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Alles über die Schweizer Hochschulmeisterschaften Am Italo-Suisse in Verbier siegten die Gäste Die Jungfrau-Stafette lebt neu auf, und der SAS ist dabei Der Weg vom Kandidaten zum Clubmitglied

Nr 63 – Juni 2006

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Inhalt Contenu Innhold

Editorial Éditorial Leder

Nr 63 - Juni 2006

Der SAS-ZV wird schlanker

Zum Titelbild Die Schweizer Hochschulmeisterschaften (SHM) auf dem Stoos vereinigten wie im Vorjahr sowohl die nordischen als auch die alpinen Wettkämpfe. Und auch an der Partyfront war einiges los... Oliver Wünsch SHM

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Wetterkapriolen auf dem Stoos Die SHM war auch diesmal perfekt organisiert. Doch zum Leid der Alpinen spielte das Wetter nicht so recht mit. Alpin

Gästesieg am Italo-Suisse in Verbier

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Liebe SAS-lerinnen, Liebe SAS-ler! Der SAS-Zentralvorstand hat rund um die Delegiertenversammlung in Bern seine Pläne dargelegt, die der ZV für die Zukunft «schlanker» gemacht werden kann. Jener Teil der ZV-Arbeit, der mehr dem Clubleben dient, soll wie bisher von einem alle drei Jahre wechselnden Komitee bewältigt werden. Mit dem Vorteil, dass es auch kleineren Sektionen möglich sein wird, den Zentralvorstand zu stellen. Jener Teil der (heutigen) ZV-Arbeit, die dem Rennbetrieb und den Aufgaben des Regionalverbandes SAS zuzuordnen ist, soll aus dem ZV-Zyklus ausgelagert werden. Der aktuelle «Zürcher» ZV wird diese Umstrukturierung in seinem letzten Jahr umsetzen, der neue Zentralvorstand (Genève, 2007-2010) trägt die Idee mit. Diese Umstrukturierung hat möglicherweise zur Folge, dass aus der Situation heraus der eine oder andere «Zürcher» (der vielleicht nicht mal Zürcher, sondern effektiv Basler oder Zentralschweizer ist...) länger im Amt bleibt als die ursprünglich vorgesehenen drei Jahre. Dies sollte aber nicht weiter von Bedeutung sein, denn durch den vermiedenen, schubweisen Know-How-Verlust gewinnt der SAS viel. Roli Eggspühler

Das Schweizer Team konnte den Heimvorteil in Verbier nicht nutzen: Es siegten die Gäste aus Italien. Mehrkampf

Die Jungfrau-Stafette lebt 2007 neu auf! Sie war in den dreissiger Jahren das Ereignis. Nächstes Jahr lebt die JungfrauStafette nach 70 Jahren Pause wieder auf.

26 In eigener Sache

Zwei Tore zurückgestiegen

Spontane «Norwegerinvasion» am Pentathlon 30 In Grindelwald gab es am Pentathlon eine «Norwegerinvasion» – wir beleuchten in einer Stilstudie die unterschiedlichen Stile beim Skispringen. Sektionen

Vom Kandidaten zum SAS-Mitglied

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Bevor jemand im SAS als Mitglied aufgenommen wird, hat er oder sie die Kandidatenzeit zu «überstehen». Der Moment der Aufnahme anlässlich der Sektionsversammlung ist ein spezieller...

Vielleicht bist du gerade aus deinen Ferien zurück und wunderst dich, warum diese Ausgabe des SAS-Magazins (die auf die zweite Hälfte Mai angekündigt war) erst jetzt in deinem Briefkasten liegt. Dafür gibt es zwei Gründe, wobei der erste von unseren Leserinnen und Lesern (die uns Unterlagen einsenden) zu Herzen und der zweite zur Kenntnis genommen werden soll. Die letzten Zusendungen für diese Ausgabe erhielten wir in der ersten Hälfte des Monats Juni (!). Das ist ein Problem, dessen Lösung eigentlich so einfach wäre... Der zweite Grund liegt bei uns: Verursacht durch Bauarbeiten an unserem Bürogebäude erlitten wir einen grösseren Hardware-Schaden an unserer EDV-Infrastruktur. Auch wenn die Daten gesichert waren, mussten wir – im Slalomjargon ausgedrückt – zwei Tore zurücksteigen. Bis wir wieder auf Kurs waren und alles einigermassen einwandfrei funktionierte, dauerte es recht lange. Und zwar eindeutig zu lange! Dafür entschuldigen wir uns bei unseren Leserinnen und Lesern. Red

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Schweizer Hochschulmeisterschaften

Championnats suisses universitaires

Sveitsiske Høygskolemesterskap

SHM auf dem Stoos, 6.-9. März 2006

Wenn das Wetter Kapriolen macht...

Das Wetter an der diesjährigen SHM alpin/nordisch spielte verrückt. Starke Schneefälle, schlechte Sichtverhältnisse und die zu weiche Downhill-Piste stellten die Organisatoren vor eine grosse Herausforderung, die sie bestmöglichst meisterten. Während bei den Alpinen nur drei von acht Rennen durchgeführt werden konnten, fanden alle Langlaufrennen planmässig statt. Die Stimmung unter den Athleten und den Helfern war trotz den misslichen Wetterverhältnissen gut.

Von den acht alpinen FIS Rennen (4xSuper-G, 4xRiesenslalom) konnten bei den Damen zwei Super-Gs und bei den Herren ein Super-G durchgeführt werden. Bei den Frauen machten die Schweizerinnen in beiden Rennen den Sieg unter sich aus. Im ersten Super-G triumphierte Nadja Vogel vor Dania Brillat und Manuela Ernst. Im zweiten Super-G stand Nicole Kuster zuoberst vor Carmen Büsser und Nadja Vogel. Als einzige Schweizer Studentin platzierte sich Leonie Frôté (Uni Lausanne) in den Rängen 9 und 22. Bei den Herren siegte der Schweizer Jonas Russi vor seinen beiden Landsleuten Raphael Suppiger und Bjoern Bruhin. Als bester Schweizer Student belegte Christian Michel (Uni Zürich) den 11. Rang. Der zweite Super-G der Herren musste am Mittwoch wegen schlechten Sichtverhältnissen und einsetzendem Regen nach zehn Fahrern abgebrochen werden. Das Organisationskomitee beschloss aufgrund der schlechten Wetterprognose und der weichen Piste, auch den für Donnerstag geplanten Riesenslalom abzusagen.

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Boris Fischer siegte um Zehennagelbreite vor Christoph Burckhardt.

LL: Knappe Entscheidungen Die Langlaufrennen konnten alle planmässig durchgeführt werden. Nur am Dienstag musste der Start zu den beiden Rennen im klassischen Stil um zwei Stunden verschoben werden, weil wegen Lawinengefahr erst der Hang oberhalb des Start- und Zielbereichs gesprengt werden musste. Beim Startschuss um 12 Uhr hatte der Schneefall stark nachgelassen, aber die Spur war weich und sehr langsam, was sich auch in den bescheidenen Siegerzeiten niederschlug. Bei den Männern siegte

der amtierende Schweizer Meister im Sprint, Andrea Florinett, vor Gaudenz Flury und Thomas Nyikos (alle Uni/ETH Zürich). Bei den Frauen stand Sandra Gredig (Uni Bern) zuoberst auf dem Podest, die Plätze zwei und drei gingen an die beiden Norwegerinnen Heidi Gryteland Holm und Martine Haug Hoyem. Nach dem Massenstart am Mittwochnachmittag kämpften sich die Läufer über 9 km bzw. 15 Kilometer Skating durch den strömenden Regen ins Ziel. Nur eine Hundertstelsekunde trennte den Sieger Boris


Sveitsiske Høygskolemesterskap

Championnats suisses universitaires

Resultate

Erstmals LL-Nachtsprint

Alpin

Nordisch

Super-G Frauen (FIS-Wertung): 1. Nicole Kuster, 1:31.05; 2. Carmen Büsser, 1:31:17; 3. Nadja Vogel, 1:32.14. SHM: 1. Léonie Frôté (Uni BE) 1:36.24; alle weiteren Studentinnen sind ausgeschieden.

Klassisch Frauen, 6km (International): 1. Sandra Gredig, 15:47.6; 2. Heidi Gryteland Holm (NOR), 16:13.9; 3. Martine Haug Hoyem (NOR), 16:45.0. SHM: 1. Sandra Gredig, 15:47.6; 2. Annina Strupler, 16:56.3; 3. Antonia Bünter, 17:05.2.

Super-G Männer (FIS-Wertung): 1. Jonas Russi, 1:26.48; 2. Raphael Suppiger, 1:27.35; 3. Björn Bruhin, 1:27.57. SHM: 1. Christian Michel, 1:28.58; 2. Conradin Netzer, 1:28.77; 3. Christian Vial, 1:29.71. Riesenslalom: Die Schweizer Hochschulmeistertitel konnten 2006 nicht vergeben werden, weil die Verhältnisse die Durchführung von Riesenslaloms nicht zuliessen.

Schweizer Hochschulmeisterschaften

Klassisch Männer, 9km (International & SHM): 1. Andrea Florinett, 19:20.1; 2. Thomas Nyikos, 20:09.9; 3. Gaudenz Flury, 20:15.3. Skating Frauen, 9km (International): 1. Annina Strupler, 22:59.0; 2. Martine Haug Hoyem (NOR), 16:45.0; 3. Antonia Bünter, 23:11.5. SHM: 1. Annina Strupler, 22:59.0; 2. Antonia Bünter, 23:11.5; 3. Barbla Etter, 24:45.9.

Fischer vom Zweitplatzierten Christoph Burckhardt (beide Uni ZH). Bei den Frauen verwies die Genferin Annina Strupler die Norwegerin Martine Haug Hoyem mit 0.8 Sekunden Vorsprung auf den zweiten Platz. Auch der Zentralpräsident des Schweizerischen Akademischen Skiclubs, Marc Russenberger, bewies einmal mehr, dass er hart im Nehmen ist. Kurzentschlossen entschied er sich trotz nicht optimaler Ausrüstung zu starten und siegte in der Kategorie der Altakademiker knapp vor Thomi Stüdeli, dem Chef Nachwuchs des SAS.

Fun Skating Männer, 15km (International): 1. Boris Fischer, 33:27.4; 2. Christoph Burckhardt 33:27.5; 3. Alexander Waaler (NOR), 35:32.2. SHM 1. Boris Fischer, 33:27.4; 2. Christoph Burckhardt 33:27.5; 3. Reto Tanner, 35:37.2. Teamsprint Frauen, Skating 2x2x1 km: 1. Norwegen (Haug Hoyem / Gryteland Holm), 11.40.6; 2. Uni ZH/FR (Bünter/ Etter), 11:46.8; 3. Norwegen/Österreich (Smerund/ Amon), 11:50.5. Teamsprint Männer, Skating 2x3x1 km: 1. Uni ZH (Spoerry/ Burckhardt), 14:57.6; 2. Norwegen 1 (Waaler Kaas / Myhre), 14.57.8; 3. Norwegen 2 (Rommen / Grothe Lien), 14:57.9.

Nachtsprint (Alpine und Nordische am Start), Frauen: 1. Fanja Amon (AUT). * Männer: 1. Joakim Levorsen (NOR), 2. Anders Rommen (NOR); 3. Benoît Dessibourg (Uni FR) * * Die Resultatliste der weiteren Klassierungen ist vom Wind davongetragen worden und kann daher an dieser Stelle nicht publiziert werden.

Beim Teamsprint konnte Christoph Burckhardt (links) lachen: Er gewann zusammen mit Hans-Heiri Spoerry (Uni ZH). OWü

Auch am Donnerstag hatte Petrus kein Einsehen und die Sprintstaffeln mühten sich wiederum im strömenden Regen ab. Bei den Männern siegte das Duo der Uni Zürich mit Christoph Burckhardt und Hans-Heiri Spörri, bei den Damen schwangen die Norwegerinnen Heidi Gryteland Holm und Martine Haug Hoyem oben aus. Partys und VIP-Anlass Jeden Abend nach der Rangverkündigung und dem Verlosen der Preise war im Hotel Klingenstock Party angesagt. Der VIP-Anlass am

Am Dienstagabend war der erste Nachtsprint, die kurze Strecke führte rund um das Hotel Klingenstock – 32 Teilnehmer (7 Frauen, 25 Herren) stellten sich dem Starter. «Ein guter Start war entscheidend fürs Weiterkommen», stellte Organisator Matthias Nyikos schnell einmal fest. Nach einem kleinen Aufstieg folgte eine rasante Abfahrt, die einigen zum Verhängnis wurde. Fanja Amon (Österreich) und Joakim Levorsen (Norwegen) kamen ohne Panne über die Runden und durften sich als Sieger feiern lassen. Die Zuschauer fieberten trotz der bissigen Kälte mit und hielten sich an der Schneebar mit Glühwein warm. Auch der OK-Präsident Röbi Horat wagte sich auf die schmalen Latten, doch im Schlussaufstieg ging ihm etwas die Puste aus... AS

Joakim Levorsen (Norwegen) durfte sich als Sieger feiern lassen.

Mittwoch mit dem Rennbesuch bei den Alpinen und Nordischen wurde durch den strömenden Regen erheblich beeinträchtigt. Nicht aber die Stimmung: Speaker Reto Brunner schrie die Läufer förmlich durch den strömenden Regen und Roger Roth, der Chef der technischen Kommission der Winter-Universiade, unterhielt die Zuschauer mit fachkundigen Anmerkungen. Der Apéro im Sporthotel und das anschliessende feine Nachtessen im Hotel Klingenstock entschädigten die Gäste für das Ausharren im misslichen Wetter. Alexandra Strobel

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Schweizer Hochschulmeisterschaften

Ausschlafen war für die SHM-Voluntari ein Fremdwort Nicht nur für die Rennfahrer, sondern auch für die Helfer ist das Treffen auf dem Stoos anlässlich der SHM jedes Jahr ein grosses Wiedersehen.

Wenn am Sonntag abend alle rechtzeitig fürs Abendessen in der Pension Montana eintreffen, werden alte Geschichten vom Vorjahr aus dem Gedächtnis gekramt, über den Ausgang der bevorstehenden Wettkämpfe spekuliert und nicht zu Letzt sehr viel gelacht. Von Aline Bütikofer

SHM-Helfer oder -Helferin zu sein machte viel Spass, aber war auch körperliche Schwerarbeit. ABü

Ausschlafen ist ein Fremdwort Die unglaublichen Schneemengen, die immer rechtzeitig zur SHM vom Himmel fallen, sind für die Rennleitung der alpinen Wettbewerbe eine besondere Herausforderung und für die Helfer gleichbedeutend mit viel Mehrarbeit. Ausschlafen ist für die Voluntari während der SHM ein Fremdwort, denn der Schnee muss morgens schnellstmöglich aus den Pisten gerutscht und Sicherheitsnetze umplatziert werden. Helfer, die früh morgens schon eine heitere Stimmung verbreiten und trotz wenig Schlaf unbekümmert an die

Arbeit gehen, sind entsprechend besonders gefragt. Mit gutem Beispiel voran ging dieses Jahr neben der unermüdlichen Horat-Familie auch «Edel»-Helfer Karl Frehsner, der mit seinem Akkubohrer nicht nur im Akkord Sicherheitsnetze versetzte, sondern sich auch für die Unterhaltung der Helferinnen verantwortlich fühlte. SMS-Service Obwohl das Helferteam jedes Jahr neu zusammengesetzt wird und auch während den Wettkampftagen immer wieder Helfer dazukommen oder wegfallen, scheint die Equipe ihre Arbeitsabläufe routiniert zu erledigen. Jeder packt an, wo es was zu tun gibt und nimmt seine Aufgabe ernst. Die Koordination der Voluntari wurde dieses Jahr mit Hilfe zeitgemässer Technik durch einen SMS-Service zusätzlich verbessert. Wer eine Nachricht an eine bestimmte Zielnummer sandte, war automatisch im SMSPool registriert und erhielt sehr wichtige Informationen und grundlegende Programmänderungen wie Rennabbrüche, Mittagessen

SHM-Helfer sind motiviert, konzentriert und kälteresistent – und haben immer ein Lächeln auf den Lippen... ABü

oder Feierabend direkt aufs eigene Handy geschickt. Donnerstags, wenn alles vorüber ist, die Taschen gepackt sind und sich die Helfer langsam voneinander verabschieden, steht eines fest: man trifft sich wieder im nächsten Jahr an der SHM!

