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Fünf SAS-Diplome an der Universiade in Torino Britischer Sieg am «Anglo-Swiss» in St.Moritz Alle SAS-ler haben sich für die Ski-OL WM qualifiziert Gabriel Schnetzler konstruierte sich seine Skier selber

Nr 66 – Februar 2007

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Editorial Éditorial Leder

Nr 66 - Februar 2007 Zum Titelbild Andrea Florinett, vor zwei Jahren Universiade-Bronzemedaillengewinner, war Anfangs Winter krank und konnte sich in Turin von Rennen zu Rennen steigern: Und in der Staffel holte der Zürcher SAS-ler ein Diplom. Roli Eggspühler Universiade

45 Celsiusgrade Differenz innert 4 Tagen Trotz der Wetterkapriolen konnte fast alles durchgeführt werden: Und die SAS-ler holten dabei fünf Diplome.

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Multisport

Hansjürg Kessler Ehrengast am Pentathlon 10 Der Glarner ist einer der gefragtesten Snowboardhersteller. Nun will er in den Skibereich expandieren. Alpin

Anglo-Swiss à St Moritz

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L’équipe suisse a perdu la «bataille» sur la neige engadinois contre les britaniques. Quand-même on a fêté! Nordisch

Gruber an U23-WM, alle SAS-ler an Ski-O WM! Alle SAS-ler haben sich für die Ski-O WM qualifiziert. Und Bettina Gruber wurde für die U23-WM selektioniert. Séctions

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SAS Berne à la Coupe du monde à Wengen 32 Une quinzaine de SAS-ler bernois se sont retrouvés à l’occasion de l›entraînement en vue de la descente coupe du monde du Lauberhorn. Vol en hélicoptère et bain de soleil ont rythmé la journée du 11 janvier.

«Spiel mir das Lied von der Stabilität» Liebe SAS-lerinnen, Liebe SAS-ler! Athleten in Shorts im Village am Sonnenbaden, Zuschauerinnen mit Flipflops im Slalom-Zielbereich, Sprintlangläufer in «Sternchen-Boxershorts» – dies Eindrücke aus der ersten (Winter-)Universiade-Woche. Schnee- und Lufttemperaturen von -16 °C beim 30-er, dichtes Schneegestöber und Neuschnee beim Super-G – Stabilität war dem UniversiadeWetter ein Fremdwort! Auch delegationsintern war Flexibilität gefragt: Letzte definitive Teilnahme-Zusagen erfolgten jeweils am Wettkampfvortag (!), eine Autopanne sorgte bei Ian Russi und Aron Bläsi für gehörige «Anreise-Action», Krankheitsfälle reduzierten das Team und forderten andere, die ohne Zögern in die Bresche sprangen – z.B. Hans Grüter, der den am Hinreisetag erkrankten Disziplinenchef Heiner Iten ersetzen musste und diese Rolle perfekt übernahm! Zurück zur Stabilität: Auf die SAS-lerinnen und SAS-ler konnte man auch an dieser Universiade bedingungslos zählen – leistungsmässig und auch sonst: Thomas Zumbrunn (Diplome Super-G und Kombination), Sandra Gredig (LL Sprint Diplom), Bettina Gruber (LL Sprint Diplom) und Andrea Florinett (LL Staffel Diplom), welche ihre Selektion mit guten Leistungen bestätigten. Hanspeter Denzler und Alex Walpen, die sich dank ihrer Erfahrung durch nichts und niemanden aus dem Konzept bringen liessen. Oder Roli Eggspühler, der mit seinen Artikeln für eine super Medienpräsenz in der Tagespresse sorgte. Zusätzlich verstärkt mit Fredi Schneider (SHSV-Chef Spitzensport) und Karl Frehsner war mein «Mountain-Dream-Team» komplett! «Stabil» war auch der SAS-Auftritt am «Schweizer Abend» mit den VIP-Gästen Martin Hodler (Präsident SHSV) und Ivan Wagner (Vizepräsident SAS), und «aussergewöhnlich» der spontan-geniale Einsatz von Röbi Horat (OKChef SHM) beim «Victorinox-Deal» – wenn wir nicht mehr weiterkamen, öffneten uns diese Sackmesserchen immer die entscheidenden Türchen! Nach 14 genialen Tagen mit den Alpinen und Nordischen in Bardonecchia und Pragelato (sowie den bereits vor zwei Jahren in Innsbruck gemachten Erfahrungen) weiss ich nun definitiv, wofür «SAS» steht: «StabilAussergewöhnlich-Sensationell»! See you 2009 in Harbin – ich freu’ mich jetzt schon darauf! Daniela Erni * * Die Autorin war an der Universiade 2007 als Co-Delegationsleiterin für den (Alpin-)Standort Bardonecchia verantwortlich und besuchte mehrere Langlaufrennen im Nordisch-Zentrum Pragelato. In ihrer Funktion akkreditierte sie (siehe Bild) fast alle SAS-lerinnen und SAS-ler, die an der Universiade 2007 dabei waren.

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Universiade Universiades Universiade

Winter-Universiade in Torino, 17.-27. Dezember 2007

Wenn der Sommer plötzlich doch noch zum Winter wird!

Die Universiade auf den Olympischen Anlagen von Turin geht wegen den Wetterkapriolen in die Geschichte ein: Innerhalb von vier Tagen fiel die Temperatur von plus 27 Grad (!) auf minus 18 Grad Celsius. Trotzdem konnten ausser den Abfahrten alle Wettkämpfe irgendwie durchgeführt werden. Eine Stunde vor dem KlassischRennen der Langläuferinnen sorgte ein Föhneinbruch für Hektik bei den Wachsleuten: Innerhalb von 15 Minuten stieg das Quecksilber um 9 Grad Celsius an, und statt statt eingebügeltem Pulverwachs war plötzlich Klister angesagt. Zwei Tage später beim Sprint mussten quer zur Loipe verlaufende Rinnen in den Schnee gegraben werden, damit das Schmelzwasser einigermassen abfliessen konnte. Die Staffel (oben) war noch im Grünen, die abschliessenden LangdistanzRennen (links) konnten aber bei winterlichen Bedingungen durchgeführt werden. Egg

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Alpinrennen auf dünner Decke Die Rennen der Alpinen waren nicht besser bedient: Der FrauenRiesenslalom musste nach dem ersten Lauf abgebrochen und tags darauf neu angesetzt werden. Beim Männer-Slalom zeigte sich bei den Absperrnetzen, wie bedrohlich


Universiade Universiades Universiade

Nordisch-Chef Alexander Walpen (rechts) beim Einmarsch der Schweizer Delegation, zusammen mit Co-Delegationsleiterin Daniela Erni (links neben ihm). Roli Eggspühler

dünn die Kunstschneedecke mitt­ Steine und Geröll lerweile geworden war – es sah Die Speeddisziplinen fanden auf aus, wie wenn die Bohrlöcher von einer anderen Piste statt. Wie wenig Schnee es Maulwürfen geals Grundlage graben worden Es war wie mit einem hatte, zeigt das wären! Sack voller Flöhe.» Beispiel von Im Bereich der Daniela Erni, Co-Delegationsleiterin Vitus Lüönd, Slalomstangen der im oberen auf der Piste war mehr Schnee vorhanden, doch Streckenteil einen Stein erwischhielten die Stangen kaum ein paar te und seinen Ski bös ramponierFahrer aus, und dann mussten sie te. Und da die Abfahrtsfangnetze wieder neu verankert werden. Und selbst mit bestem Willen nicht in so wurde der Mann mit dem Bohrer Geröll gebohrt werden können, phasenweise zum (unfreiwilligen) Hauptdarsteller am Hang! Fortsetzung auf der folgenden Seite.

«

Eine amtierende Olympiasiegerin in der Schweizer Universiade-Delegation gibt es nicht alle Tage: Snowboarderin Daniela Meulis Wiederbegegnung mit den Olympischen Ringen in Bardonecchia.

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Universiade Universiades Universiade

Nur gerade eine Medaille für die Schweiz

Sportliche Bilanz fällt mager aus Die sportliche Bilanz der Schweizer Delegation fällt recht mager aus. Olympiasiegerin Daniela Meuli rettete bei ihrem «Mini-Comeback» mit Bronze die Ehre. Die SAS-lerinnen und SAS-ler erfüllten die Erwartungen und holten fünf Diplome. Aber Überraschungen blieben diesmal aus.

Von Roli Eggspühler

Es geht eigentlich gar nicht um die Frage, wie viele Medaillen sich die Schweizer Delegation im Vorfeld zum Ziel gesetzt hatte. Sondern um die Tatsache, dass die Schweiz im Medaillenspiegel bis zum zweitletzten Tag gleichauf mit San Marino, Libanon und Thailand war – also nicht darin vorkam. Das war ungewöhnlich, wenn auch nicht von gleicher Tragweite wie die «Nullnummer» an der der Ski-WM 2005 in Bormio. Aber es entstand mit jedem Tag grösserer Druck. Meuli ist und bleibt Klasse Daniela Meuli holte die Kohlen für die Schweizer Delegation aus

Fortsetzung von Seite 5.

war es um die Königsdiziplin geschehen – obwohl Frau Holle in der zweiten Universiadewoche noch kräftig ihre Kissen schüttelte. Für Ian Russi (SAS Basel) war dies besonders frustrierend, hatte sich der Abfahrtsspezialist doch stark auf dieses Rennen fokussiert. Viele Umdispositionen Die Schweizer Delegationsleitung musste in den Turiner Bergen sehr flexibel sein: Der internationale Rennkalender der alpinen, aber auch der nordischen Disziplinen änderte fast täglich. Und das hatte Auswirkungen auf die Universiade: «Es war wie mit einem Sack voller Flöhe», bringt Co-Delegationsleiterin Daniela Erni die Situation auf den Punkt und nennt zwei Beispiele: «Athletin X reist gesundheitsbedingt zwei Tage später an und lässt

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Thomas Zumbrunn war mit zwei Diplomrängen der beste SAS-ler.

