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Südwesttext Mai 2011

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SÜDWESTTEXT Nr. 44

THEMEN Gelebte Nachhaltigkeit Verband + Industrie, Seite 3

Das Runde muss ins Eckige Bildung + Soziales, Seite 6

Unfallverhütung im Betrieb Recht + Steuern, Seite 8

REACh bleibt eine Herausforderung Technik + Umwelt, Seite 11

Service Aktuelle Steuer-Nachrichten

Recht + Steuern, Seite 9

Aktuell Am 26. Juli findet die Zertifikatsverleihung in der Gatex, Bad Säckingen statt. Um die besondere Qualität der Ausbildung in der Gatex zu dokumentieren, gibt es zum Ende der Ausbildung eine Abschlussprüfung. Bei erfolgreichem Bestehen erhalten die Azubis das Gatex-Zertifikat. Nach der feierlichen Auszeichnung der besten Absolventen klingt der Abend beim gemeinsamen Grillen aus.

Zeitung für die Textil- und Bekleidungsindustrie

Mai 2011

Rüstzeug für die Zukunft Südwesttextil organisiert eine wegweisende Fachtagung Während die letzten Vorbereitungen für die große Zukunftskonferenz in vollem Gange sind, steigt die Zahl der angemeldeten Teilnehmer täglich. Schon jetzt zeichnet sich ab: das Treffen am 30. Juni und 1. Juli in Stuttgart stößt bei Besuchern und Ausstellern auf riesige Resonanz. Angesprochen fühlen sich dabei nicht nur Insider aus der Textil- und Bekleidungsindustrie. Das unter Federführung von Südwesttextil erstellte Programm bietet Stoff für Diskussionen auch mit Vertretern aus Politik, Gewerkschaft, Wissenschaft und anderen Wirtschaftsbranchen. In drei interessanten Foren werden dabei strategisch zentrale Trends

Innovative Entwicklungen sichern den textilen Standort Deutschland und Baden-Württemberg.

erörtert, die verantwortungsvolle Arbeitgeber, mitdenkende Beschäftigte und zukunftsorientierte Begleiter der Industrie nicht ignorieren dürfen. So wird es Zeit, dass sich

die Wirtschaft intensiver mit den Auswirkungen des demografischen Wandels auf das Arbeitsleben beschäftigt. Die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über die

Foto: DITF

Leistungsfähigkeit älterer Arbeitnehmer, die in Stuttgart präsentiert werden, mögen dabei viele zunächst verblüffen. Fortsetzung Seite 2

Textilkennzeichnung neu gefasst EU-Verordnung ersetzt nationale Regelungen zur Rohstoffangabe Am 11. Mai hat das EUParlament den Vorschlag für eine neue Textilkennzeichnungsverordnung verabschiedet. Die Verordnung wird unmittelbar in den Mitgliedstaaten gelten. Dadurch können Innovationen im Faserbereich schneller bei der Kennzeichnung berücksichtigt werden. Bisher bildet eine EU-Richtlinie die Basis für entsprechende nationale Gesetze. Nach fast zweijähriger Debatte haben sich Mitgliedstaaten, EU-Kommission und die Abgeordneten auf einen Kompromiss geeinigt. Vorausgegangen

war eine Streit um die Aufnahme sachfremder Themen. Die Vorschriften zur Textilkennzeichnung beschränken sich traditionell auf Angaben zum Rohstoffgehalt. Einige Europaabgeordnete hatten sich jedoch für die Verankerung einer verpflichtenden Ursprungsangabe stark gemacht. Darüber hinaus gab es Vorstöße zur Pflege- und Größenkennzeichnung sowie die Forderung, Textilprodukte mit Hinweisen zu allergenen Substanzen zu versehen. Nichts davon wurde durchgesetzt. Allerdings hat sich die EU-

www.suedwesttextil.de

Kommission verpflichtet, hierzu bis Herbst 2013 Studien vorzulegen. Die bisherigen Vorschriften werden weitestgehend in die neue Verordnung übernommen. Auf Drängen des Parlaments ist künftig jedoch ein Hinweis anzubringen, falls ein Produkt „nicht-textile Bestandteile tierischen Ursprungs“ enthält. Sonst ändert sich, außer einigen Details bei der Nennung der Gewichtsanteile, in der Praxis kaum etwas – auch wenn das im Einzelfall wichtig sein kann. Vom „europäischen Etikett“, von dem bereits

geschwärmt wurde, ist die Branche aber trotz neuer Verordnung noch weit entfernt. Die Vielsprachigkeit, unterschiedliche nationale Regelungen zur Pflege- und Größenkennzeichnung sowie der nicht enden wollende Streit um eine „Made in“-Verordnung bleiben uns weiter erhalten. Die neue Verordnung tritt voraussichtlich noch im Sommer in Kraft. Ein Überblick zu Änderungen und Übergangsfristen steht im Mitgliederbereich unter www.suedwesttextil. de zum Download bereit. Silvia Jungbauer


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Verband + Industrie

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Fortsetzung von Seite 1

In Kürze

Rüstzeug für die Zukunft Dann aber gilt es, Konsequenzen zu ziehen, für die das Forum reichliche Anregungen geben wird. Dass die Textilindustrie in den technischen Textilien erhebliches Zukunftspotential sieht, kann dagegen nur noch Außenstehende überraschen. Wie vielfältig aber die Einsatzgebiete sein können, lernen auch er-

fahrene Experten immer wieder neu. Einige der besonderen Highlights werden deshalb sowohl im Forum als auch in der begleitenden Ausstellung präsentiert. Nicht nur für die Modeindustrie und den Handel ist Markenpolitik ein ebenso spannendes wie herausforderndes Thema. Deshalb werden auch

andere Branchenvertreter großes Interesse am Vortrag von Hugo Boss-Chef Claus-Dietrich Lahrs finden, den Südwesttextil für die Konferenz gewinnen konnte. Zudem werden die neuen Möglichkeiten des Internets beleuchtet, das unsere Vertriebswelt komplett verändert. Abseits des kompakten und vielseitigen

Programms aber will die Zukunftskonferenz das wichtige Networking fördern, für das das ehrwürdige Haus der Wirtschaft in Stuttgart die ideale Atmosphäre liefert. Das ausführliche Programm ist auf den Seiten 4 und 5 abgedruckt. Anmeldemöglichkeit online unter www.zukunft-textil.de.

Einschnitte in Präferenzsystem für Entwicklungsländer geplant delskommissar Karel De Gucht will das System stärker auf diejenigen

automatisch ausscheiden. Außerdem will die EU größere Anreize setzen,

Textilindustrie im Fokus der Einschnitte.

zuschneiden, „die es am nötigsten brauchen“. Freihandelspartner sollen aus dem neuen APS

Foto: fotolia

um Entwicklungsländer zu „Good Governance“ zu bewegen. Nach heutigem Stand würden sich

dadurch nur noch rund 80 Länder für das APS qualifizieren. Jährlich kommen im Rahmen des APS Importe im Wert von ca. 70 Mrd. Euro in die EU, etwa 30 Prozent davon entfallen auf Textilwaren. Durch die APS-Reform will die Kommission diesen Wert auf unter 38 Mrd. Euro drücken. Damit müssten die EU-Einführer ca. 1,5 Mrd. Euro mehr Zoll bezahlen. Die Vorschläge werden nun im Europaparlament und im Ministerrat diskutiert. Spätestens am 1. Januar 2014 kommt die neue Verordnung zur Anwendung

Silvia Jungbauer

Alles was recht ist Verbandssatzung jetzt auf dem neuesten Stand Schon seit vielen Jahren haben Mitglieder von Südwesttextil die Möglichkeit, zwischen der Mitgliedschaft mit und ohne Tarifbindung zu wählen. In jüngster Zeit hat die Rechtsprechung in mehreren Entscheidungen die Anforderungen für eine entsprechende Satzungsregelung konkretisiert.

