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Oktober 2018

Offizielles Organ des Schweizerischen Chemie- und Pharmaberufe Verbandes

DIE FACHZEITSCHRIFT FÜR DIE CHEMIE- UND LABORBRANCHE

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Be prepaired, or loose Viele einzelne Optimierungsschritte sollen die Produktion in der Chemie- und Labortechnik vereinfachen, beschleunigen und vergünstigen: automatisierte Produktion, ausgeklügelte Prozesstechnik oder der modulartige Anlagenbau. Und doch kommt ab und an ein grosses Sandkorn ins feingeschliffene Getriebe. Im Fall vom Brexit ist es sogar eher ein sehr grosser Stein. Die Wahrscheinlichkeit für einen ungeregelten Austritt – zurzeit noch ein Worstcase-Szenario – steigt. Und Übergangsregelungen, die bis 2020 gelten sollen, treten auch nur dann in Kraft, wenn die grundlegenden Austrittsmodalitäten stehen. Ohne neuen Vertrag droht der Rückfall auf bestehendes WTO-Recht und auf mehrheitlich veraltete Verträge, die noch vor dem EU-Beitritt abgeschlossen wurden. So ist die Chemische Industrie mit ihren in den letzten Jahren stark entwickelten grenzüberschreitenden Wertschöpfungsketten plötzlich nicht mehr sicher, wie es in mittelfristiger Zukunft genau weitergehen wird. Just-in-time-Lieferketten könnten hier durchaus ins Stottern kommen und Unternehmen wie Syngenta kündigen ebenso wie Roche und Novartis eine Erhöhung der Lagerbestände an, damit beidseits des Kanals ihre Kunden keine Einbussen gewärtigen müssen. Denn es wird mit kilometerlangen Staus gerechnet und von Versorgungsengpässen bei Lebensmitteln bis zur Möglichkeit, dass britische Jets nicht mehr auf europäischen Flughäfen landen dürfen, alles gehandelt. Allein der Gedanke, dass die britische Industrie von europäischen Lieferketten abgeschnitten bleiben könnte, sollte in international tätigen Unternehmungen die Szenarioprüfung ankurbeln. Die Tatsache, dass die grossen Player von Lagerbeständen reden, zeigt, dass sie die Opportunitäten, die sich auch in dieser Krise durchaus ergeben, nicht unbesehen an sich vorbeiziehen lassen und dass es in ungeregelten, unsicheren Zeiten immer auch Gewinner gibt. KMUs sollten sich warm anziehen. Es wird Herbst.

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CHEMIE

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Synthese von Opiumalkaloiden

Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist es gelungen, Thebain mit elektrochemischer Synthese ohne unerwünschte Kopplungsprodukte herzustellen.

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Das ungestörte Mikrobiom, die Bakteriengemeinschaft mit antimikrobieller Wirkung, ist für die Überlebensfähikgkeit von Lebewesen wichtig. Eine neue Studie untersuchte, welche Folgen dessen Störung für eine Pflanze hat.

En créant une nouvelle molécule fluorescente, des chercheurs ont pu mesurer la tension de la membrane cellulaire et découvrir comment celle-ci adapte sa surface au volume de la cellule.

IMPRESSUM

Die Fachzeitschrift für die Chemie- und Laborbranche

Erscheinungsweise 10 × jährlich Jahrgang 8. Jahrgang (2018) Druckauflage 11 800 Exemplare WEMF / SW-Beglaubigung 2017 11 505 Exemplare Total verbreitete Auflage 2 375 Exemplare davon verkauft

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Das Verbundprojekt HyFly erarbeitet Grundlagen zur Verhinderung von Pandemien. Unter anderem entwickelt es nichtinvasive Verfahren zur Detektion infizierter Personen mit Bestandteilen der Atemluft.

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ERNÄHRUNG Etikettenschwindel bei Trüffelöl

Olivenöl, das nach Trüffelöl riecht, enthält selten echtes oder natürliches Trüffelaroma, wie die Studie von Wissenschaftlern der Goethe-Universität und des Helmholtz-Zentrums München zeigte.

LABOR Mesurer avec une moléscule flourescente

ISSN-Nummer 1664-6770

Pandemieprävention direkt am Flughafen

BIOWISSENSCHAFTEN Mikrobiom einer Wildpflanze ist der Schlüssel

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MEDIZIN

Herausgeber/Verlag SIGWERB GmbH Unter Altstadt 10, CH-6301 Zug Telefon +41 41 711 61 11 info@sigwerb.com www.sigwerb.com Anzeigenverkaufsleitung Thomas Füglistaler Anzeigenverkauf SIGImedia AG Jörg Signer Alte Bahnhofstrasse 9a CH-5610 Wohlen Telefon +41 56 619 52 52 info@sigimedia.ch

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IN KÜRZE

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NEWS

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Redaktion Etel Keller Unter Altstadt 10 CH-6301 Zug Telefon +41 41 711 61 11 redaktion@sigwerb.com

Copyright Zur Veröffentlichung angenommene Originalartikel gehen in das ausschliessliche Verlagsrecht der SIGWERB GmbH über. Nachdruck, fotomechanische Vervielfältigung, Einspeicherung in Datenverarbeitungsanlagen und Wiedergabe durch elektronische Medien, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlags. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Haftung übernommen.

Redaktionelle Mitarbeit Dr. Kurt Hermann

Copyright 2018 by SIGWERB GmbH, CH-6301 Zug

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FIRMEN TERMINEBERICHTEN

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Rauschende internationale Backyard-Party

Plastikberge in den Weltmeeren bekämpfen

Mit einer gelungenen Backyard-Party in der Messe Basel feierte die Firma Skan ihr 50-jähriges Jubiläum. Die 550 geladenen Gäste und Mitarbeitenden aus allen Firmenstandorten der Welt fanden sich am Fest ins Gründungsjahr 1968 zurückversetzt.

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UMWELT

Von den 335 Millionen Tonnen produzierten Kunststoffs (2016) werden rund 40 Prozent in der Verpackungsindustrie verwendet. Nun entdeckten Forschende einen Zusatz, der den Abbau des Plastiks im Meer beschleunigen könnte.

TERMINE

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WERKSTOFFE

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VERFAHRENSTECHNIK Ventile gegen unbefugten Zugriff schützen

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FORSCHUNGSWELT Die Sicherheit steht bei Industriearmaturen an erster Stelle. So müssen sie nicht nur der Anwendung optimal dienen, sondern auch dem Schutz vor unbefugtem und unbeaufsichtigtem Betätigen.

MANAGEMENT Wer bezahlt die persönliche Schutzausrüstung?

Die Suva informiert über die Zuständigkeiten bei den Kosten für die persönliche Schutzausrüstung von Arbeitnehmenden am Arbeitsplatz.

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Bild : Fotolia

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Zu den wichtigsten der insgesamt 40 im Mohn, Papaver somniferum, enthaltenen Alkaloiden zählen Morphin, Codein, Papaverin, Noscapin (= Narkotin), Thebain und Narcein. Morphin, Codein und Thebain sind Morphinanderivate. Narkotin, Papaverin und Narcein dagegen sind Benzylisochinolinalkaloide. Ein grosser Teil liegt als Salz mit der Mekonsäure gebunden vor (Mekonate).

Altbekannte Herausforderung

Synthese von Opiumalkaloiden Eine selektive elektrochemische Reaktion erlaubt die Darstellung von Thebain und löst eine altbekannte synthetische Herausforderung. Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist es gelungen, eine seit fast 50 Jahren bestehende Herausforderung der synthetischen Elektrochemie zu meistern. Die Chemiker hatten sich im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit der Universität Münster einer schwierigen Aufgabe gestellt – der elektrochemischen Synthese von Thebain.

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natürlich ablaufenden Prozesses eine selektive Reaktion notwendig.

Bisher unerwünschte Kopplungsprodukte Seit Langem versuchen Chemiker eine biomimetische Synthese von Thebain mithilfe klassischer Oxidationsmittel zu realisieren. Es wurden hierbei allerdings erhebliche Mengen dieser oft giftigen Reagenzien benötigt und zumeist ungewünschte Kopplungsprodukte erhalten. Die Elektrochemie ist eine Technik, bei welcher der Transfer von Elektronen zu oder von Molekülen auf einer elektrisch geladenen Metalloberfläche erfolgt. Mit dieser Methode können Oxidationen reagenzfrei und daher umweltfreundlich durchgeführt werden, da lediglich elektrischer Strom für die Umset-

Bild: Alexander Lipp

Thebain ist im Milchsaft des Arznei-Mohns enthalten und ist nach dem alten Namen von Luxor – Theben – benannt. Dieses Opiumalkaloid ist der biosynthetische Vorläufer von Codein sowie Morphin und dient als Ausgangsmaterial für die indus­ trielle Herstellung relevanter Pharmazeutika wie zum Beispiel Oxycodon oder Naloxon. Die Biosynthese von Thebain, Codein und Morphin beruht auf einer oxidativen Kupplung als zentralem Schlüsselschritt. Seit vielen Jahrzehnten versuchen Wissenschaftler diese in der Biosynthese enzymkatalysiert verlaufende Reaktion im Labor zu imitieren. Die oxidative Kupplung stellt allerdings eine erhebliche Herausforderung dar, weil sie zu vier unterschiedlichen Produkten führen kann, von denen nur eines weiter zu Thebain umsetzbar ist. Daher ist zur effizienten Nachahmung des

In dieser einfachen, selbstgebauten Apparatur erforschten die Mainzer Chemiker den elektrochemischen Schlüsselschritt.

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se von Thebain bis heute eine grosse Herausforderung.

Erste elektrochemische Synthese von Thebain

Thebain

zungen notwendig ist und idealerweise kein Abfall anfällt. Leider führte auch die Elektrochemie bisher nicht zu geeigneten Kupplungsprodukten, die in Thebain umgewandelt werden könnten. So blieb die Realisierung einer elektrochemischen Synthe-

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Mithilfe taktisch kluger Modifikationen an den Ausgangsmaterialien für die oxidative Kupplung ist es den Wissenschaftlern um Till Opatz, Professor am Institut für Organische Chemie der JGU, nun gelungen, die erste elektrochemische Synthese von Thebain fertigzustellen. Sie liefern damit eine seit fast 50 Jahren vergeblich gesuchte Lösung, die zugleich den Weg für die elektrochemische Synthese weiterer Opium­ alkaloide ebnet. Daran beteiligt waren ausserdem die Kooperationspartner Siegfried R. Waldvogel, ebenfalls vom Institut für Organische Chemie der JGU, und Hans J. Schäfer von der Universität Münster.

Originalpublikation A. Lipp et al., «Eine regio- und diastereoselektive anodische Aryl-Aryl-Kupplung in der biomimetischen Totalsynthese von (−)-Thebain», Angewandte Chemie (2018); DOI: 10.1002/ange.201803887

Kontakt Prof. Dr. Till Opatz Institut für Organische Chemie Johannes Gutenberg-Universität Mainz Saarstrasse 21 D-55099 Mainz +49 6131 39 22272 opatz@uni-mainz.de www.uni-mainz.de

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CHEMIE

Neue Wirkstoffe mit Licht

Synthesemethode für organische Substanzen

Im Rahmen einer Synthesestudie beobachtete das Team um Christian Hertweck am Leibnitz-Institut für Naturstoffforschung, dass sich bestimmte ringförmige Moleküle – Bis-Arylsulfonamide – bei Einwirkung von UV-Licht in eine blau fluoreszierende Substanz umwandeln. Analysen ergaben, dass es sich bei dem Reaktionsprodukt um ein Biaryl handelt. Die Verknüpfung erfolgt dabei geome­ trisch hochselektiv, sodass trotz einer Vielzahl theoretischer Kombinationsmöglichkeiten ein nahezu reines Produkt in hoher Ausbeute entstand. Damit erfüllt die Sulfonamidgruppierung in Kombination mit UV-Licht in dem neuen Syntheseverfahren die gleiche Funktion wie bisher verwendete Schwermetallkatalysatoren. Verunreinigungen des Produkts durch Spuren giftiger Metalle könnten auf diese Weise vermieden werden. Um die Übertragbarkeit der neuen Reaktion in einen grösseren Massstab zu prüfen, haben die Chemiker auch einen geeigneten Reaktor entworfen und unter der Bezeichnung «Photo­ s plicer» praktisch realisiert.

Photosplicingtechnologie mit grosser Anwendungsbreite Die neue Photosplicingtechnologie weist nach ersten Untersuchungen eine grosse Anwendungsbreite auf. So stellten die Forschenden eine ganze Reihe pharmazeutisch wichtiger Biaryle völlig metallfrei her. Darunter befanden sich auch Wirkstoffe von Blockbuster-Präparaten mit mehr als einer Milliarde US-Dollar Jahresumsatz, wie zum Beispiel Blutdrucksenker, Entzündungshemmer, Zytostatika, Schmerzmittel oder Wirkstoffe für neurodegenerative Erkrankungen. 6

Bild: Florian Kloss/HKI

Eine neue Synthesemethode in der organischen Chemie ermöglicht die Herstellung zahlreicher Medikamente ohne Einsatz von giftigen Schwermetallen. Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Naturstoffforschung und Infektionsbiologie in Jena (Leibniz-HKI) entdeckten das Prinzip und entwickelten daraus ein als Photosplicing bezeichnetes Verfahren. Es könnte zahlreiche Prozesse in der chemischen Industrie revolutionieren.

Zur Synthese von Biarylen werden auf dem klassischen Weg (oben) Schwermetalle enthaltende Katalysatoren eingesetzt (blauer Kreis). Die neue, metallfreie Photosplicingtechnologie (unten) nutzt einen Sulfonamid-linker, der unter UV-Licht in gasförmige Fragmente zerfällt. Dabei bildet sich das gewünschte Endprodukt.

Viele Medikamente, aber auch Agrochemikalien oder die Displays elektronischer Geräte enthalten Biaryle. Dabei sind zwei ringförmige Molekülbausteine über eine einfache chemische Bindung miteinander gekoppelt. Für die Wirksamkeit oder Funktionsfähigkeit der Substanzen ist die exakte räumliche Struktur dieser Moleküle entscheidend. Die beiden Ringe müssen also

an der korrekten Position und in der richtigen Ausrichtung zueinander verknüpft sein. Seit Jahrzehnten werden hierfür Schwermetallkatalysatoren verwendet, meist handelt es sich um Palladium-haltige Verbindungen. Diese herkömmlichen Synthesemethoden, für die es 2010 den Nobelpreis für Chemie gab, haben jedoch Nachteile: Die erforderlichen Metallkataly-

Biaryle Als Biaryle bezeichnet man Verbindungen, bei denen zwei Arylgruppen über eine Einfachbindung miteinander verknüpft sind. Biphenyl (auch Diphenyl, Phenylbenzol oder Dibenzol), das einfachste Biaryl, ist ein farbloser, kristalliner Feststoff aus der Klasse der aromatischen Kohlenwasserstoffe. Es hemmt das Schimmelpilzwachstum und wirkt daher als Fungizid oder Konservierungsmittel für Lebensmittel, hat jedoch in der Europäischen Union keine Zulassung mehr. Quelle: Wikipedia

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sich noch eine Vielzahl weiterer Stoffe auf diesem Weg herstellen lässt, die wir noch gar nicht im Blick haben. Die Produktion grösserer Mengen wertvoller Materialien stellt nun eher eine technische Entwicklungsleistung dar.»

Biphenyl

satoren sind teuer und Spuren der meist giftigen Verbindungen verbleiben in den Produkten.

Originalpublikation F. Kloss, T. Neuwirth, V. Haensch, C. Hertweck, «Metal-free synthesis of pharmaceutically important biaryls by Photosplicing», Angew. Chem. (2018); DOI: 10.1002/anie.201805961.

Kontakt Dr. Michael Ramm Wissenschaftliche Organisation Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie e. V. Hans-Knöll-Institut (HKI) Adolf-Reichwein-Strasse 23 D-07745 Jena +49 3641 532 10 11 presse@leibniz-hki.de www.leibniz-gemeinschaft.de

Mit grossem Einsparoder Gewinnpotenzial Der Jahresumsatz pharmazeutischer Biarylprodukte wird auf über 30 Milliarden US-Dollar geschätzt. Allein die weltweit eingesetzten Blutdrucksenker aus der Wirkstoffgruppe der Sartane fallen dabei mit mehreren Milliarden US-Dollar ins Gewicht. Selbst kleinste Verbesserungen in den Herstellungsverfahren bergen daher ein immenses Einspar- oder Gewinnpotenzial. Teamleiter Christian Hertweck, Abteilungsleiter am Leibniz-HKI und Lehrstuhlinhaber an der Friedrich-Schiller-Universität Jena sagt zur neuen Reaktion: «Wir haben nicht gezielt an der Entwicklung eines neuen Syntheseverfahrens gearbeitet. Es war vielmehr eine Entdeckung am Wegesrand, die unser Team aufmerksam wahrgenommen und deren enormes Potenzial es alsbald erkannt hat. Solche Entwicklungen lassen sich nicht am Reissbrett planen und in starren Arbeitsplänen realisieren. Ein freier Geist, ein inspirierendes Team und ein kooperatives Umfeld sind die Faktoren, die letztlich zum Erfolg führen – und der glückliche Zufall gehört auch dazu.»

Potenzial für ein breites Anwendungsfeld Florian Kloss, Leiter der Transfergruppe Antiinfektiva, meint: «So zufällig die erste Beobachtung der Reaktion auch war, so offensichtlich erschienen uns die Parallelen zu metallkatalysierten Reaktionen. Dennoch waren wir bei den folgenden Untersuchungen überrascht, welch breites Anwendungsfeld sich für diese Technologie eröffnete. Wir sind überzeugt, dass 10/2018

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CHEMIE

Die Lage der Wassermoleküle in einem Protein entscheidet über dessen Bindungsfähigkeit wie eine europäische Forschergruppe nun entdeckte.

Platz für Komplexbildung

Wasserstruktur in einem Protein analysiert Bevor Proteine sich mit Bindungspartnern zusammenschliessen, füllen Wassermoleküle den Hohlraum, den die Proteine für ihre Bindungspartner bereithalten. Das hat eine europäische Forschergruppe um den Marburger Chemiker Gerhard Klebe experimentell untersucht, indem sie die Lage des Wassers in einem Protein mit ausgeklügelten Methoden analysierte. Die Wassermoleküle lassen sich aufgrund ihrer grossen Beweglichkeit mehr oder weniger leicht entfernen, um den Bindungspartnern Platz zu machen.

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Proteine und andere Biomoleküle sind in erklärt Gerhard Klebe, der die Studie leitete. der Zelle von Wassermolekülen umgeben. «Nahezu jeder biologische Prozess ver­ «Solange wir nicht wissen, wo sich Wasser­ läuft über die wechselseitige Erkennung, moleküle befinden und wie sich ihre Lage Bindung und oft auch chemische Umset­ verändert, bleiben unsere Erkenntnisse zung von Biomolekülen», führt der Phar­ über die Wechselwirkung zwischen Protei­ mazeut aus: «Substrate, Hormone und nen und ihren Bindungspartner1lückenhaft», TOSOH_Ins_58x90_4c_Layout 20.12.12 07:47andere Seite 1Signalstoffe, aber auch Arzneimit­ tel binden an Proteine, um dadurch ihre spezifische Wirkung zu erzielen.» Bei der Wechselwirkung bilden sich insbesondere Wasserstoffbrücken zwischen den Bin­ dungspartnern aus.

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Wasser beeinflusst die Interaktion von Proteinen Wasser beeinflusst massiv die Wechsel­ wirkung, die Proteine mit ihren Reaktions­ partnern eingehen. Dieser Umstand ist auch für Arzneimittel von Belang. Ein Bei­ spiel bietet das Enzym Thrombin, das an der Blutgerinnung beteiligt ist: Das Bin­ dungsverhalten von Thrombin ändert sich dramatisch, wenn einzelne Wassermole­ küle aus seiner Bindungstasche entfernt werden. Diese Entdeckung hat zu verbes­ serten Gerinnungshemmern geführt. «Trotz dieser Bedeutung von Wassermo­ lekülen für die Bindung sind experimen­

telle und insbesondere strukturelle Daten leider selten, die das Verhalten von Was­ sermolekülen während der Komplexbil­ dung zwischen Protein und Bindungspart­ ner erklären», beklagt Klebe. Diese Lücke schliesst sein Team nun durch Struk­ turanalysen, für die es sich der Neutro­ nendiffraktionsmethode bediente. Diese beruht auf der Bestrahlung der Protein­ kristalle mit Neutronen, deren Streuung die Proteinstruktur widerspiegelt. «Zwar sind bislang an die 150 000 Proteinstruk­ turen aufgeklärt worden, meist mit Rönt­ genstrahlung», gibt der Pharmazeut zu bedenken; aber durch deren geringe Streukraft sei der Wasserstoff in den Strukturen in aller Regel nicht erkennbar. Hier kann die Neutronenkristallographie helfen, da sie Wasserstoffe sehr gut sicht­ bar macht. «Die Zahl an Neutronenstruk­ turen fällt jedoch sehr, sehr gering aus», legt Klebe dar: «Sie liegt bei unter 0,1 Prozent.»

Verdauungsenzym Trypsin untersucht Das Forscherteam untersuchte das Ver­ dauungsenzym Trypsin, das zu einer Pro­ 10/2018


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CHEMIE

Wassermoleküle, deren Aufenthaltsbereich durch die grün-roten Gitterlinien umfasst wird, tragen ihren Teil dazu bei, die Wechselwirkung zwischen einem Protein (grau schattiert) und dessen Bindungspartner zu ermöglichen (dem Liganden, blau-grün gefärbt).

teinfamilie gehört, deren Mitglieder für zahlreiche Krankheiten verantwortlich gemacht werden. «Unsere Studie liefert die am besten aufgelösten Neutronen­ strukturen, die bisher an Proteinen dieser Grösse durchgeführt wurden», betont Kle­ be. Die Neutronendiffraktionsdaten kom­ binierten die Forscher mit hochauflösen­ den Röntgenaufnahmen sowie mit biochemischen und biophysikalischen Messungen. Die Daten beschreiben sehr präzise, wo sich Wasserstoffatome vor und nach der Anlagerung eines Bindungspartners befin­ den und wie sich das Muster ändert. Vor der Bindung wird die Bindungstasche mit Wassermolekülen besetzt, die eher schlecht durch Wasserstoffbrücken ver­ netzt sind, so dass sie sich teilweise durch eine hohe Mobilität auszeichnen. «Dies ist wahrscheinlich ein Schlüsselfaktor, der die Verdrängung des Wassers und dadurch die Anlagerung von Bindungspartnern för­ dert», schreiben die Autoren. «Der Unter­ schied zwischen vorher und nachher gibt einen Eindruck davon, welche Wasser­ stoffbrücken gebrochen werden müssen, um die Komplexbildung zu ermöglichen.» «Solch eine detaillierte Beschreibung ist von entscheidender Bedeutung, um zu verstehen, wie die Bindung vonstatten­ geht», hebt Klebe hervor. «Wir sind über­ zeugt, dass die gewonnenen Erkenntnisse für ein breites Spektrum vergleichbarer Komplexe gelten.» Gerhard Klebe lehrt pharmazeutische Chemie an der Philipps-Universität Mar­ 10/2018

burg. Für seine Forschungsarbeit erhielt er im Jahr 2011 einen «ERC Advanced Grant» des Europäischen Forschungsrats. Durch diese Fördermassnahme gewan­ nen Klebe und seine Arbeitsgruppe ent­ scheidende Einblicke in das Bindungsver­ halten von Arzneistoffen an Proteine; das Team legte die gewonnen Erkenntnisse in etwa 30 Publikationen dar, die den zuvor deutlich unterschätzten Einfluss von Was­ ser auf die Arzneistoffbindung in facet­ tenreicher Weise verdeutlichen. Originalpublikationen Johannes Schiebel et al., «Intriguing role of water in protein-ligand binding studied by neutron crystallography on trypsin com­ plexes», Nature Communications (2018), DOI: 10.1038/s41467-018-05769-2 Gerhard Klebe, «Wirkstoffdesign. Entwurf und Wirkung von Arzneistoffen», Heidel­ berg (Springer) 2009, ISBN 978-3-82742046-6, 637 Seiten

Kontakt Prof. Dr. Gerhard Klebe Institut für Pharmazeutische Chemie Philipps-Universität Marburg Marbacherweg 6 D-35032 Marburg +49 6421 28 21313 klebe@mailer.uni-marburg.de www.agklebe.de

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BIOWISSENSCHAFTEN

Viel widerstandsfähiger als angenommen

Mikrobiom einer Wildpflanze ist der Schlüssel Ihre Vielfalt und ihre Anpassungsfähigkeit schützen Bakteriengemeinschaften auf Pflanzen vor antimikrobiellen Substanzen. Das Mikrobiom, die Gesamtheit aller Mikroorganismen, die eine Pflanze, ein Tier oder auch einen Menschen besiedeln, ist wichtig für die Gesundheit und Überlebensfähigkeit dieser Lebewesen. In einer neuen Studie haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie untersucht, wie eine Pflanze reagiert, wenn das Zusammenspiel mit ihrem Mikrobiom gestört wird.

