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BD. 1,

No. 4

DER SCHNEE-HASE JAHRBUCH DES SCHWEIZERISCHEN AKADEMISCHEN SKI-CLUBS

ANNUAIRE D U SKI-CLUB A C A D E M I Q U E S U l S S E PIREIS: FR. 8.-

CHR'IFTCEETUNC: WALTER A M S T U T Z

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SCHNEEHASE UND SEIN STALL

F' PHOT. JOSEF DAHINDEN


Nach einem ereignisreichen Jahr erblickt der vierte Schileeliase das Licht der Welt. Er lebt streng nach den Sitten seines Standes und seiner Vorgänger - er hält sich an das akademiscl-ie Viertel ! Wenn wir auch weniger als Rennfahrer hervorgestochei~sind, so dürfen wir uns an anderen Erfolgen erholen. Die 11. Akademischen Weltwinterspiele in Davos haben gezeigt, was für eine wichtige Rolle der Akademische Skilauf heute schon einnimmt. Wir haben es zwei Clubmitgliederil zu verdanken, dass diese Bedeutung des Akademischen Skilaufes in Davos so ausgesprochen zur Geltung kam. Es sind dies die Herren Dr. Osltar Hug, der verdiente Präsident der Weltwii-iterspiele und Willy Boriomo, der unersetzliche Generalsekretär. Aber nicht nur akademisch hat sich der rei-insportliche Skilauf gefestigt. Das Skijahr 1930 bedeutet ein Markstein in der Geschichte des Skilaufes. Anlässlich des XI. Internationalen Skikongresses in Os10 wurden Abfahrtsund Slalomlauf international sanktioniert. Der SAS darf sich freuen hier zu den Schrittmachern zu gehören. Aber nichts liegt uns ferner als Freude an skipolitischen Erfolgen. Wir haben nie polemisiert um der Politik willen - uns war es immer nur um die Sache zu tun. Noch sind Abfahrts- und Slalomlauf reni~programmatiscli ilicl-it auf den Boden der Gleichberechtigung gestellt. Weder bei uns noch anderswo hat man renntechnisch eine Trennung der Meisterschaften in Fahren einerseits und Springen und Laufen anderseits vorgenommen. Dafür einzustehen soll unsere höchste und uneigennützigste Aufgabe sein. Bleibe unser liebe SAS ewig jung und verküilde in seinem Jahrbuche echten sportlichen Geist - Geist der Zeit ! Heil Schneehase ! ST. MORITZ, im Oktober 1930,

WALTER AMSTUTZ.


Wiederum ist ein Schileel~asel-ijal-irabgekurbelt und eiri'l-iächst Weiteres harrt mit Ungeduld der Dinge, die da kommen sollen. Ai1 der Schwelle dieses abgeheriden uiid des neukommei-ideii Jahres ist es Pflicht des Berichterstatters, die Feder zu zücken und einige Blitzlichtbilder der vergangenen Monate abzurolle~i,sowie den Sclieiilwerfer in das Durikel der Zukiinft zu riclhten. Wohlauf, tu11 wir unsere Pflicht und legen wir los ! Vorerst unser erster Eindruck: dieses Jahr ging verdammt schnell herum ! Wohl zu grossem Teil deshalb, weil mancherlei geschah. Wirklich, an Abwechslung hat es uris nicht gefehlt. Zählen wir mal auf, doch dieses Mal kuilterbuilt gemischt, eines nach dem andern, wie es kam, nicht fein säuberlich i i ~Icategorien getrennt, wie in der letzten Ruridschau : Generalversammlung des SAS, Delegiertenversammlung des S. S. V., Trainins unserer Läufer, 7 . Eiiglarid-Schweiz Rennen, 2. Akademische Weltwinterspiele, Kilometer Lailck auf Ski iii St. Moritz, 50 km Langlauf von St, Moritz, British Ski-Champioilship Meeting in Mürreil, Schweizerische Skimeisterschaften in Engelberg, 1. ICombiiiiertes Lauberhorii Abfahrtsrennen iil Weilgeil, 1. Akademischer Länderskiwettkampf DeutschlandSchweiz, F I S-Kongress in Oslo, Zürcher- und Basler-Hochschulmeisterschaften, Individuelle Rennteilnahme, Tourenechos, SAS-Bankett, Clubstatistisches, Skilieim- und Zuku~iftspläne. Bevor wir dieses lange Menu Gang um Gang verspeisen, wollen wir doch, wie es unsere Sitte ist, vorerst mit ein paar Randglossen, gestützt auf persönliche Beobacl-itunge~ilosziehen. Das verleiht dem Bericht gleich etwas Schwuiig. Eiil Blick auf unser neu erschieilenes Mitgliederverzeichnis zeigt, dass die Kohorte der Angelsächsisclien SAS-ler reclit beträchtlich ist, ilämlich 21 Mann hoch. Dazu sind es fast durchwegs die allerbesten Skifahrer des Ski-Club of Great Britain und des British Uiliversity Ski-Club. Das ist fiir uns, den Gesamtclub, eine sehr erfreuliche Tatsache; dieser Umstand ist am besten geeignet, die jahrelangen freundschaftlichen Beziehungen zwischen S. C . G . B. und SAS weiter zu vertiefen und zu erweitern. Diese Erweiterung und Vertiefuilg wünschten wir besoiiders auch i-iacli


der persönlichen Seite hin. W i r glauben, eine lolinende Aufgabe dürfte es für die neue C . C.-Auflage sein, diese Frage etwas genauer zu prüfen und sie praktisch zu verwirklicheil. Ein etwas naheres Zusammengehen der schweizerischen und engliscl-ieii Studenten ist für beide von Vorteil. Einesteils wird dadurch das etwas knorzige Helveterblut leichtflüssiger, grosszügiger ,und weitblickender. Andererseits dürfte damit die britische Gefül-ilsgfrörni rascher und besser über den Nullpunkt sich erheben. Möglicherweise steigen damit die Chancen, dass man sich nicht bloss anschaut (c comme des chiei-is de faieilce ». Dixi ! Dass der SAS aus den Jünglingsjal-irei-i heraus ist, merkt man an allerlei Begleiterscheinungen. Vorerst sei die Reife und Qualität unserer literarischen Tätigkeit erwähnt. Doch ist das in erster Linie das Verdienst unseres ui-iternelimungslustigen und dabei doch sehr real denkenden Redaktors. Gottlob wissen wir alle, dass er es als heiligste SAS-ler Pflicht hält, das begonnene Werk weiter zu führen und die errungene Höhei-iquote weiter zu egalisieren. Als weiteres Zeichen der begonnenen Sesshaftigkeit ist der Wuriscli nach einem eigenen Clublieim, nennen wir's vorderhand Skihütte, zu buchen. Ueber das wo, was, wie, wieviel, dieser Frage wird wohl weiter unten berichtet werden. Dass die hochwohllöbliche eidgenössische Sport und Turnkommission den SAS als würdig befunden hat, das Programm für den Hochschulkurs im Skilauf aufzustellen, ist für uns eine grosse Ehi-e. 0 1 3 er ihn durclizufülireii beauftragen wird, möchte ich vorderl-iancl noch bezweiSeln. Denn die scliulstiil~ei-ireiiieLel-irmethode, die da lautet : 9- 10 11. 'relei~zarkiiben, I o- I 1 11 Stemmbogen, von I I - I 2 h Skiturnen usw. ist nicht gerade unsere stärkste Seite ; andererseits erachten unsere höchstgestellten Sportspädagogen gerade diesen Weg als den allein zum Ziele führenden. T o t capita tot sensus ; tot pedes, tot artes. In einer Ricliturig aber ist der SAS noch lierzlicl~jui-ig. Alte Clubs haben nie Mangel an Präsidenten-, Sekretär- und anderen Kanditaten. Bei uns herrscht jetzt 'diesbezüglicl-i völlige Dürre ! Im Moment wo der Berichterstatter diese Zeilen niederschreibt, bangt er noch schwer u m seine Nacl-ifolgerscl-iaft. Doch er ist und bleibt ein unverbesserlicl-ier Optimist und lässt sich deshalb nicht ein einziges graues Haar mehr wachsen. Also beginnen wir jetzt mit unserer Rundschau ! Unser Geschäftsjahr hub an am grünen Tiscl-i mit einer sehr gut besuchten S A S - G e n e r a l v e r s a m m l u n g i n Z ü r i c h , zu welcher die Berner und Basler recht ansehnliche Delegiertentrüpplein abgeordnet hatten. I n weniger als 2 Stunden war die Traktaiidenliste erledigt und ein daran sich anschliessender gemütlicher Hock soll bis zum Morgengrauen gedauert haben. Wenige Tage darauf (30. Okt. 1929) zogen wir 6 Mann hoch zur Delegierten -Versammlung des Schweizerisclien SkiV e r b a n d e s nach B a s e 1 und benützten damit auch die Gelegenheit, mit unseren Basler SAS-lern zusammen zu sein. Dass unsere Vorschläge :

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Erhöhung des Centralbeitrages an den S. S. V. und Genehmigung der 2 . Akademischen Welt - Winterspiele durch den S. S. V., ersterer allerdings in Kompromissform, angenommen wurden, beweist uns, dass unsere würdige und gestrenge S. S. V.-Mutter ihrem hie und da etwas laut maulenden und widerspenstig sich gebärdenden SAS -Jungen nicht allzu gram ist. Im Gegenteil wir haben den Eindruck gewonnen, dass die Grosszahl der S. S.V.-glieder den SAS als das scliätzt und bewertet, was wir sein wollen und sind : eine Art Vorhut für eine neuzeitliche Auslegung und für eine unserm Land angepasste Anwendung unseres so schönen Skirennsportes. Damit dienen wir unserem Gedanken, dienen dem S. S. V. und seinen Bestrebungen und wirken als Vorkämpfer all jener zahlreichen Skifahrer, die nicht einseitig befangen sind in der scheinbar alleinseligmachenden nordischen Auslegung der skisportlichen Kampfformen. Trotz dieser oktoberlichen Debattier-Hochkonjunktur waren auch unsere Aktiven nicht müssig geblieben. In Anbetracht der wichtigen skisportlichen Ereignisse des kommenden Winters war bereits Ende September mit einem regelmässigen T r a i n i n g u n s e r e r L ä u f e r begonnen worden. Zürich und Basel, vornehmlich aber ersterer Ort, hatten diese Sache seriös in die Finger genommen. 111 Zürich z. B. haben bis 15 Mann unter der straffen Führung Campells an den regelmässigen Cross - Countryläufen teilgenommen. Galt es doch, gerade unserem schwächsten Punkt, dem Langlauf, unsere Hauptaufmerksamkeit zu schenken. Als dann die ersten Klingen mit Gegnern gekreuzt wurden, konnte allerdings das Ergebnis dieses skiläuferiscl-ien Trainings nicht zum Ausdruck kommen, denn das 7. E 11 g 1 a 11 CI- S C 11 W e i z R e 11 n e n spielte sich gemäss alter Tradition ganz unter dein Banner der kombinierten Abfahrtund Slalomläufe ab. Inzwischen war der Aufmarscli der studentischei~Skiinannen Europas und Amerikas in der Stadt D a v o s bereits in vollen Fluss gekommen. Galt es doch anlässlich der 2. A k a d e m i s c h e n W e l t - W i n t e r s p i e l e , die besten und wägsten studentischen Skiläufer und Skifahrer der Welt festzustellen. Allerdings fand diese bis dahin grösste studentische Skikonkurrenz ohne Anwesenheit der Nordländer (Norweger, Schweden und Finnen) statt, was allgemein bedauert wurde. Denn wieder einmal hat es sich gezeigt, dass engstirnige Prinzipienreiterei der Herren vom grünen Tisch das grosse Hindernis zur Betätigung freier sportlicher Auffassung gebildet hatte. Wir haben es nachträglich erfahren, dass manche aktive Läufer der Nordstaaten diesen Standpunkt nicht geteilt haben und dass sie es sehr bedauert hatten, nicht in den rassigen Wettkampf eingreifen zu können. Wir hoffen aufs bestimmteste, dass die Organisatoren der nächsten Akademischen Welt-Winterspiele von diesem Schönheitsfehler verschont bleiben mögen. Diesen Akademischen Welt-Winterspielen war ein durchschlagender Erfolg beschieden. Aus organisatorischen Gründen waren diese cc Akade-


mischen Weltmeisterschaften)) (der Name ist zwar offiziell verboten, darf aber in einer privaten Clubpublikation, wie der Schneehase eine ist, doch geführt werden, weil er effektiv am besten den Tatbestand ausdrückt) mit den 6. I n t e r n a t i o n a l e n U n i v e r s i t ä t s S k i w e t t k ä m p f e n d e s SAS (auch diese Benennung wurde uns untersagt und musste mit dem scheints wohlklingenderen Titel : 6. Skiwettkämpfe der Universitäten aller Länder vertauscht werden) und d e n 2 . S c h w e i z . W i n t e r H o C h s C 11 u 1 m e i s t e r s C 11a f t e ii verknüpft worden. Diese Verkuppelung von drei graduell gestuften Anlässen (Nationale, Internationale und Weltkonkurrenzen) zu einem Ganzen hat zwar da und dort etwas Verwirrung angestellt und ist als willkommener Anlass benützt worden, um dem, einigen Herren etwas unbequemen, weil sehr aktiv und selbständig handelnden SAS eines zu wischen. Wir haben diese Kritiken aber als das aufgefasst, was sie waren, nämlich als studentische Verulkungeii, und haben uns höllisch gefreut über diese einwandfreie Demonstration der Symptomatologie der Ideenverkalkung auf Seiten unserer Gegenkontral-ienten. Begreiflicherweise nahm der Skisport den Löweiianteil der Winterspiele für sich in Anspruch. Aus 13 europäisclie~i Staaten und den U. S. A. waren total 324 Anmeldungen berücksichtigt worden. Eigentlich waren es fast 90 Nominationen mehr, weil für den Slalomlauf die gleiche Zahl Anmeldungen vorlag wie für das Abfahrtsrennen. Renntechnische Gründe haben uns dann aber veranlasst, nur die 30 besten Abfahrtsläufer in der Slalomkonkurrenz zuzulassen. Auf die einzelnen Skidisziplinen verteilten sicli die berücksiclitigten Anmeldungen wie folgt : Langlauf. . . . . . . . . 8 I Teilnehmer Sprunglauf . . . . . . 32 1) Abfahrtslauf . . . . . 121 Slalomlauf . . . . . . . 30 1) Skistaffellauf . . . . . 60 1) (12 Staffeln zu 5 Mann) ))

Total. . . . . . . . . . . . 324 Anmeldungen. Uber die einzelnen liesultate gibt der weiter unten folgende Sonderbericlit näheren Aufscliluss. Wir möchten hier nur noch einige interessante Beobachtungen einflechten. Erstens w a r e n d i e s e W i n t e r s p i e l e d e r e r s t e g r o s s e i n t e r nationale Skiwettkampf, an welchem alle bisher üblichen Formen des wettkämpferischen Skisportes berücksichtigt W U r d e n . Zweitens [ist allgemein aufgefallen, welch eminentes Interesse sowohl bei den aktiven Teilnehmern als den sehr zahlreichen Zuscliauern gerade der Staffellauf ausgelöst hat. Der Mannschaftskampf besitzt eben gegenüber dem Einzelwettkampf seine nicht zu leugnenden Vorteile, was übrigens gerade für die andere, bereits seit Jahren bestehende Form des


Aus dem Skifilm Dahinden

Mannschafts - Skiwettkampfes , den militärischen Patrouillenlauf längst bekannt ist. Der Staffellauf stellt zudem die beste Vorstufe zum Langlauf dar. Ihm gebührt daher mit Recht weitestgehende Pflege. Drittens haben die Höchstzifferanmeldungen im Abfahrtslauf und dem Slalom uns eklatant bewiesen, dass diese Rennformen integrierender Bestandteil des Skirennsports geworden sind. Bei dieser Gelegenheit möchten wir, als verantwortlicher oberster Leiter der Winterspiele, auch an dieser Stelle aller jener Instanzen und Einzelpersonen dankbar gedenken, die zum Gelingen dieses grossen Sportanlasses mit bestem Wissen und Können beigetragen haben. Vor allem seien hier erwähnt : die Gemeinde Davos und das Sportamt des Verbandes Schweizerischen Studentenschaften, die lokalen Verkehrs- und Sport-Organisationen der Stadt Davos, sowie die Leitungen der grossen internationalen und nationalen Sportverbände, die Herren des Organisationskomites und die Vertreter der verschiedenen Schiedsgerichte, das kleine arbeitserdrückte Koilegium des Generalsekretariats, sowie die zahlreich anwesenden Vertreter der Presse und endlich die gewichtige Gruppe der finanziellen Unterstützer des Unternehmens. Die 2. Akademischen Welt-Winterspiele sind glücklich vorüber es leben die kommenden 3. Spiele ! Auf die Davoser Woche folgten die St. Moritzer Tage. Dort oben wurde unter der Leitung seines Initianten und Erfinders Dr. Amstutz und


Aiis dein Skifilin I);iliiiiclcii

der Betreuung durch den Ski Club Alpina S t . M o r i t z und den SAS der E r s t e K i l o m e t e r l a n c k a u f S k i von Stapel gelassen. Das sehr interessante Experiment zeitigte das wohl manchem unerwartete Ergebnis einer gestandenen Fahrgeschwindigkeit von 106 Stundenkilometern. Der fliegende Steinbock von St. Moritz als Preis des Siegers wanderte zu den uns am meisten sinnverwandten Innsbrucker Skiläufern. Zwei Tage später liess es ein britischer SAS-ler aus der Schule Keillers, Sir Richard Boord, sich nicht nehmen, am 5 o k m D a U e r 1 a U f d e s E n g a d i n s teilzunehmen. Wenn ihm auch die ersten 25 km wesentlich leichter vorgekommen sind als die zweiten, so wollen wir nicht umhin, seine Leistung gebührend zu erwähnen. Der SAS ist nicht ein einseitiger Skifahrerclub, sondern er weiss den Wert und den Sinn des Skilaufens ebenso gebührend einzuschätzen. . Die B r i t i s c h e n S k i m e i s t e r s c h a f t e n i n M ü r r e n brachten dem SAS gleich korbweise Siegeslorbeeren ein, denn es gingen bewährte britische SAS-ler als erste durchs Ziel. Der wieselflinke Bracken entschied die Slalomkonkurrenz für sich. Wir gratulieren ! Weniger bestechend waren dagegen unsere Resultate an den Sc h W e i z er i s c h e n ~k:i'meisterschaftenin E n g e l b e r g . Die beste Leistung erzielte hier Kielland, der im Sprunglauf Senioren 111 als Zweiter landete und im Abfahrtslauf als Dritter seiner Kategorie (resp. Neunter der Gesamtteilnehmer) das Ziel berührte. Allerdings war seine Abfahrtszeit von Delago

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SAS noch unterboten worden, doch war letzterer als Vertreter seines Heimatlai-ides Italien an den Start gegangen. Streiff (4.), Weber (7.),Coeberg (9.) befanden sich ebenfalls noch im ersten Fünftel ihrer Kategorie, während Gyr (16.), Loopuyt ( ~ g a ) ,Bürgin (19b) und Lundlar (20.) zweifelsohne verwachst 1) l-iatteri, jedenfalls etwas später durchs Ziel gingen. Immerhin treffen wir alle SAS - ler bei 54 Teilnehmern derselben Kategorie unter den 20 ersten Fahrern. Trotz dieses nicl-it allzu grossen Erfolges für den SAS können wir nicht umhin, unserer ungetrübten Freude darüber Ausdruck zu verleihen, dass wir im Schweizerischen Skiverband so viele und gute Abfahrtsläufer besitzen, was nichts anderes besagen mag, als dass diese Rennform eben doch als durchaus heimisch angesehen werdei-i muss. ((

Die Abfahrtsläufe waren überhaupt letztes Jahr Trumpf und zwar sowohl auf der weis sei^ Bahn als am grünen Tisch. Ein ganz erstklassiges Rennen dieser Art bildete das vom SAS in Gemeinschaft mit dem S. C. W e n g e n durchgeführte 1. Kombinierte L a u b e r h o r n - A b f a h r t s r e ia'h n e n, besteliend aus einem Abfahrtslauf vom Lauberhorn nach InnerWengen und einer recht schwierigen Slalomkonkurrenz. Fast alle Skifahrer von Klasse waren hier anwesend. Für uns hatte dieses Rennen noch dadurch ein besoi-ideresInteresse, weil in dessen Rahmen der 1 . A k a d e mi s C h e L ä n d e r S k i w e t t k a m p f D e u t s c h l a n d - S c h w e i z ausgetragen wurde. Die deutsche Studentenmannscl-iaft (besteliend aus den Herren Holzrichter, V. Wentzel, Funcke, Beuttler, Müller) ging als deutlicher Sieger aus dem Wettkampf hervor, nämlich mit einem Punktverhältnis von IOO : 90,46 Punkten. Der Abstand unserer Mannschaft (Weber, Kümmerly, Streiff, Gyr, Meidinger) gegenüber der Siegergruppe war demnach fast gleich wie am Englisch-Schweizerischen Studenten-Skiwettkampf. Hoffen wir auf einei-i Schweizersieg im kommenden Jahr an den scliöi-iei-i Steilhängen von Garmisch. Wenn wir auch im letzten Winter auf unserem ureigensten Gebiete Slalom und Abfahrt draussen auf freier Bahn keine allzu grossen Lorbeeren eingeheimst haben, so war dem S. A. S. diesbezüglich wenigstens hinter den Mauern ein durcl-ischlagender Erfolg beschieden. Das Hauptverdienst an diesem freudigen Ereignis gebührt unseren beiden Ehrenmitgliedern Dr. Amstutz und Arnold Lunn, sowie dem grossen Paulus Dr. Dannegger, ehemaligem Zei-itralpräsidenten des S. S. V. Ihrer vereinten Durchsclilagskraft ist es zu verdanken, dass am I n t e r n a t i o n a l e n S k i k o n g r e s s iii 0s l o der Abfahrts- und der Slalomlauf als teilweise dem Langund Sprunglauf gleichberechtigte Faktoren in das internationale Rennreglemei~t aufgenommen wurden. Und als erste logische Schlussfolgerung dieses Besclilusses wurde gleich für den kommenden Winter eine Europameisterschaft im Skifal'ahrei~ angesetzt und deren Durchführung unserem grossen Verbündeten, dem Britischen Ski-Verband zum Austrag in Mürren übertragen. Schon ii-i der letztjährigen Rui~dschauhaben wir ein baldiges Ski-Locarno prophezeit. Es ist rascher gekommei-i als wir


glaubten; das Schönste aber ist, dass der Friede mitten im Feindeslande geschlosseri wurde und dass dieser Friede in völlig harmonischer Form und fast als selbstverständliche Sache erfolgte. Die Skimannen gehören also doch zur iiitelligenteren Hälfte der Menschheit und das haben wir zweifellos unseren Beiiie~iund den Hölzern an unsern Beinen zu verdanken. Denn besser ist's, mall hat ein Paar Bretter an den Füssen, als ein Scheit vor dem Kopf - ein Rezept, das den politischen Grossen und Grössten dieser Welt pfundweise verabfolgt werden sollte. Doch verlassen wir diese glattpolierte, iilternatioilale Gleitbahn und kehreil wir zurück zu unseren lieimatlicheri Hubeln. Während droben im hohen Norden solch wichtige Ereignisse von Stapel gingen, arbeiteten unsere Aktiven rastlos weiter. Sowohl die Z ü r c h e r als die B a s l e r erledigten mit Schwung und eitel Lust ihre lokale11 H o C 11s C h u 1m e i s t e r s C h a f t e n , derweilen die Beriier sich sagten : nume ned gsprängt, ig warte bis es im Summer Schriee git, denn chumi au ! ) I Sowohl irn Flumsergebiet als am Oberdörferberg wurde wacker Ski gefahren, teils in grossem Rudel, teils in dünngesätem T r u p p ; es erwies sich an beideii Orten der SAS als treibende Kraft und bereitwilliger Organisator. Damit hätten wir die grossen und kleiiieil Reililereignisse, aii denen der SAS beteiligt war, getreulich aufgezählt und kurz kommentiert. Dass unsere SAS-ler noch an zahlreichen a n d e r e 11 S k i k o n k u r r e n z e 11 teilgenommen haben, ist selbstverständlich, und dass manche der liiebei erzielten Leistuilgeil sehr gute waren, erfüllt uns mit Stolz und Genugtuuilg. W i r köilileii nicht iimhiil, einige dieser Erfolge hier iloch besonders ailzufülireii. In Amerika drüben 1ioltei-i lieiigc i i i i t l I>roctor sich Lorbeeren, indem sie am Moosilauke-Abfalirtsreiii1e11 211s zweite iind dritte sich plazierten. Kielland liess es sich nicht nehmen, gleich an 5 weiteren Springkonkurrenzen (neben Engelberg) als Erster oder unter den Ersten die Rennen zu beendigen, nämlich iri Davos (erster), Rigi (erster), Pontresina (zweiter), Arosa (dritter). Damit hat er sich abermals als bester Springer im Club erwiesen und nicht nur dem SAS, sondern auch seinem Heimatland Norwegen Ehre eingetragen. Auch unser Holländer Trio : Loopuyt, Luymes und Coebergh hat wacker gearbeitet und gute Fortschritte gemacht. Droben in Flims und auf Parsenn und drinnen in Zermatt erzählt man sich Wunderdinge von diesem (( Nederlai~dscheKlaverblad 1). Nicht nur laufen und fahren köi~ilei~ sie, auch steigen haben sie gelernt, sogar bis auf 4600 m Höhe. Damit berühreil wir ein Gebiet, von dem man eigentlich nur wenig spricht und das doch den Gruiidzweck unseres skisportlicheri Handelns in sich schliesst. Ich meine das T o u r e 11 f a h r e n . Was hier alles geleistet wurde, entgeht meiner genauen I<eriritilis. Nur eines weiss ich genau, nämlich dass die Mehrzahl unserer SAS-ler fast jede11 Sonntag im Winter und Frühling mit ihren Brettern losgezogen sind hinauf in die


soni-iendurchflutete, i~ordwinddurchfegteBerglandscl~aftund frischgestärkt, übermütig und doch wohltuend ermattet wieder zu Tal stiegen. Die bis zu mir gelangten Echos berichteten von gelungenen Skifahrten auf folgende Gipfel und Höhen : Weissfluh, Flüela-, Weiss- und Schwarzl-iorn, Scl-iial~orn,Körbshorn, Piz Grialetscli, Piz Sarsura, Piz Kesch, Piz D'Err, Silvrettaberge, Piz Sol, Spitzmeilen, Vorab, Lucendro, Blindenhorn, Sustenhorn, Titlis, Dammastock, Schneestock, Eckstock usw. Was die Berner alles verbrochen l-iaben, weiss ich 1-iocl-i nicht, den11 das Berner Echo landet meist erst (tim angere Summer )).

Die Holländer SAS-ler begnügten sicli nur mit Viertausendern. Am meisten Spass soll ihnen der Monte Rosa gemacht haben. Bescheiden, was ! Den Tourenvogel abgeschossen haben zweifellos Campe11 und Weber. Getreu ihren A. A. C. Z.-prinzipiell haben sie vorwiegend auf Qualität gehalten ; das bezeugen ihre Fahrten auf die Tour Noir, die Aiguille d'Argentieres, die Aiguille du Geant, den Dent du Requin und die Längstraverse des Mont Blanc über Tacul und Mont Maudit. Dass dabei zu gewissen Zeiten aucl-i der Rennteufel in Funktion trat, beweist das rassige (c Abfährtchen » in 15 Minuten ( !) vom Observatoire Vallot zu den Grands Mulets ! Sie holten sich dabei den I. Preis im Seilfahren corde au sac)). Nicht vergessen darf ich die Erwähnung unseres S a i s o n a b s c 'LI1u s s e s . Das geschah in der Form eines feudalen B a n k e t t s . Diese sehr zahlreicl-i besuchte Zusammenkunft war eine in jeder Beziehung gelungene und erfreuliche. Eine liederlicl-ie Rede des Präsidenten, zwei Skifilms, wobei derjenige des Privatinai-ines V. Goumoens wesentlich besser war als jener der offiziellen Filmstelle, allerlei I<olloqui~imsgeplänkel, eine phänomenale Schnitzelbank aus der spitzigen Feder Carnpells, eine lasterhaft üppige Beflaggung auf Anordnung Boi-iomos sowie ein artiges Menu sorgten für gute Stimmung und geordnete Fröhlichkeit. Leider verliessen unsere Berner und Basler Freunde uns allzu rasch, sonst hätten aucl-i sie sich an den Freuden und Leiden einer Züricher Katerdämmerung mit und ol-ine (c zerknicktere Glaser)), wie Freund Erb in Simmentaler-Norwegisch sich auszudrücken beliebt, mit ergötzen können. Bevor der Inhalt unserer Füllfeder völlig entleert ist, wollen wir noch kurz der unvermeidlichen S t a t i s t i k gedenken. Eigentlich bildet diese den Rückgrat eines jeden geordneten Jal-iresberichtes. Hier funktioniert sie nur als rudimentärer Schwanzwirbel. Aber da auch diese Letzteren ihre Liebhaber finden, wollen wir ihrer in Fürsorge gedenken. Demgemäss haben wir zu melden, dass unser SAS sein 6. Lebensjahr soeben beendet hat, dass er weiterhin aus einer blühenden, einer knospenden, einer nocl-i nicht aufgewachten und einer vorderhand noch embryoi-ialei-iSektion besteht ; dass oben am Mitgliederverzeichnis immer nocl-i 6 Ehrenmitglieder thronen und dass den 57 Aktiven 69 Alte Herren die Stange halten ; dass der Zürcher Centralvorstaiid nach dreij ähriger, doch immerhin fruchtbarer Tätigkeit unter ((


der Clubbürde Last krummrückig geworden ist uild i ~ u i lsein Büiiteli eirieni Basler oder Berner Kollegium aufhalsen will und dass er diesen hominibus ilovibus es eifrig ans Herz legt, für das Gedeihen und das Wohlergelien unseres lieben SAS recht besorgt zu sein. ((

Weilil ein guter Vater u i ~ dBürger stirbt, so hinterlässt er etwas. Auch wir urolleil das tun. Als wir vor drei Jahren ins SAS-Schifflein stiegeil, wareil die Wasser, auf deneil es schwamm, ilocli iiicht tiefgründig, es besass das Schiffchen selbst nur wenige Ruder. Heute ist aus dem Gondeli ein Schiff gewordeii. Neben den Rudern besitzt es eiiien fast automatisch fuilktioniereilderi Motor, es besitzt Mast uild Segel, Wimpel und Steuer. Und es wagt sich hiilaus aufs grosse Wasser und getraut sich selbst Stürmen die Stirn zu bieteil. Ist es da erstaunlich, dass ihm hie und da der Wunsch nach einem sicheren Port ui-id regenfreiem Dach aufsteigt ? Auch der SAS hegt ähilliche Gedanken. Der Wunsch nach einem Clubheim, einem Ruhepunkt, einem Bodeilpfostei~wird reger und lauter und wir selbst gehören zu den ersten, die solcheil Wünsche11 reichlich Beachtuilg schenken. Unsere Hinterlassenscl~aft besteht aus Immobilieil und Mobilien. Erstere sind unser Mitgliederstai~d, unser guter Ruf, unser gefestigtes Ansehen und unser allerdiilgs noch mageres Kassenbüchli. Letztere sind unsere Ideale und Projekte sowie unser Wille zum Weitergedeihen. Als wichtigsteil Vertreter letzterer Art möchte11 wir die Hütteribaufrage erkläreil. Gewisse Vorarbeiten sind bereits erledigt. Wohlail denn, ihr Arcliitekteil und Baumeister im Club ! Liefert uils für den ilächsten Schileehasen rassige Pläne für ein gediegenes Schneehasenl-ieim. Ihr alle aber : Hasen, Scl-ineehasen und Ehrenhasen, sowie ihr anderen Gönner legt euch ins Zeug, schafft Batzen und Taler herbei, auf dass in Bälde unser Clubwimpel auf stolzem Dachfirst flattere als äusseres Zeichen unserer inneren Gemeiilschaft und unserer zur Tatsache gewordenen Sessliaftigkeit. Unser lieber SAS vivat, floreat, c-i.csc-;it I


10. CORVIGLIA. Von Dr. Henry HOEK, SAS.

Siebenhundert Meter über dem Schiefen T u r m von St. Moritz, in dem weiten Gelände der Alp munt da S. Murezzari, unter den schwarzen Felsen des Piz Cotscheii Nair, liegt die, einst nur wenigen bekannte, lieute von tausenden genannte Corvigliahütte. Der Name hat Rliytmus und Klang - so oft ich ihn lese oder liöre, habe ich die Empfii~dung einer flimmernden Lichtfülle. Vielleicht ist dies nur die l~albunbewussteErinnerung an einen leuchtenden Frülilingstag, als ich beim Verlasseil der kleinen Kopfstation der Balin die Augen schliessen musste, so überwältigend regnete es Licht auf uns herab - vielleicht ist es nur die unterbewusste Wirkung des Schi~itzlerschen Apercus v o n d e r St. Moritzer Luft, die wie Champagner prickelt; ich weiss es nicht - aber der Name Corviglia ist mir verbunden mit Licht, Weite, Tiefe, mit Bergeii in Gold, Blau und Weiss und mit der prickelnden Erwartung liolier Geschwindigkeit.. . In einigen wenigeii Minuten bringt die Bahn den Läufer aus den Strassen der Stadt hinauf in die Unbegreiiztheit des Schi~ees. Einst stand hier eine stille Hütte des Alpenklubs. Die Hütte steht lieute noch, aber die Stille ist dahin. In bunter Farbenfreudigkeit liegt es in Stühlen herum, iii gewagten Farben, die hier oben im hellen Lichte doppelt bunt uiid erregend wirken ; in vielen Sprachen tönt es an dein O h r ; in lautem Gebahren verbirgt so mancher die leise pocliende Ailgst vor Abfahrt, Sturz und Lächerliclikeit. Die Abfahrt von Corviglia nach St. Moritz ist ein eigenes Erlebnis : iii manchem vielen anderen Fahrten vergleichbar - andererseits durchaus einzig in ihrer Art. Einzig ist sie darin, dass sie eben Nur-Abfahrt 1) ist, einzig darin, dass man sie ein halbes Dutzend Mal und mehr an einem Tage machen kann. Einzig ist sie iii ihrer landschaftlichen Umrahmung, einzig in dem überwältigenden Gefühl des Fliegens, das die Weite des Tales und


Aufstieg zur Corviglia-H端tte

Phofo : A. Pedreii.