So dürfen tarifpolitische Entscheidungen innerhalb des Verbandes ausschließlich von den direkt betroffenen tarifgebundenen Mitgliedern getroffen werden. Über die Annahme oder Ablehnung von Verhandlungsergebnissen oder über Arbeitskampfmaßnahmen etwa haben nur die tarifgebundenen

Mitglieder zu befinden. Nicht tarifgebundene Mitgliedsunternehmen können dagegen an solchen Abstimmungen nicht teilnehmen. Sie dürfen jedoch bei den Beratungen dabei sein. Südwesttextil hat bereits bisher die beiden Sphären von tarifgebundenen und nicht tarifgebundenen Mitgliedern

Am 12. Mai 2011 starb völlig unerwartet im Alter von 73 Jahren Rechtsanwalt Dr. Walter Brogsitter.

Markus H. Ostrop

EU will Zollvorteile streichen Die EU-Kommission will die Zahl der Staaten halbieren, die von Zollerleichterungen für Entwicklungsländer profitieren. Bislang gibt es 176 begünstigte Länder. Oft geht es dabei um Textil und Bekleidung. Wer Waren aus Entwicklungsländern bezieht, sollte die Reformdiskussion wachsam verfolgen. Bald könnten Zollvorteile wegfallen. Auf der anderen Seite ist die umstrittene Begünstigung starker Konkurrenten wie z. B. Indiens vielen schon lange ein Dorn im Auge. Am 10. Mai ließ Brüssel Details dazu verlauten, wie die Reform des Präferenzschemas für Entwicklungsländer (APS) aussehen könnte: Han-

Südwesttext

in der Praxis klar voneinander getrennt. Die Mitgliederversammlung hat am 14. April aber auch die Satzung den neuen rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst und beim Vereinsregister eintragen lassen. Die überarbeitete Satzung kann unter www.suedwesttextil. de eingesehen werden. Markus H. Ostrop

Er betreute seit 1969 als stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der deutschen Maschenindustrie dessen Mitgliedsfirmen in wirtschaftsrechtlichen Angelegenheiten. Als maßgeblicher Mitgestalter der Zahlungs- und Lieferungsbedingungen der Konvention der deutschen Maschenindustrie war er besonders auf dem Feld der allgemeinen Geschäftsbedingungen ein gefragter Ratgeber. Zu seinen Schwerpunktgebieten gehörten aber auch kartell- und wettbewerbsrechtliche Fragestellungen ebenso wie das Textilkennzeichnungsrecht. Auch Südwesttextil verliert mit ihm einen hoch geschätzten und liebenswerten Kollegen. Anfang Mai bekam das Team von Kirsten Rahmann, Leiterin Bereich Kommunikation, Presse und Öffentlichkeitsarbeit des Gesamtverbands textil+mode Verstärkung: Die Naturwissenschaft-lerin Kerstin Bähren betreut künftig die Pressearbeit des Verbandes mit dem Schwerpunkthema „Innovationskraft textiler Produkte und textiler Forschung“ und arbeitet eng mit dem Forschungskuratorium Textil zusammen. Zuvor war sie u. a. für die Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren tätig.


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Verband + Industrie

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Gelebte Nachhaltigkeit Elmer & Zweifel setzt auf Ökologie und Qualität Nachhaltiges Wirtschaften hat Konjunktur. Mit „grünen“ Produkten versuchen inzwischen zahlreiche Firmen, Kunden zu überzeugen. Aber: Bio ist längst nicht gleich Bio. Wie man über die textile Prozesskette hinweg höchsten Umweltansprüchen genügen und gleichzeitig wettbewerbsfähig sein kann, zeigt das Konzept von Gebr. Elmer & Zweifel aus Bempflingen. Die Baumwollweberei wurde bereits im Jahre 1855 gegründet und befindet sich bis heute im Besitz der Gründerfamilien – nunmehr in sechster Generation. Südwesttextil hat das Unternehmen besucht und dabei einiges zu gelebter Nachhaltigkeit erfahren. Ökologische Aspekte stehen bei Elmer & Zweifel ganz oben auf der Prioritätenliste. „Von der Rohstoffauswahl bis zum fertigen Produkt setzen wir auf Umweltverträglichkeit“, erläutert Geschäftsführer Roland Stelzer den Kern der Unternehmensphilosophie. Im Klartext heißt das: Vom Baumwollanbau über die gesamte Produktionskette hinweg werden keine gesundheitlich oder ökologisch bedenklichen Substanzen verwendet.

Mit der Marke Cotonea demonstriert das Bempflinger Unternehmen, dass es Bio-Produkte in ansprechendem Design und hochwertiger Qualität zu fairen Prei-

weder Mensch noch Natur bei der Herstellung der Textilien ausgebeutet werden. „Deshalb sind unsere Cotonea-Produkte IVN-BEST-zertifiziert“, fügt er mit einigem Stolz

Anbau zeigt sich das Unternehmen besonders engagiert. In enger Zusammenarbeit mit der Schweizer Hilfsorganisation Helvetas engagiert sich Cotonea seit 2004

Imposantes Firmengelände von Gebrüder Elmer & Zweifel in Bempflingen.

sen geben kann – alles ganz ohne Müsli-Touch. Und die Textilien rund um die „drei großen Bs“ von Cotonea – Bett, Bad und Baby – gehören zu den Produktgruppen, bei denen Konsumenten besonderen Wert auf Umweltverträglichkeit legen. „Für uns bedeutet das aber nicht einfach nur Umweltschutz“, betont Stelzer. Dazu gehöre auch Gesundheitsbewusstsein und die Sicherheit, dass

Geschäftsführer Roland Stelzer erläutert die Unternehmensphilosophie.

hinzu. Das Siegel „Naturtextil IVN zertifiziert BEST“ dürfen nur Naturfaserprodukte tragen, die höchsten Anforderungen in ökologischer und sozialverantwortlicher Hinsicht gerecht werden. Die Richtlinien, die ein Unternehmen und seine Produkte erfüllen müssen, betreffen neben den Rohstoffen die gesamte Prozesskette. Bei der Beschaffung der Baumwolle aus kontrolliert biologischem

intensiv für den Anbau von Biobaumwolle in Kirgisistan. Durch eine Abnahmegarantie wird den Bauern vor Ort zusätzliche finanzielle Sicherheit geboten – neben den höheren Preisen, die für kbA-Baumwolle im Vergleich zu konventionell erzeugter Baumwolle erzielt werden. Außerdem steht Cotonea in direkter Verbindung mit den Baumwollproduzenten und hat Vertrauensleute direkt vor Ort.

Umweltverträgliche Produkte vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt.

