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Helfende H채nde Das Kind im Mittelpunkt

Patenschaften und Projektarbeit von SILOAH


2 Inhalt

Patenschaften und Projektarbeit von SILOAH Patenschaft:

Das Kind im Mittelpunkt 2

Impressum

3

Editorial

4

Haiti: Viele Erfolge in unserem jüngsten Projektland

6

Indien: Sinn und Zweck einer Kinderpatenschaft

8

Die bewegende Geschichte der Patin Hannah: Wenn Hilfe persönlich wird...

12

Moldawien: Warum wir gerne „klein“ sind

14

Ruanda: Kinder als Motor für Entwicklung

16

Patenschaft und Projektarbeit: Wie geht das?

20

Burma: Mit einer Förderschaft gegen Ausbeutung und Versklavung

22

Rumänien: Zuflucht für misshandelte Frauen und Kinder

24

Guinea-Bissau: Zukunft durch Bildung

26

Hilfe, die ankommt! Die Menschen hinter dem Hilfswerk

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Talon

Impressum SILOAH Mission – Helfende Hände Kirchenrain 17 CH - 3173 Oberwangen Telefon: 031 982 01 03 info@siloah-patenschaft.ch

Besuchen Sie uns im Internet: www.siloah-patenschaft.ch www.siloahpatenschaft.wordpress.com www.issuu.com/siloah

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit: Spenden Sie auf unser Postkonto: PC 60-329646-6

Redaktion: Georg Rettenbacher

Abdrucke von Bild und Text sind erwünscht. Bitte holen Sie sich vorab das Einverständnis der Redaktion

Spenden an SILOAH sind steuerlich abzugsfähig! SILOAH ist durch die Genehmigung der meisten kantonalen Behörden als gemeinnützig und förderungswürdig anerkannt. Die jährliche Spendenbescheinigung wird Ihnen automatisch im Januar zugestellt.

IBAN: CH3409 0000 0060 3296 466 BIC: POFICHBEXXX


Schenken Sie Liebe! 3

Liebe Leserin, lieber Leser, jeden Tag werden 227‘000 Kinder geboren. Alle haben eines gemeinsam: Sie sind einzigartig! Gleichzeitig sterben genau so viele, weil es ihnen am Nötigsten fehlt. Krankheit, Not, Armut und Katastrophen treffen immer den ganzen Menschen. Deshalb zielen unsere umfassenden Massnahmen stets auf die materiellen und auch auf die seelischen Nöte, um benachteiligte Menschen ganzheitlich zu unterstützen und zu fördern. Das Kind als Zukunftsträger steht dabei im Mittelpunkt: Patenschaften als zentrales Instrument garantieren einen Rundumschutz für ein sonst hilfloses Kind und sein gesamtes soziales Umfeld. Denn eine Kinderpatenschaft unterstützt auch die Familie, die Gemeinschaft, das landwirtschaftliche Projekt, die Tagesstätte oder die Schule. Das sieht natürlich in jedem unserer Projektländer anders aus.

So einzigartig und unterschiedlich wie jedes Kindes ist, so vielfältig sieht auch unsere Hilfe aus, die wir an die Bedürfnisse in den Ländern anpassen. Anstatt Hilfe zu importieren, leisten unsere Projekte Hilfe zur Selbsthilfe. Unsere Hilfe soll den Menschen vor Ort helfen, sich später selbst zu helfen. Ob mit einer Patenschaft, einer einmaligen Spende oder einer dauerhaften Projektförderschaft: Sichern Sie einem Kind die bestmögliche Zukunft. Ich verspreche Ihnen: Das bereichert auch Ihr Leben. Mit herzlichen Grüssen

Ruth Stöckli Geschäftsführerin


4 haiti

Haiti: Viele Erfolge in unserem jüngsten Projektland

Schlagen Sie eine Brücke der Liebe Haiti ist seit Jahrzehnten das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. 80 Prozent der Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze, geschwächt von Unterernährung, Krankheiten und Hoffnungslosigkeit. Das verheerende Erdbeben im Januar 2010 wirkte wie ein Genickbruch.

Nach der Nothilfe im ersten Halbjahr 2010 orientierten wir uns neu: Seither leisten wir zusammen mit unserer Partnerorganisation im abgelegenen Bergdorf Lougou nachhaltige Entwicklungshilfe.


