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Wi r ksamkei tvonSt el l eni nser at en Wi ewi r kenmoder neSt el l eni nser at eauf pot ent i el l eSt el l enbewer ber i nnenund St el l enbewer ber ?

Bet r euungdur chFor schungsst el l e Pr of .Dr .I voHaj nal Ral phKohl er Fr ancoI t em

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Di eFor schungsst el l ear bei t etmi tderHochschul e f 端rWi r t schaf tundTechni kHTW Churzusammen.


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MANAGEMENT SUMMARY Ausgangslage Wie wirkt die sprachliche Gestaltung von Stelleninseraten? Und welchen Employer Brand erzeugt sie bei potentiellen Bewerber/innen? – Die vorliegende Studie will auf diese beiden Fragen eine erste Antwort geben. Sie beruht auf einer Befragung von knapp 40 Kommunikationsfachleuten, die zwischen April und Mai 2011 von der Forschungsstelle für Sprache in Medien, Wirtschaft und Corporate Publishing durchgeführt und ausgewertet worden ist. Wesentliche Erkenntnisse in der Zusammenfassung Die Befragung führt zu folgenden Erkenntnissen: –

Stellensuchenden missfällt der übermässige Gebrauch von Fremdwörtern. Sie verstehen fremdwortlastige Texte schwerer als Inserate ohne Fremdwörter. Fremdwortlastige Inserate kosten den Arbeitgeber deshalb Sympathie und lassen das Unternehmen als geschwätzigen und konservativen Arbeitgeber erscheinen.

Abstrakte Begriffe werden von Stellensuchenden akzeptiert – wohl weil sie genretypisch sind. Mit abstrakten Begriffen durchsetzte Inserate wirken jedoch deutlich weniger emotional als konkret verfasste Entsprechungen und zudem deutlich geschwätziger.

Im Gegensatz zu den Abstrakta erweisen sich Nominalgruppen in Stelleninseraten klar als Lesehindernis. Ansonsten bieten sie dieselben Nachteile wie abstrakte Begriffe.

Ausgesprochen ablehnend reagieren Stellensuchende auf Wortballast. Sie bewerten ein an Wortballast reiches Inserat als emotionsarm und sprechen dem Arbeitgeber die Attribute „konservativ“ und „angeberisch“ zu.

Adjektive sind in Stelleninseraten gerne pleonastisch verwendet. Dennoch werden pleonastische Inserate durchaus besser bewertet als Inserate ohne Adjektive. Dieses Ergebnis überrascht, und eine Erklärung lässt sich nur vermuten: Offenkundig gelten an Stelleninserate dieselben Anforderungen wie an Werbetexte, sprich: Eigenschaftswörter sind als „Schlüssel- oder Reizwörter“ willkommen und offenkundig genretypisch.

Anders als bei Adjektiven verhält es sich bei überlangen Sätzen. Sätze müssen in den Augen der Stellensuchenden übersichtlich sein. Inserate mit überlangen Sätzen erfüllen diese Anforderung nicht. Sie werden folglich durchwegs negativer bewertet als Inserate mit Standardsätzen mittlerer Länge. Angemerkt sei allerdings, dass Inserate mit Standardsätzen selbst nur neutral, keineswegs aber positiv beurteilt werden.