Sf.M o r i f i


der u ~ ~ g e h e m r n tBlick e in die Tiefe uns geben einzig auch in der durchschnittlicheil Steilheit und in der Hindernisfreiheit der Hänge - einzig schliesslich in der l-ierrlichen Willkür der W a h l unserer Route. Andere runs i), Parseilnfurka-Icüblis, Höri~lihütte-Arosa,SchäferhütteLenzerl-ieide, um nur einige zu nennen, sind melir oder weniger festgelegt; äusserlicl-i und sichtbarlich durch die Beflaggung, tatsächlicl-i durch das Gelände selbst, das diese Markierung bedingt. Hier aber ist jeder Hang fahrbar; und der Weg, den ich einschlage, ist nur eine Frage der Schneebescl-iaffenheit, des Könnens und des Mutes.. . Des Mutes ... Denn, bei Gott, es gehört M u t dazu, u m sich wie ein David Zogg in die Tiefe zu stürzen und in knappen drei Miiluteri diese 700 Meter zu durchbrausen. Er, der ja weiss, was hundert Icilometer in der Stunde sind, hat nachher behauptet, diese Geschwii~digkeitmehrfacl-i überschritten zu habeil. Die Mehrzahl freilich wird es ein bischen gemütlicher macl-iei~ und der Lockung der grosseil Spurstrasse der Vielen nachgeben. Es geht immer noch schnell genug ! Es beginnt so harmlos, sich i m weiten Bogen nach Süden zu bewegen. Dann fangeil die Scliileekristalle an, schneller und schileller ail uns vorbeizurauschen - immer noch scl-ii~eller; scl-ion verschiebt sich der Rand des nächsten Rückens ; er - und die weisse Wolke darüber wächst uns entgegen und sein schwarzer Schatten klafft wie ein dunkles Maul, das uns verscl-iliilgen will. Schneller, immer schneller, sclioil zischt der Schnee u n d stäubt ; die Berge vor uns : Rosatsch, Surlej, Arlas, Corvatscli sie \vacliscii iii dcii I-liinrnel, uild aus dem Grunde des Tales heben sich 13iiiiiiic i i i i t l I l iiiisci iiiis eiitgegeii.. . Und iinmer noch schneller. Die Sclineciliiclic wircl iiiri(,i. tiiis \YC:!:L~(:~O~CII, ciiic 1--fiit.te rast uns eritgegeri, ein I'iiiikt. i i i i Wcisscii \virtl l,lijtzlic*li ziiiii z;i1~1~~11itIc1i Mciisclien, ein einzeliiei- 13aiiiii sl,i.iiigl iiiis aii i i i i c l 9i.eil.t. iinc'li ~ i i si i i i t . (Icii Aosteii, uiicl alles verscliwii~clet,vcrsiiiltt, wie 'l'i-aiimbild iintl Iliichtigstei- (;edai~ke. I11 uns bleibt nur ein grosses Verwuridern, wie aus dem Bilde des Tales, das eben i-ioch eine Landkarte schien, unmerklich eine körperlicl-ie Landschaft wird... ((

Von Bergfalte zu Bergfalte gewiegt, von Hügel zu Hügel in die Tiefe geworfen, erreichen wir die Alp Giop. Dort, auf relativ ebenem Grunde, schalten wir eine Atempause ein, fahren mit knetender Hand über die schmerzenden Muskeln der Beine. Dann wagen wir eine letzte irrsinnige Schussfahrt hinab zum W a l d ; und durch lichtgestellte alte Lärchen schwingen und schlängeln wir uns zur Strasse hinab. Diese Abfalirt ist Sport » - und sonst nichts. Hier wird auch nicht ein einziger Meter gelaufen)) - dies ist Fahrerij) auf Skier11 - ist beherrschter Tiefsturz, höchste Kunst und letztes Icönnen.. . letzte Lust. ((

((

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1 1 . DIAVOLEZZA-MORTERATSCH. \.'oll

Dr. Henry H O E K SAS. Höi~eiluriterschiedetwa I I O O LIeter - Re~inrekord: I 7 hlinuten

W e r die Diavolezza-Fahrt noch nicht gemacht hat und, der Bahn entstiegen, vor den im tiefen Schnee eingebetteten Berninahäusern seine Ski anschnallt, bei dem wird sich vielleicht eine leise Skepsis regen. In seinem Unterbewusstsein spukt die Erinnerung an einen Ueberscl~lag, den er vor einigen Minuten im Zug gemacht hat : Etwa 1000 Meter Steigung hat er zu erwarten tiiid 1100 Mcter Abfahrt. Ein Stück davon, hat man ihm erzählt, soll grausig steil sein ; so steil, dass kaum noch von Skifahren zu sprechen ist, und eiii weiteres und weites Stück geht über den uiltereii Teil des Morteratscli-Gletschers, der auf der Karte recht flach aussieht. Wird die Fahrt lohnen ? Wo111 ist es Tatsache, dass Hunderte, Tausende, diese Tour gemacht haben und einstimmig begeistert davon berichten - sollte dies aber nicht Suggestion sein, eine Modesache, sollte man nicht begeistert sein, weil andere so taten als ob », wird nicht einfach nachgeplappert, was vorher in Worten gesagt wurde, aus reiner Bequemlichkeit und weil man sich geniert, eine andere Meinung zu haben ? So jedenfalls erging es mir, als ich zum ersten Male zur Diavolezzatour aufbrach, So erging es jedem unserer kleinen Gesellschaft - wir hatten einen leichten Soupcon gegen diese Modetour 1). Dann stiegen wir eine Stunde empor zum Lej della Diavolezza, übermässig steile und etwas eintönige Hänge und sahen die Konturen des Lagalb, des Alv und Albris jenseits des Tales allmählig schrumpfen; und einer fragte : warum fährt man eigentlich nicht hierher ab ? Dies sind doch einfach ideale Skiliänge ! Sie sind ideal - niemand wird es bestreiten. Und auch der zweite Teil des Aufstieges müsste herrlichste Abfahrt sein.. . Warum denn nur steigt jederman hier auf und fährt riach der aiiclern Seite ab, nach Morteratsch ? Es kann gewiss nicht deshalb sein, weil dieser Weg im Aufstieg besonders amüsant wäre. Sein letztes Stiiclc ist sogar das vollkommenste Gegenteil von unterhaltend. Zwei lange Stunden bist D u schon gestiegen und nun liegt vor dir ein gleichmässig weisser Hang. Die Spur, die deine Vorgänger gemacht, zieht schnurgerade und langweilig der geschwungeneil Linie zwischen Himmel und Schnee entgegen - in wenigen minuten wirst du dort oben sein ... Und du steigst und steigst. Und minuten reihen sich zu Viertelstunden und immer noch liegt die Linie zwisclien Blau und Weiss verlockend vor dir. Links dehnen sich langweilige Schneehänge, rechts steigen die langweiligen Felsen des Munt Pers in den Himmel - und vor dir dehnt sich, reckt sich, wächst endlos die höhnische Spur, die sich im rechten Winkel mit dem Horizonte schneidet, ohne dass du dieser Kreuzung scheinbar irgendwie näher kommen könntest. (C


Auf dem Wege zum Palü

Photo : Dr. H. Hock

Und ergeben in dein Schicksal schiebst du schläfrig und abgespannt einen Ski um den andern vor ... Mit einem Schreck ungläubiger Freude machst du dann Halt. Denn plötzlich, wie eine Vision aus dem Nichts erblüht, stehen die Gipfel des Palü vor dir. Dir ist wie einem Befreiten, dem der Kerker sich geöffnet, wie einem Sieger, dem endlich und unerwartet, gegen alles Hoffen, die Welt zu Füssen liegt ... Und wäre es nur um diesen Anblick, der Aufstieg hätte sich gelohnt. Ein längerer Weg hätte sich gelohnt, diesen Berg in seiner Silber-Schönheit auftauchen zu sehen - « auftauchen)) in des Wortes eigenster Bedeutung: er scheint aufzutauchen aus dem Nichts, das so lange vor dir lag. Etwas später bemerkst du dann, dass auch der dunkle Würfel des


RAUHRElF

PHOT. A. STEINER, ST MORITZ


Bernina unter Wolken

Photo

:

Dr. H. Hoek

Diavolezza-Hauses vor dir liegt. Seine Wand und der rechts davon aufsteigende Schneehang verdecken einstweilen noch den Blick nach Westen. Aus Bruchstücken von Linien nur ahnst du andere Berge. Dann trittst du um die Ecke des Hauses und stehst auf der mit einem Eisengeländer umfriedigten kleinen Terrasse - und vor dir schliessen sich die höchsten Gipfel der Bernina zu einem überwältigenden Halbrund ... eine aufreizende, lockende, wilde, gleissende Welt, die Gefahr und Abenteuer verheisst, die von Sieg und Niederlage und Untergang kündet. Zwischen ihr und uns die einfachen glatten Stäbe des Geländers ... Sie wirken wie ein Symbol, wie die symbolische Grenze zwischen dem noch hier» in der Sicherheit und dem dort)) des masslosen Erlebens. In breiten Kaskaden vom Palü sich herabstürzend, fliesst der Persgletscher ((


zu unseren Füssen, staut sich vor der Enge zwischen Munt und Isla Pers, um in einem sinnbetörend wilden Bruch sich mit dem Morteratsch zu vereinen. Mit einem inneren Bangen wird fast ein jeder das erste Mal die Fahrt , zum Gletscher hinuilter beginnen. Sie ist aber gar nicht schwer, nur die überwältigende Umrahmung macht sich geltend, macht uns klein und schwach vor uns selbst ... Erst geht es einige Hunderte von Metern nach Süden, dann in weit ausholendem Bogen zurück nach Norden und ziemlich gemächlich in Schwüngen hinunter zur Seitenmoräne. Wenige Schritte hinauf - und vor uns liegt das Plateau von Trovat)). W a s voll oben gesehen nur ein dunkler Strich war, entpuppt sich als breite Spalte. Es sind ihrer aber nur wenige und sie sind leicht zu umgelieii. Ganz bequem queren wir den Gletscher und fahren an einem türkisblaueil Durcheinander von überschneiten Blöcken vorbei bis zu der im Eise verloreneil Insel)), der Isola Persa. W i r lassen sie rechts liegen und zuerst über leicht fahrbare, dann aber stetig steiler werdende Hänge gelangen wir zur grossen Rinne, die uns hinunter bringen soll auf den Morteratschgletscher. Sie ist wirklich voii abschreckender Steilheit - aber doch nicht so schlimm, wie viele Erzählungen berichten ... Und bei gutem Schnee kann ein tüchtiger Skiläufer sehr wohl in Schwüngen hinunter kommeri. Mässige Fahrer allerdings, oder auch die guten bei mässigem Schnee werden sich gerne zur primitiven Methode der altehrwürdigen Spitzkelire bekehren. Das allerletzte Stückclien kann im Schuss genommen werden und der Läufer fliegt eine11 kleinen Gegenhailg hinauf, wohl ein Morärieilu~all auf dem breiten Rücken des Gletschers. Gerne wird man oben abschu~iilgeilund den müden ivIuskeln eine Ruhe göniien. Grossartig genug ist dieser Platz ! In1 Südeii iil uilmittelbarer Nähe die wilden Eistürme des « Labyriilts)), zur Rechteii der untere Eisbruch des Vadret Pei-s, ziii- I,inl<en (las Spaltenge\vii-r, das den direkten Weg zur Bovalliiitte spei-I-t:,die jenseits des Eisstroines auf hoher Klippe lockend liegt. Uild zwischen den Eisbrücheri, u m grosse Spalten herum, in kleine Tälclieii hii~eiiluild wieder heraus, aber stets in einem rasche Fahrt gebenden Gefälle führen die Spuren unserer Vorgänger nach Norden hinab auf den harmloseren Teil des Gletschers. W a s nun folgt, ist eben so leicht wie lang, wenn man wenigstens genau und sicher schwingen kann. Grosse Strecken, auf denen man laufen lassen kann, wechseln mit Bogenfahrt u m ungefährliche Spalten und grosse Blöcke, die der Eisstrom zu Ta1 verfrachtet. W e r nicht unterwegs verschi~aufenwill, wer nicht stehen bleibt, um sich umzuseheil - und es wäre schade, es nicht zu tun - der kann in einem Zuge hinuntergelangen zur kleinen Ebene, die sich zwischen Gletscher und Station Morteratsch einschiebt ... Jetzt wissen wir, warum die Diavolezza so berühmt ist. Jetzt wissen wir, dass ihr Ruhm berechtigt ist. Vielleicht ist sie die grossartigste Gletscherabfahrt, die als « Allerweltsweg» gemacht werden kann. 2;

((


Phofo : Dr. H. Hoek

In den Seracs der Bellavista

Und doch : Sei vorsichtig, Freund ! Kommst du in schlechtes Wetter, sind alle Spuren verschneit, lässt dir der Schneesturm nur einige Meter Ausblick, dann hüte dich ! Tückisch ist der Gletscher und der Gefahren voll. Die Hänge des Munt Pers schütten gewaltige Staublawinen auf den Morteratsch hinab und jedes Abirren vom richtigen und allein sicheren Weg kann den Tod bedeuten!


Grialetschhütte gegen Gross- und Kiein-Sarsura

Phofo : M . Rudolf

12. GRIALETSCH UND PIZ SARSURA Von

Dr. 0. HUG, SAS.

Südöstlich von Davos, zwischen diesem Hochtal und dem MittelEngadin, breiten sich ein paar gletscherumsäumte Bergzüge aus, die der herggeu.ohnte Skifahrer schon längst unter die Perlen seiner Frühlingstouren zälilt. Wohlan, richten wir unsere Skispitzen dorthin und geben wir Bahn frei. Eisig ist die entscliwinclciicle Naclit lind noch funkeln die Sterne in Unzahl am stalilblauen Firmament. Es ächzt und knirscht der hartgefrorene Schnee, derweil wir skigescliultert die südliclien Häusergruppen von Davos verlassen. Wortlos wandern wir den jenseitigen, waldumsäumten Winterpfad hinan, Richtung Sertigtal, bereits in zunehmender Spannung, aber noch gehemmt durch fallende Reste bleiernen Schlafes. Es dämmert. Licht breitet sich aus, zuerst zaghaft und dünn, dann mutig und umfassender, und bald sind Gipfel, Hänge und Tal gleichmässig in Helligkeit gebadet, dass selbst der Blinde fühlen muss, es ist Tag, es ist Morgen. A n verschneiten Hütten vorbei führt unsere doppelspurige Pulverschneepiste. W i r verlassen Sertig-Dörfli, ziehen die Felle an und nehmen den kommenden Steilhang unter die Bretter. Eine frischgezogene, fast noch menschenwarme Spur geleitet uns rasch aufwärts. Im letzten Flachstück des Kühalptals überflutet uns das wärmende Sonnenlicht. Hier verlassen wir die vorsorgliche Piste und treten eigene Furchen in den luftigen Pulverschnee. Steil und vielwendig gehts empor zur Lücke des Kühalpgletschers, anfänglich schwunghaft und leicht, dann langsam und mühevoll, zuletzt ächzend und fluchend, weil die Bindung zwischen Pulver und Hartfirn völlig versagt. Endlich sind wir oben. Die Sonne steht hoch, und wohlige Wärme macht den


Siedelrothorn

Blindenhori~ vom Ritzhorn gesehen

Phofo

: J.

GebereII.

Körper weich und geschmeidig. Es ist windstill. Vor uns liegt der Wanderung Fortsetzung, eine beneidenswert schöne Stunde. Nach wohlverdienter, wohlausgekosteter Rast richten wir unserer Bretter spiegelglatte Gleitflächen am jenseitigen Hang talwärts. In breiter Mulde ziehen wir Bogen an Bogen, anfangs weit ausholend und weich, dann kurz und gedrängter, halten nach rechts hinaus auf des Kammes First, reissen eckig gehackte Schwünge um apere Leisten und felsige Kuppen, zerhacken der Gleitfahrt Bahn, der Not gehorchend, nicht den Wunsch befriedigend, und enden in auslaufender Gleitfahrt auf des Passes Wölbung. Der Scalettapass ist unser, doch nicht gekreuzt von Nord nach Süd - von unten nach oben, sondern von West nach Ost und oben nach unten. Kurz war der Genuss der Talfahrt; die Arbeit des Steigens hebt wieder an. Doch die Gelenke sind jetzt locker und eingeschliffen. Auf wellig ansteigender Bahn gehts mühelos empor über flachen Hochfirn auf des Scalettahorns feines Spitzchen. Und schon liegt unser Ziel in greifbarer Nähe. Eine Stunde später ist es erreicht ; das letzte Gratstück wird skientblösst erklommen und fröhlich turnend auf einer Schneekrete feingeschwungener Linie der Gipfel betreten. Wir rasten auf Piz Grialetsch's stolz thronender Zinne. Kein Windhauch streift uns und warm drückt die mittägliche Sonne. Flachgestreckt in weichem Schneebett sind wir gelagert und ziehen zarte Ringe aus des Pfeifenkopfs Krater. Es ist uns wohl und gut und aller Wünsche Wallungen sind wir enthoben. Wir schweben im Raum und vergessen die Zeit, aber die Zeit vergisst uns nicht und wirft uns nur allzu rasch zurück auf des Daseins massgezirkelten Boden. W i r verlassen den Grat und hebeln die Bindung zu. Die Steilfahrt beginnt und lässt uns der Erdenschwere Vorteile auskosten. Und dieser Genuss ist überwältigend. - Bei untergehender Sonne betreten wirTdas gastliche Heim auf der Passhöhe Grialetsch's. Heiss dampfender Thee erwärmt unser Blut und abendliche Stille verankert das Erlebte in


Sarsura-Gletscher

Photo

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E. Meerkämper

der Tiefe der Seele. Traumfreier Schlaf auf harter Pritsche trennt das Gestern vom Heute, beseitigt die Schlacken vollbrachter T a t und schafft neue Kraft für wieder erwachendes Wollen. Jugendfrische Sonnenstrahlen überborden der Felsgräte stahlblaue Kanten und werfen funkelndes Leben in den todkalten Schnee. Am Rande von Schatten und Licht ziehen wir dahin, der Sonne entgegen. Nach kurzer, belebender Talfahrt folgt der gemächlich-behäbige Aufstieg. Hart ist der Firn und weich die daraufliegende Pulverschicht. Trotz steigender Spur gleiten die Skier eilig dahin. Denn leicht ist die Bahn und eilig der Wunsch nach Höhe. Auf Sarsura's Furkel biegen wir ab, dem Mittag entgegen zum Gipfel empor. Steil wird der Hang, doch schneller noch unser Steigen. Ein Wettlauf wird's mit der steigenden Sonne. Es dampfen die Körper bei Erreichen des Gipfels. Frei thronen wir jetzt auf hochragender Spitze und geniessen in Musse die kristallklare Fernsicht. Kein Wölklein spinnt sich am Himmel, kein Nebel schleicht in den Tälern. Zwischen Tiefendunst und Aether ein geschlossener Kranz unzähliger Zacken und Kuppen,


Bei den Radünerköpfen

Phofo : E. MeerkÄmper

restlos übergossen mit schwellenden Fluten von Licht und Helligkeit. Eintönig fast, trotz stetigen Wechsels der Formen, beengend schier und doch unendliche Weite. Aus der Ferne flieht man zur Nähe, man haftet am Teil, um im Ganzen nicht zu versinken. Gedanken jagen Gedanken. Aufs Höchste spannt sich der Geist, derweil Körper und Triebe erschlaffend entschwinden. Ein Kampf der menschlichen Zwiefalt, wie nur selten man sie erlebt. W i r kosten diesen friedlichen Kampf restlos aus, wohl wissend, dass in kürzester Zeit die Straffung des Körpers nachfolgt. Stunden verrinnen. Das Spiel ermüdet und geleitet über in traumschwangeren Schlaf. Man enteilt sich selbst und vergisst ganz sein Bewusstsein. Man ist nicht mehr und ist doch. Ein kurzer Reiz zerreisst den Faden des Allseins und wirft uns zurück in's engumgrenzte Ich. Man freut sich seiner selbst und spannt Wollen und Können. Geschäftiges Leben hebt an, denn weit ist die Fahrt und tief ist das Tal, das wir ersehnen. Die Fahrt beginnt, nicht langsam crescendo, sondern gleich mit voller Wucht und in geradlinigem Schuss. Es pfeift


Fuorcla Sarsura und Grialetschgletscher

Photo

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Dr. 0 . Hug

der Wind, man kauert sich tief und stiebende Wolken ballen sich über der frischgezogenen FZhrte. Steil wird der Hang und fällt in ein tiefes Tobel. Rasch fliegen die Grate iind Icämme nach oben. Man empfindet ein Fallen und gleitet doch nur eilig dahin. Es häufen die Tücken der Fahrt sich, derweil die Enge des Tales zunimmt. Ein Springen und Drücken, ein Reissen und Stoppen zerbricht die geradschüssige Fahrt und gibt der Spur eine wilde Linie. Man kreuzt die verschneite Talrinne und wirft sich von einem Hang zum andern. Kurze Rasten unterbrechen die Fahrt, derweil die Muskeln vor Erregung zittern und ganze Glieder von gequollenem Kampf sich lösen. Val Sarsura wird tiefer und tiefer und knorrige Bergbäume streuen sich in die stotzigen Hänge. Die Fahrt wird gebremst und gebietet Vorsicht statt Eile. Die Anstrengung steigert sich merklich und notgedrungen häufen sich die Halte. Der Wald wird dicht, doch das Tal fängt an sich zu weiten. Nach kurzer Zeit ist die Talmündung erreicht und der Flachboden des Inn stoppt endgültig die aufregende Fahrt. Eine längere Rast zum Verdampfen des wildgewordenen Körpers und ein ausgleichend beruhigender Flachlauf bringt uns ans Ziel. Süs, das aus Brandkohlen wieder erstandene Engadinerdorf, ist erreicht, und die Fahrt ist beendet.

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1 3 . BLINDENHORNFAHRT. \'on Dr. 0.HUG, SL4S.

W e r dächte sicli wohl, dass zu hinterst im soiiiiigen Tessin eine flachgletsclierige, weitausgedelinte Berggruppe sich hiiizielit, die dem Skifahrer gerade das bietet, was er in föhnigheissen Sommernächten sicli erträumt und ersinnt : stui~denlang abwärts zu fahren und der Fahrt Ende kaum zu ersehen. - Zwar liegt geiiau gereclinet diese Berggruppe nicht im Tessiii, sondern halb auf LValliser Boden, halb auf italieiiischem Gebiet; aber da der beste Zugang uiid die einzig lohnende Abfahrt bei Airolo beginnt und endet, so zählt man das Bliildenliorn eben zu cle~iTessiner Slzibergeil, was die gestrenge Geographie uiis wohl verzeil~en möge. Ein Blick auf die Icarte besagt uns folgerides : Vom Bliridenhorngipfel bis nach Airolo misst die Luftlinie rund 25 km bei 2250 m Gefäll, wobei allerdings die ersten 1400 m Senkung auf die obersten 10 lzm eritfalleii. Die untersten 10 km stelle~ivorwiegeiid Flachlauf dar. Die Fahrtriclitui~g ist konstant dieselbe : Ostnordost. Sie hält sich meist in der Talsohle, clie besoiiders durch die südlich gelegeiieii, hohen urid steilen Berghäiige vor starker Besoiiiiung geschützt ist. Pulverscliiieefalirteii bilcle~i daher die Mehrzahl. Z\x.ei Bergheime bieten unterwegs gute und reichliche UnterIzunft. Zuerst, etwa bei km 10 (Höhe 1680) das Ospizio von AIl'Aqua, ein gut geführtes Berggasthaus, das aber nicht den ganzen Vdinter offen ist (der Besitzer woliilt in Ronco, \vo der Schlüssel abgeholt werden kann) ; weiter obeil am Eiiigang zuin Val (:oi.ilo ;iiiS I-Iijlie 2.300 (etwa bei km 16) S. A. C.-lleiin, clic Coi-nohiitte. Voll Airolo ist ein wohnlicl-i ei~~gericlitetes bis A1lJAqua sind es 3 Std., von dort zur Cornoliütte 2. Von hier aus erreicht man den Gipfel des Blindenhorns bequem in 4 Std. Für die ganze Talfahrt darf man 3-4 Std. rechnen. Die Bliridenhoriifahrt ist eine klassische Osterslzitour. Zwei schöne Februartage, gleich riac1-i nicht zu reiclilicliem Schrieefall dürften aber noch idealere Verhältnisse bieten. Ist der Scliriee zu sulzig weich, oder liegt der Pulverschnee zu hoch, daiiii leidet das Tempo der Fahrt stark darunter, denn im Allgemeiiien ist das Gefäll elier sanft uiid zahm. Das Blindeiilior~i ist überhaupt ein Slziberg für geruhsame, bedäclitige, elier ge~iiesseriscli veranlagte Fahrer, die aber gute und ausdaueriide Gänger sein müssen, denn die Tour ist lang und zeitraubend. W e r am Vortag frühzeitig in den Mittagstuiideii iri der Cornoliütte anlaiigt, der versäume nicht, einen kurzen Abeiidabstecher auf das naheliegende Grieslioril zu machen. Er wird es nicht bereuen, dort oben den winterlichen Sonneiluritergaiig bewuiiderii zu lzön~ien. Auch der Blick auf die weit ausgedehnten, direkt zu Füssen liegenden Flächen des Griesgletschers lohnt sich wohl, noch mehr aber die Aussicht auf die Südliänge der Berner Alpen, aus denen wie ein wuchtiger Keil die massige und doch fein geschliffeiie Pyramide des Fiiisteraarhorns herl~orsticht.


Anderntags bricht man kurz iiacli der Dämmerung auf, zieht gemütlich schleichend seine Fährte durch die Flachmulden des oberen Cornotals hinauf zur kleinen Einsattelung des Cornopasses. Inzwischen ist die Sonne aufgegangen und übergiesst mit rosig-duftigem Schein die fast unübersehbaren Flachliänge des Griesgletschers bis hinauf zum kleinen Doppelpjramidenspitzchen des Blindenhorns. Ueber diesen Firn geht's nun mühelos empor, immer in gleicher Steigung, immer im gleichen Rhytmus, derweilen die Sonne höher und höher steigt und Rücken und linke Scl-iulter wohlig warm durchflutet. Im mittleren Firnstück umgeht man links ein paar gut sichtbare, eigentlich liarmlose Spalten und nach gut 2 $2 Stunden erreicht man das flachkantige Firngrätchen, auf dessen südlichem Hang der Gipfel mühelos erklomm2n wird. Ist es warm und windstill oben, so kann man mit Höchstgenuss ein, zwei Gipfelstunden erleben. Ringsum nichts als Licl-it und leuclitende Widerstrahlen, denn man ist auf allen Seiten von mächtigen Gletscherbecken umgeben. Und rings um uns reihen sich Gipfel an Gipfel, bekannte und unbekannte, steile und flachere, eisig kalte und warm leuchtende. Der Talfahrt kommt ein gaiiz besonderer Reiz zu. Bei gutem, nicht tiefem Pulverschnee fäiigt sie am obersten Gipfelblock an, verläuft immer gerade aus mühelos, sanft und doch recht schwunghaft und endigt zu einem ersten Halt erst 6 km weiter unten bei der kleinen Gegensteigung des Cornopasses. Hier setzt der Fahrt Mittelstück an. Anfänglich wie oben am Firn sanft und langgezogen, geruhsam und mollig, dann auf einmal an runsendurchzogei~enSteilhäiigen ziemlich j äli hinab, Bogen und Wenden in Menge erzwängend, um der Schussfahrt Wucht zu bremsen und zu brechen. Man betritt nun die ersten Waldlichtungen sowie wegdurchzogenes Gelände und unversehens nach einer Waldöffiiung gelangt man zum Hospiz von A1lJAqiia. h4an versäume ja nicht, in diesem gastlichen Heim einen Halt zu maclien. Ileiiii iiirgends n~ui-idctclcr 1->riclzelndeAsti so herrlich wie hier. Die weitere ?ralialirt gleicht dein Aufstieg : viel Flachlauf, doch jetzt leicht geneigt und ui~termiscl-it von kurzen Abfahrten. Das letzte Wegstücli ist wieder scliiieller, weil die Fahrt über hartgetretene, gepfadete Strasse verläuft. Sobald der Ticinofluss überschritten ist, hat auch unsere Falirt ihr Ziel erreicht.


