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Suedwesttext Mai 2013

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SÜDWESTTEXT Zeitung für die Textil- und Bekleidungsindustrie HERAUSGEGEBEN VON SÜDWESTTEXTIL

WWW.SUEDWESTTEXTIL.DE

MAI 2013 | NR. 68

Themen Verband + Industrie

Sicher entscheiden Seite 3 Bildung + Soziales

Go Textile!-Finale – 3:1 für Crailsheim

Jahresversammlung

Seite 6

Die Textilindustrie trifft sich

Recht + Steuern

Seite 3 bis 5

Probezeit ohne Probezeit Seite 8

Aktuelle Steuer-Nachrichten

Vielfalt verboten

Seite 9

EU-Kommission plant Einheitslabel für grüne Produkte

Foto: © JiSIGN – Fotolia.com

Grün ist nicht immer gleich grün. Auch Öko-Labels gibt es in unterschiedlichen Schattierungen. Diese Vielfalt ist den Brüsseler Beamten ein Dorn im Auge: Wettbewerbs-

und verbraucherfeindlich sei der „Wildwuchs' einzelstaatlicher und privatwirtschaftlicher Initiativen“, ein Hindernis im Binnenhandel obendrein. Deshalb schlagen sie „EU-weite Methoden zur Messung der Umweltleistung von Produkten und Organisationen“ vor. Der Wunsch nach mehr Vergleichbarkeit ist verständlich, denn es herrscht Unübersichtlichkeit an der Label-Front. Interessiert sich der Verbraucher für ökologischen und sozialen Zusatznutzen, hat

er die Qual der Wahl. Laut EUKommission zeigt sich fast die Hälfte aller Konsumenten von der Fülle verschiedener Umweltinformationen überfordert. Hinzu kommen dubiose GreenwashingAktionen, die jeden ehrlichen Mitbewerber, der seinen Kunden solide Informationen gibt, auf die Palme bringen. Hier besteht Handlungsbedarf, denn ÖkoInfos sind heute oft ein wichtiger Faktor für die Kaufentscheidung. Fortsetzung Seite 2

Fünf Themen ein Ziel Wilhelm Schreyeck, Leiter der Bundesagentur für Ar- schlossenes gemeinsames Handeln und Absprachen. beit in Lörrach, hatte Ende April zur Unterzeichnung Noch in diesem Sommer werde der Lenkungsauseiner regionalen Fachkräfteallianz der Landkreise schuss tagen, um Kompetenzteams für gemeinsame Lörrach und Waldshut Vertreter aus Industrie, Gewerk- Handlungsfelder zu bilden. schaft und Verwaltung, daDie Regionale Fachkräfteallianz hat fünf runter auch die Gatex und »Unsere Zukunftsfähigkeit Ziele: qualifiSüdwesttextil, ins Rheinhängt davon ab, wie wir mit dem vorrangige felder Rathaus eingeladen. zierte Vorbereitung der JuFachkräftemangel umgehen.« gendlichen auf den Beruf, Zum Erhalt der Wirtschaftsstandorte am HochSteigerung der BeschäfMarion Dammann, Landrätin des Landkreises Lörrach tigungsquote von Frauen rhein sei es unerlässlich, in die Ausbildung von Fachkräften zu investieren, waren sowie von älteren Menschen, Weiterbildung geringsich die Vertreter einig. In den beiden Landkreisen qualifizierter Arbeitnehmer und die Anwerbung von gäbe es schon eine Vielzahl an Aktivitäten im Bereich Fachkräften. der Ausbildung von Fachkräften, aber es brauche ent- Christine Schneider

Zahl des Monats Gratulation – die Jeans ist 140 Jahre alt. Am 20. Mai 1873 meldete der in Franken geborene und in die USA ausgewanderte Levi Strauss gemeinsam mit dem Schneider Jacob Davis ein Patent für Jeans mit Nieten an. Davis hatte die Idee und Levi Strauss das nötige Kapital. Der Ursprung waren Hosen aus Baumwolle, die aus der Gegend um Genua kamen. Aus der französischen Form des Städtenamens „Gênes“ machte die amerikanische Umgangssprache den Begriff „Jeans“. Und aus dem Stoff „Serge de Nîmes“ – Denim. 1948 produzierte die L. Hermann Kleiderfabrik in Künzelsau, heute Mustang, die erste Jeans in Europa.

140

Aktuell Am Dienstag 11. Juni um 11.30 Uhr veranstalten die AFBW und Südwesttextil auf der Techtextil in Frankfurt am Messestand der Global Safety Textiles GmbH, Halle 3 Stand 3.1 B55, einen Messetalk mit Peter Hofelich, Mittelstandsbeauftragter der baden-württembergischen Landesregierung. Meinungsaustausch, Diskussion und Networking stehen bei einem Mittagsimbiss im Mittelpunkt.


2  Verband + Industrie

Südwesttext

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Fortsetzung von Seite 1

Vielfalt verboten Handeln sollte aber in erster Linie die Wirtschaft. Denn wohlgemerkt: Alle Produkte im EU-Markt sowie die Unternehmensberichterstattung müssen den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Wer darüber hinaus etwas tun will, kann dies durch freiwillige Siegel und Kommunikationsmaßnahmen verdeutlichen. Über deren Erfolg entscheidet letztlich der Verbraucher. Ein staatliche Empfehlung aber, welche freiwilligen Maßnahmen der Verbraucher honorieren sollte, führt unweigerlich zur Politisierung der Materie und zum Mangel an Anreizen, mehr zu tun, als vorgeschrieben ist.

EEG-Umlage-Streit geht in die nächste Runde

In Kürze

Das neueste Urteil im Ökostrom-Umlage-Streit der Textilindustrie wurde am 14. Mai verkündet: Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat die Klage der Textilveredelung Drechsel gegen die Stadtwerke Bochum auf Rückzahlung der EEG-Umlage abgewiesen, die Revision zum Bundesgerichtshof aber zugelassen. Dieser muss jetzt zur Verfassungsmäßigkeit der EEG-Umlage Stellung nehmen. Die Anträge an die OLGs Dresden und Stuttgart auf Ruhenlassen der Verfahren der Firmen Vowalon und SWU sind gestellt. Darüber hinaus hat der Gesamtverband textil+mode gemeinsam mit sechs weiteren Verbänden ein „Eckpunktepapier für eine fair finanzierte Energiewende“ vorgelegt. Darin fordert das von t+m initiierte Bündnis, die Energiewende über den Bundeshaushalt zu finanzieren. So soll der immer weiter steigenden Belastung der Strompreise mit der EEG-Umlage schnell und wirksam begegnet werden, ohne die Energiewende auszubremsen. Gleichzeitig ist sichergestellt, dass Wirtschaftsunternehmen und private Verbraucher durch die Kosten der Energiewende nicht überfordert werden. Die Eckpunkte verstehen sich als Konkretisierung und Ergänzung zu den energiepolitischen Handlungsempfehlungen des BDI. Unter www. textil-mode.de gibt es das Eckpunktepapier sowie die gemeinsame Pressemitteilung der Wirtschaftsverbände zum Download.

Mitgliedsfirmen von Südwesttextil können die Schriftenreihen und Kommunikationsformulare des Dialog Textil-Bekleidung (DTB) ab sofort zum DTB-Mitgliederpreis erwerben. Auch die Seminarteilnahme kann zum vergünstigten Preis erfolgen. Der DTB hat in seinen Arbeitskreisen eine umfangreiche Schriftenreihe mit produktspezifischen Empfehlungen und Qualitätsanforderungen entwickelt. Daneben sind die Formulare „Produkt-Info“ und „Öko-Info“ ein praktisches Kommunikationstool in der Lieferkette. Sie werden als Excel-Datei zur Verfügung gestellt, ein Jahr lang gibt es automatische Updates. Die Publikationsliste kann bei Südwesttextil angefordert werden. Kontakt: klaeger@suedwesttextil.de.