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Fazit Wie die Studie zeigt, müssen Stelleninserate grundsätzlich die Gebote der sprachlichen Verständlichkeit beachten. Schwer verständliche Inserate werden negativer bewertet als ihre verständlichen Entsprechungen und schaden dem Employer Brand des Inserenten. Daneben vermittelt die Studie unerwartete Einsichten: So finden sich Stellensuchende mit Abstrakta ab – wohl weil diese der genretypischen Stilebene des Wirtschaftsdeutschen entsprechen. Ebenso scheinen Adjektive zu Stelleninseraten zu gehören – selbst wenn sie pleonastisch verwendet und daher wenig präzise sind. Offenkundig dienen sie als «Schlüssel- beziehungsweise Reizwörter», was die Nähe des Stelleninserats zu den Darstellungsformen der Marketingkommunikation und damit zur Werbesprache suggeriert. Insgesamt belegen die Resultate einen direkten Zusammenhang zwischen sprachlicher Gestaltung des Inserats, Verständlichkeit und Employer Branding des Inserenten. Ausblick Im Rahmen der Studie hat eine beschränkte Zahl an Kommunikationsfachleuten branchenspezifische Inserattexte bewertet. Die Repräsentativität der vorliegenden Ergebnisse muss daher anhand einer umfassenden Studie verifiziert werden. Univ.-Prof. Dr. Ivo Hajnal Forschungsstelle für Sprache in Medien, Wirtschaft und Corporate Publishing

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EINFÜHRUNG Tausende von Stelleninserate erscheinen jährlich in Tageszeitungen oder online auf Jobplattformen. Dabei müssen moderne Inserate nicht nur die bestgeeigneten Kandidatinnen und Kandidaten rekrutieren, sondern auch als attraktive Visitenkarte des Unternehmens dienen – und damit den «Employer Brand» prägen und stärken. Stelleninserate sind damit zu einem komplexen Kommunikationsinstrument geworden. Deshalb hat sich die Forschungsstelle für Sprache in Medien, Wirtschaft und Corporate Publishing die folgende Frage gestellt: Welchen Einfluss übt die Sprache des Stelleinserats direkt auf den Employer Brand und damit indirekt auf den Rekrutierungserfolg aus? Im Rahmen einer Umfrage haben rund 40 Testpersonen aus der Kommunikationsbranche zwölf Ausschnitte aus ihnen affinen Stelleninseraten bewertet. Hypothese Diese Studie geht von folgendem Zusammenhang im Sinne einer Hypothese aus: «Ein Inseratetext, der den Regeln der sprachlichen Verständlichkeit entspricht, findet mehr Anklang und vermittelt einen besseren Employer Brand als ein schwer verständlicher Inseratetext.» Studienziel Lässt sich die obige Hypothese verifizieren, so ergeben sich aus der Studie Empfehlungen zur optimalen Gestaltung von Texten in Stelleninseraten – und damit zur effizienten Rekrutierung und Stärkung des Employer Brands. Stichprobe – bewusstes Auswahlverfahren Die Umfrage beruht auf einer Stichprobe aus einer bewusst gewählten Berufsgruppe (Kommunikationsfachleute). Die aus der Studie gewonnenen Resultate sind demnach nicht zwangsläufig für alle Rezipienten von Stelleninseraten repräsentativ. Dennoch sind wir überzeugt, dass den Resultaten eine über die befragte Berufsgruppe hinausgehende Aussagekraft zukommt. Konzeption der Umfrage Den rund 40 befragten Testpersonen wurden in Form eines elektronischen Formulars zwölf eigens verfasste Textausschnitte aus Stelleninseraten vorgelegt. Die Ausschnitte waren jeweils hinsichtlich eines sprachlichen Merkmals aussagekräftig: Sechs Textausschnitte befolgten die Vorgaben zur sprachlichen Verständlichkeit, sechs entsprechende Ausschnitte verletzten diese Vorgaben. Inhaltlich korrelierten fünf von sechs Ausschnitten (s. Anhang I bis IV sowie Anhang VI). Dabei war den Testpersonen nicht bekannt, ob der betreffende Textausschnitt

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die Vorgaben zur sprachlichen Verständlichkeit erfüllte oder verletzte. Ebensowenig war für sie ersichtlich, welches sprachliche Merkmal im jeweiligen Textausschnitt hinsichtlich seiner Wirkung hinterfragt werden sollte. Die sechs sprachlichen Merkmale lauteten wie folgt: •

