SÜDWESTTEXT Nr. 59
THEMEN Go Local! Verband + Industrie, Seite 3
Bronzemedaillie für Baden-Württemberg Bildung + Soziales, Seite 6
Befristungsabreden auf dem Prüfstand Recht + Steuern, Seite 8
Immer das richtige Klima im Bett Technik + Umwelt, Seite 11
Service Aktuelle Steuer-Nachrichten
Recht + Steuern, Seite 9
Aktuell Die AFBW und Südwesttextil veranstalten am 27. September von 9.30 bis 11.30 Uhr in den Räumen des ITV Denkendorf eine Sitzung der Arbeitsgruppe Materialien–Garne–Textilien. Unter dem Schwerpunkt neue Textiltechniken werden Fragestellungen diskutiert und gemeinsame Forschungsprojekte auf den Weg gebracht. Anmeldung unter ulrike.moeller@ afbw.eu
Zeitung für die Textil- und Bekleidungsindustrie
August 2012
Hauptstadtpresse strömt zu t+m Textiler Kampf gegen EEG-Umlage groß in den Medien Der Gesamtverband textil+mode hatte eingeladen und alle waren gekommen zur Pressekonferenz am 14. August in Berlin. Im Haus der Bundespressekonferenz standen die drei Unternehmer, die stellvertretend für die Branche gegen die Zahlung der EEG-Umlage klagen, den Journalisten von TV, Radio, Print und Agenturen Rede und Antwort. Unterstützt wurden Dieter Dörrmann (Spinnweberei Uhingen), Gregor Götz (Vowalon) und Bernd Drechsel (Textilveredelung Drechsel) von Professor Gerrit Manssen von der Universität Regensburg. Dieser hatte in seinem Anfang des Jahres verfassten Gutachten die Verfassungswidrigkeit des EEG festgestellt und da-
Die „Rebellen“: (v. l.) Prof. Gerrit Manssen, Andreas Munding und Dieter Dörrmann (SWU), Bernd Drechsel (Textilveredlung Drechsel), Gregor Götz (Vowalon), Dr. Wolf-Rüdiger Baumann (t+m). Fotos: t+m
mit die Zahlungsverweigerung ins Rollen gebracht. Zu Beginn der Pressekonferenz leitete t+m Hauptgeschäftsführer Dr. Wolf-Rüdiger Baumann ins Thema ein und
kritisierte die planwirtschaftliche Umsetzung der Energiewende. Den Unternehmen würden durch die ständig steigende EEG-Umlage jegliche Planbarkeit und
finanzielle Spielräume für Investitionen in Forschung und Entwicklung genommen. Bernd Drechsel erläuterte später die Problematik fehlender Fortsetzung Seite 2
Tarifverträge altersstufenfrei Südwesttextil und IG Metall eliminieren alle Altersstufenregelungen Nach dem Lebensalter differenzierende Regelungen wurden in der Vergangenheit des öfteren getroffen. In den letzten Jahren hat allerdings ein gesellschaftlicher Umdenkungsprozess stattgefunden. Spätestens seit der Kodifizierung des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) im Jahre 2006 fragen sich sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber immer häufiger, ob eine Unterscheidung allein aufgrund des Lebensalters eigentlich „gerecht“ ist. Wieso sollen ältere Mitarbeiter, die die gleiche Tätigkeit
wie jüngere Mitarbeiter leisten, mehr verdienen? Warum sollen auszubildende Erwachsene anders behandelt werden als auszubildende Jugendliche? Die Tarifvertragsparteien der Textil- und Bekleidungsindustrie haben sich im Rahmen ihres letzten Tarifabschlusses vom 21. Februar 2011 in Viernheim deshalb dazu verpflichtet, sämtliche in den Tarifverträgen enthaltenen Altersstufen zu überprüfen und anzupassen. Dies betraf im Textilbereich drei Tarifverträge, im Bekleidungsbereich sogar fünf. Ende Juni
www.suedwesttextil.de
dieses Jahres hat der sozialpolitische Ausschuss von Südwesttextil allen von den Tarifvertragsparteien erarbeiteten Änderungen zur Abschaffung der Altersstufen in den Tarifverträgen zugestimmt. Von besonderer Schwierigkeit war die Ersetzung der Altersstufen im Gehaltstarifvertrag der Bekleidungsindustrie. Hier werden die Altersstufen durch Beschäftigungsjahre ersetzt, wobei Besitzstände natürlich gewahrt werden. Die Umsetzung aller Änderungsregelungen zur Abschaffung der Al-
tersstufen wird im Rahmen der Umsetzung der im Oktober anstehenden Lohn- und Gehaltsrunde vorgenommen werden. Die Änderungen werden allerdings erst mit der Einsetzung einer quotalen Entgelterhöhung wirksam werden. Die Unterschrift unter die Änderungstarifverträge soll noch im August erfolgen, so dass die tarifgebundenen Mitglieder zeitnah, spätestens Anfang September, über die Einzelheiten der tarifvertraglichen Änderungen informiert werden können. Kai-Uwe Götz
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Verband + Industrie
August 2012
Fortsetzung von Seite 1
In Kürze
Hauptstadtpresse strömt zu t+m Kalkulationsgrundlagen an einem Beispiel: „Wie soll ich Preise für das nächste Jahr festlegen, wenn ich nicht weiß, wie hoch meine Energiekosten tatsächlich sein werden“, sagte der Geschäftsführer der Textilveredlung Drechsel. Baumann forderte die Bundesregierung auf, schnellstens zu handeln und das Finanzierungssystem grundlegend zu ändern. Nur so könne die Bundeskanzlerin ihre Zusage einhalten, der Strompreis werde nicht über die Größenordnung von 3,5 Cent/kWh steigen. „Die Stimmen aus der Politik, die das bisherige System in Frage stellen, häufen sich“, sagte Baumann und forderte: „Die Subventionsmaschinerie muss gestoppt werden.“ Dieter Dörrmann wies auf die Investitionen hin, die sein Unternehmen zur nachhaltigen Steige-
rung der Energieeffizienz getätigt hat. Die Spinnweberei habe mit der TU Braunschweig zusammengearbeitet und erfülle alle Kriterien nach DIN EN
Vowalon-Chef Gregor Götz rechnete vor, die EEG-Umlage habe ihn im letzten Jahr 180 000 Euro gekostet, umgerechnet auf 180 Mitarbeiter 1 000
Dr. Wolf-Rüdiger Baumann forderte die Bundesregierung auf, schnellstens zu handeln und das Finanzierungssystem grundlegend zu ändern.
ISO 50001. Nun werde er für seine Bemühungen nicht belohnt, da er trotz der Energieeinsparungen und Nutzung der Härtefallregelung im Spinnereiteil seines Betriebs fast 200 000 Euro EEG-Umlage zahlen müsse.
Euro pro Kopf. „Das ist für unser mittelständisches Unternehmen an der Grenze des Erträglichen“, kritisierte Götz. Genau erklären ließen sich die Pressevertreter die Inhalte des Gutachtens von Prof. Gerrit Manssen.
Der bekräftigte noch einmal, es handele sich bei der EEG-Abgabe um eine unzulässige Sonderabgabe und verwies auf das Kohlepfennig-Urteil von 1994. Der Ausbau der Eneuerbaren Energien sei eine Gemeinwohlaufgabe und daher über eine Steuer sicherzustellen. Die der Pressekonferenz folgende Berichterstattung war in Qualität und Menge fulminant: ARD Tagesschau und Tagesthemen, heute journal, RTL Nachtjournal, FAZ, Handelsblatt, Die Welt, Financial Times Deutschland, Focus, Spiegel Online, Deutschlandfunk, ARD-Radioanstalten, dpa, afp, dapd, reuters etc. Zahlreiche Interviewanfragen folgten und werden weitere TV- und Printbeiträge nach sich ziehen. Ausgewählte Berichterstattungen mit Links unter www.textil-mode.de. Gesamtverband textil+mode
Der Textilforschungsbericht 2011 (Nr. 58) vereint rund 160 Kurzfassungen von Forschungsvorhaben aus der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF) und anderen Forschungsprogrammen von Bund und Ländern, die bundesweit 16 Forschungseinrichtungen publizierten. Er erscheint erstmals auch in elektronischer Form. Damit sind die vielfältigen Facetten textiler Anwendungen mit Querschnittscharakter universeller nutzbar. Den Bericht gibt es zum Download unter www.suedwesttextil.de.