Silvia Jungbauer

Mit Sicherheit nicht zum Nulltarif Wer den zügigen Transport seiner Luftfrachtsendung garantieren will, muss seit dem 29. April zum Bekannten Versender zugelassen sein. Logistik-Verbände warnen seit langem vor einer Antragsflut an das Luftfahrtbundesamt, außerdem vor höheren Frachtkosten und längeren Wartezeiten an den Flughäfen. Zumindest vorerst verläuft der Versand per Luftfracht jedoch weitgehend reibungslos. Doch die Ruhe könnte trügen. Bis Ende April behalfen sich rund 66 000 Unternehmen in Deutschland durch die Abgabe

einer Sicherheitserklärung. Entsprechend hat sich durch strengere Anforderungen der Anteil „unsicherer“ Fracht am gesamten Luftfrachtvolumen von 20 auf bis zu 80 Prozent erhöht. Transporteure und Flughafenbetreiber haben sich mit neuen Dienstleistungen gewappnet und ihre Kontrollinfrastruktur aufgerüstet. Was das kostet, ist noch nicht bekannt. Dass letztlich die Kunden zur Kasse gebeten werden, schon. Nicht jeder will Bekannter Versender werden, denn die bürokratischen Auflagen können

teurer kommen als der Obolus für mehr Kontrollaufwand. Dennoch ist bemerkenswert, wie das LBA die Nachfrage nach dem Status kleinrechnet: Bislang seien knapp 1 900 Firmen zertifiziert, ca. 2 350 Betriebsstätten hätten Anträge gestellt. Seltsam nur, dass bereits im Frühjahr 2012 eine viel höhere Antragszahl kursierte. Des Rätsels Lösung: Das LBA zählt nur „prüffähige“ Anträge. Wer der Form nicht genügt, ist für die Behörde Luft. Vor einem Jahr waren das fünf von sechs Antragstellern. Silvia Jungbauer

Foto: © DOC RABE Media – Fotolia.com

Termin vormerken

Krankheits- und verhaltensbedingte Kündigung 20. Juni 2013, CongressCentrum Böblingen

Jetzt anmelden unter www.suedwesttextil.de/veranstaltungen, dick@suedwesttextil.de oder +49 711 21050  - 11

Der Outdoor-Spezialist Gil Bret fördert mit einem Designpreis Nachwuchsdesigner und bietet ihnen mit attraktiven Geld- und Sachpreisen eine Starthilfe für ihre Karriere in der Modebranche. Der Wettbewerb richtet sich an alle Modedesignabsolventen von Fachhochschulen oder Modefachschulen in Deutschland. Anfang Mai wurden die diesjährigen Gewinner durch Geschäftsführer Erik Stolte geehrt: Katrin Hübel gewann mit ihrem Entwurf zum Thema „Red Carpet“ ein Preisgeld in Höhe von 2 000 Euro sowie ein 6-monatiges Praktikum mit anschließender Übernahmeoption. Auch die Zweitplatzierte, Corinna Fleck, erhielt für ihr Modell zum Thema „Freestyle“ einen Praktikumsplatz und 1 000 Euro. Den mit 500 Euro dotierten dritten Platz belegte Kim Amendt. Mehr unter www.gilbret.com/ designwettbewerb Beim Informationstag Indien am 11. Juni in Stuttgart informiert Baden-Württemberg International über die aktuellen Entwicklungen und Marktchancen. Experten geben eine Einschätzung zur wirtschaftlichen Lage und den Geschäftsmöglichkeiten für mittelständische Unternehmen. Berichten werden bereits in Indien tätige Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Weitere Infos unter www.bw-i.de/ event/388.


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Verband + Industrie 3

Die beste Entscheidung ist eine sichere Entscheidung Festredner Dr. Markus Merk überzeugt mit treffsicherem Vortrag Er pfiff 20 Jahre in der Fußballbundesliga und ist mit über 330 Spielen der absolute Rekordhalter: Dr. Markus Merk, seit 2012 „Weltschiedsrichter des Jahrzehnts“, ist ein absoluter Profi im Entscheiden. Am 25. April war er als Festredner zu Gast auf der gemeinsamen Jahresversammlung von Südwesttextil und Gesamtmasche bei Marc Cain in Bodelshausen. Unter dem Motto „Sicher entscheiden“ lud der Entscheidungsexperte die zahlreichen Textilunternehmer ein, von seinem Erfahrungsschatz zu profitieren. „Schiedsrichter brauchen Mut zur Verantwortung, eine Basis um überhaupt solch eine exponierte Entscheidungs- und Führungsposition im Spitzenbereich ausüben zu können“, führte er ein. Als Entscheider müsse man von einer hohen fachlichen Kompetenz und einem starken Leistungswillen geprägt sein. Akzeptierte Entscheidungen müssten konsequent, aber auch mit großer Gelassenheit, getroffen werden. Nur so erreiche man als Führungsspieler eine Nachhaltigkeit, Berechenbarkeit und persönliche Glaubwürdigkeit. „Diese Erfahrung musste ich erst einmal sammeln.“ Entscheidungen machen oft auch unbeliebt – vor allem auf dem Fußballplatz. Aber Merk überzeugte die Gäste, dass er ja eigentlich ein ganz netter Kerl ist. Das sei von Berufswegen keine Voraussetzung: „Ich bin Zahnarzt und Schiedsrichter. Mit mir geht keiner einfach mal ein Bier trinken.“ Die schnelle Entscheidung galt jahrelang für ihn als bestes Alibi für strittige oder sogar falsche

Sicher entscheiden. Gelassenheit.Faszination. Mut.Glaubwürdigkeit. Konsequenz.Verantwortung. Toleranz. Entscheidungen. Natürlich sehe er die Risiken, aber heute umso mehr die Chancen. Die einfache Regel des Volksmundes hätte sich für ihn überwiegend bestätigt: „Der erste Gedanke ist der Beste!“ Die strittigsten Entscheidungen habe er zumeist dann getroffen, wenn er im Bruchteil von Sekunden versucht habe, sich eine zweite Wahrheit seiner Wahrnehmung zu konstruieren. In solchen Fällen könne sogar passieren, dass man umfällt. „Unverzeihbar ist es aber nur, wenn man nicht wieder aufsteht.“ Das habe

schon Winston Churchill gesagt. „Führungsspieler wie Beckham, Zidane und Figo sind meine Verhandlungs- und Vertragspartner auf dem Spielfeld, ohne die ich keine akzeptierten Verträge schließen kann“, erklärte der Unparteiische den interessierten Zuhörern. Mit konsequenter Handschrift versuche er Nutzen zu stiften. Partner seien wichtig für den Erfolg und solche Bündnisse in der Entscheidungswelt des Fußballs für die Darstellung und Akzeptanz seiner Entscheidungen von weit-

