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JusKnacker

Das Uni-Magazin der Studienvertretung Juridicum Salzburg

Zeit für Veränderung, Zeit für einen neuen Studienplan Kein Mensch ist so beschäftigt, dass er nicht die Zeit hat, überall zu erzählen, wie beschäftigt er ist.

MAI 2016 Ausgabe 25


Inhaltsverzeichnis

Studium 5 Jahre STEOP................................................................................................ 6 RidaOnline...................................................................................................... 9 Studienplanänderungen am Juridicum....................................................... 12 „Speed Reading‘‘.......................................................................................... 14

Uni-Leben Endlich wieder Innenhoffest!..................................................................... 16 Bargeldabschaffung?................................................................................... 18 Her mit der Waisenpension!.......................................................................20

News Marketing and Innovation are coming home............................................... 23 Neu in der Studienvertretung!...................................................................... 25 Human Ressource Management – neue Facheinheit mit neuer Leiterin... 26


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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!

Im neuen Semester dürfen wir erstmals konkrete Informationen über die Studienplanänderungen bekannt machen auf die wir alle seit Längerem gewartet hatten. Unsere Vorsitzende Ivana Ristic hat einen Überblick über die Änderungen im Bachelor- und Masterstudium Recht & Wirtschaft sowie im Diplomstudium Rechtswissenschaften erstellt. Die Diskussion über die Bargeldabschaffung bzw. Einführung von Bargeldobergrenzen ist ein sehr aktuelles und heikles Thema. Hasan Özkan hat sich mit dieser Thematik auseinandergesetzt und uns über wichtige Aspekte informiert. Einen bereits erschienen, aber sehr wichtigen Beitrag über die Waisenpension hat Daniel Schwaighofer für uns aktualisiert. Die gesetzlichen Voraussetzungen wurden auf den neuesten Stand gebracht. Neu im Team ist Gabriel Fallnbbügel. Er studiert Recht und Wirtschaft im 2. Semester und wird sich im Organisationsreferat engagieren. Ein weiterer Beitrag über die wir sehr glücklich sind, ist das Interview mit Prof. Faber über die STEOP-Phase. Prof. Faber hat uns nützliche Klausurvorbereitungstipps gegeben, aber auch die Vorteile der STEOP-Phase erläutert. Weiters dürfen wir nicht nur auf die FB-News hinweisen, sondern auch auf zahlreiche andere lesenswerte Artikel in dieser Ausgabe.

Viel Spaß beim Lesen!

Gülşah Akyazı Chefredakteurin JusKnacker

JusKnacker MAI ‘16 Ausgabe 25


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Impressum Herausgeberin: Österreichische HochschülerInnenschaft an der Universität Salzburg Studienvertretung Juridicum Salzburg Chefredakteurin: Gülşah Akyazı Redaktion: Tobias Neugebauer, Hasan Özkan, Ivana Ristic, Daniel Schwaighofer, Sadiye Topbas, Lisa Traubenek, Julia Wechselberger, Sabine Zöpfl Layout/Design: Tobias Neugebauer Lektorat: Julia Wechselberger Anschrift: Churfürststraße 1 | 5020 Salzburg Telefon: 0662 / 8044 - 6014 oder 0662 / 8044 - 6015 Fotos: Studienvertretung Juridicum Salzburg / Ludwig Seidl (sofern nicht anders angegeben)  /stvjuridicum.salzburg @ jusknacker@stv-juridicum.at oder office@stv-juridicum.at Offenlegung gemäß §25 Mediengesetz: JusKnacker – Das Uni-Magazin der Studienvertretung Juridicum Salzburg ist ein Magazin der Österreichischen HochschülerInnenschaft an der Universität Salzburg und steht zu 100 % in deren Eigentum. Der JusKnacker wurde klimaneutral auf 100 % Recyclingpapier gedruckt.

IMPRESSUM stv-juridicum.at


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WE WANT YOU FOR STV

MAI ‘16 Wir sind laufend auf der Suche nach engagierten Studierenden -JusKnacker Du willst mitarbeiten? Ausgabe 25 Meld dich unter vorsitz@stv-juridicum.at!


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5 Jahre STEOP Interview mit ao. Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Faber Anlässlich des 5-jährigen Jubiläums der STEOP (Studieneingangs- und Orientierungsphase) stand Prof. Faber Rede und Antwort und gab uns diesbezüglich einen Einblick in das Bürgerliche Recht.

Abschnittes wurden vorausgesetzt, aber nicht mehr gelehrt. Durch die STEOP wurde diese Lücke dadurch saniert, dass es nunmehr einen groben Überblick über die wesentlichen Grundlagen des Bürgerlichen Rechts gibt. Das gesamte Vorlesungs- und Prüfungsprogramm wird sodann im zweiten Abschnitt angeboten. Somit wurde der zweite Abschnitt im Hinblick auf das Bürgerliche Recht vollwertig, da nichts mehr in den ersten Abschnitt ausgelagert wird. Der zweite große Unterschied besteht darin, dass die STEOP aus einem Grundkurs besteht, welcher sich auf die Hälfte eines Semesters beschränkt und somit der Lehrstoff um vieles komprimierter dargeboten wird.

JusKnacker: Was hat sich durch die STEOP-Phase bezogen auf den Lehrplan geändert? Faber: Nach dem alten Studienplan, also vor Einführung der STEOP-Phase, war der erste Abschnitt im Hinblick auf das Bürgerliche Recht in zwei Teilbereiche untergliedert. Zum einen „Bürgerliches Recht Allgemeiner Teil“ und zum anderen „Schuldrecht Allgemeiner Teil“. Diese wurden im ersten Studienjahr, sprich erster Abschnitt, zur Gänze im Rahmen von Vorlesungen vorgetragen. Begleitend dazu wurden zwei Übungen angeboten, wovon eine verpflichtend zu absolvieren war. Die Konsequenz war, dass man im zweiten Abschnitt eine Was hat sich durch die Einführung der StEOP auLücke im Lehrplan hatte. Die Inhalte des ersten ßerhalb des Lehrplans geändert?

Die STEOP besteht aus einem Grundkurs, welcher sich auf die Hälfte eines Semesters beschränkt und somit wird der Lehrstoff um vieles komprimierter dargeboten.

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Mein subjektiver Eindruck ist, dass sich der Notendurchschnitt nicht signifikant verändert hat, allerdings habe ich dazu keine Vergleichsdaten. Im ersten Jahr der Einführung gab es sicherlich eine Verschlechterung des Notendurchschnitts, da noch keine Erfahrungswerte der Studierenden vorhanden waren und sich viele noch nicht auf die rapide Steigerung der Stoffmenge eingestellt haben. Ab dem zweiten Jahr war das Notenniveau wieder ähnlich wie vor Einführung der STEOP-Phase. Es war zu beobachten, dass sich neben dem Spitzensegment eine erfreulich breite Leistungsmitte herauskristallisierte. Die Gründe dafür sind darin zu sehen, dass man sich nunmehr einerseits sehr gut auf die STEOP einstellen kann und anderseits Erfahrungen von Studierenden aus Vorsemestern vorhanden sind. Darüber hinaus gibt es Klausurfälle mit Musterlösungen, einen Klausurenkurs und der Prüfungsstoff ist kalkulierbar geworden, da zu den relevanten Themen jeweils ein Übungsfall durchgenommen wird. Was sind die Vorteile der STEOP-Phase? Neben der Komprimiertheit des Stoffes liegt der Hauptvorteil im Orientierungseffekt, dh. man bekommt innerhalb kurzer Zeit einen guten Eindruck davon, was von einem im Studium erwartet wird. Das betrifft einerseits den Lernstoff und anderseits die Art, wie der Stoff anzuwenden sein wird - mit Falllösungstechnik. Darüber hinaus wird man sich der Wichtigkeit schriftlicher Klausuren bewusst. Ein hoher Prozentsatz an Studenten erkennen durch die STEOP, dass eine Weiterführung des Studiums nicht in ihrem Interesse liegt. Jedoch ist zu beobachten, dass bei jenen Studierenden, welche die Einführungsphase wiederholen müssen, eine klare Leistungssteigerung zu verzeichnen ist. Meiner Meinung nach kann eine Wiederholung des Grundkurses durchaus sinnvoll sein und führt häufig zu guten Leistungen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass den Studenten eine gute Grundlage für das weitere Studium geboten wird.

