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108 februar 2017

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SÜDWESTTEXT Zeitung für die Textil- und Bekleidungsindustrie HERAUSGEGEBEN VON SÜDWESTTEXTIL

WWW.SUEDWESTTEXTIL.DE

FEBRUAR 2017 | NR. 108

Themen Verband + Industrie Heimtextilien feiern Comeback Seite 5 Bildung + Soziales Go Textile! – neue Unternehmensprofile Seite 6

Einladung

Recht + Steuern Ruhezeiten von Betriebsräten Seite 8

Jahresversammlung Seite 3

Mit wehenden Fahnen für Textil Verbandsvorstand zu Gast und mit Gast beim Mitglied Dommer

Südwesttextil-Vorstand

Mit einer umfassenden Agenda schloss der Südwesttextil-Vorstand im Dezember das Verbandsjahr: Es

ging um Landes- und Tarifpolitik, um neue Services und nicht zuletzt um clevere Strategien, wie sich Textiler in sich verändernden Märkten positionieren. Die dritte Sitzung der 17 Unternehmens-Repräsentanten in 2016 fand beim Mitgliedsunternehmen Dommer, der Stuttgarter Fahnenfabrik, statt. 1852 als Mützenfachgeschäft gegründet ist Dommer auch über 160 Jahre später noch im Familienbesitz und mittlerweile ein Fullserviceberater für textile Werbesysteme am Point of Sale,

auf Messen und Events. Von der Nationalflagge über Werbefahnen und Displays, Fahnenmasten, Caps bis hin zu Promotion-Textilien und anderen Merchandisingartikeln bietet Dommer alles. Die textilen Produkte entstehen in der eigenen Fertigung, ausgestattet mit modernsten Digitaldruckern mit wasser- statt lösungsmittelbasierten Farben sowie lasergesteuertem Schneidetisch. Beeindruckt von der eingesetzten Technologie und den vielen Fortsetzung Seite 2

Strick 4.0: Textil digital Am 27. April findet am DITF in Denkendorf die Veran- reiche digitale Transformation seiner Geschäftsfelder staltung „Textil digital – die Zukunft der textilen Pro- erreichen zu können. Diese Handlungsfelder wurden duktion am Beispiel des Strick-Clusters Baden-Württ- im Rahmen der Studie Strick 4.0 identifiziert. Die emberg“ statt. Begrüßen wird Studie selbst hat am Beispiel »Textilien bieten wegen die Staatssekretärin im Minides Strick-Clusters Badensterium für Wirtschaft, Arbeit Württemberg Anforderungen ihrer individualisierten und Wohnungsbau, Katrin an gelungene Digitalisierung Schütz. Helmut Schlotterer, Produktion großes Potenzial ausgearbeitet und formuliert. Inhaber von Marc Cain, wird für das Thema Industrie 4.0« Erstellt wurde die Studie vom auf die Entwicklung und DITF-MR und finanziert von Bodo Th. Bölzle, Präsident von Südwesttextil Veränderung durch die DiSüdwesttextil und dem Minigitalisierung in seinem Unsterium für Wirtschaft, Arbeit ternehmen eingehen. Ein wichtiger Programmpunkt und Wohnungsbau in Baden-Württemberg. Die Einwird die Darstellung der Handlungsfelder sein, die ladung zur Veranstaltung wird Ihnen in den nächsten ein Unternehmen bearbeiten muss, um eine erfolg- Tagen per E-Mail zugehen.

Zahl des Monats Baden-Württemberg ist mit einem Indexwert von rund 70 die Region mit dem höchsten Innovationspotenzial innerhalb der EU, so das Statistische Bundesamt zum Jahresende. Hierbei belegen die Stadtkreise Stuttgart, Landkreis Böblingen sowie Heidelberg die Spitzenpositionen. Damit liegt die Region vor Bayern und der französischen Hauptstadtregion Île de France. Der Anteil der Erwerbstätigen in forschungsintensiven Industriezweigen liegt hier bei 16 Prozent – keine andere europäische Union investiert mehr in Forschung und Entwicklung in Unternehmen, Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Die Anzahl der Patentanmeldungen im Südwesten ist gleich fünfmal so hoch wie im Durchschnitt aller 28 EU-Länder.

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Aktuell Blicken Sie hinter die Kulissen der Arbeitswelt-Zukunftsforscher: Am 25. April 2017 lädt Südwesttextil zum „Großen Personalleiterkreis“ ins Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (Zentrum für Virtuelles Engineering ZVE) in Stuttgart. Neben aktuellen rechtlichen Themen erwarteten Sie ein Impulsvortrag zur modernen Arbeitswelt sowie eine Führung durch das ZVE. Die Einladung wird zeitnah versandt.


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Verband + Industrie

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FEBRUAR 2017 I NR. 108

Fortsetzung von Seite 1 In Kürze

Mit wehenden Fahnen für Textil textilen Arbeitsplätzen mitten in Stuttgart zeigte sich die Landtagsabgeordnete Andrea Lindlohr. Die wirtschaftspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Fraktion im BadenWürttembergischen Landtag war der Einladung von Präsident Bölzle gefolgt, um sich mit Unternehmern und Führungskräften über aktuelle Themen in Land und Bund auszutauschen. Dominant waren dabei die Themen Energiepolitik, Bildungsinvestitionen sowie die Unterstützung der Textilbranche. Lindlohr hat ihren Wahlkreis in Esslingen, kennt die Denkendorfer Institute und mittlerweile auch das Positionspapier „Vision Textile Valley“, das Südwesttextil mit den DITF an die Landesregierung übergeben hat, um für eine neue Wahrnehmung der Textil- und Bekleidungsindustrie im Südwesten zu werben. Weitere Themen im Vorstand waren die Berufungen von Vorstandsmitglied Dr. Oliver Maetschke (Ettlin AG) als erstem Textiler in den Unternehmerbeirat der Wirtschaftsförderung „Baden-Württemberg International“ sowie von Rechtsanwalt Patrick Krauß zum neuen stellvertretenden Hauptgeschäftsführer von Südwesttextil. Textilingenieur Kai Schweppe stellte den neuen Service „Arbeitswissenschaft“ vor, durch den Verbandsmitglieder ab sofort kostenlose Beratung in Themen wie Arbeitszeit, Entgelt, Produktionssysteme oder Gesundheitsmanagement erhalten.

