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Die «Expedition» ans Italo-Suisse auf dem Ätna Der Virus des Anglo-Swiss in St.Moritz Die Universiade 2013 ist im Trentino statt in Maribor Die Expedition nach Patagonien war ein Riesenerlebnis

Nr. 85 – Winter 2012

Maga in


BLESSUREN KÖNNEN NICHTS EINES EIN

ODER

IHRER

ANHABEN.

WAHREN

EISERNER

ALLES.

HINDERNISSE

ENTSCHLOS SENHEIT

DENN

WILLE DIE

DER

GEIST

CHAMPIONS

UND

ÜBERWINDEN

TA L E N T I E R T E S T E

S K I FA H R E R I N D E R W E LT F Ü H R T S I C H STETS EINES VOR AUGEN: WENN MAN FÄ L LT, S T E H T M A N W I E D E R A U F U N D K ÄMPFT SICH NACH OBEN. BIS GANZ AN DIE SPITZE.

lindsey vonn

OYSTER PERPETUAL DATEJUST LADY 31


Inhalt Contenu Innhold

Leder Éditorial Editorial

Nr. 85 – Winter 2012

Es war wie damals, aber einfach heute!

Titelbild Schon die Anreise mit der Fähre ans Italo-Suisse auf dem Ätna war sehr speziell. Aber auch Baden im Meer, Golf spielen und Historische Bauten besichtigen gehört nicht unbedingt zum Standardprogramm eines Skirennens. Sébastien Zulian Alpin

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Das Italo-Suisse auf dem Ätna Um rund eine Sekunde unterlag das SAS-Team dem SC18 auf den Vulkanhängen des Ätna. Universiade

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Von Maribor nach Trentino verschoben

Die FISU hat entschieden, dass die Universiade 2013 im Trentino statt in Maribor stattfindet. Nordisch

Bettina Gruber holt SM-Titel über die Langdistanz

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Die Zürcher SASlerin ist eine Sprinterin, gewann aber den SM-Titel über die Lang­ distanz. Sektionen

In der Luft ist am Lauberhorn extrem viel los

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Der Lauber­ horn-Event des SAS Bern fand auf dem Wengener Weltcupschnee und im Helikopter statt.

Liebe SAS-lerinnen, Liebe SAS-ler! Nun, ich habe das Glück, auf einen ausgesprochen gelungenen Winter zurückblicken zu dürfen. Ich war viel auf den Ski – so oft wie schon lange nicht mehr. Und das hat Spass gemacht. Nicht nur mir, sondern auch meiner Familie. Skifahren und Langlaufen sind zwar wettkampfmässig betrachtet klassische Einzelsportarten, aber sie bieten viele Erlebnisse, die man gemeinsam und generationenübergreifend geniessen kann. Auf und neben der Piste oder der Loipe. Das ist eine Komponente rund um den Skisport, die mir schon immer viel bedeutete. Meine persönliche Aktivzeit liegt doch schon fast 20 Jahre oder gut das halbe Leben zurück. In dieser Zeit sind Freundschaften entstanden, die weit über die sportliche Karriere hinaus Bestand gehalten haben – auch wenn man sich nicht mehr jedes Wochenende an einem Wettkampf trifft. Aber wenn man sich dann wieder mal begegnet, so ist die Freude umso grösser! Und es ist alles, als ob es gestern war... ...und das, obwohl «gestern» eigentlich weit zurück liegt. Vor ein paar Monaten erhielt ich eine E-Mail eines (ausländischen) Studentenlangläufers, dass er gerade in meiner näheren Umgebung in einer Weiterbildung weile. Es dauerte keine fünf Minuten, bis wir uns für jenen Abend verabredet hatten! Einen anderen traf ich an einem Sportanlass, wo er wie ich dabei war. Natürlich beide in völlig anderen Rollen als vor 20 Jahren, und wir vergassen uns für einen Moment total. Es war wie damals – aber einfach heute! Sehr zum Erstaunen des gerade anwesenden Umfeldes: «Was ihr kennt euch?» – «Ja, wir sind Freunde. Und das nicht nur auf ‹Facebook›!» (obwohl Facebook übrigens eine sehr geeignete Plattform ist, um alte Freunde wieder zu finden). Doch zurück zur Aktualität und zum Winter 2011/2012. Für mich und meine Familie ging er am 24. März 2012 zu Ende – mit einem Jugendskianlass unserer Kinder. Am Morgen schauten wir noch kurz in unserem Garten zum Rechten, und am Nachmittag tauchten wir in den Bergen ein letztes Mal aktiv in den Winter ab. Von 15 Grad Celsius in der Stadt zu 150 Zentimeter Schnee in den Bergen war der Kontrast ziemlich heftig. Aber auch das machte Spass. Nun sind die Ski eingesommert, und wir geniessen den Frühling – natürlich nicht ohne dass wir uns auf den nächsten Winter freuen würden! Roli Eggspühler

Alpinismus

Die Expedition nach Patagonien und ihre Tücken

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Die Expedition nach Patagonien war für alle ein Riesenerlebnis, obwohl längst nicht alles nach Plan verlief.

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Italo-Suisse auf dem Ätna in Sizilien, 29. Februar bis 4. März 2012

Knappe Entscheidung auf der Vulkanpiste

Die SAS-Gruppe im Schnee am Ätna (im Hintergrund), der sich zum Italo-Suisse-Abschluss mit einem spontanen Ausbruch von seinen Schweizer Gästen verabschiedete. JGa/SCa

Während der Woche waren alle nett miteinander, doch am Renntag galt es ernst. Am Samstag, als sich entschied, welches Team den Wettkampf gewinnen wird, fuhren alle die Krallen aus und griffen tief in die psychologische Trickkiste. Mit einem knapp besseren Ende für die Italiener vom SC 18. Ah ja: Am offiziellen Abend war man zum Schluss natürlich wieder ganz nett miteinander und feierte gemeinsam.

Von Simona Candrian

Stilstudie von einem Tor zu Beginn, das es mit dem weichen Schnee in sich hatte (von links): Ségolène Brunisholz, Sébastien Zulian und Joachim Gallay. Jean Gallay

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Auf dem Weg ins Skigebiet wird im Team-Bus intensiv nach einer Motivationsparole gesucht. Viele kreative Einfälle gehen ein, bis die Entscheidung auf die bekannte Melodie von «she’ll be coming» (von den blauen Bergen kommen wir) mit folgendem Text fällt: «there were seven fast SASlers on the skis» – Wiederholung – «they were taking down diciotto» – Wiederholung – «they were taking down dicotto in Sicily». Eingeschüchtert waren die

18s (also das Team des SC 18) bestimmt davon. Schwierige Rennverhältnisse Nachdem das frei Fahren auf tendenziell flachem Terrain stattfand, überrascht der mittlerweile freigeschaufelte Lift in Etna Nord mit einer schön steilen Piste. Der Schnee mag eher nicht zu überraschen und ist erwartungsgemäss etwas weich. Dies führt zu intensiven Wachsbemühungen vor dem Start und auch

zu schwierigen Rennverhältnissen. Hut ab vor allen, die das Rennen gut ins Ziel gebracht haben. SAS-Team mit Sieg vor Augen Erst sind sich die SAS-Teammitglieder des Sieges sicher, weil es im ersten Lauf nur eine Italienerin ins

«

...eine Differenz von gut einer Sekunde!»

Fazit nach der Auswertung der Teamzeiten

Ziel schafft (zwei Frauen und drei Männer braucht es für die Wertung). Allerdings scheiden beim SAS in der Folge plötzlich zu viele Männer aus und es kommt zur Entscheidung, dass eine Italienerin (Teresa Fabris) und ein Schweizer (Florian Schmid)


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nochmals fahren dürfen. Weil beide diesen Extralauf gut ins Ziel bringen, ist die Team-Entscheidung wieder völlig offen. Auch im zweiten Lauf gibt es Stürze – insbesondere jener des italienischen Captains Niccolo Donatacci (bester Fahrer des ersten Durchgangs). Dies ändert die Situation nochmals gewaltig und macht es schwierig eine Prognose zum Ausgang des Wettkampfs aufzustellen. Somit bleibt es äusserst spannend für den Abend, wenn dann endlich die Resultate bekannt gegeben werden. Grosses Sprachenwirrwarr Chic angezogen geht es am Abend zum Gala Dinner im Golf Resort Hotel. Im schönen Saal, bei gutem Essen wird über die Abenteuer des Tages gesprochen. Am Tisch der Teams herrscht einmal mehr ein Sprachenwirrwarr, welches ständige Anpassung und Konzentration verlangt. Einige 18s sprechen Französisch, einige SASler Italienisch und mit manchen versteht man sich nur auf Englisch. Flexibilität ist gefragt und das Durcheinander schnell passiert – wenn man z.B. aus Versehen mit dem ebenfalls aus der Deutschschweiz stammenden

SAS-Kollegen plötzlich Italienisch schwatzt. Zwischen den Gängen gibt es viele Geschenke: Nachdem die 18s mit roten Pullovers für die Teams gepunktet haben, überreicht der SAS spezielle Etna-Skischuhsäcke sowie SAS-SC18-Foulards für die Frauen und Pochetten (Einstecktuch) für die Männer. Vom Spital zur Siegesfeier Rechtzeitig zur Siegerehrung des Teamwettkampfs trifft Niccolo, der

Captain des 18, aus dem Spital ein. Zum Glück wurde sein Knie beim Sturz nicht ernsthaft verletzt. Clemente Reale, der italienische Organisator, macht das Ganze so richtig spannend – indem er alle rechnen lässt. Wer richtig addiert, kommt auf eine Differenz von gut einer Sekunde zwischen dem SC 18 und dem SAS. Nun, leider fällt die extrem knappe Entscheidung zu Gunsten des 18 aus. Nichts desto trotz nimmt das SAS-Team den VerliererHasen lachend entgegen und feiert

Die automobile Garderobe – und das blaue oben im linken Bild ist nicht der Himmel, sondern das Meer! Jean Gallay

> Fortsetzung auf Seite 6.

Das vulkanische Gestein war trotz dem vielen Schnee ständiger Begleiter.

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Die beiden Teams feiern zusammen bis in alle Nacht.

Das SAS-Team Im Italo-SuisseTeam 2012 des SAS standen im Einsatz: Segolène Brunisholz (SAS GE), Simona Candrian (SAS ZH), Joakim Gallay (SAS LA), Alix Marxer (SAS GE), Alexandre Rochat (SAS LA), Florian Schmid (SAS ZH) und Captain Sébastien Zulian (SAS GE).

