Dienstag, 29. August 2017, 9–19 Uhr Mittwoch, 30. August 2017, 9–17 Uhr

Fachreferate An beiden Messetagen findet ein abwechslungsreiches Referatsprogramm statt. Der Besuch der Referate ist auf allen Bühnen kostenlos: ∙∙ Bühne topsoft Forum ∙∙ Bühne BI-Anlaytics & CRM Park ∙∙ Bühne «Paperless World®»

Kostenlose Tickets Tickets für die topsoft Fachmesse in Kombination mit der Marktetingmesse SuisseEMEX erhalten Sie gratis mit dem Promocode:

ts17Magazin Wir freuen uns auf Sie!

topsoft.ch/ticket

Bei der kostenlosen ERP-Kurzberatung bieten die Spezialisten von topsoft Consulting den Suchenden mit einer kurzen, anbieterunabhängigen Beratung und konkreten Tipps eine gezielte und schnelle Orientierung für einen effizienten Messebesuch. Vereinbaren Sie einen Termin unter: www.topsoft.ch/kurzberatung

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Publikreportage

Zeitgemäße Digitalisierung auf der topsoft 2017 Dokumente, Dateien und E-Mails plattformunabhängig, langfristig, sicher und günstig scannen, archivieren und verwalten mit ecoDMS & ecoMAILZ. Die ecoDMS GmbH präsentiert zusammen mit den Schweizer Resellern JD-Informatik, Fantastic Solutions und Weitnauer IT sowie dem Scanner-Hersteller Plustek auf der topsoft 2017 das beliebte Dokumentenarchiv „ecoDMS“ und stellt mit „ecoMAILZ“ die erste Generation der neuen, konzerneigenen E-Mail-Archivierungsoftware vor. Im exklusiven Interview steht Ralf Schmitz aus dem Vertrieb der ecoDMS GmbH Rede und Antwort. Was erwartet die Messebesucher bei Ihnen?

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Wir präsentieren an unserem Stand zusammen mit vier ecoDMS-Partnern das erfolgreiche Dokumenten-Management-System ecoDMS und stellen erstmals live unser neues E-Mail-Archiv ecoMAILZ vor. In einem Vortrag auf der TopSoft-Veranstaltung „Paperless World“ gehe ich außerdem gemeinsam mit Herrn Ueli Weitnauer von Weitnauer IT Solutions gezielt auf die zahlreichen Vorteile der modernen Digitalisierung ein. Die Firma Fantastic Solutions wird zudem ihre eigene Qualitätsmanagement-Anbindung und eine spezielle Workflow-Lösung für ecoDMS demonstrieren. Plustek stellt verschiedene neue Scannermodelle zur Digitalisierung von Papierdokumenten vor. Die Messebesucher dürfen sich also auf neueste Digitalisierungslösungen freuen.

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Was erwarten Sie selbst von der topsoft?

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Neben der, hoffentlich hohen, Kundenresonanz für unsere qualifizierten Schweizer Partner, freue ich mich vor allem darauf, IT Dienstleistern unser faires Partnerkonzept zu erläutern und damit neue ecoDMS Reseller aus der Schweiz zu gewinnen.

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Was können Ihre Archivlösungen?

Volltextsuche und beliebigen Filtern auf die Daten zugegriffen werden. Mit ecoMAILZ bieten wir darüber hinaus eine neue, eigenständige Software zur automatischen E-Mail-Archivierung an. Alle E-Mails, inklusive deren Anhänge, können mit ecoMAILZ vollständig, sicher und direkt vom Mailserver archiviert werden. Um den rechtlichen Anforderungen der E-Mail-Archivierung nachzukommen und gleichzeitig nicht archivierungspflichtige E-Mails von der Archivierung auszuschließen, arbeitet ecoMAILZ bei Bedarf mit einem zweistufigen Archivierungskonzept. Ein modernes „Responsive Design“ erlaubt den Zugriff auf das E-Mailarchiv via Webbrowser am PC, Handy und Tablet. Die archivierten E-Mails können per Volltextrecherche schnell wiedergefunden werden. Ein Plugin zur optionalen Verschmelzung von ecoMAILZ und dem ecoDMS Archiv ist ebenfalls Bestandteil der Software.

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Was macht die Software-Produkte Ihrer Meinung nach so besonders?

Mit etwas Stolz können wir behaupten, dass die « ecoDMS GmbH der weltweit günstigste Anbieter

elektronischer Archivlösungen ist. Der volle Funktionsumfang, die Plattformunabhängigkeit, flexible Einstellungsmöglichkeiten und ein sehr faires Preis-Leistungsverhältnis machen den Einsatz unserer Software für alle Unternehmensgrößen möglich. Das eröffnet uns und unseren Resellern eine riesige Zielgruppe. ecoDMS ist mit seinen über 8000 Nutzern der Standard für eine plattformunabhängige Dokumentenarchivierung. Mit ecoMAILZ werden wir nun an diesen Erfolg anknüpfen und ein weiteres Produkt auf dem Markt etablieren.

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ecoDMS & ecoMAILZ

scannen, archivieren, verwalten

« Mit dem Client-Server-System ecoDMS können alle Dokumente und Dateien eingescannt, sicher ar-

chiviert, automatisch zugeordnet, professionell verwaltet und blitzschnell wiedergefunden werden. Die Bedienung ist kinderleicht. Die Dateien werden automatisch volltextindiziert und bei Bedarf ohne das Zutun des Benutzers kategorisiert. Am PC, Handy, Tablet und über den Webbrowser kann rasend schnell via 6

www.ecodms.de

ecoDMS und ecoMAILZ sind Produkte der ecoDMS GmbH

Besuchen Sie uns am ECM/DMS-Park 29./30. August 2017. Stand 2 in Halle 5


topsoft Fachmagazin 17-3

topsoft Fachmesse

«Was wollen Sie googeln, wenn Sie die Frage nicht kennen?» >> Die topsoft Redaktion im Gespräch mit Cyrill Schmid, Messeleiter topsoft Fachmesse

Warum soll man auch heute noch eine Messe wie die topsoft besuchen, reicht da eine Google-Abfrage nicht aus? Die Messe bietet drei entscheidende Vorteile gegenüber InternetRecherchen: aktuelles Wissen aus erster Hand, Ausbau des persönlichen Beziehungsnetzwerks und spontane Horizonterweiterung. Zum ersten Punkt: Vielleicht ist der Begriff «Messe» irreführend, mir gefällt der Begriff «Plattform» weitaus besser. Nebst dem bekannten Ausstellungsbereich werden hier Erkenntnisse und Erfahrungen ausgetauscht, wie sonst nirgends. Das Beste daran: Die Fachleute sind vor Ort und stehen gerne für Auskünfte zur Verfügung. Zudem ist es eine ideale Möglichkeit, kleinere Anbieter unter die Lupe zu nehmen, deren Angebot in der grossen Masse der Google-Resultate vielleicht einfach nicht aufgetaucht wären. Zweitens gibt es kaum eine effizientere Gelegenheit, um Menschen kennenzulernen und Beziehungen aufzubauen; sei dies zu Anbietern, Anwendern oder zu Experten. Last but not least, im Gegensatz zu Recherchen im Web liefert Ihnen die Messe auch dann spannende Antworten, wenn Sie nicht einmal die Fragen kennen. Eine echte Horizonterweiterung, eben.

Wie soll sich ein Messebesucher optimal auf die topsoft 2017 vorbereiten?

Was sind die Neuheiten an der diesjährigen Fachmesse topsoft? Wir haben einiges verändert, die Messe ist sehr lebendig und entwickelt sich stets weiter. Auf dieses Jahr hin haben wir das gesamte Konzept überarbeitet. So haben zum Beispiel die Aussteller noch mehr Möglichkeiten, eigene Ideen und individuelle Auftritte zu gestalten. Ein Novum sind auch die beiden Sonderflächen «Industrie 4.0 Live» sowie «Smart Working Space», welche zwei aktuelle Bereiche der Digitalen Transformation für die Besucher erlebbar machen. Rechnet man die verschiedenen Themenparks sowie die neu konzipierte Referatsbühne mit ihren halbtägigen Inhaltsschwerpunkten dazu, dürfen sich die Messebesucher auf eine moderne, frische Erlebniswelt mit vielen Kontakten und jede Menge Know-how freuen. Nachdem letztes Jahr der «BI Park powered by BARC» sehr erfolgreich seine Premiere feiern konnte, können wir dieses Jahr, wieder in Zusammenarbeit mit dem renommierten Beratungsunternehmen BARC, den CRM Park eröffnen. Hier ist alles versammelt, was zur effizienten Kundenpflege beitragen kann. Von Analytischem CRM bis Kollaborativem CRM, hier finden die Besucherinnen und Besucher die richtigen Ansprechpartner und Lösungen. Auch haben wir mit dem Start-up Park eine moderne und etwas flippige Möglichkeit gefunden, damit Jungunternehmer sich und ihr Projekt bzw. ihre Idee im lockeren Rahmen vorstellen können. Wir freuen uns sehr darüber und sind gespannt, wie das bei den Besuchern ankommt.

Wenn man schon genau weiss, welche Anbieter man besuchen möchte, dann empfehle wir, sich mittels unseres Tools auf topsoft.ch/ausstellerverzeichnis einen persönlichen Messekatalog zusammenzustellen. Ist man sich noch nicht sicher, ist unsere Online-Marktübersicht ideal, um sich die wichtigsten Anbieter anzeigen zu lassen. Aber wichtig ist es auch, sich bei der Zeitplanung viel Raum für Spontanes zu lassen, denn die Messe, die Sonderflächen und Parks sowie die Fachreferate bieten immer was Neues oder Interessantes, das man sich unbedingt ansehen oder anhören möchte. Empfehlenswert ist übrigens auch die EMEX-Night am ersten Messetag. Wenn Networking und Party angesagt sind, darf man nicht fehlen. Hier vermischen sich die beiden Partnermessen SuisseEMEX und topsoft zu einem fantastischen Mix aus Business und Spektakel. Ein tolles Erlebnis und ein Gewinn für alle Netzwerker.

Und nach der Messe, legen Sie dann etwas die Hände in den Schoss und warten auf die topsoft 2018? Nein, auf keinen Fall! Die topsoft besteht ja schon lange nicht mehr nur aus der Fachmesse. Wir sind eine crossmediale, facettenreiche 365-Tage-Plattform, welche das ganze Jahr aktiv ist. So geht uns die Arbeit nicht aus. Nicht nur, dass vier Mal im Jahr unser topsoft Fachmagazin «Inspiring Digital Business» erscheint, wir organisieren auch noch andere Anlässe wie z.B. den Software Contest oder die Industrie 4.0 Konferenz. Gleichzeitig finden Sie auf unserer Website, in den monatlichen topsoft Newslettern und natürlich auch in den sozialen Netzwerken jede Menge aktuelle Informationen zu fast jedem ITThema. Unser Ziel ist es, Anwender über aktuelle Neuigkeiten zu informieren und Hintergrundwissen rund um das Digitale Business zu vermitteln. Dazu bieten unsere Fachspezialisten eine neutrale, anbieterunabhängige Beratung für Business Software – damit Kunde, Anbieter und Lösung optimal zusammenpassen. << 7


IT für Dienstleister topsoft Fachmagazin 17-3

Agilität und Effizienz im digitalisierten Projektgeschäft Ob Architekten, Unternehmensberater, Softwareentwicklungshäuser oder Werbeagenturen: Projektdienstleister bewegen sich in einem Umfeld von sehr komplexen Wertschöpfungsprozessen. Einerseits. Andererseits profitieren eben gerade diese Branchenzweige besonders von der Digitalisierung. Im Zentrum stehen dabei die Intensivierung von Kundenbeziehungen, die Steigerung der Produktivität im Unternehmen, die Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle sowie die IT-Sicherheit. >> Tanja Regli | passion4IT Gmbh

Die Wertschöpfung von Dienstleistern im Projektgeschäft unterscheidet sich deutlich von anderen Unternehmen. Ein hohes Mass an Kommunikation und eine intensive Abstimmung mit den Kunden prägen den Arbeitsalltag. Produkte sind in hohem Masse individualisiert, Projekte werden agil entwickelt, die Kunden sind meist unmittelbar an der Leistungserstellung beteiligt. Jedes Projekt ist also anders. Dieser Individualität Rechnung zu tragen und gleichzeitig eine möglichst hohe Effizienz zu wahren, ist die alltägliche Herausforderung dieser Unternehmen.

Wer soll da den Überblick behalten? Unzählige Projekte zeitgleich, sich überschneidende Teams und dazu Dokumente, die einmal per E-Mail mit inkonsistenten CC-Empfängerlisten, dann wieder per gemeinsamer Dateiablage oder auch als kopiertes Sitzungsprotokoll verteilt werden. Nicht nur am Ende, sondern auch mittendrin im Projekt ist es oft schwierig, den Überblick zu behalten. Immer mehr Arbeitszeit wird entsprechend für die Organisation und die Abstimmung aufgewendet. Zeit, die für das eigentliche Projektgeschäft und die Arbeit «am Kunden» fehlt.

Katalysator für Kreativität und Zusammenarbeit Dabei entfalten die Digitalisierung und die damit einhergehenden neuen Arbeits- und Zusammenarbeitsmodelle gerade in diesem komplexen, dynamischen Umfeld ihre ganze Stärke. Neue Technologien bieten Dienstleistungsunternehmen nicht nur neue strategische Geschäftsmöglichkeiten, sondern auch ganz praktische Hilfsmittel für den Alltag. Neue Möglichkeiten der Gestaltung, Berechnung, Organisation oder der 3-D Visualisierung brechen altbekannte Limitationen auf und eröffnen der Kreativität von Architekten, Planern und Grafikern neue Dimensionen. Die zunehmende Mobilität und Vernetzung erleichtert und beschleunigt die Kommunikation 8

zwischen Auftraggebern, Planern und Umsetzungspartnern. Durch den digitalen Wandel wird in besonderer Weise die Art der internen und externen Zusammenarbeit massgeblich verändert.

Wirtschaftlichkeit und Geschwindigkeit als Erfolgsfaktor Auch unter den projektbezogenen Dienstleistern hat sich der Wettbewerbsdruck in den letzten Jahren erhöht, wenn auch weniger stark als in anderen Branchen. Gleichwohl zielt die Digitalisierung des Projektgeschäftes vor allem auf einen Faktor ab, die Wirtschaftlichkeit: Die Wettbewerbsfähigkeit soll gestärkt, interne Prozesse beschleunigt und die Kostenstruktur optimiert werden. Für überquellende E-MailPostfächer und stundenlanges Zusammentragen von konsistenten, aktuellen Informationen bleibt da kein Platz mehr. Im Vergleich zu anderen Branchen stehen für Projektdienstleister zwar sehr wohl auch Themen wie die Zusammenarbeit mit Partnern oder die Erschliessung von neuem Marktpotenzial im Raum. Als hauptsächliche Digitalisierungstreiber rücken aber klar die Beschleunigung der internen und externen Prozesse und Arbeitsabläufe und die Individualisierung von Produkten und Dienstleistungen ins Zentrum. So erreichen Unternehmen schlussendlich wiederum eine bessere Integration der Kunden in den Entwicklungsprozess und eine schnellere, zielgerichtete Verfolgung der mit dem Kunden gemeinsam definierten Ziele.

Agilität als neue Schlüsseldisziplin Durch die Digitalisierung lassen sich Prozesse effizienter, schneller und ganzheitlicher gestalten, als dies manuell und mit analogen Technologien möglich wäre. Diese Tatsache trifft zwar auf alle Branchen zu, ist für projektbezogene Dienstleister aber von besonderer Bedeutung, weil während eines Auftrags oft dutzende Ansprechpartner, Geschäftspartner

und Dienstleister in verschiedene Prozesse eingebunden werden müssen – und das bei jedem Projekt von Neuem und in neuer Zusammensetzung. Die starke Orientierung an spezifischen Kundenwünschen führt über die Projektlaufzeit darüber hinaus oft zu Veränderungen am Zielprodukt, die auch alle nachgelagerten Prozesse betreffen.

Prozessübergreifende Transparenz: jederzeit und überall Hier entfaltet die Digitalisierung ihr volles Potenzial, zeichnet sie sich doch primär durch neue Geschwindigkeiten im Informationsaustausch und eine direkte, medienbruchfreie Interaktion von verschiedenen Anspruchsgruppen aus. Durch die unmittelbare EchtzeitInteraktion von verschiedenen Projektbeteiligten über moderne Communication- und Collaboration-Plattformen bietet sich ein hohes Effizienzpotenzial, das bislang aufgrund benötigter Feedbackschlaufen und Medienbrüchen nicht zugänglich war. Alle Daten und Informationen, Spezifikationen und Feedbacks eines Projektes, ob in strukturierter oder unstrukturierter Form, laufen auf einer zentralen Plattform zusammen und können dort jederzeit und von allen

Die Autorin Tanja Regli ist Mitinhaberin der passion4IT GmbH, einem Beratungsunternehmen für Digitale Strategien und Projekte. Sie verfügt über langjährige Erfahrung im Schweizer IT-Markt und hat sich in verschiedenen Projekten erfolgreich als Digitalexpertin etabliert.


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Projektbeteiligten abgerufen werden. So wird sichergestellt, dass alle Anspruchsgruppen über alle notwendigen, aktuellen Informationen verfügen. Gleichzeitig wird die Projektdokumentation quasi «on the fly» sichergestellt und steht auch nach Abschluss des Projektes jederzeit im Zugriff. Auch den gestiegenen Mobilitätsanforderungen wird mit modernen Communication- und Collaboration-Lösungen Rechnung getragen. Wo Dienstleistungen agil und möglichst nahe «am Kunden» erbracht werden, muss der barrierefreie Zugriff auf alle relevanten Projekt- und Kundendaten auch von unterwegs, beim Kunden vor Ort oder beispielsweise auf einer Baustelle ohne stabile Netzwerkverbindungen, möglich sein. Durch die übergreifende Digitalisierung von Geschäftsprozessen erhält dabei auch das Management die gewünschte prozessübergreifende Transparenz, kann die Projektsteuerung auf Basis eines vollständigen Gesamtbildes effizient und zielgenau ausüben und auch in stürmischen Zeiten die Terminplantreue und Budgeteinhaltung sicherstellen.

Bei aller Begeisterung… Wo immer mehr Daten elektronisch gespeichert und mit externen Anspruchsgruppen gemeinsam bearbeitet werden, muss dem Thema Sicherheit besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Dies betrifft einerseits den Zugriff auf Daten und Anwendungen, andererseits aber auch die sichere Datenübertragung und -speicherung. Ein besonderes Augenmerk gilt es dabei auf die Einhaltung der regulatorischen Rahmenbedingungen in der Schweiz, aber auch auf die branchen- und kundenindividuellen Compliance-Vorgaben zu legen. Dies kann sowohl die Angst vor dem Verlust von Fachwissen oder der Verletzung von Urheberrechten betreffen, als auch die Gefahr eines potenziellen Diebstahls sensibler personen- oder projektbezogener Daten, deren Verlust erhebliche rechtliche oder finanzielle Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Von der Pflicht zur Kür gelangen projektbezogene Dienstleister hier besonders, wenn sie gegenüber ihren Kunden die Datenschutz- und Compliance-rechtlichen Aspekte der Geschäftsbeziehung proaktiv ansprechen und hier auch in der Lage sind, verschiedene Angebote - mit unterschiedlicher Kostenstruktur für den digitalen Bereich der Leistungserbringung - bereitzustellen. Als einfachstes Beispiel kann hier sicherlich die Option einer reinen Datenhaltung in der Schweiz gegenüber einer global aufgestellten Cloudlösung genannt werden.

Enterprise Software mit der mehrfach bestbewerteten UpdateFähigkeit Trovarit-Studie 2016 «ERP in der Praxis»

Fazit Halten wir fest: Projektbezogene Dienstleister unterscheiden sich von anderen Branchen durch die starke Einbindung ihrer Kunden über die gesamte Projektphase und Wertschöpfungskette – von der Information und Kommunikation über Verkauf und Beratung, die eigentliche Leistungsentwicklung und -erbringung bis hin zum Kundenbeziehungsmanagement. Für projektbezogene Dienstleister ist die Digitalisierung in erster Linie eine Chance für mehr Innovationen, Produktivität und Effizienz und sollte nicht als lästige Pflicht angesehen werden. Unternehmen sollten sich im Zuge ihrer Digitalisierungsstrategie die folgenden Fragen stellen: Welche Prozesse kann ich digitalisieren? Welche Potenziale eröffnen sich dadurch, einerseits in der Stärkung der Kundenbindung, in der Steigerung der Prozesseffizienz oder auch der Entwicklung neuer, digitaler Produkt- und Leistungsbestandteile? Sind die damit verbundenen Investitionskosten zu rechtfertigen? Auf der Suche nach Antworten auf diese Fragen können der Blick auf Best Practices oder Case Studies anderer Unternehmen helfen. Interviews mit Mitarbeitenden und externen Ansprechpartnern identifizieren Medienbrüche und Effizienzverluste. Gespräche mit Digitalisierungsexperten und verschiedenen Anbietern für Digitalisierungslösungen schliesslich geben neue, kreative Ideen und eröffnen Visionen für eine erfolgreiche digitale Zukunft im eigenen Unternehmen. <<

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IT für Dienstleister topsoft Fachmagazin 17-3

Warum spezielle Business Software für Dienstleister Zeit, Geld und Nerven spart Packpapier und Filzstift für die Projektplanung, Fresszettel für die Pendenzenverwaltung, Stundenblock für die Zeiterfassung und Textverarbeitungsprogramme für die Erstellung von Kundenrechnungen verunmöglichen eine optimale Rentabilität Ihrer Projekte. Mit professioneller Business Software schaffen Sie Abhilfe – und sparen Zeit, Geld und Nerven. >> Simon Grenacher | proles solutions ag

Projekte gewinnen, planen, organisieren, realisieren, überwachen und abrechnen – moderne Business Software unterstützt Sie als Dienstleister in allen Phasen der Wertschöpfung. Eine passgenaue Lösung deckt die Bedürfnisse aller Unternehmensbereiche ab: von der Unternehmensführung (inkl. Finance und Controlling) über das Projekt- und OfficeManagement (inkl. Buchführung und Personaladministration) bis zu Marketing und Verkauf. Entsprechende Anwendungen arbeiten diskret im Hintergrund und entlasten die Anwender von Routine-Aufgaben. Dies ermöglicht die Konzentration auf das Kerngeschäft und erhöht die Effizienz und Zufriedenheit der Mitarbeitenden.

Kundenbeziehungsmanagement Bereits während der Akquisitionsphase, also noch vor der eigentlichen Projektumsetzung, profitieren Dienstleister von der Software. Potenzielle Kunden und entsprechende Projektchancen können systematisch verwaltet und bewirtschaftet werden. Dank dieser Unterstützung und des (in Dienstleistungsprojekten üblichen) sehr engen Kontakts zwischen dem Kunden und den Fachspezialisten, sind die Kunden besser informiert und deutlich zufriedener. Damit entsteht die Basis für eine langfristige und nachhaltige Kundenbeziehung. Fachliche Qualität und Kompetenz werden in den Vordergrund gerückt.

Projektverwaltung Kategorisierung und Typisierung von Kunden und Projekten bilden eine wichtige Basis für die Zeit- und Spesenerfassung sowie für das Projektcontrolling und das Projektreporting. Für die Projektabrechnung (z.B. Verrechnung nach Aufwand oder pauschal) können in der 10

Regel bereits in der Projektverwaltung weitreichende Einstellungen vorgenommen werden.