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Junioren-Weltmeister Raphael Fässler

Der prominenteste SHM-Vorfahrer aller Zeiten? Raphael Fässler war 2004 Junioren-Weltmeister im Slalom. Auf die folgenden beiden Saisons musste das Swiss-Ski B-Kader-Mitglied aus gesundheitlichen Gründen verzichten. An der SHM auf dem Stoos war er das allererste Mal wieder in den Stangen. Ein Portrait des vielleicht prominentesten Vorfahrers, den eine Schweizer Hochschulmeisterschaft je hatte.

Im Dezember 2004 begannen bei Raphael Fässler eigenartige Hüftschmerzen, die ihn immer mehr in den Bewegungen einschränkten. Es folgten – während Wochen, ja Monaten! – Abklärungen und Un-

tersuchungen bei verschiedenen Helfer für seine SHM angefragt, Spezialisten. Erst mit der Zeit stell- und dabei entstand die Idee, dass te sich heraus, dass die Probleme ich als Vorfahrer eingesetzt werden des Juniorenweltmeisters quasi könnte», so Raphael Fässler. angeboren sind: Raphaels Hüftpfanne hatte von Geburt an eine Jetzt hat Raphael wieder Fehlstellung, was den Bewegungs- Träume und Ziele! ablauf des Oberschenkelknochens Raphael Fässler hat «Hunger» und limitierte. Mit der Folge, dass freut sich, auf die Saison 2006/07 der Knorpel zusehends Schaden in den Skizirkus zurückkehren zu nahm und sich die Hüfte schmerz- können. In den schwierigen Mohaft entzündete. «Heute weiss naten der letzten beiden Jahre hat ich, dass viele Menschen dieses Fässler gelernt, jeden Tag so zu Problem haben. Aber die meisten nehmen, wie er kommt. Aber jetzt wissen gar nichts davon, weil sie hat er wieder Träume und Ziele. in ihrem Alltag keine Belastungen Die Olympischen Spiele in Torino haben, die das Problem wie bei erlebte er am TV mit, und spätesmir zu Tage treten lassen», relati- tens in jenen zwei Wochen hat er viert Raphael Fässler seinen «Fall» sich «VANCOUVER 2010» in sein Herz graviert. etwas. Und wie Zur Zeit sucht sieht es dann Manuel hat dieses Raphael Fässler bei Manuel aus Problem nicht – wir noch nach ei(der Zwillingsnem Kopfsponbruder von sind zweieiige Zwillinge.» sor – nachdem Raphael ist im Raphael Fässler über seine Hüftprobleme «Primo» von Swiss-Ski C-Kader Bildfläche der)? «Manuel hat dieses Problem nicht. Wir sind verschwunden ist, steht der Juniorenweltmeister mit leeren Händen, zweieiige Zwillinge!» oder eben leerem Helm da... Drei heikle Operationen Die Hüfte wurde im Mai 2005 in Eintrag in die Geschichtsbücher? der Balgrist-Klinik von Professor Die SHM 2006 dürfte nicht nur Ganz operiert. Dabei schnitten die wegen dem vielleicht «prominenÄrzte das Hüftbecken in drei Teile, testen» Vorfahrer, den eine SHM je die sie neu richteten. Es folgten hatte, in die Geschichte eingehen. zwei Monate völliges Belastungs- Oder anders betrachtet: Die Jubiläverbot und ein sorgfältiger Aufbau ums-SHM könnte auch als Auftakt mit viel Physiotherapie. Doch die zu Raphael Fässlers «zweiter» KarBeweglichkeit wollte sich nicht in riere eine weiter gehende Bedeuder gewünschten Form einstellen. tung erlangen. Roli Eggspühler «Zwecks weiterer Abklärungen begab ich mich im Oktober 2005 Steckbrief nochmals in medizinische Bedas er letzten SepRaphael Fässler (gehandlung», blickt Raphael Fässler boren am 29. Januar tember beendete. Seither ist Raphael zurück. Die Ärzte fanden Blutabla- 1985) wurde 2004 Fässler Skiprofi. Er gerungen und Verknöcherungen, Juniorenweltmeister ist Single, lebt aber im Slalom, seither noch im elterlichen was zwei weitere (vergleichsweise ist er im B-Kader Haushalt. Swiss Ski (seit kleinere) Operationen im Dezem- von 2005/06 mit VerHobbys: Fussball, ber 2005 nötig machte. Und noch- letztenstatus). Play-Station; Liebmals drei Wochen Krücken. lingsmusik: SchweiBis 16 spielte er zer Hip Hop, Heavy Seit Januar dieses Jahres hat das Fussball, zuerst Metal; LieblingsesFC Ibach, späSchwyzer Skitalent keine Proble- beim sen: Blutwurst mit ter in der Schwyzer Kartoffelstock; Liebme mehr, und Anfangs Februar Jugend-Selection. lingsgetränk: «Mät16 Jahren ging er stand es erstmals wieder auf den Mit teldrink» (hat sein ans Skigymnasium Nachbar erfunden). Ski. «Röbi Horat hatte mich als Stams (Österreich),

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16 Norweger kamen in die Schweiz an die SHM und den Engadiner

Die Norweger waren auf dem Stoos die Grössten! Insgesamt waren zehn Nationen an der SHM. Mit 16 Teilnehmern (9 Langläufer, 6 Alpine) stellten die Norweger die mit Abstand grösste ausländische Mannschaft. Nur schon durch ihre zahlenmässige Überlegenheit, aber auch durch ihre offene und lustige Art, trugen sie wesentlich zur ausgezeichneten Stimmung an den Schweizer Hochschulmeisterschaften bei.

Von Alexandra Strobel

Skifahren gibt Hunger und Durst: Der «NorwegerTisch» in der Skihütte schlägt nach dem Rennen voll zu! Abü

Auch optisch stachen die Norweger mit ihren roten Jacken und dem Schriftzug «Norge-Suisse» auf dem Rücken hervor. Dieser Schriftzug steht symbolhaft als Überbegriff von Bemühungen, die Kontakte zwischen den norwegischen SASlern und den Schweizer SAS-lern zu festigen und auszubauen, sowie neuen Nachwuchs für die Sektion SAS Norge sicherzustellen. SHM-Teilnahme als Katalysator In diesem Zusammenhang rückte bei Pål Troye (Präsident SAS Norge) und Rolf Ringdal (NorgeVerantwortlicher ZV) ein bereits bestehender Event, nämlich die Schweizer Hochschulmeisterschaften auf dem Stoos, ins Zentrum der Gedanken.

«Die Teilnahme von norwegischen Mitglied der Studentenmannschaft Studenten an der SHM sehen wir nordisch gewesen, die damals von als ideale Gelegenheit, um auf Bruno Hammer (SAS Bern) geführt die ausgezeichneten Studien- und wurde. Als Teamchef nordisch Skirennsportmöglichkeiten in der empfahl er Joakim Levorsen. Schweiz hinzuweisen und damit Levorsen machte sich mit Eifer daauf den SAS aufmerksam zu ma- ran, eine Langlaufdelegation mit chen», erklärt Pål Troye. Diese Idee Studenten aus verschiedenen Unigeht auch etwas auf Frithjof Fred- versitäten zusammenzustellen. riksen (SAS Lausanne) zurück, der Als Teamchef alpin wurde Fredrik bereits 2004 angeregt hatte, nor- Raaum, der Sohn des SAS-lers Pål Raaum gewonwegische Stunen. Frederik denten an die Das ist ideal, um die Raaum konnte SHM zu schiNorweger auf die drei Kollegen cken. Im März von der Han2005 war ein Studienmöglichkeiten in delshochschuTeam von vier der Schweiz aufmerksam le in Bergen Langläufern auf zu machen.» für eine Reise dem Stoos. Pål Troye, Präsident SAS Norge in die Schweiz begeistern. Teamchefs Levorsen und Raaum Für 2006 sollte die Anzahl der Einladung an die Herbst-GV Teilnehmer erhöht und um alpine Die ausgewählten Teilnehmer wurRennläufer ergänzt werden. Für ein den an die Herbst-GV 2005 und an solches Unternehmen brauchte es den Winterstamm der Sektion Nornatürlich auch zwei Teamchefs. Pål ge eingeladen, um den SAS besser Troye wandte sich deshalb an den kennen zu lernen. Die evaluierten SAS-ler Andreas Engebretsen, der Teilnehmer schrieben im Vor- und heute unter anderem Chef nordisch Nachfeld in ihren Clubzeitungen im Skiclub Heming in Oslo ist. En- Artikel über die «Norge-Suisse-Ingebretsen war während seinem itiative» und die Schweizer HochStudium an der ETH Zürich auch schulmeisterschaften.

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«NorgeSuisse» Als Kernanlass arbeiten die beiden Initianten Pål Troye und Rolf Ringdal darauf hin, im nächsten Winter einen Event in Norwegen zu veranstalten, an welchem SAS-ler aus der Schweiz und aus Norwegen bzw. auch die Studenten-Nationalmannschaften alpin und nordisch beider Länder teilnehmen sollen. Denkbar ist ein alternierender Rhythmus zu den Italo-Suisse-Jahren. Das Konzept des Anlasses ist zur Zeit in Entwicklung und steht momentan erst in groben Zügen. AS

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Ski og studier i Sveits Sveits er et studieland som bør appellere til sportsglade nordmenn, mener SAS. For å promotere muligheten for å kombinere ski med studier inviterte de derfor blant andre fire studenter fra NHH for å delta i det sveitsiske universitetsmesterskapet på ski. Tekst: Line Blåsås Lønnum Foto: Privat SAS står for Sveitsisk Akademisk Skiklubb, og ble stiftet i 1924. Klubbens formål er å gi studenter mulighet til å kombinere studier med idrett, samt å lære mer om Sveits. - SAS er en organisasjon som prøver å sette fokus på studier, idrett og det å ha det gøy, forteller Fredrik Raaum. Sammen med Axel Heiberg-Andersen, Andreas Lysdahl og Kristoffer Biørnstad deltok han i det sveitsiske universitetsmesterskapet på ski som

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gikk av stabelen fra 5. til 10. mars i alpelandsbyen Stoos. Her deltok studenter fra en rekke land og fra Norge var det i alt 16 som var med. Til tross for at skiene var med, var det andre ting var viktig med turen. - Antallet norske studenter i Sveits har sunket, og SAS vil nå forsøke å snu denne trenden, forteller Biørnstad, og legger til at norske studenter blir fantastisk godt mottatt. - De er kjent for både å være seriøse og flinke til å ha det gøy, forteller

Raaum, før Biørnstad fortsetter: - Flere bør velge Sveits som studiested. Dette er en gylden mulighet til å kombinere studier og skiliv. Det knyttes bånd gjennom en felles interesse, og man er sammen med mennesker som ser verdien av å stå på ski ved siden av det å være student.

Det skulle egentlig kjøres fire renn, men enorme snømengder gjorde at kun ett Super-G-renn ble gjennomført. - Vi både gledet oss og kjente frykt, og frykten ble ikke akkurat mindre da vi så bakken, sier Biørnstad. - Det er det bratteste henget jeg har sett, supplerer Raaum. Medaljesankingen ble ikke stor, men plasseringer midt på resultatlisten skuffer ikke guttene. - Det var over 100 deltakere, og noen av dem kjører i Europacupen. Vi var glade vi kom levende ned alle sammen,

forteller Biørnstad, og legger til at det viktigste var å møte sveitserne. Guttene er helt enige om at en master i Sveits frister. - Det er et høyt faglig nivå, samtidig som mulighetene for å stå på ski er helt uendelige. Du er kun en halvtime unna Alpene, forteller Biørnstad. Sveits legger stor vekt på utdanning. Studiestedene har første prioritet, og de vil få frem det aller beste i de som går der. Nå har de også fått flere Master-programmer på engelsk, noe som øker mulighetene. I tillegg

opplevde guttene stor gjestfrihet hos sveitserne. -Sveitserne kommer og møter deg, og tar deg imot med åpne armer. Dette er en fin måte å bli kjent med Sveits, SAS og samtidig se studiemulighetene, avslutter Raaum.

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Am 5. März ging dann endlich die Reise los. Die Reisekosten wurden von den SAS Norge Mitgliedern übernommen, und das OK der SHM offerierte den Teilnehmern einen Spezialpreis für die Unterkunft. Pulverschnee statt Rennen Den norwegischen Alpinen lief es an den Rennen auf dem Stoos nicht wie gewünscht. Gründe für das eher schlechte Abschneiden war die fehlende Super-G Praxis und müde Beine. Denn die Norweger liessen die Zeit zwischen den Rennverschiebungen bzw. -absagen nicht ungenutzt verstreichen und genossen den herrlichen Pulverschnee in vollen Zügen. Starke Langläufer Den norwegischen Langläufern hingegen lief es gut. So standen Heidi Gryteland Holm und Martine Haug Hoyem bei den Frauen mehrmals auf dem Podest. Und am ersten Nachtsprint hatte der Norweger Joakim Levorsen die Nase ganz vorne. Auch die Langläufer nutzten die freie Zeit zwischen den Rennen, um mit den Telemarkskis elegant im Pulverschnee ihre Spuren zu ziehen.

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Uni-Besuche und «Engadiner» Die Norweger besuchten nach den Schweizer Hochschulmeisterschaften unter dem Co-Delegationsleiter Pål Troye (der Co-Leiter Pål Raaum war nur bis Mittwoch anwesend) am Freitag und Samstag die Uni und ETH Zürich sowie die Universitäten St. Gallen und Fribourg. Nach den wohlverdienten zwei Ruhetagen reisten drei Norwegerinnen und fünf Norweger weiter nach Maloja, um am Engadin Skimarathon teilzunehmen. Beherbergt wurden die Männer vom SAS-ler Camillo Kind (dessen Haus 100 Höhenmeter oberhalb des Starts steht). Die Frauen fanden Unterschlupf im «Segantini-Haus» (bei der Norwegerin Ragnhild Segantini, der Witwe des Arztes Pietro Segantini.») Grothe Lien führte das Feld an So war denn der morgendliche Weg zum Start sehr kurz und die Norweger klagten nicht bereits am Start über eiskalte Finger wie viele der anderen Teilnehmer. Dank dem Nationalmannschaftsstatus konnten sie ihren ersten «Engadiner» gleich aus dem ersten Startblock in Angriff nehmen. Nach wenigen Ki-

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Publikation in der Norwegischen Studentenzeitschrift «K7 Bulletin» von Ende März 2006.

lometern führte Martin Grothe Lien sogar für kurze Zeit das Feld an. Er büsste dann zwar für seinen Effort und klassierte sich schliesslich im 167. Rang. Nach dem Rennen trafen sich die Norweger in St. Moritz mit Bjørn Dæhlie für ein Teamfoto. Spontan an den Pentathlon Die Norweger waren von der Reise in die Schweiz so begeistert, dass sie sich spontan entschlossen, mit zwei Teams am Pentathlon in Grindelwald zu starten. Und sie versprachen, auch nächstes Jahr wieder an die Schweizer Hochschulmeisterschaften zu kommen. «Wir sind gespannt, ob die Norweger die Teilnehmerzahl von 20 Personen knacken», meint OK-Präsi Röbi Horat. Pål Troyé blieb in der Zwischenzeit nicht untätig und stellte vor verschiedenen Gremien und Leuten die «Norge-Suisse-Initiative» vor. Er traf sich u.a. mit dem Schweizer Botschafter zwecks Schaffung eines norwegischen «ETH Alumni»Vereins und sprach mit ihm auch über die «Norge-Suisse-Idee». Bei soviel Engagement sollte die Quote von norwegischen Studenten in der Schweiz unweigerlich wieder ansteigen.

Der Originaltext ist auf der nächsten Seite auf Deutsch übersetzt.

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Resultate der Norweger am «Engadiner» Männer: 123. Andres Syvertsen Rommen; 125. Sverre Kaas Waaler; 167. Martin Grothe Lien; 195. Alexander Waaler; 286. Joakim Levorsen Frauen: 57. Martine Haug Hoyem; 69. Heidi Grytheland Holm; 85. Birthe Helen Smedsrud. Die Resultate der SHM finden sich auf Seite 5 dieser Ausgabe.