dem Feuer, obwohl die Vorzeichen alles andere als gut waren: Meuli hat als zurückgetretene Athletin keine FIS-Punkte mehr und musste darum mit einer der hintersten Nummern ins Rennen gehen. Und der Wettkampf war kein ParallelRiesenslalom (wie er der Olympiasiegerin in der aktuellen Situation

ihren ersten Wettkampf aus. Oder Athlet Y, der für einen Weltcup-Einsatz nachnominiert wurde, kommt nun doch nach Turin, weil jenes Weltcuprennen witterungsbedingt verschoben werden musste.» SAS-ler bringen Stabilität In diesem Hin und Her sorgten die SAS-ler für Stabilität: Alle für die Universiade selektionierten Mitglieder des Studentenkaders waren fast die ganze Dauer ihrer Disziplinen vor Ort, und vor allem kamen und gingen sie zum geplanten Zeitpunkt. Das wurde von der Delegationsleitung sehr geschätzt. Und die als Funktionäre im Einsatz stehenden SAS-ler liessen sich durch nichts aus der Ruhe bringen: Da merkte man, dass das «alte Füchse» sind, die den Rennbetrieb aus jahrelanger Erfahrung kennen. Das war an dieser Universiade besonders wichtig. Roli Eggspühler

Olympiasiegerin Daniela Meuli sorgte mit RiesenslalomBronze für die einzige Schweizer Medaille. Egg

sicherlich entgegen gekommen wäre...), sondern ein «normaler» Riesenslalom. Wie Daniela Meuli die Ruhe bewahrte und sich aus den gegebenen Rahmenbedingungen das Beste rausholte, zeugt von ihrer grossen Klasse. Urfer und Livers nah dran Sehr nah an einer Medaille waren Jan Urfer (5. im Riesenslalom) und Toni Livers (4. über 30km Skating). Urfer hätte mit einer Medaille das Eis brechen können, wurde der Riesenslalom doch zu einem frühen Zeitpunkt ausgetragen. Toni Livers fehlten auf der Ziellinie zwei Skilängen, nachdem er zwei Kilo-


Universiade Universiades Universiade

Eine spezielle Geschichte: Die Damenstaffel musste das Handtuch werfen! Die Schweizer Damenstaffel musste zwei Stunden vor dem Start zurückgezogen werden. Das war eine der spezielleren Geschichten, die die Universiade 2007 schrieb. Silvana Bucher beschied der Delegationsleitung in der Nacht vor dem Rennen, dass sie sich krank fühle. Damit sah sich Bettina Gruber, die sich im Sprintfinal stärker an der Schulter verletzt hatte als zuerst angenommen, plötzlich in der Rolle der letzten Reservistin. Doch ihre Schulter war zu instabil und ein Start gemäss Physiotherapeut Jachen Filli unmöglich. Dazu kommt, dass sowohl Sandra Gredig (wegen Uni) wie Seraina Boner (wegen Beruf) am Vortag der

meter vor Schluss das Feld noch angeführt hatte. Ansonsten blieb blieb es den SAS-lern Thomas Zumbrunn (6. im Super-G und in der Kombination), Andrea Florinett (6. mit der Langlauf-Staffel), Bettina Gruber (6. im Langlauf-Sprint) und Sandra Gredig (8. im LanglaufSprint) vorbehalten, für die weiteren Diplomklassierungen in den Schneedisziplinen zu sorgen. Das war, was man erhofft hatte. Aber bei den Sprinterinnen hatte es nach der Qualifikation gar nach mehr als «nur» nach Diplomen ausgesehen. Im Final stürzte Bettina Gruber aber so unglücklich, dass sie sich an der Schulter verletzte.

Staffel abgereist waren. Bei voller Kenntnis der gesundheitlichen Probleme Grubers und Buchers hätte die Disziplinenleitung eine der Abreisewilligen zum Bleiben überzeugen können (oder besser müssen). Denn dass mit Rahel Imoberdorf ein weiterer potenzieller Ersatz krank in der Schweiz bleiben musste, war auch ja nicht geplant... Gegen eine Magen-Darmgrippe, die über Nacht alle ins Bett wirft, ist nichts zu machen. Aber unter diesen Umständen eine LanglaufStaffel zurückziehen zu müssen, ist nicht Pech. Sondern ärgerlich – weil eine Kumulation von individuellen Interessen den Auftritt des Teams verunmöglicht haben!

Silvana Bucher wurde nur gerade vier Tage später gute 11. im Langdistanzrennen. Und Anfangs Februar wartete für sie die Chance, sich über die Weltcup-Staffel für die WM in Sapporo zu qualifizieren. Die für die U23-WM selektionierte Bettina Gruber hatte ihre Schulterprobleme nicht an die grosse Glocke gehängt, wohl auch weil sie nicht mit einem Staffeleinsatz rechnete und nicht für Unruhe im Team sorgen wollte. Bei einem normalen Lauf der Dinge wäre das durchaus sachdienlich gewesen. Aber so musste Bettina den Kopf für etwas hinhalten, das sich nicht alleine auf ihre Rolle reduzieren lässt. Roli Eggspühler

Staffel-Diplomgewinner Andrea Florinett (rechts) wird im 30km-Lauf vom Alpinen Thomas Zumbrunn verpflegt. Egg

Guter Team-Spirit Das 30km-Rennen der Männer manifestierte den guten, disziplinen­ übergreifenden Team-Spirit: Als zu wenig nordische Betreuer für die (massenstartbedingt quasi gleichzeitige) Verpflegung zur Verfügung standen, erklärten sich Ian Russi und Tom Zumbrunn sofort bereit, ihren Nordisch-Kollegen zu helfen. Schon am Schweizer Abend hatten sich nordische und alpine Athleten bunt durcheinander gemischt. Einzig die Eissportarten hatten dort durch Abwesenheit geglänzt, die teils durch den Spielplan begründet, aber auch durch innerdisziplinäre Solidarität bedingt war.

Die Sprint-Diplomgewinnerinnen Sandra Gredig (links) und Bettina Gruber am Schweizer Abend. Egg

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Universiade Universiades Universiade

Chips

Alex Walpen und Hasch

Ian Russi als Hahn im Korb der Eisprinzessinnen

Am Zoll zückte Alex Walpen seine Identitätskarte, das Foto auf der Karte zeigt einen jungen Mann mit langen Haaren. Heute trägt er sie kurz geschnitten (siehe Bild). Die Zöllner liessen Alex zur Seite fahren und fragten ihn, ob er Hasch rauche und ob er gedenke, dies auch im Ausland zu tun. Alex Walpen verneinte beides. Trotzdem drohten ihm die Zöllner und fordern ihn auf, er solle lieber gleich die Wahrheit sagen, sonst würde es ihm ganz schlimm ergehen. Schliesslich liessen sie ihn aber laufen (und es geht Alex bis heute immer noch ganz gut...). CH

Vor der Eröffnungsfeier machte die Schweizer Delegation die eine oder andere Foto. Teamweise oder spontan oder beides. Als sich die Synchron-Eiskunstläuferinnen (hinten im Bild) mitsamt ihrer Entourage fürs Bild aufstellten, nutzte Ian Russi den Moment (der sehr lange dauerte, weil sich SynchronEiskunstläuferinnen nicht einfach

auf die Schnelle unsynchron in Pose werfen) und posierte spontan vor der sich angestrengt organisierenden Gruppe. Russis Intermezzo hatte für den Fotografen den positiven Nebeneffekt, dass die Girls im Hintergrund auf der Foto, die sie im Vordergrund zeigen sollte, dann so richtig natürlich lächelten... Egg

Jachen Filli am Zoll

Matthias Nyikos: «No Pin»

Zum Lachen war es Jachen Filli bei der Einreise nach Italien nicht mehr. Er hatte die 25 EquipementTaschen der Nordischen an Bord, und der Zöllner wenig Verständnis dafür. Dann kam Jachen die Idee, dem Zöllner die Excel-Liste unter die Nase zu legen, auf der alle Namen enthalten waren, die auch auf den Etiketten der Taschen notiert waren. Das funktionierte! Egg

Kurz vor dem Rennen hat ein Langlaufbetreuer alle Hände voll zu tun, und da kommt doch tatsächlich so eine Chinesin und frägt Matthias Nyikos: «Pin?» – Matthias hatte wenig Musikgehöl und antwoltete mit übelfleundlichen Lächeln und wie aus der Pistole geschossen: «Solly, no Pin! Now lace». Was etwa soviel heisst wie: «Pin maybe aftel the lace!» Egg

Ironiker Franz Klammer Nach dem WM-Riesenslalom in åre leckte Österreich die Wunden. Und Ski-Kaiser Franz Klammer bat den Schwedischen König Carl XVI. Gustav, den Zielraum lieber bis April stehen zu lassen: «Es könnte ja noch ein Österreicher kommen!». SF / Red

Joël Heer am Anschlag Langläufer Joël Heer gab an den Rennen in Pragelato alles. Der im Volksmund verbreitete Begriff «bis zum Auskotzen» trifft in diesem Fall absolut zu, wie unten stehendes Bild beweist. Egg www.joelheer.ch

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Hansjürg Kessler ist Ehrengast am Pentathlon. 23.-25. März 2007

Bretter, die meist den Sieg bedeuten Fridolin Walcher

Am Pentathlon-Jubiläum ist nicht ein nordischer oder alpiner Sportler Ehrengast, sondern ein Snowboarder! Hansjürg Kessler produziert jene Bretter, mit denen die Brüder Schoch und Daniela Meuli zu Ruhm und Ehre fahren. Von Hand und mit viel Individualität. Ab nächster Saison lässt der Glarner sein riesiges Know-How auch in den Skibau einfliessen.

Steckbrief Hansjürg Kessler (47) ist ein Pionier in der Snowboardszene. Nachdem der gelernte Zimmermann und ausgebildete Skilehrer 1985 von den Skis aufs Board gewechselt hat, konstruierte er 1988 sein erstes eigenes Snowboard. 1991 holte erstmals ein Kessler-Board eine Medaille an Meisterschaften. Kessler Snowboard, Dorf, 8784 Braunwald; 055 643 17 67, 079 409 71 29; office@kessler1.ch Hansjürg Kessler ist nicht mit PentathlonOrganisator Robert Kessler verwandt.

