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TirolerTierEngel

e.V.

w w w. t i r o l e r t ierengel.com • Vereinszeitung 2/2009 Margit und Peter Kahr, Kajetan-Swethstraße 9, A-6020 Innsbruck Tel. 0043 512 26 55 79 · www.tirolertierengel.com

Hallo, ich bin Pepé (bei den Tierengeln hieß ich noch Krümel). Nach 5-wöchigem Urlaub in Italien möchte ich mich bei euch bedanken, dafür, dass ihr mich aus Spanien hergeholt habt und mein Hundeleben jetzt super ist. Meine Familie verwöhnt mich total, aber ich musste dafür auch „folgen“ lernen. Aber ab und zu geht mein spanisches Temperament doch noch mit mir durch. Hier seht ihr mich und meine neue Freundin „Gina“. Sie kommt aus Italien und ist 7,5 Jahre jung. Auch ein Wellensittich ist mein neuer Freund. Also ihr seht, mir geht es sehr gut! Wuff und Danke, Pepé


Hundetransport

Larissa Hier habe ich 2009 das „Vorzeigetierheim“ der Stadt Larissa in Nordgriechenland besucht. Larissa hat ca. 120.000 Einwohner. In diesem „Tierheim“ werden auch Ärzte geschult.

Bei der Einreise nach Griechenland ist vor uns dieses Auto gefahren, auf der Autobahn in Nordgriechenland zwischen Grevena und Kozani. Das ist „Normalität in Griechenland, so werden Jagdhunde transportiert. In der verlotterten „Kiste“ waren 2 Hunde übereinander „gestapelt“. Wir haben versucht in der Stadt Katerini Anzeige wegen des Verstoßes gegen das griechische Tierschutzgesetz zu machen. Dort wurde uns bei der Polizei erklärt, wir müssen nach Kozani fahren... ist ca. 120km entfernt...



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Kettenhund Diesen Kettenhund haben wir zufällig beim Klärwerk von Katerini entdeckt. Dieser Hund ist bereits ca. 8 Jahre alt. Wir konnten erreichen, dass er wegen seiner Entzündung an den Ohren (Parasiten!)medizinisch versorgt wurde. Das ist ein Kettenhund, dem es für griechische Verhältnisse gut geht. Er wird gefüttert, er bekommt Wasser, sein Platz ist im Schatten, er hat eine 10m lange Kette (nicht 2m). Wir werden noch versuchen, dass sein Unterstand eine Erhöhung am Boden bekommt, damit er bei Regen im Trockenen liegen kann.

Für griechische Verhältnisse lebt dieses arme Geschöpf im Paradies, trotzdem ist sein Zustand erbärmlich

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Der Hund war nicht agressiv und nahm das Futter dankbar an

Beide Ohren waren sehr stark durch Parasiten befallen




Pferdehaltung

Karditsa

Im Urlaub bekamen wir aus Deutschland eine E-Mail wegen eines herrenlosen Pferdes in Leptokaria Griechenland). Wir haben versucht uns um den hübschen Hengst zu kümmern, konnten ihn entdecken, und haben unsere Tierschützerin vor Ort telefonisch kontaktiert. Wir haben herausbekommen, dass der Besitzer aus Thessaloniki ist, und das Pferd hier in Leptokaria von einem Mann betreut wird. Allerdings läuft der Hengst wirklich frei herum. Das stellt nach griechischem Gesetz kein Verbrechen dar. Dafür wurde unserer griechischen Tierschützerin am Telefon mit einer gerichtlichen Klage gedroht, weil sie sich in Dinge einmischt, die sie nichts angehen! (Das ist kein Scherz!)... So ist das eben in Griechenland...

Hier habe ich 2009 drei Griechinnen in Karditsa besucht, die ohne jegliche staatliche Hilfe eine Tierstation mit ca.130 Hunden betreiben. Sie leisten dort tolle Arbeit, wie auf den Fotos ersichtlich ist. Sie werden unter anderem von http://www.tiere-in-not-griechenland. de/ unterstützt.