Hinweis
Foto: © Thibault Renard – Fotolia.com
Südwesttext
Preise, Marktmacht, Konditionen 13. September 2012, Haus der Wirtschaft, Stuttgart
Anmeldung: www.suedwesttextil.de/veranstaltungen
Zum 1. Januar 2013 tritt Andreas Joehle (51) als weiteres, ordentliches Mitglied in den Vorstand der Paul Hartmann AG ein. Ab Juli 2013 wird er den Vorstandsvorsitz von Dr. Rinaldo Riguzzi (65) übernehmen, der dann nach über neunjähriger, erfolgreicher Leitung der Hartmann Gruppe in den Ruhestand treten wird. Beabsichtigt ist, Dr. Riguzzi nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand zur Wahl als ordentliches Mitglied des Aufsichtsrats vorzuschlagen.
Joehle verantwortet derzeit bei der internationalen Mölnlycke Health CareGruppe als Präsident die Surgical Division und hat zuvor Führungsaufgaben bei 3M, Coloplast und Medtronic International wahrgenommen. Das Leutkircher Unternehmen Gruschwitz investiert an seinem Stammsitz an der Memminger Straße bis Mitte 2013 rund 2,5 Millionen Euro in ein modernes Logistikzentrum. Mit dem Neubau der 75 Meter langen und 26 Meter breiten Halle, die ein bestehendes Gebäude aus den 1970erJahren ersetzen wird, soll noch im dritten Quartal dieses Jahres begonnen werden. Die Fertigstellung ist für die erste Jahreshälfte 2013 geplant. „Mit dem Neubau optimieren wir unsere Warenströme, weil wir alle bislang bereits vorhandenen Lagerflächen auf dem Werksgelände zentral zusammenfassen“, sagt Geschäftsführer Ditmar Schultschik.
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Verband + Industrie
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Go locAl! Erfahrungsaustausch auf der munichfabricstart Wann? 5. September 2012, 14.00 bis ca. 15.00 Uhr Wo? M,O,C, Veranstaltungscenter - Raum F 228, 2. OG Produktionsnetzwerke sind gefragt, denn „Made in Germany“, mindestens „Made in Europe“ ist wieder in. Die Verbraucherwahrnehmung ändert sich, und regionale Wertschöpfungsketten erleben eine Renaissance. Doch wo sind die Lieferanten? Nicht nur junge Designer-Labels und kleine Start-ups suchen Produktionspartner und Lieferanten in Deutschland und den Nachbarstaaten. Auch größere Firmen orientieren sich wieder zunehmend am Standort Europa. Das hat mit Qualität zu tun und kurzen Wegen, aber auch mit den Schwierigkeiten insbesondere für kleine Firmen, die Produktion im Ausland zu steuern. Es geht um Stoffe, Veredelung, Konfektion und oft um kleine Serien. Entsprechend schwierig ist die Abgabe von Angeboten: Kleine Losgrößen sind eben teuer. Vom Preis einmal ganz abgesehen haben viele Firmen Probleme, überhaupt entsprechende Partner in ihrer Nähe zu finden. Gesamtmasche möchte zum Dialog anregen und einen Beitrag dazu leisten, Knowhow, Kreativität und Produktion am Standort zu fördern. Wer mitdiskutieren will, ist herzlich zu „GO LOCAL!“ eingeladen: • Erfahrungsaustausch zwischen jungen, kleinen Unternehmen • Kontakt zwischen Auftraggebern und Produzenten • Modelle für eine Preisgestaltung, die sich für beide Seiten lohnt
Anmeldung bis zum 29. August 2012: Angelika Kläger, Tel. +49 711 21050-14, klaeger@gesamtmasche.de oder www.gesamtmasche.de/veranstaltungen
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Manche können mehr – nur wer? Neues Softwareprogramm unterstützt Personalentwicklung Menschen und Arbeit im Unternehmen in idealer Weise zusammenzubringen gehört zu den zentralen Herausforderungen eines jeden Personalverantwortlichen. Der in der Fachsprache als Matching bezeichnete Prozess erweist sich in der täglichen Praxis der Personalarbeit als äußerst vielschichtige Aufgabe mit einem nicht unerheblichen Risiko: Denn wenn es am Ende nicht passt, sind nicht nur Arbeitserfolg und Mitarbeiterzufriedenheit in Gefahr, sondern langfristig auch Auswirkungen auf Produktqualität und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu befürchten. Trotzdem haben vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen (KMU) oft nicht die Ressourcen, um ihre Personalauswahl und -entwicklung optimal zu organisieren. Hier könnte künftig das Personalentwicklungstool „biwecon“ helfen, das vom Bildungswerk der BadenWürttembergischen Wirtschaft entwickelt wurde. Das onlinebasierte Programm unterstützt ein intelligentes Matching von Anforderungen, Qualifikationen und Bildungsmaßnahmen und kann dadurch Personalentwicklung auch in kleineren Betrieben sehr viel einfacher und effizienter machen. In einer Testphase überzeugten sich zunächt einige Unternehmen vom Nutzen des Programms. Ein Unternehmen mit
rund 200 Mitarbeitern hatte beispielsweise Schwierigkeiten, geeignete ausgebildete Nachwuchskräfte für künftige Führungsaufgaben zu finden. Aufgrund seiner dezentralen Organisation mit meh-
auch informell erworbenen Kompetenzen mit dem Programm systematisch erfasst. Im Rahmen des anschließenden Matchingprozesses glich das System Stellenanforderungen und Kompetenzprofile der
individuellen Voraussetzungen auf künftige Führungsaufgaben vorbereitet werden konnten. Die von „biwecon“ vorgeschlagenen Bildungsmaßnahmen speisen sich aus verschiedenen Quellen,
Das onlinebasierte Personalentwicklungstool „biwecon“ kann Personalentwicklung in kleineren Betrieben einfacher und effizienter machen. Foto: © Woodapple - Fotolia.com
reren Standorten fehlte in der Unternehmenszentrale der Gesamtüberblick über das konkrete Know-how der Fachkräfte in den eigenen Reihen. Im Rahmen einer neuen Personalentwicklungsstrategie kam „biwecon“ zum Einsatz: Auf der Basis des umfangreichen Katalogs an Stellenprofilen, Qualifikationen und Kompetenzen im System konnten die unternehmensspezifischen Anforderungen an künftige Führungsaufgaben exakt beschrieben werden. Gleichzeitig wurden die Berufsbiografien der gesamten Belegschaft mit Berufsausbildung, Studium, Weiterbildungen und
Mitarbeiter detailliert miteinander ab. Als Resultat benannte es geeignete Nachwuchskräfte für die definierten Positionen und beschrieb zudem genau, wo es ggf. noch Kompetenzlücken bei den jeweiligen Kandidaten gab.
Software erleichtert Personalmanagement Ergänzt wurden die Ergebnisse um Empfehlungen für konkrete Personalentwicklungsmaßen, mit denen die ausgewählten Mitarbeiter ganz gezielt und entsprechend ihrer
angefangen von individuell erfassten betrieblichen Unterweisungen, On-thejob-Trainings und internen Schulungsmaßnahmen bis hin zu externen Angeboten. Passgenaue Entwicklungsmaßnahmen waren auch Grundlage für die Strategie einer mittelständischen Firma mit 120 Mitarbeitern, die ebenfalls schon in der Startphase dabei war. Aufgrund großer Konkurrenz um qualifizierte Fachkräfte mit anderen attraktiven Arbeitgebern im Umfeld wollte das Unternehmen eigene an- und ungelernte Arbeitskräfte für anspruchsvollere Aufgaben qualifizieren.
Geeigneten Mitarbeitern sollte eine Weiterbildung zum IHK-zertifizierten Anlagen-und Maschinenbediener angeboten werden sowie ergänzende interne Qualifizierungsmaßnahmen, um sie auf wachsende Qualitätsanforderungen vorzubereiten. „biwecon“ unterstützte das Unternehmen dabei, den aktuellen Qualifikationsstand der Arbeitskräfte mit künftigen Anforderungen abzugleichen und passende Personen für eine Weiterqualifizierung auszuwählen. Es erleichterte, die einzelnen Mitarbeiter individuell zu ihren Entwicklungsmöglichkeiten zu beraten und darauf aufbauend bedarfsgerechte Weiterbildung zu planen. Interessierten Unternehmen bietet das OnlineSystem darüber hinaus auch die Möglichkeit an, ein Tool zur Persönlichkeitsanalyse zu integrieren und damit die Kompetenzbilanz ihrer Mitarbeiter weiter zu ergänzen. Außerdem steht eine Lernplattform für den Einsatz von eLearning und BlendedLearning-Angeboten zur Verfügung, um auch kleineren Unternehmen einen kostengünstigen Einstieg in elektronische Lernformen zu ermöglichen. Ansprechpartner Dirk Schäfer, Bildungswerk der baden-württembergischen Wirtschaft (schaefer@ biwe.de, Telefon +49 761 38669-84). Christine Schneider
Unternehmenspreis für mehr Willkommenskultur „Vielfalt. Wachstum. Wohlstand“ Das Bundeswirtschaftsministerium hat den Unternehmenspreis für mehr Willkommenskultur „Vielfalt. Wachstum. Wohlstand“ ausgeschrieben. Gesucht werden erfolgreiche Beispiele für eine Willkommenskultur, die sich bei der Anwerbung von internationalen Fachkräften und ihrer Integration in das Arbeitsleben und die Gesellschaft in Deutschland niederschlägt. Für fünf Preisträger stehen jeweils 10 000 Euro Prämie zur Verfügung. Weitere Informationen finden sich unter www.make-it-in-germany. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Oktober. Die Preisträger werden im 1. Quartal 2013 im Bundeswirtschaftsministerium in Berlin ausgezeichnet.