Fremdwörter

Abstrakta

Nominalgruppen

Wortballast (Allerweltswörter/Modalverben)

pleonastische Ausdrücke

Satzlänge

Pro Ausschnitt hatten die Testpersonen drei, jeweils identische Fragen zu beantworten. Die Fragen sind im Folgenden aufgeführt. Fragen Im Einzelnen hatten die Testpersonen zu jedem Textausschnitt die folgenden drei Fragen zu beantworten: • • •

Frage (1-6) A: Wie sehr spricht Sie dieses Inserat emotional an? Bewerten Sie spontan. Frage (1-6) B: Wie gut verstehen Sie auf Anhieb diesen Inserateausschnitt? Bewerten Sie spontan. Frage (1-6) C: Welches Bild haben Sie von diesem Arbeitgeber bzw. diesem Unternehmen? Bewerten Sie nach Ihrem spontanen Eindruck. o Sympathie o Auftreten o Einstellung o Umgang

Bewertungsraster Die Testpersonen haben die drei Fragen spontan und nach subjektiver Einschätzung anhand einer Skala bewertet, die von -2 bis +2 reicht. Dadurch lässt sich die Wirkung der Textausschnitte – im Sinne der o.g. Hypothese – quantitativ und objektiv festlegen. Im Falle von Frage 1 und 2 stehen die Noten +1 und +2 für eine hohe beziehungsweise sehr hohe emotionale Ansprache und Verständlichkeit, die Noten -1 und -2 umgekehrt für eine geringe beziehungsweise sehr geringe emotionale Ansprache und Verständlichkeit. Im Falle der mehrgliedrigen Frage (1-6) C sind die Antworten wie folgt zu interpretieren: •

Sympathie: Liegt die vergebene Note bei +1 oder darüber, wirkt der Auftritt des Arbeitgebers im Inserat sympathisch, bei -1 oder darunter hingegen unsympathisch.

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• • •

Auftreten: Liegt die vergebene Note bei +1 oder darüber, wirkt der Auftritt des Arbeitgebers im Inserat modern, bei -1 oder darunter hingegen konservativ. Einstellung: Liegt die vergebene Note bei +1 oder darüber, wirkt der Auftritt des Arbeitgebers im Inserat bescheiden, bei -1 oder darunter hingegen angeberisch. Umgang: Liegt die vergebene Note bei +1 oder darüber, wirkt der Auftritt des Arbeitgebers im Inserat geradlinig, bei -1 oder darunter hingegen geschwätzig.

Die Note 0 stellt bei allen Fragen den Mittelwert dar und wird im Falle einer indifferenten Bewertung vergeben. Zusammensetzung der Testpersonen Die 38 Testpersonen sind aktuelle Teilnehmende, Dozierende oder Expertinnen bzw. Experten aus den Reihen der Schweizerischen Text Akademie. Die folgenden drei Grafiken geben Aufschluss über ihren Hintergrund:

Männlich Weiblich

Bis 30

Texter

31 - 40

Marketing

41- 50

Kommunikation

Älter als 50

Publishing sonstiges

Wichtigste Ergebnisse in der Zusammenfassung Fremdwörter in Stelleninseraten … • •

reduzieren die emotionale Ansprache sowie die Textverständlichkeit. wirken tendenziell angeberisch sowie geschwätzig.

Abstrakta in Stelleninseraten … • •

reduzieren die Verständlichkeit. wirken zwar etwas geschwätziger als konkret formulierte Entsprechungen, beeinträchtigen den Employer Brand jedoch nur unwesentlich.

Nominalgruppen in Stelleninseraten … • •

reduzieren die Emotionalität und die Verständlichkeit deutlich. wirken weniger sympathisch als entsprechende Formulierungen ohne Nominalgruppen.

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Wortballast in Stelleninseraten … • •

reduziert die Emotionalität und die Verständlichkeit deutlich. wirkt tendenziell konservativ und geschwätzig.

Pleonastische Ausdrücke in Stelleninseraten … • •

wirken tendenziell emotionaler als entsprechende Formulierungen ohne pleonastische Ausdrücke. wirken sympathischer und moderner als entsprechende Formulierungen ohne pleonastische Ausdrücke.