Der Hengst spaziert frei herum und ist deshald nicht nur durch den Straßenverkehr gefährdet 

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Nagerhaltung Wir wurden von einer Frau aus Tirol kontaktiert wegen der Haltung von Kaninchen, die nicht dem Tierschutzgesetz entsprechen. Die Frau hatte Monate vorher versucht die Situation bei anderen Organisationen aufzuzeigen. Das Einzige was danach getan wurde, war die pinkfarbene Decke über den Meerschweinchenkäfig als Schutz zu legen. Darunter waren zwei Hasen eingesperrt. Wir haben es geschafft, dass dort nach vier Monaten neue Behausungen gebaut wurden. In unserem Fall hat der zuständige Amtstierarzt eingegriffen und war sehr kooperativ (so etwas gibt es auch, Danke!). Die Besitzer waren über die bestehenden Gesetze der Haltung von Nagetieren leider total uninformiert.Es gelten Mindestanforderungen über die Größe und Art der Behausung.

Vorher

Eindrücke Raststätte in der Nähe von Katerini. Immerhin gibt‘s dort einen „dog´s park“. Nachdem Brot drinnen liegt, ist anzunehmen, dass ab und an auch ein Hund da drinnen ist.

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Nachher

Impressum

TirolerTierEngel e.V., 6020 Innsbruck, Kajetan-Swethstraße 9, Tel. 0699/10121044 ZVR: 213459974 Redaktion: TirolerTierEngel e.V. www.TirolerTierEngel.com Tiroler Sparkasse AG BLZ: 20503, Kto.: 03300-222415 BIC: SPIHAT22 IBAN: AT02050303300222415




Hundeleben Griechenland Zeitung vom 30. September 2009

Ein Hundeleben in Griechenland von Karin delle Karth Ich bin beileibe kein Anhänger der Wiedergeburt. Der Gedanke als Ameise, Frosch oder Grille mein nächstes Leben zu fristen, hat mir nie gefallen. Ganz im Gegenteil. Seit ich gesehen habe wie man hier zu Lande mit Hunden umgeht, ist Reinkarnation zu meinem Lieblingsalptraum aufgestiegen. (Vorher war mein Alptraum-Favorit eine Skiabfahrt: die Langkofelscharte im Grödental - irre steil, total vereist.) Hunde sind in Griechenland ganz offensichtlich eine Ware. Sie werden als billige Wachsysteme verwendet, als Auffinder von erlegtem Wild, niemals als Gefährte oder gar als bester Freund des Menschen. Rassehunde, die man als Welpe um teures Geld ersteht, gehen noch als Statussymbol durch. In einem Range Rover angereist, neben einem phillipinischen Kindermädchen macht sich ein blauäugiger Husky beim Skivergnügen am Parnass gut: Im Sommer fristet er dann sein Leben angekettet auf einen heißen Balkon in Athen. Wenn er den Sommer überlebt, ist er meistens verstört und kein Spielzeug mehr. Dann setzt man ihn im Normalfall irgendwo an der Autobahn aus. Falls er auch das überlebt, schließt er sich einem Rudel wilder Hunde an, Leidensgefährten, die gemeinsam durch die Wälder streifen und die Wege unsicher machen. Das ist dann wieder Wasser auf die Mühlen der Menschen. Hunde sind gefährlich, unrein, böse Geschöpfe des 

