SÜDWESTTEXT Zeitung für die Textil- und Bekleidungsindustrie HERAUSGEGEBEN VON SÜDWESTTEXTIL
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FEBRUAR 2015 | NR. 89
Themen Verband + Industrie Gekonnt „gewuppt“ Seite 5 Bildung + Soziales Netzwerken für eine bessere Zukunft Seite 7
Südwesttextil und Gesamtmasche
Jahresversammlung 2015
Recht + Steuern Umgang mit Low Performern Seite 8
Seite 3
Aktuelle Steuer-Nachrichten
Nachhaltig nachgefragt
Seite 9
Das Bündnis von Bundesentwicklungsminister Müller wird kontrovers diskutiert
Bundesentwicklungsminister Müller
Das Thema Corporate Social Responsibilty (CSR) ist in der Textil- und Bekleidungsindustrie ein
hoch aktuelles Thema, das Unternehmen der gesamten textilen Kette beschäftigt. Kontrovers diskutiert wird derzeit insbesondere das „Bündnis für nachhaltige Textilien“, das Bundesentwicklungsminister Müller am 16. Oktober 2014 ins Leben gerufen hat. Unterstützt von Experten seines Hauses stellte der Minister am 10. Februar sein Bündnis mehr als 150 Branchenvertretern persönlich vor, die zum „Infotag CSR und Nachhaltigkeit“ nach Erding gekommen wa-
ren. Eingeladen hatten der Dialog Textil-Bekleidung und der Verband der Bayerischen Textil- und Bekleidungsindustrie. Während die Ziele des Bündnisses – Wahrung der Menschenrechte in den Herstellungsländern und Einhaltung sozialer und ökologischer Mindeststandards – unstreitig sind, warnten Vertreter aus dem Publikum in der Fragerunde vor unpraktikablen Anforderungen und nicht kalkulierbaren Kosten des Bündnisses. Fortsetzung Seite 2
100er Marke geknackt Schon vier Jahre nach seiner Gründung hat das Netz- menführen von Unternehmen unterschiedlichster werk AFBW die 100-Mitglieder-Marke geknackt. Mit Branchen kommt künftig auch die Internationalisieaktuell 109 Unternehmen aus den Bereichen Mobilität, rung des Netzwerks als eine weitere SchwerpunktBau- und Architektur, Medizin und Gesundheit sowie aufgabe hinzu. Mit den jetzt veröffentlichten „Fiber technische Textilien gehört Highlights 2014“, die einen die bereits mehrfach auskurzen Überblick über das »In einer Sitzung drei vielfältige Leistungsspekgezeichnete ClusterinitiaIndustrieprobleme gelöst.« trum des Clusters geben, tive zu den erfolgreichsten ihrer Art in Europa. „Wir Prof. Dr. Götz Gresser, ITV Denkendorf, zum Erfolg der Arbeitsgruppen sollen weitere Unternehmen bieten konkreten Mehrwert für das Netzwerk interessiert durch Netzwerk“, so die Geschäftsführerin Ulrike und als Mitglieder gewonnen werden. Die Broschüre Möller bei der Präsentation des neuen Businessplans kann bei der AFBW per E-Mail an ulrike.moeller@ im Rahmen einer Vorstandssitzung Mitte Februar. afbw.eu angefordert werden. „Das macht uns für die Industrie so attraktiv.“ Zu den fachspezifischen Arbeitsgruppen, dem Zusam- Markus H. Ostrop
Zahl des Monats „Schrei vor Glück oder schick's zurück“ – die Retourenquote von Onlinebestellungen bei Bekleidung und Schuhen ist mit bis zu 50 Prozent besonders hoch. An jedem Werktag schicken die Bundesbürger knapp eine Million Pakete zurück – Durchschnittskosten 15 Euro pro Retoure. Laut einer Studie der Universität Regensburg kalkulieren vier von zehn Kunden bereits beim Kauf die Rücksendung der Ware bewusst mit ein. Da werden am Wochenende mal einfach zum Spaß Klamotten-Partys gefeiert und jeder Teilnehmer bestellt 10 Teile. Am Montag wird dann mit dem Paketdienst ein Abholtermin vereinbart – „Schrei vor Zorn!“
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Aktuell Im 19. und 20. Jahrhundert war Württemberg eine Hochburg der Textilindustrie. In einer Wanderausstellung geben sechs württembergische Museen einen Einblick in die textile Tradition des Landes. Vom 1. März bis 25. April gastiert die Schau „Textile Vielfalt“ im Industriemagazin Reutlingen, Eberhardstraße 14. Die Ausstellung ist von 14 bis 17 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.
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Fortsetzung von Seite 1 In Kürze
Nachhaltig nachgefragt Die lückenlose Rückverfolgung sich rasch verändernder Lieferketten überfordere die meisten Unternehmen und käme den Mittelstand besonders teuer, ganz zu schweigen von dessen Verhandlungsmacht. Einige hochgesteckte Umweltziele ließen sich nach heutigem Stand der Wissenschaft auch nach Jahren nicht erfüllen. Dem hielt der Minister entgegen, beim Textilbündnis handle es sich um einen „Prozess, der gemeinsam weiterentwickelt werden soll. Wer sich nicht auf den Weg macht, kommt auch nicht an“. Ohne konkretes Ziel könne man den Weg weder planen noch kalkulieren, mahnten ihrerseits die Textil- und Bekleidungsverbände. Denn offenbar vermissen selbst Teilnehmer des Bündnisses wie Hess Natur klar definierte Meilensteine. „90 Prozent hier im Saal erfüllen die Standards“, beschwichtigte der Minister und beteuerte, das Bündnis für und nicht gegen die Wirtschaft vorantreiben zu wollen: „Ich möchte, dass Sie mehr verkaufen“. Und in ein paar Jahren, prophezeit Müller, werde ohnehin jedes Produkt ein Label für die Rückverfolgbarkeit tragen. Innerhalb des Bündnisses könne man offen, quasi in einem „Schutzraum“, miteinander diskutieren. Nach der inhaltlichen Diskussion beleuchteten die Rechtsanwälte Dr. Nora Schroeder und Dr. Christian Schröder von der Kanzlei Görg die juristischen As-
Die Olymp Bezner KG baut ihren Haupt- und Verwaltungssitz in der Höpfigheimer Straße in BietigheimBissingen weiter aus und investiert 2015 geplante zehn Millionen Euro in neue Büro- und Funktionsräume. Dies ist schon die fünfte bauliche Erweiterungsmaßnahme seit der 2001 erfolgten Ansiedelung im Gewerbegebiet Büttenwiesen. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der nachhaltigen und ökologischen Bauweise und der effizienten Nutzung der vorhandenen Energieträgersysteme. Die Vergrößerung um rund 3 000 qm bietet Platz für mindestens 40 weitere Arbeitsplätze und einen großen Showroom zur optimalen Präsentation sämtlicher OlympProdukte.