Hilfe seit 2010 5

das Mikrokreditprojekt für Frauen, das Hygieneprogramm gegen Cholera und die Trinkwasserversorgung. Ein Gesundheitszentrum ist in Aufbau. Es wird als einzige Medizinstation der Region rund 8‘000 Menschen jährlich helfen.

Projektort: Lougou Projektpartner: COFHED (Christian Operation for Health, Education & Development) n Zielgruppen: verarmte Familien und notleidende Kinder n n

In Lougou mit seinen 1‘500 Einwohnern liegt die Lebenserwartung bei 50 Jahren. Die meisten Menschen leben von den eigenen landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Regelmässig zerstören Unwetter die Ernte und bringen Krankheiten wie Cholera. Das Patenschaftsprogamm ermöglicht den Kindern den Besuch der, von uns mitfinanzierten Schule. Der einzigen weitum. Die Schulkinder bekommen täglich eine warme Mahlzeit, medizinische Hilfe und zusätzliche Bildungsmöglichkeiten. Wir fördern die Gesundheit, Ernährung und Ausbildung der gesamten Dorfgemeinschaft. Beispielhaft sind

n Schenken Sie als Pate einem Kind Bildung und Zukunft oder spenden Sie für Lougous Menschen: Bitte nutzen Sie den Talon auf der Heftrückseite!

Ziele der Projektarbeit: n

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Ausbau des Patenschaftsprogramms Verbesserung der Ernährungs- situation Medizinische Grundversorgung Ausbildung in hygienischen Fragen Aufbau Schule und Kindertagesstätte Mikrokreditprojekt für Frauen


6 INDIEN

Indien: Sinn und Zweck einer Kinderpatenschaft

Erfolgsprojekt seit 26 Jahren Indien erlebt einen rasanten Aufschwung, doch noch immer hat ein Drittel seiner Bevölkerung weniger als einen Franken am Tag zum Leben. Millionen hausen in Slums, jeder fünfte Mensch ist unterernährt.

n n n

Projektort: Dam in Tamil Nadu Projektpartner: SILOAH Indien Zielgruppen: Buben und Mädchen aus armen Familien

Im Süden des Subkontinents ist der Anteil der Armen besonders hoch. Viele Kinder müssen für einen Hungerlohn hart arbeiten, da das Einkommen der Familien nicht zum Überleben reicht. Hier liegt unser Projektort Mettur Dam.


Hilfe seit 1986 7

In den Slums setzen wir uns für bedürftige Kinder, Jugendliche und sozial benachteiligte Menschen ein. Vor allem unsere Patenschaften eröffnen Wege in die Zukunft. Wegen der untergeordneten Stellung der Frau im indischen Kastensystem ist für Mädchen die Familienpatenschaft der richtige Weg: Jede Familie wird mehrmals monatlich besucht, um bei der Durchsetzung der vereinbarten Ziele zu helfen. 42 Mädchen unterstützen wir derzeit erfolgreich. Unterstützen Sie unsere Arbeit in Indien: Verwenden Sie den Talon auf der Heftrückseite! n

Ziele der Projektarbeit: n

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n n n

Ausweitung des Patenschafts- programm Schulunterricht für Kinder aus armen Familien Medizinische Grundversorgung Ausbildung in hygienischen Fragen Umfassende Bildungsarbeit

Die Familienpatenschaften sind sehr erfolgreich. Viele der Mädchen bleiben auch nach Ablauf der Patenschaft unserem Projekt verbunden und unterstützen es.


8 SCHWEIZ

Sie verbindet ein besonderes Band: Das Patenkind Daniela mit ihrer Grossmutter und der Patin Hannah Wigger aus der Schweiz.