Teufels. Das sagt auch der Pope. Ich habe meinen Dackel Hubertus mit nach Griechenland gebracht. Dackel sind hier zu Lande eine weitgehend unbekannte Rasse. Die Frage, ob der Hund im Haus wohnt, hat mich zu Beginn sehr verwundert. Hat man schon einmal von einem Dackel gehört, der angekettet im Hof lebt? Ein Kettendackel? Dass eine Besucherin den harmlos neben, mir sitzenden Hubertus mit einem gezielten Fußtritt quer über den Hof beförderte, hat mich dann nicht mehr sehr verwundert. Weshalb sie das getan hat? Sie mag eben keine Hunde. Dass ich keine Besucher mag, die freundliche Hunde mit Fußtritten traktieren, hat sie sehr empört. Sie verließ mein Haus zögerlich und Verwünschungen ausstoßend. Sie wissen schon - das böse Auge. Dass uns zwei Männer überfallen haben, als wir friedlich mit dem Auto vom Strand kamen und sich den arglos auf den Rücksitz schlafenden Dackel schnappen wollten, war sehr verwunderlich. Hubertus hat den jüngeren der beiden Männer, der ihn aus dem Auto zerren wollte, ordentlich gebissen und mein Mann hat Gas gegeben. Die beiden „Herren“, die jetzt bei der Polizei „angeschrieben“ sind (was ihnen gar nicht gefällt), wollten meinen Hubertus ihrem Jagdhundezwinger einverleiben, haben uns am Strand beobachtet, uns aufgelauert und überfallen. Wegelagerer in Griechenland. Meine dänische Freundin, die neben Hubertus auf denn Rücksitz saß meidet das Land seither. Ich habe damals im Polizeipräfekten einen neuen Freund gewonnen. Und ich lasse den Hund, jetzt schon ein alter Dackel nie mehr von der Leine. Auch wegen der Giftköder. Wenn ich von Österreich zurückkomme, ist das Dorf, in dem ich wohne, häufig hundewww.tirolertierengel.com


und katzenfrei. Weshalb wohl? Seltsamerweise kann ich den grausamen Umgang mit Tieren den Menschen aus dem Dorf eher verzeihen. Menschen, die um ihre Existenz kämpfen, haben keine Zeit für „Sentimentalitäten“. Und sie wissen es nicht besser. Aber dass selbst gebildete Zeitgenossen, wie Rechtsanwälte und Ärzte, Hunde wie zweitklassige Ware behandeln, ist zu viel. Ich protestiere und hoffe, dass ich Mitstreiter finden werde. Auch im Interesse Griechenlands. Denn ich kenne genügend Menschen, die das Land wegen seines Umgangs mit Tieren ablehnen. „Was, Sie leben in Griechenland? Barbaren. Nichts für mich“. Das hat mir die Tierärztin meines Dackels neulich gesagt. Sie ist mit einer Gruppe junger österreichischer Tierärzte nach Griechenland gekom­men, um kostenlos Dorfkatzen zu sterilisieren und wurde ziemlich unsanft mitsamt ihren Kollegen hinauskomplimentiert. Ich liebe die Griechen und ihr Land und hoffe, dass es mir gelingt, ein wenig dazu beizutragen, dass sich das Verhältnis Mensch/Tier langsam zum Guten ändert. Mit Hilfe meines freundlichen Dackels arbeite ich daran, indem ich Kinder, die von ihren Müttern schreiend abgehalten werden, Hubertus zu streicheln, dazu auffordere, es doch zu tun. Dabei versuche ich die Mütter zu überzeugen, dass ein körperlich und geistig gesunder und geliebter Hund kein Menschen fressendes Krokodil ist. Ein Tropfen auf dem heißen Stein - mag sein. Wissen sie eine bessere Methode? Dann bitte umgehend melden! karindellekarth@yahoo.de

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Leserreaktionen Also irgendwie sollte doch irgendwannein ein Umdenken bei der griechischen Bevölkerung möglich sein, wenn wir alle gemeinsam darauf hinarbeiten.Nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern durch liebevolles „Vorleben“, wie es in manchen Beiträgen beschrieben wird. Letzter Kommentar in den Leserbriefen: Da hilft sicher nur die Zeit. Ja, ganz bestimmt. Wer sich schon morgen eine Änderung erhofft, der sollte diese Hoffnung gleich aufgeben - und seine Aktivitäten besser einem erfolgversprechenderen Projekt zuwenden. Der Tierschutz braucht hier in Griechenland noch viel Zeit. Das ist eineTatsache - aber kein Grund aufzugeben. Auch wenn wir es selbst nicht mehr erleben - es soll uns nicht daran hindern, für die Zukunft zu arbeiten, Samenkörner zu legen - am besten bei der noch aufnahmefähigen Jugend, bevor ihre Gedanken vom „so ist es - so war es immer“ eingeengt werden. Natürlich sollten/müssen wir auch bei den Erwachsenen gegen das andere Extrem - die „Überliebe“ zum Statussymbol vorsichtig versuchen etwas zu bewirken. Ein Pudel ist keine BarbiePuppe, ein Husky braucht seine Aufgaben (möglichst in kühlen Regionen). Und alle sind Wesen mit Gefühlen, die man, wenn sie lästig werden, nicht im Müll entsorgen darf. Griechenland Zeitung 203 v. 21. 10.2009 