Es wurde offen diskutiert: Dr. Uwe Mazura, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands textil+mode. Rolf Heimann, hessnatur Stiftung, und Marko Kiisa, Aus Design, präsentierten Lösungen aus der Praxis. Fotos: © nicolas gradicsky photodesign
pekte des Bündnisses wie z. B. Haftungsrisiken in Lieferverträgen. Zu allererst, so ihr Rat, müsse sich das Textilbündnis eine Rechtsform geben. Auch die künftige Finanzierung des Bündnisses sei noch offen. Hierzu müsste das BMZ informieren, wenn es seriös für das Bündnis werben wolle. Abgerundet wurde der Infotag durch Praxisbeispiele und die Präsentation von Tools zum CSR-Management. Rolf Heimann von der hessnatur Stiftung präsen-
tierte ein Schulungskonzept „Nachhaltigkeit“, Marko Kiisa, CEO von Aus Design, berichtete von den „Upcycling“-Aktivitäten seines Unternehmens, die zuletzt auf der Ethical Fashion Show ausgezeichnet wurden. Fragen an: Dipl.-Volkswirtin Silvia Jungbauer Tel.: +49 711 21050-13 jungbauer@suedwesttextil.de
Termin vormerken
Neue Einheitsbedingungen
16. März 2015, Filharmonie Filderstadt
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Seit dem 1. Februar ist zwischen der Europäischen Union, Montenegro und den EFTA-Staaten Schweiz, Liechtenstein, Island und Norwegen die diagonale Kumulierung im Rahmen der PaneuromedUrsprungsregeln möglich. So können beispielsweise Stoffe mit EU-Ursprung, die in Montenegro konfektioniert und anschließend mit Präferenznachweis EUR-MED oder EUR.1 wieder in die EU gebracht wurden, zollbegünstigt in die Schweiz geliefert werden. Ende Januar hat die EU-Kommission eine aktualisierte Tabelle zur PaneuromedKumulierung veröffentlicht. Aus ihr ist ersichtlich, ab wann die diagonale Ursprungskumulierung zwischen bestimmten Vertragspartnern der Paneuromed-Zone möglich ist. Johnson Controls, der weltweit führende Komplettanbieter von Autositzen, hat seinen Partnerschaftsvertrag mit seinem Lieferanten Lectra, führender Anbieter von biegeweichen Materialien – wie Stoff, Leder, technische Textilien oder Verbundstoffe – nach zehn Jahren um weitere drei Jahre verlängert. Johnson Controls liefert Jährlich Fahrzeugherstellern Komponenten für über 50 Millionen Fahrzeuge in 220 Produktionsstätten. Das Unternehmen wird alle Zuschnittlösungen und die damit verbundenen Service-Dienstleistungen exklusiv von Lectra beziehen.
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Interner Teil
Öffentlicher Teil
für Mitglieder
für Mitglieder und Gäste
Mitgliederversammlung VIP-Tour durch die Mercedes-Benz Arena für Mitglieder von Gesamtmasche und Gäste
Empfang und Kaffee Ansprachen Martina Bandte, Präsidentin Gesamtmasche Bodo Th. Bölzle, Präsident Südwesttextil
Mitgliederversammlung Festvortrag „Unsere Wirtschaft in 2015 – auf Wachstumskurs trotz internationaler Krisen und Euroskepsis?!“ Roland Koch, Hessischer Ministerpräsident a. D. Moderation Dr. Markus H. Ostrop, Hauptgeschäftsführer Südwesttextil und Gesamtmasche Kalt-warmes Buffet in der Lounge Führung durch das Mercedes-Benz Museum bis ca. 16.00 Uhr
Jurist Verband Politik Wirtschaft
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Verband + Industrie
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Neuorganisation der Geschäftsstelle Südbaden Rechtsanwalt Emil Schelb verabschiedet sich in den Ruhestand Ein Vierteljahrhundert lang leitete Rechtsanwalt Emil Schelb die Geschäftsstelle Südbaden von Südwesttextil. Wenn er im April seinen wohlverdienten Ruhestand antritt, geht ein ereignisreiches Kapitel verbandlicher Rechtsberatung zu Ende – und ein neues wird aufgeschlagen. Um auch nach seinem Ausscheiden die gewohnt kompetente, zügige und ortsnahe Rechtsberatung und Prozessvertretung zu gewährleisten, hat Südwesttextil seine Geschäftsstelle Südbaden mit folgender Konzeption neu aufgestellt: Die Geschäftsstelle zieht von Maulburg nach Lörrach und residiert künftig in der Luisenstraße 5 in den Büroräumen der Rechtsanwaltskanzlei Michelsen. Dort wird Rechtsanwältin Sybille Loydl als direkte Ansprechpartnerin für alle Fragen rund ums Arbeitsrecht zur Verfügung stehen und die Mitgliedsunternehmen bei Prozessen vor Ort vertreten. Sybille Loydl ist seit 2002 Rechtsanwältin und besitzt die Zusatzqualifikation als Fachanwältin für Arbeitsrecht.
Rechtsanwalt Emil Schelb
Rechtsanwälte Stuttgart
Rechtsanwältin Sybille Loydl
Bekannt ist sie als Referentin der IHK Schopfheim für arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Themen. Sie wird nach außen als Rechtsanwältin des Verbandes auftreten und bekommt erfahrene Unterstützung durch die bewährte Mitarbeit der langjährigen Geschäftsstellenassistentin Inge Zeiher. Die Geschäftsstelle Südbaden ist künftig nur noch halbtags besetzt. Anliegen, die außerhalb der Geschäftsstellenzeiten vorgebracht werden, laufen automatisch per Rufumleitung in der Stuttgarter Rechtsabteilung ein. Damit ist sichergestellt, dass alle Mitgliedsunternehmen vollumfänglich auf
die juristische Betreuung durch die Verbandsspezialisten bauen können. Die Stuttgarter Anwälte unter der Leitung von Rechtsanwalt Boris Behringer werden sich darüber hinaus stärker in die Firmenbetreuung der südbadischen Mitglieder einbringen und ihr Knowhow ergänzend zur Verfügung stellen. Insbe-
sondere bei größeren Verfahren, bei Sozialplan- oder Haustarifverhandlungen oder aufwendigeren InhouseBeratungen. Außerdem werden sie wie bisher die intensive Betreuung der regionalen Personalleiterkreise fortführen.
