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Südwesttext April 2011

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SÜDWESTTEXT Nr. 43

THEMEN

Zeitung für die Textil- und Bekleidungsindustrie

April 2011

Kontinuität mit eigenen Akzenten Dr. Axel Nickel zum neuen Präsidenten gewählt

Aufmunterung zum Fröscheküssen Verband + Industrie, Seite 3

Spinnen will gelernt sein Bildung + Soziales, Seite 7

Beeindruckende Dimensionen Recht + Steuern, Seite 8

Textilien richtig kennzeichnen Technik + Umwelt, Seite 11

Service Aktuelle Steuer-Nachrichten

Recht + Steuern, Seite 9

Aktuell Am 31. Mai veranstalten Südwesttextil und Gesamtmasche in der Filderhalle in Leinfelden-Echterdingen ein Seminar zum Thema Warenursprung. Dipl.Volkswirtin Silvia Jungbauer referiert u. a. über die richtige Anwendung der Listenregeln, die Nutzung von Kumulierungsmöglichkeiten, das korrekte Ausstellen von Lieferantenerklärungen und hat ausreichend Zeit für die Diskussion praktischer Fälle.

Energiepolitik, Ausbildung und Forschungstransfer sind die Schwerpunktthemen, mit denen Dr. Axel Nickel in sein neues Amt als Präsident von Südwesttextil starten will. Das erklärte der 53-jährige Sprecher der Geschäftsführung der Lindenfarb Textilveredlung am 14. April vor der Mitgliederversammlung in Albstadt, die ihn anschließend einstimmig an die Verbandsspitze wählte. Er trete mit Respekt vor den Leistungen seiner Vorgänger die neue Aufgabe an. „Die Messlatte hängt hoch“, meinte er, aber „bei einem gut aufgestellten tollen Verband und einer tollen Mannschaft“ gehe es eher darum, die Kontinuität zu gewährleisten.

Dr. Axel Nickel ist das neue Gesicht an der Spitze von Südwesttextil.

Dennoch will der promovierte Maschinenbauer eigene Akzente setzen. Sein Unternehmen ist Europas größter unabhängiger Textilveredler und gehört mit der Lohnaus-

rüstung von Textilien und Vliesstoffen auch zu den besonders energieintensiven der Branche. Daher weiß Nickel um die Problematik einer sicheren, zuverlässigen und bezahl-

baren Energieversorgung, weshalb er sich auch in die aktuelle energiepolitische Debatte einbringen will.

Fortsetzung Seite 2

Einsetzende Frühjahrsmüdigkeit Rückgang des Geschäftsklimaindex im ersten Quartal 2011 Der Südwesttextil-Geschäftsklimaindex setzt VHLQHQ +|KHQÀXJ LP HUsten Quartal 2011 nicht fort. Mit einem Wert von 16,4 liegt er 9 Punkte hinter dem Index der letzten Befragung zurück. Dieser Rückgang ist ganz wesentlich auf die getrübten Geschäftserwartungen zurückzuführen: Hier sank der Wert von 26,13 auf 8,84. Die Beurteilung der aktuellen Lage ist jedoch nach wie vor gut. Nur noch 29 Prozent der befragten Unternehmen sagen, dass sie in den nächsten sechs Monaten mit einem steigenden In-

landsumsatz rechnen. Bei der Befragung zum vierten Quartal 2010 gaben noch 39 Prozent an, dass sie im kommenden halben Jahr mit einer Zunahme des Inlandgeschäftes rechnen werden. Dieser Trend setzt sich auch in den Angaben zu sinkenden Umsätzen im Inland fort. Waren es im letzten Quartal nur 2,44 Prozent der Unternehmen, die fallende Umsätze angaben, so sind es bei der aktuellen Umfrage bereits 9,5 Prozent. Mit einem steigenden Auslandsumsatz rechnen 26,2 Prozent der Befragten. Dies sind immer-

www.suedwesttextil.de

hin 18 Prozent weniger als im letzten Quartal. Einen ebenso deutlichen Rückgang gibt es auch bei der Einschätzung der Erträge. 33 Prozent

der Befragten sagen, dass die Erträge in Zukunft fallen werden. Dies sind etwas mehr als 15 Prozent im Vergleich zur vorherigen Abfrage. Mit dieser Einschät-

zung steht die Textil- und Bekleidungsindustrie aber nicht alleine da, denn auch das ifo-Geschäftsklima für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im März leicht eingetrübt. Im Verarbeitenden Gewerbe gab es bei den Erwartungen ebenfalls ein Minus. Das künftige Auslandsgeschäft wird von den Exporteuren nicht mehr ganz so optimistisch eingeschätzt wie noch im Februar.

Christine Schneider


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Verband + Industrie

April 2011

Fortsetzung von Seite 1

In KĂźrze

Kontinuität mit eigenen Akzenten Sein besonderes Augenmerk gelte aber ebenso der Sicherstellung einer guten Ausbildungsqualität wie der Brßckenbildung zu den Forschungsinstituten, unterstrich Dr. Nickel. Hier liegen seiner Ansicht nach die derzeit wichtigsten Aufgabenfelder der textilen Industrieverbände. Der verheiratete Vater zweier TÜchter stammt aus Hannover und ist seit 2005 verantwortlich fßr die Lindenfarb-Gruppe. Hierzu gehÜren neben der Lindenfarb Textilveredlung Julius Probst in Aalen auch die TVE GmbH &Co. KG in Sachsen sowie die car i.t.a. GmbH & Co. KG im Saarland. Der Umsatz liegt bei 60 Mio. Euro. Die Gruppe beschäftigt ßber 600 Mitarbeiter. Zum ersten Vizepräsidenten wählte die Mitgliederversammlung erneut Hans Digel aus Nagold (Digel Menswear), der damit weiterhin die Bekleidungsindustrie in der Verbandsspitze repräsentiert. Zu neuen Vizepräsidenten wurden Stephan Schulz, CFO der Paul Hartmann AG in Heidenheim, sowie Donata Apelt-Ihling, Ge-

SĂźdwesttext

Dr. Markus H. Ostrop präsentiert das Präsidium von Sßdwesttextil: Stepahn Schulz, Donata Apelt-Ihling, Hans Digel und Dr. Axel Nickel (v. l.) Hier nicht abgebildet ist Bodo BÜlzle.

sellschafterin der Alfred Apelt GmbH in Oberkirch gewählt. Schulz ist gleichzeitig neuer Schatzmeister

des Verbandes. In seinem Amt als vierter Vizepräsident bestätigt wurde Bodo BÜlzle, Sprecher der Ge-

schäftsfßhrung des Nähgarnherstellers Amann & SÜhne in BÜnnigheim. Markus H. Ostrop

Der Präsident Dr. Axel Nickel wurde am 10. Januar 1958 in Hannover geboren. Er studierte Maschinenbau an der Uni Hannover und wurde 1989 zum Dr.-Ing. promoviert. Nach einer freiberuichen Tätigkeit mit eigenem IngenieurbĂźro war er bei der Corovin GmbH in Peine maĂ&#x;geblich an der Inbetriebnahme der ersten Spinnvliesanlage in Europa beteiligt. AnschlieĂ&#x;end war er vier Jahre lang als AlleingeschäftsfĂźhrer u.a. fĂźr die Rieter Automatik tätig, die Granulier-, Reinigungsund Filamentanlagen fĂźr die KunststofďŹ ndustrie produziert. Bei der Lindenfarb Textilveredlung bilden die Technischen Textilien mit 65 Prozent den Hauptbestandteil der Produktion. 20 Prozent des Umsatzes entfallen auf den Bereich Heimtextilien und 15 Prozent auf die Bekleidungssparte. Eine Ăźbergeordnete Rolle spielt der Bereich Automobil. Autohimmel- und Säulenverkleidungen, Inserts an TĂźren sowie Hutablagen werden bei Lindenfarb veredelt.

Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im Dialog

„Unternehmen 2020“ Zukunftskonferenz Textil 30. Juni und 1. Juli 2011 in Stuttgart

Anmeldung unter www.zukunft-textil.de

Das Landesamt fĂźr DenkPDOSĂ€ HJH ULFKWHW YRP bis zum 13. Mai in Esslingen das internationale Symposium Ăźber archäologische Textilien aus. Es ist das wichtigste europäische Textilsymposium, das seit 1981 alle drei Jahre in einem anderen europäischen Land VWDWWÂż QGHW =X GHQ 7HLO nehmern zählen Textilarchäologen, Historiker, Kunsthistoriker, Naturwissenschaftler und viel andere. Näher Angaben zu dem Symposium unter www.nesat.de. Der Code of Conduct der Textil- und Modeindustrie ist in die Codeof-Conduct-Liste des BDI aufgenommen worden. Unter www.bdi.eu/korruptionsbekaempfung. htm wird bestätigt, dass „die wesentlichen Compliance-Themen abgedeckt und in der Praxis auch von grĂśĂ&#x;eren Unternehmen akzeptiert werden“. Unter-

nehmen, die sich auf den t+m Code of Conduct verSĂ€ LFKWHQ KDEHQ KLHUGXUFK einen erheblichen Vorteil, der weniger BĂźrokratie bedeutet. Unter www.textilmode.de steht der Code of Conduct in neun Sprachen zu VerfĂźgung. Erstmals vergibt die Messe Frankfurt in diesem Jahr gemeinsam mit dem Gesamtverband textil+mode einen Sonderpreis „Nachhaltiges Design“. Die Auszeichnung wird im Rahmen des textil+mode-Innovationspreises vergeben und während der Berlin Fashion Week am 6. Juli um 18 Uhr Ăźberreicht. Mit dieser MaĂ&#x;nahme unterstĂźtzt die Messe den nachhaltig arbeitenden Textilsektor.


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Verband + Industrie

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Aufmunterung zum Fröscheküssen Hans-Jörg Bullinger auf der SWT-Jahresversammlung über Aufbruch im Umbruch Wirtschaft und Gesellschaft im Umbruch: Die neu entfachte Debatte um den Atomausstieg und die offen zutage tretende Knappheit natürlicher Ressourcen lässt die Frage nach den Grenzen des Wachstums immer dringlicher werden. Die Konkurrenz aus den Schwellenländern hat mit großen Schritten aufgeholt, und für deutsche Unternehmen wird es zusehends schwieriger, sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten. Prof. Hans-Jörg Bullinger, Festredner der Jahresversammlung von Südwesttextil und Gesamtmasche am 14. April in Albstadt, setzt auf Innovation vor allem bei GHU (QHUJLHHI¿]LHQ] XQG Ressourcenschonung. Seit 2002 ist der prominente Wissenschaftler und Redner Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. „Wenn es gelingt, Kräfte zu bündeln und Kompetenzen zu vernetzen, können wir die kritische Masse und die Schlagkraft erreichen, die nötig ist, um im internationalen Wettbewerb mitzuhalten. Allerdings brauchen wir auch den erklärten Willen, vorne zu bleiben“ – so formuliert Bullinger in aller Kürze seine Gedanken zu den „Reaktionsbeschleunigern“, mit denen der Aufbruch im Umbruch gelingen kann. Erfolgreiche Innovatoren verbindet nach Bullingers Auffassung eine klare Strategie, exzellente Teams unter besten Arbeitsbedingungen, der unbedingte Wille zum Erfolg sowie eine laufende Qualitäts- und Ergebniskontrolle. Was zunächst abstrakt klingt, schildert Bullinger eindrücklich und praxisorientiert anhand zukünftiger Bedarfsfelder: Neben Energie und Umwelt wer-

den vor allem die Themen Mobilität, Kommunikation, Gesundheit und Sicherheit die Menschen bewegen. Daraus ergeben sich fast automatisch die

und intelligente Netze entwickelt werden. Als Beispiel nennt er ein virtuelles Kombikraftwerk, das durch Zusammenschaltung von drei Wind-

zwei 500-MW-Kohlekraftwerken. Neben der „intelligenten Energie“ sieht Bullinger besondere Wachstumschancen in der E-Mobili-

Prof. Dr. Hans-Jörg Bullinger: „Wir müssen anfangen, sonst werden wir nicht fertig.“

wichtigen Aktionsfelder für Innovatoren. Der intelligente Umbau der Energieversorgung, das selbstbestimmte Leben im Alter, smarte Mobilität durch Vernetzung der Verkehrsträger und Green IT sind nur einige Schlaglichter auf Bullingers Liste. „Ein vollständiger Umstieg auf erneuerbare Energien ist durchaus möglich“, meint der Professor – sofern leistungsfähigere Speicher

parks, vier Biogas- und 20 Solaranlagen sowie eines Pumpspeicherwerks wie ein Großkraftwerk arbeiten könne. Alleine der konsequente Einsatz von LED-Leuchten und drehzahlgeregelten Antrieben führe nach FraunhoferErkenntnissen zu einem Einsparpotenzial von um die 80 Terawattstunden pro Jahr. Zum Vergleich: 10 TWh/a entsprechen in etwa der Produktion eines Atomkraftwerks oder von

tät und in der Entwicklung neuer Werkstoffe: „Werkstofftechnologien nehmen eine Schlüsselfunktion bei der Aufrechterhaltung und Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit ein.“ Mehr als 70 Prozent des Bruttosozialprodukts in westlichen Technologieländern stünden direkt oder indirekt in Zusammenhang mit der Entwicklung von Werkstoffen. Mit dehnbarer Elektronik, Sensor-

textilien und modernen Wundverbänden nennt er nur einige Beispiele aus der Textilindustrie. Nicht nur bei der EnergiegeZLQQXQJ VHL GHU HI¿]LHQWH Einsatz von Ressourcen HQWVFKHLGHQG 'LH HI¿]Lente Nutzung wertvoller Stoffe durch softwarebasierte Schnittplanung und -optimierung, aber auch Innovationen beim Recycling ermöglichen enorme Einsparungen. Damit die notwenigen Innovationen – „10 good ideas a day keep your competitors away“ – überhaupt entstehen, bedarf es gut ausgebildeter und motivierter Mitarbeiter. „Nur knapp ein Viertel aller Ideen entstehen in der Firma, direkt am Arbeitsplatz nur schlappe 4 Prozent.“ Auch was den unbeugsamen Willen zum Gewinnen angehe, könnten die Deutschen noch einiges tun. Das verdeutlicht Bullinger durch HLQH /LVWH EHNDQQWHU (U¿Qdungen – angefangen vom Telefax über den Wankelmotor bishin zur CD, dem MP3-Standard oder dem LED-Beamer, die allesamt in Deutschland gemacht, aber anderswo auf der Welt erfolgreich vermarktet wurden. „Ohne Risiko kein Erfolg!“, schreibt der Wissenschaftler den Innovatoren deshalb ins Lastenheft. Wenn sie es dann auch noch schafften, ihre Projekte durch laufende Kontrolle in die richtigen Bahnen zu lenken, stehe dem Erfolg nichts mehr im Weg. Denn: Innovation brauche Management, oder wie Bullinger den Er¿QGHU GHU 0 +DIWQRWL]HQ Arthur Frey zitiert: „Man muss viele Frösche küssen, um auf einen Prinzen zu stoßen!“ Das Video des Festvortrags gibt es unter www.suedwesttextil.de. Silvia Jungbauer