Immer und iiberall erzälilt uns die Natur, vorausgesetzt dass wir Oliren haben, zu liören, dass wir Augen l-iabei-i, zu sel-ien, dass wir gelernt haben, im Buche der Natur zu lesen. Jeder Baum sagt dem Beschauer, was er erlebt, jeder Berg, wie er geworden. Jede Wolke sagt uns, wie sie entstand und warum sie so werden musste - jede Blume hat eine Geschichte, eine persönliche und individuelle und eine allgemeine, die ihrem Geschlechte angehört. Diese Gescl-iicl-itei-i zu verstehen, dazu gehört aber Vorbildung und Wissen. Die Ausdrucksmittel der Natur sind ui-iei-idlich in ihrer Allaniiigfaltigkeit, sie arbeitet mit Tönen, Farben und Formen. A m einfachsten und verständlichsten ist sie dann für uns, wenn sie die Form bevorzugt. Und am reinsten tritt uns ihre Sprache in der Formgestaltung des Winters durch den Scl-iiiee entgegen. Man hat den Sommer schon manchmal einen c( Maler 1) und den Winter einen Plastiker 1) genannt. Es sind Vergleiche, die eine gewisse Berechtigung haben. Denn im Winter benutzt Frau Natur ein unvergleichliclies Material, von einer Zartheit und einer Ausdrucksfähigkeit sondergleiclien, um uns lange Märchen zu erzählen, verständlicher und eii-ifaclier in il-irer klaren Spraclie, als wir je sonst sie vorfinden. Was tuts, dass die Scl-irift der Berichte bald ausgelöscht wird ? U m anderen, iieueii Erzählungen Platz zu maclien ... Da ist zunächst der Sclinee an sich : Jeden Tag, jede Stunde ist er anders. W e r die Spraclie des Winters zu lesen verstellt, der kann genau sagen, was der Schnee erlebt hat und was mit ihm vorgegangen ist. Jedes Windchen gestaltet seine Oberfläche und gibt ihm ein anderes Aussehen, jeder Weclisel der Temperatur hinterlässt seine unverkeni-ibareii Spuren. Doch die sind nicht immer ganz leicl-it zu deuten. Hier liaben wir das Wort Spur 1) sclioi-i lialb im bildlicheii und übertragenen Sinne gebraucht. Anders ist es mit den wirklichen, den ecliteii Spuren, den Fäl-irteii von Lebewesen. Der Schnee ist ein unvergleiclilicl-ies Material, u m sie uns in aller Deutlichkeit sichtbar zu maclien. Aucli der ungelel-irteste» kann l-iier klar sel-ien. ((

((


Verräterische Spuren in1 Schnee ... es gibt ilirer auf jedem Hang. Sie spreclieii eine beredte Spraclie. Mari köiinte fast sagen, sie sclireie~iuns ihre Worte entgegen -- und immer wieder x~uiidereich mich, wie «taub und tumb » die meisten an iliiieri vorbei gehen... KAPITALER HIRSCH Zwisclie~i Lenzerlieide iiiid Leiiz ginge11 wir am Waldraiid eiitlarig. Eiiie Doppelreilie tiefer Löcher zog vom Walde lies auf die Wiese hinaus, Striche verbinde11 die eiiizelneii Stapfen. Was ist das, fragte ich nizine Gefälirteii ? I<eiiier der Stadtmeiisclieri konnte Aiitwort geben. Alles mögliclie wurde geraten, vom Hund bis zum Bären ! Es ist aber die Spur eines scliwereii Hirsches, der lailgsain, gemäclilich und faul, die Schalen, oder Hufe, nicht einmal ganz aus dem weiclieii Neuschriee lierai~szielieiid,einer aperen Stelle auf der Wiese zugewandert ist. Icli kreuzte mit meirieii Ski die Spur, u m einen Vergleicli fiir die Grösse zu liaben. I.

SCHNEEHUHN Scliiieel-iühiier sind merkwiirdige Tiere ! M a n sollte meiiien, weiin ein Vogel so gut fliegen lzanii, dann müsste es ihm gar keinen Spass inaclieii, lange Strecken sich mülisam durch den tiefen Scliiiee zu arbeiten. Tatsächlich aber tut das Sclirieeliuliii dies oft. Offeiibar ist der Abflug aus dem Schnee eine ai~streiigeiideSaclie. Und immer wieder findet man die Spuren der Vögel, die es vorgezogen haben, « zu Fuss voii einem scli~ieefreieiiPlatz zum anderen, voll einem Preisselbeerstraucli zum aiidern zu gehen, oft viele hundert Meter weit. Kommt ein Skiläufer in die Nähe, so kann sicli der Vogel oft immer iiocli iiiclit zuiii Fliegen eiitscliliesseri. Lieber drückt er sicli tief in den Scliiiee und vertraut auf das bleiideiide Weiss seines Winterkleides, das ihn beiiialie urisichtbar macht. Erst im letzte11 Augenblick sozusagen entfliegt er. Das « Starteri)) aber fällt ilirii iiicl~t leicht ; er kommt nur schwer vom Boden weg, und die Eindrücke seiner Schwingen sind auch auf unserem Bilde noch ziemlicl-i weit voll seinem Scliiieeloch entfernt siclitbar. 2.

3. E I C H H O R N U N D

SICILAUFER

Sehr zeitig im Jahre sclion regen sich die Eicliliö~iicheii. Aii warmen Tagen im Januar sind sie oft schon zu selieii. Als iiervöse Gesellen lieben sie die Abwechseluiig, wecliselii gerne von einem Baume zum aiidern hiiiüber. Aber sie wissen, dass der Scli~iee iiicht ihr Element ist, dass sie im Scliiiee mehr ilocli als sollst gefährdet sind. Darum liabeii sie es eilig und iii grosseii Sprüiigeii wird die Entfernung zwischen den Bäumen so schnell xrie iiur irgend niöglicli zurückgelegt. Der buschige Scliwaiiz :\rippt auf und ab, zeiclinet eine unterbroclieiie Linie zu~iscliender Doppelspur der Füssclieri. Ein Skiläufer kam einige Stuiiden


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Kapitaler Hirsch

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Dr. H. Hoek


2.

Schneehuhn

Pholo

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Dr. H. Hozk

später; achtlos kreuzte er die Fährte des Eichhorns und hielt sich nicht auf. Er war aber ein ganz guter Läufer - sonst hätte er die Stöcke nicht so korrekt dicht neben seinen Skiern eingesetzt. 4. HASE

Auch der Hase hat es auf freien Flächen meist eilig. Von links unten in unserem Bilde ist er in grossen Sätzen gekommen : Zuerst berühren die beiden Vorderpfoten den Schnee, die Hinterläufe werden einen Augenblick später ein bischen weiter vorne eingesetzt, sie werden zum Absprung benützt und reissen eine tiefere Spur. Drei, vier Sprünge geht es so voran - da hat irgend etwas Meister Lampe erschreckt. Im Sprung, in der Luft, hat er den sprichwörtlichen Haken)) geschlagen und ist nach links abgebogen. Er hatte es leicht diesmal, denn der Schnee ist nur eine wenig Zentimeter dicke Auflage auf harter Kruste.

5. D O H L E Skiläufer haben bei der Alphütte geluncht. Die Dohle weiss schon längst, dass dies fast an jedem schönen Tag die Regel ist. Sie sitzt in vorsichtiger Entfernung und wartet. Und kaum hat der letzte seinen Rucksack geschultert, so ist der schwarze Geselle schon da und begutachtet die Reste.


3. Eichhorn und Skiläufer

Photo

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Dr. H. Hoek

Schwankenden Schrittes, einen Fuss vor den anderen in schnurgerader Linie setzend und die Krallen leicht über den weichen Schnee schleifend, ist die Dohle herumspaziert und hat - wir wollen es hoffen - allerlei gefunden ... und hat ihrem Schöpfer gedankt, dass er die Menschen auf den Wintersport verfallen liess... und hat dem Oberkellner gedankt, dass er ungeniessbar trockene Brote einpacken liess. 6. FUCHS

Im tiefen Neuschnee ist der Fuchs auf Beute ausgezogen. Er liebt diesen tiefen kalten Schnee nicht. Aber Hunger tut weh. Vorsichtig hat er Fuss vor Fuss gesetzt, hat die Läufe hübsch hochgehoben. Er ist aber trotz aller Vorsicht recht tief in das weiche Pulver hineingeraten. Dabei wurde der Schnee rings um das Loch seiner Spur ein wenig zusammengepresst. Ein Tag ohne Wind verging. Der Schnee setzte sich, die ganze Decke wurde dichter. Nur die etwas gepressten Ränder sackten natürlich nicht zusammen und sind als Wülste rings um die einzelnen Löcher sichtbar.

7. FUCHS Dann kam Wind, Sturm. Er frass sich in die weiche Schneedecke ein. Er zerriss die einzelnen Flocken zu Körnern und nahm alles, was beweglich war, mit sich, um es auf der andern Seite des Hügels im « Windschatten))


5. Dohle

P h o f o : Dr. H. Ifoek

6, Fuchs

P h o t o : Dr. H. Hoek

wieder abzulagern. Der vom Tritt des Fuchses unter dem Loch jedes Fusses zusammengepresste und etwas verhärtete Schnee aber war nicht beweglich. Die ganze Decke wurde von der härteren Unterlage weggenommen und entführt, die Stapfen des Fuchses aber blieben stehen und hinter ihnen, auf der Leeseite, im Schatten)),blieb auch noch ein wenig weicher Schnee liegen und zeigt uns genau, welchen Weg die Wirbel genommen, wie die Flusslinien des Windes gewesen sind. ((

8. FUCHS

Doch der Wind liess nicht nach. Unermüdlich arbeitete er weiter an der Zerstörung der Schneedecke, er zerstörte sie, bis nur noch der harte körnige Untergrund übrig blieb. Auch der Schnee hinter den Fusstapfen musste weichen und schliesslich stellen nur noch diese selbst im Hochrelief vor uns, jeder einzelne von ihnen mit einem winzigen Anhang von Schnee, zugespitzt und scharf modelliert - ein Beweis, dass hier, hinter der Erhöhung der Spur, ein kleines Plätzchen vollkommener Windstille bestanden haben muss. 9. MAUS

Was die Maus bewogen hat, von einem Stall zum andern zu wandern, werden wir nie ergründen. Aber jedenfalls hat sie sich auf den Weg gemacht und der Schnee hat es uns verraten und hat ihre Spuren aufbewahrt. Schwer war die kleine Maus nicht, und selbst der lockerste Pulverschnee kann sie


i SPUR EINER MAUS

PHOT. Dr. HENRY HOEK


7. Fuchs

Phofo . Dr. H. Hock

28 1


8. Fuchs

P h o f o : Dr. ti. Hoek

tragen. So sehen wir denn nur die Eindrücke der winzigen Beinchen, die in doppelter Zeile neben einander gestellt werden, ganz ähnlich der Spur des grossen und schweren Murmeltieres in dem harten und tragfähigen Schnee des Frühlings. 10.

SKILAUFER

Anders sieht die Spur des Skiläufers fast an jedem Tage aus. Denn jeden Tag ist die Dichte des Schnees anders. Eine Spur wie unser Bild sie zeigt, ist nicht oft zu sehen. So geschnitten scharf in den Rändern, wie mit dem Modellierholz aus nassem Ton gearbeitet, wird die Spur nur ganz selten, nur unter ganz bestimmten Bedingungen. Der Schnee muss eben tatsächlich die Konsistenz von Tonwoder Gips haben. Das aber ist nur dann der Fall, wenn eine vom Wind ungestörte ziemlich tiefe Neuschneelage bei hoher Lufttemperatur bis tief hinunter von der Sonne erwärmt und durchweicht wurde. Es ist nur unmittelbar nach einem Neuschneefall möglich, dass dies geschieht, denn schon eine Frostnacht oder eine länger anhaltende Erwärmung lassen den Schnee verfirnen. Der Skiläufer hasst diesen Schnee ganz besonders. Nur die raffiniertesten Künste der « Wachs-


10.Skil채ufer

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Skiläufer

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experten))verhindern das Ballen, und allein schon an den Tellern der Stöcke unser Bild zeigt es deutlich ! - schleppt man Pfunde mit.

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SKILÄUFER Skiläufer haben den flachen Hang von links nach rechts gequert. Es sind ihrer mindestens drei gewesen. Dann ist ein anderer, schmalspurig und elegant, von oben gekommen und hat die Trace rechtwinklig geschnitten. Und dann hat es in der Nacht ein wenig geschneit, still und leise und ohne Wind und in grossen weichen Flocken. Und der Schnee hat die Schnitte der Skier schön weich eingekleidet, dass sie von ferne nur noch wirken wie das Muster in einem sammetweichen Teppich. I I.

DIE SPUR DER SONNE Auch die Sonnenstrahlen hinterlassen ihre Spuren im Schnee ! Kein Schneefeld ist durchaus eben. W o immer aber eine, wenn auch noch so kleine, Erhöhung ist, da wirken die schrägen Strahlen der Wintersonne stärker, weil sie hier in einem grösseren Winkel auffallen. Die Folge ist eine stärkere Erwärmung, eine grössere Schmelzwirkung. So wird die winzige Unebenheit, die flache Vertiefung in der Schneedecke vergrössert 12.


SCHNEEHASENSPUR

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und immer mehr herausgearbeitet. Und wenn kein störender Wind diesen Vorgang unterbricht, bekommt die Oberfläche des Schnees ein Muster, das von ferne an manche Gewebemuster erinnert, das fast regelmässig wirkt, dessen Einzelheiten aber immer wieder verschieden sind. Denn die Natur kennt keine Exaktheit sondern nur den Rhythmus » der Form. ((

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Die Bilder 4 (Hase) und 9 (Maus) erscheinen als Tiefdruckbeilage.

285


Ideales norwegisches Skigelände

OLAF HELSET, FORMANN NORGES SKIFORBUND URER DIE NORWEGISCHE AUFFASSUNG VOM LANGLAUF. Die norwcgisclien Skiläufer betrachten im allgemeinen den Langlauf als die liöclistvollendete Form des wettkämpferischen Skilaufes, setzen dabei aber voraus, dass die Anlage des Langlaufes an die Technik des Langläufers grosse Anforderungen stellt. Die erfahrenen Veranstalter sind bestrebt die Bahn so anzulegen, dass das Rennen sich so abwechslungsreich wie möglich gestaltet und ein recht verschiedenartiges Terrain durchlaufen wird. U m in einer solchen Bahn ein gutes Resultat zu erzielen, genügt es nicht allein aushaltend zu sein, sondern der Läufer muss auch geschmeidig sein und muss sowohl die Skier als auch seinen Körper vollständig beherrschen. In einer derartigen Bahn muss der Läufer die allfälligen eintretenden vielen Hindernisse überwinden können, er muss die menschliche Fähigkeit des Reflexes ausnutzen. Die Zeit erlaubt häufig keine langen Überlegungen hinsichtlich der jeweiligen Situation und der geübte Langläufer handelt dann meistens instinktiv richtig. Diese Reflexe entwickeln sich mit der Ubung und helfen dem Skiläufer über die verschiedensten Situationen in hohem Masse hinweg. Die Freude am Skilaufen wächst, je mehr der Skiläufer sich seiner Fähigkeit, die ihm überall begegnenden grossen Schwierigkeiten während schneller Fahrt zu überwinden, bewusst wird.


Typisch nordisches Skigelände

Um technisch tüchtige Läufer auszubilden, müssen die Veranstalter Laufstrecken ausstecken, die grosse Anforderungen an die Geschicklichkeit der Teilnehmer stellen. Anderseits darf man aber diese Anforderungen nicht auf die Spitze treiben, weil sonst das Rennen den Charakter eines Hindernis-Laufes erhalten würde. Unsere Auffassung des Skilaufens besteht darin, dass man sich schnell durch ein Terrain durcharbeitet, selbst wenn es ziemlich schwierig ist. Der Langlauf soll ausserdem so angelegt werden, dass der Läufer das Empfinden hat, er befinde sich auf dem Garsch von einem Ort zum andern und könne unterwegs in verschiedene schwierige Situationen geraten, was ja praktisch auch häufig vorkommt, wenn man ein Terrain ohne gespurte Bahn schnell durchqueren soll. Die Skispur ist gewissermassen für den Skiläufer, was für den Fussgänger der Steg ist. Sie kann steil auf- und abwärts gehen und scharfe Kurven aufweisen, führt aber in der Folge immerhin den kürzesten Weg von Punkt zu Punkt. Das natürlichste ist deshalb, dass wenn eine Spur 2.B. die Punkte A-BC-D-A passiert, zwischen A und B, B und C, C und D , D und A die Spur verhältnismässig den natürlichsten und kürzesten Weg führt. Der Langlauf stellt grosse Anforderungen an die körperliche Verfassung des Läufers. Ein tüchtiger Langläufer muss eine gesunde Lebensweise führen, neben intensivem und energischem Training muss er auf den Genuss von Tabak, Alkohol, etc. entweder vollständig verzichten, oder aber jedenfalls sich weitgehende Zurückhaltung auferlegen. Jeder Läufer, welcher das Langlauftraining seriös betreibt entwickelt eine starke Willenskraft.


Ideale Loipe

Die norwegische Erfahrung hat gezeigt, dass sich bei den Langläufern im allgemeinen eine Reihe wertvoller Charaktereigenschaften entwickeln. Hier in Norwegen gelten diese Läufer tatsächlich auch als die Elite unserer Sportsjugend. Wie bekannt, sind die meisten norwegischen Skiläufer kombinierte Läufer, worauf wir grossen Wert legen, da wir der Ansicht sind, dass Sprunglauf und Langlauf einander gegenseitig ergänzen. Bei der kombinierten Bewertung der beiden Prüfungen (kombinierter Lauf), wird wahrscheinlich das ziemlich einstimmige Urteil der norwegischen Skiläufer dahin lauten, dass der Langlauf die vollendetste Form des Skilaufens darstelle, wohlverstanden, wenn er so angelegt wird, dass er sowohl an Technik, Fertigkeit wie an Kraft gleich grosse Anforderungen stellt.

ANMERKUNG DER SCHRIFTLEITUNG. Wir sind Herrn Hauptmann Helset, dem Präsidenten des Norwegischen Skiverbandes, für seine Ausführungen über die norwegische Auffassung vom Langlauf dankbar. Deutlicher als je zeigt sich wieder der Unterschied zwischen Skilaufen und Skifahren. Diese Zweiteilung wird mit der Zeit unter den Skifahrern und Skiläufern Allgemeingut werden müssen -auch rein renntechniscli in Bezug auf die Skimeisterschaften. Ein Skimeister im Laufen und ein Skimeister im Fahren, wie sie der SAS als erster Skiclub bereits in seinen Rennen unterscheidet, ist die einzige logische und renntechnische Trennung im Skilauf. Dass übrigens auch Herr Hauptmann Helset selber als strenger Fürsprecher der nordischen Disziplinen des Skilaufens dem Abfahrtslauf predigt, ergibt sich aus seinem grundlegenden Satz : die Freude am Skilauf wächst, je mehr der Skiläufer sich seiner Fähigkeit, die ihm überall begegnenden grossen Schwierigkeiten während schneller Fahrt zu überwinden, bewusst wird. 1) Das Optimum muss unbedingt beim Abfahrtslauf erreicht werden !


VON OTHMAR GURTN ER,SAS, ZURICH

Die überentwickelte Skitheorie hat das Skifaliren kompliziert gemacht. Nicht nur die Terminologie ist verworren geworden, auch die Methoden des Skiuiiterrichts sind vielfach zu Dogmen erstarrt. Es gibt keinen scliweizerischeii oder bayerischen oder tirolerisclien Stil. Diese Bezeichnungen existieren nur in den Köpfen einseitig unterrichteter Leute. In Wirklichkeit hat sich in den Alpen, vom Mont Blanc bis zum Ortler, in den letzten fünfundzwanzig Jahren eine charakteristische alpine Fahrart entwickelt, deren Technik, abgesehen von individuellen, auf Kraft oder Konstitution zurückzuführenden Besonderheiten Einzelner durchaus homogen ist. Als knappe Synthese dieser alpinen Fahrart will dieser Aufsatz das Charakteristische der Technik dokumentieren und gleichzeitig Anregungen für einen vereinfachten, komplizierten Bewegungsanalysen abholden, Skiunterricht, geben. Die bewusste Beschränkung auf die fundamentalen Elemente der alpinen Fahrart (Tempofahren, Stemmen, Kristiania) ist zweckmässig, um den Lernenden von allem zu entlasten, was nicht unbedingt von einem auf gutes Tourentempo geeichten Fahrer verlangt werden muss. Wer die in dieser Synthese erläuterte Technik beherrscht, lernt später die vervollkommnenden Fahrhülfen (den im Tiefschnee unerlässlichen Telemark und den engwendigen Umsprung) leicht hirizu.

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Die einfache Unterscheidung eines Stemmkomplexes iiiid eines I<rist.i;iiii;ikomplexes lassen der individuellen Misclibildung völlig freien Raiini. Oliiic über die Bastardgebilde der Stemmkristianias analytische I<larlieit. ci-1;iiigcii zu müssen, wird sich jeder werdende Geländefalirer ganz von selber seineii individuell gemischten Stil aneignen. Die Hauptsache ist uiitl blcibt das Fundamentale und die Erkenntnis, dass Schnee und (;eliincle diktieren und nicht irgend eine auswendig gelernte Regel.


TEMPOFAHREN Ein guter Fahrer, ein guter Steher! Je schüssiger das Tempo wird, desto härter schlägt das Gelände. Jede Mulde, jeder Buckel, jede verkrustete Altspur, jede Harstplatte ist ein Attentäter auf das Stehvermögen des schnellen Fahrers. Im führigen Pulver kann jeder elegant und geschlossen fahren, auf bretthartem Firn wird er gleich grätschen und sich wenig um die Aesthetik kümmern. Der Schnee diktiert die Skiführung, nicht irgend eine Regel. Der schnelle Fahrer muss im Schuss den Körper beherrscht ducken, um Geländestösse elastisch abfedern zu können. Er darf nicht unelastisch werden. Deshalb ist das tiefe Niederkauern ein Fehler, so gut wie das steife Gehaben als Statue. Man muss in jedem Augenblick noch tiefer oder noch höher gehen können, je nach dem das Gelände stösst oder flieht. Das Kreuz muss weich sein, genau wie beim Reiten. Der Lernende soll zuerst eine Mulde, dann eine Welle richtig durchstehen. Wenn er zwei, drei Wellen mit zwischenliegenden kurzen Mulden immer wieder durchfährt, hat er plötzlich das Gefühl für elastisches Kauern heraus. Der sichere Steher fühlt sich bodenfrei. Er kann seinen Körperschwung fahrtfördernd ausnützen. Er kann den Körper auf vorschnellendem Ski in eine neue Spur werfen. Er wird durch harte Bodenschläge nicht zu Fall gebracht, wenn er selbst kleine Flüge und unverhoffte Entgleisungen bodenfrei abzufangen weiss. Jähe Spurwechsel, kleine Schikanen aller Art gehören zum gesunden Schulbetrieb. Elastisch und bodenfrei werden ist viel wichtiger, als alles andere, denn ohne gutes Stehvermögen wird keiner ein guter Fahrer.


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. im S c h u s s d e n K ö r p e r beherrscht ducken. um Geländestösse elasfisch abfedern zu können .

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STEMMEN Schneepflugfahren ist der Anfang aller Stemmschulung. Vielen Lernenden geraten dabei immer die Skispitzen übereinander. Sie scheinen nicht zu wissen, dass der gekantete Ski längsgerichtet abgleitet. Deshalb kann man nur mit flach geführten Skiern langsam als beherrschter Schneepflug abfahren. Wenn im Schneepflugfahren der eine Ski noch flacher an den Hang gepresst wird als der andere, so beginnt der ganze Schneepflug langsam um diesen Ski aus der Fallinie abzudrehen. Das ist die zweite Phase eines Stemmbogens. Sobald es dem Lernenden gelingt, aus hangquerer Fahrt den oberen Ski langsam gegen die Fallinie vorzustemmen und so in die Schneepflugstellung zu geraten, hat er die erste Phase eines Stemmbogens durchfahren. Der schulmässig gefahrene Stemmbogen hat nur noch die dritte Phase anzuhängen übrig : das Zusammengleitenlassen der abgestemmten Skier in die neue Spurrichtung. Wer diese drei Stemmbogenphasen beim Schneepflugfahren richtig durchprobiert, kann leicht mit seitlich vorgestemmtem Ski den flach am Gelände klebenden Stemmbogen durchdrehen. Ganz von selber stellt sich nach längerem Stemmbogenfahren im Gelände das Bestreben ein, den kraftverzehrenden langen Stemmbogen abzukürzen. Besonders in tiefem Schnee, wenn das Abdrehen aus der Schneepflugstellung ein Hängenbleiben des inneren Sltis mit sich bringt, hebt-'der bodenfreie Fahrer diesen Ski ganz einfach durch die Luft und setzt ihn kantend in die neue Spurrichtung. Aus dem Stemmbogen ist ein Stemm-


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mit flach gef체hrten Skiern langsam als beherrschler Schneepflug abfahren

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schwung geworden und jetzt hat der Fahrer schon eine Allerweltsfahrhilfe fest in den Beinen.

IZRISTIANIA Am kurzen Steilhang auf flach niedergepressten Skiern quer abrutschen ist kinderleicht. Dem Lernenden vermittelt diese Uebung das vollkommen richtige IZristianiagefiihl, dessen es bedarf, um Vertrauen in die

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Querbewegung der Skier zu kriegen. Der zweite Trick ist das Suchen eines genügend grossen Schneepuddings, auf dessen Rundung man sich ohne Schwierigkeit aus der Fallinie durch Vordrängen des Körpers in die hangquere Abrutschstellung herumdrehen lässt. W e r das nach kurzem Ueben gut los hat, kann schon einen richtigen Kristiania über eine Geländewelle hinabdrehen. Mit Vorteil sucht man beim Geländefahren den tiefdrehenden Kristiania immer über eine Gefällsbruchkante oder über eine Welle zu legen. Es fällt so leichter, unter Nutzung der Buckelrundung mit Kcrpervordruck den Querschwung herauszuholen. Oft kann man den Querschwung schon vor der Geländekante durch Anstemmen (wie beim Stemmbogen) einleiten, um auf der Kante selber durch Körpervorwurf den vollendenden Kristiania herauszuholen. Beim Schwingen über Geländewellen erhält man' das Vertrauen, mit dem man den Körper unbedenklich aus scharfem Schuss nach vorn wirft. Nie hat der schnelle Fahrer ein so ausgeprägtes Fluggefühl, wie beim Niederschwingen eines Kristianias am Steilhang. Die Kristianiatechnik ist nahezu universell. Nach und nach wächst im Fahrer die Sicherheit und er beginnt auf beherrschten Kanten im Abrutsch-Kristiania ganze Steilhänge quer hinab zu fegen.


. . auf beherrschten K a n l r n irn Abrutsch-Krisliania hinab fegen . .

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FAHRSCHULE Die Beschränkung der individuellen Ausbildung auf die in dieser Synthese der alpinen Fahrart umrissenen Fahrhilfen und Schulungstricks ist ein erprobtes System, um nach verhältnismässig kurzen Bemühungen die Elemente der alpinen Fahrart so vollständig beherrschen zu können, dass zur Entwicklung eines flüssigen und persönlichen Geländefahrstils übergegangen werden kann. Die Fahrschule ist das mzthodische Unterrichtsmittel für diesen Zweck. Zwei Grundsätze erhellen den unschätzbaren Wert einer richtigen Fahrschule für den werdenden Geländefahrer : erstens wird die Methode des Abguckens und Nachmachens angewandt und zweitens wird zwangsläufig die der fahrtechnischen Entwicklung am förderlichsten erscheinende Geländelinie durchfahren. Das Spurfahren wird durch Tempo und Technik des vorfahrenden Lehrers geregelt. Jeder Fahrer ist bestrebt, die vom Vormann angewandten Fahrhilfen korrekt nachzufahren. Das mehrmalige Durchfahren derselben Gelände~chwieri~keiten in vernünftigem, dem Lehrzwecke der Abfahrt angepasstem Tempo macht den Fahrer so gründlich bekannt mit dem Gelände und mit den Fahrhilfen, die für seine Bemeisterung taugen, dass rasch deutliche Fortschritte erntet. Wenn am Ende er verhältni~mässi~ eines Fahrschul-Kurses die Uebungsstrecke ohne Führung im Rudel gefahren wird, entsteht schon eine richtige Hatz, die beweist, wie wendig und keck jeder Fahrer geworden ist. Selbstverständlich taugt als Uebungsstrecke nur ein abwechslungsreiches Gelände mit Bergbahnverbindung zum hochgelegenen Start.


Zeichnungen von HANS TOMAMICHEL

295


Joseph Dahinden

VOM WESEN DES SKIBOGENS UND DES SKISCHWUNGES. Von JOSEPH DAHINDEN.