Ohne Mikrobiom kann der Mensch nicht überleben Ohne Mikroorganismen könnten wir Menschen nicht überleben. Insbesondere unsere Darmflora stellt ein extrem dicht besiedeltes Ökosystem dar, in dem Billionen von Bakterien wohnen, die uns helfen Nahrung zu verdauen oder zu entgiften, uns mit Vitaminen versorgen und vor allem unser Immunsystem beeinflussen. Auch Pflanzen haben ein Mikrobiom. Anders als bei Tieren und beim Menschen sind die mit einer Pflanze vergesellschafteten Mikroorganismen in erster Linie Bodenbakterien. Das Bodenmikrobiom haben Forschende auch als eine Art ausgelagertes pflanzliches Immunsystem bezeichnet. Aufgrund der enormen Komplexität dieser Mikrobiome ist es sehr schwierig für Wissenschaftler eine simple Einteilung in gute und schlechte Bakterien vorzunehmen, denn es gibt auch Bakterienarten, die sich unter bestimmten Um10

Bilder: Arne Weinhold / MPI für chemische Ökologie

Für ihre Experimente verwendeten sie Pflanzen des Kojotentabaks, die antimikrobielle Peptide (AMP) produzieren. Die Wissenschaftler zielten auf die nützlichen Bakterien der Pflanze, um deren Funktion in der Natur zu ergründen. Überraschenderweise liessen sich in drei Feldversuchen weder die Pflanzen noch ihre bakteriellen Partner davon beeindrucken, und die Forschenden fanden keinerlei negative Auswirkungen bei AMP-produzierenden Pflanzen im Vergleich zu Kontrollpflanzen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die grosse Bakterienvielfalt in natürlichen Böden dafür sorgt, dass die Beziehung zwischen Pflanzen und ihrem Mikrobiom stabil bleibt.

Wurzelernte: Für die Analysen des Mikrobioms von Kojotentabakpflanzen (Nicotiana attenuata) wurden die Pflanzenwurzeln geerntet.

welteinflüssen von nützlichen Partnern in Krankheitserreger verwandeln können.

Mikrobiom des Kojoten­ tabaks unter der Lupe Ein Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Ian T. Baldwin aus der Abteilung Molekulare Ökologie hat es sich nun zur Aufgabe gestellt, das Mikrobiom des Kojotentabaks Nicotiana attenuata genauer unter die Lupe zu nehmen. «Um das Mikrobiom zu verändern und die Auswirkungen dieser Veränderungen zu testen, machten wir uns die Expression von antimikrobiellen Peptiden zunutze. Unsere Pflanzen zeigten eine Aktivität gegen verschiedene Bakterienarten der Gattung Bacillus, die mehrheitlich nützlich für die

Pflanzengesundheit sind. Wir hofften, dass diese transgenen Pflanzen im Feldversuch eingeschränktes Wachstum und eine verminderte Fortpflanzungsrate aufweisen würden. Damit hätten wir nachweisen können, wie wichtig diese Bakterien für die Pflanze sind. Doch zu unserer Überraschung zeigten sich unsere Versuchspflanzen als äusserst unbeeindruckt, und es gab im Feldversuch keine Unterschiede zu den Kontrollpflanzen», fasst Erstautor Arne Weinhold zusammen.

Mikrobiom ist nicht einfach zu beeindrucken Ein Blick ins Detail und weitere Experimente deuten jedoch darauf hin, dass verschiedene Stämme der gleichen Bakteri10/2018


BIOWISSENSCHAFTEN

enart unterschiedlich anfällig gegenüber antimikrobiellen Peptiden sind. Diese Unterschiede können aber durch die derzeit genutzten Methoden zur Charakterisierung des Mikrobioms nicht erkannt werden. Die Forschenden gehen daher davon aus, dass einzelne Stämme durch antimikrobielle Peptide beeinträchtigt wurden, jedoch die grosse Bakterienvielfalt im Boden ein grosses Potenzial für neue Partnerschaften bietet. Das Mikrobiom kann also nicht so leicht durch eine gentechnisch veränderte Pflanze beeinflusst werden, wie bisher angenommen. Tiere und Pflanzen bilden natürlicherweise antimikrobielle Peptide (AMP). Auch in unserem Darm werden antimikrobielle Peptide produziert. Da die meisten nützlichen Mikroben aus der menschlichen Darmflora von Natur aus resistent gegen die menschlichen antimikrobiellen Peptide sind, sorgen sie bei einer Entzündung dafür, dass die Darmflora im Gleichgewicht bleibt. In der Medizin werden antimikrobielle Peptide auch als mögliche Alternative für Antibiotika in Erwägung gezogen, um insbesondere Krankheitserreger zu bekämpfen, die resistent gegen gewöhnliche Antibiotika geworden sind. Aber während antimik-

Was ist die Funktion des Mikrobioms? Welche Rolle spielen Bakterien, die eine Pflanze aus dem Boden rekrutiert, für das Überleben der Pflanze, hier des Kojotentabaks Nicotiana attenuata, in der Natur? Verbessern sie die Nährstoffaufnahme, erhöhen sie das Wachstum und die Fortpflanzungsrate? Verleihen sie Widerstandskraft gegen Frassfeinde, wie die Raupe des Tabakschwärmers Manduca sexta? Und was passiert, wenn die Pflanzen antimikrobielle Peptide exprimieren, die bestimmte bakterielle Partner abtöten? Wie die Ergebnisse dieser Studie zeigten: Die Aktivität der Peptide lässt die Pflanzen und ihre bakteriellen Partner weitgehend unbeeindruckt.

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Auf dem Versuchsfeld der Brigham Young University im Lytle Ranch Preserve des US-Bundesstaates Utah erforschen die Wissenschaftler der Abteilung Molekulare Ökologie die ökologischen Wechselwirkungen des Kojotentabaks Nicotiana attenuata in seinem natürlichen Lebensraum.

robielle Peptide unter Laborbedingungen gegen einzelne Bakterienstämme höchst wirksam sein können, ist ihre Anwendbarkeit auf ganze Bakteriengemeinschaften in natürlichen Umgebungen eher fraglich und nicht gut untersucht.

Laborexperimente sind zu überprüfen «Deshalb ist es so wichtig, Pflanzen nicht nur im Gewächshaus, sondern unter natürlichen Bedingungen, also in natürlichen Böden, in ihrem angestammten Lebensraum zu untersuchen. Laborexperimente, in denen Menschen die Variablen bestimmen, produzieren nur Ergebnisse innerhalb der Grenzen der menschlichen Vorstellungskraft. Experimente hingegen, die in der realen Welt, der Natur, durchgeführt werden, produzieren Resultate, die zwar schwer zu interpretieren sind, aber über die Grenzen des menschlichen Vorstellungsvermögens hinausgehen», sagt Studienleiter Ian Baldwin, der seit mehr als zwanzig Jahren die ökologischen Wechselwirkungen des Kojotentabaks in der Natur erforscht. Die Erforschung des pflanzlichen Mikrobioms und seiner Auswirkungen auf Entwicklung und Gesundheit von Pflanzen, gestaltet sich als weitaus schwieriger und komplexer als gedacht. Die Jenaer Forschenden planen weitere Experimente mit Tabakpflanzen, um herauszufinden, wie die Pflanzen Bodenbakterien rekrutieren, wie sie ihr Zusammenleben mit ihren bakteriellen Partnern aufrechterhalten und wie sie verhindern, dass sie sich in schädliche Erreger verwandeln.

Originalpublikation A. Weinhold, E. K.Dorcheh, R. Li, N.Rameshkumar, I.T. Baldwin, «Antimicrobial peptide expression in a wild tobacco plant reveals the limits of host-microbe-manipulations in the field», eLife (2018); DOI: 10.7554/eLife.28715 Kontakt Prof. Ian T. Baldwin Max-Planck-Institut für chemische Ökologie Hans-Knöll-Strasse 8 D-07745 Jena +49 3641 571 101 baldwin@ice.mpg.de www.ice.mpg.de

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Bild: PNNL Creative Ser vice

BIOWISSENSCHAFTEN

Pflanzen haben einen relativ höheren Bedarf an Stickstoff als Mikroorganismen, die wiederum einen relativ höheren Bedarf an Phosphor als Pflanzen haben.

Nährstoffbedarf: Kooperation oder Konkurrenz

Je nach Düngung unterschiedliche Reaktion Pflanzen und Mikroorganismen haben sehr unterschiedlichen Bedarf an Nährstoffen: Pflanzen brauchen relativ gesehen mehr Stickstoff, während Mikroorganismen eher Phosphor benötigen. Das erklärt, warum Düngung oft ganz unterschiedliche Auswirkungen hat, berichtet ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Ökologen Andreas Richter vom Department für Mikrobiologie und Ökosystemforschung der Universität Wien. Je nach Düngungsart kooperieren Mikroorganismen mit den Pflanzen oder konkurrieren mit ihnen um die vorhandenen Nährstoffe.

Alexandra Frey ¹ Dass man Pflanzen in der Landwirtschaft düngen muss, ist jedem klar. Die Nährstoffe, die man mit der Ernte entnimmt, muss man zurückführen, sonst werden die Pflanzen nach ein paar Jahren nur mehr reduziert wachsen und der Ertrag wird sinken. Im Ideal­fall sind alle Nährstoffe für das Wachstum gleichermassen vorhanden – fehlt einer, dann spricht man von einer Limitierung durch einen bestimmten Nährstoff, etwa Stickstoff oder Phosphor. Düngt man mit diesem Nährstoff, steigt auch der Ertrag.

¹ Pressebüro der Universität Wien

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In der Ökologie ist das Konzept eines limitierenden Nährstoffs ebenfalls weit verbreitet. Vielfach spricht man von limitierten Ökosystemen: zum Beispiel von Phosphor-­ limitierten tropischen Regenwäldern oder von Stickstoff-limitierten borealen Nadelwäldern. Getestet wird die Limitierung eines Ökosystems durch Düngungsexperimente: Steigt die Pflanzenbiomasse nach Düngung mit einem Nährstoff, dann war das Ökosystem durch den Nährstoff limitiert.

Neues Konzept zum besseren Verständnis

«Wir haben uns in dieser Studie aber die Frage gestellt, ob das auch für Mikroorga-

nismen in den Böden zutrifft», sagt Andreas Richter, Ökologe am Department für Mikrobiologie und Ökosystemforschung der Universität Wien, «oder ob es möglich ist, dass im selben Ökosystem Pflanzen und Mikroorganismen durch unterschiedliche Nährstoffe in ihrem Wachstum limitiert sind». In der aktuellen Studie legt Petr Capek vom Pacific Northwest National Laboratory (USA) ein neues Konzept zum besseren Verständnis von Düngung vor. «Pflanzen und Mikroorganismen haben eine sehr unterschiedliche Elementzusammensetzung ihrer Biomasse», erklärt Capek, «und daher auch einen sehr unterschiedlichen Bedarf an Nährstoffen.» Würden Pflanzen und Mikroorganismen denselben Nährstoffbedarf 10/2018


BIOWISSENSCHAFTEN

haben, wären sie durch dieselben Nährstoffe limitiert. Und das würde bedeuten, dass sie um Nährstoffe konkurrieren würden, was die Produktivität der Pflanzen einschränken würde. Pflanzen haben einen relativ höheren Bedarf an Stickstoff als Mikroorganismen, die wiederum einen relativ höheren Bedarf an Phosphor als Pflanzen haben. Auf diese Weise werden sie selten durch den gleichen Nährstoff begrenzt, was beiden zugutekommt und es ihnen erlaubt zu kooperieren. «Je nachdem, welcher Organismus durch Stickstoff oder Phosphor limitiert ist und wieviel dieser Nährstoffe in einem System verfügbar ist, entscheidet es sich, ob Pflanzen und Mikroorganismen kooperieren oder konkurrieren», erklärt Richter. Wenn Düngung eher Bodenmikroorganismen fördert, können zwei Szenarien abhängig von der Art der Pflanze-Mikroben­Interaktion eintreten: Mikroorganismen konkurrieren entweder mit Pflanzen, indem sie wachsen und die für Pflanzen limitierenden Ressourcen auch verstärkt benötigen, was in Folge zu einem verringerten Pflanzenwachstum führt. Oder sie kooperieren mit Pflanzen, etwa durch Mykorrhiza, eine Interaktion von Wurzeln und Pilzen. Dies kann ein verstärktes Pflanzenwachstum bewirken. Jörg Schnecker vom Department für Mikrobiologie und Ökosystemforschung ergänzt: «Damit konnten wir vorhersagen, wann eine Düngung mit Stickstoff oder

Phosphor das Pflanzenwachstum verringern oder vergrössern würde und damit zur Lösung eines Problems beitragen, das Ökologen schon lange beschäftigt». Originalpublikation P. Čapek et al., «A plant-microbe interaction framework explaining nutrient effects on primary production», Nature Ecology & Evolution (2018); DOI: 10.1038/s41559018-0662-8

Kontakt Prof. Dr. Andreas Richter Department für Mikrobiologie und Ökosystemforschung Universität Wien A-1090 Wien Althanstrasse 14 +43 1 4277 766 60 andreas.richter@univie.ac.at www.univie.ac.at

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LABOR

Prendre la tension cellulaire

Mesurer avec une molécule fluorescente

Le volume des cellules varie au cours de leur vie et en fonction de leur rôle. Lorsque que le volume de la cellule augmente, sa membrane cellulaire se tend sous la pression et risque de se déchirer. L’augmentation de tension déclenche alors des signaux biologiques qui vont permettre l’augmentation de la surface de la membrane cellulaire afin d’en réduire la tension. A l’inverse, si le volume diminue, la cellule doit réduire sa surface afin de retendre sa membrane. Mais quels mécanismes moléculaires permettent de répondre aux changements de tension? Surtout, comment mesurer la tension pour l’étudier? Des chercheurs de l’Université de Genève (UNIGE) et du Pôle National de Recherche Biologie Chimique se sont alliés afin de créer une molécule fluorescente permettant de mesurer la tension de la membrane cellulaire. Grâce à elle, ils ont été en mesure de comprendre comment la cellule adapte sa surface à son volume. Une première. Ces résultats ouvrent la voie à de nombreuses applications, notamment dans la détection des cellules cancéreuses qui ont généralement une tension de membrane élevée. Lorsque le volume d’une cellule augmente, la tension exercée sur la membrane cellulaire s’accroît, provoquant l’activation de TORC2 – un complexe de protéines permettant la réduction de la tension. «La membrane des cellules est constituée de lipides organisés en une bicouche semi-perméable», explique Aurélien Roux, professeur au Département de biochimie de la Faculté des sciences de l’UNIGE et membre du Pôle de Recherche. «Cette surface est fluide, permettant une grande adaptabilité de la membrane aux changements de forme et de volume de la cellule. Comme toute surface, elle peut être 14

Illustration: UNIGE

En créant une nouvelle molécule fluorescente, des chercheurs de l’Université Genève et du Pôle National de Recherche Biologie Chimique ont pu mesurer la tension de la membrane cellulaire et découvrir comment celle-ci adapte sa surface au volume de la cellule.

Vue d’artiste d’une membrane lipidique marquée avec la molecule FliptR. Les lipides sont en bleu (partie hydrophile) et jaune (partie hydrophobe). Lorsque les lipides sont étirés (partie gauche) la molécule a un temps de vie court (vert), alors que lorsque les lipides sont plus compacts, son temps de vie est long (rouge). Les versions étirées et non étirées sont agrandies au centre de l’image.

mise sous tension et l’espace entre les lipides s’agrandit alors.» Lorsque cet espace est trop grand et que la membrane risque de rompre, une protéine, nommée Slm1, active TORC2 qui à son tour reproduit des lipides afin d’accroître l’aire de la membrane cellulaire. Mais comment mesurer la tension nécessaire au déclenchement de ce processus?

Une molécule fluorescente comme sonde Pour connaître la tension de la membrane cellulaire, il faut pouvoir mesurer l’espace existant entre chaque lipide qui la constitue. Stefan Matile, professeur au Département de chimie organique de la Faculté des sciences de l’UNIGE et membre du Pôle de Recherche, a donc créé une «molécule-sonde», nommée FliptR (Fluorescent lipid tension Reporter), qui s’insère directement entre les lipides qui constituent la membrane cellulaire. «Nous avons mis au point une molécule fluorescente munie de deux petites ‹palmes› qui définissent entre elles un angle, s’enthousias-

me-t-il. Cet angle varie en fonction de la pression exercée sur FliptR, ce qui change la fluorescence de celle-ci!» Dès lors, en fonction de la fluorescence émise, le groupe du professeur Roux a pu mesurer l’espace entre les lipides et donc la tension des membranes. Grâce à la création de FliptR, les chercheurs disposent d’un nouvel outil précieux pour mesurer la tension de la membrane cellulaire. «Nous savons que les cellules cancéreuses ont une tension plus élevée que les cellules normales. Nous espérons que cette molécule fluorescente permettra un jour de les détecter plus facilement», ajoute Stefan Matile.

Réduire la circonférence de la cellule Lorsque la tension augmente sur la membrane cellulaire, le complexe TORC2 en­ clenche la production de lipides pour la faire baisser en accroissant la surface de la cellule. Mais qu’en est-il lorsque le volume diminue et qu’il s’agit de réduire l’aire de la membrane? «Nous pensions qu’il s’agis10/2018


LABOR

sait du même mécanisme, mais il n’en est rien!», s’étonne Robbie Loewith, professeur au Département de biologie moléculaire de la Faculté des sciences de l’UNIGE et membre du Pôle de Recherche. En effet, les recherches initiales ont montré que l’activateur de TORC2, Slm1 – impliqué dans l’augmentation de tension – n’avait aucun rôle lors du processus de diminution. «Nous avons par contre observé qu’un lipide particulier présent dans la membrane cellulaire, PIP2, perd son homogénéité habituelle, perturbant l’activité de TORC2.» Lorsque la tension de la membrane diminue, PIP2 forme des îlots de lipides qui se ségrègent des autres, un peu comme l’eau et l’huile se séparent spontanément. Une protéine du complexe TORC2 se liant à PIP2, TORC2 se retrouve lui-même concentré dans les îlots. Une fois pris dans ces agglomérats, TORC2 cesse son activité. «Les lipides de la membrane cellulaire se dégradent naturellement et sont remplacés grâce à l’activité de TORC2, expose Robbie Loewith. Mais lorsque TORC2 est inhibé dans les îlots de PIP2, les lipides dégradés ne sont plus remplacés, d’où une diminution de l’aire de la membrane cellulaire.» Les chercheurs ont également constaté que s’ils suppriment PIP2 de la cellule, celle-ci n’est plus en mesure d’adapter sa tension et meurt.

TORC2, voire d’empêcher la prolifération de certains cancers. Publications originales A. Colom et al., «A fluorescent membrane tension probe», Nature Chemistry (2018); DOI: 10.1038/s41557-018-0127-3 Margot Riggi et al., «Decrease in plasma membrane tension triggers PtdIns(4,5)P2 phase separation to inactivate TORC2», Nature Cell Biology (2018); DOI: 10.1038/ s41556-018-0150-z

Contact Aurélien Roux, Professeur associé Département de biochimie Faculté des sciences Université de Genève 24 rue du Général-Dufour CH-1211 Genève 4 +41 22 379 35 32 aurelien.roux@unige.ch www.unige.ch

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Un outil de mesure chimique au service de la biologie Grâce à la technique de mesure de la tension développée par Stefan Matile et Aurélien Roux, les équipes des professeurs Roux et Loewith ont pu effectuer leurs expériences sur des cellules modèles – les levures – en mesurant les variations de tension de la membrane cellulaire. «La tension des membranes est un paramètre très important à contrôler dans tous les processus cellulaires où des membranes sont impliquées, comme le déplacement, l’endocytose (qui permet à la cellule de se nourrir) ou encore la division cellulaire, notamment cancéreuse», résument les trois chercheurs. Aujourd’hui, les scientifiques se concentrent sur les cellules humaines, afin de vérifier si le mécanisme observé chez la levure est le même pour l’homme, dans l’idée de développer à long terme des médicaments capables de réguler 10/2018

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LABOR

Empa ist Referenzlabor

Spuren im Schrott untersuchen

Schutzbrille aufsetzen – und Finger weg von allem, was hier steht», sagt Renato Figi zur Begrüssung. Wir betreten das Analy­ tiklabor und merken schnell: Der etwas spezielle Willkommensgruss ist durchaus berechtigt. Im Chemikalienabzug stehen Bechergläser mit grünen, gelben und oran­ geroten Lösungen. Den orangerot gefüll­ ten Becher bedeckt ein Uhrglas, das Figi nun mit behandschuhten Händen ab­ nimmt und dann sorgfältig mit destillier­ tem Wasser abspült: «In dem Becher ist Königswasser, ein Gemisch aus konzen­ trierter Salzsäure und Salpetersäure.» Ein Tropfen aufs Hemd, und es ist hinüber; ein Spritzer ins Auge, und man wäre ein Fall fürs Universitätsspital. Doch nicht nur Laborbesucher müssen vor den ätzenden Lösungen geschützt wer­ den, auch umgekehrt ist Kontakt uner­ wünscht. Denn hier geht es um Mengen, die in «parts per billion» (ppb) gemessen werden. Anders ausgedrückt: ein Milliards­ telgramm des zu analysierenden Stoffs in einem Gramm Probesubstanz. Ein Körn­ chen Strassenstaub, eine herabfallende Haarschuppe, all das wäre für die ange­ peilte Genauigkeit bereits fatal.

Körner aus dem Schredder Für das ProSUM-Projekt analysierten Figi und sein Team gekörnte Proben aus ver­ schiedenen Abfallfraktionen: zermahlene elektrische und elektronische Geräte, Fahr­ zeugschrott, zerkleinerte Batterien ver­ schiedenster Art sowie Abfälle aus dem Bergbau. Die Entschlüsselung einer Probe beginnt jeweils im Trockenen – mit einer Röntgenfluoreszenzanalyse (XRF). «Mit diesem Gerät finden wir jedes Element, das schwerer ist als Fluor, mit Atomge­ wicht 19, bis hin zu Uran mit dem Atom­ 16

Bild: Empa

Das Labor für anorganische Analytik der Empa erhielt vergangenes Jahr im Rahmen des ProSUM-Projekts den Status eines Referenzlabors. Dort landen feingekörnte Proben von Schredderabfällen aus abgewrackten Autos, rezyklierter Elektronik oder von Bergbau-Abraumhalden aus ganz Europa. Chemiker finden heraus, was drinsteckt, was sich herauszuholen lohnt – und welche Stoffe für Arbeiter in Recyclingbetrieben gefährlich wären.

Renato Figi und Claudia Schreiner finden auch kleinste Spuren von wertvollen Rohstoffen im Schrott.

gewicht 238», erläutert Figi. Viele Analy­ tiklabore in der Industrie lassen es mit einer solchen XRF-Analyse bewenden, doch deren Genauigkeit endet im Bereich von Prozentanteilen.

Scharfe Säuren, heisses Plasma Um Genaueres herauszufinden, braucht es die gute alte Nasschemie: Die Proben wer­ den mit konzentrierter Salpetersäure, Was­ serstoffperoxid, Königswasser oder gar Flusssäure in einen Teflonbehälter gefüllt

und mit einem speziellen Mikrowellenofen auf bis zu 280 Grad Celsius erhitzt. Figi: «Da löst sich vieles, ausser ein paar Fluo­ ridverbindungen mit seltenen Erden.» Die flüssigen Proben werden dann in einem 18 000 Grad heissen Plasma atomisiert und analysiert. Das besorgen zwei Spezi­ algeräte namens ICP-OES (Induktiv gekop­ pelte Plasma-optische Emissionsspektro­ metrie) und QQQ-ICP-MS (Induktiv gekoppelte Plasma-Massenspektrometrie). Die entstehenden Spektren – Zahlenrei­ hen in einer Tabelle – werden von Figi und seiner Mitarbeiterin Claudia Schreiner ge­ 10/2018


LABOR

Shimadzu_Schweiz_LCMS-8060.:Layout 1 30.08.18 13:28 Seite 1

meinsam ausgewertet, um ja nichts zu übersehen. Doch damit beginnt erst die richtige Detektivarbeit. Figi weiss: Viele Elemente, die nur in geringen Mengen in der Probe vorkommen, könnten sich hinter anderen, dominanteren Bestandteilen verstecken. So liegen Eisen und Nickel vom Atom­ gewicht her eng beieinander, sind also im Massen­spektrometer nicht immer klar zu unterscheiden.