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Schweizer Hochschulmeisterschaften

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Chips *

Übersetzung Die Schweiz ist ein Studienland, das sich an sportbegeisterte Norweger wenden sollte, meint der SAS Norge. Um für die Möglichkeit zu werben, Skifahren und Studieren zu kombinieren, lud der SAS Norge unter anderem vier Studenten der NHH (Norges Handelshøyskole) an die Schweizer Hochschulmeisterschaften ein. SAS steht für «Schweizerischer Akademischer Skiclub», der Club setzt sich zum Ziel, Studenten die Möglichkeit zu geben, das Studium und den Sport zu kombinieren und auch die Schweiz besser kennen zu lernen. «Der SAS ist eine Organisation, die Studieren, Skisport und ‹zusammen Spass haben› zu verbinden versucht», erzählt Fredrik Raaum. Zusammen mit Axel HeibergAndersen, Andreas Lysdahl und Kristoffer Biørnstad nahm er an den Schweizer Hochschulmeisterschaften teil, die vom 5.-10. März auf dem Stoos stattfanden. Dort nehmen Studenten aus der ganzen Welt teil und aus Norwegen waren insgesamt 16 Studenten dabei. Obschon die Skier mit dabei waren, waren andere Dinge wichtiger auf der Reise. «Die Anzahl der Norwegischen Studenten in der Schweiz ist gesunken, und der SAS Norge versucht nun diesen Trend wieder umzukehren», erzählt Biørnstad und fügt hinzu, dass die Norwegischen Studenten fantastisch empfangen wurden. «Sie sind bekannt für beides – seriös und schnell zu sein aber auch Spass zu haben», erzählt Raaum, bevor Biørnstad ergänzt: «Viele würden die Schweiz als Ort zu Studieren wählen. Es ist eine goldenen Möglichkeit das Studium mit dem Skifahren zu verbinden. Dies knüpft ein Band zwischen gemeinsamen Interessen und man ist zusammen mit Leuten, die dem

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Skifahren neben dem Studium einen grossen Stellenwert beimessen.» Es sollten eigentlich vier Rennen stattfinden, doch wegen enormen Schneemengen konnte lediglich ein Super-G durchgeführt werden. «Wir freuten uns, doch fürchteten uns auch ein wenig und die Angst wurde nicht wirklich kleiner, als wir den Schlusssprung sahen», meint Biørnstad. «Das war der steilste Hang, den ich je gesehen habe», fügt Raaum hinzu. Die Medaillenchancen waren nicht gross, doch die Platzierungen mitten in der Rangliste enttäuschten die Jungs nicht. «Es nahmen mehr als hundert Fahrer teil und einige fahren auch Europacup-Rennen. Wir waren glücklich, dass wir alle lebend hinuntergekommen sind», erzählt Biørnstad und fügt hinzu, dass es das wichtigste war, Schweizer zu treffen. Die Jungs sind sich einig, dass ein Masterabschluss in der Schweiz verlockend klingt. «Die Schweiz verfügt über ein hohes fachliches Niveau, zudem sind die Möglichkeiten Ski zu fahren fast unendlich. Du bist nur eine halbe Stunde von den Alpen entfernt», erzählt Biørnstad. In der Schweiz legt man viel Wert auf eine gute Ausbildung. Die Studienorte haben erste Priorität und sie wollen nur die allerbesten kriegen. Jetzt gibt es in der Schweiz auch einige Masterprogramme in English und einige Universitäten erwägen die Möglichkeit, solche einzuführen. Zudem erlebten die Jungs auch die grosse Gastfreundschaft der Schweizer. «Schweizer freuen sich dich kennen zu lernen und laden dich mit offen Armen ein. Das war eine grossartige Weise, die Schweiz und den SAS kennen zu lernen und gleichzeitig Schweizer Universitäten zu besichtigen», beschliesst Raaum das Gespräch. ABü

Zweifel lieferte 30 Kilogramm Chips * Die Sponsoren waren den Schweizer Hochschulmeisterschaften auf dem Stoos auch dieses Jahr gut gesinnt. Einige übergaben die Sponsoringleistung in Form von Naturalgaben. So auch die bekannte Chips-Herstellerin «Zweifel». 30 Kilogramm Pommes Chips auf den autofreien Stoos zu bringen, das ist jedoch gar nicht so einfach. Nicht wegen dem Ge-

wicht (wie drei 6erHarrassen), sondern wegen dem Volumen von 1.7 Kubikmetern – was einem 1.8 Meter hoch beladenen Euroballett entspricht. Und solche sind mit hohem Schnee nicht gerade kompatibel... Egg * Bei den 30kg Chips handelt es sich nicht um Beiträge für diese Rubrik.

Tobias Lutz «verliert» sein Konfirmations-Sackmesser Der Schweizer Ski-Orientierungsläufer Tobias Lutz (16), Sohn des Zürcher SAS-lers Hansjörg Lutz, hatte an den Ski-OL Europameisterschaften in Ivanovo sein Sackmesser dabei (man beachte die Vergangenheitsform...). Denn auf dem Rückflug musste Junior Lutz beim Sicherheits-Check auf dem Moskauer Flughafen sein gelieb-

tes Messer abgeben. Nichts nützte: Gut zureden, Flehen, Tränen! Das Messer blieb auf nimmer Wiedersehen verloren und verrichtet seinen Dienst seither wohl bei einem russischen Zöllner. Egg Victorinox, die Schweizer Hersteller-Firma, bekam die Geschichte zu Ohren – und reagierte sehr herzlich: Tobias Lutz erhielt sein Sackmesser kostenlos ersetzt. Er freute sich riesig über diese nette Geste!

Wäre Tobias Lutz an der SHM auf dem Stoos dabeigewesen, so hätte er jetzt gleich noch ein Victorinox-Sackmesser...

Kommentar

Man hat das Beste draus gemacht! Leider hatte das missliche Wetter den Organisatoren einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht, und von den acht alpinen Rennen konnten nur drei durchgeführt werden. Die Wettkämpfe waren trotzdem hochstehend und spannend. Und die Stimmung bei Athleten und Helfern gut. Schade war, dass einige ausländische Mannschaften wegen den starken Schneefällen und der chaotischen Situation auf den Strassen kurzfristig ihre Teilnahme absagten. Die Beteiligung von Schweizer Studenten war mager, insbesondere bei den alpinen Rennen. Dies hing mit der viel-

leicht etwas ungünstigen Wahl des Datums zusammen. Denn viele hatten Prüfungen. Doch leider steht den Organisatoren nur ein bedingter Spielraum zur Verfügung, da es sich um internationale Rennen handelt. Es bleibt zu hoffen, dass sich im nächsten Jahr das Wetter in der Innerschweiz wieder von seiner guten Seite zeigt, und auch die Lust auf eine Teilnahme bei den Schweizer Studentinnen und Studenten besser ist. Alexandra Strobel


Schweizer Hochschulmeisterschaften

Championnats suisses universitaires

Sveitsiske Høygskolemesterskap

SHM-Helfer Karl Frehsner über die Situation im Schweizer Skisport

«Es braucht ein straffes Führungssystem» Karl Freshner stand an den 80. Schweizer Hochschulmeisterschaften auf dem Stoos im Alpinbereich als Schiedsrichter und eifriger Helfer im Einsatz. Der 66-jährige Erfolgstrainer will Jungskifahrern bei der Sportentwicklung helfen.

Interview: Thomas Bucheli

Steckbrief Der Österreicher Karl Freshner (geboren am 13. Juni 1939) ist verheiratet und hat zwei erwachsene Söhne, er wohnt in Dietikon (Kanton Zürich). Frehsner ist der vielleicht erfolgreichste Skitrainer, den die Schweiz je hatte. Zu seinen Hobbys zählt er Computer, Fahrradfahren, Analytik. Sein Lebensmotto ist «Lebe so einfach wie möglich.»

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Findest du die beiden Innerschwyzer FIS-Pisten in der Handgruobi und auf dem Stoos zufrieden stellend? Ja, sehr. In der heutigen Zeit stellen diese beiden Pisten hervorragende Renneigenschaften. (...) Sicherlich kann die bereits gefürchtete «Trittkante» noch so umfunktioniert werden, dass auch die schwächeren Athleten mit Freude darüber fahren können. Es gibt nur wenige Orte, die eine solch gute Zusammenarbeit zwischen Organisatoren, Skiclubs und den Pistenmaschinenarbeitern haben, und dann perfekte Rennen durchführen. Was fehlt den Schweizer Skifahrern, um mehr Erfolg zu haben? In erster Linie braucht es ein straffes Führungssystem, welches den Verband von oben bis unten gut leitet. Weiter fehlt den Schweizern ein grösseres Fassungssystem in den B-und C-Kadern, denn nur wenn die Pyramide unten breit ist, wird sie oben mehr Spitzenleute und demzufolge mehr Erfolg hervorbringen. Zwar ist der Migros-Grand-Prix ein hervorragendes Nachwuchs-Projekt, aber die Jungen sollten danach qualitativ besser weitergezogen werden. Die Qualität sollte im Schweizer Skisport allgemein höher bewertet werden. Auf was sollten die Verantwortlichen deiner Meinung nach bei der Ausbildung der kommenden Leistungsträger Rücksicht nehmen? Vorerst sollen sie die Zusammenarbeit mit der jeweiligen Schule suchen und versuchen, eine optimale Lösung mit Absenzen zu finden. In der Schweiz muss die Koordina-

tion zwischen den Lehrstätten und den jungen Hoffnungsträgern in Zukunft besser funktionieren. Die Ausbildungen im schulischen und sportlichen Bereich sollen nach meiner Meinung parallel gefördert und koordiniert werden. Die beiden Gesichtspunkte sollten auch gleich gewichtet werden. Weiter muss den Jungen auch genügend Zeit zu ihrer freien persönlichen Entwicklung zugestanden werden. Warum sind die österreichischen Skifahrer so viel besser als die Schweizer? Erstens herrscht bei ihnen eine straffere Führung. Weiter bekennen sie sich klar zum Internatsschulsystem, was eine hervorragende sportlich schulische Förderung zulässt, und es besteht kein Ausschluss aus den Kadern. Die Jungsportler, welche eine schwächere Zeit überbrücken müssen, können weiter im Internat bleiben und bekommen so die Möglichkeit, den Anschluss zu den jeweiligen Kadern wieder zu schaffen. Währenddem trainieren sie weiter unter denselben Bedingungen wie die Topfahrer. In diesem Schulsystem gibt es keinen Ausschluss, und die zeitlich Schwächeren werden länger gefördert und bei der Stange gehalten.

Was wird denn in der Schweiz anders gemacht? Die Schweizer Damen wurden in der Saison 2004/05 weit unter ihrem Wert geschlagen. Der neue Cheftrainer Osi Inglin versteht es ausgezeichnet, den Fahrerinnen ein optimales Umfeld zu schaffen, in dem sie ihre Fähigkeiten voll ausnützen können. Nun sollte bei den Frauen nach meiner Meinung eine Weiterentwicklung der fahrerischen Fähigkeiten auf dem Trainingsplan stehen. Die Schweizer Skimänner leben zurzeit nur von Ausnahmetalenten, welche Siege und Podestplätze herausfahren können. Nun sollten im Männerteam klare Analysen gemacht werden, wohin der Weg führen soll. Wenn dies nicht erreicht werden kann, muss wahrscheinlich auch die Trainerfrage gestellt werden. Welche Funktionen übst du zurzeit im Skisport aus? Bei der kanadischen Mannschaft bin ich als freundschaftlicher Berater in organisatorischen Fragen tätig. Bei Swiss-Ski amtiere ich als Rennleiter beim JO-Downhillcup (Nachwuchsprojekt). Weiter stelle ich mich zur Verfügung, Machbarkeitsstudien auszuarbeiten. Im gewissen Sinn habe ich ebenfalls eine Beraterfunktion.


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SHM

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Olympiapodest-Athlet als SHM-Vorfahrer? Steht an den Schweizer Hochschulmeisterschaften (SHM) nach Raphael Fässler (Siehe Seite 8) nächstes Jahr erneut ein Topathlet als Vorfahrer am Start? Gut möglich, denn Bobpilot Martin Annen (rechts im Bild) hat SHM-Rennleiter Peter Steffen gesagt, er wolle auch mal vorfahren dürfen. Peter Steffen meinte dazu: «Ja, ist in Ordnung. Aber nur, wenn du von der Olympia-

de zwei Medaillen heimbringst und einmal auf den Stoos ins Training kommst.» In Torino gewann Annen bekanntlich zwei Mal Bronze, und Ende Saison war er wie von Steffen gewünscht auf dem Stoos. 2006/07 startet Annen in seiner letzten Wettkampfsaison mit einem Privatteam nur an nationalen Rennen und geht auf Promo-Tour. Zeit für die SHM hätte er also...

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Ein Schnappschuss der Extraklasse... Dem Trainer des Skiclub Airolo, Claudio Müller, gelang ein Schnappschuss der Extraklasse. An einem FIS-Rennen in Laax drückte er genau in jenem Moment auf den Auslöser seiner Kamera, als einer Athletin ein ärgerliches Missgeschick passierte: Sie verlor nämlich den Stock samt Handschuh. Man rechne: Die Wahrscheinlichkeit einen Stock zu verlieren, ist sehr klein – sagen wir mal 1:1000. Ebenfalls von recht kleiner Wahrscheinlichkeit ist, dass dieser Vorfall genau an jenem Tor passiert, wo der Foto-

graf steht. Bei einem durchschnittlichen Lauf liegt sie bei 1:50. Um diesen Moment festhalten zu können, bleiben dem Fotografen zwei bis drei Zehntelssekunden – in dieser Zeit müssen Bildausschnitt (1:10), Belichtungseinstellungen (1:5), und Auslösezeitpunkt (1:100) hundertprozentig stimmen. Das heisst, dass dieser Schnappschuss einem Fotoamateur rein rechnerisch bei jeder 500000. Fahrerin gelingt!

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Bei der Fahrerin handelt es sich um Kathrin Müller (nicht mit dem Fotografen verwandt), die an der SHM 2005 startete und im SAS-Magazin Nr. 62 auf Seite 17 abgebildet war.

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SAS Bebbi-Cup in Saanen, 11./12. Februar 2006

Piste gut, Wetter strahlend – Teilnehmer happy! Nach den Regen-Rennen im letzten Jahr strahlte die Saanenländer Sonne während der diesjährigen Beppi-Cup Austragung mit all den verschiedenen Kategorien-Siegern richtiggehend um die Wette. Beste Wetter- und Pistenverhältnisse lockten über hundert Rennläufer am 11. und 12. Februar nach Saanen. Das Starterfeld zeichnete sich nicht nur durch eine bunte Mischung aller Sektionen und Landesteile aus, sondern präsentierte sich auch ausserordentlich generationenübergreifend. Die jüngsten Teilnehmer in der Kategorie «Kids» trennten entsprechend mehr als achtzig Jahre vom ältesten Rennläufer. Das Konkurrenzdenken und der Kampf um jede Hundertstelsekunde kennen jedoch keine Altersgrenze; Aktive, Senioren und Kids – alle möchten schneller sein als ihre Kontrahenten. Basler+Berner Hochschulmeister Zu gewinnen gab’s in diesem Jahr nicht nur die Beppi-Cup Gesamtwertung, sondern auch das Sie+Er-

Rennen sowie den Basler und Berner Hochschulmeistertitel. Diese Spezialwertungen werden vom SAS gemeinsam mit den jeweiligen Universitäten organisiert und sollen vom Skisport begeisterte Studenten vermehrt auf die Rennpiste locken. Während sich Daniela Strässler bei den Damen die Basler Goldmedaille um den Hals hängen liess und Stefan Gasser die restliche Basler Herrenkonkurrenz überflügelte, war Gilles Frôté der schnellste Berner und sicherte sich den Unimeistertitel vor Christoph Müller und Miriam Spychiger. Austausch von Zärtlichkeiten Das alljährliche Highlight der Veranstaltung – das Sie+Er-Rennen – strapazierte auch dieses Jahr weniger die Oberschenkel als die Lachmuskeln. Nicht nur die skifahrerische Leistung zählt bei diesem Rennen, sondern auch taktisches Geschick und Geschwindigkeit beim Startnummerntausch und Küssen. Cynthia Denzler und Mirco Auer absolvierten die Rennpiste am schnellsten, wechselten die

Startnummer routiniert zügig, verloren auch beim Austausch der Zärtlichkeiten keine unnötigen Sekunden und liessen sich am Abend den begehrten Pokal überreichen. Wer sie im nächsten Jahr schlagen will, sollte schon jetzt nicht nur fleissig Skitrainings absolvieren, sondern auch das An- und Ausziehen der Startnummern perfektionieren. Und das andere vielleicht auch! And the winner is... Bei der «Schlussabrechnung» hatte ein alter Bekannter die Nase vorn. Mirco Auer vom SAS Bern entschied die Beppi-Cup Gesamtwertung für sich. Aline Bütikofer Rangliste Herren: 1. Mirco Auer, SAS BE; 2. Markus Indermühle, Krattigen; 3. Rolf Marmet, Lenk. Frauen: 1. Claudia Dubler, Eriswil; 2. Cynthia Denzler, SAS ZH; 3. Tina Lüdi, Eriswil. Männer bis 50: 1. Luc Girardin, SAS Genf; 2. Dominik Aerni, SAS BA und Nicolas Weinmann, SAS LA.

