SĂœDWESTTEXT Nr. 60
THEMEN
Zeitung fĂźr die Textil- und Bekleidungsindustrie
September 2012
Wunschdenken im Wolkenkuckucksheim IG Metall scheint Wirtschaftsentwicklung ausblenden zu wollen
Preise, Marktmacht, Konditionen Verband + Industrie, Seite 3
Relaunch von Go Textile! Bildung + Soziales, Seite 6
Tarifvertrag Aus-, Fort- und Weiterbildung Recht + Steuern, Seite 8
Ein Stoff schlägt Alarm Technik + Umwelt, Seite 11
Service Aktuelle Steuer-Nachrichten
Recht + Steuern, Seite 9
Zu grĂśĂ&#x;erem Realismus bei der Formulierung ihrer Tarifforderung hat SĂźdwesttextil jetzt die IG Metall aufgefordert. Nachdem bekannt wurde, dass in einzelnen Tarifbezirken der Gewerkschaft fĂźr die bevorstehende Entgeltrunde Forderungen von bis zu 5,5 Prozent aufgestellt wurden, warnt der Verband vor „WĂźnschen aus dem Wolkenkuckucksheim“. Es kĂśnne nicht sein, dass wir die Entgelte „vĂśllig losgelĂśst von der wirklichen Lage der Betriebe“ festlegen, sagte SĂźdwesttextilHauptgeschäftsfĂźhrer Dr. Markus H. Ostrop. „Denn die wird zunehmend kritischer.“ Nach positiven Wirtschaftsaussichten zum Jahresanfang habe die Branche
Die Gewerkschaft sollte ihre Lohnforderung der Realität anpassen.
inzwischen registrieren mßssen, dass die Umsätze – im Gegensatz zu den Kosten – nicht mehr steigen werden. Hinzu kämen alarmierende Rßckgänge
beim Export. Dieser ist im Vergleich zum Vorjahr auf minus 3,3 Prozent im ersten Halbjahr 2012 eingebrochen. Da 70 Prozent der deutschen Exporte
Fotos: Thomas Range - IG Metall
in die EU gehen, ist der RĂźckgang dort mit insgesamt minus 6 Prozent besonders gravierend. Fortsetzung Seite 2
Sichere Luftfracht kommt teuer Ab März droht ohne ZertiďŹ zierung der RĂśntgenzwang
Aktuell Am 24. Oktober veranstaltet der Gesamtverband textil+mode ab 17.00 Uhr in der Vertretung des Saarlandes beim Bund in Berlin einen Energiepolitischen Abend. Zu Gast ist Prof. Dr. Michael HĂźther vom Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in KĂśln, der alternative Finanzierungsmethoden zum Erneuerbare Energien Gesetz und zur EEGUmlage vorstellen wird.
Aus dem modernen Textil- und Mode-Business ist der Versand per Luftfracht nicht mehr wegzudenken. Doch bald droht Ungemach: Wer bis zum 25. März 2013 vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) bekannten Versender erhalten hat, kann keine als „sicher“ eingestufte Luftfracht mehr versenden. Dadurch fallen zusätzliche Kontrollen an, die zu erheblichen VerzĂśgerungen fĂźhren kĂśnnen. Selbst wenn sich Textilund Bekleidungswaren in der Regel ohne groĂ&#x;en technischen oder zeit-
lichen Aufwand prĂźfen lassen, rechnen Experten mit Staus aufgrund zu geringer RĂśntgenkapazitäten. Derzeit wird der grĂśĂ&#x;te Teil der Luftfrachtsendungen als „sicher“ akzeptiert, weil die versendenden Unternehmen eine Sicherheitserklärung beim Luftfrachtspediteur unterzeichnet haben. Dadurch kĂśnnen die Waren ohne weitere Kontrolle direkt ins Flugzeug geladen werden. Im März wird diese Regelung ungĂźltig. „Sichere“ Ware kĂśnnen dann nur noch bekannte Versender auf den Weg
www.suedwesttextil.de
bringen. Firmen ohne Zulassung mßssen mit langen Warteschlangen vor den RÜntgengeräten rechnen. Dennoch ist die befßrchtete Antragsflut beim LBA ausgeblieben. Einige Firmen haben womÜglich noch gar nicht erkannt, was vorgeht. Andere haben geprßft, welche einmaligen und laufenden Investitionen die Zulassung zum bekannten Versender erfordert. Neben baulichen Veränderungen und Anpassungen im logistischen Ablauf sind beispielsweise Personalschulungen erfor-
derlich. Doch ein Kostenvergleich ist schwierig, da die Kosten „unsicherer“ Sendungen noch nicht bekannt sind. Schätzungsweise zwei Drittel aller Waren werden den Spediteuren daher bald als „unsicher“ Ăźbergeben. So drohen nicht nur RĂśntgenkosten, sondern auch erhebliche Zeitverluste. Der technische, perso Kapazitätsausbau kommt noch teuer. Mit einer Verlängerung der Schonfrist ist laut LBA nicht zu rechnen. Silvia Jungbauer
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Verband + Industrie
September 2012
Fortsetzung von Seite 1
In KĂźrze
Wunschdenken im Wolkenkuckucksheim Die IG Metall beschlieĂ&#x;t derzeit in den einzelnen Bezirken ihre Forderungen, die in der diesjährigen Lohn- und
Gehaltsrunde erhoben werden sollen. Die EinzelbeschlĂźsse bilden die elle Erwartungshaltung,
Nachrichten nur fĂźr Mitglieder – Tarifblog und Umweltblog Die Tarifverhandlungen stehen ins Haus und SĂźdwesttextil hat, wie auch zu den Verhandlungen der letzten Jahre, den Tarifblog im Mitgliederbereich wieder ins Leben gerufen. Neben den Rundschreiben werden hier die Mitglieder Ăźber die neuesten Entwicklungen informiert und kĂśnnen ihre Kommentare dazu abgeben. Auch zum Thema Umwelt hat der Verband einen Blog ins Leben gerufen. Im Umweltblog werden in Zukunft wichtige Mitteilungen und Entwicklungen aus diesem Bereich stehen, wie z.B. das jĂźngste Rundschreiben an die Teilnehmer der Umweltaussprache Ăźber die Entwicklung der Reach-Kandidatenliste. Zu ďŹ nden sind die beiden Nachrichtenportale unter dem Bereich „Blog“ im geschlossenen Mitgliederbereich von SĂźdwesttextil. Mitglieder, die noch keine Zugangsdaten haben, kĂśnnen sich an Christine Schneider (schneider@suedwesttextil.de) wenden.
SĂźdwesttext
die vom Vorstand der IG Metall Anfang Oktober festlegt wird. Die Verhandlungen beginnen am 17. Oktober in Berlin. Zur Abrundung des sich rapide verdĂźsternden konjunkturellen Gesamtbildes verweist SĂźdwesttextil auch auf die auf ho Erzeugerpreise und die im zweiten Quartal 2012 sinkenden Einzelhandelsumsätze mit minus 3,2 Prozent. „Sämtliche Institute – auch das gewerkschaftsnahe IMK – haben folgerichtig ihre Prognosen fĂźr 2013 in den vergangenen Monaten zurĂźckgenommen und rechnen mit einer weiteren AbkĂźhlung“, so Ostrop. Der Verband erinnert daran, dass die Verdienste in der Textil- und Bekleidungsindustrie in
den letzten zwei Jahren deutlich Ăźber denen der Verbraucherpreise lagen. Mit ErhĂśhungen von plus 3,3 Prozent stiegen die Entgelte auch im Vergleich zu anderen Branchen Ăźberdurchschnittlich. AuĂ&#x;erdem liegen die Verdienststeigerungen weit Ăźber der Umsatzentwicklung im Textilbereich im gleichen Zeitraum von fast minus einem Prozent. „Soll die Textil- und Bekleidungsindustrie weiterhin nachhaltig in Deutschland wirtschaften kĂśnnen, ist es hĂśchste Zeit, die Tarifverdienste wieder mit RĂźcksicht auf die Umsatzentwicklung anzupassen und nicht
nauszuschieĂ&#x;en“, mahnt der SĂźdwesttextil-HauptgeschäftsfĂźhrer. Kai-Uwe GĂśtz
Tipptopp Tabs
Im Facebook-ProďŹ l von SĂźdwesttextil gibt es zwei neue Tabs: Ăœber den einen sind die Ausgaben unserer Verbandszeitung SĂźdwesttext hinterlegt und Ăźber den anderen die Filme von SĂźdwesttextil. Facebook Tabs sind beliebige Internetseiten, die man via FacebookAnwendung in die eigene Facebook-Seite integrieren kann. www.facebook.com/suedwesttextil gefällt mir!