Überlange Sätze in Stelleninseraten … • •

sind deutlich weniger emotional und schwerer verständlich als entsprechende Formulierungen ohne überlange Sätze. wirken deutlich weniger sympathisch und weniger modern als entsprechende Formulierungen ohne überlange Sätze.

Detaillierte Präsentation der Ergebnisse Die folgende Aufstellung präsentiert die detaillierten Antworten der Testpersonen getrennt für jedes einzelne sprachliche Merkmal beziehungsweise jeden einzelnen Textausschnitt (Rohdaten: Anzahl Personen). Die Auswertung nennt zudem die Rangkolleration zwischen der sprachlichen Verständlichkeit und der dem Inserenten entgegengebrachten Sympathie. Diese Korrelation bewegt sich jeweils zwischen 0 und 1.0. Je näher der Wert bei 1 liegt, desto stärker korrelieren sprachliche Verständlichkeit und Sympathie.

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Fremdwörter Inserat 1 – ohne Fremdwörter -2

Sympathie Auftreten Einstellung Umgang

-2

Emotionalität Verständlichkeit

3 5 6 5

20

-1 0 1 2 19 11 4 1 15 17 1 0 14 13 5 0 15 8 10 0

15 10 5

-1 0 1 2 5 19 9 5 0 0 15 14 7 2

0 -2

Einstellung

Sympathie

-1

0 1 Emotionalität Verständlichkeit

Auftreten

Umgang

20

20

20

20

10

10

10

10

0 -2

-1

0

1

0

0

2

-2

-1

0

1

-2

2

-1

0

2

1

0

2

-2

-1

0

1

2

Inserat 3 – mit Fremdwörtern Sympathie Auftreten Einstellung Umgang

-2 20 10 20 14

-1 15 11 15 15

0 3 13 3 9

1 0 4 0 0

2 0 0 0 0

Emotionalität Verständlichkeit

-2 25 7

-1 7 22

0 5 6

1 1 1

2 0 2

Sympathie

30 20 10 0 -2

-1

0

1

Emotionalität Verständlichkeit

Auftreten

Einstellung

Umgang

20

20

20

20

10

10

10

10

0

0

0

0

-2

-1

0

1

2

-2

-1

0

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1

2

2

-2

-1

0

1

2

-2

-1

0

1

2


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Korrelation von Sympathie und Verständlichkeit Die Zusammenhangshypothese in der Kategorie Fremdwörter lautet: Viele Fremdwörter im Inseratetext verringern die dem Inserenten entgegengebrachte Sympathie. Sie beeinträchtigen damit den Employer Brand. Auf der Grafik nehmen die Kurven für Verständlichkeit und Sympathie einen sehr ähnlichen Verlauf. Konkret beträgt die Rangkorrelation 0,88. Dieser Wert bestätigt somit die o.g. Zusammenhangshypothese.

25 20 15 10 5 0 -2

-1

0

1

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Verständlichkeit Sympathie

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Abstrakta Inserat 2 – konkrete Sätze Sympathie Auftreten Einstellung Umgang