„Neben den Zertifikaten haben wir damit zusätzlich noch selbst die Kontrolle über Qualität und Reinheit unserer Biobaumwolle“, erläutert der Geschäftsführer. Auch aus Uganda bezieht das Unternehmen Bio-Baumwolle, die seit kurzem im Nordwesten des Landes angebaut wird. Während jedoch Organisationen wie die GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) die Unterstützung des Projektes „aus politischen Gründen“ eingestellt haben, macht Cotonea weiter und will den Bauern langfristige Perspektiven geben. Nachhaltig geht es auch in der Bio-Markthalle „Vivena“ auf dem Firmengelände zu. Dort rundet Elmer & Zweifel das eigene Angebot durch Produkte nachhaltig produzierender Partner ab. In dem gut sortierten Shop kann man daher neben Bettwäsche, Frottierwaren und Babyausstattung auch Damenund Herrenbekleidung kaufen. Bio-Wohlfühlprodukte wie Kosmetika und Wein runden das Angebot ab. Das macht Appetit auf nachhaltige Einkäufe. Silvia Jungbauer

Das Fimenschild am Eingang.


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Zukunftskonferenz

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Südwesttext

Einladung Wirtschaft, Wissenschaft und Politik im Dialog

Unternehmen 2020 Zukunftskonferenz Textil

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n ax a F 30. Juni und 1. Juli 2011 in Stuttgart r e p e 2011 til.d i x n e u t ft .J kun s 17 i u z b . g w ldun r ww e e t m n u An line n o oder

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Programm

Donnerstag, 30. Juni 2011

»Menschen müssen gesund alt werden können« Helga Schwitzer

Besichtigung der baden-württembergischen Textilforschungsinstitute Wahlweise DITF Denkendorf oder Hohenstein Institute, Bönnigheim

»Sehen unsere Unternehmen bald alt aus?« Rudolf Kast

18:00 Zur Einstimmung: Anregender Abendempfang mit Zukunftsvortrag

10:50  Kaffeepause

12:30 Zum Einstieg: Blick in die Labors der Zukunft

Alte Reithalle, Maritim Hotel Stuttgart Grußworte Dr. Philipp Rösler, Bundeswirtschaftsminister Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württemberg (angefragt) Zukunftsvortrag: »Lebenswelten 2020« Sven Gabor Janszky, Trendforscher Modenschau der Staatlichen Modeschule Stuttgart

Freitag, 1. Juli 2011

08:00 Einlass und Registrierung

Haus der Wirtschaft

09:00 Eröffnung

Grußworte Ingo Rust MdL, Staatssekretär Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Dr. Axel Nickel, Präsident Südwesttextil Heinz Horn, Präsident textil+mode

09:30 Forum I Erfolg mit Arbeitsfreude – Die Wertschätzung der Alten

»Strategie zur Erhaltung der Arbeits­fähigkeit aus Sicht der Altersforschung« Prof. Dr. phil. Dr. h.c. Dipl. Psych. Andreas Kruse

10:40 Eröffnung Innovationsmarktplatz

Standpunkte Mitarbeiter 2020 – Welches Personal braucht die Industrie? Thomas Diels, Gütermann Group, und die Referenten des Forums I

11:30 Forum II Fortschritt mit jeder Faser – Der Wandel des Textilen

12:50 Entspannen auf dem Innovationsmarktplatz 14:20 Forum III Auf allen Kanälen – Die Wege der Marken

»Herausforderung globaler Markenpolitik« Claus-Dietrich Lahrs

»Multi-Channeling – Welche Kanäle bevorzugen die Kunden zur Kaufent­- scheidung?« Prof. Dr. Gerrit Heinemann

»vente-privee.com: Ein revolutionäres Geschäftsmodell – eine Win-Win-Solution für Marken und Mitglieder«

Standpunkte Wachstum 2020 – Wohin will die Fashion-Industrie? Hans Digel, Digel Menswear, und die Referenten des Forums III

»Bauen mit Textil – eine ›Urkunst‹ wird ›Smart Technology‹ « Dr.-Ing. Martin Synold »Carbonfasern – die Wiedererweckung der Textil­industrie im 21. Jahrhundert« Dr. Hubert Jäger

15:40 Ein Wort zum Abschluss

»Auf Tuchfühlung – das Textil im Spannungsfeld von Design und Umsetzung« Martin Bremer, Ina von Szczepanski

15:50 Der Innovationsmarktplatz lädt ein zu Kaffee und Gesprächen

Standpunkte Innovation 2020 – Wo liegen die Zukunftsfelder für Textil? Prof. Dr. Heinrich Planck, ITV Denkendorf, Prof. Dr. Stefan Mecheels, Hohenstein Institute, und die Referenten des Forums II

Dr. Markus H. Ostrop, Hauptgeschäftsführer Südwesttextil

17:00 Ende der Veranstaltung

Durch das Programm führt Petra Gottwald

Leitung Buchverlag, Deutscher Fachverlag GmbH


Zukunftskonferenz Verband + Industrie

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Referenten Sven Gabor Janszky Trendforscher

»Lebenswelten 2020« Ein Tag im Deutschland des Jahres 2020: Ausgehend von seinen Zukunftsszenarien erläutert Zukunfts­forscher Janszky wesentliche Zukunfts­visionen und entscheidende Innovationen. An den Schnittstellen dieser Visionen entstehen jene Trends, die prägend sind für die Lebenswelten des Jahres 2020.

Prof. Dr. phil. Dr. h.c. Dipl. Psych. Andreas Kruse

Institut für Gerontologie, Ruprecht-Karls-Universität, Heidelberg »Strategie zur Erhaltung der Arbeits­fähigkeit aus Sicht der Altersforschung« Die Veränderungs- und Bildungsfähigkeit (Plastizität) älterer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird vielfach unterschätzt: Durch unternehmensinterne Qualifizierungsstrategien kann diese bis ins siebte Lebensjahrzehnt ausgeschöpft werden und den Unternehmen so ein beträchtliches Potenzial bieten.

Helga Schwitzer

Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall »Menschen müssen gesund alt werden können« Im Mittelpunkt des Vortrags steht das Thema Wert­ schätzung. Diese darf nicht nur auf die Verwertbarkeit der Alten reduziert werden. Wertschätzung muss auch in Form guter, alternsgerechter und gesunder Arbeits­ bedingungen zum Ausdruck kommen.

Rudolf Kast

Berater für Personalmanagement und Karriere­ entwicklung, Kast. Die Personalmanufaktur »Sehen unsere Unternehmen bald alt aus?« Den Unternehmen gehen in den nächsten 10-15 Jahren 6 Mio. Beschäftigte durch Übergang in die Rente verloren. Wie bereiten sich die Unternehmen darauf vor? Der Referent zeigt anhand der Handlungsfelder Lebenslanges Lernen, Lebens­phasenorientierte Arbeitszeitsysteme, Gesundheits­ management, welchen Beitrag proaktive Personalarbeit hier leisten kann.

Dr.-Ing. Martin Synold

Werner Sobek GmbH & Co. KG, Stuttgart »Bauen mit Textil – eine ›Urkunst‹ wird ›Smart Technology‹« Der Vortrag gibt einen Überblick über die Verwendung von Fasern und Textilien im gegenwärtigen Bauschaffen. Darauf aufbauend wird gezeigt, wie insbesondere auch durch die Forderung eines verantwortungsbewussten und nachhaltigen Bauens Textilien zukünftig verstärkt zum Einsatz kommen werden.