reichender Bedeutung. „Ihre Ablehnung meiner Spielleitung kann zu einer eskalierenden Stimmung in den oft parteiisch, überemotionalen Fußballstadien führen. Ohne ein individuelles Management der Protagonisten ist heutzutage eine akzeptierte Spielleitung in großen Spielen nicht mehr möglich.“ Flexibilität sei gefragt, denn oft seien es in unseren Entscheidungswelten nur die Big Points, die in die Bewertung einfließen. Auf dem Spielfeld arbeite er aber 90 Minuten, versuche Spannungsfelder und Konflikte im Ansatz zu vermeiden, zum Schutz der Spieler vor den Angriffen ihrer Gegenspieler, aber auch oft vor sich selbst, erklärte er seine zentrale Rolle. „Ich präge das Spiel zu einem Großteil als Spielmacher mit, möchte aber dass der Fußball im Mittelpunkt steht und ich lieber als der unauffällige Projektleiter und akzeptierte Entscheider das Spielfeld verlasse. Je öfter mir dies gelingt, umso mehr beherrsche ich sie – die Kunst der sicheren Entscheidung.“ Seine aktive Laufbahn als Schiedsrichter hat Markus Merk beendet. Die als Zahnarzt auch. „Das Leben von der Hand in den Mund gefiel mir nicht mehr so.“ Derzeit ist er vor allem als Fußballkommentator für Sky tätig, gemeinsam mit Lothar Matthäus. „Ein unglaublich kompetenter Kollege,“ ließ er die Zuhörer wissen. Nach einer Stunde Entscheidungstraining verabschiedete er sich vom textilen Publikum mit ganz entscheidenden Schlussworten: „Hier und jetzt – das Leben findet heute statt.“ Simone Diebold

Markus Merk: „Für mich ist die schnelle Entscheidung die Basis einer sicheren und überzeugenden Entscheidung, sie stärkt die Persönlichkeit, Souveränität und Akzeptanz der Führungskraft. Schnelle Entscheidungen ersparen mir außerdem intrapersonelle Konflikte sowie Stunden und Tage der inneren Anspannung.“


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Verband + Industrie

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Verbände in der Pflicht Lobbying wichtiger denn je – Mitgliederversammlung wählt Gremien neu Georg Saint-Denis konnte die diesjährige Mitgliederversammlung mit einer guten Nachricht beginnen: Im Unterschied zum Bundestrend, der für die Textil- und Bekleidungsindustrie 2012 beim Umsatzwachstum ein leichtes Minus ausweise, habe Baden-Württemberg das Jahr mit einem Plus von über sechs Prozent abschließen können. Dies führte der Südwesttextil-Präsident auf die besondere Exportstärke der hiesigen Betriebe zurück. Dabei bezog er sich auf die jüngste Verbandsumfrage, wonach trotz widriger Rahmenbedingungen steigende Inlandsumsätze, Kapazitätsauslastungen und Auftragseingänge erwartet würden. Das Thema der wettbewerbsfähigen Energiekosten sieht der Verbandspräsident weiterhin als besonders dringlich an, insbesondere nachdem in den USA mit niedrigen Energiekosten die produzierende Industrie wieder zurück ins Land gelockt werde. „Der verbandlich organisierte Angriff auf die EEG-Umlage und die aktive Beteiligung der Mitgliedsfirmen ist zur Stützung des Industriestandorts dringend notwendig“, betonte Saint-Denis. Gleichzeitig müssten aber auch weiterhin bessere Rahmenbedingungen gegenüber der Politik auf Landes- und Bundesebene eingefordert werden. Mit Blick auf die zurückliegende Tarifrunde sagte der Südwesttextil-Präsident, dass die im letzten Jahr gesteckten Rahmenbedingungen für viele Betriebe eine besondere Belastung darstellten. Aufgrund der langen Laufzeit sei das Tarifergebnis aber für die

„Der verbandlich organisierte Angriff auf die EEG-Umlage und die aktive Beteiligung der Mitgliedsfirmen ist zur Stützung des Industriestandorts dringend notwendig“, betonte Südwesttextil-Präsident Georg Saint-Denis.

meisten Betriebe aber verkraftbar. Entsprechend sei auch das Votum der Mitglieder ausgefallen, die dem Ergebnis mit großer Mehrheit zugestimmt hätten. Dem Verhandlungsführer Stephan Schulz sowie den Tarifkommissionsmitgliedern Henry Wurm und Volker Steidel dankte der Präsident ausdrücklich für ihren Einsatz in der Tarifrunde. Hauptgeschäftsführer Dr. Markus H. Ostrop informierte über die personellen Veränderungen in den Verbandsgremien. Seit der letzten Wahl auf der Mitgliederversammlung 2011 seien aus dem Vorstand Dr. Candita ten Brink von der Arlen Spinnerei GmbH & Co. KG, Wulf Hermann von der Mustang GmbH

und Christoph Osswald von der Coats GmbH ausgeschieden. Beim Präsidium habe es abgesehen vom Präsidentenwechsel im letzten Jahr keine Veränderungen gegeben. Neu in den Vorstand wählte die Mitgliederversammlung einstimmig Dipl.Ing. Steffen Herrmannsdörfer von der Textilveredlung an der Wiese GmbH und Dr. Oliver Maetschke von der Ettlin Spinnerei und Weberei Produktions GmbH & Co. KG vor. Neu gewählt wurde ebenfalls das gesamte Vizepräsidium des Verbandes. Aus Berlin angereist war der Präsident des Gesamtverbands textil+mode, Peter Schwartze, sowie die Vizepräsidentin, Ingeborg Neumann, die über Aktuelles aus der Hauptstadt berichteten. Präsident Schwartze sieht in den Herausforderungen der Globalisierung ein Kernthema des Gesamtverbandes. Die Markterschließung im Ausland durch entsprechende Büros sowie die Kooperation mit anderen Verbänden sowohl auf Europaebene (Euratex) als auch auf Länderebene (Frankreich, Spanien, Polen, zuletzt Tschechien) sei dabei besonders wichtig. Auch die Darstellung der Branche gegenüber verschiedenen Banken und der IG Metall sei ein

Schwerpunkt der Arbeit. Von besonderer Wichtigkeit sei es zudem, eine alternative Finanzierung des EEG in die Länderparlamente zu tragen. Ingeborg Neumann, die erst kürzlich zur Vizepräsidentin des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) gewählt wurde, betonte die Notwendigkeit, als Branche auch in anderen Dachverbänden mitgliedschaftlich vertreten zu sein. Im BDI sei es ihr nunmehr möglich, dort der Textilindustrie und dem Mittelstand größeres Gehör zu verschaffen. So sei es nach den achtziger Jahren jetzt erstmals wieder möglich, Branchenprobleme direkt mit der Kanzlerin zu besprechen. Markus H. Ostrop

Jahresversammlung 2013 von Südwesttextil und Gesamtmasche bei Marc Cain in Bodelshausen


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Verband + Industrie 5

Zu neuen Horizonten Martina Bandte für mehr Marktzugang und weniger Bürokratie Die neue Präsidentin von Gesamtmasche heißt Martina Bandte. Die 46-jährige Managerin vom Wäschespezialisten Karl Conzelmann ist die erste Frau an der Spitze des Maschenverbandes in dessen bald 100-jähriger Geschichte. Sie hat klare Ziele vor Augen: Die Branche, sei es im modischen oder technischen Bereich, birgt international hohes Wachstumspotenzial. Damit davon auch deutsche Firmen profitieren können, appelliert sie an die Politik, sich für verbesserten Marktzugang weltweit einzusetzen – statt die heimische Industrie mit immer neuen bürokratischen Lasten einzudecken. Weil für viele Mittelständler der Aufbruch zu neuen Ufern leichter gesagt ist als getan, sieht sie genau an dieser Stelle den Verband in der Pflicht, Wegbereiter zu sein und praktische Hilfestellung zu bieten. Bandte kennt mit ihrer Marke Nina von C. den Spagat zwischen mittelständisch geprägter Produktion am Standort, Kostendruck im Heimatmarkt und und internationalen Ambitionen. Viel zu groß sei

Die Präsidentin ermuntert, sich sofort ans Werk zu machen: „Kein Mensch wartet darauf, dass endlich die Deutschen kommen“.

die Abhängigkeit der Branche vom europäischen Absatzmarkt. Selbst jenseits der Euro-Schuldenkrise sei das Potenzial begrenzt, eine Rückkehr auf alte Wachstumspfade kaum mehr denkbar. Ganz anders in den bevölkerungsreichen Schwellenländern, die sich hochdynamisch entwickeln. In Russland habe die Branche bereits

unter Beweis gestellt, dass sie in der Lage sei, schwierige Märkte zu erobern. Wer aber als kleinere Marke in China, Brasilien oder Indonesien starten wolle, brauche Kooperationen und Einstiegshilfen. Unbekannte Vertriebsstrukturen, Passformunterschiede und andere regionale Besonderheiten seien riesige Herausforderungen.

