SÜDWESTTEXT Zeitung für die Textil- und Bekleidungsindustrie HERAUSGEGEBEN VON SÜDWESTTEXTIL
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DEZEMBER 2015 | NR. 99
Themen
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Verband + Industrie Die Zukunft ist textil Seite 5 Bildung + Soziales Betriebliche Weiterbildung Seite 6
Usbekistan
Recht + Steuern Von Manteltarifverträgen zu Go Textile! Seite 8
Unternehmerreise im März Seite 3
Manteltarifverträge modernisiert
Gleichbehandlung gewerblicher und angestellter Arbeitnehmer umgesetzt
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Nach fast genau vier Jahren sind im November die Gespräche zur Vereinheitlichung und Moderni-
sierung der Manteltarifverträge in der Textil- und Bekleidungsindustrie mit der IG Metall zu Ende gegangen. Sowohl die Tarifkommission der IG Metall als auch der Sozialpolitische Ausschuss und Vorstand von Südwesttextil haben mit überwältigender Mehrheit das gefundene Tarifergebnis abgesegnet. Die Vertragstexte sind bereits abgestimmt und können im geschlossenen Mitgliederbereich von www.suedwesttextil.de abgerufen werden.
„Mit der Überarbeitung der Manteltarifverträge haben wir 2011 einen tarifpolitisch historischen Prozess begonnen, den wir als noch nicht abgeschlossen betrachten“, so Kai-Uwe Götz, Geschäftsführer Tarifpolitik und Tarifrecht beim Verband Südwesttextil. Der älteste Manteltarifvertrag stammte noch aus dem Jahr 1973 und basierte in vielen Punkten auf der damals geltenden Gesetzeslage. Eine Modernisierung und Anpassung an die Fortsetzung Seite 2
Land fördert technologischen Ressourcenschutz Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft fördert 21 Wirtschaftsminister Nils Schmid Mitte Dezember. Die wirtschaftsnahe Forschungsprojekte zur Entwicklung geförderten Projekte werden in engem Austausch mit ressourceneffizienter Verfahren mit knapp 10 Millionen der Wirtschaft bearbeitet. Über 60 meist mittelständische Euro in den Jahren 2015 bis 2017. „Die langfristige und Unternehmen sind bereits von Anfang an in die Projekte bezahlbare Sicherung der Roheingebunden. Gefördert werden stoffversorgung ist eine der »Unser Land verfügt über Projekte aus drei Themengebiezentralen Herausforderungen ten: Metalle, Kompositwerkeine Vielzahl exzellenter stoffe sowie neue Werkstoffe für den Industriestandort Baden-Württemberg. Wir müssen Forschungseinrichtungen.« und Verfahren. Die Textilforschung mit den ForschungsRohstoffsicherheit vom Ende Nils Schmid, Finanz- und Wirtschaftsminister Baden-Württemberg instituten in Denkendorf und her betrachten – mit Recycling und Substitution. Ziel der Förder Hochschule Reutlingen ist derung ist es, mehr Entwicklungen neuer Technologien mit einer Fördersumme von knapp 2,4 Mio. Euro ein zu fördern und damit den Technologietransfer für die wichtiger Partner bei der Zukunftsforschung des Landes. heimische Wirtschaft zu erhöhen“, erklärte Finanz- und Christine Schneider
Zahl des Monats Weihnachten ohne Schnee ist wie Weihnachten ohne Weihnachtsbaum. Allein in Deutschland werden ca. 30 Millionen Bäume am Jahresende verkauft. Doch wie groß soll er sein? „In den Augen der Kinder ist jeder Christbaum zehn Meter hoch“, weiß der amerikanische Komiker Larry Wilde. Der absolute Lieblingsbaum der Deutschen ist die Nordmanntanne – sie kann im Freien sogar mehr als 30 Meter hoch wachsen. Wer sich eine Tanne zulegt, sollte folgendes beachten: Den Baum nach dem Kauf im Netz lassen, an einem kühlen Ort aufbewahren und in einen mit Wasser gefüllten Eimer stellen. Einen Tag vor dem Schmücken sollten drei Zentimeter vom Stamm abgesägt, das Netz von unten nach oben aufgeschnitten und der Baum in einen Ständer mit Wasser gestellt werden – aber nicht direkt neben der Heizung.
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Aktuell Save the Date: Am 16. März 2016 laden die Allianz Faserbasierte Werkstoffe Baden-Württemberg – AFBW – und Südwesttextil zur Veranstaltung „Industrie 4.0 – kalt erwischt oder zu heiß gekocht“ ein. Mehrere Impulsvorträge von Experten bilden, neben den Inputs der Teilnehmer, die Grundlage zum Austausch und zur Diskussion. Die Einladung wird in Kürze versandt.
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Fortsetzung von Seite 1 In Kürze
Manteltarifverträge modernisiert jeweiligen aktuellen Bedürfnisse der Textil- und Bekleidungsindustrie waren in der Vergangenheit nur punktuell realisierbar, weshalb eine komplette Überarbeitung zwingend notwendig war. Im Zuge der Aktualisierung wurden sämtliche Regelungen in den Manteltarifverträgen – mit Ausnahme der Entgelt- und Urlaubsregelungen – für gewerbliche und angestellte Arbeitnehmer gleichlautend gefasst. „Die ungleiche Behandlung von gewerblichen und angestellten Arbeitnehmern im Betrieb ist ein Relikt aus alten Zeiten“, so Thomas Ullrich, Personalleiter der Firma Lindenfarb in Unterkochen bei Aalen. „Im Betriebsalltag war nur schwer zu vermitteln, weshalb Angestellte bei Arbeiten an Feiertagen höhere Zuschläge erhalten oder nur gewerbliche Arbeitnehmer bei der eigenen Silberhochzeit einen bezahlten Arbeitstag frei haben, Angestellte aber nicht“. Aber bekanntlich gibt es keine Regel ohne Ausnahme: Für zwei Altregelungen in den Manteltarifverträgen mussten Besitzstandsklauseln geschaffen werden. Dies betraf zum einen die Mehrarbeitspauschalabgeltung bei Angestellten. Aufgrund einer entsprechenden tarifvertraglichen Öffnungsklausel kann bislang individualvertraglich eine Pauschalabgeltung bei Mehrarbeit mit Angestellten wirksam ver-
einbart werden. Da es den Betrieben nicht zuzumuten war, sämtliche dieser Vereinbarungen wieder individualrechtlich rückabzuwickeln, werden solche Klauseln für bis zum 31. März 2016 eingestellte Angestellte zulässig bleiben. Für ab dem 1. April 2016 eintretende Angestellte sind solche Pauschalabgeltungen dann nicht mehr tarifvertragskonform. Weiterhin darf für die ab 12.00 Uhr ausfallende Arbeitszeit am 24. Dezember und 31. Dezember eines Jahres bei Angestellten, die bis 31. März 2016 dem Betrieb angehören, auch weiterhin kein Abzug auf dem Arbeitszeitkonto vorgenommen werden.