Leserbriefe Ein Hundeleben in Griechenland Im Folgenden bringt die Griechenland Zeitung Auszüge aus Leserbriefen, die sie zum Feuilletontext von Karin Delle Karth zum Welttierschutztag am 4. Oktober unter dem Titel „Hundeleben in Griechenland“ Ihr Artikel hat mir aus der Seele gesprochen. Wir selbst besitzen zwei Hunde. Als unser Rottweiler noch ein Welpe von drei Monaten war, wurden bei seinem Anblick die Mütter hysterisch und rissen schreiend die ebenfalls schreienden Kinder zurück. Selbst bei unserer MiniHündin (kleiner als Dackel) erlebten wir solche Ausbrüche. Woher kommt diese Angst? Wenn wir griechischen Besuch bekommen, lasse ich alle zwei Hunde auf ihren Platz gehen und dort bleiben. Das macht sehr großen Eindruck auf die Griechen, sie sehen, wie ein Hund sich entwickeln könnte, wenn man ihn nicht vorher kaputtmacht. Aber wie kann man die Menschen davon überzeugen, dass ein Hund, der mit einem kurzen Seil vor seiner Tonne angebunden wird, weder ein guter Beschützer noch ein Jagdhund oder gar ein Gefährte wird? Es ist jedenfalls noch ganz viel zu tun! Carolin Bartmann, Weit-Geretshausen Ich habe mit großem Respekt Ihren Beitrag in der Griechenland Zeitung gelesen. Sie sprechen uns aus dem Herzen. Wir fahren seit 1989 nach Griechenland auf Urlaub und haben dieselben Erfahrungen gemacht. Auch ich hatte schon Diskussionen darüber, dass es ja Probleme mit Kinderheimen, 

mit Altenheimen gibt, dass die Leute kein Geld haben usw. Das mag ja alles sein, ändert aber nichts an der Tatsache, dass der Umgang des Menschen mit dem Tier in Griechenland „mittelalterlichen“ Status hat. Peter Kahr, TirolerTierEngel e.V., Innsbruck Soeben habe ich Ihren Artikel in der Griechenland Zeitung bezüglich des Umgangs der Griechen mit Hunden gelesen und musste dabei immer wieder zustimmend nicken. Ich selbst lebe seit sieben Jahren dauerhaft in Griechenland. Was ich jedoch immer häufiger sehe, ist eine andere Art der Tierquälerei: Die absolute Verhätschelung. Ein Beispiel: Eine Familie mit einem Pudel namens Eleni. Zunächst wurde Eleni im Auto spazierengefahren und dann im Arm spazierengetragen. Im Restaurant abends: Eleni, in einen weißen Wollpulli gehüllt, mit rosa Halsband und zwei rosa Haarspangen bzw. einem Schleifchen im Haar, saß auf dem Schoß ihrer Besitzerin. Als ich meiner „parea" sagte, dass auch das eine Form der Tierquälerei sei, schauten sie mich groß an. Christina auf dem Graben, Patras Schon seit geraumer Zeit lesen wir mit Vergnügen Ihre Beiträge in der Griechenland Zeitung, aber Ihr Bericht „ein Hundeleben...“ topt alles. Genau aus unserem Herzen gesprochen, denn wir leben in Griechenland mit Hund. Leider ist alles so wie beschrieben und ein Geheimrezept, da etwas zu ändern, haben wir leider auch nicht. Da hilft sicher nur die Zeit. Moni und Rudi Buchner, Paralia Sergoulas www.tirolertierengel.com