Spuren legen – Spuren lesen Doch die Chemiedetektive wissen sich zu helfen: «Wir können die störenden Elemente wegreagieren – also aus der Lösung ent­ fernen», erläutert Figi. «Ich fälle das Eisen als Eisenoxid aus der Lösung aus, dann bleibt nur noch Nickel im Massenspektrum übrig – und ich kann die Menge, die in der Probe war, exakt be­ stimmen.» Manchmal geht der Chemiker sogar noch einen Schritt weiter und gibt eine geringe Menge eines Elements dazu, das er in der Probe vermutet, spektroskopiert erneut und vergleicht die Ergebnisse. «Spiking» nennt sich das. «Am Ende wundert man sich, was man in einem ganz normalen Haarföhn so alles findet», sagt Figi. Nicht nur Neodym aus den Magneten für den Elektromotor des Föhns – das wäre ja zu er­ warten. Das Empa-Team fand auch Spuren von Praseodym und Samarium in den Proben. «Bei der Spurensuche geht es nicht nur darum, die Abfälle mög­ lichst gewinnbringend zu rezyklieren», so Figi. «Es geht auch dar­ um, Mitarbeitende von Recyclingbetrieben vor Vergiftungen zu schützen.» Ein hoher Gehalt an Arsen in einer Probe könne bei Kontakt mit Säuren etwa zur Bildung von Arsenwasserstoff führen – ein berüchtigtes Giftgas aus dem Ersten Weltkrieg. «Das riecht dann ganz stark nach Knoblauch», sagt Figi. «Und dann gibts nur eins: nichts wie weg!»

EU-Referenz-Labor Renato Figis Labor für anorganische Analytik wurde 2017 im Rah­ men des ProSUM-Projekts zum Referenzlabor bestimmt und hat­ te die Aufgabe, die Analyseergebnisse der anderen Länder zu validieren. Solche Referenzlabors entwickeln innerhalb der EU-Standardmethoden, die in den nationalen Labors aller 28 EU-Staaten gleichermassen benutzt werden sollen, damit Analy­ seergebnisse untereinander vergleichbar sind.

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MEDIZIN

Antiinfektionsstrategien für den Flugverkehr

Pandemieprävention direkt am Flughafen

Diagnostik zum Nachweis von Infektionserregern Einer der Ansätze im Projekt, Ausbreitungswege zu kontrollieren, ist es, bereits bei der Passagierkontrolle am Flughafen Infektionen schnell und zügig ohne den Einsatz molekularbiologischer Methoden nachzuweisen. Hierfür etablieren Forschende des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie IZI ein nicht-invasives Verfahren, das auf der Ionenmobilitätsspektrometrie (IMS) basiert. Die Ergebnisse des Projekts sollen in die konkreten Handlungsempfehlungen von Flughafenbetreibern und Flughäfen einfliessen. «Molekularbiologische Methoden scheiden hier aus, sie sind zu zeitaufwendig. Wir setzen stattdessen auf die IMS, ein 18

Flughäfen sind in der heutigen Pandemieprävention Hotspots, da sich über den Luftweg Keime unkontrolliert verbreiten können. Deshalb sucht die Diagnostik Wege für schnelle Analyseverfahren.

nicht-invasives Verfahren, das beispielsweise auf Abstriche oder die Entnahme von Blut und Speichel verzichtet. Die Methode hat sich seit vielen Jahren an Flughäfen weltweit zum Nachweis von Drogen- und Sprengstoffresten bewährt», sagt Dirk Kuhlmeier, Leiter der Arbeitsgruppe MicroDiagnostics am Fraunhofer IZI. Der Forscher und sein Team entwickeln ein System, das Bakterien in wenigen Minuten anhand von volatilen organischen Substanzen (VOC, kurz für volatile organic compounds) voneinander unterscheiden soll. Diese flüchtigen organischen Verbindungen sind Bestandteile der Atemluft. «IMS zeichnet sich durch die Möglichkeit zur schnellen, empfindlichen Detektion von flüchtigen organischen Ver-

Bild: Fraunhofer IZI

Flughäfen sind Drehkreuze für Erreger aus aller Welt. Über den Luftweg breiten sich Infektionskrankheiten mit grosser Geschwindigkeit über Länder und Kontinente hinweg aus. Das Risiko weltweiter Epidemien nimmt laut Weltgesundheitsorganisation WHO zu. Neue Antiinfektionsstrategien sind gefragt. Hier setzt das Verbundprojekt HyFly an, das im Rahmen der Initiative InfectControl 2020 vom Deutschen Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 2,6 Millionen Euro gefördert wird (siehe Kasten »Das Projekt HyFly im Überblick«). Partner aus Industrie und Forschung erarbeiten Strategien, um Infektionsketten im Flugverkehr einzudämmen und präventiv effektive Gegenmassnahmen zu etablieren. Ergebnis des Projekts sollen konkrete Handlungsempfehlungen für Flughafenbetreiber und Fluggesellschaften sein.

Bild: Fotolia

Nicht nur Personen und Waren reisen im Flugzeug rund um den Globus, auch Infektionserreger sind unerwünschte Passagiere im Flieger. Innerhalb weniger Stunden legen sie weite Strecken zurück. Auf dem Luftweg können sich die Keime unkontrolliert verbreiten. Ziel des Verbundprojekts HyFly ist es, die wissenschaftlichen Grundlagen zu erarbeiten, um Infektionsketten zu unterbrechen und gegebenenfalls Pandemien zu verhindern. Unter anderem sollen sich infizierte Personen mithilfe eines nicht-invasiven Verfahrens künftig über Bestandteile ihrer Atemluft ermitteln lassen.

Isabel Steppert, Wissenschaftlerin am Fraunhofer IZI, bei der Probenmessung.

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Das Projekt HyFly im Überblick Laufzeit: September 2016 bis August 2019 Fördergeber: Deutsches Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF im Programm InfectControl 2020 Fördersumme: 2,6 Mio. Euro Forschungsschwerpunkte – Identifikation der Übertragungswege von Infektionen und Risikofaktoren – Entwicklung eines nicht-invasiven Verfahrens auf Basis der Ionenmobilitäts­ spektrometrie – Erforschung der baulichen Beschaffenheit von Flughäfen, baustrukturelle Konzepte für infektionskritische Funktionsbereiche – Entwicklung neuer Werkstoffe mit reduzierter Keimhaftung, Entwicklung antimi­k robieller Oberflächen – Epidemiologische Untersuchung von Infektionsübertragungswegen im Luftverkehr Projektpartner – Friedrich-Schiller-Universität Jena (Koordinator) – Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie IZI, Leipzig – Technische Universität Braunschweig – Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung – Robert Koch-Institut, Berlin – Schmuhl Faserverbundtechnik GmbH & Co. Kg, Liebschütz – Airport Service Gesellschaft mbH, Frankfurt – Villeroy & Boch AG, Mettlach

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bindungen direkt in der Luft aus», so Kuhlmeier. Per Gaschromatographie werden die Bestandteile der Atemluft im ersten Schritt vorgetrennt und anschliessend an das angekoppelte Ionenmobilitätsspektrometer weitergeleitet, wo geladene Teilchen hergestellt werden. «Neutrale Moleküle der VOCs werden durch hohe Energie ionisiert. Die geladenen Moleküle bewegen sich im homogenen elektrischen Feld sehr schnell zum Detektor. Anhand der Driftzeit, die ein Molekül bis zum Aufprall auf die Elektrode benötigt, lässt es sich charakterisieren, das Bakterium kann aufgrund einer spezifischen Zusammensetzung der VOCs identifiziert werden», erläutert der Forscher das Verfahren. Erste Labortests sind erfolgreich abgeschlossen, die neu entwickelte nicht-invasive Diagnostik hat grosses Potenzial, um verschiedene Erreger voneinander zu diskriminieren. Derzeit optimieren Kuhlmeier und sein Team das Verfahren. Geplant ist, die Diagnostik im neuen Fraunhofer-Projektzentrum «Mikroelektronische und Op10/2018

tische Systeme für die Biomedizin» zu perfektionieren, das diesen Oktober eröffnet wird. Präklinische Untersuchungen sind für 2019 anberaumt. Dann will das Leipziger Forscherteam in weiteren Tests den Einfluss der Nahrungsaufnahme auf die Atemluft untersuchen und prüfen, inwieweit diese die Diagnostik beeinflusst.

Kontakt Jens Augustin Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie Perlickstrasse 1 D-04103 Leipzig +49 341 35536 9320 online-redaktion@zv.fraunhofer.de www.fraunhofer.de

Vakuumtechnik im System

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MEDIZIN

Pflaster mit Lichtschalter

So geht Medizin richtig unter die Haut Sollen Medikamente schmerzfrei und effizient in den Körper gelangen, können sie über Pflaster in die Haut gebracht werden. Forschende der Empa und der Universität Fribourg entwickeln derzeit Nanobehälter für medizinische Wirkstoffe, die sich mit Licht steuern lassen.

Andrea Six, Empa, Kommunikation

Molekularer Lichtschalter aus der Natur Damit die Inhaltsstoffe im Pflaster präzise steuerbar sind, haben die Forschenden einen molekularen Lichtschalter erdacht, der von der Natur inspiriert ist. «Unser

Bild: Empa / Carlos Alber to Gómez Iñiguez on Unsplash

Nicht jedes Medikament eignet sich als Tablette zum Schlucken oder kann mit der Spritze in den Körper gepumpt werden. Die Haut – unser grösstes Organ – bietet hingegen eine grosse und durchaus durchlässige Fläche, um Wirkstoffe aufzunehmen. Nikotinersatz, Schmerztherapie oder Empfängnisverhütung lassen sich heute bereits per Pflaster über die Haut applizieren. Forscher der Empa in St. Gallen und des Adolphe Merkle Instituts der Universität Fribourg entwickeln derzeit ein System, mit dem die Wirkung von Medikamenten per Lichtschalter gesteuert werden kann. So lässt sich beispielsweise die Dosierung von Wirkstoffen exakt kontrollieren. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für Therapien in Form von transdermalen Pflastern. Pfiffige Pflaster: Mit den neuartigen Nanoreaktoren sollen Medikamente durch Lichtsignale präzise gesteuert werden. Künftig liessen sich daraus Pflaster entwickeln, die Wirkstoffe kontrolliert abgeben können.

Lichtschalter arbeitet nach dem Prinzip der Netzhaut im menschlichen Auge», sagt Luciano Boesel vom Empa-Labor für Biomimetische Membrane und Textilien. Wie die

natürlichen Farbstoffe im Auge können auch diese synthetischen Photochrome durch Licht aktiviert werden. Eingebaut wurden die molekularen Schalter in Poly-

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MEDIZIN

---EINFÜHRUNG

Bild: Empa

EINEs---NEUEN ---NAMENs---FÜR-----INDUsTRIEllE -------PROzEss--lÖsUNGEN� Die Nanoreaktoren werden über Licht gesteuert. Ohne Licht bleiben die Nanokugeln inaktiv und undurchlässig zum Beispiel für inaktive Wirksubtanzen. Farbiges Licht hingegen aktiviert die Nanokugeln; dann werden sie durchlässig und produzieren Wirkstoffe, die austreten können. Im Dunkeln schaltet sich die Reaktion in den Kugeln ab. So ist der Nanoreaktor bereit für den nächsten Einsatz. Was bisher im Labor mit Testsubstanzen funktioniert, wird künftig für Medikamenten-Pflaster entwickelt.

mernanokugeln, die für erste experimentelle Funktionsanalysen mit Testsubstanzen gefüllt wurden. Werden diese Nanoreaktoren mit Licht einer bestimmten Wellenlänge bestrahlt, ändert sich ihre Struktur. Damit wird ihre Hülle durchlässig und die aktiven Substanzen können aus dem Nanoreaktor in die Umgebung diffundieren. Wechselt die Farbe des Lichts, etwa von Grün auf Rot, kommt die chemische Reaktion innert Sekunden zum Erliegen. Die Hülle der Nano­ reaktoren verschliesst sich wieder, und die Reaktionsgefässe warten auf ihren nächsten Einsatz. Künftig sollen diese Nanoreaktoren mit eingebautem Lichtschalter als Reservoirs für Medikamente dienen. «Es lassen sich Lichtschalter für das gesamte Spektrum zwischen 450 und 700 Nanometern Wellenlänge nutzen, also für farbiges Licht von Blau bis Rot», erklärt Boesel. «Dadurch ergibt sich ein Spielraum für die gesteuerte Abgabe mehrerer Medikamente oder für komplexer Reaktionskaskaden in einem einzigen Pflaster.» Das Team arbeitet nun mit Unterstützung des Nationalfonds und des National Center of Competence in Research for Bio-­ Inspired Materials daran, den Nanoreaktor «mit Lichtschalter» weiter zu optimieren. «Zunächst werden wir die exakt kontrollierbare Abgabe von Substanzen untersuchen, die bereits für die Anwendung durch die Haut zugelassen sind, wie etwa bestimmte Schmerzmittel», sagt der For10/2018

scher. Künftig seien jedoch viele weitere Behandlungen als «Pflaster mit Lichtschalter» denkbar. Originalpublikation O. Rifaie-Graham, S. Ulrich, N. F. B. Galensowske, S. Balog, M. Chami, D. Rentsch, J. R. Hemmer, J. Read de Alaniz, L. F. Boesel and N. Bruns, «Wavelength-Selective Light-Responsive DASA-Functionalized Polymersome Nanoreactors», J. Am. Chem. Soc. (2018); DOI: 10.1021/jacs.8b04511

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ERNÄHRUNG

Himmlische Speise oder chemisches Gebräu?

Etikettenschwindel bei Trüffelöl

Trüffel gehören zu den teuersten Lebensmitteln, weil sie selten sind und auch nur einige Monate im Winter gesammelt werden können. Den weissen Piemont-Trüffel findet man ausser in Italien nur im Karpatenbecken und der schwarze Périgord-Trüffel wächst nur in Frankreich, Spanien und Italien. Für ein Kilo bezahlt man zwischen zweitausend und fünftausend Euro. Da der Pilz nur begrenzt verfügbar ist und starken Preisschwankungen unterliegt, hat die Lebensmittelindustrie sich an die Entwicklung künstlicher Trüffelaromen gemacht. Diese werden üblicherweise dem Olivenöl, der Pasta oder bestimmten Käsesorten zugesetzt. Ein Tropfen des Öls auf dem Salat oder Risotto entfaltet einen knoblauchartigen Pilzgeruch. Meisterköche und Trüffelexperten sind sich jedoch einig, dass den künstlichen Aromen die Vielschichtigkeit des echten Trüffelgeschmacks fehlt. In seinem Buch bezeichnet Trüffelexperte Gareth Renowden das künstliche Aroma als «eine Art Comic-Variante – hell und farbenfroh, aber letztlich falsch». Juniorprofessor Richard Splivallo, der an der Goethe-Universität Pilze biotechnologisch untersucht, gehört zu den wenigen Experten, die das flüchtige Bouquet von echten weissen und schwarzen Trüffeln ausführlich charakterisiert haben. Deshalb war er auch neugierig auf die Zusammen-

Dimethylsulfoxid

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Bilder: Richard Splivallo

Olivenöl mit Trüffelaroma wird teuer verkauft, enthält jedoch selten echte Trüffel oder natürliches Trüffelaroma. Das ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlern der Goethe-Universität und des Helmholtz-Zentrums München.

Trüffelöl und weisser Piedmont-Trüffel, der üblicherweise zum Aromatisieren von Öl verwendet wird.

setzung von künstlichem Trüffelaroma. Zusammen mit Kollegen der Goethe-Universität und des Helmholtz-Zentrums in München untersuchte er eine grosse Bandbreite von Trüffelölen und fand heraus, dass der typische Trüffelgeruch nur auf vier bis sechs Molekülen beruht. Bei ihrer Untersuchung entlarvten die Forschenden auch manchen Etikettenschwindel. Öle, die angeblich natürliches Trüffelaroma enthielten, waren bei der Analyse nicht komplexer als Öle mit künstlichem Aroma. Und Öle, die den Geschmack von schwarzen Trüffeln imitieren sollten, ent­ hielten die gleichen Geschmacksmoleküle wie künstlich aromatisiertes weisses Trüffelöl. Ausserdem fanden die Forschenden in einigen Ölen Geschmacksstoffe, die natürlicherweise nicht in Trüffeln vorkommen; beispielsweise Dimethylsulfoxid, ein Lösungsmittel, das vermutlich wegen seines knoblauchartigen, an Trüffel erinnernden Geschmacks verwendet wurde. «Unserer Analyse zufolge ist künstliches Trüffelaroma bei Weitem nicht so komplex ist wie das natürliche. Die Lebensmittelin-

dustrie muss noch einen weiten Weg zurücklegen, bis sie an den Geschmack des natürlichen Aromas herankommt», fasst Richard Splivallo das Ergebnis der Studie zusammen. Seine Empfehlung: Nur in Massen zu geniessen. Originalpublikation Wernig F., Buegger F., Pritsch K. & Splivallo R., «Composition and authentication of commercial and home-made white truffle-flavored oils», Food Control (2018); DOI: 10.1016/j.foodcont.2017.11.045

Kontakt Junior-Prof. Dr. Richard Splivallo Institut für Molekulare Biowissenschaften Goethe-Universität Max-von-Laue-Str. 9 D-60438 Frankfurt am Main +49 69 798 42193 splivallo@bio.uni-frankfurt.de www.bio.uni-frankfurt.de

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NEWS

E RZE – IN KÜRZ Ü K N I – E Z R Ü K IN KÜRZE – IN

n Photanol und Akzo Nobel Speciality Chemicals wollen am Standort von Akzo Nobel im niederländischen Delfzijl eine Demonstrationsanlage bauen, die Sonnenlicht zur Herstellung von Chemikalien nutzen soll. 2014 sind die beiden Unternehmen eine Kooperation eingegangen, um gemeinsam eine Technologie zu entwickeln, die Cyanobakterien nutzt, um chemische Grundstoffe herzustellen. Die Bakterien wandeln ähnlich wie bei der pflanzlichen Photosynthese CO2 in organische Säuren um. Die dabei entstehenden Grundstoffe lassen sich in biologisch abbaubaren Kunststoffen, Hygieneprodukten oder als Zwischenprodukte für die chemische Industrie verwenden. www.photanol.com

denden Umfeld souverän zu agieren. www.suva.ch

n Seit mehr als 25 Jahren bildet die Suva erfolgreich Sicherheitsfachleute aus. Jetzt bieten sie in diesem Bereich eine Ausbildung mit noch höherem Stellenwert an – den modularen Vorbereitungskurs für die Berufsprüfung «Spezialistin / Spezialist für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (ASGS) mit eidgenössischem Fachausweis». Die neue Ausbildung bringt die Unfallverhütung und den Gesundheitsschutz näher zusammen. Sie verschafft ein solides Fundament aus praxisnaher Kompetenz und Wissen. Dies ermöglicht zukünftigen Spezialisten ASGS, in ­einem immer komplexer wer-

n Für Lauda, den weltweit führenden Hersteller von Temperiergeräten und -anlagen, gibt es diesen September mehrfach Grund zum Feiern. Die 2008 gegründete Auslandsgesellschaft Lauda-Brinkmann feiert ihr zehnjähriges Bestehen. Zu den Feierlichkeiten in Philadelphia, Pennsylvania, waren auch hochrangige Vertreter der Zentrale, darunter der Geschäftsführende Gesellschafter Gunther Wobser, angereist. www.lauda.de

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n Lonza gibt die Einführung von zwei neuen Angeboten von Ibex-Solutions im 100 000 m2 grossen Biopark von Lonza in Visp, Schweiz, bekannt. Im Juli 2017 wurde Ibex-Dedicate, ein modulares, technologieunabhängiges Bioproduktionskonzept als erstes Angebot von Ibex-Solutions eingeführt. Es beinhaltet ein innovatives Anlagenkonzept mit reduzierten Investitionskosten und beschleunigten Zeitplänen, das eine schnelle Markteinführung gestattet und Biopharmaunternehmen die Möglichkeit bietet, Investitionsentscheidungen aufzuschieben, um das finanzielle Risiko zu minimieren. www.lonza.com

n Roche wurde zum zehnten Mal als nachhaltigstes Gesundheitsunternehmen im Dow-Jones-Sustainability-Index ausgezeichnet. Die Auszeichnung

basiert auf einer eingehenden Bewertung der wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Leistungsfähigkeit des Unternehmens. Der Index dient als Vergleichsindex für Investoren, die ihr Portfolio nach nachhaltigen Kriterien ausrichten. Dank einer herausragenden Nachhaltigkeitsstrategie, die integraler Bestandteil ihres Geschäfts und der Kultur des Unternehmens ist, konnte Roch seine Position behaupten. www.roche.com/sustainability n Die Pro-Kopf-Gesamtumweltbelastung der Schweiz ist in den letzten 20 Jahren gesunken. Dies vor allem dank Erfolgen im Inland. Im Ausland belasten die Schweizerinnen und Schweizer die Umwelt hingegen stärker, was auf Kosten des Klimas, der Biodiversität und der Verfügbarkeit von Wasser geht. Die Gesamtumweltbelastung der Schweiz überschreitet das verträgliche Mass um mehr als das Dreifache. Dies zeigt die neuste Studie des Bundesamts für Umwelt BAFU für den Zeitraum von 1996 bis 2015. www.bafu.admin.ch n NSB Gas Processing gehört nun zu Busch Vakuumpumpen und Systeme und bringt unter dem neuen Namen Busch NSB AG ein Team von angesehenen Ingenieuren, gepaart mit einem umfangreichen Portfolio an Flüssigkeitsring-Vakuumpumpen, -Kompressoren und entsprechenden Systemen, in die

internationale Busch Gruppe ein. Mit der Übernahme von NSB bietet Busch nun zuverlässige Vakuum- und Überdrucklösungen für den Einsatz unter härtesten Bedingungen in der Öl- und Gasindustrie sowie der chemischen und pharmazeutischen Industrie. www.busch.ch n Siemens und Iljin Electric, ein koreanischer Hersteller von elektrischen Anlagen und gasisolierten Schaltanlagen (GIS), haben einen Vertrag zur Entwicklung einer SF6-freien GIS für die 170 Kilovolt (kV) Spannungsebene unterzeichnet. Die Technologie wurde von Siemens bereits für Anwendungen bis zu 145 kV entwickelt. Diese GIS verwendet aufbereitete Luft, genannt «Clean-Air» statt Schwefelhexa­ fluorid (SF6) als Isolationsmedium. Vakuumunterbrechereinheit und aufbereitete Luft ersetzen SF6 als Lösch- und Isoliermedium. www.siemens.com/cigre n Rund ein Prozent der HIV-­ infizierten Menschen produzieren Abwehrstoffe, die sich gegen die meisten Virusstämme richten. Diese breit wirkenden Antikörper sind der Schlüssel zu einem wirksamen Impfstoff gegen HIV. Forschende der Universität Zürich und des Universitätsspitals Zürich zeigen nun, dass auch die Gen­ sequenz des HI-Virus entscheidend ist, welche Antikörper gebildet werden. www.ethz.ch

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NEWS

Bild: Fotolia

Vor 75 Jahren entdeckte Albert Hofmann die halluzinogene Wirkung von LSD. Der Nachlass des LSD-Entdeckers befindet sich an der Universität Bern. Beat Bächi beforscht heute den Nachlass am Institut für Medizingeschichte. Sein Forschungsprojekt «Vom Mutterkorn zu LSD» wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanziert. Eine einzige Rollregaleinheit im Archiv des Instituts für Medizingeschichte füllen die Ordner und sauber gestapelten Kartonschachteln mit dem Nachlass von «LSD-Vater» Albert Hofmann. Für Beat Bächi ist der Nachlass von Albert Hofmann nicht nur die Geschichte einer Person, sondern der Ausgangspunkt zum Ursprung von Lysergsäurediethylamid, kurz LSD. Der Nachlass von Albert Hofmann befindet sich an der Universität Bern, dies obwohl Hofmann bis zu seiner Pensionierung 1971 mehr als 40 Jahre in Basel beim Novartis-Teilkonzern Sandoz ange-

Mutterkornroggen, der im Auftrag von Sandoz auf seinem Gutshof angebaut wurde.

stellt war. Die Nachkommen legten Wert darauf, dass der Nachlass der Forschung zukommt und übergaben deshalb den Bestand 2013 dem Institut für Medizingeschichte der Universität Bern. Der Nachlass umfasst Publikationen, Manuskripte, berufliche sowie private Korrespondenzen und gut dokumentierte Selbstversuche mit LSD. Die vielen Dokumente im Nachlass geben auch Aufschluss über Albert Hofmann als Person. Der weltoffene Übervater, als den ihn die Hippies sehen, sei er nicht gewesen: «Er war wohl eher etwas bünzlig», sagt Bächi. Albert Hofmann war immer dagegen, LSD der breiten Masse zugänglich zu machen. «Seiner Meinung nach ist LSD als Droge etwas für die kulturelle Elite.» Das gilt auch für LSD als Kampfstoff: Er sei nicht etwa gegen Soldaten einzusetzen, sondern gegen den Führungsstab. Beat Bächi ist mehr als an der Geschichte der Substanz LSD als an der Person interessiert. «Ich mache statt einer Biografie der Person eine Biografie des Stoffes.» So handelt die Geschichte seiner Forschung auch nicht von Blumen und Hippies, sondern von Bauern im Emmental und vom Luzerner Hinterland. Ausgehend vom Nachlass folgte Bächi den

Bild: © Universität Bern

Der Nachlass von Albert Hofmann: Auf den Spuren von LSD

Dr. Beat Bächi vor dem Nachlass von Albert Hofmann im Archiv des Instituts für Medizingeschichte.