Projektbudgetierung Ist in der Phase der Projektgewinnung der Kontakt zum potenziellen Kunden erst einmal hergestellt, geht es darum, eine Projektchance sorgfältig zu budgetieren. Komplexere Projekte werden in Teilprojekte und Arbeitspakete strukturiert, Abhängigkeiten werden erkannt und berücksichtigt. Die Festsetzung von Meilensteinen sowie die detaillierte Kosten- und Terminplanung runden den Prozess der Budgetierung ab und bilden eine ausgezeichnete Basis für eine seriöse, realistische Offertstellung. Budgetierungsfunktionen in Projektmanagement-Systemen bieten hier unter anderem Hilfestellungen mit geeigneten Vorlagen, der Aufbereitung von Erfahrungszahlen sowie der verfügbaren Kapazität der Mitarbeiter.

Projektofferten Eine detaillierte Offertstellung schafft Vertrauen und erhöht die Abschlusswahrscheinlichkeit.

Der Autor Simon Grenacher ist Betriebsökonom, Informatiker und Mitinhaber der proles solutions ag. Das inhabergeführte Unternehmen mit Sitz in Wettingen entwickelt und vertreibt die cloudbasierte Schweizer Business-Software für Dienstleister «proles».

Die Projektofferte und das konsequente Projektcontrolling sind zu je rund 50% für die Profitabilität verantwortlich. Business Software kann in beiden Bereichen unterstützen. Eine saubere Offertstellung ermöglicht Klarheit bezüglich Leistungsumfang und Terminen. Durch diese klare Leistungsabgrenzung können Abweichungen des Leistungskatalogs, welche im Verlaufe eines Projekts formuliert werden, einfacher erkannt und entsprechend behandelt und abgerechnet werden (ChangeRequests, Zusatzanforderungen). Die Planzahlen können während der Projektrealisierung laufend mit Ist-Zahlen aus der Leistungserfassungen verglichen werden.

Projektplanung und Mitarbeiterplanung Mit Funktionen zur Projekt- und Ressourcenplanung werden Mitarbeitende effizient geplant, sinnvoll eingesetzt und optimal ausgelastet. Dies führt zu höherer Verrechenbarkeit und erhöhter Mitarbeiterproduktivität. Die einzelnen Teilprojekte und Arbeitspakete eines Projekts werden bereits in der Budgetierungsund Offertphase definiert. Diese bilden die Basis für die Projekt- und Mitarbeiterplanung – es geht also darum, das Gesamtprojekt in einzelne, planbare Arbeitspakete aufzuteilen. Einzelne Arbeitsschritte werden in Abhängigkeit von verfügbaren Kapazitäten und Skills bestmöglich auf die involvierten Projektmitarbeiter verteilt. Gemäss Arbeitszeitmodellen werden die Soll-Arbeitszeiten ermittelt und unter Berücksichtigung von Abwesenheiten die effektiv verfügbaren Kapazitäten errechnet.

Zeiterfassung Die vollständige und lückenlose Zeiterfassung gilt als zentrale Funktion und bildet die


IT für Dienstleister

Funktionen und Prozesse von Business Software für Dienstleister (Quelle: proles solutions ag)

Basis für die Mitarbeiterführung, transparente Arbeitszeitabrechnungen, die effiziente Leistungsverrechnung, die Projektplanung sowie das Projektcontrolling. Die Zeiterfassung ist häufig eine der meist genutzten Funktionen innerhalb einer Business-Software für Dienstleister. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass die Erfassung für alle Mitarbeitenden möglichst rasch und unkompliziert erfolgen kann. Durch eine selbständige Zeiterfassung aller involvierten Mitarbeitenden reduziert sich der Administrationsaufwand. Wiederkehrende Tätigkeiten und längere Abwesenheiten können mittels Serien-Erfassungen einfach eingegeben werden.

Arbeitszeitabrechnung Aufgrund von Soll-Arbeitszeiten gemäss den Arbeitszeitmodellen, der Mitarbeiterplanung und erfassten Projektleistungen sowie Abwesenheiten (beispielsweise Ferientagen) können mit einer Business-Software auf einfache Art und Weise Arbeitszeitabrechnungen erstellt werden. Zeit- und Feriensaldo werden pro Stichtag und Mitarbeiter ausgewiesen. Dies reduziert den administrativen Aufwand deutlich und schafft Transparenz. Geschäftsleitung, Administration und die Projektmitarbeiter haben jederzeit den Überblick. Zeit- und Feriensaldi sind immer aktuell abrufbar, händische Kalkulationen werden obsolet.

Spesenerfassung und Spesenabrechnung Die lückenlose Erfassung von Mitarbeiterspesen (Fahrspesen, Mittagessen, Übernachtungen etc.) ermöglicht die vollständige Verrechnung gegenüber den Kunden (detaillierte Verrechnung von Einzelspesen oder Pauschalspesen). Zudem können auf Basis

der Erfassungen auf einfache Art und Weise Spesenabrechnungen erstellt werden. Diese dienen als Abrechnungsbeleg gegenüber den Mitarbeitern und bilden die Basis für eine einfache und transparente Rückerstattung an die Mitarbeiter.

Projektcontrolling und Projektreporting Das laufende Projektcontrolling während der ganzen Projektdauer hat im Dienstleistungssektor einen hohen Stellenwert. Aktuelle Zahlen zum Projekt stehen jederzeit zur Verfügung. Budgetierte Kosten können mit effektiven Kosten abgeglichen werden. Ein Soll-IstVergleich der Stunden eines Arbeitspakets ist immer möglich. Die Budgetierung und die Projektofferte sowie lückenlose Zeit-, Spesenund Materialerfassungen bilden hierfür die Basis. Neben Stunden- und Kostenkontrollen können auch vereinbarte Termine überwacht werden. Änderungen im Projekt lassen sich auf einfache Weise abbilden. Aktuelle Zahlen schaffen hohe Transparenz in der Projektarbeit und liefern wichtige Entscheidungsgrundlagen. Erforderliche Informationen zum aktuellen Projektstand können mittels Business Software durch verantwortliche Projektmitarbeiter selbstständig erstellt werden – Mitarbeiter aus der Administration oder der IT werden entlastet.

Leistungserfassung ermöglicht einen detaillierten Nachweis gegenüber dem Kunden. Dies reduziert Rückfragen der Kunden bzw. ermöglicht schnelle Auskünfte bei Unklarheiten. Die laufende, automatisierte Abrechnung reduziert nicht nur den administrativen Aufwand, sondern führt auch dazu, dass die Zahlungen der Kunden früher eintreffen. Informations- und Dokumentenmanagement Kunden- und Projektinformationen können dank Business Software strukturiert verwaltet werden. Die Informationen müssen nicht in verschiedenen Ablagesystemen gesucht werden, sondern stehen somit dem gesamten Projektteam standortunabhängig und lückenlos zur Verfügung. Business Software ermöglicht auch den Aufbau einer Knowledge-Base. Als weiteres Einsatzgebiet ist das Vertragsmanagement zu nennen. Auch in diesem Bereich kann ein entsprechendes System die Papierablage ergänzen oder sogar ablösen. Zudem wird die Zusammenarbeit unterstützt - auch in verteilten Teams und unternehmensübergreifenden Kooperationen. Einfache, klare und rasche Kommunikation reduziert eMail-Ping-Pong und fördert die Motivation im Team. <<

Abrechnung und Fakturierung Kundenfakturen können mit einer BusinessSoftware für Dienstleister ohne grossen Aufwand per Knopfdruck erstellt werden. Die Basis für eine einfache und vollständige Verrechnung bilden Pauschalbeträge, Zeit-, Spesen- und Materialerfassungen. Damit wird schneller und korrekter fakturiert. Die 11


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topsoft Fachmagazin 17-3

IT für Dienstleister

IT für Dienstleister: Das richtige Produkt, der passende Anbieter Die Digitalisierung ist im vollen Gange und keine Branche, kein Unternehmen kann es sich leisten, die rasanten Entwicklungen in Richtung Industrie 4.0 zu ignorieren. Dies gilt ganz besonders auch für den in der Schweiz dominierenden Dienstleistungssektor. Denn der digitale Wandel beschränkt sich auf keinen Fall nur auf die produzierenden oder handelnden Unternehmen, wie es das populäre Schlagwort «Industrie 4.0» vielleicht suggeriert. Egal ob Architekten, Banken, Gastgewerbe, Treuhänder oder im Gesundheitswesen, jede Unternehmerin und jeder Geschäftsführer sollte die sich bietenden Chancen nutzen. Denn es ist eine Tatsache, dass viele dieser Firmen durch den Umstieg auf eine moderne Software internen Aufwand einsparen, die Prozesse vereinfachen und dadurch bedeutend effizienter werden könnten.

Abacus Research AG Abacus-Platz 1 9300 Wittenbach-St.Gallen T +41 71 292 25 25 www.abacus.ch info@abacus.ch

Axedo Solutions AG Scheideggstrasse 30 8404 Winterthur T +41 44 738 41 00 www.axedo.com info@axedo.com

Spezialisierte IT-Unternehmen helfen auch in diesem Bereich mit zeitgemässen, leistungsfähigen Lösungen und massgeschneidertem Service über die Installation hinaus. Von der Planung über die Inbetriebnahme bis hin zum Support stehen dem interessierten Anwender verschiedene kompetente Spezialisten zur Seite. Egal, ob Sie für Ihr Unternehmen eine lokale oder eine Cloud-Lösung bevorzugen, bei diesen Anbietern werden Sie fündig. Nutzen auch Sie die Gelegenheit, sich intensiv beraten zu lassen und neue, innovative Systeme für Ihr Business kennenzulernen. Finden Sie hier den für Sie passenden Anbieter und steuern Sie mit ihm in die digitalisierte Zukunft.

Das Schweizer Software Unternehmen Abacus Research entwickelt seit über 30 Jahren erfolgreich betriebswirtschaftliche Standardlösungen für KMU und beschäftigt an den Standorten Wittenbach-St.Gallen und Biel über 300 Mitarbeitende. Die Abacus Business Software umfasst Module für die Fakturierung, Auftragsbearbeitung/PPS, Leistungs-/Projektabrechnung, Servicemanagement, Finanz-, Debitoren-, Kreditoren-, Anlagen- und Lohnbuchhaltung/Human Resources und bietet fortschrittliche Funktionen wie Kostenrechnung, Archivierung, Electronic Banking, E-Commerce und E-Business. Mit der Smartphone-App AbaCliK erfassen Sie überall und jederzeit per Fingertipp Ihre Arbeitszeit, Leistungsdaten, gefahrene Kilometer und Spesenbelege, teilen die Inhalte mit verschiedenen Empfängern oder synchronisieren diese mit der ABACUS Business Software. Zusätzlich kann AbaCliK für die automatische Arbeitszeiterfassung und den EmployeeSelf-Service eingesetzt werden.

Axedo Solutions AG verfügt über nationale und internationale anerkannte Lösungskompetenz im Bereich WORKFORCE Management. Wir sind Ihr zuverlässiger und innovativer Partner im Bereich Zeit- und Leistungsdatenerfassung, Personaleinsatzplanung Projektplanung und Employee Self Services. Mit einer über 20-jährigen Erfahrung und Präsenz in der Schweiz als auch global, erarbeiten wir für Sie innovative Lösungen mit Nachhaltigkeit. Unsere Produkte zeichnen sich durch hohe Stabiltät und intuitive Anwendung aus. Dabei steht eine hohe Kundenfokussierung und Personalisierung der Produkte im Vordergrund. Wir betreuen und beraten unsere Kunden ganzheitlich und nachhaltig Axedo Solutions AG Lösungen sind nicht von der Branche oder von der Grösse eines Unternehmens abhängig. Wir bieten somit sowohl KMUs als auch Konzernlösungen an. Dadurch schaffen wir Mehrwert für Sie – unsere Partner und Kunden. Als selbstbestimmter und agiler Partner erarbeiten wir innovative Lösungen und gestalten unsere Zielmärkte aktiv mit.

Produkte / Kernkompetenzen Abacus vi Abacus Enterprise AbaWebTreuhand AbaBau Bausoftware AbaImmo Immobilienmanagement Informationsportal MyABACUS iPad-App AbaSmart Smartphone-App AbaCliK Smartphone-App AbaClocK Cloud-Lösung AbaNinja Online-Buchhaltung AbaPay

Kontaktperson Joachim Dörrer

Produkte / Kernkompetenzen WORKFORCE Management Personaleinsatzplanung Zeiterfassung und Zutrittskontrolle Projektplanung Programmierung Employee Self Services Traininig und Consulting Software Entwicklung Systembetreuung und Wartung User Help Desk Arbeitszeitgestaltung Zeit- und Leistungsdatenerfassung

Kontaktperson Nino Giuralarocca

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IT für Dienstleister topsoft Fachmagazin 17-3

brain-tec ist ein eigenständiges internationales IT-Unternehmen. Seit der Gründung im Jahr 2000 unterstützen wir von unseren fünf Standorten in der Schweiz, Deutschland und Spanien aus kleine und grosse Unternehmen bei der Einführung und Umsetzung von Business Software Projekten.

brain-tec AG Technoparkstrasse 1 8005 Zürich T +41 44 552 01 20 www.braintec-group.com info@braintec-group.com

Unsere Aufgaben: Wir haben uns der Aufgabe gewidmet, den Unternehmens-Alltag von nationalen und internationalen KMU sowie weltweiten Konzernen individuell, strukturiert und effizienter zu gestalten. Nutzbarkeit maximieren und Kosten minimieren steht dabei immer im Vordergrund. Wir analysieren die Geschäftsprozesse unserer Kunden, konzipieren massgeschneiderte Lösungen für die jeweiligen Anliegen und Bedürfnisse und bilden dazu die Prozesse in der dafür passenden Business Software ab.

Produkte / Kernkompetenzen Odoo Jedox agroum Consulting Entwicklung Hosting

Kontaktperson Pascal Zenklusen

Unsere Partner: Wir achten bei der Wahl von Software immer auf die Qualität, die Benutzerfreundlichkeit, die Stabilität, auf den Grad der Flexibilität und auf die Weiterentwicklungs-Sicherheit. Wir setzen deshalb auf die Open-Source Lösung Odoo. Als zertifizierter Odoo Gold Partner sind wir der grösste und bestqualifizierteste in Europa. ERP und CRM für Dienstleister Wir machen Sie wirtschaftlicher!

Consultinform AG Badenerstrasse 567 8048 Zürich T +41 44 406 82 00 www.consultinform.ch info@consultinform.ch

MOCO hundertzehn GmbH Aeschstrasse 131F 8123 Ebmatingen T +41 44 508 27 18 www.mocoapp.com info@mocoapp.com

Consultinform betreut Dienstleistungsunternehmen aus verschiedensten Branchen. Von der Beratung über Entwicklung bis hin zur Implementierung der Business-Software. Dazu gehören Lösungen zur Planung, Erfassung und Abrechnung von Leistungen in Projekten sowie zur Verwaltung und Pflege von Kundendaten. Stets mit dem Fokus, Unternehmen wirtschaftlicher zu machen. Erfolgreiche Projekteinführungen im KMU-Umfeld bilden die Basis unserer hervorragenden und langjährigen Kundenbeziehungen mit zahlreichen Referenzprojekten. Wir verkaufen nicht nur Software, sondern wir stehen unseren Kunden in allen Belangen partnerschaftlich zur Seite.

Produkte / Kernkompetenzen Lösungen für Projektcontrolling, Leistungserfassung, Planung und Abrechnung - Project Account Lösungen zur Prozessoptimierung für Verkauf, Marketing und Service - Microsoft Dynamics CRM/xRM - Power Address / Power Pendency Produktivitätslösungen aus der Cloud - Office 365

Kontaktperson Paul Castelberg

Ausgezeichnetbeim «Best Of Swiss Web» für seine Usability.

Produkte / Kernkompetenzen

MOCO (MObile COmpany) umfasst als beliebte Schweizer Cloud Software die Projektadministration vom ersten Kundenkontakt bis zur Abrechnung:

Für Agenturen, Beratungen und andere Dienstleister, die auf Projektbasis arbeiten – 10 CHF pro Benutzer/Mo alles inkl. Hosting in der Schweiz – Über 750 Kunden Referenzen unter www.mocoapp.com – Auf Anfrage: MOCO Private Cloud –

∙∙ Akquise ∙∙ Einsatzplanung ∙∙ Zeiterfassung ∙∙ Abrechnung ∙∙ Kontaktverwaltung Im Unterschied zu ähnlichen Anbietern konzentriert sich MOCO auf die wesentlichen Funktionen und eine einfache, flexible Bedienbarkeit. Denn wirklich gute Software sollte sich nicht mühsam anfühlen! 30 Tage unverbindlich testen: www.mocoapp.com

Kontaktperson Tobias Miesel

myfactory Software Schweiz AG Zürcherstrasse 66 b 9000 St. Gallen T +41 71 274 57 67 www.myfactoryschweiz.ch info@myfactoryschweiz.ch

myfactory – das professionelle Schweizer Cloud ERP

Produkte / Kernkompetenzen

Die webbasierte Business Software für KMU aus der Cloud überzeugt mit grossem Funktionsumfang in ERP, CRM, PPS, MIS, Portal, Shop, Groupware, CTI, mobile Business, Schweizer Lohn und Fibu. Als echte Cloud-Lösung lässt sich myfactory vollständig über das Internet nutzen und kommt ohne Client-Installation und teure Investitionen aus. Ein Internetanschluss genügt, um von den Vorteilen eines modernen, vollständig integrierten Gesamtsystems zu profitieren. Clientunabhängig und auch mit Smartphone oder Tablet unterstützt myfactory sämtliche Geschäftsprozesse von kleineren bis zu grossen KMU-Unternehmen. Zusätzlich erhalten Schweizer Kunden mit den von myfactory Schweiz entwickelten Swiss Solutions eine kostenlose Erweiterung mit echtem Mehrwert.

Cloud ERP aus der Schweiz Cloud Business Software Service-Management Projektverwaltung Fibu / Debi / Kredi / Costing Lohn Dokumente mobile Business, Smartphone / Tablet Marketing Zeitwirtschaft REST API Beratung, Schulung, Entwicklung

Kontaktperson David Lauchenauer

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IT für Dienstleister

proles solution ag Kreuzkapellenweg 2 5430 Wettingen T +41 56 544 62 60 www.proles.ch info@proles.ch

proles, die cloudbasierte Schweizer Business-Software für Dienstleister

Produkte / Kernkompetenzen

∙∙ ist für Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche (Ingenieure, ITSpezialisten, Werber, Architekten, Treuhänder oder Consultants). ∙∙ unterstützt Dienstleister, für die Projekt- und Mandatsmanagement keine Fremdwörter sind. Sie arbeiten projektbezogen und dabei sind geleistete Stunden der wesentliche Wertschöpfungsfaktor. ∙∙ wird von Unternehmen mit 1-100 MitarbeiterInnen oder für Teams/ Abteilungen in grösseren Unternehmen genutzt. ∙∙ deckt alle Management- und Administrationsaufgaben in einer Gesamtlösung ab. Bietet passgenaue Informationen von der Unternehmensführung über Projektleiter bis zum Backoffice. ∙∙ ist ein Schweizer Software- und Dienstleistungspartner auf Augenhöhe. Sie profitieren von langjähriger Erfahrung, kompetenten BusinessAnalysten und einem persönlichen Support.

Kontaktperson

Zeiterfassung Spesenerfassung Pauschalenerfassung Artikelerfassung Kunden- und Projektstamm Rechnungserstellung (Debitorenverwaltung) Projektcontrolling Arbeitszeitabrechnung Ferienmanagement Projektplanung CRM Finanzschnittstelle (zu Fibu) Christian Königsdorfer

Sage Schweiz AG Platz 10 6039 Root D4 T +41 58 944 19 19 www.sage.com/ch info@sageschweiz.ch

Spektra Netcom AG Bachstrasse 29 8912 Obfelden T +41 44 763 10 10 www.spektra.ch info@spektra.ch

Als Marktführer für integrierte Buchhaltungs-, Lohnabrechnungsund Bezahlsysteme erfindet Sage die Unternehmensführung neu und vereinfacht sie mit smarter Technologie. Dafür arbeitet Sage eng mit einer wachsenden Gemeinschaft von Gründern, Unternehmern, Treuhändern, Partnern und Entwicklern zusammen. Wir begleiten unsere Kundinnen und Kunden ganzheitlich, sei es mit Support im Tagesgeschäft, mit Knowhow bei betriebswirtschaftlichen Fragen oder mit Schulungen für einen produktiven Einsatz der Software. Vor 30 Jahren begann Sage selbst als kleines Start-up. Heute unterstützen 13'000 Mitarbeiter in 23 Ländern Millionen von Unternehmen dabei, die Weltwirtschaft anzutreiben. In der Schweiz vertrauen über 60'000 KMU und 2400 Treuhänder auf unsere Lösungen. Sie profitieren von der einzigartigen Kombination aus lokaler Marktkenntnis, einem Netz von über 450 Vertriebspartnern und globaler Innovationskraft.

Die Spektra Netcom AG konzentriert sich auf wenige, im Markt gut verankerte Marken und Produkte. Es ist unser Bestreben mit führenden Herstellern und Distributoren zusammen zu arbeiten, um unseren Kunden hochwertige Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Als gesamtheitlicher Anbieter von Informatikdienstleistungen sind wir in der Lage KMUs von A-Z zu betreuen. Unsere Kompetenz liegt in der Analyse und Umsetzung von gesamtheitlichen Konzepten und Projekten für KMU. Vertec – CRM und ERP für Dienstleister SelectLine – betriebswirtschaftliche Gesamtlösung (Auftrag, Fibu, Lohn) cobra CRM – CRM und Kundenmanagement

Produkte / Kernkompetenzen

Sage Start Sage 50 Extra Sage 200 Extra Sage 100 Sage CRM Sage X3 Treuhandlösungen Branchenlösung für Pflegeheime, Behinderteninstitutionen und Spitex

Kontaktperson Stephan Bischof

Produkte / Kernkompetenzen Vertec - CRM&ERP für Dienstleister Vertec - Leistungserfassung Vertec - Projektmanagement SelectLine - Auftragsbearbeitung SelectLine - Rechnungswesen SelectLine - Lohn SelectLine - CRM SelectLine - SL.mobile SelectLine - Kasse SelectLine - Anlagebuchhaltung Cobra - CRM Webshop

Kontaktperson Michel Wipf

Winoffice AG Bösch 69 6331 Hünenberg T +41 41 769 80 00 www.winoffice.ch prime.info@winoffice.ch

Winoffice Prime – Business Software und Business Engine

Produkte / Kernkompetenzen

Mit Winoffice Prime arbeiten Sie jederzeit im Büro, in der Filiale, von unterwegs oder im Home Office. Winoffice Prime integriert sämtliche Funktionen, welche ein erfolgreiches KMU heute braucht. All Ihre Abläufe werden dank Winoffice Prime vereinfacht und durchgängig automatisiert. So verschaffen Sie sich Vorteile, mit denen Sie Ihr Unternehmen voran bringen. Darum ist Winoffice Prime keine herkömmliche Business Software, sondern Ihre neue Business Engine.

Collaboration CRM Document Management Service und Helpdesk Projektmanagement Zeiterfassung Warenwirtschaft/eCommerce Finanzen Mobile CRM/Service/ERP On-Site oder SaaS 100% internetbasiert Modulare Lizenzierbarkeit

Kontaktperson Florian Müntener

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Publireportage

docuvita eVV stellt die Nachweispflicht für Zoll-Dokumente sicher Noch gibt es das gelbe Büchlein, um bei der Post Einzahlungen zu tätigen. Ab März 2018 gehört jedoch die gelbe Zollquittung definitiv der Vergangenheit an. Die Eidg. Zollverwaltung (EZV) löst auf diesen Zeitpunkt hin die bisherigen Import-Belege durch die obligatorische, elektronische Veranlagungsverfügung eVV ab. Wer sich jetzt mit dieser Umstellung befasst, kann seine Prozesse vereinfachen. Voraussetzung dafür sind die richtigen Softwarepartner. Anstatt wie bisher die Veranlagungsverfügung auf Papier zu drucken und sie dem Inhaber eines Zollkontos im zentralisierten Abrechnungsverfahren der Zollverwaltung (ZAZ) per Post zuzustellen, stellt die Zollverwaltung künftig Veranlagungsverfügungen in Form von digitalen Dateien zum Abholen bereit. Für rund 20'000 Unternehmen bedeutet diese Umstellung zum einen eine grosse Herausforderung und bietet zugleich auch eine Chance die digitalen Prozesse zu überdenken.

