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33. JAHRBUCH SCHWEIZERISCHER AK.ADEMISCHER SK]-CLUB


DER SCHNEEHASE 33. Jahrbuch

Herausgegeben vom Schweizerischen Akademischen Ski-Club Schriftleitung: Dr. Raoul Imseng

In einem Club, der die Marke des 60. Gründungsjahrs bereits überschritten hat, sind sie alle vertreten : Skikameraden, deren Spuren sich in den ewigen Jagdgründen verlieren, Freunde, die die rüde Mauer des dritten Lebensalters bereits überklettert haben die einen mit Schwung, mühsam die andern - , Kollegen der eigenen und nachfolgenden, studentischen Generation, deren Sprösslinge in einer Skiabfahrt ungeduldig auf ihre Väter warten , junge «Alte Herrem>, die sich jetzt erst anschicken, das Fundament für ihre Familie und ihren Beruf zu bauen. Eine solche Sequenz von Generationen macht für sich allein die Gemeinschaft des SAS nicht aus. Diese sociefas, die nicht in einer einzigen Stadt, auch nicht in einem einzigen Land lebt, ist ein Organismus, der durch den Skisport Gestalt gewonnen hat, auf ihn aber nicht fixiert ist. So steht denn die Schriftleitung zu Beginn des Werks vor einem unendlich weit räumigen Vlies aus Schneekristallen, für dessen Beschnitt und Entwurf eines Modells sie durch nichts eingeschränkt ist, solange sie den winterlichen Raum nicht verlässt. Ein Jahrbuch soll, symbolisch gemeint, anregen, das couloir skiable zu finden, das bisher noch unberührt geblieben ist. Nicht nur nach dem neu esten Schneefall, nicht nur diesen Winter, sondern überhaupt. Der peruanische Yerupaja, 66)4 m (S.14 dieses Jahrbuchs), gibt uns hiezu das idealistische Bild. Seinem Bezwinger geht es wie allen, deren Ziel ein Berggipfel ist: Mit jedem Schritt lösen sich im Steigen, den Gesetzen des mechanistischen Trotts folgend, die Fesseln der Zivilisation. Ihre Schichten werden spröd und splittern ab. Jetzt kommt langsam Leben in die Bildkraft der Gedanken, wo zunächst alles noch nach geometrisch-logischen Schnitten und Formeln geordnet daherkommt. Berauschend für den Alpinisten wird es aber erst, wenn diese Bilder in gigantische Konstruktionen ausufern, deren Schwächen, im nüchternen Zustand überprüft, enttäuschend rasch in die Augen springen. Das Erlebnis der Natur wirkt immer auch wie ein reinigender Beichtstuhl, in dem man sich selbst oder einem Begleiter Rechenschaft abgibt über Akt oder Unakt. Wenn die Natur der zuständige Beichtstuhl wäre, dann müsste zutreffend sein, was schon Straton, Nachfolger des AristoteIes, sagte: Omnen vim divinam in nafura sifam esse. In unserer Sprache: Alle göttliche Kraft ist in der Natur gelegen.


DER SCHNEEHASE JAHRBUCH DES SCHWEIZERISCHEN AKADEMISCHEN SKI-CLUBS


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SCHNEEHASE

JAHRBUCH SCHWEIZERISCHEN AKADEMISCHEN SKI-CLUBS SAS NR路33 19 8 4 - 1 9 86


© 1986 SCHWEIZERISCHER AKADEMISCHER SKI-CLUB Schriftleitung: Raoul Imseng, CH-8803 Rüschlikon Übersetzungen: Albert Fanchamps, EM SAS Lausanne. Zusammenstellung der Resultate: Hans Grüter und Karsten Rohweder, SAS Zürich. Lektorat: Hans-Jörg Kobel, Luzern. Herstellung: Bütler & Partner AG, Zürich. Graphische Gestaltung: Hans F. Kammermann, Luzern. Satz: Sauerländer AG , Aarau. Photolithos: Bommes AG, Köniz. Druck: C. J. Bucher AG (Ringier Print), Luzern. Einband: Buchbinderei Burkhardt AG, Mönchaltorf. Dieses Jahrbuch ist beim Kommissionsverlag De Clivo Press, CH-8600 Dübendorf, Usterstrasse 126, erhältlich. Tel. 01 / 820.12 .24 Preis: Fr. 60.-


INHAL TSVERZEICHNIS Zur Einleitung: Männer in Gruppen, Schriftleitung Hommes en groupe, Redaction du Schneehase Le SAS de 1986 a 1989, Paul Choffat, President central Ski-Verband und Profisport, Manfred Aregger, Zentralpräsident des ssv Association Sportive Universitaire Suisse (ASUS) et SAS, Jost Schnyder, SAS, et Jean Brechbühl, SAS The Golden Age of British Skiing and The Bergler, Arnold Kaech, SAS Tribunal arbitral du sport, Gi! Schwaar, SAS Rückkehr zur Elite, Egon P. S. Zehnder, Zürich Erika Hess, Fran<;:ois Bornand, SAS Die wahre Faszination des Sports, Martin Hodler, SAS Langlauf im Wandel der Zeit, Bruno Hammer, SAS Ist der erfolgreiche Leistungssportler auch ein erfolgreicher Manager? Truls D . Berg, SAS Ein Schneehase in Pieros Frühling, Christine Grandjean, Zürich Un lievre des neiges au printernps de Piero, Christine Grandjean, Zürich Der Nusshäher, Heini Hediger, Zürich Ski de competition et haute montagne, Dominique de Weck, SAS Major Charly Golay - Ausbildner von Skisoldaten; Ueli Campeli, SAS, und Hans-Ueli Buff, SAS sAs-Expedition 1984: Bolivien, Christoph Schmid, SAS Eislawinen in Firngebieten, Jürg Alean, Bülach Was mir am SAS gefallt, Suzanne Troller, Geneve «Der Watzmann» und «Schmadribachfall», Tina Grütter, Zürich Gründung der sAs-Sektion Norwegen, Halfdan Nilsen Moe, SAS SAS Norge Moderne Trainingsformen, Anne-Lise Nater, Zürich Handelsmittelschule für Sportler und Künstler, Erwin Eyer, Brig Ski et yachting font bon menage, Phi!ippe Gillieron, SAS Der Sport, verstrickt im Netz des Kommerz, Hans Nater, SAS SAS Lausanne - 5 ans, Albert Fanchamps, SAS Reminiszenzen und Gedanken eines Gründers, Walter Amstutz, SAS Walter Amstutz: Gründer, Gestalter, Vorbild, Arnold Kaech, SAS Brücken schlagen (SAS und FIS), Marc Hodler, SAS Le SAS et la FSS, Pierre Hirschy, SAS Greetings from the Buse, Robert Readhead, Buse 5 Jahre Italo-Suisse, Ivan Wagner, SAS Lo Sei Club 18, Rolly Marchi, Milano Italo-Suisse Rennen 1936- 1986 SciClub 18 - Annuario 1985 60 Jahre Anglo-Swiss, Robert Readhead, Buse, und Walter Amstutz, SAS Donatoren des 33. Jahrbuchs sAs'ler mit Schweizermeister- und internationalen Titeln, Teilnehmer an Weltmeisterschaften und an Olympischen Spielen Jahresberichte 1983- 1986, Martin Hodler, Zentralpräsident 1983- 1986 Le SAS et la question finaneiere, Paul Choffat, President central Bericht der AH Sektion Norwegen 1984- 1986, 'Aksel Gresvig, Präsident SAS Norwegen Ehrungen Resultate

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8 17 29 36 41 48 58 60 66 75 83 92 98 106 I I 3 128 130 133 137 14 2 144 154 15 8 176 181 18 4 19 1 195 199 203 206 207 209 2I I 217 222 224 232 23 6 23 8 244 25 I 256 25 8 265


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1981: In Pitsch-Hocke mit fatalem Kurs

Photo A . Venzago


Donatoren SAS Zentral vorstand 1983- 1986, sAs-Stiftung und SAS Alpin-Stiftung

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ZUR EINLEITUNG: MÄNNER IN GRUPPEN

Männer in Gruppen handeln anders als Frauen in Gruppen. Männer in Gruppen begeistern sich an Visionen, Zielen und Programmen. Sie drängen nach Taten und Aktionen. Die Unrast treibt sie voran. Männer ziehen Wettkämpfe auf. Sie wollen ihre Kräfte und ihr Können, ihre Talente messen und steigern. Auf der ständigen Suche nach der Leistungsgrenze riskieren sie den Tod. Männer in Gruppen entzünden das explosive Gemisch, aus dem das Heldentum hervorgeht, wie auch Helden das Produkt der Vision und des Tatendrangs sind. Frauen sind leistungsfähig, zäh und robust, doch Sportspiele ziehen sie keine auf. Sie kreieren Wettkämpfe nicht, doch machen sie mit. Allein unter sich, haben sie Mühe, das Kollektiv anzuspornen und in Trab zu bringen. Männer in Gruppen streiten sich jahrzehntelang um ein Staatswesen. Schliesslich aber finden sie sich, weil sie es wollen. So gründen sie den Staat. Doch einmal ins Leben gerufen, arbeiten sie unentwegt an neuen Ordnungen. Männer in Gruppen ziehen an die Front und in den Krieg. Sie schiessen aufeinander. Sie organisieren den Angriff und die Verteidigung, entwickeln und finanzieren die unsinnigsten Waffen. Wie Schafe folgen sie dem Leithammel, um in den Abgrund zu stürzen. Männer in Gruppen sind blind und zahm, mutig und stark, triebhaft und aggressiv, kühn und willig, widerborstig und gereizt. Empfänglich für Steuerungen und wartend auf Animation, sind sie jederzeit ein Potential von irgend was. Sie zerstören mit Fanatismus, wie sie sich umgekehrt anschicken, jahrzehntelang an Kathedralen oder profanen Bauwerken zu arbeiten. Männer in Gruppen konstruieren Raketen, schiessen Raumschiffe in das Weltall und holen sie wieder zurück. Sie träumen davon, nach dem Mond den Saturn zu betreten. Sie würden ohne Zögern das Mittelmeer und die Ostsee mit einem Schiffahrtkanal verbinden und quer über den Atlantik eine Brücke bauen. Sie sind ausgezogen, Kontinente zu entdecken. Den Südpol haben sie erforscht und den Nordpol erreicht. Sie würden es wagen, die Gletscher Grönlands abzutragen. Frauen in Gruppen sind anders. Ihr Dasein wird nicht durch Visionen belastet. Da sie klug sind, drängt es sie nicht, ständig neue Ziele zu setzen. Frauen im Kollektiv stehen sich beobachtend und kritisch gegenüber, weil das Kollektiv sie nicht berauscht. Sie halten ihre Sinne offen. Sie geben es nie auf, ihre Umgebung mit Scharfsinn zu analysieren. Frauen in Gruppen haben ein anderes Verständnis von Solidarität. Ihr Zusammenhalt ist brüchig, die Motive, zusammenzuhalten, oberflächlich. Wozu eine Bindung in der Gruppe, wenn diese die Hingabe für ein Kollektiv erfordert, das irgend etwas Kollektivem zustrebt. Ein Kollektiv, das schliesslich enttäuscht, jedenfalls keine Reaktion zeigt. Gründe, aus diesem Kollektiv auszubrechen, sind deshalb leicht zur Hand. Die Prioritäten sind verschieden angelegt. Korpsgeist ist eine bereichernde Erfahrung, Korpsgeist auf die Dauer aber absurd . Visionen sind von temporärer Qualität. Frauen entwickeln keine Ideologien. Auch gibt es keine Religionsstifterinnen. Programme im Kollektiv sind nichts Bindendes. Es gibt jederzeit neue Erkenntnisse, die es rechtfertigen, diese Programme beiseite zu schieben. Frauen in Gruppen harmonieren indessen, wo es um die Durchsetzung von Interessen geht, die mit den eigenen identisch sind. In diesem Umfeld können sie Schwung und Wucht entwickeln, sich organisieren und durchsetzen. 8


DIE INDIVIDUEN Nicht nur Männer in Gruppen, sondern Männer als Individuen handeln anders. Sie forschen jahrzehntelang nach allem. Sie erobern einen Gipfel über senkrechte Wände, wo sie die Nacht in Netzen verbringen. Sie nehmen alles auf sich: die Leiden, die Strapazen, den Tod. Sie gründen eine Bewegung, schreiben ein Leben lang an einem Werk, komponieren ein Oratorium, malen ein Kirchengewölbe aus. Sie surfen über den Atlantik oder umsegeln die Welt. Sie besteigen innert 48 Stunden vier Wände zu Gipfeln hoch, von denen sie mit einem Deltasegler zu Tale fliegen. Nykkänen fliegt 190 Meter durch die Luft. Männer setzen Rekordmarken. Sie begeistern sich an einem Fest und berauschen sich in kindlicher Freude an einer absurden Tollerei. Sie streiten für eine bessere Welt, gefallen sich als versponnene Rufer in der Wüste, sind Konstrukteure und Sucher von Idealen, Missionare von allem, was überzeugt. Unablässig, unermüdlich, unbequem, können sie als Humanisten oder Romantiker auftreten, als Terroristen oder als martialische Militaristen, als Manager und Führer, als Politiker und Staatsmänner. Sie sind die Erfinder der Heiligsprechung, ziehen Anlässe auf mit theatralischem Pomp. Sie sind begeistert von der Sucht, Massen in Bewegung zu setzen. Der Mann ist nicht das Mass aller Dinge. Im Gegenteil: Indem er mit dem Mass im Ungleichgewicht ist, entsteht die Spannung, die zur Aktion führt, in Rammlerstimmung oder nicht. Frauen als Individuen haben ein anderes cahier de vqyage. Sie sind überwältigt von Impressionen. Ihre scharfsinnige Beobachtungsgabe, ihr animalischer Spür- und Geruchsinn hält sie dauernd in belebender Spannung, verbraucht auch ihre aktiven Kräfte. Was sie aufnehmen, wird fortlaufend analysiert und eingebracht ins Bewusste. Was in ihrem Bewusstsein versickert, bereichert ihr Unbewusstes und damit ihre unergründliche Intuition. Sie haben Hallen von Gefühlen in allen Schattierungen. Sie erleben sie lust- und leidvoll, geben ihnen breiten Raum, machen sie zugänglich oder schliessen sie ab . Sie schütten diese Gefühle in überschäumend-expressionistischer Manier aus und schreien ihre Lust oder ihren Jammer in ihre Umgebung hinein und in die Welt hinaus. Der Mensch als lebendiges Wesen bleibt ihr Bezugspunkt und ist das Zentrum ihres Denkens, ihrer Kombinationen und Relationen. Während der Mann gebannt auf das Fahrzeug starrt und dessen Technik bewundert, interessiert die Frau das Wesen, das dieses Ding chauffiert. Frauen in Gruppen bleiben Individuen, die über der Gruppe stehen. Sie betrachten sich fortlaufend im Gesellschaftsspiegel, indem sie forsch ihre Rolle übernehmen und tätig werden: durch Freundlichkeiten und Friedfertigkeiten, durch Indiskretionen und Intrigen, durch Erpressung und Drohung. Aufihrem Schachbrett gibt es kein Team, kein Ausnützen erratischer Bewegungen des Springers, der Langstreckenfähigkeiten von Turm und Läufer im Gesamtkonzept der Mannschaft. Es gibt keine gros sen Schachspielerinnen. Vielleicht deshalb, weil ihnen jene kombinatorischen Fähigkeiten abgehen, die ein Team in Schwung bringen und mehr leisten lassen, als was die Individuen zusammen erbringen. Die Fähigkeiten aber fehlen ihnen nicht, da ihnen im Grunde genommen überhaupt nichts fehlt. Was mangelt, ist das Interesse und das Geschick oder die Zähigkeit, ihre Talente in Form zu halten. Das Team ist nichts, das Individuum alles. Madame Adagia ma non troppo, Ehegattin, Mutter, Matrone,jemmefatale oder gar Kokotte baut unermüdlich an ihrem Gehege. Sie steckt ihre Reviere ab. Sie bildet die Zelle und die Familie, füllt das Nest mit Geborgenheit und schirmt es nach aussen ab. Ihr Ego mag von leichterem Gewicht sein als jenes des Mannes, aber ihre Egozentrik wiegt mehr. Frauen sind intelligenter, vernünftiger und kommen mit den Handgriffen des Alltags besser zurecht. Sie erfreuen sich an allem, was sie umgibt. Sie sind Asthetinnen und entzückt über die Schönheiten und den Komfort der Welt. Sie schätzen die Natur, die heile Welt und den Frieden. Die Achtung vor dem Leben hält sie davon ab, sich in gefährliche Abenteuer zu stürzen. Sie genies sen, was sich anbietet. Sie wissen mit der Lebenslust mehr anzufangen als die Männer, die in ihren beruflichen und sportlichen Ehrgeiz verstrickt sind. Die Männer sind die Schöpfer und die unermüdlichen Architekten von Systemen,

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Diese Spacelab-Aufnahme zeigt einige der höchsten HimalayaGipfel im Osten von epal, entlang der Grenze zur Volksrepublik China und zu Sikkim. Im Westen sind die Berggruppen des Khumbu- Himal und de, Rarun Himal zu sehen . Ausgangspunkt der meisten Expeditionen in der Everest-Region ist Namche Bazar. Etwa 30 km nördlich davon breitet sich die Süd flanke des Cho Oyu (8 1)3 m) aus. 2) km nordöstlich von Namche Bazar endet die Zunge des Khumbu-Gletschers, der bis an den Fuss des Mt. Everest oder Chomolongma (88 48) führt. An seiner Schneefahne ist der höchste Berg der Erde leicht zu erkennen . In unmittelbarer Nachbarschaft liegen Lhotse (8)11 m), Lhotse Shar (8398) und Nuptse (7879). Etwas weiter östlich schliesst sich eine weitere Berggruppe mit dem fünfthöchsten Gipfel an: der Makalu (8 481 m). Zwischen Barun-Himal und Kangchenjunga-Gruppe fliesst der Arun von Tibet durch Nepal in südlicher Richtung nach Indien. Auf dieser FalschFarbenaufnahme ist der Unterschied vom kahlen Hochland in Tibet zu den vegetationsbedeckten Hängen in Nepal sehr gut zu erkennen (Legende: Markus Keller) . Diese Aufnahme wurde am 2. Dezember '983 an Bord von Spacelab 1 mit der Metric Ca me ra aus einer Höhe von 2) ° km aufgenommen. Das Auflösungsvermögen beträgt 30 m . Koordinaten des Bildzentrums: N 27.8 /E87 -3- Die Verarbeitung des Bildmaterials erfolgte bei DFVLR im Auftrag von ESA/ Earthnet. Cho Oyu 2 Nuptse Mt Everest (Chomolongma) 8) I I 4 Lhotse Lhotse Shar ) 839 8 6 Makalu 84 81 8)9 8 7 Kangchenjunga 8 Ngozumpa-Gletscher 9 Khumbu -Gletscher 10 Barun-Gletscher 11 Kangshung-Gletscher Namche Bazar

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Donator EM Walter Amstutz, Zürich

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deren Sinn und Zusammenspiel sie mit zwingender Logik ständig neu einordnen, ein Räderwerk, das nirgends endet und dauernd in Schwung gehalten werden muss. Dauernd auf der Suche nach einem perpetuum mobile, wäre die Erfindung eines solchen abscheulich, weil nichts mehr gesteuert, beherrscht und verändert werden könnte . Die Kreation ist für die Frauen ein schwieriges Element. Ein weiblicher «Strawinsky», «HoclIer» oder «Hemingway» ist schwierig, sich vorzustellen. Die Umsetzung von Talenten in Werken gelingt schwer. Um so grössere Könnerin ist sie, Schöpfungen zu konsumieren und zu bewundern. Komponistin oder Dirigentin kaum, doch geniale Solistin und Interpretin. Meisterköchin nur ab und zu, doch als Geniesserin begeistert. Wagemutige Unternehmerin hier oder dort, Staatschefin gelegentlich. Nichts, wozu sie nicht in der Lage wäre, aber viel, was sie in ureigensten

Trajet suivi par le pilote americain Lindbergh dans sa- traversee de I' AtIantique. On peut d6tenniner ~galement sur cette carte le parcours tent6 par \e colonel italien de Pinedo entre la baie des Tr6pa.s.ses (TelT~Neuve) et les

Aoorea.

Bereichen dem Mann überlässt. Eher der Komödie als der Tragödie, der Glosse als der Studie, mehr der Satire als dem Bericht, dem Feuilleton als dem Kommentar, immer aber mit Begeisterung und nie endender Neugierde der Spalte «people» zugewandt. Weshalb nicht? Menschen, ihr Tun und Lassen, ihre Begierden und Freuden, Laster und Leiden sind leibhaftig, greif- und spürbar. Institutionen, Organisationen, Systeme, Ordnungen, Mechanik und Elektronik aber irgend wo fremd, programmiert, zuverlässig, pünktlich und langweilig. Ein Ding ist hübsch, auch wenn technisch unbrauchbar, schön, auch wenn unpraktisch, ein Wesen interessant im Detail, auch wenn unstabil und flatterhaft. Im Streben nach Reife, Sicherheit und Glück ist sie nicht bereit, aus ihrer familiären entourage auszubrechen. Es ist die engste Gemeinschaft, die ihr behagt und die sie mit ihrer Persönlichkeit ausfüllt, für sie sogar bereit ist, ihr Leben hinzugeben. Der Mann, der mit Todesverachtung an einem Seil von einer Brücke aus in die Schlucht stürzt, ist von allen guten Sinnen beraubt. Wer aber unter Einsatz seines Lebens um ihre, nicht um eine andere Person kämpft, ist bewundernswürdig. KOOPTATION ALS PRINZIP Das Handeln in Gruppen setzt homogene Gruppen voraus. Weil eine solche Gruppe nur, wenn homogen zusammengesetzt, aktiv wird und Visionen entwickelt, und weil man sich in ihr nur verankert fühlt, wenn die Typen stimmen, kann für die Aufnahme in die Gruppe kein anderes Prinzip in Frage kommen als jenes der Kooptation: Auslese durch eigene, mehrheitlich einstimmige Nomination . Die Anwendung dieses Prinzips ist überall anzutreffen. Eine Jagdgesellschaft 12


konstituiert sich nicht anders als ein Sportteam. Typisches Beispiel ist die Seilschaft. Eine Jachtbesatzung, eine Expedition kann nur durch Kooptation erfolgversprechend zusammengesetzt sein. Die Stimmen sind aber hierarchisch geordnet. Sie können deshalb unterschiedliches Gewicht haben. Die Voten Dominierender können ohne Schaden die Meinungen Opponierender ausstechen. Trotzdem besteht Kooptation. Sie hat nichts mit Stimmenzahl nach Köpfen zu tun. Im Gegenteil: Stimmen nach Köpfen kann die Gruppe spalten. Demokratische Regeln haben für die Gruppe keine Gestaltungskraft. Sie haben nur Platz in einer Gemeinschaft eines andern Typs. Die Kooptation kommt in allen Varianten zum Zug. Von Abstimmung ist hier nicht die Rede. Wichtigstes Element ist der Vorschlag. Wer macht ihn, welche Person oder welcher Kern? Der Vorschlag hat keine Chance, wenn er aus der falschen Ecke kommt. Wenn die Homogenität

CharIes Lindberg, 25 jährig, inmitten französischer Grössen und Garden nach der Landung in Le Bourget am 1927. Flugzeit: 33 Y2 Std .

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stimmt, ist der Vorschlag die Wahl, auch wenn ein Ritual Tradition ist. In kleinen Gruppen ist nicht einmal ein Gespräch notwendig, in Gebirgsregionen ohnehin nicht. Irgendwie manifestierte Haltungen - Gebärden sind Sprache - können genügen und ergeben ein unmissverständliches Resultat. Die Einstimmigkeit ist auch für die Handelsgesellschaften oder für partnerships die Regel. Das ist auch so beim SC 18, der aus rund 250 Mitgliedern besteht. Beim SC 18 schlägt einer oder schlagen mehrere die Aufnahme eines neuen Mitglieds vor. Es wird dann unter den Gründungsmitgliedern oder deren Nachfolgern abgestimmt nach einem System, das unsere italienischen Freunde mit den jahrtausendalten Traditionen, dem Völkergemisch und der spannungsvollen Geschichte besonders kennzeichnet. Sie treffen sich, um über die Aufnahme zu bestimmen. Jeder hat Marmeln bei sich, weisse und schwarze, und legt sie aus geschlossener Hand in einen Behälter oder was auch immer herumgereicht wird. Wenn dann auch nur eine einzige schwarze Marmel eingelegt wurde, gilt der Antrag als abgeschlagen. Es muss aber beigefügt werden, dass der SC 18 auch Frauen aufgenommen hat. Doch aufgepasst: Die Öffnung - eine zweite gab es bisher nicht - kam in einer Phase der Stagnation und der Krise. Auch sind von sämtlichen Frauen bis auf zwei alles Ehefrauen von Mitgliedern. Dem Einvernehmen nach ist es eher unwahrscheinlich, dass der Vorgang repetiert wird, da die Erfahrungen hiezu nicht ermutigen. Im Gegensatz zum SAS ist beim SC 18 die Selektion und Aufnahme nicht auf Sektionen delegiert. Es gibt deshalb keine Sektionen, die der Gesamtheit Mitglieder bringen, die nicht in das Konzept passen. Dies kann im SAS der Fall sein und ist auch vorgekommen. Zurück zur Kooptation: Unter Männern in Gruppen kann eine Kooptation - in homöopathi-


schen Dosierungen - die Aufnahme einer Frau in die Gruppe nicht ausschliessen. Das Prinzip wird aber unterwandert, wenn diese Frau in einer späteren Phase versucht, ihren Freund oder Ehemann in die Gruppe einzubringen. Selbst wenn in diesem Fall die biochemischen Kompatibilitäten zufällig stimmen, ist das Prinzip der Kooptation verletzt, was die Gruppe lähmen kann. Dies führt zum Zerfall der Gruppe, da sich ein Identitätsverlust einstellt. Es gibt dann Zellteilungen und Gemeinschaftsbildungen, immer nach dem gleichen Prinzip. Doch Frauen von Männern in Gruppen stören nicht. Als solche haben sie in der Nähe der Gruppe einen legitimen Platz. Sie werden aber von den Männern in Gruppen nicht einbezogen, bewusst oder unbewusst. Frauen im SAS machen diesen Einwand leichtfertig und mühelos: Sie sagen, auch die Männer führen Frauen in den SAS, mit denen auszukommen sei. Richtig im Ergeb-

Extremskifahrer Patrick

Vallen~ant

in Abfahrts-Trance am Yerupaja

Donator J ürg Marmet,

SAS

Zürich

nis, aber falsch im Denkansatz und in der Wertung. Männer in Gruppen lassen sich durch die Frauen von Männern in Gruppen nicht stören. Die Frauen werden in ihrer Vielfalt goutiert, bewundert, begrüsst, begehrt, auch belächelt oder einfach hingenommen. Die Frauen regen an und verbreiten Freude, Farbe und Glanz. Sie beleben die Szene überall, sind willkommen, in welcher Aufmachung und Pose auch immer. Das alles ist für die Gruppe indessen ohne Bedeutung. Eines Tages aber andere Männer in der Nähe der Gruppe zu haben - jene, die die Frauen bringen - würde empfindlich stören. Entweder kommt es dann zur Abstossung oder zur Wandlung des Gruppengeistes. - Mit dem Prinzip der Kooptation steht und fällt die Gruppe. «CAMARADERIE» Bei den Männern herrscht eine spezielle Bindung, ein besonderer Geist, der mit Camaraderie besser zum Ausdruck kommt als mit dem etwas locker gebrauchten Ausdruck «Kameradschaft». CamaLinks : Yerupaja , 6634 m (Peru: 10600 S/765 50 W, ca. 100 Meilen NNO Lima). Majestät für Individualisten: Jedem sein Couloir. Donatoren EM Hans Kessler, Martin Kessler, Robert Kessler, SAS Zürich

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SkiAug-Weltmeister Matti Nykänen: hunderteinundneunzig Meter. Noch weiter?

Keystone

raderie ist für die Frauen ein schwieriges, eher unverständliches Element. Sie entsteht in gemeinsamen, meist abenteuerlichen Erlebnissen. Obwohl der Zufall eine Rolle spielen kann, ist vor dem Abenteuer der gemeinsame Wille hiezu die Regel. Aus diesem Grund ist die Vorbereitung ein bewusster Akt. Sie kann streng und methodisch sein, stur durchschritten, fahrlässig angezettelt, schlaksig abgespult oder bewusst in grotesker Art vernachlässigt werden. Camaraderie entsteht nicht in festlichen oder gar seichten Anlässen; an Oberflächlichkeiten kann sie sich nicht entzünden. Notwendig sind gemeinsame Erlebnisse, in denen Mut, Ausdauer, Kühnheit, auch Tollkühnheit, Strapazen eine unerlässliche Rolle spielen. Die so verstandene Abenteuerlust geht Frauen in Gruppen meistens ab. Frauen als Individuen sind gelegentlich erpicht darauf, bei Männern in Gruppen mitzumachen, und sie können dann auch einen wesentlichen Beitrag leisten. Frauen unter sich haben aber für ein solches Unternehmen indessen Mühe. Es bringt Bindungen mit sich, die sie ablehnt. Sie setzt auf sich und ihre engste Umgebung oder je nach Naturell in ihrer Wertung: auf ihre engste Umgebung und dann auf sich . Sie partizipiert ausserhalb dieser Drehscheibe in Gesellschaften oder Gruppen, die sie schätzt, nur mit Mühe aber in ihren engsten Lebensbereich einbezieht. Sie ist kaum bereit, an diese Gruppe viel Substanz abzugeben, oder es mangelt an Beharrlichkeit. Camaraderie bedeutet sehr oft, Konflikte mit dem engsten Kreis im Interesse der Gruppe in Kauf zu nehmen, wofür die Frauen kaum Verständnis aufbringen. Camaraderie und dieses Gruppenverständnis können zum Tod führen, was für die Frauen absurd ist, weil sie über weite Strecken von egozentrischer Vernunft dirigiert werden. Sie geben ihr Leben für ihr Kind, nicht aber für eine Gemeinschaft. Existenzialistisch betrachtet haben sie natürlich recht. Aber Vernunft ist für die Gruppe nur von marginaler Bedeutung. Es ist nicht vernünftig, 190 Meter weit durch die Luft zu fliegen, weshalb dies die Frauen ganz einfach auch nicht tun. Haben sie recht? Natürlich. Trotzdem probiert der nächste Springer die Marke 200. Dieser Unterschied im Denken und im Werten zwischen Mann und Frau kann nicht ausgelöscht werden und hat auch nichts mit dem bisherigen Rollenverständnis der Frau zu tun. Männer in Gruppen sind anders als Frauen in Gruppen, verschieden auch von gemischten Gesellschaften. Wenn der SAS Frauen - Studentinnen - aufnimmt, verändert er seine psychische Signatur. Der SAS mit Frauen und deren Männer wäre eine andere societas. Raoul Imseng


HOMMES EN GROUPE Les hommes en groupe ont un comportement different de celui des femmes en groupe. Les hommes en groupe s'enthousiasment pour des visions, s'enflamment pour des buts et des programmes. Une sorte de febrilite les pousse constamment en avant. Les hommes organisent des competitions. Ils veulent se mesurer entre eux, accroitre leur force, leur adresse et leurs talents. A la recherche de leurs limites, ils vont jusqu'a risquer la mort. Les hommes en groupe constituent le melange explosif qui engendre l'hero"isme, car les heros sont aussi le produit d'une vision et d'un imperieux besoin d'agir. Les femmes sont efficaces, robustes et opini:itres, mais elles n'eprouvent pas le besoin d'organiser des joutes sportives. Elles ne creent pas de competitions, mais elles y participent. Laissees a elles-memes, elles ont de la peine a aiguillonner leur collectivite et a la mettre en branle. Les hommes en groupe se disputent pendant des dizaines d'annees apropos de la forme d'un etat. Pour finir, ils se mettent d'accord, parce qu'ils le veulent, et ils creent l'etat. Mais une fois que celui-ci est ne, ils travaillent sans relache a etablir un ordre nouveau. Les hommes en groupe montent au front et font la guerre. Ils tirent sur ceux d'en face . Ils organisent l'attaque et la defense, developpent et financent les armes les plus absurdes. Comme des moutons, ils suivent le belier et se precipitent dans l'abime. Les hommes en groupe sont aveugles et dociles, courageux et forts, impulsifs et agressifs, intrepides et de bonne volonte, retifs et irrites. Receptifs envers le guide et en attente d'une impuls ion, ils sont capables, en tout temps, de faire n'importe quoi. Ils detruisent avec fanatisme, mais par ailleurs ils sont disposes a travailler pendant des decennies a la construction de cathedrales ou d'edifices profanes. Les hommes en groupe construisent des fusees, envoient des vaisseaux spatiaux dans l'espace interplanetaire et les font revenir sur terre. Apres l'avoir fait sur la Lune, ils revent de marcher sur Saturne. Ils n'hesiteraient pas a relier la Mediterranee a la Baltique par un canal navigable, ou a construire un pont par-dessus l' Adantique. Ils sont partis a la decouverte de nouveaux continents, ont explore le Pรถle Sud et foule le Pรถle Nord. Ils oseraient depouiller le Groenland de ses glaces. Les femmes en groupe sont autres. Leur existence n'est pas encombree de visions. Comme elles sont sensees, elles n'eprouvent pas le besoin de se fixer constamment de nouveaux objectifs. Les femmes d'une collectivite s'observent mutuellement d'un ceil critique, car elles ne sont pas grisees par le collectif. Elles gardent leurs sens en eveil, ne cessent d'analyser leur environnement avec lucidite. Les femmes en groupe ont une notion differente de la solidarite. Leur cohesion est fragile, les motifs qui les tiennent ensemble sont superficieIs. Pourquoi se lier dans le groupe, si ce lien exige que l' on se devoue pour un collectif qui poursuit un but commun, mais reste amorphe et finit par decevoir? Les raisons de sortir du groupe ne manquent pas. Les priorites sont autres. L'esprit de corps est chose enrichissante, mais devient absurde a la longue. Les visions n'ont qu'une valeur passagere. Les femmes ne creent pas d'ideologie, et aucune d'entre elles n'a jamais fonde une religion. Les programmes de leurs collectifs n'ont rien de contraignant, et il apparait atout moment de nouvelles notions qui justifient leur abandon. Les femmes en groupe s'accordent toutefois lorsgu'il s'agit de faire triompher des interets identigues aux leurs. En pareil cas, elles peuvent montrer vigueur et enthousiasme, s'organiser et s'imposer.

LES INDIVIDUS Les hommes agissent differemment, non seulement lorsqu'ils sont en groupe, mais aussi comme individus. Ils cherchent ou etudient quelque chose pendant des dizaines d'annees. Ils gravissent une cime en franchissant des parois verticales, Olt ils passent la nuit suspendus ades filins. Ils sont prets a affronter n'importe quoi, la souffrance, l'effort harassant, la mort. Ils fondent un mouve-


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Am K -z, 8611 m . Im Hintergrund: links Chogolisa, 7654 m , rechts Masherbrum, 78z1 m. Schatten wurf der drei Gipfel des Broad Peak, 8048 m


Photo M. R端edi Donator EM Truls Berg,

SAS

Bern


Jean-Cedric Michel,

SAS

Geneve

Detenteur du record de Suisse de vitesse a skis avec 205,130 km/h 4e meilleure performance mondiale de tous les temps. J eanCedric Michel se rendit en 1982 au Kilometre Lance des Arcs (France), premiere course de vitesse sur le continent depuis la disparition en 1978 du celebre Kilometro Lanciato de CerviniaZermatt. En 1983, il participa au circuit pro international de vitesse (ISS), avec une premiere participation aux Championnats du Monde a Silverton (USA), Oll il obtint la 22e place. Pendant les saisons 1984 et 1985, Jean-Cedric s'affirma etre un des concurrents les plus reguliers et en constante progression. No 4 suisse, il se hissa dans le deuxieme groupe Coupe du Monde, soit les coureurs classes dans les 10 % du record du Monde, et se classa regulierement parmi les 15 premiers des epreuves du circuit international. Le debut de la saison 1986 lui confirma qu'il hait en forme . Au depart de la finale des Championats du Monde de la La Clusaz (France), il decrocha la medaille de bronze et signait un nouveau record de Suisse a la vitesse de 205,130 km/ho Cette performance est a ce jour la 4e meilleure de tous les temps.

RECORD DU MONDE DEPUIS 1970: 197° 197 1 1973 1974 1975 197 6 1977 197 8 197 8 19 82 19 82 19 8 3 19 84

Cervinia Cervinia Cervinia Cervinia Cervinia Cervinia Portillo Cervinia Portillo Les Arcs Silverton Silverton Les Arcs

Morishita Sandro Sandro Steve Pino Tom Steve Steve Steve Steve Franz Franz Franz

Masaru Casse Casse McKinney Meynet Simons McKinney McKinney McKinney McKinney Weber Weber Weber

JAP ITA ITA USA ITA USA USA USA USA USA AUT AUT AUT

183,392km/h 18 4,143 18 4,237 18 9,473 194,384 194,489 195,200 19 8,020 200,222

201,23°

2°3,160 208 ,°9 2 208,937

RECORD DE SUISSE DEPUIS 1978: 197 8 19 8 3 19 84 19 86

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Portillo Silverton Les Arcs La Clusaz

Alain Luc P-Yves Jean-G

Stump Cristina Jorand Michel

Villars Geneve Geneve Founex

191,693 km/h 193, 02 9 200,893 2°5,120


ment, passent toute leur vie a ecrire un ouvrage, composent un oratorio, peignent la voute d'une eglise. I1s surfent a travers l' Atlantique ou font le tour du monde a la voile. I1s gravissent en 48 heures quatre parois pour atteindre des sommets d'ou ils redescendent en aile delta. Nykänen vole 190 metres a ski. Les hommes battent des records. Lors d'une fete, ils se laissent griser par l' enthousiasme et font les fous avec une joie juvenile. I1s se battent pour un monde meilleur, se complaisent dans le rÜle du reveur clamant dans le desert, ce sont des constructeurs, des chercheurs d'ideal, des missionnaires prechant tout ce qui peut convaincre. Inlassables, obstines, peu commodes, ils peuvent etre des humanistes ou des romantiques aussi bien que des terroristes ou de redoutables militaristes, des chefs et des managers, des politiciens et des hommes d'etat. Inventeurs de la canonisation, ils organisent des ceremonies d'une pompe theatrale. I1s ont la passion de mo bilis er les masses. L'homme n 'es t pas la mesure de toute chose, bien au contraire: son desequilibre engendre la tension qui declenche 1'action. Comme individus, les femmes ont un autre itineraire. Elles se laissent subjuguer par leurs impressions. Leur sens aigu de l'observation, leur instinct et leur flair ani~alles maintiennent dans un etat de tension stimulant mais qui consume leurs forces vives. Les impressions re<;ues sont continuellement analysees et enregistrees consciemment. Ce qui filtre dans leur conscience enrichit leur subconscient et, par la, leur insondable intuition. Elles ont en reserve des sentiments de toutes nuances, qu' elles eprouvent avec delices ou peines, leur donnant une large place, les exteriorisant ou les gardant pour soi. Elles deversent ces sentiments autour d'elles et dans le vaste monde avec une exuberance expressive, en clamant leur joie ou leur detresse. En tant qu'etre vivant, 1'etre humain reste leur point de reference, le centre de leurs pensees, de leurs combinaisons et de leurs relations. Alors que l'homme est fascine par le vehicule et admire sa technique, la femme s'interesse a la personne qui conduit l'engin. Les femmes en groupe restent des individus, qui planent audessus du groupe. Elles se regardent continuellement dans le miroir de la societe, ou elles assument leur rÜle avec entrain et deviennent agissantes: par des gestes amicaux et conciliants, par des indiscretions et des intrigues, par des menaces et du chan tage. Sur leur echiquier, il n'y a pas de team, leur concept strategique ne tient compte ni des sauts erratiques du cheval, ni des longues courses dont sont capables le fou et la tour. 11 n'y a pas de grandes joueuses d'echecs. Peut-etre parce qu'elles n'ont pas le sens de cette sorte de combinaisons qui lancent une equipe et lui permettent d'accomplir davantage que ce que peut la somme de ses individualites. Elles auraient cependant les capacites requises, car au fond, il ne leur manque rien, si ce n'est l'interet et l'adresse, ou la tenacite, necessaires pour cultiver leurs talents. Pour elles, le team n'est rien, l'individu prime tout. Madame Adagia ma non troppo, epouse, mere, matrone, femme fatale ou meme cocotte, batit inlassablement son enclos, deli mi te ses territoires. Elle forme la cellule et la famille, assure la securite du nid et le protege des dangers exterieurs. Son Moi est peut-etre plus leger que celui de l'homme, mais son egocentrisme pese davantage. Les femmes sont plus intelligentes, plus raisonnables, et maitrisent mieux les tours de main de la vie quotidienne. Elles prennent plaisir atout ce qui les entoure. Ce sont des esthetes, qui s'emerveillent de la beaute du monde, et de son confort. Elles apprecient la nature, le monde intact, la paix. Leur respect de la vie les empeche de se lancer dans des aventures dangereuses. Elles jouissent de l'instant present. Elles savent mieux profiter de la joie de vivre que les hommes, empetres dans leurs ambitions professionnelles et sportives. Les hommes sont les createurs et les architectes infatigables de systemes dont, avec une logique implacable, ils redefinissent constamment le sens et l'agencement. C'est un engrenage sans fin, qu'il faut toujours maintenir en marche. L'homme est constamment a la recherche d'un perpetuum mobile, dont la decouverte serait a vrai dire deplorable, car il n 'y aurait des lors plus rien a guider, a dominer ou a modifier. La creation est, pour les femmes, chose difficile. On se represente mal un Stravinski, un Hodler ou un Hemingway en jupon. La femme a de la peine a faire passer ses talents dans ses ceuvres. Elle 21


Tichy Camp am Cho Oyu, 8201 m (Nepal /Tibet) Photo M . Riiedi Donator J端rg Schweizer,

SAS

Z端rich

Basislager am Shisha Pangma, 8046 m (Tibet) Photo M . Riiedi Donator Kidder, Peabody (Suisse) SA, Thierry J. Reverdin,

SAS

Geneve


excelle d'autant plus a consommer ou a admirer les creations des autres . Elle n'est guere compositri ce ou chef d'orchestre, mais bien soliste et interprete de genie. Rarement grand maitre queux, elle apprecie par contre en gourmet enthousiaste. Parfois entrepreneuse hardie, occasionnellement chef d'etat: il n'est rien qu'elle ne soit en mesure de faire, mais il y a bien des choses, dans les domaines les plus personneis, qu' elle laisse a l'homme. Elle est plus attiree par la comedie que par la tragedie, par la glose que par l'etude, par la satire que par le rapport, par le feuilleton que par le commentaire, et elle se plonge avec enthousiasme et une curiosite jamais assouvie dans la rubrique «people». Et pourquoi pas? Les humains, ce qu'ils font ou ne font pas, leurs envies et leurs joies, leurs vices et leurs peines sont choses tangibles, palpables et perceptibles. Les institutions, les organismes, les systemes, les classifications, la mecanique, l'electronique, par contre, ont quelque chose d'etranger, de programme, de serieux, de ponctuel et d'ennuyeux. Un objet, meme inutilisable, peut etre joli, une chose peut etre belle, meme si elle est peu pratique, un erre peut etre interessant, meme s'il est instable et inconstant. Dans sa quete de maturite, de securite et de bonheur, la femme n'est pas prete a franchir les limites du cercle familial. Ce qui lui convient, c'est l'etroite communaute qu'elle remplit de sa personnalite et pour laquelle elle donnerait me me sa vie. I;homme qui, attache a une corde, se lance du haut d'un pont, au mepris de la mort, dans une gorge profonde, est denue de sens commun. Mais celle qui risque sa vie pour sa propre defense, et non pour celle d'un autre, est digne d'admiration. LE PRINCIPE DE COOPTATION I;action du groupe est conditionnee par son homogeneite. Un groupe ne pouvant devenir actif et developper une vision que s'il est homogene, et comme l'on ne s'y sent integre que si les individualites s'accordent, l'admission dans son sein ne peut se faire que selon le principe de la cooptation: les membres nomment eux-memes les candidats, le plus souvent a l'unanimite. Ce mode de faire est adopte partout. Une societe de chasse ne se constitue pas autrement qu'un groupe sportif. La cordee est un exemple typique. I;equipage d'un voilier, les membres d'une expedition ne reussiront dans leur entreprise que s'ils ont ete reunis par cooptation. Les voix sont cependant soumises a un ordre hierarchique, et peuvent donc avoir plus ou moins de poids. Les opinions de ceux qui dominent prevalent sans coup ferir sur celles des opposants. Il s'agit quand meme de cooptation. Celle-ci n'a rien a voir avec le nombre de voix; au contraire, un vote par tete pourrait provoquer une scission. Au sein du groupe, les regles democratiques n'ont pas de valeur integrative, elles n'ont leur place que dans des communautes d'un autre type. La cooptation s'exerce selon toutes sortes de variantes, mais il n'y est pas question de vote a la majorite. I;element majeur est la proposition: de qui emane-t-elle, de quelle personne ou de quelle coterie? Une proposition venant du mauvais cöte n'a aucune chanc~. Si l'homogeneite est reelle, la proposition est l'election, meme si la tradition impose un certain rituel. Dans un groupe restreint, un echange verbal n'est meme pas necessaire, dans les montagnes il est de toute fa<;on superflu. Les attitudes manifestees d'une maniere ou d'une autre peuvent sulfire - les gestes sont un langage - et donner un resultat indubitable. I;unanimite est egalement la regle pour les societes commerciales ou les «partnerships». Il en va egalement ainsi au SC 18, qui compte environ 250 membres. Au SC 18, un ou plusieurs membres proposent l'admission d'un candidat. Les membres fondateurs ou leurs successeurs procedent alors a un scrutin d'apres un systeme propre a nos amis italiens, avec leurs traditions millenaires, leurs melanges de peuples et leur histoire mouvementee. Ils se reunissent pour statuer sur l'admission. Chacun dispose de deux boules, blanche et noire; sans ouvrir la main, il en met une dans le recipient qui circule a la ronde. Il sulfit d'une seule boule noire pour que le candidat soit blackboule, c.-a-d. refuse. Il faut cependant ajouter que le SC 18 a egalement admis des femmes. Mais attention! I;ouverture - unique jusqu'a ce jour - eut lieu dans une phase de stagnation et de crise.


HYDRO ULM Entre deux saisons de ski, on peut etre passion ne de navigation et d'aviation et pratiquer les deux ä la fois. Depuis une dizaine d'annees, l'ULM (u ltra-leger motori se) connalt un extraordinaire developpement. Gdce aux nouvelles techniques de construction, ces appareils bon marche permettent maintenant d'effectuer des deposes ä ski en montagne, tout comme ils sont operationnels dans les domaines de la surveillance aerienne du trafic, de l'epandage agricole, de la publieire, des missions militaires, des releves topographiques et de la photographie aerienne. En outre, depuis peu, le mouvement de l'aviation ultra-legere commence a se passionner pour le domaine maritime. Et de nombreux professionnels de la mer voient lä un mo yen de remplacer avantageusement I'helicoptere dans certains domaines, notamment pour la surveillance c6tiere, la peche et le reperage des banes de poissons, et le ravitaillement de stations isolees. I1 reste que pour les loisirs et la plaisance, I'HYDROULM comporte beau coup d'avantages seduisants et ayant recemment adapte des flotteurs sur mon appareil, je souhaiterais vous faire partager mon enthousiasme. Qui peut rever d'un terrain plus grand ou plus degage qu'une mer, un cours d'eau ou un lac tel que le lac Leman. Sur le plan de la secu rite, les decollages, atterrissages et evolutions a basse altitude sont grande-

ment facilites. D'autre part, au-dessus d'un plan d'eau, les vents sont toujours d'un ecoulement laminaire et cette absence de turbulence est gage d'un appreciable confort de pilotage. Enfin, il n'est pas besoin d'etre navigateur ou planchiste pour comprendre combien les vastes etendues marines sont synonymes de liberte et de fascination . Pour plus de precisions, voilä quelques chiffres correspondant a un appareil des bas de gamme, du prix d'une petite moto. C'est un ULM du type pendulaire (aile delta + moteur) qui se pilote par deplacement du eentre de gra vite. surfaee alaire: 19 m 2 poids ä vide: 112 kg vitesse eroisiere: 50 kmjh vitesse maximale: 80 kmjh vitesse minimale: 32 km jh moteur: 2 temps, bi-cylindres 330 ce, double earbu, 32 eh. helice: 4 pales pas variable, reduetion par eourroies helico poussee statique: 92 kg taux de montee: 3 mjs autonomie: 20 litres j 4 heu res j 200 km

Jaeques Laeour

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De plus, apart deux, toutes les femmes admises dans le club sont epouses de membres. Une repetition est assez peu probable, car l'experience, parait-il, n 'est guere encourageante. Contrairement au SAS, le SC 18 ne delegue pas ades sections le choix et l'admission de nouveaux membres. De la sorte, des membres formant corps etranger ne peuvent pas etre imposes a l'ensemble du club par certaines sections. Ceci peut arriver au SAS, et s'est d'ailleurs deja produit. Revenons a la cooptation. Parmi des hommes en groupe, la cooptation n'exclut pas l'admission de femmes - a doses homeopathiques. Le principe est cependant menace si la femme essaye par la suite d'introduire dans le groupe son ami ou son mari. Meme si, dans un cas particulier, il se trouve que les compatibilites biochimiques sont preservees, le principe de la cooptation est transgresse, ce qui peut aboutir a une paralysie du groupe. Celui-ci perdra son identite et se desagregera. Il se

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Nanga Parbar, 8125 m (Pakistan)

Photo St. Wo'rner


produira de nouvelles divisions cellulaires et de nouvelles communautes naitront, toujours selon le meme principe. Cependant, les compagnes des hommes du groupe ne derangent en rien: en tant que teIles, elles ont une place legitime dans l'entourage du groupe. Les hommes, consciemment ou non, ne les incluent toutefois pas dans le groupe. Aceci, les femmes au SAS objectent (bien ala legere) ce qui suit: les hommes, disent-eIles, amenent eux aus si dans le club des femmes dont il faut s'accommoder. Ceci est vrai quant au resultat, mais faux quant au raisonnement et a l'interpretation. Les hommes en groupe ne se laissent pas deranger par les femmes des autres hommes du groupe. Les femmes, dans leur diversite, sont appreciees, accueillies avec plaisir, admirees, desirees, elles pretent parfois asourire ou sont simplement supportees. Les femmes ont un effet stimulant, elles

Donatoren EM Ueli Campell und EM Hubert Weisbrod,

SAS

Z端rich

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engendrent la joie, apportent de la couleur et de l'eclat. Partout, elles animent la scene et sont les bienvenues, quelles que soient leur pose et leur tenue. Tout ceci, pour le groupe, est d'ailleurs sans importance. Mais si un jour d'autres hommes, amenes par les femmes, entraient dans l'entourage du groupe, cela derangerait fortement. Il se produirait alors, soit un phenomene de rejet, soit une transformation de l'esprit du groupe. Pour la survie de ce dernier, le principe de la cooptation est essentiel.

CAMARADERIE Il existe entre hommes des liens particuliers, un esprit de corps special, qui constitue la camaraderie. Pour les femmes, la camaraderie est un phenomene assez etrange, difficile a comprendre. Elle nair d'experiences vecues en commun, generalement aventureuses. Dans la regle, bien que le hasard puisse jouer un role, il y a a l'origine une volonte d'entreprendre quelque chose ensemble. La preparation a donc son importance; elle peut etre rigoureuse et methodique, pointilleuse jusqu'a l'entetement, ou au contraire nonchalante, d'une insouciante incoherence, ou meme ostensiblement negligee. La camaraderie ne nair pas a I'occasion de manifestations solennelIes ou de rencontres mondaines; sa flamme ne jaillit pas de banalites. Il faut, pour qu'elle s'allume, vivre ensemble quelque chose ou le courage, l'endurance, l'audace parfois meme folIe, l'effort jouent un role determinant. Une soif de ce genre d'aventures fait generalement defaut aux femmes en graupe. Comme individus, certaines femmes sont parfois desireuses de participer a l'entreprise d'un groupe d'hommes, et peuvent alors apporter une contribution non negligeable. En revanche, les femmes entre elles ont de la peine a se lancer dans de teIles entreprises. Cela cree des liens, dont la femme ne veut pas. Elle table sur elle-meme et son prache entourage ou, selon sa nature, sur son proche entourage et ensuite sur elle-meme. En dehors de ce centre de gravite, elle prend part aux activites sociales ou acelIes de groupes qu'elle apprecie, et elle les integre, bien qu'avec peine, dans son cercle intime. Mais elle n'est guere dis po see a leur donner beaucoup de sa substance vitale, ou bien, manque de perseverance. La camaraderie exige souvent que l'on accepte, dans l'interet du graupe, d'entrer en conflit avec son cercle intime, chose que les femmes ne comprennent guere. La camaraderie et cette conception du groupe peuvent mener a la mort, ce qui est absurde aux yeux des femmes, car leur conduite est essentiellement dictee par la raison centree sur le Moi. Elles donnent leur vie pour leur enfant, mais pas pour une communaute. Du point de vue existentiel, elles ont naturellement raison. Mais pour le groupe, la raison n'a qu'une importance marginale. Il n'est pas raisonnable de voler dans l'air sur 190 metres, aussi les femmes ne le font-elles pas. Ont-elles raison? Certainement. Cela n'empechera pas le prochain sauteur a ski d'essayer de depasser 200 metres. Cette difference de pensee et de jugement entre homme et femme est indelebile; elle n'a rien a voir avec la conception traditionnelle du role de la femme.

* * * Les hommes en groupe sont differents des femmes en groupe, et different aus si des socieres mixtes. Si le SAS admet des femmes - des etudiantes - son climat psychique en sera modifie. Un SAS admettant des femmes et leurs hommes serait une autre ÂŤsocietasÂť. Raoul Imseng

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Essai prospectif Paul Choffat, President central

Les quelques idees discutees ici sont le fruit des premiers contacts etablis au cours de l'hiver 1985 / 86 dans la perspective de la reprise du comite central en juin de cette annee. Ecrit en mai, il est anterieur ala passation des pouvoirs Berne- Lausanne. Le comite lausannois a conscience que son premier objectif consiste i tenter de monter dans un train en marche. Tous les trois ans, le SAS vit le me me phenomene. Une equipe bien rodee, en vitesse de croisiere, est remplacee par une autre, dont la caracteristique principale reside dans son inexperience. Vous comprendrez de ce fait que ce papier ne renferme aucun programme d'actions specifiques i appliquer ces trois prochaines annees. Le but n'est pas non plus d'etre exhaustif. Il s'agit plutot d'esquisser trois themes de reflexion nous apparaissant d'importanee majeure apres une dizaine d'annees passees sans lien etroit avec notre club.

1. LE ROLE DE L'EQUIPE SUISSE UNIVERSITAIRE

Le monde d'aujourd'hui est de plus en plus professionnel. Ce caractere «pro» touche non seulement la earriere de ehaeun, mais egalement le sport depuis plusieurs annees deji. Le ski uni vers itaire ne fait pas exception i cette regle. Deux exemples confirment la justesse de notre proposition. D'abord, au niveau du temps necessaire i la pratique du ski universitaire i l'echelon superieur, il s'agit presque d'un «emploi i plein temps» pendant les mois d'hiver. En constants deplacements, ces etudiants ont pour preoceupation principale l'amelioration de leurs points FIS / FISU. Pendant les mois d'ete et d'automne, huit stages sur neige de 5 i 6 jours leur sont proposes. Chacun retient les dates qui lui conviennent, determinant par li librement le volume et l'intensite de son entrainement. Le professionnalisme du ski estudiantin ressort ensuite de la manie re dont se deroulent les entrainements mis sur pied par le SAS. Nos coureurs n'ont rien i envier aux equipes nationales. La proportion enseignants/enseignes avoisine 5 skieurs pour l'entraineur. L'equipement technique i disposition comprend tout ce qui existe de plus perfeetionne dont notamment une installation de chronometrage et un appareil video. Cet abandon d'un certain amateurisme au sein de l'equipe suisse universitaire ne doit pas nous surprendre. Cette evolution a ete favorisee par nos predecesseurs. Ainsi par exemple, la creation de la commission technique du SAS n'a-t-elle pas ete guidee par le souei d'assurer une parfaite realisation des eompetitions et des entrainements? De l'avis de ses fondateurs, cette nouvelle structure etait la me sure la plus appropriee permettant de repondre au developpement rapide du ski de competition. Un autre exemple illustrant la volonte du SAS de suivre cette evolution reside dans le plaidoyer de Martin Hodler, President central sortant, repete i plusieurs reprises au eours de ces trois dernieres annees, en faveur du sport de pointe (<<Leistungssport»). Le nouveau eomite central ne regrette en rien eette tendance allant dans le sens «pro». Il y souscrit pleinement. Toutefois, ce nouvel etat de faits ne doit pas etre accepte i n'importe quel prix. Le SAS est un club et entend le rester. Sa finalite ne peut resider dans la seule recherche d'excellentes performances sportives sur le plan international. Le SAS ne doit pas tout sacrifier sur le temple de


Links: Die Mitglieder des Zentral vorstands '983- '986. Sponsor der Bildmontage: Martin Hodler, Zentralpräsident '9 8 3- '9 86

Rechts: Schweizer Studenten (Alpine): Ziel der Abfahrt an der Universiade '985 in Cortina d' Ampezzo (Tofana-Piste) von links nach rechts stehend: Claude Denervaud, Björn Berg, Denis Du Pasquier, Gaby Bueher, Hans Grüter, Paolo Ferretti, Werner Lüthi, Jean Rene Schenk, Fran<;ois Rouge, Franco Magrini, Jojo Clavadetscher, Roswitha Clavadetscher, Peter Schneeberger, Ivan Wagner kniend: Claude Stricker, Marco Albertini, Florence Selz, Renaud Möschler, M .-Anne Sidler, Reto Schild, Hanspeter DenzIer, Therese Binggeli, Gerry Wein mann, Eric Bersier Donator Lorenz Heer,

SAS

Zürich


l'equipe suisse universitaire. Offrir a nos meilleurs skieurs un environnement propice a l'eclosion de leur talent, leur permettant de repousser leurs limites toujours plus loin, nous parait logique et non preter matiere a discussion. A l'inverse, le club est en droit d'attendre quelque chose en retour de son elite. I;equipe doit servir de moteur pour le club tout entier. Leaders des actifs par la vertu de l'exemple et sur le plan de la performance, symbolisant souvent la volonte, l'effort, le courage et la reussite, il convient qu'ils se montrent a la hauteur de cette tache. Les actifs representant euxmemes les forces vives et dynamiques du club, entrainant les «Alte Herren» dans leur sillage, l'equipe suisse universitaire stimule ainsi directement et indirectement le SAS dans son ensemble. Son influence est egalement determinante dans le secteur du recrutement. Pour s'affranchir correctement de ces obligations, il est pourtant necessaire que nos meilleurs skieurs soient d'abord bien integres dans le SAS et ensuite participent regulierement a ses diverses manifestations. Ce la n'est malheureusement pas toujours le cas. Plusieurs raisons peuvent etre avancees pour tenter d'expliquer ce phenomene. Nous n'en retiendrons qu'une seule, a notre sens la principale. Ages de 18 a 20 ans au moment Oll ils rejoignent les rangs de l'equipe universitaire, ces nouveaux etudiants n'en sont pas alors aleurs premiers entrainements de ski. Ils ont souvent appartenu auparavant aux cadres d'une autre association regionale, voire a ceux de la Federation Suisse de Ski. Certains d'entre eux ne voient dans le SAS que la possibilite de poursuivre leur carriere sportive. Retrouvant sur le plan universitaire les memes conditions professionnelles d'entrainement que celles vecues dans le cadre de leur region, ils ne per<;:oivent probablement pas toujours que le SAS, a la difference des autres associations, est un veritable «Club», sans denominateur commun avec un simple ski-club. Cet etat d'esprit nous semble partiellement explicable par le fait que leurs contacts avec notre club se resument souvent a c6toyer une poignee de membres de la commission technique, eux-memes de vrais «pros». Il convient donc de multiplier les rencontres sAs-equipe suisse universitaire, de sorte que ces athletes soient confrontes au SAS en tant que club, et non plus seulement a titre de financier ou d'organisateur de camps de ski. Quelques mesures peuvent suffire. Faire accompagner nos coureurs a l'occasion des courses internationales universitaires par d'anciens membres de l'equipe bien assis au SAS, en est une. Les inciter a participer aux coupes SAS et a la Fete centrale en est une autre. Il nous appartient a tous de faire un effort pour motiver ces jeunes a se montrer presents et actifs . Dans le passe, quelques-uns de ces skieurs ont meme accepte de reprendre une fonetion au sein du comite de leur section a leur retrait de la competition. Nous sommes persuades que savoir s'integrer dans le club et assumer une responsabilite est de leur propre interet. Car ils decouvriront alors, gnice au SAS, comme bon nombre de ceux qui les ont precedes que donner est encore plus satisfaisant que recevoir! Investir dans la haute competition, c'est bien, mais c'est une operation a court terme. Investir dans le SAS a une portee a long terme: «Actif du SAS un jour, Alte Herren toujours» (comme Philippe Gillieron se plait a le repeter)!

11. LA PARTICIPATION DES MEMBRES

A LA VIE DU SAS

La vie du club est bien fournie. Les nombreuses manifestations se succedent les unes aux autres. Et le plus rejouissant reside dans la participation generalement tres elevee. Au niveau des seetions, les assemblees comptent de 20 a 60 membres suivant l'endroit. Quelques rencontres sportives teIles que le slalom parallele Geneve-Lausanne ou la Nüssli Cup de Zurich se taillent aussi regulierement un joli succes. Le principal de nos activites se deroule pourtant dans le cadre de l'ensemble du club a l'echelon suisse. Les points forts sont certainement les Coupes SAS (60 a 150 participants par course), la semaine «Alte Herren» (120 a 150 fideles) et la Fete Centrale (IjO a 220 personnes presentes le samedi soir). D'autres evenements sont le point de rencontre des jeunes et des vieux, a savoir le


Pentathlon (environ 70 sAsler chaque annee) et les Anglo-Suisses ou Italo-Suisses. Ces dernieres confrontations sont egalement bien frequentees a l'occasion de leur jubile. Juger les taux de participation des membres du SAS aux activites du club amene donc logiquement a se feliciter. Le SAS est un club vivant et actif. Il fait egalement preuve de flexibilite. Preuve en est que deux des manifestations les plus courues, a savoir la semaine «Alte Herren» et la Coupe SAS, ont ete lancees dans un passe pas trop lointain, il y a 17 ans et 12 ans respectivement. Ce bilan tres positif ne doit pas cependant nous faire perdre de vue la deception connue par plusieurs organisateurs l'hiver dernier. Le no mb re de participants a la plupart des coupes SAS, ainsi qu'au Pentathlon, a ete en net recul par rapport a la saison precedente. Phenomene passager ou amorce d'une tendance? D 'aucuns attribuent la cause aux conditions d'enneigement, d'autres a un

Abfahrt an der Uni versiade '98 5 in Cortina d' Ampezzo: Beachtliche Mannschaftsleistung der Schweizer Studenten. Von links nach rechts: Jean-Rene Schenk (7. ), Björn Berg (14.), D enis Du Pasguier (5.), Claude Stricker (17.), Werner Lüthy (4.), Renaud Möschler (15.)

calendrier surcharge, a une mauvaise repartition geographique, a un echelonnement malheureux des courses dans le temps ou encore a de frequentes collisions de dates avec l'agenda de la FISU. Tous ces elements ont ete pris en compte dans la preparation du calendrier de l'hiver prochain. Une participation a nouveau deficiente indiquerait la presence d'un malaise plus profond. Il parait trop tot aujourd'hui pour tenter de se risquer au jeu des hypotheses . La seule possible a notre avis rejoint les idees developpees sous le point I) ci-dessus relatives au professionnalisme: nos courses ne sontelles pas devenues trop «pros», techniques, serieuses ou memes importantes? N'ont-elles pas perdu de leur spontaneite ou partie de leur vocation de point de rencontre favorisant les echanges entre romands et etudiants d'Outre-Sarine, jeunes et vieux, futurs medecins, juristes et scientifiques? La saison I986 / 87 devrait apporter quelque lumiere aces interrogations. Au-dela de cette ombre au tableau, deux constatations peuvent ensuite etre faites au sujet de la participation. La premiere a trait a une segmentation des participants par classe d'age, la seconde a l'epoque de l'annee Oll se deroulent nos manifestations. D'abord, et ce n'est pas Ia quelque chose de nouveau, la categorie des jeunes «Alte Herren» de 30 a 45 ans est generalement la moins representee a nos diverses activites. Tant qu'un membre est actif, jusqu'a 28 ans dans la plupart des cas, il participe regulierement a la vie du club, notamment aux coupes SAS. Des 40, voire 5 ans, certains se manifestent a nouveau, le plus souvent a l'occasion

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de la semaine «Alte Herren». La grande majorite des membres renouant avec le club dans ces circonstances devient par la suite habituee de ces quelques jours de ski organises pour les «Anciens» a Gstaad, Zermatt ou St. Moritz. Pourtant, entre ces deux tranches d'age, moins de 30 ans et plus de 45 - 50 ans, beau coup d'entre nous vivent souvent une eclipse. I;origine est variee. Priorite a la carriere avec notamment sejour a l'etranger, familIe et enfants en bas age, ou eJ;lcore mo yens financiers limites sont autant de raisons qui les tiennent loin du club. Dans ces conditions, il est difficile de savoir si une nouvelle manifestation, mise sur pied a leur intention, emporterait leur adhesion. Il nous semble par exemple que le lancement d'une «coupe familles a handicap» merite un coup d'essai. Une teIle course organisee un dimanche du mois de fevrier ou de mars dans une station jouissant d'une situation centrale en Suisse au vu du reseau autoroutier pourrait obtenir un accueil favorable. A suivre! La seconde observation est relative a l'echelonnement de nos manifestations sur les douze mois de l'annee. En tant que club de ski, il va sans dire que les mois d'hiver constituent le centre de gravite de notre activite. La periode d'avril a decembre est morte sur le plan suisse, s'il est fait exception de la Fete Centrale et de la competition de golf. N'y a-t-il pas la place pour des retrouvailles estivales ou automnales? Un pentathlon d'ete n'est-il pas de nature a susciter une vague d'enthousiasme? Ou que diriez-vous d'un «iron man» aux dimensions du SAS? Jusqu'ici, la passion commune du ski pratique en touriste, sur le plan de la performance ou en haute montagne, a servi de vehicule pour rallier tous les membres. Le ski restera en principe le ferment de notre unite longtemps encore. Mais il n'est pas exclu d'imaginer qu'a l'avenir d'autres sports, voire meme des activites extra-sportives se developpent et prennent une place toujours plus grande au programme de nos manifestations . La rencontre des adeptes de Jack Niklaus n'est-elle pas en passe de devenir l'un des points culminants de l'annee? III. LE RECRUTEMENT Le dernier theme meritant analyse est celui du recrutement. Comme dans toute entreprise, une politique heureuse au niveau de l'engagement de forces nouvelles constitue l'un des facteurs essentiels de succes pour le SAS. Les candidats d'aujourd'hui et de ces prochaines annees ne formeront-ils pas les piliers de l'an 2000? Il semble que le comite central bernois ait confirme l'admission de 20 a 30 candidats par an en moyenne au cours de son regne. Ne disposant d'aucun point de comparaison dans le passe, il est difficile de porter un jugement sur ce nombre. Notre club admet-il plus ou moins de nouveaux membres aujourd' hui par rapport a 1950, 1960, 1970 ou 198o? Ce nombre est-il suffisant? Ou, au contraire marque-t-ille signe d'un declin de notre etoile? Il va de soi qu'il est encore plus hasardeux d'apprecier l'evolution quantitative au niveau des sections. Comme chacun l'imagine, il existe de fortes diffhences de l'une a l'autre. Si Zurich vient en tete avec 5 a 10 admissions chaque printemps, suivi de Geneve, Berne, Lausanne et Fribourg avec 3 a 8 nouvelles recrues, Bale ferme la marche, ne suscitant de vocation pour notre club que parmi I a 2 etudiants par annee. Une appreciation quant a la qualite des nouveaux venus est egalement delicate a effectuer. Leur profil correspond-il a celui de la grande majorite de nos membres? Sont-il de nature a se «dissoudre» dans la «solution SAS»? Ou bien existe-t-il un derapage entre l'esprit du club, tel que la plupart d' entre nous le conc;oit, et la raison pour laquelle les nouveaux rejoignent nos rangs? Toute disparite fond amen tale est dangereuse a terme. Elle est susceptible de creer petit a petit un clivage entre tendances opposees au sein des membres. Il est normal que les preoccupations des etudiants different de celles de leurs aines . Toutefois, le veritable denominateur commun entre les anciens et les bleus devrait demeurer la joie prise par chacun a partager l'esprit du SAS, cet esprit d'equipe unissant tous les membres. Perpetuer ce lien au moyen d'un recrutement judicieux sur le plan 34


qualitatif est une condition necessaire a la vie du club. Tant que toutes les classes d'age, suisses allemands et romands, scientifiques et litteraires prendront plaisir a se rencontrer et a gouter ensemble cette atmosphere, le SAS sera ass ure de vivre encore de bons moments. Recruter la bonne quantite et qualite de nouveaux membres n'est pas l'effet du hasard. Deux prealables sont necessaires. En premier lieu, il convient que les activites du SAS soient attractives et susceptibles d'interesser les nouveaux universitaires. Notre offre est aujourd'hui en concurrence avec une multitude de loisirs qui sont proposes quotidiennement aux jeunes de 18 a 25 ans. Le «produit SAS» correspond-il toujours aussi bien que par le passe ace que recherchent les habitues de nos universites? Ou, au contraire, est-il temps d'enrichir nos «prestations» pour demeurer «competitif»? Cela consisterait a trouver, acote du ski d'autres supports permettant d'attirer des candidats de valeur, soucieux de viv re et faire vivre l'esprit du SAS? Nous rejoignons ici les memes preoccupations que celles evoquees ci-dessus ala fin du chiffre 2. Ensuite, la question consiste asavoir si tout notre public-cible, soit les candidats potentiels, ont bel et bien connaissance du club. La communication se fait-elle de fa<;:on satisfaisante? Est-elle effectuee dans la bonne direction? Les eventuels interesses sont-ils informes des caracteristiques du SAS assez tot, soit au debut de leurs etudes? Tout au long de ces quelques lignes, nous nous sommes principalement bornes a soulever des interrogations. Des suggestions sont maintenant attendues. Toute proposition, quelle qu'elle soit, visant aanimer le club ou aperpetuer sa tradition est la bienvenue!

Nordische D elegation an der Universiade 1985 in Nevegal (Italien). Von links nach rechts, stehend: Roger Roth (Trainer), J ürg Philipp, Matthias Remund, Hansruedi Bühler (Chef nordisch SASV), Franc;:is Jacot (Trainer), Andrea Godly. Kniend: Franc;:ois Rouge (Delegationsleiter alpin und nordisch), Daniel Ann aheim, Annelies Lengacher, Giusep Condrau und Bruno Hammer (Chef nordisch SAS).

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SKI- VERBAND UND PROFI SPOR T Manfred Aregger, Zentralpräsident des ssv

Der «Schneehase», das Jahrbuch des SAS, und die vergleichbaren Jahrbücher des Schweizerischen Ski-Verbandes und des Schweizerischen Alpenclubs sind dokumentarisch sehr wertvolle Publikationen. Neben grundsätzlichen Beiträgen geben sie auch eine Übersicht über Themen, die im Zeitpunkt ihres Erscheinens gerade zur Diskussion stehen, über Themen, die aktuell sind. Den Wert der Jahrbücher werden vor allem jene am meisten schätzen, die aus den langjährigen Serien die Entwicklung auf einem bestimmten Sektor ihres Sportes herauslesen wollen. Nach dieser Prämisse liegt für mich der Schluss nahe, meinen Beitrag im sAs-Jahrbuch einem speziellen Thema zu widmen, das für den ssv gegenwärtig von entscheidender Bedeutung ist: Die Rolle des Ski-Verbandes im professionellen Spitzensport. Wir betrachten den Stand der Entwicklung und den erreichten Grad der Professionalität als eine Gegebenheit, mit der wir uns auseinandersetzen müssen. Die nationalen Ski-Verbände und auch die FIS dürfen auf die laufenden Veränderungen nicht nur reagieren. Sie müssen an der Front mitmarschieren und die Rahmenbedingungen aktiv mitgestalten. Dabei sind einige Grundvoraussetzungen zu beachten: Das Internationale Olympische Komitee gewährt in Zukunft der Kommerzialisierung des Spitzensportes einen grösseren Spielraum. Die Athleten, die Ausrüstungsindustrie und die Wirtschaft ganz allgemein nützen diesen grösseren Spielraum für ihre Zwecke aus. Der gedruckten Presse und den elektronischen Medien kommt diese Entwicklung entgegen, denn sie sind für die Erreichung eines hohen Beachtungsgrades und hoher Einschaltquoten vom Unterhaltungswert des Spitzensportes abhängig. Die Koordination der internationalen Wettkämpfe (z. B. Weltcup) und die Aufstellung der Wettkampfregeln müssen eine Domäne der zuständigen Verbände bleiben. Diese Voraussetzungen bilden den Rahmen, in dem sich der alpine Rennsport heute bewegt. Sie gelten für den Athleten so gut wie für den Ski-Verband. Damit ist auch schon angedeutet, dass die Standpunkte der Athleten und des Ski-Verbandes naturgemäss in weiten Teilen verschieden sind. Eine Gesamtbeurteilung muss sich deshalb auf eine Analyse bei der Standpunkte abstützen. Im folgenden will ich versuchen, eine solche Analyse vorzunehmen. DIE SICHT D ES ATHLETEN Die Athletinnen und Athleten in den alpinen ssv-Kadern betrachten ihre Stelle als Arbeitsplatz. Ihre Tätigkeit ist ein Fulltime-Job, der zudem um einiges komplexer als die meisten anderen Berufe ist. Sein Umfeld wird bestimmt durch verschiedene Interessen, in deren Brennpunkt der Spitzensportler steht. - Ein Arbeitgeber des Athleten ist der Schweizerische Ski-Verband. Vom ssv wird ihm nicht Geld, dafür aber eine erstklassige Infrastruktur zur Verfügung gestellt. Trainingsorganisation,


Betreuung, sportärztlicher Dienst, Reiseplanung, Hotelreservation sind eine Auswahl von Dienstleistungen, die vom Athleten gerne, oft aber vielleicht etwas gar zu selbstverständlich konsumiert werden. - Ein zweiter Arbeitgeber ist der Swiss Ski Pool. Der Zusammenschlms aller Ausrüsterfirmen in einem reglementarisch klar strukturierten Pool gibt dem Athleten die Chance der Kontinuität auf dem Materialsektor. Sie garantiert ihm zudem ein gesichertes Einkommen und eine optimale Materialbetreuung. Allerdings bedeutet der Pool-Vertrag auch eine enge Bindung des Athleten an seinen Hauptausrüster, vor allem an die Skimarke. - Seit dem Winter 1985 / 86 steht der Athlet zusätzlich im Dienste eines dritten Arbeitgebers, des Individualsponsors . Damit wirkt ein weiterer, diesmal branchenfremder Einfluss auf den Spitzensportler. In Anbetracht der zum Teil sehr ansehnlichen finanziellen Leistungen der Einzelsponsoren werden vom Athleten entsprechende Aktivitäten ausserhalb des Sportbereiches erwartet. - Als vierte Kraft wirken die Medien und mit ihnen in direktem Zusammenhang die öffentliche Meinung des Sportpublikums auf den Athleten. Ich will damit aufzeigen, dass der Athlet neben dem sportlichen Leistungsdruck auch noch anderen extremen Belastungen ausgesetzt ist. Nicht zuletzt denke ich dabei an die privaten und sozialen Belastungen. Der Athlet weiss, dass seine Karriere befristet ist. Sie ist in der Regel zu Ende, wenn in anderen Berufen die Beförderung erst bevorsteht. Er weiss zwar auch, dass eine erfolgreiche Sportkarriere in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert besitzt, und er wird motiviert vom Ansehen, von der Bekanntheit, die er erlangen kann. Anderseits muss er sich früher oder später mit dem Berufswechsel, mit der Nachfolgekarriere befassen. Es gibt einige Beispiele von Athleten, denen der Übergang in eine neue Berufstätigkeit hervorragend gelungen ist. Von andern wissen wir, dass sie in der Anonymität verschwunden sind. Aus allen diesen Gründen müssen wir viel Verständnis dafür aufbringen, wenn ein Skirennfahrer den höchstmöglichen Ertrag aus seinen erfolgreichen Jahren herausholen will und wenn er Anspruch erhebt auf optimale Trainingsbedingungen, auf sportwissenschaftliche Hilfeleistungen und auf förderndes menschliches Klima in seiner Kadergruppe. Wir müssen auch nachvollziehen können, dass ein Athlet seiner sportlichen Chance absolute Priorität einräumt, die Wahrnehmung seiner kommerziellen Interessen dagegen einem von ihm bezahlten Agenten anvertraut. Die kommerzielle Auswertung ist schliesslich kausal vom Erzielen guter Resultate abhängig. DIE SICHT DES SKI-VERBANDS

Der ssv ist rechtlich gesehen ein Verein. In seinem Zweckartikel sind zahlreiche Massnahmen aufgezählt, mit denen er seine Ziele erreichen will. Der internationale Spitzensport ist nur eine der vielen Aktivitäten, die er ausübt. Regionalverbände, Skiclubs und Mitglieder beanspruchen daneben ein breites Angebot von Leistungen des Verbandes . Trotzdem werden der Organisationsgrad und der innere Zustand des Ski-Verbandes nicht an den alltäglichen Leistungen, sondern effektiv nur an den Siegen und Ehrenplätzen der Spitzensportler gemessen. Wir sind stolz darauf, Skination Nr. I zu sein. Nr. I zu bleiben kostet aber einen hohen Preis. Im Wettbewerb mit anderen Nationen können wir uns nicht damit begnügen, allein nach bewährten Schemata weiterzuarbeiten. Wir müssen unsere Trainingsmethoden immer neu überprüfen, optimieren, perfektionieren. Gerade darin besteht der Beitrag des ssv zum Erfolg im Spitzensport. Er wird getragen von bestqualifizierten Trainern und Betreuern auf allen Stufen bis hinab zur Nachwuchsförderung in den Interregionen. Er fordert aber auch den Einsatz von Geldmitteln, der weit über die Eigenfinanzierungskraft des Verbandes und seiner Mitglieder hinausgeht. Diese Unterdeckung bringt uns zunehmend in eine gewisse Abhängigkeit von Generalsponsoren und andern Geldquellen, auf die wir angewiesen sind. 37


Wir haben vorher beim Umfeld des Athleten festgestellt, dass der Ski-Verband trotz seiner Gesamtverantwortung und trotz seinen organisatorischen Leistungen nur einen sektoriellen Einfluss auf den Athleten ausüben kann. Dieser Einfluss basiert beim arrivierten Spitzenathleten praktisch noch auf den bestehenden Regeln der FIS. Der nationale Verband ist Lizenzgeber, er selektioniert seine Kader, er meldet seine Auswahl an die verschiedenen internationalen Veranstaltungen. Sollte dieses System ins Wanken geraten, dann würde sich ein nationaler Verband wie der ssv noch mit der Nachwuchsförderung begnügen müssen. Aus der Sicht des ssv geht es deshalb in erster Linie darum, die organisatorischen Zuständigkeiten zwischen den nationalen Verbänden und der FIS im heute geltenden Sinne beizubehalten. Daneben müssen wir aber Mittel und Wege finden, auch im kommerziellen Bereich vermehrt

Variationen eines Publikums

Photo R. Hügin

Donator Peter J. Wetli,

SAS

Basel


aktiv zu werden. Ein erstes Ziel sehen wir darin, dass für den ssv der gesamte Bereich Spitzensport inklusive Nachwuchsförderung mindestens kostenneutral, d. h. selbsttragend, wird. Wir sind uns bewusst, dass schon dieses Ziel nicht ohne innovative Ideen zu erreichen ist. Wir wissen auch, dass wir zu diesem Zweck ein partnerschaftliches Verhältnis mit unseren Athleten pflegen müssen. PARTNERSCHAFT - Die Rennfahrerinnen und Rennfahrer des Schweizerischen Ski-Verbandes repräsentieren einen guten Teil der Weltelite. Der ssv ist ein breit abgestützter, gut strukturierter und organisierter Sportverband. - Der Swiss Ski Pool ist eine erfahrene, eingespielte Trägerorganisation.

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Abfahrtsklassiker Franz Heinzer

Photo R . Hügin

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Donator Sepp Gammeter,

SAS

Zürich

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Es liegt auf der Hand, dass diese drei Partner ihre gegenseitige Abhängigkeit in einem fairen Vertragsverhältnis regeln müssen. Die Standpunkte der einzelnen Partner sind bekannt. Die grundsätzliche Anerkennung der Professionalität im Spitzensport ist unbestritten. Einer Neudefinition des Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnisses steht also nichts mehr im Wege. Ein Partnerschaftsvertrag, abgeschlossen zwischen dem ssv, dem Swiss Ski Pool und jedem einzelnen Kadermitglied, sollte im wesentlichen folgende Punkte beinhalten: Leistungen des Aktiven unter dem Aufgebot zu Training und Wettkampf. Verpflichtung des Aktiven für eine bestimmte Anzahl von Werbeeinsätzen zugunsten des ssv. Pflicht des Aktiven zur Rückvergütung von Trainingskosten beim Übertritt in eine Professional-Skigruppe ausserhalb des ssv. Solidaritätsverpflichtung des Aktiven zu den Pool-Firmen. Recht des Aktiven zum Abschluss eines Individualsponsorvertrages. Recht des Aktiven auf einen persönlichen Berater im kommerziellen Bereich. Anspruch des Aktiven auf optimales Training und sportärztliche Betreuung. Anspruch des Aktiven auf Material und Bekleidung. Regelung der Verdienstausfallentschädigung, der Werbeentschädigung und der Spesenpauschale für Werbeeinsätze. Anspruch des Aktiven auf Unfallversicherung und BVG. Regelung des Verfahrens bei Streitfragen. Ein solcher erstmals vorgeschlagener Basisvertrag bringt Sicherheit in die Partnerschaft. Er schafft klare Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit, und er vermindert das Risiko von Fehl- oder Überreaktionen bei allen beteiligten Kontrahenten. GESAMTBEURTEILUNG Der Ski-Verband akzeptiert die Professionalität im Spitzensport. Er ist sich bewusst, dass der Trend zur Kommerzialisierung längerfristig noch zunimmt. Damit der ssv im modernen SportBusiness ein ernstzunehmender Partner bleibt oder gar seine Position wieder verstärken kann, muss er sich gleiche Methoden zu eigen machen. Das Organigramm der reorganisierten Verbands führung sieht denn auch die drei Bereiche Leistungssport, Breitensport und Administration vor. Jeder Bereich wird von einem zuständigen Chef geleitet, der dem Direktor untersteht. Der Direktor selber hat keinen eigenen Bereich mehr zu führen. Ihm obliegt einzig die Gesamtleitung, verbunden mit Repräsentationsaufgaben im Bereich der Sportverbände und gegenüber Geschäftspartnern und Öffentlichkeit. Der ssv hat es sich nicht leicht gemacht, den Herausforderungen einer neuen Zeit zu begegnen. Er hat sich klare Ziele für eine Reorganisation gesetzt und sie nach meiner Meinung auch erreicht. Wenn der ssv nun über eine professionell gegliederte Führungsstruktur verfügt, mit der er die Trumpfkarte Profisport voll ausspielen kann, dann ist er auch in der Lage, in den Bereichen Breitensport und Mitgliederdienste hohen Ansprüchen zu genügen.

RESUME La Federation de Ski accepte que ses athletes de pointe soient des professionnels. Afin de rester un partenaire credible, la FSS doit adopter les memes methodes. I.;organigramme de ses organes dirigeants, apres reorganisation, prevoit en consequence trois secteurs: sport de competition, sport de masse, et administration. Chaque secteur a un chef, qui depend du directeur de la Federation. Un contrat de cooperation a ete conclu entre la FSS, le Swiss Ski Pool et chacun des membres du cadre de competition.


ASSOCIATION SPORTIVE UNIVERSIT AIRE SUISSE (ASUS) ET SAS Jost Schnyder et Jean Brechb端hl, SAS Geneve

Depuis quelques annees, on entend beaucoup parler, au sein du SAS, de l' ASUS et pourtant bien peu de gens savent a quoi ce sigle correspond vraiment. Alors que les etudiants pratiquant le sport pendant leurs etudes devaient s'appuyer essentiellement sur le benevolat estudiantin - aujourd'hui encore tres important - , une association faitiere a ete creee en 1920 pour grouper et organiser, sur le plan national, le sport universitaire. Mais c'est l'organisation des Jeux Universitaires Internationaux, peu avant la derniere guerre, qui a reellement donne le declic pour un regroupement des differentes commissions et societes sportives des Hautes Ecoles de notre pays. C'est l'ordonnance federale de 1941, prise en vertu des pleins pouvoirs du Conseil Federal durant la guerre, qui permit au sport universitaire de se developper. En effet, cette ordonnance prevoyait une aide federale aux cantons universitaires engageant des enseignants pour organiser et diriger le sport a l'intention des etudiants. Jusque-la, seuls Bille avec Willy D端rr et Zurich avec Chady Schneiter, avaient engage des professeurs de sport. Les autres Universites profiterent de cette ordonnance, et le sport universitaire s'est, des lors, rapidement developpe. J usqu'en 1985, l' ASUS reste un organe estudiantin: les maitres de sports avaient une voix consultative, comme les membres d'honneur, et ce n'est que la revision des statuts acceptee en decembre 84 qui accorde le droit de vote a un mahre de sports par ville universitaire. Une autre modification importante des statuts a ete approuvee pendant le mandat du comite actuel: alors que les associations estudiantines representaient les etudiants au sein de l' ASUS, ce sont les associations sportives de chaque Haute Ecole qui envoient leurs delegues . Ces deux modifications sont importantes. La premiere confirme un etat de faits: en realite, si les etudiants ratifiaient a l'assemblee des delegues la politique et la marche de I'ASUS, c'etaient les mahres de sports et surtout les directeurs des Sports de chaque Universite qui conseillaient les decisions. Leur droit de vote confere a l'assemblee des delegues plus de poids dans le sens que des decisions importantes peuvent vraiment etre prises sans concertation prealable. Le deuxieme point est capital: l' ASUS est rendu aux organes s'occupant reellement du sport et, de ce fait, depolitise. On pade en connaissance de cause et dans l'interet veritable du sport universitaire. COMMENT FONCTIONNE eASUS eASUS regroupe toutes les Hautes Ecoles de notre pays ainsi que les associations sportives representees au moins dans trois Universites suisses, ce qui est le cas du 'SAS. La plus hau te instance est l'assemblee des delegues; chaque membre y est represente par deux delegues dont au moins un etudiant. eUniversite et ETH Zurich ainsi que l'Universite et EPF Lausanne ont respectivement trois delegues dont deux au moins doivent etre etudiants. Le Comite represente I' ASUS ent tant qu'executif. En principe et par commodite, il fonctionne selon le systeme du Vorort, comme le SAS. Ses

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membres sont elus pour 2 ans (ceci etant egalement nouveau depuis 1985), ce qui facilite un travail en profondeur et permet aussi d'eviter un enlisement. Le comite actuel, comme le precedeht, a accepte un mandat de 4 ans. C'est une periode qui nous semble judicieuse pour accomplir un travail constructif en tant que benevole. Il ne faut en effet pas oublier que tous les membres du comite sont des volontaires qui occupent en general une place importante dans la vie active. Les questions techniques sont reglees et gerees par la Commission Technique de l' ASUS . Cette derniere est une commission permanente et elle siege deux fois par an. Son president fait partie du comite et est elu pour trois ans, avec possibilite d'etre reelu une fois. La Commission Technique est composee des maitres de sports universitaires, d'un representant du SAS et d'un membre du comite de l' ASUS qui a une voix consultative. Elle est chargee des domaines techniques, en particulier des reglements des differentes disciplines (2 I en tout) et de la Wettkampfordnung.

ORGANIGRAMME ORGANISATION INTERNE

I

ASUS jSASV

I

Assemblee des delegues

ORGANISATION EXTERNE

Autres instances nationales et internationales

CFGS Commission Federale de Gymnastique et de Sport

LES BUTS DE L'ASUS Les objectifs de l' ASUS, brievement resumes, sont les suivants: L'ASUS est l'organisation faitiere du sport universitaire suisse. Ace titre, elle coordonne l'activite des Commissions Sportives et represente celles-ci aupres des autorites sportives de notre pa ys, comme, par exemple: la Commission Federale d 'Education Physique et de Sport, l' Association Suisse du Sport, le Comite National du Sport d'Elite, le Comite Olympique Suisse et les diverses associations sportives.


Erรถffnungszeremonie der Winter-Universiade 1985 am 17. Februar in Belluno (Italien). Die Schweiz vertreten mit 25 Athleten und 1 0 Offiziellen. Photo Ivan Wagner D onator Sebastian Schmid, SAS Basel

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Renaud Möschler, Gewinner der Bronce-Medaille in der alpinen Kombination an der U niversiade 198) in Belluno. Unterstützt haben : Marco A lbertini (Trainer), Claude Denervaud (Masseur), Fran<;ois Rouge (Delegationschef) und l van Wagner (Präs ident TK des SAS) .

I:ASUS organise les championnats universitaires suisses dans les diverses disciplines et selectionne les participants aux championnats internationaux universitaires, et aux Universiades d'hiver et d'ete. Elle organise egalement les deplacements et les delegations aux Universiades. Sur le plan international, l' ASUS fait partie de la Federation Internationale du Sport Universitaire (FISU). Elle est representee dans cette instance par quatre delegues, dont trois font partie du SAS: Gil Schwaar, Jean Brechbühl et Fritz Holzer. Les relations entre l'Asus et le SAS

Le SAS est membre de l' ASUS au meme titre que les Universites. 11 dispose de deux voix al'assemblee des delegues, a un representant au sein de la CT, mais jouit d'un statut particulier pour diverses ralsons: I

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Etant donne que chaque etudiant paye ses cotisations al' ASUS par l'intermediaire de son Universite (Fr. - .60 par etudiant par semestre = pour le SAS env. Fr. 1200.- par an), le SAS est dispense des cotisations. Le ski est la seule discipline dans laquelle l' ASUS entretient une equipe universitaire nationale. Alors que pour les autres disciplines, l' ASUS traite directement avec les Federations, ce rale a ete conne au SAS. I:organisation des championnats suisses universitaires alpins et nordiques est egalement connee au SAS. C'est aussi le SAS qui est responsable des equipes nationales universitaires. I:ASUS dispose neanmoins de chefs de discipline alpine et nordique qui sont responsables d'une bonne entente ASUS!SAS et assurent une information - qui doit etre reciproque - , indispensable aun bon fonctionnement.