Sieben Medaillen holten die Schweizer Snowboarder an der WM 2007 in Arosa, und in Turin stellte die Schweiz drei von sechs Olympiasiegern. Das freut nicht nur die sportlichen Aushängeschilder, die aufs Podium klettern dürfen. Sondern auch Hansjürg Kessler, dessen Snowboards im Weltcup das Mass aller Dinge sind: «2006 fuhr ein Drittel aller Weltcupfahrer meine Boards, und sie holten mehr als die Hälfte aller Medaillenplätze», sagt Kessler mit berechtigtem Stolz. Obwohl: Der Glarner, dessen Bretter meist den Sieg bedeuten, sucht das Rampenlicht gar nicht. Das überlässt er lieber dem unverwechselbaren «Kessler»-Schriftzug. Im Schnee aufgewachsen Hansjürg Kessler ist in Braunwald neben der Skipiste aufgewachsen. Der gelernte Zimmermann und ausgebildete Skilehrer tauschte die Skis 1985 gegen das Snowboard. Doch damals stand die neue Sportart materialmässig noch in den Kinderschuhen und die ersten Bretter erinnerten mehr an jene Artgenossen, mit denen man im Sommer über die Wellen surft. Hansjürg Kessler begann, sich anhand der Skientwicklung Gedanken zum idealen Snowboard zu machen. Sei-

ne Erfahrung als Skilehrer und vor allem sein Know-how als Zimmermann und Bauführer kamen ihm sehr zu Gute. Kessler konnte seinen Job als Bauführer schon bald aufgeben und seine Leidenschaft zum Beruf machen. Heute sind in seiner Werkstatt mehrere Mitarbeiter tätig, die (übers ganze Jahr gerechnet) 300 Stellenprozente teilen.

des Gebrauchs die Spannung. Das heisst, es bricht nicht aus, flattert nicht und verzieht sich nicht. Kurz: Das Brett ist immer besser als der Fahrer...»

Zurück zu den Skis Ab nächster Saison wird Hansjürg Kessler auch Skis herstellen. Diese Idee liegt auf der Hand, denn (Carving-)Ski und (Alpin-)Snowboard haben sich in den letzten Individualität gross geschrieben Das Spezielle an den Kessler- Jahren stark angenähert. «Aber die Boards ist, dass sie individuell und traditionelle Skiindustrie verharrt in Untätigkeit von Hand geoder entwickelt fertigt werden. Meine Triebfeder ist, sich gar in eine «So kann ich die Freude am Sport falsche Richauf den jeweilidurch Qualität zu vermittung», schüttelt gen Fahrstil einHansjürg Kessgehen, und ich teln.» ler den Kopf: kann anhand Hansjürg Kessler, Snowboard-Hersteller «Meine Triebder erfassten feder ist, die Daten jederzeit ein artgleiches Brett nachbau- Freude am Sport durch Qualität zu en», erklärt Hansjürg Kessler, was vermitteln. Und mit den heutigen vor allem von den Spitzenfahrern Standardskis kann das ja einfach geschätzt wird. Dass im Normal- keinen Spass machen!» Übrigens: gebrauch ein Brett kaputt geht, Hansjürg Kessler träumt davon, kommt fast nicht vor: «Ein Board auf seinen Skis den Hinweis «built aus besten Materialien, wie ich sie for Skiers from a Snowboarder» benutze, behält auch nach Jahren anzubringen... Roli Eggspühler

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Alpin Alpin Alpint

Anglo-Swiss à St Moritz, 13/14 Janvier 2007

Emerveillement devant le faste et l’équipe anglaise

Erica Taylor. Adrien Geiger

St Moritz, son palace, ses voitures, ses bijouteries, ses manteaux de fourrure, ses stars et visiteurs de renom, son lac, sa piste de bobsleigh, son tournoi de polo, son concours hippique, son tournoi de curling, ses championnats du monde de ski, son marathon de l’Engadine, ses régates estivales, son Grand-Prix Retro, ses Anglo-Swiss… - Euh… Pardon !? - Eh bien oui voyons! Ses AngloSwiss! Ah vous ne connaissez pas? Vous êtes nouveau vous? Bon, je vais vous expliquer...

Mise à part le fait qu’il s’agisse de la plus vieille course de ski internationale par équipe du monde, que cette course oppose six membre du BUSC à six membre du SAS, que les coureurs sont logés gratuitement au Badutt’s Palace, grâce au sponsoring de leurs généreux aînés (qu’ils ne voudraient pas oublier de remercier d’ailleurs), et son déroulement dans la plus pointue tradition, cet événement ne pourrait se résumer ainsi. Nous devrions plutôt regarder les Anglo-Swiss d’un œil plus innocent, celui d’un étudiant qui, ne les connaissant que de réputation,

Gaspard Pardon (SAS Lausanne) au départ. Adrien Geiger

les découvre pour la première fois, ski en station qui suivit, effectuée plein d’émerveillement, d’entrain, avec «cravate et bas de combinaide malice et de motivation. C’est son» pour seul vêtements. Que ainsi que les activités organisées dire aussi des nombreuses choses du weekend, que tout le monde que nous n’oserions révéler dans connaît, sauf vous apparemment, un si respectable magasine… passerons inaperçues. Tant mieux d’ailleurs, car on ne Ce sont ces genres de souvenirs, voudrait pas s’étaler sur la victoire qui rajoutés aux côtés exclusifs de des Anglo-saxons. Je leur dit ce- ce weekend, font des Anglo-Swiss un événement pendant chaincontournable peau bas, belFor a sailor nation, de la vie d’un les courses ! you’re not so bad Sasler. Et comskiers and for a skier me seul le vécu Ce qui aura nation, we’re not so bad ne peut vraimarqué ce jeument révéler ce ne esprit sera sailors.» qu’ils sont, mes sans doute Marc Walpoth, loosing captain mots ici ne saules nombreuront conclure ses folies que l’élan de groupe aura généré. Que qu’en exprimant remerciements et dire de l’étonnement des gens reconnaissances à tous mes amis, d’apprendre que nous sommes actifs ou AH, anglais ou suisse, de descendus au alentour de minuit St Moritz. la piste de skeleton avec des luges Davos ! Que dire aussi du spectacle Vive le SAS et vive le BUSC. offert aux clientes du bar après-ski Alpina ! Et de l’ultime descente à Gaspard Pardon

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La fête bi-nationale de la victoire anglaise 2007: Erica Taylor (anglo...), Pascale Schweizer, Daniela Strässler et Cynthia Denzler (...swiss). Pius Schöpfer

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Alpint Alpin Alpin

SAS-Cup / Zürcher Hochschulmeisterschaft in der Lenzerheide, 3./4. Februar 2007

Thomas Zumbrunn ist Zürcher Hochschulmeister Die Zürcher Hochschulmeisterschaft im Rahmen des SAS-Cups auf der Silvano-Beltrametti-WeltThomas Zumbrunn (mitte), flankiert von den «Ehrendamen» Marion Hess und Antonia Bünter.

cup-Piste in der Lenzerheide hatte zwei komplett verschiedene Gesichter. Das strahlendste Gesicht des Sonntags aber gehörte dem SAS-ler Thomas Zumbrunn: Er holte sich den Tagessieg.

Aus der Rangliste: Männer (over all): 1. Thomas Zumbrunn (SAS ZH), 1:52,00; 2. Toni Muheim (Bürglen), 1:53,07; 3. Thomas Fisler (SAS ZH), 1:54,00; 4. Mirco Auer (SAS BE), 1:54,28. AH: 1. Hans Grüter (SAS ZH), 2:07,67. Frauen (over all): 1. Gabi Bräm (Schwanden), 1:59,66; 2. Karin Meier (SAS ZH), 2:03,21; 3. Daniela Hess (Oberiberg), 2:05,45. ZHM: 1. Thomas Zumbrunn, 1:52,00; 2. Thomas Fisler, 1:54,00; 3. Christoph Nater, 2:03,50.

Während am Samstag die ersten zwei der insgesamt vier Läufe wegen des dicken Nebels abgesagt werden mussten, liess Helios am tag darauf nämlich seine Strahlen in voller Pracht auf die SilvanoBeltrametti-Piste brennen. «Obwohl wir alles probierten, die Rennen am Samstag durchzuziehen, musste der erste Lauf abgebrochen werden, nachdem rund drei Viertel der Fahrer im Ziel waren», erklärt OK-Chef Christoph Nater. Der Abbruch erfolgte, als Giorgio Gattiker an der Reihe gewesen wäre. Für ihn hiess das – wie für alle anderen – die Konzentration wieder herunterzufahren und den Fokus auf den zweiten Lauf am Nachmittag zu richten. Doch auch dann steckte die Piste wieder in einer dicken Nebelsuppe. Schliesslich musste der zweite Lauf und auch das im Anschluss daran geplante «Sie und Er»-Rennen abgesagt werden.

Constantin Schrafl

Viele AHs waren extra deswegen in die «Heide» gereist. Doch das SAS-Grüppchen liess sich vom ersten (schlechten) Tag nicht beirren und genoss im Haus von Barbara und Christoph Schmid einen gemütlichen Aperitif mit sehr feinen «Amuse-Bouches». Vielseitiges Abendprogramm Mit einem kurzen Marsch auf die «Tschugga» in Parpan holte man sich den Hunger zurück – im Bergrestaurant wartete ein feines Fondue. Zurück ins Tal gings per Davoser-Schlitten, auf der nota bene total vereisten Schlittelpiste zurück ins Tal. Der Abend fand dann individuell im Hotel Kurhaus seinen Ausklang an drei verschiedenen «Locations» in ein- und demselben Gebäude! Im «Tic-Tac» tanzten die 14- bis 20-Jährigen, im «Cinema-Club» die 20- bis 30Jährigen (etwas cooler) und in der

grosszügigen und gut besuchten Lounge des Hotel Kurhaus der müde Rest. Zumbrunn allen überlegen Am Sonntag wurden die Frühaufsteher mit einem wunderschönen Sonnenaufgang über dem Stätzerhorn belohnt. Die sehr harte, teilweise vereiste Piste meisterte Tagessieger Thomas Zumbrunn am Schnellsten, was ihm für ein Jahr den Titel «Zürcher Hochschulmeister» einträgt. Thomas hatte seine hervorragende Form mit zwei 6. Plätzen im Januar an der Universiade in Turin bereits unter Beweis gestellt. Bei den Damen war Gabi Bräm aus Schwanden die Schnellste. Als bester AH ging Hans Grüter (SAS Zürich) ebenfalls mit einem Pokal nach Hause. Mario Wittenwiler / Red Die SAS-Cups in Jaun (27./28. Januar 2007) und in Saanen (10./11. Februar 2007) mussten infolge Schneemangel abgesagt werden.