-2 2 1 2 4

-1 1 1 6 7

0 12 13 17 3

1 18 21 11 18

2 5 2 2 6

Emotionalität Verständlichkeit

-2 2 1

-1 1 1

0 9 8

1 22 19

2 4 9

Sympathie

25 20 15 10 5 0 -2

Auftreten

Einstellung

30

20

20

10

10

0

0 -2

-1

0

1

-1

0

1

2

Umgang

20

20

10

10

0 -2

2

-1 0 1 Emotionalität Verständlichkeit

0

2

-2

-1

0

1

2

-2

-1

0

1

2

Inserat 4 – abstrakte Sätze Sympathie Auftreten Einstellung Umgang

-2 1 2 2 2

-1 5 5 3 6

0 13 18 23 14

1 14 10 9 11

2 5 3 1 5

Emotionalität Verständlichkeit

-2 3 0

-1 5 3

0 11 8

1 13 18

2 6 9

Sympathie

20 15 10 5 0 -2

Auftreten

20

20

10

10

0

Einstellung

-1

0

1

2

10

10 0 -1

0

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1

2

2

20

20

-2

1

Umgang

30

0 -2

-1 0 Emotionalität Verständlichkeit

0 -2

-1

0

1

2

-2

-1

0

1

2


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Korrelation von Sympathie und Verständlichkeit Die Zusammenhangshypothese in der Kategorie Abstrakta lautet: Konkret formulierte Inserate wirken sympathisch und fördern den Employer Brand. Auf der Grafik nehmen die Kurven für Verständlichkeit und Sympathie einen sehr ähnlichen Verlauf. Konkret beträgt die Rangkorrelation 0,92. Dieser Wert bestätigt somit die o.g. Zusammenhangshypothese.

25 20 15 10 5 0 -2

-1

0

1

2

Verständlichkei Sympathie

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Nominalgruppen Inserat 5 – ohne Nominalgruppen -1 2 1 5 1

0 9 13 19 11

1 18 20 12 23

2 9 4 2 3

20

Sympathie Auftreten Einstellung Umgang

-2 0 0 0 0

Emotionalität Verständlichkeit

-2 1 0

-1 1 0

0 8 2

1 19 19

2 9 17

0

Sympathie

15 10 5 -2

Einstellung

20

20

10

10

0 -1

0

1

2

-1

0

1

30

30

20

20

10

10

Inserat 7 – mit Nominalgruppen Sympathie Auftreten Einstellung Umgang

-2 1 2 4 5

-1 10 9 11 12

0 16 18 16 15

1 8 7 7 5

2 3 2 0 1

Emotionalität Verständlichkeit

-2 2 0

-1 11 12

0 13 6

1 9 17

2 3 3

0 -2

2

-1

0

1

2

-2

0 -2

Einstellung

-1

0 1 Emotionalität Verständlichkeit

Auftreten

10

10

10

0

0

0

0

-2

-1

0

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1

2

-2

-1

0

1

2

Umgang

10 2

2

5

20

1

1

10

20

0

0

15

20

-1

-1

20

20

-2

2

Umgang

0 -2

Sympathie

0 1 Emotionalität Verständlichkeit

Auftreten

0 -2

-1

2

-2

-1

0

1

2


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Korrelation von Sympathie und Verständlichkeit Die Zusammenhangshypothese in der Kategorie Nominalgruppen lautet: Inserate ohne Nominalgruppen wirken sympathisch und fördern den Employer Brand. Auf der Grafik nehmen die Kurven für Verständlichkeit und Sympathie einen sehr ähnlichen Verlauf. Konkret beträgt die Rangkorrelation 0,83. Dieser Wert bestätigt somit die o.g. Zusammenhangshypothese.

25 20 15 10 5 0 -2

-1

0

1

Verständlichkeit Sympathie

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2


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Wortballast (Allerweltswörter/Modalverben) Inserat 8 – ohne Wortballast Sympathie Auftreten Einstellung Umgang

