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101. ausgabe

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WIE SIEHT DIE WAHRE FREUNDSCHAFT AUS?

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AUCH WORTE KÖNNEN STRESS ERZEUGEN

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ZEICHNEN WIR UNS GLÜCKLICH

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TITel

K l e I n e w e lT

18 VOODOO Zwischen Religion und Marketing 26 WAHRE FREUNDSCHAFT Kleiner Kreis, große Wirkung

THEMA 66 SMARTPHONE UND TABLET Kinder im Online-Modus

K U n S T & K U lT U R

TIPPS F ÜR KIDS 68 QUERBEET Unterhaltung für Augen und Ohren

THEMA 60 KUNST ODER KITSCH Der Kult um das Selfie

lebenSSTIl

FILM 64 LEINWAND Streifen des Monats 64 HEIMKINO Filme von der Ladentheke

TREND 70 STILLLEBEN Einfach mal Ruhe 78 ENTSPANNENDES WIRRWARR Zentangle

MUSIK & LITERATUR 65 NEU IM HANDEL Rezensiert und vorgestellt

REISE 74 TRENDY UND TRADITIONELL Lissabon

eR SIe eS

MUNDART 80 FRÜCHTE FÜR ALLE Projekt Mundraub

DRUNTER & DRÜBER 06 WEITBLICK 360º über den Tellerrand

KaRRIeRe

THEMA 12 AUSWANDERN So einfach kann´s gehen!

BERUF 82 LEBENSLAUF Mut zur Lücke

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ALLE MACHT DEM VOLK? DEMOKRATIE HEUTE

inhalT

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E D I T O R I A L

DIGITALISIERTE KINDHEIT IM MEDIENZEITALTER

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LÜCKEN IM LEBENSLAUF, KEIN PROBLEM

82

S Ta D T l e b e n MEINE STADT 31 LOKAL TOTAL Geschichten aus dem Viertel

U n T e R h a lT U n G KOLUMNE 84 CHRISTIANE SATIRE 30 VEIT'S WELT Wenn schon Falten - dann vom Lachen GLOSSE 85 DIE GOLDENE WALNUSS Preisgekrönte Sinnlosigkeiten 90 KURTS SCHLUSS Der Weltverbesserer mit der sympathischen Kritik AUSSICHT 86 HOROSKOP Die Sterne im Juni

S Ta n D a R D S 84 GEWINNZONE 90 IMPRESSUM

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Gewinnspiel

Verlosung

sind wir mal ehrlich, hatte nicht jeder schon mal das Gefühl, dass eine kleine Voodoo-Puppe das Zusammenleben mit manchen deutlich erleichtern könnte? Doch woher kommt der Glaube überhaupt? Und was ist dran an den Geschichten um schaurige Zombies und geopferte Tiere? Redakteuerin Vivien Schramm wandert zwischen Faszination und Schrecken und hinterfragt die, als Zauberspaß vermarktete Religion, die fast jeden in ihren Bann zieht. Doch auch in der »Alten Welt« gibt es noch immer Neues zu entdecken. Ein durchaus probates Mittel, der eigenen körperlichen und geistigen Inaktivität vorzubeugen, ist ja bekanntlich das Reisen. Grund genug eine Traumstadt zu besuchen: Lissabon. Redakteurin Anna Wengel war vor Ort und kürte die aufstrebende und tolerante Metropole auf der iberischen Halbinsel sogleich zur neuen Lieblingsstadt. Warum sie damit nicht alleine steht, könnte an »Fado, Foodporn und Fliesenkunst« liegen. Jeder hat schon mal selbst eins gemacht oder sich über das eine oder andere aufgeregt, man kann ihnen schlicht nicht entgehen - sie sind omnipräsent: Selfies. In London gibt es nun eine Ausstellung zur Entstehungsgeschichte des SelfieTrends. Und die ist länger, als manch einer vielleicht glaubt. »Reich ist der, der Freunde hat«, weiß ein vielzitierter Sinnspruch und tatsächlich: Im Laufe unseres Lebens sammeln wir zahlreiche Freunde: Vom Kindergartenfreund über den Schulfreund oder den Kommilitonen im Studium bis hin zu den Kollegen auf der Arbeit. Doch nicht immer bleiben uns diese Menschen ein ganzes Leben erhalten. Redakteurin Jessica Laqua ergründet, was wahre Freundschaft ausmacht. Übrigens, bald ist es wieder soweit. Alle Zeichen stehen auf Wahlkampf. Neue Kandidaten, die Parteien versuchen sich wieder mehr Profil zu geben und alles, was nicht zum Dunstkreis der eigenen Partei gehört, wird diffamiert. Soweit also, nichts Neues. Doch der Ruf nach gelebter Demokratie wird immer lauter. Da stellt sich die Frage: Was kann Demokratie überhaupt noch? Gäbe es vielleicht gar sinnvollere Grundsätze? KOMPASS wagt eine kritische Auseinandersetzung mit dem vielbehüteten Gut in »Demokratie? Ja, bitte! Aber richtig.« Die Redaktion.

TICKE

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LiebeINHALT Leserinnen und Leser,

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INHALT

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gesünder als gedacht: Waldspaziergang studie Unser körpereigenes Immunsystem produziert natürliche Killerzellen, die dem Körper helfen, abnormale Zellen wie z.B. Tumore abzutöten. Soweit so bekannt. Weniger bekannt dürfte sein, dass man durch intensive Waldspaziergänge genau diese aktivieren kann. Zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich in Japan durchgeführte Studie. Männliche und weibliche Studienteilnehmer wurden zu einem dreitägigen Waldurlaub geschickt. Das Blut der Probanden wurde regelmäßig getestet, dabei fiel auf, dass sich bereits am ersten Tag und schon nach einem zweistündigen Waldaufenthalt, die Anzahl der Zelle um die Hälfte erhöht hatte. Ein Trend, der sich fortsetzte. Der wohltuende Effekt hielt sogar bis zu sieben Tage nach dem Experiment an, wie die Wissenschaftler nachweisen konnten. Übrigens ist eine Überdosierung laut Mediziner nicht möglich! Foto: Kzenon / fotolia.com

Schnipp, schnapp, ab!

Befreiungsschlag Eine 23-jährige Inderin hat ihrem langjährigen Peiniger kurzerhand den Penis abgeschnitten. Der 54-Jährige soll die junge Frau acht Jahre lang sexuell missbraucht haben. Nach der Tat rief die Frau selbst die Polizei. Der Mann hat die Attacke überlebt, der Penis nicht!

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Schutz gegen Plagegeister

ehrlich Währt aM längsten

pflege Jetzt gehts den lästigen kleinen Plagegeistern an den Kragen! Stiftung Warentest hat mal wieder Mücken- und Zeckenschutzmittel auf ihre Wirksamkeit getestet. Insgesamt 14 Produkte wurden einer Überprüfung unterzogen. Dabei kamen sowohl günstige Eigenmarken der gängigen Drogeriemärkte auf den Prüfstand als auch teurere Markenprodukte. Erfreulich am Ergebnis: Insgesamt schneiden die Schutzmittel deutlich besser ab als noch bei den vorherigen Tests 2008 und 2014. Damals reichte es bei vielen Produkten nur für ein Ausreichend. Diesmal erreichten 10 der 14 getesteten Kombi-Produkte die Note gut, lediglich jeweils einmal wurde mit befriedigend bzw. ausreichend bewertet. Testsieger ist Autan Protection Plus, dicht gefolgt von »Anti Brumm Zecken Stopp«, welches allerdings auch am teuersten ist. Den dritten Platz sichert sich mit »Rossmann Zeckito Classic« ein eher günstiges Produkt. Foto: pixabay.com

kurios Knapp drei Jahre ist es her, dass der Fund des passionierten Hobby-Schatzsuchers Derek McLennan weltweit für Aufmerksamkeit sorgte. Mit Hilfe eines Metalldetektors stieß der damals 47- Jährige auf einen sagenhaften Wikingerschatz, der sich in einem Feld im schottischen Dumfriesshire verbarg. Der Fund entpuppte sich als Sensation. Die mehr als 100 Objekte, darunter ein Goldring, Armbänder und ein silbernes Kreuz, ließen sich klar dem 9. und 10. Jahrhundert zuordnen und machten den Schatz zum Wertvollsten, der je im Vereinigten Königreich gemacht wurde. McLennan, ganz Mann von Ehre, verständigte die zuständigen Behörden, der Schatz wurde archäologisch aufgearbeitet und soll nun im schottischen Nationalmuseum in Edinburgh ausgestellt werden. Der Wert der Artefakte beläuft sich auf ca. 2,3 Millionen Euro. Genau so viel wurde jetzt, laut einem Bericht des »Guardians«, dem ehrlichen Finder als Belohnung zugesprochen. Na, da hat sich das Warten doch gelohnt. Foto: pixabay.com

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The Les Clöchards © Götz Widmann

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Solokonzert- neue Tour zur neuen CD September

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Konzert

Simon und Jan Halleluja!

© Jakob Heymann

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Jakob Heymann © Tino Bomelino

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Von wegen Lisbeth

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Max Prosa

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erbstreit beigelegt Musik Gut ein Jahr nach dem plötzlichen Tod von Popikone Prince ist nun die Erbfolge durch ein Gericht in Minnesota geklärt worden. Demnach sind die sechs Geschwister des Popstars erbberechtigt. Zum Streit war es gekommen, weil sich insgesamt 45 Personen als erbberechtigt empfanden. Neunundzwanzig der Möchtegern-Erben erteilte das Gericht bereits im Juli des Vorjahres eine Absage. Laut Schätzungen liegt die Erbsumme zwischen 100 und 300 Millionen Dollar. Allerdings müssen sich die rechtmäßigen Erben noch eine Weile gedulden, denn erst nach Ablauf der Einspruchsfrist aller Nichtberücksichtigten kann das Vermögen aufgeteilt werden. Foto: Universal Mucic

Oktober

18 Comedy

Bastian Bielendorfer

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Wahres Schnäppchen coMputerWelt Ein funktionstüchtiger »Apple I« -Computer kam kürzlich beim Auktionshaus Breker in Köln für schmale 110.000 Euro unter den Hammer. Das Modell, welches aus den 1970er Jahren stammt, steht für die Anfänge im Bereich »Heimcomputer«. Laut IT-Experten gibt es weltweit nur noch acht funktionstüchtige Apple-Computer dieser Art. Auktionen der vergangenen Jahre hatten deutlich höhere Gebote gebracht, bis zu 500.000 Euro waren da erzielt worden. Foto: pixabay.com

Mit Bibiana Steinhaus wird in der nächsten Saison erstmals in der Geschichte des DFB eine Frau als Schiedsrichterin in der Deutschen Bundesliga eingesetzt werden. In einem Interview hoffte Steinhaus, dass dies zur Normalität werde.

Bitcoin BleiBt auf erfolgskurs geld Die Digitalwährung Bitcoin hat ihren Wert seit März diesen Jahres nahezu verdoppelt und ist damit erstmals über die 2000-Dollar-Marke gestiegen. Im Vergleich dazu: Eine Feinunze Gold kostet rund 1250 Euro und ist damit derzeit günstiger als ein Bitcoin. Klassischen Sparern raten Finanzexperten aber dennoch von der Digitalwährung ab, zu spekulativ. Tatsächlich unterliegt die Ersatzwährung hohen Schwankungen, erst im Januar wurde die Währung kurzzeitig unter 800 Dollar gehandelt. Foto: pixabay.com

Vater gesuchtKlage eingereicht faMilie Auf der vergeblichen Suche nach dem Vater ihres unterdessen sechs Jahre alten Sohnes ist eine Mutter aus Halle an der Saale am Münchner Gericht vorerst gescheitert. Dem Rechtsstreit vorausgegangen war eine Affäre der Mutter mit einem Hotelgast namens Michael. Nachdem die junge Hallenserin die Schwangerschaft bemerkte, wandte sie sich an das Hotel und verlangte die Herausgabe der Personalien des »Gspusi«. Das Hotel verneinte, mit Hinweis auf die Tatsache, dass im fraglichen Zeitraum im Sommer 2010 vier männliche Gäste mit Namen Michael eingecheckt waren und die Dame keine näheren Angaben zu ihrem Teilzeitliebhaber machen konnte. Die junge Frau verklagte daraufhin das Hotel auf Herausgabe der Daten. Doch die Richterin machte einen Strich durch die Unterhaltsrechnung. Da die Klägerin keine weiteren Details zur Identifizierung des vermeintlichen Vaters vorlegen konnte, sei das Recht der betroffenen Männer auf »informationelle Selbstbestimmung und auf den eigenen Schutz der Ehe und Familie« wichtiger als der Anspruch der Mutter auf Unterhalt, so das Gericht in seiner Urteilsbegründung. Foto: pixabay.com

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A Wenn Sprudelwasser dick macht gesundheit Wasser. Der gesunde Durstlöscher. Erfrischend und ohne Kalorien. Doch jetzt steht die zugesetzte Kohlensäure in Verdacht Übergewicht zu fördern. Das geht aus einer neuen Studie der Universität Birzeit in Ramallah hervor. Derzufolge wurden zwei Rattengruppen unter gleichen Bedingungen gehalten – allerdings bekam die eine Gruppe Leitungswasser zu trinken, der Vergleichsgruppe wurde Wasser, welches mit Kohlendioxid versetzt war, vorgesetzt. Das eindeutige Ergebnis: Die Sprudelwasser-Trinker legten schneller an Körpermasse zu! Bei der folgenden Sektion konnte ein höherer Wert des Hungerhormons Ghrelin nachgewiesen werden, zudem hatten die Tiere größere Mengen Fett in der Leber. Ein Versuch an zwanzig gesunden Studenten führte zu ähnlichen Ergebnissen. Auch jene Probanten, die ihren Durst stets mit Sprudelwasser löschten, hatten im Vergleich höhere Ghrelin-Level im Blut. Die Forscher vermuten nun, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit Kohlendioxid in Getränken die Ghrelin-Ausschüttung stimuliere, was wiederum zu stärkeren Hungergefühlen führt. Foto: pixabay.com

Impfpflicht eingeführt Medizin Nachdem Italien Anfang des Jahres mit einer grassierenden Masernepidemie zu kämpfen hatte, setzt die italienische Regierung künftig auf einen flächendeckenden Impfschutz durch Einführung von Pflichtimpfungen. Insgesamt zwölf Krankheiten, darunter Masern, Tetanus, Polio, Mumps, Keuchhusten und Hirnhautentzündung werden von dieser Vorsorgeverpflichtung umfasst sein. Kinder ohne ausreichenden Impfschutz sollen künftig keinen Zugang mehr zu Kindergärten, Krippen oder Vorschulklassen erhalten. Eltern drohen darüber hinaus empfindlich hohe Geldstrafen. Bis Mitte Mai wurden in Italien 2395 Fälle von Masern gemeldet, im gesamten Vorjahr waren es nur 860 gewesen. Fast neunzig Prozent der diesjährig Erkrankten waren nicht geimpft. Übrigens auch in Deutschland gibt es bereits politische Initiativen zur Einführungeiner allgemeinen Impfpflicht für alle Kinder bis 14 Jahre. Foto: pixabay.com

ch übrigens... da ist er wieder, der Sommer. Wie jedes Jahr steht er schneller vor der Tür als erwartet, dabei wartet man doch Wochen, Monate auf die warmen Tage. Die beste Zeit im Jahr, gedanklich assoziiert mit Spaß, Abenteuer, Entspannung und vielleicht einem kleinen Flirt oder sogar der großen Liebe. Es warten Besuche am See, ausgedehnte Radtouren, Spaziergänge bei Sonnenuntergang und Grillabende mit Freunden bei lauen Sommernächten auf uns. Endlich raus aus dem Winterschlaf und das Grau hinter sich lassen…stattdessen heißt es rein ins wilde Leben mit aufregenden Tagen. Wie jedes Jahr warten wir gefühlt unendlich lange auf die schönste Jahreszeit… und wenn sie dann da ist, ist sie wirklich so großartig? Oder spielt sich das Ganze vielleicht doch eher in unserem Kopf ab? Immerhin sind da auch die schlaflosen Nächte bei gefühlten 50 Grad im Schlafzimmer, die fehlende Klimaanlage im Büro oder die verplanten Freunde, die eigentlich gar keine Zeit haben, die schönen Tage mit einem zu verbringen. Doch wägt man ab, dann überwiegen eindeutig die positiven Erlebnisse. Dies liegt vor allem daran, dass unsere Laune steigt: Wir kommen am Morgen besser aus dem Bett, freuen uns, den Tag draußen zu verbringen oder sei es, den Arbeitsweg auf dem Fahrrad zurückzulegen und nicht, wie an Regentagen, in der vollen Bahn oder dem Auto auf verstopften Straßen zu stecken. Wir merken, wie nicht nur die Natur immer mehr zum Leben erwacht, sondern auch unser Geist und unser Körper von Null auf Hundert beschleunigt und uns wieder mehr Energie bringt. Gemütliche Abende zu Hause in den eigenen vier Wänden bei einem Film sind zwar schön, doch nach vielen Wochenenden mit ebendieser Aktivität reicht es mit der Gemütlichkeit daheim. Das Leben spielt sich draußen ab: Die Eiscafés sind voll, die Menschen strahlen und auch im Park tummeln sich Alt und Jung. Bei all diesem Aktivitätsdrang wundert es nicht, dass wir offener sind und andere Menschen mit unserem Lächeln anstecken können…ganz egal, wie stressig der Tag auch war. Und bei so viel Enthusiasmus, so viel Lebensenergie und so viel Freude liegt es nah, dass auch der Kontakt mit anderen Menschen einfacher wird. Coole Sommerflirts liegen wie jedes Jahr im Trend und versprechen dem einen oder anderen unvergessliche Erlebnisse und eine Menge Schmetterlinge im Bauch. Ach Sommer, wie schön, dass es dich gibt! Denn schon bei dem Gedanken an die warmen Wochen steigt ein Gefühl von Freude in uns empor…wie damals in Kindheitstagen, als man sich auf die großen Sommerferien freute: Unvergessliche Erlebnisse mit Freunden im Freibad, Eis essen mit der besten Freundin oder der erste Kuss. Damals wie heute bist du mit großen Erwartungen verknüpft und wirst uns auch in diesem Jahr wieder besondere Erlebnisse bescheren. Sommer, wir lieben dich!

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ÖFFNET DIE TORE DER POLITISCHEN FESTUNG! //

2017 – es ist wieder soweit. Alle Zeichen stehen auf Wahlkampf. Neue Kandidaten, die Parteien versuchen sich wieder mehr Profil zu geben und alles, was nicht zum Dunstkreis der eigenen Partei gehört, wird diffamiert. Also, nichts Neues.

Was Macht das volk?

Machtlosigkeit ist das schlüsselWort

Das sucht immer mehr nach Alternativen zum zähen Brei, den die etablierten Parteien darstellen. Viele Stimmen gehen aus Protest an Randparteien, nicht wenige Wahlberechtigte entscheiden sich gar für die Stimmenenthaltung. Bei der letzten Bundestagswahl lag die Wahlbeteiligung bei knapp über 70%, Tendenz fallend. 2012 notierte das Forschungsinstitut Eurobarometer, dass nur noch etwa 28% der Europäer Vertrauen in die nationalen Parlamente und Regierungen haben. Zeigt sich hier die Politikverdrossenheit des Volkes, die hin und wieder von der politischen Elite angemahnt wird? Wohl eher nicht! Die Demonstrationen von verschiedenen Organisationen, die wir in den letzten Monaten erlebt haben, bei denen sich Bürger Luft gemacht haben, sind hochpolitisch.

Es ist die Machtlosigkeit, die man verspürt, wenn sich Bürger mit den demokratischen Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, Gehör verschaffen wollen, etwas ändern wollen. Als klopfe man an eine Tür und keiner öffnet, während hinter zugezogenen Vorhängen die Entscheidungen gefällt werden, die eigentlich demjenigen obliegen, der um Einlass bittet. Der Blick nach oben, nicht mehr voll Hoffnung und Vertrauen, sondern voller Wut und Verzweiflung. Während die berufspolitische Elite das Volk als nicht ebenbürtig und dessen Werte weniger hochgesteckt wähnen als die eigenen, hält ein großer Teil der Bevölkerung die politische Aristokratie für durch und durch korrupt.

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h T I G!

Foto: mehr Demokratie / flickr.com

Foto: cadillacdeville2000 / flickr.com

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D E M O K R AT I E


Das soll demokratisch sein? Nein, sagt der belgische Historiker und Ethnologe David van Reybrouck, der mit seinem Buch »Gegen Wahlen – Warum Abstimmen nicht demokratisch ist« eine provokante These aufstellt. Er erschüttert unser Wissen um die Demokratie, indem er die uns indoktrinierte Sicht, dass Wahlen das Kennzeichen einer Demokratie schlechthin seien, auf den Kopf stellt. Sein Befund der aktuellen Lage: Demokratiemüdigkeitssyndrom, verursacht durch die heutige elektoral-repräsentative Demokratie. In der Demokratie des 21. Jahrhunderts hält er die Beschränkung auf Wahlen zur Regierungsbildung als höchst fragwürdig und nicht mehr zeitgemäß.

Auf Los geht`s los – der Weg zu wirklich partizipativer Demokratie Seit etwa 3000 Jahren experimentiert die Menschheit mit Demokratie. Bis vor etwa 200 Jahren, zur Zeit der Französischen Revolution und der Unabhängigkeitsbewegung Amerikas, spielte dabei das Losverfahren eine bedeutende Rolle. Im antiken Athen zum Beispiel wurden die wichtigsten Verwaltungsorgane mit Bürgern besetzt, die per Losentscheid bestimmt wurden. Der Rat der 500. Er war das zentrale Regierungsorgan und durch ausgeloste Bürger bevölkertes Nervenzentrum der Macht. Für Aristoteles stand fest: »Es gilt z.B. als demokratisch, die Staatsmänner durch Los, und für oligarchisch, sie durch Wahl zu besetzen.« (Oligarchie: Herrschaft von wenigen) Zur Zeit der Aufklärung kamen zwei große Philosophen zur gleichen Erkenntnis wie Aristoteles. Nämlich Montesquieu, Begründer des modernen Rechtsstaates, und Jean-Jacques Rousseau. Die beiden Philosophen des achtzehnten Jahrhunderts stimmten darin überein, dass das Losverfahren demokratischer sei als Wahlen und dass eine Kombination aus beiden Methoden von Vorteil für eine Gesellschaft sei. Nur durch Kombination beider Systeme können Auswüchse vermieden werden: Das Losverfahren allein führt zu Unfähigkeit, Wählen allein zu Ohnmacht.

David Van Reybrouck Historiker, Ethnologe, Archäologe und Schriftsteller. Mit dem Buch Kongo feierte er einen Welterfolg. Er ist Initiator des Models G1000, das für mehr bürgerliche Mitbestimmung kämpft. Foto: www.davidvanreybrouck.be

Die Renaissance des Losverfahrens In den 1980er Jahren entstand, vor allem durch das Wirken des Amerikaners James Fishkin, der Begriff der deliberativen Demokratie. Eine Form der Demokratie, bei der Bürger nicht nur das Recht haben, Politiker zu wählen, sondern im Rahmen von Fachforen Gespräche untereinander und mit Politikern führen. Die kollektive Beratung steht im Mittelpunkt. Schließlich kommt man so zur Formulierung konkreter, rationaler Lösungen für nationale Herausforderungen. Kritiker sehen in der Bewegung die Gefahr, dass Dilettantismus und bürgerlicher Leichtsinn die Beratungen bestimmen. Wie soll das Volk eine Angelegenheit entscheiden können, für das es keinerlei Expertise besitzt? Doch in praktischen Anwendungen und Experimenten zeigt sich ein großes Engagement und gegenseitiger Respekt der Teilnehmer. Die Bürger werden durch den Einblick in die Komplexität politischer Entscheidungen und den Beratungsprozess erheblich kompetenter und differenzierter in ihrem politischen Urteil. Bestimmt man die Teilnehmer nun durch das aleatorische (alea Würfel, Zufall) Mittel des Loses, entstehen wirklich unabhängige Ausschüsse, die mit Hilfe von Informations- und Faktenmaterial Lösungen erarbeiten, die frei sind von lobbyistischen Bestrebungen und Korruption.

Keine utopische Idee Vom Standpunkt unseres demokratischen Systems betrachtet, scheint eine so umfangreiche Beteiligung des Volkes an der Politik als unmöglich, utopisch. Schließlich lässt unser Grundgesetz noch nicht einmal eine Volksabstimmung zu. Es gab jedoch in der jüngeren Vergangenheit zahlreiche Projekte der demokratischen Erneuerung in westlichen Ländern. Unter anderem in Kanada, in den Niederlanden, in Island und Irland. Als besonders bemerkenswert gilt das Beispiel Irlands. Im Mai 2012 stimmte die Bevölkerung des erzkatholischen Inselstaates mit gut 62% Fürstimmen einer Verfassungsänderung zu, die u.a. die gleichgeschlechtliche Ehe ermöglicht. Der Entwurf wurde zuvor von einem Gremium erarbeitet, dem neben Politikern auch 66 per Los bestimmte Bürger beisaßen. Der gesamte Prozess dauerte nur etwa ein Jahr. Ein Beispiel effizienter Demokratie, die zudem die Legitimität des Volkes genießt.

Buchtipp Gegen Wahlen – Warum abstimmen undemokratisch ist David Van Reybroucks; Wallstein Verlag; ISBN 978-3835318717; Preis: 17,90 EUR

fazit Van Reybrouck beschreibt in seinem Buch, dessen Inhaltsverzeichnis einer Krankenakte ähnelt, auf überzeugende Art die Symptome, Diagnosen, die Pathogenese (Krankheitsverlauf) und die geeignete Therapie für die schwächelnde Demokratie unserer Zeit. Sein erschütterndes Fazit: »Wahlen sind heutzutage primitiv. Eine Demokratie, die sich darauf reduziert, ist dem Tode geweiht.«

Text: EgHam

Info: www.davidvanreybrouck.be

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W ie f u n k t io n ie r t d a s ?

EIN ERFAHRUNGSBERICHT VON ANNA W E N G E L / / Ein Leben am Meer – davon hat KOMPASS-Re-

dakteurin Anna Wengel lange geträumt. Vor einem Jahr hat sie sich den Traum erfüllt und ist von Berlin nach Aljezur gezogen, einer kleinen portugiesischen Stadt in der Algarve.

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AUSWANDERN »


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er vertraute Geruch von Eukalyptus, Korkeichen und Meerwasser liegt in der Luft, die Wellen brechen mit einem lauten Rauschen am Strand, eine altbekannte Ruhe breitet sich in mir aus. Ich bin in Portugal. Endlich. Nach Jahren, in denen ich immer wieder herkam, um neue Energie zu tanken und mich eine Weile vom Berliner Stadtleben zu erholen, bin ich nun hier und bleibe, zumindest vorerst.

als stadtkind auf’s dorf Lange habe ich überlegt, ob es klug ist, als ausgemachtes Stadtkind in eine Mini-Stadt wie Aljezur zu ziehen. Der kleine Ort im Nordwesten der Algarve hat laut Wikipedia eine Bevölkerungsdichte von knapp 4.000 Menschen. Gefühlt sind es im Winter weitaus weniger. Wie viele Städte im portugiesischen Süden ist auch Aljezur gerade im Sommer für Saisonarbeiter und Traveler attraktiv, im Winter jedoch wie ausgestorben.

naturschönheit arrifana Arrifana ist einer von vielen Stränden, die die Herzen von Meerliebhabern höher schlagen lassen.

Surfers Paradise li.: Die Strände rund um Aljezur sind bei vielen Surfern weltweit beliebt. Viele Touristen kommen her, verlieben sich in Land, Meer und Leute – und bleiben.

Am Ende siegten Heimatgefühl und das Bedürfnis nach einem Ort zum Durchatmen über die Zweifel und die erwartete Sehnsucht nach dem Leben und den Liebsten in Berlin. Die vertrauten Gerüche, die ich seit meiner Kindheit mit der Urlaubswahlheimat meiner Eltern verbinde, gekoppelt mit dem Rauschen des Meeres, machen diesen Ort seit Jahren zu meinem Refugium. Wieso also nicht eine Weile in diesem Rückzugsort leben – zurück nach Hause kann man ja immer. Ich vermietete also meine Berliner Wohnung unter, buchte den nächsten Flug nach Faro – dieses Mal One-way–, packte meine Sachen, drückte meine Liebsten und machte mich auf in ein neues Abenteuer.

Typisch portugiesisch Mit seinen weißen Häusern ist Aljezur eine typische Kleinstadt Portugals. Rund 4.000 Menschen leben hier dauerhaft.

Ein anderes Modell, das ich hier kennenlernte, waren die Winterarbeiter. Einige Freunde und Bekannte von mir arbeiten den Winter über pausenlos – sei es in Skigebieten, auf yachten oder auch in diversen Firmen, die ihre Mitarbeiter für viele Stunden Arbeit mit einem hohen Honorar belohnen. Ein Freund von mir arbeitete zum Beispiel den Winter über als Elektriker in Neuseeland und bekam dafür so viel Geld, dass er sich nun den Sommer freinehmen und über ein halbes Jahr Urlaub in Portugal machen kann, wo die Lebenshaltungskosten im Vergleich zu Neuseeland niedrig sind. Möglichkeiten gibt es also viele. In meinem Fall ist es dennoch ein bisschen anders. Ich bin freiberufliche Journalistin und habe meine Arbeit mit nach Portugal genommen. Meine Auftraggeber sitzen in Deutschland, die Notwendigkeit, dass ich vor Ort arbeite besteht selten. Und wenn doch, fliege ich eben rüber. Ähnlich wie ich und eine andere Autorin machen es auch die diversen Web- und Grafikdesigner, die von überall aus der Welt hierher gekommen sind.

Mit Mundpropaganda zuM trauMhaus

Wo koMMt das geld her? Die erste Frage, die mir die meisten Bekannten stellten, wenn ich von meinen Auswandererplänen erzählte, war die: »Wovon willst du denn da leben?« Jobs gibt es tatsächlich viele. Denn wo Tourismus ist, werden Manager für Pensionen, Hostels und Co., Köche, Kellner und Reinigungskräfte gebraucht. Liegt das Urlaubsdomizil am Meer, kommt vor allem eine Nachfrage nach Surflehrern und Lifeguards hinzu. Und natürlich wird auch jede Form von Handwerksberuf benötigt. Ebenso steigt der Bedarf an yoga-Lehrern stetig, da yoga, wie im Rest Europas, auch in Portugal zum immer größer werdenden Trend avanciert.

Die Jobfrage war also bereits im Vorhinein geklärt, anders die Wohnungssuche. Mein Versuch, von Berlin aus eine Wohnung zu finden, scheiterte schnell an der Realität. Wohnraum wird hier nicht wie in Deutschland gewohnt über das Internet gesucht, Mundpropaganda ist Mittel und Weg, in Aljezur an Häuser, Autos und Jobs zu kommen. Kaum angekommen erzählte ich also Bekannten wie Unbekannten, dass ich Wohnung und Auto suchte, postete Anfragen auf Facebook und ließ die Mitarbeiter diverser Geschäfte und Immobilienbüros wissen, dass ich auf der Suche war. Das brachte mir nach zwei Monaten Suche – in denen ich im Haus eines Freundes unterkam – nicht nur den Ruf der Aljezurer Wohnungs 06 17

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expertin ein, sondern dank der Bekannten eines Bekannten einer Bekannten auch ein wunderschönes neues Domizil im Herzen Aljezurs, mit einer Aussicht, für die man in größeren Städten Hunderte, wenn nicht Tausende von Euros bezahlen würde, die hier jedoch günstiger ist, als ein Ein-Zimmer-Apartment in einem Berliner Hinterhaus.

Kurz nach der Autoschau traf ich eine Freundin im Café und erzählte ihr nebenbei von diesem doch sehr fragwürdigen Angebot. Sie verschluckte sich fast an ihrem Kaffee, riss die Augen auf und sagte: »Du darfst dieses Auto auf gar keinen Fall kaufen!« Amüsiert über ihre plötzliche Ernsthaftigkeit hakte ich nach. Ein Jahr zuvor hatte der Mechaniker ihr dieses Auto für 600 Euro angeboten. Anders als ich, hatte sie sich direkt einen Autokenner mitgenommen – der ihr ganz klar vom Kauf abriet. Im Nachhinein erfuhr sie, dass der Mechaniker das Auto bereits diverse Male an Touristen vermietet hatte, die, einer nach dem anderen, damit liegen geblieben waren. Das gehört, freute ich mich zum ersten Mal in meinem Leben über Dorfklatsch. Der sollte mir in Sachen Auto kurz darauf zugutekommen: ein Freund einer Freundin einer Freundin verkaufte seinen geliebten alten VW Polo. Trotz des vorangeschrittenen Alters in gutem Zustand und – als nostalgischer Pluspunkt – genau der Wagen, den ich schon mit 18 Jahren gefahren war. Gesehen, gefahren, gekauft.

Wen trifft Man Woanders?

büroaussicht Dank Laptop und portablem Wifi-Routern können Autoren, Grafiker und Co. häufig dort arbeiten, wo die Aussicht am schönsten ist.

vorankoMMen ohne auto? Möglich, aBer BeschWerlich Neben Wohnung und Job ist es vor allem ein fahrbarer Untersatz, der zu den Grundbedürfnissen eines Lebens auf dem Dorf zählt. Denn anders als etwa in Lissabon fahren durch Aljezur keine Straßen- oder U-Bahnen. Na gut, es gibt Busse, aber die bringen einen nicht überall hin und fahren außerdem selten. Wer hier führerscheinlos ist oder ständig am finanziellen Limit lebt, kommt dank ausgezeichneter Daumenraus-und-schon-hält-jemand-an-Gepflogenheiten, Fahrrad und Füßen natürlich auch irgendwie voran. Mir erschien das Auto aber von Anfang an genauso notwendig wie ein Dach über dem Kopf. Denn so klein der Ort auch sein mag, fußläufig ist trotzdem ein weit dehnbarer Begriff. Ich hatte von einem Mechaniker in Aljezur gehört, der hin und wieder Gebrauchtwagen verkauft. Ohne irgendeinen Funken Ahnung von Autos zu haben, fuhr ich mit meinem Leihwagen zur Werkstatt und durfte sogleich einen Blick in das Innere eines alten VW Golfs werfen: Schimmel, fehlende Gurte und ein Loch im Boden. Eine Schrottkarre für 1.000 Euro.

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er sie es T H E M A

Job, Auto und Wohnung waren geklärt, nun konnte der richtige Spaß losgehen: das Leben in meinem kleinen portugiesischen Paradies. Dieses Gefühl teile ich mit etlichen Auswanderern aus aller Welt, die sich hier nach ein oder mehreren Besuchen niedergelassen haben. In erster Linie sind es Surfer, die sich von zahlreichen Surfspots wie Arrifana, Beliche oder Ponta Ruiva – um nur drei zu nennen – nach Aljezur haben treiben lassen und die Strände und Straßen in einen Laufsteg für Beach-Looks verwandeln: Damen und Herren mit von der Sonne aufgehellten, ins Bodenlose wachsenden Haaren in Bordshorts, Bikinis und Wetsuits und mehr oder minder gestählten Körpern sind Teil des Straßenbildes. Und die kommen von überall her. Neben den hier ansässigen Portugiesen sind es vor allem Deutsche und Engländer, die sich in der kleinen Stadt niedergelassen haben. Hinzu kommen jede Menge Australier, Spanier, Italiener, Brasilianer sowie viele andere Nationalitäten. Entsprechend der Vielzahl an Nicht-Portugiesen ist neben Portugiesisch die Hauptsprache Englisch und vielfach auch Deutsch.

koMMunenleBen & entBehrungen Mit all diesen Auswanderern, die hier wie ich ihren aktuellen Lebensmittelpunkt gefunden haben, sowie ein paar Portugiesen, die jedoch – zumindest in meiner Alterssparte – schon fast die Minderheit bilden, lebt es sich hier fast wie in einer Kommune. Zum ersten Mal in meinem Leben lerne ich diese Intimität kennen, die es nur auf Dörfern zu finden gibt. An die Anonymität Berlins gewöhnt, irritierte es mich am Anfang, dass jeder dritte mir entgegenkommende Autofahrer die Hand zum Gruß hebt, wenn er oder sie mich kommen sieht und ich kaum eine Minute in einem Café oder am Strand sitzen kann, ohne dass ein bekanntes Gesicht auftaucht.


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PRÄSENTIERT

Neu war auch, dass irgendwie immer jemand da ist, der helfen kann, wenn das Auto mal zickt, eine Fahrgelegenheit oder ein Rat in Lebensweise-in-Portugal-Angelegenheiten benötigt wird. Dorfleben kann also wirklich ganz schön sein, stellte ich mit der Zeit fest.

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Allerdings gibt es auch einiges, das ganz klar fehlt. Neben den Liebsten in Deutschland sind es vor allen Dingen Großstadt-Normalitäten, die es zu entbehren gilt. Essen bestellen? Spontan ins Kino? In Geschäften nach neuen Lieblingsstücken stöbern? Theater und Museen? Neue Bands entdecken? All das ist unmöglich oder mit Aufwand verbunden.

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träuMe leBen Viele Menschen träumen davon, einmal woanders zu leben, neue Leute und Dinge und ein anderes Leben kennenzulernen. Dank Freiberuflichkeiten und Sabbaticals ist das in vielen Fällen möglich. Es erfordert Mut und einen Drang, diesen Traum zu leben. Aber es lohnt sich. Immer. Denn egal, ob man bloß für einen kurzen Zeitraum in die Traumwelt eintaucht oder dauerhaft einen neuen Lebensmittelpunkt findet, am Ende zählen doch die Erfahrungen, die man in seinem Leben macht und auf die man am Ende zurückblicken und sagen kann, dass man alle großen Träume erfüllt und ein wunderschönes Leben gelebt hat.

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Auch Wörter können stressen S o wirkt sich S prache auf unsere W ahrnehmung aus / /

Man fühlt sich gestresst, die Arbeit nervt und eigentlich kann man sich vor Müdigkeit gar nicht mehr auf den Beinen halten: Aussagen, die viele von uns immer wieder mal tätigen, wenn es im Alltag drunter und drüber geht. Dass allein die Wahl unserer Wörter zu noch mehr Stress führen kann und auf unsere Wahrnehmung und damit auf unser Wohlbefinden wirkt, haben nun neuste Studien nachweisen können.

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Tagtäglich kommunizieren wir mit anderen oder in Gedanken mit uns selbst: Wir gehen unseren Alltag durch, schmieden Pläne oder ärgern uns über den Nachbarn oder die Kollegen. Oftmals werden dabei ausdrucksstarke Wörter verwendet, die unsere Emotion gekonnt beschreiben. Doch da beginnt die Geschichte mit dem Huhn und dem Ei: Ist es die Emotion, die uns die Wörter wählen lässt, oder sind es die Wörter, die zu einer bestimmten Emotion führen und damit auf unsere Wahrnehmung wirken? Kann also allein die Verwendung des Wortes »Stress« erst recht zu einem Gefühl von Stress führen? Laut Forschern der Universität Jena ist genau dies der Fall. Die Psychologen konnten in ihrer Untersuchung nachweisen, dass die Verwendung von starken negativen Wörtern gewisse Areale im Gehirn aktiviert, und zwar ebendiese, die auch bei der Empfindung von Schmerz aktiviert werden. Prof. Dr. Thomas Weiß und Maria Richter von der Universität Jena untersuchen anhand bildgebender Verfahren (fMRT), wie bestimmte schmerz-assoziierte Wörter im Geer sie es T hema

hirn verarbeitet werden. Dabei konfrontierten sie ihre Probanden mit Wörtern wie quälend, zermürbend oder plagend. Und siehe da: Die Versuchspersonen aktivierten allesamt die gleichen Hirnareale, in der Schmerzen verarbeitet werden. Damit konnten die Psychologen zeigen, dass auch verbale Reize zu einer gewissen Empfindung führen und damit ganz eindeutig auf unser Erleben und unsere Gefühlswelt Einfluss nehmen. Durch diesen Prozess wird Sprache zu einem sehr wichtigen Instrument, mit welchem wir uns selbst und auch andere beeinflussen können. Da Kommunikation jedoch niemals allein über die Wortwahl abläuft, sondern auch die Betonung, unsere Körperhaltung und Mimik abläuft, können wir so mehr mitteilen und ausdrücken, als wir in dem Moment zu glauben wissen. Bestimmt fällt jedem dieser eine Mensch ein, der ständig im Stress ist und auch nur davon redet, sich hektisch verhält und bei einem selbst ein unruhiges Gefühl auslöst. Das zeigt, was Kommunikation in einem selbst und im Gegenüber auszulösen vermag.

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DeR bIoloGISche PRozeSS Man könnte bei falscher Wortwahl schon fast meinen, dass es sich um eine selbsterfüllende Prophezeiung handelt. Schaut man sich die Prozesse im Gehirn jedoch genauer an, ist der Prozess verständlich: Jede Interaktion mit unserer Umwelt oder mit uns selbst in Gedanken löst Empfindungen aus. Im Körper bezieht sich dies auf chemische Prozesse, die an bestimmte Hormone und Botenstoffe gekoppelt sind. Empfinden wir uns und damit unser Körper im Stress, so schüttet er in der Folge das Hormon Cortisol aus: Wir fühlen uns erregt, der Puls steigt, die Atmung wird flacher – wir empfinden typische Stresssymptome. Reden wir nun immer wieder von Stress und machen dies unserem Körper deutlich, so wird er in Folge weiter Cortisol ausschütten. Sprache kann damit auch unsere Empfindung maßgeblich beeinflussen. Ähnlich sieht es mit der Aussage »Ich muss« aus, welche von vielen in die alltägliche Kommunikation eingebaut wird. Allein diese beiden kleinen Wörter können schon zu negativen Empfindungen führen … und zwar nicht nur bei einem selbst, sondern auch bei unserem Gegenüber, dem wir erzählen, was wir nicht alles müssen.

29.06.2017 Dresden Filmnächte am Elbufer buchstaben Mit den richtigen Worten können wir unsere Rhetorik verbessern.

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PoSITIVe wöRTeR wÄhlen Doch der Mensch wäre nicht der Mensch, wenn er nicht effektiv dagegen ansteuern könnte. So gibt es eine ganz einfache Möglichkeit, dem Kreislauf zu entkommen und sich dadurch mehr Wohlbefinden zu verschaffen: »Positive Wörter nutzen« lautet das Geheimnis. Achtsamkeit für die eigene Sprache steht dabei im Mittelpunkt. Zwar ist es zunächst schwierig, von seinem gewohnten Sprachgebrauch abzuweichen, aber dennoch ist eine Veränderung durch achtsames Training schnell zu erreichen. Wörter wie müssen oder Stress sollten somit komplett aus dem Wortschatz verbannt werden. Stattdessen sollten Wörter wie Ruhe und Gelassenheit in unserer Kommunikation überwiegen. Die Sprachwissenschaftlerin Mechthild von Scheurl-Defersdorf und der Arzt sowie Neurowissenschaftler Theodor von Stockert haben gemeinsam das Sprach- und Kommunikationskonzept Lingva-Eterna entwickelt, in welchem es genau darum geht: achtsam mit der eigenen Sprache sein. Das Ergebnis: Durch positive Wörter und dem Verlernen von falschen Wörtern, die als Stressoren wirken, fühlen wir uns langfristig besser. Achtsam zu sein bedeutet aber auch, sich mehr in der Gegenwart aufzuhalten und auf den Moment zu achten, als ständig Probleme aus der Vergangenheit zu wälzen oder Pläne für die Zukunft zu machen. So kann ein bewussteres Erleben des Hier und Jetzt zu mehr Einklang und Entspannung führen. Die Autorin und Diplompsychologin Ira Kokavecz gibt in ihrem Buch »Stress und Burnout vermeiden« einen Praxistipp, der leicht umzusetzen ist. Auch sie behauptet, dass Sprache unsere Stimmung programmiert und betont, dass unsere Denkprozesse durch unsere Wortwahl geformt werden. Um das Wort müssen zu verbannen, kann man beispielsweise folgende Änderung in der Kommunikation vornehmen: Anstatt »Ich muss gegen den Lärm ankämpfen« kann man einfach auf »Ich werde für eine ruhige und angenehme Arbeitsatmosphäre sorgen« zurückgreifen – und schon ist die Wortwahl positiver und der Stressor verringert sich. Durch diesen Prozess wird die Aufmerksamkeit verändert und der Körper reagiert mit einer geringeren Cortisol-Ausschüttung.

