SÜDWESTTEXT Zeitung für die Textil- und Bekleidungsindustrie Herausgegeben von Südwesttextil
www.suedwesttextil.de
Juli 2014 | Nr. 82
Themen Verband + Industrie
Medienecho Seite 3 Bildung + Soziales
Bonjour Alsace Seite 6
Jahresversammlung 2014
Recht + Steuern
Branchentreff in Heidenheim
Nicht jede Absage verstößt gegen das AGG
Seite 4 bis 5
Seite 8
Präsident mit großer Presse Erster Auftritt Bölzle’s findet breites Medienecho
Auf erfreulich große Resonanz in den Medien ist die Jahrespressekonferenz von Südwesttextil am
16. Juli in Stuttgart gestoßen. Alle bedeutenden Regionalzeitungen in Baden-Württemberg, die FAZ, das SWR-Fernsehen sowie die „Textilwirtschaft“ und andere Fachmedien haben über die von Präsident Bodo Bölzle und Hauptgeschäftsführer Dr. Markus H. Ostrop referierten Themen teils sehr ausführlich berichtet. Neben der Darstellung der aktuellen Lage unserer Industrie fanden die Farbstoffproblematik, das Thema Karstadt sowie die Debatte
zum Textilsiegel besonderen Nachhall in den Medien. Auch der neue Tarifvertrag „Einstieg Textil“, auf dessen Basis junge Leute zur Ausbildungsreife gebracht werden sollen, interessierte die Journalisten. Bodo Bölzle, der am 26. Juni zum Nachfolger von Georg SaintDenis gewählte neue SüdwesttextilPräsident, konnte den Journalisten eine insgesamt gute Stimmungslage der Branche vermitteln. Darin schloss er – in Vertetung für den Fortsetzung Seite 2
AFBW erhält Landesförderung Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft fördert terentwicklung zum führenden nationalen Netzwerk für den Ausbau des landesweiten Netzwerks Allianz Fa- faserbasierte Werkstoffe“, sagte der Minister. Die AFBW serbasierte Werkstoffe Baden-Württemberg (AFBW) ist ein landesweites Technologienetzwerk, das Akteure von 2014 bis 2017 mit insgesamt 200 000 Euro. „Das der gesamten Wertschöpfungskette der technischen TexAFBW-Leitbild 'Mehrwert tilien in den Anwendungsdurch Netzwerk' entspricht »Die AFBW gibt Impulse für bereichen Architektur, Bau, genau der Zielsetzung Medizin, Life Science, MoWerkstoff- und Produktunserer Innovations- und bilität, Schutzbekleidung, innovationen.« Clusterpolitik“, so WirtSmart Textiles und Faserschaftsminister Nils verbund zusammenbringt. Ulrike Möller, Netzwerkmanagerin AFBW Schmid in einer PresseSie unterstützt Firmen beim erklärung. Das Netzwerk trage aktiv dazu bei, den In- Innovationsgeschehen, fördert und beschleunigt aktiv novationsstandort Baden-Württemberg zu sichern und den Technologietransfer und hilft, neue Anwendungsden Strukturwandel in der Textilindustrie zu bewältigen. felder und Märkte zu erschließen. „Deswegen unterstützen wir die AFBW bei ihrer Wei- Christine Schneider
Aktuelle Steuer-Nachrichten Seite 9
Zahl des Monats „Alle guten Dinge sind billig, alle schlechten teuer“, bemerkte Mitte des 19. Jahrhunderts der USamerikanische Philosoph Henry David Thoreau. Schon damals machten die Pfennigfuchser und die Anbieter des schönen Scheins den rechtschaffenen Kaufleuten das Leben sauer. Konsequent blieb schon vor 129 Jahren Paul Hartmann, der 1885 den bis heute gültigen Grundsatz für seine Firma formulierte: „Trotz des Verlangens nach billigen Verbandmitteln, das selten mit absoluter Güte und Zuverlässigkeit in Einklang zu bringen ist, halte ich an meinen Grundsätzen fest, stets nur das Beste zu liefern.“
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Aktuell Save the date: Am 5. November laden Südwesttextil und Gesamtmasche gemeinsam mit der AHKArbeitsgemeinschaft Middle East and North Africa zu einem Ländertag Golfstaaten ein. Die vom Bund geförderte Veranstaltung informiert zu Marktentwicklung, Geschäftschancen und Rahmenbedingungen der Branche in den Ländern des Gulf Cooperation Council mit Schwerpunkt Vereinigte Arabische Emirate.
2 Verband + Industrie
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Fortsetzung von Seite 1
Präsident mit großer Presse verhinderten Vizepräsidenten Hans Digel – auch die Bekleidungsindustrie mit ein. „Wir sind mit dem bisherigen Jahresverlauf nicht unzufrieden“, sagte Bölzle und verwies auf einen Umsatzzuwachs in den ersten fünf Monaten von knapp über vier Prozent. Allerdings sieht er auch keinen Anlass zu Luftsprüngen. Denn die Sorgenkinder blieben der Branche erhalten. Hierzu rechnet er insbesondere die hohen En-
Geschäftsklimaindex
In Kürze
ergie- und Rohstoffkosten sowie die Unsicherheit über die Zukunft des Warenhauskonzerns Karstadt. Sollte Karstadt in die Knie gehen, würde das viele Mitgliedsunternehmen von Südwesttextil hart treffen, so Bölzle’s Befürchtung. Breiten Raum nahmen die Fragen der Journalisten zu dem von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller favorisierten Siegel für nachhaltige Textilien ein. Der Verbandspräsident hält das für ein
Aktuelle Beurteilung
nicht kontrollierbares „Alibi-Siegel“ und sieht die Verantwortung für teils fatale Produktionsbedingungen nicht bei den hiesigen mittelständischen Textilunternehmen, sondern bei den großen Handelsketten. Er machte aber auch deutlich, dass sich die deutsche Textilwirtschaft der Diskussion über eine Verbesserung der asiatischen Arbeitsbedingungen nicht verschließe.