Die Studierenden sollten sich den Lernstoff rechtzeitig und intensiv genug aneignen, also die in der Leseliste gekennzeichneten Beiträge vor der Vorlesung durchlesen und vor der Übung die Fälle vorbereiten. Hierbei ist nicht nur ein Gerüst zu erarbeiten, sondern auch eine Beurteilung des Falles vorzunehmen, // Wolfgang einschließlich einer Subsumti- Faber on. Die Fälle sollten schriftlich aus- Ao. Univ.-Prof. Dr. Wolfgearbeitet werden, damit es bei gang Faber, geboren 1972 den Klausuren zu keinen Über- in Salzburg, studierte Reraschungen kommt. In der zwei- chtswissenschaften an der ten oder dritten Woche sollte Universität Salzburg und bereits damit begonnen werden. erlangte dort 1996 seinen Neben den Übungsfällen sollten Doktortitel. Im Mai 2015 Fälle, die über die Übung hin- folgte die Habilitation mit ausgehen – z.B. mit Fallbüchern der Verleihung der Lehr- geübt werden. befugnis für die Fächer Es gibt auch Falllösungstrai- Bürgerliches Recht und Renings, welche den Lerneffekt chtsvergleichung. Seit Okfestigen können. Auch Lern- tober 2015 ist er nunmehr gruppen sind sehr sinnvoll. als außerordentlicher UniFür Fleißige kann ich weiters versitätsprofessor am Fachempfehlen, die Übungsfälle bereich Privatrecht tätig. schriftlich auszuarbeiten, die Übungseinheit zu besuchen und sodann die inhaltlichen Lösungen der Kollegen zu korrigieren. Dadurch versetzt man sich in die Prüferperspektive und schärft somit die Sensibilität für die Fallbearbeitung. Abschließend lässt sich sagen, dass eine detaillierte Mitschrift ein wesentlicher Faktor für die Vorbereitung bzw. die Reproduktion des Stoffes darstellt. Darüber hinaus ist das Festhalten wesentlicher Inhalte im fortgeschrittenen Studium unerlässlich. Keinesfalls zu empfehlen ist das Abschreiben von Power-Point Folien.

Was sind die wesentlichen Unterschiede der Übung Was könnte Ihrer Meinung nach für das Lernen im in der STEOP-Phase und der Übung im zweiten AbBürgerlichen Recht hilfreich sein? schnitt?

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// Lisa Traubenek Mag.a Lisa Traubenek studiert das Bachelorstudium Recht und Wirtschaft und hat das Diplomstudium Rec h t s w i s s e n s c h a fte n abgeschlossen.

Sie

ist

Sachbearbeiterin im Organisationsreferat der Studienvertretung Juridicum.

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Wir würden Ihnen gerne noch eine Frage außerhalb des Themenbereichs stellen: Uns ist des Öfteren schon zu Ohren gekommen, dass die Umgangsformen der Studierenden zu wünschen übrig lassen. Können Sie uns diesbezügliche Erfahrungen berichten? Nach meiner subjektiven Wahrnehmung würde ich sagen, dass sich die Umgangsformen in letzter Zeit tatsächlich verschlechtert haben. Man muss aber differenzieren: Bei dem überwiegenden Anteil der Studierenden gibt es keinen Grund zur Klage, jedoch kam es bei der Abholung der Klausuren in einem signifikanten // Sabine Zöpfl Ausmaß zu unpassenden Verhaltensweisen. Als Beispiele kann ich hier anführen, dass das Sekretariat ohne Anklopfen betreten, Sabine Zöpfl studiert die MitarbeiterInnen geduzt und der Raum sodann ohne Schlie- das Diplomstudium Reßen der Türe verlassen wurde. Auch im E-Mail Verkehr kommt chtswissenschaften sowie es vor, dass etwas flapsige Anreden verwendet werden. Ebenso das Bachelorstudium Rewird der Klausuraufsicht teilweise wenig Wertachtung entgegen- cht und Wirtschaft. Sie ist gebracht. Zwar hat dies keinen Nachteil für die Studierenden, Sachbearbeiterin im Orjedoch ist es meiner Meinung nach sehr ungeschickt. ganisationsreferat der StuVielen Dank für das Interview!

dienvertretung Juridicum.

Foto: privat

Foto: privat

Die STEOP-Phase besteht aus einem Vorlesungsteil; die unmittelbar darauf folgende Übung verpackt diesen Stoff in Fälle. Somit wurden sämtliche relevanten Teile des Vorlesungsstoffes in Fällen behandelt. Demgegenüber hat man im zweiten Abschnitt eine große Anzahl an Vorlesungen und lediglich eine Übung dazu. Aufgrund der Stoffmenge ist es nicht möglich, auch nur die Hälfte des Lernstoffes in Fälle zu verpacken. Sohin muss in der Übung Stoff ausgewählt werden, welcher nur zum Teil bereits in den Vorlesungen behandelt wurde. Dadurch Die Fälle sollten schriftlich ausgearbeitet werden, damit es bei den Klausuren zu keinen Überraschunmüssen sich die Studierenden gen kommt. den Lernstoff in großem Ausmaß selbstständig erarbeiten; man bekommt nicht alles mundfertig serviert. Leistungen von Studierenden sind im Hinblick auf denselben Inhalt im zweiten Abschnitt vielmals schlechter als in der STEOP-Phase. Der Grund dafür liegt darin, dass zu wenig Prüfungsaufwand betrieben wird, da der Antritt zur Diplomklausur erst einige Zeit nach Absolvierung der Übung angestrebt wird. Deshalb wird das „richtige Lernen“ auf den Zeitpunkt der Diplomklausur verschoben. Die Leistungen sind in den Übungen oftmals katastrophal. Sinnvoller wäre es, zuerst die Übung und gleich im Anschluss die Diplomprüfung abzulegen und sich dabei nur auf dieses Fach zu konzentrieren. Dadurch würde sowohl das Risiko des Scheitern als auch die Zeitinvestition minimiert werden.


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RidaOnline Tools für das Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten 1. Judikatur: Fundstellen mit Mehrwert

Beispiel: Suche nach Krankheit und Zeitausgleich, sortiert nach Relevanz. In der Detailanzeige von RidaOnline werden sämtliche Fundstellen der Judikate in der Fachliteratur angeführt und aufgeschlüsselt: Weiterführende Informationen findet man in glossierten Zeitschriftenfundstellen und Besprechungsaufsätzen – hier lohnt sich also ein Weiterlesen! Diese Fundstellen sind direkt verlinkt zu den Rida-PDFs (rot) bzw in die RDB (grau). Zu Beiträgen in LexisNexis-Zeitschriften kommt man per Cut&Paste der Fundstelle. Bitte beachten Sie: RidaOnline reduziert die Ergebnisliste bei Judikaten auf etwa ein Drittel – allein durch Vermeidung überflüssiger Mehrfachtreffer! 2. Literatur: Wirklich alle Aufsätze finden Beispiel: vereinfachtes Genehmigungsverfahren + Nachbar, eingeschränkt auf Fachliteratur Neben den Aufsätzen in allen juristischen Fachzeitschriften finden Sie nur mit RidaOnline zusätzlich sämtliche Beiträge aus Tagungsbänden, Jahrbüchern, Festschriften und sonstigen Sammelwerken seit dem Jahr 2001!