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Hornschuch gewinnt red dot award Ausgezeichnetes Design punktet mit Nachhaltigkeit Der Oberflächenspezialist und Hersteller von hochwertigen Folien und Kunstledern, die Konrad Hornschuch AG, hat mit seinen innovativen Produkten in den letzten Jahren schon viele anerkannte Preise gewonnen. Doch zum ersten Mal geht der begehrte red dot design award, der Preis, des international über alle Branchen hinweg anerkannten Designwettbewerbs, an das Mitglied von Südwesttextil. Das Produkt − der Design Guide + Brand & Product Experience 20122014 − wurde erstmals Anfang des Jahres im Rahmen der Messe Heimtextil in Köln vorgestellt. Dort und auf weiteren Messen und Präsentationen er-
hielten die Designer aus Weißbach ein überwältigendes Feedback seitens
dient dem 15-köpfgigen Team des Hornschuch Design Centers als Leitli-
Das vierteilige Gesamtwerk steckt in einem hochwertig gestalteten Schuber.
ihrer Kunden, denn der Design Guide macht Designentwicklung transparent und nachvollziehbar. Die ausgezeichnete Arbeit
nie und Werkzeug für die tägliche Arbeit. Das vierteilige Gesamtwerk, von denen es konzeptbedingt momen-
tan erst zwei gibt, steckt in einem hochwertig gestalteten Schuber. Der Design
Foto: Hornschuch
Guide definiert drei von der Produktebene abstrahierte Metatrends im Hinblick auf Stil, Materialien und Farbspektrum und
hat drei Jahre Gültigkeit. Der zweite Teil, die Brand & Product Experience 2012, konkretisiert die Metatrends für die Hornschuch Produktwelt des laufenden Jahres und definiert aktuelle Trends und Strömungen. Vertreter Hornschuchs werden zusammen mit den weiteren Siegern im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am 24. Oktober im Konzerthaus Berlin geehrt. Die ausgezeichneten Arbeiten werden vom 25. bis 28. Oktober in der Sonderausstellung „Design on stage – winners red dot award: communication design 2012“ präsentiert.
Simone Diebold
Standardisierte Onlinebezahlung gefordert Hochschule Reutlingen veröffentlicht die Studie Fashion Onlineshopping 2012 Die Hochschule Reutlingen hat die Ergebnisse der Studie „Fashion Onlineshopping 2012“ veröffentlicht. Unter der Leitung von Prof. Dr. Jochen Strähle, International Fashion Retail, wurden zum zweiten Mal die größten deutschen Mode-Onlineshops nach Shopping-Erlebnis und Shopping-Qualität untersucht und bewertet. Demnach zeigen sich auch im Vergleich zur Studie vor zwei Jahren weiterhin vor allem im Bereich des Erlebnisses und der Emotionalität eklatante Schwächen bei den Shopping-Websites. In Summe wurden im Zeitraum März-Mai 2012 über 130 Artikel bei 41 Unternehmen bestellt und der Einkaufsprozeß bewertet. Adidas, Esprit, Zara, Asos und Zalando wurden
in Summe am besten bewertet. Bei diesen Unternehmen werden alle relevanten Kundenkriterien gut bis sehr gut erfüllt. Der Onlineshop und die
wartungen abgebildet und umgesetzt,“ so Professor Strähle. Die anderen Unternehmen zeigen dabei entweder im Marketingbereich oder im Prozess
Fashion Online Shopping 2012 Key Results
Prof. Dr. Jochen Strähle Juni 2012
www.td.reutlingen-university.de – Prof. Dr. Jochen Strähle
Fashion Online Shopping Survey 2012_Key.ppt
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Die Studie ist gegen eine Schutzgebühr von 99,-€ über den Bereich International Fashion Retail erhältlich. Foto: Hochschule Reutlingen
gesamte Abwicklungskette arbeiten nahtlos zusammen. „Hier haben die Unternehmen gute Arbeit geleistet, denn es werden alle Kundener-
deutliche Schwächen auf. Hier konnten unterschiedliche Gründe identifiziert werden. Die Suche nach Produkten, die Beschreibung der Ware,
aber auch die eigentliche Belieferung und Qualität der Retourenabwicklungen zählen dabei zu den häufigsten Defiziten. Zur Steigerung der Umsätze fordert die Studie eine Diskussion über einen einheitlichen Standard in der Onlinebezahlung. Es wurde deutlich, daß die Bezahlung bei Unternehmen sehr heterogen sei. Dies führt zu Komplexität bei den Kunden, da diese auf mehreren Seiten einkauften. „Vergleicht man dies mit dem Stationärhandel, in dem es einheitlich in allen Läden eine Kasse mit Kartensystem gibt, dann wirkt eine Onlinebezahlung wie ein sich immer wandelnder Dschungel“, meint Strähle. Es variieren die Anzahl der Clicks, das Layout, die einzugebenden Daten und nicht zuletzt stark die mög-
lichen Bezahlmethoden. Hier muß sich der Kunde immer wieder neu orientieren, was sich letztlich in erhöhten Abbruchquoten manifestiert. Die ab August 2012 geltende Button-Lösung greift hier dennoch zu kurz, da sie nur den letzten Schritt der Bestellauslösung regelt. „Hier brauchen wir eine einheitliche Lösung über den gesamten Bezahlprozess, wenn wir den Onlinehandel noch attraktiver gestalten wollen. Es muss darüber nachgedacht werden, ob der Gesetzgeber hier nicht konkretere Vorgaben machen soll“, stellt Strähle zur Diskussion. Unternehmen scheuten zwar die Mehrkosten einer Umstellung, würden aber deutlich von höheren Conversion-Rates profitieren. Simone Diebold
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Bildung + Soziales
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Südwesttext
Bronzemedaille für Baden-Württemberg Rückstand bei der Infrastruktur verhindert besseren Platz im bundesweiten Ranking Baden-Württemberg belegt Rang 3 im Vergleich der Bildungssysteme der deutschen Bundesländer. Das geht aus dem Bildungsmonitor 2012 hervor. Die Vergleichsstudie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft bewertet anhand von 13 Handlungsfeldern und 110 Indikatoren, inwieweit ein Bundesland die Infrastruktur verbessert, Teilhabechancen sichert und Wachstumskräfte stärkt. Baden-Württemberg schneidet in den meisten der 13 untersuchten Handlungsfelder gut ab. Die Stärken des Bundeslandes liegen in dem erfolgreichen Vermeiden von Bildungsarmut (Platz 1), der Input- und Zeiteffizienz (jeweils Platz 2), der Akademisierung (Platz 2), der Schulqualität (Platz 3) und der Förderung der beruflichen Bildung (Platz 4). Verbesserungsbedarf besteht dagegen insbesondere bei dem Ausbau der Förderinfrastruktur (Platz 15). Beim Ausbau der Infrastruktur, der Sicherung der Teilhabechancen und
der Stärkung der Wachstumskräfte sind Fortschritte erzielt worden. Seit der Jahrtausendwende ist der Anteil der Kinder in der frühkindlichen Förderung
Als „Armutszeugnis“ bezeichnete er den Umstand, dass ein reiches Bundesland wie BadenWürttemberg im bundesweiten Vergleich bei
brauchen wir daher keine Rollen rückwärts oder kostspielige Experimente wie die Teilrückkehr zum neunjährigen Abitur, sondern klare Prioritäten“,
Bei der Betreuungsinfrastruktur für die unter Dreijährigen sowie bei den Ganztagesangeboten im Grundschulbereich zählt Baden-Württemberg zu den Schlusslichtern. Foto: © PhotoSG - Fotolia.com
und an Ganztagsschulen erhöht worden – jedoch besteht weiter erheblicher Ausbaubedarf. „Dadurch wird Beschäftigten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie erschwert, was wiederum die prekäre Fachkräftesituation im Land verschärft“, sagte Stefan Küpper, Geschäftsführer Politik, Bildung und Arbeitsmarkt der Landesvereinigung Baden-Württembergischer Arbeitgeberverbände.