Dr. Hubert Jäger

Vice President & Head of Technology & Innovation Leiter Konzernforschung SGL Group »Carbonfasern – die Wiedererweckung der Textilindustrie im 21. Jahrhundert« Vor dem Hintergrund der Notwendigkeit, Verbundwerkstoffe mit neuen modernen Hochleistungsfasern, insbesondere mit Carbonfasern, über moderne Prozesstechniken wirtschaftlich herzustellen, steht die Textilindustrie in Deutschland vor einem Revival. Die in Deutschland verbliebene Ingenieurtechnik ist in der Lage, hier wieder eine Vorreiterrolle zu übernehmen.

Martin Bremer

Leiter Color & Trim, Daimler AG

Ina von Szczepanski

Entwicklung Interieur, Daimler AG

»Auf Tuchfühlung – das Textil im Spannungsfeld von Design und Umsetzung« Das Textil hat das Automobil in seiner 125-jährigen Geschichte von Anfang an begleitet. Der Vortrag beleuchtet, welchen Anforderungen es aus Sicht des Designers und des Technikers genügen muss und welchen zukünftigen Herausforderungen es gegenübersteht.

Claus-Dietrich Lahrs CEO Hugo Boss AG

»Herausforderung globaler Markenpolitik« Die Anforderungen an global aufgestellte Fashionbrands liegen insbesondere in dem Aufbau von Kundennähe in den regionalen Absatzgebieten. Geschwindigkeit, Kundennähe und Einzelhandelskompetenz sind dabei die erfolgsentscheidenden Faktoren.

Prof. Dr. Gerrit Heinemann Leiter eWeb-Research-Center

»Multi-Channeling – Welche Kanäle bevorzugen die Kunden zur Kaufentscheidung?« Die mobile Internetnutzung befeuert nicht nur den Online­-Handel, sondern verlagert zunehmend den Online-Kauf vom Schreibtisch auf das Sofa und die Straße. Der Schlüssel liegt in der Kombination von sozialem, lokalem und mobilem Netz, durch die das Internet den gesamten Handel neu definiert.

vente-privee.com

Online-Handelsunternehmen »vente-privee.com: Ein revolutionäres Geschäftsmodell – eine Win-Win-Solution für Marken und Mitglieder« E-Commerce wird mehr und mehr zum wichtigen Absatzskanal des Handels. Mit seiner 10-jährigen Expertise ist vente-privee.com einer der Pioniere und Innovatoren dieses Distributionskanals.

Standpunkte Dipl.-Kfm. Thomas Diels, CFO Gütermann Group Prof. Dr. Heinrich Planck, Leiter ITV Denkendorf Prof. Dr. Stefan Mecheels, Leiter Hohenstein Institute Dipl.-Kfm. Hans Digel, gesch. Gesellschafter Gustav Digel, Nagold

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Bildung + Soziales

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Das Runde muss ins Eckige Erfolgreicher Jungtextiler Kongress 2011 Zu einem Veranstaltungsort der besonderen Art reisten am 4. Mai 280 Jungtextiler, Ausbildungsleiter sowie zahlreiche Gäste aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in die AFG-Arena nach St. Gallen. Noch bevor sich die Tore des Fuß-

durch Dr. Urs Rickenbacher, dem Präsidenten der Ausbildungskommission des Schweizer Textilverbands, ging es dann in die erste Halbzeit. Hier bot sich den Teilnehmern ein Spiel auf hohem Niveau. Dafür sorgten vor allem die Referenten

„Climatex – Intelligentes Produktedesign nach den Prinzipien von Cradle-tocradle“ zu verstehen haben. Und über das Projekt „Size Germany – die deutsche Reihenmessung und ihre Ergebnisse“, wusste Martin Rupp, Hohenstein Institute, viel zu erzählen.

Zufrieden und erschöpft: Die Jungtextiler nach der Stadionführung.

ballstadions um 9.30 Uhr öffneten, warteten bereits die ersten Jugendlichen auf den Einlass. Ausgerüstet mit Namensschild und detailliertem Programm gab es für die Jugendlichen vor imposanter Stadionkulisse erst einmal einen Begrüßungskaffee. Mit dem Anpfiff und der offiziellen Begrüßung

mit spannende Beiträgen zu textilen Innovationen. „Young professionals meets sports“, lautete das Referat von Markus Lutz, Christian Eschler AG. Über die neuesten Erfindungen zu „Textilem Licht- und Solarzellen“ berichtete Hanspeter Meier, Sefar AG. Fredy Baumeler, Gessner AG, erläuterte den Jugendlichen, was sie unter

Die ausgiebige Mittagspause wurde dazu genutzt, Kontakte mit den Azubis der Nachbarländer und den verschiedenen Textilunternehmen zu knüpfen. Außerdem sorgte ein reichhaltiges Buffet für die nötige Energie, um in der zweiten Halbzeit noch einmal zu Hochfrom aufzulaufen. Eine sportliche Stadionführung sollte den

chung mit süßer Stärkung ging es in die Verlängerung: Eingewechselt wurde Lara Stoll aus Winterthur. Die amtierende Schweizer- und Europameisterin im Poetry Slam verstand es mit ihrem Charme, Wortwitz und scharfzüngigen Tex-

Teilnehmern alles abverlangen. Unter fachkundiger Anleitung von Marc Zellweger „Zelli“, dem wohl bekanntesten St. Galler Fussballer, war der technisch optimale Schuss gefragt und nicht brachiale Gewalt. Auch

beim anschließenden Torwandschiessen hatte man bisweilen das Gefühl, dass die weiblichen Teilnehmer ein besseres Zielvermögen besaßen als ihre männlichen Kollegen. Kopftraining war beim Quiz gefragt und die Jungtextiler glänzten mit ihrem textilen Wissen. Nach der letzten kurzen Spielunterbre-

Foto: Swiss Textiles

ten die Zuschauer auf der Tribüne zu fesseln und zu begeistern. Nach dem Abpfiff kurz nach 17 Uhr machten sich die Fans gut gelaunt mit ihren dicken Fanschals auf den Heimweg. Der nächste Jungtextiler Kongress findet 2013 in Deutschland statt. Christine Schneider

Leadership-Training Neues Weiterbildungsangebot bei der Akademie der baden-württembergischen Wirtschaft Die Erwartungen, die heute an Führungskräfte gestellt werden, sind extrem facettenreich und damit anspruchsvoll: Gefragt sind Verhandlungsgeschick, Eigenmotivation, aber auch die Fähigkeit, andere zu motivieren. Krisen gilt es nicht nur zu bewältigen, sondern das damit verbundene Lernpotenzial wirkungsvoll umzusetzten. Und – wer strategisch präzise entscheiden und international zielgerichtet handeln will, muss Führungsqualität beweisen.

Das neue LeadershipTraining deckt diese und

schaft in Zusammenarbeit mit der ESB Business

weitere relevante Themen ab. Entwickelt wurde es von der Akademie im Bildungswerk der BadenWürttembergischen Wirt-

School der Hochschule Reutlingen und ihrer Weiterbildungsorganisation sowie dem Team P Projektentwicklung.

Alle Seminare und Trainings richten sich an Führungskräfte im nationalen und internationalen Kontext und an Führungskräfte, die Ergebnisverantwortung tragen oder sich auf eine Postion im General Management vorbereiten. Die Besonderheit des Programms liegt in der hohen Flexibilität und der Möglichkeit, eine Prüfung mit einem Hochschulzertifikat der ESB Business School Reutlingen abzuschließen – eine der führenden Business Schools Deutschlands.