EZV

Eidgenössische Zollverwaltung

eVVZ eVVM

BR

LRG

LLS

Lieferant Ware

Intelligente Dokumentenerkennung und Zuordnung Archiv

Gesetzeskonform (OR, GeBüV)

Massgebliche Entlastung Genau für Firmen, die von der gedruckten auf die elektronische Veranlagungsverfügung umstellen müssen, hält die docuvita Schweiz GmbH – in Zusammenarbeit mit der bcon AG – eine Software bereit, die aus der Herausforderung der Umstellung eine ganze Reihe von Chancen schafft. Der Cloud-Dienst «docuvita eVV» sammelt automatisch alle rund um den Import-Prozess relevanten Dokumente, sortiert/verknüpft diese intelligent nach Geschäftsvorgängen und legt sie gesetzeskonform ab.

eVVZ eVVM

ZRG MRG

BR

ZRG MRG LRG

FRG

Workflow

EFD

Personen Abteilungen elektronische Veranlagung Zoll elektronische Veranlagung Mehrwertsteuer Bordereau Zollrechnung EFD

FRG

Spediteur

Benachrichtigungsregeln Bereitstellung von Daten

Eidgenössisches Finanzdepartement

eVVZ = eVVM = BR = ZRG =

LLS

Lieferung

ERP-/IT-Systeme MRG = LRG = LLS = FRG =

Mehrwertsteuerrechnung EFD Rechnung Lieferant Lieferschein Lieferant Frachtrechnung Spediteur

Auf Erfahrung aufgebaut Bei der Produktentwicklung wird eng mit der bcon AG aus Chur zusammengearbeitet. Das unter anderem auf Zollsoftware spezialisierte Unternehmen liefert die Grundlagen, um die eVV-Dateien vom Zollserver automatisch abzuholen und der Dokumentenverwaltung von docuvita zuzuführen. In der Umsetzung von «docuvita eVV» nutzt die docuvita Schweiz GmbH ihre umfassende Erfahrung in der automatisierten Dokumentenverarbeitung. Diese kommt seit Jahren mit Erfolg in einer Vielzahl anderer Anwendungsgebiete zum Einsatz: Dokumente und die darin enthaltenen Informationen aus unterschiedlichsten Quellen und Systemen werden erkannt, ergänzt und geprüft.

Felix Halmdienst | docuvita Schweiz GmbH Ihr Partner für Dokumentenmanagement

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docuvita archiviert die elektronischen Dokumente gesetzeskonform nach Vorgaben der Geschäftsbücherverordnung (GeBüV) und ordnet die verschiedenen Belege (Zoll-/MWST-Rechnung, eVV, Waren-/Lieferantenrechnung) automatisch den Geschäftsvorgängen zu. So sind Firmen, die mit «docuvita eVV» arbeiten immer auf der sicheren Seite, was besonders bei einer MWST-Kontrolle wichtig ist, da der Importeur gegenüber der Eidg. Steuerverwaltung haftbar ist. Wer sich jetzt mit der richtigen Beratung und Software im Hintergrund an die Umstellung macht, wird rechtzeitig bereit sein und von den Vorteilen der elektronischen Lösung profitieren.

Dieter Dresel | bcon AG Ihr Partner für Zoll- und Prozessoptimierung


ABACUS vi abas

abas Competence Partner

abas ERP

abas Consulting AG

Actricity

Actricity AG

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Actricity Industrie

Actserv

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aplix ERP

boreas AG

Bison Process

Bison Schweiz AG

blue office® auftrag

blue office consulting ag

Cortec ERP

Cortec AG

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eNVenta ERP

LOBOS Informatik AG

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eNVenta ERP

Probyt Systems AG

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europa3000™

europa3000 AG

x

godesys ERP Software

godesys AG

iFAS X5

Info Nova AG

IFS Applications

IFS Schweiz AG

IN:ERP

Informing AG

BDO AG

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Customize AG

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JD Edwards EnterpriseOne Full Speed Systems AG

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Microsoft Dynamics 365

Ambit Group AG

Microsoft Dynamics AX

Boss Info AG

Microsoft Dynamics NAV

Alpha Solutions AG

MOCO

hundertzehn GmbH

myfactory

myfactory Software Schweiz

Odoo

brain-tec AG

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OpaccERP

Opacc Software AG

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OPTIME

CBS GmbH

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proALPHA

proALPHA Schweiz AG

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PROFFIX

Imhof Consulting AG

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PROFFIX

PROFFIX Software AG

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ProFinance™ ERP

profinance.ch

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Project Account

Consultinform AG

proles

proles solutions ag

redIT für Projektgeschäft & Dienstleistung

redIT Dynamics ZG AG

Sage 200 Extra

Sage Schweiz AG

SAP Business One

VIS Consulting AG

SAP S/4HANA

AGILITA AG

SP-Expert

Axedo Solutions AG

Steps Business Solution

Step Ahead Schweiz AG

tosca 4

dynasoft AG

v.Soft

Vepos GmbH & Co. KG

Vertec

Vertec AG

Vertec

Spektra Netcom AG

WebRoster

Axedo Solutions AG

weclapp Cloud ERP Dienstleistung

weclapp GmbH

Winoffice PRIME

Winoffice AG

Xpandit

Braso AG

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BKP für Elektro und Telekombranche

ABACUS vi

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Modul für Anlagen und Bauprojektmanagement

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Modul für Dokumentenmanagement

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Modul für Wissensmanagement

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Auswertung von elektronischen Ausschreibungen

Personal-Einsatzplanung, Verfügbarkeit/Ressourcen

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dezentraler ERP-Zugriff

Überwachung Leistungserbringung (gemäss SLA)

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Anbieter Abacus Research AG

Erfassen von Spesen durch Aussendienst

Software as a Service

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Produkt Abacus AbaProject

Know-how Datenbank

Integration VoIP

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Teamkalender

Wartungsverträge

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Aufgabenverwaltung

Lizenzmanagement für Software

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Verwaltung der SLA

Mandatsmanagement für Kanzleien

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NMK und RPK für Holzbau

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Austausch von Devis

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NPK für Kalkulation, Angebot, Devis

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Angebotsteile als Projektphase übernehmen

Integrierte Kalkulation nach Honorarordnung HOAI

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Import von Projektphasen aus externem Tools

Integrierte Kalkulation nach Honorarordnung SIA

Die vollständige Übersicht mit online Evaluation finden Sie auf www.topsoft.ch/erp

Vor- und Nachkalkulation

Marktübersicht

Projektplanung mit Projektphasen

IT für Dienstleister

Projektplanung

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IT für Dienstleister topsoft Fachmagazin 17-3

ERP für Dienstleistungsunternehmen In produzierenden Unternehmen hat die Prozessautomatisierung und deren Unterstützung durch IT eine lange Tradition. Dienstleister sind in dieser Hinsicht oft noch weniger weit. Dies liegt einerseits an den zu Fertigungsbetrieben unterschiedlichen Prozessen, andererseits ist aber auch kein Standard eines «Dienstleistungsprozesses» auszumachen. Die methodische Evaluation einer Business-Software über die individuellen Prozesse empfiehlt sich daher gerade auch in diesem Bereich. >> Dr. Marcel Siegenthaler | schmid + siegenthaler consulting gmbh

Der grosse Unterschied bei der Dienstleistungsbranche zu anderen Wirtschaftsbereichen ist in der Immaterialität und der Integration des Kunden in die Leistungserstellung zu sehen. Entsprechend ist die Softwareunterstützung zu positionieren. Von den hergebrachten Softwaremodulen ist am ehesten ein starkes CRM gefragt, greift aber auch zu kurz – insbesondere bei hybriden Produkten, welche physische Produkte mit einer Dienstleistung kombinieren. Unternehmen mit hybriden Produkten weisen sehr vielfältige Prozesse auf, die gleichzeitig Produktion, Handel und Dienstleistung betreffen können. Diese Vielfalt an Aufgaben ruft nach einer entsprechend breiten Softwareunterstützung, die allerdings nicht in jedem Bereich so tief gehen muss wie in den spezialisierten Handels- oder Produktions-Firmen. Da es sich oft auch gerade um kleinere Unternehmen handelt, sind universell einsetzbare ERP-Systeme gefragt, die eine sehr breite funktionale Palette aufweisen und die Kosten pro User trotzdem einigermassen bescheiden halten. Der Fokus bei den Dienstleistungsunternehmen liegt oft auf der Projektführung, dem Dokumentenmanagement und der Kommunikation mit verschiedensten Stellen. Die IT kann hier Funktionen zur Verfügung stellen und personalintensive Abläufe automatisieren. Ein leistungsfähiges CRM ist unabdingbar und unterstützt von der Akquisition bis zur Erledigung von Reklamationen. Falls Dienstleistungen bei Kunden vor Ort erbracht werden, müssen Funktionen auf mobilen Geräten verfügbar sein. Beispielsweise kann es sinnvoll sein, wenn Arbeitsrapporte noch auf der Baustelle vom Auftraggeber direkt auf dem Tablet-Computer unterzeichnet werden. Ein gut geführtes DMS mit Zugriff übers Internet kann enorme Arbeitserleichterungen im Servicegeschäft ermöglichen.

Projektverwaltung oft im Mittelpunkt Eine besondere Bedeutung kann der Projekt-Funktionalität zukommen. Falls länger 18

dauernde Dienstleistungen mit einer überschaubaren Anzahl Kunden durchgeführt werden, so bietet das Projekt eine funktionale Klammer um alle zugehörigen Daten. Alle beteiligten Personen und sämtliche Angebote, Aufwände, Erträge, Kommunikation, etc. liegen im Projekt überschaubar vor. Möglich wird die Abrechnung der Leistungen auf das Projekt mit wenigen Handgriffen auf Grund der Zeiterfassung aller Beteiligten. Um die Kostentransparenz über die ganze Dienstleistungsfirma zu erhalten, kann es sich empfehlen, sämtliche Aktivitäten als Projekt zu führen. Dies gilt auch, wenn diese als Auftraggeber eine interne Stelle aufweisen und keine Rechnung gestellt werden kann. Neben der IT-Funktionalität für Projekte muss auch das Unternehmen selbst auf das Projektgeschäft ausgerichtet sein. Dies bedeutet oft, dass relativ wenig Arbeitsteilung möglich ist und von der Akquisition bis zum abgerechneten Projekt eine einzelne Person die umfassende Verantwortung gegenüber dem Kunden wahrnimmt. Um diesen Job zu ermöglichen, braucht es Transparenz über das Budget und Kosten, den Ablauf, die Personalressourcen, die Kommunikation etc. Bei vielen ERP-Systemen ist der Projektgedanke kaum verankert, sondern eher ein Zusatz, welcher nicht stringent durch alle anderen Funktionen durchläuft.

Durchgängige Serviceprozesse sind gefragt In erster Linie muss das Serviceunternehmen sehr gut Bescheid wissen über die zu wartenden oder zu reparierenden Geräte beim Kunden; das kann entscheidend sein um effizient und schnell zu agieren. Je wichtiger die Geräte für den Kunden sind und je anspruchsvoller die installierte Technik ist, desto zentraler wird es, dass das Serviceunternehmen den Gerätestamm seiner Kunden jederzeit genaustens kennt. Servicefälle erhalten eine Fallnummer (Ticket), über welche die Aktivitäten koordiniert werden. Eine Wissensdatenbank kann die schnelle telefonische Auskunft spezifisch

auf ein Produkt bezogen unterstützen. Eventuell möchte man den Status mitsamt den zugehörigen Dokumenten online zur Verfügung stellen, dann ist die Integration in ein Webportal gefragt. Serviceverträge, welche bestimmte Leistungen garantieren, werden gegenüber dem Kunden vertraglich abgestützt mit SLAs. Das IT-System kann Service-Einsätze vorschlagen und Buch darüberführen, ob und wie das jeweilige SLA eingehalten wird. Auch diese vielfältigen Funktionen können durchaus von einigen ERP-Systemen im Standard abgedeckt werden. Wird mit spezialisierter Software der Betriebsstatus der zu verwaltenden Anlagen zurückgemeldet, so erhält man ein umfassendes Bild und ist jederzeit auskunfts- und hoffentlich auch handlungsfähig. Die Vermietung von Material oder sich periodisch erneuernde Dienstleistungsverträge stellen interessante Anforderungen. Beispielsweise müssen Vertragsdokumente mit Aufgaben verbunden sein, so dass eine einstellbare Zeit vor Vertragsablauf eine Aktivität ausgelöst wird. Geht es um das Vermieten oder um das befristete Lizenzieren von Software, so kommt das Lizenzmanagement dazu und der Wunsch, diese Aktionen gleich über den Webshop abzuwickeln. ERP-Systeme mit integriertem Webshop, Kundenportal und Funktionen, welche eine zeitliche Steuerung von Aktivitäten ermöglichen, werden als Standardsoftware angeboten. Auch das automatische Generieren von Lizenzcodes, Verwalten von Passwörtern über das Webinterface und ähnlichem mehr bedingt keine speziellen Entwicklungen mehr. Hingegen ist in jedem Fall einiges an Anpassung notwendig, speziell um Webshops und -portale auf die jeweiligen Bedürfnisse auszurichten. Auszug aus dem Buch: «Business Software als Erfolgsfaktor im Unternehmen» von Dr. Marcel Siegenthaler, schmid+siegenthaler consulting gmbh ISBN 978-3-03805-137-4 Erhältlich für CHF 39 auf shop.schmidsiegenthaler.ch


IT für Dienstleister

Wir fragen, Anbieter antworten: Wie digitalisiert sind Dienstleister? Mit welchen Herausforderungen kämpfen Dienstleistungsunternehmen? Was hat sich mit der Digitalisierung verändert? Wo sind Lösungsanbieter besonders gefragt? Was die Profis dazu sagen, erfahren Sie im topsoft Kurzinterview – und gerne auch in einem persönlichen Gespräch mit den Anbietern.

Roger Walter Head of CRM & Office 365 Solutions Consultinform AG

Christian Königsdorfer Geschäftsführer proles solutions ag

Sabine Schäuble Geschäftsführung MOCO hundertzehn GmbH

www.consultinform.ch

www.proles.ch

www.mocoapp.com

Wie hoch schätzen Sie den Digitalisierungsgrad im Dienstleistungssektor? Wo besteht noch Nachholbedarf?

Wir sehen die Digitalisierung als Vorstufe zur «Digitalen Transformation». Der Dienstleistungssektor ist in Sachen Digitalisierung grundsätzlich gut aufgestellt, jedoch lässt sich dies schwer beziffern ohne eine klare Abgrenzung des Begriffs. An was es den Unternehmen jedoch häufig fehlt, ist das nötige Knowhow, die Mittel der Digitalisierung auch richtig einzusetzen. Prozesse können meist einfacher gehandhabt werden und moderne Arbeitsmittel/-Methodiken erleichtern den Arbeitsalltag.

Computer, Cloud und Mobile sind allgegenwärtig. Schaut man genauer hin, besteht in vielen Bereichen grosses Potenzial für mehr Digitalisierung. Zum Beispiel kann die Interessentenund Kundenpflege professionalisiert (CRM) werden. Auch die internen Prozesse von der Leistungserfassung bis zur Verrechnung inkl. Kommunikation von/zum Kunden müssen untersucht und vereinfacht (Business-Software) werden. Zudem sollte dem Thema Datenschutz und -sicherheit mehr Gewicht gegeben werden (Cloud).

Der Nachholbedarf ist sicher hoch. Unternehmen scheuen sich meist, das Thema Software anzugehen, wenn sie sich in diesem Bereich wenig auskennen und bei den Auswahlkriterien unsicher sind. Nicht viele sind bereit, sich von vermeintlich gut laufenden Prozessen lösen und sich mit etwas Neuem zu beschäftigen. Viele dieser Unternehmen könnten durch den Umstieg auf eine Software mit Sicherheit einigen internen Aufwand einsparen, ihre Prozesse vereinfachen und durch Transparenz effizienter werden.

Mit welchen Business-Herausforderungen sind Dienstleister und Projektmanager konfrontiert? Wie kann IT sie dabei unterstützen?

Grundsätzlich gilt es für das Business die Digitalisierung und die «Digitale Transformation» in ihren Kernbereichen zu verstehen. IT-Mittel rücken stärker in den Hintergrund und werden als Wegbereiter verstanden. Viel stärker werden technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen gewichtet. Neue Generationen stellen neue Anforderungen an die Unternehmen. Dies einerseits aus Sicht des Kunden, aber genauso auch aus Sicht des Mitarbeiters.

Die Planung von Ressourcen, Arbeiten und Pendenzen bleibt die Nummer 1 der Herausforderungen. Nummer 2 dürfte die Übersicht über die aktuelle Geschäftssituation sein. Eine optimal konfigurierte Business-Software hilft bei der Transparenz und unterstützt die Planung. Es bleibt jedoch dabei, dass jeder Mitarbeiter regelmässig seine Arbeiten priorisieren und konsequent bearbeiten muss. Die IT kann vor allem helfen, Informationen schneller allen Beteiligten zugänglich zu machen.

Oft fehlt der Überblick im Unternehmen. Schnell die aktuellen Zahlen zur Hand zu haben ist sehr wichtig, um Stand und Handlungsbedarf beurteilen zu können. Eine wirklich gute Software unterstützt hier massgeblich, ohne in der Handhabung mühsam zu sein. Heutzutage muss man sich nicht mehr für Software entscheiden, die aussieht und sich anfühlt wie Excel, sondern kann mit modernen Lösungen sogar Spass an der Projektadministration haben.

Welche Voraussetzungen braucht ein Dienstleistungsunternehmen aus Ihrer Sicht für den erfolgreichen Schritt ins digitale Zeitalter?

Die Digitalisierung darf auf gar keinen Fall als rein technisches Projekt gesehen werden, sie ist zutiefst menschlich. Diese Veränderung muss im Kopf jedes einzelnen Mitarbeiters stattfinden – aber ganz besonders in den Köpfen des Kaders. Leben die Führungspersonen es vor und kommunizieren sie entsprechend, dann sorgen sie dafür, dass alle begeistert mitziehen. Und der Schritt ins digitale Zeitalter wird zum Erfolg.

Intern braucht es den Willen, für Transparenz und Effizienz zu sorgen. Offenheit gegenüber der Cloud hilft, Kosten zu sparen und moderne Hilfsmittel einzusetzen. Gegenüber den Kunden muss regelmässig hinterfragt werden, ob die bestehenden Geschäftsmodelle den aktuellen Bedürfnissen entsprechen. Eventuell müssen Prozesse überarbeitet oder um nutzenstiftende Elemente erweitert werden. Es geht auch bei der Digitalisierung um die Balance zwischen Effizienz und Innovation.

Ein Dienstleistungsunternehmen, das Prozesse – zum Beispiel die Begleitung vom ersten Kundenkontakt bis zur Abrechnung – digitalisieren möchte, sollte idealerweise im Unternehmen digital affine Mitarbeiter bei der Evaluation beteiligen. Es ist wichtig, die Benutzer zu involvieren, welche die Software nachher auch anwenden sollen. Entsteht intern Widerstand, macht das den Start alles andere als einfach. Nützlich ist sicher auch eine Offenheit gegenüber Cloud-Modellen.

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Wie Managed Services zum Erfolgsmodell für IT-Dienstleister werden IT ist aus heutigen Unternehmen kaum mehr wegzudenken. Die Begeisterung dafür hält sich jedoch vielerorts in Grenzen, denn oft haben KMU ein eher zwiespältiges Verhältnis zum «Computer». Der digitale Nutzen ist zwar unbestritten, muss aber mühsam mit Schweiss und Tränen erkämpft werden. Als Helfer in der Not erlösen IT-Anbieter mit Managed Services – einem massgeschneiderten Portfolio – ihre Kunden von der ITBürde. Dazu wird ein System benötigt, welches nicht nur für Transparenz sorgt, sondern auch eine effiziente Leistungsverrechnung gewährleistet. Mit der digitalen Transformation ist es so eine Sache: Während die IT-Gilde mit leuchtenden Augen vom Beginn eines neuen Zeitalters mit revolutionären Dimensionen schwärmt, müssen sich viele kleine und mittlere Unternehmen zähneknirschend eingestehen, dass sie weder personell noch finanziell die damit verbundenen technologischen Anforderungen stemmen können. Droht ihnen damit das Aus? Nein, denn inzwischen verstehen immer mehr IT-Anbieter die Nöte ihrer Kunden. Anstatt nur zu liefern und zu installieren, gehen viele Dienstleister dazu über, ein massgeschneidertes Lösungsportfolio aus Geräten, Software und Diensten zur Verfügung zu stellen. Die Anwender profitieren dadurch von den Vorteilen einer professionellen Infrastruktur, welche bedarfsgerecht fürs Business zur Verfügung steht.

Transparenz schafft Kundenvertrauen

Komplexe Herausforderungen bewältigen

Anwender erwarten in Sachen IT Zuverlässigkeit, Flexibilität und Leistungsfähigkeit. Ganz nach dem Motto: «Das Ding muss einfach funktionieren, alles andere ist mir egal.» Dies ist – vielleicht etwas salopp formuliert – der Hauptgrund, weshalb sich Unternehmen entscheiden, die digitale Kompetenz eines IT-Spezialisten einzukaufen. Entsprechend hoch sind natürlich die Erwartungen an den Dienstleister. Vertrauen und Kompetenz stehen an erster Stelle: Jeder Unternehmer wird (hoffentlich) genau hinschauen, wer da was an seinen Daten macht. Aus diesem Grund ist Transparenz für Kunden besonders wichtig. Sei dies bei der Übersicht über die Assets des Lösungsportfolios und den vereinbarten Leistungen, oder bei der Erfassung von Störungsmeldungen über ein Kundenportal.

Um es vorwegzunehmen: Managed Services können eine Win-Win-Situation für IT-Dienstleister und deren Kunden sein – vorausgesetzt, die Portfolios lassen sich effizient und effektiv verwalten. Der Leistungskatalog für die Kunden muss deshalb einfach einsehbar sein. Auf technischer Ebene müssen die IT-Spezialisten auch komplexe Zusammenhänge und deren Informationen verständlich und nachvollziehbar abbilden können. Gleichzeitig müssen sich Services gemäss Vereinbarung, aber auch als Sonderfälle korrekt abrechnen lassen. Dabei kommen verschiedene Varianten zum Tragen, wie zum Beispiel die Verrechnung von Kontingenten nach unterschiedlichen Einheiten, nach Leistungskontingenten für verschiedene Services, nach individuellen Laufzeiten oder bezogen auf Firmenstrukturen (Holdings, Niederlassungen, Partner usw.).

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Dienstleister brauchen eine Lösung für alles

Die Nase vorn dank Managed Services

Wer als IT-Dienstleister Managed Services anbietet, weiss, wie schnell die Übersicht über die installierte Kundenbasis bzw. die vereinbarten und verrechneten Leistungen verloren gehen kann. Das A und O sind deshalb einfache und klar messbare Grundlagen. Leistungskataloge sollten transparent und in möglichst einheitlicher Form für alle Kunden vorliegen. Im Idealfall kommen die Verwaltung und die Abrechnung der Services aus einer Lösung. Sei dies die Configuration Management Database (CMDB), das Ticketing-System für die einzelnen Incidents, die zugrundeliegenden Vereinbarungen wie Service Level Agreements (SLA) oder die Verwaltung von Kontingenten. Dazu gehört natürlich auch das Leistungsmanagement hinsichtlich Planung, Skills der Mitarbeitenden, die Zeit- und Materialerfassung, die Budgetierung und Kontrolle bis hin zur Gestaltung der Faktura nach Kundenvorgaben.