> Fortsetzung von Seite 5.

das Resultat zusammen mit den Italienern. Zuerst auf der Bühne, dann auf der Tanzfläche. Wobei genau genommen der Ort derselbe ist (... denn die Bühne mutiert im Verlaufe des Abends einfach immer mehr zur Tanzfläche!). Die beiden DJ’s sorgen für gute Stimmung. Von 15bis zu 70-Jährigen lassen sich alle zum Tanzen anstecken. Einen Generationenaustausch den man so, ausser an anderen SAS-Anlässen, an Skirennen eher selten sieht. Toll natürlich, dass sehr viele SASler den Weg nach Sizilien auf sich genommen haben, um an diesem einzigartigen Event dabei zu sein. Der Abschluss einer tollen Woche wird ausgiebig zusammen gefeiert und genossen. DJ’s mit schlechtem Stehvermögen Zur grossen Enttäuschung der unaufhaltsam Feiernden packen die DJ’s ihre Sachen um Punkt 01.00 Uhr ein und lassen sich auch durch diverse Überredungs- und Bestechungsversuche nicht von ihrem Plan abbringen. Dies lässt die Stimmung jedoch nur kurz absinken, denn bald werden andere Pläne

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geschmiedet. Nun ist nächtliches Schwimmen angesagt. Unverständlicherweise war das Hotelpersonal nicht ganz so begeistert davon wie die vor Tatendrang strotzenden Skifahrerinnen und Skifahrer. Bei diesem Anlass dabei zu sein, und dies als Team-Mitglied, war eine unglaublich tolle Erfahrung. Die spannende Reise an einen «neuen» und aussergewöhnlichen Skiort, das kulturelle Programm, das leckere Essen, das prima organisierte Rennen und der Austausch mit den Italienern vom SC 18 – all das machte das Italo-Suisse 2012 für mich zu einem einzigartigen und unvergleichbaren Event. Mir hat die Woche in Sizilien extrem gut gefallen. Im Namen des ganzen Teams: Danke an den SAS, speziell an Organisator Olivier Brunisholz sowie alle anderen, die diesen Event möglich machten! Ah ja. Und «grazie mille» an den Ätna. Dass er bei dem spontanen Ausbruch während unserem Aufenthalt darauf verzichtete, seine Lava auf die Piste fliessen zu lassen. Denn Lava ist etwas heisser als Schnee! Simona Candrian

Persönliche Trophäe Niccolo Donatacci, Captain des SC18 holte sich bei Nacht und Nebel seine ganz persönliche Trophäe und feierte dies mit Florian Schmid. Die SAS-Magazin-Redaktion machte sich Gedanken, ob man dieses Bild vielleicht besser nicht publizieren sollte. Doch die Fotografin lächelte nur: «Das spielt keine Rolle mehr. Niccolo machte diese Aufnahme zu seinem Facebook-Profilbild!» Egg

SC18-Captain Niccolo Donatacci (rechts) feiert mit Florian Schmid. Simona Candrian


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Harte Hunde!

Dass nach der grossen Feier zu nachtschlafener Stunde das warme Hotel-Pool geentert wurde, hat seinen Ursprung am Nachmittag bei einem Bad im Meer – denn dieses war im Unterschied zum Hotel-Pool nicht beheizt und darum sehr kalt: Der Grüne (links) freut sich, eben den «inneren Schweinehund» überwunden zu haben, der Blaue hat genug von der Kälte und rennt mit «UsainBolt-Speed» ans warme Ufer und die Rote (rechts) schaut, dass alles, was von der Kälte etwas andere Konturen angenommen hat, am rechten Ort bleibt. Egg / Foto: Sébastien Zulian

Schnee hatte es genug

Platz hatte es nicht genug

All jenen SASlerinnen und SASlern, die nicht am Italo-Suisse auf Sizilien teilnahmen, weil sie dachten, dass es so weit im Süden kaum Schnee haben würde, sei dieses Bild nicht vorenthalten: Eine Sesselbahn, die nicht mehr fährt, weil sie im Schnee versinkt! Nun, das war tatsächlich so – und nur ein paar Höhenmeter weiter unten badete der SAS im Meer! Egg / Foto: Simona Candrian

Die von Fachleuten seit längerem vermutete Inkompatibilität von waagrecht getragenen Ski in Drehtüren war bislang noch nie wissenschaftlichen untersucht wordenSAS-Ehrenmitglied Jean-Philippe Rochat gelang auf Sizilien der endgültige Beweis, dass dem wirklich so ist: Wer nicht stecken bleiben will, muss die Ski senkrecht tragen! Egg / Foto: Jean Gallay

SAS-Ehrenmitglied JeanPhilippe Rochat und seine spezifischen Probleme in der Drehtüre des Hotels.

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Un voyage aventureux vers la Sicile

4180 km avec un très sensible «effet bateau» Sept intrépides SASlers ont relevé le défi de rejoindre l’Etna et l’Italo-Suisse 2012 en voiture! Quelques milliers de kilomètres pour autant de souvenirs inoubliables. Extraits.

Sur le ferry et au milieu des camions, le minibus du SAS (flèche jaune). SCa

Sur le chemin du retour de l’Etna Nord, pause photo avec vue sur la mer. SZu

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Il fallait que le voyage soit à la hauteur de l’événement: exceptionnel. À l’initiative de l’organisateur Olivier Brunisholz, nous nous mettons donc en tête de rallier la Sicile par la route. L’entreprise veut donner aux membres de l’équipe SAS l’occasion d’apprendre à se connaître, accompagnés par des membres avides d’expériences hors du commun. Elle a également le côté pratique de décharger les voyageurs en avion de leurs multiples paires de ski, clubs de golf, maillots de bain et costumes trois-pièces. * Après quelques péripéties de nature organisationnelle, le moyen de transport se précise. Un minibus partira de Zurich en même temps

qu’un 4x4 de Genève. Le minibus? L’antithèse d’un modèle de dernière génération, mais généreusement prêté par l’Association genevoise des clubs de ski (AGCS). Sa seule option: le très sensible «effet bateau», disponible dans les virages et sur les bosses. Maintenant, nous le

savons, la promenade sera vraiment longue. * Nous voilà partis! Avec comme premier but un rendez-vous près de Piacenza, où les itinéraires depuis Genève et Zurich s’unissent naturellement. La règle veut que le premier


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arrivé attende l’autre, bien entendu. Merci aux passagers du 4x4 pour leur patience, le minibus et son chargement conséquent ne peuvent être plus rapides. Nous manquons d’ailleurs d’accuser un retard bien plus lourd grâce à la clémence d’un gardien des finances italien. À la douane de Chiasso, celui-ci nous laisse passer sans broncher alors que nous avons tout pour éveiller ses soupçons: un conducteur qui s’approche avec hésitation, trois jeunes passagers à l’avant, vingt longs sacs (à skis) sur le toit et le reste de la cabine rempli de sacs divers ainsi que de nombreux prix illégalement importés. * Dès le début du voyage, notre minibus nous réserve également une surprise dont il a le secret. Chargé comme un mulet et la prise au vent n’aidant pas, il se transforme en glouton de compétition. Au total, l’engin consommera une quantité d’essence qu’il serait indécent de révéler en ces temps où l’efficience énergétique des véhicules est une priorité. * Vient ensuite la découverte des radars Tutor, dont nous ne comprenons pas parfaitement le fonctionnement. Pas de flash, probablement de l’infrarouge. Pas de contrôle instantané, vraisemblablement sur une distance. Les Italiens semblent déjouer sa technologie en chan-

geant simplement de voie – chaque caméra serait indépendante. L’avenir nous dira si les Suisses ont aussi réussi à lui échapper. Lui parvient en tout cas à nourrir nos inquiétudes. * Les derniers kilomètres en direction de Naples sont rythmés par le stress. Il nous faut en effet arriver au port à l’heure pour avoir le droit d’embarquer sur le ferry qui nous emmènera vers Catane. Dans la cacophonie napolitaine, les premiers achètent de délicieuses pizzas pour une bouchée de pain, les seconds règlent les détails administratifs. À bord du bateau, nous passons une calme et agréable soirée, entourés de camionneurs qui se demandent ce que des touristes peuvent bien faire ici à cette période de l’année. * Au réveil, l’accueil est fabuleux. Nous rencontrons l’Etna comme personne d’autre ne le fera pendant le weekend et approchons rapidement des côtes siciliennes. Sur terre, nous tentons autant que faire se peut de nous accoutumer aux pratiques locales en matière de circulation routière. Poussés par la foule, nous sommes contraints de brûler des feux rouges malgré nos vœux de citoyens exemplaires. Ici, les feux sont indicatifs; n’allez pas dire à un Sicilien de s’arrêter si aucun piéton n’est là pour traverser!

Sur place, les routes de montagne laissent libre cours à l’expression de chaque conducteur, pour le plus grand plaisir d’un et souvent la plus grande terreur des autres. Il faut dire que le comportement de notre minibus n’est pas idéal – loin de là. Mais après quatre jours magnifiques et une excellente dernière soirée (cf. article détaillé), il est déjà temps de songer au voyage du retour. * Car c’est un défi en soi. Pas de ferry pour nous ménager cette fois, que de la route – sauf le bac entre Messine et San Giovanni. La traversée de la Calabre est interminable; elle devient même frustrante puisque nous roulons lentement sur une seule voie à côté d’une magnifique autoroute, en construction depuis une cinquantaine d’années selon un acolyte italien. Enfin à Naples, nous connaissons le reste du trajet et poursuivons tout droit, avec quelques arrêts nécessaires pour nous rassasier et changer de conducteur. * Les passagers du 4x4 connaissent une autre frustration à la fin de leur périple. Des « travaux » dans le tunnel du Mont-Blanc les empêchent d’aller plus loin. L’argument ne les convainc pas mais leur fait tout de même perdre une bonne heure. Puis les flocons viennent rendre pénibles les derniers kilomètres – comme les averses dans le Tessin que le minibus traverse avant de rejoindre Zurich et de rentrer à Genève. * Parti à 10h30 le dimanche matin, le minibus terminera sa course à 9h00 le lendemain à Genève, soit après quelque 22h30 de trajet. Exténués, les SASlers continueront leurs aventures dans leurs rêves, des images plein la tête. En fin de compte, le minibus aura mieux survécu à l’expédition que ses conducteurs. Il a avalé sans douleur 4180 kilomètres et a largement contribué aux souvenirs mémorables de cette semaine exceptionnelle. Un grand merci aux organisateurs. Vive le SAS ! Sébastien Zulian

Sur le ferry avec l’Etna au fond (de gauche à droite): Joakim Gallay, Alix Marxer, Nickolas Gallay, Simona Candrian et Ian-Frederic Haefliger. SZu

On s’amuse au fond de la voiture.

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Anglo-Swiss in St.Moritz, 15.-19. Januar 2012

Magen-Darm-Fiasko trübte Festfreude nicht Strahlend blauer Himmel, atemberaubendes Panorama und perfekte Pistenverhältnisse: Die Voraussetzungen für unvergessliche Tage in St. Moritz hätten besser nicht sein können. Nach zuletzt zwei Niederlagen musste ein Sieg her – dass dieser gebührend gefeiert werden konnte, grenzte an ein Wunder: Denn es grassierte ein Magen-Darm-Virus. Das SAS-Team Das Anglo-SwissTeam 2012 wurde von Captain Florian Schmid (SAS ZH) angeführt und bestand aus den AngloSwiss-Routiniers Simona Candrian (SAS ZH) und Nicolas Francais (SAS LA) sowie den «Rookies» Eliane Volken (SAS ZH), Patrick Menge (SAS BA) und Lukas Dellenbach (SAS BE).

Aus Schweizer Sicht ist ein Hattrick des BUSC beim Anglo-Swiss etwa gleichbedeutend mit einem Dreifachsieg der Österreicher an der Lauberhorn-Abfahrt – schlicht die Höchststrafe, doch Spass beiseite! Das generelle Niveau war hoch, die sportliche Auseinandersetzung spannend und die Freude natürlich umso grösser, als Florian Schmid (der sich auch noch die Auszeichnung des «Best Individual» einheimste!) am Mittwoch Abend die sagenumworbene und wertvolle Anglo-SwissTrophäe vom losing Captain Jas Bruce entgegennehmen durfte. 10 von 12 lagen flach! Dass der BUSC-Captain mit allen Wassern gewaschen war, zeigte sich spätestens am Montag Abend,

«

Ein BUSC-Hattrick ist etwa so, wie ein 3-fach-Sieg der Österreicher am Lauberhorn.» als er eine Lücke im Reglement fand und versuchte, durch biologische Kampfstoffe – in Form von hochansteckenden Noroviren – die gegnerische Mannschaft entscheidend zu schwächen. Ein zirkulierender Bierkrug wurde kontaminiert und konnte später als corpus delicti identifiziert werden. Der Plan ging jedoch nur zur Hälfte auf: Denn nicht nur der SAS, sondern auch der BUSC hatte am folgenden Tag diverse personelle Ausfälle zu verzeichnen – dies zeugte nicht zuletzt von der äusserst guten (bio-)chemischen Beziehung zwischen den beiden Teams...

