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„Licht ins Dunkel“

„Licht ins Dunkel“ wurde 2010 vom ORF bereits zum 38. Mal durchgeführt, davon zum 33. Mal im Fernsehen mit der „Licht ins Dunkel“-Sendung am Heiligen Abend. Bereits zum dritten Mal gab es am 22. November 2010 einen Aktionstag für „Licht ins Dunkel“ in allen Medien des ORF und in allen Landesstudios. „Was mich behindert“ – Eine neue Plattform im Rahmen der Aktion „Licht ins Dunkel“ Dem Wunsch vieler Behindertenorganisationen, Behindertenvertreter und von Behinderung betroffener Menschen nach mehr Inklusion in die „Licht ins Dunkel“-Kampagne wurde gleich in zweifacher Weise entsprochen: mit Barbara Sima als neuer Co-Moderatorin an der Seite von Peter Rapp, wurde erstmals eine Moderatorin mit Behinderung in die beiden großen Fernsehsendungen (Aktionstag und Heiliger Abend) eingebunden. Mit der neuen Initiative „Was mich behindert“ im Rahmen der Aktion „Licht ins Dunkel“ wurde einem weiteren Leitsatz vieler Menschen mit Behinderungen, „Nichts über uns, ohne uns“, Rechnung getragen. Die Plattform lud Betroffene ein, als Selbstvertreter auf die sicht- und unsichtbaren Barrieren in ihrem Alltag aufmerksam zu machen. Die Beiträge wurden laufend auf der Homepage lichtinsdunkel.ORF.at veröffentlicht sowie redaktionell in den Sendungen „Orientierung“ (7. November 2010, 12.30 Uhr, ORF 2), „Konkret: Das Servicemagazin“ (15. und 22. November 2010, 18.30 Uhr, ORF 2), „Stöckl am Samstag“ (20. November 2010, 16.00 Uhr, ORF 2), „Die Barbara Karlich Show“ (22. November 2010, 16.00 Uhr, ORF 2) und „Vera exklusiv“ (5. Dezember 2010, 17.05


Uhr, ORF 2) sowie in Fernsehspots zur Kampagne umgesetzt. Die 30-sekündigen TV-Spots zum Thema „Was mich behindert“ mit den Statements Betroffener wurden insgesamt 75 Mal auf prominenten Sendeplätzen in ORF 1 (19.54 Uhr) und ORF 2 (18.59 und 20.00 Uhr) ausgestrahlt. „Licht ins Dunkel“-Aktionstag am 22. November 2010 667.819 Euro Spenden konnten am „Licht ins Dunkel“-Aktionstag im ORF, Montag, dem 22. November 2010, für die Hilfsaktion lukriert werden. Insgesamt erreichte das ORF-Fernsehen mit allen Sendungen und Beiträgen zum Thema „Licht ins Dunkel“ 3,3 Millionen Österreicherinnen und Österreicher, das sind rund 46% der österreichischen Bevölkerung in TV-Haushalten (Erwachsene 12+). Die „Promi-Millionenshow“ zugunsten von „Licht ins Dunkel“ im Hauptabend von ORF 2 war mit durchschnittlich 950.000 Zuschauer/innen (Marktanteil 34%) die meistgesehene Ausgabe seit 2008. Alle Medien des ORF sowie alle Landesstudios standen einen Programmtag lang im Zeichen der Hilfsaktion. Viele Sendungen widmeten sich monothematisch oder in Beiträgen dem Thema „Licht ins Dunkel“ und zeigten an konkreten Beispielen, was mit den Spenden geschieht, aber auch, welche Anliegen Menschen mit Behinderungen haben und worin Barrieren im Alltag bestehen. In den aktuellen Sendungen „Zeit im Bild“, „Heute in Österreich“, „Herbstzeit“, „Konkret: Das Servicemagazin“, „ZiB-Flash“, „ZiB 20“, „ZiB 24“, „www“-Kindernachrichten sowie in den Programmnähten mit vielen Schaltungen in die Spendenzentrale, war „Licht ins Dunkel“ Tagesthema in ORF 1 und ORF 2.