Aus der Rangliste:

L’équipe suisse du SAS (de gauche): Marc Walpoth (Captain), Pius Schöpfer, Tom Kessler, Pascale Schweizer et Gaspard Pardon (il manquent Daniela Strässler et Cynthia Denzler). PD

L’équipe anglaise du BUSC (de gauche): Campbell Beaton, Matt Bruton, Fred Clough, Adrien Geiger, Tom Clough (Captain) et Erica Taylor. Gaspard Pardon

Slalom: BUSC 301.73: Beaton Campell 73,60; Fred Clough 74,16; Matt Bruton 76,23; Tom Clough 77,74. SAS 314,60: Gaspard Pardon 74,29; Pius Schöpfer 75,14; Cynthia Denzler 82,10; Pascale Schweizer 83,07. Super-G: BUSC 465,48: Beaton , 110,04; F. Clough 114,07; T. Clough 118,25; Will Taunton-Burnet 123,12. SAS 471.54: Schöpfer 111,30; Denzler 114,87; Schweizer 121.53; Marc Walpoth 123,84. Weiter im Team: Erica Taylor, Adrien Geiger (BUSC); Daniela Strässler (SAS), Tom Kessler.

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Kurz nachgefragt bei Marc Russenberger, Mit-Initiant des Wildcard-Cups

Das Engagement verschafft dem SAS viel Respekt! Die Qualifikationsphase des Wildcard-Cups ist Ende Februar vorüber, bis Mitte Februar mussten zwei Rennen abgesagt werden. Wir fragten bei Mit-Initiant Marc Russenberger nach, der als SAS-Zentralpräsident auch Vertreter des Hauptsponsors im OK ist.

Wie lief der Wildcard-Cup in der Qualifikationsphase – klappte alles wie geplant? Bei den durchgeführten Wettkämpfen ist es sehr gut gegangen. Aber in Saanen mussten innert Wochenfrist beide Events abgesagt werden. Das ist natürlich schade! Marc Russenberger

Wie stufst du die «Wellen» ein, die der Wildcard-Cup werfen konnte. Wird er ernst genommen? Im Moment sind diese Wellen insgesamt noch recht klein, und der Be-

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kanntheitsgrad ist zur Zeit noch sehr unterschiedlich: In den «Stammlanden» der Hauptinitianten – also im Wallis, in der Zentralschweiz und im SAS –ist der neue Cup bekannt. Aber am ersten Rennen in den Flumserbergen musste ich feststellen, dass einige nicht wussten, dass sie an einer Wildcard-Cup-Quali mitgefahren sind. Lohnt sich das grosse Engagement für den SAS? Ja, auf jeden Fall. Vor allem bezüglich Imagepflege war das ein sehr cleverer Schachzug. Denn der SAS hatte bislang etwas den Ruf, viel Geld zu haben aber nichts zu machen. Diese Wahrnehmung ist nun auf einen Schlag anders geworden, mit unserem Engagement haben wir uns viel Respekt verschafft. Darauf können wir aufbauen!

Wie erfolgreich waren die Aktiven des SAS im Wildcard-Cup? Vom SAS haben sich bis mitte Februar Bianca Braun, Daniela Strässler, Alix Marxer, Karin Meier, Florian Schmid, Jörg Spoerri, Thomas Fisler, und Thomas Zumbrunn für den Final qualifiziert. Das ist eine gute Ausbeute. Würde ein SAS-ler gewinnen, wäre das natürlich das Tüpfli aufs «i» – fast wichtiger ist mir aber, dass sich die «Wildcard»-Gewinner an der SM gut in Szene setzen. Plant der SAS am Final, der am 3. März 2007 in Andermatt ausgetragen wird, etwas besonderes? Wir werden den SAS allen Finalteilnehmern vorstellen können, und ich darf durch die Preisverteilung führen. Natürlich werden wir diese Ausgabe des SAS-Magazins abgeben... Interview: Roli Eggspühler


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Studentenkader Alpin mit aussergewöhnlichen Wegen in der Saisonvorbereitung

Heute hier, morgen da, übermorgen irgendwo! Die Universiade in Torino war für das Schweizerische Studentenkader das grosse Ziel dieses Winters. Der grosse Aufwand hat sich gelohnt – die besten Universiadeklassierungen (neben Swiss-Ski-Fahrer

dem Globus (und während des ganzen Jahres) wird in Zukunft noch weiter an Bedeutung gewinnen und ist notwendige Voraussetzung, um weitere Fortschritte zu erzielen.

Jan Urfers 5. Rang im Riesenslalom) gingen auf das Konto des Studentenkaders, das in jeder Hinsicht das «Rückgrat» in der Schweizer Delegation bildete.

Männer Trainingsgruppe 1 Aron Bläsi (Lenzerheide), 1984; Maschineningenieur. Ian Russi (Basel), 1980; Medizin. Jörg Spörri (Filzbach), 1980; Bewegungswissenschaften. Thomas Zumbrunn (Meiringen), 1983; Bewegungswissenschaften. Trainingsgruppe 2 Fabian Denzler (New­ port Beach / USA), 1980; Finanzwissenschaften. Florian Schmid (Zürich), 1988; Humanmedizin. Trainingsgruppe 3 Urs Ambühl (Masein), 1986; Schüler (BMS).

Wie ein grosser Skiverband hat sich die Studentenmannschaft professionell auf den Grossanlass im Piemont vorbereitet: Zusätzlich zu den üblichen Konditions- und Skitrainings in Mitteleuropa – unter anderem auch im Mai auf dem Titlis – kamen Tourneen in Südamerika (siehe Artikel über Ian Russi im SAS-Magazin Nr. 64) und in Norwegen dazu: Vom 18. bis zum 29. November 2006 haben Aron Bläsi, Jörg Spörri, Thomas Zumbrunn und Florian Schmid zusammen mit einem Betreuer in Norwegen unter ausgezeichneten Schneebedingungen traininert und FIS-Rennen gefahren, während ganz Mitteleuropa Frau Holle vergebens um etwas Schnee anflehte. Das Ausrichten von Skitrainingsort und -zeitpunkt auf gerade ideale Schneebedingungen irgendwo auf

Kleine, aber feine Mannschaft Nach den Rücktritten von Thomas Fisler und Michael Weyermann präsentiert sich die aktuelle Mannschaft wie in der nebenstehenden Zusammenstellung. Die relative kleine Mannschaft ermöglicht ein individuelles Coachen der Athletinnen und Athleten, und damit Erhöhung der Professionalität. Besonders zu erwähnen ist, dass auch weitere SAS-lerinnen und SAS-ler in den Trainingslager herzlich willkommen sind.

Schon früh gute Resultate Mitglieder der Studentenmannschaft haben in dieser Saison bereits zu frühem Zeitpunkt gute Resultate an FIS Rennen erzielt, z.B.: - Aron Bläsi an den Studentenrennen im Kaunertal (8. Rang im Riesenslalom) und in Bjorli (10. und 11. Rang). - Marc Gini mit einem 8. Rang im FIS Riesenslalom von Keystone (USA), einem 10. Rang im Weltcupslalom von Beaver Creak . - Flavio Godenzi mit einem 8. Slalomrang in Val Thorens und einem 14. Rang im Riesenslalom von St. Moritz. - Jörg Spörri mit Platzierungen zwischen 14 und 18 sowohl im Slalom als auch im Riesenslalom. - Jan Urfer mit Rangierungen 2 und 5 in den Riesenslaloms von St.Moritz und Plätzen 3 und 8 in den Riesenslaloms von Laax sowie einem 12. Rang in der Abfahrt von Tignes. - Vitus Lüönd mit zwei 5. Plätzen in den Riesenslaloms von Laax. - Thomas Zumbrunn mit zwei 2. Plätzen im Slalom und einem 7. und einem 13. Platz in Bjorli. Hans Grüter

Die «Master» Christian Michel (linkes Bild) und Mirco Auer (unteres Bild) am SAS-Opening 2006 in Zermatt. Hans Grüter

Dominik Nay (Chur), 1989; Gymnasiast. Alessandro Rigamonti (Adliswil), 1989; Gymnasiast.

Damen

Masters Mirco Auer (Pany), 1977; Geograph.

Luana Bergamin (Lenzerheide), 1985; Sportstudium.

Christian Michel (Buchs SG), 1977; Sekundarlehrer.

Cynthia Denzler (New­ port Beach / USA), 1983; Wirtschaft.

Didier Plaschy (Bern), 1973; Skirennfahrer.

Trainingsgruppe 3

Assoziierte (SwissSki Kaderangehörige) Marc Gini (Bivio), 1984; Maturand. Flavio Godenzi (Pontresina), 1984; Maturand. Vitus Lüönd (Sattel SZ), 1984; Maturand. Jan Urfer (Thun), 1982; Maturand.

Trainingsgruppe 1

Caroline Bachmann (Valens), 1990; Gymnasiastin. Carol Schmid (Flims), 1990; Gymnasiastin. Assoziierte (SwissSki Kaderangehörige) Aita Camastral (Pontresina), 1983; Psychologie. Tamara Wolf (Celerina), 1985; Betriebswirtschaft.