Wechsel an der Spitze des Arbeitgeber-Dachverbands im Land: Dr. Rainer Dulger ist neuer Präsident der Arbeitgeber Baden-Württemberg. Die Mitgliederversammlung hat den 50-jährigen Unternehmer aus Heidelberg am 18. Juli zum Nachfolger von Professor Dr. Dieter Hundt (75) gewählt, der nach 20-jähriger Amtszeit nicht mehr erneut
Markus H. Ostrop
Erwartungen
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Nach einem guten ersten Quartal 2014 hat sich das Geschäftsklima in der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie in den Monaten April, Mai und Juni merklich abgeschwächt. Lag der Index zuletzt noch mit 12,98 Punkten im Plus, ist er im zweiten Quartal auf minus 1,1 Punkte zurückgefallen. Ein Grund für die schlechtere Beurteilung des zweiten Quartals liegt in der gesunkenen Kapazitätsauslastung der Unternehmen. Eingebüßt hat in der Befragung der Inlandsumsatz. Trotz dieser spürbaren Abkühlung des Geschäftsklimas erwartet die baden-württembergische Textil- und Bekleidungsindustrie in 2014 ein Wachstum von rund zwei Prozent. Grafik: Südwesttextil
DAS NEUE UND SEINE FEINDE Der komplette Festvortrag von Prof. Dr. Gunter Dueck anlässlich der Jahresversammlung von Südwesttextil und Gesamtmasche jetzt in voller Länge zum „Nachhören“ unter www.suedwesttextil.de. „Das Neue und seine Feinde“ zeigt uns warum sich Inno vationen in Unternehmen nicht immer auf die gewünschte Weise vorantreiben und umsetzen lassen – bissig und provokant vorgetragen. Besuchen Sie auch die Homepage von Prof. Dr. Gunter Dueck unter www.omnisophie.com.
kandidiert hatte. Rainer Dulger ist seit 2006 Mitglied des Vorstands der Arbeitgeber Baden-Württemberg. Der geschäftsführende Gesellschafter der ProMinent GmbH (Heidelberg) gehört seit 2001 dem Vorstand von Südwestmetall an, 2006 bis 2009 als stellvertretender Vorsitzender, 2009 bis 2012 als Vorsitzender. 2012 wurde Dulger zum Präsidenten der Metallarbeitgeber-Dachorganisation Gesamtmetall gewählt. Der neue Präsident kündigte an, sich intensiv für die Soziale Marktwirtschaft und für wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Unternehmen im Land einsetzen zu wollen. Viele Paare lernen sich am Arbeitsplatz kennen – so auch die Sekretärin der Rechtsabteilung von Südwesttextil Regina Goll und ihr ehemaliger Kollege Axel Eckartz, Rechtsanwalt beim Arbeitgeberverband Chemie Rheinland in Düsseldorf. Erst waren sie Kollegen, dann Freunde und schließlich wurden sie ein Paar. Jetzt haben sie den nächsten Schritt gewagt und am 11. Juli in Düsseldorf geheiratet. Südwesttextil gratuliert Regina Eckartz und ihrem Ehemann.
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Verband + Industrie 3
Medienecho Jahrespressekonferenz vom 16. Juli – Auszüge der Reaktionen der regionalen Tagespresse
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as erste Halbjahr lief gut, aber die baden-württembergische Textilbranche sieht mit Sorge in die Zukunft. Grund sind steigende Preise für Textilfarben und Energie sowie eine nachlassende Inlandsnachfrage. Gefühlte und aktuelle Faktenlage passen nicht ganz zusammen. Zumindest den Zahlen nach läuft es derzeit ordentlich für die Textilbranche im Südwesten. Das vergangene Jahr wurde mit einem Umsatzzuwachs von 3 Prozent auf 6,95 Mrd. EUR abgeschlossen, während der ersten fünf Monate 2014 nahm der Umsatz sogar um 3,8 Prozent zu. Die Zahl der Mitarbeiter stieg 2013 leicht auf rund 24 500. Aber die Erwartungen sind verhalten. Die Stimmung bei Spinnern, Webern und Bekleidungsherstellern hat sich verschlechtert, wie Bodo Th. Bölzle, der neue Präsident von Südwesttextil, auf der Jahrespressekonferenz verlauten ließ. Mit 62 Prozent bewerten nun 18 Prozent weniger ihre Auslastung als gut oder befriedigend. 38 Prozent der Unternehmen beurteilen ihren Inlandsumsatz als schlecht, die Preisentwicklung halten 85 Prozent für befriedigend, der Rest ist mit der Ertragslage unzufrieden.
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ie Textilwirtschaft steht dem von Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) vorgeschlagenen Siegel, mit dem Bekleidung aus ökologischer und sozialverträglicher Produktion gekennzeichnet werden soll, äußerst kritisch gegenüber. „Es kann nicht sein, dass uns der Staat von oben herab zu teuren und vor allem wertlosen neuen Zertifikaten verpflichtet, deren Einhaltung von uns nicht gewährleistet werden kann“, sagte Bodo Bölzle, der Präsident des Verbandes Südwesttextil in Stuttgart. Es gebe bereits rund ein Dutzend entsprechende Siegel.
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ie Bekleidungsindustrie hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 4,82 Milliarden Euro erzielt, ein Plus von zwei Prozent, wie der neue Präsident von Südwesttextil, Bodo Bölzle, gestern in Stuttgart vorrechnete. Dabei bildet diese mit so namhaften Modefirmen wie Boss, Betty Barcley, Marc Cain, Luisa Cerano, Mustang, Olymp und Mey nur einen Teil der 200 Verbandsmitglieder ab. Die Branche ist extrem heterogen und umfasst Spinnereien, Webereien, Garnbetriebe sowie Hersteller für Haus- und Heimtextilien, technische Textilien und eben Bekleidung. Doch nur rund 20 Prozent der in Deutschland gekauften Kleidung stammt überhaupt noch von deutschen Firmen des Verbands. 80 Prozent der verkauften Mode wird über die großen Handelsketten wie beispielsweise H&M. Zara, aber auch Lidl und Aldi bezogen, sagte der Hauptgeschäftsführer von Südwesttextil. Markus H. Ostrop. Und Bölzle ergänzt: „Echte Fertigung von Kleidung in Deutschland gibt es nicht mehr.“ Eine Ausnahme sei Wäsche, für die es nach wie vor Betriebe auf der Schwäbischen Alb gibt.
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eure Farben und fehlende Färber bereiten der baden-württembergischen Textilindustrie zunehmend Kopfzerbrechen. Der neue Präsident des Branchenverbandes Südwesttextil. Bodo Bölzle, spricht von dramatisch gestiegenen Kosten für bestimmte Textilfarbstoffe. So hätten sich etwa Automobiltextilien aufgrund von Kapazitätsengpässen bei asiatischen Chemielieferanten um mehrere hundert Prozent verteuert. „Diese Kosten können unsere Textilveredelungsbetriebe nicht allein tragen“, warnte Bölzle am Mittwoch in Stuttgart. Verfügbarkeitsprobleme drohten ganze Lieferketten sprichwörtlich zu sprengen, da die Textilien aufgrund von Farbstoffmangel nicht rechtzeitig oder auch überhaupt nicht mehr gefärbt werden könnten. „Die Entwicklung kann manchen Betrieben an die Existenz gehen“, so Bölzle. Der Verbandspräsident forderte die Autobauer daher zu Zugeständnissen auf.
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in Sorgenkind ist Karstadt. Wenn ein solches Kaufhaus aus der Innenstadt verschwinden sollte, bräche ein wichtiger Umsatzanteil der Bekleidungsfirmen weg, sagte Bölzle. Hersteller von Wäsche sowie Damen- und Herrenbekleidung fürchten, dass von ihnen massive Preisnachlässe gefordert werden könnten, die sie nicht verkraften. Baden-Württemberg bezeichnete Bölzle auch als das Land der Sportbekleidung. Gerade im Anschluss an die Fußball-WM machte er klar, dass es nicht nur Milliardenkonzerne wie Puma oder Adidas gebe, sondern auch Sportmodenhersteller im Land – etwa Erima (Pfullingen), Reusch (Reutlingen) oder Uhlsport (Balingen).