Moderne Tarifverträge für moderne Industrie Die Gespräche zur Vereinheitlichung und Modernisierung der Manteltarifverträge wurden erstmals im Juli 2011 mit der IG Metall aufgenommen. Nach Vorbesprechungen fand im November 2011 das erste Gespräch mit Vertretern beider Seiten und Vertretern aus den Mitgliedsunternehmen statt. Dabei wurde über alle Regelungen, angefangen von der Arbeitszeitverteilung über die Zuschläge bis zu den Kündigungsfristen, sehr offen diskutiert. Sehr schnell zeigte sich dabei der beiderseitige Wille nach
einer Gleichbehandlung nicht nur der gewerblichen und angestellten Arbeitnehmer im Betrieb, sondern auch der in der Textil- und Bekleidungsindustrie Beschäftigten insgesamt. Bisher galten für die in der Textilindustrie Beschäftigten andere Manteltarifvertragsregelungen als für die Bekleider. Bis auf die Entgelt- und Urlaubsregelungen gelten ab dem 1. April 2016 nun auch hier inhaltsgleiche manteltarifliche Vorschriften. „Als moderne Industrie brauchen wir auch moderne Tarifverträge, die Antworten auf unsere branchenspezifischen Bedürfnisse geben und die die aktuelle Rechtslage berücksichtigen“, so Stephan Schulz, Sprecher des Sozialpolitischen Ausschusses von Südwesttextil und CFO bei der Paul Hartmann AG. Geplant ist deshalb jetzt nach diesem tarifpoltisch wichtigen Schritt nicht stehen zu bleiben, sondern mit der Überarbeitung weiterer Tarifverträge fortzufahren. Auf dem Plan für 2016 steht die Überarbeitung der Richtlinien der Urlaubstarifverträge. Auch die Festlegungen zur Jahressonderzahlung in den Tarifverträgen sollen aktualisiert und insbesondere die Berechnung erleichtert werden. Fragen an: RA Kai-Uwe Götz Tel.: +49 711 21050-15 goetz@suedwesttextil.de
Das Statistische Bundesamt hat auf seiner Internetseite das Warenverzeichnis für die Außenhandelsstatistik 2016 veröffentlicht. Die einzelnen Kapitel des ab 1. Januar 2016 gültigen Warenverzeichnisses sowie eine Zusammenstellung aller Veränderungen von Warennummern und Besonderen Maßeinheiten gegenüber dem 2015er Verzeichnis stehen als kostenloser Download zur Verfügung. Neben dem kostenlosen Download steht das Warenverzeichnis für die Außenhandelsstatistik 2015 auch als kostenpflichtige Print- oder CD-ROM-Version zur Verfügung. Mehr unter www.destatis.de/DE/ Publikationen/Verzeichnis Der Vorsitzende des Vorstands des des Heimtex-Verbandes Ottmar K. Ihling, Geschäftsführer der Alfred Apelt GmbH aus Oberkirch, ist Anfang Dezember in der Mitgliederversammlung des Gesamtverbands textil+mode in Berlin in dessen Präsidium gewählt worden. Er folgt auf Johannes Schulte (Vorwerk) der im März von seinem Vorstandsamt zurückgetreten ist. Im Rahmen seiner Europa-Strategie verstärkt der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie seine Präsenz in Brüssel. Seit 1. Dezember hat Felix Ebner die Leitung des Europabüros vor Ort übernommen. Die Interes-
Termin vormerken EVOLUTION UND REVOLUTION - Ein Semesterthema Es sind sowohl experimentelle Arbeiten als auch sehr anwendungsorientierte Textil- und Materialideen für die Bereiche Mode, Architektur, Wohnen und Transportation entstanden. Die Ausstellung zeigt Arbeiten aller Semesterstufen, vom Bachelor bis zum Master, sowie Hochschule Hochschule Reutlingen Reutlingen Thesisarbeiten und schafft dabei Einsicht in die Methodik der Designausbildung an&der Fakultät FakultätTextil Textil &Design Design Hochschule Reutlingen. Es werden bewusst nicht nur die Highlights aus Semester- und Studienschwerpunkt Textildesign Thesisarbeiten gezeigt, sondern auch erste Studien und Versuche, umStudienschwerpunkt den Weg junger Textildesign Material Material & &Surface Design Menschen vom Start bis zum qualifizierten Designer verfolgen zu können, denn inSurface der Design Ausbildung ist der Weg oft entscheidender als das Ziel. Betreuung und Konzeption des Projekts: Prof. Brigitte Steffen
Ausstellung
Midissage der Ausstellung
Öffnungszeiten
Begrüßung
13.01.2016-25.02.2016
Mo-Fr 11-18.00 Uhr
Design Center Baden-Württemberg Regierungspräsidium Stuttgart Haus der Wirtschaft Willi-Bleicher-Straße 19 D-70174 Stuttgart www.design-center.de
am Mittwoch, den 20.01.2016 um 19.00 Uhr in der Designbibliothek Christiane Nicolaus
Direktorin Design Center Baden-Württemberg
Einführung
Prof. Brigitte Steffen
Leitung Schwerpunkt Textildesign Material & Surface Design
Anmeldungen über design@rps.bwl.de
Die Hochschule Reutlingen bedankt sich bei ihren Sponsoren Gestaltung:Hannah HannahFranziska FranziskaWilke Wilke Gestaltung:
sensvertretung erfolgt in enger Anbindung an den BDI. Textil+mode wird mit seinem Büro zusammen mit anderen deutschen Verbänden unter dem neuen Dach der „BDI/ BDA – The German Business Representation“, Rue Marie de Bourgogne 58, 1000 Brussels, vertreten sein. Felix Ebner bleibt weiterhin Ansprechpartner in allen Fragen der Handels-, Außenwirtschafts- und Zollpolitik.
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Usbekistan Unternehmerreise in ein Land mit besonderer Bedeutung für die Textil- und Bekleidungsindustrie Usbekistan ist mit einer Bevölkerung von über 30 Mio. das mit Abstand bevölkerungsreichste Land in Zentralasien. Seine Wirtschaft weist seit Jahren ein beachtliches Wachstum von circa 8 Prozent p. a. auf. Das Land verfügt über große Rohstoffvorkommen wie Gold, Kohle, Gas und Kupfer. Darüber hinaus zählt es zu den weltweit fünf größten Produzenten von Baumwollfasern und Seidenspinner-Kokons. Für deutsche Firmen ist die Textil- und Bekleidungsindustrie daher eine der bedeutendsten Investitions- und Kooperationsbranchen in Usbekistan. Neuen Schwung in die Branche bringt jetzt eine aktuelle Investitionsoffensive des usbe-
kischen Staats, die 2015 gestartet wurde und bis zum Jahr 2020 Investitionen von rund 1 Mrd. US$ in die usbekische Textil- und Bekleidungsindustrie vorsieht. Das Ausbauprogramm begünstigt im Wesentlichen die 300 Mitgliedsunternehmen des staatlichen usbekischen Textilverbandes. Im Rahmen dieser staatlichen usbekischen Fördermaßnahme und mit dem richtigen usbekischen Partner können auch deutsche Firmen an der Modernisierung und dem Ausbau der usbekischen Textil- und Bekleidungsindustrie teilhaben und gute Geschäfte machen. www.ihk-exportakademie.de
Bevölkerung
BIP-Wachstum
Export
29,2 Mio.