Recht kurios – AmĂźsantes und Trauriges aus dem Rechtsalltag Justitia wird gemeinhin mit Augenbinde dargestellt – als Inbegriff der Unabhängigkeit von Ă„uĂ&#x;erlichkeiten. Was mag sie aber unter dem Tuch verbergen? Nachdenkliche Ernsthaftigkeit oder eher ein Augenzwinkern Ăźber die Protagonisten auf der Suche nach Recht und Gerechtigkeit? Ein leichtes Lächeln ist unserer Justitia jedenfalls nicht abzusprechen. Jobst-Hubertus Bauer – seit 37 Jahren als Arbeitsrechtsanwalt der juristischen Gemeinde sehr verbunden und als Referent auch den MitgliedsďŹ rmen von SĂźdwesttextil bekannt – ist sich sicher: Die Dame ist oft genug Ăźber beachtliche Fehlleistungen empĂśrt und Ăźber Lustiges oder Abstruses amĂźsiert bzw. betrĂźbt. Die Anlässe dazu, die Gesetzgebung, Wissenschaft, Anwaltschaft und natĂźrlich die Rechtsprechung liefern, hat er in einem lesenswerten Buch zusammengetragen und auf humorvolle Weise „aufbereitet“. So kommt der Gesetzgeber mit absurden bis hin zu makabren Regelungen einfachster Sachverhalte ebenso zu Wort, wie der allzu forsch auftretende Anwalt. Daneben blĂźhen hier unfreiwillig komische oder bewusst humorvolle StilblĂźten aus deutschen Amtsstuben und Gerichten auf. Jobst-Hubertus Bauer, Recht kurios, C.H. Beck, 29,80 EUR Foto: Š Aaron Amat - Fotolia.com
Am 13 September feierte Rainer Lopau von der Fachvereinigung Wirkerei, Strickerei Albstadt seinen 65. Geburtsatg. Der erfahrene Jurist be-
gleitet die Verbandsunternehmen schon seit vielen Jahren bei Fragen zum Arbeitsrecht und darßber hinaus. Zunächst begann der gebßrtige Hamburger seine Tätigkeit beim Verband der Baden-Wßrttembergischen Textilindustrie bevor er auf die Alb wechselte. Ans AufhÜren denkt der verheiratete Familienvater aber nicht: Er bleibt weiterhin fßr seine Mitglieder im Einsatz. Gänzlich unerwartet ist in der Nacht zum 31. August der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Kolb & Schßle AG, Rolf Kaiser, verstorben. Er leitete das ehemalige Textilunternehmen von 1989 bis 1997. Während dieser Zeit gehÜrte er auch dem Vorstand des Verbandes der baden-wßrttembergischen Textilindustrie an. Die 1760 in Kirchheim unter Teck gegrßndete Baumwoll-Spinnerei und Buntweberei mit eigener Färberei und Ausrßstung durchlebte eine wechselvolle Geschichte, bevor 1997 nach zahlreichen Firmenakquisitionen und – verkäufen die vollständige LÜsung aus dem Textilbereich erfolgte. Rolf Kaiser war bis zuletzt in eigener Unternehmensberatung mit dem Schwerpunkt Warenbeschaffung von Textil und Bekleidung tätig.
SĂźdwesttext
Verband + Industrie
September 2012
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Preise, Marktmacht, Konditonen Online-Vertrieb im Fokus des Kartellrechts-Workshops Kartellrecht – nur etwas fĂźr die GroĂ&#x;en? Weit gefehlt! Der textile Mittelstand ist in vielfältiger Weise von kartellrechtlichen Vorschriften betrof det ohne RĂźcksicht auf die UnternehmensgrĂśĂ&#x;e statt. Sowohl die Gefahr, selbst unter Kartellverdacht zu geraten, als auch das Risiko, von Kundenseite mit wettbewerbswidrigen Konditionen konfrontiert zu werden, sind ein immer wichtigeres Thema fĂźr die Branche. Wo Fallstricke lauern und wie man sich gegen kartellrechtswidriges Verhalten wehren kann, war Thema des Workshops „Preise, Marktmacht, Konditionen“, zu dem SĂźdwesttextil und Gesamtmasche am 13. September nach Stuttgart eingeladen hatten. Rechtsanwalt Dr. Fabian Badtke gab wertvolle Tipps fĂźr die Praxis zu den Grenzen des Erlaubten bei der Preisempfehlung, zu den zulässigen und unzulässigen Beschränkungen im OnlineVertrieb und dazu, was es bei Verhandlungen mit nachfragestarken Händlern zu beachten gilt. Die Bindung an Festund Mindestpreise ist verboten, genauso die AusĂźbung von Druck zur Einhaltung eines bestimmten Verkaufspreises. Lockerungen sind nur bei kurzzeitigen Werbeaktionen, neuen Produkten in der EinfĂźhrungsphase und zur Verhinderung von Free-Rider-Verhalten bei besonders beratungsintensiven Produkten mĂśglich. Doch was oft unbekannt ist: Auch Anreize wie Boni sind kein legales Mittel, und bei der erlaubten unverbindlichen Empfehlung kann die Wiederholung guter Ratschläge bereits als Druck interpretiert werden. Auch Aktions-
preisunterstßtzungen, die auf einen bestimmten Mindestaktionspreis abzielen, sind unzulässig. Kartellrechtswidrige Vereinbarungen sind zivilrechtlich unwirksam. Deshalb haben Hersteller
partner mĂźssen bei so genannten Wettbewerbsverboten vorsichtig sein: Auch bei geringem Marktanteil sind nur zeitlich befriste *+ % % ' tungen erlaubt. GroĂ&#x;er Diskussionsbe-
werben. Lieferanten kÜnnen den Internetvertrieb grundsätzlich nicht fßr sich selbst reservieren. Un %% % $ des Händlers, eine automatische Umleitung (rerouting) auf die Website
Interessante Gespräche: (v. o.) Dr. Fabian Badtke (Noerr LLP), Gabriele Werner (Lauffenmßhle), Dr. Markus H. Ostrop (Sßdwesttextil), Dr. Manfred Kroneberg (Fahnen Dommer), Gabriele Kolompar (Engel), Maren Schiemann (Erima)
keinen Anspruch auf Gegenleistung, wenn sie z. " #$ %' nus“ fĂźr die Einhaltung der Verkaufspreisvorgabe versprochen haben. Und selbst kleinere Vertrags-
darf offenbarte sich beim Thema Online-Vertrieb. Dem Händler muss es grundsätzlich gestattet sein, eine Website einzurichten und auf dieser Website fßr Produkte zu
des Herstellers oder anderer Händler einzurichten. Auch darf der Händler nicht in der Sprachwahl eingeschränkt werden, / 4 ; seine Website nur in deut-
scher Sprache zu betreiben. Kartellrechtswidrig ist auĂ&#x;erdem eine Vereinbarung, Internettransaktionen zu unterbrechen, sobald die Kreditkarte eine Adresse erkennen lässt, die nicht im Gebiet des Händlers liegt. Auch darf der Ăźber das Internet getätigte Teil der Gesamtverkäufe nicht begrenzt werden, und eine Ver' % < %; fĂźr Produkte, die er online weiterverkaufen will, einen hĂśheren Preis zu zahlen als fĂźr Produkte, / den sollen (Dual pricing), ist ebenfalls verboten. Erlaubt ist hingegen ein Verbot gezielter E-Mails in andere Vertragsge ; $ zum physischen Ladengeschäft, wodurch reine Internethändler mit deutlich geringeren Fixkosten % = >< Vertrieb ausgeschlossen werden kĂśnnen. Zulässig ist es zudem, den Händler ' ; bestimmten Mindestumsatz in seinem stationären Geschäft zu tätigen, ebenso eine Fixprämie fĂźr Händler zur UnterstĂźtzung der Verkäufe Ăźber das Ladenlokal. Auch Qualitätsanforderungen an die Internetpräsenz sind legal. Die steigende Zahl kartellbehĂśrdlicher Ermittlungsverfahren, die Verhängung drastischer BuĂ&#x;gelder bei KartellverstĂśĂ&#x;en und eine stark gewachsene Aufmerksamkeit in den Medien weisen auf die hohe Bedeutung dieses Rechtsgebietes hin. Nach dem Lebensmitteleinzelhandel geraten auch der Textileinzelhandel und seine Zulieferer verstärkt ins Visier der KartellbehĂśrden.
