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JusKnacker

Das Uni-Magazin der Studienvertretung Juridicum Salzburg

Den Stein der Veränderung ins Rollen bringen... Jede Veränderung ist eine Chanche oder beginnt mit dem ersten Schritt.

JÄNNER 2017 Ausgabe 27


Inhaltsverzeichnis Politik Die Zeit des Wandels..................................................................................... 5

Studium Mein Erasmus-Semester in Jus an der Karls-Universität in Prag............. 8 Taschenverbot.............................................................................................. 11 Ein neuer Lehrbuch-Klassiker?.................................................................... 12 Auslandserfahrung & Studium................................................................... 15

News JUMS – Abschlussarbeiten aus dem Bereich der BWL publizieren.......... 15 Ich bin der Neue!......................................................................................... 16 Casebook Steuerrecht................................................................................. 18

Uni-Leben „Der Abschluss ist nur die Krönung‘‘.......................................................... 20 Erfahrungen aus Alpbach............................................................................ 24


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Editorial

Lieber Leser und Leserinnen!

Nur noch einige Wochen bis zum Semesterende. Wir hoffen, dass die meisten die gewünschten Prüfungen gemeistert haben. Für all jene, die noch die Finanzrecht Fachprüfung meistern wollen, gibt es ein neues Fallprüfungsbuch, das in dieser Ausgabe vorgestellt wird.

Zudem gibt es wieder einen Erasmus-Bericht. Nehmen wir an, dass wir in Prag sind und dort ein Semester verbringen möchten, denn genau das hatte sich mein Kollege David als Ziel gesetzt und nun berichtet er, was er wie gemacht hat.

Außerdem freuen wir uns sehr, einen neuen Professor an unserer Fakultät begrüßen zu dürfen. Univ.-Prof. Dr. Dominik van Aaken hat mit Beginn des Wintersemesters 2016/17 die Professur für Strategisches Management und Organisation angenommen.

Eine Überraschung des neuen Jahres wird vor allem unsere neue Rubrik sein. Wir werden demnächst in jeder Ausgabe einen Absolventen/eine Absolventin interviewen. Beginnen möchten wir hier mit Mag. Tarık Mete, BA MA Was in dieser Ausgabe wieder nicht fehlen konnte? Natürlich ein Bericht über die frustrierende ÖH-Politik.

Viel Spaß beim Lesen und alles Gute und zahlreiche geschaffte Prüfungen im neuen Jahr....

Gülşah Akyazı Chefredakteurin JusKnacker

JusKnacker JÄNNER ‘17 Ausgabe 27


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Impressum Herausgeberin: Österreichische HochschülerInnenschaft an der Universität Salzburg Studienvertretung Juridicum Salzburg Chefredakteurin: Gülşah Akyazı Redaktion: Leander Kraiger, Tobias Neugebauer, Daniel Schwaighofer, David Unterberger Layout/Design: Tobias Neugebauer Lektorat: Eva Wimmer Anschrift: Churfürststraße 1 | 5020 Salzburg Telefon: 0662 / 8044 - 6014 oder 0662 / 8044 - 6015 Fotos: Studienvertretung Juridicum Salzburg (sofern nicht anders angegeben)  /stvjuridicum.salzburg @ jusknacker@stv-juridicum.at oder office@stv-juridicum.at Offenlegung gemäß §25 Mediengesetz: JusKnacker – Das Uni-Magazin der Studienvertretung Juridicum Salzburg ist ein Magazin der Österreichischen HochschülerInnenschaft an der Universität Salzburg und steht zu 100 % in deren Eigentum. Der JusKnacker wurde klimaneutral auf 100 % Recyclingpapier gedruckt.

IMPRESSUM stv-juridicum.at


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Die Zeit des Wandels

Foto: privat

Wird eine konstruktive Vertretungsarbeit möglich sein?

// Daniel Schwaighofer Daniel Schwaighofer studiert

das

studium

Rechtswissen-

Diplom-

schaften sowie das Bachelorstudium

Recht

&

Wirtschaft und ist Sachbearbeiter im JusKnackerReferat der StV Juridicum. Er ist zudem Vorsitzender der

Studienvertretung

Recht & Wirtschaft sowie

Ein knappes Jahr hatte die neue Koalition zwischen der Aktionsgemeinschaft (AG) und dem Verband Sozialistischer Student_innen (VSStÖ) überlebt. Nicht nur viele außenstehende Studierende, sondern auch der Autor verfolgten das Spektakel mit Verwunderung. So war noch kürzlich auf Anfrage des JusKnackers von beiden Seiten überwiegend nur Positives verlautbart worden. Gut, Kritik und kleine Wehwehchen gibt es und gab es schon immer, aber dass diese gleich zu einem Rücktritt der kompletten AG geführt hätten, war wohl für viele doch sehr überraschend. Eine Analyse:

Mandatar der Fakultäts-

Wie bereits berichtet, gab es seit längerem bereits Beschwerden seitens der VSStÖ gegenüber dem von der AG geführten Bildungspolitischen Referat, dass, so lautet die Kritik der VSStÖ, diese ihre Arbeit unterlässt oder nicht in der Koalition vereinbarten Art und Weise, sowie deren Ziele verrichtet. Daraufhin, so ist auf der VSStÖ Seite zu lesen, musste ein Antrag auf Weisung der Referentin des Bildungspolitischen Referats (BiPol) in die Universitätsvertretung (UV) eingebracht werden, um eine konstruktivere Arbeit für die Studierenden zu gewährleisten. Dieser Antrag wurde mithilfe der Grün-Alternativen Studierenden (GRAS) erfolgreich beschlossen, woraufhin die komplette AG – einschließlich der ReferentInnen – zurücktrat. Die, man muss es fast so sagen, recht schwammig formulierte Begründung seitens der AG, die zum Rücktritt führte, waren offensichtliche Anvertretung.

In welche Richtung uns die Zukunft weist, ist noch ungewiss.

träge, die gegen die AG gerichtet sind, und eine vermeintliche Drohung, die Referentin des BiPol abzusetzen. Zudem fanden, laut AG, inhaltliche Anträge keine Mehrheit mehr, woraufhin die Konsequenzen gezogen wurden und sie geschlossen zurücktraten. Paul Oblasser (ehem. ÖH-Vorsitzender) kritisierte, „dass machtpolitische Spielchen dem VSStÖ Salzburg wichtiger erscheinen, als sich wirklich Gedanken über die eigentliche Vertretungsarbeit zu machen“. Diese Aussage verwundert ungemein, da es bei dem Antrag ja gerade darum ging, die Studienvertretungsarbeit konstruktiv fortzusetzen. Zudem lässt laut Tobias Neugebauer (VSStÖ-Mandatar) die Koalitionsvereinbarung

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Vermeintlich richtige Entscheidungen, führen oft zu unerwarteten Konsequenzen.

zu, „dass die MandatarInnen beider Fraktionen in den UV-Sitzungen frei abstimmen, insofern nicht den gemeinsamen festgelegten Grundwerten oder Zielen widersprochen wird“. Und dies war bei diesem Beschluss offensichtlich nicht der Fall. Nun könnte man den Hickhack zwischen den beiden Fraktionen und deren gegenseitigen Kommentierungen auf Facebook noch näher analysieren und argumentieren, jedoch bringt es dem Leser und der Leserin noch weniger als den Studierenden selbst, denn schließlich gehört die wesentliche Studienvertretungsar-

UNI-POLITIK stv-juridicum.at

beit nicht nur für die Stierendenschaft, sondern auch gegenüber dem Rektorat sowie dem Wissenschaftsministerium erledigt und zwar unabhängig davon, welche persönlichen Befindlichkeiten und Sandkastengeplänkel nun schon wieder vonstattengingen. Dahingehend war es definitiv eine richtige Entscheidung seitens der geschäftsführenden ÖH-Vorsitzenden Ivana Ristic, bis zu den kommenden ÖH-Wahlen alle Fraktionen (neben dem VSStÖ und der AG auch die GRAS und die JUNOS) zur Mitwirkung und Vertretungsarbeit einzuladen.