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Verband + Industrie

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SĂźdwesttext

Gemeinsam die textile Zukunft gestalten Groz-Beckert-Chef bietet Zusammenarbeit an Dr. Thomas Lindner, Vorsitzender der GeschäftsfĂźhrung der Groz-Beckert Group, redet nicht lange um den heiĂ&#x;en Brei: „Was kĂśnnen wir gemeinsam tun?“ fragte er die versammelten Textil- und Bekleidungsunternehmer in seiner BegrĂźĂ&#x;ungsansprache. Und lieferte seine Antwort gleich mit: „Wir haben hier das Technologie- und Entwicklungszentrum erstellt, um unseren Kunden und Partnern ein Forum fĂźr Neuentwicklungen und Zukunftsperspektiven rund um die textile WertschĂśpfungskette zu bieten.“ FĂźr die noch nicht nach Asien abgewanderten Geschäftsfelder in den etablierten Textilmärkten mĂźssten innovative Produkte entwickelt

und neue Kundenbedßrfnisse umgesetzt werden, meinte Lindner. Dabei ergäben sich auch Fragen nach der

nach dem BevĂślkerungswachstum und der „Technologisierung“ der Entwicklungsländer. Auf all diese Problemstellungen werde im Technologieund Entwicklungszentrum bei Groz-Beckert nach LĂśsungen gesucht. „UnterstĂźtzen Sie uns bei unseren BemĂźhungen,

der Textilindustrie wieder mehr Gewicht in Deutschland und Europa zu geben“, forderte der Chef des WeltmarktfĂźhrers fĂźr Industrienadeln. „Unser Angebot zur Zusammenarbeit steht und unsere Einrichtungen im TEZ werden Ihnen dabei helfen.“

tig gefährdet werden solle. Horn warb dafßr, beim Ringen um junge Nachwuchskräfte nicht

nachzulassen. Dabei biete die bundesweite Ausbildungskampagne der Textil- und Modeindustrie unter dem Titel GoTextile! eine hilfreiche und gelungene Plattform, die es zu nutzen gelte. AuĂ&#x;erdem fĂśrdere der Gesamtverband mit dem Innovationspreis textile Nachwuchstalente. „Durch das Knowhow, das wir am Standort haben und das international seinesgleichen sucht“, so Horn abschlieĂ&#x;end, „mĂźssen wir den Wettbewerb nicht scheuen. Aber wir mĂźssen uns auch ständig darum bemĂźhen, besser zu sein als andere.“

Schonung von natĂźrlichen Ressourcen, der Steigerung der EnerJLHHIÂż]LHQ] GHV :HJIDOOV von Ă–l als Rohstoff oder

Werben fßr den wahren Wert Horn benennt Herausforderungen Die rasant gestiegenen Faser- und Garnpreise sind kein kurzlebiges Phänomen. Darauf hat Heinz Horn, Präsident von Gesamtmasche und textil+mode auf der Jahresversammlung am 14. April hingewiesen. Die Ursachen seien vielfältig, basierten aber auf grundlegenden internationalen Veränderungen. Die wachsende WeltbevÜlkerung und die steigenden Pro-Kopf-Einkommen in den Schwellenländern verlangten nach immer mehr Rohstoffen und Ressourcen. Deshalb lasse sich die Weitergabe der Kosten auch nicht vermeiden,

wenn man rentabel produzieren wolle, meinte Horn. Gleichzeitig mahnte er ein neues Wertebewusstsein an, um das verloren gegangene GespĂźr fĂźr den wahren Wert von Dingen wiederzuentdecken. Das gelte auch fĂźr qualitätsvolle Textilprodukte, die es nicht verdient hätten, in Rabattschlachten verramscht zu werden. Der Verbandspräsident wies auĂ&#x;erdem auf die Belastungen der Unternehmen durch die steigenden Strompreise hin, die sich ernsthaft auf die Kostensituation auswirkten. Hier mĂźsse die Energiepolitik bei

allem Reformwillen AugenmaĂ&#x; beweisen, wenn der Produktionsstandort Deutschland nicht endgĂźl-


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Verband + Industrie

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Knauer kritisiert kurzfristiges Denken Zum Abschied ein Plädoyer für die Nachhaltigkeit

Armin Knauer hat sich gegen allzu kurzfristiges Denken und Handeln in

Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ausgesprochen. In seiner letzten An-

sprache als SüdwesttextilPräsident kritisierte er vor der Jahresversammlung in Albstadt, dass sich Politiker, Medien und auch Wirtschaftsführer „viel zu sehr auf den Moment stürzen“ würden. Gerade politische Entscheidungen sind in der Regel von langfristiger Bedeutung, wie er am Beispiel der Energiepolitik verdeutlichte. „Eine Politik, die in größeren Dimensionen denken würde, die dabei Sicherheit für Leib und Leben ebenso ernsthaft bewertet wie die Versorgungssicherheit ei-

ner großen Industrienation, die wäre nicht gezwungen, ihre Entscheidungen durch eine Katastrophe wie in Japan so hektisch zu korrigieren.“ Gleiches gelte für die Wirtschaft. Unter Verweis auf die durch kurzfristiges Erfolgsstreben mitverursachte globale Finanzkrise bezweifelte Armin Knauer, ob es richtig sei, von Unternehmen ständig „Quartalserfolgsberichte“ zu verlangen. Verstärkt durch fragwürdige Anreizsysteme werde der maximale Erfolg aus dem

Moment heraus angestrebt. Manche verlören dabei die Langfristigkeit und die Absicherung des Erreichten aus dem Blick. „Wer über den Tag hinaus denkt und nicht den schnellen Erfolg sucht, wer sich dabei seiner eigenen Herkunft und Geschichte bewusst ist, wer sich ein Bild von seiner Zukunft macht und seinem Denken und Handeln eine stimmige Richtung gibt, der wird auch nachhaltig erfolgreich sein“, resümierte der scheidende Verbandspräsident.