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Mehr Entschleunigung, mehr Ruhe und weniger Stress kann also ganz einfach durch die richtige Wortwahl erreicht werden. Auch, wenn die gelenkte Achtsamkeit auf unsere Sprache am Anfang nicht ganz einfach ist – unser Wohlbefinden wird es uns am Ende danken.

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zwischenmenschliches Durch die richtige Wahl unserer Worte können wir die Kommunikation mit anderen gekonnt beeinflussen.

Text: Jessica Laqua

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Nadeln in kleinen Püppchen, schaurige Zombies und geopferte Tiere – Voodoo entstammt einer fremden Welt, von der wir selten mehr kennen als gängige Klischees: Zwischen Faszination und Schrecken zieht die als Zauberspaß vermarktete Religion in ihren Bann – Magische Rezepte, Ratgeber und VoodooPuppen haben auch hierzulande Konjunktur. Doch was steckt wirklich hinter den Traditionen, die einst aus Afrika in die »Neue Welt« gelangten? KOMPASS begibt sich auf Spurensuche.

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er Voodoo hat seinen Ursprung in Westafrika und gehört in die Yorùbá-Tradition. Die Fremdbezeichnung Yorùbá ist eher als Sprachgruppe denn als gemeinsames Volk zu verstehen: Es gibt zahlreiche Subgruppen, die sich in Dialekten, religiösen, politischen und sozialen Strukturen unterscheiden. Gemeinsam war ihnen die Vorstellung, dass unser Universum von verborgenen Kräften belebt sei, die von Göttern und Geistern gelenkt werden: Pflanzen, Tiere, Orte oder Gesänge – Alles kann zum Träger spiritueller Kraft werden. Auch die bekannte Trance, die in den Berichterstattungen über die Voodoo-Religion oft einen zentralen Platz einnimmt, geht aus diesen afrikanischen Traditionen hervor, die im Zuge der Versklavung afrikanischer Menschen in die europäischen Kolonien Amerikas gelangten.

Im protestantisch geprägten Nordamerika haben die Götter aus Übersee in fünfhundert Jahren kaum Spuren hinterlassen, doch tragen Eingewanderte aus Lateinamerika die afroamerikanischen Riten seit Mitte des 20. Jahrhunderts auch in die USA und nach Europa. Für die Frage, wie der Voodoo in die »neue Welt« gelangte und dort überleben konnte, ist allerdings nicht nur die Herkunft der Sklaven und Sklavinnen und ihre damit verbundenen religiösen Vorstellungen von Bedeutung, sondern ebenso die Lebensbedingungen, die sie in ihrem erzwungenen Exil vorfanden. Um einen Blick hinter die Fassade aus Knochenmagie und Zombieflüchen zu werfen, begeben wir uns in die Kolonialgeschichte des heutigen Haiti, in dem der Voodoo als offizielle Religion das tägliche Leben eines Großteils der Bevölkerung prägt.

Götter im Exil Nachdem Millionen Afrikaner und Afrikanerinnen nach ihrer Verschleppung und monatelangen Überfahrten auf den Sklavenmärkten der amerikanischen Küstenstädte verkauft wurden, zwang man sie fortan zur Arbeit auf Plantagen im Landesinneren, als Lastenträger in den Häfen oder als Haussklaven und -sklavinnen in Landhäusern oder städtischen Wohnsitzen: Die versklavten Menschen, die in ihrem erzwungen Exil aufeinandertrafen, sprachen meist nicht dieselbe Sprache, pflegten verschiedene Bräuche, entstammten unterschiedlichen gesellschaftlichen Strukturen und sozialen Schichten: Religiöse und kulturelle Gemeinsamkeiten waren kaum vorhanden und konnten nur über eine Vermischung verschiedener Traditionen, Anschauungen und Rituale neu hergestellt werden. 06 17

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Sklavenhandel li.: Ein Großteil der afrikanischen Sklaven und Sklavinnen, die im 18. Jahrhundert nach Haiti verschleppt wurden, stammten aus Westafrika. Nachdem Haiti 1804 die Unabhängigkeit erlangt hatte, konnten alte Bräuche wieder ausgelebt werden. Aufgrund christlicher Einflüsse unterscheidet sich der karibische Voodoo jedoch von seinem afrikanischen Ursprungsglauben der Yoruba-Tradition. Foto: Wikimedia Ursprünge des Voodoo Gelede ist ein Tanzritual und jährliches Festival der Yoruba (Westafrika). Die Yoruba-Religion gehört zu den Ursprüngen des Voodoo. Gelede findet zu Ehren der als Ìyá Nlá personifizierten Weiblichkeit statt, insbesondere der Mutterschaft, der weiblichen Vorfahren und der alten Frauen. Gleichzeitig soll die Zeremonie vor der bösen Seite weiblicher Mächte in Form von Hexerei schützen. Foto: Soul of Africa Museum, Essen

Freiheit in Haiti Voodoo ist im atlantischen Raum heute insbesondere in Haiti beheimatet. Kolumbus nahm die Insel Ende des 15. Jahrhunderts für die spanische Krone in Besitz. Zweihundert Jahre später geriet der Westteil unter französische Verwaltung, die in der Region den Anbau von Zuckerrohr und später Kaffee massiv ausbaute. Der rasch wachsende Bedarf an Arbeitskräften führte dazu, dass Versklavte aus Afrika nach kurzer Zeit den Großteil der Inselbevölkerung ausmachten. Um ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten zu können, durften die afrikanischen Arbeitskräfte kaum kultivierbare, kleine Grundstücke am Rande der Plantagen für ihren Eigenbedarf bestellen. Auf der Insel etablierte sich im Unterschied zu vielen anderen lateinamerikanischen Kolonien eine kleinbäuerliche Subsistenzwirtschaft, die Haiti bis heute ökonomisch und gesellschaftlich prägt. Der Unabhängigkeitskampf gegen das französische Mutterland Ende des 18. Jahrhunderts wurde mit der Hoffnung auf Emanzipation von weiten Bevölkerungsteilen Haitis begrüßt: Der Status der Sklaven und Sklavinnen blieb jedoch zunächst unberührt, was

einen Aufruhr der afroamerikanischen Bevölkerung zur Folge hatte: In der Nacht des 14. August 1791 setzen Versklavte und bereits aus der Sklaverei Geflohene Plantagen in Brand und ermordeten die weißen Farmer und Farmerinnen. Dies war der Beginn einer blutigen Revolution unter der Führung des Sklaven François-Dominique Toussaint L’Ouverture, der ein überzeugter Anhänger des Voodoo war. Der Krieg endete am 1. Januar 1804 mit der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung: Haiti erlangte als erste lateinamerikanische Kolonie ihre Unabhängigkeit und hob zugleich die Sklaverei auf.

Familienverband Im Geschichtsbewusstsein der haitianischen Bevölkerung kommt dem Voodoo in dieser Revolution eine große Bedeutung zu: Die afrikanischen Sklaven und Sklavinnen spielten eine tragende Rolle im Unabhängigkeitskampf und erhielten nach dessen Beendigung eigenen Grund und Boden, auf dem sie die durch die Versklavung zerschlagenen Strukturen afrikanischer Familienverbände wiederherzustellen versuchten: Die Beziehung zur Familie, dem eigenen Land und

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den Göttern sollte auch hier fortan wieder eine Einheit bilden. Die Voodoo-Gemeinden sind als spirituelle Großfamilien zu verstehen: Die Rolle des Familienoberhaupts übernehmen eine Kultleiterin – manbo oder ein Kultleiter – oungan. Mit den Mitgliedern ihrer Gemeinschaft – den ounsi – unterhalten sie familiäre Beziehung in einem spirituellen, aber auch sozialen Verständnis wechselseitiger Fürsorge. Die meisten im Voodoo verwendeten Begriffe entstammen dem Kreolischen, einer Sprache, die als Mischung aus dem Französischen und verschiedenen afrikanischen Sprachen der Sklaven in Haiti entstand und dort bis heute gesprochen wird.

Die »Voodoo-Tempel« sind meist mit dem Wohnhaus der manbo oder des oungan verbunden, unterscheiden sich in Stadt und Land jedoch stark voneinander. Während ländliche »Tempel« meist nach dem Vorbild eines Gutshofes angelegt sind und über eigene Häuser und Hütten für die lwa, die Götter und Geister des Voodoo, verfügen, beschränken sich die religiösen Zentren in Städten üblicherweise auf ein einziges Haus, in dem die Hütten der lwa durch aufwendige Altäre ersetzt wurden.


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Voodoo und Katholizismus Zu den besonderen Entstehungsbedingungen des karibischen Voodoo zählt auch der vergleichsweise frühe Abbruch des Kulturtransfers zwischen Afrika und Haiti: Durch den anhaltenden Sklavenhandel in Brasilien oder Kuba verbreiteten sich afrikanische religiöse Einflüsse nahezu ein Jahrhundert länger als in Haiti in der afroamerikanischen Bevölkerung. Auch die Trennung der haitianischen Kirche von Rom zwischen 1804 und 1860 prägte den Voodoo, da die in Haiti tätigen Priester keiner Kontrolle unterlagen und einer Vermischung katholischer Liturgie mit afrikanischen Riten kaum Widerstand entgegensetzten. Bis heute sind diese Spuren sichtbar, beispielsweise in der Person des prètsavann, der die Rolle eines katholischen Geistlichen übernimmt und vom Katholizismus inspirierte Elemente, wie das Vortragen bestimmter christlicher Gebete, in die Voodoo-Zeremonien einbringt. Auf den Altären des lwa befinden sich neben deren Insignien oft auch Bilder oder Statuen katholischer Heiliger.

Altare o.: In der afrikanischen Tradition werden die Toten verehrt. Wenn ein Familienmitglied gestorben ist, wird er in einem Tempel für Tote durch ein Asen repräsentiert. Das Asen ist eine Statue, die die Seele des Toten symbolisiert. Man erinnert sich seiner mit Lobesworten und Zeremonien. Es gibt unterschiedliche Formen von Asen, die sich nach der regionalen Tradition richten. Foto: Soul of Africa Museum, Essen Revolution in Haiti li.: François-Dominique Toussaint Louverture war der Sohn eines aus dem heutigen Benin verschleppten Afrikaners und überzeugter Anhänger des Voodoo. Im Bürgerkrieg schloss er sich der Bewegung zur Befreiung der Sklaven an und stieg bald zu deren Anführer auf. Die Befreiungsbewegung endete siegreich und mündete in der Abschaffung der Sklaverei: Toussaint gilt in Haiti als Nationalheld. Fotos: Wikimedia

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Zwillingspuppen u.: Aufgrund einer genetischen Besonderheit, werden in Westafrika viele Zwillinge geboren. Früher mussten die Mütter den schwächeren Zwilling ertränken, weil sie nicht genug Milch für zwei Kinder hatten. Heute werden die Kinder nicht mehr getötet, doch viele Zwillingskinder überleben die ersten Monate nicht. Für das verstorbene Kind wird eine Holzpuppe angefertigt, in die dessen Seele übergeht. Foto: Soul of Africa Museum, Essen

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Der Eingang eines »Tempels« wird stets von Legba, dem Hüter der Tore, bewacht. In Voodoo-Zeremonien wird Legba stets als erster angerufen, um als Mittler zwischen den Menschen und den lwa die Tür für alle anderen Geister zu öffnen. Der heilige Petrus als Wächter der Himmelspforte ist gewissermaßen sein katholisches Gegenstück, jedoch wird Legba, der sich im Voodoo als Greis vorgestellt wird, häufig durch Statuen des heiligen Lazarus repräsentiert, die sich am Eingang vieler Voodoo-Zentren befinden. Aufgrund fehlender schriftlicher Fixierungen und der Autonomie jedes Voodoo, aber auch ungleichen finanziellen Möglichkeiten, sind verschiedene »Tempel« völlig unterschiedlich gestaltet. Eine geschlossene Glaubensgemeinschaft gibt es im Voodoo nicht.

Popkultur In dem Musical »Einst auf dieser Insel« greifen die lwa in das Leben der Menschen ein. (v.l.n.r. Asaka, Mutter der Erde; Ezili, Göttin der Liebe; Agwe, Gott des Wassers; Papa Ge, Dämon des Todes. Foto: Benjamin D. Esham / Wikimedia Commons Ezili und Maria re.: Häufig ist die Darstellung der Ezili Dantò von dem Bildnis der »Schwarzen Madonna von Częstochowa« abgeleitet. Die verschiedenen Ezili-Figuren sind im Voodoo eng mit den unterschiedlichen Erscheinungen der Mutter Jesu verwoben. Quelle: Schwarze Madonna von Częstochowa / Wikimedia Commons

Die lwa Ähnlich den Gebäuden unterscheiden sich auch die Vorstellungen der Götter und Geister der einzelnen Voodoo-Gemeinden. Der Glaube an eine »höchste« Gottheit, wie er im vorkolonialen Afrika zu finden war, ist im Voodoo mit christlichen Gottvorstellungen verschmolzen: Bondye nimmt allerdings keinen direkten Einfluss auf das Leben der Menschen, sondern wird von den lwa vertreten, deren Charaktere häufig Gemeinsamkeiten mit katholischen Heiligen aufweisen. Die lwa werden in zwei Gruppen unterteilt: die sanftmütigen rada und die launischen petwo, mit denen man aufgrund ihrer Wutausbrüche und drastischen Strafen einen vorsichtigen Umgang pflegt. Nicht alle lwa lassen

sich diesen beiden Seiten zuordnen, da sie mitunter sehr komplexe Charaktere ausgebildet haben und daher als Gruppe und nicht als einzelner Geist auftreten: Den weiblichen Ezili gehören beispielsweise Ezili Freda, die lwa der sinnlich-romantischen Liebe, aber auch Ezili Dantò, eine hart arbeitende, gelegentlich zornige alleinerziehende Mutter mit wechselnden Liebhabern, an. Die Ezili-Geister zeichnen in ihrer Gesamtheit ein Bild der widersprüchlichen Möglichkeiten weiblicher Existenz in Haiti: Sie stehen für mütterliche Liebe ebenso wie für selbstbestimmte – auch gleichgeschlechtliche – Sexualität. Sie übernehmen Verantwortung, sind kriegerisch und zeigen Zorn, aber auch Angst und Einsamkeit.

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Auch Gede, Gebieter über Tod, Sexualität und Humor, bildet viele Erscheinungen aus und fügt sich dem rada-petwo-Dualismus nicht. Die Gruppe der Gede-Erscheinungen wächst nach wie vor und wird in Haiti enthusiastisch verehrt. Ihr Oberhaupt ist Baron Samdi. Der haitianische Diktator François Duvalier gab sich zwischen 1957 und 1971 als eben dieser Totenherrscher aus, um kritische Stimmen zum Verstummen zu bringen und die Unterstützung der armen Bevölkerung zu erlangen. Anders als die übrigen lwa zeigt sich Gede auch in der Öffentlichkeit: Um Allerheiligen Anfang November ziehen GedeGeister mit weißen Gesichtern und schwarzen Fracks durch Port-au-Prince.

Festtage Für jeden lwa wird traditionell einmal jährlich ein großes Fest ausgerichtet: Oftmals findet es am Gedenktag des katholischen Heiligen statt, mit dem der lwa assoziiert wird. Tieropferungen finden vor dem eigentlichen Beginn des Festaktes statt und richten sich in der Wahl des Opfertieres und der Technik nach dem lwa, der mit der Opfergabe geehrt werden soll. Das sorgsam ausgewählte Tier wird vorab mit speziellen Aufgüssen gewaschen und geschmückt, sein Blut wird bei der zeremoniellen Schlachtung aufgefangen, in kleinen Mengen getrunken oder für weitere Zeremonien aufbewahrt. Den ounsi werden mit einigen Tropfen des Blutes Zeichen auf die Stirn gemalt.


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Die öffentliche Zeremonie beginnt meist nach Einbruch der Dunkelheit und setzt mit katholischen Heiligenlitaneien, Gebeten und Kirchenliedern ein, bei deren Vortrag die manbo oder der oungan von dem prètsavann unterstützt werden. Im Anschluss werden Lieder in einem Gemisch aus Kreolisch und der im Voodoo verwendeten Sakralsprache langay, die aus afrikanischen und kreolischen Fragmenten besteht, gesungen und mit der heiligen Rassel – ason – begleitet. Sie bilden den Übergang zum afrikanisch geprägten Teil des Rituals, der durch den Einsatz von lauten Trommeln erkennbar ist. In einer strengen Abfolge wird nun zunächst Legba und im Anschluss die lwa mit speziellen Liedern einzeln aufgerufen. Trankopfer aus Rum, Wasser oder Sirup werden auf dem Boden vor den geweihten Objekten vergossen. Vèvè, rituelle Zeichnungen werden mit Mehl, Asche oder Kreide angelegt, um darauf die Speiseopfer niederzulegen. Jeder lwa hat ein eigenes vèvè, das an seinem typischen Emblem zu erkennen ist.

In Trance Nun folgt eine Zeremonie, die neben den bekannten Voodoo-Puppen zu den nachhaltigsten Bildern, die über Voodoo und andere afroamerikanische Religion verbreitet sind, zählen: Die Trance, bei der Menschen, von Trommelwirbeln und ekstatischen Tänzen berauscht die Kontrolle über ihr Bewusstsein verlieren. Die Gläubigen verstehen das Phänomen als Geist, der in den Kopf einer Person »herabsteigt«, die Person »reitet«: Ein erfahrenes »Pferd« - das im Voodoo gängige Bild einer von einem Geist in Besitz genommenen Person – gibt sich kontrolliert und schrittweise der Trance hin, die eng mit einer gemeinschaftlichen Zeremonie, Tanz, Gesang und Trommelmusik verbunden ist. Das Vorspiel, das der eigentlich Trance vorangeht, ist je nach Charakter des lwa, der im Begriff ist herabzusteigen, unterschiedlich. Jeder Geist wird mit eigenen Rhythmen, Gesängen und Schritten gerufen. Die Zeremonie beinhaltet einen vorbereiteten Tanz, bei dem der oder die »Besessene« aus der Reihe schert, sich um die eigene Achse dreht, taumelt, schwankt und von krampfartigen Zuckungen geschüttelt wird. Hat sich der lwa manifestiert, lässt die Unruhe nach: Der Kampf zwischen ihm und dem gwo bònanj der »Besessenen« ist beendet. Gwo bònanj kann als »großer guter Engel« übersetzt werden und entspricht in etwa unserem Verständnis der Persönlichkeit und des Bewusstseins eines Menschen. Der gwo bònanj lebt auch nach dem physischen Tod weiter, während der Trance wird er allerdings zeitweise vom lwa vertrieben und wandelt körperlos umher: Dadurch verliert ein Mensch in Trance seine Identität, wird zu dem lwa und kann sich nach Beendigung der Zeremonie nicht an die Geschehnisse erinnern. Das Erscheinen der lwa wird von den Gläubigen begeistert aufgenommen: Speisen und Getränke werden serviert, der Boden vor ihren Füßen wird geküsst, Gunst und Rat werden gesucht. Die von den Geistern »Gerittenen« verhalten sich dem mythologischen Bild des lwa, den sie verkörpern, entsprechend. Sind mehrere von lwa anwesend - wenn beispielsweise die verführerische Ezili Freda auf den selbstbewussten Gede trifft - entsteht zum Teil eine theatralische Kommunikation zwischen den Geistern. Für Außenstehende stellt dieses Phänomen den wohl außergewöhnlichsten und spektakulärsten Aspekt des Voodoo dar. In der Darstellung in Film, Fernsehen oder Literatur tritt die Alltagsreligiosität des Voodoo weit hinter diese Furcht und Faszination auslösende Zeremonie zurück: Bis heute ist das Phänomen der Trance nicht ausreichend wissenschaftlich erklärt.

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Vèvè o.: Jeder lwa verfügt über ein eignes vèvè, ein Symbol, das ihn oder sie in Voodoo-Zeremonien repräsentiert. Foto: chris / Wikimedia Commons Puppen und schwarze magie? Voodoopuppen sind der wohl bekannteste Brauch der afroamerikanischen Religion. Dieser wird jedoch meist übertrieben dargestellt und falsch verstanden. Hierzulande fristen sie meist ein Dasein als nettes Urlaubsmitbringsel. Foto: pixabay.com Voodootanz re.: Foto: pixabay.com

allTaGSRelIGIoSITÄT UnD lebenShIlFe So sehr die eindrucksvollen und für europäische Beobachtende befremdlich wirkenden Rituale auch im Vordergrund vieler Berichte über den Voodoo stehen, im religiösen Leben der ounsi nehmen sie nur einen kleinen Teil ein. Für Voodoo-Gläubige ist der gesamte Alltag von der Macht der lwa durchdrungen: Liebes- oder Geldsorgen, Probleme im Beruf oder der Familie können der manbo oder dem oungan vorgetragen werden, damit diese die lwa um Unterstützung bitten. Im Voodoo ist die Vorstellung verbreitet, dass Notlagen die Folge gestörter Beziehungen im spirituellen Bereich sind, die auf vernachlässigte Geister, Vorfahren oder zornige Menschen zurückgehen. Meist lassen sich die spirituellen Kräfte mit kleinen Ritualen, wie etwa einem Mahl für hungrige Geister oder der Herstellung eines Zauberobjekts – pwen zugunsten der Betroffenen beeinflussen. Die Rolle der Kultleiterin oder des Kultleiters ist nicht mit der christlicher Geistlicher zu vergleichen, sondern konzentriert sich vorrangig auf praktische Lebenshilfe und Heilung.

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Ein pwen konzentriert Probleme auf einen Punkt und hilft somit bei dessen Bewältigung. Leidet beispielsweise eine Frau unter der Gewalt ihres Mannes, werden Eis zur Abkühlung seines Gemüts und Sirup zu seiner Besänftigung in ein Glas gefüllt, das in ein Kleidungsstück des Mannes gewickelt und auf den Kopf gestellt wird, um die Notwendigkeit einer grundlegenden Veränderung zu symbolisieren. Auch die berühmten VoodooPuppen kommen hier zum Einsatz: So soll eine Liebesbeziehung durch das Zusammenbinden zweier einander zugewandter Stoffpuppen entstehen können. TiTel

zombIeS UnD SchwaRze maGIe

FaSzInaTIon VooDoo

Bekannt ist Voodoo nicht zuletzt für seine »schwarze Magie«, doch wie weit verbreitet derartige Praktiken sind, lässt sich natürlich kaum nachvollziehen. So wird der Vorwurf der Schwarzmagie meist eingesetzt, um konkurrierende Heiler und Heilerinnen zu verleumden. Dennoch ist die »schwarze Magie« des Voodoo nicht nur in der Popkultur ein beliebtes Motiv, sondern auch in Haiti ein Diskussionsthema: Besonders die Angst vor Zombies lässt sich gewinnbringend vermarkten: Die bòkò haben sich dieser Schwarzmagie verschrieben und lassen sich ihre Dienste meist gut bezahlen. Geschichten um die Versklavung »seelenloser« Körper durch Voodoo-Magie garantieren aber auch Film- und Fernsehproduktionen ein begeistertes Publikum.

Insbesondere die Faszination, die von den schaurigen Zombies und den dunklen, magischen Ritualen der bòkò ausgeht, hat den Voodoo außerhalb Haitis zu einer lukrativen Sensation gemacht und das Bild des religiösen Alltags ins Groteske verzerrt. Um auf den vermeintlichen Spuren afroamerikanischer Religionen zu wandeln, bedarf es längst keiner weiten Reisen mehr: Knochenmagie und Tieropferrituale lassen sich heute problemlos online in Auftrag geben, TV-Serien versetzen uns in Angst vor unheimlichen Flüchen alter Geister. Mit dem religiösen Leben weltweit etwa sechzig Millionen Voodoo-Gläubiger hat dies nichts gemeinsam. Der Umgang mit ihren Geistern, Ahnen und Göttern ist meist vielmehr pragmatisch als spektakulär: Die lwa werden nicht in einem europäischen Verständnis angebetet: Man dient ihnen und erhält dafür konkrete Lebenshilfe. Die Frage »Was ist Voodoo?« ist nicht eindeutig zu beantworten, da es sich um keine feste Glaubensgemeinschaft mit einer einheitlichen Lehre handelt. Ohne Zweifel ist Voodoo jedoch mehr als Knochenmagie und Nadelpuppen – Eine Religion, die in Tänzen und Gesängen, nicht in theologischen Schriften und stillen Gebeten Ausdruck findet und uns daher oftmals fremd erscheint.

In Haiti werden auch heute noch verschiedene Geschichten von Menschen, die Jahre nach ihrem Tod im Zustand geistiger Abwesenheit gesichtet wurden, erzählt. Dabei soll es sich um Tote handeln, die von einem bòkò durch geheimnisvolle Rituale ins Leben zurückgerufen wurden und ihm nun zu Diensten sein müssen. Wiederbelebt wurde allerdings nur ihr Körper, nicht ihr gwo bònanj, der sich im Moment des Todes bereits befreit hatte. Ihrer eigenen Persönlichkeit beraubt, werden Zombies somit zu uneingeschränkt unterwürfigen Arbeitskräften. Beim Tod eines Familienmitglieds werden daher komplizierte Vorkehrungen getroffen, damit dieses nicht zum Opfer eines bòkò wird.

Text: Vivien Schramm

Im Soul of Africa Museum in Essen wird den Besuchern und Besucherinnen durch afrikanische Kunst- und Kulturgegenstände, fotografische, filmische und dokumentarische Zeugnisse und eine umfassende Fachbibliothek die historische Entwicklung des afrikanischen Kontinents südlich der Sahara bis zur Gegenwart näher gebracht. Die Sammlung gibt einen umfassenden Einblick in die Voodoo-Kultur Westafrikas. Informationen unter www.soul-of-africa.com.

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freundschaften W A R U M W I R W E N I G E R F R E U N D E H A B E N , A L S W I R G L A U B E N / / Im Laufe unseres Lebens sammeln wir zahlreiche Freunde: Vom Kindergartenfreund über den Schulfreund oder den Kommilitonen im Studium bis hin zu den Kollegen auf der Arbeit. Doch nicht immer bleiben uns diese Menschen ein ganzes Leben erhalten. Eine Umfrage von myMarktforschung.de zeigt genau auf, dass nur wenige Menschen zu unserem engsten Freundeskreis gehören.

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ie meisten Menschen haben einen mehr oder weniger großen Freundeskreis um sich geschart. In diesem befinden sich Menschen, die man schon seit dem Kindergarten und der Grundschule kennt oder die erst später neu hinzugekommen sind. Und immer wieder gibt es Phasen im Leben, in denen man Freunde verliert oder auch neue Menschen hinzugewinnt. Oftmals kommt es auf die Lebensumstände und die dementsprechenden Phasen an, ob wir nun Menschen hinter uns oder neu in unser Leben lassen. Je jünger wir sind, umso schneller schließen wir in vielen Fällen auch Freundschaften mit anderen Menschen. Im Umkehrschluss heißt dies aber eben auch: In den späteren Lebensjahren haben wir in der Regel eher weniger Freundschaften als noch in Kindheits- oder Jugendtagen.

Wer sind unsere Wahren freunde? Doch Freunde sind nicht gleich Freunde, denn hier differenzieren wir oftmals. So gibt es Bekannte, die man hin und wieder trifft und denen man nicht unbedingt seine größten Probleme erzählt. Dazu zählen oftmals auch Kollegen, mit denen man sich ganz gut versteht, die aber im Grunde nur eine Rolle, nämlich die Arbeitsrolle, zu Gesicht bekommen. Anders verhält es sich mit Freunden, denn mit diesen verbringen wir oftmals mehr Zeit, wir zeigen Initiative, wenn es darum geht, mit diesen Menschen in Kontakt zu treten und im optimalen Fall kennen diese Menschen diverse Facetten von uns. Doch laut einer repräsentativen Umfrage des Unternehmens mymarktforschung.de zu sozialen Kontakten sehen die Menschen, die wir als Freunde bezeichnen, längst nicht auch einen selbst als Freund … hart, aber wahr. Insgesamt hat die Umfrage 1.039 Deutsche im Alter von 18 bis 70 Jahren zum Thema Freundschaften befragt. Das Ergebnis: Im Durchschnitt hat jeder von uns sechs Freunde, allerdings zählen wir dazu nur die Hälfte, also drei, zu unseren wirklichen Freunden. Dies meint Menschen, die in jeder Situation da sind und auf die man zählen kann – ihnen wird also ein anderer Wert beigemessen. Dies meint aber natürlich nicht, dass wir nur diese Menschen an unserem Leben teilhaben lassen. Auch die Verwandtschaft spielt eine Rolle und so gibt es auch hier Menschen, an der Zahl durchschnittlich zehn, mit denen wir einen regelmäßigen Kontakt pflegen. Allerdings ist laut der Umfrageergebnisse nicht zu erwarten, dass wir mit all diesen Menschen eine harmonische und konfliktfreie Beziehung pflegen; ganz im Gegenteil, denn mit mindestens zwei Menschen, mit denen wir in Kontakt stehen, geraten wir auch in Konflikte.

wahre Freundschaft Auch wenn wir meinen, dass unsere Freunde uns viele Jahre begleiten werden, entspricht dies nicht in jedem Fall der Realität. Foto: Christian Schwier / fotolia.com 06 17

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verschiedene leBensphasen kosten uns freunde

keine unterschiede Bei frauen und Männern

In jungen Jahren lernen wir schneller neue Menschen kennen, sei es in der Ausbildung, im Studium, bei Freizeitaktivitäten wie im Sportverein oder auf Partys. Dadurch steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass wir neue Freundschaften schließen. Je älter wir werden, umso seltener lernen wir in der Regel ständig neue Menschen kennen. Dies liegt zum einen daran, dass die Kreise, in denen wir uns bewegen, enger werden. So verharren wir oft in ein und demselben Job und haben damit auch wenig Zeit, Freundschaften zu pflegen. Zudem kommen Ereignisse wie eine ernsthafte Partnerschaft und damit auch die Hochzeit und die Gründung einer Familie hinzu. Dadurch verändert sich der Fokus und die Zeit für unsere Freunde wird meist noch enger begrenzt. Laut der Umfrage gibt es ein kritisches Alter, in welchem wir im Durchschnitt zwei Freunde verlieren … mit dabei ist auch ein Mensch, den wir als guten Freund bezeichnen. MyMarktforschung. de setzt den Marker laut der Umfrage bei dem Alter von 30 – und dies ist nicht verwunderlich, denn in diesem Altersabschnitt steigen viele Menschen nach dem Studium in einen Vollzeitjob ein oder die Karriere ist bereits in vollem Gang. Auch spielen Partnerschaften in diesem Lebensabschnitt eine immer größere Rolle und laut der Umfrage kostet uns sogar die Hochzeit mindestens einen guten Freund.

Frauen wird oft nachgesagt, dass sie die sozialeren Wesen sind und somit auch besser darin wären, Freundschaften zu pflegen. Ob diese Theorie auch dazu führt, dass Frauen mehr Freundschaften haben und sie im Laufe ihres Lebens weniger gute Freunde verlieren? Der Umfrage zufolge ist dies nicht der Fall. So konnten keine Unterschiede bei der Geschlechterverteilung festgestellt werden. Folglich haben Frauen genauso viele Freunde – und eben auch wahre Freunde – wie Männer.

ein großer Freundeskreis Je älter wir werden, umso weniger Freunde haben wir. Foto: Adina Voicu / pixabay.com

Ein Unterschied ließ sich jedoch feststellen, der Auswirkungen auf die Anzahl unserer Freunde hat: das Einkommen. So konnte durch die Umfrage herausgestellt werden, dass Menschen mit einem höheren Einkommen im Schnitt auch mehr Freunde und zudem auch mehr wahre Freunde haben. In absoluten Zahlen liest sich der Unterschied wie folgt: Liegt das Einkommen bei unter 1.100 EUR im Monat, so haben diese Menschen im Durchschnitt fünf Freunde und davon drei, die sie als echte Freunde bezeichnen. Im Einkommensfenster von 2.000 bis 2.600 EUR lassen sich durchschnittlich 7 Menschen zum Freundeskreis zählen und davon vier, die einem in jeder Situation zur Seite stehen. Einen weiteren großen Sprung gibt es bei einem monatlichen Einkommen von über 7.500 EUR: Ab dieser Gehaltsklasse haben Menschen im Durchschnitt neun Freunde und davon sogar vier Menschen, die zu dem engen und vertrauten Freundeskreis gehören. Doch nicht nur positive Aspekte werden durch mehr Geld auf dem Konto abgedeckt: Auch mehr Gegenspieler, also Menschen, mit denen wir in Konflikt geraten, befinden sich ab einem höheren Einkommen auch in unserem sozialen Kreis. So hat man bei einem Einkommen von unter 1.100 EUR durchschnittlich nur einen Gegenspieler; ab 7.500 EUR monatlichen Einkommens liegt die Zahl der Menschen, mit denen man in Konflikte gerät bei zwei.

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Der individuelle Freundeskreis Die Grafik verdeutlicht, dass es verschiedene Faktoren gibt, die einen Einfluss darauf haben, wie viele Freunde wir um uns herum versammeln. Lebenssituationen, wie beispielsweise eine Hochzeit, kosten uns laut einer Studie mindestens einen guten Freund. Graf ik: mymarktforschung.de; Fotos: pixabay.com

das uMfeld BestiMMt die zahl der freunde

trennungen Müssen nicht iMMer draMatisch sein

Es ist nicht verwunderlich, dass Menschen, die sich in unterschiedlichen sozialen Kreisen bewegen, die meisten Freunde haben. So sind es gerade Schüler und Studenten, die mit der Anzahl der Freunde bei dieser Umfrage herausstechen. Anders hingegen sieht es bei Personen aus, die nicht oder nur schlecht in soziale Umfelder eingebunden sind. Hierzu zählen vor allem Hausfrauen/Hausmänner, Arbeitslose bzw. Nichtberufstätige und Rentner/Rentnerinnen. Hier ist die Gefahr groß, dass durch fehlende Freunde oder Bekannte eine Vereinsamung stattfindet, da diese Menschen oft wenige Möglichkeiten haben, sei es aus zeitlichen oder persönlichen Gründen, aus ihrem Umfeld auszubrechen. Besonders die Isolation im Alter kann zum Problem werden: So ist bekannt, dass wenig soziale Kontakte zu Depressionen führen können. Weitere Studien konnten zudem aufzeigen, dass Menschen umso glücklicher sind, je mehr tiefe und enge Bindungen sie zu anderen haben. Zusammenfassend heißt dies, dass gerade die wahren Freunde für unser psychisches Wohl und damit für unsere Gesundheit mitverantwortlich sind. Konflikte mit anderen Menschen können hingegen zu Stress führen und sind damit nicht förderlich für unser Wohlbefinden. Jedoch lassen sich zwischenmenschliche Differenzen oftmals nicht vermeiden. Nehmen solche Konflikte jedoch überhand und merken wir, dass uns gewisse Menschen nicht gut tun, sollte in Betracht gezogen werden, ob eine Trennung oder ein unregelmäßigerer und damit eingeschränkter Kontakt nicht besser für die eigene Gesundheit ist.

Sich von Freunden zu trennen, muss nicht immer ein schlimmes Ereignis sein. Auch unsere Interessen verändern sich. Kommt dann noch ein Wechsel des Wohnortes hinzu, fällt es vielen Menschen schwer, seine alten sozialen Kontakte aufrechtzuerhalten. Dies ist jedoch der alltägliche Lauf der Dinge und somit kaum zu vermeiden. Natürlich gibt es auch Menschen um einen herum, die man seit dem Kindergarten oder der Schulzeit kennt. Oft kennen diese Freunde einen in all seinen Facetten, haben alle Probleme und Lebensphasen von Stress mit den Eltern, Liebeskummer wegen der ersten gescheiterten Beziehung über den Auszug aus der elterlichen Wohnung bis hin zur Familiengründung mitbekommen und zählen oft zu den besten Beratern, da sie uns in- und auswendig kennen. Die Intensität dieser Kontakte kann sich jedoch über die Jahre hinweg verändern. Und sollten wichtige Menschen dennoch aus dem sozialen Umfeld verschwinden, so ist auch dies kein Drama. Im normalen Verlauf ist es nämlich meist so, dass wir neue Menschen kennenlernen, die in den jeweiligen Lebensumständen auch besser zu uns passen und dieselben Einstellungen und Werte teilen sowie auf derselben Wellenlänge wie man selbst ist. Dadurch sind Veränderungen im Freundeskreis meist auch nicht schlimm, denn es gibt Menschen, die man über die Jahre mitzieht, die allerdings gar keinen besonderen Wert mehr für einen selbst haben. Hier ist es wichtiger, die Zeit in ebendiese Personen zu investieren, bei denen man sich wohlfühlt und die einem zudem wohlgesonnen sind. Langfristig kann genau das dazu führen, dass man tiefere Bindungen aufbaut und mehr sozialen Rückhalt hat, was wiederum zu mehr individuellen Wohlbefinden führt. Text: Jessica Laqua

Info: www.mymarktforschung.de

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unterhaltung

satire


V E R A N S TA L T U N G E N N E W S M E N S C H E N K U L T U R PORTRAITS REPORTAGEN RATGEBER INTERVIEWS N E W S M E N S C H E N K U L T U R V E R A N S TA L T U N G E N REPORTAGEN RATGEBER INTERVIEWS PORTRAITS M E N S C H E N K U L T U R V E R A N S TA L T U N G E N N E W S RATGEBER INTERVIEWS PORTRAITS REPORTAGEN K U L T U R V E R A N S TA L T U N G E N N E W S M E N S C H E N INTERVIEWS PORTRAITS REPORTAGEN RATGEBER V E R A N S TA L T U N G E N N E W S M E N S C H E N K U L T U R PORTRAITS REPORTAGEN RATGEBER INTERVIEWS N E W S M E N S C H E N K U L T U R V E R A N S TA L T U N G E N REPORTAGEN RATGEBER INTERVIEWS PORTRAITS

s t a d t

LEBEN MeiNe stadt MeiN leBeN MeiN KoMPass

INHALT

S Ta D T l e b e n THEMA 32 GIL BRETSCHNEIDER Abenteuer pur 36 DIE ZUKUNFT IST HEUTE Ubineum UM DIE ECKE 38 NEWS Neuigkeiten aus dem Viertel VERANSTALTUNGEN 46 DIE HIGHLIGHTS DES MONATS KUNST UND KULTUR 54 HINTER DEN KULISSEN Jรถrdis Urban-Doetz 56 BODENSCHร„TZE Geschichte aus dem Untergrund

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gil bretschneider

a be nt eu er pur G R E N Z E N L O S E X P E D I T I O N E N / / »Es liegt in der Natur des Menschen auszubrechen, dem Drang der Neugier nachzugeben, Freiheit zu spüren, Fragen zu stellen und Antworten zu finden. Diese Vielfalt und Abwechslung ist für mich die Tinktur des Lebens, welche mir ständig neue Kraft spendet, um aufzubrechen in die grenzenlose Weite der Welt« , sagt Gil Bretschneider und er muss es wissen.

Kurzvita Am 3. Mai 1977 im sächsischen Stollberg geboren. Nach einer Lehre als Zimmermann fuhr er als Neunzehnjähriger vier Jahre um die Welt, von Sachsen nach Neuseeland und retour. Insgesamt legten er und sein langjähriger Reisebegleiter Peer Schepanski dabei rund 41.000 Kilometer zurück. Es folgten zahlreiche Expeditionen, unter anderem nach Tasmanien, Indien und Island, ein Grenzgang zwischen Mystik und Abenteuer in Neuguinea sowie eine Reise mit dem Fahrrad zu den höchsten Bergen Afrikas. Gil Bretschneider lebt mit Partnerin und seinen beiden Kindern im sächsischen Lichtenstein. Bretschneider und Schepanski halten seit 2009 den Weltrekord im »Höhenfahrradfahren« (7211 Meter Muztagata Peak, China) und stehen damit im Guinessbuch der Weltrekorde.

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GIL BRETSCHNEIDER »


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er gebürtige Stollberger hat schon so ziemlich alle Flecken dieser Welt durchradelt, erwandert oder mit den Kajak erfahren. Ganz »nebenbei« veranstaltet der Sachse die aller zwei Jahre stattfindenden Abenteuertage in Glauchau, hält Vorträge und betätigt sich selbst als Reiseveranstalter. KOMPASS traf den sympathischen Abenteurer und Weltrekordhalter zu einem Interview. KOMPASS: Du hast das Himalaya-Gebirge mit dem Rad von Ost nach West durchquert, warst in Neuguinea »ausgesetzt« , hast die Quelle des Ganges besucht und ganz nebenbei die Welt einmal umrundet. Warum müssen es immer Höchstleistungen sein?

Gil Bretschneider: Ich denke, es liegt in der Natur des Menschen, dass man sich immer genau die Ziele setzt, die man noch gerade so mit den Fingerspitzen erreichen kann. Angefangen hat das Ganze auch nicht mit Höchstleistungen, sondern mit dem Willen etwas zu entdecken, was so in dieser Art vielleicht noch niemand gemacht hat. Die allererste Reise, die ich damals mit Peer Schepanski, meinem jahrelangen Reisebegleiter, gemacht habe, war gleich eine Weltreise mit dem Fahrrad. Wir waren damals 19 und 21 Jahre alt und wir sind nicht mit dem Gedanken losgefahren, irgendwelche Rekorde zu brechen, sondern es war einfach nur der Drang auszubrechen, sich was anzuschauen, wovon unsere Eltern und Großeltern jahrzehntelang geträumt haben. Dieser Wunsch Dinge zu sehen, die man sonst nur aus Büchern oder aus dem Fernseher kannte, war und ist tief verwurzelt. So ist das eigentlich entstanden. Und es kann schon sein, dass man sich dann immer größere Ziele steckt und vielleicht immer mehr von sich erwartet und immer spektakulärer unterwegs sein will. Aber ich denke, jetzt ist der Punkt erreicht, wo das langsam ein wenig abebbt und man wieder zu seinen Wurzeln zurückfindet. Ich reise sehr gern mit dem Fahrrad, zu Fuß, aber auch mit dem Kajak, aber nicht mehr um Rekorde zu brechen, sondern einfach des Reisens wegen.