8,1% 8,0% 8,2%
14,11 Mrd. US-Dollar
(Juli 2014)
Altersmedian
27,6 Jahre
2014 2015 2016
Import
13,98 Mrd. US-Dollar Quellen: gtai, WTO, CIA
Unternehmerreise nach Usbekistan im März Vom 14. bis 18. März organisiert die IHK-Exportakademie Stuttgart mit Unterstützung von Südwesttextil und Gesamtmasche eine Markterkundungsreise nach Taschkent und Samarkand für Unternehmen der Textilbranche. Die Teilnehmer erhalten Informationen aus erster Hand zur wirtschaftlichen und politischen Lage, zur Kooperationsförderung sowie zu praktischen Fragen wie Zoll und Logistik. Neben Briefings bei der Botschaft und dem usbekischen Handelsministerium stehen Treffen mit der usbekischen Textilwirtschaft und Unternehmensbesuche, Rundtischgespräche sowie ein Network-Event auf dem Programm. Nach den offiziellen Tagesprogrammen besteht Gelegenheit zu geführten Touren durch Taschkent und Samarkand, die zu den wichtigsten historischen Zentren an der alten Seidenstraße gehören. Die Reise kostet pro Teilnehmer 1 790 Euro zzgl. MwSt., inklusive Übernachtungen in „4 – 5 Sterne“ Hotels, Verpflegung und Transfers vor Ort sowie Visagebühren. Die Anreise ist von den Teilnehmern selbst zu organisieren. Es gibt jedoch Empfehlungen für Flüge ab Stuttgart oder Frankfurt mit Turkish Airlines (über Istanbul) oder Uzbekistan Air (direkt). Weitere Informationen im Mitgliederbereich von www.suedwesttextil.de
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Save the Date Anmeldung bis zum
5. Februar 2016 unter info@ihk-exportakademie.de oder Fax +49 7112005-601189
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Verband + Industrie
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Sektoruntersuchung E-Commerce: EU befragt Online-Händler Die EU-Kommission führt derzeit im Rahmen ihrer Digitalen Binnenmarkt-Strategie eine Sektoruntersuchung im Bereich E-Commerce durch. In den letzten Monaten wurden Betreiber von Online-Plattformen und Online-Einzelhändler befragt. Seit Ende November werden auch die ersten Bekleidungshersteller mit eigenem Online-B2C angeschrieben und zur Beantwortung der Fragen aufgefordert. Schwerpunktmäßig werden die Unternehmen zu ihren Vertriebsstrukturen und zu ihren Beziehungen zu Vertriebspartnern, Händlern und Online-Plattformen befragt. Dabei werden die Lieferanten auch zur Übermittlung der von ihnen verwendeten Vertragsexemplare aufgefordert. Schließlich werden auch Fragen zur Preis- und AGB-Gestaltung gestellt. Die Fragenkataloge werden fast ausschließlich per E-Mail versendet, häufig auch an die allgemeinen E-Mail-Adressen der Unternehmen verschickt (z. B. info@...com; service@...de, usw.). Die von der Kommission vorgegebene Frist beträgt in der Regel ca. acht Wochen. Diese Frist ist in Anbetracht der bevorstehenden Feiertage sowie des Umfangs der Fragen äußerst knapp bemessen. Es wird daher empfohlen, möglichst frühzeitig eine Fristverlängerung zu beantragen. Foto: © bluedesign - Fotolia.com
Der Gesamtverband textil+mode gibt zudem folgende Hinweise: •
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Die Antworten sollten in sich schlüssig sein und der internen Kommunikation entsprechen; eine enge Abstimmung mit der Geschäftsführung wird dringend empfohlen. Sofern die Unternehmen eine Rechtsabteilung haben, sollte diese stets hinzugezogen werden, insbesondere bei Fragen und Antworten mit Kartellrechtsrelevanz. Jegliche Definition von (kartellrechtsrelevanten) Märkten, insbesondere eine zu eng gefasste, sollte in jedem Fall vermieden werden. Die Unternehmen sollten ihre wettbewerbliche Situation konservativ bewerten. Die Antworten sollten kurz und stets auf Grundlage von Fakten erfolgen; Spekulationen und nicht faktenbasierte Schätzungen sind zu vermeiden. Erfordert die Beschaffung der abgefragten Daten einen unverhältnismäßig hohen Aufwand, sollte dies in den Antworten vermerkt und kurz begründet werden. Sollten Fragen oder Begriffe missverständlich oder mehrdeutig sein, kann es hilfreich sein, die Unklarheit durch eine vertretbare Definition im Rahmen eines einleitenden Satzes auszuräumen, (z. B. „Unter … verstehen wir…“ oder „Hierunter verstehen wir…“).
Gemeinsam zu neuen Oberflächen Hornschuch engagiert sich bei Gravurspezialist SWG Ab 1. Januar 2016 wird aus einer intensiven Zusammenarbeit eine noch engere Verbindung: Die Konrad Hornschuch AG, ein
eine Minderheitsbeteiligung im hohen einstelligen Prozentbereich. Mit der Beteiligung haben sich die Gesellschafter der beiden Firmen
Jahren im Rahmen eines Exklusivvertrags eng mit SWG verbunden. Differenzierung mittels innovativer Druck- und Prägetechnik
entschlossen, die positive Umsatzund Produktentwicklung auf eine neue Basis zu stellen. Der Hersteller für Oberflächen aus Folie und Kunstleder ist bereits seit über drei
wird für ein Unternehmen wie Hornschuch, das Trends in der Oberflächengestaltung setzt, immer wichtiger. Dabei ist nicht allein die Optik entscheidend für den Erfolg,
Druck- und Prägeformen Foto: Hornschuch
Unternehmen der Hornschuch Gruppe, erwirbt Anteile an der Sächsische Walzengravur GmbH (SWG), führend in der Druck- und Prägetechnik. Das Engagement ist
mehr denn je tritt die Haptik hinzu, Oberflächen müssen „begreifbar“ sein und haptische Reize bieten. Das gemeinsame Ziel ist es, in Zukunft Oberflächen zu schaffen, die berühren, und zwar im doppelten Wortsinn. Die gebündelte Kompetenz und das kombinierte Knowhow, die beide Unternehmen in der Gestaltung von Oberflächen besitzen, versetzt sie in die Lage dem Markt mit exzellenten Ergebnissen neue Impulse zu geben. In gemeinsamer Entwicklung hergestellte Designs, Prägeformen und damit am Ende geprägte Folien und Kunstleder wurden mehrfach mit renommierten Preisen für hervorragende Designqualität ausgezeichnet, u.a. mit dem Red Dot Award: Product Design 2015. Sie finden sich auf Polstermöbeln, im hochwertigen Wohn- oder Objektbereich wieder sowie in Innenräumen von Fahrzeugen zahlreicher Premiumhersteller. www.hornschuch.com
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Die Zukunft ist textil Jahrestagung des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie in Berlin Geotextilien im Straßen- und Deichbau, textile Stents und bioverträgliche Implantate, Textilbeton und Leichtbau für Luft- und Raumfahrt: Innovative technische Textilien werden künftig unser Alltagsleben noch viel stärker bestimmen als heute schon. Dies sagte Ingeborg Neumann, Präsidentin des Gesamtverbandes der deutschen Textil- und Modeindustrie, auf der Jahrestagung des Verbandes am 3. Dezember in Berlin. Sie wies darauf hin, dass die Gestaltung der Textilindustrie 4.0 ein revolutionärer Prozess ist, der ganz neue Produkte und Dienstleistungen hervorbringen wird. Notwendig sind dafür allerdings politische Rahmenbedingungen, die dem erfolgreichen internationalen Wettbewerb nicht entgegenstehen. Die viel zu hohe EEGUmlage muss deswegen gesenkt werden, was durch eine andere Finanzierungsstruktur der Energiewende möglich wird. Auch die gesetzlichen Grundlagen der Arbeit müssen die von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gewünschte Flexibilität bieten. Staatssekretär Thorben Albrecht, der die Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, vertrat, betonte in seiner Rede die historische Rolle der Textilindustrie als Leitindustrie. Mit der Industrie verändert sich auch die Arbeit. Flexibilität ist von Arbeitgebern und Arbeitnehmern erwünscht, kann allerdings nicht immer konfliktfrei erreicht werden.