Der Pflicht gehorchend, nicht dem Triebe Digel dankt Knauer für seine beeindruckende Präsidentschaft

„Der schönste Nachruf ist nichts gegen ein gutes Wort bei Lebzeiten.“ Mit diesem Zitat des Altliberalen Hans-Dietrich Genscher rechtfertigte Vizepräsident Hans Digel seinen „Zwischenruf“ in der Jahresversammlung auf den scheidenden Südwesttextil-Präsidenten Armin Knauer. Dieser habe sich nicht in das Präsidentenamt gedrängt. „Eher wurden Sie von uns bedrängt, weil wir für den geplanten Generations-

wechsel noch etwas Zeit brauchten.“ Dass Knauer das Amt dennoch antrat, habe dieser nach seiner Wahl mit einem leicht abgewandelten SchillerZitat hinreichend erNOlUW Ä'HU 3ÀLFKW JHKRUchend, nicht dem eigenen Triebe.“ Der scheidende Präsident habe sich gewissenhaft, engagiert und unerP GOLFK LQ GLHVH 3ÀLFKW begeben und sei ihr mit absolutem Engagement und Herzblut nachge-

kommen. So habe Armin Knauer nahezu alle für unsere Industrie wichtigen Themen aufgegriffen: Ob es um Probleme mit der Kreditversicherung oder dem Kantendruck ging; ob Textilkennzeichnung oder Strompreisentwicklung; ob um die Sorge der Rohstoffbeschaffung oder die Reform der Erbschaftsteuer. „Sie waren ein unglaublich präsenter Präsident und ein echter Interessenvertreter im besten Sinne“, resümierte Digel, „ein die Überzeugung, nicht die Überredung suchender Streiter für die Anliegen unserer Industrie.“ Dabei habe Knauer immer das direkte Gespräch zu Entscheidungsträgern und Multiplikatoren in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gesucht. Knauer war seit 1994 Mitglied des Südwesttex-

til-Vorstands, nachdem er bereits zuvor viele Jahre in der Tarifkommission mitgewirkt hatte. 1999 ist er ins Präsidium eingezogen, wo er neun Jahre lang das Amt des Schatzmeisters und Ersten Vizepräsidenten bekleidete. Seinem großen Verantwortungsbewusstsein und seiner Achtsamkeit sei es zu verdanken, dass sich der Verband auch in Krisenzeiten keine Sorgen um die Finanzen

machten musste. Denn Nachhaltigkeit sei für ihn kein Modewort, sondern tiefe Überzeugung. Südwesttextil danke ihm für seinen ganz außerordentlichen Einsatz, so Digel. „Sie haben unserer Industrie gut getan.“ Auf Vorschlag von Hans Digel wird das Präsidium von Südwesttextil Präsident a.D. Armin Knauer zu seinem Ehrenmitglied ernennen.

Armin Knauer freut sich: Jetzt bekommt er zum Abschied aus dem Präsidentenamt das obligatorische Südwesttextilhandtuch.


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Bildung + Soziales

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Berufsbildungsbericht weist den Weg Die deutsche Wirtschaft wird bald jeden jungen Menschen brauchen

Der Berufsbildungsbericht 2011 der Bundesregierung zeigt, dass sich die Ausbildungslage für junge Menschen in Deutschland weiter verbessert hat. Das wieder einsetzende kräftige Wirtschaftswachstum, eine vorausschauende Personalpolitik der Unternehmen sowie der demografisch bedingte Rückgang der Ausbildungsstellenbewerber

sind hierfür wesentliche Gründe. Bundesbildungsministerin Annette Schavan plädiert nun dafür, besonders solche Jugendlichen zu unterstützen, denen der Einstieg in die Ausbildung schwerfällt. Die Zahl der angebotenen Ausbildungsstellen lag 2010 deutlich höher als vorausgesagt. Auch konnten trotz demogra¿VFK EHGLQJWHP 1DFKIUDgerückgang mehr neue betriebliche Ausbildungsverträge als im Vorjahr geschlossen werden, bundesweit waren es 519 030. Daher ging trotz des bewussten Zurückfahrens von geförderten außerbetrieblichen Ausbildungsverträgen die Gesamtzahl aller Ausbildungsverträge nur marginal um 0,8 Prozent auf 560 073 Verträ-

ge zurück. Die Zahl der Altbewerber reduzierte sich spürbar, zwischen 2008 und 2010 um fast 30 Prozent. Und auch die Zahl der jungen Menschen im so genannten Übergangssystem verringerte sich zwischen 2009 und 2010 um 7 Prozent.

Duale Berufsausbildung – vielseitige Karrierechancen Die Bundesbildungsministerin fordert die Betriebe auf, vor dem Hintergrund der absehbaren GHPRJUD¿VFKHQ (QWZLFNlung nicht in den Ausbildungsanstrengungen nachzulassen. „Die duale Berufsausbildung bietet mit ihren rund 350 Aus-

bildungsberufen vielseitige Karriereperspektiven. Sorgen wir dafür, dass alle ausbildungswilligen Jugendlichen diese Perspektiven nutzen können“, sagte Schavan. Die Ausbildungsmarktsituation wird sich im Jahr 2011 voraussichtlich weiter entspannen. Die Prognose geht von einem Anstieg des Ausbildungsangebots aus, bei gleichzeitig sinkender Zahl der Abgänger aus allgemein bildenden Schulen. Dieser Trend wird zwar durch die doppelten Abiturientenjahrgänge vorübergehend unterbrochen. Zu berücksichtigen ist aber, dass Studienberechtigte nur zu einem geringen Anteil an der Aufnahme einer dualen Berufsausbildung interessiert sind.

Weitaus bedeutsamer für den Ausbildungsmarkt sind junge Menschen mit maximal mittlerem Schulabschluss. Ihre Zahl geht in Folge GHU GHPRJUD¿VFKHQ (QWwicklung spürbar zurück. Was jetzt zu einer vorübergehenden Entlastung am Ausbildungsmarkt führt, kann in den kommenden Jahren allerdings ein ernsthaftes Nachwuchsproblem darstellen. Den Berufsbildungsbericht 2011 gibt es zum Download unter www.suedwesttextil.de, den vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) dazu ergänzten Datenreport unter http://datenreport. bibb.de/. Christine Schneider

Praktikumsgesuch Zukünftige Modedesignstudentin (Wintersemester 2011/2012) sucht einen Vorpraktikumsplatz. Die Praktikumsdauer sollte 6 bis 12 Wochen betragen. Das Praktikum kann sofort beginnen, jedoch spätestens Anfang Juni 2011. Bei Interesse erfolgt die Kontaktaufnahme über Südwesttextil (Christine Schneider, Telefon +49 711 21050-25 oder schneider@suedwesttextil.de).

Demografischer Wandel in Deutschland Statistische Landesämter präsentieren ihre Ergebnisse Geburtenrückgang, Alterung und schrumpfende Bevölkerung sind in den letzten Jahren ins Zentrum der öffentlichen Diskussion gerückt. Diskutiert werden dabei vor allem die Folgen für die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und die Zukunft der sozialen Sicherungssysteme. Die sinkende Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter und die gleichzeitig steigende Zahl an älteren Bevölkerungsgruppen verschieben den GHPRJUD¿VFKHQ 5DKPHQ in bisher nicht gekannter Art und Weise.