Neben Marktinformationen, Kontakten und Messebegleitung könne der Verband noch viel mehr leisten – zum Beispiel als neutrale Plattform vor Ort für Vertriebskooperationen, so die Präsidentin. „Wer auf dem Weltmarkt erfolgreich sein will, muss ständig auf der Suche nach dem Neuen sein“, betont sie in Ihrer Antrittsrede. „Erfolgreiche Innovationen schaffen wir nur mit fundiertem textilem Knowhow. Deshalb ist es ungeheuer wichtig, vorhandenes Fachwissen zu erhalten und zu mehren – nicht nur in Instituten, sondern in den Betrieben.“ Weil jedoch Fachkräfte rar werden und die Anforderungen immer spezieller, setzt die Präsidentin auf den Verband als Plattform. „Der Verband ist das ideale Forum für Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer.“ Traditionelle Gespräche und Arbeitskreise will sie dabei durch moderne Tools ergänzen. Dazu gehören internetbasierte Kompetenznetzwerke genauso wie virtuelle Meetings. Silvia Jungbauer

Mode und Architektur Marc Cain – eine weltweit operierende Premium-Marke für Damenmode mit Produktion in Deutschland „Willkommen in der Welt von Marc Cain. Bei uns dreht sich alles um Mode.“ Mit diesen Worten begrüßte Firmeninhaber

Helmut Schlotterer die Gäste der gemeinsamen Jahresversammlung von Südwesttextil und Gesamtmasche. „Unsere Mode ist sophisticated – voller Lebensfreude. Bei uns ist die Kollektion der Star.“ Damit diese wirkungsvoll zur Geltung komme, sei das stilgerechte Entwerfen von Stores, Showrooms oder neuen Büros schon immer ein besonderes Anliegen von ihm gewesen, erzählte Schlotterer. Früher hätte er sich beinahe für ein Architekturstudium entschieden, und auch heute noch sei die Architektur seine große Leidenschaft. Seit der Gründung von Marc Cain 1973 in Italien pflege das Unternehmen seinen italienischen Ursprung mit deutscher Perfektion. „Wir haben höchste Ansprüche an De-

sign, Qualität, Materialien, neueste Verarbeitungstechniken und Passform. Unsere Stoffe – Gewebe und Jerseys sowie die Strickgarne kommen direkt aus Italien und werden hier im Dreischichtbetrieb auf hochmodernen Maschinen verstrickt, bedruckt und ausgerüstet“, erklärte der Vollbluttextiler. Zusammengenäht würden die Teile von über 2 000 Mitarbeitern in Partnerbetrieben in Rumänien und Ungarn. Permanente Innovation sei die Grundvoraussetzung, um am teuren Standort Deutschland mit einer eigenen Produktion bestehen zu können. Deshalb sei er besonders stolz auf die neuste Entwicklung: Eine knit-and-wear-Strickmaschine aus der nach erfolgtem Arbeitsgang ein fertiger Pullover aus der Maschine fällt. Dieser sei dann 100 Prozent

„Made in Germany“. „Wir haben noch viel vor. Nur wer offen ist für Neues und auch für andere Sichtweisen Interesse aufbringt, wird Erfolg haben. Ich freue mich auf das, was die Zukunft mit sich bringt, denn dieser stetige Wandel macht das Ganze ja so spannend!“ Simone Diebold

Ein Video zur Veranstaltung und weitere Bilder gibt es unter www.suedwesttextil.de


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Bildung + Soziales

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Go Textile!-Finale – 3:1 für Crailsheim „Die B-Juniorinnen des TSV Crailsheim haben am Himmelfahrtstag auf der Sportanlage des FV Bellenberg den Go Textile!-BJuniorinnen-Verbandspokal vor über 200 Zuschauern gewonnen. Sie besiegten in einem spannenden Endspiel den ungeschlagenen Oberliga-Meister TSV Tettnang durch eine überzeugende kämpferische Vorstellung mit 3:1. Die beiden Mannschaften lieferten sich einen tollen Pokalfight und waren würdige Teilnehmer dieses Finales.“ So lautete der Spielbericht des Württembergischen Fußballverbands (wfv) über ein besonderes Fußballspiel für alle Textiler – das letzte von insgesamt 63 Begegnungen in der Partnerschaft mit Go Textile!. Die seit Mai letzten Jahres bestehende Kooperation

hatte zum Ziel, über die Plattform des B-Juniorinnenpokals direkt mit potenziellen Auszubildenden in Kontakt zu treten und die Kampagne für textile Nachwuchskräfte bei Vereinen und Spielerinnen im Südwesten bekannt zu machen. Begleitet wurden die Pokalspiele von der U 17-Nationalspielerin Selin Münz, die regelmäßig auf der Go Textile!- Facebookseite über die Aktionen auf und neben dem Spielfeld berichtete. Somit war Go Textile! immer auf Ballhöhe mit den 16- bis 17-jährigen Frauen. In Deutschland werben viele Branchen und Unternehmen um ihren Nachwuchs. Mit dem BJuniorinnenpokal bot der wfv der bundesweiten Nachwuchskampagne Go Textile! eine optimale Bühne, um mit potenziellen Auszubildenden direkt, glaubwürdig

und nachhaltig in Kontakt zu treten. Das Endspiel in Bellenberg wurde auch über das Facebookprofil von Go Textile! begleitet. Hier finden sich noch weitere Bilder vom Finale. Go Textile! gratuliert dem TSV Crailsheim ganz herzlich zum Go Textile! B-JuniorinnenPokalerfolg und drückt der TSV Tettnang die Daumen für die Aufstiegsspiele in die Bundesliga. Christine Schneider

„Ich weiß noch nicht, was ich werden will“ Ende April veranstaltete die Stadt Schopfheim zusammen mit der ansässigen Gewerbeschule eine Ausbildungsbörse im Berufsschulzentrum. Zahlreiche Institutionen und Betriebe waren vor Ort, um jungen Menschen Einblick in die chancenreiche Arbeitswelt zu geben. Auch die Textilindustrie stellte sich vor. Neben der Nachwuchskampagne Go Textile! und der Gatex präsentierten sich auch die lokalen Unternehmen, wie die Global Safety Textile und die Textilveredlung an der Wiese. Go Textile! und die Gatex lockten mit Experimenten die zahlreichen Besucher in die textile Welt und stellten ihnen die Aus-

Textilveredlung und machten so ebenfalls Werbung für die Ausbildungsberufe in der Branche. Christine Schneider

Auch die Eltern interessierten sich für die verschiedenen textilen Berufe.

bildungsberufe vor. Die Pädagogische Hochschule unterstützte Go Textile! bei der Durchführung.

