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Riesaer. NACHRICHTEN FÜR UNSERE STADT.

Ausgabe Nr. 05/2014 · Freitag, 7. Februar 2014

Riesas Bobsportler zu den Olympischen Spielen verabschiedet

Kurz und bündig. Männergeschichten Die Riesaer Autorin Renate Preuß stellt am Freitag, 14. Februar – dem Valentinstag, 19 Uhr im Klosterratssaal ihr neues Buch „LIEB und SCHÖN und andere Männergeschichten“ vor. Die Bücherfreunde e.V. und die Stadtbibliothek Riesa laden dazu ein. Karten zu 6 Euro gibt es im Vorverkauf in der Stadtbibliothek und zu 8 Euro an der Abendkasse. Wieder Karten für Sascha Grammel verfügbar Für die Veranstaltung von Puppenspieler und Bauchredner Sascha Grammel am 10. Juni in der Erdgasarena stehen zusätzlich 400 Sitzplätze zur Verfügung. Die Karten sind an allen Vorverkaufsstellen und im Internet erhältlich. Die Nachfrage ist aber schon wieder so groß, das nur noch Restkarten angeboten werden können. KEINE ANHUNG heißt das neue Live-Programm, mit dem der Spandauer ComedypreisTräger Sascha Grammel genau da weiter macht, wo er mit HETZ MICH NICHT! aufgehört hat. Zusatztermin mit Jürgen von der Lippe Der deutsche Entertainer Jürgen von der Lippe, der stets mit seinem persönlichen Markenzeichen, dem Hawaiihemd, auf der Bühne steht, präsentiert am Sonnabend und Sonntag, 20./21. September, in der Stadthalle „stern“ 20 Uhr sein neues Programm „Wie soll ich sagen...?“. Für Sonnabend, den 20. September, stehen nur noch Resttickets zur Verfügung. Der 21. September ist als weiterer Termin im freien Verkauf. 5.861

news.aus-riesa.de

„Herr Kuske, haben Sie Angst?” S

eit Montag weilen die deutschen Bobsportler im Olympiaort Sotschi, wechseln an diesem Wochenende aber noch mal nach Istanbul, um sich athletisch den letzten Schliff zu holen. Riesas Pilot Thomas Florschütz darf mit Ausnahmegenehmigung einige Tage bei der Familie sein. „Aber ich gehe natürlich auch daheim in den Kraftraum“, stellt er klar. Am 11. Februar geht es endgültig zu den Winterspielen zwischen Schwarzmeerküste und Kaukasus. Am letzten Januardonnerstag wurden die Sportler des Bob Race Club Riesa mit allen guten Wünschen nach Sotschi verabschiedet. Thomas Florschütz will mit den Anschiebern Kevin Kuske, Christian Poser und Joshua Bluhm nach einer nur durchwachsenen Weltcupserie genau zum Saisonhöhepunkt richtig angreifen. Aus Aberglauben nennt aber keiner ein konkretes Medaillenziel. „Ich bin zum vierten Mal bei Olympia, und ich fahre nicht dahin, um nur dabei zu sein“, machte Kevin Kuske dennoch eine unmissverständliche Ansage. Auch Florschütz hat trotz einiger offener Fragen bei der Abstimmung der Renngeräte den Optimismus nicht verloren: „Wenn es am Start klappt, können wir gegen jeden gegenhalten!“

Christian Poser, Thomas Florschütz, ESAM-Chef Sven Wilhelm, OB Gerti Töpfer, Franziska Fritz, Kevin Kuske (v.l.n.r.). Der leicht verletzte Joshua Bluhm konnte bei der Verabschiedung nicht dabei sein.

Erfreulicherweise konnte sich auch Franziska Fritz für Olympia qualifizieren. Mit ihrer Pilotin Miriam Wagner gemeinsam klappte es zwar – noch – nicht, aber in allen Anschubtests des deutschen Verbandes lag „Fritzi“ unter den besten Drei. Nun schiebt sie „Altmeisterin“ Sandra Kiriasis an, wurde zuletzt Vize-Europameisterin und darf auf olympisches Edelmetall hoffen. Die Favoritinnen kommen allerdings aus den USA und Kanada. Riesas Oberbürgermeisterin Gerti Töpfer und ESAM-Ge-

Stürmischer Empfang im Christlichen Gymnasium.

Fotos: U. Päsler

schäftsführer Sven Wilhelm überreichten den Olympiastartern kleine Voodoo-Puppen. „Ihr schreibt Euer Hauptproblem auf – Verletzungen, das Material, eine ungeliebte Bahnpassage, was auch immer. Dann pikst Ihr den Zettel

» Voodoo-Puppen vertreiben Probleme in die Puppe, und das Problem wird durch den ,Zauber von Sotschi’ verschwinden“, gab die Oberbürgermeisterin gleich die „Gebrauchsanweisung“ mit. Geschenke wurden auch im Christlichen Gymnasium „Rudolf Stempel“ verteilt. Die begeisterten Mädchen und Jungen bestaunten nicht nur Kevin Kuskes Goldmedaillen vergangener Spiele, sondern gaben den Sportlern auch motivierende Gedichte und selbst gebastelte Glücksbringer mit auf den Weg. Zuvor wollten sie von den Sportlern alles Mögliche wissen. Die Frage „Herr Kuske, haben Sie Angst

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am Start?“ erscheint angesichts von mehr als 150 km/h, die ein Viererbob erreicht, mehr als berechtigt. Der vierfache Olympiasieger und Modellathlet hat natürlich keine Angst, aber durchaus Respekt vor jeder Bahn, die richtige Konzentration sei immer nötig. Wie auch viel Fleisch, Gemüse und Kohlenhydrate zu essen, wenn man athletisch richtig fit werden will. „Nur mit Burgern und Schokolade wird es nichts werden“, ließ er die jungen Sportfans wissen. BRC-Trainer Gerd Leopold reist nicht mit nach Russland, verpasst erstmals seit 1992 die Olympiarennen. „Aber ich weiß ja, was sie können. Fritzi ist eine ganz tolle Anschieberin geworden. Und die Jungs haben Routine, können mit jedem Druck umgehen.“ Am 23. Februar morgens, zu den entscheidenden Läufen im Vierer, bietet Leopold in seinem Sportzentrum ein „Olympia-Brunch“ an. Dann soll gemeinsam gejubelt werden. U. Päsler


Riesaer.