Alle Seminare dauern zwei Tage, sind einzeln buchbar und können auf das Kompakttraining oder das Certified Training angerechnet werden. Das Hochschul-Zertifikat erhält, wer innerhalb von zwei Jahren die vier Pflichtmodule und weitere vier Wahlmodule absolviert hat, eine schriftliche Projektarbeit erstellt und eine mündliche Prüfung abgelegt hat. Das Programm gibt es unter www.suedwesttextil. de. Christine Schneider


Bildung + Soziales

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Besucherrekord bei Go Textile! Aktivitäten der Nachwuchskampagne im Frühjahr Im Mai zog Go Textile! Mönchengladbach an: Die alle zwei Jahre stattfindende Nachwuchsmesse „MG ZIEHT AN“ ist eine der größten Recruiting Messen. Am 5. und 6. Mai traf sich die Textilbranche bereits zum siebten Mal in den Räumen der Hochschule Niederrhein. An zwei Tagen konnten Studierende und Interessierte mit namhaften Unternehmen aus der Textilund Bekleidungsbranche ins Gespräch kommen. Auch Go Textile! war an verschiedenen Plätzen der Messe präsent, u. a. mit einem Slackline-Event. Außerdem präsentierte Go Textile! die Ausbildungsberufe der Branche an einem Stand, an dem Karin Terdenge vom Gesamtverband textil+mode den Besuchern Rede und Antwort stand. Auf dem YouTube-Kanal von Go Textile! findet sich ein Video zur Veranstaltung http://www.youtube.com/gotextile. Fast zur gleichen Zeit fand auch

de das maximale Budget mit einer täglichen Obergrenze limitiert. Laut Facebook erzielte die Anzeige über 11 Millionen Impressionen und insgesamt 2  353 Klicks. Durch diese beiden Aktionen werden im Mai über 5 000 Besucher auf der Internetplattform der Nachwuchskampagne vorbeischauen. Dies ist ein neuer Besucherrekord für www.go-textile. de und zeigt gleichzeitig die zunehmende Attraktivität der Seite.

Go Textile! zieht an in Mönchengladbach.

in Reutlingen die neunte „ConTexMe“ statt. Rund 20 Unternehmen aus der Textil- und Bekleidungsbranche präsentierten sich hier auf dem Campus. Die Anwesenheit auf der Messe in Mönchengladbach führte auch zu einer deutlich messbaren Besucherzahl im Internet auf www.go-textile.de. Am 5. Mai kamen 396 Besucher auf die Seite. Dies war das zweitbeste Ergebnis seit Start der Kampa-

Bildungscontrolling Mit dem Projekt Bildungscontrolling fördert das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg aus Landesmitteln und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds die Einführung von Bildungscontrolling bei kleinen und mittleren Unternehmen. Ziel des Projektes ist die Bereitstellung von Instrumenten des Bildungscontrollings für kleine und mittlere Unternehmen. Bis Ende 2012 ist dabei die Beratungsleistung zum Thema Personalentwicklung und Weiterbildungsplanung durch das Unternehmen team-training kostenfrei. Die Beratung erfolgt im Bereich der Einführung von Bildungscontrolling im Unternehmen, der Nutzenkontrolle der Qualifizierungsangebote sowie bei der systematischen und nachhaltigen Planung betrieblicher Bildungsprozesse. Weitere Informationen zum Projekt und zum Projektverlauf finden sich unter www.teamtraining.de/esf.

gne. Die Höchstzahl wurde durch die Blog-Party erreicht (siehe Südwesttextil April 2011). Ab Mitte April hat Go Textil! auf Facebook eine Werbeanzeige geschaltet, um zu sehen, wie viel Klicks sich mit dieser Art der Werbung erreichen lassen. Die Anzeige wurde einen Monat in Facebook für eine sehr eingegrenzte Zielgruppe geschaltet. Die Anzeige war nur für Schüler im Alter von 15 bis 18

Jahren in Deutschland sichtbar. Außerdem wur-

Christine Schneider

Seminare Bildungswerk Seminarangebot der Akademie für Personal- und Organisationsentwicklung im Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft in Kooperation mit Südwesttextil Präsentieren für internationale Zuhörer Termin: 11. bis 12. Juli 2011 Ort: Haus Steinheim Business-Knigge – sicher und souverän auftreten Termin: 14. bis 15. Juli 2011 Ort: Haus Steinheim Actives Recruiting unter Einbeziehung von Social-Media-Instrumenten Termin: 19. Juli 2011 Ort: Haus Bleibach Weitere Informationen unter www.biwe.de


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Recht + Steuern

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Unfallverhütung im Betrieb Großes Interesse beim Seminar zur neuen DGUV Vorschrift Bislang wurden die Betreuungszeiten der Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit nach starren Vorgaben ermittelt, die auf den individuellen Bedarf im Betrieb keine Rücksicht nahmen. In vielen Betrieben machte sich so gewisse Frustration breit, denn oftmals wusste selbst der externe Betriebsarzt nicht, wie er die ihm zugedachten Betreuungszeiten sinnvoll ausfüllen sollte. Gezahlt werden mussten sie allemal. Im Seminar Anfang Mai in Filderstadt ging es nun um die Neuregelung der betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuung DGUV Vorschrift 2, die zum Jahresanfang in Kraft trat. Kai-Uwe Götz, Rechtsanwalt bei Südwesttextil, zeigte sich zur Begrüßung der Teilnehmer selbst gespannt,

Weg von starren Betreuungszeiten, hin zu mehr Flexibilität. ob der mit der Neuregelung einhergehende Systemwechsel von bislang starren Einsatzzeiten hin zu einer Betreuung nach individuellen Aufgaben- und Leistungsbeschreibungen funktioniert. Der Weg dahin sei sicher richtig: „Gerade der Schwabe will eigentlich nur das bezahlen, was er auch braucht“, resümierte Götz. Allerdings bedeute eine individuelle Feststellung des notwendigen Betreuungsumfanges einen entsprechend höheren Aufwand im Unternehmen. Dabei darf die Wirtschaftlichkeit der Neuerungen nicht außer Acht gelassen werden. Zum 1. Januar 2011 wurde die bisherige berufsgenossenschaftliche

Vorschrift BGV A2, welche den betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuungsumfang regelte, abgelöst. Die neue „Deutsche gesetzliche Unfallversicherung Vorschrift 2“ (DGUV Vorschrift 2) hat nicht nur einen neuen Namen. Vielmehr wurde das neue Regelungskonzept

Handlungshilfen brauchen und deshalb eine einjährige Übergangsfrist beschlossen. „Diese Zeit müssen die Firmen nunmehr zur Umsetzung nutzen“, forderte Hettrich. Die von ihm vorgestellte Grundbetreuung konnte leicht nachvollzogen werden. Die insoweit vorgesehenen festen

für Arbeitssicherheit aufgeteilt werden. Zu beachten ist lediglich, dass jede Fachdisziplin einen Mindestanteil von 20 Prozent der Einsatzzeit und mindestens 0,2 Stunden pro Jahr und Beschäftigten in der Grundbtreuung nicht unterschreiten darf. Deutlich komplizierter stellt sich die Ermittlung der

DGUV Vorschrift 2: Die Teilnehmer folgen den Informationen zur Neuerung und Umsetzung.

für Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten in eine Grundbetreuung und eine zusätzliche betriebsspezifische und damit erstmals individuelle Betreuung eingeteilt. Dr. Ralph Hettrich, Leiter des Fachbereichs Kleinund Mittelbetriebe der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM), der intern bei der BG ETEM mit der Umsetzung der Neuregelung befasst war, und der Leiter des Fachbereichs Textile Branchen, Martin Steiner, informierten die Anwesenden über die neue Vorschrift. Als einzige hat die BG ETEM bei Verabschiedung der Neuregelung im Dezember 2010 erkannt, dass die Firmen zur Umsetzung Zeit und

Einsatzzeiten für den Betriebsarzt und die Fachkraft für Arbeitssicherheit kann schnell anhand der Zuordnung zu einer Betreuungsgruppe über die regelmäßig Beschäftigten ermittelt werden. Die Zuordnung zu einer Betreuungsgruppe wird über den sog. „WZ-Kode“ ermittelt, der in jedem Betrieb für Meldungen zum statistischen Landesamt verwendet wird. Im Textil- und Bekleidungsbereich ist je nach WZKode eine Zuordnung zur Betreuungsgruppe II oder III gegeben. Dies bedeutet eine Grundbetreuungszeit von 1,5 bzw. 0,5 Stunden pro Jahr und Beschäftigten. Die so ermittelte Grundbetreuungszeit kann dann zwischen Betriebsarzt und Fachkraft

betriebsspezifischen Betreuung dar. Hier muss sich der Unternehmer zusammen mit dem Betriebsrat

DGUV Vorschrift 2 erhöht den Aufwand für Betriebe. durch einen Aufgabenkatalog von 16 Aufgabenfeldern durcharbeiten, die ihrerseits wieder in mehrere Unterpunkte, sog. Auslösekriterien, untergliedert sind. Soweit ein Auslösekriterium für den Betrieb zutrifft, sind anhand vorgegebener Aufwandskriterien der Personalaufwand für den Betriebsarzt und die Fachkraft für Arbeitssi-

cherheit festzulegen. Um die Leistungsermittlung und Feststellung des Betreuungsaufwandes für die am Verfahren Beteiligten Unternehmer, Betriebsräte, Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit zu vereinfachen, hat die BG eine Online-Handlungshilfe entwickelt. Sie entbindet die Unternehmer und Betriebsräte zwar nicht, sich mit den verschiedenen Aufgabenfeldern und den entsprechenden Auslösekriterien bei der betriebsspezifischen Betreuung zu beschäftigen. Allerdings erleichtert es die struktrierte Umsetzung für die Unternehmen. Rechtsanwältin Susanne Wicht, Leiterin des Referates Arbeits- und Sozialversicherungsrecht beim Gesamtverband textil + mode, beleuchtete abschließend noch die einzelnen Mitbestimmungsrechte des Betriebsrates bei der Feststellung der Grundund betriebsspezifischen Betreuung. Zusammenfassend konnte festgestellt werden, dass dem Wunsch nach individuellen und damit betriebsspezifischen Betreuungszeiten auch ein erheblicher Aufwand der Ermittlung dieser Betreuungszeiten gegenübersteht. Eine Rechtfertigung dieses Aufwandes besteht darin, dass im Rahmen der Einführung und Anwendung der DGUV Vorschrift 2 der Dialog zum Thema Sicherheit und Unfallverhütung betriebsspezifisch geführt, Gewohntes hinterfragt wird und letztlich ein geschärftes Bewusstsein für Unfallgefahren im Betrieb zurückbleibt.

Kai-Uwe Götz


Recht + Steuern

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Im Auftrag des Datenschutzes

Mode – Rechtsschutz – Marketing und Vertrieb

Bestellung und Abberufung eigener Mitarbeiter wirft Fragen auf Sind in einem Unternehmen mehr als 20 Personen regelmäßig mit der Verarbeitung personenbezogener Daten befasst, dann ist ein Datenschutzbeauftragter zu bestellen. Diese Voraussetzung ist meistens relativ schnell erfüllt, da das „Befassen“ beispielsweise auch das Versenden, Ausdrucken und Ablegen personenbezogener Daten beinhaltet. Muss ein Datenschutzbeauftragter erstmalig bestellt werden, dann ist zu erwägen, ob ein Arbeitnehmer mit dieser Funktion betraut oder ob ein externer Dritter die Aufgabe übernehmen soll. Probleme entstehen zumeist, wenn eine interne Lösung erfolgt. Bei der Besetzung der Funktion sind zunächst formale Vorgaben einzuhalten: Dem Mitarbeiter werden neue Arbeitsaufgaben übertragen und gleichzeitig muss eine formale von der Aufgabenübertragung zu trennende Bestellung erfolgen.

Schwierigkeiten entstehen dann bei der Ablösung des Datenschutz-

Mitarbeiter die gesondert übertragenen arbeitsvertraglichen Pflichten

entzogen werden. Diese Veränderung der Aufgabengebiete ist nicht von der Abberufung erfasst und kann in diesen Fällen eine denkbare Teilkündigung erfordern. Die Problematik wiegt umso schwerer, weil mit der Bestellung als Datenschutzbeauftragter seit dem 1. September 2009 ein Sonderkündigungs-

Altersstufen im Sozialplan BAG bestätigt Zulässigkeit Ältere Arbeitnehmer haben auf dem Arbeitsmarkt in der Regel größere Schwierigkeiten als jüngere, eine Anschlussbeschäftigung zu finden. Von diesem Grundsatz geht das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz aus, soweit es im § 10 die ungleiche Behandlung von Arbeitnehmern aufgrund ihres Alters dann für zulässig erklärt, wenn die Betriebsparteien Differenzierungen von Leistungen in Sozialplänen an den Chancen auf dem Arbeitsmarkt orientieren. Allerdings muss die konkrete Ausgestaltung

schutz verbunden ist. Das Arbeitsverhältnis kann also ebenfalls nur noch

Ein Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeitern benötigt einen Datenschutzbeauftragten.

beauftragten. Die formal erforderliche Abberufung kann nur aus einem wichtigen Grund erfolgen – die mögliche Übertragung auf einen externen Beauftragten zählt nach der Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) nicht dazu. Die Möglichkeiten der Abberufung sind demnach eingeschränkt. Außerdem müssen dem

in einem Sozialplan einer Verhältnismäßigkeitsprüfung unterzogen werden. Die Altersstufen müssen geeignet und erforderlich sein, die ungleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt auszugleichen. Es dürfen die Interessen der benachteiligten Altersgruppen nicht unangemessen vernachlässigt werden. In seiner Entscheidung vom 12. April diesen Jahres hatte sich das Bundesarbeitsgericht mit einem Sozialplan beschäftigt, in dem sich die Höhe der Abfindung nach einem Faktor bestimmte,

der mit dem Produkt aus Betriebszugehörigkeit und Bruttomonatsverdienst zu multiplizieren war. Der Faktor betrug erst ab dem 40. Lebensjahr 100 Prozent. Eine 38-jährige Arbeitnehmerin klagte gegen diese Ungleichbehandlung und verlangte die Differenz zur ungekürzten Abfindung. Die obersten Bundesrichter hielten die Altersstufen jedoch für verhältnismäßig. Die vereinbarten Abschläge für jüngere Arbeitnehmer sind nicht unangemessen. Boris Behringer

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Foto: fotolia

Das Werk berücksichtigt neben der Darstellung des nationalen auch den Rechtsschutz aus internationalen Modeländern. Experten aus den jeweiligen Ländern stellen die dortigen Regeln in englischer Sprache vor. Im Handbuch finden sowohl Textil- und Modeunternehmen, Rechtsanwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer als auch Modedesigner, Fotografen und Agenturen ausführliche rechtliche Informationen.

aus wichtigem Grund gekündigt werden. Soweit ein Datenschutzbeauftragter also erstmalig bestellt wird, kann die Beauftragung eines externen Beauftragten unter Berücksichtigung der Kostenfrage unkomplizierter sein.