der Förderinfrastruktur nur auf dem vorletzten Rang lande. Nirgendwo sei die Ganztagesbetreuung von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren so schlecht. Auch bei der Betreuungsinfrastruktur für die unter Dreijährigen sowie bei den Ganztagesangeboten im Grundschulbereich zähle das Land zu den Schlusslichtern. „Angesichts einer insgesamt positiven Entwicklung im Bildungsbereich
sagte Küpper. „Der Ausbau der Kinderbetreuung und der Ganztagesschulen gehört hier ganz nach vorne, wenn wir Familien eine Vollzeitberufstätigkeit ermöglichen wollen.“ In den kommenden Jahren soll in Deutschland die Infrastruktur durch zusätzliche Plätze an Kindertagesstätten und Ganztagsschulen flächendeckend ausgebaut werden. Hierdurch könnten mehr als 110 000 Alleinerzie-
hende zusätzlich ihre Erwerbswünsche realisieren und die Armutsgefährdung von Alleinerziehenden reduziert werden. Die zusätzliche Infrastruktur würde den Zugang zu Bildung der Kinder von Alleinerziehenden und Migranten verbessern und langfristig, durch die besseren Qualifikationen der nachrückenden Jahrgänge, die Wachstumsrate des BIP um 0,33 Prozentpunkte erhöhen. Die Anzahl der ausländischen Schulabbrecher ist von 2 851 im Jahr 2000 auf 1 753 im Jahr 2010 gesunken, bei steigender Zahl ausländischer Schulabgänger insgesamt. Fortschritte im Bildungssystem haben auch zu einer Stärkung der Wachstumskräfte im Land beigetragen. Seit dem Jahr 2000 haben knapp 74 700 Jungakademiker mehr die baden-württembergischen Hochschulen verlassen, als unter der damaligen Absolventenquote zu erwarten gewesen wäre. Alle Ergebnisse auf der Website www.insmbildungsmonitor.de
Christine Schneider
Team Spirit Trophy 2012 Lindenfarb übergibt Schulpreise Auch zum Ende dieses Schuljahres übergab die Firma Lindenfarb aus Unterkochen wieder die Preisgelder von insgesamt 2 600 Euro sowie die Awards ihres firmeneigenen Wettbewerbs „Team Spirit Trophy“ direkt in den Schulen. Am aktuellen Wettbewerb nahmen drei Gruppen mit insgesamt 15 Teams der Vorabschlussklassen von Haupt- und Werkrealschulen, der Realschulen sowie der Gymnasien des Ostalbkreises
teil. Alle Projektarbeiten hatten ein textiles Thema als Hintergrund und waren ausführlichst recherchiert und dokumentiert. Teilweise präsentierten sich die Gruppenarbeiten mit Hilfe von Power-Point, kleinen Filmen oder durch selbst genähte Alltagsgegenstände. Beurteilt wurden die Projekte von einer namhaft besetzten Jury. Ihr gehörten unter anderem an: Landrat Klaus Pavel, Schulamtsdirektor Fritz
Hofstätter (Staatl. Schulamt Göppingen), Prof. Dr. Astrid Beckmann (Rektorin der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd) und Dr. Gunter Bühler (Bürgermeister der Stadt Bopfingen). Die Jurymitglieder hatten auch in diesem Jahr wieder die Qual der Wahl. Weitere Informationen unter www.teamspirit.trophy.de.
Christine Schneider
Preisträger der Team Spirit Trophy 2012 Gruppe I (Haupt- und Werkrealschulen) • 1. Preis Uhlandschule Bettringen „Schwäbisch Gmünd im Stauferjahr“ • 2. Preis Talschule Aalen-Wasseralfingen „Hose – Loch und weg“ • 3. Preis Alemannenschule Kirchheim am Ries „Spitzes sicher verpackt“ Gruppe II (Realschulen) • 1. Preis Eugen-Bolz-Realschule Ellwangen „Von Spinnen lernen: Spinnennetz und Spinnseide“ Gruppe III (Gymnasien, Berufsfachschulen) • 1. Preis Kreisberufsschulzentrum Ellwangen „Umbaso“ • 2. Preis Kreisberufsschulzentrum Ellwangen „Wafety“ • 3. Preis Kreisberufsschulzentrum Ellwangen „Business Line“
Bildung + Soziales
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Blaue Karte EU Änderungen im Aufenthaltsgesetz zum 1. August in Kraft getreten
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Am 1. August sind die Änderungen im Aufenthaltsgesetz und die Umsetzung der Hochqualifizierten-Regelung der EU in Deutschland in Kraft getreten. Die wesentlichen Neuerungen im Zuwanderungsrecht sind in Kürze: 1. Umsetzung der HochqualifiziertenRegelung (Blaue Karte EU) Die „Blaue Karte EU“ soll die Zuwanderung von hochqualifizierten Fachkräften aus Drittstaaten erleichtern. Für den Erwerb dieses neuen Aufenthaltstitels sind ein Hochschulabschluss bzw. eine 5-jährige Berufserfahrung
mit einer vergleichbaren Qualifikation sowie ein Arbeitsverhältnis mit einem Jahresbruttoeinkommen von derzeit mind. 44 800 Euro nötig. Für hochqualifizierte Mangelberufe (Naturwissenschaftler, Mathematiker, Ingenieure, akademische und vergleichbare Fachkräfte der Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Ärzte) liegt die Gehaltsgrenze bei derzeit mind. 34 944 Euro. Eine Vorrangprüfung durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) wird in beiden Fällen ausgesetzt. Beide Zielgruppen haben die Möglichkeit bereits nach 33 Monaten eine Niederlassungserlaubnis zu erlangen. Die Familienangehörigen dieser Hochqualifizierten können sofort unbeschränkt in Deutschland arbeiten. 2. Niederlassungserlaubnis für Absolventen deutscher Hochschulen Ausländischen Absolventen einer staatlich aner-
kannten Hochschule oder vergleichbaren Bildungseinrichtung kann eine Niederlassungserlaubnis erteilt werden, wenn sie seit zwei Jahren einen Aufenthaltstitel haben, sie einen ihrem Abschluss entsprechenden Arbeitsplatz haben, sie mindestens 24 Monate Pflichtbeiträge oder freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung geleistet haben oder Aufwendungen für einen Anspruch auf vergleichbare Leistungen einer Versicherungs- oder Versorgungseinrichtung oder eines Versicherungsunternehmens nachweisen können und sie u.a. über ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache verfügen. 3. Aufenthaltstitel zur Arbeitsplatzsuche Die Dauer der Aufenthaltserlaubnis ausländischer Absolventen deutscher Hochschulen zur Suche eines ihrem Abschluss angemessenen Arbeitsplatzes erhöht sich von 12 auf 18 Monate.
Stellengesuch Zurück in die Branche möchte ein gelernter Textiltechniker. Nach dem Abschluss zum staatlich geprüften Textiltechniker mit dem Schwerpunkt Maschentechnik arbeitete der 44-Jährige zunächst noch mehrere Jahre in der Textilindustrie. Neben betriebswirtschaftlichen Kenntnissen beherrscht der Absolvent des Reutlinger Otto-Johannsen-Technikums die türkische Sprache in Wort und Schrift. Bei Interesse erfolgt die Kontaktaufnahme über Südwesttextil (Christine Schneider, schneider@suedwesttextil.de, Telefon +49 711 21050-25).
Christine Schneider
Seminare Bildungswerk
App zur Ausbildereignungsprüfung Unter dem Motto „Lern doch wo Du willst“ haben die Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk und die Gesellschaft zur Förderung der Weiterbildung im Handwerk eine App zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung programmiert. Die App ist inhaltlich so konzipiert, dass sie für sämtliche Wirtschaftsbereiche geeignet ist. Grundlage der App ist die aktuelle Ausbilder-Eignungsverordnung (AEVO). Einen ersten Eindruck sowie die Möglichkeit zum Download auf iPhone oder iPad gibt es im iTunes Store. Die Android-Version wird gegenwärtig programmiert. Erhältlich ist die App für 1,59 €.
Die Aufenthaltserlaubnis berechtigt zukünftig zur Ausübung einer Beschäftigung. Ebenso erhalten Absolventen einer erfolgreich abgeschlossenen Berufsausbildung zukünftig zur Suche eines diesem Abschluss angemessenen Arbeitsplatzes eine Aufenthaltserlaubnis von 12 Monaten. Dies kann sowohl eine betriebliche Berufsausbildung als auch eine Berufsausbildung in sonstigen Bildungseinrichtungen sein. Eine Übersicht über die Zuwanderungsmöglichkeiten nach Qualifikationsniveau sowie aktuelle Informationen der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der BA zur Arbeitsmarktzulassung und Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer finden sich zum Download unter www.suedwesttextil.de.