Durch die Erfahrung hat man gelernt, diesen Schwung oder Bogen so oder so zu fahren, seine Bewegung mit diesen oder jenen Worten zu erklären. Noch gibt es kaum ein einheitliches Bild, nach dem alle Bogen und Schwünge eingeordnet worden sind. Erst die reine Theorie, die Inbeziehungbringung der Skibewegungen zu andern sportlichen Bewegungen, deren statisch-physikalische Gesetze besser bekannt sind, kann eine genaue Klärung in den Streit der Meinungen bringen, aus denen die unzähligen « Tricks » hervorgegangen sind. Als grundlegendes Gesetz für die Bogen und Schwünge ist zunächst zu beachten, dass alle vollkommenen, rhythmischen Bewegungen ihren Ursprung im Körperschwerpunkt (liegt zwischen Hüftknochen und letztem Kreuzbeinwirbel) nehmen, also in der Bewegung von Gesäss und Hüften. Zum eigentlichen Kriterium der Bogen und Schwünge werden wir durch nachfolgendes rein physikalisches Experiment gelangen. Was will der Skibogen und Schwung? Der Ski soll durch geringsten Kraftaufwand und mit grösster Wirkung aus seiner Beharrung quergedreht werden. Wir wählen eine flache Horizontalschiene S, auf die wir in der Mitte eine federnd elastische Spiralfeder R im Lote errichten und sie in D fest verankern. A m obern Ende von R , sowie in mittlerer Höhe seien die beiden Horizontalstäbe h-h und s-s im rechten Winkel zu S eingelötet. Durch das Spiel der beiden Horizontalstäbe stellen wir uns nun die Aufgabe, die Fussleiste S beliebig querzudrehen. Je wirkungsvoller wir eine Torsionsspannung D an der Verankerungsstelle von R erzeugen können,


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clcsio bcs\c>i wii (1 riiisvi I~:xj,c,i i i r l c , i i i i;olo\i s(.iii %undchst gebeii wii clei Spii ,illc.clci I< c l r i ~t li i ~ i , i I i l i (I i ( . a , ( > i i i * i (11 des mittlerei~Querstabes 11-11 durch eine Ilielikidft '1'1, c.iiic. qc.1 iiir:c. 'l'oi \ioilL, Spannung D I . Wir drehen 11-h in paralelle Lage zu1 l'iisslcistc S. ( ; l i i c li zeitig damit dreht sich auch s-s infolge des elastiscl-ien Gefiigcs, \o d,i\\ jetzt beide Querstabe in Richtung von S zeigen (ungefahr). Die Spiralfeder R hat jetzt eine aufgespeicherte Engergie D I , deren Torsionsspannung aber noch kaum genugen durfte, auf S eine bedeutungsvolle Wirkung auszuuben. Abgesehen von der Schwere und dem Reibungswiderstand der Fussleiste S auf der Unterlage wird die Materialharte der Feder R einen Einfluss haben auf das Experiment, aber in keinem Fall wird uns die Wirkung genugen, die wir durch diese erste Manipulation an den Querstaben vorgenommen haben. Vielmehr setzen wir jetzt in h-h eine erneute, stossartige Auslosungskraft T2 an, um 111 plotzlichem Ruck und heftiger Erschutterung die latent schlummernde Energie in der Spiralfeder zu entladen. Wir uberdrehen clie Q~ierachseh-h uber die paralelle Lage zu S hinaus und beobachten wicdciurri ein Ausschwingen nach aufwarts und abwarts : Die durch die Sto\ski~iSt T2 verursachte Auslosung der Torsionsspannung TI bewirkt c.1 ii L;~'I I nqcs Q~ierdrehen der Fussleiste S, gleichzeitig aber auch ein Miiclic~lic~iit l i i obere11 Querachse h-h. Unser Experiment ist bis zu c i i i i l i yc~wissrii(;I 'icle gelungen. Wiederum wird die Materialbeschaffenheit von l i i ~ i i ( lS f t i i t l ~ sGeliilgen bedeutungsvoll sein. W1I 1x~:iiri(â&#x20AC;&#x17E;(>i-i riiis n ~ i t den Erfolgen nicht. Wie bereits erwahnt, scliwii-igcii tlic, I , c . i t l ( p i i I>iclil<~~ifte TI und T2 nicht nur nach unten aus, sondei i i c.iii '1'i.i I t l < i v o i i ~ ~ c l i111 t dem Mitschwingen der oberen Achse s-s verloieii, w<is 1 \ 1 1 i i i i \ i i c , Atifv,,iiibe vollig nutzlos ist. Es blcil>t t i i i \ (Ir(, Ati f ~?,il>c,clicse ilutzlos nach oben verschwendete I ),I\ ~;('111rv,t uns dadurch, dass wir s - s festhalten iii. Energie zu e1iiiiii~ic.i ~u TI und T z mit einer Drehoder aus der I"ii ,ilcll,ic;c~~ i Si t~iitcycgiiiqeset~t ( 9 l i r . 1 1


ltraft T 3 bewegen. Das heisst, im Augenblick, wo wir die auslösei~destossartige Drehkraft T z j n h-h ansetzten, setzen wir in s-s entgegengesetzt eine ebei~fallsstossartige Drehkraft T 3 an und erreichen dadurcli, dass das Ausschwingen nach aufwärts nicht nur verunmöglicht wird, sonder11 dass der Drehdruck D nach unten sich um ein Vielfaches steigert. Unterstützen wir noch die Wirkung durch ruckartiges Zusammenpressen der Spiralfeder nach unten im Augenblick der Schwungauslösung, so erhalten wir einen Drehdruck von vehementer, ruckartiger Gewalt, dem die Horizontalfussleiste unserem Wunsche entsprechend folgt. Unser Experiment ist gelungen. Geiiau so, wie hier in dem vera~~scl~aulichenden Experiment verhält es sich bei der Erzeugung eines Ski-Schwui~gesoder Bogens. Die Fussleiste S sei der querzubewegei~deSki, die Spiralfeder die federndelastische Wirbelsäule des rnei~scliliclienKörpers, mit den seitlich starren Verbindungen der Scherikel, Beine iiiid Füsse, h-11 bilde die Hüftachse, s-s die Scl-iulterachse. U m eine beliebigen Skibogen zu erzeugen nehmen wir zunächst die bekannte Drehvorlage Sür die Bogen der Stemmschwungtechnik, Drehrücklage für die der Gleitschwui~gtechnik. Hüft- und Schulterachse werden in tangentialer Richtung zum Bogen gedreht ( T I ) . Damit ist eine latente Körpertorsionsspannung erzeugt (DI). Durch einen Hüftschwung (Tz), ein ruckartiges Quereinwärtsdrehen der Hüftachse über die Längsstellung hinaus entsteht die die latente Körperspannung auslösende Kraft (Dz), die den Ski in steter Bewegung querdreht und den Skibogen bewirkt. Dieses ist das typische Kriterium des Skibogens. Und es gilt dieses Grundgesetz für alle Bogeii gleich. Am schönsten zeigt es sich beim Stemmbogen und Telemarkbogen. Für den Ski-Scl~wunggenügt das Prinzip der einfachen tangential zum Bogen gerichteten Körperverwindung nicht mehr. Wir nehmen jetzt die Erfahrungen unseres Experimentes im zweiten Teil zu Nutzen und verwenden das Prinzip der Halte und Gegenbewegung der oben Querachse, der Schulterachse (s-s), um den auslösenden Hüftschwung und die KörpertorsionsSpannung in der Dreh- Vor- bezw. Rück-Lage vervielfacht auf die Standfläche zu übertragen. Im selben Augenblick, wo der ruckartige Hüftschwung (Tz) einsetzt und die Torsionsspannung ( D I ) auslöst, schwingen die Schultern energisch entgegengesetzt (T3), wodurch die Bewegung nicht nur nicht nutzlos nach oben ausschwingt, sondern gegenteilig von dort abprallt und selbst wieder gesteigert ,in vermehrter Wirkung sich auf den Standfuss und Ski überträgt. Durch heftiges Herabpressen in tiefste Kniebeuge wird eine letzte vermehrte Drehstosskraft erzeugt. Die Ski drehen mit der gewünschten Vehemenz (D) urplötzlich im korrekten Schwung in die gewünschte Querlage, wobei die Bewegung vom Körperschwerpunkt (Hüftschwung) ausgehend zu den Gliedmassen übergreift und somit vollkommen rhythmischer Natur ist.


Pholo : Joseph Dahinden

Nach einer kalten Frühlingsnacht - nach einem warmen Frühlingstag

Das schönste Beisspiel ist der gerissene Hockekristiania. In tiefer Hocke anfahrend geht man in mittlere Hocke hoch, dreht Schultern und Hüften schw~ngbogenanschmie~endin Richtung des Schwungmittelpunktes einwärts (Drehvorlage) (TI),setzt jetzt den Hüftschwung (T2) an durch ruckartiges Hereindrehen der Hüftachse in der Drehvorlage, wirft aber gleichzeitig die Schultern entgegengesetzt heraus, mit der Faust des schwunginneren Armes zur Skispitze zeigend, und erhöht die Schwungwirkung durch ruckartiges Herabducken in tiefste Hocke. Auch beim Telemarkschwung und aufrechten Kristiania zeigt sich die Ausführung sehr schön und es sei einem jeden Einzelnen überlassen, die Theorie an Hand der Praxis zu beweisen und in vollkommenster Weise bestätigt zu sehen.


Aus dem Skifilm Dahinden

7. RENNEN ENGLAND-SCHWEIZ. 4. JANUAR 1930 in MURREN. Von ULRICH CAMPELL, SAS.

W o Arnold Lunn steht, dort ticken Stoppuhren, dort richten elastische Skirenner die Spitzen ihrer Bretter steil talwärts, dort wirbeln sie kleine Schneewolken zwischen rote Fähnchen oder ziehen im Schuss lange Fahnen über die Steilhänge. Das war das Charakteristikum der bisherigen fünf Ski-Matches, von denen wir drei für uns entschieden1). Es war dem Wachhalten des Interesses beider Parteien am Wettkampfe nur dienlich, dass man englischerseits alles tat, um mit einem Siege das Gesamtresultat auf 3 : 3 zu stellen. Und so kam es auch ! War durch das schon anfangs Dezember einsetzende systematische Training und das frühe Abhalten der englischen UniversitätsMeisterschaft eine Aufstellung der Besten möglich, so liess sich durch Beifügung zweier Läufer, von denen der eine Englands Allerweltsskifahrer und der andere schon mehrere ganze Winter auf den Skiern gestanden ist Mackintosh und B. Caulfeild - ein Team bilden, das ähnlich wie die unvergessliche frühere Schweizer Mannschaft kaum schlagbar war. W i r hatten ausser einem Ausscheidungswettkampfe am Piz Sol noch 1) Richtig genommen sind bis jetzt 7 England-Schweiz-Rennen durchgeführt worden. Das erste war aber nicht akademisch begrenzt in Bezug auf die Teilnehmer. Siehe Schneehase Bd. I . S. I I . Schriftleitung.


Aus dem Skifilm Dahinden

nichts geleistet und gebrauchten deshalb um so ausgiebiger das freundliche Anerbieten, uns, so oft wir wollten, von der Allmendhubel Bahn uphill transportieren zu lassen. Ist es da überhaupt noch eine Frage, dass zeitweise der SAS in jedem Züglein vertreten war? So dass wir uns an die Tücken des weissen Elementes wieder ziemlich gewöhnt hatten, bevor der Renntag als letzter Tag des Jahres heranrückte. War das nicht für jeden schon Grund genügend, das im ganzen 1929 Versäumte durch einen unglaublichen Endspurt nachzuholen ! - aber scheinbar muss die Lage bei den englischen Kommilitonen ähnlich gewesen sein. Wie man auch nicht uns allein wird vorwerfen dürfen, dass der gute Wille auf dem weiten Wege durch tanzmüde Extremitäten gelegentlich seine Kraft verlor. Es lag nasser, die Fahrt sehr verlangsamender Neuschnee, als ein Schweizer jeweils eine halbe Minute nach jedem Engländer vom Maulerhubel weg ins Schneegestöber schoss. Es liefen für uns Campe11 (Capt.), Weber, Streiff, Binder, Dunant und Kümmerly gegen Mackintosh (Capt.), Caulfeild, Riddell, Nixon, Ford und Wyatt, wobei in jeder Mannschaft der schlechteste Mann nicht zählte. Die schlechte Sicht gab den mit dem Gelände besser vertrauten Gegnern Vorteile, die auf der sehr einfachen, kaum 300 Meter Höhendifferenz aufweisenden Abfahrt ganz besonders ausschlaggebend waren. Trotzdem konnte sich einzig der Sieger Collin Wyatt (BUSC), der Gewinner der Abfahrt im Oxford-Cambridge Ski Match von St. Moritz, einen bemerkenswerten Vorspruns sichern. Dass im übrigen ein einziger


Birken im Rauhreif

P h o f o : Dr. d . Defner

Sturz genügte, um weit hinten zu landen, erhellt aus der Tatsache, dass sieben Konkurrenten innert 13 Sekunden einkamen ! Der Schweizer Streiff überraschte als Zweiter, selbst den ausgezeichneten Mackintosh schlagend, der durch einen Bindungsdefekt Zeit verlor. Es folgen sich in fast gleichen Abständen je ein Schweizer und ein Engländer, wenn auch in einer unerwarteten Reihenfolge, die ersehen lässt, dass bei den bestehenden Verhältnissen die sonst grössere Anforderungen stellende Strecke gewissen


Zufälligkeiten, wie dem Kennen von Geländeeinzelheiten und dem Wachsen, ein unerwünschtes Gewicht liess. Ein sehr zeitraubender Sturz von Binder (SAS) und die schwach laufenden Skier von Kummerly (SAS) trugen noch das ihrige dazu bei, dass die Durchschnittszeit der Ei-iglii-ider um 16 Sekunden besser war. Unsere Mannschaften scl-ieinen sich uberhaul->tganz allgemein fur schwere Steilabfahrten alpinen Charakters besser XLI cigiieii als für den blindwütenden Schuss. Das Resultat : IOO : 91,28 und tlircc Iicarty cheers. Ein von Lunn auf der Nordseite des Allineiitlliiil~cl i i i i t gewohnter iin Vorteil. Meisterschaft gesteckter Slalom sah die Briten noch tlr~iitliclic*iB. Caulfeild (BUSC), von dem man in der Abfahrt cii-i l>r\i(,i.(.\Al->sc~l-ii~citlcii erwartet hatte, konnte sich in wunderbar fliissiqcr 1"oIii t , i i i i ic.liiit~ll~icii durch die im allgemeinen in hohem Tempo A I c1iii.r lil'<ilii t.li(Ic.i-i, ,iI)ir i i i i t schwer erkennbaren Fallen durcl-ispicktci~l ~ I , i i : i : ~ ~ i i ~ ~ ~\ i\ ,~iiii(l ~( l ( ~ i i .c:<i~~-iprll, im ersten Lauf noch hinter ihin, Iicl ziirri(-li, i i i i t l I 3 i i i t 1c.i ht-lric,cl tltli.t~liV(.]-letzung aus. Mackintosl~ zc,iqt(, li(%i.\/oi I , I I ; ( > I ~ ( I(*<,1<(11-iiit,11; (11t*Ii1 < I \ I ~ i III-~I folgend seine L,~iiiclslctlI<~ I<itl(lc.ll t i i i t l tlci ~ . I i i l , i i i i ~ , i , i i - i i i i i i t l voi-siclitiq fahrende Nixon. 1:s i h t l\l,ii-, tl,i~,s1i1,iii i i i i l t l i c * \ t s i ' I ' , i l i i i l c i i r i i - iiocli so lange in die vordcit~iil<,iiic;c*lzoiiriiit~i-iwii.tl, ,ils I>t~clc.ritciitl scliiiellere I<oillzurreilten Fehler ni;iclici-r. IJc~l)eiIi,iiip~ist vor;liiszuselieil, dass der Slalom iil wenigen Jalircii \ ~ o i i t1c.i M,issc i i i seinem Wesen begriffen - ein ganz ausserorclc>i-itlic-hcrSl)i.iritslxxt werden muss, für den unsere heutigen Resultate wellig bcclcutcii. Die i-iächsten vier Ränge gehorten den Schweizern, denen man trotz der kleinen zeitlichen Unterschiede die ganz bedeutend kurzere Trainiilgsdauer deutlich ansal-i. Es muss als ein durchaus gerechtes Resultat bezeichnet werden, dass aus letzterem Grunde der Match an England verloren ging. Es verdient aber auch noch festgestellt zu werden, dass sich die Schweizer Mannschaft an die ausserordentlich gastfreundliche Aufnahme in Mürren stets gerne erinnern wird ! Vielleicht wird man sich aber geradeso an uns erinnern, hat doch unser Dirigent Heiri durch seine abendlichen Jodelgastspiele in den internationalen Bars den Mürrenern deutlich zu Ohren gebracht, dass es noch immer Schweizer in der Schweiz gibt. RESULTATE : 2. SLALOM 13. Caulfeild, BUSC . . . . . . I .37,8 C. E. W . Mackililosli, BUSC . I .38,2 3 . \V. liiddell, I3USC . . . . . . I .41:4 4. G. Nixori, l3USC . . . . . . . I .45 6 5. G. Weber, SAS . . . . . . . I .47,2 6. V. Campell, SAS . . . . . . . I .48,2 7 . A . Duriarit, SAS . . . . . . . I 53,6 8. V. Streif[, SAS . . . . . . . . I .54,3 9 . H. Ford, BUSC. . . . . . . . 2 . 10,4 10. C . Wyatt, BUSC. . . . . . . 2.21,z Die zwei schlechtesten Resultate in jedem Larife lvurden nicht gezäl-iit. Der BUSC siegt mit 100% : 91,1S0{,. Individueller Sieger aus Abfahrt und Slalom : C. F. W . Mackintosh. I.

ABFAHRT

C. Wyatt, BUSC . . . . . . V. Streiff, SAS . . . . . . . 3 . C. E. W. Mackintosh, BUSC. 4 . G. Weber, SAS . . . . . .

. . . .

2.23,8 2.41,~ 2.42 2.44,6 5 . W . Riddell, BUSC . . . . . . 2 . 4 7 , ~ 6 . V. Campeli, SAS. . . . . . . . 2.52,6 7a. G. Nixon, BUSC . . . . . . . 2 . ~ 4 ~ 6 7b. B. Caulfeild, BUSC . . . . . 2.54,6 9 . H. Binder, SAS . . . . . . . 3 . I 8,6 10. \V. Kümmerly, SAS . . . . . 3.24,~ Der BUSC siegt mit IOO?(, : 91,2S%. I. 2.

I. 2.


Im Mittelpunkt der zweiten Akademischen Welt-Winterspiele in Davos stunden unbestritten die Skiwettkämpfe. Da kam so recht zum Ausdruck, welche vorherrschende Stellung der Skisport in der Reihe der von den Akademikern gepflegten Sportarten einnimmt. Mit Ausnahme vielleicht der Eishockey-Konkurrenz kam allen andern wintersportlichen Disziplinen, wie sie an den zweiten Akademischen Weltwinterspielen in Davos wettkampfmässig zur Darstellung gebracht wurden, nur der Rang von Rahmenwettbewerben zu. Nicht einmal die zum Teil wirklich spannenden Mannschaft~wettkäm~fe im Eishockey, auch nicht die von überdurchschnittlicher Klasse bestrittenen Kunstlaufkonkurrenzen auf der herrlichen DavoserEisbahn vermochten nur einen Bruchteil der Zuschauermenge anzulocken, welche 2.B. dem eigentlichen Clou der Davoser-Wettkämpfe, dem SkiStaftettenwettlauf, Rahmen und Gepräge gab. Einmal mehr, genau gleich wie an den Olympischen Winterspielen in Chamonix und St. Moritz, hat der Skisport seine Hegemonie unter den wintersportlichen Ubungen klar und eindeutig bewiesen. Nicht nur vereinigten sich auf die Skiwettbewerbe die meisten Nennungen, sondern auch die besten und nach der Zahl der teilnehmenden Länder weitaus interessantesten. Die ausgeschriebenen Konkurrenzen stellten eine lückenlose Demonstration des Skisportes in Aussicht. Sowohl der ausgesprochen nordischen Richtung, die an Laufen und Springen festhält, als der alpinen mitteleuropäischen, die vor allem Skifahren in den Vordergrund gestellt wissen möchte, wurde das DavoserProgramm gerecht. Und dennoch wäre es falsch, von einem Kompromiss zu sprechen. Weder nach der einen noch nach der andern Richtung hin wurden etwa Konzessionen gemacht, sondern, wie schon betont, der ganze Skisport in interessanten Wettkämpfen vorgeführt. Naturgemäss lag der Schwerpunkt beim Fahren. Für das Abfahrtsrennen von der Parsenn und den Slalomlauf stellten


sich dem Starter nicht nur quantitativ, sondern auch qualitativ hervorragende 17elcler, deren Leistungen wirklich internationale Extraklasse verkörperten, während im Langlauf und Sprunglauf nur wenige Konkurrenten zu überzeugen vermochten. Immerhin wurde der etwas mässige Eindruck, den der I 8 km - Lauf liinterliess, durch die auf den kurzen Flaclilaufstreckei~ im Staffellauf gemessenen sehr guten Zeiten erfreulich verbessert. Wohl am wenigsten erfreulich fielen die Leistungen im Sprunglauf aus, was einesteils auf die ungünstigen Schneeverhältnisse und vor allem auf die grossdimensionierte Bolgenschanzenanlage zurückzufülireii ist, welche die tapfere, akademische Springerschar vor eine sehr schwierige Aufgabe stellte, der sie mit einigen Ausnahmen einfach nicht gewachsen war. Zusammenfassend darf über die erzielten Leistungen gesagt werden, dass sie von einem hohen Stand des studentischen Skisportes beredtes Zeugnis ablegten. Noch mehr, dass sich die akademische Jugend eines grossen Teiles der Welt mit feurigem Eifer der Pflege des königlichen Skisportes widmet und daf'ür sorgt, dass dereinst ein kommendes Geschlecht der Wohltat des Skik~lirens uiid Skiiaufens teilhaftig werden wird. Wenn ferner die Davoser-Slzitage sportlich eine gute Qualifikation verdienen, so muss an dieser Stelle auch eine anclere Feststellung entsprechend ihrer Bedeutung gemacht werden. Icli meine das Moment der Völker- und Rassenannäherung. Mögen sicli die zukünftigen geistigen Führer der Nationen immer und immer wieder auf sportlicher Kampfbahn treffen, sich gegenseitig kennen und schätzen lernen und über alle wirklichen oder nur problematischen Gegensätze hinweg zusammenschliessen. Hierin liegt meines Erachtens der grösste Wert der zweiten Akademischen Welt-Winterspiele in Davos. Einer Jungmannschaft, die sicli inmitten unserer unvergleichlich schönen winterlichen Gebirgslandschaft faire, sportliche Wettkämpfe lieferte, werden Eindrücke und Gefühle im Tiefsten der Seele unauslöschlich haften bleiben, die für das Wohl und den Frieden der Menschheit mehr wert sind als verklausulierte, papierne Abmachungen uiid Verträge. Kehren wir nun zurück zu den Ereignissen auf Davos blitzenden Wintergefilden, um die Wettkämpfe noch einmal filmartig aufleben zu lassen. DER L A N G L A U F Davos ist reich an leichtem Langlaufgelände. Die weite Ebene im obersten Teil des Landwassertales mit der saubern Stadt Davos, die zum Teil offene, zum Teil bewaldete Uferpartie des im Winter unter einer meterdicken Eisschiclit schlummernden Davoser-Sees, die mehrfach in die Ebene vorspringenden, von dunlzlem Tannenwald (wer kennt sie nicht, die herrlichen Davoser-Wälder !) und dichtem Unterholz bewacliseneii Geländebrücken, die sanft ansteigenden nördlichen Talhänge, die Mündui~geii der südlichen Seitentäler, iiiclit zu vergessen die von muiitern Sclilittengespannen und zahlreichen Fussgäiigern belebte, breite, immer tadellos gepflegte Promenade zwischen Dorf uiid Platz bieten jede nur gewünschte Mögliclilzeit,


eine Langlaufpiste anzulegen. Als Ausgangspunkt für den Langlauf, der am 7 . Januar die Reihe der skisportlichen Konkurrenzen eröffnete, war der Bahnhofplatz von Davos-Dorf gewählt worden. Von hier aus folgte die Piste ein Stück weit dem Ufer des Sees, wechselte in der Gegend von Wolfgang pikant in offenem und waldigem Gelände, berührte nach längerem Anstieg die Drusatsclia-Alp, bog nach Westen, brachte die Läufer an den Ausgang des Flüelatales, bog und wand sich, hauptsächlich an den südlichen Talliängen bleibend, noch ein paar Kilometer weit durch das ausgezeichneten Schnee aufweisende Wiesen- und Weidgelände, um schliesslich nach Uberquerung der Landstrasse wieder die nördlichen Flanken des Kessels zu erreichen. Auf der von gewaltigen Zuschauermassen garnierten Promenade, wo sich spannende Positionskämpfe abspielten, stachelten die Läufer dem Ziel zu, das auf dem Bahnhofplatz von Davos-Platz lag, zweckmässig organisiert und gegen übereifrige Zuschauer in aller Ordnung abgesperrt. Ausgezeichnet gespurt, gut ausgeflaggt, mit der notwendigen Anzahl Kontroll- und sogar einem Verpflegungsposten versehen, bewährte sich die Streckenanlage vortrefflich. Über das bei uns Mitteleuropäern gewohnte Mass hinausgehende Terrainschwierigkeiten wies diese I 8 km lange, 383 m Steigung und 403 m Gefälle verzeichnende Langlaufpiste nicht auf. (iiiten Flachläufern und starken Steigern bot sie Gelegenheit, richtig losziilegei-i. An die Armkraft stellte das letzte, ziemlich lange und flache, nicht sclii- viel I5ilii-iii~ggebende Strassenstück gehörige Anforderungen. Auf dieser SLI-cclzcli:iii~~l.s~iclilicli holte sich denn auch der Sieger, der tschechoslovalziscl~c: l ,iiiili.i- Nov;il<, (leii ciitsclieidencleri Vorsprung heraus, nachdem es lange niclit siclici. !;cwcsc:ii w;ii., 01) iiiclit doch scliliesslich der Italiener Delago durch eiiiei-i rassigcii %wiscliciisl~iiit.wieder die Spitze nehmen würde. Beide lagen iii der zweitcii I-liillic tlcs I;cldcs, I>clago mit Startnummer 50 und Novak mit No. 53. Lange hielt sicli clcr Italiener wider Erwarten gut. Novak ging ein grosser Ruf voraus, wie überhaupt die Tscliechen im Langlauf mit einer wirklich kampfstarken Equipe antraten. Unwiderstehlich schob sich Novak an seinen gefährlichsten Konkurrenten, eben Delago, heran, holte Meter um Meter auf, vornehmlich in den flachen Teilstrecken ein sehr respektables Tempo entwickelnd. So zermürbte er schliesslich Italiens besten Mann, ging in den letzten Kilometern zum Sturmangriff über und durchfuhr das Ziel in einer Zeit, die ruhig als erstklassig bezeichnet werden darf. Einzig Delago kam noch unter 1:30 ein, während die Elite der Deutschen, Österreicher uiid Tschechen zwischen 1:3o und I : 40 erzielte. Neben Delago klassierten sich auch drei andere Italiener in der Spitzengruppe, während die Scliweiz, wie erwartet, in dieser athletischen Konkurrenz ihren besten Mann erst auf den 18. Platz brachte. Es rächte sicli eben doch, dass iil schweizerische11 Akademisclieii Kreisen der Langlauf zur Aschenbrödelrolle verurteilt worden war. Nachdem mir, es war eiii paar Wochen vor Beginn der Davoser-I<oilkurrenzen, eiii Promiiieiiter uiid Aktiver der helvetischen alzademischen Skiwettläufer erklärt


hatte, dass nur (c Psychopathen so stumpfsinnig sein können und Langlauf trainieren)), konnte das Resultat denn aucli nicht überraschen. Es wird sich eben docli lohnen, in Zukunft der Vorbereitung auf den Lauf etwas mehr Zeit einzuräumen und ihr grösseres Interesse zu schenken, wenn das Resultat nicht wieder so mager ausfallen soll. Dass sich die stark favorisierten deutsclien Langläufer nicht noch besser klassierten, mag seinen Grund in der leidigen Tatsache haben, dass mehrere von ihnen - ohne ihr Verschulden allerdings - den richtigen Ablauftermin versäumten und zum Teil mit zwei und drei Minuten Verspätung auf die Reise gingen. O b ein Funktionär oder der vielgeplagte Hotelportier scliliesslich zum Sündenbock gestempelt werden konnte, spielt jetzt keine Rolle mehr. Die grossen Triumphatoren des Langlaufes waren unter allen Umständen die Tschechoslovaken, die den ersten, dritten, sechsten, siebenten und zehnten Platz belegten und im Mannschaftsklassement haushoch gesiegt hätten, wenn es ein solcl-ies gegeben hätte. Besser, als man es von ilinen erwartet hatte, schnitten auch die Österreicher ab, die mit Blattl, Pugl, Lantschner H. und Paumgarten sehr gute Ränge einnehmen konnten. Den Verlauf des Wettkampfes illustriert am besten das vom Kampfgericht bekanntgegebene Klassement der ersten 20 Fahrer beim 9. Kilometer. Es lautete : I . Novak (Tsch.). . . . Delago (Jt.) . . . . . 3. Beranovsky (Tsch.). . 4. Lantschner (Oe.). . . E;. Ostermeier (D.) . . . 6. Kozmarek (Tsch.) . . 7. Roinmel (D.) . . . . 8. Blatt1 (Oe.) . . . . . 9. Romanini (It.). . . . 10. Hugo Leubner (Oe.) . 2.

. . . . . 41 .oo . . . . . 41 . 10

I I.

. . . . .

13. 14. I 5. 16. 17. 18. 19.

41 .15

. . . . . 43.35 . . . . . 43.40 . . . . . 44.00 . . . . . 44.10

. . . . . 44.50

. . . . . 45.10

. . . . . 45.38

12.

20.

Rödiger (Oe.). . . . . Holzrichter (D.) . . . Weber (S.) . . . . . Beckmann (Oe.).. . . Streiff (S.). . . . . . Schmid (S.) . . . . . Loopuyt (H.) . . . . Buck (D.) . . . . . Sir Richard Boord (E.). Luymes (H.). . . . .

. . . . . . .

. . . . . . .

. . . . . . .

. . . . . . .

. . . . . . .

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45.40 47.20 47.35 48.45 49 .00 49. oo 49.10 49.20 50.10 52.25

DAS ABFAHRTSRENNEN Mit ganz grossen Erwartungen hatte man dem Abfahrtsrennen entgegen geschaut. Wusste man doch, dass sich in dieser harten Prüfung die Elite der Abfahrer aus Mitteleuropa unerbittlich zusetzen würde, wenn es um die Ehre des Akademischen Weltmeisters im Abfahren ging. Unter diesem Gesiclitspui-ikt hatten die verschiedenen Equipen das Training äusserst seriös betrieben und dem Studium der Strecke viel Zeit und Aufmerksamkeit gewidmet. In dieser Hinsicht behaupteten die Osterreiclier und Deutschen sicher den Rekord. Eine Zeit lang gingen sie jeden Tag auf die Strecke und nützten den letzten, freien Augenblick aus, um mit den Einzelheiten des Geländes zwischen Parsei-in und Küblis, auf dem das Abfahrtsrennen von Stapel gehen sollte, genau vertraut zu sein. Geführt von einem Engländer I), passioniertem Parseiiiitourist, der im Winter 1928129 die Parsennabfahrt l)

?\Ir Edlin, of Parsenii fame. Sclil--1eitung.