Zu Gast war auch Dr. Uwe Mazura: Der Hauptgeschäftsführer des Dachverbands textil+mode berichtete über den Auftakt in die Tarifrunde 2017. In diesem Zusammenhang wählte der SüdwesttextilVorstand auch 19 Firmenvertreter

in den neuen Tarifpolitischen Ausschuss. Für das Engagement dieser Personen wie auch das aller Vorstandskollegen bedankte sich Präsident Bölzle herzlich und wünschte einen guten Start ins neue Jahr. Peter Haas

(v.l.n.r.u.o.n.u.) Im Gespräch mit der Landtagsabgerordneten Andrea Lindlohr: Südwesttextil-Vizepräsident Stephan Schulz, Hausherr Dr. Manfred Kroneberg und Dr. Uwe Mazura. Die Politikerin war beeindruckt von der Produktvielfalt der Stuttgarter Fahnenfabrik, präsentiert von der Hausherrin Silvia Dommer-Kroneberg. Textilingenieur Kai Schweppe stellte den neuen Service „Arbeitswissenschaft“ vor. Fotos: Südwesttextil

Termin vormerken

/ Arbeitszeit 4.0 – Wünsche, Nöte und moderne Gestaltung 7. März 2017, Stuttgart Airport

Jetzt anmelden unter www.suedwesttextil.de/veranstaltungen, braun@suedwesttextil.de oder +49 711 21050 - 13

Auf der LVI-Mitgliederversammlung Ende November 2016 wurden Präsident Dr. Hans-Eberhard Koch sowie seine beiden Vizepräsidenten Heinrich Baumann und Thorsten Klapproth einstimmig wiedergewählt. Auch der Vorstand und der Beirat wurden komplett neu gewählt – erneut stellten sich zahlreiche wichtige Unternehmerpersönlichkeiten aus dem LVI-Mitgliederkreis entweder erstmals oder zum wiederholten Male zur Verfügung. So auch Südwesttextil-Präsident Bodo Th. Bölzle, er wurde wieder in seinem Vorstandsamt bestätigt. Um Unternehmen einen ersten Überblick zu den drängendsten Fragen rund um die digitale Transformation zu geben, hat die Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg einen Leitfaden mit den häufigsten Fragen zur Digitalisierung erstellt. Unter Federführung des FraunhoferInstituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO geben Industrie-4.0-Experten aus Wirtschaft, Forschung und Gewerkschaften Antworten rund um den Einstieg in die Industrie 4.0. Die FAQ haben zum Ziel, wichtige Fragen möglichst knapp und trotzdem aussagekräftig zu beantworten. Ergänzend dazu sind weitere Informationen verlinkt, die ausführlich auf das jeweilige Thema eingehen. Den Leitfaden gibt es im Mitgliederbereich von www. suedwesttextil.de zum Download. Das Bundesarbeitsministerium (BMAS) hat eine überarbeitete Broschüre zur arbeitsmedizinischen Vorsorgeverordnung (ArbMedVV) im Internet veröffentlicht, da die Veränderungen in der Arbeitswelt für die Beschäftigten neue Belastungen und Beanspruchungen mit sich bringen. In der neuen BMAS-Broschüre wurden die Erläuterungen sowie Fragen und Antworten zur ArbMedVV überarbeitet bzw. ergänzt sowie der Text der ArbMedVV an den aktuellen Verordnungstext (Harmonisierung der Begrifflichkeiten mit dem EU-Recht) angepasst. Die BMAS-Broschüre gibt es im Mitgliederbereich unter www.suedwesttextil.de und unter www.bmas.de.


Verband + Industrie 3

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/ Treffpunkt für Texperten – die Jahresversammlung 2017 Am 4. April ist es wieder soweit: Südwesttextil lädt ein zu seiner Jahresversammlung nach Ettlingen – ins Schloss und zur Ettlin AG, ins Werk und in den Showroom der innovativen Spinnerei und Weberei. Ehrengast und Festredner ist Vize-Ministerpräsident Thomas Strobl.

Online-Anmeldung unter www.suedwesttextil.de/ veranstaltungen/ jahresversammlung-2017

Thomas Strobl

Rebekka Rüth

Der stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration von Baden-Württemberg, Thomas Strobl, ist bekannt für seine klaren Worte.

Die Go-Textile!-Posterin aus dem Südwesten studiert seit dem Wintersemester 2014 „International Fashion Retail“ an der Hochschule in Reutlingen und wurde als erste Studentin im Bereich Textilien in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen.

Robeat

Nina Brandt

Als „human beatbox” – also nur mit Mikrophon und Stimme ausgestattet – demonstriert Robeat alias Robert Wolf die hohe Kunst der Mundakrobatik. Auf „Youtube“ klicken über 10 Millionen Fans auf seine Videos.

Die erste Südwesttextil-Deutschlandstipendiatin, studiert seit 2014 „Textiltechnologie-Textilmanagement“ an der Hochschule Reutlingen und absolvierte ihr Praxissemester bei der Paul Hartmann AG in Heidenheim.

Interner Teil für Mitglieder

16.30

Mitgliederversammlung Südwesttextil Im Schloss Ettlingen / Rohrer-Saal (Transfer mit Bus-Shuttle nach den ExklusivFührungen bei der Ettlin AG zum Schloss Ettlingen)

Öffentlicher Teil für Mitglieder und Gäste

15.00 & 16.00 17.30 18.30

Tradition trifft Innovation Exklusiv-Führungen durch das Werk und den Showroom Ettlin-Lux der Ettlin AG (Erste Gruppen bis ca. 16.00 Uhr, zweite Gruppen bis ca. 17.00 Uhr)

Moderne und Klassik Robeat alias Robert Wolf, amtierender Europameister im Beatboxing begleitet von einer Harfenistin

Get together im Schloss Ettlingen / Foyer

Festvortrag Thomas Strobl, Vize-Ministerpräsident von Baden-Württemberg

Begrüßung im Schloss Ettlingen / Asam-Saal Bodo Th. Bölzle, Präsident Südwesttextil

Moderation Peter Haas, Hauptgeschäftsführer Südwesttextil

Tradition und Zukunft Interview mit Deutschlandstipendiatin Nina Brandt und „Go-Textile!-Posterin“ Rebekka Rüth

20.00

Get together mit Imbiss


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Verband + Industrie

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PH-Werte: Die Kolumne von Südwesttextil-Hauptgeschäftsführer Peter Haas

Die Jugend von heute …

»Immer mehr tun sich schwer, logisch zu denken.«

Die Klage über den Nachwuchs ist so alt wie die Menschheit. Manieren, Aussehen, Fähigkeiten – zu jeder Zeit haben sich junge Menschen den Erwartungen ihrer Eltern widersetzt. Die Klage unserer Tage über die „Jugend von heute“ richtet sich jedoch nicht gegen ein bewusst oppositionelles Verhalten der Pubertierenden – sondern bezieht sich eher darauf, dass es von der „Jugend von heute“ immer weniger gibt.

Und die, die es gibt, widersetzen sich nicht bewusst den Erwartungen – sie können einfach nicht anders. Die Folge jahrelanger Verfehlungen von Elternhäusern und Schulen. Der Reihe nach: Fakt ist, dass – deutschlandweit und branchenübergreifend – in jedem dritten Ausbildungsbetrieb Stellen offenbleiben. Viele auch unserer Mitglieder bekommen gar keine Bewerbungen mehr. Und die Lage spitzt sich zu.