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er Zukunftsmarkt liegt im Bereich der technischen Textilien, dort ist Deutschland Weltmarktwführer. Dabei kommen unterschiedlichste Anwendungsbereiche zum Tragen, wie beispielsweise im Flugzeug-, Automobil- oder Straßenbau. Laut Bölzle müsse Deutschland hier seine Rolle als „Ingenieursland“ ausnutzen und die bestehende Nachfrage mit technischen und innovativen Lösungen befriedigen. Obgleich in diesem Segment ein Umsatzminus von zwei Prozent hingenommen werden musste, machen technische Textilien schon jetzt ungefähr die Hälfte der Gesamtproduktion aus.
4 Verband + Industrie
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Bölzle von Textilbranche fasziniert Mitgliederversammlung besetzt Gremien neu Vor 17 Jahren kam Bodo Th. Bölzle erstmals mit der Textilindustrie in Kontakt – seitdem lässt sie ihn nicht mehr los. Besonders die Geschwindigkeit der globalen Veränderung, die wechselnden Kundenwünsche und die mit dem Wettbewerbsdruck verbundenen Anforderungen an das eigene Unternehmen faszinierten ihn, sagte der 51-jährige Geschäftsführer der Amann Group nach seiner Wahl zum neuen Präsidenten von Südwesttextil. Die Mitgliederversammlung stimmte geschlossen für Bölzle, der bereits seit 2009 Mitglied des Verbandspräsidiums ist. Die Neuwahl war notwendig geworden, weil Georg Saint-Denis nach zweijähriger Präsidentschaft sein Amt aufgrund eines Berufswechsels niederlegen musste. Der Verband sei gut aufgestellt, besetze die richtigen Themen und orientiere seine Leistungen konsequent und zielgerichtet an den Bedürfnissen seiner Mitglieder, meinte Bölzle. Die sich permanent weiterentwickelnde Verbandsarbeit in der Funktion des Präsidenten mitgestalten zu dürfen, empfinde er als eine „reizvolle Herausforderung“. Zumal die Aufgabe in eine ungemein spannende Phase des Wirtschaftens falle. Hierzu zählt er den technologischen Quantensprung unter dem Stichwort „Industrie 4.0“, durch den die klassische Industrieproduktion revolutioniert würde. Außerdem stelle die sich rapide verändernde Arbeitswelt auch die Aufgaben der
Der neue Südwesttextil-Präsident freut sich auf seine Aufgabe: „Unser Verband ist gut aufgestellt. Er ist heute auf der Höhe der Zeit, besetzt die richtigen Themen und orientiert seine Leistungen konsequent und zielgerichtet an den Bedürfnissen seiner Mitglieder.“
Verbände vor neue Herausforderungen. Und schließlich würden klassische Branchengrenzen verschwinden und neue übergreifende Handlungsfelder und Kooperationsformen entstehen, denen sich auch die Textil- und Bekleidungsindustrie öffnen müsse, meinte Bölzle. Die Mitgliederversammlung wählte außerdem den kaufmännischen Leiter und Finanzvorstand der Gütermann Group Thomas Diels zu einem der vier Vizepräsidenten sowie Dr. Hans-Hinrich Kruse, Chief Executive Officer der Konrad Hornschuch AG, zum Vorstandsmitglied von Südwesttextil.
Bodo Th. Bölzle ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Der diplomierte Kaufmann ist seit 1997 Geschäftsführer und seit 2008 Vorsitzender der Geschäftsführung der Amann Group. Die Unternehmensgruppe ist einer der Weltmarktführer im Bereich der industriellen Nähgarne und operiert weltweit mit 1 680 Mitarbeitern (570 in Deutschland) in insgesamt 30 Tochtergesellschaften. Sie unterhält Produktionsstandorte in Deutschland, England, Tschechien, Rumänien, China und Bangladesch und durchläuft hierbei alle Prozesse der textilen Kette − vom Spinnen über das Färben bis zum fertigen Produkt.
Markus H. Ostrop
Die letzte Gremiensitzung von Georg Saint-Denis: Der neugewählte Präsident von Südwesttextil, Bodo Th. Bölzle, verabschiedete den scheidenden Präsidenten und dankte ihm im Namen aller herzlich für seinen engagierten Einsatz zugunsten der Verbände.
Jahresversammlung 2014 von Südwesttextil und Gesamtmasche bei Paul Hartmann in Heidenheim
Verband + Industrie 5
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Fair Play gewinnt Verantwortliches Handeln als Erfolgsmodell – ganz ohne staatliche Eingriffe Neue Produkte und Herstellungstechniken, das Antizipieren langfristiger Trends in den Bereichen Demographie, Gesundheit oder Mobilität und die beständige Suche nach neuen Absatzmärkten weltweit – das sind die wichtigen Erfolgsfaktoren für die Vermarktung textiler Ideen aus Deutschland. Gesamtmasche-Präsidentin Martina Bandte bringt es in ihrem Eröffnungsstatement zur Jahresversammlung am 26. Juni auf den Punkt: „Wer auf dem Weltmarkt erfolgreich sein will, der muss ideenreich und innovativ bleiben, muss sich stets verändern.“ Dafür, dass diese Rechnung aufgeht, spricht die aufgehellte Stimmung in der Maschenbranche bei einer belebten Auftragslage. Doch von Optimismus kann noch keine Rede sein. Verbesserte Margen sind nämlich nicht in Sicht. Tatsächlich haben sich die Ertragserwartungen der Branche in der jüngsten GeschäftsklimaUmfrage zum vierten Mal in Folge verschlechtert – trotz guter Exportsituation und stabiler Inlandsnachfrage. Woran liegt das? Zum einen stellt Martina Bandte eine über die Jahre veränderte Wahrnehmung der Verbraucher fest: „Das Gespür für den reellen Wert von Waren, von Rohstoffen und Arbeit ist auf der
Die Präsidentin stellte fest: „Das Gespür für den reellen Wert von Waren, von Rohstoffen und Arbeit ist auf der Strecke geblieben.“
Strecke geblieben“, Dumpingpreise würden von vielen Käufern als normales Niveau empfunden. Angesichts ganzjähriger Rabattaktionen und Tiefpreisangebote sei das kein Wunder. Seit Jahren werde der Unterbietungswettbewerb großer Anbieter im Kampf um Marktanteile auf dem Rücken der Lieferanten ausgetragen, meint Bandte. Tragfähig seien aber nur Geschäftsbeziehungen, bei denen alle Beteiligten etwas verdienen. Bei Konditionenverhandlungen sei die Schmerzgrenze längst überschritten. „Wer Marktmacht