Das Kampfgericht für Ski : V. 1.11. r. : Prof. M. Mülli, Dr. A. Schoch, A. von Skene, N. N..W. Bonomo, Dr. B. Rüfenacht Dr. K. Roesen, Dr. C. Noyer t, H. Rüfenacht, G. Uebersax.

nicht weniger als 118 Mal ausgeführt hatte, liessen sich die Osterreicher ein paar Mal von der Parsenn-Furka nach Küblis hinunter lotsen, wobei sie sich Zeit nahmen, die mehr als 10 km lange Abfahrtsstrecke sehr gründlich und rationell zu studieren. Für sie gab es zwischen der windumbrausten Gratlücke und dem friedlich tief unten im Prättigau liegenden Küblis keine unbekannte Stelle mehr. Das Rennen wurde gewissermassen einexerziert von A bis Z. Auch der Auswahl der zweckmässigen Ausrüstung wurde die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt, zumal der Zustand der Schneeverhältnisse auf das Rennen hin nicht die besten Perspektiven eröffnete. Seit Wochen hatte es kaum mehr ein paar wenige Flocken geschneit. Tagtäglich schletzten so und so viel hundert Skiteufel die steile Bahn hinunter, schürften Kehlen und Rinnen aus, die mit jedem Tag härter und eisiger wurden. Und weiter oben setzten Sonne und Wind dem alten Schnee auch nicht sonderlich günstig zu. Diese Umstände veranlassten die Sport-Kommission der Akademischen Weltwinterspiele, im letzten Moment eine Verlegung des obersten, steilsten Teiles der Rennstrecke in dem Sinne vorzunehmen, dass der Start nach der Parsenn-Wasserscheide verlegt wurde und der erste Teil der Abfahrtsstrecke westlich der bekannten Schuss- und Schwunghalde, die sich von der Parsennfurka an den Fuss des obersten Steilstückes hii~ui~terzieht,ins Obersässtäli zu liegen kam. Nach Uberwindung der obersten Steilhänge unter der Wasserscheide gelangten die Rennfahrer in ein Gebiet mit einer ausgedehnten, nicht zu abschüssigen


Photo : E.

Meerkämper

Die Deutsche Mannschaft beim Einmarsch in das Stadion

Rechtshangpartie, wo weiter keine grossen Schwierigkeiten zu überwinden waren. Am Fuss der Parsennfurka mündete die Abfahrtsstrecke in die bekannte Route Parsenn-Küblis. Das Rennen bis nach der Talstation Küblis hinunter zu führen, schien angesichts der sich von Tag zu Tag verschlechternden Schneelage auch nicht ratsam, weshalb das von der ersten Terrasse in's Tal hinuntergrüssende Cava11 bei Conters als Finish bezeichnet wurde. Bei 9 km horizontaler Länge wies die Rennstrecke eine Gefälle von ca. I 500 m auf. Rafinierte Technik, beste Geländekenntnis, xweckmässiges Material und seriöses Training gaben am Rennen selber den Ausschlag. Österreichs rote Teufel », ausgerüstet mit Stahlkantenskiern und Amstutzfedern feierten einen überlegenen Sieg. In höllischem Tempo erledigten die Lantschner und Konsorten die Strecke, vorzügliche Zeiten erzielend, wenn man in Betracht zieht, dass in der Höhe Nebel und Schneetreiben und gegen das Ziel zu von Minute zu Minute klebriger werdender Schnee die Entwicklung maximaler Geschwindigkeiten verunmöglichten. Herrlichen Sport bekam man dennoch zu sehen. Das waren die richtigen Meister der Kunst, die da an einem vorüberflitzten und tollkühne Schussfahrten wagten, wo dem gewöhnlichen Tourenfahrer die Haare zu Berge stehen, wenn ihm zugemutet wird, dass er da ohne Stemmen und Schwingen hinunter soll. Erstaunlich war nicht nur die technische Fertigkeit, welche die besten Fahrer an den Tag legten, sondern auch das Stehvermögen. Kamen doch nicht wenige, ohne einen einzigen Sturz zu verzeichnen, an's Ziel. Ein ((


ganzer Kerl, ein wirklicher Skifahrer, wer z.B. die letzte, selir coupierte Partie zum Ziel hinab in einer Schussfahrt stehend hinter sicli brachte und noch die Kraft und die Geistesgegenwart besass, kurz iiach Passieren der Zielflaggen auf schmaler Böschung den unerhörten Schuss mit einem siclierii Endschwung abzubremsen. Als Novum waren in diesem Rennen erstmals Stahlkantenskier von einer grössern Zahl Falirer verweiidet worden. Ziemlich einheitlich stellten die so Ausgerüsteten der Erfiiidung ein gutes Zeugnis aus. Das Fahren quer zum abgeschliffenen, harten Hang und das sichere Bremsen und Schwingen sei ein Hauptvorteil der stahlbewelirteii Bretter. Vom Rennen selber iioch ein paar Blitzliclitaufiialimen : W I E SIE GEFAHREN SIND. Auf der sogenannten Conterser Schwendi zogen die ersten Falirer an uns voruber. Die beiden Zurcher Hollander Luymes uiid Coeberg fuhrten das Feld an. Sie waren noch sehr gut bei Kraften und offenbar i~iclitzu oft gesturzt. Der Deutsclie von Kaufmann liess nicht lange auf sich warten und machte sich mit bemerkenswertem Sclineid an die Überwindung der Steilhange unterhalb der Schwendi. Auffallend war die sichere Fahrt des Englanders Wyatt. Einen sehr spannenden Kampf um die Fulirung lieferten sich die beiden Italiener Delago und Dubini. Delago, eine halbe Minute spater gestartet, passierte seinen Landsmann etwas oberlialb des Tobels mit der bekannten Brucke, die fur diesen Winter eine Verbreiterung erfahren hatte. Kaum waren die beiden Blauen um die Ecke verschwuiiden, ertonte ldutes T-Ialloh. Pfeilgeschwind, alle Unebenlieiten sicher ausstehen<l, 111 ,icissr,is~\cli<tifein Tempo jagten Lantscliner Hellmuth iincl IHai ,il<l I < c ~ i i i I \/oi iilx~i. 1{,ii1? i i i ( > i i i ander verbissen, wie zwei /,ii~Izc~i-idc I<,ii/eii, r;lii tc.11 \I(' ( . I s~,iiiiilicIi \ I ( l r t ~ i ( 1 i ( ' Hange hiiiiiiiter in i l i i c > i i I otc.11'1'1 il\ois. 111 ll,i \ ~ ~ i o ~\/(,I i ( ~\ ( >iIi/ ( , I I I ~ \ , I I I ( 11 C I I C g t ~ t cl2c~\tc1l~q 111.(~ioss~ii,~iiiis , ~ c i \ 13,1\(,1, (I(>I < I ~ I I( I I V I ) c ~ i ( l ( ~ i iI O I V I ~ 'I'ciiiel iiocli sclii weilir?, Zc.11 vc.1 loi c > i i 1i,ii I(' i i i i ( 1 i i i Ilot I V I ~Zii~!c' ~ clcii Weg hiiiabjqtc. S~lioiiiii~~c~litc~ii \ i t l i Ai-i/c,it lirir c l c ~'I',ieiwcttei\ bemerkbar. Vielc l~,tliici 11i~i\stcli'itii dc11 Ilrlclieii Teilstreckeii alle Reserven mobil inaclien, uin dciicli Stoclzdibeit auf Tempo zu kommen, so zum Beispiel der Deutsche Zacliaus aus Munclien, der, seinem schiieefreien Kostum nach zu schliessen, bisher noch keinen Sturz zu verzeichnen hatte. Ein rassiges Tandem bildeten auch Beutter und Holzrichter (Deutschland). Holzrichter schickte sich eben an, seinen Kommilitonen zu uberholen, was ihm beim nachsten Bogen gelang. Dann passierte einer der besten Schweizer, der Berner Kummerly. Er war so gut im Zug wie die Innsbruckner, verriet allerdings etwas weniger Routine in der stark coupierten Partie, die bald nach der Conterser Schwendi folgte. Dass er sich anstandig plazieren wurde, war schon dort oben zu erkennen. Ganz grosse Klasse waren Schrempf und Blatt1 (Österreich). Besonders letzterer zeigte noch nicht die geringsten Spuren von Ermudung und packte die steilsten Hange mit grosster Stand-


sicherkeit an. Er drehte und wendete, als ob er sich am Übungshang befände. Auch von Wentzel tauchte mit seiner hohen Nummer (95) sehr früh auf. Indessen hatten wir uns bis an's Ziel vorgearbeitet und konnten beobacliten, wie Campe11 (Zurich) und Pugl (Osterreich) bis ans Ende hart stritten. Beide mussten eine gute Zeit gefahren sein. Oline ein paar bose Sturze auf der letzten Etappe ging es aber auch bei ihnen nicht ab. Uberhaupt waren die Fahrer, welche die letzten paar hundert Meter sturzfrei zurucklegen konnten, naturlich nicht sehr zahlreich. Im allgemeinen sah man nur Osterreiclier, Deutsche und einige Schweizer, die mit einem kraftvollen und flotten Finisli Extraklasse dokumentierten. Nach der Durchfahrt von Campell uncl l'ugl folgteil wieclei- einige Mittc.lin5ssige1 als ~)lotzlicliNr. I 13, der famose Otto 1,:iiitscliiici- gc~iiicl(1ci wtir(1r. Mi1 s c l l ~ s t v c r s t ~ ~ ~ d l i c l ~ e r Siclierlieit ubcrlisic~tr c.1. ( I c > i i sc.liwc~ic3iiS~.liiic.r,(Iic. ~)criitlci.iWellen und durc1if~il.ird,is Ziel niii ciiii'iii i~tx,~iitcii Scliir44. Sclir gut hielt sicli auch ic~ Ak,itlciiiilcci-Skif~ihrer.Dass die Zeiten Dr. Rocseii, t1c.i. l ~ i l \ ~ i i i i ~Miiiic1iiic.i Lantschi~crOt tos t i i i c l I .c~iil~iic.r I I ii!;os iiiclit weit auseinander liegen würden, AiiSi,iiiclicii des letzteren sofort klar. Einen vorwar mit (lciii ~~lotzliclic.ii zugliclicii I<ii~clriic~li Iiiiitcilicss auch der U. S. A.-Mann Golsan. So wie das Ictzic Siiiik Abf~ilii-tzuruckgelegt wurde, war mit wenigen Ausnahmen ;iiicli clic Zeit. Wer einen Hacken, Winkel oder Bogeil anwenden musste, i i i l i scliliesslich zwischen den schmalen Zielstangen mehr oder weniger stcliend zu landen, hatte sicher keine Aussicliten, in die ersten 50 Ränge zu kommen. Ein starkes Halloh der zahlreichen Schweizer Kolonie loste das frühzeitige Erscheinen Webers aus. In saftigem Tempo passierte er vor der eifrig stoppenden und notierenden Jury. Mit einem gefährlich aussehenden Doppelsturz kamen Bielfeld (Deutschland) und Dewulf (Frankreich) mitten zwischen die Ziellatten, immerhin eine gute Zeit verratend. Noch besser musste sich der stämmige Pahl plaziert haben, der nur einige Sekunden nachher unter der Flagge durchfuhr. Wie der Schatten folgte der Scl~weizerStreiff seinem Konkurrenten Riede1 (Leipzig), trotz aller Anstrengungen gelang es dem Deutschen nicht, den mit Ersatzskiern und Ersatzstocken schwer handicapierten Schweizer abzuhängen. Das rote Trikot Osterreichs feierte gegen Schluss hin noch verschiedene Triumphe. Da bewunderte man nacheinander den prachtvollen Finish eines Sterz, dann den federnden, überhaupt nie zu Fall gekommenen Lantschner Gustav, den Innsbruckner Benno Leubner, der durch den Sieger Lantschner jedoch schon ziemlich weit überholt worden war. Gustav Lantschner, ein äusserst talentierter, sicher berechnender und mit den Details des Geländes genau vertrauter Fahrer erledigte die ganze Strecke ohne Sturz und stund zuletzt die schwierigsten Sachen ebensosicher wie am Start. Seine Fahrweise kann mit derjenigen von Dr. Amstutz verglichen werden, der als 198 folgte, ebenfalls ohne Sturz, aber mit weniger guter Zeit, weil seine Bretter an Glätte zu wünschen übrig liessen.


DER STAFFELLAUF Gleichzeitig mit den Hauptkonkurrenzen auf dem Eise wurde auch der Stafetten-Lauf über 30 km. ausgetragen. Ei11 prachtvoller Wiiltertag mit ausgezeichneten Schneeverhältnisseil war ihm beschieden. Der Start auf Parsenn war absichtlich nicht zu früh angesetzt worden, um der Bevölkerung von Davos die Möglichkeit zu bieten, dem Verlauf des Wettkampfes bei angenehmer Temperatur folgeil zu können. Man hatte nämlich die Renilstrecke wieder so angelegt, dass ein wesentlicher Teil vom zentral gelegenen Stadtgebiet aus überblickt werden konnte. Wie beim Langlauf wurde die für solche Zwecke direkt ideale Promenade zwischen Dorf und Platz als Schlusstück des Laufes bezeichnet, was auch dem Nicht-Skifahrer erlaubte, von seiner Veranda, von seinem Fenster, von einem Schlitteilplatz oder einer Ruhebank aus die letzte Phase des Wettkampfes aus nächster Nähe mitanzusehen und den prickelnden Reiz eines Endspurtes auszukosten. Der Ablauf erfolgte bei der Parsenn-Skihütte ilac1-i der Formel : Gemeinsamer Start in Linie. Ein anhaltender Aufstieg mit 400 m Totalsteigung brachte die Läufer der erstell Teilstrecke auf die Wasserscheide hinauf, wo ein Verpflegungsposten vorgesehen war, der aber seine Tätigkeit nicht entfalten konnte, weil die Konkurrenten den Proviantträger, der sich zu spät auf die Reise begeben hatte, überholteil und nicht Zeit einbüssen wollten, indem sie auf den Brententräger warteten. Eine steile Abfahrt durch das Dorftäli hinunter führte die Fahrer zum ersten Stafettenwechsel am Bahnhof in Davos-Dorf. Uber die Promeriade, ein mehr als 2 km langes, flaches Stück Strasse giilg's vom ersten Wechsel weg ilach Platz, quer über das Tal auf Bolgeil uild in weitein 13ogei1, wobei iiochmals das Landwasser traversiert wurde, zum zweiten Wechsel auf dein soili~eilbeschienenen Bildi, Ca. bei Kilometer dreizehn. I11 östlicher Richtung abfahrend, nachher ein Stück weit die Strasse benützend, kamen die Läufer der dritten Etappe zuerst wieder zurück nach Platz, passierten die Stadt in diagonaler WestOst-Richtung und eilten quer über die Talebene an dereil südlichen Rand, bogen dann ins Dischmatal hinein und kletterten auf steiler Piste nach Inschlag hinauf, wo der dritte Stafettenwechsel stattfand. Eine nicht allzuleichte Abfahrt durch lichten Wald stellte gleich zu Beginn an die Mannschaften der vierten Etappe ordentlich grosse Anforderungen. Uber Büehlen wechselnd, die Flüelabach-Brücke südlich Stille überschreitend, "folgte die Piste dem südöstlichen Ufer des Davosersees, schwang sich auf die DrusatscllaAlp empor und schlängelte sich durch den Wald hinunter nach Wolfgang, dem letzten Staffelwechsel. Eine längere, aber sehr leichte Abfahrt sorgte dafür, dass die Läufer mit gehörigen Abständen auf die Schlusstrecke kamen. In Davos-Dorf wurde nach Uberwindung einer kleinen Gegensteigung wieder die Promenade erreicht, die den Läufer direkt ans Ziel auf dem Postplatz in Davos-Platz leitete. Bei einer Horizontallänge von 30 km wies diese Staffelstrecke an Steigungen im ganzen 1129 m und an Gefälle 1776 m auf. Obschon gerade Davos iiber ein weitausgedehntes und herrliches


TON1 S C H U N E C K E R


Massenstart der Stafetten

Photo : Hermann Riifenschl

Skigelände verfügt, war es nicht so einfach, für diesen Stafettenlauf eine Strecke ausfindig zu machen. Im Schlechtwetterfall hätte die erste Teilstrecke wahrscheinlich zugunsten einer andern, sicherern ausgeschaltet werden müssen. Nachdem aber die Schnee- und Witterungsverhältnisse einfach ideal waren, durfte es ruhig riskiert werden, das steile Dorftäli miteinzubeziehen. An Rasse liess die Abfahrt von der Wasserscheide nach Platz wahrscheinlich nichts zu wünschen übrig. Das Gelingen eines Stafettenlaufes hängt sehr stark von der Organisation ab. Obschon Neulinge in dieser Renndisziplin, haben es die durchführenden Organe, der Akademische Skiklub und der Skiklub Davos verstanden, den ersten internationalen akademischen Skistaffellauf zu einem vollen Erfolg zu gestalten. Alles klappte wie gewünscht, irgend welche Friktionen konnten nicht festgestellt werden. Mit einem Wort : Der Staffellauf der zweiten Akademischen Weltwinterspiele wurde in jeder Hinsicht zu einem vollen sportlichen und propagandistischen Erfolg, zu dem das unvergesslich schöne Wetter, die spannenden sportlichen Kämpfe, das beifallsfreudige Publikum und die gründliche Vorbereitung ihr Hauptteil beitrugen. Es dürfte nicht mehr allzulange dauern, bis sich auch der Schweizerische Skiverband an die Organisation, d.h. Ausschreibung solcher Läufe heranwagen wird, nachdem der SAS mit dem ersten Versuch gleich mitten ins Schwarze traf. UBER DEN RENNVERLAUF Obschon der Start auf Parsenn oben, in unmittelbarer Nähe des bekannten Skihauses erfolgte, hatte sich eine stattliche Zuschauermenge eingefunden, um dem seltenen Bild eines Massenstartes beizuwohnen. Dreizehn Mann stellten sich kurz vor neun Uhr in Linie auf. Ungefähr IOO m weit lagen die Läufer nach dem Startschuss fast alle auf gleicher Höhe in ihren Extraspuren. Dann löste sich der Langlaufsieger Novak vom Felde und führte dieses mit kleinem Vorsprung an. Aus der Reihe der übrigen Konkurrenten gelang es dem Deutschen von Kaufmann, das Hinterrad)) des Tschechen zu erwischen und, geführt von diesem, dem Rudel bald einen geringen Vorsprung abzugewinnen. Als Dritter schnaubte Delago (Italien) hinter den beiden Spitzenreitern einher, ängstlich bemüht, den Anschluss nicht ((


zu verfehlen. Nach den ersteii Positionskämpfen wurde es vorn und hinten ruhiger. Jeder wusste, dass die steile Dorftäliabfalirt aucli Kräfte verlangte und gab sich nicht rnehr aus, als gerade notwendig war,'um den Platz zu halten, den er sich für den Aufstieg erkämpft liatte. Eine Teilung des ganzen Trupps in zwei Gruppen vollzog sicli immerhiri in der ersteii Hälfte des Aufstieges. Wäl-irend also Novak die Spitzenpatrouille anführte, hatte sicli der Schweizer Weber der Schrittmacheraufgabe für die zweite Gruppe uriterzogen. Bald flackerte an der Spitze der Kampf um die Führung neuerdings wieder auf, was zur Folge hatte, dass die Hauptmacht weiter an Terrain einbüsste. Schliesslicli vermochte der tscheclioslovakisclie Läufer Novak den unaufl~örlicheii Angriffen von Kaufmanils nicht mehr staildzulialten und liess den Deutschen ziehen. Dieser schien i i u i ~erst recht Flügel erhalten zu haben, nahm die Wasserscheide im Sturm und stürzte sicli iii walinwitzigem Tempo iii die Abfahrt. D I E ENTSCHEIDUNG W A R GEFALLEN ! Alle Vorsicht und Berechnung ausser Acht lassend, nur darauf bedacht, seinen mülisam erkämpften Vorsprung zu halten, fuhr von Kaufmann das Renneil seines Lebens. Scliuss, iiix wie Schuss war seine Losung ! Alle Terrainschwierigkeiten der untern, ziemlich stark coupierten Strecke stund er einfacli durch und traf mit rund zweieinlialb Minuten Vorsprung an der Ubergabestelle ein. Vollständig frisch, absolut niclit abgekämpft, trotzdem die von ihm erzielte Zeit für die Strecke Parseiiri-Wasserscheide-DorftäliDavos Dorf als ganz hervorragend bezeichnet werden muss. Sie wurde mit 39:30,8 gemessen. Einheimische, mit den Verhältnissen genau vertraute Skifahrer wollten es eiilfach nicht glauben ! Und doch - von Kaufmann liatte es geschafft und seiner Mannscliaft den Sieg gesichert. Von Davos Dorf aus gestaltete sich der weitere Verlauf der Konkurrenz zu einem scliarfen Verfolgungsrennen, in welchem die erste deutsclie Mannschaft nicht mehr zu holen war uiid Sieger blieb. Deutschlands erste Equipe, Osterreich, die Tscheclioslovakei und Italien waren in diesem Rennen eine Klasse fiir sich. Die Schweizer kamen, nachdem sichWeber im Dorftäli im Kurs geirrt hatte, für einen Ehrenplatz nicht mehr in Frage und mussten alles aus sich heiausgeben, um sich der zweiten italienischen Staffel zu erwehren. Eine kurze Cliarakteristik des Rennverlaufes auf den restliclien vier Teilstrecken mag von Interesse sein. Trotz der verzweifelten Anstrengungen des tschechoslovakischen Läufers Zizius, der mehrere Zwisclieiispurts einschaltete, holte er den stämmige11 Deutschen Buck bis Bildi nicht ein. Die Differenz betrug 2:06. Osterreich hatte Italien I überholt. Für die besten Equipen notierten wir folgende Zeiten : Deutschland 1:12:42, Tschechoslovakei I : 14:48,6, Osterreich I : 16:46, Italien 1:17:22, Schweiz 1:20:12,8. Die andern Manschaften, soweit sie noch im Rennen lagen, folgten mit ziemlich grossen Abständen. Gegen Inschlag zu, auf der dritten Teilstrecke, vergrösserten die Deut-


Phoio

:

W . Bonomo

John F. Michel, Centralpr채sident des SSV und Dr. Henry Hoek, Ober:;ter Schiedsrichter


Langlaufstrecke im Dischmatal C. Weber. Schweiz

Phofo : E.

Meerkämper

schen ihren Vorsprung nicht, im Gegenteil, die Tschechen rückten bedrohlich auf und bei der Ubergabe des dritten Mannes an den vierten Läufer betrug der Vorsprung der Deutschen auf die Tschechen nicht mehr zwei volle Minuten. Italien und die Österreicher hatten wieder Platz gewechselt, Italien lag vor seinem nördlichen Nachbarn. Durch Schmid verlor die Schweiz ziemlich viel Terrain. Für Deutschland I trat nach Inschlag der famose Ostermaier in Aktion, dem es gelang, den Vorsprung nicht nur zu halten, sondern sogar etwas zu vergrössern. Er schlug Beranovsky um eine Minute. Als schnellster Läufer der vierten Etappe erwies sich jedoch der osterreicher Hellmut Lantschner. Ausgezeichnet hielt sich aber auch der Schweizer Ulrich Campell, der von allen Läufern der vierten Etappe die zweitbeste Zeit erzielte. In Wolfgang übergab Ostermaier dem Schlussmann Zachäus das StaffelZeichen mit 2:05 Vorsprung auf den Tschechen. Auf der Promenade stunden die Zuschauer in dichten Reihen Spalier und waren Zeuge des herrlichen Endkampfes zwischen Zachäus und Stehlick, der wusste, dass er dem Deutschen im Flachlauf zum mindesten ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen war. Alle Segel setzte er auf, um den Läufer mit dem Reichsadler vor dem Ziel zu holen. Aber Zachäus hielt durch, machte alle seine Kräfte mobil und übergab als Schlussmann von Deutschland I auf dem Postplatz als Erster


Slalomlauf : Zuschauer und Teilnehmer

Phofo : E. Meerkämper

das Staffeltuch in die Obhut des obersten Schiedsrichters. Stehlick hatte eine Minute des Vorsprunges der Deutschen aufgeholt und sicherte seiner Nation den zweiten Platz. Dr. Paumgarten hielt den Italiener Dubini in Schach. Die Schweiz wurde durch Streiff, der gegen die Ausländer mehrere Minuten verlor, doch noch Fünfte. Es war ein grossartiges Rennen ! So lautete das einstimmige Urteil der Tausende, die seit halb zehn Uhr die sonnigen Strassen und Plätze bevölkert hatten, um keine einzige Phase des Staffellaufes zu verpassen. DER SLALOMLAUF Wenn die hochgespannten Erwartungen nicht ganz erfüllt werden konnten, mag die Ursache hiefür in der Tatsache zu finden sein, dass sich die ganze Konkurrenz über Gebühr lange ausdehnte. Mit dieser Feststellung schneide ich ein Thema an, das noch nach jedem modernen Slalomlauf akut wurde. Es ist einfach ausgeschlossen, das Interesse des I?ublikums und der Fahrer einen ganzen Tag lang wach zu halten, wenn nur alle fünf Minuten ein Konkurrent auf der Bahn erscheint. Ich will die Organisation des DavoserSlalomlaufes nicht angreifen und ihr auch keinen Vorwurf machen. Vom Gedanken geleitet, der Eliteklasse der Slalomfahrer eine ganz erstklassige Prüfungsstrecke zur Verfügung zu stellen, wählte das Technische Komitee


Das holländische IClaverblad : V. I. n. r.: Piet Coeberg, J. Luymes, Jan Loopuyt

Photo : Hermann Rüfenechl

Ablösung der Schweizer Stafetten : Links Campell, rechts Streiff

für den Slalomlauf eine Geländepartie, die in jeder Hirsicht den Anforderungen genügen konnte, aber den Nachteil besass, dass sie zu ausgedehnt war. Zudem klappte am Anfang die Zeitnehmerei offenbar doch nicht ganz nach Wunsch, womit ein zweiter Verzögerungsfaktor geschaffen war. Wenn der Slalomlauf nach modernen Gesichtspunkten das Moment der Spannung besitzen soll, darf er nicht so aussehen, wie der von Davos. Mit der berühmten Leere des Schlachtfeldes » bringt man kein Publikum her. Uber die Interesselosigkeit der Zuschauer darf man nicht verwundert sein, wenn das Programm in einem viel zu langsamen Tempo abgewickelt wird. Kam noch dazu, dass in Davos die Zahl der missglückten Fahrten einen sehr hohen Prozentsatz erreichte. Es ist recht, wenn das Können der Besten mit einem strengen Masstab beurteilt wird und die ihnen gestellte Aufgabe nicht von Laien gelöst werden kann. Aber man stelle sich einmal einen Sprunglauf vor, bei dem mehr als die Hälfte der Sprünge gestürzt sind. Kein Mensch wird davon befriedigt sein. Ungefähr so urteilte man nach dem Davoser-Slalomlauf. Wahrscheinlich strebte man eine klare Differenzierung der Leistungen an, was an und für sich durchaus berechtigt war. Aber wenn eine Prüfung so schwer ausfällt, dass auch die grossen Könner eigentlich nur mit Glück ans Ziel kommen und eine annehmbare Leistung zeigen können, hat die Prüfung ihren Zweck verfehlt, vor allem in propagandistischem Sinne. Möglichst viel gelungene Versuche, eine grosse Zahl erfolgreicher, durchgestandener Slalomabfahrten möchte man sehen. Auf die Länge wirkt es direkt deprimierend, und zwar sowohl auf die Konkurrenten als auch die Zuschauer, wenn an der gleichen Stelle selbst die besten Fahrer immer wieder scheitern und, wie dies in Davos der Fall war, ohne etwas dagegen tun zu können, einfach abrutschen. l) ((

I ) Es sollte hier gezeigt werden, dass Slalomlauf eine wurden hier überzeugt. Schrijtleitung.

318

100%

Konkurenz ist. Die letzten Zweifler


Der Slalomlauf Wolfgang Beutter, Deutschland

Phoio : E. M e e r k d m p e r

J. Luymes, Holland

Ein gutes Zeugnis verdiente auf alle Fälle der Chef der Strecke, der es verstanden hat, für die Konkurrenz eine Bahn zu schaffen, die auch am Schluss der Prüfung noch immer 'recht passabel aussah, dank allerdings auch der gewissenhaften und fachgemässen Pflege während des Wettkampfes. An allen möglichen mehr oder weniger pikanten Knacknüssen fehlte es der Piste nicht. Besonders im obersten Drittel, der steilsten Partie der Strecke, waren einige knifflige Sächelchen, die höchste Aufmerksamkeit und hundertprozentige Konzentration der geistigen und körperlichen Kräfte verlangten und nur mit einer glänzenden Technik zu überwinden waren. Selbst die Zielschussfahrt der Finishstrecke forderte ihre Opfer. Nein, leicht war sie wahrlich nicht, die Slalomstrecke am Akademischen Olympia in Davos. Nur die raffiniertesten Techniker, die zudem über ein zünftiges Stehvermögen verfügten und sich mit dem besten Material ausgerüstet hatten, der Strecke mit allen Finessen auf den Leib zu gehen, die durften auf einen Erfolg rechnen. Mittelklasse hatte gar nichts zu suchen, nur die Besten der Elite entschieden das Rennen. Gerade die oekonomische Verausgabung der Kräfte spielte in dieser k.0.-Konkurrenz.eine sehr grosse Rolle. Alle Draufgänger verpufften ihre Kräfte gleich am Anfang und besassen dann keine Reserven, um die 180 m Gefälle durchzustehen. Von ausschlaggebender Bedeutung waren wieder die Stahlkantenskier. Beim Queren der an die 40 Grad steilen, harten Hangpartien leisteten sie den Österreichern, die auch in dieser Iconkurrenz wieder den Löwenanteil des Erfolges für sich beanspruchten, sehr gute Dienste. Es zeigte sich auch in dieser Konkurrenz, genau gleich wie beim Abfahrtsrennen, dass der AUSwahl des richtigen Wettkampfgerätes alle Sorgfalt gewidmet werden muss. Was nützt die beste körperliche Vorbereitung, was erreicht der gewiegteste Techniker, wenn er mit unzulänglichem Gerät in den Wettkampf zieht?