Auch die „Textiler“ der Gewerbeschule Schopfheim zeigten im Textillabor die ganze Kunst der


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Textil ohne Grenzen 5. Internationaler Jungtextilerkongress in Augsburg Unter dem Motto „Textil ohne Grenzen!“ trafen sich Mitte Mai die Auszubildenden aus der Textil- und Bekleidungsindustrie zu ihrem bereits fünften Jungtextilerkongress. Die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung führte die Jugendlichen aus Bayern, BadenWürttemberg, der Schweiz und Österreich diesmal nach Augsburg ins tim, dem Staatlichen Textil- und Industriemuseum. In den eindrucksvollen historischen Hallen der ehemaligen Augsburger Kammgarnspinnerei, gegründet 1836, erforschten die jungen Textiler in einem aktiven Museumsrundgang den Aufbruch, die Blütezeit, den Niedergang und die heutigen Chancen dieser vielfältigen Industrie. Mit auf dem Programm standen vier Vorträge aus der Praxis, die den über 200 Teilnehmern aktuelle Entwicklungen aus der textilen Welt präsentierten. Von Smart Textiles über 3-D-Gestricke und gewebtes Licht bis hin zur Veränderung der Textil- und Automobilindustrie durch den Einsatz von Carbonfasern wurde den Jugendlichen die Chancen der Branche aufgezeigt. Aber auch die Kreativität kam nicht zu kurz. Getreu dem Veranstaltungsmotto „Textil ohne Grenzen!“ konnten die Auszubildenden in einem Workshop ihren

Die Veranstaltung bot den Azubis aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wertvolle Informationen und kreativen Freiraum. Weitere Bilder unter www.jungtextiler.eu

Ideen zu textilen Produkten der Zukunft freien Lauf lassen. Alle Arbeiten werden in Facebook präsentiert und können bewertet werden. Die Gruppe mit den meisten „Gefällt mir!-Klicks“ bekommt eine kleine Überraschung. Zum Abschluss lockte Motivations-Mentalcoach Silvia Blaser noch die fehlenden Reserven für eine grenzenlose textile Welt aus den Teilnehmern. Mit neuen

Kontakten und vielen Eindrücken war auch dieser Jungtextilerkongress wieder ein besonderes Erlebnis für die Jugendlichen. Christine Schneider

Seminare Bildungswerk Seminarangebot der Akademie für Personal- und Organisationsentwicklung im Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft in Kooperation mit Südwesttextil.

Textile Runde – Netzwerk für textile Fachkräfte Die „Textile Runde“ ist ein Networking-Projekt zwischen Studierenden der Textilen Produkttechnologien und Fachleuten aus der Textilbranche. Anfang Mai startete dieses Vorhaben mit einer lockeren Vorstellungsrunde, organisiert und moderiert von den drei Studentinnen Natalie Petzendorfer, Theresa Krutzsch und Maria Treutlein an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen. Fachkräfte aus Textilunternehmen stellten sich und ihr Unternehmen vor und die Studierenden hatten im Anschluss daran die Möglichkeit, Kontakte mit den anwesenden Experten zu knüpfen.

de

Die Idee für dieses Projekt kam von den Studierenden selbst. Für sie ist es aufgrund der Tatsache, dass die textile Branche in Deutschland immer kleiner geworden ist, schon im Studium wichtig, sich gut mit der Industrie zu verunde einladen. netzen. So werden sie frühzeitig vom Berufsleben inspiriert und erfahren, welche Möglichkeiten es für ihre Zukunft gibt. Darüber hinaus bietet sich für Nachwuchsingenieure die Chance, zu Fachkräften Kontakte aufzubauen, die Mai 2013 nicht nur die Zusammenarbeit für Praktika, Abschlussarbeiten usw. ebnen, sondern auch über die Studienzeit hinaus andauern. Unterstützt wird dieses reale Treffen virtuell durch eine Xing-Gruppe (https://www.xing.com/net/texrunde).

adt-Sigmaringen

tudentenbar „Plan B“

Pfändung von Arbeitseinkommen 20. Juni 2013, Haus Steinheim Die 5S-Methode dauerhaft im Unternehmen verankern 27. bis 28. Juni 2013, Haus Bleibach Selbst- und Zeitmanagement 1. bis 2. Juli 2013, Haus Steinheim

www.biwe-akademie.de


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Recht + Steuern

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Probezeit ohne Probezeit

Kein Kündigungsschutz in den ersten sechs Monaten Es zeigt sich immer wieder, dass dem juristischen Laien gar nicht wirklich klar ist, was die Aufnahme einer Probezeit im Arbeitsvertrag wirklich bedeutet – oder umgekehrt: Was bedeutet es eigentlich, wenn keine Probezeit vereinbart wird? Schon mancher Arbeitnehmer hat sich bei einem Arbeitgeberwechsel gerade deshalb besonders sicher gefühlt, weil der neue Arbeitgeber auf die Regelung einer Probezeit im Arbeitsvertrag verzichtet hat. Doch das Fehlen einer Probezeit bedeutet nicht, dass der Arbeitnehmer ab dem ersten Tag Kündigungsschutz nach dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG) genießt. Dies hat erst vor kurzem das Arbeitsgericht Hamburg nochmals ausdrücklich klargestellt. Im

Kündigung muss nicht begründet werden dort zu entscheidenden Sachverhalt war der Arbeitnehmer aus einer ungekündigten Stellung seinem Geschäftsführer in ein neues Anstellungsverhältnis bei einer anderen Firma gefolgt. Eine Probezeit war nicht vereinbart, dem Arbeitnehmer wurde nach dreieinhalb Monaten gekündigt. Das Arbeitsgericht stellte klar, dass der Verzicht auf eine Probezeit nichts mit der zu erfüllenden Wartezeit nach dem Kündigungsschutzgesetz gemeinsam habe. Beide Rechtsinstitute sind streng zu trennen.

Nach dem KSchG ist eine Kündigung immer nur dann sozial gerechtfertigt, wenn ihr personen-, verhaltens- oder betriebsbedingte

allerdings der Arbeitnehmer nachweisen, der Arbeitgeber muss seine Kündigung in dieser Zeit nicht begründen. Eine Besonderheit gilt so-

nur, wenn eine Probezeit vereinbart wurde. Bis auf die Probezeitkündigungsfrist steht demnach eine Kündigung innerhalb der ersten sechs Monate einer Probezeitkündigung gleich. Soweit Tarifverträge, auch in der Textil- und Bekleidungsindu-

Tatsächlich verkürzte Probezeit und Kündigungsfrist

Das Fehlen einer Probezeit bedeutet nicht, dass der Arbeitnehmer ab dem ersten Tag Kündigungsschutz genießt. Foto: © mapoli-photo – Fotolia.com

Gründe zugrunde liegen. Der Arbeitgeber benötigt hier für eine wirksame Kündigung also immer einen Kündigungsgrund, der nach strengen Maßstäben gerichtlich überprüft werden kann. Allerdings gilt das Kündigungsschutzgesetz nicht für Kleinbetriebe und insbesondere nicht für Mitarbeiter, die noch keine sechs Monate in einem Betrieb oder Unternehmen beschäftigt sind. Natürlich darf auch eine Kündigung während der ersten sechs Monate nicht willkürlich sein oder auf einem diskriminierenden Sachverhalt beruhen. Dies müsste