Denn die Bewerbungen, die man bekommt, werden schlechter. Nicht nur, dass Betriebe ab diesem Jahr erstmals mit Zeugnissen von Gemeinschaftsschulen konfrontiert werden, die mehr Arbeit machen, weil sie keine Noten mehr aufweisen, sondern Leistungsbewertungen, deren Lektüre zwangsläufig länger dauert (Südwesttextil hält dazu ein Infoblatt für Ausbilder bereit). Die meisten Ausbilder aus Unternehmen der baden-württembergischen Textil- und Bekleidungsindustrie klagen vor allem über mangelhafte Mathekenntnisse, einer ging noch weiter und sagte uns kürzlich: „Immer mehr Bewerber tun sich schwer, logisch zu denken.“ Was tun? In der Ausbildung nachbessern, was in der Schule versäumt wurde? So misslich das ist – ja, wir müssen da ran. Südwesttextil und Gatex werden dazu An-

gebote machen. Außerdem müssen wir noch mehr in allen Schulformen für die berufliche Bildung werben. Auch Gymnasiasten müssen wissen: Hochschule ist nicht immer der beste Weg. 100 000 Studienabbrecher jedes Jahr zeigen das. Und die Betriebe sind aufgerufen, noch engagierter „rauszugehen“, für sich zu werben, sich zu vernetzen, mit Schulen, Sportvereinen und anderen Stätten, wo man „die Jugend von heute“ trifft. Vor allem im Internet – noch immer nutzen nicht alle Ausbildungsbetriebe das Web-Portal unserer Nachwuchskampagne „Go Textile!“. Jede Firma kann sich dort kostenlos vorstellen. Auch wir nutzen jede Gelegenheit zur Werbung für eine berufliche Zukunft in Textil – kürzlich erst in einer Schule in Mannheim (s. Seite 7). Die Lehrerin hat sich die Adresse www.go-textile.de direkt notiert…

Exklusiv für Mitglieder: Digitale textile Produktionskette live erlebt Zum ersten Mal inszenierte die Messe Frankfurt in Zusammenarbeit mit den Deutschen Instituten für Textil- und Faserforschung (DITF) auf der Heimtextil live eine digitale Produktionskette. Die Verbände Heimtex und Südwesttextil nutzen die Gelegenheit und luden am 11. Januar nach Messeschluss ihre ausstellenden Mitgliedsunternehmen zu einer exklusiven Führung durch die „Digital Textile Micro Factory“ im Produktbereich „digital print technology“ ein. Und zahlreiche Aussteller, die tagsüber auf ihren eigenen Messeständen präsent sein mussten, nutzten diese Gelegenheit. Vom Design über den digitalen Druck bis hin zum Zuschnitt und der Konfektion erlebten die Gäste eine komplett vernetzte Produktion von Textilien. Startpunkt ist das Designareal, in dem der Workflow mit der Auswahl und der Vorbereitung der Designs beginnt. Im nächsten Schritt werden die Textilien im Digitaldruckverfahren mit den Designs bedruckt. Fertigungsaufträge können kombiniert und mit unterschiedlicheren Parametern farbverbindlich bedruckt werden. Der digitale Zuschnitt der Textilien ist die nächste Station. Zu den größten Herausforderungen dieses Produktionsschritts gehört die automatische Identifikation der Aufträge, um verschiedene Materialien mit ihren spezifischen Eigenschaften optimal und in bester Qualität zuschneiden zu können. Im letzten Produktionsschritt werden die zugeschnittenen Textilien nach automatisierter Identifizierung zusammengenäht. Im Anschluss an diese exklusive Führung, nutzten die Teilnehmer noch die Gelegenheit, sich bei einem kleinen Imbiss angeregt auszutauschen.

Fotos: Südwesttextil


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Verband + Industrie 5

SÜDWESTTEXT

Heimtextilien feiern ihr Comeback

Südwesttextil-Mitgliedsunternehmen stellen sich dieser Herausforderung mit innovativen Konzepten Inspirierend, haptisch und ganz nah an der Branche: Die Heimtextil endete nach vier erfolgreichen Messetagen am 13. Januar in Frankfurt am Main. Trotz Schnee, Eis und Sturm vor allem am ersten und letzten Messetag – diese beiden Tage waren schon im letzten Jahr die schwächsten – besuchten fast 70 000 Fachbesucher (2016: 68 277) aus aller Welt, die Leitmesse für Wohn- und Objekttextilien und überzeugten sich von der Qualität und Vielfalt der ausgestellten Produkte sowie den Trends der neuen Saison. Die insgesamt 2 963 Aussteller aus 67 Ländern (2016: 2 864) präsentierten auf 20 Hallenebenen ihre textilen Neuheiten und Designs und zeigten sich mit den Ordertätigkeiten und Geschäftskontakten zum Saisonstart zufrieden. Ebenfalls positiv: Insgesamt wurde die Branchenkonjunktur von den Messebesuchern in diesem Jahr noch besser eingeschätzt als im Vorjahr. Insbesondere Besucher aus Deutschland beurteilen die aktuelle Situation als gut (40 Prozent). Generell ist zu beobachten: Heimtextilien feiern ihr Comeback in privaten Haushalten. Schluss mit nackten Wänden und kahlen Fußböden – Gardinen, Teppiche und Dekokissen schmücken die heimischen vier Wände und verleihen ihnen eine persönliche Note. Nach Ernährung und Fitness wird Schlafen eines der kommenden Lifestyle-Themen. Davon zeugten etliche Innovationen innerhalb des Produktbereiches Bett. www.heimtextil.de

Schlafgut, die Marke der Matheis Textilgruppe, setzt ganz auf ihre Nachhaltigkeitsinitiative „Code of Care 2020“, angefangen mit der Made-in-Green-Zertifizierung.

Martin Gerster, Chef der Gustav Gerster GmbH & Co. KG erklärte Peter Haas die Messeneuheit „Newave“. Mit dieser Gardinenbandtechnik werden aus unifarbenen aufgezogenen Gardinen mehrfarbige im zugezogenen Zustand.

Die Apelt-Designerin Karoline Ihling-Fehrle präsentierte ihre Entwürfe für ein exklusives Südwesttextil-Kissen. Die Südwesttextiler haben sich für eine gewebte Allover-Variante des Fasersterns in Silber und Petrol entschieden.

Virtual Reality bei Brinkhaus: Ausgestattet mit einer 3D-Brille und einem Laser-Stick tauchte der Südwestttextil-Hauptgeschäftsführer ein in die Welt der Boxspringbetten und kreierte per Klick sein Traumbett – vom Kopfteil bis zum Topper, alles ist möglich.

Im Anschluss erklärte ihm der Vertriebsmitarbeiter den neuen Boxspringbetten-Konfigurator. Aus über 170 Stoffen und Materialien kann sich der Kunde im Handel sein Wunschbett selbst designen und bekommt ein Foto des Unikats mit nach Hause.

Centa-Star überraschte seine Messebesucher mit einer fetzig originellen Bettwaren-Modenschau: Von Kissen, funktionell oder flauschig, über leichte Sommerdecken aus Cashmere und Organic Cotton und wärmende aus innovativen Materielien für den Winter – alle Neuheiten der Stuttgarter Firma, die noch vor Ort produziert werden, wurden von attraktiven Models professionell in Szene gesetzt. Idee und Choreografie stammte von einem Team junger Mitarbeiter aus dem eigenen Hause.

d-c-home®: Hornschuch-Chef Dr. HansHinrich Kruse freut sich über das neue Markenkonzept der Design- und Funktionsfolien sowie Tisch- und Bodenbeläge.

„Tradition und Style“: Black Forest,die Premium-Bettwaren der OBB Oberbadische Bettfedernfabrik überzeugen durch Innovation – made in Germany.