Gesamtverbandspräsidentin Ingeborg Neumann, Staatssekretär Thorben Albrecht, Designprofessorin Gesche Joost und Live-Hacker Sebastian Schreiber (v.l.n.r.) Fotos: t+m
Die Berliner Designprofessorin Gesche Joost gab einen Einblick in die digitale Zukunft in und mit Textilien. Mit eingenähten Mikrochips inklusive Bluetooth und eingewebten Metallfäden kann Kleidung in Zukunft viele Funktionen übernehmen, die heute noch von Zusatzgeräten und Smartphones geleistet werden. Sie präsentierte Prototypen eines „Lesehandschuhs“ für taubblinde Menschen und eine Wollmütze mit integriertem Navigationssystem und Lautsprechern. IT-Spezialist und Live-Hacker
Sebastian Schreiber demonstrierte dem Publikum die Risiken der Datensicherheit auf anschauliche Weise: Zwei passwortgeschützte USB-Sticks wurden in Sekunden gehackt, ein Mobiltelefon mit einfachen technischen Mitteln abgehört. Der Vortrag war ein eindrückliches Plädoyer für einen sorgfältigeren Umgang mit sensiblen Daten. Auf dem Vorabendempfang betonte Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung,
die gemeinsamen Aufgaben, die Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Politik sich mit dem „Bündnis für nachhaltige Textilien“ vorgenommen haben. Er lobte das bisher Erreichte und wies auf das Marktpotential für nachhaltige Kleidung in Deutschland in Milliardenhöhe hin. Präsidentin Ingeborg Neumann sagte, dass die deutsche Bekleidungsindustrie ihre Verantwortung für die Produktionsbedingungen seit Jahren wahrnimmt, aber noch besser. www.textil-mode.de
Zeuglesweber – historischer Roman über Triumph und Susa 1854: Um eine Weberlehre anzutreten, macht sich der vierzehnjährige Bernhard Schroth auf den Weg von Heubach hinauf auf die Alb. Doch die Aussichten für zünftige Weber verschlechtern sich zunehmend. Grund sind technische Neuerungen, die Abschaffung der Zünfte und weltweite Wirtschaftskrisen. Schließlich entschließt er sich zu einer Ausbildung zum ‚Korsettweber‘ in Stuttgart. Er ist überglücklich, als er anschließend die Möglichkeit bekommt, in einer neu gegründeten Korsettfabrik in Heubach zu arbeiten. Doch das Glück währt nicht lange. Als in Heubach eine Fabrik für genähte Miederware gegründet wird, gerät die bestehende Konkurrenz unter Druck; Bernhard verliert seine Arbeit – und seine Welt bricht in Stücke. Zur Hauptfigur: „Bernhard Schroth war mein Ururgroßvater“, so die Autorin Ines Ebert. Die 66-Jährige ist Diplom-Museologin und stammt selbst aus Heubach. Der Roman beschreibt eindrucksvoll die Anfänge der beiden weltbekannten Miederfabriken Susa und Triumph International.
Foto: „Zeuglesweber“von Ines Ebert ist als Taschenbuch beim Silberburg-Verlag in Tübingen erschienen, ISBN 978-3-8425-1313-6. Erhältlich im Buchhandel.
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Bildung + Soziales
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Betriebliche Weiterbildung auf neuem Höchststand Im ersten Halbjahr 2014 haben 54 Prozent aller Betriebe in Deutschland die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter unterstützt – so viele wie nie zuvor. Das zeigt eine Befragung von rund 16 000 Betrieben durch
der Beschäftigten haben an betrieblichen Weiterbildungen teilgenommen. Die Teilnahmequoten unterscheiden sich dabei nur unwesentlich zwischen kleinen, mittleren und großen Betrieben. Bei kleinen
schulabschluss erfordern, nahmen 41 Prozent an Weiterbildungsmaßnahmen teil. Bei den Beschäftigten mit einfachen Tätigkeiten waren es 16 Prozent. Die Befragungsergebnisse zeigen, dass die Betriebe in
Auch in der Textil- und Bekleidungsindustrie ist die betriebliche Weiterbildung auf einem hohen Niveau. Dies zeigt die Analyse der Weiterbildungsanträge auf Grundlage des Tarifvertrags zur Aus-,
Gesundheitsmanagement Nicht zuordenbar
54%
Recht Prüfungsvorbereitung für Azubis Außenwirtschaft (Zoll)
aller Betriebe in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2014 die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter unterstützt
Sprache EDV Textil
einfachen Tätigkeiten qualifizierten Tätigkeiten
Technik
hochqualifizierten
Betriebswirtschaft
Tätigkeiten
Personalentwicklung
Quelle: IAB
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Quelle: Südwesttextil
Grafik: Südwesttextil
das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das Weiterbildungsengagement deutscher Betriebe ist seit der Jahrtausendwende deutlich gestiegen. Das gilt vor allem für kleine und mittelgroße Betriebe, auch wenn diese ihre Weiterbildungsaktivitäten während der Finanzkrise vorübergehend reduzierten. 32 Prozent
Betrieben kommt es aufgrund der geringen Mitarbeiterzahl häufig vor, dass zwar nicht jedes Jahr eine vom Arbeitgeber unterstützte Weiterbildung stattfindet, bei einem längeren Betrachtungszeitraum wird aber deutlich, dass auch sie in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren. Von den Beschäftigten mit Tätigkeiten, die einen Hoch-
Deutschland in der Weiterbildung von Mitarbeitern das bedeutsamste Instrument zur Sicherung ihres Qualifikationsbedarfs sehen - 45 Prozent messen dieser Strategie eine hohe Bedeutung bei. Attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen und die eigene betriebliche Ausbildung zu forcieren, stehen mit 42 bzw. 33 Prozent an zweiter und dritter Stelle.
Fort- und Weiterbildung. Hier hat 2014 die technische Weiterbildung die Seminare zu betriebswirtschaftlichen Themen abgelöst. Dieser Trend setzt sich auch 2015 fort. Die IAB-Studie gibt es zum Download unter www.suedwesttextil.de. Christine Schneider
Neue Publikationen zur beruflicher Bildung und Ausbildung veröffentlicht Ländermonitor berufliche Bildung 2015 der Bertelsmann Stiftung Die Bertelsmann Stiftung hat einen Ländermonitor berufliche Bildung erstellt, in dem sie unter anderem die ökonomische Leistungsfähigkeit und Chancengerechtigkeit in der Berufsausbildung in den 16 deutschen Bundesländern untersucht. Berücksichtigung finden die drei Sektoren der dualen Berufsausbildung, der vollzeitschulischen Berufsausbildung und der Übergangsbereich. Der Ländermonitor zeigt, dass sich die Lage auf dem Ausbildungsmarkt aufgrund des demografischen Wandels für Mädchen verbessert hat. Dies bedeute aber auch, dass es für kleine Unternehmen immer schwieriger wird, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen. Weitere Informationen sowie 16 ausführliche Länderberichte unter http://www.laendermonitor-berufsbildung.de. McDonalds Ausbildungsstudie 2015 McDonalds hat gemeinsam mit dem Institut für Demoskopie Allensbach die Ausbildungsstudie „Entschlossen unentschlossen. Azubis im Land der (zu vielen) Möglichkeiten“ erstellt. Die Umfrage hatte das Ziel, die Vorstellungs- und Erfahrungswelten 15 bis 25 Jahre alter Menschen abzubilden, die sich vor und nach dem Übergang von der Schule in den Beruf befinden. In der Studie wird z. B. deutlich, dass ein großer Anteil der Schüler sich nicht ausreichend über die beruflichen Möglichkeiten informiert fühlt und dass sich mehr als jeder Dritte mehr Unterstützung bei der Ausbildungs- und Berufswahl wünscht. Die Studie ist unter http://ausbildungsstudie2015.de verfügbar. Leitfaden „Handicap – na und? Berufs- und Studienorientierung inklusiv gestalten.“ Die Bundesagentur für Arbeit und SchuleWirtschaft haben den Leitfaden für die Praxis erarbeitet. Er ist kein Handbuch zum Umgang mit jungen Menschen mit Behinderung, sondern will allen Beteiligten Mut machen, junge Menschen mit und ohne Handicap auf ihrem Weg in das Berufsleben zu unterstützen. Handlungsleitend ist die Grundidee, allen Jugendlichen in gleicher Qualität eine stärkenorientierte und auf den individuellen Bedarf ausgerichtete Berufsorientierung anzubieten. Unter http://www.schulewirtschaft.de/inklusion ist der Leitfaden abrufbar.