Silvia Jungbauer
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Verband + Industrie
September 2012
SĂźdwesttext
Etiketten ohne Ende Neue Auagen und alte Pichten machen richtige Kennzeichnung zur Wissenschaft Seit VerĂśffentlichung der neuen EU-Textilkennzeichnungsverordnung ist die Branche in Aufregung. Zwar bleiben die grundsätzlichen Regelungen, wie sie bereits seit Jahren im Rahmen des Textilkennzeichnungsgesetzes gĂźltig sind, bestehen. Dennoch ist Vorsicht angebracht. Harmlos erscheinende Veränderungen bei Ausnahmetatbeständen oder bei der Angabe geringfĂźgiger Faseranteile kĂśnnen im Einzelfall groĂ&#x;e Bedeutung haben. Vor allem die 4 ; % Bestandteile wie Leder, Pelz, Perlmutt oder Federn mit einem sperrigen Satz hinzuweisen, sorgt fĂźr Unruhe. DarĂźber hinaus zeigt die Diskussion um die neue Verordnung, dass auch einige der seit Jahren geltenden Regelungen nicht immer bekannt sind. Aufgrund der vielfältigen Anfragen rund um das Thema Kennzeichnung und Etikettierung luden SĂźdwesttextil und Gesamtmasche am 18. September zum Workshop „Etiketten ohne Ende“ nach Stuttgart ein. Im Vordergrund standen praktische Fragestellungen und
@ C der Umsetzung der EUVerordnung. Neben der Rohstoffangabe wurden dabei auch die Herstellerkennzeichnung gemäĂ&#x; Produktsicherheitsgesetz und die Ursprungsangabe „Made in“ diskutiert. Rechtsanwältin Gabriele Bernhardt beleuchtete die Rechtsfolgen bei VerstĂśĂ&#x;en gegen die Kennzeichnungsvorschriften. Neben mĂśglichen Ordnungswidrigkeiten und zivilrechtlichen Folgen ging sie vor allem darauf ein, wie sich Abmahnfallen vermeiden lassen. Abmahnungen haben mit der Zunahme des InternetVertriebs eine neue Quali-
tät erreicht. Online-Shops %% % $ % ein paar Klicks auf neuralgische Punkte ĂźberprĂźfen. Dazu gehĂśren neben der Textilkennzeichnung auch die Anforderungen, die mit der neuen „ButtonLĂśsung“ verbunden sind. So mĂźssen dem Käufer laut BGB-Ă„nderung wesentliche Informationen unmittelbar vor der Bestellung „klar und verständlich in hervorgehobener Weise“ zur VerfĂźgung gestellt werden. Neben dem Gesamtpreis und den Versandkosten gehĂśren dazu auch wesentliche Merkmale der Ware. Silvia Jungbauer
Die Referentinnen Silvia Jungbauer und Gabriele Bernhardt gaben den Teilnehmern wieder wertvolle Tipps fßr die tägliche Praxis.
Arbeitshilfen fĂźr die internationale Kennzeichnung Schurwolle auf Chinesisch, Taschenfutter auf Arabisch oder „links waschen“ auf Polnisch: Die DTB-Tabelle zu länderspeziďŹ schen Anforderungen bei der Kennzeichnung bietet die Antwort. Neben Materialbezeichnungen, Pegehinweisen und textilen Komponenten bietet das Kennzeichnungskompendium auch Ăœbersetzungen fĂźr Ursprungsangaben. Die Excel-Tabelle kann fĂźr 360 Euro zzgl. MwSt. beim Dialog Textil-Bekleidung bezogen werden – inklusive Updates. Mitglieder von SĂźdwesttextil und Gesamtmasche erhalten 50 Prozent Rabatt. Der Gesamtverband textil+mode hat eine Sammlung der Fasernamen aus Anhang I der EU-Textilkennzeichnungsverordnung in den verschiedenen Amtssprachen der Europäischen Union herausgegeben, auĂ&#x;erdem Ăœbersetzungen fĂźr den Hinweissatz „enthält nicht-textile Teile tierischen Ursprungs“. Die Listen kĂśnnen im Mitgliederbereich von www.suedwesttextil.de abgerufen werden. Der Originaltext der EU-Verordnung in allen EU-Amtssprachen kann im elektronischen EU-Amtsblatt unter http://bit.ly/QfQ2GS abgerufen werden.
Neue Serviceleistung von SĂźdwesttextil Rahmenvertrag mit Paketdienstleister Nach einer ersten Umfrage unter den Mitgliedern von SĂźdwesttextil Ăźber das Interesse an einem gemeinsamen Paketpool wurde deutlich, dass dies eine lohnende Serviceleistung fĂźr die Unternehmen sein kĂśnnte. Mehr als 50 Firmen hatten sich gemeldet und die HĂśhe ihres Paketaufkommens benannt. Auf Grundlage dieser Daten wurde dann mit den vier grĂśĂ&#x;ten Paket-
Gemeinsam sparen – der Paketpool von Sßdwesttextil. Foto: Š Minerva Studio - Fotolia.com
dienstleistern verhandelt. Abgeschlossen wurde ein Vertrag mit der GLS Germany, ein Tochterunternehmen der General Logistics Systems B.V., Amsterdam. Durch die Bßndelung des Paketvolumens konnte ein Preis fßr den innerdeutschen und europäischen Versand erzielt werden, der Mitgliedsunternehmen mit kleinen und mittleren Volumina deutliche Kostenvorteile
bietet. Die Vereinbarung und Konditionen gelten zunächst fßr 24 Monate. Bei Interesse an der Serviceleistung bitte mit Christine Schneider (schneider@suedwesttextil.de) Kontakt aufnehmen. Die genauen Konditionen stehen im Mitgliederbereich als Download zur Verfßgung.