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Alpin Alpin Alpint

Fredi Wittenwiler im Gespräch über «sein» Lauberhornrennen 1969

Das hundskomische Gefühl vor dem «Hundschopf» Das Lauberhorn ist wie kaum ein anderer Berg mit dem alpinen Ski-Rennsport verbunden. Bereits seit 1930 wird das traditionelle Abfahrtsrennen im Berner Oberland durchgeführt. Eine Abfahrt, welche Rennläufer und Zuschauer gleichermassen schaudern lässt – Fredi Wittenwiler schildert im Gespräch mit dem «Ybriger Blatt», wie er seinen Einsatz im Jahre 1969 erlebte.

Hinweis Dieser Text wurde Mitte Januar im «Mitteilungsblatt Ybrig» (Nr. 1/2007) publiziert. Wir danken dem Verlag und der Autorin für die Zustimmung zur Zweitpublikation im SAS-Magazin.

Wie kam es zum Aufgebot ans Lauberhornrennen? Die Gründungsmitglieder des Schweizerischen Akademischen Skiclubs (SAS) beeinflussten, ähnlich wie die Engländer, in den Jahren zwischen den beiden Weltkriegen sehr stark die Entwicklung des alpinen Skirennsportes. Ein Resultat dieser Zusammenarbeit des SAS mit den Pionieren und Organisatoren von internationalen Skirennen war, dass bis anfangs

der siebziger Jahre immer auch die Rennfahrer, den Betreuerstab führzwei besten SAS-ler sowohl für die te der Flumser Georges GrünenLauberhornrennen als auch für die felder an. Nach dem Nachtessen Adelbodner Skitage vom Schweiz. orientierte er uns über das TraiSkiverband (heute Swiss-Ski) auf- ningsprogramm und die Wachsvergeboten wurden. In Wengen durf- suche während der Woche. te ich ein- und Wie verlief das in Adelboden Mit grossem Respekt Training, konnsogar zweimal tastete ich mich wähtest du dich dabei sein. rend der vier Trainingsgut an die betage mit 2-3 Fahrten pro eindruckende Wie und wo Abfahrt heranwarst du denn Tag an die Aufgabe hertasten? einquartiert? an (...) Ich musste mich Am DienstagEingerückt bin zuerst an das hohe Temmorgen ging ich am Montagpo und die ungewöhnes vorerst darnachmittag (6. liche Länge der Strecke um, die 4,2 km Januar 1969), lange Strecke zusammen mit gewöhnen.» zu besichtigen meinem ebenFredi Wittenwiler, Lauberhorn-Abfahrer und die ersten falls aufgebote«Gehversuche» nen Lausanner SAS-Freund Pablito Choffat. Mit zu absolvieren. Die Pistenverhältihm teilte ich auch das Zimmer im nisse waren wegen der dünnen Hotel Wengernalp, unterhalb der und harten Schneedecke ausserKleinen Scheidegg. Das Schweizer- ordentlich schwierig. Mit grossem Aufgebot umfasste insgesamt 20 Respekt tastete ich mich während

«

Vor der Kulisse der Eigernordwand fährt Fredi Wittenwiler 1969 vom Lauberhorn zu Tale und rangiert sich hinter prominenten Teilnehmern auf den 62. Rang. Privatarchiv Wittenwiler

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Alpint Alpin Alpin

Chips

Urs Egli und die Tücken der Combox Urs Egli (SAS Zürich) hatte letzthin die Mitteilung auf seinem Mobiltelefon, jemand hätte eine neue Nachricht auf die Combox gesprochen. Urs war ziemlich verwirrt, als ihm die elektronisch gespeicherte Männerstimme mitteilte, dass «er jetzt unten am Skilift stehe und auf ihn warte.» (Schnee war diesen «Winter» zu jenem Zeitpunkt noch keiner gefallen...) Wie sich später herausstellte, muss es sich um eine «verspätete Lieferung» einer Nachricht handeln, die ihm Felix Steinebrunner während der SHM 2006 auf dem Stoos hinterlegt hatte... RH

Martin Grothe Lien: «Gammel Sveitser» vom Stoos 2005! An der SHM 2005, also vor zwei Jahren, hatte der Norweger Martin Grothe Lien einen halben Laib Alpkäse gewonnen. Nun, Schweizer Alpkäse zählt nicht gerade zu seinen Lieblingsspeisen – und so überdauerte der Käselaib die Rückreise nach Norwegen problemlos. Das Problem war nun aber, dass seine Familie Schweizer Käse etwa ähnlich liebt

wie Martin. Und so gab es bei Liens unzählige Mal Lasagne, damit sich das würzig vor sich hinstinkende SHM-Souvenir wenigstens auf diesen Wege «abbauen» liess. Nach rund einem Jahr, also knapp bevor der Käse das Etikett «veldig gammel Sveitser» erhalten hätte, war’s dann endlich geschafft! ABü / Red

Wenn die «verspätete Lieferung» noch ein paar Wochen mehr Verspätung gehabt hätte, wäre die Verwirrung noch grösser geworden – insbesondere wenn Urs Egli sie als Helfer während der SHM 2007 erhalten hätte...

der vier Trainingstage mit 2-3 Fahr- etwas das Einschlafen. Am Lauberten pro Tag an die Aufgabe heran. hornrennen 1969 erstmals dabei Anfänglich brach ich unterwegs die waren auch einige andere junge Fahrten mehrmals ab. Ich musste Schweizer. Einer davon sorgte ein mich zuerst an das hohe Tempo Jahr später im Ski-Zirkus für Furound die ungewöhnliche Länge der re, als er 1970 in Val Gardena völlig unerwartet Strecke geAbfahrtsweltwöhnen. Wenn Zusammen vollmeister wurde. ich mich recht führten wir einen Es handelte erinnere, ging Freudentanz. Nicht etwa sich um Bernes den meisten wegen der Laufzeiten, hard Russi, ähnlich, ausser dem es 1969 vielleicht den sondern weil wir beide in Wengen nur damaligen ganz die Lauberhornabfahrt zum 51. Rang «Grossen» im einschliesslich der Traireichte. Schweizer-Team ningtage unfallfrei überwie z.B. Daetstanden hatten.» Woran kannst wyler, Minsch, Fredi Wittenwiler, Lauberhorn-Abfahrer du dich am Rohr oder SpreRenntag erincher. nern? Der Abfahrtsrenntag am Samstag Wie war dein Verhältnis zu diesen (11. Januar 1969) war natürlich der Stars im Team? Die Stimmung im Team war gene- Höhepunkt meines Aufenthalts rell ausgezeichnet, und ich fühlte in Wengen, obwohl am Sonntag mich als Newcomer sehr gut auf- ja noch der Spezialslalom auf gehoben. Starallüren konnte ich dem Programm stand. Trotz des innerhalb der Mannschaft keine bedeckten Wetters kamen traditiausmachen. Vielmehr gaben die onell viele treue Anhänger als Zu«Cracks» uns Neulingen tagsüber schauer an das Skifest ins Berner auf der Bergfahrt zum Start oder Oberland. Diese Ambiance verlieh abends im Hotel ihre Erfahrungen mir ein besonderes Glücksgefühl. freimütig weiter. Die Ratschläge Ich war stolz und dankbar, an dieberuhigten und erleichterten mir sem einmaligen Anlass dabei sein

«

zu können. Bevor ich als Letzter mit der Startnummer 110 auf die Strecke ging, ermunterte mich Nationaltrainer Georges Grünenfelder mit den Worten: «Dieses Rennen kannst du noch gewinnen!». Es war nämlich via Funk gerade die Meldung durchgekommen, dass ein kurz vor mir gestarteter Italiener eine sehr gute Zeit gefahren sei. Ich war kaum im Ziel angekommen, und immer noch ausser Atem, als mich der sechs Nummern vor mir gestartete SAS-Freund Pablito Choffat herzlich umarmte. Zusammen vollführten wir einen Freudentanz. Nicht etwa wegen der Laufzeiten, sondern weil wir beiden die Lauberhornabfahrt einschliesslich der Trainingtage unfallfrei überstanden hatten. Die noch bis zum Rennschluss verbliebenen wenigen Zuschauer im Zielgelände schauten uns dabei ziemlich verwundert an. Interview: Christine Hubli / Red Aus der Rangliste: 1. Karl Schranz (AUT), 3:01,60; 2. Heini Messner (AUT), 3:01,99; 3. Karl Cordin (AUT), 3:03,03; 4. Jean-Daniel Daetwyler, 3:03,30; 5. Jos Minsch, 3:03,37; Bernar Orcel (FRA), 3:03,73. Ferner: 12. Edi Bruggmann, 3:05,83; 23. Dumeng Giovanoli, 3:07,84; 27. Andreas Sprecher, 3:08,07; 46. Walter Tresch, 3:11,41; 51. Bernhard Russi, 3:13,89; 62. Fredi Wittenwiler 3:19,85; 66. Pablito Choffat, 3:21,92 (76 Klassierte).

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Nordisch Nordique Nordisk

Nordland-Meisterschaften im Ski-OL in Finnland, 17.-21. Januar 2007

Alle SAS-ler für WM qualifiziert!

Ski-OL Schweizermeister Boris Fischer (SAS Zürich) kurz vor einem Posten im Sprint von Oberwald am 30. Dezember 2006. Martin Jörg

Mitte Januar reiste das Schweizer Ski-Orientierungslauf-Team an die Nordland-Meisterschaften (NOM)

Skiwahl schnell entschieden und die ideale Wachsmischung schnell gefunden war.

nach Finnland. Vom SAS-Kader dabei waren Boris Fischer, Christian Hohl, Hans-Heiri Spoerry (alle SAS ZH), Andrin Kappenberger, Yvonne Gantenbein und Michael Bühl – Antoine Vullioud konnte verletzungsbedingt nicht nach Finnland kommen.