Seminarangebot der Akademie für Personal- und Organisationsentwicklung im Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft in Kooperation mit Südwesttextil Leistungsbeurteilung in der Praxis Termin: 24. und 25. September 2012 Ort: Haus Reutlingen Erfolgreich führen – Mitarbeitergesundheit erhalten Termin: 26. September 2012 Ort: Haus Reutlingen
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Mitarbeitergespräche führen Termin: 26. bis 28. September 2012 Ort: Haus Steinheim Weitere Informationen unter www.biwe-akademie.de
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Recht + Steuern
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Befristungsabreden auf dem Prüfstand Höhere Flexibilität durch Befristung einzelner Arbeitsbedingungen Der Abschluss befristeter Arbeitsverträge ist ein besonders wichtiges Gestaltungsmittel für jedes Unternehmen. Schließlich endet der Arbeitsvertrag nach dem Ablauf der Befristung, ohne dass eine Kündigung ausgesprochen und vor den Arbeitsgerichten über eine Abfindung verhandelt werden muss. Dabei birgt diese Befristungsabrede allerdings auch einige Fallstricke. Aufgrund der vorgeschriebenen Schriftform dieser Absprache ist besonders darauf zu achten, dass vor Beschäftigungsbeginn ein schriftlicher Arbeitsvertrag mit der Kalenderbefristung abgeschlossen wurde. Änderungen haben sich in der letzten Zeit zunächst zu der Befristung einzelner Arbeitsbedingungen ergeben. Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, einzelne Arbeitsbedingungen zu befristen wie z.B. eine befristete Erhöhung der Arbeitszeit. Durch diese Gestaltung können Mitarbeiter bei Bedarfsschwankungen flexibler eingesetzt werden, soweit ein entsprechendes Einverständnis besteht.
Befristete Erhöhung der Arbeitszeit bedarf Sachgrund Nachdem die Arbeitsverträge der strengen AGB Kontrolle unterfallen, muss allerdings für jede Klausel geprüft werden ob eine Wirksamkeit besteht. Dabei kommt es darauf an, ob eine ausreichende Abwägung der Interessen erfolgt ist. Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat zu der dargestellten Klausel am 15. Dezember 2011
entschieden, dass zumindest bei einer befristeten Erhöhung der Arbeitszeit im erheblichen Umfang
liegen eines Sachgrundes allerdings nicht. Zukünftig kann also für die befristete Erhö-
dass der Abschluss mehrerer befristeter Arbeitsverträge mit Sachgrund auch nach europäischem Recht
Aufgrund der vorgeschriebenen Schriftform ist besonders darauf zu achten, dass vor Beschäftigungsbeginn ein schriftlicher Arbeitsvertrag mit einer Kalenderbefristung abgeschlossen wird. Foto: © LinieLux - Fotolia.com
die Voraussetzungen einer Sachgrundbefristung nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz vorliegen müssen. Zwar finde dieses Gesetz keine analoge Anwendung auf einzelne Arbeitsbedingungen, jedoch liege in der Regel eine unangemessene Benachteiligung vor, wenn eine derartige Bestimmung nicht die Voraussetzungen einer Sachgrundbefristung nach § 14 Abs. 1 TzBfG erfülle. Als erheblichen Umfang hat das BAG eine Erhöhung der Arbeitszeit für drei Monate um 4/8 der Arbeitszeit angesehen. Diese Rechtsprechung ist noch einmal eine deutliche Verschärfung zu den Grundsätzen der vorherigen Rechtsprechung. Bisher war eine Befristung einer einzelnen Arbeitsbedingung jedenfalls bei dem Vorliegen eines Sachgrundes zulässig. Zwingend war das Vor-
hung der Arbeitszeit festgestellt werden, dass in der Regel ein Sachgrund für diese Vertragsgestaltung erforderlich ist.
Kettenbefristung kann missbräuchlich sein Im Fokus der Rechtsprechung standen in der letzten Zeit weiterhin die Kettenbefristungen. Hintergrund ist hier, dass bei einem befristeten Arbeitsvertrag mit Sachgrund, wie z.B. einer Elternzeitvertretung, eine beliebige Anzahl von Befristungen vereinbart werden könnten, weil die zwei Jahresgrenze nur für die sachgrundlose Befristung relevant ist. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hatte zu dieser Problematik zunächst entschieden,
grundsätzlich zulässig ist. Auch wenn bereits im Vorfeld mehrere befristete Arbeitsverträge mit Sachgrund vorgeschaltet waren, könne also eine neue Befristung erfolgen, soweit z.B. ein vorübergehender Beschäftigungsbedarf tatsächlich vorliegt. Allerdings sei ein Missbrauch nach den Maßgaben des Einzelfalls zu berücksichtigen. Dieser grundsätzlichen Aussage hat sich auch das BAG angeschlossen. Dementsprechend wurde entschieden, dass auch bei einer Vielzahl von Befristungen im Vorfeld eine neue Sachgrundbefristung zulässig bleibt. Allerdings ist nach zwei Entscheidungen des BAG vom 18. Juli 2012, die derzeit nur als Pressemeldungen vorliegen, eine Missbrauchskontrolle vorzunehmen. Nach dieser sind die Gesamtumstän-
de, insbesondere Anzahl und Dauer der mit demselben Arbeitgeber geschlossenen, aufeinander folgenden Verträge, abzuwägen. Ein Missbrauch des nach wie vor zulässigen Gestaltungsmittels der Sachgrundbefristung dürfte dabei allerdings in der Regel nur bei einer Vielzahl von Befristungen vorliegen. In der ersten Entscheidung des BAG wurde dementsprechend eine Anzahl von 13 Befristungen für den Zeitraum von insgesamt 11 Jahren als deutliches Indiz für einen Missbrauch gewertet. Hingegen wurden in einer Parallelentscheidung 4 Befristungen für einen Zeitraum von 7 Jahre und 9 Monate alleine nicht als Indiz für eine missbräuchliche Gestaltung angesehen. Für die Praxis ist also festzustellen, dass die Sachgrundbefristung weiterhin ein zulässiges Gestaltungsmittel ist und auch mehrere Sachgrundbefristungen hintereinander geschaltet werden können. Auch bleibt es weiterhin bei der Regel, dass jeweils nur die letzte Befristungsabrede überprüft wird und es auf die Wirksamkeit der vorherigen Befristungen nicht ankommt.
Sachgrundbefristung ist weiterhin zulässig Je häufiger ein befristeter Arbeitsvertrag allerdings mit Sachgrund abgeschlossen wird und je länger die Gesamtdauer der befristeten Arbeitsverträge andauert, desto größer ist jedoch die Gefahr, dass sich die letzte Befristungsabrede als missbräuchlich erweist. Nathan Binkowski
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Privatnutzung eines Dienstwagens Die Ausübung des Widerrufsrechts unterliegt einer umfassenden Billigkeitskontrolle Auf den ersten Blick stärkt eine neuere Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) zum Widerruf der Privatnutzung eines Dienstwagens die Rechte des Arbeitgebers. Das Gericht bestätigt die Wirksamkeit einer Klausel im PKW-Überlassungsvertrag, nach der der Arbeitgeber berechtigt ist, die Privatnutzung entschädigungslos zu widerrufen, wenn der Arbeitnehmer in der Kündigungsfrist wirksam freigestellt wird. Im Rahmen der AGBKontrolle ist die Vereinbarung eines Widerrufsrechts zulässig, wenn der Widerruf nicht grundlos erfolgen soll, sondern wegen der unsicheren Entwicklung der Verhältnisse als Instrument der Anpassung notwendig ist. Die Auffassung der Vorinstanz, eine solche Widerrufsklausel müsse zwingend eine Auslauffrist
beinhalten, wurde erfreulicherweise ausdrücklich abgelehnt, da keine Ansätze hierfür im Gesetz zu finden seien.