-2 1 1 0 1

-1 6 6 3 4

0 12 16 20 14

1 16 13 13 12

2 3 2 2 7

Emotionalität Verständlichkeit

-2 2 1

-1 7 5

0 12 7

1 14 16

2 3 9

Sympathie

20 15 10 5 0 -2

Auftreten

-1

0 1 Emotionalität Verständlichkeit

Einstellung

Umgang

20

20

20

20

10

10

10

10

0

0 -2

-1

0

1

2

0 -2

-1

0

1

2

Inserat 6 – mit Wortballast Sympathie Auftreten Einstellung Umgang

-2 5 6 2 8

-1 11 15 13 12

0 16 16 16 13

1 6 1 4 2

2 0 0 3 3

Emotionalität Verständlichkeit

-2 11 4

-1 10 19

0 13 6

1 4 6

2 0 3

Sympathie

0 -2

-1

0

1

2

-2

0 -2

Einstellung

-1

0 1 Emotionalität Verständlichkeit

Auftreten

10

10

10

0

0

0

0

-1

0

+1 +2

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-2

-1

0

+1 +2

2

Umgang

10

-2

2

5

20

+1 +2

1

10

20

0

0

15

20

-1

-1

20

20

-2

2

-2

-1

0

+1 +2


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Korrelation von Sympathie und Verständlichkeit Die Zusammenhangshypothese in der Kategorie Wortballast lautet: Wortballast im Inseratetext verringert die dem Inserenten entgegengebrachte Sympathie. Er beeinträchtigt damit den Employer Brand. 25 20 15 10 5 0 -2

-1

0

1

2

Verständlichkeit Sympathie

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Auf der Grafik nehmen die Kurven für Verständlichkeit und Sympathie einen unterschiedlichen Verlauf. Konkret beträgt die Rangkorrelation 0,45. Dieser Wert bestätigt somit die o.g. Zusammenhangshypothese nicht in vollem Umfang. Vielmehr beeinflusst Wortballast im Stelleninserat das Sympathieempfinden nur geringfügig.


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Pleonastische Ausdrücke Inserat 9 – ohne Pleonasmen

20

Sympathie Auftreten Einstellung Umgang

-2 8 8 8 13

-1 19 17 20 17

0 7 10 9 5

1 4 3 1 3

2 0 0 0 0

Emotionalität Verständlichkeit

-2 17 7

-1 11 18

0 9 7

1 1 6

2 0 0

Sympathie

15 10 5 0 -2

-1

0

1

Emotionalität Verständlichkeit

Auftreten

Einstellung

Umgang

20

20

20

20

10

10

10

10

0

0 -2

-1

0

+1 +2

0 -2

-1

0

+1 +2

Inserat 11 – mit Pleonasmen Sympathie Auftreten Einstellung Umgang

-2 2 1 6 6

-1 9 11 6 8

0 18 17 16 13

1 6 6 10 9

2 3 3 0 2

Emotionalität Verständlichkeit

-2 4 2

-1 9 10

0 12 11

1 10 12

2 3 3

Sympathie

0 -2

-1

0

+1 +2

-2

-2

Auftreten

Einstellung 20

10

10

10

10

0

0

0

0

1

2

-2

-1

0

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1

+1 +2

2

-2

-1

0

1

2

Umgang

20

0

0

-1 0 1 Emotionalität Verständlichkeit

20

-1

-1

14 12 10 8 6 4 2 0

20

-2

2

2

-2

-1

0

1

2


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Korrelation von Sympathie und Verständlichkeit Die Zusammenhangshypothese in der Kategorie Pleonastische Ausdrücke lautet: Pleonastische Ausdrücke im Inseratetext verringern die dem Inserenten entgegengebrachte Sympathie. Sie beeinträchtigen damit den Employer Brand. 25 20 15 10 5 0 -2

-1

0

1

2

Verständlichkeit Sympathie

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Auf der Grafik nehmen die Kurven für Verständlichkeit und Sympathie einen vergleichbaren, aber dennoch unterschiedlichen Verlauf. Konkret beträgt die Rangkorrelation 0,69. Dieser Wert bestätigt somit die o.g. Zusammenhangshypothese nicht gänzlich. Er ist dennoch ein deutlicher Hinweis für die Annahme, wonach pleonastische Ausdrücke im Stelleninserat das Sympathieempfinden beeinflussen.