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Bei der gemeinsamen Feier im «King’s Club» waren alle wieder fit und munter.

...erst wurde spekuliert, ob einige vielleicht im Ausgang ein wenig über die Stränge geschlagen hätten. Als dann jedoch immer mehr Athleten mit den gleichen Symptomen Forfait geben mussten, war dann alles klar. So kam es, dass sich am Abend vor dem Rennen gerade einmal sechs Wettkämpfer (je drei des SAS und drei des BUSC) zum Abendessen einfanden, während die anderen in ihren Zimmern weilten. Hoffend, von weiteren Magenkrämpfen verschont zu bleiben (insgesamt waren über die Tage in St. Moritz nicht weniger als 10 von 12 Athleten betroffen!). Leider mussten deshalb das legendäre Schlittelderby auf dem Cresta-Run und die Curling-Partie auf dem hoteleigenen Eisfeld abgesagt werden. Böse Zungen behaupten, es habe selten so seriöse Rennvorbereitungen an einem Anglo-Swiss gegeben! Rechtzeitig auf Start «gesund» Auch am Renntag waren die Spuren des Virus noch deutlich sichtbar: Zwar konnten alle starten, die Teller beim Mittagessen im Corviglia Ski Club blieben aber oftmals unberührt. Beim abendlichen Gala-Diner schlugen sich jedoch

alle wacker. Erst beim Dessert (traditionsgemäss Zuger Kirschtorte) mussten einige kapitulieren. Die Feierlaune kehrte aber allmählich zurück, und alle Athleten sowie einige Altherren fanden sich schlussendlich im King’s Club ein, um den

«

Das legendäre Schlittelderby und die Curling-Partie mussten leider abgesagt werden.» Abend ausklingen zu lassen und / oder bis in die frühen Morgenstunden zu tanzen. Ganz im Sinne von Arnold Lunn Und dann war es schon wieder vorbei. Dem Gedanken von Sir Arnold Lunn (Initiant und Stifter des AngloSwiss) wurde auch während der 79. Austragung voll und ganz Rechnung getragen: «Es ist gerade bedeutend genug, eine scharfe Konkurrenz zu schaffen, aber nicht bedeutend genug, um jene Menschen auf den Plan zu rufen, die Sport als Kriterium für nationales Prestige missbrauchen.» Lukas Dellenbach


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Die britische Version einer «Polonaise»? IWa

Mit einem solchen Bierkübel, der die Runde machte, nahm das Übel seinen Anfang und legte 10 der 12 Athletinnen und Athleten flach.

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Florian Schmid lächelte nicht immer so... ...und das hat einen einfachen Grund: Am Morgen nach der grossen Feier sorgte der verloren geglaubte Pokal beim SAS-Captain für eine kurzzeitig erhöhte Pulsfrequenz. Erst nach einer äusserst akribischen Suchaktion im King’s Club und im Hotel eröffnete BUSCFrontmann Jas Bruce dem geknickten Schweizer Captain, er habe den Pokal am frühen Morgen gestohlen. Die Trophäe sei sicher verwahrt in seinem Zimmer. Die Erleichterung in Florians Gesicht (aber auch das Gelächter der Athleten) war gross. Egg

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Nicht bezüglich Lauftempo, aber in Sachen Siegerpose liessen sich der BUSC und der SAS beim gemeinsamen Teamfoto durch Usain Bolt inspirieren. Die Siegerpose des jamaikanischen Leichtathleten ist ja echt legendär, und am Anglo-Swiss 2012 wurde sie gezielt zweckentfremdet. Am Ende jubelten vor allem die Schweizer!

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5th Amateur Inter-Club Team Championship: Das Studentenkader gewinnt in Gstaad Unter dem Patronat des Eagle-Ski-Clubs fanden vom 8. bis 11. März 2012 die Rennen der 5th Amateur Inter-Club Team Championship auf den Pisten des Was-

Toll haben sich auch die jungen Athleten des SAS-Team B geschlagen: Philipp Menge (SAS Basel), Oliver Hofmann und Michael Toneatti (bei-

de SAS Bern) durften, als Sieger des hochdotierten Teamwettbewerbes, unter grossem Applaus die Siegerpreise abholen. PD / Red

serngrat in Gstaad statt. Diesmal landete der SAS einen Doppelsieg, nächstes Jahr ist er Organisator. Rangliste (Auszug) Kombination, Männer: 1. Lukas Dellenbach (SAS BE); 2. Michael Toneatti (SAS BE), 3. Oliver Hofmann (SAS BE), 4. Jan Maus (SAS LA); 5. Philipp Menge (SAS BA); 6. Olivier Rochat (SAS LA). Team (Herren Elite): 1. «SAS B» (Toneatti, Hofmann, Menge); 2. «SAS Moitié-Moitié» (Maus, Rochat, Walpot). Nicht klassiert: «SAS A» (Fend R., Fend A., Dellenbach)

Es herrschten prima Bedingungen mit sonnigem Wetter und hervorragend präparierten Pisten, insgesamt kämpften 200 Fahrerinnen und Fahrer um Titel und Ehren. Die Athleten des SAS zeigten sich von der besten Seite. Bei der Elitekategorie der Herren konnte sich Lukas Dellenbach, (SAS Bern) profilieren: Er gewann sowohl den Slalom als auch den Riesenslalom und durfte sich deshalb auch anlässlich der Preisverteilung im Clubhouse des Eagle-Ski-Club die Siegermedaille als «Amateur Interclub Champion 2012» umhängen lassen.

Das Siegerteam der 5th Amateur Inter-Club Team Championship (von links): Michael Toneatti (SAS BE), Philipp Menge (SAS BA) und Oliver Hofmann SAS BE).

Die zukünftigen Austragungsorte 6th Amateur InterClub Team Championship: Organisator ist der Schweizerische Akademische Skiclub (SAS), durchgeführt wird es 2013 am 2. März-Wochenende in Zermatt (Kanton Wallis).

Michael Toneatti (SAS BE) im Riesenslalom am 5th Amateur Inter-Club Team Championship. Raphael Faux

7th Amateur InterClub Team Championship: Organisator ist der Ski-Club Arlberg, durchgeführt wird es 2014 in Lech (Österreich). 8th Amateur InterClub Team Championship: Organisator ist «Sci Accademico Italiano», durchgeführt wird es 2015 in Val Gardena (Italien). 9th Amateur InterClub Team Championship: Organisator ist der «Marden’s Club», durchgeführt wird es 2016 in Klosters (Kanton Graubünden). www.interclubski.com

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SAS Zürich-Cup Lenzerheide, 28. – 29. Januar 2012

Spannender Wettkampf am Heimberg, toller Abend im Mit dickem Nebel, viel Neuschnee und frostigen Temperaturen begann der Zürich-Cup auf der Lenzerheide. Top-Leistungen, gemütliches Fondue-Dinner und ein bisschen Hilfe von oben sorgten doch noch für ein erfolgreiches Wochenende.

Beim Apéro im «Ferienhäuschen» von Martin Kessler.

Alles begann mit einem Spaghettiplausch. Freitagabend, Casa Victoria auf der Lenzerheide: Zahlreiche junge SASlerinnen und SASler fanden im grosszügigen Ferienhaus von Robert Kessler Unterschlupf für das bevorstehende Wochenende. Oder zumindest diejenigen, die das Haus ohne Adresse auch bei Dunkelheit gefunden hatten. Magnus Bergaplass und seine Verstärkung aus Norwegen sorgten dafür, dass alle Athleten und Helfer kulinarisch versorgt und für das bevorstehende Rennen gestärkt wurden. Aufgefallen sind dabei weniger die Essmanieren als die Esskulturen: Salat auf Norwegisch funktioniert scheinbar auch ohne Dressing – Na dann, Skål! Vorsicht vor Frostbeulen! Gut, hatten die Helfer den Riesenslalom schon am Abend zuvor ausgesteckt. Das ersparte am Samstagmorgen kräfteraubende Anstrengungen bei klirrender Kälte und dickem Nebel. Nachdem Petrus am Vortag ordentlich die Schneetrommel wirbelte, war die steile Piste am Heimberg nicht in optima-

Alexandra Strobel (links), die erste Zürcher SAS-lerin, war am ZüriCup-Langlauf die schnellste Frau. Rechts neben ihr ist Uschi Scholz, die Ehefrau von ZSV-Chef Hartmut Scholz.

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lem Zustand. Unter dem vielen Neuschnee befand sich mancherorts pickelhartes Eis, was den Läuferinnen und Läufern später zu schaffen machte. Hinzu kam die schlechte Sicht – nicht nur die Teilnehmenden hatten damit zu kämpfen, sondern auch die Torwarte. Mehr als drei Tore, geschweige denn die eigene Hand vor der Nase zu sehen, lag zeitweise nicht drin. Abgesehen von einem gröberem Ausfall im 2. Lauf (Tamara Wolf), einer Schulterverlet-

zung (Thomas Almer) und kleineren Missverständnissen sowie KussPannen beim Sie+Er-Rennen, ging zum Glück alles reibungslos über die Bühne. Am schnellsten bestritten die anspruchsvolle Piste Caroline Bachmann und Matteo Trachsel. Gefeiert wurden die beiden neuen Zürcher alpinen Hochschulmeister bei einem reichhaltigen Apéro im «Ferienhäuschen» von Martin Kessler – man beachte den Diminuitiv, der etwa ähnlich gut zur imposanten Szenerie passt wie z.B. eine Schwimmbrille zum Skirennen! Viel passender war der Applaus für die Sieger der nordischen Disziplinen: Joakim Levorsen (Norwegen) setzte sich im Sprint knapp gegen seinen Landsmann Peder Stadaas durch und bei den Damen gewann Alexandra Strobel. Wein & Sein Neben Häppchen, reichlich Wein, SAS-Pullovern wohin das Auge reicht und natürlich den Siegern, befand sich die Hauptattraktion im Hause Kessler eine Etage tiefer. Der Golf Simulator Screen zog sowohl die Nordischen als auch die Alpinen in seinen Bann. Die Geschwister


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Wetterböcke Gian und Giachen und das Züri-Cup-Wetter

Sie sind die Stars im App-Store: Gian und Giachen, die beiden Steinböcke von Graubünden Tourismus, die für die Lenzerheide als «Wetterböcke» in Aktion treten. Am Züri-Cup-Wochenende waren die beiden in Hochform: Am Samstag konnten sie mit ihren Sprüchen den Nebel auf die Schippe nehmen («lueg s’isch wieder alles zue, hed dr’Himmel hüt en Fiirtig?» – «jooo, hüt isch St. Gruusig!»), und am Sonntag durften sich ihrem Lieblingsthema («Sonne auf der Lenzerheide») widmen: «Hüt brennt si aber grausam obenabe!» – «jooo, wenn’d heiss hesch weg dr’Sunna, gumpsch am beschta in dr’Brunna!»