geber, selbst wenn dessen Rückforderungsverlangen auf einer grundsätzlich wirksamen Vertragsklausel basiert, im Einzelfall
sehen, weil es sich um das einzige Fahrzeug der Arbeitnehmerin handelte. Außerdem war die Arbeitnehmerin verpflichtet,
Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Privatnutzung entschädigungslos zu widerrufen, wenn der Arbeitnehmer in der Kündigungsfrist wirksam freigestellt wird. Foto:© Jürgen Effner - Fotolia.com
Erst auf den zweiten Blick ist zu erkennen, dass die vorliegende Entscheidung aus Arbeitgebersicht einen gewaltigen Pferdefuß enthält. Das BAG fordert vom Arbeit-
bei Ausübung des Widerrufs eine umfassende Abwägung der beiderseitigen Interessen. Im vorliegenden Fall wurde ein Widerruf als unbillig und damit unzulässig ange-
die Privatnutzung für den vollen Monat zu versteuern, obwohl ihr der Arbeitgeber die Nutzungsmöglichkeit bereits am 9. des Monats entzogen hatte. Der Arbeitgeber hielt
aus seiner Sicht lediglich dagegen, dass die PKWÜberlassung vorrangig zum Besuch von Kunden gedacht sei. Aufgrund der vorliegenden Unbilligkeit des Widerrufs wurde der Arbeitgeber zum Schadensersatz in Höhe von 1 Prozent des Listenpreises für die entgangene Privatnutzung verpflichtet. Für die Praxis ist zu empfehlen, zum einen darauf zu achten, dass Widerrufsklauseln klar den Widerrufsgrund bezeichnen. Zum anderen muss bei der Ausübung des Widerrufsrechts speziell der Blick auf die betrieblichen Belange gelenkt werden. Ein gewichtiger Grund, der den Interessen des Arbeitnehmers entgegensteht, könnte beispielsweise vorliegen, wenn der PKW für die eingestellte Ersatzkraft benötigt wird. Boris Behringer
Leiharbeiter auf dem Weg zum Betriebsrat Tendenz zur Gleichstellung schreitet voran Obwohl Leiharbeitnehmer in der Regel nicht dauerhaft in einem Betrieb eingesetzt werden, wurden ihnen in der Vergangenheit bereits im Betriebsverfassungsgesetz doch gewisse Rechte zugewiesen. Zu nennen ist insbesondere das Wahlrecht nach einer Beschäftigungsdauer von mehr als 3 Monaten im Einsatzbetrieb. Ausdrücklich nicht eingeräumt wurde allerdings das passive Wahlrecht. Allerdings werden Leiharbeitnehmer immer stärker den Rechten von Stammarbeitnehmern angeglichen. Diese Tendenz setzt die Rechtsprechung nun fort. Früher musste sich ein Arbeitgeber mit weniger als 20 Mitarbeitern aufgrund einer Sonderregelung für Kleinbetriebe keine
Gedanken über einen Interessenausgleich machen. Leiharbeitnehmer spielten dabei keine Rolle. Nach der neuen Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 18. Oktober 2011 − 1 AZR 335/10 müssen Leiharbeitnehmer bei dieser Regelung mitgezählt werden. Ein Unternehmen mit 15 Stammmitarbeitern und 10 Leiharbeitnehmern müsste somit nunmehr über einen Interessenausgleich verhandeln. Diese Entscheidung überrascht doch einigermaßen, weil bisher zumindest in der Rechtsprechung davon ausgegangen wurde, dass die Leiharbeitnehmer bei den betriebsverfassungsrechtlichen Regelungen nicht zu berücksichtigen sind.
Es schließt sich weiter die Frage an, ob diese Grundsätze übertragen werden können. Die Anzahl der im Betrieb beschäftigten Arbeitnehmer spielt schließlich an vielen Stellen eine wichtige Rolle. Werden bestimmte Schwellenwerte überschritten, dann wirkt sich dies unmittelbar auf die Anzahl der Betriebsratsmitglieder und deren Freistellung aus. Glücklicherweise beschränkt sich diese Rechtsprechung allerdings derzeit auf diese besondere Bestimmung. Somit kann derzeit gut vertreten werden, dass für die Anzahl der Betriebsratsmitglieder sowie die Zahl der freigestellten Betriebsräte die Leiharbeitnehmer nicht zu berücksichtigen sind Nathan Binkowski
Aktuelle Steuer-Nachrichten Die Klägerin hatte ein Darlehen aufgenommen und mit Kenntnis der Bank an ihre 100%ige Tochtergesellschaft zu den gleichen Konditionen weitergeleitet, damit diese Anteile an anderen Gesellschaften erwerben konnte. Das Finanzgericht Hamburg hat die Annahme von Durchlaufkrediten, die nicht zu einer gewerbesteuerrechtlichen Hinzurechnung führen, verneint, weil allein aufgrund der 100%igen Beteiligung der Klägerin an der Tochtergesellschaft mit der Weiterleitung der Darlehensmittel ein eigenes Unternehmen finanziert werde und ein eigener wirtschaftlicher Nutzen eintrete. Neben dieser Entscheidung zur Gewerbesteuer finden sich in der Augustausgabe der aktuellen Steuernachrichten wieder Erläuterungen zum Stand der aktuellen Steuergesetzgebung sowie die zahlreichen Anmerkungen des Bundesrats zur Steuergesetzgebung 2013. Unter anderem bittet der Bundesrat die Regierung zu prüfen, ob Vereinfachungen und Verbesserung der Rechtssicherheit bei der köperschaftsteuerlichen Organschaftsbesteuerung möglich sind. Die aktuelle Ausgabe befindet sich im geschlossenen Mitgliederbereich der Internetseite von Südwesttextil und kann dort als pdf-Datei heruntergeladen werden.
FASERVERBUNDTECHNOLOGIE – CHANCEN DURCH AUTOMATISIERUNG UND POTENZIALE FÜR KOSTENOPTIMIERUNGEN
UTOMATISIERUNG
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Tagung am 16. Oktober 2012 Haus der Wirtschaft, Stuttgart
Technik + Umwelt
FASERVERBUNDTECHNOLOGIE – CHANCEN DURCH AUTOMATISIERUNG UND POTENZIALE FÜR KOSTENOPTIMIERUNGEN FASERVERBUNDTECHNOLOGIE – CHANCEN DURCH AUTOMATISIERUNG UND POTENZIALE FÜR KOSTENOPTIMIERUNGEN Tagung am 16. Oktober 2012
Südwesttext
nt werden. Programmänderungen sind vorbehalten. Mit hat schriftlich zu erfolgen. Bei Stornierung der Wirtschaft, Stuttgart n Anmeldung erteilen Sie uns die Einwilligung, Tagung Ihre Anga-am 16. Oktober Haus 2012 rnierungsgebühren erhoben/einbehalten. en vorbehalten. Mit zu sind speichern. Die gespeicherten Daten unterliegen den istIhre die AngaTagungsgebühr in volHaus der Wirtschaft, Stuttgart eNichtanreise Einwilligung, immungen. Eine Weitergabe von personenbezogenen nrfolgt Daten FASERVERBUNDTECHNOLOGIE – CHANCEN DUR TITV-Workshop nurunterliegen im Rahmenden der Liste des Teilnehmerkreises. nformationen von personenbezogenen UND POTENZIALE FÜR KOSTENOPTIMIERUNGEN Fadenbeschichtung ist des Teilnehmerkreises. mbuchung nehmer/in benannt werden. Programmänderungen vorbehalten. erg e.V., nehmer/in benannt werden. Programmänderungen sindsind vorbehalten. MitMit e.V.,Anmeldung LBZLBZ BW,BW, hat schriftlich zu ein interessantes Thema, der erfolgen. Bei Stornierung Tagung am 16. Oktober 2012 Ihrer schriftlichen Anmeldung erteilen uns Einwilligung, Ihre AngaWirtschaft desStornierungsgebühren Ihrer schriftlichen Anmeldung erteilen Sie Sie unsbenannt die die Einwilligung, Angatschaft des nehmer/in werden.Ihre Programmänderungen sind vorbehalten. Mit rte Werkstoffe Baden-Württemberg e.V., LBZ BW, FASERVERBUNDTECHNOLOGIE – CHANCEN DURCH AUTOMATISIERUNG erden keine erhoben/einbehalten. es um darum geht, Haus der Wirtschaft,wenn Stuttgart ben elektronisch zuinspeichern. Die gespeicherten Daten unterliegen ben elektronisch Die gespeicherten Daten unterliegen denden Ihrer schriftlichen Anmeldung erteilen Sie uns die Einwilligung, Ihre AngaH, Ministerium für Finanzen und Wirtschaft deszu speichern. erfolgen. Bei Stornierung danach und bei Nichtanreise ist die Tagungsgebühr volUND POTENZIALE FÜR KOSTENOPTIMIERUNGEN Fäden mit Funktionen Datenschutzbestimmungen. Weitergabe personenbezogenen Datenschutzbestimmungen. EineEine Weitergabe vonvon personenbezogenen ben elektronisch zu speichern. Die gespeicherten Daten unterliegen den ürttemberg ren erhoben/einbehalten. Daten an Dritte erfolgt im Rahmen der Liste Teilnehmerkreises. Daten an Dritte erfolgt nurnur im Rahmen der Liste desdes Teilnehmerkreises. Datenschutzbestimmungen. Eine Weitergabe von personenbezogenen Tagung am 16. Oktober 2012 die Tagungsgebühr in volwie Leitfähigkeit, SensoTagung 16. Oktober Tagung amam 16. Oktober 2012 2012 Daten an Dritte erfolgt nur im Rahmen der Liste des Teilnehmerkreises. rtsind vorbehalten.sind Mit vorbehalten. Mit rammänderungen Haus der Wirtschaft, Stuttgart rik oder weiteren SchutzHaus