Conditions excellentes et esprit de compétition Après les conditions météorologiques déplorables de l’an dernier, le soleil du Saanenland a souri aux nombreux compétiteurs venus truster les premiers rangs de l’édition 2006 de la Beppi-Cup. Un soleil radieux et une piste en parfaite condition ont attiré plus d’une centaine de coureurs à Saanen. Représentants de toutes les sections du SAS, les participants étaient non seulement issus des quatre coins du pays mais également des générations les plus diverses. En effet, le plus âgé des concurrents était de plus de 80 ans l’aîné du plus jeune de ceuxci. L’esprit de compétition ne connaissant toutefois pas de limite d’âge, la lutte pour les centièmes

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fut acharnée dans toutes les catégories. Championnats bâlois et bernois En plus de la Beppi-Cup et de la traditionnelle «Sie+Er», les titres de champions bâlois et bernois étaient également en jeu cette année. Ces compétitions internes à la Beppi-Cup sont organisées en collaboration avec les universités respectives et visent à attirer les étudiants adeptes du ski de compétition. Alors que Daniela Strässler remporte le titre chez les Bâloises, c’est Stefan Gasser qui s’assure le trophée réservé aux étudiants du bord du Rhin. Chez les Bernois, Gilles Frôté l’emporte devant Christoph Müller et Miriam Spychiger.

Un peu de tendresse Le moment le plus attendu du week-end – la «Sie+Er» – mit une nouvelle fois plus l’humour des participants que leurs muscles à contribution. En effet, pour remporter cette compétition, il ne suffit pas d’être un skieur rapide, il est également nécessaire de disposer de qualités particulières en matière de tactique de course et d’embrassade. A ce jeu, Cynthia Denzler et Mirco Auer se montrèrent les plus rapides. Ils dévalèrent la piste avec une rapidité inégalée, échangèrent leur dossard avec une routine surprenante, et ne perdirent aucun temps superflu en embrassades, pour finalement soulever la coupe le soir venu. Celles et ceux qui ambitionnent de


Alpint Alpin Alpin

Skirennen (oben), Startnummernübergabe an den Partner (mitte) und die reglementarisch definierten Zärtlichkeiten (unten) prägen jedes Jahr das «Bebbi-Cup»Wochenende in Saanen. Abü

Giant Trophy

battre ce couple l’année prochaine seraient bien inspirés de débuter un entraînement intensif sans plus attendre, et ce, sans négliger aucune des disciplines de cette compétition bien particulière. Et le grand vainqueur est... Dimanche soir, au moment du décompte final, il fallut se rendre à l’évidence : une vieille connaissance avait une nouvelle fois le nez devant. Mirco Auer, SAS Bern, remporte la coupe 2006 devant les deux Oberlandais Markus Indermühle et Rolf Marmet. Cynthia Denzler du SAS Zurich quant à elle n’a été devancée que par Claudia Dubler et s’assure ainsi le deuxième rang devant Tina Lüdi. ABü / Gilles Frôté

Denzler und Netzer siegen Trotz unsicheren Wetterverhältnissen konnten 11./12. März am Rinerhorn (Davos) sechs Riesenslalom-Läufe durchgeführt werden. Bei optimal hergerichteter Piste (teils leichter Schneefall) und einer familiären Atmosphäre siegten Cinthya Denzler und Conradign Netzer. mg Frauen: 1. Cinthya Denzler (SAS ZH); 2. Daniela Strässler (SAS BA); 3. Fabia Schiefer (RG Werdenberg); 4. Barbara Kaiser (SAS ZH); 5. Claudia Süss (Rothrist); 6. Carol Schmid (SAS ZH); 7. Rahel Berger (Aeschi); 8. Marion Hess (SAS ZH). Männer: 1. Conradign Netzer (SV Andeer); 2. Mirco Auer (SAS BE); 3. Luc Girardin (SAS GE); 4. Christian Michel (SAS ZH); 5. Reto Schmid (Trogen); 6. Fabian Denzler (SAS ZH); 7. Daniel Seidl (Pizol Wangs-Sargans); 8. Florian Schmid (Zürileu).

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Italo-Suisse à Verbier du 29 mars au 2 avril 2006

Organisation parfaite La neige qui était tombée en abondance les jours qui précédaient les Italo-Suisse, un soleil radieux, deux équipes surentraînées après deux années de pause, une station magnifique, une organisation parfaite d’Olivier Brunisholz et une participation impressionnante nous préparaient à vivre cinq jours de ski et de vie sociale mythique.

De Marc Walpoth

En effet, l’équipe italienne, la suisse, de nombreux AH/D et italiens du SC18 se sont retrouvés dès le mercredi soir 29 mars à l’Hôtel King’s Parc pour un premier verre avant de descendre plus bas dans le village pour déguster une fondue au fromage ou chinoise. Lors du premier dîner nous avons retrouvé nos huit concurrents italiens, avec lesquels nous avons immédiatement tissé des liens de fraternité, sans pour autant oublier l’esprit de compétition. Finalement, pour que les Italiens digèrent correctement ces montagnes de fromage, nous les avons entraînés dans le fameux pub Mont Fort ou nous avons «éthyliquement» tenté de les déstabiliser sans grand succès ! Après une courte nuit et un réveil matinal pour découvrir le magnifique domaine skiable de Verbier, quelle tristesse que de ne pas voir les quatre jeunes élites de l’équipe italienne dont le sms de Michela Passarelli en disait long de la nuit précédente: «la situazione qua e piutosto critica, arriviamo piu tardi…». Lionel Journot et Markus Jungo, habitué de la station de Verbier, nous emmena tester nos jambes dans une fabuleuse poudreuse des contreforts du Tortin. A midi, quatre très chic «cari amici» débarquèrent en vestes, pantalons, gilets, pulls et j’en passe frappé des couleurs du SC18 pour finir une journée bien épuisante dans le domaine skiable. Le soir venu, un apéritif gargantuesque nous fut offert par Monika

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et Martin Kessler à l’Hôtel King’s Parc avec en arrière plan un film des exploits de Dominique Perret, le skieur de l’extrême du siècle. Puis, vers 20h30, lors du dîner au restaurant Sonalon qui était rempli de près de 80 membres du SC18 et du SAS, vint le grand moment ou les deux capitaines des équipes présentèrent leur équipe. Le team italien était composé de Giulia Kropf, Michela Passarelli, Luca Emo Capodilista, Massimiliano Kropf, Leopoldo Pirro, Filippo Gandini, Amadeo Reale et Emanuele Reale et le team suisse de Pascale Schweizer (SAS GE), Daniela Strässler (SAS BA), Thomas Fisler (SAS ZH), Anthony Aho (SAS LA), Henri Brunisholz (SAS GE), Felix Gey (SAS FR), Manu Ravano (SAS LA), Lionel Journot (SAS FR) et Pierre-Alain Cerralli (SAS GE). Chaque homme reçut une magnifique cravate SAS-SC18 et les dames un foulard SAS. Le lendemain matin, jour de course! Après un mélange de pluie et de neige qui était tombé toute la nuit, les pistes ne pouvaient ouvrir que vers 10h00 et notre course fut légèrement retardée pour permettre aux adeptes de poudreuse de se faire plaisir. Le slalom géant était bien tracé et ne présentait aucune difficulté, malgré une neige bien molle et un soleil éclatant. Encouragés par les membres du SC18 et du SAS, par les deux présidents Piero Colonna et Marc Russenberger et par les deux organisateurs Olivier Brunisholz et Clemente Reale, le moral était au beau fixe dans les deux camps. Vers 12h00, les équipes s’élançaient dans un ordre tactiquement préparé à tour de rôle, les résultats que tous attendaient ne furent pas communiqués, la seule fuite donnée par les organisateurs nous apprit que les deux équipes étaient très proches. Après cette course, où personne n’avait chuté, les teams AH/D s’élançaient sur nos traces (Ador, Belloni, Brunisholz,

Calame, Emo Capodilista, Carraro, Cattaneo, Colonna, Dona, Gattiker, Greco, Gregorini, Gressvig, Gyot, Heer, Hermann, Innocenti, Jungo, Kohler, Michelli, Pierobon, Reale, Reymond, Rochat, Rebecchini, Simone, Soave, Steinbrunner, Troller, Viansson, Von der Muehll, Wagner, Walpoth, Zumsteg). Après ce géant agité, nous nous sommes tous retrouvés à la Marmotte pour un repas copieux. Le reste de l’aprèsmidi s’est résumé pour nombre d’entre nous par une sieste en vue de nous préparer au match de curling interclub actifs et seniors. Après quelques glissades sur la glace, un apéritif chez Francine et Jean Kohler attendait AH/D avant de nous retrouver tous pour un dîner au restaurant du Golf des Esserts avec à la clef les premiers résultats qui donnaient au team italien une avance de 16 centièmes de seconde sur le team suisse, ce qui nous laissait toutes nos chances pour le super-G du lendemain. Pour être frais pour les deux superG du lendemain, tous ont rapidement disparu au lit. Le samedi matin le temps nous empêchait de voir le bout de nos spatules, mais déterminé à reprendre les 16 petits centièmes concédés aux Italiens la veille, l’équipe suisse était prête à tout. Les deux super-G très rapides dans un jour blanc quasi total ont fait peur à plus d’un, mais la rage de vaincre surmontait toutes nos peurs. Le premier coureur de la première manche, Leopoldo Pirro (SC18), abandonna après une chute sans mal, ce qui donnait à nouveau tous les espoirs aux suisses. Malheureusement la deuxième manche réserva de mauvaises surprises avec l’abandon italien de Michela Passarelli et l’abandon suisse de Anthony Aho et la disqualification de Felix Gey, ce qui nous coûta la victoire. Le règlement autorise à un seul homme et une seule femme de chuter et les Suisses ne pou-


Alpint Alpin Alpin

vaient plus aligner que 4 hommes au lieu des 5 requis. Après un repas pris dans l’allégresse de la fin des courses, la journée se termina par de belles descentes, sans encombre. Après 20 minutes de marche dans la haute neige, nous avons enfin rejoint le restaurant de La Marlena ou un dîner excellent offert par Philippe Calame et Luca Micheli (COGES SA, Genève) nous attendait. Avant de passer au dessert, Olivier Brunisholz prit la parole pour nous annoncer les résultats finals des ces deux jours de courses. L’équipe gagnante de ces Italo-Suisses 2006 à Verbier est… est : «la scadra del Sci Club 18». Mais les Suisses tant les actifs avec Manu Ravano et Thomas Fisler que les AH/D avec Lorenz Heer ont raflé en guise de consolation les prix individuels.

Piero Colonna, président du SC18, participait à ses derniers Italo-Suisse en tant que président et nous fit part de l’un de ces vœux, il souhaitait que les Italo-Suisse aient lieu à nouveau chaque année. Ivan Wagner, vice-président du SAS remit le challenge équipe senior mixte et échangea sa cravate avec Piero Colonna en signe de l’amitié qui lie ces deux clubs depuis 1936. Chaque participant reçut du SC18 un beau plateau à fromage gravé SAS-SC18. Après un dessert bien arrosé, tous ont tenté de prendre le chemin enneigé et très glissant qui menait au fameux Farm. Les jeunes, renforcés par un nombre incalculable de moins jeunes, ont dansé jusqu’aux petites heures du matin sur des rythmes endiablés. Le dimanche matin, après un sommeil trop court et de difficiles

adieux, chacun de nous suivit sa route, les souvenirs plein la tête pour reprendre le train-train quotidien de nos études respectives. Nous avons néanmoins eu l’agréable surprise de croiser encore Clemente et Amadeo Reale qui voulait profiter de la neige et du soleil suisse avant de prendre la route pour Roma.

Des médailles comme aux jeux olympiques. MWa

Nous tenons particulièrement à remercier Olivier Brunisholz, Clemente Reale, Monika et Martin Kessler, Francine et Jean Kohler, Philippe Calame et Luca Micheli (COGES SA, Genève), Berthaudin Marcel SA, Téléverbier, le SC18, le SAS et finalement tous les participants pour ces cinq jours fabuleux. A la prochaine à Cortina. Vive les Italo-Suisse. Die deutschsprachige Übersetzung befindet sich auf der folgenden Seite.

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Italo-Suisse in Verbier vom 29. März bis zum 2. April 2006 Viel Schnee, die schönste Sonne, zwei übertrainierte Teams nach zwei Jahren Pause, ein grossartiges Gebiet, eine effiziente und tolle Organisation von Olivier Brunisholz und eine unglaublich hohe Beteiligung waren die Grundlagen für fünf Tagen vom Feinsten, Ski und soziales Leben. Am Abend des 29. März trafen sich die zwei Mannschaften, viele AH/D und so viele Italiener des SC18 um ein Käseoder Fleisch-Fondue zu essen. Schon da knüpften wir enge freundliche Beziehungen mit den Italienern, ohne den Renngeist zu vergessen. Um die Verdauung der KäseFondue der Italiener zu vereinfachen versuchten wir sie zu destabilisieren, indem wir die zum berühmten Pub Mont-Fort brachten um ein paar Bier zu trinken, leider ohne grossen Erfolg. Nach einer kurzen Nacht waren alle bereit, das wundervolle Skigebiet zu erkunden. Alle? Nein, vier junge Italiener waren noch im Bett, als wir ein SMS von Michela Passarelli erhielten: «la situazione qua e piutosto critica, arriviamo piu tardi…». Alles war klar, die hatten entweder Mühe mit dem Käse oder mit den vielen Bieren. Lionel

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Journot und Markus Jungo brachten uns an die schönsten Orte von Verbier, um die Tiefschneehänge vom Tortin auszuprobieren. Endlich, um Mittag, trafen wir vier sehr schicke «cari amici» mit Hose, Jacke, Gilet, Pulli und T-Shirt bewappnet mit den Farben des SC18, um diesen erschöpfenden Tag zu beenden. Am gleichen Abend waren wir von Monika und Martin Kessler im King’s Parc Hotel zu einem Apero eingeladen. Im Hintergrund spielte ein Film die Erfolge vom Extremskifahrer des Jahrhunderts, Dominique Perret. Während des Diners im Restaurant Sonalon, der mit ungefähr 80 SC18 und SAS Mitgliedern gefüllt war, kam die erwartete Teamprä­ sentation. Das italienische Team zählte Giulia Kropf, Michela Passarelli, Luca Emo Capodilista, Massimiliano Kropf, Leopoldo Pirro, Filippo Gandini, Amadeo Reale und Emanuele Reale. Das Schweizer Team bestand aus Pascale Schweizer (SAS GE), Daniela Strässler (SAS BA), Thomas Fisler (SAS ZH), Anthony Aho (SAS LA), Henri Brunisholz (SAS GE), Felix Gey (SAS FR), Manu Ravano (SAS LA), Lionel Journot (SAS FR) und PierreAlain Cerralli (SAS GE). Jeder kriegte eine wunderschöne

SAS-SC18-Kravatte oder ein SAS-Halstuch. Am nächsten Morgen, nach einer Nacht mit viel Regen und Schnee, konnten die Pisten erst um 10 Uhr geöffnet werden und unser Rennen startete erst um 12 Uhr – ganz zur Freude der Tiefschneefahrer! Trotz weichen Schnees und blendender Sonne war der Riesenslalom schön und einfach gesteckt. Unterstützt von allen SC18 und SAS Mitgliedern, von den zwei Präsidenten, Piero Colonna und Marc Russenberger und von den zwei Organisatoren Olivier Brunisholz und Clemente Reale starteten die zwei Mannschaften in eine taktische Reihenfolge. Die Zeiten wurden nicht kommuniziert und der einzige Hinweis, den wir erhielten, war dass es sehr sehr knapp war. Nach den beiden Teams starteten die AH/D (Ador, Belloni, Brunisholz, Calame, Emo Capodilista, Carraro, Cattaneo, Colonna, Dona, Gattiker, Greco, Gregorini, Gressvig, Gyot, Heer, Hermann, Innocenti, Jungo, Kohler, Michelli, Pierobon, Reale, Reymond, Rochat, Rebecchini, Simone, Soave, Steinbrunner, Troller, Viansson, Von der Muehll, Wagner, Walpoth, Zumsteg). Am Ende dieses spannenden

Rennens gingen wir alle zusammen in La Marmotte essen. Den Nachmittag verbrachte man mit Siesta um sich zu erholen und um sich fürs Interclub-AktivSenior Curling Turnier vorzubereiten und auch um unsere Super-G-Skis zu präparieren. Nachdem alle ein bisschen auf dem Eis gerutscht waren, gab es für die AH/D ein Apero bei Francine und Jean Kohler. Fürs Abendessen trafen sich alle im Restaurant du Golf des Esserts um zu essen und die ersten Rennergebnisse mitzukriegen. Die Italiener lagen mit 16 Hundertstel vor den Schweizern, so dass wir noch alle Chancen hatten fürs Super-G. Alle gingen schnell ins Bett um frisch und klar für den nächsten Morgen zu sein. Am Samstagmorgen gab es so viel Nebel, dass man kaum unsere Skispitzen sah. Wir mussten aber die 16 Hundertstel unbedingt aufholen und wir waren bereit, alles zu machen. Die zwei Super-G waren sehr schnell und direkt gesteckt aber unsere Ambition zu gewinnen, übertraf unsere Angst. Der erste des ersten Laufs war Leopoldo Pirro des SC18, der leider stürzte (ohne weitere Folgen). Im zweiten Lauf ging es

nicht so leicht. Eine Italienerin, Michela Passarelli, und ein Schweizer Anthony Aho, mussten aufgeben und Felix Gey wurde disqualifiziert. Das kostete uns den Sieg! Das Reglement erlaubt nur einem Mann und einer Frau zu stürzen und somit waren die Schweizer nur mit 4 Männern anstatt mit 5 ins Ziel gekommen. Nachdem der Renndruck vorbei war, lief der Tag ganz ruhig mit einem gemütlichen Mittagessen weiter. Am Abend, nach einem 20-minütigen Spaziergang im Tiefschnee, erreichten wir endlich La Marlena wo uns ein grossartiges Diner, das von Philippe Calame und Luca Micheli (COGES SA, Genève) offeriert wurde. Vor dem Dessert teilte uns Olivier Brunisholz die Zeiten und die siegreiche Mannschaft mit. L’équipe gagnante de ces Italo-Suisses 2006 à Verbier est… est : «la scuadra del Sci Club 18». Aber die Schweizer sowohl die Aktiven mit Manu Ravano und Thomas Fisler als auch die AH/D mit Lorenz Heer nahmen alle individuelle Preise mit. Piero Colonna, Präsident des SC18, nahm an seinem letzten Italo-Suisse teil und wünschte sich, das Rennen zwischen den beiden Clubs jedes Jahr durchzuführen.