Managed Services setzen ein leistungsfähiges, flexibles und transparentes Management-Tool voraus. Dieses sollte trotz einfachem Handling ein Maximum an Unterstützung bieten. Als Cockpit ermöglicht es dem Service-Anbieter nicht nur sämtliche Portfolios jederzeit unter Kontrolle zu haben und rechtzeitig zu intervenieren, sondern auch den Cash-Cycle von erbrachten Leistungen zu optimieren. Dem Servicekunden liefert es im Endeffekt die Grundlage, seine Kernkompetenzen gewinnbringend mit moderner Informatik zu unterstützen. Transparenz bedeutet für ihn Sicherheit und Vertrauen, für den IT-Anbieter wiederum Effizienz und Professionalität. Der digitale Konkurrenzkampf ist nicht nur für Anwender hart. Auch Softwarehersteller und IT-Systemhäuser müssen sich warm anziehen, um in Zukunft zu bestehen. Dabei können Managed Services matchentscheidende Vorteile bieten.

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BAR Informatik AG 3902 Brig-Glis www.barinformatik.ch

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DMS und Archivierung topsoft Fachmagazin 17-3

«Unwissenheit schützt vor Strafe nicht»: Verschiedene Varianten, um ein Unternehmen «paperless» zu machen Überlegungen zum papierlosen Büro und zu damit verbundenen Lösungen sollten ein Unternehmen nicht belasten, sondern vielmehr entlasten. Wichtig ist, dass das Bauchgefühl stimmt und keine «Magenverstimmung» eintritt. >> Peter Kanele | Textation AG

Stellen Sie sich vor, dass Sie alle Ihre geschäftsrelevanten Unterlagen rechtssicher in einem digitalen Archiv abgelegt haben. Zunächst ist dies sicher ein beruhigendes Gefühl, alles klassifiziert und nach Suchkriterien zentral an nur einem Ort archiviert zu haben. «Klasse, diese papierlose Welt», werden Sie zunächst denken. Bei genauerer Betrachtung sollten Sie sich jedoch die Frage stellen, was bedeutet der Begriff «rechtssicher» eigentlich genau? Welche Auswirkungen sind damit verbunden? Rechtssicher bedeutet in erster Linie, dass Sie an digital archivierten Dokumenten nichts mehr verändern bzw. korrigieren können. Ist diese Anforderung nicht erfüllt, kann es Konsequenzen für das Unternehmen haben. 22

Ganz nach dem Motto: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Wie viele Unternehmen auch, werden Sie wahrscheinlich mit Word oder Ihrem eigenen Texterstellungs-Programm geschäftsrelevante Dokumentinhalte erstellen. Beim Einsatz eines digitalen Archivs ist es an dieser Stelle wichtig, dass geschäftsrelevante Textinhalte im Anschluss an die Fertigstellung geprüft und korrekturgelesen werden. Wenn dann die Freigabe erfolgt – und nur dann – sollte das Dokument unveränderbar langzeitarchiviert werden. Dasselbe gilt auch für das Publizieren der Dokumente, z.B. auf einer Website. Wenn Sie darüber nachdenken, wie Sie heute Textinhalte in Ihrem Unternehmens erstellen und publizieren wollen, liegt der Nutzen auf der Hand, – oder doch nicht?

Schutz von Daten und Dokumenten Das Kapital und gleichzeitig das Aushängeschild eines Unternehmens sind unter anderem die Daten und Dokumente. Diese gilt es in hoher Qualität zu erstellen und zu sichern, um den Mitarbeitenden und den Kunden stets ein hohes Sicherheitsgefühl zu vermitteln. Im besten Fall übergeben Sie den rechtssicheren und automatisierten Dokumenten-Erstellungsprozess an eine geeignete Software, die Sie wesentlich bei Ihren täglichen Arbeiten unterstützt. Dadurch profitieren nicht nur Sie, sondern auch Ihre Mitarbeitenden. Zusätzlich wird die Dokumentenqualität enorm gesteigert. Jetzt kann DMS/ECM beginnen und alles, was IT an entsprechenden Möglichkeiten bietet.


DMS und Archivierung

Der Autor Peter Kanele, Betriebswirt (GA) Gründer der Fachthemen-Initiative für die IT-Industrie «Paperless World®», langjährige Erfahrung mit Schwerpunkt Lösungsberatung ECM/DMS

Es kann natürlich sein, dass Sie mit Ihrem Unternehmen nicht in regulierten Märkten zu Hause sind und daher denken: Muss ich nicht, brauch‘ ich nicht! Wenn Sie sich jedoch vor Augen halten, dass Ihre Daten und Dokumente das Kapital Ihres Unternehmens sind, liegt es nahe, hierüber einmal nachzudenken und eventuell eine individuelle Lösung einzusetzen, welche zu Ihren Prozessen passt. Mit der dargestellten Paperless World®-Lösung lassen sich Arbeitsabläufe über die gesamte Wertschöpfungskette eines Unternehmens effizient und medienbruchfrei automatisieren.

Automatisierte Lösungen für das papierlose Büro Die Lösung beginnt mit der zentralen automatisierten Dokumentenerstellung. Jeder Zugriff wird dabei in der Reihenfolge: Wer hat was, zu welchem Zeitpunkt und zu welchem Zweck am Dokument verändert und dokumentiert. Dabei werden alle Informationen chronologisch in der Dokumenten-Historie hinterlegt. Im Anschluss an die Dokumentenfreigabe und der abschliessenden Versionierung, kann am Dokument nichts mehr verändert werden! Freigegebene Dokumente werden dann in sehr hoher Qualität, automatisiert volltextgelesen und nach Suchkriterien (Klassen, Indexe) als

digitale Akten in der zentralen Dokumentenablage abgelegt. Mit dem Begriff Dark Zone sind nicht die dunklen Mächte aus Krieg der Sterne gemeint. Hier geht es vielmehr darum, wie eingehende Post, z.B. gescannte Dokumente, E-Mail-Rechnungen und weitere, automatisch im Hintergrund des digitalen Arbeitsplatzes verarbeitet werden kann. Die Fachwelt spricht hier vom «Digital Mail-Room», mit dem sich beispielsweise E-Mail-Rechnungen unsichtbar (Dunkelverarbeitung) verarbeiten lassen. Unter der Voraussetzung von hoher Dokumentenqualität können so beispielsweise Kontierungsprozesse ohne menschliches Einwirkung automatisiert durchgeführt werden. Hinter der Lösung steckt das effiziente Zusammenspiel einer speziellen Texterstellungssoftware, dem Digital Mail-Room und eines zentralen DMS/ECM-Systems.

Beispiel: Paperless World®-Szenario ∙∙ Einfache und effiziente Erstellung: Gleichzeitige Bearbeitung von Inhalten durch verschiedene Benutzer und intelligente Verarbeitung von gleichartigen Textabschnitten ∙∙ Einfache Abbildung interner Prozesse: Flexible Konfiguration von Workflows und Rollen (z. B. Freigabe von Inhalten, automatisierte Weiterleitungen) ∙∙ Automatische Verarbeitung und Weiterleitung eingehender Post ∙∙ Automatische Erinnerung an ausstehende Aufgaben, integrierte Termin- und Aufgabenüberwachung ∙∙ Rechtssichere Nachvollziehbarkeit: AuditTrail aller Aktionen und Änderungen ∙∙ Zentrale Ablage: Informationen und Dokumente sind zentral verfügbar, schnelle und einfache Suche aller Inhalte (auch mobil über Web-Browser) ∙∙ Medienbruchfreies Arbeiten <<

Paperless World® auf der topsoft Fachmesse 2017 Zum beschriebenen Fachthemenbereich «Durchgängige Paperless World®-Lösung» sind wir auch dieses Jahr wieder als Partner der topsoft auf dem grössten Schweizer IT-Event vertreten. Besuchen Sie uns auf der Paperless World®-Themenbühne am 29./30.8.2017. Spannende Referate zum oben genannten Themenfeld sind garantiert. Im Anschluss an die jeweiligen Fachreferate mit Live-Präsentationen haben Sie die Möglichkeit, sich mit den Referenten über Ihre individuellen Anforderungen auszutauschen.

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DMS und Archivierung topsoft Fachmagazin 17-3

«Mit einer digitalen Poststelle lässt es sich produktiver und effizienter arbeiten.» Noch ist Briefpost ein allgegenwärtiges Thema in Schweizer Unternehmen. Zunehmend halten aber auch hier digitale Lösungen Einzug. Die Vorteile sind automatisierte Postverteilung, vollständige Rückverfolgbarkeit, transparente Prozesse und sichere Archivierung. Im Gespräch mit der topsoft Redaktion erklärt Adrian Turrin, Canon (Schweiz) AG, wie digitale Poststellen die Effizienz und Produktivität steigern. >> Die topsoft Redaktion im Gespräch mit Adrian Turrin, Canon Business & Information Services

topsoft Redaktion: Herr Turrin, obwohl die meiste Korrespondenz heute per E-Mail erfolgt, gibt es noch immer die gute alte Briefpost. Beisst sich das mit dem digitalen Wandel? A. Turrin: Überhaupt nicht. Die Digitalisierung von Poststellen ist sogar ein ausgezeichnetes Beispiel für eine sinnvolle digitale Transformation. Der sogenannte «Digital Mailroom» erlaubt eine umfassende digitale End-zu-End Verarbeitung. Informationen können nach Empfang umgehend digitalisiert und sortiert werden. Im Anschluss gelangen sie automatisch zu den richtigen Empfängern oder lösen entsprechende Prozesse aus. Damit ist eine vollständige Rückverfolgbarkeit sichergestellt. Die Datenrecherche wird wesentlich vereinfacht und die Archivierung sicherer. Das spart Zeit und Geld und erlaubt den Unternehmen, produktiver und effizienter zu arbeiten.

Kontaktpersonen zu und löst im System gleichzeitig die je nach Dokumententyp notwendige Empfängermassnahme aus. Handelt es sich um eine Rechnung, erhält der Empfänger beispielsweise den Auftrag, diese zu kontieren oder zu visieren. Auch dies erfolgt digital und kann zum Beispiel bei Ferienabwesenheiten delegiert werden. Nachdem der notwendige Arbeitsschritt vom Empfänger erledigt ist, wird das Dokument der nächsten verantwortlichen Person zur Weiterverarbeitung zugewiesen. Der Prozess setzt sich fort bis das Dokument sicher im elektronischen Archiv abgespeichert ist.

Welche Überlegungen bewegen Unternehmen dazu, ihren Posteingang zu digitalisieren? Besonders in Unternehmen und Institutionen mit sehr viel Briefpost stellt man je länger je mehr fest, wie zeitaufwändig die manuelle Postverarbeitung ist. Das Sortieren der Post ist unproduktiv. Kommt hinzu, dass in Zeiten fortschreitender Digitalisierung alle erwarten, zeit- und ortsunabhängig auf ihre Informationen zugreifen zu können.

Wie muss man sich den Prozess der digitalen Postverarbeitung vorstellen? Der Prozess beginnt beim Posteingang, es folgt das Erfassen und Sortieren, das Verteilen mit individuell zugewiesenen Empfängermassnahmen, bis zur Archivierung der Dokumente. Dabei sind verschiedene Herausforderungen zu meistern. Zuerst müssen Dokumente unterschiedlichen Formats an allen Unternehmensstandorten sauber erfasst werden können. Danach sortiert eine Software die Dokumente automatisch und weist sie den entsprechenden Empfängern oder Prozessen zu. Die nebenstehende Grafik zeigt eine Übersicht über die Funktionsweise der digitalen Postverarbeitung.

Die Software weist Dokumente automatisch dem korrekten Empfänger zu? Wie ist das möglich? Das ist richtig. Ein leistungsstarkes Textanalyse-Tool erkennt auf Basis von Schlagworten, um welche Art von Dokument es sich handelt. Der Name des Empfängers wird erfasst oder ermittelt. Diese Analyse der Software weist das Dokument anschliessend der korrekten 24

Adrian Turrin ist Verkaufsleiter Canon Business & Information Services und verfügt über langjährige IT-Erfahrung mit Schwerpunkt Unternehmensdigitalisierung.


DMS und Archivierung

So funktioniert’s: Vom Empfang physischer Post bis zur Ablage im e-Archiv (Quelle: Canon)

Empfangen

Verarbeiten

Verteilen

Wie steht es um die Rechtskonformität im elektronischen Archiv im Digital Mailroom?

DMS

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E-Mail Elektronische Post wird direkt

Digitalisierte Post wird

Digitalisierte Post wird an die

verarbeitet. Die Lösung Digital Mailrichtige Empfänger versandt. automatisch nach der Art sortiert. Physikalische Post wird room von Canon bietet einen Einfacher Online-Zugriff mit Workflow digitalisiert. jedem webfähigen Gerät. Indexierung für einfaches sicheren Weg zur Erfassung Wiederfinden. und Speicherung von Daten, Sichere Speicherung. die von einem Unternehmen versendet und empfangen werden. Dank vollständiger Rückverfolgbarkeit und kontrolliertem Zugriff auf vertrauliche Post werden gesetzliche BestimKlingt gut, können Sie dies mit einem Beispiel aus der Praxis erläutern? mungen eingehalten. Die elektronische Archivierung bringt zudem den grossen Vorteil, dass Zugriffsrechte individuell verwaltet und von den Canon konnte kürzlich mit seiner Lösung eine Buchhaltungs- und Mitarbeitenden von jedem Ort via Computer oder mobilen Geräten Steuerberatungsfirma mit hohem Postaufkommen beim Optimieren eingesehen werden können. seiner Dokumentenverarbeitungsprozesse unterstützen. Durch die Digitalisierung des Posteingangs und des Prozesses der Weiterverarbeitung konnte das Unternehmen erhebliche Einsparungen erzielen. Wo sehen Sie die grössten Vorteile einer digitalen Poststelle? Davon profitieren letztlich auch die Kunden. Die Investition in die Lösung war bereits nach sechs Monaten amortisiert und das UnterEine digitale Poststelle eliminiert die arbeitsintensive, fehleranfällige nehmen profitiert fortan von jährlichen Kosteneinsparungen und und kostenintensive manuelle Sortierung von eingehenden Dokumengewinnt an Effizienz und Produktivität. << ten. Alle eingehenden Informationen werden automatisch beim Eintreffen im Unternehmen erfasst – egal ob in einem zentralen Hauptbüro oder in lokalen Niederlassungen. Dadurch reduzieren sich die Betriebsund Verarbeitungskosten. Geschäftsprozesse werden optimiert und die Digital Mail auf der topsoft Fachmesse 2017 Reaktionszeit wie zum Beispiel auf Kundenanfragen verkürzt. Zudem Die Lösung Digital Mailroom von Canon wird neben andeprofitieren Unternehmen von mehr Transparenz bei jedem Prozessren Business Information Services an der topsoft Messe am schritt. Die elektronische Archivierung zeichnet sich aus durch höhere 29./30. August am Messestand von Canon und Textation Sicherheit, kontrollierten Datenzugriff sowie umfassende und genaue vorgestellt. Workflow-Rückverfolgung.

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User Experience topsoft Fachmagazin 17-3 (Teil 2)

User Experience von Business-Anwendungen Business Anwendungen mit modernen Benutzeroberflächen reichen heute nicht aus, um alle Kunden, Mitarbeiter und Partner zufrieden zu stellen. Wichtig für die optimale «User Experience» sind Lösungen, die den Nutzungskontext über alle Systeme, Geräte und Kontaktpunkte berücksichtigen und auf die spezifischen Benutzerrollen eingehen. >> Christoph B. Bochsler | Cando

Was nützen die schönste Mobile App, das beste Kundenportal und die modernste Business Anwendung, wenn der Mehrwert für den Kunden fehlt und die Mitarbeiter in ihren Tätigkeiten nicht optimal unterstützt werden? Es lohnt sich, die einzelnen Benutzergruppen und deren Ziele zu hinterfragen. Ein Erfolgsfaktor für gelungene Benutzererlebnisse besteht darin, relevante Mehrwerte zu schaffen und gleichzeitig Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Vergleichbar mit einer Waage, stehen auf der einen Seite Anreiz, Motivation und Kundenmehrwert und auf der anderen Seite Bedenken, Hindernisse und Stolpersteine. Überwiegt der zweite Teil, wird das Projekt scheitern, weil die Akzeptanz von Kunden oder Mitarbeitern fehlt. Relevante Kundenmehrwerte zu entwickeln bedeutet mehr als nur Brainstorming. In enger Zusammenarbeit mit Kunden, Mitarbeitern und Partnern werden Ideen evaluiert, Hypothesen formuliert und anhand aktueller «Design Thinking»-Methoden und «Proof of Concept»-Phasen überprüft. Dabei fliessen strategische Aspekte, Trends und Marktinformationen ein. Oft kommen moderierte Fokusgruppen zur Erhebung von Anforderungen und Potentialen hinzu.

User Journeys und Nutzungskontext der Anwendung Sind die Kundenbedürfnisse, die kritischen Prozesse und die Business-Anforderungen definiert, geht es an das Modellieren der optimalen User Journey der wichtigsten

Zielgruppen. Dabei muss der Nutzungskontext der Anwendung berücksichtigt werden. Darunter versteht man einerseits die Haltung, z.B. auf dem Sofa liegend (lean-back) oder am Tisch sitzend (lean-forward), die Situation z.B. mobil oder stationär, online oder offline und auch das Umfeld z.B. privat, öffentlich, geschäftlich, beim Einkaufen usw. Dabei spielen die verwendeten Geräte wie Laptop, Tablet oder Smartphone eine wichtige Rolle. Dazu ein Beispiel der SBB: Ein Kunde verbringt im Schnitt 63 Minuten pro Tag im SBB-Umfeld und generiert dabei über 40 Kontaktpunkte – dabei wechselt er vom PC zum Smartphone und ist vor, während und nach der Reise auf Informationen und Dienste angewiesen. Auch im Business-Bereich wird längst nicht mehr nur stationär am Desktop Computer gearbeitet. Verkaufsmitarbeiter sind mobil per Smartphone und Tablet unterwegs, Servicetechniker mit Laptops auch bei Kunden ohne Internetverbindung im Einsatz und Milliarden von Geräten und Sensoren liefern Echtzeitdaten aus allen erdenklichen Quellen. Hier gilt es, den Überblick zu behalten und zu verstehen, wie sich Kunden und Mitarbeiter digital über alle Kontaktpunkte mit dem Unternehmen bewegen. Im Fokus stehen dabei präzise, aussagekräftige Beschreibungen der typischen Benutzer, deren Motivation und Ziele, welche in «Personas» festgehalten werden. Anhand narrativer Beschreibungen der wichtigsten Aufgaben werden User Journeys über alle Kontaktpunkte erstellt und visualisiert. Um die Bedürfnisse und den Nutzungskontext besser zu verstehen, besuchen UX-Experten

Proof of Concept: Mit 800 Testkunden, vier Anbietern und vier Standorten an Bahnhöfen validierte die SBB Hypothesen zum Thema mobiles Bezahlen und Loyality.

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die Anwender auch vor Ort und verschaffen sich durch Befragungen und Beobachtungen ein detailliertes Bild.

Befragungen und Beobachtungen der Zielgruppe Eine bewährte Methode ist das «Job Shadowing», bei dem es sich um eine begleitende Beobachtung der Benutzer bei der Arbeit handelt. Bei der «Think Aloud»-Methode müssen die Mitarbeiter typische Aufgaben live am System demonstrieren und dabei laut sprechen, was sie gerade denken. Dies alles wird gefilmt und von UX-Experten beobachtet. Die Erfahrung zeigt, dass bereits mit geringem Aufwand von ca. 5–7 einstündigen Beobachtungen und Interviews über 80% der kritischen Problempunkte und Hindernisse erkannt werden. Ein weiterer Vorteil dieser Methoden ist die Kommunikation für alle Stakeholder im Unternehmen. Das aufbereitete Videomaterial mit dem O-Ton der Benutzer hat schon manchem Entscheidungsträger die Augen geöffnet und Verbesserungspotential aufgezeigt. Mit universellen, anerkannten Usability-Kriterien werden in «Expert Reviews» konkrete oder geplante Anwendungen analysiert. Dabei kommen moderne Usability-Heuristiken1 und Research-Ansätze sowie Best PracticesMethoden aus dem User Centred DesignUmfeld zur Anwendung. Das Resultat ist typischerweise eine Liste von aktuellen Problemen und konkreten Verbesserungsvorschlägen.

Kontinuierliche Exploration, Prototyping und Validierung «Es gibt nichts Gutes ausser man tut es» formulierte Erich Kästner die Notwendigkeit des Handelns. Lieber früh starten, sich auf den Weg machen und dabei lernen, was funktioniert und was nicht. Bezogen auf die User Experience heisst dies: Kontinuierlich neue Ideen ausprobieren und möglichst früh mit den Benutzern testen. Dabei reichen bereits einfache Prototypen und Click-Dummies, um konkrete Ideen zu validieren. Gleichzeitig werden dadurch von Projektbeginn an die wichtigen Stakeholder aus Management, Business und IT in den Entstehungsprozess involviert.


User Experience

Grafik: Integrierter User Experience Design und Entwicklungsprozess

Grafik: Nahtlose Integration von Designund Entwicklungstools am Beispiel von Sketch und Zeplin

Verbindung von UX-Design und Entwicklungsprozess Über 58% der Schweizer Unternehmen entwickeln ihre Softwareprojekte vorwiegend agil. Methoden wie Scrum und Kanban sind auf dem Vormarsch. Ausserhalb der Softwareentwicklung ist Agilität höchstens noch im Projekt-, Produkt- und Releasemanagement ein Thema. Entsprechend schwer tun sich viele IT-Organisationen in der übergreifenden Zusammenarbeit. Ein gutes Kundenerlebnis kann man jedoch nur durch die Abstimmung aller Bereiche erreichen. Ein interdisziplinäres Team benötigt heute nebst Requirement Engineers, IT-Architekten, Entwicklern und Testpersonen auch Designer und UX-Experten. Dabei wird oft vergessen, dass ein reiner Designer kein UX-Experte ist. Ein herkömmlicher Visual- oder Interaction-Designer deckt bei weitem nicht den Bereich eines UX-Experten ab, sondern gestaltet im besten Fall eine einfach zu bedienende Benutzeroberfläche. Mittlerweile stehen unzählige Tools für die Erfassung, Visualisierung und Messung von Kundenbedürfnissen zur Verfügung. Speziell im Bereich Prototyping, Design und Frontend-Entwicklung geht der Trend hin zu einem voll integrierten Design- und Entwicklungsprozess. Dabei erstellt der UX-Experte einen ersten Prototyp und kann diesen direkt online zugänglich machen, sowohl für Desktop- wie auch Mobil-Applikationen. Teams können diese interaktiven Prototypen zusammen durchgehen und kommentieren. Auch Validierungen mit Endkunden können gleich online

durchgeführt und dokumentiert werden. Das finale Design wird dann durch den Visualoder Interaction-Designer in Tools wie Sketch erstellt und über Zeplin oder InVision den Frontend-Entwicklern zur Verfügung gestellt. Dabei können die Entwickler direkt auf CSS Code zugreifen der automatisch generiert wurde.