Die NOM war kurzfristig von Kuopio nach Kemi (in Lappland) verschoben worden – nicht nur in Mitteleuropa, sondern auch in Skandinavien verdiente der «Winter» dieses Jahr nicht überall seinen Namen. Der Musterlauf – kein Wettkampf! Am Donnerstag stand der Musterlauf auf dem Programm. Dies ist kein Wettkampf, sondern ein bei OL-Veranstaltungen übliches Element der Vorbereitung, bei dem die Teilnehmenden den an den jeweiligen Wettkämpfen relevanten Geländetyp und den Kartenstil kennenlernen können. Zeit wird an einem Musterlauf keine genommen. Am Musterlauf-Tag werden bei einem Ski-OL auch ausgiebig Ski getestet. Es war ziemlich kalt, womit die

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Sprint, «Long» und Staffel Am Freitag stand der erste Wettkampf auf dem Programm, der Sprint. Christian Hohl wurde 16. und hatte somit Schweizer Bestzeit. Auf dem 20. Rang folgte Boris Fischer, Andrin Kappenberger wurde 37. Hans-Heiri Spoerry war – weil dieser Wettkampf für die Schweizer als interner Selektionslauf zählte – ausserhalb des NOM-Nationenkontingents zum Start zugelassen worden, erschien deshalb aber nicht in der offiziellen Rangliste. Yvonne Gantenbein lief auf den 17. Rang. Am Samstag war die Langdistanz angesagt. Es herrschten sehr kalte Bedingungen, minus 22 Grad Celsius. Bester SAS-ler war erneut Christian Hohl mit dem 22. Rang. Andrin Kappenberger beendete das Rennen auf dem 30. Platz. Yvonne Gantenbein erlief sich einen feinen 9. Rang. Bei den Junioren wurde Michael Bühl 16. Am Sonntag fand noch die abschliessende Staffel statt. Das erste Schweizer Team mit Boris Fischer, Christian Spoerry und Pascal Messi-

kommer beendete das Rennen auf dem 10. Rang, knapp vor «Schweiz 2» mit Christian Hohl, Andrin Kappenberger und Gion Schnyder. Das Damenteam mit Theres Kläsi, Yvonne Gantenbein und Carmen Strub erreichte den 5. Platz. Erfreuliche Bilanz Im Verlauf der Woche wurden noch einige Ski-O Trainings durchgeführt – eines sogar bei minus 29 Grad Celsius (was dann definitiv kein Zuckerschlecken mehr war...). Darunter waren auch ein Massenstarttraining und ein teaminterner Testwettkampf. Um nochmals einen Wettkampf bestreiten zu können, machte das Team noch einen Abstecher nach Vuokatti. Dort wurde ein regionaler Ski-OL gelaufen. Mit einer Partie Bowling wurde das Trainingslager ausgeläutet und am Sonntag flogen die Schweizer Ski-Orientierungsläufer wieder nach Hause. Und die erfreuliche Bilanz: Es qualifizierten sich alle Ski-O Athleten des SAS (ausser der verletzte Antoine Vullioud) für die WM (23. Februar bis 2. März 2007 in Russland) oder Junioren-WM (12.-16. Februar 2007 in Österreich). Michael Bühl


Nordisk Nordique Nordisch

Ski-OL Schweizermeisterschaften in Davos, 6. Januar 2007

Fischer und Gantenbein sind Sprint-Könige Die Siegerroute von Sprint-Schweizermeister Boris Fischer – detaillierte Ausschnitte siehe unten auf dieser Seite. Annetta Schaad

Die auf leicht vergrössert dargestellten Kartenausschnitte mit Routenvergleichen. AS

An der von Lukas Stoffel organisierten Ski-OL-Sprint-SM durften sich Boris Fischer und Yvonne Gantenbein am Dreikönigstag das Krönchen aufsetzen lassen.

Im engen Flüelatal galt es, den Übergang von der breiten Langlaufweltcup-Loipe in die kleinen, aber nicht zu unterschätzenden Scooterspuren-Netze optimal zu erwischen und im richtigen Moment voll konzentriert zu sein. Vier SAS-Medaillen! Neben Boris Fischer, der eine Woche nach dem SM-Titel über die Langdistanz nachdoppeln konnte, und Yvonne Gantenbein gewannen mit Michael Bühl (1.) und Tobias Lutz (3.) auch zwei SAS-lizenzierte Juniorenläufer Medaillen. Es waren diverse weitere Zürcher SAS-ler am Start: Hans-Heiri Spoerry (Elite-6.) Beat Oklé (Elite-9.), Roland Eggspühler (1. bei Herren A), Reto Brunner (5. bei Herren A) und Peter Bebi (Herren B), sogar Ex-Skiweltmeister Peter Müller (3. bei den Senioren) war dabei. AS / Red

Die Sprint-Könige Yvonne Gantenbein (2. von links) und Boris Fischer (rechts daneben) sowie die Junioren-Medaillengewinner Tobias Lutz (links) und Michael Bühl. Martin Jörg

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Nordisch Nordique Nordisk

Telemark-WM in Thyon, 20.-25. März 2007

Telemark-WM mit Adriano Iseppi Adriano Iseppi (SAS Bern) machte früher Skitriathlon, qualifizierte sich 1999 als Langläufer für die Universiade in der Slowakischen Republik (wo er nebenbei auch noch im Biathlon startete). Vor zwei Jahren gewann er an der Telemark-WM zwei Medaillen. Für die «Heim-WM» in Thyon hat er sich sicher qualifiziert. Adriano Iseppi lebt seit November 2006 in Norwegen, wo er sein Master-Studium absolviert. Dass die Selektionsrennen des Schweizer Telemark-Teams (für die WM in

liegt an den drei Strafsekunden, die ich beim Sprung aufgebrummt bekam», schildert Adriano Iseppi: «Ich habe den Absprung verGelungener Ich war nicht der passt und bin Auftakt Einzige, der mit den zu wenig weit Beim «Clas‹Penalties› zu kämpfen gesprungen.» sic»-Wettkampf, hatte.» In den drei folIseppis SpeziAdriano Iseppi, Telemark-Vizeweltmeister genden Rennen aldisziplin mit erlebte Iseppi einer längeren beim Sprung Skatingstrecke, fuhr der Bündner auf den 2. Rang. eine Sturzserie: «Es ist nicht immer «Dass es trotz Laufbestzeit nicht für einfach, stabil zu landen und die meinen ersten Weltcupsieg reichte, nächsten Tore zu erwischen.» der Schweiz) in Norwegen ausgetragen wurden, war für den Berner SAS-ler ganz praktisch.

«

Ärgerliche Penalties Iseppi wurde nebst den Stürzen durch diverse Strafen zurückgebunden, weil er in den Toren unkorrekten Telemark gemacht hat. «Ich war nicht der einzige, der damit zu kämpfen hatte. Die Kurssetzung und vor allem die manchmal etwas ‹parteiische› Auslegung der Telemarktechnik führten zu Diskussionen.» Die weiteren Wettkämpfe sind in Mitteleuropa, und da würden die Regeln – so Iseppi – zum Glück etwas gemässigter angewandt. Roli Eggspühler Adriano Iseppi hat sich als zweitbester Schweizer das WM-Ticket für die «Heim-WM» gesichert. Die Weltmeisterschaften finden vom 20.-25. März 2007 in Thyon statt. www.telemarkski.org

Drei SAS-Gesamtsiege im Athleticum Ski-OL Cup

Bettina Gruber für U23-WM selektioniert

Die SAS-Skiorientierungsläufer und -läuferinnen dominierten die Gesamtwertung der Ski-OL-Saison, den «Athleticum Ski-OL Cup»: Boris Fischer und Yvonne Gantenbein hielten die Konkurrenz sicher in Schach. Aufsteiger der Saison ist der Tessiner Langläufer Andrin Kappenberger, der sich zusammen mit Gion Schnyder den dritten Cuprang teilt und erstmals für eine WM selektioniert wurde. Red

Bettina Gruber (SAS Zürich) wurde von Swiss-Ski für die U23-Weltmeisterschaften selektioniert und hat damit ihr primäres Saisonziel erreicht. Dies im Unterschied zu Gaudenz Flury und Andrea Florinett (beide SAS Zürich), welche die Elite-WM in Sapporo (22. Februar bis 4. März 2007) von der Schweiz aus mitverfolgen müssen. Die U23-WM in Tarvisio hätte eigentlich unmittelbar nach der Universiade stattfinden sollen. Wegen Schneemangel musste das Ganze aber verschoben werden. Die Nachwuchs-WM findet nun vom 12. bis 18. März 2007 am selben Austragungsort statt. Red

Männer Elite: 1. Boris Fischer, 45; 3. Andrin Kappenberger und Gion Schnyder, je 37; 6. Hans-Heiri Spoerry, 31; 10. Beat Oklé, 14. Frauen Elite: 1. Yvonne Gantenbein, 45; 5. Carmen Strub, 34; 9. Mirjam Eggspühler, 10. Junioren: 1. Daniel Perret, 43 Punkte; 2. Tobias Lutz, 40, 8. Michael Bühl, 15. Herren A: 1. Roli Eggspühler, 44; 5. Reto Brunner, 25. Bemerkung: «Mr. Ski-OL» Lukas Stoffel organisierte die SM-Wettkämpfe in Davos (weshalb er dort nicht startete und somit für die Cup-Wertung nicht genügend Resultate hatte).

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Crans-Montana war vor 20 Jahren Vor 20 Jahren war die Schweiz noch keine Segelnation, sondern auf dem Höhepunkt als Skination: An der WM in Crans-Montana holte die Schweiz 8 von 10 Goldmedaillen. Die Männer-Abfahrt muss für die Gegnerschaft besonders demütigend gewesen sein: Peter Müller siegte 33 Hundertstel vor

Pirmin Zurbriggen, Karl Alpiger komplettierte das (Schweizer) Podium als Dritter, Franz Heinzer wurde an Weltmeisterschaften zum wiederholten Male undankbarer Vierter. Und der «schlechteste» Eidgenosse kam auf Rang 6...