Ausgabe Nr. 05/2014 vom 7. Februar 2014

Stadt ließ geschützte Baumreihe ergänzen

Neue Linden an der Elbe S

ie sind zu jeder Jahreszeit prachtvoll – die Linden am Elbufer. Im Sommer sitzt man gern in ihrem Schatten und genießt den Duft ihrer Blüten. Jetzt im Winter haben sie ohne Laub fast etwas Mystisches. Und dem Glauben an die besondere Kraft oder Macht der Linden verdanken sie auch ihre Existenz: Wie an vielen Orten in Deutschland wurden nach Kriegen sogenannte Friedenslinden gepflanzt. Die meisten erhaltenen Exemplare erinnern an den DeutschFranzösischen Krieg 1870/71 – so auch die prächtige Reihe Winterlinden am Elbufer. Sie sind also rund 140 Jahre alt. Das Ganze hat nur einen Haken: Die Linde ist kein klassi-

scher Auwald-Baum. Nasse Füße und starke Strömung mag sie nicht. Deshalb ist es eigentlich erstaunlich, dass entlang der Elbe ausgerechnet Linden gepflanzt wurden. Aber die Bäume hatten Glück, dass es in ihrer Jugendphase nicht so verheerende Hochwasser gab wie 2002 und 2013. So konnten sie genügend Standsicherheit entwickeln. Anders sieht es mit den Linden aus, die nach 2002 als Ersatz für umgekippte oder kranke Bäume gepflanzt wurden. Durch den Wasserdruck und die Strömung, die ja 2013 besonders stark war, wurden sie regelrecht aus dem Boden gedrückt. Es fielen aber auch im-

Eigentlich stehen die Linden am Elbufer sehr dicht, aber bis jetzt haben sie die Zeitläufe ganz gut überstanden. Einige – vor allem nach dem Hochwasser 2002 nachgepflanzte Exemplare – fielen dem Hochwasser 2013 zum Opfer (Foto links) und wurden nun durch neue Bäume ersetzt. Fotos: H.B./Stadt

mer wieder Bäume irgendwelchen Vandalen zum Opfer, die sich an den jungen Gehölzen austobten, kaum dass sie aus dem „Gröbsten“ heraus waren. Ende des vergangenen Jahres ließ das Stadtbauamt, das auch für die Erhaltung und

Pflege der Grünflächen zuständig ist, zwölf neue Winterlinden anpflanzen – eine im Stadtpark und elf am Elbradweg zur Ergänzung der geschützten historischen Lindenreihe. Die Bäume fallen durch die „Viererböcke“ auf, die mehr Standsicherheit ge-

währleisten sollen. Bis 2016 werden sie von einer Firma gepflegt. Solange sollen auch die Stützen bleiben. Bleibt nur zu hoffen, dass die neuen Winterlinden von Hochwasser verschont bleiben und sich in den nächsten Jahren ungestört entwickeln können. H.B.

Minister Kupfer ehrt persönliches Engagement

Fluthelfer-Orden für Reservisten S

taatsminister Frank Kupfer hat kürzlich gemeinsam mit dem Kommandeur des Landeskommandos Sachsen, Oberst Michael Knop, und dem Oberstleutnant der Reserve und Landesvorsitzenden des Reservistenverbandes, Christoph Lötsch, mehr als einhundert Reservisten-Helfer der Juni-Flut 2013 mit dem Sächsischen Fluthelfer-Orden ausgezeichnet. „Ich bedanke mich bei allen freiwilligen Helfern des Reservistenverbandes für ihr hervorragendes Engagement. Sie haben wichtige organisatorische ‚Schützenhilfe‘ geleistet, und Sie waren in Ihrer Freizeit eine tatkräftige Unterstützung beim Befüllen von Sandsäcken, bei der Deichverteidigung, dem Her-

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richten von Notunterkünften und der Versorgung der Fluthelfer“, sagte Minister Kupfer auf der Auszeichnungsveranstaltung. „Dieser Orden soll eine Anerkennung und ein Dankeschön der Staatsregierung für Ihren selbstlosen Einsatz sein“, so Kupfer weiter.

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Dank für tatkräftige Unterstützung

Zu den Geehrten gehörte auch Oberbootsmann d.R. Gunter Spies aus Riesa. Die ausgezeichneten Reservisten waren nicht im Rahmen des Bundeswehreinsatzes aktiv. Sie organisierten sich flexibel auf lokaler Ebene in ihrer Freizeit und auf eigene Kosten. Aufgrund der guten Orga-

nisation und Führung ist der Verband ein geschätzter Partner der zivilen Katastrophenstäbe. Die Landesgruppe Sachsen feiert dieses Jahr ihr zwanzigjähriges Bestehen. Sie ist im Verband der Reservisten der deutschen Bundeswehr e. V. (VdRBw) mit knapp 1.700 Mitgliedern die größte in den neuen Bundesländern. Staatsminister Frank Kupfer ist seit 1999 Mitglied in der Reservistenkameradschaft „Hartenfels“ und hat den Rang eines Oberleutnants. Nach der Flut im vergangenen Jahr stiftete Ministerpräsident Stanislaw Tillich den Sächsischen Fluthelfer-Orden als Anerkennung für die vielen Einsatzkräfte und freiwilligen

Zu den von Staatsminister Frank Kupfer mit dem Sächsischen Fluthelfer-Orden ausgezeichneten Reservisten gehörte auch Oberbootsmann d. R. Gunter Spies aus Riesa. Foto: privat

Helfer, die bei der Hochwasser-Katastrophe im Juni 2013 die Menschen in Sachsen unterstützt haben. Bisher wurden

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bereits ca. 18.000 FluthelferOrden ausgegeben. Vorgeschlagen wurden bislang rund 21.000 Personen.


Verein zur Förderung der Umform- und Produktionstechnik ist seit 20 Jahren aktiv

Fachleute aus aller Welt – und für Riesa! A

ls nach der politischen Wende das Riesaer Stahlund Walzwerk sein Ende fand, stand auch die Ingenieurschule für Hüttenwesen auf der Kippe. Mit der Umwandlung in eine Berufsakademie gelang der Sprung in die neue Zeit. Sie erfreut sich ungebremsten Zulaufs und trägt sich bereits wieder mit Erweiterungsgedanken. Frank Gerlach hat die Unwägbarkeiten damals hautnah miterlebt. Er ist Geschäftsführer des Vereins zur Förderung der Umform- und Produktionstechnik (VFUP). So wie der Verein vor 20 Jahren nach einigem Hin und Her zur Zukunft der Riesaer Rohrforschung entstand, so wechselvoll verlief seine Geschichte danach. Zwischendurch stand er gar vor dem Aus, „doch mit den Standbeinen Forschung und Weiterbildung können wir jetzt und in Zukunft gut arbeiten“, so Gerlach. Das sei keine Einzelleistung. Neben den engagierten Vereins-Mitarbeitern kann der VFUP über all die Jahre auf Partner wie die Berufsakademie, das Rohrwerk Zeithain und die Universität Bergakademie Freiberg („das ist fast unser zweites Zuhause“), auf die weltweite Kooperation mit Unternehmen und Forschungsinstituten bauen. Dass es ohne den VFUP und sein Schrägwalzwerk das Vallourec-Rohrforschungszentrum in Gröba nicht gäbe, dürfte niemand bestreiten. „Das Schrägwalzwerk wurde 1989 aus dem tschechischen Vitkovice geliefert. Es war noch nicht richtig installiert, da wurde politisch alles anders“, erinnert sich Frank Gerlach. Das Schrägwalzwerk erfüllt bis heute treulich seine Pflicht – und war sozusagen der Köder, mit dem sich der Weltkonzern nach Riesa-Gröba locken ließ. Dass hier 170 Jahre Stahltradition Fachleute mit großem Wissensfundus beheimatet sind, spielte eine ebenso wichtige Rolle. Vallourec hat dazu eigene Walz- und Schmiedetechnik installiert und betreibt hier das modernste Forschungszentrum der Welt. Frank Gerlach kommt selbst gar nicht aus der Stahlbran-