Agile Entwicklung und User Experience Eine optimale User Experience ist keine einmalige Sache. Die Arbeit ist durch die Erstellung von UX-Guidlines und Visual Design nicht getan, User Experience ist ein voll integrierter Bestandteil im Entwicklungsprozess. UX-Experten begleiten Unternehmen intensiv von der Idee bis zum Go-Live eines Projekts oder Produkts. Dabei arbeiten sie in agilen Teams und stellen sicher, dass die Benutzerbedürfnisse konstant gemessen werden und in die Entwicklung einfliessen. Erfahrene UXExperten kennen sich aus im Spannungsfeld zwischen Kunden, Benutzer und Entwicklung und wissen, wie man interdisziplinäre Teams auf ein gemeinsames Ziel ausrichtet. Gute Designer arbeiten heute mit wiederverwendbaren Komponenten. Gerade in grösseren Unternehmen mit vielen Anwendungen oder bei komplexeren Webportalen, werden zunehmend Design-Systeme und UIFrameworks eingesetzt, die auf Komponenten basieren. Nebst der Wiederverwendbarkeit fördert dies auch das Benutzererlebnis, weil dem Benutzer bereits bekannte Funktionen

in allen Anwendungen des Unternehmens gleich implementiert werden wie z.B. Login, Formulare, Menus, Navigation, Listen und Volltextsuche.

Gutes Design und Emotionen Entscheidend für den ersten Eindruck einer Anwendung ist nach wie vor das visuelle Design. Es trägt massgeblich zur positiven User Experience bei. Benutzer schätzen ansprechende und stimmige Anwendungen, wollen die wichtigsten Informationen auf einen Blick sehen, Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden können und eine intuitive, stringente Navigation. Bereits kleine Dinge können beeindrucken. Im Falle einer Business-Anwendung für eine Versicherungsgesellschaft wurde eine kundenspezifische, interaktive Grafik entwickelt, welche den Key Account-Managern auf einen Blick zeigt, welche Produkte beim Kunden in der Pipeline oder im Portfolio sind bzw. wo es noch Potenzial hat. Dies stimmte die Benutzer vom Start weg positiv und half entscheidend bei der Einführung der neuen, eher funktional und trocken anmutenden Lösung. Sogar das Logo der neuen Anwendung wurde durch diese Grafik inspiriert; dieses wird mittlerweile weltweit in der gesamten Projektkommunikation, den Trainingsunterlagen und im Intranet verwendet. Einen Schritt weiter gehen Start-Ups wie MailChimp, ein Anbieter von webbasierter Newsletter-Software. Bereits der kleine Affe im Logo macht das Produkt sympathisch und widerspiegelt die persönliche, erfrischende Kommunikation der gesamten Applikation. 27


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Mehr Effizienz, mehr Klarheit:

Die Zukunft des Schweizer Zahlungsverkehrs heisst ISO 20022 Der undurchsichtige Dschungel von unzähligen Standards, Verfahren, Formaten und Einzahlungsscheinen im Schweizer Zahlungsverkehr hat bald ein Ende. Dank einer schrittweisen Vereinheitlichung lassen sich Zahlungsprozesse künftig kostengünstiger und effizienter betreiben.

Die Harmonisierung des Zahlungsverkehrs nach dem Standard ISO20022 wird die Basis für einen langfristig wettbewerbsfähigen Schweizer Zahlungsverkehr. Denn mit der Umstellung werden die Meldungen für den elektronischen Datenaustausch via XML übermittelt. Die PostFinance stellt als erstes Finanzinstitut am 01.01.2018 komplett auf die neuen Formate um. Die weiteren Finanzinstitute folgen bis Mitte 2018. Betroffen sind dabei alle Unternehmen, die ihre Überweisungen oder Zahlungseingänge über eine Business-Software abwickeln.

Ruud Bom, Geschäftsleiter Exima GmbH

Für die Kommunikation Kunde-Finanzinstitut und FinanzinstitutKunde sind zwei Formate von Relevanz. Zum einen das Überweisungsverfahren «Payments Initiation (pain)», zum anderen die Avisierungs- und Reportmeldungen «Cash Management (camt)».

Umstellung leicht gemacht Das Zürcher Unternehmen Exima ist auf umfassende ERPLösungen spezialisiert und führender SelectLine Partner. Durch die Harmonisierung des Zahlungsverkehrs werden Updates der SelectLine-Programme nötig – ansonsten können nach erfolgter Umstellung der Finanzinstitute auf die ISO 20022-Norm keine Zahlungen mehr übermittelt werden. Exima begleitet Unternehmen durch den Prozess und sorgt dafür, dass die Programme rechtzeitig auf dem neusten Stand sind. SelectLine-Auftrag und SelectLine-Rechnungswesen (OPOS) können ab Version 14.0 pain.001 übermitteln, im SelectLineLohn ist dies ab Version 16.3 möglich. Seit Version 17.1.8 ist die Verarbeitung von camt.054 ESR in SelectLine-Auftrag bzw. SelectLine-Rechnungswesen (mit OPOS) möglich. Ab Version 17.2 wird es möglich sein, Lastschriften im XML-Format (pain.008) zu erstellen.

Klare Vorteile für Unternehmen Schnellere Verfügbarkeit von Geldern Die eindeutige Identifizierung der Kontonummer im IBAN-Format reduziert Erfassungsfehler, Rückfragen und Rückweisungen durch Banken. Das vermindert administrativen Aufwand. Reduktion von IT-& Wartungskosten Standardisierte Auftrags- und Statusmeldungen bei allen Schweizer Finanzinstituten verringern die Komplexität der Softwarelösungen. Und das entlastet das IT-Budget. Standardisierte Zahlungs-Validierung Eine einheitliche Validierung von File-Einlieferungen bei allen Schweizer Finanzinstituten erhöht die Verarbeitungsqualität und spart Zeit.

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Erhöhte Prozess-Automatisation Die Durchgängigkeit der Zahlungsprozesse dank des gemeinsamen Standards ermöglicht die automatische Erkennung einer Zahlung und sorgt so für mehr Effizienz. Neuer Einzahlungsschein Auf dem neuen, einheitlichen Einzahlungsschein sind die Inhalte durch die gemeinsamen Richtlinien von Banken und PostFinance immer gleich strukturiert und können dank eines QR-Codes bequem eingescannt werden.

Bereit für die Zukunft des Zahlungsverkehrs? Unternehmen sollten unbedingt die Vorlaufzeit bis Ende 2017 nutzen, um SelectLine-Anwendungen frühzeitig auf den aktuellsten Stand zu bringen. Die PostFinance stellt ab 01.01.2018 ihr Zahlungssystem um, ab dann ist es nicht mehr möglich, ESR v11-Dateien herunterzuladen oder EZAG zu übermitteln.

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topsoft Fachmagazin 17-3

User Experience

Einwänden und Kritikern begegnen Gerade im Bereich von Business-Anwendung ist das Thema User Experience noch neu. Die Projektbeteiligten sind primär mit den Business-Anforderungen und Funktionalitäten beschäftigt. User Experience wird mit Interface Design gleichgesetzt. Wenn dann doch ein UX-Experte involviert wird, nehmen ihn die Entwickler anfänglich als Störfaktor wahr. Kommentare wie «Das haben wir schon immer erfolgreich so gemacht» oder «Das ist doch nur die individuelle Meinung eines Kunden, der eh keine Ahnung hat» bis zu «Wir sind schliesslich Marktführer XY und wissen was User Experience ist» sind keine Seltenheit. Um solchen Einwänden und Kritiker zu begegnen benötigt man Fingerspitzengefühl und Verständnis für die jeweiligen Bedürfnisse. Im Projektverlauf zeigt sich oft, dass auch die Entwickler oder Implementationspartner klare Anforderungen und gut validierte Mock-Ups als Basis schätzen.

Was kommt als nächstes – die Trends Bereits heute sind längst nicht alle Business-Anwendungen und Softwareanbieter auf dem aktuellsten Stand hinsichtlich User Experience. Gerade im ERP-Bereich gibt es noch monolithische Dinosaurier mit uralten Benutzerschnittstellen. Doch die Entwicklung schreitet immer schneller voran. Es entstehen neue, sehr unterschiedliche Kontaktpunkte und Interfaces. Dazu gehören «Conversational Interfaces», die sich an Chat-Apps wie WhatsUp und WeChat anlehnen und durch intelligente Chat-Bots den Kundendienst unterstützen oder kommerzielle Angebote platzieren. Dann wären aber auch Sprach-Interfaces wie Amazon Alexa, Google Home oder Siri zu nennen, in Form von intelligenten Lautsprechern im Wohnzimmer oder als Assistenten beim Autofahren. Selbst totgesagte Technologien wie Augmented Reality (AR) erleben gerade einen zweiten Frühling, diesmal mit Anwendungen für Servicetechniker und als interaktive Bedienungs- und Reparaturanleitungen. Maschinen melden in Zukunft automatisch Probleme dem Service Center und das Verbrauchsmaterial wird bei Bedarf direkt nachbestellt. Diese neuen Technologien und Interfaces fordern Unternehmen und UX-Experten zusätzlich. Gilt es doch, die neuen Trends zu testen und zu bewerten. Vieles mag Spielerei sein, anderes wird ganze Branchen durchschütteln und verändern. User Experience wird zukünftig noch umfassender und gesamtheitlicher angeschaut werden müssen. Statt monolithischen Business-Anwendungen sind offene Service-Architekturen gefragt, die sich flexibel an neue Interfaces und Kundenbedürfnisse anpassen. << 1 https://www.nngroup.com/articles/ten-usability-heuristics/

Über Cando Cando ist eine Schweizer UX Agentur und Pionier im Bereich User Experience für Business-Anwendungen. Als unabhängiger und neutraler Partner unterstützt Cando nationale und internationale Unternehmen, Start-Ups und Anbieter bei der Ideenfindung und Innovationen, entwickelt neuartige Applikationen oder optimiert bestehende Business Anwendungen hinsichtlich der User Experience. Cando stellt zudem einzelne UX-Experten für Projekte zur Verfügung, baut firmeninterne UX-Teams auf und sorgt für die nahtlose Integration von UX in den agilen Entwicklungsprozess.

Augmented Reality App zur Unterstützung der Monteure beim Küchenbau (Quelle: blum)

10 UX-Tipps für erfolgreiche Benutzererlebnisse mit Business-Anwendungen 1. Erst die Bedürfnisse, Mehrwerte und Bedenken aller Benutzergruppen erfassen 2. Alle Stakeholder wie Mitarbeiter, Management, Kunde und Partner von Anfang an involvieren 3. Früh mit Prototypen arbeiten, um Ideen und Lösungsansätze bei den Zielgruppen zu validieren 4. User Experience nahtlos in die Entwicklung integrieren und interdisziplinäre Teams bilden 5. Möglichst iterativ und agil zum Ziel, dabei stetig Feedback der Benutzer einholen 6. Design– und Entwicklungsprozess integrieren und entsprechende Tools einsetzen 7. Design-Systeme mit wiederverwendbaren Komponenten sind effizient und schaffen zugleich ein einheitliches Benutzererlebnis – auch über mehrere Business Anwendungen hinweg 8. Auf ansprechendes Visual Design achten und positive Emotionen beim Benutzer wecken 9. Jedoch: Nicht alles was schön aussieht, ist zwingend auch gut bedienbar 10. Fokus auf den Benutzer legen und Empathie für seine Bedürfnisse aufbringen

Mehr zu Cando und zum Thema: www.cando-image.com/ux4business

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B2B Omnichannel topsoft Fachmagazin 17-3

Wie neue Technologien die B2B-OmnichannelStrategien revolutionieren Die Dynamik im B2B-Omnichannel-Vertrieb hat die Kundenorientierung neu definiert. Zwar haben Hersteller und Grosshändler zu Unternehmenskunden seit jeher engere Beziehungen als zu Endverbrauchern. Doch neue Technologien wie Virtual Reality, 3D-Druck oder Internet of Things mit den daraus entstehenden Daten erweitern die Ebenen der Interaktion, welche das HerstellerKunden-Verhältnis für beide Seiten gewinnbringend vertiefen. >> Michiel Schipperus | Sana Commerce

Bis zum Jahr 2020 werden deutsche Unternehmen knapp 850 Millionen Euro in innovative Anwendungen aus dem Bereich Virtual bzw. Mixed Reality (VR und MR) investieren, der Löwenanteil soll auf die Entwicklung von B2B-Anwendungen entfallen – das zeigt die Studie1 «Head Mounted Displays in deutschen Unternehmen – ein Virtual, Augmented und Mixed Reality Check» von Deloitte, dem Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT und dem Digitalverband Bitkom. Eine weitere Bitkom-Studie2 zeigt: Mit Drohnen, autonomen Systemen und Artificial Intelligence steht der Logistik nicht nur eine Optimierung von Geschäftsprozessen bevor, sondern eine echte Revolution. Exemplarisch machen diese Studien klar: die Digitalisierung von Unternehmensprozessen mit neuen Technologien hält sich nicht lange mit Visionen auf, sondern findet immer schneller den Weg in den industriellen Alltag. Eine Entwicklung, die auch erhebliche Auswirkungen auf Kundenbeziehungen, Vertrieb und die Positionierung im Markt hat. Es gilt daher für B2B-Unternehmen, E-Commerce und damit ein zukunftsorientiertes OmnichannelKonzept in den Griff zu bekommen. Wie können B2B-Unternehmen eine überzeugende Omnichannel-Strategie gestalten? Im ersten Schritt gilt es, die Problematik der Schnittstellen in den Griff zu bekommen. Es rechnet sich schnell, wenn separate Systeme der unterschiedlichen Vertriebskanäle durch integrierte Umgebungen abgelöst werden – das heisst, dass das Enterprise Resource Planning (ERP) mit Kunden- und Vertriebsmanagement sowie E-Commerce eine einheitliche Lösung bilden. Denn: Mit dem Einsatz neuer Technologien im B2B-Handel als Teil einer übergeordneten digitalen Transformation steigt der Vernetzungsgrad und damit die Anforderungen an die Unternehmenssysteme. 30

Integration statt Schnittstellen ist hier der Königsweg, um die IT-Umgebung technisch und wirtschaftlich sinnvoll pflegen und weiterentwickeln zu können.

Kunde und Vertrieb profitiert von E-Commerce im Omnichannel-Handel Im zweiten Schritt ist das Bewusstsein wichtig, dass im B2B-E-Commerce eine OnlineKopie des Offline-Vertriebs auf Dauer nicht genügt. Vielmehr geht es darum, durch integrierte Vertriebs- und Kommunikationskanäle den gesamten Einkaufsprozess zu unterstützen – zum Vorteil der Geschäftskunden und des Vertriebsteams – kurz: für beide Seiten Mehrwert bieten, Umsätze steigern und SalesKosten senken, auf welchem Weg auch immer ein Unternehmenskunde letztlich den Einkauf tätigt. Heute startet der Einkauf selbst bei komplexen Bauteilen und Produkten die Suche nach Anbietern bzw. deren Vergleich zumeist online. Sobald es aber um detailliertere Konfigurationsfragen geht, sollte eine E-Commerce-Lösung Kunden automatisch an

Der Autor Michiel Schipperus, Master of Economics and Business, hat auf den Erkenntnissen von über 100 B2B E-Commerce-Projekten das Unternehmen Sana Commerce aufgebaut. Seine Mission ist es, Vertriebsunternehmen und Herstellern zu zeigen, dass der Weg zum Online-Erfolg kürzer ist, als sie glauben.

Vertriebsmitarbeiter übergeben – im Idealfall mit allen Informationen dazu, wonach der Kunde auf der Webseite bereits gesucht hat. Damit ist die Aufgabe einer E-CommerceLösung noch lange nicht abgeschlossen. Vielmehr sollte sie den persönlichen Kontakt weiter begleiten – etwa während Meetings, um Produktspezifikationen, aktuelle Einkaufskonditionen sowie die Bestellung ohne Umwege einzugeben. Integriert im ERP können E-Commerce-Daten unmittelbar Prozesse und Abfragen beim Hersteller anstossen und bis hin zur Produktions- und Logistikplanung reichen. Diese Art der nahtlosen ProzessVerbindung und zentralen Datenhaltung zwischen Kunde, Vertrieb und E-Commerce schafft die Voraussetzung, jedem Kontakt auf jedem Kanal zu personalisieren mit allen Instrumenten für Up- und Cross-Selling sowie Service-Angebote. So weit, so klassisch, wenn auch im industriellen Handel sicher noch nicht selbstverständlich. ERP und E-Commerce als integrierte Einheit – nicht als Schnittstellen-Verbund – ist die Voraussetzung, neue Technologien mit allen ihren Möglichkeiten zu testen, anzupassen, zu evaluieren und je nach Ergebnis effizient einzubinden. Hängt die ERP-E-Commerce-Verbindung an einzelnen Schnittstellen, bleiben neue Technologien im Vertrieb Insellösungen. So haben Unternehmen kaum Spielraum, deren umsatzförderndes Potenzial für sich zu erschliessen.

Virtuelle Welten und Mobilität spielen in der Industrie ihre Stärken aus Ein typisches Beispiel im industriellen Umfeld ist Virtual Reality (VR) oder Augmented Reality (AR). Mit VR komplexe Produkte in ihre Einzelteile zu zerlegen und in ihren besonderen Funktionen anschaulich zu erklären unterstützt den Self-Service über den Online-Shop


B2B Omnichannel

ebenso wie persönliche Kundenmeetings. Im After-Sales lassen sich damit Wartungsarbeiten oder der Austausch von Ersatzteilen auf einfache Weise anleiten bzw. empfehlen. Ähnliches gilt für den Einsatz von Augmented Reality im B2B-Geschäft. Ein Produkt – zumindest virtuell – mithilfe seiner Projektion in eine reale Umgebung zu visualisieren kann für eine Kaufentscheidung ausschlaggebend sein. Bewiesen hat das die Möbelindustrie im Consumer-Markt: Mit einem Tablet Möbelstücke virtuell in der Wohnung in den richtigen Grössenverhältnissen zu platzieren und von allen Seiten zu betrachten, ist durchaus überzeugend. Dieser Ansatz führt zum nächsten Aspekt – die Mobilität: Mobiles E-Commerce – als mobil-optimierte Webseite oder als App – ist im B2B-Bereich mehr als nur eine Frage des Komforts. Vertriebsmitarbeiter vor Ort, Einkäufer bei internen Meetings oder ServiceTeams an Anlagen profitieren erheblich davon, wenn sie Produkt-, Bestell- und Wartungsinformationen über Tablets und Smartphone jederzeit parat haben.

3D-Druck: Von der Nische zum Trend 3D-Printing hat mittlerweile breite Akzeptanz im Industrieumfeld gefunden – unter anderem durch die Fähigkeit der Drucker, Prototypen ebenso herzustellen wie Werkzeuge, Einbauten und Endprodukte, so Gartner3. Die Analysten gehen zwar davon aus, dass bis 2020 Prototyping das Haupteinsatzgebiet für industrielles 3D-Printing sein wird, doch gleichzeitig erwarten sie, dass rund 65 Prozent der Fertigungsunternehmen weltweit 3D-Drucker

einsetzen, um Komponenten ihrer Produkte oder Services herzustellen. So prognostiziert Gartner, dass im Jahr 2020 mehr als 6,7 Millionen Enterprise 3D-Drucker verkauft werden – 2016 lag diese Zahl bei knapp 500‘000 Geräten. Ein Trend, der auch den Online-Handel mit Grosskunden beeinflusst: Kunden die Möglichkeit zu geben, auf Basis von 3D-Druck online individuelle Produkte zu konfigurieren und zu bestellen bringt völlig neue Elemente in den Self-Service-Ansatz im B2B-Geschäft. Hinzu kommt, dass 3D-Druck den Trend des Nearshorings – also die kundennahe Produktion – unterstützt und die Supply Chain in der Fertigung von Sonderprodukten bzw. Kleinserien verkürzt, eine Entwicklung, die beispielsweise auch McKinsey anspricht.

Industrial Internet of Things: Neue Qualität der Kundenbeziehung Und dann ist da noch das Internet of Things (IoT) bzw. Industrial IoT (IIoT). Allein das mittlerweile gängigste Anwendungsfeld der automatisierten Nachbestellung von Verbrauchsteilen schafft einen zusätzlichen Verkaufskanal im Omnichannel Commerce. Auf einer komplexeren Ebene kann IIoT die Entscheidungsprozesse für Lean Production unterstützen. Beispielsweise, wenn Echtzeitdaten von Anlagen eines Kunden direkt in den Fertigungsprozess eines Zulieferers einfliessen, der auf dieser Basis präzise nach Bedarf produziert – der ultimative Justin-Time-Ansatz. Über ein E-CommerceDashboard sieht der Kunde unmittelbar, was gerade produziert wird. Ist dies mit dem

ERP-System integriert, kann dies direkt in den Produktionsplan einfliessen und sicherstellen, dass alle Ressourcen punktgenau zur Verfügung stehen. Heute ist IIoT erst am Anfang, die Einsatzmöglichkeiten von Lokalisierungs-, Umgebungs- und Messdaten aus Bauteilen sind kaum angekratzt.

Fazit: Echte Integration von ERP mit E-Commerce ist Sprungbrett für Innovationen Die Verbreitung neuer Technologien schafft neue «Touchpoints» mit Kunden und damit erweiterte Vertriebskanäle. Wichtig ist dabei, dass die Interaktion mit Kunden und die Orientierung an seine Anforderungen im B2BOmnichannel-Commerce nicht auf das FrontEnd beschränkt ist. Erst die Verbindung mit dem Back-End bzw. dem operativen Geschäft schafft eine nachhaltige Entwicklung der Kundenbeziehungen – im Falle von produzierenden Unternehmen ist das die echte Integration von E-Commerce mit dem ERP-System, Punkt-zu-Punkt-Schnittstellen genügen hier nicht. 1 http://bit.ly/25weqsy 2 http://bit.ly/2mSvcFC 3 http://gtnr.it/2dp7wT9

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IT-Konkret topsoft Fachmagazin 17-3

Mit digitaler Plattform Händler und Endkunden gleichzeitig bedienen Schon lange sind es nicht mehr nur die Endkunden, welche die Bequemlichkeit, Schnelligkeit und die grössere Auswahl beim Internet-Einkauf schätzen. Auch im B2B-Sektor ist die digitale Transformation unabdingbar geworden. Ein gelungenes Beispiel für die Implementation einer Grosshandelsplattform, welche nicht nur die Händler, sondern auch deren Endkunden bedient, bietet die Puag AG mit dem Einsatz des EnterpriseShops von Opacc. >> Christian Bühlmann | schmid + siegenthaler consulting gmbh

Seit ihrer Gründung im Jahr 1978 konzentriert sich die Puag AG auf die Entwicklung, die Herstellung und den Vertrieb von chemisch-technischen Produkten für Baumärkte, Industrie, Gewerbe und den Fachhandel. Heute beschäftigt das Unternehmen mit Sitz in Bremgarten/ AG rund 60 Mitarbeitende in den Bereichen Vertrieb, Product-Management, Logistik, Merchandising und Ladenbau. Zu den Kunden zählen alle in der Schweiz tätigen Baumarktketten, eine Grosszahl von Fachhändlern in den Bereichen Eisenwaren, Haushalt- und Gartenfachhandel sowie alle namhaften Elektro-Grosshandelsfirmen. Gegen vierzig namhafte europäische Markenhersteller vertrauen in der Schweiz auf die Zusammenarbeit mit der Puag AG, unter anderen Akzo-Nobel, Henkel,

Lugato oder Sika. Das Lagersortiment von Puag umfasst mehr als 10'000 Artikel. Darunter finden sich bekannte Handelsmarken wie Xyladecor, Hammerite, Dulux, Pattex und viele mehr.