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Wie sich das aktuelle Ereignis nun wirklich auf die Vertretungsarbeit und der im kommenden Jahr folgenden ÖH-Wahl auswirkt, bleibt aber noch offen. Spannend für viele an der juridischen Fakultät bleibt jedoch, wie sich der zusätzliche Arbeitsaufwand für Ivana Ristic als ÖH-Vorsitzende UND Vorsitzende der Studienvertretung am Juridicum auswirkt. Die u. a. seit Monaten nicht funktionierende Homepage und mangelnder Termine an Erstsemestrigen-Beratungen im Herbst, trägt nicht zur allgemeinen Befriedung der Studierenden am Juridicum bei und löst zurecht viel Un-

mut aus. Das Bemühen um der Arbeit Herr (idF Frau) zu werden, steht außer Frage, aber angemessene Vertretungsarbeit beginnt in den jeweiligen StVen und zwar DIREKT bei den Studierenden selbst und nicht erst in der ÖH. Was bleibt ist ein fahler Beigeschmack von nicht wichtig genug. Man kann nur hoffen, dass durch diesen erneuten Koalitionsumbruch und vielleicht auch durch diesen Artikel, die Prioritäten endlich neu gesetzt werden und ECHTE Vertretungsarbeit wieder möglich ist.

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Mein Erasmus-Semester in Jus an der Karls-Universität in Prag Ist die Vorstellung nicht wunderbar, für ein halbes Jahr aus dem Uni-Alltag auszubrechen, in einer fremden Stadt ein anderes Leben zu führen und auch noch dafür bezahlt zu werden? Was nach einer Utopie klingt, wurde für mich mit einem Erasmus-Semester in Prag wahr – vielleicht auch für euch? Der folgende Text soll aufzeigen, wie man sich einen Aufenthalt in Prag vorstellen kann. Ich habe mich bewusst für einen nüchternen Schreibstil entschieden, da ich glaube, dass euch knappe Insider-Fakten über Erasmus in Prag am meisten helfen – romanhaften Kitsch über Erasmus im Allgemeinen oder Prag findet man eh selbst genug im Internet! Studieren in Prag Ich habe das Fächerbündel „Internationales Recht (öffentlich-rechtlicher Schwerpunkt)“ absolviert, weiters hätte man Europarecht und verschiedene Wahlfächer ablegen können. Wahrscheinlich wären auch noch andere Fächerbündel möglich gewesen. Man studiert auf Englisch, was auch insgesamt in der Stadt von fast jedem unter 35 verstanden wird. Besonders gut gefallen haben mir die zwei folgenden Lehrveranstaltungen: 1. Eine Lehrveranstaltung zum 1. Zusatzartikel der US-Verfassung, in der es immer wieder kontroverse Diskussionen zwischen den Studenten gegeben hat. Zusätzlich dazu haben wir zwei Moot Courts abgehalten, die Uni hatte dafür einen speziellen Raum, der von der Ausstattung einem Gerichtssaal glich! 2. Ein Seminar über vergleichendes Verfassungsrecht: Hier haben wir die Ver-

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fassungen verschiedener europäischer Länder verglichen, die Studierenden fungierten dabei als Insider für ihr Mutterrecht. Dies war die einzige der Lehrveranstaltungen, die ich besucht habe, // David in der Erasmus-Stu- Unterberger dierende mit Studierenden aus Prag David Unterberger studiert gemischt waren, im das Diplomstudium RechtsAllgemeinen waren wissenschaften. Er ist Sachdie LVs nur für Eras- bearbeiter im JusKnackermus-Studierende. Referat der StudienvertreMeiner Einschät- tung Juridicum Salzburg. zung nach ist die Schwierigkeit der Prüfungen ca. auf dem Niveau ihrer Entsprechung in Salzburg. Auch von der Ausstattung ist die Fakultät ungefähr mit unserer zu vergleichen, mit Ausnahme einer erheblich kleineren Bibliothek. Das Verhältnis zwischen Professoren und Studierenden war lockerer, als ich es von Salzburg kannte ; es war ungewohnt, mit Vornamen angesprochen zu werden. Das Gebäude der Rechtswissenschaftlichen Fakultät befindet sich im Stadtzentrum direkt an der Moldau. Leben in Prag Schon bei der Voranmeldung einige Wochen vor Beginn des eigentlichen Auslandssemesters musste man angeben, ob man ein Zimmer in einem von der Uni organisierten Studentenheim haben möchte oder nicht. Ein späteres

Foto: Privat

Aus der Distanz ergibt sich eine neue Perspektive


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Der Ausblick auf die Karlsbrücke, über die Moldau und auf die Prager Burg (Pražský hrad) ist besonders sehenswert.

Stornieren war dabei nicht möglich. Da ich ein Zimmer weit außerhalb des Stadtzentrums (über 40 min Fahrzeit zum Zentrum) bekommen hätte, entschied ich mich gegen dieses. So wohnte ich die erste Woche in einem Hotelzimmer und organisierte mir auf eigene Faust ein Zimmer in einem privaten Studentenheim, das nur wenige U-Bahn-Stationen vom Stadtzentrum entfernt war. Dieses glich eher einer WG: Ich teilte mir ein Appartement mit zwei Studentinnen aus der Ukraine, einer Studentin aus Marokko, einer Studentin aus Belgien und einem Studenten aus Saudi-Arabien. Noch näher im sozialen Zentrum bezüglich Erasmus wäre natürlich das ursprüngliche Heim gewesen. Eine Studentenorganisation organisierte über das ganze Semester hinweg verschiedenste Veranstaltungen und Unternehmungen (Reisen durch Tschechien, Filmabende etc.) und verschenkte SIM-Karten, mit welchen Erasmus-Studierende untereinander unbegrenzt kostenlos SMS verschicken konnten.

Trotz unterschiedlicher Größe ist Prag (1,2 Millionen Einwohner) vom Aufbau mit Salzburg vergleichbar: historische Altstadt und Fluss im Zentrum, viel Natur und kleine „Stadtberge“. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind (speziell für Studierende) sehr günstig. Prag ist allgemein sehr leistbar: Bis auf Elektronik und Kleidung empfand ich Prag in allen Bereichen erheblich günstiger als den mitteleuropäischen Standard. Weiters ist diesbezüglich erwähnenswert, dass es buchstäblich an jeder Ecke einen kleinen von Asiaten geführten Krämerladen gibt, der fast bis Mitternacht geöffnet hat. Meinem Eindruck nach ist Prags Ruf als eine der europäischen „Party-Hauptstädte“ gerechtfertigt, wobei diesbezüglich die Außenbezirke noch interessanter sind als das touristische Zentrum. Dadurch, dass Prag nicht allzu weit entfernt ist, konnte ich mehrere Besuche von Freunden und Familienmitgliedern genießen – ein besonderes Highlight waren hier gemeinsame Tretboot-Fahrten auf der Moldau direkt im Zentrum der Altstadt.