Janosch Wie ihr sicher wisst, falle ich gerne hin, bin gestern mit Janosch wieder durch die Wiese gelaufen Tiefschnee und ich bin hingefallen.Konnte nicht mehr aufstehen Janosch hüpfte ganz nervös um mich herum,wollte mein Handy aus der Jackentasche nehmen sch... zu Hause gelassen. Bemühte mich auf zustehen ging nicht es wurde mir auch langsam kalt Janosch immer noch an meiner Seite weit und breit kein Mensch was tun. Ich wußte mein Mann ist nicht zu Hause kein Handy, dass ich Hilfe holen könnte bekam richtig Angst. Janosch setzte sich neben mich als ob

er fragen wollte was soll ich machen? Mir fiel nicht anderes ein Janosch hole Hilfe dachte daraus wird eh nix er sah mich an bellte kurz und weg war er. Es verging eine Weile ich dachte so jetzt erfrierst du wollte immer wieder aufstehen aber mein Fuß tat so weh es ging einfach nicht. Ich weiß nicht wie lange ich dort gelegen bin da hörte ich meinen Namen rufen und Janosch bellen ich dachte das gibt es ja nicht es war mein Nachbar, den Janosch geholt hatte. Er brachte mich dann zum Arzt mein Knöchel war „nur verstaucht“. Er erzählte das er im Garten war und Janosch mit einem Affentempo über den Zaun sprang und bellte wie verrückt und wieder über den Zaun das tat er dreimal bis er dachte das ist nicht normal und folgte Janosch. Janosch bekam tausend Knuddels und eine dicke Wurst. Jetzt weiß ich was ich an meinen Janosch habe. So ist Janosch! Liebe Grüsse Renate

Danke! Wir bedanken uns bei unseren Mit­gliedern und Spendern, ohne deren Hilfe unsere Hilfe für die Tiere nicht möglich wäre. Wir hoffen auch weiterhin, dass ihr uns das Vertrauen schenkt, damit wir unsere zukünftigen Ziele erreichen können. www.tirolertierengel.com




Giardien Ein Bericht über die Parasiten Giardien von unserem Tierarzt. Dr. med. vet. Thomas Schuster aus Innsbruck.

Chronischer Durchfall verursacht durch GiardienRisiko auch für Menschen? Seit mehreren Jahren werden immer häufiger Giardien als Verursacher von chronischen Durchfällen bei Hunden und Menschen festgestellt. Die Erkrankung ist nicht neu, aber das Wissen um ihr Auftreten und einfachere Nachweismethoden führen dazu, dass die Diagnose öfter gestellt wird. Giardien kommen auch bei anderen Tierarten vor, so bei Katzen, verschiedenen Wildtieren, Rind, Schaf, Pferd etc. sowie bei Chinchillas und anderen Heimtieren. Die krankmachende Wirkung

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sowie die Übertragungsmöglichkeit auf den Menschen unterscheiden sich aber sehr stark voneinander. Der Erreger (Giardia, auch Lamblia genannt) ist ein einzelliger Darmparasit. Er befällt beim Hund die oberen Dünndarmabschnitte, beim Menschen auch zusätzlich die Gallengänge und führt zu chronisch wechselnden Durchfällen und Blähungen sowie beim Menschen zu Völlegefühl und Druckgefühl im Oberbauch. Zur Ansteckung müssen nur wenige Erreger aufgenomen werden. Sie erfolgt beim Hund auf der täglichen Gassirunde aus Pfützen und durch mit Hundekot verschmutzten Boden, beim Menschen meist durch Verzehr von schlecht gewaschenem Obst oder Salat.   Die Ausscheidung erfolgt über den Kot erkrankter Tiere und Menschen. Dachte man früher, die Erkrankung sei hauptsächlich in südlichen Ländern des Mittelmeerraumes verbreitet, muss man heute  überall damit rechnen.