missbraucht und Lieferanten in unrentable Geschäfte zwingt, zerstört funktionierende Wertschöpfungsketten und schädigt am Ende sich selbst.“ Genau wie deutsche Mittelständler sehen sich Lieferanten aus Entwicklungsländern einer konzentrierten Einkaufsmacht gegenüber. Angesichts des Preisdiktats geraten soziale und ökologische Standards schnell ins Hintertreffen. Medienberichte zu den Arbeits- und Umweltbedingungen in Entwicklungsländern fanden mit dem tragischen Einsturz des Rana Plaza-Gebäudes
in Bangladesch einen traurigen Höhepunkt. Zwar geht der Löwenanteil des Textilimports aus Fernost auf das Konto von Vertikalen und großen Handelskonzernen. Mit Schuldzuweisungen innerhalb der Branche komme man aber nicht weiter, mahnt die Präsidentin. Schließlich arbeite auch die mittelständische Industrie international und müsse sich bewusst sein, dass die Anforderungen in punkto Transparenz auf allen Stufen wachsen. „Es darf nicht darum gehen, dass uns der Staat von oben herab zu teuren, aber wertlosen Zertifikaten verpflichtet“, kritisiert sie den Vorstoß von Bundesentwicklungsminister Müller, der ein Zwangssiegel für die textile Kette zum Heilsbringer erklärt hat. „Ein weiteres neben den vielen schon existierenden Siegeln kostet viel und wird im Markt nicht honoriert.“ Dabei ist die Wirtschaft bereit zum Ausbau ihres Engagements, Verbraucherkommunikation ist dabei ein großes Thema. „Reglementieren statt Fördern ist auch hier die neue Maxime deutscher Politik“, tadelt Bandte. Die Frau an der Spitze der Masche hat die Bekämpfung der Bürokratie zur Priorität ihrer Präsidentschaft erklärt. Pausen sind ihr dabei offenbar nicht vergönnt. Silvia Jungbauer
Qualität als Erfolgsformel Die hochmoderne Kulisse für die Jahresversammlung bot das Kommunikationszentrum der Paul Hartmann AG in Heidenheim. Seit fast 200 Jahren schon heißt der Slogan „Hartmann hilft heilen“. CFO Stephan Schulz, Schatzmeister von Südwesttextil, nutzte seine Willkommensworte, um den Teilnehmern einen der weltweit führenden Medical Care-Anbieter vorzustellen. Heute ist die Hartmann-Gruppe mit rund 10 000 Mitarbeitern und einem Konzernumsatz von 1,8 Mrd. Euro vom Medizinproduktelieferanten zum internationalen Anbieter von Systemlösungen herangewachsen. Fast die Hälfte des Geschäfts wird im außereuropä-
ischen Ausland gemacht, in Übersee erwirtschaftet der Konzern immerhin schon 200 Mio. Euro. Das Kerngeschäft gliedert sich heute in die drei Bereiche OP Management, Desinfektionsmanagement sowie Inkontinenzmanagement. Für jede Operation kann Hartmann ein speziell zusammengestelltes, hochsteriles OP-Set liefern. Auch bei Desinfektionsprodukten versteht sich Hartmann als Problemlöser. „Unser Qualitätsversprechen, das Paul Hartmann schon im 19. Jahrhundert formuliert hat, gilt bis heute und ist Grundlage unseres Geschäftserfolgs“, betont Schulz den eisernen Grundsatz des Unternehmens. Schon damals war klar: Nur kompromisslose Qualität und
Stephan Schulz betonte: „Unser Qualitätsversprechen, das Paul Hartmann schon im 19. Jahrhundert formuliert hat, gilt bis heute und ist Grundlage unseres Geschäftserfolgs.“
Produkte nach neuestem Standard sind Grundlagen einer richtungwei-
senden medizinischen Versorgung. Silvia Jungbauer
Weitere Bilder zur Veranstaltung gibt es unter www.suedwesttextil.de
6 Bildung + Soziales
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Bonjour Alsace Grenzüberschreitende Berufsausbildung eröffnet neue Perspektiven Im Bereich der grenzüberschreitenden beruflichen Bildung soll das Engagement nochmals verstärkt werden. Mit der Unterzeichnung der deutsch-französischen Rahmenvereinbarung zwischen 28 Partnern beiderseits des Rheins im vergangenen Herbst im Lycée Jean Mermoz in Saint-Louis wurde der gesetzliche Rahmen geschaffen, um einerseits der Problematik zunehmender Beschäftigungsengpässe innerhalb deutscher Unternehmen zu begegnen und andererseits die Beschäftigungsmöglichkeiten vieler junger Elsässer zu erhöhen. Das Abkommen definiert den genauen Rahmen und die Bedingungen der grenzüberschreitenden Ausbildung, die nun Jugendlichen auf allen Ausbildungsniveaus im Elsass, in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz offen steht. Mit anderen Worten heißt das, dass bei der Gewinnung von Nachwuchskräften nun auch verstärkt Jugendliche aus dem benachbarten Elsass mit einbezogen werden können: Ausbildung in einem deutschen Unternehmen bei gleichzeitigem Besuch einer französischen Berufsschule. Gerade für Unternehmen an der Grenze ist dies eine interessante Möglichkeit.
Neu ist, dass die theoretische Ausbildung und die berufliche Abschlussprüfung komplett im Herkunftsland Frankreich absolviert werden können, während die prak-
sische Jugendliche bekommt einen Ausbildungsvertrag nach deutschem Recht mit allen Rechten und Pflichten. Die Ausbildung erfolgt nach der deutschen Ausbildungs-
ordnung eines Berufes, der einer gleichwertigen oder gleichartigen französischen Berufsausbildung entspricht. Die Kosten der Ausbildung eines französischen Auszubildenden in Frankreich, der einen Ausbildungsvertrag mit einem deutschen Unternehmen abgeschlossen hat, werden für die duale Ausbildung übernommen. Zur Beratung hat die Regionaldirektion der Agentur für Arbeit in Lahr ein Büro mit Fachexperten eingerichtet. Außerdem bieten die IHK's entlang der Grenze ebenfalls zahlreiche Angebote, wie z. B. die Teilnahme an Bildungsmessen in Frankreich.