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Internatskostenzuschuss steigt Für das Schuljahr 2016/17 setzt die Landesregierung den Koalitionsvertrag um Die Arbeitgeber Baden-Württemberg haben die Ankündigung der Landesregierung als Schritt in die richtige Richtung begrüßt, die Landeszuschüsse für die Internatsunterbringung von Auszubildenden in der Dualen Ausbildung auf ein Drittel zu erhöhen. „Die Neuregelung trägt dazu bei, dass für Berufsschüler, die in Bezirks- oder Landesfachklassen an zentralen Standorten zusammengezogen werden, die Unterbringung in Wohnheime gesichert wird und bezahlbar bleibt“ sagt Peer-Michael Dick, Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeber Baden-Württemberg. Zudem war die Erhöhung der Landeszuschüsse auch längst überfällig, nachdem die Landesregierung schon in ihrem Koalitionsvertrag 2011 ein neues Finanzierungsmodell ankündigte. Derzeit deckt der öffentliche Zuschuss gerade einmal ein Sechstel der tatsächlichen Kosten der Wohnheimunterbringung. Mit dem Beginn des Ausbildungsjahrs 2016/17 soll nun auf ein Drittel erhöht werden. Angesichts demografischer
und struktureller Veränderungen wird es für einige Ausbildungsberufe immer schwieriger, ein betriebs- und wohnortnahes Angebot in der Fläche zu erhalten. Deshalb
in Wohnheime untergebracht werden müssten. „Wenn aber die Mehrkosten vor allem an den Azubis und den Betrieben hängen bleibt schmälert
Foto: © contrastwerkstatt - Fotolia.com
sei es auch richtig, für solche Ausbildungsangebote zentrale Fachklassen einzurichten. Allerdings führe dies zu einer finanziellen Mehrbelastung, weil Azubis dann
das die Attraktivität dieser Ausbildungsberufe massiv. Das kann auch nicht im Interesse der Politik sein, wenn darunter die Ausbildungsund Branchenvielfalt unserer Wirt-
„Mitmachen Ehrensache“
Fragen an: Dipl.-Ökonomin Christine Schneider Tel.: +49 711 21050-25 schneider@suedwesttextil.de
Seminare Bildungswerk
Engagierte Schüler arbeiten für einen guten Zweck Am 4. Dezember, dem internationalen Tag des Ehrenamtes, jobbten viele Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse einen Tag lang in Unternehmen und spendeten das erarbeitete Geld einem guten Zweck. Auch für Hornschuch war Mitmachen wieder Ehrensache. 14 Schülerinnen und Schüler aus der Region wählten den Oberflächenspezialisten aus Weißbach bei Heilbronn als „Arbeitgeber“ für einen Tag. Nach einer Führung durch die Unternehmensausstellung und einer Info-Präsentation der Ausbildungsbotschafter wurden die jungen Leute mit ihren „Arbeitsplätzen“ vertraut gemacht. Unter anderem wurden sie im Versand, im Lager und in der Konfektionierung eingesetzt und verrichteten dort leichte Tätigkeiten. Später konnten die Schüler in der Lehrwerkstatt beim Tiefziehen von Folie in den Beruf
schaft insbesondere im ländlichen Raum leidet“ erklärt Dick. Diese Diskussion kennen die Textilunternehmen und haben gemerkt was es heißt, Auszubildende zu finden, wenn die Berufsschule nicht am Ort ist. Gerade die Unternehmen in der Textilindustrie dürften sich deshalb über die Erhöhung freuen. Sowohl für den Produktveredler Textil als auch für den Textillaboranten existieren de facto Landeskassen. Aber auch bei den Produktionsmechanikern Textil gibt es viele, die auf die Unterbringung in Wohnheimen angewiesen sind – bei zwei im Land verbliebene Berufsschulstandorte. Eine weitere Erhöhung ist in Aussicht gestellt, allerdings ist dies abhängig von der Entwicklung der Rechtsprechung, die es in diesem Bereich gibt.
Seminarangebot der Akademie für Personal- und Organisationsentwicklung im Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft in Kooperation mit Südwesttextil. Professionelle Arbeits- und Büroorganisation 23. bis 24. Februar 2016, Haus Reutlingen
14 engagierte Schüler wählten Hornschuch als „Mitmachen Ehrensache“-Partner. Für ihre gute Tat erhielten sie hinterher sogar ein Zertifikat. Foto: Hornschuch
des Verfahrensmechanikers hineinschnuppern. Zusätzlich zum guten Zweck war der Tag für die Schüler damit ein guter Anlass, um einen ersten Blick ins Arbeitsleben zu werfen. Gleichzeitig lernten sie Hornschuch
und seine Produkte näher kennen. Viele der teilnehmenden Schüler waren als Kinder von Beschäftigten schon ganz gespannt darauf, einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens zu werfen. www.hornschuch.com
Die wichtigsten Grundlagen im Projektmanagement 14. bis 15. März 2016, Haus Reutlingen Mit Motivation und Führung Fehlzeiten reduzieren 14. März 2016, Haus Steinheim www.biwe-akademie.de
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Recht + Steuern
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Von Manteltarifverträgen zu Go Textile!
Personalverantwortliche der Südwesttextil-Mitgliedsunternehmen trafen sich zum jährlichen Austausch Auch in diesem Jahr kamen die Personalleiter durch das große Engagement von drei gastgebenden Unternehmen, dem Betten- und Matratzenhersteller Badenia in Oberschopfheim, dem Hersteller technischer Gewebe PD-Interglas in Erbach sowie dem Jeansproduzenten Mustang in Künzelsau, in einem persönlichen Rahmen zu den kleinen Personalleiterkreisen zusammen, um aktuelle Themen zu diskutieren. Thema der Vorträge war zunächst die Vereinheitlichung der Manteltarifverträge. Dabei fiel besonders positiv auf, dass nun der Großteil der Vorschriften in den verschiedenen Manteltarifverträgen inhaltsgleich sein wird. Interessant war vor allem, dass eine Übertragung der Zeitsalden im Rahmen der Flexibilisierung von bis zu +/- 156 Stunden am Ende eines Ausgleichszeitraum erfolgen kann. Die darüber hinausgehenden Stunden sind einheitlich mit einem Zuschlag von 35 Prozent abzugelten. Samstage ab 12.00 Uhr gehören nun auch zur regelmäßigen Arbeitszeit für Tätigkeiten in betrieblichen Ladengeschäften oder zur Versorgung der betrieblichen Ladengeschäfte. Die tariflichen Kündigungsfristen in der Probezeit orientieren sich ab Geltung der neuen Manteltarifverträge an der vereinbarten Dauer der Probezeit. Für großes Vergnügen sorgte die vereinheitlichte Regelung zum Arbeitsversäumnis, die unter anderem nun nur noch eine bezahlte Freistellung erlaubt, wenn ein Wohnungswechsel „mit Adresswechsel“ vorgenommen wird. Diese Konkretisierung war notwendig geworden,
Gut besuchte Personalleiterkreise zu Gast beim Betten- und Matratzenhersteller Badenia in Oberschopfheim, beim Hersteller technischer Gewebe PD-Interglas in Erbach und beim Jeansproduzenten Mustang in Künzelsau (v.o.n.u.).