Frank Gerlach dankte allen Partner des VFUP bei der 20-Jahr-Feier im Dezember mit einem extra angefertigten VFUP-Räuchermännchen. Foto: U. Päsler

che, er wollte eigentlich Sportlehrer werden. Während der Armeezeit und wegen der Liebe – seine Frau lernte schon hier – entschied er sich jedoch für ein Studium der Walzwerkstechnik an der Ingenieurschule, wurde später Pädagoge an dieser Einrich-

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Weiterbildung in vielen Unternehmen tung. „Obwohl ich aus Riesa stamme, hatte ich vorher kaum Beziehungen zur Ingenieurschule, aber ich hab mich reingekniet. Wenn ich was anfange, mache ich es richtig, das war immer mein Leitsatz“, so Frank Gerlach. Richtig machten er und seine Mitstreiter es auch mit der Vereinsgründung im April 1993. Die Ingenieurschule wurde zwar als Studienakademie gerettet, die Umformtechnik fiel jedoch weg: „Das Image der Stahl- und Metallberufe war damals schlecht, alle redeten nur von der Dienstleistungsbranche. Es ist aber anders gekommen, heute werden überall Fachleute im

industriellen Sektor gesucht“, fühlt sich Frank Gerlach für das Durchhaltevermögen bestätigt. Damals jedoch musste rasch eine Idee her – und die hieß Förderverein. Mit neun Beschäftigten legten die Riesaer los, konnten Beziehungen zu Stahlunternehmen in den alten Bundesländern aufbauen, später kamen Kontakte zu Firmen aus den USA, mehreren europäischen Ländern sowie mit Mannesmann Zeithain zustande. Eine Steuernachforderung des Freistaats über

250.000 DM hätte dem VFUP jedoch 2001 beinahe das Genick gebrochen. „Ich musste alle Leute entlassen“, erinnert sich Frank Gerlach. Ideelle Hilfe bekamen die Riesaer damals von der Gemeinschaftsorganisation Verein Deutscher Eisenhüttenleute, heute Stahlinsititut VDEh. „Uns fehlte die Gemeinnützigkeit, die konnten wir dank der Beratung des VDEh erreichen, uns mit dem Freistaat einigen und die Leute wieder einstellen“, so Gerlach. „Etwa zur gleichen Zeit kam Vallourec ins Spiel, wurde unser wichtigster Partner.“ Der VFUP stieg in die Meisterausbildung ein, hat bisher rund 3.500 Leute in mehr als 50 Unternehmen in mehrwöchigen Kursen weitergebildet, ist 2014 schon wieder in Unternehmen in Osnabrück, im Ruhrgebiet und im Saarland gebucht. Richtig bekannt wurde der VFUP in der heimischen Region aber erst über das gemeinsam mit dem TGZ Glaubitz organisierte Innovationsforum „Innoring“ im Jahr 2006. „Wir sind in der Welt zu Hause, aber in Riesa daheim“, lautet der Grundsatz – nur wusste es Riesa lange Zeit gar nicht. Die intensiveren Verbindungen zur Stadt ermöglichten es dann jedoch, das wichtigste Projekt der Vereinsgeschichte, zugleich prägend für die Stadtentwicklung, gemeinsam umzusetzen. Nach intensiven Verhandlungen mit der V&M Deutschland GmbH, heute Vallourec Deutschland, wurde das Forschungszentrum nicht in Paris oder Düsseldorf, sondern in Riesa gebaut und Ende 2010 eingeweiht. „Dieser

Die Ansiedlung des Rohrforschungszentrums war bisher das wichtigste Projekt in der Geschichte des VFUP. Foto: U. Päsler

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DIE RIESENKOLUMNE Das geht ja eigentlich gar nicht: In unserem schönen modernen Stadtmuseum findet die Geschichte Riesas als Industriestadt bisher bis auf wenige Ausnahmen nicht statt! Aber das hat die längste Zeit gedauert. Am 11. April wird nun endlich die Industrieausstellung eröffnet. Das ist sicher der Höhepunkt des Museumsjahres 2014 – und bildet den würdigen Rahmen für die bedeutendste Ehrung unserer Stadt: die Riesenverleihung. Dass ich darauf ganz besonders stolz bin, versteht sich von selbst. Damit schließt sich für mich ein Kreis, denn schließlich bin ich auch ein Stück Riesaer Geschichte. Wer mein schmeichelhaftes Abbild am 11. April bekommt, wurde vom Kuratorium schon festgelegt, ist aber bis dahin noch streng geheim. 2015 gibt es dann wieder ein neu konzipiertes „Riesa für alle. Alle für Riesa.“. Bleiben Sie also schön neugierig! Das wünscht sich der Riesaer Riese.

ganze Weg erklärt doch, weshalb ich an der Sache so sehr hänge“, bringt es Frank Gerlach auf den Punkt. Inzwischen hat der VFUP nur noch zwei Angestellte, drei Mitarbeiter wurden von Vallourec übernommen. Doch zu tun gibt es genug. Im Projekt „Wirtschaft und Bildung“ zwischen Unternehmen und Schulen übernahm der Verein die Koordination. Momentan hängt eine Fortsetzung nach Ende der EFRE-Förderung wie meist am fehlenden Geld. Und ob die Umformtechnik doch noch Teil der BA-Ausbildung wird, ist ebenfalls offen. Frank Gerlach glaubt, dass es ein guter Schritt wäre: „Wir brauchen die Fachleute, die müssen hier ausgebildet werden, da bin ich ganz sicher.“ U. Päsler

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Riesaer.