Spuren des LSD zurück zu seinen Anfängen und gelangte so schliesslich zum MutterkornAnbau auf verschiedenen Bauernbetrieben. Mutterkorn ist ein Pilz, der Roggenähren befällt. Aus dem Pilz kann Lysergsäure gewonnen werden, aus der Albert Hofmann erstmals LSD gewann. Roggen stand am Anfang der Saatgut-Rechte «Sandoz besass einen eigenen Gutshof, der das Saatgut züchtete und an die Bauern vertrieb, die den MutterkornRoggen in deren Auftrag anbauten», beschreibt Beat Bächi die damalige Situation. Den vom Gutshof bezogenen Roggen durften die Bauern ausschliesslich für den Mutterkorn-Anbau für Sandoz verwenden. Dieses System hat Auswirkungen bis heute: «Es gab damals zwar noch keine

Patente auf lebende Organismen. Aber anhand der Roggenzucht ist die ganze Diskussion um die Eigentumsrechte an Saatgut entstanden.» Die Anfänge von LSD haben also zumindest entfernt einen Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell von grossen Saatgut-Multis wie Monsanto. LSD ist in der Schweiz seit 1971 verboten – auch zu therapeutischen und Forschungszwecken. Seit einigen Jahren werden aber wieder Studien zugelassen, etwa an den Universitäten Basel und Zürich. Kontakt Dr. sc. Beat Bächi Universität Bern Bühlstrasse 26 CH-3012 Bern Institut für Medizingeschichte +41 31 631 84 86 beat.baechi@img.unibe.ch www.img.unibe.ch

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NEWS

VDI-Umfrage: Verlagerungen der chemischen Industrie

VDI-Umfrage: Auslandsverlagerungen in der chemischen Industrie drastisch gestiegen.

mationstechnologie von 25 Prozent auf 33 Prozent und der Dienstleistung sogar von 33 Prozent auf 54 Prozent. Erfreulich ist, dass die Verlagerung der Produktion offensichtlich rückläufig ist: Sie ist zwar noch immer hoch, sinkt aber von 74 Prozent auf 64 Prozent. Das Engineering ist relativ konstant bei 33 Prozent. Claas-Jürgen Klasen, Präsident Asia Pacific North bei Evonik Degussa und Vorsitzender GVC: «Für

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Know-how-Transfer oder doch eher -verlust? Es bleibt jedoch die Frage, warum die Verlagerungen speziell von F&E so deutlich gestiegen sind. Die Forschungsausgaben erreichen seit Jahren neue Höchststände und untermauern Deutschlands Platz weltweit als viertgrösster Forschungsstandort nach den USA, China und Japan. F&E sind heute mehr denn je marktgetrieben. Viele Märkte ausserhalb Deutschlands entwickeln sich rasant und haben ihre eigenen lokalen Produktbedürfnisse. Daher gibt es verstärkt lokale Produktentwicklungen. «F&E in Schwellenmärkten wird zielgerichtet von der lokalen Politik gefördert, bürokratische Hürden

sind deutlich geringer als in Deutschland und die Entwicklung verläuft viel rasanter», sagt Klasen. Um Auslandsverlagerungen im F&E-Bereich gegensteuern zu können, braucht es neue Konzepte der internationalen Zusammenarbeit. Trotz all dieser Herausforderungen bleiben die Chemieund Prozessindustrie mit all ihren verwandten Branchen ein wichtiger Jobmotor für Deutschland: So planen laut Umfrage 55 Prozent der Unternehmen in den Jahren 2018 und 2019 die Schaffung neuer Stellen. Dabei können sie auf hervorragend ausgebildete Fachkräfte zurückgreifen, denn über 90 Prozent der Befragten beurteilen die Ausbildung in der Verfahrenstechnik als gut oder sogar sehr gut.

BEIDESKÖNNER

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uns bedeutet das: Deutsches Ingenieur-Know-how ist für die Produktion ein wichtiger Erfolgsfaktor.»

Bild: Thomas Ernsting

Eine Umfrage unter den rund 9000 Mitgliedern der VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen (GVC) zeigt, dass deutsche Unternehmen aus der Chemiebranche Bereiche vermehrt ins Ausland verlagern – ein Trend, der bereits seit einigen Jahren fortschreitet. Aktuell geben knapp 51 Prozent der Befragten an, dass in ihren Unternehmen eine Verlagerung bereits läuft, in Vorbereitung oder in Diskussion ist. Nur bei knapp 30 Prozent ist eine Verlagerung derzeit nicht vorstellbar. Zum Vergleich: 2014 wurde die Frage, ob ihr Unternehmen Bereiche ins Ausland verlagert, noch von knapp 40 Prozent der Befragten bejaht. Bedenklich sieht der VDI vor allem die gesteigerten Verlagerungen von Forschung und Entwicklung (F&E) von 21 Prozent auf 34 Prozent, der Infor-

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VER ANSTALTUNGEN

20. Gefahrguttag war ein Erfolg

Der Gefahrguttag – für den guten Überblick Die Nachfrage nach professioneller und praxisorientierter Aus- und Weiterbildung im Bereich der komplexen Gefahrgutbestimmungen ist auch nach zwanzig Jahren ungebrochen. Ralf Mengwasser (Swiss Safety Center) und Gallus Bürgisser (GeFaSuisse) führten durch einen spannenden und informativen Gefahrguttag in Basel.

Nachdem letztes Jahr das Regelwerk ADR ein Jubiläum feierte, war es dieses Jahr am Gefahrguttag Schweiz, einen runden Ge­ burtstag zu begehen: Der Anlass fand heuer zum 20. Mal statt und belegte seine unge­ brochene Attraktivität für Verantwortliche im Gefahrgutbereich. Alle zwei Jahre treten Neuerungen und Änderungen des SDR/ADR in Kraft, so auch wieder auf Beginn des Jahres 2019. Beat Schmied vom Bundesamt für Stras­ sen präsentierte die wichtigsten davon in einem übersichtlich nach Themen geglie­ derten Vortrag. Dass auch wiederum Lithi­ umbatterien von Änderungen betroffen sind, erstaunt niemanden, verläuft deren Entwicklung doch immer noch derart ra­ sant, dass die Regelwerke zwangsläufig in kürzesten Abständen darauf reagieren müssen. Neben den weiteren Neuerungen sind aber auch Übergangsregelungen zu beachten, die per 1. Januar 2019 aufgeho­ ben werden. Den Teilnehmenden wurden die wichtigsten Änderungen und Neuerun­ gen trotz ihrer Vielzahl in kurzer Zeit, ver­ ständlich und in einem lebhaften Vortrag vermittelt so fesselte der Kurzfilm zu den dramatischen Folgen, wenn ein Lieferwa­ gen schlecht gesicherte Gasflaschen un­ terwegs verliert. Gasflaschen können je­ doch nicht nur während des Transports gefährlich sein, auch ihre Lagerung kann nach erstmaligem Gebrauch Gefahren ber­ gen. Jack Winteler vom Swiss Safety Cen­ ter erläuterte die Prüfungsmethoden und -intervalle von nachfüllbaren Gasflaschen Journalist BR, www.techkomm.ch im Auftrag Swiss Safety Center 2 Tagungsleiter Gefahrguttag Schweiz, Swiss Safety Center 1

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Die Folgen einer mangelnden Ladungssicherung von Gasflaschen.

und belegte anhand von Exponaten mit unterschiedlichen Schadenbildern die Wichtigkeit solcher Prüfungen überaus an­ schaulich.

Luft- und Seefracht mit Gefahrgut Fabrizio Simona, Schweizerische Post, und Rosanna Cataldo, Bundesamt für Zivilluft­ fahrt, informierten über die Restriktionen und die Sicherheitsmassnahmen bei Ge­ fahrgutsendungen per Luftfracht. Da die Post nur innerhalb der Landesgrenzen tätig ist, kann sie bei grenzüberschreitenden Lieferungen keine Gewähr für die ganze Transportkette übernehmen. Daher beför­ dert die Schweizerische Post nur bestimm­ te Gefahrgüter, die in der Dangerous Goods Regulation klar definiert sind. Ganz anders präsentiert sich die Lage für die Hapag-Lloyd, die Gefahrgut weltweit und in grossen Mengen per Seefracht spe­ diert. Ken Rohlmann, Senior Director Dan­ gerous Goods bei Hapag-Lloyd, betonte mehrfach, die grösste Herausforderung bestehe darin, dass Gefahrgut oft nicht als solches deklariert sei. Korrekt ausgewiese­ nes Gefahrgut sei unter Einhaltung der nationalen Richtlinien und der firmeninter­

Bilder: Franz Meier/Swiss Safety Center

M  artin Grether 1 R  alf Mengwasser 2

Ausbildungskommission der GefaSuisse.

nen Regeln dagegen problemlos verschiff­ bar. Angesichts von rund 7000 Häfen mit eigenen Regeln sowie unzähligen nationa­ len Vorschriften wird es bei den Frachtpa­ pieren aber schnell kompliziert, wenn ein Frachter mehrere Häfen nacheinander an­ läuft. Denn Kapitäne scheuen nichts mehr als Feuer an Bord. Es wird alles unternom­ men, um undeklariertes Gefahrgut aufzu­ spüren, bevor es unerkannt an Bord kommt. Die nächste Gelegenheit für Gefahrgutbe­ auftragte, Vollzugsbeamte, Spediteure oder Hersteller von Gefahrgut sich so um­ fassend zu informieren, bietet der 21. Ge­ fahrguttag Schweiz vom 22. Mai 2019. 

www.gefahrguttag.ch

Kontakt Franco Brunner Swiss Safety Center AG CH-8304 Wallisellen +41 44 877 61 39 franco.brunner@safetycenter.ch www.safetycenter.ch

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VER ANSTALTUNGEN

Comsol Conference 2018

Simulationsapps schaffen Wettbewerbsvorteile Der in der Comsol-Multiphysics-Software verfügbare Application-Builder wird weltweit an Universitäten eingesetzt, um Studierende an multiphysikalische Softwarelösungen heranzuführen und sie so besser auf ihren Arbeitsalltag vorzubereiten. Details stellt Ivana Milanovic im Keynote-Speech an der Comsol Conference 2018 in Boston vor. Die Comsol-Konferenz findet vom 22. bis 24. Oktober in Lausanne statt.

Bild: Comsol Multiphysics GmbH

fassen zu müssen», sagte Ivana Milanovic, Professor der Fachrichtung Maschinenbau an der Universität Hartford. Simulationsapplikationen dienen als einfache Einstiegsmöglichkeit in numerische Analysen. «Sobald sich die Studierenden mit den Konzepten und Modellierungstechniken vertraut gemacht haben, können sie mit dem Application-Builder sogar eigene Apps erstellen und so ihr Wissen und die Reichweite ihrer kollektiven Analysefähigkeiten erweitern», führt Milanovic weiter aus. Mehr über die Arbeit von Milanovic ist in ihrem Keynote-Vortrag auf der Comsol Conference 2018 in Boston zu erfahren.

Im Maschinenbau können Softwareapplikationen Studierenden dienen, um realistische Simulationen durchzuführen und Ergebnisse darzustellen.

Lehrende im Ingenieurwesen und in der Wissenschaft sind sich bewusst, dass potenzielle Arbeitgeber nach Hochschulabsolventen mit Kenntnissen über Produktdesign- und Simulationssoftware suchen. Um diesem Bedarf gerecht zu werden, hat ein Professor der Universität Hartford beim Einsatz von Simulationsapplikationen von Studierenden der Fachrichtung Maschinenbau Pionierarbeit geleistet.

Physik und der Theorie. Die Studierenden können anschliessend sehr einfach mehr über das zugrundeliegende Modell lernen und sogar eigene Simulations-App im Application-Builder, der in der Software von Comsol-Multiphysics verfügbar ist, erstellen.

Pionierarbeit bei App-Entwicklung

Die Arbeit mit Simulationsapplikationen hilft den Studierenden dabei, die Randbedingungen und den Modellaufbau klar zu beschreiben sowie Daten, Tabellen und Diagramme darzustellen und Gleichungen aufzustellen. «Unsere Studierenden berichten, dass der Einsatz von Simulationssoftware ihren Lernprozess verbessert hat und sie dabei unterstützt, schwierige theoretische Konzepte darzustellen, ohne die zugrundeliegende Komplexität komplett er-

Die Applikationen (Apps) bieten den Studierenden einfach zu bedienende, spezialisierte Anwenderoberflächen, um realistische Simulationen durchzuführen und Ergebnisse darzustellen, ohne dass ein vorangegangenes Training erforderlich ist. Diese anwendungsorientierte Lernmethode ermöglicht ein tieferes Verständnis der 10/2018

Kontakt Comsol Multiphysics GmbH Technoparkstrasse 1 CH-8005 Zürich +41 44 515 78 00 deborah.denando@comsol.com www.comsol.ch

Verbesserter Lernprozess bei theoretischen Konzepten

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Bild: Messe Frankfur t Exhibition GmbH / Sandra Gätke

VER ANSTALTUNG

Die interdisziplinäre Fachmesse Cleanzone spricht alle Industrien an, die Reinräume unterhalten.

Cleanzone 2018 in Frankfurt

Reinraummesse vergrössert Angebot Mit rund 80 internationalen Ausstellern auf über 30 Prozent mehr Fläche zeigt die Cleanzone am 23. und 24. Oktober in Frankfurt am Main ein noch umfangreicheres Angebot. Die Fachmesse bekommt Rückenwind von der guten Stimmung in der Branche, die durch die stetig steigende Zahl von Einsatzgebieten für Reinraumtechnik getragen wird.

Durch den technologischen Wandel entstehen neue Hightechprodukte wie emissionsreduzierte Automobilantriebe, höchstauflösende Bilderkennungssysteme oder hochkomplexe Medikamente, die in ultrareinen Umgebungen produziert werden. Als interdisziplinäre Veranstaltung spricht die Cleanzone alle Industrien an, die Reinräume unterhalten. Erneut zeichnet sich die Fachmesse mit rund 30 Prozent durch eine hohe Internationalität auf Ausstellerseite aus. Marktführer aus allen Bereichen der Reinheitstechnik – von der Planung über den Betrieb bis hin zur Qualifizierung – präsentieren sich auf der Fachmesse. Die thematischen Schwerpunkte der Messe richten sich an den Branchentrends aus. So stehen moderne personalisierte Medizin und biotechnologisch hergestellte Pharmaka, digitale Simulationen von Prozessen beim Bau 28

oder der Produktion sowie Aspekte der Daten- und Fälschungssicherheit im Fokus. In vier Vortragsreihen: «Cleanroom for Life», «Upgrade your cleanroom efficiency», «Clean Life Sciences – The next level» und «Cleanroom: Modeling the future» greift die Cleanzone-Konferenz die Top-Themen der Messe auf.

2017 erfolgreich eingeführten Länderportraits werden fortgeführt. Im Blickpunkt stehen 2018 unter anderem die Chancen und Risiken für den Einstieg in den russischen Markt. Weitere Informationen zur Cleanzone und das Eventprogramm unter: www.cleanzone.messefrankfurt.com.

Konferenz, Award und Schwerpunktland Neben fachwissenschaftlichen Vorträgen in der Konferenz, finden auf der Cleanzone-Plaza mitten im Messegeschehen Podiumsdiskussionen, Ausstellervorträge und die Präsentation der Nominierten sowie die Preisverleihung des «Cleanroom Awards 2018 » der Reinraum Akademie statt. Mit Internationalität punktet die Fachmesse auch im Plaza-Programm: Die

Kontakt Messe Frankfurt Exhibition GmbH Marketingkommunikation Technology Ludwig-Erhard-Anlage 1 D-60327 Frankfurt am Main +49 6975 75 5672 www.messefrankfurt.com

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VER ANSTALTUNGEN

Fallbeispiele von den Global Playern Auch die Pharmaindustrie befindet sich mit dem Aufkommen digitaler Technologien im Umbruch. Es wird der Eindruck vermittelt, dass die Pharmaindustrie mit der Transformation neuer Technologien hinterherhinkt. Digitale Anwendungen wie Visualisierung, Modellierung, Automatisierung, maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz haben aber auch hier Einzug gehalten.

In einem Workshop der ISPE D/A/CH, der am 14. und 15. November 2018 bei der Novartis in Basel stattfindet, werden elf Global Player der Pharmafirmen Bayer, Biogen, Boehringer Ingelheim, GSK, Johnson&Johnson, Merck Serono, Novartis, Novo Nordisk, Pfizer, Roche und Takeda selbst zu Wort kommen. Sie werden ihren aktuellen Stand in Fallbeispielen präsentieren und zur Diskussion bereit sein.

Einen vergleichenden Einblick in den Stand der Digitalisierung anderer Industrien wird die auf Daten spezialisierte Firma Tessella geben. Interessant ist auch, von anderen Initiativen zu hören, hier von Pharma 4.0

und Big Data (ISPE, PDA) und Schweizer Parlamentariern (Hochschulinitiativen). Ziel ist es, aus den Fallbeispielen zu lernen und Eindrücke vom aktuellen Stand und von der digitalen Reise der Pharmafirmen zu bekommen. Die Teilnahme steht jedem Interessierten offen, ist jedoch zahlenmässig begrenzt. Mehr dazu und zum Buchungslink auf: www.ispe-dach.org.

GVT-Hochschulkurs: Vom Schüttgut zum Silo

In fast allen Industriezweigen liegen Vor-, Zwischen- oder Endprodukte als Pulver oder Schüttgut vor. Der Bereich erstreckt sich von Lebensmitteln über Farbpigmente, Nanopulver und pharmazeutische Stoffe bis hin zu Massengütern wie Zement, Kohle und Erz, von trockenen Stoffen wie Filterasche bis hin zu feuchten Schüttgütern wie Filterkuchen, Lehm und Ton. Diese Stoffe müssen transportiert, gelagert, dosiert oder anderweitig gehandhabt werden. Themen sind das Fliessverhalten von Schüttgütern, Siloauslegung und Gestaltungsmöglichkeiten, Spannungen in Silos, Austraggeräte und Austraghilfen, Dosieren und die neue Europäische Silonorm DIN-EN-1991-4. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt auf den Themen «Behälter, Trichter und Silos», also angefangen von der Charakterisierung des Schüttguts über die verfahrenstechnische Siloauslegung zur Vermeidung von Problemen wie Brückenbildung oder Entmischung 10/2018

bis hin zur Silostatik. Beim Austragen beispielsweise von Pulvern und Schüttgütern aus Silos, Zuführtrichtern, Transportbehältern können grössere Probleme auftreten, wie Fliessstörungen, Entmischung, Erschütterungen oder unregelmässiger Fluss. Um diese Probleme zu vermeiden, sind Lösungen unter Berücksichtigung der Eigenschaften des Schüttguts zu finden. Der Kurs wendet sich an Ingenieure und Techniker, Chemiker, Physiker und Pharmazeuten in Planung, Entwicklung und Betrieb. Auch für Bauingenieure (Statiker) ist die Teilnahme sinnvoll, da die im Silo entstehenden Lasten massgeblich vom Schüttgut beeinflusst werden. Einzelheiten zum Kurs sind unter www.gvt. org > Hochschulkurse bei der Gesellschaft für Verfahrens-Technik und Chemieingenieurwesen (GVT) erhältlich. Anmeldung bis zum 31. Januar bei der GVT; die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Bild: Fotolia

Der von Dietmar Schulze geleitete 37. Braunschweiger GVT-Hochschulkurs «Schüttgüter – Vom Schüttgut zum Silo» vom 18. und 19. Februar 2019 gibt einen Einblick in die Fliesseigenschaften von Pulvern und Schüttgütern und erläutert darauf aufbauend die sinnvolle Gestaltung beispielsweise von Silos und Trichtern zur Vermeidung unerwünschter Probleme im Betrieb.

Der aktuelle GVT-Hochschulkurs legt den Schwerpunkt auf die Themen Behälter, Trichter und Silos.

Kontakt Forschungs-Gesellschaft Verfahrens-Technik e.V. (GVT) Anna Maria Hipp Theodor-Heuss-Allee 25 D-60486 Frankfurt am Main +49 69 7564 118 gvt-hochschulkurse@gvt.org www.gvt.org

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Bilder: Skan

FIRMEN BERICHTEN

Um alle Mitarbeitenden aus den anderen Niederlassungen in einem privaten Umfeld kennenzulernen, führte Skan an seinem Jubiläumsanlass mit grossem Erfolg eine lockere Party durch. Die Grundidee des Fests bezog sich auf das Gründungsjahr 1968. Die Platten im echten Plattenladen konnte man hören und sogar kaufen.

Skan feiert 50. Jubiläum in der Messe Basel

Rauschende internationale Backyard-Party 50 Jahre Skan hat die Allschwiler Pionierfirma in den Fachbereichen Reinraumausrüstungen und Isolatorbau für die pharmazeutische Industrie am vergangenen Freitag in der Messe Basel gefeiert. Alle 550 Mitarbeiter aus der Schweiz, Deutschland, USA, Japan, Italien und Belgien waren eingeladen und reisten zu diesem Fest an.

Da die Skan AG im Jahr 1968 gegründet wurde, lag ein 1960er-Jahre-Motto nah: Mehr wurde den Mitarbeitern nicht verraten. Von Easy Rider und Elvis über die Beatles bis hin zu von Neil Armstrong und der ersten Mondlandung inspirierten Kostümen erschienen die Gäste am späten Freitagnachmittag, ohne wirklich, zu wissen was sie erwartet. Kein steifes Dinnerabendprogramm, sondern eine lockere Party war die Grundidee. Alle Mitarbeiter sollten die Gelegenheit bekommen, ihre Kollegen aus den anderen Niederlassungen auch mal in einem privaten Umfeld kennenzulernen. In Zusammenarbeit mit einer Freiburger Eventagentur hat man sich schnell auf eine Feier im Hinterhofstil – einer «Backyard-Party» – geeinigt, und so entstand 30

in der Halle 3 der Basler Messe ein richtiger Grossstadthinterhof. Neben einer grossen Bühne vor einer Leinwand mit Hinterhofkulisse, die sich dank Zeitraffer der Tageszeit nach veränderte, wurden Bäume angeliefert, und es entstanden eine Liegewiese und diverse Buden mit kulinarischen Spezialitäten der jeweiligen Skan-Standorte. In einem Plattenladen konnte man Schallplatten hören und kaufen. Es gab einen richtigen Kiosk, der unter anderem die Skan-eigene Jubiläumszeitung «The Skanian Times» mit Artikeln der Mitarbeiter führte. In einem Styling-Shop konnten sich Gäste im 60er-Jahre-Stil frisieren und schminken lassen, daneben befand sich ein Kleidergeschäft mit Original-Outfits aus dieser Zeit. An einem Kaffeestand mit eigener

Rösterei wurden die Gäste mit Kaffee versorgt, eine überdimensionale Carrerabahn sowie riesige Kickertische stiessen vor allem bei den männlichen Gästen auf Begeisterung. Originale Vespas sorgten für die richtige Fotokulisse. Ein japanisches Karateteam aus Jugendlichen präsentierte mit ihrem berühmten Sensei beeindruckende Kampfkunst. Die firmeneigene Skan-Band sorgte für musikalische Untermalung mit Liedern aus allen Standorten des Unternehmens, und eine Luftakrobatin wurde durch ein 16-köpfiges Orchester musikalisch begleitet. Das Orchester sorgte auch sonst für ausgefallene und originelle Unterhaltung aus allen Musikgenres, die sehr gut bei den Gästen ankam. Im späteren Verlauf des Abends animierten ein DJ und zahlreiche Tänzerinnen die Gäste 10/2018


FIRMEN BERICHTEN

Die Beat-Endertainment-Gruppe eröffnete den Abend mit einem Trommelwirbel. Von da an folgte ein Höhepunkt den nächsten.

Das japanische Karateteam, das aus Jugendlichen bestand, präsentierte ihre Kampfkunst zusammen ihrem berühmten Sensei.

Am originalgetreuen festeigenen Kiosk wurde unter anderem die Jubiläumsmitarbeiter-Zeitung «The SKANIAN Times» mit Texten der Mitarbeitenden verschenkt.

Natürlich sorgte auch der zeitlose «Töggeli-Kasten» für gute Unterhaltung.

Die firmeneigene Band spielte Musik und Lieder aus allen Unternehmensstandorten.

Die Luftakrobatin wurde vom Orchester begleitet und sorgte mit ihrer Show für den akrobatischen Kick an der gelungenen Backyard-Party.

Die Oldtimer-Vespa-Ausstellung bot sich als Fotomotiv an.