nachdem ein Mitarbeiter innerhalb des Hauses der Eltern mehrfach die Etage wechselte und Freistellung für den Umzug beantragt hatte. In der aktuellen Rechtsprechung stieß besonders das Urteil zu
Recht kompakt Tarifrecht – Manteltarifverträge Frage: Was muss ein tarifgebundenes Mitglied aufgrund der zukünftigen Änderungen in den Manteltarifverträgen beachten? Antwort: Sinnvoll ist es, die eigenen Betriebsvereinbarungen und Abrechnungssysteme zu überprüfen, ob Anpassungen vorgenommen oder Einstellungen geändert werden müssen. Zur Unterstützung gibt es eine Checkliste, die bei der Überprüfung verwendet werden kann. Diese steht im Mitgliederbereich unter www.suedwesttextil.de zum Download bereit.
den Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten auf Interesse. Hierbei entschied das BAG, dass ein Arbeitgeber sich nicht auf den Wegfall von Beschäftigungsmöglichkeiten berufen darf, wenn er diesen selbst treuwidrig durch die Verlängerung der Befristung eines anderen Mitarbeiters herbeigeführt hat. Neben den Rechtsthemen informierten die SüdwesttextilReferentinnen Christine Schneider, Referat Bildung, und Simone Diebold, Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, über die neusten Entwicklungen der seit sechs Jahren erfolgreichen Nachwuchskampagne Go Textile!. Seit diesem Jahr präsentiert sich die Webseite im neuen Look, sie ist moderner gestaltet und arbeitet mit neuen Kampagnenmotiven. Wesentliche tech-
nische Änderung ist ein Responsive Design, das Seitenaufrufe auch auf mobilen Endgeräten optimal darstellt. Als weiteres Projekt stellte die Bildungsreferentin die virtuelle Bildungsplattform Learn Textile! vor. Unter www.learn-textile. de finden sich Informationen zum Projekt und dem aktuellen Stand. Die Highlights waren auch in diesem Jahr die Unternehmensführungen. Die Personalleiter konnten Einblicke in die Betten- und Matratzenproduktion gewinnen, erfahren wie aus Glas Gewebe wird und „dem Zerstörer“ von Jeans, Guido Wetzels, bei der Arbeit zusehen. Die Unterlagen der Personalleiterkreise stehen im Mitgliederbereich unter www.suedwesttextil. de zum Download bereit. Hannah Bussmann
Recht + Steuern 9
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Neuentwicklung bei der Leiharbeit Bundesministerium für Arbeit und Soziales legt einen Referentenentwurf vor Nachdem mit dem Mindestlohn ein umfangreiches Gesetzespaket bereits verabschiedet worden ist, wendet sich der Gesetzgeber jetzt der Leiharbeit zu. Hierzu wurde seitens des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ein Referentenentwurf vorgelegt. Dieser beinhaltet einige wichtige beabsichtigte Änderungen zur Zeitarbeit. Insbesondere soll die Dauer der möglichen Überlassung von Leiharbeitnehmern künftig auf 18 Monate bei einem Entleiher beschränkt werden. Allerdings soll aufgrund eines Tarifvertrages eine abweichende Regelung vereinbart werden können. Somit sind in tarifgebundenen Unternehmen längere Einsatzzeiten von über 18 Monaten nach diesem Entwurf zunächst denkbar. Des Weiteren soll zukünftig für Leiharbeitnehmer nach neun Monaten eine Gleichstellung mit den Stammarbeitnehmern beim Entleiher erfolgen. Somit wird der Equal Pay Grundsatz eingeführt. Soweit für das Arbeitsverhältnis allerdings ein Branchenzuschlagstarifvertrag gilt, der eine stufenweise Heranführung des Arbeitsentgelts an Equal Pay vorsieht, besteht ein
Anspruch auf Equal Pay erst nach einer Einsatzdauer von zwölf Monaten. Darüber hinaus ist die Über-
Arbeitsverträgen beabsichtigt, die sich allerdings im wesentlichen auf die bereits von der Rechtsprechung
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lassung von Zeitarbeitnehmern in dem Vertrag zwischen dem Zeitarbeitsunternehmen und Einsatzunternehmen ausdrücklich als Arbeitnehmerüberlassung zu bezeichnen. Andernfalls soll ein Arbeitsverhältnis zwischen Einsatzunternehmen und Zeitarbeitnehmer zustande kommen. Außerdem ist eine gesetzliche Festlegung der Abgrenzungskriterien zwischen Werkverträgen und
entwickelten Abgrenzungskriterien beschränkt. Ebenfalls soll gesetzlich festgelegt werden, dass die Informationsrechte des Betriebsrates nach der gesetzlichen Regelung die Verpflichtung des Arbeitgebers umfassen, Unterlagen über seine Beziehung zum Vertragspartner dem Betriebsrat vorzulegen. Schließlich soll bei Arbeitnehmern, die in Betrieben bei anderen Arbeitgebern eingesetzt
werden, eine Unterrichtungspflicht geregelt werden. Die Leiharbeiter müssten dann über ihren Einsatz in dieser Beschäftigungsform gesondert unterrichtet werden. Fehlt es an einer derartigen Unterrichtung soll auch bei einem Vorliegen einer Arbeitnehmerüberlassungserlaubnis ein Arbeitsverhältnis zum Entleiherbetrieb zustande kommen. Im wesentlichen sind somit vor allem Änderungen bei der Einsatzdauer und bei dem Equal Pay Grundsatz zu erwarten. Ob die Änderungen vollumfänglich so in Kraft treten, bleibt noch abzuwarten. Allerdings spricht viel dafür, dass insbesondere die Höchstüberlassungsdauer gesetzlich festgeschrieben wird, zumal dies auch im Kollisionsvertrag vereinbart worden ist. Dementsprechend sollte hier bei langjährig beschäftigten Leiharbeitnehmern vorbereitend eine Umgestaltung der Vertragsverhältnisse erwogen werden. Fragen an: RA Nathan Binkowski Tel.: +49 711 21050-21 binkowski@suedwesttextil.de
Schwerbehindertenanzeige 2015 Arbeitgeber mit mehr als 20 Beschäftigten müssen bis zum 31. März 2016 nachweisen, ob sie 2015 genügend schwerbehinderten Menschen in ihrem Unternehmen beschäftigt haben. Am einfachsten kann dieser Nachweis mit der kostenlosen Software Rehadat-Elan erbracht werden, die jetzt für das Anzeigejahr 2015 unter www.rehadat-elan.de heruntergeladen werden kann. Das Programm findet heraus, ob genügend Pflichtarbeitsplätze besetzt waren und – falls nicht – in welcher Höhe Ausgleichsabgabe zu zahlen ist. Die Anzeige kann dann ganz einfach über das Internet an die Bundesagentur für Arbeit geschickt werden. Zahlreiche praktische Funktionen ergänzen das Programm – z. B. können Daten aus dem Vorjahr übernommen oder aus Personalsoftware importiert werden.