Recht kompakt Sozialversicherungsrecht – Arbeitsunfall Frage: Ist ein Sturz während einer Raucherpause ein Arbeitsunfall? Antwort: Der Weg zur Raucherpause und diese selbst sind nicht der unfallversicherungsrechtlich geschützten Tätigkeit zuzuordnen. Beim Rauchen handelt es sich um den Konsum eines Genussmittels und damit um eine Handlung aus dem persönlichen, nicht dem beruflichen Lebensbereich. Es ist schließlich die Privatsache eines jeden Arbeitnehmers, ob er Rauchen geht oder nicht. Die relevanten Gesetzestexte finden sich im Mitgliederbereich unter www.suedwesttextil.de

weit ein Betriebsrat vorhanden ist: Dieser ist nach dem Betriebsverfassungsgesetz unter Darlegung der Gründe zu hören, die ihm der Arbeitgeber verpflichtend mitzuteilen hat. Diese Mitteilungspflicht ist jedoch sehr stark subjektiv bestimmt,

Dem Betriebsrat sind Gründe zu nennen da der Arbeitgeber gehalten ist, nur die Gründe vorzutragen, die nach seiner Bewertung die Kündigung rechtfertigen. Im vom Arbeitsgericht Hamburg entschiedenen Fall war der Arbeitnehmer erst dreieinhalb Monate in der neuen Firma, das Kündigungsschutzgesetz also noch nicht anwendbar. Auch ohne Vereinbarung einer Probezeit konnte der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis ohne Angabe der Gründe kündigen. Allerdings ist in solchen Fällen mindestens die „normale Grundkündigungsfrist“ von vier Wochen zum fünfzehnten oder zum Ende eines Monats einzuhalten. Die kurze Probezeitkündigungsfrist von zwei Wochen gilt eben

strie, Höchstgrenzen einer Probezeit von vier Wochen für gewerbliche Mitarbeiter und drei Monaten bei Angestellten vorsehen, ändert dies nichts daran, dass das KSchG erst bei einer Betriebszugehörigkeit von sechs Monaten greift. Die besondere Bedeutung der tariflich weiter verkürzten Probezeiten hat ebenfalls nur Auswirkungen auf die Kündigungsfristen. So ist innerhalb der kurzen Probezeit der gewerblichen Mitarbeiter von vier Wochen sogar nur eine Kündigungsfrist von lediglich einem Tag einzuhalten. Nach Ablauf einer Probezeit kann zwar nicht mehr mit einer verkürzten Kündigungsfrist gekündigt werden, das Kündigungsschutzgesetz findet trotzdem erst nach Ablauf von sechs Monaten Betriebszugehörigkeit Anwendung. Auch bei einer Verlängerung der Probezeit ändert sich nichts am Einsetzen des Kündigungsschutzes: Wird eine Probezeit länger als sechs Monate vereinbart, erwirbt der Mitarbeiter trotzdem nach Vollendung des sechsten Monats den Kündigungsschutz. Eine „verlängerte Probezeit“ ist nur dadurch zu erreichen, dass ein Mitarbeiter noch innerhalb der ersten sechs Monate mit einer längeren Auslauffrist gekündigt wird und ihm für den Fall der Bewährung in dieser Auslauffrist die Zusage der Wiedereinstellung gemacht wird. Die Auslauffrist darf dabei nicht unangemessen lang sein und sollte jedenfalls die Dauer von vier Monaten keinesfalls überschreiten.

Kai-Uwe Götz


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Muss Umkleidezeit bezahlt werden? Neue Grundsätze des Bundesarbeitsgerichts In vielen Betrieben ist eine Arbeitskleidung verbindlich vorgegeben, entweder aufgrund der Arbeitssicherheit oder der Einheitlichkeit. Hier stellt sich die Frage, ob die Dauer des Umkleidens als vergütungspflichtige Arbeitszeit anzusehen ist oder ob die Arbeitszeit erst unmittelbar mit dem Tätigwerden am Arbeitsplatz beginnt. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat hierzu am 19. September 2012 entschieden, dass in bestimmten Fällen das Umkleiden vergütungspflichtige Arbeitszeit ist. Konkret ist diese Umkleidezeit dann zu bezahlen, wenn der Arbeitgeber das Tragen einer bestimmten Kleidung vorschreibt und das Umkleiden im Betrieb erfolgen muss. Dies gilt jedenfalls bei einer Weisung, die das Anlegen der Arbeitskleidung zu Hause und ein Tragen auf dem Weg zur Arbeitsstätte ausschließt. In diesem Falle könne kein Zweifel mehr daran bestehen, dass durch das Umkleiden bereits vergü-

tungspflichtige Arbeitszeit entsteht. Soweit eine derartige strenge Vorgabe nicht besteht und die Arbeitskleidung zu Hause angezogen

erfolgen. Konkret hat das BAG am 10. November 2009 festgestellt, dass das Tragen einer Dienstkleidung in diesem Falle nur dann ver-

Nach dem Manteltarifvertrag für gewerbliche Arbeitnehmer in der Textilindustrie ist das An- und Auskleiden sowie die Waschzeit keine vergütungspflichtige Arbeitszeit. Foto: © Tripod – Fotolia.com

und auf dem Weg zur Arbeit getragen werden darf, kann jedoch weiterhin eine andere Beurteilung

gütungspflichtige Arbeitszeit ist, wenn es im Interesse des Arbeitgebers erfolgt, also fremdnützig ist.

Nicht fremdnützig ist es, wenn die zu Hause angezogene Arbeitskleidung im öffentlichen Raum unauffällig ist. Von Bedeutung sind hierfür die Uniformität der Farbgebung sowie der auf der Kleidung erkennbare Namen des Unternehmens nicht aber, ob die Dienstkleidung nach Farbe, Form und Schnitt dem Arbeitnehmer zumutbar ist. Soweit diese Voraussetzungen eingehalten werden, ist es nach wie vor als zulässig anzusehen, die Umkleidezeit nicht zu vergüten. Eine Sonderregelung gilt hingegen für die gewerblichen Arbeitnehmer. Nach dem Manteltarifvertrag in der Textilindustrie ist für sie das An- und Auskleiden sowie die Waschzeit keine vergütungspflichtige Arbeitszeit. Aufgrund dieser eindeutigen tarifvertraglichen Vorgabe müssen die neuen Grundsätze des BAG bei ihnen nicht berücksichtigt werden, bei Angestellten jedoch uneingeschränkt. Nathan Binkowski

Achtung Impressum Bereits im September 2011 nahm Google Änderungen am Reichweiteanalysetool „Google Analytics“ so vor, dass die Verwendung aus datenschutzrechtlichen Gründen heraus unbedenklich ist. Google Analytics ist ein Dienst, der der Analyse von Zugriffen auf Webseiten dient. Aber auch die Webseitenbetreiber selbst müssen bestimmte Anforderungen erfüllen und Einstellungen vornehmen, um Google Anlaytics beanstandungsfrei einsetzen zu können. Maßgebliche Kriterien für den datenschutzkonformen Einsatz sind dabei: • Kürzung bzw. Anonymisierung

der IP-Adresse vor jeglicher Auswertung, damit eine Personenbeziehbarkeit ausgeschlossen ist. Dies wird durch Einbindung einer Anonymisierungsfunktion auf der Webseite sichergestellt • Aufklärung der Nutzer über den Einsatz von Google Analytics in der Datenschutzerklärung und Hinweis auf die Widerspruchsmöglichkeit

• Einsatz des Add-On, mit dem

das Setzen eines Cookies zum Zweck der Reichweitenanalyse unterbunden werden kann • Abschluss einer Vereinbarung zur Auftragsdatenverarbeitung mit Google • Löschen der Altdaten