Während 1980 auf 100 Personen im Erwerbsalter (20 bis unter 65 Jahre) 27 Personen im Rentenalter (ab 65 Jahre) kamen, sind es heute bereits 34. In den kommenden 25 Jahren wird dieser so genannte Altenquotient rapide ansteigen und die 90 Prozent Grenze überschreiten. Basierend auf dieser Vorausberechnung haben das Statistische Bundesamt und die statistischen Landesämter die Folgen GHU GHPRJUD¿VFKHQ (QWwicklung analysiert. Die Ergebnisse wurden in der Reihe „Demografischer Wandel in Deutschland“

in vier Heften zusammengefasst: – Heft 1: Bevölkerungsund Haushaltsentwicklung – Heft 2: Auswirkungen auf KrankenhausbehandOXQJHQ XQG 3ÀHJHEHG UItige im Bund und in den Ländern – Heft 3: Auswirkungen auf Kindertagesbetreuung und Schülerzahlen im Bund und in den Ländern – Heft 4: Auswirkungen auf die Zahl der Erwerbspersonen Die Reihe kann unter www.suedwesttextil.de heruntergeladen werden. Christine Schneider


Bildung + Soziales

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Spinnen will gelernt sein Fortbildung für Berufsschullehrer in der Gatex In der Gatex trafen sich Anfang April Berufsschullehrer aus Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zu einer Fortbildung auf dem Gebiet der Spinnerei. Der Spinnereifachmann von der Firma Rieter, Oswald Baldischwieler, zeigte den interessierten Teilnehmern überzeugend die Chancen und Vorteile der Garne, die mit den neuesten Luftspinnmaschinen produziert werden können. Er berichtete über eine in Zusammenarbeit mit Lenzing durchgeführte Untersuchung, die in unterschiedlichen Spinnprozessen hergestelltes Garn vergleicht. Die Studie zeigt, dass das Luftspinnen im mittleren Garnfeinheitsbereich gute Ergebnisse erzielt, die Technik jedoch noch nicht für alle Einsatzbereiche ausgereift ist. (Nähere Informationen unter www.rieter.com.) Interessant für die Teilnehmer war neben dem Vortrag und einer anschließenden Besichtigung

Spinnereifachleute unter sich: (v. l.) Stefan Günther, Sofie Mündel, Bettina Anton, Manuela Häupel, Dr. Peter Bujotzek, Ingo Kiefer und Oswald Baldischwieler

der Firma Lauffenmühle auch die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen. Dabei wurde erneut deutlich, welche Vorteile die Gatex bei der Ausbildung des textilen Nachwuchses bietet.

Diese Veranstaltungsreihe wurde von den Textilverbänden sowie den Ausbildungseinrichtungen der Länder Schweiz, Österreich und Deutschland, vertreten durch den Gesamtverband textil+mode

Schnitzeljagd & Co. Für Go Textile! war die Aktion ein voller Erfolg. 500 Besucher kamen an diesem Tag auf www.go-textile.de – das sind dreimal so viel wie an einem normalen Tag. Und das Interesse hält an: Täglich besuchen im Durchschnitt ca. 200 Interessierte die Internetseite

thema aus den Bereichen Spinnerei, Weberei, Veredlung und Stickerei durchgeführt werden. Die QlFKVWH 9HUDQVWDOWXQJ ¿Qdet im zweiten Quartal an der HTL in Dornbirn statt. Christine Schneider

Seminare Bildungswerk

Blog-Party gesponsert von Go Textile! Am 8. April fand sie also statt, die fetteste Party des Jahres: die Blogparty des Englisch-Blogs unterstützet von Go Textile!. Von 10.00 bis 22.00 Uhr gab es bei unterschiedlichsten Spielen über 50 Preise im Gesamtwert von 2 222 Euro zu gewinnen. Beliebt war die Schnitzeljagd auf der Internetseite von Go Textile!. Hier wurden Bilder auf der Seite versteckt, die es von den Partygästen zu entdecken galt. Die erste richtige Antwort, die auf den Englisch-Blog gepostet wurde, hatte gewonnen. Und die Gäste waren richtig schnell.

sowie durch Bayern und Baden-Württemberg im letzten Herbst ins Leben gerufen. Viermal im Jahr soll diese Weiterbildungsveranstaltung für Lehrer und Berufsschullehrer zu einem bestimmten Fach-

der Nachwuchskampagne der Textil- und Bekleidungsindustrie. Nach den aktuell vorliegenden Zahlen zeichnet sich ab, dass der April den bisherigen Rekord vom Februar mit 4 551 Besucher deutlich schlagen wird. Christine Schneider

Seminarangebot der Akademie für Personal- und Organisationsentwicklung im Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft in Kooperation mit Südwesttextil Grundlagen der Entgeltabrechnung Termin: 06. bis 08. Juni 2011 Ort: Haus Steinheim Workshops leiten und moderieren Termin: 07. bis 08. Juni 2011 Ort: Haus Bleibach Generation Twitter, Facebook & Co. – Konsequenzen für die Ausbildung Termin: 10. Juni 2011 Ort: Haus Bleibach Weitere Informationen unter www.biwe.de


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Recht + Steuern

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Beeindruckende Dimensionen Textile Personalleiter bestaunen die Baumaschinenproduktion von Liebherr in Ehingen Bereits aus der Ferne ist das Liebherr-Werk in Ehingen unübersehbar. Riesenhafte Krane in allen Variationen erzeugen den Eindruck einer Großbaustelle und wirken ganz nebenbei für alle Firmengäste als unverfehlbarer Wegweiser. Mit leuchtenden Augen und staunenden Gesichtern verfolgten die 40 Teilnehmer des Personalleiterkreises von Südwesttextil am 29. März die spannende Führung durch die Werkshallen im Liebherr-Werk in Ehingen. So mancher Teilnehmer mag sich beim Anblick der kraftstrotzenden Stahlkolosse an seine Kindheit und die Träume von einer Zukunft als Baumaschinenfahrer erinnert haben. Tatsächlich übertrafen die Dimensionen jedoch sicherlich alle Erwartungen. In riesigen Werkshallen, die locker Platz für mehrere Fußballfelder bieten, fertigt die Liebherr-Gruppe in Ehingen Mobilkrane und Raupenkrane für alle denkbaren weltweiten Einsätze. Während die Mobilkrane mit neun Achsen und einer Traglast von 1 200 Tonnen bereits wahre Riesen sind, werden diese von den großen Raupenkränen mit einer nominalen Traglast von 3 000 Tonnen noch weit übertroffen. Von der zweistündigen Betriebsbesichtigung euphorisiert widmeten sich die Teilnehmer mit ebenso großem Elan dem fachlichen Teil der Veranstaltung. Neben der Nachbetrachtung des aktuellen Tarifergebnisses war die Leiharbeit das Kernthema des Personalleiterkreises. Die von den Verbandsjuristen dargestellten Grundsätze zur Mitbestimmung des Be-

triebsrats bei Leiharbeit sowie zu den geplanten Neuerungen im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz und der Abgrenzung der Arbeitnehmerüberlassung zum Dienst- und

alversicherungsbeiträge. Zum anderen führt der Beschluss zur Praxisfrage, mit welchem Verleiher rechtssicher zusammengearbeitet werden kann. Hier lässt sich fest-

Ein ganz besonderer Dank gilt den Gastgebern des Personalleiterkreises. Geschäftsführer Mario Trunzer und Personalleiter Jürgen Joos haben mit ihrem Team sowohl orga-

nisatorisch wie inhaltlich zum Gelingen des spannenden Nachmittags entscheidend beigetragen.

Boris Behringer

Personalleiter soweit das Auge reicht – und der Mobilkran ist noch länger!