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UBER D E N VERLAUF DER KONKURRENZ möchte ich mich nur kurz äussern. Als der Streckenwart des Rennens, D r . W. Amstutz zur Eröff~zungdes Slalomlaufes ausser I<oilkurrenz die Strecke in prachtvoller Pace in 1:54 abraste, hätte wohl niemand daran gedacht, dass es einem Fahrer gelingen würde, diese Zeit um volle 15 Sekunden zu unterbieten. Aber schon Hellmut Lantschner schlug ein noch schärferes Tempo an und kam auf 1:49,8. Mit unerhörtem Raffinement rettete er sich aus den verzwicktesten Situationen und liess ahnen, dass nach ihm noch ein Besserer kommen würde. Obschon Rein1 einen Sturz zu verzeichneiz hatte, ging er auf I :5 I , 2 herunter. Einen fabelhaften Eindruck hinterliess Otto Lantscliner schon bei seiner ersten Fahrt. Ein Meister im Kurvenschneiden und Durchziehen, ein Gigant am Steilhang, ein Akrobat in den Haarnadelkurven. Eine ausgezeichnete Leistung bot auch der Schweizer Weber, der im Gesamtlzlassemei~t den zweiten Platz hinter Lantscliner belegte, zusammen mit Benno Leubner, der iil beiden Läufen Vorbildliclies zeigte. Zu grosser Form lief Weber vor allem in seinem zweiten Laufe auf. Seine Taktik, von Anfang aiz vorsichtig zu Werke zu gehen, hat sich durchaus bewährt und ihm einen verdienten zweiten Platz gebracht. Von den andern Schweizern stunden izur Streiff, Gyr und Knoll die Konkurrenz durch, während Ulrich Campe11 von schwerem Pech verfolgt war, indem er am Steilhang ins Rutschen kam und mit dem Aufstieg viel verlor. V011 der besten Seite zeigten sich auch die Engländer mit Riddell, Wyatt und Nixon. Auffallen musste ihre Standsiclzerheit iiz allen Lagen des Kurses. Nicht ganz zo glücklich waren die Deutschen. Ob es am Training oder am Material lag, ist schwer zu entscheiden. Der Staffellauf bot ihnen jedoch dann Gelegenheit, ihre Stärke ins richtige Licht zu stellen. Dass sich die Vertreter der andern Nationen in dieser Kanonen-Iconkurrenz nicht plazieren koiznteiz, darf nach dem, was ich eingangs über die Schwierigkeit der Prüfungsstrecke sagte, weiter nicht verwundern. Gerade im Slalom l-ialten sich heute die Spitzenleistungen auf einer solclien Höhe, dass nur die besten Spezialisten mit Erfolgsaussiclzteil in ein so stark umstrittenes Rennen treten können. Die prachtvolle Witterung, die auch an diesem Tage im DavoserHochtal herrschte, trug selir viel zum Erfolg des akademischen Slalomlaufes bei. DER SPRUNGLAUF Er reichte, was die sportliche Ausbeute anbetrifft, lange izicht an die andern Konkurrenzen heran. Dazu kam noch der Umstand, dass die Schneeund Witterungsverhältnisse ungünstig waren und viel dazu beitrugen, auf deiz Durchschnitt der Leistungen zu drücken. In der Nacht vom Samstag auf den Soi~iltaghatte es ungefähr 10 cm gescl-ineit, aber leider bei viel zu warmer Temperatur. Jecleil Moment drohte der Schi~eefalliil Regen überzugehen. Schlussendlich musste inan froh sein, dass es während des Springeils


..

EI'

Herbert Zachäus, Deutschland

U. Campell, Schweiz

nur leicht schneite und nicht regnete. Aber der klebrige, nasse Neuschnee schaffte eine langsame Fahrt, was zum vornherein weite Sprünge ausschloss. Viele Springer hatten Mühe, so viel Fahrt herauszubringen, um mit ihrer Flugbahn die steilste Partie der Aufsprungbahn, die mit viel Mühe und Arbeit sprungfertig gemacht worden war, zu erreichen. Über den Verlauf der Konkurrenz ein paar Angaben : Leider war uns nicht Gelegenheit geboten, die Sprünge von einem günstigen Standpunkt aus zu verfolgen, damit wir im Detail über die Leistungen berichten könnten. Wir haben aber notiert, dass der Engländer Ford mit 35, 43 und 38 Meter wohl stehend, aber steif sprang. Skiführung mangelhaft. Etwas besser war Ostermaier aus München, der 39, 42 und 47 m stand. Die Haltung in der Luft muss noch stark korrigiert werden. Pahl gab nach einem kurzen gestürzten Sprung auf, ebenso Pugl (Österreich). Ambrosetti (Italien) konnte seine drei Sprünge von 38, 41 und 40 m wohl stehen, doch hat uns sein Stil nicht gefallen. Otto Lantschner (Osterreich) war mit seinem ersten Sprung von 45 m erfolgreich. Seine Landung war jedoch hart und steif. Hellmuth Lantschner stand einen schönen 55er, kam aber in der dritten Serie wegen tiefer Landung bei 53 m zu Fall. Erstaunlich gut hielt sich der Engländer Nixon, der schon in der ersten Serie 40 m erreichte, dann auf 45 m steigerte und bei 44 m in die Bahn gehen musste. Ziemlich stilrein, wenn auch kurz sprang der andere Engländer Dick. Sein dritter Sprung war recht gut und zeigte hübsche Skiführung. Der Absprung ist allerdings zu flau. Riddell kam nicht über 40, stürzte bei 38 und stand etwas


mülisam zweimal 39. Harald Reiiil (Osterreich) verriet reclit gute Aiilageii, ging forscli von der Kante ab, landete aber immer schief ; mit 40, 53 und 48 m sicherte er sicli eiiien guteii Platz. Bei Wyatt vermissen wir eine saubere Slzifülirung. Auf grosse Weiteii ging Gustav Lantscliner, der Sieger im Abfahrtsreriiien. Nachdem er im ersten Sprung 40 m mit hängende11 Skispitzen gestanden liatte, gelangen ihm liintereiiiarider zwei Sprünge über 60 m, wobei er jedocli iiicht verhindern koiiiite, dass die Hände auf dem Sclinee auhtützteri, um den Sturz zu verliindern. Absprung ausgezeicliiiet, Haltung und Flug bis zur letzte11 Phase g u t ; offenbar felilt riocli die Gewölinuiig an grosse Weiten. Jedensfalls stellte sich in Gustav Lantscliiier neben den Sieger Kielland einer der talentiertesten akademische11 Sprii~ger. Rommel war schwach. Im ersten Sprung von 40 m kam von I<aufmanii zu Fall, stand aber nacheinander zwei imponierende soer. Die nach vorii überhängenden Bretter gestalte11 die Laiidung etwas schwierig. Beraiiovsky aus Brünn müsste seine Skier besser fülireii lernen, um gute Noteii zu macl-ieri. Der beste Sprung war der zweite mit 50 m. Gugler (Schweiz) staiid alle Sprünge, aber sehr ungelenk und ohne eleganten Stil, übrigeiis auch viel zu breitspurig für so weiiig Vorlage.

DER SIEGER JAKOB KIELLAND war eigentlich eine Klasse für sich, trotzdem er iiiclzt seineil besten Tag liatte uiid im Training melir verspracli. Mit 48 m begann er in der ersten Serie recht gut, im zweiten Sprung mit 53 m liatte er zu wenig Fahrt und stund mülisam. Der dritte Sprung mit 54 m war nach uiiserer Auffassung überliaupt der beste Sprung der ganzen Iconkurrenz, qualifiziert durch sehr schölle Haltung und gute Skiführuiig. Schrempf (Osterreicli) und Buck (Deutschland) sowie Beniio Leubiler (Osterreicli) kamen bei allen Sprüngen zu Fall. Letzterer gab übrigeiis nach dem ersten auf. Auch Hugo Leubiier lzaiiii als Springer nicht gefalleii. Zacharias (Deutsclilaiid) liatte mit dem zweiten Spruiig Pech, sollst würde er sich dank seiner ansprecliendeii Leistungen besser plaziert haben. Blatt1 (Österreich) stund immer, koiliite aber keine Länge lierausbrii~geii. Beckmann aus Graz verunfallte leider beim zweiten Spruiig. Verhälti~issmässig sehr gut hielt sicl-i Zacliäus (Deutsclilaild) mit 40 uiid zweimal 50 ni. Weriieck (Deutschland) stuiid iii der erste11 Serie 45 m sicher, musste aber bei 52 und 4.7 in die Raliil geheil. Der FIolländer Loopuyt erwies sicli als ein sicherer Stelier, olii-ie viel Schiiiies zu zei~cri. 12ecIil: '.;eTälliCi ~spraiigtler 'I'schecl-ie Zima, der besoilders mit Je111 dritleii Sprurig von '1.1 1ii guten Stil verriet.


Sprunglauf an der neuen Bolgenschanze

photo

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E.

Meerkamper

RESULTATE: 18 km. LANGLAUF : Leiter : Conte Aldo Bonacossa. I . Hugo Stricker, SCD Bahnchef : 2. H. Engi, Arch. SCD Starter : Dr. Roesen, Deutschland. Offiz. Zeitnehmer : E. Maag, Präs. T. K. des SSV Hilfszeitnehmer : Ch. Iselin, Schweiz. Kar1 Brunner, SCD. Walter Bretscher, offiz. Chronometreur der Fa. Heuer, in Biel. Zielrichter : Coja, Joan, Rumänien Bielfeld, Deutschland. Dr. A. Schoch, SAS Sekretäre : J. Fischer, Prag. Start Universität und Land Zeit Name des Läufers Rang N r . 53 Novac, Vladimir . . . . . . . . . Praha, CSR. . . . . . . . . . . . . . . . I . 24. 5o4Is 50 Delago, Giovanni . . . . . . . . Firenze, Italien . . . . . . . . . . . . I . 2 7 . 0 7 ~ 1 ~ Kozmarek, Villibald . . . . . . Brno, CSR . . . . . . . . . . . . . . . . I . 30. 58'i5 I 06 I .3 I .04~!, Blattl, Christ. . . . . . . . . . . . . München, Deutschlancl . . . . . 22 I .3 1 .27 Ostermaier, Hermann . . . . . hlünchen, Deutschland . . . . . 75 66 Stehlik, Leos . . . . . . . . . . . . Praha, CSR. . . . . . . . . . . . . . . . I . 3 I .53'/j Zizius, Vladimir. . . . . . . . . . Praha, CSR. . . . . . . . . . . . . . . . I .32. ~9'1.~ 73 46 Pugl, Hiibert . . . . . . . . . . . . Graz, Oeste~reich. . . . . . . . . . I .33.04 Lantschner, Hellm. . . . . . . Innsbruck, Osterreich . . . . . . . I .33 . I I'/$ 1 I3 Beranovsky, Jiri . . . . . . . . . Brno, CSR . . . . . . . . . . . . . . . . 1 .33. 4g4/s I00 63 Paumgarten, Fritz . . . . . . . Graz, Osterreich.. . . . . . . . . . . I . 34. 363/, 35 Romanini, Emilio . . . . . . . . Roma, Italien . . . . . . . . . . . . . I . 34. 464/, I . 35. 26'15 29 Rommel, Peter . . . . . . . . . . München, Deutschland . . . . . I.


Rödiger. I . C . . . . . . . . . . . . . Leubner. Benno . . . . . . . . . . Dubini. Emanuele . . . . . . . . Prohaska. Francesco . . . . . . . Campell. Ulrich . . . . . . . . . Sogner. Giuseppe . . . . . . . . von Lanpsdorff. Horst . . . . Schrempf. Fritz . . . . . . . . . . Lantschner. Otto . . . . . . . . Bonola. Aug . . . . . . . . . . . . . Leubner. Hugo . . . . . . . . . . Dick. I . H . . . . . . . . . . . . . . . Holzrichter. Bernh . . . . . . . Schmid. Gustav . . . . . . . . . Buck. Kar1 . . . . . . . . . . . . . . Pahl. Max . . . . . . . . . . . . . . Weber. Georg . . . . . . . . . . . . Reinl. Harald . . . . . . . . . . . Szenday. Andreas . . . . . . . . Loopuyt. Jan . . . . . . . . . . . . Sterz. Walter . . . . . . . . . . . . . Streiff. Viktor . . . . . . . . . . . Schöchlin. Marius . . . . . . . . Bavona. Gius. . . . . . . . . . . . . Gamerith. Hermann . . . . . . Beckmann. Peter . . . . . . . . . Delle Piane. M . . . . . . . . . . Zima. Josef . . . . . . . . . . . . . Castelli. Felice . . . . . . . . . . Formandl . . . . . . . . . . . . . . . . Boord. R . . . . . . . . . . . . . . Zacharias. Kurt . . . . . . . . . . . Lantschner. Gustav . . . . . . . Albrecht. Gerold . . . . . . . . Beutler. Rolf . . . . . . . . . . . . Dewulf . . . . . . . . . . . . . . . . . Luymes. J . . . . . . . . . . . . . . . Lillingston. M . . . . . . . . . . . Delacroix . . . . . . . . . . . . . . . Dougan. Danilo . . . . . . . . . Bodeanu. Erernia . . . . . . . . Krebs. Hans . . . . . . . . . . . . Coebergh. Pietr . . . . . . . . . . Meinel.Walter . . . . . . . . . . . Kosir. Fedor . . . . . . . . . . . . . Kielland. Jb. de Rytter . . . Knoll. Heinz . . . . . . . . . . . . Gyr. Hans . . . . . . . . . . . . . . Bleiweiss. Jana . . . . . . . . . . Saxer. Ernst . . . . . . . . . . . . . Bürgin.Willy . . . . . . . . . . . . Gostisa. Danilo . . . . . . . . . . Velten. E . . . . . . . . . . . . . . . Teodorescu. Aurel . . . . . . . Gross. Norbert . . . . . . . . . . Weisbrod. Hubert . . . . . . . . Vialet . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ter Horst . . . . . . . . . . . . . . . Aslau. Aurel . . . . . . . . . . . . . Parra. Josk . . . . . . . . . . . . . . Vallier . . . . . . . . . . . . . . . . . de Roche. V. . . . . . . . . . . . . Hefti. Beda . . . . . . . . . . . . . Grasset. Miguel . . . . . . . . . Zeller. Albert . . . . . . . . . . . Kuborn. Eugkne . . . . . . . . .

Graz. Österreich ............ Innsbruck. Osterreich . . . . . . : Milano. Italien . . . . . . . . . . . . . Roma. Italien . . . . . . . . . . . . . Zürich. Schweiz . . . . . . . . . . . . Firenze. Italien . . . . . . . . . . . . München. Deutschland . . . . . Innsbruck. Oesterreich . . . . . . Innsbruck. Oesterreich . . . . . . Bologna. Italien . . . . . . . . . . . . Innsbruck. Oesterreich . . . . . Oxford. England . . . . . . . . . . . München. Deutschland . . . . . Basel. Schweiz. . . . . . . . . . . . . . ~ ü n c h e n Deutschland . ..... München. Deutschland . . . . . Zürich ETH. Schweiz . . . . . . Innsbruck. Oesterreich . . . . . Budapest. Ungarn . . . . . . . . . Zürich ETH. Hollande . . . . . . Innsbruck. Oesterreich . . . . . . Zürich E T H Schweiz . . . . . . . Basel. Schweiz. . . . . . . . . . . . . . Roma. Italien . . . . . . . . . . . . . Graz. Oesterreich . . . . . . . . . . Graz. Oesterreich . . . . . . . . . . Roma Italien . . . . . . . . . . . . . Praha CRS . . . . . . . . . . . . . . . . Roma. Italien . . . . . . . . . . . . . CSR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Oxford. England . . . . . . . . . München. Deutschland . . . . . Innsbruck. Oesterreich . . . . . Bern. Schweiz . . . . . . . . . . . . . L e i ~ z. i eDeutschland . . . . . . . . Frankreich . . . . . . . . . . . . . . . . Zürich ETH. Holland . . . . . . . England . . . . . . . . . . . . . . . . . . Frankreich . . . . . . . . . . . . . . . . Ljubljana. Jugoslawien . . . . . . Bucaresti. Rumänien . . . . . . . Leipzig. Deutschland . . . . . . . ETH. Holland . . . . . . . . . . . . München. Deutschland . . . . . Ljubljana. Jugoslawien . . . . . . Zürich ETH. Norwegen . . . . . Genf. Schweiz . . . . . . . . . . . . . Zürich ETH. Schweiz . . . . . . Ljubljana. Jugoslawien . . . . . . Basel. Schweiz . . . . . . . . . . . . . Schweiz . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ljubljana. Jugoslawien . . . . . . Oxford. England . . . . . . . . . . . Bucaresti. Rumänien . . . . . . . . Bucaresti. Rumänien . . . . . . . . Zürich. Schweiz . . . . . . . . . . . Frankreich . . . . . . . . . . . . . . . . Holland . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bucaresti. Rumänien . . . . . . . . Madrid. Spanien . . . . . . . . . . . Frankreich . . . . . . . . . . . . . . . . Bern. Schweiz ............. Fribourg. Schweiz . . . . . . . . . Madrid. Spanien . . . . . . . . . . . Basel. Schweiz . . . . . . . . . . . . . Strasbourg. Luxembourg ....

.

A

.


2. SPRUNGLAUF : Leiter : Sprungrichter : Chef der Schanze : Chef der Bahn : Starter : I . Weitenmesser : 2. Weitenmesser : 3. Weitenmesser :

Capt. Alex. IZeiller, Londoii. Conte Aldo Bonacossa, Italien. Dr. K. Rcesen, Deutschland. A. Kaltenbrunner, Schweiz. E. hlai, Davos. Winnennriesei-, Davos. E. hfaag, Präs. der T. I<. des SSV, Schu.eiz. Dir. Emil Frei, Davos. Teaca, Rumänien. J. Fischei-, Tschechoslovakei.

Sta~t

NY.

Name Uiliversität zriid Land Sp~unglängen Total IZielland . . . . . . . . ZürichETH,Schweiz 48 53 54 324.1 Zacchäus. . . . . . . . . . Deutschland . . . . . . 40 2. 50 50 314.7 Rein1 . . . . . . . . . . . . . Osterreich . . . . . . . 40 53 48 308.8 3. Dick . . . . . . . . . . . . . England . . . . . . . . . . 38 40 40 282. I 4. Beranovsky . . . . . . . CSR . . . . . . . . . . . . . 43 49 46 278.6 5, 6. 12 Ambrosetti . . . . . . . Italien . . . . . . . . . . . . 38 41 40 278.5 74 Loopuyt . . . . . . . . Holland . . . . . . . . . . 42 44 45 267 . z 7. 8. Ford . . . . . . . . . . . . . England . . . . . . . . . . 34 43 38 266. I g. Ostermaier.. . . . . . . Deutschland . . . . . . 39 42 41 263.0 10. 75 Zima . . . . . . . . . . . . . CSR . . . . . . . . . . . . . 34 40 41 262.8 I I. 16 Lantschner, H . . . . . Osterreich . . . . . . . 32 55 53".. 251.5 12. 56 R!attl . . . . . . . . . . . . Osterreich . . . . . . . 34 43 39 248.5 13. 43 Gugler. . . . . . . . . . . . Scli\veiz . . . . . . . . . . 35 41 40 245 . O I 35 V . I<aufinai~ri. . . . . Deutschlai~d . . . . . . 40" 55 50 243.2 15. 27 Kiddell . . . . . . . . . . . England . . . . . . . . . . 38" 39 39 211.8 16. 20 Gamerith . . . . . . . . . Osterreich . . . . . . 37 46 46" 210.6 4o (joX (jOX 17. 30 Lantschtler, G. . . . . Octerreich . . . . . . . 204.3 18. 55 Zacharias . . . . . . . . . Deutschland . . . . . . 43" 45" 44 186.7 19. 71 Werneck . . . . . . . . . Deutschland . . . . . 45 52'' 47* 179'6 28" 43X 45 20. 14 Lantschner, 0. . . . . Osterreich . . . . . . . 179.1 21. 18 Nix011 Guy . . . . . . . Etiglaild . . . . . . . . . . 173.3 42';; 44* 40 29 Wyatt . . . . . . . . . . . . England . . . . . . . . . . 22. 43 169.3 47% I 54 Leubner, H . . . . . . . Osterreich . . . . . . . . 23. 35 44139.0 44" zqa. 46 Schrempf . . . . . . . . . Osterreich . . . . . . . . qg* 96.0 27" 52" 24b. 48 Buck, Kar! . . . . . . . . Deutschland . . . . . . 38" 06.0 38" 41" Es waren ain Start 32 Springer. 7 Konkurrenten l-iabeil aufgegeben. I ) Kielland war nur für die Skiwettkämpfe der Universitäten aller Länder gemeldet und klassiert sich somit nur in diesen als erster. Für die Winterspiele ist Zacchäus, Ceut~chlaild,an erster Stelle, Reinl, Osteri-eich, an zweiter usw. " Gestürzte S p r u n ~ e . Rang I.

44 70 28 19 41

6

3. ABFAHRTSLAUF WASSERSCHEIDE-CONTEKS : Oberster Schiedsrichter : Dr. Henry Hoek, SAS. Starter : Dr. Rüfenacht, SAS, Bern. Hilfsstarter : Conte Aldo Bonacossa, Italien. Dr. Schoch, SAS, Bern. Zeitmesser : H. Rüfenacht, SAS, Bern Hilfszeitmesser : Offizieller Chronometreur : W . Rretscher (HEUER). Dr. E. Riess, Münche~i. Zeitwart : Streckenwart : Ernest Wälchli, SCD. I . Ing. Franco, Villa, Italien. Sekretäre : 2. Mitglied des SCD. 3. h4itSlied des SCD.

Raiig Natne des Läufers I . Lantschner, Gustav . . . . . . . . . . . . . 2. Lantschner, Otto . . . . . . . . . . . . . . . 3. Reinl, Harald . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4. Lantschner, Hellmuth . . . . . . . . . . . 5. Beutter,Wolfgang . . . . . . . . . . . . . .

Uilive~sitätlind Land Innsbruck, Osteri-eich . . . . . . . . Innsbruck, Osterreich . . . . . . . . Innsbruck, Osterreich . . . . . . . . Innsbriick, Osterreich . . . . . . . . München, Deiitschland . . . . . .

Zeit 17.00 17.05"~ 17 .ob1/, 17. 342/.i I 7.15l/,


6 . Holzrichter. Bernhard . . . . . . . . . . . hlünche~i.Deutscliland . . . . . . 7 . Leubner. I-Iugo . . . . . . . . . . . . . . . . . Iiinsbruck. Osterreicli . . . . . . . . 8 . Krebs. Hans . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Leipzig. Deutschland . . . . . . . 9 . Blattl. Christ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . München. Osterreicli . . . . . . . . Innsbruck. Osterreich . . . . . . . 10. Sterz. Walter . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11. Leubner. Beniio . . . . . . . . . . . . . . . Innsbruck. Osterreicli . . . . . . . . Zürich ETH. Schv~eiz. . . . . . . . 12. Weber. Georg . . . . . . . . . . . . . . . . . 13. Riddell. Jiminy . . . . . . . . . . . . . . . . Cambridge. England . . . . . . . . . 14.. vor1 Weiitzel. Hasso . . . . . . . . . . . . . hlünchen. Deutschland . . . . . . I 5 . Delago. Giovanni . . . . . . . . . . . . . . . Firenze. Italien . . . . . . . . . . . . . 16. Werneck. Fritz . . . . . . . . . . . . . . . . Deutschland . . . . . . . . . . . . . . . . 17. Wyatt. Co11. Will . . . . . . . . . . . . . Cambridge. England . . . . . . . . . 18. IZiellaiid. Jb . de Rytter . . . . . . . . . . Zürich E T H . Scliaeiz . . . . . . . . 19. Pugl. Hubert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Graz. Osterreich . . . . . . . . . . . 20 . Ostermaier. Hermann . . . . . . . . . . . hlüncheii. Deutschland . . . . . . h.lünchen, Deutscliland . . . . . . 21 . Buck. Kar1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22 . Loopuyt. Jan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Zürich ETII. Holland . . . . . . . 23 . Schrempf. Fritz . . . . . . . . . . . . . . . . Iniisbruck. Osterreicli . . . . . . . . 24 . Nixon. Guy . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Canibridge. England . . . . . . . . . 25 . Campell. Ulrich . . . . . . . . . . . . . . . . Züricli. Schu.eiz . . . . . . . . . . . . . 26 . Pahl. Max . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . München. L>eutscliland . . . . . . 27 . Dubini. Einailuele . . . . . . . . . . . . . . Italien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28 . von IZaufmanii. Georg . . . . . . . . . . . Münclien. Deutsclilarid . . . . . . 29 . Gyr. Hans . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Zürich ETH. Scli\veiz . . . . . . . . 30 . Coebergli. l'ietr . . . . . . . . . . . . . . . . . Zürich ETI-I. Holland . . . . . . . . 3 I . Caroni. Sandro . . . . . . . . . . . . . . . . . Toriilo. Italien . . . . . . . . . . . . . . 32 . Smitli. Beiiiiet . . . . . . . . . . . . . . . . . England . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33 . Streiff. Viktor . . . . . . . . . . . . . . . . . . Zurich E T H . Scliweiz . . . . . . . 34 . L.uyines. J . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Züricli ETIH. Holland . . . . . . 35 . Golsatl. I'. E . . . . . . . . . . . . . . . . . . . USA 36 . IZnol!. Heinz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Genf. Scliweiz . . . . . . . . . . . . . . USA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37 . Page. G . H . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38 . Ettinger. Armin . . . . . . . . . . . . . . . . Berii Schweiz . . . . . . . . . . . . . . 39 . Zacchäus. Herbert . . . . . . . . . . . . . . 40 . IZukovec . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .. 41 . Velten. E . P. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Osford. Eiiglund . . . . . . . . . . . . 42 . Romanini. Emilio . . . . . . . . . . . . . . . h.Iailaiid. Italien . . . . . . . . . . . . . 43 . Butler. Peter . . . . . . . . . . . . . . . . . . England . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44 . Dewulf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Frankreicli . . . . . . . . . . . . . . . . . 45 . Bielefeld. Heinz . . . . . . . . . . . . . . . . R/lüncheii. Ileutsclilaiid . . . . . . 46 . Castelli. Fe!ice . . . . . . . . . . . . . . . . . hlailand. Italien . . . . . . . . . . . . . 47 . Bavona. Giuseppe . . . . . . . . . . . . . . Bologna. Italien . . . . . . . . . . . . . 48 . von Mumrn. Hermann . . . . . . . . . . Müncheii. Deutscliland . . . . . 49 . Schöchlin. Marius . . . . . . . . . . . . . . Basel. Schweiz . . . . . . . . . . . . . . 50 Naumanii. Andre . . . . . . . . . . . . . . . Zürich E T H . Schweiz . . . . . . . 51 . Reichen. Paul . . . . . . . . . . . . . . . . . . Zürich ETH. Schweiz . . . . . . . 52 . Gamerith. Hermarin . . . . . . . . . . . . Graz. Osterreich . . . . . . . . . . . . 53 . Iiödiger. J . C . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Graz. Osterreich . . . . . . . . . . . . 54. Schmidheiny. Peter . . . . . . . . . . . . . Ziirich. Scliweiz . . . . . . . . . . . . . 55 . L.undlar. Herbert . . . . . . . . . . . . . . . Zürich ETH. Schweiz . . . . . . . . ........... 56 . Albrecht. Gerold . . . . . . . . . . . . . . . Bern. Schweiz 57 . Gugler. Ediiard . . . . . . . . . . . . . . . . Zürich ETH. Schweiz . . . . . . . 58 . Coja. Joan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bucaresti. Rumänien . . . . . . . . . 5 9 a Cobianchi. Gino . . . . . . . . . . . . . . . . Roiiia. Italien . . . . . . . . . . . . . . . 59b. Lillingston. M . . . . . . . . . . . . . . . . . . Englaiid . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60. hlaclaurin. R . . . . . . . . . . . . . . . . . . . USA . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61 . Bonola. Aug . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bologna. Italien . . . . . . . . . . . . . 62 . Delacroix . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Franki-eicli . . . . . . . . . . . . . . . . . 63 . Szenday. Andreas . . . . . . . . . . . . . . . Budapest. Ungarn . . . . . . . . . . . 64 . von Langsdorff. Horst . . . . . . . . . . . hlünclien. Deutsch!and . . . . . . 65. Deiters. I . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Holland . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 . Binder. Heini-ich . . . . . . . . . . . . . . . Zurich. Schweiz . . . . . . . . . . . . . 67 . Grasset. Miquel . . . . . . . . . . . . . . . . Madrid. Spanien . . . . . . . . . . . . 68 . Bleiweiss. Jana . . . . . . . . . . . . . . . . . Ljubljana. Jugoslavien . . . . . . . 69 . Heitz. Walter . . . . . . . . . . . . . . . . . . Basel. Schweiz . . . . . . . . . . . . . . 70. Schwarz. Herbert . . . . . . . . . . . . . . . Alünchen. Deutschland . . . . . . 71 . Bodeanu. Eremia . . . . . . . . . . . . . . . Bucaresti. Rumänien . . . . . . . . .

.

.


Zacharias. Kurt . . . . . . . . . . . . . . . . Walter. Hans . . . . . . . . . . . . . . . . . Prohaska. Francesco . . . . . . . . . . . . Susmann. Georg . . . . . . . . . . . . . . . . Fasola. Robert . . . . . . . . . . . . . . . . . von Stockar. W . . . . . . . . . . . . . . . . . 13eckmann. Pet ei . . . . . . . . . . . . . . . Sclimidheiny. Max . . . . . . . . . . . . Glarner. Jakob . . . . . . . . . . . . . . . . . Beutler. Rolf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . de Roche. Viktor . . . . . . . . . . . . . . . Schmied. Gustav . . . . . . . . . . . . . . . 13eri6. J . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Hotz. Heinrich . . . . . . . . . . . . . . . . . Weisbrod. Hiihe1.t . . . . . . . . . . . . . . Strauss. Walter . . . . . . . . . . . . . . . . . Va!lier. F . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Reber. Chi.. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Meinel. Walter . . . . . . . . . . . . . . . . . Gostisa. Ivlilan . . . . . . . . . . . . . . . . . Peyer. Georg . . . . . . . . . . . . . . . . . . Köthe. Hugo . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Di.eyf~iss.Jean . . . . . . . . . . . . . . . . . h4eyer.E . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Arche. Anse1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . vanDyk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Michielsen. H . F. . . . . . . . . . . . . . . . Gross. Norbert . . . . . . . . . . . . . . . . . Parache. Enrique . . . . . . . . . . . . . . .

München. Ueutscklarid . . . . . . hliinchen. Deutscliland . . . . . Roma. Ita!ien . . . . . . . . . . . . . . . Ziirich. Scliweia . . . . . . . . . . . . . Roma. Italien . . . . . . . . . . . . . . Züricli E T H . Schweiz . . . . . . . Graz Osterreich . . . . . . . . . . . Zürich ETH. Schweiz . . . . . . . Bern. Scliweiz . . . . . . . . . . . . . . Leipzig. Deutschland . . . . . . . . Bern. Schweiz . . . . . . . . . . . . . . Basel. Schweiz . . . . . . . . . . . . . . Züriclh E T H . Holland . . . . . . . Zürich. Schweiz . . . . . . . . . . . . . Zürich. Schweiz . . . . . . . . . . . . . Ziirich ETH. Osterreicli . . . . . Frankreich . . . . . . . . . . . . . . . . Zürich ETH. Schweiz . . . . . . . . hlünchen. Deutschland . . . . . . Ljubliana. Jugoslavien . . . . . . . Zürich ETH. Schweiz . . . . . . . Graz. Osterreich . . . . . . . . . . . . Zürich. Schweiz . . . . . . . . . . . . . Zürich. Schweiz . . . . . . . . . . . . . Madrid. Spanien . . . . . . . . . . . . Zürich ETI-I. Ilollaiid . . . . . . . Ziirich ETH. Holland . . . . . . . Biicaresti. Rumänien . . . . . . . . . hladrid. Spanien . . . . . . . . . . .

.

.ASSE 11 : A L T E HERREN Amstutz. Walter D r . . . . . . . . . . . . . I'autngarten. Fritiof Dr . . . . . . . . IZüminerli. Walter . . . . . . . . . . . . . . Riedel. Herbert Dr . . . . . . . . . . . . . . Bühler. Ren*. Ing . . . . . . . . . . . . . . . Bonzi. Leonardo . . . . . . . . . . . . . . . . Egger. D r . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bürgin. Willi . . . . . . . . . . . . . . . . . . Stein. D r . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Meidinger. Georg . . . . . . . . . . . . . . Grossmann. D r . . . . . . . . . . . . . . . . . Rüedi. D r . A . . . . . . . . . . . . . . . . . . I<uborii. Eugen . . . . . . . . . . . . . . . . .