„Die Barbara Karlich Show“ widmete sich live dem Thema „Was mich behindert“. Im Hauptabend von ORF 2 stand Armin Assingers „Promi-Millionenshow“ im Zeichen von „Licht ins Dunkel“ und wurde erstmals für blinde und sehbehinderte Menschen audiodeskribiert. Ein Beitrag über die Kunstwerkstatt „De La Tour“ im „Kulturmontag“ beendete den Aktionstag in ORF 2, eine Reportage über den Aktionstag in der „ZiB 24“ in ORF 1. Alle Sendungen und Beiträge des Tages wurden am Aktionstag für „Licht ins Dunkel“ auf TELETEXT-Seite 777 im Untertitelungsservice für Menschen mit Hörbehinderungen angeboten. Darüber hinaus unterstützten die TV-Formate „Herbstzeit“/„Winterzeit“, „Heute in Österreich“, „Stöckl am Samstag“, „Orientierung“, „kreuz & quer“ „Konkret: Das Servicemagazin“, „Vera exklusiv“, „Sport am Sonntag“, „Seitenblicke“, die ORF-Kindernachrichten „www“ sowie eine „Promi-Millionenshow“ zum Abschluss der Kampagne am 21. Februar 2011 die Hilfsaktion auch vor und nach dem Aktionstag mit Beiträgen zu „Licht ins Dunkel“ und zur neuen Initiative „Was mich behindert“. ORF SPORT für „Licht ins Dunkel“ 111.937,67 Euro und somit das bisher beste Ergebnis der insgesamt zwölften ORF-Sport-Auktion für „Licht ins Dunkel“, erzielte am Sonntag, dem 19. Dezember die Versteigerung von elf exklusiven Stücken aus der Welt des Sports in der von Oliver Polzer präsentierten Sendung „,Sport am Sonntag‘ für ,Licht ins Dunkel‘“ (18.00 bis 19.30 Uhr, ORF 1). Viele prominente Sportler ließen sich auch gleich für den guten Zweck mit ersteigern und stellten sich für spezielle VIP-Packages zur Verfügung, so auch die prominenten Studiogäste und „Exponat-Paten“ Hans Krankl,


Matthias Lanzinger, Super-G-Gewinner Georg Streitberger, Extremsportler Christian Schiester, Clemens Doppler und Matthias Melzer. Die Sport-Sendung für „Licht ins Dunkel“ fand live vor Publikum statt. Der Erlös des Ticketverkaufes durch tickets@orf.at kam dabei gleichfalls der Hilfsaktion zu Gute. „Licht ins Dunkel“-Sendung am 24. Dezember 2010 5.703.236,01 Euro konnten am 24. Dezember 2010 bei der „Licht ins Dunkel“-Sendung von 9.05 bis 23.30 Uhr in ORF 2 gesammelt werden. Damit wurde das Spendenergebnis des Vorjahres (5.486.080,97) noch übertroffen. Der weiteste Seherkreis betrug 1,75 Millionen Seher/innen, das ist ein Viertel der österreichischen Bevölkerung in TVHaushalten (Erwachsene 12+). Durch die Sendung führten Peter Rapp und – wie bereits am Aktionstag für „Licht ins Dunkel“ – Barbara Sima, die seit einem Unfall auf die Benützung des Rollstuhls angewiesen ist. Erstmals gab es auch eine Außenstelle in der ORF-Weihnachtssendung: am Stephansplatz vor dem Wiener Stephansdom. Hier berichtete Sandra König in mehreren Live-Einstiegen vom weihnachtlichen Treiben in der Stadt und alle Wienerinnen und Wiener waren herzlich eingeladen, sich das „ORF-Friedenslicht“ aus Bethlehem dort abzuholen. Das „Licht ins Dunkel“-Studio am Küniglberg, in dem den ganzen Tag Prominente und Soldaten des Österreichischen Bundesheeres unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 24 12 10 die Spendenzusagen entgegennahmen, vermittelte ein insgesamt moderneres, urbaneres Ambiente.