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Das Gebäude der rechtswissenschaftlichen Faktultät "Právnická fakulta" liegt direkt an der Moldau.

Für ein halbes Jahr komplett aus der vertrauten Umgebung herausgerissen zu sein, habe ich insgesamt als sehr positiv erlebt. Die Distanz zu meinem gewohnten Leben ergab eine neue Perspektive auf dieses. Vor allem wurde mir noch mehr bewusst, dass dieses nur eine von unzähligen, komplett unterschiedlichen Lebensmöglichkeiten darstellt und dass es nur die eigene Trägheit, aber nicht Alternativlosigkeit ist, wenn man immer dasselbe Leben führt. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um mich bei allen (meine Familie, meine Freunde, meine Betreuer, Personal , div. Einrichtungen) zu bedanken, die mich bei meinem Erasmus-Aufenthalt unterstützt haben! Auch wenn es mit einer gewissen Überwindung und ein wenig bürokratischem Aufwand verbunden ist, würde ich Erasmus allen empfehlen. Vor, während und nach so einem Aufenthalt spricht man mit vielen Menschen über das Thema: Dabei stößt man oft auf Reue – Reue keinen Auslandsaufenthalt gemacht zu haben. Wenn ihr es also irgendwie einrichten könnt, führt daran kein Weg vorbei! Weiters habe ich bereits in der letzten Ausgabe des Jus-Knackers einen Artikel mit Ideen zur Planung eines Auslandssemesters verfasst. Auf folgenden Links findet ihr eine Liste mit Städten und Betreuern sowie die weiteren Schritte: https://www.uni-salzburg.at/index.php?id=29082 https://www.uni-salzburg.at/index.php?id=67485

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Taschenverbot In die Bibliothek gehe ich gerne. Manche lernen lieber zu Hause, das ist nichts für mich. Neulich erst war ich wieder einmal. Die Tür zur Bibliothek im Toskanatrakt geht automatisch auf. Ich gehe rein, direkt durch diese elektronischen Geräte links und rechts vom Eingang, die Alarm schlagen, wenn man (aus Versehen) ein noch nicht ausgeliehenes Buch aus der Bibliothek nimmt. Ein Spind ist keiner mehr frei, aber zum Glück gibt es noch einen Korb (das ist ja auch nicht zwangsläufig der Fall). Ich fülle die Sachen aus meinem Rucksack in den Korb. Stifte, Post-Its, Collegeblock, Lehrbücher, Kodex, Wasserflasche, Laptop, Aufladekabel, Mp3 Player etc. Was letztendlich in den Korb hineinkommt, ist egal, solange es im Korb ist, ist es okay. Theoretisch könnte man also auch Essen mitbringen, denn der Korb erschwert das ‚vorbeischmuggeln‘ nicht. Manche machen das ja auch. Sie verspeisen dann genüsslich ein Schokocroissant oder sonstiges während des Lernens in der Bibliothek. Manchmal sind sie nett und geben was ab. Die Gefahr, beim Essen auf frischer Tat ertappt zu werden, gibt es nicht wirklich.

Als ich am Abend nach Hause gehen möchte, fülle ich wieder alles vom Korb in meinen Rucksack. Zum Glück ist der noch da, ich konnte ihn ja nicht auf meinen Platz mitnehmen oder einsperren. Dabei schaut keiner, ob // Leander ich ein Buch einpacke, Kraiger das ich zwar ausleihen darf, das aber noch Leander Kraiger ist 22 nicht getan habe oder Jahre alt und studieines einpacke, das ich ert im 7. Semester das überhaupt nicht auslei- Diplomstudium Rechtshen darf. wissenschaften. Daneben Wozu auch, es würde ja ist er ehrenamtlich bei der das Gerät beim Verlas- Lebenshilfe Salzburg aktiv sen der Bibliothek so- und arbeitet seit Oktober wieso Alarm auslösen. diesen Jahres als juristischWozu genau brau- er Mitarbeiter bei der NHP che ich eigentlich den Rechtsanwälte GmbH. Korb? Ich freue mich über Hinweise auf mögliche (von mir nicht bekannten) Gründen an: kraigerle@stud.sbg.ac.at

Foto: Ludwig Seidl

Wozu genau brauche ich eigentlich den Korb?

Braucht es wirklich einen eigenen Korb für die Bibliothek, wenn ich die Lernunterlagen genausogut im Rucksack transportieren kann?

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Ein neuer Lehrbuch-Klassiker? Das „Besondere Verwaltungsrecht‘‘ wird unter die Lupe genommen Was passiert, wenn neun junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein neues Lehrbuch zum Besonderen Verwaltungsrecht gestalten? Die Frage, weshalb es ein neues Lehrbuch für diesen Themenbereich benötigt, haben sich wohl auch die Autorinnen und Autoren des im Jan Sramek Verlag erschienen Werks gestellt. Entscheidend für das umfassende Lehrbuch dürfte dabei gewesen sein, dass die Verfasserinnen und Verfasser durch ihre Lehrtätigkeit an verschiedenen österreichischen Universitäten die Probleme der Studierenden bei der Verarbeitung des Lehrstoffs nur zu gut kennen und verstehen. Wer kann schon von sich behaupten, sich im Dschungel von A wie Arzneimittelrecht bis Z wie Zollrecht nicht manchmal etwas zu verlieren? Ziel des Lehrbuchs ist es daher, den Studierenden „einen Kompass in die Hand zu geben, um erfolgreich durch das verwaltungsrechtliche Dickicht zu kommen“. Die behandelten Themenbereiche erstrecken sich dabei von der Gewerbeordnung über das Sicherheitspolizeigesetz, das Vereins- und Versammlungsrecht, das Staatsbürgerschaftsrecht, das Baurecht, das Raumordnungsrecht bis hin zum Naturschutzrecht. Alle dargestellten Gebiete werden dabei anschaulich und äußerst verständlich dargestellt. Die vielzähligen, mit Bedacht gewählten Beispiele helfen den Studierenden, die teils komplexe Rechtslage besser zu verstehen, selbst wenn sie auf wenig oder gar kein Vorwissen zurückgreifen können. Daneben dienen insbesondere die zahlreichen Grafiken, Akzentuierungen als auch Hervorhebungen dem besseren Verständnis der Materie. Die Marginalspalte, die Raum für eigene Notizen lässt, hilft zudem bei der raschen Orientierung. Jeder der Themenbereiche wird mit einem eigenen, übersichtlichen Inhaltsverzeichnis eingeleitet. Nach einigen kurzen Vorbemerkungen,

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Besonderes Verwaltungsrecht, Aigner et al., Jan Sramek Verlag, 2016, 569 Seiten, € 49,90.