Christine Schneider
Südwesttext
Verband + Industrie
September 2012
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Zollfreiheit für Pakistan Bei 64 der 75 Waren handelt es sich um Textil- und Bekleidungsprodukte Am 13. September hat das EU-Parlament die zollfreie Einfuhr von 75 Warenkategorien aus Pakistan genehmigt. Die Nullzölle gelten ab dem Tag der Veröffentlichung im EUAmtsblatt. Diese wird im Oktober erwartet. Bei 64 der 75 Waren handelt es sich um Textil- und Bekleidungsprodukte, darunter verschiedene Garne und Gewebe, Hosen, Anoraks, Unterkleidung und Heimtextilien. Auch bestimmte Lederhandschuhe, Schuhe sowie Rind- und Kalbsleder stehen auf der Liste. Allerdings wurde für 16 als „sensibel“ eingestufte textile Positionen ein Limit eingerichtet, bis zu dem die Einfuhr in die EU zollfrei ist. Wird die Obergrenze überschritten, greift wieder der übliche Zollsatz. Zu den Waren, für die zollfreie Jahreskon-
tingente gelten, gehören z. B. T-Shirts, Nachtwäsche, Babykleidung, Strumpfwaren aus Baumwolle
fand. Staaten wie Indien, Vietnam oder Bangladesch sahen sich durch das Vorhaben gegen-
Für 16 textile Positionen wurde ein Limit eingerichtet, bis zu dem die Einfuhr in die EU zollfrei ist. Foto: © dario - Fotolia.com
sowie Wäsche für Küche und Bad. Zwei Jahre hat es gedauert, bis der Vorschlag der EU-Kommission die Zustimmung der WTO und der EU-Abgeordneten
über dem Konkurrenten Pakistan benachteiligt. Entsprechend wurde die Liste der Erleichterungen gekürzt und viele Produkte mit einer Zollquote versehen. Außerdem hat das
EU-Parlament auf Klauseln zum Schutz vor Billigimporten gepocht und seine Zustimmung daran geknüpft, die Vergünstigungen bei Menschenrechtsverletzungen auszusetzen. Der europäische Dachverband EURATEX zeigt sich tief enttäuscht über die Zollvorteile. Der Handel sei als politisches Instrument missbraucht und die Interessen der europäischen Textil- und Bekleidungsindustrie missachtet worden. Textilwaren machen fast Dreiviertel der pakistanischen Exporte in die EU aus. Der Sektor steht für 8,5 Prozent des pakistanischen Bruttoinlandsprodukts und für 38 Prozent der Beschäftigung. Im den ersten sechs Monaten des Jahres lieferte Pakistan Textil- und Bekleidungswaren im Wert
von 373 Millionen Euro nach Deutschland – das entspricht immerhin 44 Prozent der indischen Lieferungen in die Bundesrepublik. Ab 2014 könnte für
Die Nullzölle werden für Oktober erwartet alle Waren aus Pakistan Zollfreiheit gelten. Dann tritt das reformierte Allgemeinen Präferenzsystems für Entwicklungsländer in Kraft. Erhält das Land ] % 4$]^; zudem einfachere Ursprungsregeln Anwendung. Meist reicht dann die Konfektion für den Präferenzursprung.
Silvia Jungbauer
Brasilien prüft Safeguards Bekleidungsindustrie des Landes verlangt umfassenden Außenschutz Die Textil- und Bekleidungsbranche Brasiliens klagt seit langem über sinkende Produktion und steigende Einfuhren. Ende August hat der Textilverband ABIT bei der brasilianischen Regierung eine SafeguardUntersuchung beantragt. Laut ABIT ist die Produktion der Branche im ersten Halbjahr 2012 um 13 Prozent eingebrochen, während die Importe im selben Zeitraum um 27 Prozent zulegten. ABIT fordert die Anwendung von Schutzklauseln für insgesamt 60 Produktkategorien, die 82 Prozent der Branchenimporte ausmachen. Die Liste reicht von T-Shirts, Unterwäsche, Hemden und Blusen über Bademoden, Kleider und Röcke bis zu
Anzügen, Hosen und Kinderkleidung. Hat die Petition Erfolg, könnten Bekleidungslieferungen nach Brasilien schon bald
sich der Unmut der brasilianischen Hersteller in erster Linie gegen die asiatische Billigkonkurrenz richtet. Laut ABIT-Präsident Aguinaldo Diniz Fil-
Die gesamte textile Kette Brasiliens vom Baumwollanbau bis zur Konfektion sieht sich bedroht. Foto: © thomaslerchphoto - Fotolia.com
Schutzzöllen oder Einfuhrquoten unterworfen sein. Woher die Ware stammt, spielt dabei keine Rolle, auch wenn
ho bedroht der „unfaire“ Handel die gesamte textile Kette Brasiliens vom Baumwollanbau bis zur Konfektion.
Wer Mode nach Brasilien exportiert, ist bereits heute mit einer wirkungsvollen Zollmauer von 35 Prozent konfrontiert – ganz zu schweigen von weiteren Gebühren und langwierigen Kontrollen. Die Folge: Markenware aus dem Ausland kostet im brasilianischen Einzelhandel oft doppelt so viel wie andernorts. Europä % 4 ' daher nur langsam vom Retail-Boom. Dem Textilund Bekleidungskonsum in Brasilien wird rasches Wachstum vorausgesagt. Im Vergleich zu 2011 soll der Verbrauch bis 2015 um 50 Prozent wachsen. Im vergangenen Jahr haben die Modehersteller des Landes knapp 59 Mrd. US-Dollar umgesetzt. Mit einer Exportquote von
weit unter 1 Prozent konzentrieren sie sich fast ausschließlich auf den Heimatmarkt und sind dort nach wie vor dominant: Der Bekleidungsimport belief sich 2011 gerade einmal auf 1,7 Mrd. US-Dollar. Ein Großteil der Einfuhren liegt im Billigsegment. Aktuell stammen ca. 9 Prozent der 6,4 Milliarden Bekleidungsteile, die pro Jahr über brasilianische Ladentische gehen, aus dem Ausland – meist aus China. Deutschland hat im Vorjahr Textil- und Bekleidungswaren im Wert von 47,5 Millionen Euro nach Brasilien exportiert, die Importe aus Brasilien beliefen sich auf 18,8 Millionen Euro. Silvia Jungbauer
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Bildung + Soziales
September 2012
s w e N
Südwesttext
Ausgabe 4 / August 2012
RELAUNCH DER PLATTFORM www.go-textile.de Ausbildung mit Zukunft Drei Jahre nach dem Start geht die erfolgreiche Nachwuchskampagne Go Textile! in die nächste Runde. Die Internetseite www.go-textile.de erhält ein moderneres Gesicht mit vielen neuen Funktionen und erweiterten Darstellungsmöglichkeiten.
Ausbau des audiovisuellen Inhalts der Seite. Darstellung der Kampagne auf einer eigenen Unterseite mit einem kurzen Film über die Leistungen und Platz für die Darstellung von Partnern der Kampagne.
Was ist neu? Möglichkeit einer genaueren, zielgruppenspezifischen Ansprache, d.h. bestimmte Seitenelemente werden dynamisch verändert, je nachdem woher der User auf die Seite kommt. Deutlich verbesserte Nutzerführung mit kontextbezogenen, seiteninternen Querverlinkungen. Allgemeine optische Anpassungen, die den sich ständig verändernden Nutzergewohnheiten Rechnung tragen, d.h. ansprechende und großzügige Ausgabe der Inhalte. Verstärkte Integration der sozialen Netzwerke (Facebook). Hier wird die Kampagne künftig weitere Schwerpunkte setzten.