Eine kleine Auszeit vom Messestress: Südwesttextil wünschte seiner Vizepräsidentin Donata Apelt-Ihling zum Geburtstag alles Gute. Fotos: Südwesttextil


6  Bildung + Soziales

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Februar 2017 I Nr. 108

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Ausgabe 1 / Februar 2017

Neue Unternehmensprofile für die Go Textile!-Homepage Unternehmensprofile im neuen Kleid Die Profile der Unternehmen auf der Go Textile!-Homepage wurden ordentlich herausgeputzt. Seit Januar präsentieren sie sich in einem neuen, modernen Look. Das Kernelement der Homepage unserer Nachwuchskampagne Go Textile! ist die Datenbank mit den Profilen der ausbildenden Unternehmen aus der Textil- und Bekleidungsindustrie. Zu Beginn des Jahres wurde diese Datenbank in einem neuen Layout

mit modernem Design und übersichtlicher Struktur überarbeitet. Dank eines Baukastensystems können die Unternehmen ihre Profile selbst gestalten und die eigenen Social-Media-Kanäle auf der Seite integrieren.

»EIN ATTRAKTIVES DESIGN UND EINE GUTE ZUGÄNGLICHKEIT DER INFORMATIONEN « „Es ist ein essenzielles Ziel unserer Kampagne, junge Nachwuchskräfte mit für sie spannenden Betrieben zusammenzubringen“, so Dr. Hartmut Spiesecke, Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Gesamtverbands textil+mode. „Ein attraktives Design der entsprechenden Seiten und eine gute Zugänglichkeit der Informationen wird uns dabei optimal unterstützen.“

JETZT ONLINE GEHEN AUF GO-TEXTILE.DE/ UNTERNEHMEN

Weiterhin geben natürlich auch die sieben Social-Media-Botschafter der Nachwuchskampagne Go Textile! ordentlich Stoff. Im November 2016 besuchte Franz vom Go Textile!-Team die International Textile Conference in Dresden. Im Januar 2017 ging es mit Nora aus dem Team Go Textile! nach Frankfurt auf die Heimtextil. Vor Ort trafen die beiden Experten und spannende Leute aus der Textilbranche, führten Interviews und zeigten vor allem, wie viel Spaß es machen kann, sich mit Textilien und Mode auseinanderzusetzen. Immer mit dabei: unser Filmteam. Aus beiden Messebesuchen entstand am Ende je ein kurzer Film, der auf den zielgruppenrelevanten Kanälen gestreut und auf der Homepage von Go Textile! integriert wurde. Dank der Social-Media-Botschafter ist Go Textile! auf den relevanten Textilevents vertreten und bietet damit Ausbildungs- und Studieninteressierten Einblicke in die Branche sowie Informationen zu textilen Themen. Diesen Kurs möchten wir 2017 fortsetzen und mit unseren Postern wieder auf vielen Messen, Events und Shows unterwegs sein. Folgen Sie dem Team Go Textile! auf www.go-textile.de/team

www.go-textile.de


Bildung + Soziales 7

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FEBRUAR 2017 I NR. 108

Textiles Know-how einfach gelernt Der Gatex-Seminarkalender 2017 ist online Mit einem umfangreichen Aus- und Weiterbildungsangebot, zusammengefasst im Seminarkalender, möchte die Gatex Auszubildende, Fachkräfte, Führungskräfte und den Führungsnachwuchs zum Lernen animieren. Die Weiterbildungssaison startet bereits im Februar mit dem inzwischen zum Klassiker avancierten Seminar „Textiles Grundwissen für Kaufleute und Auszubildende“. Keine Zeit? Einen weiteren Termin gibt es im November. Die Sommerakademie im September bietet eine weitere Möglichkeit sich die textilen Grundkenntnissen anzueignen. Highlight ist hier die Besichtigung eines Textilunternehmens. Wem fünf Tage am Stück zu viel sind, der kann auf die Seminare „Textiles Grundwissen – Textilveredlung“ oder „Textiles Grundwissen – Textiltechnik“ ausweichen. Darüber hinaus bietet die Gatex u. a. Workshops zum Thema „Textile Prüfungen“ und zu „Grundlagen Maschenware“ an.

Neu ist der Zertifikatslehrgang „Fachkraft für Export- und Zollabwicklung – Textilwirtschaft“. Dieser Lehrgang wurde von der Gatex zusammen mit Südwesttextil und der Exportakademie Stuttgart entwickelt und findet zum ersten Mal im Mai in Stuttgart statt. In zwei Blöcken erfahren die Teilnehmer alles wichtige aus dem Bereich der Warenabfertigung im Außenhandel. Auch individuelle Firmenschulungen – die „iTex-Seminare“ – können gebucht werden, entweder in der Gatex oder direkt vor Ort in den Unternehmen. Die detaillierten Unterlagen finden sich unter www. suedwesttextil.de oder www.diegatex.de. Dort ist auch die Anmeldung zu den jeweiligen Veranstaltungen möglich. Mitglieder von Südwesttextil bekommen einen Nachlass auf die Seminargebühren. Fragen an: Dipl.-Ökonomin Christine Schneider Tel.: +49 711 21050-25 schneider@suedwesttextil.de

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Kalender 2017

Seminare

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Firmenseminare Februar Textiles Grundwissen für Kaufleute und Auszubildende Termin 13. – 17. Februar 2017

Mai Textile Prüfungen

Textile Prüfungen

Textile Prüfungen

Termin 2. Modul 21. – 22. Februar 2017

Termin 3. Modul 03. – 04. Mai 2017

Termin 4. Modul 16. – 17. Mai 2017

Fachkraft für Export- und Zollabwicklung – Textilwirtschaft Termin 10. – 12. Mai 2017 und 17. – 19. Mai 2017

Juli Textiles Grundwissen – Textilveredlung

Textiles Grundwissen – Textiltechnik

Termin 03. – 05. Juli 2017

Termin 17. – 19. Juli 2017

September Textiles Grundwissen für Kaufleute und Auszubildende Termin 7. – 11. September 2015

November

Auf Anfrage

Textiles Grundwissen für Kaufleute und Auszubildende

Grundlagen Maschenware

iTex-Seminar

Termin 13. – 17. November 2017

Termin 28. –29. November 2017

Wir bieten maßgeschneiderte Firmenseminare an. Setzen Sie sich mit uns in Verbindung.