Schmid lieferten sich einen erbitterten Kampf, «Rennmaschine» Patrick Bohner traf immerhin den Ball, und Langläufer Mario Peng versuchte tapfer mitzuhalten. Oder mit anderen Worten: In der Loipe fühlt er sich definitiv wohler! Die heitere Stimmung wurde anschliessend beim Fondueessen im Restaurant Obertor in Parpan weiter gesteigert. Kiloweise Käse, literweise Kirsch und spannende Gespräche rundeten den gelungenen Abend ab. Für die jüngere Generation war hier keineswegs Schluss, in der Steinbock Bar wurde munter weitergefeiert. Dass die Norweger nicht nur auf der Loipe angreifen, sondern auch in der Bar, stellten sie spätestens jetzt unter Beweis. Nur gut, dass deren persönliche Chauffeuse dafür sorgte, dass alle vier doch noch das richtige Bett fanden. Der Tag danach Einigen fiel das Aufstehen am Sonntagmorgen leichter, anderen weniger. Aber spätestens beim ersten Anblick des azurblauen Himmels und den glitzernden Sonnenstrahlen war jeder Müdigkeitsgedanke verflogen. Tom Fisler und

seine Helfer sorgten für eine frisch präparierte Piste und einen sehr dynamischen Lauf. Bei solchen Traum-Verhältnissen schlug jedes Skifahrerherz gleich mit doppelter Geschwindigkeit. Nicht fürs Herz, sondern eher für den Kreislauf wurden die Rennfahrer im Zielgelände mit selbst gemachtem Glühwein versorgt. Tamara Lauber mimte die sympathische Speakerin und war besonders von den kleinsten Teilnehmern, die tapfer die mehr

als einminütige Strecke hinter sich brachten, sichtlich angetan. Direkt im Anschluss an das Rennen fand bei den letzten Sonnenstrahlen die Preisverteilung statt. In der Gesamtwertung des Zürich-Cup hiessen die Sieger am Schluss Tamara Wolf (SAS Zürich) und Patrick Bohner (SAS Zürich). Neben tollen Preisen nahmen alle Teilnehmer vor allem eine schöne Erinnerung an ein gelungenes SAS-Wochenende mit nach Hause. Auf ein weiteres, Skål! Seline Sauser *

* Zur Autorin Seline Sauser (SAS ZH) studierte Medienund Kommunikationswissenschaften an der Universität Fribourg und ist zurzeit als Texterin bei einer Werbeagentur in Zürich tätig. Früher fuhr die heute 23-jährige Engadinerin Skirennen und wechselte dann aufs Alpin-Snowboard (CKader). 2009 nahm sie an der Universiade in Harbin teil.

Die Siegerehrung am Züri-Cup 2012 (von links): Michael Rudin, Matteo Trachsel, Timo Müller, Patrick Bohner, Daniela Fisler und Florian Schmid. Ivan Wagner

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Universiade Universiades Universiade

Winter-Universiade 2013 verschoben und neu vom 11. bis 21. Dezember 2013

Universiade im Trentino statt in Maribor!

Die Winter-Universiade 2013 findet nicht in Maribor (Slowenien) statt, sondern fast ein Jahr später in der norditalienischen Region Trentino. Das erinnert an die siebziger Jahre, als Denver die Olympischen Winterspiele 1976 zurückgeben musste.

Trento (deutsch Trento, trentinisch Trènt, ladinisch Trënt) ist die Hauptstadt des Trentino und der autonomen Region Trentino-Südtirol. PD

Von Roli Eggspühler

Im Fall von Denver waren es innenpolitische Gründe – die Olympiagegner gewannen in einem Referendum am 7. November 1972, als die Bevölkerung des US-Bundesstaates Colorado der Verwendung von Steuergeldern für die Winterspiele die Zustimmung verweigerte. Bei der Universiade in Maribor waren es primär wirtschaftliche Gründe und

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Die generellen Probleme äusserten sich in einem sehr schleichenden Baufortschritt.» Roger Roth (SAS Fribour) Präsident Technische Kommission FISU

fehlender politischer Wille: Slowenien wurde von der Finanzkrise hart getroffen, und die neue Regierung entzog dem Universiadeprojekt am 16. Februar 2012 die finanzielle Unterstützung. Einen Tag später informierten die Organisatoren den Internationalen Hochschulsportverband (FISU) in einer von OK-Präsident Tone Vogrinec gezeichneten E-Mail, dass das gesamte Organi-

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sationskomitee zurückgetreten sei und die Firma «Univerziada 2013 d.o.o.» in Liquidation gehe. Scherbenhaufen in Maribor «Ganz überraschend kam das für mich nicht», erklärt der Freiburger Roger Roth, der als Präsident der Technischen Kommission der FISU seit 2009 mehrmals zu Inspektionszwecken in Maribor weilte: «Die Probleme äusserten sich in einem sehr schleichenden Baufortschritt, was zu mehreren offiziellen Interventionen der FISU geführt hatte.» Von den beiden Vertragspartnern, dem Slowenischen Universitätssportverband (SUSA) und der Stadt Maribor, wurde die fragliche E-Mail des OK-Präsidenten nie offiziell bestätigt. Darum zog die FISU, die ihren Sitz in Brüssel und in Lausanne hat, den Slowenischen Botschafter in Bern bei und setzte am 23. Februar 2012 ein Ultimatum: Dieses lief am 2. März 2012 aus, ohne dass eine Antwort aus Slowenien eingetroffen wäre. «Die FISU hatte keine andere Wahl, als die Universiade an einen anderen Austragungsort zu transferieren, um die Durchführung im Jahre 2013 zu retten. Doch dieser

Ort musste ja erst noch gefunden werden», beleuchtet der St. Galler Leonz Eder, einer der vier FISU-Vizepräsidenten, den am 5. März 2012 getroffenen Entscheid. Slowenien hatte fast auf den Tag genau vier Jahre zuvor den Zuschlag erhalten und wollte sich über den nach den Olympischen Winterspielen zweitgrössten Winter-Multisportevent

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Die FISU hatte keine andere Wahl (...) um die Durchführung im Jahre 2013 zu retten.» Leonz Eder Vize-Präsident FISU

der Welt profilieren. Nun steht das junge Land vor einem Scherbenhaufen und sieht sich mit finanziellen Forderungen der FISU konfrontiert, die ein Fall für den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne werden dürften. Mit Trentino relativ schnell einig Parallel zur sich abzeichnenden Bruchlandung in Slowenien wei-


Universiade Universiades Universiade

Notlösung

Das Wallis wollte in die Lücke springen Nachdem bekannt wurde, dass die Universiade 2013 nicht in Maribor stattfinden kann, signalisierte der Kanton Wallis sofort Bereitschaft – gemeinsam mit anderen Regionen von benachbarten Alpenländern – in die Lücke zu springen und die Sparten Ski Alpin, Snowboard und Curling zu übernehmen. Aber es war klar, dass es sich um eine «Notlösung» handeln würde. Das volle Programm hätte das Wallis nächstes Jahr nicht durchführen können, weil sich Infrastrukturprojekte nicht in so kurzer Zeit realisieren lassen. Fokus auf Kandidatur für 2019 gerichtet Gemäss den Vorstellungen des Kantons Wallis soll die Winteruniversiade 2019 in der Schweiz stattfinden, sie ist in der von den politischen Instanzen verabschiedeten Gesamtstrategie der wichtigste Event. Darüber hinaus bemüht sich der Kanton Wallis um Weltcup-, WM- und EM-Veranstaltungen verschiedener Sportarten. Die Kandidatur für die Universiade 2019 wird vom Kanton Wallis in Zusammenarbeit mit dem SHSV in den nächsten Monaten erarbeitet. Die Vergabe durch die FISU ist im November 2013. Egg

belte FISU-Generalsekretär Eric Saintrond in jenen Wochen um die halbe Welt, um einen neuen Ausrichter zu finden. Angesichts der ausserordentlich kurzen Zeit bis zur ursprünglich vom 30. Januar bis 9. Februar 2013 geplanten Durchführung kamen faktisch nur Regionen in Frage, die kürzlich eine Universiade oder Olympische Winterspiele durchgeführt oder dafür kandidiert hatten. Nun hat sich die FISU für die norditalienische Region Trentino entschieden, die bis im November 2011 als Kandidat für die Universiade 2017 im Rennen war. Doch da im Val di Fiemme vom 20. Februar bis 3. März 2013 bereits die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften stattfinden, musste die FISU von ihren Terminvorstellungen abweichen. Die Universiade 2013 wird nun eine Saison später vom 11. bis 21. Dezember 2013 durchgeführt. Sotschi-Vorbereitung tangiert Das verhilft den neuen Organisatoren zu einer fast doppelt so langen Vorbereitungszeit, setzt die Selektionäre der nationalen Verbände aber vor eine schwierige Aufgabe

– denn die namentliche Meldung der Athletinnen und Athleten muss zu einem früheren Zeitpunkt erfolgen, als in den meisten Sportarten die ersten Wettkämpfe der Saison 2013/14 stattfinden. «Aus sportlicher Sicht bin ich sehr glücklich über diesen Entscheid. Wir werden im Trentino tolle Wettkämpfe erleben», ist sich der neue Schweizer

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Aus sportlicher Sicht bin ich sehr glücklich über den FISU-Entscheid.» Fredi Schneider Schweizer Delegationsleiter 2013

Delegationsleiter Fredi Schneider sicher – zufälligerweise weilte er in der Woche nach dem FISUEntscheid privat im Trentino und konnte so gleich einen ersten Augenschein nehmen. Schneider bestätigt, dass der Schweizer Hochschulsportverband (SHSV) die Selektionen anhand der Resultate der Vorsaison vornehmen wird: «Das geht einfach

nicht anders. Viel schwieriger ist in meinen Augen die Situation mit jenen Athletinnen und Athleten, die sich für die Universiade qualifiziert haben, aber gleichzeitig woanders an Selektionsrennen für die Olympischen Spiele in Sotschi starten sollten. Wie wir dieses Dilemma lösen, weiss ich im Moment noch nicht!»

Die UniversiadeVerschiebung 1989 Sao Paolo (Brasilien) musste 1989 die Sommeruniversiade 6 Monate vor Beginn aus wirtschaftlichen Gründen zurückgeben. Duisburg (Deutschland) sprang ein und führte «Mini-Spiele» mit 4 Sportarten durch.

SAS reagierte sofort Aufgrund der Universiade-Verschiebung schob die Leitung des Studentenkaders Alpin das für diesen Sommer in der südlichen Hemisphäre geplante und für Universiade-Kandidaten und -Selektionierte obligatorische Trainingscamp auf den Sommer 2013. «Wir wollen den Trainingseffekt direkt für die Universiade mitnehmen können», erklärte Teamchef Harald Menge auf Anfrage: «Dieses Jahr bauen wir 20 bis 30 zusätzliche Trainingstage in Konditionsblöcken und mit skitechnischer Ausbildung in die Saisonvorbereitung ein.» Egg

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Schweizer Hochschulmeisterschaften Championnats suisses universitaires Sveitsiske Høygskolemesterskap

SHM in Jaun (21. Januar), Saanen (11. Februar) und Feutersoey (3./4. März)

Statt «U-Games» wieder Hochschulmeisterschaften Nach der Absage der Alpin-SHM vom Dezember in Schönried wurden die Schweizer Hochschulmeistertitel in Jaun (Slalom) und Saanen (Riesenslalom) im Rahmen von SAS-Cups vergeben. Die Nordischrennen konnten wie geplant in Feutersoey durchgeführt werden. Die meisten Siege gingen an SASMitglieder, nur im Männer-Riesenslalom (Mathieu Rossier) und im Klassisch-Langlauf der Frauen (Carmen Emmenegger) siegten Studierende, die nicht im SAS sind. Aber auch die Breite stimmte: Die SHMs

dieses Winters erfreuten sich einer hohen Beteiligung von «richtigen» Studenten – durch die Integration in die SAS-Cups von Jaun und Saanen konnten die Alpinen den SAS gut wahrnehmen und ein wenig Clubluft schnuppern.