Werkvertrag wurden von einem überaus interessanten und informativen Praxisbericht abgerundet. Der Personalleiter des Liebherr-Werks in Ehingen, Jürgen Joos, gab in sehr transparenter und kompetenter Weise Einblick in die Leiharbeitspraxis des Unternehmens. Es entwickelte sich eine engagierte Diskussion zum Umgang mit dem Equal-Pay-Grundsatz sowie zu den Folgen des BAG-Beschlusses, nach welchem die Tarifgemeinschaft christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und Personalserviceagenturen (CGZP) nicht tariffähig ist. Es wurde deutlich, dass der Beschluss große Unsicherheit unter den Mitgliedsunternehmen hervorgerufen hat. Dies gilt zum einen in Bezug auf die Frage der Haftung von Entleiherbetrieben für nicht abgeführte Sozi-

Eine Baumaschinenproduktion ist super spannend und hat verdammt lange Wege.

halten, dass es für Entleiherbetriebe unbedingt notwendig ist, vom Verleiher schriftliche Auskünfte darüber einzuholen, welche Tarifverträge zwischen ihm und seinen Arbeitnehmern zur Anwendung kommen. Bei allen Fragen im Zusammenhang mit Leiharbeit stehen die Juristen von Südwesttextil gerne mit Rat und Tat zur Seite.

Rechtsanwalt Emil Schelb erfüllt sich einen Kindheitstraum: Kran fahren.


Recht + Steuern

Südwesttext

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BAG ändert Rechtssprechung Nach drei Jahren sachgrundlose Befristungen wieder möglich Während bislang sachgrundlose Befristungen eines Arbeitsverhältnisses nur dann möglich waren, wenn zuvor mit dem Arbeitgeber weder ein befristetes noch ein unbefristetes Arbeitsverhältnis bestand, legt das Bundesarbeitsgericht (BAG) diese gesetzliche Voraussetzung in einer aktuellen Entscheidung überraschend einschränkend aus. Während das BAG bislang nach ständiger Rechtsprechung die Auffassung vertrat, dass es für eine „Zuvor–Beschäftigung“ ohne Bedeutung sei, wie groß der zeitliche Abstand zwischen dieser Beschäftigung und einem

neuen Arbeitsverhältnis sei, wird nunmehr vertreten, dass eine frühere Beschäftigung dann nicht einer sachgrundlosen Befristung entgegensteht, wenn diese mehr als drei Jahre zurückliegt. Anlass für diese Entscheidung, welche bislang lediglich als Pressemitteilung vorliegt, war der Fall einer von 2006 bis 2008 befristet eingestellten Lehrerin. Diese hatte bereits während ihres Studiums vor sechs Jahren insgesamt 50 Stunden als studentische Hilfskraft für denselben Arbeitgeber gearbeitet. Aufgrund dieser Zuvorbeschäftigung begehrte

sie die Feststellung, dass die Voraussetzungen einer sachgrundlosen Befristung nicht vorliegen und ihr Arbeitsverhältnis als unbefristetes anzusehen sei. Dem folgte das BAG nicht. Es führt aus, dass das Verbot einer ZuvorBeschäftigung bei sachgrundlosen Befristungen Befristungsketten und den Missbrauch befristeter Arbeitsverträge verhindern soll. Das Verbot selber dürfe aber nicht zu einem Einstellungshindernis werden. Eine Anwendung sei daher nur gerechtfertigt, als dies zur Verhinderung von Befristungsketten erforderlich

sei. Das wiederum sei bei mehr als drei Jahre zurückliegenden Beschäftigungen typischerweise nicht mehr der Fall. Der Zeitraum von drei Jahren entspräche auch der gesetzgeberischen Wertung, die in der regelmäßigen zivilrechtlichen Verjährungsfrist zum Ausdruck kommt. Die gesetzliche Regelung der Zuvor-Beschäftigung müsse verfassungskonform ausgelegt werden. Das Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) beschränke hier die Vertragsfreiheit der Arbeitsvertragsparteien und die damit verbundene Einschränkung der Berufswahlfreiheit des Arbeit-

nehmers. Dies könne nur solange gelten, wie die Gefahr rechtsmissbräuchlicher Befristungsketten bestehe. Dies sei nach einem Zeitraum von drei Jahren nicht mehr der Fall. Für Arbeitgeber besteht demnach nun die Möglichkeit, auch mit ehemaligen Mitarbeitern, die in den letzten drei Jahren nicht im Unternehmen beschäftigt waren, sachgrundlos befristete Arbeitsverträge bis zu der Gesamtdauer von zwei Jahren nach § 14 Abs. 2 TzBfG abzuschließen. Kai-Uwe Götz

Dienstfahrten mit dem privaten Fahrzeug Wer trägt die Kosten eines Unfalls? Vielfältige Regelungen werden zu den Nutzungsmodalitäten der Dienstwagen getroffen. Welche Rechtsfolgen allerdings

bei der Nutzung des eigenen Fahrzeugs im Auftrag des Arbeitgebers eintreten können, wird zumeist nicht geregelt. Verursacht der Mitarbeiter bei einer solchen Fahrt einen Unfall, dann stellt sich die Frage wer die Kosten dafür übernimmt.

Grundsätzlich besteht in diesen Fällen eine Ersatzpflicht des Arbeitgebers, wenn das Fahrzeug mit Billigung

des Arbeitgebers in dessen Betätigungsbereich HLQJHVHW]W ZXUGH +lX¿J wird den Mitarbeiter bei der Verursachung des Unfalls ein Mitverschulden treffen. Dieses ist nach den Grundsätzen des innerbetrieblichen Schadensausgleichs zu be-

rücksichtigen. Bei leichter Fahrlässigkeit entfällt die Mithaftung, bei mittlerer Fahrlässigkeit erfolgt in der Regel eine Schadensteilung und bei grober Fahrlässigkeit ist der Ersatzanspruch ausgeschlossen. Die Grundsätze der Arbeitnehmerhaftung werden auf diesen Fall sozusagen spiegelbildlich übertragen. Besonderheiten gelten, wenn der Arbeitgeber dem Mitarbeiter die steuerrechtlich anerkannte Kilometerpauschale für die Nutzung bezahlt. Im Zweifel ist mit der Kilometerpauschale der Rückstufungsschaden in GHU +DIWSÀLFKWYHUVLFKHrung abgegolten. Hat der Mitarbeiter keine Vollkaskoversicherung abgeschlossen, dann kann die Haftung des Arbeitgebers durch die vertretbare Rechtsansicht begrenzt werden, dass eine Obliegenheit des Arbeitnehmers bestanden hätte,

eine derartige Versicherung abzuschließen. Allerdings dürfte sich auch nach dieser Argumentation die Haftung nur auf die

übliche Selbstbeteiligung beschränken.

Nathan Binkowsk

Aktuelle Steuer-Nachrichten Die Europäische Kommission hat Deutschland aufgefordert, seine Erbschaft- und Schenkungssteuerbestimmungen zu ändern, weil Bewohner anderer EU-Mitgliedstaaten diskriminiert würden. Die Aufforderung erging in Form einer „mit Gründen versehenen Stellungnahme“, dem zweiten Schritt eines Vertragsverletzungsverfahrens. Sollte die Kommission binnen zweier Monate keine zufriedenstellende Antwort erhalten, kann sie Deutschland beim EuGH verklagen. Anlass zur Kritik bot § 16 ErbStG, der die Gewährung von Freibeträgen je nach Verwandtschaftsgrad von bis zu 500 000 Euro an die unbeschränkte Steuerpflicht und damit – jedenfalls zum Teil – an den Wohnsitz im Inland knüpft. Nach Auffassung der Kommission sind diese Bestimmungen diskriminierend und stellen eine ungerechtfertigte Beschränkung des freien Kapitalverkehrs dar. Daneben finden sich in der Aprilausgabe der aktuellen Steuernachrichten eine Liste mit diversen Steueränderungsgesetzen. Die Steuernachrichten können als pdf-Datei im geschlossenen Mitgliederbereich der Internetseite von Südwesttextil heruntergeladen werden.