Dans l'ensemble, les relations entre l' ASUS et le SAS ont toujours ete bonnes. Des problemes personnels ainsi que des conflits de competences entre chefs de disciplines et responsables tech44


niques du SAS ont quelquefois necessite des contacts approfondis et des mises au point entre les comites ou presidents respectifs. Une discussion franche dans une ambiance de collaboration positive ont toujours eu raison des difficultes existantes. La position triangulaire ASUS / SAS / FSS peut quelquefois creer des malentendus, mais ces derniers ont toujours pu etre eclaircis. Il faut relever ici que dans tous les comites de l' ASUS le SAS a ete activement represente. De nombreux SAS ont, en effet, prete leur concours au bon fonctionnement de l' ASUS. Le comite actuel comprend, outre son president Jost Schnyder, cinq membres du SAS: Jean Brechbühl, Olivier Brünisholz, Jean-Pierre Eberle, Franc;ois Rouge et Franc;ois Tissot, ce qui equivaut a six membres sur onze que compte le comite. En 198 5/ 86le ski a ete la discipline qui a obtenu les meilleurs resultats. Apres la medaille d'or en descente a l'Universiade 83 de Denis Du Pasquier et celle de bronze en geant de Hans Grüter, Renaud Moeschler obtient une medaille de bronze au combine alpin a l'Universiade 85 de Belluno (Björn Berg 4e , Denis Du Pasquier 7e). En descente, la Suisse classe trois skieurs dans les sept premiers: 4e : Werner Lüthi, 5e : Denis Du Pasquier, 7e : Jean-Rene Schenk.

Resultats en Coupe d' Europe universitaire 8; /86 La Suisse est 2 e dans le classement par nations . Ire place descente hommes: Sean Kell y 2 e place descente hommes.· Werner Lüthi 4e place descente hommes.· Eric Bersier I re place descente dames: Maria-Teresa Pinorini 2 e place combine hommes: Werner Lüthi 3e place combine dames: Maria-Teresa Pinorini 2 e place slalom giant: Werner Lüthi Chezles nordiques: a l'Universiade 85, relevons la 8e place d' Annalise Lengacher aux 5 km et la place de Giusep Condrau aux 15 km . Matthias Remund obtient un ge rang sur 15 km au Championnat Suisse a Trun (a I minute de la medaille de bronze). Ces resultats sont rejouissants. Ils constituent de bons souvenirs et sont de bon augure pour l'avenir. Le SAS peut en etre fler et l' ASUS l'est avec lui. I.;ASUS remercie le SAS pour son apport important au sport universitaire. Elle se rejouit d'une collaboration de plus en plus etroite et souhaite au SAS un avenir couronne de succes . ge

NB: Nous n'avons parle ici que du ski en tant que discipline de l' ASUS. Il est bien clair que les 19 autres disciplines sportives representees a I' ASUS ont elles aus si leur importance. Nous rappeIons, a ce propos, qu'a la derniere Universiade d'ete (Kobe, Japon, 1985), la Suisse a ete representee par 4 I athletes dans 6 disciplines: athletisme, escrime, gymnastique artistique, judo, natation, volleyball. Nos meilleurs representants (Corinne Schneider et Rita Heggli pour l'athletisme, Sepp Zellweger pour la gymnastique artistique, M.-T. Armentero et D. Halsall, C. Brook en natation, pour ne citer que ceux-ci), ont eu a se mesurer avec les champions du monde et les champions olympiques, tels que Biondi, Gross et Caron en natation, par exemple. Le record du monde du saut en hauteur a ete battu. Nos meilleurs resultats ont ete obtenus par C. Schneider 4eal'heptathlon, R. Heggli 6eau saut en longueur et 8eau 100 m H, M. T.Armentero 5eaux 100 m libre, une remarquable 7e place en judo (contre le champion olympique et au Japon!) par D. Kistler. Ces quelques indications ne sont donnees que pour souligner que le sport universitaire suisse se porte bien. 45


Blick aus einem der obersten Etagen des K -z hinĂźber zur kĂśniglichen Nachbarschaft


Photo st. Wiirner

Donatoren Hans Henzi und Christoph Spoerry,

SAS

Z端rich

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THE GOLDEN AGE OF BRITISH SKIING AND THE BERGLER The Arnofd Lunn Memorial Leeture by Arnofd Kaech G iven in London, November 27th I9S4 Under the Auspices 01 the Ski Club 01 Great Britain

I feel rather proud and important for having been asked to hold this year's Arnold Lunn Memorial Lecture. My subject is: "The Golden Age ofBritish skiing" and the "Bergler". You find both expressions in Sir Arnold's vocabulary; the "Golden Age" covered for hirn the time up to the second World war. The "Bergler" were the Swiss living in the mountains, or having especially strong links with them. In spite of a difference in age of almost 30 years, I keep a vivid memory of Arny, as he was called affectionately in M端rren, where we used to meet. Our common interest and usual topic of conversation was of course skiing. As a member of the Swiss side in the early Anglo-Swiss University races, I admired his performance as highpriest of a young Alpine skisport and his unequalled mastery as an after-dinner speaker. He got to know me when I happened to win the first Duke of Kent Cpp- a citizen-race and as such another innovation conceived by hirn. From that moment on I was accepted among his disciples. Many years later, in the fifties, when I was Honorary Secretary General of the Federation Internationale de Ski (FIS), we used to have arguments- sometimes rather heated ones- about the evolution of skisport, past and present. Arny was on the conservative side and not ready to abandon styles and techniques and above all not the spirit of skiing as practised in the mountains by the British before the second world war. On the other hand his imagination was as fresh as it had ever been. He was full of ideas and seemed unable to realise that skisport was by now well and truly in the hands of an international ski-bureaucracy, that a balance of power was the only possible policy and that the times were gone when a Pioneer alone, or almost alone, was able to change the course of events. To be quite honest: it happened that I took the upper or the lower ofM端rren's two main streets simply to avoid meeting Arny when I saw hirn coming along. For the was wont to keep you discussing "en plein air" for over an ho ur, and this in the cold of a frosty winter morning, in sight of the sunny ski slopes above. Impressed as I was from the very beginning by Arnold Lunn's ski prominence, I estimated hirn even more as a scholar and for his literary talents and achievements . I cannot say that I know all the books he had written. But I have been an eager reader ofhis contributions to the "Schneehase", the yearbook of the "Schweizerischer Akademischer Ski-Club (SAS)". For then I first realised that sport is not only an outburst of raw forces, but also a social and cultural phenomenon, a heritage of mankind, linking ancient Greece and its agonistic traditions as well as the Middle Ages with their noble rules of chivalry, to the spirit of sportsmanship in our times. As a young man I was impressed by Lunn's philosophical and political views on sport to a point, where later I sometimes wonder what turn my life would have taken without having met hirn. It is my great belief, that we do not do justice to Arnold Lunn if we praise him- as we usually do- as a man who has opened new horizons to skiing as asport. Important as this may be, he stands for much more. I owe Arny another personal debt: On his proposal I became an invitation life member of the


Kandahar. Year by year this gives me an opportunity to renew the link with happy memories and old friends on the slopes of the Schilthorn and the Schiltgrat.

* ** What is the central point of these memo ries? In my view it is above all the meeting of two worlds: It was the invasion of an exceptionally high spirited elite from Great Britain into what Leslie Stephen, some decennia before, had called the "Playground ofEurope". The Swiss Tourist Office continues to live on Stephen's book title. A better selling slogan has still to be invented. The famous author and pioneer of the Alps does not seem to be especially interested in the fact that his playground was inhabited by a race of sturdy mountaineers, "Bergler" as Arnold Lunn used to call them, mostly peasants, who had been living there for centuries, enduring many hardships, just below the timber line and somewhat above. Their struggle for life had nothing very playful. The travelling poets, such as Goethe, Byron, Shelley and others had not taken much notice of the locals either. Some, like Albrecht von Haller or Rousseau saw them as an ever happy race, cultivating their lands and attending to their cattle in innocent beatitude, whilst Byron made rather nasty remarks on the primitive people he met there. The early montain climbers- Great Britain has sent over the best in quality and quantity- , the abundant prose, men like Whymper and Mummery produced, has certainly had an effect of attracting tourists. Travels to the Alps became fashionable. On his way to the arts and treasures ofItaly the upbringing of a gentleman required a stop-over in the Alps. With the first snows, however, the first autumn storms, the poets, and most of the Alpine pioneers and certainly their fashionable followers vanished. The customary way oflife returned to its old rights. Mürren's only connection with the valley 800 m below was then a steep trail exposed to avalanches and icefalls. It sometimes was not passable for weeks at a time. If people happened to die during that period their corpses were kept in their coffins in the cold loft under the roof until the spring sun had melted the snow. Then they were carried down and buried in the churchyard of Lauterbrunnen. Ernest Hemingway describes such a situation in a rather macabre short story. The place of action is, however, not the Bernese Oberland, but Montafon in the Austrian valley near the eastern Swiss border. This goes to show that conditions in the mountains, independent of fron tiers, are more or less the same everywhere. Much of what I want to say about Mürren is applicable mutatis mutandis to other regions as weIl. As you know, Mürren, that little hamlet on a cliff above the Lauterbrunnen valley, is often referred to as the "Cradle of Alpine Skiing". The cradle period came to a successful end when, in 193 I, the Ski Club of Great Britain, mandated by the FIS, organised the first Alpine World Championships in Mürren. It was won- by the way- by a young British Lady, Miss Esme "Muffie" Mackinnon (later Mrs. Murphy). British skisport at the beginning of the Alpine period showed the flag in a way which could not be overlooked. It was beyond any doubt one ofthe high-points ofthe Golden Age. In my lecture I intend to give some retrospective f1ashes of that period, and mention some of these people who ca me and went during the days when Mürren was a kind of a British Crown Colony, and exterritorial part of Switzerland, as Walter Amstutz, the founder of the SAS and personification of Anglo-Swiss friendship once remarked. Exterritorial or not: There were inevitably a few Swiss too. Hotel-owners, Hotel-directors, Head-waiters and Hotel-concierges. The Doctor, the Postmaster; the Porter at the station. There were ski-teachers as well; not all of them champions in the white sport. But they mastered the English language and tried to explain the art of skiing as well as they could. In once heard an astonishingly clear and accurate remark from an elderly ski-teacher. His pupil stood on the wrong ski, knees absolutely stiff, hands way up in the air. "If you do the contrary Madame", he said, "it will be just right."

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There were eager young men and boys from the village too, who until then had competed merely in jumping and cross-country competitions. They soon became a match for the best British skiers in downhill and slalom skiing. The competitions which resulted, attracted students from Berne and other Universities. Most of them were mountaineers of the extreme kind. Their first aim was to improve their skiing technique in order to master even greater difficulties in the high mountains. They soon discovered that there was no better way of doing so, than to take up that glorious new sport which was developing in the Bernese Oberland. These three groups: the British, the local Ski-runners and the students were the essential elements of Alpine skiing in its stadium nascendi. I will try to bring back to you those happy days, the days when a "Jeunesse doree" of Great

Not just the snow is beautiful Donator Bertel Suhner, SAS Z端rich


Britain, brilliantly tutored, had conquered the white arena and filled it- as well as Ballrooms and Bars by the way- with their "joie de vivre", with that "irresponsible" gaiety which was associated-so Arnold Lunn in his book "Mountain Jubilee"- with the Golden Age ofBritish skiing. A line of Shakespeare comes to my mind: "So thou through windows of thine age shall see despite of wrinkles this thy golden time." I remember my first contact with that golden time. I was 16 years old, a junior ski-racer, and on my way to Mürren where I had never been before. When the train-half empty until then- had taken me to "Half-way House", a place which we Swiss call "Winteregg", I entered for me an unknown, entirely new world, the world of downhill skiing, so common today. There were hundreds of tracks. They converged and formed a piste towards the station. A big crowd of skiers was

The «bubble» in Mürren about '9'2 / '3

Donator Urs E. Hottiger,

SAS

Zürich

waiting to board the train . The ladies in dark blue almost without exception, wide long trousers, half-Iong jackets, incredibly smart hats. The gentlemen in Harris tweed, breeches and gaiters or Norwegian ski outfits. The school tie seemed to be "de rigueur". The train stopped. They got in. The brisk winter air immediately changed the stuffy atmosphere. An irresistible aura of "joie de vivre" , tense eagerness and that high-spirited tri baI noise, which causes the heart of any outsider to freeze, took immediate possession of the compartments. The sons and daughters of Albion predominated. Among them some more fragile, elegant French girls, reminders of the "Entente cordiale", trade mark of the Nations which had so gallantly and successfully fought side by side in the war, that war, which now seemed so far gone. As I was soon going to find out, the Mürren society of that time resembled the "Jet-set" before jets were invented. Everything which mattered could be found. Princes, Lords, Nabobs, very rich people, some discreet, others loud; also the first men who managed to make a living out of their skiing abilities and/or their luck in cards; or fellows who were taken along because they knew how


to tell a good story or to draw funny coloured skiing-and apres-ski-scenes. But all were under the spell of one passion: This specific kind of skiing which- like a hitherto unknown disease- had become virulent on Mürren's high cliff. Not present was- to co me back to the comparison with a Jet-set of our days- that somewhat overripe blonde, who last winter at the cocktail hour in the "Eagles Club" above Gstaad, said with a touch of annoyance: "I should have gone to Acapulco today, but loversiept." Nobody seemed to be annoyed in those days at Mürren. And there were some further more or less important differences with our present skiing scene as well. First of all: The winter season in Mürren, and in quite a number of other places in Switzerland, had been started by Sir Henry Lunn, father of Arnold. He had the very successful idea of booking the more exclusive hotels for what he called the "Public Schools Alpine Sports Club". Parties with that label on their luggage had an almost unparalleled "snob appeal". No wonder. They represented a special class of people. According to Arny, a preacher from an Eton pulpit addressed the schoolboys as follows: "Some of you will occupy great positions in Church and State. Some of you will lead our armies in the field. Some of you will adorn the judicial bench, and some of you will only be engineers." At that time Great Britain not only ruled the waves, but was the supreme and governing power in a mighty Empire and Commonwealth of Nations. Those who were being prepared for leadership had their meeting places- "only" for leisure it is true- in some winter res orts in the Alps and especially in Mürren. "The Club" Arnold Lunn writes in "Switzerland and the English", "was a success because it catered for people who liked to preserve their social environment while changing their physical environment." The success lasted until 1931 when the Club became victim of the financial crises and the subsequent collapse of the winter sport traffic between Great Britain and Switzerland. Until then, its domination was complete. King Albert of the Belgians, who had booked the annexe to the Kurhaus, a first class, but not a "Club Hotel" is reported to have said to his mountaineering companion Godi Michel, then Mürren's very active Kurdirektor, "I would like my daughter to dance at the Palace, but perhaps it is against the rules. You see she was not educated at an English public school." Forcibly there were some changes after 1931. People from outside the closed circle were accepted. Alfonso, exiled King of Spain, and his two daughters Beatrice and Christina joined the British. They found there, amongst others, the Infante Alfonso d'Orleans-Bourbon, his wife and three sons: Alvaro, Alonso and Ataulfo. 1 do not know if these young Spanish Princes had been educated at public schools in England. But their outstanding skill in skisport- combined with their royal blood- of course made them acceptable. Others had more difficulties. Arny tells the story of a Swiss who- in view of an Anglo-Swiss race- wished to book accommodation at the Palace Hotel for a night. The hotel clerk informed hirn that all rooms had been reserved exclusively for the British. The Swiss, very angry, shouted to his fellow countryman, the Chef de reception,- in the best English he could muster- : "You bloody boy, here I stand on Swiss bottom and cannot get a bed!" There were other barriers too. One of them was the strict rule to dress for dinner. Quite a number of Swiss students, among them "Yours truly" had to ask their astonished fathers for money to have a dinner jacket made because they wanted to go skiing with the British. This for many of us incomprehensible custom stopped with the Second World War. As a matter of fact the English began to show a distaste for evening dress in Alpine hotels at the time when ski-teachers began to dress for dinner. Some- Swiss included- still regret the old times. Inevitably politics played a role too. And that already before the first world war. Sir Henry Lunn is reported by his son to have written in an advertisement "Mürren has always been a favourite with English visitors, and has never been invaded by our Teutonic cousins". Take note of the word "invasion". Remember also the fact that the apprehensions turned into adversity when the


Earl y days of Anglo-Swiss friendship: Jan Munro, British University Ski-Club; Godi Michel, Kurdirektor and Skipioneer, M端rren; Arnold Kaech, SAS (from left)

probabilities of (non touristic) invasions by the "cousins" grew and when in some places, they had become a fact.

*** What was the attitude of the average Swiss- or rather Swiss ski-runner "en face" of such a "closed" society? As far as the "local boys" were concerned, there was no major problem. They became sparring partners. The British cared little wh ether they were ski-teachers or not. They hardly worried about professionalism. It is a highlight in sports his tory that they voted-unsuccessfully- jor the participation of ski-teachers at the 1936 Olympic Games in Garmisch-Partenkirchen, thus compromising their own chances. Peter Lunn captained the British team then. For the students, the first members of the SAS, which is to celebrate tomorrow its 60th anniversary, things were somewhat more complex. As I said, most of them came from the "Akademischer Alpenclub" Berne. Their credo was the performance of extremely difficult climbs. In December every year they held their Kommerz, a meeting of the more virile kind. One after another told of his achievements during the season. A hierarchic order, based on difficulties, daring and success, was the result of these proceedings. Everybody got drunk. Some woke up to young farne. These students had considerable difficulty finding a common ground with their British friends and opponents. The Swiss (with exceptions of course) considered their studies mostly as a rather annoying necessity in view of their future position in life. The ones who were mountaineers thought little of classical education. The others, the bookworms as they were called, had no interest in sport and certainly not in mountaineering. Students with ambition in sport were per definitionem not scholars. They were dare-devils and despised the bookworms. It took them some time until they found out that a combination of adventure and studies was possible. Such a combination was the natural product of the British educational system. Arnold Lunn with his background of Harrow, the Balliol College, the Oxford Union Society, with very many difficult ascents in the Alps and elsewhere, was a typical example. We in Switzerland had been educated to be men, to take over a useful role in society and responsibility in our army. The British were educated to be gentlemen. What is the difference? According to Arny, Churchill is reported to have said that he could not define a gentleman and did not need to, because he knew one when he saw hirn. Montgomery 53


defined a gentleman as somebody who is chivalrous and trustworthy. Lunn would not accept this definition . "A chimney sweep may be chivalrous and trustworthy", he said, "but I don't think you'd be prepared to describe hirn as a gentleman." I remember that we thought ourselves rather to be on the side of the chimney sweeps without however developing an inferiority complex because of this. It finally needed the Anglo-Swiss races, and above all the Anglo-Swiss dinners, to tear down the fences. On these occasions language difficulties hardly existed any longer. Roger Bushell made famous speeches in Swiss-German. Our songs were a mixture of both languages. Here is one: "Nu anyhow I think, I guess: Mier trinken eis uf en SAS Ulan hie l채ben immerdar The good old friends of Kandahar." The good old friends. Some have disappeared in the prime oflife like Anthony Knebworth and Dick Waghorn, who come to death with their fighter-planes while preparing for the big showdown to come. Geoffrey Appleyard, Roger Bushell and many others were killed in the war. Jimmy Palmer Tomkinson who had survived lost his life in a stupid accident when skiing on the Parsenn at Davos. But fortunately there are some who are " hard to kill" as Arny used to say after having been- "unsuccessfully"- run over in his old days by a Bernese tram. I think ofhis son Peter in the first instance who is still racing the "Inferno" at the age of seventy; ofIan Monroe who was to beat me in a friendly competition at St. Moritz 40 years after I had beaten hirn in M체rren; of Digby Raeburn, excellent skier, who was later to hold appointments of great responsibility in the army and NATO; of Jimmy Riddell, a living monument and troubadour of the good old days; ofDave Bradly, the cross-country runner, jumper and Alpine skier from Dartmouth College, Hanover, New Hampshire, USA, who came as a reinforcement of the British University Ski Club and competed very successfully during the winter of 1939 in Switzerland. Others would have to be mentioned. Just one more name: Jeannette Kessler, a member of the British Ski Team, later Mrs. Jimmy Riddell. She took part in the Swiss Downhill Championships of 1938 on the Lauberhorn course. Snow conditions had been difficult. During the night before the race, many of us could not find sleep. We made plans for waxing our skis and dismissed them again, got up with the "first gleams preceding the dawn", tried several pairs of skis, several wax combinations, and arrived finally completely exhausted and frustrated at the start. I do not know how Jeannette spent the night. But I know that she took her bare skis to Conzett's shop at the Kleine Scheidegg. There she had them waxed and ironed much the same way as every holiday skier who happened to drop in. At the start she beamed with confidence. She finished 13th, certainly somewhat below her possibilities. But it was a great lesson at a time when many had a tendency to look at sports as a substitute for war. Of course it also showed the limits of skiing for fun. By the way: At the prize-giving of that race, news spread that Hitler had forced the Austrian "Anschluss". His troops were greeted by huge crowds in Vienna. Our festivities ended on not too friendly a note. Some over-enthusiastic Austrian competitors who speculated with loud voices ab out Switzerland being the next country to be called into the "Reich", found themselves- without much ado- thrown out of the windows from the first floor of the Silberhorn Hotel in Wengen. There were no serious casualties. I may have been able-or not able-to show you the somewhat different approaches to sport by the British and the Swiss. In my opinion the combination of the two sides had a most stimulating effect. Outside the white arena this was of little importance. But it should not be underestimated either. No sense of modesty can prevent me from saying it: We were "Opinion leaders" before P. R. experts invented that expression. Naturally enough this qualification was valid in the field of 54


Alpine skiing and mountaineering. But it was true also in a wider sense. Speaking of our English friends: many of them became leaders "tout court". Leaders in their great Commonwealth of Nations and leaders in the deadly struggle for the future of the free world. May I mention just one of them: Air Marshai Dowding, Arnold Lunn's friend, skiing and mountaineering companion. Arny writes in his book "Memory to Memory": "His (Dowding's) prescience and strategie genius were decisive factors of survival." I shall of course not pretend that those virtues had been developed on the Mürren ski-slopes. But another trait of Sir Hugh Dowding's character might have been furthered in the Golden Age: His sense ofhumour. Arny in his book relates the Air Marshal's first visit to the USA after the war. In an answer to the inevitable press conference question: "What do you think about America?", Sir Hugh snapped: "Your Sunday papers are too thick and your

The Pope (Sir Arnold Lunn 3rd from left) with his disciples, on the far right Digby Reaburn, later Lt. General. Donator Peter J. Wanner, SAS Zürich

toilet paper is too thin." The press-boys liked the remark, which seems to have added considerably to the already great popularity of the war hero. But speaking of leadership, why not mention Churchill hirns elf? He never was a Mürrenite. But Lady Churchill was. My long gone friend, Doctor Claudio Mosca, the unsurpassed healer of broken legs at a time when screws and nails had not yet simplified the procedures, never forgot to mention, when he spoke of the good old times, that she had presented hirn with the first botde of that very special brand ofWhisky, which Claudio used to offer ever after in his hospitable house in Mürren. Could it be that she had a part in her husband's whole-hearted defense of the "Swiss swines which should be wiped out from the map ofEurope" as Joseph Stalin used to say in the late evening hours ofhis meetings with the great of this world? The question may remain open. But it could weIl be.

*** Let me leave now that more or less mondaine fa<;ade and turn to the "Bergler" who have been living here for centuries. Indeed the name "Mürren", derived from the Latin word "Murus" which means a wall or cliff, first appears in official documents in 1257. The people who setded here came- incredibly enough- over the glaciered Petersgrat from the Lötschental, a remote valley south of the chain of the Bernese Alps. They had to leave the latter ta in peasants. A foreigner might never be aware of it. But he might see the peasants as described by 55


because of difficult living conditions. But also in the Lauterbrunnen valley they found the easy farming ground already occupied and had to setde on the high terraces of M端rren and Wengen. In 600 out of the 700 years of known history, the life of the Bergler hardly changed. They produced on their soil what they needed. Those who could not make a living took service as mercenaries in foreign armies, much like the Gurkhas with whom they shared the hard education the mountains give to men. They brought good money horne in the valley. At the time when foreign military service was halted by the new constitution, the tourists arrived, fortunately. In 1857 the first hotel was built in M端rren, 1891 the rail wa y reached the village; from 1910/ I I on it operated also in winter time. 1912 a funicular was ready to transport tobogganing and bobsleigh fans as well as more and more skiers up to the Allmendhubel. In 1937 the first Skilift in the Bernese Oberland was built to the top of the Schiltgrat, start of the famous Kandahar race. Thirty years later Ernst Feuz, a prominent son of M端rren, famous mountaineer and sparring partner of the British skiers in the Golden Age, had realised his dream of reaching the Schilthorn, 2970 m, by one ofEurope's longest Cable railways. This development inevitably had a deep effect on the life of the "Bergler". Money started to come in which for many of them meant an easier life. The young could learn a profession and find jobs at horne- at least some of them. Many have now their cars garaged in the valley. It is not unusual that the holidays are spent on a sunny coast in the Mediterranean or even in such places as California, the Caribbean and maybe Cuba. Those who continue in the old ways, the mountain peasants, can hardly think of any vacation at all. Even the nearby lakes ofThun or Brienz are out of reach. Their life follows the age-old rhythm of ca ring for the catde, working the land, producing food, harvesting hay for the winter, putting up fences-and taking them down in autumn-for the sake of the skiers by the way- cutting wood, repairing the numerous barns each one pos ses ses, mending water pipes, holding the trails open, etc. The economy is built on a system of private property in and around the village, the use of also privately owned grazing ground on the slopes above, and the common cooperative exploitation of the Alpine meadows still higher up. The cattle stay near the village during the winter, are moved up in spring and down in autumn, spending the summer months on the Alpine meadows or "alps" as they are called here. Their cheese and butter is produced by the Sennen, the employees of the Alp Corporation. These alps, common property, are divided into "cow-rights" on the basis of the number of cows that can be fed there in summer. The "cow-rights" are a sort of shares. In principle the peasant has as many shares as cows he can feed during the winter with the hay he makes on his private ground. The cooperation-summoned by the Alp Council-holds 3-yearly meetings. At these meetings decisions are taken by an open vote of hands. Independent of the number of "cow-rights" in his possession, each "Alpgenosse" has one vote. The gains or losses of the alp on the other hand are divided on the basis of each one's "cow-rights". Many see in this order of things the origin of Swiss democracy and Swiss freedom. The description given here shows only the general idea. In reality things are much more intricate. The proceedings have changed very little in the course of the years. Some of the "Alp-books" (ledgers) in which they are recorded and which contain the minutes and accounts, date from the 17th century and are still being used. That peasant society- now an ever-diminishing minority- is in its way as exclusive as the "Public Schools Alpine Sports Club" in the old days. No farmer can sell his "cow-right" without the approval ofhis children. The authorities have the right to veto unconsidered sales. The members of the alp council are respected dignitaries. Being not originally from M端rren, it took me considerable time to find out that besides the normal structure of the village society, there was another one as well, rather discrete but nevertheless existent: the hierarchy of the world of moun-


Two vicrors (Sir Arnold Lunn, Lord Moncgomery) and two local onlookers.

Frank S. Smythe in his book: "Again Switzerland". "His very action", he says of a Mountain peasant at work, "is slow and deli berate, planned and calculated to perform the work with the least expenditure of energy; energy ... is something to be conserved, not to be frittered away. It is out of the peasant that the guide evolved with his rhythmical uphill pace, and his reserve of strength and energy against an emergency ... Love (for his splendid environment) is there, perhaps all the stronger, because inarticulate. Many men have music in their souls, but cannot utter it." So far Frank Smythe. He has not thought of the fact that many of the peasants excel in the art of yodelling and play their old instruments a. o. the nostalgic Alphorn, with virtuosity. I cannot think of any other music which renders mountain atmosphere more sincerely. For me they are formidable men. They have not traded their freedom for comfort. And ifit were not for their hard labour, the rough mountain nature would sooner or later take back what generations have gained in the past. These men and their wives, who share their heavy burden, deserve not our pity, but our respect.

*** I would like to end this lecture by recalling an incident of more or less diplomatic nature which put an end to the Golden Age ofBritish skiing as Arnold Lunn saw it. He had from the very beginning been a resolute opponent of the Nazis and every sort of tyranny. The war did not change his mind. When at the FIS Congress of 1949 in Oslo the Russians were not only made members of the FIS but also elected to the FIS Council, under conditions he was not prepared to accept, he resigned personally from his FIS functions and also the well deserved chairmans hip of the important Alpine Committee. The British ski authorities supported hirn. No delegation was sent to the next Congress which was held two years later in Venice. That Congress made Marc Hodler FIS President and I was elected General Secretary. To my astonishment- I had forgotten it- I found, when preparing this lecture, in Arny's "Memory to Memory" a quotation from an article, which I had written at the time. Here it goes: "No new addition to the FIS can compensate for the withdrawal of the ski pioneers from England. With the characteristic inventive talent of this nation of sportsmen they gave ski-ing a new face. But more serious than this loss of expert knowledge to the FIS is the fact that England, this old and proud and free nation, no longer raises her voice in the FIS deliberations. Her withdrawal has weakened all those for whom sport only makes sense and indeed is only conceivable in an atmosphere of freedom." Things have returned to order: The FIS Congress of 1953 was held in Innsbruck. Britain was represented by Colonel Robert Readhead, a veteran of the Anglo-Swiss races . He was promptly elected to the FIS Council- with Russian support. Things have returned to order I said . For those who, like myself, have witnessed the Golden Age of British skiing I should, maybe, add: Not completely. 57


TRIBUNAL ARBITRAL DU SPORT Une nouvelle institution pour regler les conflits dans le domaine du sport Gi! Schwaar,

SAS

Lausanne

Notre ordre juridique ne reserve pas aux tribunaux etatiques le monopole de la fonction juridictionnelle. 11 admet - dans certaines limites - que les parties confient, par le moyen d'un contrat, le soin de trancher leur differend de droit prive ades organismes non etatiques qu' elles instituent a cet effet: les tribunaux arbitraux. Ces tribunaux arbitraux interviennent a la place des tribunaux etatiques; dans les limites de leur competence, ils excluent le recours ades tribunaux ordinaires. 11 s'ensuit necessairement qu'il n'est pas possible de soumettre a la sentence d'un tribunal arbitral un litige qui, de par sa nature, ne pourrait faire l'objet d'un jugement rendu par un tribunal civil etatique. Les juridictions civiles etatiques ne pouvant connaitre que des litiges d'ordre juridique, la meine restriction s'impose aux tribunaux arbitraux. La charte olympique prevoit la solution des conflits a caractere technique susceptibles de surgir au sein de la famille du sport mondial. Mais il est d'autres conflits dont la solution n'est prevue par aucun texte. 11 en est ainsi de ceux qui naissent des debats sur les principes relatifs au sport ou simplement au cours de l'execution d'engagement contractuel souscrit a l'occasion d'une activite sportive ou du developpement du sport. Ces conflits «non techniques» au sens de la charte olympique ont un caractere propre et procedent d'un contentieux relevant des regles applicables a la solution de litiges de droit prive. Ils concernent la doctrine du sport ou l'argent. Quelles que soient les precautions prises, quelle que soit la qualite des avocats consultes lors de l'etablissement et de la negociation de contrats, de reglements ou de statuts, il faut admettre qu'un nombre croissant de conflits survient a l'occasion de la pratique du sport et d'une fa<;:on generale de toute activite en relation avec le sport, litiges portant sur des questions de principes ou sur des interets pecuniaires. Comment ce contentieux doctrinal ou pecuniaire est-il resolu? Jusqu'a maintenant il ne l'est pas ou alors il est soumis aux tribunaux ordinaires . Dans le premier cas, il cree des difficultes considerables dans les rapports entre partenaires de l'activite sportive mondiale et envenime les discussions qui s'instaurent sur certains problemes de principe; dans le second cas il traine, s'embourbe dans des procedures compliquees et finalement coute tres cher aux differents interesses. La creation d'une institution d'arbitrage chargee de regler tout conflit survenant a l'occasion de la pratique du sport, de son developpement, et d'une fa<;:on generale de l'exercice de toute activite sportive, comble une lacune. Le Tribunal Arbitral du Sport (TAS) s'ajoute aux institutions d'arbitrages existantes. 11 a un caractere international et une competence specifique lesquels resultent de l'article 4 de son statut qui dispose: «Le TAS est competent pour connaitre des litiges a caractere prive nes a l'occasion de la pratique ou du developpement du sport et d'une fa<;:on generale de toute activite relative au sport et dont la solution n'est pas prevue par la charte olympique. Ces litiges peuvent porter sur des questions de principe relatives au sport ou sur des interets pecuniaires ou autres mis en jeu a l'occasion de la pratique ou du developpement du sport et d'une fa<;:on generale de toute activite relative au sport.» On pourrait craindre qu'un nouveau venu augmente inutilement le nombre deja impressionnant des institutions d'arbitrages. En fait il n'en est rien. Le TAS prend une place qui n'etait pas


occupee. 11 est destine a absorber un contentieux qui n'etait pas traite ou erait mal traite. La procedure prevue est simple, rapide et peu couteuse. Bien que le TAS - en fonction des 1985 - ait ete cree par le Corni te International Olympique et que ce dernier supporte ses frais de fonctionnement, l'institution est tout a fait independante du CIO, comme le sont les membres du Tribunal dans l'exercice de leurs fonctions. Le TAS n'a pas seulement une fonetion contentieuse: il peut aussi emettre des avis consultatifs sur de nombreux problemes a caractere juridique qui se posent aux diffhents organes internationaux quant a l'organisation et a la direction du sport. Le TAS est constitue par une liste de soixante juristes bien connus et a qui les questions relatives au sport sont familieres. Il est pret a fonctionner en tout temps. Les organismes sportifs, les personnes physiques qui pratiquent ou enseignent le sport, les hommes d'affaires, les personnes morales de droit public ou prive, peuvent saisir le TAS en vue du reglement de tout litige par la voie de l'arbitrage a condition que ce litige porte sur des interets prives. 11 doit etre bien entendu que les problemes a caractere technique qui surviennent a l'occasion de la pratique d'un sport determine restent de la comperence des Federations internationales et des autres organismes du sport concerne. Il est interessant de noter qu'a l'occasion du reglement d'une affaire - si les parties sont d'accord - le TAS peut tenter la conciliation dans une premiere phase. Ce pouvoir, et la simplification extreme de la procedure, font que le TAS est un instrument precieux pour resoudre rapidement le contentieux lie a la pratique du sport et des activites economiques ou financieres qui en naissent. La maniere de saisir le Tribunal Arbitral du Sport est fort simple, comme la procedure elle-meme au demeurant. Pour que les parties en litige soient tenues de recourir a l'arbitrage, donc qu'elles entendent renoncer a une action en justice devant les tribunaux ordinaires, il est indispensable qu'elles soient liees par une convention d'arbitrage, passee en la forme ecrite. Or cette convention peut etre etablie soit a l'occasion d'un litige qui existe deja, soit en vue d'une eventuelle contestation qui pourrait surgir a l'avenir. Dans le cas ou il s'agit de convenir d'une juridiction arbitrale pour d'eventuels litiges a venir, une clause arbitrale est l'element d'une convention plus generale; elle peut figurer dans des statuts ou dans des reglements, dans des contrats ou des accords particuliers, accords par lesquels les parties conviennent simplement de soumettre au Tribunal Arbitral du Sport toute contestation survenant entre elles apropos d'un rapport de droit determine. Ainsi, par le biais de la clause compromissoire, les sportifs pourront eviter que les litiges soient portes devant des juridictions civiles, ce qui est souhaite et souhaitable. Nombre d'associations sportives, desireuses, par la voie de l'arbitrage sportif, d'eviter d'avoir a debattre de problemes sportifs devant des juridictions ordinaires civiles, que ce soit avec des membres collectifs, individuels, ou avec des partenaires commerciaux, sponsors, etc., ont introduit une clause arbitrale en faveur du TAS . Des accords qui ont ete passes recemment dans le cadre de ÂŤsponsoringÂť prevoient expressement que la solution des litiges est confiee acette nouvelle institution arbitrale. On peut en tout cas affirmer que ce Tribunal correspond aujourd'hui a un besoin reel de la famille du sport mondial et de ses partenaires. I1s ont des a present a leur disposition une juridiction adaptee aleurs besoins, rapide et bon marche.

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RÜCKKEHR ZUR ELITE Egon P. S. Zehnder, Zürich

In den vergangenen Jahrzehnten wurde wiederholt festgestellt, dass die Elite in die Verbannung geraten sei. Heute gibt es deutliche Anzeichen dafür, dass die Zeit der Verbannung zu Ende ist. Elite wird von der Wirtschaft, der Gesellschaft und von den Politikern nicht nur wieder akzeptiert, sondern sogar gewünscht. Es verdichtet sich allenthalben die Erkenntnis, dass die Rückkehr der Elite aus ihrer Verbannung von essentieller Bedeutung für die Zukunft unserer Gesellschaft ist. IDOL ODER ZIELSCHEIBE Beim Versuch der Definition einer Elite stösst man auf die erste Frage: «Was ist gemeint?» Die Antwort hängt von der Position des Betrachters ab. Es kommt einfach darauf an, ob er dazugehört - bzw. sich dazugehörig fühlt - oder nicht. Wer nicht dazugehört, wird jede Elite deutlich sichtbar wahrnehmen und sie als Aussenstehender zum Idol seiner Bewunderung und Verehrung oder zur Zielscheibe von Kritik und Karikatur machen. Wer selbst Teil der Elite ist, wird sich dieser Tatsache zunächst gar nicht bewusst. Er wird vielleicht sogar in Verlegenheit geraten, wenn andere ihn zu dieser Gruppe zählen. Suchend nach der Begründung für diese Zugehörigkeit, wird er wahrscheinlich nur zu dem Schluss kommen, dass er immer versucht hat, das zu tun, was er zum Zeitpunkt der Tat für das Beste und Richtige gehalten hat. So führt das Problem der Definition der Elite nicht so sehr zur Frage nach der linguistischen Bedeutung des Wortes, sondern vielmehr zur Perspektive und zur persönlichen Empfindung des Betrachters. Wer bestimmt die Zugehörigkeit zur elitären Gruppe? Werden ihre Mitglieder per Abstimmung gewählt? Werden sie durch irgendwelche Institutionen nominiert, oder gelangen sie gar durch Selbsternennung hinein? PRIVILEGIEN UND RECHTE Dem Aussenstehenden scheinen die Kennzeichen einer Elite durch soziale, politische oder finanzielle Privilegien und Rechte gegeben zu sein. Die Mitglieder der Elite aber sind sich derart interpretierter Privilegien oder Rechte nicht bewusst. Für sie bedeutet die Zugehörigkeit zur Elite nicht das Annehmen von Belohnung, sondern das Übernehmen von Verantwortung. In unserer freien, offenen und demokratischen Gesellschaft sind Privilegien zunächst eher suspekt, und so sollte es natürlich auch sein. Privilegien im historischen Sinne umgehen die Verknüpfung zwischen Rechten und Verantwortung. Sie werden ererbt oder verliehen, nicht erworben oder erarbeitet und müssten aus diesem Grunde auch wieder zurückgezogen werden können, wenn die Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind. Wahre Elite besitzt aber keine statischen Privilegien. Sie hat Rechte, und diese Rechte sind eng verbunden mit der Verantwortung, die sie gerade trägt. Ihre Rechte sind Erwerbgut, nicht Erbgut! Sie sind durch Können, Einsatz, Wissen und Leistung begründet und basieren nicht auf der Laune oder Grosszügigkeit individueller Mäzene oder bestimmter Bevölkerungsgruppen.

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Roald Amundsen erreicht mit der von ihm geleiteten Expedition als Erster den Südpol am I4. Dezember I9I 1.

Captain James Cook (1728- I779) brit. Entdecker, Kartograph, Astronom. Bewies I 774 die Nichtexistenz des legendären Südkontinents (<<Terra australis»).

Es ist wichtig, diesen fundamentalen Unterschied zwischen Rechten und Privilegien bewusst zu machen. Sogar dann, wenn die reale Belohnung die gleiche ist und deshalb beide Begriffe von einem Aussenstehenden leicht als gleich empfunden und daher verwechselt werden können, liegt der Unterschied in der kausalen Beziehung der Begriffe zueinander. Privilegien verhindern individuelle Verantwortung, Rechte ermöglichen Verantwortung, ja, sie setzen diese sogar voraus . VERWECHSLUNG MIT SYSTEM? Die verständliche Verwechslung dieses fundamentalen Unterschieds zwischen Privilegien und Rechten in der Gesellschaft führt häufig zur bewusst betriebenen oder unbewusst wahrgenommenen Ablehnung der Elite. Ein gesundes Misstrauen gegenüber privilegierten Gruppen hat aber durchaus seine Berechtigung, denn gerade diese schliessen oft Können und Begabung aus. Viele sehen in der Elite eine Clique, einen exklusiven Club, in dem Wettbewerb durch Monopole ersetzt ist, ein Phänomen, dem man in vielen Teilen unserer Gesellschaft und nicht nur in erzkonservativen Gruppen begegnet. Ein offenes System verlangt Freiheit. Ohne Freiheit kann sich kein Talent, keine Begabung, kein Können entwickeln! Gesetze oder Regeln, die Talent und Können begrenzen, hemmen den Fortschritt und verhindern das Entstehen einer natürlichen Elite. Freiheit gibt dem Individuum die Möglichkeit, seine Kreativität, seinen Intellekt, sein argumentatives Vermögen zu nutzen, um mit aussergewöhnlichem Einsatz Resultate zu erzielen, die allen zugute kommen. Freiheit fördert die Risikofreude als Voraussetzung jeder Innovation. Freiheit ermöglicht es dem Begabten aber auch, neue Ideen zu entwickeln, neue Systeme zu testen, innovativ und kreativ zu wirken. Die Belohnung ist dann nicht wie beim sportlichen Wettkampf eine Goldmedaille nur zur Ehre des einzelnen, sondern technologischer, sozialer und ökonomischer Fortschritt zum Nutzen der Allgemeinheit.


FREIHEIT UND VERANTWORTUNG Freiheit kann aber von Verantwortung nicht getrennt werden. Hier besteht die gleiche Verknüpfung wie zwischen Rechten und Pflichten. Beides gehört zusammen wie die zwei Seiten einer Münze. Niemand darf mehr Rechte erwarten, ohne gleichzeitig mehr Pflichten, mehr Verantwortung zu übernehmen. Ebenso sollte keiner erwarten, dass jemand mehr Verantwortung übernehmen wird und tragen kann, ohne die dazugehörigen Rechte zu erhalten. Die Befürworter egalitärer Strömungen und Tendenzen oder die Anhänger der Gleichberechtigungsbewegungen haben sich nie dagegen gesträubt, dass einzelne mehr Verantwortung tragen. Sie wollten aber immer denjenigen, die diese Last übernehmen, die dazu notwendigen Rechte verweigern. Dies lässt sich gegenüber einer breiten Bevölkerungsschicht demagogisch dadurch begründen, dass Rechte als Privilegien dargestellt werden. In egalitären Gesellschaftssystemen werden grosse Anstrengungen unternommen, um die individuelle Entscheidungsfreiheit in ein kollektives Enteignungsmandat umzuwandeln. Mit grossem Unbehagen musste man aber entdecken, dass sogar diese Systeme ein deutliches Bedürfnis nach einer eigentlichen Elite haben. Demzufolge entstanden dann keine natürlichen, freien Eliten, sondern diktatorisch eingesetzte Gruppen sich gegenseitig stützender Militär- oder Funktionärscliquen mit besonderen Privilegien. Dies ist das Resultat einer pervertierten Logik, das aus dem Wunsch entstanden war, gerade das Entwickeln von Eliten zu verhindern.

NOT FÖRDERT ELITEN Aber nicht nur in totalitären Gesellschaftssystemen, sondern auch in den westlichen Demokratien gab es in den sechziger und siebziger Jahren Bewegungen, die die persönliche Freiheit einengten und Rahmenbedingungen schufen, die die Eliten dazu zwingen mussten, in die tatsächliche oder innere Verbannung zu flüchten. Dieses Phänomen war in allen Bereichen der Gesellschaft zu finden und tauchte zwangsläufig auch im Führungsstil der Unternehmer oder der unternehmerisch tätigen Führungskräfte der Wirtschaft in Westeuropa auf. Es ist bezeichnend für unsere Gesellschaft, dass es gerade die Krisen am Ende der siebziger Jahre waren, durch die die Eliten wieder aus der Diaspora zurückgerufen wurden. Eine Gesellschaft, die aus Mangel an Ressourcen und Bodenschätzen von wirtschaftlichen, politischen und sozialen Problemen bedroht ist, besinnt sich und ruft nach Führung, nach Persönlichkeiten, nach Ideen, nach Problemlösungen, aber auch nach neuen Experimenten, nach vermehrter Risikobereitschaft und nach unternehmerischem Geist. Der Mangel an wirtschaftlichem Fortschritt, die hohe Arbeitslosigkeit, die Gefährdung der Existenz einer gros sen Zahl von Unternehmen, die schwache Eigenkapitaldecke der Wirtschaft, die enorme Staatsverschuldung und damit die internationale Zahlungsunfahigkeit und nicht zuletzt der Verlust an echtem Lebenssinn des einzelnen Menschen oder seines sozialen Umfelds haben die Erkenntnis von der Notwendigkeit und Unentbehrlichkeit einer neuen Elite aufkommen lassen. Schwierige Zeiten verlangen ausserordentliche Leistungen! Leistungsbereitschaft muss gefördert, anerkannt und belohnt werden. Die Gewissheit ist zurückgekehrt, dass nur die Gesellschaft erfolgreich sein kann, die leistungsfahige, kreative, einsatzbereite und verantwortungsvolle Menschen besitzt. Es müssen deshalb auch die Randbedingungen geschaffen werden, die es ermöglichen, alle in der Gesellschaft vorhandenen Fähigkeiten und Talente, das gesamte Wissen und Können aller Bürger voll zur Entfaltung zu bringen. Wir brauchen daher Freiräume für hervorragende Leistungen auf allen Gebieten menschlichen Denkens und Handelns und Eliten als Vitamine für die Gesellschaft als Ganzes.

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Botschafter Klaus Jacobi,

SAS

Bern,

Gianni Agnelli, sc J 8

In einer Zeit, in der sich Wandel, Wechsel und Entwicklung so schnell und so tiefgreifend gestalten und in der die Informations- und Kommunikationstechnologie enorme Möglichkeiten, aber auch grosse Risiken in sich birgt, treten das Bedürfnis und der Wunsch nach einer Führungselite wieder in den Vordergrund. Wirtschaft und Politik rufen nach Führungspersönlichkeiten mit den notwendigen Charaktereigenschaften wie Verantwortungsgefühl und Pflichtbewusstsein. Sie fordern Menschen mit Fachwissen, Erfahrung, Kreativität und kritischem, analytischem Verstand, um die Schwierigkeiten und Krisen unserer Zeit zu bewältigen und um die Chancen mit dem klaren Ziel des sozialen, wirtschaftlichen und politischen Fortschritts für die ganze Gesellschaft zu ergreifen. ZURÜCK ZUR LEISTUNG UND CHANCEN FÜR ALLE In den Familien als den Keimzellen des Staates, in Schulen und Universitäten, in Verbänden, Gewerkschaften und Parteien, aber auch in Industrie- und Dienstleistungsunternehmen müssen die notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden, damit sich Begabung und Leistungswille wieder entfalten können. Vor allem aber muss die Akzeptanz der Notwendigkeit und der Bedeutung einer Elite wieder entstehen. In einem demokratischen System, das sich auf Mehrheiten stützt, ist es nicht einfach, die Existenz einer zwangsläufig kleinen Schicht oder Gruppe mit besonderen Rechten und Pflichten zu akzeptieren. Unsere pluralistische Gesellschaft ist aber auch auf dem Prinzip der unterschiedlichen menschlichen Eigenschaften und Fähigkeiten aufgebaut, und dieses Prinzip muss die Grundlage bilden, auf der sich die entstehende Elite weiterentwickeln kann. Die wichtigste Bedingung für die Entwicklung einer Elite ist die Anerkennung, dass es sich dabei um einen natürlichen, dynamischen Prozess handelt. Das gesellschaftliche System muss daher so strukturiert werden, dass es ausserordentlichen Persönlichkeiten möglich ist, Zugang zur Elite zu erhalten. Dies bedeutet, dass die Elite für sich keine statische Exklusivität in Anspruch


nehmen darf, weder aufgrund von sozialen, professionellen, religiösen, ethnischen Gründen noch aufgrund von Ausbildung oder Beruf. Eine Elite entsteht aus Persönlichkeiten mit herausragender individueller Begabung, mit speziellen Talenten und bestimmtem Wissen und Können. Diese Individuen dürfen sich aber nur zur Elite zählen, wenn sie ihre Eigenschaften auch im Dienste der Allgemeinheit einsetzen. NOBLESSE OBLIGE Jede Elite hat einen besonderen Hang zur Übernahme von Leistung und Verantwortung. Sie empfindet diese Verantwortung und ist auch fähig, sie auf sich zu nehmen. Die Rechte, die der

Auguste Picard, Projekt «Mesoscaphe». Mit der «Trieste» erreicht er den Meeresboden in di Stabia

I IOD

m Tiefe bei Castellamare

Elite zugesprochen werden, sind nur aufgrund der Pflichten und der Verantwortung, die sie übernimmt, legitim. Eine Elite funktioniert nur mit einem klaren Sinn für Ziel Richtung Leistung. «Die Elite besteht aus jenen Menschen, die mehr zu tun vermögen, mehr tun wollen und mehr tun können als der gewöhnliche Bürger», sagte kürzlich Korpskdt Roger Mabillard, Ausbildungschef unserer Armee, in einem vielbeachteten Referat vor Instruktionsoffizieren. - Und Konfuzius definierte die Elite im gleichen Sinne: «Sei dem Volk voraus, zeige ihm, wie zu arbeiten!» Wenn Komplexität und Dynamik der Entwicklung in allen Bereichen unseres Lebens gemeistert werden sollen und nur damit der Fortschritt schlechthin erzielt werden kann, müssen auch in unserem demokratischen und pluralistischen System die Randbedingungen geschaffen werden, damit sich eine natürliche Elite entwickeln kann, die mit allen Rechten und Pflichten die Verantwortung in unserer Gesellschaft und die Wegweiserfunktion für die nachwachsende Generation übernimmt. Damit eine Elite funktionsfähig werden kann, muss die Gesellschaft ihr die notwendigen Freiräume zur Verfügung stellen, denn nur eine echte Elite ermöglicht sozialen, wissenschaftlichen, kulturellen, ökonomischen und politischen Fortschritt für die Gesellschaft als Ganzes.


RESUME Une societe qui, par manque de ressources naturelles et de matieres premieres, se voit confrontee a des problemes economiques, sociaux et politiques, se met a reflechir et veut etre guidee, elle redame des personnalites, des idees, des solutions, mais aussi l'essai de methodes nouvelles, une plus grande disposition a prendre des risques, davantage d'esprit d'entreprise. On entend de nouveau damer a quel point une nouvelle elite serait necessaire, voire indispensable. Toute elite ne demande qu'a faire ses preuves et a prendre ses responsabilites. Elle se sent responsable, et est capable d'en porter le poids. Les competences accordees a l'elite ne sont justinees que par les devoirs et les responsabilites qu'elle assume . Ses competences ne lui sont pas transmises

Jeannette Piccard, ä l'age de 79 ans . Elle etait lä - veuve du celebre astronaute Montgolfier, le Professeur J ean Piccard - la plus agee des onze femmes ordonnees pretres.

par heritage, elle doit les acquerir; elles sont basees sur le savoir, l'engagement, les capacites, les performances, et non sur des privileges hereditaires. Une elite ne remplit sa fonction que si elle a un sens aigu du but a atteindre, de la direction a suivre, de la rache a accomplir. Selon le Commandant de Corps Roger Mabillard, «l'elite est composee de ceux qui sont capables de faire mieux, qui veulent et peuvent faire davantage que le citoyen ordinaire». Confucius a denni l'elite dans le meme sens: «Sois en avance sur le peuple, montre lui comment travailler.» Pour qu'une elite puisse fonctionner, la societe doit lui laisser les coudees franches. Un systeme ouvert a besoin de liberte. Sans liberte, aucun talent, aucun don, aucun savoir ne peut s'epanouir. Les lois et reglements qui imposent des limites au talent et au savoir freinent le progres et empechent l'eclosion naturelle d'une elite. La liberte donne a l'individu la possibilite de mettre en reuvre sa creativite, son intellect, son pouvoir de persuasion, et d'obtenir, gdce a un engagement total, des resultats qui pronteront a tous . Seule une elite authentique permettra a la societe dans son ensemble de progresser, tant sur le plan social que scientinque, culturel, economique et politique.


ERIKA HESS Franc:;ois Bornand,

SAS

Lausanne

«Cette fois-la, la chance n'etait pas avec moi, mais je suis alle la ehereher.» Jean-Claude Killy

La lecture d'une biographie est fastidieuse parfois, mais enrichissante toujours. La decouverte du caractere du grand champion franc:;ais a travers les communiques de presse et la bibliographie qui lui a ete consacree n'est somme toute pas si differente de l'histoire naturelle de tous les grands champions, ou tout simplement de tous ceux qui, a un titre ou a un autre, ont occupe le subconscient de leurs fans avant de terminer leur carriere dans le Larousse illustre. Mais qu'est-ce qui pousse donc les etres d'exception, parfois d'elite, ase surpasser, et a occuper le devant d'une scene politique, scientifique, artistique ou simplement sportive? A vrai dire, il y a toujours un denominateur commun, et il y en a meme trois: la volonte de se surpasser, la chance, parfois beaucoup de chance, et le talent, pour certains meme le genie. Lorsque on est nee dans un hameau et meme presque dans un simple lieu-dit, comme cette petite communaute villageoise de Grafenort, le 6 mars 1962, on ne se pose pas d'emblee objectif trop ambitieux, et on se prend seulement a souhaiter, avec les annees, que cette fameuse chance veuille bien s'associer avec un immense talent et une inlassable preparation pour atteindre ce sommet a partir duquel on peut recolter des autographes. Erika est donc nee dans cette Suisse d' Arnold von Melchtal, et aussi celle de Nicolas de Flüe. Sa modestie naturelle pourrait me me la faire rougir d'une comparaison qu'elle jugerait sacrilege, si l'on ne precisait pas que cette comparaison illustrait les lois d'une heredite seculaire. Si les medias avaient existe au XIIIe sieele, il est bien certain que les archives sonores et ecrites nous auraient laisse bien d'autres souvenirs que ceux de ce merveilleux parchemin de 129 I! Mais redescendons sur terre ou plutot sur neige, et voyons un peu comment la conjonction de la volonte, de la chance et du talent ont aide Erika a devenir la championne que nous connaissons. Or donc, pas de stimulation paternelle ni maternelle: «Mes parents ne font pas de ski! J'ai quatre freres et une sceur, qui n'ont jamais fait de competition. Il est d'ailleurs bien difficile dans une exploitation agricole isolee en montagne d'equiper toute une tribu avec le materiel sophistique indispensable aux performances d'aujourd'hui.» Sur la carte au 1:25000 de Melchtal, le hameau de Grafenort ne comporte guere plus de vingt demeures . La ferme familiale, situee a 800 metres d'altitude, est eloignee de l'ecole de quelques kilometres. Pour suivre les elasses dans un village situe plus bas, a defaut d'une trottinette ou d'un velo-moteur, c'est la descente a pied en ete, a ski en hiver. Les automatismes reflexes et le sens inne de l' equilibre apparaissent donc tres tot chez Erika, a un age Oll les enfants commencent leur scolarite en utilisant les transports publiques. Et puis il y acette tante, autrefois celebre, qui est la mere de sa cousine Monika. C'est Annemarie Waser, medaille de bronze aux J eux Olympiques, qui a epouse son onele, et qui lui enseigne tres tot les rudiments de la technique de competition a ski. Nous arrivons maintenant aux annees 1972 a 1974, c'est l'epoque pour Erika des courses Ovomaltine, dont les jeunes vainqueurs alimentent depuis lors regulierement la chronique sportive des disciplines alpines. Est-il besoin de dire qu'Erika y gagne ses premiers lauriers en remportant d'emblee ce «titre avant le titre». 66


ÂŤJ'ai quatre freres et une sceur, qui n'ont jamais fait de competition. II est d'ailleurs bien diflicile dans une exploitation agricole isolee en montagne d'equiper toute une tribu avec Je materiel sophistique indispensable aux performances d'aujourd'huiÂť. Donatoren Willi und Hermann Gericke

Et puis c'est deja la Coupe du Monde, dans laguelle elle penetre entre 15 et 16 ans, au moment Oll les filles de son age rangent leurs poupees et fument leur premiere cigarette! Et puis commence le grand Cirgue. Elle parle difficilement les trois mots de fran<;ais gu'elle a appris al'ecole, et s'etonnerait presgue de la manie re decontractee dont elle peut s'entretenir maintenant en dejouant parfois la perfidie d'un guestionnaire insidieux. (( N' etes-vous pas fatiguee de cet effort de rijlexion prolongee dans une langue etrangere? - Autrefois, repond Erika, je devais faire beaucoup d'efforts pour m'exprimer en fran<;ais. Actuellement, je n'ai plus ce probleme. - Avec qui avez-vous donc appris le franfais? - Avec l'Eguipe! J'ai bien suivi guelgues cours, mais la pratigue reguliere de la conversation avec mes camarades a fait le reste. J 'oublie bien entendu de preciser gue ces progres je les ai realises surtout avec mon ami Jacgues Reymond, entraineur de la condition physigue de l'eguipe feminine, avec gui je partage les trop rares loisirs gue nous laissent nos courses et nos entrainements. - Avez-vous encore des connaissances d' une autre langue etrangere? - Je parle egalement un peu l'anglais, apres un sejour de formation en Angleterre.Âť


... et puis iJ a y cette tante, autrefois d :Jebre, qui est Ja me re de sa co usine Monika. C'est A nnemarie Waser, medaill e de bronce au x Jeux Olympiques, qui a epouse son oncle, et qui lui enseigne tres to t Jes rudiments de Ja technique de competition a ski ... Donator Pros per Lou stalo t, Basel

SAS

Nous n'allons pas faire la fastidieuse revue de la journee-type d'une skieuse alpine. Durant les stages aMacolin, ou sur la neige, il ne reste pas beaucoup de loisirs pour la culture, la meditation, ou surtout les joies annexes d'une vie decontractee de jeune star a la mode. A ce propos, la silhouette elegante et mince d'Erika, vetue d'une jupe claire et d'un chemisier fantaisie, pourrait fort bien lui faire passer incognito le seuil de l'H6tel des 3 Suisses, aux Bijoux, Oll nous avons rendez-vous. Une bise en passant au mahre gueux: «Salut Michel, Jacgues te salue bien! - D' OU venez-vous ce soir? - J'arrive tout droit de Macolin. - Etes-vous en stage avec I' Equipe? - Pas vraiment. Je suis meme la seule am'entrainer en fin de journee. Pour l'instant, je participe a un cours intensif de deux mois de preparation en physiotherapie sportive. - E n quoi consiste cette formation? - J'apprends les diverses technigues de massage sportif, et j'ai aussi l'occasion de soigner de «vrais» patients, gui sont des sportifs d'elite victimes d'un traumatisme, et en phase de reeducation. 68


Je m'initie egalement a l'electrotherapie, avec l'usage notamment des appareils a ultrasons et du laser. - Apropos, que' est-ce qui vous interesse principalement dans cette approche du patient - ou plus simplement du sportif - ? Est-ce la technique de traitement en elle-meme, ou plus simplement I' approche prychologique du sportif? - C'est surtout l'approche d'une technologie nouvelle, jusque-la inconnue, qui me fascine. J 'apprends surtout a connaitre le fonctionnement du corps humain, et je comprends maintenant la genese d'une crampe musculaire, d'une douleur a l'etirement, par exemple lors d'un mouvement de stretching. I.:analyse d'un trouble fonctionnel me sera desormais possible par les connaissances que je suis en train d'acquerir au cours d'une formation dont je ne regrette que la brievete. En fin de journee, soit a partir de 17 heures, je consacre encore quelques heu res a ma preparation physique, lors meme que le programme de mise en condition n'a pas encore officiellement debute. - Parions un peu du professionalisme. Avez-vous I'impression d'etre amateur, au sens le plus large du terme, ou acceptez-vous I' idie d' etre le porte-drapeau, le support publicitaire d' une firme qui vous indemnise pour les services que vous lui rendez ? - Les emoluments verses par le Pool de nos fournisseurs ne nous sont pas verses a titre personnel. Nous avons en quelque sorte un salaire de base, mais nous ne recevons pas d'argent pour les accessoires qui nous sont fournis par des fabricants: les gants, les bonnets, les lunettes nous sont imposes par l'industrie du ski, et si nous etions payes comme des hommes ou des femmes-sandwich pour la publicite, nous perdrions notre droit theorique d'amateurs, et nous ne pourrions donc plus participer aux Jeux Olympiques. En outre, si nous acceptions de prendre une licence professionnelle, il nous incomberait alors de payer nous-memes nos entrainements et nos deplacements, et nous n'aurions bien entendu plus le droit de participer aux Jeux Olympiques.Âť Nous n'allons pas debattre du probleme de l'olympisme en general, et du professionalisme en particulier. I.:hypocrisie de la situation d'amateur chez nos athletes de pointe devra tot ou tard faire l'objet d'une decision du comite international olympique. Pour Erika toutefois, cette situation n'est pas une source d'insomnie. D'autant que les recompenses pour les performances des dix premiers dasses de chaque epreuve de Coupe du Monde evitent a nos champions les soucis des problemes de survie, au moins a court ou moyen terme. ÂŤJ' ai assiste comme medecin de courses aux championnats suisses des dames, Cl Zinal. j' ai Cte frappe par quelques gestes Jitichistes de plusieurs de vos camarades d' equipe. Pour I' une, I' entrazneur devait lui glisser subrepticement une boule de neige entre les omoplates, en general 40 secondes avant le depart! S uivait un mouvement de rotation des epaules, comme pour accelirer la fonte de cet objet insolite avant le start. D' autres se penchaient en arriere de la cabane de depart, et avalaient egalement prestement une boule de neige, comme pour se donner du C(eur Cl I' ouvrage. A d' autres enfin, un massage energique des mollets semblait decupler leur ardeur guerriere! - Je sais que plusieurs concurrentes ont besoin de ce stimulant de la derniere minute, pour accomplir une performance. Pour ma part, je prefere rester calmement a l'ecart, car je ne suis pas fetichiste. ]'apprecie par contre les bons conseils de l'entraineur qui me souiRe a l'oreille la faute a ne pas commettre, ou le passage def a negocier d'une certaine maniere. - I.:entraineur donc doit adapter a chaque concurrente le style d'encouragement ou d'apaisement qui lui convient. A ce propos, que pensez-vous de la superiorite des filles de la montagne sur une citadine, de leur maniere plus calme de preparer et d'analyser une grande competition? - Je ne suis pas sure qu'une montagnarde soit mieux armee qu'une citadine po ur affronter la competition de haut niveau. Je connais certaines camarades qui feraient certainement mentir cet adage.Âť Erika est trop modeste pour dire que son equilibre mental et psychique la met a l'abri d'une perte de maitrise avant le depart du chrono. Elle nous a administre bien souvent la preuve d'une serenite qui n'est peut-etre pas etrangere a son origine campagnarde.


A travers les larges bai es du restaurant, le gros soleil rouge se couche tout doucement derriere les cretes du Jura, et la pleine lune prend discretement sa releve. Le garc;:on apporte la carte des vins. ÂŤQue dit le grand S achem? Avez-vous le droit de tater de la dive bouteille? - Nous n'avons pas de consigne pn':cise. J'aime beaucoup le bon vin, meme et surtout celui du pays. On boira donc du Saint-SaphorinlÂť Par bonheur la saUe du restaurant n'est pas trop pleine et les hotes des tables voisines ne se precipitent pas avec la carte des menus pour demander un autographe! Heureux pays Olt dans la cour de la maison on sent l'odeur du furnier fraichement epandu, et Oll une etoile de notre sport d'elite peut se promener dans la nature en conservant le plus parfait anonymat. 11 n'en va pas autrement pour nos conseiUers federaux, lorsqu'ils rentrent chez eux dans un simple compartiment de chemins de fer, ce que je me souviens avoir vecu aplus d'une occasion.

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Le repas est excellent, les cretes des sapins rougissent parce que le soleil disparait derriere elles. Ce serait presque en quelque sorte l'heure des confidences. « Connaissez-vous la sophrologie? ))

- Non, repond Erika, dans la me sure Oll cette discipline de l'esprit ne nous est plus imposee pendant notre preparation d'avant-saison, et avant les courses proprement dites. - Votre memoire vous est-elle utile dans la memorisation d'un trad?

- Nous etudions les parcours de slalom de bas en haut, en le deremontant apied. C'est l'occasion pour moi d'une memorisation integrale, et je puis dire pratiquement que je connais par creur l'ensemble du parcours. De toute maniere, les traces modernes ne laissent pas place a beaucoup d'imagination, et, pour repondre a une autre de vos questions, nous n'avons pratiquement plus, dans les courses modernes, l'alternative de choisir le passage d'une porte par la gauche ou par la Links: «Un seul but: Gagnen> Photo A. R . T. Donator Jürg Plattner, SA S Zürich

Schladming 198z: La victoire en slalom, en slalom geant et en combine Photo P. Foschini Donator Thomas Coppetti, Z ürich

SA S

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droite. Les anciennes figures que vous evoquez, telle par exemple la chicane du type «Seelos» ont disparu du vocabulaire de nos traceurs. - Vous n' avez paye que peu de tributs Ci la traumatologie du skieur. Je me souviens de votre operation du menisque, il s' agissait sauf erreur d' une dechirure fragmentaire ? - Oui, j'ai donc subi cette petite intervention, dont les suites ont ete particuli<~rement favorables. Mon genou m'a rappele par quelques epanchements en phase de reeducation que je ne devais pas le solliciter de maniere trop intensive, par exemple au tennis, sur une surface dure ou au squash. Maintenant, seule la cicatrice operatoire me fait souvenir de ce douloureux faux-pas! - Et si nous parlions maintenant un peu d'apres-ski? Non pas l'apres-ski du bar ou de la discotheque, mais celui de I' apres Erika Hess? - J'ai commence deja d'y reflechir, car, malgre mes 24 ans, il ne faut pas oublier que je suis en train de feter mes IO ans de Coupe du Monde! Non, je n'ai pas l'intention d'imiter Jean-Claude I<illy, dont le nom se trouve sur des paires de ski, sur des bonnets, des lunettes et des gants. Mon temperament peut-etre trop scrupuleux ne me permettrait pas de laisser mon nom recouvrir un article sportif dont je n'aurais pas personnellement fait l'experience. Les exemples que j'ai vecus auto ur de moi dans la commercialisation de la gloire sportive me paraissent incompatibles avec la realisation d'une vie epanouie, et j'ai des exemples autour de moi de grands sportifs d'elite qui ont du sacrifier leur vie de famille ades imperatifs essentiellement commerciaux. Cela, je ne le veux en aucun cas. La qualite de la vie prime pour moi la reussite strictement financiere, et si je peux realiser mon vceu de creer un foyer Oll l'un et l'autre conjoint puisse etre epanoui, ce bonheur eclipsera tous mes autres desirs. Neanmoins, je n'attends pas beatement la fin de mes annees de performances. J'ai deja passe cet hiver mon brevet d'enseignement du ski (I.S.) et mon stage de Macolin represente une ebauche de formation professionnelle dans le massage et le traitement des sportifs. Mon ami Jacques Reymond, qui s'occupait donc jusqu'a present de l'equipe feminine et rejoindra les slalomeurs masculins des la saison prochaine, semble nourrir a long terme les memes aspirations que moi. Nous vivons donc dans le secret espoir de pouvoir peut-etre realiser une activite qui nous passionne tous les deux, par exemple dans le c6toyement voire meme l'assistance therapeutique de nos camarades sportifs d'elite. - Apropos, Erika, seriez-vous une femme d' affaires? - Certainement pas. Je n'ai ni le gout de l'aventure promotionnelle ni la formation requise pour la commercialisation de mes resultats sportifs. Nous avons par chance dans notre vallee un homme de confiance, gestionnaire professionnnel, que nous connaissons bien et qui s'occupe de mes interets, mais pas a la maniere d'un homme d'affaires avide de m'exploiter. - Je dois quand-meme, Erika, vous poser la question bete que tout reporter digne de son micro se doit d' avoir evoque en face d' une championne: Pouvez-vous dire quel est votre meilleur souvenir sportif, et votre plus mauvais? - Le meilleur est celui de Schladming en I982, avec ma victoire en slalom, en slalom geant et en combine. Mon plus mauvais souvenir c'est celui de Sarajevo Oll - une fois n'est pas coutume (Red.!) - je suis rentree les mains vides. Mais, paradoxalement, c'est lors de mon retour de Yougoslavie que j'ai re<yu l'accueille plus enthousiaste de mon Fan's club, qui avec ses cloches et ses chansons, a reussi a transformer mon amertume en une tres joyeuse soiree de retrouvailles! - Etes-vous I'instigatrice de ce Fan's club? 11 me souvient d'avoir admire, lors des championnats suisses Ci Zinal en mars 1986, leur enthousiasme, pour ne pas dire leur fanatisme d' cryatollahs? - Ce sont mes amis qui ont decide de la creation de ce club, chaque membre est trie sur le volet, l'effectif est de 2 j supporters, qui examinent l'une apres l'autre les candidatures des jeunes de notre vallee, a l'exclusion de toute autre origine geographique. Chaque ami de notre club est passe donc au peigne fin avant d'etre admis dans ce cenaclel» Une derniere bise en sortant au patron, quelques poignees de mains aux amis de la vallee, dont c'est sa deuxieme patrie, et cap sur le parking a voitures. C'est une Audi Quattro, tres sobre dans sa robe beige clair, qui n'est meme pas polluee par une inscription du style «Suisse Ski Team»!


ÂŤDu ra nt les stages it Macolin, ou sur la neige, il ne reste pas beau coup de loisirs pour la culture, la meditation ou surtout !es Donator EM Pierre Riotton, SAS Geneve joies annexes d'une vie decontractee de jeune star it la mode .Âť

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- Vous avez surement davantage peur des exces de vitesse, avec un tel bolide, qu' avec la pointe de vos spatules? Eexistence est somme toute malfaite: on vous propose la vitesse maximale lorsque vous avez un dossard, et on vous impose une limitation drastique de performances sur 4 roues! N' est-il pas difficile d' accepter cette situation? - Oui, mais en general je respecteles regles de la circulation. Neanmoins il m'est arrive un jour de recevoir sur denonciation d'un villageois aigri une contravention pour exces de vitesse sur un pont. On m'aurait vu passer sur les chapeaux de roues dans cette localite vaudoise. J'ai eu toutes les peines du monde aprouver que ce jour-la j'etais absente de la region, et cette anecdote illustre la realite souvent bien fragmentaire de nos proverbes: «Chi va piano va sanG eva lontano » et «Audaces fortuna juvat»! - Dans tous les cas, je vous conseille de choisir plut6 t la deuxieme maxime lorsque vous chausserez vos skis la saison prochaine! » Chere Erika, tous les fans du SAS se joignent aceux de la Suisse primitive pour sonner la d oche de la renommee et vous aider a glaner la saison prochaine les lauriers qui vous manquent encore!

** * «Un seul but: Gagner.» Jean-Claude Killy

«Nous vi vons done dans le seeret espoir de pou voir peut-ecre realiser une aetivite qui nous passionne tous les deux»

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DIE WAHRE FASZINATION DES SPORTS Martin Hodler, SAS Bern

Im «Schneehasen» 19831 habe ich mich in meinem Artikel «SAS und Leistungssport» eingehend mit der Problematik des Sinns des leistungsorientierten Sportes auseinandergesetzt. Ich wollte dabei zeigen, welch wichtige Funktion letzterer, in der Art wie ihn der SAS betreibt, im Rahmen der Erziehung der Jugend spielen kann. Ich habe an jener Stelle auch darauf hingewiesen, dass der Sport, abgesehen vom momentanen spielerischen Aspekt, in erster Linie als treibende Kraft zur Erreichung übergeordneter Ziele zu betrachten ist. Er stellt ein geeignetes Mittel dar, um beim einzelnen Menschen die Voraussetzungen zu schaffen, die es braucht, um aus den vorhandenen Talenten ein Maximum herauszuholen. Er ist in seiner reinen, nicht kommerzialisierten, aber zielgerichteten Form vor allem ein Mittel zum Zweck. Ohne ihn und seine unmittelbaren Auswirkungen scheinen wichtige übergeordnete Ziele für viele Menschen nicht oder nur schwer erreichbar zu sein. Ich möchte in meinem diesjährigen Beitrag versuchen, ein derartiges übergeordnetes Ziel, dessen Erreichen in ausgeprägtem Mass vom im Sport geschulten Leistungsvermögen abzuhängen scheint, zu umschreiben. Ich bin mir der Schwierigkeit dieses Unterfangens bewusst, um so mehr, als ich mich nicht als Spezialist für eine verständliche Formulierung derart grundlegender, ja schon fast philosophischer Überlegungen betrachte. Wenn ich es dennoch tue, geschieht dies nicht ohne egoistische Hintergedanken. Zum einen zwingt mich das Niederschreiben der zur Diskussion stehenden Zusammenhänge zu einer noch tieferen Auseinandersetzung mit der mich faszinierenden Materie, und zum anderen erhoffe ich mir eine Reaktion interessierter Leser, die mir zweifellos im Bestreben nach vermehrter Einsicht in diesen noch wenig bekannten, möglicherweise aber in Zukunft äusserst bedeutungsvollen Teilaspekt des leistungsbezogenen Sports weiterhelfen würde. Die Auswertung von Berichten von Hunderten von Hochleistungssportlern hat gezeigt, dass es im Sport bestimmte innere Schlüsselauslöser gibt, die das sportliche Erlebnis zum Träger eines spirituellen Erwachens werden lassen 2. Der Sport kann offensichtlich Wege zu Zuständen öffnen, die am ehesten und am verständlichsten als Bewusstseinserweiterung bezeichnet werden können. Wir stossen damit in Bereiche von weltanschaulicher Bedeutung vor. Der von Autoren wie Marilyn Ferguson 3, Fritjof Capra 4, 5, Frederic Vester 6, Alvin Toffier 7 und vielen anderen beschriebene und prophezeite Paradigma-Wechsel, der in Zukunft zu einer völlig neuartigen Denk- und Lebensweise führen soll, basiert ebenfalls, soweit ich das beurteilen kann, auf einem gegenüber heute erweiterten Bewusstsein des Menschen. Sollte der Sport wirklich Wege zur Erweiterung unseres Bewusstseins öffnen, käme ihm fundamentale Bedeutung zu. Der Sport könnte in diesem Falle einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Bewältigung der zukünftigen Probleme der Menschheit leisten, oder anders ausgedrückt, mithelfen, die im Menschen offensichtlich noch verborgenen Potentiale zu wecken und zu entwickeln. Es ist mir aus Platzgründen nicht möglich, im Detail auf die experimentellen Grundlagen dieses erstaunlichen und faszinierenden Aspekts des leistungsbezogenen Sports einzugehen. Für dies möchte ich auf das bereits erwähnte, äusserst interessante Buch von Rhea A. White und Michael 75


Ziel: K-2 (<<Chogori» = Grosser Berg) Donator Peter Braun,

SAS

Pholo SI. Wo'rner

Zürich

Palace-Hotel am Nanga Parbat

Photo SI. Wo'rner

Donatoren EM Jean-Jacques Clavadetscher und EM Raoul Imseng, SAS Zürich


Murphy «PSI im Sport - Der Einfluss übernatürlicher Wahrnehmungen auf sportliche Spitzenleistungen» 2 verweisen. Obwohl Sportler und insbesondere Spitzensportler im allgemeinen als ausgesprochen realistische Charaktere gelten, zeigen die von den genannten Autoren gesammelten Bekenntnisse von mehreren Hundert Hochleistungssportlern, dass diese in viel ausgeprägterem Masse, als man vermuten könnte, bei der Ausübung ihres Sports das uns bekannte Weltbild überschreiten und sich in aussersinnlichen, sogenannten PSI-Dimensionen bewegen. Michael Murphy, der persönlich viele dieser teilweise sensationellen Aussagen gesammelt hat, kommt zum eindeutigen Schluss, dass sich die beeindruckendsten Erfahrungen im sportlichen Hochleistungsbereich verstandesmässig nicht nachvollziehen lassen. Sie sind ihrer Natur nach übersinnlich, und können eben nur als Bewusstseinserweiterungen bezeichnet werden. Es ist deshalb für mich denkbar, dass wir dank dieser noch wenig bekannten Seite der sportlichen Betätigung aus unserem geschichtlich bedingten, engen Weltbild in neue, zukunftsorientierte Dimensionen verstossen können. Der Sport scheint uns ein Mittel in die Hand zu geben, um festgefahrene Strukturen zu sprengen und neue Wege zu öffnen.

Alpiner Pi lger am Cho O yu, 81 j 3 m

Photo M. Riiedi

Donator Otto Kozma,

SAS

Zürich


Sportler scheinen in gewissen Situationen das gleiche zu erleben wie Künstler. Sie überschreiten die Grenzen des Üblichen und Normalen, des heute Gängigen, wie dies übrigens auch Menschen getan haben, von denen man es eigentlich am wenigsten erwartet hätte. Ich denke vor allem an die genialen Physiker (Heisenberg, Einstein und andere), die zu Beginn unseres Jahrhunderts für die revolutionären wissenschaftlichen Errungenschaften unserer Zeit verantwortlich waren, und dennoch, sehr wahrscheinlich aufgrund ähnlich erlebter Bewusstseinserweiterungen, neue Denkpositionen eingenommen haben. Sie waren es, die den Glauben an die Möglichkeit der Entdeckung der letzten Geheimnisse unseres bisher als unendlich grosse Maschine verstandenen Universums in Frage stellten. Sie waren der Meinung, dass nicht mehr alles berechnet, kontrolliert und gesteuert werden kann, sondern dass vieles dem Zufall, der Selbst regulierung überlassen werden muss. Plötzlich müssen sogar Unsicherheit und Chaos als wesentliche Innovations- und Gestaltungsformen anerkannt werden. Statt dass wie bisher gut funktionierende Einzelteile als für das Ganze bedeutungsvoll angesehen werden, wird dem Verbindenden, dem Vernetzten, der Atmosphäre, dem Klima, kurz einem gegenüber früher erweiterten Bewusstsein grössere Bedeutung zugemessen. Die seit Descartes übliche Subjekt-Objekt-Trennung wird zugunsten einer spirituellen Ganzheit aufgehoben. Und in diesem Zusammenhang scheint der Sport eine grosse Rolle zu spielen. Könnte nicht das die wahre Faszination des Sports sein? So gesehen kann der leistungs bezogene Sport offenbar einer grossartigen künstlerischen Entdeckung oder sogar dem in der Geschichte in allen Kulturen immer wieder beschriebenen religiösen Erwachen gleichgesetzt werden. Sportliche Unternehmungen können, so scheint es, in gewissem Sinne religiösen Pilgerfahrten gleichen. Die sportliche Betätigung ist in diesen Dimensionen sogar mit der Meditation zu vergleichen. Frank Smythe sagt es in seinem Buch «The Mountain Vision» 8 in deutscher Übersetzung wie folgt: «Auf einem Berggipfel hält sich der Mensch für ein Wesen, dessen Lebensspanne zeitlos ist, dessen geistiger Horizont prachtvoll und über jede Vorstellung erhaben ist, dessen Geburt, dessen Tod zuf~illige Meilensteine auf einem wunderbaren Weg ohne Anfang und Ende sind.» Was ist es eigentlich, das im Sport dieses Spektrum von nicht alltäglichen Erfahrungen hervorruft? Was ist es, das auf Spielfeldern, Bergkuppen oder Wasserwüsten passiert, etwas, das sich zumindest nicht so, und bestimmt nicht so oft, im Büro, im Klassenzimmer oder im Tram abspielt? Ist es die zum Erbringen von Spitzenleistungen erforderliche ununterbrochene und zielgerichtete Aufmerksamkeit? Ist es die Tatsache, dass wir im Sport leichter als sonst die Grenzen unserer eigenen Möglichkeiten erkennen und erreichen können? Ist es die Notwendigkeit des Akzeptierens manchmal ans Brutale grenzender Disziplin, die uns öffnet, erweitert? Ist es das Anstreben vollkommener Perfektion? Ist es die unzähmbare Freude, ja Ekstase im Falle des Erreichens der gesteckten Ziele? Eine umfassende Beantwortung all dieser Fragen ist für mich aufgrund meines heutigen Wissens nicht möglich. Eines ist jedoch sicher: Mit der sportlichen Betätigung kann - sofern man danach strebt - mehr erreicht werden, als gemeinhin angenommen wird. Dies geht eindeutig aus den von mir in diesem Artikel erwähnten wissenschaftlichen Berichten sowie aus, zugegebenermassen nur in andeutungsweiser Form vorhandenen, eigenen sportlichen Erlebnissen und Erfahrungen hervor. Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, dem interessierten Leser zu zeigen, weshalb mich der Sport, trotz all seiner heute vorhandenen negativen Seiten wie Kommerzialisierung, passiver Konsum statt aktiver Betätigung, Brutalität und so weiter nach wie vor zutiefst fasziniert. Nicht zuletzt wegen der in diesem Artikel dargelegten Überlegungen bin ich glücklich und dankbar, dass ich als Präsident der Technischen Kommission und als Zentralpräsident während knapp acht Jahren habe mithelfen dürfen, die Geschicke unseres Clubs zu lenken, der seit seiner Gründung vor mehr als 60 Jahren bestrebt ist, für Studenten, aber auch für Alt-Akademiker, Voraussetzungen für das Erleben aussergewöhnlicher Empfindungen zu schaffen. Ist es nicht

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Der Train am K-z

Photo St , Wo'rner

Donator EM Walo Vock,

Jetzt ab oder nie!

Photo eh, Seiler

Donator EM Arnold K채ch,

80

SAS

Basel

SAS

Bern


LE SAUT DU PONT Comme tout skieur de competition, vous aimez la vitesse, les sauts, les schuss et tout ce qui donne l'impression que vous vous etes definitivement afl"ran chi de votre triste condition de pieton terrestre. Comme nous, vous voulez en faire un petit peu plus; vous avez songe au saut a ski: vo ler, c'est bien, mais apres, faut se poser... vous avez aussi pense au kilo metre lance: 200 kmjh c'est bien, mais si I'on tombe ... A Geneve, on a trouve Ja solution, dans le cadre de nos activites de haute montagne. Vous vous rendez au pont de la Caille (mi-distance entre Geneve et Annecy). Vous tendez une corde de varappe ... ou plutรถt deux cordes, entre l'ancien pont suspendu et le nouveau pont, distance environ 60 metres. Vous accrochez un bout de la corde au pont, et l'autre bout a votre estomac (verifiez les na:uds). Et c'est la que <;a commence a devenir interessant, laissez-moi vous raconter comment <;a se passe. A moins 10 minutes, vaus avez dit au revoir a vos amis, embrasse votre femme (qui en general est plutรถt contre), verifie que vous avez ferme Je gaz en partant et pris la ferme resolution de sauter. A moins 7 minutes, vous enjambez gaillardement la rembarde et vous vous demandez si votre resolution est aussi ferme que <;a. A moins 6 minutes, vous vous demandez comment vous vous etes lais se pieger dans une combine pareille et vous vous traitez d'imbecile; seu lement avec tous les copains qui regardent, <;a va faire desordre de faire demi-tour. A moins une minute (<;a fait 5 minutes que vous hesitez) vous souhaitez qu'un copain vous pousse

dans le dos et qu'on en finisse. A moins 30 secondes, vos mains sont moites, vos jambes molles, votre estomac aussi serre que le na:ud de la corde, et a zero seconde, ayant fait le vide dans votre esprit, vous sautez. A partir de la, le temps subjectif de votre vecu existentiel se modifie completement, mais voici a peu pres ce que <;a donne: votre ca:ur qui jusque-li battait a z 50 pulsations-minute, cesse momentanement toute activite, votre estomac va le rejoindre a quelques centimetres sous la langue. A plus un siede, la corde n'est toujours pas tendue et vous vous dites qu'il doit y avoir une erreur quelque part, vous avez du oublier un na:ud, c'est domrnage. A plus une eternite, vous allez tellement vite que vous vous demandez comment <;a va faire quand vous allez passer Je mur du son. A plus queiques millenaires, la corde commence a se tendre et votre estomac descend sans escale de votre gorge au fond de vos talons. Quelques annees-lumiere plus loin, vous vous surprenez a choisir mentalement le sapin que vous allez embrasser tout la-bas en bas. Et apres, je ne me souviens plus tres bien, mais quel plaisir quand tout est fini et que vous vous balancez mollement dans le videoIl ne vous reste plus qu'a remonter les 60 metres de corde au jumar, la punition quoi! Seulement la recompense, elle vient quand c'est au tour de votre copain, de sauter, de voir la tete qu'il fait.

Jacques Lacour Christian Perret

Sr


wichtig, auch denjenigen Sportlern, deren Hauptaugenmerk auf die erfolgreiche Absolvierung eines Studiums ausgerichtet ist, die Gelegenheit zu geben, mit Hilfe des leistungsorientierten Sports in das Gebiet der aussersinnlichen Erlebnisse vorzustossen, das heisst ihr Bewusstsein zu erweitern? Sind es nicht gerade diese jungen Leute, die morgen Entscheidträger sein werden, und in deren Hände unsere Zukunft mindestens teilweise liegen wird? Sollte eine Bewusstseinserweiterung mit Hilfe der leistungsbezogenen sportlichen Aktivität wirklich in umfassender Art und Weise möglich sein, hätte der SAS in den kommenden Jahren eine Aufgabe von grösster Bedeutung zu erfüllen. Es sind diese Aussichten, die für mich die wahre Faszination des Sports, und damit auch des SAS, dem ich sehr wahrscheinlich mehr verdanke als mir heute bewusst ist, ausmachen.

RESUME L'auteur pense que la veritable fascination exercee par le sport pourrait etre due au fait que l'effort sportif peut apparemment conduire a un elargissement de la conscience. Un tel phenomene d'expansion des facultes mentales pourrait jouer un role considerable pour aider l'humanite a faire face aux problemes qui l'attendent. Si cette hypothese est exacte, le sport aurait a l'avenir une importance encore plus grande qu'aujourd'hui, tout au moins pour ceux qui le pratiquent - et non pas pour le spectateur passif ni pour celui qui s'interesse avant tout a son exploitation commerciale. Les recits de centaines de sportifs de pointe semblent confirmer qu'un depassement des frontieres de la perception sensorielle peut se produire au cours de l'effort. La performance sportive maximale peut etre comparee a la creation d'une reuvre d'art ou aux inspirations des grands scientifiques de notre siede, ou meme a la meditation des sages d'ExtremeOrient. Le sport serait-il peut-etre l'une des voies du perfectionnement intellectuel de l'humanite? Pourrait-il contribuer a cette expansion des facultes mentales qu'un nombre croissant de nos contemporains considere comme une condition essentielle de la survie du genre humain? Est-ce la l'essence veritable de la fascination du sport? A la lumiere de ces speculations, le SAS, s'il reste oriente vers le sport de performance, pourrait peut-etre remplir a l'avenir un role encore plus important que jusqu'a present. Ne cree-t-il pas, en effet, pour des etudiants, donc pour certains importants leaders de demain, des conditions qui favorisent le passage du seuil menant a une conscience elargie?

LI TERATURVERZEICHNIS 1

p.Jahrbuch «Der Schneehase» des Schweiz. Akademischen Skiclubs (1983 )

2

Rhea A. White und Michael Murph y, «PSI im Sport» (Der Einfluss übernatürlicher Wahrnehmungen auf sportliche Spitzenleistungen) (1983 )

3

Marilyn Ferguson, «Die sanfte Verschwörung». Sphinx Verlag/Knaur, Basel (1982)

4

FritjofCapra, «Wendezeit». Scherz Verlag, Bern /München /Wien (1983 )

5

FritjofCapra, «Das Tao der Physik». Scherz Verlag, Bern/München /Wien (1984)

6

Frederic Vester, «Neuland des Denkens». Deutscher Taschenbuchverlag, München (1984)

7

Alvin TofRer, «Die Zukunftschance». Verlag C. Bertelsmann, München (1980)

8

Frank Smythe, «The Mountain VisioO». London, Hodder and Stoughton (1949)

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LANGLAUF IM WANDEL DER ZEIT Bruno Hammer,

SAS

Bern

1. DIE ENTWICKLUNG DER LANGLAUF-TECHNIK UND DEREN MITERLEBEN IN DER STUDENTEN-NATIONALMANNSCHAFT

«Siitonem> ist mehr als nur ein Reizwort - es ist ein sportlicher Begriff, gleichzeitig Philosophie geworden. Daneben hat sich auch das Wort «Skating» (oder Schlittschuhschritt) im LanglaufJ argon eingebürgert. Diese Begriffe und mit ihnen auch die entsprechende Technik haben sich in den letzten zwei bis drei Jahren unter den Langläufern verbreitet. Jeder, ob Rennläufer oder Volksläufer, weiss heute, wovon die Rede ist und hat mit mehr oder weniger Erfolg auch bereits die neuen Schrittarten geübt. Wie ist es nun zu dieser rasanten Entwicklung und damit zur Veränderung der Technik gekommen? Man darf nicht glauben, dass vor zwei oder drei Jahren von einem Tag zum andern eine Revolution eingesetzt hat. Es handelt sich hier vielmehr um eine lange Entwicklung, die von mehreren Faktoren beeinflusst, ja sogar erst ermöglicht wurde. Ich denke unter anderem an besseres Material, veränderte Trainingsmethoden, moderne Pistenmaschinen, verschiedene Schrittarten etc.