Ausgabe Nr. 05/2014 vom 7. Februar 2014

Baumfällungen am Hafengelände in Gröba

Elbland Philharmonie Sachsen nimmt CD auf

Schloss ist „nackig”

Wagner in Graupa

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Als Vorbereitung auf den Bau des neuen Hochwasserschutzes wurden in der vergangenen Woche im vorderen Hafenbereich Bäume und Sträucher gefällt. Im komplizierten Gelände vor dem Schloss half ein Bagger von einem Schiff aus, die Baumstämme und Äste zu beseitigen. Das Schloss kommt jetzt von Foto: P.G. dieser Seite in seiner ganzen Schönheit zur Geltung, aber es sieht auch etwas „nackig“ aus.

Neue Hauseingänge am Karl-Marx-Ring

Riesa leuchtet

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ie Wohnungsgenossenschaft (WGn) ließ 2013 die Hauseingänge am KarlMarx-Ring 1-5 neu gestalten. In die neue Beleuchtung, die seit Januar in Betrieb ist und die ihre Farbe ständig wechselt, wurde auch das Logo der WGn integriert. Für alle, die im Dunkeln über die Elbbrücke in die Stadt kommen, ist das ein farbenfreudiger Empfang. Foto: P.G.

Betriebsveranstaltungen und Arbeitslohn

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Am 25. Dezember 1870 führte Wagner für seine Frau Cosima das „Siegfried-Idyll“ im privaten Rahmen auf – auch dieses Werk wird die Elbland Philharmonie aufnehmen. Engelbert Humperdinck assistierte Wagner bei dessen Spätwerk „Parsifal“ und fertigte später davon eine Version für Kammerorchester und zwei Klaviere (Klavierduo: Mirella Petrova und Oksana Weingardt-Schön). Ausschnitte davon wird die Elbland Philharmonie als Weltersteinspielung ebenfalls auf Tonträger bannen. Die Aufnahme entsteht in Zusammenarbeit mit den Richard-Wagner-Stätten Graupa und der Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg. Das Orchester dankt dem Freundeskreis und seinem Förderverein, ohne deren großzügige Förderung diese Aufnahme nicht möglich wäre.

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In seinem Urteil vom 16.5.2013 hat der BFH (AZ VI R 94/10) seine bisher geltende Rechtsprechung zur Ermittlung des zugewandten steuerpflichtigen Vorteils zugunsten der Arbeitnehmer geändert. Grundsätzlich gelten Zuwendungen eines Arbeitgebers anlässlich einer Betriebsveranstaltung erst dann als steuerpflichtiger Arbeitslohn, wenn die Freigrenze von 110 Euro pro Person überschritten ist. Der Wert der dem Arbeitnehmer zugewandten Leistung kann dabei anhand der angefallenen Kosten geschätzt werden und ist gleichmäßig auf alle Teilnehmer aufzuteilen. Dabei wird der auf teilnehmende Angehörige entfallende Anteil bei der Berechnung grundsätzlich nicht mehr dem Arbeitnehmer zugerechnet. Als Arbeitslohn gilt nur die objektive Bereicherung, also solche Leistungen die von den Arbeitnehmern unmittelbar konsumiert werden können. Dazu gehören Speisen und Getränke, aber auch Musikdarbietungen. Kosten für die Miete oder die Organisation durch Eventveranstalter führen laut Urteil nicht zu einer Bereicherung und sind damit nicht in die Berechnung von geldwerten Vorteilen einzubeziehen. Weitere Informationen unter: www.bskp.de

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en kleinen Ort Graupa besuchte Richard Wagner, um sich vom Amt des Hofkapellmeisters in Dresden zu erholen und seine Oper „Lohengrin“ zu schreiben. Neben seinem Wohnhaus, dem heutigen „Lohengrin-Haus“, besuchte Wagner wohl auch das Jagdschloss des Ortes. Dessen Saal bietet Platz für ein klein besetztes Orchester. Dies nimmt die Elbland Philharmonie Sachsen unter Leitung von GMD Christian Voß zum Anlass, dort eine Auswahl von Richard Wagners Werken auf CD aufzunehmen. Eingeladen hat das Orchester den jungen Geiger Jacob Meining, der „Träume“ aus den Wesendonck-Liedern in der Originalversion für Violine und kleines Orchester einspielen wird. Dieses Werk musizierte Wagner im Jahre 1857 in der Villa Wesendonck in Zürich für seine Muse Mathilde Wesendonck.

Im Schloss Graupa befindet sich heute die Wagner-Gedenkstätte.

IMPRESSUM Herausgeber: Stadt Riesa · Rathausplatz 1 · 01589 Riesa Erscheinungsweise: wöchentlich, kostenlos für alle Haushalte im Stadtgebiet Riesa verantwortlich für den amtlichen Teil: Stadtverwaltung Riesa: Uwe Päsler Tel. 03525/700205 · Fax 03525/733407 E-Mail: obm.pressestelle@riesa.de Redaktion: Heike Berthold Tel. 03525/735060 E-Mail: heike_berthold@t-online.de

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Anzeigenleitung/Herstellung: polyprint Riesa GmbH Goethestraße 59 · 01587 Riesa Tel. 03525/72710 · Fax 03525/727133 E-Mail: info@polyprint-riesa.de Anzeigenschluss nächste Ausgabe: 10.2.2014 Verteilung: Bachmann Direktwerbung Tel. 0151/56902526 · Fax 03525/739185 E-Mail: bachmann-direktwerbung@web.de Jahresabonnement: Info-Telefon 03525/72710 Fotonachweis: Heike Berthold, Fotolia Die nächste Ausgabe des Amtsblattes erscheint am 14.2.2014.


Riesaer Kino ist technisch und inhaltlich auf dem neuesten Stand

Programmkino mit Business Class D

as Jahr 2013 endete für das Riesaer Kino zufriedenstellend, meint Maik Honscha, Regionalleiter der Kieft & Kieft Filmtheater Sachsen GmbH. „Wir waren zwar durch das Hochwasser einige Zeit von einem Teil unseres Publikums abgetrennt, aber das Jahr endete hervorragend durch eine Vielzahl toller Filme“, versichert er. Mit konkreten Zahlen hält er sich zurück. Alexander Malt, der die beiden Filmtheater in Meißen und Riesa leitet, verrät zumindest, dass die Riesaer und die Bewohner des Umfeldes öfter ins Kino gehen als die Bundesbürger im Durchschnitt. Und der liegt bei zwei Kinobesuchen im Jahr. Alles in den Schatten gestellt hat „Fack Ju Göthe“, und auch beim „Medicus“ ist absehbar, dass das ein sogenannter Langläufer wird. 769 Sitzplätze hat das Kino jetzt. 66 kamen 2012 mit dem Saal 5 dazu. Er entstand nach einem halben Jahr Bauzeit parallel zur Straße An der Gasanstalt – dort, wo sich zuvor Garagen befanden, in denen früher die Fahrzeuge für den Landfilm standen. Lange war über eine Nutzung nachgedacht worden. Die Lösung ist ziemlich perfekt. Im Kino 5 sitzt man sehr bequem, kann sich gegen einen kleinen Aufpreis auch einen Leder-VIPSitz mit Überbreite und viel Beinfreiheit sichern – fast wie in der Business Class im Flieger. Damit hat Riesa jetzt ein Programmkino, wie der Kinofreak sie bisher fast ausschließlich in Großstädten fand. Hier laufen nicht etwa