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April 2011

Technik + Umwelt

Ungewisse Preiszukunft

Termine

Stromeinkaufsring holt schon jetzt Angebote fĂźr 2013 ein Ende März setzten sich die Teilnehmer des Stromund Gaseinkaufsrings von SĂźdwesttextil und Gesamtmasche zusammen und unterhielten sich Ăźber das kĂźnftige Vorgehen angesichts der Katastrophen in Japan und ihrer Folgen. Nach den Reaktorunfällen in Japan und der anschlieĂ&#x;enden Kernkraftdebatte in Deutschland wurden sieben Kernkraftwerke vom Netz genommen – Atommeiler, vor 1980 gebaut. Sie werden nun im Rahmen des von der Regierung verhängten dreimonatigen Moratoriums auf ihre Sicherheit hin ĂźberprĂźft. Durch die Abschaltungen fallen vorerst 7 419 MW Strom weg. In Folge dessen kam es an der EEX, der Leipziger StrombĂśrse, zu

einem starken Anstieg des Strompreises. Noch ist unklar wie viele Meiler nach dem Moratorium wieder ans Netz gehen werden, so dass die Preissteigerung mĂśglicherweise noch nicht ihr Ende erreicht hat.

Verteuerung der Energiepreise – kein Ende in Sicht. Weitere Einflussfaktoren fßr steigende Strompreise sind bei dieser Betrachtung nicht zu vernachlässigen: So fßhren die steigenden Rohstoffpreise bei den Primärenergieträgern, z.B. Kohle, Uran, Erdgas und RohÜl, teilweise schon seit Anfang 2009 zu hÜheren

Preisen. Zurßckzufßhren ist dies auch auf das konjunkturelle Wachstum in Deutschland. Der geplante Ausbau der erneuerbaren Energien fßhrt zu steigenden Investitionen bei der Schaffung der Infrastruktur sowie der Anlagen – das bleibt nicht ohne Folgen. Aber auch die beschlossene Brennelementesteuer fßr Kraftwerksbetreiber wird bei ihrer Umsetzung nicht folgenlos bleiben und ab 2013 tritt die nächste Stufe LP &2 =HUWL¿ NDWHKDQGHO in Kraft, bei der auch die Kraftwerksbetreiber zahlen mßssen. Vor diesem Hintergrund haben sich die Teilnehmer des Stromeinkaufsrings entschlossen, fßr 2013 und 2014 bereits jetzt erste Angebote einzu-

Leitfaden Energiesteuern Pßnktlich zum fßnften Geburtstag des Energiesteuergesetzes im Sommer 2011 erscheint die dritte Auage des Energiesteuerleitfadens. Der Gesamtverband textil+mode hat den Leitfaden ßberarbeitet, da zu Beginn des Jahres erneut Änderungen in Kraft getreten sind. Der Publikation steht im Mitgliederbereich von www. suedwesttextil.de zum Download bereit.

SĂźdwesttext

holen, obwohl die meisten noch Vertragslaufzeiten bis 2012 haben. Der Gaseinkaufsring wartet noch mit einer Anfrage, da aktuell nur wenige Lieferanten bereits Gasmengen fĂźr 2013 anbieten. SĂźdwesttextil bietet seit mehreren Jahren seinen Mitgliedern die MĂśglichkeit, durch die BĂźndelung der Stromund Gasabnahmemengen bessere Einkaufsbedingungen auszuhandeln. Betreut werden die Einkaufsgemeinschaften von der Energie Consulting GmbH (ECG) in Kehl. Als Tochterunternehmen der Badischen Stahlwerke GmbH verfĂźgt das Beratungsunternehmen Ăźber langjährige Erfahrungen im Energiemanagement. Die ECG bĂźndelt die Nachfragemengen, schreibt sie gemeinsam am Markt aus und prĂźft die von den Energieversorgungsunternehmen vorgelegten Angebote. Nach Abschluss der Preisverhandlungen bekommt jeder Teilnehmer der Einkaufsgemeinschaft einen maĂ&#x;geschneiderten Liefervertrag zur Unterschrift vorgelegt. Christine Schneider

Hinweis

Umweltaussprache 17. Mai 2011 – Filderhalle Leinfelden-Echterdingen

IVGT VGT Anmeldung: www.suedwesttextil.de/veranstaltungen

Gatex 9RP ELV 0DL Âż QGHW in der Gatex, Bad Säckingen, das erste Modul des neu aufgelegten Workshops „Textile PrĂźfungen“ statt. Der Workshop richtet sich an Mitarbeiter aus den %HUHLFKHQ 3U À DERU 4XDOL tätssicherung, Einkauf und Verkauf. Die Teilnehmer erhalten einen Einblick in DurchfĂźhrung und Auswertung von textilen PrĂźfverfahren und kĂśnnen so PrĂźfergebnisse und deren Zusammenhang mit Gebrauchseigenschaften besser bewerten. Der Termin des zweiten Moduls ist am 28. und 29. Juni. Anmeldung und weitere Infos unter www.die-gatex.de Energie-Symposium Am 7. und 8. Juni veranstaltet der Gesamtverband textil+mode in Berlin ein Energiesymposium. Am ersten Tag gibt es nach Statements der Bundesregierung eine Podiumsdiskussion mit Vertretern der Branche, des Bundestages sowie der IG Metall. FĂźr den zweiten Tag sind zum 7KHPD (QHUJLHHIÂż ]LHQ] Berichte aus der Unternehmenspraxis vorgesehen sowie Informationen zu FĂśrdermĂśglichkeiten. Anmeldung unter energie@textil-mode.de

Denkendorfer Symposium Zusammen mit der Allianz Faserbasierte Werkstoffe (AFBW) veranstaltet das Institut fĂźr Textilchemie- und Chemiefasern Denkendorf (ITCF) am 10. Juni das Symposium „Hochleistungsfasern Innovationspotenzial fĂźr neue Werkstoffe und Anwendungen“. Präsentiert werden aktuelle Entwicklungsprojekte, Forschungsergebnisse und Produktinnovationen im Bereich Hochleistungsfasen. Anmeldung und weitere Informationen unter www.itcf-denkendorf.de.