Nathan Binkowski

Aktuelle Steuer-Nachrichten Mit dem Urteil zur fünfjährigen Mindestlaufzeit eines Gewinnabführungsvertrages nach § 14 Körperschaftsteuergesetz entschied der Bundesfinanzhof eine seit längerer Zeit strittige Rechtsfrage. Die Frage lautete: Bemisst sich die fünfjährige Mindestlaufzeit des Gewinnabführungsvertrages bei der körperschaftsteuerlichen Organschaft nach Zeitjahren oder nach Wirtschaftsjahren? Das ist insbesondere dann von erheblicher Bedeutung, wenn Rumpfwirtschaftsjahre vorliegen, deren Dauer ein Zeitjahr unterschreitet. Der I. Senat des BFH hält die auch von der Vorinstanz vertretene Auffassung für zutreffend, wonach eine Mindestdauer von fünf Zeitjahren erforderlich ist. Daneben findet sich in der Maiausgabe der aktuellen Steuernachrichten weitere Informationen zu diversen Steueränderungsgesetzen und deren Stand in der Gesetzgebung. Die Steuernachrichten können als pdf-Datei im geschlossenen Mitgliederbereich der Internetseite von Südwesttextil heruntergeladen werden.


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Mai 2011

Technik + Umwelt

Forscher verstehen zu feiern

Termine

Jubiläum, Einweihung und Auszeichnung in Denkendorf „Sie werden gebraucht.“ Diesen Satz hörten die Denkendorfer Textilforscher bei ihren Feierlichkeiten mehrfach. Die Textilindustrie, die anderen Branchen, das Land, die Republik – sie alle profitieren von den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung im Körschtal. Die Lobeshymnen erhielten die DITF für eine Dreier-Feier: Sie weihten den Erweiterungsbau ein, feierten das 90-jährige Bestehen des Instituts und erhielten zum dritten Mal die Auszeichnung „Ausgewählter Ort im Land der Ideen“. Am Vorabend begannen die Forscher mit dem Feiern in der Denkendorfer Festhalle. Dabei erhielt das Institut für Textilchemie und Chemiefasern den Preis „Ort im Land der Ideen“ für seine Forschungen im Bereich Hochleistungsfasern. Die Leichtbaumaterialien, die das ITCF unter Leitung von Prof. Michael Buchmeiser entwickelt, werden in der Automobil-, Luftund Raumfahrtindustrie eingesetzt. Besonderes Highlight war die Modenschau, die der Studiengang Design der Hochschule Reutlingen unter der Leitung von Prof. Ehrenfried Hasenfuß präsentierte. Die Modenschau verband technische Inspirationen aus den DITF mit höchster modischer Performance. Die Kleidung wurde ins rechte Licht gesetzt.

Einen Tag später begrüßte DITF-Vorstand Prof. Heinrich Planck Vertreter aus Industrie und Politik zur Einweihung. Er erinnerte an die Gründung des Deut-

onen Euro hat der Erweiterungsbau gekostet, der 55 Büroarbeitsplätze und sieben Labors beherbergt. Hier werden die Themenschwerpunkte Nanotechnik, Klebeverbindungen,

Leuchtende Mode aus der Zukunft: Modell der Hochschule Reutlingen. Foto: DITF

schen Instituts für Textilindustrie im Jahr 1921 in Reutlingen. Seit dem Zusammenschluss dreier Institute in Denkendorf 1980 sind die DITF das größte Textilforschungszentrum Europas, in dem rund 400 Menschen arbeiten. Ging es früher um einfache Garne, stehen heute technische Textilien im Vordergrund, die in Autos ebenso eingesetzt werden wie in der Medizin. 150 Festgäste lauschten den Reden und waren eingeladen, den Neubau zu besichtigen. 2,2 Milli-

Biopolymere, Smart Textiles und Lichttechnik ausgebaut. Gleichzeitig wurde ein Leichtbauzentrum eingerichtet, in dem das zukunftsweisende

Thema Faserverbundwerkstoffe voran getrieben werden soll. Staatssekretär Thomas Rachel vom Bundesforschungsministerium wies in seinem Grußwort auf die Bedeutung der Textilbranche hin. Dank der technischen Textilien hätten sie einen neuen Platz gefunden, einen Spitzenplatz in Europa. „Vom Nylonstrumpf zum Flugzeugrumpf“, so fasste Günther Leßnerkraus, Abteilungsleiter im Stuttgarter Ministerium für Wirtschaft und Finanzen, die Entwicklung der Textilforschung zusammen. Sie sei besonders wichtig für das Land, weil sie neue Materialien entwickle und damit auch neue Branchen schaffe. Ohne die DITF wäre man nicht Weltmarktführer, sagte Heinz Horn vom Verband textil+ mode. Der industrienahe Forschergeist aus Denkendorf inspiriere die Betriebe, meinte Axel Nickel, Präsident von Südwesttextil. Simone Diebold

Die Geschichte der Institute

1921 Im Reutlinger Otto-Johannsen-Technikum

wird das Deutsche Forschungsinstitut für Textilindustrie gegründet. 1937 erfolgt mit der Zellwolle-Lehrspinnerei der erste Schritt ins Körschtal. 1961: Institut für Textilchemie kommt nach Stuttgart-Wangen.

1979 Zusammenlegung von ICF (Institut für Chemiefasern), ITC (Institut für Textilchemie) und ITV (Institut für Textil- und Verfahrenstechnik) zu DITF (Deutsche Institute für Textil- und Faserforschung).

Gesetzliche Anforderungen und Empfehlungen an Textilien und Accessoires Ende vergangenen Jahres hat t+m eine Zusammenstellung der wichtigsten gesetzlichen Anforderungen (EU/D) für Textilien und Accessoires, ergänzt um freiwillige Vereinbarungen und Empfehlungen, herausgebracht. Nun liegt auch die englische Übersetzung der Broschüre vor. Die Dokumente finden sich unter www.suedwesttextil.de.

Südwesttext

Workshop Textile Prüfungen In der Gatex, Bad Säckingen, findet am 28. und 29. Juni das zweite Modul des Workshops „Textile Prüfungen“ statt. Er richtet sich an Mitarbeiter aus den Bereichen Prüflabor, Qualitätssicherung, Einkauf und Verkauf. Im zweiten Kurs geht es um die Fasererkennung mittels Mikroskopie sowie die Anfärbbarkeit und das Löseverhalten anhand praktischer Beispiele. Weitere Informationen gibt es unter www.die-gatex.de. Innovationspreis Der Gesamtverband textil+mode verleiht in diesem Jahr zum vierten Mal den Innovationspreis an herausragende Nachwuchskreative. Der Preis wird in drei Kategorien für innovative Arbeiten von jungen Kreativen, Gestaltern und Entwicklern in den Bereichen Modedesign, Textildesign und Innovative technische Textilien vergeben. Die Preisverleihung findet am 6. Juli in Berlin, Atrium der Deutschen Bank, Unter den Linden, statt. Mehr Informationen unter www.textil-mode.de. Jahreskongress „Zulieferer Innovativ“ Der 13. Jahreskongress „Zulieferer Innovativ“ am 6. Juli von Bayern Innovativ im Rahmen des Clusters Automotive im Audi Forum Ingolstadt veranstaltet, informiert in diesem Jahr in drei Vortagsreihen über die Strategien in der Industrie, Potenziale aus der Forschung und Innovationen aus den Unternehmen. Diese werden erstmals im „Kompetenzforum Aussteller“ ihre Entwicklungen präsentieren. Mehr Informationen und das Programm zum Kongress finden sich unter: http://bayern-innovativ.de/zulieferer2011.