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Satzlänge Inserat 12 – kurze Sätze

15

Sympathie Auftreten Einstellung Umgang

-2 7 5 5 9

-1 10 9 14 9

0 11 16 13 12

1 9 7 6 7

2 1 1 0 1

Emotionalität Verständlichkeit

-2 10 4

-1 7 12

0 9 4

1 11 14

2 1 4

Sympathie

10 5 0 -2

Auftreten

-1

0 1 Emotionalität Verständlichkeit

Einstellung

Umgang

20

20

20

20

10

10

10

10

0

0 -2

-1

0

1

2

0 -2

-1

0

1

2

2

0 -2

-1

0

1

2

-2

-1

0

1

2

Inserat 10 – lange Sätze -1 12 14 10 14

0 6 10 8 3

1 2 3 0 1

2 0 0 0 1

25

Sympathie Auftreten Einstellung Umgang

-2 18 11 20 19 -2 22 16

-1 11 12

0 3 5

1 1 5

2 1 0

0

Emotionalität Verständlichkeit

Sympathie

20 15 10 5 -2

Auftreten

-1 0 1 Emotionalität Verständlichkeit

Einstellung

Umgang

20

20

20

20

10

10

10

10

0

0 -2

-1

0

1

2

0 -2

-1

0

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1

2

2

0 -2

-1

0

1

2

-2

-1

0

1

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Korrelation von Sympathie und Verständlichkeit Die Zusammenhangshypothese in der Kategorie Satzlänge lautet: Überlange Sätze im Inseratetext verringern die dem Inserenten entgegengebrachte Sympathie. Sie beeinträchtigen damit den Employer Brand. Auf der Grafik nehmen die Kurven für Verständlichkeit und Sympathie einen recht unterschiedlichen Verlauf. Konkret beträgt die Rangkorrelation 0,42. Dieser Wert bestätigt somit die o.g. Zusammenhangshypothese nicht in vollem Umfang. Vielmehr beeinflussen überlange Sätze im Stelleninserat das Sympathieempfinden nur geringfügig.

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Verständlichkeit Sympathie

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Anhang

Anhang I Anhang I.I = Inserat 1

Sie sind eine entschlossene Führungskraft, die in umfassender Verantwortung die Planung und Einführung der ehrgeizigen Projekte vorantreibt. Sie verfügen über einen betriebswirtschaftlichen Hochschulabschluss oder eine gleichwertige Grundausbildung mit betriebswirtschaftlicher Zusatzausbildung. Eine Nähe zu Marketing und Verkauf rundet Ihr Profil ab.

Anhang I.II = Inserat 3

Sie sind eine dezidierte Führungskraft, die in umfassender Verantwortung die Planung und Implementierung der ambitiösen Projekte vorantreibt. Sie verfügen über einen betriebswirtschaftlichen Hochschulabschluss oder über eine adäquate Grundausbildung mit ergänzendem betriebswirtschaftlichem Finish. Eine Affinität zu Marketing und Verkauf rundet Ihr Profil ab.

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Anhang II Anhang II.I = Inserat 2

Wir suchen einen Profi, der die ganze Palette der Unternehmenskommunikation beherrscht. Sie beraten und coachen unseren Produktionsbereich in der internen und externen Kommunikation. Zudem erstellen Sie Kommunikationskonzepte und setzen diese um. Schliesslich verfassen Sie Artikel für die internen Medien und begleiten unsere Grossprojekte als Kommunikator.

Anhang II.II = Inserat 4

Sie verfügen über einen Hochschulabschluss oder eine gleichwertige Fachausbildung im Bereich Marketing/Wirtschaft sowie über eine mehrjährige Berufspraxis als Marketing-Experte. Sie besitzen zudem Erfahrung im Umsetzen von Marketingkampagnen und –promotionen sowie Geschick bei der Produktpositionierung und beim Erarbeiten von Verkaufsstrategien. Im Verfassen und Redigieren von Texten agieren Sie stilsicher.

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Anhang III Anhang III.I = Inserat 5

Sie sind als Eventmanager/in tätig. Sie lancieren und organisieren hochwertige Workshops/Seminare im Tourismusbereich und nehmen an nationalen und internationalen Kongressen teil. Als Verantwortliche(r) betreuen Sie die Seminarteilnehmer an den von Ihnen organisierten Anlässen.