Bei den Nordischen scheint sich die Integration der SHM in das traditionellen Bjørnstad-Weekend (auf Stufe FIS-Langlauf) immer mehr zu bewähren. «Notlösung» funktionierte gut Der Genfer ZV lancierte die Idee der U-Games, der Berner ZV hat diesen Winter witterungsbedingt auf das alte SHM-Muster umschwenken müssen. Geplant war es anders, aber es ist sehr gut rausgekommen! Egg

Fabian Birbaum (SAS ZH) wurde im Klassischrennen von Feutersoey Schweizer Hochschulmeister. Foto: Vibeke Stærkebye Nørstebø

Schweizer Hochschulmeisterschaften SHM Alpin Slalom in Jaun (21. Januar 2012), Frauen: 1. Tina Boss (SAS BA) 2:02.14; 2. Caroline Bachmann (SAS ZH), 2:04.28. Männer: 1. Patrick Boner (SAS ZH), 1:48.07; 2. Steven Maillefer (Uni Genève), 2:13.17; 3. Philippe Yeterian (EPF Lausanne), 2:22.66; 4. Lorenzo Frei (Uni Genève), 2:27.81. Riesenslalom in Saanen (11. Februar 2012), Frauen: 1. Daniela Fuchs (Uni Zürich), 2:13.48; 2. Ségolène Brunisholz (SAS GE), 2:25.63; 3. Alix Marxer (SAS GE), 2:34.27; 4. Louise Brunisholz (SAS GE), 2:34.30; 5. Marie Michel (Uni Genève), 3:06.73; 6. Louise Aelles (Uni Genève), 3:11.84. Männer: 1. Mathieu

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Rossier (Uni Lausanne), 2:04.90; 2. Raphael Fend (FH Bern), 2:05.82; 3. Lukas Dellenbach (SAS BE), 2:07.13; 4. Quentin Oyon (Uni Lausanne), 2:07.73; 5. Dominik Zurbuchen (SAS BE), 2:10.89; 6. Louis Marxer (SAS GE), 2:19.49. SHM Langlauf Freistil in Feutersoey (3. März 2012), Frauen (10 km): 1. Rahel Imoberdorf (SAS BE), 30:44.7; 2. Carmen Emmenegger (Uni Bern), 30:47.7; 3. Caroline Kilchenmann (Uni Neuchâtel), 31:50.2; 4. Stefanie Sprecher (PH Chur). 32:21.1; 5. Chantal Carlen (Uni Fribourg), 33:04.6; 6. Vibeke Stærkebye Nørstebø (ETH Zürich), 35:03.9.

Männer (10 km): 1. Evgeny Bogdanov (SAS LA), 27:24.3; 2. Fabian Birbaum (SAS ZH), 30:04.3; 3. Tobias Lutz (SAS ZH), 31:17.9; 4. Gion Antieni Maissen (SAS BE), 32:05.6; 5. Charlie Blondeau (EPF Lausanne), 32:11.4; 6. Pascal Weber (FH Bern), 32:42.2. Klassisch in Feutersoey (4. März 2012), Frauen (10 km): 1. Emmenegger, 30:17.9; 2. Imoberdorf, 31:57.7; 3. Sprecher, 32:05.8; 4. Jeromine Mercier (La Brévine (Uni Genève), 32:45.1; 5. Carlen, 32:48.7; 6. Stærkebye Nørstebø, 36:38.8. Männer (15 km): 1. Birbaum, 47:09.2; 2. Blondeau, 48.29; 3. Lutz, 48.55.8; 4. Weber, 49:57.4.

Lukas Dellenbach (SAS BE), hier bei seinem Slalomlauf an der Amateur Inter-Club Team Championship in Gstaad, war an der SHM in Saanen bester SASler. Raphael Faux


Dario Cologna und ODLO: Motiviert bis in die letzte Faser.

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Nordisk Nordique Nordisch

Langlauf-SM in Realp, 29./30 März und 1. April 2012

Bettina Gruber holt SM-Titel!

Bettina Gruber (vorne im roten SAS-Dress) zieht die über 50 Kilometer laufenden Männer und «führt» vor Curdin Perl, Dario Cologna, Toni Livers und Eligius Tmbornino und durfte sich als Schweizermeisterin feiern lassen (kleines Bild links). Alexander Walpen

In den letzten drei Wettkämpfen der Saison stand Bettina Gruber jedes Mal auf dem Podest: Am abschliessenden SM-Wochenende holte die Zürcher SASlerin am Freitag im Sprint die Silbermedaille und wurde am Samstag über die Langdistanz Schweizermeisterin. In der Staffel gewannen Bettina Gruber, Sarah Zeiter und Rahel Imoberdorf für den SAS die Silbermedaille, doch so nah wie diesmal waren die SAS-Frauen noch nie am Titel dran.

SAS-SM-Medaille bereits im Februar Für die erste SAS-Medaille an den diesjährigen Langlauf-Schweizermeisterschaften sorgte Rahel Imoberdorf im ersten SM-Teil im Februar: Die Berner SASlerin holte sich in der Verfolgung Silber. Egg

Wäre der Staffelwettkampf noch einen Kilometer weiter gegangen, hätte der SC Vättis seinen Titel aus dem Vorjahr wohl erfolgreich verteidigen können: Schlussläuferin Christa Jäger, die an der U23-WM im Sprint die Bronzemedaille gewonnen hatte, kam der Spitze immer näher und lag im Ziel 7.2 Sekunden hinter Gold auf dem Bronzeplatz. Die Spitze bildeten die beiden Gommerinnen Rahel Imoberdorf (für den SAS) und Patricia Jost (für den SC Obergoms). Rahel versuchte das Tempo hoch zu halten und suchte den Angriff, doch Patricia Jost liess sich nicht abschütteln und legte auf der Zielgeraden noch einen Zacken zu. «So nah waren wir noch nie am Titel dran», haderte Teamchef Alexander Walpen im Ziel mit dem Schicksal bzw. dem Ausgang des Rennens. Und mit einem Augenzwinkern

meinte er: «Da machen mir zwei Mädels aus meinem Dorf zwölf Jahre Aufbauarbeit im SAS kaputt!» Sowohl Alexander Walpen wie die beiden jungen SC-Obergoms-Läuferinnen Michèle Garbely und Patricia Jost stammen aus Reckingen. Als Walpen im SAS Nordisch-Chef

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So nah waren wir noch nie am Schweizermeistertitel dran.» Alexander Walpen Nordisch-Coach SAS-Studentenkader

wurde, standen die Mädchen aus der Nachbarschaft frisch vor dem Eintritt in die Primarschule. Rahel Imoberdorf ist drei Kilometer weiter talaufwärts in Münster aufgewachsen, machte damals aber noch nicht wettkampfmässig Langlauf. Duell Trainerin gegen Athletin Das sind nicht die einzigen Verbindungen zwischen dem Siegerteam und den Geschlagenen: Auf der zweiten Strecke duellierten sich die > Fortsetzung auf Seite 22.

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Nordisch Nordique Nordisk

Die Staffel-Vizeschweizermeisterinnen aus dem SAS (von links): Bettina Gruber (SAS ZH), Sarah Zeiter (SAS BE) und Rahel Imoberdorf (SAS BE). Alexander Walpen

> Fortsetzung von Seite 21.

Biathlon-Trainerin Sarah Zeiter (für den SAS) mit ihrer Athletin Flurina Volken – dabei handelt es sich um die Tochter von Marianne und Raoul Volken, der an der Universiade 1991 in Sapporo im Schweizer Staffelteam die Bronzemedaille gewann. Zusammen mit seinen Berner SASSektionskollegen Urs Schmidig, Toni Dinkel und Matthias Remund. Alexander Walpen, der 1991 noch

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Vielleicht ist die Biathlon-SM nächstes Jahr ja gleichzeitig wie die Langlauf-Staffel-SM.» Alexander Walpen Nordisch-Coach SAS-Studentenkader

nicht wusste, was der SAS ist, hofft trotz der bitteren Niederlage immer noch auf SM-Gold. Mit dem ihm typischen Schalk in den Augen meint er: «Vielleicht ist die Biathlon-SM nächstes Jahr ja gleichzeitig wie die Langlauf-Staffel-SM. Dann sollte es endlich klappen!» Sprinterinnen prägten Langdistanz Im Sprint siegte Laurien van der Graaff (Universiade-Teilnehmerin 2009) vor Bettina Gruber, die an der Universiade in jenem Jahr die Silbermedaille gewann. Dritte wur-

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de Tatjana Stiffler, die damals für China wegen Pfeifferschem Drüsenfieber forfait geben musste. Rahel Imoberdorf schied an der SM in Realp im Halbfinal aus und wurde aufgrund der im Vergleich mit den anderen Ausgeschiedenen besten Prologzeit 5. Über die Langdistanz standen wiederum die Sprint-Spezialistinnen im Mittelpunkt, diesmal jedoch in umgekehrter Reihenfolge: Bettina Gruber diktierte das Rennen von Beginn an, sorgte für ein hohes Tempo und griff bei Kilometer 25 an. Auf den letzten 5 Kilometern bis ins Ziel baute die SASlerin ihren Vorsprung kontinuierlich aus und lag im Ziel fast eine Minute vor Laurien van der Graaff. Die LangdistanzSpezialistinnen Ursina Badilatti (3.), Rahel Imoberdorf (4.) und Natascia Leonardi (5.) waren alle geschlagen. Evgeny Bogdanev 11. über 50km Die SAS-Männer machten in jedem der drei Wettkämpfe auf sich aufmerksam: Mauro Gruber beendete den Sprint-Prolog als 3. – damit klassierte er sich nach dem Ausscheiden im Viertelfinal mit hervorragenden Punkten auf dem 9. SMRang. Im Langdistanzrennen über 50 Kilometer sorgte an der Spitze – wie schon im Sprint – Dario Cologna für die Musik. Mit nur 2½ Minuten Rückstand wurde Evgeny Bogdanev (SAS Lausanne) guter 11. – er feierte

diese Klassierung, wie wenn er aufs Podest gelaufen wäre. Männer mit «Staffel-Diplom» Für die Staffel zauberte Teamchef Alexander Walpen einen Trumpf aus dem Hut, mit dem niemand rechnete: Auf der Startstrecke schnallte sich Baspo-Chef Matthias Remund (SAS Bern) die Klassisch-Ski an – der «höchste» Schweizer Sport-

Auf der Startstrecke schnallte sich der ‹höchste› Schweizer Sportler die Ski an. Baspo-Chef Matthias Remund (SAS Bern) lief mit 49 Jahren (!) im Fanionteam mit

ler war am Vasalauf der schnellste Schweizer Teilnehmer (Rang 273 in 4:17:53 Stunden) – an der StaffelSchweizermeisterschaft übergab der 49-jährige (!) als 12. an den 20 Jahre jüngeren Evgeny Bogdnanev. Dieser machte zwei Ränge gut, und Schlussläufer Gruber schob das SAS-Männerteam auf den 6. Rang vor. Dies entspricht in olympischer Optik einem Diplomrang. Die zweite Staffel bestand aus Tobias Lutz (klassisch), sowie Reto Brunner und Pascal Weber (freie Technik). Die drei liefen auf Rang 15. Roli Eggspühler


Nordisk Nordique Nordisch

Saisonschlussfeier in einem Pub im nahen Andermatt.

SAS I: Mauro Gruber (SAS ZH), Evgeny Bogdanev (SAS LA) und Matthias Remund (SAS BE).

SAS II: Tobias Lutz, Reto Brunner und Pascal Weber (alle SAS ZH). AWa

Biathlon-SM: Rahel Imoberdorf holt zwei Mal Silber!