Christine Schneider Foto: © Nelos - Fotolia.com
tische Ausbildung in Deutschland im Unternehmen stattfindet. Die erfolgreichen Absolventen haben das Recht, im Rahmen einer Externenprüfung zur vergleichbaren Abschlussprüfung im Nachbarland zugelassen zu werden, sie können sozusagen eine Doppelqualifikation erwerben. Was bedeutet dies? Der franzö-
Fachexperten für grenzüberschreitende Ausbildung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit: Frau Lauréline Flaux E-Mail: laureline.flaux@arbeitsagentur.de, Tel.: +49 7821 9438-202 Herr Christop Hilligardt E-Mail: christof.hilligardt@arbeitsagentur.de, Tel.: +49 7821 9438-203
Weiterbildungskurs für Azubis und junge Mitarbeiter Am 24. Oktober veranstaltet die VDTF Regionalgruppe Südbaden gemeinsam mit der GATEX einen Weiterbildungskurs für Azubis und „Jungtextiler“ bzw. Quereinsteiger. Thema der Veranstaltung ist die Vorbehandlung. Folgende Programmpunkte stehen auf der Agenda der eintägigen Veranstaltung: - Grundlagen des Schlichtens Bernhard Wüstnienhaus, Pulcra Chemicals GmbH - Vorbehandlung von Baumwolle – Sinn und Zweck Jörg Schad, Pulcra Chemicals GmbH - Waschprozesse in der Vorbehandlung – technische Parameter, Prinzip, Umsetzung des Prozesses im Maschinenbau Jörg Machholz, FONG`S Europe GmbH - Entstehung von Flecken und deren Entfernung Yilmaz Günel, CHT R. Beitlich GmbH Weitere Details zum Programm sowie die Anmeldung finden sich unter www.die-gatex.de/weiterbildung Die Teilnehmerzahl für die kostenfreie Veranstaltung ist begrenzt. Alle Teilnehmer erhalten nach Beendigung des Seminars eine Teilnahmebescheinigung.
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„LAVISH“ Am 27. Juni war es wieder soweit: die 20 Absolventen der Staatlichen Modeschule Stuttgart präsentierten mit einer kreativen Fashionshow im Haus der Wirtschaft ihre Abschlussarbeiten. Raffinierte Schnittführung, innovative und hochwertige Verarbeitung sowie Kontrast und Vielfalt in Materialität und Farbigkeit waren unter dem Kollektionsmotto „Lavish“ – reichhaltig und verschwenderisch – wichtige Aspekte in den Modellen. Die Kreisform als wiederkehrendes Showelement war die Besonderheit in der Präsentation. Sie tauchte einmal als luftig leicht, auf den Laufsteg fallender Seifenblasenregen auf und erschien dann als überdimensional große, rollende leuchtende Kugel, die sich durch ein Model im Innern fortbewegte. Schillernd und glamourös wurde der Style der Kollektion dadurch unterstrichen und spannende Bewegungs- und Lichtmoment geschaffen. Unterstützt wurden die Kreativen bei der Inszenierung zum 13. Mal von Marco Goecke,
Gatex – WeGebAU
Fotos: Staatliche Modeschule Stuttgart
Choreograf des Stuttgarter Balletts. Die Entwicklung einer solchen Kollektion dauert ca. ein halbes Jahr. Ideen dazu holte sich der Abschlussjahrgang auf einer Trendresearchreise in London – eine pulsierende Modemetropole der Gegensätze. Aus dieser Fülle extremer Stilelemente entwickelten die Absolventen ihre Kollektion.
Parallel zu Prüfungen und Abgabeterminen lief die Bewerbungsphase. Die freudige Bilanz des diesjährigen Abschlussjahrgangs: nahezu alle Absolventen haben bereits eine Einstiegsoption in der Mode- und Filmindustrie.
Nähere Details finden sich unter www.suedwesttextil.de.
Simone Diebold
„Das ist mein Traumjob!“ Nachdem im vergangenen Monat mit Kadir im Film die Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer Textilveredlung vorgestellt wurde, zeigt nun das achte Go Textile!-Azubivideo Eugen, Auszubildender im ersten Lehrjahr bei der Gustav Gerster GmbH in Biberach an der Riß. Mit Begeisterung schildert er seinen Traumjob „Produktionsmechaniker Textil“ und gibt authentische Einblicke in seine Ausbildung. Das Unternehmen gehört seit über 125 Jahren in der Gardinen- und PosamentenProduktionsmechaniker Textil branche zu einem der führenden Hersteller in Europa. Bereits letztes Jahr wurde über diesen Ausbildungsberuf ein Go W W W. G O - T E X T I L E . D E Textile!-Video beim oberfränkischen Vliesstoffhersteller Sandler gedreht. Beide Videos verdeutlichen auf eindrucksvolle und interessante Weise, wie unterschiedlich – je nach hergestelltem Produkt – und außerordentlich vielseitig dieser Beruf ist. Zu sehen sind die Videos unter www.youtube.com/gotextile sowie unter www.go-textile.de/ausbildung AUFGEPASST
Nach den Sommerferien findet in der Gatex in Bad Säckingen wieder eine Qualifizierung zum Maschinen- und Anlagenführer im Rahmen der WeGebAU-Förderung statt. Die Ausbildung wird wieder in einem Wochenrhythmus durchgeführt, d. h. die Teilnehmer sind in der Regel einmal im Monat für eine Woche in der Gatex. Die Maßnahme wird über die Agentur für Arbeit auf Antrag gefördert. Begünstigt werden u. a. gering qualifizierte Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss oder mit Berufsabschluss, wenn sie seit mindestens vier Jahren eine an- oder ungelernte Tätigkeit verrichten und ihre erlernte Tätigkeit nicht mehr ausüben können.
Seminare Bildungswerk Seminarangebot der Akademie für Personal- und Organisationsentwicklung im Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft in Kooperation mit Südwesttextil.
Mit betrieblichem Gesundheitsmanagement zum fitten Unternehmen 17. September 2014, Haus Reutlingen Selbstverständnis einer modernen Assistenz 18. bis 19. September 2014, Haus Steinheim Projektteams zu Höchstleistungen führen 22. bis 23. September 2014, Haus Reutlingen www.biwe-akademie.de
8 Recht + Steuern
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Nicht jede Absage verstößt gegen das AGG Keine Entschädigung für ungeeignete Bewerber Ist ein Bewerber für eine ausgeschriebene Stelle objektiv nicht geeignet, so scheidet grundsätzlich eine unmittelbare oder mittelbare Benachteiligung im Sinne der §§ 1,7 Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) aus, wenn ihn der Arbeitgeber nicht zu einem Vorstellungsgespräch einlädt – Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 14. November 2013. Voraussetzung für einen Entschädigungsanspruch ist eine Diskriminierung. Diese ist zwar oft nicht vorhanden, wird aber behauptet. Darauf kommt es jedoch dann nicht an, wenn der Bewerber für die Stelle objektiv nicht geeignet ist.