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In RidaOnline sind zurzeit 126 Festschriften, 60 Handbücher, 171 Jahrbücher und 1056 sonstige Sammelwerke erfasst. Etwa 80 % davon stehen auch im Volltext zur Verfügung, das entspricht ca 20.000 Aufsätzen. Hinweis: Die Abkürzung „FS“ steht für Festschrift; Fundstellen, die mit „in:“ beginnen, bezeichnen einen Aufsatz in einem Sammelwerk. Mehr Informationen über die Funktion des „+“-Zeichens im Eingabefeld von RidaOnline finden Sie in der „Hilfe“ rechts neben der Lupe. 3. Perfekte Fußnotenzitate nach den NZR

Ein Klick auf den Button „Schreibfeder“ erzeugt ein vollständiges Erstzitat für Fußnoten nach den Regeln der NZR (Neue Zitierregeln):

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Hinweis: Die Zitierregeln „NZR“ mit zahlreichen Beispielen sind als Buch (Jan-Sramek-Verlag) – demnächst in 2. Auflage – oder kostenlos im Internet als „RIDA-Zitiermaster“ verfügbar: www.ridaonline.at/Zitiermaster/ bzw Verlinkung in der Fußzeile von RidaOnline. 4. Von zu Hause für die Seminar-, Diplomarbeit oder Dissertation recherchieren Um einen persönlichen Zugang zur Recherche für ihre wissenschaftliche Arbeit zu erhalten, melden Sie sich zum Gratis-Testzugang von RidaOnline an. Im selben Formular können Sie weitere Informationen über Ihre Bildungseinrichtung, Betreuer der Arbeit, gewünschte Dauer des Zugangs etc eintragen:

Hinweis: Diese Angaben müssen vollständig und richtig sein, andernfalls wird ein längerer Zugang zu RidaOnline nicht gewährt. In Zweifelsfällen oder bei Missbrauchsverdacht erfolgt eine Nachfrage bei den jeweiligen Bildungseinrichtungen. Bitte beachten Sie auch die Nutzungsbedingungen! Viel Erfolg beim Recherchieren mit RidaOnline und bei der Fertigstellung Ihrer Arbeit wünscht das RidaOnline-Team! 25 Jahre Erfahrung in Rechtsinformation! Kostenloser Testzugang: www.ridaonline.at Rida GmbH, Richard-Strele-Straße 17, 5020 Salzburg Fragen zu Inhalt und Funktionalität von Wissenschaftliche Leitung: RidaOnline richten Sie bitte an: support@rida.at Univ.-Prof. Dr. Dietmar Jahnel

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Studienplanänderungen am Juridicum Ein Überblick

Im Zuge der Anpassungen an das sogenannte „Rahmencurriculum“, welches vom Senat vorgegeben wurde, mussten fast alle Studiengänge an unserer Universität neue Curricula schreiben. Manche Studiengänge änderten sich von Grund auf, andere wurden „nur“ in Module umgeschrieben, so auch an unserer Fakultät. Während das Diplomstudium weiterhin in seiner jetzigen Form beibehalten wird, gibt es auch hier kleine Veränderungen. Der Bachelor Recht und Wirtschaft wurde an das Rahmencurriculum angepasst, so auch der Master Recht und Wirtschaft, welcher aber von Grund auf neu aufgezogen wurde. Diplomstudium Rechtswissenschaften Das Diplomstudium musste aufgrund des Bachelorstudiums Recht und Wirtschaft ECTS Anpassungen vornehmen. Außerdem wurden die Lehrveranstaltungstypen vereinheitlicht, so sind in Zukunft folgende vorgesehen: VO – Vorlesung VU – Vorlesung mit Übung UE – Übung (prüfungsimmanent) UV – Übung mit Vorlesung (prüfungsimmanent) GK – Grundkurs (prüfungsimmanent) SE – Seminar (prüfungsimmanent) SK – Sprachkurs (prüfungsimmanent). Die Fachprüfung Europarecht wird schriftlich (siehe § 14 Abs 2 Z5) und dauert 120 Minuten. Diese wird sich zusammensetzen aus den beiden Vorlesungen mit Übung Europarecht I und II. Optional können diese auf Englisch besucht werden und die Prüfung dann auch auf englisch geschrieben. Bis 30.09.2017 kann die Fachprüfung aber noch mündlich abgelegt werden. Zur Spezialisierung gibt es nach wie vor 10 Fächerbündel (siehe § 11 Abs 1) im Ausmaß von 12-

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14 ECTS, je nachdem wie viele ECTS man in den Wahlfächern hat. Neu sind die Voraussetzungen für die einzelnen Fächerbündel, die nötig wurden, aufgrund von Studierenden die sich am Anfang ihres Studiums ohne nötiges Vorwissen, in Spezialisierungen reinsetzten. Für das Fächerbündel (FB) Justizrecht sind die beiden Teilprüfungen aus Straf- und Strafverfahrensrecht sowie Zivilrecht Voraussetzung, für das FB Zivil- und Zivilverfahrensrecht: Bürgerliches Recht und Zivilverfahrensrecht, für das FB Unternehmensrecht: Bürgerliches Recht und Unternehmensrecht, für das FB Öffentliches Wirtschaftsrecht: Verfassungs- und Verwaltungsrecht und Europarecht, für das FB Internationales und Europäisches Wirtschaftsrecht: Public International Law und Europarecht, für das FB Internationales Recht: Public International Law und Europarecht, für das FB Arbeitsrecht und Sozialrecht für Human Ressource Management: Arbeitsrecht und Sozialrecht sowie Unternehmensrecht, für das FB IT-Recht und Rechtsinformatik: Bürgerliches Recht und Verfassungs- und Verwaltungsrecht, für das FB Umweltrecht: Verfassungs- und Verwaltungsrecht sowie wahlweise Europarecht oder Public International Law. Für die FB aus den Moot Courts sind die beiden relevanten Fachprüfungen rechtzeitig vor Anmeldung zum Seminar abzulegen. Das Curriculum tritt mit 1.10.2016 in Kraft. Bachelorstudium Recht und Wirtschaft
 Auch im Bachelorstudium gab es eine Vereinheitlichung der Lehrveranstaltungstypen die sich wie folgt zusammensetzen: VO – Vorlesung VU – Vorlesung mit Übung UE – Übung (prüfungsimmanent)


UV – Übung mit Vorlesung (prüfungsimmanent) GK – Grundkurs (prüfungsimmanent) PS – Proseminar (prüfungsimmanent) SE – Seminar (prüfungsimmanent) SK – Sprachkurs (prüfungsimmanent). Der Bachelor wurde auf das Modulsystem umgelegt, somit besteht er aus 19 Pflicht- und Wahlmodulen und 2 Bachelorarbeiten zu je 10 ECTS. Zudem müssen 12 ECTS in freien Wahlfächern absolviert werden. Der Unterschied ist nun, dass auch Lehrveranstaltungen und Kurse anderer Fakultäten absolviert werden können, wie z.B. Sprachkurse an der Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät.
Die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre wird in drei Module aufgespalten, nämlich die Module 3, 4 und 5. Eine Vertiefung ist in den Wahlmodulen der Speziellen Volkswirtschaftslehre und der Speziellen Betriebswirtschaftslehre möglich. Veränderungen gibt es auch bei den Voraussetzungen um zu Lehrveranstaltungen bzw. Prüfungen zugelassen zu werden (siehe § 11 Abs 2).
 Die Fachprüfung Europarecht stellt sich zusammen aus zwei VUs Europarecht I und II, ist schriftlich und dauert 120 Minuten. Alternativ kann bis 30.09.2017 anstelle dieser Prüfung die Lehrveranstaltungsprüfung aus der VU Europarecht II abgelegt werden. Datenschutzrecht (für die FP Öffentliches Wirtschaftsrecht) wird erst ab 1.7.2017 geprüft. Das Curriculum tritt ab 1.10.2016 in Kraft.