in denen die Relevanz der Materie verdeutlicht wird, werden erst die Grundlagen erläutert, um sich anschließend immer tiefer in die Besonderheiten der Thematik vorzuwagen. Die verwendete Sprache scheint gerade angemessen, schwer verständliche Begrifflichkeiten werden möglichst einfach erklärt und durch Beispiele verdeutlicht. Ein jedes Kapitel schließt mit einem Literaturverzeichnis, welches die themenspezifische Literatur in den Grundzügen auflistet. Obwohl die Autorinnen und Autoren des Lehrbuchs ihre Lehrtätigkeit allesamt an der Universität Wien bzw an der Universität für Boden-


kultur in Wien ausüben oder ausgeübt haben, werden die Themengebiete, die aufgrund unterschiedlicher Landesgesetze (bspw Baurecht) teils doch sehr unterschiedlich geregelt werden, nicht durch die „Wiener Brille“ betrachtet. Vielmehr wird versucht, die jeweiligen landesrechtlichen Vorgaben nebeneinander darzustellen und Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten übersichtlich darzustellen. Dies mag zwar in Hinblick auf die Prüfungsvorbereitung manchmal etwas ineffizient wirken, es schafft dafür jedoch auch die Möglichkeit, unterschiedliche Regelungen zu vergleichen und in kritischer Weise zu betrachten. Die Art und Weise, wie dieses Lehrbuch gestaltet wurde, zeigt, dass sich die Autorinnen und Autoren viele Gedanken über dessen Konzeption gemacht haben. Es ist deutlich zu erkennen, dass die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Probleme der Studierenden beim Erlernen der (für manche sehr trocken wirkenden) Materie erkannt haben, indem sie die Themen mit insgesamt rund 1.000 Beispielen äußerst lebhaft und abwechslungsreich gestalten. Daneben helfen vor allem die durch Symbole verdeutlichten Kategorisierungen (Wissen, Beispiel/Frage, Judikatur/Lösung und Literatur/ Gesetzestext) der einzelnen Abschnitte. Zeit für ein Fazit: Ein neuer Lehrbuchklassiker ist geboren! „Besonderes Verwaltungsrecht“ ist ein durchaus hilfreicher Wegweiser, um den Weg durch den Dschungel der (für die Klausuren und Prüfungen relevantesten) Verwaltungsvorschriften zu finden. Die Grafiken wirken weder überladen noch anspruchslos und fügen sich passend in den Text ein, um das soeben Erlernte visuell zu verdeutlichen. Ausreichend Platz für eigene Anmerkungen – insbesondere in der Marginalspalte, die zudem die wichtigsten Schlagwörter beinhaltet – ermög-

licht ein übersichtliches Arbeiten, das ausführliche und übersichtliche Sachverzeichnis hilft beim schnellen Suchen. Die Suche nach (negativer) Kritik gestaltet sich durchaus schwierig. Einzig Größe und Umfang des Lehrbuchs mö- // Tobias gen in manchen Situationen Neugebauer als zu üppig erscheinen. Mit einem Ausmaß von 21 x 27,7 Tobias Neugebauer, LLB. cm und 569 Seiten ist das oec. studiert das DiplomRechtswisWerk nicht für jede Handa- studium sche geeignet. Aber seien senschaften sowie das Recht wir mal ehrlich, wer lernt Masterstudium schon so zwischendurch mal & Wirtschaft. Er ist Vorsitzender der FakultätsVerwaltungsrecht? Juridicum, Nehmt euch für das Thema vertretung genügend Zeit, arbeitet ne- Mandatar der Studienverbenbei mit dem Gesetzes- tretungen Rechtswissentext und vergesst vor allem schaften sowie Recht und nicht darauf, in Hinblick auf Wirtschaft sowie Sachdie Klausuren und Prüfun- bearbeiter im JusKnackgen auch den einen oder er-Referat der StudienJuridicum. anderen Übungsfall zu be- vertretung arbeiten. Auch hier kann auf Daneben ist er unter anhilfreiche Literatur aus dem derem 2. stellvertretender Hause Jan Sramek verwiesen Vorsitzender des Senats werden: Fallbuch3, Müller/ der Universität Salzburg. Wallnöfer/Wimmer (Hrsg.), Jan Sramek Verlag, 3. überarbeitete und erweiterte Auflage 2016. Wer den Inhalt des Lehrbuchs verstanden hat, sollte mit den (verwaltungsrechtlichen) Fragestellungen keine großen Probleme haben. Vielleicht dient die Konzeption des Lehrbuchs vielen (jungen) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als Vorlage für weitere Lehrbücher. Die Studierenden würden sich mit Sicherheit darüber freuen.

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Foto: Ludwig Seidl

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14 Vorrundenfinale des

Franz von Zeiller Moot Court aus Zivilrecht

Freitag, 27. J채nner 2017 16.00 Uhr Bezirksgericht Salzburg Verhandlungssaal 1

F체r Ausk체nfte stehen wir gerne zur Verf체gung! Kontakt

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Mag.a Christina Kirschner Tel: 0662/8044-3303 Christina.Kirschner@sbg.ac.at

Maga. Eva Klampferer Tel: 0662/8044-3254 Eva.Klampferer@sbg.ac.at


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JUMS – Abschlussarbeiten aus dem Bereich der BWL publizieren „Junior Management Science‘‘ ist das erste wissenschaftliche Journal für Abschlussarbeiten der Betriebswirtschaftslehre Jährlich werden ca. 100.000 Abschlussarbeiten der Betriebswirtschaftslehre in Deutschland, Österreich und der Schweiz geschrieben. Viele sind zufriedenstellend, manche fallen unter die Kategorie „Jugendsünden“. Einige sind allerdings auch herausragend. Die Initiative „Junior Management Science (JUMS)“ um Dominik van Aaken (Universität Salzburg, Professur für Strategisches Management und Organisation), Sebastian Waic (Masterstudent der BWL, LMU München) und David Florysiak (Assistenzprofessur für Empirie der Unternehmensfinanzierung) hat sich zum Ziel gesetzt, die besten und wissenschaftlich wertvollsten Arbeiten ausfindig zu machen und in dem eigens gegründeten Journal unter www.jums.academy zu publizieren. Dabei wird JUMS im Advisory Editorial Board von 50 Professorinnen und Professoren von über 25 Hochschulen wissenschaftlich begleitet; maßgeblich sind dabei Professoren der LMU München und der PLUS vertreten. Studierende können ihre Abschlussarbeiten bei JUMS kostenlos einreichen und durch ein double-blind Review-Verfahren von zwei Reviewern begutachten lassen. Die am besten bewerteten Arbeiten werden regelmäßig im sogenannten „Open

Access”-Verfahren publiziert. Dadurch sind die Arbeiten zitierfähig und weltweit kostenfrei zugänglich. Durch die Publikation wissenschaftlich wertvoller Abschlussarbeiten ermöglicht JUMS nicht nur einen Wissenstransfer zwischen Gesellschaft und Wissenschaft; eine Publikation stellt gleichzeitig eine Würdigung herausragender wissenschaftlicher Leistungen von Studenten dar. Das Wichtigste ist aber, dass sich aktuell Studierende an den publizierten Arbeiten orientieren können, da sie hochschulübergreifend von unabhängigen Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen hervorragend bewertet worden sind. Besuchen Sie unsere Zeitschrift unter www.jums.academy! Dort können nicht nur Abschlussarbeiten eingereicht werden, ebenso können dort die ersten zwei Ausgaben von JUMS heruntergeladen werden – wir wünschen eine bereichernde Lektüre! Über Nachfragen und Anregungen zu Junior Management Science freuen wir uns jederzeit unter info@jums.academy.

Was macht man am besten, damit die Abschlussarbeit nicht ungelesen im Regal verstaubt? JUMS bietet eine Alternative für wissenschaftlich wertvolle Arbeiten.