Es läuft derzeit mit dem Kinofilm »Expedition Happiness« eine zweite Reisedokumentation von Felix Starck, in der er in einem umgebauten Schulbus den amerikanischen Kontinent von Alaska im Norden bis nach Argentinien im Süden bereist. Bei seiner ersten Expedition fuhr er auch mit dem Rad um die Welt, nur teaserte er seine Reise vorab an, in der Hoffnung, er könne seine Reiseerlebnisse vorverkaufen, was ihm auch mit großem Erfolg gelang. Wie stehst Du zum Thema Kommerz im Abenteuer?

Es ist ganz schwer, das Kommerzielle auszugrenzen, ich lebe eigentlich immer nach der Devise: Leben und leben lassen. Schon seit Jahren gibt es viele Vortragsreferenten, aber im Laufe der Zeit wurden es immer mehr. Das Reisen selbst ist auch einfacher geworden. Und aufgrund der Vorträge haben wir, die wir schon so lange Vorträge halten, auch einen Teil dazu beigetragen, dass die Welt enger zusammengerückt ist. Mit dem Kommerz muss man, wenn man das Reisen professionell betreiben möchte, bis zu einem gewissen Grad leben. Es geht für mich eher um eine Balance, einerseits mit meinen Vorträgen Geld einzunehmen, aber mich andererseits nicht zu verkaufen. Ich reise noch immer an Ziele, die ich selber gern besuchen möchte, oft auch ohne vorheriges Konzept, anders wie beispielsweise ein Filmemacher, der benötigt wahrscheinlich einen Plan, um das Maximum aus dieser Expedition herauszuholen. Ich sage immer: Wenn man so eine Reise für sich selber macht, dann wird diese sehr viel einprägsamer sein, als eine Reise, die man nur unternimmt, um davon zu leben. Aber klar, man muss irgendwann die Entscheidung treffen: Will man das bloß für sich machen? Dann geht man »normal« arbeiten und spart sein Geld und geht dann auf Reisen. Oder man lebt davon und dann muss man natürlich auch den Preis einer gewissen Kommerzialisierung dafür zahlen. Bei großen Vorhaben muss ich natürlich ebenfalls Verträge unterzeichnen und Sponsoren ins Boot holen, das

bleibt nicht aus. Und auf den Kinofilm bezogen: Es wird heute kaum mehr jemanden geben, der das Rad neu erfinden kann. Klar versucht jeder außergewöhnlich unterwegs zu sein, um auf sich aufmerksam zu machen, um am Ende sich selbst und seine Reise zu vermarkten, wie weit er dabei geht, muss jeder für sich selbst entscheiden. In Deinem, wie auch in seinem Fall, war irgendwann der Gedanke da: Ich setz' mich aufs Rad und fahre um die Welt. Dennoch scheitern viele an diesem Wunsch es selbst zu versuchen, weil man feststellt: Es geht eigentlich gar nicht, denn ich habe einen Job, eine Wohnung, alles Mögliche, aber keine Freiheit. Wie geht man an so eine Reise heran, wie macht man sich erst einmal »frei« von allem, um überhaupt so eine Reise antreten zu können?

Gerade Leute, die zu meinen Vorträgen kommen oder auch Reiseteilnehmer, stellen ähnliche Fragen. Ich denke, was man auf jeden Fall haben muss, ist Mut und wenn es »bloß« der Mut zum Loslassen ist. Einfach mal die Komfortzone verlassen, die Türen hinter sich schließen und vielleicht für eine gewisse Zeit auf etwas verzichten zu können. Natürlich muss man gesund sein, aber wenn man einmal losgekommen ist von dem Leben, welches man sich aufgebaut hat und wo man auch noch nie so richtig ausgebrochen ist, dann ergibt sich der Rest letztendlich von selbst. Man muss den Mut aufbringen, mal was Neues zu probieren. Wir sind damals sehr jung aufgebrochen und hatten uns noch nicht so viel aufgebaut, entsprechend fiel das Loslassen nicht so schwer. Wenn man natürlich eine Familie hat, wenn man ein Haus gebaut und Kredite laufen hat, ist es natürlich sehr viel schwerer »Ballast« abzuwerfen. Aber jeder, der die Möglichkeit hat, ein wenig runterzufahren und von seinem Gepäck, was man sich über die Jahre anhäuft, loszulassen, der wird auf jeden Fall zufrieden sein.

am Puls der natur Mit dem Kajak durch die Gletscherlagune in Island. 06 17

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Du bist jetzt gerade 40 Jahre alt geworden, hast Familie und Kinder. Wie ist das mit dem Reisen zu vereinbaren?

Indem man eine Partnerin hat, die das alles mitmacht. Ohne sie, die mich bei meinen Reisen und in meinem Tun unterstützt, wäre es sehr schwer. Mein großer Sohn, der ist mittlerweile 12 Jahre alt, der geht schon nach und nach seine eigenen Wege, der ist sehr selbstständig. Aber wir haben auch ein kleines Kind, das braucht natürlich eine gewisse Fürsorge und dementsprechend muss es zu Hause einen sicheren Hafen geben, eine Heimat, wo sich immer jemand um die Kinder kümmert und dafür sorgt, dass alles mit der Schule klappt. Und wenn ich unterwegs bin, dann muss ich mich hundertprozentig darauf verlassen, dass zu Hause nichts schief geht, sonst habe ich den Kopf nicht frei und wenn ich den Kopf nicht frei habe, dann mache ich Fehler und Fehler können schlimme Folgen haben. Deshalb ist der Rückhalt der Familie enorm wichtig! Du hast die Erde praktisch mehr als eineinhalb Mal umrundet, alles mit eigenen Augen gesehen, gehört und gespürt. Wie geht es unserem Planeten?

Man sagt ja immer die Uhr steht fünf vor zwölf. Meiner Meinung nach steht die Uhr schon fünf nach zwölf. Ich habe zum Beispiel in Afrika gesehen, wie dramatisch sich die globale Erwärmung auswirkt, das können wir uns hier gar nicht vorstellen. Die Gletscher beispielsweise tauen um etliches schneller ab als die Gletscher in der Schweiz. Natürlich gibt es noch Eis am Äquator in Afrika, aber es schwindet rapide. Die Regenwälder werden immer weiter abgeholzt und weichen irgendwelchen Palmölplantagen, weil bei uns Palmöl in nahezu jedem Produkt verwendet wird. Wir als Familie achten sehr stark darauf, welche Nahrungsmittel wir konsumieren und wie viel Müll wir produzieren, weil ich durch mein »Unterwegssein« immer wieder mitbekomme, wie die Erde kaputtgemacht wird. Natürlich ist es nicht leicht für jeden einzelnen etwas zu bewirken, aber ich denke, wenn wir nicht bei uns anfangen, dann erreichen wir gar nichts. Die großen Firmen, die es in der Hand hätten, reagieren nur, wenn wir nicht mehr kaufen, nicht mehr tolerieren. Ich denke, die uns folgenden Generationen werden darunter zu leiden haben, was wir als Menschen und ich sage bewusst nicht »wir Deutschen«, denn es betrifft alle, was wir als Bewohner dieser Erde verbocken. Und nur weil es andere nicht machen, heißt das nicht, dass wir es nicht versuchen sollten, etwas zu verändern. Man sollte es für sich selbst tun, um für sich ein reines Gewissen zu haben. Wir verschwenden, während anderswo Menschen verhungern. Das schmerzt. Ich kann das sicher nicht ändern, aber ich kann darauf aufmerksam machen. 06 17

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Du setzt Dich bei Deinen Grenzgängen bewusst Gefahren aus, denen man im Alltäglichen eher nicht begegnet, kennst Du das Gefühl von Angst? Wovor fürchtest Du Dich?

Ich denke, die Angst nicht zurückzukommen oder vielleicht krank wieder zurückzukommen nimmt im Laufe des »Älterwerdens« zu, so empfinde ich es zumindest. Obwohl ich gar nicht vorrangig Angst um mich habe, da habe ich einfach auch schon zu viele extreme Dinge gemeistert. Eher die Angst, was aus den Hinterbliebenen zu Hause wird, denn sie machen sich die größeren Sorgen um einen und stehen damit natürlich allein. Dies begleitet mich auf meinen Reisen und gehört auch dazu, denn sie halten mich wach und aufmerksam. Die Angst schwingt immer mit und hält einen auch von zu großen Wagnissen ab. Es ist aber keine einschnürende Angst, die einen hindert, sondern eine gesunde Angst, mit der man umgehen kann. Gab es Momente, an denen Du aufgegeben hast oder musstest und wie gehst Du mit dem Scheitern um?

Ja, es gab Momente, da musste man aufgeben, umdrehen, vielleicht die Expedition auch abbrechen. Das beste Beispiel ist der Weltrekord am Muztagata, den wir bei 7211 Meter geknackt hatten, klar hätten wir noch weiter gehen können an diesem Berg, haben dann aber im Team entschieden, dass wir das nicht machen. Man muss beachten, ein Berg ist erst dann geschafft, wenn man wieder unten ist. Mit Fehlschlägen selbst gehe ich ehrlicherweise nicht so gut um. Ich brauche dann ziemlich lange, um davon ein bisschen Abstand zu gewinnen, aber nach einiger Zeit, wenn man die Tour noch mal Revue passieren lässt und darüber nachdenkt, erkennt man, dass es wichtig und richtig war an der Stelle nicht zu übertreiben. Man sollte insgesamt nicht zu lange über gescheiterte Momente im Leben nachdenken, denn das bringt einen nicht weiter, es gilt das Positive voranzustellen. Man hat zwar vielleicht den Gipfel nicht ganz erreicht, aber man ist heil wieder angekommen. bilder für die ewigkeit Menschenmumie eines Häuptlings im Baliem Tal in Neuguinea. Auf den Spuren der letzten Berglandgorillas unserer Erde in Uganda. Atemberaubende Natur in Island. Direkter Kontakt mit den Urvölkern. re.: Naturgewalten sind unvermeidbar, doch das Ergebnis entschädigt. re.u.: Raja & Jadov. Im Jahr 2007 begab sich Bretschneider auf eine Expedition zur Quelle des Ganges.


Inzwischen ist fast jede Region der Welt auch für »normale« Menschen bereisbar. Ob Mount Everest, Wüste Gobi oder die Antarktis - Abenteuer sind konsumierbar geworden. Wie stehst Du zu diesem Trend und ist das dann eigentlich noch Abenteuer?

Klar macht es einen Unterschied, ob man für die Besteigung des Mount Everest 60.000 Dollar zahlt, um mit einer professionell geführten Tour, wo die Sherpas teilweise die Klienten den Berg hinaufziehen, den Gipfel zu erklimmen oder man, sehr viel risikoreicher, als Solobesteiger und ohne fremde Hilfe den Gipfel bezwingt. Aber ein Abenteuer ist es trotzdem. Das ist allerdings eine Sache, mit der ich mich nie arrangieren konnte. Wenn ich etwas nicht aus eigener Kraft geschafft habe, ob das am Muztagata das Einrichten der Hochlager war oder das Fahrrad hochtragen, dann lass ich es. Denn, nur so kann man, meiner Meinung nach, von einer Besteigung sprechen, alles andere sind erkaufte Gipfel. Aber das muss natürlich jeder mit sich selbst ausmachen, da gehen die Geschmäcker und Interessen weit auseinander. Für mich selbst ist das nichts, ich will die Dinge selber schaffen oder auch scheitern. Wir bedanken uns für das Interview und wünschen noch viele unvergessliche Reisen!

BeWusst reisen Ja, es liegt in der Natur des Menschen auszubrechen, dem Drang der Neugier nachzugeben, zu reisen, erkunden und die Welt zu erforschen. Doch sie um jeden Preis uns zu eigen machen, sollten wir nicht. Gil Bretschneider zeigt, wie man diesen Planeten und dessen Schönheit erfahren und verinnerlichen kann, indem man eine Art des Reisen wählt, die sanft und nachhaltig mit Natur, Mensch und Ressourcen umgeht. Und natürlich müssen es nicht immer Indien, die Antarktis oder Tasmanien sein. Auch in der Heimat lässt sich sicher das eine oder andere Neue erkunden. Eine Paddeltour im Spreewald ist Abenteuer pur, lässt den Betrachter die Umgebung aus einer gänzlich neuen Perspektive erleben und schont zeitgleich die Ressourcen. Und soll es tatsächlich ein Fernziel sein, dann empfiehlt es sich, zum Beispiel die Reisedauer der zurückgelegten Entfernung anzupassen. Denn laut einem Bericht des World Wide Fund For Nature (WWF)1 über die Umweltauswirkungen von Urlaub und Reisen verursacht beispielsweise der beliebte 14-tägige All-Inklusiv-Urlaub in der Karibik einen CO2 -Fußabdruck von sage und schreibe 7.218 kg pro Person, wobei die Hauptemissionslast auf das Konto des Hin-und Rückfluges geht. Ein vierzehntägiger Sommerurlaub auf der heimischen Ostseeinsel Rügen bringt es im Vergleich gerade mal auf »schlappe« 258 Kilogramm. Ein Unterschied der zum Nachdenken anregen darf. übrigens ist auch der WWF überzeugt, dass Reisen durchaus positive Auswirkungen für Region und Menschen vor Ort haben kann. »Tourismus bietet die Chance für eine naturnahe wirtschaftliche Entwicklung und macht natürliche Lebensräume wertvoll.« Schon mit ein paar kleinen Tipps zum Urlaubsverhalten könnten Reiseveranstalter und Reisende dazu beitragen, dass der ökologische Fußabdruck so klein wie möglich bleibt und man dennoch die Welt für sich erobern kann. Denn leben und leben lassen, sollte nicht nur für uns gelten, sondern auch unseren Umgang mit der Welt bestimmen. 1 Quelle: www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Der_ touristische_Klima-Fussabdruck.pdf

Interview: Jörn Martin Text: JoKri Fotos: Gil Bretschneider Info: www.grenzenlos-expeditionen.de

BUCHTIPP Grenzenlos: Auf der Suche nach den letzten Abenteuern Gil Bretschneider, Peer Schepanski; ISBN 978-3937025964; Preis: 9,90 EUR

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Die Zukunft ist heute ubineum Z wickau / / Nachdem das ehemalige Volksschwimmbad in der Uhdestraße nach 34 Jahren als Heimstätte des Wassersportes ausgedient hatte und leer stand, wohnt nun seit Mitte April die Zukunft im ehemaligen Erlenbad Zwickau. Nach nur einjähriger Umbauphase eröffnete das Kompetenzzentrum für Lösungen zum intelligenten Wohnen und Leben, kurz »ubineum« seine Pforten. Der Kühlschrank ist fast leer, kein Grund zum Einkaufen, denn das smarte Kühlgerät hat längst die fehlenden Artikel nachgeordert. Zudem bietet er auf dem übersichtlichen Display einen Menüvorschlag für die ablaufgefährdeten Restbestände. Die Wohnung ist wohlig warm, klar, die Heizung hatte rechtzeitig vor dem »Nachhausekommen« die Temperatur nach oben korrigiert. Auf dem riesigen TV-Bildschirm werden neben individuellen Filmvorschlägen, anstehende Termine und natürlich die aktuellen Verbrauchsdaten in Sachen Energie und Wasser mitgeteilt. Klingt irgendwie nach Zukunftsvision und ist doch längst Realität, zumindest im »ubineum« Zwickau.

Intelligentes Heim Sogenannte »smart homes« (engl. für »intelligente« Häuser) sind ausgestattet mit innovativen Steuerungs- und Kommunikationstechnologien für Haushaltsgeräte, Unterhaltungselektronik und Energieversorgung. Im ubineum erweiterte man die Kompetenzen des smarten Zuhauses mit wichtigen Elementen aus Gesundheit und Pflege und bietet somit ganzheitliche Lösungsansätze für die Notwendigkeiten in einer sich verändernden Gesellschaft.

»Es soll in der Zukunft möglich sein, preisgünstig in Bezug auf Energie und Gesundheitskosten zu leben. Denn das sind prinzipiell die beiden großen Kostenblöcke, die man im Alter letzten Endes hat«, erklärt Prof. Dr. Tobias Teich, Professor für Vernetzte Systeme der Betriebswirtschaft und Energiemanagement an der WHZ, die Intensionen hinter dem neu entstandenen Kompetenzzentrum. Die Menschen wünschen sich, ihre Selbstständigkeit bis ins hohe Alter zu bewahren, dies kann eben auch durch die Zuhilfenahme moderner und intelligenter Technik unterstützt werden. »Und genau das soll hier gezeigt werden, das ubineum versteht sich auch als Demonstrationszentrum, um den späteren Mietern, aber auch anderen Personengruppen, zu zeigen wie das funktionieren kann.« Das Besondere sei, so Prof. Teich weiter, dass alle Partner aus den dafür notwendigen Bereichen unter einem Dach vereint sind und damit zu einer zentralen Anlaufstelle für die Bevölkerung und weitere Kooperationspartner werden.

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Die Partner des Projekts – darunter Alippi, Wewobau, Johanniter und Westsächsische Hochschule Zwickau – stehen Interessierten vor Ort zur Verfügung und stimmen sich im Interesse des Kunden selbst untereinander ab. So können individuelle Lösungskonzepte für jeden Bedarf direkt erstellt und »aus einer Hand« realisiert werden.


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Fotos im UzS:

Sicher Schlafen: Die Matte vor dem Bett ist direkt mit der Johanniter-Notrufzentrale verbunden und setzt, beispielsweise im Fall eines Sturzes, die Helferkette in Kraft. Wohnzimmer mit Essbereich: Die wohnlichen Einbauten verfügen über vielerlei Nützliches, vom integrierten Bügelbrett bis hin zum von außerhalb der Wohnung befüllbaren Medikamentenschrank ist hier an alles gedacht. Sogar der gemütliche Fernsehsessel verfügt über eine Aufstehhilfe.

einBlick in künftiges Wohnen Zur Veranschaulichung der technischen Möglichkeiten im intelligenten Wohnen dient eine gut 200 Quadratmeter große Musterwohnung. Ausgestattet mit einer Sprachsteuerung, die neben dem automatischen Hochund Runterfahren von Toilette, Waschbecken und Küchenmöbel auch, bei Bedarf, eine Einkaufsliste schreibt oder die Lieblingsmusik auf Zuruf intoniert, sorgt die moderne Wohnvision für den einen oder anderen AhaEffekt. Besonderes Augenmerk verdienen dabei die verknüpften Pflege- und Hilfsleistungen, die im ganzheitlichen Ansatz den Menschen in den Mittelpunkt stellen und echte Selbstständigkeit bis ins hohe Alter ermöglichen können. Klingt ein wenig nach altersgerechten Wohnen? »Genau«, lächelt Tobias Teich, »aber es wendet sich genauso an den jüngeren Menschen, der Lifestyle-Funktionen nutzen möchte. Ich sage mal: Es ist für Ältere nützlich, wenn man sprachgesteuert seine Möbel höhenverstellen kann und für den Jüngeren ist es vielleicht hip, sprachgesteuert, andere Funktionen wie z.B. Licht an, Licht aus oder Ähnliches zu realisieren.« Bei sämtlichen Einbauten handelt es sich um marktübliche Technik, wie der Fachmann versichert, alles was hier gezeigt wird, lässt sich entsprechend problemlos adaptieren.

Wir beschäftigen uns in Zwickau schon seit vielen Jahren mit dieser Art von Konzepten. In der Vergangenheit gab es Musterwohnungen in regulären Wohngebäuden, das ist natürlich für die Mieter, die normal dort wohnen, eine Zumutung. Es ging dann so weit, dass auch mal ein ganzer Bus Interessierter aus Finnland vorfuhr. Deshalb brauchten wir einen anderen Demonstrationsort, wo wir unsere Ideen präsentieren können und da hat sich das ehemalige Erlenbad angeboten.« Entstanden sind auf einer Gesamtfläche von knapp 1200 qm: 380 qm Büroräume für Kooperationspartner, 800 qm Ausstellungsflächen inklusive der 200 qm großen Musterwohnung, ein teilbarer Konferenzraum mit 100 Plätzen im ehemaligen Schwimmbecken sowie Sozialräume. Dabei wurde auf eine barrierefreie Gestaltung Wert gelegt. Drei Jahre Planungsphase gingen dem Projekt voraus, gut ein Jahr dauerte die praktische Umsetzung bei einem Investitionsvolumen von 3,2 Mio. Euro. Derzeit wird das Kompetenzzentrum vornehmlich von Unternehmen angemietet, um Schulungen durchzuführen. Schulklassen und interessierte Gruppen fragen gezielt nach Führungen. Doch auch »normale« Besucher sind jederzeit herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. Text: JoKri

Fotos: Ralph Köhler | ubineum Info: www.ubineum.net

Foto links oben: Der Wirtschaftswissenschafter Prof. Dr. rer.pol.habil. Tobias Teich ist Geschäftsführer der Gesellschaft für intelligente Infrastruktur Zwickau mbH (GIIZ), die das ubineum betreibt, und lehrt Wirtschaftsinformatik / Informationslogistik an der WHZ.

www.theater-plauen-zwickau.de

Schlicht, modern und doch besonders: Im ersten Moment scheint hier alles »normal«, doch sowohl Möbel als auch Herd lassen sich sprachgesteuert in die richtige Position bringen.

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iBug 2017: kunstfestival in cheMnitz

Zwickau | Die Forschungseinnahmen der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ) erreichten im Jahr 2016 ein Volumen von 9,7 Millionen Euro. Ein Spitzenwert seit Gründung der Hochschule vor 25 Jahren. Damals startete die Hochschule umgerechnet mit knapp einer Million Euro. Bis heute konnten die Einnahmen somit verzehnfacht und die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten in Forschungsprojekten mit Drittmitteleinnahmen sogar um das Sechzehnfache erhöht werden. Aktuell arbeiten 260 wissenschaftliche Mitarbeiter in rund 150 Projekten. Fast die Hälfte der Einnahmen sind Bundesmittel. Ein Drittel stammt aus Aufträgen aus der Wirtschaft, welche u.a. durch das Forschungs-und Transferzentrum (FTZ e.V.) realisiert werden. Ein in 2016 vom Bund bewilligtes Forschungsprojekt der Fakultät Kraftfahrzeugtechnik »AOSAplus - Automatisches Oberleitungs-Stromabnehmersystem für Hybrid-Oberleitungsbusse«, mit einem Fördervolumen von knapp drei Millionen Euro für drei Jahre, ist bisher das größte Forschungsprojekt. Die WHZ bietet attraktive und technisch hochwertig ausgestattete Arbeitsplätze, Labore und stellt ein großes wissenschaftliches Netzwerk zur Verfügung, um die Forschung auf hohem Niveau zu ermöglichen. Das zeigt sich auch in den aktuellen Forschungsthemen, welche die fachliche Breite, die Interdisziplinarität und die hervorragende Zusammenarbeit innerhalb der Hochschule und mit externen Partnern spiegeln.

Zwickau | Der Trabant ist sehr beliebt. Und obwohl es bundesweit inzwischen an die 60 Treffen gibt, gibt es nur eine Heimat. Und die ist in Zwickau. Konkreter im ehemaligen Sachsenring. Im Werk II fand bis 1991 die Endmontage statt. Das ist authentisch und für das August Horch Museum zusammen mit seinen Partnern Anlass genug, das legendäre ITT in seiner 19. Auflage heimzuholen. So laden Museum, Intertrab, Motorsportclub Zwickau und Motorsport Sachsen-Zwickau zum ersten Mal in das frühere Betriebsgelände an der Audistraße ein. 250.000 qm bereiten sich darauf vor, den Trabi-Liebhabern aus nah und fern, ebenso wie interessierten Gästen ein eindrucksvolles Treffen zu bescheren. Die diesbezüglichen Vorzüge des neuen Areals in Zwickaus Nordvorstadt werden dabei freilich ausgiebig genutzt: So werden an allen drei Tagen Insider-Führungen über das Gelände arrangiert, Speisen aus der Sachsenring-Kantine angeboten und die Tore des angrenzenden Automobilmuseums für einen Schnuppergang durch die neue Ausstellung inklusive Sonderausstellung »60 Jahre Trabant« geöffnet. In bewährter Form wird es die Fahrzeug-Bewertung geben, Live Musik am Abend, diesmal mit Update 4, freien Eintritt in beiden Fahrzeugmuseen (August Horch Museum und Trabantausstellung) für Teilnehmer und einen Trabi-Teilemarkt. Neu ist u.a. das Anmelde-Prozedere: Es gibt nämlich keins im Vorfeld. Einfach ankommen und dabei sein.

Chemnitz | Die Industriebrachenumgestaltung, kurz ibug, geht 2017 mittlerweile in ihre zwölfte Auflage. In diesem Jahr findet das renommierte Festival für urbane Kunst und Kultur erstmals in Chemnitz statt. Dort werden die verfallenen Hallen der SPEMAFA, des ehemaligen VEB Spezialmaschinenfabrik, in ein buntes Gesamtkunstwerk verwandelt. Ab Mitte August reisen mehr als 100 internationale Künstler zu einer Kreativphase an und gestalten das Areal, das als Fleischmaschinenfabrik der Gebrüder Unger 1889 gegründet wurde, mittels Malerei und Graffiti, Illustrationen und Installationen, Müll und Multimedia. Das Ergebnis der kreativen Woche ist anschließend an zwei Festivalwochenenden, vom 25. bis 27. August und vom 1. bis 3. September, zu sehen und erleben. Dazu gibt es jeweils ein buntes Festivalprogramm u.a. mit Führungen, Filmen, Diskussionen und Künstlergesprächen, einem Kunstmarkt und Partys. Auch in diesem Jahr haben sich Künstler aus aller Welt zur ibug angekündigt. Mit dabei sind bekannte Gesichter wie Tasso, Quintessenz oder Zonenkinder und internationale Gäste wie Nespoon und Seikon, Madame Moustache oder Koctel, um nur einige zu nennen. Die Anfänge der ibug gehen übrigens Hand in Hand mit der Suche des Künstlers »Tasso« nach neuen Entfaltungsmöglichkeiten. Aus der ersten Industriebrachenumgestaltung hat sich seitdem ein weltweit bekanntes Festival für urbane Kunst entwickelt.

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Info: www.fh-zwickau.de

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Info: www.horch-museum.de

Info: www.ibug-art.de

Foto: WHZ

Foto: August Horch Museum

Foto: Patrick Richter

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sTaDTleBen U M D I E E C K E

NEUIGKEITEN

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veranstaltungsMiX iM Wahljahr

netzWerk aus taufe gehoBen

auWaldzecke auf vorMarsch

Zwickau | Unterhaltung, Spaß und Information. Auch das ist die Bundestagswahl im Jahr 2017. Die nun folgenden Monate stehen ganz im Zeichen der Bundestagswahl im September. Der Alte Gasometer hat sich hierfür einiges einfallen lassen und bereits bekannte Formate mit neuen gemischt. Herausgekommen ist ein bunter Mix an Unterhaltung und Spaß sowie Diskussion- und Informationsangeboten. Auch die Menschen, die noch nicht wahlberechtigt sind, bekommen die Chance, sich Gehör zu verschaffen. So findet am 15. September eine U18-Wahl mit anschließendem Späti ebenso im öffentlichen Raum statt, wie die Aktion »Kleben statt klicken«. Nach dem Ausflug in der Straßenbahn darf auch das Kneipenquiz mit einem Spezial am 26. Juli nicht fehlen. Sachlich geht es mit dem Wahlforum im Gasometer weiter, bei dem sich die Direktkandidaten der Parteien am 7. September den Fragen der Bürger des Landkreises stellen. Ein Highlight ist sicherlich der Politik-Slam am 14. September, bei dem überregionale Künstler auf andere Art und Weise das Programm der Parteien vorstellen und die Besucher raten müssen, um welche Partei es sich handelt. Erstmals stellt der Gasometer am Tag der Wahl selbst ein Wahllokal der Stadt Zwickau, beteiligt im Wahlvorstand ist das Zwickauer Jugendbuffet. Den gemütlichen Abschluss bildet der Wahlabend im Garten des Gasometers.

Erzgebirge | Die Industrie- und Gewerbevereinigung Aue e.V. (IGA) hat gemeinsam mit Projektpartnern aus verschiedenen Bereichen das Gesundheitsnetzwerk »ERZgesund« der regionalen Wirtschaft aus der Taufe gehoben. Das Gesundheitsnetzwerk ERZgesund will Leistungserbringer und Leistungsnutzer zusammenführen und so die vielfältigen Möglichkeiten aufzeigen. So können zukünftig Unternehmen und öffentliche Einrichtungen bei der Einführung und Realisierung gesundheitsorientierter Maßnahmen unterstützt werden. Das Konzept fußt auf vier Grundpfeilern: Ernährung, Suchtprävention, Bewegung und Stressbewältigung. Geplant ist der Aufbau einer Datenbank von Anbietern aus diesen vier Bereichen. Nach einer Qualitätsprüfung wird das Angebot zur besseren Orientierung der Leistungsnutzer den Grundpfeilern zugeordnet. »Wir glauben, dass jedes Unternehmen Interesse haben sollte, gesunde und topmotivierte Mitarbeiter zu haben«, sagt Angelika Unger, die als Koordinatorin bei der IGA die Projektleitung innehat, und ergänzt: »Gesundheitsfürsorge sollte deshalb in jedem Unternehmen eine große Rolle spielen. Wir wollen dies zu einem entscheidenden Standortvorteil entwickeln, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.« Geplant sind außerdem verschiedene Informationsveranstaltungen. Begleitend zum Projekt gibt es eine i Homepage, die über Pläne, Vorhaben und Ziele informiert.

Region | Schon lange ist der gemeine Holzbock als überträger von FSME und Borreliose enttarnt. Nun bekommt er auch in unserer Region Unterstützung von einem Artgenossen, der Auwaldzecke. Ursprünglich beheimatet in Österreich, Ungarn und Norditalien breitet sie sich mit den steigenden Temperaturen auch zunehmend in den östlichen Bundesländern aus. In einigen Teilen Sachsens, speziell in Südwestsachsen, soll ihre Population die des bekannten Holzbockes bereits überschreiten, macht das Robert-Koch-Institut aufmerksam. Die Auwaldzecke ist etwas größer als das artverwandte Spinnentier und hat einen marmorierten Rückenpanzer mit orangenen Rändern. Beide Arten übertragen sowohl die gefürchtete FrühsommerMeningoenzephalitis (FSME) als auch Borrelien. Problematisch ist allerdings, dass durch die Zuwanderung des »Neulings« sich der Ansteckungszeitraum nochmals erweitert. Dieser beginnt nun bereits im Februar und endet erst im November. Vorbeugen heißt da die Devise. So sollte bei Wald- und Wiesenspaziergängen möglichst helle, geschlossene Kleidung getragen werden. Denn wirksam schützen kann man sich nur mittels Impfung gegen die FSME-Erreger, für die es im Bedarfsfall keine Medikamente gibt. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für Bewohner der Risikogebiete. Gegen die übertragung von Borrelien gibt es indes keine Vorsorge, die Erkrankung selbst lässt sich durch Antibiotika behandeln.

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Info: www.alter-gasometer.de

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Info: www.erz-gesund.de

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Foto: Alter Gasometer

Foto: Susanne Brumm

Foto: Accipiter / wikipedia.org

Info: www.rki.de

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roBBie williaMs liVe iN dresdeN Foto: Veranstalter | Info: www.aust-konzerte.com

Es gibt wohl nur einen Popstar, der sein Album ohne mit der Wimper zu zucken »The Heavy Entertainment Show« nennen darf. Gemeint ist Robbie Williams, der es vom Ex-Take-ThatMitglied zu einem der erfolgreichsten Solokünstler der Welt geschafft hat. Bis dato hat Robbie Williams mehr als siebzig Millionen Alben verkauft. In den Top 100 der meistverkauften Alben der britischen Musikgeschichte stammen sechs von ihm. Vierzehn seiner Songs erreichten Platz Eins der UK Single Charts. Lange musste man darauf verzichten, aber nun wird Robbie Williams sich wieder in die Stadien und Arenen begeben, um seine gigantische Charme-Offensive von Neuem zu starten. Die erste Single »Party Like A Russian« war schon mal ein guter Vorgeschmack! Sein Händchen für große Balladen beweist er hingegen mit »Love My Life«. Wer eher Robbies Hüftschwung herbeisehnt, wird diesen sicherlich bei »Sensitive« und »Pretty Woman« erleben, zwei Lieder, die ihn so funky und lasziv zeigen wie einst bei »Rock DJ«. Mit einem so starken Album im Rücken und Hits wie »Angels« oder »Feel« auf der Setlist, wird sein exklusives Zusatzkonzert am 26. Juni im Dresdner DDV-Stadion den Namen »Heavy Entertainment Show« also wahrlich mit Würde tragen.

Matthias schweiGhÖFer lacheN weiNeN taNzeN Foto: David Daub | Info: www.filmnaechte-chemnitz.de

Matthias Schweighöfer hat ein Album gemacht, weil Musik und Matthias Schweighöfer einfach zusammengehören und er präsentiert es am 8. Juli auf den Chemnitzer Filmnächten. Er sucht seit jeher die Musik für seine Filme selbst aus oder bringt sich bei der Komposition der Scores mit ein. Er sang mit Philipp Poisel das Duett »Eiserner Steg« und im letzten Jahr steuerte er mit »Fliegen« einen eigenen Song zum Soundtrack für seinen Film »Der Nanny« bei. Jetzt veröffentlicht er mit »Lachen Weinen Tanzen« sein erstes eigenes Album. Die Songs sind mal laut, dann wieder leise. Mal fröhlich und gut gelaunt, mal in sich gekehrt und nachdenklich. Mal sind sie nur Szenen, dann wieder ganze Filme, aber jeder für sich erzählt von kleinen und ehrlichen Gefühlen oder großen Träumen. Sie machen Mut und geben Kraft, lassen einen träumen, erinnern und vergessen, lassen einen lachen, weinen und tanzen. Letztlich hat ihm seine Unsicherheit, sein Laiendasein als Musiker, die Tür geöffnet, mit Selbstbewusstsein und gewachsener Vertrauensstruktur ein Album zu machen, das am Ende der Ära der neuen Deutschpoeten beeindruckender nicht hätte sein können. Was diese Ära geschaffen hat, wird von Matthias Schweighöfer noch einmal im Namen aller unterschrieben. TICKE T

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16. oelsNitzer sPerKeNFest Foto: Stadt Oelsnitz/Vogtl. | Info: www.sperkenfest.de

Das alljährliche Oelsnitzer Sperkenfest ist die größte Veranstaltung von, mit und für die Bürgerinnen und Bürger von Oelsnitz/Vogtl. Mit zahlreichen Höhepunkten gespickt und bis tief in die Nacht hinein, können Besucher hier, vom 30. Juni bis 2. Juli, bei Musik, Tanz und illustrem Markttreiben ganz nach Belieben die Seele baumeln lassen und dabei die Open-Air-Freiluft-Party im historischen Stadtzentrum erleben. Ob auf dem Marktplatz oder an der Bühne vor der Stadtkirche St. Jakobi – hier feiert man richtig. Zahlreiche Vereine, Handwerker, Schausteller und Bands unterstützen dabei das Festtreiben und auch die Kinder kommen nicht zu kurz. Neben dem Medienprojekt der Jugendarbeit am Freitagabend sind Höhepunkte u.a. die Auftritte der »Big Band Sokolov«, das Platzkonzert der Stadtkapelle Oelsnitz/Vogtl., die »Lange Schlagernacht« am Samstag mit »NEA!«, »Patricia Larraß« und der »Schlagermafia« oder die Auftritte der »Good Rockin` Daddies« und »Lace Town Jazzband«. Hier kommt garantiert Feststimmung auf!


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Meine neue Chance beim LAUFWERK »Mein Name ist Kerstin Seidel, ich bin 55 Jahre alt und habe vor einen Jahr einen beruflichen Neuanfang im Laufwerk Zwickau gewagt. Ursprünglich komme ich aus dem Einzelhandel. Ich habe fast zwanzig Jahre für das Modehaus Wöhrl gearbeitet. Für uns Angestellte war es ein Riesenschock, als wir mit der Schließung des Hauses konfrontiert wurden. Ich dachte nur: Ich bin über fünfzig, wer braucht mich denn noch? Beim Sport habe ich Sandra Ulrich kennengelernt, meinen Mut zusammengenommen und konkret nachgefragt. Schon das Vorstellungsgespräch empfand ich als sehr angenehm, das stimmte mich positiv. Als dann der Anruf kam und wir eine Testphase von zwei Wochen vereinbarten, konnte ich mein Glück kaum fassen. Das Arbeitsamt hat das Vorhaben von Anfang an unterstützt und gefördert. Ich konnte mir ein umfängliches Bild von meinen zukünftigen Arbeitsbereichen machen und lernte das gesamte Team kennen. Schon zu Beginn hatte ich das Gefühl, willkommen zu sein, alle waren sehr freundlich und hilfsbereit. Eine Kollegin wurde mir als Mentorin zur Seite gestellt, so fiel es mir leichter auch mal nachzufragen. Natürlich war und ist es eine große Herausforderung, mich in das neue Berufsfeld einzuarbeiten. Hier läuft alles computergestützt, da musste ich noch viel dazulernen. Da heißt es die Scheu ablegen und einfach machen! Auch im medizinischen Bereich bildete ich mich gehörig weiter. Denn der Fuß ist ein komplexer Körperteil, da muss man sich schon auskennen, wenn man die Kunden kompetent beraten möchte. Aber auch das habe ich gemeistert. Man ist eben nie zu alt, dazuzulernen und sich weiterzubilden. Mein Job macht mir sehr viel Spaß und ich denke, das spüren auch unsere Kunden. Für mich war der späte Neuanfang nicht nur eine Chance, sondern ein echter Lottogewinn.«

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der soMMer iM ParKtheater Fotos: Veranstalter | Info: www.parktheater-plauen.de

Wenn das Parktheater Plauen den Sommer einläutet, wissen eingefleischte Fans bereits, was es geschlagen hat. Hier werden Kunst und Kultur auf höchstem Niveau geboten. Und so starten die Vogtländer gleich mit einer der heißesten Feten des Jahres in den Sommer. Am 9. Juni präsentiert MDR Jump »Die 90er Party«, mit dabei sind Captain Jack, Natascha Wrigth feat. La Bouche und die Partyband Malibu Stixx. Der LED Lasermen und die Vegas Firedance Show runden das poppig glitzernde Line-Up perfekt ab. Also: Get the Party started! Bereits am 30. Juni begrüßt das Parktheater einen der bekanntesten deutschsprachigen Popacts auf der Open-Air-Bühne: adel Tawil. Nach einer auskurierten Halswirbelverletzung kehrt der Künstler mit einem neuen Album »so schön anders« und mit seiner gleichnamigen Tour auf die Bühne zurück. Stamping Feet, das Trommelgewitter aus Berlin heizt als Vorband mächtig ein. Aber bitte mit Sahne, heißt es am 2. Juli! Die großartige Musical-Hommage an einen der größten Künstler unserer Zeit , Udo Jürgens. »merci cherie« wird präsentiert von einzigartigen, musikalisch herausragenden Musical-Solisten aus »Ich war noch niemals in New york«. Ein bewegendes und leidenschaftliches Live-Erlebnis! Wer erinnert sich nicht gern zurück? Die Musikanlage tönt, Pärchen tanzen eng umschlungen, der erste Kuss, die erste Liebe. »Die Fete endet nie« nie«, ein Musical à la La Boum um die erste Liebe, um Sophie und Pierre, um eine Riesenparty mit den Hits der 80er Jahre. Ein Gastspiel des Dresdner Boulevardtheaters am 8. Juli. Jetzt nur keine Müdigkeit vortäuschen, das große Finale steht noch aus- zumindest für die »hexe baba Jaga«. Im letzten, aber nun wirklich allerletzten Teil hat die Hexe Geburtstag und Ihre Schwester, eine hübsche Tussi aus Amerika, macht sich auf zur Geburtstagsparty in den russischen Märchenwald und trifft dort auf alles Mögliche… Lassen Sie sich am 23. Juli überraschen, eine herrliche Aufführung, um köstlich zu lachen. TICKE T

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FÜr welteNtdecKer, oNliNeshoPPer uNd alle heldeN des alltaGs Foto: DZ Bank | Info: www.volksbank-zwickau.de

Finanziell flexibel sein und sich darauf verlassen können, in jeder Situation das richtige Zahlungsmittel zur Hand zu haben, verschafft ein Stück finanzielle Freiheit und macht das Leben angenehmer. Als Kartenbesitzer ist man auf Reisen unabhängig von Bargeld unterwegs und immer »flüssig«. Reservierungen und Buchungen von Hotels, Flügen oder Mietwagen sind mit einer Kreditkarte schnell und bequem erledigt. Weltweit kann an etwa 35 Millionen Akzeptanzstellen auf flexible Art und Weise bargeldlos bezahlt werden. Und auch im Internet kauft man mit einer Kreditkarte dank spezieller Bezahlverfahren und hohen Sicherheitsstandards rund um die Uhr sicher ein. Die Volksbank Zwickau eG bietet verschiedene Kreditkartenvarianten mit unterschiedlich ausgestatteten Vorteilspaketen. über das VR-Entertainment-Portal können außerdem mit der Kreditkarte Tickets für heißbegehrte Konzerte, sportliche Highlights und andere außergewöhnliche Events gebucht werden. Und, wer noch bis zum 31. Juli eine Mastercard® bei der Volksbank Zwickau eG bestellt, unterstützt damit automatisch bedürftige Kinder. Denn für jede beantragte Karte spendet Mastercard zehn Mahlzeiten an das UN World Food Programme (WFP) – mit einem Gesamtengagement von bis zu 500.000 Schulmahlzeiten!

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MilaNo FestiVal oPera

iNdustrielaNdschaFt

Foto: Veranstalter | Info: www.kultour-z.de

Foto: Samml. Erzgebirgische Landschaftskunst | Info: www.bergbaumuseum-oelsnitz.de

The Milano Festival Opera kommt mit großem Orchester, Chor und vielen weiteren Solisten in Bestbesetzung am 11. August nach Zwickau. Dieser einmalige Opernabend mit über 100 Mitwirkenden gehört zu den Ausnahmeproduktionen des diesjährigen Open-Air-Sommers auf der Freilichtbühne. Die monumentale Aufführung wurde bereits in Zürich, Luxemburg, Lausanne und Berlin gefeiert. »Nabucco« ist ein Frühwerk Giuseppe Verdis, der die Oper als 28-jähriger nach dem Tod seiner jungen Frau und ihrer beiden Kinder komponierte. Man übergab ihm das »Libretto«, in der die Geschichte des letzten Königs der Babylonier erzählt wird. Verdi hatte keine Freude mehr am Leben und an der Musik. Er lebte alleine, einsam, verbittert und ohne Zukunftsperspektive. Er kam nach Hause mit dem Manuskript der Oper unter dem Arm und warf es auf den Tisch. Eher zufällig las er die Worte des Gefangenenchores. Durch diese biblischen Worte bekam er wieder einen Hoffnungsschimmer für die Zukunft, fing an, die Oper »Nabucco« zu komponieren. Das geniale Lied des Gefangenenchors »Va, pensiero« gehört bis heute zu den international bekanntesten Freiheitshymnen. Giuseppe Verdi schrieb viele Jahre später in seiner autobiografischen Skizze: »Nabucco ist die Oper, mit welcher in Wahrheit meine künstlerische Laufbahn begann«.