Vorinstanzen abgelehnte, spiele in diesem Fall die behauptete Diskriminierung keine Rolle. Der Bewerber sei objektiv für diese Stelle
werber nach den Unterlagen für die Stelle nicht geeignet ist, vielmehr reicht es sogar aus, dass sich später herausstellt, dass der Bewerber
Diskriminierung oft nur eine Behauptung
Im vorliegenden Fall hatte sich der Kläger für ein Traineeprogramm für Führungsnachwuchskräfte im Bereich Human Resources – nach einer entsprechenden Ausschreibung der Firma – beworben. Er hatte aber seiner Bewerbung weder Zeugnisse noch Examensnoten beigefügt. Die Ausschreibung verlangte überdurchschnittlich gute Studienabschlüsse. Der Bewerber erhielt eine Absage. Daraufhin machte er eine Diskriminierung wegen seines Alters geltend und forderte eine Entschädigung. Nach Auffassung des BAG, das die Ansprüche ebenso wie die
Grundsätzlich bleibt es dabei, dass bei Ablehnungen von Bewerbern keine Gründe genannt werden sollten. Foto: © stockphoto-graf - Fotolia.com
nicht geeignet. Dabei komme es nicht darauf an, dass der Arbeitgeber diese „Ungeeignetheit“ kenne, es genüge für den Ausschluss eines Entschädigungsanspruchs die Tatsache, dass der Bewerber objektiv nicht geeignet sei. Damit hat das BAG mit hinreichender Deutlichkeit festgestellt, dass künftig die Unternehmen keine Bedenken zu haben brauchen, wenn ein Bewerber wegen mangelnder Qualifikation abgewiesen wird. Es scheidet ein Entschädigungsanspruch nach dem AGG nicht nur dann aus, wenn der Be-
Recht kompakt Arbeitsrecht – Abmahnung Frage: Kann Unfreundlichkeit gegenüber Kunden abgemahnt werden? Antwort: Gehört die Kommunikation mit dem Kunden zur Aufgabe des Arbeitnehmers und antwortet der Arbeitnehmer nicht nur einmal unfreundlich, so ist im Regelfall eine Abmahnung berechtigt. Das unfreundliche Verhalten gegenüber Kunden stellt eine erhebliche Arbeitsvertragswidrigkeit dar und kann nicht als Nichtigkeit bezeichnet werden. Die relevanten Gesetzestexte finden sich im Mitgliederbereich unter www.suedwesttextil.de
objektiv nicht geeignet ist. Damit wird in einem wesentlichen Bereich des AGG Klarheit geschaffen, nämlich dahingehend, dass es auf eine behauptete Diskriminierung nur in zweiter Linie ankommt, wenn eine Bewerbung mangels Eignung zurückgesandt wird.
Kein Entschädigungsanspruch, wenn Bewerber objektiv nicht geeignet Im vorliegenden Fall hatte der Kläger eine Altersdiskriminierung geltend gemacht, weil die beklagte Firma Führungsnachwuchskräfte für ein Traineeprogramm suchte. Auch in diesem Punkt hat das BAG eine Diskriminierung wegen des Alters abgelehnt, da es sich um eine zulässige Ausbildung von Hochschulabsolventen zu Führungskräften handle. Grundsätzlich bleibt es dabei, dass bei Ablehnungen von Bewerbern – in der Regel werden die Bewerbungsunterlagen mit einem kurzen Anschreiben zurück geschickt – keine Gründe genannt werden sollten. Die Unternehmen
führen richtigerweise an, dass man sich für einen anderen Bewerber entschieden habe. Das genügt vollkommen. Ansonsten ist Vorsicht bei Stellenausschreibungen und Rücksendung von Unterlagen geboten; insbesondere muss davon abgeraten werden, die Bewerbungsunterlagen „zu bearbeiten“. Das Arbeitsgericht Stuttgart hat mit Urteil vom 15. April 2010 eine Entschädigungsklage abgelehnt. Hintergrund war, dass eine Mitarbeiterin der beklagten Firma auf den Unterlagen den Vermerk „Ossi (-)“ angebracht hatte. Der Bewerber stammte aus den neuen Bundesländern. Solche Eintragungen sind selbstverständlich diskriminierend und inakzeptabel. Allerdings hat das Arbeitsgericht Stuttgart richtigerweise festgestellt, dass ein Entschädigungsanspruch nach dem AGG nicht in Betracht komme, da keines der acht im Gesetz konkret bezeichneten Diskri-
Die Bezeichnung „Ossi“ ist keine Diskriminierung
minierungsmerkmale (Rasse oder ethnische Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexuelle Identität) verletzt sei. Insbesondere kennzeichne der Begriff „Ossi“ weder eine ethnische Herkunft noch eine Rasse. Im Gegenzug hat das Landesarbeitsgericht (LAG) Hamm in einer Entscheidung vom 6. Juni 2013 einer Bewerberin eine Entschädigung von 3 000 Euro zugesprochen. Vorausgegangen war, dass der Arbeitgeber auf dem zurückgesandten Lebenslauf neben der Textzeile „verheiratet, ein Kind“ handschriftlich vermerkt hat, „sieben Jahre alt“ und die sich dann ergebene Wortfolge „ein Kind, sieben Jahre alt“ durchgängig unterstrichen hat. Darin sah das LAG Hamm eine Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und hat der abgewiesenen Bewerberin die genannte Entschädigung zugesprochen. Emil Schelb
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Befristet beschäftigter Betriebsrat Schwierige Fristberechnungen Kein Anspruch auf Anschlussvertrag
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Bei der Betriebsratswahl in der ersten Jahreshälfte wurden viele neue Betriebsräte gewählt. Nach einer solchen Neuwahl kann es vorkommen, dass für die volle Amtszeit gewählte Betriebsräte nur über einen befristeten Arbeitsvertrag verfügen. Dann stellt sich immer wieder die Frage, ob dieser Vertrag einfach ausläuft oder ein Anspruch auf einen Folgevertrag besteht. Erfreulicherweise hatte zu dieser Befristungsproblematik das Bundesarbeitsgericht (BAG) bereits im Dezember 2012 entschieden, dass bei befristet beschäftigten Betriebsräten grundsätzlich das Arbeitsverhältnis mit Ablauf der Befristung endet, genauso wie bei Arbeitnehmern ohne Amtstätigkeit. Das Betriebsratsamt steht der Anwendung des Teilzeit- und Befristungsgesetzes nicht entgegen. Es existiert keine vergleichbare Regelung wie bei der Jugend- und Auszubildendenvertretung. Hier entsteht ein unbefristeter Arbeitsvertrag nach Ablauf des Ausbildungsvertrages. Mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses endet also Kraft Gesetzes die Amtstätigkeit auch als Betriebs-
rat. Es besteht somit ein Gleichlauf zwischen Arbeitsverhältnis und Amt. Ergänzend zu dieser früheren Entscheidung hat das BAG am 25. Juni ebenfalls arbeitgeberfreundlich festgestellt, dass keinerlei Verpflichtung besteht, nach Ablauf der Befristung mit dem Betriebsratsmitglied einen Anschlussvertrag abzuschließen. Allerdings ist hier Vorsicht geboten. Im Ausnahmefall kann doch ein Anspruch bestehen und zwar dann, wenn dem Betriebsratsmitglied im Anschluss an die Befristung aufgrund seiner Betriebsratstätigkeit ein Folgevertrag verweigert wird. Betriebsratsmitglieder dürfen wegen ihrer Tätigkeit nicht benachteiligt werden, allerdings trägt das Betriebsratsmitglied hierfür die Darlegungs- und Beweislast. An dieser Voraussetzung scheiterte in der Entscheidung des BAG der Anspruch auf Abschluss eines Folgevertrages. Vorsichtig ist bei der Begründung der Nichtverlängerung geboten. Hier empfiehlt sich die Angabe eines fehlenden betrieblichen Bedarfs, soweit überhaupt Gründe mitgeteilt werden. Nathan Binkowski
Neues Praktikerhandbuch: Marken, Designs, Patente und Werbung Mit konkretem Bezug zur Textil- und Modeindustrie geben die Autoren in diesem Werk einen Überblick über die Schutzrechtsentstehung bis hin zur Abmahnung. Erfreulich komprimiert und in verständlicher Sprache ist das Praktikerhandbuch „Schutzrechte und Rechtsschutz in der Mode- und Textilindustrie“ ein wertvoller Ratgeber, der sich sowohl an Fachjuristen als auch an juristisch ungeschulte Praktiker aus der Branche richtet. Deutscher Fachverlag GmbH, Frankfurt am Main, ISBN: 978-3-86641-297-2
Die Tatsache, dass das Bundesarbeitsgericht (BAG) immer wieder Fragen zu Fristberechnungen entscheiden muss zeigt, dass dieses scheinbar einfache Thema gar nicht so einfach ist. Im Jahr 2000 klärte das BAG, dass eine am 3. August zugegangene Kündigung bei Arbeitsaufnahme am 3. Februar und vereinbarter 6-monatiger Probezeit nicht mehr innerhalb der Probezeit zugegangen ist. Da es sich bei der Probezeit um eine sogenannte „Verlaufsfrist“ nach § 187 Abs. 2 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) handele, sei der erste Arbeitstag in die Berechnung des Ablaufs der Frist voll einzubeziehen, so dass die 6-monatige Probezeit im zu entscheidenden Fall bereits am 2. August um 24 Uhr endete. Gleiches gelte auch für die Berechnung der 6-monatigen Wartezeit nach dem Kündigungsschutzgesetz (KSchG).