Hammerhafter Junioren-Sieg! Der SC Zweisimmen gewann den U20-Schweizermeistertitel in der Staffel. Was viele nicht wissen: Es handelt sich um drei Junioren mit grossem SASBezug. Startläufer Lukas Kurt ist der Neffe der Berner SAS-ler Matthias Kurt und Adrian Kurt jun bzw. der Enkel von Adrian Kurt sen (SAS Bern) – aufgewachsen ist Lukas Kurt auf dem Nachbargrundstück von Bruno Hammer (SAS Bern), dessen Söhne Simon und Reto die Zweisimmer Staffel komplettierten. Lukas absolvierte den klassischen Startabschnitt, Simon lief nach einem Drittel seiner Strecke an die Spitze, und Schlussläufer Reto brachte den Sieg sicher ins Ziel. Speziell ist auch, dass die drei Berner Oberländer alle die Alpine Mittelschule in Davos besuchen: Lukas und Simon sind im Sportgymnasium, Reto schliesst im Sommer die Sporthandelsschule ab. Dann zieht er weiter nach Magglingen und macht ein BMS-Praktikum bei Baspo-Chef Matthias Remund (SAS Bern). Egg

Rahel Imoberdorf (auf obigem Bild 4. von links) überraschte an der Biathlon-SM in Ulrichen: Hinter Selina Gasparin gewann die Gommer SASlerin die Sprint-Silbermedaille bei der Elite. Im Massenstartrennen waren zwischen ihr und der besten Schweizer Biathletin noch zwei Juniorinnen klassiert – aber Imoberdorf kam wiederum auf den 2. Elite-Rang, obwohl sie nicht weniger als 14 Strafrunden drehen und somit 10 Prozent mehr als die Wettkampfdistanz von 20 Kilometern absolvieren musste. «Ich hatte von

den Strafrunden völlig übersäuerte Beine, weil man ja auf diesen 150 Metern fast nur in der Kurve läuft», entschuldigt sich Rahel Imoberdorf und bilanziert: «Läuferisch und auch mit meinen Klassierungen bin ich aber sehr zufrieden!» Geschossen hat Rahel Imoberdorf übrigens am Mittwoch vor dem SMSprint das erste Mal – unter fachkundiger Anleitung von Nationaltrainer Markus Segessenmann, der seit seiner eigenen Aktivzeit mit vielen SASlern ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. Egg

Die zur «SAS-Familie» gehörenden Zweisimmer Junioren (von links) Lukas Kurt, Simon und Reto Hammer. zVg

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Nordisch Nordique Nordisk

Red Bull NordiX in Oslo, 23./24. März 2012

Holmenkollen in Champagnerlaune Die internationale Elite des Langlaufsports kämpfte in Oslo (Norwegen) beim Saisonfinale mit langen Sprüngen und deftigen Steigungen. Schnellster der Männer war der bislang unbekannte Einheimische Ånund Lid Byggland (21), der mehrfache Universiade-Teilnehmer Philip Furrer und Bettina Gruber (SAS Zürich) landeten auf dem Ehrenplatz. Ebenfalls in Champagnerlaune war Laurien van der Graaff, die als Dritte ebenfalls aufs Podest durfte. «RedBull NordiX» Männer: 1. Ånund Lid Byggland (NOR); 2. Philip Furrer (SUI); 3. Markus Svelander (SWE); 4. Adam Johansson (SWE); 5. Daniel Mesotitisch (AUT); 6. Peter Reistad (NOR); 7. Marcus Hellner (SWE); 8. Robin Bryntesson (SWE). Frauen: 1. Ludmila Hork (CZE); 2. Bettina Gruber (SUI); 3. Laurien Van Der Graaff (SUI); 4. Kikkan Randall (USA); 5. Anine Ahlsand (NOR); 6. Barbara Kvåle (NOR); 7. Anikken Alnæs (NOR); 8. Amalie Ous (NOR).

Vor rund 4000 Zuschauern kämpften sich 70 Topathleten und -athletinnen auf ihren schmalen Brettern über steile Abfahrten, fiese Sprünge und brutale Steigungen – steter Begleiter war der nasse Frühlingsschnee, der die Aufgabe auch nicht gerade einfacher machte. «Aufsteller» für Philip Furrer Der Andermatter Philip Furrer, der eine durchzogene Saison hinter sich hatte, freute sich trotz der Finalniederlage gegen den eher unbekannten Norweger Ånund Lid Byggland. «So etwas tut gut. Bislang ist es mir dieses Jahr nicht optimal gelaufen», sagte Furrer, der in der Qualifikation gestürzt war und deshalb vor den Finals nicht recht wusste, wo er stand. Doch dann dominierte er fast all seine Heats bis auf den letzten: «Byggland kam besser vom Start weg als ich. Dahinter entstand ein Techtelmechtel, und mir ist es gelungen, den zweiten Platz zu holen. Ich bin ‹happy› über diesen erfreulichen Saisonabschluss.»

Champagner für Bettina Gruber Die Tschechin Ludmila Horká war im Final der Frauen souverän und verwies die beiden Davoserinnen Bettina Gruber und Laurien Van Der Graaff auf die Plätze 2 und 3. Auf dem Podest ging genauso die Post ab wie im Rennen: Bettina Gruber wurde von der Siegerin kräftig mit Champagner geduscht, gab aber alles andere als klein bei und mobilisierte die letzten Energiereserven – doch dann war definitiv «Flasche leer». PD / Red

«...und Norwegen ist eh’ cool!» Philip Furrer war in den letzten Jahren viel mit den nordischen SASlern unterwegs. Er kann sich stark fokussieren, ist aber auch sehr locker drauf. Dieser Mix passt für das NordiX perfekt.

Philip Furrer, der zweite Rang ist immer undankbar... ...nein, ich bin sehr zufrieden. Es hatte wirklich gute Läufer am Start, und im Sprint kann so viel passieren. Meine Ausgangslage war mit dem Sturz in der Qualifikation alles andere als optimal Doch dann kam es doch noch gut. Ich habe eigentlich alle Heats dominiert, mein Selbstvertrauen stieg von Runde zu Runde. Ich bin immer gut weggekommen – bloss im Final war einer am Start schneller. Trotzdem war es ein super Tag. ...und Norwegen ist eh’ cool!

Bettina Gruber (2. / rechts) wird von Siegerin Ludmila Horká (mitte) mit Champagner geduscht, Laurien van der Graaff (3. / links) spritzt kräftig mit. PD

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Deine Saison war eher durchzogen? Das kann man sagen. In Davos am Weltcup ist es mir nicht so super gelaufen, dann wurde ich krank. Im Februar habe ich in Amerika einen Sprint gewonnen, ansonsten gelang mir diesen Winter bis auf dieses Rennen am Holmenkollen nicht viel. Meine Kollegen wussten, dass ich eine durchzogene Saison hinter mir hatte, und freuten sich deshalb sehr mit mir über diesen Erfolg hier in Oslo. Interview: RedBull / Red


Nordisk Nordique Nordisch

Chips

Zielfoto mit einzigartiger Bildästhetik

Der Urner Roman Furger (oben) gewinnt am «Engadiner» den Zielspurt gegen den Engadiner Curdin Perl. Philip Furrer (in kurzen Hosen) auf dem Weg zu Rang 2 am «NordiX in Oslo.

Diese Bilder entscheiden über Sieg oder Niederlage, und sie haben eine einzigartige Bildästhetik. Sie gehen nicht um die Welt, sondern sorgen dafür, dass die richtigen Bilder um die Welt gehen: Die Zielfotos dokumentieren Helden im intimen Moment ihres Sieges, wie hier beim Engadin Skimarathon vom 11. März 2012. Egg

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Sektionen Sections Seksjoner

Lauberhorn-Event SAS Bern, 11./12. Januar 2012

In der Luft ist extrem viel los!

Wenn der Skiweltcup ins Berner Oberland kommt, wird es eng: Auf den Strassen und der Wengeralp-Bahn kommt es zu Staus, und auch in der Luft ist viel los: Die Helis fliegen fast pausenlos, und auch die Patrouille Suisse ist unterwegs!

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Seksjoner Sections Sektionen

Impressionen vom Geschehen in der Luft rund um das Lauberhorn. Lorenz Zuber

Am Abend des 11. Januar 2012 trafen sich mehrere Mitglieder der SAS-Sektion Bern in Lauterbrunnen im Hotel Silberhorn zum alljährlichen SAS-Ausflug aufs Lauberhorn. Beim gemütlichen Abendessen teilten Organisator Andreas Zuber und Markus Leutwyler den Teilnehmenden den Ablauf des folgenden Tages mit. Heliunternehmer im Zentrum Christian von Allmen, der Verantwortliche der «Air Glacier»-Basis in Lauterbrunnen stand den SASlern Red und Antwort in Bezug auf die Aufgabenbereiche und Einsatzgebiete der «Air Glacier». Diese

Organisation ist während den Vorbereitungen und der Durchführung der Lauberhorn-Rennen nicht wegzudenken, denn es werden tonnenweise Equipment und unzählige Personen an den Berg oder zurück geflogen. Während dem ganzen Abend war die lustige Runde in viele tolle Gespräche vertieft. Spektakulärer Flug ans Training Am nächsten (übrigens sehr sonnigen) Morgen, traf man sich hinter dem Hotel – wo der Helikopter wenige Minuten später die SASler an Bord nahm. Die Flugroute verlief durch das Lauterbrunnental, an den Felswänden vorbei nach Wen-

Lars Backer feiert 80. Geburtstag mit SAS-lern Lars Backer, der Vorstehende des Rats der alten Herren des SAS Norge, feierte am 13. Januar 2012 seinen 80. Geburtstag im «Frognerseteren Restaurant», unter den Gästen waren einige SAS-ler. SAS-Norge Präsident Pål Troye sorgte für Unterhaltung.

Alf Astrup (links), «Geburtstagskind» Lars Backer und SAS-NorgePräsident Pål Troye im Frognerseteren Restaurant. zVg

Pål Troye parlierte in Schweizerdeutsch – was sowohl die einen (die es verstehen), als auch die anderen (die es nicht verstehen) sehr lustig fanden. Für sie war Påls Dialekt keine Sprache, sondern eher eine ausgeprägte Form von Angina! PT & Red

gen, dann «rückwärts» entlang der Lauberhorn Abfahrtsstrecke vom Zielraum bis zum Start. Nach einer Zusatzschleife über das Dreigestirn

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Die ‹Patrouille Suisse› trainierte für ihre Flugshow, die einem die Nackenhaare stellt.» Eiger, Mönch und Jungfrau wurden die Berner SASler auf dem Lauberhorn abgesetzt und konnten dem Abfahrtstraining beiwohnen. Um 11 Uhr trainierte die Patrouille Suisse ihre Flugshow, welche einem jedes Jahr von Neuem die Nackenhaare stellt. Und alles etwas in andere Relationen rückt: Wenn man sieht, was die Piloten in der Luft so alles hinkriegen, wird die Lauberhorn-Schlüsselstelle am «Hundschopf» für einen Moment zur ganz kleinen «Bubenschanze»! Remunds bestechende Idee Im Hotel Bellevue auf der Kleinen Scheidegg wartete bei wunderschönem Wetter und beeindruckender Kulisse das Mittagessen und anschliessend ein Blick hinter die Kulissen des Hotelbetriebs: Besitzer Andreas von Almen führte die SAS-Gäste im Hotel herum und überraschte sie mit einer Art «SASArtefakt», einem Emblem in der hoteleigenen Bar. Spontan und «einstimmig» wurde von allen Anwesenden der Vorschlag von Matthias Remund unterstützt, die Übernachtung an diesem Event nächstes Jahr wenn möglich vom Hotel Silberhorn in Lauterbrunnen für einmal ins Hotel Bellevue auf der Kleinen Scheidegg zu verlegen. Ins Hotel also, in welchem sich schon die Gründer des SAS vor Jahrzehnten bewegten. Event-Organisator Andreas Zuber klärt nun ab, ob diese Idee für den Anlass im 2013 umsetzbar ist. Dominique Brandenburger

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SAS Zürich, Spezial-Stamm mit Marco Büchel, 21. Februar 2012

(Pensionierter) Ausländer im Schweizer Skiteam Am Spezialstamm in der «Kantorei» konnte der SAS Zürich zwei sehr interessante Gäste begrüssen: Der vor zwei Jahren vom Spitzensport zurückgetretene Liechtensteiner Marco «Büxi» Büchel stellte sich den Fragen des SF-Sportjournalisten Florian Zutt. Marco Büchel und Florian Zutt Marco «Büxi» Büchel bestritt von 1991 bis 2010 Weltcuprennen und konnte grosse sportliche Erfolge feiern – wie einen Vize-Weltmeistertitel im Riesenslalom in Vail / Beaver Creek oder 18 Podestplatzierungen im Weltcup. Florian Zutt arbeitet seit 2001 beim Schweizer Fernsehen und wirkt bei Sendungen wie «Sportlounge», «Fernweh» und «Sportpanorama» mit.