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Ich bin der Neue! Zum Wintersemester 2016/17 habe ich die Professur für Strategisches Management und Organisation an dieser schönen Universität übernommen. Zuvor war ich wissenschaftlicher Mitarbeiter und Gastdozent an Universitäten in München, Zürich und London. Habilitiert habe ich mich zu strategischen Themen an der Universität München. Ich bin verheiratet und Vater von vier Kindern im Alter von elf, zweimal neun (Zwillinge) und drei Jahren. Insofern erledigt sich die Frage nach meinen Hobbies: Neben einer Professur und vier Kindern bleibt wenig Zeit für andere Dinge. Falls es irgendwie möglich

“Welchen Einfluss hat das Elternhaus auf die Strategie von TopmanagerInnen?” Mit dieser und weiteren Fragen beschäftigt sich Univ.-Prof. Dominik van Aaken.

NEWS

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ist, versuche ich Zeit (mit Familie) in den Bergen, auf Reisen und im Theater zu verbringen (dies dann aber meist ohne Kinder). Insofern ist klar, dass der Standort Salzburg nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht nahezu perfekte Bedingungen für mich bietet.

Foto: privat

Univ.-Prof. Dr. Dominik van Aaken stellt sich vor

// Dominik van Aaken

In meiner Lehre betreue ich verschiedene Vorlesungen Univ.-Prof. Dr. Dominik und Seminare im Bachelor-, van Aaken hat mit BeMaster- und Doktoranden- ginn des Wintersemester studium. Sehr wichtig, aber 2016/17 die Professur für auch aufgrund verschiede- Strategisches Managenner Faktoren (Stichpunkt emt und Organisation „Block“) herausfordernd, am Fachbereich für Soist mir dabei die Vorlesung zial- und Wirtschaftswis„Einführung in die BWL“. Für senschaften der Parisdie eine Hälfte der Studie- L o d r o n - U n i v e r s i t ä t renden ist diese Vorlesung Salzburg angenommen. eine der wenigen Veran- Gemeinsam mit Sebasstaltungen, die sie zur BWL tian Waic und David hören. Insofern können nur Florysiak hat er die Inihier grundlegende Konzepte tiative „Junior Managewirtschaftlichen Handelns ment Science (JUMS) ins vermittelt werden. Und die- Leben gerufen, um Studse sind doch so relevant und ierenden die Möglichkeit spannend! Für die andere zu geben, herausragende Hälfte der ZuhörerInnen bil- Abschlussarbeiten der det die Veranstaltung den Betriebswirtschaftslehre Eingang in ihr Studium; sie im sogenannten „Open ist die erste (und hoffentlich Access“-Verfahren zu nicht letzte) Veranstaltung publizieren. im Studiengang „Wirtschaft und Recht“. Es liegt mir am Herzen, dass engagierte Studierende nicht durch meine Vorlesung einen Anlass bekommen, ihre Studienwahl zu überdenken.


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Dominik van Aaken promovierte und habilitierte sich – nicht weit weg von Salzburg – an der LMU München. Seine Freizeit verbringt er gerne in den Bergen, auf Reisen und im Theater, weshalb der Standort Salzburg nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht nahezu perfekte Bedingungen für ihn bietet.

Generell erfolgt meine Lehre in einem Spannungsfeld von Grundlagendiskussionen und unternehmerischer Praxis. Insofern ist es auf der einen Seite wichtig, dass sich Studierende mit dem Umgang konkreter Praxisfragestellungen auseinandersetzen. Deshalb binde ich bei vielen Gelegenheiten PraxispartnerInnen aktiv in die Lehre ein (z.B. in Form von Lehr- und Gastvorträgen). Auf der anderen Seite sollen sich Studierende aber auch mit bisweilen abstrakten Grundlagendiskussionen auseinandersetzen. Das Studium an einer Universität unterscheidet sich nun mal von einer Fachhochschule. Ich bin überzeugt davon, dass sich analytische Fähigkeiten durch das Durchdringen von Theoriegebäuden fördern lassen. Die strategische Dimension von Betriebswirtschaften kann man nicht durch ein reines Instrumentenwissen vermitteln. Was meinen Forschungsansatz angeht, bin ich überzeugter Pluralist. Das sieht man auch an meinen Veröffentlichungen: Die theoretischen Hintergründe wechseln genauso wie die gewählten Methodiken. Allerdings muss ich zugeben, dass ich zurzeit ein Faible für praxis-

theoretische Ansätze (Bourdieu, Giddens etc.) und quantitativ empirische Forschung habe. Meine Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf Themen der „Strategie und Unternehmensethik“. Beispielsweise gehe ich der Frage nach: „Wie beeinflusst der persönliche Hintergrund (z.B. Bildung, Freunde, Einkommen etc.) von ManagerInnen die strategischen und moralischen Einstellungen dieser Berufsgruppe? Welchen Einfluss hat das Elternhaus auf die Strategie von Topmanagern?“ Interessanterweise wissen wir über diese Zusammenhänge recht wenig, obwohl andere Disziplinen wie die Medizin, die Psychologie und die Soziologie die Relevanz sozialer Schichten für unseren Lebensvollzug schon deutlich gezeigt haben. An der Universität Salzburg mag ich besonders die Interdisziplinarität, in welche die BWL hier eingebettet ist. Die Struktur der PLUS fördert das Zusammenwirken der BWL, VWL, Rechtswissenschaften und Philosophie. Dies ist nicht nur für mich persönlich bereichernd. Es ist auch ein Nährboden für wirklich innovative Forschung und Lehre.

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Casebook Steuerrecht Was Studierende für die Diplom- und Fachprüfung wissen müssen – mit aktuellen Lösungen Wie zu Beginn des Semesters in den steuerrechtlichen Lehrveranstaltungen bereits angekündigt, wurde von meinen Mitarbeitern ein Casebook geschrieben: Prüfungsfälle 2016/17. Dieser Lernbehelf umfasst den gesamten für die Diplom- und Fachprüfung relevanten Stoff mit aktuellen Lösungen. Die Fälle wurden teilweise in Anlehnung an vergangene Prüfungen gestaltet. Die Lösungen sind jedoch umfangreicher – als in der

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Prüfungssituation notwendig – gehalten, vor allem um das Verständnis zu fördern und Zusammenhänge zu verdeutlichen. Sowohl in Bezug auf Konzept, Aufbau und Format wurden neue Wege beschritten. Ich hoffe, dass die Studenten unserer Universität Gefallen daran finden. Das Werk ist seit Weihnachten 2016 erhältlich. Univ.-Prof. MMag. Dr. Christoph Urtz


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„Der Abschluss ist nur die Krönung‘‘ Was macht man eigentlich nach dem Jus-Studium? Welche Berufswege kann man einschlagen? Genau diese Frage haben wir uns als Redaktionsteam auch gestellt und haben uns dazu entschlossen, in jeder Ausgabe einen Absolventen zu befragen. Wir freuen uns sehr, dass wir mit Mag. Tarık Mete, BA MA starten dürfen. JusKnacker: Du hast vor gut sechs Jahren dein Jus-Studium beendet und bist nun bei der Salzburger Gebietskrankenkasse als Jurist in der Direktion tätig? Wenn Du Dich an die fünf Jahre Jus-Studium zurückerinnerst: Was hat dir am besten gefallen und welche Höhen und Tiefen gab es während Deines Studiums? Mete: Ist das wirklich schon so lange her? Ich erinnere mich sehr gerne an meine Zeit als Student zurück. Es war eine schöne Zeit. Ich kann jedem und jeden nur empfehlen, diese Zeit so gut wie möglich auszunützen. Ich habe am meisten genossen, dass man mit anderen Studierenden Zeit verbringen und gemeinsam etwas erarbeiten konnte. Höhen und Tiefen gibt es immer wieder. Wichtig ist es, am Ball zu bleiben und das Ziel vor Augen nicht zu verlieren. Es war insgesamt auch sehr anstrengend – sowohl Arbeiten als auch Studieren, aber im Großen und Ganzen war es eine tolle Zeit. Ich bin eigentlich noch immer Student, ich bin gerade dabei meine Doktorarbeit abzugeben. Außerdem mache ich das Masterstudium in International Executive Management an der SMBS mit dem Schwerpunkt Health Care Management. Ich habe da noch einige Projekte vor mir und möchte mit dem Studieren auch nicht aufhören - man lernt ja nie aus. Man darf nicht vergessen, dass der Abschluss nur die Krönung ist, das, was den Menschen prägt, ist der Weg dort hin. Du hast auch während des Studiums gearbeitet und warst auch sozial sehr engagiert. Wie wichtig sind Praktika und Nebenjobs, aber auch ehrenamtliche Tätigkeit für einen gelungenen Einstieg in den Beruf?