Nähere Informationen zu den einzelnen Seminaren finden sich im Seminarprogramm oder auf

Sozial und ökologisch verantwortliches Konsumieren von Kleidung Mit dem Thema „Von der Baumwollplantage in meinen Kleiderschrank“ beschäftigten sich die 22 Schülerinnen und Schüler der Klasse 9d der Tulla Realschule, die größte Realschule Mannheims. Sie nahmen, begleitet von ihren Lehrerinnen Tanja Dieminger und Stefanie Pietsch, am Projekt „Wa(h)re Werte – Die Wirtschafts.Forscher!“ der PwC-Stiftung teil. Dieses hat zum Ziel, die verantwortungsbewusste Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit junger Menschen zu Themen aus Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. Die Klasse 9b erarbeitete in einem Workshop über mehrere Unterrichtsmodule das sozial und ökologisch verantwortliche Konsumieren von Kleidung. Höhepunkt dieses Projekts: der Dialog mit Vertretern aus Industrie und Handel. Südwesttextil-Hauptgeschäftsführer Peter Haas und die Inhaberin des Mannheimer Ladens für faire Mode „umgekrempelt“, Isabelle Kempf, stellten sich Mitte Januar den Fragen der engagierten 12- bis 13-Jährigen.

www.die-gatex.de

Seminare Bildungswerk Seminarangebot der Akademie für Personal- und Organisationsentwicklung im Bildungswerk der Baden-Württembergischen Wirtschaft in Kooperation mit Südwesttextil. Praxistag zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement 14. März 2017, Haus Steinheim Gesundheitskompetenz für Führungskräfte 15. bis 16. März 2017, Haus Bleibach Grundlagen im Projektmanagement 15. bis 16. März 2017, Haus Reutlingen

Die Botschaft an die Klasse 9b: Weniger ist mehr – d. h. weniger kaufen, dafür aber mit besserer Qualität zu einem etwas höheren Preis und diese Kleidung dann länger tragen. Oder sie z. B. auf Kleidertauschpartys tauschen. Auf jeden Fall den Wert von Kleidung achten. Und – Siegel immer überprüfen z. B. über www.siegelklarheit.de, da viele täuschen. Fotos:Südwesttextil

www.biwe-akademie.de


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Recht + Steuern

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FEBRUAR 2017 I NR. 108

Ruhezeit von Betriebsratsmitgliedern

Eine ununterbrochene Erholungszeit von elf Stunden am Tag sind zu gewährleisten Ein Betriebsratsmitglied, das zwischen zwei Nachtschichten außerhalb seiner Arbeitszeit tagsüber an einer Betriebsratssitzung teilzunehmen hat, ist berechtigt, die Arbeit in der vorherigen Nachtschicht vor dem Ende der Schicht einzustellen, wenn nur dadurch eine ununterbrochene Erholungszeit von elf Stunden am Tag gewährleistet ist, in der weder Arbeitsleistung noch Betriebsratstätigkeit zu erbringen ist. Nach § 5 Abs. 1 ArbZG (Arbeitszeitgesetz) ist dem Arbeitnehmer nach Beendigung der täglichen Arbeitszeit eine ununterbrochene Ruhezeit von elf Stunden zu gewähren. Bei der Beurteilung, ob dem Betriebsratsmitglied in einer solchen Situation die Fortsetzung der Arbeit in der Nachtschicht wegen der bevorstehenden Betriebsratstätigkeit unzumutbar ist, ist die Wertung des § 5 Abs. 1 ArbZG zu berücksichtigen, so das Bundesarbeitsgericht in seiner Entscheidung vom 18.01.2017 – 7 AZR 224/15.

Keine fixen Vereinbarungen hinsichtlich des Arbeitsorts Die Parteien streiten um den Anspruch des Klägers auf Gutschrift von Stunden im Zusammenhang mit Betriebsratstätigkeiten. Der Kläger ist Betriebsratsmitglied und arbeitet im Dreischichtbetrieb. Er war in der Nacht vom 16.07. auf

den 17.07.2013 für die Nachtschicht von 22:00 Uhr bis 6:00 Uhr bei einer Pause von 2:30 Uhr bis 3:00 Uhr eingeteilt. Am 17. Juli 2013 nahm der Kläger von 13:00 Uhr bis

Gutschrift der beiden weiteren Stunden von 3:00 Uhr bis 5:00 Uhr. Die Klage hatte vor dem Bundesarbeitsgericht – ebenso wie zuvor beim Landesarbeitsgericht – Erfolg.

Betriebsratsmitglieder müssen vor einer Überbeanspruchung durch Betriebsratsarbeit und arbeitsvertragliche Tätigkeit geschützt werden. Foto: iStock.com/Tatomm

15:30 Uhr an einer Betriebsratssitzung teil. Mit Rücksicht auf diese Betriebsratssitzung arbeitete er nur bis 02:30 Uhr. Ihm wurde für diese Nachtschicht nur der Zeitraum bis 3:00 Uhr und von 5:00 bis 6:00 Uhr auf dem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben, letzteres mit der Begründung, dass ab dieser Zeit dem Kläger eine Ruhezeit zur Erholung im Hinblick auf die anstehende Betriebsratstätigkeit zugestanden habe (8 Stunden von 5:00 Uhr bis 13:00 Uhr). Der Kläger verlangt nun die

Recht kompakt Social Media Frage: Hat der Betriebsrat mitzubestimmen, wenn der Arbeitgeber eine Facebook-Seite einrichtet? Antwort: Ermöglicht der Arbeitgeber auf seiner Facebook-Seite anderen Facebook-Nutzern die Veröffentlichung so genannter BesucherBeiträge (Postings), die sich nach ihrem Inhalt auf das Verhalten oder die Leistung einzelner Beschäftigter beziehen, unterliegt die Ausgestaltung dieser Funktion der Mitbestimmung des Betriebsrats wegen der Möglichkeit der Überwachung von Arbeitnehmern durch die von Facebook bereitgestellten Auswertungsmöglichkeiten als eine technische Einrichtung im Sinne des § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG, so das Bundesarbeitsgericht (Beschluss vom 13.12.2016, Az.: 1 ABR 7/15).

Nach § 37 Abs. 2 BetrVG sind Mitglieder des Betriebsrats auch dann von ihrer beruflichen Tätigkeit ohne Minderung ihres Arbeitsentgelts zu befreien, wenn eine außerhalb der Arbeitszeit liegende erforderliche Betriebsratstätigkeit die Arbeitsleistung unmöglich oder unzumutbar gemacht hat. Vorliegend war dem Kläger die Erbringung der Arbeitsleistung am 17.07.2013 jedenfalls ab 3:00 Uhr wegen der um 13:00 Uhr beginnenden Betriebsratssitzung unzumutbar, weil ihm bei Fortsetzung seiner Arbeit zwischen den Arbeitsschichten keine durchgehende Erholungszeit von elf Stunden zur Verfügung gestanden hätte. Das Landesarbeitsgericht hatte in seiner Entscheidung zwar klargestellt, dass das ArbZG auf die Betriebsratstätigkeit keine Anwendung finde, was das Bundesarbeitsgericht ausdrücklich offen gelassen hat. Allerdings sei nach Auffassung beider Gerichte im Rahmen der Zumutbarkeitsprüfung zu berücksichtigen, dass bei der Teilnahme an einer Betriebsratssitzung die Anforderungen an Aufmerksamkeit und geistige Leistungsfähigkeit denjenigen bei der Erbringung der vertraglichen Arbeitsleistung nicht nachstehen. Zudem sei der Schutzzweck des