den freien Wahlfächern abgelegt werden. Die Pflichtmodule sind: 1) Methoden, 2) Betriebswirtschaftslehre, 3) Volkswirtschaftslehre, 4) // Ivana Ristic Wirtschaftsrecht, 5) Unterneh- Ivana Ristic ist 22 Jahre menssanierung, alt, studiert Rechtswisrestrukturie- senschaften und Politikrung und –nach- wissenschaften und ist folge.
Anstatt der Vorsitzende der StV Jugroßen Spezia- ridicum Salzburg sowie lisierungen, gibt 1. stv. Voristzende der ÖH es nun 4 Schwer- Salzburg. punktsetzungen, die sich wie folgt in Modulen aufteilen : 1) Rechnungslegung und Besteuerung – Rechnungslegung, 2) Rechnungslegung und Besteuerung – Besteuerung, 3) Strategisches Management und Marketing – Management und Organisation, 4) Strategisches Management und Marketing – Marketing und Innovation, 5) Finanzmanagement und Finanzmarktrecht, 6) Recht und Ökonomie der Finanzdienstleistungen, 7) Funktionales Human Ressource Management, 8) Strategisches Human Ressource Management. Die Lehrveranstaltungstypen wurden vereinheitlicht und bestehen aus:

Foto: Ludwig Seidl

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VO – Vorlesung VU – Vorlesung mit Übung UV – Übung mit Vorlesung SE – Seminar

Masterstudium Recht und Wirtschaft

Das Curriculum tritt am 1.10.2016 in Kraft. Für Studierende im Curriculum Das Masterstudium wurde verschlankt Master Recht und Wirtschaft (2008) und setzt sich nun aus 5 Pflichtmodu- werden für Block 1 » Modul 2,3 und len, 2 Wahlmodulen, 12 ECTS an frei- 4 und für Block 2 » beide Wahlmoduen Wahlfächern und der Masterarbeit le angerechnet, weshalb empfohlen samt Begleitseminar (20 + 5 ECTS) wird, diese fertig zu stellen. zusammen. Bei einem Abschluss bis Dafür wird es auch zusätzliche Prü28.2.2017 müssen nur 10 ECTS in fungstermine geben.

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„Speed Reading‘‘ (Schnell-Lesen)

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Der beste Selbsthelfer für das Jus-Studium Wer kennt es nicht: Schon bei der Anmeldung einer Lesung sieht man bereits Literaturempfehlungen; oder man bekommt sie spätestens, nach// Sadiye Topbas dem man die Lesung besucht. Und hat Sadiye Topbas studiert im man das Glück das 3. Semester Rechtswissen- empfohlene Buch schaften und 1. Semester auch noch in der Recht & Wirtschaft. Sie aktuellsten Auflage ist Sachbearbeiterin im gefunden zu haben, JusKnacker-Referat der stellt sich folgendes Studienvertretung Juridi- Problem: das Lesen cum. von diesem. Mir kam schon oft der Gedanke, wie ich es schaffen soll, das ein oder anderes dickes Buch (komplett) zu lesen.

Hier also die Tipps, wie man das schnelle Lesen üben kann: 1. Weniger mit dem Auge fixieren: Kein Witz! Durch schnelle Augenbewegungen solle man lernen, pro Zeile weniger Fixierungen zu machen und damit mehr Wortgruppen erfassen können. Die meisten fixierten 5 bis 6 Mal pro Zeile, was enorm das Lesetempo einschränke. Man könne auch mit weniger Fixpunkten ganze Wortgruppen erkennen. Dazu kann man sich Linien mit Bleistift setzen (Fixierungspunkte) und sich an diesen orientieren. Zur Verstärkung des Impulses könne man noch einen Stift Zeile um Zeile mitführen. Nach etwas Übung kann man die Fixierungspunkte reduzieren.

2. Weniger vokalisieren: Je weniger man gelesene Worte (innerlich) „mitspreche“, desto schneller könne man lesen. Da ich sehr träge in dieser Disziplin bin, Man müsse versuchen, nur noch die suchte ich nach Tipps von Studienkollewirklich wichtigen Worte zu vokalisiegen, wie sie denn die Aufgabe meistern, ren, die dem Inhalt den Sinn geben. diverse Bücher bis zum Ende durchzulesen. Stets wurde mir gesagt, dass ein 3. Konzentrieren: Durch Konzentration paar Stunden am Tag genügen würden. kann man das Zurückspringen im Text Leider besitze ich in dieser Hinsicht nur vermeiden! Das Gehirn, so laute die Ersehr beschränkte Geduld. Ich fing also klärung, sei beim normalen Lesen nur an, im Internet zu recherchieren. Dabei zu 25 Prozent ausgelastet. Deshalb stieß ich auf viele äußerst interessante beschäftige man sich nebenbei mit anArtikel, bei dem es um schnelles Lesen deren Dingen. Man hört Musik, denkt (auch „Speed Reading“ genannt) ging. an Freunde, versinkt in Tagträumereien - und schweift vom Eigentlichen ab: Es gab viele Tipps, wie man das Lesetemdem Inhalt. Effekt: Man behält viel wepo erhöhen kann. Ich habe angefangen niger. Man sagt, hier sei ein Konzentsie zusammenzufassen und will sie gerne rations- bzw. Aufmerksamkeitstraining mit euch teilen. Ihr habt sicherlich auch vonnöten. Um die Konzentration zu keine Lust für ein „Power Reading“ Semierhöhen, reichen jedoch auch gutes nar 250 Euro und aufwärts zu zahlen. Wohlbefinden und innere Ruhe aus.

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dann seien alle Buchstaben gleich groß, was das Lesen erleichtere. Der Text sollte möglichst auf Augenhöhe oder knapp darunter platziert sein und einen Abstand von ungefähr 50 Zentimeter vom Auge haben. Gut wäre es natürlich auch, wenn man ein Leseziel definiert, um die Motivation anzukurbeln.

Durch schnelle Augenbewegungen solle man lernen, pro Zeile weniger Fixierun-

Jeder hat natürlich noch weitere individuelle Techniken, wie z. B. das Verschaffen eines kleinen Überblicks zum Thema, bevor man sich überhaupt ein Buch zur Hand nimmt. Und/oder der Blick ins Inhaltsverzeichnis von jenem Buch zum „Durchsteigen“.

gen zu machen und damit mehr Wortgruppen erfassen können

Man fand beispielsweise heraus, dass meditierende Menschen im Vergleich zu nicht Meditierenden ein höheres Aufmerksamkeitsvermögen besitzen. Vorherige Ruhe und Entspannung sind also von großem Nutzen. 4. Kein Wort für Wort - Lesen: Versuche beispielsweise die Artikel einiger Wörter auszulassen. Lasse die vielen „der, die, das, auf, unter“ und Wörter, die etwa 33 Prozent in Texten ausmachen sollen, aus.

Ich habe natürlich noch nicht angefangen alle diese Tipps auszuprobieren. Ich warte noch auf die Osterferien, um mit dem Büffeln loszulegen. Beim nächsten Mal teile ich dann vielleicht meine persönlichen Erfahrungen mit. Vielleicht helfen die Tipps auch euch weiter. Ich werde es auf alle Fälle ausprobieren.