Ivan Wagner, VizePräsident des SAS gab den Challenge équipe senior mixte und tauschte seine Krawatte mit Piero Colonna im Zeichen einer langjährigen Freundschaft dieser zwei Clubs, die seit 1936 die Italo-Suisse durchführen. Jeder Teilnehmer kriegte ein schönes Käseplateau (mit SC18SAS eingeritzt). Nach dem Dessert und vielen Toast ging es wieder runter auf den schlüpfrigen Weg ins Tal. Es landeten zahlreiche AH/D wie auch alle Jungen im berühmten «Farm», wo wir alle bis spät in der Nacht tanzten. Am Sonntagmorgen, nach einer sehr kurzen Nacht und schweren Trennungen, ging jeder seinen Weg nach Hause. Trotz der langen Reise bis nach Rom trafen wir noch Clemente und Amadeo Reale auf den Pisten. Wir möchten herzlich Olivier Brunisholz, Clemente Reale, Monika und Martin Kessler, Francine und Jean Kohler, Philippe Calame und Luca Micheli (COGES SA, Genève), Berthaudin Marcel SA, Téléverbier, den SC18, den SAS und schliesslich allen Teilnehmern danken für diese fünf unvergesslichen Tage. Bis zum nächsten Mal in Cortina. Vive les Italo-Suisse!

Die Equipe des SAS (links) und des SC18 (rechts) am Italo-Suisse 2006. MWa


Nordisk Nordique Nordisch

Saisonbilanz Nordisch

Erfolgreiche Saison Die Nordischen erzielten in der vergangenen Saison

Thomas Nyikos wurde an den Schweizer Meisterschaften 8. im Sprint. OWü

Topleistungen. Der SAS war am Weltcup in Davos vom 4./5. Februar mit zwei Langläuferinnen und fünf Langläufern vertreten. Bettina Gruber qualifizierte sich für die U23 WM, Andrea Florinett brillierte mit einem 11. Rang am Engadiner und Sandra Gredig (Kandidatin SAS Bern) und Andrea Florinett gewannen an den Schweizer Meisterschaften je eine Bronzemedaille.

Die guten Leistungen verschiedener SAS-lerinnen und SASler wurden auch von Swiss Ski honoriert. So konnten gleich fünf SASler, eine SASlerin und eine Kandidatin am Weltcup vom 4. und 5. Februar in Davos starten. Das gab es in der Geschichte des SAS Nordisch noch nie! Auf der 1.1 Kilometer langen Sprintstrecke kämpften am Samstag bei den Herren Gaudenz Flury (38.), Thomas Nyikos (39.) und Gian Caviezel (61.) vergeblich um den Vorstoss ins Finale. Sandra Gredig (Kandidatin SAS Bern) und Bettina Gruber gaben ihr Bestes auf dieser schwierigen Strecke und klassierten sich im 41. bzw. 50. Rang. Auch am Sonntag war der Kampf gegen die Weltelite hart. Sandra Gredig lief über 10 Kilometer Klassisch auf den 52. Rang, während sich Armon Steiner und Andrea Florinett über 15 Kilometer Klassisch ein internes Duell lieferten und die Plätze 72 bzw. 73 belegten. Olympia- und WM-Projekt 2006/07 Die Qualifikationskriterien für die Olympiade in Turin waren sehr hoch angesetzt, und es war von

Anfang an klar, dass es für das Bündner Trio Bettina Gruber, Gaudenz Flury und Andrea Florinett schwierig sein würde, in nur wenigen Monaten die Qualifikationshürde zu schaffen. Dazu kam, dass es für Athletinnen und Athleten, die keinem Kader von Swiss Ski angehören, ungleich schwieriger ist, sich für internationale Titelkämpfe zu qualifizieren. Trotz grossem Einsatz und guten Resultaten verpassten sie die Qualifikation (siehe auch Artikel in der Februar Ausgabe). Bettina verbuchte dann aber international doch noch einen achtbaren Erfolg mit ihrer Teilnahme an der U23-WM (siehe Artikel in der Februar Ausgabe). Auch wenn sich keiner der drei für die Olympiade qualifiziert hat, ist es wichtig, dass diese Athleten, die über ein grosses Potenzial verfügen, voll unterstützt werden. Denn der Weg an die Spitze braucht Zeit und lässt sich nur mit einem bedingungslosen Einsatz über mehrere Jahre erreichen. Nach einer kurzen Erholungspause im Frühling visieren nun alle drei die WM in Sapporo als das nächste grosse Ziel an.

Top 20 Klassierungen an Continentalcups und Fis Rennen Bei Continentalcups erreichte Bettina Gruber einige Top 4 Klassierungen und Andrea Florinett lief mehrmals in die Top 20. Bei mehreren FIS Sprints standen Gaudenz Flury und Sandra Gredig auf dem Podest, während Thomas Nyikos einige Top Ten Resultate erreichte. Engadiner und andere Volksläufe Beim Nachtsprint in Sils, der jeweils am Freitagabend vor dem Engadiner stattfindet, siegte Gaudenz Flury vor versammelter Welt­ elite und feierte damit seinen bisher wichtigsten Erfolg. Der Marathon am Sonntag stand ganz im Zeichen des bissig kalten und sehr kräftigen Nordwindes. Bei Temperaturen um die Minus 10 Grad Celsius und heftigstem Gegenwind wurde den Teilnehmern alles abverlangt. Andrea Florinett liess sich durch die widrigen Bedingungen nicht einschüchtern und belegte den starken 11. Rang mit nur 11 Sekunden Rückstand auf den Sieger Mikhail > Fortsetzung siehe nächste Seite.

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Nordisch Nordique Nordisk

Fortsetzung von Seite 21.

Botvinov, der an der Olympiade in Turin eine Bronzemedaille gewonnen hatte. Bettina Gruber und Sandra Gredig erreichten nach einem beherzten Rennen den guten 14. bzw. 17. Rang. Unter den Top 100 klassierten sich auch Thomas Nyikos (35.), Armon Steiner (41.), Adriano Iseppi (60.), Christoph Burckhardt (70.), Boris Fischer (71.), Gaudenz Flury (73.) und Peter Bebi (83.). Für weitere gute Resultate an Volksläufen bei den Herren sorgten Andrea Florinett, der den Einsiedler Skimarathon gewann und auch bei anderen Volksläufen jeweils vorne dabei war sowie Flavio Cageniard und Thomas Nyikos. Bei den Frauen erreichte Antonia Bünter verschiedene Top 10 Klassierungen. Bündnermeisterschaften Im Einzellauf über 5 Kilometer Klassisch holte Bettina Gruber den Bündnermeistertitel und Yvonne Gantenbein sicherte sich den 4. Platz. Bei den Herren lieferten sich Andrea Florinett und Armon Steiner über 10 Kilometer Klassisch ein Kopf an Kopf Rennen, welches Armon knapp für sich entscheiden konnte. Auch Thomas Nyikos, Gaudenz Flury und Gian Caviezel nutzen die Startgelegenheit und liefen auf die Plätze 4, 6 und 7. Bettina Gruber gewann zusammen mit ihren jungen Churer Kolleginnen

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die Silbermedaille in der Staffel, während Armon Steiner, Gaudenz Flury, Andrea Florinett und Gian Caviezel Gold holten.

Gaudenz Flury erlebte eine Saison mit Ups and Downs – die Olympiaquali schaffte er nicht. OWü

Andrea Florinett gewann im letzten SM-Rennen des Jahres Bronze über 50 Kilometer. Alex Walpen

SM als starker Saisonabschluss Die Bilanz der Nordischen an den Schweizer Meisterschaften darf sich auch dieses Jahr sehen lassen. Sandra Gredig (Sprint) und Andrea Florinett (50 km) gewannen je Bronze, und die Staffel der Männer lag bis zum Schlussabschnitt auf Medaillenkurs, landete dann aber auf dem 6. Platz. Die Nordischen zeigten auch in der vergangenen Saison wieder sehr gute Leistungen und sie durfte die wohlverdiente Frühlingspause geniessen – bis im Mai der Start ins Sommertraining erfolgte. Alexandra Strobel

Yvonne Gantenbein (links) und Boris Fischer holten sich die Schweizer Meistertitel im Ski-OL. Martin Jörg Anmerkung der Redaktion: Mehr zum Thema Ski-Orientierungslaufen folgt in der kommenden Ausgabe (Nr. 64) des SAS-Magazins.

Resultate Schweizer Meisterschaften Männer 15 km Klassisch (2.3.2006): 1. Reto Burgermeister, 42:07,7; 2. Christian Stebler, 42:33,2; 3. Gion Andrea Bundi, 42:56,8; 6. Andrea Florinett (SAS ZH), 43:20,1; 19. Armon Steiner (SAS ZH), 45:38,4; 28. Christoph Burckhardt (SAS BE), 47:06,6; 31. Thomas Nyikos (SAS ZH), 47:29,3; 36. Gaudenz Flury (SAS ZH), 49:15,9. Sprint Freistil 1 km (22.3.2006): 1. Peter von Allmen, 2:26,8; 2. Ronny Heer,

2:34,1; 3. Bundi, 2:35,1; 8. Thomas Nyikos, 2:43,7; 15. Flavio Cagienard (SAS BA), 2:42,8; 21. Flury, 2:48,5; 22. Alexander Walpen (SAS BE), 2:58,6; Doppelverfolgung 2 x 10 km (23.3.2006): 1. Curdin Perl, 56:06,8; 2. Bundi, 56:14,2; 3. Remo Fischer, 56:16,4; 11. Florinett, 59:19,7; 14. Steiner, 1:01:48,3; 22. Flury, 1:09:07,9. 50 km Massenstart Freistil (25.3.2006): 1. Fischer, 2:05:52,6; 2. Perl, 2:06:25,4; 3. Florinett, 2:06:32,8;

18. Thomas Nyikos, 2:10:18,3; 29. Caviezel, 2 :17:21,3. Staffel 3 x 10 km (26.3.2006): 1. Arve Mols (Andreas Romer, David Romer, Fischer), 1:22:27,8; 2. Grenzwache (Diezig, Leccardi, Livers), 1:22:28,7; 3. Davos (Burgermeister, Joel Heer, Frei), 1:22:47,1; 6. SAS (Steiner, Florinett, Nyikos), 1:26:15,9. Frauen 10 km Klassisch (2.3.2006): 1. Laurence Rochat, 32:24,9; 2. Natascia

Leonardi Cortesi, 33:00,6; 3. Seraina Mischol, 33:06,8; 8. Bettina Gruber (SAS ZH), 35:55,6; 11. Sandra Gredig (SAS BE), 37:26,4. Sprint Freistil 1 km (22.3.2006): 1. Mischol, 2:52,2; 2. Rochat, 2:48,5; 3. Gredig, 3:08,7; 9. Gruber, 3:10,0 Doppelverfolgung 2 x 7.5 km, 23.3.2006): 1. Leonardi Cortesi, 29:03,4; 2. Rochat, 29:24,3; 3. Mischol, 30:15,9; 11. Gruber, 33:24,7; 13. Gredig, 33:46,7.

30 km Massenstart Freistil (25.3.2006): 1. Leonardi Cortesi, 1:16:41,4; 2. Rochat, 1:19:22,7; 3. Doris Trachsel, 1:20:27,7; 18. Gruber, 1:27:30,2. Staffel 3 x 7.5 km (26.3.2006): 1. Davos (Mischol, Van der Graaff, Gredig), 42:52,1; 2. OrientSentier (Aubert, Dubois, Capt), 45:34,2; 3. Les Diablarets (Pichard, Jation, Pichard), 46:38,3 Im Frauenrennen war keine SAS-Staffel am Start.


Olympiske Leker Jeux Olympiques Olympische Spiele

Olympische Spiele in Torino, 10.-26. Februar 2006

Enthusiastische Helfer und «die alte Dame» Der Zürcher Sektionspräsident Christoph Nater durfte an der Seite seines Vaters Hans * – als dessen «offiziell akkreditierte Begleitperson» – die Olympischen Spiele von Torino erleben. Hier seine Eindrücke... * siehe auch Bericht auf der folgenden Seite.

Christoph Nater (links) mit der Schweizer Silbermedaillengewinnerin Martina Schild. zVg

«Und doch bringen sie es immer wieder rechtzeitig fertig, diese Italiener... Hatte man bereits beim Begräbnis des Papstes im Jahre 2005 aufgrund einer zu erwartenden Menschenmenge von unlösbaren organisatorischen Aufgaben gesprochen (zu Unrecht, wie sich in der Folge herausstellte), wurde dieses Jahr in den hiesigen Medien kurz vor der Eröffnung der Winterspiele in Turin von noch in der Bauphase befindlichen Stadien, grossen organisatorischen Lücken und finanziellen Engpässen berichtet, was nichts Gutes erahnen liess. Zuletzt war jedoch trotzdem nahezu alles perfekt vorbereitet und die Spiele konnten unter guten Voraussetzungen beginnen. * Eindrücklich waren aus meiner Sicht einerseits die unzähligen

Helfer, die die Spiele mit viel Leidenschaft und Enthusiasmus unterstützten, andererseits aber auch die enormen Sicherheitsvorkehrungen, welche vor den Stadien bzw. in den Skigebieten vorgenommen wurden – so wurden zum Beispiel vor jedem Eintritt genaue Personen- und Fahrzeugkontrollen durchgeführt und ohne die passende Bewilligung wurde der Einlass strikte verweigert. Der organisatorische Aufwand, der mit einem derartigen Grossanlass verbunden ist, ist schlichtweg enorm – und er hat sich gelohnt! Für mich waren diese Spiele ein grossartiges und unvergessliches Erlebnis – sie widerspiegelten erneut, wie Sport verbinden und Emotionen erwecken kann! * Klar, die Schweizer Athleten sind in Turin über sich hinaus gewachsen und haben unser Land mit über einem Duzend Medaillen in Feststimmung versetzt bzw. die Schweizer Nationalhymne mehrmals erklingen lassen. Gleichzeitig muss aber

am Selektionsmodus von Swiss Ski für die Teilnahme an den Spielen insbesondere hinsichtlich unseres Päuli aus der Bündner Bergwelt Kritik geübt werden, hätte dieser Top-Athlet und Bagger-Spezialist doch mit grosser Wahrscheinlichkeit eine weitere bronzene Medaille in der Kombination (ob hierbei diejenige von Abfahrt/Slalom oder doch eher diejenige von Baggern/ Medienvergraulen gemeint ist, sei dahingestellt) für unser Land gewonnen... * Die Italiener standen voll hinter diesem Grossanlass und unterstützten ihn in allen Belangen mit viel Aufwand und Begeisterung. Sobald jedoch «die alte Dame» (Juventus) im nahe gelegenen Stadion Fussball spielte, musste kein freiwilliger Fahrer gesucht, kein Bier getrunken und keine Medaille vergeben werden – denn in einem solchen Zeitpunkt steht Torino still** – auch während den Olympischen Spielen 2006.» Christoph Nater ** Dieser Artikel wurde vor dem «Calciogate»Skandal geschrieben. Red

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Olympische Spiele Jeux Olympiques Olympiske Leker

SAS-ler an den Olympischen Spielen, Spezialstamm in Zürich am 28. Februar 2006

«We are still on fire!» «We are still on fire!» – mit diesen aus dem Schweizer Teammotto abgeleiteten Worten begrüsste der Zürcher Präsident am 28. Februar rund 50 SAS-lerinnen und SAS-ler aus den Sektionen Zürich, Basel, Bern und Fribourg zum Spezialstamm. Im Zentrum waren SAS-ler, die an der Olympiade im Einsatz standen.