Mit Auftritten namhafter Künstler/innen wie dem „Longfield Gospel Choir“, Natalia Ushakova, Daniel Serafin, Peter Simonischek und Frank Hoffmann gab es 2010 wieder deutlich mehr Live-Acts in der Sendung. Ein weiterer Schwerpunkt wurde auf die Einbindung der Interessen und Anliegen von Menschen mit Behinderungen sowie die Barrierefreiheit gelegt. So las etwa Frank Hoffmann einen Text aus dem Literaturpreis „Ohrenschmaus“ für Menschen mit Behinderungen und die gesamte Livestrecke von 12.00 bis 14.00 Uhr – mit Auftritten von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer, Christoph Kardinal Schönborn und den Spitzenvertretern der Regierung – wurde mit Untertiteln ausgestrahlt und in die österreichische Gebärdensprache gedolmetscht. Die Fragen an Bundeskanzler Werner Faymann, Vizekanzler Josef Pröll, Dr. Eva Glawischnig, Klubobfrau der Grünen, H.C. Strache, Bundesparteiobmann der FPÖ, Josef Bucher, Bündnisobmann des BZÖ, sowie Sozialminister Rudolf Hundsdorfer stellte Marie-Claire Zimmermann. Gleichfalls mit Untertiteln auf ORF TELETEXT Seite 777 wurde die gesamte „Licht ins Dunkel“-Sendung mit Alfons Haider und prominenten Gästen, von 22.00 bis 23.30 Uhr in ORF 2, ausgestrahlt. Im Anschluss an das „Licht ins Dunkel“-Programm wurde im Auftrag von Humanitarian Broadcasting erstmals auch die Katholische Christmette aus dem Petersdom in Rom, zelebriert von Papst Benedikt XVI., mit einem eigenen Audiokommentar für blinde und sehbehinderte Menschen ausgestrahlt. Insgesamt konnte die Aktion „Licht ins Dunkel“ seit ihrem Bestehen 1973 mehr als 192,3 Millionen Euro für Menschen mit Behinderungen und in sozialer Not, insbesondere für Familien und Kinder in Österreich, lukrieren. Das Endergebnis der „Licht ins Dunkel“-Kampagne 2009/2010 betrug 9,4 Millionen Euro, das aktuelle Ergebnis der


„Licht ins Dunkel“-Aktion 2010/2011 steht erst mit Ende des „Licht ins Dunkel“-Geschäftsjahres am 31. März 2011 fest. „Seitenblicke“ für „Licht ins Dunkel“ und „Nachbar in Not“ Die „Seitenblicke Night Tour“ für „Licht ins Dunkel“ fand 2010/11 bereits zum 14. Mal statt und konnte mit dem Finale samt Schlussversteigerung in den Interspot-Studios am 2. Februar 2011 einen Erlös von insgesamt 309.047 Euro erzielen. Angesichts der Flutkatastrophe in Pakistan machten die „Seitenblicke“ den 19. September 2010 zum Benefiztag für die „Nachbar in Not“-Pakistanhilfe und öffneten ihre Studios und den Gartenpavillon auf dem InterspotProduktionsgelände. Der Reinerlös dieses Benefiztages – mit Frühschoppen, Wein-Degustation, Tombola und LiveActs – in Höhe von 18.405 Euro erging an die Hilfsaktion „Nachbar in Not – Flutkatastrophe Pakistan“. In 14 Jahren haben die „Seitenblicke“ die beiden ORF-Aktionen „Licht ins Dunkel“ und „Nachbar in Not“ insgesamt mit rund 3,2 Millionen Euro unterstützt. Hitradio Ö3 mit der Ö3-„Wundertüte“ Im Hitradio Ö3 startete die Berichterstattung über die ORF-Aktion „Licht ins Dunkel“ mit dem Aktionstag am 22. November. Neben Spendenaufrufen, Berichten über Schicksale bzw. Hilfsprojekte führte Ö3 2010 bereits zum sechsten Mal die Handysammelaktion „Ö3-Wundertüte“ durch. Mit 260.000 abgegebenen „Wundertüten“ im