Wer keine Download-Möglichkeit hat, kann auf den Versand der Software ab Ende Dezember warten. Dann wird die Programm-CDROM von der Bundesagentur für Arbeit versendet. Zur Unterstützung der Anwender stehen im Internet außerdem ein FAQ-Bereich (mit häufigen Fragen und Antworten) sowie das Lexikon A bis Z zur Verfügung. Arbeitgeber, die noch nicht genügend schwerbehinderte Menschen beschäftigen, finden im Rehadat-Informationssystem eine Vielzahl an praktischen Informationen, z. B. im Portal zum Thema Arbeitsleben und Behinderung: www.talentplus.de. Rehadat ist ein Projekt des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln und wird gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales. www.rehadat.de
Aktuelle Steuer-Nachrichten In den aktuellen Steuernachrichten geht es diesmal unter anderem um einen zeitlichen Sicherheitszuschlag beim Faxversand. Bei der Übermittlung eines fristgebundenen Schriftsatzes handelt ohne Verschulden, wer so rechtzeitig beginnt, dass unter gewöhnlichen Umständen mit dem Abschluss der Übertragung noch am Tag des Fristablaufs zu rechnen ist. Dabei müssen Rechtsschutzsuchende einen über die voraussichtliche Dauer des eigentlichen Faxvorgangs hinausgehenden Sicherheitszuschlag von etwa 20 Minuten einkalkulieren, der dem Umstand Rechnung trägt, dass das Empfangsgerät gerade in den Abend- und Nachtstunden wegen anderer ebenfalls fristgebundener Sendungen belegt sein kann. Neben dieser Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts finden sich auch die Erläuterungen zu aktuellen Themen aus der Gesetzgebung und Verwaltung in den Steuernachrichten. Eingegangen wird dabei z. B. auf die Neuregelung des Entlastungsbetrags für Alleinerziehende oder die Steuerermäßigung bei Aufwendungen für Schornsteinfegerleistungen. Die Steuernachrichten können als pdf-Datei im Mitgliederbereich von www.suedwesttextil.de heruntergeladen werden kann.
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Beschränkungen für Perfluoroctansäure – PFOA Eine europaweite konzertierte Aktion aller europäischen Textilverbände Am 16. November ist die öffentliche Konsultation SEAC-Opinion (Committee for Socio-economic Analysis) bezüglich der REACH Anhang XV Beschränkungen für Perfluoroctansäure (PFOA), ihre Salze und PFOA und verwandte Stoffe zu Ende gegangen. Die Mitglieder der Textilverbände haben sich zahlreich an dieser öffentlichen Konsultation im Internet beteiligt. Im Vorfeld hat der Gesamtverband t+m zur Orientierung der Mitglieder eine unter maßgeblicher inhaltlicher Gestaltung der Verbände VTB, Gesamtmasche und Südwesttextil erstellte Vorlage versendet. Diese wurde vom europäischen Dachverband Euratex übernommen und eine europaweite konzertierte Aktion aller europäischen Textilverbände folgte. Inhaltlich wurde darin deutlich herausgestellt, dass die produzierende europäische Textilindustrie mit vielen Einzelmaßnahmen bereits heute die PFOA / PFOA-Salze-Emissionen auf ca. 5-10 kg pro Jahr reduziert hat. Diese für die Umwelt und Verbraucher äußerst positive Entwicklung ist in meist jahrelanger Detailarbeit freiwillig, also ohne gesetzliche Regulierung, gemeinsam mit den Zulieferern in Europa umgesetzt worden. Auch beste „Umweltpraktiken“ in der Produktion waren und sind ein wichtiger Schlüssel, um PFOA-Emissionen zu vermeiden. Vor diesem Hintergrund wurde gefordert, die bereits durch das SEAC vorgeschlagenen C8-Ausnahmen für Arbeitsschutztextilien auch aufgrund des hohen Anforderungsprofils auf die technischen Textilien auszuweiten. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass es in der deutschen und europäischen Textilindustrie zu vielschichtigen Produktionsverlagerungen ins Nicht-EU-Ausland komme. Auch wurde in diesem Zusammenhang nochmals explizit auf die C6 Alternativprodukte im Bereich der technischen Textilien eingegangen. Bei vielen technischen Textilien werden C6-Produkte im Vergleich zu C8-Produkten mit den doppelten bis vierfachen Einsatzmengen und zusätzlichen Additiven eingesetzt, um den vielfältigen Leistungsanfor-
derungen gerecht zu werden. Daher sind textile C6-Ausrüstungen chemikalienseitig 4- bis 6-mal teurer als die C8-Technologie und viele technische Textilien „Made in EU“ wären im globalen Kontext
abgesenkt werden können, denn dies würde neben der allgemeinen Messmethodenproblematik zu einer weiteren Verteuerung der C6-Produkte führen und ggf. Marktteilnehmer in einem bereits
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kostenmäßig nicht mehr wettbewerbsfähig. Dieser Sachverhalt war offensichtlich in dieser Form bei der ECHA in Helsinki nicht bekannt. Das PFOA-Restriction-Team der ECHA hat einige Mitgliedsbetriebe und die Euratex nach ihren Eingaben in der öffentlichen Befragung diesbezüglich nochmals direkt kontaktiert. Die jetzt erst begonnenen Prüfungen zu den toxikologischen und ökologischen Aspekten ebenfalls teurer fluorfreier Ausrüstungen, die für technische Textilien weitgehend noch nicht geeignet sind, stellen besonders den Bekleidungssektor vor weitere Herausforderungen. Andere aktuelle oder zukünftige REACH-Restriktionen oder CLPKlassifizierungen könnten auch diese fluorfreien Produkte betreffen. Darüber hinaus beschäftigen sich derzeit zahlreiche, zum Teil neue und Millionen Euro schwere Forschungsprojekte mit der Entwicklung von fluorfreien als auch fluorhaltigen Alternativprodukten. Dies ist ein Zeichen, dass es hier offensichtlich noch viel Handlungsbedarf gibt. Was die umstrittenen Grenzwerte anbelangt, wurde von Seiten der Textiler bemerkt, dass die von der SEAC vorgeschlagenen Grenzwerte nicht mehr nach unten
weitgehend oligopolen Anbietermarkt ausscheiden lassen. Ein weiterer Aspekt der Eingaben waren die noch nicht vorhandenen Testmethoden. Es wurde daher konkret der Vorschlag gemacht, zunächst eine gut definierte, robuste DIN-EN-ISO-Testmethode (analog z. B. DIN EN ISO 17075 für Chrom VI) zu erschwinglichen Kosten für Downstream-User Massentests zu entwickeln. Das grundlegende Schlüsselelement jeder REACHRestriktion ist, dass die Industrie sowie die Überwachungsbehörden in der Lage sein müssen, den Nachweis der Übereinstimmung mit den jeweiligen Grenzwerten führen zu können. Aber wie kann man diese Konformität ohne derzeit definierte DIN EN ISO-Prüfmethoden nachweisen? Ohne gesicherte Prüfmethode kann auch der letztendliche Entwurf der PFOA-Restriktion wohl kaum der EU-Kommission zur Entscheidung vorgelegt werden. Das ist eine der Fragen, die die ECHA jetzt selbst beantworten darf!