die uralten Klassiker. „Es entstehen heute so viele tolle Filme, die nie die großen Reißer werden, für die es aber immer ein interessiertes Publikum gibt“, begründet Maik Honscha die Entscheidung für die Filmkunst im weitesten Sinne. Die Streifen sprechen eine ganz unterschiedliche Klientel an. Nun gibt es sogar die Überlegung, aus dem Programmkino eine tägliche Einrichtung zu machen. Den kleinen Saal kann man übrigens auch für private oder Firmenveranstaltungen mieten. „Der Bau von Kino 5 war ein großer Eingriff in unser Objekt. Aber er war auch die Voraussetzung für die Neugestaltung des Giebels zur früheren Gasanstalt hin. So sind zum Beispiel die alten Garagentore jetzt zugemauert. Putzschäden wurden bereits behoben, so dass wir in diesem Jahr die nächste Investition in Angriff nehmen können: die Neugestaltung der ganzen Front“, schaut Maik Honscha in die Zukunft.

» Neue Fassade noch in diesem Jahr Immer verlassen können sich die Kinobetreiber auf das Thriller-Publikum. Und dessen Ansprüchen kam das Kino mit der kompletten Umrüstung des Hauses auf digitale Technik nach. Die 35-mm-Technik ist Geschichte. Keine Kratzer mehr im Film, kein Flimmern mehr – nur noch gestochen scharfe Bilder. Damit sind auch die Kopien nicht mehr so knapp, der Kinobetreiber kann flexibler reagieren. „Wir spie-

Mit dem Einbau des Kino 5 wurde die Voraussetzung dafür geschaffen, dass diese Fassade des Kinos noch in diesem Jahr ein neues Aussehen bekommen kann. Foto: H. Berthold

len alles, wofür es eine ehrliche Nachfrage gibt“, versichert der Regionalleiter. Das Riesaer Kino hat auch zwei 3D-Leinwände, eine dritte soll in diesem Jahr hinzukommen. Fünf Kinosäle lassen ein differenziertes Programm für jeden Geschmack und jedes Alter zu. Zwischen 12 und 16 verschiedenen Filmen können die Besucher wöchentlich wählen. Dazu gibt es Sonderveranstaltungen wie das Seniorenkino mit Kaffee und Kuchen. Als Ladys Preview lief am 5. Februar „Vaterfreuden“ mit Matthias Schweighöfer schon einen Tag vor dem offiziellen Kinostart. Für die Damen im Publikum gab es dazu ein Glas Sekt gratis. Und ein Stammpublikum hat inzwischen auch die Reihe „Met Opera – live im Kino“. Das sind richtig große Theater-

Investieren in Riesa – es lohnt sich! Für bauwillige Interessenten bietet die Stadt Riesa folgende Wohnungsbaugrundstücke an: Wohnungsbaustandort „Kalkberg-West”, 4. BA 3 Baugrundstücke mit Grundstücksgrößen von 1.051 m2 bis 1.253 m2, Kaufpreis 49,00 €/m2.

abende mit entsprechender Bewirtung. Live aus New York werden berühmte Opern und Konzerte, gesungen und gespielt von Weltstars, übertragen. Am 8. Februar ist es „Rusalka“, am 1. März „Fürst Igor“. Die Opern werden in Originalsprache gesungen und mit deutschen Untertiteln gezeigt. In den Pausen kann das Publikum einen exklusiven

Blick hinter die Kulissen der Metropolitan Opera werfen. Mehr dazu und natürlich zum aktuellen Kinoprogramm erfährt man auf der seit Kurzem neu gestalteten Website des Kinos unter www.filmpalastkino.de. Die Tickets können jetzt auch online reserviert und gekauft werden. H. Berthold

Herzlichen Glückwunsch! Die Oberbürgermeisterin der Großen Kreisstadt gratulierte in der vergangenen Woche: Zum 90. Geburtstag Herrn Helmut Wilde, Herrn Heinz Jahn, Frau Gerda Höhne, Frau Edeltraut Günther, Frau Gerda Mehlhorn

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Riesaer.