Nunmehr hat der Landesdatenschutzbeauftragte Jörg Klingbeil angekündigt, wie in anderen Bundesländern teilweise bereits erfolgt, entsprechende Kontrollen bezüglich des Einsatzes von Google Analytics durchzuführen. Soweit dieses Analysetool verwendet wird, sollte die Einhaltung der oben genannten Kriterien beachtet werden. Die Missachtung kann unter Umständen teuer werden. Neben dem Einsatz von Google Analytics ist auch der Einsatz von Gefällt mir!-Buttons von Facebook, +1 Schaltflächen von Google+ oder Twitter und ähnliches aus datenschutzrechtlicher Sicht nicht unproblematisch. In den Datenschutzrichtlinien der Internetseite

sollte darauf hingewiesen werden, dass die Seite solche Plugins enthält und somit eine direkte Verbindung mit den Servern aufgebaut wird. Auch wenn die Nutzer keine Mitglieder der jeweiligen Social Media Plattformen sind, besteht

die Möglichkeit, dass IP-Adressen übermittelt und gespeichert werden. Es ist ebenfalls wichtig auf Add-ons hinzuweisen, die SocialMedia-Plugins für den eigenen Browser blocken können. Christine Schneider

Aktuelle Steuer-Nachrichten Eine Ehescheidung tut weh und bringt häufig auch erhebliche Kosten mit sich. Die mit einer Ehescheidung zusammenhängenden Gerichtsund Anwaltskosten können nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Düsseldorf nunmehr in vollem Umfang steuerlich geltend gemacht werden. Eine Ehescheidung kann nur gerichtlich und mit Hilfe von Rechtsanwälten erfolgen. Im Gerichtsverfahren müssen regelmäßig auch Regelungen zum Versorgungsausgleich, dem Zugewinn und den Unterhaltsansprüchen getroffen werden. Den damit zusammenhängenden Kosten können sich die Ehepartner nicht entziehen. Dabei spielt es keine Rolle, dass Teilbereiche einer Scheidung nur durch Urteil, andere hingegen auch durch einen Vergleich zwischen den Ehepartnern geregelt werden können. Neben diesem Urteil zur Einkommensteuer finden sich noch zahlreiche weitere interessante Entscheidungen in der Maiausgabe der aktuellen Steuernachrichten. Die aktuelle Ausgabe kann als pdf-Datei im Mitgliederbereich von Südwesttextil heruntergeladen werden.


10  Technik + Umwelt

Südwesttext

Funktionstextilien und ihre Raffinessen Vortragsveranstaltung in der Gatex Gut besucht war die Mitte April vom Förderverein der Gatex und dem Verein Deutscher Textilfachleute VDTF Regionalgruppe Südbaden organisierte Vortragsveranstaltung zu den Themen Smart Textiles und nachhaltige Produktion. Dr. Timo Hammer, Wissenschaftlicher Leiter des Hohensteiner Instituts für Hygiene, Umwelt & Medizin stellte in seinem Vortrag die Wechselwirkung von Textilien mit biologischen Systemen vor und erläuterte die Vorgehensweise der Entwicklung und Prüfung von Bekleidungssystemen. Eindrucksvoll präsentierte er Lösungskonzepte im Bereich der Medizintechnik, wie beispielsweise die Funktion eines stromunabhängigen Notfallkühlsystems. Weitere innovative Produktbeispiele wie geruchsgeschützte Sportbekleidung, eine milbenfreie Matratze, Insektenschutzdecken und textiler Haut- bzw. Gewebeersatz zeigten den Gästen das breite Spektrum der textilen Forschungsarbeit aus Bönnigheim. Den Weg vom Polymer bis zur Ausrüstung zeigte die Produktentwicklerin Nicole Nedelev von Sympatex Technologies GmbH. Das Unternehmen ist seit 1986 einer der weltweit führenden Anbieter für Hightech-Funktionsmaterialien in Bekleidung, Schuhen, Accessoires, Arbeitsbekleidung sowie technischen Anwendungs-

gebieten. Nicole Nedelev erläuterte Ansatzmöglichkeiten für nachhaltige Produkte, vor allem

Outdoorbranche losgetreten. Diese würden im Ausrüstungsbereich zur wasserabweisenden Imprä-

Dr. Timo Hammer und Nicole Nedelev berichteten über die neusten Entwicklungen aus der Praxis.

hinsichtlich der CO reduzierten Produktion von sortenreinen, vollständig recycelbaren Membranen. Sie bestünden aus gesundheitlich unbedenklichem Polyetherester, einer Verkettung aus Polyester- und Polyethermolekülen, und seien damit absolut umwelt- und hautfreundlich, so die Referentin. Im Oktober 2012 hätte Greenpeace mit der DETOX-Kampagne eine Diskussion um ökologisch bedenkliche Fluorcarbone (PFC) in der 2

gnierung von Funktionstextilien eingesetzt. Deshalb arbeite Sympatex jetzt an einer ökologischen wasserabweisenden Ausrüstung, die frei von PFC sei. Nach beiden Vorträgen stellten die Zuhörer interessante Fragen, die beim anschließenden Imbiss in persönlichen Gesprächen noch vertieft erörtert wurden.

Simone Diebold

Foto: © Carola Schubbel - Fotolia.com.jpg

Termin vormerken

Workshop Textilkennzeichnung 27. Juni 2013 – CongressCentrum Böblingen

Jetzt anmelden unter www.suedwesttextil.de/veranstaltungen, dick@suedwesttextil.de oder +49 711 21050  - 11

Mai 2013 I Nr. 68

Termine Fashionshow Lebendige Dimensionen – 2D/3D – Aufteilung von Fläche, Raum und Körper sind wichtige Grundthemen der ca. 70-teiligen Abschlusskollektion der 18 Absolventen der Staatlichen Modeschule Stuttgart.

Die Arbeit beinhaltet den gesamten Entstehungsprozess von Trendresearch, über Konzeption und Entwicklung der Entwürfe bis zur Realisation der Kleider. Hinzu kommen Styling, Accessoires, Showteile, Raumgestaltung inkl. Showroom und Printmedien. Ihre eigenen Designs präsentieren die Kreativen in einer Fashionshow, diesmal Open Air direkt am Neckar: Freitag 21. Juni um 16.00, 19.00 und 21.00 Uhr und Samstag 22. Juni um 19.00 und 21.00 Uhr am Hafen, Am Mittelkai 16, 70327 Stuttgart. An beiden Tagen findet im Anschluss After Show Party statt – Eintritt frei. Kartenreservierung: Telefon: + 49 711 489095-0, per E-Mail: info@modeschule.kv.bwl. de oder an der Abendkasse. Sommerakademie Vom 2. bis 6. September veranstaltet die Gatex in Bad Säckingen die Sommerakademie. Das einwöchige Seminar in den Sommerferien richtet sich an Mitarbeiter und Auszubildende der kaufmännischen Abteilungen von Unternehmen der Textil- und Bekleidungsbranche, des Textilmaschinenbaus, der Zulieferindustrie und des Einzelhandels. Die Teilnehmer erhalten einen umfassenden Überblick über die Entstehung von Textilien entlang der gesamten textilen Produktionskette. Sie erlernen Kenntnisse, die ihnen bei ihrer täglichen Arbeit helfen, die textilen Produkte in ihrer Zusammensetzung, Eigenschaft und Qualität besser zu bewerten und befähigen sie, bei Bedarf fachkundiger zu beraten. Weitere Infos unter www.die-gatex.de