Dr. med. Walter Frey war als Mitglied des Medical Team der Schweizer Olympioniken vor Ort.

Urs Lehmann, ehemaliger Skirennfahrer und Weltmeister in der Abfahrt 1993 in Morioka, war als Co-Kommentator für die alpinen Speeddisziplinen im Auftrag des deutschsprachigen Programms auf Eurosport im Einsatz.

Dr. Hans Nater, ist Richter im «Tribunal Arbitrage du Sport» (TAS) und war in dieser Funktion Mitglied des Ad-hoc-Sportschiedsgerichts in Turin.

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Urs Lehmann reiste am Tag vor der Eröffnungsfeier nach Sestriere, wobei ihm insbesondere die schlechten Strassen in Erinnerung blieben. Um die notwendige Akkreditierung zu erlangen (und die Organisation kennen zu lernen), benötigte er den ganzen folgenden Tag. Seine Stimmung war entsprechend schlecht, und am zweiten Abend telefonierte Urs Lehmann mit seiner Frau Conny: «Ich wäre froh, wenn ich wieder nach Hause kommen könnte.» Im Verlaufe der Spiele stellte er dann eine Steigerung in der Organisation fest, beurteilt die Spiele schlussendlich als einen tollen Anlass, wenn auch mit wenig Charme. Der Pistenpräparation, einem wichtigen Teil für die alpinen Wettkämpfe, stellte er ein sehr gutes Zeugnis aus. Die Leistungen der Schweizer waren seines Erachtens ebenfalls olympiawürdig, konnte die Schweizer Mannschaft doch 14 Medaillen ergattern. In Calgary holte die Schweiz 1988 15 Medaillen. Jedoch gilt es zu bemerken, dass die Athletinnen und Athleten aus den «neuen» Sportarten acht der 14 Medaillen holten, die bereits in Calgary vertretenen Disziplinen jedoch nur noch sechs Medaillen einbrachten. Torino und Sestriere: Der «doppelte Walter» Walter Frey war Mitglied des Medical-Team an den olympischen Spielen. Vorgesehen war er als «Dorfarzt Torino» (verantwortlich für die Schweizer im olympischen Dorf und für die Sportarten Curling und Eislauf). Doch bereits am ersten Abend wurde ihm zusätzlich der Bereich «Ski Damen alpin» (mit

den Trainings und Wettkämpfen in Sestriere) übertragen. So reiste er während der Spiele jeden Morgen von Torino nach Sestriere (Fahrtzeit: zwei Stunden) zu den alpinen Damenskiwettkämpfen und -trainings und am Abend wieder zurück nach Torino, wo er jeweils gegen 19 Uhr ankam; anschliessend ging sein Einsatz in der Eishalle (u.a. mit der Behandlung des zweiten Knies der Nation, demjenigen von Stéphane Lambiel) und im «House of Switzerland» weiter. Entsprechend glich sein Einsatz bezüglich Schlaf eher einer Durchhalteübung als einem medizinischen Einsatz. Hans Nater: Pro Tag ein Fall Anders als Walter Frey (wenig Schlaf) und Urs Lehmann (schlechte Strassen) konnte Hans Nater von genug Schlaf und guten Strassen berichten. Das Ad-hoc Sportschiedsgericht des Tribunal Arbitrage du Sport, welchem Hans Nater angehört, hatte während den Spielen total 15 Fälle zu beurteilen. Hans Nater musste u.a. über die Starterlaubnis eines Marokkaners entscheiden, der die Zulassungsanforderungen des IOC (FIS-Punktelimite) erfüllte, den der nationale Verband aber nicht starten lassen wollte. Als keinesfalls demokratisch bezeichnete er die Spiele: wer nicht über die richtige Akkreditierungskarte verfügte, hatte keine Chance, irgendwo Zutritt zu erlangen. Wer die richtige Karte um den Hals hängen hatte, der kam überall durch. So waren z.B. die Skigebiete während der Dauer der Spiele gesperrt und es gab keinen Zutritt; ausser, man besass die notwendige Zutrittskarte. Dies führte auch dazu, dass die rund 20000 Journalisten (drei «pro» Athlet) sich vorwiegend kritisch zu den Spielen äusserten: sie hatten nicht die Privilegien, die sie sich gewünscht hatten, mussten lange Wartezeiten in Kauf nehmen und brachten ihre persönliche Enttäuschung entsprechend in die Berichterstattung.

Im TV kams gut rüber In der anschliessenden Diskussion kam zum Ausdruck, dass die Wahrnehmung der Spiele am Fernsehen ganz anders war als vor Ort. So zeigte das Fernsehen geschickt Zusammenschnitte und volle Stadien, während die Athleten den Anlass eher als zerstückelte Weltmeisterschaften in einer Retorten­ umgebung mit starker Abschottung erlebten, und die Stadien zumindest jeweils zu Beginn der Wettkämpfe aufgrund der strengen Eintrittskontrollen nahezu leer waren. Eine weitere Feststellung ist die Kommerzialisierung der Spiele. Wenn auch die Werbevorschriften gelockert wurden, sind sie im Vergleich zu anderen Anlässen doch eher restriktiv; so darf z.B. in den Stadien keine Werbung gemacht werden. Dies führte dazu, dass ausserhalb der werbefreien Zone umso grössere Aktivitäten stattfanden und die Werbemaschinerie umso aktiver war. Auch ausführlich diskutiert wurde das Thema Doping. Nach der Meinung von Hans Nater arbeitet hier die WADA (World Anti-Doping Agency) sehr professionell (Kontrollen zu jeder Tag- und Nachtzeit, im Training und im Wettkampf); Urs Lehmann ist da etwas anderer Auffassung und erachtet die Netze als zu wenig engmaschig und die nationalen Unterschiede in den Kontrollen als zu gross. Die Diskussion erstreckte sich auf die Grundsatzfrage der generalpräventiven Wirkung von harten Strafen, dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit und der Problematik eines Berufsverbots. «Olympia-Medaille» für die drei SAS-Protagonisten Zum Abschluss eines interessanten und kurzweiligen Abends überreichte Christoph Nater den drei Protagonisten einen Schoggi-Taler in der Form der Medaillen, wie sie an den olympischen Winterspielen den erfolgreichen Athletinnen und Athleten an den Siegerehrungen überreicht wurden. Martin Wyser


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Mehrkampf Multisport Mangekamp

Der SAS an der Jungfraustafette am 2. Juni 2007

Ein geschichtsträchtiger Event lebt neu auf Die Jungfraustafette ist ein Stück Schweizer Sportgeschichte: Sie wurde in den dreissiger Jahren insgesamt fünf Mal ausgetragen, organisiert von der früheren Fachzeitung «Sport». Wagte man sich damals an die absoluten Grenzen, sind die Limiten für die Neuauflage in einem Jahr völlig andere. Denn vieles hat sich in diesen Jahren total verändert.

Die Etappen und Disziplinen der Jungfrau-Stafette 2007 in der Übersicht. PD

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Den «Sport» gibt es seit den neunziger Jahren nicht mehr, den Gletscher nicht mehr in der damaligen Grösse, und an ein Motorrad- und Autorennen vom Goms nach Lausanne ist angesichts der heutigen Besiedelung und Verkehrsaufkommen nicht mehr zu denken. Und

SportlerInnen, die freiwillig vom Eggishorn nach Fiesch runterrennen, sind eine mittlerweile völlig ausgestorbene Spezie. «Dosierter» Nostalgismus So wollen die Organisatoren der Neuauflage die altehrwürdige Jung-

fraustafette lediglich im Grundsatz, nicht aber im Detail, aufleben lassen. Die Grobroute ist dieselbe wie früher, aber bei der Mikroroute und den Disziplinen gibt es markante Unterschiede: So ist es nicht mehr möglich, aus der Stadt Zürich auf den Flugplatz Dübendorf zu ge-


Mangekamp Multisport Mehrkampf

La course relais du Jungfrau réunit sports traditionnels, sports à la mode et sports mécaniques historiques! La course relais du Jungfrau refait son apparition. Sous les auspices d’Adolf Ogi la course relais qui s’était déjà déroulée entre les années 1931 et 1939, aura à nouveau lieu le 2 juin 2007. Cette course réunit de manière unique sports traditionnels, sports à la mode et sports mécaniques historiques. Cette course au caractère polysportif et unique au monde, aura à nouveau lieu le 2 juin 2007 entre Zurich, le Jungfraujoch, l’Eggishorn, Sion, Lausanne et Zurich. Des monoplans (années de construction jusqu’à 1950), des biplans (années de construction jusqu’à 1960), des motos et des automobiles (années de construction jusqu’à 1939) parcourront les distances respectives en un temps prescrit. Toutes les

langen – deshalb finden sich die Übergaben vom Radfahrer an den Piloten auf dem Birrfeld statt. «Bei den ‹mechanischen› Disziplinen verlangen die neuen Reglemente den Einsatz von Oldtimern», erklärt Hans-Ruedi «Stradale» Strässler, der die SAS-Equipe 2007 managen

autres disciplines ont un caractère de compétition et se feront avec des appareils de sports des plus modernes. Outre les sports traditionnels, on retrouvera des sports à la mode tels que le downhill et le vol parapente. 30 équipes sont admises au départ. Les 13 étapes La première étape du parcours mène du musée national suisse à Zurich au couvent Fahr où les coureurs remettront le fanion aux cyclistes. Des avions historiques prendront le départ de l’aérodrome de Birrfeld en direction du Jungfraujoch et. Une fois arrivés, jetteront les fanions aux skieurs. Au bout d’une descente alpine de 12 kilomètres, la course vers le lac de Märjelen commence pour la patrouille des

wird: «Also Flugzeug, Motorrad und Automobil.» Keine Einschränkungen bezüglich Equipement gibt es bei den Läuferstrecken, den Radabschnitten, den Ski-Etappen und dem Gleitschirm (Wie bei den motorisierten Disziplinen ist hier eine Lizenz erforderlich).

glaciers. L’escalade du Eggishorn représente un véritable défi pour les randonneurs en montagne et les pilotes downhill s’élancent, sur leurs vélos high-tech, en direction de Fiescheralp où les parapentistes leur succèdent. Les motards atteignent la ville de Sion sur leurs machines historiques. C’est ici que le départ est donné aux voitures de sport exquises pour leur course en direction de Lausanne. À «la blécherette», les avions sont prêts au départ pour entamer les 140 km de vol qui les séparent de Birrfeld. Le deuxième cycliste surmonte à nouveau le Heitersberg. Au couvent Fahr, le dernier coureur se lance pour les 10 derniers kilomètres. La course relais du Jungfrau prend fin avec la 13eme étape au musée national suisse. PD / Red

Bewilligungsmarathon Früher waren die Kommunikationsmöglichkeiten und die technischen Rahmenbedingungen die massgebenden Limiten, heute sind es die Bewilligungen. Eine Veranstaltung dieser Art durchzuführen heisst auch eine Unzahl von Einwilligun-

> Fortsetzung auf der nächsten Seite.

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Mehrkampf Multisport Mangekamp

Die Streckenführung der Jungfraustafette 2007 (grosses Bild) im Vergleich zur Route der dreissiger Jahre.

Fortsetzung von der vorherigen Seite.

gen einzuholen. Dass es unterschiedliche Instanzen sind, die ihren «Segen» geben müssen oder wollen, macht das Ganze nicht eben einfacher. Adolf Ogi steht vor Der Neuauflage der Jungfraustafette steht alt Bundesrat Adolf Ogi (Uno-Sonderbeauftragter für Sport) vor, das OK steht unter der Führung von Bernhard Brägger (siehe auch Interview nebenan). Brägger hat in den letzten Jahren das legendäre Autorennen auf den Klausen neu aufleben lassen und sich damit einen Namen für die zeitgemässe Neulancierung von historischen Veranstaltungen gemacht.

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Der SAS war schon damals dabei In den dreissiger Jahren klassierte sich der SAS zwei Mal auf dem Podest. Episoden und Zwischenfälle von damals sind in den SASJahrbüchern überliefert. So ging 1931 dem SAS-Motorradfahrer der Treibstoff aus, er erreichte den Übergabeort keuchend zu Fuss. 1933 liefen beim SAS-Autofahrer am Schluss noch drei von sechs Zylindern. Besonderes Glück im Unglück hatte Werner Lindecker, der mit seinem «Tiger Moth»-Flugzeug auf den Gletscher abstürzte, die Havarie aber überlebte. Bei der Neuauflage will nun sein Sohn Jürg an den Start gehen. Roli Eggspühler www.jungfrau-stafette.ch

Der SAS als Erster An der Medienkonferenz vom 18. Mai 2006 auf dem Jungfraujoch wurde das SAS-Team ganz speziell vorgestellt, weil es sich um die erste definitive Einschreibung handelte. Egg Als Teammitglieder wurden von Teamchef Hans-Ruedi Strässler folgende SAS-ler vorgestellt: Matthias Remund (SAS BE), Stefan Kunz, Andrea Florinett, Reto Brunner, Urs Lehmann und Jürg Lindecker (alle SAS ZH) sowie Melchior Bürgin (Sohn von Willi, SAS ZH). Für die Gleitschirm-Etappe sucht das SAS-Team noch einen Piloten (inkl. Ausrüstung), der das erforderliche Brevet hat. Interessenten melden sich bei Hans-Ruedi Strässler.


Mangekamp Multisport Mehrkampf

Bernhard Brägger, OK-Chef der Jungfraustafette 2007

«Die Gletscheretappe macht mir etwas Bauchweh!» Bernhard Brägger, Urner mit Berner Oberländer Wurzeln, ist der Initiant der «neuen» Jungfrau-Stafette. Das SAS-Magazin fragte den Eventprofi über seine Motivation, historische Sportveranstaltungen in der heutigen Zeit neu aufleben zu lassen.

Zur Person Bernhard Brägger stammt ursprünglich aus Frutigen (Kanton Bern), und lebte 30 Jahre im Kanton Uri. Heute ist er in Hünenberg (Kanton Zug) zu Hause. Der gelernte Primarlehrer hat sich als Event-Organisator selbstständig gemacht. Sein bisher bekanntestes «Werk» ist das «Klausen-Memorial». Bernhard ist der Vater von Anita Brägger, der mittlerweile zurückgetretenen 800m-Läuferin.

Der Prototyp des Puma-Spezialschuhs für die Gletscherläufer der JungfrauStafette. Egg

Wie kommt man eigentlich auf die Idee, die altehrwürdige JungfrauStafette neu aufleben zu lassen? Diese Idee kam mir sehr spontan: Ich war mit meiner Tochter am Gigathlon, und da schoss mir dieser Gedanke durch den Kopf. Wobei ich natürlich sagen muss, dass mir die Geschichte der Jungfrau-Stafette seit rund 30 Jahren bekannt ist. Welchen Bezug haben Sie zur «alten» Jungfrau-Stafette? Einige der auf den verschiedenen Etappen vorkommenden Ausdauersportarten betreibe oder betrieb ich selber. Zudem habe ich auch einen Bezug zum Automobilsport. Aber das alles ist nicht die eigentliche Motivation. Ich habe einen riesengrossen Respekt vor den Leistungen, die all diese Pioniere damals erbrachten. Damit meine ich sowohl die Aktiven wie die Organisatoren. Und mit dem Revival möchte ich auch diese Leistungen neu aufleben lassen.