Gefällt mir! Neben der dauerhaften Bewerbung freier Ausbildungsplätze in der Textil- und Bekleidungsindustrie auf Facebook hat Go Textile! in der letzten Augustwoche bei der Zielgruppe der 13- bis 17-Jährigen verschiedene Anzeigen für die textilen Ausbildungsberufe getestet. Dabei wurden an den einzelnen Tagen jeweils unterschiedliche Budgets angesetzt.
Fazit: Mittels Werbung auf Facebook werden die gewünschten Klicks auf die Ausbildungsberufe tatsächlich erzielt, d. h. die Jugendlichen de facto erreicht. Darüber hinaus zeigt die Auswertung der Klickzahlen – mehr monetärer Einsatz bringt auch mehr Klicks und somit mehr Aufmerksamkeit und Besucher.
www.go-textile.de 6.000 4523 3.000 Zugriffe auf www.go-textile.de in den Monaten Juni, Juli und August im Vergleich der Jahre 2010, 2011 und 2012.
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Bildung + Soziales
Südwesttext
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Das Master-Projekt Mitarbeiterbindung durch Weiterbildung Generation Y ist gefragt. Und anspruchsvoll. Das ist mittlerweile so ziemlich jedem klar, der sich auch nur ansatzweise mit dem Thema Personal- beziehungsweise Nachwuchskräftegewinnung beschäftigt hat. Und so überbieten sich Unternehmen mit Förderprogrammen, Weiterbildungsangeboten und Maßnahmen für eine bessere Work-Life-Balance. Schon lange reicht es nicht mehr, die jungen Potenzialträger rein monetär zu binden. Glaubt man diversen Studien so ist es für die Mehrzahl wichtig,
dass im Unternehmen Aufstiegsmöglichkeiten
fristig geplant werden. So bietet die School
Den jungen Nachwuchskräften sind Aufstiegsmöglichkeiten oft wichtiger als Geld. Foto: © Matthias Enter - Fotolia.com
geboten und gemeinsam mit einzelnen Mitarbeitern Karriereschritte lang-
of International Business and Entrepreneurship (SIBE) der Steinbeis-
Hochschule zweijährige, berufsintegrierte (duale) Management-MasterProgramme an. Hinter der auf den ersten Blick etwas sperrigen Bezeichnung verbirgt sich ein Erfolgsmodell, das so schon seit dem Ende der 90er Jahre praktiziert wird. Hierbei arbeiten Absolventen aller (auch wirtschaftsfremder) Fachrichtungen zwei Jahre lang in einem Unternehmen und absolvieren parallel dazu ein Management-Studium an der SIBE. Hierbei erhalten sie durch die Seminare ergänzendes Management-
Wissen und werden somit – unabhängig vom Erststudium – auf eine zukünftige Führungsposition vorbereitet. Nebenbei arbeiten sie Vollzeit im Unternehmen und transferieren das Gelernte so direkt in die tägliche Arbeit. Nach zwei Jahren schließen die Teilnehmer mit einem staatlich anerkannten und akkreditierten Master-Abschluss ab. Mehr Informationen
% /// steinbeis-sibe.de. Christine Schneider
Stellengesuche „Urban Angel“, so lautet die Masterarbeit der diplomierten Modedesignerin der HTW Berlin. Dabei entwarf die gebürtige Südkoreanerin City-Mode als Symbiose von Casual und Eleganz. Nach beruflichen Erfahrungen, Studium, zahlreichen Ausstellungen und Preisen sucht die 44-Jährige neue Herausforderungen. Eine staatlich geprüfte Modedesignerin und Maßschneiderin mit Fachabitur sucht nach erfolgreich absolvierten Praktika in einem Wäscheunternehmen und einer Weberei einen weiteren Praktikumsplatz (bevorzugt ein Bekleidungsunternehmen), um die textile Kette in der Praxis kennenzulernen. Bei Interesse erfolgt die Kontaktaufnahme über Südwesttextil (Christine Schneider, Telefon +49 711 21050-25).
Textilien in allen Bereichen des Lebens Mit dem Relaunch der Go Textile!-Seite ist auch ein neuer Film mit Einblick und Ansichten der Textilen Welten erstellt worden. Zu sehen ist er unter www.go-textil.de/branche oder www.youtube.com/GoTextile.
Seminare Bildungswerk Seminarangebot der Akademie für Personal- und Organisationsentwicklung im Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft in Kooperation mit Südwesttextil BWL für Nicht-Kaufleute Termin: 15. und 16. Oktober 2012 Ort: Haus Bleibach Workshops leiten und moderieren Termin: 22. und 23. Oktober 2012 Ort: Haus Reutlingen Servicepotenzial entdecken und nutzen Termin: 24. Oktober 2012 Ort: Haus Steinheim Weitere Informationen unter www.biwe-akademie.de
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Recht + Steuern
September 2012
SĂźdwesttext
Tarifvertrag Aus-, Fort- und Weiterbildung FĂśrderungen bestmĂśglich ausnutzen Seit 1997 wird die Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Textil- und Bekleidungsindustrie auch gefĂśrdert. Die tarifgebundenen Arbeitgeber haben % ' ; ` fĂźr jeden Vollzeitarbeitnehmer und Auszubildenden, dem im Kalenderjahr ein Urlaubsgeld gewährt wird und der am 30. Juni des jeweiligen Jahres dem Betrieb angehĂśrt, einen Bildungsbeitrag in HĂśhe von 12,50 Euro abzufĂźhren. Die sich daraus ergebende Bildungsbeitragsgesamtsumme aller tarifgebundenen Firmen steht zur Hälfte fĂźr BildungsmaĂ&#x;nahme der Arbeitgeber und zur anderen Hälfte fĂźr BildungsmaĂ&#x;nahmen der Arbeitnehmerseite offen. Die FĂśrderung erfolgt dabei nach konkreten Richtlinien. So kĂśnnen regelmäĂ&#x;ig bis zu 3 Prozent der Arbeitnehmer des Betriebes fĂźr jeweils bis zu fĂźnf Tage pro Kalenderjahr mit bis zu 175 Euro pro Tag fĂźr Schulungskosten (einschlieĂ&#x;lich Ko-
Anträge richtig sortieren und vollständig einreichen % { ' notwendige auswärtige Unterbringung) sowie bis zu 75 Euro pro Tag fĂźr Fahrtkosten gefĂśrdert werden. FĂźr jede arbeitgeberseitige MaĂ&#x;nahme ist ein FĂśrderantrag auszufĂźllen und an den jeweiligen Landesverband zu senden. Im Antrag muss der Kursinhalt und der teilnehmende Arbeitnehmer angegeben werden. Leitende Angestellte und gesetzliche Vertreter juristischer Personen
werden nicht gefĂśrdert. Rechnungen, Reisekostenabrechnungen und Teilnahmebescheini-
zeitlichen Umfang von fßnf Tagen pro Mitarbeiter beinhalten. Bei einem fßnftägigen Seminar eines
bis zu 3 750 Euro mĂśglich. Bei einer eintägigen MaĂ&#x;nahme fĂźr beispielsweise zehn Arbeitnehmer
TagesfĂśrderung von 175 Euro eine achtstĂźndige MaĂ&#x;nahme zugrunde gelegt. Bei kĂźrzeren BildungsmaĂ&#x;nahmen pro Tag wird entsprechend „gequotelt“. Dies bedeutet, dass fĂźr eine (halbtägige) Vormittagsveranstaltung auch nur 87,50 Euro erstattet werden. Diese Kriterien sollten beachtet werden, um eine hĂśchstmĂśgliche FĂśrde | zu erhalten.