Ausgabe Nr. 05/2014 vom 7. Februar 2014

Amtliche Bekanntmachungen der Großen Kreisstadt Riesa Beschlüsse des Stadtrates und seiner Ausschüsse – Monat Januar 2014 Der Verwaltungs- und Finanzausschuss tagte am 21. Januar 2014. Es wurden keine öffentlichen Beschlüsse gefasst. Der Ausschuss für Kultur, Schulen und Soziales tagte am 22. Januar 2014. Es wurden keine Beschlüsse gefasst. Der Bauausschuss tagte am 23. Januar 2014. Es wurden nachfolgende Beschlüsse gefasst: 1. Beschluss B 4/2014/ö Vergabe Allgemeiner Bauleistungen für die Beseitigung der Hochwasserschäden in der Stadthalle „stern” an das Baugeschäft Boberach aus Riesa. 2. Beschluss B 5/2014/ö Vergabe der Beseitigung der Hochwasserschäden an den Gewerk Innentüren in der Stadthalle „stern” an die UNGER Sonnenschutz GmbH aus Riesa. Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 11. Dezember 2013 nachfolgenden nicht öffentlichen Beschluss gefasst: Beschluss S 184/2013/nö Unbefristete Niederschlagung von Forderungen. Der Stadtrat tagte am 29. Januar 2014. Es wurden nachfolgende Beschlüsse gefasst: 1. Beschluss S 190/2013/ö Verkauf der Ankaufsrechte für das Grundstück des Industrie- und Gewerbegebietes RIO in Mautitz (Flurstücke Nr. 540, 542 und 549 der Gem. Mautitz) an die Wind 2000 GmbH mit Sitz in Leipzig. 2. Beschluss S 02/2014/ö Satzung der Großen Kreisstadt Riesa zur 1. Änderung der Satzung der Großen Kreisstadt Riesa zur Bestimmung der Aufwandsentschädigung ehrenamtlicher Ortsvorsteher und zur Entschädigung für ehrenamtliche Tätigkeit – Aufwands- und Entschädigungssatzung – vom 15. November 2011. 3. Beschluss S 03/2013/ö Prüfung der Zuwendungen der Stadt Riesa an den SC Riesa e.V. – Prüfauftrag an das Rechnungsprüfungsamt – Antrag der Stadtratsfraktion DIE LINKE. Auftrag an das Rechnungsprüfungsamt der Großen Kreisstadt Riesa zur Prüfung der Zuschussvergabe und Zuschussverwendung gemäß der Richtlinien zur Förderung von Kinder-, Jugend- und Vereinsarbeit in der Großen Kreisstadt Riesa beim SC Riesa innerhalb der letzten 5 Jahre und Auftrag an die Verwaltung zur Überarbeitung und Festlegung von Abrechnungsmodalitäten der Prüfungen von Zuwendungen nach der vorgenannten Richtlinie. 4. Beschluss S 07/2014/ö Ergänzungssatzung „Dr.-Kurt-Fischer Straße” Riesa-Poppitz. Beschluss über eingegangene Anregungen und Bedenken. 5. Beschuss S 08/2014/ö Beschluss der Ergänzungssatzung „Dr.-Kurt-Fischer-Straße” Riesa-Poppitz, bestehend aus dem Satzungstext mit redaktioneller Änderung gemäß der Abwägung vom 29. Januar 2014 und der Karte zur Satzung in der Fassung vom April 2013. Die Begründung einschließlich der redaktionellen Änderung gemäß Abwägung vom 29. Januar 2014 wird gebilligt. 6. Beschluss S 10/2014/ö Verordnung über einen verkaufsoffenen Sonn- und Feiertag anlässlich eines besonderen regionalen Ereignisses 2014 – Die Verkaufsstellen der Großen Kreisstadt Riesa im RIESAPARK dürfen abweichend von § 3 Abs. 2 SächsLadÖffG am 5. Oktober 2014 zwischen 13 und 18 Uhr anlässlich des jährlichen Centergeburtstages geöffnet sein. 7. Beschluss S 11/2014/ö Verordnung über verkaufsoffene Sonn- und Feiertage in der Großen Kreisstadt Riesa 2014 – Die Verkaufsstellen der Großen Kreisstadt Riesa dürfen abweichend von § 3 Abs. 2 SächsLadÖffG an folgenden Tagen zwischen 12 und 18 Uhr geöffnet sein: Osterspaziergang 13.04.2014 1. Sonntag 2. Sonntag 14.09.2014 Herbstfest Adventsbummel 07.12.2014 3. Sonntag 4. Sonntag 21.12.2014 Weihnachtszeit 8. Beschluss S 14/2014/ö Abrechnung von Regionaltrainerstellen im Jahr 2012. In Abänderung des Beschlusses S 90/2012 vom 18. Juli 2012 ist die Förderung eines Trainers für die Sportart Leichtathletik zulässig, jedoch ist die Doppelfinanzierung bei den Trainern der Sportarten Schwimmen und Triathlon vom SC Riesa zurückzufordern.

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9. Beschluss S 17/2014/ö Vorbehaltlich der Genehmigung der Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2014 durch die Rechtsaufsichtsbehörde tritt die Große Kreisstadt Riesa in den Förderverein für Heimat und Kultur in der Lommatzscher Pflege e.V. mit Wirkung vom 1. Januar 2014 ein. 10. Beschluss S 18/20114/ö Wegen der örtlichen besonderen finanziellen und kommunalpolitischen Bedeutungen sind für das Haushaltsjahr 2014 aus dem Produktkatalog folgende 12 Schlüsselprodukte zu verwenden: - 126000 Brandschutz, - 211101 Grundschulen, - 215101 Mittelschulen, - 217101 Gymnasien, - 365000 Tageseinrichtungen für Kinder, - 366000 Kinder-, Jugend- und Familienarbeit, - 421000 Förderung des Sports, - 424100 Sportstätten und Sporteinrichtungen, - 541000 Gemeindestraßen, - 542000 Kreisstraßen, - 543000 Staatsstraßen, - 544000 Bundesstraßen. 11. Beschluss S 20/2014/ö 1. Vorbehaltlich der Genehmigung der Haushaltssatzung 2014 durch die Rechtsaufsichtsbehörde beschließt der Stadtrat, die Kinder- und Jugendarbeit bei freien Trägern im Jahr 2014 wie folgt zu unterstützen: a) Die Outlaw gGmbH erhält eine Zuwendung in Höhe von 230.000,00 € für das Kinder- und Jugendhaus RIEMIX. b) Der Sprungbrett e.V. erhält eine Zuwendung in Höhe von 95.000,00 € für den Kinder- und Jugendtreff U-Punkt. c) Der Sportclub Riesa e.V. erhält eine Zuwendung in Höhe von 19.500,00 € für die Fachkraftförderung im Projekt „Vereinsoffene Kinder- und Jugendarbeit im Sport”. 2. Vorbehaltlich der Genehmigung der Haushaltssatzung 2014 durch die Rechtsaufsichtbehörde wird festgelegt, dass für den Erhalt des Offenen Jugendhauses eine Summe in Höhe von 70.000 € in den Haushaltsplanentwurf eingestellt wird. Der Kulturwerk e.V. führt kommissarisch den Betrieb des Offenen Jugendhauses bis zur Klärung der künftigen Trägerschaft weiter und erhält dafür monatlich 1/12 der vorgesehenen Zuwendung. Die Verwaltung wird beauftragt, die Träger Kulturwerk e.V., Outlaw gGmbH und Sprungbrett e.V. zur Einreichung von Konzepten zur Betreibung des Offenen Jugendhauses aufzufordern. Das Konzept soll insbesondere beinhalten: Fortführung der Jugendkonzerte; Aussagen zum Erhalt des Bandproberaumes; Angebote im Bereich der Berufsorientierung und Medienpädagogik für Jugendliche. Der Umfang des Konzeptes ist auf eine Vollzeitstelle abzustellen. Eine Entscheidung zur künftigen Trägerschaft sollte in der Stadtratssitzung am 26. März 2014 getroffen werden. 3. Der Stadtrat beauftragt die Verwaltung, bis 30. Juni 2014 Grundlagen für eine verbindliche, mittelfristige Ausgestaltung (bis Ende 2017) der Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt Riesa zu schaffen. Hierfür sind alle Zuwendungsverträge mit den freien Trägern zu kündigen und eine Neufassung zum Beschluss vorzulegen. 12. Beschluss S 21/2014/ö Arbeitsauftrag zur Gründung der Projekt-, Bau- und Servicegesellschaft mbH (PBS) – vordergründig zur Realisierung des Neubaus eines Schulzentrums in Riesa – (Gruppenantrag Stadträte) 1. Zur Realisierung des Neubaus Schulzentrum Riesa-Weida beauftragt der Stadtrat die Oberbürgermeisterin der Großen Kreisstadt Riesa unter Beachtung des Geschäftsmodells der Stadt Coswig mit der Erarbeitung einer Beschlussvorlage u. a. mit folgenden Inhalten: 1.1 Beschlussvorlage zur Gründung einer GmbH mit der Wohnungsgesellschaft Riesa mbH, wobei der Gesellschaftsanteil der Stadt Riesa 75 % betragen soll. 1.2 Dem Beschlussantrag sind insbesondere folgende Anlagen beizufügen: - Entwurf des Gesellschaftsvertrages - Stellungnahme der Rechtsaufsicht - Informationen zur Klärung rechtlicher Voraussetzungen - Ausführung zu steuerlichen Rahmenbedingungen - Wirtschaftlichkeitsberechnungen 1.3 Bei der Erstellung der Beschlussvorlage sollen die möglichen Ausgliederungspotentiale aus dem Bereich Hochbau, Gebäudemanagement und Liegenschaften zur Schaffung der personellen Voraussetzungen der neu zu gründenden Gesellschaft zwecks Realisierung des Schulzentrums sowie zukünftiger Baudienstleistungen für die Stadt Riesa genutzt werden. 13. Beschluss S 22/2014/ö 1. Änderungssatzung zur Abwassergebührensatzung vom 18. September 2009 und Festsetzung der Abwassergebühren sowie der Gebührenkalkulation mit den Kalkulationsgrundsätzen. Riesa, 30. Januar 2014 Gerti Töpfer Oberbürgermeisterin

