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UNSERE POSITION ZUM HANDELS- UND INVESTITIONSABKOMMEN TTIP Österreichische Lebensmittel weltweit gefragt und geschätzt MAG. KATHARINA KOSSDORFF

Ö

sterreich ist höchst erfolgreich bei der Produktion, der Vermarktung und dem Export von Lebensmitteln und Getränken. Dahinter steht der herausragende Einsatz der heimischen Unternehmen. Immer mehr Konsumentinnen und Konsumenten auf der ganzen Welt setzen auf den Geschmack, die Qualität und die Vielfalt der Produkte „Made in Austria“. Export ist wichtigstes Standbein Der Export ist und bleibt der Wachstumstreiber und Jobgarant für die heimische Lebensmittelindustrie. Zwei von drei Erzeugnissen werden bereits auf 180 Märkten quer über den Globus verkauft. Mit 5,4 Mrd. € erreichten die Exporte von Produkten der österreichischen Lebensmittelindustrie im Jahr 2013 einen Rekordstand (+4,9  % gegenüber 2012). Die USA ist dabei nach Deutschland und Italien bereits der drittwichtigste Markt (438 Mio. € Ausfuhrvolumen). Für viele heimische Lebensmittelhersteller ist der Export ein unverzichtbares wirtschaftliches Standbein. Die Export-

leistungen der heimischen Unternehmen schaffen Arbeitsplätze und tragen wesentlich zur Wertschöpfung und dem damit verbundenen Wohlstand unseres Landes bei. Gut verhandelte Handelsabkommen mit Drittstaaten, die den österreichischen Lebensmittelproduzenten den Marktzugang erleichtern, sind daher mit Blick auf den globalen Wettbewerb essentiell. Neben den Exportinteressen stellen diese auch die Produktion und die Arbeitsplätze in Österreich sicher. Die österreichische Lebensmittelindustrie begrüßt daher Initiativen der EU, um die geltenden Rahmenbedingungen und Chancen für heimische Lebensmittelhersteller auf ausländischen Märkten rund um den Globus zu verbessern. Absicherung des Wirtschafts- und Exportstandortes Österreich Das Freihandels- und Investitionsabkommen (TTIP – Transatlantic Trade and Investment Partnership) zwischen der EU und den USA verfolgt das Ziel, Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze durch den Abbau von Zöllen und ungerechtfertigten nichttarifären Handelshemmnissen zu fördern und die

ERNÄHRUNG | NUTRITION  volume 39 | 01. 2015

transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen zu verbessern. Der Fachverband verfolgt daher im Interesse seiner Mitglieder die Gespräche über TTIP und spricht sich dabei für volle Transparenz bei den Verhandlungen aus. Dem Wunsch nach transparenten Gesprächen ist die EU-Kommission bereits nachgekommen. Sie hat Teile ihrer Verhandlungsposition im Internet veröffentlicht, darunter auch jene zur Lebensmittelsicherheit und Sicherung hoher österreichischer und europäischer Produktionsstandards. Die Absicherung des heimischen Wirtschafts- und Exportstandortes stand schon beim Beitritt Österreichs zur EU oder im Rahmen der EU-Osterweiterung im Zentrum und wurde – die guten Zahlen zeigen es  – auch erreicht. Damals wurden die Verhandlungen kritisch kommentiert, Ängste geschürt und Bedrohungsszenarien für Österreich in den Raum gestellt. Und auch jetzt sind die aktuellen Gespräche über ein Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA von Emotionen gekennzeichnet. Die wesentlichen Fakten

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DIE ERNÄHRUNG VOLUME 39 | 01. 2015  

Österreichische Zeitschrift für Wissenschaft, Recht, Technik und Wirtschaft

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