Mit GanztagesmaĂ&#x;nahmen FĂśrderung ausschĂśpfen
Grundsätzlich gilt, dass jeder tarifgebundene Betrieb unabhängig von der 3-Prozent-Regelung mindestens einen Arbeitnehmer gefÜrdert bekommt. Foto: Š Picture-Factory - Fotolia.com
gungen sind beizufßgen. Nach Vorprßfung des jeweiligen Landesverbandes werden die Anträge an den Verein fßr Aus-, Fort- und Weiterbildung Aschaffenburg weitergeleitet. Der Verein in Aschaffenburg arbeitet die FÜrderanträge wie eingereicht von oben nach unten ab. Die Firmen mßssen deshalb darauf achten, zuerst immer die FÜrderanträge mitzuteilen, fßr
FĂśrderung mindestens eines Arbeitnehmers die nach den Richtlinien auch die hĂśchstmĂśgliche FĂśrderung in Betracht kommt. Dabei handelt es sich zumeist um die FĂśrderanträge, die auch MaĂ&#x;nahmen in einem
Mitarbeiters kommt ein FĂśrderbetrag von 1 250 Euro (5 Tage x 250 Euro) in Betracht. MaĂ&#x;nahmen, die mehrere Mitarbeiter betreffen, aber nur eintägig abgehalten werden, sollten am Ende der eingereichten Anträge einsortiert werden. Bei diesen Anträgen ist nur eine FĂśrderung von hĂśchstens 250 Euro fĂźr jeden Mitarbeiter mĂśglich. Da insgesamt nur drei Prozent der Mitarbeiter des Betriebes gefĂśrdert werden kĂśnnen, ist gleichzeitig das Kontingent der fĂśrderfähigen Arbeitnehmer schnell erschĂśpft. Ein Betrieb mit 100 Mitarbeitern kann beispielsweise FĂśrdermaĂ&#x;nahmen von drei verschiedenen Arbeitnehmern gefĂśrdert bekommen. Bei jeweils fĂźnftägigen FortbildungsmaĂ&#x;nahmen ist deshalb rechnerisch eine FĂśrdermĂśglichkeit von
kÜnnen nur drei dieser zehn Arbeitnehmer mit hÜchstens je 250 Euro gefÜrdert werden. Die FÜrdersumme beträgt dann maximal 750 Euro.
EinzelmaĂ&#x;nahmen werden besser gefĂśrdert Grundsätzlich gilt, dass jeder tarifgebundene Betrieb unabhängig von der 3-Prozent-Regelung mindestens einen Arbeitnehmer gefĂśrdert bekommt. FĂźr die FĂśrderung jedes weiteren Mitarbeiters gelten bei der 3-Prozent-Regelung grundsätzlich die Regeln der mathematischen Rundung, d.h.: Erst bei einem Betrieb mit 50 oder mehr Beschäftigten wird ein weiterer Arbeitnehmer gefĂśrdert. Ferner ist der
Im Landesvergleich liegt Baden-WĂźrttemberg bei der AusschĂśpfung des Gesamtbildungsbeitrags mit an der Spitze. Da die Auszahlung der FĂśrdermittel unter dem Vorbehalt ausreichender Bildungsmittel steht, muss im SĂźdwesten aufgrund der zahlreichen BildungsmaĂ&#x;nahmen und eingereichter FĂśrderanträge regelmäĂ&#x;ig eine Quotelung vorgenommen werden. Im Jahr 2011 betrug die KĂźrzung auf Arbeitgeberseite erstmals sogar fast 30 Prozent bei allen Auszahlungen, um in jedem Fall eine FĂśrderung mit den zur VerfĂźgung stehenden Mitteln vornehmen zu kĂśnnen. Trotz dieser KĂźrzung gelang es immer noch sechs Firmen, durch entsprechend auf die Richtlinie abgestimmte BildungsmaĂ&#x;nahmen eine leicht hĂśhere FĂśrderung zu erreichen, als sie im Rahmen des Bildungsbeitrags abfĂźhren mussten.
Kai-Uwe GĂśtz
Recht + Steuern
SĂźdwesttext
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Wahl der Jugend- und Auszubildendenvertretung Nicht alle Betriebe sind betroffen In diesem Jahr stehen zwischen dem 1. Oktober und dem 30. November wieder die regelmäĂ&#x;igen Wahlen der Jugend- und Auszubildendenvertretung an. Nicht alle Betriebe sind von diesen Wahlen betroffen, denn sie sind nur unter bestimmten Voraussetzungen erforderlich: Eine Jugend- und Auszubildendenvertretung ist nur in Betrieben zu wählen, in denen ein Betriebsrat besteht und sich mindestens fĂźnf Beschäftigte in einem Ausbildungsverhältnis be % }~ %jahr nicht vollendet oder als Arbeitnehmer das 18. Lebensjahr nicht beendet haben. Sind diese Bedingungen erfĂźllt, dann ist die Wahl allerdings zwingend. Einzuleiten ist sie vom Betriebsrat. Die% % % ' ; acht Wochen vor dem Ende der Amtszeit des bisherigen Mandatsträgers einen Wahlvorstand zu bestellen. Dieser hat dann entsprechend der
Vorschriften der Wahlordnung die Wahl einzu 4 % Betrieben mit weniger als
fehleranfällig ist und in diesen Fällen durch den Arbeitgeber angefochten werden kann. Diese
gungsschutz fĂźr die an der Wahl beteiligten Mitarbeiter. Den Mitgliedern des Wahlvorstandes kann von dem Zeitpunkt ihrer Bestellung bis zu sechs
Die Wahl ist vom Betriebsrat einzuleiten
Durch die Einleitung und Durchfßhrung der Wahl entsteht ein besonderer Kßndigungsschutz fßr die an der Wahl beteiligten Mitarbeiter. Foto:Š Picture-Factory - Fotolia.com
50 Wahlberechtigten fĂźr die Jugend- und Auszubildendenvertretung ein vereinfachtes Wahlverfahren mit abgekĂźrzten Fristen statt. Zwar ist die konkrete DurchfĂźhrung nicht die Angelegenheit des Arbeitgebers. Jedoch ist bedeutsam, dass die Wahl
Wahlanfechtung kann allerdings nur innerhalb von zwei Wochen nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses erfolgen und fĂźhrt im Falle des Obsiegens zu einer Wahlwiederholung. Wenn berĂźcksichtigt wird, dass die Kosten der Wahl von dem Arbeitgeber zu tragen sind, dann muss
Zu Gast bei Freunden von Sßdwesttextil. Auf der Tagesordnung standen Themen wie Urlaub im ruhenden Arbeitsverhältnis, Arbeitszeitabkommen, der Datenschutz und die gängigen Abmahnprak-
Arbeitsrecht-Erfahrungsaustausch in groĂ&#x;er Verbandsrunde.