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FIRMEN BERICHTEN

Explosionen wirkungsvoll unterdrücken

Staubexplosionsschutz in Industrieanlagen

Staubexplosionen in Industrieanlagen ha­ ben wegen ihres extremen Druckanstiegs eine verheerende Zerstörungskraft. IPD, das System zur Unterdrückung und Ent­ kopplung von Staubexplosionen von Bor­ mann & Neupert by BS&B, erkennt einen kritischen Druckanstieg bereits im Millibar­ bereich und reagiert blitzschnell. Das hochwirksame Löschmittel erstickt jede Flamme einer anlaufenden Explosion in­ nerhalb von Sekundenbruchteilen schon in der Entstehungsphase – lange bevor sich der Explosionsdruck entfalten kann. Als Entkopplung stoppt das IPD-System die Ausbreitung in verbundene Anlagenteile. Menschen, Maschinen und Umwelt sind auf diese Weise wirkungsvoll geschützt. Damit das IPD-System nach dem Anspre­ chen schnell wieder einsatzbereit ist, ha­ ben die Konstrukteure einen neuen modu­ laren Aufbau entwickelt. Er ermöglicht eine sofortige Instandsetzung vor Ort und redu­ ziert die Dauer eines Produktionsstill­ stands auf ein Minimum. Anders als bei aktuellen Lösungen am Markt kann der Betreiber es nach der Auslösung auch selbstständig revidieren. Die Löscheinheit besteht aus einer druck­ losen, leicht austauschbaren Löschmittel­ patrone und einem Druckbehälter, der erst bei der Installation oder einer Instandset­ zung mit Stickstoff befüllt wird. Dank des Verzichts auf einen pyrotechnischen Aus­ löser sind alle Einzelbauteile nicht als Ge­ fahrgut eingestuft. Das vereinfacht das Handling sowie Ersatzteillogistik und -ma­ nagement erheblich und verkürzt auch die Lieferzeiten, weil die bei konventioneller Gestaltung obligatorischen Sicherheitsvor­ schriften für Transport und Lagerung ent­ fallen. Ausserdem benötigt die Löscheinheit keine zusätzliche Austragsdüse für das Löschmit­ tel. Stattdessen wird die integrierte Berst­ 32

Bilder: Bormann & Neuper t BS & B

Der Ex-Schutz-Allrounder IPD von Bormann & Neupert by BS & B dient der chemischen Unterdrückung und Entkopplung von Staubexplosionen. Das System verzichtet auf pyrotechnische Auslöser und ist modular gestaltet. Das vereinfacht Installation, Instandsetzung und Transport.

Die Löscheinheit des IPD-Systems besteht aus einer drucklosen, leicht austauschbaren Löschmittelpatrone und dem mit Stickstoff befüllten Druckbehälter (rechts).

scheibe im Moment des Ansprechens zum strömungs- und verteilungsoptimierten Auslass. Ein Verstopfen der Öffnung vorab ist damit konstruktiv ausgeschlossen. Neben einer Löscheinheit besteht das Ex­ plosionsunterdrückungs- und -entkopp­ lungssystem aus einer Steuereinheit mit Touchpad und dem patentierten Trip­ lex-Sensor. Dieser gewährleistet eine kon­ tinuierliche Echtzeitkontrolle des Prozess­ drucks und bildet so die Voraussetzung für das schnelle und sichere Ansprechen. Drei hochempfindliche Druckaufnehmer sind so angeordnet, dass eine Fehlaktivie­

Das System kann in jeder beliebigen Lage eingebaut werden und eignet sich auch für ungünstige Platzverhältnisse – hier an einer Hammermühle in der Pharmaproduktion.

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LEITMESSE FÜR INDUSTRIELLE INSTANDHALTUNG

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Die beiden Entkopplungssysteme links im Bild verhindern, dass eine Flammenfront sich im Rohrsystem ausbreitet. Das dritte, baugleiche Teil rechts erstickt – als Unterdrückungssystem verbaut – eine mögliche Explosion im Prozessbehälter bereits in der Entstehung (rechts).

herabsetzen, reduzieren sie Schäden auf ein technisch mögliches Minimum. Darum werden sie vor allem bei Einrichtungen in geschlossenen Gebäuden eingesetzt. Auch beim verwendeten Löschmittel set­ zen die Konstrukteure auf eine mehrfach sichere Lösung: Natriumhydrogencarbonat ist für die Umwelt und Mitarbeitergesund­ heit so unbedenklich, dass es auch in der Lebensmitteltechnik verwendet wird. Die schematische Darstellung zeigt, wie IPD-Systeme (rot) verbundene Teile innerhalb verfahrenstechnischer Anlagen entkoppeln und so Zonen wirkungsvoll voneinander abgrenzen.

rung durch Vibrationen ausgeschlossen werden kann. Im Falle einer Stromunter­ brechung gewährleistet der interne Ener­ giespeicher einen Betrieb für acht Stun­ den – wesentlich länger als bei anderen Systemen. Genug Reaktionszeit, um wie­ der eine sichere Energieversorgung herzu­ stellen.

Schutz für staubende Produktionsumgebungen Anwendung finden die IPD-Systeme zur Explosionsunterdrückung und -entkopp­ lung in allen Produktionsumgebungen, wo brennbarer Staub – auch durch Abrieb – entsteht oder pulverförmige Stoffe verar­ beitet werden. Beispiele sind die chemi­ sche oder pharmazeutische Industrie sowie die Verarbeitung von Nahrungsmit­ teln oder Holzwerkstoffen. Da die Systeme eine Explosion zuverlässig auf einen anla­ genspezifisch reduzierten Explosionsdruck 10/2018

Neue Version einer bewährten Lösung Entwickelt hat das neue IPD-System der weltweit aktive Sicherheitsspezialist BS&B Safety Systems. Die Lösungen des Sys­ temlieferanten für industriellen Explo­ sionsschutz und grössten Herstellers von Druckentlastungen haben sich am nord­ amerikanischen und asiatischen Markt seit vielen Jahren bewährt. Für Europa wurde eine aktualisierte Version mit ATEX-Zertifi­ zierung geschaffen. Für Nutzerschulun­ gen, Service und die Pflege der wartungs­ armen Bauteile steht das weltweite BS&B-Netzwerk qualifizierter Instandhal­ tungstechniker zur Verfügung.

Kontakt Bormann & Neupert by BS&B GmbH Volmerswerther Strasse 30 D-40221 Düsseldorf +49 211 93055 0 info@bormann-neupertbsb.de www.bormann-neupertbsb.de

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Chemieunternehmen setzt auf spezifische pH-Sensoren

Herstellung wässriger Biozidformulierungen

Die 1957 gegründete Acima AG hat sich auf die Herstellung qualitativ hochwertiger organischer und anorganischer Spezialchemikalien spezialisiert. Das Schweizer Unternehmen, das heute Teil von DowDuPont ist und künftig nach deren Aufspaltung zu DuPont gehören wird, ist unter anderem als Hersteller von Biozidformulierungen für unterschiedliche Anwendungsgebiete bekannt. Biozide sind Chemikalien, die das Wachstum von Schädlingen und Mikroorganismen hemmen, die ihrerseits für Menschen oder Tiere gesundheitsschädlich sind oder Schäden an natürlichen oder hergestellten Materialien verursachen können. Dementsprechend vielfältig sind die Einsatzbereiche von Bioziden. Man findet sie in Farben, Lacken, Reinigern, Kühlmitteln und vielen anderen wässrigen Formulierungen. Diese bestehen aus einem oder mehreren bioziden Wirkstoffen und enthalten auch andere nicht-aktive Hilfsstoffe, die neben der Wirksamkeit auch den gewünschten pH-Wert, die Viskosität, Farbe und weitere Eigenschaften des finalen Produkts sicherstellen. Wenn biozide Wirkstoffe und nicht-aktive Hilfsstoffe gemischt werden, müssen ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften, wie beispielsweise Löslichkeit und Reaktionsfähigkeit beachtet werden, denn nur so kann die Wirksamkeit des finalen Produkts erzielt werden. Die Löslichkeit der verschiedenen Chemikalien ist unter anderem abhängig von Temperatur und pH-Wert. Aus diesem Grund werden diese Grössen kontinuierlich und inline gemessen.

Unterschiedliche pH-Werte erfassen Die verschiedenen Biozidformulierungen stellen unterschiedliche Anforderungen an den pH-Wert. So muss dieser je nach Re34

zeptur von 2,0 auf 5,0 oder von 11,5 auf 9,0 mit einer Genauigkeit von ± 0,1 angepasst werden. Für die Entwicklung neuer Biozidformulierungen benötigt Acima pH-Sensoren, die präzise Messwerte liefern und deren Referenzelektolyt lange hält. Aus diesem Grund fiel die Wahl auf die «Polilyte Plus H» der Hamilton Bonaduz AG. Die Messungen werden nicht direkt im 10 m³ grossen Reaktor vorgenommen, sondern in einem Bypass, so dass auch während des Mischprozesses bei schrittweiser Zugabe der unterschiedlichen Komponenten ein exakter, aktueller Messwert sichergestellt werden kann. Hierzu sind die Polilyte-Plus-H-Sensoren in die robuste Wechselarmatur RetractoFit eingebaut, die einen Austausch der Sensoren während des laufenden Prozesses ermöglicht. Dabei steht Sicherheit an erster Stelle, denn die Armatur ist so konstruiert, dass der Sensor, wenn er in Messposition ist, nicht ausgebaut werden kann. Umgekehrt kann die Armatur nicht von der Wartungs- in die Messposition gebracht werden, wenn kein Sensor eingebaut ist.

Bilder: Hamilton Bonaduz AG

Die Firma Acima in Buchs entwickelt neue Biozidformulierungen zur Marktreife und benötigt pH-Sensoren, die präzise Messwerte liefern und deren Referenzelektolyt lange hält. Aus diesen Gründen fiel die Wahl auf die «Polilyte Plus H» der Hamilton Bonaduz AG. Der einwandfreie Betrieb bestätigt diesen Entscheid.

Die Polilyte-Plus-H-Sensoren sind in die robuste Wechselarmatur RetractoFit eingebaut.

Präzise Sensoren liefern exakte Ergebnisse

soren und der Wechselarmatur profitiert DowDuPont von einem reibungslosen, unterbrechungsfreien und reproduzierbaDie pH-Sensoren Polilyte Plus H sind für ren Prozess. Vor dem Hintergrund der den Einsatz in chemisch und physikalisch steigenden Nachfrage nach Biozidformuanspruchsvollen Umgebungen prädesti- lierungen ist dies eine wichtige Voraussetniert. Sie sind mit einem polymeren Refe- zung, um die vielfältigen Kundenanfragen renzelektrolyten und der Single-Pore-­ bedienen zu können. Technologie ausgestattet. Dadurch wird ein konstanter Ausfluss sichergestellt und Kontakt ein Verstopfen der Austrittsöffnung verHamilton Bonaduz AG hindert. Damit verbunden ist ein geringeVia Crusch 8 rer Wartungsaufwand beim täglichen EinCH-7402 Bonaduz satz der Sensoren. Selbst organische +41 58 610 10 10 Lösungsmittel in der Formulierung beeincontact.pa.ch@hamilton.ch flussen eine exakte Messung des pHwww.hamiltoncompany.com Werts nicht. Dank des Einsatzes der Sen10/2018


TERMINE

Kurse, Seminare, Workshops und Messen NOVEMBER 2018 07.11. – 08.11.

Solids 2018 Ort: D-Dortmund Veranstalter: Easyfairs Deutschland GmbH +49 89 127 1650 solids@easyfairs.com, www.easyfairs.com

07.11. – 08.11.

Recycling Technik Ort: D-Dortmund Veranstalter: Easyfairs Deutschland GmbH +49 89 127 1650 recycling-technik@easyfairs.com, www.easyfairs.com

09.11.

Antibiotikaresistenz in Abwasser und Gewässern – Grundlagen, Risiken, Detektion, Lösungsansätze (Vertiefungskurs) Ort: CH-Dübendorf Veranstalter: Eawag Überland Strasse 133, CH-8600 Dübendorf +41 58 765 56 25 isabelle.schlaeppi@eawag.ch, www.eawag.ch

09.11.

Chirale SFC – die Zukunft der chiralen HPLC? Ort: D-Frankfurt am Main Veranstalter: Provadis Novia – Chromatographieund Messverfahren GmbH Industriepark Höchst, Gebäude B845, E. 06, D-65926 Frankfurt am Main +49 69 305 439 43 info@provadis-novia.de, www.provadis-novia.de

12.11. – 16.11.

Pigmente – aktueller Stand Ort: D-Darmstadt Veranstalter: Gesellschaft Deutscher Chemiker Postfach 90 04 40, D-60444 Frankfurt am Main +49 69 7917 665 fb@gdch.de, www.gdch.de/fortbildung

13.11. – 14.11.

Qualitätsmanagement im analytischen Labor (Kurs) Ort: D-Frankfurt am Main Veranstalter: Gesellschaft Deutscher Chemiker Postfach 90 04 40, D-60444 Frankfurt am Main +49 69 7917 665 fb@gdch.de, www.gdch.de/fortbildung

15.11.

Leitfähigkeit richtig messen Ort: CH-Zofingen Veranstalter: Metrohm Schweiz AG Industriestrasse 13, CH-4800 Zofingen +41 62 745 28 28 info@metrohm.ch, www.metrohm.ch

15.11.

15.11. – 16.11.

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Grossvolumige Einspritztechniken Ort: CH-Schlieren Veranstalter: Brechbühler AG Steinwiesenstrasse 3, CH-8952 Schlieren +41 44 732 31 31 kurse@brechbuehler.ch, www.brechbuehler.ch Pinch-Analyse für Prozesse/Betriebsfälle/ Batch-Prozessen und Integration von thermischen Energiespeichern Ort: D-Frankfurt am Main Veranstalter: Hochschule Luzern – Technik & Architektur PI/PinCH-Stützpunkt, CC Thermische Energiesysteme & Verfahrenstechnik, Technikumstrasse 21, CH-6048 Horw +41 41 349 32 57 pinch@hslu.ch, www.pinch-analyse.ch

17.11. – 18.11.

GMP-Intensivtraining (Kurs) Ort: D-Frankfurt am Main Veranstalter: Gesellschaft Deutscher Chemiker Postfach 90 04 40, D-60444 Frankfurt am Main +49 69 7917 665 fb@gdch.de, www.gdch.de/fortbildung

19.11.

Interpretation of Mass Spectra Ort: CH-Olten Veranstalter: Schweizerische Chemische Gesellschaft (SCG) Haus der Akademien, Laupenstrasse 7, Postfach, CH-3001 Bern +41 58 765 52 00 infodas@eawag.ch, www.eawag.ch

21.11.

Grundlagen Wechselwirkungschromatographie von Polymeren Ort: D-Mainz Veranstalter: PSS Polymer Standards Service GmbH In der Dalheimer Wiese 5, D-55120 Mainz +49 6131 96 23 90 info@pss-polymer.com, www.pss-polymer.com

22.11.

Interpretation von Massenspektren & Struktur­ aufklärung mittels NIST Browser Software Ort: CH-Schlieren Veranstalter: Brechbühler AG Steinwiesenstrasse 3, CH-8952 Schlieren +41 44 732 31 31 kurse@brechbuehler.ch, www.brechbuehler.ch

22.11. – 23.11.

Grundlagenkurs Emulsionstechnologie am Beispiel von Hautpflegeprodukten (Einsteiger) Ort: D-Rheinbach (bei Bonn) Veranstalter: Gesellschaft Deutscher Chemiker Postfach 90 04 40, D-60444 Frankfurt am Main +49 69 7917 665 fb@gdch.de, www.gdch.de/fortbildung

27.11.

Feststoffanalytik – von der Laborprobe zum Analysenergebnis Ort: D-Kamp-Lintfort Veranstalter: CEM GmbH Carl-Friedrich-Gauss-Strasse 9, D-47475 Kamp-Lintfort +49 28 42 96 44 0 info@cem.de, www.cem.de

27.11. – 29.11.

Valve World Expo Ort: D-Düsseldorf Veranstalter: Messe Düsseldorf GmbH Postfach 10 10 06, D-40001 Düsseldorf +49 211 4560 01 info@messe-duesseldorf.de www.valveworldexpo.com

28.11.

Empa-FSRM-Kurs Polymerwerkstoffe für technische Anwendungen Ort: CH-Dübendorf Veranstalter: Empa-Akademie Überlandstrasse 129, CH-8600 Dübendorf +41 58 765 42 24 Eva.Sigrist@empa.ch www.empa-akademie.ch/polymerwerkstoffe

30.11.

Workshop Chemikalien-Lagerliste Ort: CH-Aadorf TG Veranstalter: Halag Chemie AG Weiernstrasse 30, CH-8355 Aadorf +41 58 433 68 68 info@halagchemie.ch, www.halagchemie.ch

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FORSCHUNGSWELT

Atmosphäre mit Metallen

Eisen und Titan bei Exoplaneten entdeckt Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heis­ ser ist als unsere Sonne, dann kommt es zu einem einzigartigen Phänomen: Der Exoplanet wird selber so heiss wie ein Stern. Weil solche Gasriesen dem Jupiter physikalisch ähnlich sind, werden sie auch «Hot Jupiters» oder «Ultra-hot Jupiters» ge­ nannt.

Atmosphäre eines «Hot Jupiters» untersucht

Simulation von Berner Team als Anstoss Wie die Atmosphäre eines solchen «Hot Jupiter» aussehen könnte, und wie sie sich unter solchen Bedingungen entwi­ ckeln konnte, war bislang unbekannt. Nun konnte ein Team unter der Leitung der Universität Genf, das sich mit Wissen­ schaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bern zusammengeschlossen hat, dank einer Simulation der Berner For­ schergruppe Eisen- und Titanatome in 36

Bild: Denis Bajram

KELT-9 ist ein Stern, der sich 650 Lichtjah­ re von der Erde entfernt im Sternbild Cyg­ nus (Schwan) befindet. Mit einer Tempe­ ratur von über 10 000 °C ist er fast doppelt so heiss wie die Sonne. KELT-9 wird von einem riesigen Gasplaneten, dem «Ult­ ra-hot Jupiter» KELT-9b, umkreist, der sei­ nem Zentralstern 30 Mal näher ist als die Erde der Sonne. Aufgrund dieser Nähe umkreist der Exoplanet seinen Stern in 36 Stunden, und er wird auf eine Temperatur von über 4000 °C erhitzt. Somit ist der Planet KELT-9b zwar nicht so heiss wie die Sonne, aber heisser als viele andere Ster­ ne.

Künstlerische Ansicht eines Sonnenuntergangs über KELT-9b. Unter dieser sengenden Sonne ist die Atmosphäre des Planeten warm genug, um in rötlich-orangenen Tönen zu leuchten und Schwermetalle wie Eisen und Titan zu verdampfen.

der Atmosphäre des «Ultra-hot Jupiters» KELT-9b nachweisen. Um die Atmosphäre des Exoplaneten KELT-9b zu simulieren haben Forschende der Universität Bern, die Teil des Nationa­ len Forschungsschwerpunkts PlanetS sind, kürzlich eine Studie durchgeführt.

«Die Ergebnisse dieser Simulationen zeigten, dass die meisten Moleküle in der Atmosphä­ re von KELT-9b in atomarer Form vorliegen sollten», erklärt Kevin Heng, Direktor und Professor am Center for Space and Habita­ bilty (CSH) an der Universität Bern und Mit­ glied von PlanetS. «Denn bei den extrem 10/2018


FORSCHUNGSWELT

Licht enthüllt chemische Komponenten Gleichzeitig zu den Untersuchungen des Berner Teams beobachteten Forschende des PlanetS an der Universität Genf den Planeten KELT-9b während eines Transits vor seinem Zentralstern KELT-9. Ein winzi­ ger Bruchteil des Lichts des Sterns KELT-9 wird während dieses Transits durch die Atmosphäre des Planeten KELT-9b gefil­ tert. Wird nun dieses gefilterte Licht analy­ siert, können daraus Schlüsse über die chemische Zusammensetzung der Atmo­ sphäre des Planeten KELT-9b gezogen werden. Dies ist möglich dank einem Spektrographen, der das weisse Licht in seine Komponenten aufteilt. Die Genfer Forschenden nutzten für ihre Beobachtun­ gen den HARPS-Nord-Spektrographen in La Palma, der in Genf gebaut worden war. Wie von Hengs Team vorhergesagt, hinter­ lassen Eisenatome, falls sie in der Atmo­ sphäre von KELT-9b vorhanden sind, einen gut erkennbaren «Fingerabdruck» im Spek­ trum. Die Genfer Forschenden von Pla­ netS entdeckten ein starkes Signal, das demjenigen von Eisendampf entspricht. «Mit den theoretischen Vorhersagen von Hengs Team brauchten wir nur noch einer Art Schatzkarte zu folgen», sagt Jens Hoeij­ makers, Forscher an den Universitäten Bern und Genf. «Als wir uns intensiver mit den Daten beschäftigt haben, fanden wir sogar noch mehr», fügt er hinzu.

Eisen und Titan dank Spektrum erkannt Neben den Atomen wiesen die Forscher in der Atmosphäre von KELT-9b ausser­ dem das Vorhandensein von sowohl Eisen als auch Titan in ionisierter Form nach. Bisher wurde angenommen, dass viele Exoplaneten, die sich in einer ähnlichen 10/2018

Umgebung wie KELT-9b befanden, voll­ ständig verdampft sind. «KELT-9b ist wahr­ scheinlich massiv genug, um der totalen Verdunstung zu widerstehen» sagt Hoeij­ makers. Die veröffentlichte Studie zeigt den starken Einfluss der Sternenstrahlung auf die Zusammensetzung der Atmosphä­ re von Exoplaneten. Die Beobachtungen bestätigen, dass die hohen Temperaturen, die auf dem Planeten KELT-9b herrschen, die meisten Moleküle in ihre Atome auf­ spalten, also auch die Moleküle, die Eisen oder Titan enthalten. Bei kühleren Exopla­ neten werden Eisen- oder Titan-Atome in gasförmigen Oxiden oder in kondensierter Form als Staubpartikel vermutet, wo sie schwer zu erkennen sind. Einig sind sich die Forschenden, dass der Planet KELT-9b ein einzigartiges Labor ist, um zu analysieren, wie sich Atmosphären von Planeten unter intensiver Sternen­ strahlung entwickeln können. Kevin Heng sagt: «Für mich sind die beiden Studien ein tolles Ergebnis des PlanetS-Netzwerks, das eine enge Zusammenarbeit zwischen Theoretikern wie uns und Astronominnen und Astronomen an der Universität Genf fördert.»

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Originalpublikationen Daniel Kitzmann et al., «The peculiar at­ mospheric chemistry of KELT-9b», Astro­ physical Journal (2018); DOI: 10.3847/1538-4357/aace5a H. Jens Hoeijmakers et al., «Atomic Iron and Titanium in the Atmosphere of an Exoplanet», Nature (2018); DOI: 10.1038/ s41586-018-0401-y Das ELEVENT® Unter- und Überdruckventil schützt Anlagen und Tanks mit niedrigen Designdrücken ab ± 2 mbar. Eine kontrollierte Druckhaltung wird sichergestellt.

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hohen Temperaturen auf KELT-9b finden Kollisionen zwischen den Teilchen statt, wel­ che die Bindungen zwischen den Molekülen aufbrechen und die dabei entstehenden Atome sogar teilweise ionisieren», so Daniel Kitzmann vom CSH weiter. Die Simulationen des Berner Teams sagten auch voraus, dass es möglich sein sollte, gasförmiges atomares Eisen in der Atmosphäre des Planeten KELT9b mit Hilfe von Teleskopen zu beobachten.

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Bild: Fotolia

FORSCHUNGSWELT

Es gibt zwei Arten der Pupillenweitung, die unterschiedlich gesteuert werden, entweder vom sympathischen oder vom parasympathischen Nervensystem.

Die Emotion liegt im Auge des Hörers

Überraschende Geräusche weiten die Pupille Ein Baby weint oder ein Hund knurrt – beide Geräusche wecken bei uns Emotionen, die sich an den Augen ablesen lassen. Nicole Wetzel, Leiterin der CBBS-Forschendengruppe Neurokognitive Entwicklung am Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN), sowie Andreas Widmann und Erich Schröger von der Universität Leipzig haben in einer Grundlagenstudie gezeigt, wie unser Gehirn überraschende emotionale Geräusche verarbeitet. Mit einer neuen Methode konnten die Forschenden nachweisen, wie neuronale Aktivität im Gehirn die Pupillenweite über das sympathische und parasympathische Nervensystem beeinflusst.

«Wie unser Gehirn überraschend auftretende emotionale Geräusche verarbeitet, lässt sich auch an den Augen ablesen», erklärt Nicole Wetzel. In einer methodischen Grundlagenstudie haben sie und Andreas Widmann bei erwachsenen Probanden untersucht, wie zum Beispiel das Geräusch eines schreienden Babys die Pupille und die hirnelektrische Aktivität, die mittels Elektoenzephalographie (EEG) gemessen wird, beeinflusst. «Dabei haben wir einen neuen methodischen Ansatz genutzt, der die Messung der Pupillenweite und der Hirnströme miteinander kombiniert», sagt Widmann. Dank dieser Messungen lassen sich Rückschlüsse auf die neuronale Aktivität im Gehirn ziehen, die sich sonst nicht ohne weiteres beobachten lässt. «Die Weite der Pupillen wird nicht allein durch die Helligkeit bestimmt, sondern 38

kann auch kognitive Prozesse abbilden. Versucht zum Beispiel jemand, sich eine Reihe von Zahlen zu merken, weiten sich die Pupillen zunehmend. Oder wenn wir ein unerwartetes Geräusch hören, werden unsere Pupillen grösser und wir können ein spezifisches Muster in den Hirnströmen beobachten», berichtet Widmann.