Anhang III.II = Inserat 7

Sie sind als Eventmanager/in tätig. Zu Ihren Aufgaben gehören die aktive Lancierung und Organisation hochwertiger Workshops/Seminare im Tourismusbereich und die Teilnahme an nationalen und internationalen Kongressen. Dabei tragen Sie die Verantwortung für die Betreuung der Seminarteilnehmer im Rahmen der von Ihnen organisierten Anlässe.

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Anhang VI Anhang IV.I = Inserat 8

Sie sind in Marketing und Kommunikation versiert. Sie stellen sich rasch auf unterschiedliche Gesprächspartner ein und besitzen eine rasche Auffassungsgabe in technischen Fragen. Hierbei haben Sie bereits einige Jahre Erfahrung in führender Stellung in der Unternehmenskommunikation gesammelt.

Anhang IV.II = Inserat 6

Sie sind im Bereich von Marketing und Kommunikation versiert. Sie können sich rasch auf unterschiedlichste Gesprächspartner einstellen und besitzen eine rasche Auffassungsgabe in diversen technischen Fragestellungen. Hierbei konnten Sie bereits einige Jahre Erfahrung in führender Stellung im Feld der Unternehmenskommunikation sammeln können.

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Anhang V Anhang V.I = Inserat 9

Als vertriebsorientierter Beziehungsmanager gewinnen Sie Kunden für den Bereich Life Sciences und bauen ein Netzwerk bei den Anwendern auf. Sie identifizieren die Kundenbedürfnisse und erarbeiten Lösungen. Zu Ihren Aufgaben gehören ferner die Planung und Durchführung von Fortbildungsveranstaltungen. Durch die Einhaltung der budgetären Vorgaben gewährleisten Sie ein nachhaltiges Wachstum.

Anhang V.II = Inserat 11

Sie erhalten eine vielseitige, anspruchsvolle und fordernde Tätigkeit mit grosser Selbstständig und Eigenverantwortung. Dank Ihrer starken Führungskompetenz, Ihrer ausgewiesenen Kreativität und Ihrem kundenorientierten Gefühl für den Markt tragen Sie wesentlich zum weiteren Erfolg der Unternehmung bei.

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Anhang VI Anhang VI.I = Inserat 12

Diese Schnittstellenfunktion auf internationaler Ebene ist komplex. Wir richten uns deshalb an eine kommunikative, extrovertierte, vertriebsorientierte und durchsetzungsstarke Persönlichkeit. Ihre primären Ziele sind der Auf- und Ausbau der Geschäftsfelder, die Budgeterreichung sowie die tägliche Umsetzungsarbeit. Dabei nehmen Sie eine Vorbild- und Führungsrolle ein.

Anhang VI.II = Inserat 10

Für diese komplexe Schnittstellenfunktion auf internationaler Ebene richten wir uns an eine kommunikative, extrovertierte, vertriebsorientierte und durchsetzungsstarke Persönlichkeit, die den Auf- und Ausbau der Geschäftsfelder, die Budgeterreichung, die Wahrnehmung einer Vorbild- und Führungsrolle sowie die tägliche Umsetzungsarbeit als primäre Ziele verfolgt.

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Impressum Forschungsstelle für Sprache in Medien, Wirtschaft und Corporate Publishing Die Forschungsstelle der Schweizerischen Text Akademie ist seit 2004 in Betrieb. Sie ist die erste Schweizer Forschungsinstitution, die sich exklusiv mit «Sprache in Medien, Wirtschaft und Corporate Publishing» befasst. Angesiedelt ist die Forschungsstelle an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur. Sie übernimmt Beratungsmandate und betreibt angewandte Forschung. Univ.-Prof. Dr. Ivo Hajnal (Präsident des Stiftungsrats der Schweizerischen Text Akademie)

Franco Item, MAS (Geschäftsführer der Schweizerischen Text Akademie)

Ralph Kohler, BA (Lehrgangsmanager der Schweizerischen Text Akademie)

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Studie "Wirksamkeit von Stelleninseraten"