Südwesttext

Technik + Umwelt

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Textilien richtig kennzeichnen Südwesttextil gibt Einblicke in das komplexe Thema der korrekten Etikettierung Textilien und Bekleidung richtig kennzeichnen - das war das Thema eines gut besuchten Seminars von Gesamtmasche und Südwesttextil am 31. März in Filderstadt. Die korrekte Kennzeichnung von Textilien und Bekleidung ist heute bedeutender, aber auch komplexer denn je. Neben der Angabe zum Rohstoffgehalt geht es dabei um die richtige UrVSUXQJV XQG 3ÀHJHNHQQzeichnung, aber auch um die Herstellerkennzeichnung nach dem Geräteund Produktsicherheitsgesetz. Die Zunahme des Internet-Handels und der verstärkte Absatz im Ausland lassen neue Fragen entstehen. Außerdem werden in Brüssel Vorschläge zu einer Textilkennzeichnungsverordnung und zu einer Verordnung über die verSÀLFKWHQGH 8UVSUXQJVkennzeichnung importierter Waren diskutiert. Nationale Vorstöße anderer Mitgliedstaaten machen die Verwirrung komplett. Martin Auerbach, Geschäftsführer des Heimtextilien-Verbandes in Wuppertal, gab den Teilnehmern einen Überblick über die wichtigsten Regeln, die bei der gesetzlich vorgeschriebenen Rohstoffgehaltsangabe zu beachten sind. Die Vorgaben des Textilkennzeichnungsgesetzes sind dabei präzise einzuhalten. Zu GHQ KlX¿J DXIWDXFKHQden Fragen gehören die Zulässigkeit weiterer Angaben neben den Rohstoffbezeichnungen wie z. B. Markennamen, die Handhabung von Mischungs- und Fremdfasertoleranzen oder die Kennzeichnung zusammengesetzter Waren. Silvia Jungbauer, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin von

Gesamtmasche, referierte zu den Vorgaben des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes, zur Ursprungskennzeichnung „Made in...“ sowie zur 3ÀHJHNHQQ]HLFKQXQJ %HL vielen Firmen ist nicht bekannt, dass für den Endverbraucher bestimmte Textilwaren gemäß GPSG mit der postalischen Hersteller- oder Importeursadresse zu kennzeichnen sind – eine Internetadresse reicht nicht aus. Gedacht ist die Adressangabe für den Fall, dass eine risikobehaftete Ware zurückverfolgt und im Extremfall sogar vom Markt genommen werden kann. Beispiele im Textilund Bekleidungsbereich sind hierfür Kordeln an Kinderbekleidung, verschluckbare Kleinteile oder verbotene Azo-Farbstoffe. Die Brüsseler „Made in“-Debatte, aber auch das zunehmende Interesse vieler Verbraucher an der Herkunft der Waren führt dazu, dass sich viele Unternehmen intensiver als früher mit der Ursprungskennzeichnung auseinandersetzen. Eine besondere Herausforderung ist dabei, dass bereits innerhalb der EU je nach Mitgliedstaat unterschiedliche Kriterien zur Bestimmung des „Made in“ herangezogen

Silvia Jungbauer und Martin Auerbach erläuterten den Zuhörern die Tücken der Textilkennzeichnung.

werden. In Deutschland regelt das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb die richtige Kennzeichnung: Sie darf den Verbraucher nicht in die Irre führen. Dadurch kann es passieren, dass die wettbewerbsrechtlich korrekte Kennzeichnung vom außenwirtschaftsrechtlichen Ursprung der Ware abweicht. Genau wie das „Made in“ ist auch die 3ÀHJHNHQQ]HLFKQXQJ LQ Deutschland freiwillig. Allerdings gibt es immer wieder Unklarheiten zum ULFKWLJHQ (LQVDW] GHU 3ÀHgesymbole in Deutschland wie im Ausland. Der Umstand, dass einerseits eine ISO-Norm existiert, andererseits aber in einigen Ländern MarkenUHFKWH DQ GHQ 3ÀHJHV\Pbolen existieren, führt oft zu Verwirrung. Für deutsche Unternehmen, die Mitglied in einem Textil- und Bekleidungsverband sind, fallen durch eine Vereinbarung mit GINETEX jedoch keine Lizenzgebühren an. Abgerundet wurde das Seminarprogramm durch grundsätzliche Hinweise zur internationalen Kennzeichnung von Textilien. Neben Regelungen zur Ursprungs-, Pflege-, Rohstoff- und Größenkennzeichnung existieren häufig noch weitere Vorschriften, z. B. zu Adressangaben, zur Anbringungsart des Etiketts, oder auch zum betroffenen Warenkreis. Meist muss in der Landessprache gekennzeichnet werden. Für jedes Exportland sollte daher einzeln geprüft werden, RE HV YHUSÀLFKWHQGH RGHU freiwillige Kennzeichnungsregeln gibt und wie diese im Detail aussehen.

Silvia Jungbauer


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Zu guter Letzt

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Südwesttext

Zu Gast im TEZ von Groz-Beckert

Impressum © Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers.

Zitat

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie – Südwesttextil e.V. Kernerstraße 59 70182 Stuttgart Postfach 10 50 22 70044 Stuttgart Telefon: +49 711 21050-0 Telefax: +49 711 233718 Internet: www.suedwesttextil.de Präsident Armin Knauer Hauptgeschäftsführer Dr. Markus H. Ostrop Verantwortlich für Inhalt und Layout: Simone Diebold Gestaltung: www.die-wegmeister.com Druck: Gress-Druck GmbH, Fellbach Auflage: 900

Bildnachweis Von links nach rechts: RA Dr. Walter Brogsitter (Stellv. Hauptgeschäftsführer Gesamtmasche), Heinz Horn (Präsident Gesamtverband textil+mode), Dr. Jürgen Gneveckow (Oberbürgermeister Stadt Albstadt), Dr. Markus H. Ostrop (Hauptgeschäftsführer Südwesttextil), Dietmar Mey (Gesellschafter Mey), Dr. Thomas Lindner (Vorsitzender der Geschäftsführung Groz-Beckert), Florian Hofmann (Geschäftsführer Modellia Karl Hofmann), Joachim Hahn (Vorsitzender der Geschäftsführung Mey), Dr. Axel Nickel (Präsident Südwesttextil), Prof. Dr. HansJörg Bullinger (Präsident Fraunhofer-Gesellschaft), RA Dr. Dittmar Hagedorn (Graf Kanitz, Schüppen & Partner), Herbert und Barbara Götz (Geschäftsführung Götting Nachtwäsche), Günter Speidel (Geschäftsführer Speidel), Stephan Schulz (Schatzmeister Südwesttextil), Dr. Reinhard Bauer (Ehem. Präsident Textilverband), Wolfgang Streich (Geschäftsführender Gesellschafter Streich Bekleidungswerk), Walter Conzelmann (Geschäftsführer Viania Dessous), Ursula Hickl (Wirtschaftsministerium), Günther Leßnerkraus (Wirtschaftsministerium), Hans Digel (Vizepräsident Südwesttextil), Ottmar Ihling (Geschäftsführer Alfred Apelt), Igor Salomakhin (Leiter RETA-Büro Moskau), Dieter Zimmermann (Geschäftsführer Ernst Schöller Wäschefabriken), Donata Apelt-Ihling (Vizepräsidentin Südwesttextil), RA Martin Auerbach (Geschäftsführer Heimtex), Iris Schlomski (Chefredakteurin textile network) Weitere Impressionen unter www.suedwesttextil.de

„Wenn ich meinen Hund liebe, muss ich nicht auch seine Flöhe lieben.“ Heiner Geißler’s Rat zur politischen Gradlinigkeit in einer Koalition. Erteilt am 6. April vor Unternehmern der Ernährungsindustrie in Stuttgart.


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