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Interessanterweise sind verschiedene Unterarten des Erregers für Mensch und Tier unterschiedlich ansteckend, sodass man davon ausgeht, dass die direkte Übertragung von Hund zu Mensch bzw. von Mensch zu Hund eigentlich eine geringere Bedeutung hat. Die Diagnose wird durch eine Kotuntersuchung gestellt, es gibt sehr praktische Testkits, die in der Tierarztpraxis gleich angewandt werden können. Zur Behandlung verwendet der Tierarzt Fenbendazol drei Tage hintereinander bzw. Metronidazol 5 Tage lang. Wichtig ist natürlich auch eine neuerliche Ansteckung durch die eigenen Ausscheidungen zu verhindern. Daher sollten Hygienemaßnahmen angewendet werden, wie zum Beispiel das Einsammeln des Kots oder Desinfektion eines Auslaufes. Eine Impfung gegen Giardien ist möglich, in Österreich aber zur Zeit noch nicht erhältlich. Prinzipiell sollte sich jeder Tierbesitzer der möglichen Ansteckungsgefahr durch sein Haustier immer bewusst sein und nach Kontakt mit seinem Tier bzw. zumindest vor dem Essen die Hände waschen. Hunde können über ihre Schnauze und auch die Pfoten eine Vielzahl an Krankheitserregen in die Wohnung bringen. Dadurch sind besonders Kleinkinder gefährdet aber auch alte oder immungeschwächte Personen. Regelmäßige vierteljährliche Entwurmungen, bei Verdacht auch zusätzliche Kotuntersuchungen helfen das Hygienerisiko zu vermindern, doch darf man nicht vergessen, dass die Übertragung vieler Erkrankungen auch indirekt auf dem vorhin beschriebenen Weg erfolgen kann. www.tirolertierengel.com

Unterstützung

Annett Groddeck ist uns bekannt, weil sie als LKW Fahrerin seit Jahren mit offenen Augen durch Europa fährt. Auf unserer Homepage sind auch Infos über Italien von ihr drauf. Nach einem Spendenaufruf hat uns dankenswerterweise Sabine Schneider-Rieser aus Wattens mit Sachspenden ausgeholfen, die Annett bei mir in Innsbruck abgeholt hat. Das Foto von mir und Annett hat der Hundebesitzer gemacht. Der heißt Balou und stammt ursprünglich aus Tirol. Annett ist dann weitergefahren ins Erdbebengebiet in Italien nach L´Aquila, um dort Hunden zu helfen.

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Strassburg Bericht über den Besuch in Strassburg Ich bin an 4.5.2009 nach Strassburg ins EU-Parlament gefahren wegen der Resolution Nr.12 „zum Wohlergehen von Haustieren und streunenden Tieren in Europa“, die von den drei Abgeordneten Alain Hutchinson (Belgien), David Hammerstein (Spanien) und Neil Parish (England) erstellt wurde.

Lagebesprechung über die Vorgehensweise im Parlament am 4.5. abends mit der www.pfotenhilfe-ungarn.de/

Angelika und Birgit von www.pfotenhilfeungarn.de/ im Rondell vor dem Eingang ins EU Parlament.

Hier ist Claudia von www.pfotenhilfe-ungarn.de/. Rechts im Hintergrund hängen alle eingebrachten Resolutionen in den 23 Sprachen der EU-Länder an der Pinwand vor dem Plenarsaal. Am Tisch werden von dem Beamten die Ordner „bewacht“, wo die Abgeordneten ihre Unterschrift hinterlassen können. 12

Die Postfächer der Abgeordneten, wo wir zum Schluss jedem einen persönlichen Brief mit der Bitte zur Unterzeichnung der Resolution eingeworfen haben. www.tirolertierengel.com


Nach dem anstrengenden Vormittag, zu Mittags eine Pause in der Cafeteria des Parlaments, wo ein Cappuccino einen Euro kostet.

Wir (www.aerztefuertiere.de/, www. pfotenhilfe-ungarn.de/) haben von den benötigten 393 Unterschriften aber trotzdem immerhin 294 geschafft. Im Jahr 2006 wurde von Hr. Hammerstein bereits einmal solch eine Resolution eingeführt, damals wurden nur 81 Stimmen erreicht. Wir werden aber trotzdem weiter dran bleiben, und versuchen es beim nächsten Mal mit der gewonnenen Erfahrung besser zu machen. Der IFAW hat einen großen Erfolg zum Wohle der Robben geschafft. Wir werden es weiter versuchen und für hilflose Streuner und Heimtiere Tiere in ganz Europa kämpfen. Für uns gibt es keine Grenzen! Peter Kahr, Obmann TirolerTierEngel e.V.