Achtung bei Fristende am Wochenende
Hierzu hat das BAG aktuell höchstrichterlich entschieden, dass sich der Zeitraum von 6 Monaten auch nicht dadurch verlängere, dass der letzte Tag auf einen Sonntag, Feiertag oder Sonnabend falle. § 193 BGB, der eine solche Verlängerung für Fristen, in denen eine
Willenserklärung abzugeben „ist“, bestimmt, sei hier nicht anwendbar. Da auch noch nach Ablauf der 6 Monate gekündigt werden könne, allerdings unter Berücksichtigung des KSchG, handele es sich nicht um eine Frist, in der eine Willenserklärung abzugeben „ist“. Von den „Verlaufsfristen“ abzugrenzen sind die sogenannten „Ereignisfristen“ nach § 187 Abs. 1 BGB, wie beispielsweise die Wochenfrist für die Stellungnahme des Betriebsrats zu einer ordentlichen Kündigung: Hier wird der Tag nicht mitgezählt, an dem die Mitteilung des Arbeitgebers dem Betriebsratsvorsitzenden zugeht. Erhält der Betriebsrat ein Anhörungsschreiben am 6. Mai endet die Wochenfrist erst am 13. Mai um 24 Uhr. Soweit dieser Tag ein Sonntag, Feiertag oder Sonnabend ist, erst am 14. Mai um 24 Uhr. Hat der Betriebsrat innerhalb dieser Frist keine abschließende Stellungnahme zur Kündigung abgegeben, kann erst am 14. bzw. 15. Mai die Kündigung ausgesprochen werden. Gleiches gilt für die Einhaltung der 2-Wochenfrist nach § 626 Abs. 2 BGB für außerordentliche Kündigungen. Auch hier ist § 193 BGB zu beachten, weil nach Ablauf der Frist nur noch ordentlich gekündigt werden kann, die außerordentliche Kündigung also innerhalb der Frist abzugeben „ist“. Kai-Uwe Götz
Aktuelle Steuer-Nachrichten Die Frage, ob die Festsetzungsfrist durch die Übersendung eines Steuerbescheids im Wege des Telefax-Verfahrens gewahrt ist, ist aufgrund jüngster Urteile wie folgt zu beantworten: Die gesetzlich gebotene Schriftform für behördliche und gerichtliche Entscheidungen wird auch durch Übersendung per Telefax gewährt. Die Festsetzungsfrist ist laut Abgabenordnung schon gewahrt, wenn der Steuerbescheid vor Ablauf der Festsetzungsfrist den Bereich der für die Steuerfestsetzung zuständigen Finanzbehörde – mit ihrem Wissen und Wollen – verlassen hat und dem Adressaten tatsächlich zugegangen ist. Auf den Zeitpunkt der Bekanntgabe kommt es danach nicht an, so ein Urteil des Bundesgerichtshofs vom Januar dieses Jahres. Diese und weitere Auslegungen zum Steuerrecht finden sich in den aktuellen Steuernachrichten. Im Mitgliederbereich von Südwesttextil kann die Juli-Ausgabe als pdf-Datei heruntergeladen werden.