Ausgangslage Der Handel zwischen Unternehmen über das Internet, kurz B2B-E-Commerce genannt, gewinnt stark an Bedeutung für Grosshändler, Dienstleister und Softwareanbieter. Ein Grund für die positive Entwicklung des B2BE-Commerce ist nach Meinung von Experten, dass sich das private Online-Verhalten von Mitarbeitenden verstärkt auch im geschäftlichen Alltag widerspiegelt. Ausserdem

Erfahren Sie... ...weshalb IT-Dienstleister über Markt- und Branchenwissen ihrer Kunden verfügen sollten. ...wie sich ERP und E-Commerce optimal zu einer Online-Plattform verbinden lassen.

Das Projekt Anwender:

Puag AG, 5620 Bremgarten, www.puag.ch

Mitarbeiter:

60

User:

25

Branche:

Grosshandel

Thema:

ERP, E-Commerce

Anbieter:

Opacc Software AG, 6010 Kriens, www.opacc.ch

Lösung:

OpaccERP - OpaccEnterpriseShop

bietet B2B-E-Commerce weitere Vorteile für die beteiligten Unternehmen in Form von Transparenz, Schnelligkeit und Effizienzsteigerung. Bei der Puag beobachtete man die rasch zunehmende Bedeutung von E-Commerce von Anfang an mit grossem Interesse. Die Dynamik des Handels erlaubt es nicht, Trends zu verschlafen. Vor allem dann nicht, wenn damit derart gravierende Veränderungen einhergehen wie mit der raschen Verbreitung des Online-Handels. Auch bei der Puag AG erkannte man schon früh, dass der digitale Fortschritt grosse Auswirkungen auf die Geschäftsmodelle und -prozesse von Handelsunternehmen hat. Aus diesem Grund sollte die bestehende Unternehmenslösung von Opacc dahingehend erweitert werden, dass ERP und Webshop möglichst harmonisch kombiniert werden können. Dabei mussten die speziellen Anforderungen der Puag AG zwingend berücksichtigt werden. Einerseits sollten den Fachhändlern ein einfacher Zugang zum Sortiment und die Möglichkeit einer effizienten, komfortablen Bestellabwicklung zur Verfügung gestellt werden. Andererseits sollten sich aber auch die Endkunden über die verschiedenen Produkte informieren und den passenden Händler finden können. Der neue Online-Kanal sollte das stationäre Geschäft des Fachhandels ergänzen und fördern, nicht aber konkurrenzieren. Das anspruchsvolle Ziel, so war man sich bei der Puag AG bewusst, konnte nur durch eine leistungsfähige Online-Plattform sowohl für Händler als auch für Endkunden erreicht werden.

Vorgehen Die Puag AG unterstützt ihre Prozesse bereits seit 1999 durch OpaccERP. Im Verlaufe der Jahre wurde der Automatisierungsgrad damit laufend gesteigert und die Performance verbessert. Der nächste logische Schritt war die Online-Bedienung der

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Kunden. Geschäftsführer Peter Good erläutert die Entscheidung: «E-Commerce bewegt unsere Branche und verändert die bekannten Handelsstrukturen. Mit dem Einstieg ins E-Business wollten wir unsere Flexibilität bewahren, Veränderungen jederzeit als Chancen zu nutzen. Deshalb haben wir uns für die E-Commerce-Plattform von Opacc entschieden.» Die Entscheidung hatte auch damit zu tun, dass der Online-Shop eine Opacc-Anwendung ist, das ohne Schnittstellen perfekt ans ERP anknüpft. Peter Good: «Wir kennen Opacc und wissen, was wir von diesem Team erwarten können. Zudem wird der OpaccEnterpriseShop bereits mehrfach von Opacc-Kunden in der Schweiz eingesetzt; wir konnten das Produkt daher sehr gut einschätzen.» Gemeinsam mit den Spezialisten von Opacc wurden die Anforderungen analysiert und zu einem schlüssigen Gesamtkonzept verarbeitet. Im Verlauf des Projekts zeigte es sich, wie wichtig gerade bei komplexen ERP-/ E-Commerce-Projekten das Zusammenspiel von Fachwissen und technischem Know-how ist. So konnte die Puag AG nicht nur ihre Anforderungen optimal einbringen, sondern hatte mit dem Opacc Projektteam kompetente Ansprechpartner mit langjährigem Branchenund Marktwissen im Bereich E-Commerce. Nachdem die Analyse- und Konzeptphase erfolgreich abgeschlossen war, richtete Opacc anhand der Vorgaben das System ein und übernahm die Schulung der Key-User. Seit Dezember 2016 ist der OpaccEnterpriseShop bei Puag erfolgreich im Einsatz; betrieben wird er aus der OpaccCloud.

Lösungskonzept Sowohl OpaccERP als auch der Online-Shop basieren auf OpaccOXAS. Sie verfügen damit über eine gemeinsame technologische Systemgrundlage und greifen auf die gleichen Daten und Funktionen zu. Das hat unter anderem den Vorteil, dass den Puag-Händlern im Webshop stets die aktuelle Produktverfügbarkeit und ihre kundenspezifischen Einkaufspreise angezeigt werden. Zusätzlich haben sie Zugriff

Anwender-Tipp «Wir begegnen den sich laufend verändernden Herausforderungen im Handel mit einer gezielten, aber konsequente Nutzung von digitalen Möglichkeiten. IT und Handel haben eines gemeinsam: Sie sind permanent im Wandel.» Peter Good, CEO Puag AG

Auf der Basis von Opacc hat die Puag AG ERP und E-Commerce erfolgreich zu einer Online-Plattform verbunden, welche sowohl den Wiederverkäufern als auch den Endkunden rund um die Uhr zur Verfügung steht.

auf alle bisherigen Aufträge, ganz egal, ob die Bestellung über den OpaccEnterpriseShop oder einen anderen Kanal erfolgte. Doch die B2B-Plattform funktioniert auch als B2COnlineshop für die Puag-Sortimente. Privatkunden erhalten nicht nur ausführliche Informationen zu sämtlichen Produkten wie z.B. Verfügbarkeit oder empfohlener Verkaufspreis, sie erfahren gleichzeitig auch, bei welchem Händler sie diese Artikel erhalten. Damit ist der Puag-Shop eine für die Branche einmalige Plattform mit direkten Verbindungen auf die Online-Shops der Wiederverkäufer und deren stationäre Ladengeschäfte. Bei der Puag AG ist man stolz auf diese Lösung, mit der man «eine klassische Win-win-Situation geschaffen» habe, welche bei den Wiederverkäufern viel Goodwill eingebracht habe. Die Handelsplattform der Puag sollte natürlich dem Erscheinungsbild des Unternehmens entsprechen, deshalb wurde das Front-End entsprechend optisch angepasst. Ausserdem richtete Opacc zusätzliche gewünschte Features ein. So steht nebst den Lagerbeständen und Planlieferzeiten und eine integrierte Verlinkung mit den Händler-Onlineshops sowie die Suche von stationären Händlern mittels Postleitzahlen und Google Maps zur Verfügung. Ebenfalls eingerichtet wurde ein automatischer Artikel- und Bestandsabgleich zwischen Puag und Händlern. Mit der Einrichtung des EnterpriseShops strebte die Puag AG verbesserte Dienstleistungen für ihre Kunden, optimierte Kommunikationsmöglichkeiten und zusätzliche Business-Möglichkeiten an. Diese

Ziele wurden erreicht. Die Händlerkunden können nun rund um die Uhr bestellen, mit Infos über Lagerbestände und Lieferzeiten. Endverbraucher können ebenfalls auf den Shop zugreifen und dort über den Wiederverkäufer einkaufen. Auch die Vertriebsmitarbeiter lieben die neue Plattform; für sie sind die dort zugänglichen Produkteinformationen im Tagesgeschäft unabdingbar geworden.

Fazit Mit der Erweiterung ihres ERP-Systems durch Einführung des OpaccEnterpriseShops hat die Puag AG einen wichtigen Schritt in die Zukunft getan. Der Shop dient Wiederverkäufern als Einkaufsplattform für die Puag-Sortimente, zudem bietet er auch Endverbrauchern die Möglichkeit, ein gewünschtes Puag-Produkt bei einem Wiederverkäufer direkt online zu bestellen oder im stationären Handel zu kaufen. Trotz der starken Anbindung des Schweizer Marktes an internationale Handelsbeziehungen, insbesondere an das umliegende Europa, kann die Puag AG als einheimischer Grosshändler gleich doppelt punkten. Einerseits ist man spezialisiert auf die Eigenheiten der hiesigen Händler wie kleine und kleinste Verkaufsflächen mit sehr hohen Drehzahlen, Kleinmengenlogistik und einem überdurchschnittlich hohen Qualitätsbewusstsein der Kunden. Andererseits verfügt man über eine moderne, leistungsfähige Technologieplattform, welche keine Wünsche offenlässt und sowohl Handelspartner als auch Endkunden gleichzeitig ins Boot holt. << 33


IT-Konkret topsoft Fachmagazin 17-3

Dank modernem ERP den Weg in die digitale Zukunft freigeräumt Nicht nur Männeraugen beginnen zu leuchten, wenn sich die XXL-Baumaschinen der Probst Maveg AG in Bewegung setzen. Hier dreht sich alles um Bagger, Walzen, Radlader, Strassenfertiger, Geländekrane und andere Spezialmaschinen. Für das harte Geschäft mit den tonnenschweren Arbeitsgeräten setzt das Schweizer Unternehmen erfolgreich auf das ERP-System Microsoft Dynamics NAV. Gemeinsam mit dem IT-Partner Acommit haben die «schweren Jungs» den Weg in die digitale Zukunft freigeräumt. >> Christian Bühlmann | schmid + siegenthaler consulting gmbh

Immerhin 58 kg bringt der für die Bodenverdichtung benötigte Stampfer auf die Waage, über 100’000 kg Gewicht kann es beim Grossbagger sein. Dazwischen gibt es eine Vielzahl unterschiedlichster Baumaschinen. Die 1945 gegründete Probst Maveg AG hat für jedes Anwendungsgebiet das passende Modell. Mitte der 1990er-Jahre wurde aus der «Maveg Maschinen Vertriebs-Gesellschaft» durch die Fusion mit einem Mitbewerber die MavegNotz Baumaschinen AG. 1999 entstand daraus die Probst Maveg AG. Heute beschäftigt das Unternehmen an seinen Standorten in Crissier VD und Lyss BE rund 100 Mitarbeitende. Dem Geschäft mit den Baumaschinen ist man treu geblieben. Mit Produkten der Marken Bomag, Hitachi, McCloskey, Tadano, Montabert und Grindex sowie einem schweizweiten Servicenetz mit zwei weiteren Stützpunkten in Embrach ZH und Osogna TI ist die Probst Maveg AG bestens aufgestellt. Sie ist Teil der Probst Group Holding, zu der seit 2003 auch eine Firma in Frankreich gehört, die ebenfalls im Baumaschinenhandel tätig ist. Im Jahr 2016 hat die Gruppe weiter expandiert und die Wagner + Betontechnik AG mit Sitz in Sursee übernommen.

Ausgangslage In Sachen ERP ist die Probst Maveg AG kein unbeschriebenes Blatt. Seit 2003 hatte man Dynamics als Branchenlösung im Einsatz. Allerdings hatte die damalige Version zwei gravierende Nachteile: Erstens wurde die Lösung ursprünglich für die Anforderungen einer anderen Firma entwickelt und entsprach so nicht ganz den Idealvorstellungen. Andererseits wurde die spezielle Anwendung aufgrund ihrer individuellen Funktionen nur in Teilen weiterentwickelt. Damit hinkte die Lösung der offiziellen Standardversion von Dynamics NAV nach, was über die Jahre immer deutlicher spürbar wurde. Fehlende Kompatibilität mit Office 2013, die Beschränkung auf Windows-2007-Clients, aber auch mangelnde 34

Funktionen wie etwa die Möglichkeit von SEPA-Zahlungen, die mobile Unterstützung des Aussendienstes oder die Integration eines Webshops bremsten die Anwender im Tagesgeschäft und das Unternehmen in seiner Weiterentwicklung. Angesichts der Dynamik der Handelsmärkte wurde die interne IT-Situation vom Management als zunehmend kritisch beurteilt.

Ziele Grundsätzlich war man mit dem ERP-System Microsoft Dynamics NAV bei der Probst Maveg trotzdem zufrieden. Die Anwender nutzten die vorhandenen Möglichkeiten

des Systems so weit als möglich. Insgesamt zeichnete sich jedoch immer mehr die Notwendigkeit ab, auf eine modernere Lösung zu wechseln. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die Anforderungen im Baumaschinenhandel seitens der Kunden, aber auch der Hersteller immer anspruchsvoller wurden. Angesichts dessen wurde die «digitale» Stagnation für die Probst Maveg zu einer immer grösseren Belastung. Da man schlussendlich keine Möglichkeit sah, die Software auf einen neuen Stand zu bringen, entschloss man sich, eine Alternative zu suchen. Erklärtes Ziel war es, ein System zu evaluieren, welches künftig mehr Entwicklungsfreiraum und Unabhängigkeit bieten sollte. Funktional sollte sich die neue Lösung

Erfahren Sie... ... weshalb ein IT-Lösungsanbieter nicht nur technisches Wissen, sondern auch Branchenkompetenz braucht. ... welche Vorteile der Wechsel von einer veralteten Software auf ein modernes ERP-System bringt.

Das Projekt Anwender:

Probst Maveg AG, 3250 Lyss, www.probst-maveg.ch

Mitarbeiter:

100

User:

60

Branche:

Baumaschinen

Thema:

ERP, Service

Anbieter:

Acommit AG, 8810 Horgen, www.acommit.ch

Lösung:

Microsoft Dynamics NAV, www.microsoft.com


möglichst nahe am bestehenden Dynamics NAV-Standard orientieren, welcher ja grundsätzlich sehr gut auf die Geschäftsprozesse abgestimmt war.

Vorgehen Mit einem ERP ist es wie im richtigen Leben: Eine bewährte Beziehung gibt man nicht so schnell preis. Nachdem man rund 13 Jahre lang mit Dynamics NAV gearbeitet hatte, verzichtete die Probst Maveg AG auf die Evaluation eines neuen Softwareprodukts. Stattdessen konzentrierte man sich darauf, die Anforderungen anhand der internen Betriebsprozesse zu analysieren und mit spezifischen Branchenkriterien zu ergänzen. Basierend auf diesem Fundament ging man auf die Suche nach einem möglichen Dynamics NAV-Partner, welcher den Umstieg auf die neuste Version und gleichzeitig auch individuelle Zusatzprogrammierungen übernehmen konnte. Natürlich wurde als erstes der bisherige ITLösungsanbieter Acommit AG angesprochen. Das kompetente, kundenorientierte Auftreten der Mitarbeitenden überzeugte auf Anhieb: «Unsere Anliegen stiessen bei den Spezialisten der Acommit AG auf offene Ohren. Innert kurzer Zeit waren konkrete Vorschläge für die Umsetzung auf dem Tisch. Wir waren positiv überrascht, wie gut sich Acommit in unsere Thematik eindenken konnte und wieviel man von unserer Branche verstand», lobt Thomas Burillo, Leiter Finanzen und Administration bei Probst Maveg, die Zusammenarbeit. Gemeinsam wurde festgelegt, dass in einer ersten Phase die alte Version von Dynamics NAV durch die aktuelle Version 2016 abgelöst und im operativen Betrieb stabil verankert werden sollte. Nachdem das System eingerichtet worden war, erfolgte die Schulung der KeyUser nach dem Train-the-Trainer-Prinzip. Die Datenübernahme aller alten Daten war komplex, konnte aber dank kompetenter Hilfe durch Acommit erfolgreich durchgeführt werden. Acommit zeichnete auch verantwortlich für die Konzeption und Parametrierung des Systems sowie diverse individuelle Zusatzprogramme. Die definitive Umstellung erfolgte problemlos, so dass die neue Dynamics NAVGeneration vom ersten Tag an einwandfrei funktionierte.

Lösungskonzept Das Kerngeschäft der Probst Maveg AG besteht im Verkauf und der Vermietung von Baumaschinen sowie in umfassenden Servicedienstleistungen. Speziell für den Aussendienst und die Servicetechniker brachte der Wechsel auf Dynamics NAV 2016 grosse Vorteile. Neu können sie ortsunabhängig sowohl über Smartphone als auch Tablets und Notebooks online auf das ERP-System zugreifen. Dadurch lassen sich Kundenbesuche optimal vorbereiten. Sämtliche Informationen über Umsätze, Maschinen inklusive Ausrüstung, Preise und

Mit der Umstellung auf Dynamics NAV 2016 und der Unterstützung durch den IT-Partner Acommit hat die Probst Maveg AG ihren Weg in die digitale Zukunft geebnet.

Kundenhistory sind jederzeit abrufbar. Für das Unternehmen besonders wichtig ist der Service-Bereich, in welchem rund zwei Drittel der Mitarbeitenden tätig sind. «Wir wollen hier die Möglichkeiten weiter ausbauen und die Prozesse vereinfachen. Dank höherer Effizienz können wir auf den akuten Margendruck reagieren», erklärt Thomas Burillo. Mittels Rückstandsverwaltung bei den Ersatzteilen, dem Einsatz von Strichcodes in der Logistik und weiteren Massnahmen werden die Abläufe laufend optimiert. Investitionsgüter wie Baumaschinen werden von Kunden häufig nur gemietet statt gekauft. Auch bei der Probst Maveg AG ist das Mietgeschäft von besonderer Bedeutung. Mit Dynamics NAV konnten die Anforderungen

Anwender-Tipp «Zwei Erkenntnisse bei der ERP-Einführung sind wesentlich: Erstens sollte man nicht von Anfang an das Unmögliche wollen und jede Eventualität abdecken. Zweitens muss der Lösungspartner bzw. dessen Projektleiter zwingend etwas von der Branche des Kunden verstehen.» Thomas Burillo, Leiter Finanzen und Administration, Probst Maveg AG

auf einfachste Weise umgesetzt werden. Eine Besonderheit beim Verkauf der Baumaschinen und -geräte ist die interne Identifikationsnummer, welche zusätzlich zur Seriennummer vom System vergeben wird. Jedes verkaufte Produkt wird als Variante des entsprechenden Artikels geführt. Aufgrund der einzigartigen ID können diese Varianten im ERP als eigenständige Artikel geführt werden. Dadurch lassen sich alle Vorgänge wie Services, Reparaturen, Ersatzteile usw. eindeutig einem bestimmten Produkt zuordnen. Bei einem allfälligen Rückkauf oder Weiterverkauf der Maschine kann so auf eine lückenlose History zurückgegriffen werden.

Fazit Der Sprung in die digitale Zukunft ist der Probst Maveg AG mit der Umstellung auf Dynamics NAV 2016 vollumfänglich geglückt. Bereits geplant ist die nächste Phase der System- und Prozessoptimierung. Die Möglichkeiten mit dem neuen ERP seien noch nicht voll ausgeschöpft, so Thomas Burillo: «Wir haben bewusst nicht alles aufs Mal gemacht, dafür aber richtig.» Schon jetzt sei klar, dass sich der Aufwand gelohnt hat. Das System hat an Stabilität gewonnen, die Fehlerquote ist aufgrund der zusätzlichen Standardfunktionen deutlich gesungen, die Benutzerfreundlichkeit ist massiv verbessert und die Einsatzmöglichkeiten stark erweitert worden. In Sachen Transparenz und Genauigkeit, insbesondere im Finanzbereich und bei der Kalkulation, hat die neue Lösung die Erwartungen weit übertroffen. Fazit: Dank moderner Business Software und dem passenden IT-Partner hat man bei der Probst Maveg AG den digitalen Weg in eine innovative Zukunft erfolgreich freigeräumt. 35


IT-Konkret topsoft Fachmagazin 17-3

Witzig The Office Company: professioneller Partner für moderne Arbeitswelten und dank tosca auf Augenhöhe mit dem digitalen Wandel.

Wenn das ERP zur Plattform für den Digitalen Wandel wird Die Arbeitswelt verändert sich. Neue Organisationsmodelle und Bürokonzepte sind auf dem Vormarsch. An vorderster Front dabei ist die Witzig The Office Company. Nachdenken, umdenken und manchmal auch querdenken sind die Stärken des Unternehmens. Den Digitalen Wandel versteht man als Chance für die Zukunft. Die Ideen dazu entwickelt man schon heute. Zum Beispiel mit dem ERP-System tosca. >> Christian Bühlmann | schmid + siegenthaler consulting gmbh

Witzig The Office Company ist der führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für das effiziente Büro von morgen. Das Unternehmen ist mit 10 Geschäftsstellen, 2 Papeterien, dem BusinessPoint im Bahnhof Bern und einem Logistikzentrum sowie mehreren dezentralen Lagern in der ganzen Schweiz vertreten. Rund 200 Mitarbeitende entwickeln und realisieren ganzheitliche Bürokonzepte für moderne Arbeitswelten. Mit dem Knowhow und dem Lösungsportfolio von Witzig The Office Company können Unternehmen den Übergang vom starren Workplace zum flexibleren Workspace kontrolliert an die Hand nehmen, schlanke Prozesse umsetzen und damit einen wichtigen Schritt zur Sicherung ihrer Innovationskraft und ihres zukünftigen Geschäfts tun. Begleitet werden die Kunden dabei während des ganzen Lebenszyklus des Büros von der Konzeption und Realisierung 36

bis hin zum Umzug, von der gesamthaften Anpassung bestehender Büroinfrastruktur bis zur Optimierung einzelner Bürobereiche.

Ausgangslage Seit der Gründung im Jahr 1946 hat sich das Unternehmen Witzig erfolgreich vom Bürofachgeschäft zum ganzheitlichen Anbieter von modernen Arbeitswelten gewandelt. Der Leistungsumfang reicht dabei vom klassischen Papeterie-Geschäft über Outsourcing-Dienstleistungen für Grosskunden bis hin zur Entwicklung innovativer Büromöbel. Beratung, Services und Produkten gehen dabei Hand in Hand. Die drei Hauptgeschäftsbereiche – Büromöbelprojekte/Service, Bürotechnik und Büromaterial – werden intern durch verschiedene Leistungsbereiche unterstützt. Dazu zählen Planung, Architektur, Einrichtung, Umzug,

Services, Printing, Büromaterial, Möbelservice, Mobiliarmanagement, Managed-PrintServices und Workspace-Consulting. Um die komplexen, interdisziplinären Aufgabenstellungen effizient zu bewältigen, hat sich Witzig The Office Company schon früh für das ERPSystem tosca des Schweizer Softwareherstellers dynasoft entschieden.

Ziele Es versteht sich von allein, dass man sich bei Witzig The Office Company laufend mit aktuellen Themen rund um die (Büro-)Arbeit auseinandersetzt. «Insbesondere die Digitalisierung und die damit verbundenen Auswirkungen auf unser berufliches und privates Leben beschäftigen uns intensiv», erklärt Ueli Graf. Er ist Mitglied der Unternehmensleitung und als Verantwortlicher des Bereichs Business


Solutions an erster Stelle, wenn es um IT geht. Seine Mission ist es, die Digitale Transformation im Unternehmen schrittweise umzusetzen. Derzeit konzentriere man sich vor allem auf die Vorteile, welche mobile Anwendungen mit sich bringen. In diesem Zusammenhang sowie generell bei der Prozessoptimierung richtet sich das Augenmerk stark auf die Möglichkeiten des ERP-Systems tosca als zentraler «Datenmotor» für das gesamte Unternehmen.