Der Sitzungssaal von der Pressetribüne aus gesehen kurz nach der Abstimmung we g e n d e s I m p o r t ve r b o t s g e g e n Robbenprodukte, der nach Jahrzehnten des Kampfs endlich beschlossen wurde! Nach einem anstrengen Tag sind wir wieder abgereist. Wir haben das getan, was wir machen konnten. Leider haben uns große Organisationen im Stich gelassen. www.tirolertierengel.com

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The Show must go on oder „der ganz normale Tierschutzalltag“, oder: „was alles schief laufen kann“. Die Vorgeschichte: Unser Peter aus Spanien, von der nördlichen spanischen Atlantikküste, hatte eine Woche vorher eine Autopanne, wodurch sich unser Transport um eine Woche verzögerte. Dann wurde die Ankunft des Transports für Freitag den 30.1. geplant. Neue Besitzer plus Pflegestellen waren von Margit informiert. Ich hatte am Freitag den 30.1. Urlaub genommen, um nach Bregenz (bzw. Lindau) zu fahren, um 4 Hunde zu übernehmen, die unsere Cordula aus der Nähe von Karlsruhe abholt und runter nach Lindau bringt. Jetzt geht’s los. 29.1. 13.30: Anruf von Cordula: „Peter aus Spanien hat mich angerufen, ich muss in 4 Stunden in Freiburg sein, sie sind ja wegen der Stürme früher weggefahren und wider Erwarten ist es super gelaufen, daher ist Peter aus Spanien ca. 15 Stunden zu früh dran!“ Was tun… na das Problem lösen. Margit telefoniert sofort mit allen Beteiligten wegen der verfrühten Übergabe, ist nicht so einfach, alle zu erreichen. Ich muss mich auch beeilen, da ich überschlagsmäßig spätestens um 18.00 in Innsbruck wegfahren sollte, um noch im neuen Zeitplan zu bleiben. 29.1. um 17.03 (km-Stand 92077): Abfahrt Innsbruck, ich muss noch nach Wattens, um einen Hund zu holen, auf den die neue Besitzerin in Dornbirn / Vorarlberg wartet. 14

Um 17.22 (km92092): Juri abgeholt, er kommt nach Dornbirn. Um 17.44 (km92105): schnell zu Hause essen, danach Klaus abholen (unser Kassier fährt heute mit).

Um 20.14 (km92286): Juri wird übergeben an die neue Besitzerin, der kleine (noch) schüchterne Kerl springt freiwillig ins Auto.

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Um 20.45 (km92306): in Lindau angekommen.

Um 21.03: unsere Cordula kommt mit den Hunderln an. Um 21.15: Anruf von Margit: HILFE, in Karlsruhe wurde der falsche Hund übergeben. Es wurde dort versehentlich (Ähnlichkeit) die trächtige Mira statt der Moni vermittelt. Was tun: Na, wir fahren Richtung Karlsruhe, die Leute kommen uns entgegen, und wir treffen uns in der „Mitte“. Margit regelt alles, und Um 21.34 geht’s los.

Um 23.21 (km92493): Treffen in Göppingen hat perfekt geklappt. Die neuen Besitzer sind überglücklich IHREN Hund in den Armen halten zu dürfen und nicht die trächtige Mira, die ja nach www.tirolertierengel.com

Tirol auf ihren Pflegeplatz zu unserer Claudia muss. Um 23.40: Abfahrt Göppingen (da wären wir normalerweise schon lange zu Hause gewesen). 30.1.2009 um 00.27 (km92560): ca. eine Stunde vor Reutte. Die vier Hunderln liegen brav auf der Rückbank, es läuft im Radiosender Bayern3 „THE SHOW MUST GO ON“ von der Gruppe „QUEEN“.