Kontaktdaten – ab 2. März Südwesttextil e.V. Geschäftsstelle Südbaden Luisenstraße 5 79539 Lörrach
Simone Diebold
Telefon +49 7621 422588-35 Telefax +49 7621 422588-12 Rechtsanwältin Sybille Loydl E-Mail: loydl@suedwesttextil.de Assistentin Inge Zeiher E-Mail: zeiher@suedwesttextil.de
Unternehmerreise nach Istanbul Geschäftskontakte in der Türkei für deutsche Modeunternehmen: Südwesttextil und Gesamtmasche laden vom 9. bis zum 12. Juni mit infoaid Partners und der Türkisch-Deutschen IHK zu einer bundesgeförderten Delegationsreise nach Istanbul ein. Vom Beschaffungsmarkt für alle Stufen der textilen Kette hat sich die Türkei inzwischen auch zum interessanten Absatzmarkt für hochwertige Mode entwickelt. Der Großraum Istanbul steht für über ein Drittel des türkischen Konsums. Das Geschäftsanbahnungsprojekt soll deutsche Modeunternehmen dabei unterstützen, sich auf dem türkischen Markt zu präsentieren. Neben Kontakten im Bereich Absatz und Vertrieb sind auch Kontakte zu potenziellen Produktionspartnern vorgesehen. Während der Reise haben die Teilnehmer Gelegenheit, Vertriebsstrukturen kennenzulernen und Einzelgespräche mit möglichen türkischen Partnern zu führen. Zudem können die Teilnehmer ihre Kollektionen auf Wunsch im Rahmen einer eigens organisierten Modenschau vorstellen. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert die Reise im Rahmen seines Markterschließungsprogramms für KMU.
Weitere Informationen unter www.suedwesttextil.de Anmeldefrist ist der
20. März 2015 © jdavenport85 - Fotolia.com
Die Teilnahme ist für maximal 12 deutsche Unternehmen möglich.
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Gekonnt „gewuppt“ Warenursprung und Lieferantenerklärungen bleiben ein heißes Thema Am 29. Januar luden Südwesttextil und Gesamtmasche zum Workshop Warenursprung und Lieferantenerklärungen nach Filderstadt ein. Wie gewohnt erfreute sich die Veranstaltung reger Teilnahme: 30 Firmenvertreter aus unterschiedlichsten Bereichen der Branche informierten sich über das Thema Vorzugszölle und brachten ihr Fachwissen auf den aktuellen Stand. Zollvorteile im Rahmen von Präferenzabkommen und einseitige Zugeständnisse der EU erleichtern den Marktzugang für Exporte und senken die Kosten bei der Beschaffung und Lohnfertigung. Aufgrund hoher Drittlandszölle gehört die Textil- und Bekleidungsbranche zu den intensiven Nutzern dieser Abkommen, denn das kann bedeutende finanzielle Vorteile bringen. Außenwirtschaftsexpertin Silvia Jungbauer erläuterte, welche Anforderungen zu erfüllen sind, damit „Ursprungsware“ entsteht. Dazu zählen insbesondere die Listenre-
Erlentes anwenden: Bei den praktischen Übungen rauchten den Teilnehmern teilweise die Köpfe und in kleinen Gruppen wurden Lösungen erarbeitet und lebhaft diskutiert.
geln, in denen die erforderlichen Arbeitsschritte für den Ursprungserwerb festgelegt sind, und die Kumulierung, bei der zwei oder mehr Staaten am Präferenzursprung
Präsentation eines neuen Zollsoftware-Tools Professionelles, computergestütztes Management von Lieferantenerklärungen wird nun auch für kleine und mittlere Unternehmen bezahlbar: Südwesttextil und Gesamtmasche haben gemeinsam mit dem Bremer Zollsoftware-Spezialisten dbh Logistics IT AG ein kostengünstiges Software-Tool erarbeitet. „Advantage Preference Textil“ vereint Kosteneffizienz und Besonderheiten der Textilbranche. Unterstützt wurde die Entwicklung durch die Paul Hartmann AG, die als Pilotfirma fungierte.
papieren simulieren. „Wir wollen nicht nur trockenes Fachwissen vermitteln, sondern die Motive für die Nutzung des Präferenzursprungs deutlich machen“, meint Jungbauer. „So kann WuP sogar richtig spannend sein.“ Einige Workshop-Teilnehmer waren zum wiederholten Mal mit von der Partie. Zum einen erfordern ständige Änderungen in der Abkommenswelt, sich up-to-date zu halten. Zum anderen sind das Networking und der Austausch in kniffligen Fällen essenziell. Auch die Frage, wie die oft aufwendige Administration von Lieferantenerklärungen gewuppt werden kann, wird bald beantwortet: Beim Workshop Advantage Preference Textil am 12. März in Stuttgart.
einer Ware mitwirken. Anhand praktischer Beispiele konnten die Teilnehmer ihr Knowhow erproben, Ursprünge ermitteln und das korrekte Ausfüllen von Präferenz-
Fragen an: Dipl.-Volkswirtin Silvia Jungbauer Tel.: +49 711 21050-13 jungbauer@suedwesttextil.de
Die Verbände laden ihre Mitgliedsunternehmen ein zum Workshop Advantage Preference für die Textilwirtschaft am 12. März 2015, 13.30 bis 17.00 Uhr in den Räumen von Südwesttextil und Gesamtmasche Kernerstraße 59, 70182 Stuttgart Anfahrt und Parkmöglichkeiten: http://www.suedwesttextil.de/kontakt
In der Textilbranche sind Lieferantenerklärungen als Grundlage des zollfreien Warenverkehrs mit vielen Ländern ein wichtiges Verkaufsargument. Gleichzeitig stellen Lieferantenerklärungen viele Unternehmen der Branche vor große Herausforderungen. Restriktive Ursprungsregeln, ständige Veränderungen im Spektrum der Abkommen und die verschiedenen Stufen in der textilen Wert-schöpfungskette machen das rechtskonforme Anfordern und Ausstellen der Erklärungen zu einem aufwendigen und fehleranfälligen Prozess. Bislang existierten kaum Software-Lösungen, die im Textilbereich adäquat Abhilfe schaffen konnten – wenn doch, dann zu unverhältnismäßig hohen Kosten. Nach erfolgreicher Einführung des Moduls Lieferantenerklärungen wollen die Verbände und die dbh ein weiteres Modul zur Präferenzkalkulation Textil/Bekleidung entwickeln.