Was wäre das Erzgebirge und Westsachsen ohne seine Industrie- und Bergbaugeschichte? Wer mit offenen Augen durch die Region fährt, der wird überall auf Zeugnisse stoßen. Vielleicht nimmt er sie aber auch gar nicht mehr richtig wahr, weil sie längst Teil der Landschaft geworden sind. Hohe Schornsteine, markante Fabrikbauten, beeindruckende Industrieanlagen, aber auch verfallene Mundlöcher, verwachsene Tagbrüche oder auffällige Halden prägen die Landschaft, haben sie über die Jahrzehnte verändert. Dass diese Zeugnisse und dieser Wandel selbst Künstler fasziniert, manchmal auch schockiert, doch in jedem Fall beschäftigt, zeigt eine Doppelausstellung zur Industrie-Landschaft, die die Sammlung Erzgebirgische Landschaftskunst und das Bergbaumuseum Oelsnitz/Erzgebirge konzipiert haben und präsentieren. Im Bergbaumuseum ist die Ausstellung, die die westsächsische Industrielandschaft in den Mittelpunkt stellt, bis 5. November immer dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr zu sehen. Auf Schloss Schlettau lockt zudem die Exposition, welche das industrielle Erzgebirge hervorhebt, noch bis zum 15. Oktober mit allerlei Wissenswertem. Begleitend zur Ausstellung werden im Bergbaumuseum drei Sonderführungen angeboten. Sowohl am 18. Juni, am 13. August und am 3. September können sich Interessierte durch die Schau führen lassen.

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ZWICKAU 11.08.17

FR. 19.30 UHR • Freilichtbühne

Tickets: alle bek. VVK-Stellen, Infos: www.highlight-concerts.com 06 17

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Nacht der Nächte

Nacht der Musicals

Foto: Kultour Z. | Info: www.kultour-z.de

Foto: Veranstalter | Info: www.dienachtdermusicals.de

Auch in diesem Jahr lädt die Kultour Z. am 31. Dezember wieder zur »Nacht der Nächte - das Zwickau Silvester« auf die Freifläche am Alten Gasometer ein. Das Familiensilvester, bei dem es sowohl auf als auch neben der Bühne einiges zu erleben gibt, startet 18 Uhr. Egal ob Stockbrotgrillen, Tanzen, Lampions basteln oder unvergessliche Schnappschüsse aus dem Fotobus - die Kleinsten werden dieses Silvester noch lange in Erinnerung behalten. Der Lampionumzug durch die Zwickauer Innenstadt ist für die Kinder zweifellos ein Highlight des Abends. Den krönenden Abschluss des Familienprogramms bildet das atemberaubende Kinder-Feuerwerk kurz vor 21 Uhr. Danach begrüßt der Moderator und DJ des Abends, Daniel Pavel von Radio Zwickau, seine Gäste. Für ausgelassene Feierstimmung sorgt dieses Mal die Band »Jolly Jumper«. Das neue Jahr und somit gleichzeitig der Start ins 900-jährige Jubiläum der Stadt Zwickau wird mit einem unvergesslichen Feuerwerk, kombiniert mit einer beeindruckenden Lasershow, eingeläutet. Auch 2017 bleibt die Silvesterparty komplett böllerfrei. Somit können die Gäste fantastische Live-Acts und ein umfangreiches gastronomisches Angebot in familienfreundlicher und entspannter Atmosphäre genießen.

Bereits weit über 1 Million Besucher machen »Die Nacht der Musicals« zur erfolgreichsten Musicalgala aller Zeiten. Seit Jahren begeistert sie mit einem immer neuen und abwechslungsreichen Programm ihre Fans und Besucher und geht nun im Sommer auf große Open- Air-Tournee quer durch Deutschland. Unterstützt durch ein ausgefeiltes Licht- und Soundkonzept entführen gefeierte Stars der Originalproduktionen das Publikum auf eine über zweistündige Reise quer durch die bunte und vielfältige Welt der Musicals. In ausgewählten Solo-, Duett- und Ensemblenummern werden die Evergreens der internationalen Musicallandschaft eindrucksvoll und stimmgewaltig wiedergegeben. Gänsehautmomente aus weltbekannten Klassikern wie »Das Phantom der Oper« oder »Cats« fehlen ebenso wenig, wie die unvergessenen Songs der schwedischen Pop-Gruppe ABBA, welche in »Mamma Mia« zusammengefasst wurden. Erstmalig erweitert »Rocky« mit der dynamischen Hymne »Eye of the Tiger« und weiteren rockigen Liedern das vielseitige Programm. Die Veranstaltung verzaubert am 31. Juli um 19.30 Uhr auch die Besucher im Parktheater Plauen und lässt sie an den bewegendsten Szenen der Musicalgeschichte teilhaben.

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die GrillsaisoN ist erÖFFNet! Fotos: Globus Zwickau | Info: www.globus-zwickau.de

Die ersten warmen Sonnenstrahlen wecken nicht nur unsere Lebensgeister, auch das unbändige Verlangen nach Frischgegrilltem stellt sich bei den meisten wieder ein. Unglaubliche 80 Prozent der Deutschen lieben es zu grillen. Rund 13-mal jährlich werfen wir wohlbekannte Grillklassiker auf den Rost. Denn Grillen ist gesellig, geht super fix und macht einfach Spaß. Und seien wir doch mal ehrlich, gibt es etwas Besseres als Steak, Wurst oder – ja wirklich - auch Vegetarisches frisch vom Grill? Damit die Schlemmereien auch gelingen, hier ein paar Tipps aus der Globus-Grillipedia: Zunächst einmal grillt es sich am besten mit Holzkohle oder Holzkohlebriketts. Kleiner Tipp: Wenn der Holzkohlesack beim Schütteln schön knistert, ist die Kohle von guter Qualität. Briketts sind eine gute Alternative. Sie brauchen zwar zunächst etwas länger, um die perfekte Glut zu erreichen, bleiben dafür aber länger konstant heiß. Dann, nach Belieben, festen oder flüssigen Grillanzünder gleichmäßig auf der Kohle verteilen und anzünden. Aber Achtung: Bei Spiritus, Benzin oder anderen leicht entflammbaren Flüssigkeiten besteht Verbrennungsgefahr! Von solchen Experimenten sollte man also die Finger lassen. Ist die Glut perfekt, kann endlich das Grillgut aufgelegt werden. Im Optimalfall hat der Grillrost einen Abstand von mindestens 10 cm zur Glut. So ist die Temperatur nicht zu hoch und das Abendessen kann sanft über der aromabringenden Glut rösten. übrigens, der rund 600 Gramm schwere Traum eines jeden Grill-Gourmets, das T-Bone-Steak, wird beispielsweise direkt über der heißesten Glut gegrillt und dabei nur einmal gewendet. Auch dunkles Fleisch gehört in die Mitte des Grills. Würstchen, Geflügel und Fisch gelingen weiter am Rand besser. Die Garzeit? Erfreulich kurz: Bereits nach nur wenigen Minuten ist das Abendessen perfekt!

Globus-Profi-Tipp: Wollen Sie herausfinden, ob Ihr Fleisch schon die gewünschte Garstufe erreicht hat? Machen Sie den Daumentest: • weich = rare • halbfest = medium rare • wenig nachgiebig = medium • fest = well done Wir wünschen einen guten Appetit!

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Ein Kessel Buntes zur GROSSEN SILBERSTROM-PARTY

09. – 11. Juni 2017 STRANDBAD FILZTEICH, SCHNEEBERG

Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen. Für Druckfehler keine Haftung.

3tolle Tage

u. a. mit BREAKOUT, Ballbreakers, Flyboard + Jetski Show, Stereoact, Erzistar, Rockpirat, große Multimediashow, Be4tles

Auszug aus dem Programm Freitag, 09. Juni 2017 Showbühne: Heut’ geht die Party los... 19.30 Uhr Einlass 21.00 Uhr BREAKOUT 22.30 Uhr Ballbreakers 00.30 Uhr Disco mit DJ Christian

15.35 Uhr Eliza 15.45 Uhr Rasselbande Guggemusik ’97 e.V. 16.10 Uhr Flyboard + Jetski Show 16.55 Uhr Erzistar – Die Region sucht Talente 2017 19.30 Uhr Stereoact

20.15 Uhr Rockpirat Der Party-Garant

Sonntag, 11. Juni 2017 Ein Kessel Buntes (Showbühne) 13.00 Uhr Eröffnung mit Christian Giese 13.15 Uhr WarmUp mit Andreas Geffarth 14.20 Uhr Charlie Chaplin 15.30 Uhr Be4tles ...und vieles andere mehr! Das ausführliche Programm nden Sie in unseren Programmyern und auf www.silberstrom.de. rstrom d . rstrom.de.

Rinderkote

lett

auch als „Clu b-Steak“ beze ichnet etwa 2,5 cm dick wird aus dem mittleren Stüc k des Roastbeef ge schnitten ist Muskelfleis ch mit einer feinen Fettschicht hat meist Ripp en- und Rückgratknoc hen

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t gilt

ebo 2017: Filzteichfest * Ang

mit SilberstromCard: Eintritt frei! ohne SilberstromCard: 5 EUR

© DSG ’17

90 je kg n o p u l o il Riesenspaß für alle Kinder R sen C eine Gr an e i d am Samstag und Sonntag (von 10 bis 22.45 Uhr Multimediashow d s h Vorteile i n c t 18 Uhr): Das besondere Highlight an Großes Feuerwerk mit SilberstromCard Einfa neiden u esten gra en! diesem Festwochenende wird Silberdi Lasershow h t T c 23.15 Uhr Stereoact sstromers t Riesengaudi mit 30 auss ade zum eke erhal Hüpfburgen H sein! Kinder bis 16 Jahre haben Samstag und Sonntag freien Ein Eintritt! n h GLOBUS Handelshof GmbH & Öffnungszeiten: Karten erhalten Sie im Service-Center der Stadtwerke Schneeberg, chneeberg, eeberg,, Tankstelle: Joseph-Haydn-Str. J Jose . 5, 08289 082 Schneeberg, mari etzgerei1t7. Co. KG Betriebsstätte Zwickau Filzteich und im Dr. Mo.–Mi.: Mo–Sa:35 8.00–20.00 Uhr 8.00–20.00 Uhr am Strandbad Curt-Geitner-Bad. Infos unter: (03772) 02-0 | www.silberstrom.de .20 Äußere Schneeberger Str. 100, 08056 Zwickau Unsere Tankautomaten sind Do–Sa: 8.00–22.00 Uhr 29.06 ohne SilberstromCard: 15 EUR der M bis zum FREITAG SAMSTAG 06 17 SONNTAG Eintrittspreise

Samstag, 10. Juni 2017 Ein Kessel Buntes (Showbühne) 14.35 Uhr Tanzprojekt Keen on Rhythm 14.55 Uhr Charlie Chaplin - Charmant und unverwechselbar! 15.15 Uhr Body Painting

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0375 2709-0 - Telefax: 0375 2709-290 rund um Waschstraße: (bei Verlassen des Festgeländes bisdie Uhr geöffnet. mitTelefon: SilberstromCard: 7,50 EUR (bei Verlassen des Festgelän(Sitz: 66424 Einöd) daher Freier Eintritt Mo–Sa: Uhr10 EUR zurück). 19.00 Uhr: des bisNeunmorgenstraße, 19.00 Uhr: 7,50 EUR zurück, mit 8.00–20.00 Bei Erwerb einer Samstagskarte ist der Freitag inklusive! SilberstromCard zur Nachmittagsveranstaltung)

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Foto: Stilbar Design

Foto: Tommy Giesel

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Sa

20.00 Uhr

Göltzschtalbrücke, Netzschkau

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22.30 Uhr nachtwerk, Zwickau

So

Fr-So

Club 30-Pfingst-Party

Filzteichfest

Klassik trifft Rock und Pop. »A wie ahh!« oder wie ABBA, Adele oder AC/DC! Genau diese musikalische Bandbreite erleben Sie bei Rock Classics 2017 vor der Kulisse der weltgrößten Ziegelbrücke. Die 65 Musiker unter Leitung von Generalmusikdirektor Stefan Fraas sind bekannt für ihr breites Spektrum. Und AdoroGaststar Nico Müller beschreitet den stimmlichen Spagat zwischen klassischen Stücken und Rocktiteln. Umrahmt werden die musikalischen Arrangements mit eindrucksvollen Licht- und Pyroeffekten. Eine 50 Quadratmeter große LED-Leinwand wird in Verbindung mit der Light-Show für tolle optische Effekte sorgen. Diese werden mit dem abschließenden Feuerwerk eindrucksvoll abgerundet.

Club30 ist die perfekte Mischung aus Genuss, Musik sowie Kommunikation und weckt die pure Lebenslust. Die Partyreihe setzt auf Menschen, die im Leben angekommen sind und wissen was sie wollen; nämlich - Feiern, Tanzen und dem ungezwungenen Lifestyle huldigen - kurz: auf hohem Niveau Spaß haben. Diese Nacht gehört den nachtwerk-Fans der ersten Stunde und allen Partygängern bis zum Jahrgang `89. Für den besten Sound in der Stadt sorgt auf dem Mainfloor Mr. White, im Club 8 kredenzt DJ Bonzay Musik zum Anfassen und Neue Deutsche Welle vom Feinsten gibt es im Studio mit Maik Horlbeck. So kommt man partymäßig gut über die Feiertage.

Zum diesjährigen Filzteichfest warten wieder besondere Highlights auf die Gäste der »Silberstrom-Party« .Freitag bis Sonntag wird alles geboten, was das Feierherz begehrt. Feinste musikalische Darbietungen unter dem überdachten Areal; diesmal mit dabei: Stereoact und Rockpirat. Auch für die Kleinen ist bestens gesorgt, die Pforten des Strandbades öffnen sich Samstag und Sonntag jeweils schon 10 Uhr, es warten 30 Hüpfburgen auf die Kids. Ob Charlie Chaplin Double, Eliza, die flexibelste Frau der Welt oder die Entscheidung um den Erzistar, es ist für jeden etwas dabei. Ein tolles Gewinnspiel und ein atemberaubendes Feuerwerk runden den Mega-Event gebührend ab.

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turen mit großzügigem Außenbereich und Cocktailbar.

22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Tech to the Grooves Liebe Freunde der elektronischen Musik! Die Plauener Jugend lädt zum Rave. Lenz und O´denz legen alles daran, Euch eine bewegungsreiche Nacht zu bescheren und Eure Ohren mit klassischen bis progressiven House und Techno Sounds zu verwöhnen.

22.00 Uhr Linde, Leubnitz 80er/90er & Schlagerparty Alles was Rang und Namen hat, gibt sich an diesem Abend ein »Stelldichein«, gekrönt wird die Partynacht von fluffigem 80er und 90er Sound elegant zusammengestellt von DJ Muggelux; Longdrinks ab 2,50 €.

22.00 Uhr Moccabar, Zwickau Black is my Religion Es war nur eine Frage der Zeit bis die fetteste Black Party der Stadt erneut stattfindet! Doch dieses Mal wird es bigger and better than ever! Mit DJ Envidee am Start wird der Abend zum Abriss! Ein absolutes Muss für jeden Black & Hip Hop Fan!

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20.00 Uhr Festplatz, Kirchberg Borbergfest-Party mit »Meilenstein« Eine der gefragtesten Partybands Deutschlands erwartet Sie zur Abendveranstaltung im Festzelt. Die stimmgewaltige Sängerin Diana und ihre fünf sympathischen Jungs verstehen es ganz meisterhaft, ihr Publikum zu begeistern. Bei sommerlichen Tempera-

22.00 Uhr Linde, Leubnitz 1€ Party Coole Drinks und heiße

Verlosung auf Seite 84 www.disco-nachtwerk.de

Beats, von New Rave über Electro hin zu HipHop - DJ Shusta (Phlatline Chemnitz) dreht an den Reglern. Freier Eintritt bis 23.23 Uhr via Facebook-Post.

22.30 Uhr Nachtwerk, Zwickau Der Fun-Donnerstag-Facebook-Edition Dein Party-Weekend beginnt am Donnerstag im nachtwerk! Besser feiern geht nicht, bedeutet Eintritt für’n schmalen Taler, günstige Getränkepreise und die beste Musik zum Tanzen und Feiern auf dem Mainfloor. Wie Du, heute Abend als aktiver Facebook’er kostenlos ins nachtwerk zum Feiern kommst, erfährst Du auf der nachtwerk– Fan–Seite. Die Studenten feiern, wie immer am Donnerstag im nachtwerk 4free!

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party & event

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Rock Classics

www.kraussevent.de

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22.00 Uhr Club Seilerstraße, Zwickau Techno Classic Night Ein »HeyHo« an alle da draußen, unsere »Alte Garde -Techno Classic Night« geht abermals in die nächste Runde. Urgestein, Wegbereiter des Sound Of Frankfurt, Weltenbummler, Hitproducer, Dorian Gray & Space Ibiza Resident und vor allem aber: A Real DJ ...!!! 22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Urban Stylez Du suchst nach der vollen Dosis R'n'B, Hip Hop, Trap, Dancehall und Rap? Dann ist die Suche heute Abend beendet! Urban Stylez bietet eine Explosion von Bass und fetten Beats, die Dein Herz zum beben bringen werden! 22.00 Uhr Moccabar, Zwickau Glücksrad Mit dem Glücksrad hält eine neue Veranstaltungsreihe Einzug im Mocc Klub. Zwei der besten DJs der Region kämpfen um die Gunst des Publikums. Welches Genre hierbei unter die Nadel kommt ent-

scheidet allein das Glücksrad. Erlebt eine Party der anderen Art und feiert so krass wie schon lange nicht mehr. 22.30 Uhr nachtwerk, Zwickau Pfingst-Jam Zur Jam präsentiert sich ein illustres Publikum und will zu einer glamourösen Partynacht am Pfingstsamstag gepflegt und entspannt feiern. Auf 2 Floors gibt es natürlich feinste Black-Music mit DJ Delorryen & supported by DJ Maxim auf dem Mainfloor. Also nicht verpassen: PfingstJam die perfekte Partynacht am Pfingstsamstag.

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STadtleben veranstaltungen

22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Tanz zu Pfingsten Das ungeliebte Kind der FeiertagsRasselbande? Wohl eher nicht! Nichts desto trotz hat unsereins zumindest Montag frei und die Röste steht mit weit ausgebreiteten Armen bereit Dich in Empfang zu nehmen. Wenn´s

H ighlights des monats »

schon keine Schokoeier gibt, beschenken wir Euch mit einem ausgelassenen Feierabend, machen die Nacht zum Tag und fordern Solidarität für diesen benachteiligten Feiertag.

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22.30 Uhr Nachtwerk, Zwickau Der Fun-Donnerstag Dein Party-Weekend beginnt am Donnerstag im nachtwerk! Besser feiern geht nicht, bedeutet Eintritt für’n schmalen Taler, günstige Getränkepreise und die beste Musik zum Tanzen und Feiern auf dem Mainfloor. Wie Du als aktiver Facebook’er kostenlos ins nachtwerk zum Feiern kommst, erfährst Du auf der nachtwerk–Fan–Seite.

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21.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Copacabana Sonnt Euch in unseren tropical vibes an der Copacabana, gleich um die Ecke in der Röste. Gemischt wie ein tropischer Regenbogen ist auch unsere Musik: alles von Hip Hop, Pop, Rock, Dancehall und Indie bis zu Techno wird dabei sein. Ganz nach dem Motto »Try the rainbow - taste the rainbow!« Auf in die Röste!

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22.00 Uhr Linde, Leubnitz Mega Sonntag-Closing Party House meets Electro mit Organic Dogs und StereoAkustik sowie All Styles of Black Music by DJ Fladsound. Dazu freier Eintritt via Facebookpost und einmal Lager-Leer-Trinken ab 1,99 €.

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20.00 Uhr Filzteich, Schneeberg

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22.00 Uhr Club Seilerstraße, Zwickau 80s & 90s Party-Summer Edition In dieser Nacht präsentieren wir Euch die Hits aus zwei Jahrzehnten mit vielen aufregenden und neuen Trends. Depeche Mode, Billy Idol und Alphaville wurden groß. Michael Jackson, Madonna und Prince setzten zu ihrem Siegeszug um die Welt an. In den 90er feierten wir dann mit Roxette, Take That und den Backstreet Boys. Feiert mit! 22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Independance Wir laden Euch zur »Independance« in die Röste zum Tanzen ein. Saal : DJ Schubi & A.P.O. & verwöhnen Euch mit Gothic, Alternative, Dark Wave, EBM, Electro, 80er & Artverwandtem!


Foto: Roland Reinsberg

mattrose Foto: Stilbar Design

Foto: Christian Hoppe

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19.00 Uhr NaturTheater, Bad Elster

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16.00 Uhr Hauptmarkt, Zwickau

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18.00 Uhr Innenstadt, Glauchau

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Silly: Wutfänger-Open-Air

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Glauchauer Sommerträume

»Silly« waren schon immer anders als andere Bands: eigensinnig, einfallsreich, unverkennbar und vor allem: authentisch. Ihr letztes Album » Kopf an Kopf« erreichte Goldstatus und auch das Vorgängeralbum »Alles Rot« wurde mit Platin ausgezeichnet. Wenngleich sie ihre Alben so qualitätsvernarrt wie kaum eine andere Band produzieren, bleiben Silly doch an erster Stelle eine einzigartige Live-Band. Unverfälscht und mit voller Energie erreichen sie mit jedem Ton Herz und Verstand ihrer Zuhörer. Dabei haben sie sich in ihren atmosphärischen Konzerten in die Herzen einer riesengroßen Fangemeinde gespielt. Bad Elster freut sich und ist auch Teil von diesem Fankult.

Auch in diesem Sommer ist es wieder gelungen, ein tolles Programm auf dem östlichen Hauptmarkt zusammenzustellen. Freuen Sie sich am 16. und 17. Juni rund um das Schumann-Denkmal auf einen bunten Mix an Livemusik aus Jazz, Funk und Dixiland. Es grüßen altbekannte Klänge der Big Band »swing it« sowie neue Sounds der »Jungen Bühne« des Robert-Schumann-Konservatoriums. Ein besonderer musikalischer Leckerbissen erwartet die Gäste am Samstag gegen 19.30 Uhr mit dem »Guido May Quartett« aus München. Genießen Sie die frühsommerliche Atmosphäre in der wunderschönen Zwickauer Altstadt. Der Eintritt ist auch in diesem Jahr wieder frei.

Die Glauchauer Sommerträume haben jede Menge zu bieten. Am Freitagabend werden The Titty Twisters mit Acoustic Rock`n`Roll sowie Blind Passenger mit Sci-Fi-Electro-Pop, Wave, Synth-Pop die Bühne rocken. Besucher dürfen beim City-Beach die Füße in den Sand stecken, coole Drinks genießen und abtanzen bis in die Nacht. Am Samstagabend gibt’s die kultige Oldie-Nacht. Zu Gast sind Künstler, mit denen über 40-Jährige quasi aufgewachsen sind: Pussycat und die Rubettes! Moderiert wird der Abend vom »Damals war‘s«-Urgestein Hartmut »Muck« Schulze-Gerlach. Erleben Sie ein Wochenende voller Abwechslung, mit Artistik und Zauberei, Schlager, Irish Folk, Bodypainting und vielen tollen Aktionen!

www.chursaechsische.de

www.kultour-z.de

www.glauchau.de

22.30 Uhr nachtwerk, Zwickau We love Saturdays Das nachtwerk versorgt alle Nachtschwärmer mit dem Besten was die Feierszene momentan zu bieten hat. Es gibt wohl bald niemanden mehr, der nicht schon etliches an Schweiß und Kalorien in einer der heiß durchtanzten Partynächte in der alten Maschinenfabrik verloren hat.

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So

22.00 Uhr Club Seilerstraße, Zwickau Sonntagstanz #2 Nach tollem Auftakt im Mai geht es im Juni in die zweite Runde unserer Sonntagssause! Kommt vorbei, wir werden wieder jede Menge Spaß zusammen haben, versprochen. Musikalisch wird es wieder erste Sahne. Eintritt frei! 22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Tanzgarten Zum ersten Tanzgarten der Saison basteln wir Schutzgebiete für unseren kleinen technoiden Ohrwurm. Das ständige stutzen der Hecke, Rasenmähen und Ohrwurmgift, alles Sachen die den technoiden Tierchen schaden.

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22.00 Uhr Moccabar, Zwickau Studentenparty In gewohnt ge-

mütlicher Mocc Klub Kultur feiern wir mit Euch zusammen die Erinnerungen, alte Bekanntschaften, das Leben, die Liebe und natürlich das Studenten dasein. Die Preise sind an den schmalen Studenten-Geldbeutel angepasst, und am Einlass wird auch nur der kleine Opolus von 3€ fällig.

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22.30 Uhr Nachtwerk, Zwickau Fun-Donnerstag - Ladykracher Dein Party-Weekend beginnt am Donnerstag! Ladykracher lässt einmal im Monat den Frauenanteil donnerstags enorm in die Höhe schnellen. Also, besser feiern geht nicht, bedeutet Eintritt für’n schmalen Taler, günstige Getränkepreise und die beste Musik zum Tanzen und Feiern.

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beth, Terrorgruppe, Mine, Fil Bo Riva, Blond, Giant Rooks, Pomrad und viele(s) mehr! Natürlich gibt es auch in diesem Jahr einen supergeheimen Headliner.

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10.00 Uhr Stausee Rabenstein, Chemnitz Kosmonaut Festival 2017 Das Stauseegelände Rabenstein verwandelt sich erneut in ein Open-air- Mekka für alle Partyhungrigen und Feierlaunigen aus nah und fern. Mit dabei an den beiden Festivaltagen sind: Deichkind, Annen MayKantereit, Editors, Bilderbuch, 187 Strassenbande, MoTrip, OK KID, Von Wegen Lis-

16.00 Uhr Hauptmarkt, Zwickau Summer Swing bei Schumann Freuen Sie sich auf ein abwechslungsreiches musikalisches Programm aus leichtem Swing und Funk bis hin zu Dixieland- und Jazzsounds. Der Eintritt ist frei!

22.00 Uhr Linde, Leubnitz Schwarze Tanznacht All Styles of Dark Music und natürlich das Beste des Genre »Night of Guitar« direkt aus der Gruft und dennoch frisch präsentiert von

DJ Apo. Sichere Dir den freien Eintritt via Facebook-Post. 22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Rauschparade DJ Linar, heutiger Host und Begleiter der 90er Jahre Technokultur, gibt einen Einblick in sein durch die Rave-Szene geprägtes musikalisches Programm. Fans der musikzentrierten 90erClub-Kultur dürfen sich gerne im Saal in Tanzrausch begeben! 22.30 Uhr Nachtwerk, Zwickau NDHW-Neue Deutsche House Welle Man kann davon halten was man will, aber noch immer prägen eingängige Deep House Sounds mit einprägsamen, gefühlvollen Texten sowohl die Musikcharts, als auch die Radiostationen und Tanztempel der Republik. Egal ob »Gestört aber geil«, »Stereoact« oder Newcomer wie »Tones Town« erreichen sowohl die Herzen als auch die Tanzfüße ihrer Hörer. Deshalb gibt es eine Nacht lang jede Menge dieser Sounds, gemischt mit aktuellen Club und Pop-Hits.

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Do

22.30 Uhr Nachtwerk, Zwickau Fun-Donnerstag - Schools Out.Edition Dein Party-Weekend beginnt am Donnerstagim nachtwerk! Also, besser feiern geht nicht, bedeutet Eintritt für’n schmalen Taler und die beste Musik zum Tanzen.

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22.00 Uhr Linde, Leubnitz Summer Opening Party Heute geben wir Euch Organic Docs das Beste aus Electro, House, Tekk, Futurehouse und Twerk auf die Ohren und DJ Orli serviert als Sahnehäubchen den feinsten Party-Sound obenauf. Sichere Dir den freien Eintritt via Facebook-Post.

Closing-Party auf 3 Floors bietet alles, was Euch in den letzten Monaten Spaß beim Feiern bereitet hat. Es wird: sexy, heiß, lasziv, cool, dekadent. Feiert mit unseren Resident-DJ’s Sniper & Oscar House. Feinster Black&Urban Sound erwartet Euch im Club8 mit DJ Maxim und KultDJ Onkel Hans sorgt im Studio für ausgelassenes Feiern.

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22.00 Uhr Alte Kaffeerösterei, Plauen Project School´s Out Endlich geschafft! Abitur in der Tasche oder endlich Ferien. Auch wir haben es geschafft und wollen noch einmal richtig eskalieren! Doch warum alleine feiern? Nein wir haben uns gedacht jeder sollte feiern, deswegen haben wir keine Kosten und Mühen gescheut Euch den besten Abend des Sommers zu bereiten. Um die Ferien gebührend einzuläuten laden wir Euch alle an diesem Tag in die alte Kafferösterei ein um diese Nacht unvergesslich zu machen.

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22.30 Uhr Nachtwerk, Zwickau Saisonclosing Unsere

21.00 Uhr Karthalle am Sachsenring, Hohenstein-E. Sachsenring-Party Kein geringerer als Jürgen Drews rockt die Karthalle und verbreitet das ultimative Urlaubs-Feeling.

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Foto: Pat O´Bryan

Foto: Antonio Esposito

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19.30 Uhr Schumann Haus, Zwickau

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19.30 Uhr Schumann Haus, Zwickau

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19.30 Uhr Schumann Haus, Zwickau

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Kammerkonzert

1971 in Neapel geboren, studierte Fabrizio Soprano am Conservatorio di Santa Cecilia in Rom sowie an der Juilliard School New York bei Emanuel Ax. Er ist in Russland, England, Frankreich, Deutschland und den USA aufgetreten. 2009 wurde er zum künstlerischen Sekretär der Società Liszt berufen. Für Robert und Clara Schumann erfolgte die Auseinandersetzung mit italienischem Opernrepertoire am häufigsten durch das Genre der Klaviertranskription, wie sie besonders von dem gemeinsamen Freund Franz Liszt gepflegt wurde. Das Programm bietet u.a. Liszts drei Petrarca-Sonette und den Zyklus Venezia e Napoli sowie Robert Schumanns Jugendkompositionen Toccata op. 7 und Allegro op. 8.

Liederabend mit André Baleiro (Bariton) und David Santos (Klavier). Der portugiesische Bariton André Baleiro studierte in Berlin und gewann 2016 den ersten Preis beim Internationalen Schumann-Wettbewerb in Zwickau. David Santos studierte u.a. in Lissabon. Er ist Dozent an der Universität der Künste in Berlin und der Musikhochschule Weimar. Robert Schumanns Spanische Liederspiele aus dem Jahr 1849 sind Vorläufer des Spanischen Liederbuchs von Hugo Wolf – beide Komponisten verwendeten Nachdichtungen aus der Feder von Emanuel Geibel. In seinem Italienischen Liederbuch vertonte Wolf Vorlagen des ersten Literatur-Nobelpreisträgers Paul Heyse.

Der schwedische Geiger Ulf Wallin hat über 40 CDs veröffentlicht, darunter die sämtlichen Violinwerke Robert Schumanns. 2013 wurde er mit dem Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau ausgezeichnet. Er ist als Konzertsolist in Asien, den USA und ganz Europa aktiv. Sein Begleiter ist der schwedische Pianist Love Derwinger, der sich durch Konzerte in Europa, den USA, Kanada, Japan, dem mittleren Osten und Südamerika einen Ruf als einer der originellsten Pianisten seiner Generation verschafft hat. Das Programm kombiniert Violinwerke von Robert und Clara Schumann mit der zweiten Violinsonate von Niels W. Gade, die der dänische Komponist seinem Freund Robert Schumann widmete.

www.schumann-zwickau.de/schumann-fest

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Liederabend

Fabrizio Soprano

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konzert & kultur

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Do

20.00 Uhr Weltecho, Chemnitz All That Jazz: Spielvereinigung Sued feat. Jörn Marcussen-Wulff Kurz vorm Saisonabschluss unserer »All That Jazz«-Reihe präsentiert die Spielvereinigung Sued ihr neues Konzertprogramm. Diesmal konnte das famose Jazzorchester den Hannoveraner Komponisten, Arrangeur, Posaunisten und Dirigenten Jörn Marcussen-Wulff gewinnen. Das wird wieder ganz groß.

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Sa

19.30 Uhr König Albert Theater, Bad Elster Münchener Freiheit Ihre Musik löst bis heute eine besondere Anziehungskraft aus. Hits wie »Oh Baby«, »SOS«, den Superhits »Ohne Dich«, »1000-mal Du« oder das symphonische Meisterwerk »So lang’ man Träume

noch leben kann« sind heute generationsverbindende Meilensteine deutschsprachiger Popgeschichte. Ein Grund hierfür ist sicher der einzigartige »Freiheit-Sound« bestehend aus unverwechselbarem Satzgesang, wunderschönen, eingängigen Melodien und mitreißenden Rock-Rhythmen. 20.00 Uhr St. Barbara, Lichtentanne Doghouse Rose Ihr Debütalbum »DIY« erhielt 2014 auf Anhieb den Jack Richardson Music Award als beste Country-Band. Die SelfMade Musiker bezeichnen ihre Musik selbst als »Country-Rockabilly-Pop-Punk-Trash« und nehmen sich dabei offensichtlich selbst nicht zu ernst. Mit der Veröffentlichung ihres 2.Albums »Bourbon & Gasoline« haben Doghouse Rose einen Sound gefunden den sie auch Rebel Country nennen.

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So

19.30 Uhr König Albert Theater, Bad Elster Vicky Leandros: Musik ist mein Leben! Mit ihrer unverwechselbaren Stimme und großen musikalischen Bandbreite gelingt der in Griechenland geborenen Musiklegende spielend der zeitlose Spagat zwischen Chanson, Pop, Soul, Schlager und Folklore. EIn unvergesslicher Galaabend mit einer grandiosen Künstlerin seht ins königliche Haus.

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19.30 Uhr Stadthalle, Zwickau The Beach Boys Wie kaum eine andere Band verkörpern sie das Lebensgefühl einer ganzen Generation. Die Beach Boys bringen ihren »Kalifornischen Sound« in die Stadthalle, dabei präsentieren sie ihre größten Hits, wie »Good Vibrations«, »I get around«, »Surfin’ U.S.A«, »Fun, Fun, Fun«, »California Girls« oder »Kokomo« und verwandeln den deutschen in einen kalifornischen Sommer.

Version ihres toughen, echten Rock'n'Roll liefert »Roll The Dice«, ihr fünftes Album, das die bisher beste Bühne für ihren aufreibenden, Mundharmonika-getriebenen Cocktail aus Rock, Blues und Americana bietet. Aufgenommen hat Collins das Album mit ihrem Ehemann am Bass, Dan Baird und Audley Freed (The Black Crowes, Dixie Chicks, Jakob Dylan) an den Gitarren, Drummer Brad Pemberton (Ryan Adams, Patty Griffin, Willie Nelson) und weiteren Topmusikern.

20.30 Uhr Braustolz Brauerei, Chemnitz Stahlzeit Mit absoluter Präzision arrangiert Stahlzeit nicht nur die Musik in dem für Rammstein so typisch brachialen Bombast-Livesound. Auch die Pyro-Show wird ebenso kompromisslos wie spektakulär umgesetzt.

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10. JUNI HAUPTMARKT

ZWICKAU KRAUSSEVENT.DE

20.00 Uhr St. Barbara, Lichtentanne Stacie Collins Die letzte

21.00 Uhr Alte Brauerei, Annaberg B. Doctor Krapula Die fünfköpfige Band spielt eine wilde Mischung aus Punk, Cumbia, Hiphop, Ska und Reg-

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sTaDTleBen V E R A N S T A LT U N G E N

H I G H L I G H T S D E S M O N AT S »

gae und widmet sich in ihren Texten sozialpolitischen Themen. In Südamerika sind sie längst Superstars und spielen vor tausenden Fans, aber auch in Europa gastierten sie über die Jahre auf fast allen großen Festivals, nun sind sie endlich auf Europatournee.

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seitdem passiert ist, kann Lina selbst kaum glauben: Mehr als 2 Millionen Menschen sahen den ersten und zweiten Teil von »Bibi & Tina« im Kino. Die Soundtracks von Lina gesungen erreichten Goldstatus.

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18.00 Uhr Alte Brauerei, Annaberg B. Kulturmittwoch auf den Altstadtterassen Anstelle der Fete de la Musique gibt es 2017 ausnahmsweise eine Woche früher den Kulturmittwoch Open-Air auf den Altstadtterrassen. Wie gehabt ein bunter Mix von Künstlern aus Deutschland: mit Baby Kreuzberg+ Melinee + Electriclady + Jörg Heinicke.

20.00 Uhr St. Barbara, Lichtentanne Couscous Am Anfang steht die Liebe zum Songwriting, zu charakteristischen, eigenwilligen und zauberhaften Popsongs. Der Klavier-Pop des Duos erinnert an Kate Bush und Tori Amos, mit Einflüssen von BOY oder Regina Spektor. Das Dresdner Duo CousCous verbindet klassischen Pop und Filmmusik-Atmosphäre zu einem eigenen Sound, der zum Zuhören und Mitträumen einlädt.

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17.00 Uhr Stadthalle, Chemnitz Lina - Glitzer Deluxe Tour So jung so laut so leicht! So unbeschwert so frei! Genau so klingt die 18-jährige Lina auf ihrem Debut Album »Official«. Schon 2013 begann ihre musikalische Karriere. Das damals 15-jährige Mädchen wurde von Starregisseur Detlev Buck für die Hauptrolle in »Bibi & Tina« gecastet. Dadurch wurde Lina ganz schnell zur Bibi. Was

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16.00 Uhr Stadtzentrum, Chemnitz Fete de la Musique 2017 Ein vielfältiges musikalisches Programm auf vier Bühnen rund um den Stadthallenpark bringt nun auch in diesem Jahr wieder Musik in die Innenstadt. Mit dabei sind Töne für jeden Geschmack: Chemnitzer Bands, Singer/ Songwriter sowie Musiker der Musikschule und der Theater Chemnitz. Dazwischen finden sich Straßen-


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Foto: Gabriele Mendl

Foto: Marco Borgreve

Foto: Swen Lämmel

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20.00 Uhr Hauptmarkt, Zwickau

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17.00 Uhr Schumann Haus, Zwickau

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17.00 Uhr Katharinenkirche, Zwickau

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Chorkonzert Berliner Cappella

Die Hauptakteure des Abends sind seit 2004 die Vogtland Philharmonie unter Leitung von GMD Stefan Fraas sowie Voc a Bella und die Rene-Möckel Band. Im Hintergrund, aber umso stimmgewaltiger, platziert sich die Chorvereinigung Sachsenring erstmals zusammen mit der Singakademie Chemnitz. »Wiederholungstäter« sind Franco Leon und Bachpreisträgerin Marie Friederike Schöder, die zusammen mit Jasmin Graf und Simone Ditt solistisch glänzen werden. Eine besucherfreundliche Neuigkeit bietet das unmittelbar in der Nähe befindliche Parkhaus der Zwickau Arcaden den Besuchern von Classics unter Sternen. Das Fahrzeug kann kostenfrei im Parkhaus abgestellt werden.

Spontanität auf der Bühne und lebendige Interpretation zeichnen das Trio Vivente aus, das durch Wettbewerbserfolge u.a. beim Joseph-Joachim-Kammermusikwettbewerb in Weimar bekannt wurde. Die Musikerinnen sind als Solistinnen mit weltweiter Konzerterfahrung aktiv und unterrichten als Professorin bzw. Dozentin an Musikhochschulen in München, Frankfurt, Freiburg und Saarbrücken. Zum Gade-Jubiläums-Jahr widmet sich das Trio dessen Novelletten, deren Titel eine Hommage an Schumann darstellt. Außerdem erklingt das wenig bekannte Andante für Klaviertrio von Edvard Grieg sowie Triokompositionen von Robert Schumann.

»Petite Messe Solennelle« Gioachino Rossinis großes Chorwerk ist ein Meisterwerk, das auf raffinierte Weise den italienischen Opern- und Kirchenstil kombiniert. Das in Frankreich 1863 komponierte Stück erklingt in der Zwickauer Katharinenkirche in der Originalfassung mit der ungewöhnlichen Besetzung auf zwei Flügeln und einem Harmonium, das von Clara Schumanns Cousin Wilhelm Wieck erbaut wurde. Seit über 50 Jahren hat sich die Berliner Cappella als einer der führenden Konzertchöre der Musikmetropole etabliert. 2002 wurde die Leitung des Chores von Kerstin Behnke übernommen, die auch Künstlerische Leiterin des LandesJugendChor Saar ist und Chorleitung an der Musikhochschule Lübeck unterrichtet.

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15.00 Uhr Stadthallenpark, Chemnitz Summerbreak Der perfekte Start in den Sommer. Auf der Hauptbühne erwarten Euch: Max Giesinger, Alice Roger, Toni & Band und Janiz. 20.00 Uhr St. Barbara, Lichtentanne David Blair Der kanadische Singer / Songwriter, ist bekannt für sein immer präsentes Lächeln und seine kurzweiligen Geschichten. Seine wandlungsfähige Stimme bringt ein breites Spektrum von Gefühlen und Tönen mühelos zum Ausdruck und wird durch unterschiedliche Rhythmen auf Gitarre und Klavier noch verstärkt, sodass ihm sein Publikum seine Aufmerksamkeit nicht mehr entziehen kann. 20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Götz Widmann - Solokonzert: Sittenstrolch Undres-

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Verlosung auf Seite 84 www.kraussevent.de

musiker aus allen Genres, die an ungewöhnlichen Orten im Chemnitzer Zentrum zum Stehenbleiben und Lauschen einladen. Höhepunkt in diesem Jahr ist eine musikalische Performance im und um den Brunnen im Stadthallenpark: Kulturakteure aus der ganzen Stadt haben sich nur für diesen einen Abend zusammengefunden, um dem außergewöhnlichen Event einen würdigen Abschluss zu geben.

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Trio Vivente

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Classics unter Sternen

sierte Abendunterhaltung vom Feinsten. Götz Widmann macht das, was er am besten kann: ohne Setlist oder Plan geht er auf die Bühne und spielt nach Lust und Laune einen Song nach dem anderen aus seinem unerschöpflichen Repertoire. Ein Mann, eine Gitarre, sonst nichts. Natürlich spontan, witzig und immer überraschend.

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19.30 Uhr König Albert Theater, Bad Elster Chris Andrews & The Golden Sixties Band Weltstar-Glanz zum Brunnenfest: Herzlich Willkommen Chris Andrews! Der gebürtige Brite ist bereits mit den Beatles, den Rolling Stones und Cliff Richard aufgetreten und seine Welthits wie »Pretty Belinda« und »Yesterday Man« sind bereits heute Klassiker der Popgeschichte. 19.30 Uhr Junge Garde, Dresden Jennifer Rostock »Genau in diesem Ton«-Tour Hinsichtlich ihrer Konzerte gibt es ja ohnehin keine zwei Meinungen: in Punkto Energie, Ausdauer und Bühnenshow gibt es nur wenige deutsche Bands, die es mit dieser Urgewalt aufnehmen können. Dank der neuen Songs auf »genau in diesem ton« werden ihre Gigs nun sogar noch explosiver ausfallen! Garantiert, denn das Album enthält wieder zahlreiche Hits zwischen Witz und Wahn, Punk und Pop.