Neue Schrittarten

Pauli Siitonen ist Finne und wurde am 3. Februar 1938 in Sampele (Karelien) geboren. Er war Mitglied der finnischen Nationalmannschaft, gewann 1973 den schwedischen Wasa-Lauf und nimmt noch heute an allen grösseren Volksläufen teil. Nach ihm ist der einseitige Schlittschuhschritt benannt, denn er machte ihn populär, d. h. brachte ihn unters Volk (Volksläufer). Ob er diesen Schritt «erfunden» oder entwickelt hat, darüber streiten sich die Geister. Es wird beschrieben, dass 1971 beim jo-km-Holmenkollenlauf unter schwierigsten Wachsverhältnissen (von 62 gestarteten Läufern gaben 33 auf) der Ostdeutsche Gerhard Grimmer demonstrierte, wie man mit Armkraft und einseitigem Schlittschuhschritt, ohne - wie alle andern - umzuwachsen, den 3-kmAufstieg zu Beginn der zweiten Runde bewältigen kann. Er gewann mit sieben Minuten Vorsprung. Im gleichen Wettkampf wurde ein gewisser Pauli Siitonen mit Umwachsen guter Vierter. Auch im J + S-Leiterhandbuch existiert der einseitige Schlittschuhschritt bereits lange. Und Hand aufs Herz: Wer war nicht auch früher schon einmal in der Situation, dass er mit einem zu spitz gewachsten Ski an einer Steigung einen Ski zur Seite stellen musste, um so das Rückgleiten zu verhindern? Auch das waren Vorläufer einer heute ausgeklügelten Technik. Für die Entwicklung des Siitonenschrittes waren die grossen Volksläufe prädestiniert. Erstens waren die Läufe vorwiegend lang und mit weniger Höhendifferenz versehen als Weltcuprennen. Zudem scheint der Massenstart und damit die Möglichkeit, den schnelleren, besser steigenden Läufern auf irgendeine Art zu folgen, mitentscheidend. Am «Engadiner» waren es denn auch einige unentwegte Einheimische, die schon über zehn Jahre gelegentlich den Siitonenschritt angewendet haben. Und eben auch diese haben gelegentlich


versucht, nur mit roher Kraft (also nur mit Gleitwachs) von Maloja nach Zuoz zu gelangen. Diese Läufer buchten denn auch über mehrere Jahre Spitzenränge unter den ersten 25 Klassierten; und das trotz ihres Alters von knapp unter und auch über 40 Jahren. Seit zwei Jahren nun gleiten auch die andern Spitzenläufer in der neuen Technik über die Seen. Die Konkurrenz hat gleichgezogen. Um diese neuen Schrittarten anwenden und ein ganzes Rennen durchstehen zu können, dafür braucht es Kraft. Diese Voraussetzung musste zuerst geschaffen werden. Bill Koch, USA, war hier bahnbrechend. Er demonstrierte, wie man mit viel Kraft und entsprechenden Doppelstockstössen an einer Olympiade zu Silber kommen kann. Und dies als unerfahrener, 20jähriger Nowbody 1976 in Innsbruck. Das Krafttraining hielt langsam Einzug in den Trainingsprogrammen. Der Skilanglaufhat sich

von einer reinen Ausdauersportart zu einer Kraftausdauersportart gewandelt. Aber auch das änderte nicht von einem Tag auf den andern. Viele Verbände oder Trainer hielten an den alten Trainingsprogrammen fest. In den folgenden Jahren machten die Langlaufski eine rasante Entwicklung durch . Erkenntnisse aus dem alpinen Sektor wurden übernommen. Die Ski wurden immer schneller und die Tempi der Rennen, sei es an Volksläufen oder Weltcuprennen, immer höher. Man kennt zwar solche Steigerungen auch in anderen Sportarten. Im Langlauf sind sie aber frappant . In einem 15 -km-Lauf werden heute bis zu 50 Prozent schnellere Zeiten gelaufen. Man gelangte also an einen Punkt, wo eine Beschleunigung mit den üblichen Fortbewegungstechniken nicht mehr möglich war. Die Suche nach neuen Techniken wurde intensiviert. Die Verfügbarkeit verschiedener Schrittarten ist ein Grund dieser Temposteigerung. Man begann die Mechanik der verschiedenen Schrittarten zu studieren. Bei Laufgeschwindigkeiten unter 18 km(h ist die Beschleunigungskraft von Diagonalschritt und Doppelstocktechnik am


Links: WM Seefeld 198 j: Gunde Svan praktiziert den "Siüonen-Sch ritt» in harmonischer Vollendung Donator Peter Zesiger,

SAS

Bern

I Giachem Guidon in kraftvollem klassischem Stil. Schweizer Mei stertitel 1986 über 1 j km D onator Ruedi von Siebenthai, SAS Bern

...

effizientesten. Darüber wird der Einschritt und der Siitonenschritt immer überlegener. Der Siitonenschritt ist deshalb so attraktiv, weil bei einer A bstossgeschwindigkeit von 8 km/h ein Renntempo von rund 30 km/h erreicht werden kann. Die Übersetzung ist also beinahe 4fach. Ähnliche Überlegungen gelten natürlich auch für den Schlittschuhschritt, das Skaten. Es ist deshalb eine logische Weiterentwicklung, wenn die Läufer diesen Schritt in einem breiten Strekkenspektrum vom leichten Gef::ille bis zur schweren Steigung anwenden. Aus der Mechanik des Schlittschuh- und des Siitonenschrittes lässt sich folgendes zusammenfassen: Der Beinabstoss erfolgt aus dem vorwärts gleitenden Ski. Die Abstossfahigkeit des Skis wird dadurch unnätig; ausserdem gleitet ein für den Abstoss präparierter Ski etwas schlechter. 3. Diese Schrittarten erlauben einen wirkungsvollen Beinabstoss bei hohen Tempi. 4. Der Schlittschuhschritt kann durch extremes Auswärtsdrehen der Ski und durch extremes I.

2.


Seitwärtspendeln des Körpers auch starke Steigungen bewältigen. 5. Die Energiebilanz des Schlittschuhschrittes ist ungünstiger als die des Beinabstosses in der Laufrichtung (Diagonalschritt), aber die Vorteile sind per Saldo grösser. Aufgrund mangelnder Kraftausdauer und mangelnder Vorbereitung im Sommer wird es jedoch nicht für jedermann möglich sein, auf Anhieb ein guter Skater zu werden. Dazu ist ein neues, spezielles Muskeltraining nötig.

Der Durchbruch der neuen Technik Bei der Verbreitung der neuen Schrittarten war u. a. wieder Bill Koch entscheidend beteiligt. Er soll nicht nur bei seinem Sieg am Engadiner Skimarathon 198 I, sondern auch bei seinem Weltcup-

) sieg in Kastelruth 1982 einen Grossteil des Rennens mit dieser neuen Technik bewältigt haben. Oder erinnern wir uns an das Staffelfinish von Oslo, wo Oddvar Braa mit diesem Schritt im Zieleinlauf die Entscheidung suchte. Aber erst Ende Winter 1983 / 84 wurde diese Technik mit allen ihren Konsequenzen von einigen Spitzenläufern angewendet. Der Winter 1984/ 85 sollte den totalen Umsturz herbeiführen. Das Umdenken im Trainingsaufbau im Sommer 1984 hat das Seinige dazu beigetragen. Um gewissen Exzessen ein Ende zu machen, wurden verschiedene FIS-Regeln aufgestellt. Zuerst wurden Schneewälle und Fangnetze zur Verhinderung des Skatingschrittes angebracht. Dann wurde auf gewissen Abschnitten die neue Technik verboten. Alle diese Vorschriften erwiesen sich als sinnlos, war es doch immer noch das Ziel, so schnell wie möglich von A nach B zu gelangen . Thomas Wassberg, Schweden, zeigte auch hier, wie einfach solche Einschränkungen zu umgehen sind . Er zog über seinen Lauffiächenbelag eine Plastikfolie, schmierte darüber den Klister und begann so das Rennen. Auf der zweiten Hälfte, wo das Skaten erlaubt war, hielt Wass-

86


berg, entledigte sich des Klisters durch das einfache Entfernen der Plastikfolie und gewann schliesslich das Rennen. Im Verlaufe des Winters 1985 fiel auf, dass bei gewissen Bedingungen der Schlittschuhschritt noch schneller ist als der Siitonenschritt. Somit war das Trainingsprogramm für den Sommer und die Wintersaison 1985 / 86 gegeben. Die FIS sah sich gezwungen, die neue Technik als Entwicklung des Langlaufsportes zu akzeptieren. Mit der Regelung, dass 50 Prozent der Rennen im klassischen Stil und 50 Prozent in der freien Technik gelaufen werden sollten, fand man eine vernünftige Lösung für diese Saison. Das Studentenkader

Obwohl wir uns 1984 bereits intensiv mit der neuen Technik befassten, unternahmen wir erst im Link s: And y Grünenfelder in lockerem Skatingschritt, WM Seefeld 1986 D onato r Philipp Weber, Z ürich

SAS

Martin Jano usec, CSSR, und Matthias Remund, Bern, die beiden Dominatoren der SHM 1986

Januar 1985 zaghafte Versuche, diese Technik auch ohne Wachs anzuwenden. Es gab neben verblüffend guten Resultaten auch einige Einbrüche. Nach den Schweizer Meisterschaften, anfangs Februar, war für uns klar, dass nur noch ohne Wachs (bzw. nur mit Gleitwachs) gelaufen wird. Nun hielt auch die Skating-Technik Einzug im Studenten kader. Wir hatten noch zwei Wochen Zeit, uns nach neuesten Erkenntnissen auf die Universiade 1985 vorzubereiten. Dort fanden dann die «totalen Skating-Rennen» statt. Wir konnten mehr oder minder gut mithalten. Für 1986 war die Devise klar und die nötigen Trainingserkenntnisse vorhanden. Die neuen Schrittarten wurden stark forciert, die klassische Technik jedoch nicht vergessen. H. MATERIAL Die Entwicklung auf dem Materialsektor in den letzten Jahren glich einer Revolution. Für die Weltcuprennen in Amerika im letzten Winter musste z. B. jeder Läufer mindestens 10 bis 12 Ski-


paare mitnehmen. Im Rennsport ist die ganze Materialfrage eine Wissenschaft geworden. Skityp, -länge, -härte und -struktur müssen genau so stimmen wie Wachs oder Paraffin. Immer mehr Bedeutung erhalten Serviceleute, die bei den Alpinen längst zur festen Institution gehören. Nun, ein Problem der letzten zwei Jahre war, dass die Entwicklungstechniker in den Skifabriken mit der raschen Umstellung der Langlauftechnik nicht Schritt halten konnten. Die Skatingtechnik hat den Stand der Ausrüstung überholt. Es waren die Athleten, die durch verschiedenes «Pröbeln» den Skifabrikanten neue Impulse und Anregungen gaben. Die Erfahrung gewisser Firmen bei der Herstellung von Alpinski zeigt sich als nicht unwichtig. So war es verständlich, dass in Seefeld 1985 - den ersten inoffiziellen Skating-Weltmeisterschaften - durchwegs alle Athleten noch mit der klassischen Ausrüstung ins Rennen gingen. Die Ski waren zwar 10 cm kürzer, die Stöcke dagegen 10 cm länger. Dem heutigen Stand der Technik entsprachen diese Ausrüstungsgegenstände jedoch nicht. Apropos «Pröbeln»: Es scheint mir nicht so abwegig, dass Versuche mit zwei verschieden langen Ski und einem extrem langen Skistock unternommen wurden. Denn die Geschichte beschreibt eine norwegische Skikompanie um 1820, die zwei ungleich lange Bretter trug; das rechte fünf, das linke sieben Fuss lang. Zudem hatten sie nur einen Skistock, der gleichzeitig als Gewehrstütze diente. Merkmale der Skating-Ausrüstung Ski Die Flächendruckverteilung sollte dem Körpergewicht des Läufers zugeordnet sein. Ein Ski, welcher zu weich oder zu hart ist, wird keine optimale Gleiteigenschaften erreichen. Hinsichtlich der Bauweise wird von einem guten Skatingski verlangt, dass dieser eine gute Torsion besitzt, d. h. eine hohe Verdrehsteifigkeit hat, damit die Ski beim seitlichen Abstoss nicht ausbrechen bzw. wegrutschen. Bei den Laufflächenbelägen finden wir grundsätzlich zwei Typen vor. Die schwarzen Sinterbeläge mit Graphitbeimischung für feuchte, grobkörnige Schneearten und die transparenten Sinterbeläge als Universalbeläge für alle Schneearten. Für die Saison 1986/ 87 werden diese Forderungen von verschiedenen Firmen auf verschiedene Arten erfüllt. Als Besonderheit dürfte der Fischer-Skating-Ski gelten, der drei Rillen auf der Lauffläche aufweisen wird. 2. Bindungen Die Bindungen wurden sofort angepasst. Sie sind mit einer härteren Abrollzunge oder härteren Flexoren ausgerüstet. 3. Stiicke Materialtechnisch waren keine Änderungen erforderlich. Als Faustregel für die richtige Länge gelten: ca. 10 cm länger als für klassisch - Schulteroberkante plus 5 cm - Körpergrösse minus ca. 20 cm 4. Schuhe Spezialschuhe gab es bisher nicht. Für die Saison 1986/ 87 bringen Salomon und Karhu einen neuen Schuh mit hohem Schaft auf den Markt. 1.

Das Kapitel wäre nicht vollständig, wenn ich nicht die Pulsmessgeräte erwähnen würde. Mit diesen neuen Geräten kann über längere Zeit an der anaeroben Schwelle trainiert werden. Man spricht von optimiertem Training. Und hier haben uns die Italiener mit ihren Erfolgen im letzten Winter etwas vorgemacht. Diese Geräte scheinen zur optimalen Trainings-(und Renn-)Auswertung in Zukunft unentbehrlich zu sein. 88


Wenn ich zu Beginn dieses Kapitels davon gesprochen habe, dass der Spitzenläufer mindestens bis 12 Paar Ski an die Rennen mitnehmen muss, so glaube ich, kommt der ambitionierte Volksläufer mit einem Skating-Ski aus. Daneben sollten je ein Paar Wachsski für Pulver- und Klisterverhältnisse in seinem Sortiment sein. 10

III. ERNÄHRUNG Ich möchte hier nur einige Gedankenanstösse vermitteln. Geschrieben wurde bereits viel, und man könnte auch hier ein Buch füllen. Denn immer noch trifft man die absurdesten Vorstellungen an. Training auf der Diablerets: Bruno Hammer, Chef nordisch, und Roger Roth, Trainer.

Bei den heutigen Leistungsanforderungen sollte der zusätzliche Bedarf nicht durch wahlloses Mehressen abgedeckt werden. Ich erinnere mich an den Ratschlag eines alten Engadiner Langlaufcracks vor meinem ersten Engadiner Marathon 1980: «Ein grosses Steak zum Frühstück gibt die nötige Energie für den ganzen Lauf.» Ich war beeindruckt, mit welcher Überzeugung er seinen Rat weitervermittelte, liess es aber trotzdem sein. Schon damals gab es nämlich «andere Methoden», die GlykogenReserve aufzubauen. Um die Ernährung als Instrument zur Leistungssteigerung einzusetzen, sind die Kenntnisse des eigenen Bedarfs und der Basisernährung sowie die richtige Auswahl der zusätzlich erforderlichen Nahrung und der richtige Zeitpunkt für die Nahrungsaufnahme von entscheidender Bedeutung.

Kohlenhydrate = Muskelbenzin Gerade für Ausdauersportler ist die ausreichende Energiebereitstellung Voraussetzung für eine andauernde Leistung im Maximalbereich. Im aktuellen Fall sind die Kohlenhydrate die wichtigste Energiequelle des Körpers. Aus jedem Gramm Kohlenhydrat können 4 kcal (17 Joule) gewonnen werden, und zwar im Gegensatz zu den Fetten auf eine rationellere und sauerstoffsparende Weise. Fette liefern zwar im Stoffwechsel fast das Doppelte an Energie, d . h. 9 kcal (37 Joule); gleichzeitig


ist aber der Sauerstoffverbrauch grösser, ebenso der Zeitbedarf für die Freisetzung der Energie. Man spricht daher davon, dass die Fettverbrennung um 6 Prozent unökonomischer ist als die Kohlenhydratoxydation. Hieraus ergibt sich wiederum, dass sich vor allem Hochleistungssportler fettarm ernähren sollen, um einer Mehrbelastung durch die Stoffwechselprozesse und bei einem zu hohen Energieträgerangebot der Speicherung in Fettdepots vorzubeugen. Der Stoffwechsel des Sportlers ist anspruchsvoller als der eines Nichtsporders und je nach Sportart wesentlich intensiver. Entsprechend ist der Verbrauch an Kohlenhydraten grösser und beträgt 70 bis 80 Prozent des Gesamtenergieverbrauches. Ein wissenschaftlich fundiertes Ernährungsprogramm zeigt uns Dr. Haas in seinem Buch «Eat to win», das ich allen wärmstens empfehlen kann. Wenn ich durch richtige Ernährung meine

Das Langlauf-Studentenkader im Aufwind. Stehend von links nach rechts: Ruedi Wenger, Karsten Rohweder, Thierry Huguenin, Lukas Stoffel, Didier Fatton, Markus Marquart und Eveline Sauvin. Kniend von links nach rechts : Matthias Remund , Jörg Schoch, Ursula Edelmann, Petra Willmes.

Leistungen bei gleichem Trainingsaufwand steigern kann, wieso soll ich's nicht tun? Und nicht nur die Leistung im Sport steigt. Meine Leistungen im Beruf und mein allgemeines Wohlbefinden steigen, und meine Blutwerte nähern sich den Idealwerten von gesunden Jugendlichen. Dies ist Grund genug, sich mit der Ernährung in der heutigen Zeit etwas genauer und intensiver auseinanderzusetzen. IV. GESUNDHEITLICHE ASPEKTE Mit dem Aufkommen der Skating-Technik wurde von medizinischen Laien die wildesten Gerüchte in Umlauf gesetzt. Die Aufregung und die heissen Diskussionen rührten wohl daher, dass hochtrainierte Athleten Umstellungsschwierigkeiten hatten und plötzlich Muskelkater in einer


Muskelgruppe bekamen, die bei der herkömmlichen Technik nur wenig in Anspruch genommen wird. Das lag mit Sicherheit auch daran, dass die neue Technik zu Beginn mit falschem Material gelaufen wurde: Die Ski waren zu lang, die Bindungen zu weich und zu weit hinten montiert. Mit der richtigen Ausrüstung ist die neue Technik leicht zu erlernen. Sie macht richtig Spass und ist objektiv betrachtet viel lockerer und mindestens ebenso ästhetisch wie die klassische. Ob die neue Technik Folgeschäden für Beine, Hüftgelenke sowie die untere Wirbelsäule hervorruft, ist bis jetzt medizinisch nicht erwiesen. Es muss nicht mit einer zwangsläufigen Schädigung des Bewegungsapparates gerechnet werden, da sich dieser durch Adaptionsvorgänge an neue Kräfte aktiv anpassen kann. Auffallend ist sogar die Tatsache, dass früher oft beklagte Rükkenschmerzen in den letzten beiden Jahren seltener geworden sind. V. AUSSICHTEN

Die heutigen Meinungen zur neuen Langlauftechnik gehen weit auseinander. Ob es in Zukunft zu zwei verschiedenen Disziplinen mit den entsprechenden Spezialisten kommt, ist noch ungewiss und wäre für den Langlaufsport schade. Jedoch ist die Entwicklung nicht zu stoppen, schon gar nicht durch Verbote und Einschränkungen. Es muss ein Nebeneinander der beiden Techniken geben, auch wenn sich die skandinavischen Länder und allen voran die Norweger aus traditionellen Gründen gegen die «Schlittschuhläufer auf Ski» sträuben. Das Ziel jedes Rennläufers wird auch in Zukunft sein: möglichst schnell von A nach B zu gelangen.

RESUME Ces dernieres annees, la course de fond a subi une evolution galopante. Sa technique s'est completement transformee, a tel point que l'on pourrait presque parler de deux disciplines distinctes. Le changement ne s'est cependant pas produit d'un jour a l'autre, mais s'est developpe lentement, sous l'effet de divers facteurs. Il y eut tout d'abord un certain Pauli Siitonen qui, de plus en plus souvent, se mit a employer dans les courses populaires le pas de patineur unilateral. Les conditions prealables a l'application de cette nouvelle technique furent la transformation de la course de fond - du sport d'endurance qu'elle etait - en une discipline de force et d'endurance, et le remplacement des anciens skis en bois par des skis en plastique. Ceci permit des courses de plus en plus rapides. Ce n'est cependant qu'a la fin de la saison 1983 / 84 que la technique Siitonen finit par s'imposer. Mais l'evolution ne s'arreta pas la. Des «skis de skating» speciaux firent leur apparition, plus courts et plus resistants a la torsion, cependant que les batons s'allongerent. Le regime alimentaire riche en hydrates de carbone est adopte presque partout. On sait aujourd'hui que pour obtenir des resultats de pointe dans des competitions d'endurance, le sportif doit couvrir 70 a 80 % de sa consommation d'energie par des hydrates de carbone. Lire a ce sujet le livre du Dr Haas intitule «Eat to win». Du point de vue medical, il n'est pas etabli, pour l'instant, que cette nouvelle technique soit susceptible de provoquer des lesions des membres inferieurs, de l'articulation de la hanche ou de la colonne lombaire. Le fait que les douleurs dorsales, si frequentes autrefois, sont devenues plus rares ces deux dernieres annees, semble parler contre cette theorie. Les opinions divergent fortement quant au nouveau style de fond. L'evolution ne se lais sera toutefois stopper, ni par des interdictions, ni par d'autres entraves. L'objectif du coureur ne changera pas: parvenir aussi vite que possible du point A au point B.


IST DER ERFOLGREICHE LEISTUNGS SPOR TL ER AUCH EIN ERFOLGREICHER MANAGER? Truls D . Berg,

SAS

Bern

Ich möchte die im Titel meines Artikels aufgeworfene Frage mit einem klaren «Ja» beantworten, ohne jedoch abstreiten zu wollen, dass auch hier die Bemerkung «Keine Regel ohne Ausnahme» gilt. Ich kenne nämlich einige hervorragende Führungskräfte, die überhaupt keinen Sport treiben und zudem in bezug auf Ernährung und Konsum von Genussmitteln wie Tabak und Alkohol ohne gros se Disziplin leben. Auf der anderen Seite kenne ich auch aktive, erfolgreiche Sportler, die in Führungsposition klar versagt haben. Doch beide Gruppen scheinen die Ausnahmen zu seIn. In der Regel besteht aufgrund meiner Erfahrungen ein eindeutiger Zusammenhang zwischen erfolgreicher sportlicher Betätigung und erfolgreichem Managen, und dies sowohl was die Anforderungen an den einzelnen Menschen betrifft als auch bezüglich dessen Ausstrahlung. Ich denke hier in erster Linie an Anforderungen und Ausstrahlungsmerkmale, wie sie stichwortartig und zusammenfassend in den Tabellen I und 2 dargestellt sind.

Tabelle

I

Wichtige Anforderungen, die sowohl der Leistungssportler als auch der Manager erfüllen muss, um erfolgreich zu sein: über gewisse kämpferische Talente verfügen fleissig und arbeitsam sein Geduld haben motivierbar sein, sich motivieren lassen, andere motivieren können eine faire Einstellung haben ausdauernd sein (physisch und psychisch) Niederlagen (und Siege) verarbeiten können die Fähigkeit haben, aus Fehlern zu lernen über eine grundsätzlich positive Einstellung verfügen (positive thinking)

Tabelle

2

Wichtige Ausstrahlungsmerkmale sowohl des erfolgreichen Leistungssportlers als auch des erfolgreichen Managers: er hat eine gesunde selbstbewusste, sportliche, aggressive, aber faire Ausstrahlung er zeigt Risikofreudigkeit er zeigt Flexibilität(Polyvalenz er kann je nach Sportart, die er betreibt, über natürliche Führungseigenschaften verfügen er ist zielstrebig (er weiss, was er will) er ist in der Regel bescheiden (er kennt seine Möglichkeiten) je nach betriebener Sportart ist er teamfähig


Im folgenden möchte ich etwas näher auf meine persönlichen Erfahrungen mit sporttreibenden und nicht sporttreibenden Führungs kräften sowie auf meine eigenen Erfahrungen im Versuch des Erreichens einer optimalen Fitness eingehen. Unter Fitness verstehe ich sowohl den physischen als auch den psychischen Zustand, das heisst das totale Wohlbefinden. Körper, Geist und Seele sind im Einklang und als Ganzes leistungsbereit. Die rein physische Fitness oder Leistungsbereitschaft wiederum setzt voraus, dass der Körper ganz durchtrainiert ist, dass also Ausdauer, Stehvermögen, Koordinationsvermögen, Kraft und insbesondere auch die Beweglichkeit vorhanden sind. Meine Ausführungen basieren auf einem von mir letztes Jahr geschriebenen Artikel in der Zeitschrift «Loipe» (Nr. 8, November 1985).

Franzl: Auf zu neuen Taten !

I.

Photo: S. Kuhn

Donator Urs P. Meidinger,

SAS

Basel

MEINE ERFAHRUNGEN MIT FÜHRUNGSKRÄFTEN

Bei AnsteUungsinterviews mit Führungskräften frage ich zum Beispiel viel eher nach der sportlichen Tatigkeit des Kandidaten als nach dessen militärischer Laufbahn. Dabei ist für mich besonders interessant, welche Sportart er betreibt. Ist es ein Mannschafts- oder ein Einzelsport? Ein Kampfsport mit oder ohne Körperkontakt? Eine sozial höher bewertete Sportart oder eine Sportart für jedermann? Eine Ausdauersportart oder eine Präzisions- oder Konzentrationssportart? Je nach Führungsaufgabe werden nämlich verschiedenartige Fähigkeiten verlangt. Einmal ist es Aggressivität, dann Reaktionsfahigkeit oder Ausdauer, dann wieder eher Beharrlichkeit, Teamfahigkeit oder «Leadership». Ich habe festgestellt, dass Kampfsportarten eher Eigenschaften wie Aggressivität, Mannschaftssportarten hingegen eher Teamfahigkeit fördern. Es ist so, dass in der Regel Langstreckenläufer und Skilangläufer auch im Beruf überdurchschnittlich viel Ausdauer und Beharrlichkeit zeigen. Bei Anstellungsgesprächen beachte ich immer die äussere Erscheinung des Bewerbers. Mich interessieren dabei in erster Linie Anhaltspunkte wie Übergewicht, schlechte Haltung, ungepflegte Erscheinung usw. 93


Ich lade die Kandidaten jeweils zum Essen ein und studiere dabei ihre Ess- und Trinkgewohnheiten. Man stellt dabei überraschend oft fest, wie wenig sonst gebildete Menschen von Ernährung und Gesundheit wissen. Ich habe immer wieder gute Erfahrungen mit Führungskräften gemacht, die sich entweder regelmässig sportlich betätigen oder sogar Sport als Wettkampf betreiben. Ich stelle bei ihnen fest, dass sie die Fähigkeit haben, im Beruf Aussergewöhnliches zu leisten, das heisst ohne grosse Aufregung unvorhergesehene Situationen zu meistern. Ihre Beharrlichkeit, ihre Ausdauer und Geduld sowie ihre Identifikation mit der Aufgabe sind praktisch immer überdurchschnittlich gut. Es gibt allerdings leider auch hier Ausnahmen. Auch ich kenne Führungskräfte, bei denen der Tennisclub oder der Volkslauf eine übergeordnetere Priorität gegenüber ihren beruflichen

Laurie Graham , Kanada: Was danach?

Photo RDZ

Aufgaben aufweisen. Diesen Menschen ist es offenbar nicht gelungen, das richtige Gleichgewicht zwischen Pflicht und Hobby zu finden. Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass viele meiner Berufskollegen glauben, für eine sportliche Betätigung oder ein Training keine Zeit zu haben. Für mich ist dies eine schlechte Ausrede. Wenn jemand wirklich trainieren will, findet er auch die notwendige Zeit dazu. Man sollte in dieser Situation viel ehrlicher sein und sagen: «Ich bin zu müde, oder ich habe keine Lust, Sport zu treiben oder zu trainieren .» Bei sporttreibenden Führungskräften besteht allerdings die Gefahr, dass sie neben der beruflichen Tätigkeit keine Zeit mehr haben für andere wichtige Dinge, wie die Pflege kultureller Interessen oder ein politisches Engagement. In diesem Zusammenhang muss ich sagen, dass ich praktisch ohne Ausnahme nur dann mit sportlich engagierten Führungskräften gute Erfahrungen gemacht habe, wenn deren Fitness sowohl den körperlichen als auch den geistigen und seelischen Zustand betraf. Selbst ein sehr gut trainierter Mensch ist nur dann hundertprozentig einsatzfähig, wenn er mit sich selbst und seiner Umgebung nicht auf Kriegsfuss steht.

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Wenn seine Familie wegen seiner sportlichen Aktivitäten nur noch aus einer Sportwitwe und Sportwaisen besteht, und damit gar kein harmonisches Familienleben stattfinden kann, stimmt etwas Grundsätzliches nicht mehr. Dies hat in der Regel längerfristig sowohl auf die sportliche als auch auf die berufliche Leistungsfähigkeit einen negativen Einfluss. 2 . MEINE PERSÖNLICHEN ERFAHRUNGEN IM VERSUCH DES ERREICHENS EINER OPTIMALEN KÖRPERLICHEN FITNESS

Für mich besteht kein Zweifel, dass ich beruflich dann die beste Leistung erbringe, wenn ich physisch und psychisch topfit bin. Zum Erreichen der physischen Fitness erachte ich folgende drei Faktoren als wichtig: Training, Ernährung und Schlaf. 2.1

Training

Weil ich selbst schlechte Erfahrungen gemacht habe, verzichte ich während der Woche auf ein Ausdauertraining morgens vor Arbeitsbeginn ein hartes Training in der Mittagspause mittelschwere oder harte Trainings, wenn ich müde bin oder keine Lust habe Ich ziehe folgendes vor: täglich morgens früh Gymnastik und Dehnübungen leichte und kurze Trainings über Mittag harte Trainings nach Arbeitsschluss Die Aktivitäten über Mittag sollten nie einen negativen Einfluss auf die Arbeit am Nachmittag im Büro haben. Die langen und harten Trainings verlege ich sogar meistens auf die Wochenenden, aber niemals auf Sonntagnachmittag. Ich möchte damit verhindern, am Montagmorgen müde und abgekämpft statt ausgeruht und aggressiv zu sein. 2.2

Ernährung

Eine richtige Ernährung ist aufgrund meiner Erfahrungen sowohl für das Erbringen sportlicher als auch beruflicher Leistungen von grösster Bedeutung. Es überrascht mich immer wieder, wie viele Leute aus reiner Unkenntnis heraus diesen Aspekt des körperlichen Wohlbefindens vernachlässigen. In dieser Beziehung hat der erfahrene Wettkampfsportler einen grossen Vorteil. Er weiss nämlich, wie man sich am Tag vor einem Wettkampf (oder einer wichtigen beruflichen Aufgabe) ernährt, und was man am Morgen des Wettkampftages am besten isst. Wer weiss, wie stark die körperliche und ganz speziell die geistige Leistungsfähigkeit während der Verdauungsphase sinkt, wird wohl kaum vor einem Wettkampf oder vor wichtigen Verhandlungen, Vorträgen, Versammlungen oder Arbeitssitzungen schwer verdauliche Nahrung oder gar noch grössere Mengen Alkohol zu sich nehmen. Wenn es irgendwie möglich ist, ernähre ich mich vor einem wichtigen geschäftlichen Anlass genau gleich wie vor einem sportlichen Wettkampf. Zur Sicherstellung des täglichen Kalorienbedarfs versuche ich, nebst Schutzstoffen wie Vitaminen und Spurenelementen, in der Nahrungsaufnahme folgendes Verhältnis sicherzustellen: ungefähr 10 Prozent Fette (tierische und pflanzliche) - ungefährt 15 Prozent Proteine (Eiweisse) - ungefähr 75 Prozent Kohlenhydrate Den Fleischkonsum habe ich gegenüber früher stark reduziert. Dafür esse ich mehr Salate, Gemüse, Früchte, Vollkornbrot, Müesli, Teigwaren und Magermilchprodukte. 95


2. j

Schlaf

Das Bedürfnis nach Schlaf ist sehr individuell und sehr wahrscheinlich auch eine Frage der Gewohnheit. Im weiteren hängt es wohl zusätzlich vom Alter und der Belastung ab. Ob man grundsätzlich mehr Schlaf braucht, wenn man als Führungskraft neben der Arbeit Sport treibt, weiss ich nicht. Mein persönliches Bedürfnis nach Schlaf ist in Zeiten mit wenig und in Zeiten mit viel Aktivität praktisch gleich. Sogenannte «Jet-Lags» nach langen Geschäftsreisen verkrafte ich allerdings wesentlich besser, wenn ich gut trainiert bin. In guter Form gelingt es mir auch viel leichter, kürzere Zeitspannen mit weniger Schlaf zu überbrücken, ohne dass ein merkbarer Leistungsabfall eintritt.

Jure Franko, Jugoslavien: Staats-Mann später?

Photo D. Preisig

Im Sinne einer gewissen Relativierung des soeben Gesagten möchte ich festhalten, dass es mir nur sehr selten gelingt, sowohl bezüglich Training und Ernährung als auch bezüglich Schlaf, eine ganze Woche lang nach Plan zu leben. Zu vieles kann die gefassten Vorsätze immer wieder über den Haufen werfen. Ich denke hier in erster Linie an Auslandreisen, Geschäftsbesuche, an Pannen in der Fabrik oder an Ausfälle von Schlüssel-Mi tarbei terno

3. WETTKAMPF ALS MOTIVATION Für ein Training ohne bestimmtes Wettkampfziel bin ich zuwenig motiviert. Dies ist einer der Hauptgründe, weshalb ich mich immer wieder im Wettkampf messe. Diese Wettkämpfe sind meistens in den Sportarten Skilanglauf, Alpinskirennen, Tennis und Pistolenschiessen. Ich brauche den Wettkampf, ich liebe ihn. Im Training bin ich nie in der Lage, gleichviel zu leisten wie unter Konkurrenzdruck. Ich muss gestehen, dass ich dem Spruch «Mitmachen ist wichtiger als gewinnen» gar nicht nachlebe . Ich kann mich nicht erinnern, je an einem Wettkampf teilgenommen zu haben nur wegen des Mitrnachens. Ich wollte und will noch ein Ziel erreichen, sei es gewinnen, eine frühere eigene Bestleistung überbieten oder auch nur gewisse Konkurrenten schlagen. Ich bin mir bewusst, dass ich wegen dieser Einstellung bei vielen auf wenig Verständnis stosse. Im Geschäftsleben ist eine solche Einstellung aber absolut erforderlich. Das «Mitmachen» allein g,enügt nicht im Kampf um Marktanteile! Hier sehe ich einen grossen Zusammenhang zwischen Wettkampfsport und Führungsaufgabe.


4. ZUSAMMENFASSUNG Abschliessend möchte ich festhalten, dass ich einen eindeutigen Zusammenhang zwischen sportlicher Leistungsfahigkeit und erfolgreichem Management sehe. Dies zeigt sich besonders deutlich in gewissen Teilaspekten, in denen die sporttreibende, physisch und psychisch fite Führungskraft über eindeutige Vorteile verfügt. Ich denke da in erster Linie an die Fähigkeit, Aussergewöhnliches zu leisten oder aussergewöhnliche Situationen zu meistern, aber auch an die persönliche Ausstrahlung, die ja gleichzeitig das Image der Firma darstellt. Will zum Beispiel ein Unternehmen jugendlich, dynamisch und fortschrittlich erscheinen, müssen dessen Führungskräfte analoge oder zumindest ähnliche Eigenschaften verkörpern. In der Regel wird eine Firma und deren Produkte unmittelbar mit den zuständigen Führungskräften identifiziert. Trotz all dem Gesagten liegt es mir fern, den sportlichen, dynamischen Manager zu verherrlichen, denn eine eindeutige und direkte Beziehung zwischen der Fitness der Führungskräfte und dem Gesamterfolg des Unternehmens kann ich nicht wissenschaftlich beweisen. Ich persönlich habe vom Sport in zweifacher Hinsicht enorm viel profitiert: Einerseits habe ich gelernt, Siege und Niederlagen zu akzeptieren und zu verdauen, eine Eigenschaft, die auch im Berufsleben von grösster Wichtigkeit ist. - Und anderseits bin ich mir bewusst geworden, wie wichtig es ist, selber «Fairplay» zu zeigen und auch den Mitbewerber grundsätzlich als «Fairplayer» zu betrachten. Dies gilt speziell im hektischen Wettkampfeifer sowohl im Sport als auch im Geschäftsleben.

RESUME I.;auteur discerne une nette correlation entre les capacites sportives et le succes professionnel d'un manager. Ceci apparait de fa<;on particulierement claire dans certains domaines OU le fait d 'etre sportif et en bonne forme physique et psychique confere aun cadre d'entreprise des avantages evidents. Truls Berg pense en premier lieu a la faculte de mener a bien des taches exceptionnelles ou de faire face ades situations sortant de l'ordinaire, mais aussi au rayonnement personnel, qui rejaillit sur l'image de la firme. Si une entreprise veut paraitre jeune, d ynamique et tournee vers le progres, ses dirigeants doivent incarner les memes qualites . En regle generale, le public a tendance aidentifier une firme et se produits avec les hommes qui la dirigent. I.;auteur est cependant bien loin de vouloir porter aux nues le manager sportif et dynamique, car il n'est pas en mesure de prouver l'existence d'une correlation directe et indiscutable entre le succes d'une entreprise et la forme physique des membres de sa direction. Personnellement, Truls Berg a enormement profite du sport, et ce ci a deux egards: Ses activites sportives lui ont appris, d'une part, aaccepter et adigerer la defaite aussi bien que la victoire, une faculte qui revet, dans la vie professionnelle egalement, une importance capitale. D'autre part, elles lui ont fait realiser aquel point il importe d'agir soi-meme avec «fair play» et de considerer par principe que le concurrent fait de meme. Cette regle est specialement valable dans le feu de la competition, aussi bien en sport qu'en affaires.

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EIN SCHNEEHASE IN PIEROS FRÜHLING Christine Grandjean, Zürich

In bedeutenden Gemälden der europäischen Renaissance tauchen braune oder weis se Kaninchen und Hasen beispielsweise in Darstellungen des Sündenfalles nicht unweit der anreizenden Eva auf. Öfter begleiten sie die Heilige Jungfrau auf ihren verschiedenen Lebensstationen: Sie finden sich ein bei der unbefleckten Empfängnis und der Geburt Marias, bei der Heimsuchung und der Flucht nach Ägypten oder, anmutiger noch, auf Bildern der Heiligen Familie. Weitere Hasen kauern wachsam neben asketischen Heiligen, oder sie erscheinen im Moment der Auferstehung Christi. Der einzige unverkennbare Schneehase der Renaissance-Malerei aber zeigt sich fern der christlichen Ereignisse in der schillernden Szenerie der griechisch-römischen Mythen. Dort lässt ihn Piero di Cosimo, im Übergang vom 15 . zum 16. Jahrhundert, dem intimen Rendezvous von Venere, Marte e Amore beiwohnen. Wie nun kommt das schöne Tier, in seinem dem Schneegebirge angemessenen Winterpelz, in den grünenden Frühling der toskanischen Ebene? Auf den vereinzelt überlieferten Spuren, die von der Antike über Pieros Tage hinaus zur Spätrenaissance führen, möchten wir uns denn diesem einen, seltsam weissen Hasen nähern. Im fünften vorchristlichen Jahrhundert erfasste Herodotos gleich mit den ersten Gedanken zum Hasendasein diejenigen Eigenheiten, die seither am beharrlichsten mit diesem verknüpft worden sind: Das ist eine weise Vorsehung der Gottheit, wie zu erwarten ist. Alle furchtsamen und essbaren Tiere hat die Natur sehr fruchtbar erschaffen, damit es uns nicht an Nahrung fehlt. Die schädlichen und unangenehmen Tiere aber sind wenig fruchtbar. So ist der Hase, weil er von allen gejagt wird, von Tier, Vogel und Menschen, eben fruchtbar. Nach der Belegung empfängt die Häsin allein von allen Tieren noch weiter. Von den Jungen im Mutterleibe ist eins schon behaart, das zweite noch kahl, das dritte bildet sich erst in der Gebärmutter, das vierte wird empfangen. So ist ( HistoriC1l IH. 108) diese Gattung; . . .

In einem Atemzug verbindet der älteste griechische Geschichtsschreiber die allseitige Lebensbedrohung des begehrten und ungewappneten, daher ängstlichen, Wildes mit seiner verwunderlichen Zeugungsfähigkeit. Damit hat Herodot einen Assoziationskreis vorgezeichnet, der sich bis ins Barockzeitalter, in zugeneigten oder ablehnenden Nuancen, wiederholen wird: Verfolgung Furchtsamkeit - Fruchtbarkeit - Jagd - Feigheit - Lüsternheit - Liebesnachstellung - Liebesscheu - und die ganze Nachkommenschaft. Im Kontext einer ritterlich-kriegerischen Männerwelt musste die ständige Fluchtbereitschaft der Hasen seit der Antike, doch hauptsächlich im Mittelalter, als Bild der Schüchternheit, Mutlosigkeit, Feigheit herhalten. Auch wollte man zunehmend die unermüdliche Begattungsfreudigkeit des Tierchens anprangern; so wurde es vorerst mit der allegorischen Lasterfigur Lussuria und bald eifrig mit Europas ausschweifendem Hexengesindelliiert. Indessen blieb die dankbarere Haltung des einfühlsamen Herodot nicht ganz vergessen: Mildere Christen erkannten gerade in des schwachen Hasen Fluchtbereitschaft die angestrebte Tugend, sich den hartnäckig nachsetzenden Versuchungen - wie der Unkeuschheit - zu entziehen. Auf diesem Weg vielleicht fanden die demütig heiteren Kaninchen und Hasen zur Heiligen Mutter Gottes, unter deren Schutzmantel sie


Ausschnitt aus einem Gemälde von Giovanni Bellini «Heiliger Hieronymus in der Wüste» Donator Pierre Pictet,

SAS

Geneve

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in nachmittelalterlichen Darstellungen zum Symbol der gesegneten Fruchtbarkeit erhoben worden sind. Auf dem antiken Olymp war das geschmeidige, sich fröhlich vermehrende Wild den Göttinnen und Göttern der Jagd, der Fruchtbarkeit und Liebe ein willkommenes Attribut. Zahlreiche Vasen und Münzen illustrieren, wie sehr es besonders von Eroten und Amoretten oder von Dionysos und seinen Satyrn geschätzt wurde. Vor allem aber gehörte der Hase, zusammen mit der Taube, zu den geheiligten Tieren der schönen Förderin der vegetativen und animalischen Fruchtbarkeit. Als Günstling der verheissungsvollen Aphrodite wurde das muntere Wesen zur suggestiven Liebesgabe an junge Epheben oder gefragte Hetären; und so avancierte es rasch zum zärtlich protegierten Haustier. Auch den weitverbreiteten Ruf als wirksames Schönheitsmittel verdankte der Hase seiner Verbindung mit der zauberhaften Liebesgöttin. Schliesslich wurde im alten Rom das vielseitig verwendbare Wild - nebst den Tafelfreuden erbrachte es allerlei medizinische Heilmittel und wärmende Felle - in eigens ausgeklügelten Leporarien gezüchtet. Als jedoch die aus Spanien eingeführten Kaninchen und die einheimischen graubraunen Hasen jederzeit wohlfeil waren, kam der aufregendere Seltenheitswert den raren, ganz weissen Exemplaren aus den Alpengegenden Galliens zu. Selbst in Kaiser Neros sensationsverwöhnten Zeiten zählte man die «niveos lepores» zu den erstaunlichsten, weil schneeweissen, Darbietungen des weltstädtischen Amphitheaters (Calpurnius, «Ecloga VII» 58). Im gewaltigen Sammelwerk seiner naturalis historia berichtete Plinius der Ältere gleichfalls von mehreren Hasenarten, wobei er betonte: In den Alpen leben die weissen, und man glaubt, in den Wintermonaten diene ihnen Schnee zur Nahrung; gewiss ist, dass sie alljährlich bei der Schneeschmelze ein rötliches Fell bekommen; und es ist überhaupt dieses Tier ein Sprössling unerträglicher Kälte. (Naturkunde VIII. 217)

Anderthalb Jahrtausende später wusste ein dem erwähnten Gebirge vertrauterer Naturforscher, der Zürcher Konrad Gesner, Genaueres über das verwirrende Wesen auszusagen: Der gmein Has in den Alpen der Helvetiern verwandlet sein farb gantz nicht / wirt auff den anderen Alpen gefangen / ist grösser dann die anderen . Der minder so allein auff den spitzen der bergen wonet I sol Winterzeyts gantz weyss werden I Sommerzeyts den anderen in der farb gleych I namlich braun: ist einer herten unn unangnämen speyss. Es spricht der Urheber dises buchs I er habe ein weyssen Hasen gesähen I welchese fal sich fast auff schwartz gezogen habe I viI zärter dann anderer Hasen I und das haar oberist auff den oren schwartz: In den Mitnächtigen landen söllend sy gantz vil und scharächtig gefunden werden: so werdend sy auch in Engelland gesähen. ( Thierbuch,15 63)

Dort entging dem noch gelehrteren Edward Topsell das bezeichnende Detail der schwarzumrandeten Ohren nicht. Dieses schrieb er allerdings weisshaarigen Kaninchen zu - deren Ursprung der Engländer hinwiederum in Italien ansiedelte: There hath beene white haired Conies whose skin was blacke, and haire of their eares blacke. They are bred in Libia, in Scithia, and in Italy, in the top of the mountaines, and so brought into other countries. ( The Historie 01 Foure-Footed Eeastes, 1607)

Doch waren es weniger die schmucken Ohrspitzen, als vielmehr der Farbwechsel des Felles, der sich im Einklang mit dem jahreszeitlichen Naturteppich vollzieht, welcher die Aufmerksamkeit auf sich lenkte. Schon im 4. Jahrhundert verglich der Heilige Ambrosius von Mailand die selber beobachtete Veränderungsmäglichkeit des Schneehasen mit der Umwandlung in der Auferstehung (Exameron V. 28). Demgegenüber erfuhr das rege Tierchen eine verwerfende Auslegung, sobald es als Attribut der allegorischen Figur Inconstantia beigegeben wurde. Zu diesem zweifelhaften Platz verhalfen ihm, nebst der farblichen Unbeständigkeit, natürlich die quicken Liebessprünge oder auch der althergebrachte Bezug des Hasen zum sich stets wandelnden Mond. 100


PeIikai des De Santis Malers (aus Apulien, zweite H채lfte des vierten Jahrhunderts v. ehr.): H채usliche Szene, in welcher Adonis der Aphrodite einen Hasen schenkt? Antikenmuseum, Staatliche Museen Preussischer Kulturbesitz, Berlin Donator Fredhic Urfer,

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Geneve

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Tizian (1476/77 oder 1489/90-- 1) 76): Madonna mit dem Kaninchen (Vierge au Lapin). テ僕 auf auf Leinwand, 71 x 8) cm. Paris, Musee du Louvre Donator EM Albert Fanchamps, Lausanne

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In Italien nun bettet Piero di Cosimo seine anmutig erwachende Venus in das sanfte Licht ihres Frühlingsreiches. Wie eh und je ist sie von blühenden Myrtensträuchern umgeben, die verliebten Tauben ihr zu Füssen, der rot flimmernde Schmetterling am Knie - während der entwaffnete Kriegsgott etwas abseits, beinahe einsam, im Liebesschlummer verharrt. Dass der aus den rauhen Bergen sich vorwagende Hase all seine Schreckhaftigkeit vergisst, wenn er sich mit Amor an die zarte Göttin schmiegen darf, hätte in Florenz keinen der geschulten Beobachter befremdet. Denn die seit dem 3. Jahrhundert vielgelesenen Eikones der bei den Philostratoi schildern im charmanten Kapitel zu den «Liebesgöttern», wie sich die lachenden Eroten unter üppigen Apfelbäumen beim Erhaschen des hurtigen Tieres tummeln. Und: «Keiner aber schiesst mit dem Pfeil, sondern sie suchen ihn lebend zu fangen, als liebstes Opfer für Aphrodite. Du weisst ja wohl, dass man vom Hasen sagt, er habe viel von Aphrodite» - womit einmal mehr auf dessen unerschöpfliche Fruchtbarkeit verwiesen wird. Ja, die Göttin soll ihm generös aphrodisische Kräfte verliehen haben, die sich als narrensicheres Mittel auch zur Männerliebe bewähren: «Abwegige Liebhaber, die ihren Lieblingen mit zwingendem Zauber nachstellen, entdeckten im Hasen geheimnisvolle Verführungsmacht.» (Die Bilder I. 6) Mittlerweile liess sich Piero di Cosimo in Venere, Marte e Amore mehr von dessen malerischen Möglichkeiten verführen. Ganz allgemein entsprach der weisse Farbton dem damaligen Schönheitsideal. Zusammen mit der weissen Taube und der kunstvoll enthüllenden Draperie trägt Pieros weisser Hase dazu bei, die Liebesgöttin in noch hellerem Licht erstrahlen zu lassen. Dem kontrastierend haarigen Fell des Tieres ist es überdies gegeben, die makellos schimmernde Perlmutthaut der Venus hervorzuheben. Die weiche Schraffierung des Felles wirkt ausserdem wie ein Echo auf den mit der Göttin vielfach assoziierten Wiesenteppich; in seinem schneeigen Winterpelz erinnert der schnelle Läufer aber auch an die eben zurückgelassene Kältezeit; und das blühende Geschenk der Venere, die Primavera, wird gerade durch seine Präsenz zum unwiederbringlich schönen Augenblick. In den 1568 erschienenen Vite de' piu eccellenti pittori, scultori ed architetti italiani geht der einstige Besitzer des Bildes, der Kunstschriftsteller Giorgio Vasari, vor allem aufPieros Sinn für Seltsamkeiten in der Natur, für Absonderliches, ein. Da sich der Künstler mit grösster Sorgfalt bemüht hat, sein seltenes Modell mit den schwärzlichen Ohrschattierungen getreu wiederzugeben, möchten auch wir es nicht versäumen, weiteren Andeutungsmöglichkeiten nachzuspüren. In erster Linie soll der führende klassische Philologe und Dichter am Hofe Lorenzo de' Medicis, Angelo Poliziano, beigezogen werden. Denn Polizianos raffiniert erotische Dichtung, die Stanze per la giostra, dürfte nicht nur Botticellis unvergesslichen Venus-Darstellungen, sondern ebenso Piero di Cosimos Venere, Marte e Amore als anregende Vorlage gedient haben. In den mit sachter Ironie durchzogenen Stanzen wird der passionierte Jäger Julio - eigentlich Giuliano de' Medici, der jüngere Bruder des Lorenzo il Magnifico -- nun selber von Amor verfolgt. Erstmals von Simonettas Augen getroffen, bleibt der stolze Edelmann von plötzlicher Scheu überwältigt (56- 57) - während sich für das schüchternste Wild, zur Zeit des Liebeserwachens, alle (noch so berechtigte) Furcht verflüchtigt: fra l'erbe ove piu ride primavera, l'un coniglio coll'altro s'accovaccia. Le semplicette lepre vanno a schiera da' can secure ad amorosa traccia; si l'odio anti co e '1 natural timore ne' petti ammorza, quando vuole, A more.

Im Grase, wo der Frühling holder lächelt, Duckt ein Kaninchen sich zum andern nieder. Die Hasen zie hen scharenweis, in Einfalt, Vor Hunden sicher, auf verliebter Spur. So dämpft im Herzen Amor, wenn er will, Die angeborne Furcht und alten Hass. (88)

Als aber der über Julio und die Tierwelt triumphierende Amor ins Reich seiner Mutter zurückfliegt, als er zum herrlichen Liebeslager von Venus und Mars kommt, das vermutlich auch Piero inspiriert hat, verrät Poliziano: I04


qui l'arcier frodolente prima nacque che spesso fa cangiar voglia e colore, quel che soggioga il ciella terra e l'acque, che tende alli occhi rete e prende il core, dolce in sembianti, in atti acerbo e fello .

Hier wuchs der arge Bogenschütze auf, Der oft den Wunsch, die Farbe wechseln macht, Der Himmel, Erde, Wasser unterjocht, Den Augen Netze spannt, die Herzen fangt, Von holdem Aussehn, hart und bös im Handeln. (120; Übertragung E mil Staiger)

Nicht von ungefahr umrahmt der Dichter die von Amor angefachte Flatterhaftigkeit, die wechselnden Farbenspiele der Verliebtheiten, mit Motiven aus dem Bereich der Jagd. Die Kriterien, die wiederum Piero zur Wahl des Schneehasen - oder des gaukelnden Schmetterlings bewogen haben, bleiben letztlich sein eigenes Künstlergeheimnis . Und doch scheint das nur vorübergehend weisse Tier mit den vielversprechenden, stetig sich erneuernden Farben, mit seiner Liebesmunterkeit, subtil den schalkischen Wankelmut Amors zu spiegeln . So ist man versucht, das für die südliche Malerei wundersame Wesen in doppeltem Sinne zu den von Vasari besonders gepriesenen «capricci di questo maestro» zu zählen. Um so mehr möchte man dem frühen Kunstschriftsteller verzeihen, dass er bei der Betrachtung von Pieros Bild den einmaligen Schneehasen als Kaninchen verkennt: Dipinse ancora un quadro dov'e una Vene re ignuda con Marte parimente, che spogliato nudo dorme sopra un prato pieno di fiori, ed intorno son diversi Amori che chi in qua chi in 1:1 trasportano la celata, i bracciali, e le altre armi di Marte. Evvi un bosco di mirti ed un Cupido che ha paura d'un coniglio; cosl vi sono le colombe di Venere e l'altre cose d'amore. (Vite , 1 j 68, IV)

Wenn just dem frechen Bogenschützen die Ängstlichkeit eines Hasenherzens zugeschoben wird, mutet die Beobachtung Vasaris wie eine liebenswürdig ironische Umkehrung der altherkömmlichen Verhältnisse an. (Die Beunruhigung des kleinen Amor dürfte eher von der sperrigen Präsenz des entblössten Mars herrühren; auf diesen nämlich deutet sein ausgestreckter linker Zeigefinger - während er sich das rechte Fäustchen ruhig vom Hasen beschnuppern lässt.) Oder aber die Göttin hätte der «timidetta lepre» solch aphrodisische Zaubermacht zugedacht, dass sich selbst ihr flinker Sohn hüten muss? In unseren Augen dürfte das ausnahmsweise zutrauliche Tier mit dem samtenen Blick dem aufgeweckten kleinen Schützen nichts anhaben. Und so bleibt der Schneehase in Pieros glücklicher Idylle der Venus auserlesener Begleiter und Amors lieber Spielgefahrte. AM 0 R V M.

Ogni principio

eduro. 10 5


Donator Etienne Grandjean,

SAS

Z端rich

UN LIEVRE DES NEIGES AU PRINTEMPS DE PIERO Christine Grandjean, Zurich

Bruns ou blancs, des lapins et des lievres figurent dans divers tableaux majeurs de la Renaissance europeenne, notamment aupres de l'Eve tentatrice des representations du peche originel. Plus frequemment, ils accompagnent la Sainte Vierge aux diffhentes etapes de sa vie: on les trouve lors de l'Immaculee Conception comme lors de la naissance de Marie, lors de la Visitation comme au cours de la fuite en Egypte ou, encore plus gracieux, aux cotes de la Sainte Famille. D'autres lievres veillent aupres de saints ascetiques, ou surgissent au moment de la resurrection du Christ. Le seul authentique lievre des neiges represente par un peintre de la Renaissance n'est toutefois pas associe aun evenement de la religion chretienne, mais se trouve dans une scene chatoyante de la mythologie greco-romaine. Piero di Cosimo, ala charniere entre le xve et le XVIe siede, le fait assister au rendez-vous intime de Venere) Marle e Amore. Comment ce bel animal, dans son pelage d'hiver cree 106


Piero di Cosimo (1462- 1 j 21): Venere, Marte e Amore. Huile sur toile, 72 x 182 cm. Berlin, Musees nationaux du patrimoine culturel de Prusse, Galerie de tableux.

pour les montagnes neigeuses, surgit-il au milieu du printemps verdoyant de la plaine toscane? En suivant, depuis l' Antiquite jusqu'a la fin de la Renaissance en passant par 1'epoque de Piero, les quelques indices parvenus jusqu'a nous, essayons d'approcher ce lievre unique, d'une etrange blancheur. Au V e siede av . J.-c., Herodote entame ses reflexions sur 1'existence du lievre en soulignant les particularites qui, depuis lors, ont ete utilisees avec le plus de constance pour caracteriser cet animal: 11 s'agit, comme il faut s'y attendre, d'une sage precaution de la Divinite. La nature fait que tous les animaux craintifs et comestibles sont tres prolifiques, de fa<;on que nous ne manquions pas de nourriture. Par contre, les animaux nuisibles et desagreables so nt peu prolifiques. C'est ainsi que le lievre, qui est chasse par tous, betes, oiseaux et hommes, est specialement prolifique. Sa femelle, seule de tous les animaux, peut encore etre fecondee apres qu'elle se soit accouplee. Parmi les jeunes qu'elle porte, 1'un a deja son pelage, le second n'a pas encore de poils, le troisieme vient a peine de se former dans la matrice, le quatrieme a juste ete con<;u. Teile est cette espece; .. . ( Histoires IH. 108)

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D'un seul trait, le plus ancien des historiens de la Grece antique met en rapport la vie constamment menacee de ce gi bier convoite et desarme, et par 1i me me craintif, avec son etonnante fecondite. Herodote a ainsi esquisse un cyde d'associations qui, avec des nuances de sympathie ou de reprobation, s'est perpetue jusqu'a l'epoque baroque: poursuite - peur - fecondite - chasse lachete - lubricite - quete amoureuse - crainte de l'amour - et toute la gamme qui s'ensuit. D ans un monde de males guerriers et chevaleresques, la constante propension du lievre a prendre la fuite devait symboliser, des l' Antiquite et plus encore au Moyen Age, la timidite, la pusillanimite et la lachete. Son ardeur infatigable a s'accoupler parut aussi de plus en plus blamable; on l'associa d'abord au personnage allegorique de la Luxure puis, tres frequemment, a l'engeance vicieuse des sorcieres d'Europe. Cependant, l'attitude plus comprehensive et reconnaissante

A M 0 R V M.

Chi molto abbraccia, poco {hinge. Chi cen ltggiero cor duo lep,.i caccia, E chi non men hggier feme J dur Dame, Per appaJare l'amorofe hrame ~ J'fi,mbe due perdera l'erme e la traccia. I

Qg.i tropcmbraife,peu efiraint. ~i

cicux liellres pOllrÜüt a mipartie chaffe F era f.lt1te a tOllS deux , alIlfi qui fait l'amour . A dem~ dames an coup, I'vne, & I'alltre 11. [Oll tour l'Efconduiront drojt, dc tOUt ce: qu'iJ pourchatTe.

a

Otho Vaenius (Otta van Veen; 1556- 1629): «Primas aditus difficiles habet.» In Amarum Emblemata (Amverpiae, 1608); pp. 40-41

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d'Herodote ne fut pas entierement oubliee: des Chretiens plus tolerants virent precisement, dans la disposition du lievre sans defense a s'enfuir, un vertueux effort pour echapper aux tentations harcelantes, telles celles de la luxure. C'est peut-etre par ce cheminement que, dans les tableaux posterieurs au Moyen Age, lapins et lievres d'une sereine humilite sont parvenus aux C(Jtes de la Sainte Mere de Dieu, sous le manteau protecteur de laquelle ils symbolisent la fecondite benie. Sur l'Olympe antique, cet animal agile et doue d'une joyeuse ardeur a copuler etait un attribut apprecie des dieux et deesses de la chasse, de la fecondite et de l'amour. De nombreux vases et monnaies illustrent a quel point il etait choye par Eros et ses amours comme par Dionysos et ses satyres. Mais le lievre etait surtout, en compagnie de la colombe, l'un des animaux sacres de la belle protectrice de la fecondite dans les regnes vegetal et animal. Etant le favori de la seduisante Aphrodite, cette alerte petite bete devint un cadeau suggestif pour briguer les faveurs d'un jeune ephebe ou d'une heta'ire convoitee; c'est ainsi qu'elle fut bient6t promue au rang d'animal domestique tendrement choye. C'est aussi a sa relation avec la deesse enchanteresse de l'amour que le lievre dut sa reputation, largement repandue, de fournir des produits de beaute efficaces. Dans l'ancienne Rome, on prit finalement le parti de creer pour ce gi bier a usages multiples gastronomique, medical (car le lievre fournissait toutes sortes de medicaments), vestimentaire (gnice a sa chaude fourrure) - des elevages perfectionnes, les leporaria. Des lors, cependant, que les lapins importes d'Espagne et les liev res gris-bruns indigenes devinrent disponibles en tout temps et a bon compte, les rares exemplaires d'un blanc immacule provenant des regions alpestres de la Gaule acquirent une valeur d'exception. Meme a l'epoque blasee de l'empereur Neron, parmi les exhibitions les plus etonnantes de l'amphitheatre de la metropole, on appreciait les «niveos lepores », en raison de leur pelage blanc de neige (Calpurnius, Ecloga VII. 58). Dans la monumentale compilation de sa Naturalis historia, Pline l' Ancien parle egalement des di verses especes de lievres: Les blancs vivent dans les Alpes, et l'on pense qu'en hiver, la neige leur sert de nourriture; il est certain que chaque annee, au moment de la fonte des neiges, leur fourrure tourne au raux; cet (Naturalis historia VIII. 217) animal est de toute fa<;on un rejeton des fraids intolerables .

Quinze siedes plus tard, un naturaliste familier des montagnes en question, le Zurichois Conrad Gesner, a des details plus precis a donner sur ce troublant gibier: Der gmein Has in den A lpen der Helvetiern verwa ndlet sein farb gantz nicht / wirt auff den anderen Alpen gefangen / ist grösser dann die anderen. Der minder so allein auff den spitzen der bergen wonet / sol Winterzeyts gantz weyss werden / Sommerzeyts den anderen in der farb gleych / namlich braun: ist einer herten unn unangnämen speyss. Es spricht der Urheber dises buchs / er habe ein weyssen Hasen gesähen / welchese fäl sich fast auff schwartz gezogen habe / vii zärter dann anderer Hasen / und das haar oberist auff den oren schwartz: In den Mitnächtigen landen söllend sy gantz vii und scharächtig gefunden werden: so werdend sy auch in Engelland gesähen. (Thierbuch, 1563)

En Angleterre, le detail caracteristique des oreilles bordees de noir n'echappa pas non plus a un naturaliste encore plus savant, Edward Topsel1; celui-ci l'attribua cependant aux lapins blancs, que, de son c6te, il pensait etre originaires d'Italie: There hath beene white hai red Conies whose skin was blacke, and haire of their eares blacke. They are bred in L ibia, in Scithia, and in Itary, in the top of the mountaines, and so braught into other countries. (The Historie 0/ Foure-Footed Beastes, 1607)

Cependant, ce ne fut pas tant cette touche d'elegance a la pointe des oreilles que le pelage changeant de couleur en meme temps que le manteau saisonnier de la nature qui retint l'attention. Au Ive siede deja, Saint Ambroise de Milan compare la transformation du lievre des neiges, dont il a lui-meme ete temoin, avec la transfiguration du Christ lors de la resurrection (Exameron V. 28) . Par contre, l'agile petite bete devient objet de reprobation lorsqu'elle est placee comme attribut


aux c6tes de la figure allegorique de l'Inconstance. Elle est redevable de ce douteux honneur non seulement a ses changements de couleur, mais egalement ases amours volages, et peut-c~tre aussi a l'ancienne tradition qui associe le lievre ala lune perpetuellement changeante. En Italie, Piero di Cosimo baigne le gracieux reveil de sa Venus dans la douce lumiere de son regne printanier. Elle est, comme de coutume, entouree de myrtes en Reurs, des colombes amoureuses a ses pieds, un papillon d'un rouge chatoyant sur son genou - cependant que, desarme, le dieu de la guerre est plonge un peu al'ecart, presque solitaire, dans son sommeil amoureux. Le fait que le lievre se soit aventure loin de ses rudes montagnes et oublie toute sa timidite des qu'il peut se blottir avec Cupidon contre la tendre deesse ne devait nullement surprendre le public cultive de Florence. Dans leurs Eikones, ouvrage apprecie d'un grand cercle de lecteurs depuis le IIIe siecle, les deux Philostrates decrivent en effet, dans le charmant chapitre sur les dieux de l'amour, comment les Eros rieurs s'amusent, sous les pommiers luxuriants, a attraper l'agile animal: «Aucun d'eux ne lui decoche une Reche, mais ils essayent de le capturer vivant pour en faire don aAphrodite. Tu sais bien que l'on dit du lievre qu'il tient beau coup d' Aphrodite» - une nouvelle allusion a son inepuisable fecondite. La deesse semble d'ailleurs l'avoir genereusement dote de pouvoirs aphrodisiaques, eprouves comme moyen infaillible de renforcer egalement l'amour des hommes entre eux: «Les amoureux pervertis qui veulent forcer les etres aimes par des mo yens magiques ont decouvert dans le lievre une mysterieuse puissance de seduction.» (Images I. 6) Cependant, en peignant Venere, Marte e Amore, Piero di Cosimo s'est plut6t laisse seduire par les qualites picturales du lievre. D'une maniere generale, la couleur blanche repondait a l'ideal de beau te de l'epoque. Avec la blanche colombe et la draperie qui devoile avec art, le lievre blanc de Piero contribue a faire resplendir la deesse de l'amour dans une lumiere encore plus eclatante. En outre, le manteau poilu de l'animal rehausse la lisse transparence de la peau nacree de Venus. Les hachures discretes du pelage font aussi echo au tapis herbeux si souvent place sous les pieds de la deesse. Toutefois, dans sa fourrure d'hiver couleur de neige, le coureur rapide rappelle la saison froide qui vient de passer; et sa presence confere au cadeau Reuri de la Venere, a la Primavera, la valeur d'un instant aussi merveilleux que fugace. Dans son ouvrage Vite de' piu ecceffenti pittori, scultori ed architetti italiani, paru en 1568, l'historien d'art Giorgio Vasari, ancien possesseur du tableau, insiste specialement sur le gout de Piero pour les singularites et les bizarreries de la nature. Etant donne que l'artiste a pris le plus grand soin de reproduire fidelement son modele peu commun avec ses oreilles rehaussees de noir, nous ne voudrions pas manquer, de notre c6te, de rechercher d'autres allusions possibles. Consultons, en premier lieu, le poete et philologue classique le plus eminent de la cour de Lorenzo de' Medici, Angelo Poliziano. Car son poeme intitule Stanze per la giostra, d'un erotisme raffine, n'a probablement pas inspire uniquement les inoubliables representations de Venus par Botticelli, mais aussi le Venere, Marte e Amore de Piero di Cosimo. Ces stances, parcourues d'une ironie legere, nous racontent comment le chasseur passionne qu'est Julio - en realite Giuliano de' Medici, le frere cadet de Lorenzo il Magnifico - est lui-meme pourchasse par Cupidon. A peine le regard de Simonetta s'est-il pose sur lui que le fier gentilhomme est subjugue par une timidite soudaine (56-57)alors que, chez le plus peureux des animaux, toute crainte (si justifiee soit-elle) s'evanouit des que l'amour s'eveille:

Fra l'erbe ove piu ride primavera, ]'un coniglio coll'altro s'accovaccia. Le semplicette lepre vanno a schiera da' can sec ure ad amorosa traccia; si l'odio antico e '1 natural timore ne' petti ammorza, quando vuole, Amore.

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Sur l'herbe ou le printemps eclat le plus gaiement Un lapin s'accroupit avec l'autre. Des troupes de lievres ingenus Suivent, sans crainte des chiens, la piste de l'amour; C'est ainsi que, quand il veut, Amor fait taire dans le cceur ja haine inveteree et la crainte innee.


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Min iature d'un mahre inconnu,

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du Livre de la Chasse (1387 - vers 1407) de Gaston Phoebus, Comte de Foix, Donator EM Martin Hafter,

SAS

Zürich

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Mais lorsque, apres avoir triomphe de Juho et du monde animal, Amor s'envole vers le royaume maternel et regagne le splendide heu d'amour de Venus et de Mars - cette couche divine dont Piero s'est probablement inspire lui aussi - Pohziano nous devoile ce qui suit: qui I'areier frodolente prima naeque ehe spesso fa eangiar voglia e eolore, quel ehe soggioga il eie! la terra e l'aeque, ehe tende alli oeehi rete e prende il core, dolce in sembianti, in atti aeerbo e fello

C'est iei qu'a grand i le malieieux archer Qui souvent fait changer desir et couleur, Qui subjugue le eiel, la terre et l'eau, Qui tend des rets devant les yeux et prend le eceur, Doux en apparence, mais dur et erue! dans ses aetes.

Ce n'est pas un hasard si le poete encadre de scenes de chasse 1'inconstance attisee par Amor ou les jeux de couleurs chatoyantes des pass ions amoureuses. Les raisons qui ont pousse Piero achoisir le lievre des neiges - ou le papillon voltigeant - restent son secret d'artiste. Mais il semble pourtant que cet animal dont la blancheur n'est que passagere, dont le pelage eveille constamment 1'attente de nouvelles couleurs et dont la vivacite amoureuse est proverbiale, reflete subtilement l'espiegle versatilite d'Eros. On est donc doublement tente de compter la presence assez incongrue de cet animal des neiges dans une peinture meridionale au nombre de ce que Vasari nomme avec admiration les «capricci di questo maestro». Ce ci nous fera pardonner d'autant plus volontiers a l'historien d'art d'avoir pris, il y a quatre siecles, le beau lievre blanc du tableau de Piero pour un simple lapin: Dipinse aneora un quadro dov'e una Venere ignuda eon Marte parimente, ehe spogliato nudo dorme sopra un prato pieno di fiori, ed intorno son diversi Amori ehe chi in qua chi in la trasportano la eelata, i braceiali, e le altre armi di Marte. Evvi un boseo di mirti ed un Cupido ehe ha paura d'un eoniglio; cosi vi sono le eolombe di Venere e l'altre co se d'amore. (Vitc, 1568. IV)

Il peignit encore un tableau repr{:sentant une Venus denudee et Mars, lui aussi devetu, dormant dans un pre fleuri, entoures d'amours transportant <;a et la euirasse, jambieres et autres armes de Mars. 11 y a aussi un bosquet de myrtes et un Cupidon effraye par un lapin, et eneore les colombes de Venus et les autres ehoses d'amour.

Le fait d'attribuer a l'insolent archer la poltronnerie d'un cceur de lievre fait paraitre 1'observation de Vasari comme un renversement doucement ironique des valeurs traditionnelles. (I:emoi du petit amour semblerait plut6t cause par la presence massive du corps denude de Mars; c'est en effet vers lui qu'il pointe l'index de sa main gauche, alors qu'illaisse tranquillement le lievre flairer son poing droit.) Ou se pourrait-il que la deesse ait donne a la «timidetta lepre» un tel pouvoir d'enchantement amoureux que meme son alerte fils doive s'en garder? A notre sens, la bestiole au regard de velours, po ur une fois confiante et familiere, ne peut rien contre 1'adroit petit archer. Si bien que dans l'heureuse idylle de Piero, le lievre des neiges reste le compagnon choisi de Venus et l' aimable complice des jeux d' Amor.

II2


DER NUSSHÄHER - EIN GEBIRGSVOGEL MIT ÜBERMENSCHLICHEM GEDÄCHTNIS Heini Hediger, Zürich

Der Nuss- oder Tannenhäher mit dem klangvollen wissenschaftlichen Namen Nucifraga caryocaist ein Bewohner der ganzen Alpenkette und der höheren Juraberge und wird bei uns nur selten unter 1000 m Höhe angetroffen. Er ist ein naher Verwandter des im Tiefland häufigen Eichelhähers, weist aber besondere Anpassungen an das Leben im Gebirge und damit in Schnee und Kälte auf. So baut er sein Nest oft in verschneiten Bäumen - mit Vorliebe Arven - und legt Wintervorräte an. Wie die geographische Verbreitung vieler europäischer, an die Kälte angepasster Tiere (z. B. Schneehase, Schneemaus, Schneehuhn), so ist auch die des Nusshähers wesentlich bedingt durch die Eiszeit, d. h. durch den Rückzug der Gletscher und die Trennung der nördlichen Kältezonen von den Alpen. Eine Nordform des Nusshähers findet sich in Sibirien. Merkwürdigerweise hatte der grosse Erforscher unserer Alpentierwelt, Dr. Friedrich von Tschudi (1820- 1886), keine nähere Beziehung zu diesem faszinierenden Vogel gefunden; er war ihm fremd geblieben und ist daher in seinem klassischen Werk «Das Thierleben der Alpenwelt» nur mit wenigen Zeilen erwähnt, die zudem auf eine eher bescheidene Kenntnis dieses Alpenvogels schliessen lassen, sonst hätte Tschudi nicht schreiben können : «Der Vogel liebt das Fleisch und die Eier junger Vögel, die er mit dem Fusse festhält, während er ihnen mit dem Schnabel das Hirn auspickt.» Das mag ausnahmsweise unter besonderen Bedingungen einmal vorkommen. Zutreffender sind die folgenden Ausführungen Tschudis über die viel wichtigeren Futterelemente des Nusshähers, nämlich «Eicheln, Buch-, Hasel- und Arvennüsse, die er, wenn er nicht Zeit hat, sie aufzuknacken, in dem Kropfe ganz davonträgt, nachher wieder auswürgt und geschickt aufpickt. Was er nicht gleich verzehrt, versteht er gut zu verbergen; doch theilen sich oft die Eichhörnchen in seine Vorräthe.» Es sind die in dieser Speisekarte zuletzt erwähnten Arvennüsse, welchen im Leben des Nusshähers die grösste Bedeutung zukommt. Das wird auch von F. Baumann, dem ehemaligen Direktor des Berner Naturhistorischen Museums, in seinem Vogelbuch (1943) bestätigt. Er zählt die Nahrung des Nusshähers in folgender Reihenfolge auf: Arvennüsse, Koniferensamen, Hasel- und Baumnüsse, Beeren und Früchte, gelegentlich auch Insekten, Schnecken, Würmer, Eier und Nest junge. Fleischnahrung spielt also die geringste Rolle . So sind denn die Arvenwälder die bevorzugten Wohngebiete des Nusshähers, und zwischen Arve und diesem Vogel besteht eine höchst eigenartige Lebensgemeinschaft, deren Untersuchung gerade in den letzten paar Jahren zu wahrhaft verblüffenden Ergebnissen geführt hat. Einige besonders überraschende Beobachtungen wurden in der Schweiz ausgeführt, und da der Nusshäher ein besonders typischer Bewohner unserer Arvenwälder ist - 1985 von Robert Schloeth zum Charaktertier unseres Nationalparks erklärt - , darf der Nuss- oder Tannenhäher in gewissem Sinne als schweizerischer National-Vogel bezeichnet werden. Schon Conrad Gesner (151 6- 15 65), der grösste Naturforscher seiner Zeit, den man als den schweizerischen Plinius bezeichnet hat, widmete in seinem umfassenden Vogelbuch (1557 bei Froschauer in Zürich gedruckt) dem Nusshäher einen kunstvollen Holzschnitt.

factes


Selbstverständlich haben sich auch ausländische Naturforscher und Ornithologen mit dem Nusshäher beschäftigt. Den einleitend erwähnten Namen Nucifraga caryocatactes erhielt er von dem berühmten schwedischen Naturforscher earl von Linne (17°7- 1778). Linne (Linnaeus) hat allen damals bekannten Tieren und Pflanzen einen offiziellen Gattungs- und Artnamen gegeben, eine gewaltige und höchst verdienstvolle Leistung. Die von Linne unserem Vogel verliehene Bezeichnung ist heute noch gültig, und das in wissenschaftlichen Veröffentlichungen hinter dem Namen meistens angebrachte L. deutet immer noch an, dass diese Bezeichnung von Linne stammt. In Schweden hatte Linne reichlich Gelegenheit, Nusshäher zu beobachten. Es konnte ihm nicht entgehen, dass diese kältegewohnten Vögel den schneereichen Winter dadurch zu überdauern vermögen, dass sie Vorräte anlegen, indem sie besonders Haselnüsse im Boden vergraben und bei Bedarf auch unter einer tiefen Schneedecke wieder hervorholen.

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Ein sorgfältig zusammengebautes Nest aus gut isolierendem Material gestattet es dem Nusshäher-Weibchen - und nur es brütet -, selbst im tief verschneiten Wald Eiern und Jungen die nötige Wärme zu spenden, selbst bei Unternulltemperaturen, wenn die meisten anderen Vögel noch nicht einmal an Nestbau denken. Das Gelege besteht aus drei oder vier blassgrünen Eiern. Ein Partnerwechsel findet beim Brüten, wie erwähnt, nicht statt, so dass keine Abkühlungsgefahr besteht. Zudem wird mit dem Brüten sofort nach Ablage des ersten Eies begonnen, nicht etwa erst nach Vollendung des Geleges, wie das für viele andere Vögel zutrifft. Es ist also jede Einzelheit trefflich auf ein Brüten in der Kälte ausgerichtet. Während der rund qtägigen Brutzeit wird das Weibchen vom Männchen reichlich mit Futter versehen, im typischen Fall vorwiegend mit den Kernen der Arvennüsschen aus den Vorräten. Links: Nusshäher (Tannenhäher): Wer würde diesem bescheidenen Vogel ansehen, dass er die übermenschliche Fähigkeit besitzt, jährlich zehntausend oder mehr Futterverstecke anzulegen und 80 Prozenz davon wieder zu fmden? Photo R. P. Bille Donator Hans Steinegger, Zürich

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Bis vor wenigen Jahren selbst von Ornithologen als ArvenSchädling verschrien, ist der Tannenhäher heute als wichtigster Faktor für die Erhaltung der Arven anerkannt. Photo R. P. Bille Donator Anton Reinhart, Zürich

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Prominente Ornithologen und Forstfachleute haben bis in unsere Tage behauptet, der Nusshäher sei ein Schädling der in unserem Land so wichtigen Arvenwälder, weil er sich zur Hauptsache von Arvensamen ernähre. Diese heute als falsch erwiesene Behauptung hat dazu geführt, dass der Nusshäher zum Abschuss freigegeben, ja sogar empfohlen wurde. Unter denen, welche den Nusshäher immer wieder als Schädling hinstellten und daher ihren Abschuss, oft sogar die Auszahlung einer Vernichtungsprämie verlangten, befanden sich keineswegs nur sachlich sein wollende Ornithologen und besorgte Förster, welche behaupteten, die Nusshäher frässen ihnen allen Arvensamen weg, so dass ihnen nicht mehr genug für die reguläre Aussaat und Aufforstung bliebe. Auch viele Jäger, und unter diesen besonders wiederum die Gastronomen, plädierten für den Abschuss der Häher mit dem aromatischen, harzduftenden Fleisch. In seinem umfassenden Werk über «Das Wild der Schweiz» hat der Historiker und Naturfreund Philipp Schmidt 1976 die wechselvolle Geschichte vom Abschuss und Schutz des Nusshähers dargestellt. Tatsache ist, dass der Nusshäher einen wesentlichen Teil der Arven-Ernte für sich beansprucht; aber ebenso sicher ist heute, dass er nicht nur Konsument ist, sondern auch für die Ausbreitung der kostbaren Arvenbestände sorgt, auch an Stellen, wo der Forstpfleger nie hinkommen würde: an steilen Hängen, auf isolierten Kuppen, in Felsspalten usw. Bevor wir auf diese Nutzen-SchadenBerechnung näher eingehen, sei noch die Frage erörtert, wie die von unserem Nusshäher unbestreitbar in grossen Mengen konsumierten Arvennüsse von ihm behandelt werden. In manchen Gegenden, besonders auch in Schweden, erfahren die noch weit härterschaligen Haselnüsse eine entsprechende Behandlung. Auch ganz andere Tiere, vor allem Eichhörnchen, haben eine Vorliebe für Arven- und Haselnüsse. Sie sind als Nagetiere bestens ausgerüstet, um hartschalige Nüsse mühelos aufzuraspeln. Dazu stehen ihnen bekanntlich im Oberkiefer wie im Unterkiefer je zwei meisselartige Nagezähne zur Verfügung, die während des ganzen Lebens weiterwachsen - eigentlich ein idealer Zustand, der sich nur dann negativ auswirkt, wenn solche Nager in ungenügende menschliche Pflege geraten, wo sie ungeeignetes, d. h. zu weiches Futter erhalten, so dass die ständig wachsenden Zähne zu wenig abgenutzt werden und schliesslich bogenförmig in die gegenüberliegenden Kiefer einwachsen. Der Nusshäher hat keine Zähne. Ihm steht zum Erwerb der durch harte Schalen geschützten Arven- oder Hasel-Kerne nur ein horniger Schnabel zur Verfügung - ein Schnabel allerdings, der eine ganz besondere Spezialbildung aufweist, eine Art Nussknacker (Nucifraga!), eine harte Leiste im Unterschnabel, welche es gestattet, durch Muskeldruck der beiden Schnabelhälften die Nussschalen zu sprengen. Über die Wirksamkeit dieser Einrichtung können wir uns einen Begriff machen, wenn wir versuchen, diese hartschaligen Früchte mit den Fingern oder auch mit den Zähnen zu öffnen. Wie für das Brüten in der Kälte, so ist der Nusshäher auch für das Öffnen seiner Vorzugsnahrung und für deren Lagerung und Wiederfindung in wahrhaft erstaunlicher Weise geschaffen. Bleiben wir zunächst bei den Arvennüssen, die wie andere Tannensamen in Zapfen heranreifen. Der Nusshäher ist zunächst in der Lage, ganze Zapfen abzudrehen und im Schnabel davonzutragen - im Fluge! Ein Nusshäher hat ein Gewicht von 150 bis 200 g. Er ist aber in der Lage, einen Zapfen von 86 g nicht nur abwärts zu transportieren, sondern eine derartige Last - fast die Hälfte seines Körpergewichtes - auf eine höher gelegene Stelle zu bringen. Das ist an sich eine ausserordentliche Leistung, eine Lufttransportleistung ersten Ranges. Natürlich vollbringt der Vogel derartige Kraftakte nicht zum Vergnügen, sondern zu einem bestimmten Zweck. Er muss an die nahrhaften Kerne gelangen, und das nicht nur für den Eigenbedarf, sondern auch zur Versorgung seines brütenden, an das Nest gebundenen Weibchens und auch zur Aufzucht der erwarteten Jungen. Die Gewinnung und Verteilung - auch die zeitliche Verteilung - der Arvennüsse erfordert eine Reihe komplizierter Spezialleistungen auf körperliII6


chem und psychischem Gebiet. Alles an diesem Vogel ist auf die optimale Behandlung der Nüsse ausgerichtet, vor allem auch sein Verhalten. Beginnen wir mit dem Abdrehen der reifen ArvenZapfen. Dazu dienen der kräftige Schnabel und die sehr geschickten Füsse, welche dem Vogel festen Halt auf den Zweigen bieten und ihm gleichzeitig erlauben, den abgelösten Zapfen festzuhalten, bis er mit dem Schnabel sicher gepackt werden kann. Dann erfolgt der Lufttransport der bedeutenden Last, der dank einer besonders stark ausgebildeten Flugmuskulatur, Feder- und Flügelstruktur möglich ist. Nur wenige Vögel verfügen über eine derartige Tragkraft. Der Flug führt zunächst zu einer sogenannten Schmiede, das heisst zu einer günstigen Stelle im Geäst oder auf einem Baumstumpf, einer Gesteinsritze oder einem Spalt im alten Holz, wo sich der Zapfen gewissermassen einspannen lässt, so dass er bei der jetzt folgenden Bearbeitung mit dem Schnabel nicht wegrollt oder weggespickt wird.

Nusshäher: Die Anordnung und Form seiner tragfahigen Federn und der charakteristische weisse Saum des Schwanzgefieders. Photo R. P. Bille Donator Hansueli Brunner, SAS Zürich

In der Schmiede, einer Stelle, die zu diesem Zweck oft während langer Zeit traditionsmässig immer wieder aufgesucht wird, erfolgt die Entnahme der Arven-Nüsse aus dem Zapfen, d. h ., die deckenden Schuppen müssen abgespreizt werden, damit die Nüsse sich aus der Halterung im Zapfengrund greifen lassen. Dieses Abspreizen der Deckschuppen erfolgt durch Zirkeln. Unter Zirkeln versteht man eine nur wenigen Vögeln zukommende Schnabelbewegung, die darin besteht, dass der Schnabel geschlossen in das zu bearbeitende Material eingeführt wird. Dann werden die beiden Schnabelhälften durch besondere Muskeln auseinandergespreizt. Die meisten zirkelnden Vögel brauchen diese Taktik zur Bearbeitung des Erdbodens auf der Suche nach Nahrung (z. B. Star, Saatkrähe). Der Nusshäher legt mit seinen Zirkelbewegungen die unter den Zapfenschuppen sitzenden hartschaligen Arvennüsse frei! Nun gilt es, diese harte Schale aufzubrechen, eine Tätigkeit, die im Namen des Vogels in verschiedenen Sprachen zum Ausdruck kommt (Nucifraga, Casse-noix, Nutcracker usw.). Das Nüsse-Öffnen erfolgt nur zu einem kleinen Teil in den Schmieden, nämlich nur dann, wenn der 117


Vogel seinen eigenen Hunger stillen will. Alle anderen Nüsse werden für spätere Verwendung ungeöffnet weggetragen - aber wie? Für den Transport der aus dem Zapfen gelösten Nüsse steht dem Vogel wieder ein besonderes Organ zur Verfügung, sozusagen eine Tragtasche in Form eines sehr dehnbaren Kehlsackes (der anatomisch nicht mit dem vielen Vögeln zukommenden Kropf zu verwechseln ist). Eigenartigerweise entspricht das Fassungsvermögen der Kehlsack-Tragtasche ungefähr der Masse der von einem Zapfen produzierten Nüsse, also rund 40 bis 70. Eine gewisse Widersprüchlichkeit einzelner Untersucher ist dadurch bedingt, dass einige die Zahl von geschälten, andere die Zahl von ungeschälten Nüssen als Kehlsackladung zählten. Aber verweilen wir noch einen Augenblick dabei, wie der Häher die Nüsse (zunächst die Arvennüsse) öffnet. Da sprechen einzelne Beobachter von Aufhacken, andere von Aufknacken.