© LaCatrina - Fotolia.com
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Bildung + Soziales
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www.go-textile.de –16 Prozent mehr Besucher
Mit einem kontinuierlichen Anstieg der Zugriffszahlen entwickelte sich die Internetplattform www.go-textile.de im Jahr 2014 sehr gut. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Gesamtzahl der Besuche um 16,08 Prozent − von 95 432 auf 110 780. Die durchschnittliche Sitzungsdauer erhöhte sich um 29,27 Prozent auf 3.07 Minuten und die Zahl der Seitenaufrufe um 59,75 Prozent auf 501 724. Die Zahl der Besucher über Google wuchs um 25,26 Prozent auf 78 872. Zu diesem für Go Textile! erfolgreichen Ergebnis haben die
im vergangenen Jahr eingesetzten zentralen Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung beigetragen. Auch die gewonnenen Backlinks von anderen Webseiten unterstützen die sehr gute Positionierung in den Google-Suchtreffern. So hat sich die Seite im SistrixSichtbarkeitsindex in diesem Jahr von 0,21 auf 0,58 verbessert. Zum Vergleich dazu stieg www.sozialeberufe.com von 0,33 auf 0,42. Der Sistrix-Sichtbarkeitsindex ist eine Kennzahl für die Sichtbarkeit einer Domain auf den Suchergebnisseiten von Google. Je höher der Wert ist, umso mehr Besucher gewinnt die Domain über Google. Zu beachten ist die Entwicklung der Zugriffe über mobile Endgeräte. Während im Jahr 2013 15,9 Prozent der Besuche auf www. go-textile.de über Handys und Tablets erfolgten, kamen 2014 bereits
ÜBER DEN WOLKEN land
, Friedrichshafen, Deutsch
Montag, 20. April 2015
über ein Viertel mobil auf die Seite − 25,9 Prozent. Die Rekordmonate waren November und Dezember. Mit 10 157 Besuchern erreichte www.go-textile.de im November die höchste Zugriffszahl seit Beginn der Kampagne. Im Vergleich zum November 2013 war dies eine Steigerung um 25 Prozent.
Dieser Trend wurde im Dezember fortgesetzt. Hier kletterte die Zahl der Besuche im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um über 32 Prozent auf 7 856 und mehr als 30 Prozent der Zugriffe kamen über mobile Endgeräte. Christine Schneider
Zugriffszahlen (gesamt)
Zugriffszahlen (via Google)
125 000
125 000
100 000
100 000
75 000
75 000
50 000
50 000
25 000
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2012 2013 2014 Quelle: Google Analytics
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Netzwerken für eine bessere Zukunft Rund 70 Vertreter aus Politik und Wirtschaft kamen Ende Januar auf Einladung des Center for European Trainees (CET) in der Robert Bosch Stiftung zusammen, um sich im Kampf gegen die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa besser zu vernetzen. Das beim Bildungswerk der BadenWürttembergischen Wirtschaft angesiedelte CET wurde mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung und Kofinanzierung der Arbeitgeber Baden-Württemberg im Juni 2014 eingerichtet, um Jugendliche aus Südeuropa und Unternehmen aus Baden Württemberg beim Thema berufliche Mobilität zu unterstützen. Erste Erfolge zeigen, dass die zentrale Servicestelle an der richtigen Stelle ansetzt. Immer mehr junge Menschen aus Krisenländern suchen derzeit nach einer beruflichen Perspektive im Ausland. Deutsche Unternehmen bemühen sich verstärkt um Nachwuchsfachkräfte aus Südeuropa. Mit einem ersten Projekt bringt das CET jetzt 60 spanische Jugendliche nach Baden-Württemberg. Vielen hat das CET im Vorfeld Praktikumsplätze vermittelt, bevor die Jugendlichen im September ihre Ausbildung beginnen. Bislang haben über 30 lokale Unternehmen Interesse signalisiert, Jugendliche aus Südeuropa auszubilden. Auch in Italien und Spanien konnte das CET wichtige Kontakte zu Arbeitgeberverbänden
emberg Klaus-Peter Murawski bei der Veranstaltung. „Immer mehr Unternehmen setzen auf den Erfolg eines internationalen Fachkräftenachwuchses und bilden Jugendliche aus Südeuropa in ihren Betrieben aus“, sagte Stefan Küpper, Geschäftsführer der Arbeitgeber Baden-Württemberg
Foto: CET - Center for European Trainees
und den Bildungsministerien aufbauen. „Der Abbau der hohen Jugendarbeitslosigkeit ist ein gemeinsames europäisches Ziel. Das duale System der Berufsbildung kann einen Beitrag zur nachhaltigen Beschäftigungsfähigkeit der jungen Generation in Südeuropa leisten. Dank der erworbenen praktischen Kenntnisse wird den Jugendlichen ein besserer Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglicht“, sagte Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei im Staatsministerium Baden-Württ-
Teilzeitausbildung Die Bundesagentur für Arbeit (BA) hat den Leitfaden „Chancen bieten – Teilzeitberufsausbildung ermöglichen“ herausgebracht. Die Broschüre steht zum Download unter www.suedwesttextil.de zur Verfügung. Für Frauen und Männer mit Familienpflichten sind flexible Modelle wie Teilzeitberufsausbildung ein wesentlicher Baustein, um wichtige Weichen für das Berufsleben zu stellen. Der Leitfaden, der sich an die Beschäftigten der BA richtet, zeigt auch für Unternehmensvertreter übersichtlich und praxisnah auf, wie eine Ausbildung in Teilzeit funktioniert, welche Fördermöglichkeiten es gibt und welche Vorteile den Arbeitgebern entstehen. Teilzeitberufsausbildungen können Jugendarbeitslosigkeit insbesondere von jungen Müttern vermeiden und einen Beitrag zur Fachkräftesicherung leisten.