So war es im Winter 2005/06 im Goms: Schneehöhen, die sogar Verkehrsschildern an den Kragen gingen. Mirjam Eggspühler

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Andrea Florinett auch auf der Jagd erfolgreich

Didier Plaschys Comeback endet mit Kreuzbandriss

Bevor Andrea Florinett im Winter jeweils zur Jagd auf Topklassierungen in den Loipen bläst, macht er in den Bündner Bergen im Herbst ein bisschen Biathlon und nimmt Hirsche und Gämsen ins Visier: Der Unterengadiner ist ein passionierter Jäger. Erfolge wollen auch hier hart erarbeitet sein: Vor der kulinarischen Belohnung gibt es immer erst ein «Krafttraining», denn geschossenes Wild geht nicht (mehr) von alleine ins Tal! Egg

Die Comeback-Träume von Didier Plaschy (SAS Lausanne) dürften ausgeträumt sein. Der Walliser zog sich vor Weihnachten einen Kreuzbandriss zu. Das Malheur passierte gemäss «Blick» beim Sturz in einem FIS-Riesenslalom in Laax. Im vergangenen Winter, vereinhalb Jahre nach seinem Rücktritt, hatte Plaschy den Versuch gestartet, noch einmal den Anschluss an die Besten zu schaffen. Über Topklassierungen in FIS-Rennen war er indessen nicht hinausgekommen und vermochte sich damit nicht für höhere Aufgaben aufzudrängen. SF / Red

Schöne Weihnachtsbescherung für Palace-CEO

Zwei SAS-Top5-Ränge an Langlauf-SM 2007

Stell dir mal vor, du hast den grössten Weihnachtsbaum der Welt und ein Geschenk passt nicht darunter. Passiert ist dies an den jüngsten Weihnachten in St. Moritz: Hansjürg Badrutt, der Eigentümer des Hotels Palace, verschenkte nämlich sein Hotel an seinen Manager Hans Wiedemann, der über das Palace sagt: «Dieses Haus ist nicht einfach nur ein Hotel. Es hat eine Seele». Die SAS-ler wissen das. Der Zeitpunkt ist wohl eher ein bisschen Zufall. Denn es geht um

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viel tiefergehende Dinge. Batrutt liebt das Haus, das sein Grossvater vor 110 Jahren eröffnet hatte: «Das Palace ist mein Kind», sagt er gegenüber «Blick». Ihm wollte er einen neuen Vater finden. Weil er und seine Frau Aniko keine eigenen Kinder haben. Palace-CEO Wiedemann dazu im «Blick»-Interview: «Das Hotel ist nach wie vor im Besitz von Hansjürg und Aniko Badrutt. Aber endlich ist die Nachfolge geregelt. Nach ihrem Tod werde ich das Palace in ihrem Sinn weiterführen!» Egg

Quelle: Blick vom 27. Dezember 2007.

Erstmals in der Geschichte des Schweizer Langlaufs wurden die Meisterschaften im Ausland ausgetragen - und zwar in Steg im Fürstentum Liechtenstein. Der Auftakt zum ersten Teil (11.14.1) ist den SASlerinnen und SASler gut gelungen. Armon Steiner und Muriele Hüberli (SAS Kandidatin, siehe Bild) belegten über 15 Kilometer bzw. über 10 Kilometer Skating den 7. Platz. Für weitere gute Plätze sorgten Mauro Gruber (SAS Kandidat) im 17., Pascal Meinherz (SAS Kandidat) im 21. und Gaudenz Flury im 26. Rang. Bei den Frauen erreichte Annina Strupler den 14. Platz. Noch besser lief es im Klassisch Sprint. Muriele Hüberli erreichte den 5. Rang und Bettina Gruber den 7. Platz. Auf weiteren Plätzen folgten als 10. Rahel Imoberdorf (SAS Kandidatin), 11. Annina Strupler und 14. Sandra Gredig. Bei den Herren war Gaudenz Flury im 10. Rang der beste SASler vor Mauro Gruber (13.), Arno Peng (16., SAS Kandidat), Andrea Florinett (19.) und Flavio Cageniard (27.). Ihre gute Verfassung demonstrierte Muriele Hüberli auch in der Doppelverfolgung mit dem 5. Rang. Annina Strupler erreichte den 17. Rang. AS

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Séctions Sektionen Seksjoner

SAS Berne à La Coupe du monde à Wengen, 10-11 Janvier 2007

Derrière les coulisses du Lauberhorn

Une quinzaine de SAS-ler bernois se sont retrouvés à l’occasion de l’entraînement en vue de la descente coupe du monde du Lauberhorn. Vol en hélicoptère, suivi de l’entraînement derrière les coulisses et bain de soleil ont rythmé la journée du 11 janvier 2007.

La saison 2006-2007 ne laissera cis quotidiens de côté pour faire certainement pas que de bons place à cette atmosphère SAS casouvenirs aux organisateurs de ractéristique de notre club. Apéro courses de ski, à ceux des courses et souper dans une salle spéciadu Lauberhorn entre autres. En ef- lement réservée ont été la scène fet, en raison de températures bien des discussions les plus diverses trop élevées, le premier entraî- et les plus sympathiques. Disnement en vue de la descente du cussions qui se sont poursuivies Lauberhorn du mercredi 10 janvier au bar de l’hôtel jusqu’à suffisamment tard 2007 dû être dans la nuit renvoyé, laisIan Russi, Présipour que tous sant présager dent de la section renoncent à vidu pire pour les bâloise, participait siter les boîtes compétitions en tant qu’ouvreur à de nuit locales. du week-end. Le séjour s’anCeci n’empêcha l’entraînement officiel.» nonçait sous toutefois pas 17 les meilleurs SAS-ler de répondre à l’invitation d’Andreas Zu- auspices et le programme des orber et de se retrouver le mercredi ganisateurs tout bonnement fansoir à Lauterbrunnen dans l’espoir tastique. de pouvoir suivre l’entraînement du lendemain. Des conditions étonnantes Le lendemain, les SAS-ler purent Une organisation fantastique entamer leur journée, débutant Dès leur arrivée, les participants par un survol en hélicoptère de la ont rapidement laissé leurs sou- légendaire piste du Lauberhorn.

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Au départ de la descente du Lauberhorn. Roland Kuhny

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Seksjoner Séctions Sektionen

Weihnachtsapéro des SAS Zürich in der Kuhvilla auf der Lenzerheide Traditionsgemäss fand der SAS-Weihnachtsapéro am 30. Dezember nach Filisur und Davos wieder in der Kuhvilla auf der Lenzerheide statt.

Am Rande notiert Das Organisationskomitee unter der Federführung von Richard Dold, bestehend aus Urs Hottinger, Christoph Schmid, Hans-Ruedi Strässler, Martin Kessler, Robert Kessler und Andy Kessler hat den Apéro erfahrungsgemäss für ca. 80 Personen organisiert, obschon sich nur knapp 40 SAS-ler angemeldet hatten...

Nachdem Robert Kessler die Gäste offiziell begrüsste und auf «Right To Play» aufmerksam gemacht hat, nahm Zentralpräsident Marc Russenberger die Gelegenheit wahr, über den Gigathlon 2007 zu informieren bzw. die neue SAS Gigathlon-Equipe vorzustellen. Es war einmal mehr ein gelungener Anlass mit vielen angeregten Gesprächen, der gegen 20:30 endete. Für die dann noch Anwesenden gab es noch eine kleine Einführung ins Leben auf dem Bauernhof inkl. «Schoppen-Geben» zweier 1½-tägiger Kälber und Verabreichen von ca. 500 gr. schweren und faustgrossen Kalziumtabletten an die grösseren Kühe. Andy Kessler

Une fois les participants regroupés en haut du Männlichen, ils purent profiter des pistes encore absolument désertes à une heure si matinale et constater avec étonnement que les conditions étaient absolument superbes malgré le manque de neige. Victoire Suisse «Zubi» – l’organisateur de la manifestation – démontra une fois de plus qu’il avait plus d’un tour dans son sac. Les SAS-ler purent vivre le déroulement de la descente «derrière les coulisses», dans une aire réservée aux coureurs et à leur staff. Ces derniers n’étaient toutefois pas au bout de leurs surprises. Ils allaient d’une part constater que l’un des leurs – Ian Russi, Président de la section bâloise – participait en tant qu’ouvreur à l’entraînement officiel et d’autre part, que Didier Cuche remportait la descente du jour.

(oben von links) Martin Kessler, Caspar Suter, Christoph Nater, Thomas Nyikos, Christoph Schmid, Philipp Weber, Marc Russenberger; (stehend) Walo Frey, Andy Kessler, Jürg Schweizer, Sepp Gammeter, Urs Egli, Ivan Wagner, Guolf Gattiker, Hansruedi Strässler, Jürg Steinegger, Mario Peng, Walter Weder, Christoph Burckhardt, Bettina Gruber; (sitzend/kniend) Giorgio Gattiker, Christian Kessler, Peter Waser, Max Steinebrunner, Marion Hess, Urs Hottiger, Karl Enzler, Robert Kessler, Thomas Fisler; (sitzend) Gaudenz Flury, Jenny Müller, Daniela Strässler, Ueli Moor, Richard Dold, Charly Braun, Tom Kessler, Christoph Gammeter. Dominique Strässler

SAS Basel

Bain de soleil Une fois la partie sportive terminée, la quinzaine de SAS-ler put profiter du soleil en dégustant une fondue bien méritée sur une terrasse de la Petite Scheidegg. Tous attendent déjà avec impatience l’édition 2008. Gilles Frôté

Ian Russi als Vorfahrer

Andreas «Zubi» Zuber, l’organisateur de cette belle journée à la coupe du monde du Lauberhorn.

Die Einladung der Organisatoren, am Lauberhorn-Wochenende als Abfahrts-Vorfah­rer starten zu können, war für den Basler SASPräsidenten wie ein Geschenk des Himmels: «Das ist genau jener Wettkampfeinsatz, den ich vor der Universiade noch gebraucht habe», freute sich Ian Russi im Ziel in Wengen, auch wenn er – ebenso wie viele der Weltcupfahrer – mit dem «Brüggli-S» seine liebe Mühe hatte. Russi durfte am Lauberhornsamstag zu einem frühen Zeitpunkt auf die Piste – nach dem Unterbruch rund um den Sturz des mit Startnummer 2 gestarteten Italieners Roland Fischnaller. Egg

Mirko Grunder

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Die SAS Stiftung unterstützt den Skisport! Mit namhaften Beiträgen unterstützt und fördert die SAS Stiftung jedes Jahr gezielt den Skirennsport im SAS. Allein in den vergangenen fünf Jahren hat die SAS Stiftung rund CHF 200'000 für Training und Wettkampf im alpinen und nordischen Bereich des SAS beigesteuert.