§ 5 Abs. 1 ArbZG zu beachten, wonach die elfstündige ununterbrochene Ruhezeit der angemessenen Entspannung und Erholung sowie der Entfaltung der Persönlichkeit außerhalb des Berufslebens diene. Es sei daher nicht zu beanstanden, wenn der Kläger 10 Stunden Ruhezeit in Anspruch genommen habe. Ihm sei daher auch die zwischen 03:00 und 05:00 Uhr liegende Zeit zu vergüten. Fazit: Betriebsratsarbeit ist unter den Voraussetzungen des § 37 Abs. 3 BetrVG „wie“ (und nicht „als“) Mehrarbeit zu vergüten und wird gem. § 37 Abs. 1 BetrVG im Rahmen eines Ehrenamts erbracht. Insofern spricht einiges dafür, dass Betriebsratsarbeit nicht dem ArbZG unterfällt. Der Arbeitgeber hat gegenüber Betriebsratsmitgliedern auch nicht die erforderlichen Kontroll- und Weisungsbefugnisse, um die Einhaltung des ArbZG bei der Erledigung von Betriebsratsarbeit sicherzustellen. Dies wäre aus der Sicht von Betriebsratsmitgliedern auch nicht wünschenswert und könnte die freie Amtsausübung gefährden. Gleichwohl müssen Betriebsratsmitglieder vor einer Überbeanspruchung durch Betriebsratsarbeit und arbeitsvertragliche Tätigkeit geschützt werden. Betriebsratsmitglieder können vor oder nach erforderlicher Betriebsratsarbeit die arbeitsvertragliche Tätigkeit unter Fortbestehen des Vergütungsanspruchs verweigern, wenn ansonsten eine unzumutbare zeitliche Belastung entstehen würde. Bei der Bestimmung der Zumutbarkeit haben Betriebsratsmitglieder einen Beurteilungsspielraum, der jedenfalls dann nicht überschritten ist, wenn die Höchstarbeits- und Ruhezeiten nach dem ArbZG entsprechend herangezogen werden. Die elfstündige Ruhezeit ist also auch zwischen Arbeitszeit und Betriebsratstätigkeit zu gewährleisten.

Fragen an: Lydia Knapp Tel.: +49 711 21050-15 knapp@suedwesttextil.de


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FEBRUAR 2017 I NR. 108

Recht + Steuern

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Kündigung in der Praxis Ein LAG-Richter gab einen Einblick in die Sichtweise und Bewertungskriterien der Arbeitsgerichte Am 25. Januar veranstaltete Südwesttextil in der Filharmonie Filderstadt ein sehr informatives Seminar zum Thema „Die Kündigung in der Praxis – Anforderungen des Arbeitsgerichts“. Die Besonderheit: Ein LAG-Richter gab persönlich einen Einblick in die Sichtweise und Bewertungskriterien der Arbeitsgerichte. So bekamen die Teilnehmer Empfehlungen, wie Kündigungen im Vorfeld inhaltlich rechtssicher zu „gestalten“ sind. Referent Gerhard Pfeiffer, seit Mitte 2004 Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht BadenWürttemberg und Lehrbeauftragter der Universität Heidelberg, legte die aus Sicht der Rechtsprechung erforderlichen Voraussetzungen einer wirksamen Kündigung durch den Arbeitgeber dar. Er erörterte sehr ausführlich, von der gerichtlichen Praxis her und verständlich zunächst die formalen Anforderungen an eine wirksame Kündigung, insbesondere zum Zugang der Kündigungserklärung bis zur ordnungsgemäßen Bevollmächtigung des Erklärenden bis hin zu den Anforderungen an die verhaltens-, personen- und betriebsbedingte

Des Weiteren wurde ausführlich auf die Besonderheiten und Anforderungen einer sogenannten Verdachtskündigung eingegangen, zudem auf die Frage der Verhältnismäßigkeit einer außerordentlichen Kündigung. Schließlich wurde der Umgang mit Low Performern erörtert und zwar von der Ausgestaltung des Arbeitsverhältnisses über die Administration des laufenden Arbeitsverhältnisses bis hin zu dessen Beendigung und der Wahl des darzulegenden Kündigungsgrundes, auch im Rahmen der Beteiligung des Betriebsrats. Durch die vielen praktischen Tipps wurde den Teilnehmern ermöglicht, eine Auswahl der bereits im Vorfeld des Ausspruchs einer Kündigung infrage kommenden Maßnahmen zu treffen und so das Risiko und die Erfolgsaussichten einer dann ausgesprochenen Kündigung besser einschätzen zu lernen. LAG-Richter Gerhard Pfeiffer legte die aus Sicht der Rechtsprechung erforderlichen Voraussetzungen einer wirksamen Kündigung durch den Arbeitgeber dar.

Kündigung, die im Kündigungsschutzprozess von der Arbeitgeberseite substantiiert, also durch objek-

tive Tatsachen belegt, vorgetragen werden müssen, damit der Prozess erfolgreich geführt werden kann.

Fragen an: Lydia Knapp Tel.: +49 711 21050-15 knapp@suedwesttextil.de

www.informationsportal.de Im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales wurde im Januar das Informationsportal zu den sozialversicherungsrechtlichen Meldepflichten für Arbeitgeber freigeschaltet. Das neue Portal ist unter www.informationsportal.de zu erreichen. Ein entsprechender Link findet sich auch auf unserer Homepage – www.suedwesttextil.de. Das Informationsportal soll insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen als Orientierungshilfe und Informationsquelle dienen. Ergänzend zu den bereits bestehenden Angeboten der Krankenkassen, soll es gebündelt über die relevanten sozialversicherungsrechtlichen Meldepflichten der Arbeitgeber informieren. Das Portal ist insbesondere für solche Arbeitgeber gedacht, die wenig Erfahrungen im Umgang mit der Sozialversicherung haben. Es enthält neben einem interaktiven FrageAntwort-Katalog auch aktuelle Informationen zu den Grundsätzen und Rundschreiben der Sozialversicherungsträger. Das Informationsportal ersetzt jedoch nicht die sozialversicherungsrechtliche Beurteilung eines konkreten Sachverhalts im Einzelfall durch die Träger der Sozialversicherung. Es ist auch nicht möglich, über dieses Portal Meldungen zur Sozialversicherung zu generieren.

Am 15. Februar findet in Saarlouis die dritte Runde der Tarifverhandlungen für unsere Branchen statt. Wir wollen vor diesem Verhandlungstermin die Beschäftigten mit einem neuen Aushang über die Argumente der Arbeitgeber informieren. Sie finden den Aushang Tarifrunde Nr. 6 im Mitgliederbereich von www.suedwesttextil.de unter Neueste Downloads und unter Tarifverhandlungen zum Herunterladen. Der Aushang kann in A3 oder A4 ausgedruckt werden und falls gewünscht, links oben mit Ihrem eigenen Logo ergänzt werden. Darüber hinaus haben wir an gleicher Stelle im Mitgliederbereich für Sie einen Handlungsleitfaden zum Umgang mit Warnstreiks sowie eine Streikmeldung zum Herunterladen bereitgestellt. Im Falle eines Warnstreiks in Ihrem Unternehmen bitten wir Sie, die Streikmeldung auszufüllen und an uns zurückzuschicken.