Anwender-Tipp

Vorgehen

und unkonventionelles Denken

Dass ein ERP-System die Geschichte eines Unternehmens über 15 Jahre begleitet und mitprägt, ist keine Selbstverständlichkeit. Das liege in erster Linie an zwei Gründen, so Ueli Graf. Einerseits habe man tosca stets als verbindende Grundlage für alle Geschäftsbereiche betrachtet und dementsprechend immer auf dem neuesten Stand gehalten. Das ausgezeichnete Releasemanagement hat wesentlich dazu beigetragen, dass die gemeinsame Weiterentwicklung nie ins Stocken geriet. Andererseits schätzt man das dynasoft-Team als kompetenten Ansprechpartner auf Augenhöhe, mit dem man immer wieder neue Herausforderungen gemeistert hat. Vergleichbar mit der neuen Arbeitswelt, in der sich Witzig The Office Company bewege; so, wie diese einen kreativen Gestaltungsraum verlange, biete auch tosca als digitale Plattform den nötigen Freiraum für Veränderungen und Verbesserungen. Als jüngstes Beispiel nennt Ueli Graf den kürzlich für Auslieferungen mit tosca Mobile realisierten digitalen Rapport mit Unterschrift.

«Der Digitale Wandel bietet die Möglichkeit, Prozesse zu vereinfachen und neue Geschäftsfelder zu erschliessen. Innovationen beruhen auf Ideen und Träumen, kreatives ist dabei absolut erwünscht.» Ueli Graf, Leiter Business Solutions, Witzig The Office Company

Accounting-Teils des ERP-Systems tosca von voller Transparenz und Kontrolle in ihren Bereichen. Als weiteres Beispiel, wie Witzig The Office Company die Möglichkeiten von tosca nutzt, nennt Ueli Graf das Touren-Management. Das ERP übernimmt dabei die Planung und Optimierung der Route und liefert auf Knopfdruck Informationen zur Länge und Dauer der Tour, zu den anzufahrenden Stationen und Abladeorten. Gleichzeitig werden die Kunden über den voraussichtlichen Liefertermin avisiert. «Und dort kommt dann der neue Ablieferungsrapport inklusive digitaler Unterschrift ins Spiel», schliesst Ueli Graf die Übersicht über Anwendungen von tosca bei Witzig The Office Company.

Fazit kurzem noch fast unbekannt, wird heute bei Witzig The Office Company bereits jede zehnte Faktura elektronisch abgewickelt. Damit verbunden ist die direkte Integration in die tosca Finanzsoftware. Dank der schnittstellenfreien Verbindung zur Finanz-, Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung steigt die Effizienz und Qualität, während gleichzeitig die Fehlerquote praktisch auf null reduziert wird. Fast übersieht man dabei die Funktion der Bonitätsprüfung der Kunden, doch gerade dank dieser konnte das Debitorenrisiko deutlich verringert werden. Last but not least, profitieren die Kostenstellenverantwortlichen dank des starken

Das ERP-System passt bei der Witzig The Office Company wie eine zweite Haut, obwohl nach wie vor mit der Standardversion gearbeitet wird. Die individuellen Anpassungen sind nahtlos in das Releasemanagement integriert, so dass der digitalen Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. «Mit tosca steht uns eine Plattform zur Verfügung, welche unsere Geschäftsprozesse und Unternehmensbereiche optimal unterstützt. Nicht nur heute oder seit gestern, sondern auch in Zukunft. Deshalb sehen wir in der Digitalen Transformation kein Schreckgespenst, sondern eine Riesenchance für die weitere Erfolgsgeschichte unseres Unternehmens.»

Lösungskonzept Der ständige Dialog zwischen Anwendern und Lösungsanbieter ist der Nährboden für die Erschliessung des digitalen Potenzials, welches in einem ERP-System steckt. «Viele sprechen von der Digitalen Transformation, aber nur wenige packen diese konkret an», weiss Ueli Graf, «Dabei ist dies keine Utopie, sondern greifbare Realität. Voraussetzung ist allerdings, dass man sich damit auseinandersetzt und die Diskussion mit dem Management, den Benutzern und dem Softwarehersteller nicht fürchtet.» Bei Witzig The Office Company wurde stets angepackt, wenn es um digitale Innovationen ging. So habe man nach Möglichkeiten gesucht, nicht nur Kundenbestellungen über EDI einzulesen, sondern gleich auch die gesamte Shop-Betreuung von anderen Grosshandelspartnern anzubieten. Inzwischen können Dritte die Bestellungen ihrer Kunden direkt über die Witzig-Logistik abwickeln. Diese Option wird auch von verschiedenen Grosskunden wie Banken und Versicherungen genutzt.

Erfahren Sie... ... wo die Stärken eines ERP-Systems als digitale Unternehmensplattform liegen. ... weshalb ein gutes Releasemanagement für individuelle Zusatzentwicklungen wichtig ist.

Das Projekt Anwender:

Witzig The Office Company, 8501 Frauenfeld, www.witzig.ch

Mitarbeiter:

200

User:

120

Branche:

Büroeinrichtung, Bürobedarf, Bürotechnik

Thema:

ERP, E-Commerce

Anbieter:

dynasoft, 4501 Solothurn, www.dynasoft.ch

Lösung:

tosca

Ein weiteres Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt, sind E-Rechnungen sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden. Vor 37


IT-Konkret topsoft Fachmagazin 17-3

Informatikdienstleistungen, Vermessungen und Tiefbauprojektierungen – alles unter einem Hut Wandelt sich im Lauf der Zeit das Geschäftsmodell eines Unternehmens, verändert sich oft die Bedeutung der einzelnen Geschäftsbereiche – und damit die Anforderungen an die eingesetzte Software. Diese Erfahrung hat auch die auf Vermessungen und IT-Lösungen spezialisierte GEOINFO gemacht. Mit Erfolg, denn dank der Flexibilität von Abacus Business Software sind heute alle Bereiche unter einem Hut vereint. >> Christian Bühlmann | schmid + siegenthaler consulting gmbh

Mit ihren rund 180 Mitarbeitenden und sieben Tochterfirmen ist die GEOINFO Gruppe ein regional bekannter IT-Dienstleister und das grösste Geometerunternehmen der Ostschweiz. Es erstellt Vermessungen im Auftrag von Kommunen und unterhält Geografische Informationssysteme, die in Rechenzentren der GEOINFO IT AG gesichert betrieben werden. Zunehmend wichtiger geworden sind in den letzten Jahren auch Informatiklösungen für Kantone wie das Geoportal oder Fachanwendungen für Infrastruktur, Sicherheit, Vegetation und Landwirtschaft. Diese Entwicklung gipfelte darin, dass die IT-Dienstleistungen umsatzmässig den Anteil von Vermessungen

und Tiefbau bereits überholt haben und aktuell 60 Prozent zum Gruppenergebnis beitragen. Der Bereich IT-Solutions erstellt und betreibt IT-Infrastrukturen aller Art, bei Kunden vor Ort oder in den eigenen Rechenzentren. So deckt GEOINFO dank massgeschneiderten IT-Lösungen alle IT-Bedürfnisse ihrer Kunden ab, von der Betreuung vor Ort bis hin zum Gesamt-Outsourcing der IT-Infrastruktur.

Ausgangslage Bereits seit 2009 setzt GEOINFO für die Leistungsverrechnung ihrer Dienstleistungen auf Abacus Business Software. Kernelement der

Erfahren Sie... ... welche Vorteile eine digitalisierte Abwicklung von Service-Tickets hat. ... wie der Handel von Hard- und Software nahtlos in die Servicetickets integriert ist. ... wie den Kunden vertragsbasierte Rechencenter-Services periodisch fakturiert werden.

Das Projekt

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Anwender:

GEOINFO Gruppe, 9100 Herisau, www.geoinfo.ch

Mitarbeiter:

180

User:

174

Branche:

IT, Vermessung, kommunaler Tiefbau und Bahnbau

Thema:

Service-Ticketing und Serviceabwicklung

Anbieter:

Customize AG, www.customize.ch

Lösung:

Abacus Business Software, www.abacus.ch

Anwendung war dabei die Leistungs-/Projektabrechnungssoftware AbaProject, die primär zur Projektverwaltung und Verrechnung aller Leistungen eingesetzt wurde. Im Zusammenhang mit den Vermessungsdienstleistungen hatte GEOINFO die Business Software von Abacus umfangreich erweitert, um die verschiedenen Akkordtarife in der Fakturierung umzusetzen. Ergänzt wurde AbaProject durch die integrierte Finanzsoftware mit Kostenrechnung und Lohnbuchhaltung. Als im Jahr 2015 ein weiteres Informatikunternehmen der Systemtechnik in die GEOINFO integriert wurde, stellte sich die Herausforderung, die Informatiksysteme beider Dienstleister auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Da Abacus Business Software in der ganzen GEOINFO-Gruppe seit Jahren genutzt wurde, war der Schritt naheliegend, auch das neue Unternehmen der Gruppe auf dieselbe Plattform zu bringen. Abzulösen galt es eine spezialisierte Branchenlösung für Informatikunternehmen aus Deutschland. Die Anforderungen und Erwartungen an die Standardsoftware Abacus waren entsprechend hoch, die anspruchsvollen Geschäftsvorfälle und Prozesse effizient abzubilden.

Ziele Die diversen Prozesse der GEOINFO für den Bereich IT-Systemtechnik sollten alle mit dem System von Abacus unterstützt werden. Dazu gehören die Prozesse des IT-Helpdesks mit dem Ticketingsystem, der Verkauf und die Beschaffung von IT-Hard- und Software, die laufende Systembetreuung mit Wartungsverträgen für die Kunden von Rechencenter-Services, die Aufgaben- und Projektleitungsorganisation für die Abwicklung von komplexen Informatikprojekten und natürlich die ticketbezogene Rapportierung und Verrechnung laufender IT-Dienstleistungen. Künftig sollte der Anwender prozessgestützt durch die verschiedenen Arbeitsschritte eines IT-Tickets


geführt werden. Martin Frischknecht, CFO der GEOINFO-Gruppe war überzeugt, dass aufgrund der bereits gesammelten Erfahrungen mit Abacus sowie der grossen Anpassungsfähigkeit der Software die vielfältigen administrativen Prozesse von GEOINFO auch im IT-Dienstleistungsbereich durchgängig von der Offerterstellung über die kundenbezogenen Tickets bis in die Projektverwaltung und Kostenrechnung in einem zentralen System abgebildet werden konnten.

Die Prozessautomatisierung mit Hilfe der Abacus Business Process Engine hat GEOINFO entscheidend bei der Sicherstellung der Servicequalität geholfen.

Vorgehen Die bereits bestehende Abacus-Lösung wurde um das Modul Service-/Vertragsmanagement und um zusätzliche Komponenten der Auftragsbearbeitung erweitert. Das Service-/ Vertragsmanagement sollte für den Geschäftsbereich der IT-Systemtechnik künftig das zentrale Programmmodul sein, in dem alle Informationen verwaltet und alle Prozesse ausgelöst und überwacht werden. Mit der Erarbeitung des Lösungskonzeptes wurde der Abacus-Vertriebspartner Customize betraut. Ein wesentlicher Teil der Parametrisierung der Lösung konnte von GEOINFO selbst vorgenommen werden. Das beinhaltete insbesondere das Maskendesign für eine optimale Erfassung der Aufträge und die Erstellung der Formulare und Auswertungen. Nach dem Aufbau der Lösung erhielten die Anwender im Rahmen von verschiedenen Workshops in der ersten Phase des Life-Betriebs die Instruktionen zur Nutzung der Software. Diese Workshops wurden auch dazu genutzt, die Software-Tools weiter zu verfeinern und den Praxisgegebenheiten optimal anzupassen.

Anwender-Tipp «Die Vielseitigkeit und Erweiterbarkeit eines ERPSystems ist gerade bei komplexen Firmenstrukturen äusserst wichtig. Als Beispiel: Unsere Mitarbeitenden nutzen die prozessgestützten Möglichkeiten zur Abwicklung der Servicetickets, im Kader werden die umfassenden und automatisierten Möglichkeiten des Ticket- und ProjektControllings genutzt und die Geschäftsleitung kann sich auf aktuelle Kennzahlen der Arbeitsorganisation und Finanzen verlassen.» Martin Frischknecht, CFO GEOINFO Gruppe

Lösungskonzept Im Servicemanagement-Tool sind heute die arbeitsorganisatorischen Aufgaben abgebildet. Dazu wurden mit der Business Process Engine, dem Prozesstool von Abacus, die entsprechenden Arbeitsschritte definiert und im Ablauf integriert. Eine für GEOINFO wesentliche Quelle von Aufträgen sind die sogenannten Service-Tickets, die automatisch aus eingehenden E-Mails der Kunden erstellt werden. Dabei erkennt das Programm anhand der E-Mailadresse den Kunden und legt ein entsprechendes Service-Ticket für ihn an. Der dem Kunden zugeordnete Kundenbetreuer bzw. dessen Team erhält das Ticket zur Bearbeitung zugewiesen. Durch die auf den Kundenstammdaten definierten Service-Level Agreements wird ihm mitgeteilt, in welchem Zeitraum eine Reaktion zu erfolgen hat. Ist das Service-Ticket mit einer zu offerierenden Erweiterung der Kundeninfrastruktur verbunden, kann aus demselben Programm sofort eine entsprechende Offerte erstellt und verschickt werden. Resultiert aus der Offerte schliesslich ein Auftrag, kann das gleiche Ticket nach erbrachter Leistung und Lieferung von Hard- und Software fakturiert werden. Vom Programm werden die entsprechenden Service-Objekte zur gelieferten Hard- und Software unter den Kundendaten selbständig angelegt, so dass sich der Sachbearbeiter nicht darum zu kümmern braucht. Ist im Rahmen anspruchsvoller Projekte die Zusammenarbeit verschiedener Teams aus dem Hause GEOINFO notwendig, lassen sich aus einem Serviceauftrag verschiedene Arbeitspakete als Unteraufträge anlegen, so dass jedes Team sein

entsprechendes Arbeitspaket abarbeiten kann. Die Prozessautomatisierung mit Hilfe der Business Process Engine der Abacus Software hat GEOINFO entscheidend bei der Sicherstellung der Servicequalität geholfen, genauso wie die Vielzahl von eingerichteten Vorlagen für Eingangs- oder Auftragsbestätigungen oder Abschluss-, Zwischeninformation und Eskalationsmeldungen von Changes oder Aufgaben.

Fazit Zukünftig will GEOINFO ihren Kunden auch die Möglichkeit bieten, Service-Tickets über ein Online-Portal zu erfassen. Dabei soll das Standard-WebTicketing von Abacus zum Einsatz kommen. Bereits heute ist die Transparenz über die laufenden Service-Tickets und Aufgaben zu jedem Zeitpunkt gegeben. Das Programm gibt auf Knopfdruck Auskunft, welche Serviceobjekte bei welchem Kunden installiert sind. Somit ist das ganze Unternehmenswissen für die GEOINFO-Mitarbeitenden auf Knopfdruck erreichbar. 350 Kunden aus dem ITBereich sind bis dato im System mit Wartungsverträgen abgebildet. Die Verrechnung kann in beliebiger Periodizität mittels Serienfakturierung erfolgen, wobei die Rechnungen auch in Form von E-Rechnungen per Mail verschickt werden können. Unterschiedliche Anforderungen und Bedürfnisse der Geschäftsbereiche der GEOINFO Gruppe – von den IT-Dienstleistungen, über Vermessungen bis zu Projektierungen von Strassen oder Bahntrassen – sind mit ein und derselben Software abgedeckt. Keine Drittlösungen sind notwendig, alle Module sind nahtlos integriert und Datenredundanzen sind damit ausgeschlossen. << 39


Digitale Transformation:

Optimierte Prozessabläufe mit ECM und ERP Ein effizientes Prozessmanagement ist entscheidender Erfolgsfaktor für Unternehmen und eine wichtige Voraussetzung, um langfristig im Wettbewerb zu bestehen. Deshalb lohnt sich die Investition in ein ECM-System als zentrale Informations- und Wissensplattform, das einerseits als digitales Archiv funktioniert, andererseits mit bedürfnisgerechten Tools die Geschäftsabläufe orchestriert und automatisiert.

D

ie Digitalisierung von Geschäftsdokumenten, Kundendaten und Belegen hat in vielen Unternehmen bereits Einzug gehalten. Auch immer mehr KMUs setzen auf die Vorteile digitaler Archive: die Suche nach Dokumenten dauert nur einen Mausklick, die rechtssichere Ablage ist gewährleistet und das platzraubende physische Papierarchiv wird obsolet. Auf Software-Ebene braucht es dafür ein Dokumenten-Management-System (DMS). Moderne Softwarelösungen können aber viel mehr als digitale Dokumente archivieren und verwalten. Aus diesem Grund spricht man heute eher von Enterprise-Content-Management (ECM). Mit verschiedenen Tools entwickeln sich diese Systeme zum eigentlichen Drehund Angelpunkt automatisierter Abläufe im Unternehmen und machen es fit für die digitale Transformation. Systemübergreifende Lösung „Moderne ECM-Systeme lassen sich über eine serviceorientierte Architektur flexibel in eine Vielzahl von Geschäftsanwendungen, wie etwa das Enterprise Resource Planning (ERP), integrieren“, weiss Helmar Steinmann, langjähriger

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Niederlassungsleiter der ELO Digital Office CH AG. Standardisierte Geschäftsprozesse, etwa bei der Auftragsabwicklung oder im Bestellwesen, können so in einer zentralen Plattform transparent abgebildet, optimiert und automatisch gesteuert werden. Zudem sichern sie abteilungsübergreifend den Kommunikationsfluss und vereinfachen die Zusammenarbeit von Projektteams. Damit bleibt den Mitarbeitenden mehr Zeit für das Wesentliche und sie sind stets über das aktuelle Geschehen im Unternehmen informiert. Bedarfsgerechte Wahl Der Markt bietet eine Vielzahl an ERP-Systemen, welche die Geschäftsprozesse modellieren und automatisieren. Auch diverse branchenspezifische Lösungen sind erhältlich. Komplexe Systeme sind darüber hinaus häufig in Anwendungsmodule unterteilt, die nach Bedarf miteinander kombiniert werden können. Entsprechend schwierig gestaltet sich die Wahl einer passenden Lösung. Entscheidend bei der Evaluation sind die einzelnen Prozessschritte der Geschäftsabläufe, die Regelung des Teamworks sowie die bereits vorhandene IT-Infra-

struktur. Daraus lässt sich ableiten, was Software und Applikationen für ein perfektes Zusammenspiel leisten müssen. Nahtlose Integration mit ELO ELO Digital Office ist führender Hersteller von Software für die elektronische Datenverwaltung, -archivierung und –steuerung und deckt das ganze Spektrum des ECM für KMUs bis zu Grosskonzernen ab. Dabei erlauben die Software-Lösungen von ELO die Anbindung aller ERP-Systeme wie SAP ERP, SAP Business One, Microsoft Dynamics NAV, Microsoft Dynamics AX, ABACUS oder Sage und bieten umfassende Möglichkeiten, um die Informationen aus dem digitalen Archiv möglichst effizient und automatisiert zu verarbeiten. Mehr Informationen: www.elo.swiss

Helmar Steinmann ist Niederlassungsleiter der ELO Digital Office CH AG.


topsoft Fachmagazin 17-3

Coffee Break

Coffee Break… bei Salesforce >> Die topsoft Redaktion im Gespräch mit Frank Engelhardt, Vice President Enterprise Strategy Salesforce

Herr Engelhardt, ihre diesjährige Kundenveranstaltung, die Salesforce Essentials 2017, steht unter dem Motto «Neue Wege gehen und Kunden begeistern». Worum geht es dabei? Frank Engelhardt: Der digitale Wandel rückt den Kunden in den Mittelpunkt. Das Spiel gewinnt, wer sich erfolgreich von den Mitbewerbern differenziert: Wer kann die Kunden am besten begeistern? Welche Kommunikationskanäle sind am effizientesten? Wie gestaltet man kundenorientierte Prozesse? Wir von Salesforce wollen unsere Kunden begeistern und befähigen, Technologie als kreatives Werkzeug für eine sich verändernde Welt zu verstehen. Wir helfen Unternehmen, sich mit ihren Kunden im digitalen Zeitalter neu zu verbinden und gemeinsam neue Wege zu gehen.

Was bewegt denn die Kunden konkret am meisten? Frank Engelhardt: Die digitale Ära ist das Zeitalter des Kunden – Menschen erwarten heute, dass sie gekannt und mit relevanten Inhalten persönlich bedient werden. Generische oder wertlose Informationen werden zunehmend ignoriert. Unternehmen, die das nicht erkennen oder denen eine entsprechende Neuausrichtung ihrer Kundeninteraktionen schwerfällt, laufen Gefahr, ihre Zielgruppen nicht effektiv und erfolgreich zu erreichen. Unsere Kunden wollen, dass ihnen die Software nicht nur Daten liefert, sondern auch konkrete Fragen beantwortet wie: Welche Inhalte sollen welchen Kunden in welcher Situation über welchen Kanal bereitgestellt werden? Um die Kunden zu begeistern, brauchen Anwender mitdenkende Systeme, welche Prozesse beschleunigen und helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Wie nehmen Sie aus Ihrer Sicht den Schweizer Markt wahr? Frank Engelhardt: Salesforce wächst und investiert weiterhin besonders stark in Europa. Die Schweiz ist nicht nur geografisch im Herzen Europas, sondern auch ein wichtiger EU-Handelspartner. Diese enge Zusammenarbeit sorgt gleichzeitig für einen ständigen Wettbewerbsdruck. Schweizer Unternehmen begegnen dieser Herausforderung traditionell mit Innovationen und Qualität. Es macht uns bei Salesforce stolz, dabei als Innovations-Partner mit Ideen, Erfahrungen und Lösungen mitzuwirken. Wir schätzen das internationale Umfeld der Schweiz und ihre nationale Vielfalt und verstehen die hiesigen Business-Anforderungen sehr gut. Wir freuen uns, seit Jahren hier erfolgreich tätig zu sein und eine rasch wachsende Anzahl toller Schweizer Unternehmen zu unseren Kunden zählen zu dürfen.

Frank Engelhardt, Vice President Enterprise Strategy Salesforce, unterstützt vom bärenstarken Maskottchen Codey: «Wer am Ende Erfolg hat, entscheiden nicht die Lösungsanbieter, sondern die Kunden.» Die Agenda der «Essentials» ist gespickt mit klingenden Namen grosser Firmen. Bleiben kleine Unternehmen und Startups aussen vor? Frank Engelhardt: Keineswegs, die Bandbreite unserer Kunden reicht vom Kleinstunternehmen bis zum Weltkonzern, vom Traditionsbetrieb bis zu absoluten Newcomern. Das Tolle daran: Alle können die gleiche Software nutzen. Unser Ziel ist es, jedes Unternehmen – egal ob klein oder gross – mithilfe von Salesforce voranzubringen und erfolgreich zu machen. Der Bekanntheitsgrad einer Firma bei der Gestaltung unseres Events hier in Zürich war übrigens zweitrangig. Wichtiger war es, innerhalb des breiten Anwendungsgebietes unserer Lösungen zeigen zu können, wie Unternehmen unterschiedlichster Grössen und Branchen ihre Kunden, und damit sich selbst, erfolgreicher machen.

Welche neuen Wege geht Salesforce, um die Kunden auch in Zukunft zu begeistern? Frank Engelhardt: Mit Salesforce Einstein haben wir Künstliche Intelligenz in unsere Produkte eingebaut und bereits heute verfügbar gemacht. Wir entwickeln diesen Bereich weiter, so dass sich unsere Kunden auf eine smarte Zukunft freuen dürfen, ohne selbst in eigene KI-Technologie und –Ressourcen investieren zu müssen. Mit «KI für alle» wollen wir Unternehmen befähigen, sich erfolgreich im digitalen Zeitalter zu behaupten. Beispielsweise durch die Fähigkeit, Kundenbedürfnisse besser zu antizipieren. Auch die Weiterentwicklung unserer kostenlosen Lernplattform «Trailhead» ist zu nennen. Mittels Gamification motivieren wir Anwender zum spielerischen Erlernen und Umgang mit Salesforce. Software ist kreativ und soll Spass machen, denn wer am Ende Erfolg hat, entscheiden nicht die Lösungsanbieter, sondern die Kunden.