La Fondation SAS soutient le ski! Chaque année, la Fondation SAS soutient et sponsorise le ski de compétition au sein du SAS avec des montants considérables. Dans les cinq dernières années, la Fondation SAS a versé et contribué ainsi 200'000 CHF au financement des entraînements et des compétitions dans les secteurs du ski alpin et du ski nordique du SAS.

Vive le SAS! Die SAS Stiftung "lebt" von Spenden und Vermächtnissen von SAS-Mitgliedern. La Fondation SAS "vit" grâce aux dons et aux legs des membres du SAS. Kontaktieren Sie / adressez-vous à Christoph Schmid, Präsident des Stiftungsrates (c.schmid@wengerlaw.ch). Die Stiftung verdankt sehr herzlich das grosszügige Vermächtnis unseres verstorbenen SAS-Mitgliedes Hans Steinegger.


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Gabriel Schnetzler und sein «Papillon»

Ski selber bauen «à la Betty Bossi» Dieses Jahr konnte Gabriel Schnetzler (SAS Basel) den ersten Schnee kaum erwarten: Nicht, weil er sich in harten Trainings aussergewöhnlich gut vorbereitet hätte. Auch nicht, weil sein neuer Wohnort Paris als Alpinskigebiet bekannt wäre. Die Gründe liegen ganz woanders: Schnetzler hat sich selber ein Paar Ski gebaut! Für experimentierfreudige SAS-ler hat Gabriel Schnetzler eine «Betty-Bossi-mässige» Anleitung verfasst.

Gabriel Schnetzler (SAS Basel) beim Skibauen in Davos. zVg

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Davide Uglietti, ein junger italienische Physiker und PhDStudent in Genf, hat mich und ein paar Kollegen im Herbst am Eidgenössischen Schnee- und Lawinenforschungsinstitut (SLF) in Davos in die Geheimnisse des Skibaus eingeführt. Vor dem eigentlichen Skibau muss die Skidimensionen festgelegt werden. Nachdem ich letzte Saison bei einem Telemark Festival in Livigno mit meinen vermeintlichen Free­ride Skiern (Stöckli Stormrider XL) als SpaghettiTräger ausgelacht wurde, habe ich mir aus dem Internet die Eckdaten der extremsten Modelle aus den aktuellen Kollektionen angesehen. «Gewonnen» hat «Made’n AK» von K2 mit den Massen: 137-108124mm auf 180cm – in der Medizin würde man von extremem Übergewicht oder morbider Adipositas sprechen. Federleichtes Surfen im hüfttiefen Rocky Mountain Pulver sei jedoch garantiert. Damit ich für die Auslosung des Heli-Ski Preises am Pentathlon gut gewappnet bin, habe ich mir diesen Ski als Vorbild genommen. So wird es gemacht: 1. Die vorgefertigten Holzkerne (vertikales Pappeln-Esche-Laminat) auf die Länge anpassen. 2. Das eine Ende für 5 Minuten in

eine Pfanne mit kochendem Wasser stellen (Foto 2A) und anschliessend die Skispitze zur Krümmung der Form pressen (Foto 2B). 3. Mit Hilfe einer grossen Lehre den Skibelag (Polyethylen) entsprechend den Massen zuschneiden. (Foto 3, siehe links auf dieser Seite) 4. Die Stahlkanten ablängen und mit Sekundenkleber auf dem Belag befestigen. Je genauer die Arbeit, desto besser die Fahreigenschaften bei härteren Verhältnissen. 5. Individuelle Dekorationen anbringen. Zur Not kann auch eine Bieretikette verwendet werden... 6. Die Einzelteile der Reihe nach auf eine Pressform stapeln. Hierbei jeweils die unterschiedlichen Lagen von uni-, bi- und triaxialen Glasfaserbahnen um den Holzkern mit einer ordentlichen Portion Epoxyharz tränken. 7. Das Ski-Sandwich gegen die Grundform pressen. Im Gegensatz zu den Skifirmen hat man bei der «Betty Bossi»-Methode keine pneumatische Druckkammer zu Verfügung und behilft sich mit einer kleinen Vakuumpumpe und einem luftdichten Plastik-Sack, um den nötigen Druck (rund sechs Tonnen pro Quadratmeter) aufzubauen. 8. Nach gut zehn Stunden die Rohlinge auspacken. 9. Die Skier entlang der Kanten ausschneiden. Glasfaser und Epoxyharz erfordern eine kräftige Stichsäge mit gehärtetem Metalblatt. Die offenen Schnittflächen nochmals mit Epoxyharz abdecken. Und nun das Wichtigste: Bindung draufmontieren und los gehts! Am Ende haben meine fetten «Papillons» mit den «Traummassen»

1.

2a.

2b. 150-110-135mm selbst das Vorbild weit in den Schatten gestellt. Nachdem der Schnee dann diesen Winter doch noch eingetroffen ist, warte ich nun eigentlich nur noch auf das notwendige Glück an der Preisverteilung beim SAS-Pentathlon... Gabriel Schnetzler


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9 Die Entstehung des «Papillon» von Gabriel Schnetzler im Eigenbau. zVg

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Gesundheit Santé Helse

Urs Karrer lanciert Zeckenimpfungsstudie

Des SAS-lers Leid, der Zecken Freud! Urs Karrer (SAS Basel) ist in Zürich als Infektiologe am Universitätsspital tätig. Nun lanciert er eine Studie, welche die Wirksamkeit von Zeckenimpfungen bei Seniorinnen und Senioren untersucht.

Der Winter spielt verrückt, sofern bewegen, könnte diese deshalb ein man überhaupt noch von einem Thema sein. Auch wenn die Greens Winter sprechen kann. Des SAS-lers der Golfplätze nicht zum bevorLeid, der Zecken Freud. Noch im Ja- zugten Habitat der Zecken zählen, nuar wurden im Mittelland aktive könnten auch golfende SAS-ler Zecken gefunden, was höchst un- zum Zielpublikum gehören. Denn gewöhnlich ist. Möglicherweise ist Zecken sind spätestens dann zur Stelle, wenn die Klimaerwärdie verunglückmung auch für Noch im Januar wurten Schläge zu die Zunahme den im Mittelland akSuchaktionen gewisser Zecken­ tive Zecken gefunden.» im Rough oder erkrankungen gar im Gebüsch verantwortlich. führen. Gegen Zeckenstiche kann man sich partiell mit Wie auch immer – wer sich impder richtigen Kleidung und mit In- fen lassen will, sollte jetzt damit sektiziden schützen. Ausserdem beginnen, damit während der gibt es eine Impfung, welche zu- Zecken-Hochsaison bereits ein verlässig gegen die gefährliche Schutz besteht. Red Zecken-Enzephalitis (Hirnhautent- Weil Impfungen und das Immunsystem zum wiszündung) schützt. Für SAS-ler, die senschaftlichen Steckenpferd des SAS-lers Urs gehören, hat er am Unispital in Zürich eisich auch im Sommer viel im Freien Karrer ne Studie lanciert, welche die Wirksamkeit die-

«

ser Impfung bei SeniorInnen untersucht. Falls es AHs, Angehörige oder Freunde mit Jahrgang 1937 oder älter gibt, die sich im Rahmen dieser Studie impfen lassen möchten, können sie sich bei Urs Karrer und seinem Team melden. Weitere Informationen zur Studie, zu Zecken und zu Impfungen generell gibt es unter Telefon 044 634 46 33 oder per E-Mail an fsme. studie@ifspm.unizh.ch und im Internet

Impressum

www.ispmz.ch/zecken.html

Das SAS-Magazin erscheint vier Mal jährlich in einer Auflage von 1400 Stück. Es ist das offizielle Organ des Schweizerischen Akademischen Skiclubs SAS. Redaktor Rédacteur Redaktør

Roli Eggspühler, Medienschaffender dipl. Arch ETH SIA Redaktion Rédaction Redaksjon

Redaktion SAS-Magazin c/o a2plus Architektur & Media Fon: 041 220 03 12 Mythenstrasse 7 Fax: 041 220 03 14 6003 Luzern sasmagazin@sas-ski.ch Adressmutationen Changement d'adresses Adresseendring

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Redaktionsschluss Délai de rédaction Redaksjonslutt

Ausgabe Nr.67 – Mai 2007

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20. April 2007

Ausblick

Programm 2006/07 Programme 2006/07 1.-4. März 2007 Norge-Suisse (Oslo) 3./4. März 2007 SAS-Cup «Giant-Trophy» (Davos) 12.-15. März 2007 SHM alpin+nordisch (Stoos) 24./25. März 2007 Pentathlon (Grindelwald) 31.3./1.4.2007 SAS-Cup «Spring-Cup» (Klosters) 14. April 2007 SAS-Marathøl (Davos) 18.-22. April 2007 SAS-Woche (Zermatt) 21. April 2007 SAS-Cup (Zermatt) 11.-13. Mai 2007 3. Polysport-Weekend (Morschach) 9. Juni 2007 Delegiertenversammlung (Bern) 28.-30. März 2008 Italo-Suisse (Cortina d’Ampezzo) Kursiv markierte Veranstaltungen / Informationen waren bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe mit dem Status «provisorisch» versehen. Fett gedruckte Stellen haben sich gegenüber der letztmaligen Publikation verändert oder sind neu hinzugekommen. Les évènements en italique n’étaient pas encore fixés définitivement au délai de rédaction. Ces informations sont au status provisoire. Für den SAS-Zentralvorstand, Marc Russenberger / Martin Hauser


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Nr 66 - Feb 2007  

Nr 66 - Feb 2007

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