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Das sind zwei ganz verschiedene Techniken, und Zoologen wollen immer alles ganz genau wissen. Wird da gehackt oder geknackt? Durch Forschung wurde schliesslich belegt, dass der Nusshäher die Arvennüsse im Schnabel aufknackt, ohne irgend wie zu hacken. Wie einleitend erwähnt, verfügt der Nusshäher über eine Art D osenöffner, d. h. über eine scharfe und harte Leiste im Unterschnabel, welche die Nussschalen durch Schnabeldruck spaltet und den begehrten Kern freigibt. Handelt es sich aber um die noch dickschaligeren Haselnüsse, mit denen sich der Nusshäher im Notfall - oder in nördlichen arvenlosen Gegenden - beschäftigt, dann wird mit der Schnabelspitze auf die mit dem Fuss festgehaltene Haselnuss gehackt, d. h. gehämmert. Kehren wir jedoch zurück zu unserem Nusshäher, der in seiner Schmiede einem Arvenzapfen die Nüsse durch Zirkeln entnommen und in seinem Kehlsack verstaut hat. Wohin trägt er diese Links: Warnend abstreichender Nusshäher. Heute ist der fo rstwirtschaftlieh so bedeutsame N usshäher in der Schweiz gänzlich geschü tzt. Photo R . P Bille D o nator Tor L ing jaerde, Geneve

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Nu sshäher auf seiner traditionellen «Schmiede», wo er die nahrhaften Kerne aus den ArvenZapfen herausschält, um sie an geeigneten Stellen auf Vorrat zu legen. Photo R . P B ille D onatOr Yves Mauno ir, G eneve

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E ntleerte Arven -Zapfen auf einer geeigneten «Schmiede», w o sie während der Bea rbeitung durch den H äher g uten Halt finden und nicht abrutschen . Photo R. P Bille D onatOr Thierry F. A do r, G eneve

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Fracht? Mit dieser Frage kommen wir zu dem für den Verhaltensforscher aufregendsten Teil des an Sonderbarkeiten so reichen Lebens des Nusshähers. Der weitaus grösste Teil der vom Nusshäher aus den Zapfen gelösten Arvennüsse wird vorsorglich auf Vorrat gelegt, oft zehn oder noch mehr Kilometer vom Erwerbsort entfernt. Zur Zeit der Ernte sind unsere Nusshäher ganztägig, d. h. von der Morgen- bis zu Abenddämmerung, damit beschäftigt, Arvensamen zu gewinnen und sie an geeigneten Verstecken zu verbergen. Viele Beobachter waren Zeugen dieses weiträumigen Pendelverkehrs. Am Umfang des Kehlsakkes liess sich leicht feststellen, in welcher Richtung die Fracht transportiert wurde. So beobachteten die Basler Ornithologen E. Sutter und F. Amann im Herbst 1952 einen derartigen Pendelverkehr bei Maloja: «Wie sich bald herausstellte, hatten alle vom Engadin ins Bergell hinüberwechselnden Vögel einen prall gefüllten Kehlsack und kamen von dort unbeladen wieder zurück. Maloja wurde in der Regel recht hoch und in gestrecktem Fluge überquert ... An diesen Pendelflügen waren wenigstens 15 Tannenhäher beteiligt ... Der Sammelplatz im Engadin war mindestens 10 bis 12 km von dem Orte entfernt, wo die Zirbelnüsse deponiert wurden.» Nun hat jedes Anlegen von Vorräten ausserhalb der eigentlichen Wohnstätte, also des Heimes, nur dann Sinn, wenn die betreffenden Tiere auch in der Lage sind, die vielen oft in grosser Entfernung voneinander angelegten Lager im Bedarfsfalle wieder zu finden. Während langer Zeit zögerten die Naturforscher, einem so kleinen Vogel mit einem kaum fingerbeerengrossen Gehirn derartige Gedächtnisleistungen zuzutrauen. Voller Bewunderung stellte Alfred Schifferli, der damalige Leiter der Schweizerischen Vogelwarte in Sempach, 1955 im «Ornithologischen Beobachter» im Hinblick auf die Leistungen des Nuss- oder Tannenhähers fest: «Dieser Vogel muss ein für uns unfassbar gut arbeitendes Gedächtnis und Orientierungsvermögen besitzen, um die vielen hundert Verstecke - im Winter selbst durch eine hohe Schneedecke hindurch - wieder zu finden.» Vergleichbare Leistungen, wenn auch nicht von diesem Höchstmass, wurden übrigens bei einem ganz anderen Gebirgswaldbewohner und Nüsseverstecker vermutet - nämlich beim Eichhörnchen. Dieses sympathische Nagetier hält keinen Winterschlaf, sondern holt sich an kalten Wintertagen zielsicher Nüsse aus den Verstecken hervor, wo es sie im Herbst sorgfältig deponiert hat, auch dann, wenn die Vorräte unter einer hohen Schneedecke liegen. Auf Grund günstigerer Beobachtungsmöglichkeiten in einem offenen Fichtenwald des schweizerischen Mittellandes kam Augustin Krämer - der derzeitige Jagdinspektor des Kantons Thurgau - im Winter 1965 /66 zum Schluss: Das Eichhörnchen hatte seine Vorratslager nicht mit der Nase gesucht ... Es muss sich an die Versteckplätze erinnert und sie trotz des Fehlens optischer Marken fast auf den Zentimeter genau wiedergefunden haben.» Das war eine recht mutige, heute wohl allgemein als zutreffend akzeptierte These des damaligen Zoologie-Studenten. Sie fand eine Stütze in Gestalt der bereits erwähnten gründlichen Untersuchungen der Vorratshaltung beim Nusshäher durch den Schweden P. O. Swanberg (1950). Auch dieser Vogel muss seine versteckten Vorräte nicht suchen, sondern findet sie auf Anhieb dank eines ausserordentlichen Erinnerungsvermögens, Geruchsreize spielen keine Rolle. Damit sind wir wiederum bei unserem Nusshäher angelangt, der in Skandinavien, wo die Arve fehlt, die Haselnuss in gleicher Weise behandelt wie seine Artgenossen bei uns die Arvennuss. Swanbergs Arbeit, die sich über zehn Jahre erstreckte, ist grundlegend geworden. Swanberg hat festgestellt, dass die schwedischen Nusshäher ab Ende August während des ganzen Herbstes vorwiegend damit beschäftigt sind, Haselnüsse zu sammeln, sie im Kehlsack zu den Verstecken zu tragen und sie in einer Tiefe, die etwa der Länge des Schnabels entspricht, unter Flechten oder Moos so zuzudecken, dass es einem menschlichen Beobachter unmöglich ist, etwas zu entdecken. Diese Verstecke werden auch dann präzis und zielgerichtet angeflogen, wenn sie unter einer 120


Schneedecke begraben sind, selbst wenn diese 45 cm Dicke aufweist. Der Vogel bohrt dann senk rechte oder schräge Löcher oder Röhren in den Schnee, um zu den Nüssen zu gelangen. Swanberg hat 351 solche Löcher kontrolliert und dabei gefunden, dass 86 Prozent dieser Grabungen erfolgreich waren. 14 Prozent der Fälle waren erfolglos. Bemerkenswert ist dabei, dass dieser Prozentsatz in den Monaten Januar, Februar und März konstant blieb. Die Wahrscheinlichkeit, nach monatelanger Ausbeutung allmählich weniger Treffer zu machen, blieb also aus, selbst wenn die Gegend durch neue Schneefälle wieder verändert worden war. Daraus schliesst Swanberg, dass der Nusshäher auch im Gedächtnis behält, welche Depots er schon geleert hat - eine zusätzliche Leistung! Nicht nur diese subtilen Raumkenntnisse wurden von Swanberg untersucht, sondern auch die übrigen Raumbeziehungen, die ihrerseits wieder mit dem Sozialleben zusammenhängen. Nusshäher leben paarweise, und zwar in Dauerehe, in klar umschriebenen Territorien von durchschnittlich 13 bis 14 ha GrÖsse. In einem Falle stellte der Forscher ein Paar während 10 Jahren im gleichen Territorium fest. Der Nusshäher ist also sehr konservativ und kann sich daher im Laufe der Zeit auch eine sehr genaue Ortskenntnis aneignen. Damit im Zusammenhang steht die Tatsache, dass es beim Nusshäher kaum jemals zu Territoriums-Streitigkeiten kommt, wie sie sonst bei vielen anderen Tieren - Fischen, Reptilien, Vögeln und Säugern - fast zur Tagesordnung gehören. Die Nusshäher kennen eben ihre TerritoriumsNachbarn meistens seit Jahren und brauchen nicht mehr um Grenzen zu kämpfen, ja es kommt sogar zu freundschaftlichen Besuchen und Gegenbesuchen, wie wir das im Tierreich nicht so oft finden. Diese Eigenart hängt wiederum zusammen mit dem Umstand, dass die Nahrung - neben dem Geschlechtspartner sonst der häufigste Zankapfel unter Artgenossen - nicht aus den Territorien bezogen wird, sondern aus neutralen Zonen, gemeinsamen Hasel-Beständen, wo der Tisch für alle gedeckt ist. Von diesen, allen zugänglichen Futterstellen werden dann während der Hasel-Ernte die Nüsse unter Umständen kilometerweit im Kehlsack ins Territorium geflogen und dort für den Winter vergraben - ganz entsprechend wie das die Nusshäher in den Alpen mit den Arvenkernen zu tun pflegen. Über die erstaunlichen Verhältnisse in der Schweiz haben kürzlich (1982) Hermann Mattes und Mitarbeiter von der Eidgenössischen Anstalt für das forstliche Versuchswesen eine hochinteressante Arbeit vorgelegt unter dem Titel «Die Lebensgemeinschaft von Tannenhäher und Arve, ihre forstliche Bedeutung in der oberen Gebirgswaldstufe». Nicht zuletzt wurden diese gründlichen Studien deshalb in Auftrag gegeben, weil in einzelnen Kantonen der Schweiz, namentlich in Graubünden, wieder Stimmen laut geworden sind, welche nach der überholten Einteilung der Tiere in schädliche und nützliche und in völliger Unkenntnis der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse erneut verlangen, dass der Nusshäher zum Abschuss freigegeben werde. Im Vorwort zu der erwähnten Studie schreibt der zuständige Direktor des Amtes, Dr. Walter Bosshard: «Möge die vorliegende Schrift dazu beitragen, dem Tannenhäher als unersetzlichem, notwendigem Glied der Lebensgemeinschaft unserer Hochlagenwälder in Zukunft den allein angemessenen, vollkommenen Schutz angedeihen zu lassen. Die dazu nötigen wissenschaftlichen Grundlagen werden hier vorgelegt.» Eine Auswahl davon sei hier angeführt, z. B. der überraschende Befund, dass jeder einzelne Häher meist über zehntausend Versteckplätze anlegt und dass zur Beschickung dieser Vorratsstellen Entfernungen bis 15 km bei Höhenunterschieden bis 600 m zurückgelegt werden. Die Untersuchungen in der Schweiz haben ergeben, dass unsere Nusshäher - ähnlich wie die in Schweden - ihre Verstecke in etwas über 80 Prozent der Fälle wiederfinden. «Die individuelle Kenntnis der Vorratslager erfordert beim Tannenhäher eine fast unfassbare Gedächtnisleistung. Von November bis Mai stehen ihm praktisch nur die versteckten Vorräte zur Verfügung und noch kurz vor der neuen Zapfenernte im August findet man frisch geleerte Verstecke» (S. 40). 121


Im Jahr benätigt ein Häherpaar mit den beiden Jungvägeln etwa 780 Tagesrationen. Eine Tagesration bedeutet I I bis 12 gentschalte Nüsse, das sind etwa 130 Nüsse mit Schale. Der Transport vom gemeinsamen Erntegebiet zu den einzelnen tausenden Versteckplätzen innerhalb des Territoriums betrifft immer nur Nüsse in der Schale, nur solche werden auf Vorrat gelegt. Erst unmittelbar vor dem Verzehr oder vor der Fütterung der Jungen erfolgt die Entschalung. Das ist von grässter Bedeutung für die Haltbarkeit der versteckten Nüsse und ebenso für deren Keimfahigkeit, an deren Erhaltung der Mensch in erster Linie interessiert ist; denn nach den neuesten Erkenntnissen hat sich bestätigt, dass dem Nusshäher die bedeutendste Rolle bei der Arvensamenverbreitung zukommt (S. 52). Es darf angenommen werden, dass der Häher z. B. in den Engadiner Wäldern für drei Viertel des gesamten Arvenjungwuchses verantwortlich ist (S. 59)' Von Wichtigkeit ist ferner, dass der Nusshäher einen Teil seiner Verstecke auch über die gegenwärtige

Accipiter nisus, Sperber, Epervier d 'Europe

Fako tinnunculus, Turmfalke, Faucon crecerelle

Accipiter gentilis, Habicht, Autour des palombes

Glaucidium passerinum, Sperlingkauz, Chevechette

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Photo R. P Bille

Donatoren EM Gilbert Schwaar und Stephan de Kalbermatten,

SAS

Lausan ne


Waldgrenze hinaufträgt und so zur Aufforstung auf alten Kahlschlägen und an unzugänglichen Stellen beiträgt. Kein Wunder, dass die erwähnten Häherforscher in ihrer umfassenden Untersuchung zum Schluss kommen, dass unser Nusshäher «das wirksamste Verbreitungsagens für die Samen der Arve darstellt» - fürwahr eine grossartige Anerkennung durch die moderne Ökologie. Im Grunde genommen handelt es sich nicht nur um eine grossartige Lebensgemeinschaft zwischen Arve und Häher, in gewissem Sinne ist auch der Mensch hier eingeschlossen, wenn man die ungeheure forstwirtschaftliche Bedeutung der Arve bedenkt. Mehrere Umstände, Einzelheiten im Verhalten des Nusshähers, sind mitentscheidend für den Erfolg dieser Lebensgemeinschaft. Die Arve gehört zu den zoochoren Gewächsen, d. h. zu denjenigen, die zur Verbreitung ihrer Samen auf Tiere angewiesen sind im Gegensatz zu den anemochoren Arten, bei denen der Wind die Ausbreitung der (entsprechend mit Flugeinrichtungen ver-

Alectoris graeca, Steinhuhn, Perdrix bartavelle

Lyrurus tetrix, Birkhahn, Tetras Iyre ou petit coq de

Tetrastes bonasia, Haselhuhn, Gelinotte des bois

Dryocopus martius, Schwarzspecht, Pic noir

Photo R. P Bille

Donatoren Jean-Pierre Stauffer und Andre Lacour,

SAS

Geneve

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sehenen) Samen besorgt. Innerhalb der zoochoren Arten gehört die Arve zu den ornithochoren, d. h. zu den Arten, deren Samen durch Vögel verbreitet werden. Bekanntlich tragen viele Vögel zur Verbreitung von Pflanzen bei, indem sie ihre Früchte (z. B. Beeren) fressen und die nicht verdauten Kerne an anderen Orten mit dem Kot ausscheiden. Beim Nusshäher kommt, wie wir gesehen haben, eine andere, viel seltenere Methode vor. Ohne seine Hilfe würden die schweren, längsovalen Arvennüsse nach der Reife fast senkrecht unter den Baum fallen und dort wegen Vermassung und Lichtmangel grösstenteils zugrunde gehen. Die Arve ist auf den Häher angewiesen. Ihr wäre indessen auch nicht geholfen, wenn der Nusshäher die Arvennüsse gleich nach der Ernte schälen würde. Der Transport von «unverpackten» Nüssen wäre zwar für den Vogel viel leichter, doch würden die geschälten Nüsse leicht verderben und mit Sicherheit ihre Keimfähigkeit verlieren. Ganz ungünstig wäre für die Arve auch, wenn der Häher ein noch vollkommeneres Gedächtnis hätte und statt der rund 80 Prozent sämtliche Verstecke wieder ausräumen würde. Zum Glück für die Arve und für den Menschen ist die Erinnerungsfähigkeit des Hähers zwar geradezu ungeheuer - aber doch nicht absolut vollkommen. Treffend spricht daher Robert Schloeth in seinem grossartigen Buch «Der schweizerische Nationalpark» (Ringier 1976) vom Tannenhäher als dem «Forstmann aus Vergesslichkeit». In der Tat profitieren Arve und Mensch von dieser wohlproportionierten Vergesslichkeit. Für den Vogel sind die präzis in Erinnerung behaltenen Verstecke wertvoll, für den Menschen die vergessenen Verstecke, aus denen sich die kostbaren Jungarven an immer neuen Stellen entwickeln. Nur indirekt und langfristig profitiert auch der Häher als Art von seiner Vergesslichkeit, indem seine Nachkommen nach Jahrhunderten noch Arvennüsse ernten können. Die Arve kommt der lebenswichtigen Ausbreitungshilfe des Vogels dadurch entgegen, dass sie grosse kalorienreiche Samen mit verhältnismässig dünnwandigen Schalen unter dünnen Zapfenschuppen zur Verfügung stellt. Es handelt sich also um ein gegenseitiges Geben und Nehmen, um eine regelrechte Lebensgemeinschaft, eine Symbiose, von welcher jeder Partner seine Vorteile hat. Für den solche Tatbestände überdenkenden Biologen bilden Symbiosen besonders harte Knacknüsse, hat er doch schon Schwierigkeiten, die Entstehung der einzelnen Arten einigermassen zu erklären. Das heute noch weitgehend gebräuchliche Rezept, für die Entstehung aller Tierund Pflanzenarten lediglich zwei Faktoren verantwortlich zu machen, nämlich «die beiden grossen Konstrukteure der Artbildung Mutation und Selektion», hat sich als allzu dürftig erwiesen. Hier - wie bei anderen Lebensgemeinschaften (Symbiosen) geht es aber nicht nur um die stammesgeschichtliche Evolution einer einzelnen Art, sondern um die Evolution zweier grundverschiedener Organismen, nämlich eines Vogels und einer Pflanze, mit höchst komplizierten gegenseitigen, lebenswichtigen Beziehungen, Vernetzungen, wie heute derartige Tatbestände oft genannt werden. Wie so oft, wenn naturwissenschaftliche Erklärungen nicht befriedigen, pflegt man in der Verlegenheit zu neuen Schlagworten Zuflucht zu nehmen. In unserem Falle heisst dieses Schlagwort Co-Evolution, also Zusammenentwicklung von zwei grundverschiedenen Lebewesen Arve und Nusshäher. Dieses Schlagwort ist jedoch bei näherem Hinsehen nur eine armselige Bezeichnung für das Zusammenspiel von zwei genetisch vollständig getrennten Lebewesen mit je einer eigenen bisher geheimnisvollen Evolution. Co-Evolution bedeutet daher einstweilen kaum mehr als ein doppeltes Geheimnis, eine zweifache Unwissenheit. Lassen wir diese naturphilosophischen Betrachtungen und kommen wir auf den soliden Boden dessen zurück, was sich in unseren Bergen tatsächlich beobachten lässt, besonders leicht auch im schweizerischen Nationalpark. Dessen Direktor, Dr. Roben Schloeth, hat im zugehörigen Museum, dem Nationalpark-Haus in Zernez, dem Nusshäher und der Arve ein sehr eindrückliches Drehdiorama gewidmet, eine sorgfältig präparierte, bewegliche Schau, welche auf Knopfdruck 12 4


die vier entscheidenden Beziehungen Nusshäher- Arve anhand neuester Museumstechnik trefflich veranschaulicht: Bearbeitung des Arven-Zapfens, Anlegen der Vorräte, Verbrauch und Ergebnis. Im Text-Buch zu dieser Ausstellung können wir u. a.lesen, was auch hier als Zusammenfassung dienen mag: Jeder Häher versteckt bis zu 100000 Nüsslein ( = 25 kg) im 6 bis 10 ha grossen Dauerrevier (Territorium). 82 Prozent aller Grabungen des Hähers in den 25 000 Verstecken sind erfolgreich - eine fast unvorstellbare Gedächtnisleistung, besonders in Lagen mit über I m Schnee. Vom Paar kennt jeder Partner nur seine eigenen Verstecke. In der Natur, selbst in so einfach erscheinenden Geschöpfen wie der Nusshäher eines darstellt, finden wir bei näherem Betrachten oft unerhörte Leistungen, in unserem Falle auch Gedächtnisleistungen, welche diejenigen des Menschen weit übersteigen.

RESUME Le casse-noix, ou geai de montagne, gue les naturalistes designent du nom sonore de nucifraga caryocatactes) habite toute la chaine des Alpes et les hauteurs du Jura; dans notre pays, on le rencontre rarement au-dessous de 1000 m d'altitude. C'est un proche parent du geai des regions bassses, mais il presente certaines particularites adaptees ala vie en montagne, dans le froid et la neige. 11 batit souvent son nid sur un arbre enneige - de preference sur un arole - et fait des provisions pour l'hiver. 11 se nourrit de noix d'arole et autres graines de coniferes, de noisettes et de noix, de baies et de fruits, plus rarement d'insectes, de limaces, de vers, d'oeufs et de jeunes oiseaux. La viande ne joue qu'un role secondaire dans son alimentation. Les forets d'aroles constituent son habitat de predilection, et il existe entre cet arbre et le cassenoix une etrange symbiose. L'oiseau est capable de cueillir un cone entier et de s'envoler en l'emportant dans son bec. Si l'on sait que le casse-noix ne pese pas plus de 150 a 200 g et qu'il arrive a porter en vol un cone de 86 g - ce ci non seulement ala descente, mais aussi pour transporter en un lieu plus eleve ce fardeau eguivalent a la moitie de son poids - on admettra gu'il s'agit li d'une performance aeronautigue de premier ordre. En un endroit approprie, la «forge», 011 l'oiseau revient toujours pendant une longue periode, les no ix son extraites du cone. A cet effet, les ecailles doivent etre ecartees pour gue les noix puissent etre saisies et detachees de leur support central. Pour separer les ecailles, le casse-noix introduit entre elles son bec ferme, puis ecarte avec force les deux machoires par le jeu d'une musculature speciale. La plupart des oiseaux capables d'effectuer cette gymnastigue avec leur bec (l'etourneau, le freux, p. ex.) l'utilisent po ur fouiller la terre a la recherche de nourriture; le casse-noix, quant alui, libere de cette maniere les graines acogue dure cachees sous les ecailles du cone d'arole. 011 le geai de montagne tranporte-t-il ce butin? La grande majorite des noix extraites des cones d'aroles sont mises en reserve, souvent aune distance de 10 km ou plus de l'endroit 011 elles ont ete recoltees. Le casse-noix retrouve ces depots sans hesitation, meme s'ils sont enfouis sous une couche de neige de 45 cm. L'ouseau creuse alors dans la neige un conduit vertical ou oblique pour atteindre les noix. Des observations faites en suisse ont montre que le geai de montagne retrouve environ 80 % des guelgue 10000 «garde-mangen>gu'il a etablis lui-meme. Les noix ne sont cassees pour en degager le noyeau commestible gu'au moment d'erre mangees ou donnees en pature aux petits. Ce detail a son importance, car il permet non seulement aux noix mises en depot de se conserver, mais aussi de garder leur aptitude agermer. De ce fait, le casse-noix joue un role capital dans la dissemination des graines d'arole. On estime que dans les foretes d'Engadine, par exemple, les trois quarts des jeunes pousses d'arole eclosent grace a l'intervention du casse-noix - une remarguable symbiose entre l'arbre et l'oiseau. 12 5


Aufnahme des amerikanischen Erderkundungssatelliten Landsat-j vom 7. Juli 1984 um 9.30 GMT. Sensor: Auflösung ; Flughöhe des Satelliten: Erdumlaufzeit: Repetierzyklus:

Thematic Mapper 30 mx 30 m '70j km 99 min 16 Tage

An der Fachgruppe Bildwissenschaft des Instituts für Kommunikationstechnik ETHZ wurden die digitalen Magnetbanddaten zu einem fotografischen Farbbild aufbereitet. Aus den zur Verfügung stehenden Spektralbereichen des Thematic Mapper wurde ein «Falschfarbenbild» gewonnen, indem die Bänder TM02 (0.j2- 0.60 um) in Yellow, TM03 (0.63 - 0.69 um) in Magenta und TM04 (0.76- 0.90 um) in Cyan eingeEirbt wurden. Es handelt sich hier nicht nur um eine ästhetisch schöne Wiedergabe eines Teils der Schweizeralpen, sondern solche Aufnahmen bilden auch die Grundlage für Untersuchungen zur weiträumigen Inventarisierung und Überwachung der Naturgüter unserer Erde. (Legende: Klaus Seidel)

Donatoren EM Pierre Hirschy, SAS Zürich, und Pierre Francioli, SAS Lausanne

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SKI DE COMPETITION ET HAUTE MONTAGNE Dominique de Weck,

SAS

Fribourg

Ce sont deux notions qui, parfois, ne vont pas de pair. Le skieur, tres souvent, ignore la montagne et se limite au seul exploit sportif. La montagne, de son cote ignorera superbement le skieur intrepide, qui ne fait rien pour l'aimer. Elle le punira a l'occasion tres cruellement. La Patrouille des Glaciers, manifestation sportive et montagnarde, a ete reeditee par la Div Mont 10. Elle veut permettre a nouveau cette union du skieur et du montagnard, sans toutefois que la montagne soit blessee ou injuriee, ni que le sportif ne trouve, dans son elfort, qu'une seule compensa ti on morale. Les membres du SAS n'ont pas ete tres nombreux a repondre a l'appel, cela lors des editions 1984 et 1986. Esperons qu'ils viendront en nombre en 1988. Mon propos, et cela est peuH~tre le reflet d'une tendance generale au sein de nos sections, est d'illuster le fait que les skieurs de competition sont tres souvent attires par la haute montagne et, par consequent, par une manifestation telle que la Patrouille des Glaciers. Cette attirance se concretisera peut-<~tre sur le tard, a une page de la vie ou l'on est plus resistant. Toujours est-il que j'ai trouve nombre de SAS sur les listes d'inscriptions de cette course a la renommee grandissante. Rappelons-en ici les caracteristiques essentielles: Depart de Zermatt par vagues partant toutes les heures, entre 2200 et 0200. Passant par Schรถnbiel, Tete-Blanche, Col de Bertol, Plans de Bertol, Arolla, Col de Riedmatten, La Barma, Rosablanche, Col de la Chaux, Les Ruinettes. 3. Arrivee aVerbier. 1.

2.

Les guides Sa/amin ont mis moins de 8 heures pour reussir ce parcours en 1984. L'edition 1986 a ete interrompue par le mauvais temps. Mon diagramme de course 1986 est le temoignage eloquent des difficultes meteorologiques (et autres) rencontrees, surtout a la descente . Ces departs en masse, d'un Zermatt en fete et illumine, sont extraordinaires. Une ambiance de grand marathon regne. Les concurrents se jaugent du regard, comparent leur materiel (skis de fond avec aretes et legerement plus larges, fixations et chaussures aussi legeres que possible, mais cependant conformes au reglement). Les lampes frontales ponctuent un long serpent jusqu'a TeteBlanche (entre 3400 et 3600 m selon les erreurs d'orientation). Environ 1000 concurrents sur le grand parcours. Les appareils radio de chaque patrouille sont sur ecoute. Les choses semblent se gater sur les hauts. Des appels de detresse se font entendre, mais chacun pour soi, et tous pour une victoire. La montee a Tete-Blanche devient en elfet un calvaire. Le vent soume du Nord-NordQuest. La temperature est d'environ - 20 degres (compte tenu du vent violent). Les parties droites du corps, si elles ne sont pas suffisamment protegees, sont frigorifiees a bref delai. Personne ne veut enlever ses peaux, de peur de se geIer les mains. A Tete-Blanche, jusqu'au Col de Bertol (et pourtant c'est en grande partie de la descente) la quasi-totalite des concurrents les ont gardees. Au Col de Bertol, on ne voit pas a 10 metres. La pente raide jusqu'a Arolla oblige les coureurs a risquer 128


les gelures par l' enlevement des peaux. Pas question de serrer ses chaussures I 11 faut vite descendre. Des avalanches sournoises pourraient nous surprendre. 11 neige enormement. Arrivee aArolla. Neutralisation. Delivrance. La Course 1986 est arretee. Sage decision qui est la preuve du serieux et du sens des responsabilites de ses organisateurs et qui temoigne aussi que parfois, la montagne est plus forte que le skieur. Haute route du Valais, SAS de tout bord et de tout grade, je vous donne rendez-vous a Zermatt pour l'edition 19881

ANNEXE AU DIPLÖME DIAGRAJlJlE DE COORSE (COURSE ARRETEE A AROLLA Mliv~FON DES MAUVAlSES CONDITlONSJ_

JlAJOR DE WECK DOJlINIQUE,

1206 GENEVE

CAPITAINE AUJlONIER RIGG BERNARD, 1854 LEYSIN PREJlIER-LIFVTENANT HEFTI ANDRE, 1854 LEYSIN

TEMPS :

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Verbier

8H . 36M • aas .

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EDITlON 1986 19/20 AVRIL

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MAJOR CHARL Y GOLA Y AUSBILDNER VON SKISOLDATEN

Charly Golay, SAS Zürich, hat seinen Wohnort Pontresina in den Jahren des Zweiten Weltkrieges 1939- 1945 als Ski Of der Geb Br 12 zur berühmten Hochgebirgsgarnison durch die von ihm geführten militärischen Skikurse entwickelt, wo Hunderttausende von Soldaten begeistert ihre Winterausbildung erhielten. Der eigentliche Impuls zu Höchstleistungen durch das Militär im winterlichen Gebirge war die Besteigung des PiZ Palü (3905 m) noch vor Kriegsausbruch durch Angehörige der Geb Br 12. Erst nach dieser Leistung von 16o Skisoldaten wurde in den Geb Br 10 und I I der Befehl aufgehoben, dass die Truppe die Höhenguote von 3000 m nicht überschreiten dürfe. Am 21. März 1940 gelang Major Golay die Skibesteigung des PiZ Bernina (4049 m) mit 70 Mann ab Boval- und 70 Mann ab Diavolezza-Hütte. Abmarsch beider Det 02.00, die sich genau nach Marschtabelle beim «Buuch» zusammenschlossen. Über Crast'agüzza-Sattel und Spallagrat stand punkt 10.00 der letzte Mann auf dem Gipfel. Abfahrt nach Morteratsch und von dort - weil damals keine Bahntransporte bewilligt wurden - in total 17 1'2 Stunden nach Pontresina. Von den Dutzenden so anspruchsvollen Unternehmungen in marschmässiger Ausrüstung mit den Waffen sei nur noch erwähnt die waghalsige Besteigung des PiZZo Bianco (3995 m) über den Biancograt mit 70 Mann am 24. März 1943 von der Tschiervahütte aus . Abmarsch °3.00 auf Ski zur

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I

Charl y G o lay, SAS Zürich, als 83 jähriger Teiln ehmer des

13 °

12.

Engadiner-Skimarathons


Fuorcla Prievlusa, dann in Seilschaften von drei bis fünf Mann über die eisige Himmelsleiter zum Pizzo Bianco . Wegen vielen Neuschnees und Wetterverschlechterung um 14.00 Aufgabe des Plans, den Piz Bernina zu überschreiten. Für eine so gros se Kolonne äusserst heikler Abstieg zur Fcla Prievlusa, mit nächtlicher Abfahrt ohne Licht zur Tschiervahütte. Jeder Rückzug im Militär wie in den Bergen hat seine Schwierigkeiten - hier waren es aber ganz besondere. Die Zuverlässigkeit der Truppe, bei jedem Steigeisen tritt auf dem schmalen Eisgrat einen Fehltritt während des fünfstiindigen Abstiegs zu vermeiden, ist eine staunenswerte Leistung der Mannschaft, deren Kdt für die damit übernommene Verantwortung nicht zu beneiden war. Solche Leistungen können nicht befohlen, sondern nur von einer Gruppe gegeben werden, die den militärisch wertvollen Grundsatz hat: Je grösser das Wagnis, um so höher die Einsatzfreude. Ein solches Erlebnis geht für die Teilnehmer auch dann nicht zu Ende, wenn sie wie alle inzwischen ihre U niform zum letzten Mal ausgezogen haben. Charly Golay ist auch insofern eine besonders markante Figur im SAS, als er bis jetz 85 Jahre lang Ski fährt und heute noch als 88jähriger an Langläufen teilnimmt. Seit dem I. Engadiner Marathon im Jahre 1969 war er dabei, damals mit 72 Jahren aufTourenski. 13 «Engadiner» hat er durchgestanden. Damit hat ein SASler den schönsten Beweis dafür erbracht, dass Langlauf auch im Alter gesund ist. Ueli CampelI, SAS Zürich

*** Major Golay hat mich vom ersten Moment des durch die Besteigung des Piz Palü in die Geschichte eingegangenen Hochgebirgskurses fasziniert. Schlagartig war der Militärdienst von all dem befreit, was ich stets als überflüssigen Ballast empfand und den Enthusiasmus in Langeweile zu ersticken pflegte: Herumstehen, Auslegeordnung, Kontrollen, Einführungsvorträge, nur langsame Steigerung der Anforderungen, absurde Tenue-Vorschriften, falsch verstandene abstrakte militärische Disziplin, kurz, all diese Nebenerscheinungen, die von einigen geschätzt, von anderen verabscheut, aber von allen fatalistisch als unvermeidlich hingenommen wurden.

Besteigung des Pizzo Bianco (3995 m) über den Biancograt mit 70 Mann am 24. März 1943 von der Tschiervahütte aus


Da stand der Mann, in einer selbst entworfenen Uniform: der hohe Stehkragen war durch einen Ablegekragen ersetzt! Wie hat er dies wagen können, ohne abgesetzt zu werden oder in Festungshaft zu sitzen? Eines war sicher: der Mann hatte Mut und den Sinn für das Wesentliche. Alle Nebensächlichkeiten wurden mit grosszügiger Geste weggewischt, um an ihre Stelle nur eines zu setzen: die Leistung. Nach Ankunft im Bahnhof Pontresina erwarteten wir den Ablauf eines üblichen, eintönigen, bequemen Einrückungstages. Doch weit gefehlt! Sofortiger Abmarsch mit Vollpackung auf den Piz Languard! Der Aufstieg war lang und beschwerlich, das Ziel wurde erst beim Einnachten erreicht. Die Schwierigkeiten nahmen beim Abstieg und der Abfahrt in der Dunkelheit und bissiger Kälte zu. Viele waren den Anforderungen nicht gewachsen. Doch gab es keine kleinlichen Rücksichtnahmen. Die Guten und Tüchtigen vorne und so rasch wie möglich herunter, die Schlechten hatten sich durchzuschlagen, wie sie konnten. Ich hatte als San Of die Aufgabe des Schlussmannes: gute Worte hier, scharfe Befehle dort, vorübergehende Übernahme einer Vollpackung, Reparatur einer Bindung. Inmitten dieser Nachhut der Untüchtigen unwillkürlich das Beresina-Lied vor sich her summend. Doch es gab keine Toten und Verletzten, jedoch eine scharfe Selektion. Alle, die einen gewissen Zeitabstand gegenüber der Spitze überschritten hatten - und es war etwa ein Drittel - , wurden am nächsten Tage nach Hause geschickt. Einige Tage später erfolgte eine ähnliche zweite Selektion. So war eine Gebirgs-Kp gebildet, der man grössere Leistungen wie Pontresina- Piz Palü und zurück und kurz darauf Marsch Pontresina- Piz Kesch- Davos und dann im Schneesturm nach Arosa zumuten konnte und von den einzelnen nicht einmal als etwas Besonderes empfunden wurden. Die wirkliche Leistung am Piz Palü wurde durch die Spurpatrouille erbracht. Das Verdienst des Unternehmens gehört jedoch ganz Major Golay. Es brauchte unerhörten Mut, mit der Routine zu brechen und die Verantwortung für ein waghalsig erscheinendes Unterfangen zu übernehmen. Unser Beitrag bestand darin, dass wir ihn moralisch unterstützten, dass wir mit seiner Auffassung einig gingen und ihn unseren Enthusiasmus spüren liessen. Gebirgsmärsche sind keine Schulausflüge. Es gilt, einen bestimmten Punkt in einer bestimmten Zeit zu erreichen und einsatzbereit zu sein, den in jenen Jahren noch existierenden Kasernenton und die Kasernendisziplin durch Anpassung an die Anforderungen, durch Kameradschaft und Freude an der Leistung zu ersetzen. Es herrschte, wie immer nach einer vollbrachten Tat, gute Laune bis zur Hochstimmung, eine Atmosphäre, wie sie im SAS vor oder nach einem wichtigen Rennen üblich war. Major Golay war ein Musterbeispiel eines sAslers, frei von einem kleinlichen Formalismus, schulmässiger Pedanterie und tierischem Ernst, aber zur Stelle, wenn es darauf ankam. Diese Mentalität sprang auf alle über, und wohl nie hat ihn einer enttäuscht. Jeder ist von ihm in Pontresina geprägt worden und hat diese damals beinahe revolutionäre ganz auf Leistung und guter Laune beruhende Dienstauffassung in seine Einheit zurückgebracht. Der Aktivdienst ist so für viele, ohne dass sie es wissen konnten, durch Major Golay geprägt worden. Und auch nachher im Zivilleben hat sein Einfluss für viele weitergewirkt. Ein Problem nach Rezept Golay anzupacken heisst, sich drei Fragen zu stellen: I . Ist das Ziel vernünftigerweise erreichbar? 2. Welche Schwierigkeiten sind unumgänglich und}. - und dies ist Golay-spezifisch - welche Erschwernisse sind künstlich gemacht, rein administrativer, formalistischer Natur und können und müssen also gestrichen und ignoriert werden? Golay hätte den Gordischen Knoten durchschnitten, wenn ihm nicht Alexander zuvorgekommen wäre, und auch das Ei von Columbus könnte seinen Namen tragen. Er war der Mann der direkten Linie, der geniale Vereinfacher. Über allem stand sein Mut zur Übernahme der Verantwortung und seine persönliche Freude an einer grossen, aber von allen mit guter Laune erbrachten Leistung. Alle seine ehemaligen Skisoldaten sind zeitlebens von ihm geprägt, was ihn zu Recht mit grösster Genugtuung erfüllen darf. Hans-Ueli Buff, SAS Zürich


SAS-EXPEDITION 1984: BOLIVIEN Christoph Schmid, SAS Zürich

Nach vergleichsweise «zivilisierten» Ausflügen in die kanadischen Rockies (1982) und zum Ararat (1983) stand im Sommer 1984 ein neuer Höhepunkt bevor. Die siebzehnte Expedition Hans Grimmscher Zählweise sollte uns in die bolivianischen Anden auf die Sechstausender der Cordillera Real führen. Entsprechend hochgespannte Erwartungen hegte die Zehnerschaft schwerbepackter sAsler, die sich an einem aussergewöhnlich heissen Julimorgen aus Zürich verabschiedete. RAUHER EMPFANG AUF DEM ALTIPLANO Schon der erste Kontakt mit Boliviens Boden machte klar: Ganz so einfach, wie sich's der eine oder andere wohl vorgestellt hatte, würde es nicht werden. Morgens 5.30 Uhr, stockfinstere Nacht, bitterkalt (0 °C) und ... unglaublich dünne Luft auf dem «EI Altm>, dem auf 4100 Metern ü. M. gelegenen «Aeropuerto Internacional» von La Paz. Der kurze Gang vom Flugfeld zur Zollabfertigung und Gepäckannahme geriet unerwartet zur ersten Parforceleistung, die sonst allgegenwärtigen faulen Sprüche verstummten. Manch einer schielte verstohlen auf Sauerstoffiaschen, die zum Wohle der Flugpassagiere spalierartig den Weg säumen. Noch ist eine Fahrt zu überstehen, die uns hinunterbringen soll nach La Paz, in den riesigen, 400 bis 600 Meter tiefer liegenden Kessel, der einer römischen Arena gleich inmitten des bolivianischen Altiplanos liegt. Ohne Licht und Bremse, mehr Seifenkiste denn Taxi, in rasender Fahrt und zu einem horrenden Preis, ausgehandelt unter geschickter Ausnützung der offensichtlichen Erschöpfung der Gäste - wahrlich ein herrliches Gefühl, in Südamerika zu sein. KRISENSITZUNG IM GRAND HOTEL SUCRE Ort: Das Grand Hotel Sucre, altehrwürdiges erstes Hotel der Luxusklasse in Bolivien. Mittlerweile etwas heruntergekommen, aber komfortabel und - dank galoppierender, in nur zwanzig Tagen sich verdoppelnder Inflation - preisgünstig genug, um als feste Basis für die gesamte Dauer unseres Aufenthaltes zu dienen. Das «Sucre» liegt inmitten des Geschäftszentrums von La Paz, dieser faszinierenden 700000-Seelen-Stadt, in der die Luxusquartiere tiefer liegen als die Slums. Anlass: Krisensitzung, verursacht durch die Korruptheit devisengieriger Zollbeamter, welche die Herausgabe unseres Cargogepäcks von der Entrichtung einer konfiskatorisch hohen Gebühr abhängig machen wollten. Dies bedeutete: keine Zelte, keine Gebirgsausrüstung, insbesondere keine Bergschuhe. Es zwang uns zur Neuordnung des wohldurchdachten, mit Sorgfalt aus Akklimatisations-, Einlauf- und Bergbesteigungsphasen zusammengefügten Kalenders. Es sollte nicht die letzte Sitzung dieser Art sein. Trotz umfangreicher Bemühungen gelang es uns erst nach einer vollen Woche, die unentbehrliche Fracht aus den Fängen des Zolls zu befreien. Weit schwieriger als erwartet erwies sich zudem die Beschaffung geeigneter Geländefahrzeuge. Immer wieder Anlass also, die Meinungsbildung innerhalb eines typisch demokratisch-pluralistischen Schweizer (sAsler) Grüppchens zu üben. 133


MIT TURNSCHUHEN AUF 5000 METERN Ungenutzt liessen wir die Zeit nicht verstreichen. Von Dres Schild, unserem wie immer zuverlässigen und kompetenten Führer und Kamerad umsichtig geleitet, machten wir uns auf - «faute d'equipement» auf schneefreier Route - , erste Gipfel zu erklimmen: Incachaca (5030 m) und Colequejahui (5200 m). Erste Glücksgefühle auch, für manchen wohl etwas Erleichterung: Mit ruhiger, geradezu phlegmatischer Gangart war diese Höhe durchaus zu bewältigen. Fantastische Ausblicke zudem! Zur Linken in 20 km Entfernung die Hauptstadt La Paz, zur Rechten die endlose, mächtige Reihe eisbedeckter Gipfel der Cordillera Real, dazwischen der Altiplano, flach, öd, unendlich weit bis hin zum Titicacasee.

Murrurata, j 889 m (Bolivien)

Unvergessliche Eindrücke hinterliessen auch die Reise zu den Inka-Ruinen von Tiwanaku sowie die schon fast heroische, I 1000 Höhenmeter überwindende Jeep-Fahrt in die Yungas, den westlichen Teil des bolivianischen Urwaldgebietes. Während wir beim ersten Ausflug mit dem Verlust einer Frontscheibe unseres Jeeps glimpflich davonkamen, bestehen heute noch Meinungsverschiedenheiten über den Akklimatisationsnutzen der zweitgenannten Reise. UNTERWEGS IM JEEP Kaum war das Ausrüstungsproblem (endlich!) gelöst, ging's so richtig los. Auf Schnee, Gletscher, mit Steigeisen und Ski, bei früheren Tagwachen und späterer Rückkehr immer höher und höher: Chakiri (5300 m), Chacaltaya (5400 m) und Maria Lloco (5500 m). Unentbehrliches Hilfsmittel unserer Touren blieb der Jeep. Aufbruch frühmorgens bei Kälte und Dunkelheit, zusammengepfercht, schläfrig, fröstelnd. Gespenstig anmutende Fahrt hinauf zum Altiplano, je höher, desto dunkler und ärmer die Quartiere, zurücklassend tief unter uns das Lichtermeer des weltstadtähnlich wirkenden Zentrums von La Paz. Dann schon bald Naturstrasse, einspurig, von Schlaglöchern durchsetzt. Im Schrittempo geht's der Cordillera Real entgegen, deren Gipfel sich vor dem Hintergrund des erwachenden Morgens gestochen scharf abzeichnen. Die riesige Hochebene ist trocken, steinig, ja wüstenartig, kaum in der Lage, extensive Viehwirtschaft (Schafe, Lamas) zu ermöglichen. Unglaublich, dass sich in solch unwirtlicher Gegend je eine Kultur wie die der Inka


entwickeln konnte. Die ärmlichen Indiossiedlungen, die wir gelegentlich am Wegrand lassen, legen ein deutliches Zeugnis von der Schwierigkeit des Überlebens ab. Unerbittlich muss die Fahrt weitergehen, die endlose Schüttlerei wird zur Qual, gerade dort, wo von Strasse keine Rede mehr sein kann und auch ein Weg sich kaum mehr erkennen lässt, mit Allrad- und Geländegang, oft bis zum Gletscherfuss. Nicht anders die Rückfahrt, zwölf Stunden später, bei einbrechender Dunkelheit. Veränderte Gefühle allerdings: Zufriedene Müdigkeit, ja Erschöpfung macht sich breit, denn bezwungen ist der Berg und herrlich die Erinnerung an Aussicht und Abfahrt über unberührten Gletscherschnee. Die Vorfreude auf warme Dusche und kaltes Bier lässt selbst den brummenden Schädel, unausweichliche Folge des schnellen Abstiegs auf solcher Höhe, vergessen.

Von links: Urs Jäger, Urs Egli, Alex Reinhart (stehend), Christoph Schmid, Dres Schild

ROMANTIK DES HÖHENBIWAKS In der dritten Woche ändert sich der Rhythmus. Pequeno Alpo Mayo (5450 m) und Murrurata (5889 m) lassen sich in einem Tage nicht besteigen. So kommt sie endlich zum Zuge, die voluminöse Zelt- und Kochausrüstung, derenthalben wir uns so bemüht haben am Zoll, die neubeschafften Daunenartikel und geborgten Stirnlampen .. . ! Doch im bolivianischen Winter, auf knapp 5000 Metern, kann die Romantik einer Biwaknacht leicht zum Alptraum werden. Frühe, endlose Dunkelheit bei bissiger Kälte (bis - I 5 0q, trotz müder Glieder und pharmazeutischer Hilfe unruhiger, wenig erholsamer Schlaf. Und bei alledem die Gewissheit, dass bei Dunkelheit und unter eisbehangener Zeltblache mit der Tagwache das Unangenehmste noch bevorsteht. In dieser Situation hilft ein altes Schweizer Rezept. Das Zweierzelt wird zum Stammtisch, wo die Enge etwas Wärme und der Slalommatch Erregung schafft; vor lauter Glückseligkeit vergeuden die triumphalen Sieger ihre letzten Schokoladevorräte. AUF DEM GIPFEL Sechsmal waren wir auf Fünftausendern gewesen. Der Illimani, Wahrzeichen von La Paz und mit 6400 Metern höchster Gipfel der Cordillera Real, war als Höhepunkt und Abschluss gedacht. Aus

Zeitmangel mussten wir schweren Herzens auf seine Besteigung verzichten, da diese mindestens


drei Tage in Anspruch genommen hätte. Sollten wir deswegen enttäuscht sein? Keinesfalls. Der Murrurata, unser letzter Streich, höchster Gipfel eines Gletschermassives von ungeheurem Ausmass - hier sollen konkrete Pläne für die Erstellung des grössten Gletscherskigebietes der Welt bestehen -, war uns an Herausforderung und Erlebnis gewiss genug. Noch früherer Aufbruch, noch längerer, unendlich scheinender Aufstieg, noch kürzere Schritte als gewohnt, unterbrochen durch längere Intervalle. Auf dieser Höhe verstummte gar die sonst unvermeidliche, oft populärwissenschaftlich gefärbte Diskussion über den Flüssigkeitsbedarf alpiner Berggänger. Nach sieben Stunden Schwerarbeit war's geschafft. Handschlag, Gipfelfoto. Hurra - was gibt's Schöneres, als zuoberst zu stehen und sich auf eine unvergleichlich lange Gletscherabfahrt zu freuen. Herzlichen Dank Hans Grimm, Dres Schild und Alpin-Stiftung: Kein Zweifel, wir kommen wieder.

*** SKITOURENWOCHE 1986 Bergell-Fornogebiet

Teilnehmer der Tourenwoche: stehend von links: Herben Trachsel, Thomas Hug, Philipp Weber, Nils Glatthard, Katrin Flückiger, Felix Steinebrunner, Marianne Steinebrunner, Jürg Schweizer, Dres Schild (Tourenleiter). Kniend von links: Charly Wurstemberger, Patrick Benz, Marc Achermann, Thomas Steinebrunner, Walter Weder. Liegend: Markus J ungo, Christoph Schmid

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EIS LAWINEN IN FIRNGEBIETEN Jürg Alean, Bülach

Frühmorgens am 5. Juli 1984 erreichte mich der Telefonanruf des aufgeregten Herrn Gabriel von der Hochalpinen Forschungsstation Jungfraujoch: Die ganz grosse Eislawine sei jetzt gekommen, sie hätte um 3 Uhr morgens einen solchen Lärm gemacht, dass er aus dem Bett gefallen sei, und ich müsste unbedingt und sofort auf das Joch kommen, so etwas hätte ich noch nie gesehen. Herr Gabriel und Herr Baumann - ebenfalls von der Forschungsstation - hatten für mich vom Frühjahr 1982 bis zum Herbst 1983 bei guter Sicht täglich die Südflanke des Mönchs photographiert. Dadurch entstand eine wohl einmalige Serie von Aufnahmen, die weitgehend lückenlos die Eisabbruchtätigkeit eines Hängegletschers während mehr als eines Jahres dokumentiert. Die Beobachtungen erfolgten im Rahmen eines grösseren Forschungsprogrammes zur Untersuchung der Entstehungsbedingungen und Reichweiten von Eislawinen. Sowohl die Mattmark-Katastrophe von 1965 (88 Todesopfer in der 1 Million m 3 gros sen Eislawine vom Allalingletscher) als auch die wachsende Zahl von notwendigen Risikobeurteilungen im Zusammenhang mit Anlagen von Wasserkraftwerken und touristischen Installationen in der Nähe anderer gefährlicher Alpengletscher waren Anlass für diese Studie. Auf Luftphotos und durch Feldaufnahmen konnten weit über 100 Eislawinen dokumentiert werden. Die Interpretation der gesammelten Daten erlaubt derzeit eine zwar erst grobe, in der Praxis aber bereits nutzbringende Klassifizierung von Anrisszonen (Entstehungsgebiet der Eislawinen) mit bestimmten maximalen zu erwartenden Absturzkubaturen und eine ebenso grobe Prognose der maximalen Reichweite der niedergehenden Eistrümmer. Die Ergebnisse der erwähnten Arbeit sind in allgemein verständlicher, aber gedrängter Form in (1) und im Detail in (2), (3) und (4) dargestellt. Selbstverständlich interessieren sich Bergsteiger für Eisabbrüche. Kann man Alpinisten Faustregeln über Eislawinen mit auf den Weg geben? Die Antwort fällt derzeit vorsichtig positiv aus und soll für bestimmte Situationen hier versucht werden. Besonderes Gewicht sei auf die Beschreibung derjenigen Charakteristika steiler Gletscher gelegt, die der Alpinist nicht beurteilen kann. ENTSTEHUNG VON EISLAWINEN Eine oder mehrere Millionen m 3 messende Eislawinen sind selten. Alle bekannten derartigen Fälle ereigneten sich in den Monaten Juli bis inklusive Oktober von gleichmässig steilen, Dutzende Meter breiten und Hunderte Meter langen Anrisszonen einiger weniger Alpengletscher (z. B. Allalin-, Altels-, Balmhorn- und Fletschhorngletscher in den Schweizer Alpen sowie Bockkarkees in der Hohen Tauern). Derartige Riesenlawinen können vom Alpinisten nicht vorausgesehen werden, bilden aber für ihn wegen ihres seltenen Auftretens eine geringere Gefahr als die nachfolgend beschriebenen, kleineren Eislawinen. An Hängegletschern oder an steilen Abbruchfronten, bei denen das Gletschereis über eine markante Gefällstufe fliesst und immer wieder abbricht, entstehen täglich irgendwo in der Schweiz Dutzende von kleineren (bis einige 1000 m 3 ) und etwas seltener auch grössere (bis einige


m 3) Eisabbrüche. Ein Beispiel einer solchen Anrisszone ist die rund 50 m hohe Eisfront am südlichen Hängegletscher des Mönchs (vergleiche Aufnahme I und Längsprofil). Kann man bei einem solchen Hängegletscher zuverlässig beurteilen, ob sich ein Abbruch ereignen wird oder nicht? Die Antwort heisst eindeutig: nein! Die 62 im photographischen Beobachtungsprogramm dokumentierten Abbrüche erfolgten zu jeder Jahreszeit, bei jeder Witterung und somit mit grösster Wahrscheinlichkeit auch zu jeder beliebigen Tageszeit. Kleinere Abbrüche können grössere ankündigen, grosse können aber auch völlig überraschend niedergehen. Eisabbrüche sind bezüglich ihrer Entstehungsart nicht mit Schneelawinen zu vergleichen! Das Spaltenbild gibt denkbar unzuverlässige Auskunft über die Eismenge, die niedergehen könnte. Eine riesige Eislamelle von rund 400000 m 3 Volumen am südlichen Hängegletscher des 100000

Eislawine von 300000 m 3 Volumen vo m südlichen Hängegletscher des Mönch. Sturzdatum: 5. Juli 1984, Aufnahme 7. Juli 1984. D er grosse E isbloc k am vorderen und unteren Ende der E islawinenabla gerung hat allein ein Volumen von rund 1000 m 3 . Photo J.Alean Oben rechts : E islaw ine vom 5.Juli 1985 am süd lich en Hängegletscher des Mönch. Die Höhenlinien geben die Topographie vor dem Niedergang der Lawine wieder. Grosse Eisblöcke sind als schwarze Flecken eingetragen. Die Blöcke B I und B 2 haben je Kubaturen von etwa 1000 m3 . M 1 bis M 5 sind Gleitrnassen von durchschnittlich 5 bis 6 m Dicke. Das Längsprofil (anderes Schema) geht durch die Punkte A, A I und den Block B 2

Mönchs sah im Frühjahr 1982 höchst gefährlich aus. In der Folge brach das Eis jedoch über den Zeitraum eines ganzen Jahres in zahlreichen «kleinen» Portionen ab, von denen nur eine 60000 m 3 Volumen erreichte (ein Siebtel des Lamellenvolumens). Ganz anders 1984: Die eingangs erwähnte Eislawine vom 5. Juli 1984 entstand als ein plötzlicher Absturz einer sehr ähnlichen Lamelle. Wahrscheinlich erfolgten keine nennenswerten Vorstürze und sicher keine grösseren Nachstürze. Feldmessungen ergaben, dass rund 300000 m 3 Eis niedergegangen waren. Diese Menge entspricht etwa dem gesamten jährlichen Eisumsatz des Hängegletschers (jährliche, auf dem Hängegletscher permanent abgelagerte Schneemasse oder jährlich als Eisabbrüche niedergehende Eismenge). REICHWEITEN VON E ISLAWINEN IN FIRN GEBIETEN Eisabbrüche lassen sich höchstens mit grossem instrumentellem Aufwand vom Experten innerhalb gewisser Grenzen voraussagen. Für den Bergsteiger ist die Absturzprognose praktisch 13 8


unmöglich. Er muss somit die Gefahrenzone entweder möglichst rasch durchqueren oder im Idealfall ganz meiden. Wie g ross ist nun diese Gefahrenzone? Vom Hängegletscher bricht Eis zunächst als recht kompakte Masse nieder. Beim ersten Aufschlag auf darunterliegendes Gelände zerbirst die Masse in Millionen von Trümmern, die beim Weiterstürzen gegeneinanderprallen und sich gegenseitig weiter zerklei nern. Dabei entsteht auch ein feiner Eisstaub, der als weisse Wolke die niedergehenden E istrümmer verbirgt. Das E rscheinungsbild gleicht dann einer (Schnee-)Staublawine. Wie weit die Eislawine fliesst, häng t einerseits von der Intensität der Kollisionen der Eistrümmer und andererseits von der Reibung am Boden ab. Sehr grosse Eislawinen überwinden im Normalfall die Bodenreibung besonders gut und fliessen meist weiter als kleinere.

Schleifspuren der grossen Eislawine vom 5. Juli 1984 vom Mönch. Auf Firnoberflächen, w ie hier auf dem Jungfraufirn , erreichen Eislawinen besonders grosse Reichweiten Photo J. Alean

Im einzelnen sind die Faktoren, die die Reichweite beeinflussen, sehr kompliziert und selbst vom Fachmann nur mit Mühe und nie vollständig auseinanderzuhalten. Ein Beispiel: Erste Eislawinen können die Sturzbahn über einem grobblockigen Moränenfeld oder über einem spaltenreichen Gletscher derart aus glätten , dass selbst wesentlich kleinere nachfolgende Eislawinen weit über die früher abgelagerten Eistrümmer hinausschiessen können. Der Rand eines Eistrümmerkegels sollte somit stets gemieden werden. Stürzt das Eis, wie beim Hängegletscher in der Südflanke des Mönchs, nur über einige Dutzend Meter auf eine gleichförmige Firnoberfläche, werden die Vorgänge überschaubarer: Es geht beim Aufprall wenig Energie verloren, die Eisrnasse wird sehr unvollständig zertrümmert, so dass auch wenig mechanische Energie innerhalb der Lawine verlorengeht. Die Gleitreibung auf der Firnoberfläche wird zum dominanten Bremsprozess. Die mechanischen Eigenschaften dieser Firnoberfläche sind zudem immer etwa die gleichen, vorausgesetzt, sie ist nicht von vielen Spalten unterbrochen. In dieser Situation bieten Eislawinenablagerungen ein spektakuläres Bild: Eistrümmer von bis über 10 m Kantenlänge und mehr als 1000 m 3 Volumen überleben den Sturz (vergleiche Aufnahmen und Karte). Ausserdem bilden sich oft kolossale Haufen von verzahnten Eistrümmern, die wie Schlitten als zusammenhängende Masse über den Firn gleiten und tief gefurchte Spuren


hinterlassen. Die Eislawine vom 5. Juli 1984 am Mönch wies fünf besonders schöne, sogenannte «Gleitrnassen» mit Kubaturen zwischen 15 000 und 50000 m 3 auf. Beinahe die Hälfte der Eismenge der Lawine war in diesen fünf Gleitrnassen enthalten. Bei einem maximalen Höhenunterschied vom obersten Punkt der Abbruchfront bis zum tiefsten Punkt der Ablagerung von rund 200 Höhenmeter hatte die Eislawine eine horizontale Reichweite von über 650 m zurückgelegt (vergleiche Längsprofil). Das mittlere Gefälle der Lawine, das sogenannte «Pauschalgefälle», beträgt somit 34 Prozent (entsprechend einem Winkel von 19 °). Ein solcher Gefällswinkel wirkt in der Natur so flach, dass sich die wenigsten Alpinisten vorzustellen vermögen, dass Eislawinen so weit flies sen können. Es sei gleich hier nachdrücklich betont, dass viele Eislawinen auch in Firngebieten in bezug auf ihre Sturzhöhe wesentlich kleinere

D er gleiche E isblock wie in Bild Nr. '4. Die vom Block im Firn eingegrabene Schleifspur ist fast

JOO

m lang

Längsprofil durch die grosse E islawine vom Hängegletscher des Mönch am j. Juli 198j . Strichliert ist die E isrnasse vor dem Abbruch eingetragen, darunter die mutmassliche Form des Felsuntergrundes. D er Eisblock B, hat ein Volumen von 1000

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3

identifiziert werden. m . Er kann in der Karte

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Reichweiten und somit grössere Pauschalgefälle erreichen, d. h. «weniger gefährlich» sind. Als Grenzwert für Eislawinen auf Firnoberflächen hat sich jedoch im Laufe der Untersuchungen ein Pauschalgefälle von 30 Prozent (entsprechend 17 °) herausgeschält (die horizontale Reichweite hängt natürlich von der Geländeform ab und ist im Gegensatz zum Pauschalgefälle allein kein physikalisch vernünftiger Parameter zur Beschreibung von Eislawinen). Mit anderen Worten: Steht man horizontal dreieinhalbmal weiter vom oberen Rand der Abbruchzone entfernt als der entsprechende Höhenunterschied, befindet man sich am äusseren Rand der Gefahrenzone (die Wirkung des Luftdruckes ist schlecht bekannt und kann noch weiter reichen).


Wie ist aber der Einfluss des Lawinenvolumens auf die Reichweite? Die überraschende Antwort lautet: Bei Extremreichweiten spielt auf Firngleitbahnen das Volumen keine Rolle. Extrem kleine Pauschalgefalle wurden von sehr kleinen bis sehr grossen Eislawinen erreicht. Wohlgemerkt, dies gilt nicht auf Sturzbahnen über apere Gletscher und Gletschervorfelder. Die Pauschalgefalle sind dort meist grösser, d. h . die Reichweiten im Verhältnis zur Sturzhöhe kleiner, und das Lawinenvolumen beeinflusst dort die Reichweite. Weshalb sind aber aufFirnoberfläche die Maximalreichweiten von Eislawinen unabhängig von der Kubatur? Obwohl die Vorgänge beim Niedergang der Eistrümmer keineswegs vollständig verstanden sind, kann folgende Überlegung zum Verständnis beitragen: Eine doppelt so gros se Masse hat zwar die doppelte potentielle Energie (Schwerkraft), entwickelt beim Niedergleiten aber auch eine doppelt so grosse Bodenreibung (Coulombsches Reibungsgesetz). Dies gilt am ehesten für Gleiten von einzelnen Blöcken und Gleitmassen. Bei Flüssigkeiten und turbulent fliessenden Eislawinen sind die Vorgänge komplizierter. Zusammengefasst: Zwar erreichen Eislawinen auf Firnoberflächen bei relativ kleinen Höhenunterschieden sehr grosse Reichweiten, doch sind die maximalen Auslaufstrecken auf ähnlichem Gelände unabhängig von der Kubatur etwa gleich. Bei Eislawinen von weniger als I Million m 3 Kubatur wurden auf Firnoberflächen nie Pauschalgefalle von weniger als 30 Prozent registriert. EIN EINZELNER EISBLOCK E in seltenes Ereignis, ebenfalls an der Mönch-Südflanke, mag das Erklärte besonders eindrücklich illustrieren. Am 15. Mai 1982 fiel ein einzelner Eisblock aus der Eiswand und glitt bis weit über die Wegspur zum oberen Mönchsjoch auf den Jungfraufirn hinaus. Selbstverständlich entging auch dieses Ereignis Herrn Gabriel nicht, der auch damals Alarm schlug. Die trigonometrische Lagevermessung am nächsten Tag ergab, dass der Block fast 500 m weit geglitten war und ein Pauschalgefalle von 32 Prozent erreicht hatte. Damit schob er sich bezüglich dem Verhältnis Sturzhöhe zu Reichweite in die Kategorie von 300000 m 3 grossen Eislawinen ein. Angesichts der bescheidenen Ausmasse von 2,8 X 4,5 X 6 moder 55m3 ein zunächst erstaunliches Verhalten. Es bestätigt aber genau die oben beschriebenen, vereinfachenden Ansätze. Einzeln abstürzende Eisblöcke sind selten, kleine Eislawinen demgegenüber keineswegs . Die Gefahrenzonen unterhalb von Hängegletschern sind weiter ausgedehnt, als es der «gesunde Menschenverstand» erahnen lässt. Weitere Literatur zum Thema E islaw inen: (1) «Eislawinem>, Die Alpen, Zeitschrift des Schweizerischen A lpenclubs, 1985 III , p . 121- '32 (J. Alean). (z) «Unters uchungen über Entstehun gsbeding un gen und Reichweiten von Eislawi nem>, Mitteilungen der Versuchsanstalt für Wasserbau , H ydrolog ie und Glaziologie der E TH Z ürich, Nr. 74. Identisch mit Dissertatio n ETH N qj89 (J.Alean). (3) <<lee avalanches and a landslide o n Grosser A letschglet-

scher», Zeitschrift für Gletscherkunde und Glazialgeologie, Band 20 , Heft " '984 (J. Alean). (4) <<lee avalanche activity and mass balance of a high altitude hanging glacier in the Swiss Alps», Annal s of Glaciology, Vol. 6, '985, p. ,6,-164 (J.Alean). (5) «Eislaw inen und Au sbrüche von Gletscherseem>, Jahrbuch der Schwe izerischen Naturforschenden Gese llschaft, wi ssenschaftlicher Teil, 1978, Birkhäuser Verlag, p. ' 70- Z1 Z (H. Röthlisberger).

RESUME Selon l'auteur, il n'est pas possible de prevoir avec certitude l'imminence d'une chute de seracs d'un glacier suspendu. Ses observations ont montre qu'une avalanche de glace peut se produire en toute saison, par n'importe quel temps et an'importe quelle heure. Il faut noter l'etendue de la zone dangereuse, illustree par les figures. Une denivellation moyenne de 34 %, par exemple, correspond a une pente si peu inclinee que l'alpiniste s'y croit en seeurite: a tort, car si la masse de glace tombe sur un glacier enneige, il faut prevoir que l'avalanche atteindra une denivellation de 30 %.


WAS MIR AM SAS GEFÄLL T Suzanne Troller, AK, Geneve

Als ich anlässlich einer AH-Woche, in Kaminfeuerstimmung im Kreise lieber sAs-Freunde in der Hotelhalle sitzend, vom SAS schwärmte, bat mich Raoul Imseng, meine Gedanken für den «Schneehasen» zu Papier zu bringen. Über so viel Ehre errötend, sagte ich, wohl vom sAs-Geist beflügelt, zu, in der Hoffnung, dass besagter Geist mir es ermöglichen würde, mir an und für sich Unzugängliches erreichbar und gefügig zu machen. In diesen hehren Seiten Gedanken Wortgestalt verleihen zu dürfen ist eine Ehre, die wenigen gewährt wird, und ganz selten nur, als die Regel bestätigende Ausnahme, weiblichen Personen. Das Bewusstsein, zu den Auserwählten zu gehören, liess mir vor Stolz den Busen schwellen (einiges haben wir glücklicherweise dem Mannsvolk voraus), doch gleich dämpften zitternde Knie den Überschwang: Weshalb war ich als AK, ohne akademischen Abschluss, ausgewählt worden? (Damit keine Missverständnisse entstehen: AK bedeutet in diesem Artikel nicht Arlberg-Kandahar, sondern einfach, in Anlehnung an, ja sogar in wortschöpferischer Entlehnung von den AH: Alte Kusine.) Warum ich, zwar gewesene Skirennläuferin, jedoch nie an Studentenrennen, ich, die vom SAS, vor Kamens Eintritt in mein Leben, nur am Rande gehört hatte, ich, deren Herz zwar voll ist, deren Zunge jedoch wenig sprudelt? Die Antwort auf die Frage, deren Begründung, skizziert uns den Inhalt des gewählten Themas: Noch nie bin ich in einem Club, der sich elitär gibt und der es auch ist, so unvoreingenommen, vorurteilslos, herzlich, freundlich, offen und gutwillig empfangen, fast hätte ich gesagt: aufgenommen worden (doch haftet an diesem Wort der Geruch der Mitgliedschaft), deshalb begnüge ich mich mit: angenommen worden. Und diesen meinen Eindruck einem weiteren Kreis von sAs lern und Ks und AKs mitzuteilen, bat mich der Schriftleiter dieses Jahrbuches. Ich tue es gerne, obwohl ich die Nackenhaare einiger meiner jungen Geschlechtsgenossinnen sträubend drohen sehe: Wir begnügen uns nicht damit, angenommen zu werden. Wir bestehen auf unserem Recht auf Aufnahme! Liebe Genossinnen, seid mir nicht böse, doch ich verstehe euer Problem nicht. Ihr habt vielleicht recht, ihr braucht vielleicht die Bestätigung einer formellen Mitgliedschaft. Doch mir gefällt es eben, in einem angesehenen und bestandenen Männerclub gerngesehener Gast zu sein, und, ganz im Geiste antiker und noch immer gültiger Gastfreundschaft, die Vorrechte des Gastes in Anspruch nehmen zu dürfen. Und weil ich Gewohnheitsgast geworden bin und der «exklusive Herrenclub» es einem gar nicht krummnimmt, wenn man sich bei ihm wie zu Hause fühlt, lege ich manchmal mit Hand an, als wäre ich ein Mitglied. Und keiner verbietet es mir, keiner nimmt es mir übel. Weshalb sollen wir nicht helfen, die Suppe zu kochen, die wir essen? Liebe Studentinnen, was würde euch die formelle Aufnahme in den SAS mehr bringen, als ihr ohnehin schon habt? Den Titel «Mitglied»? Einen Einsitz ins Zentralkomitee? Keines kommt mehr ohne Frauenhilfe aus, alle Männer geben es offen und dankbar zu. Ihr sprecht von Gleichberechtigung. Doch was ihr in Wirklichkeit wollt, ist eine Damenriege im SAS. Oder seid ihr bereit, gleichberechtigt mit den sAslern um Punkte zu kämpfen? Mit Startnummer 110 im sAs-Cup-Rennen in den Kampf zu gehen und euch von den besten (männlichen) sAslern Sekunden abnehmen zu lassen? Wo endet die Gleichberechtigung, zu der ja logischerweise die Gleichverpflichtung gehört? Die unterschiedlichen Beurteilungsmass14 2


stäbe, wie sie von J. Böhm (SAS News Mai 85) aufgezeigt wurden, sind noch nicht aus dem Wege geschafft, und es wird noch viel Denkarbeit von allen Seiten brauchen, um vor Ende dieses grossen Liberalisierungsjahrhunderts neue Beurteilungskriterien für Mann und Frau zu finden. Dazu möchte ich als Frau ein paar Denkanstösse geben: Wollen wir uns denn wirklich mit den Männern vergleichen, uns mit oder an ihnen messen? Wollen wir bestehende Verhaltensmuster der Männer übernehmen? Ich als Frau (traditionsbewusst, eher auf der altmodischen Welle) stehe lieber dafür ein, dass wir unsere Eigenschaften und Fähigkeiten, und es sind uns einige gegeben, die uns vom Manne unterscheiden, entwickeln, ausbauen und dadurch ein neues Verhaltens bild schaffen und neue Freiheiten erobern. Für jene Studentenrennfahrerinnen, die sich nur in einem Club als formelles Mitglied wohl fühlen, scheint es mir zum heutigen Zeitpunkt weiser zu sein, eine eigene Organisation der Studentinnen zu schaffen, eventuell mit dem Status eines dem SAS assoziierten Clubs, als ihre Kraft in einem Kampf um Aufnahme in den Herrenclub zu verschwenden, für die anscheinend der Geist der Mehrzahl der Mitglieder noch nicht geöffnet ist. Aber sei dem wie es wolle, ich verstehe vielleicht das Problem nicht und werde auf keinen Fall mehr sAs-Seiten mit einer Diskussion füllen, die meines Erachtens ad acta gelegt werden sollte: Weshalb sollte ein Männerclub eine Frauenriege aufnehmen? Meines Wissens gibt es dafür keine logische Begründung. Und den Zeitgeist dafür zu bemühen scheint mir zu billig. Und macht es nicht vielleicht eben den Charme des SAS aus, dass der sAs -Geist dem Zeitgeist nicht weicht? Dass seit über 60 Jahren ein Geist gewachsen ist, der jetzt noch aus den Herzen der Alten sprudelt, jene der Mittelalterlichen erfüllt, die Jungherzen überflutet und so eintränkt, dass sie wiederum selber zur Quelle werden können? Wie hat doch der SAS das sogenannte Generationenproblem angepackt? Mit Hochachtung, mit jener Achtung, die die zwischenmenschlichen Beziehungen auf jeder Ebene prägen sollte. In unserer Zeit, wo (fast) kein Junger seinen Altvordern mehr ein Stöckli baut, wird den Jungen von den Alten gelehrt, dass sie zu achten sind. Und weshalb? Nicht aus schierer Tradition gelebter oder mindestens erlebter Jahre, nicht aus dem automatischen «age before beauty». Nein, die Alten werden im SAS von den Jungen anerkannt wegen ihrer Leistungen, der schon vollbrachten wie jener, die sie noch erbringen. Und wenn der 7zjährige Francioli am 50. Italo-Suisse noch durch die Tore fährt, und zwar angriffig, und der Aktive nachher erfahrt, dass derselbe Francioli vor 50 Jahren am Italo-Suisse den ersten Rang belegt hatte, ist dies nicht die Art und Weise, wie man sich Achtung verschafft? Dies zum Beispiel gefallt mir am SAS, das Zusammenleben von Alt und Jung. Ich finde es auch hervorragend, wie der sAs -Geist die Angst vor dem Altern überwindet. Ganz einfach, indem er z8jährige zu Alten Herren macht und diesen Status nicht mehr ändert. Dass in den physischen Kräftemessen dann auf gewisse physiologische Zwänge Rücksicht genommen wird, ist wohl allen Beteiligten willkommen. Notabene wäre auch ich AK nicht dagegen, für unsere Rennen mindestens eine Altersklasse, z. B. über 35 Jahre, einzuführen. Doch in allen anderen Belangen ist AH = AH. Und so ist der 30jährige verpflichtet, sein jugendliches Feuer gegen die Erfahrung des 50jährigen und die Weisheit des 70jährigen ins Treffen zu führen. Welch eine faszinierende Herausforderung, welch ein Ansporn für Junge und Alte. Und vielleicht eine gute Lehre für Jugendliche (Mitglieder und Kusinen), die zu ihren Eltern eine angespannte Beziehung haben. In einer anderen Beziehung ist der SAS ebenfalls einmalig. Noch nie habe ich in einem Club soviel herzliches Entgegenkommen - ohne falsche Herablassung - gegenü ber AKs erlebt; von Jung bis Alt benehmen sich alle Clubmitglieder (lies: Männer) uns Frauen gegenüber herzlich, natürlich, zuvorkommend. Gentlemen, Nobili Signori - bleibt wie ihr seid, ein Männerclub, der weiss, wie man sich den Frauen gegenüber benimmt, ein Herrenclub, der uns zeigt, dass ihm daran gelegen ist, Frauen in seinem Kreis zu verwöhnen.

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«DER WATZMANN» UND «SCHMADRIBACHFALL»: Zwei bedeutende Hochgebirgsdarstellungen zur Zeit der Romantik Tina Grütter, Zürich

Die bedeutendste Darstellung des Hochgebirges in der Malerei der deutschen Romantik, «Der Watzmann» (S . 148 / 149), stammt von einem Künstler, der das Hochgebirge nie mit eigenen Augen gesehen hat, von Ca spar David Friedrich. Friedrich, 1774 in Greifswald geboren, ist an der Pommerschen Ostseeküste aufgewachsen. 1798 hat er sich in der sächsischen Residenzstadt Dresden niedergelassen, wo er bis zu seinem Tod 1840, durch einige Reisen in seine alte Heimat unterbrochen, gelebt hat. In einem Brief an seinen Bruder Christian von 1808 spricht er einmal von einer Reise in die Schweiz, die aber nie zustande kam . Die Schweiz: Sie war das klassische Land des Hochgebirgserlebnisses seit Mitte des 18. Jahrhunderts. «Wer Geschmack an dem Studium der Geologie hat» und «Wer reine Volksregierung kennenlernen will, der findet sie in den Gebirgen der Schweiz» (I), so schrieb J. G. Ebel in seinem berühmten Reisehandbuch von 1793. Die Alpenbegeisterung hatte allerdings zur Zeit der Romantik, zwischen 1790- 1840, ihren Höhepunkt bereits überschri tten. Land der Sehnsucht wurde Italien. Während der napoleonischen Besetzung Deutschlands, die in die kulturhistorische Epoche der Romantik fällt, erhielt das Hochgebirge eine besondere Bedeutung, indem es Träger des Freiheitsgedankens wurde. Die Schweiz, das legendäre «Land der Freyheit», war für die patriotisch gesinnten Kräfte Deutschlands, die nicht nur gegen die Fremdherrschaft Napoleons, sondern auch für ein unter demokratischer Verfassung geeintes Deutschland kämpften, ein Vorbild, dessen demokratischer Ruf allerdings besser war als seine Realität. In der Verbindung Hochgebirge und «Land der Freyheit» wurden die Schweizer Alpen zu einem Inbegriff des Freiheitsgedankens . Als Symbol, als Träger einer Idee ist denn auch Friedrichs «Watzmann», 1824/ 25 entstanden, zu verstehen, der von vielen Zeitgenossen als Schweizer Landschaft angesehen wurde. Die Anregung zum Bild ging von zwei mit Friedrich befreundeten Künstlern aus: von Carl Gustav Carus (1789- 1869) und von August Heinrich (1794- 1822). Carus, praktizierender Arzt in Dresden und Maler-Dilettant, der jedoch zu den bedeutenden Malern der deutschen Romantik gehört, unternahm 182 I eine Reise in die Schweiz. In seinen «Lebenserinnerungen» (2) schildert er die Eindrücke dieser Reise, die ihn auch nach Chamonix führte. Die Besteigung des Mont Anvert, von wo aus er dem Mont-Blanc-Massiv gegenüberstand, wurde für ihn zu einem der grössten Gebirgserlebnisse, über das er sich staunend äusserte: «Der Grand Jorasse, der Geant, an dessen Fusse Saus sure seine Beobachtungen anstellte, der Mont Dru, welcher mit seinen Glimmerschiefernadeln, gotischen Münstern ähnlich, in den blauen Himmelsraum aufragt, mit lockerem Schnee aufs zierlichste bestäubt. Alles in so übermenschlichen Verhältnissen, dass man erst Vergleiche anstellen muss, um die wahre Grösse sich zu versinnlichen!» ... «0 Gott! Hier ist ja nun eben das Ideal, welches ich von der Alpenwelt in mir trug, wirklich und wahrhaftig da! Und ich habe Mühe, mich zu überreden, dass es nicht ein blosser Traum ist» (3). Nach Dresden zurückgekehrt, versuchte er, anhand seiner Skizzen seine Erinnerungen in Ölgemälden festzuhalten, was ihm, nach eigenen Aussagen, nicht seinen Vorstellungen entsprechend gelang. Caspar David Friedrich besuchte ihn in dieser Zeit öfters. Ihm zeigte er seine Skiz144


zen und erzählte ihm von den Eindrücken seiner Reise. Angeregt durch die Zeichnungen und die Schilderungen Carus', vor allem aber von seiner eigenen Vorstellungswelt ausgehend, die er vom Hochgebirge in sich trug, malte Friedrich 1824 das Bild «Das Hochgebirge» (ehemals Nationalgalerie Berlin), in welchem die naturalistischen Anregungen zu einer symbolischen Aussage verdichtet wurden. Das Bild ist durch Kriegsverlust verschollen. Erhalten ist jedoch ein Gemälde mit dem gleichen Motiv von Carus, betitelt «Das Mont-Blanc-Massiv, Blick vom Montanvert gegen die Grandes Jorasses» (unten), das geradezu eine Kopie von Friedrichs «Hochgebirge» ist. Carus fand das Ideal des Hochgebirges in Friedrichs überragender klarer Gestaltung, in welcher auch etwas von der Symbolik des romantischen Freiheitsgedankens ausgedrückt war, stärker realisiert als in seinen Skizzen, die vor dem Motiv entstanden sind. So ist die eindrücklichste

Carl Gustav Carus: Das Mont-Blanc-Massiv, Blick vom Montanvert gegen die Grandes Jorasses, 1824 Öl/Leinwand, 136 x 171 cm, Essen, Museum Folkwang Donator Jacques Baumgartner, SAS Lausanne

Hochgebirgsdarstellung von Carus nach dem Vorbild eines Künstlers entstanden, der die überwältigenden Eindrücke vor dem Mont Blanc nie selber erlebt hat. 1822 starb der in Dresden geborene Maler August Heinrich im Alter von erst 28 Jahren. Heinrich stand in seiner Malerei den «Nazarenern» nahe, jenen Romantikern, die ihre Vorbilder in der Kunst des Mittelalters und in einer frühchristlichen Lebensweise suchten und in Rom eine Künstlergemeinschaft bildeten. Ca spar David Friedrich schätzte an Heinrich vor allem seinen «reinen Sinn und die Liebe für Natur und Wahrheit» (4). 1823 fand eine Gedenkausstellung von August Heinrichs Werken statt, an welcher das Aquarell «Vorgebirge des Watzmann» (S. 147) (um 1820) ausgestellt war. Dieses Aquarell bildet die direkte Vorlage zu Friedrichs «Watzmann». 145


Der «Watzmann» in seiner unzugänglichen Erhabenheit, wie Friedrich ihn in seinem Gemälde darstellt, ist aber auch Weiterführung einer Bildidee, die der Künstler 1823 / 24 im «Eismeer» (besser bekannt als «Die gescheiterte Hoffnung) (S. 15 I) ausgedrückt hat. Mit dem «Eismeer» hat Friedrich, der von seinen Zeitgenossen oft der «edle Norde» genannt wurde, ein neues landschaftliches Schönheitsideal geschaffen, die nordische Landschaft, die er bewusst der Italien-Schwärmerei der meisten Romantiker entgegenstellte. Zum Gebilde aus zertrümmerten Eisschollen wurde Friedrich durch das Eistreiben auf der EIbe von 182 I angeregt. Solche Eisschollen-Auftürmungen, die durch den Wind zustande kommen können, kannte Friedrich aber auch von der Ostseeküste her. Vielleicht hat ihre merkwürdige Gestalt schon als Kind seine Phantasie angeregt. Zeichnungen solcher Gebilde sind aber nicht vorhanden. Die Eisschollen, wie sie im Gemälde erscheinen, sind ein künstliches Arrangement, das an eine moderne Plastik erinnert, um so mehr, als die Eisschollen wie Betonplatten wirken. Die Landschaft mit der unmittelbar in den Vordergrund gerückten Eispyramide enthält Elemente der modernen Malerei: Das Motiv ist aus dem Gesamtzusammenhang herausgerissen, ist ein Fragment, das auf Grundformen reduziert ist. Darin unterscheidet sie sich von den Übersichtslandschaften, wie sie im 18 . und 19. Jahrhundert üblich waren. Auch die Thematik des Schiffbruches, auf den das zerschellte Schiff hinter der Eispyramide hinweist, ist ins Absolute gesteigert: In dieser Polarzone ist keine Rettung mehr möglich. Durch die Einsamkeit und Stille, die über dieser nicht mehr betretbaren Landschaft liegt, schafft Friedrich einen Ort, der zum Reflektieren herausfordert, zum Nachdenken über eine existenzielle Situation des Menschen, das Scheitern, für welches der Schiffbruch metaphorisch steht. Komposition und Idee des «Eismeer» sind im «Watzmann» übernommen. Die auf den ersten Blick einheitlich wirkende Hochgebirgslandschaft ist ein künstliches Arrangement. Das dunkle Gestein im Vordergrund basiert auf Skizzen aus dem Riesengebirge, die Felsklippe im Mittelpunkt, der Ahrensklint, ist eine Felsklippe aus dem Harz (S. 147), das Vorgebirge des Watzmann liegt an der Grenze zu Österreich. Das Bild ist aus Landschaftsfragmenten zusammengesetzt, die Hunderte von Kilometern auseinanderliegen. Schon in der dunklen, gegen den Betrachter wie in einen Abgrund abbrechenden Gesteinszone im Vordergrund ist etwas vom Gesamtcharakter des Bildes ausgedrückt: die Unzugänglichkeit dieser Gebirgslandschaft. Das Erhabene, die «übermenschlichen Verhältnisse», wie sie Carus geschildert hat, wird durch die dreifach hintereinander gestaffelte Pyramidenform in der Klippe, dem Vorgebirge und dem höchsten Gipfel des Watzmann gesteigert. Das gibt der Landschaft auch etwas Abweisendes, Unerreichbares . Kein Weg ist sichtbar, kein Lebewesen kommt vor. Der blaue Himmel und der weisse Schnee in ihrer überlichteten, scheinwerferartigen Helligkeit verbinden sich zu einem Klang, der die Kälte und Öde dieser Gegend noch unterstreicht. Diese Hochgebirgsnatur wird vom Künstler als etwas Grossartiges, Erhabenes geschildert. Sie steht dem Menschen aber fremd und andersartig gegenüber, lässt ihm keinen Zugang. Auch die Idee der Freiheit, aufgehoben in den Hochgebirgsgipfeln, ist entrückt. Man weiss, dass Caspar David Friedrich unter den politischen Zuständen, wie sie sich nach dem Wiener Kongress von 1815 in Deutschland entwickelten, sehr gelitten hat: die Hoffnungen auf ein geeintes, demokratisches Deutschland waren erneut zerschlagen. Mit diesem neuen Landschaftsbild, in welchem Mensch und Natur, Mensch und Ideal nicht mehr im Einklang stehen, drückt Friedrich eine Weltanschauung des modernen Menschen aus, die bis in unsere Zeit gültig und heute vielleicht besonders aktuell ist. Die grosse Ausstrahlung, die vom «Watzmann» ausgeht, liegt, ausser in ihrer malerischen Schönheit und ihrer «modernen» Gestaltung, auch in ihrer inhaltlichen Aktualität. Gerade darin wurde das Gemälde aber von Friedrichs Zeitgenossen abgelehnt. Ausgestellt an der Dresdener Akademieausstellung von 1825, wurde die völlige Einsamkeit kritisiert: dass diese etwas Schauerliches habe, dass kein Blick sich in ein Tal öffne, dass das Bild keinen Trost ausstrahle.


In ähnlicher Monumentalität, jedoch mit einer unterschiedlichen Naturauffassung verbunden, erscheint das Hochgebirge bei Josef Anton Koch (1768- 1839). Sein «Schmadribachfall» (S. 152), der neben dem «Watzmann» zu den berühmtesten Hochgebirgsdarstellungen der Romantik gehört, ist, ähnlich wie bei Friedrich, eine komponierte Landschaft. Der im Lechtal (Tirol) geborene Künstler bereiste die Schweiz erstmals von Stuttgart aus, 179 I, wo er an der streng konservativ geführten Hohen Karlsschule war, aus welcher er später entfloh. Diese Reise war auch mit dem Wunsch verbunden, «ein paar Tage die Freiheit im Lande der Freiheit» (5) zu genies sen. Sie führte ihn in die Bodenseegegend. Die Alpen, die Koch aus der Ferne sich erheben sah, pries er mit folgenden Worten: «Die Gegenden in der Schweiz sind in jedem Betracht die schönsten und auffallendsten. Sie beinahe allein gewähren die entgegengesetztesten

August Heinrich: Vorgebirge des Watzmann, um ,820 Bleistift, Aquarell, 32,5 x 4',3 cm Oslo, Nationalgalerie Ca spar David Friedrich: Felspartie (Ahrensklint),

,8"

Bleistift, 25,6 x 35 cm, Dresden, Kupferstich-Kabinett

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Caspar David Friedrich : Der Watzmann, 1824/ 25 Ă&#x2013; l/Lein wand, 13 5 X 170 cm Berlin, Staatliche Museen Preusso Kulturbesitz Nationalgalerie

Photo JoO rg P. Anders Donatoren Georges Macheret, SAS Fribourg, und Jan Loopuyt, SAS ZĂźrich


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Gegenstände, welche das menschliche Herz zu bewegen fähig sind. Ich vermag nicht, sie ihrer Würde gemäss zu zeichnen, viel weniger, sie zu beschreiben.» (6). Gezeichnet hat sie Koch dann während einer Reise ins Berner Oberland, 1794. Sie lösten in ihm Erinnerungen an die Gebirgserlebnisse seiner Heimat aus, wo er während einiger Zeit als Hirte tätig gewesen war. In ihrer «Würde» hat sie der Künstler aber erst in Rom festgehalten, wo er sich 1795 niederliess und 1839 starb. Die erste Fassung des «Schmadribachfall» ist 1810 entstanden (Leipzig, Museum der bildenden Künste), die zweite 1821 / 22. Aus dieser zeitlichen und räumlichen Distanz hat Koch sein ursprüngliches Gebirgserlebnis in etwas Arkadisches gesteigert, eine Landschaftsauffassung, zu der er durch die Landschaften von Claude Lorrain (1600- 1682) angeregt worden war, die klassizistische Ideallandschaft, welche die Antike zum Vorbild hatte, wo Mensch und Natur in harmonischem Einklang standen. Im «Schmadribachfall» formuliert Koch ein «Alpenarkadien», in welches auch das Gewaltige, Heroische, das zur Realität des Hochgebirges gehört und das der Künstler ja erlebt hatte, eingefangen ist. Das Aquarell, das dem Gemälde zugrunde liegt, ist lokalisierbar: « ... Oberhalb Stechelberg erblickt man in der Höhe rechts das klotzige Breithorn, links den weissen Zuckerhut, darunter die Firnfelder des Schmadri- und des Breithorngletschers ... » (7). Im Gemälde ist diese Vedutensicht aber in eine kaum identifizierbare heroische Landschaft gesteigert. Diese Übersteigerung hängt vor allem mit den verschiedenen Standorten zusammen, die der Künstler suggeriert. Das kahle Plateau im obern Bildteil ist von einem hohen Standort aus gesehen, wodurch der Eindruck des Abgehobenen entsteht. Die Flusslandschaft im Vordergrund ist aus der Nähe betrachtet, was sie zugänglich macht. Das Gestein der obern Plateauzone, geformt durch die betonten Abtreppungen, strahlt eine starke Körperlichkeit aus (dies wird in der ersten Fassung noch deutlicher). Dadurch erhält auch diese Landschaft etwas Künstliches . Das Gebirge wirkt wie ein vom Künstler behauener Riesensteinblock, eine Monumentalskulptur, die der EisschollenKonstruktion von Friedrich vergleichbar ist. Trotz dieses Kunstcharakters und der Monumentalität ist Kochs Landschaft jedoch überschaubar, der Mensch ist, wie Hirt und Tiere im Vordergrund zeigen, in ihr aufgehoben. Darin unterscheidet sich Kochs Landschaftsauffassung grundsätzlich von derjenigen Friedrichs. Die bei den fast gleichzeitig entstandenen, eindrücklichen Hochgebirgsdarstellungen repräsentieren damit auch zwei unterschiedliche Weltauffassungen: bei Josef Anton Koch eine mit der Tradition verwurzelte, klassizistische, bei Caspar David Friedrich eine unkonventionelle, romantische. Werfen wir zum Schluss einen Blick auf die Hochgebirgsdarstellungen in der Schweizer Malerei zur Zeit der Romantik: Während Friedrich den «Watzmann» malte, ist «Le Grand Eiger vu de la Wengern Alp» (1825) des Neuenburger Künstlers Maximilien de Meuron (1785-1868) entstanden. Das Bild gilt als eines der bedeutendsten Werke der romantischen Gebirgsmalerei der Schweiz. Es ist Auftakt zu einem Landschaftsbild, in welchem Licht und Atmosphäre eine wichtige Rolle spielen. Verglichen mit den Gebirgsdarstellungen von Friedrich und Koch wirkt das Hochgebierge jedoch harmlos, ist ohne symbolische Bedeutung. Die Landschaftsproduktion der Schweizer Künstler Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist im allgemeinen geprägt durch die Vedutenmalerei der Kleinmeister, die mit ihren kolorierten Stichen grosse Verbreitung fand vor allem als Souvenir für die Reisenden. In diesen anspruchslosen Landschaftsdarstellungen erscheint das Hochgebirge meist in Distanz, von einem beliebten Aussichtspunkt aus gesehen oder als rahmender Hintergrund. Trotzdem gingen gerade von den Schweizer Kleinmeistern der ersten Generation wichtige Impulse zur Erneuerung der europäischen Landschaftsmalerei aus. Die Schweiz besass keine Akademien, welche die Künstler mit ästhetischen Normen konfrontierten. Diese visuelle «Unverdorbenheit», gepaart mit einer für die schweizerische Mentalität typischen realistischen Einstellung, liess sie die im 18. Jahrhundert neuentdeckte Landschaft in unverstellter Sicht aufnehmen. Adrian Zingg (1734- 18 I 6) aus St. Gallen und Anton Graff (1736- 1813) aus Winterthur, beide 1766 an die berühmte Akademie 15°


nach Dresden berufen, entdeckten die nähere gebirgige Umgebung Dresdens, die durch sie den Namen «Sächsische Schweiz» erhielt. Die Wanderungen, die Zingg zusammen mit seinen Schülern unternahm, um die Motive der Sächsischen Schweiz in der Natur festzuhalten, wurden wichtige Quellen für die Dresdener Romantik, aus der sich mit der Malerei von Caspar David Friedrich schon bald ein Höhepunkt des europäischen Landschaftsbildes entwickelte.

Caspar David Friedrich: Das Eismeer, Die gescheiterte Hoffnung, 18z 3/ z4 Öl/Leinwand, 96,7 x 1z6,9 cm Hamburg, Kunsthalle Donator Ruedi Fassbind,

SAS

Zürich

ANMERKUNGEN

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Zitiert nach R. Weiss: Die Entdeckung der Alpen . Eine Sammlung schweizerischer und deutscher Alpenliteratur bis zum Jahr 1800, Frauenfeld 1934 C. G. Carus: Lebenserinnerungen und Denkwürdigkeiten, z Bde., Weimar 1966 Op. cit. Bd. I, S. 369 und 370 Zitiert nach G. Krämer: Der Maler und Zeichner August Heinrich (Dresden 1794- 18zz Innsbruck), Karlsruhe 1979, S.z6 Zitiert nach O. R. von Lutterotti: Josef Anton Koch 1768- 1839' Mit einem Werkverzeichnis und Briefen des Künstlers, Berlin 1940, S. I z Op. eit. S. 15 Bruno Weber in: N. Rasmo u. a.: Die Alpen in der Malerei, Rosenheim 1981, S. I zo

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Joseph Anton Koch: Der Schmadribachfall, Mテシnchen, Neue Pinakothek Photo Joachim BJauef, Artothek

15 2

1821 / 22

テ僕/Leinwand,

131,8

x

110

cm DonatOr Peter Max Suter,

SAS

Basel


Franz Niklaus König : Aussicht von der Gemmenalp mit Lämmergeier, 1810, Öl/Leinwand, 75,5 x 95,5 cm Kunstmuseum Bern

RESUME Les deux representations les plus notables de la haute montagne par des peintres allemands de l'epoque romantique sont dues a Caspar David Friedrich (<<Der Watzmann», 1824/ 25) et a Josef Anton Koch (<<Schmadribachfall», 1 8 10 et 1821 / 22) . Le monumental paysage alpestre de Koch est base sur une aquarelle executee en 1794 au cours d'un voyage dans l'Oberland Bernois. Friedrich, quant alui, n'a jamais vu les Alpes de ses propres yeux. Bien que donnant l'impression d'un paysage coherent, que beaucoup de contemporains pensaient etre en Suisse, le «Watzmann» est compose de vues diverses, distantes de centaines de kilometres les unes des autres: les blocs de pierre du premier plan proviennent d'esquisses faites dans le Riesengebirge, la falaise rocheuse se trouve dans le Harz, et le motif du Watzmann, pour lequel Friedrich s'est base sur une aquarelle de son ami le peintre August Heinrich, est situe dans la region de Berchtesgaden. L'artiste a passe la plus grande partie de sa vie a Dresde; son interet pour la representation de la haute montagne lui a egalement ete inspire par le medecin et peintre amateur Carl Gustav Carus, qui, a la suite d'un voyage en Suisse et a Chamonix en 1821, decrivit dans ses memoires l'impression bouleversante que lui fit le massif du Mont-Blanc. Tel que Friedrich l'a compose, le« Watzmann» symbolise un ideal septentrional du paysage, que l'artiste a voulu opposer al'engouement general des romantiques pour l'Italie. Dans son tableau intitule «Eismeer», peint presque simultanement, il a pousse a son paroxysme l'apotheose du paysage nordique. A l'epoque du romantisme allemand, la haute montagne etait egalement associee al'idee de liberte. Mais le« Watzmann» de Friedrich est aussi, par sa forme et son contenu, une ceuvre moderne: les divers motifs sont detaches de leur environnement, ce sont des fragments juxtaposes sans tenir campte de la perspective habituelle. Cette region montagneuse isolee est inaccessible: on n'y voit aucun chemin, l'homme n'y a pas sa place. Ce sentiment de divorce entre l'homme et la nature, eprouve pour la premiere fois par les romantiques, correspond a un etat d'ame moderne qui nous touche particulierement aujourd'hui. En Suisse, ala meme epoque, les estampes et «vedute» des petits mahres montrent generalement des montagnes neigeuses a l'arriere-plan de paysages idylliques. La premiere generation de ces petits maitres helvetiques est cependant al'origine d'impulsions importantes pour le renouvellement de l'art du paysage. Pour executer les gravures caloriees si appreciees des voyageurs de ce temps-li, ils ont parcouru le pays et decouvert la nature avec un regard neuf. Adrian Zingg, de StGall, et Anton Graff, de Winterthur, furent tous deux appeles en 1766 comme professeurs a la prestigieuse Academie de Dresde, d'ou devait bientot surgir, avec la peinture de Caspar David Friedrich, un sommet de l'art europeen du paysage. 15 3


Sigmund Ruud, Norwegen, springt 193 I auf der Bolgenschanze in Davos 81 m (damaliger Weltweitenrekord) Photo B. Meerk채mper

Donator Jack Heuer,

SAS

Bern


GRÜNDUNG DER SAS-SEKTION NORWEGEN Halfdan Nilsen Moe, SAS Norwegen

Als ich mich hinter die Schreibmaschine setzte, um diesen Beitrag über unsere Sektion zu schreiben, hatte ich, um die Geister zu wecken, das obenstehende Bild vor Augen. Aus drei Gründen hat es für mich viel bedeutet. Zunächst war es eine schöne Erinnerung an die sAs-Rennen 1944 in Zermatt, wo Loulou Piguet, RolfLonnevig und ich in der Viererkombination um die ersten drei Plätze kämpften. Zweitens, weil in mir das Gefühl aufkam, unter uns drei während all den langen Jahren ständig Kontakt gehabt zu haben, als wir uns 40 Jahre später trafen. Das gleiche Empfinden hatten wir mit vielen anderen Teilnehmern der AH-Woche in Zermatt, und dies muss etwas mit dem sAs-Geist zu tun haben. Und schliesslich deshalb, weil es mich daran erinnert, dass Rolf Lonnevig und ich die Initianten zur Bildung unserer Sektion waren. Wir besprachen in den Nachkriegsjahren, da Valutarestriktionen sehr streng waren, wie die Norweger ihre Mitgliederbeiträge bezahlen könnten. So kam der Gedanke auf, eine eigene Sektion zu gründen, um die Mitgliederbeiträge gemeinsam zu überweisen. Wie Dag Klaveness später so schön formulierte aber auch, um «verfallene, von den Mitgliedern nicht einbezahlte, aber durch die Sektion Norwegen der Schweiz gegenüber garantierte Mitgliederbeiträge» zu bezahlen. Die AH-Sektion Norwegen ist ein lebendiger Beweis für den sAs-Geist. Man muss sich vorstellen, dass in dieser Sektion Norweger, die heute zwischen 26 und 80 Jahre alt sind, zu ungleichen Zeiten in der Schweiz studiert haben und darüber hinaus noch Mitglieder verschiedener Schweizer Sektionen waren, einander also vor dem Studium nicht kannten, in einer Altherrensektion vereinigt sind mit dem Gefühl, dass sich alle jahrelang gekannt haben. Dies haben wir nur dem SAS zu verdanken. Das Gefühl der Zusammengehörigkeit entstand und entsteht aus der Liebe zum Club, zum Skifahren und zu den Alpen. Als wir vor 35 Jahren unsere Sektion gründeten, waren wir nur ganz wenige Mitglieder, und von diesen kamen sechs, ungefähr die Hälfte, nach NorefJell, um die konstituierenden Formalitäten zu erledigen und die erste Clubmeisterschaft durchzuführen. Heute sind wir 67 Mitglieder, 15 5


Der unvergessliche Willy Bürgin, E M SAS Zürich unter den Norwegern : «Z ogen am Boge de Landamme tanzet, immer schö de Winde nah»

und ständig kommen neue dazu. Wir werden bald ein grosses Problem haben, den Generalversammlungs-Anlass in privater Regie und mit Damen durchzuführen . Leider sind von den ehemaligen sAslern deren neun nicht mehr unter uns. Wir vermissen sie und halten sie in unserer Erinnerung aufrecht, weil sie in der Geschichte unserer Sektion einen grossen Platz verdienen: Frithjof S. Platou (Mitgründer des Stamm-Clubs), Jacob de Rytter Kielland, Reidar Hoff, Peter Kristen Mustad, Arild Schlytter, Arthur Nordlie, Carl Behrens, Carl Smestad und Dag Klaveness. Ich glaube, im Namen aller Mitglieder behaupten zu dürfen, dass wir Norweger sAsler die Schweiz als unser zweites Heimatland empfinden und sehr glücklich sind, dort gute Freunde gefunden zu haben. Unsere beiden Länder haben vieles gemeinsam, bedingt durch die eindrückliche Landschaft und Natur, die die Menschen in hohem Grad beeinflusst. Schweizer und Norweger kommen leicht auf die gleiche «Wellenlänge», besonders, wenn sie durch das Skifahren verbunden sind. Viele sAsler haben uns hier in Norwegen besucht. Mit grosser Freude erinnern wir uns an die Teilnehmer unserer Clubmeisterschaften sowie an diejenigen, die zielbewusst das Land ausgeforscht haben, um uns ihre Erkenntnisse nachher in einer Vorführung im hochklassigen Cornichon-Stil zu präsentieren. Unvergesslich war auch der Abend bei Kristen Mustad in Anwesenheit unserer Freunde Ueli Campell und Hans Grimm und vieler weiterer Schweizer Freunde. Wenn ich nochmals auf das Thema von dem sAs-Geist zurückkomme, so ist es, um jene, die einen grossen Beitrag zu diesem «Spirit» geleistet haben, zu ehren. Ohne viel darüber zu philosophieren und ohne alle meine alten Erinnerungen aufzulisten, möchte ich doch einen ganz besonders lieben Freund als «Super-sAs-Geistmacher» hervorheben: Willy Bürgin. Für uns Norweger hat Willy Bürgin besonders viel bedeutet, und deshalb gehört ein Bild von ihm zur Geschichte unserer Sektion. Er ist abgebildet beim Singen von «Zogen am Boge de Landamme tanzet, immer schö de Wände nah» bei der Schlittschuhmeisterschaft 1958 im Garten von Sigmund Ruud.