Die bewegende Geschichte der Patin Hannah:

Wenn Hilfe persönlich wird ... Eine junge Frau, die Jesus‘ Liebe spürt und diese weitergeben will. Sie lebt das in ihrem Beruf, indem sie in einer Heilpädagogischen Schule mit körperlich und mehrfach behinderten Kindern und Jugendlichen arbeitet. Ab Herbst 2013 will sie Sozial- oder Heilpädagogik studieren, um sich noch mehr für benachteiligte Kinder und Jugendliche in der Schweiz einsetzen zu können. Das ist Hannah Wigger aus Roggwil, 20 Jahre, kreativ. Sie reist gerne,

um andere Menschen und Kulturen kennenzulernen. Und lebt ihre Liebe für benachteiligte Menschen auch im Privaten: Mit Freude nimmt sie Ende 2011 den 6-jährigen Victor zum Patenkind; der Bub kommt aus sehr schwierigen Verhältnissen. Um ihn besser kennenzulernen plant sie eine Reise zu ihm, arrangiert über SILOAH in der Schweiz und Moldawien den Besuch. Alles ist perfekt. Doch es kommt anders – Victor ertrinkt in einem See.


Die Menschen hinter SILOAH 9

Wo andere vielleicht aufgeben, nicht diese junge Frau. Hannah will, dass Victors Licht, seine Liebe, in einem anderen Kind weiterleben. So übernimmt sie die Patenschaft für Daniela aus Chiperceni. Das Mädchen lebt mit ihrer Mutter und deren Freund zusammen, denn ihre Eltern sind geschieden. Die staatliche Kinderhilfe reicht hinten und vorne nicht. Es mangelt an allem. Dieser Sommer schien für die 10jährige der traurigste ihres Lebens zu werden: Ihre Mama geht als Erntehelferin nach Malta, schickt sie zur Grossmutter. Doch auch hier kommt alles anders – zuerst erhält sie eine Patin, ihre Grossmutter nun regelmässig Lebensmittel. Dann darf sie nach der Schule in die neue Kindertagesstätte im Dorf. Wann immer sie will! Und plötzlich steht die Patin aus der Schweiz leibhaftig vor ihr. Wieso ein Patenmädchen aus Moldawien? 2010 reiste ich mit einer Hilfsorganisation das erste Mal in dieses arme Land. Seither liegen mir die Kinder von dort besonders am Herzen. Wieder zu Hause in der Schweiz, kam mir der Gedanke, eine Patenschaft für ein Kind zu übernehmen. Ich finde, Patenschaften sind eine gute Möglichkeit, Hoffnungsschimmer in die sehr schweren Schicksale der Kinder zu bringen.

Wie verlief Ihr Besuch? Ich reiste mit 70 Menschen aus verschiedenen Kirchen der Schweiz nach Moldawien. Wir veranstalteten Kinderprogramme, besuchten arme Familien und Kranke in Spitälern und halfen den Menschen ganz praktisch. Danach blieb ich noch drei Wochen länger im Land, um Freunde zu besuchen und vor allem um Daniela kennenzulernen. Ich durfte sie in ihrem Dorf besuchen und konnte mir die Kindertagesstätte Ester Chiperceni anschauen. Diese gefiel mir sehr gut. Ich spürte, wie sehr sie sich hier wohl fühlt. Sie ist einfach gerne dort. Daniela stellte mir auch ihr Zuhause und ihre Grossmutter vor. Obwohl sie erst zehn Jahre alt ist, macht sie schon viele der Arbeiten im Haushalt und Garten alleine, da ihre Grossmutter nicht mehr gut auf den Beinen ist.

Kindertagesstätte Ester Chiperceni


10 Die Menschen hinter SILOAH

Was war neu für Sie? Ich hatte das erste Mal Gelegenheit, mir eine Kindertagesstätte in Moldawien anzuschauen. Dabei habe ich gesehen, wie wichtig solche Tageszentren und ganzheitliche Projekte sind. Sie bewirken viel Positives im Leben eines Kindes und können es nachhaltig verändern. Was braucht Daniela am meisten? Natürlich „materielle“ Dinge wie Nahrung und Kleidung. Aber beson-

ders auch Menschen, die sich liebevoll um sie kümmern, mit ihr spielen, ihr bei den Hausaufgaben helfen, ihr Aufmerksamkeit schenken und ihr von Gottes Liebe erzählen. Gerade da nun ihre Mutter fast das ganze Jahr über im Ausland arbeitet und Daniela grösstenteils alleine mit ihrer Grossmutter zusammenlebt, ist der regelmässige Besuch in dieser Kindertagesstätte sehr wichtig für sie. Wie zufrieden sind Sie mit unserem Hilfswerk? Als ich das erste Mal von diesem Patenschaftsprojekt im Internet las, war ich sofort begeistert von der Idee, ein Kind zu unterstützen, damit es die Gelegenheit hat, eine solche Tagesstätte zu besuchen.