Marco Büchel erzählte von seiner langen Karriere als Spitzensportler, wie es dazu kam und was er nun nach dem Spitzensport macht. «Büxi» zuzuhören, ist überaus spannend: Denn «Büxi» hat eine fesselnde Art zu erzählen und ist eine faszinierende Persönlichkeit. Ein Original des Skisports sozusagen. Lifestyle als Skiprofi gefiel ihm ­Der 41-Jährige war schon als Kind sehr aktiv und probierte alle möglichen Sportarten aus. Das Alpin­ skifahren machte ihm am meisten Spass, weshalb er bei dieser Sportart hängen blieb. Interessant ist,

Marco Büchel (rechts) stellte sich den Fragen von Sportjournalist Florian Zutt (mitte), organisiert wurde der Spezialstamm von Tamara Lauber. Michael Bühl

dass Marco Büchel der Durchbruch vergleichsweise spät gelang – in diesem Zusammenhang mitentscheidend war auch ein Material-

«Büxi» ist Doppelbürger Des weiteren sprach Marco Büchel über die Zeit, als er mit dem Schweizer Team unterwegs war. Als «Ausländer» im Schweizer Team dabei zu sein ging nach Startschwierigkeiten eigentlich immer gut, wobei es je nach Trainer Unterschiede gab. Für die Schweiz zu fahren war für Büxi, der auch einen Schweizer Pass besitzt, zwischenzeitlich ein Thema – doch fühlte er sich dazu zu stark mit Liechtenstein verbunden. Für Athleten wie Didier Cuche galt er mit seinen konstant guten Leistungen als Gradmesser.

Der Blick ins Publikum und den Stamm-Saal in der Zürcher «Kantorei». Philipp Kleger Chips

«Büxi» auch als Marathonläufer zurückgetreten! Der New York City Marathon vom 6. November 2011 war offenbar zu hart für den ehemaligen Skistar Marco Büchel, aus einer LaufsportKarriere des Liechtensteiners wird nichts. «blick.ch» liess er mit einem Augenzwinkern ausrichten: «Nach reiflicher Überlegung und Enttäu-

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wechsel. Fast niemand traute «Büxi» zuvor eine grosse Karriere zu. Doch der Lifestyle als Skiprofi gefiel ihm – was erstens der Grund war, überhaupt spitzensportmässig Ski zu fahren und zweitens die Rennlatten nach der längeren Durststrecke nicht gleich an den Nagel zu hängen.

schung über die verpasste Olympiaqualifikation habe ich mich entschlossen, meine Marathon-Karriere zu beenden.» In New York benötigte «Büxi» für die 42.195 Kilometer 4:38:55 Stunden, seiner Gattin Doris rannte er im Endspurt um eine Sekunde davon. Egg / Quelle: www.blick.ch

Nicht in ein «Loch» gefallen Auch nach seiner aktiven Karriere als Spitzensportler geht Büxi sehr interessanten Tätigkeiten nach. Unter anderem ist er Ski-Alpin-Experte beim ZDF und arbeitet für Red Bull. Zu den aktuellen Aufgaben gehören Castings und Moderationen für den firmeneigenen TV-Sender. Weitere Projekte sind in Planung. Tobias Lutz


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Urs Schäppi – unterwegs aus Leidenschaft Urs Schäppi (51) CEO des Bereichs Grossunternehmen der Swisscom und Zentralpräsident des SAS, reiste privat schon vor einem Vierteljahrhundert um die halbe Welt, dahin, wo das Meer schön wellt: Nach Hawaii, zum Surfen. Ziel war ebenso, Insel und Insulaner kennenzulernen. Ähnlich wie auf seiner ersten Geschäftsreise: Als junger Verwaltungsrat besuchte er von Manila bis Chicago die Mitarbeiter der Firma – eine Weltreise. Und die Reise geht weiter... Sie sind ETH-Ingenieur, Betriebswirtschafter und Familienvater. Welcher Typ eines Reisenden sind Sie? Wahrscheinlich bin ich ein polyvalenter Reisender. Ich bin geschäftlich unterwegs, buche jedoch oft Privatreisen, die individuell gestaltet sind. Denn ich möchte Spezielles erleben, fremde Kulturen, Menschen und andere Ethnien kennenlernen. Wie letztes Jahr mit der Familie auf einer Walking-Safari mit Massai-Begleitern in Kenia. Ich

meide Standard-Pauschalreisen, obwohl das Reisen fernab ausgefahrener Routen beschwerlicher ist. Doch mit dem Enduro-Motorrad etwa durch Omans Wüste zu fahren, das ist fantastisch! Wo sehen Sie organisatorische Unterschiede bei Privat- und Business-Reisen? Bei Geschäftsreisen geht es um gute Terminplanung, Bequemlichkeit, Effizienz. Bei Privatreisen steht am Anfang eine Idee. Und ein Bedürfnisprofil, das man in die Beratung durch einen Reiseprofi trägt. Reist man privat, ist das Timing flexibler, es gibt Raum fürs Geniessen und Erleben. Auf Businesstrips wählt man Transportmittel im Hinblick auf ihre Effizienz, meistens Taxis. Anders auf Privatreisen: In St. Petersburg und Umgebung fuhren wir mit Metro und öffentlichem Bus – so sieht und erlebt man Dinge, die einem sonst verschlossen blieben. Wo sehen Sie Gemeinsamkeiten der beiden Reisearten?

In der Vorbereitung und unterwegs muss das gemeinsame Element die Verlässlichkeit der Buchung von Hotels, Transfers und Flügen sein. Und natürlich die Kommunikation, falls sich im Laufe der Reise etwas ändert. In Ihrer Branche, der Telekommunikation, verdoppeln sich Bandbreite und Datenvolumen schneller als im Jahrestakt. Die Reisebranche verändert sich vergleichsweise gemächlich, wird aber von der digitalen Welt beeinflusst. Wohin geht diese Reise? Transparenz, Verfügbarkeit und Wissensstand haben zugenommen – das «Global Village» ist Realität. Der Wunsch, es nicht bloss via Internet zu sehen, ist ebenso real: Das fördert die Reiselust. Das Internet vereinfacht Hotel- und Flugbuchungen, also müssen sich Reisefirmen spezialisieren und dem Konsumenten einen Mehrwert durch kompetente Beratung bieten, damit die individuelle Erlebnisreise gelingt.

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SAS-Zentralpräsident Urs Schäppi auf einer Privatreise in Kenia.

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Alpinismus Alpinisme Fjellsport

SAS-Patagonien-Expedition, 15. Oktober bis 4. November 2011

Zufrieden und gut gelaunt: trotz Flugplanterror, Fuss-

Fünf SASler und der bewährte zugekaufte Expeditionsarzt haben sich Ende Oktober 2011 auf eine dreiwöchige Fahrt zu den kühnen, sturmumpeitschten Granitnadeln im Süden von Patagonien aufgemacht. Trotz Flugplanterror, Fuss- und Rückenschmerzen, Gepäckentwendung und Wetterunbill ist die Gruppe durchwegs zufrieden und gutgelaunt zurückgereist, reich an unauslöschlichen Eindrücken und Begegnungen. viele Mails erwartet er immer noch eine Antwort. Dies ist aber beileibe nicht der Grund, dass dies die letzte von ihm organisierte Expedition war. Er ist als «Tourenobmann» im SAS zurückgetreten. Von seinen umfassenden kultur- und gebirgsgeografischen Kenntnissen, seinen Ideen und seinem Netzwerk dürfen wir im Stiftungsrat noch ein wenig zehren. Dass er uns nicht abrupt den Rücken kehrt, dafür danken wir Christoph. Und ganz besonders danken ihm die sechs Patagonienfahrer, die schlussendlich noch die Reise angetreten haben, für die perfekte Reisevorbereitung.

Von Dres Schild

Hinweis Ein ausführlicher und ausgeschmückter Expeditionsbericht desselben Autors wird im 39. Schneehasen erscheinen.

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Eine Gebirgsfahrt der SAS-Alpinstiftung ist eigentlich immer eine Expedition, verbunden mit Abenteuer, aber auch mit Geist und Kultur. Meist beginnen die Abenteuer bereits bei der Vorbereitung. Viele SASlerinnen und SASler haben sich vor über einem Jahr für ein Trecking zu den «Glaciares – parque national» ganz im Süden von Argentinien interessiert. Der unermüdliche Expeditionsorganisator Christoph Jezler hat unzählige Gespräche mit möglichen Organisatoren und Interessierten geführt, Varianten entworfen, Risiken abgecheckt, Kosten eruiert und Vorschläge vermailt. Auf

Verletzungen und Vulkanasche Die Abenteuer begannen vor dem Abflug auf dem alten Kontinent: ein rekonvaleszenter gebrochener Fuss und eine verkorkste Diskushernie haben das Team schon vor der Abreise geschwächt. Mit viel Mut und Zuversicht, Upgrade-Versuchen und Programmvariationen haben wir die Strapazen eines Transatlantikfluges mit British Airways auf uns genommen. Weiteres Ungemach bekamen wir bald von einem Indianerhäuptling aus Chile zu spüren: Der Puyehue stiess seine Vulkanasche aus bis nach Buenos Aires – Stadt der guten Lüfte – und legte den ganzen

Flugverkehr lahm, auch unseren Anschlussflug in den Süden. Im Tohuwabohu der Tausenden von Fluganschlusssuchenden machte sich ein Taxifahrer mit dem gesamten Reisegepäck eines SASlers davon. Vor dem verdienten Genuss des pfundigen Filetstücks und einem Glas Malbec musste in aller Eile eine Notausrüstung zusammengekratzt werden. Begrüssung durch Fitzroy, einen mächtigen Koloss Im abendlichen Anflug auf El Calafate, aufstrebende Touristendestination Südpatagoniens, zeichnete sich zu unserer Begrüssung ein mächtiger Koloss vom wolkenlosen Himmel ab. Das konnte nur der Fitzroy sein. Ihn wollten wir aus allernächster Nähe sehen, seinen Gletscher und seinen Fels spüren. Zunächst bemühten sich unsere patagonischen Führer und Träger in El Chalten, dem pubertierenden Zermatt von Patagonien, akribisch um mangelhafte oder fehlende Ausrüstungsgegenstände, besänftigten Ängste vor Wind, Wetter und Abgründen und trösteten kommunikationsbedürftige SASler über die Nutzlosigkeit ihrer verbindungstechnologischen Wundergeräte hinweg. Inzwischen hatte auch das Wetter auf echt patagonisch gewechselt: Regen, Sturm und Schnee. Darauf waren wir gefasst und nahmen, ausgerüstet wie Everestkandidaten, mutig das Trecking in Angriff. Im Schneesturm standen wir auf dem gefrorenen See, vor uns der Fitzroy, zum Greifen nahe unsichtbar im Nebel. Wir standen auf dem Torre Gletscher und fühlten die abweisende