Was machen Sie denn heute gegenüber früher anders? Grundsätzlich anders ist das Prinzip der Sollzeiten. Aufgrund eines moderaten Kilometerschnitts wird auf den motorisierten Etappen das Tempo in Dimensionen runtergeholt, die gegenüber der Bevölkerung, den übrigen Verkehrsteilnehmer und auch mit Blick auf die Belastbarkeit des historischen

Material vertretbar sind. Wer schneller ist als die Sollzeit, bekommt die Differenz als Rückstand zugeschlagen. Wir wollen nicht, dass gerast wird! Und zudem gibt es einen Maximal-Rückstand auf diesen Etappen. Damit möchten wir beispielsweise vermeiden, dass ein Materialdefekt über den sportlichen Ausgang der Stafette entscheidet oder jemand nach einem längeren Zeitverlust versucht, diesen mit halsbrecherischer Fahrt aufzuholen. Und die Strecke wird kaum mehr genau die gleiche sein... (überlegt) Nein, das kann sie unmöglich! Denn viele Strassen von damals sind heute völlig anders. Dies gilt übrigens auch für die Grösse des Gletschers. Stichwort Gletscher. Ist das nicht etwas sehr gefährlich? Ja, die Gletscherpassage macht mir in der Tat noch etwas Bauchweh. Wir versuchen alles mögliche, das Risiko möglichst tief zu halten. Wir postieren Bergführer, wir montie-

ren Fixseile. Und wir sorgen dafür, dass alle «Gletscher-Läufer» geeignetes Schuhwerk erhalten. Wie bitte? Sie als Organisator liefern Spezialschuhe...? Ja, der Sportartikelhersteller Puma fertigt individuelle Spezialschuhe an. Diese Schuhe sind viel robuster als Turnschuhe. Und sie haben massive Metalldornen, die sich ins Eis bohren. Je nach Verhältnissen und Laufstil können die Athleten aus unterschiedlichen Dornen auswählen. Um auf die vorherige Frage zurückzukommen: Passieren kann natürlich immer etwas, denn ein Leben ohne Risiko gibt es nicht. Eine letzte Frage: Haben Sie eine gute Versicherung? Ja, in England! Denn in der Schweiz haben wir keine Versicherung gefunden, die eines ihrer Standardmodule für uns anpassen konnte... (schmunzelt) ...aber es ist ja eigentlich logisch, dass ein Anlass wie die Jungfrau-Stafette nicht ins Normraster einer Versicherung passt. Interview: Roli Eggspühler

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Mehrkampf Mangekamp Multisport

SAS-Pentathlon in Grindelwald am 25./26. März 2006

Die spontane «Norweger-Invasion» Ein grosses Teilnehmerfeld, die Präsenz diverser ausländischer Sportler, Ehrengast Stephan Kunz und tolle Preise prägten das gelungene und erlebnisreiche SAS-Penthatlon-Wochenende in Grindelwald. Trotz der schlechten Wettervorhersage zeigte sich das Wetter für den SAS-Penthatlon von der besseren Seite. Das erfolgreichste nordische SAS-Mitglied aller Zeiten, Stephan Kunz aus dem Fürstentum Liechtenstein, war Ehrengast. Was Rang und Namen hat... Aus allen Sektionen (inklusive Norwegen) waren dieses Jahr SASlerinnen und SAS-ler am Start. Zusätzlich wurden drei Teams aus Grossbritanien, zwei Teams vom Kandahar Club unter der Leitung

von Cleeves Palmer und ein Team von BUSC (British University Ski Club), in Grindelwald empfangen. Am Samstagabend überraschte Duncan Barton im kulturellen Teil mit einem Dudelsack. Auch zwei Teams von SAI (Ski Accademico Italiano) waren unter der Leitung von Alessandro Melloni anwesend. Mit Ausnahme von Alix de Courten (die Lausanner Präsidentin war geschäftlich verhindert) waren alle Sektionspräsidenten in Grindelwald: Ian Russi (Basel), Gilles Frôté (Bern), Felix Gey (Fribourg), Carole Jauffret (Genf) und Christoph Nater (Zürich). Die norwegische Sektion wurde von Rachel Troye, Einar Gleditsch, Rolf Ringdal und einer nach der SHM spontan angemeldeten Gruppe junger nordischer und alpiner Athleten vertreten.

Sieger und Gewinner Das «Molson Brothers»-Team durfte sich als Gewinner feiern lassen (Martin Knapp, Mathias Prüssing, Philipp Schnyder). Die Mannschaft «Right to ski» – der Name wurde in Anlehnung an die befreundete Organisation «Right To Play» gewält – belegte den Silberplatz (Marc Nater, Marc Russenberger, Barbara Grüter). «Telefonkonferenz» erreichte Rang drei (Carole Jauffret, Philippe Döbeli, Felix Gey). Bei der Einzelwertung siegte Martin Knapp mit wenigen Punkte vor Carole Jauffret. Thomas Fisler durfte den (ausgelosten) Hauptpreis entgegennehmen: Eine Woche Heli-Skiing (Sponsor: Agrar Reisen). Je eine TAG Heuer-Chronograph ist nun im Besitz von Barbara Grüter und Urs von Allmen. Robert Kessler / Red

Stilstudien an der Sprungschanze

Urs von Allmen präsentiert den «Oouu-nein-nicht-schon-wiederder-Ischias»-Stil.

Mathieu Boucher präsentiert den «So-hole-ich-Auftrieb-wie-einFlugzeug»-Stil.

Anja Wagner präsentiert den «Hands-up»-Stil.

Pierre Mazureck präsentiert den «Ich-kann-fliegen-und-landen-wieein-Adler»-Stil.

Charly von Wurstemberger präsentiert den «Merde-ich-komme-ja-hoppla-hoffentlich-geht-das-gut-total-schräg»-Stil.

Dominique Strässler präsentiert den «Ich-kann-im-Schwimmen-dann-auchden-Köpfler»-Stil.

Hinweis Die nebenstehenden Fotos sind aus der Sammlung des Grindelwaldner Fotografen Ernst Schudel, der sich freundlicherweise mit einer Publikation im SASMagazin einverstanden erklärt hat. Ernst Schudel führt in Grindelwald ein Fotofachgeschäft und deckt für viele Grindelwaldner Events den Foto-Service ab. So auch (seit 29 Jahren !) für den SAS-Pentathlon. www.fotogrindelwald.ch

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Kontakt: Dr. iur. Marc Russenberger, mrussenberger@vischer.com

Resultate

Die Ehrentafel des Pentathlon 2006

Giorgio Gattiker präsentiert den «WC»-Stil. (männliche Variante).

Carlo Schmid präsentiert den «Uups-ich-muss-ja-noch-meineSchnalle-schliessen»-Stil.

David Sykora präsentiert den «WC»-Stil. (weibliche Variante).

TEAM

Individuell

Gesamt

Molson Brothers Martin Knapp Mathias Prüssing Philipp Schnyder

Martin Knapp (Molson Brothers)

Riesenslalom

Die Bergbauern Léonie Frôté Ian Russi Gilles Frôté

Constant Sarott (Engadina)

Skisprung

Kandahar Olympic Urs von Allmen Liv Jagge Vic Emery

Urs von Allmen (Kandahar Olympic)

Curling

Molson Brothers Martin Knapp Mathias Prüssing Philipp Schnyder

Carol Nater Martin Knapp Marc Nater

Langlauf

Engadina Constantt Scott Dario Zarro Andy Kessler

Heidi Gryteland Holm (Norge Nordisch)

Schwimmen

Molson Brothers Martin Knapp Mathias Prüssing Philipp Schnyder

Dario Zarro (Engadina)

Kristoffer Biørnstad präsentiert den «Geier-Sturzflug»-Stil.

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Universiade Universiade Universiades

Der Schweizer Nordischkombinierer Jan Schmid wird Norweger

Es gibt keine weiteren Universiademedaillen! Jan Schmid ist Schweizer und lebt in Norwegen. Als Schweizer war er an zwei Olympischen Spielen (2002

diesem Nationenwechsel Steine in den Weg legen wird, nur um mir das Leben schwer zu machen!

und 2006). An der Universiade in Innsbruck (2005) gewann er Bronze, weitere Universiademedaillen werden in Torino (17.-27. Januar 2007) mit Sicherheit nicht dazukommen. Denn er wechselt die Nationalität. Oversettelse Den sveitsiske kombinertløperen Jan Schmid vil bli norsk, og vil i fremtiden starte for Norge. «Jeg er født og oppvokst i Norge, og føler meg som en nordmann», forklarer gutten som bor i Tiller ved Trondheim, i en familie hvor begge foreldrene er sveitsere. Problemer med Sveits generelt eller det sveitsiske skiforbundet har han ikke. Ønsket om ny nationalitet har andre årsaker: «Det er en personlig grunnleggende avgjørelse, en slags start på en ny epoke i livet for meg.»

Jan Schmid, du bist nicht mehr auf der Kaderliste von Swiss-Ski. Was ist passiert? Ich will Norweger werden und in Zukunft für dieses Land starten. Ich bin in Norwegen geboren und aufgewachsen, ich fühle mich als Norweger. Hier ist die Sportbegeisterung eine ganz andere – aber das wissen die SAS-ler ja bestens... Hast du mit der Schweiz Probleme? Nein, das wäre zu hoch gegriffen. Es ist vielmehr ein persönlicher Grundsatzentscheid, ein Aufbruch in einen neuen Abschnitt. Disziplinenchef Hippolyt Kempf wird aber nicht gerade begeistert gewesen sein, als du ihn über dein Vorhaben informiert hast... ...was ich ganz gut verstehe! Doch er ist Profi genug, um das Ganze sachlich anzugehen. Und wir kennen uns zu gut, als dass er mir bei

Der Schweizer Nordischkombinierer Jan Schmid, hier noch im Tenu von Swiss Ski. PD

verhandeln. Denn sie ist Disziplinenchefin Nordische Kombination im Norwegischen Skiverband. Nur, in diesem Fall wird sie die Verhandlungen nicht selber führen. Sie delegiert diese Aufgabe richtigerweise an eine «neutrale» Person.

Wie läuft ein solcher Nationenwechsel im Detail genau ab? Das weiss ich nicht, (lacht) es ist ja das erste Mal, dass ich so etwas mache! (überlegt) Ja, der Norwegi- Stichwort Geld. Verdienst du als sche und der Schweizerische Ski- Norweger mehr als heute ? verband werden ein bisschen ver- Vom Verband her gibt es da keihandeln. Und wenn sie sich einig ne grossen Unterschiede. Beide sind, kann ich Teams sind gut für Norwegen geführt, und Ich fühle mich als an den Start die EntschädiNorweger (...) Es ist gehen. gung für den Athleten ist in ein persönlicher GrundUnd wenn sich etwa gleich. satzentscheid, ein Aufdie beiden Doch wie gebruch in einen neuen Parteien nicht sagt: Das Geld Abschnitt.» einig werden? ist für mich ohJan Schmid, Universiade-Medaillengewinner Dann werde ich nehin nicht die für ein Jahr geMotivation zum sperrt. Doch ich gehe nicht davon Wechsel. Aber es ist klar: Als Noraus, dass es soweit kommt. weger im norwegischen Team finde ich in Norwegen sicher leichter Wer verhandelt denn da mit wem, einen persönlichen Sponsor denn und um was geht es bei diesen als in Norwegen lebender SchweiVerhandlungen? zer in der Schweiz. Es geht insbesondere um eine Art Transfergeld, wie man es vom Fuss- Und dein Bruder Tommy, zieht er ball her kennt. Im Skisport wird das gleich mit dir mit? «Ausbildungsentschädigung» ge- Nein, das macht er nicht. Er bleibt nannt. (Schmunzelt) Genau genom- im Kader von Swiss-Ski. Das finde men muss Hippi mit meiner Mutter ich auch gut, denn er ist erst 18 Jahre alt, und da ist vieles noch offen. Vielleicht will er ja einmal in der Schweiz studieren und kommt dann in den SAS...

«

Mit deinem Wechsel ist die Universiade wohl kein Thema mehr? So wie letztes Mal mit der Schweizer Delegation wird das leider nicht mehr möglich sein. Das ist natürlich schade, denn mit all den nordischen SAS-lern hatte ich es in Innsbruck wirklich gut. Dass ich an der Universiade 2007 für Norwegen starte, nehme ich nicht an. Denn erstens hat der Universitätssport hier in Skandinavien nicht denselben Stellenwert wie in Mitteleuropa. Und zweitens stehen im Januar die Vorbereitungen für die WM in Sapporo an. Interview: Roli Eggspühler

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Sektionen Séctions Seksjoner

Kandidaten und Kandidatinnen im SAS

«Welcome to the club!» Die Aufnahme in den SAS ist für jedes Clubmitglied ein besonderer Moment: Es erhält von seiner Sektion das Vertrauen ausgesprochen und wird mit der Aufnahme ein vollwertiges Mitglied der SAS-Familie. Und, ganz nebenbei: Die «knallharte» Kandidatenzeit gehört der Vergangenheit an...

Carole-Anne Baud

Im SAS Zürich steht es in den «ungeschriebenen Statuten», dass die Kandidaten während der Diskussion über ihre Aufnahme von der laufenden Versammlung separiert «ein Bier trinken gehen».

Bénédict Fallet

Matthias Amble, kurz vor seiner Aufnahme in den SAS Zürich. Egg

Alexia Maulini

Matthias Amble ist seit dem 9. Mai 2006 ein SAS-ler, durch seine Kandidatenzeit haben ihn Marion Hess (A) und Robert Kessler (AH) begleitet. Der Norweger ist beim Majorstua in Oslo aufgewachsen und studiert seit letztem Herbst in Zürich. «Ich habe in Norwegen viele Leute getroffen, die mir das Studium in der Schweiz und den SAS sehr empfohlen haben», erzählt er. Doch der Start in der neuen Heimat gelang nicht ganz nach Wunsch: Als Matthias in der Schweiz ankam, war er ganz alleine. «Dank

dem SAS habe ich in kurzer Zeit sehr viele Leute kennengelernt. Das machte Spass und ist auch für mein Deutsch ganz gut.» Matthias Amber ist ein Musterbeispiel für den kompletten Skisportler, der um Aufnahme in den SAS ersucht. Er kann einfach alles (Alpin, Langlauf, Skisprung), ohne in einer Sparte absolute Spitze zu sein.

Viel versprechende nordische Neu: Fachhochschul-SAS-ler Athletin im SAS Bern Speziell bei den Nordischen waren Sehr erfreut zeigten sich die Sekes in den letzten 20 Jahren fast nur tionsmitglieder über den verbesserten Kontakt Top-Läufer aus zu den Berner dem StudenÜber den SAS habe Fachhochschutenkader, die ich viele Leute kenlen und die in ihrer Sektion Aufnahme von als neue SASnen gelernt.» drei neuen FHler aufgenomMatthias Amble, Norweger (SAS ZH) Studenten. men wurden. Diese Kategorie In Zürich gab es diesen Frühling erstmals zwei Studenten wird in den nächsten Nordische, die keinem Kader ange- Jahren immer mehr zum Thema für den SAS. Und für einmal sind die hören und aufgenommen wurden. Anders in Bern: Da standen in der im Volksmund als eher langsam sportlichen Kulisse (siehe Bericht bekannten Berner der Zeit voraus auf Seite 36) vor allem die sportli- und setzen in dieser Frage den chen Spitzenleistungen der Sekti- Trend, der sich auch in den übrigen onsneumitglieder im Mittelpunkt. Sektionen fortsetzen dürfte.

«

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Mit der SM-Medaillengewinnerin Sandra Gredig hat der SAS Bern wieder eine viel versprechende nordische Athletin in seinen Reihen. Neu aufgenommen wurden auch alpine Rennfahrer und ehemalige Kadermitglieder von SwissSki wie Eva Stoll oder Michael Weyermann (Universiade-Silber 2005), der Bruder von Anita «Gring-acheu-seckle» Weyermann.


Seksjoner Sektionen Séctions

2. Polysportives Wochenende in Morschach, 12.-14. Mai 2006

Keine Chance gegen «NLB-Petra» 32 Teilnehmende genossen die vielfältigen sportlichen Aktivitäten und die erholsame Bäderlandschaft in Morschach. Im Zentrum stand auch das bessere Kennenlernen zwischen den Alpinen und Nordischen.

