zu verfehlen. Nach den ersteii Positionskämpfen wurde es vorn und hinten ruhiger. Jeder wusste, dass die steile Dorftäliabfalirt aucli Kräfte verlangte und gab sich nicht rnehr aus, als gerade notwendig war,'um den Platz zu halten, den er sich für den Aufstieg erkämpft liatte. Eine Teilung des ganzen Trupps in zwei Gruppen vollzog sicli immerhiri in der ersteii Hälfte des Aufstieges. Wäl-irend also Novak die Spitzenpatrouille anführte, hatte sicli der Schweizer Weber der Schrittmacheraufgabe für die zweite Gruppe uriterzogen. Bald flackerte an der Spitze der Kampf um die Führung neuerdings wieder auf, was zur Folge hatte, dass die Hauptmacht weiter an Terrain einbüsste. Schliesslicli vermochte der tscheclioslovakisclie Läufer Novak den unaufl~örlicheii Angriffen von Kaufmanils nicht mehr staildzulialten und liess den Deutschen ziehen. Dieser schien i i u i ~erst recht Flügel erhalten zu haben, nahm die Wasserscheide im Sturm und stürzte sicli iii walinwitzigem Tempo iii die Abfahrt. D I E ENTSCHEIDUNG W A R GEFALLEN ! Alle Vorsicht und Berechnung ausser Acht lassend, nur darauf bedacht, seinen mülisam erkämpften Vorsprung zu halten, fuhr von Kaufmann das Renneil seines Lebens. Scliuss, iiix wie Schuss war seine Losung ! Alle Terrainschwierigkeiten der untern, ziemlich stark coupierten Strecke stund er einfacli durch und traf mit rund zweieinlialb Minuten Vorsprung an der Ubergabestelle ein. Vollständig frisch, absolut niclit abgekämpft, trotzdem die von ihm erzielte Zeit für die Strecke Parseiiri-Wasserscheide-DorftäliDavos Dorf als ganz hervorragend bezeichnet werden muss. Sie wurde mit 39:30,8 gemessen. Einheimische, mit den Verhältnissen genau vertraute Skifahrer wollten es eiilfach nicht glauben ! Und doch - von Kaufmann liatte es geschafft und seiner Mannscliaft den Sieg gesichert. Von Davos Dorf aus gestaltete sich der weitere Verlauf der Konkurrenz zu einem scliarfen Verfolgungsrennen, in welchem die erste deutsclie Mannschaft nicht mehr zu holen war uiid Sieger blieb. Deutschlands erste Equipe, Osterreich, die Tscheclioslovakei und Italien waren in diesem Rennen eine Klasse fiir sich. Die Schweizer kamen, nachdem sichWeber im Dorftäli im Kurs geirrt hatte, für einen Ehrenplatz nicht mehr in Frage und mussten alles aus sich heiausgeben, um sich der zweiten italienischen Staffel zu erwehren. Eine kurze Cliarakteristik des Rennverlaufes auf den restliclien vier Teilstrecken mag von Interesse sein. Trotz der verzweifelten Anstrengungen des tschechoslovakischen Läufers Zizius, der mehrere Zwisclieiispurts einschaltete, holte er den stämmige11 Deutschen Buck bis Bildi nicht ein. Die Differenz betrug 2:06. Osterreich hatte Italien I überholt. Für die besten Equipen notierten wir folgende Zeiten : Deutschland 1:12:42, Tschechoslovakei I : 14:48,6, Osterreich I : 16:46, Italien 1:17:22, Schweiz 1:20:12,8. Die andern Manschaften, soweit sie noch im Rennen lagen, folgten mit ziemlich grossen Abständen. Gegen Inschlag zu, auf der dritten Teilstrecke, vergrösserten die Deut-