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Sigmund Ruud, links beim Kandahar-Slalom in St.Anton '931, rechts beim Langlauf in Holmenkollen '930: gleiche Ski, Stöcke und Skischuhe.

Auch möchte ich einen sAsler aus unserer eigenen Sektion speziell erwähnen, nämlich den langjährigen Admiralsekretär Dag Klaveness. Unzählige Male wurden wir von Wanda und Dag eingeladen. Dort haben wir die Sitzungen des Vorstandes abgehalten, was nicht immer ruhig vor sich herging. Besonders erinnere ich mich, wie wir einmal spät in der Nacht einen Rekord im Spiegeleier-Essen aufgestellt haben, welcher in das Guinness Book of Records aufgenommen werden müsste. Dag Klaveness, J acob Kielland, Arild Schlytter, Kristen Mustad und ich haben zu fünft 100 Spiegeleier verschlungen und erst zu essen aufgehört, als Jacob beim Eierholen die Kelleröffnung hinunterstürzte und dabei seinen Arm so stark verletzte, dass er nicht mehr die Bratpfanne halten konnte . Über die Erlebnisse in unserer Sektion könnte man ein Buch schreiben, und bestimmt würde es kein langweiliges werden. Kurz zusammengefasst kann behauptet werden, dass unsere Sektion, die 35 Jahre alt ist, ein würdiges Mitglied des SAS ist. Jedes Jahr werden folgende grössere Veranstaltungen mit viel Erfolg durchgeführt: I . Generalversammlung mit anschliessender Teilnahme der Damen bei Fondue, Fendant und Kirsch; 2. Clubmeisterschaft, ein Anlass, der sich über drei Tage hinzieht irgendwo in den Bergen, und 3. Sommerveranstaltung mit Frauen und Kindern unter Abwicklung komplizierter Spiele jeder Art. Dazu kommt der Stamm an jedem ersten Montag des Monats. Von Zeit zu Zeit werden auch Besuche bei Betrieben der Mitglieder durchgeführt. Die Präsentation unserer Mitglieder ist von der Schriftleitung des Jahrbuchs alphabetisch geordnet worden; auch hat sie das Informationsschema vereinheitlicht. Aus diesem Grund geht unser ältestes Mitglied, Sigmund Ruud, der gleichzeitig der grösste Skifahrer unserer Sektion war, etwas unter. Ich möchte kurz auf ein kürzlich mit ihm gehaltenes Gespräch zurückkommen, in dem er über die Skiausrüstung Anfang der 30er Jahre referierte. Diesem Beitrag liegen zwei Fotos bei, die ich von Sigmund Ruud erhielt, das eine vom Kandahar-Slalom in St. Anton 193 I, das andere vom Langlauf in Holmenkollen 193 o. Das Interessante dabei ist, dass Sigmund Ruud für beide Rennen die gleichen Ski, Stöcke und Skischuhe verwendete. Die Skischuhe sind übrigens die gleichen, die er an den Olympischen Spielen in St. Moritz beim Skispringen trug. Wenn man daran denkt, wie die heutigen Skirennläufer wie Super-Phantome aussehen, so kann man sich wirklich fragen, wohin sich der Skisport entwickelt. Aber jetzt übergebe ich das Wort an unsere Mitglieder im nachfolgenden «Who is who in SAS Norge». 157


SAS NORGE

Aamodt Oie H., Rue de la Chapelle, Strassen, Luxembourg Geboren am 10. Oktober 1939 in Oslo. Verheiratet mit Charlette geb. Ardurel. Kinder: Jeröme (1962), Anne-Sophie (1968), Astrid (1972). Lic. oec. an der Hochschule St. Gallen für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften 1964. Mitglied der Sektion Zürich. Berufliche Tätigkeiten: Managing Director Den Norske Creditbank (Luxembourg) S. A.; Verwaltungsratsmitglied Ship Mortgage International Bank N. V, Amsterdam. 1984/ 85 Präsident des International Bankers Club Luxembourg.

Agner Bjiirn, Dragonveien }, N-1}62 Billingstad Geboren am 5. Mai 1946 in Tolga, Norwegen. Verheiratet mit Ellen geb. Austad . Kinder: Lillebille (1969), Marit (1978). Bauingenieurstudium an der ETH in Zürich, Diplom 1971. Insead Executive Programme in Frankreich 1985. Mitglied der Sektion Zürich. Teilnehmer in nordischen und alpinen Disziplinen in zahlreichen lokalen und nationalen Studentenrennen. Schweizer Meister im Rudern. Berufliche Tätigkeit: Mitglied der Geschäftsleitung von Aake Larson Construction A IS, Oslo.

Amundsen Tom A xel, Dagaliveien 19 b, N-o}87 Oslo} Geboren am 9. Februar 1946 in Oslo. Verheiratet mit Kirsten geb. Aubert Hansen. Kinder: Bettine (198 I), Celine (1985). Studium: Dipl. Ing. ETH, Maschinenbau (Betriebswissenschaft) 1970. Mitglied der Sektion Zürich. Materialchef AH-Sektion Norwegen seit 1984. Teilnahme an Studentenrennen und nationalen Meisterschaften im Langlauf. Schweiz. Studentenmeister im Staffellauf. Zweimal Schweizer Meister im Rudern und zahlreiche Teilnahmen an nationalen und internationalen Rudermeisterschaften. Berufliche Tätigkeit: Inhaber der Firma Arentz & Amundsen A IS, Maschinenagentur für Ölindustrie und Schiffahrt. 15 8


Andresen Nicolai A., Vesteraasveien 18, N-oj82 Oslo j Geboren am I 5. Januar 1934 in Oslo. Verheiratet mit Mona geb. Astrup. Kinder: Eva (1967), Kathrine (1970), Nicolai (1975). Studium: Hautes Etudes Economiques in Genf. Mitglied der Sektion Genf. Teilnahme an zahlreichen Ski rennen. Berufliche Tätigkeiten: Bankdirektor und Reeder.

Andresen Anton Frederik, Gregers Gram vei 18, N-oj82 Oslo j Geboren am 10. Mai 1936 in Oslo. Verheiratet mit Mabel Anette geb. Solberg. Kinder: Hanna Marie Solberg (1976), Nils August (197 8). Studium: Universität Genf, Licencie sciences politiques 1960. Mitglied der Sektion Genf. Teilnahme an mehreren Skirennen. Berufliche Tätigkeiten: Verleger, eigener Verlag, Aventura, Oslo.

Anker-Rasch Christian, Riskegrenda j8, N-IjJ2 Kolsaas Geboren am 13. April 1955 in Sarpsborg. Verheiratet mit Tove geb. Rosenberg. I<:inder: Johan (1982), Anette (1984). Studium: Dipl. lng. Chem. ETH, 1975 - 1979. MBA, Graduate School of Business Administration, Univ. of Washington, Seattle, USA, 1982- 1984. Mitglied der Sektion Zürich. Teilnahme an der Universiade 1978 in der Tschechoslowakei (Langlauf). Berufliche Tätigkeiten: 1979- 80 Norwegian Petroleum Consultants, Prozessingenieur 1980- 82 Kvaerner Engineering, Prozessingenieur 1984- 85 McKinsey & Co., lne. Management Consultant 1985 Oslo Vekst, Projektdirektor

Astrup Alf G., Baantjernveien I B, N-Oj89 Oslo j Geboren am I ! . Mai 1939 in Oslo. Kinder: Erle (1970), Einar (1971), Alf (1977)' Studium: Dipl. Masch. lng. ETH, Zürich 1964, Master ofBusiness Administration (MBA), Insead, Fontainebleau, Frankreich, 1968. Mitglied der Sektionen Zürich und Lausanne. Mitglied des Vorstands der AH-Sektion Norwegen. Mitglied der norwegischen alpinen Nationalmannschaft 196 I - I 96 3. Mitglied der norwegischen alpinen Studentenmannschaft 196 I - I 967 (dreimal Uni versiadeteilnehmer) . Elitefahrer im Slalom und Riesenslalom in der Schweiz 1961- 1967. Diverse Ränge unter den ersten 10 in schweizerischen und norwegischen Meisterschaften. Vordere Ränge in zahlreichen internationalen Studentenrennen. Schweizer Hochschulmeister. Zürcher Hochschulmeister. Zürcher Verbandsmeister. Schweizer Meister im Rudern (Yole de Mer) 1961. Berufliche Tätigkeit: General Manager für Offshoreaktivitäten in Fearnleys A I S, Oslo. 159


Backer Lars August, Heyerdahlsvei IO, N-ojS6 Oslo j

Geboren am 13. Januar 1932 in Oslo. Verheiratet mit Kari geb. I vell. I<.inder: Pernille (1959), Cathrine (1962), Julie (1965). Bau-Ing.-Studium an der ETH, 1957. Mitglied der Sektion Zürich. Früher Materialverwalter und Präsident der AH-Sektion Norwegen. Teilnahme in Viererkombination und Langlauf (Birkebeiner). Berufliche Tatigkeit: Inhaber der Projektleiterfirma Lars A. Backer und Vorstandsmitglied verschiedener Firmen.

Bjiirne Jann, Grindbakken J6, N-0764, Oslo 7

Geboren am 24· Juni 1957 in Oslo . Studium an der ETH Zürich. Dipl. Ing. ETH 1984. Mitglied der Sektion Zürich. Teilnahme an zahlreichen nationalen Alpinrennen. Vordere Ränge in Studentenrennen. Zürcher Hochschulmeister Slalom und Viererkombination 1983. Berufliche Tatigkeit: Import von Holzbearbeitungsmaschinen in Oslo.

Brunaes Toralf Olesoen, Skoeyen Terasse 8, N -0276 Oslo

Geboren am 28 . Dezember 1953 in Oslo. Studium an der Universität Freiburg: Lic. soc. und Wirtschaftswissenschaften. Mitglied der Sektion Fribourg. Teilnahme an nordischen und alpinen Disziplinen. Berufliche Tatigkeit: Verkaufsleiter der Firma TSC AIS in Oslo.

Brusletto Jan Olav, Aasstubben IJ, N-oj8I Oslo j

Geboren am 2I.Januar 1953 in Oslo. Verheiratet mit Bente geb. Owren. I I<.ind: Jannicke (1985). Studium an der ETH Zürich, Dipl. Ing. ETH 1978. Mitglied der · Sektion Zürich. Teilnahme an zahlreichen Studentenrennen und nationalen Meisterschaften. Zürcher Hochschulmeister im Skispringen. Vordere Ränge in sAs-Rennen und Schweizerischen Hochschulmeisterschaften. Berufliche Tatigkeiten: Inhaber einer Bauingenieur- und Bauunternehmungsgesellschaft in Oslo seit 1984. Besitzer von zwei neuerbauten Hotels in Asker und Aal.


Bryn Aage, Dalsveien 6S, N-oJS7 Oslo J

Geboren am 26. März 1946 in Kongsberg. Verheiratet mit Anne geb. Eitzen. Kinder: Cecilie (1976), Christen (1979)' Studium an der Hochschule St. Gallen für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften 1966-1970, Lic. oec. HSG. Mitglied der Sektion Zürich. Mitglied des Vorstandes AH-Sektion Norwegen seit 1976, ab 1983 Kassier. Schweizerischer Hochschulmeister in der Abfahrt und Viererkombination, vordere Ränge in Internationalen Studentenrennen und norwegischen Meisterschaften. Teilnahme an Universiade- und Weltcuprennen. Berufliche Tätigkeiten: 10 Jahre Betriebsberater. Seit 1984/ 85: Direktor und Mitinhaber der Firma A-K maskiner A I S; Importeur, Gross- und Einzelhandel von Landwirtschaftsmaschinen in Norwegen, u. a. Alleinvertretung von Fiatagri (I) und Rapid (CH). Bull Christian, Hospitsveien S, N-OJ9J Oslo J

Geboren am 24. August 1945 in Oslo. Verheiratet mit Birgitte geb. Horn. Kinder: Hans Christian (1984), Ellen Cornelia (1985). Studium: Oec. und Sozialwissenschaften in Genf, Lic. oec., 1969. Mitglied Sektion Genf. Teilnehmer in alpinen Rennen. Berufliche Tätigkeit: Direktor der Norwegian Investments A I S. DaMe Einar, Huldreveien h N-oJS9 Oslo J

Geboren am 11. Januar 1946 in Oslo. Verheiratet mit Berit (Bitte) geb. Osnes. Kinder: Christian Kaare (1968), Janicke (1971), Joachim (1976). Studium an der ETH Zürich, Dipl. Arch. 1971. Mitglied der Sektion Zürich, Vorstandsmitglied der Sektion Norwegen seit 1977, seit 1984 Admiralsekretär. Schweizerischer Hochschulmeister im Skispringen (zweimal). Zürcher Hochschulmeister im Skispringen (dreimal). Universitätsmeister in der Nordischen Kombination. Teilnahme an zahlreichen nationalen Meisterschaften und Schweizer Rennen. Zürcher Regionalmeister im Skispringen. Dreimal ANSA-Meister im Skispringen. Berufliche Tätigkeiten: Eigenes Architekturbüro in Oslo. Unterrichtet z. Zt. an der Architekturhochschule in Oslo. DaMe Tor Oddmund, Wilh. Wilhelmsens vei 16, N-IJ47 Hosle

Geboren am 7. April 195 5 in Baerum. Verheiratet mit Anne geb. Sejnaes. Kinder: Andreas (1984), Caroline (1986). Studium an der Universität Freiburg, lic. oec. 1982. Mitglied der Sektion Fribourg. Teilnahme an Studenten- und nationalen Rennen im Langlauf sowie in SAS- und ANSA-Rennen. Berufliche Tätigkeit: Marketing Director Continental Gummiwerke AG, Deutschland.


Dehli Arne-Kristian, Dalsveien 70 C, N-o}87 Oslo}

Geboren am 15. November 1939 in Oslo. Verheiratet mit Verena geb. Kaiser. Kinder: Anne (1970), Vibeke (1971), Kaja (1974). Studium: Dipl. lng. ETH, 1964, Bauingenieur. Mitglied der Sektion Zürich. Teilnehmer an zahlreichen Skirennen und viermal Zürcher Hochschulmeister im Skispringen, dreimal in nordischer Kombination und dreimal Skisprungmeister des SAS. Berufliche Tatigkeiten: Partner und Vorstandsmitglied im Bauunternehmen lng. O. E. Dybvik bis 1984. Ab 1985 Mitarbeiter im Bauunternehmen A I S Veidekke. Denstad Halvor, Drammensveien 108 b, N-027} Oslo 2

Geboren am 5. Februar 1945 in Oslo. Geschieden. Kinder: Arne (1972), Anniken (1979), Helene (1980). Studium an der Universität Basel, Dr. med. Mitglied der Sektion Basel. Langlaufteilnehmer (<<Pioneer» der 60er Jahre in der Schweiz) . Silberne Medaille im Staffellauf (für Norwegen) an der Universiade in Sestriere 1964. Teilnehmer an der Universiade in lnnsbruck 1968. Vordere Ränge in zahlreichen nationalen Langlaufrennen in Norwegen und der Schweiz. Vordere Ränge in Schweiz. Hochschulmeisterschaften. Berufliche Tatigkeiten: Spezialist in Pädiatrie. Mitglied des Vorstandes und Repräsentant der Delegierten-Versammlung des Osloer Arztverbandes. Private Arztpraxis seit 1979 in Oslo. D ue Lars Fredrik, Maaltrostveien 14D, N -O}90 Oslo}

Geboren am 27. Februar 1949 in Oslo. Verheiratet mit Viveka geb . Lundgvist. Kinder: Frederik (1979), Magnus (1982). Studium an der ETH, Dipl. lng. Maschinenbau, 1975. Lunds technische Hochschule, 1979. Mitglied der Sektion Zürich. Teilnahme an alpinen Studentenrennen. Berufliche Tatigkeit: Technische Abteilung der Reederei Wilh. Wilhelmsen Limited A I S (WlLTEC). Eggen Per, Angedalsvei 8, N-6800 Fö·rde

Geboren am 6. Juni 1944 in Baarum bei Oslo. Verheiratet mit Cecilie geb. Castberg. Kinder: Johan (1971 ), Gerd Cecilie (1973). Studium der Medizin an den Universitäten Bern und Oxford, 1964- 1971. Mitglied der Sektion Bern und 1967 lnterimspräsident. Gewinner des Peter-Hertig-Cup 1967. Berufliche Tatigkeiten: Dr. med., Distriktsarzt in Förde seit 1973. Konsulent an der kantonalen Familienberatungsstelle. Mitglied des Vorstands der norwegischen Ärztevereinigung 1976- 1983. 1980 Verwaltungsrat des Kantonsspitals.


Eitzen Axel Camillo, Ullernfaret 16 A, N-0281 Oslo 2

Geboren am 7. September 1954. Verheiratet mit Nina geb. Braaten. Studium: Ökonomisches College, Oslo, 1973- 1975. Dipl. Ing. ETH Zürich, Maschinenbau und Betrieb, 1976- 1980. Mitglied der Sektion Zürich. Vordere Ränge an Studentenrennen. Zürcher . Hochschulmeister im Skispringen. Individueller Sieger im Pentathlon, Grindelwald 1982. Zweiter im Mannschaftspentathlon, SAS Norwegen. Berufliche Tätigkeiten: Partner in der Schiffsreederei Tschudi & Eitzen, Oslo.

Ektvedt Paul, Th. Haugsvei IJ, N-0394 Oslo 3

Geboren am 15. August 1939 in Oslo. Verheiratet mit Wenche geb. Kanter. Kinder: Mats (1970), Mikkel (1976). Studium an der Handelshochschule St. Gallen. Lic. oec. 1963. Mitglied der Sektion Zürich. Berufliche Tätigkeiten: Geschäftsführer eigener Firmen. Ellingsen Knut Erling, Dagaliveien 10, N-0387 Oslo 3

Geboren am 9. September 1940 in Oslo. Verheiratet mit Heidi geb. Müller. Kinder: Jannicke (1972), Christina (1975). Studium: Dipl. Bauing. ETH, 1969. Betriebsökonom, Oslo, 1975. Mitglied und Vorstandsmitglied der Sektion Zürich. Vorstandsmitglied und Admiralsekretär der Sektion Norwegen, 1979- 1984. 18mal Zürcher Hochschulmeister in verschiedenen Sportarten, IOmal Schweizer Hochschulmeister. Schweizer Meister im Rudern (Achter). Schweizer Meister Abfahrt Mannschaft Clubmeisterschaften. 3mal I. Preis in regionalen Slalom- und Riesenslalomrennen in der Schweiz. Zürcher Verbandsmeister im Slalom und Riesenslalom. Städtederby: I. Preis Slalom und Riesenslalom in Kaprun, Oe., I. Preis Slalom in La Molina, Spanien. Berufliche Tätigkeiten: Direktor und Inhaber der Firma Grunnboring AG, Oslo (Rodio Holding AG, Schweiz). Foss Daniel, 5 t. Edmundsvei 39 C, N -0280 Oslo 2

Geboren am 1I. November 1947 in Oslo . Verheiratet mit Bente geb. Hansen. Kinder: Christian (1980), Daniel (1986). Studium: dipl. Arch. ETH Zürich, 1975. Mitglied der Sektion Zürich. Zürcher Hochschulmeister und Studentenmeister (ANSA) in der Viererkombination. Schweizer Meister im Rudern 1970. Berufliche Tätigkeiten: Architekt, spezialisiert in der Organisation und Planung von Bohrinseln, Hotel-Platforms etc. (offshore).


Frederiksen Frithjof H arald, J aktkollen 7, N- I} 4J Oesteraas

Geboren am 26. März 1940 in Oslo . Verheiratet mit Kirsten Cecilie geb. Ugelstad. Kinder: Frithjof (1971), Mathias (1975). Studium: Lic. oec. HSG 1965. Mitglied der Sektion Zürich. Mitglied der Norwegischen alpinen Nationalmannschaft 1962-1963. Berufliche Tätigkeiten: Direktor der Polaris Assuranse A I S, Oslo (Marine/Offshore Versicherung und Internationale Rückversicherung).

Friis Johan Frederik, Loevenskiolds gate

2,

N-026} Oslo 2

Geboren am 13. April 1957 in Oslo. Studium an der Universität Freiburg, Lic. oec. 1983. Teilnahme an zahlreichen Studentenrennen und sAs-Rennen. Berufliche Tätigkeit: Marketing Director Firma Elle A I S (Norw. Supermarktkette Lebensmittel).

Furuholmen Christen, Bamseveien 18, N -o}87 Oslo}

Geboren am 17. April 1941 in Oslo. Verheiratet mit Anne-Lise geb. Holbye. Kinder: Anette (1968), Hans (1971), Fredrik (1978). Studium an der ETH Zürich, Dipl. Ing. ETH, 1964. Mitglied der Sektion Zürich. Teilnahme und vordere Ränge an zahlreichen nationalen Rennen und Studentenrennen in alpinen Disziplinen. Zürcher Regionalmeister im Slalom und Riesenslalom 1962. Berufliche Tätigkeit: Inhaber und Direktor der Firma Furuholmeninvest A I S in Oslo.

Gleditsch Einar, Siirkedalsveien

224,

N -07J4 Osto 7

Geboren am 26. Februar 1952 in Oslo. Verheiratet mit Guri geb. Schjoett. Kinder: Christian (1978), Martine (1982). Studium an der ETH Zürich. Dipl. Masch. Ing. ETH. Mitglied der Sektion Zürich. Teilnahme an alpinen Schweizerischen Hochschulmeisterschaften und vielen sAs-Rennen. Berufliche Tätigkeiten: Mettler Instrumente AG, Greifensee, Abt. Qualitätssicherung 1980-1982. HUMA Industrier A I S, Oslo, seit 19 82 .


Gresvig Aksei, Hoimenveien }3, N-020J Osio 2

Geboren am 21. November 1941 in Oslo. Verheiratet mit Aase geb. Gudding. Kinder: Isabelle (1971), Anoushka (1972), Aksel (1984). Studium an der Hochschule St. Gallen für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, abgeschlossen 1967. Mitglied der Sektion Zürich. Teilnahme an alpinen Studentenrennen und nationalen Meisterschaften. Trainer der norwegischen alpinen Nationalmannschaft 1967/68 (0. S. Grenoble). Teilnehmer der norwegischen Olympiamannschaft im Segeln, 1972. Präsident der AH-Sektion Norwegen seit 1977. Berufliche Tätigkeit: Direktor und Inhaber der Firma Gresvig AIS: Gross- und Einzelhandel von Sportartikeln in Norwegen. Guttormsen Sigmund, Asijiirnsenvei I4> N-}6oo Kongsberg

Geboren am 13. Juli 19°9 in Kongsberg. War verheiratet mit Alice geb. Binder. Kinder: Arne Bert (1938), Benny (1945). Studium an der Universität Zürich, als Dr. med. dent., 1936. Mitglied der Sektion Zürich. Mitglied des Aufsichtsrates der AHSektion Norwegen. Schweizerischer Hochschulmeister im Sprunglauf und Nordischer Kombination 1934 und 1935. Vordere Ränge an der Universiade in St. Moritz 1933, in Holmenkollen und an internationalen Rennen in Jugoslawien, Deutschland, Schweiz und Norwegen. Profi-Fussballspieler beim FC Grasshoppers während der Studienzeit. Sieger in der Cup- und Ligameisterschaft 1936 und 1937· Berufliche Tätigkeit: Selbständige Praxis als Zahnarzt in Kongsberg, 1938 bis 1979. Halleen Leif-Erik, Oia] Bulls vei 73, N-076J Osio 7

Geboren am 21. Juni 1956. Verheiratet mit Jill geb. Carter aus Aspen, Colorado. Studium an der Hochschule St. Gallen, 1978-1980. University of Utah, Salt Lake City, 1980-1983. Mitglied der Sektion Zürich. Teilnahme an alpinen sAs-Rennen und nationalen Meisterschaften. Berufliche Tätigkeit: Mitarbeiter der Norsk Leasing and Factoring A I S. Arbeitsgebiet: Internationale Finanzwährungen.


Huseby Terje, Briskebyveien 70 , N- 02J9 Oslo

Geboren am 15. Dezember 1946. Verheiratet mit Margaret geb. Helle. I Kind: Magnus (1980). Studium: Dipl. Architekt ETH, 1975. Mitglied der Sektion Zürich. Teilnahme an alpinen Studentenrennen, Hochschulmeisterschaften, regionalen Rennen in der Schweiz und in Norwegen. Ausbildung als Trainer und tätig als Skilehrer in der Schweiz (Davos, St. Moritz, Wengen, Zermatt) und als Trainer in Norwegen. Berufliche Tätigkeit: Architekt in Oslo seit 1976, ab 1983 als Abteilungsarchitekt an der Planungsabteilung des Städtebauamtes in Oslo. Jervell Otto N., Nobelsgate

2},

N-0268 Oslo 2

Geboren am 11. Juli 1958 in Oslo. Studium an der Universität Fribourg, Abteilung für Wirtschaft 1979- 1984. Mitglied der Sektion Fribourg. UNI-Meister im Tennis 1983. Berufliche Tätigkeiten: Finanshuset A IS, Finanzierung und Entwicklung von Projekten.

KieilandJakob de Rytter, Ullveien

I,

N-O}94 Oslo}

Geboren am 7. Juni 1943 in Oslo. Verheiratet mit Thorunn von Island. Kinder: Hildur (1968), Faltin (1968), Anne-Lise (1970), Jakob (1974)· Studium an der ETH Zürich, Dipl. Ing. ETH, 1970. MBA Imede, 1983. Mitglied der Sektion Zürich. Teilnahme an mehreren nationalen alpinen und nordischen Rennen und Studentenrennen. Vordere Ränge im Skispringen. Zürcher Regionalmeister im Skispringen. Berufliche Tätigkeiten: Marketing-Direktor in der Firma NEBB (Norwegisch Elektrisch Brown Boveri).

Klausen Per Morten, Gregers Grams vei 22, N-o}82 Oslo }

Geboren am 14. Mai 1945 in Oslo. Verheiratet mit Astrid geb. Ullstroem. Kinder: Pernille (1973), Anette (1976). Studium der Betriebswirtschaft an der UNI Basel 1966- 1967. Lic. oec. an der Hochschule St. Gallen, 1971. Mitglied der Sektion Basel. Langläufer. Berufliche Tätigkeit: Partner Per Klausen Textilagentur. 166


Klaveness Anton F, Gustav Vigelands vei J, N-0274 Oslo 2

Geboren am 24. November 1933 in Oslo. Studium in Neucharel, lic. S.E.S., 1958. Mitglied der Sektion Lausanne. Berufliche Tätigkei t: Schiffsreeder.

Klaveness Nils, Nedre Ringi Gaard, N-IjOO Sandvika

Geboren am 29 . Mai 1940. Verheiratet mit Mette geb. Sommerschild. I<inder: Heddy (1973), Ellisif (1975), Dag (1976). Studium: UNI Genf, Lic. S.E. S., 1966. Berufliche Tätigkeit: Direktor A. F. Klaveness & Co . A I S.

Kvarekvaal Rune, Strandavegen }}- }7, Postboks IOJ, N-J701 Voss

Geboren am 19. Februar 1952 in Voss. Verheiratet mit Torhild geb. Eik. Studium an der Universität Fribourg, Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, Abschluss 198o. Mitglied der Sektion Fribourg. Teilnahme an alpinen Studentenrennen. Berufliche Tätigkeit: Inhaber und Leiter der Firma A I S Terk Real (Immobilien) .

Langaard Thomas, Hoffsjej Loevenskioldsvei j9, N-OjJ2 Oslo j

Geboren am 2I.Mai 1958 in Oslo. DipI. EI. Ing. ETH, 1982. Mitglied der Sektion Zürich. Berufliche Tätigkeit: Systemchefbei einer Computerfirma in Oslo .


Larsen Sven Erik (Trufs), Loekkebergveien}4, N-}920 Eidganger

Geboren am 24. März 1945 in Oslo. Verheiratet mit Elin geb. Bonderud. Kinder: Sondre (1975), Erlend (1978). Dipl. Ing. ETH, 1970. Mitglied der Sektion Zürich. Teilnehmer an norwegischen Meisterschaften und internationalen Studentenrennen. Leiter des technischen Komitees für Trainerausbildung des norwegischen Skiverbandes, 1973-1975. Berufliche Tätigkeiten: Teilinhaber und Geschäftsführer ELVA Induksjon A I S (Skien). Vorstandsvorsitzender: ELVA France Sarl (Paris), ELVA Induktion AB (Vasteras), ELVA Induktion GmbH (Mannheim), ELVA Induction Corp. (Pittsburgh). Lonnevig Rolj, Kongfefaret

I2

A, N-I}4} Eiksmarka

Geboren am 17. April 1919 in Oslo. Verheiratet mit Gerd geb. Solem. Kinder: Anita (1947), Rolf Petter (195 0). Dipl. Masch. Ing. ETH, 1942. Mitglied der Sektion Zürich. SHMSiege: Slalom 1944, Alpine Kombination 1944, Springen 1940, 1941,1943 und 1944, Nordische Kombination 1940, Viererkombination 1940, 1943, Staffel 1942. Mehrere ZHM-Meisterschaften, Regional- und Verbandsmeisterschaften. 2. und 5. Rang NeujahrSlalom in Wengen 1939 und 1940. Norwegischer Skiverband: Technischer Verantwortlicher für Alpine Disziplinen, 1962- 1971. Mannschaftsführer der alpinen Nationalmannschaft an den Olympischen Spielen in Grenoble 1968 und den Weltmeisterschaften in Val Gardena 1970. Goldmedaille des Norwegischen Skiverbandes 1979· Berufliche Tätigkeit: Mitglied der Geschäftsleitung der Mobil Oil A IS Norge.

Lund Eifert Hoeljefdt jr., Frognerseterveien }3, N-o}87 Osfo}

Geboren am 16. März 1959 in Oslo. Offiziers ausbildung an der Seekriegsschule in Bergen, 1978-1979. Betriebswirtschaft an der Universität Freiburg, lic. rer. pol. 1984. Mitglied der Sektion Fribourg. Teilnehmer der Siegermannschaft der Langlauf-Staffel beim Charmey-Cup 1981, 1982, 1983 und 1984. Universitätsmeister Fribourg im Langlauf 1984. Berufliche Tätigkeit: Konsulent für internationale Schiffahrtsfragen beim Verband Norwegischer Reeder in Oslo.


Lunde Anker Johm!}, Maaneveien 10, N -I}OO Sandvika

Geboren am 26. Oktober 1923 in Nore. Verheiratet mit Inger-Johanne geb. Nilsen. I<inder: Nina (1953), Helen (1956), Inger (1958). Dipl. Bauing. ETH, 1949. Mitglied der Sektion Zürich. Teilnehmer an internationalen Skispringen und alpinen Disziplinen, Siege in Einzeldisziplinen und alle Kombinationen der sAs-Rennen 1946- 1950, norwegischer Abfahrtsmeister 1949, Olympiateilnehmer in der Abfahrt 1948 und 1952. Mitglied verschiedener Ausschüsse des norwegischen Skiverbandes 1954- 1955 und 1965 - 1975. Admiralsekretär der AH-Sektion Norwegen. Berufliche Tatigkeit: Mitarbeit bei Bauunternehmungen 19501968 und seither beim norwegischen Geotechnischen Institut. U. S. National Committee for Rock Mechanics Research Award 1976. Mjaa/and Ivar, Hamneheia 6, N -460o Kristiansand

Geboren am 27. August 1952 in Kristiansand. Verheiratet mit Liv geb. Bente. !<inder: Tor Ivar (1975), Kristian (1980) und Eirik (1984) . Studium an der Universität Fribourg, lic. rer. pol. 1979. Mitglied der Sektion Fribourg. Teilnahme an verschiedenen Studentenrennen in der Schweiz. ANSA-Langlaufmeister 1975. Berufliche Tatigkeit: Textilkaufmann «I var Mjaland Herren Modehaus» in Kristiansand .

Mustad Erik, Ho/mendammen terrasse

I,

N-o}S7 Os/O}

Geboren am 29. Oktober 1943 . Verheiratet mit Ewa geb. Treschow . Kinder: Magnus (1978), Carl P. (1980) und Edle (1982). Lic. Sc. Comm., 1971. Mitglied der Sektion Genf. Teilnehmer an alpinen Rennen sowie am Engadiner Marathon 1984 und am Marcialonga 1985. Berufliche Tatigkeit: Inhaber und Geschäftsführer der Firma Skipper Invest AIS (früher Simrad A IS) (Elektronikgeräte für Fischerei und Navigation).

Mustad Hafjdan, Griininge Gaard, S -4}400 Kungsbacka

Geboren am 22. November 1941 in Göteborg, Schweden. Verheiratet mit Eva geb. Boström. I<inder: Sophie (1972), Henriette (1975) und OIe (1978). Offiziersschule in Norwegen. Studium an der Hochschule St. Gallen, lic. oec. 1967. Mitglied der Sektion Zürich. Berufliche Tatigkeit: Geschäftsführender Gesellschafter der J. Mustad AB, Primulator AB und Selling Wings AB (Vermögensverwaltung, Restaurant- und Ladeneinrichtungen).


Nilsen-Moe Halfdan, Tingstuveien JO, N-028J Oslo 2

Geboren am 22. August 1918 in Oslo. Verheiratet mit Mimi geb. Heyerdahl -Vogt. Kinder: Erik (1947), Vivi (1948) und Gustav (1949). Studium: Dipl. Ing. Chem. ETH 1942, Dr. Chem. 1944. Mitglied der Sektion Zürich. SAS- und SHM-Meister in der Staffel 1940, 1941, 1943 und 1944, ferner im Langlauf 1941 und 1944, in der nordischen Kombination 1944 und Zweiter in der Viererkombination 1944. Initiant und Präsident der AH-Sektion Norwegen 195 I- 1970, Ehrenmitglied und Ritter der «Goldenen Bindung». Berufliche Tätigkeit: Industrieller (Gefrierlager und mechanische Industrie). Weltweite Beratungstätigkeit für die UNO und die Weltbank. F. A. 0., Norconsult und Scandiaconsult. Norman Arne, Herbernveien

2,

N-0286 Oslo 2

Geboren am 6. Juli 1940 in Toensberg. Verheiratet mit Bente geb. Bugge. I<inder: Nikolai (1967), Adele (1970) und Kat ja (1975). Studium: An der Hochschule St. Gallen für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, abgeschlossen 1965. Mitglied der Sektion Zürich. Teilnehmer an alpinen Studentenrennen. Berufliche Tätigkeit: Direktor der Storebrand-Norden Rückversicherungs AG in Oslo.

Nygaard William, Melkeveien 57, N-o}86 Oslo }

Geboren am 16. März 1943 in Oslo. Verheiratet mit Kristin (Babba) geb. Muhle. I<inder: Mads (1968), Elise (1973). Studium an der Handelshochschule in St. Gallen, lic. oec. 1967. Mitglied der Sektion Zürich. Teilnehmer an mehreren Rennen. Fünfter Platz im Skispringen an den Schweizerischen Meisterschaften 1965. Rennleiter des Holmenkollen-Skifestivals, Skisprung 1978- 1983. Rennleiter der Weltmeisterschaft Skisprung in Holmenkollen 1982. Berufliche Tätigkeit: Verleger, H. Aschehoug & Co., Oslo.

Platou Fritfv"O! 5., Thatchers, Traps Lane New Maiden, Surrey,

KT} 4SQ, UK Geboren am 23. Juli 1937 in Oslo. Verheiratet mit Linda. Kinder: Henrik (1968), Paul (1969), Nina (1976). Studium: Lic. SES. Mitglied der Sektion Genf. Teilnehmer an Rennen und Rennen in Norwegen. Berufliche Tätigkeit: Inhaber einer Investmentgesellschaft. 17°

SAS-


PlatouJohn Stoud, Fleskumaasen, N-I}46 Gjettum

Geboren am 8. September 1939 in Oslo. Verheiratet mit Eli-Regine geb. Emblemsvag Kind: Jannette (1972). Studium: Abgeschlossen in Genf, 1965, und an der Standford University in Kalifornien, 1968 . Mitglied der Sektion Genf. Universitätsmeister Genf 1963 und 1964 in alpiner Kombination. Mitglied und Mannschaftsführer der norwegischen nationalen Studentenmannschaft an der Universiade 1964 in der Tschechoslowakei. Berufliche Tätigkeit: Architekt und Inhaber der Architekturnrma F. S. Platou. Raaum Paal,Jacob Aausgt 2J B, N-o}64 Oslo}

Geboren am 5. Juli 1956 in Arendal. Offiziersschule der Norwegischen Luftwaffe. Lic. oec. an der Universität St. Gallen, 1982. Mitglied der Sektion Zürich. Teilnehmer an verschiedenen Studentenrennen. Berufliche Tätigkeit: Vizepräsident der Nevi A I S Corporate Finance Division, und Partner der Nevi Corporate A . S.

Rode William, Oevre Ullern terr. }S, N-o}So Oslo}

Geboren am 26. Januar 1959 in Zürich. Studium: Dipl. Ing. ETH, 1984. Mitglied der Sektion Zürich. Allrounder mit Schwerpunkt Langlauf. Zürcher Hochschulmeister Langlaufstaffel 1984. Vordere Ränge in Kombinationsrennen. Schweizer Meister im Doppelzweier Debutant 1984. Berufliche Tätigkeit: Ingenieur bei der NEBB, Abteilung für Industrie-Automatisierung.

Ruud, Sigmund, Staudeveien

22,

Oslo S

Geboren am 30. Dezember 1907 in Kongsberg. Mitglied der Sektion Zürich seit 193 I. 1928 Silbermedaille im Skispringen an den Olympischen Winterspielen in St. Moritz. 1929 Goldmedaille an den Weltmeisterschaften in Zakopane. 1930 Bronzemedaille an den Weltmeisterschaften in Oslo. Sechs Skisprung-Meisterschaften in der Tschechoslowakei, zwei in Rumänien sowie eine in den USA. Abfahrts- und Viererkombinationssieger an den Skimeisterschaften 1935 in Frankreich. Inhaber der Weiten-Weltrekorde 193 I (8 I Meter auf der Bolgenschanze in Davos) und 1933 (86 Meter in Villars). 193 I 4. Platz im Arlberg-Kandahar-Abfahrtsrennen. Initiant der alpinen Disziplinen in Norwegen (Skiclub Kongsberg).


1946 bis 1955 und 1959 bis 1967 Vorsitzender des FIS-Skisprungkomitees. Auszeichnungen: Holmenkollen-Medaille, Auszeichnungen der Finnischen, Schwedischen und Norwegischen Skiverbände. Ehrenmitglied des Internationalen Skiverbandes, des FISSprungkomitees, des Kongsberg Idrettsforening sowie der National Hall of Farne und Ehrenmitglied des Kandahar-Skiclub. Sand Anton Bratberg, Svennes Gaard, N -2820 Biri

Geboren am 25.Januar 1937 in Gjoevik. Verheiratet mit Margrethe geb. Moe. Kinder: Christine Louise (1975), Ane-Kathrin (1977) und Birgitte Celine (1979)' Medizinische Studien an den Universitäten Bern und Oslo, Abschluss Bern 1965 und Oslo 1966. Mitglied der Sektion Bern. Berufliche Tätigkeit: Oberarzt in der Ophtalmologischen Abteilung des Kantonsspitals Lillehammer.

Sandvik Ivar M., Liflevannsveien 81 B, N-0393 Osfo 3

Geboren am 27. Februar 1946 in Oslo. Verheiratet mit Kristin geb. Holte. Kinder: Sigurd (1972) und Kristian (1974). Architekturstudium an der ETH Zürich, abgeschlossen 1972. Teilnehmer an zahlreichen alpinen Rennen. Berufliche Tätigkeit: Inhaber eines Architekturbüros in Oslo.

Schartum Tormod, Grossmannstrasse }4, CH-8049 Zürich

Geboren am 4. Oktober 1955 in Oslo. Studium an der Universität Freiburg, lic. rer. pol., 1983. Mitglied der Sektion Fribourg. Teilnehmer an Schweizerischen Hochschulmeisterschaften im Langlauf, 3. ~6. Ränge in Norwegischen Juniorenmeisterschaften, OL und Leichtathletik. Berufliche Tätigkeit: Finanzierungsgesellschaft Vi king (SchiffFinanzierung) in Zürich.

UNSERE NORWEGISCHEN CLUBMITGLIEDER IN D E R SCHWEIZ:

17 2

Berg Björn, SAS Bern Berg Nicolas, SAS Basel Berg Truls, SAS Bern Corneliussen Pal Simen, SAS Zürich Ekeli Frode, SAS Fribourg Hunsbeth Jens-Odd, SAS Fribourg Julsvoll Geir, SAS Fribourg Kielland Lorentz, SAS Zürich Lingjaerde Pierre, SAS Geneve


Sch(ytter attar, Vestreveien 4J, N-IjIJ Nesoeya

Geboren am 25. April I 943 in Oslo. Verheiratet mit Turi geb. Svensson. Kinder: Cathrine (I976) und Nicolai (I980). Medizinisches Studium an der Universität Fribourg, Abschluss an der Universität Innsbruck als Dr. med. Weiterausbildung in Norwegen. Mitglied der Sektion Fribourg. Universitätsmeister in alpinen Disziplinen und Kombinationen der Universität Fribourg. Teilnahme an schweizerischen Hochschulmeisterschaften. Berufliche Tätigkeit: Eigene allgemeine Praxis, Kleinkinderkontrolle und Berufsmedizin. Schroder Knut, Nordpo/veien 76, N-9000 Tromso'

Geboren am 7. November I94I in Harstad, Norwegen. Verheiratet mit Randi geb. Koch. Kinder: Knut Eilif (I970) und Hanna-Kirsti (I97I). Medizinisches Studium an der Universität Zürich, Abschluss I968. Mitglied der Sektion Zürich. Mitglied der UNI-Mannschaft Zürich in Studentenmeisterschaften. Berufliche Tätigkeit: Chefarzt in der Hals-Nasen-Ohrenabteilung der Universitätsklinik Tromsö . Direktor der Universitätsklink Tromsö. Sinding Ho/ger, Boks J, N-IjI2 S/ependen

Geboren am 7. April I920 in Eidsvoll, Norwegen. Verheiratet mit Karin geb. Petersen. I Kind: Karin (I950). Studium: DipI. EI. Ing. ETH. I949. Mitglied der Sektion Zürich. Vordere Ränge in Hochschulmeisterschaften (Viererkombination, Staffellauf und Sprunglauf) sowie bei anderen Sprungkonkurrenzen in der Schweiz. Berufliche Tätigkeiten: Direktionsmitglied bei der NEBB in Norwegen. Verwaltungsratspräsident des Forschungsinstitutes der Elektrizitätsversorgung. Vizepräsident des Verbandes der Elektroindustrie. Präsident des Norwegischen Elektrotechnischen Vereins. UNSERE NORWEGISCHEN CLUBMITG LIEDER IN DER SCHWEIZ:

Lingjaerde Tor, SAS Geneve Lynn Erik, SAS Fribourg Naess Dag, SAS Fribourg Nielsen Jack T, SAS Zürich Opdahl Helge, SAS Fribourg Röhrholt Anders, SAS Lausanne Raaum Pal, SAS Zürich Stenbolt Ovino, SAS Fribourg Woronovski Bamse, SAS Geneve Wallendahl Ellert-Andreas, SAS Fribourg

I73


Solberg Peter Christian, Hasselbakken S, N-I343 Eiksmarka

Geboren am 3. April 1939 in Oslo. Verheiratet mit Cecilie geb. Lorenzen. Kinder: Elisabeth (1974), Helen Louise (1976) und Henninge Margrethe (198 I). Studium: Dipl. Ing. ETH, 1963. Dipl. INSEAD, 1965. Mitglied der Sektion Zürich. Teilnahme an verschiedenen Studentenrennen. Berufliche Tätigkeiten: Partner und Vorstandsmitglied der Namic System Software in Oslo; Namic Ltd. (Lutoin); Namic Sarl (Paris), Namic SA (Madrid), Namic srl (Mailand), Namic GmbH (Hamburg). Stang Anders, Ullernkammen 24A, N -03So Oslo3

Geboren am 15. Mai 1944 in Oslo. Verheiratet mit Kirsti geb. Andresen. Kinder: Oie (1976), Peder (1979), Jacob (1983) . Studium an der Academie Commerciale pour les Etudiants Etrangers, Paris, und an der Faculte des Sciences Economiques et Sociales, Universite de Geneve, Lic. Sc. Comm., 1970. Mitglied der Sektion Genf. Berufliche Tätigkeit: Partner in Touche Ross & Co ., Management Consultants, Oslo. Stiirmer Jan, Trollbakken 12, N-9000 Tromsii

Geboren am 13. September 1948 in Hadsel, Norwegen. Verheiratet mit Bjorg geb. Lein. Kinder: Carl Christian (1982) und Christina (1984). Medizinisches Studium an der Universität Lausanne, Abschluss 1975. Mitglied der Sektion Lausanne. Allrounder mit besten Leistungen in der Viererkombination. Berufliche Tätigkeit: Oberarzt in der Radiologischen Abteilung der Universitätsklinik in Tromsö. Sundnes Knut Oie, Ringstabekkveien 69 B, N-I342 Jar

Geboren am 18. Oktober 1946 in Oslo. Verheiratet mit Sissel geb. Koller. Kinder: Ane Kristin (1970), Jon Erlend (1972). Medizinisches Studium an der Universität Basel, Abschluss 1972. Mitglied der Sektion Basel. Berufliche Tätigkeiten: Spezialist der Anästhesie und Intensivmedizin. Z. Zt. Oberarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin des Reichsspitals Norwegen, Universität Oslo. 1979: Offizier! Arzt im UNIFIL-Hospital, Libanon. 1983- 1984 (Winter) Tätigkeit beim Internationalen Roten Kreuz in den Flüchtlingslagern an der thailändisch-kamputscheanischen Grenze. UNIFILMedaille 1979. 174


Tandberg Erik G., Olav Aukrusts vei 2}, N -Oslo}

Geboren am 28. Februar 1930 in Kolvereid, Norwegen. Verheiratet mit Nina geb. Svendsen. Kinder: Ninette (1964), Bettina (1967), Caroline (1972). Dip!. Ing. ETH, 1952. Centre d'Etudes Industrielles, Genf 1954. Mitglied der Sektion Genf. Berufliche Tätigkeiten: Präsident der Saga Petrokjemi A jS, Norwegen (1974- 1982) und Präsident der ARCO Chemical Europe, Inc., London (1982- 1985).

Tandberg Harald, Strandveien I, N-IJ24 Lysake

Geboren am 13. November 1958 in Oslo. Verheiratet mit Alexandra geb. Morris. Dip!. Ing. ETH, 1984, M. S. Stanford University, Kalifornien, 1985 - 1986 (Engineering-Management). Mitglied der Sektion Zürich. Teilnehmer an schweizerischen Ski rennen und Studentenrennen . Zürcher Hochschulmeister in der Viererkombination 1983. Berufliche Tätigkeit: Elektriker (elektrische Installationen), Familienfirma.

Thrane Esben J., Frogner terrasse

l,

N-0267 Oslo

Geboren am 20. August 1933 in Oslo. Verheiratet mit Kari geb. Kolstad. Kinder: Johannes (1978), Julius (1982). Dip!. Ing. ETH, Dr. Ing. TH-Norwegen. Mitglied der Sektion Zürich. Vordere Ränge in verschiedenen Kombinationsrennen. Berufliche Tätigkeit: Leiter der nationalen Zentralstelle für Stahlbau, Professor an der TH-Norwegen. Mitglied und Vorsitzender verschiedener Kommissionen über Stahlbau und Brandschutzfragen.

Wiig Wilhe1m A. , Gabelsgate 2} A, N-0272 Oslo 2

Geboren am 5. Mai 1952 in Oslo. Studium der Sciences Economiques an der Universität Fribourg, Abschluss 1980. Mitglied der Sektion Fribourg. Teilnehmer an Hochschulmeisterschaften. 3. Rang im Staffellauf 1978. Berufliche Tätigkeiten: Exportmanager, A j S Apothekernes Laboratorium.

175


MODERNE TRAININGSFORMEN Anne-Lise Nater, Zürich

Sport ist zur Mode geworden. In unserer Gesellschaft findet Anerkennung, wer gesund und fit ist. Geschlecht und Alter spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Schweisstriefende Frauen im modischen Aerobic-Look und verkrampfte Strassenjogger mit schmerzverzerrtem Gesicht streben ebenso nach Wohlbefinden und körperlicher Fitness wie die Masse der Teilnehmer am Engadin-Skimarathon und die krummbuckligen Velofahrer auf der Greifensee-Route. Im Zuge der Popularisierung des Sports und der Förderung des Fitness-Leitbildes sind neue Trainingsformen propagiert worden wie Aerobics, Stretching, Bodybuilding (für Frauen!) usw. Sinnvoll angewandt, sollten diese Trainingsformen zu einem Ganzkiirpertraining genutzt werden, das aus vier Elementen besteht: Krei sla uftraining Dehnen (der Muskeln) Kräftigen (der Muskeln) Körperbewusstsein/mentales Training AUSDAUERTRAINING AM BEISPIEL VON HEAVYHANDS Jedermann weiss, dass beim Joggen der Kreislauf trainiert wird. Von Kreislauftraining wird gesprochen, wenn der Puls während 15 Minuten ununterbrochen 180 Schläge/min. abzüglich Lebensalter erreicht, bei einem Fünfzigjährigen also 130 Schläge/min. Ebenso leuchtet ein, dass beim Joggen die Oberkörpermuskulatur brach liegt. Eine moderne Trainingsmethode, die sowohl den Kreislauf als auch die Schnellkraft der Oberkörpermuskeln fördert, bildet Heavyhands. Bei Anwendung dieser Trainingsmethode stülpt sich der Sportler kleine Gewichte über den Handrücken - je nach Wunsch 500 Gramm bis 2,5 I<ilogramm. Durch Hüpfen und Springen an und von Ort in allen Variationsmöglichkeiten, verbunden mit Oberkörper- und Armbewegungen (Stossen, Beugen, Kreisen usw.), wird der Kreislauf und die gesamte Oberkörpermuskulatur aktiviert. Die Folge sind sowohl eine Steigerung des Pulses als auch eine Kräftigung der Muskeln . Die Trainingsleistung wird erhöht. Deshalb werden Heavyhands gerne beim Jogging eingesetzt, sofern man die Gewichte nicht als störend empfindet. Ebenso eignen sich Heavyhands bestens als Aufwärmtraining für viele Sportarten; ich denke u. a. an Fussball, Leichtathletik oder Tennis.

17 6


Römerin mit Heavyhands? Die Kunsthistoriker sind sich nicht einig, ob dieses Mädchen eine Athletin (G. V. Gentili) oder eine Musikantin (B. Pace) darstellt. Das Bild zeigt einen Ausschnitt aus dem berühmten konstantinischen Mosaik der zehn Mädchen im Bikini, zu sehen in der Villa Romana del Casa le in Piazza Armerina auf Sizilien. Donator Carl Diener, SAS Zürich

177


KRÄFTIGEN AM BEISPIEL DES BODYBUILDING Stark wollen heute nicht nur die Männer sein. Auch die Turnprogramme für Frauen enthalten Kräftigungsübungen, und wer in den Krafträumen von Fitness-Studios Umschau hält, stellt fest, wie sehr die Kraftmaschinen und Geräte bei Frauen gefragt sind. Es trainieren übrigens auch Herren im AHV-Alter in Krafträumen, darunter sAsler, und dies wohl nicht nur wegen des Anblicks der sich kräftigenden Damen, sondern in der Erkenntnis, dass starke Muskeln die Leistungsbereitschaft erhöhen - man denke an den Langlauf oder ans alpine Skifahren. Wer Fitness-Studios und das Trainieren mit all den darin vorhandenen Maschinen nicht schätzt, stellt auf Hausmacherrezept um und kräftigt den Körper unter Verwendung von Hanteln oder mit Liegestützen. Zusätzlich sind auf jeden Fall Übungen für die Kräftigung der Rücken- und Bauchmuskulatur erforderlich, denn nur ein gesunder und starker Rücken kann die Schläge absorbieren, die bei vielen Sportarten unvermeidlich sind. Hohe Belastungen im Training können zu einem Ungleichgewicht der Muskulatur führen, namentlich wenn die Kräftigungsübungen nicht begleitet sind von Dehn- und Gymnastikübungen. Die tonischen Muskeln (Haltungsmuskulatur) können sich verkürzen, während sich die phasischen Muskeln (Bewegungsmuskulatur) abschwächen. Dadurch entsteht eine muskuläre Disbalance, die ein optimales Trainingsergebnis verhindert. Untersuchungen an Skirennfahrern der Nationalmannschaften Schweiz und Liechtenstein haben gezeigt, dass die untersuchten Spitzenathleten während des Wettkampfbetriebes eine mehr oder weniger aClsgeprägte muskuläre Disbalance aufwiesen (Schweiz. Zeitschrift für Sportmedizin 33, 1985). Um solche Erscheinungen zu vermeiden, sind Dehnübungen notwendig. Die Muskelkraft ist u. a. abhängig von der Muskellänge. Deshalb gilt bei jedem Training der Grundsatz Dehnen vor Kräftigen, den ich am Beispiel des

STRETCHING erläutern möchte. Während man früher durch Wippen und Federn die Muskeln dehnte (dynamische Dehnungstechnik), stehen neuerdings andere Methoden im Vordergrund, namentlich das seit 1980 bekannte Stretching. Bei Anwendung dieser Technik nimmt der Sportler, ohne sich irgendwie anzustrengen, eine bestimmte Dehnstellung ein, verharrt 10 bis 30 Sekunden darin und dehnt den Muskel weiter, wiederum ohne Anstrengung, verharrt erneut 10 bis 30 Sekunden in der eingenommenen Position, ehe er sich langsam (1) löst und die Grundstellung einnimmt. Um optimal trainieren zu können, sollte man vor dem Training und nach kurzem Auflockern die (infolge Passivität oder Verkrampfung verkürzten) Muskeln durch Stretching in ihre ursprüngliche Länge bringen, ähnlich wie das der Hund macht, der sich frühmorgens von seinem Lager 17 8


erhebt. Stretching nach dem Training ist zu empfehlen, um die z. B. nach dem Joggen kontrahierten Muskeln zu lösen und den Kreislauf zu beruhigen (cool down). Stretching verhindert Muskelkater. War man bis vor ca. zehn Jahren der Meinung, der Muskelkater sei auf Laktatanhäufungen im Muskel zurückzuführen, wird heute angenommen, der Muskelkater sei eine Folge einer Mikrotraumatisierung der Muskulatur (also einer Verletzung der Muskelfasern), hervorgerufen durch mangelhafte Feinkoordination oder durch grosse Ermüdung. Diese Änderung in der Auffassung findet ihre Bestätigung in der Erkenntnis, dass das Laktat innerhalb einer bis zwei Stunden abgebaut ist, der Muskelkater aber erst nach 24 Stunden auftritt. Alle Dehnungstechniken, die statischen und dynamischen, basieren auf reflektorischen Vorgängen auf der Ebene Rückenmark- Muskeln. Dieser Ebene sind verschiedene Steuerungs zentren des Gehirns übergeordnet. Mentale Trainingsformen, wie das nachstehend beschriebene Ideokinesis, sind auf das Zusammenspiel zwischen Gehirn und Körperbewegung angelegt. MENTALES TRAINING AM BEISPIEL VON IDEOKINESIS Fehlbelastungen und Fehlbewegungen führen häufig zu Schmerzen und Verletzungen, die ihrerseits in einer Art von Wechselspiel neue Fehlhaltungen (zum Beispiel Schongang) zur Folge haben. Es resultiert ein Teufelskreis, von dem man kaum loskommt. Eine einmal «fixierte» (fehlerhafte) Körperhaltung zu ändern, beispielsweise durch Anderung des Schwerpunktes, ist mit grössten Schwierigkeiten verbunden. Solche Fehlentwicklungen kann Ideokinesis korrigieren helfen. Ideokinesis, u.a. an der Juillard-School of New York gelehrt, nimmt das Sich-Vorstellen von bestimmten Linien und Bewegungen zu Hilfe, die auf der Anatomie und auf Muskelfunktionsprinzipien basieren.

Nehmen wir als Beispiel einer Fehlhaltung eine Muskelverkrampfung im Lendenbereich des Rückens: In einer liegenden Position (Bild) stellt man sich auf jeder Seite des Beckens ein Dampfschiffrad vor, dessen Unterseite in Richtung Füsse, dessen Oberseite in Richtung Kopf dreht. Diese zwei Räder drehen an einer Achse, die man sich als Verbindung zwischen der rechten und der linken Hüfte vorstellt. Nun bringt der Sportler diese Räder mental und ohne jeglichen physischen Einsatz in Rotation, mit dem Ziel, die Muskelverkrampfung zu lösen. Diese Methode erfordert naturgemäss Zeit und Geduld. Auf welche Bilder man am ehesten anspricht, ist individuell verschieden. In einem fortgeschrittenen Stadium wird man sich auch sitzend oder stehend Linien und Bewegungen vorstellen. Jede aktive Bewegung baut auf vorher gemachten Bewegungen auf und «schleift» diese noch mehr ein. Ein Umlernen einer Bewegung, um zu Maximalleistungen im Sport zu gelangen, ist mit 179


gros sem Aufwand verbunden. Will man eine bisherige «Bewegungsschleife» im Gehirn vollständig löschen und eine gewünschte neue von Grund auf aufbauen, ist dies durch intensives mentales Training möglich: Am Boden liegend (Bild I) bereitet man sich durch Entspannungsübungen vor und stellt sich dann den neu zu programmierenden Bewegungsablauf vor - also beispielsweise den Anschlag beim Tennis - , beginnend mit dem einfachsten Bewegungsgrundmuster bis zur erwünschten komplexen Bewegung. Zehn Minuten täglich genügen. Bevor man sorgfältig(!) aufsteht, streckt man sich wie eine Katze und führt anschliessend die gewünschte Bewegung aktiv aus. Diese Übung, täglich ausgeführt, bringt nach etwa zwei Monaten Erfolg. Erfahrungen haben gezeigt, dass das mentale Training ausgesprochen erholsam und beruhigend wirkt. MODELL FÜR EIN GANZKÖRPERTRAINING Welcher Sportart man sich auch immer verschrieben hat, ein Training sollte stets ausgewogen und harmonisch sein. Anzustreben ist deshalb eine Mischung der beschriebenen Trainingsmethoden, wie ich es nachstehend an einem Modell zeigen möchte. Optimal für die Fitness ist ein Ganzkörpertraining, das I Stunde bis ~ Stunden dauert und drei- bis viermal pro Woche ausgeführt wird. Reicht die Zeit dazu nicht aus oder sind die Trainingsmöglichkeiten eingeschränkt, soll man wenigstens täglich entweder während 15 Minuten ein Stretching-Training oder während 30 bis 40 Minuten ein Ausdauer- oder Krafttraining absolvieren. Zu empfehlen ist, dieses Programm durch mentales Training zu ergänzen. Diese Darstellung ist nur als Modell gedacht und soll nicht zum Dogma erhoben werden. Sport soll ja Freude bereiten.

Dauer Allfwärmen - Lockerungsübungen - leichte Schwungübungen

Komplettes AusdauerTraining training

Krafttraining

Stretchingtraining

X

X

5 min .

X

X

Stretching - Vorbereitungs-Dehnübungen (je nach Sportart)

7- 12 min.

X

X

Allsdatiertraining - z. B. Joggen, Schwimmen, Radfahren, Langlauf, Heavyhands

15 min.

X

X

7- 10 min.

X

X

5 min.

X

X

X

X

Stretching - Dehnübungen für im Ausdauertraining beanspruchte Muskeln

- Vorbereitungs-Dehnübungen für das Krafttraining Krafttraining - Kraftmaschinen - Free weights (Hanteln) - eigenes Körpergewicht Stretching - Dehnübungen - Cool down

mind.

mind. 15 min.

10- 15 min.

X

1 Stunde bis 5/4 Std.

180

X

X

X

35 - 40 min. 35 - 40 min.

X

mind. 15 min .


HANDELSMITTELSCHULE FÜR SPORTLER UND KÜNSTLER Erwin Eyer, Brig

Die Erfahrung hat des öftern gezeigt, dass es für viele Jugendliche schwierig, ja sogar unmöglich ist, das Studium oder die berufliche Ausbildung mit der Ausübung eines Weltkampfsports oder einer künstlerischen Tätigkeit mit höheren Anforderungen zu verbinden. Jene, die es versuchten, standen oft vor einem solchen Leistungsdruck, dass ihre persönliche Entwicklung in diesem jugendlichen Alter darunter litt. Viele, die nach der obligatorischen Schulzeit ihre Zukunft ganz auf der Sparte «Weltkampfsport» aufbauen wollten, standen nach Jahren vor einem Scherbenhaufen. Eine leichte, aber lästige Verletzung verhinderte das Vordringen an die absolute Spitze, oder hatte sogar zur Folge, dass der talentierte Jugendliche seinen Sport total aufgeben musste. «Erst mit 20 oder 24 Jahren eine Lehre oder ein Studium zu beginnen, ist nicht jedermanns Sache!» Selbstverständlich gibt es Ausnahmen, die tatsächlich Spitzensport und Studium unter «einen Hut» bringen. Diese «Ausnahmen» finden wir aber fast immer bei Sportlern, die an Ort und Stelle trainieren können und die auch für die Wettkämpfe nicht ins Ausland reisen müssen, so z. B. in den Disziplinen Fussball, Handball, Turnen, Fechten, Leichtathletik, Schwimmen und vielen anderen. Aber auch bei diesen Sportarten sind viele Jugendliche gescheitert, wenn nicht alles optimal zusammenpasst: Familie, Talent, Wohnort, Erholungsziel, gute Gesundheit, finanzielle Unterstützung usw. Der Rhythmus in der Schule, die Anforderungen im Spitzensport und die Absenzen werden plötzlich so gross, dass nur die wenigsten Jugendlichen diesem Druck standhalten können . Extremstes Beispiel ist im Kanton Wallis der alpine Skirennsport. Jeder Jugendliche möchte ein Pirmin Zurbriggen oder Max Julen werden. Schüler, unterstützt von Eltern und Trainer, scheuen keine Opfer, um von einer Leistungsklasse in die nächst höhere zu gelangen. In den allermeisten Fällen wird der Beruf oder die Schule ganz beiseite gelassen. Wenn man Glück hat, kann man in der kurzen Zwischenzeit im elterlichen Betrieb mitarbeiten oder besucht für viel Geld für ein paar Wochen eine Privatschule. Bereits 1982 wurde in der kantonalen Sport-Toto-Kommission über diesen Fragenkomplex diskutiert. Alle anwesenden Präsidenten der kantonalen Sportverbände und auch die Vertreter des Erziehungsdepartementes waren einhellig der Meinung, dass dieses Problem studiert werden müsse. Eine Subkommission erhielt den Auftrag abzuklären, wie die Situation in andern Kantonen aussieht. 1983 legte diese Sub kommission einen Bericht vor, in dem klar zum Vorschein kam, dass weder die Versuchsklassen im Kanton Genf, noch die Privatschulen, noch das Sportgymnasium «STAMS» in Österreich, das Problem im Kanton Wallis lösen könnten. Der Kanton Wallis hat ganz andere geographische, finanzielle, touristische, sprachliche und auch traditionelle Gegebenheiten als die meisten andern Schweizer Kantone. Die Subkommission erhielt deshalb als zweiten Auftrag, nach einer «walliserischen Lösung» zu suchen. Nach verschiedenen Sitzungen und Abklärungen auch mit dem Schweizerischen SkiVerband hinterlegte die Subkommission 1984 einen zweiten Bericht, aus dem klar hervorging, dass man nicht eine Sport-Internatsschule schaffen, sondern Klassen für Sportler und Künstler in


bereits bestehenden Mittelschulen einbauen sollte, und zwar mindes tens eine Klasse im Oberwalli s (deutsch) und eine Klasse im Unterwallis (französisch). In der Versuchsphase wollte man nur mit einem Typus anfangen (Handelsschule). Später sollte es auch möglich sein, in ähnlicher Form eine Matura oder eine Lehre abzuschliessen. Die kantonale Sport-Toto-Kommission war mit diesem Vorschlag einverstanden. 1985 wurde die Subkommission durch zwei Schuldirektoren, einen Handelsschulinspektor, zwei Direktoren der Berufsberatung und durch die Abteilungsvorsteher des Mittel- und Berufsbildungsamtes erweitert. Es ging nun einerseits darum, eine möglichst realistische Stunden tafel zu erstellen, die es den jungen Leuten ermöglicht, neben der Schule noch regelmässig Sport zu treiben oder ein Instrument zu spielen, anderseits wollte man durch ein Rundschreiben das Bedürfnis genauer abklären, ob tatsächlich genügend Interessenten vorhanden seien. Das wesentliche Merkmal dieser Klassen ist der langsamere R~thmus und die Anpassung der Programme. Einerseits wird die Anzahl Schulstunden je Tag, Woche oder auch Jahr gekürzt und anderseits die Studienzeit verlängert, damit die Schüler trotzdem die vorgeschriebene Anzahl Unterrichtsstunden erhalten. So dauert die Ausbildung in einer Handelsmittelschule vier statt drei Jahre. Grosses Gewicht wird auf die persönliche Betreuung geleg t. Der Verantwortliche dieser Klassen ist z. B. von drei wöchentlichen Schulstunden entlastet, damit er Schülern, Eltern und Sportorganisationen für alle Fragen und Pro bleme zur Verfügung stehen kann . Zudem sind regelmässige Stützkurse vorgesehen.

STUNDENPLAN FÜR DAS SCHULJAHR 1986/ 87 Montag

Dienstag

Mittwoch

D onnerstag

Zusätzlich Langwoche

Kurzwoche 07·55 08·45 - 08-45 °9·3° - °9·45 10·3° 10·35 11.20

-

Französisch

Religion

Deutsch

Italienisch

Französisch

Mathematik

E nglisch

Französisch

BRW*

Französisch

Deutsch

D eutsch

BRW *

Französisch

Englisch

BRW*

Geschichte

BWL ** jRecht

Englisch

Englisch

Englisch

Chemiej Biologie

Religio n

Deutsch

14.00 14·45 - 14·5° IH5 15.4° 16.30

Chemiej Biologie Stütz kurse Studium

D aktylo

Steno

Deutsch

Stütz kurse Studium

Stützk.JStud. bei Langwoche

Geschichte

16,3° 18.00

Sportunterricht

Sportunterricht

-

-

*

Freitag

BR W = Betriebsrechnungswesen = Betriebswirtschaftslehre

** BWL 182

Samstag


Bemerkungen zum Stundenplan

Während der Kurzwochen schliesst die Schule um I 5.35 Uhr. Von I 5.40 bis I 6. 30 stehen Lehrer für Stützkurse zur Verfügung. Während dieser Zeit können auch die Hausaufgaben gemacht oder studiert werden. Der Mittwochnachmittag steht zur freien Verfügung. Die Schule bietet auch diesen Jugendlichen wöchentlich I50 Minuten Sportunterricht an. Verantwortlich für diesen Unterricht ist ein diplomierter Turn- und Sportlehrer. Das Programm wird auf die jeweiligen Bedürfnisse zugeschnitten: Kraft- und Konditionstraining, Stretching, Ausdauer, Geschicklichkeit und Gewandtheit, Stehvermögen, Spiele, Gymnastik. Für das sportliche Training in den verschiedensten Disziplinen sind die Kantonalverbände verantwortlich. Dieses Training wird vor allem auf die Kurzwochen verlegt (Freitag bis Sonntag), kann aber je nach Sportart und örtlichen Trainingsmöglichkeiten während der Woche stattfinden. Auch für die medizinische Betreuung sind die Verbände verantwortlich. Es versteht sich von selbst, dass der Turn- und Sportlehrer mit den Verantwortlichen der Vereine oder Verbände engen Kontakt hat und über die sportlichen Ziele bestens informiert ist.

*** Die Eröffnung einer Handelsmittelschule für Sportler und Künstler ist ein Versuch. Darum müssen sicher im Verlaufe der Jahre an verschiedenen Orten «Retouchem> und Verbesserungen angebracht werden. Sofern Interessenten vorhanden sind, wird jedes Jahr eine neue Klasse eröffnet. Selbstverständlich sind auch Kandidaten aus andern Kantonen willkommen. Grossen Wert wird auf die Zusammenarbeit des Erziehungsdepartementes, der Schulleitung, des Klassenlehrers, der Eltern, des Turnlehrers und der verschiedenen sportlichen und künstlerischen Organisationen gelegt. Diese Zusammenarbeit geht über die einfache Regelung der Aufnahmeformalitäten hinaus. Die Klassen werden durch einen Rat begleitet, der sich aus obgenannten Personen zusammensetzt. Selbstverständlich müssen die schulischen Leistungen erbracht werden, ansonsten gibt es auch an dieser Schule keine Promotion. Es ist zu hoffen, dass das sehr interessante Experiment zum Wohle der Jugendlichen von Erfolg gekrönt sein wird. Bis zum März 1986 meldeten sich für Brig}4 Schüler an, und zwar: 24 Skifahrer, 2 Leichtathleten, 4 Fussballer, 2 Musiker (Orgel und Trompete), 1 Tennisspieler, 1 Hockeyspieler. Für Martinach waren es 2} . Aufgrund dieser Anmeldungen wurde beschlossen, im Herbst 1986 in Brig zwei solche Klassen und in Martinach eine Klasse zu eröffnen. An bei den Orten einigte man sich auf den Typus B (16 kurze Wochen - 16 lange Wochen): vgl. Diagramm.

RESUME Pour donner a de jeunes sportifs ou de jeunes artistes la possibilite de suivre un enseignement du degre moyen tout en se perfectionnant dans leur sport ou leur art, le canton du Valais a cree des ecoles d'un nouveau type, qui s'ouvriront en automne I986. Leurs caracteristiques principales sont un rythme plus lent et une adaptation des programmes. D'une part, le nombre d'heures d'enseignement par jour, par semaine ou sur l'ensemble de l'annee est diminue, tandis que d'autre part, les etudes sont etalees sur une plus longue periode, de teIle sorte que l'eleve beneficie au total du nombre d'heures reglementaire. C'est ainsi que le dipl6me de l'ecole de commerce est obtenu en 4 au lieu de 3 ans. Pour l'instant, seule une formation commerciale est possible. ~ecole de Brigue a enregistre 34 inscriptions, celle de Martigny 23. Le type B a ete choisi: sur les 32 semaines d'enseignement, I6 seront breves et I 6longues. Le diagramme donne une vue d'ensemble des programmes hebdomadaire et mensuel, ainsi que de l'horaire des classes.


SKI ET Y ACHTING FONT BON MENAGE A preuve, le Bol d' Or du Leman Philippe

Gillit~ron, SAS

Geneve

Apremiere vue, le yachting n'a rien avoir avec le ski de competition. Entre l'eau et la neige il y a pourtant une certaine parente: on peut courir sur l'une et l'autre en y rencontrant des concurrents departages par le meme chronometre! Et ayregarder de plus pres, il y a surement un denominateur commun entre le ski et le yachting, c'est le gout et la passion de la competition. Il n'est donc pas etonnant qu'un bon nombre de membres du SAS se soient illustres dans la regate a voiles comme dans d'autres sports dont on trouvera la liste impressionnante ailleurs dans ce volume. Geneve etant geographiquement privilegiee pour le yachting, il est bien normal que la section genevoise du SAS compte parmi ses membres une tres honorable proportion de yachtmen acharnes ou emerites. Et on aurait tort d'oublier la seetion lausannoise pour autant! Parmi toutes les regates du Leman, le Bol d'Or est de loin la plus fameuse et la plus connue. Une des plus anciennes aussi. A ce jour, 48 editions ont eu lieu sans discontinuer depuis 1939. Depart

Les 6 m.

J. 1.: 30 ans de suprematie .. .

Photo P. Y. Val/on


immuable de Geneve un samedi de juin a 9 heures avec une seule bouee a virer au Bouveret puis retour a Geneve par le plus court chemin (qui n'est pas toujours le plus rapide)! En ligne droite absolue : 125 kilometres. Son histoire est assez etonnante. Nee a la veille de la guerre et consideree a l'epoque comme une epreuve un peu folIe et temeraire, elle reunissait 25 bateaux au depart. Aujourd'hui, 48 ans plus tard, ils sont plus de 500 a tenter l'aventure et a participer a la grande fete du lac dans le style et l'esprit du Marathon de l'Engadine ou de Morat-Fribourg. LA SUPREMATIE DES 6 m. J.1. Pendant plus de 30 ans, jusqu'en 1970, le yachting n'a guere evolue, apart le dacron qui a remplace le coton dans la fabrication des voiles. Les bateaux sont en bois et lestes. Les plus rapides, les fameux 6 m. de jauge internationale, font la loi. Ils remportent l'epreuve 22 fois. C'est la grande epoque de Louis Noverraz qui gagne 6 fois a la barre d'un «Ylliam ». En 1956, par gros se bise de force 6- 7, il etablit le fabuleux re cord de 11 h. 04' 5i' qui ne sera jamais battu par un monocoque. Frifri Urfer en 1959, a la barre du «Talaut», et le soussigne a celle du «Vega» en 1967 connaissent aussi les joies de la victoire. Mais le premier membre du SAS a inscrire son nom au palmares fut Guido Reuge, aujourd'hui doyen de la section de Lausanne. C'etait en 1946 sur le «Zanzibar», un Trois Tonneaux, tres toile, bas sur l'eau, un des derniers «Cruisers » tels qu'on les construisait au debut du siede. Pour battre avec plus de certitude la suprematie des 6 m. J. 1., le colonel Henry Guisan (LAH de la section de Zurich) eut l'idee de se faire construire un 8 m . J.1. Il remporta 3 fois le Bol d'Or, mais jamais en 5 ans de fa<;on a gagner definitivement le fameux trophee. Ce que reussit,

.. . puis vinrent les Toucans...

Photo Y. Ry ncki

D onator Pierre D ysli,

SAS

Geneve


en revanche, celui qui racheta le «Glana», Horace Juillard, qui en fit le «Marie-J ose» et l'emporta en 1961, 1962 et 1963. Ce bateau changea encore de proprieraire, devint «Le Tigre» et fut encore vainqueur en 1968 et 1969. Pour marquer la fin de la belle epoque des bateaux classiques, c'est le vieux 75m2 suedois «La Margot» qui gagne en 1970. LES TOUCANS ARRIVENT Un nouveau racer voit le jour en 1971. C'est le Toucan, dessine par Andre Fragniere sur les conseils de Louis Noverraz et qui sera construit par Rene Luthi, en bois moule. Legers et bien toiles, les Toucans declassent tous les anciens bateaux et remportent 8 victoires consecutives, dont celle de

a gauche: . . . avant l'ere des multicoques ... Photo Y. Ryncki Donator Antoine Mercier, Lausanne

SAS

a droite: .. . et eelle des monoeoques extremes . . . Photo Y. Ryncki

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Danilo Girardet en 1972 et celle de Philippe Stern en 1977 se doivent d' etre soulignees ici. Celle de ce dernier, a bord de l' «Altalr VII» merite d'etre honoree a plus d'un titre. Car elle est non seulement la premiere victoire de Ph. Stern au Bol d'Or, mais elle fut l'unique a etre remportee par un equipage entierement SAS, forme, outre le barreur, de Jost Schnyder, Pierre Dysli et Jean Kahler. Ce samedi 18 juin 1977 fut aussi gratifie d'orages successifs qui rendaient l'epreuve particulierement eprouvante et rapide. Enfin, les derniers Bol d'Or remportes par des monocoques le furent en 1979 et en 1981 par le «Zob> de Fernand Isabella, un Amethyste en forme de Toucan plus performant. eERE DES MULTICOQUES Voici bientot dix ans qu'un nouveau bateau est neoIl ne ressemble plus guere aux yachts traditionnels, taus lestes jusqu'ici. Avec une coque et deux flotteurs c'est le Trimaran, avec deux flotteurs seulement il devient le Catamaran. Ce sont des deriveurs ultra-legers qui remportent toutes les courses en mer et battent les records les plus solides. Alors qu'un monocoque classique de 10 a 12 m . de longueur peut atteindre des vitesses limites de 8 a 9 nceuds (env. 15 a 17 km .jh .), voici que les multicoques vont naviguer aux allures portantes au double de ces vitesses ... Cette forme de maladie qu'est la recordite atteint le Leman en 1980. En gagneur qu'il est, Philippe Stern construit alors san «Altair IX» en forme de Trimaran. Il est seul dans cette nouvelle categorie et l'emporte avec une petite heure d'avance sur san ancien Toucan, l'«Altalr VIII» qu' Alain Golaz a repris a san campte. Pas satisfait de san Trimaran, Stern en construit un nouveau, en 1981, l'«Altalr X», avec lequel il termine 3ea quelques minutes du «Zoe». En 1982, Philippe remporte sa plus courte victoire, avec 7 secondes d'avance sur un autre Trimaran: «l'Oiseau-Roc IIl» de P. Muskens, mais il abaisse le record de Noverraz de 2 h. 2 5'! En 1983, c'est «Holy Smoke» a M. Schiess qui gagne facilement devant «l'Oiseau-Roc» alors que Philippe Stern, a la barre de san nouvel «Altair Xl», un Catamaran dont il ne conna!t pas encore taus les secrets, ne termine «que» e 1O . Mais ce ne sera pour lui que partie remise, puisqu'en 1984, 1985 et 1986, Phi lippe Stern va devenir «Monsieur Bol d'Or» en l'emportant trois fois de suite, abaissant san propre record, en 8 h. 37' 45" l'an dernier et en 7 h. 20' 55" cette annee!


A vrai dire, la victoire ne peut desormais plus echapper al'une de ces «betes de course» que sont les Catamarans. Ils font maintenant une course dans la course. Ils vont deux fois plus vite que les meilleurs monocoques, a l'exception de quelques prototypes epoustouflants - ayant une demidouzaine d'equipiers qui font contre-poids en rappel - mais qui finissent presque tous par chavirer dans le gros temps et dont «1'Opni» d' Alain Golaz fut, helas, un des plus malheureux exemples. Pour nous en tenir aux monocoques de serie, le premier Toucan est rentre cette annee 5 heu res apres 1'«Altalr Xl», ce qui ne doit rien enlever al'extraordinaire performance de ce dernier qui a su rester dans la bise la plus frakhe alors que tant d'autres l'ont perdue en voulant prendre au plus court pres de la co te fran<;aise. La connaissance approfondie des regimes thermiques sur le Leman demeure absolument indispensable acelui qui entend remporter l'epreuve. Car si les brises diurnes

... avec les equipiers au rappel...

188

Photo Y Ryncki


et nocturnes offrent des constantes remarquables en fonction des temperatures, encore faut-il savoir en tenir compte et ne pas se laisser pieger acertains carrefours delicats devant Meillerie, StGingolph ou les Moulins de Rivaz! Il y aurait lieu de rappel er ici que si les temps des vainqueurs sont forcement relatifs ala force et a la constance de la brise, il faut noter une amelioration considerable de ces temps ces six dernieres annees. Elle est naturellement due a l'arrivee des multicoques mais il est incontestable aus si que presque tous les derniers Bol d'Or, sauf en 1983, ont ete gratifies d'airs plus frais et soutenus qu'auparavant. A preuve que sur 48 epreuves, 7 vainqueurs l'ont terminee le meme jour en 10 h. 20' de moyenne, alors que 41 concurrents l'ont emportee dans le temps moyen de 23 h. 25'.

.. . toujours au depart .. . ... rarement a ]'arrivee!

Donatoren Hans Bergmaier,

SAS

Z端rich, und Hans Koenig,

SAS

Donator Ruedi Witmer, SAS Z端rich Photos Y. Ryncki

Bern


LE BOL D'OR RESTE LE BOL D'OR Avec ses 520 bateaux au depart, le Bol d'Or demeure la plus grande course du monde en eau douce. Chaque annee de nouvelles unites sont construites par des proprietaires qui n'hesitent pas a investir fr. 100000.- ou fr. 200000.- avec le secret espoir d'inscrire une fois au mo ins leur nom sur le fameux challenge. Et acause de cela meme, ils ne seront qu 'une douzaine chaque annee aprendre le depart avec une chance de l'emporter! Alors qu'est-ce qui fait courir la grosse masse des 500 bateaux qui n'ont d'autre chance qu'un dassement honorable? Il y a pour beaucoup l'amour du lac ou la passion de la navigation. Le gout de l'aventure aussi, le besoin de se mesurer aux autres ou de faire soi-meme le point de ses competences et de ses connaissances. Car on a jamais fini de le connaitre ce Leman aux brises capricieuses qui passent du joran ala m6laine, du sechard a la vaudaire, de la bise au bornan. C'est enfin la fete annuelle du lac avec deux mille navigateurs reunis pour une course de grand fond, genre Marathon ou Vasalopet, dont les meilleurs courent au sprint, la grosse masse au pas de course et les trainards a la marche. On peut regretter ou deplorer que le Bol d'Or ait ete contamine par cette maladie qui s'attaque a tous les sports en ce 20 e siede finissant: la recordite aigue. Car la voile ades parametres infiniment plus relatifs que tous les autres sports, au point que l'absolu du record n'a de valeur qu'aux yeux de ceux qui n'entendant rien ala regate. Mais nos journalistes incompetents ne tueront jamais le Bol d'Or pour autant. Car l'amour du lac et la passion de la regate l'emporteront toujours sur la guerre des chronometres si betement orchestree par la presse avide du seul sensationnel.