20.00 Uhr Stadthallenvorplatz, Chemnitz Parksommer: Milou & flint Viel Applaus erhielten milou & flint, das Singer-Songwriter- und Poesie-Pop-Duo aus Hannover für ihre Musik, die sie bis nach Japan und in die Südsee mitnehmen durften. Die beiden Multiinstrumentalisten spielen neben Klavier und Gitarre auch Fußschlagzeug, Cello,Trompete, Melodika und Akkordeon sowie viele weitere kleine Überraschungen, einiges davon mal eben gleichzeitig.

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20.00 Uhr Stadthallenvorplatz, Chemnitz Parksommer: Judith von Hiller Ihre Lieder erzählen von Sehnsucht und Schwerelosigkeit, vom Suchen und Finden und von der Kraft, die in uns allen steckt. Ihre sanfte Stimme und ihr virtuoses Gitarrenspiel verzaubern, ihre Poesie beflügelt. Ihre Musiker und sie erschaffen jenes wunderbare »Gänsehautgefühl«, das einen jeden Konzertabend sicher unvergesslich macht.

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20.00 Uhr Stadthallenvorplatz, Chemnitz Malte Vief Darf Bach ein Publikum »rocken«? Kann Deep Purple klingen wie ein Komponist des 18. Jahrhun-

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derts? Ja, jedenfalls so, wie Malte Vief es anstellt. Der Leipziger Musiker hält sich nicht an starre Genres und musikalische Schubladen. In eigenen Kompositionen wie auch neuen Arrangements bestehender Stücke verschiebt, perforiert und überschreitet er die Grenzen zwischen Pop- und klassischer Musik immer wieder.

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20.00 Uhr Messe, Chemnitz Christopher Cross & Band Sein musikalischer Stil ist einmalig und der Sound seiner Stimme unverwechselbar. Auch nach über achtunddreißig Jahren Bühnenpräsenz wirkt Christopher Cross frisch, unverkrampft und kraftvoll. Hits wie »Think Of Laura« oder »No Time For Talk« und natürlich seine Hymne »Ride like the Wind« zaubern ganzen Legionen von Fans ebenfalls ein Glänzen in die Augen. 20.00 Uhr Parktheater, Plauen Adel Tawil Adel Tawil hat so einiges erlebt in der wunderbaren Welt der Popmusik. Er war als ehemaliges Mitglied einer Boyband am Boden zerstört und mit Ich + Ich ganz weit oben. Adel Tawil hat ein Leben, das eigentlich für zwei reicht und er ist bereit, davon zu erzählen: Mit seinem Album »Lieder« im Gepäck spielt er im Sommer ausgewählte Open Air Shows.

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Vorschau 1. Juli 2017, 20.00 Uhr Malzhaus, Plauen

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Alex Diehl & Band Er macht sein eigenes Ding und erfüllt sich hier seinen größten Wunsch. Er wollte immer schon Musik machen mit größtmöglicher Ehrlichkeit auch in der Produktion. Echte Instrumente, Verstärker und ein analoges Aufnahmeverfahren bestimmen den Sound. Der Titelsong »Bretter meiner Welt« führt uns auch gleich mit kraftvoll, sphärischen Analogsounds in Alex musikalischen Kosmos. Er tritt »aus dem Schatten ins Licht«, hinauf auf die Bretter seiner selbst gebauten Welt. Neben Songs mit aufrichtigen Botschaften wie dem deutschlandweit schon bekannten Friedensong »Nur ein Lied« sind auf »Bretter meiner Welt« vor allem auch sehr persönliche, autobiografische Songs zu finden. www.malzhaus.de 06 17

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Foto: Nadine Dilly

Verlosung auf Seite

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20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau

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19.30 Uhr Burg Schönfels, Lichtentanne

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Kaya Yanar

Wahrscheinlich würde man den fünf Künstlern beim ersten Anblick nicht abnehmen, dass sie wirklich Musiker sind- verdreckte Gesichter, seltsame Klamotten und Instrumente. Aber genau dieser Shabby-Chic zeichnet ihre Musik aus. Alte Rocklegenden werden neu arrangiert und herauskommen Stücke, deren Ursprung man erst beim sehr genauen hinhören feststellen kann. Das Konzert ist ebenso durchsetzt von eigenen Songs, die den Covern in Puncto Originalität in nichts nachstehen. Dabei bedienen sie sich kaum einem einzigen Genre, sie vermischen sie und gestalten jeden Song einzigartig neu. Aber auch die Bühnenshow ist spektakulär- skurrile Typen, die mit seltsamen Tanzbewegungen über die Bühne hopsen.

Ein mitreißendes Mantel-und-Degen-Spektakel unterm Sternenhimmel erwartet die Besucher in diesem Sommer auf Burg Schönfels. Die Geschichte rund um den Poeten Cyrano de Bergerac wird auf der romantischen Burg in Szene gesetzt. Cyrano hat eine überdimensional große Nase. So »entstellt« wagt er es nicht, seiner Cousine Roxane seine Liebe zu gestehen. Diese liebt Christian de Neuvilette, der wie Cyrano bei den Gascogner Kadetten dient. Jedoch fehlt dem Schönling geistiger Witz und so beschließt Cyrano, ihm bei seiner Werbung um Roxane zu helfen. Damit durchkreuzt er die Pläne des Grafen Guiche, der die junge Frau zu seiner Geliebten machen möchte.

Der Weltenbummler unter den Komikern hat viele Länder bereist und musste schon so einige Kulturschocks verdauen, aber »Planet Deutschland« fasziniert ihn immer noch am meisten. Wieso gelten wir Deutsche eigentlich als gemütlich, rasen aber auf der Autobahn wie die Irren? Wieso gelten wir Deutsche als zivilisiert, mutieren aber im Urlaub auf Mallorca zu Barbaren? Und warum schaut ganz Deutschland an Silvester »Dinner for one«? Und washat das mit Silvester zu tun? Warum ist es für uns Deutsche die größte Peinlichkeit, in der Öffentlichkeit zu pupsen, obwohl man das selber kontrollieren kann? Schnell, witzig und spontan mit dem besten Kaya Yanar aller Zeiten

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18.30 Uhr Schumann Haus, Zwickau Ausstellungseröffnung: Klänge aus Dänemark – Nils Wilhelm Gade Der dänische Komponist kam 1843 nach Leipzig und schloss hier enge Freundschaft mit Robert und Clara Schumann. Die Ausstellung dokumentiert diese internationale Künstlerfreundschaft mit Notenund Briefautographen von Robert und Clara Schumann sowie Niels Wilhelm Gade, Widmungsnotendrucken, Programmzetteln und Portraits. 19.30 Uhr König Albert Theater, Bad Elster Oper: Carmen Die ebenso verführerische wie eigenwillige Carmen verdreht diversen Herren reihenweise die Köpfe und nimmt dabei auch das Verderben ihrer Verehrer in Kauf. Dass sie sich als Frau im Sevilla des Jahres 1820 diese Freiheiten herausnimmt, wird ihr inmitten der männerdominierten Gesellschaft zum tra-

20.00 Uhr Stadthalle, LimbachO. Australian Bee Gees Show A Tribute to the Bee Gees Diesen hochtalentierten Musikern zuzusehen und zuzuhören, gibt wirklich jedem das Gefühl, ein Bee Gees-Konzert live zu erleben. In der Show lassen sie sowohl die Bee Gees-Klassiker aus den 60igern und 70igern als auch viele denkwürdige Momente der »One Night Only«-Konzerte wieder aufleben und überzeugten auch die offiziellen Bee Gees-Fan Clubs weltweit.

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Sa

20.00 Uhr Kunsthaus, Eigenregie, Eschenbach Alf Ator Nach fünf Jahren beehrt uns das Mastermind von Knorkator wieder: Alf Ator! Seine Pausen zwischen den Tourneen und Auftritten auf den großen Festivals nutzt das Multitalent nicht nur zum schreiben und arrangieren neuer Songs.

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So

19.30 Uhr Vogtlandtheater, Plauen Musical: Kiss me, Kate Am Premierenabend kommen alle zusammen: die ge-

schiedenen Eheleute Lilli Vanessi und Fred Graham, der aufsteigende Star Lois Lane sowie ihr Freund Bill. Der Widerspenstigen Zähmung soll gegeben werden und Streit gibt es nicht nur auf der Bühne.

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Di

20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Kino Casablanca: A United Kingdom Der König von Botswana und eine bürgerliche Engländerin verlieben sich und ändern damit das Schicksal einer ganzen Nation. London, 1947: Kurz vor dem Abschluss seines Jura-Studiums lernt Seretse Khama bei einer Veranstaltung der Londoner Missionary Society die hübsche britische Büroangestellte Ruth Wilson kennen.

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Fr

15.00 Uhr Bergbaumuseum, Oelsnitz/E. Ausstellungseröffnung: Industrielandschaften Künstler verschiedener Epochen und Stilrichtungen, u.a. Rudolf Manuwald, CarlHeinz Westenburger und Martha Schrag, haben die Regionen in ihren Werken festgehalten und lenken damit einen besonderen Blick auf die Industrie- und Bergbauanlagen in Westsachsen.

19.30 Uhr Stadthalle, Zeulenroda Die große Musical - und Operettengala Das Publikum darf eintauchen in die großen Höhepunkte aus Elisabeth – die wahre Geschichte der Sissi, Phantom der Oper, Tanz der Vampire, Im weißen Rössl, Cats, Evita, My fair Lady, Der Bettelstudent, Die Csárdásfürstin, Elvis und viele mehr. 19.30 Uhr König Albert Theater, Bad Elster Kabarett: Die Arche Schluss mit allen Bedenken und Zweifeln, die Ärmel hochgekrempelt und ran an die Probleme! Selbst wenn es keine Lösung zu geben scheint: Augen zu und durch! Und sollte es schief gehen, haben wir es wenigstens versucht. Unter der Regie von Harald Richter und der musikalischen Mitwirkung von Wolfgang Wollschläger und Burkhard Wieditz schaffen wir das!

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17.30 Uhr Schlosshoftheater, Wolkenburg Musical: »Paranoia Avenue« Ein Musical über gedankenlesende, verliebte, erfolgreiche, freiheitsliebende, fleißige, glückliche und unglückliche Menschen, die sich jeden Morgen an einer Haltestelle treffen. 19.00 Uhr Kleine Bühne, Plauen. Schauspiel: Was das Nashorn sah, als es auf die an-

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STadtleben veranstaltungen

Sa

H ighlights des monats »

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kunst & kino

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gischen Verhängnis. Die Geschichte des Scheiterns einer klugen und emanzipierten Frau.

Verlosung auf Seite 85 www.theater-plauen-zwickau.de

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Cyrano de Bergerac

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The Les Clöchards

www.alter-gasometer.de

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19.30 Uhr Freilichtbühne, Zwickau

Verlosung auf Seite 85 www.kultour-z.de

dere Seite des Zauns schaute Im Zoo trifft ein Neuzugang ein. Ein kleiner Bär wird von der bunten Schar der Tiere begrüßt und in die gängigen Gepflogenheiten eingewiesen: Zum einen gibt es dort die Gestiefelten. Das sind die Menschen, welche die Tiere engagiert haben. Ihnen muss man gefallen, dann geht es einem gut. Zum anderen gibt es dort die Gestreiften – ebenfalls Menschen, aber in einem eigenen, von einem Zaun umgebenen Bereich. Von denen hält man sich besser fern.

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So

16.00 Uhr Stadthalle, Chemnitz Alice im Traumzauberland Im Traumzauberland herrscht Aufregung. Alle tanzen und feiern auf dem Nichtgeburtstag von Alice, bis auf…den missmutigen Lord Murasz. Er beobachte auf seinem Schloss im Nebelmeer der Zeit das bunte Treiben. Er war nicht eingeladen, und möchte sich nun an Alice und allen Bewohnern des Traumzauberlandes rächen und deren Zeit stehlen. Kindermusical. 11.00 Uhr Galerie am Domhof, Zwickau Ausstellungseröffnung: Sommersalon 2017. Kunstverein Zwickau e. V. Im Rhythmus von zwei Jahren zeigen die Mitglieder des Kunstvereins Zwickau e. V. ihre Arbeiten, die in diesem Zeitraum entstanden sind.

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Mo

20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau tanz+ In der Reihe stellt Ballettmeister Thomas Hartmann beide Tänzerinnen noch einmal in den Mittelpunkt, plaudert mit ihnen über ihre Erlebnisse und Erfahrungen und fragt nach Zukünftigem. Erhalten Sie Einblicke in das Leben zweier Tänzerinnen und Kostproben ihres Könnens.

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Di

19.30 Uhr Malsaal, Zwickau Operette: Im weißen Rössl Hochsaison im Hotel »Weißes Rössl« am Wolfgangsee: überfordertes Personal und unzufriedene Gäste. Kellner Leopold hat alles im Griff, außer die Gefühle zu seiner Chefin Josepha Vogelhuber. Die kann die Ankunft des Anwaltes Dr. Otto Siedler aus Berlin kaum erwarten. Aber der hat nur Augen für die Fabrikantentochter Ottilie Giesecke, deren Vater gegen ihn einen Prozess verloren hat. 20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Kino Casablanca: Una und Ray Basierend auf dem Broadway-Erfolg »Blackbird« seziert Una und Ray schonungslos die Facetten einer undenkbaren Liebe und ihrer Folgen. Die mehrfach Oscar®-


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Sa 18.00 Uhr Museen, Zwickau

Spanische Nächte

Museumsnacht

Die Sehnsucht nach dem exotischen Süden beflügelte europäische und amerikanische Tondichter. Ausschnitte aus Opernklassikern wie Bizets Carmen oder Rossinis Barbier von Sevilla und Songs aus bekannten Musicals wie Leighs Der Mann von La Mancha entführen ebenso wie die Spanischen Lieder von de Falla, die schlagerverdächtige Romanze Non puede ser von Sorozábal, Laras Hit Granada sowie Ravels Bolero. Auf der abendlichen Parktheaterbühne feiern die Musikerinnen und Musiker des Theaters Plauen-Zwickau sowie Tanzpa aren den Sommer mit vertrauten Klängen aus und über Spanien. Ein Wiedersehen gibt es mit Sandrine Guiraud und Maximilian Nowka.

Staunen, etwas Neues lernen und sich überraschen lassen. Eine bunte Mischung aus Kunst und Kultur kennzeichnet die Museumsnacht Zwickau. Die Kultureinrichtungen warten mit einem vielfältigen Programm auf, das von A wie Ausstellungen bis zu Z wie Zwickauer Stadtgeschichte reicht und das unter anderem Boden und Autos, Live-Musik sowie Geldgeschichten und Krimis oder Schellack und Luther bietet. Aber auch draußen im Freien gibt es viel zu entdecken: verschiedene Stadtführungen gehören ebenso zum Programm der Museumsnacht. Ein Rundgang entlang aller Wasserspiele der Innenstadt, eine Führung mit Gänsehautpotenzial und der Nachtwächterrundgang runden das Angebot ab.

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Verlosung auf Seite 84 www.theater-plauen-zwickau.de

nominierte Rooney Mara und Emmy-Preisträger Ben Mendelsohn treiben ihre Figuren durch zwiespältige Abgründe von Schuld und Begehren.

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Sa

19.30 Uhr König Albert Theater, Bad Elster Ein Sommernachtstraum Shakespeares unnachahmlichen »Sommernachtstraum« erleben Sie als Ballettvergnügen: Die Hochzeit des Herzogs von Athen mit der Amazonenkönigin soll groß gefeiert werden und zwei junge Paare sind überkreuz ineinander verliebt. Alle geraten in jenen Wald, in dem Elfenkönig und Feenkönigin mit zauberhaften Kniffen einen Ehestreit führen.

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So

20.00 Uhr Malzhaus, Plauen Kino: Nichts zu verschenken Was passiert, wenn ein notorischer Geizhals plötzlich erfährt, dass er bereits vor 16 Jahren Vater geworden ist und seine TeenagerTochter nun bei ihm einziehen möchte? In »Nichts zu verschenken« folgen daraus bisweilen haarsträubende Verwicklungen, die vor allem dank »Sch’tis«-Darsteller Danny Boon zu unterhalten wissen.

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20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Kino Casablanca: Es war einmal in Deutschland Frankfurt am Main, 1946. David Bermann (Moritz Bleibtreu) und seine jüdischen Freunde sind dem Naziregime nur knapp entkommen und träumen jetzt wie viele von der Ausreise nach Amerika. Doch wie das nötige Geld aufbringen?

20.00 Uhr Malzhaus, Plauen Kino Casablanca: Wilde Maus

mal drei übrig geblieben: Jürgen Josef Haase - der Bescheidene, dem es geschickt gelingt, die Aufmerksamkeit der Umwelt auf sein bewusst unter den Scheffel gestelltes Licht zu lenken, Tom Uwe Pauls - der Vornehme, der mit gutem Geschmack und einem Hauch von Wagemut versucht,das Niveau zu halten und Peter Harald Kube - der Sachliche, oder besser, der Neue Sachliche, dessen Sachverstand ihn daran hindert, sich von seinen Vorurteilen zu trennen.

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20.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Kino Casablanca: Alles unter Kontrolle Für den Polizisten José Fernandez gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht: er wird endlich befördert zu einer Spezialeinheit und darf sich vom unerfreulichen Alltag des Grenzpolizisten verabschieden.

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Do

19.30 Uhr König Albert Theater, Bad Elster Lesung & Gespräch: Günter Wallraff Dieser spannende Abend von Günter Wallraff ist eine Hommage an den gut gemachten Enthüllungsjournalismus. Die Reportagen des Ausnahmejournalisten werden das Publikum fesseln und zum Nachdenken anregen. Und dabei hat er eine große Strecke zurückgelegt.

19.30 Uhr Theater, Crimmitschau Kabarett: Zwingertrio Dresden mit Tom Pauls: Die Retter der Tafelrunde Von ehemals zwölf Rittern, die einst an der Tafelrunde Platz nahmen um nach dem heiligen Gral zu suchen, sind heute gerade

20.00 Uhr Alte Brauerei, Annaberg B. Die Seiten-Quizshow: Part2 Ausgehwütige, Wissensdurstige und Besserwisser, zieht Euch warm an, holt die Kinder von der Straße, verriegelt Fenster und Türen, deckt Euch mit Bier und Lexika ein - denn das berüchtigte Seitenquiz hält zum zweiten mal Einzug in die Alte Brauerei!

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Er hat seinen Strand fest im Griff: Mitch Buchannon (Dwayne Johnson) ist der lässigste Rettungsschwimmer von Miami Beach mit dem heißesten Team an seiner Seite. Nur Neuzugang Matt Brody (Zac Efron) stellt die Autorität des charismatischen Anführers in Frage und stiftet Unruhe. Doch als das Team in einen mysteriösen Kriminalfall hineingezogen wird und die Zukunft der geliebten Bucht auf dem Spiel steht, müssen die beiden Lifeguards sich wohl oder übel zusammenraufen... Sexy Bademode, rote Bojen, heiße Sounds, unerschrockene Rettungsaktionen und jede Menge Slow-Motion Einstellungen machten »Baywatch – Die Rettungsschwimmer von Malibu« zu der Kult-Serie der Neunziger! Regisseur Seth Gordon bringt uns den feuchten Spaß und die heißen Sprüche endlich zurück! Der schärfste Kino-Sommer aller Zeiten steht vor der Tür! Mit »Sexiest Man alive« Dwayne »The Rock« Johnson und Zac Efron in den Hauptrollen, erobern Alexandra Daddario, Priyanka Chopra, Jon Bass, Kelly Rohrbach, Ilfenesh Hadera und Hannibal Buress – natürlich in der berühmten roten Badebekleidung – den Strand von Miami Beach in einem kultverdächtigen Blockbuster.

Ab 1. Juni im Kino

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Könige werden zuvorkommend behandelt! Das ist zumindest Georgs (Josef Hader) Ansicht, der seit Jahrzehnten als etablierter Musikkritiker für eine Wiener Zeitung schreibt. Doch dann wird er überraschend von seinem Chefredakteur (Jörg Hartmann) gekündigt: Sparmaßnahmen. Seiner jüngeren Frau Johanna (Pia Hierzegger), deren Gedanken nur um ihren nächsten Eisprung und das Kinderkriegen kreisen, verheimlicht er den Rausschmiss und sinnt auf Rache.

Baywatch

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15.00 Uhr Kunstsammlungen, Zwickau Ausstellun gseröffnung:Bodenschätze. Geschichte(n) aus dem Untergrund Boden hat viel erlebt und kann richtig gut erzählen. Seine Geschichten handeln von Glück und Gefahr, guten Taten und unerfüllten Träumen. Eigentlich ist der Boden das vielleicht größte Museum der Welt. Die Ausstellung läuft bis 15. Oktober.

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www.zwickau.de/museumsnacht

Foto: Frank Masi/ Paramount Pictures

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Sa 20.00 Uhr Stadttheater, Plauen

Verlosung auf Seite 85

Filmpalast Astoria Zwickau: Poetenweg 6-8, Telefon 0375/ 35 36 41 0, www.zwickau.filmpalast-kino.de 06 17

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Foto: Andreas Neudeck

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10.00 Uhr Schwanenteich, Zwickau

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14.00 Uhr Innenstadt, Chemnitz

Fr-So

Fun Race

Koberbachtal-Triathlon

Straßenradmeisterschaften

Es ist endlich wieder soweit. Die Sportjugend Zwickau und die Sparkasse Zwickau veranstalten gemeinsam das Badewannen- und Drachenbootrennen auf dem Schwanenteich in Zwickau. In diesem Jahr findet das Rennen auf der Höhe der Mälzerwiese statt. Dort wird mit Kinderschminken, einer Kletterwand und einer Hüpfburg wieder Spaß für die ganze Familie geboten. Für ganz Spontane, werden zwei baugleiche »Wannen« zur Verfügung gestellt, sodass jedermann sich einmal aufs Wasser wagen kann. Bei den Drachenbooten wird in der Kategorie Open-Fun über eine Distanz von 250m gestartet. Das Team sollte aus mind. 16 max. 18 Personen bestehen.

Bereits zum 8. Mal findet der beliebte Koberbachtal-Triathlon statt. Neben den bekannten Startmöglichkeiten, sind auch 1 Schwimmdistanz und 2 Laufdistanzen im Angebot. Zusätzlich werden über 3 verschiedene Strecken, Staffelstarts angeboten. Hier teilen sich die 3 bzw. 4 Sportler in die unterschiedlichen Distanzen und erleben so gemeinsam das Feeling einer Multisportart, bestehend aus:Schwimmen/ Radfahren/(Kanufahren)/Lauf. Erstmals findet der 5-km Kober-Talsperrenlauf statt. Einsteiger können bereits am Freitagabend Triathlonluft schnuppern. In familiärer Atmosphäre und kleinen Starterfeldern kann unkompliziert der Einstieg in den Triathlon stattfinden.

Eine Woche vor dem Start der Tour de France in Düsseldorf trifft sich vom 23. bis 25. Juni 2017 die Elite des deutschen Straßenradsports zum finalen Leistungstest in Chemnitz - den Deutschen Meisterschaften. Mehr als 300 Radsportler werden erwartet und ermitteln in fünf Disziplinen ihre Besten. Damit knüpft Chemnitz an seine große Radsporttradition an. Radrennen in der Stadt sind zweifellos ein Erlebnis für die Fans. Und diese werden neben dem sportlichen Großereignis auch gut mit einem vielfältigen Rahmenprogramm im gesamten Stadtgebiet unterhalten – Von einer Fahrrad-EXPO über Mitmachaktionen für Groß und Klein bis zu Open-Air-Konzerten.

www.wannenrennen-zwickau.de

www.koberbachtal-triathlon.de

www.dm-rad2017.de

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sport & freizeit

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10.00 Uhr BuZe, Zwickau Volx Küche Jeden Donnerstag laden die VoKüler zum gemeinsamen Essen zum Soli-Preis in das Projektcafe ein. Eintritt frei bzw. Unkostenbeitrag zum Essen.

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Fr

14.00 Uhr Festplatz an der Festhalle, Plauen Vogelschießen Das Plauener Vogelschießen ist das größte Volksfest im Vogtland. Das Vogelschießen beginnt mit einem Aufzug der Schützen sowie dem Ermitteln des Plauener Adlerkönigs beim Armbrustschießen auf den Holzadler. Das Vogelschießen wird umrahmt vom zehntägigen Pfingstfest. Der Rummel öffnet täglich ab 14 Uhr. Am Mittwoch ist Familientag mit ermäßigten Preisen und am zweiten Freitag dürfen Sie sich auf ein fulminantes Feuerwerk freuen.

Sa

11.00 Uhr Burg Posterstein, Posterstein 12. Mittelalterspektakel Jedes Jahr zu Pfingsten erwacht das Mittelalterspektakel auf Burg Posterstein -mit Handwerkern, Händlern, Gauklern und Ritterkämpfen. Rund um die Burg bieten Ritter und fahrendes Volk ein buntes Programm und unterhalten mit ihren Darbietungen. Das Burgcafé im Burgkeller lockt mit Kaffee und selbstgemachten Kuchen. Das Erklimmen des Bergfrieds und die Besichtigung des Museums sind im Eintrittspreis inbegriffen. Bis einschließlich Montag.

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Mi

17.00 Uhr Sporthalle Dittesschule, Zwickau Sport-AG: Kids&Teens Der Alte Gasometer lädt zum Spiel- und Sportangebot in die Sporthalle der Ditteschule. Im wöchentlichen Wechsel gibt es das Sportangebot mit Fußball und Volleyball. Eintritt ist wie immer frei. 17.00 Uhr Sportforum»Sojus« Eckersbach, Zwickau Stundenlaufserie Heute startet bereits der 3. Lauf der diesjährigen Stundenlaufserie. Veranstalter ist wie auch im Vorjahr der SV Vorwärts Zwickau e.V.

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Sa

9.00 Uhr Koberbachtalsperre, Werdau

STadtleben veranstaltungen

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Do

10.00 Uhr Historisches Dorf, Zwickau Donnerstag ist Dorftag Nach der Fertigstellung der Handwerkerstände steht der Bau eines Lehmbackofens und folgend des Haupthauses auf dem Plan. Also: EInfach vorbeikommen! Bis 18 Uhr geöffnet.

10

Sa

9.30 Uhr Schloßpark Planitz, Zwickau 6. Planitzer Schloßparkt-Lauf Der Park begeistert Einheimische und Besucher und ist heute erneut Anziehungspunkt für Freizeitsportler. Die Organisatoren freuen sich über zahlreiche Gäste, egal ob Läufer oder Zuseher. Meldungen sind bis einschließlich 7. Juni möglich.

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Mo

10.00 Uhr Dittesschule, Zwickau Märchenlesung In der Dittes-Grundschukle findet, im Rahmen der Reihe »Politiker erzählen Märchen«, eine Lesung mit der Zwickauer OB Dr. Pia Findeiß statt. Kindern soll die Gelegenheit gegeben werden, nicht nur über das Gehörte zu sprechen, sondern auch Fragen zu stellen und zu erfahren, wie Politik gemacht wird.

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17.00 Uhr Sporthalle Dittesschule, Zwickau Sport-AG: Kids&Teens Der Gasometer lädt zum Spiel- und Sportangebot in die Sporthalle der Ditteschule. Im Wechsel gibt es das Sportangebot mit Fußball und Volleyball. Eintritt ist wie immer frei. 18.00 Uhr Alter Gasometer, Zwickau Trommelworkshop für Erwachsene Jeder Mensch hat ein Rhythmusgefühl, das ist angeboren. Der Musiker und Musikpädagoge Andreas Nordheim zeigt, dass es Spaß macht, wenn gemeinsame Rhythmen entstehen und Spieltechniken erlernt werden. Für die Instrumente sorgt Andreas Nordheim: Djemben, Congas, Bongos und Daburkas sind vorhanden, auf denen musiziert wird.

So

ter lädt zum Spiel- und Sportangebot in die Sporthalle der Ditteschule. Eintritt ist wie immer frei.

11.00 Uhr Wilhelm-Wunderlich-Park, Meerane 2.Meerathon Auch in diesem Jahr bieten die angebotenen Strecken Läufern mit unterschiedlichstem Trainingsstatus die ideale Plattform, um sich sportlich zu beweisen. So starten die Jüngsten um 11.00 Uhr auf eine 700 m lange Runde. Ab 10 Jahren Länge 2,45 km. Sportbegeisterte ab 14 Jahren sowie die Firmenläufer absolvieren die Strecke zwei Mal und kommen damit auf knapp 5 km.

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Mo

9.30 Uhr Flugplatz, Zwickau Eröffnungsveranstaltung zur Deutschen Segelflugmeisterschaft In diesem Jahr werden rund 80 Segelflugpilotinnen und -piloten um den begehrten Titel »Deutscher Segelflugmeister« und somit um die Qualifikation zur Segelflugweltmeisterschaft 2018 kämpfen.

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17.00 Uhr Sporthalle Dittesschule, Zwickau Sport-AG: Kids&Teens Der Alte Gasome-

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11.00 Uhr Innenstadt,Chemnitz Straßenradmeisterschaft: Straßenrennen der Männer Auf dem Rundkurs durch die Chemnitz City kämpfen die Männer um den Titel im Einzel. Die Rennstrecke ist von 8 bis 19 Uhr für den Verkehr gesperrt.

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Mo

9.00 Uhr Pestlozzischule, Zwickau Mini Zwickau-Eine Spielstadt Sommerferien und Schule? Wo gibt’s denn sowas? Na in Zwickau! Mädchen und Jungen im Alter von 7 bis 14 Jahren haben die Möglichkeit, das Leben und Arbeiten der Erwachsenen nachzuahmen. Bis einschließlich 7. Juli.


Foto:Reinhard Tommy Giesel Foto: Riedel

Foto: Marcel Schaar Foto: Sven Grundmann Foto:Alice ACPArmfield

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14.00 Uhr WHZ, Zwickau

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25 Jahre Hochschule Zwickau Vom 10. bis 16. Juni feiert die Westsächsische Hochschule Zwickau ihr 25-jähriges Jubiläum. Zum Start der Festwoche findet am Samstag, dem 10. Juni, ab 14 Uhr das große Campusfest»campusTOTAL« statt. Die Veranstaltung verbindet Hochschulinformationstag, Tag der offenen Tür, Alumnitreffen und Party. Auf dem Campus Innenstadt und dem Campus in der Scheffelstraße 39 warten spannende Attraktionen und Experimente zum Mitmachen auf die Besucher. Fast alle Labore der Hochschule können an diesem Tag besichtigt werden. Zudem liefern Studierende und Professoren Studieninformation aus erster Hand. Dazu gibt es ab 18 Uhr ein Bühnenprogramm auf dem Kornmarkt mit Live-Musik der Band »Simultan«. Ab 23 Uhr kann bei der After-Show-Party in den Studentenclubs »Tivoli«, »Null13« und »Collage«

Kutschfahrten für Kinder und eine Fledermaus-Ausstellung im Blockhaus.

dies & das

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14.00 Uhr Tierpark, Hirschfeld Pfingstkonzert mit den Drachenburg Musikanten Es grüßen außerdem die Meeraner Tanzgirls . Für die kleinen Besucher gibt es Pony-und Kutschfahrten und die Verkehrswacht übt mit Euch das richtige Verhalten im Straßenverkehr.

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15.00 Uhr Tierpark, Hirschfeld Pfingstmontag-Konzert Eddy Soto lädt zur »Musik mit viel Gefühl « Außerdem locken

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16.00 Uhr Hauptmarkt, Zwickau Geburtstagsfest für Robert Schumann Mit Wiener Kaffeehaus-Musik, live dargeboten durch die Geigerin Cornelia Birke-Wölker, laden angrenzende Gaststätten zum Kaffeeklatsch bei Schumann ein. Eintritt frei.

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Fr

18.00 Uhr Schwanenteichgelände, Zwickau Romantisches Lichterfest Ein musikalischer Festabend in romantischer Park atmosphäre für die ganze Familie. An verschiedenen Ecken des Parks laden Aufführungen vielfältiger Musikgenres zum Verweilen ein, es gibt Feuershows und Bastelangebote, auf dem Zwickauer Schwanenteich sind Bootstouren möglich. 18.00 Uhr August-Horch-Museum, Zwickau Lange Horch Nacht Die Lange Nacht-Macher haben sich gewohnt viel für Nachtschwärmer ausgedacht. So empfängt u.a. keine geringere als die erste Schmalspur-Lokomotive der Königlich Sächsischen Staats-

weiter gefeiert werden. Im Studentenclub Tivoli spielt die Hochschulband »Zweitversuch« live. Auf die jüngsten Besucher warten im Innenhof in der Klosterstraße auf dem Innenstadt-Campus eine Hüpfburg, Kinderschminken und Bastelangebote. Für das leibliche Wohl stehen auf beiden Campus-Arealen mehrere Bar- und Grillstände bereit. Zwischen den Campus Innenstadt und dem Campus Scheffelstraße gibt es einen kostenfreien Busshuttle. Darüber hinaus lädt die WHZ am Sonntag, dem 11. Juni, alle Zwickauer ab 10 Uhr zu einem gemütlichen Picknick auf dem Kornmarkt ein. Bringen Sie einfach Ihren gefüllten Picknick-Korb mit und seien Sie gespannt, welche Leckereien die anderen Teilnehmenden im Körbchen haben. Außerdem besteht die Möglichkeit, das Brunch-Angebot des Restaurant No.9 neben dem Holiday Inn in Anspruch zu nehmen. In entspannter Atmosphäre können Sie mit anderen ins Gespräch kommen und den Sonntag-Vormittag genießen. Für genügend Sitzmöglichkeiten ist gesorgt.

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Sa

13.00 Uhr Innenstadt, Lichtenstein 23. Rosenfest Bereits zum 23. Mal laden Vereine und Stadtverwaltung die Besucher zum Rosenfest. Samstag und Sonntag wird ein abwechslungsreiches Programm für jede Altersgruppe präsentiert. Auf die Jüngsten warten u.a. Gold-und Edelsteinwäsche,Hüpfburg, Streichelgehege, Stockbrotbacken und vieles mehr.

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Sa

9.00 Uhr Platz der Völkerfreundschaft, Zwickau Antik-und Trödelmarkt Möbel, Spielzeug, Kleidung oder Dekosachen sammeln sich ja schnell mal an. Hier können Sie alte Schätzchen verschenken oder verkaufen. Vielleicht suchen Sie ja auch ein passendes Stück für Ihr Zuhause? 10.00 Uhr Werk II Sachsenring, Zwickau 19. Internationals Trabantfahrer Treffen

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13. Kunst- und Kulturmeile Wir beleben unsere Straße mit Kunst, Musik und guter Laune. Dazu gehören Träume, die jeder von uns hat. Filme und ihre Stars bringen uns zum Träumen, lassen uns Lachen und bringen uns manchmal auch zum Weinen. »Film(t) räume« mitten in der Stadt. Von Animation in traumhaften Kostümen, Live - Bodypainting mit den Colorjunkies, Glitzer Tattoos für Kinder, Ignis Draconis mit Feuershoweinlagen, Portraitmalerei mit Heinrich Schulz, Fotografie, Fotos gleich zum Mitnehmen, Stelzenlauf, Gaukler auf der Straße, Mitmachangebote für Kinder oder ganz andere kreative Angebote lassen zur 13. Kunst- und Kulturmeile keine Langeweile aufkommen. Kommen – Staunen – Dabei sein! www.kontraste-ev.de

25-jahre.fh-zwickau.de

eisenbahnen die Besucher im Innenhof. Unter anderem wartet dort auch ein mobiles kriminaltechnisches Labor sowie in der Museumswerkstatt ein Überschlagsimulator der Verkehrswacht auf Mutige.

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10.00 Uhr Hauptstraße, Zwickau

An allen drei Tagen werden für Teilnehmer Insider-Führungen über das Gelände arrangiert, Speisen aus der Kantine angeboten und die Tore des angrenzenden Automobilmuseums für einen Schnuppergang durch die neue Ausstellung »60 Jahre Trabant« geöffnet. In bewährter Form wird es die Fahrzeug-Bewertung, Live Musik am Abend und freien Eintritt in beide Fahrzeugmuseen für Teilnehmer und einen TrabiTeilemarkt geben.

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17.30 Uhr Zentrum, Bad Elster 107. Brunnenfest Im ganzen Stadtzentrum herrscht buntes Treiben, es gibt Spiel und Spaß für Kinder, ein spektakuläres Feuerwerk sowie viele abwechslungsreiche Veranstal-

tungspunkte auf dem Festgelände mit verschiedensten kulinarischen Angeboten. Dieses über die Region hinaus bekannte Volksfest im herrlichen Ambiente der Bäderarchitektur lässt dabei das Wochenende zu einer besonderen Attraktion im Vogtland werden - Somit wird Bad Elster wiederbis einschließlich Sonntag zu dem Ausflugsziel!

11.00 Uhr Tierpark, Hirschfeld DRK Blutspendetag Heute kann Blut gespendet werden. Alle Spender erhalten ein Geschenk und ihr Eintrittsgeld zurück. Auf der Bühne findet ein Kinderprogramm statt. Die Ponykutsche fährt gratis für alle Kinder. Die Freiwillige Feuerwehr Hirschfeld ist zu Gast. 14.00 Uhr Wilhelm-Wunderlich-Park, Meerane 48. Meeraner Parkfest DIe Stadt lädt vom 16.-18. Juni zum Parkfest. Das Programm ist gewohnt bunt. Musikfans können sich wieder auf ganz besondere Highlights freuen: Warm-Up-Party am Freitag mit DJ Dirk Duske feat. Nanett; Samstagabend: Band »Voodoo Lounge« sowie »Invisible Touch« .Dazwischen gibt es eine absolut spektakuläre Lasershow zum Jubiläum 25 Jahre Stadtwerke Meerane.

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jördis

Foto: Anna Borkert

urBan-doetz

H I N T E R D E N K U L I S S E N / / Sie tourte mit den 10 Sopranos sehr erfolgreich durch ganz Deutschland, sang die Rolle der Montserrat Caballé im Erfolgsmusical »Forever Queen« und dennoch kann sie sich nichts Besseres vorstellen, als ihre Schüler im Fach Gesang fit für die Bühnen dieser Welt zu machen. KOMPASS traf die Sopranistin und Gesangspädagogin Jördis Urban-Doetz zu einem Gespräch hinter den Kulissen.

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sTaDTleBen K U N S T & K U LT U R

IM INTERVIEW


Den typischen Jungmädchentraum, Sängerin zu werden, hatte Jördis Urban-Doetz eigentlich nicht. Bis zu dem Zeitpunkt, als zum familiären Bekanntenkreis ein Opernsänger hinzukam. Da war es um die damals Zehnjährige geschehen, wie sie erzählt. »Den fand ich ganz toll«, schwärmt die Sopranistin augenzwinkernd »also war für mich klar: Ich werde Opernsängerin. Aber natürlich überhaupt nicht wissend, was das genau für ein Beruf ist, was da alles dran hängt und vor allem, was man da können muss.« Zu ihrem großen Glück war sie auch nicht ganz unmusikalisch. So brillierte sie bereits 1997 mit der Arie der Dorabella »Smanie implacabili« aus Mozarts »Cosi fan tutte« beim Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« und gewann den 3. Preis. Aus heutiger Sicht bezeichnet die Perfektionistin ihre Darbietung lächelnd als »sicherlich nicht schön«, doch die Juroren überzeugte die damals Achtzehnjährige. Und so legte die ambitionierte Sängerin zwischen dem Deutsch- und dem Matheabitur mal eben schnell die Aufnahmeprüfung für die Musikhochschule »Franz Liszt« in Weimar mit Erfolg ab.

zweitliebstes Instrument Klavier spielt die Sopranistin seit ihrem siebenten Lebensjahr. Foto: Anna Borkert

zWischen trauM und Wirklichkeit Bis 2004 studierte die gebürtige Zwickauerin Gesang an der renommierten Musikhochschule und bestand ihr Examen mit »sehr gut«, was ihr ein anschließendes Aufbaustudium ermöglichte. »Irgendwann sagte mein Lehrer: Weiß du was? Wir haben jetzt gerade ein Ergänzungsstudium Pädagogik, mach das mal mit! Das wollte ich gar nicht! Ich wollte überhaupt nicht unterrichten. Ich sagte: Nein, ich will keine Schüler haben, ich will singen!« Fast hätte er sie ein wenig gezwungen, erzählt sie augenzwinkernd und am Ende war es »das Beste, was mir passieren konnte.« Das Problem in diesem Business sei, es hänge letztendlich nicht davon ab, wie talentiert man ist oder was man kann. Das Entscheidende ist, Glück zu haben. Zudem kann und konnte die Sopranistin mit dem harten Konkurrenzkampf unter Kollegen nichts anfangen. »Bei den 10 Sopranos hat man mich immer gefragt: Gab es Stress bei euch? Klar gab´s mal kleinere Sachen, aber wir haben uns grundsätzlich super verstanden, weil wir uns nicht als Konkurrenten verstanden haben, sondern als Kollegen. Das ist aber die Ausnahme, die meisten sehen sich in einem ständigen Konkurrenzkampf.« Deshalb, so sagt sie, habe sie im großen Operngeschäft auch keine Karriere machen wollen und können. Man müsse extrem geradlinig orientiert und von sich selbst überzeugt sein: Ich bin die Beste! Zweifel sind da fehl am Platz. Es ist ein Wettkampf von Anfang an. Es gehe heute in der Kunst mehr denn je um Vermarktung und bei Frauen zudem ganz extrem um Aussehen. Dabei scheue sich die Branche auch nicht vor klaren Ansagen: »Uns wurde deutlich gesagt, dass es eben nur bis zu einer gewissen Kleidergröße geht und auch nur bis zu einer gewissen Altersgrenze. Hinzu kommt, dass Kinder in diesem Job auch nicht wirklich gewünscht sind.«

der Beste joB der Welt So entschied sich die sympathische 38- Jährige direkt nach dem Studium in die Gesangspädagogik einzusteigen und das Singen freischaffend und parallel fortzuführen. Das war ihr von Anfang an wichtig, denn die eigene Glaubwürdigkeit leidet, wenn man nicht mehr selbst musiziert und weiß, wie es sich anfühlt, vor Tausend Menschen zu stehen und Lampenfieber zu haben, ist sich die Stimmbildnerin sicher. Bereits im Jahr 2009 wurde sie, zunächst mittels Honorarauftrag an ihre alte Wirkungsstätte, das Clara-Wieck-Gymnasium, berufen, um mit dem Kinderchor zu arbeiten und eine kleine Arbeitsgemeinschaft zu leiten. Ein Kollege hatte sie für die Anstellung empfohlen und ein wenig »Stallgeruch« war wohl auch noch vorhanden, immerhin hatte die schöne Musikerin 1997 im Planitzer Schloss, welches seit 1992 als Heimstätte des Musikgymnasiums fungiert, maturiert. Einem unglücklichen Umstand, eine Kollegin war schwer erkrankt, verdankte sie 2013 dann die endgültige Eingliederung ins Team des Musikgymnasiums. Heute unterrichtet sie Gesang in den Musikspezialklassen der 5. bis 12. Klassenstufen. Privat lebt die gebürtige Zwickauerin mit ihrer Familie in Dresden. Trotz der Möglichkeiten, die ihr die Landeshauptstadt bieten würde, auch dort gibt es ein Musikgymnasium oder auch so renommierte Institutionen wie den weltbekannten Dresdner Kreuzchor, möchte die Künstlerin ihr Clara-Wieck-Gymnasium nicht missen. »Es ist eine super Schule und ich kann mir keine andere vorstellen, wo ich unter diesen Bedingungen, mit so vielen motivierten und engagierten Schülern und Kollegen arbeiten kann. Für mich persönlich der berühmte Sechser im Lotto.«

moviehits for Kids Auch in diesem Jahr wird Jördis Urban-Doetz die beliebten Moviehits musikalisch unterstützen und moderieren. Foto: Krauß Event / Kristin Schmidt

Und vermisst sie es auf der großen Bühne zu stehen? »Nein, ich kann singen, wenn ich will, aber ich muss es nicht! Für mich wäre es das Allerschlimmste, mein ganzes berufliches Sein und mein Privatleben von einem Miniorgan in meinem Körper abhängig zu machen. Mir ständig die Frage zu stellen: Kann ich mich heute Abend mit Freunden treffen und vielleicht ein Glas Wein trinken oder kann ich dann morgen schon nicht mehr singen? Und, ich habe dann für mich festgestellt, dass es mir mindestens genau so viel Glücksgefühl bereitet, wenn ich jemanden dazu bringen kann, auf der Bühne zu stehen und da sein Bestes zu geben, als wenn ich da selber stehe.« Doch auf die Bühne ganz verzichten, wird die stimmgewaltige Sächsin auch künftig nicht, so steht neben ihren Auftritten mit dem Kammerchor VOCADEO auch schon der kommende »Moviehits for Kids«Event als fixer Termin in ihrem vollen Kalender. Text: JoKri Info: www.joerdisurban.de

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Bodenschätze Geschichte(n) aus dem Untergrund

Bodenforscher aufgepasst Die Ausstellung lädt zum selbstständigen Erkunden ein. Dazu gibt es ein spannendes FORSCHERHEFT mit kniffligen Aufgaben rund um den Boden. Alles gelöst? Dann ab an die Museumskasse und den FORSCHERPASS erhalten! Das spannende GEOlino-QUIZ (was in Zusammenarbeit mit dem Medienpartner GEOlino erstanden ist) führt zu einigen besonderen Bodenschätzen der Ausstellung. Mit etwas Glück kann man tolle Preise gewinnen.