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SÜDWESTTEXT

Technik + Umwelt

Früher Feuer, heute Cyber

Termine

IT-Kriminalität: Sind Sie richtig versichert? Die Häufigkeit von Cyber-Attacken auf Wirtschaft und Politik nimmt rasant zu. Konzerne wie VW registrieren schon bis zu 6.000 Fälle am Tag! „Dass nur große Unternehmen und bekannte Marken Attacken zum Opfer fallen, ist ein Fehlschluss“, sagt Michael Winte, Cyber-Experte beim Versicherungsmakler Funk. Auch der Mittelstand ist betroffen. Und: Hacker agierten heute sehr viel gezielter, sagt der Chef vom zuständigen Bundesamt. Genauso häufig resultieren Cyber-Schäden aber auch aus technischem oder menschlichem Versagen – ohne böse Absicht. „Cyberrisiken sind das Feuerrisiko des 21. Jahrhunderts“, meint Thilo Marquardt, Geschäftsführer der Versicherungsstelle der deutschen Textil- und Bekleidungsindustrie (VerTex). Funk und VerTex sind Partner im Netzwerk des Wirtschafts- und Arbeitgeberverbands Südwesttextil. Gemessen an der Wirtschaftsleistung sind die Schäden von Cyberkriminalität in Deutschland weltweit am höchsten. Mit über 68 Prozent befinden sich die Cyberrisiken auf dem ersten Platz jener Gefahren, um die sich Unternehmen am meisten sorgen.

Cyberrisiken sind das Feuerrisiko des 21. Jahrhunderts „Auch für die Unternehmen der Textilwirtschaft sind die Risiken präsent. Der Ausfall einer Maschine, der eigenen Energieversorgung, der Verlust von Kundendaten oder die reine Androhung von Schädigungen sind nur ein Auszug aus den vielfältigen Szenarien“, beschreibt Michael Winte von Funk. Jedoch: So groß die Sorgen, so überschaubar sind die Vorsorgemaßnahmen. „Woanders in der Welt ist das Problembewusstsein größer“, berichtet Marquardt. Man sollte eine Cyberpolice auch nicht auf ihre Funktion im Schadenfall reduzieren, rät er. Gerade für ein Unternehmen, das bislang mit dem Thema noch nicht konfrontiert wurde, deckt die Vorbereitung auf eine Police bereits

mögliche Schwachstellen und Sicherheitslücken im Unternehmen auf. „Wir müssen uns von dem Gedanken lösen, dass ein Hackeran-

„Anders als beispielsweise bei einem Feuerschaden ist bei einem Cyberschaden nicht immer eindeutig festzustellen, ob der Schaden durch einen unachtsamen Mitar-

Gemessen an der Wirtschaftsleistung sind die Schäden von Cyberkriminalität in Deutschland weltweit am höchsten. Foto: iStock.com/Mikko Lemola

griff lediglich mit einem Verlust an Daten gleichzusetzen ist. Vielmehr tangiert ein Angriff viele Bereiche und kann das Unternehmen teuer zu stehen kommen. Neben dem Diebstahl, einer Löschung oder Veränderung des Datenpools ist ebenso ein Eingriff in die Steuerungselektronik der Produktionsanlagen denkbar. Dies hat weitreichende Konsequenzen. Ein Stillstand von Logistik, Produktion oder Internet-Shop hat unmittelbare Auswirkungen auf die Ertragslage“, weiß Marquardt. „Und: Solche Ausfälle stören auch langjährige Geschäftsbeziehungen“, ergänzt Michael Winte von Funk. Durch einen Eingriff in die elektronische Kommunikation des Unternehmens ließen sich auch die Zahlungsströme manipulieren. Mögliche Ansprüche geschädigter Dritter oder der drohende Reputationsverlust des Unternehmens sollten nicht unerwähnt bleiben. Nachdem im Jahr 2001 die erste Cyberpolice auf den deutschen Markt kam, bieten heute schon 14 Versicherer hierzu ihre Deckungskonzepte an. Der Makler Funk hat daher direkt ein eigenes Produkt entwickelt. Wichtiger Bestandteil, so Michael Winte von Funk, ist die Beweislastumkehr:

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beiter, durch geschickte Hacker oder durch noch etwas anderes entstanden ist. Durch die Beweislastumkehr ist es aber am Versicherer nachzuweisen, dass kein Versicherungsfall vorliegt.“ Ebenso sollten gerade Schäden, die nicht durch Angriffe von außen, sondern durch eigenes Personal oder technische Probleme entstanden sind, mit berücksichtigt werden.

Ein Hacker-Angriff tangiert viele Bereiche und kann teuer werden Die Unternehmen müssen wissen: Bei den Deckungsinhalten gibt es deutliche Unterschiede, die Angebote sind schwer vergleichbar. Daher rät Thilo Marquardt zu einer Beratung durch eine neutrale Instanz, beispielsweise durch seine VerTex. Als Idee in der Textilverbandswelt geboren, betreut sie seit über 30 Jahren ausschließlich Kunden der Textil- und Bekleidungsindustrie und ist mit den spezifischen Produktionsabläufen und typischen Schadenmustern der gesamten textilen Kette vertraut. Peter Haas

Erbschaftsteuer und ihre „Folgen“ In den kommenden Jahren steht bei einer Vielzahl mittelständischer Unternehmen die Nachfolge an. Aus diesem Grund veranstaltet der von Südwesttextil mitgetragene Landesverband der BadenWürttembergischen Industrie (LVI) gemeinsam mit seinem Mitglied, der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, am 14. März 2017, von 09.00 Uhr bis 11.00 Uhr einen Workshop zu dem Thema: „Vererben und Verschenken ohne Steuern und Streit – Welche Fallstricke sind nach der Reform der Erbschaftsteuer zu beachten?“ Mehr unter www.lvi.de Modedesign – ein Blick in die Zukunft Die Veranstaltung findet am 29. März 2017 von 19.00 bis 21.00 Uhr im Design-Center Stuttgart statt und richtet sich an Mode- und Textildesigner, Kreativschaffende, Agenturen und Institutionen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Designlese“ liegt der Fokus der Impulsvorträge auf Trendthemen der Branche Modedesign, Best Practices für innovative Geschäftsmodelle sowie auf Perspektiven für Mode- und Textildesigner. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich die Ergebnisse des Hugo Boss Fashion Awards 2017 im Haus der Wirtschaft anzuschauen. Mehr unter www.design-center.de Zertifikatslehrgang Der Lehrgang „Fachkraft für Exportund Zollabwicklung“ mit dem Branchenschwerpunkt Textilwirtschaft findet vom 10. bis 12. Mai und vom 17. bis 19. Mai 2017 jeweils von 09.00 bis 18.00 Uhr in der IHK Region Stuttgart statt. Der Lehrgang vermittelt grundlegende praxisorientierte Kenntnisse der komplexen zoll- und außenwirtschaftsrechtlichen Zusammenhänge. Behandelt werden die Klassifikation von Waren, die Nutzung von Incoterms sowie von Zahlungsbedingungen, die Besonderheiten des innergemeinschaftlichen Warenverkehrs, Zollverfahren und Exportdokumente, Ursprung und Präferenzen sowie Grundzüge der betrieblichen Exportkontrolle. Anmeldung unter www.ihk-exportakademie.de


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PFOA – weniger Beschränkungen als befürchtet Das Engagement des Südwesttextil-Umweltreferenten Stefan Thumm und seiner Kollegen zahlt sich aus drei Monate Zeit, um die Beschränkung zu genehmigen oder abzulehnen, dürfen aber keine Änderungen mehr daran vornehmen. Nach der Genehmigung muss die Kommission innerhalb eines Monats den Änderungsantrag für Annex XVII im Amtsblatt veröffentlichen (Ende April/Anfang Mai). Sollte der jetzige Stand final werden, würde mit Inkrafttreten der Verordnung Folgendes in der EU gelten: / D er generelle Grenzwert für Foto: iStock.com/phive2015

Der Versuch, den Einsatz von Perfluoroctansäure (PFOA) massiv einzuschränken, konnte in monatelanger politischer Arbeit differenziert werden. Der finale PFOA-Beschränkungsvorschlag

für die Aufnahme in Anhang XVII der REACH-Verordnung wurde nun von der Kommission an das Europäische Parlament und den Europäischen Rat zur Überprüfung übergeben. Diese haben nun

PFOA und den sog. Related Substances wird auf 25/1000 ppb festgelegt. / Die Produktion und Verwendung

der C6-Telomer-Chemie ist über generelle Ausnahmen bis auf Weiteres erlaubt.