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topsoft Test topsoft Fachmagazin 17-3

topsoft Test: Wacom Stift-Display DTH-1152

Wacom

Attraktiver Alleskönner für elektronische Dokumente Mit dem neuen DTH-1152 hat Wacom sein bisher funktionsreichstes und kompaktestes Stift-Display auf den Markt gebracht. Das formschöne Produkt richtet sich an alle Unternehmen und Organisationen, welche ihre Dokumente elektronisch ausfüllen und unterschreiben wollen. Der Multi-Touch-Bildschirm des DTH-1152 eignet sich ideal für das papierlose Unterzeichnen von Dokumenten und besticht durch die bewährte Stifteingabetechnologie von Wacom. red. Auf den ersten Blick besticht das schmucke Display durch seine kompakten Abmessungen von gerade mal etwas mehr als 10 Zoll. Dank der Full-HD-Auflösung lassen sich Dokumente problemlos und brillant darstellen. Dabei können diese dank der Touchscreen-Funktionalität in jede Richtung verschoben, vergrössert und verkleinert werden. Das vereinfacht die Prüfung von Dokumenten spürbar. Wer dabei Anmerkungen machen oder Formularfelder ausfüllen und das Dokumente unterschrieben möchte, macht dies – anstelle auf herkömmlichen Papier – einfach direkt auf dem Bildschirm. Der mitgelieferte Stift nutzt dabei die patentierte elektromagnetische Resonanztechnologie (EMR) von Wacom. Im Zusammenspiel mit kompatibler Signatursoftware lassen sich so sichere, biometrische Unterschriften. Natürlich lässt sich das DTH-1152 nicht nur zur Prüfung oder Unterzeichnung von Dokumenten nutzen. Dank des hochauflösenden Bildschirms lassen sich damit auch Produktfotos, Kataloge oder Werbevideos problemlos anzeigen. Doch das DTH-1152 bietet noch weitere interessante Funktionen und Eigenschaften. Dazu zählt 42

beispielsweise die extrem harte Oberfläche. Wer den Bildschirm mit dem Stift traktiert, muss sich keine Sorgen machen. Das Gerät ist robust ausgelegt und verträgt einiges. Gleichzeitig sorgt die Entspiegelung des Displays für eine sehr gute Lesbarkeit auch bei schwierigen Lichtbedingungen. Besonders gefallen hat uns das «gute» Gefühl beim Schreiben. Während man bei ähnlichen Geräten mit dem Stift oft ins Rutschen kommt, kann sich das DTH1152 schon fast mit Papier messen. Eine weitere Besonderheit ist das mitgelieferte 3-in1-Kabel. Dieses sorgt für ein aufgeräumtes Arbeitsumfeld und besitzt gleichzeitig einen standardmässigen USB- und Video-Anschluss (HDMI und VGA). Genial ist auch die Videoverbindung, dank welcher eine Vielzahl von virtualisierten Desktop-Konfigurationen möglich ist. Zugleich kann das DTH-1152 eine serielle Verbindung über USB simulieren und so auch virtualisierte Legacy-Umgebungen unterstützen. In Sachen Sicherheit überzeugt die moderne RSA/AES-Verschlüsselung, welche die zwischen dem Stift-Display und der Workstation

Das 1983 gegründete Unternehmen mit Sitz in Japan ist global tätig. Tochterunternehmen und lokale Büros weltweit sorgen für Vermarktung und Vertrieb in über 150 Ländern. Die Vision, Mensch und Technik durch intuitive Eingabetechnologien zusammenzubringen, hat Wacom zum führenden Hersteller von interaktiven Stifttabletts, Displays und digitalen Stiften sowie von Lösungen zur Speicherung und Bearbeitung digitaler Unterschriften gemacht. Die fortschrittliche Technologie der intuitiven Eingabegeräte von Wacom half dabei, einige der weltweit aufsehenerregendsten digitalen Kunstwerke, Filme, Spezialeffekte, Modekreationen und Designs zu erschaffen. Und sie gibt geschäftlichen und privaten Nutzern benutzerfreundliche Eingabegeräte in die Hand, mit der sie ihre Persönlichkeit ausdrücken können. Die eSignatureLösungen von Wacom kommen in den verschiedensten Anwendungsbereichen zum Einsatz, in denen digitale Arbeitsabläufe mit maximaler Sicherheit entscheidende Bedeutung haben, wie z.B. POS, ePayment, elektronische Pässe, Versicherungen, Banken und Hotelrezeptionen.

business.wacom.com

übertragenen Daten schützt und dadurch eine sichere Durchführung von Transaktionen gewährleistet.

Fazit: Modernes Stift-Display für papierlose Geschäftsprozesse Der jüngste Spross im Wacom Portfolio von Stift-Displays ist weit mehr als ein Hingucker. Dank seiner Robustheit und Funktionalität eignet es sich bestens für den Einsatz im Unternehmen, aber auch unterwegs bei Kunden oder auf Veranstaltungen. Für die gesamte Produktfamilie bietet Wacom übrigens verschiedene Software Development Kits (SDKs) an. Damit können Entwickler eigenen Anwendungen um Funktionen erweitern, welche die Fähigkeiten des Stift-Displays nutzen. Mit dem DTH-1152 hat Wacom sein Sortiment an kompakten Stift-Displays um ein modernes Gerät erweitert, welches insbesondere bei der Unterstützung von papierlosen Geschäftsprozessen wertvolle Dienste leisten kann. Weitere Informationen zum Produkt: signature.wacom.eu/de/ produkte/hardware/dth-1152

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Unmenschlich menschlich Hier sollte nicht Digitalisierung stehen. Weil ich an Ihrer Stelle dann geneigt wäre, bereits jetzt mit Lesen aufzuhören. Der Begriff hängt mir nämlich langsam zu den Ohren raus. Und doch, auch ich komme nicht umhin, ihn zu verwenden. Und bin, ganz unter uns, heimlich davon fasziniert. Weil diese Nullen und Einsen das Unmenschlichste sind, was uns je zu Menschen gemacht hat. >> Anna-Katharina Keller | Swico

Jetzt mal ehrlich. Wir sind schon armi Cheibe. Wir, die IT-Branche. Wir sind schaurig wichtig. Aber alle verkennen unsere Bedeutung. Obwohl wirklich Hinz und Kunz tagtäglich mit uns zu tun haben. Wir sind Alltag geworden und damit zur Selbstverständlichkeit. Es wird nur geschimpft, wenn etwas nicht läuft. Ansonsten sind wir unsichtbar. Gut, das ist vielleicht etwas zu schwarz-weiss. Schliesslich sprechen mittlerweile auch Hinz und Kunz über Digitalisierung. Das Problem ist nur, dass Hinz und Kunz keine Ahnung haben. Das aber nicht wissen, drum mit Überzeugung überall reinplärren und dank deren Nicht-WissenWissen haben wir dann den Salat. In unserer Hauptstadt (nein, nicht Zürich) zum Beispiel, passiert das oft. Wir von Swico versuchen natürlich, das zu verhindern. Das ist echte Knochenarbeit, die meine Kollegen da leisten, sag ich Ihnen. Aber darum geht es jetzt nicht. Wir waren beim Selbstmitleid. Wir haben wirklich allen Grund dazu. Es wird nämlich noch schlimmer. Digitalisierung finden im Grunde alle toll. Fragen Sie nur mal Hinz und Kunz, für wieviel Geld sie für immer und ewig auf dieses Internetz verzichten würden. Sie können natürlich auch sich selbst fragen, aber Sie wissen ja schon, wie wichtig wir, die ITBranche, sind. Aber Sie können vielleicht von Ihrer eigenen Antwort auf die Antwort von Hinz und Kunz schliessen. Und jetzt kommt’s: Plötzlich finden uns doch alle wichtig.

Sündenbock IT Und trotzdem, es wird immer noch auf uns rumgehackt. Zwar wollen alle digital sein, dass eine Veränderung von analog zu digital aber weitreichender ist als der Wechsel zu einer neuen Zahnpasta-Marke, ja also das hat uns (diesmal Hinz und Kunz) aber niemand gesagt! Jetzt würden wir (die IT-Branche) am liebsten sagen: Doch, haben wir, ihr wolltet ja nicht hören. Tun wir aber nicht, das wäre ja Kindergarten. Ätsch. Nein, stattdessen ertragen wir geduldig, dass man uns zum Sündenbock macht. Wir müssen uns zum Beispiel anhören, dass wegen uns in Zukunft

hunderttausende Arbeitsplätze verschwinden werden. Klar, einige räumen dabei auch ein, dass es neue Berufe geben wird. Neue, hochqualifizierte Berufe. Was es aber nicht viel besser macht. Weil, was ist dann mit all den weniger gebildeten Menschen, die dann in Zukunft keine Arbeit mehr haben?!

richtig? Die Digitalisierung zwingt uns, über den Tellerrand zu denken und auch Antworten und Lösungen auf eben solche Fragen zu finden. Weil sie mit dem, was sie uns nimmt, etwas anderes zum Vorschein bringt. Die Menschlichkeit. Und die, so glaube ich, haben wir erst zu einem kleinen Teil entdeckt. <<

Fertig lustig So. fertig jetzt mit Zynismus und prätentiösem Selbstmitleid. Denn jetzt wird es ernst. Damit ist wirklich nicht zu spassen. Weil diese Menschen gibt es. Menschen, die ihre Arbeitsplätze verlieren, weil sie wegrationalisiert werden. Das schleckt keine Geiss weg. Und aus Perspektive der Betroffenen ist es dabei völlig unwesentlich, ob es hunderte, tausende oder hunderttausende sind. Denn für jeden Einzelnen geht es an die Substanz. Manchmal mehr, manchmal weniger. Und ich spreche damit nicht einfach von Finanzen. Sondern von persönlichen Themen. Selbstwert zum Beispiel. Wenn dieser plötzlich wegfällt, weil er durch die Identifikation mit dem Job entstand. Wer ist man dann noch? Ja, ich verstehe die Verunsicherung, die Angst vor dem, was hier auf uns zukommt.

Ein Schimmer Hoffnung Und trotzdem. Im Grunde freue ich mich auf das, was kommt. Auch wenn ich mich oft winzig klein fühle in Anbetracht der Aufgabe, die wir hier zu lösen haben. Aber als Teil der Generation Y bin ich zuversichtlich. Genau deshalb, weil wir nach dem Warum fragen. Warum verdient ein Investment-Banker ein x-faches einer Pflegefachfrau? Warum bezeichnen wir als intelligent (und damit wertvoll), wer die wildesten Kunststücke mit dem Verstand vollbringen kann. Aber als dumm (und damit minderwertig), wessen mentale Kapazität geringer ist, aber dafür vielleicht durch Empathie und Geduld Nähe zu anderen Menschen schaffen kann? Warum gewichten wir die finanzielle Wertschöpfung so dermassen viel höher als die emotionale? Ist das wirklich

Anna-Katharina Keller ist Leiterin Kommunikation bei Swico, dem Verband der ICT-Anbieter sowie weiterer verwandter Branchen in der Schweiz. Swico setzt sich als Unternehmensverband für die Interessen seiner Mitglieder in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ein und bietet ihnen eine breite Palette von Business-Dienstleistungen.

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IT-News topsoft Fachmagazin 17-3

Buchtipp:

Übermorgen – Eine Zeitreise ins unsere digitale Zukunft Wir stecken mitten in einer der grössten Veränderungen der Menschheit. Das Internet der Dinge oder die vierte industrielle Revolution sind heute für viele meist noch Schlagworte. Die digitale Transformation hat mittlerweile alle Branchen erfasst. Doch wie soll man agieren oder darauf reagieren? Kein Stein wird auf dem anderen bleiben. In den nächsten Jahren werden wir uns noch mehr mit Themen wie 3D-Druckern, Drohnen und Robotern, selbstfahrenden Autos, Wearables, Augmented und Virtual Reality, Funk-chips, Voice Recognition, Big Data und Artificial Intelligence auseinandersetzen (müssen). Jörg Eugster stellt in seinem neusten Buch «Übermorgen – Eine Zeitreise ins unsere digitale Zukunft» die aktuellsten digitalen Trends vor und gibt eine klare Antwort, wie man als Individuum oder als Firma diesen Entwicklungen begegnen kann und soll. Dieses Buch richtet sich an alle, die sich einen umfassenden und nicht zu tiefen Einblick in die relevanten Themen der Digitalisierung verschaffen möchten. Pflichtlektüre ist es für Aufsichts- und Verwaltungsräte, Vorstände und Geschäftsleitungsmitglieder von Firmen aller Grössen sowie alle Politiker, die sich mit der Digitalisierung beschäftigen möchten. Es richtet sich an alle Mitarbeitenden, die auf dem aktuellsten Stand der Digitalisierung sein wollen, insbesondere auch an die im Buch beschriebenen Zukunftsmissionare. Das Besondere an diesem Buch ist unter anderem, dass es als «work in progress» funktioniert. An den Inhalten arbeitet Jörg Eugster

ständig weiter und lässt neue Erkenntnisse einfliessen. Beim gedruckten Buch lassen sich natürlich keine Änderungen oder Ergänzungen nachträglich anbringen. Der Autor unterhält folgende digitalen Kanäle: . Alle Inhalte: https://wifimaku.com/uebermorgen. Multimediale Inhalte wie Videos sind direkt eingebunden. . Aktuelle Neuigkeiten im Blog: https://uebermorgen.vision mit Newsletter und weiteren Social-Media-Kanälen. Bei der Realisierung des Buches wurde teilweise auf Crowdfunding mittels Anzeigen zurückgegriffen. Social Open Book/Crowdsourcing: Leser/-innen dürfen gerne Anregungen, Änderungsvorschläge und Beispiele einbringen, die der Autor bei Gutdünken mit Namensnennung integriert. Das Buchcover wurde über 99designs.com erstellt.

Der Autor Jörg Eugster ist seit 1998 Internetunternehmer aus Leidenschaft und gehört er zu den Schweizer Internetpionieren. Als gelernter Betriebswirtschafter mit Executive MBA ist er heute in gesuchter Unternehmensberater, Keynote-Speaker und Dozent. In verschiedenen Technologie- und Medienunternehmen fungiert er zudem als Verwaltungsratsmitglied. Von Jörg Eugster sind verschiedene Fachartikel sowie sein Erstlingswerk «Wie fischt man Kunden aus dem Internet» erschienen. www.eugster.info

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IT-News

Abacus unterstützt Jungunternehmen aus dem Fintech-Bereich

QR-Rechnung schon bereit bei leanux.ch

Ab sofort wird Abacus Partner und sogenannter Fintech Driver von Swiss Finance Startups, die Vereinigung Schweizer Startups der Fintech-Industrie. Ausserdem wird der Marktführer von ERPSoftware im KMU-Segment Sponsor der wichtigsten nationalen Tagung der Startups aus der Fintech- und entsprechender Softwarebranche. Der Swiss Fintech Day 2017 findet am 4. September im Zürcherischen Schlieren statt. Daran teilnehmen wird unter anderen auch Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann.

Ab 2019 löst die QR-Rechnung mit Zahlteil den gängigen Einzahlungsschein ESR in der Schweiz ab. Bis dahin muss die ganze Software umgestellt sein, damit dieser neue Standard erfüllt werden kann. Die Kunden der Lösung von leanux.ch können bereits jetzt von den vielen Vorteilen der QR-Rechnung profitieren. Der neue Zahlteil mit QR-Code ist ein wichtiger Bestandteil und enthält alle Informationen, welche für die umgehende Zahlung der Rechnung oder für eine rasche Weiterverarbeitung nötig sind. Der auf allen Rechnungen dann einheitliche "Swiss QR-Code" ist am Schweizerkreuz in der Mitte erkennbar.

www.abacus.ch

www.leanux.ch

Digitale Beratung von morgen schon heute: BDO lanciert HelloNina ICT-Lehrabgänger ruhen sich nicht aus 8 von 10 ICT-Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern werden innerhalb von zwei Jahren nach dem Lehrabschluss eine Weiterbildung in Angriff nehmen. Das zeigt die aktuelle repräsentative Befragung bei den Lehrabgängerinnen und Lehrabgängern der Informatik und Mediamatik. Im Sommer schliessen schweizweit knapp 2400 Jugendliche mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis (EFZ) in Informatik und Mediamatik ab. 87% der Befragten empfehlen Ihre Lehre an Kolleginnen und Kollegen weiter. 37% der Befragten schliessen nebst dem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis auch mit der Berufsmatura ab. Die Studie zeigt aber auch auf, dass der Frauenanteil in der Branche noch immer tief ist, von den Befragten waren nur gerade 15% weiblich.

Startup-Tipps mit Chatbot-Technologie: Die digitale Plattform HelloNina erleichtert mit Beratung und umfangreichen Informationen den Alltag von Jungunternehmern. Gemeinsam unterstützen Chatbot-Technologie und Berater Startups vor und nach der Gründung. Damit baut das Treuhandunternehmen BDO seine Online-Dienstleistungen für KMU weiter aus. Zwar finden Startups auf unzähligen Websites Informationen. Die neue Plattform HelloNina (www.hellonina.ch) von BDO geht einen grossen Schritt weiter: Hier können Gründerinnen und Gründer während 24 Stunden Fragen stellen und erhalten dank moderner Chatbot-Technologie sofort Antworten auf drängende Fragen - Tag und Nacht. www.bdo.ch

Die Lehrabgängerbefragung 2017 wurde vom Institut für Wirtschaftsstudien Basel (IWSB) durchgeführt und von ICT-Berufsbildung Schweiz in Auftrag gegeben. www.ict-berufsbildung.ch

APplus mit «ERP Excellence 2017»-Siegel ausgezeichnet Persistent Systems übernimmt PARX Persistent Systems hat die Übernahme von PARX bekanntgegeben. PARX, der zertifizierte Salesforce Platinum Partner im DACHRaum (Deutschland, Österreich, Schweiz), legt seinen Fokus auf die Geschäftsmodelle sowie strategischen und operationellen Ziele seiner Kunden. Mit dieser Übernahme setzt Persistent, das kürzlich Entwicklungszentren in Mexiko und Israel sowie an neuen Standorten in den USA eröffnet hat, seine globale Expansion fort. Die Übernahme von PARX folgt auf den Erwerb des führenden Salesforce Consulting Partners für Australien, PRM Cloud Solutions, im letzten Jahr. Persistent ist selbst auch zertifizierter Salesforce Platinum Partner. www.parx.com

Eine der Kernanforderungen für moderne Fertigungsszenarien ist zweifellos die Flexibilität. In dem Masse, in dem Kunden einen immer höheren Wert auf individuell konfigurierte Produkte legen, ist eine effiziente Fertigung auch von kleinen Losgrössen unerlässlich. Eine Herausforderung, bei der vor allem auch der Einsatz smarter Industrie-4.0-Technik unterstützen kann. Sie erhöht den Automatisierungsgrad einer Fabrik, sodass sich auch individuelle Produkte mit höherer Wirtschaftlichkeit fertigen lassen. Die Frage, wie gut moderne ERP-Systeme für flexible Fertigungsszenarien wie diese gerüstet sind, stand im Mittelpunkt des diesjährigen „ERP Excellence Test“ der GPS Gesellschaft zur Prüfung von Software aus Ulm. Dem mehrstufigen Testszenario der ERP-Spezialisten stellte sich dabei unter anderem auch der ERP-Anbieter Asseco Solutions aus Karlsruhe – und wurde dabei mit dem Siegel „ERP-Excellence 2017“ ausgezeichnet. www.assecosolutions.com

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IT-Agenda | Leserservice topsoft Fachmagazin 17-3

Veranstaltungen | Kurse | Seminare 29./30. August 2017 topsoft Fachmesse | SuisseEMEX | Digital Summit für KMU Messe Zürich | Di 9–19 Uhr, Mi 9–17 Uhr www.topsoft.ch | www.suisse-emex.ch | www.digital-summit-kmu.ch 5. September 2017 Design Konferenz Crowne Plaza Zürich | 17:30–20 Uhr Internet Briefing | www.internet-briefing.ch 5. September 2017 Wie die Symbiose von AdWords, Youtube und Facebook zum Erfolg führt Crowne Plaza Zürich | 9–18 Uhr Internet Briefing | www.internet-briefing.ch 12.–15. September 2017 Ineltec 2017 Messe Basel | Di-Do 9–18 Uhr, Fr 9–16 Uhr MCH Messe Schweiz (Basel) AG | www.ineltec.ch 13.–17. September 2017 Digital Festival Zürich Digital Festival AG | www.digitalfestival.ch 25. Oktober 2017 Referat «Digitale Transformation und Security – ein Spannungsfeld» Digicomp Academy Zürich | 8–10 Uhr Digicomp Academy AG | www.digicomp.ch 27. Oktober 2017 Computerworld Industrie 4.0-Konferenz Sihlcity Zürich | 9–16 Uhr Computerworld & topsoft | www.i4konferenz.ch 31. Oktober 2017 CNO Panel 17 Stade de Suisse, Bern | 13:30–22 Uhr Dr. Pascal Sieber & Partners AG | www.cno-panel.ch

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14. November 2017 Swiss ICT Award 2017 KKL, Luzern | Abendveranstaltung SwissICT | www.swissict-award.ch Senden Sie Ihre Veranstaltungshinweise an: redaktion@topsoft.ch

Nächste Ausgabe: topsoft Fachmagazin 17-4 | 15. November 2017 Fokusthema: Industrie 4.0 Marktübersicht: ERP für Industrieunternehmen Praxisdossier: IT-Unterstützung in Marketing, Sales und Service

Leserservice topsoft Fachmagazin abonnieren: www.topsoft.ch/fachmagazin | T +41 41 467 34 20 topsoft aktuell-Newsletter abonnieren: blog.topsoft.ch IT-Konkret Fallstudien lesen: www.it-konkret.ch Marktübersicht Business Software: www.topsoft.ch/softwarefinden

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29./30. August 2017 29./30. August 2017

4. SKO-LeaderCircle Plus Do. 14. September 2017, 13.30 Uhr SIX ConventionPoint, Pfingstweidstrasse 110, 8005 Zürich Digitalisierung und Globalisierung verändern unsere Arbeitswelt in rasantem Tempo. Tradition hingegen schaut zurück, besinnt sich auf überlieferte Werte und Handlungsweisen und bietet Orientierung für Mitarbeitende.

KMU im Spannungsfeld zwischen Innovation und Tradition

Wählen Sie am Nachmittag ab 13.30 Uhr zwei aus 5 Impuls-Sessions. Diskutieren Sie mit, und bringen Sie Ihre Erfahrungen ein. Workshops, Pausen und der anschliessende Apéro riche, bieten die perfekte Gelegenheit zur Vertiefung und zum Netzwerken. Impuls-Sessions ab 13.30 Uhr • Franz Steiger Switzerland Global Enterprise • Martin Kägi KW+P Management Consultants AG • Jessica Färber Universität St. Gallen. • Michael Bürgi Swisscom (Schweiz) AG • Prof. Dr. med. Georg Bauer ETH Zürich • Dr. Rebecca Brauchli Uni Zürich • Alex Villiger Graubündner Kantonalbank

Podium ab 18 Uhr mit • Barbara Artmann Künzli Schuhe • Bruno Cathomen Mikron Gruppe • André Lüthi Globetrotter Group • Daniel Küng Switzerland Global Enterprise • Patricia Wolf Zukunftslabor CreaLab • Stefan Barmettler Handelszeitung, Moderation

Anmeldung unter: www.sko.ch/leadercircle oder Mail an info@sko.ch Medienpartner Hauptsponsoren

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Bildungspartner

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Typotex AG, Sonnental www.typotex.ch

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topsoft Fachmagazin 17-3  

Dienstleistung 4.0: IT für Dienstleister und Projektmanagement Dokumentenmanagement und Archivierung topsoft Fachmesse 2017

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