Mit der Bodenzaubermaschine kann man selber Boden herstellen.

KINDERGEBURTSTAG mit Geschichte(n) aus dem Untergrund? Einfach Mitmach-Programm auswählen und Überraschendes zum Boden entdecken.

Ausstellungsdauer: 18. Juni bis 15. Oktober 2017 Ausstellungseröffnung: 18. Juni, 15 Uhr Schon mal Boden gezaubert? Ein richtiges Skelett ausgegraben? Oder einen Bären mit acht Pfoten gesehen? Nein? Und was haben Kaurischnecke, Schokoriegel und Ameisenlöwe gemeinsam? Irgendwas mit Boden – aber was? Boden hat viel erlebt und kann richtig gut erzählen. Seine Geschichten handeln von Glück und Gefahr, guten Taten und unerfüllten Träumen. Doch damit nicht genug: Boden inspiriert Künstler, beherbergt die seltsamsten Gäste, ernährt uns alle und ist ein leidenschaftlicher Sammler. Eigentlich ist er das größte Museum der Welt. Nur leider stellt er seine Schätze nicht aus. Um sie zu finden, muss man die Tricks der Profis kennen – und die lernt man hier. Wie entdeckt man mittelalterliche Burgen und datiert alte Knochen? Welche Bäume wuchsen vor 13.000 Jahren? Wie funktioniert eine archäologische Ausgrabung? Von A wie Ameise über G wie Grabungslandschaft, M wie Moorleiche bis hin zu Z wie Zaubermaschine – Ausgraben und Ausprobieren, Experimentieren und Erforschen. Eine Ausstellung für Spürnasen, Feldforscher und Schatzsucher – und alle, die es werden wollen!

Baumeister unter Tage - das sind die Maulwürfe.

SCHÄTZE IM UNTERGRUND Ärmel hoch, die Schatzsuche beginnt: Mit Kellen, Spateln und Pinseln müssen archäologische Befunde freigelegt und anschließend beschrieben werden. Das erfordert Geduld und Geschick. Fachliche Anleitung erhalten junge Archäologen vom Profi. Workshop am 2. Juli und 6. August, 14 bis 17 Uhr AUF SAND GEBAUT? Bauhelme auf! Es wird mit allerlei Technik gebohrt, geknetet und gesiebt: Denn bevor überhaupt ein Haus, eine Sporthalle oder ein Museum gebaut werden kann, muss der Boden genau unter die Lupe genommen werden. Junge Bodenforscher erwartet eine spannende Reise in den Untergrund. Workshop am 22. Juli und 26. August, 10 bis 13 Uhr IM BODENSATZ LESEN Boden ist überall! Vor allem liefert er Stoff für eigene Gedichte und Geschichten. Dafür werden in der Ausstellung und im Museumsgarten Boden-Wörter gesammelt, Methoden des kreativen Schreibens erprobt und die Sprachschätze mit Erdfarben illustriert. Workshop am 29. Juli, 11. August und 22. September,14 bis 17 Uhr BODEN-FEST Der Abschluss der Ausstellung wird mit Spaß und Spiel gefeiert! Bitte Taschenlampen mitbringen. Eintritt frei! 13. Oktober, 17 bis 21 Uhr Schnell sein, dabei sein: Zu den Workshops gibt es nur begrenzt Plätze. Wir bitten um Voranmeldung. Teilnahmegebühr 5 Euro, ermäßigt 3 Euro (inkl. Ausstellungsbesuch und Forscherheft) Text: Kulturamt Zwickau

Fotos: VARUSSCHLACHT im Osnabrücker Land GmbH – Museum & Park Kalkriese Info: www.kunstsammlungen-zwickau.de

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Stadtleben K unst & K ultur

A usstellung


Museumsnacht Zwickau Vielfältig und einzigartig

Der letzte Trabant, ein pinkfarbener Kombi mit Vier-Takt-Motor, rollt in den Sachsenring Automobilwerken Zwickau.

Dem Buchrestaurator über die Schulter geschaut ...

24. Juni 2017, ab 18 Uhr

Die Türen der Zwickauer Museen öffnen sich für Neugierige, Neulinge und Nachtwandler. Zum sechsten Mal findet die Museumsnacht Zwickau statt, die im Schutz der Dunkelheit einen besonderen Blick in die Museen der Stadt bietet. Am 24. Juni von 18 bis 24 Uhr bekommen Gäste die Möglichkeit, sechs Museen zu erkunden. Verbunden werden die Einrichtungen mit einem historischen Shuttleverkehr. Zum Einsatz kommen in diesem Jahr zwei Omnibusse: ein Robur LO 3000 sowie ein 200er Ikarus (Baureihe von 1989). An der Museumsnacht Zwickau 2017 beteiligen sich das August Horch Museum, die Galerie am Domhof Zwickau, die KUNSTSAMMLUNGEN ZWICKAU Max-Pechstein-Museum, die Priesterhäuser Zwickau, die Ratsschulbibliothek Zwickau und das Robert-Schumann-Haus Zwickau. Nicht im eigenen Haus, aber dennoch mit eigenen Veranstaltungen beteiligen sich auch das Stadtarchiv Zwickau und das Theater PlauenZwickau. Mit dem Event öffnen zu ungewohnter Zeit zugleich Einrichtungen ihre Tore und Türen, die einzigartig sind: Die KUNSTSAMMLUNGEN beherbergen beispielsweise mit dem Max-Pechstein-Museum die weltweit größte Dauerausstellung mit Werken des bekannten Expressionisten. Das Robert-Schumann-Haus, in dem der romantische Komponist vor 206 Jahren geboren wurde, hat weltweit den größten Bestand an Originalhandschriften von Clara und Robert Schumann. Während die Priesterhäuser zu den ältesten erhaltenen Wohnhausensembles in Deutschland gehören, ist die Ratsschulbibliothek die älteste öffentliche wissenschaftliche Bibliothek Sachsens. Das August Horch Museum ist nicht nur eines der schönsten Automobilmuseen Europas, sondern befindet sich an dem Ort, an dem 1909/10 die Marke Audi entstand. Es ist das einzige Automobilmuseum, das in den Originalwerkstätten eingerichtet wurde.

Grabungsstation Bodenschätze

Staunen, etwas Neues lernen und sich überraschen lassen Eine bunte Mischung aus Kunst und Kultur kennzeichnet die Museumsnacht Zwickau. Die Kultureinrichtungen warten mit einem vielfältigen Programm auf, das von A wie Ausstellungen bis zu Z wie Zwickauer Stadtgeschichte reicht und das unter anderem Boden und Autos, Live-Musik sowie Geldgeschichten und Krimis oder Schellack und Luther bietet. Aber auch draußen im Freien gibt es viel zu entdecken: Verschiedene Stadtführungen gehören ebenso zum Programm der Museumsnacht. Ein Rundgang entlang aller Wasserspiele der Innenstadt, eine Führung mit Gänsehautpotenzial und der Nachtwächterrundgang runden das Angebot ab. Die Eintrittsbändchen für die Museumsnacht sind ab sofort in den beteiligten Einrichtungen und der Tourist Information erhältlich. Mit ihnen können sowohl sämtliche Angebote, als auch der Shuttleverkehr mit den historischen Omnibussen genutzt werden. Text: Kulturamt Zwickau

Fotos: Kulturamt Zwickau

Info: www.zwickau.de/museumsnacht

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A U sstellung

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von konstantinopel nach oelsnitz ORIENTALISCHE TEPPICHINSPIRATIONEN

Die orientalischen Aussteller auf der Weltausstellung 1851 in London sind mit verantwortlich für die Orientbegeisterung, die im Laufe der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ganz Europa erfasste. Kein Wunder also, dass der findige Geschäftsmann Carl Wilhelm Koch, der nur wenige Jahre zuvor sein eigenes Teppichwerk in Oelsnitz/Vogtl. gegründet hatte, eine Reise in den Orient unternahm, um »brauchbare Originale« zu finden und in seine vogtländische Heimat mitzubringen. Leider haben sich die damals erworbenen Teppiche nicht erhalten, jedoch finden sich seit 1895 zahlreiche Kopien anatolischer Designs in den Katalogen der Koch & te Kock AG.

Konstantinopel, dem heutigen Istanbul. Beim Bummel durch den »Basar« sind Gebetsteppiche aus drei Jahrhunderten zu bestaunen, Zeugnisse des hohen Standards osmanischer KnüpferInnen mit jener einzigartigen Farbenpracht, die ihresgleichen sucht. Auch die obligatorische Moschee, in deren Umfeld der Teppich als Kunstwerk nicht wegzudenken ist, fand Eingang in die Sonderschau. Am Ende der Exposition ist dann die deutsche Interpretation der osmanischen Handwerkskunst, im Stile eines kleinen »Ateliers« Carl Wilhelm Kochs, zu sehen.

Die Sonderschau soll zunächst bis Ostern 2018 für die Besucher der Burganlage geöffnet sein und ist immer Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr zu bestaunen.

Dies ist für die Museen Schloß Voigtsberg Grund genug, den »Vorläufern« der industriellen Teppichproduktion eine eigene Sonderausstellung zu widmen. In den Räumen des Teppichmuseums werden in der altehrwürdigen Burganlage einige der erlesensten Beispiele anatolischer Teppichfertigung gezeigt. Eben jene Teppiche, wie sie auch Koch in Konstantinopel gesehen haben könnte und deren Designs maßgeblich die heimische Teppichfabrikation beeinflussten. Der Besucher erlebt dabei eine Reise in die Stadt auf zwei Kontinenten –

Foto: Oelsnitzer Kultur GmbH

Info: www.schloss-voigtsberg.de

MangaMania GROSSE AUGEN GARANTIERT Die interaktive Erlebnisausstellung auf Schloss Augustusburg (Chemnitz) zeigt mehr als 200 Originale von Mangas, Anime-Filmen und Computerspielen und entstand in Zusammenarbeit mit internationalen Museen und Leihgebern. MANGAMANIA zeigt, erklärt und macht mehr als 70 Jahre MangaGeschichte erlebbar – einschließlich Anime, Computerspiele, Fankultur mit Cosplay und Conventions-Treffen. Aus schlosseigener Sammlung sind mittelalterliche Edo-Holzschnitte aus Japan zu sehen, welche die Entwicklung des Mangas beeinflussten. Der japanische Manga ist in der Welt des Comics einzigartig in Stil, Vielfalt und Wirtschaftskraft. Seit seiner Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg und seinem Boom in den 1990er Jahren in Westeuropa wird er auf dem ganzen Globus zunehmend als Kulturgut und Kunstrichtung anerkannt. Ob komisch, romantisch, erotisch oder li06 17

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sTaDTleBen K U N S T & K U LT U R

terarisch – der Manga ist unübertroffen in seiner Vielfalt. Ob für Jungen oder Mädchen, modebewusste Frauen oder technikbegeisterte Männer – kaum ein anderes Verlagsprodukt spricht so viele verschiedene Lesergruppen an. Vor allem aber wirkt der Manga subversiv und fremd, was seine besondere Faszination nicht nur bei jungen Menschen ausmacht. Zahlreiche interaktive Stationen laden ein, selbst einen Manga zu zeichnen oder ein Computerspiel auszuprobieren. Eine Video-Leinwand zeigt das Hologramm Hatsune Miku, das mit seinen Konzerten Tausende Fans begeistert. Interviews mit mehr als 20 Cosplayern – Manga- und AnimesFans, die sich in selbstgestalteten Kostümen verkleiden – bringen die spezifische Fankultur näher. Zu den zahlreichen begleitenden Veranstaltungen zählen Führungen und Zeichen-Workshops mit japanischen Mangakas – letztere stießen im Vorfeld der Eröffnung auf so großes Interesse, dass sie bereits ausgebucht sind. Die ausstellung »manGamanIa – Große augen garantiert!« gastiert noch bis zum 10.12.2017 auf Schloss augustusburg bei chemnitz.

Fotos: Art Agency Leipzig

Info: www.die-sehenswerten-drei.de


Schumann-Fest Zwickau Ausflüge nach »Nord oder Süd«

Das Programm des italienischen Pianisten Fabrizio Soprano bietet Liszts Transkription von Rossinis WilhelmTell-Ouvertüre, Liszts drei PetrarcaSonette und den Zyklus Venezia e Napoli sowie Robert Schumanns italienisch inspirierte Jugendkompositionen Toccata op. 7 und Allegro op. 8.

Cyrano de Bergerac PROGRAMM Das Fest zu Ehren Robert Schumanns widmet sich in diesem Jahr unter dem Motto »Nord oder Süd« zwei musikalisch bedeutenden Jubilaren der Schumann-Zeit: dem Italiener Gioachino Rossini (225. Geburtstag) und dem Dänen Niels Wilhelm Gade (200. Geburtstag). Das gibt Anlass, einmal die Beziehungen Robert und Clara Schumanns nach Nord- und Südeuropa zu beleuchten und auch Künstler aus diesen Ländern auftreten zu lassen. Zwei groß besetzte Konzerte stecken den Rahmen des Festivals ab: Das Eröffnungskonzert mit dem Philharmonischen Orchester Plauen-Zwickau unter Leitung Lutz de Veers bietet eine Aufführung von Gades zu Lebzeiten hochberühmter erster Sinfonie. Zudem erklingt Schumanns Violoncellokonzert mit der spanischen Cellistin Beatriz Blanco. Im Abschlusskonzert ist mit der Berliner Cappella unter Leitung von Kirsten Behnke Rossinis Meisterwerk die »Petite Messe Solennelle« zu erleben. Rossinis großes Chorwerk ist ein Meisterstück, das auf raffinierte Weise den italienischen Opern- und Kirchenstil kombiniert. Es erklingt in der Zwickauer Katharinenkirche in der Originalfassung mit der ungewöhnlichen Besetzung auf zwei Flügeln und einem Harmonium, das von Clara Schumanns Cousin Wilhelm Wieck erbaut wurde. Der schwedische Geiger Ulf Wallin musiziert Violinmusik von Niels Wilhelm Gade sowie Robert und Clara Schumann. Er wurde 2013 mit dem Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau ausgezeichnet. Der portugiesische Bariton André Baleiro singt spanische und italienische Lieder von Schumann und Wolf. Er gewann 2016 den Internationalen Robert-SchumannWettbewerb für Klavier und Gesang in Zwickau.

5. Juni, 17.00 Uhr, Robert-Schumann-Haus Nord oder Süd – A-cappella Chormusik mit dem Kammerchor Belcanto 7. Juni, 19.30 Uhr, Schloss Osterstein Hofstube Konzert und Lesung »Grüße aus Italien« Dorothea Zimmermann (Alt) Thomas Fritzsch (Barockcello) Thomas Synofzik (Orgel, Cembalo) Stefan Bausch (Lesung) 8. Juni,16 Uhr, Hauptmarkt Ostspiegel Geburtstagsfest für Robert Schumann Wiener Kaffeehausmusik von Geigerin Cornelia Birke-Wölker 9. Juni, 18 Uhr, Schwanenteich Romantisches Lichterfest mit Kitty Hoff und Forêt Noire

Romantische Komödie von Edmond Rostand Ein mitreißendes Mantel-und-Degen-Spektakel unterm Sternenhimmel erwartet die Besucher in diesem Sommer auf Burg Schönfels. Die Geschichte wird mit einer professionellen Kampfchoreografie auf der romantischen Burg in Szene gesetzt. Cyrano hat eine überdimensional große Nase. So »entstellt« wagt er es nicht, seiner Cousine Roxane seine Liebe zu gestehen. Diese liebt Christian de Neuvilette, der wie Cyrano bei den Gascogner Kadetten dient. Jedoch fehlt dem Schönling geistiger Witz und so beschließt Cyrano, ihm bei seiner Werbung um Roxane zu helfen. Damit durchkreuzt er die Pläne des Grafen Guiche, der die junge Frau zu seiner Geliebten machen möchte. Wutentbrannt beordert der Graf die Gascogner Kadetten an die vorderste Front. Von dort schickt Cyrano in Christians Namen täglich zwei Briefe an die geliebte Roxane. Kurz vor der entscheidenden Schlacht erscheint diese plötzlich selbst im Feldlager und gesteht, dass sie nicht länger Christians schönes Gesicht, sondern vielmehr den schönen Geist liebe, der aus seinen Briefen spricht. Vorstellungen auf Burg Schönfels 16.06.19.30 Uhr | Premiere: 17.06. 19.30 Uhr | 18.06. 15.00 Uhr | 20.06. 19.30 Uhr | 21.06. 19.30 Uhr | 22.06. 19.30 Uhr | 23.06. 19.30 Uhr | 24.06. 19.30 Uhr

Text: Kulturamt Zwickau

Fotos: Ralph Köhler, Helge Gerischer

www.theater-plauen-zwickau.de

Info: www.schumann-zwickau.de

Theater Zwickau 0375 27 411 4647/4648 Vogtlandtheater Plauen : 03741 2813 4847/4848 06 17

musik | T heater

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Ist das Kunst oder nur gefä Foto: TH Boulding Art Gallery

S E L F I E K U N S T / / Selfies sind überall. Künstler, Politiker, Wannabes und Normalos, sie alle tauchen in Form von Selfies auf den diversen Social-Media-Plattformen und – wenn berühmt genug – Promimagazinen dieser Welt auf. In London gibt es nun eine Ausstellung zur Entstehung des Selfie-Trends. Und die Geschichte ist länger, als manch einer vielleicht glaubt.

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kunsT & kulTur T H E M A

SELFIEKUNST »


Die Bilder kommen von überall her. So tauchen etwa Selbstbildnisse des Ex-US-Präsidenten Barack Obama (55) wie auch des Allround-Talents Woody Allen (81) und diverser seiner Schauspielkollegen auf. Neben allerlei prominenten Schnappschüssen tummeln sich jede Menge unbekannte Menschenabbilder. Zahlreiche Selfieliebhaber sind dem Ruf der Saatchi Galerie gefolgt und haben der Ausstellung eigene Selbstbildnisse zur Verfügung gestellt – um so am Ende Teil der Selfiegeschichte zu werden.

Piers Allardyce

2017

Und das tut sie natürlich mit jeder Menge Selfies. Bekannte wie unbekannte Gesichter haben in großen und kleinen Formaten an den Wänden Platz gefunden und laden so jeden Ausstellungsbesucher nicht nur ein, einen Blick auf zahlreiche Menschen weltweit zu werfen, sondern in der Umkehr auch, sich von zahlreichen Augenpaaren anstarren zu lassen.

P/ Getty Images rto Schmidt/ AF Courtesy Robe

Barack Obama sch ießt ein Selfie mi t Helle Thorning der nicht nur fes -Schmidt– ein M tgehalten, sonder oment, n jetzt in London ausgestellt wird. roabă-Simion

Das Selfie ist Kunst. Das hat die Londoner Saatchi Gallery entschieden und dem Selbstbildnis eine ganze Ausstellung gewidmet. »From Selfie To Self-Expression« heißt die Ausstellung, die in der britischen Hauptstadt zu sehen ist. Und die ist etwas ganz Besonderes, ja, sogar Einzigartiges. Warum? »Es ist die weltweit erste Ausstellung, bei der die Besucher die Geschichte des Selfies von den alten Meistern bis heute erfahren können«, heißt es auf dem Internetauftritt der Galerie. Außerdem feiere die Ausstellung »das wahre kreative Potenzial einer Ausdrucksform, die oft für ihre Nichtigkeit verspottet wird.«

Die Londoner Sa atchy Gallery ze igt aktuell die Au »From Selfie To sstellung Self-Expression «.

Foto: Felicia Ho do

ährlich?

Mit diesem Selfi e nahm die Rumä nin Felicia Hodo Selfie-Wettbew roabă-Simion am erb teil.

Foto: Ola Walkó

Die Geschichte des Selfies geht übrigens weit über das Jahr 2013, in dem »Selfie« vom Oxford English Dictionary zum »Wort des Jahres 2013« gekürt wurde, hinaus. Im Internet soll der Begriff erstmalig 2002 in einem australischen Internet-Forum aufgetaucht sein, heißt es bei Wikipedia. Das Wort selbst existiert schon länger. Laut der Online-Enzyklopädie hierzulande mindestens seit den 1970er Jahren, allerdings zunächst mit einer anderen Bedeutung. Verstehen wir das »Selfie« heute als fotografisches Selbstbild, das vorzugsweise mittels Smartphone oder Tablet aufgenommen wird, umschrieben einige 68er mit demselben Begriff die Selbstbefriedigung.

w

schon reMBrandt War ein selfiefan

»My only dream was to do it...« Ein int about being beautiful, but it wa s hurting me... I imes Selbstportr had ät hat Ola Walkó w aus Polen ges chaffen.

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Älter als der Begriff ist die Sache selbst. Schon bevor sie »Selfies« hießen, gab es diverse fotografische Selbstporträts. Anders als heute wurden diese vor dem Aufkommen digitaler mit analogen Kameras aufgenommen, die es dem Fotografen dank Selbstauslöser oder – noch früher – langen Belichtungszeiten ermöglichten, Teil seines eigenen Bildes zu werden. Damit ist die Geschichte des Selfies jedoch nicht auserzählt. Schon in Statuen der Antike sowie Renaissance-Gemälden setzten sich Künstler ihrerseits ein Denkmal, indem sie sich selbst in ihren Werken verewigten. Ein Künstler, der für seine vielen Selbstbildnisse bekannt ist, ist etwa der Altherr barocker Kunst, Rembrandt van Rijn (†1669). Ein Teil seiner Werke ist in der Londoner Selfie-Ausstellung zu sehen. Und er ist nicht der einzige namhafte Maler, der hier als Selfieliebhaber geoutet wird. Neben Rembrandt zeigt die Saatchi Galerie auch Selbstbildnisse anderer Künstler, wie etwa Vincent van Gogh (†1890) und Frida Kahlo (†1954). George Harrison im Selbstporträt vor dem Taj Mahal, 1966. Das Bild ist Teil der Londoner Selfie-Ausstellung. Foto: © Harrison Family

Rembrandts Selfporträt mit zwei Kreisen ist Teil der Ausstellung »From Selfie To SelfExpression«. Foto: Courtesy Kenwood House, Iveagh Bequest / English Heritage

Das Selbstporträt von Frida Kahlo mit Dornenkette und Kolibri ist ebenfalls in der Saatchi Gallery zu sehen. Foto: Courtesy Banco de México Diego Rivera Frida Kahlo Museums Trust, Mexico, D.F./ DACS/ Harry Ransom Center, The University of Texas at Austin

Teil der Londoner Selfie-Ausstellung ist auch Vincent van Goghs Selbstportät mit bandagiertem Ohr. Foto: The Samuel Courtauld Trust, The Courtauld Gallery, London

selfie-kunst in deutschland Angesichts seiner langen Geschichte und dem Umstand, dass sich das Selfie zu einem Dauerbrenner in Sachen Fototrends entwickelt hat, scheint die Ausstellung in London geradezu überfällig. Ganz neu ist die Idee der Selfie-Ausstellung im Jahr 2017 dann aber doch nicht. Das Hagener Osthaus Museum widmet sich dem Selfie-Trend seit Januar. In der Handson-Ausstellung »Mach dich zum Kunstwerk« können Besucher selbst Teil 24 berühmter Kunstwerke werden – Fotografieren inklusive. So dürfen sie sich auf ihren Selfies etwa in den Vordergrund von Sandro Botticellis »Die Geburt der Venus« drängen. Noch früher griff das NRW-Forum in Düsseldorf den Hype auf. 2015 startete hier die Ausstellung »EGO update – Die Zukunft der digitalen Identität«. Die hatte weniger zum Ziel, besonders bemerkenswerte Selfies auszustellen, in Düsseldorf wollte man vor allem auf die Problematik hinter dem Selfie-Boom aufmerksam machen. Alain Bieber, Leiter des NRW-Forums, gab laut der Frankfurter Rundschau zu bedenken, dass jeder Selfie-Knipser seinerseits zum »Privatpaparazzi« werde und man sein Inneres noch nie so sehr nach außen gekehrt habe, wie heute. Das Selfie werde »eine Art Beweis meiner Existenz«, so Bieber.

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»CARMEN« Oper von Bizet 02.06.

MÜNCHENER FREIHEIT 03.06.

VICKY LEANDROS 04.06.

KLAZZ BROTHERS & CUBA PERCUSSION 27.12.

»MOMO« Familien-Tanzstück 05.06.

DEBORAH SASSON Sommergala 10.06.

SILLY 11.06.

MARKUS & PASCAL KAUFMANN Klavierrecital 14.06.

»EIN SOMMERNACHTSTRAUM« Ballett 17.06.

»IM WEISSEN RÖSSL« Operette 18.06.

FREITAG 18.02. »SPIRITUOSOTHOMAS TELEMANN!« Symphoniekonzert 23.06.

OPERETTE »DAS Kammerkonzert FEUERWERK« 25.02. SEMPERWINDS 25.06.

GREGORIANIKA 26.02. GÜNTER WALLRAFF 30.06.

KULTUR- UND FESTSPIELSTADT BAD ELSTER

JUNI-HIGHLIGHTS

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kunsT & kulTur T H E M A

TICKETS & INFOS: +49 (0)37437 / 53 900 · www.koenig-albert-theater.de · www.naturtheater-badelster.de


gefährlicher selfie-trend Die Kritik am Selfie kommt nicht von ungefähr und Bieber ist längst nicht der einzige, der in dem Selbstbildnis-Boom eine Gefahr erkennt. Fast jeder knipst Selfies, Prominente, Reisende und alle anderen, denen das Smartphone buchstäblich an die Hand getackert worden zu sein scheint. Während Schnappschüsse wie das berühmte Oscar-Selfie mit Bradley Cooper (42), Ellen DeGeneres (59) und Co. eine amüsante Momentaufnahme ist, sind andere Selfies klare Abbilder mindestens narzisstisch angehauchter Persönlichkeitsstrukturen. Auch das ist nicht unbedingt schlimm, rufen sie etwa im Fall von Selfie-Queen Kim Kardashian (36) immer wieder zur Feminismus-Debatte auf. Die Krux an vielen von diesen Selbstdarstellungen in Fotoform ist jedoch, dass das Selfie zwar den Menschen zeigen soll, am Ende aber eben doch nicht das wahre Ich abbildet. Stattdessen wird eine verzerrte, oft geschönte, Version des eigenen Ichs präsentiert, dass der Mensch hinter dem Selfie gern in die Köpfe seiner Freunde, Bekannte und eventuellen Follower auf Facebook, Instagram und Co. pflanzen möchte. Und das birgt nicht selten sogar Gefahren. Diverse, auf den SocialMedia-Kanälen veröffentlichte, Selfies führten in der Vergangenheit zu fiesen Bodyshaming-Kommentaren anderer User. Gerade im Jugendalter kann das weitreichende Konsequenzen haben. Magersucht, Depression bis hin zu Suizid sind nur drei von diesen schlimmen Auswirkungen, die etwaige Negativkommentare unter einem online geposteten Selfie auslösen können. Und dann war da ja auch noch die Statistik: 2015 soll es mehr Selfie-Tote (15), als Menschen, die bei einem Hai-Angriff starben (8) gegeben haben. Das wirft dann doch die Frage auf, ob das eigene Ich, das eigene Leben wirklich weniger wert sein soll, als ein Foto, das vor einem Bären oder auf einer Klippe geschossen wurde und deshalb viele Likes bekommt. Bringt ja auch nichts mehr, wenn man tot ist.

Selfie-Queen Kim Kardashian mit Supermodel Naomi Campbell auf Instagram. Foto: Instagram/ Kim Kardashian

Ein Bild das um die Welt ging: Ellen DeGeneres Promi-Selfie bei der Oscar-Verleihung 2014. Foto: Twitter/ Ellen DeGeneres

Text: Anna Wengel Info: www.saatchigallery.com/selfie

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«HOMOPHOBIE

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KINO ab 8. Juni im Kino

Eine der populärsten Geschichten des Kinos wird mit einem Multi-MillionenAufwand neu und zeitgemäß inszeniert: Die Mumie ist zurück. Eine einst mächtige Prinzessin (Sofia Boutella aus Atomic Blonde, Kingsman: The Secret Service und Star Trek Beyond) wird in unserer heutigen Zeit zu neuem Leben erweckt. Vor Jahrhunderten von Jahren wurde sie in einer Gruft tief unter der Wüste begraben. Damals wurde sie zu Unrecht ihrer Bestimmung beraubt – und nun übersteigen ihre unermesslich gewachsene Bosheit und zerstörerische Wut jede menschliche Vorstellungskraft…Von den endlosen Sandlandschaften des Nahen Ostens reicht dieses ebenso spannende wie überraschende Abenteuer über versteckte Labyrinthe bis ins moderne London. Dabei erzählt »Die Mumie« nicht nur auf atemberaubende und vollkommen neue Weise von einem der ältesten Mythen der Menschheits- und Kinogeschichte, sondern präsentiert auch eine ganz neue Welt von Göttern und Monstern. Zum Ensemble rund um Tom Cruise im Mittelpunkt der spektakulären Neuverfilmung gehören Annabelle Wallis, Jake Johnson, Courtney B. Vance und Oscar-Gewinner Russell Crowe. Fotos: © 2017 Universum Film GmbH

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ab 8. Juni im Kino

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ab 9. Juni im handel

mein neues bestes Stück

hacksaw Ridge- Die entscheidung

Jackie: Die First lady

Jeanne gehört zu den Frauen, die es allen, nur nicht sich selbst, recht machen wollen. Zum Dank wartet der Gatte beim vermeintlichen Tête-à-tête im Restaurant dann auch noch mit einer völlig unerwarteten Hiobsbotschaft auf: Er will die Scheidung, denn er hat eine Jüngere kennengelernt. Und klar, die Kinder wird er Jeanne auf keinen Fall allein überlassen. Jeanne ist schockiert, entsetzt, zu Tode betrübt – und verbringt eine schlaflose Nacht, in der sie sich von einer Seite des Betts zur anderen wälzt. Als sie am nächsten Morgen gerädert aufwacht, ist nichts mehr wie es war. Und zwar in mehrfacher Hinsicht. Denn auf dem Weg ins Bad merkt Jeanne, dass sie zwischen den Beinen irgendetwas mit sich herumschleppt, das sich an dieser bestimmten Stelle vorher ganz sicher noch nicht befunden hat: einen ausgewachsenen Penis! Foto: ©

Zweiter Weltkrieg im Frühling 1945: Während des Kampfes um die japanische Insel Okinawa sticht ein einziger Mann aus der Masse der US-Soldaten heraus. Der Kriegsdienstverweigerer Desmond Doss (Andrew Garfield) riskiert alles und kämpft unbewaffnet bis zur völligen Erschöpfung für das Leben seiner verwundeten Kameraden. Was später als Heldentat belohnt werden soll, beschert Desmond Doss zunächst großes Misstrauen und Verachtung in den eigenen Reihen. Dennoch setzt er sich unerschrocken für seine Prinzipien ein und rettet in der entscheidenden Schlacht unzähligen Männern das Leben. Mit einem Paukenschlag meldet sich Mel Gibson nach 10 Jahren als Regisseur zurück: In spektakulären Bildern und mit hypnotisierender Wucht beweist er mit Hacksaw Ridge aufs Neue seine Meisterschaft, atemberaubende Geschichten zu erzählen. Foto: © 2017 Universal Film GmbH

»Jackie: Die First Lady« gewann weltweit bereits 37 Filmpreise und wurde insgesamt für 137 nominiert, u.a. auch für drei Oscars®. Jackie zeichnet das überwältigende und facettenreiche Portrait von Jacqueline Lee »Jackie« Kennedy, der Ikone der 1960er Jahre. Sie ist eine First Lady wie aus dem Märchen: elegant, kultiviert, populär. Und schon zu Lebzeiten eine Legende. Als Präsidentengattin verwandelt sie das Weiße Haus in einen glamourösen Ort, an dem sich die High Society trifft. Das ist schlagartig vorbei, als Präsident John F. Kennedy am 22. November 1963 in Dallas erschossen wird. Jackie Kennedy verliert alles – ihre Liebe, ihre Aufgabe, ihr glitzerndes Leben. Geschockt und traumatisiert durchlebt sie die folgenden Tage, ergreift aber bald die Initiative und kümmert sich um das Vermächtnis ihres Mannes ... Foto: © 2017 Universum Film GmbH

2017 Twentieth Century Fox

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kunsT & kulTur

FILM


HÖRBUCH

CD

ab 19. Juni im handel

ab 9. Juni im handel

ERIK HAFFNER, DAVID GROMER PS: Der blitz soll sie beim Scheißen treffen

LONDON GRAMMAR Truth Is a beautiful Thing

Musterbriefe für Härtefälle: Nutzlose Versicherungen, bräsige Vermieter, aufdringliche Chefs ... Es gibt unzählige Anlässe, sich dezidiert schriftlich an Leute und Institutionen zu wenden, bei denen mündlich vorgebrachte gute Worte und höfliche Bitten auf taube Ohren stoßen. Schon das Lesen entsprechender Briefvorlagen sorgt schnell dafür, dass man den Dampf, den man in sich spürt, zu einem Gutteil ablässt - denn man weiß ja, dass man solch einen Brief theoretisch durchaus abschicken könnte. Ob das in jedem Fall deeskalierend oder konstruktiv wirkt, sei dahingestellt, ist aber auch zweitrangig. Und wenn es darum geht, die nutzlosen geschäftlichen/nachbarschaftlichen/beruflichen Beziehungen nachhaltig abzubrechen, ist der grobe Keil eh das Mittel der Wahl. Die Comedy-Autoren bieten in dieser sehr unterhaltsamen Sammlung Musterbriefvorlagen für alle Lebenslagen. Foto: Random House Audio

Nachdem der erste Longplayer, »If you Wait«, Gold-Status für über 100.000 verkaufte Einheiten erreicht hat, stehen Hannah Reid, Dan Rothman und Dot Major nun mit ihrem zweiten Studioalbum in den Startlöchern und liefern mit »Oh Woman Oh Man« einen weiteren, sehr vielversprechenden Vorgeschmack. Der Song versprüht zu Beginn ein auffallend melancholisches Timbre, welches sich durch ein reduziertes Klavier und Hannah Reids gewohnt ausdrucksstarke Stimme auszeichnet. Dazu kommt eine bestechende Rhythmik, die zum Mitgrooven anstiftet. Minimalistische Schlagzeugelemente und schwebende Gitarrenklänge machen »Oh Woman Oh Man« zu einem berührenden und zugleich musikalisch ausgefeilten Stück, bei dem einen das Herz erst aufgeht. 2013 eroberten London Grammar die britische Musikszene im Sturm. Das Trio hat sich auf eine berauschende Mischung aus seelenvollen Electronic-Sounds, Techno-Folk und Reids Vocals spezialisiert, die definitiv aufhorchen lässt. Dieser ganz spezielle Mix ist auf der CD unwiderstehlich und auf der Bühne – und darüber hinaus – absolut atemberaubend. Und aus London Grammar ist längst Global Grammar geworden. Foto: © Universal Music

BUCH

CD

ab 5. Juni im handel

ab 16. Juni im handel

MAGNUS BRECHTKEN albert Speer-eine deutsche Karriere

LORDE melodrama

KATE BUSH hounds of love

Seit 1931 NSDAP-Mitglied und bald ein Vertrauter Hitlers, wurde Albert Speer rasch zum Architekten des Rassenstaates. Im Krieg engagierte er sich als Rüstungsminister unermüdlich für den totalen Kampf und die Vernichtungsmaschinerie. Gleichwohl behauptete er nach Kriegsende, stets distanziert, ja eigentlich unpolitisch und gar kein richtiger Nazi gewesen zu sein. Magnus Brechtken zeigt, wie es Speer gelang, diese Legende zu verbreiten und, wie Millionen Deutsche sie begierig aufnahmen, um sich selbst zu entschulden.Der renommierte Zeithistoriker beschreibt, wie markant Speers Stilisierung als angeblich unpolitischer Techniker den historischen Tatsachen widerspricht. Die verblüffende Biographie eines umtriebigen Manipulators – und zugleich ein Lehrstück für den deutschen Umgang mit der eigenen Geschichte. Foto: Siedler

Mit ihrer neuen Single »Green Light« erobert die zweifache Grammy-Gewinner Lorde zur Zeit die Charts und verkürzt die Wartezeit auf ihr neues Album »Melodrama«. Mit der ersten »Melodrama«-Hörprobe »Green Light« preschte Lorde regelrecht vor. Der emotionale Dance-Track löste sowohl bei ihren Fans als auch bei den eigenen Kollegen tosenden Beifall aus: Bastille, Dua Lipa, Katy Perry und viele mehr gratulierten der Neuseeländerin voller Begeisterung. Mit »Liability« schlägt Lorde nun leisere Töne an – mit Lyrics, die wie gewohnt mitten ins Herz treffen. Mit ihrem Debütalbum »Pure Heroine« wurde die damals 16-jährige Lorde zum internationalen Shootingstar und räumte direkt zwei Grammy Awards ab. Die Sängerin und Songwriterin begeistert Kritiker und Fans gleichermaßen und bekam vom legendären David Bowie den musikalischen Ritterschlag. Foto: Universal Music

Mit »Hounds of Love« legte die britische Singer/Songwriterin Kate Bush, im September 1985, ihr insgesamt fünftes Studioalbum vor. Mit Platz 1 in den britischen und Platz zwei in den deutschen Charts markiert es auch den kommerziellen Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere. Die bekannteste Singleauskopplung war »Running Up That Hill (A Deal with God)«, welches später unter anderem von Placebo und Within Temptation sehr erfolgreich gecovert wurde. Auch Kritiker schätzen das Album als eines ihrer stärksten. Es besteht aus zwei Teilen. Im Teil 1, der A-Seite der LP, werden aufwendig arrangierte Songs mit poetischen Texten intoniert. Die B-Seite, die mit dem eigenen Titel »The Ninth Wave« überschrieben ist, gilt als lyrisches Konzeptalbum und handelt von einer Frau, die, nach einem Schiffsbruch im Wasser treibend, Visionen hat.

KlaSSIKeR

Label: Warner Music / Foto: privat

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M U S I K | L I T E R AT U R

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Kleinkinder und die moderne I m D iskurs ü ber die verantwortung / / Ob Smartphones, Laptops oder MiniComputer für Kinder: Die digitale Welt ist nicht nur für uns längst eine alltägliche Selbstverständlichkeit geworden, sondern gehört auch zur festen Umgebung von Kindern. Obwohl dies viel Kritik bei einigen Menschen hervorruft, ist nichts gegen die modernen Medien und die neuste Technik einzuwenden … solange sich die Nutzung in einem normalen Rahmen bewegt.

Man sieht es überall: Kinder, die moderne Technik nutzen und somit unsere Welt spielend entdecken. Was für viele Menschen vor einiger Zeit noch undenkbar war, ist inzwischen Alltag geworden. So gibt es mittlerweile zahlreiche Apps, die speziell für Kinder entwickelt wurden und mit denen die Kleinen ihre Umwelt erkunden können. Schon länger gibt es Lerncomputer für Kinder, auf denen Sprachen, Rechnen oder ganz banale Dinge gelernt werden können oder, wenn es mal etwas Ablenkung benötigt, auch einfach nur kindgerechte Spiele ausprobiert werden.

Moderne Technik Im Jahr 2017 ist es selbstverständlich, dass Kinder sich mit der modernen Technik beschäftigen. Foto: goodluz / fotolia.com re. u.: Altbekannte Spielsachen haben auch heute noch Konjunktur und werden von Kindern gerne genutzt. Man sollte es ihnen jederzeit anbieten, auch damit zu spielen. Foto: athomass / fotolia.com 06 17

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kleine welt thema

digitale kinderwelt


technik für eltern norMal , für aussenstehende teilWeise unerklärlich

kinder spielend an den uMgang Mit Moderner technik geWöhnen

Viele Eltern sind froh über die Kinder-Apps, denn so können sich die Kleinen ablenken und beschäftigen, wenn die Eltern mal etwas weniger Zeit haben. Dadurch ist es für viele Mütter und Väter inzwischen eine Selbstverständlichkeit geworden, das Smartphone zu zücken, wenn der Sprössling danach verlangt. Die Kids wissen auch ganz genau, was sie können müssen, um an ihr heißgeliebtes Spiel zu kommen und sie wissen auch ganz genau, was sie nicht dürfen…wobei eine natürliche Neugierde und das entsprechende Ausprobieren nicht ausgeschlossen sind. Für einige Außenstehende mag diese Art des modernen Spielens und Beschäftigens jedoch befremdlich wirken. Gehören Smartphones, iPads & Co. wirklich in Kinderhände? Und ist das nicht schädlich? Besonders die ältere Generation kann den neuen Hype um die Technik nicht verstehen. Doch hier rückt die moderne Entwicklung ins Blickfeld: Was früher Fernseher, Video- und Kassettenrekorder waren, sind nun die Tablets und Smartphones. Schon früher wurde diskutiert, ob Kinder denn wirklich fernsehen sollten. Die Diskussion heutzutage ist keineswegs eine andere…nur der Gegenstand hat sich ein klein wenig verschoben und rückt andere Geräte in den Fokus.

Fakt ist: Wird den Kindern ein Umgang mit Tablets & Co. verwehrt, so werden die Kleinen früher oder später einen Nachteil daraus entwickeln. Es ist unausweichlich, dass die Bildungsbereiche von heute die modernen Medien in den Alltag einbauen. Wer erst im Kindergarten oder sogar erst in der Schule mit der Technik in Kontakt kommt, wird anderen gegenüber womöglich einen Nachteil haben. Für Eltern kann es also ratsam sein, ihre Kinder spielend an die moderne Technik heranzuführen, jedoch auch zu überwachen, dass der Umgang nicht überhandnimmt und die Kids sich auch anders zu beschäftigen wissen. Zudem sollte darauf geachtet werden, dass die Kinder in erster Linie mit kindgerechten Apps in Kontakt kommen und dadurch Lernmöglichkeiten bekommen, die speziell auf sie zugeschnitten sind.

kann die Moderne technik kindern Wirklich schaden?