Zwei Arten der Pupillenweitung Diese überraschenden Ereignisse aktivieren das sympathische Nervensystem, das den Körper auf Flucht oder Kampf vorbereitet. Gleichzeitig hemmen sie das parasympathische Nervensystem, dessen Aktivität in Ruhe- und Regenerationsphasen überwiegt. Beide Teile des autonomen Nervensystems können die Weitung der

Pupille getrennt voneinander über zwei verschiedene Muskeln steuern. Bisher liessen sich die Beiträge beider Muskeln beziehungsweise Nervensysteme auf die Weitung der Pupille jedoch nicht voneinander trennen. Die Forschenden haben in ihrer aktuellen Studie deshalb versucht, die Aktivität der Muskeln, welche die Pupillenweite steuern, durch unterschiedliche Umgebungshelligkeiten zu beeinflussen. Den Probanden wurden in vollständiger Dunkelheit und bei normaler Beleuchtung überraschende, emotionale Störgeräusche, wie zum Beispiel das Weinen eines Kindes, sowie nicht-emotionale Störgeräusche, beispielsweise ein vorbeifahrendes Auto, vorgespielt. Der ringförmige Muskel, der durch das parasympathische Nervensystem gesteuert 10/2018


FORSCHUNGSWELT

Bild: LIN

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Andreas Widmann und Nicole Wetzel haben einen neuen Ansatz zur Untersuchung von Aufmerksamkeitsprozessen entwickelt, der die Pupillenweite eines Probanden und dessen Hirnströme einbezieht.

wird, erschlafft im Dunkeln und kann deshalb nicht mehr zur Pupillenweitung beitragen. Mittels statistischer Verfahren liessen sich so die Beiträge der sympathischen und parasympathischen Nervensysteme zur Pupillenweitung voneinander trennen. Dabei fiel auf: Im Vergleich zu nicht-emotionalen Geräuschen war bei emotionalen Geräuschen der Beitrag der Aktivierung des sympathischen Nervensystems erhöht, nicht aber die Hemmung des parasympathischen Nervensystems. «Wenn ein Störgeräusch ein emotionales Geräusch ist, werden unsere Pupillen also automatisch noch grösser. Das bestätigt unsere Hypothese, dass solche Gefühlsregungen mit der Aktivierung des sympathischen Nervensystems verknüpft sind», fasst Nicole Wetzel die Studienergebnisse zusammen. Auch im EEG wird durch überraschende Geräusche ein typisches Hirnstrommuster ausgelöst. Dieses wird vermutlich dadurch hervorgerufen, dass die Erregungsschwelle von Neuronen in der Grosshirnrinde gezielt gesenkt und neuronale Aktivität verstärkt wird, um wichtige Ereignisse schnell analysieren und darauf reagieren zu können. Das Antwortmuster auf emotionale Störgeräusche kann daher mit hoher Wahrscheinlichkeit einer Koaktivierung mit dem sympathischen Nervensystem zugeordnet werden. «Die Möglichkeit, emotionale und kognitive Prozesse und deren zugrundeliegende neuronale Aktivität durch nicht belastende, videobasierte Messung der Pupillenweite zu erforschen, eröffnet weitreichende Möglichkeiten zur Forschung insbesondere 10/2018

bei Babys und Kleinkindern», sagt Wetzel. Widmann ergänzt: «Sie ist aber auch bei anderen Probanden einsetzbar, für die andere Forschungsmethoden nicht in Betracht kommen.» Ausserdem gewinnt der Ansatz, Pupillenweitung und Hirnstrommessungen kombiniert auszuwerten, aufgrund der weiterentwickelten Technik zunehmend an Bedeutung. Er soll in künftigen Studien der Arbeitsgruppe zur auditiven Aufmerksamkeitsforschung auch bei Kindern angewendet werden, um in der Entwicklungsforschung zu verstehen, wie neuronale Systeme bei Störgeräuschen arbeiten. Vor allem Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren sind bisher wenig erforscht. Diese Lücke will das Team um Nicole Wetzel und Andreas Widmann schliessen.

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Originalpublikation Andreas Widmann, ErichSchröger, NicoleWetzel, «Emotion lies in the eye of the listener: Emotional arousal to novel sounds is reflected in the sympathetic contribution to the pupil dilation response and the P3», Biological Psychology (2018); DOI: 10.1016/j.biopsycho.2018.01.010

Kontakt Sophie Ehrenberg Leibniz-Institut für Neurobiologie Brenneckestr. 6 D-39118 Magdeburg +49 391 6263 93381 sophie.ehrenberg@lin-magdeburg.de www.lin-magdeburg.de

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Bilder: Suva

MANAGEMENT

Persönliche Schutzausrüstung ist Pflicht des Arbeitgebenden. Sie soll Verletzungen oder gesundheitliche Beeinträchtigungen von Arbeitnehmenden verhindern.

Suva informiert Arbeitnehmende

Wer bezahlt die persönliche Schutzausrüstung? Ein wichtiger Grundsatz für die Sicherheit und den Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz ist längst nicht allen bekannt: Arbeitgeber müssen die notwendige persönliche Schutzausrüstung (PSA) für ihre Mitarbeitenden bezahlen.

A  lois Felber Es ist Pflicht, persönliche Schutzausrüstungen (PSA) einzusetzen, wo diese notwendig ist. Die PSA verhindern Verletzungen oder gesundheitliche Beeinträchtigungen von Arbeitnehmenden. Zum Einsatz kommen die PSA erst, wenn die Unfall- oder Gesundheitsgefahren durch Massnahmen nicht zu vermeiden sind. Arbeitgeber müssen ihren Mitarbeitenden die notwendigen PSA zur Verfügung stellen und tragen die Kosten dafür. Viele Lernende glauben fälschlicherweise, dass sie ihre persönliche Schutzausrüstung (PSA) selber bezahlen müssen. Das gibt zu denken. Erwin von Moos, Kampagnenleiter «Sichere Lehrzeit» der Suva, hat dies kürzlich bei Umfragen an verschiedenen Berufsfachschulen festgestellt. Dabei gaben viele Lernende an, dass sie in ihrem Lehrbetrieb für 40

die Kosten der PSA selber aufkommen oder zumindest den nötigen Ersatz selber berappen müssen. «Von 600 haben sich etwa

100 so geäussert», sagt Erwin von Moos. «Das finde ich erschreckend.» Doch ganz überraschend ist der Befund nicht. «Wer be-

So ist's richtig. Lernende erhalten an ihrem ersten Arbeitstag ihre PSA, kostenlos.

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MANAGEMENT

zahlt die PSA?» ist ein Dauerbrenner unter den Fragen, die den Sicherheitsexperten der Suva immer wieder gestellt werden. Was also gilt hier tatsächlich?

«Die Rechtsgrundlagen sind eigentlich ganz klar», betont Pius Arnold, Rechtsanwalt in der Abteilung Arbeitssicherheit der Suva. «Der Arbeitgeber hat die notwendige Ausrüstung zur Verfügung zu stellen und auch die Kosten zu tragen.» Als Grundlage nennt er die Artikel 5 und 90 der Verordnung über die Unfallverhütung (VUV). Dies gelte selbstverständlich auch für Lernende oder Temporär-Mitarbeitende und schliesse den abnützungsbedingten Ersatz der PSA ein.

Details geben zu diskutieren Warum also ist dies so schlecht bekannt? Und warum gibt der Umgang mit Sicherheitsschuhen, Schutzbrillen und Schutzkleidung immer wieder zu reden? Zum einen vermuten Pius Arnold und Erwin

Bild: Fotolia

Der Arbeitgeber bezahlt die PSA

Pharmatechnologin an der Arbeit in der Produktion.

von Moos, dass die Formulierung «Zur Verfügung stellen» manche Arbeitgeber glauben lässt, dass sie die PSA zwar zu beschaffen, nicht aber zu bezahlen hätten. Zum anderen können jedoch Details im Umgang mit den PSA auch durchaus privatrechtlich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geregelt werden. Zum Beispiel was übermässige Abnützung, zusätzliche private Nutzung oder mutwillige Beschädi-

Was tun, wenn der Arbeitgeber die PSA nicht bezahlt? Schon für gestandene Mitarbeitende kann es schwierig sein, ein solches Thema bei den Vorgesetzten anzusprechen. Umso mehr natürlich für Lernende. Dies können Sie als Mitarbeitende tun: Suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten oder Berufsbildner im Betrieb. Zeigen Sie ihm zum Beispiel auf der Webseite der SUVA die Rechtsgrundlagen für PSA. Beziehen Sie als Arbeitgeber bei der Beschaffung der PSA die Spezialisten der Arbeitssicherheit und die betroffenen Mitarbeitenden mit ein. Fakt ist, dass Betriebe, die nicht für die Kosten der PSA aufkommen, gegen geltendes Recht verstossen. Übrigens auch gegen das Obligationenrecht (siehe Art. 328 und 362).

gungen betrifft. Und da kann der Teufel im Detail stecken.

«Am falschen Ort gespart» Generell plädieren die Sicherheitsexperten der Suva für einen grosszügigen Umgang der Arbeitgeber mit dem Thema PSA. «Wer Geld sparen will, spart hier eindeutig am falschen Ort», erklärt Erwin von Moos. Die Suva ihrerseits werde künftig vermehrt darauf achten, ob die Betriebe ihren gesetzlichen Pflichten beim Thema PSA nachkommen. Kontakt Suva Aarau Servicecenter Postfach 6009 Luzern www.suva.ch

PSA werden in drei Kategorien eingeteilt (mit zunehmendem Schutzgrad): Kategorie I Einfache PSA, die gegen geringfügige Risiken schützen und deren Wirksamkeit der Benutzende selbst beurteilen kann (oberflächliche mechanische Einflüsse, geringfügige Witterungseinflüsse, schwach aggressive Reinigungsmittel, Sonnenstrahlen, heisse Teile unter 50 °C, schwache Stösse und Schwingungen). Dazu gehören beispielsweise Sonnenbrillen, die für privaten Gebrauch bestimmt sind, Handschuhe für Gartenarbeiten. Kategorie II Alle PSA, die nicht in die Kategorien I oder III fallen. Dazu gehören beispielsweise Schutzbrillen, Ausrüstungen für den Gehörschutz, Fussschutz, Schnittschutz und Schutzhelme.

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Kategorie III PSA, die gegen tödliche Gefahren oder ernste bzw. irreversible Gesundheitsschäden schützen und bei denen der Benutzende die unmittelbare Wirkung der Gefahr nicht rechtzeitig erkennen kann. Beispiele sind: PSA zum Schutz vor chemischen und biologischen Einflüssen, Stürzen aus der Höhe, Kälte (–50 °C oder kälter), Stromschlag sowie Atemschutzgeräte, Tauchgeräte und PSA für den Brandschutz. PSA der Kategorien II und III müssen einer EG-Baumusterprüfung durch eine zugelassene Prüfstelle unterzogen werden.

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Bild: Fotolia

UMWELT

Von den jährlich über 300 Millionen Tonnen Kunststoff sind rund 40 Prozent Verpackungsmaterial, das vielerorts im Gewässer und damit im Meer landet. Bereits lässt sich Mikroplastik in den Sedimentschichten nachweisen.

Zersetzungsverfahren mit Polyphosphat

Plastikberge in den Weltmeeren bekämpfen Die Zahl ist gewaltig: 335 Millionen Tonnen Kunststoff wurden 2016 laut Plastics Europe auf der Erde produziert – Tendenz steigend. Rund 40 Prozent davon sind Verpackungsmaterialien. Die Bilder von riesigen Müllinseln und Müllbergen mitten im Ozean sprechen für sich. Nun kamen Forschende an der Fachhochschule Münster mit einem neuen Zusatz von Polyphosphat einen Schritt weiter.

Zersetzung von Plastik mit Zusatz beschleunigen «Normalerweise dauert es Jahrzehnte bis Jahrhunderte, bis das Plastik vollständig abgebaut ist», sagt Volhard. Ein ungiftiger Zusatz im Kunststoff soll das jetzt aber deutlich beschleunigen. «Genauer gesagt 42

wollen wir einen Katalysator hinzufügen, der auf Sonnenlicht reagiert», erklärt Volhard. «Denn der Katalysator Titandioxid ist spezialisiert darauf, Radikale zu bilden, die den Kunststoff zersetzen, beziehungsweise mineralisieren können.» Was zum Schluss vom Plastik übrigbleibt: Wasser und Kohlenstoffdioxid. Dabei gibt es aber ein kleines Problem: Der Katalysator fängt sofort an, Radikale zu bilden, wenn die Sonne scheint – egal, ob die Flasche gerade im Meer schwimmt oder noch im Einkaufswagen steht. «Deshalb wollen wir den Katalysator optimieren, und das ist unsere Kernidee: Wir wollen den Katalysator beschichten, damit die Radikale nicht nach aussen dringen können und den Kunststoff zu früh mineralisieren.» Dabei setzen Volhard und Jüstel auf eine Polyphosphatbeschichtung. Sie reagiert sehr sensitiv auf Salze. Der Gedanke: Im

Kontakt mit Leitungs- oder Mineralwasser passiert nichts. Aber im salzigen Meerwasser löst sich das Polyphosphat auf und gibt somit die Radikale frei, die den treibenden Plastikmüll zersetzen. Die Idee hat Jüstel

Bilder: FH Münster/Pressestelle

«Kunststoffe sind prädestiniert dafür, dass sie in der Umwelt vergessen gehen oder auf den Weltmeeren durch die Schifffahrt ausgebracht werden», sagt Max-Fabian Volhard von der Fachhochschule Münster. Der Doktorand am Fachbereich Chemie­ ingenieurwesen und sein betreuender Professor Thomas Jüstel haben jedoch eine Idee: Sie wollen Kunststoffe so verändern, dass sie für ihren Einsatz – zum Beispiel als Flasche – stabil sind, sich aber im Meer von alleine zersetzen.

Max Volhard entnimmt der Knetkammer seine mit dem Katalysator vermischte Kunststoffprobe.

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UMWELT

Der erste fertige, selbst produzierte Kunststoff: Die weissen Flecken sind das verarbeitete Katalysatorpulver.

Max Volhard wiegt Granulat für die Kunststoffherstellung ab.

aus der Biochemie adaptiert, das Patent haben die beiden Wissenschaftler bereits angemeldet.

Konzept muss auf Tauglichkeit geprüft werden «Jetzt ist es meine Aufgabe zu überprüfen, ob das Konzept wirklich funktioniert», erklärt Volhard. Bisher hat er den Abbau von Kunststoffen im Labor untersucht, die im Leitungswasser und im Meerwasser gelöst sind. Genau mit der Idee: per Polyphos-

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phatkatalysator und Sonnenlicht – imitiert durch einen UV-LED-Fotoreaktor. Das hat funktioniert, die ersten Versuche stimmen ihn zuversichtlich. «Aber die Kunststoffe liegen im Meer ja nicht gelöst vor. Deshalb muss ich jetzt noch näher an die Realität und an die Verpackungsmaterialien kommen.» Darum verarbeitet Volhard gerade Kunststoffe und Katalysatoren in der Knetkammer des Labors für Kunststofftechnologie von Reinhard Lorenz. Er wird verschiedene Experimente im Labor durchführen. Die

neuen Kunststoffe sollen im Idealfall nur noch maximal zehn Jahre brauchen, bis sie sich vollständig zersetzt haben. «Aber so lange kann ich ja nicht auf meine Versuche warten. Um trotzdem valide Aussagen treffen zu können, muss ich mir noch eine neue Methode zur Überprüfung einfallen lassen», bemerkt Volhard.

Kontakt Fachhochschule Münster Pressestelle Hüfferstrasse 27 D-48149 Münster +49 2 51 83 6 40 90 pressestelle@fh-muenster.de www.fh-muenster.de/pressestelle

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Bild: Fotolia

WERKSTOFFE

Die Suche nach Dämmmaterial für Isolation und Leichtbau geht weiter: HoMe-Schaum, eine Mischung aus Holz und Metall, ist eine neue Entwicklung.

Nachwachsende Rohstoffe für den Leichtbau

Neuer Hybridwerkstoff aus Holz und Metall Holzschaum und Metallschwamm – passt das zusammen? Dieser Frage gingen Expertinnen und Experten vom Fraunhofer-Institut für Holzforschung im Projekt «HoMe-Schaum» – das Kürzel steht für Holz-Metall-Schaum – gemeinsam mit Wissenschaftlern von zwei weiteren Fraunhofer-Instituten nach. Das Ergebnis: Die gegensätzlichen Werkstoffe harmonieren perfekt. Der neuartige Materialmix zeichnet sich durch seine sehr guten dämmenden Eigenschaften und eine niedrige Biegefestigkeit aus.

Nachhaltigkeit spielt heute bei der Entwicklung neuer Werkstoffe eine massgebliche Rolle – im Fokus stehen vor allem die Nutzung nachwachsender Rohstoffe und eine gute Wiederverwertbarkeit am Ende der Lebensdauer. Am Fraunhofer-Institut für Holzforschung, Wilhelm-Klauditz-Institut (WKI), werden Holzschäume entwickelt, die zu 100 Prozent aus Holz bestehen. Durch die holzeigenen Bindungskräfte ist der Einsatz von synthetischen Klebstoffen nicht notwendig. Aus ökologischer Sicht eignen sich somit Holzschäume sehr gut für eine Vielzahl von Einsatzbereichen, etwa als Kernmaterial für Leichtbau und Sandwichplatten, als Verpackungsmaterial oder als Wärme- und Schalldämmung. 44

Hybridwerkstoff mit neuen Eigenschaften Um die Einsatzmöglichkeiten von Holzschäumen zu erweitern, haben die Forschenden der Fraunhofer-Institute unter der Leitung von Frauke Bunzel vom Fraunhofer WKI einen neuartigen Hybridwerkstoff entwickelt, der einen Eigenschaftsmix von Holzschaum und Metallschwamm aufweist: Das Ergebnis ist ein Holz-Metall-Schaum. Im Vorhaben erarbeitete das Forscherteam die Grundlagen für die Fertigung des Verbunds und ermittelte erste wesentliche Eigenschaften, so dass eine Einordnung des Materials in der Werkstofflandschaft möglich ist.

Beispielsweise kann mit der Verstärkung des Holzschaums durch ein Metallskelett seine zuvor niedrige Biegefestigkeit deutlich erhöht werden. Im Falle des HoMeSchaums liegt die Verbundbiegefestigkeit sogar über den Biegefestigkeiten der Komponenten. «Damit bietet sich der HoMe-Schaum als Kernwerkstoff in Sandwichkonstruktionen oder aber als selbsttragendes Leichtbau-Halbzeug an», erklärt Bunzel. Hinzu kommt, dass der Metallschwamm im Gegensatz zum Holzschaum elektrisch leitfähig ist. Der Holzschaum bringt als herausragende Eigenschaften eine hohe Schallabsorption und eine geringe Wärmeleitfähigkeit mit, so dass er sich hervorragend als Dämmmaterial eignet. So entsteht aus der Mi10/2018


WERKSTOFFE

Der Metallschwamm wird in einem Giessverfahren hergestellt.

schung von Metallschwamm und Holzschaum ein leichtes Hybridmaterial mit einer höheren Funktionalität, das für versteifende sowie akustisch dämmende Bauteile eingesetzt werden kann, beispielsweise in der Automobilindustrie als versteifende Akustikmatten im Motorraum oder als Bodenplatte. Aber auch andere Einsatzgebiete sind möglich.

Wie kommt der Holzschaum in den Metallschwamm?

Bilder: Fraunhofer WKI

Den Holz- und Metallschaum einfach in eine Schüssel geben und vermischen, funktioniert nicht. Das liegt daran, dass der Metallschwamm am Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU nicht geschäumt, sondern im

Giessverfahren hergestellt wird. So entsteht eine offenzellige Metallstruktur, die einem Schwamm ähnelt, mit vielen kleinen Hohlräumen. Der Metallschwamm wird zurzeit in Platten mit einer Grösse von 250 × 250 × 30 mm hergestellt. Die Holzschaummasse, eine steife Masse ähnlich dem Eischnee, muss nachträglich in die Metallschaumplatte eingebracht werden. Zuerst versuchte das Team, die Metallschaumplatte mit Druck mit der Holzschaummasse zu befüllen. Dabei blieben die Holzfasern an der Oberfläche hängen und drangen nur in die Randbereiche der Metallschaumplatte ein. Die Lösung war eine Klopftechnik, mit der die Forschenden den Metallschwamm vollständig mit der Holzschaummasse füllen konnten.

Aus ökologischer Sicht eignen sich Holzschäume sehr gut für eine Vielzahl von Einsatzbereichen.

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Metallschwammplatten

Momentan sucht die Arbeitsgruppe nach einem Weg, die Prozesskette der Holzschaumherstellung zu straffen sowie den Holzschaum einfacher und schneller in den Metallschwamm hineinzubringen, um den HoMe-Schaum zügig in die industrielle Fertigung zu überführen.

PolymerschaumAluminiumwaben-Material Ein weiteres Ziel des Projekts HoMeSchaum mit der Massgabe biegesteifere Materialien mit zugleich dämpfenden Eigenschaften zur Verfügung zu haben, war die Entwicklung eines Polymerschaum-Aluminiumwaben-Materials, bei dem die Aluminiumwaben wie Blattfedern eingesetzt werden, um insgesamt vibrations- und schockdämpfende Eigenschaften darstellen zu können. Eine weitere Funktionalität des Polymerhybridsystems ist seine thermische Leitfähigkeit. Beispielsweise erleichtert es beim Gebrauch als Boxenmaterial für Hochleistungselektronik das Wärmemanagement. Kontakt Simone Peist Fraunhofer-Institut für Holzforschung – Wilhelm-Klauditz-Institut WKI Bienroder Weg 54E D-38108 Braunschweig +49 531 2155 208 simone.peist@wki.fraunhhofer.de www.wki.fraunhhofer.de

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VERFAHRENSTECHNIK

Manipulation ausgeschlossen

Ventile gegen unbefugten Zugriff schützen Drücke von mehreren hundert Bar, Temperaturen bis 600 Grad Celsius: Industriearmaturen, wie sie etwa in Kraftwerken, der Öl- und Gasbranche oder in chemischen Prozessanlagen eingesetzt werden, arbeiten unter schwersten Bedingungen. Dabei steht die Sicherheit an erster Stelle: Denn nicht nur der enorme Druck, auch die oftmals toxischen oder aggressiven Prozessmedien können schnell zu einer Gefahr für Mensch und Umwelt werden. Die Armaturen müssen daher nicht nur optimal auf den jeweiligen Anwendungsfall abgestimmt sein, sondern auch Schutz vor unbefugtem oder unbeabsichtigtem Betätigen der Ventiloberteile bieten.

Ventil kann daher nur mit dem speziellen Steckgriff betätigt werden. Zusätzlich zu dieser Sicherheitsfunktion kann man durch die Montage eines Vorhängeschlosses quer zur Anti-Tamper-Bohrung verhindern, dass der Steckgriff eingeführt werden kann. Ein Betätigen des Ventils ist somit nicht mehr

Bilder: Armaturenfabrik Franz Schneider GmbH + Co. KG

Ein unbefugter Zugriff oder ein versehentliches Betätigen können schnell verheerende Folgen haben. Beides können Anlagenbetreiber mit einfachen Mitteln verhindern: Beim Anti-Tamper-Design ist das Ventil­ oberteil mit einer Bohrung und einem dazu passenden Steckgriff versehen. Das

Ein unbefugter Zugriff oder ein versehentliches Betätigen können schnell verheerende Folgen haben. Beides können Anlagenbetreiber mit einfachen Mitteln verhindern.

möglich, wodurch die Anlage vor einem unbefugten Öffnen und Schliessen der Ventiloberteile geschützt wird. Das Ventil ist in jeder gewünschten Position zuverlässig abschliessbar. Die Ventile können auch mit Edelstahl-­ Handrad ausgestattet werden. Zusätzlich kann ein «Locking Plate» inklusive Vorhängeschloss angebracht werden. Beim «Locking Plate» handelt es sich um eine gelochte Metallplatte, an der sich das Handrad in jeder beliebigen Stellung mit einem Vorhängeschloss fixieren lässt. Bei dieser Konstruktion lässt sich das Handrad nur minimal bewegen. Dies eignet sich beispielsweise als Schutz vor einem unbefugten Schliessen des Ventils.