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Amtliche Bekanntmachungen der Großen Kreisstadt Riesa Auf Grund von § 4, § 21 Abs. 1 und 2 Gemeindeordnung für den Freistaat Sachsen (SächsGemO) i. d. F. d. Bek. vom 18. März 2003 (SächsGVBl. S. 55, ber. S. 159), zul. geä. d. Art. 1 des G vom 28. November 2013 (SächsGVBl. S. 822); hat der Stadtrat am 29. Januar 2014 die folgende Satzung beschlossen:

Für eine mehrmalige Inanspruchnahme am selben Tag beträgt die Entschädigung das Zweifache des in Ziffer 2 festgelegten Betrages, wenn die Inanspruchnahme zusammen mehr als 4 Stunden beträgt. Bei mehreren, unmittelbar aufeinanderfolgenden Sitzungen desselben Gremiums wird nur ein Sitzungsgeld gezahlt.

Satzung der Großen Kreisstadt Riesa zur 1. Änderung der Satzung der Großen Kreisstadt Riesa zur Bestimmung der Aufwandsentschädigung ehrenamtlicher Ortsvorsteher und zur Entschädigung für ehrenamtliche Tätigkeit – Aufwands- und Entschädigungssatzung – vom 15. November 2011

Artikel 2 In-Kraft-Treten

Artikel 1 In § 3 wird der Absatz 1 aufgehoben und wie folgt ersetzt: (1) Stadträte erhalten als Aufwandsentschädigung 1. einen monatlichen Grundbetrag in Höhe von (soweit sie keine Fraktionsvorsitzenden sind) einen monatlichen Grundbetrag in Höhe von (soweit sie Fraktionsvorsitzende sind)

45,00 € 90,00 €

2. ein Sitzungsgeld für die Teilnahme an Sitzungen a) des Stadtrates; b) der Ausschüsse des Stadtrates; in Höhe von jeweils soweit das jeweilige Gremium beschlussfähig ist.

45,00 €

Diese Satzung tritt mit Wirkung vom 1. Januar 2014 in Kraft. Riesa, 30. Januar 2014 Gerti Töpfer Oberbürgermeisterin Hinweise gemäß § 4 Abs. 4 der Gemeindeordnung Satzungen, die unter Verletzung von Verfahrens-, Formvorschriften zu Stande gekommen sind, gelten ein Jahr nach ihrer Bekanntmachung als von Anfang an gültig zu Stande gekommen. Dies gilt nicht, wenn 1. die Ausfertigung der Satzung nicht oder fehlerhaft erfolgt ist, 2. Vorschriften über die Öffentlichkeit der Sitzungen, die Genehmigung oder Bekanntmachung der Satzung verletzt worden sind, 3. der Oberbürgermeister dem Beschluss gemäß § 52 Abs. 2 SächsGemO wegen Gesetzwidrigkeit widersprochen hat, 4. vor Ablauf der in Satz 1 genannten Frist a) die Rechtsaufsichtsbehörde den Beschluss beanstandet hat oder b) die Verletzung der Verfahrens- und Formvorschrift gegenüber der Gemeinde unter Bezeichnung des Sachverhaltes, der die Verletzung begründen soll, schriftlich geltend gemacht worden ist. Ist eine Verletzung nach Satz 2 Nr. 3 oder 4 geltend gemacht worden, so kann auch nach Ablauf der in Satz 1 genannten Frist jedermann diese Verletzung geltend machen. Riesa, 30. Januar 2014

3. ein Sitzungsgeld für die Teilnahme an den Sitzungen des Ältestenrates.

20,00 €

Auf Grund von § 50 Abs. 1 des Sächsischen Wassergesetzes (SächsWG) vom 12. Juli 2013 (SächsGVBl. S. 503), §§ 4, 14 und 124 der Sächsischen Gemeindeordnung (SächsGemO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 18. März 2003 (SächsGVBl. S. 55 ber. SächsGVBl. S. 159) zuletzt geändert durch Art. 1 d. Gesetzes vom 28. November 2013 (SächsGVBl. S. 822) i. V. m. §§ 2, 6 und 9 des Sächsischen Kommunalabgabengesetzes (SächsKAG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 26. August 2004 (SächsGVBl. S. 418, ber. 2005, S. 306) zuletzt geändert durch Artikel 6 des G vom 28. November 2013 (SächsGVBl. S. 822, 840) hat der Stadtrat der Großen Kreisstadt Riesa in seiner Sitzung am 29.01.2014 folgende Satzung beschlossen:

Satzung zur 1. Änderung der Satzung der Großen Kreisstadt Riesa über die Erhebung von Gebühren für die öffentliche Abwasserbeseitigung vom 18. September 2009 Artikel 1 Änderungen

Gerti Töpfer Oberbürgermeisterin

§5 Im § 8 Abs. 1 wird die Nummer 2 aufgehoben. Im § 8 Abs. 1 Nummer 1 werden die Angaben „EUR 1,80” durch die Angaben „EUR 1,83” ersetzt. Im § 8 Abs. 2 werden die Angaben „EUR 0,61” durch die Angaben „EUR 0,49” ersetzt. §6 Im § 9 Abs. 1 wird folgender Satz angefügt: „Ist kein Wasserzähler installiert, dann ist von der Zählergröße mit einer Nenngröße Qn 2,5 zur Berechnung der Grundgebühr auszugehen.” Im § 9 Abs. 4 wird die Zahl 4 durch die Zahl 3 ersetzt. Artikel 2 In-Kraft-Treten Die Satzung tritt am 1. Januar 2014 in Kraft.