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Ich arbeite seit meinem 17. Lebensjahr. Für mich ist Arbeiten etwas Selbstverständliches. Aber klar ist auch, dass Arbeiten neben der Uni das Studium beeinträchtigt. Wenn man sich finanziell selbst er- // Tarık Mete halten muss, ist es natürlich klar, dass sich Mag. Tarık Mete, BA MA ist 1986 in dadurch das Studium Hallein geboren. Der Salzburger mit verzögert. Disziplin türkischen Wurzeln besuchte die und Organisation sind Heinrich-Salfenauer-Volksschule in da sehr wichtig, um Salzburg-Schallmoos und das Chrisalles unter einen Hut tian-Doppler-Gymnasium, an dem er zu bringen - gerade im Jahr 2004 maturierte. Er absolvierte wenn man einen Ne- ein Diplomstudium der Rechtswissenbenjob hat. Ich war, schaften und die Gerichtspraxis sowie was das Studium an- Abschlüsse in Politikwissenschaften belangt, etwas chao- und European Union Studies. Tarık tisch unterwegs, aber Mete ist Jurist in der Salzburger Gezum Schluss hat es bietskrankenkasse und Inhaber einer eigentlich immer ganz Werbeagentur. Mete ist es gewohnt angut funktioniert. zupacken - sein Studium hat der junge Ehrenamtliche Tätig- Abgeordnete mit Taxi-Fahren finanzikeiten und Funktionen ert. In der SPÖ war er unter anderem habe ich eigentlich nie JUSOS-Vorsitzender und Mitglied im wegen der beruflichen VSStÖ (Verband Sozialistischer StuPerspektive ausgeübt. dentinnen und Studenten). Mete ist Es kann sein, dass das zudem in vielen Vorfeldorganisationen geholfen hat, aber ich der SPÖ aktiv, beispielsweise bei den habe meine ehren- Kinderfreunden, dem BSA (Bund Sozialamtlichen Tätigkeiten demokratischer Akademiker) oder dem nie als Fördermittel Salzburger Wirtschaftsverband. für meine berufliche Karriere gesehen. Das war für mich ein wichtiger gesellschaftlicher Beitrag und auch selbstverständlich - das sehe ich weiterhin so. Vor allem sehe ich es als „Muss“, dass man sich engagiert und das gesellschaftliche Miteinander mitgestal-

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Mag. Tarık Mete, BA MA im Gespräch mit dem JusKnacker


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Der Verein “Vielfalt in Aktion” ist ein politisch unabhängiger Verein, der sich für ein besseres Zusammenleben, Bildung und gesellschaftliche Orientierung einsetzt.

tet. Daher haben wir vor kurzem den Ver- nen besetzt. Gab es einen bestimmten Anein „Vielfalt in Aktion“ gegründet. Es ist ein lass oder eine wichtige Erfahrung in deinem politisch unabhängiger Verein, der sich für Leben, die dich bewogen hat, in die Politik ein besseres Miteinander in unserer Gesell- zu gehen? schaft einsetzt. Ich wollte mich schon immer gesellschaftWir initiieren diverse Projekte und Maß- lich engagieren. Die Politik ist ein Instrunahmen und bieten vor allem für Jugend- ment dafür, das ich sehr früh entdeckt habe. liche und Kinder Mit der Zeit habe ich neue Perspektiven aber gesehen, dass an. Ein Beispiel dafür es nur eines von vie„Man darf insgesamt nicht den Fehler ist unser Lesefördelen Instrumenten ist, machen und den Umstand, dass man rungsprogramm in ein paar Semester mehr braucht für um sich zu engagieKooperation mit der das Studium, als Misserfolg sehen. “ ren. Daher habe ich Stadtbibliothek. Zuauch – abseits der dem haben wir auch Politik – verschiein Kooperation mit dem Hilfswerk einen denste ehrenamtliche Funktionen. Mein Vakostenlosen juristischen Beratungsservice ter war politisch sehr interessiert und war eingerichtet. Unser Team besteht aus rund in seinem Unternehmen auch als Betriebszwanzig Mitgliedern, darunter sind Juristen, rat tätig. Ich denke, dass mein politisches Pädagogen, Führungskräfte und Selbststän- Interesse auch daher kommt. Ich bin einfach dige – alle mit Migrationshintergrund. der Meinung, dass man nicht nur immer darüber meckern sollte, was in der Welt schief Seit deiner Gymnasialzeit warst du politisch geht. Man muss auch mal anpacken und den sehr aktiv und hast verschiedenste Positio- Stein der Veränderung ins Rollen bringen.

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Tarık Mete als „Integrationsbotschafter“ für das Rote Kreuz im Gespräch mit Jugendlichen.

Am 3. Februar 2016 wurdest du als erster aus einer Gastarbeiterfamilie stammender muslimischen Glaubens angehörender Abgeordneter des Salzburger Landtags angelobt. Welche Rolle spielt dein Glaube in deinem Alltag als Politiker? Am liebsten wäre es mir, wenn meine Religionsangehörigkeit oder Herkunft keine Rolle im Alltag spielen würde. Aber leider klingt das Thema natürlich immer etwas mit – sei es in der Politik, in der Uni oder auch im Beruf. Ich sehe das persönlich eher unproblematisch und lebe meinen Glauben, so wie ich es für richtig halte. Das geht auch niemanden etwas an. Man soll den Menschen ihre Freiräume lassen, um sich zu entfalten. Für mich sind unterschiedliche Weltanschauungen eine Selbstverständlichkeit. Leider sind die Rahmenbedingungen für Musliminnen und Muslime in Europa in den vergangenen Jahren und Monaten

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immer schwieriger geworden. Das macht sich sowohl im Arbeitsalltag der Menschen als auch in der politischen Arbeit bemerkbar. Menschen, die teilweise seit Jahrzehnten in Frieden hier gelebt haben, werden grundlos Opfer von Diskriminierung. Das belegen auch die steigenden Zahlen an fremdenfeindlich motivierten Übergriffen und Straftaten. Wir müssen uns alle gemeinsam gegen jede Form der Diskriminierung stellen – dabei dürfen wir nicht aufgrund der Herkunft, des Geschlechts oder der Religion differenzieren. Mittlerweile bin ich wieder aus dem Landtag ausgeschieden, engagiere mich natürlich weiterhin sowohl politisch als auch gesellschaftlich – dafür brauche ich kein Mandat. Viele Studierende werden in der Mindeststudienzeit nicht fertig und beklagen sich, dass die Mindeststudienzeit schwer einzu-


halten ist. Was sind denn für dich die drei größten Fehler im Studium, die zu einer verlängerten Studienzeit führen können und was kannst du besonders den Studienanfängern für ein erfolgreiches Jus-Studium raten? 1) Den Inneren Schweinehund zu bezwingen ist oft nicht einfach. Ohne Selbstorganisation und Disziplin kommt man im Studium nicht gut voran. 2) Die Balance zwischen Job und Studium hinzubekommen ist oft schwierig. Es spielen natürlich die äußeren Rahmenbedingungen eine wichtige Rolle. Wenn man sich das Studium und das Leben selbst finanzieren muss, dann ist das eine vollkommen andere Situation. 3) Die Bürokratie und der Formalismus an der Uni stehen einem auch manchmal im Weg. Das fängt bei der Anmeldung zu Lehrveranstaltungen an, über Veränderungen im Studienplan bis hin zu formellen Erfordernissen und Fristen. Man sollte wichtige Formalitäten nicht aus den Augen verlieren.