und des Bildungswerks. „Gleichzeitig ermöglichen die Betriebe jungen Menschen aus Ländern mit hoher Jugendarbeitslosigkeit nachhaltige Beschäftigungschancen und fördern die Mobilität innerhalb Europas“, so Küpper. „Die Landesregierung begrüßt diese Initiative ausdrücklich, da sie genau an der richtigen Stelle ansetzt“, so Staatssekretär Murawski. Drei Projektleiterinnen, die über interkulturelles und länderspezifisches Fachwissen verfügen, beraten Jugendliche sowie Unternehmen, Wirtschaftsorganisationen und Bildungsinstitutionen in Deutschland, Italien und Spanien und bieten eine Plattform zum Informationsaustausch, erklärte Küpper. Ziel sei, das Wissen und die Erfahrungen der einzelnen Akteure zu bündeln und inner- und außerhalb Baden-Württembergs Transparenz zu schaffen. Fragen an: Dipl.-Ökonomin Christine Schneider
Kontakt Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft e. V. CET – Center for European Trainees Jessica Flemming Martinstraße 42-44 73728 Esslingen Telefon +49 (0)711 310574-17 Mobil +49 (0)172 1461512 flemming.jessica@biwe.de http://www.cet-eu.com/
Chancengleichheit am Arbeitsmarkt
„Chancen bieten – Teilzeitberufsausbildung ermöglichen“ Ein praxisorientierter Leitfaden für Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt sowie Fach- und Führungskräfte der Jobcenter und Agenturen für Arbeit
Tel.: +49 711 21050-25 schneider@suedwesttextil.de
Seminare Bildungswerk Seminarangebot der Akademie für Personal- und Organisationsentwicklung im Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft in Kooperation mit Südwesttextil. Präsentationen vorbereiten 25. März 2015, Haus Reutlingen Gesprächstraining für Führungskräfte – Mitarbeiterjahresgespräche und die Leistungsbeurteilung 13. bis 14. April 2015, Haus Bleibach Projektmanagement exklusiv für den Mittelstand 21. bis 22. April 2015, Haus Steinheim www.biwe-akademie.de
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Umgang mit Low Performern
Der Arbeitgeber muss unzumutbare Minderleistungen nicht dulden Für Führungskräfte stellt der richtige Umgang mit sogenannten Low Performern eine der schwierigsten Herausforderungen in juristischer wie auch in zwischenmenschlicher Hinsicht dar. Besondere Brisanz besitzt dieses Thema deshalb, weil Mitarbeiter, die dauerhaft in ihrer Leistung deutlich abfallen, dem Unternehmen nicht nur in Bezug auf die eigene Aufgabenerfüllung einen Schaden zufügen, sondern vor allem, weil die Minderleistung zu erheblicher Unruhe im Betrieb führt. Erfahrungsgemäß sind Kollegen, die im Team zusammen arbeiten, für eine gewisse Zeit bereit, Leistungsschwächen ihrer Kollegen durch überobligatorischen eigenen Einsatz auszugleichen. Diese Solidarität stößt jedoch dann an ihre Grenzen, wenn auf längere Sicht
Nicht wollen oder nicht können keine Besserung des Ungleichgewichts in Aussicht ist. Ein erhebliches Alarmsignal für Führungskräfte, denn wird die Situation nicht schnellstmöglich bereinigt, sind ein Abfall der Leistung des gesamten Teams und eine erhebliche Verschlechterung des Arbeitsklimas zu befürchten. Die Schwierigkeit im Umgang mit Low Performern liegt darin, dass oftmals nur schwer zu erkennen ist, ob der Mitarbeiter
tatsächlich nicht in der Lage ist, seine Leistung signifikant zu steigern, oder ob es am Willen und Einsatz mangelt. Nur im letzteren Fall sieht die Rechtslage die Möglichkeit von Abmahnungen und schlussendlich auch verhaltensbe-
der Unzumutbarkeit der Weiterbeschäftigung stellt. Die Rechtsprechung hat diesen Zwiespalt, in dem sich der Arbeitgeber befindet, erkannt. Es wird für den Arbeitgeber im Normalfall nicht möglich sein, im Vorfeld zu
Im Umgang mit Low Performern ist grundsätzlich zu raten, erhebliche Minderleistungen mit Abmahnungen zu belegen, auch wenn die Möglichkeit besteht, dass der Arbeitnehmer gar nicht in der Lage ist, seine Leistung zu steigern. Foto: © .shock - Fotolia.com
dingten Kündigungen vor. Liegt die Minderleistung nicht im Bereich, der vom Arbeitnehmer bewusst gesteuert werden kann, so sind Abmahnungen grundsätzlich nicht möglich, da Sinn einer solchen Abmahnung, den Arbeitnehmer zu einer Besserung zu bewegen, nicht auf diesem Wege erreicht werden kann. In diesem Fall kommt dann nur eine personenbedingte Kündigung in Betracht, die erhebliche Anforderungen an die Darlegung
Recht kompakt Arbeitsrecht – Lohn und Gehalt Frage: Was ist die Rechtsfolge bei fehlender Zielvereinbarung? Antwort: Unterlässt es der Arbeitgeber unter Verletzung einer ihn treffenden Initiativlast in Bezug auf den variablen Vergütungsanteil eine Zielvereinbarung mit dem Arbeitnehmer zu vereinbaren, so steht diesem der entgangene Gewinn als Schadensersatz zu. Die Höhe des Schadens ist zu schätzen. Dabei ist grundsätzlich davon auszugehen, dass der Arbeitnehmer seine Ziele erreicht hätte, wenn nicht besondere Umstände diese Annahme ausschließen. Die relevanten Gesetzestexte finden sich im Mitgliederbereich unter www.suedwesttextil.de.
entscheiden, um welchen der beiden Arten es sich im Einzelfall handelt. Ausnahmsweise lässt die Rechtsprechung deshalb zu, dass der Arbeitgeber sich nicht von vorneherein auf einen der beiden Kündigungswege festlegt. Aus diesem Grund ist es im Umgang mit Low Performern grundsätzlich zu raten, erhebliche Minderleistungen mit Abmahnungen zu belegen, auch wenn die Möglichkeit besteht, dass der Arbeitnehmer gar nicht in der Lage ist, seine Leistung zu steigern. Eine weitere Herausforderung liegt darin, dass Minderleistungen vom Arbeitgeber konkret dargelegt und bewiesen werden müssen. Es ist deshalb zwingend notwendig, die Minderleistung messbar und von subjektiven Kriterien möglichst unabhängig zu machen. Hierin liegt eine der Hauptaufgaben der Führungskräfte. Insbesondere in Angestelltenverhältnissen, in denen nicht einfach über Stückzahlen oder sonstige offen zu Tage tretende Fakten argumentiert werden kann, sollten im Rahmen von Korrekturgesprächen ganz konkrete objektive Vorgaben möglichst schriftlich
niedergelegt werden. Je besser diese Vorgaben konkretisiert und dokumentiert sind, umso einfacher lässt sich später eine Minderleistung anhand von Abweichungen zu diesen Vorgaben belegen. Selbst wenn anhand von objektiven Kriterien Minderleistungen festgestellt werden können, so liegt hierin noch kein zwingender Kündigungsgrund. Dies liegt daran, dass jeder Mensch eine unterschiedlich hohe Leistungsfähigkeit besitzt. Es ist deshalb notwendig, dass die Leistung des Low Performers mit der Durchschnittsleistung einer repräsentativen Vergleichsgruppe verglichen wird. Dies setzt allerdings voraus, dass der Arbeitgeber über derartige Vergleichsdaten verfügt. In Bezug auf qualitative Minderleistungen besteht kein pauschaler Grundsatz, bei welcher Fehleranzahl die Grenze der Unzumutbarkeit überschritten wird. Es ist in diesem Fall eine Einzelfallabwägung vorzunehmen, in die beispielsweise Komponenten, wie Zeitdruck, Massentätigkeiten oder vor allem auch die Auswirkungen von Fehlern, einzubeziehen sind. Etwas klarer sind die Vorgaben der Rechtsprechung für den Bereich der quantitativen Minderleistung, das heißt der zu langsamen Arbeitsgeschwindigkeit. Hier sieht die herrschende Rechtsprechung eine Kündigungsmöglichkeit dann gegeben, wenn über einen signifikanten Zeitraum die Leistung des Mitarbeiters die Durchschnittsleistung der Vergleichsgruppe um ein Drittel unterschreitet. Zusammenfassend zeigt sich, dass der richtige Umgang mit Low Performern für Führungskräfte eine zeitaufwändige und arbeitsintensive Aufgabe darstellt. In Ansehung der erheblichen Auswirkungen, die Minderleistungen auf das Arbeitsergebnis und das Betriebsklima haben können, ist ein systematisches Vorgehen trotzdem lohnend.