Man solle vor allem auf eine gerade Oberkörperhaltung beim Lesen achten.

5. Regelmäßigkeit: Selbst wenn man sich infolge von Befolgung der Tipps gebessert hat, könne man wieder auf sein Eingangsniveau abstürzen, wenn man nicht genügend übe. Menschen, die regelmäßig und viel lesen, seien generell besser als die, die wenig lesen. 6. Körperhaltung: Man solle vor allem auf eine gerade Oberkörperhaltung beim Lesen achten. 7. „Blickwinkel“: Man solle in einem 90-Grad-Winkel auf das Papier schauen, denn

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Endlich wieder Innenhoffest! Am 15. Juni 2016 erwecken wir den Innenhof der Fakultät zu neuem Leben! Liebe Studierende, es ist wieder so weit, das legendäre Innenhoffest der StV Juridicum Salzburg findet endlich wieder statt. Neben Stieglbier vom Fass gibt es natürlich auch eine Weinbar sowie antialkoholische Getränke. Zudem werden wir für euch auch wieder den Griller anschmeißen! Wir freuen uns schon auf einen unvergesslichen Nachmittag/Abend mit euch! Euer Team der StV Juridicum Salzburg

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Bargeldabschaffung? In letzter Zeit gab es einiges in den Medien über die „Diskussion“ zu Bargeldobergrenzen bzw. sogar Bargeldabschaffung zu lesen. Doch was steckt wirklich dahinter bzw. welche Vorteile und Nachteile wären damit verbunden? Folgend soll das Thema lediglich kurz umrissen werden. Schon jetzt besteht für jede Person die Pflicht, bei Ein- und Ausreise in die EU, falls Barmittel über 10.000 mit sich geführt werden, den Behörden eine Meldung abzugeben. Diese Maßnahme ist ein Teil der EU-Strategie zur Bekämpfung der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Unter demselben Vorwand wird in letzter Zeit von einigen Stimmen die Einführung von Bargeldobergrenzen oder gar die Abschaffung des Bargeldes gefordert. Natürlich wäre es

schwer zum jetzigen Zeitpunkt über den Erfolg oder Misserfolg einer solchen Maßnahme im Hinblick auf die Bekämpfung der Geldwäsche bzw. Terrorismusfinanzierung zu urteilen, doch das mit einer solchen Maßnahme auch eine Einschränkung der persönlichen Freiheit verbunden wäre, lässt sich nicht außer Acht lassen. Ist es wirklich Wert um eventuell volkswirtschaftliche Transaktionskosten zu sparen und Geldwäsche & Terrorismusfinanzierung zu erschweren, so viel persönliche Freiheit aufzugeben? Vor allem Österreich ist im Vergleich mit nordeuropäischen Ländern bzw. auch der USA ein sehr // Hasan Özkan Hasan

Özkan

Recht

und

studiert Wirtschaft

(Masterstudium) und ist Sachbearbeiter bei der StV Juridicum. Auch ist er Integrationsbotschafter bei der Initiative „Zusammen:Österreich“ und diskutiert bei Schulbesuchen mit Schülern über die Themen Integration & Zusammenleben. Als Integrationsbotschafter

für

Europa setzt er sich für ein besseres Verständnis der Leistungen bzw. Chancen der EU ein.

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„Bargeld ist geprägte/gedruckte Freiheit‘‘


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Quelle: http://www.eu-verbraucher.de/de/verbraucherthemen/bezahlen-inder-eu/bezahlen-im-ausland/hoechstgrenzen-fuer-bargeldzahlungen/

bargeldfreundliches Land. Laut einer Umfrage der OeNB wurden 2011 82 % aller Transaktionen bzw. 65 % des Zahlungsvolumens in bar abgewickelt. Doch Bargeld ist, wie oft von vielen Verteidigern des Bargeldes erwähnt, „geprägte bzw. gedruckte Freiheit“. Wir leben in einer klar reglementierten Welt, in der bereits vieles aus unserem alltäglichen Leben dokumentiert wird bzw. nachverfolgbar ist. Eine gänzliche Abschaffung des Bargeldes würde dazu führen, dass alle Zahlungsströme unseres Lebens

elektronisch erfasst werden und somit könnte man das Handeln und Verhalten jedes Menschen analysieren. Was oder wo man ist, welche Bücher man liest und welche Kinofilme man sich ansieht, wären beispielsweise identifizierbar und man könnte womöglich diese Daten dann auch zu kommerziellen Zwecken zu Profilen bündeln. Zweifellos werden auch zum heutigen Zeitpunkt viele unserer Daten (zum Teil mit unserem Einverständnis) gespeichert und zu kommerziellen Zwecken genutzt, doch die Abschaffung bzw. Einschränkung des Bargeldes wäre eine weitere nicht unerhebliche Einschränkung der persönlichen Freiheit bzw. Privatsphäre.

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„Wie kann man einen Menschen beweinen, der gestorben ist? Diejenigen sind zu beklagen, die ihn geliebt und verloren haben.“ – Helmuth von Moltke

Her mit der Waisenpension! Eine wichtige Finanzstütze für hinterbliebene Kinder „Wie kann man einen Menschen beweinen, der gestorben ist? Diejenigen sind zu beklagen, die ihn geliebt und verloren haben.“ Dieses Zitat von Helmuth von Moltke beschreibt eine Situation, deren Verwirklichung viele Menschen nicht einmal denken wollen: Die eigenen Eltern bzw. einen Elternteil zu Grabe tragen zu müssen. Niemand kann sich so eine Situation vorstellen, ohne diese selbst erlebt zu haben. Es ist traurig genug, einen wichtigen, geliebten Menschen zu verlieren und trotzdem fangen für viele die Probleme dann

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erst richtig an. Aus Kindern werden (Halb-) Waisen und zusätzlich zum emotionalen Verlust bricht noch eine finanzielle Stütze weg. Hierbei soll die Waisenpension den Kindern eine Hilfe sein. Bei der Waisenpension handelt es sich um eine Leistung, die den hinterbliebenen Kindern nach dem Tod mindestens eines pensionsversicherten Elternteils eine soziale Absicherung garantieren soll. Die Waisenpension muss innerhalb von 6 Monaten nach dem Tod der/s Versicherten bei jenem Versicherungsträger beantragt werden, bei dem der/die Versicherte


in den letzten 15 Jahren überwiegend versichert war. Die Frist von 6 Monaten verlängert sich bei Bedarf auf die Dauer des Verfahrens zur Feststellung der Vaterschaft bzw zur Bestellung einer mit der Obsorge betrauten Person. Voraussetzung dafür ist – abgesehen vom Tod eines/r Pensionsversicherten – die Kindeseigenschaft iSd § 252 ASVG. Die Kindeseigenschaft besteht demnach bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres und auch darüber hinaus, wenn und solange das Kind sich in seiner Schul- oder Berufsausbildung befindet und dessen Zeit überwiegend beansprucht - jedoch längstens bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres. In diesem Fall muss einer der folgenden Punkte zutreffen: • Für das Kind wird Familienbeihilfe nach dem Familienlastenausgleichsgesetz 1967 bezogen • Wird keine Familienbeihilfe bezogen, muss das Kind ernsthaft und zielstrebig einem ordentlichen Studium oder einer Tätigkeit nach dem Freiwilligengesetz (z.B.: Freiwilliges Sozialjahr, Gedenkdienst etc.) nachgehen. • Bei Erwerbsunfähigkeit des Kindes kann die Waisenpension unbefristet (ohne Altersgrenze) bezogen werden. Das Gebrechen muss allerdings vor Vollendung des 18. Lebensjahres oder während der Schul- oder Berufsausbildung eingetreten sein. Eine allgemeine Anspruchsvoraussetzung (Wartezeit) ist überdies gegeben, wenn der/die Verstorbene • mind 180 Beitragsmonate der Pflichtversicherung (dazu zählt auch das Kinderbetreuungsgeld mit einem Bezug von bis zu 24 Monaten sowie bis zu 30 Monate an Präsenz- und Zivildienst) oder freiwillige Versicherung zum Stichtag oder • mind 300 Versicherungsmonate (Ersatzmonate vor dem 1.1.1956 ausgenommen) erworben hat oder • bei einem Stichtag vor dem 50. Lebensjahr mind. 60 Versicherungsmo-