derder Wirtschaft, Stuttgart Stornierung/Umbuchung Haus Wirtschaft, Stuttgart Stornierung/Umbuchung aft nwilligung, IhreEinwilligung, Angailen Sie uns die Ihre AngaStornierung Rücktritt Anmeldung hat schriftlich zu erfolgen. Stornierung Ein Ein Rücktritt vonvon derder Anmeldung hat schriftlich zu erfolgen. Bei Bei Stornierung/Umbuchung 19gespeicherten Daten unterliegen denunterliegen eerin Daten den schichten zu versehen. AFBW 12.10.2012 werden keine Stornierungsgebühren erhoben/einbehalten. bis bis 12.10.2012 werden keine Stornierungsgebühren erhoben/einbehalten. Ein Rücktritt von der Anmeldung hat schriftlich zu erfolgen. Bei Stornierung personenbezogenen Weitergabe 32 73 25 13 von personenbezogenen Anmeldung Am 18. Oktober 2012 Stornierung danach ist die Tagungsgebühr in volBei Bei Stornierung danach undund bei bei Nichtanreise ist die Tagungsgebühr in volbisNichtanreise 12.10.2012 werden keine Stornierungsgebühren erhoben/einbehalten. s123-0 Teilnehmerkreises. men der Liste des Teilnehmerkreises. fbw.eu Fax +49Bei(0)711 32732569 ler Höhe fällig. führt das TITV Greiz zu ler Höhe fällig. Stornierung danach und bei Nichtanreise ist die Tagungsgebühr in volAnmeldung ler Höhe fällig. r E-Mail ulrike.moeller@afbw.eu diesem Thema den WorkFax +49 (0)711 32732569 Kontakt Kontakt olgen. Bei Stornierung at schriftlich zu erfolgen. Bei Stornierung shop „Fadenbeschichtung Ulrike Möller E-Mail Ulrike Möller Kontakt erhoben/einbehalten. ulrike.moeller@afbw.eu erungsgebühren erhoben/einbehalten. Programm AFBW Ulrike Möller ine Anmeldebestätigung/ Netzwerkmanagerin AFBW Anmeldebestätigung/ gungen Tagungsgebühr volchtanreise ist die in Tagungsgebühr inNetzwerkmanagerin vol– Basis für Textilien mit +49 (0)711 32 25 73 13 25 13 Netzwerkmanagerin AFBW nach Rechnungsstellung. Tel: Tel: +49 (0)711 -www.afbw.eu 32- 73 hn Rechnungsstellung. Teilnehmer/innen erhalten eine Anmeldebestätigung/ Funktion“ durch. Darin ulrike.moeller@afbw.eu ert, kann ein/e Ersatzteil- sofortulrike.moeller@afbw.eu Programm kann ein/e ErsatzteilTel: +49 (0)711 - 32 73 25 13 lung der Tagungsgebühr nach Rechnungsstellung. ulrike.moeller@afbw.eu eldete/r Teilnehmer/in verhindert, kann ein/e Ersatzteilstellen Referenten aus
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Faserverbundtechnologie Faserverbundtechnologie–– Chancen Chancendurch durchAutomatisierung Automatisierung und Potenziale und Potenzialefür für Kostenoptimierungen Kostenoptimierungen LBZ
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der Industrie und der anwendungsorienten Entwicklung innovative Materialien, Verfahren und interessante Anwendungen für funktionelle Garne vor. Weitere Infos unter www.titv-greiz.de.
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Kontakt Ulrike Möller Netzwerkmanagerin AFBW Tel: +49 (0)711 - 32 73 25 13 ulrike.moeller@afbw.eu
Hinweis
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ben elektronisch zu speichern. Die gespeicherten Daten unterliegen den Datenschutzbestimmungen. Eine Weitergabe von personenbezogenen Daten an Dritte erfolgt nur im Rahmen der Liste des Teilnehmerkreises.
Stornierung/Umbuchung Ein Rücktritt von der Anmeldung hat schriftlich zu erfolgen. Bei Stornierung bis 12.10.2012 werden keine Stornierungsgebühren erhoben/einbehalten. Bei Stornierung danach und bei Nichtanreise ist die Tagungsgebühr in voller Höhe fällig.
Im vergangenen Jahr erreichten die Preise für Baumwolle ein historisches Hoch. Textilhersteller richteten ihre Produktion aus Kostengründen auf andere Rohstoffe aus und gaben die enorm gestiegenen Beschaffungskosten wenigstens teilweise weiter. Doch andere Fasern verteuerten sich. Sicher, Angebotsverknappung und Spekulation waren 2011 wichtige Preistreiber. Dennoch liegt auf der Hand: Der weltweite Faserbedarf wächst durch Bevölkerungszunahme und Wohlstandszuwachs ständig an. Gleichzeitig sind die Anbauflächen begrenzt und Ressourcen knapp. Neben Öl zählt dazu auch Wasser. „Die Zeit des billigen T-Shirts ist vorbei“, proklamiert daher Andreas Engelhardt in seinem unlängst erschienen „Schwarzbuch Baumwolle – Was wir wirklich auf der Haut tragen“. In seinem Buch illustriert er die globalen Zusammenhänge der Textilproduktion und erklärt, warum wir uns damit abfinden müssen, dass hochwertige Fasern immer knapper und damit auch immer teurer werden. Das „Schwarzbuch Baumwolle“ ist kein Buch für Öko- und Sozialromantiker, sondern ein Plädoyer für bewusstes Produzieren und Einkaufen.
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Im Deuticke Verlag erschienen (ISBN 978-3-552-06197-2) Preis 17,90 Euro.
Workshop Textilkennzeichnung 18. September 2012 – Haus der Wirtschaft, Stuttgart
Anmeldung: www.suedwesttextil.de/veranstaltungen
Gatex-Seminar Vom 22. bis 26. Oktober veranstaltet die Gatex zum zweiten Mal in diesem Jahr das Seminar „Textiles Grundwissen für Kaufleute“. Es richtet sich an Mitarbeiter in den kaufmännischen Abteilungen von Textil- und Bekleidungsunternehmen, im Textilmaschinenbau, in Zulieferfirmen und im Einzelhandel. Die Teilnehmer erhalten einen Überblick über die Entstehung von Textilien und können so deren Qualität besser bewerten und bei Bedarf fachkundiger beraten. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.die-gatex.de. 2. IfW-Tagung Am 25. Oktober präsentieren in Stuttgart namhafte Anwender und Entwickler aus Industrie und Forschung bei der zweiten IfW-Tagung zum Thema „Bearbeitung von Verbundwerkstoffen – Spanende Bearbeitung von CFK“ die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der Zerspanungstechnologie faserverstärkter Leichtbauwerkstoffe. Programm und Anmeldung unter www.afbw.eu.
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Immer das richtige Klima im Bett Basiswissen für die Wahl der richtigen Bettdecke Bei einem Menschen mit 50 kg Körpergewicht liegt die Wärmeproduktion
gung zu erzeugen. Erst bei deutlicher Unterkühlung kommt es zum bekannten
Zusammenstellung der Übersetzungen der Fasernamen in die Sprachen der EU
and Care“ der Hohenstein Institute mit Hilfe verschiedener Prüfszenarien ermittelt werden. Mit der thermischen Gliederpuppe „Charlie“ kann ermittelt werden wie viel Wärme ein Mensch produzieren muss, um eine gleichmäßige Hauttemperatur unter der Decke zu erhalten. Die Eigenschaft der Bettdecken zur Schweißaufnahme und -weiterleitung wird mit Hilfe des so genannten Hautmodells getestet. Eine poröse Sintermetallplatte stellt dabei die Haut des Menschen dar. www.hohenstein.de
Frauen brauchen wärmere Decken als Männer.
z.B. bei 62 Watt. Er benötigt deshalb (bei gleicher Raumtemperatur) eine Decke mit deutlich besserer Wärmeisolation als beispielsweise ein Schläfer mit 110 kg Körpergewicht, der durchschnittlich 101 Watt Wärme erzeugt. Zudem besitzen Frauen weniger Muskeln, die Wärme produzieren können. Im Gegensatz zum Sport werden Muskeln im Schlaf nur unmerklich angespannt ohne eine Bewe-
Foto: © Amir Kaljikovic - Fotolia.com
Muskelzittern, um Wärme zu produzieren. Im Schlaf sinkt die Wärmeproduktion, der Mensch bewegt sich kaum, die Muskeln sind entspannt und produzieren weniger Wärme als im wachen Zustand. Damit der Körper nicht auskühlt, muss deshalb die Zudecke eine ausreichende Wärmeisolation aufweisen. Jedoch müssen Bettdecken nicht nur angemessen isolieren bzw. warm halten, son-
Online-Broschüre „Wie heisst das auf...“
Wie heisst das auf ...?
dern auch Feuchtigkeit in Form von dampfförmigem Schweiß vom Körper
Der Gesamtverband textil+mode hat in einer pdf-Broschüre zusammengestellt, wie Textilfasern in den einzelnen Sprachen der Europäischen Union heißen. Die Übersetzungen finden sich jeweils in Anhang I der Europäischen Textilkennzeichnungsverordnung (Verordnung 1007/2011/EU) in den einzelnen Sprachfassungen der Mitgliedsländer. Vorangestellt ist eine Übersicht zur Übersetzung von „Enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs“, der neuen Verpflichtung gemäß Art. 12 der Richtlinie.