Fragen an: RA Boris Behringer Tel.: +49 711 21050-22 behringer@suedwesttextil.de
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Abmahnungen oder Kündigungen von Azubis Bei Minderjährigen sind diese Erklärungen an die gesetzlichen Vertreter zu richten Immer wieder treten bei Auszubildenden arbeitsrechtliche Probleme auf, die es notwendig machen, eine Abmahnung oder eine Kündigung auszusprechen. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten. Viele Auszubildende sind minderjährig. Eine Minderjährigkeit liegt vor, wenn das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet wurde. Erst nach Erreichen des 18. Geburtstags tritt Volljährigkeit ein. Minderjährige sind jedoch nur beschränkt geschäftsfähig. Sie können also eine Willenserklärung nur mit der Einwilligung ihrer Erziehungsberechtigten abgeben. Erste Schwierigkeiten treten also bereits bei Vertragsschluss auf. Hier müssen die Eltern mitunterschreiben. Allerdings können sich die Eltern untereinander auch mündlich bevollmächtigten, so dass die Unterschrift eines Elternteils ausreichen kann. Problematisch ist jedoch die Zustellung von Abmahnungen oder Kündigungen. Diese Erklärungen sind zwingend an die gesetzlichen Vertreter zu richten. Abmahnungen oder Kündigungen werden somit erst wirksam, wenn sie dem gesetzlichen Vertreter zugehen und auch an diesen gerichtet sind. Es reicht also nicht aus, die Erklärungen an die Hausadresse der
Eltern zuzustellen, vielmehr müssen die gesetzlichen Vertreter auch zwingend im Adressfeld benannt werden. Ansonsten wird die Kündigung erst wirksam, wenn sie dem
können von ihren Erziehungsberechtigten umfassend ermächtigt werden, dann kann auch an sie zugestellt werden. Diese Möglichkeit besteht bei Auszubildenden
Arbeitshilfen Altersteilzeit Zur Unterstützung der Mitgliedsunternehmen bei der Umsetzung des Tarifvertrages zur Altersteilzeit vom 13. November letzten Jahres hat Südwesttextil ausführliche Erläuterungen, Musterformu-
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Minderjährige sind nur beschränkt geschäftsfähig.
Erziehungsberechtigten zugeht. Erfolgt keine Weitergabe, liegt keine Abmahnung oder Kündigung vor. Als einzige Erleichterung hilft die Vorgabe, dass jeder Elternteil zur Entgegennahme berechtigt ist, und somit ein Zugang vorliegt, wenn ein Elternteil die Erklärung erhält. Glücklicherweise stellt sich diese Problematik in dieser Schärfe regelmäßig nur bei Auszubildenden. Minderjährige Arbeitnehmer
nicht. Fehlen jedoch entsprechende Kenntnisse, empfiehlt sich eine doppelte Zustellung jeweils eines Originals an Arbeitnehmer und Erziehungsberechtigten.
Fragen an: RA Nathan Binkowski Tel.: +49 711 21050-21 binkowski@suedwesttextil.de
lare sowie eine Excel-Datei zur Berechnung der Altersteilzeit ausgearbeitet. Alle Unterlagen finden sich im Mitgliederbereich zum Download. Die Muster eines Altersteilzeitantrages und Musteraltersteilzeitverträgen (getrennt für die Block- bzw. die Teilzeit-Altersteilzeit) wurden in den HR-Bereich eingestellt. Die Erläuterungen sowie die Berechnung finden sich bei den Tarifverträgen. Fehlende Zugangsdaten für den Mitgliederbereich können bei Christine Schneider (schneider@ suedwesttextil.de) angefordert werden.
Urlaubsgewährung / Kürzung Zur Vermeidung von Rechtsnachtteilen wird im Rahmen einer fristlosen Kündigung immer hilfsweise die ordentliche Kündigung erklärt. Bislang wurde angeraten, für den Fall der Unwirksamkeit der außerordentlichen Kündigung den Mitarbeiter unter Anrechnung von Urlaubs- und Arbeitszeitguthaben von der Verpflichtung zur Arbeitsleistung freizustellen. Dem hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) mit Urteil vom 10. Februar nunmehr einen Riegel vorgeschoben. Die Erfüllung des Anspruchs auf Erholungsurlaub setze neben der Freistellung auch die Zahlung der Vergütung voraus. Da im Falle einer fristlosen, hilfsweise ordentlichen Kündigung die Vergütungszahlung sofort eingestellt werde, können Urlaubsansprüche im Fall
der Unwirksamkeit der außerordentlichen Kündigung nicht angerechnet werden. Auch eine Kürzung des Urlaubs bei Wechsel von Vollin Teilzeittätigkeit mit weniger Wochenarbeitstagen sei nicht möglich. Das BAG setzt damit ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2010 um. Nachdem nunmehr eine Kürzung des Urlaubsanspruchs nicht mehr möglich ist, sollte darauf geachtet werden, vor dem Wechsel in die Teilzeittätigkeit auf eine Urlaubnahme des bis daher verdienten Vollzeiturlaubsanspruchs zu drängen. Fragen an: RA Kai-Uwe Götz Tel.: +49 711 21050-15 goetz@suedwesttextil.de
Aktuelle Steuer-Nachrichten In der Februarausgabe der aktuellen Steuernachrichten wird die Frage beantwortet welches die maßgebliche Straßenverbindung bei der Berechnung der Entfernungspauschale darlegt. Die Straßenverbindung zwischen Wohnung und Arbeitsstätte ist diejenige Verbindung, die von Kraftfahrzeugen mit bauartbestimmter Höchstgeschwindigkeit von mehr als 60 km/h befahren werden kann. Für die Entfernungspauschale ist die kürzeste Straßenverbindung auch dann maßgeblich, wenn diese mautpflichtig ist oder mit dem vom Arbeitnehmer tatsächlich verwendeten Verkehrsmittel straßenverkehrsrechtlich nicht benutzt werden darf. Weitere Ausführungen zum Einkommenssteuer, Umsatzsteuer, Körperschaftssteuer sowie zu diversen steuerrechtlichen Gesetzgebungsverfahren finden sich in der aktuellen Ausgabe der Steuernachrichten. Im Mitgliederbereich von Südwesttextil kann diese als pdf-Datei heruntergeladen werden.