Hannah und Daniela beim Malen und Spielen im Ester Chiperceni. Victor (unten) war bis zu seinem überraschenden Tod Hannah Wiggers Patensohn. Mit ihrer Patenschaft für Daniela möchte sie, dass von Victor etwas weiterlebt.

Ausserdem finde ich es schön, dass SILOAH Patenschaft den Kontakt zum Kind ermöglicht. Und ich freue mich jedesmal riesig, Post von meinem Patenkind in Form einer Zeichnung oder eines Briefes zu erhalten. Vor allem war ich überrascht, wie spontan und unkompliziert ich den Besuch von Daniela über SILOAH Schweiz organisieren konnte und wie zuvorkommend die Mitarbeiter von ORA Moldova sind: Sie zeigten mir das Büro, begleiteten mich ins Dorf und ermöglichten mir so einen wunderschönen Besuch bei Daniela.


www.siloah-patenschaft.ch 11

Wer in meinem Namen solch ein Kind aufnimmt, der nimmt mich auf. Matth채us 18,5


12 MOLDAWIEN

Moldawien: Warum wir gerne „klein“ sind

Hilfe, die Gross macht! Moldawien ist Europas ärmstes Land. Ein Drittel der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Unter den schwierigen Lebensbedingungen leiden besonders Kinder, Frauen und ältere Menschen. 14’000 Mädchen und Jungen wohnen in Heimen, obwohl 70 Prozent noch einen oder beide Elternteile haben.

Viele Erwachsene sind nicht in der Lage für ihre Kinder zu sorgen. Wer kann, verlässt das Land auf der Suche nach Arbeit. Fast jeder fünfte Bewohner ist seit 1991 ausgewandert, die Bevölkerung schrumpfte von 4,4 auf 3,5 Millionen Einwohner.


HILFE SEIT 1992 13

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Projektorte: Chisinau und umliegende Dörfer Projektpartner: ORA Moldova Zielgruppen: bedürftige Kinder und Senioren

Wir leisten in Moldawien in um die Hauptstadt Chisinau vielfältige Hilfe für Kinder, alte Menschen und arme Familien. Zentrales und wirkungsvollstes Instrument sind Patenschaften. Sie versorgen ein Kind und sein gesamtes soziales Umfeld. Unsere Hilfstransporte unterstützen viele soziale Einrichtungen mit wertvollen Sachgütern. Das Sozialzentrum in Chisinau ist eine wichtige Anlaufs-, Beratungs- und Ausbildungsstelle für Jugendliche und Erwachsene. Wir betreuen vier eigene Kindertagesstätten, dazu Heime, etliche Schulen und Kindergärten. Das Landwirtschaftsprojekt ist praktische Hilfe zur Selbsthilfe. Hier bauen wir für den eigenen Gebrauch an, verkaufen Obst und Gemüse und refinanzieren den Betrieb, der die Kinder auch praktisch ausbildet.

Ziele der Projektarbeit: n

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Patenschaften, um direkt und bestmöglich zu helfen Sachhilfe für staatliche Heime, Schulen, Kinderhorte und Krankenhäuser Unterstützung von Kindern mit Behinderung und Tuberkulose Unterhalt von vier eigenen Kindertagesstätten

n Zusammen mit Ihnen können wir Kinderleben verändern: Helfen Sie und nutzen Sie den Talon auf der Heftrückseite!


14 RUANDA

Ruanda: Kinder als Motor für Entwicklung

Hilfe, die Zukunft bringt Trotz bedeutender Anstrengungen von Seiten der Regierung Ruandas leben knapp 60 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Obwohl 90 Prozent der Menschen in der Landwirtschaft beschäftigt sind, ist gut ein Drittel unterernährt. Jedes zehnte Kind stirbt vor seinem fünften Geburtstag.

Der Völkermord von 1994 mit mehr als einer Million Toten hat zahllose Frauen als Witwen und Kinder als Waisen zurückgelassen. Ihre Not ist nach wie vor gross. Viele haben AIDS, die körperlichen und seelischen Wunden durch den grausamen Genozid sind ihnen bis heute allgegenwärtig.