Philippe Stern,

SAS

Geneve: «Monsieur Bol cl'On>, et ses lieutenants (D. StampAi et Ph. Dürr)

VICTOIRES SAS AU BOL D'OR 1946 1949 (9)0 (9) ) (9)9 19 6 7 197 2 1977 19 80 19 82 19 84 (9 8) 19 86

Cruiser 8 m. J.1. 8 m. J.1. 8 m.].1. 6 m. J.1. 6 m. J.1. Toucan Toucan Trimaran Trimaran Catamaran Catamaran Catamaran

"ZANZIBAR» "GLANA» "GLANA» "GLANA» "TAlAUT» "VEGA» "SAMAQUl» «ALTAIR VIl» «ALTAIR IX» «ALTAIRX» «ALTAIRXl» «ALTAIRXl» «ALTAIR Xl»

Guido Reuge Henry Guisan Henry Guisan Henry Guisan Frecleric Urfer Phi lippe Gillieron Daniel Girardet Philippe Stern Philippe Stern Philippe Stern Phi lippe Stern Philippe Stern Philippe Stern

h. )9' 10" h. 17' 30" h. 25' 41" h. 19' 36" h. 26' 33" 27 h. 23' 10" 19 h. 12' 00 " 14 h. Il' 42 " 1) h. 27' 06" 8 h. 40' 01 " 9 h. 24' 20 " 8 h. 37' 4) " 7 h. 20' )) "

29 21 . 16 21 24

Photo Y. Ryncki


DER SPORT - VERSTRICKT IM NETZ DES KOMMERZ Hans Nater,

SAS

Zürich

Je höher die Anerkennung des Sports in der Gesellschaft, desto grösser die materiellen Vorteile, die den Besten zuteil werden. Das war in der Antike so und ist heute nicht anders. Der griechische Gesetzgeber Solon sah für Olympiasieger Athens als Siegespreis fünfuundert Drachmen vor, was zu seiner Zeit einem Jahresgehalt der höchsten Einkommensklasse entsprach. Mit Neid verwies Sokrates auf das Privileg der Olympioniken, im Amtsgebäude der Prytanen kostenlos verpflegt zu werden, und verlangte auch für sich als «unvermögenden Wohltäter» der Gesellschaft das gleiche Vorrecht. Platon stellte nur die Wächter seines Idealstaates über die Olympiasieger. Heute verdienen die weltbesten Golfer und Tennisspieler über eine Million Dollar pro Jahr und werden lediglich noch von ein paar amerikanischen Boxern und Baseballspielern übertroffen. Die zur absoluten Weltspitze gehörenden Skirennfahrer und die besten Leichtathleten der Welt kassieren Jahreseinkommen, die Salären von Generaldirektoren entsprechen. Der grossartige Hürdenspezialist Ed Moses liess sich 1983 an verschiedenen grossen Meetings in Europa für eine Stadionrunde über 400 Meter Hürden ein Startgeld von je 25000 Dollar zahlen, gleichviel wie ABC Television der barfuss laufenden Südafrikanerin Zola Budd für die Olympia-Revanche gegen Mary Decker über 3000 Meter vom 20. Juli 1985 in London offerierte. Doch nur die wenigsten Athleten tragen einen goldenen Löffel im Mund; die überwiegende Mehrheit der Spitzensportler verlässt am Ende ihrer Karriere die Arena mittellos. Geld fliesst heutzutage nicht nur im absoluten Spitzensport. Eine Zweitliga-Fussballmannschaft, die Erfolg haben will, trägt die Leibchen ihres Sponsors und lässt sich dafür honorieren. Die Rennfahrer eines gut geführten Skiclubs fahren mit gesponsertem Bus zu den Regionalrennen, und selbst für den SAS ist der Sport keine «akademische» Sache mehr, seit eine Getränkefirma als Sponsor eingestiegen ist und 100000 Franken auf den Tisch des Zentralkassiers zu legen gewillt ist. DO UT DES - LEISTUNG UND GEGENLEISTUNG Was ist eigentlich der Grund dafür, dass Rössli-Stumpen am lokalen Spring turnier gratis abgegeben werden, die SKA Etappen der Tour-de-Suisse finanziert, der Bankverein die Piloten im Eiskanal unterstützt, Audi den Teilnehmern am Olympischen Kongress 1986 in Lausanne grosszügig ihre Spitzenprodukte zur Verfügung stellt, der Reiseveranstalter Kuoni eine sechsstellige Summe für ein Weltcupskirennen hinblättert und ein Versandhaus im Rahmen des Millionenspiels der Sporthilfe eine Million Schweizer Franken offeriert? Wer sich vergegenwärtigt, wie zielgerichtet und erfolgsorientiert Wirtschaftsunternehmungen arbeiten, kann sich nicht vorstellen, dass die knallharten Manager der achtziger Jahre einem feudalistischen Mäzenatentum frönen. Der Grund für die stark zunehmenden Investitionen der Wirtschaft in den Sport - Schätzungen für die Schweiz bewegen sich in der Grössenordnung von 100 Millionen Franken pro Jahr kann nur die Gegenleistung sein, die sich die private Wirtschaft aus dem Sport und der Sportwerbung verspricht. Der Grundsatz do ut des ist das Credo der PR- und Marketing-Verantwortlichen


XIII OLYMPIC WINTER

GAMES

LAKE PLACID 1980

Donator Conrad Hew,

SAS

Bern

I

~ SEOUL 1988

Dona to r I van Wagner,

SAS

Z端rich

CALGARY 1988


der Wirtschaft. Sie gehen gemäss alt Bundesrat Honegger, dem Präsidenten der Stiftung Schweizer Sporthilfe, davon aus, dass die überwiegende Mehrheit unserer Bevölkerung dem Sport gegenüber positiv eingestellt ist, und bauen auf das moderne Fitness-Leitbild sowie die Vorstellung von Sportlern als Symbole für Leistung, Erfolg und Durchhaltewillen. Die Gegenleistung, die die Wirtschaft für ihre Investitionen erhält, gründet somit auf der Identifikation des Sponsors mit dem Image des Sports in der Beviflkerung. Wer sich vor Augen hält, dass die «UBS Switzerland» gegen Ende ihrer Siegesfahrt rund um die Welt ihren Bekanntheitsgrad innert Wochen auf 79 Prozent der Bevölkerung gesteigert hat, kann ermessen, was für ein Potential in der Sportwerbung liegt. Die Formen, in denen die Gegenleistung seitens des Sports erbracht werden, sind so vielfältig wie die Phantasie der Werber, doch lassen sich zwei Hauptrichtungen unterscheiden: Dem Sponsor wird das Recht eingeräumt, vor oder während einer Veranstaltung in Erscheinung zu treten (Bandenwerbung, Startnummernwerbung, Produktemarken auf Ausrüstungsgegenständen des Sportlers usw.), oder es wird ihm das Recht zur Verwendung von Signeten (olympische Ringe, Signet der Sporthilfe) und Prädikaten (offizieller Ausrüster der Ski-Nationalmannschaft) eingeräumt, damit er diese auf seinen Produkten anbringen oder in seiner Werbung verwenden kann. Diese zweite Möglichkeit wird nachstehend am Beispiel der olympischen Signete erläutert. DAS WERBEKONZEPT OLYMPlAS Der dynamische lOK-Präsident Samaranch, ein vornehmer Spanier mit ho her Bildung, hat im Jahre I 98 5 den seit Coubertin wohlbehüteten Schleier der marktwirtschaftlichen Keuschheit vom olympischen Symbol niedergerissen und die von ideellem Glanz umstrahlten fünf Ringe zur weltweiten Vermarktung freigegeben. Von einem Tag auf den andern wurde das Symbol der Olympischen Spiele millionenschwer. Damit will das lOK neben den Fernseheinnahmen, die in jüngster Zeit sowohl für Sommer- als auch für Winterspiele in Hunderte von Dollarmillionen geschnellt sind, eine zweite Finanzquelle erschliessen. Das lOK hat bis und mit I988 die Vermarktungsrechte an den olympischen Ringen exklusiv an die Luzerner Marketingagentur ISL übertragen. Diese Werbegesellschaft ist vom Sportartikelhersteller Adidas und der japanischen Werbeagentur Dentsu gegründet worden und unterhält Niederlassungen in den grossen Zentren der westlichen Welt. Auf ihrer Produktepalette befinden sich neben den fünf olympischen Ringen (olympisches Symbol) die Signete der Spiele von I988, Calgary und Seoul. Als ersten Sponsor angelte lSL Coca-Cola zu einem Preis von 24 Millionen Dollar; es folgten Kodak und Federal Express. Die Einnahmen aus den Werbeverträgen will das lOK - jedenfalls teilweise - in Form von Teilnahmeprämien an die nationalen olympischen Komitees weiterleiten. Beim erhofften Erfolg des lSL-Programms ist es möglich, dass die Athleten gratis zur nächsten OlYmpiade fahren, was den nationalen Verbänden natürlich hohe Kosten erspart. Allerdings bedarf es zur Verwendung der olympischen Signete in jedem Land der Zustimmung des zuständigen nationalen olympischen Komitees . Das Schweizerische Olympische Komitee (SOK) lässt die Vermarktung der von lSL angebotenen Signete nur für Produktekategorien zu, über die es nicht bereits selber Werbeverträge abgeschlossen hat. So kann das SOK die Olympiawerbung von Coca-Cola nicht dulden, weil es sein eigenes Signet - Schweizerkreuz über den fünf olympischen Ringen - bereits Rivella überlassen hat. GEFAHREN DER KOMMERZlALISIERUNG FÜR DEN SPORT Mit der konsequenten Vermarktung des Sports wächst der Einfluss der Wirtschaft auf den Sport und die Sportorgane. Ein abschreckendes Beispiel liefert der Tennissport. Die Grand-Prix-Turniere werden von wenigen professionellen Agenten beherrscht, die nicht nur viele der Spitzenspieler unter Vertrag haben, sondern auch die Turnierorganisationen werbemässig beherrschen


und die Verträge mit den Fernsehstationen abschliessen. Die Situation hat sich derart verschärft, dass sich der Men's International Professional Tennis Council, der gegenüber dem Welttennisverband die Verantwortung trägt für die Organisation der Grand-Prix-Turniere, veranlasst sah, in den USA wettbewerbs rechtliche Klage gegen die beiden führenden Agentenorganisationen einzureichen, um deren Marktrnacht zu brechen. - Auch im Skirennsport besteht neuerdings eine Tendenz unter den Spitzenfahrern, sich durch Agenten vertreten zu lassen. Als eine Schweizer Spitzenfahrerin eingeladen wurde, an einer Meisterschaft als Vorfahrerin zu starten, sagte der Agent der Fahrerin spontan zu, verlangte aber zur Überraschung des lokalen Veranstalters ein Startgeld von mehreren tausend Franken. Treten Agenten auf, um für die Fahrer Material einzukaufen, besteht die Gefahr, dass der Fahrer nicht das ihm am besten passende Material erhält, sondern dasjenige, auf dem der Agent die höchste Vermittlungsprämie bezieht. PROFESSIONELLES SPORTMANAGEMENT Zum Sport gehört auch das Geschäft. Dies hat zur Konsequenz, dass die Sportorganisationen über ein professionelles Management verfügen müssen, um der Wirtschaft mit gleich langen Spiessen gegenübertreten zu können. Die Sportverbände sind gut beraten, aus ihren eigenen Reihen (unabhängige) Fachleute in den Bereichen Marketing, Finanzen, Verhandlungsführung, Vertrags- und Rechtswesen heranzuziehen, damit die Interessen des Sports gegenüber der Wirtschaft durchgesetzt und die Selbstkontrolle des Sports gewährleistet werden können. Für die Schweiz gilt, dass das im Vereinsleben verankerte Milizsystem über ein grosses Reservoir an solchen Fachkräften verfügt, die sich gerne für die gute Sache des Sports einsetzen. Ein positives Beispiel, wie Sport und Wirtschaft unter einen Hut gebracht werden können, bildet die Sporthilfe. Unterstützt von Persönlichkeiten aus Industrie, Handel und Banken sowie des Sports und der Medien und geführt von einem professionell arbeitenden Management, erwirtschaftet die Sporthilfe jährlich drei Millionen Franken (netto) für schweizerische Spitzensportler, die nicht wie beispielsweise die alpinen Skirennfahrer bereits aus anderen (Werbe-) Quellen grosszügig unterstützt werden. Im Kampf um Sponsoren geraten sich die Sportorganisationen mitunter in die Haare. Die einen meinen, das sei im Sinne der Marktwirtschaft und deshalb gut, während andere für Koordination und Absprache eintreten. Die Sporthilfe hat beispielsweise lange mit Kodak verhandelt, bis der Filmproduzent mit dem SSV abschloss; umgekehrt war es im Falle der Swissair, wo die Sporthilfe die entscheidende Nasenlänge Vorsprung hatte und damit einen Vertrag im Wert von einer Million Franken ins Trockene brachte. Das Gebot der Stunde für den Sport heisst die Chance der höheren Einnahmen nutzen und die Gefahren der Kommerzialisierung erkennen. Der Herausforderung durch die Professionalisierung der Athleten und durch die machtstarken Medien kann nur begegnet werden, indem man die Strukturen und Organisationen der (vom Kommerz betroffenen) Sportorganisationen so ändert, dass die Autonomie des Sports und seiner Organe gewährleistet werden kann. Dabei dürfte auf seiten des Sports ein mit professioneller Einstellung und Methoden arbeitendes Management unerlässlich sein. Dem Grundsatz der Ehrenamtlichkeit im schweizerischen Vereinsleben tut diese Entwicklung keinen Abbruch.

194


SAS LAUSANNE - 50 ANS

La section de Lausanne vient de celebrer son j oe anniversaire. A cette occasion nous avons decide de reproduire ici un texte deja paru en 1946 au Schneehase. Il a garde toute son actualite malgre les trop nombreux departs qui ont endeuille nos amis Lausannois. Le texte etait du a la plume d'Albert Fanchamps devenu depuis lors membre d'honneur.

PROPOS D' ANNIVERSAIRE Albert Fanchamps,

SAS

Lausanne

Le SAS Lausanne a dix ans. 11 ne s'est trouve personne, a Sion, pour relater sa breve histoire. Cela valait mieux, d'ailleurs, car les discours sont choses ennuyeuses, et le SAS a raison de les eviter. Qu'il me soit permis cependant, pour marquer la date dans les annales du club, de pader un peu de cette section qui m'est chere. Et commenc;:ons par le commencement. LA NAISSANCE L'evenement remonte a une epoque Oll l'auteur de ces lignes n'etait encore ni universitaire, ni meme Lausannois. Les documents authentiques sur l'affaire sont rares, et comme d'autre part les ternoins presentent tous a cet endroit de frappantes pertes de memoire (dues, croit-on, a l'abus des jus de fruit), force nous est d'avoir recours a la tradition orale, dont voici les points essentiels: Le SAS Lausanne a vu le jour dans les premieres semaines de l'an 1936. L'accouchee, qui s'appelait Ski-club Academique Vaudois, a genereusement sacrifie quelques pintes de son sang (ses quatre meilleurs skieurs), aussi les suites de couche furent-elles longues et douloureuses. La sage-femme, qui n'etait autre que la venerable section de Berne, s'etait pourtant devouee sans compter pour enrayer l'hemorragie. Quant au bebe, il faisait l'admiration de tous par sa vitalite, la vigueur de ses cris, et son avidite a sucer le biberon. Le bapteme eut lieu le lendemain aux Rochers-de-Naye. Les hautes fonctions de parrain etaient fort dignement remplies par le Comite central d'alors, qui etait zurichois. Son delegue, Heinrich Fueter, aurait prononce un discours admirable, s'il avait mieux supporte le vin valaisan. Et voila tout: ne nous eternisons pas sur cette incertaine prehistoire. Mais je crois qu'avant d'aborder une periode plus moderne, il convient de fixer pour la posterite la liste des precurseurs, membres fondateurs de la section:


Georges de Lavallaz (Mardochee), premier president; J acques-Oscar Sillig (Le Bouc), premier secretaire-caissier; Henri de Courten (Toto), premier medecin; Raphael de Kalbermatten (Raphy), premier geant; Pierre Francioli (Chiron), premier champion; Maurice Gabus (Rico), premier abstinent.

t Georges de Lavallaz

t Michel de Rham

Premiere parenthese. C'est une tradition au SAS, comme parmi les gars du milieu, que les personnages marquants soient affubles de surnoms plus ou moins malsonnants. Je n'ai jamais aime ces sobriquets, surtout pas le mien qui est assez... bebete. Mais pour ne faire de peine apersonne, je veux bien les ajouter, par-ci par-la, entre parentheses. I.:ENFANCE Que dire de cet age heureux - et sans histoire - dont notre section lausannoise n'est pas encore sortie? La petite fille grandit lentement, regulierement, gagnant chaque annee 4 ou 5 kilos ... pardon, 40U 5 membres. C'est ainsi que le jour de son dixieme anniversaire, elle atteignit tranquillement la cinquantaine, ce qui est egalement eloigne de l'embonpoint de sa sceur Zurichoise et de la maigreur squelettique de sa sceur Saint-Galloise (qui finit d'ailleurs par s'eteindre d'inanition). D'un naturel prime-sautier, notre petite Lausannoise acquit bien vite aupres de Bernoise et Zurichoise (des grandes filles un peu solennelles, conscientes de leur role d'ainees de la famille) la reputation d'une enfant terrible, insouciante et peu disciplinee, mais aimable pourtant, et somme toute bien douee. Elle eut tot fait, d'ailleurs, de s'entendre avec sa sceur Genevoise, autre enfant difficile, qui s'empressa de partager ses farces . Toujours est-il que cette section en bas age n'attendit pas longtemps pour faire pader d'elle, en bien comme en mal, dans les conseils de famille du SAS, et qu'elle se mela meme, point trop rarement, de damer le pion a ses ainees. Deuxieme parenthese. Que les grandes sceurs se rassurent: je n'ai pas l'intention de leur mettre sous le nez le palmares de leur cadette. Pour illustrer ses dons sportifs, je veux seulement rappeier la position dominante qu'occupa Chiron (Pierre Francioli), et apres lui Loulou (Georges Piguet) parmi tous les coureurs universitaires, et les victoires lausannoises de 1940 et de 1945 a la coupe Wendling. On me permettra enfin de signaler la forte proportion de Lausannois qui figurent, depuis 10 ans, dans toutes les equipes representatives du SAS. Il n'est en effet, depuis 1936, pas un Anglo-, Italo-, Ungaro-Suisse, Championnat interclub, Jeux mondiaux universitaires, ou autre manifestation de ce genre, ou l'on ne retrouve un ou plusieurs des noms suivants (que je cite, pour ne creer aucune preseance, par ordre alphabetique): Curchod, de Lavallaz, Fanchamps, Fatton, Francioli, Girardet, Pasche, Piguet, Preitner, Ryncki, Sillig, Urfer. Mais depechons-nous de fermer cette parenthese. Les grandes sceurs en excuseront l'immodestie: elles savent qu'aucun enfant ne peut resister, a la longue, au plaisir de se vanter un peu. QUELQUES SIGNES PARTICULIERS La section de Lausanne s'est toujours distinguee, entre toutes ses sceurs, par son eloignement des questions administratives, la rarete de ses contributions au «Hase» - ne padons pas du «Schneehase», on y chercherait en vain une ligne lausannoise - la legerete de ses archives, et pour tout dire, par la paresse tant bureaucratique que litteraire de ses comites successifs. Ceux-ci n'ont jamais


t Pierre Ryncki

t J ean-J acques Fatton

tRemy Faes

t Jean-Fran<;ois Antonini

debout de gauche a droite: P. Mercier, G. Bonnet, F. Pasche, A. Essinger, G. Schwaar, A. Tissieres, J . Baumgartner, J. Bonnet, Ch. Bauchau, J. P. Rochat, F. Jequier, H. de Courten, J. Wanner; accroupis: A. Nicole, Ph. Juillard, A. Mereier, P. Girardet, Ch. Rochat, D. Oyon (manque la photo de Ph. Breaud)

Albert Fanchamps

Pierre Francioli

Joseph de Lavallaz

compte plus de trois membres, dont deux dans la regle (le president et le Rennchef) se refusent a accomplir toute besogne paperassiere. Et il est arrive que le secretaire-caissier soit du meme acabit. C'est ainsi qu'un president entrant en charge s'apen;:ut que lui-meme, pas plus que ses confrerescomitards nouvellement elus, n'etaient en fait membres du club, car le secretaire des hivers precedents avait neglige depuis deux ans de notifier leur admission au comite central. Petit incident sans importance! Je crois meme pouvoir affirmer que jusqu'a present, la tendance ... simplificatrice des comites lausannois n'a pas eu d'effets vraiment facheux. C'est tout juste si, de temps en temps, la patience du caissier central a ete un tout petit peu mise a l'epreuve. Cette insouciance ÂŤbureaulogiqueÂť contras te avec une rigueur draconienne, des qu'il s'agit de jauger un candidat. Le comportement du pauvre diable est examine dans toutes les positions, a la


montee comme a la descente, avec et sans skis, a jeun comme sous l'empire de l'eau coloree, avec les messieurs comme avec les dames . Et cela pendant fort longtemps. On ci te le cas d'un jeune homme distingue qui fut candidat pendant trois ans; apres quoi le president lui fit ecrire que, decidement, il n'avait pas le style desirable. Troisieme parenthese. Certains candidats se sont mis dans la tete, ces derniers temps, que pour etre admis sans difficulte au SAS Lausanne, il suffisait de prendre pension a l'Hรถtel des Cocotiers (est-ce bien ce nom la? ... ). Bruit denue de tout fondement, cela va sans dire. AUTRES SIGNES PARTICULIERS Des sa fondation, la section de Lausanne a fait vceu de toujours compter dans ses rangs un bon geant au moins. Le premier, nous l'avons vu, etait Raphy. Mais en raison du recrutement precaire de ce genre d'individus, une telle tradition paraissait difficile a maintenir. Or, voyez Mimisapin, voyez Feufeu, voyez me me Fanfoue Ceresole (un peu etroit, mais bien assez haut): vous reconnaitrez que le vceu des fondateurs a ete, jusqu'a present, scrupuleusement observe. Un fait me laisse esperer qu'il pourra l'etre encore a l'avenir. Je m'explique: Lausanne est la capitale du canton de Vaud, et un observateur non prevenu pourrait supposer que le SAS Lausanne est essentiellement vaudois, de meme que le SAS Berne est essentiellement bernois. Ce serait la une lourde erreur, car le SAS Lausanne est plus qu'a moitie valaisan. Trois Valaisans sur les six fondateurs, quatre Valaisans sur les six premiers presidents, c'est deja une indication. Quand le lecteur saura que la raclette est le mets obligatoire de tous les banquets de la section, que l'accent sedunois est de rigueur pour elever la voix aux assemblees, et que Franz Obrecht lui-meme se crut Valaisan en rentrant d'une tournee avec le SAS Lausanne, le lecteur, disje, sera entierement convaincu. Or tout le monde sait que le Valais est precisement le pays des bons geants. Comprenez-vous, maintenant, mon optimisme? Quatrieme parenthese. Notons que, toute question de gigantisme mise apart, cette tournure d'esprit valaisanne n'empeche nullement les Vaudois (authentiques ou non), pas plus que tous les autres confederes, de se trouver parfaitement a l'aise au sein de la section de Lausanne. I.:amitie y regne, les rapports sont simples, et le mariage de Valais avec Vaud fait nattre ce liant qui permet a tous les membres du SAS, qu'ils viennent de Bile, de Zurich ou d'ailleurs, de se sentir heureux parmi les Lausannois. Car de plus, des sa naissance, et en depit de ses particularites, la section de Lausanne a compris que le meme esprit SAS soume dans le bassin du Rhรถne et dans le bassin du Rhin, que l'amitie enjambe allegrement les frontieres des sections, bref, que malgre son decoupage, le SAS forme un tout sans fissure. LA FIN DU CHAPITRE Le dixieme anniversaire de la section de Lausanne a ete dignement celebre. Tous ceux qui, dans l'apres-midi du 15 juin 1946, se sont retrouves sur la terrasse de la Planta et ont participe a la suite du programme, en conviendront. Ce la s'est passe dans la meilleure tradition du SAS, c'est-a-dire entre bons amis, avec quelques amies, beaucoup de fendant, suffisamment de bruit, aucun discours, et une raclette comme couronnement. Ensuite la vie continue, et il n'y a aucune raison pour que notre jubilaire s'arrete en si bon chemin. Comme elle n'est pas encore sortie tout a fait de l'enfance, elle continuera, tout en grossissant, a faire par-ci par-la des espiegleries. Gageons meme que la sagesse lui viendra assez tard. Mais les grandes sceurs continueront a veiller maternellement sur notre ecervelee, aussi ne lui arrivera-t-il, esperons-Ie, rien de bien facheux. Et l'harmonie exemplaire de la famille SAS continuera, j'en suis sur, a etre un objet d'unanime admiration. Mais attendons, pour en juger, le vingtieme anniversaire.


60 JAHRE SAS

REMINISZENZEN UND GEDANKEN EINES GRÜNDERS Nachdem mich mein Freund Noldi Kaech in seiner Laudatio mit so viel Lob und Preis überschüttet hat, überkommt mich Benommenheit, denn was er da alles zu sagen hatte, ist kaum wahrzuhaben. Es mag sein, dass erste Impulse zu einer Tat, einem Werk oder einer Bewegung gewöhnlich von Einzelpersonen ausgehen . Aber damit ist es nicht getan. Was gelingen und bestehen will, braucht den Beitrag vieler. Jedes Orchester, das einen Ruf geniesst, braucht eine entsprechende Besetzung. Es benötigt neben dem Maestro auch Solisten und solche, die die erste Geige spielen, und da gibt es im SAS viele dieser Sorte. Was mich am heutigen Fest besonders bewegt, ist die Tatsache, dass es nicht an irgendeinem Ort, sondern hier in Bern, im «Du Theatre», im zweiten Stock - am Ort der Tat abgehalten wird, wo Manz Gurtner, Willy Richardet und ich vor 60 Jahren das Kind aus der Taufe gehoben haben. Für diese subtile Regie, lieber Martin, möchte ich Dir ganz herzlich danken. Meinen Dank verdienst Du aber auch für Dein Gespür, dass Du die Feier wegen des «Zibelemärits» verschoben hast. Das war weise Voraussicht, besitze ich doch eigene Erfahrungen über diesen bernischen Markttag. Es sind nicht 60 Jahre, sondern 61 Jahre her, als ich zum ersten Mal in meinem Leben, und wie ich hoffe zum letzten Mal, verhaftet worden bin. Ich befand mich damals mit einigen Freunden in den Lauben beim Loeb, wo es zu einem Gedränge kam. Und siehe da, ganz unverhofft war die Polizei zur Stelle, die uns packte, abführte und bis in die späten Abendstunden ohne Verhör hinter Schloss und Riegel steckte. Man entliess uns schliesslich mit dem Abschiedsgruss: «So, jetz cheut er gah!» Es kam für mich besonders ungelegen, als ich mich an diesem Abend mit einer Schönen verabredet hatte. Erfreulicheres ist da über das «Du Theatre» zu sagen. Es war schon damals, wie es noch heute ist, ein nobles Lokal in bester Lage. Nicht nur ging hier die Grande Societi ein und aus, sondern auch wir vom SAS taten das, war es doch schon vor und nach der Gründung des Clubs unser Stammlokal. Bei guten Schneeverhältnissen trafen wir uns jeweils auch am Samstagmittag. Von hier wurden wir von unserem Freund Pierre von Schumacher in seinem Sportwagen, von der Marke Bignan, zum Wochenende in das Berner Oberland chauffiert. Niemand stritt sich darum, im Fond des Wagens Platz zu nehmen. Das Pikante war es, sich durch ein Seil mit dem Gefährt zu verbinden. Was wir praktizierten, war Avantgarde-Skikjöring der frühen zwanziger Jahre. Gestartet wurde geradewegs vor der Eingangstüre des Restaurants. An Gaffern fehlte es da nie, und gelegentlich war auch die Polizei zur Stelle, doch hatte sie nichts einzuwenden. Schliesslich war es ein Novum, an dem auch sie ihren Plausch abbekam. Das Tempo war oft rasant - hundert und mehr Stundenkilometer, so dass Funken sprühten, besonders dort, wo es Streusand gab, wie etwa auf der Kirchenfeldbrücke oder in der Bahnunterführung in Thun, wo es meistens aper war. Von Haus zu Haus, d. h. vom Stammlokal Bern bis Station Lauterbrunnen oder Grindelwald, schafften wir es zu zweit oder dritt vom Strick gezogen, oft nonstop, in einem Durchschnitt von über 60 199


Stundenkilometern. Es war ein fabelhaftes Training für das Stehvermögen. Seither hat sich vieles gewandelt, nicht nur im Skifahren, sondern auch im Autofahren. Heute könnte man fast sagen, dass man für den Hausgebrauch schneller Ski als Auto fahrt. Wie ich heute nachmittag dieses Lokal inspizierte, um alte Erinnerungen aufzufrischen, und mich in Gedanken mit meinen beiden verstorbenen Freunden an einen Tisch hinsetzte, da kam es mir vor, als wäre es gestern und nicht vor 60 Jahren gewesen, als wir hier den SAS gegründet hatten. Es hat sich seither räumlich kaum viel verändert, sogar die Türklinken sind noch die gleichen wie dazumal. Möglicherweise ist das Geschirr, aus dem wir damals tafelten, nicht mehr dasselbe wie das von heute. 60 Jahre sind eine lange Zeit für Zerbrechliches. Im Zeitgeschehen wird meistens und überhaupt viel Porzellan zerschlagen. Die Spannung vor dem Sprung

Rechts: Die Gründer

Wenn man einen Geburtstag feiert, besonders wenn es sich um einen solchen vorgerückter Jahre handelt, wie das für mich zutrifft, so ist ein solcher Tag auch ein Tag der Besinnung. Wir lassen heute 60 Jahre Revue passieren. Wie ich es sehe, lässt sich das Geschehene und das noch zu Geschehende in drei Abschnitte unterteilen, die man mit je drei Worten überschreiben kann: Was wollten wir? Was taten wir? Wohin gehen wir? Die beiden ersten Fragen haben längst ihre Antwort gefunden. Eine Wiederholung ist nicht opportun. Trotzdem komme ich nicht darum herum, in Stichworten zusammenzufassen, was die Mitglieder des SAS während dieser Zeit alles beigetragen haben. Was wir wollten, lag damals gewissermassen in der Luft. Es war die Zeit von Arnold Lunn, unserem verstorbenen Ehrenmitglied. Er verkündete seine neue Lehre über das alpine Skifahren. Im Wettkampf forderte er Gleichstellung von Abfahrt und Slalom gegenüber Langlauf und Sprung. Um in der weissen Arena die neuen Disziplinen vorzuführen, gründete er im Januar 1924 den Kandahar-Ski-Club in Mürren, am Sitz seines Hauptquartiers. Für seine Pläne suchte er Jünger und fand sie in uns, was der Anlass war, im November des gleichen Jahres den SAS zu gründen. Unserem Club fiel es vornehmlich zu, im deutschen und romanischen Sprachraum das neue Heil zu verbreiten. 1924 war für die Skigeschichte überhaupt ein historisches Jahr, ein annus mirabilis, denn im Februar wurde in Chamonix die FIS gegründet, und anschliessend wurde dort die erste Olympiade für Langlauf und Sprung abgehalten. Was wir taten, ist 60 Jahre SAS-Geschichte. Wir waren ursprünglich Bergsteiger und SkiAlpinisten. Um unsere These unter Beweis zu stellen, aber auch aus reinem Übermut, unternahmen wir für damalige Zeiten auch Ski touren ausgefallener Art. Ich denke da an die erste Besteigung des Eigers mit Ski, die Traversierung der Jungfrau mit Ski oder an eine Skiüberschreitung der Monte-Rosa-Gruppe bis zum Breithorn. Unser Ehrenmitglied Ueli CampeIl hat uns im letzten 200


«Schneehasen» über diese Walliserfahrt ausführlich berichtet. Wir waren aber ebenso fasziniert vom Wettbewerb im Skifahren. Da es damals noch keine Rennen für alpine Disziplinen gab, schufen wir sie selber. Zusammen mit Arnold Lunn riefen wir das Anglo-Swiss ins Leben. Es ist heute das älteste Mannschafts-Skirennen der Welt, das im kommenden Januar zum 51. Mal in St. Moritz ausgetragen wird. Es sei bei dieser Gelegenheit unserem Ehrenmitglied, Andrea Badrutt, und Hansjürg Badrutt vom Palace Hotel der Dank ausgesprochen, das Rennen zu ermöglichen. Wir organisierten Schweizerische Hochschulmeisterschaften, Internationale UniversitätsSkirennen, Kilometer- Land~ auf Ski, Italo-Swiss-Rennen und neuerdings auch, neben zahlreichen Abfahrts- und Slalomrennen, Langlauf und Sprungwettbewerben, das Pentathlon, um das sich Ivan Wagner und Guolf Gattiker Verdienste erworben haben. All diese Betriebsamkeit wäre nicht

möglich gewesen, wenn wir uns nicht verbreitert hätten. Wir schufen Sektionen an allen Universitätsstädten, so in Bern, Zürich und Basel, in Freiburg, Lausanne und Genf, und vor zehn Jahren schlossen sich die in der Schweiz studierenden Skandinavier in Oslo zu einer Sektion Norwegen zusammen. Damit vereinigten sich im SAS nicht nur die besten akademischen Skifahrer der Schweiz, sondern es verbanden sich gleichzeitig Welsch und Deutsch, was für das Gedeihen unseres Clubs von grösster Bedeutung war. Unsere welschen Freunde haben Wesentliches zum Erfolg des SAS beigetragen. Der Club hat jene geehrt, die sich besonders hervorgetan haben. Ich möchte sie, unsere Ehrenmitglieder, beim Namen nennen: Fribourg, Claude Blancpain; Geneve, Andre Roch, Philippe Gillieron, Pierre Riotton; Lausanne, Albert Fanchamps, Gilbert Schwaar. Wir griffen aber auch zur Feder, um den letzten Zweiflern le ski nouveau schmackhaft zu machen. Wir gründeten den «Schneehasen», heute ein internationales Skijahrbuch von Format, das in den letzten Jahren von unseren Ehrenmitgliedern Noldi Kaech und Kaspar Wolf mit Brillanz editiert wurde, wie es heute Raoul Imseng weiterhin tut. Das Jahrbuch ist bis heute in 32 Folgen erschienen. Zwei unserer Ehrenmitglieder, der verstorbene Karl Weber und Martin Hafter, riefen SASStiftungen ins Leben, um unseren Belangen dienlich zu sein. Es sei weiterhin daran erinnert, dass sich aus unseren Reihen Persönlichkeiten von Format als Präsidenten von Ski- und Sportverbänden grosse Verdienste erworben haben. Ich nenne da den verstorbenen Paul Simon, Godi Michel und unser Ehrenmitglied Pierre Hirschy, Zentralpräsidenten des SSV; den verstorbenen Robert Zumbühl, Präsident des SLS, und last but not least Marc Hodler, unser Ehrenmitglied und Präsident der FIS. Die Tradition, mit Pickel und Ski hohe Berge zu besteigen, hielten wir aufrecht. Wir unternahmen Fahrten in allen Kontinenten . Hier hat sich unser Ehrenmitglied Hans Grimm als unermüdli201


cher Tourenleiter ganz besonders hervorgetan. Einige von uns sind auf fernen und höchsten Gipfeln der Welt gestanden. Ich denke an Andre Roch, Alpinist von internationaler Klasse, und ich erwähne auch Jürg Marmet, Zweitersteiger des Everest. So vieles haben so viele beigetragen, und viele wären noch zu erwähnen. Sofern ich sie noch nicht beim Namen genannt habe, sei das nachgeholt. Es handelt sich um Ehrenmitglieder, die sich in dieser oder jener Sparte hervorgetan haben: Truls Berg, J 0 J 0 Cla vadetscher, Hans Kessler, Dag Klaveness, Walter Vock und Hubert Weisbrod.- Ich denke aber auch an jene, die uns verlassen haben. Sie grüssen uns von den Goldenen Gipfeln der Erinnerung, hoch über dem Tal der Zeit. Ich bitte zu deren Andenken euch von euren Stühlen zu erheben ... Habet Dank, wir werden sie nicht vergessen. Für jeden quillt eine Träne aus unserem Auge.

Ehrenpräsident Walter Amstutz nach seiner denkwürdigen Ansprache anlässliche der 60- Jahr-Feier in Bern am 28. November '984

Und nun, quo vadis SAS? Das Alte ist vergangen, das Neue hat angefangen. Die Antwort, was aus uns werden wird, liegt bei den Jungen, denen wir die Führung übertragen haben. Darf ich mich als letzter der drei Gründer an euch wenden. Es soll kein Vermächtnis sein, es sei nur ein Appell: Wenn euch ein neuer Tag zu neuen Ufern lockt, sei es im Beruf, sei es im Spiel und Sport, seid forsch und zeiget Wagemut, doch bleibt stets überlegt und immer fair. Am Ende will keiner im besonderem wissen, ob man das Spiel gewonnen hat, wohl aber, wie man es gewonnen hat. Pfleget die Freundschaft, das Schöne und Edle und vergesset nicht die Tradition, die uns allen zur Ehre reicht und die nicht käuflich ist. Übernehmet die Werte, die bewahrenswert, erarbeitet jene, die erstrebenswert sind. Bleibt schöpferisch, blickt vorwärts, aber haltet das Gefüge des Clubs in Schranken, auf dass er nicht zu einem Verein herabsinkt, von dem sich manch einer, der nicht zu uns gehört, Vorteile zu ergattern hofft. Aber wenn ihr euch einmal zu einer Tat entschlossen habt, nach reiflichem Wägen und Erwägen, dann handelt mutig und folgt Zwinglis Ruf: «Tund um gotz willen etwas dapferes! Seid helden!» Was mir abschliessend am Herzen liegt, ist euch allen für eure jahrelange treue Freundschaft herzlich zu danken . Ich danke euch auch im Namen meiner verstorbenen Gründerfreunde und in meinem Namen, dass ihr vor 60 Jahren unserem Ruf gefolgt seid, ich danke euch aber auch für das, was ihr alle aus dem SAS gemacht habt. Und damit trinke ich auf das Wohl aller, die ihr meine Freunde seid und hier versammelt sind, auf die Alten wie die Jungen und die nächsten 60 Jahre SAS. Walter Amstutz, SAS Zürich 202


WAL TER AMSTUTZ Gründer, Gestalter, Vorbild If you can talk with crowds and keep your virtue or walk with Kings- nor loose the common touch And trust all men- but none too much .. . Yours is the Earth and everything that's in it, And- which is more- you'll be a Man, my son! Rudyard Kipling

Kiplings Verse wurden Walter Amstutz nicht an der Wiege gesungen. Er begegnete ihnen in späteren Jahren, als er längst seine Bewährung im Leben bestanden hatte. Sie gehören heute zu seinem Leseschatz, zu dem, was man im Sinn behält. "And- which is more- ", er könnte sich darin erkennen. Die Wiege, um mit ihr zu beginnen, stand in Mürren. Hier betrieben die Eltern Amstutz ein Hotel, verbunden mit einem Sport- und Souvenirgeschäft. Die Weltoffenheit Walters mag im frühen Kontakt mit der internationalen, aber vor allem britischen Gästeschar begründet sein. Sein Flair für Technisches, für Material und allerlei Sachen und Gegenstände könnte sich durch die Beschäftigung des Buben in den Hinterkammern der elterlichen Unternehmungen entwickelt haben. Früh erfuhr er, dass der Berge Unerschütterlichkeit und Ruhe jäh in dramatisches Geschehen umschlagen kann. Vor den Augen seines Sohnes, Schulbube damals, stürzte Vater Amstutz über die Mürrenfluh zu Tode, als er sich anschickte, am äussersten Rande einen Baum zu fallen. Hat diese Jugenderinnerung im späteren Bezwinger berühmtester Berge, schwierigster Routen jene innere Spannung und Wachheit zurückgelassen, die ihn lauernde Gefahren instinktiv erkennen und überleben liessen? Zur Überlebensübung wurde gelegentlich der Weg zur Sekundarschule nach dem 800 m tiefer liegenden Lauterbrunnen. Während des Ersten Weltkrieges war der Winterbetrieb der Mürrenbahn eingestellt worden. Der steile Pfad durch den verschneiten Wald, an manchen Orten exponiert, war «der Weg zur Selbständigkeit», wie Walter Amstutz rückblickend geschrieben hat. «Er war ein grosser Lehrmeister, dem ich mehr verdanke als aller Weisheit, welche mir die Schule je hätte geben können.» Gelegentlich war der Weg auf weiten Strecken vereist. Für solche Fälle ist unterwegs ein Pickel deponiert worden. Walter Amstutz verstand ihn zu handhaben. Ein Ausgleiten an dieser Stelle hätte zum tödlichen Sturz geführt. Andere Gefahren lauerten. Ein Freund Walters ist, wenige Meter vor ihm, beim Schulgang von einer Steinlawine erschlagen worden. Von solchen Erlebnissen geprägt, aber nicht niedergedrückt, zog er nach Bern. Gymnasium; Universitätsstudium. Zuerst Geologie, «weil ich die Berge liebte», dann Kunstgeschichte, «weil sie mir zugetan», schliesslich Recht- und Volkswirtschaft, Fächer, in denen Walter promovierte, «weil ich einen Brotkorb suchte». Inzwischen war der Krieg zu Ende gegangen. Die meisten der britischen Internierten, die ihn skifahrend - in Mürren verbracht hatten, kehrten heim. An ihre Stelle trat wieder die Jeunesse doree vom "Public School Alpine Sports Club". An Snob-Appeal, aber auch an Lebensfreude, Lebenskraft und überschäumender Unternehmungslust war sie kaum zu übertreffen. Mürren war in jenen Jahren praktisch ein Reservat der Zöglinge von Eaton und Harrow mit ihren Angehörigen; von Studenten aus Oxford und Cambridge, Offizieren der Armee und Flotte sowie einigen bewunderten Militärpiloten. Schweizer, die im Palace Hotel logieren wollten, mussten ihre Zimmer in London buchen. Falls sie dabei überhaupt Erfolg hatten, war ihre Bleibe jeweils kurz. Die High Society hatte die Tendenz, Fremdkörper abzustossen.


Einer, der keine Schwierigkeiten hatte, sich in dieser Ambiance zu behaupten, war Walter; «Sir Walten>, wie ihn seine Freunde zu nennen begannen. Diese Ausnahmestellung verdankte er seiner herausragenden Fertigkeit im Skilauf, seiner Selbstsicherheit, gepaart mit Humor, aber auch seiner Anpassungsfahigkeit. "Walk with Kings- nor loose the common touch ... ": Berge besteigen mit dem König der Belgier als Seiigefahrten; seine Dorf- und Talgenossen, seine Freunde vom Akademischen Alpenclub in diese damals so down-hilI besessene exklusive Mürrener Gesellschaft bringen; die beiden Welten integrieren: Das lag im Naturell von Walter. Entscheidend war seine Begegnung mit Arnold Lunn, dem Oberhaupt der Skiaristokratie. «lch war bezaubert von seiner Persönlichkeit, fasziniert von seiner Konversation und seinem schlagfertigen Witz ... Ich habe unendlich viel von ihm gelernt, wurde sein enger Verbündeter im Streit um die (internationale)

EM Arnold Kaech: Laudatio für Walter Am stutz

Anerkennung von Abfahrt und Slalom und sein Freund fürs Leben», sollte er später schreiben. Ein halbes Jahr nachdem Lunn den Kandahar-Skiklub als Speerspitze des Alpinen Skirennlaufs gegründet hatte, hob Walter Amstutz - wir wissen es - am 26. November 1924 zusammen mit Hermann «Manz» Gurtner und Willy Richardet den SAS aus der Taufe. Die Gründer gaben ihm ähnliche Zielrichtung wie die Briten ihrem Club. In der Mürren-Ski-Szene - was den alpinen Rennlauf anbelangt: der Weltskiszene - war Walter damals «der Schweiz bestes Stück». Er war in jeder Beziehung «in», wie unser Bild bezeugt. Up to date von Kopfbis Fuss; angefangen vom weissen Hemd, der "Club tie", dem modischen Pullover, den damals fashionablen Breches bis zu den Gamaschen und guten Schuhen. Modisch up to date mag noch mancher gewesen sein. Verblüffend ist jedoch die Fahrweise. Die Körperhaltung geschmeidig, bereit, sprunghaft sozusagen; Arme und Hände lassen Lockerheit erkennen. Geradezu modern mutet aber die Gewichtsverteilung, die Skistellung und Skiführung an. Wer will heute das «Umsteigen», kapitale Art der Richtungsänderung in der modernen Renntechnik, besser demonstrieren als Walter hier vor 60 Jahren? Der SAS hat diesem hervorragenden Skifahrer, diesem "Walker with Kings" unendlich viel zu verdanken. Er war in Allianz mit den britischen Freunden nicht nur ein Bahnbrecher für alpines Skirennfahren. Er hat nicht nur in jugendlichem Impuls den SAS gegründet. Er hat ihn mit grosser Tatkraft gestaltet. In einem Alter, in dem andere sich mit dem Ruhm in der weissen Arena begnügen, hat er - ohne auf Lorbeeren zu verzichten - dem Club Statuten und Regeln gegeben. Er führte in der Presse, in Vorträgen homerische und schliesslich erfolgreiche Kämpfe für die Anerkennung von Abfahrt und Slalom. Er war treibende Kraft bei der Organisation der ersten internationalen Universitätsskirennen, die von seiner Begabung auf dem Gebiet der Werbung lebten. 2°4


EHRENPRÄSIDENT WALTER AMSTUTZ

Sein Können als Fotograf, seinen stets gegenwärtigen Sinn für Publizität hat er von Anfang an und uneingeschränkt in den Dienst des Clubs gestellt. Er hat uns das nie geänderte (aber oft nachgeahmte!) SAS-Zeichen geschenkt. Er war immer, und ist noch, eine aussergewöhnlich «tätige» Person. Während 23 Jahren war er Redaktor und Herausgeber des «Schneehasen». Seinen bisher drei Nachfolgern war und ist er ein stets verfügbarer, unentbehrlicher Ratgeber, eine Funktion, die sich vom Gestalterischen bis ins finanzielle Gebiet erstreckt. Der sichere Geschmack Walters, seine Kultur in graphischen und literarischen Belangen* setzte für die Publikationen des SAS einen Standard, der verpflichtet. Das Wort «elitär» ist in diesem Zusammenhang nicht überheblich und deshalb tolerierbar. Verpflichtet sind wir jedoch vor allem dem Vorbild unseres Gründers . Als es galt, den fünfzig-

* Das Monumental- und «Spät»-Werk " Who is who in

Graphie Art" hat Amstutz Welttuhm eingetragen ( J982 ).

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sten Geburtstag des SAS zu feiern, zeichnete ich ihn so: «Immer noch auf hohen Bergen, immer noch gewandt im Pulverschnee wie auf der Piste, unverwechselbar in seiner Fahrart hat Walter bis über die Siebzig den Adel des geübten Körpers, die Frische des Geistes, die Ideale der Jugend bewahrt.» Das war vor 10 Jahren. Walter hatte damals seinen Jubiläumsartikel im «Schneehasen» unter einen Vers von Baudelaire gestellt: «C'hait hier l'ete, voici l'automne.» Wohlan, Herbst ist es geworden. Zeit der Reife, Zeit der Ernte. Sie dauert bei Walter länger, als es der Mehrzahl der Menschen vergönnt ist. An dem, was ich damals schrieb, braucht heute kein Wort geändert zu werden. Mit den beiden anderen Pionieren war das Schicksal weniger gnädig. Manz Gurtner starb 1950 infolge schwerer Krankheit auf der Höhe seines Manneslebens. Willy Richardet überdauerte die Clubgründung nur ein Jahr. An der Aiguille Blanche de Peuterey, Mont Blanc, traf ihn am I I . August 1925 tödlicher Steinschlag. Walter Amstutz und Pierre von Schumacher, mit ihm am Seil, brachten den Frühvollendeten zurück in die Heimat. Uns blieb Walter. Er verkörpert mit seiner tätigen Präsenz während so langer Zeit ein kleines Wunder. Möge es für ihn, seine Freunde, den Club weit über diesen Tag hinaus andauern. Arnold Kaech, SAS Bern

BRÜCKEN SCHLAGEN SAS und FIS Viele Wege und ebenso viele gute Gründe haben uns heute nach Bern geführt. Erstens feiern wir das 60jährige Bestehen unseres SAS, zweitens ehren wir die Gründer unseres Clubs, drittens freuen wir uns, Freunde zu treffen und Erinnerungen auszutauschen, und viertens möchten wir unserer Dankbarkeit für alles Ausdruck geben, was uns der SAS gegeben hat. In die Reihe dieser Dankbaren stellt sich auch der Internationale Skiverband. In seinem geschichtlichen Abriss hat Walter Amstutz erwähnt, dass SAS und FIS das gleiche Geburtsjahr haben. Der SAS und seine Gründer haben vor allem als Pioniere der alpinen Disziplinen die Entwicklung des internationalen Skisportes wesentlich beeinflusst. Welchem Umstand ist dies zuzuschreiben? Was zeichnet den SAS besonders aus! Ich glaube, es ist die Kunst, Brücken zu schlagen. Einen Anwendungsfall hat Walter Amstutz durch seinen Hinweis auf die engen freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Westschweizern und Deutschschweizern erwähnt. Schon die Gründung des SAS war ein Brückenschlag vom Alpinismus zum Rennsport. Mit den vielen Freundschaften über die Sprachgrenzen sind im Laufe seiner 60jährigen Geschichte auch Freundschaften über die Altersgrenzen geknüpft worden. Kein anderer Sportverein dürfte so wenig Austritte von älteren Mitgliedern verzeichnen. Diese Verbundenheit mit unserem Club dürfte zwei Gründe haben: die Gemeinsamkeit der sportlichen Betätigung und die Tatsache, dass für viele von uns der SAS auch Studentenverbindung ist. Auf internationalem Gebiet ist der Einfluss des SAS auf die offizielle Anerkennung und Entwicklung des alpinen Skisports oft erwähnt, aber immer unterschätzt worden. Im langjährigen Kampf mit den skandinavischen Traditionalisten war Walter Amstutz der nächste Mitstreiter von Sir Arnold Lunn. Als Delegierter des Schweizerischen Skiverbandes am FIs-Kongress 1930 in 206


Oslo wurde Walter Amstutz in eine Arbeitsgruppe berufen, welche in einer Nachtübung das entscheidende Plädoyer des damaligen SSV -Zentralpräsidenten und späteren Bundesrichters Karl Danegger vorbereitete. Zu wenig bekannt sind auch die massgebenden Beiträge, welche Gründer und Pioniere des SAS auf dem Gebiete der Technik und der Wissenschaft geleistet haben. Stellvertretend seien hier Walter Amstutz und Guido Reuge für das Gebiet der Ausrüstung, insbesondere die Bindungen (Amstutzfeder und Kandahar-Bindung), sowie Andre Roch für den Bereich der Schnee- und Lawinenforschung erwähnt. Die Bedeutung dieser Pionierleistungen für die stürmische Entwicklung des alpinen Skilaufes und seine Anziehungskraft auf die gros sen Massen - was sowohl für den Rennsport wie für den Tourismus zutrifft - kann nicht unterschätzt werden. Ebenso bedeutsam war der Einfluss des SAS und seiner Mitglieder auf die internationale Zusammenarbeit. Die Anglo-Suisse-Mannschaftsrennen zwischen SAS und Buse sowie zwischen SDS und British Ladies Skiclub waren die ersten internationalen Abfahrts-Slalom-Rennen und damit Wegbereiter des Arlberg-Kandahar-Rennens und später der FIs-Rennen, Vorläufer der alpinen Ski-Weltmeisterschaften. Mit diesen traditionellen Treffen, welchen später das Italo-Suisse folgte, sowie mit den internationalen sAs-Rennen und den schweizerischen Hochschulmeisterschaften wurden in vielen Ländern Stützpunkte der Freundschaft geschaffen. Sie waren oft Grundlagen für das Klima der Zusammenarbeit und Verbundenheit in der FIS. Sachbezogenheit stand vor politischen nationalistischen Interessen oder Prestigedenken. Unter diesen Titel des Brückenschlages gehören auch die denkwürdige Delegation im Jahre 1937 nach USA sowie die besonders engen Beziehungen mit unseren norwegischen Freunden, welche vor Jahren in der Gründung der sAs-Sektion Norwegen Ausdruck gefunden haben. Wie ist diese besondere Beziehung des SAS zu unserem Sport zu erklären? - Vielleicht am besten am Beispiel der ewigen Zweikämpfe zwischen Franz Obrecht und Noldi Kaech oder ihm und Hans Grimm unter dem Motto «Tierischer Ernst im Spass». Dass dieses Motto Schule gemacht hat, darf uns freuen. Auch in Norwegen hat ein Club mit weltweiter Mitgliedschaft dem Leitsatz «Don't get too serious» Treue geschworen. An diese Einstellung zum Sport als Spiel im Wettkampf unter Freunden hat der SAS wesentlich beigetragen. Dafür ist ihm der Skisport weltweit zu Dank verpflichtet. Marc Hodler, SAS Bern

LE SAS ET LA FSS Le president central m'a demande de retracer brievement les relations passees et a venir du SAS et de la FSS. Ce n' est pas chose facile: La FSS et le SAS ont ete tres discrets dans leurs documents et dans leurs publications officielles. Et pourtant dans son rapport presidentiel pour 1925 - 26, le Dr Danegger alors president ecrit 1925: En 1925 la FSS admet I I nouveaux ski-clubs et parmi ceux-ci les SAS avec 38 membres: President Dr Hermann Gurtner, Kirchenfeldstrasse, Bern. Et est-ce une cOlncidence l' Abstinenten-Touristenverein Basel guitte la meme annee la Federation? Tres rapidement le SAS, guelgues-uns de ses membres tout au moins, donne des conseils atous les skieurs, je cite: «Erlernt den Skilauf in der frühen Jugend, erlernt ihn in der Schulzeit! Wenn Ihr aber erst als Erwachsene mit den Brettlein Bekanntschaft macht, oder wenn es Euch dünkt, die bereits gemachte Bekannschaft sei noch eine 20 7


recht lockere, so überlegt Euch vorerst mit Eurem vornehmen Gehirn, wohin der Rumpf, der Schultergürtel und die Arme hingehören, wenn Ihr gradaus- oder bogenfährt.» - C'est la conclusion d'un article fort interessant d'ailleurs, publie dans l'annuaire 1927, sous le titre «Skilauf und Unfall an Hand von 500 Skiunfällen» et tres modestement signe: Dr med . Oskar Hug, NSKZ und SAS, Zürich. Mais soyons serieux. Il y a peut-etre eu au debut, de la part de certains clubs, voire meme de certains dirigeants de la FSS de la mefiance, pour ne pas dire de la jalousie, vis-a-vis d'un club privilegie. Mais des le debut aussi les idees et les hommes du SAS ont ete admis et reconnus. Walter Amstutz en est la preuve; il a su faire triompher une cause, celle du ski alpin parce qu'il a su convaincre. Un nom est cite, il en entraine d'autres, de ceux qui ont marque nos relations: Le Dr Bernard Rüfenacht Willy Bürgin, le createur des championnats suisses de clubs Paul Simon, president FSS 1934-1941 Gody Michel, president FSS 1952- 1960 Marc Hodler, d ' abord, ce que l'on ignore souvent, chef descente et slalom, puis vice-president de la FSS Arnold Kaech, auteur en 1977 du «Rapport Glaris» qui nous a permis de mieux fixer l'equilibre a obtenir entre le ski de loisir et de competition. Arnold Kaech qui est encore a beaucoup d'occasions aupres de federations etrangeres l'ambassadeur plenipotentiaire de la FSS Jojo Clavadetscher, l'infatigable Delegue technique, qui a grandement contribue a faire admettre le ski universitaire a la FIS et le dernier en date: Hans Nater, auteur des nouveaux statuts de la FSS et qui nous represente au cos. Ce ne sont que quelques noms parmi tant d'autres sAsler qui ont accepte des charges a la FSS. Depuis que les presidents regionaux sont membres du Comite central de la FSS - ceux du SAS jouent un role important - , ils sont ecoutes et ils ont fait largement connaitre le SAS. J'en aimerais pour preuve et ce sera ma conclusion: Il y a 8 jours, disons «des tetes» du SAS et de la FSS se sont reunis po ur discuter de problemes communs et de solutions possibles. Ils ont me me institutionnalise cette reunion de travail: c'est la garantie d'un avenir serein et c'est la certitude aussi que la FSS a la volonte d'aider encore mieux le SAS . Mon cher Martin: Lors des Championnats suisses le champion suisse rec;:oit une medaille d'or. Aujourd'hui a soixante ans le SAS est vainqueur je te remets la plaquette d ' or de la Federation suisse de ski en te disant que dans les directives que je donnerai a mon successeur les trois lettres SAS sont ecrites en caracteres d'or. Pierre Hirschy, SAS Zürich

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GREETINGS FROM THE BUSC

Gentlemen- l nearly said Ladies and Gentlernent, as this year we had three girls in oUf BUSC team, an experiment which seemed to strengthen the SAS boys while weakening BUSC: so never again! We must make do with pin-ups out of your excellent Schneehases (with congratulations to all the Editors over the last 60 years!), to put the "she" into she-ing! as our older members still pronounce "ski-ing". I'll pass round a sampIe to keep you busy during my speech. I'm most honoured to be your guest to-night (the very small "Anglo" in Anglo-Swiss!) and grateful to Martin for making me what our air-gunners call "Tail-end Charly", which allows me to shoot at the other speakers without riposte! I bring special greetings from many BUSC members to their opposite numbers in SAS, and especially from lan Murray, our captain for 7 years and now the new Secretary of BUSC. But first how ni ce it is to be in Bern again. As a boy I used to ski in Grindelwald at Christmas and always remembered the first view from the train of the Bernese Alps. Later, as a member of the FIS Council and Downhill-Slalom Committee, I used to look forward to visits to Elfenstr. 19. During one of these Martin's mother Annarosa kindly helped me to buy two Swiss hay-rakes, which we don't have in England, and which have been among my most useful and treasured pos sessions ever since. Arrivant cet apres-midi Suf l'aeroport de Berne, je m'en souvenait tres vivement des vols en petit avion sur l'Oberland Bernois que Pierre Hirsehy avait organise pour nous, Novembre dernier, apres une reunion anniversaire de la FIS. En vol j'ai meme pu depasser le temps le plus vi te que j'avais acheve P0uf la course du Lauberhorn, quand j'etais septieme! Merci de nouveau, Pierre, and I hope all of you will forgive the Franglais I learnt in Chateau d'CEx, where Godi Michel taught me to ski. Thank you, Godi. Mare Hodler I first heard of when Arnold Lunn, our ski pope, wrote in the British Ski Year Book in 1934, after BUSC went ioto the lead against SAS 5- 4, "BUSC won't hold its lead when young Hodler starts for SAS". How right he was! We first met at my znd (and Marc's ISt) Anglo-Swiss in 1938 at M端rren, when he only missed the grand sIam by an unnecessary fall before the Finish, but won the Combined, putting SAS in the lead 8- 5. He went on to win the World University Slalom at Villars from BUSC captain Jimmy Tomkinson (who was znd out of 70 in the DownhilI) and Noldi Kaech (who won the Langlauf and Vierer-Kombination for the 3rd time). So 1939 wasn't a propitious year for me to take on the BUSC captaincy for the Anglo-Swiss at St.Moritz against a Hodler-Fanchamps-Obrecht-Juge-Rene Jaeger team. But although Hodler and Fanchamps were unbeatable, the 5 BUSC who counted, racing rigidly to instructions like motor-racers, robbed SAS of their victory to make the score 8- 6. Little did we then know that 7 war years would separate us from the next Anglo-Swiss in 1946 - years in which the Ski Club of Great Britain lost nearly zoo killed, and among the BUSC Captain Michael Muir from the 1939 team, and Sqn Ldr Roger Bushell (after whom St. Moritz generously named the Bushell Run) while escaping to Switzerland from a German prison-camp. Although we could not race against Ouf Swiss friends, BUSC pilots like Max Aitken (now head of Express Newspapers) often flew dose to Switzerland; while towards the end of the war, after parachuting behind the German lines into Pie-


monte, I was fighting with the Italian Partisans near Corno and Domodossola. Our British Ski Year Book each war year featured Walter and Evelyn Amstutz's "Letters from Switzerland", my first long-distance introduction to them except for the Amstutz springst Since then our friendship has grown at every anniversary, and I'm only waiting till I'm 70 to have the chance of beating Walter in the same Anglo-Swiss Altersklasse! Otherwise I can only add our congratulations on his well-deserved re cent appointment by The Queen as Officer of The Most Excellent Order of The British Empire, or O. B. E. Congratulations, Walter! And I'm glad to hear that you will be in London for the dinner of our Alpine Ski Club, founded in 19째8, of which you're an Honorary Member. The first post-war Anglo-Swiss was in 1946, organized by my predecessor as Buse President Jack Schulman, with the usual generous hospitality of Hans Badrutt and his son Andrea in the Palace at St. Moritz. Marc Hodler, now SAS Team Manager, with an almost embarrassing warmth of welcome back to Switzerland, told us how appropriate it was that the oldest team race in the world should be the first to be revived after the War. That was nearly 40 years ago. Many of you will remember the more recent Anglo-Swisses better than I,-two at Zermatt, one at Engelberg and the rest most happily at the Palace in St. Moritz. SAS has won about 2/3 of them, but we hope every participant, Swiss or British, remembers not so much who won but the unique atmosphere of the Anglo-Swiss, inspired by Walter and Arnold Lunn, continued by Jack Schulman and many SAS Presidents, until Hans Kessler became its benevolent organiser and eternal benefactor. He and I, in my 47 years involvement with the Anglo-Swiss and 27 years as BUSC President, with the invaluable help of Andrea and Hansj체rg Badrutt, have every 5 years gathered "anciens universitaires" and "Alte Herren" for "Old Boys Races", a tradition Truls Berg is so nobly carrying on. We plan to celebrate "60 years since the first Anglo-Swiss" in J anuary 1986 at St. Moritz. What can I add to Noldi Kaech's amazing record that you don't all know? In 1937 he won from over 100 starters the first Duke ofKent Cup for amateurs, for which Oxford University wouldn't give me leave of absence. When I was lucky to win the 3rd Duke of Kent from Pierre Francioli (thank you Pierre!) Noldi was absent. During the War he was Swiss Military Attache in Sweden while I escaped after the Norwegian campaign to become assistant British Military Attache in Sweden. But I don't think we really met until 1953 when Arnold Lunn asked Colonel Readhead to succeed hirn as British Delegate to the FIS, and when I arrived for the FIS Congress at Igis I was very glad to find, as well as Godi Michel, SAS members Marc Hodler President and Major Kaech General Secretary. (I hasten to say that Swiss Majors are at least equal to British Colonels)! This partnership continued till 196 I when Noldi was called to higher duties, still punctuated by Ski Patrol Races and Marathons. Now the FIS is glad to have had hirn back as Editor of the FIS Bulletin, and last night he was most successfully giving the Arnold Lunn Memorial Lecture in London. Finally Buse would like to welcome any Anglo-Swiss Old Boys who ever co me to England, if you would let one of us know, with your Anglo-Swiss years, in advance if possible. And as your guest here to-night may I thank your President and you all very warmly for a splendid and most memorable evening. I ho pe to see you all again for your 75th Anniversary in 1999, if not before. Robert Readhead, Buse

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50 JAHRE ITALO-SUISSE 193 6 - 1 9 86 Zwischenbilanz einer Tradition Ivan Wagner,

SAS

Zürich

Freundschaft, Skisport, Tradition - das ist Italo-Suisse. Der Sei Club Dieiotto (SC 18) und der Schweizerische Akademische Skiclub (SAS) haben ihre Tradition eines studentischen alpinen Mannschaftswettkampfes im Jahre 1936 begründet. 1986 wurde feierlich das jo-Jahr-Jubiläum begangen. Grund genug, um eine kurze Zwischenbilanz dieser ausserordentlichen freundschaftlichen Beziehung zweier akademischer Skiclubs zu ziehen. DER SCI CLUB DICIOTTO (SC 18) In seinem Artikel in dieser Ausgabe des «Schneehasen» schreibt Rolly Marchi, Sport journalist und Mitglied des SC 18, ausführlich über den elitären italienischen akademischen Sei Club Dieiotto (SC 18). Im Sinne eines kurzen Überblicks seien hier die wichtigsten Charakteristika des SC 18 zusammengefasst. Gegründet wurde der SC 18 im Jahre 1930. Über die Gründung und somit auch über den eigenartigen Club-Namen mit der «18» existieren auch unter den SC I 8-Mitgliedern verschiedene Versionen. So schreibt Rolly Marchi, der allerdings erst im fortgeschrittenen Alter kürzlich in den Club der roten Ski-Pullover aufgenommen wurde, dass die Zahl <<18» eine Mindestnote war, um eine Prüfung an der Universität zu bestehen. Anders Harvey Telfner, heutiger Präsident des

Einzug in Rom : N . Kaech, F. Obrecht, W. Bürgin

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SC 18, der meint, dass sich die Zahl «18» auf achtzehn Gründungsmitglieder bezieht, Luigi Dona dalle Rose präzisiert diplomatisch, dass sowohl die Mindestnote als auch die Anzahl der Gründungsmitglieder im Spiel waren, und dass diese, 1930 von den zweiten Akademischen Weltwinterspielen in Davos (4.- 12. 1. 1930) über Österreich zurückkommend, den apolitischen Sci Club Diciotto aus der Taufe hoben . Die Anzahl der Soci Fondatori bleibt bis heute auf achtzehn beschränkt. Jedes dieser Mitglieder bezeichnet für den Fall seines Ablebens einen Wunsch kandidaten, der seinen Platz unter den Soci Fondatori einnimmt. Dies allerdings nur mit Zustimmung aller restlichen siebzehn «Gründungsmitglieder». Die Soci Fondatori stellen eine Art Generalversammlung oder Nationalrat des Klubs dar. Sie treffen gemeinsam alle wichtigen Grundsatzentscheide. So entscheiden sie beispielsweise über die Wahl des Klubpräsidenten wie auch über die Aufnahme jedes einzelnen neuen Mitgliedes. Ähnlich originell wie der Klubname ist auch das Aufnahmeprozedere neuer Mitglieder: Die anonyme Abstimmung erfolgt, indem jeder der Soci Fondatori eine weisse oder eine schwarze Kugel in einen Topf legt. Liegt nur eine einzige schwarze Kugel im Topf, so kann der Antragsteller nicht aufgenommen werden. Scheinbar den SAS imitierend, liessen die «Achtzehner» zu Beginn die Frauen ebenfalls draussen vor der Tür. Ende der 70er Jahre begannen sie jedoch, einige Frauen aufzunehmen, was sich relativ bald als nicht ganz unproblematisch erwies. Zur selben Zeit begann sich der SC 18 auch Nichtakademikern zu öffnen. Nach kurzer Zeit wurde allerdings die Tragweite dieses Fehlschrittes erkannt, und es wurden Korrekturmassnahmen eingeleitet. Auch versuchte der SC 18 seinen Fortbestand über die Förderung von skibegeisterten und talentierten I<indern zu sichern, insbesondere derjenigen der Klubmitglieder. Diese schöne Tätigkeit hat bis heute ihren Bestand. Heute zählt der SC 18 an die 250 Mitglieder. Er ist somit etwa viermal kleiner als der SAS. Nicht Grösse, sondern Format entscheidet. Das gilt für beide Clubs. Der SC 18 war und ist ein besonderer Skiclub, der es immer verstand, gleichgesinnte Elite anzuziehen. Zu den ganz bekannten Namen zählen beispielsweise der weltberühmte Bobfahrer Eugenio Monti, der FIAT-Chef Gianni Agnelli oder der jetzige Vorsitzende des Italienischen Olympischen Komitees, Franco Carraro. Eine vollständige Mitgliederliste des SC 18 ist auf Seite 224 ff. zu finden. Nachzutragen bleibt noch, dass der SC 18 mit den roten Skipullovern nicht zu verwechseln ist mit seinem grösseren Bruder, dem Sci Club Academico Italiano (SAI), dessen Wahrzeichen dunkelblaue Pullover sind. DAS ERSTE ITALO-SUISSE-RENNEN 1936 «Tolles Unternehmen, mitten im März ein Skirennen tief im Süden auf dem 42 . Breitengrad, ein friedlicher Wettkampf von fast historischer Bedeutung in jener kriegsschwangeren Zeit», schreibt Paul Stein im damaligen «Schneehasen» über das erste Italo-Suisse-Rennen am Gran Sasso d'Italia vom 15. März 1936. In dieser Zeit machte die Idee der Länderwettkämpfe Schule. 1936 fand schon das 11. AngloSwiss-Rennen in Mürren statt. Eine Woche später gingen am gleichen Ort die 12. Akademischen Skiwettkämpfe aller Länder (ASAL) über die Skipisten. Wenn auch das noch junge DeutschlandSchweiz-Rennen in diesem Jahr nicht ausgetragen werden konnte, so kam auf Einladung des SC 18 kurz vor Frühlingsanfang der damals schon oft diskutierte Wettkampf Italien - Schweiz plötzlich doch noch zustande. Der SC 18 in Rom, der damals schon die besten akademischen Skifahrer in Italien zu seinen Mitgliedern zählte, hatte die Initiative ergriffen und neun Mann des SAS eingeladen. Organisiert durch den Zürcher sAs-Präsidenten Hubert Weissbrod und den RennchefWilly Bürgin, fuhr am 11. März ein illustres Team nach Italien: Hans-Ueli Buff, Willy Bürgin, Pierre Francioli, Max 212


Glaser, Arnold Kaech, Franz Obrecht, Viktor Streiff und als Offizieller Paul Stein. In Rom begegneten sich die beiden Mannschaften zum ersten Mal. Die SC I 8-Mannschaft wurde angeführt von dem damaligen Clubpräsidenten Umberto Cagli. Im Team des SC 18 waren auch die beiden italienischen Olympioniken Adriano Guarnieri und Federico Pariani wie auch der von verschiedenen Studentenrennen bestbekannte Gerardo Parodi . Über die ersten Italo-Suisse-Wettkämpfe, eine Abfahrt und ein Slalom, wurde seinerzeit viel geschrieben. Aufgrund der überlieferten technischen Daten der Abfahrt (Höhendifferenz 950 m) und der erzielten Zeiten (Sieger: I I 4 i' %) wird aber heute noch von kompetenter Seite einiges in Frage gestellt. So kommt Raoul Imseng in seiner Analyse zum Schluss, dass aufgrund der Annahme, dass die Strecke doppelt so lang war wie der Höhenunterschied und unter Anwendung des Pythagorassatzes ein Stundenmittel von bereits über 70 erreicht wurde. Da wir keine Anhaltspunkte haben, die Zeitmessung anzuzweifeln, scheint ihm dies unwahrscheinlich, und er schlägt deshalb vor, die Strecke von dem damals dabeigewesenen Arnold Kaech vor Ort nochmals nachzumessen. Vielleicht kann im nächsten «Schneehasen» über die Ergebnisse dieser Forschungsreise berichtet werden. Fest steht jedenfalls, dass das I . I talo-Suisse-Rennen mannschaftsmässig durchaus ausgeglichen war, dass die Disziplinensieger Guarnieri und Kaech je mit deutlichem Vorsprung gewonnen hatten und dass der SAS letztlich diese erste Schlacht knapp für sich entschied.

RE SULTAT E GRAN SASSO ( 1. Italien-Schweiz-Rennen) ABFAHRT R ang 1. 2. 3· 4· 5· 6. 7· 8. 9· 10 . 11. 12 . '3 · '4 · '5· 16 .

Name

Club

M in. Sek .

Adriano Guarnieri Pierre Francioli Federico Pariani Mario Rasi Max Müller Hans-Ueli Buff Franz Obrecht Viktor Streiff Arnold K aech Arrigo Castellani Fosco Maraini Will y Bürgin Gerardo Parodi Pietro Bovio Max Glaser Arriero Telfener

sc 18 SAS

47 % 58 %

sc 18 sc 18

'4

3 /,

23

11,

SAS

25

SAS

25 %

SAS

32 %

SAS

2

SAS

2

sc 18 sc 18

2

SAS

2

sc 18 sc 18

37 4 2 11, 45

11,

47

2 /,

p li, 02% 25

SAS

50

sc 18

59

3 /,

Schwe iz: 100 Punkte Italien: 97.87 Punkte

Pi erre Francioli und Adriano Guarnieri nach dem Abfahrtsrennen am Gran Sasso


SLALOM Rang 1. 2. 3· 4· 5· 6. 7· 8.

Name

CI"b

Arn old Kaech Federico Pariani Pierre Francioli Gerardo Parodi Max Müller Adriano Guarnieri Viktor Streiff Hans-Ueli Buff

SAS

Min. Sek.

Min. Sek.

Rang

Name

CI"b

Fosco Maraini Arrigo Castellani Willy Bürgin Max Glaser Mario Telfener Mario Rasi Pietro Bovio Franz Obrecht

sc 18 sc 18

26%

SAS

3°%

SC 18

'3 Y' 17%

9· 10.

SAS

19

11.

sc 18

19 %

12.

SAS

19'/'

13·

sc 18

20'ls

14·

SAS

21 'Is

SAS

24Y'

'5· 16.

27%

SAS

37'/'

sc 18 sc 18 sc 18

4oY,

SAS

48

4 1 '/' 4 2 '/,

Schweiz: 100 Punkte Italien: 95.54 Punkte MannschaftsCesamtklassement

Schweiz: 200 Punkte Italien: 193.41 Punkte

Die italienische und schweizerische Mannschaft vor dem Start zum Slalom am G ran Sasso

Paul Stein schien jedenfalls «... erfüllt von Freude über die gelungene Fahrt, die Harmonie unserer Mannschaft, über die erfochtenen Siege, über die genossene Gastfreundschaft und beseelt von dem Wunsche, dass dieses Rennen Italien - Schweiz sich alljährlich wiederholen möge», wie er in seinem damaligen Bericht über die erste Italien-Reise schrieb. Dieser Wunsch sollte dann auch in Erfüllung gehen. EINE TRADITION ENTSTEHT Schon ein Jahr später findet das 2. Italo-Suisse auf der Kleinen Scheidegg statt und danach jährlich abwechslungsweise in Italien und in der Schweiz. Eine Freundschaft zweier Skiclubs entsteht,

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einer der heute traditionsreichsten studentischen Mannschaftsskiwettkämpfe überhaupt beginnt sich zu etablieren. Mit einem kriegsbedingten Unterbruch in den Jahren 1943- 1945 und einer heute nicht näher begründbaren Pause in den Jahren 1971- 1973 fand dieses wunderbare Treffen der skibegeisterten Jungakademiker bis heute 41 Male statt. In einer Bilanz der Siege sieht das Verhältnis 27:14 zugunsten des SAS aus. So wurde bisher also etwa jedes dritte Rennen von unseren italienischen Freunden gewonnen. Die Wahl des ersten Austragungsortes Gran Sasso mag vielleicht mit der Namensähnlichkeit des SAS zusammenhängen. Seither wurde der Wettkampf an acht verschiedenen Orten in Italien und zwölf Orten in der Schweiz ausgetragen. Häufigster Austragungsort war die eigentliche Heimat des SC 18, Cortina d' Ampezzo, mit zehn Austragungen, gefolgt von St. Moritz mit deren sieben. Cortina ist nicht nur der Heimatort des SC 18, sondern auch das Zentrum der meisten Aktivitäten des SC 18. Im Gegensatz zum SAS, wo die administrative Zentrale des Clubs mit der Adresse des jeweiligen Zentralpräsidenten alle drei Jahre ihren Standort wechselt, ist das Sekretariat des SC 18 seit Jahren in Cortina beheimatet. DIE GRÜNDUNG DER REUNIONS Die Italo-Suisse-Mannschaften des SAS und des SC 18 bestehen traditionell aus jeweils acht Rennfahrern. Die sechs Teambesten zählen für das Mannschaftsresultat. Die Begleitung der Rennfahrer hat sich in der Vergangenheit üblicherweise auf ein bis zwei Offizielle beschränkt, und nur ausnahmsweise kamen noch ein paar Schlachtenbummler hinzu. Somit fanden die meisten der bisherigen Wettkämpfe in einem fast familiären Rahmen statt. Ende der siebziger Jahre bekundete der SC 18 eine gewisse Mühe, jährlich eine starke Studentenmannschaft aufzustellen. Die Organisation einer Abfahrt bzw. eines Riesenslaloms und eines Slaloms für nur 16 Rennläufer stellte die Verantwortlichen zunehmend vor grössere AufwandNutzen-Fragen. So entstand 1980 die Idee der Reunions. Die Grundidee bestand darin, von nun an das Italo-Suisse auch für alle interessierten Ehemaligen, Veteranen und Senioren auszutragen, dafür aber nur alle zwei Jahre. Die «Alten Herren» sollten Gelegenheit bekommen, rostende Erinnerungen aufzufrischen, sich mit ehemaligen Mitrennfahrern noch einmal zwischen den Stangen zu messen und auf diese Weise die schöne Italo-Suisse-Tradition noch breiter abzustützen. Nach diesem Konzept wurde die erste Reunion organisiert. In würdigem Rahmen fand 1981 im Hotel Palace in St. Moritz die erste Reunion Italo-Suisse statt. Wie geplant, nahmen daran neben den zwei Rennfahrer-Teams auch etwa hundert Italo-Suisse-Senioren teil; Mitglieder des SC 18 und sAsler waren etwa zu gleichen Teilen vertreten. Die erste Reunion wurde sportlich und gesellschaftlich zu einem grossen Erfolg, und es wurde bald klar, wie die Zukunft der I talo-SuisseRennen aussehen würde. Die zweite Reunion fand 1984 bei unseren ausserordentlich gastfreundlichen «Achtzehnerm> in Cortina statt, und wie einer von ihnen sagte, nahmen daran so viele Diciottini teil, wie früher noch nie auf einmal an einem Ort zusammengekommen waren. DAS 50-JAHR-JUBILÄUM Die letzte und gleichzeitig die grösste aller bisherigen Italo-Suisse-Begegnungen fand zur Feier des 50-Jahr-Jubiläums im April 1986 wiederum im St. Moritzer Palace Hotel statt. Minutiös vorbereitet, konnte die Halbjahrhundertfeier würdig begangen werden. Diesem Anlass beigewohnt haben auch prominente Persönlichkeiten bei der Clubs. Die Delegation des SC 18 wurde angeführt von Harvey Telfner, einst Teilnehmer am I. Italo-Suisse in Gran Sasso und heute amtierender Präsident des SC 18. Von den vier noch lebenden Gran-Sasso-Teilnehmern des SAS konnten Pierre Francioli, der damalige Superstar unter den skifahrenden Akademikern, und Paul Stein, der 215


seinerzeitige Mannschaftsführer, an der Feier teilnehmen. Pierre Francioli brachte das Kunststück fertig, 50 Jahre nach Gran Sasso noch einmal an den Start zu gehen. Mit Bravour siegte er auch prompt in seiner Alterskategorie! Die Jubiläumswettkämpfe fanden bei - für den April ungewöhnlich - drei Tage lang dauerndem Schneefall unter grosser Beteiligung auf Corviglia statt. Während im traditionellen Mannschaftswettkampf der Aktiven die sAsler den knappen Sieg davontrugen, konnten die italienischen Jungakademiker die von Philipp Bähni gestiftete «Schneehasen»-Trophäe für die Verlierermannschaft nach Hause nehmen. J ean-Philipp Rochat, der Captain der Schweizer Mannschaft und heutiges Zentralvorstandsmitglied, schlug noch einmal zu und entschied die Einzelwertung zu seinen Gunsten. Der für diesen Anlass speziell neu gestiftete Wanderpreis für die Siegermannschaft der «Alten Herren» ging erwartungsgemäss an die Diciottini, die in der Person von Ascanio Menardi auch den AH-Einzelsieger stellten. Bei den Damen bewies die frischgebackene FISSenioren-Weltmeisterin und gleichzeitig die neue Segretaria des SC 18, Patrizia Medaill, erneut ihre Klasse und trug den Sieg davon. Das offizielle Gala-Diner im gastfreundlichen «Palace» wurde zum gesellschaftlichen Höhepunkt dieses Jubiläums. Verwöhnt wurde man in jeder Hinsicht - der Patissier konnte seine Künste bei der Kreation von SAS- und SC 18- Emblemen aus Zucker unter Beweis stellen. Die Teilnehmer von Gran Sasso und die Klubpräsidenten würdigten in ihren Ansprachen die ItaloSuisse-Tradition. Es kam auch zu Auszeichnungen und Ernennungen. Harvey Telfner erhielt für seine Verdienste die Reunion-Nadel. Luigino Dona Dalle Rose wurde zum Dank für seinen Beitrag zur Reaktivierung der Italo-Suisse-Tradition und zur Einführung der Reunions zum Membre Associe des SAS ernannt. Zu Ehren kamen auch noch viele der anwesenden Ehrenmitglieder und Past-Presidents beider Klubs. DIE ZUKUNFT DES ITALO-SUISSE Die Italo-Suisse-Tradition steht auf einer soliden Grundlage: Den bei den Clubs bedeutet heute dieses Treffen mehr denn je. Auf beiden Seiten sind es begeisterte Idealisten, die zum Wohle der beiden Clubs diese einzigartige Tradition weiterführen. Die gemeinsame Begeisterung für Berge, Schnee und anspruchsvollen Skisport, vor allem aber die zahlreichen individuellen Freundschaften zwischen den Diciottini und den sAslern werden das unbeirrbare Weiter bestehen dieser Tradition für die Zukunft garantieren.

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LO SCI CLUB 18 Rolly Marehi, Milano

La neve e 10 sei hanno oeeupato grandi spazi della mia vita. Ho gia valieato il tremendo muro della «terza eta», fatto ehe a Milano, mia eitti adottiva, offre alcuni vantaggi eome 10 seonto al einema e sui tram, il pranzo a prezzo flsso nei ristoranti deI Comune, le medieine quasi gratis ... Purtroppo niente per 10 sei, mio antieo amore. Amore naturale e puro, per la neve, l'ambiente, i silenzi dei monti, la gioia di eorrere, in solitudine ma anehe eon il torace faseiato da un numero di gara, il piaeere di dividere eon amiei la vita di un club ehe di solito e molto piu sineera e affratellante di quella delle Federazioni ehe io vedo spesso affiitte dai problemi e dalle invidie ehe earatterizzano le eosidette «lotte politiehe». Il Club eome una seeonda famiglia. Sono passati piu di quarant'anni - ahime! - dal giorno in eui ho visto, ammirato e invidiato il primo maglione del «18». Ma non sono eosl intronato da non poter seavare nel mio passato per riseoprire una testimonianza 0 un simbolo di qualche verita degna del einquantenario ehe gli amiei deI SAS, il prestigioso Sei Aeeademieo Svizzero, stanno per eelebrare. Il giovane ehe indossava quel maglione rosso seendeva per uno schuss gelato a Madonna di Campiglio. I suoi sei battevano e rimbalzavano sul fondo ostile e durissimo, ma l'eroe ehe li governava mi sembro divino eome un angelo. Fu il vineitore e i suoi eompagni, eeeitati e seanzonati, 10 sollevarono in aria perehe il sueeesso era vi va parte di loro. Finita la sarabanda intonarono anehe il tradizionale Gaudeamus igitur, stonatissimi ma pur sempre feliei . 10, non aneora universitario, eeeezionalmente riservato e - ripeto - anehe invidioso, restai in disparte a osservare quel tripudio ehe aveva la forza e la dimensione delle eose eterne. Quel giovane, l'eroe, aveva norne Giuliano Babini, l'inverno era quello per noi italiani an co ra pregno di entusiasmi dell'anno 1939. Babini, uomo gentile, seiatore di straordinaria eleganza, e stato il giovane del« I 8» ehe ha impersonato per alcune stagioni il faseino misterioso e «diverso» di quel club ehe era eonsiderato in tutta 1talia sieuramente un po' snob, molto chiuso, ma an ehe animato da autentiehe flamme di amore sportivo. I suoi fondatori erano stati intelligenti assai. Soprattutto perehe avevano inventato una formula ehe non aveva eguali. 1ntanto quel numero, unico, perehe i club portavano normalmente il norne di un paese, di un monte 0 di un flore. I promotori inveee seelsero un numero non, eome si erede aneora, perehe es si fossero in dieiotto, bensl perehe il « 18» era il traguardo mini mo per superare un esame all'universiti. I diciottini, fleri e un poeo bulli, imitarono anehe i loro ami ci deI SAS e tennero fuoriporta le donne. Che pero, proprio perehe escluse dall'uff1eialiti, divennero eorte e stuolo in ogni eentro alpino. E seppero inventare anehe le tremende palle bianehe e nere, quest'ultime temutissime da chi aveva eompilato la domanda di ammissione al club. Dei veeehi protagonisti, oltre a Babini, ne rieordo alcuni; eon sineero e eommosso rimpianto quelli ehe non sono piu eon noi, eon simpatia gli altri piu fortunati. Adriano Guarnieri, eampione di vita, dunque anehe di onesti e eivilta, oltreehe di sport. 21

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Adriano e stato olimpieo a Garmiseh (1936) e 10 rivedo aneora pudieo e innoeente, ma anehe giustamente orgoglioso, alla sfilata di apertura dei grande evento. E motto due anni fa, dopo un volo in deltaplano, sua es trema passione. Piero Taruffi, ingegnere, piu ehe sulle nevi 10 rivedo in eette immagini della Gazzetta dello Sport allungato su un bolide a due ruote lanciato verso la eonguista di primati mondiali. E poi in un altro attimo, stupendo e unieo, guando trionfo nella eelebre ed esaltante Mille Miglia, una sorta di Everest per ogni eorridore automobilista. Piero vive aRoma, ma ogni tanto 10 rivedo a Cortina, i eapelli bianehissimi ma sempre in buona salute. Tre ehe non dimentieo sono Mario Franehetti, misterioso «orientale», Mueky Windisehgraetz, prineipe di Casa e di tratto, e Carlo Belloni, medieo ma soprattutto preeursore di guasi tutte le

Incontro Italo-Suisse 1943. Da destra a sinistra: Giuliano Babini, Popi Crivelli, Ascanio Palchetti, Giovanni Nasi, Massirno Corsi, Leo Ceschi a Santa Croce

innovazioni per sei, searponi e bastoncini in uso ora ai eampioni della eoppa dei mondo . Erano tutti tre uomini molto belli e ne serivo eon pudore, eome si eonviene per esseri ormai lontani. I primi due se ne sono andati nello stesso modo, un solitario ineidente d'auto ehe li ha eaneellati dal mondo eome un eolpo di spugna. Carlo inveee no, e motto sapendolo. Una sera, nella sua easetta di Cortina, serenamente mi disse: «ehe fatiea morire ... ». Cereai di eontestarlo, invano. Il suo viale dei tramonto era gia segnato e la fatiea duro poeo, una deeina di giorni, non piu. Altri soci ehe vanno rieordati in guesta breve storia ehe non vuole essere una «biografia» uffieiale sono Dory Albertini, Sandro Menardi, Vineenzo La Porta, Giuseppe Gazzoni, Carletto e Nino Avanzo, Gianni Agnelli (e non e un'omonimia, e proprio lui ... ), Aseanio Palchetti, Franeeseo Colonna, Daniele Cimini, Aseanio Menardi, Franeo Carraro, attuale presidente del Comitato Olim pico Italiano, Romano Baeehini, Nando Mazzoeehi, Foseo Maraini, Franeo Rivetti, Nieolo e Luigino Dona Dalle Rose, Harvey Tellfner, il eelebre «Rosso Volante» Eugenio Monti e, naturalmente, l'attuale presidente Paolo Asta. A guesto punto trovo un po' buffo ehe a serivere guesta breve immagine del« 18» sia stato invitato proprio io ehe sono stato per alcuni anni fiero e tenaeissimo avversario dei dieiottini. Sono infatti uno dei fondatori dello Sei Aeeademieo Italiano, il Club dai maglioni azzurri aeeanito e legittimo avversario del eonfratello dai maglioni rossi. Ma tant'e! Le esperienze della vita leniseono gli ardori e in un'epoea spietata eome la nostra e votata a eorrodere il profumo dei sogni anehe gli antagonismi piu feroei si ammorbidiseono. Ma non e tutto: gli amiei-nemiei dei« 18» mi hanno «ineastrato» eleggendomi due an ni fa a loto soeio onorario. Che piu? L'onore dovrebbe essere anehe loro, sieuramente e mio. Pereio serivendone mi sento in famiglia. Una famiglia ehe nonostante le sempre maggiori diffieolra a tenere in strada un club dello sei il 218


cui badget non puo mai essere rispettato (forse gli amici svizzeri ci riescono, noi italiani MAI...), una famiglia, dicevo, che tiene e va avanti. Per dare un maggior senso e piu possibiliti alla vita sociale si sono aperte le porte a due noviti: le donne e i bambini, giusta parte di ogni famiglia. Donne atlete, nessuna. Ma belle e simpatiche indubbiamente parecchie. E anche la segreteria, motore prezioso e indispensabile, e nelle mani di una donna, la signora Paola Fava, cortinese di adozione e madre di un ragazzo, Paolo, che sugli sci promette bene. Di bambini sciatori me ne intendo moltissimo e so cosa significhi il sorriso deI piccolo bolide all'annuncio del suo tempo dopo una gara, alla consegna di una coppa 0 medaglia. Per attenuare le difficolta obiettive che oggi esistono per far girare il club dei papa il« 18» ha parzialmente reinventato se stesso attraverso i figli. Grazie a loro - ma anche al tradizionale e sempre festoso incontro con gli amici del SAS - i vecchi diciottini rivivono attimi felici e io gli sono grato perche guardandoli mi sento prodigiosamente confortato aH'amore per la vita, dunque anche aHa testardaggine di restare eternamente un po' goliardo e, per quanto possibile, non invecchiare mai. Lunga vita al <<I 8» dunque. In alto i cuori!

Rolly Marchi (destra) con il noto attore americano Douglas Fairbanks, 1949

DER SKI-CLUB «18» Schnee und Skifahren haben in meinem Leben einen grossen Platz eingenommen. Ich habe die schreckliche Mauer des «Dritten Alters» bereits überstiegen, was in Mailand, meiner Wahlheimat, einige Vorteile mit sich bringt wie den Rabatt für Kinos und Strassenbahn, Essen zu Fixpreisen in den Gemeinderestaurants, Arzneimittel fast gratis ... Leider nichts für das Skifahren, meine alte Liebe. Diese Liebe ist eine natürliche und reine Liebe zum Schnee, zur Umwelt, zur Stille der Berge, die Freude an der raschen Fahrt, allein, aber auch mit einer Startnummer um die Brust. Aber auch das Vergnügen, mit Freunden ein Clubleben zu teilen, das meistens viel aufrichtiger und verbrüdernder ist als dasjenige bei Verbänden, die ich oft unter Problemen und Neidgefühlen leiden sehe und für die die sogenannten «politischen Kämpfe» typisch sind. Der Club ist dagegen wie eine zweite Familie. Ja, es sind leider bereits mehr als vierzig Jahre vergangen, seitdem ich den ersten Pullover der «I 8»er gesehen, bewundert und den Besitzer beneidet habe. Ich bin aber noch nicht so benommen, dass ich nicht in meiner Vergangenheit stöbern könnte, um einen Zeugen oder ein echtes Symbol zu finden, die würdig genug sind, um im Rahmen der von unseren Freunden des SAS, des prestigeträchtigen Schweizerischen Akademischen Skiclubs, organisierten 50- J ahr-Feier erwähnt werden zu können. Der junge Mann, der diesen roten Pullover trug, durchfuhr einen vereisten Steilhang in Madonna di Campiglio. Seine Skis schlugen auf dem feindseligen und äusserst harten Schnee auf und prallten immer wieder zurück, aber der Held, der sie lenkte, erschien mir göttlich, wie ein Engel.


Er siegte, und seine aufgeregten, jubelnden Freunde hoben ihn in die Luft, weil der Erfolg ein lebender Teil von ihnen war. Nach Beendigung des ersten Jubels stimmten sie auch noch das traditionelle «Gaudeamus igitur» an. Obwohl sie völlig falsch sangen, waren sie überglücklich. Ich studierte damals noch nicht an der Universität, war aussergewöhnlich verschlossen und, wie bereits erwähnt, auch neidisch. Abseits stehend beobachtete ich den Jubel, der die Kraft und das Ausrnass ewiger Dinge hatte. Dieser junge Mann, der Held, hiess Giuliano Babini, und es war im Winter des Jahres 1939, einer Zeit voller Enthusiasmus für uns Italiener. Babini, ein freundlicher Mensch und ein Skifahrer von aussergewöhnlicher Eleganz, war der Junge des «18», der einige Winter hindurch die geheimnisvolle und spezielle Faszination dieses Clubs verkörperte, eines Clubs, der in ganz Italien mit Sicherheit als ein wenig snobistisch, sehr verschlossen, aber auch von echten Flammen der Liebe zum Sport beseelt, beurteilt wurde. Seine Gründer waren sehr intelligent. Vor allem, weil sie einen eigenständigen, sonst nirgends zu findenden Weg gewählt hatten. Da ist einmal die Nummer. Etwas Einmaliges, weil Clubs normalerweise den Namen eines Ortes, eines Berges oder einer Blume tragen. Die Urheber wählten als Namen des Clubs einfach eine Nummer, und zwar nicht - wie heute noch geglaubt wird - weil sie achtzehn Leute waren, sondern weil zum Bestehen der Prüfungen an der Universität im Minimum 18 Punkte erreicht werden mussten. Die «Achtzehnen>, stolz und ein wenig dreist, imitierten ihre Freunde vom SAS und liessen die Frauen draussen vor der Tür. Diese gehörten aber - eben weil sie offiziell ausgeschlossen waren - in jedem alpinen Zentrum zum nicht wegzudenkenden Entourage. Und die (<1 8»er haben auch die schrecklichen schwarzen und weissen Kugeln erfunden, die von denjenigen, die sich bemühten, dem Club beizutreten, so sehr gefürchtet wurden. Ausser an Babini erinnere ich mich auch an einige andere alte Protagonisten; mit aufrichtigem und bewegtem Bedauern an die, die nicht mehr unter uns weilen, mit Sympathie an die anderen, die glücklicheren. Adriano Guarnieri, Meister des Lebens und somit auch der Ehrlichkeit und des Anstandes, nicht nur des Sports. Adriano war Olympiadeteilnehmer in Garmisch (1936), und ich sehe ihn noch, schamhaft und unschuldig, aber auch gerechterweise stolz, bei der Eröffnungsfeier des grossen Ereignisses. Er starb vor zwei Jahren nach einem Flug mit dem Drachenflieger, seiner grössten Leidenschaft. Piero Taruffi, Ingenieur, sehe ich - eher als auf Schnee - in speziellen Bildern der «Gazzetta dello Sport» auf einem zweirädrigen Boliden mit dem Ziel, Weltrekorde zu erobern. Und dann in einem anderen wundervollen und einmaligen Moment, als er bei der berühmten und aufregenden Mille Miglia siegte, einer Art Everest für jeden Autorennfahrer. Piero lebt in Rom, aber manchmal treffe ich ihn in Cortina. Er hat schneeweisse Haare, ist aber immer noch bei bester Gesundheit. Drei, die ich nicht vergessen werde, sind Mario Franchetti, geheimnisvoller «Orientale», Mucky Windischgraetz, Prinz nach Abstammung und auch aufgrund der Gesichtszüge, und Carlo Belloni, Arzt, aber vor allem Vorläufer bezüglich fast aller Erneuerungen für Ski, Skischuhe und Stöcke. Er be sass schon damals, was heute von den Champions des Weltcups verwendet wird. Alle drei waren sehr schöne Männer, und ich schreibe mit Zurückhaltung über sie, wie es sich gehört beim Schreiben über Menschen, die bereits fern von uns sind. Die ersten beiden verliessen uns auf die gleiche Art, bei einem einsamen Autounfall, der sie wie ein Windstoss aus der Welt blies. Carlo hingegen nicht, er war sich bewusst, dass er sterben musste. Eines Abends sagte er mir in seinem Häuschen in Cortina in seiner heiteren Art: «Welche Mühe, zu sterben ... » Ich versuchte vergebens, ihm zu widersprechen. Er war bereits auf dem Weg ins Jenseits. Sein Leidensweg dauerte nur kurze Zeit, etwa zehn Tage, nicht länger. Weitere Clubmitglieder, an die in dieser kurzen Geschichte, die keine offizielle «Biographie» sein will, erinnert werden soll, sind Dory Albertini, Sandro Menardi, Vincenco La Porta, Giuseppe Gazzoni, Carletto und Nino Avanzo, Gianni Agnelli (keine Namensgleichheit, wirklich er ... ), Ascanio Palchetti, Francesco Colonna, Daniele Cimini, Nicola Gandini, Ascanio Menardi, 220


Franco Carraro, der jetzige Vorsitzende des Italienischen Olympischen Komitees, Romano Bacchini, Furio Nordio, Nando Mazzocchi, Franco Maraini, Franco Rivetti, Nicolü und Luigino Dona Dalle Rose, Harvey Telfner, der berühmte «Rote Flieger» Eugenio Monti und natürlich der jetzige Präsident Paolo Asta. Im Grunde genommen finde ich es lustig, dass ausgerechnet mir, der ich doch einige Jahre lang stolzer und zäher Gegner der «Achtzehner» war, die Aufgabe übertragen wurde, diese kurze Geschichte des «18» zu schreiben. Ich bin ja einer der Gründer des Italienischen Akademischen Skiclubs, des Clubs mit den blauen Pullovern, verbissener und stolzer Gegner des Mitbruders mit den roten Pullovern. Aber es kommt auf eines heraus! Die Erfahrungen des Lebens mildern das Feuer, und in einem erbarmungslosen Zeitalter wie dem unseren, das den Duft der Träume zerfressen möchte, mildern sich auch die wildesten Gegnerschaften. Aber das ist nicht alles: Die Freund-Feinde vom «18» haben mich richtig «eingeklemmt», indem sie mich vor zwei Jahren zu ihrem Ehrenmitglied gemacht haben. Was soll's? Die Ehre sollte auch ihnen gehören, für mich ist sie es sicherlich. Deshalb fühle ich mich wohl, wenn ich darüber schreibe. Der «18» ist wie eine Familie, die trotz der immer grösser werdenden Schwierigkeiten, einen Skiclub, dessen Budget nie eingehalten werden kann (vielleicht gelingt das den Schweizer Freunden, uns Italienern NIE ... ), aufrechtzuerhalten, fest zusammenhält und sich ständig weiterentwickelt. Um dem gesellschaftlichen Leben mehr Sinn und mehr Möglichkeiten zu verleihen, öffneten sich die Tore für zwei Neuigkeiten: Frauen und Kinder, der rechte Teil jeder Familie. Keine Athletinnen. Aber zweifellos viele schöne und sympathische Frauen. Und auch das Sekretariat, wertvoller und unerlässlicher «Motor», ist in den Händen einer Frau: Paola Fava mit Cortina als Wahlheimat und Mutter eines Sohnes, Paolo, der auf Ski einiges verspricht. Ich verstehe sehr viel von skifahrenden Kindern und weiss, was das Lächeln des kleinen Rennfahrers bedeutet, wenn seine Zeit nach dem Rennen bekanntgegeben oder ihm ein Pokal oder eine Medaille übergeben wird. Um die objektiven Schwierigkeiten, die heute bestehen, zu mildern, um den Club der Väter am Leben zu erhalten, hat sich der «18» teilweise über die Kinder eine neue Daseinsberechtigung verliehen. Dank der Kinder - aber auch dank des traditionellen und festlichen Treffens mit den Freunden vom SAS - erleben die alten «Achtzehner» immer wieder glückliche Augenblicke. Ich bin ihnen dankbar, weil ich - wenn ich sie ansehe - auf wunderbare Weise an meine Liebe zum Leben erinnert werde. Sie erwecken in mir auch die Dickköpfigkeit, die es mir erlaubt, ewig ein wenig Student zu bleiben und - so weit als möglich - niemals alt zu werden. Lang lebe der «I 8»! Hoch die Herzen! Rolly Marchi

da sinistra: Guiseppe Saligari, l'austriaco Egon Schoepf, Dino Zamboni, il famoso «rosso volante» Eugenio Monti, Lele Nasi, Seduto: Dino Pompanin

221


ITALO-SUISSE RENNEN 1936 - 1986

1. 2. 3· 4· 5· 6. 7· 8. 9· 10. I!.