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Änderung des Energiedienstleistungsgesetzes Verpflichtende Energieaudits für Unternehmen Der Bundestag hat Anfang Februar in zweiter und dritter Lesung der Novelle des Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) mit Änderungen zugestimmt. Nun muss das Gesetz noch den Bundesrat passieren und könnte dann bereits im März in Kraft treten. Das EDL-G wird in seiner novellierten Fassung für alle Unternehmen, die nicht unter die KMU-Definition der EU fallen, die Verpflichtung zur regelmäßigen Durchführung von Energieaudits einführen. Mit anderen Worten − alle Unternehmen, die mehr als 250 Mitarbeiter, einen Jahresumsatz von über 50 Mio. Euro oder eine Bilanzsumme von mehr als 43 Mio. Euro haben, müssen zukünftig diese Audits durchführen. Erstmals bis zum Stichtag 5. Dezember dieses Jahres, danach müssen sie alle vier Jahr wiederholt werden. Betroffen sind sämtliche Branchen, unabhängig von der Einstufung ins produzierende Gewerbe. Den Audits zu Grunde zu legen ist dabei die DIN 16247-1.
Die Bundesregierung kommt durch diese Gesetzesänderung den Verpflichtungen zur Umsetzung der
Der Zeitrahmen für die betroffenen Unternehmen ist sehr eng. Die Zahl der zugelassenen Auditoren ist
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Termine Technologietag Hybrider Leichtbau Die Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg veranstaltet zusammen mit der AFBW, dem CC Baden-Württemberg und dem Leichtbauzentrum Baden-Württemberg am 5. Mai zum zweiten Mal den Technologietag Hybrider Leichtbau. Bei der Konferenz mit begleitender Fachausstellung im ICS International Congress Center der Messe Stuttgart erörtern hochkarätige Referenten neueste Trends und Entwicklungen in verschiedenen Bereichen des Leichtbaus. Unternehmen und Forschungseinrichtungen können sich bei der begleitenden Fachausstellung präsentieren. Weitere Infos unter www.leichtbau-bw.de.
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EU-Effizienzrichtlinie nach. Diese Pflicht besteht unabhängig von anderen, für Betriebe häufig zutreffende Quasi-Verpflichtungen zur Einführung von Energiemanagementsystemen durch die Vorgaben der Spitzenausgleich und Effizienzsystemverordnung (SpaEfV) oder durch das EEG.
begrenzt, so dass es leicht zu einem Engpass bei der Durchführung des Energieaudits kommen kann. Mehr Informationen zu diesem Thema bietet auch die Umweltaussprache von Südwesttextil, Gesamtmasche und VTB am 19. März in Günzburg. Christine Schneider
TÜV Süd: Mittelstandsinitiative REACh Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), Eschborn, einen Zuschuss für REACh-Beratungen erhalten, wenn die Beratung von einem anerkannten REAChBerater, wie z. B. dem technischen Prüf- und Beratungsinstitut TÜV Süd AG, München, durchgeführt wird. Der Höchstzuschuss bei allen Beratungen in den alten Bundesländern beträgt 50 Prozent der Beratungskosten bzw. maximal 1 500 Euro. Die Förderung ist auf Ende 2015 begrenzt. Weitere Infos unter www.tuevsued.de/reach.
Termin vormerken
EINLADUNG
Fachtagung COMPOSITE RECYCLING Haus der Wirtschaft, Stuttgart 25. März 2015, 09.30 – 18.00 Uhr
Jetzt anmelden unter www.afbw.eu, ulrike.moeller@afbw.eu oder +49 711 21050 - 12
Denkendorfer Kolloquium Am 20. und 21. Mai findet das Denkendorfer Kolloquium „Faserbasierte Lösungen für Energie und UmweltWasser – Luft – Energie – Bauen – Bionik“ statt. Die Textilforschung hält für die Bereiche Energie und Umwelt viele Lösungen bereit. Nanotechnologien, selbstreparierende und selbstadaptive Systeme in Verbindung mit bionischen Prinzipien liefern effektive und kostengünstige Ideen für technische Produkte und Verfahren rund um Energie und Umweltschutz. Im Kolloquium werden vielseitige Anwendungsmöglichkeiten faserbasierter Werkstoffe vorgestellt. Erste Informationen finden sich unter www.itv-denkendorf.de. Save the Date Mit dem Arbeitsmarktkongress am 3. Juli im Stuttgarter Geno-Haus will die Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion Baden-Württemberg die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt 4.0 beleuchten. Impulsreferate dazu kommen von Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid sowie von Dr.-Ing. Sebastian Schlund vom Fraunhofer IAO in Stuttgart. Im Anschluss diskutieren Experten aus baden-württembergischen Betrieben Chancen und Herausforderungen. Für eine persönliche Einladung genügt ein E-Mail mit dem Betreff Arbeitsmarktkongress und Anschrift an: Baden-Wuerttemberg. PresseMarketing@arbeitsagentur.de
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Schlaue Textilien helfen im Notfall Die Anzahl älterer und pflegebedürftiger Menschen in Deutschland wächst. Viele wollen trotz gesundheitlicher Einschränkungen solange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung wohnen bleiben und sich weitgehend selbst versorgen.