SÜDWESTTEXT

MAI 2013 I NR. 68

Technik + Umwelt

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Landesagentur „Leichtbau BW“ gegründet Branchenübergreifende Ideen für Leitprojekte müssen zu antragsfähigen Konzepten ausgearbeitet werden Auf Vorschlag des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst wird in Baden-Württemberg eine Landesagentur „Leichtbau BW“ gegründet. Sie wird in den nächsten Monaten ihre Arbeit aufnehmen – Informationen unter www.leichtbau-bw.de. Die Aufgaben der neuen Landesagentur sind vielfältig und beinhalten u. a. die Entwicklung von Aus- und Weiterbildungskonzepten, das Marketing für den Leichtbaustandort Baden-Württemberg sowie die Realisierung eines Forschungs- und Validierungsprogramms. Für dieses Programm stehen von 2013 bis 2017 insgesamt 2,8 Mio. Euro an Landesmitteln zur Verfügung. In einer gemeinsamen Arbeitsgruppe aus Ministerium, Industrie und Forschung wurden zu den beiden Schwerpunktthemen „Grenzflächen / Fügetechnik / Alterung“ und „Automatisierung“ branchenübergreifende Ideen für Leitprojekte diskutiert. Diese

müssen nun relativ kurzfristig zu antragsfähigen Konzepten auf Basis der Bedürfnisse der Industrie ausgearbeitet werden. Die AFBW, das Kompetenzund Technologienetzwerk für

faserbasierte Werkstoffe, hat als branchenübergreifendes Netzwerk die Aufgabe übernommen, den Themenbereich „Grenzflächen / Fügetechnik / Alterung“ mit Projektinhalten und -zielen zu

I. Optimierung der Grenzfläche Faser-Matrix unter den Aspekten einer verbesserten Haftung und Verarbeitung, sowie verbesserter Alterungsbeständigkeit Projektziel: Entwicklung verbesserter Schlichten unter dem Aspekt besserer Faser-Matrixhaftung und verbesserter Alterungsbeständigkeit Projektinhalte: Entwicklung bzw. Optimierung von Schlichten für Kohle- und Hybridfasern für Duroplast- und Thermoplast-Matrizes, Entwicklung von verbesserten Schlichteaufbringsverfahren, Einfluss der Schlichte auf die Matrixeinbringung (Benetzbarkeit), Ermittlung der Alterungsbeständigkeit, Kennwertermittlung für die numerische Simulation und Berechnung. II. Auswahl und Bewertung gewichtsoptimierter Fügeverbindungen im hybriden Leichtbau Projektziel: Theoretische und praktische Beherrschung hybrider Fügetechnologien Projektinhalte: Kennwertermittlung, Vorgehen zur Kennwertermittlung, Designrichtlinien, makroskopische Simulationsmodelle für die Versagensvorhersage III. Ermüdung, Alterung und Lebensdauer von Faserkunststoffverbund- und Hybridstrukturen Projektziel: Experimentelle Untersuchung, modellmäßige Erfassung, numerische Simulation und konstruktive Berücksichtigung von Zeitdegradationsphänomenen Projektinhalte: Betriebsfestigkeit von FKV- und Hybridstrukturen, Alterung durch Umwelteinflüsse, Setzungs- und Degradationsverhalten von Hybridverbindungen, Ermüdungsmodelle für Lebensdauervorhersagen

LEICHTBAU IN MOBILITÄT UND FERTIGUNG

LeiChtBau in MoBiLität und Fertigung

Ökologische Aspekte

Chancen für Baden-Württemberg

kompensiert

Print

Id-Nr. 1224984 www.bvdm-online.de

07.12.12 10:28

Christine Schneider

Themenbereich „Grenzflächen / Fügetechnik / Alterung“

LeiChtBau in MoBiLität und Fertigung – Chancen für Baden-Württemberg

Print

spezifizieren. Bei Interesse oder Fragen steht Ulrike Möller (ulrike. moeller@afbw.eu) zur Verfügung.

kompensiert Id-Nr. 1218184 www.bvdm-online.de

12033_Kompetenz_Atlas_Umschlag_RZ_pf.indd 1

Nebenstehende Publikationen wurden bereits von der e-mobil BW GmbH veröffentlicht und stehen unter http://www.leichtbau-bw.de/arbeitsfelder/publikationen zum Download bereit.

27.03.12 17:35

AFBW Veranstaltungskalender 2013 www.afbw.eu 11. – 13. Juni

TechTextil Frankfurt

Messe, Frankfurt

18. Juni

Denkendorfer Hochleistungsfasersymposium ITCF Denkendorf in Kooperation mit AFBW

ITCF Denkendorf

20. Juni

Anwenderforum Textile Innovationen in der Luftfahrt

Diehl Aircabin, Laupheim

4. Juli

AG Hochleistungsfasern

ITCF Denkendorf

11. Juli

AG Zukunft Produktion Veranstalter: Mechatronik BW, VDC Fellbach und AFBW

Fraunhofer IPA

16. Juli

AG Technische Textilien – Abstandstextilien Veranstalter: AFBW und Cluster TechTex Neckar-Alb

ITV Denkendorf


12  Zu guter Letzt

Südwesttext

Mai 2013 I Nr. 68

Marc Cain: Impressionen der Jahresversammlung

Bildnachweis Von links nach rechts: Norbert Lock (Marc Cain), Anne-Marie Obieglo, Prof. Dr. Georg Obieglo (Hochschule Reutlingen), Peter Schwartze (Präsident t+m), Heinz Horn ehemaliger Präsident Gesamtmasche), Georg Saint-Denis (Präsident Südwesttextil), Ottmar Ihling (Apelt), Gabriele Heise (FDP-Landtagsabgeordnete), Marion Johannsen (Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände), Robert Heinz (Weise), Ulf Weise (Weise), Hans Digel (Vizepräsident Südwesttextil), Birgit Streich (Streich), Oliver Streich (Streich), Hans Digel (Vizepräsident Südwesttextil), Silvia Jungbauer (Gesamtmasche), Evelyn Hausner (TVU), Andrea Weber (Philipp-Matthäus-HahnSchule), Ina Vitallowitz (Kerschensteinerschule), Martin Karch (Pichler), Steffen Herrmannsdörfer (Textilveredlung an der Wiese), Henrike Weidmann (Weidmann), Peter Weidmann (Weidmann), Inge Zeiher (Südwesttextil), Regina Goll (Südwesttextil), Christine Maatz (Südwesttextil), Jeanette Nüssle (Südwesttextil), Bettina Melanie Dick (Südwesttextil), Peter Hauk (CDU-Fraktionsvorsitzender), Dr. Markus H. Ostrop (Hauptgeschäftsführer Südwesttextil) und Ehefrau Christine Wönne, Dietmar Heck (zue) und Ehefrau Rita Heck, Simone Diebold (Südwesttextil), Christine Schneider (Südwesttextil), Sabine Dirlewanger (Modeschule Stuttgart), Helmut Schlotterer (Marc Cain), Dr. Markus H. Ostrop (Hauptgeschäftsführer Südwesttextil), Peter Flückiger (Textilverband Schweiz), Corinne Egli (Textilverband Schweiz), Donata Apelt-Ihling (Vizepräsidentin Südwesttextil), Markus Janßen (Gustav Gerster) Ulrike Möller (AFBW), Nathan Binkowski (Südwesttextil).

Weitere Impressionen unter www.suedwesttextil.de

Impressum © Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers. Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e. V. Kernerstraße 59 70182 Stuttgart

Präsident Georg Saint-Denis

Gestaltung www.die-wegmeister.com

Hauptgeschäftsführer Dr. Markus H. Ostrop

Druck Gress-Druck GmbH, Fellbach

Postfach 10 50 22 70044 Stuttgart Telefon +49 711 21050-0 Telefax +49 711 233718 Internet www.suedwesttextil.de

Verantwortlich für Inhalt und Layout Simone Diebold

Auflage 1 000 Exemplare


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