HILFE SEIT 2005 15

Bicumbi Kabuga

Beispielsweise halfen die letzten beiden zwei Weihnachtsaktionen 115 Familien je mit einer Geiss und 225 weiteren Familien je mit drei Hühnern als wertvolles Geschenk zur Eigenversorgung. Die Mangobaumaktion 2012 stellt hunderten weiteren Familien einen Teil der eigenen Ernährung sicher. Sie wollen eine Familie in Ruanda unterstützen? Nutzen Sie den Talon auf der Heftrückseite! n

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Projektorte: Kabuga, Bicumbi und Nyagasambu Projektpartner: Solace Ministries Zielgruppen: von Armut bedrohte Frauen und Kinder

Zusammen mit unserem Projektpartner leisten wir ganzheitliche Hilfe durch umfassende Projektarbeit. Witwen und alleinstehende Mütter, ihre Kinder sowie Vollwaisen wollen wir durch den Neuaufbau von Familien und Dorfgemeinschaften wiederherstellen und ihnen helfen, die Grausamkeiten der Vergangenheit zu verarbeiten. Das Patenschaftsprogramm und die Agrarprojekte entwickeln die Dörfer Kabuga und Bicumbi, die Hilfe in Nyagasambu ist im Aufbau. Die Hilfe ist vielfältig und soll dauerhaft wirken. Praktischer Beistand kommt dabei immer wieder zum Tragen.

Ziele der Projektarbeit: n

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Bildung neuer Familien durch Patenschaften: sie unterstützen Witwen und Waisen Ganzheitliche, auch seelische Unterstützung Umfassende Bildungsarbeit Nachhaltige Entwicklungs- und Landwirtschaftsprojekte Vorsorge gegen Dürrezeiten


16 Patenschaft

Patenschaft und Projektarbeit: Wie geht das?

Begleiten Sie ein Kind durch sein Leben Was ist eine Patenschaft? Sie ist die persönlichste Form der Entwicklungshilfe. Sie begleiten freiwillig das Leben eines Kindes und verbessern damit seine Lebensqualität spürbar. Durch regelmässige Informationen lernen Sie das soziale Umfeld des Kindes kennen. Dadurch wird es Ihnen möglich, eine persönliche Beziehung zum Patenkind aufzubauen.

Wie kann ich eine Patenschaft übernehmen? Per E-Mail, Telefon, Fax und mit dem Talon auf der Heftrückseite via Post. Senden Sie uns den Patenschaftsantrag ausgefüllt zurück, erhalten Sie anschliessend alle notwendigen Unterlagen zu Ihrem Patenkind. Kann ich eine Patenschaft kündigen? Sicher, Ihre Patenschaft können Sie


Fragen und Antworten 17

Geben Sie einem Kind Ihre Hand und helfen Sie ihnen in Zukunft ihre eigenen Projekte umzusetzen. Zusammen mit Ihnen rüsten wir aus, lehren, geben Wissen weiter und stiften sie an, das Erlernte wiederum weiter zu geben. Hilfe zur Selbsthilfe ist die wertvollste Hilfe überhaupt.

jederzeit und ohne Angabe von Gründen per E-Mail, Telefon, Fax oder Telefon auflösen. Sie gehen keinerlei rechtliche Verpflichtung ein. Sie helfen uns jedoch sehr, wenn Sie Ihre Kündigung möglichst frühzeitig ankündigen. So haben wir die Chance, einen neuen Paten zu finden. Wie viel kostet eine Patenschaft? Für täglich nicht mal 1.70 Franken - monatlich 50 Franken - sichern Sie Lebensmittel, Kleidung, Fürsorge, schulische Ausbildung und medizinische Betreuung für Ihr Patenkind.

Die Kinder lernen in fünf Schulen Lesen und Schreiben, erhalten Essen, Trinken und Kleidung sowie regelmässig medizinische Versorgung.


18 Patenschaft

Beinahe monatlich trifft ein Hilfsgütertransport in Moldawien ein. Die Transporte enthalten Nahrungsmittel, Schulmobilien, Spitalausrüstungen und vieles mehr.