I3ern. Schweiz . . . . . . . . . . . . . . Graz. Osterreich . . . . . . . . . . . . Bern. Scliweiz . . . . . . . . . . . . . Leipzig. Deutschland . . . . . . . . Zürich ETH. Schweiz . . . . . . . iclilano. Italien . . . . . . . . . . . . . . Innsbruck. Osterreiclr . . . . . . . . Zürich ETH. Schweiz . . . . . . . Zürich. Schweiz . . . . . . . . . . . . . Basel. Scl-iweiz . . . . . . . . . . . . . . Basel. Schweiz . . . . . . . . . . . . . . Bern. Schweiz . . . . . . . . . . . . . . S~rassbourg. . . . . . . . . . . . . . .

KLASSE 111 : A L T E HERREN I . Roesen. D r . IZarl . . . . . . . . . . . . . . . 2 . Golay. Charles . . . . . . . . . . . . . . . . . 3 . Klatte. D r . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 . Obschlager. D r . Otto . . . . . . . . . . . 5. Badl. Viktor. Ing . . . . . . . . . . . . . . . .

München. Deutschland . . . . . . Bern. Schweiz . . . . . . . . . . . . . . Zürich Schweiz . . . . . . . . . . . . . Ziirich,. Schweiz . . . . . . . . . . . . Graz. Osterreich . . . . . . . . . . . .

4 . SLALOM-LAUF : Schiedsrichter : D r . H . Hoek. SAS. Streckenwart : D r . 'W . Amstutz. SAS. Starter : Conte Aldo Bonacossa . D r . B . Rüfenncht, SAS. Hilfsstartcr : Zeitmesser : D r . A . Schoch. SAS. Hilfszeitmesser : H . Rüfenacht, SAS.

Rn rig

Name Lantschner. Otto . . . . 2a . Leubner. Benno . . . . . 2 b . Weber. Georg . . . . . . 4 . Reinl. Harald . . . . . . . I

.

.

20.52'i5 2 2 . 5z3!, 24.48 27 . 59yc 30.03~1,

.

D r Riess. Deutschland . Zzitwart : Offiz. Chronometreur : W . Bretscher . I . Sekretär : D r . h'oyer, SAS. 2 . Sekretär : Heinz Bielefeld, D . Flaggenwarte : Mitglieder des SCD. Mitglieder des SAS.

Unive~sitätulid Land Innsbruck. Österreich . . . . Innsbruck. Osterreich . . . Zürich ES%. Schweiz . . . . Innsbruclz. Ostei-reich . . . .

Lau

2

. 39.3

I

I.

I I I I

. 52 . q . 4: .4 . 50 . I

. Lauf Totnlzeit . 47 . o 3 . 26'1-

I

I I

. 44 . I . 49 . I

3.37 3.37 . q 7 . 2 3 . 378!j


Lantschtler. Hellm . . . Riddell. Jin~niy. . . . . . Werneck. Fritz . . . . . . Schrempf. Fritz . . . . . Walter . . . . . . . 1. Chr . . . . . . . . . . Guy . . . . . . . . . n. P . E . . . . . . . . ler. Hugo . . . . . . t.C.W. ...... hlax .......... ff. Viktor . . . . . . . Ostermaier. Herm . . . . Loopuyt. Jan . . . . . . . . IZielland. J b . d . R . . . . Delago. Giovanni . . . . Gyr. Hans . . . . . . . . . . Holzrichter. Beriikard Uubbini. Etn . . . . . . . . IZnoll. Heinz . . . . . . . . Luymes. Joh . . . . . . . . Caroni. Sandi-o . . . . . .

.

.

Innsbruck. Österreich . . . . Cambridge. England . . . . . Deutschland . . . . . . . . . . . . Innsbruck. Osterreich . . . . Innsbruck. Osterreich . . . . hlüncheil. Osterreich . . . . Cambridge. England . . . . . USA . . . . . . . . . . . . . . . . . . Innsbruck. Osterreich . . . . Cambridge. England . . . . . h.Zünchen. Deutschland . . Zürich ETH. Schweiz . . . . München. Decitschland . . Zürich ETH. Hollaild . . . Zürich E T H . Schweiz . . . . Firenze. Italien . . . . . . . . . Zurich ETH. Schweiz . . . . München. Deutschland . . Italien . . . . . . . . . . . . . . . . . Genf. Scl~weiz. . . . . . . . . . Z ~ I - i c ETH. h Hollarid . . . Torino. ILalieii . . . . . . . . . .

IZLASSE I1 : A L T E HERREN I . Bühler. Rene. Itlg . . . Zürich E T H . Schweiz . . . . 2.34 . 2 2.02 2 . IZümmerl". W.. Iny . . Berii. Schweiz . . . . . . . . . . 2 . 2 4 . 2 2.15

4.36'!:, 4. 4 ~

IZLASSE IJI : A L T E HERREX I . Roesen. D r . IZ . . . . . . . München. De~itschland . .

2.04.2

4 1 I'/,

AUSSER ICONKURRENZ : I . Amstutz. Dr.W. .... Bern. Schweiz

I

..........

. 54 . I

2.06.4

I

~

.46.2 3 .L$~3/5

5. S T A F F E L L A U F : I

.

DEUTSCHLAND I :

2 . TSCHECHOSLOVAREI :

3 I . vor1 1Caufman11 . 32 . liuck . . . . . . . . . 33 . Rommel . . . . . . 34. Ostermaier . . . . 35 . Zaclia~is . . . . . .

. h'ovak . . . . . . . . . Zizius . . . . . . . . 103. IZozmarek . . . . . 104. Berariovsky . . . .

101 102

I o;

. Stehlik . . . . . . . . Blatt1 . . . . . . . . . Rödiger . . . . . . .

39.3o"ls 31.I I ' / ~ 37.59 39.44 2 3 . : 2.52.13:'/~ Total 42.3r2/, 30.17 37.00'16 40.413/r, 22 . ~ 7 ~ 1 Total 5 : 2.53.27"!;

71 . 72 . 73 . 74 . 75 .

Pugl . . . . . . . . . 39.16 I,antschner Hm . 37.41'1s D r . Paumgarten 23 . 333/5 Total : 2.55.17

4 . ITALIEN I :

91 . 92 . 93 . 94 . 95 .

Delago . . . . . . . . Roinanini . . . . . . Prohaska . . . . . . Sogner . . . . . . . . Dubiili . . . . . . .

5. SCHWEIZ I :

61 . 62 . 63 . 64 . 65 .

Weber . . . . . . . . Schöchlin . . . . . Schmid . . . . . . . . Campell . . . . . . Streiff . . . . . . . .

3. ÖSTERREICI-J :

42.36 32 .463/5 37.58'15 40 . 402/, 23.09"/~ Total : 2 . 5 7 . 1 13/:

1

~


. .~ . L&,,+. T,

J..

.. ..

B L I N D E S TOR

..3-3

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J.'

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6 . I T A L I E N I1 :

. Bonola . . . . . . . . 50 . ~ 3 ~ 1 5 . Castelli . . . . . . . 33-513/5 113. Delle Piane . . . . 44 . 223!5 I 14. Cobianchi . . . . . 3 9 . 1Y'/, I 15. Baroni . . . . . . . . 24 . 542/a Total : 3 . 1 3 . 2 2 41 . Holzrichter . . . . 51 . 1 0 ~ 1 ~ 42 . Beutter. \L'.. . . . 34. 43"Ia 43 . V . Langsdorif . . 41.45 44 . Pahl . . . . . . . . . . 42. 433/5 45 . Zacharias . . . . . 25.52 Total: 3.16.15 111 I I2

7 . D E U T S C H L A N D I1 :

. . 23 .

8. E N G L A N D :

Smitb . . . . . . . . . Dick . . . . . . . . . Lillingston . . . . . 24 . Boord . . . . . . . . 25 . Velten . . . . . . . . 121 . IZümmerly . . . . 122 . Binder . . . . . . . . I23 . G y l . . . . . . . . . . 124. Albrecht . . . . . . 125. IZtioll . . . . . . . . . 51 . Luymes . . . . . . . 52 . ter Horst . . . . . . 53 . Perik . . . . . . . . . . 54 . Coebergh . . . . . 55 . Loopuyt . . . . . . . 81. Dewulf . . . . . . . 82 . Coquand . . . . . . 83 . Vallier . . . . . . . . 84. Vialet . . . . . . . . 85 . Delacroix . . . . . I 2 I . Bleiweiss . . . . . . 122 . IZosir . . . . . . . . . 123. Dotigari . . . . . . . 124. IZolar . . . . . . . . . 125. Gostisa . . . . . . . .

54.02 35 . 333/5 46.06~1, 43.5 11/5 25 . 2031a Total : 52.14~/s 37.38"/5 44 . 253/5 46.08~1, 28 .343/5 Total : 47 .412/, 39 .3g2/, 58 . 354/5 46.59"s 24 . 413/, Total : 50.24 45 .4z1/5 50. 33'1s 46 . 3q3/5 27.26 Total : 56.51 36. Z O ~ / ~ 49.201/5 51. 39'15 29.26 Total :

2I

22

9 . SCHWEIZ I1 :

ro . H O L L A N D :

r I . FRANKREICH :

12

. JUGOSLAVIEN

:

3 . 2 4 . 533/5

3.29.01

3.37.37

3.41.40

3.43.37

Rumänien hat bei der letzte11 Staffelübergabe aufgegeben .

SPEZIALPREISE. Preis D r . Gurtner .

Kombination aller vier Läufe : Der Becher geht in den dauernden Besitz von Benno Leubner Innsbruck über . IZombination Abfahrt-Slalom: P . D . Becher Arnold Lunn . Otto Lantschner. Innsbruck . Kombination Spruriglauf-Lariglauf : Preis Delago . H . Ostermaier. München . Kombination Abfahrts-Slalom : Wanderpreis D r . 0 . H u g Georg Weber. E T H . Zürich . Kombination Langlauf-Sprunglauf : D r . A . Schoch Wanderpreis . Ja11 Loopuyt. E T H . Zürich . Abfahrt : Wanderbecher von Stockar : Gust . Lantschner. Jnnsbruck Langlauf: Preis U r . Henry Hoek : Vladimir Novak. C . S . R Sprunglauf . Wanderbecher des Akad . Ausschusses für Leibesi'ibuilgeri der Universität Freiburg I/B . Jb . d . R . Kielland, E T H . Zürich . Wanderpreis der « Vereinigung zur Forderung des Skilaufes Müncheri : Otto Lantschner. Innsbruck . ))


ALT-HERREN KLASSE 11 : I . Preis : Schneehase des SAS für Komb. Abfahrt-Slalom : Dr. W. Amstutz, Bern. 2 . Preis : Schneehase des SAS : W . Kümmerli, Bern. 3. Preis : Schneehase des SAS : Rene Bühler, Ing., Zürich. ALT-HERREN KLASSE 111 : I . Preis : Schneehase des SAS : Dr. Kar1 Roesen, München. 6. SCHWEIZERISCHER AKADEMISCHER SKIMEISTER IM FAHREN :

GEORG WEBER ETH, ZURICH 6. SCHWEIZERISCHER AKADEMISCHER SKIMEISTER IM LAUFEN UND SPRINGEN :

JAN LOOPUYT ETH, ZURICH

Der fliegende Steinbock von St. Moritz Wanderpreis für den absoluten Sieger im Kilometer-Lance

Photo

:

Albert Sfeiner


VON FRITZ E R B

14.JAN "AR i' 930

Skifaliren ist ein Sport, der den Menscl-ieii leicht in einen Geschwindigkeitsrauscl-i versetzt. Sobald der Anfänger nur einigermassen auf seinen Brettern stehen und in steifer Haltung, mit zitternde11 I<i-iiei-i einen sanft geneigten Hang l-iinuiiter rutschen kann, spürt er etwas von dem stolzen Gefühl in seiner Brust, das uns unwiderstehlich packt, wenn wir auf eigenen Füssen eine grosse Schnelligkeit erreichen, wobei der Begriff C« grossx sehr relativ aufzufassen ist. O b wir am harmlosen Uburigsliügel einen Schuss wagen, der nach ein paar Sekunden ohne Aufregung am Fuss des Hanges auf einer topfebenen Wiese landet, ob wir auf steiler, glatter Anlaufbahn der Sprungsclianzenkante entgegenjagen oder ob wir von stolzer Bergeshöhe, unabsehbare Firnhänge vor uns, im Schnellzugstempo kühn ins Tal hinunterstechen, immer und ewig berauschen wir uns an der Geschwindigkeit. Doppelt, dreifach, vielfach grösser uiid tiefer ist das psychologiscl-ie Erleben rascher Fahrt, wenn man auf eigei-ien Füssei-i stellt als wenn man z.B. im kilometerfressenden Automobil sitzt. Zuerst ist die Gescl-iwii-idigkeit der Feind des Skifahrers. Man denke nur an seine Skisäugliiigstage zurück. Allzu rascli war man da bereit, sich hinzulegen, wenn die langen Bretter unter den Füssen beim Übergang in steileres Gelände oder auf besserer Schneebahn plötzlich zu eilen anfingen, der Körper in ein leises Summen geriet, die Augen überliefen uiid die Gegenstäi-ide zu beiden Seiten der Fahrbahn rascher und rascher auf uns zugeeilt kamen. Aber mit der Zeit überwand man die Abneigung gegen die Schnelligkeit, nalim keck und iminer couragierter aucli stotzigere Hänge aufs Korn, um schliesslich ganz dem Reiz des Schussfal-ireiis zu ~rerfallen. Ist man erst einmal so weit, dass grössere Touren in die Voralpen mit dem ausgedel-inten Weidgelände oder sogar in die Region der Gletsclier, wo es kilometerlange Schusshäiige gibt, unteriiommen werden dürfen, wird man je nach Temperament, Scl-ineeverl-iälti-iissen uiid persönlicher Disposition leidenschaftlicher Schiielligkeitsfalirer uiid kostet den Reiz des Scl-inellfal-irens auf den langen Hölzern bis zur Neige. Was tut's, dass mal ein Malheur passiert und mall kopfvorüber in hohem Bogen ins weisse Element fliegt? Und wenn auch eine Skispitze auf der Wal-ilstatt zurückbleibt und gar mal ein Knochen bricht, man probiert's doch wieder, wird, gewitzigt durcli die schlechten Erfahrungen zum Beginn vorerst etwas vorsiclitiger zu Werke gellen und bald wieder losschieben, was das Zeug hält. Jeder strebt


nach der liöclisten Gescliwiiidigkeit, sucht so oder anders einen persönlichen Rekord aufzustellen. Seit wir das Abfahren reniimässig betreiben, ist das ganze Ski-Gescliwiiidigkeitsproblem erst recht allgemein und brennend geworden. Was war iiaheliegeiider, als die Frage zu stellen : Welche Geschwindigkeit kann der Melisch auf Skiern erreichen ? Welche maximale Geschwindigkeit vermag man durchzustehen ? Welche Rolle spielen Steilheit des Abfahrtsgeläildes, Stil, Skiform, Wachs, Schneeart, Bindurig, Gewicht des Fahrers und der Bretter, Reibung, Luftwiderstand ? Eine zuverlässige Antwort auf alle diese Fragen gab es bis jetzt nicht und gibt es aucli heute noch nicht, obsclion im letzten Winter der erste ernsthafte Versucli unternommeil wurde, das ganze Problem in's Licht zu rücken und den Fragenkomplex abzuklären. Immerhin hat der Kilometer lance von St. Moritz als erstes reines Gescliwindigkeitsrennen zur Erforschurig der Skigeschwindigkeit schon ein bissclien Licht in die interessante Materie gebracht und den Anstoss dazu gegeben, dass sich iii Zukunft die weitesten skifalirerisclien Kreise der Saclle aiiiiehmen uiid zu ihrem Studium uiid ilirer Erforschung beitragen a~erdeii. Im Zeitalter, da der Skisport auch bei uns Volkssport gewordeii ist, scheint es diircliaus angebracht, alle11 Ski-Problemen restlos a u i den Grund zu gehen. So oder a~iderskaiiii der Skisport davon nur profitieren. Es spielt keine Rolle, ob es dem Norden, der im Skisport seine eigene11 Wege gegangen ist und eigene Ailsicliten vertritt, passt oder die gesclilosseiie Oppositiori auf den Plan ruft. Immer deutlicher lässt sich erkeiniieii, dass die Entwiclzluiig des Skifalireiis in den Alpen nicht den gleiclieli Gesetzen folgt wie im Nordeii. Aiidere Geländeverliältnisse, andere Bedingungen f < ~ rdie deil Sport Ausübeiideil briiige~ies mit sich, dass die Entwicklung andere Wege eiiigesclilageii hat. Iii der stärker11 Betonung des Fal-ireiis kommt dies bereits deutlicli genug zum Ausdruck. Mari hat dem erstell Kilometer lance von St. Moritz ~iiclitüberall eine gute Presse gescheiikt. Das ist weiter nicht verwunderlicli uiid wird die Initianten lioffentlicli nicht abschrecken, den eiiimal betretenen Weg weiter zu gehen. Neuerungen werden immer der Kritik ausgesetzt seiii. W o es um Probleme geht, divergieren die Aiisicliteii. Aber aus dem Widerstreit der Meinurigen muss das Gute siegreich liervorgeheii und sicli durchsetzen. Das wird aucli beim Gescliwindigkeitsreniien auf Skiern so sein. Es ist nicht zu leugnen, dass einem Versuch, wie er in St. Moritz durcligefülirt wurde, etwas anhaftete, welches die Grerize der Sportattraktion streifen mochte. Aber den Initianten war es sicherlicli iiiclit darum zu tun, für den weltbekannten Wintersportplatz eine iieue Sensation zu scliaffen. Die Engadiner-Metropole hätte das übrigens gar iiiclit notwendig gehabt. Die Idee entstammte dem Gehirn eines seriösen Sportsmannes, der sicli ein bestimmtes und klares Ziel gesetzt hatte, das er beim ersten Anlauf allerdings nicht erreichen konnte. Es zeigte sicli eben, dass die Lösung des Problems, so einfach sie auch sclieinen mochte, halt doch viel mehr Schwierigkeiten bereitete, als man anfänglich glauben mochte. Auch heute biii ich Pessimist


Am Start

IJholo : Edm. h'eohai,ser

und rechne nicht, dass schon der nächste Kilometer lanck in der Lage sei, auf alle Fragen, die man sich stellte, restlos und erschöpfend Antwort zu erteilen. Ist etwa die Frage der Mechanik des Skiweitsprunges an den grossen Schanzen praktisch und wissenschaftlich abgeklärt ? Trotz der gründlichen Untersuchungen Straumanns gibt es da noch Rätsel, die wahrscheinlich erst in vielen Jahren gelöst werden können. Für die Allgemeinheit ist es wenigstens so wichtig, über die Ski-Geschwindigkeit Klarheit zu bekommen sogut wie über den Skiweitsprung, der praktisch weniger Bedeutung hat als die schnelle Abfahrt. Wir leben im Zeitalter der Spezialisierung. Auch im Sport. Diese Entwicklung können wir nicht hintertreiben. Zudem hätte es keinen Sinn. Von diesem Gesichtspunkte aus darf man denjenigen, die den ersten St. Moritzer Kilometer lanck in die Tat umsetzten, nur gratulieren.

Unmittelbar nach Schluss der akademischen Weltwinterspiele in Davos reiste ein Trupp erfolgreicher Skiwettläufer nach dem Engadin, um an einem äusserst steilen und langen Hang oberhalb der Bergstation der bekannten Corvigliabahn erstmals ein Rennen um Höchstgischwindigkeiten zu fahren. Die Stelle liegt auf der Nordseite des Sass Ronzöl (Val Saluver), auf einer Höhe von Ca. 2400 m Ü.M. und kann von der Endstation der Corvigliabahn aus zu Fuss oder noch leichter mit den Skiern in ein paar


Minuten erreicht werden. Gegen die Valletta Sclilattain zu fällt die Bergflanke sehr steil ab, aber doch niclit so, dass der Schnee niclit haften könnte. Nach Neuschneefall oder bei föhniger Witterung würde es jeden Fall nicht ratsam sein, den über zoo m hohen Steilhang zu betreten, der für das Geschwiildigkeitsfahren sorgfältig präpariert worden war. Schon einen Tag vor der eigentlichen Prüfung hatte es in der Höhe ungestüm gewiiidet und die Installation der elektrischen Zeitmessuiig sehr erschwert. Über Nacht fegte der Sturmwind über den Gratrücken bei der Corviglia, einen Ausläufer des Piz Nair und trug Massen pulverigen Schnees auf die festgestampfte Rennstrecke, die bis zu ilirer Fertigstellung sehr viel Arbeit erfordert hatte. Vorsichtig, u m nicht den Abbruch einer Lawine zu verursaclien, hatten sich die Arbeiter mit den Skiern an den Füssen an den Hang lierangeschliclie~iund eine von oben nach unten immer breiter werdende Rennpiste in den weichen Schnee gestampft. Der Ausfahrtsstrecke in die Ebene war ebenfalls die grösste Sorgfalt gewidmet worden. Leider machte es eine direkt iii der Fahrtrichtung liegende Sennhütte notwendig, der Ausfahrtspiste eine kleine Krümmung zu geben, weil unter allen Umständen verhütet werden musste, dass ein Fahrer in vollem Tempo gegen die allerdings mit hohen Schneemauern bewehrte Sennhütte fuhr. Letztere ganz zuzudecken, hätte wohl die Ausfahrt stark verbessert, aber eine grosse Schileebewegui~gerfordert. Hohe Schneeinauerii sperrten die Piste gegen aussen ab. Einen fröhl i c h e ~ bunte11 ~, 7'011brachteii die larigeii Wimpelreilieil in den St. Moritzerfarben ins grauweisse l'inci-lei clei- Scl1iieela11~1sc11aft,die an diesem denkwürdigen Tage nur gelegeiitlicli i i i ~Sooiieiischeiii lag. war iiicht auigenoinineri worden. Ein genaues Profil des Steill~an~es Grobe Messungen ergaben folgende tecliilisclie Date11 : Länge des Aiilaufes ca. IOO m. Länge der Prüfuilgsstrecke 150 1-n. I<oiistantes Gefälle dieser Partie des Rennhanges ungefähr 35-36 Grad. Länge der Auslaufrui~dung 0 Totallänge des ZU IOO m. Ebene und Gegensteigung Länge Ca. ~ 5 m. befahrenden Geländestreifens ca. ein halber Kilometer. Nachzutragen ist noch, dass der Radius der Auslaufruridung ungefähr 150 m betragen mochte. Für Geschwindigkeiten, wie sie z.B. im Auslauf grosser Sprunghügelanlagen erzielt werden, hätte der Nivellierungszustand der Bahn vollkommen genügt. Für die auf über IOO km Schnelligkeit gehenden Fahrten der Lance-Renner dagegen spielte ein kaum wahrnehmbarer Knick beim Ubergang in die Ebene eine verhängnisvolle Rolle. Auch eine kleine Schneewelle, die ein Fahrer im 60 oder 70 km-Tempo kaum beachtet hätte, brachte mehrere Konkurrenten, die den Ubergang sonst glücklich passiert hätten, nachträglich noch zu Fall. Die Schneeverhältnisse waren recht befriedigend. Bei einer Lufttemperatur, die anfänglich um minus zwei Grad und später noch etwas tiefer lag, wurde eine Sclineetemperatur von fünf bis sechs Grad Celsius unter Null konstatiert.


Photo

David Zogg

:

Nirdeiken

Hermann Ostermeier

Alles wäre soweit gut vorbereitet gewesen bis an die elektrische Zeitmessung, die wieder einmal nicht funktionierte und die technischen Organe des ersten Kilometer l a n d in arge Verlegenheit brachte. Der Strom war plötzlich zu schwach ! Das entdeckten die Herren Elektriker leider erst so spät, dass an die Beschaffung einer stärkern Stromquelle nicht mehr zu denken war. So blieb denn nach verschiedenen fruchtlosen Versuchen, die elektrische Maschinerie doch noch in Gang zu bringen, nichts anderes übrig, als zum Mittel der Handstoppung zu greifen. Zum Glück stund der Leitung des Lance-Rennens in der Person von Herrn Chronometreur Bretscher aus Bern ein Zeitmesser mit reicher Erfahrung zur Verfügung. Trotzdem Chronographen mit Hunderstelsekunden-Teilung in Anwendung kamen, möchte ich nicht behaupten, dass die gestoppten Zeiten unbedingten Anspruch auf wissenschaftliche Genauigkeit erheben dürfen. Nachdem die Umstellung der Organisation des Zeitnehmer-Dienstes vollzogen war, wickelte sich die Prüfung trotz der leidigen Verspätung friktionslos und im allgemeinen sehr befriedigend ab. Mehr sportlichen Sinn und mehr Anstand als gewisse Zuschauer, die sich sehr wahrscheinlich auf einem Fussballplatz wähnten, bewiesen die wackern Fahrer, die nicht gleich aufmucksten und die Flinte ins Korn werfen wollten, als der Beginn des Rennens eine Verspätung erlitt. Eine gehörige Portion Mut gehörte tatsächlich schon dazu, diesen unheimlich langen und hohen Anhang hinunterzufahren. Vom Startplatz aus war von der Rennstrecke selber gar nichts zu sehen. Weit drunten auf dem Alpboden von Marguns wimmelte es von kleinen, schwarzen Punkten. Das waren die Zuschauer, die dem interessanten Schauspiel aus grösserer . Distanz folgen wollten, um den Fahrer während der ganzen Lanqade zu sehen. Andere hatten sich links der steilsten Hangpartie aufgestellt. Als verschwommene, sausende und pfeifende Gestalten, die kaum zu erkennen waren, ja, deren Start-Nummer, die sie auf dem Rücken trugen, man kaum


lesen konnte, flitzen sie am Auge des Zuschauers im I O O km-Tempo vorüber, um leider beim Übergang in die Ebene meistens nicht liochzukommen und nach einigen Dutzend Ubersclilägen irgendwo in oder nebeii der Piste im Scl-inee zu landen. Ganz abgesehen von den gemessenen Resultaten, die ergaben, dass die sclinellsten Fahrten die 100 km-Grenze erlieblich überschritten, l-iinterliessen die Fahrten ohne Ausnahme einen pl-iantastischen Eindruck. In dem Tempo wareii noch nie Mei-isclieii, die nicht auf irgend einem motorbewegten Vehikel sasseii, an meinem Auge vorübergeeilt. Kaum dass der Fahrer an der Horizontlinie erschien, rückte er in unheimlichem Tempo auch schon in nächste Nähe. Ein Heulen und Zischen zerriss die Luft. So wird es sein, wenn scl-iwereArtillerie ihre eisernen Grüsse auf einen Verteidigungsabschiiitt iiiederprasselii lässt. Angstiich verfolgte man jeweilen nach dem Sturz das I<ollen und Rollern des Körpers. Aber aucli die uriglaublichsten Stürze endeten für die Betroffenen harmlos. Bindungen und Skier allerdings gingen gelegeiitlicl-i in die Brüche, aber das nahm jeder in Kauf, wenn nur die Knochen heil blieberi. Jede einzelne Fahrt eingelieiid zu schildern, würde zu weit füliren. Das ist auch nicht der Zweck dieser Arbeit. Weiideii wir uns vielmehr den teclinischei-i Ergebiiisseii uiid der Frage zu : Was hat uns dieser erste Kilometer lance gezeigt? Nicht alle Fragen, die icli eingangs stellte, sind beantwortet worden, niclit im entferntesten. Ein einziger, noch dazu unvollkommerier Versuch kann unmöglich genügend Licht in das ganze Problem der Skigescliwii-idigkeit bringen. Aber einige Anhaltspunkte, die für das weitere Studium der Materie und als Grundlage für spätere Untersuchungen wichtig sind, haben sicli eben doch ergeben. Einmal hat es sicli gezeigt, dass alle früher aufgestellten Behauptungen, in Abfahrtsrennen seien Geschwindigkeiten von über 120 oder sogar über I30 km erreicht worden, von nun an ins Reich der Sport-Fabel zu verweisen sind. Nur über ganz kurze Distanzen kann der Skifahrer eine Geschwindigkeit von über I O O km erzielen und auch durchstelien, wenigstens mit den zur Zeit zur Verfügung stehenden Skiern. Damit soll nicht gesagt sein, dass es nicht möglich wäre, das am Kilometer laiic& in St. Moritz erreichte Mittel, resp. von Lantsch~iergefahrene Maximum zu schlagen. 111Adelboden wurde kurze Zeit nach dem ersten Ski-Lance ebenfalls ein ähnliches Rennen durchgeführt, an dem die St. Moritzer-Ergebnisse allbereits übertroffen worden sein sollen 1). Sobald es nämlicli gelingt, noch steilere und längere Hänge ausfindig zu machen, um reine Gescl-iwindigkeitsrennen durchzuführen, sobald ferner schwere Spezialskier, vom doppelten Gewicht der gebräuclilichen Sprungbretter verwendet werden, dürfte die Stundengeschwindigkeit schätzungsweise auf 120 km steigeii. Dass nämlicli die gewöhnlicl-ien Tourenskier den Rennskiern nicht gewachsen waren, hat der erste Kilometer lance ebenfalls klar bewiesen. Vermöge ihrer bessern Eigenfülirung 1) In hdelboden wurde allerdings nur eine effektive Messtrecke von IOO hletern zu Grunde gelegt, in St. hloritz 150 hleter. Die Differenz im Resultat ist einzig hierauf zurückzuführen. Sch~iftleiturig.