Foto: Privat

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// Gülşah Akyazı Gülşah Akyazı studiert das Diplomstudium Rechtswissenschaften sowie das Bachelorstudium Recht und Wirtschaft. Sie ist

Sachbearbeiter

im

Beratungsreferat der Studienvertretung Juridicum und leitet das Referat Jusknacker Daneben ist sie im Bildungskommission der Interkulturellen Studienvertretung tätig.

Ein Ratschlag meinerseits: Auf eigene Faust steht man ab einem gewissen Punkt an und kommt nicht weiter. Die meisten Probleme, die Euch im Studium begegnen, haben andere Studierende auch. Wichtig ist es, sich auszutauschen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Man sollte nicht nur die virtuellen Plattformen nutzen, sondern auch seine persönlichen Kontakte pflegen. Deswegen erachte ich auch die Arbeit der Studienvertretungen für überaus wertvoll, da sie einen großen Beitrag zur Vernetzung der Studierenden leisten. Ich selbst war in meiner Studienzeit auch in der ÖH und in der Studienvertretung tätig. Man darf insgesamt nicht den Fehler machen und den Umstand, dass man ein paar Semester mehr braucht für das Studium, als Misserfolg sehen. Der Weg bis zum Abschluss prägt mehr als der Abschluss selbst. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern jedenfalls viel Erfolg beim Studium. Vielen Dank für das Gespräch! Das Interview führte Gülşah Akyazı Bis Dezember 2016 war Tarık Mete Abgeordneter zum Salzburger Landtag und zuständig für die Bereiche Integration und Asyl, Jugend, Neue Medien, Open Government und Sport. Seine Aufgabe in der Politik sieht er als Brückenbauer zwischen den Kulturen. Als langjähriger Jugendvertreter ist es ihm besonders wichtig, die Politik für junge Menschen wieder greifbarer zu machen und ihnen Perspektiven zu bieten. Sein Motto: “Wer Veränderung will, muss auch was dafür tun!”

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Erfahrungen aus Alpbach

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Wie mich der Geist von Alpbach beflügelt hat und was ich davon nun in die Welt tragen möchte Sonnenaufgangswanderungen, Yoga, interkultureller und religiöser Austausch, Firesidetalks (‚Kamingespräche’) mit den spannendsten Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft, anregende // Livia Wurzer Diskussionen – sowohl am Podium als auch mit anderen Stipendiaten/ForumsteilnehLivia Wurzer studiert mern aus aller Welt – großartidas Diplomstudium ge Bilder/Filme/Konzerte und Rechtswissenschaften weitere künstlerische Darstelsowie das Bachelorlungen, interessante Seminare studium Politikwissenzu einer Vielzahl von Themen schaften. Sie ist Mentorin (von kreativen Theaterworkdes Projekts „Sindbad“ shops über das brandaktuelle (www.sindbad.co.at) und Thema Big Data bis hin zu Relikann daneben eine Vigion, Ressourcenmanagement, elzahl an weiteren (insNachhaltigkeit usw.) aufrütbesondere sozialen) telnde Reden, weltbewegende Aktivitäten vorweisen. und hoffentlich verändernde 2016 erhielt sie das von Ideen, horizonterweiternd und der Fakultätsvertretung beeindruckend, so viel MindJuridicum finanzierte power in einem kleinen – aber Vollstipendium des Club wunderschönen – BergdörfAlpbach Salzburg (www. chen irgendwo inmitten der club-alpbach-salzburg.org) Tiroler Alpen... Ja, das war nun für die Teilnahme am ein kleiner Einblick meiner EinEuropäischen Forum Alpdrücke vom European Forum bach 2016. Alpbach 2016 (www.alpbach. org) bei dem ich dieses Jahr – nachdem ich letztes Jahr im Rahmen des Europarechtskurses in Alpbach war – nun die Ehre hatte durch das Stipendium der Fakultätsvertretung Rechtswissenschaften als Stipendiatin des Club Alpbach Salzburg (CAS) dabei zu sein. Zwei weitere erwähnenswerte Punkte meines Aufenthalts hängen direkt mit dem CAS zusammen bzw. wurden erst durch diesen ermöglicht: einerseits das Knüpfen von neuen Freundschaften und andererseits die wahnsinnig inspirierenden Gespräche mit den anderen Stipendiaten, die mit ihren

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verschiedenen Hintergründen – hinsichtlich Studienrichtung, Herkunft, Lebensweg etc. – und den daraus resultierenden unterschiedlichen Ansichten, Erfahrungen und Einstellungen mitunter zu den für mich größten Bereicherungen des Forums zählen. Diese Liste von positiven Erfahrungen und Erlebnissen in Alpbach könnte man vermutlich noch für eine Weile fortsetzen – man kann sich im Vorhinein ja gar nicht vorstellen, welche Dichte an Eindrücken innerhalb in 2 ½ Wochen möglich ist (und muss dann trotzdem damit leben, dass man es nie schaffen wird das komplette Programm zu nutzen und es nahezu immer eine Veranstaltung gibt, die man nicht besuchen kann) – aber ich hoffe, dass man anhand meiner sehr enthusiastischen Beschreibung nun zumindest den Hauch einer Ahnung hat, was einen in Alpbach erwartet. Fakt ist allerdings, dass man dabei gewesen sein muss, um zu verstehen, was es mit dem berühmten und vielzitierten „Spirit of Alpbach“ tatsächlich auf sich hat. Deshalb hier nur mehr so viel dazu: Alle Erfahrungsberichte sind wahr, der Aufenthalt im „Dorf der Denker“ ist

Natürlich darf auch der offizielle Teil nicht zu kurz kommen. Livia Wurzer, Stipendiatin des Club Alpbach Salzburg, erhält vom Vorsitzenden der Fakultätsvertretung Rechtswissenschaften, Tobias Neugebauer, die Urkunde über die Teilnahme am Europäischen Forum Alpbach überreicht.