nate innerhalb der letzten 120 Kalendermonate vor dem Stichtag erworben hat bzw. bei einem Stichtag nach dem 50. Lebens- // Daniel jahr zusätzlich zu Schwaighofer den 60 Versicherungsmonaten ei- Daniel Schwaighofer nen weiteren Ver- studiert das Diplomsicherungsmonat studium Rechtswissenbis zum Höchs- schaften sowie das Bachtausmaß von 180 elorstudium Recht & Ver sich er un gs- Wirtschaft und ist Sachmonaten erwor- bearbeiter im JusKnackerben hat. Der Rah- Referat der StV Juridicum. menzeitraum von Er ist zudem Vorsitzender 120 Kalendermo- der Studienvertretung naten erhöht sich Recht & Wirtschaft sowie für jeden weite- Mandatar der Fakultätsren Lebensmonat vertretung. um 2 Kalendermonate bis zum Höchstausmaß von 360 Kalendermonaten. Die Wartezeit ist auch erfüllt, wenn der versicherte Elternteil vor dem vollendeten 27. Lebensjahr verstorben ist und mindestens 6 Versicherungsmonate bis zu diesem Zeitpunkt erworben hat. Sollte KEIN Waisenpensionsanspruch bestehen, weil die Wartezeit nicht erfüllt ist, gebührt eine Abfindung als einmalige Leistung, wenn der/die Verstorbene mindestens ein Beitragsmonat erworben hat. Basis für die Berechnung und damit auch entscheidend für die Höhe der Waisenpension bildet eine 60%ige Witwerpension, unabhängig davon, ob bzw. in welcher Höhe diese tatsächlich anfällt. Die Waisenpension beträgt bei Tod eines Elternteils 40% bzw. beider Elternteile 60%. Laut Statistik der Pensionsversicherungsanstalt (PVA)1, betrug die durchschnittliche Höhe der ausbezahlten Waisenpensionen (ohne Zulage) 281,99 EURO. Knapp

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1 http://bit.ly/veraenderliche_werte

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40.000 Kinder, Jugendliche und Studierende erhielten diese Ausgleichszahlung. Für viele junge Menschen sind die monatlichen Zahlungen auch eine unabkömmliche und manchmal auch die einzige finanzielle Unterstützung, die sie als SchülerInnen oder StudentInnen zum Leben haben. Viele sind darüber hinaus dennoch gezwungen, sich einen Job zu suchen. Wie bereits im Juni 2014 berichtet, liegen der Jusknacker-Redaktion nachweislich zwei Fälle vor, in denen zum einen bei Annahme eines Arbeitsverhältnisses mit Streichung der Ausgleichszahlung gedroht und zum anderen die Waisenpension nicht mehr ausbezahlt wurde, eben weil die beiden Studierenden einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen wollten bzw nachgegangen sind. In beiden Fällen wurde argumentiert, dass durch das Arbeitsverhältnis das Studium nicht mehr die überwiegende Arbeitskraft des Studenten beansprucht wird und dahingehend auch die Ernsthaftigkeit und Zielstrebigkeit in Frage zu stellen wären. Das OLG Wien hat jedoch am 28.6.2000 (9 Rs 100/00 (ZAS Jud 12/2002) (5346/14/2002)) entschieden, dass selbst wenn ein Kind neben einem Doppelstudium eine Teilzeitbeschäftigung im Ausmaß von bis zu 20 Stunden wöchentlich ausübt, dies nicht ausschließt, dass die Arbeitskraft nicht überwiegend durch das Studium in Anspruch genommen wird, weil angenommen wird, dass sich ein Kind in seiner hauptberuflichen Ausbildung befindet und dadurch in seiner Arbeitskraft so in Anspruch genommen wird, dass ihm daneben eine die Selbsterhaltungsfähigkeit garantierende Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann. Übt es aber dennoch eine Erwerbstätigkeit aus, verliert es dadurch nicht seinen Anspruch auf Waisenpension. Es ist daher nicht erheblich, ob das Erwerbseinkommen in einer solchen Höhe liegt, dass damit die Selbsterhaltungsfähigkeit gesichert wäre, sondern dass das Kind seinem Studium - trotz Erwerbstätigkeit - ernsthaft und zielstrebig nachgeht. Das jeweilige Ausmaß von Ernsthaftigkeit und Zielstrebigkeit wird jedoch nicht explizit geregelt, sondern individuell beurteilt. Ein Beispiel dafür wäre demnach aus einer Entscheidung des OGH vom 13.11.2001: Versäumt ein/e StudentIn aufgrund eines Unfalles mit anschließendem Krankenhausaufenthalt die Inskriptionsfrist für das folgende Semester und besucht auch als außerordentlicher Student nur wenige Vorlesungen und Übungen, kann von keiner Ernsthaftigkeit und Zielstrebigkeit im Studium die Rede sein, so dass – mangels Kindeseigenschaft gem. § 252 (2) Z 1 ASVG – KEIN Anspruch mehr auf Waisenpension besteht (OGH 13.11.2001, 10 ObS 348/01a. (5346/9/2002)). In den Fällen der beiden Studierenden wurde zunächst seitens von PVA-Mitarbeiternden der Waisenpensionsbezug mit Streichung gedroht bzw sogar vollständig gestrichen. Nachdem man juristisch gegen diese Entscheidung vorging, wurden beide Entscheidungen – darunter eine gerichtliche – revidiert. Hierbei muss man sich sehr wohl fragen, über welchen Grad an Ausbildung und Empathie die jeweiligen MitarbeiterInnen verfügen, die über die finanzielle Existenz von Studierenden und damit über deren Zukunft entscheiden. Solltest auch Du betroffen sein von derartigen oder ähnlichen Vorgehensweisen, schreibe uns eine E-Mail an office@stv-juridicum.at. Anmerkung der Redaktion: Dieser Text erschien bereits in einer ähnlichen Variante im Juni 2014 und wurde auf Bitten einiger Studierenden auf den aktuellen Stand gebracht sowie mit einigen wenigen zusätzlichen Informationen ausgebaut.