zen lässt. Gemeinsam mit Senioren, diakonischen Diensten und der Bauwirtschaft wurde festgelegt, welche Anforderungen die technischen Assistenzsysteme im Einsatz erfüllen und wie die Sensoren und die intelligente Kleidung beschaffen sein müssen und es wurde die nötige Infrastruktur
probt. Die Anbindung an die vorhandene Notruf-Infrastruktur ist der nächste Schritt der Testphase. In einer alternden Gesellschaft werden Systeme wie Ambiente Assisted Living immer wichtiger. Deshalb fördern das Sozialministerium, das Wissenschaftsministerium sowie das Fi-
Dabei steigt das Risiko von alleinlebenden, älteren Menschen, in alltägliche Gefahrensituationen zu geraten. Häufig gelingt es verunglückten Personen nicht mehr, nach einem Sturz selbstständig aufzustehen oder auf sich aufmerksam zu machen. Kommen Erkrankungen wie Demenz dazu, ist es sehr schwierig, in einer Notsituation Hilfe zu rufen. Technologien für „Ambiente Assisted Living“ (Altersgerechte Assistenzsysteme für ein gesundes und unabhängiges Leben – AAL) bieten hier eine große Chance. Sie sorgen in der gewohnten Umgebung für mehr Sicherheit und verringern damit die Angst vor Stürzen, Unfällen oder anderen Situationen, die ältere Menschen nicht mehr meistern können. In dem Projekt „Integration von AAL-Technik zur Notfallerkennung in die häusliche Umgebung“ untersuchen die Institute und ITV Denkendorf, Fraunhofer IPA und FZI Forschungszentrum Informatik, wie durch intelligente Technik medizinische Notsituationen zuverlässig erfasst und automatisch Hilfsmaßnahmen eingeleitet werden können. Dabei
bereitgestellt. Mit Unterstützung eines Bekleidungsherstellers hat das ITV sensorische intelligente Achselhemden entworfen und gefertigt, die Senioren, die im Bruderhaus Diakonie in unterschiedlich betreuten Wohnsituationen leben, testen. Die Meinung der Probanden ist positiv: die Unterhemden seien unauffällig zu tragen und helfen, sich im Alltag sicher zu fühlen. Das System wird derzeit noch ohne Online-Verbindung er-
nanz- und Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg das Projekt. Faszinierende Beispiele, wie intelligente Textilien für Gesundheit und Sicherheit eingesetzt werden können, zeigt das Anwenderforum Smart Textiles, das am 11. und 12. März in Stuttgart stattfindet. Informationen dazu unter www.itv-denkendorf.de
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werden nicht nur direkte Hinweise wie Stürze oder veränderte Vitaldaten, sondern auch indirekte Hinweise ausgewertet, zum Beispiel, wenn eine Person über längere Zeit bewegungslos bleibt oder sich anders als gewohnt verhält. Da ein Notruf automatisch abgesetzt wird, ist das System auch für Menschen mit Demenz geeignet. Der Projektpartner ITV Denkendorf überprüft dabei, wie sich die Theorie in die Praxis umset-
ITV Denkendorf
Farbstoff- und Hilfsmittelbörse im Mitgliederbereich von www.suedwesttextil.de Die Farbstoff- und Textilhilfsmittelbörse der deutschen Textilverbände bietet über den IVGT allen Mitgliedsunternehmen die Möglichkeit, eine anonymisierte Suche nach benötigten Rohstoffen deutschlandweit durchzuführen. Wenn ein Unternehmen helfen kann, erfolgt die Kontaktvermittlung über Michaele Uppenkamp (michaele.uppenkamp@ ivgt.de). Bei spezifischen Fragen zur Farbstoff- oder Textilhilfsmittelproblematik steht gerne Stefan Thumm (s.thumm@vtb-bayern.de) von Südwesttextil zur Verfügung. Im Rahmen dieses Netzwerkes werden die Suchanfragen nun auch im Mitgliederbereich von Südwesttextil aufgeführt. Unter dem Bereich Blog findet sich die neu eingerichtete Farbstoff- und Hilfsmittelbörse. Fehlende Zugangsdaten für den Mitgliederbereich können bei Christine Schneider (schneider@suedwesttextil.de) angefordert werden.
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Zu guter Letzt
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Quelle: ILEK - Institut für Leichtbau Entwerfen und Konstruieren Universität Stuttgart
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Einladung Techtextil 2015 Zum Empfang auf dem Gemeinschaftsstand BadenWürttemberg lädt der Ministerialdirektor im Ministerium für Finanzen und Wirtschaft des Landes BadenWürttemberg, Guido Rebstock, ein.
Montag, 4. Mai 2015 um 16.00 Uhr Ort: Gemeinschaftsstand BadenWürttemberg auf der Techtextil in Frankfurt Halle 3.1, Stand D81
Anmeldung unter www.suedwesttextil.de bis zum 24. April 2015
Der Gemeinschaftsstand Baden-Württemberg auf der Techtextil 2015 wird von Baden-Württemberg International in Kooperation mit der Allianz Faserbasierte Werkstoffe Baden Württemberg – AFBW und den Verbänden Südwesttextil und Gesamtmasche organisiert und betreut. Nach einer kurzen Begrüßungsrede durch Ministerialdirektor Guido Rebstock und Bodo Th. Bölzle, Südwesttextil-Präsident und CEO der Amann Group, gibt es für die Besucher die Möglichkeit, am Stand mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen.
Techtextil Symposium 2015
Zitat
Die Techtextil, weltweit größte Leitmesse für technische Textilien und Vliesstoffe, präsentiert vom 4. bis 7. Mai ihren Besuchern und Ausstellern ein umfassendes Symposien-Programm. Die Registrierung ist ab sofort online möglich – bis 17. April gibt es einen Frühbucherrabatt. Das Programm des Techtextil Symposiums ist in sechs Vor- und Nachmittagsveranstaltungen mit jeweils sechs Einzelvorträgen eingeteilt. Die einzelnen Vortragsreihen wurden von einem Programmkomitee zusammengestellt, das sich aus international bekannten Experten zusammensetzt. Alle Referate und Vorträge werden simultan in die deutsche bzw. englische Sprache übersetzt. Erstmalig findet die Fachkonferenz zentral auf dem Messegelände in der Halle 4.2, Raum Dimension statt. Die Themenblöcke der Symposiums-Vorträge stehen ganz im Zeichen von Innovation: „Neue Anwendungen“ heißt es am Messe-Montag. „Neue Funktionsbekleidung“ und „Neue Materialien“ lauten die Mottos am Dienstag. „Neue Technologien“ und „Neue Oberflächenbehandlung“ – das sind die Überschriften für die Vorträge am Mittwoch. Am letzten Messetag heißt es dann noch einmal „Neue textile Verbundstoffe“.
»Wenig Geld haben wir alle. Also kein Geld.«
Das Vortragsprogramm gibt es unter www.techtextil.com „Techtextil Events“.
Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, in ihrer Neujahrsrede anläßlich des Neujahrsempfangs der CDU-Gemeinderatsfraktion am 19. Januar 2015 im Stuttgarter Rathaus
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