Genau so ist es, es muss weitergehen, daher haben wir diesen Titel als Überschrift für diese Geschichte verwendet. Um 01.26 (km92680): tanken in Reutte / Tirol um 03.05 (km92791): nach gefahrenen 714km Ankunft zu Hause. Margit hat wieder mal perfekt alles organisiert, die neuen Besitzer von Mira sind da und die 2  Pflegestellen für Nata und Toffee, um die Hunde abzuholen. Um 05.00 fallen wir ins Bett. Resümee: Es sind Fehler passiert, es war anstrengend, Margit hat in Zusammenarbeit mit Cordula, Klaus, Silvia, Claudia und den neuen Besitzern trotzdem alles im Griff gehabt und es sind alle Hunderln gut untergekommen, daher hat es sich gelohnt. Wir würden wieder so reagieren und handeln, wenn es nötig ist. 15


Rebecca Ich habe mich mit Rebecca in Thessaloniki getroffen und wurde gleich eingeteilt, um Futterspenden eines GroĂ&#x;markts mit zu ihr aufs Gelände zu bringen, da sie zu wenig Platz in ihrem Auto hatte. Auch diese Esel werden von Rebecca versorgt

Vollgepackt ging es dann zu Rebecca

Informationsaustausch mit Rebecca ist jedes Jahr ein Fixpunkt des Sommerurlaubes unseres Obmanes Peter Kahr 16

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Abbuchungsauftrag für Lastschriften An: (kontoführendes Kreditinstitut)

Sie werden hiermit widerruflich beauftragt, die vom Zahlungsempfänger

Bankleitzahl

ausgefertigten und zur Abbuchung von meinem/ unseren Konto bestimmten Lastschriften zu nachstehend angeführten Bedingungen durchzuführen. Ich/Wir habe(n) den Zahlungsempfänger von der Erteilung dieses Auftrages an Sie verständigt.

Kontonummer des Zahlungspflichtigen

Name und Anschrift des Zahlungspflichtigen

..........

Datum

........................

Unterschrift(en) des(r) Zahlungspflichtigen (Auftraggeber(s))

Bedingungen:

 Die vom Konto abzubuchenden Beträge unterliegen keiner betragsmäßigen Beschränkung.  Das kontoführende Kreditinstitut ist berechtigt, Lastschriften zurückzuleiten, insbesondere dann, wenn das Konto nicht die erforderliche Deckung aufweist. Teilzahlungen sind nicht zu leisten.  Das kontoführende Kreditinstitut ist berechtigt, den Abbuchungsauftrag überhaupt nicht mehr weiter durchzuführen, wenn keine erforderliche Deckung gegeben war. In einem solchen Fall wird der Zahlungsempfänger davon verständigt.  Ein Widerruf der Belastung ist ausgeschlossen, wenn - der genaue Betrag der Lastschrift vom Zahlungspflichtigen autorisiert wurde oder - dem Zahlungspflichtigen mindestens vier Wochen vor Durchführung die Information über die Lastschrift mitgeteilt oder zugänglich gemacht wurde oder - wenn der Zahlungspflichtige kein Verbraucher ist. Einwendungen, die sich auf das der Lastschrift zugrundeliegende Rechtsgeschäft beziehen, sind zwischen dem (den) Auftraggeber(n) und dem Zahlungsempfänger direkt zu regeln.  Ein Widerruf dieses Auftrages gilt für nach dem Zeitpunkt seines Zugangs bei dem kontoführenden Kreditinstitut einlangende Lastschriften. Der (Die) Zahlungspflichte(n) hat (haben) den Zahlungsempfänger gleichzeitig zu benachrichtigen.  Im übrigen gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen des kontoführenden Kreditinstitutes in der jeweils gültigen Fassung.

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Gerettet

Möwe

Das ist „Sissy“, die von einer deutschen Frau in Griechenland gerettet wurde. Die Dame hat die Hündin zur Versorgung zu Tierarzt gebracht, um sie für die Ausreise aus Griechenland fit zu machen.

Hier etwas Positives aus Griechenland: Eine junge Griechin bringt eine verletzte Möwe zum Tierarzt. Was herausgekommen ist, wissen wir nicht, aber immerhin hat die Frau versucht zu helfen.

Diese Vereinszeitung wurde produziert mit freundlicher Unterstützung von

Medienturm Saline, 6060 Hall 20

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