Gerettet: die Dreikrempelsatzmaschine

Prof. Dr. Harald Dallmann

frist für C8-ausgerüstete Textilien von 36 Monaten vorgesehen. / Es werden zusätzlich weitere

C8-Ausnahmen für den Arbeitsschutz-, Medizinbereich, bzw. für Membrantextilien für Produktionsprozesse, Umweltschutz etc. für zunächst 6 weitere Jahre gewährt. Den ausführlichen Artikel mit nützlichen Downloads gibt es im Internet unter www.suedwesttextil.de zu lesen. Fragen an: Dipl.-Ing.(FH) Stefan Thumm Tel.: +49 151 281 090 45 umwelt@suedwesttextil.de

Fiber Highlights 2017

18 Meter lang, 18,2 Tonnen schwer und 84 Jahre alt: Die 1932 erbaute und im selben Jahr in Reutlingen heimisch gewordene Anlage zur Weiterverarbeitung von Wolle – im Fachjargon als „Dreikrempelsatz“ bezeichnet – wurde nun offiziell an das Industriemagazin des Heimatmuseums übergeben. Dies ist dem Einsatz des Fördervereins des Industriemuseums, dem Verein Campus, der Albstädter Firma Groz-Beckert sowie Südwesttextil zu verdanken. 34 000 Euro hat die Demontage und der schwierige Transport

Eric Jürgens

/ Es ist allgemein eine Übergangs-

FIBER HIGHLIGHTS 2016

AFBW – MEHRWERT DURCH NETZWERK

Ramazan Selcuk

der Maschine von der Hochschule zum Industriemuseum gekostet. „Für uns war es wichtig, dass sie zu Lehrzwecken erhalten bleibt“, begründete Eric Jürgens das Engagement von Groz-Beckert. Ramazan Selcuk, der an der Hochschule Reutlingen für die Fasertechnologie verantwortlich ist, lernte die Krempelmaschine bereits im Studium kennen: „Es war Liebe auf den ersten Blick.“ Der Begriff Krempel, erklärt er, kommt von Krampe, das bedeute Haken. Die wiederum sorgen in einer großen Trommel dafür, dass die zunächst ganz wirren Fasern immer weiter vereinzelt und kardiert werden. In weiteren Fertigungsgängen entsteht nach und nach ein loses Vlies und später das fertige Garn. „Edle Fasern wie Kaschmir werden auch heute noch mit solchen Maschinen verarbeitet“, so Prof. Dr. Harald Dallmann, Vizepräsident der Reutlinger Hochschule. „Es dürfte Anfang der 1930er-Jahre weltweit davon nur zwischen 30 bis 40 gegeben haben“. Das historische Schmuckstück, das von drei Motoren im Gleichlauf angetrieben wird und noch immer voll funktionsfähig ist, kann ab sofort im Industriemagazin bewundert werden.

Zum fünften Mal hat die Allianz Faserbasierter Werkstoffe BadenWürttemberg (AFBW) die Höhepunkte und Neuigkeiten aus einem Kalenderjahr zusammengefasst. Die Fiber Highlights 2016 geben einen kurzen Überblick über das vielfältige Leistungsspektrum des Clusters. Mit seinen Projekten und Veranstaltungen ist es eine Anregung für 2017 durch das Netzwerk in ein innovatives Geschäftsjahr aufzubrechen. Die Fiber Highlights 2016 stehen im Internet unter www.afbw.eu zum Download bereit oder können bei der AFBW unter ulrike. moeller@afbw.eu angefordert werden.


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Einladung Techtextil 2017 Zum Empfang auf dem Gemeinschaftsstand BadenWürttemberg lädt die Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg, Katrin Schütz, ein.

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Anmeldung unter www.suedwesttextil.de bis zum 27. April 2017

Donnerstag, 11. Mai 2017 um 14.00 Uhr Ort: Gemeinschaftsstand BadenWürttemberg auf der Techtextil in Frankfurt Halle 3.1, Stand D81

Der Gemeinschaftsstand Baden-Württemberg auf der Techtextil 2017 wird von „Baden-Württemberg Inter­national“ in Kooperation mit der Allianz Faserbasierte Werkstoffe Baden-Württemberg (AFBW) und dem Verband Südwesttextil organisiert und betreut. Nach einer kurzen Begrüßungsrede durch Staatssekretärin Katrin Schütz und Bodo Th. Bölzle, Südwesttextil-Präsident und CEO der Amann Group, gibt es für die Besucher die Möglichkeit, am Stand mit den Ausstellern ins Gespräch zu kommen.

Mit Fasern können wir alles

Ein weiteres Highlight ist unser AFBW-Walking-Bus: Täglich um 11.00 Uhr gibt es eine geführte Runde über den Gemeinschaftsstand.

»Ich kann gut zuhören und habe eine gute Auffassung in technischen Dingen. Außerdem kann ich gut vermitteln. Allerdings: Wenn immer der Klügere nachgibt, dann bestimmt am Ende der Dumme, das kann auch nicht sein.« Dieter Kempf, neuer BDI-Präsident, auf die Frage, was ihn für diese Aufgabe qualifiziert.

Foto: ETTLIN

Am Mittwoch, 10. Mai 2017 laden Südwesttextil und die AFBW zur Standparty auf den Gemeinschaftsstand Baden-Württemberg ein. Mit einem Aussteller-Slam begrüßen wir unsere Gäste und lassen den Messetag bei Cocktails und guten Gesprächen ausklingen.

Impressum © Alle Rechte vorbehalten. Keine Vervielfältigung ohne schriftliche Genehmigung des Herausgebers. Verband der Südwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie Südwesttextil e. V. Kernerstraße 59 70182 Stuttgart

Präsident Bodo Th. Bölzle

Telefon +49 711 21050-0 Telefax +49 711 233718 Internet www.suedwesttextil.de

Verantwortlich für Inhalt und Layout Simone Diebold

Hauptgeschäftsführer Peter Haas

Der Bezug der Südwesttext ist im Mitgliedsbeitrag enthalten.

Druck Gress-Druck GmbH Fellbach Auflage 1 350 Exemplare Erscheinungsweise zweimonatlich


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108 februar 2017 by Südwesttextil - Issuu