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ZENTRALVORSTAND

Die Erarbeitung der neuen zweijährigen beruflichen Grundbildung Chemie- und Pharmapraktiker/-in mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) konnte innerhalb bloss eines Dreivierteljahres abgeschlossen werden. Normalerweise dauert ein solcher Prozess durchschnittlich drei bis vier Jahre. «Fundierte System- und Branchenkenntnisse sowie eine gute Zusammenarbeit sind matchentscheidend», sagt Monika Zaugg-Jsler. Sie war seitens des Staatssekretariats für Bildung, Forschung und Innovation SBFI für das Projekt verantwortlich. Zusammen mit den beiden zuständigen Organisationen der Arbeitswelt und den Kantonen half sie mit, die neue berufliche Grundbildung zu entwickeln. Die Erarbeitung eines neuen Berufes erfolgte fast viermal schneller als üblich. Wie war das möglich? Monika Zaugg-Jsler: Es spielten viele begünstigende Faktoren mit. Die neue berufliche Grundbildung wurde von einer bereits etablierten Trägerschaft umgesetzt. Dies vereinfachte die gesamtschweizerische Ab48

stimmung und Koordination massiv. Die Trägerschaft meldete ihr Bedürfnis dem SBFI von sich aus. Die Kriterien für eine neue berufliche Grundbildung sowie der Wille und die erforderliche Motivation zur Umsetzung einer neuen beruflichen Grundbildung waren gegeben. Dabei war von Vorteil, dass die Verbundpartner (Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt) konzeptionell nicht bei null anfangen mussten. In der Vergangenheit wurde die zweijährige Ausbildung «Cheminist/-in» mangels Bedarf der Branche abgeschafft. Für die Erarbeitung der neuen beruflichen Grundbildung Chemie- und Pharmapraktiker/-in EBA (eidgenössisches Berufsattest) waren die vorhandenen Unterlagen sowie die Erfahrungen aus dem Berufsfeld sehr wertvoll. Grundlegend für die gute Zusammenarbeit sowie das organisierte Vorgehen waren die bestehenden formalen Vorgaben wie das Handbuch zum Prozess von Berufsentwicklungen in der beruflichen Grundbildung. Weiter war der Ab-

schluss eines Commitments aller Verbundpartner vor dem effektiven Start der Arbeiten von zentraler Bedeutung. Dieses legte die genauen Zeitvorgaben aller Beteiligten für die Prozessschritte und Meilensteine im Voraus fest – und alle hielten sich daran. Auch war die Steuergruppe eingespielt und motiviert. Zudem verfügte der Projektleiter seitens der Organisationen der Arbeitswelt über fundierte Systemkenntnisse, was ein grosser Vorteil war. Wie erlebten Sie die Zusammenarbeit in der zuständigen Kommission? Die Zusammenarbeit in der Kommission für Berufsentwicklung und Qualität verlief aus­serordentlich gut. Da sich die Kommissionsmitglieder bereits von einer früheren Berufsentwicklung her kannten, waren sie mit den Abläufen und Rahmenbedingungen vertraut. Dies begünstigte eine effiziente Vorgehensweise und vereinfachte die Kommunikationsflüsse. Essenziell für die optimalen Bedingungen war

Bild: zvg

Berufliche Grundausbildung: System- und Branchenkenntnisse entscheidend

Monika Zaugg-Jsler, SBFI Projektverantwortliche Ressort Berufliche Grundbildung.

auch die zu Beginn erstellte umfassende Planung. Dadurch haben alle am gleichen Strick gezogen. Nicht ausser Acht zu lassen ist auch, dass nicht nur die Kommission, sondern auch die Organisationsstrukturen der Beteiligten sowie die Unterstützung der Kantone massgeblich zum reibungslosen Ablauf der Berufsentwicklung beigetragen haben. Bei den Umsetzungsarbeiten haben die Lernorte Berufsfachschule und überbe10/2018


VERBANDSSEITE

Ist zu befürchten, dass die hohe Geschwindigkeit sich bei der Implementierung und Bildungsqualität rächt? Nein, wir erwarten keine negativen Auswirkungen auf die Bildungsqualität, insbesondere in Anbetracht der Umsicht, mit der die Arbeiten umgesetzt wurden. Allerdings birgt die Implementierung, wie bei jeder Berufsentwicklung, Risiken. Bei der Erarbeitung eines neuen Berufs innerhalb von weniger als einem Jahr mit Lehrbeginn noch im gleichen Jahr muss bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt an die Folgearbeiten gedacht werden. Die Herausforderung bestand also darin, parallel auch an den Fragen bezüglich Umsetzung und Vollzug zu arbeiten. Wenn aber die Trägerschaft, in diesem Fall ein Arbeitgeber- und ein Arbeitnehmerverband, gut aufgestellt sowie ressourcenpotent ist und die Implementierung rechtzeitig aufgleist, sollte eine solch rasche Einführung einer neuen beruflichen Grundbildung zu bewältigen sein. Wichtig ist eine frühzeitige Information der Berufsinformationszentren und der kantonalen Berufsbildungsämter. Letztere müssen ja die Berufsfachschulen zur Verfügung stellen. Auch sind die Zentren für überbetriebliche Kurse zu bestimmen. Weiter müssen innert nützlicher Frist die Umsetzungsdokumente sowie Lehrmittel erarbeitet werden. Für die Implementierung ist also an vieles gleichzeitig zu denken. Im Fall der neuen beruflichen Grundbildung Chemie- und Pharmapraktiker/-in EBA sollte das gut funktionieren. 10/2018

Ist eine solch rasche Vorgehensweise auch für andere berufliche Grundbildungen möglich? Eine effiziente Vorgehensweise im Sinne eines «Fast-Track» ist generell bei jeder Revision einer Bildungsverordnung denkbar. Das gewünschte Tempo liegt grundsätzlich bei der Trägerschaft. Wenn diese geeint auftritt, ressourcenstark ist, eine gesamtschweizerische Abstimmung garantiert und eine klare Zielsetzung vorweisen kann, so ist ein «Fast-Track» auch bei anderen beruflichen Grundbildungen möglich. Weitere Erfolgsfaktoren sind eine gute Vernetzung aller Projektbeteiligten und der frühe Einbezug aller relevanten Akteure. Weiter sind fundierte Sys­tem- und Branchenkenntnisse match­ entscheidend. Auch sind Werte wie Zuverlässigkeit und Gewissenhaftigkeit von höchster Priorität, damit ein straffer Zeitplan eingehalten werden kann. Strebt das SBFI künftig eine kürzere Zeitdauer für Revisionen der Bildungsverordnungen beruflicher Grundbildungen an? Damit die Bildungserlasse des SBFI die erforderlichen Qualitätskriterien erfüllen, gibt das SBFI den Prozess vor, wie Bildungs­erlasse (Bildungsverordnung und Bildungsplan) zu entwickeln und welche Rahmenbedingungen einzuhalten sind. Nur wenige dieser Prozessschritte haben allerdings eine fixe Zeitdauer. Den grössten Einfluss auf die Ausgestaltung der zeitlich variablen Prozessschritte haben die Trägerschaften und diese bestimmen entscheidend die Zeitdauer einer Revision. Das SBFI und erfahrungsgemäss auch die Kantone treten grundsätzlich auf die terminlichen

Tätigkeiten von Chemie- und Pharmapraktiker/-innen Chemie- und Pharmapraktiker/-innen arbeiten in Produktionsbetrieben der Chemie- und Pharmabranchen sowie in der Biotechnologie-, der Agrochemie und der Kosmetikbranche. Im Betrieb arbeiten sie an grossen Apparaten und Anlagen, in denen chemische, biologische und pharmazeutische Produkte wie Medikamente hergestellt werden. Sie entnehmen zum Beispiel Prozessstoffe aus Behältern und füllen diese in Apparate und Anlagen ein. Zudem richten sie Apparate und Anlagen nach Vorgaben ein und führen einfache Wartungsarbeiten durch. Chemie- und Pharmapraktiker/-innen arbeiten meistens im Team und in einem abgegrenzten Arbeitsbereich. Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung können Chemieund Pharmapraktiker/-innen EBA eine Grundbildung als Chemie- und Pharmatechnologe/-login mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis absolvieren. Weitere Informationen zum Beruf: www.berufsberatung.ch

Bild: Aprentas

triebliche Kurse zusammengearbeitet, Synergien geschaffen und sich über die Kantonsgrenzen hinweg koordiniert.

Der Chemiepraktiker im Einsatz.

Wünsche der Trägerschaft ein, sofern alle drei Partner die in ihrem Zuständigkeitsbereich erforderliche Qualität mit den erforderlichen Ressourcen zusichern können. Am Beispiel der beruflichen Grundbildung Chemie- und Pharmapraktiker/-in mit eidgenössischem Berufsattest haben alle drei Partner den Beweis angetreten. Zu bedenken ist, dass jede Revision eines Berufes andere

Voraussetzungen (Grösse und Breite des Berufs, erforderliche Abstimmung innerhalb einer Branche) mit sich bringt. Zentral für eine rasche Revision sind nicht fixe Zeitpläne, sondern ist die Bereitschaft aller Beteiligten, die Zeitdauer jeder Berufsrevision den spezifischen Erfordernissen anzupassen. Weitere Informationen, siehe Handbuch Berufsentwicklung: www.sbfi.admin.ch > Berufsentwicklung. 49


VERBANDSSEITE

SEKTION FRICKTAL

Mit den Traditionen hat es so seine Bewandtnis: Manche müssen nicht unbedingt gepflegt werden, manche können gepflegt werden, ganz wenige müssen gepflegt werden. Eindeutig zu der «Musstraditionen» gehört der jährliche Familienausflug der Sektion Fricktal. Immer für jeden etwas dabei. Die Kids können sich austoben, die beladenen Eltern sich etwas zurücknehmen. Dieses Jahr haben wir uns in den hohen Schwarzwald aufgemacht, zuerst zum Freizeitpark in Schluchsee. Bei besten Sommerwetter konnten Junge und Sich-Jungfühlende im Outdoorpark Hochschwarzwald mit allerlei Spielgeräten am Vormittag austoben. Am Nachmittag gab es einen kulturellen Teil, der alle forderte. Wir besuchten die höchstgelegene Bierbrauerei im Hoch-

Bilder: Dieter Brunner

Traditioneller Familienausflug

Stolze Mitarbeiter führen durch die Brauerei.

schwarzwald, jene mit der feschen Birgit auf dem Etikett. In deren Werbung steht: Am traditionsreichen Standort unserer Brauerei können Sie die handwerkliche Braukunst, die hier seit 1791 gepflegt wird, auf spannende Art und Weise entdecken und erleben. Das haben wir dann auch getan und uns von der hohen Güte des edlen Gebräus persönlich überzeugt. Schön beziehungsweise gut war es! Nach einer kurzweiligen und informativen

Einmal ganz anders Fussball spielen.

Das Herzstück der Braukunst sind die Braukessel.

Versammlung zur «Zäpfleparade».

Besichtigung durften wir natürlich auch degustieren. Kinder und Autofahrer ausgenommen. Bei einem gemeinsamen Abendessen klang der Familientag dann

Segway für Fahranfänger.

aus. Besten Dank allen zwanzig Teilnehmenden für diesen schönen und traditionsreichen Tag.

Gratulation zum Lehrabschluss technologin/e EFZ» und wünscht ihnen einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben und für die Zukunft alles Gute.

Von links nach rechts: Luca Emmenegger, Joel Sumpf, Robin Mayer, Alessio Masella, Jonathan Greco und (nicht im Bild) Stefan Kammerer, Chemie- und Pharmatechologen EFZ der DSM Nutritional Produkts, Site Sisseln.

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Bilder: Kur t Bachetold

Die Sektion Fricktal gratuliert ihren Lernenden herzlich zum erfolgreichen Qualifikationsabschluss «Chemie- und Pharma-

Lorraine Arzner und Bryan Nodstawa, Chemie- und Pharmatechologin/e EFZ der Syngenta, Münchwilen.

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VERBANDSSEITE

Interview mit Lorraine Arzner, Lehrabgängerin Was hat dich dazu bewegt, eine Lehre als Chemie- und Pharmatechnologin zu machen? Nach der Schulzeit stand für mich fest, dass ich beruflich in Richtung Chemie gehen möchte. Naturwissenschaften, allen voran die Chemie, haben mich nämlich schon immer fasziniert und begeistert. Als Ausbildungsberufe hatte ich die Wahl zwischen Chemielaborantin und Chemie- und Pharmatechnologin. Schnell war mir klar, dass der Beruf des CPT mehr mit meinem physikalisch-technischen Interesse übereinstimmte. Warum hast du dich für Syngenta als Lehrfirma entschieden? Zunächst hatte ich Bewerbungen an mehrere Unternehmen der Chemie und Pharmabranche geschickt und absolvierte dann einen theoretischen Eignungstest. Anschliessend meldete sich Syngenta am schnellsten und lud mich zum Vorstellungsgespräch, welchem eine Schnupperlehre folgte, ein. Spätestens nach der Schnupperlehre im Entwicklungswerk Münchwilen, wo der Massstab kleiner ist, als in der Produktion und auch der Standort mit rund 300 Mitarbeitern eher familiär ist, war ich mir sicher, dass Syngenta der ideale Lehrbetrieb für mich ist. Welche Eigenschaften haben dir dabei geholfen, die Lehre zu meistern respektive welche Eigenschaften sollte ein CPT-Lehrling mitbringen? Ich denke, neben Verständnis für naturwissenschaftliche Vorgänge hat es mir besonders geholfen, gut beobachten zu können und meine Arbeiten zuverlässig zu erledigen. Hilfs10/2018

bereitschaft, Teamfähigkeit und Offenheit für Neues sind genauso Eigenschaften, die mir das tägliche Arbeiten erleichtert haben, denn als CPT arbeitet man innerhalb einer Schichtgruppe zusammen. In einem Entwicklungsbetrieb gibt es immer wieder handwerkliche Tätigkeiten zu erledigen, es ist also von Vorteil, wenn man Geschicklichkeit und Spass am Werken mitbringt. Zudem muss man damit klar kommen, Schicht zu arbeiten. Wie sieht denn so ein typischer Alltag als CPT-Lehrling aus? Den typischen CPT-Alltag gibt es bei uns so nicht. Die anfallenden Arbeiten sind sehr abwechslungsreich, da eine Pilotierung aus verschiedenen Phasen besteht. Am Anfang eines neuen Prozesses steht das Aufbauen oder Einrichten einer Anlage, wobei es einiges zu schrauben gibt, und räumliches Denken ebenso wie Vorstellungsvermögen und Kreativität gefragt sind. Während dann ein Prozess zur Synthese eines neuen Produkts gefahren wird, führt man verschiedene verfahrenstechnische Operationen wie zum Beispiel Destillieren, Filtrieren, Trocknen durch. Hierbei hat man direkten Kontakt zur Chemie und muss sich entsprechend schützen. Zu dieser Phase gehören auch Analysen und Überwachungsaufgaben. Nach einem Prozess stehen noch Reinigung und Demontage an. Was gefällt dir an der Ausbildung zu Chemie- und Pharmatechnologin? Besonders gut gefällt mir neben der bereits beschriebenen Vielseitigkeit der Tätigkeiten die enge Zusammenarbeit mit den

Chemikern, wodurch man viele Informationen zu den Prozessen erhält und sich stetig neues Wissen aneignen kann. Innerhalb der drei Jahre war es sehr spannend, sich stetig weiterzuentwickeln und verantwortungsvolle Aufgaben immer selbstständiger zu erledigen. Zudem beinhaltet die Ausbildung zur Chemie- und Pharmatechnologin diverse Laborkurse, die ich dann bei Analysen im Betriebslabor anwenden konnte, was mir viel Spass bereitet hat. Gab es auch Dinge, die dir Schwierigkeiten bereitet haben oder die du gerne geändert hättest? Im Grossen und Ganzen gab es wenig, was mir Schwierigkeiten bereitet hatte. Jedoch fiel mir der Transfer von der Theorie in die Praxis anfangs etwas schwer, da die ersten zwei Jahre der Lehre überwiegend aus Schule bestehen und man erst im dritten Lehrjahr hauptsächlich im Betrieb ist. Aufgrund dessen war auch das Aufrechterhalten des theoretischen Wissens für die Berufskenntnisprüfung am Ende der Ausbildung mit einem hohen Lernaufwand verbunden. Ein Modell mit zwei Tagen in der Schule und drei Tagen im Betrieb wäre daher für mich passender gewesen. Du hast die Lehre in einem Entwicklungswerk absolviert. Welche Unterschiede siehst du im Gegensatz zur Produktion? In einer Produktion hat man meist nur ein oder zwei Produkte, an denen man angelernt wird. Dadurch kann man sich vertieft in diese hineinarbeiten und für die Abschlussprüfung

einen grossen Fundus an Informationen und Materialien sammeln. In einer Entwicklung ist dies schwieriger, weil Produkte und Anlagen ständig wechseln, es dauert also länger, eine gewisse Arbeitsroutine aufzubauen. Dennoch bietet ein Pilotbetrieb ganz andere Chancen. Durch das ständige Umstellen der Produkte wurde ich sehr viel flexibler und konnte eine Methode ausarbeiten, um mir schnell Zugang zu einem neuen Prozess zu verschaffen. Auch steht der CPT in einer Entwicklung öfters vor Herausforderungen und muss dann lösungsorientiert denken und handeln. Hast du dich trotz dieser häufigen Umstellungen von Seiten des Betriebes gut auf die Abschlussprüfung vorbereitet gefühlt? Obwohl unser Prüfungsprodukt dreimal gewechselt hat habe ich mich sehr gut für die Abschlussprüfung vorbereitet gefühlt, denn auch wenn ein Produkt wechselt, wechseln nicht unbedingt die zu erledigenden Arbeiten, wobei es auf eine saubere und zuverlässige Arbeitsvor- und -nachbereitung ankommt. Besonders unser Lehrmeister hat sich viel Zeit für unsere Fragen genommen und uns intensiv über die Infrastruktur im Werk informiert. Profitiert habe ich ebenso von dem engen Kontakt zu den Chemikern. Dadurch konnte ich viele Verständnisfragen klären und tiefere Einblicke in den Prozess gewinnen. Das Qualifikationsverfahren 2018 war das erste, das nach neuer Bildungsverordnung durchgeführt wurde. Wie hast du die Abschlussprüfung erlebt? 51


VERBANDSSEITE

Die Abschlussprüfung war natürlich sehr stressig, weil man über vier Prüfungstage unter Strom stand, aber ich denke, so ging es jedem Lehrling. In erster Linie war ich sehr froh um die Vielzahl an praktischen Arbeiten, die zu erledigen waren,

denn dadurch konnte man schliesslich zeigen, was man kann. Trotzdem fand ich es gut, dass nicht ausschliesslich praktische Arbeit, sondern auch deren Dokumentation und Präsentation mit in die Note hineingezählt hat.

Wie sieht deine Zukunft nach dem Lehrabschluss aus? Nach dem Ende der Lehrzeit habe ich vor, mich weiterzubilden, indem ich Chemieingenieurwesen studiere. Dabei kann ich auf meiner Ausbildung aufbauen und auf meine bereits

gesammelte praktische Erfahrung zurückgreifen.

Die SCV-Sektion Oberwallis wünscht allen eine interessante und erfolgreiche Zeit, viel Mut,

Zuversicht und vor allem die nötige Ausdauer auf diesem neuen Lebensabschnitt.

Das Interview wurde geführt von Kurt Baechtold.

SEKTION OBERWALLIS CPT-Lernende im 1. Lehrjahr Im August 2018 konnten sechs Jugendliche und zwölf Erwachsene die Ausbildung zum Che-

mie- und Pharmatechnologen bei der Lonza AG in Visp beginnen.

Erwachsene

Cina Yvo

Flury Josef

Furrer Michel

Furrer Sandro

In-Albon Philipp

Leiggener Erich

Roll Dominic Andreas

Seematter Rouven

Seiler Damian

Sewer Ralf

Slatincic Ivan

Wyss Yann

Heynen Aaron

Hubler Guy

Imboden Andreas

Loretan Cédric Tim

Zumofen Yannic

Jugendliche

D`Abundo Florian

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VERBANDSSEITE

SEKTION NORDWESTSCHWEIZ Einladung zur 21. GV

Festbieranstich bei der Brauerei Fischerstube in Basel

Datum Freitag, 1. Februar 2019

Unsere Sektion nimmt am Festbieranstich teil.

Zeit 18.30 Uhr

Datum Dienstag, 27. November 2018 Treffpunkt Amt für Wirtschaft und Arbeit Basel-Stadt, Utengasse 36 4057 Basel

Ort Hotel Alfa, Saal «La Toccata», Hauptstrasse 15, 4127 Birsfelden

Beginn 18.00 Uhr Dauer 3 Stunden Kosten frei Lernende herzlich willkommen. Anmeldung bis 25. Oktober 2018 an:

Andreas Schläpfer Riehenring 189, 4058 Basel +41 61 534 22 38 oder Mobil +41 78 697 70 71 andreas.schlaepfer@asfinance.ch Für die SCV Sektion Nordwestschweiz Andreas Schläpfer

Weine entdecken, degustieren, vergleichen und kaufen Wir besuchen gemeinsam die Weinmesse Basel. Diese Messe ist eine der wichtigsten Weinfachveranstaltungen der Schweiz. Seit über 40 Jahren bildet die sie einen Pflichttermin für Weinliebhaber und Weinfachleute, die Weine entdecken, degustieren, vergleichen und kaufen wollen. Mit rund 4000 verschiedenen Weinen aus praktisch allen wichtigen Anbauregionen der Welt zählt die Basler Weinmesse jeweils im Herbst als

grösste Vinothek der Nordwestschweiz. Bei über 120 Ausstellern können wir Weine degustieren, vergleichen und kaufen. Quelle: Basler Weinmesse Nähere Infos unter www.baslerweinmesse.ch Datum Freitag, 2. November 2018 Treffpunkt Halle 2.1, Messe Basel

Beginn 16 Uhr Anmeldung bis zum 24. Oktober 2018 an: Andreas Schläpfer Riehenring 189 CH-4058 Basel +41 61 534 22 38 +41 78 697 70 71 nordwestschweiz@cp-technologe.ch Wie bisher sind Lernende herzlich willkommen. Andreas Schläpfer

Baumschnittkurs 2018: Bäume richtig schneiden Mitglieder des SCV Nordwestschweiz bekommen die Möglichkeit, das richtige Schneiden und Pflegen von Bäumen kennenzulernen. Unser Verbandsmitglied und gelernter Gärtnermeister Urs Kohler wird uns anleiten, die Obstbäume Apfel, Kirsche, Zwetschgen, Mirabelle und Quitten fachgerecht zu pflegen. Baumtheorie, Schneidetechnik und Leitertechnik sind die Hauptthemen, die in 10/2018

diesem Kurs vermittelt werden. Die Teilnehmerzahl ist für diesen Anlass beschränkt. Die Reihenfolge der Anmeldungen ist massgebend. Selbstverständlich sind Lernende zu diesem Anlass herzlich willkommen. Für Lernende übernimmt der Verband die Kurskosten (ohne Mittagessen). Die Kursteilnehmenden sollten Folgendes mitbringen: Handschuhe, gutes Schuhwerk, Baum­

schere, Astsäge mit oder ohne Verlängerung. Datum Samstag, 8. Dezember 2018 Zeit 9.00 bis ca. 15.30 Uhr Ort Restaurant Alte Brennerei Bifangstrasse 1 CH-4412 Nuglar-St. Pantaleon

Kosten CHF 45.– mit Mittagessen (ohne Getränke) CHF 20.– ohne Mittagessen Gratis für Lernende (ohne Mittagessen und Getränke) Anmeldefrist 1. Dezember 2018 Anmeldung an: Nagel Martin, Im Adliken 109 CH-4634 Wisen nagel.martin@bluewin.ch 53


PRODUKTE

Prozessvalidierung durch unabhängigen Dienstleister

«Be sure»! – So kennt der Schweizer Markt den führenden Dienstleister für Qualitätssicherung Testo Industrial Services.

Darauf setzt auch der weltweit agierende Wirkstofflieferant für die Pharmazie, Diagnostik-Branche & Kosmetik-Industrie DSM Nutritional Products AG – Branch Pentapharm für die Qualifizierung und Validierung seiner Anlagen und Prozesse. Der Erfolg einer Validierung, als essentielles Kernelement der Anforderungen einer «Guten Herstellungspraxis» (GMP), steht und fällt mit dem Erfahrungswert und dem Know-how der durchführenden und verantwortlichen Personen. Genau hier konnte Testo Industrial

Click-and-Carry-Tragesystem  für den sicheren Transport

Das Tragen, Halten und Ausgiessen von grossvolumigen Duran-Labor­ glasflaschen, insbesondere wenn diese mit Flüssigkeit gefüllt sind, wird durch das erhöhte Gewicht und die unhandliche Grösse wesentlich erschwert. Eine optimale Lösung bietet DWK Life Sciences jetzt mit dem sicheren und ein­ fachen Duran-GL-45-Flaschentragesystem an. Das System basiert auf einem GL-45-Flaschenadapter, der speziell dafür konzipiert wurde, das Tragegurtsystem sicher um den Flaschenhals zu befestigen. Starke, widerstandsfähige Gurte und Griffe aus rutsch-hemmendem Material halten die Flasche stets sicher in der gewünschten Position. Einen weiteren Schutz bietet der stossdämpfende Trageboden aus Silikon. Alle Bestandteile des Flaschentragesystems sind autoklavierbar und können einfach gereinigt werden, selbst wenn sie an der Flasche befestigt sind.