Aktionszeitraum von Anfang Dezember 2010 bis Jänner 2011 – gefüllt mit 420.000 Handys –, war dies die bisher erfolgreichste Sammelaktion. Daraus ergibt sich allein durch die „Ö3-Wundertüte“ eine Spende von 630.000 Euro für „Licht ins Dunkel“ und Caritas. Bisher wurden in Summe 1,9 Millionen Handys abgegeben. 12 Vollzeitarbeitsplätze sind geschaffen worden. Ö1-Projekt „Rainbows“ Ö1 engagierte sich für „Licht ins Dunkel“ 2010/2011 für das Projekt „Rainbows“: Der Verein „Rainbows“ unterstützt Kinder und Jugendliche, die von Trennung, Scheidung oder Tod einer nahen Bezugsperson betroffen sind. „Rainbows“ steht damit für Hoffnung, Optimismus, Vielfalt und Buntheit in stürmischen Zeiten. Das Projekt wurde in der Ö1-Sendung „Gedanken für den Tag“ (6.57 bis 7.00 Uhr), den Ö1-Journalen, „Religion Aktuell“ (18.55 Uhr) sowie weiteren redaktionellen Beiträgen vorgestellt. FM4-Projekt „Freunde-Schützen-Haus“ FM4 unterstützte das „Freunde-Schützen-Haus“ des Vereins „Purple Sheep“. In dem Haus in Wien werden Familien mit Kindern untergebracht, die kurz vor der Abschiebung stehen und auf humanitäres Bleiberecht hoffen. Die Familien werden rechtlich vom Verein „Purple Sheep“ vertreten und im Haus sozial betreut. FM4 bewarb wie schon in den letzten Jahren das Projekt on air, off air und online.


„Licht ins Dunkel“ im Internet Mit lichtinsdunkel.ORF.at wird die Spendenaktion ganzjährig durch eine moderne Online-Plattform unterstützt. Neben einem Tool, das einfaches und sicheres Onlinespenden ermöglicht, stehen zahlreiche Informationen und Storys rund um die Spendenaktion, ihre Projekte und Veranstaltungen bereit. Außerdem war die Website im Aktionsjahr 2010 auch Plattform für die neue Initiative „Was mich behindert“. Menschen mit Behinderungen wurden eingeladen, in persönlichen Statements auf die sicht- und unsichtbaren Barrieren, auf die sie im Alltag stoßen, hinzuweisen bzw. als Selbstvertreter ihre persönlichen Anliegen und Bedürfnisse zu artikulieren. Die Beiträge wurden laufend auf lichtinsdunkel.ORF.at veröffentlicht. Alle Infos zu dieser Aktion waren zudem auch in umfassend barrierefreier Version mit Videos in österreichischer Gebärdensprache abrufbar. Live-Streams des Aktionstages am 22. November und der ORF-2-Sendung vom 24. Dezember sowie Highlights als Video-on-Demand waren auf der Video-Plattform ORF-TVthek (TVthek.ORF.at) und der „Licht ins Dunkel“-Seite verfügbar. Im Dezember 2010 wurde die Website relaunched, um diese zu modernisieren und zu optimieren. Unter anderem fand dabei auf der gesamten Seite ein Update der Barrierefreiheit auf den international anerkannten WCAG 2.0Standard für barrierefreie Webinhalte statt.

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