tragung dßrfte es auch in vielen Fällen sinnvoll sein, den Wahlvorstand bei der Wahldurchfßhrung zu unterstßtzen, um Wahlanfechtungen durch Wahlberechtigte zu vermeiden. Durch die Einleitung und Durchfßhrung der Wahl entsteht weiterhin ein besonderer Kßndi-
Monaten nach der Bekanntgabe des Wahlergebnisses nicht ordentlich gekĂźndigt werden. Auch den Wahlbewerbern steht dieser besondere KĂźndigungsschutz zu, sobald der Wahlvorstand bestellt und fĂźr den Bewerber ein gĂźltiger Vorschlag vorliegt. Wenn diese Wahlverfahren und der nachwirkende KĂźndigungsschutz Ăźberstanden sind, erwarten die Betriebe dann zumindest ein Jahr Ruhe, bis 2014 die nächsten regelmäĂ&#x;igen Betriebsratswahlen stattfinden werden. Nathan Binkowski
Aktuelle Steuer-Nachrichten
Arbeitskreis Arbeitsrecht von t+m in Stuttgart Mitte des Monat trafen sich die Arbeitsrechtler aus den einzelnen Landesverbänden und dem Gesamtverband textil+mode zu ihrem turnusmäĂ&#x;igen Austausch in den Räumen
eine Wahlanfechtung stets sorgsam im Vorfeld geprĂźft werden. Aufgrund % $ % -
tiken. Das eintägige Treffen unter der Leitung von Susanne Wicht, t+m, ist ein wichtiger Erfahrungsaustausch und stärkt das Verbandsnetzwerk. Kai-Uwe GÜtz
Der Gesetzentwurf zur weiteren Entlastungen fĂźr Kleinstkapitalgesellschaften bei der Rechnungslegung ist auf den Weg gebracht und wird in der Septemberausgabe der aktuellen Steuernachrichten ausfĂźhrlich dargestellt. Mit den Neuregelungen werden die Optionen, die die im April in Kraft getretene Micro-Richtlinie gewährt, weitestgehend ausgenutzt. Zweck der Regelung ist, dass den Kleinstkapitalgesellschaften die auf EU-Ebene vereinbarten Erleichterungen mĂśglichst schnell zu Gute kommen. Die erst vor kurzem in Kraft getretene Richtlinie gewährt den Mitgliedstaaten die MĂśglichkeit, fĂźr Kleinstunternehmen Bilanzierungs- und Offenlegungserleichterungen zu schaffen. Der Umfang der Daten, die in den Jahresabschluss aufgenommen werden mĂźssen, wird erheblich reduziert. Zudem muss der Jahresabschluss nicht mehr im Bundesanzeiger verĂśffentlicht, sondern nur hinterlegt und dann auf Anfrage Dritter zur VerfĂźgung gestellt werden. Die Neuregelung soll fĂźr alle Geschäftsjahre gelten, deren Abschlussstichtag nach dem 30.12.2012 liegt. Die aktuelle Ausgabe ďŹ ndet sich im geschlossenen Mitgliederbereich der Internetseite von SĂźdwesttextil und kann dort als pdf-Datei heruntergeladen werden.
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Technik + Umwelt
SĂźdwesttext
Termine Cluster-Atlas 2012
cluster-dialog BADEN-WĂœRTTEMBERG
Der aktualisierte Cluster-Atlas 2012 bietet als Wegweiser durch die baden-wĂźrttembergische Cluster-Landschaft Unternehmen, die sich fĂźr die Kooperation in einer Clusterinitiative oder einem Netzwerk interessieren, einen Ăœberblick Ăźber regionale, Ăźberregionale und grenzĂźberschreitende VernetzungsmĂśglichkeiten. Der Atlas informiert auch Ăźber die clusterrelevanten Forschungs-, Entwicklungs- und Transfereinrichtungen in den Regionen Baden-WĂźrttembergs. Ergänzt wird der Cluster-Atlas durch die elektronische Cluster-Datenbank. Die Datenbank ermĂśglicht eine gezielte regionale, branchenspeziďŹ sche und thematische Abfrage, bietet Zusatzinformationen und wird monatlich aktualisiert. Die englischsprachige Version des Clusteratlas erscheint in Bälde.
Regionaler
Cluster-Atlas Baden-WĂźrttemberg 2012
Ăœberblick Ăźber clusterbezogene Netzwerke und Initiativen
Weitere Informationen unter http://www.baden-wuerttemberg.de/ de/meldungen/288779.html?referer=88736
Hinweis
Textilien in Bau und Architektur Aktuelle Entwicklungen und zukĂźnftige Trends in den Feldern Membranbau, textile Verstärkungsstrukturen und Funktionsintegration präsentiert das 2. Kooperationsforum „Textilien in Bau und Architektur“ am 16. Oktober in WĂźrzburg. Mit dabei sind u. a. das innovative ArchitekturbĂźro Zaha Hadid, das renommierte Membranbauunternehmen Hightex, der Carbonfaserhersteller SGL, der Membranproduzent Sefar und die Textilmaschinenfirma LIBA sowie aus der Wissenschaft das ILEK der Universität Stuttgart, die FraunhoferAllianz BAU und das ZAE Bayern. Weberei-Kolloquium Am 18. und 19. Oktober veranstaltet das ITV Denkendorf unter dem Motto „Voraussetzungen fĂźr gewebte Innovationen“ sein 12. Weberei-Kolloquium. Namhafte Referenten informieren Ăźber neueste Trends und Entwicklungen. Programm und Anmeldung unter www. itv-denkendorf.de/weberei.
Einladung Der FĂśrderverein der Gatex und der Verein Deutscher Textilveredlungsfachleute VDTF Regionalgruppe SĂźdbaden laden
am Donnerstag, den 25. Oktober 2012 um 19.00 Uhr zur Vortragsveranstaltung in die Gatex Bad Säckingen ein.
Programm: 1. „Heart of the Shirt“ – Was wird von einer hochwertigen Hemdeneinlage erwartet? Dr. Gerhart Wendler, geschäftsfĂźhrender Gesellschafter, Sylvia Palikowski, Head of Quality, Wendler Einlagen GmbH & Co. KG 2. WeiĂ&#x; ist nicht gleich weiĂ&#x; – Die Magie der optischen Aufheller Philippe Caneva, CC Textile Chemicals, PM Pretreatment EMEA, Richard SchĂźtte, CC Textile Chemicals, PM Optical Brightener & Sizing EMEA, Clariant International LTD Anmeldung: www.suedwesttextil.de/veranstaltungen
tbdc 4 ‚ ITV Denkendorf der zweite Workshop der „textile biomaterials design challenge“ (tbdc) statt. Programm und weitere Infos unter www.bio-pro.de. Infotag in der Modeschule Offene Arbeitsräume und Werkstätten, Fashion- und Designprodukte, Infos zu den Studieninhalten des Produktentwicklers Mode, das sind wie jedes Jahr die Themen, wenn die Staatliche Modeschule Stuttgart am 29. November ihre Tore Ăśffnet. Weitere Infos unter www.modeschulestuttgart.de
Technik + Umwelt
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Ein Stoff schlägt Alarm Forscher haben eine neue Art des Diebstahlschutzes entwickelt – aus Textil Diesen Stoff werden Diebe nicht mĂśgen: Er sieht unscheinbar aus, doch er hat es in sich. Feine Leiterbahnen durchziehen ihn. Sie fĂźhren zu einem Mikrocontroller, an den sie melden, wenn ein Eindringling das Textil durchtrennt. Der Controller lĂśst dann den Alarm aus. So lassen sich Gebäude, Tresore oder Lastkraftwagen vor dreisten Dieben schĂźtzen. Besonders bei LKWs werden zunehmend nachts auf Raststätten, wenn die Fahrer schlafen, Planen der Anhänger aufgeschlitzt, um die Ladung zu stehlen. Wäre nun das Alarmtextil verbaut, wĂźrde es sofort den Fahrer in seiner Schlafkabine warnen. Forscher am Berliner Fraunhofer-Institut fĂźr Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM haben den schlauen Stoff zusammen mit der Technischen Universität Berlin sowie der Ettlin Spinnerei und Weberei Produktions GmbH entwickelt. Das SĂźdwesttextilmitglied fertigt unter anderem technische Textilen und hat die Innovation nun zum Patent angemeldet. Projektleiter Erik Simon vom IZM sieht eine Reihe von AnwendungsmĂśglichkeiten, vor allem, wenn es darum geht, groĂ&#x;e Flächen zu sichern. „Damit lieĂ&#x;e