12. 13· 14· 15· 16. 17·

18. 19· 20. 21. 22. 23· 24· 25· 26.

27· 28. 29· 3°· 31. p. 33· 34· 35· 36 . 37· 38. 39· 4°· 41.

222

193 6 1937 193 8 1939 194° 194 1 194 2 1946 1947 1949 195° 1951 1952 1953 1954 1955 195 6 1957 195 8 1959 1960 19 61 19 62 19 6 3 19 64 19 6 5 19 66 19 6 7 19 68 19 69 197° 1974 1975 197 6 1977 197 8 1979 1980 1981 (1. Reunion) 1984 (2. Reunion) 1986 (3. Reunion)

Gran Sasso Kleine Scheiclegg Cervinia-Breuil Engelberg Salva cle Val Garclena Arosa Engelberg Cortina cl' Ampezzo Lenzerheicle Monte Etna Arosa Cortina cl' Ampezzo St. Moritz Sestriere Gstaacl Cortina cl'Ampezzo Klosters Terminillo Kleine Scheiclegg Sestriere Flims Terminillo Saas-Fee Cortina cl' Ampezzo Corvatsch Sestriere Corvatsch Cortina cl' Ampezzo Corvatsch Cortina cl' Ampezzo Corvatsch Cortina cl' Ampezzo Mürren Terminillo Klosters Cortina cl' Ampezzo Zermatt Cortina cl' Ampezzo St. Moritz Cortina cl' Ampezzo St. Moritz

SAS SAS SC18 SAS SAS SAS SC18 SAS SAS SAS SAS SC18 SAS SC18 SAS SAS SAS SAS SC18 SAS SAS SAS SAS SCI8 SAS SAS SAS SAS SC18 SC18 SAS SC18 SC18 SAS SAS SC18 SC18 SC18 SAS SC18 SAS


Rennen am Rande des, . ItaloSuisse: Terminillo '936 Die vier Sieger: Max Müller (<<S ioux»), Pierre Francioli, Arnold Kaech und Victor Streiff

4·ltalo-S ui sse: Engelberg '939 Die Schweizer Mannschaft mit unterschiedlicher Interpretation der Achtungsstellung: Victor Streiff, Luc Niggli, Marc Hodler, A lbert Fanchamps, Pierre Hirschi und Daniel Girardet


SCI CLUB 18 - ANNUARIO 1985

CONSIGLIO DIRETTIVO

HAR VEY TELFNER

Presidente

GUSTAVO DE FAVERI

Tesoriere

GWSEPPE GAZZONI

Vice Presidente NICOLA GANDINI

Vice Presidente PRA TIZIA MEDAIL

Segretario generale

ALVISE DI CANOSSA

Consigliere LODOVICO ANTINORI

Consigliere GIANNI MARZOLA

Consigliere

SOCI FONDATORI ASTA PAOLO

Venezia, Pal. Mocenigo, S. Samuele, Tel. 04' - 24486

NASI GIOV ANNI

Naz. Un o Torino, Via S. Martino, 9, Te1.01l-9606973

BA VONA GWSEPPE

Naz. Uno Siena, Via Mentana, 146 CAGLI UMBERTO

Roma, Via B. Oriani, 24/A, Tel. 06 - 804886

PALLINI FERNANDO

Roma, Via Xinemes, 10, Tel. 06-800465 ROMANI GWLIO

Naz. Un o Roma, Via della Mercede, 16, Tel. 06-6790271

COLONNA FRANCESCO

Roma, I,'iazza Aracoeli, 1, Tel. 06 - 6795 317 DEGLI UBERTI ENRICO

Roma, Via Chelini, 9, Tel. 06 - 80206 D ELLE PlANE MARIANO

Naz. Un o Novi Ligure, Villa Brignole, Tel. 0143 -76137 DONA DALLE ROSE NICOLO

Naz. Uno Milano, Corso Italia, 3, Tel. 02 - 805 3614 GUARNIERI ADRIANO

Azz. Mond. Un o 2 V . Venezia Lido, Via Jacopo da Riva

ROSSI TULLIO

Firmze, Piazza Beccaria, 2 SCIALOJA ENRICO

Roma, Via Antonio Bosio, 23 Bmxelles, '78, Av. Louise, Tel. 06 - 864489 SERRA MARIO

Barcelona (Spagna), Calle Paris, 193 T ARUFFI PIETRO

Naz. Uno Roma, Via Crescenzio, 95, TeI.06-6569'43 TELFNER HAR VEY

Naz. Un o Bagno a Ripoli (FI ) , Via d. Carota, 17, Tel. 05 5 -643 8 31

MENZOCCHIFERNANDO

Naz. Un o Roma, Via Fontanella Borghese, 23, TeI.06-679'49'

224

ZAMBONI DINO

Rieti, Monte Terminillo, Tel. 0746-61322


SOCI ORDINARI

AGNELLI GIANNI

Torino, Via di San Vito AIMONE MARSAN GIORGIO

Torino, Piazza Maria Teresa, 3 ALBERTI OSVALDO

Cortina, Laeedel, Tel.0436-60613 ALBER TINI ISIDORO

Milano, Via Borromei, 5, Tel. 02 - 8573' ALBINI CARLO

Roma, Piazzale Flaminio, '9, Tel. 06 - 36"09 ALCORSO CLAUDIO

Tasmania ( Australia), Moorilla Berreidale, 7011 ALLARIA ALESSANDRA Cortina, Via C. Battisti, 84

A V ANZO CARLO

Trieste, Via Commereiale, 52, Tel. 040- 354'° AVANZO NINO

7rieste, Via Commereiale, 52, Tel. 040- 354'° BABINI GIULIANO

Se/va di Valgardena, Condominio Baita Margherita, Tel . °47 -75433 ' BADOGLIO ALESSANDRO

R ivignano (UD), Via Stella, 4, Tel. 0432 -775478 BAEHNI THOMAS 2J J J Briigg, (Svizzera), Burgersriedstrasse 3 BAGIARDI GIANFRANCO

Milano, Viale Bianeamano, 2, Tel. 02 - 2°41022 BATTISTA ROBERTO

ALLARIA ANTONIO Cortina, Via C. Battisti, 84, Tel. 0436 - 29'3

Roma, Via del Tritone, 132, TeI.06-4756635 BA V AGNOLI CARLO

ALMAGrA EDOARDO

Paris 8,34, Rue de Penthievre, Tel. 5621050

Roma, Via della Lungara, 3, Tel. 06- 58963°9 BELLINI MARIO ALMAGrA STEFANO

Firenze, Lungarno Soderini, 5, Tel. 055 - 23579

Roma, Via di Monte Savello, 30, Te1. 06-6568636 AMORUSO GIANFRANCO

Roma, ViaConea, '3, Te1.06-3605724 AMEDEO DI SAVOIA D UCA D'AoSTA

S. Giustina Valdarno (A R) 11 Borro, Tel. 055 - 97789° ANCILOTTO CARLO

Campagna Lupia (VE), Valle Averto, Tel. ° 42 - 462 537

BELLOTTI CESARE

Milano, Via Monte Napoleone, '3, Tel. 02 - 790867 BENAZZO LAU RA

Torino, Tel. ol,- 512180 BERRUTI LEONARDO

Ginevra (Svizzera), 12, eh. Chennaz Chene Thonez BERTAGN I ELISABETTA

Zenson di Piave ( TV), Tel. ° 42 I - 340 I °

ANCILLOTTO ENRICO

Naz. Uno Lancenigo (TV), Via Fontana, '37, Tel . °422 - 60636 ANSELMI GUIDO

Padova, Via Mareoni, 48 , Tel. 049- 36546 ANTINORI LODOVICO

Bolgheri (Livorno), Tel.0565 -74968 0 ANTONUCCI GIORGIO

Latisana, Via Volton , '5, Tel. 043' - 5°75 5

BERTAGNI FABIO

Zenson di Piave, Tel. ° 421 - 340'0 BER TI RODOLFO

Ancona, Via Avvenati, 12, Tel. °71 - 34832 BEVILACQUA ARIOSTI IpPOLITO

Bologna, Via d' Azeglio, 3 I, Tel. 05 I - 33°424 BEVILACQUA ARIOSTI PET RA

Bologna, Via d' Azeglio, 3 I, Te l. 051- 33°424

ANZALONE CARMELO

Roma, Pal. Saeehetti, Via Giulia

BIANCO LurGI

Vicenza, Via Mesehinelli, '4, Tel. 0444- 51°°5 5 ASTA DONATELLA

Venezia, Pal. Moeenigo, S. Samuele, Tel. 04 1- 24486 ASTA NICOLO

Venezia, San Mareo, 3348, Tel. °4' - 24486 ATTOLICO LORENZO

New York, N. Y. 10022,355 East 5 Ist. Street

BINI DANTE

Naz. Uno San Francisco (Calijornia), 215 Maple Street, Tel.415 - 2213182 BOL LA PIER LurGI

Verona, Piazza Cittadella, 3, Tel. 045 - 59405 5

225


BONACOSSA RAFFAELE

COLOMBO FRANCESCO

Milano, Via Necchi, '4, Tel. 02 - 897261

M i/ano, Via Borgospesso, 4, Te1.02-705381 COLONNA PIERO

BORMIOLI GIOV ANNl

Mariano di Parma, Via Bassa dei Folli

Roma, Piazza Aracoeli,

I

CORDERO DI MONTEZEMOLO Lu CA BORMIOLI PIER LUIGI

Mariano di Parma, Via Bassa dei Folli

Torino, Via Gramsci, 7, Tel. OII - 687364 Ginevra, Tel. 0041 - 22 - 9'°222 / 23 CORSETTI ANTONIO

BORMIOLI Rocco

Mariano di Parma, Via Bassa dei Folli

Roma, Via Paisiello, 26, Tel. 06 - 8 5125 I CORSI MASSIMO

BORMIOLI STEFANIA

Mariano di Parma, Via Bassa dei Folli

lndirizzo non pervenuta COVA ANDREA

BORRI GIOV ANNl

Cortina, Via Ria de Zeta, 36, Tel. 0436 - 273'

Mi/ano, Via Manin, 33 Wengen, Hotel Falken, Tel. 004' - 36 - 5 5'43 I

-

55'9°5

CRlVELLI P AOLO

BORRI MARIA AGOSTINA

Naz. Un o Mi/ano, Piazza deI Ia Repubblica, 22, Tel. 02 - 664982

Cortina, Via Ria de Zeto BOZZA ANNA

DALLA

Venezia, San Marco, 5'5, Te1.041-87097

DALLA

B USSANDRI GABRIELE

Bassano del Grappa (VI), Le Marchesane, Tel. °424 - 22488

V ALLE

GIORGIO

Cortina, Via Cianderies, 10, Te1.0436-4605

V ALLE

PAOLA

Cortina, Via Cianderies, 10 D'AMELIO DANIELA

BUSSANDRI OSCAR

Bassano del Grappa (VI), Le Marchesane, Tel. 0424 - 22488 CALVI DI BERGOLO ASCANIO

Indirizzo non pervenuto

DE FAVERI TRON ALVISE As%, II Galero, Tel. °4 2 3 - 5 53'3 DE FA VER I TRON GUST A VO

Cortina, Via Ruoiba, Ca Tron, Tel. 0436 - 5270

CANTARUTTI LUIGI

Padova, Via Ognissanti, 81, TeI . 049 - 38830

DEGANELLO FRANCESCO

Roma, Via Guerrieri, 5, Tel. 06 - 576746

CARACCIOLO ALFONSO

Roma, Piazza dell'Oro, 3, Tel. 06 - 564767

DEGLI DBERTI FILIPPO

Roma, Via Chielini, 9, Tel. 06 - 673 5541

CIMBERLE EMILIO

Azz. Naz. Un o Bassano del Grappa (VI ), Via S. Trinitä, 11, TeI.04 24 - 2305 1

DE ECCHER CLAUDIO

Udine, Via Melegnano DEL DUCA SERGIO

CI MINI DANIELE

Naz. Un o II Cat. Roma, Via F. Sacchetti,

Roma, Piazza S. Lorenzo in Lucina, 40, Tel. 06 - 6794462

Milano, Corso Venezia, 54 11 4,

Tel. 06 - 8 '70642

DEL DUCA WILMA

Cortina, Cadin di Sopra

CLERlCl PAOLO

Genova, Via Bertani, 2/6, Tel. 010 - 87039° DEL GALLO LUIGl COLOMBO LANFRANCO

Milano, Galleria Borella,

Roma, Via Tita Scarpetta, 32, Tel. 06 - 580°937 I,

Te1.02 - 896121 DELLA ZONCA AGOSTINO

CARRARO FRANCO

Mi/ano, Via dei Giardini, 10 CIDONIO PIERFlLlPPO

Roma, Via Pinciana, 25, Tel. 06 - 869736 CIMATTI STEFANO

Bassano de! Grappa

226

Trieste, Via della Ginnastica, 49 DELLE PlANE FRANC ES CO

Novi Ligure, Villa Brignole, Tel. 01 43 -76137 DEVOTO GIAN LUCA

Indirizzo non pervenuto


FRANCHETTICLEMENTE

DEVOTO GIAN LUIGI

Cortina d'Ampezzo, Roneo, 137, Tel.043 6 - 22 49

Roma, Via Appia Pignatelli, 62, Tel.06 - 7886612 FRANCHETTI GIORGIO

Roma, Via Monserrato, 29, Te1.06-6542459

DI CANOSSA AL VISE

Bologna, Via S. Stefano, 45 FRANCHETTISTEFANO

Roma, Via Appia Pignatelli, 62, Tel. 06 -788661 2

DI CANOSSA GHILLA

Principato di Monaco, 2, av. des Citronniers

FÜRSTEMBERG SEBASTIANO

Cortina, Loe. Cojana, Villa Bella, Tel. 0436 - 2024

DI CANOSSA ISABELLA

Verona, Corso Cavour, 44, Tel. 045 - 38160

Verona, Corso Cavour, 44, Tel. 003393 - 507 '7 I (Monteearlo) DI SAMBUY VITTORIO

Roma, Piazza della Quereia,

GAETANI FERDINANDO

Roma, Via Mangili, ' 4, Te1.06-879540

DI CANOSSA SIGIFREDO

I,

TeI.06 - 6565288

DONA DALLE ROSE LUIGI

Venezia, S. Benedeto, 3949, Tel. °41 - 871 70 DONA DALLE ROSE SILVIA

Venezia, S. Benedeto, 3949, Tel. °41 - 87170

GANDINI NICOLA

Naz. Un . l Cat. Firenze, Lungarno Corsini, 6, Tel. 05 5 - 23985 GANDINI CARLO

Milano, Corso Italia, 3, Tel. 02 - 804446 GANDINI GIOVANNI

Cortina, Candin di Sopra, 24 GANDINI ZANUSSI EMILIA

Pordenone, Tel. 0434 - 21056

DURAZZO CARLO

Orbetello Scalo (G R), Torre Veeehia

GARBASSO GIORGIO

Milano, Via Brera, 24, Tel. 02 - 897071

D ' URSO MARIO

Londra, 65 Eaton Sguare S.W. 1., Tel. 004' 1 - 23579°1

GASPARRI MAILA

Roma, Via Bruxelles, 34, Tel. 06 - 867764

FABBRI STEFANO

Bologna, Viale Risorgimento, 16, Tel.0p-4P093 GASTALDI RUGGERO

Roma, Via Zandanai, 88, TeI.06 - p71920

FABBRI UMBERTO

Bologna, Via delle Rose,

I I

GATTIKER GUOLF FABER MARC

e/o Drexel Burnham Lambert Ine., 2708 New World Tower, 16 - 18 Queens Road Central, Hong Kong FAVA DINO

Zurich (Svizzera), Rämistrasse 5, Tel. 01 - 4726 16 GAWRONSKI JAS

Roma, Largo Fontanello Borghese, 19, Tel. 06 - 6781775

Cortina, Mortisa, 23, Tel. 0436-60696 GAZZA ERNESTO FA VA PAOLA

Parma, ViaPellieani, 3, Tel.0521 - 29202

Cortina, Mortisa, 23 GAZZONI FRASCARA GruSEPPE FERRI ARABELLA

Padova, Via Galileo Galilei, 53, Tel. 049 - 651498 FIOCCHI PINO

Milano, Piazza della Repubbliea, 7, Tel.02-6p797 FOGLIA GIAMBATTISTA

Indirizzo non pervenuto FONTANA GASPARE

Bassano de! Grappa (VI), Tel. 34172 FRANCESCONI LEONARDO

Venezia, San Mareo, 2578, Tel. °4' - 37961 FRANCHETTI ANDREA

Roma, Via Appia Pignatelli, 62, Tel. 06 - 78866 12

Bologna, Via S. Stefano, 75, Tel. 05 1 - 236°94, uff. 232802 GAZZONI FRASCARA IDARICA

Bologna, Via S. Stafano, 75, Tel. 05 I - 236°94 GIACOSA PIERO

Milano, Piazza S. Mareo,

I,

Tel. 02 - 655800

GIA VI ADRIANO

Cortina, Via Stazione, 22, Tel. 0436-60080 GRANDI PIERO

Torino, Via Vela, 29, Tel. 01 1- 549602 GREGORINI GIAN ANDREA

Milano, Corso Venezia, 50, Tel. °°41 - 9123 7642

227


Guarienti Guariente

MARZOTTO STEFANO

Garda (VR), Punta S. Vigilio, Tel. 045 -629°30 HARRISON NOEL

Valdagno (VI), Viale Regina Margherita, 7 MARZOTTO UMBERTO

Indirizzo non pervenuto

Valdagno (VI), Viale Regina Margherita

HOHENLOHE HUBERTUS

MARZOTTO VITTORIO

Marbella (Spagna), Marbella Club

Portogruaro, Via Seminario, 10, Tel. °421 -71058

HRUSKA ROBERTO

MASSARUTO GABRIELE

Roma, Via Livigno, 100, Te1.06 - 6913547 KECHLER CARLO STEFANO

S. Martino di Codroipo, Tel. 905 I

Indirizzo non pervenuto MEDAIL GENTILONI PA TRIZIA

Bologna, Strada Maggiore, 5 I, Tel. 5l34- 69 88 ,043 6 - 2944

20

KECHLER ANTONIA

S. Martino di Codroipo, Tel. 905 120

MEDAIL ÜCCIONI BONAFFONS ANNA

Londra, Chester Row, 19, Tel. °°441 -73075 54 KECHLER ALESSANDRO

Frafereano- Latisana ( UD), Tel. 043 1 - 56005 KECHLER MARIA IRENE

MEDAIL ÜCCIONI BONAFFONS GIAN ANTONIO

Londra, Chester Row, 19, Tel. °°441 -73075 54

Frafereano-Latisana (UD), Tel. 043 1- 56005 MELE PIETRO KECHLER MARIA MERCEDES

Roma, Via 3 Orologi, 20, Te1.06-878473

Fraforeano di Ronchis ( UD), Tel. 043 I - 56006 MELLONI ANDREA KESSLER HANS

Milano, Piazza De Angeli, 7, Te1.02-487827

SI26 Zumikon (Svizzera), Sunmatt

20

MENARDI ALBERTO IpPOLITO SUSANNA

Parma, S. Tegolo Bassa de Folli, 63, Tel. 05 21- 47655

Naz. Un oI Cat. AH Noordwijk, Beethovenweg, 30, Tel.0I719-13162

2202

MANAIGO R ENATO

Cortina, Hotel de la Poste, Tel. 0436-4271

MENARDI ASCANIO

Cortina, Albergo Tofana, Tel. 0436- 3281 MARAINI Fosco

Firenze, Via L. Magalotti, 6, Tel. 05 5 - 227639

MENARDI CARDAZZI MARGHERITA

Cortina, Tel. 0436-4695

MARAMOTTI ACHILLE

Albinea, Via Monsignor Tondelli, 1, Tel. 05 22 - 591 I 5

MENARDI PUNI

Cortina, Via Pralongo,

MARCHELLI GIORGIO

Naz. Uno Milano, Via Cividali s, 58, Tel. 02 -4°32255

I,

Tel.0436- 2488

I,

Tel.0436 - 2488

MENARDI RI NALDO

Cortina, Via Pralongo, MARCHI ROLLY

Milano, Via Gabba, Te1.02-873542

MICHELI FRANCESCO

Milano, Via Stefano Jacini, 6, TeI.02-877041 MARENGHI VASELLI MARCO FABIO

Roma, Piazza deI Parlamento, 14, Tel. 06-679°568 MARENGHI V ASELLI PATRIZIA

MOLLNAR SACHA

Massagno-Lugano (Svizzera), Via Rovello

Roma, Piazza dei Par lamento, 14, Tel.06-6790568 MONTESI GIORGIO

Padova, Via Tadi, 8, Te1.049-28905

MARZOLA GIANNI

Naz. Uno I Cat. S elva di Val Gardena, Piz Sei va, Tel. °471 - 75 I 58

MONTI EUGENIO

Azz. Naz. Uno Cortina, Via Crepedel, Tel. 043 6 - 3325

MARZOTTO GAETANO

Milano, Via Donizzetti, 44, Tel.02-7380675 NASI ELISABETTA MARZOTTO GIANNINO

Roma, Via Pinciana,

l j -A,

MARZOTTO PIERO

Valdagno (VI), Tel. 41244

228

Bologna, Via S. Petronio Vecchio, 10, Tel. 222404

Tel. 06 - 868 I 83 NOYA DI LANNOY LIONELLO

Roma, Via Paisiello, 21, Tel.06-856421


NORDIO FURIO

Naz. Un oII Cat. Trieste, Via delle Zudecche, 1, Tel. 040 - 793 88z

REDIMMO

Cortina, Corso Italia, zzo, Tel. 0436- 3762 RIVETTI FRANCO

PALCHETTI ASCANIO

Porto Rotondo (Olbia), Tel. 0789-44188 PARIANI FEDERICO

Azz. Nat. Uno Indirizzo non pervenuto

Gruppo Finanziario Tessile S. p. A. Torino, Tel. 011- 2397' Rocco DI TORREPADULA GIANANDREA

Bologna, Via Ghini, 6, Tel. 0j 1 - 964041 ROSA ORESTE

PATANIOSVALDO

Roma, Via Sebastiano Conca, '3, Tel. 06 - 3605 805

Milano, Via Ciovasso, 11, Tel.oz-860118 RUFFO ANTONIO PAVESI CAMELI COCA

Londra S. W}, Chelsea Park Gardens, Tel. 0044' - 3511395

Roma, Via di Villa Ruffo, 27, Tel. 06 - 360Z7ZZ RUSCA FILIPPO

Genova, Via Panigalli, ZI, Tel.ol o- 360394 PA VESI KEUSSEOGLOU PILLI

Atene, Via Garibaldi PEDERZANI ALBERTO

Milano, Via Durini, Z4, Tel. oz - 78z567 PEDICONI CAMILLO

Roma, Piazza Costaguti, '4, Tel. 06-6547437 PELLEGRINI FEDERICO

Venezia, San Vita, 7Zj, Tel.041-ZIZj5 PESENTI FRANCESCO

Londra S. W7, Pelham Place, z9, Tel. °°44' - 5899733 PIEROBON GIOV ANNI

Brescia, Viale Bornata, II PIEROBON MARVI

Brescia, Viale Bornata, 11 PIGNATELLI DELLA LEONESSA FEDERICO

Milano, Corso Monforte, 18, Tel.oz - 79I7Zj PIGNA TELLI DORIS

Vallocchia (Spoleto), Tel. 0743 -47' 58 PIGUET GEORGE

Losanna (Svizzera), Avenue de la Gare, 1 PIOVENE CESARE

Milano, Via Visconti di Modrone, 8/6, Tel.oz-783733 PIOVENE GruLI

SANI GIAN GIACOMO

Vicenza, Viale Milano, j 8, Tel. 0444 - 21892 SAR TOGO PIERO

Roma, Via XXIV Maggio, 7, Tel. 06-679817 8 SCIALOJA MARIO

Roma, Via da Palestrina SCIPIONI MARCO

Milano, P.le GiuJio Cesare, 5, Tel. oz - 498 0427 SCRIBANI ROSSI FRANCESCO

Milano, Via Santo Spirita, '3, Tel. oz -79' 586 SCROCCO ALBERTO

Cortina, Piazza Venezia, 2 SCROCCO ROMANO

Cortina, Cianderies, 18 SELVATICO GIANFRANCO

Imola, Via S.Lucia, Tel.054Z-40631 SFORZA GIOV ANNI

Milano, Corso Venezia, 29, Tel. 02 -702 "5 SIGNORELLI FEDERICO

Catania, Via Baldissera, 5 j SIMEONE GIORGIO

Venezia, Dorsoduro Z796A, Tel. °4' -7°54°0

Milano, Via Visconti di Modrone, Tel. oz - 783733 SIMEONE GISELLA POMP ANIN

U GO

Venezia, Dorsod uro 2796A, Tel. 041-705400

Cortinad'Ampezzo, Chiave, 6, Tel.0436-z977 SOAVE ZENO PONTI ALESSANDRO

Roma, Piazza del Colosseo, 9, TeI.06-79' 5Z40 POZZANI MAURIZIO

II Cat. Cortina, Crignes, 47, Tel. 0436- 38°3 RATTAZZI CRISTIANO

Buenos Aires, Juez Estrada, z859, Tel. 8017748 REALE VITO

Roma, Via deI Collegio Capranica, 4, Tel. 06 - 6784048

Naz. Uno II Cat. Vicenza, Via Quadri, 127, Tel. 0444- 50" 5 SOFIO GruLIO

London S. W

2

(GB), PaJace Road, 106

STEPHENS ROD

Indirizzo non pervenuto TECCHIO GruSEPPE

Indirizzo non pervenuto


TELFENER GWLIANA

VI GO ADRIANO

Bagno a Ripoli ( FI), Via della Carota, '7

Milano, Via Fatebenefratell, 9, Tel.02 - 6597892

THALER HANS ]ÖRG

Bressanone, Via Neumer, Tel. °472 - 3' 5 '

VISCONTI GABRIO

Milano, Via S. Pellico, '2 , Tel. 02 - 872796

I

THOMET FRANZ

WAGNER IVAN

Naz. Un oI Cat. Berna (S vizzera )

Zurigo (Svizzera), Hofwiesenstrasse 89 WHITE ROBY

Vercelli, Piazza Bughieri, 6, Tel. 0,6, - 53427

TOPPANI MARGARITA

Roma, Via G. Porro, 23, Tel. 06 - 805023 WHITELA W SANDY TORELLI GIORGIO

Indirizzo non pervenuto

Livorno, Piazza de Mozzi, 5, Tel. 21j 67 I WINDISCH-GRAETZ MARIANO HUGO TOSTI DI V ALMINUTA LUIGI

Roma, Piazza SS.Apostoli, 81, Tel. 06-6792085

Roma, Via di Villa Saccletti, 8, Tel. 06 - 801285

ZAMBESI ROBERTO

V ALERIO LUCA

Bassano de! Grappa (VI), Via Villa Baspa, 6" Tel. °424 - 22452

Roma, Via Lombardia, 23, Tel.06 - 80276I VIANSSON ADOLFO

Valdobbiadene (TV), Via Roma, 2, Tel. °423 - 72024

SOCI TEMPORANEI

De Faveri Tron Nicolo

ZAMBELLETTI GIAMPAOLO

Milano, Via Melegari, I, Tel. 02 - 709479

Bologna, Via Siepelunga, 59, Tel. 05 I - 34 '955 FAVA PAOLO

ZANDEGIACOMO RENZO

Cortina d'Ampezzo, Mortisa, 23, Tel. 043 6 - 60696

Auronzo (BL), Via Roma, 43, Tel. 043 5 - 99358

PALMINTERI FLAMINIA

Asolo, Via S. Martino, 9 b, Tel. °423 - 55712

I PRESIDENTI DEL I8 DALLA FONDAZIONE

ALESSANDRO SAVORGNAN

MARIO FRANCHETTI

UMBERTO CAGLI

VITTORIO DI SAMBUY

VINCENZO LA PORTA

HAR VEY TELFNER

CARLO FRANCHETTI

FURIO NORDIO

FERNANDO MENZOCCHI

NICOL() DONA DALLE ROSE

ADRIANO GUARNIERI

PAOLO ASTA


40. Ita lo-Suisse (2. Reunion) 1984 in Cortina d' Ampezzo

Sieger-Mannschaft «A lte Herrem) anlässlich des jo-J ahr-Jubiläum s des Italo-Suisse: Sr. Mortiz 1986. Mannschaft des SC 18 von links nach rechts: Paolo Asta, Nicola Gandini, Ascanio Menardi, Luigi und Nico lo Dona dalle Rose

23 1


60 JAHRE ANGLO-SWISS Die Anglo-Swiss Tradition aus der Sicht von Col. Robert Readhead

Wir haben seinerzeit Col. Robert Readhead gebeten, zum Anlass des grossen Anglo-Swiss 1986 in unserem Jahrbuch den Buse sowie die Geschichte und die Tradition des ältesten alpinen Mannschaftsrennens darzustellen. In seinem Brief vom 19. September 1985 an die Schriftleitung umschreibt er den Buse kurz wie folgt: "The Buse is a kind of elite university elub which was founded and still exists only to race against the SAS and occasionally in FISU, and has no other members than those who have raced against the SAS. It has no other function, and never meets otherwise except for the Alte Herren reunions with SAS ab out every five years." Auf Wunsch der Schriftleitung legte Robert Readhead die «Mitgliederliste» des Buse bei. Sie enthält rund 150 Namen. Bei 30 fehlt indessen eine Adresse, wozu Robert Readhead in seinem Brief folgendes ausführte: "And I am further limited because one of our Secretaries lost all the Club records and then inconveniently died, so they have never been recovered!" Die Geschichte des Anglo-Swiss aus der Sicht der Buse ist bereits in unserem 3 I . Jahrbuch, verfasst von Robert Readhead, publiziert worden (Seite 15 ° ff.). Trotzdem freut es uns, folgenden Beitrag aus seiner Feder zu publizieren, in dem er sich mit sympathischen Worten zur Tradition des Anglo-Swiss und den Meriten der Organisatoren äussert: The Buse colours of dark blue and light blue demonstrate the early monopoly and then predominan ce of Oxford and Cambridge participants. Now they are heavily outnumbered by Scottish universities, with this year's team exelusively Scottish. There have been man y elose results but, as the p.resent score of 36 SAS to 18 Buse shows, Buse can never hope to win on average more than once in three years, especially now that Giant Slaloms and Super-Gs have largely taken the place of Downhills. More important has been the team spirit, focussing all individual efforts on the winning of the Anglo-Swiss Challenge Cup (a facsimile of a silver cup discovered in avessei of the Spanish Armada) presented by Arnold Lunn. Individual results are only marked by Dr. Hans Kessler's presentation of Anglo-Swiss cufflinks to the individual overall winner, and the award of a Wilkinson Challenge Sword to the best British combined result. Important too are the opportunities for friendship between seven young men from different Swiss French- and German-speaking universities and their British opposite numbers, fostered by the generosity of the Badrutt family for almost all the last fifty years. Every participant remembers not so much who won as the unique atmosphere of the Anglo-Swiss, inspired by Sir Arnold Lunn and Walter Amstutz and continued by my predecessor Jack Schulman until Hans Kessler became its benevolent organizer and generous benefactor. And to let others return to share that atmosphere he and I, with the invaluable help of the Badrutts, have every five years gathered "Alte Herren" and "Anciens Universitaires" for "Old Boys' Races".


Tradition is at the heart of every facet of"The Anglo-Swiss", as this University Championship is universally known. Tradition that dictates the arrival at the Palace of two teams of seven immediately after Epiphany, to spend three days training together (not separately): lunching together at the Corviglia Club above St. Moritz (by kind invitation of the President and Members): competing when possible in the Chesa Veglia (romansch for "old chalet") Kegelbahn (bowling alley); and on toboggans down the road from Preda to an apres-Iuge Glühwein at an SAS member's old chalet in Bergün (and back by train): sauna-ing and swimming in the Palace pool and grotto, almost overco me with anticipation of summer weeks at the Palace windsurfing, sailing, fishing, hang-gliding, canoeing, claypigeon-shooting, playing squash, in-or-outdoor golf and tennis (not to mention polo, horse-racing, skijöring and cross-country ski-ing when the lake is frozen again): and dining together at two tables of 10 in strict alternation of seat and language at the end of the vast diningroom, where the teams benefit from a hidden telephone, originally installed behind the curtains for the Palace's sheikh clients. Tradition dictates the timing of the Slalom for the two teams of six (four counting) before lunch on the Friday or Saturday after Epiphany, followed when possible by a final lunch at the Corviglia Club (preceded by all new team-members being pushed off down the Cresta- but this one a miniature internal toboggan-run in the Club-house!): and the Downhill or Super-G lasting less than half an hour in the early afternoon, allowing plenty of time for a final tea at Hanselmann's. Then tradition allows the British to listen to the BBC World Service News at 7 p. m. (transmitted by the Swiss Wire Broadcasting Network each evening on radio relay sets in every Pa la ce bedroom) before cocktails at 7.30 and the Anglo-Swiss Dinner at 8, in the traditional panelled original "stübli", dating from 1480 A. D. lt has always been a "stag party" except for the two occasions when university girls were included in the BUSC team, as they were thought better racers than the men then available, and for the 5-yearly "Old Boys" reunions, when the 100 or so participants and their wives or girl-friends fi11 the Palace Embassy Ba11room. Norma11y the "stübli's" limit of 2 5 invitations from Hans Badrutt's sons Andrea and Hansjürg includes the BUSC and SAS teams of seven, two officials from each club, and only a select five of the Championship benefactors, organisers and special guests. These are all treated to a "traditional" (wh at else would you expect!) menu, from the first Palace Dinner in 1935, of Quiche Lorraine, Fricassee de Veau with Rösti, and Kirschgateau. The Swiss team manager starts the toasts with "The Queen". The British team manager responds with "The President of the Swiss Confederation" (which always prompts the whispered question "Who is he this year?" as Swiss Presidents change only a week before on January Ist) followed by "Gentlemen, you may smoke". The losing team captain then toasts the winning team, the Anglo-Swiss Cup is filled with champagne, and the ceremony of the LovingCup is conducted as meticulously as at any city dinner. Speeches of thanks, anecdote and reminiscence conclude the formal part of the evening before adjournment below to the King's Club disco, and early-morning departures to horne or university until the next Anglo-Swiss. Mention should also be made of our other SAS colleagues, especially Walter Amstutz, who not only took part in the original races in 1925 - 9 but still competes at our "Old Boy" reunions; and Truls Berg, chief organizer in recent years: of my predecessor as BUSC President Jack Schulman, and BUSC secretaries and treasurers Simon lngall, Peter WaddelI and Ben Watson (now Chairman); and of successful BUSC captains of many teams since 1970 lan Murray (now Hon. Secretary) and Anthony Ayles. May our successors be able to look back on another sixty years of this uniquely amateur and friendly international competition!

233


ADDRESS BY WALTER AMSTUTZ ON THE OCCASION OF 61 YEARS ANGLO-SWISS UNIVERSITY SKI RACING, DELIVERED AT THE PALACE HOTEL, ST MORITZ, JANUARY 10TH, 1986

Ladies and Gentlemen, Dear Friends, We are celebrating tonight an event oflong standing. The Anglo-Swiss University Ski Race was held for the first time in J anuary 1925 in M端rren. Up to that period- I was then a young student- it was impossible to test one's skill in downhill and slalom racing, as no such events existed. They had to be created first. For this purpose, as all of us know, Sir Arnold Lunn, a great skiing pioneer inventor of the modern slalom and promotor of downhill racing, founded in 1924 the Kandahar Ski Club in M端rren, which was to be the carrier of his ideas. As his disciple, I likewise founded in the same year, together with my friends Manz Gurtner and Willy Richardet, the Swiss University Ski Club, the SAS, in Berne. Out ofthe cooperation ofthese two clubs the Anglo-Swiss University Ski Race was born. Later its organization was entrusted to the SAS and the British University Ski Club, the BUSC, which was formed for this purpose. Many things have changed since those early days . The downhili course was then not a prepared piste, nor were there any control Aags set to avoid accidents. The only thing that mattered was to be present at the start and to arrive at the finish intact. What added Aavour to the competition was the fact that all twelve racers, six in each team, were lined up for a simultaneous start. We chased each other, hell for leather, and did not race against the clock. The slalom was also somewhat different, as it was divided into a hard-snow and a soft-snow test. The SAS and the BUSC realized early on that sooner or later a permanent horne had to be found for this ra ce if we wanted to keep its tradition alive. When I was Kurdirector of St. Moritz in the thirties the thought suggested itself that I should have a hand in finding its horne in the place where I worked and lived. The result was that in 1935 the Anglo-Swiss was held in St. Moritz for the first time. I greatly admired the late Hans Badrutt of the Palace Hotel for what he represented, for what he did and for his great sense of tradition. He made it possible, as now do his two sons, Andrea and Hansj端rg, to make the ra ce a regular St. Moritz feature. Altogether it has been held 53 times, ten of them in M端rren, one in Engelberg, two in Zermatt and forty in St. Moritz. It is the oldest ski team race in the world. As this race appears to me today, it reminds me of aperfect picture, the BUSC and the SAS supplying the subject matter and the action and the Badrutt family together with St. Moritz the frame . They deserve our warm thanks for making such a simile a reality, as do also my successors, the Kurdirectors Peter Kasper and Dr. Hanspeter Danuser, who followed hirn. As a co-founder of this race (the other was Sir Arnold Lunn, who, alas, has left us), I would like to extend my thanks also to others who have spared no effort to make this event a success over the years. They are, from the SAS, Dr. Martin Hodler, its President, Truls Berg and Dr. Hans Kessler, and from the BUSC, its President, Lt. Col. Robert Readhead. I further want to congratulate the BUSC and its team on becoming the 53rd holder of this historie throphy, which was donated by Sir Arnold Lunn in 1925. They should be proud ofit, as I am proud to have won on two occasions a replica of this cup as an individual winner of the combined downhill and slalom event. These replicas, I am sorry to say, have now been out of stock for some time after 53 competitions and should be replenished. 234


In concluding, I urge both clubs, the BUSC and the SAS, whose honorary member I am, to keep up the tradition of the race. You will not regret it, for it will give you what it gave me: it knitted many friendships, British and Swiss alike. Watehing today's race has not only filled me with joy, but also with some regrets. I did not merely realize, but I felt in my bones, that skiing is no longer at my command as it on ce was. However, I must console myself. By the grace of God I have enjoyed 78 years of skiing, and as the sun is setting on the mountains of my youth, events such as that of today and yesterday refresh my memory and light up my mind in a brilliant afterglow, making it easier for me to become resigned to the thought that it is the nature of all snows to melt one day. Thus, I raise my glass to the future of the Anglo-Swiss and to tomorrow's snows.

Die noch unerfahrenen «Alten Herren» (Anglo-Swiss '986)

Die erfahrenen «Alten Herren» (Anglo-Swiss '986)


DONATOREN DES 33. JAHRBUCHS

Ador F. Thierry, SAS Geneve Aemi Paul, SAS Bem Ahlm Roger, SAS Zürich Amstutz Walter, SAS Zürich Andina Francesco, SAS Bem Argand Luc, SAS Geneve Auer Fred, SAS Zürich Baehni Tom, SAS Zürich Baumgartner Jacques, SAS Lausanne de Bavier Charles, SAS Geneve Berry Pepo, SAS Zürich Berg Truls, SAS Bem Bergmaier Hans, SAS Zürich Benherat Philippe, SAS Geneve Brasey Henry, SAS Fribourg Braun Karl-Walter, SAS Basel Braun Peter, SAS Zürich Brechbühl Jean, SAS Geneve Broccard J ean, SAS Zürich Brunner Hans-Ueli, SAS Zürich Burger Max M., SAS Zürich CampeIl Ueli, SAS Zürich Choffat Paul, SAS Lausanne Christen Claus, SAS Bem Clavadetscher Jean-Jacques, SAS Zürich Comte Rene, SAS Zürich Coppetti Peter, SAS Zürich Coppetti Thomas, SAS Zürich de Counen Christian, SAS Lausanne de Counen Henri, SAS Lausanne Delessen Georges, SAS Geneve Diener Carl, SAS Zürich Dysli Pierre, SAS Geneve Ebe rle Jean-Pierre, SAS Geneve Falciola J ean Claude, SAS Geneve Fanchamps Alben, SAS Lausanne Fassbind Ruedi , SAS Zürich Favre Eric, SAS Geneve Fischer Jean Fran<;ois, SAS Lausanne Fitting Willy, SAS Lausanne Francioli Pierre, SAS Lausanne Frey Walter Sen., SAS Zürich Gam meter Sepp, SAS Zürich Gericke Willi und Hermann, SAS Zürich Gillieron Philippe, EM, SAS Geneve Girardet Piccolo, SAS Lausanne

G lauser Michel, SAS Lausanne Go laz Alain, SAS Geneve Gossweiler Mare, SAS Bem Grandjean Etienne, SAS Zürich Gresvig Aksel, SAS Norwegen Grimm Hans, SAS Zürich Grimm Heinz, SAS Basel Gunst Raymond, SAS Basel Gurtner Hans Peter, SAS Bem Gurtner Mare, SAS Lausanne Gurtner Niklaus, SAS Bem Hafter Manin, SAS Zürich I-lählen Beat, SAS Bem Hammer Bruno, SAS Bem Hauser Martin, SAS Zürich Heer Lorenz, SAS Zürich Henzi Hans, SAS Zürich Heuer Jack W., SAS Bem Hew Conrad, SAS Bem Hirschy Pierre, SAS Zürich Holzer Fritz, SAS Bem Hottiger Urs, SAS Zürich Hotz Jürg, SAS Zürich Hug Franz, SAS Zürich Hug Luzius, SAS Zürich Imseng Anna, Rü schlikon 1mseng Raoul, SAS Zürich lsenring Hans, SAS Zürich Jeq uier Fran<;ois, SAS Lausanne Joullie Christian, SAS Zürich Kaech Amold, SAS Bern de Kalbermatten Stephan, SAS Geneve Keller Luk, SAS Zürich Kessler Hans, SAS Zürich Kessler Martin, SAS Zürich Kessler Roben, SAS Zürich Koenig Hans, SAS Bem Köpfli Manin, SAS Zürich Kozma Otto, SAS Zürich Lacour Andre, SAS Geneve Lindlar Herbert, SAS Zürich Lingjaerde Tor, SAS Geneve Lonnevig Rolf, SAS Norwegen Loopuyt Jan, SAS Zürich Losinger Vinzenz, SAS Bem Loustalot Prosper, SAS Basel


Macheret Georges, SAS Fribourg Marmet Jürg, SAS Zürich Marxer Ossi, SAS Geneve Maunoir Yves, SAS Geneve U. P. Meidinger, SAS Basel Mercier Antoine, SAS Lausanne Müller Max, SAS Zürich Niehus Walter, SAS Zürich Nielsen Jack, SAS Zürich Odermatt Adolf, SAS Zürich Page George H . (Tony), SAS Zürich Paquet J acques, SAS Geneve Pasche Fernand, SAS Lausanne Pictet Pierre, SAS Geneve Pinösch Jon, SAS Geneve Plattner J ürg, SAS Zürich Poncet Pierre, SAS Zürich Real Fritz, SAS Zürich Reverdin Fran~ois, SAS Geneve Reverdin Thierry, SAS Geneve Reinhart Anton, SAS Zürich Ricklin Peter, SAS Zürich Riotton Pierre, SAS Geneve Salvioni Sergio, SAS Bern Schaeppi Ernst, SAS Bern de Schaller Romain, SAS Fribourg Schild Dres, SAS Zürich Schlegel J. Jakob, SAS Zürich Schmid Christoph, SAS Zürich

Schmid Laurenz, SAS Basel Schmid Sebastian, SAS Basel Schönholzer Christoph, SAS Bern Schwaar Gilbert, SAS Lausanne Schweizer J ürg, SAS Zürich von Sieben thai Ruedi, SAS Bern Sillig Fran<;:ois, SAS Lausanne Simsa Paul, SAS Basel Spoerry Christoph, SAS Zürich Stähli Markus, SAS Bern Stauffer Jean-Pierre, SAS Geneve Steinebrunner Max, SAS Zürich Steinegger Hans, SAS Bern Suhner Bertel, SAS Zürich Suter Peter Max, SAS Basel Troller Suzanne, SAS Geneve Trüb Werner, SAS Zürich Urfer Frederic, Geneve Vock Walo, SAS Basel Wagner I van, SAS Zürich Wanner Peter John, SAS Zürich Weber Philipp, SAS Zürich Wetli Peter, SAS Basel Weisbrod Hubert, SAS Zürich Wild Ralph, SAS Zürich Witmer Ruedi, SAS Zürich Zesiger Peter, SAS Bern Zumstein Otto, SAS Basel Zweifel Harry, SAS Zürich

«Männer in Gruppen»


SAS'LER MIT SCHWEIZERMEISTER-TITEL* Andina Francesco, Argand Luc,

SAS

Bergmaier Hans, Brechbühl J ean,

'97°

Yachting

'968, '969, '970, '97 1

orwegen

Rudern, Vierer Yole de Mer

'9 61

Zürich

4 x 800 m Staffel (Schweizer Rekord) 4 x 15°° m Staffel (Schweizer Rekord)

'94 1, '94 2, '943, '944, 1945

Tennis (Einzel) Tennis (Doub le)

'945,195°,195 1, '952

Kanu-Wildwasser und Regatta

'974, '975, '97 6, '977, '97 8

Flying Dutchman Slalom (Junioren)

'9 6 5 '9 63

Ski Nautique Barefoot

19 8 5,19 86

Fechten (fleuret) Mannschaft

'95°

Basel

Wildwasser-Abfahrt Regatta

'9 82 ,19 8 3, '984, '985, '9 86 '9 82 , '9 8 3, '9 8 5

Zürich

Schwimmen (Rückencrawl 100 m)

SAS

Geneve

SAS

Brönnimann Max, Favre Eric,

Golf

Geneve

SAS

Astrup Alf G.,

Bern

SAS

SAS

Bern

Geneve

SAS

Fischer Jean-Fran<;:ois, Fitting Willy,

SAS

Lausanne

SAS

Flückiger And reas,

SAS

Gericke Hermann,

SAS

Gericke Willy,

Zürich

SAS

Gil lieron Phi lippe, Hafter Martin E, Hammer Bruno, Hew Conrad, Holzer Fritz, Hotz Jörg,

SAS

di verse Mannschaftstitel

Geneve

Schwimmen, Wasserball, Kanu

Yachting (Snipe Class)

Zürich

Moderner VierkampfjWinter (Silber)

Bern

Winter-Triathlon (mit Pistole)

SAS SAS

Bern

Ski, Clubmeisterschaften: Slalom, Abfahtt, Alpine Kombination (SC Klosters)

Bern

Leichtathletik (800 m, 3000 m, 5000 m, 10000 m)

'9 64,19 6 5,19 66

SAS

SAS

Lausanne

Zürich

'952

Segeln (Flying Dutchman)

'974,197 6, '97 8

Hunkeler Urs,

SAS

Zürich

Segeln (Fireball)

19 8 5

Isenring Hans,

SAS

Zürich

Zuverlässigkeitsfahren ACS

19 67,19 68 , '9 69

SAS

Kessler Martin,

SAS

Zürich

Golf (Intern . Schw. Meister Amateure)

'97 2

Kessler Robert,

SAS

Zürich

Golf-Junioren (Amateure)

'97 1,1974, '97 6

Kunstflug (Mi litär- und Berufspiloten)

1951, '952,1953

Köpfli Martin, Kopp Peter, Kopp Ueli,

SAS

SAS

Winterarmeemeister-Triath lon

Bern SAS

Geneve

Lausanne

SAS

N iehus Walter, N ielsen Jack,

Militärischer Winter-Vierkampf

Bern

Lingjärde Pierre, Mottaz Alain,

Zü rich

SAS

SAS

Zürich

Zürich

SAS

Niggli, Pig uet, de Lavallaz, Odermatt Adolf,

SAS

SAS

Zürich

Pasche Fernand,

SAS

Lausanne

Paquet Jacques,

SAS

Geneve

Poncet Pierre,

SAS

Geneve

Fussba ll

1980

Rudern (Zweier ohne Steuermann) Rudern (Achter mit Steuermann)

1979, '980 '9 82

Rudern (Vierer ohne Steuermann)

19 26

Ski, Clubmeisterschaften (Slalom)

'949

Lausanne Ski, Clubmeisterschaften

'945

Schweizermeister in der Abfahrt Schweizermeister im mi litärischen Wintervierkampf

'95° '952

Viererkombination (9.)

'944

Ski-voile (505)

'959, '9 6o

Ski Alpin (Junior)

'97 2

* Liste,

sOlveit gemeldet


R iotton Pierre,

Geneve

SAS

Schwaar Gilbert,

Lausanne

SAS

Siegenthaler Pierre,

SAS

Stauffer J ean-Pierre, Tanz Manin,

Varley Ro yston, Zweifel Harry,

Yachting

191 6,1957,19 60

Geneve

Rudern (Vierer Yole de Mer) Vierer Outrigger (Jun. Meister)

191 6 1957

Militärischer Winter-Vierkampf

19 86

JO-Me ister im Slalom

19 68

Automobil (Katego rie Rennwagen) Kugelmeisterschaft-Schiessen-Gruppe

1917,191 8,1919,19 60 1968, '969, 1970, 197 1, 197 2 , 1973,1974, '971, 197 6

SAS

Bern

SAS

Zürich

SAS

'941

Equipe suisse universitaire de Basketball

Geneve

Bern

SAS

Ski, Clubmeisterschaften

TEILNEHMER AN WELTMEISTERSCHAFTEN Argand Luc, Auer Fred,

Geneve

SAS

Zürich

SAS

Brönnimann Max, Christen Claus,

SAS

Bern

SAS

C1avadetscher J.-J., Comte Rene,

Geneve

SAS

Fischer Jean-Fr.,

Zürich

SAS

Zürich

SAS

Kessler Martin,

Zürich

SAS

Kaech Arnold,

SAS

Kopp Ueli,

Bern

SAS

Kozma Peter,

Basel

Lausanne

Zürich

SAS

Hunkeler Urs,

SAS

SAS

Gammeter Sepp, Hotz Jörg,

Lausanne

SAS

Flückiger Andreas, Francioli Pierre,

Zürich

SAS

Z ürich

SAS

Favre Eric A.,

Bern

SAS

Lonnevig Rolf,

Bern

Norge

Marxer Herben,

SAS

Marxer Ossi,

SAS

Geneve

Nie lsen Jack,

SAS

Page George H., Paquet Jacqu es,

Lausanne

Zürich

Segeln

197 , '97 2 ' 1964, 1967, '97 1

Kanu-Wildwasser und Regatta

1973,1974,1971,1976,1977

Segeln (Starboot)

1966

Segeln (Flying Dutchmann)

(Rimini)

Segelfliegen (Welt-Bestleistung: Grösste Höhe in thermischen Aufwinden [Wolkenflu g], rund I I 000 m)

1910, 196o

Segeln (Flying Dutchman ) Ski Nautique Barefoot Kanu -Wild wasser Ski Alpin (11 . Rang im Slalom)

193 8

Windsurfing

197 6,1977

Segeln (Flying Dutchman)

1974, '971, 1977 (Gold), '97 8 ,1979

Segeln (Fireball)

19 81 ,19 8 3

Golf

197 2 ,1974

Mannschaftsführer und Trainer Nord.WM

193 8

Ski Alpin Mannschaftsführer für Norwegen

'97°

Ski Alpin

'974

Ski A lpin (9. Kombination)

'974

Ski Alpin

191°

Zürich

Ski Alpin

'931,1937, '93 8

Geneve

Ski Voile

19 62

SAS

SAS

1966,1967,1968,1969,1970,

Winter-Triathlon

Zürich

SAS

Yachtin g

Rossner Hanspeter,

SAS

Zürich

Segeln (Starklasse)

'977

Siegenthaler Pierre,

SAS

Geneve

Sunfish (Gold)

1973, '977

Varley Royston,

Bern

Ski Alpin

'97°

SAS

239


INTERNATIONALE TITEL * Ahlm Roger,

Zürich

SAS

Andina Francesco, Argand Luc, Auer Fred,

SAS

Fitting Willy,

Bern

Zürich

SAS

Comte Rene,

SAS

Geneve

SAS

Golf Verschiedene internationale RegattaSieger Segeln, Europameister

Zürich

Südafrikanischer Meister SegelAiegen

Lausanne

Verschiedene internationale Titel im Fechten

SAS

Francioli Pierre,

Universiade, RS (z .)

SAS

Gericke Hermann,

Lausanne

SAS

Zürich

USA Eastern DownhilI Championship (,. Rang) Intercollegiale ski Championship Kanada/USA z.Rang, Abfahrt und Slalom

1937

Canadian National Championship (1. Abfahrt, Slalom und Kombination)

1937

United States Championship (z.Rang, Abfahrt, Slalom und Kombination)

1937

Schwimmen (Rückencraw l), Fisu

1951 (1.) , 1953 (z. ), 1955 (1.)

Kessler Martin und Robert mit Martin Hodl er

Golf-Mannschafts-Europameister Junioren

Kaech Arnold,

SAS

ASAL-Meister (Viererkombination und Einzeldisziplinen)

Kopp Ueli,

Bern

SAS

Loopuyt Jan,

Bern

Zürich

SAS

Französisches Biathlon (3.)

19 86

Holländischer Meister im Segeln

1935,193 6 ,1937,193 8 ,1939, 1940 ,194 1

Inhaber des Skisprung-Landesrekords Holland (64 Meter) ASAL-Sprunglauf (1.) Marxer Herbert,

Lausanne

SAS

Skimeister Liechtenstein Universiade (3.)

Marxer Ossi,

Geneve

SAS

Slalommeister Liechtenstein Abfahrtsmeister

Mottaz Alain , SAS Lausanne Nielsen Jack,

Odermatt Adolf,

Pasche Fernand, Poncet Pierre,

Zürich

SAS

SAS

Lausanne

SAS

SAS

Schwaat Gilbert,

Zürich

Geneve SAS

Siegenthaler Pierre,

Lausanne

SAS

Geneve

Triathlon (Mediz iner WM) (Gold) Norwegischer Slalommeister und ,. Rang Slalom Holmenkollen Internationale Lauberhornrennen (Sieger Alpine Kombination)

1949

Argent ini sche Landesmeisterschaften (Sieger Abfahrt und Langlauf)

1947

ASAL-Langlauf-Staffel (3 .)

1947

Champion du monde de Citadin

1973

Coupe d'Europe de Ski (Avocats-Magistrats) (Gold)

1976 und '977

Europameister (deriveurs ä z)

* Liste, soweit gemeldet


Varley Royston,

Bern

SAS

Diverse Britische Skimeisterschaften Inferno-Sieger

Zweifel Harry,

SAS

Zürich

Teilnehmer an vielen Europameisterschaften Challenge de la Ligue des 7 Provinces (inoff. französische Bergmeisterschaft) I.Rang

'960

Trophee de Provence, I. Rang Gesamtklassement '947- 1967: 31 absolute Streckenrekorde, 128 Klassensiege (Motorrad und Auto),

Teilnehmer an 27' Rennen, wovon '96 Bergrennen

TEILNEHMER OLYMPISCHE SPIELE

Argand Luc, Auer Fred,

Geneve

SAS

SAS

Fitting Willy,

Segeln

Zürich Lausanne

SAS

Gericke Hermann,

SAS

Gresvig Aksel,

Norwegen

Hotz Jörg,

SAS

Kaech Arnold, Kozma Peter,

SAS

SAS

Lonnevig Rolf,

Zürich

Bern

Schwimmen (Rückencrawl) Segeln (Tempest)

Militär- Patrouillen lauf (Patr.führer)

Zürich

SAS

Epee (medaille bronce)

Segeln (Flying Dutchman)

Zürich SAS

Yachting

Norge

Marxer Herbert,

SAS

Musy Pierre,

Fribourg

Bobsleigh

Zürich

Ski Alpin

Nielsen Jack,

SAS SAS

Odermatt Adolf,

Lausanne

Ski Alpin Mannschaftsführer norw. Alpinmannschaft

SAS

Zürich

Ski Alpin

Ski Alpin

Page George H ., SAS Zürich

Ski Alpin (13. Kombination)

Siegenthaler Pierre,

SAS

Yachting (Flying Dutchman)

Varley Royston,

Bern

SAS

Geneve

Ski Alpin

'97 2


Wildspitze - der hรถchste Berg Tirols, 3774 m

Photo W. Lohmann


,

Donatoren Franz Hug und Luzi Hug , SAS Z端rich

243


Martin Hodler, Zentralpräsident 1983- 1986

Die Berichterstattung des Zentralpräsidenten über die Aktivitäten des SAS im ersten Amtsjahr des Berner Zentral vorstandes kann sich aus zwei Gründen auf das Wesentlichste beschränken. Erstens haben sowohl die Präsidenten der Kommissionen als auch deren Ressortchefs sowie die Mitglieder des Zentralvorstandes detaillierte Berichte über ihre Tätigkeiten verfasst, die den Sektionen vor der Delegiertenversammlung zugeschickt wurden und die - falls erwünscht - auch noch nachträglich eingesehen werden können . Zweitens haben wir uns zu Beginn der Amtsperiode zum Ziel gesetzt, das «mot du president» der neukonzipierten sAs-News dazu zu verwenden, unsere Mitglieder sowohl über unsere verschiedenen Zielsetzungen als auch über den Stand der diesbezüglichen Aktivitäten laufend zu informieren. Ich möchte deshalb in der mir zur Verfügung stehenden Zeit nur auf die aus meiner Sicht wichtigsten positiven und negativen Aspekte des vergangenen Jahres eingehen, ohne mich dabei in Details zu verlieren. Gesamthaft gesehen dürfen wir bestimmt mit den in unserem ersten Amtsjahr erbrachten Leistungen zufrieden sein, ist es uns doch gelungen, den von unseren Vorgängern erreichten hohen Stand zu halten. Als besonders positiv möchte ich die in jeder Beziehung angenehme und fruchtbare Zusammenarbeit der beiden Kommissionen mit dem Zentralvorstand erwähnen, dank der Anlässe wie die Hochschulmeisterschaften alpin und nordisch (trotz zum Teil erschwerter Verhältnisse) reibungslos haben durchgeführt werden können, und dank der es uns gelungen ist, im Sektor Publizität einen weiteren wesentlichen Schritt voranzukommen. Im Bereich der Publizität wurden, das darf man ohne zu übertreiben sagen, mit der Herausgabe des «Schneehasen» 1980- 1983 durch Raoul Imseng und mit der Neugestaltung der sAs-News durch Nicolas Berg und Peter Ackermann überdurchschnittliche Leistungen erbracht. Im weiteren sind einmal mehr unsere verschiedenen in erster Linie durch einzelne Mitglieder organisierten Traditionsanlässe wie die AH-Woche (Organisator Philippe Gillieron, unterstützt durch Jean-Pierre Hertig), das Anglo-Swiss (Organisator Truls Berg), das Italo-Swiss (Organisatoren Walter Weder und Ivan Wagner) und der Pentathlon (Organisator I van Wagner, unterstützt durch Guolf Gattiker, Hans Henzi und Hanspeter Schweizer) in gewohnt professioneller Art und Weise und mit grossem Erfolg durchgeführt worden. Als ebenfalls sehr positiven Aspekt darf ich die Betreuung unserer alpinen und nordischen Nationalmannschaften, und zwar sowohl bei den Herren als auch bei den Damen, bezeichnen. Hanspeter Denzier ist es einmal mehr gelungen, eine sehr starke alpine Herrenmannschaft auf die Beine zu stellen (bezüglich der Anzahl Elitefahrer steht der SAS unter sämtlichen Regionalverbänden des ssv an zweiter Stelle). Aber auch bei den Mädchen ist es im alpinen Sektor dank dem grossen Einsatz von Jost Schnyder und Reto Schild (Chef Ski alpin SASV) gelungen, erstmals seit mehreren Jahren wieder eine Mannschaft zu bilden, die für die Zukunft einiges verspricht. Im nordischen Sektor, der von Bruno Hammer und Carlo Fahrländer betreut wird, konnten ebenfalls beste Voraussetzungen für die Bildung starker zukünftiger Mannschaften geschaffen 244


werden. Insbesondere bei den Herren haben die Läufer der Gruppe I sowohl auf der Ebene des internationalen Studentensports als auch im nationalen Vergleich ein beachtliches Niveau erreicht. Aufgrund dieser sehr guten Voraussetzungen dürfen wir mit viel Optimismus der WinterUniversiade 1985 in Nevegal (Italien) entgegen blicken. Als Abschluss der Liste der positiven Punkte sei noch der für unseren Club in jeder Beziehung sehr wichtige SAS-CUP erwähnt, für dessen grossen diesjährigen Erfolg - nebst den Schiedsrichtern und Zeitnehmern - in erster Linie die verschiedenen Sektionen verantwortlich zeichnen. Die sAs-Cup-Rennen zählen heute zu den bestorganisierten Anlässen im ssv und tragen damit wesentlich zum sehr guten Image des SAS bei. Nebst all diesen positiven Punkten gab es leider während der vergangenen Saison auch weniger erfreuliche Aspekte, auf die ich im folgenden kurz eingehen möchte. Trotz einer deutlich spürbaren Annäherung sind in der Zusammenarbeit zwischen dem SASV (Schweizerischer Akademischer Sportverband) und dem SAS noch nicht alle Probleme gelöst. Der SAS muss in Zukunft vermehrt auf die berechtigten Anliegen des SASV eingehen, insbesondere bezüglich eines lückenlosen Informationsaustausches. Der Entscheid, dass die Mädchen-Mannschaft nach einer einjährigen Betreuung durch den SASV ab nächster Saison wieder in den Verantwortungsbereich des SAS fällt, wird uns Gelegenheit geben, das dem SAS entgegengebrachte Vertrauen zu rechtfertigen. Weitere nicht sehr erfreuliche Kapitel stellen die Finanzlage und der Materialsektor dar. Verschiedene Faktoren wie zum Beispiel die kurzfristige witterungsbedingte Verschiebung der alpinen Hochschulmeisterschaften in das teurere Meiringen und die damit verbundenen Schwierigkeiten, die wesentliche Verteuerung unserer publizistischen Aktivitäten (unsere Vorgänger konnten auf das billigere Frankreich ausweichen), die - wenn auch langsamer - dennoch weiter fortschreitende Teuerung bei gleichbleibenden Mitgliederbeiträgen und Subventionen und schliesslich das Nichtrealisieren des von uns vorgesehenen neuen Finanzierungskonzeptes haben dazu geführt, dass wir heute schlechter dastehen als vor einem Jahr. Ich bin jedoch überzeugt, dass wir die Situation in den Griff bekommen und dass es uns gelingen wird, durch vermehrte Anstrengungen das Defizit im nächsten Jahr wieder auszugleichen. Im Materialsektor ist es uns ebenfalls nicht gelungen, die vorgegebenen Ziele zu erreichen. Schwierigkeiten bei der Übernahme und die Notwendigkeit, zum Teil veraltetes Material ohne allzu grossen Schaden zu eliminieren, haben dazu geführt, dass für die notwendigen kreativen Aktivitäten zuwenig Zeit und Energie übrigblieb. Diese negativeren Aspekte unserer Aktivitäten sowie gewisse im organisatorischen Bereich festgestellte Mängel haben bereits Anlass zu Gesprächen innerhalb des Zentralvorstandes und mit Vertretern der Sektionen gegeben und uns dazu verleitet, in Zukunft in gewissen Bereichen neue Wege zu gehen. Wir werden zu gegebener Zeit über die erarbeiteten Verbesserungsvorschläge informieren. Grundsätzlich halten wir uns aber nach wie vor an unsere ursprünglich festgelegten, langfristigen Zielsetzungen. Die vorgeschlagenen Änderungen betreffen ausschliesslich den organisatorisch-administrativen Bereich und sollen dazu dienen, die Wiederholung gemachter Fehler zu verhindern und realisierte Schwachstellen zu beseitigen. Ich möchte meinen Jahresbericht nicht abschliessen, ohne allen Mitgliedern der Kommissionen und des Zentralvorstandes für ihren grossen Einsatz und die stete Hilfsbereitschaft auch an dieser Stelle recht herzlich zu danken . Mein ganz besonderer Dank gilt denjenigen Vorstandsmitgliedern, die aus beruflichen Gründen auf eine weitere Mitarbeit verzichten müssen. Die von ihnen geleistete Arbeit, speziell auch in bezug auf die Sicherstellung der Kontinuität in ihren Ressorts, hat wesentlich dazu beigetragen, dass wir unser zweites Amtsjahr mit guten Voraussetzungen und mit viel Zuversicht in Angriff nehmen können. 245


Die Berichterstattung des Zentralpräsidenten über die Aktivitäten des SAS im zweiten Amtsjahr des Berner Zentral vorstandes kann sich aus den gleichen Gründen wie vor Jahresfrist auf das Wesentliche beschränken. Einerseits haben auch dieses Jahr wieder sowohl die Präsidenten der beiden Kommissionen als auch deren Ressortchefs und die Mitglieder des Zentralvorstandes detaillierte Berichte über ihre T::itigkeiten verfasst. Diese Berichte sind den Sektionen vor der Delegiertenversammlung zugeschickt worden. Falls erwünscht, können sie selbstverständlich auch nachträglich noch eingesehen werden. Andererseits habe ich an meinem Vorgehen festgehalten, unsere Mitglieder im Rahmen des regelmässig erscheinenden «mot du president» in den sAs-News laufend über unsere Aktivitäten zu informieren. Ich möchte deshalb die mir hier zur Verfügung stehende Zeit dazu benützen, die aus meiner Sicht wichtigsten positiven und negativen Aspekte des vergangenen Jahres hervorzuheben. Gesamthaft gesehen dürfen wir bestimmt auch mit den in unserem zweiten Amtsjahr erbrachten Leistungen zufrieden sein, ist es uns doch gelungen, einige der zu Beginn unserer Amtsperiode aufgetretenen Probleme zu lösen und in vereinzelten Tatigkeitsbereichen sogar einen grossen Schritt voranzukommen. Eine kurze Übersicht über die von uns aus gesehen als positiv zu betrachtenden Punkte scheint diese Aussage zu bestätigen. Dank eines in den verschiedensten Bereichen gegenüber dem Vorjahr nochmals gesteigerten Einsatzes ist es uns gelungen, im Sektor Leistungssport das von unseren Vorgängern erreichte Niveau weiter auszubauen. Ich möchte auf das überdurchschnittlich gute, um nicht zu sagen hervorragende Mannschaftsresultat unserer alpinen und nordischen Spitzenathleten anlässlich der Universiade in Nevegal nicht mehr näher eingehen, da dies zusammen mit einer Würdigung der Hauptverantwortlichen (Hanspeter Denzier und Bruno Hammer) in ausführlicher Art an anderer Stelle bereits getan wurde. Als sehr positiv, weil doch durch die zu überwindenden Schwierigkeiten eher unerwartet, dürfen die Resultate unserer Anstrengungen im Rahmen der Förderung der Damen und «Jeunes SAS» bezeichnet werden. Jost Schnyder (neben seinem zeitraubenden und nicht immer einfachen Amt als Präsident des SASV) und Peter Aerni haben in diesen Bereichen in der vergangenen Saison Ausserordentliches geleistet. Eine weitere erfreuliche Tatsache stellen die Auswirkungen unserer gros sen Anstrengungen im Materialsektor dar. Unserem Sekretär und MaterialchefMarkus Stähli ist es gelungen, die diesbezüglichen Ziele, d. h. die Ergänzung unseres Sortimentes und die Beschaffung zusätzlicher finanzieller Mittel, zu erreichen. Etwas, das mehr und mehr als selbstverständlich angesehen wird, möchte ich, speziell im Rückblick auf die vergangene Saison, ebenfalls als positiv bezeichnen. Trotz zum Teil widriger Verhältnisse ist es uns gelungen, die verschiedenen Traditionsanlässe wie das Anglo-Swiss (Organisator Truls Berg), die AH-Woche - mit einer Rekordbeteiligung am Samstagabend - (Organisator Philippe Gillieron, unterstützt durch Jean -Pierre Hertig), den Pentathlon (Organisator Ivan Wagner, unterstützt durch Hans Henzi, Guolf Gattiker und Hanspeter Schweizer), die Schweiz. Hochschulmeisterschaften und Internationalen sAs-Rennen nordisch (Organisatoren Bruno Hammer und Carlo Fahrländer) und alpin (Organisatoren TK und ZV) und den Wendling Cup (Organisator Urs Lacotte, unterstützt vom ZV) einwandfrei durchzuführen. Nicht näher eingehen will ich auf die von den Sektionen organisierten sAs-Cup-Rennen, die soweit es die Bedingungen zuliessen - einmal mehr unseren hohen Erwartungen entsprochen haben.


Trotz all dieser positiven Aspekte wäre es falsch, den Eindruck aufkommen zu lassen, dass im vergangenen Jahr alles wunschgemäss und problemlos abgelaufen sei. Das Umstellen unserer internen Organisation im Bereiche der Personaladministration und die damit verbundene Anpassung an das Computer-System SSV hat wohl dazu geführt, dass das Mitgliederverzeichnis, nicht zuletzt natürlich auch dank des grossen Einsatzes von Adrian Schmassmann, bereits zu Beginn des Jahres zur Verfügung stand. Andererseits hat die Umstellung, die die Abläufe in Zukunft wesentlich vereinfachen sollte, bis Mitte Januar 1985 gedauert, was eine viel zu späte Zustellung der Skipässe zur Folge hatte. Unsere Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Akademischen Sportverband (SASV) ist nach wie vor Wechselbädern unterworfen. Ein klares, von den Präsidenten des SASV und des SAS unterzeichnetes Abkommen konnte nicht verhindern, dass immer wieder gegenseitige Vorwürfe zu hören waren. Da der Anlass für diese Diskussionen praktisch ausschliesslich durch auf beiden Seiten gemachte kleine und meiner Ansicht nach unbedeutende Fehler bedingt war, bin ich nach wie vor überzeugt, dass sich diese Beziehung in nächster Zeit grundsätzlich und anhaltend verbessern lassen wird. Obwohl die sAs-News (unter der Leitung von Peter Ackermann und Nicolas Berg) auch im zweiten Amtsjahr zweifellos ein positives Aushängeschild des Berner Zentralvorstandes darstellen, sind sie für uns nicht ganz frei von Problemen. Es ist bis anhin immer noch nicht gelungen, sie so zu gestalten, dass neben Information und Unterhaltung auch noch finanzielle Mittel für die Zentralkasse anfallen. Die, im Vergleich zu den Genfer sAs-News, geographisch bedingten höheren H~rstellungskosten und unsere grossen Schwierigkeiten, vermehrt Inserenten zu finden, stellen die Ursachen für diesen nicht sehr erfreulichen Zustand dar. Im übrigen sei auch an dieser Stelle nochmals erwähnt, dass uns die aktuelle und zukünftige Finanzlage des SAS während des vergangenen Jahres intensiv beschäftigt hat. Dank des bereits erwähnten grossen Einsatzes im Materialsektor, mit verschiedenen Aktionen, die meines Wissens zu einem Rekordumsatz und zu einem unerwartet hohen Gewinn geführt haben, und nicht zuletzt auch dank einer straffen Budgetierung und einer konstanten Kostenüberwachung durch unseren Vizepräsidenten und Finanzchef Ruedi von Siebenthai ist es uns gelungen, den Ausgabenüberschuss drastisch zu senken. Dies erlaubt es uns, Euch heute eine gegenüber dem Vorjahr wesentlich verbesserte Finanzlage zu präsentieren. In diesem Zusammenhang sei erwähnt, dass zum Beispiel sowohl der Wendling als auch die Go-Jahr-Feier in Bern mit einem Einnahmenüberschuss durchgeführt werden konnten. Ich erinnere nochmals daran, dass wir auch im vergangenen Jahr mit Mitgliederbeiträgen auskommen mussten, die im Jahre 1979 festgelegt wurden. Allein die vom BIGA angegebene Teuerung zwischen Juni 1979 und Juni 1985 beträgt ungefahr 35 Prozent. Die für heute vorgesehene Beschlussfassung bezüglich der Höhe der zukünftigen Mitgliederbeiträge wird für die Planung der Aktivitäten in unserem letzten Amtsjahr massgebend sein. Wir haben trotz dieser teuerungs bedingten ständigen Abnahme unserer Haupteinnahmequelle versucht, an unseren langfristigen Zielsetzungen festzuhalten und speziell in den Bereichen Nachwuchsförderung (Mädchen und Jeunes SAS), Training und Einsatz der Nationalmannschaften und Organisation der Schweizerischen Hochschulmeisterschaften und Internationalen sAs-Rennen einen weiteren Schritt voranzukommen. Dass es uns gelungen ist, diese erneute Leistungssteigerung zu realisieren und gleichzeitig die finanzielle Lage des Clubs deutlich zu verbessern, zeigt die Wirksamkeit der von uns zu Beginn des zweiten Amtsjahres getroffenen Massnahmen im Bereiche der Beschaffung zusätzlicher finanzieller Mittel. Der Berner Zentralvorstand ist der festen Überzeugung, mit diesem Vorgehen den richtigen Weg zu beschreiten. Wir möchten auch in Zukunft eine Vorwärtsstrategie einschlagen und unsere Leistungen mit Hilfe vernünftig erhöhter Mitgliederbeiträge und zusätzlich beschaffter finanzieller Mittel weiter ausbauen. 247


Sollte sich die Delegiertenversammlung in der bevorstehenden Abstimmung jedoch anders entscheiden und keiner Erhöhung der Beiträge zustimmen, wären wir aufgrund einer realistischen Einschätzung unserer Möglichkeiten zum Auffinden zusätzlicher Mittel gezwungen, die zukünftigen Leistungen auf den Stand vor zwei Jahren zu reduzieren. Mit oder ohne Erhöhung der Mitgliederbeiträge fühlen wir uns nämlich verpflichtet, unseren Lausanner Freunden den SAS in einer mindestens ebenso guten finanziellen Lage zu übergeben, wie wir ihn von unseren Vorgängern übernommen haben. So oder so sind deshalb zusätzliche Finanzbeschaffungsaktionen notwendig. Gestattet mir, dass ich an dieser Stelle nochmals darauf hinweise, dass die Abnahme des uns übergebenen Clubvermögens praktisch ausschliesslich durch die letztjährige Budgetüberschreitung bei der Organisation der vom billigen Veysonnaz in das viel teurere Meiringen verlegten alpinen Hochschulmeisterschaften und Internationalen SASRennen zustande gekommen ist. Die bevorstehende Sommerpause wird uns, unabhängig von den zur Verfügung stehenden Mitteln, Gelegenheit geben, die verschiedenen noch vorhandenen Verbesserungsmöglichkeiten auszuschöpfen und uns in der schönen Aufgabe der Führung unseres Clubs weiter zu verbessern. Ein spezielles Augenmerk werden wir dabei auf die geplante und aus verschiedenen Gründen notwendige Strukturanpassung legen. Ich möchte meinen Jahresbericht nicht schliessen, ohne erneut allen Mitgliedern der Kommissionen und des Zentralvorstandes sowie allen anderen sAslern, die sich im vergangenen Jahr für die Anliegen unseres Clubs eingesetzt haben, für ihr grosses Engagement und die uneingeschränkte Hilfsbereitschaft recht herzlich zu danken. Ich kann Euch versichern, dass der Zentralvorstand das letzte Amtsjahr mit grosser Freude und ungebrochenem Enthusiasmus in Angriff nimmt. Unsere Lausanner Freunde sollen in einem Jahr nicht nur einen gesunden, sondern auch einen leistungsfahigen Club übernehmen können.

JAHRESBERICHT 1985 / 86

Die Berichterstattung des Zentralpräsidenten über die Aktivitäten des SAS im dritten und damit letzten Amtsjahr des Berner Zentralvorstandes umfasst in erster Linie eine zusammenfassende und bewusst nicht ins Detail gehende Beurteilung unserer Anstrengungen im Rahmen der Führung des Clubs. Da ich auch im soeben zu Ende gegangenen Geschäftsjahr in den «mot du president» der sAs-News laufend über Aktuelles und Wichtiges umfassend berichtet habe, und da die Mitglieder des Zentralvorstandes und der Kommissionen in Form ihrer eigenen Jahresberichte wie immer Rechenschaft über ihre Arbeit ablegen, möchte ich die mir zur Verfügung stehende Zeit dazu benützen, um nochmals kurz auf die generellen Zielsetzungen, die wir Berner uns beim Amtsantritt gestellt haben sowie auf das von uns Erreichte und Nichterreichte einzugehen. Ich halte mich dabei, zum besseren Verständnis der Zusammenhänge, an die von mir 1983 gewählte Gliederung unserer Ziele. Diese beinhalten - wie ich immer wieder betont habe - mehr als nur eine Aufzählung voneinander unabhängiger Teilaspekte unserer geplanten Aktivitäten. Sie stellt vielmehr, gemäss unserern Vorstellungen, in ihrer Ganzheit eine Grundlage für die Diskussion des durch unseren Club in Zukunft zu beschreitenden Weges dar. In Anlehnung an die von mir anlässlich der AH-Woche 1986 in Flims vorgetragenen Überlegungen möchte ich im folgenden die wesentlichsten Aspekte dieses grundsätzlichen Fragenkomplexes nochmals kurz erläutern.


Wir Berner sind seinerzeit bei der Amtsübernahme davon ausgegangen, dass unsere Aufgabe darin bestehen sollte, einerseits die bewährten Traditionen unseres Clubs aufrechtzuerhalten, andererseits aber ebenfalls dafür zu sorgen, dass der SAS auch in Zukunft im nationalen und internationalen Skisport die Bedeutung haben wird, die er in den vergangenen 60 Jahren hatte. Dies setzt die Pflege ganz bestimmter Eigenschaften sowohl des Clubs als auch seiner Mitglieder voraus, die sich eben mit den von uns formulierten vier Kategorien von Zielsetzungen zusammenfassend umschreiben lassen. Es sei auch an dieser Stelle nochmals betont, dass dabei in Anbetracht der Verschiedenartigkeit der Zielsetzungen im Gegensatz zu einem «Entweder-Oder» immer ein «Sowohl-aIs-auch» anzustreben ist. Die vier Kategorien von Zielsetzungen haben wir seinerzeit wie folgt umschrieben: Organisation von Wettkämpfen auf der Basis des Leistungsprinzips. Dies heisst nichts anderes, als das Sicherstellen der notwendigen Voraussetzungen zur Förderung wichtiger Charaktereigenschaften wie Durchsetzungsvermögen, Wille, Mut und Leistungsfähigkeit. 2. Geistige Auseinandersetzung mit den Problemen im und um den Skisport. Im Rahmen dieser Zielsetzung wollten wir sicherstellen, dass auch in Zukunft unser überdurchschnittlich grosses intellektuelles Potential in Fragen des Skisports und des Sports ganz allgemein voll zum Tragen kommt. Hier sollte die vorhandene Sachkenntnis, zusammen mit Originalität, Kreativität und Humor, zur Aufrechterhaltung der hohen Qualität unserer Club-Publikationen führen. 3. Betreuung aller Kategorien von sAs-Mitgliedern und Pflege der Beziehungen zu Dritten. Dieser Teil unserer Ziele stellt etwas vom Wichtigsten zur Sicherung der Zukunft des SAS dar. Er beinhaltet einerseits die erfolgreiche Verankerung des Clubs in seinem engeren und weiteren Umfeld und anderseits die Pflege der Kameradschaft und des Zusammenlebens verschiedener Generationen, verschiedener Mentalitäten und oft auch verschiedener Ansichten. 4. Administrative Führung des Clubs. Mit dieser auf den ersten Blick nicht überaus wichtigen Kategorie von Zielsetzungen wollten wir sicherstellen, dass die auf die Dauer lebensnotwendigen Eigenschaften wie Ordnung, Zuverlässigkeit, kollegiale gegenseitige Unterstützung sowie die wichtigen fachlich-technischen Voraussetzungen zur erfolgreichen Durchführung unserer zahlreichen Aktivitäten dem Club auch in Zukunft erhalten bleiben. I.

Was hat der Berner Zentralvorstand bezüglich der Vielfalt dieser angestrebten Ziele in den vergangenen drei Jahren erreicht, und wo war er weniger erfolgreich? Die endgültige Beantwortung dieser Frage obliegt schlussendlich Euch, das heisst den Mitgliedern. Gestattet mir dennoch, dass ich im folgenden in aller Kürze, in Form einer Selbstanalyse, meine persönliche diesbezügliche Beurteilung abgebe. Ich glaube, dass wohl kaum ein Zweifel besteht, dass es uns Bernern gelungen ist, den bereits von unseren Vorgängern erreichten hohen Stand im Sektor Leistungssport, das heisst in der Organisation nationaler und internationaler alpiner und nordischer Wettkämpfe, in der Betreuung der Nationalmannschaften und des Nachwuchses und in der Sicherstellung der notwendigen technischen Infrastruktur, zu halten, wenn nicht sogar punktuell auszubauen. Auch im administrativen Sektor, unter den ich sowohl die Anstrengungen zur Strukturanpassung und Statutenrevision, die Personaladministration, das Materialmanagement als auch die bezüglich des Eingehens akzeptabler Risiken nicht unproblematische Finanzbeschaffung subsummiere, dürfen wir mit den von uns erreichten Resultaten bestimmt zufrieden sein. In den anderen beiden Kategorien von Zielsetzungen gibt es, nebst viel Positivem, doch einiges zu erwähnen, das nicht ganz unseren ursprünglichen Vorstellungen entspricht. Ich denke hier in erster Linie an die Pflege des Clubgeistes. Die Diskussionen im Zusammenhang mit der von uns angestrebten und auch realisierten Verbesserung der finanziellen Grundlage des SAS durch eine gleichzeitige Erhöhung der Mitgliederbeiträge, durch die Unterzeichnung eines bedeutenden Sponsorvertrages und durch eine massive Steigerung des Ertrages aus dem Materialverkauf - dies 249


alles mit dem Ziel einer langfristigen Sicher stellung unseres Potentials im Leistungssektor - haben gezeigt, dass eine bedeutende Zahl von Mitgliedern dieser Schwerpunktsetzung nicht vorbehaltlos zustimmen kann. Der ganzen Problematik Clubgeist/Pflege der Kameradschaft im scheinbaren Widerspruch zur Förderung des Leistungsprinzips muss meiner Meinung nach innerhalb des SAS in nächster Zukunft grosse Bedeutung zugemessen werden. Unsere Nachfolger haben dieses Problem erkannt, und ich bin überzeugt, dass sie entsprechende Massnahmen ergreifen und auch durchsetzen werden. Als weiteren negativen Punkt in der selbstkritischen Betrachtung der Resultate unserer Anstrengungen möchte ich die Tatsache erwähnen, dass es uns in den vergangenen drei Jahren leider nicht gelungen ist, den SAS einer breiteren Sportöffentlichkeit bekannter und verständlicher zu machen. Dank dem grossen Einsatz der Verantwortlichen konnte zwar die hohe Qualität unserer traditionellen Club-Publikationen (sAs-News, Schneehase) gehalten werden, darüber hinaus ist jedoch, entgegen unseren ursprünglichen Absichten, nicht viel von den vorhandenen Ideen in die Tat umgesetzt worden. Diese kurze Beurteilung unserer Aktivitäten kann und soll nicht umfassend sein. Es liessen sich bestimmt noch weitere erfreuliche und weniger erfreuliche Aspekte erwähnen, doch würde dies den Rahmen eines Jahresberichtes des Zentralpräsidenten sprengen. Wie bereits gesagt, liegt es nicht am mir, abschliessend zu beurteilen, wie erfolgreich die heute zu Ende gehende Amtsperiode schlussendlich war. Die Zukunft wird zeigen, wo sich die Impulse, die wir dem SAS haben geben wollen, positiv ausgewirkt haben, und wo wir weniger erfolgreich waren. Eines möchte ich jedoch festhalten: Die Führung des Clubs hat meinen Vorstandsmitgliedern und mir sehr viel Freude und Genugtuung gebracht. Ich kann sagen, dass sich alle für unsere gemeinsame Sache selbstlos eingesetzt haben, und dass ich in allen meinen Anstrengungen auf kameradschaftliche Art und Weise und mit fachlicher Kompetenz unterstützt wurde. Ich möchte deshalb auch an dieser Stelle allen meinen Freunden im Zentralvorstand und in den Kommissionen und auch allen sAs-Mitgliedern, die mir geholfen haben, diese anspruchsvolle aber schöne Aufgabe zu erfüllen, recht herzlich danken. Etwas weiteres steht bereits heute mit Sicherheit fest. Wir übergeben den SAS in allerbeste Hände. Unsere Freunde und Nachfolger aus Lausanne haben während der vergangenen Saison im Rahmen der zur Sicherung der Kontinuität erfolgten Zusammenarbeit gezeigt, dass sie gewillt sind, einen überdurchschnittlich grossen Einsatz zugunsten des SAS zu leisten, und dass sie bereits heute spüren, wo gewisse Korrekturen anzubringen sind. Der bevorstehende Vororts wechsel stellt für den SAS einmal mehr, wie in all den Jahren zuvor, eine willkommene Blutauffrischung dar. Ich möchte meinen Jahresbericht nicht schliessen, ohne Euch allen für das uns entgegengebrachte Vertrauen herzlich zu danken. Unseren Nachfolgern wünsche ich viel Erfolg und ebensoviel Freude und Genugtuung, wie wir sie hatten.

25°


LE SAS ET LA QUESTION FINANCIERE Paul Choffat, President Central

Des finances saines sont un prealable indispensable pour qu'un comite central puisse bien s'occuper des activites et de la vie du club. Le SAS ne dispose pourtant pas encore de mo yens le mettant al'abri de considerations pecuniaires. La recente augmentation des cotisations, meme si elle a ete importante, ne suffit pas a financer l'integralite des depenses du club. Au niveau des couts actuels des equipes suisses universitaires masculines et feminines, alpines et nordiques, de la releve ainsi que des championnats suisses universitaires, l'afflux de fonds exterieurs semble inevitable. Jugez vous-memes . Le budget approximatif de l'hiver 19861 87 , lequel ne varie que de fa<;:on insignifiante par rapport a l'exercice precedent, se presente ainsi:

Depenses

Fr.

Revenus Fr.