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Marketing and Innovation are coming home Prof. Katja Hutter beginnt mit dem Sommersemester 2016 ihre Universitätsprofessur für Marketing an der Paris Lodron-Universität Salzburg und kehrt durch die Schaffung der neuen Marketingstelle in ihre Heimat zurück. Besser hätte es für mich nicht laufen können; ich freue mich außerordentlich über den Ruf nach Salzburg, darauf, ein spannendes Studienangebot zu etablieren, das nicht nur den Studierenden eine exzellente Reputation bescheren, sondern auch den Konnex von Wissenschaft und Praxis schaffen wird. Ich freue mich, im schönen Umfeld der Universität Salzburg spannende Forschungsprojekte weiterzuführen, zu initiieren und zu leiten. Der Weg zur Professur erscheint mir wie in Siebenmeilenstiefeln zurückgelegt, doch memoriere ich dessen Etappen, stelle ich fest, dass er viele Stationen hatte, mich durch verschiedenste Gelände führte und mir wunderbare Wegbegleiter schenkte. Nach der Matura führte mich ein Auslandsaufenthalt erstmals in die USA nach New Orleans, wo ich nicht nur neue Eindrücke sammelte, sondern auch ein Etappenziel avisierte: den Wunsch, ein Wirtschaftsstudium zu absolvieren. Noch im Ausland schrieb ich mich an der Fernuniversität Hagen ein. Durch die kostbare Erfahrung des Auslandsaufenthaltes geprägt, entschied ich mich nach der Rückkehr nach Österreich im Jahr 2002 für ein IWW-Studium, das mir weitere Aufenthalte, Horizonterweiterungen, Neugiersbefriedigungen und Networking fern der Heimat ermöglichte. Der Weg führte mich dabei an die Ostküste Kanadas, wo ich im IWW-Studium an der Wilfrid Laurier University Waterloo, Kanada den Schwerpunkt des Studiums auf die Finanz-

welt legte. Nach meiner Rückkehr nach Innsbruck war ich noch nicht ganz entschlossen das Studentenleben abzuhaken und so nahm ich das Studium Wirtschaftspädagogik (WIPÄD) auf. Die Zusammenarbeit mit jungen Menschen reiz- // Katja Hutter te mich von jeher und somit erschien mir die Univ.-Prof. Dr. Katja HutErgänzung meines Stu- ter begann mit dem Somdiums mit WIPÄD ideal. mersemester 2016 ihre Des Weiteren machte ich Universitätsprofessur für mich noch auf die Suche Marketing an der Paris Lonach einer zweiten Spe- dron-Universität Salzburg. zialisierung und erhielt Sie erhielt gemeinsam bei Prof. Hans Mühlba- mit Julia Hautz, Johann cher erste Einblicke in Füller, Kurt Matzler und die Marketingwelt – fas- Julia Müller den Best Pazinierend und spannend per Award der Zeitschrift zugleich gerade an der Creativity und Innovation Schnittstelle zwischen Management im Jahr 2012, Marketing und Innovati- den Best Paper Award der on. Zeitschrift Journal of InterWährend eines Prakti- active Marketing gemeinkums bei IBM Business sam mit Johann Füller, Julia Consulting – Strategy Hautz und Carina Thürridl & Change Business in im Jahr 2015. München im Sommer 2007 bekam ich eine „Initialzündung“. In einem Projekt zum Thema „Generation Web 2.0 / virtuelle Welten – Neue Märkte und Chancen für Unternehmen“ erlebte ich meine erste Berührung mit dem Thema der Virtualität und diese erwies sich als sehr nachhaltig für mich. Während eines spannenden Praktikums, das mir die Verquickung von wissenschaftliin

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Univ.-Prof.in Dr.in Katja Hutter stellt sich vor

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chem und praxisnahem Kontext so deutlich präsentierte, entschied ich mich für meine Diplomarbeit am Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus in Kollaboration mit IBM München zum Thema „Virtual Worlds as Knowledge-Management Platforms – the Case of Second Life“. Eine höchst spannende und faszinierende Beschäftigung, während derer mich meine wissenschaftlichen Betreuer an der Universität Innsbruck ermutigten, die Arbeit bei einer Konferenz einzureichen. 2008 nahm ich an meiner ersten Konferenz teil und hier entstand der Gedanke eine Dissertation zu verfassen. Eine Projektstelle am Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus mit einem unterstützenden, überaus freundlichen, offengeistigen und –herzigen Team unter Prof. Kurt Matzler bescherte mir nicht nur erste eigene Projekte, sondern gab mir die Möglichkeit, mich meiner Dissertation zu widmen. Unterstützt von exzellenten Forschern - Doktorvater Prof. Kurtz Matzler und Zweitbetreuer Prof. Frank Piller (Professor für Technologie und Innovationsmanagement an

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der RWTH Aachen) – konnte einer Dissertation nichts mehr im Wege stehen. Meine Forschungsprojekte befassten sich vornehmlich mit der Frage, inwieweit Unternehmen die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien nutzen können, um den Dialog mit Kunden zu verstärken und Innovationen voranzutreiben. Ideengeber, Inspirationsquelle und Diskussionspartner war hierbei meist Prof. Johann Füller, damals bei Prof. Mühlbacher, heute Inhaber des Lehrstuhls für Innovation und Entrepreneurship an der Leopold-Franzens Universität Innsbruck. Gemeinsam mit meiner damaligen Mitstreiterin und Kollegin Dr. Julia Hautz, aktuell Assistenzprofessorin am Institut für Strategisches Management der Universität Innsbruck, initiierte ich neue Forschungsprojekte zum Thema Online Communities und deren Motivation bzw. Hemmschuhe, an Innovationsprozessen mitzuwirken. Neben einem enorm zielstrebigen Arbeiten im Team unternahmen wir diverse gemeinsame Konferenzbesuche - von New York, Hawaii, Barcelona, Paris, etc. - im Rahmen derer


wir unsere Forschung vorstellen und das Netzwerk in der Scientific Community erweitern, aufbauen und intensivieren konnten. Nach der raschen Beendigung meiner Dissertation im Sommer 2010 erhielt ich eine Post-Doc Stelle bei Prof. Matzler, die es mir ermöglichte, meine Forschungsprojekte fortzusetzen. Der nahtlose Übergang in die Stelle brachte neue Herausforderungen in der Lehre, Forschung und wie es so schön heißt akademische Selbstverwaltung, die durch die wirklich hervorragende Unterstützung durch Andrea Mayr stets schulterbar. Alltag und Fernweh Hand in Hand: Nach positiver Zusage des Erwin-Schrödinger Auslandsstipendiums ergab sich die Möglichkeit, die Beziehungen zu international anerkannten WissenschaftlerInnen in meinem Forschungsbereich zu vertiefen. Besonders prägend wurde dabei ein Forschungsaufenthalt (Januar 2013 – Juni 2014) bei Prof. Karim Lakhani – NASA Tournament Lab, Harvard University – der sich besonders der Frage und Erforschung widmete, wie Unternehmen die Innovationskraft durch Crowdsourcing Methoden erschließen können und sich das innovative Verhalten der Mitglieder in Online Communities verhält und wandelt. Spannende Forschungsseminare, Einblicke in das MBA und Harvard Executive Programm und selbst Co-Autor der renommierten Harvard Business Case Studies zu werden, waren herausragende Erlebnisse. Zusammen mit spannenden Unternehmen entstanden sehr aufschlussreiche Case-Studies; So etwa eine Studie zum Thema Crowdfunding von Prodigy Network, die mir eine aufregende Diskussion mit CEO

Rodrigo Nino zum Thema „Crowdfunding – Commercial Real Estate“ an der 40 Wall Street in New York eröffnete. Für eine Fallstudie über Siemens zum Thema Open Innovation, in der ich mit zahlreichen Verantwortlichen bei Siemens über ihre Open Innovation Projekte sprach, wurden wir mit dem Case Center Award ausgezeichnet. Dank großartiger Unterstützung der Co-Autoren und Projektpartner sowie ambitionierter Arbeit entstanden wissenschaftliche Aufsätze, die in renommierten Zeitschriften wie Journal of Interactive Marketing, Long Range Planning, Creativity and Innovation Management und Journal of Management Information Systems publiziert und mit einigen Preisen ausgezeichnet wurden; so erhielt ich gemeinsam mit Julia Hautz, Johann Füller, Kurt Matzler und Julia Müller den Best Paper Award der Zeitschrift Creativity und Innovation Management im Jahr 2012, den Best Paper Award der Zeitschrift Journal of Interactive Marketing gemeinsam mit Johann Füller, Julia Hautz und Carina Thürridl im Jahr 2015. Gemäß meinem Forschungsfokus Crowdsourcing wären meine Arbeiten ohne die Weisheit von Vielen nicht denkbar. So möchte ich mich bei allen Co-Autoren, Wegbereitern und -Begleitern, die an dieser Stelle nicht genannt wurden, sehr herzlich bedanken. Dies sollte für einen kleinen Einblick ins Reisetagebuch genügen. Ich freue mich auf gemeinsame, sich kreuzende Wege und die neue Aufgabe an der Universität Salzburg, die viele kostbare Etappen, Ziele und Erfolge hervorbringen möge.