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Die Sonnenaufgangswanderung auf den Gratlspitz (1.899 m), den Hausberg Alpbachs, ist fixer Bestandteil des Programms des Club Alpbach Salzburg. Das Generalthemas des Europäischen Forums Alpbach 2016 („New Enlightenment“) hätte nicht besser passen können.

großartig – wahrscheinlich sogar noch besschäftigt hat - für sich das meiste aus dem ser, als du es dir gerade vorstellst – und am Forum herausholen und so dafür sorgen, besten ist es wohl man bewirbt dich selbst, dass man möglichst viel mitnimmt. damit man meine Schwärmereien irgend- • Zweitens geht es – und das spiegelt nur wann richtig nachvollziehen kann. meine persönliche Meinung wider – in Alpbach nicht ausschließlich darum, Mit folgendem Text wollte ich aber nicht nur dass man für sich alleine profitiert. Es meine Begeisterung zum Ausdruck bringen, wäre schade, wenn man das in Alpbach sondern nicht zuletzt auch einige Inhalte, gesammelte Wissen und Know-How, soTipps und Botschaften teilen, die ich mit und bald man wieder zuhause angekommen in Alpbach gelernt habe: ist, nicht mit seiner Umgebung teilt und ich glaube, dass man hierzu auch eine • Erstens: Alpbach ist, was man daraus gewisse Verantwortung hat. Der „Spirit macht. Natürlich ist es per se sehr toll, of Alpbach“ kann nur durch die Mithilfe aber man kann durch den offenen und von allen Teilnehmern kreiert, gelebt und interessierten Zugang auf neue Kontakte weitergetragen werden – nicht nur im (egal ob Stipendiaten, Vortragende oder Dorf selbst weitergegeben, wie die dort andere interessante Persönlichkeiten), ansässigen 22 Erbbauernhöfe, bei welaber auch zu neuen Themen – indem chen sich seit über 200 Jahren wenig verman sich z.B. bei der Seminarwoche für ändert hat – sondern wünschenswerterSeminare entscheidet, mit deren Inhalte weise in die ganze Welt und eben damit man sich zuvor vielleicht noch nicht besich was ändert.

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Neben dem regulären, vom Europäischen Forum Alpbach organisierten, Programm wurde von diversen Vereinigungen sogenannte Firesidetalks veranstaltet, um den TeilnehmerInnen des Forums die Möglichkeit zu bieten, mit diversen Persönlichkeiten in kleiner Runde ins Gespräch zu kommen. Zu sehen sind hier die StipendiatInnen des Club Alpbach Salzburg im Gespräch mit dem Bundesminister für Justiz, Dr. Wolfgang Brandstetter (2. von links).

• Drittens und last but not least ein Satz, der mir besonders im Gedächtnis geblieben ist und im engen Zusammenhang mit dem heurigen Generalthema „Neue Aufklärung“ steht: Die Aufklärung ist nicht ein im 17. Jahrhundert begonnenes und im 19. Jahrhundert abgeschlossenes Projekt, sondern es handelt sich um einen Prozess der bis heute andauert. Die Aufklärung im 18./19. Jhdt. hat zweifellos einige entscheidende Veränderungen in Europa und darüber hinaus in Gang gesetzt, aber wir waren weder davor komplett unaufgeklärt noch danach vollständig aufgeklärt. In unserer modernen, globalisierten und digitalen Gesellschaft werden wir mit vielen Problemen zu kämpfen haben – sei es nun im Umgang mit den neuen Medien, medizinischen und technologischen Innovationen, unserem Planeten oder mit unseren Mitmenschen – konkret ansprechen möchte ich dabei die Themenkomplexe Datenschutz, Fortpflanzungsmedizin und Eugenetics, selbstfahrende

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Autos, nachhaltige Ernährung, Umweltund Tiersschutz, die Flüchtlingsfrage und die generelle soziale Kälte die sich hierzulande immer öfter zeigt. Es bedarf es mehr denn je kritische Menschen, welche weiterdenken, hinterfragen und sich mit den Werkzeugen der Aufklärung – wozu klarerweise die Vernunft, aber auch die Moral gehört - auf der Suche nach Lösungen für die oben aufgeworfenen Herausforderungen machen. Alpbach ist definitiv einer der Orte, an denen solche Fragestellungen diskutiert und Antworten gefunden werden können. Nicht zuletzt durch diesen Gedanken, war der Aufenthalt für mich ein unvergleichliches Ereignis, das ich gerne so oft wie möglich wiederholen möchte. An dieser Stelle möchte ich mich nochmals sehr herzlich bei der Fakultätsvertretung Rechtswissenschaften dafür bedanken, dass sie mir die Teilnahme ermöglicht hat!


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21. Jänner 2017

Einladung zum Uniball Nicht versäumen: Die rauschende Ballnacht für alle Uniangehörigen am Samstag, 21. Jänner 2017! 60 Studierende, darunter zahlreiche internationale, proben bereits die Polonaise, damit bei der Eröffnung im Carabinierisaal jeder Schritt passt. Vier Säle der alten Residenz verwandeln sich für den Ball in Tanzsäle: DJ Hannes Bruniic wartet mit den aktuellsten Beats auf. Fixpunkt am Uniball ist die Salzburger First Line Band. Erstmals tritt die Tanzkapelle Divertimento Viennese auf, die auch beim Wiener Kaffeesiederball und dem Philharmonikerball für volle Tanzflächen sorgt. Um 23 und 1 Uhr heißt es: „Zur Fledermaus-Quadrille aufstellen!“ Und wer im Kaisersaal bei Gesellschaftstänzen aus Mozarts Zeit mitmachen möchte, kann auch einen kostenlosen Vorbereitungskurs besuchen!

Mitternachtseinlage mit Festspielstimmen Elisabeth Schwarz, die bei den Festspielen unter Nikolaus Harnoncourt als Papagena debütierte und Mitglied der Volksoper Wien ist, kommt zum Uniball in ihre Heimatstadt. Gemeinsam mit Paul Schweinester, der vergangenen Festspielsommer in „Le nozze di Figaro“ zu sehen war, präsentiert sie Hits aus den goldenen Zwanzigern. Alte Residenz Salzburg Eröffnung: 21 Uhr, Einlass ab 20 Uhr. · · · ·

First Line Band DJ Hannes Bruniic Divertimento Viennese Gesellschaftstänze aus Mozarts Zeit

Karten inkl. Begrüßungsdrink by SEGEBAR: € 50,- / € 70,- mit Tischplatz / € 25,- für für Studierende bis 27 in jeder Bank Austria sowie unter www.uni-salzburg.at/ball

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Mein Job mit Mehrwert

Regionalverkaufsleiter/in im Raum Salzburg / Oberösterreich Da bin ich mir sicher. • Ihre ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit für die Stärke in der Führung • Ihre Empathie für ein erfolgreiches und respektvolles Miteinander • Ihr ganzheitlicher Überblick für den wirtschaftlichen Erfolg unserer Filialen • Ihre Flexibilität für schnelles Handeln bei unseren abwechslungsreichen Herausforderungen • Ihr Engagement für das Erreichen gemeinsamer Ziele im In- und Ausland • Ihre akademische Ausbildung für Ihren umfassenden Verantwortungsbereich • Unser überdurchschnittlich hohes Gehalt* für Ihre Zufriedenheit • Unsere umfangreiche Einarbeitung für Ihre rasche Verantwortungsübernahme • Unser Führungskräfteprogramm für Ihre persönliche Entwicklung • Unser systematisches Talent Management für Ihre Karriere • Unsere Benefits wie Audi A4 und iPhone auch für Ihre private Nutzung Brutto-Jahresgehalt von € 66.000,– zum Einstieg

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und € 106.000,– ab dem 8. Dienstjahr

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Marlene Bayer Beruf: Regionalverkaufsleiterin Hobby: Reiterin

chkeit Persönli riere trifft Kar

Vorbehaltlich Satz- und Druckfehler.

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JusKnacker, das Magazin der Studienvertretung Juridicum Salzburg

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