Am Samstagmorgen führten zwei den jungen Alpinen Alessandro NLB-«Cracks» in die Kunst des Rigamonti und Dominik Nay. Diese Badmintons ein. Einige staunten bewiesen nämlich in ihrem ersten nicht schlecht, dass sie trotz ihren Orientierungslauf eine erstaunschnellen Beinen gegen die NLB- liche Ausdauer und liessen sich Spielerin Petra Jucker, die Freun- trotz einigen Verirrungen nicht entmutigen. Auch din des ZV Mitsie schafften glieds Matthias Einige staunten nicht den Zieleinlauf, Nyikos, nicht schlecht, dass sie auch wenn die geringste nach 2 Stunden Chance hatten. trotz ihren schnellen und 45 Minuten Beinen gegen Petra Juniemand mehr Team-OL cker nicht die geringste im Ziel anzuAm Nachmittag Chance hatten.» treffen war. Eilegte Thomi ne Bemerkung Stüdeli eine anspruchsvolle OL-Bahn rund um am Rande: Inzwischen regnete es Morschach. Den grössten Applaus in Strömen... erntete bei der Siegerehrung aber nicht das Gewinnerduo (Mirjam «Wucher» in Brunnen Eggspühler und Fabian Birbaum), Das Nachtessen in Brunnen hätte das in einer Spitzenzeit von 56 eigentlich gemütlich werden sollen. Minuten einlief, sondern die bei- Doch leider verhinderten die heftigen Regenschauer und Windböen Chips das Sitzen im Freien. Und das lange Warten auf das Essen (bzw. die horVom Gewitter gestoppt rende Rechnung von CHF 4.50 für einen Liter Hahnenwasser) erhitzEinige können nie genug Sport ten die Gemüter etwas stark. Beim bekommen. Nach dem HallenBowling konnte dann aber wieder sport am Samstagmorgen und etwas Dampf abgelassen werden. dem OL am Nachmittag machAm Sonntagmorgen erschienen ten sich Andrea Florinett, Areinige von der langen Nacht doch mon Steiner und Reto Brunner etwas gezeichnet zum Volleyball-, auf, mit dem Rennvelo die Rigi Unihockey-, Squash- und Badminzu umrunden. tonspielen. Nach dem Mittagessen Allzu weit kamen sie allerdings traten einige bereits die Heimreise nicht: Bereits in Küssnacht (ja, mit dem Velo an, während andere jenes mit zwei «s», das am nochmals die Sauna-/BäderlandFusse der Rigi am Vierwaldstätschaft genossen. Alexandra Strobel tersee liegt) mussten sie vor einem heftigen Gewitter kapitulieren und in ein Restaurant flüchten. Immerhin konnten sich die drei bis auf die Haut durchnässten Radler die Zeit mit Fussball schauen überbrücken, bis sie vom SAS-Bus abgeholt und ins trockene Zimmer nach Auf Wiedersehen im nächsten Jahr: Die Morschach zurück geNordischen und das Gepäck der per bracht wurden. AS/Egg Rennrad Heimkehrenden kurz vor der

«

Blickfang des Tages: Die uralte und mehrfach geflickte OLHose von Isa Steiner, der Freundin von Reto Brunner. AS

Genève: Drei neue Mitglieder In der westlichsten Sektion wurden am 17. Mai 2006 drei Neumitglieder aufgenommen: Alexia Maulini ist eine ambitionierte Skirennfahrerin und möchte sich für die Universiade in Torino qualifizieren, wenn sie neben dem Medizinstudium genügend Zeit zum Trainieren findet. Carole-Anne Baud und Bénédict Fallet sind ebenfalls dem alpinen Sektor zuzuordnen, aber mit weniger Ambitionen. Roli Eggspühler / Aline Bütikofer

Die neuen SAS-ler und SAS-lerinnen * Bern: Sandra Gredig, Franziska Guggisberg, Christoph Müller, Eva Stoll, Michael Weyermann, Christian Widmer, Bettina Zinnert. Genève: Alexia Maulini, Bénédict Fallet, Carole-Anne Baud. Zürich: Matthias Amber, Fabian Birbaum, Mirjam Eggspühler. * Anmerkung der Redaktion: Diese Zusammenstellung hat nicht Anspruch auf Vollständigkeit. Auch hätten wir gerne Fotos von allen neu aufgenommenen Mitgliedern publiziert. Diese Idee liess sich jedoch nicht umsetzen.

Michael Weyermann, Silbermedaillengewinner der Universiade 2005, ist nun Mitglied im SAS Bern. Archiv

Abfahrt zurück ins Flachland. AS

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Sektionen Séctions Seksjoner

GV der Sektion Bern im Stade de Suisse Wankdorf, 16. Mai 2006

Perfekte Einstimmung auf den «Fussball-Monat» Für die Frühlings-Generalversammlung hat sich die Sektion Bern einen nicht ganz alltäglichen Ort ausgesucht: Das «Stade de Suisse Wankdorf» – es bot auch eine gute Einstimmung auf die Highlights des «Fussball-Monats» Juni.

Anlass zu diesem aussergewöhnlichen Durchführungsort – üblicherweise ist die Berner GV im «Weberenkeller» – war der Wunsch der Sektion, das neue Schweizer Nationalstadion gemeinsam zu besichtigen. Das Wunder von Bern Vor einem halben Jahrhundert war das alte Wankdorfstadion Schauplatz des WM-Finals: Deutschland vollbrachte das so genannte «Wunder von Bern» und stand nach dem Weltkrieg erstmals wieder positiv in den Schlagzeilen. Anfang Mai vollbrachte der FC Sion im neuen «Wankdorf» ebenfalls ein kleines

Das ist der neue Berner Vorstand Nachdem im letzten Jahr Miriam Spychiger und Pius Schöpfer vakante Vorstandsposten übernahmen, komplettiert nun Lukas Bärtschi den Berner Sektionsvorstand. Lukas tritt Mirco Auers Nachfolge als Rennchef Alpin an. Mirco Auer verbleibt als Vertreter des Beppi-Cup Komitees im Vorstand. Für das Konditionstraining am Mittwoch Abend ist neu Christian Widmer zuständig. ABü

Der aktuelle Berner Vorstand: (vorne, von links) Miriam Spychiger (Nachwuchs) und Lukas Bärtschi (Chef Alpin), (hinten): Mirco Auer (Beppi-Cup), Philippe Müller (Sekretär), Christoph Burkhard (Chef Nordisch), Alex Walpen (IT), Aline Bütikofer (Vize Präsidentin), Mirko Grunder (AH Verantwortlicher), Gilles Frôté (Präsident), Pius Schöpfer (Kassier). zVg

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Nicht nur die Berner Fussballer, sondern auch der Rasen des Stade de Suisse Wankdorf geht in der Saisonpause ein bisschen in die Ferien. Aline Bütikofer

«Wünderchen»: Erstmals in der Geschichte des Schweizer Fussballs gelang es einem B-klassigen Verein, den Cupfinal zu gewinnen. Nordisch-Coach (und Walliser) Alex Walpen hatte dies sehr gefreut, die übrigen Berner SAS-ler eher weniger – denn Sions Finalgegner waren bekanntlich die Berner Young Boys... Vom Marathontor zum VIP-Bereich Nach einem Begrüssungsapéro im Business Center des Stadions wurden die zahlreichen Teilnehmer – auffallenderweise wesentlich mehr als in den letzten Jahren – durch die moderne Fussball-Arena geleitet. Durchs «Marathontor» führte die Tour vorbei an den Stadiongrundmauern in die Gästekabine und den Aufwärmraum der Spieler. Nach einem kurzen Halt in der Schiedsrichterkabine durften sich die Berner SAS-ler beim Betreten der Arena durch den Spielerausgang kurz wie kleine Fussballstars fühlen. Anschliessend gings via VIP-Bereich und den edlen Logen zurück ins Business Center zur offiziellen Versammlung. Diskussion um Kunstrasen Sehr viel zu diskutieren gab der neue Kunstrasen, der laut «Blick» möglicherweise Krebs erregende Substanzen enthält: Ab der Saison 2006/07 wird im Stade de

Suisse auf einer mit Granulat und Quarzsand gefüllten Kunstfaser gespielt. Nach Angaben der Stadionbetreiber wurden alle sportlichen Belange (wie Stossdämpfung oder Hautfreundlichkeit) ausgiebig getestet. Der Rasenumbau begann nach dem letzten YB-Heimspiel, zum Zeitpunkt des SAS-Besuchs wurde gerade das «Fundament» aus einer Kieskofferung eingebaut. Aline Bütikofer

Geniessen den Weitblick aus der Zuschauerperspektive: Pius Schöpfer (links) und Lukas Bärtschi.

Sassen dort, wo sonst nur die Offiziellen sind: SM-Medaillengewinnerin Sandra Gredig und Nordisch Coach Alex Walpen.


Seksjoner Séctions Sektionen

Schneeglockenball in Zürich, 20. Mai 2006

Statt auf Schnee übers Tanzparkett gleiten In einer rauschenden Ballnacht verabschiedeten 80 SAS-Wintersportlerinnen und -sportler die für sie schönste Jahreszeit in die Sommerpause. Geselliges Zusammensein, feines Essen, Musik und Tanz prägten den Schneeglockenball in Zürich.

Wenn sich funktionelle Kleider zu fast massgeschneiderten Roben «verwandeln» und Langlauf- oder Skischuhe durch glänzend polierte «High Heels» ersetzt werden, dann ist unter den Füssen definitiv kein Schnee mehr, sondern ein Tanzparkett.

Alle Wege führen nach Zürich 80 SAS-lerInnen jeden Alters genossen die rauschende Ballnacht im Zunfthaus zur Schmiden. Selbst SAS-Ehrenpräsident Hans Kessler, mit seinen 86 Jahren älter als die jüngsten zwei Paare zusammen (!), liess sich diesen Abend nicht entgehen und genoss das Geschehen. Auch von anderen Sektionen fanden Mitglieder den Weg bis nach Zürich. Schöne Blumengestecke und Skitore (en miniature) als Tischkärtchen schmückten die runden Tische. Nach einer heissen Tomatensuppe wartete als Hauptgang eine gros-

se Portion «Züri-Gschnätzlets» mit Butterrösti auf die hungrigen Bäuche. Als kulinarisches Finale versüsste ein feines Schokoladenmousse das delikate Menü. Das eigentliche «Dessert» war jedoch das Quiz der nordischen Mannschaft mit Fragen zum SAS, Langlauf- und Alpinskisport. Zu gewinnen gab es eine der neuen SAS-DVDs. Koordinativ anspruchsvoll Die fünfköpfige Band «Just Jazz» brachte mit ihren Klängen den Saal in Bewegung. Bis um 1:30 Uhr konnte das Tanzbein geschwungen werden. Von Jazz über Walzer bis zu Pop waren viele Musik- und Tanzstile vertreten. Bis zum Schluss fanden beinahe alle mindestens einmal den Weg auf die Tanzfläche. Statt Geschwindigkeit und Kraft waren Taktgefühl, Balance und Koordination gefragt. Und es kullerte der eine oder andere Schweisstropfen über die Stirne oder gar noch weiter... Mirjam Eggspühler

Red Ball Member

Blick in den Ballsaal des Zürcher Zunfthauses zur Schmiden. FB

Right To Play Switzerland ist nun seit eineinhalb Jahren operativ tätig und wurde im Rahmen dieser Arbeiten verschiedentlich auf die Unterstützungsmöglichkeiten angesprochen. Auf vielseitigen Wunsch wurde daher ein entsprechendes Gefäss geschaffen: Ab einer jährlichen Spende von 1000 Franken kann man «Red Ball Member» werden. «Red Ball Member» erhalten die Gelegenheit, an einer Informationsveranstaltung teilzunehmen oder bei einem prominenten Sportanlass dabei zu sein und einen Athletenbotschafter kennen zu lernen. RED Dieser Ausgabe des SAS-Magazins liegt die neue «Right To Play»-Broschüre bei.

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Kultur Culture Kultur

Nachgefragt bei Roland Kurth, Co-Autor der neuen SAS-DVD

Ein ergebnisoffener Prozess führt zum Ziel Designer Roland Kurth half Initiant Rolf Ringdal die Idee der SAS-DVD zu realisieren. Das Resultat ist gelungen – aber wie war der Weg dorthin? Wir fragten bei Roland Kurth nach.

Roland Kurth

Wie seid ihr bei der Produktion dieser SAS-DVD vorgegangen? Zuerst durften wir das umfangreiche Material aus dem Archiv der Familie Kessler sichten. Ich sage bewusst «dürfen», weil mir das über die eigentliche Arbeit hinaus viel Spass gemacht hat. Dann haben wir die Interviews gedreht, indem wir unseren Gegenübern das ausgewählte Filmmaterial vorführten und sie – nebst unseren gezielten Fragen – frei erzählen liessen. Also gab es kein Drehbuch?

Nein, wir strukturierten das Ganze erst in einem nächsten Schritt. So gesehen war diese Produktion ein ergebnisoffener Prozess, ein Tanzen mit Elementen. Dabei folgten wir der Prioritätenordnung «Was muss, soll, kann gezeigt werden» – und während dem Machen kamen uns immer wieder neue Ideen. Und die wären? Zum Beispiel die Frage, ob wir einen Off-Sprecher wollen. Aber wir entschieden uns, nur Bilder sprechen und ausschliesslich die Zeitzeugen erzählen zu lassen. Oder dann hatten wir die Idee, dem «alten» Filmmaterial ein aktuelles Pendent gegenüberzugstellen. Da hatten wir das Glück, dass wir auf Material von Markus Almer und Alix de Courten vom Anglo Swiss

2005 zurückgreifen konnten. Die DVD endet mit einer Fahrt hinter Christian Michel, der nach der Ziellinie zu seinen Freunden hinkurvt. In diesem Schluss kommt zum Ausdruck, wie der SAS Sport und Freundschaft vereint. Hattest du neben dem DVD-Projekt überhaupt noch Zeit für deine anderen Aufgaben im ZV? (seufzt) Ja, das war in der Tat nicht einfach. Ich habe mir den Entscheid, frühzeitig aus dem ZV auszuscheiden, nicht leicht gemacht. Aber zwei Todesfälle in der Familie innert kurzer Zeit und meine wachsende Verantwortung in unserer Agentur, die im Bereich Corporate Identity, Kommunikation und Product Design tätig ist, wurde mir definitiv zu viel. Interview: Roli Eggspühler DVD-Bestellung: Die Bestellung erfolgt am einfachsten per E-Mail an rolf.ringdal@bluewin.ch, der Verkaufspreis beträgt CHF 48.-. ZV-Nachfolge: Die Nachfolge von Roland Kurth im SAS ZV haben Thomas Nyikos (Design) und Thomas Fisler (Material) angetreten.

Impressum

Ausblick

Das SAS-Magazin erscheint vier Mal jährlich in einer Auflage von 1400 Stück. Es ist das offizielle Organ des Schweizerischen Akademischen Skiclubs SAS. Redaktor Rédacteur Redaktør

Roli Eggspühler, Medienschaffender dipl. Arch ETH SIA Redaktion Rédaction Redaksjon

Redaktion SAS-Magazin c/o a2plus Architektur & Media Fon: 041 220 03 12 Mythenstrasse 7 Fax: 041 220 03 14 6003 Luzern sasmagazin@sas-ski.ch Adressmutationen Changement d'adresses Adresseendring

Martin Hauser Pflugsteinstrasse 31 8703 Erlenbach

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Redaktionsschluss Délai de rédaction Redaksjonslutt

Ausgabe Nr.64 – September 2006

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20. August 2006

Programm 2006/07 Programme 2006/07 2. September 2006 SAS-Golf (Vuissens) 1.-3. Dezember 2006 SAS-Opening (Zermatt) 13./14. Januar 2007 Anglo-Swiss (St.Moritz) 27./28. Januar 2007 SAS-Cup (Jaun) 3./4. Februar 2007 SAS-Cup (Lenzerheide) 10./11. Februar 2007 SAS-Cup (Saanen) im Februar oder März 2007 Norge-Swiss (Oslo) 12.-15. März 2007 SHM alpin+nordisch (Stoos) 24./25. März 2007 Pentathlon (Grindelwald) im März 2007 ? SAS-Cup «Giant-Trophy» (Davos) im April 2007 ? SAS-Cup «Spring-Cup» (Davos) 18.-22. April 2007 SAS-Woche (Zermatt) 11.-13. Mai 2007 3. Polysport-Weekend (Morschach) Kursiv markierte Veranstaltungen / Informationen waren bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe mit dem Status «provisorisch» versehen. Fett gedruckte Stellen haben sich gegenüber der letztmaligen Publikation verändert oder sind neu hinzugekommen. Les évènements en italique n’étaient pas encore fixés définitivement au délai de rédaction. Ces informations sont au status provisoire. Für den SAS-Zentralvorstand, Marc Russenberger / Martin Hauser


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Nr 63 - Juni 2006