Alles in allem gilt aber: Besonders der persönliche Bezug und die ElternKind-Beziehung ist nach wie vor unersetzbar. So sollten Smartphones niemals als Ersatz für den persönlichen Kontakt gelten und nicht eingesetzt werden, um das Kind ruhigzustellen. Eine geduldige, liebevolle und persönliche Bindung hilft Kindern zudem, ihre Umwelt optimal zu erfassen und stärkt die kindlichen Kompetenzen par excellence. Text: Jessica Laqua

Blickt man nun zurück in die 80er und 90er Jahre, als die Eltern von heute alle gerne vor dem Fernseher saßen und Kindersendungen geguckt haben, muss man sich ernsthaft fragen, ob die Besorgnis von früher nicht doch ein wenig übertrieben war. Wirklichen Schaden hat wohl kaum einer genommen. Wichtig ist jedoch (und genau dies gilt auch der Technik aus dem Jahr 2017): Die Dosis macht aus, ob es für Kinder schädlich ist oder nicht. Wer früher den ganzen Tag vor dem TV hing, hat womöglich vergessen zu lernen und seine Hausaufgaben zu machen, das heißt, die Folgen könnten in einem anderen Bereich ersichtlich werden. Auch Bewegungsmangel durch ein Zuviel an Sitzen vor der Glotze konnte schaden. Heutzutage sieht es nicht anders aus: Wer den ganzen Tag vor Apps und am PC hängt, vernachlässigt womöglich andere Lebensbereiche, allen voran das soziale Umfeld. Doch man darf nicht vergessen, dass in der Technik und im Web auch viele Möglichkeiten stecken, zu lernen und mit anderen in Kontakt zu treten…eben auf eine virtuelle Art und Weise, die für viele noch sehr befremdlich wirken mag, jedoch ein fester Bestandteil unserer Zukunft sein wird und somit nicht mehr wegzudenken ist.

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HÖRBUCH

KINO

ab 13. Juni im handel

ab 15. Juni im Kino

SABINE LUDWIG

Diesen Sommer erobert »Wonder Woman« die Kinos: Dann nämlich kehrt Gal Gadot in diesem epischen Action-Abenteuer auf die Leinwand zurück: Vor ihrem Siegeszug als Wonder Woman wurde die Amazonenprinzessin Diana zu einer unüberwindlichen Kriegerin ausgebildet. Erst von einem notgelandeten amerikanischen Piloten erfährt sie von den fürchterlichen Konflikten im Rest der Welt. Daraufhin verlässt sie ihre Heimat, weil sie überzeugt ist, dass sie der bedrohlichen Situation Herr werden kann. In dem Krieg, der alle Kriege beenden soll, kämpft Diana an der Seite der Menschen, entdeckt allmählich ihr volles Potenzial … und ihre wahre Bestimmung. Patty Jenkins inszeniert das Drehbuch von Allan Heinberg nach der Story von Zack Snyder & Allan Heinberg und Jason Fuchs, sowie den Figuren von DC. Wonder Woman wurde von William Moulton Marston konzipiert. Produziert wird der Film von Charles Roven, Deborah Snyder, Zack Snyder und Richard Suckle. Als Executive Producers sind Stephen Jones, Geoff Johns, Jon Berg, Wesley Coller und Rebecca Steel Roven beteiligt.

wie Kater Konrad seinen Freund wiederfand und den Rattenkönig besiegte Hilfe! Marie Antoinette, diese Nervensäge von einer Maus, ist in Gefahr! Ganz klar, dass Kater Konrad sich schleunigst auf die Reise macht, um seiner kleinen Freundin beizustehen. Doch dann stellt sich heraus, dass nicht die Maus, sondern Konrads Hundefreund Hubsi gerettet werden muss. Denn im Hundeland hat Ratfried, der fiese Rattenchef, jetzt das Sagen. Wer widerspricht, wird eingesperrt, Feste feiern ist verboten, die Schule ist geschlossen. Letzteres finden Hubsis Freunde Hasso und Hermann zwar erstmal gut, doch für Hubsi steht fest: Ratfried muss weg! Ein Glück, dass Konrad der mutigste Kater der Welt ist und Marie Antoinette ihm tatkräftig zur Seite steht. Geschrieben von der Erfolgsautorin Sabine Ludwig, humorvoll gelesen von Oliver Rohrbeck. Foto: cbj audio

© 2017 Warner Bros. Ent.

BUCH

DVD

ab 13. Juni im handel

ab 23. Juni im handel

BRUCE COVILLE Gregor Greif hebt ab

augsburger Puppenkiste: »neues von der Katze mit hut«

Von wahren Freunden und echten Helden. Hier kommt Gregor! Gregor ist ein Greif: ein magisches Wesen mit dem Körper eines Löwen und dem Kopf eines Adlers. Normalerweise sind Greife: 1. grimmige Kämpfer, 2. Hüter eines Schatzes, 3. für Menschen unsichtbar. Dummerweise trifft nichts davon auf Gregor zu. Denn Gregor ist kein bisschen grimmig, er hat keinen Schatz (den er für seine GreifenPrüfung allerdings ganz dringend braucht) – dafür hat er aber einen richtig guten Freund unter den Menschen. Bradley ist ebenso schüchtern wie Gregor, doch zusammen sind die beiden ein echt starkes Team! Sie retten eine magische Stadt vor dem Untergang, erringen den Schatz, den Gregor benötigt, und beweisen der Welt das Unglaubliche: dass sie beide echte Helden sind! Der Autor Bruce Coville wurde1950 in Syracuse, New york, geboren und hat bereits über 60 Kinderbücher veröffentlicht. Foto: cbj

In der tierischen Wohngemeinschaft im Haus Nummer 17 der Backpflaumenallee brechen unruhige Zeiten an. Der freche Zappergeck sorgt für großen Tumult, der Schiffshund Kapitän Knaak zerstreitet sich mit Dudelhuhn Marianne, ein bösartiger Affe besetzt gewaltsam das Haus und außerdem ist da noch ein unheimlicher Fremder namens Bogumil, der in den Nächten durch den Garten schleicht. Im Juni gibt es nun endlich in der Backpflaumenallee Nr. 17 ein Wiedersehen mit der Katze mit Hut und ihren wunderbar-sonderbaren Findelkindern Dudelhuhn, Stolpervogel, Wildschwein-Baby Hübner und Puddingbrumsel. Mit »Neues von der Katze mit Hut« erscheint bei Universum Kids ein weiterer Klassiker aus dem Titelpaket der Augsburger Puppenkiste im neuen, frischen Cover-Look und in Bild und Ton remastered. Die Augsburger Puppenkiste ist Kult! Das traditionsreiche Familientheater feierte 1948 Premiere und seine Faszination ist bis heute ungebrochen. über fünf Millionen Zuschauer haben das Marionettentheater in Augsburg besucht, die DVDs wurden bisher millionenfach verkauft und die zauberhaften Marionetten wirkten in über 1200 TV-Sendungen mit. Foto: © 2017 Universum Kids

Verlosung auf Seite 84 06 17

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QUERBEET


I N U J

2017

„Die kleine Raupe im Gefühlssalat“

um 09.30 Uhr Vorpremiere um 16.00 Uhr Premiere um 10.00 Uhr um 09.30 Uhr um 16.00 Uhr um 09.30 Uhr um 17.00 Uhr um 16.00 Uhr

„Hans im Glück“

5+

25.06. um 16.00 Uhr Premiere 27.06. um 10.00 Uhr 28.06. um 10.00 Uhr 29.06. um 10.00 Uhr www.facebook.com/ PuppentheaterZwickau

puppentheater-zwickau.de

Fotolia(c)RobertKneschke

01.06. 04.06. 05.06. 06./07./08./09.06. 10.06. 13./14./15.06. 14.06. 18.06.

3+


STIllleben ZUR RUHE KOMMEN //

Hektik auf den Straßen, Baustellenlärm, Geräusche der Nachbarn – diese und ähnliche Geräuschkulissen beherrschen den Alltag vieler Menschen. Hinzu kommen beruflicher und privater Stress. Dabei wollen wir nur zur Ruhe kommen. Für einen Moment Alltagsgetöse und Stress entkommen. Ein bisschen Stille, ist das zu viel verlangt? Nein. Im Gegenteil. Ruhe ist lebenswichtig.

S

tress ist Mode. Stress ist ein Statussymbol. Denn wer viel Stress hat, hat viel zu tun, ist also wichtig für irgendetwas oder irgendwen. So oder so ähnlich das Empfinden derer, die irgendwie immer im Stress sind. Und das sind einige. Laut der TK-Stressstudie aus dem Jahr 2016 fühlen sich über 60 Prozent von 1.200 befragten Deutschen ab 18 Jahren ständig (23 Prozent) oder mindestens manchmal (38 Prozent) gestresst. Und mit dem Stress geht eine Sehnsucht einher: die Sehnsucht nach ein bisschen Ruhe. Und die brauchen wir. Zumindest zwischendurch. Denn: Zu viel Stress macht krank. Tatsächlich ist Stress an sich nichts Schlechtes, erlebt man ihn nur kurz. Der Körper ist darauf konditioniert, in einer Notsituation Höchstleistungen zu erbringen und so gefühlt über sich hinaus zu wachsen. Ist das jedoch ein Dauerzustand, steht der Körper also ständig unter Stress, muss er ständig an seine Energiereserven gehen und ist so am Ende ausgelaugt. Dafür bekommt er dann irgendwann die Quittung: Schlafstörungen, Depression und Burn-out sind nur drei von zahlreichen Folgen. Entsprechend wichtig ist es, sich regelmäßig Auszeiten zu nehmen und so einen Ausgleich zum stressigen Alltag zu schaffen. Dafür braucht man Ruhe. Doch wie findet man zur Ruhe, wenn das Leben ständig volle Konzentration und Problemlösungen verlangt und man keine Zeit für einen sechswöchigen Urlaub in einem der Ruheparadise dieser Welt hat?

Es muss nicht immer das ultimative Urlaubsparadies sein, um zur Ruhe zu kommen. Stille Momente lassen sich auch im Alltag finden.

pause voM alltag in den eigenen vier Wänden Das eigene Zuhause bietet viel Potenzial, um sich schöne Momente der Stille zu schaffen. Und die müssen nicht einmal zeitintensiv sein. Eine Möglichkeit, Ruhe in Ihren Alltag zu bringen, bietet ein entsprechendes Abendritual. Das beginnt schon auf dem Heimweg. Statt sich in das feierabendliche Verkehrsgetümmel zu begeben, laufen Sie doch den Weg oder zumindest ein Stück oder fahren ihn mit dem Fahrrad. Zu Hause angekommen gibt es einige schöne Dinge, die beruhigend wirken:

B A D E WA N N E Warmes Wasser, Blubberblasen und kein Telefon in Reichweite. Ein Bad kann nach einem stressigen Tag Wunder wirken.

Buch lesen Wichtig: kein Thriller, kein hochkompliziertes philosophisches Werk, nichts für die Arbeit. Stattdessen eine leichte, aber gute Lektüre, über die sie anschließend nicht, beim Versuch einzuschlafen, nachdenken müssen.

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leBenssTil T R E N D

RUHE IM LEBEN »


Musik hören Wichtig: Keine Klänge und Rhythmen, die anregend wirken. Am besten ist klassische Musik, da die sich nachweislich beruhigend auf das Gehirn auswirkt.

k r e at i v s e i n Schreiben, Malen, Musizieren – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig: Es sollte nichts mit ihrer alltäglichen Arbeit zu tun haben.

nichts tun Einfach mal auf der Couch oder dem Balkon sitzen und tagträumen. Besonders schön ist das, wenn Sie die Zeit der Abend- oder Morgendämmerung (als Teil eines Morgenrituals) dafür wählen.

M e d i tat i o n Meditation ist die Kunst der Stille und die wohl gewinnbringendste Strategie, um zur Ruhe zu kommen. Techniken gibt es zuhauf, ebenso wie geführte Meditationen zum Anhören.

yo g a Meditation ist Teil der Philosophie des yoga. Neben der stillen Meditation eignen sich auch viele Asanas (yoga-übungen), um zu sich selbst und damit zur Ruhe zu kommen.

s M a rt p h o n e au s s c h a lt e n Der Blick auf das Smartphone kurz vor dem Zubettgehen kann den Schlaf stören. Und wirklich notwendig ist die Facebook- oder Instagram-Timeline so kurz vor dem Weg ins Traumland ja auch nicht, oder? Wieso also nicht das Smartphone zwei Stunden vor dem Schlafen aus- und erst am nächsten Morgen kurz vor der Arbeit wieder anmachen?

schlafen Wichtig für innere Ausgeglichenheit und Balance ist auch der Schlaf. Und der sollte in Ruhe, ohne Störungen durch Smartphone, TV und Co. und lang genug sein.

feng shui Streng genommen tun Sie das nur einmal. Richten Sie Ihre Wohnung jedoch nach Feng-Shui-Regeln ein und aus, kann das helfen, Sie in ihren vier Wänden gleich entspannter werden zu lassen.

FENG SHUI TIPPS FüR ZU HAUSE schlafziMMer: o o o o

o o o o o

Keine offenen Schränke Klare Formen Helle Farben Das Bett mit der Kopfseite an eine Wand stellen, durch die keine Heizungs-, Strom- oder Wasserleitungen laufen Das Bett nicht zwischen Tür und Fenster oder zwei Fenstern platzieren Keine Regale oder Bilder über dem Bett aufhängen Keine Spiegel Wenig Dekoration Keine großen Pflanzen

WohnziMMer: o Die Mitte des Raumes bleibt frei o Viele kleine, statt einer großen Lichtquelle o Weiße, zarte und Erdtöne bevorzugen

küche: o Natürliche Materialien verwenden o Einen kleinen Kräutergarten auf der Fensterbank einrichten o Keine offenen Schränke o Auf runde Elemente, wie einen runden Esstisch setzen

BadeziMMer: o Naturtöne bevorzugen o Kein Rot o Raumdüfte, Pflanzen und kleine Lichtquellen machen das Bad schöner

Kleine Rituale zum entspannen Lesen, Musik hören, Yoga, Meditation – Möglichkeiten, in den eigenen vier Wänden zur Ruhe zu kommen gibt es viele. Am besten funktioniert das, wenn sie Teil eines Abendrituals sind. Fotos: pixabay.com Stille li.: ... Mangelware in unserer temporeichen Zeit. Es gibt jedoch Mittel und Wege, die Ruhe in den Alltag zu integrieren. Foto: pixabay.com

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natürliche entspannung Viele Ruhesuchende begeben sich gern und oft allein in die Natur.

zurück zur natur – und uns selBst In dieser temporeichen Zeit bietet besonders die Natur einen Anker, wenn einer sich Ruhe wünscht. Für Meerliebhaber ist es gerade der Ozean, der mit seiner endlos scheinenden Weite eine beruhigende Wirkung hat. Stunden über Stunden am Strand sitzen, den Wellen lauschen und zuschauen, wie eine nach der anderen in der Nähe bricht und an den Strand strömt, gerade diese Momente sind es, die allen Alltagsstress vergessen oder zumindest in den Hintergrund geraten lassen. Denn irgendwie geht es ja doch immer weiter, versiegen die Wellen nicht, lassen Ebbe und Flut sich nicht davon stören, ob ein einzelner Mensch ein einzelnes Problem löst oder eben nicht. Das Meer ist größer und ein wunderbarer Ort, um zu erkennen, dass alles so wichtig Erscheinende am Ende im Kreislauf der Welt gar keine so große Rolle spielt. Einen Moment zum Durchatmen und Zur-inneren-Mitte finden bieten auch Wälder, Felder und Berge. Stundenlang können Naturliebhaber hier durch die Weiten der Natur streifen, nichts anderes tuend, als aufzupassen, dass sie nicht über die nächste Wurzel stürzen oder gegen den nächsten Baum prallen. Und atmen. Kräftig durchatmen, die Lungen, die so gewöhnt sind an Abgase und Stadtmief, mit frischer Luft füllen.

Fotos: pixabay.com

Ein Trend, der sich aktuell in den Großstädten hierzulande breit macht, ist das Phänomen »Neo Nature«. So benannt vom Zukunftsinstitut beschreibt es das wachsende Interesse vor allem jüngerer Menschen in Großstädten an einer Kleingartenparzelle mehr oder minder im Herzen der Stadt. Die bietet neben dem kleinen Stück Natur noch einen weiteren Ruhepol: Gärtnern. Gerade Arbeit im Freien und mit den Händen ist für viele Städter ganz und gar keine Normalität. Entsprechend beruhigend finden es viele, Blumen zu pflanzen und zu gießen, Gräser auszuzupfen oder sich mit ihrer Laube sogar teilweise selbst zu versorgen. So finden einige auf ihrem Weg zurück zur Natur noch eine neue Berufung: die private Imkerei. Urban Beekeeping nennt sich das dann und boomt wie der Laubenhype in Großstädten wie etwa Berlin, New york und Paris.

ruhe finden in der stille Wie die Gartenlauben ihren Spießer-, hat auch yoga längst seinen weltentrückten-Sinnsucher-Stempel eingebüßt und ist zu einem der Megatrends in Großstädten avanciert. Neben der Möglichkeit, yoga allein zu Hause oder auch in den unzähligen yogastudios in den Städten zu üben, bieten zahlreiche Veranstalter diverse yoga Retreats weltweit an. Tage, Wochen und sogar Monate dürfen sich die yogis hier entspannen, in verschiedenen Stilrichtungen ihrem eigenen Körper und innerem Ich wieder näher kommen, gern in Verbindung mit einer ländlichen Umgebung in Berg- oder Meernähe. 06 17

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leBenssTil T R E N D

Wer sich die Stille gleich richtig geben möchte, kann das Extrem wagen: Zehn-Tages-Meditation oder Schweigekloster. Beide gibt es zuhauf, in Deutschland und überall sonst. Erscheint die Idee im ersten Moment ähnlich, sind sie in ihrer Form häufig jedoch sehr verschieden. Viele Klöster laden Ruhesuchende, unabhängig von ihrer Religion, ein, sich für ein paar Tage Stille zwischen ihre dicken Mauern zu begeben. Die Klosterbesucher dürfen meist tun, was sie möchten. Nur reden dürfen sie nicht. Tagelang.


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Neben diesen eher längerfristigen Methoden, die innere Ruhe zu finden, gibt es natürlich auch kleine Soforthilfen, um in stressigen Momenten, statt in die Luft zu gehen, sofort runterfahren zu können. Drei stellen wir Ihnen im KOMPASS vor.

Schnelle Übungen zum Entspannen: I n n e r e s L äc h e l n Das geht so: Schließen Sie die Augen und stellen Sie sich ein riesiges, freundliches Lächeln vor. Beim Einatmen fließt das Lächeln vom höchsten Punkt Ihres Kopfs in Ihre Augen und Ohren. Bleiben Sie für ein paar Momente an diesen Punkten und lassen Sie das Lächeln dann nach unten durch Ihre Körperregionen fließen, bis Sie an den Fußsohlen angekommen sind.

23. – 25.06.

2017 CHEMNITZ DEUTSCHE STRASSENRADSPORTMEISTERSCHAFTEN Programm

Freitag, 23. Juni 2017 14 Uhr Einzelzeitfahren der Männer/U 23 und Frauen 17 Uhr Einzelzeitfahren der Männer Samstag, 24. Juni 2017 11 Uhr Sportstadtrunde 15 Uhr Straßenrennen der Frauen Sonntag, 25. Juni 2017 11 Uhr Straßenrennen der Männer Start/Ziel und Eventbereich auf der Hartmannstraße

Herausgeber: Stadt Chemnitz | Foto: shutterstock/KN | Gestaltung: HB-Werbung und Verlag GmbH & Co. KG

Ähnlich ist es bei der zehntägigen Schweigemeditation. In ihrer Urform heißt sie Vipassana und ist eine der ältesten Meditationsformen Indiens. In Kurzform bedeutet Vipassana für den Meditationsschüler: zehn Tage lang kein Wort sprechen und elf Stunden am Tag meditieren – und das ist bloß die Einführung in die Vipassana-Meditation. Muss man wollen. Wer es aber will und sich wirklich darauf einlässt wird mehr als Ruhe finden und ein Stück seiner selbst. Vielleicht nicht beim ersten Mal, ist die Vipassana eine Meditationsform, die man ein Leben lang und überall auf der Welt betreiben kann.

Alle Infos unter: www.dm-rad2017.de

Mitte spüren

VVK: ab 10,00 € AK: 12,50 €

Schließen Sie die Augen, legen Sie eine Hand auf Ihren Bauch und atmen Sie ruhig in die Hand hinein. Vertiefen Sie Ihre Atmung und konzentrieren Sie sich auf das Gefühl der Einund Ausatmung.

K ö r p e r zo n e n e n t s pa n n e n Schließen Sie die Augen. Nun wandern Sie gedanklich Ihren Körper ab und entspannen ein Körperteil nach dem nächsten. Sie beginnen bei den Füßen und enden am höchsten Punkt Ihres Kopfes.

Frieden in uns selbst finden Ruhe lässt sich an vielen Orten finden. In der Natur, auf Reisen, in den eigenen vier Wänden. Der wahre Frieden liegt jedoch in uns selbst. Und den müssen viele von uns erst einmal wieder lernen. Dafür gibt es viele Möglichkeiten. Wenn Sie sich nach Ruhe sehnen, überlegen Sie, welche Methode sich für Sie am besten anfühlt und probieren Sie sie für ein paar Tage oder Wochen aus. Funktioniert die Methode: wunderbar. Funktioniert Sie nicht, gibt es immer noch eine andere – und irgendeine wird ganz sicher funktionieren.

08. JULI · OELSNITZ

Text: Anna Wengel Fotos: pixabay.com

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« S itzgewohnheiten « ruhe im leben

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Lieblingsstadt

Lissabon F ado , F oodporn und F liesenkunst / /

Lissabon ist eine der aufstrebenden Großstädte Europas. Touristen, Kreative und Liebhaber portugiesischer Kultur zieht es in Scharen in die Metropole auf der Iberischen Halbinsel. Und dafür gibt es viele Gründe. Ein Reisebericht von KOMPASS- Redakteurin Anna Wengel.

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Lebensstil R eise

lissabon »


»Tranquilo« (zu Deutsch: gelassen) ist eines der Lieblingswörter vieler Portugiesen. Und wie kein zweites beschreibt es den Lebensstil der Lissaboner. Die Hauptstadt Portugals ist die wohl entspannteste aller europäischen Großstädte. Und das, obwohl sie zu den aufstrebenden, dynamischen und spannendsten Metropolen des Kontinents gehört.

Kalifornisches Flair mit Berlin-Touch am Atlantik Lissabon wird häufig als europäisches Silicon Valley beschrieben. Wieso? Die Stadt der sieben Hügel zieht immer mehr Kreative an, die Start-up-Szene boomt und die Laptop-Arbeiter in Cafés und Co-Working-Ideen haben auch in der portugiesischen Hauptstadt inzwischen Einzug gehalten. So ist es kein Wunder, dass sich der alteingesessene portugiesische Lifestyle mit klangvollem Fado, fischlastigem Essen und verlockender Unbeschwertheit in der Hauptstadt zunehmend mit Soulfood-Bewegungen, Hipster-Fashion und einer immer größer werdenden Kreativszene mischt. Eine kleine Hipsterwelt mit Berlin-Flair wurde etwa mit der LX Factory in Alcântara, einem Stadtteil Lissabons, geschaffen. Das Industriegelände beherbergt Hunderte von Kreativen, die mit Mode, Musik, Naturprodukten, Kunst und vielen anderen Schönheiten und Nützlichkeiten das Hipsterherz höher schlagen lassen. Kreative und Künstler finden sich auch im und rund um den Jardim do Príncipe Real. Der Park und die teilweise an San Francisco erinnernden Cafés im Umfeld eignen sich optimal, um Ideen freien Lauf zu lassen, zu lesen oder sich von den Anstrengungen des Stadt-Erkundens zu entspannen.

Lissabon ist trendy und traditionell Wer Lissabon besucht, muss sich auf viele abzulaufende Kilometer einstellen, will er die Stadt überwiegend erlaufen und nicht nur mit Metro, Bus und nostalgischer Tram 28 erfahren. Lissabon ist mit einer Größe von rund 85 Quadratkilometern im Vergleich zu anderen euro-

päischen Metropolen wie Berlin, Barcelona oder Rom relativ klein, kann den Besucher mit ihrer Hügeligkeit aber dennoch schnell ins Schwitzen bringen. Etwa dann, wenn man den Spuren zahlreicher anderer Touristen folgt und Innenstadtviertel wie das Bairro Alto, Chiado und die Baixa erkundet. Die sind zwar kein Geheimtipp, aber dennoch ein Muss beim Besuch der portugiesischen Hauptstadt.

Gerade im Bairro Alto trifft Geschichte auf Moderne, alteingesessene Portugiesen auf hippe Wahl-Lissaboner. Und das längst nicht nur in menschlicher Form. Aufmerksame Besucher finden hier kunstvolle Streetart direkt neben den traditionellen portugiesischen Fliesen, die eine Vielzahl der Stadthäuser in den engen Gassen des Bairro Altos zieren. Wer vom Treppensteigen in den engen Gassen des Lissaboner Südens müde geworden ist, kann in eines der zahlreichen Cafés, Restaurants und Bars einkehren, die das Straßenbild gestalten, da Tische und Stühle selbst in den engsten Gassen meist draußen stehen. Dank der milden Temperaturen findet das Leben wie im Rest Portugals auch in Lissabon Tag und Nacht überwiegend draußen statt.

Portugiesischen Lifestyle erleben Wer neben kunstvoll gestalteten Fliesen und verwinkelten Gassen noch ein bisschen mehr traditionellen portugiesischen Lifestyle entdecken möchte, kann vom Bairro Alto rüber in die Alfama spazieren. Wie im Bairro Alto kann man sich auch in den engen, zumeist sehr hübsch gestalteten Gassen der Alfama, verlieren, hier jedoch begleitet von Fado-Klängen und Seafood-Gerüchen.

Lichtblick für alle Kreativen Lissabons Kreativ- und Start-up-Szene ist auf dem Vormarsch. Foto: pixabay.com

Denn gerade in diesem Stadtviertel sind zahleiche Bars und Restaurants angesiedelt, die mit den traditionellen portugiesischen Weltschmerzgesängen und leckeren Nationalgerichten für zahlreiche Besucher sorgen. Am besten schlendert man hier einfach durch die Straßen und kehrt dort ein, wo bereits viele Menschen zusammengekommen sind. Wer es etwas einfacher und in puncto Essen noch ein bisschen authentischer haben möchte, spaziert in die entgegengesetzte Richtung nach São Bento. Statt vielfach von Touristen frequentierten Restaurants, findet man hier häufig noch rustikale portugiesische Lokale mit uriger Atmosphäre und ausgezeichnetem Seafood, die gern von Lissabonern und Portugiesen aus dem Rest des Landes besucht werden. Auch hier gilt: vielbevölkerte Restaurants sind vorzuziehen – einmal wegen des garantiert guten Essens und andererseits wegen der Stimmung.

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Ponte 25 de abril Lissabons berühmte Brücke verbindet die Lissaboner Halbinsel mit der gegenüberliegenden Stadt Almada. Foto: pixabay.com

trauMhafte aussichten auf sieBen hügeln Wer die größte Stadt Portugals nicht nur aus den Tiefen der Gassen erklimmen oder kulinarisch erfahren, sondern aus der Höhe überschauen möchte, bekommt dazu dank zahlreicher Plätze und Aussichtspunkte (Miradouros) auf den sieben Hügeln Gelegenheit. Eine Touristenattraktion ist etwa der Elevador de Santa Justa nahe des Rossio. Für die Fahrt mit dem Aufzug zahlt man allerdings. Wer einen kostenlosen Blick über die Stadt bevorzugt, bekommt den zum Beispiel vom Hügel des historischen Castelo de São Jorge. Besonders schön bei Sonnenuntergang ist die Aussicht aus dem Café Noobai. Das liegt auf dem Hügel über der Station Cais do Sodre und bietet einen traumhaften Blick auf den Stadtfluss Tejo – übrigens mit insgesamt 1.007 Kilometern der längste Fluss auf der iberischen Halbinsel – sowie zwei der Lissaboner Wahrzeichen, die besonders San-Francisco- und Rio-de-JaneiroFreunden bekannt vorkommen dürften: die berühmte Brücke Ponte 25 de Abril und die Jesusstatue Cristo Rei. Wer statt des riesenhaften Jesus lieber einen tollen Ausblick auf ganz Lissabon haben möchte, kann übrigens vom Cais do Sodre aus mit der Fähre den Tejo überqueren und zum Beispiel vom Miradouro Boca do Vento in Almada einen traumhaften Blick auf die portugiesische Hauptstadt genießen. Bevor es zur Fährfahrt über den Tejo geht, sollten Freunde kulinarischer Besonderheiten einen kleinen Stopp in der Markthalle Time Out oder Mercado da Ribeira einplanen. Diese ist ein wahres Schlaraffenland für alle Freunde guten Essens, die sich nicht zwischen portugiesischen Nationalgerichten und Spei-

sen aus aller Welt entscheiden möchten, sondern lieber viele schmackhafte Kleinigkeiten wie auch Hauptgerichte zum gemeinsamen Speisen vor sich auf dem Tisch stehen haben. Almada wie auch Lissabon selbst beinhalten übrigens zwei weitere, unschlagbare Argumente für die portugiesische Hauptstadt: Strand und Meer. Denn wer Lissabon besucht, muss sich zwischen Stadt- und Strandurlaub nicht entscheiden. Hier geht beides. Diverse Strände zieren die Küstenstraße von Lissabon bis Cascais. Und die sind dank der an der Küste entlangführenden Schienen auch mit dem Zug erreichbar. Wer also ein bisschen Strand und Sonne als Ausgleich zum städtischen Trubel wünscht, kann – ebenfalls vom Cais do Sodre – in den Zug steigen und etwa zum beliebten Strand Carcavelos, in dessen Nähe sich auch einige Surfschulen angesiedelt haben, oder gleich bis nach Cascais durchfahren. Auch der Besuch Almadas kann direkt mit dem Wunsch nach Sand und Meer verbunden werden. Im Nordwesten der Stadt der Jesusstatue finden sich zum Beispiel die Strände Praia do Norte und Praia do Tarquínio-Paraíso. Je nach Wellenlage gehen Locals wie Touristen hier an schönen Tagen gerne surfen. Lissabon vereint Großstadt- mit Kleinstadtleben, Fortschritt mit Historie und Bade- mit Stadturlaub. Und dabei bleibt sich die portugiesische Hauptstadt treu. Die Stadt muss in

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leBenssTil R E I S E

« LISSABON

Sachen Trends nicht ganz vorne mit dabei sein. Einzug halten Mode, Foodbewegungen und Co. aus Berlin, London und Paris ja ohnehin nach einiger Zeit und rein von ihrem Erscheinungsbild steht sie anderen Hauptstädten ohnehin in nichts nach. Im Gegenteil: Lissabon muss nichts für den Shabby Chic tun, Lissabon ist shabby chic. Entsprechend geht es in der portugiesischen Hauptstadt nicht bloß wegen der Tranquilo-Einstellung entspannter zu als in den meisten europäischen Metropolen. Und das macht neben dem ihr ohnehin innenwohnenden speziellen portugiesischen Flair den ganz besonderen Charme Lissabons aus. Text: Anna Wengel Fotos: Anna Wengel / pixabay.com Info: www.lissabon.com

Kunstvoll gestaltet Die bunt gemusterten, liebevoll gestalteten Kacheln und Fliesen aus Portugal sind bei Touristen beliebt. In Lissabon zieren sie die Hauswände. Foto: Anna Wengel


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Z entangle als W ohlf ü hl - T rend / /

Beim Zeichnen entspannen und dabei den Kopf freibekommen – mit Zentangle, einer innovativen Kreativmethode aus Amerika, kann das jedem gelingen. Bei der meditativen Art des Zeichnens arbeitet man mit strukturierten Mustern, bei deren Ausführung man sich konzentriert und fokussiert. Man wird ruhiger und ganz nebenbei entsteht ein wunderschönes Kunstwerk.

»Zentangle« wurde von der Illustratorin/ Kalligraphin Maria Thomas und dem Zen-Mönch Rick Roberts vor ca. 14 Jahren entwickelt. Maria zeichnete gerade an einer Auftragsarbeit, bei der sie einen Buchstaben mit Mustern ausfüllte, als Rick in ihr Atelier trat. Ihm fiel sofort auf, dass Maria sehr entspannt wirkte, gerade so, als ob sie meditiert hätte. Beide überlegten, wie dieser Zustand wiederholbar gemacht und an eine breite Masse von Leuten transportiert werden könnte. Und so begannen sie, gemeinsam eine eigene kunstvolle Zeichenmethode zu entwickeln. Sie gaben ihr den Namen »Zentangle« – von »Zen« für den meditativen Aspekt und »Tangle« (zu deutsch: Wirrwarr, Durcheinander) für das kreative Zeichnen. Ganz nach der Philosophie »Anything is possible – one stroke at a time« (zu deutsch etwa »Alles ist möglich - Strich für Strich«; dies ist der offizielle Leitsatz von Zentangle) schufen die beiden eine Methode, den Alltag auszublenden, indem beim Malen Strich für Strich ganz bewusst gesetzt wird.

Zentangle-Bildern, die mit Buntstiften ausgemalt werden können sowie viele unterschiedliche Stifte, Papiere und Bücher, die Inspirationen für das Kreieren von eigenen Kunstwerken schaffen. Der stressige Alltag kann durch Zentangle aufgelockert werden. Die Menschen, die sich damit beschäftigen, werden ruhiger, ausgeglichener und dadurch auch glücklicher.

Eine klare Methode Aber wie funktioniert das »tangeln« denn jetzt genau? Meist wird mit kleinen quadratischen Papieren mit dem Format 9x9cm, den sogenannten TangleTiles, gearbeitet. Dieses wird zunächst mit Bleistift ganz locker in einzelne Flächen aufgeteilt, in die dann verschiedene Muster mit schwarzen Tuschestiften gezeichnet werden. Mittels Schattierungen entstehen im Nachgang tolle 3D-Effekte, die eine faszinierende Tiefenwirkung geben. Um die Basis für das Zentangle-Malen zu erlernen, kann man Kurse besuchen und/oder sich über die grundlegenden Schritte und Muster in Büchern informieren. Ideal ist eine Kombination von beidem, um ganz in die Philosophie und den »Zentangle-Rausch« hineinzukommen.

Nach und nach eroberte Zentangle die ganze Welt und ist seit ein paar Jahren auch in Deutschland angekommen. Seit 2015 liegt das Thema immer stärker im Trend. Es gibt Bücher mit bereits fertigen

Beruhigend Zentangle fördert Kreativität, Konzentration, Ausgeglichenheit und Entspannung, indem Muster frei miteinander kombiniert werden.

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Lebensstil T rend

meditatives gestalten


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In den Alltag integrieren

Katharina Königsbauer-Kolb Zentangle-Lehrerin »Die Muster sind in Schritt-für-Schritt-Anleitungen festgelegt, so dass sie in ihrer Komplexität ganz einfach nachvollziehbar werden. Es gibt einen riesigen Fundus an Tanglemustern, die man für jede Zeichnung immer wieder neu auswählen und frei miteinander kombinieren kann.« erklärt die zertifizierte Zentangle-Lehrerin Katharina Königsbauer-Kolb. Sie gibt seit 2015 Kurse für Erwachsene und Kinder, schreibt Bücher über Zentangle und betreibt einen Onlineshop für Zeichenmaterial (www.zentangle-shop.de). »Jeder Step zur Erstellung einer Zeichnung ist vorgegeben, so dass man sich darüber keine Gedanken machen muss. Dies ist bereits der erste Schritt zur Entspannung.«, sagt sie weiterhin.

Zentangle verbindet ein meditatives Erlebnis mit einem kreativen Flow. Es ist einfach gehalten. Man braucht nur wenig Utensilien und kann praktisch überall »tanglen«. »Trotz der Einfachheit entstehen erstaunlich komplexe Zeichnungen, die oft nur ein Zufallsprodukt sind, da man gerade die Muster miteinander kombiniert, auf die man Lust hat. Das Kunstwerk entsteht also spontan aus dem Malen und Zusammenfügen heraus.« , so Königsbauer-Kolb, die gleich noch ein Beispiel gibt, wie Zentangle wirken kann: »Stellen Sie sich vor, Sie haben einen stressigen Tag hinter sich. Sie kommen nach Hause, setzen sich mit einer Tasse Tee hin, legen sich beruhigende Musik auf, nehmen einen Stift in die Hand und beginnen langsam einen Strich nach dem anderen zu zeichnen. Alles, was zählt, ist der Strich, den Sie gerade zeichnen. Sonst nichts. Jeder Strich ist durch das Muster vorbestimmt, man braucht nicht darüber nachzudenken. Die Erlebnisse des Tages treten in den Hintergrund und das Ergebnis des Malens selbst ist nicht wichtig. Es geht nur um Sie selbst und den Strich in diesem Moment.« So funktioniert es also: Entspannen und Relaxen beim Zeichnen. Zentangle ist genau das Richtige für alle, die immer nur »Hummeln im Hintern« haben und sich wünschen, etwas herunterzukommen.

DIY-Tipp: Zentangle überall Zu den künstlerischen Zentangle-Mustern lassen sich auch »reale« Bildmotive kombinieren.

Die Zeit vergessen Je nach Komplexität der ausgewählten Muster kann die Verzierung eines Tangle-Tiles bis zu 120 Minuten dauern.

Das Besondere an Zentangle ist auch, dass es keine Fehler gibt: »Dies ist nahezu unvorstellbar in unserer Leistungsgesellschaft. Kinder sind meist extrem begeistert von dieser Aussage. Was dahinter steckt ist, dass das, was wir als Fehler ansehen könnten, Raum für neue kreative Lösungen gibt. Hat man sich mal vermalt, schafft man daraus einfach etwas Neues. Oft entsteht dadurch erst ein wahrer Blickfang auf der Zeichnung.« , sagt Katharina Königsbauer-Kolb. Zentangle kann jeder erlernen. Vom Kind bis zum Senior kann generationenübergreifend jeder Spaß am »tanglen« haben. Es sind keinerlei zeichnerische Vorkenntnisse nötig und eigentlich braucht man dafür auch kein besonderes künstlerisches Talent. Daher wird Zentangle auch immer mehr im therapeutischen Bereich angewendet.

Wem die Zentangle-Muster gefallen, kann sich selbst tolle Kunstwerke in verschiedenen Größen malen, diese rahmen und aufhängen. Weiterhin lassen sich damit wunderschöne Dekorationen mit Unikat-Charakter schaffen. Geschirr z. B. kann mit Zentangle-Mustern verschönert werden. Oder unifarbene Vasen, Schachteln und Kartons. Weiterhin können einzigartige Klamotten und Accessoires designt werden, indem T-Shirts, Schuhe (wie Chucks) oder Schals mit Zentangle-Mustern kreativ verziert werden.

Kaya Yanar

Fr. 23. Juni 2017 Freilichtbühne Zwickau

Gregor Meyle

Sa. 12. August 2017 Freilichtbühne Zwickau

Ralf Schmitz

So. 22. Oktober 2017 Stadthalle Chemnitz Sa. 18. November 2017 Stadthalle Zwickau

Bülent Ceylan

Do. 16. November 2017 Messe Chemnitz Do. 23. November 2017 Stadthalle Zwickau

Atze Schröder

Sa. 16. Dezember 2017 Stadthalle Zwickau

Sascha Grammel Mo. 15. Januar 2018 Messe Chemnitz

Paul Panzer

Text: Stephanie Pauli

Fr. 9. März 2018 Stadthalle Zwickau

Info: www.tanglekunst.de

Tickets und Infos 030-755 492 560 www.d2mberlin.de

Fotos: Katharina Königsbauer-Kolb; Stephanie Pauli

sowie bei allen guten VVK-Stellen

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die essbare stadt O B S T , W I L D F R ü C H T E U N D K R Ä U T E R F ü R A L L E ! / / Sich einfach in der Natur bedienen, beim Spaziergang oder Wandern da einen Apfel pflücken und dort ein paar Beeren naschen, ist sicherlich in Ordnung. Aber im größeren Stil zu ernten, darf man das? Wem gehört der Obstbaum oder der Beerenstrauch am Straßenrand? Es gibt eine unheimliche Vielfalt an Obst und Wildfrüchten im öffentlichen Raum, die (bisher) kaum Beachtung fand. Es wäre doch viel zu schade, wenn diese Nahrungsmittel ungenutzt blieben. Wie solche fruchtigen Ressourcen genutzt werden können, wo diese zu finden sind und welche rechtlichen Belange es zu beachten gilt, stellt das Projekt bzw. die Plattform mundraub.org vor. Auch wenn der Begriff »Mundraub« provoziert, will die Plattform nicht zu kriminellen Handlungen anstiften. Das kleine Berliner Team will auf das Thema aufmerksam machen und einen Diskussionsraum schaffen.

MundrauB – vergessene oBstBäuMe Wieder entdecken Das Herzstück der Plattform ist die digitale Mundraub-Landkarte, wo Standorte von Obst, Wildfrüchten und Kräutern eingetragen sind. Die interaktive Karte zeigt, wo welche Früchte oder Kräuter in der Gemeinde von den »MundräuberInnen« geerntet werden dürfen. Die Landkarte bildet jegliche Obstbäume, Beerensträucher sowie Nussbäume im öffentlichen Raum und auf freigegebenen privaten Flächen ab. Seit 2009 sind Tausende Menschen aktiv, die Karte mit Fundorten und Informationen zu füllen und zu erweitern. Die Karte bietet bisher ungefähr 26.000 Fundorte, die vor allem in Deutschland und Europa zu finden sind. Aber auch im fernen China, Australien und Neuseeland wurden von Mundräubern bereits Fundorte vermerkt. Damit macht Mundraub Bewohner aus Stadt und Land auf regionale und saisonale Obstressourcen aufmerksam, diese wieder zu entdecken. Und das ganz analog, fernab von Computer-Bildschirmen. Mit dem Trend, sich wieder selbstgemachten und natürlichen Lebensmitteln zu widmen, trägt die Mundraub-Map einen fruchtigen Teil bei. Bevor man jedoch den nächsten »herrenlosen« Apfelbaum in die Karte einträgt bzw. erntet, sind die sog. Mundräuber-Regeln (siehe Infobox) zu beachten. Denn kein Obst ist »herrenlos«. Irgendjemandem gehört es immer – ob nun einer Privatperson, der Kommune oder der Gemeinde. Daher lautet die wichtigste Regel: Eigentumsrechte klären! 06 17

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leBenssTil M U N D A R T

RASSISMUS IM VERKAUFSREGAL


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r-Regeln

Mundräube

1. er, dass Ernten sich n und/oder ge ra n. nt de Ei er w m t verletz Stelle vor de umsrechte keine Eigent d den 2. en Natur un r umgebend laubt, de , er t en is um en Bä edarf pflück am mit den nb ts bege hu Ei ne n ei be e Geh . Für de braucht es en Tieren um mäßig, dazu bs er w dort lebend ge il g. großem St enehmigun aber nicht in hördliche G 3. zurück. d gib etwas eckungen un td En er in hte de Teile die Früc 4. hpflanzung lege und Nac Pf r de i be ch di e er Engagi men. von Obstbäu

Absurder Supermarkt-Reiseproviant war der Auslöser Die Idee für das Projekt entstand im Spätsommer 2009, als die Natur ihre fruchtigen Schätze zum Ernten bereithielt. Während einer Paddeltour auf der Unstrut entdeckten Kai Gildhorn und Katharina Frosch Unmengen an frei zugänglichem Obst, welches direkt in die hungrigen Münder wanderte. Dabei wirkte das mitgebrachte Obst aus dem Supermarkt völlig absurd. Beiden wurde bewusst, dass heimische Obstbestände bisher vernachlässigt wurden und regte sie an, das Konsumverhalten zu überdenken. Auf die Frage hin »Wie könne man solche Fundorte mit anderen teilen?« entstand die Idee der Domain und der Landkarte von mundraub. org. Seither wächst die Mundraub-Community stetig. Bisher haben sich mehr als 45.000 Nutzer registriert. Damit stellt mundraub.org die größte interaktive Plattform für Obstthemen im deutschsprachigen Raum dar.