Südwesttext

Technik + Umwelt

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Ötzi war ein Musterknabe Textilarchäologie erschließt vergangene Kulturen Selten stoßen Archäologen auf so gut erhaltene Funde wie bei dem bronzezeitlichen Wanderer aus den Ötztaler Alpen. Von der ca. 5 300 Jahre alten Gletschermumie weiß man dank ihrer natürlichen Konservierung im Eis, dass Ötzi eine aus braunem und weißem Fell längs gestreifte Jacke trug, deren helle und dunkle Fellstreifen optisch wirkungsvoll kombiniert waren. Weil aber organische Funde wie Holz, Bast oder Textilfasern unter der Erde leichter verrotten als im ewigen Eis, sind die Erkenntnisse über Textilien in vergangenen Kulturen eher dünn gesät. Deshalb gibt es in Baden-Württemberg seit kurzer Zeit die bundesweit einzige Forschungsstelle für Textilarchäologie, angesiedelt beim Landesamt für Denkmalpflege in Esslingen. Wie kein anderes Bundesland verfügt der Südwesten über einzigartige und umfangreiche

Textilbefunde, die in der europäischen Textilarchäologie eine besondere Bedeutung einnehmen. Bei einem Besuch im Landes-

oder der singuläre Textilbestand aus dem frühkeltischen Fürstengrab von Eberdingen-Hochdorf – das sind beeindruckende

rungstechniken sowie modernsten Untersuchungsmethoden immer häufiger gelinge, die Erkenntnisse über frühe Stoffe, Polsterelemente oder die Kleidung des Menschen zu erforschen. Das Landesamt für Denkmalpflege übernimmt dabei auch bundesweite Aufgaben, die die Grundlagenforschung, den Ausbau von Netzwerken oder den wissenschaftlichen Nachwuchs betreffen. Mit Blick auch auf den Erkenntnisgewinn für die heutige Textilherstellung

hat sich Armin Knauer deshalb im Vorstand von Südwesttextil dafür eingesetzt, die Textilarchäologie zu fördern und ihr bei der Ausrichtung eines internationalen Symposiums Mitte Mai in Esslingen unter die Arme zu greifen. Im Namen aller Mitarbeiter bedankte sich Frau Banck-Burgess bei Südwesttextil und versprach, die Forschungsergebnisse allen interessierten Textilern auch persönlich präsentieren zu wollen. Markus H. Ostrop

Archäologische Textilien wecken Armin Knauers Interesse.

denkmalamt Anfang April konnte sich Südwesttextil-Präsident a.D. Armin Knauer ein eindrucksvolles Bild davon machen: Gewebe und Geflechte aus neolithischen und bronzezeitlichen Feuchtbodensiedlungen in den Uferrandzonen des Bodensees

und einzigartige Kulturschätze. Dr. Johanna BanckBurgess, die Leiterin der Textilarchäologie beim Landesamt für Denkmalpflege, erläuterte bei einem Rundgang, dass es mit verbesserten Grabungs- und Konservie-

Seltene Textilfunde aus der Bronzezeit.

REACh bleibt eine Herausforderung Teilnehmer informieren sich über Aktuelles auf der Südwesttextil-Umweltaussprache Von ERCs über PROCs bis zur BBAuA – die inhaltlichen Entwicklungen im Umweltbereich sind mannigfaltig. Dementsprechend bot die Umweltaussprache am 17. Mai in Leinfelden, die von Südwesttextil in Zusammenarbeit mit dem IVGT veranstaltet wurde, ein prall gefülltes Programm. Zunächst brachte die Referentin Dr. Monika Kohla, Geschäftsführerin und Leiterin der Umweltabteilung des Verbandes der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e.V., die Teilnehmer zum Thema

Interessierte Teilnehmer bei der Südwesttextil-Umweltaussprache.

REACh auf den neuesten Stand. Insbesondere der Umgang mit den neuen Sicherheitsdatenblättern und die Anwendung der hierfür erforderlichen Deskriptoren werden den

betroffenen Unternehmen in Zukunft einiges abverlangen. Dr. Kohla stellte den Teilnehmern praxistaugliche Hinweise und Arbeitsmittel zur Verfügung, mit denen sich

die Unternehmen aktiv auf den Umgang mit den Sicherheitsdatenblättern vorbereiten können. Daneben stellte Michael Pöhlig, stellvertretender Geschäftsführer des IVGT, den aktuellen Stand der im Zusammenhang mit REACh registrierten Kandidatenstoffe mit Textilrelevanz vor. Auch die Ausführungen zur Biozid-Ausrüstung von Textilien sowie zum Stand der Merkblätter über die besten verfügbaren Techniken in der Textilindustrie stießen bei den Teilnehmern auf reges Interesse.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen Einblick in ein bei der Firma Lindenfarb akutell laufendes Pilotprojekt zur Abluftreinigung. Dr. Ronald Eiser, Leiter der Abteilung Umweltschutz bei Lindenfarb, stellte den interessierten Zuhörern die komplizierte Abluftreinigungsanlage vor. Die Seminarunterlagen und Arbeitsmittel können im Mitgliederbereich von www.suedwesttextil.de abgerufen werden. Boris Behringer


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Zu guter Letzt

Mai 2011

Südwesttext

Stimmung im Stadion – Eindrücke vom ...

Impressum © Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers.

Zitat

Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie – Südwesttextil e.V. Kernerstraße 59 70182 Stuttgart

„Eine Eins hat Ecken und Kanten. Eine Null hat keine.“

Postfach 10 50 22 70044 Stuttgart Telefon: +49 711 21050-0 Telefax: +49 711 233718 Internet: www.suedwesttextil.de Präsident Dr. Axel Nickel Hauptgeschäftsführer Dr. Markus H. Ostrop Verantwortlich für Inhalt und Layout: Simone Diebold Gestaltung: www.die-wegmeister.com Druck: Gress-Druck GmbH, Fellbach Auflage: 900

Bildnachweis Von links nach rechts Jungtextiler; Corinne Egli, Leitung Ressort Bildung & Nachwuchsförderung beim Schweizerischen Textilverband; Dr. Urs Rickenbacher, Geschäftsführer Lantal Textiles (CH); Ingo Kiefer, Ausbildungsleiter Gatex und Christine Maatz, Südwesttextil; Martin Rupp, Hohenstein Institute; Jungtextiler im Gespräch; Schusstraining Weitere Impressionen unter www.suedwesttextil.de

Süffisante Bestnote für das 90-jährige DITF, vergeben von Ministerialdirigent Günther Leßnerkraus, Ministerium für Finanzen und Wirtschaft BadenWürttemberg.


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Südwesttext Mai 2011 by Südwesttextil - Issuu