Wie hilft eine Patenschaft? Mit Ihrer Rundumversorgung unterstützen Sie das gesamte soziale Umfeld eines Kindes: Ihre Hilfe entlastet Eltern und Geschwister, andererseits können Projekte, medizinische Einrichtungen, Tagesstätten und Schulen nur so bestehen. Kommt meine Spende auch an? Wir setzen Spenden zielgerichtet für das Projekt ein, das Sie bestimmen. Übersteigen Zuwendungen die Projektsumme, fliessen die Mittel in verwandte Massnahmen. Wir garantieren: Ihre Hilfe kommt dort an, wo Sie es wollen.

Wer kontrolliert SILOAH? Wir verpflichten uns den Menschen in den Projekten, den Pateneltern, den Spendern und Gott die uns anvertrauten Mittel so effektiv wie möglich einzusetzen. Die weltliche Kontrolle übernimmt alljährlich das unabhängige Revisionsbüro Andergg Consulting in Thörishaus. Alle Prüfungen bescheinigen uns den seriösen und vertrauenswürdigen Umgang mit den gespendeten Geldern. Selbstverständlich müssen auch die Büros in den Projektländern jährlich eine unabhängige Finanzprüfung durchführen und uns vorlegen. Gerne beantworten wir allfällige weitere Fragen: 031 982 01 03. n


Fragen und Antworten 19

Immer wenn du etwas Gutes von Gott bekommst, stelle es als Zeichen deiner Liebe wieder zur Verf端gung. Oswald Chambers


20 burma

Viele bewaffnete Gruppen in Burma rekrutieren Kinder. Der vorsichtige politische Wandel seit 2012 ist ein gutes Zeichen. Aber das Leid der Kindersoldaten beendet er noch lange nicht.

Gegen Ausbeutung und Versklavung

Kinder sind keine Militäroder Sexware Burmas Wirtschaft liegt am Boden. Die Bevölkerung ist verarmt. Zwischen Armee, Miliz und Mafia wüten Machtkämpfe. Laut Schätzungen gibt es rund 77‘000 Kindersoldaten im Land; zwangsrekrutiert oder an die Armeen verkauft. Ein Drittel sind Mädchen.

Die Kinder müssen kämpfen, militärische Dienste leisten, harte Arbeiten verrichten und Hunger ertragen. Gewalt, Unterdrückung und oft auch sexuelle Ausbeutung verletzen sie an Körper und Seele und hinterlassen tiefe Spuren , die auch nach der Befreiung fortwirken.


Hilfe seit 2009 21

sind unterernährt und in einem kaum vorstellbaren hygienischen Zustand. Sie werden gesund gepflegt, medizinisch betreut, erhalten eine Schul- und anschliessend Berufsausbildung. Werden Sie Förderer – 50 Franken monatlich garantieren das Notwendigste aus der Krise: Unterkunft, medizinische Versorgung, ausreichende Ernährung, sauberes Wasser und Schule. n

Projektort: Bundesstaat Shan, im sogenannten goldenen Dreieck n Projektpartner: Allianz zur Rettung von Kindersoldaten n Zielgruppen: befreite Kinder- soldaten und gefährdete Kinder n

Wir unterstützen drei Kinderheime mit angeschlossenen Schulen für befreite Kindersoldaten und gefährdete Kinder. Ziel ist es, Minderjährige durch Verhandlungen aus den Milizen zu befreien oder die Eltern zu hindern sie dorthin zu verkaufen. Die Kinder sollen langfristig in Sicherheit sein und neue Wege in die Zukunft erhalten. Landwirtschaftliche Projekte sorgen für die Verpflegung der Kinderheime mit Lebensmitteln und dienen zur Ausbildung und als Einnahmequelle. Gelingt es unseren Mitarbeitern Kindersoldaten aus den Milizen zu befreien oder auszulösen, dauert es in der Regel ein Jahr, sie körperlich gesund zu pflegen. Die Kinder

Ziele der Projektarbeit: Förderschaftsprogramm: Kinder aus Versklavung und Missbrauch befreien n Ganzheitliche, auch psycholo gische Hilfe n Schul- und Ausbildung sowie Vermittlung in feste Arbeits- verhältnisse n Nachhaltige Wirtschaftsprojekte n Ausbau und Förderung eigen- ständiger, unabhängiger Gemeinschaften n


22 RUMÄNIEN

Unsere Projektleiterin Terez Jeszenky (rechts) versprüht Wärme und Zuversicht. Im Kinderheim Regenbogen finden bedrohte Kinder und Waisen Unterschlupf.