Neu in der Studienvertretung! Gabriel Fallnbügel

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Studium: Bachelorstudium Recht und Wirtschaft Ich bin 20 Jahre alt, studiere Recht und Wirtschaft im 2. Semester, und werde wahrscheinlich im Organisationsreferat sein. Neben meinem Studium arbeite ich noch bei der Kwak Telecom, bin bei Aiesec Salzburg, spiele Fußball und bin bei der freiwilligen Feuerwehr. Warum StV? Weil ich das Wissen und die Hilfsbereitschaft, die ich im 1.Semester bekommen habe und jetzt noch immer bekomme, sehr gerne auch an andere weitergeben möchte. Ich bin froh, dass es die StV gibt und sie sollte auf jeden Fall aufrecht erhalten bleiben.

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Human Ressource Management – neue Facheinheit mit neuer Leiterin Mein Name ist Astrid Reichel. Voller Vorfreude habe ich die Leitung der mit 1.3.2016 neu gegründeten Facheinheit Human Ressource Management am Fachbereich für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften übernommen. Im Bachelorstudium Recht und Wirtschaft werde ich für die ABWL Organisation, Personal, Management zuständig sein. Im neuen Master Recht und Wirtschaft freut es mich besonders, dass es die Möglichkeit geben wird, sich auf Human Ressource Management zu spezialisieren. Gemeinsam mit der Facheinheit Arbeits- und Sozialrecht bieten wir zwei HRM-Module an, die separat aber noch besser ;) in Kombination besucht werden können. Im Modul „Funktionales HRM“ sollen einzelne Subfunktionen und die Wirkweisen dazugehörender Praktiken des HRM betrachtet werden. Die Studierenden sollen einerseits verstehen, was der Einsatz von bestimmten Praktiken Gewünschtes und Ungewünschtes bewirken kann (z.B. motivationale Effekte von bestimmten Personalbeurteilungsformen, Auswirkungen von unterschiedlichen Personalbeschaffungspraktiken auf die empfundene Attraktivität eines/r Arbeitgeber/in) und andererseits über die rechtlichen Rahmenbedingungen für den Einsatz unterschiedlicher Praktiken Bescheid wissen. Im Modul „Strategisches HRM“ wird es um eine ganzheitliche Betrachtung des HRM gehen.

und die Passung zwischen HRM und seinem näheren (z.B. andere Abteilungen, Unternehmensleitung) und weiteren (z.B. nationale Rechtssysteme) Kontext betont, sowie aufgezeigt, welche Effekte ein strategisches, kohärentes HRM auf Organisationen haben kann (z.B. Performance). Absolventen/innen dieser Spezialisierung sollen reflektierte Praktiker/ innen werden, die nicht nur HRM Handwerkszeug kennen, sondern auch ein Verständnis für das WIE und WARUM von HRM haben.

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Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Astrid Reichel stellt sich vor

// Astrid Reichel Univ.-Prof.in

Mag.a

Dr.in

Astrid Reichel übernahmmit 1.3.2016 die Leitung neu gegründeten Facheinheit

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Management

Ressource am

Fach-

bereich für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. 2012 hat sie sich an der WU Wien habilitiert und wurde zur assoziierten Professorin ernannt.

Vor meinem Wechsel an die Universität Salzburg habe ich zunächst von meinem 18. bis zu meinem 22. Lebensjahr an der Universität Wien Betriebswirtschaftslehre studiert und danach während meiner Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Controlling auch an der Uni Wien promoviert. Daraufhin bin ich 2005 an die Wirtschaftsuniversität Wien gewechselt und habe meinen Fokus von Anreizwirkungen monetärer Belohnung sukzessive auf eine ganzheitliche Betrachtung des HRM ausgeweitet. 2012 habe ich mich schließlich an der WU Wien Es wird die Organisation und die Positi- habilitiert und wurde zur assoziierten Proon des HRM in Unternehmen betrachtet fessorin ernannt.

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Mein Hauptforschungsinteresse liegt heuim Bereich HRM und Macht. Welche Eigenschaften der Person des/der HRM-Leiter/in Geschlecht), welche Spezifika der HRM Ablung (z.B. Outsourcing von HRM Aufgaben), welche organisationalen Gegebenheiten (z.B. Verwendung von Leiharbeit oder Crowdwork) und welche nationalen Kontextfaktoren (z.B. kollektive Interessensvertretung) haben eine Wirkung darauf, wie wichtig Personalarbeit in Organisationen genommen wird und welchen Effekt hat wiederum eine einflussreiche HRM Abteilungen auf die Mitarbeiter/ innen und die Organisation. Weitere Forschungsfelder sind Wissensarbeit und Karriereforschung.

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e (z . B . tei-

Die Daten für die Untersuchung der mir am Herzen liegenden Fragestellungen erhalte ich in erster Linie über meine Mitgliedschaft in zwei großen internationalen Netzwerken. Das Cranfield Network on Global HRM erhebt etwa alle vier Jahre den HRM Status und die angewandten HRM Praktiken in Organisationen aus über 40 Ländern weltweit. 5 C, die Cross-Cultural Collaboration on Contemporary Careers, sammelt Daten zu Karrieren unterschiedlicher Alterskohorten und Berufe in über 20 Ländern weltweit. Ich blicke meiner Tätigkeit an der Universität Salzburg Spannung entgegen und hoffe, mit meiner Forschung und Lehre einen positiven Beitrag zur Forschungsleistung der Universität und der Ausbildung ihrer Studierenden leisten zu können.

mit

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Mein Job mit Mehrwert

Regionalverkaufsleiter/in für unsere Filialen im Raum Salzburg und Oberösterreich Da bin ich mir sicher. • Ihre ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit für die Stärke in der Führung • Ihre Empathie für ein erfolgreiches und respektvolles Miteinander • Ihr ganzheitlicher Überblick für den wirtschaftlichen Erfolg unserer Filialen • Ihre Flexibilität für schnelles Handeln bei unseren abwechslungsreichen Herausforderungen • Ihr Engagement für das Erreichen gemeinsamer Ziele • Ihre akademische Ausbildung für Ihren umfassenden Verantwortungsbereich • Unser überdurchschnittlich hohes Gehalt* für Ihre Zufriedenheit • Unsere umfangreiche Einarbeitung für Ihre rasche Verantwortungsübernahme • Unser Führungskräfteprogramm für Ihre persönliche Entwicklung • Unser systematisches Talent Management für Ihre Karriere • Unsere Benefits wie Audi A4 und iPhone auch für Ihre private Nutzung Brutto-Jahresgehalt von € 65.800,− zum Einstieg

*

und € 114.000,– ab dem 8. Dienstjahr

Weil sich dabei sein auszahlt! Jetzt bewerben unter karriere.hofer.at

chkeit Persönli riere trifft Kar

Vorbehaltlich Satz- und Druckfehler.

Karl Sternberger Beruf: Regionalverkaufsleiter Hobby: Musiker

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