Fjellsport Alpinisme Alpinismus

und Rückenschmerzen, Gepäckentwendungen, Wetterunb

Kühlheit und faszinierende Anziehung des Cerro Torre, unsichtbar im Sturm. Unserer guten Laune konnte diese anfänglich ablehnende Haltung der patagonischen Riesen keinen Abbruch tun. Dafür machten uns Fuss und Rücken zunehmend zu schaffen. Die beiden Doyens mussten sich ihren Gebresten ergeben und, moralisch einwandfrei, ein Alternativprogramm ohne Expedition in Angriff nehmen. Man hat gehört, es habe sich gelohnt: Gletschertrekking mit der hübschesten Bergführerin Argentiniens. Das endlose Inlandeis Vorzüglich betreut von Führer Pipa und seinen Leuten, stets witzig und gut aufgelegt, wussten wir, unsere Stunde wird noch schlagen. Und wirklich, nach dem frühmorgentlichen Marsch auf Sandalen durch den Torro-River, im steilen Aufstieg zum Paso del Viento, zeigten sich, erst noch vorsichtig aus ihren Sturmkappen hervor lugend, die ersten Granitrecken und dann das endlose weisse Schild des südlichen Inlandeises (grösste Eismasse ausserhalb den Polkappen und Grönland). Der Draht zur Zivilisation war nun endgültig abgebrochen, «we are on a real expedition now». Auf schmalen Pfaden durch endlose Gletscherwelten, entlang von Abgründen, begleitet vom Flug der Condore, über steile Felshalden hin­ unter, im Schiff quer über den stürmischen See, ohne Weg und Steg durch Gebüsch und Felsen, campieren an verlassenen Gletscherlagu> Fortsetzung auf Seite 36.

Impressionen aus der patagonischen Natur. Ivan Wagner

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Alpinismus Alpinisme Fjellsport

bill war die Patagonienexpedition ein Riesenerlebnis!

> Fortsetzung von Seite 35.

nen unter gewaltigen Eisabbrüchen, so stellten wir abends unsere Zelte auf und brachen sie morgens wieder ab. Dazwischen haben wir nicht nur gelitten, sondern vor allem gelacht. Gelacht über witziges, über Grosses und Kleines, vor allem über uns selber. Und gestaunt über die unendliche Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Kraft und Ausdauer unserer patagonischen Begleiter, die vollbepackt mit Ungetümen von Rucksäcken unsere Verpflegung und Zelt­ ausrüstung mitgeschleppt haben. Ein frohes Wiedersehen Kurz vor unserem Expeditionsziel, der abgeschiedenen Luxusunterkunft Estanzia Cristina – die Landschaft erinnerte an Winnetou – schälten sich aus der Staubwolke eines Reiterpulks zwei bekannte Gestalten. Es gab ein frohes Wiedersehen mit den beiden alternativ reisenden Doyens und anschliessend nach einer ausgiebigen, ökologisch

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bedenklichen Dusche ein Festmahl mit reichlichem, unbedenklichem Fleisch- und Weingenuss. Abrupter Kulissenwechsel Nach dem Abschied von unseren liebgewonnenen patagonischen Bergfreunden und einem glücklich

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Wir genossen es, von liebenswerten Menschen in einer grosszügigen Umgebung verwöhnt zu werden.» überstandenen neuerlichen Flugplanterror erlebten wir einen abrupten Kulissenwechsel auf der Halbinsel Valdes, wegen ihrer vielfältigen Meeresfauna im UNESCO-Naturwelterbe aufgeführt. Flaches und weites Farmland, ein Schaf pro zwei Hektaren und kilometerlange men-

schenleere Privatstrände, an denen uns die Besitzer persönlich, aus barer Lust und Freude am Vorzeigen der Einzigartigkeit ihres Besitzes, herumführten und mit Barbecue am Strand verpflegten. Mitten im Harem eines faul herumliegenden tonnenschweren Seeelefantenbullen kauerten wir, sahen stundenlange fasziniert den dümpelnde Walen vor der Küste zu. Keine einfache Rückkehr Die Zeit stand still und wir genossen es, von liebenswerten Menschen in einer grosszügigen Umgebung verwöhnt zu werden. Wahrlich keine einfache Rückkehr in die Zivilisation und den Lärm von Buenos Aires, auch wenn dort weitere Abenteuer in den engen Strassenschluchten auf uns warteten, mit heissen Tänzerinnen zu schwermütigen Tangoklängen, mit kunstvollen Verrenkungen in enger Umschlingung. Fotos: Ivan Wagner


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Augusto Gansser (SAS ZH) ist 101-jährig verstorben

«...desto wichtiger werden die Erinnerungen!» «Je älter man wird, desto wichtiger werden die Erinnerungen» – diese weisen Worte hat Augusto Gansser dem Autor dieser Zeilen einmal verraten. Seine Erinnerungen hat er nun mit sich ins Grab genommen. Am 9. Januar 2012 ist der 101-Jährige in seinem Heim «Kailas» in Massagno bei Lugano still entschlafen. Uns bleiben die Erinnerungen an einen aussergewöhnlichen Forscher, Entdecker, Wissenschaftler, Bergsteiger und SASler. Für die Erinnerungen, die er uns in seinen Büchern, Publikationen, Notizen und aus seinen lebendigen Erzählungen hinterlässt, sind wir dankbar. Ich hatte das Glück, im letzten Schneehasen ein SAS-geprägtes Portrait über ihn schreiben (Schneehase Nr. 38, 2008-2011, Seite 204ff) und in seinen Tagebüchern einen Ausschnitt aus der Pionierzeit des SAS miterleben zu dürfen. 80 Jahre lang war Augusto Gannser dem SAS treu. 1932, nach seinen ersten nationalen und internationalen Erfolgen im Langlauf an Studentenmeisterschaften, ist er dem SAS beigetreten. An den Akademischen

Skiwettkämpfen aller Länder (ASAL, entspricht der heutigen Universiade) von 1934 in Wengen ist er im Langlauf Zweiter geworden und hat die Zürcher Staffel trotz einem hoffnungslosen Rückstand mit einem unwiderstehlichen Endspurt auf den zweiten Rang gebracht. Auf geologischen Expeditionen stets ein paar Ski dabei Auf seinen anschliessenden Forschungs- und Entdeckungsreisen auf Grönland, im Himalaja und in Südamerika hat der junge Geologe weisse Flecken auf der Landkarte erforscht, wissenschaftlich untersucht, kartiert und dabei aufsehenerregende geologische Erkenntnisse mit nach Hause gebracht. Stets haben ihn dabei ein Paar Ski begleitet. Gleichsam im Vorbeiweg sind ihm auf seinen wissenschaftlichen Missionen ungewöhnliche Erstbesteigungen und Skiabfahrten auf verschiedenen Kontinenten gelungen. Mit Titel «Baba Himalaja» geehrt 1958 ist Gansser als Ordinarius für Geologie an Uni und ETH Zürich berufen worden. Als Professor unternahm er zahlreiche Expeditionen zu den grossen Gebirgen der Welt. Mit

seinen reichen Erkenntnissen und dem vielfältigen Bildmaterial hat er einen kolossal (Lieblingsausdruck des Professors) lebendigen Unterricht mit grosser Anziehungskraft gestaltet. Seine künstlerischen Darbietungen an der Wandtafel haben Scharen von Studierenden begeistert. Mit über 60 Jahren hat er, begleitet einzig von einheimischen Trägern, wochenlange strapaziöse Erkundungsfahrten in Buthan unternommen und auf abenteuerlichste Weise die ersten Karten des Landes erstellt und durch Indien in die Schweiz geschmuggelt. Für seine grossen Verdienste ist er mit dem aussergewöhnlichen Titel «Baba Himalaya» (= Vater des Himalaja) geehrt worden. Ein unvergesslicher Lehrer Wir haben einer der letzten grossen Entdecker verloren, der mit seinem Charisma eine ganze Generation von Geologen und Ingenieuren begeistert und geprägt hat. Unvergessliche Erinnerungen an einen unvergesslichen Lehrer. Dres Schild Die unten stehende Foto wurde von Augusto Ganssers Neffen Giovanni Kappenberger gemacht. Sein Sohn Andrin Kappenberger ist seit 2006 im SAS-Ski-OL-Kader.

Augusto Gansser am 28. Oktober 2011, seinem 101. Geburtstag, bei der Lektüre des wenige Tage zuvor erschienenen SAS-Schneehasen.

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Kultur Culture Kultur

Nicht ein Bild wie jedes andere

Eine Aufnahme, die den SAS verkörpert Es ist eine typische Gruppenfoto, wie sie fürs Erinnerungsalbum geschossen wird. Aber es steckt viel mehr in dieser Aufnahme. Denn dieses Bild verkörpert den SAS: Der Mix von professionell trainierenden Spitzenathleten, amibitionierten und geniessenden Breitensportlern ist typisch für den Club. Das Spektrum reicht von jung bis schon etwas älter – auch das ist typisch. Auf dem Bild treffen Tradition (mit dem Adler des Eagle-Club in Gstaad) und Moderne aufeinander. Auch dass die meisten, aber nicht ganz alle, die offiziellen Kleider tragen, ist typisch. Der SAS ist nicht uniform. Und dann wäre noch die Freude in den Gesichtern, die Bände schreibt! Roli Eggspühler

Die beiden SAS-Teams am Amateur Inter-Club-Championship 2012 (hintere Reihe, von links): Philipp Menge (SAS BA), Jan Maus (SAS LA), Oliver Hofmann (SAS BE), Michael Toneatti (SAS BE), Lukas Dellenbach (SAS BE) und Harald Menge (Coach) sowie (kniend) Olivier Rochat (SAS LA) und Marc Walpoth (SAS FR). Auf dem Bild fehlen die bereits ans nächste Rennen abgereisten Andreas und Raphael Fend. Raphael Faux Chips

RedBull SKiLLs – eine verrückte Idee!

Impressum Das SAS-Magazin erscheint vier Mal jährlich in einer Auflage von 1200 Stück (WEMF/REMP). Es ist das offizielle Organ des Schweizerischen Akademischen Skiclubs SAS. Redaktor Rédacteur Redaktør

Roli Eggspühler, Medienschaffender dipl. Architekt ETH SIA Redaktion Rédaction Redaksjon

Redaktion SAS-Magazin c/o a2plus Architektur Energie Media Würzenbachstrasse 17 6006 Luzern

Fon: 041 220 03 17 sasmagazin@sas-ski.ch

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Redaktionsschluss Délai de rédaction Redaksjonslutt

Nr. 86 – Frühling 2012

1. Mai 2012

Beim «RedBull SKiLLS» absolvieren die Alpin-Athleten einen Wettkampf, bei dem Super-G, Slalom, Abfahrt und Riesenslalom in dieser Reihenfolge und ohne Skiwechsel zu bewältigen sind. Die beiden Berner SASler Pius Schöpfer und Mirco Auer waren am 31. März 2012 auf der Startliste der Schweizer Premiere auf Lenzerheide, mussten aber kurzfristig das Handtuch werfen. PD / Red


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SAS Magazin Nummer 85  

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