Fragen an: Dipl.-Ing.(FH) Stefan Thumm Tel.: +49 151 281 090 45 umwelt@suedwesttextil.de
Termine Denkendorfer Innovationstag Am 16. Februar 2016 laden die Deutschen Institute für Textil- und Faserforschung DITF zum Dialog ein und bieten mit dem Innovationstag Anregungen für textile Produktentwicklungen und neue Fertigungsverfahren. Mit Vorträgen über aktuelle Forschungsprojekte und einem Rundgang durch die Technika und Laboratorien informieren die Wissenschaftler der drei Forschungseinrichtungen der DITF über ein breites Themenspektrum vom Molekül zum Material und vom Rohstoff bis zum Endprodukt. Sie geben Einblick in ihre Arbeit und laden ein zum Wissens- und Forschungstransfer. Programm und Anmeldung unter www.ditfdenkendorf.de/veranstaltungen.html Anwenderforum Smart Textiles Vom 24. bis 25. Februar 2016 veranstaltet das TITV Greiz in Kooperation mit dem Forschungskuratorium Textil und dem ITV Denkendorf das 4. Anwenderforum Smart Textiles „Innovative Produkte mit intelligenten Funktionen“ im Hotel Alte Werft in Papenburg. Insbesondere zu dem Schwerpunktthema Mobilität werden in Impulsvorträgen die Anforderungen an Smart Textiles im Schiffsbau und in der Luft- und Raumfahrt näher beleuchtet. Am ersten Veranstaltungstag gibt es eine Führung durch die Meyer Werft. Weitere Informationen unter www.titv-greiz.de Save the date In Sport & Gesundheit finden Textilien in vielfältigster Form Anwendung – sei es als Funktions- und Schutzbekleidung, Ausrüstung wie Rucksäcke und Zelte, Softorthesen, Wundauflagen, Krankenhaustextilien oder in medizinischen Zubehörprodukten. Zu diesem Thema organisiert Bayern Innovativ am 1. März 2016 in Fürth den 6. Kongress „Textil Innovativ“ mit den Schwerpunkten „Sport & Gesundheit“. In zwei parallelen Vortragsreihen „Sport & Outdoor“ und „Medizin & Hygiene“ präsentieren Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft aktuelle Trends und Entwicklungspotenziale für textile Innovationen. Begleitend dazu gibt es eine Fachausstellung. Mehr unter www.bayern-innovativ.de/textil2016
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Innovative Multiaxialgewebe
Mit Open Reed Weave Technologie (ORW) belastungskonforme Verstärkungsgewebe für den textilen Leichtbau Energetische Rohstoffe werden knapp und die Umweltbelastung steigt. Deswegen wächst gerade im Fahrzeugbau der Bedarf an Leichtbaukomponenten aus Faserverbundwerkstoffen. Dem ITV Denkendorf gelang es durch den Einsatz der Open Reed Weave (ORW)-Webtechnologie besonders stabiles und flexibles Verstärkungsgewebe anzufertigen. Entwickelt wurden Gewebe mit flächiger und mit lokal begrenzter multiaxialer Verstärkung. Auch multiaxiale Gewebestrukturen mit lichtlenkenden Eigenschaften wurden erzeugt. Als textile Verstärkungsstrukturen kommen Gewebe, Gelege, Gestricke, Geflechte, Gesticke und Vliesmatten in Frage. Um eine maximale Verstärkungswirkung zu erzielen, sollten die Fasern im Bauteil in der gleichen Richtung liegen, wie die Belastung einwirkt. Aus diesem Grund wurden bisher für die Herstellung von Composites vorzugsweise Flächen verwendet, die aus parallel verlaufenden, gestreckten Fäden bestehen. Nachteil dieser Strukturen ist, dass aufgrund der relativ losen Verbindung der Faserlagen eine exakte Faserorientierung in Belastungsrichtung nicht immer gewährleistet werden kann. Mit der am ITV Denkendorf seit Oktober 2013 installierten
ORW-Webmaschine gelang es erstmals, Gewebe, in dem die Fasern im rechten Winkel zueinander liegen, mit einer dritten und vierten
lität zu erreichen, muss nicht mehr das gesamte Teil aus Carbon gefertigt werden, sondern es genügt, wenn nur der belastungskritische
Bild 1: Multiaxiales Gewebe mit lokaler Carbonverstärkung in der Grundkette, dem Schuss und dem Multiaxialbereich
Faserachse belastungskonform zu verstärken. Dadurch verringert sich nicht nur die Anzahl der Gewebelagen, sondern es verbessert sich auch das Bruch-, Biege-, Torsionsund Scherverhalten des Bauteils. Besonders hohe Festigkeiten lassen sich erreichen, wenn anstelle von Glasfasern Carbonfasern verwendet werden (Bild 1). Interessant ist die ORW-Webtechnologie für Bauteile, die nicht über ihre gesamte Fläche, sondern nur an einzelnen Stellen verstärkt werden müssen. Um in den stärker belasteten Zonen die nötige Stabi-
Dadurch entstehen völlig neue Möglichkeiten, einen Raum anwendungsgerecht auszuleuchten. www.itcf-denkendorf.de
Bild 2: Multiaxialgewebe für den Lampentopf mit lokaler Carbonverstärkung im Multiaxialbereich und Schuss.
Bereich mit Carbon verstärkt wird. Damit lassen sich die Herstell- und Materialkosten reduzieren (Bild 2). Dass sich die ORW-Webtechnologie nicht nur auf die Herstellung von Verstärkungsgeweben für Faserverbundwerkstoffe beschränkt, konnte am Beispiel lichtlenkender Textilien gezeigt werden. Je nachdem, welche Garne verwendet werden und wie die vier Webachsen angeordnet sind, entsteht eine multiaxiale Webstruktur, die das einfallende Tageslicht oder auch helles Kunstlicht energieeffizient durch das Textil lenkt (Bild 3).
Bild 3: Lichtlenkendes Multiaxialgewebe Fotos: ITV Denkendorf
Umweltmanagement-Norm neu gefasst Seit Mitte September 2015 ist die ISO 14001:2015 in Kraft und ersetzt die bisherige Norm 14001:2004 (Fassung 2009). Stärker als bisher berücksichtigt sie Umweltwirkungen auch außerhalb des Unternehmens sowie das Thema Kommunikation. Zertifizierte Unternehmen und Organisationen haben drei Jahre Zeit, um die neue Regel einzuführen. Bis September 2018 ist noch die alte Norm anwendbar – das ist vor allem für diejenigen wichtig, die sich gerade im Zertifizierungsprozess befinden. Danach werden alle Zertifikate nach der ISO 14001:2004 ungültig. Die ISO 14001:2015 führt eine „High Level Structure“ ein, die für alle Managementsysteme gelten wird. Bei der Norm zum Qualitätsmanagement ISO 9001:2015 gilt sie Foto: © Mindwalker - Fotolia.com bereits. Die übergreifende Abschnittsstruktur soll Begriffe so vereinheitlichen, dass Unternehmen sie besser verstehen und anwenden können. Das bringt große Vorteile bei integrierten Managementsystemen. Die neue Struktur des Umweltmanagementsystems gliedert sich in zehn Abschnitte. Zu den inhaltlichen Neuerungen gehören u. a.: Messung der Umweltleistung mit Kennzahlen, Einbindung interessierter Kreise und externe Kommunikation, Ermittlung und Bewertung auch der indirekten Umweltaspekte und Beschaffung oder Einbindung der Lieferanten. Die überarbeitete Umweltmanagementnorm ISO 14001:2015 ist veröffentlicht worden. Für Organisationen mit einer EMAS-Registrierung sind jedoch nur wenige Änderungen zu erwarten. Unternehmen, die nach ISO 14001:2004 bzw. nach der Korrekturversion von 2009 zertifiziert sind, haben drei Jahre Zeit, ihr Umweltmanagementsystem auf die ISO 14001:2015 umzustellen. Ab dem 15. September 2018 werden alle Zertifikate gemäß ISO 14001:2004 ungültig und sind dann zurückzuziehen.
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Zu guter Letzt
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Fröhliche Weihnachten
Südwesttextil wünscht allen Leserinnen und Lesern ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes, glückliches Jahr 2016.
Zitat
»German Angst gehört zu technischen Innovationen wie Kerne zu Kirschen. Man bekommt sie nur zusammen. Wichtig ist aber, die Kerne und die Angst rechtzeitig wieder loszuwerden.« Ingeborg Neumann, Präsidentin Gesamtverband textil+mode, zum Thema Industrie 4.0 am 2. Dezember 2015 in Berlin
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