Championnats suisses universitaires (SHM) • alpins • nordiques

65 000 .10000.-

Entrainements et courses • alpins • nordiques • releve Provision Schneehase Administration, Divers, Provision Italo-Suisse SAS

News (5 x lan), Programme SHM

55 000 .16000.15 000 .6000 .10000.35 000 .-

Cotisations membres

94 000 .-

Subventions 12000.-

• ASUS • Sport-Toto • Jeunesse et Sport

28000 .3 000 .-

Championnats suisses universitaires • Inscriptions • Participation des etrangers

17 000 .-

2 I 2 000 .-

- Revenus manquants

154 000 .5 8000 .-

251


Comme le lecteur peut le constater, le soutien financier obtenu a la fin de l'an dernier de la Societe Soft Pack AG de Zurich n'est pas mentionne. Fabricant et distributeur des boissons Cyndarella en Suisse, cette firme versera pres de 100000.- francs au SAS d 'ici 1988. Jusqu'a preuve du contraire, ces rentrees nous paraissent avoir un caractere trop aleatoire et ponctuel pour servir a financer les depenses annuelles et regulieres du club. 11 resulte donc de l'illustration qui precede un manque de revenus de l'ordre de Fr. 60000.- . Theoriquement, deux solutions peuvent etre envisagees pour couvrir ce deficit. La premiere consiste a diminuer les depenses. Reduire le nombre de jours d'entrainement des cadres des equipes universitaires, supprimer la descente aux championnats suisses ou se satisfaire d'une organisation mediocre a cette meme manifestation par l'engagement d'un nombre restreint de fonctionnaires, permettrait a coup sur de faire des economies substantielles. Une teIle action ne nous parait pourtant pas souhaitable. Elle marquerait un recul par rapport au passe et ne pourrait etre que de nature a demotiver les plus jeunes de nos membres. Elle ne serait sans doute pas non plus sans incidence au niveau du recrutement ou du developpement de jeunes talents. I.:etoile du SAS ne pourrait que p~llir. 11 convient donc de s'ecarter d'une teIle direction. 11 faut ici ajouter une remarque. Accepter le niveau des depenses actuelles ne signifie pas pour autant que les couts ne doivent pas etre minutieusement controles. S'assurer que l'argent investi dans les differentes activites du club le soit toujours de fa<;on optimale fait partie des devoirs d'un co mi te central. La seconde voie permettant d'equilibrer le budget, et c'est celle qui a ete suivie jusqu'a present, reside dans l'augmentation des recettes. Deux sources sont possibles, d'abord le material, ensuite la publicite. Les benefices realises sur la vente de material, comme les pulls Lacoste et autres articles de qualite, ne sont pas negligeables. I1s sont compris entre Fr. 5000.- et Fr. 20000. - suivant les annees . Nous ne pouvons que vous suggerer de passer de nombreuses commandes, vous ne le regretterez pas! La publicite, de son cote, represente une ressource plus importante encore. J usqu'a la fin de l'an dernier, les fonds ainsi per<;us l'etaient uniquement a titre d'annonces ponctuelles dans le SAS News ou le programme des championnats suisses universitaires. Enthousiasme par le contrat recemment conclu avec le sponsor «Cyndarella», notre comite central souhaite tenter de repeter cette reussite en trouvant d'autres sponsors, sans pour autant se faire aucune illusion. 11 n'est jamais interdit de rever! Condamnes a rechercher des revenus sur le plan publicitaire comme nous l'avons vu plus haut, nous entendons proceder a une recherche systematique de societes que notre club, fort de ses 1000 membres et de toutes ses activites, est susceptible d'interesser. Cet interet pourra se concretiser soit sous la forme d'annonces traditionnelles dans nos publications, soit sous celle plus large d'un «Sponsorship». Le but d'un tel effort est bien sur de recueillir un maximum de fonds. Combler le trou de Fr. 60000. - n'est que la premiere priorite! Pour autant que [es moyens financiers, ainsi recoltes, depassent ce montant absolument necessaire a une gestion equilibree, ils seront epargnes et alloues a la Fondation. Notre espoir secret et peut-etre na'if est ainsi de relancer l'idee de cet organisme. Le capital accumule de la sorte generera ensuite des revenus qui seront mis chaque annee a la disposition du comite central. Plus ces reserves mises de cote sont importantes, plus les liquidites annuelles a discretion du chef des finances du SAS sont interessantes. Parvenir a un tel resultat necessite la collaboration de tous. Que chaque membre tente de deceler parmi ses relations professionnelles ou amicales celles qui sont de nature a accueillir favorablement notre requete. A cet effet, nous avons publie une petite brochure presentant notre club et ses caracteristiques a l'intention des societes susceptibles d'etre interessees par une ouverture vers le SAS. Le contenu de cette information est reproduit ci-dessous aux pages 25 3. Merci de nous communiquer le nom de vos amis. Un dernier commentaire nous semble encore necessaire. 11 n'est pas dans notre intention de «commercialiser le SAS». Notre comite prendra garde de ne pas soumettre le club ades prestations inacceptables auxquelles la quasi-totalite d'entre vous ne pourrait souscrire. Dans les cas les plus delicats, nous rechercherons toujours l'avis de quelques-unes des figures centrales du club. 25 2


SAS 1. SKI-CLUB ACADEMIQUE SUISSE

1. BUTS, CARACTERISTIQUES ET AFFILIATION

Fonde en '924, le Ski-Club Academique Suisse ou Schweizerischer Akademischer Skiclub compte aujourd'hui plus de 1000 membres. Son but est d'organiser et developper la pratique du ski parmi les universitaires. Il s'attache principalement a promouvoir l'esprit de competition et a permettre a chacun d'aller toujours plus loin dans son sport favori. En meme temps, il veut cultiver l'esprit de camaraderie. I:ambiance et l'esprit du SAS sont maintenant legendaires et bien connus meme a l'exterieur du club. Le SAS est un club actif et dynamique non seulement au niveau du ski, mais egalement au niveau de tous les sports. Il participe regulierement a toute competition organisee par les universites: tournois universitaires de football j de handball j de basketball j de volleyball, etc. competitions de natation, de cross, de tennis, etc. Une caracteristique du club tient a la participation tres elevee de toutes les classes d'ige; meme les anciens se manifestent regulierement, souvent jusqu'aux derniers jours de la vie: «Acrif du SAS un jour, <Alte Herrem toujours» .

Le SAS est: - membre de I' Association des Sports Universitaires Suisses (ASUS jSASV), elle-meme - rattachee a la Federation Internationale des Sports Universitaires (FlSU) et en tant qu'association regionale - membre de Ja Federation Suisse de Ski (FSS j SSV) elle-me me - rattachee a la Federation Internationale de Ski (FIS)

2.

ORGANISATION

Sur le plan de son organisation, le SAS a a sa te te un comite centraJ confie a tour de röle et po ur une periode de trois ans a chacune des quatre principaJes sections, ä savoir Zurich, Berne, Lausanne et Geneve.

Le nombre totaJ des sections s'e!eve ä six, une dans chaque ville universitaire soit: Bile, Zurich, Berne, Fribourg, Lausanne et Geneve. Est rattachee egale me nt a ce comite central une commission technique, formee de specialistes de l'entrainement, du chronomhrage et de l'arbitrage ayant pour dche d'assurer un deroulement professionnel aux differentes manifestations organisees par le club.

3. QUALITE DE MEMBRE I:admission au SAS s'obtient en qualite d'etudiant. Les passionnes de ski (alpin et nordique), qui durant Jeurs etudes universitaires, desirent faire de la competition de haut niveau, peuvent faire acte de candidature au SAS. Ils ont ainsi la possibilite de participer notamment ä la vie du club et ä toutes les competitions qu'il organise. Au terme de Ja premiere annee, ils sont acceptes ou non selon leur faculte d'integration au groupe, leur esprit de camaraderie et de combativite et enfin leur resultat sportif. Les deux «parrains» ayant presente le candidat sont responsables de son assimilation.

4. ROLE DU SAS DANS LE SKI UNIVERSITAIRE Le SAS est un phenomene unique en Suisse. En effet, dans aucun autre sport, il n'existe un club universitaire . Ace titre, J'organisation faltiere du sport universitaire suisse (ASUS) a confte au SAS la responsabiliti du ski universitaire: CeJa signifie: l'organisation des championnats suisses universi taires de ski alpin et nordique la responsabilite de l'equipe suisse universitaire de ski Cette derniere attfibution consiste a organiser les cours d'entrainements (juillet-decembre) ainsi qu'a composer et envoyer des equipes aux differentes courses internationales universitaires mises sur pied par les pays europeens. Sur Je plan financier, le cahier des charges incombant au SAS se traduit par des depenses annuelles


importantes s'elevant a plus de Fr. zoo 000 .- dont seule une fraction est recouverte par les subventions du Sport-Toto et de I' ASUS . 5. LE SAS EN CHIFFRES Responsable du ski universitaire en Suisse (donc de l'equipe suisse universitaire) Membre de la Federation Suisse de Ski et de I' Association des Sports Universitaires Suisses

Env . 1000 membres, tous etudiants ou anciens etudiants animes par un esprit de competition et de camaraderie. E nv. 1 000 Opinion Leaders medecin s, avocats, chefs d'entreprise, ingenieurs dont 900 en Suisse 200 etudiants et 700 membres äges de trente ans et plus

II. LE SPONSORSHIP

I . LE SPONSORSHIP, UNE IDEE NOUVELLE POURLE SAS

II Y a quelque temps, le SAS a ete approche par une societe desirant faire connaitre ses produits aupres des etudiants et indirectement aupres d'un large public de sportifs. I:accord final passe, a la satisfaction de tous, nous a alors fait songer a multiplier ce type de contact. De ce fait, nous recherchons aujourd'hui quelques sponsors qui seraient interesses a associer leur nom a celui du SAS. La reputation, le prestige et le dynamisme de nos futurs sponsors devraient etre ci /'image de ceux de notre club.

delegues de la Federation Internationale de Ski et de la Federation Internationale des Sports Universitaires janvier 1987 a Vii/ars s/ Gi/on (VD) b) Coupes SAS TO a 12 courses alpines par hiver (descente, SuperG, slalom geant et special)

a 150 participants par course equipe suisse universitaire - cadres de.l'equipe suisse - equipes des associations regionales 80

Saison hi ver

85 - 8 6

Lenk, Charmey, Davos, Gstaad, Laax, Les Diablerets 2.

PRESTATIONS POSSIBLES DU SAS

Le SAS offre deux aspects interessants: Un potentiel de relations internes (TOOO membres dont 1000 Opinion-Leaders) grace aux publications regulieres et aux manifestations du SAS Un potentiel de contacts externes sur la base des manifestations sportives organisees par le SAS 2 . 1.

Publications du

rencontres traditionnelles ayant lieu depuis plus de 50 ans ci St. Moritz (Hotel du Palace) Ces deux courses, organisees de maniere totalement separees, mettent aux prises une equipe du SAS et des Anglais resp . des Italiens (tous etudiants ou anciens etudiants)

SAS

Annonces dans les publications regulieres du SAS SAS News (4 a 5/ par annee) Liste d'adresses des membres (mise a jour chaque annee) Schneehase (I X /3 ans) (egalement diffuse en dehors du club) 2.2 Manifestations organisies par ie publicitaires

SAS

et leurs vehicules

2 . 2.1. Les manifestations organisees par le SAS a) Championnats suisses universitaires alpins et nordiques

(courses internationales du

SAS)

350 a 400 participants dont 50 a 100 etrangers et une cinquantaine d'officiels parmi lesquels les

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c) Anglo-Suisse et Italo-Suisse

d) Pentathlon

Cette manifestation se deroule chaque annee depuis plu s de TO ans au mois de mars a Grinde/waid.

Environ 100 participants dont un tiers venant de pays etrangers, se disputent le trophee sur cinq epreuves: - slalom geant, fond 5 km, saut a ski, curling, natation e) Semaine «Alte Herren» du SAS

Cette semaine de retrouvaille reunissant de 100 a zoo membres du SAS et leurs epouses a li eu chaque annee dans les meilleurs hotels des plus grandes stations de ski de Suisse.


BUNDESRAT ARNOLD KOLLER Mit Arnold Koller, SAS Fribourg, ist erstmals ein Mitglied des SAS in den Bundesrat gewählt worden, wozu wir ihm herzlich gratulieren. Die Wahl ehrt in besonderem Masse auch unsere Sektion Fribourg, die besser nicht beweisen könnte, welch hohes Selektionstalent sie hat.

2.2.2.

Vehieules publieitaires des manifestations du

SAS

a) Les programmes-broehures

edites a l'occasion des diflhentes manifestations et largement distribues: a taus les membres du SAS dans les universites suisses dans les stations organisatrices de nos epreuves b) Autres vehieules publieitaires

- banderoIes placees aux arrivees des differentes courses - banderole (4 a 8 m) posee al'entree de la station accueillant les championnats suisses universitaires bus de l'equipe suisse universitaire equipement de sport toute autre forme possible

3. L'INTERET DU SPONSOR 3. J. Contacts essentiels

Toueher un potentie! de qualite parfaitement «(eibM» Contacts pri vilegies aupres de 1000 personnes

universitaires, le plus souvent leaders dans !eur environnement professionnel et social, disposant d'un pouvoir d'achat eleve aujourd'hui ou si non demain.

Profiter d'une image dynamique,jeune et sportive Aupres d'un large public, en particulier des etu· diants de toutes les universites suisses representant la societe de demain Avoir un impact sur les touristes et la population locale des stations de ski dans lesquelles nos differentes competitions se deroulent 3.2 La reponse

aun besoin

Une grande sociere peut utiliser!e SAS dans le cadre d'une campagne de relations publiques ou publicitaire destinee a modifier ou accentuer son image. Pour une PME, c'est la possibilite de faire connaltre de nouveaux produits aupres de son public. Enfin, l'acquisition des adresses des membres peut ega!ement interesser certaines socieres. La collaboration que nous vous proposons serait conclue pour une duree de 3 ans minimum.

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BERICHT DER AH-SEKTION NORWEGEN 1984- 1986 Aksel Gresvig, Präsident

Die sAs-Sektion ausserhalb der Schweiz darf über ihre Tätigkeit wie folgt Bericht erstatten: Während der letzten drei Jahre ist die Zahl der Mitglieder der Sektion um etwa 10 auf über 60 Alte Herren gestiegen. Wir beklagen indessen den Tod unseres Ehrenmitglieds, Gründers und langjährigen «Admiralsekretärs» Dag Klaveness. Er ist 1986 gestorben, gerade zur Zeit, als seine alten sAs-Freunde an der AH-Woche in Flims teilnahmen. Bei den wichtigsten Aktivitäten unserer Sektion (Hopplom-Clubmeisterschaft, Generalversammlungs-Fest und «Olympische sAs-Sommerspiele») können wir uns über immer mehr Teilnehmer freuen. Beispielsweise haben über 80 «sAs-Angehörige», d. h. sAsler mit «Cousinen» und mehr oder weniger legitimen Kindern, an der letzten Clubmeisterschaft teilgenommen. Bei den Generalversammlungen sind rund 60 Prozent der Mitglieder anwesend! Erfreulich ist, dass wir zurzeit auch zwei Schweizer sAsler unter uns haben, die in Oslo ihre Berufskarriere starten: Nicolas Berg und Blaise Lacour. Sogar ein Schwede zählt jetzt zum SAS Norge: Peder Bahre. RolJ Lonnevig ist von der Delegiertenversammlung 1986 zum Ehrenmitglied ernannt worden: Eine grosse Ehre für Rolf und für unsere Sektion. Rolf ist an den Clubmeisterschaften der letzten drei Jahre unschlagbar gewesen. Es ist einfach unverschämt, in seinem Alter so schnell und vor allem so elegant Ski zu fahren. 1984 und 1985 wurde der Hopplom im Hochgebirge bei «Bergsjöstölem> und 1986 in der Olympia-Arena des Jahres 1952, NorefJell, ausgetragen. Neben der «Kuhglocke» für den Clubmeister gibt es etliche Sonderpreise zu verteilen: «Pokal der Damen» (Bestzeit Slalom): 1984 Axel Eitzen (Pentathlon-Einzelsieger 1983),1985 Jan Olav Brusletto, 1986 Knut Ellingsen WillyBürgin's Conterfei (Sprungweite): 1984 AxelEitzen,1985 JanOlavBrusletto, 1986 Einar Dahle (<<Admiral sekretär» ohne Flotte) Die anatolische Bowle (grösste Anzahl Sekunden bei maximaler Sprungkürze): 1984 Wilhelm Wiig, 1985 Dan Foss (Telemark), 1986 William Nygaard Cousinen und Kinder verleihen dem Hopplom seine Eigenart, verzichten jedoch auf den «Hopp». Inger Johanne Lunde, Gerd Lonnevig und Mimi Nilsen-Moe haben die «VeteranKlasse», Mette Klaveness und Guri Gleditsch (2mal) in der Klasse der «Damen» gewonnen. Unter den Kindern haben wir folgende Klassensieger (Namen, die vielleicht früher oder später in der Schweiz auffallen werden?): GKK ZKK KK WK Junior

(GKK: (ZKK: (KK:

'9 84 Christen Bryn Dag Klaveness KajaDehli Anne Dehli Julie Backer

Ganz kleine Kinder bis 5 und jünger) Z iemlich kleine Kinder, 6 bis 7) Kleine Kinder, 9 bis 11 )

'9 86

'9 8 5 Carl Mustad Dag Klaveness Elisabeth Sol berg Vibeke Dehli Christian Dahle

Martine Gleditsch Alf Astrup jr. Dag Klaveness Vibeke Dehli Erle Astrup

(WK: (Junior:

Wirkliche Kinder, 12 bis 15 ) über 16)


D le nebensteh phischen A enden biograngaben st aus der Fe d er von D ammen veness. E r ha . . ag Klajah t sie 1m Fr··h r '9 86 geschrieben .u fur den Beitrag «SAS N S. '5 f d" orge» auf 8 . ICSCS Jahrbuchs

Der K on takt mit d SAS , z.B. an der AHem Woche , ist f··ur uns grosser Bede von B utung esonders f reuen wir . uns aber , wenn m hier an uns von der Sch . aus b welZ esucht. Im Mai I 8 h wir d. 9 4 atten ie Ehre, SAS-G .. er W 1 rundun . a ter Am stutz bei sm Oslo be .. zu d ·· D grussen ur en. Er samm I weltweit D 0 k umente t . tlon für . Buch übasem . die Entwickl er Sk. ung des lsportes. Im Skimuseum von H olmenkollen h at er unt .. von d ' erstutzt en Geb ru··d ern S· mund und B.lrger R 19d sowie Sk.h. uu 1 lS toriker .. Jacob Vaa ge, emlges g e funden. 1985 haben wir sucht . ver, eme Langl f woche in 0 1 au kollen z s o fHolmenu org .. L .d amSleren el er hat man au S . schiedenen G run .. d envervon der Sch . Woche ab welZ aus die NA sagen müssen ur ymon Lullin . . F rau C onstance sindmit trotzdem g e k ommen und haben L . und stet W. t gete. 1r werden einen gerne neuen Anlauf unterneh men.

Gastfreundsc~;;n

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FONDA TION SAS STIFTUNG

Martin F. Hafter Fondateur et President 1967- 1986 Martin Hafter a toujours eu une haute vision des choses. N'a-t-il pas ete depuis 1949 un navigateur emerite de ballon a gaz, habitue de la course Gordon-Bennet? Il etait donc naturel que, doue de cette vista particulierement elevee, il se soit rendu compte mieux que d'autres qu'il fallait faire quelque chose pour que notre Club ne soit pas contraint, faute de mo yens financiers, de renoncer a ses ambitions et que le SAS puisse cela etant maintenir ses objectifs. Martin F. Hafter a eu, le premier, l'idee de la Fondation SAS, il Y a 20 ans deja. Cest lui qui, en 1966, a pris l'initiative et a constitue la Fondation. Notre gratitude doit aujourd'hui etre temoignee a ce petit pere du peuple SAS, affame d'argent, SAS qui grace a la Fondation peut rester dans la course. La decision de la creation de la Fondation a ete prise par l'assemblee des delegues du SAS en 1967 a Bile. Martin F. Hafter en fut le premier president, et aussi le premier donateur par une mise de fonds de fr. 10 000.- . Cest a lui que nous devons toutes les initiatives, actions et collectes en faveur de la Fondation, et tout cela sans qu'il en coute quoi que ce soit a la Fondation. Homme atout faire, il a preside et tenu les comptes jusqu'en 1983. Un caissier lui a ete alors adjoint. 20 ans de presidence, 20 ans de devouement au SAS. Notre Club doit enormement a notre ami Martin - comme la Ville de Zurich lui doit de magnifiques realisations professionnelles (le Hilton, le Novapark, le Mรถvenpick, et d'autres .. .). Il convient d'associer acette laudatio notre ami Hans Kessler qui, durant ces 20 ans egalement, a pu faire beneficier la Fondation de son appui et de ses conseils. Aujourd'hui, il reprend pour quelque temps la presidence. Qu'il en soit remercie. Membre d'honneur, Martin F. Hafter a bien merite du SAS. Merci Martin. Gil Schwaar 25 8


RAOUL IMSENG SAS-Ehrenmi tglied 19 8 5

Es war im Winter 1950/5 I, also etwa im sAs-Mittelalter, als sich der Walliser Raoul Imseng an der ETH und der Uni Zürich in einer Schnupperlehre befand. Gleichzeitig mit dem Entschluss, sich der Juristerei zuzu wenden, verirrte er sich eines schönen Tages mehr oder weniger zielbewusst ins Restaurant Strohhof, wo damals noch der Stamm des SAS Zürich stattfand. Wie er selbst sagt, war jedoch die «Kluft zwischen den Zürcher Bonzen und einem Mann aus einem Krachen im Wallis, dessen Dialekt nur selten jemand verstand, zu g rass», so dass sich Raoul damals im Schosse des SAS Zürich nicht einnisten konnte. Sein akademischer Weg führte ihn kurz darauf an die Uni Bern, wo er schliesslich zum Dr. jur. promovierte. Während dem Studium hat Raoul auch das Walliser Bergführer- und Skilehrerpatent erworben und sich in vorbildlicher Weise, unter anderem als Sektionspräsident und als Redaktor des «Hasen» im Zentralvorstand, in der sAs-Administration in Szene gesetzt. Zudem hat Raoul während zwei Rennfahrergenerationen in der Sektion Bern mit sehr grossem Erfolg alpine Skirennen bestritten. Höhepunkt seiner sportlichen Karriere waren die 7. Ränge in Abfahrt und Kombination anlässlich der Universiade 1953 in St. Moritz. 1954 gewann er beim Anglo-SwissRennen sowohl den Slalom als auch die Abfahrt, und 1955 war er Sieger der italienischen Hochschulmeisterschaften in Courmayeur. Doch auch in jüngerer Zeit hat sich Raoul immer wieder in selbstloser Art und Weise für den SAS eingesetzt. So war er seit 1977 erneut Mitglied des Zentralvorstands, als Präsident der Publizitätskommission und als Schriftleiter des «Schneehasen». Raoul hat als würdiger Nachfolger von Walter Amstutz, Arnold Kaech und Kaspar Wolf die drei letzten Ausgaben unseres Jahrbuches, das höchste Qualität darstellt, und wie FIs-Präsident Marc Hodler es ausgedrückt hat «in seiner Art weltweit einzigartig ist», praktisch im Alleingang realisiert. Doch er ist nicht nur ein hervorragender ehemaliger Rennläufer, ein selbstloser Clubfunktionär und ein erfolgreicher Berufsmann, sondern in allererster Linie auch ein treuer und lieber Freund. Er ist und bleibt zwar ein nonkonformistischer, eigenwilliger und vor allem origineller Typ mit einem ausgeprägten Hang zum Individualismus. Er lässt sich nur ungern in ein Kollektiv einordnen, er ist aber immer da, wenn man ihn braucht. Kurzum: er ist ein typischer und guter sAs'ler und ein würdiges Ehrenmitglied unseres Clubs . Truls D . Berg 259


ROLF LONNEVIG Membre d'honneur 1986

Les vieux murs du Chateau de Nyon d:sonnent encore des applaudissements qui ont salue la nomination de Rolf Lonnevig comme membre d'honneur du S.A.S. car les delegues a notre derniere assemblee generale ont tenu a lui dire, par leurs acclamations unanimes, l'admiration et la reconnaissance de tous les membres de notre club. Candidat des son arrivee a Zürich en 1939, nomme membre en 1940, il devient deja Rennchef de la section zurichoise en 1941 et «Schneehase» en 1942. A ce parcours deja peu commun au S.A.S. s'ajoute au Poly son diplöme d'ingenieur qui lui permet aussitöt d'entrer chez Escher Wyss et d 'y rester jusqu' en 1945 . Pendant ces 6 ans passes a Zürich, le palmares sportif de Rolf est a lui seul exceptionnel puisqu'il se compose de 10 titres de champion universitaire suisse de ski! Sitöt les hostilites finies en Europe, il regagne la Norvege, fait son service militaire et devient officier technique. Apres un stage a Oslo, il entre chez Mobil Oil a 28 ans, en gravit tout les echelons jusqu'au plus haut po ur bien meriter sa retraite en 1984. Ce serait bien mal connaitre notre ami Lonnevig que de croire qu'il s'est contente de cette brillante carriere professionnelle. Il est non seulement reste l'admirable sauteur, fondeur et slalomeur de ses 25 ans, mais il s'est devoue sans compter pour la Federation norvegienne de ski dont il a ete un des dirigeants les plus actifs: chef alpin de 1962 a 1971, c'est lui qui a conduit l'equipe de Norvege a Grenoble en 1968 et a Val Gardenaen 1970. Medaille d 'or par sa Federation pour ses 60 ans, il n 'en a pas moins continue d'etre ces dernieres annees un des principaux organisateurs des fameuses courses d ' Holmenkollen. Acette enumeration en soi tout a fait exceptionnelle, nous aurions bien tort d'oublier le röle qu'a joue Rolf au sein de notte chere section de Norvege, puisqu'il a pris l'initiative de la creer en 195 et qu'il en fut un des fondateurs l'annee suivante. Ce n'est certes pas trop dire qu'il en fut le pionnier et qu'il en est reste l'ame. On ne dira jamais assez merci a Lonnevig de tout ce qu'il a fait pour le renom du S.A.S. et particulierement pour sa chere section de Norvege qui nous tient tellement a cceur. Notre reconnaissance est encore plus vive en songeant a ce qu'il a ete et ce qu'il est reste: un vrai sportif au plein sens du terme, un tres beau skieur, un ami fidele incomparable et surtout un exemple pour nous les plus jeunes! Philippe Gillieron

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260


t

EHRENMITGLIEDER UND ZENTRALPRÄSIDENTEN

Im Herbst 1985, zur Jagdzeit, ist Godi Michel unerwartet gestorben. Zwei Tage vor seinem Tod hatte er noch ein Reh erlegt. Dazu war er auf einen Sprung nach Mürren gekommen. Die nächste Vereinbarung mit Jagdfreunden rief ihn gleich wieder ins Unterland. Dort trat die gesundheitliche Störung ein, die ihn erst ins Spital und dann, in raschem Ablauf der Ereignisse, in den Tod führte . Mit Godi hat uns eine Gestalt aus der «goldenen Zeit des britischen Skilaufs» und den Anfangsjahren des SAS verlassen. Als der Ski-Club of Great Britain 193 I im Auftrag der FIS in Mürren die ersten alpinen Skiweltmeisterschaften veranstaltete, war er eben seit einem Jahr Kurdirektor des Ortes. Als solcher ist er Mitglied unserer Ski-Nationalmannschaft, gewandter Organisator und Verbindungsmann zwischen den Engländern, der Dorfbevölkerung und der Internationalen Skigemeinde in einer Person gewesen. Dazu war er Gründer der ersten offiziellen Skischule der Schweiz. Ursprünglich im Bankfach tätig, mit Lehrjahren in Paris und London, fand Godi Michel im Tourismus sein eigentliches Betätigungsfeld. Besonders war er den damals Mürren «beherrschenden» englischen Gästen zugetan, unter denen er zahlreiche persönliche Freunde fürs Leben fand . Ähnliche Freundschaften verbanden ihn mit dem SAS, namentlich mit der Gründergeneration. Mit Walter Amstutz mass er sich im sportlichen Skifahren - er war ein Meister des angestemmten und angescherten Christiania - und teilte mit ihm die Bergleidenschaft. Zusammen haben sie den später beim Klettern in den Ardennen tödlich verunglückten König der Belgier auf hohe Gipfel geführt. Beide haben schwere und schwerste Touren zusammen bestanden. Die ranke, kraftvolle Gestalt, das blonde Haar und die blauen Augen kennzeichneten den im Haslital aufgewachsenen Godi Michel als Sohn des dortigen, der Sage nach aus Schweden stammenden, Schlages. Seine Erscheinung hatte etwas Herrenmässiges. Seine Kleidung war zeitlebens «richtig» bei gesellschaftlichen Anlässen, richtig aber auch bei Sport, Bergsteigen oder Jagd. Am «Herrseim> war ihm aber nicht einiger Äusserlichkeiten wegen gelegen. Ohne dass es ihm vielleicht je bewusst geworden wäre, verstand er darunter die Verpflichtung voranzugehen, Ideen zu schmieden, zu verbreiten und durchzusetzen; zu wagen und zu vollbringen. Wenn er mit seinen Jagdkameraden tagelang den Gemsen auflauerte, mit den Bergbauern, die an «seinem» Schiltgratlift arbeiteten, Einsatz, Schnee und Wetter besprach, war vom «Herrn» wenig zu merken. Er stand


übrigens diesem Skilift - dem ersten im Berner Oberland - als Präsident des Verwaltungsrates vom Bau in den ersten dreissiger Jahren bis zu seinem Tod vor. Als 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach, war Michels Tatigkeit in Mürren, wo er sich vom SASArchitekten Hermann Rüfenacht ein schönes, stattliches Chalet hatte bauen lassen, zu Ende. Nach Ausbleiben der ausländischen Gäste hatte der Kurort einem Mann seiner Statur - Rennmanager, Animator, Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens - nichts mehr zu bieten. Dem Tourismus blieb Godi Michel jedoch treu: als späterer langjähriger Direktor des Verkehrsvereins des Berner Oberlandes und geschätzter Ratgeber in zahlreichen einschlägigen Gremien. Seinen jagdlichen Passionen entsprechend übernahm Godi das Präsidium des Verbandes Schweizerischer Patent jäger. Der Schweizerische Ski-Verband wählte ihn 1952 zum 'Zentralpräsidenten. Um jungen Kräften Platz zu machen, wie er damals sagte, trat er 1960 zurück. Der spätere Bundesrat Roger Bovin löste ihn ab. Es ist bezeichnend, dass Zentralpräsident Michel nach seinem Ausscheiden dem Ski-Verband als Jahrbuchredaktor und Präsident der Gönnerorganisation - sie ist sein Werk gewesen - weiter diente. Godi Michels Einsatz für den Skisport trugen ihm die Ehrenmitgliedschaften des Schweizerischen Ski-Verbandes, des Ski-Club of Great Britain, des Kandahar Skiclub und des Downhill Only Club ein. Zeitlebens hat ihn eine andere Auszeichnung gefreut: die Mitgliedschaft im SAS. Er zählte zu den ganz wenigen, dem sie aufgrund der statutarischen Bestimmung zuerkannt wurde, wonach ausnahmsweise auch Nichtakademiker als Alte Herren in den Club aufgenommen werden, «sofern gewichtige skisportliche oder skisportfördernde Gründe vorliegen». Wer wollte daran zweifeln, dass dies hier der Fall war? Eine grosse Trauergemeinde, darunter Ehrenpräsident Walter Amstutz und viele sAsler der älteren Generationen, hat Godi Michel am 12. Oktober 1985 im Münster zu Bern die letzte Ehre erwiesen. Wer das Glück gehabt hat, ihm zu begegnen, wird ihn nicht vergessen. Arnold Kaech

Ehrentafel unserer verstorbenen sAs-Freunde Hans-Beat Baur Paul Grossmann Eugen Günthard Franco Huber Pierre R yncki Yves Bonh6te Nicolas Reymond Karl Schneider Godi Michel Fred-G. Brun Walo Hörning Dag Klaveness Armand Delachaux Jean-Jacgues Gautier

262

19 84 19 84 19 84 19 84 19 84 19 8 5 19 8 ) 19 8 5 19 8 5 19 86 19 86 19 86 19 86 19 86


Unser Ehrenmitglied Dag Klaveness ist nicht mehr unter uns. Obwohl er in den letzten Jahren mit einigen gesundheitlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, kam doch sein Tod als eine Überraschung. Bis zu den letzten Tagen war er in seiner Arbeit aktiv engagiert und beschäftigt mit seinen vielen Interessen. Auch der SAS war stets in seinen Gedanken, und er hat auch über die Berichterstattung zur Sektion Norwegen in diesem «Schneehasen» einen Beitrag geleistet. Dag Klaveness wurde in Baerum am 22.9.1913 als Sohn einer alten Reederfamilie geboren. Er heiratete 1939 Wanda, geb. Young Fearnley. Dieser Ehe entsprossen die Kinder Nils Olav Fearnley 1940, Turi 194 I, Wanda 1944 und Therese 1948. Dag bestand die Matura 193 I und wurde 1932 Leutnant in der Kgl. Norw. Kriegsschule. Seine Studien machte er hauptsächlich in der Schweiz, wo er in den Jahren 1933 bis 1935 an den Universitäten von Neuchatel und Bern weilte. Als eifriger Skiläufer fand er gleichgesinnte Freunde in der Schweiz und wurde 1935 Mitglied der Sektion Bern. 1936 gewann er die Hochschulmeisterschaft im Springen und erzielte im übrigen an die 40 Preise im Sprunglauf und Langlauf in Skirennen in der Schweiz. Im Jahre 1966 wurde Dag Klaveness Ehrenmitglied des SAS und 1970 Ehrenmitglied unserer Sektion. Diese beiden Nominationen waren wohl verdient und haben ihn sehr gefreut. Mit seinen sAs-Freunden in der Schweiz hat er immer einen engen Kontakt aufrechterhalten. Hier in Norwegen war er Herz und Seele unserer Sektion. Von Anfang an war er mit Eifer dabei und bekleidete das von ihm selbst erfundene Amt eines Admiralsekretärs mit der Begründung, als Reeder könne und wolle er nicht den Titel eines Generalsekretärs. Die Gastfreundschaft im Hause von Wanda und Dag bleibt unvergesslich. Unzählige Vorstandssitzungen und Zusammenkünfte mit herrlichen Mahlzeiten und Weinen trugen stark dazu bei, dass der sAs-Geist weitergetragen wurde. Sie stärkten den Zusammenhalt unter den Mitglieder-Generationen. Dag Klaveness war ein treuer Freund und ein sehr interessanter Gesprächspartner, denn sein Wissen war bedeutend. Sein Rat wurde von der Schiffahrt und der Industrie verschiedentlich in Anspruch genommen. 1972 und 1973 bekleidete er das Amt des Präsidenten des norwegischen Reederverbandes. 1977 erhielt er die Ehrenauszeichnung eines Ritters erster Klasse vom Königlichen St.-Olavs-Orden. Von der Gründung bis Ende der 60er Jahre habe ich viel mit Admiralsekretär Dag Klaveness zusammengearbeitet und hatte so Gelegenheit, ihn und die neu zu uns stossenden sAsler kennenzulernen. Diese Freundschaft zu schaffen sowie den -5As-Geist zu wahren war einer seiner Hauptgedanken. Wir sind dankbar für alles, was uns Dag Klaveness gegeben hat. Halfdan Nilsen Moe


RESULTATE

5Z.ANGLO-SWISS UNIVERSITY RA CE IN ST.MORITZ 7· Januar 19 84 SUPER-G 1. von Wurstemberger Ch. 2. Zuber Andreas 3· Simpson Bruce 4· Blyth Ross 5· Willi Mario 6. Martin Jean-Marie 7· Siegwart Armin 8. Schmid Eric 9· Siney Richard 10. Beckett Jeremy 11. Blyth Felicity 12. Adams Tania

SLALOM SAS SAS Buse Buse SAS SAS SAS SAS Buse Buse Buse Buse

120.90 121.45 121.6 5 122.5 8 123 .8 I 12 4 .0 4 12 5. 0 7 126·37 12 7. 01 '27'34 '32. 08 134. 08

I. Simpson Bruce 2. Zuber Andreas 3· von Wurstemberger Ch. 4· Tandberg Harald 5· Willi Mario 6. Siegwart Armin 7· Blyth Felicity . 8. (Siney Richard) ~nd . ISq. 9· Schmid Eric 10. Adams Tania

BuSe SAS SAS SAS SAS SAS Buse Buse SAS Buse

76.5 6 78. 2 7

79. 1 4 79·43 80·77 81.47 82.15 84· 54 85. 08 87. 18

SAS wins the UNIVERSITY CHALLENGE CUP with 0 pts. against Buse with 44.15 pts.

53. ANGLO-SWISS UNIVERSITY RACE IN ST. MORITZ I I.

Januar 1985

RIESENSLALOM I. Blyth Ross 2. Eggen Karl 3· Schäppi Urs 4 · Langmuir Roddy 5· Benz Patrick 6. Lüthy Jean-Marc 7· Rochat Christian 8. Duncan Ronald 9· Simpson Bruce 10. Beckett J erem y 11. Tissot Fran<;ois

Buse SAS SAS Buse SAS SAS SAS Buse BuSe Buse SAS

SLALOM 97·74 9 8.06 9 8. 82 99. 29 99. 6 5 100.63 101.86 102.04 102.21

104.3 8 104. 8 7

I. Eggen Kar! 2. Langmuir Roddy 3· Schäppi Urs 4· Duncan Ronald 5· Blyth Ross 6. Lüthy Jean-Marc 7· Simpson Bruce 8. Benz Patrick 9· Rochat Christian 10. Beckett Jeremy 11. Jäger Urs

SAS wins the UNIVERSITY CHALLENGE CUP with 0 pts. against Buse with 9.10 pts.

SAS Buse SAS Buse Buse SAS Buse SAS SAS Buse SAS

94.06 95. 24 95 -43 96. 83 97. 26 9 8. 86 99.5 8 100.06 100.'3 10 3. 0 4 '31.9 6


Anglo-Suisse-Fans: Ivan Wagner, Ben Watson, Hans Kessler, Roben Readhead, Truls Berg

54.ANGLO-SWISS UNIVERSITY RA CE IN ST.MORITZ 10./ 1 I. Januar 1986 RIESENSLALOM 1. 2. 3· 4· j. 6. 7· 8. 9· 10. 11.

Blyth Marc Lüthi Werner Menetrey Jacques Langmuir Roddy Adams Creror Koller Bruno Schäppi Urs Blyth Ross Monnerat Pascal Yates Nicholas Murer Beda

SLALOM

BUSC

'4j.83

1.

SAS

'46 .j6

2.

SAS

148 .3 j

BUSC

14 8 .7 1

BUSC

1 jO·3 7

j.

SAS

1 jO.j 3

6.

SAS

1 jo.67

BUSC

1 j 1. 1

°

8.

SAS

1 j 1.84

BUSC

1 j j. 18

10.

SAS

193.9 1

BUSC

Blyth Mark Menetrey Jacques Langmuir Roddy Adams Creror Simpson Bruce Blyth Ross Koller Bruno Steel Andrew Schäppi Urs Team Swiss

BUSC

71.21

SAS

74 · 32

BUSC

74A2

BUSC

74·j6

BUSC

7j ·03

BUSC

7j · 13

SAS

7j·jO

BUSC

77 · 32

SAS

7 6 . 28

14 2 A2

wins the UNIVERSITY CHALLENGE CUP with ° pts. against SAS with 184 . jO pts.

Anglo-Suisse 198j. Stehend von links nach rechts: (BUSC) Ben Watson, Bruce Simpson, Alan Whyte, Roddy Langmuir, Colonel Robert Readhead, Ross Blyth, Jeremy Beckett, Ronald Duncan, Mike Jardine. Kniend von links nach rechts: (SAS) Karl Eggen, Truls Berg, Fran<;ois Tissot, Christian Rochat, Jean-Marc Lüthy, Urs Jäger, Patrick Benz, Urs Schaeppi, Ivan Wagner


SAS-CUP 1983!1984-GESAMTWERTUNG JEUNE-SAS Name

Sektion

J. Heuer Christoph 2. Spillmann Alexandre 3· Kozma Andreas 3· Pattey Harry 5· Anderson Steve

BE GE ZH LA GE

Pkt. 12O 65 5° 5° 32

ALTE HERRE J. DenzIer Hanspeter 2. Girardet Patrice 3· 4· 5· 6. 7· 8. 9· 10. IJ. 12 . 13·

Hammer Bruno Schmid Olivier Zuppinger Peter Schweizer J ürg Wolhauser Jean-Pierre Schmid Christoph Weder Walter DeAorin Eugen Kälin Etienne Marx Axel Egli Urs

ZH LA BE BS BS ZH FR ZH ZH BS FR BS ZH

175 15 6 100 93 69 61 58 47 20 12

BE ZH BE Von der Muehll Didier LA LA Delacretaz Bernard Benz Patrick FR LA Rochat Christian Bachmann Peter ZH Mounier Eric LA FR Feuerle Georg ZH Grüter Hans Wahlen J ean-Fran<;ois LA ZH Björne Jann ZH Russenberger Marc LA Blatti Jean-Jacques Kozma Peter ZH FR Jungo Markus LA Siegwart Armin GE Prodhom Per Emeri Jean -Fran<;ois LA Mundler Philippe LA Dubach Rolf LA Schopfer Albert GE Von Wurstemberger Charly FR ZH Willi Mario

8. Berg Björn 9· Moser Christi an 10 . Zuber Andreas tt .

12. 13· 14· 15· 16. 17· 18. 18 . 20. 2J. 22. 22. 24· 25 · 26.

II

27· 28.

10

29·

9

29· 29· 29·

52 48 44 41 38 35 33 3° 29 27 25 25 22 21 20 20 19 18 17 15 14 12 12 12 12

AKTIVE J. Stricker Claude 2. Dupasquier Denis

Rochat Jean-Philipp Schäppi Urs Ferreti Paolo Claret Joel 7· Schenk Jean-Rene

3· 4· 5· 6.

LA LA LA BE BE LA LA

135 II8 98 9° 86 79

sAs-Cup-Sieger 1983 / 84: Claude Stricker, SAS Lausanne

266

SEKTIONEN

Ijl

J. 2. 3· 4· 5· 6.

LA ... . ...... . ...... ... ......... 33° ZH . .... ... . . . . .. ... .... ....... 97 2 BE . . . . . . . . . . . . . .. .. . . ... .. . .... 1110 FR ..... ... . . . ... .. . . . . . . . . . . . . . 1333 GE ......... . ... .. ... . ......... 14 86 BS ... . ... .. . . ... .. . . . . . . . . . . . . . 1937


SAS-Cup-Sieger 1984/ 8): Hans Grüter, SAS Zürich

JEUNE -SAS Name !.

Sekti on

Kozma Andreas

2. Patthey Harry 3· Anderson Ste ven 4· Glauser Pierre-Marie

ZH LA GE LA

Pkt. 2) 20 I) 12

ALTE HERREN !.

2. 3· 4· ).

).

7· 8.

DenzIer Hanspeter Hu g Thomas Schmid Olivier Girardet Patrice Reymond Philippe Leszek Mamet Jäger Urs Siegwart Armin

ZH ZH BS LA LA ZH ZH LA

)0 4) 40 3) 20 20 I)

12

AKTIVE I. Grüter Hans 2. Dupasquier Denis 3· Moeschler Renaud 3· Bodenwinkler Hubert ).

6. 7· 7· 7·

Lüth i Werner Ferretti Paolo Zuercher Patrick Schäppi Urs Böckli Daniel

ZH LA LA ZH BE BE LA BE ZH

BE ZH BS 12. Strub Martin 13 · von Wurstemberger Charly FR LA 14· Menetrey Jacques LA 14· Rochat Jean-Philippe ZH 14· Koller Bruno ZH Hu g Beat 17 · FR 18 . Benz Patrick ZH 18. Willi Mario LA 18. Stricker Claude GE 2I. Prodhom Per ZH 22. Kozma Peter FR 23 · Murer Beda FR 23· Wi ll i Jürg LA 2) . Von der Muehll Didier BS 2) . Schmid Gregor BE 27· Zuber Andreas GE 27· Reymond Frans:ois LA 29 · Chabloz Patrick LA 29 · Rochat Christian

10 . Berg Bjö rn II. Hunk eler Urs

20 I) 14 13 12 12 12 11

10 10 10 9 8 7 7 6 6

4 4

7) 46 3) 3) 34

SEKTIONEN I. 2.

27

22

22 22

).

6.

LA .... . . ... .. . . . . . . . . .... . .... . ZH . . ... .... ...... . .. . . . . .. .. . . BE .... .. . .... . .... . ... . . .. . . ... FR . ... .... . ... . . ....... ... .. . .. GE . .. . ... . . .. . . . ... .... . . .... . BS .. . . . . . .. . . . . . . . . . . . . . ...... .

197 286

F) 3 )6 39 8 )73

26 7


SAS-CUP 1985 / I 986 - GESAMTWERTUNG

JEUNE-SAS 1. >. 3· 4· j. j. 7· 7·

Daetwyler Cedric Chabloz Jaques Vock Markus Clavadetscher Stephan Aerni Phi lippe Buser Thomas Kresta Peter Cla vadetscher Gregor

LA LA BS ZH BS BS BS ZH

SEKTIONEN 60 jO 37 Ij '3 '3

1. >. 3· 4· j. 6.

LA. ZH GE FR. BE. BS .

>. Rochat Jean-Philippe 4· j. 6. 6. 8. 9· 10.

10 . 10 .

Delacretaz Bernhard Reymond Philippe Moesching Markus Schüpbach Urs Hammer Bruno Hunkeler Urs Zuber Andreas Leszek Mamet Koechli Ossi

ZH BE LA LA LA BE BE BE ZH BE ZH ZH

II

SAS-CUP NORDISCH '984/ 198j GESAMTWERTUNG j6 49 49 40 2I

II II

FR LA BE 3· Lüthi Werner FR 4· Benz Patrick LA j. Zuercher Patrick ZH 6. Kozma Peter GE 7· Kell y Sean LA 7· M enetrey J acq ues ZH 9· HaindlOliver 10. Tuor Urs ZH 11. von Wurstemberger Charly FR 11. Mounier Eric LA ZH '3· Steinebrunner Thomas BE 14· Jufer Bruno ZH Ij. Steinebrunner Felix BS 16. Omlin Bruno LA '7. Claret Joel BE 18. Schäppi Urs FR 18 . Murer Beda 18. Cattaneo Pascal GE GE 18. Prodhom Per LA 18. Dupasquier Denis LA 18 . Schenk J ean-Rene LA 18. Wahlen Jean-Franc;:ois

268

Aktive 1. Kopp Ueli >. Philipp Jürg 3· 4· j. 6.

Remund Mathias Annaheim Daniel Engebretsen Andreas Kopp Peter

BE ZH BE BE ZH BE

j6 30 >j

BE LA ZH BE ZH

3I Ij 8 6 6

>4 >0 16

Alte Herren 1. Hammer Bruno >. Hollinger Andrea

AKTIVE 1. Bersier Eric >. Moeschler Renaud

839 93 6 1I>9 '3 88

11

ALTE HERREN 1. Denzier Hanspeter >. Ferretti Paolo

43 j 8>j

j8

3· Kiser Beat 4· Berg Truls j . Schweizer J ürg

4j 41 33 >4 >3 '9 '9 Ij 13 12 12

11 10 8 6

SAS-CUP NORDISCH 198j / 1986 GESAMTWERTUNG Aktive 1. Remund Mathias >. Rohweder Karsten

Kopp Peter RaaAaub Peter Philipp Jürg Girardet Yvan 7· Schoch Jürg

3· 4· j. 6.

BE ZH BE BE ZH GE BE

100 jl jO 48 46 38 19

Alte Herren 1. Hammer Bruno >. Berg Truls 3· 4· j. 6.

Schweizer J ürg Lullin Ayman Gurtner Alain Hollinger Andrea Rochat Jean -Phi lippe

BE BE ZH GE GE LA LA

9j 40 >j

» >0 19 '9


58. SCHWEIZERISCHE HOCHSCHULMEISTERSCHAFTEN SAS-RENNEN IN MEIRINGEN-HASLIBERG

SLALOM DAMEN 1. David Anne 2. Zihlmann Marianne 3· Schepp Nadja 16 . Binggeli Theres 19 · Marchand Pamela 20. Fritsche Gaby

FRA SSV BRD BS NE BS

SSV ZH ZH Ferretti Paolo BE Bodenwinkler Huben ZH Wahlen Jean-Fran<;ois LA Benz Patrick FR Emeri Jean-Fran<;ois LA von Wurstemberger CharIes FR

12. Willi Markus 1. 3°.74 1.32.5 6 1. 32.71 1.3 8 ,35 1.44 . 27 1.45. 6 3

13 · Koller Bruno 16. Jenn y Markus 17 · 20 . 22. 23· 27· 29·

1. 2 7.93 1. 2804° 1.28.88 1. 29.00 1. 29.80 1. 3°048 1. 30.62 1. 3 J 04° 1.31 .7 6

RIESENSLALOM DAMEN 1. Hojstricowa Monika 2. Schepp Nadja 3· David Anne I!.

Bucher Gaby

19· Binggeli Theres

TCH BRD FRA BS BS

2·3°·87 2.31. 29 2.31.9 8 2.38.88 2041.86

RIESENSLALOM H E RREN 1. Bodenwinkler Rolf 2. Pacak Ivan 3· Zappa Fulvio 4· Zallmann Roben 5· Bersier Eric 10 . Berg Björn 11. Ferretti Paolo

Schenk Jean-Rene Moeschler Renaud Jenn y Markus Delacretaz Bernard Purtschert Guido 23· Stricker Claude 25· Menetrey Jacques 13 · 14· 16. 18 . 22.

SSV TCH !TA TCH FR BE BE NE NE ZH LA ZH LA LA

2.22.68 2.22 ·7° 2.23 .00 2.23 · 14 2.23 ·3° 2.25 .00 2.25·34 2. 25 . 58 2.25. 64 2.26.27 2.26·55 2.27 . 12 2.27 .24 2.2704 8

ABFAHRT HERREN 1. Beccari Giovanni 2. Schenk Jean-Rene

SAs-Cup-Sieger 1985 / 86 : Eric Bersier, SAS Fribourg SLALOM HERREN 1. Es-Borrat Francis 2. Zallmann Robert 3· Favre Aime 4· Grüter Hans 5· 7· 8. 10 . 11.

Köh ler Christian Moeschler Renaud Berg Björn Dupasquier Denis Stricker Claude

SSV TCH FRA ZH BRD NE BE LA LA

1. 2 5. 6 4 1. 2 5. 87 1. 27. 06 1. 27. 29 1.27·49 1. 27. 57 1.27. 6 7 1. 27.8 3 1. 27.9 2

ITA NE LA 3· Dupasquier Denis FRA 4· Favre Aime LA ). Claret Joel 8. von Wurstemberger Charles FR ZH 9· Purtschert Guido 16. Cleriot Marc FRA ITA 17· De Amicis Luigi 18. Stricker Claude LA LA 19 · Rochat Christi an 22. Bodenwinkler Hubert ZH 26. Delacretaz Bernard LA ZH 27· Bachmann Peter 28. Berg Björn BE

1. 39.97 1.40.2 I 1.4 0 . 2 7 1.4°·95 1.41.08 1.41. 24 1.41.26 1.43·13 1.43· 14 1.43. 26 1.43.4 6 1.43 .7° 1.44.5 I 1.44.6 5 1.45 .°9

26 9


ABFAHRT DAMEN I. Boschetti Lucille 2. Berbenni Roberta 3· David Anne 4· Bucher Gaby 11. Perret Anne Catherine 14· Fischer Pamela

Waldner Reinfried Schwarz Werner Jochum Christoph Prokes Jan 2·17·57·3 Devaux Jean-Fran<;ois Glass Eric Najotte Stephane 2.19. 22 .6 Bagmeres Olivier

2. Ö sterreich

FRA ITA FRA BS GE BS

1.4 8.17 1-48.66 1.49.80 I. 50.07 I. 52.40 I. 56.02

3· Frankreich

LANGLAUF D AMENloKM SAS-RENNEN IN ZWEISI MMEN jSPARENMOOS 58 . SCHWEIZERISCHE HOCHSCHULMEISTERSCHAFTEN 3.- 5· Februar 1984 LANGLAUF D AMEN 5 KM 1. Resch Marlene 2. BailOdile 3· Devaux Marie-Pierre 4· Blanchard Christine 9· Willmes Petra 10. Kuli Marianne 12. Sauvain Eveline

18.09. 6

AUT FRA FRA FRA ZH ZH NE

18·44·3 18-47·7 19. 08 .7 19-4 6. 2 19·49·3 20·51.9

LANGLAUF HERREN 10 KM I. Condrau Giusep 2. Buron Jan 3· Kopp Peter 4· Schu ler Michael 5· Buron Andrzej 6. Prokes Jan 7· Rummel Bernd 8. Jochum Christoph 9· Bruns Henning 10. Kopp Ueli

SG POL BE BRD POL AUT BRD AUT BRD ETHZ

4°·34·9 41.3 6 .0 41.41.8 41.5 6.8 4 2. 14. 0 4 2-47-4 4 2-4 8. 6 4 2.52.0 4 2.5 8.1 43. 10 .7

Resch Marlene 2. Gindre Fran<;oise 3· Frasse-Sombet Gabi 4· BailOdile 13· Willmes Petra 14· Sauvain Eveline 15· Robadey Veroniq ue I.

Frankreich

2. BRD

3· Österreich

D evaux Marie-Pierre B1anch ard Christine Coupe Christine Ketterer Franziska Schmid Si grit Wank Elfriede Bammer Tanja Schweiger Sylvia Resch Marlene

I. Condrau Giusep 2. Buron Jan 3· Rummel Bernd 4· Kopp Peter 5· Buron Andrzej 6. Bagmeres O li vier 7· Prokes Jan 8. Kopp Ueli 9· Schartel M art in 12. Engebretsen Andreas

58.52 . 1

59.5 6. 2

1.01.20.0

STAFFELLAUF HERREN 4 x 10 KM I.

BRD

27°

Schartel Martin Bruns Henn ing Schuler Michael Rummel Bernd

2.15·F·2

31. 26 .9 31.51.4 31.5 6.8 F-4°·3 36 .°5. 0 36 .5°.3 38. 16 .5

LANGLAUF H E RREN30KM

STAFFELLAUF D AMEN 3 x 5 KM 1.

AUT FRA FRA FRA ZH NE GE

Werner Lüthi,

SAS

Lausanne

SG POL BRD BE POL FRA AUT ETHZ BRD ETHZ

1.26.00·3 1.26-4 2.9 1. 27. 08 .8 1. 27.52-4 1.28.22·3 1.28'37.8 1.28-4 6'3 1. 29. 11.4 1. 29. 26 -4 1. 29.5'.5


58. SCHWEIZERISCHE HOCHSCHULMEISTERSCHAFTEN SAS-RENNEN IN MEIRINGEN-HASLIBERG

RIESENSLALOM DAMEN I.

Hojstricova Monika

2. Flück Karin 3· Uldry Veronique 21. Steinebrunner Tanja 23· Bucher Gaby

TCH SSV SSV ZH BS

2·32·79 2.34. 12

SAS-RENNEN IN ZWEISIMMENjSPARENMOOS 59. SCHWEIZERISCHE HOCHSCHULMEISTERSCHAFTEN 17·-

2·35· I 3 2-41.96 2-4 2. 89

20 · ]anuar

LANGLAUF DAMEN 5 KM I.

CSSR CSSR CSSR ZH BRD ETHZ NE

Parakova Maria

2. Srockova Stepanka

RIESENSLALOM HERREN I.

Dinser Jens

2. Kleger Bernhard 3· Kozma Peter 4· Bodenwinkler Rolf 5· Gigandet Xavier 9· 12.

13· 15· 21. 23· 25· 26. 27· 3°·

Berra Chrisrophe Bersier Eric du Pasquier Denis Pu rtschert Guido Berg Björn Zuber Andreas Lüthi Werner Griss Renato Zürcher Patrick Koller Bruno Moeschler Renaud

BRD SSV HUN ZH SSV SSV FR LA ZH BE BE BE ZH LA ZH NE

2.26.7 1 2.27·32 2.27.3 6 2.27. 66 2.28·°3 2.28'°3 2.28-48 2.28.84 2.28·99 2.29·43 2.3 0 . 27 2.3°-4 6 2·3°·87 2·3°·88 2·3°·99 2.p.20

Havlova Dasa Willmes Petra Wank Elfriede Conrad Annekäthi 7· Sauvain Eveline

3· 4· 5· 6.

2. 3· 4· 5· 6. 7· 8. 9· 13· 17· 23· 26. 28.

Schenk] ean-Rene Paschaliev Irin Purrschert Guido Lüthi Werner Zü rcher Patrick Zuber Andreas Stricker C1aude Bersier Eric du Pasquier Denis Moeschler Renaud Cattaneo Pascal Bodenwinkler Huben Griss Renato Grüter Hans

E BUL ZH BE FR BE LA FR LA NE GE ZH ZH ZH

I.

3· Hojstricova Monika 9· Bucher Gaby 14· Steinebrunner Tanja

SSV SSV TCH BS ZH

Condrau Giusep

2. Plechac Petr 3· 4· 5· 6. 7· 8. 9· 10.

Remund Mathias Bezecny Moymir Engebretsen Andreas Philipp ]ürg Rieckert Günther Godley Andrea RaaAaub Peter Kopp Peter

SG CSSR BE CSSR ETHZ ZH BRD BE ETHZ BE

4 2.00 .7 4 2.17.9 4 2 .57. 8 43.°4. 2 43. 18 .0 43-34. 6 43.5 8 .9 44.02 . 6 44·°3-4 44. 14.4

STAFFELLAUF DAMEN 3 x 5 KM 1.3 8 .0 5 1.3 8 .51 1.3 8 .7 8 1.39. 1 3 1.39·7° 1.40.61 1-4°.9 8 1.41.06 1.41.47 1.41.75 1.4 2. 24 1.4 2.77 1.4 2.93 1.43· 15

SUPER-G DAMEN 1. Caluori Nadja 2. Flück Karin

15·31.1 16.04. 8 16.23. 2 17. 1 5.5 17. 21.8 17.3 6 . 2 17.54. 0

LANGLAUF HERREN '5 KM

SUPER-G HERREN I.

'985

Havlova Dasa Stockova Stepanka Parakova Maria 56 -4 8. 3 2. BRD Wank Elfriede Ketterer Franziska Dornhöfer Susanne 1.0°-46 .9 3· ETHZjUni Zürich Willmes Petra Conrad Annekäthi Grünenfelder Beatrice 1.02.28·7 I.

CSSR

STAFFELLAUF HERREN 3 x Iq KM I.

CSSR

2. Uni Bern 1.45.7 1 1.45 . 8 7 1.46.21 1.48,39 1.5 0 .85

3· ETH Zürich

Paulus Carel Plechac Petr Bezecny Moymir 1.3 8.00.2 Remund Matthias Godley Andrea Kopp Peter 1.3 8 .3°.8 Kopp Ueli RaaAaub Peter Engebretsen Andreas 1.39'°4. 8

27 I


LANGLAUF DAMEN 10 KM 1. Parakova Maria 2. Havlova Dasa

Stockova Stepanka Conrad Annekäthi Willmes Petra Ketterer Franziska 7· Sauvain Eveline

3· 4· 5· 6.

CSSR CSSR CSSR ETHZ ZH BRD NE

LANGLAUF HERREN 30 KM 32. 21.2 32.5 6 .9

1. Condrau Giusep 2. Annaheim Daniel

33. 20 .4 35. 29. 2

3· 4· 5· 6.

35-45·7 36 .0 1.3 37. 18 .4

7· 8. 9· 10.

Philipp Jürg Plechac Petr Bezecny Moymir Raaflaub Peter Godley Andrea Engebretsen Andreas Volken Raoul Kopp Peter

SG BE ZH CSSR CSSR ETHZ BE ETHZ BE BE

1.22.5 8.5 1. 2 7.°5. 0 1.28'°7 ·5 1.28.28 .0 1.28.4° .7 1.28 · 57-4 1. 29.°7. 2 1. 29-4 8 . 2 1. 29.53 . 1 1. 30. 32-4

60. HOCHSCHULMEISTERSCHAFTEN SAS-RENNEN IN LENK 20.- 24. Januar 1986

SLALOM DAMEN 1. Hojstricova Monika 2. Kolatkova Marcela 3· May Gaby 9· Sidler Margrit-Anne

Steinebrunner Tanja

I!.

TCH TCH SSV ZH ZH

1.46.63 1-49. 08 1.49. I 6 1. 53-48 1.54-43

3· Knöri Martin 4· Wachter Christoph 10. Koller Bruno '3 · Bondenwinkler Huben 18. Steifen Peter '9 ' Benz Patrick 29· Kozma Andreas

SSV SSV SSV SSV ZH ZH ZH FR ZH

1.44·93 1.45·7° 1.4 6 . 59 1.4 6 ,94 1.51.22 1. 52.55 l.j 6. 30 l.j 6'93 2.02.9 8

3· Zakova Ingrid I!.

Selz Florence

12. Steinebrunner Tanja '3· Pinorin Maria Theresa 16. Nauer Prisca 18. Maechler Ralfaela

TCH BE TCH GE ZH LA ZH ZH

1.

Soltys Peter

3· Gagniere Vincent 4· Bires Marian

27 2

TCH ZH FRA TCH

ZH ZH BE NE GE ZH FR ZH FR LA

2.59 .26 3. 00 .7 8 3. 00 .99 3. 02 .°9 3. 02 .3° 3.°4. 27 3.06 .31 3·07 · '5 3. 08 .9 8 3·09 · '7

ABFAHRT DAMEN 1. Aufranc Sylvie 2. Selz Florence 3· Zbinden Magali 7· Steinebrunner Tanja 8. Nauer Prisca 9· Sidler Margrit-Anne

2.45 . 8, 2-47.3 6

SSV GE SSV ZH ZH BE ZH GE FR

2.13. 6 3 2.15 · '4 2.15.7 6 2.18.68 2. '9.34 2. '9.6, 2. '9.73 2.21.3 8 2.21.8,

ABFAHRT HERREN

2.5°.4

' 2·54·59 2·55-44 2.56.7 8 3. 00 .4 8 3.04.3 I

RIESENSLALOM HERREN 2. Bläsi Roland

Griss Renato Koller Bruno Lüthi Werner Moeschler Renaud Schäppi Urs Steifen Peter Zürcher Patrick Kozma Andreas Benz Patrick Claret Joel

10. Maechler Ralfaela 15· Schnyder Anne-Christine 16. Schuler Claudia

RIESENSLALOM DAMEN 1. Hojstricova Monika 2. Sidler Margrit-Anne

'5· 20 . 21. 25· 26.

SLALOM HERREN 1. Rey J ean-J acques 2. Anderegg Jörg

5· 7· 8. 10. 11.

2.55.3° 2.5 6.66 2.5 6.73 2.57. 65

1. Haindl Oli ver 2. Längauer Lars 3· 4· 5· 7· 18 . 21. 22. 24· 26 . 27· 28.

Kelly Sean Imboden Christian Kovar Matthew Bersier Eric Steifen Peter Krull Laurent Schnyder Nicolas Prodhom Per Moeschler Renaud Lüthi Werner Schenk Jean-Rene

ZH SSV SSV SSV USA FR ZH SUI GE GE NE BE NE

2.° 5.9 ' 2.06.12 2.06.18 2.06.6+ 2.06 .65 2.°7. 20 2.10 .76 2.1 1.3° 2.11.46 2.II.83 2.11.99 2· \2 ·°4 2. I 2. 16


EM Hans Grimm, SAS Z체rich, Initiant und Organisator der SAS Expeditionen und Tourenwochen 1966- 1986

EM Philipp Gillieron, SAS Geneve: Initiant und Organisator der AH -Wochen Semaines de Ski Alte Herren seit 1968

1984 1.- 8. April Zermatt, Hotel Mt. Cervin '98) 10.- '7 . M채rz Gstaad, Hotel Palace 1986 2.- 9. M채rz Laax-Flims, Park Hotels Waldhaus

Donatorin Anna Imseng, R체schlikon

273


SAS-RENNEN IN LENK 60. SCHWEIZERISCHE HOCHSCHULMEISTERSCHAFTEN

STAFFELLAUF HERREN 3 x 10 KM 1. Uni Bern

2. CSSR

LANGLAUF DAMEN) KM 1. Kamphenkel Claudia 2. Vasikova Dagmar 3· Watach Danuta 4· Tremkova Jana 7· Sauvain Eveline 10. Willmes Petra 11. Conrad Annekäthi

BRD CSSR POL CSSR NE ZH ETHZ

LANGLAUF HERREN J. J anousek Martin 2. Remund Mathias 3· Bonthoux Bernard 4· Prchal Lubos ). Philipp Jürg 6. Condrau Giusep 7· Hajek Michal 8. Badi Frederic 9· Faivre Nicolas 10 . Volken Raoul

I)

2. Polen

3· Uni NE/Uni ZH

3· Uni Neuchätel

22-44·9 24. 28 .1 24·)2·7 2).00.)

KM

CSSR BE FRA CSSR ZH SG CSSR FRA FRA BE

STAFFELLAUF DAMEN 3 X 1. CSSR

22.08 ·9 22.18.2 22 .32. 6

46 .)7-4 47.43. 8 47-44.8 48.10. 2 49. 2 ) '9 49 .32. 1 49.3) .0 49-49.0 49·)0·9 )0.13. 8

)

KM

Snahnicanova J arka Tremkova Jana Vasikova Dagmar Pawlik Krystina Zwolak Malgorzata Watach Danuta Willmes Petra Sauvain Eveline Pipoz Jeanne-Marie

1.08·34·7

1.48.33. 1

1.4 8'3).6

1.) 2.00.0

LANGLAUFDAMEN10KM 1. Kamphenkel Claudia 2. Watach Danuta 3· Vasikova Dagmar 4· Zwolak Matgorzata 9· Sauvain Eveline 10. Conrad Annekäthi 12. Willmes Petra

BRD POL CSSR POL NE ETHZ ZH

39 · 11. 3 39-4°·1 39.4 6 .7 39-47.0 4 2.°7. 6 42.3) .2 44-4 2.0

LANGLAUFHERREN30KM 1. Janousek Martin 2. Remund Mathias 3· Cieplak Zbigniew 4· Condrau Giusep ). Annaheim Daniel 6. Prchal Lubos 7· Kopp Peter 8. Rohweder Karsten 9· Philipp J ürg 10. Gut Stefan

1.°9·°3·7

1. 14. ) 4·6

Scherenschnitt von Peter Kopp,

274

Annaheim Daniel Volken Raoul Remund Mathias Hajek Michael Prchal Lubos Janousek Martin Luethi Jean-Michel Fatton Didier Huguenin Thierry

SAS

Bern

CSSR BE POL SG BE CSSR BE ETHZ ZH POL

1. 38. I).) 1.39. 19.4 1.42.2) .2 1.44.0 ) ·9 1.46.03. 8 1.47·39·7 1.47·4°·8 1.48.16.1 1-48.16.8 1.49· 19·9


16. ENGADIN-SKIMARATHON SAS-WANDERPREIS I!.

März 1984 Sektion Jahrg. elf. Zeit sAs-Zeit

Name

BE BE ZH 3· Frey Walter 4· Rohweder Karsten ZH ZH 5· Bollag Hansruedi 6. Kaech Arno ld BE ZH 7· Bergmaier Hans 8. Gasner Christian BE ZH 9· Kiser Beat 10. Gurtner Alain GE 1. Berg Truls 2. Hammer Bruno

'932 '953 '927 1959 '94 2 '9'4 '9'9 195° 195 6 194 8

2.06 ·55 1. 57·' 3 2.3 6 .5 8 2.01. 23 2.,6·°4 3. ,6.02 3.°4.3 8 2.18-47 2. Ij.j1 2.26.06

1. 38 . 55 3 2.00.28 2.01. 23 1.j 6. ,

2·°3·°4 2.11 .02

2.'2.08 2. 14·47 2.15·51 2.20.06

17. ENGADIN-SKIMARATHON SAS-WANDERPREIS 10. März 1985 Sek tion J ahrg. elf. Zeit sAs-Zeit

Name 1. Berg Truls 2. Kopp Ueli 3· Annaheim Daniel 4· Phillip Jürg 5· Hammer Bruno 6. Kopp Peter 7· Bollag Hansruedi 8. Bergmaier Hans 9· Furter Rolf 10. Kaech Arnold

BE BE BE ZH BE BE ZH ZH ZH BE

1932 19 62 1959 195 8 1953 1959 194 2 19 19 195 6 19 14

2.02 .26

1.32·54

' .4°.44 1.41.49 1-48. 18 1.51. 27

1.4°-44 1.41.49 1.48. 18

2·°9 ·37 2.5 6 -4 8

1.49·27 1.51.43 1. 55.07 2.01.48

2.02·57 3. 1 3. 11

2.02·57 2.°5. 11

1.51.43

18. ENGADIN-SKIMARATHON SAS-WANDERPREIS 9. März 19 86 Name

Sektion J ahrg. elf. Zeit sAs -Zeit

1. Hammer Bruno BE 2. Rohweder Karsten ZH 3· Raaflaub Peter 4- Kopp Peter 5· 6. 7· 8. 9· 10.

BE BE BE Schoch Järg Gurtner Alain GE Bollag Hansruedi ZH J ezler Christoph ZH Holiger G . Andrea LA Burlet Klaus FR

1953 1959 '95 8 1959 19 6 3 194 8 194 2 194° 1952 194 2

1. 52-49 1.54- 21 1. 56. 34 1.5 8 ' 38 2.00·35 2.°9. 12 2.19 ·3° 2.33 .11 2.22.5 I 2.37 .11

1-49·49 1. 54. 21 1.j 6. 34

1.5 8 '3 8 2.00·35 2,01.12

2·°3·3° 2.14. 11 2. 18·51 2 . 21.11

275


I I

/-'

Heli-skiing freaks

Pb010 D . Preisig


D on ato r M ax M端ll er,

SAS

Z 端rich


ITALO-SUISSE-RENNEN IN CORTINA D ' AMPEZZO

PARALLELSLALOM

RIESENSLALOM

SAS- Tei lnehmer 1. 2. j. 6. 8. 10.

1.

Stricker J. CI. Russenberger Mare Schenk J. R. Strub Martin Schmid Christoph Touron Alain

2. 3· 4· j. 6. 6. 8.

sc 2. 3· 7· 9· 12. '3 ·

9· 10.

18

D' Amico Pao lo Lacedelli Giovanni Moser Sandro Giavi Raimondo D' Amico Roberto Bussand ri Bill y

10. 12. 13· '4· Ij. 16.

Dimai Walter Zoldan Arturo D' Amico Paolo Schenk J. R. Stricker J. CI. Lacedelli Giovanni Cipriano Mario Russenberger Mare Bussandri Bill y Moser Sandro Giavi Raimondo Strub Martin (BS) Schmid Christoph Touron Alain (Fr) Furrer Andreas (BE) Graf Albert (GE)

Gesamtrestlftat Teams

sc

Jean-Philippe Rochat,

SAS

Lausanne

18

gewinnt gegen

SAS

sc sc sc

18

1. 0 7.9 2

18

1. 10.73

18

SAS SAS

sc sc

1.11.28 18 18

SAS

sc sc sc

1.1 0.9 8 1.11.14

1. '3 . 1j 1. '3 . 1 j 1.13. 28

18

1.13. 6 3

18

1 . 14. 2 7

18

1·14·27

SAS

1.14. 8 4

SAS

1.14 ·99

SAS

1. 1 j . 36

SAS

1. 1 j. j 6

SAS

1. I j .82


50 JAHRE ITALO-SUISSE 19 36-1986

sr MORITZ

2.- 6. April 1986

RI ESENSLALOM

I.

D' Amico Paolo

sc 18

2. Rochat Jean-Philipp

SAS

3· V. Wurstenberger Charly 4· Zuber Andreas

SAS

5· 6. 7· 8. 9· 10.

11. 12. '3.

14· '5·

Ferretti Paolo Girardi Luca Wi ll i Mario Fuhrer Andreas Miari Fulcis Fulcio Rebecchini Fabiano Schriber Patrick Lacedell i Luca Mazzo leni Nando Hermann Char ly Bizzarini Nicola

SAS SAS

sc 18 SAS SAS

sc 18 sc 18 SAS

sc 18 sc 18 SAS

sc 18

1.39. 8 5 1.40 .5 2 1.41.4° 1.41.43 1.4 2.35 1.4 2 .54 1.43. 84 1.45. 16 1.45 . 20 1.45·3° 1.46.8 5 1.47-4° 1.47·49 I. 5°.31 I. 51.4 8

PARALLELSLALOM

I.

Lacedelli Luca

2. Ferretti Pao lo 3· 4· 5· 6. 7· 8. 9· 10 . 11. 12. '3.

'4· '5· 16 .

Miari Fulcis Fulcio Girardi Luca Rochat Jean-Philippe V. Wurstenberger Charly Miari Fulcis Carlo Zuber Andreas D' Amico Paolo Willi Mario Fu hrer Andreas Schriber Patrick Nazzo len i Nanco Bizzarini Nicola Medail Patricia Hermann Char ly

I.

sc 18

2. SAS

sc 18 SAS

sc 18 sc 18 SAS

56 .4 1 )7.63 58.06 58 . 24 58 .55

sc ,8

58 . 6 3 59. 10

SAS

59. 1 5

sc 18

59·43 59·45 59·47 59.7 8 60 .00 61.60 61.82

SAS

SAS SAS SAS

sc sc 18 sc 18 SAS

35 I. 24 351 . 88

279


Lepus Timidus Varronis Miller: Unser Schneehase

280

Donator Institut f端r Sportmedizin, Pepo Berry,

SAS

Z端rich


7. INTERNATIONALER SAS-PENTATHLON IN GRINDELWALD 30./3 I. März / I. April 1984 EINZELRESULTATE Rang I.

2. 3· 4· 5· 6. 7· 8. 9· 10. 11. 12. 13· '4· 15 · 16. 17· 18. 19· 20. 21. 22. 23· 24· 25· 26. 27· 28. 29· 3°·

Name

Team

Giant

Jump

Curling

X-Ski

Swim

Total

Hammer Bruno Boehm Eduard Bollag Hansi Boehm !rene Schmid Oliver ] irsa Martin Kakes Peter Bollag Ueli Melloni Allessandro Annaheim Daniel Ahlm Roger Denzier Hanspeter Schweizer J ürg Poncet Pierre Russenberger Marc Strub Martin Blair Andy Bollag Jürg Grohs Chris Spieler Fritz Gammeter Sepp Hemmingway Bill Hug Thomas lsepp Chris Hrynkiv Jaroslav Weder Walter Terraillon Marc Soelle Wolf Kopp Ueli Tournier Alec

Mühlegasse Ex Prager The Wild Brothers lce Cream Soda Manicolor Ex Prager Ex Prager The Wild Brothers I Tre Mona Mühlegasse The Fun Boys The Outhandles The Outhandles Les Avions The Outhand les Manicolor Cairngorm Ski Club The Wild Brothers Passo Promillo TV Grindelwald The Fun Boys Cairngorm Ski Club B1ack Puddings Passo Promillo Münchner Mix sAs-Holes Speaker's Suite Passo Promillo Mühlegasse Les Tetzystes

1061

101 5 9 88 101 9 108 9 875

53 8 769 70 7 661 87 6 784 5°7 69 2 5°7 769 49 2 5'53 523 399 67 6

"7 1 102 4 1'4 8 84 1 816

1°43 1°17 99° 9 22 1104 784 93 6

4 828 4 802 466 5 45 8 5 451 6 45 06 43 87

947 9 88 893 677 767 8°3 866 808 854 97 6 10 56 952 7°° 8°7 1157 733 69 6

4347 43 08

1°°4 801 10 72 845 1010 101 9 67 2 9 24 549 1°5° 106 9 99 8 I I 18 885 85° 85 6 63 6 10 47 101 4 808 27 2 93° 953 98 5 1°53 96 5 102 4 895 861

lall

1081 1°37 799 9 16 99 1 9 26 9 84 '°73 937 844 752 789 101 9 97 8 1012

861 937 1°4° 968 935 1°47 95 8 875 999

799 861 5°7 369 44 6 569 815 553 33 8 523 27 6 3°7 33 8 92 44 6

917 844 999 1°9° 1143 1°43 9 20 9 21 75 8 877 82 9 706 1149 722 9 27 85 8 86 5 7 89 9" 7°5 883 860 7 19 II82 711

753 74 6 699 794 788 797

427° 4 2 53 4 2 35 4 22 9 4 21 4 4 18 3 417 6 4 1 51 4 137 4 1°9 406 5 4°54 397° 394 2 393 8 3934 3893 387 8 38 33 38 32 381 4

MANNSCHAFTS -KLASSEMENT Rang I.

2. 3· 4· 5· 6. 7· 8. 9· 10.

Team

Namen

Ex Prager The Wild Brothers Mühlegasse The Outhandles Manicolor Passo Promillo Cairngorm Ski Club The Fun Boys Münchner Mix Ice Cream Soda

(Boehm Eduard, Jirsa Martin, Kakes Peter) (Bo llag ]ürg, Bollag Hansi, Bollag Ueli) (Hammer Bruno, Kopp Ueli, Annaheim Daniel) (Schweizer Jürg, Denzier Hanspeter, Russenberger Marc) (Berg Nicolas, Schmid Olivier, Strub Martin) (Soel le Wolf, Grohs Chris, lsepp Chris) (B lair Andy, Hemmingway Bill, Ligget Andrew) (Do ld Richard, Ah lm Roger, Gammeter Sepp) (Petrasek Monika, Hoffmann Georg, Hrynkiv Jaroslav) (Staehli Markus, Boehm Irene, Schüpbach Urs)

Total

13 695 13 149 12 93° 12647 12°9 1 11880 11760 1174 1 I I 431 112 49

281


8. INTERNATIONALER SAS-PENTATHLON IN GRINDELWALD 22. / 23. / 24. März

1985

EINZELRESULTATE Rang I.

2. 3· 4· 5· 6. 7· 8. 9· 10. 11. 12. 13· 14· 15· 16. '7. 18 . 19· 20. 21. 22. 23· 24· 25· 26. 27· 28. 29· 3°·

Name

Team

Giant

Jump

Curling

X-Ski

Swim

Total

Herben Harald Schweizer J ürg Hammer Bruno Schörghofer Georg Grüter Hans Böhm Eduard J irsa Manin Boehm Irene Fraschini Andrea Wirnsberger Jörg Radici Fausto Mandl Herben Spieler Walter Melloni Alessandro Holinger Andrea Melloni F. Stefano Isepp Martin Gattiker Guolf Stoephasius Rainer Peter Henri Kaiser Alexander Hug Thomas Brunisholz Olivier Exenberger Helmut Just Godi Binggeli Theres Weder Walter Kopp Ueli Soelle Wolf Cosandier Pierre-A.

ASC-Innsbruck I The Outhandles Mühlegasse Ex Prager The Outhandles Ex Prager Ex Prager Quelle Epique Equipe I Tre Mona ASC Innsbruck II I Tre Mona ASC-Innsbruck I TV Grindelwald I Tre Mona Sensas'sion Fone I Sai Va Salzburger Nockerl Ist Continental TE ASC-Innsbruck III Sensas'sion Forte Salzburger Nockerl Black Puddings Drüseinvalides ASC-Innsbruck I TV Grindelwald Quelle Epique Equipe sAs-Holes Mühlegasse Passo Promillo Coca-Boys

9 22 9°5 944 1°99 114 2 9 25

10 51

399 753 43° 399 67 6

101 3 94 2 12 43

1202 9 68

43° 753 69 2

1°3 8 9°4 6II 84 1 694 9 13 667 10ll II 83 1086

4 6 57 459° 4559 4552 453 8 45'8 44'7 4 2 55 4 201 4 14 2 4°9 1

9°8 108 5 1°43 ll63 949 97° 764 56 3 9 87 4 19 768 718 99 1 606 535 8°7 969 10 58 1°35 885 812 2°5 939 894

1022

89 2 1°4° 964 1°5° 1°35 966 960 1°°5 9 19 10 46 862 82 4 94° 9 26 834 9 13 882 9°3 97 8 862 966 97 8 964 889 94 6 84 8 99 2 79 6

399 3°7 461 53 8 53 8 47 6 ° 63° 69 2 49 2 47 6 461 6Ij 3°7 384 18 4 3°7 47 6 323 384 92 33 8

1000

828

935 755 604 65 6 844 99 2 969 527 599 64 6 474 718 1260 62 9 . 554

1°5° 101 4 9 28 10 75 8'7 9°1 95 8 973 849 774 794 9 17 9 26 9 67 810 108 9 800 944 633 797 79 6 74 6 597 81 4 7°7 788 82 4 886

3995 39 69 39 6 3 3939 3877 38 59 3816 38°5 375 8 3753 374 2 364 2 35 6 5 3549 353 8 35 06 34 8 5 347 6 34 68

MANNSCHAFTS -KLASSEMENT Rang I.

2. 3· 4· 5· 6. 7· 8. 9· 10.

282

Team

Namen

Ex Prager I Tre Moni ASC-Innsbruck I The Outhandles Mühlegasse Quelle Epique Equipe Sensas' sion Forte ASC Innsbruck II Salzburger Nockerl I Sai Va

(Böhm Eduard, Jirsa Martin, Schörghofer Georg) (Melloni Alessandro, Radici Fausto, Fraschini Andrea) (Herbert Harald, Mandl Herbert, Exenberger Helmut) (Denzier Hanspeter, Schweizer Jürg, Grüter Hans) (Hammer Bruno, Kopp Ueli, Züllig Daniel) (Joss Ursula, Binggeli Theres, Boehm Irene) (Peter Henri, Holinger Andrea, Rochat Jean-Philipp) (Lorenz Peter, Schaber Arthur, Wirnsberger Jörg) (Mussnik Herwig, Kaiser Alexander, Isepp Martin) (Bossetti Roberto, Melloni F. Stafano, Marconi Franco)

Total

134 87 122 55 122 17 12 '79 110°3 1°947 1°945 1°759 10 55I 102 52


The Wild Brothers: Hansi Bollag, Deli Bollag, J端rg Bollag (beste Schweizer Mannschaft '984)

Die Gleitige: Mare Russenberger, J 端rg Schweizer, Hans Gr端ter (Pentathlon-Sieger '986)


9. INTERNATIONALER SAS-PENTATHLON IN GRIND ELWALD 14·j I5 ·j I6.März 1986 EINZELRESULTATE Rang 1.

2. 3· 4· 5· 6. 7· 8. 9· 10. I!.

12 . '3 · '4· 15· 16. 17· 18 . 19· 20. 21. 22. 23· 24· 25 · 26. 27· 28. 29· 3°·

Name

Team

Giant

Jump

Schweizer J ürg Lüthi Jean-Mare Herbert Harald Frasehini Andrea Russenberger Mare Sarott Constant Moen Eilif J irsa Martin Poneet Pierre Tournier Alee Holinger Andrea Boehm Eduard Puthod Jean-Pierre Melloni Stephano Melloni Alessandro Radiei Fausto Berktold Peter Nagiller Hermann Roehat Jean-Philippe Remund Matthias Spieler Walter Poneet Nieolas Hug Thomas Sehmid Christoph Staehli Markus Grüter Hans Heller DanieJJe Hammer Bruno Hemmingway Bill Cattaneo Pascal

Di Gleitige MI ASCII I Tre Mona Di GJeitige Mühlegasse Cairngorm Ski Club Ex Prager Les Vieux Invalides Lex Vieux Invalides Sensation Forte Ex Prager Freneh Kiss I Sai Va I Tre Mona I Tre Mona ASCI I ASCII Sensation Forte Müh legasse TV Grindelwald I Speaker's Suite Blaek Puddings M, lee Cream Soda Di Gleitige In Aqua Typhus Mühlegasse Cairngorm Ski Club Xenopus

1°°7 '°47 995 10 49 94 8 '°7 1 862 982 10 9 1 881

1°°5 ' ° 91

994 979 106 7 846 883 101 0

'°3° 10 39 '°4° 657 82 7 95° 979 93° 9°6 1°55 9 22 944 397 973

1°74 1029 934 1 00 1

1°94 10 76 108 7 1°°5 101 9 102 9 9°8 '°33 875 994 99 8 1° 4 ' 966 8° 5 9 87 9°5 94 ' 1°3° 868 977 86 9 73 6 9 ,8 977

Curling

4 15 101 5 276 769 83 0 415 43° 49 2 49 2 73 8 353 215 661 553 384 384 323 615 53 8 584 4 61 29 2

X-Ski

Swim

Total

1'°5 745 1°34 87° 1010 108 3 I I 17 10 38

1°9 6 7 16

4628 461 4 4601 45 62 45 08 45 06 44 86 447 8 439 8

757 81 3 1082 1°9 1 775 934 1128 999 775 77° 9 28 115 8 '°4° 94 1 94 8 826 82 9 77 8 794

43° 4 5 ' 615 323 47 6 26,

1101

799 49 2

724 668

12.2.2.

845 786 93 6 9 83 89° 97 1 94 2 9" 1026 897 917 997 85 6 10 9 2 7°5 666 933 812 102 9 8°9 86 3 844 9 20 97 6 99 ' "9 2 826

4379 4359 434° 43°8 4 28 3 4 26 7 4 243 4 218 4'7° 413 8 4 137 4'2 7 4 1I7 4 ' °7 40 64 4062 4°53 4°37 4°33 4°3° 393 6

MANNSCHAFTS-KLASSEMENT Rang I.

2. 3· 4· 5· 6. 7· 8. 9· 10.

Team

Namen

Total

Die Gleitige I Tre Mona ASCI I Ex Prager Mühlegasse Cairngorm Ski Club Sensation Forte M, I Sai Va Les Vieux Invalides

(Schweizer Jürg, Russenberger Mare, Grüter Hans) (Melloni Alessandro, Frasehini Andrea, Radiei Fausto) (Herbert Harald, NagiJJer Hermann, Berktold Peter) (Boehm Eduard, Jirsa Martin, Strejeek Georg) (Remund Matthias, Hammer Bruno, Sarott Constant) (Moen Eilif, Hemmingway Bill, Blair Andy) (Peter Henry, Holinger Andrea, Roehat Jean-Philippe) (Metzler UIi, Sehmid Christoph, Lüthi Jean-Mare) (Melloni Stephano, Ercolani Yaja, Marconi Franco) (Tournier Alee, Poneet Pierre, Urfer Benoit)

13 18 9 '3 °7 2 12 989 12 7 22 126 76 123 67 12 3 5 ' 1208 5 I 1840 1145 6


Hermann Gericke, SAS Zürich: FIsu-Sieger 1951 und 1955, 2. Rang 1953, Schweizermeister 1948- 1956 im Schwimmen (Rückencrawl). Hier gratuliert ihm Charly Schneiter, SAS Zürich

Grindelwald 1932: 103 Herbert Lindlar, 27 «Sioux» Müller, 98 Bertel Suhner, 39 Eduard Gugler (Angaben gemäss Paul Stein)

•I


WINTER-UNIVERSIADE 1985 Italien ABFAHRT DAMEN 1. Charvatova Olga 2. Gantnerova Jana 3· Fernandez-Ochoa Blanca 18. Selz Florence 24· Bucher Gaby 28 . Sidler M.-Anne

TCH TCH SPA SUI SUI SUI

SLALOM HERREN 1.17. 8 3 1.18 .26

1. Tonazzi Marco 2. Popangelov Peter

1. 19.09

3· Gerosa Carlo 6. Moeschler Renaud 12 . Berg Björn

1.21.99 1. 2 3.°3 1. 2 3.97

13 · Stricker Claude 18. Griss Renato 28. Du Pasquier Denis

ITA BUL ITA SUI SUI SUI SUI SUI

1.44· 37 1.44.) I 1.44. 8 ) 1.49-4° 1.) 1.0) 1.) 1.63 1.) ).) 9 1.) 9· 3)

ABFAHRT HERREN 1. Cigola Igor 2. Dinser Jens 3· Marzola I van 4· Luethi Werner ).

7· 14· I).

17 · 23 ·

Du Pasquier Denis Schenk Jean-Rene Berg Björn Moeschler Renaud Stricker Claude Purtschert Guido

ITA BRD ITA SUI SUI SUI SUI SUI SUI SUI

1.) 1. 1 3

KOMBINATION HERREN

1.)2'9° 1. 52.99 1.)3 .18

Combine alpin

1.)3.89 1.)4. 14

2. Marzola Ivan

1.)) .32 1.)) .77 1.) ).8)

l.

Pochobradsky Pavel

3· Moeschler Renaud 4· Berg Björn 7· Du Pasquier Denis

TCH ITA SUI SUI SUI

1.) 6. 19

KOMBINATION DAMEN RIESENSLALOM DAMEN 1. Fernandez-Ochoa Blanca 2. Zini Daniela

Charvatova Olga Bucher Gaby Sidler M.-Anne Selz Florence 44· Binggeli Therese

3· 36 . 38. 41.

SPA ITA TCH SUI SUI SUI SUI

2.02.) ) 2.04· 79 2.°4. 81 2.14. 16 2.14.36 2.16 .23 2.18.29

RIESENSLALOM HERREN 1. Franko Jure 2. Strel Boris 3· Salvadores-F. Carlos 22 . Du Pasquier Denis 26. Bersier Eric 32· Berg Björn 34· Purtschert Guido 36 . Moeschler Renaud 37· Griss Renato )2. Grueter Hans )6. Ferretti Paolo

JUG JUG SPA SUI SUI SUI SUI SUI SUI SUI SUI

2.28.00 2.28·17 2.28 .63

1. Charvatova Olga 2. Tlalka Malgorzata 3· Mojstricova Monika

TCH POL TCH

LANGLAUF HERREN 1. Nikitin Vladimir 2. Barco Silvano 3· Prokurorov Aleksey 9· Condrau Giusep 3) . Godly Andrea 38. Annaheim Daniel 49· Philippe Jürg ) 2. Remund Matthias

I)

3) ·9) 57 ·7 9 67·°7

KM

URS ITA URS SUI SUI SUI SUI SUI

3) .3° . )0 3)-49 · )0 3)·)1.60 37. 27.3° 39· p. 7° 4°·°9 ·9° 4°,)9. 60 4 2 .3) ·9°

2,36.2 ) 2·37· ) ) 2·39·°4 2.39. 29 2·39,) 3 2.39. 61 2·43 · I 3 2-44·°7

LANGLAUF HERREN 30 KM 1. Nikitin Vladimir 2. Prokurorov Aleksey 3· Barco Silvano 12. Condrau Giusep 33 · Philippe J ürg 44· Godly Andrea

URS URS ITA SUI SUI SUI

1. I 2-42. 30 1.'3.52. 80 1. 14.22 .60 1.16 .21.70 1.21.32.00 1.2). 11.4°

SLALOM DAMEN 1. Bonflni Nadia 2. Tlalka Dorota 3· T lalka Malgorzata 2) . Binggeli Theres 27· Sidler M. -Anne

286

ITA POL POL SUI SUI

1.14.04 1. 14.) 8 1. 14.6) 1. 26. 37 1. 27.01

LANGLAUF DAMEN) KM 1. 2. 3· 8.

Furletova Natalja Dal Sasso Guidina Stepanova J ulia Lengacher Anna lise

URS ITA URS SUI

14.27.00 14.39 . 80 14. p.oo 1) .37.60


Prisident Vice-prisidents Chefjinances Chef materiel Chef alpin Chef alpin adjoint Chef nordique Chef actions speciales Membre adjoint Relations ASUS

Paul CHOFFAT Franeo PASQUALI Philippe GUYOT Maurice DUBOIS Jean FONTANNAZ Jean-Philippe ROCHAT Bernard DELACRETAZ Gian Andrea HOLINGER Herbert MARXER Christian GABUS Fran<;ois ROUGE

COMMISSION DE PUBLICITE Christian ROCHAT Patrice GIRARDET Philippe JUILLARD Philippe REYMOND Dominique BRANDT Raoul IMSENG

President SAS News-PR

Administration Red. Schneehase

COMMISSION TECHNIQUE Prisident Vice-president Adjoint alpin (contacts FIS) Adjoint nordique (contacts FISU) Chef alpin Chef nordique Chef re/ive Organisation SHM Chefjuge-arbitre Chef chronomitrage Chef alpinisme

Ivan WAGNER Urs SCHÜPBACH Jean-Jaques CLAVADETSCHER Fritz HOLZER Hanspeter DENZLER Bruno HAMMER Jost SCHNYDER Olivier BRUNISHOLZ Rudolf G LARNER Peter SCHÜPBACH Ulrich STÜSSI


DIE AUTOREN DES 33· JAHRBUCHS Dr. J ürg Alean Dr. Walter Amstutz Manfred Aregger Truls D. Berg Dr. Franc;:ois Bornand Prof. Jean Brechbühl Prof. Dr. Hans-Ueli Buff Dr. Ulrich CampeIl Paul Choffat Erwin Eyer Dr. Albert Fanchamps Philippe Gillieron Christine Grandjean Aksel Gresvig Dr. Tina Grütter Dr. Bruno Hammer Prof. Dr. Heini Hediger Pierre Hirschy Marc Hodler Dr. Martin Hodler Dr. Raoul Imseng Arnold Kaech Rolly Marchi Anne-Lise Nater Dr. Hans Nater Halfdan Nilsen-Moe Robert Readhead Dr. Christoph Schmid Dr. Jost Schnyder Dr. Gilbert Schwaar Suzanne Troller Ivan Wagner Dominique de Weck Dr. Egon P. S. Zehnder

Umschlag: Ausschnitt aus einem Werk von Piero Di Cosimo (1462- 152 I) : Venere, Marte e Amore (siehe hiezu Beitrag auf S. 98). Rückseite (und S. 280): Photo E. Dragesco. Photo S. 2 und 3: D. Preisig.

Dieses Jahrbuch ist zum Preis von Fr. 60.- beim Kommissionsverlag De Clivo Press, Postfach, CH-8600 DübendorfjZürich erhältlich. Tel. (01) 820 1224


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Nr 33 1984-1986  

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