§1

Riesa, 30. Januar 2014

Im § 1 Abs. 1 Satz 2 werden die Wörter „Entsorgung abflussloser Gruben sowie Kleinkläranlagen” gestrichen. §2 Im § 3 wird Abs. 5 aufgehoben. §3 Im § 5 Abs. 1 wird folgender Satz 2 angefügt: „Der Antrag kann mit Dauerwirkung längstens für einen Zeitraum von sechs Jahren gestellt werden, wenn sich die Grundlage für die Bemessung der unberücksichtigt bleibenden Wassermenge im Einzelfall nicht ändert”. Im § 5 Abs. 3 wird die Angabe „Abs. 1” durch die Angaben „Abs. 1 Satz 1” ersetzt, Satz 2 wird aufgehoben. Im § 5 Abs. 4 werden im Satz 3 hinter dem Wort „unverzüglich” die Wörter „spätestens mit Antragstellung nach Abs. 1 Satz 2”. §4 Im § 6 Abs. 1 Satz 1 werden die Wörter „nach der Niederschlagswassermenge bemessen, die” durch die Wörter „für Niederschlagswasser erhoben, das” ersetzt. Im § 6 Abs. 1 Satz 2 werden hinter dem Wort „Grundstücke” die Wörter „und Grundstücksteilflächen” eingefügt.

Gerti Töpfer Oberbürgermeisterin Hinweise gemäß § 4 Abs. 4 der Gemeindeordnung Satzungen, die unter Verletzung von Verfahrens-, Formvorschriften zu Stande gekommen sind, gelten ein Jahr nach ihrer Bekanntmachung als von Anfang an gültig zu Stande gekommen. Dies gilt nicht, wenn 1. die Ausfertigung der Satzung nicht oder fehlerhaft erfolgt ist, 2. Vorschriften über die Öffentlichkeit der Sitzungen, die Genehmigung oder Bekanntmachung der Satzung verletzt worden sind, 3. der Oberbürgermeister dem Beschluss gemäß § 52 Abs. 2 SächsGemO wegen Gesetzwidrigkeit widersprochen hat, 4. vor Ablauf der in Satz 1 genannten Frist a) die Rechtsaufsichtsbehörde den Beschluss beanstandet hat oder b) die Verletzung der Verfahrens- und Formvorschrift gegenüber der Gemeinde unter Bezeichnung des Sachverhaltes, der die Verletzung begründen soll, schriftlich geltend gemacht worden ist. Ist eine Verletzung nach Satz 2 Nr. 3 oder 4 geltend gemacht worden, so kann auch nach Ablauf der in Satz 1 genannten Frist jedermann diese Verletzung geltend machen. Riesa, 30. Januar 2014 Gerti Töpfer Oberbürgermeisterin

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Riesaer.

Ausgabe Nr. 05/2014 vom 7. Februar 2014

Veranstaltungstipps · Veranstaltungstipps · Veranstaltungstipps „Saiten des Lebens” Am 2. Februar verstarb der amerikanische Schauspieler Philip Seymour Hoffman. Er war einer der fulminantesten Nebendarsteller der Filmgeschichte und spielte in mehr als 40 Filmproduktionen mit. Im Jahr 2006 erhielt er den Oscar in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“ für seine Rolle des Capote im gleichnamigen Film. Er wirkte in bekannten Filmen, wie „The Ides of March“ (2011), „The Master“ (2012) und „The Tribute von Panem – Cathing Fire“ (2013) mit. Im Gedenken an Philip Seymour Hoffman spielt der Filmpalast Riesa am Sonntag, dem 9. Februar, 19.30 Uhr den Film „Saiten des Lebens“. In dem top besetzten USamerikanischen Drama aus dem Jahr 2013 geht es um ein Streichquartett, dessen Mitglieder um ihre Freund-

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schaft und den Fortbestand ihrer Musikgruppe kämpfen. Philip Seymour Hoffman spielt den zweiten Violinisten Robert, der durch die Krankheit des ersten Violinisten hofft, häufiger dessen Platz einnehmen zu können. Ein besonderer Film, den man sich nicht entgehen lassen sollte! ➜ So., 9. Februar, 19.30 Uhr Blutspende Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes lädt zur Blutspende ein: Mittwoch, 12. Februar, 14 bis 18.30 Uhr, im Elblandklinikum Riesa, Haus 1, Ebene 5, Physiotherapie. Beamter bei der Polizei? Eine Vortragsveranstaltung zu den Beamtenlaufbahnen im mittleren und gehobenen Polizeivollzugsdienst findet am

Donnerstag, 13. Februar, 16.30 Uhr im Berufsinformationszentrum (BiZ) der Agentur für Arbeit Riesa, Rudolf-Breitscheid-Straße 35, statt. Zu den Tätigkeiten im mittleren Polizeivollzugsdienst gehören der Objektdienst und die Unterstützung der Kräfte für grenz- und bahnpolizeiliche Aufgaben sowie im Bereich der Luftsicherheit auf deutschen Flughäfen. Die Beamten des gehobenen Polizeivollzugsdienstes finden ihre Aufgabenfelder im Kontroll- und Streifendienst, im Ermittlungsdienst oder als Sachbearbeiter. Alle Interessenten sind zu der Vortragsveranstaltung eingeladen, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Für Rückfragen steht das BiZ-Team unter Telefon 03525/711213 zur Verfügung. ➜ Do., 13. Februar, 16.30 Uhr

Im Heiligen Land Jörg Richter aus Riesa war oft in Israel zu Gast. Am Donnerstag, 13. Februar, 19.30 Uhr berichtet er unter dem Motto „Begegnungen im Heiligen Land – Bilder aus Israel“ in der Klosterkirche mit faszinierenden Bildern

und persönlichen Erlebnissen über beeindruckende Begegnungen in diesem Land. Widersprüchliches gerät dabei ebenso in den Blick wie nicht alltägliche Eindrücke. Der Eintritt ist frei. ➜ Do., 13. Februar, 19.30 Uhr

Auch der Tempelberg in Jerusalem spielt in dem Vortrag eine Rolle.

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KW 05/2014 - Der "Riesaer."  

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