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Alistair Rees, Produktmanager bei DWK Life Sciences, kommentiert: «Das neue, modulare Tragesystem für die grösseren Duran-GL-45-Standard-Laborflaschen ermöglicht einfaches und sicheres Transportieren der Flaschen im Labor- und Produktionsbereich. Das komplette Gurtsystem ist ergonomisch designed und darauf ausgelegt, die Labormitarbeiter und die Flasche sowie ihren Inhalt zu schützen. Dies fördert die Sicherheit am Arbeitsplatz.» Das Duran-GL-45-Flaschentragesystem ist erhältlich für die folgenden vier Flaschengrössen: 2, 5, 10 und 20 Liter. Abhängig von der verwendeten Flaschengrösse sind drei verschiedene Ausführungen verfügbar. Die 5-Liter-Tragesysteme beispielsweise erlaubt ein sicheres und kontrolliertes Ausgiessen dank eines zusätzlichen seitlichen Schüttgriffs. Das 10- und 20-Liter-Tragesystem verfügen über zwei Haltegriffe am Kopf der Flasche, sodass diese von zwei Personen getragen und bedient werden können. Als weiteres Zubehör sind folgende Elemente optional erhältlich: Ein rollbarer Transportwagen aus Edelstahl für 10- oder 20-Liter-Flaschen sowie dazugehörige Handgriffe, welche die Handhabung erleichtern. DWK Life Sciences GmbH Hattenbergstrasse 10 D-55122 Mainz +49 6131 1445 4131 communications@dwk-lifesciences. com www.dwk-lifesciences.com

Services überzeugen und unterstützt daher sowohl beratend als auch durchführend in einer langfristigen Zusammenarbeit den Kunden bei der herausfordernden Bearbeitung dieser Qualitätsaufgaben. Mit langjähriger Erfahrung, der Fachkompetenz seiner Berater und Ingenieure sowie der nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditierten Ausrichtung unterstützt Testo als herstellerunabhängige Dienstleister für Kalibrierung, Qualifizierung & Validierung die Pentapharm in Aesch komplett in allen Projektphasen

der Qualifizierung und Reinigungs-/Prozessvalidierung – von der Planung bis zur Dokumentation und Durchführung der Aktivitäten. Kurzum wird DSM Nutritional Products AG – Branch Pentapharm ein Fullservice mit mehr Service und mehr Sicherheit garantiert. Testo Industrial Services AG Gewerbestrasse 12a CH-8132 Egg +41 43 277 10 92 info@testotis.ch www.testotis.ch

Das Next-Generation Vakuummessgerät

Für die tägliche Arbeit im Labor ist es von Vorteil, wenn Geräte einfach und variabel einsetzbar sind. Versuchsanordnungen können dann schnell installiert und umgebaut werden. Das Vakuummessgerät DVR 2 wird seit vielen Jahren im Labor erfolgreich eingesetzt, weil es dem Nutzer genau diese Flexibilität bietet. Der netzunabhängige Batteriebetrieb, die hervorragende Langzeitstabilität, sowie chemische Beständigkeit und Genauigkeit haben sich vielfach bewährt. Vacuubrand hat das Messgerät DVR 2 jetzt überarbeitet und liefert nun das Nachfolgemodell DVR 2pro. Hervorzuheben ist die neue Stromversorgung mit einem handelsüblichen 9V-Alkaline-Batterieblock, für den auf der Rückseite ein leicht zugängliches Batteriefach geschaffen wurde. Zu Gunsten der benutzerfreundlichen Bedienung wurde auch die Menüführung optimiert. Gleichzeitig können darüber mögliche Energiesparpotenziale genutzt werden. Mit der Ausstattung aller medi-

enberührten Teile in chemiebeständigen Materialien sorgt Vacuubrand für eine besonders hohe Chemiebeständigkeit des DVR 2pro. Dem Nutzer bietet das Messgerät die beliebten Produkteigenschaften wie hohe Messgenauigkeit und das grosse Display für eine klare Anzeige und gute Lesbarkeit der Messwerte. Verschiedene Anschlüsse und Zubehörteile bieten dem Anwender maximale Flexibilität für die Verwendung im Labor. Dazu zählen eine Schlauchwelle DN 6/10 für alle gängigen Laborschläuche, der Kleinflansch DN 16 zur festen Montage, die Klemmring-Verschraubung zum direkten Anschluss eines PTFE-Schlauchs 8/10 mm und eine Stativhalterung für die einfache Platzierung direkt am Prozess.

Vacuubrand GmbH + Co. KG Alfred-Zippe-Strasse 4 DE-97877 Wertheim +49 9342 808 5550 info@vacuubrand.com www.vacuubrand.com

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PRODUKTE

Beheizbare highspeed Zentrifuge  mit neuem Rotorsystem

Die Adolf Kühner AG erweitert ihr labEquip-Portfolio und vertreibt die Zentrifuge Sigma 3-30 KHS neu mit dem innovativen Rotorsystem g-lock in der Schweiz.

Die Hochgeschwindigkeits-Laborzentrifuge Sigma 3-30KHS steht für eine einzigartige Kombination aus Leistung, Flexibilität und Anwenderfreundlichkeit. Mit ihren

Schonende Dosierlösungen für  feststoffbeladene Materialien

In allen Industriezweigen stehen Produktionsplaner vor derselben Herausforderung: Wie werden feststoffbeladene, gefüllte, viskose Materialien schonend dosiert und abgefüllt? Das Stichwort in diesem Zusammenhang lautet Schersensitivität. Egal ob mit Glaskugeln gefüllte Medien aus der Luft- und Raumfahrtindustrie, Obst- und Gemüsestücke in der Lebensmittelfertigung oder Semisolids in der pharmazeutischen Produktion: Ein schonendes Handling ist Pflicht! Die Produkteigenschaften der zu verarbeitenden Materialien dürfen nicht verändert oder beschädigt werden. Das Endloskolbenprinzip der Dosier- und Abfüllanlagen von ViscoTec ist speziell dafür geeignet und perfekte Dosier- und Abfüllergebnisse sind garantiert! Diese Art der Exzenterschneckenpumpe fördert das Medium in einem in sich geschlossenen Kam-

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mervolumen. Durch die Kombination aus einem Rotor aus gehärtetem Edelstahl und einem weichen Elastomerstator werden so auch hochgefüllte Medien schonend dosiert und gefördert. Die Dichtlinie zwischen Rotor und Stator erzeugt minimalste Scherung auf das Medium und sorgt zugleich für eine Dichtheitsreserve ohne Ventil. Dadurch können sogar abrasive Medien mit Partikeln hoher Kornhärte ohne erhöhten Verschleiss volumetrisch exakt auf ein Bauteil dosiert werden. Die variablen Systeme können individuell an die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden. Von der Entnahme der Medien aus den Liefergebinden bis zur finalen Applikation sichern die Anlagen ein schersensitives Handling. Für genaue Dosier- und Abfüllergebnisse ebenso wie für die Materialspezifikationen an sich ist dies unabdingbar und spart ausserdem Material, Ausschuss und Kosten in der Qualitätssicherung. ViscoTec Pumpenund Dosiertechnik GmbH Amperstrasse 13 D-84513 Töging am Inn +49 8631 9274-447 info@viscotec.de www.viscotec.de

hohen Schwerefeldern von über 70 000 × g, der durchdachten Steuerung und dem umfangreichen Zubehörsortiment eignet sie sich selbst für anspruchsvollste Anwendungen in der Forschung und Industrie. Die kühl- oder auch beheizbare Sigma 3-30 KHS wird insbesondere bei Proben eingesetzt, deren Viskosität während der Zentrifugation gesenkt werden muss. Mit dem innovativen g-lock-System funktioniert der Rotorwechsel ganz ohne Werkzeug und ohne Knopfdruck. Das Einsetzen und Austauschen von Rotoren ist denkbar einfach. Auf ein Festschrauben kann verzichtet werden, da die Verriegelung des Rotors nach dem Start

des Zentrifugationslaufs via Zentrifugalkraft erfolgt. Die Adolf Kühner AG ist langjähriger, offizieller Partner von Martin Christ Gefriertrocknungsanlagen GmbH und Ihr Ansprechpartner für Verkauf und Service von Sigma 3-30 KHS und g-lock und weiteren Laborgeräten.

Adolf Kühner AG Dinkelbergstrasse 1 CH-4127 Birsfelden +41 61 319 93 93 office@kuhner.com www.kuhner.com

Intelligentes und optimiertes  Reinraum-Laminar-Flow-System

Die Produktreihe SuSi von Spetec steht für «super silent» (sehr leise). Diesen Leitspruch hat sich Spetec im Relaunch seiner Reinraumtechnikmodule zum Ziel gesetzt. Somit wurde im überarbeiteten Laminar-Flow-Modul die Luftströmungscharakteristik verbessert und eine energiesparende Ventilatorentechnik verbaut. Zudem halten nun auch Monitoringund Smart-Devices in den Laminar-Flow-Modulen von Spetec Einzug. Es ist nun möglich, die Reinluftzufuhr je nach Auslastung und Kontaminationsgrad ortsunabhängig zu steuern und auszuwerten. Die Umsetzung erfolgt in enger Absprache und nach den Anforderungen des Kunden. Das Laminar-Flow-Modul FMS ermöglicht es, mit einfachen und kostengünstigen Mitteln einen Arbeitsplatz mit Reinraumbedingungen auszustatten. Das Modul wird direkt

über verschiedenen Arbeitsplätzen oder einer Maschine montiert. Die Umgebungsluft wird mittels Radialventilator angesaugt und durch den Filter gepresst. Dadurch entsteht ein laminarer Strom, das heisst, die gefilterte Luft fliesst in parallelen Stromlinien. Dabei werden Partikel vom parallelen Luftstrom erfasst und nach aussen befördert. Die Spetec-Laminar-Flow-Module der Produktserie SuSi zeichnen sich jetzt durch eine noch geringere Geräuschentwicklung aus. Der Hauptfilter ist in einer Filterkassette untergebracht, die wiederum fest mit dem Modul verschraubt ist. Der Filterwechsel ist dadurch leicht mit wenigen Handgriffen von der Unteroder der Oberseite her durchführbar. Spetec verwendet hierfür einen H14-Filter, der die Reinraumklasse ISO 5 direkt unter dem Laminar-Flow-Modul ermöglicht. Die Module sind in sechs verschiedenen Formaten von 0,37 bis 1,12 qm für jede Anforderung lieferbar.

Spetec GmbH Berghamer Strasse 2 D-85435 Erding +49 8122 9953 3 spetec@spetec.de www.spetec.de

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PRODUKTE

Siebmaschine:  Evolution vor Revolution

Im Herbst 2018 stellt Gericke die neue Generation der GS Wirbelstrom-Siebmaschinen vor. Die neue Baureihe ist die Weiterentwicklung eines seit Langem etablierten Konstruktionsprinzips und unterstreicht Gerickes Position als führenden Hersteller solcher Maschinen. Gericke blickt zurück auf eine lange Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Siebmaschinen. Um den heutigen Produktivitätsanforderungen gerecht zu werden, wurde das in vielen Installationen bewährte Grunddesign durch punktuelle Verbesserungen auf den neuesten Stand gebracht. Das Projekt begann mit der Analyse von Siebmaschinen, die weltweit in verschiedensten Industrien im Einsatz sind. Dabei identifizierte man verschiedene Konstruktionsmerkmale, die sich bei Betreibern und Wartungstechnikern bewährt haben, aber auch mögliche Verbesserungen. Die-

se Daten lieferten eine Grundlage für eine gezielte Weiterentwicklung. Das neue Siebmaschinenprogramm bietet damit eine bewährte Anwendungstechnologie und ermöglicht gleichzeitig eine schnelle Inspektion und eine nochmal verbesserte gute Zugänglichkeit für Reinigung und Umrüstung. Die Verfügbarkeit und Prozesssicherheit wird durch Funktionen wie verbesserte 360-Grad-In-Situ-Korb­ inspektion und schnellen Ein- und Ausbau des Siebeinsatzes maximiert. Diese Funktionen tragen dazu bei, Ausfallzeiten zu minimieren, die Produktqualität zu verbessern und die Produktivität zu steigern. Gericke AG Althardstrasse 120 CH-8105 Regensdorf +41 44 871 36 36 info@gericke.net www.gericke.net

Neue Massstäbe für  Massedurchflussregler und -messer

Nicht nur durch sein modernes Design und durch die einfache Bedienung besticht der «Red-y Compact 2», er ist auch einfach in der Menüführung, misst präzise und ist für viele Gase einsetzbar. Das Display reagiert auf Touch und richtet sich durch den integrierten Lagesensor immer richtig aus. Die Geräte können mit verschiedenen Modulen erweitert und nachgerüstet werden: Batterie-, Alarm- und Stromversorgungsmodul. Ein Gerät kann für mehrere Gase oder Gasmischungen verwendet werden und kann je nach Anwendungsbereich des Kunden individuell konfiguriert werden. Ein weiteres Highlight ist die kurze Aufwärmzeit. Die Messung erfolgt bereits mit voller Genauigkeit nach weniger als einer Sekunde. Der Druckbereich für diesen kompakten Alleskönner geht von 0–11 bar a.

Dank autonomem Batteriebetrieb mit AA-Batterien bietet er eine hochpräzise Alternative zu Schwebekörper-Durchflussmessern. Der Red-y Compact 2 kann für Messbereiche bis zu 450 ln/min eingesetzt werden und reagiert unempfindlich auf massives Überfahren, aufgrund seiner Sensortechnik. Die Einflüsse von Temperatur und Druck sind minimal. Ebenfalls erhältlich ist die High-­EndVersion, die Red-y-Smart-Series: Verschmelzung aus Hightech an Regelund Messtechnik und innovativem Design.

Contrec AG Riedstrasse 6 CH-8953 Dietikon +41 44 746 32 20 info@contrec.ch www.contrec.ch

Hochdruckpumpen – modulares Design ermöglicht Customizing Eine besondere Herausforderung in grösseren Druckerhöhungsanlagen, Versorgungsnetzen oder industriellen Prozessen sind Verbrauchsschwankungen, die unbedingt berücksichtigt werden müssen, wenn die Wasserverluste und Betriebskosten niedrig gehalten werden sollen. Das Pumpensystem ist dabei naturgemäss auf den maximalen Bedarf auszulegen. Unter anderem für solche Einsätze hat Grundfos sein bereits sehr umfangreiches Angebot an Hochdruckkreiselpumpen der Baureihe CR überarbeitet und nach oben erweitert: Die bisherigen Typen CR 90, CR 120 und CR 150 werden ersetzt durch die neuen XLAusführungen CR 95, CR 125 und

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CR 155 mit einem maximalen Förderstrom bis 240 m³/h (Nenndruck: PN 40). Verglichen mit dem Marktstandard sind die XL-Ausführungen um 5 bis 10 Prozentpunkte effizienter. Von grosser Bedeutung für die Effizienz dieser Pumpen: Alle Ausführungen besitzen einen hocheffizienten Antrieb und können mit einer Drehzahlregelung per integriertem Frequenzumrichter ausgerüstet werden (CRE). Mit 16 Baugrössen (Förderstrombereich zwischen 0,3 und 355 m³/h), vier Werkstoffausführungen (Guss­ eisen, zwei korrosionsbeständige Edelstahlsorten, Titan) und einer Reihe unterschiedlicher Anschlussund Ausstattungsvarianten steht

dem Betreiber das wohl vielfältigste und umfassendste Pumpenprogramm auf dem Markt zur Verfügung. Die Einsatzgebiete liegen unter anderem in der Wasserversorgung, Wasseraufbereitung, Druckerhöhungsanlagen, Industrieproduktionsanlagen, Kesselspeisung und Kühlung. Ausgesuchte CR-Pumpen sind im Fast-Track-Programm verfügbar – das bedeutet schnelle Lieferungen innerhalb von 48 Stunden.

Grundfos Pumpen AG Bruggacherstrasse 10 CH-8117 Fällanden www.Grundfos.ch

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PRODUKTE

Diagnoselösung überwacht Sensoren im Betrieb

Mit MemoView stellt Knick eine mobile Online-Diagnoselösung für Memosens bereit, mit der sich die Sensoren direkt im Prozess und ohne Trennung der Sensor-Transmitter-Verbindungen überprüfen lassen. Das Gerät zum Anschluss an die tragbaren Portavo-Analysenmessgeräte liest alle Daten und Messwerte

der Memosens-Sensoren im laufenden Betrieb aus und überträgt sie zur Visualisierung, Verarbeitung und Speicherung an das Portavo-Gerät. Damit eignet sich MemoView optimal zur Wartung und Messwertkontrolle von Messstellen, die über keine festen Anzeigeeinheiten mehr verfügen.

Konsistenz messen –  neue Produktgruppe Laborgeräte

Nach dem Produzieren, Rühren und Schütteln kann mit der neuen Rotavisc-Serie von IKA nun auch die Viskosität einer Probe gemessen werden. Diese Kenngrösse zeigt die Fliessfähigkeit einer Substanz an und ist bei allen herstellenden Prozessen wichtig für die Qualitätskontrolle sowie schon bereits in der Applikation im Forschungslabor. Rotavisc ist das Viskosimeter mit dem grössten Funktionsumfang seiner Klasse.

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Gleich vier neue Modelle für unterschiedliche Viskositätsbereiche gehören zur neuen Produktserie. Sie leisten besonders präzise Messungen bei unterschiedlichen Bedingungen, damit chemische Substanzen, kosmetische Produkte, Farben oder Lebensmittel wirklich die gewünschte Konsistenz bekommen und diese auch bei unterschiedlichen Temperaturen verlässlich beibehalten. Die neuen Viskosimeter der Rota­ visc-Serie zeichnet eine stufenlose Messung der Viskosität aus. Zugleich sind sie einfach zu handhaben. Über eine spezielle Software ist zudem die Gerätesteuerung als auch die Dokumentation des Messverlaufs möglich. Rotavisc bietet den Anwendern die beliebte IKA-Laborgeräte­ struktur und kann im IKA-Applica­ tion-Center getestet werden.

IKA-Werke GmbH & Co. KG Janke & Kunkel-Str. 10 D-79219 Staufen +49 7633 83 10 sales@ika.de

Die Vorrichtung besteht aus einer seitlich geschlitzten Manschette mit integrierter Empfangseinheit, die einfach über die Kupplung angesteckter Memosens-Sensoren geschoben wird. Da Memosens-Messwerte und Sensordaten induktiv überträgt, können sie von der Empfangseinheit kontaktlos mitgelesen werden. Die über ein Verbindungskabel an Portavo übermittelten Daten werden direkt auf dem Display dargestellt. Über den integrierten Datenlogger MemoLog können bis zu 10 000 Werte aufgezeichnet und direkt im Portavo gespeichert werden. Somit ist eine komfortable Verwaltung der aufgezeichneten Messwerte und Sensordaten, wie Kalibrierdaten, allgemeine Sensor­ informationen wie Seriennummer, Bestell-Code, sowie die Belastungsdaten wie Verschleiss, SIP oder CIP-Zyklus überall gewährleistet.

Zusätzlich bietet Portavo mit dem «Sensor Network Diagramm» ein Tool zur Echtzeitkontrolle von Sensoren. Das Diagramm stellt die relevanten Sensordaten wie Nullpunkt, Steilheit, Standzeiten, Kalibriertimer, Impedanz und Antwortzeiten in einem Graphen dar, der auf einen Blick Auskunft über den aktuellen Sensorzustand gibt. Mehr Informationen zu den innovativen Memosens-Lösungen von Knick bietet die Website academy.knick-international.com/de/memosens-knick.

Knick Elektronische Messgeräte GmbH & Co. KG Beuckestrasse 22 D-14163 Berlin +49 30 8 01 910 info@knick.de www.knick.de

DIMATEC Ihr TOC/TNb-Spezialist Kompakt – Leistungsstark – Preiswert

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PRODUKTE

Präzise Durchflussmessung für Öle und andere Flüssigkeiten

Herkömmliche Clamp-On-Ultraschalldurchfluss-Messgeräte, wie sie häufig in der Verfahrenstechnik zum Einsatz kommen, messen ausschliesslich die Fliessgeschwindigkeit. Dies führt bei starken Temperaurschwankungen zu systematischen Messfehlern, weil sich insbesondere bei flüssigen Kohlenwasserstoffen mit der Temperatur auch die Dichte, die Viskosität und die Schallgeschwindigkeit stark än-

dern – also Grössen, die in die Ultraschallmessung eingehen. «DeltawaveC» berechnet in der neuesten Firmwarefunktion nicht nur die Änderungen von Dichte, Viskosität und Schallgeschwindigkeit, sondern kompensiert auch diese messtechnisch relevanten Fluideigenschaften. Deshalb misst DeltawaveC bei Temperaturänderungen genauer und zuverlässiger als vergleichbare Messgeräte. Der

Neues Branding für Schutzkleidung  erleichtert Auswahl

Der Schutzkleidungsspezialist DuPont Personal Protection hat das komplette Rebranding und die Re-Zertifizierung seines umfassenden Angebots an Persönlichen Schutzausrüstungen (PSA) erfolgreich abgeschlossen. Dies soll Kunden die Auswahl des für ihre Anwendung erforderlichen Schutzniveaus und die Einhaltung der aktuell geltenden Vorschriften erleichtern. Das weltweite Rebranding betrifft die Marken Tyvek, Tychem und ProShield. Zugleich hat DuPont ihre Verpackungen mit leicht zu identifizierenden grafischen Symbolen

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versehen, die dazu beitragen, die Auswahl zu vereinfachen. Damit sind nun alle unter den oben angeführten Marken kommerzialisierten Schutzanzüge und Zubehörteile gemäss den Anforderungen der neuen Europäischen PSA-Verordnung (EU) 2016/425 zertifiziert. Das überarbeitete Branding von DuPont gibt Kunden auf einen Blick Auskunft über das Schutzniveau, das ein Produkt bietet. So steht die Zahl im Produktnamen für das Schutzniveau: Je höher die Zahl, desto höher die Schutzwirkung. Als Hilfestellung hat DuPont einen Online-Leitfaden entwickelt, der die alten Produktnamen den neuen Bezeichnungen gegenüberstellt. Der Leitfaden kann unter der folgenden Internetadresse aufgerufen werden: NeuesSystem.Tyvek.de. Dupont de Nemours International SARL 146, route du Nant-d’Avril CH-1217 Meyrin ariane.biberian@dupont.com www.safespec.dupont.de

Anwender hat zusätzlich die Möglichkeit, neben vordefinierten Medien über eine USB-Schnittstelle auch individuelle Fluidparameter zu speichern. Bei jeder Durchflussmessung kann zusätzlich der Übergangsbereich zwischen laminarem und turbulentem Bereich zu Ungenauigkeiten führen. Um das Turbulenzverhalten und damit diese weitere Grösse besser im Auge zu behalten, zeigt

die neue Geräteversion als relevantes Kriterium die ermittelte Reynoldszahl in einem Messfenster an. Mit DeltawaveC von Systec Con­ trols können Anwender auf einem Blick erkennen, ob sie im Übergangsbereich laminarer oder turbulenter Strömung messen. Damit lassen sich kritische Messungen viel einfacher beherrschen. Der Vorteil für den Anwender liegt bei präziseren und zuverlässigeren Messergebnissen in einem grossen Temperatur- und Durchflussbereich. DeltawaveC ist sowohl als stationär montierte Betriebsmessung als auch als portables Referenzmessgerät verfügbar.

Zimmerli Messtechnik AG Schlossgasse 10 CH-4125 Riehen 1 +41 61 645 98 00 info@zimmerliag.com www.zimmerliag.com

Massengetriggerte Aufreinigung  leicht gemacht

Knauer hat ein Singlequadrupole-Massenspektrometer auf den Markt gebracht. Mit dem Knauer 4000 MiD erweitert das Berliner Unternehmen sein präparatives HPLC-Portfolio um die massenge­ triggerte Aufreinigung. Die Anwendung der Massenspektrometrie in der präparativen HPLC ermöglicht die Aufreinigung von Zielmolekülen direkt nach ihrem Molekulargewicht. Naturstoffe, Pharmazeutika und andere kleine organische Moleküle

können zeit- und kostensparend aufgereinigt werden. Das Knauer 4000 MiD deckt einen Massenbereich von 50 bis 800 m/z ab. Durch das integrierte Vakuumsystem ist das 4000 MiD sehr platzsparend und kann auch in Laboren mit begrenztem Platzangebot betrieben werden. Zusammen mit dem automatisierten Flowsplit-Modul MiDas ermöglicht das 4000 MiD hohe Durchsätze in der präparativen HPLC. Die Azura Prep LC für die massengetriggerte Fraktioniserung wird mit ClarityChrom, einem einfach zu bedienenden Chromatografie-Datensystem für Workstations, gesteuert. Auf www.knauer.net/mid sind weitere Informationen zum Knauer 4000 MiD zu finden.

Knauer Wissenschaftliche Geräte GmbH Hegauer Weg 38 D-14163 Berlin info@knauer.net www.knauer.net

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LL II EE FF EE RR AA NN TT EE NN VV EE RR ZZ EE II CC HH NN II SS 33 -- D D LL A AS S EE R RS SC CA AN NN N II N NG GS SP PR R AY AY

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