Wenn ein Eindringling das Textil durchtrennt, lĂśst der Controller den Alarm aus. Foto: Fraunhofer-Gesellschaft
sich eine neue Art des unsichtbaren Gebäudeschutzes verwirklichen“, sagt Simon. MĂśglich wäre zum Beispiel, das Textil als zweite Lage zusätzlich zu der Unterspannbahn eines ziegelgedeckten Hauses einzuziehen. FĂźr Museen mit wertvoller Sammlung, Juweliere oder auch Banken wäre das eine gute LĂśsung. Alternativ lieĂ&#x;e sich der Stoff auch in Beton- und Leichtbauwände integrieren, etwa um Banktresore abzusichern. Denkbar ist auch, Bodenbeläge damit zu versehen. Drucksensoren kĂśnnten dann melden, ob unerwĂźnschte Personen einen Raum betreten. „Die durch das / -
trischen StrĂśme sind so schwach, dass sie weder fĂźr Mensch noch Tier eine Gefahr darstellen“, versichert Simon. Das Besondere der LĂśsung ist, dass sie nicht nur Eindringlinge meldet, sondern genau informiert, wo mit Gewalt eingedrungen wird. Denn das Textil ist mit einer feinen Gitterstruktur eines leitfähigen Garns durchzogen, so dass zentimetergenau bestimmt werden kann, wo sie durchtrennt worden ist. DafĂźr ist bei handelsĂźblichen LĂśsungen ein aufwändiges System von Lichtwellenleitern nĂśtig, was die Kosten treibt. Der Stoff ist aber noch aus anderen GrĂźnden gĂźnstig zu realisieren:
Verwendet werden durchweg Standardmaterialien und -komponenten wie silberbeschichtete leitfähige Garne und ein einfaches, aber robustes Auswertesystem. Weiterer Vorteil: „Das leitfähige Garn lässt sich im normalen Textilherstellungsprozess in das Trägermaterial aus Polyester einarbeiten“, erklärt der Projektleiter. Es entstehen frei konfektionierbare Bahnen, die ab einem Quadratmeter in beliebiger GrĂśĂ&#x;e angepasst werden kĂśnnen. Die leitende Gitterstruktur und das Modul zur Informationsverarbeitung, Ăźber das beim Sicherheitsdienst Alarm ausgelĂśst wird, werden
AFBW Mitgliederversammlung Am 11. Oktober ďŹ ndet unter dem Motto „Potenziale der Textiltechnik“ die zweite Mitgliederversammlung der Allianz Faserbasierte Werkstoffe (AFBW) statt. Gastgeber der Veranstaltung ist das Mitgliedsunternehmen von SĂźdwesttextil PD Interglas in Erbach. Neben einer Besichtigung des Unternehmens bekommen die Teilnehmer einen Einblick in die Potenziale der Textiltechnik aus den Bereichen Membrane, Faserverbund, Flechttechnik sowie Multiaxialgelege. Unternehmensvertreter zeigen die Chancen von Textilien und ihre Anwendungsfelder sowie die zunehmende Bedeutung der Vielfältigkeit von Fasern dabei. Weitere Infos unter www.afbw.eu.
bei niederen Temperaturen mit FĂźgetechniken aus der Mikroelektronik, wie dem Kleben unter Druck und schonenden LĂśtverfahren eingebracht. „In diesem Anwendungsgebiet ist die Methode neu“, sagt Simon, der den Prozess als einfach und zuverlässig beschreibt. Das macht eben auch den Charme der LĂśsung aus – mit vorhandenen Materialien und FĂźgetechniken entsteht ein vĂśllig neues Produkt, dessen Nutzen sich auf den ersten Blick erschlieĂ&#x;t. Nun stellt sich die Frage, wie zuverlässig und haltbar der Stoff ist, gerade was die Kontaktstellen anbelangt. Dazu musste sich die textile Alarmanlage am IZM bereits einer harten PrĂźfung unterziehen: in der Waschmaschine wurde sie bei 40 Grad Celsius durchgewalkt, fĂźr 1 000 Stunden bei 85 Prozent Luftfeuchtigkeit und 85 Grad Celsius beansprucht. AnschlieĂ&#x;end wurde sie in den Ofen gelegt, um den Stoff 1 000 Temperaturwechseln zwischen minus 40 Grad Celsius und plus 85 Grad Celsius auszusetzen. Eine Tortur, die das Alarmtextil souverän meisterte. Simon: „Es sind keinerlei Ausfälle aufgetreten.“
Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft
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Zu guter Letzt
SĂźdwesttext
Zu Gast im Fabric Club Erster Textil- und Modedialog der Verbände anlässlich der Stoffmesse MĂźnchen Ăœber 120 Teilnehmer aus der Branche strĂśmten am Abend des 4. September zum Textil- und Modedialog in den Fabric Club des MĂźnchner M,O,C. Bereits zum zweiten Mal fand anlässlich der Munich Fabric Start die Netzwerkveranstaltung statt, zu der die Partner VTB (Verband Bayern), Dialog Textil-Bekleidung, Gesamtmasche und SĂźdwesttextil eingeladen hatten. Getreu dem Motto von Henry Ford „Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ist ein Erfolg“ wurden Kontakte ' ' Der Impulsvortrag von Luca Strehle (Strenesse)
zum Geschäftsmodell Familienunternehmen und der anschlieĂ&#x;ende von Petra Gottwald moderierte Dialog mit dem Publikum regten zum Austausch an
spräche. Kreatives ProgrammHighlight war die Modenschau mit Modellen der Deutschen Meisterschule fĂźr Mode, MĂźnchen. Die Munich Fabric Start bringt Vertreter der gesamten textilen Kette zusammen und bietet den idealen Rahmen fĂźr den Textilund Modedialog. Er soll zu einer festen GrĂśĂ&#x;e im Veranstaltungskalender der Modemetropole MĂźnchen werden. Silvia Jungbauer
Zahlreiche Gäste kamen in den Fabric Club des M,O,C, hĂśrten die Rede von Strenesse-Chef Luca Strehle (o. l.) und folgten der Moderation von Petra Gottwald (o. r.). Diskussion und Austausch in entspannter Atmosphäre: (v. l. n. r.) Michael Vollmer (Amann Nähgarne), Jan Hilger (Escada), Anna NieĂ&#x;, Klaus-Peter Werminghaus (DTB), Silvia Jungbauer (Gesamtmasche), Christian Dierig (Dierig), Heinz Horn (Gesamtmasche), Dr. Markus H. Ostrop (SĂźdwesttextil), Klaus Lindner (VTB), Wolfgang Klinder (munich fabiric start). Zu bewundern waren auch die Kreationen der Deutschen Meisterschule fĂźr Mode. Fotos: VTB/Ducke Impressum Š Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers. Verband der SĂźdwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie – SĂźdwesttextil e.V. KernerstraĂ&#x;e 59 70182 Stuttgart Postfach 10 50 22 70044 Stuttgart Telefon: +49 711 21050-0 Telefax: +49 711 233718 Internet: www.suedwesttextil.de Präsident Georg Saint-Denis HauptgeschäftsfĂźhrer Dr. Markus H. Ostrop Verantwortlich fĂźr Inhalt und Layout: Simone Diebold Gestaltung: www.die-wegmeister.com Druck: Gress-Druck GmbH, Fellbach Auage: 900
Zitat „Meinungsfreiheit bedeutet auch das Recht, seine Meinung fĂźr sich behalten zu dĂźrfen.“ Manfred Rommel (*1928), dt. Politiker (CDU), 1974-96 OberbĂźrgermeister Stuttgart, 1995-99 Koordinator f.d. dt.frz. Zusammenarbeit.