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SÜDWESTTEXT
Termine
SAVE THE DATE 2. Internationales Bodensee Textil-Kooperationsforum Unter dem Motto „Visionen, Wirklichkeit und Forschung“ veranstaltet die D-A-CH@TEXNET, eine Kooperation der Textilverbände aus Österreich, Schweiz, Baden-Württemberg und Bayern, das Kooperationsforum „Textiler Leichtbau – Multifunktional und Intelligent“ mit begleitender Fachausstellung und einem B2B-Kooperationsforum am 23. Oktober 2014 in Bregenz. Im Fokus des Forums stehen die Themen - High-Tech Sensoren - Textiles Bauen - Leichtbau-Potenziale - Hochleistungswerkstoffe
Anmeldung unter www.smarttextiles.com
zu denen je drei Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft die aktuellen Herausforderungen und Potenziale in der Entwicklung und Anwendung zeigen. Als Key-Note Speaker präsentiert Lars Thomsen, Chief Futurist und Gründer der future matters AG, in seinem Vortrag „Die Zukunft kommt schneller als wir denken“ acht Megatrends für die kommenden 520 Wochen. Open Innovation - B2B-Kooperationsforum In den zeitlichen Ablauf des Symposiums eingebettet ist ein kostenloses Kooperationsforum. Das durch die WISTO als regionale EEN-Anlaufstelle organisierte Veranstaltungselement zielt darauf ab, Unternehmen, Akteure im F&E-Bereich sowie Forschungs- und Dienstleistungseinrichtungen miteinander zu vernetzen. Über eine Webplattform können im Vorfeld des Symposiums, nach erfolgter Registrierung, interessante Gesprächspartner gefunden und für ein persönliches Gespräch gebucht werden. Vorteile: - persönlichen Kennenlernen der Referenten - Auf- und Ausbau des persönlichen Netzwerks - Kontakt zu F&E-Forschungsdienstleistern - fachlicher Austausch mit kompetenten Partnern - Initiierung grenzüberschreitender Kontakte Ort: Bregenzer Festspielhaus, Platz der Wiener Symphoniker 1, 6900 Bregenz, Österreich
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westtextil
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Textil- und Modedialog 02. September 2014 Fabric Club M,O,C, Jetzt anmelden unter www.textil-mode-dialog.de
Diversity Kongress Am 13. Oktober lädt das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg Führungskräfte und Personalverantwortliche aus Unternehmen sowie Vertreter aus Kammern, Verbänden, Wirtschaftsförderungen und Netzwerken zum ersten baden-württembergischen Diversity Kongress ins Haus der Wirtschaft in Stuttgart ein. Mit einer guten Diversity-ManagementStrategie können sich Unternehmen künftig entscheidende Vorteile sichern, wenn es darum geht, Fachkräfte zu rekrutieren oder die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Weitere Informationen unter www.mfw. baden-wuerttemberg.de Workshop Der Normenausschuss Materialprüfung (NMP) bei DIN beschäftigt sich derzeit mit dem Thema „Normung und Standardisierung von Technischen Textilien“. Am 20. Oktober veranstaltet der NMP daher einen Workshop zum Thema „Technische Textilien“ in den Räumen der DIN e. V. in Berlin. Mehr unter www.afbw.eu Save the date Am 3. November findet das Arbeitsmarktgespräch 2014 des Bildungswerks der Baden-Württembergischen Wirtschaft e.V. zu den Themen Inklusion – Migration – Familie und Beruf in der Stuttgarter Liederhalle statt. Mehr unter www.biwe.de Mess- und Prüfpraxis für den Leichtbau 2014 Die Deutsche Gesellschaft für Qualität veranstaltet am 4. und 5. November 2014 in Stuttgart die Tagung „Mess- und Prüfpraxis für den Leichtbau 2014“. Expertenvorträge geben umfassende Informationen zu passenden Messmethoden und zu Ansätzen zur Integration von Prüfprozessen in der Produktion von Leichtbauteilen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, sich mit den Experten vor Ort auszutauschen. Da die AFBW Partnerin der Veranstaltung ist, bekommen die Mitglieder 10 Prozent Rabatt auf die Teilnahmegebühr. Programm und Anmeldung unter www.qualitaetmessen.de.
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Techtextil 2015 Ein starker Auftritt auf der Leitmesse für technische Textilien Auf Intitiative von Südwesttextil, Gesamtmasche und der Allianz faserbasierte Werkstoffe (AFBW) fördert das Land Baden-Württemberg einen Gemeinschaftsstand auf der Frankfurter Techtextil vom 4.– 7. Mai 2015, der weltweit führenden Plattform für technische Textilien und Vliesstoffe. Vorteile - Aufmerksamkeitsstarker Auftritt durch Standgröße und Platzierung des BW-Standes Eine detaillierte - Kompletter Standbau mit Infrastruktur zum Inklusiv-Preis Leistungsbeschreibung - Basis-Paket bereits ab 5 qm Standfläche und Anmeldeunterlagen erhältlich (außerhalb des BW-Standes: erhalten Sie im 9 qm Mindestfläche) - Minimierung des organisatorischen Mitgliederbereich unter Aufwands www.suedwesttextil.de - Marketingmaßnahmen und Pressearbeit durch bw-i und Verbände - Unterstützung bei der Besucherakquise - Gemeinschaftsfläche mit Bewirtungsservice, Infotheke und Lagermöglichkeit - Nutzung der Gemeinschaftsfläche als Aktions- und Eventfläche Anmeldung Organisator des Gemeinschaftsstandes ist die Landesgesellschaft Baden-Württemberg International (bw-i). Unternehmen, die sich am Gemeinschaftsstand beteiligen möchten, können sich bis zum 29. August 2014 bei bw-i anmelden. Die Gesamtfläche des Gemeinschaftsstandes ist begrenzt. Anmeldungen werden nach Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.
Umzug Ab August 2014 zieht die AFBW in die Räume des Verbandshauses von Südwesttextil um. Hierdurch können einige Synergien geschaffen werden, die der branchenübergreifenden Arbeit zugute kommt.
Blog – Umweltforum Im Mitgliederbereich von www.suedwesttextil.de unter der Rubrik „Blogs – Umweltforum“ findet sich ein Überblick über den aktuellen Stand einiger wichtiger energiepolitischer Themen: z. B. das neue Gesetz zur EEG-Umlage und die daraus resultierenden Änderungen sowie das Urteil des EuGH zur Förderung von ausländischem erneuerbaren Strom. Darüber hinaus wird auch auf den derzeitigen Stand der geplanten Verfassungsbeschwerde gegen das EEG eingegangen.
Die neue Adresse: AFBW e.V. Ulrike Möller Kernerstaße 59, 70182 Stuttgart Tel.: +49 711 21050–12, Mobil: +49 152-339 46 905
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Paul Hartmann: Impressionen der Jahresversammlung
Bildnachweis Von links nach rechts: Prof. Dr. Josef Kurz (Hohenstein Institute), Ulf Weise (Weise), Robert Heinz (Weise), Ursula Hickl (MFW Baden-Württemberg), Zoran Banozic (Weise), Prof. Dr. Stefan Mecheels (Hohenstein Institute), Günter Speidel (Speidel), Hans Digel (Vizepräsident Südwesttextil), Prof. Dr. Gunter Dueck (Festredner), Stephan Schulz (Hartmann), Dr. Hans-Hinrich Kruse (Hornschuch), Bodo Th. Bölzle (Präsident Südwesttextil), Donata Apelt-Ihling (Vizepräsidentin Südwesttextil), Roland Stelzer (Elmer&Zweifel) Klaus Lindner (vtb), Dr. Uwe Mazura (textil+mode), Ottmar Ihling (Apelt), Clemens Haas (J.H.Ziegler), Dierk Mohr (J.H.Ziegler), Carina Ammann (Isco), Sylvia DommerKroneberg (Dommer), Nicole Wiesner (Südwesttextil), Regina Eckartz (Südwesttextil), Inge Zeiher (Südwesttextil), Jeanette Nüssle (Südwesttextil), Bettina Melanie Dick (Südwesttextil), Christine Maatz (Südwesttextil), Angelika Kläger (Gesamtmasche), Hans Hausner (TVU), Evelyn Hausner (TVU), Prof. Dr. Stefan Mecheels (Hohenstein Institute), Volker Duscha (Billerbeck), Frank Weinmann (Glücksband), Ernst R. Werdin (Münchberg), Dr. Thomas Wagner (Pichler), Klaus Gudat (Gruschwitz), Prof. Dr. Meike Tilebein (DITF), Matthias Eschler (Eschler), Carl Moll, (Moll), Dr. Markus H. Ostrop (Hauptgeschäftsführer Südwesttextil), Sambatänzerin.
Weitere Impressionen unter www.suedwesttextil.de
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