Die Onlineversion der pdf-Broschüre gibt es zum Download im Südwesttextil- Mitgliederbereich.
wegleiten. Die Atmungsaktivität sorgt dafür, dass unter der Bettdecke ein angenehmes, trockenes Klima herrscht. Zudem müssen Bettdecken eine sogenannte Pufferwirkung haben. Diese gibt an, wie viel Schweiß die Bettdecke aufnehmen kann, bevor sie sich feucht anfühlt. Das Wärme- und Feuchtemanagement von Bettdecken, Kopfkissen und Matratzen kann in den Laboren des Fachbereichs „Function
Studie „Leichtbau in Mobilität und Fertigung – Chancen für Baden-Württemberg“ Der Trend nach leichten Materialen in der Industrie ist ungebrochen: Auf 300 Milliarden Euro wird der weltweite Markt für Leichtbaumaterialien im Jahr 2030 beziffert. Das Fraunhofer IPA attestiert Baden-Württemberg im Rahmen der aktuellen e-mobil BW-Studie beste Voraussetzungen, dieses Potenzial auszuschöpfen.Die Studie wurde im Auftrag der KoorLeiChtBau in MoBiLität und Fertigung dinierungsstelle für Leichtbau des Landes Baden-Württemberg erstellt und vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg sowie dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst gefördert wird. Chancen für Baden-Württemberg
LeiChtBau in MoBiLität und Fertigung – Chancen für Baden-Württemberg
Viele kennen das Problem: während „ER“ nachts im Schlafzimmer schwitzt, ist „IHR“ viel zu kalt. Männer und Frauen haben nicht nur ein unterschiedliches Wärmeempfinden, sondern sie produzieren auch unterschiedlich viel Wärme. Daher ist es nicht einfach, die richtige Bettdecke zu finden – bei der Auswahl helfen einige Informationen zur Wärmeisolation von Bettdecken. Die Gründe für die unterschiedliche Wärmeproduktion von Männern und Frauen im Schlaf sind folgende: Zum einen haben Frauen meist ein geringeres Körpergewicht als Männer. Dadurch ist das Verhältnis von Körperoberfläche zu Körpervolumen und -gewicht bei Frauen deutlich größer. Dies führt dazu, dass Frauen mehr Wärme über die Körperoberfläche abgeben und dementsprechend mehr Wärme produzieren müssen, um nicht zu frieren. Gleichzeit produziert ein Mensch mit geringerem Körpergewicht weniger Wärme, als ein Mensch mit höherem Körpergewicht.
Download unter www.suedwesttextil.de
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Zu guter Letzt
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Textile Frauenpower Die weiblichen Azubis haben beim Gatex-Abschluss die Nase vorn Seit 26. Juli hat die Textilbranche 20 junge und sehr gut ausgebildete Fachkräfte mehr. Mit einem Berufsabschluss und dem so genannten Gatex-Zertifikat in der Tasche wurden die Absolventen bei einer Abschlussfeier in der Gatex, dem Ausbildungszentrum der Textilindustrie in Bad Säckingen, ins Berufsleben verabschiedet. Vor allem drei weibliche Nachwuchskräfte konnten in diesem Jahr bei der Zusatzprüfung zur Erlangung des Gatex-Zertifikats glänzen: Michelle Salg, frisch ausgebildete Produktionsmechanikerin von der Global Safety Textiles GmbH, erzielte mit 95 von 100 Punkten das beste Ergebnis. Es folgten Melanie Gehrmann, Produktionsmechanikerin von der Zwirnerei an der Wutach, mit 91 Punkten und die Textillaborantin Sabrina Steffen von der Lauffenmühle mit 90 Punkten. Der Prüfungsdurchschnitt lag bei 72 Punkten. Die Theorie-Prüfung umfasst je nach Ausbildungsberuf die Themen Fachrechnen,
Impressum © Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers. Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie – Südwesttextil e.V. Kernerstraße 59 70182 Stuttgart Postfach 10 50 22 70044 Stuttgart Telefon: +49 711 21050-0 Telefax: +49 711 233718 Internet: www.suedwesttextil.de Präsident Georg Saint-Denis
Die Gatex-Absolventen 2012 mit dem Gatex-Vorsitzenden Georg Saint-Denis (links), Geschäftsführer Dr. Markus H. Ostrop (rechts) und Ausbildungsleiter Ingo Kiefer (Fünfter von rechts).
Fachkunde und Bindungslehre. Zum Bestehen müssen mindestens 50 Punkte erreicht werden. „Wir freuen uns, dass in diesem Jahr schon der fünfte Azubi-Jahrgang die Gatex-Zertifikat-Sonderprüfung abgelegt hat. Diese in der Branche anerkannte und ge-schätzte Zusatzqualifikation verschafft den Absolventen größere Chancen auf dem textilen Arbeitsmarkt“, erklärte der Vorsitzende der Gatex, Georg Saint-Denis anlässlich der Urkundenverleihung. Besonders
stätte der Textilindustrie großgeschrieben. Im Gatex-Technikum werden
Fachrichtung Weberei Brennet AG Felix Robert Benedict Röhrig Global Safety Textiles GmbH Markus Kanngießer Tobias Merkt Michelle Salg Giovanni Tardo Lauffenmühle GmbH & Co. KG Patrick Asmus
Fachrichtung Spinnerei
Verantwortlich für Inhalt und Layout: Simone Diebold
Brennet AG Ahmad Ahmad Tamara Senn Zwirnerei an der Wutach Melanie Gehrmann
Simone Diebold
Die textile Frauenpower: (v.l.n.r.) Sabrina Steffen, Melanie Gehrmann, Ausbildungsleiter Ingo Kiefer und die Abschlussbeste Michelle Salg.
Zitat
Gatex-Zertifikat:
Hauptgeschäftsführer Dr. Markus H. Ostrop
Gestaltung: www.die-wegmeister.com Druck: Gress-Druck GmbH, Fellbach Auflage: 900
freue er sich darüber, dass in einem von Männern dominierten Beruf dieses Mal die Frauen die Nase vorn gehabt hätten. Das Ergebnis zeige auch, dass motivierte junge Leute offenbar in der Textilindustrie, in der vor allem die technischen Textilien auf dem Vormarsch seien, attraktive berufliche Perspektiven erkennen würden. Und das sei unabhängig vom Geschlecht, betonte Saint-Denis. Neben der Theorie wird die Praxis in der Gemeinschaftsausbildungs-
an modernen Textilmaschinen die Berufe Produktionsmechaniker in den Fachrichtungen Spinnerei und Weberei, Textillaborant und Produktveredler berufsbegleitend ausgebildet. Der große Vorteil dabei ist, dass die Auszubildenden so einen Einblick in alle Bereiche der textilen Wertschöpfungskette bekommen. Dadurch erhalten sie ein breiteres Fachwissen und größere praktische Übung als ein einzelner Betrieb leisten kann.
Fachrichtung Produktveredler Textil
Fachrichtung Textillaborant
KBC Koechlin, Baumgartner & Cie. GmbH Ali-Zeynel Durmus Manuel Lung
Brennet AG Jessica Flum
Lauffenmühle GmbH & Co. KG Jannik Otte Sabrina Ganz
Lauffenmühle GmbH & Co. KG Sabrina Steffen
Textilveredlung an der Wiese Alexej Luft Annabella Lupberger Manuel Kleppke
Global Safety Textiles GmbH Selina Turturro
„Seien Sie stolz auf Ihren Abschluss, aber bleiben Sie nicht stehen!“ Georg Saint-Denis, Präsident von Südwesttextil und Vorsitzender der Gatex, zu den GatexAbsolventen bei der Zertifikatsverleihung am 26. Juli in Bad Säckingen.