Rumänien: Zuflucht für misshandelte Frauen und Kinder

Platz der Zuflucht = Ort der Zukunft Im Land am osteuropäischen Rand Europas ist das Leben vieler Menschen von schlimmer Armut geprägt. Rund ein Viertel der Bevölkerung gilt als arm. 20 Prozent der Jugendlichen finden keine Arbeitsstelle. Im Juli 2010 wurden die Löhne um 25 Prozent gekürzt.

Speziell auf dem Land gibt es hohe Arbeitslosigkeit, fehlende Kaufkraft und massive soziale Probleme. Viele Familien leben unter dem Existenzminimum. Alkohol und häusliche Gewalt sind trister Alltag. In einer solchen Gegend liegt unser Projektstandort.


Hilfe seit 1991 23

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Projektort: Gheorgheni und Umgebung Projektpartner: ORA Romania Zielgruppen: bedürftige Kinder, Familien und Senioren

Apotheke für arme Menschen sowie mehrere Ambulanzen mit wertvollen Sachgütern, Medikamenten und medizinischem Material. Ein Warenhaus, ein Gebrauchtwarenladen und ein Jugendcafé schaffen Arbeitsplätze und Lehrstellen. 75 Prozent der Gewinne fliessen in die verschiedenen Projekte am Ort zurück. n Schaffen Sie Raum für Neubeginne und senden Sie Wärme in eine harte Um-Welt: Bitte nutzen Sie den Talon auf der Heftrückseite!

Das Patenschaftsprogramm sichert die materielle Versorgung, die medizinische Betreuung und den Schulbesuch von Kindern aus bedürftigen Familien. Seniorenpatenschaften und das Obdachlosenheim schützen Menschen vor dem Abgrund. Ein Frauen-Kind-Haus steht kurz vor der Eröffnung. Das Kinderheim „Regenbogen“ gibt 35 Kindern ein Zuhause. 481 Patenschaften sichern die materielle und medizinische Versorgung und den Schulbesuch der Kinder. 55 Seniorenpatenschaften geben diesen ausreichend Essen, Medizin und Betreuung.

Ziele der Projektarbeit: n

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Regelmässige Hilfstransporte beliefern diese Einrichtungen, das Kreiskrankenhaus in Gheorgheni, eine

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Patenschaftsprogramm für verarmte kinderreiche Familien und Sozialwaisen Vermittlung von Lehrstellen und Arbeitsplätzen Nachhaltige Entwicklungshilfe- projekte Schutz vor häuslicher Gewalt und Menschenhandel


24 Guinea-Bissau

Guinea-Bissau: Zukunft durch Bildung

Jedes Kind ist einzigartig! Guinea-Bissau zählt zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Niedriges Bildungsniveau und hohe Arbeitslosigkeit führen zu einem extrem geringen Lebensstandard.

SILOAH unterstützt seinen Projektpartner in drei Orten die Lebensumstände und die Zukunftsaussichten der jungen Generation langfristig zu verbessern.

Die Lebenserwartung liegt bei knapp 49 Jahren. 42 Prozent der Männer und 73 Prozent der Frauen können weder lesen noch schreiben. Jedes zehnte Kind stirbt nach der Geburt. Jedes fünfte Kind erlebt seinen fünften Geburtstag nicht.

Das Patenschaftsprogramm ermöglicht 326 Kindern den Schulbesuch, sichert ihre medizinische Versorgung und gesunde Ernährung. Dadurch ist es möglich in fünf Schulen mehr als tausend Kindern täglich


HILFE SEIT 2005 25

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Projektorte: Bissau, Insel Soga und Hühnerinsel Projektpartner: Central Social Zielgruppen: von Armut und Chancenlosigkeit betroffene Kinder und Jugendliche

Die Kinder lernen in fünf Schulen Lesen und Schreiben, erhalten Essen, Trinken und Kleidung sowie regelmässig medizinische Versorgung.

Unterricht und eine stärkende Mahlzeit zu geben. Wir bauen und erhalten die Schulgebäude und zahlen die Lehrergehälter. Ein Landwirtschaftsprojekt auf der Hühnerinsel bewirkt die nachhaltige Entwicklung der gesamten Insel. Unser Milch- und Seifenprogramm verbessert die Hygiene massiv und hilft gezielt Krankheiten wie der Cholera vorzubeugen.