Gib mir deinen Saft, ich geb' dir meinen – Projekte ganz analog Ausgezeichnet mit diversen Preisen und Awards für Nachhaltigkeit setzt das Berliner Team weitere Projekte ganz analog in die Tat um. Ganz nach ihrer Philosophie: »Das heimische Obst nutzen, die Regionen aufrütteln und beteiligen, statt das frische Gut an Straßenrändern und auf Wiesen verkommen zu lassen.« Bei größeren Ernteaktionen sind vor allem die regionalen Mostereien die erste Adresse. Mostereien und Keltereien können auf der Internetplattform ein Profil anlegen, um den Mundräubern eine Anlaufstelle zu bieten, ihre Früchte zu verflüssigen.

Blut- und Plasmaspender gesucht! DRK-Plasmapheresezentrum Zwickau im Glück-Auf-Center Äußere Schneeberger Straße 100 08056 Zwickau Plasmaspende Mo, Mi, Do 8:00 – 19:30 Uhr Di, Fr 7:00 – 19:30 Uhr Jeden 2. Samstag im Monat 8:00 – 13:00 Uhr Blutspende Jeden 1. Samstag im Monat 9:00 – 13:00 Uhr

Terminreservierungen unter 0375 276926220 Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis mit!

Servicetelefon: 0800 / 11 949 11 www.blutspende.de

Seit 2014 werden sogenannte »Mundraub-Touren« in Berlin organisiert, bei denen per Rad, Auge, Gaumen und Nase die Stadt als Garten erfahrbar wird. Dabei werden, angepasst an die jeweilige Saison, Informationen zu Früchten, Beeren und Kräutern vermittelt, Rezepte und natürlich mundgeräuberte Kostproben gegeben. Diese Aktionen sind für Schulklassen ebenso als teambildendes Event für Unternehmen super geeignet, um Natur zu erleben, ohne weit raus zu müssen, um zu erfahren, welche Delikatessen gewissermaßen direkt vor der Haustür wachsen und wie mundräubern an sich funktioniert. Weiterhin bietet mundraub.org an, eigene Aktionen publik zu machen und in der Region beispielsweise einen Kräuterrundgang anzukündigen. Wer lieber selbst aktiv werden möchte, kann in seiner Region einer Gruppe zum gemeinsamen Mundrauben beitreten oder selbst eine gründen. Um die Kulturlandschaft mit ihren Streuobstwiesen und Obstbäumen an Alleen und auf kommunalen Flächen auch im 21. Jahrhundert weiterhin zu erhalten, benötigt es die Wertschätzung seitens der Bevölkerung. Mit mundraub.org will das Berliner Team auf wertvolle regionale Obstbestände aufmerksam machen und eine Lobby für freies Obst in der Landschaft schaffen. Die Projekte sind von nachhaltigem Charakter und finden nicht nur in Zusammenarbeit mit engagierten Bürgern statt, sondern auch mit Kommunen und Unternehmen. Text: Sandy Alami Fotos: Mundraub

Info: www.mundraub.org 06 17

essen f ü r alle

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LÜCKEN

SO PUNKTEN SIE IM VORSTELLUNGSGESPRÄCH //

IM

Lücken im Lebenslauf haben wohl die meisten Menschen vorzuweisen: Eine kleine Auszeit nach dem Studium oder der Ausbildung, eine Pause zwischendurch zum Reisen oder eine Phase der Umorientierung sind heutzutage keine Seltenheit. Der fehlende rote Faden muss nicht immer ein Nachteil sein … wichtig ist, wie man die Lebensphasen im Vorstellungsgespräch selbstbewusst verkauft. Schon seit der Schulzeit bekommt man eingetrichtert, dass Lücken im Lebenslauf nicht vorteilhaft und bloß zu vermeiden sind. Personaler wollen den roten Faden sehen und so ist es unsere Aufgabe, in einem Vorstellungsgespräch ebendiesen selbstbewusst zu präsentieren und zu zeigen, dass man sein ganzes Leben schon wusste, dass man diesen einen Job haben möchte und genau darauf jahrelang hingearbeitet hat. Stopp! Dass die Realität anders aussieht, wissen nicht nur wir, sondern das wissen im Jahr 2017 auch Personalverantwortliche. Nicht umsonst boomen Sabbaticals & Co. und sind in einigen Unternehmen mittlerweile gang und gäbe. Was jedoch nicht heißt, dass jeder Personaler Lücken im Lebenslauf gutheißt.

Ob Umorientierung, längere Aufenthalte im Ausland oder Arbeitslosigkeit – es gibt viele Gründe, warum Lücken im Lebenslauf entstehen … und nicht immer müssen diese negativ sein. Wichtig ist, dass man genau begründen kann, was man in der freien Zeit gemacht hat und wie man diese für sich und seine persönliche Entwicklung genutzt hat. Wichtig hierbei ist eine gezielte Vorbereitung, denn Lücken sind prädestiniert für unangenehme Fragen des Personalverantwortlichen. Hier gilt: Bleiben Sie immer bei der Wahrheit, denn nichts ist unangenehmer, als wenn Sie in einer Vorstellungssituation beim Lügen ertappt werden. Noch unschöner sieht es aus, wenn die Wahrheit ans Licht kommt und Sie den Job bereits in der Tasche haben, beziehungsweise gerade wegen Ihren ausgeschmückten Erzählungen bekommen haben. Hier drohen Konsequenzen, die Sie im schlimmsten Fall den Job kosten können. Besser also: Gut vorbereitet sein und sein Gegenüber mit den wahren Gründen für die Lücke überzeugen. Damit punkten Sie mit Authentizität und Ehrlichkeit.

so Wirken sie üBerzeugend Heutzutage sind Lücken längst nicht mehr so dramatisch als noch vor einigen Jahren; sie sprechen sogar, je nach Grund, für Mut und Individualität. Wenn Sie sich entschlossen haben, eine längere Reise zu machen, so punkten Sie hier definitiv. Nicht nur, weil Sie andere Kulturen kennengelernt haben, sondern weil Sie sich alleine durchschlagen und selbst organisieren können. Bestenfalls haben Sie beim Reisen Ihre Sprachkenntnisse, und hier insbesondere Ihr Englisch, aufpolieren können … alles Dinge, die im Berufsleben enorm wichtig sind. Sie haben Ihren Studiengang gewechselt, die Ausbildung abgebrochen oder Ihren Job gekündigt, um sich danach umzuorientieren? Auch kein Problem. Dies zeigt, dass Sie Verantwortung für Ihr eigenes Leben übernehmen und auf Ihre Bedürfnisse hören. Wenn Sie merken, dass Job oder Studium A nichts ist und die Tätigkeit B viel besser zu Ihnen passt, kann Ihr Chef überzeugt sein, dass Sie wissen, worauf Sie sich einlassen. Zudem zeugt solch ein Schritt von Mut und ist definitiv nicht der einfachste Weg: Selbstzweifel können aufkommen und man muss wieder bei Null anfangen. Wenn Sie Ihren Weg jedoch gehen und an Ihr Ziel gelangen, punkten Sie mit Durchhaltevermögen und steigern Ihr Selbstbewusstsein, da Sie nun bestenfalls mit sich und Ihrer beruflichen Tätigkeit im Einklang sind.

mut zur lücke o.: Lücken im Lebenslauf müssen nicht immer ein Nachteil sein. Seien Sie sich Ihrer Stärken bewusst und überzeugen Sie Ihr Gegenüber im Vorstellungsgespräch. Fotos: pixabay.de / unsplash.com

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karriere B E R U F

DAS VORSTELLUNGSGESPRÄCH


ein Bisschen ausschMücken ist erlauBt

LEBENSLAUF Längere Studienzeit durch Nebenjobs? Auch dies ist kein Nachteil, sondern, ganz im Gegenteil: Ein Vorteil. Nicht jeder hat das Glück, von seinen Eltern finanziert zu werden oder BAföG zu erhalten. Wer sich trotzdem ein Studium aufbürdet, nebenbei jobben geht und sein Studium erfolgreich beendet, der sammelt Praxiserfahrung und zeigt Durchhaltevermögen und Motivation.

Der Jobeinstieg dauert länger? Auch dies ist halb so wild… solange Sie die Zeit produktiv genutzt haben und beispielsweise Fortbildungen oder Sprachkurse besucht haben. Dies sollten Sie unbedingt im Lebenslauf angeben und auch im Gespräch verkaufen, da Sie dadurch Ihre Kenntnisse erweitert haben und eventuell sogar wichtige Schlüsselkompetenzen für den zukünftigen Beruf erworben haben.

Was aber, wenn der Lebenslauf an sich gar nicht so viel hergibt? Hier dürfen Sie natürlich ein bisschen weiter greifen, solange das Ganze der Wahrheit entspricht. So können Sie unter anderem mehr von Ihren Praktika oder Ihren Nebenjobs erzählen und den Schwerpunkt auf die damaligen Tätigkeiten legen, beispielsweise in den Fall, wenn Sie bisher noch nicht viel praktische Erfahrungen sammeln konnten. Auch Zeiten der Arbeitslosigkeit dürfen erwähnt werden. Wichtig ist allerdings, dass Sie stark und selbstsicher auftreten und zeigen, dass Sie bereit sind für neue Abenteuer und genug Motivation in Ihnen steckt.

Wenn Sie auf Grund einer Krankheit pausieren mussten, ist dies privat. Sie sind nicht verpflichtet, Ihrem Arbeitgeber genaue Informationen hierzu zu geben, es sei denn, Sie könnten andere gefährden. Auch Kindererziehung darf erwähnt werden. Gut macht sich die Formulierung Familien- und Erziehungsarbeit … und keine Sorge, das Ganze wird sicherlich nicht als Urlaub gewertet. So zeigt es eher, dass Sie stressresistent sind und die Fähigkeit besitzen, diverse Dinge gleichzeitig zu erledigen. Text: Jessica Laqua

Info: www.e-fellows.net

Sie sehen: Für Lücken im Lebenslauf sollte sich heutzutage keiner mehr schämen. Wichtig ist nur die optimale Vorbereitung auf die Frage danach … denn Personaler wissen ganz genau, wo gebohrt werden muss und so können Sie sich bei Lücken ganz bestimmt auf Fragen nach den Gründen einstellen.

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G e w i nn z o n e

Christiane KO LU M N E

2. Wahl- jetzt zugreifen! ET

Artikel auf Seite 49

Die Hauptakteure des Abends sind seit 2004 die Vogtland Philharmonie unter Leitung von GMD Stefan Fraas sowie Voc a Bella und die Rene-Möckel Band. Und natürlich sind sie auch in diesem Jahr wieder mit dabei wenn es in Zwickau heißt: Classics unter Sternen KOMPASS verlost 1x2 Tickets. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Classics unter Sternen‹.

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unterhaltung

Artikel auf Seite 51

Süden, Sonne, Strände, Sinnlichkeit und schwüle Nächte: Kein Land wurde so oft besungen wie Spanien. Auf der abendlichen Parktheaterbühne Plauen feiern die Musikerinnen und Musiker des Theaters Plauen-Zwickau sowie Tanzpaaren den Sommer mitvertrauten Klängen aus und über Spanien. KOMPASS verlost 1x2 Tickets. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Spanische Nächte‹.

Artikel auf Seite 40

Die Songs sind mal laut, dann wieder leise. Mal fröhlich und gut gelaunt, mal in sich gekehrt und nachdenklich. Matthias Schweighöfer hat ein Album gemacht, weil Musik und Schweighöfer einfach zusammengehören und er präsentiert es am 8. Juli auf den Chemnitzer Filmnächten. KOMPASS verlost 1x2 Tickets. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Schweighöfer‹.

Artikel auf Seite 68

Gregor ist ein Greif: ein magisches Wesen mit dem Körper eines Löwen und dem Kopf eines Adlers. Dummerweise ist Gregor kein bisschen grimmig, und hat keinen Schatz – aber er hat einen richtig guten Freund. KOMPASS verlost ein Buchexemplar Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Gregor Greif‹.

Alle Teilnahmen senden Sie bitte bis spätestens zum 20.06.2017 oder bei früheren Terminen bis 3 Tage vor der Veranstaltung an die Emailadresse gewinnen@deinkompass.de. Viel Glück!

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Artikel auf Seite 46

Club30 ist die perfekte Mischung aus Genuss, Musik sowie Kommunikation und weckt die pure Lebenslust. Die Partyreihe setzt auf Menschen, die im Leben angekommen sind und wissen was sie wollen; nämlich: auf hohem Niveau Spaß haben. KOMPASS verlost 3x2 Ticket. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Club 30‹.

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Eure Christiane

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Die zweite Wahl zu daten, aus Angst, allein alt zu werden – ein Schicksal, das mir zum Glück erspart geblieben ist, aber das mehrere meiner Freunde zu akzeptieren scheinen. Mit zunehmendem Alter scheint es für Singles tatsächlich problematischer zu sein, den Traumpartner fürs Leben zu finden. Vielleicht, weil die Sahneschnitten, mit denen wir gern Seite an Seite durchs Leben schlendern würden, alle längst eine Familie gegründet haben. Vielleicht aber auch, weil sich unser Charakter im Laufe der Jahre eingefahren hat. Wir sind weniger in der Lage, Kompromisse einzugehen – warum auch? Mein Lebensstil funktioniert doch so für mich, also lass mich machen. Offener werden für Neues, daran könnten wir eigentlich wirklich mal arbeiten. Aber müssen Singles gleich ihre Ansprüche über Bord werfen, um nicht allein zu bleiben? Ich bin dagegen. Auch weil es unfair ist – jeder Person gegenüber, die wir vor unseren Freunden als irgendwie schnarchig abtun. Wer will schon die zweite Wahl für jemanden sein, wenn man einen Menschen finden kann, für den man die lebenslange Nummer eins ist? Nicht weniger hat jeder von uns verdient. Warum und wodurch auch immer. Ja, ja, ich habe mal wieder gut reden, aber gerade weil ich sagen kann: Es gibt einfach kein schöneres Gefühl als neben dem Partner fürs Leben aufzuwachen und zu wissen, dass er genauso denkt. Mein Rat wird daher immer sein: Scheiß auf zweite Wahl! Geh raus und finde deinen Menschen fürs Leben, egal wie anstrengend es ist. Sonst heißt es auf dem Sterbebett: Hätte, hätte, Fahrradkette.

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Mama hat immer gesagt: »Kind, such dir rechtzeitig einen Mann! Mit 20 rennen sie dir noch alle hinterher, aber später musst du nehmen, was übrig ist.« Bei dem Spruch verdrehe ich immer noch die Augen, aber als mir ein Kumpel vor Kurzem von seinen unprickelnden Dates mit einer schnarchigen Dame erzählte, musste ich mich schmunzelnd an diese Gespräche auf der Bettkante zurückerinnern. Er selbst scheint nach diesem Motto zu leben: Mit Ende 30 datet er weiter fröhlich drauf los – inzwischen EIGENTLICH nicht mehr, um sich die Freizeit mit einem netten Mädel zu vertreiben, sondern um endlich die Liebe seines Lebens zu finden. Trotzdem manipuliert er sein Vorhaben selbst. Seit Wochen trifft er sich mit einer Frau, die ihn weder sexuell noch intellektuell interessiert. Ihre Gespräche beschränken sich auf Themen wie das Wetter, das nächste gemeinsame Essen und das Hochgewürgte, das ihr Kater Willy schon wieder auf dem Teppich hinterlassen hat. Warum sich dann weiter mit ihr treffen, frage ich? »Bevor ich leer ausgehe, lebe ich lieber so.«Wow.

K olumne


Die »Goldene Walnuss«, durch ihre Ähnlichkeit zu einem sehr kleinen Gehirn, ist die Auszeichnung der besonderen Art für die Sinnlosigkeiten des Alltags, vergeben durch die KOMPASS-Redaktion. Dabei veröffentlicht die Redaktion nur das an sie übermittelte Material.

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Er hat seinen Strand fest im Griff: Mitch Buchannon ist der lässigste Rettungsschwimmer von Miami Beach mit dem heißesten Team an seiner Seite. Nur Neuzugang Matt Brody stellt die Autorität des charismatischen Anführers in Frage und stiftet Unruhe. KOMPASS verlost 1x2 Tickets zum Film. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Baywatch‹.

Was ist nochmal typisch Deutsch? Kaya Yanar gibt Antwort. Der Nikolaus kommt aus der Türkei, der Weihnachtsmann aus den USA. Gartenzwerge kommen ursprünglich aus Österreich und sensationell: Goethe hatte türkische Vorfahren! KOMPASS verlost 2x2 Tickets. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Kaya Yanar‹.

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Nabucco kommt mit großem Orchester, Chor und vielen Solisten in Bestbesetzung am 11. August nach Zwickau. Dieser einmalige Opernabend mit über 100 Mitwirkenden gehört zu den Ausnahmeproduktionen des diesjährigen Open-Air-Sommers auf der Freilichtbühne. KOMPASS verlost 1x2 Tickets für die exklusive Show. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Nabucco‹.

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Nach seiner auskurierten Halswirbelverletzung kehrt Adel Tawil in diesem Jahr mit einem neuen Album »so schön anders« und mit seiner gleichnamigen Tour auf die Bühne zurück. Freuen Sie sich also auf einen der größten deutschsprachigen Popacts im Parktheater Plauen. KOMPASS verlost 1x2 Tickets. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Adel Tawil‹. TICK ET

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Ein mitreißendes Mantel-und-Degen-Spektakel unterm Sternenhimmel erwartet die Besucher auf Burg Schönfels. Die Geschichte rund um den herausragenden Fechter und Poeten Cyrano de Bergerac wird auf der romantischen Burg in Szene gesetzt. Schreiben Sie eine Email mit dem Betreff ›Burgsommer‹.

für rassistische Rülpser vor laufendem Mikrofon

Ein durchaus interessantes Interview gab kürzlich ein hochdekorierter deutsch-amerikanischer Unternehmer und Mitglied des Hochschulrates der TU Chemnitz einer lokalen Tageszeitung. Ganz selbstverständlich sprach er davon, dass »die weiße Bevölkerung« zusammenstehen müsse. Denn »Amerikaner, Europäer und Australier« seien rund 1,5 Milliarden gegenüber »sechs Milliarden Asiaten«. Auch für den Umgang mit der »afroamerikanischen Jugend« hatte der gute Mann schon konkrete Vorstellungen parat. Da sich diese »aus freien Stücken keine Zwänge« auferlegen lassen und sich »aus der Verantwortung stehlen«, sollten sie vielleicht besser ins Militär einund dort erzogen werden. Ups, was war denn das? Ein kleiner, arischer Rülpser? Ein kurzzeitig dementes Hopsala? Irgendwie kam dann das Interview auch nicht ganz so gut an. Mag daran liegen, dass viele Leser das Gefühl hatten, beim Herrn Ehrenprofessor klingen - mutmaßlich versehentlich - eindeutig rassistisch gefärbte O-Töne durch. Nachdem der Hochschulrat und die TU dann auch noch auf Distanz zum Geäußerten gingen und der Studentenrat gar den Rücktritt des älteren Herren forderte, ruderte dieser brüskiert zurück. Man habe ihn schlicht falsch verstanden, darüber hinaus sah der 81-Jährige eine Teilschuld bei der Presse, die, wie er ausführte, eine verzerrende Überschriften-Auswahl getätigt hätte. Dabei hatte die Tagespresse nicht einmal mutmaßlich interpretiert, sondern lediglich das Interview abgedruckt. Der Chemnitzer Unternehmer jedenfalls, zeigte sich schockiert darüber, »wie sich die Dinge entwickelt« hätten. Na, ob das von viel Weitsicht zeugt? Eigentlich sollte man diesen verzweifelten Versuch, die Sache ungeschehen zu machen nicht so ohne Weiteres akzeptieren. Denn einem Herrn in diesem Alter darf durchaus unterstellt werden, er wüsste wovon er spricht. Und genau das macht die Situation eigentlich erst so unangenehm. Vielleicht dachte er ja auch, die Zeit wäre reif für ein wenig Ehrlichkeit seinerseits? Klar, der gebürtige Sachse hatte sich als Privatperson geäußert, doch macht das die Sache wirklich besser? Nein! Jemand, der Menschen aufgrund ihrer Rassenzugehörigkeit auf- und abwertet, sollte keine Hochschule nach außen vertreten, die für sich selbst mit »gelebter Internationalität, Weltoffenheit und Toleranz« wirbt. Ebenso sollte das Tragen einer Ehrendoktorwürde eng mit würdigen Werten verknüpft sein. Für beides hat sich Herr Naumann disqualifiziert!

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GLOSSE

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Widder

21.3. - 20.4.

Liebe: Mit Venus im eigenen Tierkreiszeichen haben Sie beste Chancen, die Liebe fürs Leben zu finden. Machen Sie sich hübsch, gehen Sie aus und flirten Sie auf Teufel komm raus. Das Echo wird Ihnen gefallen. Liierte verwöhnen ihren Schatz und werden selbst auf Händen getragen. Im Schlafzimmer geht die Post ab. Gesundheit: Saturn schenkt Ihnen den Elan und das Durchhaltevermögen, das Sie brauchen, um an Ihrer Bikinifigur zu arbeiten. Sie sind diszipliniert, schwören schlechten Gewohnheiten ab und entscheiden sich für eine gesündere Lebensweise. Nach und nach gelangen Sie zu mehr Fitness und Wohlbefinden. Es geht Ihnen gut.

Krebs

Beruf: Venus und Uranus helfen Ihnen die Karriereleiter hoch. Sie sind diszipliniert, stecken voller Energie, Sie haben aber auch geniale Einfälle, die Ihren Chef zum Staunen bringen. Bis zur Monatsmitte ist alles rund um die Kommunikation begünstigt. In Verhandlungen punkten Sie mit Ihrem Charme und bestechenden Argumenten. In puncto Finanzen läuft es ideal.

22.6. - 22.7.

Liebe: Bei aller Liebe können Sie und Ihr Schatz nicht immer einer Meinung sein. Umso wichtiger ist es, dass Sie nicht stur auf Ihrem Standpunkt beharren, sondern um des lieben Friedens willen auch mal nachgeben. Nur so wird es Ihnen gelingen, die Beziehungsharmonie aufrechtzuerhalten. Singles verabreden sich jetzt lieber mit Freunden, statt auf Flirt-Tour zu gehen. Die große Liebe muss noch etwas warten. Gesundheit: Vorsicht, Jupiter steigert Ihre Lust auf Süßes. Naschen Sie möglichst nicht zu viel - und wenn doch, treiben Sie zum Ausgleich etwas Sport. Das beruhigt das schlechte Gewissen, fördert das innere Gleichgewicht und bringt Sie Ihrer Strandfigur wieder näher. Gesunder Schlaf trägt zum Wohlbefinden bei.

Waage

Beruf: In puncto Finanzen kann man Ihnen nichts vormachen. Sie haben den richtigen Riecher, spüren lukrative Geschäfte auf. Das schlägt sich positiv auf Ihrem Konto nieder. Am Arbeitsplatz lohnt es sich, einen Schritt zurückzutreten und das laufende Projekt aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

24.9. - 23.10.

Liebe: Jupiter steht in der diplomatischen Waage, was sich vor allem auf langjährige Partnerschaften positiv auswirkt. Planen Sie eine Heirat oder wollen Sie eine Familie gründen, haben Sie in diesem Monat die Chance darauf, dass sich alles so entwickelt, wie Sie es sich vorstellen. Als Single sind Sie aufgeschlossen und fröhlich, gehen offen auf Ihre Flirtpartner zu. Gesundheit: Die Einflüsse aus dem eigenen Zeichen machen es leicht, etwas für die eigene Gesundheit zu tun. Sie bringen die richtige Einstellung mit, ernähren sich durchweg gesund und bewegen sich viel. Wenn Sie merken, dass es Ihnen zu viel wird, schalten Sie einen Gang zurück und lassen fünfe auch mal gerade sein. Toll!

Beruf: Beschwingt und gut gelaunt machen Sie sich an die Arbeit. Sie sind hoch motiviert, arbeiten Ihre Aufgaben zügig, aber mit der nötigen Sorgfalt ab. Doch Vorsicht: Merkur steht im Quadrat, sodass sich schneller Flüchtigkeitsfehler einschleichen. Finanziell ist alles im Lot.

M O N AT S H O R O S K O P

Juni Brodelnde Gerüchteküche Im Juni summt und brummt es in der Natur und auch die Menschen haben ein großes Kommunikationsbedürfnis. Informationen schwirren durch den Äther; in der Gerüchteküche wird rund um die Uhr gekocht. Der Wahrheitsgehalt spielt keine Rolle, auch Verleumdungen und Lügen machen die Runde. Zu guter Letzt werden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen, denn die Wahrheit kommt ans Licht. Der Schmerz der verursachten Verletzungen lässt nach.

Joy maureen Denalane Die deutsche Soul-und R&B-Sängerin wurde am 11. Juni

1973 in Berlin geboren und wuchs, als drittes von sechs Kin-

dern, in Kreuzberg auf. Bereits mit 19 Jahren sang sie für die

Reggae-und Soulbands »Culture Roots« und »Family Affair«, ein Soloplattenvertrag folgte. Doch erst die Zusammenarbeit

mit Freundeskreis brachte den gewünschten Erfolg. Das ge-

meinsame Duett mit Max Herre »Mit dir« wurde zum Sommerhit des Jahres 1999. Zwei Jahre tourte die junge Ausnah-

mesängerin mit der Band und wurde Teil der FK Allstars. Auch privat wurde das Duo Denalane/Herre zum Erfolg, gemeinsam haben sie zwei Söhne. 2001 unterschrieb die schöne Interpretin einen Vertrag bei Four Music und veröffentlichte ihr Debutalbum »Mamani«, worin sie ihren südafrikanischen

Wurzeln nachspürt. Neben drei Echo-Nominierungen wurde die Berlinerin bereits mit einem Comet als beste

22.12. - 20.1.

»Best HipHop/R&B

Liebe: Singles sollten in diesem Monat nicht zu viel erwarten. Zwar ergeben sich gute Gespräche und Sie schließen interessante Bekanntschaften, doch so richtig will der Funke nicht überspringen. Bleiben Sie lieber etwas skeptisch, das bewahrt Sie vor einer Enttäuschung. Liierten fällt es schwer, einen gemeinsamen Nenner zu finden.

lerin geehrt. Ihr

Steinbock

Gesundheit: Bei gesundheitlichen Defiziten sollten Sie nicht nachlässig sein. Suchen Sie bei größeren Beschwerden einen Arzt auf und kurieren Sie kleinere Wehwehchen aus, indem Sie sich mehr Ruhe gönnen. Besonders entspannend wäre ein Spaziergang an einem See.

Beruf: Im Kollegenkreis gibt es öfter Knatsch, darum kommen Sie jetzt nicht herum. Stecken Sie dann nicht den Kopf in den Sand, sondern versuchen Sie, einen Weg aus dem Konflikt zu finden. Das wird man Ihnen hoch anrechnen.

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unTerhalTung A U S S I C H T

HOROSKOP

National«-Künst-

aktuelles Album »Gleisdreieck«

erschien Anfang

März des Jahres

und wird von einer

Deutschlandtour be-

gleitet. Foto: Jackie Hardt


Stier

21.4. - 20.5.

Liebe: Mit Neptun verfügen Sie über eine ausgeprägte Intuition. Sie können sich besser auf Ihren Schatz einstellen, spüren intuitiv, was er braucht, und sind für ihn da. Die gemeinsame Zeit genießen Sie in vollen Zügen, Sie leben ganz im Hier und Jetzt. In sexueller Hinsicht harmonieren Sie perfekt. Sie lassen sich fallen. Gesundheit: Die Sonne im eigenen Zeichen verwöhnt Sie. Sie verfügen über so viel Energie, dass Sie kaum wissen, wohin damit. Selbst anstrengende Projekte wuppen Sie mit Leichtigkeit. Wenn Sie sich etwas Gutes tun wollen, dann mit einem Aufenthalt in der Natur - bei einem Spaziergang oder einer Reise ans Meer.

Beruf: Sie merken jetzt schnell, dass Sie mit Köpfchen mehr erreichen als mit Ihren Ellenbogen. Sie überzeugen durch originelle Ideen und Ihren Arbeitswillen, nicht mit unfairen Tricks und Machtspielchen. Die Arbeit im Team macht Spaß und ist sehr fruchtbar. In Sachen Finanzen lohnt es, auf Nummer sicher zu gehen.

Löwe

23.7. - 23.8.

Liebe: Venus fördert alles, was mit der Liebe zu tun hat. Sie werden aktiv, überlegen sich, wie Sie mehr Schwung in die Beziehung bringen können - und setzen einiges gleich um. Ihr Schatz ist begeistert von Ihrem Enthusiasmus und lässt sich gern davon anstecken. Als Single könnten Sie sich neu verlieben. Mars und Venus treiben Sie direkt in die Arme eines tollen Mannes. Gesundheit: Sie brauchen Abwechslung und Bewegung wie andere die Luft zum Atmen. Haben Sie das Gefühl, sich nicht frei entfalten zu können, reagieren Sie leicht panisch. Am besten gehen Sie nach getaner Arbeit zum Sport oder Sie machen einen längeren Spaziergang an der frischen Luft. So bekommen Sie den Kopf frei und tanken Kraft.

Beruf: Ihnen bei der Arbeit zuzuschauen, macht echt Spaß. Der Grund: Sie verschaffen sich erst einen Überblick, legen sich passende Argumente zurecht - und verhandeln erst dann. Finanziell läuft es bestens. Sie wirtschaften klug, sparen viel Geld. Klar, dass Ihr Konto schwarze Zahlen schreibt.

Skorpion

24.10. - 22.11.

Liebe: Auch wenn Ihr Schatz direkt neben Ihnen steht, haben Sie jetzt manchmal das Gefühl, ganz weit weg zu sein. Er zieht sich zurück, Sie kommen nicht an ihn heran - und das wollen Sie ändern. Versuchen Sie es aber nicht zu lange, das könnte das Gegenteil bewirken. Singles fühlen sich im Kreise ihrer Verehrer gut aufgehoben. Gesundheit: In den eigenen vier Wänden fühlen Sie sich in diesen Wochen immer noch am wohlsten. Sie genießen die Stille um sich, sind froh, hin und wieder auch mal allein zu sein. Sie machen es sich richtig gemütlich und das trägt zu Ihrer persönlichen Entspannung bei. Wenn Sie sich körperlich betätigen, dann am besten beim Wassersport.

Beruf: Ihr Skorpion-typischer Spürsinn kann sich unter den aktuellen Aspekten optimal entfalten. Sie ahnen oft schon, wie sich eine Situation entwickelt und können eingreifen, bevor ein Problem daraus wird. Auf diese Weise tragen Sie maßgeblich zu einem harmonischen Arbeitsklima bei. In Sachen Finanzen könnte es besser laufen.

Wassermann

21.1. - 19.2.

Liebe: Zu Beginn des Monats sollten Sie Ihren Partner an der langen Leine lassen. Er braucht mehr Freiraum als sonst, das sollten Sie ihm neidlos zugestehen. Schließlich ist Freiheit auch Ihr höchstes Gut. Ab 21. Juni liefert Ihnen Mars wieder richtig tolle Verwöhn-Aspekte. Sie fühlen sich sehr zu Ihrem Partner hingezogen und genießen seine Streicheleinheiten. Gesundheit: Ihre gesunde Lebensweise hat sich bewährt, deshalb behalten Sie das bei. Zwar gönnen Sie sich hin und wieder auch mal etwas, ansonsten üben Sie sich aber in Verzicht - und das macht sich bezahlt: Sie fühlen sich pudelwohl in Ihrer Haut und sehen toll aus. Der Zeitpunkt ist ideal, für eine neue Sportart.

Beruf: Größere Anschaffungen sollten Sie bis 16. Juni über die Bühne bringen. Sie haben ein Gespür für Schnäppchen, sparen bares Geld. Auch am Arbeitsplatz läuft es bestens. Sie signalisieren Kampfbereitschaft, graben der Konkurrenz das Wasser ab. Das könnte sich auch positiv auf Ihren Kontostand auswirken.

Zwilling

21.5. - 21.6.

Liebe: Sie fühlen sich wunderbar umsorgt und gut aufgehoben in Ihrer Partnerschaft. An der Seite macht alles mehr Spaß, es geht Ihnen einfach super, und Sie genießen die traute Zweisamkeit. Gemeinsame Projekte stehen unter einem guten Stern: Mars. Sie sprechen sich ab und finden schnell einen gemeinsamen Nenner. Gesundheit: Kleine Wehwehchen sind dank Jupiter schnell(er) auskuriert. Denn: Massagen, Kuren und jegliche Art von gesundheitsfördernden Maßnahmen bringt vorteilhafte Ergebnisse. Sollte Sie voller lauter Bewegungsdrang Probleme beim Einschlafen entwickeln, nicht zu Medikamenten greifen. Nehmen Sie lieber ein Schaumbad.

Jungfrau

Beruf: Mars spornt Sie an, jeden Tag Ihr Bestes zu geben. Sie sind hoch motiviert, widmen sich mit Feuereifer Ihren Aufgaben. Gute Ideen sollten Sie jetzt vorstellen. Sie überzeugen andere spielend davon. Ihr Enthusiasmus ist ansteckend und so finden Sie schnell Mitstreiter. Sie setzen sich ein und erhalten Anerkennung.

24.8. - 23.9.

Liebe: Singles begegnen neuen Bekanntschaften mit Misstrauen. Sich voll und ganz auf jemanden einzulassen, fällt ihnen noch zu schwer. Lassen Sie sich nicht drängen! Paare stören sich an der ständigen Routine. Das kann sehr belastend sein. Am besten nehmen Sie das Ganze selbst in die Hand und überraschen Ihren Liebsten. Gesundheit: Bis 20. Juni übt die Sonne einen positiven Einfluss auf Sie aus. Sie strotzen nur so vor Selbstbewusstsein und Energie, sehen in allem nur das Gute. Allerdings fällt es Ihnen gelegentlich schwer, sich auf eine bestimmte Sache zu konzentrieren. Spezielle Konzentrationsübungen können Ihnen dabei helfen.

Schütze

Beruf: Sie sollten besser nicht zu viele Projekte auf einmal beginnen. Wenn Sie unter Druck geraten, ist die Gefahr groß, dass Sie sich verzetteln. Mars' Tipp: Schreiben Sie eine To-do-Liste und ordnen Sie diese nach Prioritäten. Dann müssen Sie nur noch der Reihe nach vorgehen - und im Handumdrehen ist alles erledigt.

23.11. - 21.12.

Liebe: Gelegentlich kann es vorkommen, dass Sie und Ihr Schatz nicht immer einer Meinung sind. Das ist aber noch lange kein Grund, die gesamte Beziehung infrage zu stellen. Versuchen Sie, die Sache sachlich zu klären und gemeinsam eine Lösung zu finden. Ist doch alles halb so schlimm! Singles werden von Frühlingsgefühlen erfasst. Gesundheit: Saturn im eigenen Zeichen verleiht Ihnen ein gutes Gefühl für Ihren Körper. Es fällt Ihnen leichter, sich gesund zu ernähren, weil Sie disziplinierter sind als sonst. Seien Sie aber nicht zu streng mit sich. Hin und wieder sollte man sich etwas gönnen, um einen Anreiz zu schaffen. Sport tut gut, aber nur in Maßen.

Fische

Beruf: Sie dürfen sich freuen: Sie haben eine kreative Phase vor sich. Quasi am laufenden Band entwickeln Sie neue Ideen und beeindrucken Chef und Kollegen mit Ihrem Einfallsreichtum. Auch toll: Sie denken um die Ecke, finden für jedes Problem die passende Lösung. Finanziell läuft es bis 16. Juni bestens. Danach mehr sparen.

20.2. - 20.3.

Liebe: Neptun erhöht Ihre Ausstrahlung um ein Vielfaches. Wenn Sie jetzt ausgehen, werden Sie häufig angesprochen. Eine neue Bekanntschaft könnte Ihr Leben enorm bereichern. Also: Bleiben Sie am Ball! Für Paare wird es schwer, eine ungestörte Zeit miteinander zu verbringen. Die Ansichten liegen manchmal einfach zu weit auseinander, da ist Streit fast schon vorprogrammiert. Die Versöhnung ist aber nie weit. Gesundheit: So viel, wie Sie derzeit unterwegs sind, sollten Sie Ihren Füßen nun besondere Aufmerksamkeit widmen. Genehmigen Sie sich eine Fußreflexzonenmassage oder gönnen Sie sich ein wohltuendes Fußbad. Hauptsache, Sie schonen sich etwas und legen auch mal die Füße hoch. Alkohol steigt Ihnen schnell zu Kopf.

Beruf: Ihrem Fische-Typischen Einfühlungsvermögen ist es zu verdanken, dass es im Kollegenkreis so harmonisch zugeht. Sie vermitteln, wenn es mal Streit gibt oder sorgen dafür, dass es gar nicht erst zum Streit kommt. Toll, wie Sie das immer wieder hinbekommen. Sie können unbeschwert arbeiten, erzielen tolle Ergebnisse. 06 17

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IMPRESSUM

KURTS SCHLUSS Liebe Leserinnen und Leser, nachdem der SPD-Sonderparteitag im März Martin Schulz mit 100%iger Zustimmung zum neuen SPD-Vorsitzenden und Kanzlerkandidaten gewählt hatte, kannte der Jubel keine Grenzen. Sankt Martin galt als Heilsbringer, der frischen Wind in die Partei bringt und u.a. mit seinen Vorstellungen von sozialer Gerechtigkeit und einer stärker integrierten Eurozone die verstaubte SPD wieder auf die Siegerstrecke führt. Doch die drei Landtagswahlen im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen gingen gründlich in die Hose. Und spätestens am Wahlabend in NRW muss sich Schulz das schüttere Haar gerauft haben, denn auch das Herzstück der Sozialdemokratie ging in einer historischen Niederlage für die Genossen verloren. Es war wahrscheinlich nicht »Martins Tag«. Noch am Abend kündigte er mit kernigen Worten konkrete Schlussfolgerungen für den Bundestagswahlkampf an, die man bis zum heutigen Tag vermisst. Wo bleiben seine politischen Visionen, seine klaren Aussagen zur Überwindung der sozialen Ungerechtigkeit, zur Verwirklichung der inneren Sicherheit in Deutschland und Europa und zur Stellung der Bundesrepublik in einer globalen Welt, die aus den Fugen zu geraten scheint? Der Wähler erwartet, dass die Politik seine Interessen vertritt. Die Wahlversprechungen der einzelnen Parteien müssen realistisch, realisier- und finanzierbar sein. Mit der Wahl Emmanuel Macrons zum französischen Präsidenten ist glücklicherweise etwas Ruhe in die nervöse Europäische Union eingekehrt. Mit ihm hat Europa bei richtiger politischer Weichenstellung wieder eine Chance und eine Zukunft. Dem Wahlsieger verbleibt aber nicht viel Zeit, um seine Vorstellungen in Erfolge umzusetzen, denn die Parlamentswahlen im Juni sind ein weiteres Stimmungsbarometer für die EU-Akzeptanz in der französischen Bevölkerung. Nicht umsonst führte Macrons erste Auslandsreise nach Berlin. Deutschland muss das wirtschaftlich ins Hintertreffen geratene Frankreich unterstützen, ohne selbst als Lehrmeister oder überheblich aufzutreten. Macron braucht dringend Erfolge, doch seine Vorstellungen von Europa finden in Berlin nicht ungeteilte Zustimmung. Ziel muss jedoch eine gemeinsame Reform Europas sein. Innenpolitisch steht gegenwärtig die Verteidigungsministerin wegen der Affäre um den terrorverdächtigen Oberleutnant der Bundeswehr, Franco A., unter Druck. Auch der Militärische Abschirmdienst spielt hier eine äußerst dubiose Rolle. Rechtsextreme Umtriebe, nationalistische Ideologien und eine Glorifizierung der Wehrmacht haben in der Bundeswehr nichts zu suchen. Die Wichtigkeit der politischen Bildung der Soldaten wurde grundlegend unterschätzt und muss in Zukunft einen ganz anderen Stellenwert erhalten. Wie so oft in der Vergangenheit wird versprochen, einen politischen Skandal oder eine Affäre schonungslos und vollständig aufzuklären. Doch bei diesen vollmundigen Versprechen hat man zunehmend seine Zweifel. Der endlose Münchner Prozess zum NSU-Terror mit dem gerade stattgefundenen, die Opfer und ihre Angehörigen verhöhnenden Schlagabtausch der psychiatrischen Gutachter der Hauptangeklagten, Beate Zschäpe; die Vertuschung von Ermittlungsergebnissen zum Fall des Weihnachtsmarkt- Attentäters Anis Amri und der Skandal um Franco A. nähren die Vermutungen, dass sich selbst die »rückhaltlosesten Aufklärungsbemühungen« irgendwann einmal zu Tode laufen. Der Antrag auf Insolvenz der Solarworld AG in Bonn und ihre Produktion in Freiberg, ob weltmarkt-oder durch Fehlentscheidungen des Managements bedingt, ist für die Mitarbeiter in Freiberg eine soziale und finanzielle Katastrophe. Die Möglichkeiten der Politik, die Arbeitsplätze zu erhalten, sind begrenzt, sollten aber keinesfalls unterschätzt und voll genutzt werden.

Euer sonnenhungriger Kurt 06 17

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GLOSSE

Herausgeber: FIRST AGENCY werbeagentur gbr (V.i.S.d.P.) KOMPASS Stadtmagazin ist ein Produkt der FIRST AGENCY werbeagentur, Anja Uebel & Jörn Martin GbR Kolpingstraße 24, 08058 Zwickau , Tel. 0375 2898980-2, Fax 0375 2898980-9, info@deinkompass.de, www.deinkompass.de Layout, Satz & Grafik: FIRST AGENCY design Tel. 0375 2898980-1, mail@first-agency.de, www.first-agency.de

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KOMPASS Stadtmagazin Ausgabe 6 | 17  

KOMPASS - Das Stadtmagazin für Zwickau und Umgebung, Vogtland und Erzgebirge. Interessant! Aufregend! GESCHENKT! Jeden Monat neu. Im Web unt...

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