Ziele der Projektarbeit: n

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Sind auch Sie der Meinung, dass jedes Kind seinen umsorgten Platz verdient? Dann übernehmen Sie für nur 50 Franken monatlich Ihre persönliche Patenschaft. n

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Patenschaften für die Heim- kinder im Casa Emanuel in Bissau sowie Kinder armer Familien Hilfe in drei Projektorten und fünf Schulen Verbesserung der Ernährungs- situation Medizinische Grundversorgung, Gesundheits- und Vorsorge- massnahmen Aufklärungsprogramme


26 Das sind wir

SILOAH: Die Menschen hinter dem Hilfswerk

Hilfe, die ankommt! SILOAH ist das christlich-überkonfessionelle Hilfswerk, welches sich weltweit für Menschen in akuter Not einsetzt. Das Kind steht im Mittelpunkt unserer Hilfe. Die uns anvertrauten Buben und Mädchen wachsen in einem geschützten Umfeld auf. Durch liebevolle Erziehung und gute Ausbildung führen wir sie in eine lebenswerte Zukunft.

In Katastrophenfällen leisten wir ausserdem Nothilfe, wie in jüngster Vergangenheit nach dem schweren Erdbeben 2010 in Haiti und der Flutkatastrophe im selben Jahr in Pakistan oder der Hungersnot Ende 2011 in Ostafrika. Patenschaften und Projektarbeit bilden den direktesten Weg der


Mittelverwendung 27

Hilfe und wirken sich wie ein unsichtbarer Schutzschild aus — ein Rundumschutz für ein sonst hilfloses Kind. Effizient und speditiv Unser Büro ist am Kirchenrain 17 in Oberwangen bei Bern zu Hause. SILOAH beschäftigt drei Mitarbeiter. Bei besonderen Aktionen, wie dem Verpacken der Spenderbriefe oder der Koordination von Hilfsgütertransporten, helfen bis zu zehn ehrenamtliche Helfer mit.

Ihr Vertrauen ist unser Auftrag Auf diese Weise arbeiten wir im Sinne der Verwendung von Spendengeldern sehr effektiv: Im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre gaben wir nur 12,3% für Verwaltungskosten, also Miete, Büroausstattung, Gehälter, Steuern usw., aus. 82,5% der Spenden und Patenschaftsgelder landen direkt im Projektland. Sie wollen es genauer wissen? Gerne senden wir Ihnen Geschäftsbericht, Bilanz und Erfolgsrechnung und beantworten Ihre Fragen – nutzen Sie den Talon umseitig. n

Übrigens: SILOAH ist von den kantonalen Steuerbehörden Bern steuerbefreit und als besonders förderungswürdig eingetragen. Spenden an SILOAH dürfen daher von den Steuern abgezogen werden.

Wo kommt meine Hilfe an? Verwaltungsausgaben

12,3 %

Spenderinformation und 5,2 % Öffentlichkeitsarbeit Direkte Hilfe

82,5 %


28 Talon

Wir sorgen dafür, dass Kinder nicht durch Armut, Gewalt, Prostitution und Kinderarbeit ausgenutzt werden, indem wir über ihr Schicksal aufklären, die Armut und Ignoranz in ihrem Lebensraum bekämpfen und ihnen eine Ausbildung ermöglichen.

Ja, ich interessiere mich für Informationen zu einer Kinderpatenschaft in

zur Projektarbeit in

Haiti Rumänien

Indien Ruanda Burma (Förderschaft)

Guinea-Bissau Moldawien

Ich will spenden. Bitte senden Sie mir Einzahlungsscheine: Name _____________________________________

Vorname _____________________________________

Strasse/Nr. _________________________________

PLZ/Ort _______________________________________

E-Mail _____________________________________

Telefon _______________________________________

Ich würde gerne ehrenamtlich mitarbeiten. Meine Kompetenzen liegen in den folgenden Bereichen:

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Bitte ausschneiden und ausgefüllt einsenden an: SILOAH, Kirchenrain 17, 3173 Oberwangen oder per Fax an: 031 982 01 00 Besuchen Sie uns im Internet: > www.siloah-patenschaft.ch


Das Kind im Mittelpunkt