3 36


Die..Kilometerlanci-Strecke St. Moritz

Pho/o : W . Bonomo


und ilzres grössern Gewichtes, Faktoren, die bei der Steigerung der Schnelligkeit eine grosse Rolle spielen, sind die Sprungskier schneller als die Tourenbretter. Letztere erlauben nicht das gleich sichere Stehen und kommen leichter ins Flattern, was siclz bei starker Geschwindigkeit sofort sehr unangenehm bemerkbar macht. Auch die Frage der Reibung und ihre Bedeutung für die Schnelligkeit wurde durch die Ergebnisse auf Sass Ronzöl interessant beleuchtet. Obsclzori die Piste iloclz zu wenig hart war und die Skier der Fahrer eine leicht wahrnehmbare Spur hinterliessen, hat sie keine grosse Rolle mehr gespielt. Der Faktor Reibung wird siclz dann fast ganz aussclialten lassen, wenn die Bahn noch etwas steiler und vor allem härter ist. Dagegen spiegelte sich der Einfluss des Luftwiderstandes in den Ergebnissen deutlich wieder. Der kleine, kaum 60 Kilo schwere Gustav La~ztscliner nalim während der Fahrt tiefe Hockestelluizg ein und bot dadurch dem Luftwiderstand die geringste Angriffsfläche. Im Verhältnis zu seinem Körpergewicht benützte er die schwersten Skier. Man darf ruhig sagen, dass möglichst kleiner Luftwiderstand und ein grosser Quotient, resultierend aus dem Verlzältiiis zwischen ICörpergewicht und Gewicht der Skier zur Erreichung hoher Geschwindigkeit bei gleichen äussern Bedingungen für mehrere Fahrer (also Steilheit des Hanges, Schneebeschaffenheit) ausschlaggebend sind. Fortgesetzte Lance-Renneiz init langen Versuchsreilzeiz müssen das Material für umfangreiche, wissenscl-iartliclie Untersuclzuizgeil lieferiz, wie sie Herr Ing. Straumann seinerzeit iibci- clic Mcc11;iiiilt des Sltiweitspruizges durchführte. Bedingung bleibt 1i:it.iii-licl~,tl;iss vor ; i I I c ~ i - i i tlic %citinessuiig gailz geriaue Resultate liefert. Ai1 ~ ) i - : ~ I i t . i ~ ~ l i r :I~~rl;iIii~iirigcii-i ii i11 tlicsc:i- liiclit.iing ~ i i i c l geiiauen Ir~strumenten Sel-ilt: es nicl~t. 13eii1i C;i:ossteil clcs sl~ort.licl-icii I'iil~liltiiii~sn i c 17 t n u r b e i d e n S k i f a 11r e r 11 koilnte lür deiz ICilorneter la1zc6 von St.Moritz ein reges Interesse festgestellt werden. Möge dies für die Orgai~isatorenein Ansporn sein, zu gegebener Zeit den Versuch zu wiederholen. Ich bin fest davon überzeugt, dass schon das nächste Mal zuverlässigere Resultate erzielt werden, deren Auswertung für die Allgemeinlieit nicht nur sehr interessant, sondern für die weitere Entwicklung des Skisportes sehr fruchtbringend sein können.

Arz?nerku~zg der Sclzrijtleitu~~g : A m ersten Icilometer-Lance haftete noch das Improvisierte. W i r haben aber aus dem Versuch wertwolle Schlüsse gezogen. Der zweite Kilometer-Laizce auf Ski in St. Moritz wird für eine wissenschaftliche Untersuchung über die Geschwindigkeiten auf Ski die erste Grundlage bringen.


Der Sieger : Gustav Lautschner, Innsbruck

phofo : ~

d Neuhsuse, ~ .

RESULTATE NEIGUNG DER BAHN I N GRADEN: bei 0.00 m 33O 15" 25 m 37O 30" 50 m 3z0 10" J

I. 2.

3. 4. 5. 6. 7a. 7b. 9. ro. I Ia. I I b. 13. 14. i 5. 16. I 7. 18. 19. 20.

21a. 21 b.

Lantschner Gustav . Lantschner Otto . . Reinl Harald. . . . Baracchi Mario. . . Werneck Fritz . . Schlumpf Carl . . . Schlatter Arthur . . Ostermeier Hermann Lantschner Hellmut. Cadisch Martin. . . Badrutt Reto. . . . Wenzi August . . . Buck Kar1 . . . . . Riz i Porta . . . . Mischol Christian. . Badrutt Adolf . . . Schlatter Anton. . . Koch Flury . . . . Testa Ezio. . . . . Testa Giovanni. . . Zuber Hermann . . Escher Anton. . . .

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Zogg David . . . . . . . . . Riz i Porta . . . . . . . . .

bei

75 m 3 1 ~45" m 3z0 10" 125 m 3z0 10" 150 m 2 1 O 45" 100

J)

J)

I . RENNSKIS Innsbruck Innsbruck Innsbruck St. Moritz Partenkirchen Unterwasser St. Moritz München Innsbruck St. Moritz St. Moritz Samaden Stuttgart St. Moritz St. Moritz St. Moritz St. Moritz St. Moritz St. Moritz St. Moritz St. Moritz Brig

Oesterreich Oesterreich Oesterreich Schweiz Deutschland Schweiz Schweiz Deutschland Oesterreich Schweiz Schweiz Schweiz Deutschland Schweiz Schweiz Schweiz Schweiz Schweiz Schweiz Schweiz Schweiz Schweiz

HORS CONCOURS Schweiz Arosa . Schweiz St. Moritz

105.675 Std. Km 105.243 103.646 11 102.079 I O I ,886 101.694 » 101.313 )I 101.313 " 100.934 100.558 100.371 100.371 100.185 1) 100.000 » 99.815 )I 99.631 99.447 98.720 98.540 )I 95.406 11 92. I 50 92.150 J)

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JI

103.448 102.446

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Letzte Oelung : G. Lantschner

Photo : W. Bonomo

2. TOURENSKI (d. h. Ski mit einer Rinne und von bestimmter L채nge). Koch Flury . . . . Baracchi . . . . . F체hrer Beni . . . . Rein1 Harald . . . Werneck Fritz . . . Dahinden Joseph . . Badrutt Reto. . . . Lantschner Otto . . Schlatter Anton . . Lantschner Gustav . Ostermeier Hermann Misch01 Christian. . Schlatter Arthur . . Escher Anton. . . . von Achten . . . . Lantschner Hellmut.

St. Moritz St. Moritz Arosa Innsbruck Partenkirchc:n St. Moritz St. Moritz Innsbruck St. Moritz Innsbruck M체nchen St. Moritz St. Moritz Brig zuoz Innsbruck

Schweiz Schweiz Schweiz Oesterreich Deutschland Schweiz Schweiz Oesterreich Schweiz Oesterreich Deutschland Schweiz Schweiz Schweiz Schweiz Oesterreich

97.649 Std. Km 96.601 )) 96.256 1) 95.912 1) 95.575 95 .o70 94'570 " 93.913 " 93.750 " 93.750 " 92.150 92.150 91.261 88.669 87.237 11 86.677

Gewinner des ((fliegendenSteinbocks von St. Moritz 1) : GUSTAV LANTSCHNER, Oesterreich.

)J

))


1. UNIVERSITATS - SKIWETTKAMPFE

DEUTSCHLAND - SCHWEIZ WENGEN 2.13. FEBRUAR 1930. Von

OTHMAR GURTNER, SAS, ZURICH.

Einer liebenswürdigen Einladung unserer Freunde in Wengen Folge gebend, hat der SAS in Gemeinschaft mit dem SC Wengeii die Organisation und Durchführung des ersten kombinierten Lauberhorn-Abfalirtsreniiens übernommen. Um der Terminnot zu steuern, wurde der Aiilass gleichzeitig als Rahmei~veranstaltungfür die I . Universitätsskiwettkämpfe Deutschland-Schweiz betrachtet. Von dem Grundsatze ausgehend, dass derartige international beschickte Rennen nur wirklich qualifizierten Teilnehmern offen stehen sollten, wurde eine Beschränkung der Teilnehmerzahl auf drei Mitglieder eines Clubs angeordnet. Dadurch ergab sich die Wünschbarkeit, den Anlass zu einem eigentlichen Interklubrennen zu gestalten. Es wurde deshalb in der Ausschreibung mitgeteilt, dass das beste einzelne I<lubresultat aus Abfahrt und Slalom ohne Rücksicht auf das Iridividuum zur kombinierten Klubnote ausgerechnet werden würde. In Wengen sah man den Termin des Rennens besorgt näher rücken, denn der ausgefallene Winter liatte den Lauberhorngrat so verblasen, dass bei dem ohnehin herrschenden Sclineemangel viel zu viele felsige und windapere Stellen die Durchführung der geplanten Rennstrecke vom Lauberhorn bis zur Wengernalp veruiimöglichten. Und leider herrschten aucli in den tiefer gelegenen, durch Wald und Nordlage geschützteren Partien des Geländes nicht sehr vertrauenerweckende Schneeverhältnisse vor. Die während zweier Monate ohne Neuschneezufuhr beständig von l-iunderten abgeschliffene Strecke Wengernalp-Schiltwald war vollkommen glatt, stellenweise sogar vereist, so dass der Witzbold nicht Unrecht liatte, der behaupten konnte, der Unterschied zwischeii dem Lauberliorn - Abfahrtsrennen und einem Hockeymatch bestünde lediglich in der Neigung des Spielfeldes. Auch der lange Slalomhang am südlichen Dorfrande Wengens musste gründlich mit Schaufel und Rechen bearbeitet werden, um der Vereisung Herr zu werden. Durch gründliches Treten wurde aus dem aufgebrochenen Acker dann scl-iliesslich eine gleichmässig harte, sehr geeignete Piste, die sogar durch Arriold Lunn's Brille besehen werden durfte. Ausser den beiden organisierenden Clubs sandten aucli die Nachbarorte Grindelwald und Mürren ihre besten Fahrer, selbstverständlich stellte auch der Down Hill Only Club Wengen seine Kanonen ins Feuer und von auswärts trafen neben den Mitgliedern der beiden Universitätslandesmannscliaften die uneiitwegten Innsbrucker ein. Besondere Freude weckte bei den Oberländern das Eintreffen einer starken Mannschaft des Skiklub


Slalom : Von Wentzel, Deutschland

Pholo:

W. Gsbi

Davos. Der Kandahar Club Mürren konnte leider nur ein Mitglied an den Start bringen, dafür stellte der Schweizerische Damenskiklub eine komplette « Mannschaft 3 , was umso sportlicher empfunden wurde, als die hartherzigen Organisatoren bestimmt hatten, dass Männer und Frauen ohne Unterschied des Geschlechtes in ein und derselben Klasse zu starten hätten. Insgesamt stand ein Feld von 36 Fahrern und Fahrerinnen im Rennen. Das Abfahrtsrennen gestaltete sich zu einem harten Kampfe um Sekunden. Die Strecke hatte ordnungsgemäss für das Training offen gestanden, so dass der Vorteil der Lokalkenntnis nicht allzu schwer ins Gewicht zu fallen vermochte. Wenn sich trotzdem Rubi und Jackson weitaus an die Spitze zu stellen vermochten, so ist das vor allem ihrem sorgfältigen Training zuzuschreiben, das sie gerade auf dieser Strecke absolviert hatten. Bracken, der in ausgezeichneter Form fuhr, war selbstverständlich gegenüber den ernsthaften Rennern im Nachteil, weil er die Stahlkanten verachtet.


B. Bracken, England

Photo : .'U

Gabi

Aber gerade hier bewährten sich die Stahlkanten ausserordentlich, denn die Vereisung verurteilte jeden gewöhnlichen Ski zu hoffnungslosem Abgleiten. Der Charakter des Abfahrtslaufes bringt es mit sich, dass man keine Vergleiche zwischen der Technik der einzelnen Läufer anstellen kann, besonders wenn man, wie der Berichterstatter, als Starter funktionieren muss. Eine bessere Uebersicht bot dagegen der Slalom. Die Kochtöpfe Wengens verschuldeten einen etwas späten Start, so dass beschlossen wurde, den Slalom nur einmal zu fahren. Eine Ausnahme hiervon bildeten die beiden akademischen Mannschaften. r Arnold Lunn hatte den Slalom auf grosses Tempo eingestellt. Der abwechslungsreiche Slalomhang Wengens bietet die Möglichkeit, prachtvolle Kombinationen auszustecken. Was man skitechnisch hier zu sehen bekam, war absolut erstklassig. Gertsch und Bracken fuhren die Bestzeit, wobei die Zeit Gertsch's kürzer war, durch einen Flaggenzuschlag jedoch erhöht wurde, so dass sie mit der von Bracken gefahrenen Zeit zusammenfiel.


Photo

:

W .Gab;

Phofo : W .Gebi

Clir. Rubi, Schweiz

Tom Fox, England

Ganz hervorragend, nur 115 Sekunde hinter der Bestzeit, platzierte sich Reinl, während seine beiden Kameraden im roten Trikot, Lantschner und Faude, 3 Sekunden verloren. Die Resultatliste zeigt, wie ausgeglichen sich die 3 Innsbrucker bewährt haben. Sie zeigt auch, dass Weber unter den Akademikern an erster Stelle steht und dass Miss Carroll I I Männer, darunter Fahrer vom Können eines Fritz Steuri zu schlagen vermochte. Der Gesamteindruck des ersten kombinierten Lauberhorn Abfahrtsrennens ist dermassen günstig geworden, dass man den kommenden Wiederholungen dieses Anlasses freudig entgegen sieht. Für die Universitätsskiwettkämpfe Deutschland-Schweiz ist nun auch als sichtbares Zeichen des Weiterbestehens ein Wanderpreis eingesetzt worden, indem sich die Direktion der Jungfraubahn in verdankenswerter Weise entschloss, einen cc Akademikerpreis der Jungfraubahn zu stiften. Dem Skiklub Wengen, der sich mit grosser Sicherheit seiner organisatorischen Pflicht entledigte, gebührt der Dank aller, die diese schönen Renntage mitmachen konnten. ))

RESULTATE : 1. ABFAHRTSRENNEN (Wengernalp-Innerwengen).

Rang St. Nu. I.

2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

(17) ( 5) (25) (27) (23) (37) (33) (26) (36) (35)

Name Chr. Rubi . . . . . . . . . . . . Jackson . . . . . . . . . . . . . . Bracken.. . . . . . . . . . . . . Fox . . . . . . . . . . . . . . . . . Lantschner . . . . . . . . . . . Holzrichter . . . . . . . . . . . E. Gertsch . . . . . . . . . . . J. Brunold.. . . . . . . . . . . Har. Rein1 . . . . . . . . . . . G. W e b e r . . . . . . . . . . . .

Club SC Wengen . . . . . . . . . . D H O Wengen . . . . . . . . Kandahar Mürren . . . . . D H O Wengen . . . . . . . . SC Innsbi-uck . . . . . . . . . ASC München . . . . . . . . SC Wengen . . . . . . . . . . SC Davos . . . . . . . . . . . . SC Innsbruck . . . . . . . . . SAS Zürich.. . . . . . . . . .

Zeit 4. 304/10 4.33 4.42*/10 4. 434/10 4 . 492/i0 4.50 4. 544/10 4.55*/10 4. 5b4/„ 5. 0o6/1o

Punkte I00

99.097 95.614 95.412 93.492 93.241 91.847 91.537 91.: t8 89.153


FILIGRAN I M SCHNEE

PHOT. Dr. A. DEFNER


Photo

G . Lantschner. Oesterreich

. . 13. 14. 15.

(34) (22) (19) (12) (21) 16. (18) I 7.a ( 2) 17.b (15) 19. ( 6) ro . (10) 21 . (39) 22 . ( 4) 23 . ( 9) 24. ( 3) II 12

2

Fritz Steuri . . . . . . . . . . . von Wentzel . . . . . . . . . . W . Faude . . . . . . . . . . . . Cliffe . . . . . . . . . . . . . . . . P . Ettinger . . . . . . . . . . . Funcke . . . . . . . . . . . . . . Hermann Steuri . . . . . . . Beutter . . . . . . . . . . . . . . Friedr . Steuri . . . . . . . . . H . Schlunegger . . . . . . . W . Kümmerly . . . . . . . . h&ller . . . . . . . . . . . . . . . V. Streiff . . . . . . . . . . . . . H . Gyr . . . . . . . . . . . . . .

Slalom :

E . Gertsch. Schweiz SC Grindelwald . . . . . . . ASC München . . . . . . . . SC Innsbruck . . . . . . . . . D H O Wengen . . . . . . . . SC Davos . . . . . . . . . . . . ASC München . . . . . . . . SC Grindelwald . . . . . . . ASC Tübingen . . . . . . . SC Grindelwald . . . . . . . SC Wengen . . . . . . . . . . SAS Bern . . . . . . . . . . . . ASC Tübingen . . . . . . . SAS Zürich . . . . . . . . . . . SAS Zürich . . . . . . . . . . .

. SLALOM. Club Rang Name 1.a E . Gertsch . . . . . . . . . . . . . . . . . SC Wengen . . . . . . . . . . 1.b Bracken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SC Kandahar . . . . . . . . . 3. H . Rein1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SC Innsbruck . . . . . . . . . 4. Lantschner . . . . . . . . . . . . . . . . . SC Innsbruck . . . . . . . . . 5. W . Faude . . . . . . . . . . . . . . . . . . SC Innsbruck . . . . . . . . . 6. Fox . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . D H O Wengen . . . . . . . . Chr . Rubi . . . . . . . . . . . . . . . . . . SC Wengen . . . . . . . . . . 7. 8. G . Weber . . . . . . . . . . . . . . . . . . SAS Zürich . . . . . . . . . . . g. Beutter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ASC Tübingen . . . . . . . 1o.a Holzrichter . . . . . . . . . . . . . . . . . ASC München . . . . . . . . 10.b W . Kümmerly . . . . . . . . . . . . . . SAS Bern . . . . . . . . . . . . 12. Jackson . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . D H O Wengen . . . . . . . . . 13. von Wentzel . . . . . . . . . . . . . . . ASC München . . . . . . . . 14. H . Schlunegger . . . . . . . . . . . . . SC Wengen . . . . . . . . . . 15. H . G y r . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SAS Zürich . . . . . . . . . . . 16. Funke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ASC München . . . . . . . . 17. Mrs . Carrell . . . . . . . . . . . . . . . . SC Wetterhorn . . . . . . . r 8. Fritz Steuri . . . . . . . . . . . . . . . . . SC Grindelwald . . . . . . . 19. J . Brunold . . . . . . . . . . . . . . . . . . SC Davos . . . . . . . . . . . . 20 . Müller . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ASC Tübingen . . . . . . . 21 . P. Ettinger . . . . . . . . . . . . . . . . . SC Davos . . . . . . . . . . . . 22 . V. Streiff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SAS Zürich . . . . . . . . . . . 23 . Peacock . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SC Scheidegg . . . . . . . . . 24. Heitz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SAS Basel . . . . . . . . . . . .

Zeit I . 20 . 4

1.20.4 1.20.6 1.23.4 1.23.6 1.25.0 1.28.8 I . 31 . 0 1.32.0 1.36.4 1.36.4 1.39.2 1.40.8 1.41.6 1.42.6 I . 45 . 0 1.47.2 1.47.6 I .48.2 1.52.0 1.52.6 1.54.4 2.01.2 2.11.0

:

W . Csbi


Slalom : Jackson, England

Phofo : W.Gabi

B. INDIVIDUELLE KOMBINATION. I.

2. 3. 4. 5. 6.

Bracken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . E. Gertsch.. . . . . . . . . . . . . . . . . . H. Rein1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Chr. Rubi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . T. Fox . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . H. Lantschner . . . . . . . . . . . . . . .

SC Kandahar M端rren . . . . . . . . . . . . SC Wengen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SC Innsbruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . SC Wengen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Down Hill Only.. . . . . . . . . . . . . . . . SC Innsbruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Punkte 97.807 95.923 95.489 95.270 95 .ooo 94.860

1. UNIVERSITETS SKI-WETTKEMPFE DEUTSCHLAND-SCHWEIZ : Abfahrt : Deutschland gewinnt mit 100:86,9 Slalom : J) 損 IOO:~~ Matchresultat : 100:90,4625 )J

))

JJ

))

MANNSCHAFTEN : Deutschland : Holzrichter. von Wentzel. Funcke. Beutter. M端ller.

Schweiz :

Weber. K端mmerly. Streiff. Gyr. Meidinger.


@ GROSSE CWRENNEN D z WILLY

BURGIN~SAS~

Ein kurzer Aufentlialt in Luzern gestattete uns, ein Spezial-ICäscliüeclili im Dubeli als dauerhafte Unterlage dem Magen zuzufüliren. Auf dem Schiff tauchten von allen Seiten bekannte Gesichter a u f ; markante Rennfahrer, Typen und Schlachtenbunlmler mischten sicli in heiterem Geplauder untereinander. In aller Ruhe wurden wir mit Sack und Pack in die Extrazügli der Stansstad-Engelbergbahn verstaut. Einen längeren Unterbruch erlebten wir auf der idyllischen Strecke bis ein Langholzwagen den Bahi~übergaiig passiert hatte ; es waren diesmal keine Berner ! Auf dein Bahnhof lierrsclite reges Leben bis das gewohnte Durcheinander von Ski, ICöfferli, Begrüssung und Platzierungsfragen gelöst waren. Unser tätige Dr. Oskar Hug iiahm mich liebenswürdig in Empfang mit : Salü, hoppla pressiere ! 1) und fort war er. Dichte Nebelschwanden verhüllten das festlich geschmückte Engelberg, aber wir Aktiven hatten vorderhand andere Sorgen. W i e ist der Schnee? W i e soll man wachsen ? Die Schneeverhältnisse waren befriedigend, nur der Schnee etwas zu wenig führig. ((

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LANGLAUF Der Lauf war Sui- die giiteii (;cläii<lcS:~lirer zu leiclit angelegt und bestand imi wcseiitliclicir aiis eiiicii~liiirgci-11Il'l;iclilauf, giftigen Steigungen ohne Uiitcrl)iiicli i i i i ( 1 sclir Iciclitcii Al>f:lhrten. Die guten Techniker waren etwas beiiaclitciligt ; i~i~iuierliiii koiinteii auch sie ihre Fähigkeiten beweisen. Die Jiinioren hatten eine Strecke von 8 km mit ca. 250 m Steigung, die Senioren 18 km. und 500 m Hölienifferenz zurückzulegen. Im Flaclilauf lief ein grosser Teil der Läufer sehr gut ausbalanciert, mit kräftiger, weit ausholender Stockarbeit. Die Steigungen waren für die Junioren zu streng, sodass die Ansätze der Steigtechnik verloren gingen und gegen den Schluss viel gekrampft wurde. Der Sclinee und die Bretter in der Bobbahn waren meistens stumpf, so dass nur mit kräftiger Stockarbeit Tempo zu erzielen war. Prächtige Kampfbilder erlebten wir in jeder Phase des Laufes. Die Läufer zogen friscli vorüber und langten in guter Verfassung am Ziel an. Leider war der SAS in allen Kategorien nur durch einen Läufer (Streiff) vertreten, welcher sicli bei den Senioren I11 im Mittelfeld platzierte. W o blieben da die berühmten Langläufer von Flims ?


Bei den Junioren kämpften Hans Anderegg, Ebilat, und Walter Prager, Davos, verbissen um den Sieg, welchen sich Anderegg in der BobbahnAbfahrt mit 35 Sekunden Vorsprung holte. Bei den grossen Kanonen siegte erwartungsgemäss der sympatische Luzerner Walter Bussmann, dicht gefolgt von H6rin Luigi, Italien, und Adolf Rubi, Grindelwald. Die 40 Senioreil I lieferten sich spannende Kämpfe und liefen in kurzen Rückständen auf den Sieger ein. In der ältern Herrenklasse hatte Robert Wampfler, Zweisimmen, den Sieg zum Voraus in der Tasche, nur ein böser Katarr11 hinderte den zähen Oberländer, dass sein Triumpf nicht noch ausdrücklicher ausgefallen ist. Als zweiter folgte der bekannte Zermatter Julen Simon. Im grossen Harst der Senioren 111 waren diesmal die Erstklassierten der Eliteklasse ebenbürtig und diese werden nächstes Jahr auch unter den Kanonen gute Figur machen. Della Torre, Airolo, schaffte eine vorzüglicl~e Zeit vor Zumtaugwald, Zermatt und Maurer Jakob, Adelboden. ABFAHRTSRENNEN VOM TRUBSEE Das am Schweizerischen Skirennen in Arosa erstmals eingeführte Abfahrtsrennen hat sich gut eingebürgert, denn es ist doch für uns Schweizer das Nächstliegende, diese Art Rennen zu unterstützen. Neu war die Einführung einer Dainenlzlasse für Abfahrt. Ich persönlich halte die Rennpiste im obern Teil für die Ilamen zu schwierig. Erstaunlich war die Forschheit mit welcher die Ilainen die S c l ~ u s s p t i n k t ~ ~ labsolvierten, ~rtel~ Den Engländerinnen merkte man die lieiii~tüclitiglteitaii, den11 sie fahre11 inehr überlegt mit dem Kopf und liaben gute Sechiiilz. Die Rennstrecke war nicht in jeder Beziehung ideal zu neiiiieil, da die Partien der Gerschniterrasse zu viel Flachlauf aufwiesen. Im ober11 Drittel gab es rassige Fahrten, welche mit sehr giftigen UbergäiIgen und scharfen Kehren gespickt waren. Eine Stelle ist den meisten Läufern in guter Erinnerung : Uber einen Rücken folgte eine scharfe Kurve und wer auf diese nicht gefasst war, lag in einem Loch. Am Ziel interessierte die Passage dieser Stelle Fahrer und Zuschauer am meisten uiid es war fröhlich, den Darstellungen zu lauschen, konnten sich die SAS-ler ehrenvoll In dieser starken Konkurre~~z platzieren ; in den ersten 20 Rängen der Senioren I11 waren alle 8 SAS-ler zu finden. Wir dürfen mit diesem Erfolg zufrieden sein, denn die junge Mannschaft hat sich in unserer Spezialität so gut geschlagen, wie voriges Jahr die favorisierte Aroser SAS Gruppe. Die Bestzeit fuhr auch dieses Jahr der bärenstarke Aroser David Zogg, in der Rekordzeit für die 700 m Höhendifferenz von 10.28 *I5Min. Er sicherte sich damit den vom Ski Club of Great Britain gestifteten Wanderbecher. Steuri Fritz, Grindelwald und der Aroser Skilehrer Beni Führer belegten die nachfolgenden Ränge. Bei den Senioren 111 durchfuhr der Vorarlberger Nöbel von der Lenzer-


heide federleicht die Strecke in 1 0 . 5 1 In grösserem Abstande folgen der Junioren - Sieger von Arosa, Steuri Hermann, Grindelwald und die beiden SAS-ler Kielland und Streiff. I n der Altersklasse war der standfeste Frautschi Johii von Gstaad an der Spitze, mit knappem Vorsprung vor dem Engelberger Favoriten Mathys Adolf. Die Junioren hatten ein gläiizeiides Feld beisammen, sodass eigentlich die verhältnismässig schlechten Abfahrtszeiten verwundern müsseii. Die hervorragenden Bündnerabfahrer landeten im Mittelfeld. Sieger wurde der Grindelwalder l e t e r Roth ; als 2. und 3. folgen Ettinger Jacq., N. S. K. Z. und Aiideregg, Ebnat. Eine spezielle Freude bereiteten Herrn Ar~ioldLunn vom S. C . G . B. seine forschen Abfahrerinnen. Die schwierige Route mit 400 m Höhendifferenz wurde von Miss Doreen Elliot vom S. C . G. B. Mürren, in der liervorragenden Zeit von 4.48 erledigt. Die St. Moritzerin Rosa Romminger traf als Zweite und M1le E. Maillard, Geneve als Dritte am Ziel ein. Die favorisierte Abfahrtssiegerin vom Arlberg, Miss A . D . Sale Barker konnte sich wegen zu stumpfen Ski erst als 6. platzieren ; ebenso Miss Caroll, welche sturzfrei fuhr. Ein bedauernswerter Unfall verdarb der draufgängerischen Aroserin Frl. Nina Zogg die Chancen, da sie in Folge einer Kollision mit einem Zuschauer im grössten Tempo zu Fall kam und durch diesen Unfall ausschied. Die Orgar-iisatio~iiri Bezug auf die vielen Zuschauer und das Abstecken der Strecke liess zu wiiiisc1iei-i übrig. Ilie Scliiieeverliältiiisse waren im obern Teil ideal ; in der zweiten Hälfte liatteri die spätern Fahrer auf der liarten Unterlage nur wenig Schnee, sodass die mit Stahlkanten und Spannfedern ausgerüsteten Fahrer im Vorteil waren. W i e beliebt das Abfahrtsrennen ist, hat der grosse Publikumserfolg bewiesen. Das Tempo und der Schneid der Fahrer waren eine wirkliche Augenweide. Das ganze liätte durch eine strahlende Sonne unbedingt gewonnen, denn es muss schon guter Sport geboten werden, bis die Zuschauer vor Enthusiasmus so lange im Nebel ausharren. PATROUILLENLAUF Bei bissiger Kälte sammelten sich im Morgengrauen des Soiintags die Militär - Patrouillen zu ihrem Gruppenlanglauf. Siebenzehn Mannschaften in der schweren und 40 Patrouillen in der leicliteii Kategorie startend. Die schwere Kat. der Gebirgstruppen hatte 25 km. Horizontal-Distanz und 800 m Steigung zu bewältigen, während die leichte Kat. 16 km. und 500 m Steigung zurückzulegen hatte. Die Strecke führte zum Teil im gleichen Track des Zivillaufes mit einigen Erweiterungen. Beide Läufe waren vorzüglich abgesteckt, nicht allzu schwierig, da auch hier das coupierte Gelände, wie z. B. in Arosa, fehlte. Den meisten Patrouillen gaben dafür die hartnäckigen Steigungen und langen Flachläufe


zu schaffen. Das letzte Stück Flachlauf stellte grosse Anforderungen an die müden Beine, da der Weg glatt war und absolut keine Führung für die Ski hatte. Die Abfahrten waren durch den dichten Nebel erschwert. Es zeugt von seriösem Training der Patrouilleure, dass nur eine Mannschaft ausgerechnet Engelberger - aufgeben musste. A m Schluss des Laufes konnte man sich absolut kein Bild vom Stand der Patrouillen machen, da leichte und schwere Kategorie sicli untereinander mischte11 und im Flachlauf ein buntes Durcheinander von Nummern davon stachelte. I n der schweren Kategorie holte sicli unsere für Os10 bestimmte Airolesergruppe einen überlegenen Sieg vor den zähen Landwehrsoldaten aus Lermatt. I n der leichten Kategorie schafften sich drei gleichwertige Patrouillen an die Spitze und trafen in kurzen Intervallen ein. I . Geb. J. Bat. 77. 2. Geb. Reg. art. auto 5. 3. Feld. J. R. 32. SPRUNGLAUF Das Hauptinteresse der gesamten Skigemeinde richtete sich auf den Sprunglauf ; wenn sclion diesmal die ausländische Konkurrenz fehlte, so war man auf die Resultate der Oslo-Mannschaft sehr gespaiirit. Die neue Titlisschanze war nach bester Möglichkeit hergericl-itet, nur l-iatte die Sprungbahn etwas zu wenig Schnee und war hart. Die Zuscl-iauer erkletterten die Waldl-iänge und sicherten sich mül-isam ihren Standort. Eine Rauhreifkälte und schwadiger Nebel drückte allgemein die Stimmung. Lau begann der Sprunglauf für das kombinierte Rennen. Hofstetter stürtze auf dem Scha~-izeritisch.Den ersten schönen Sprung bekam man von Hans Schmid, Adelboden mit 48 m zu sehen. Zogg David sprang wuchtig auf 49 m, Bussmann stand 35 m ohne zu überzeugen. Rubi kam auf 43 m mit scliöner Vorlage und alle rechneten, dass er die Meisterschaft sicher holen würde. In der 2. Serie stürzte Feuz bei 44 m und schied aus. Steuri Fritz war durch seine Schulterverletzung immer noch behindert lind sprang vorsichtig 36 m. Der Senior Frautschi stand sicher breitspurig 39 m. Schmid Hans kam nach schönem Flug auf 49 m ; er stellte die beste kombinierte Sprungleistung auf und wird bei besserer Langlaufzeit in Zukunft ein ernster Meisterschaftsanwärter. Zogg durchscl-iwirrte mächtig die Luft und landete bei 49 m. Bussmann erhöhte seine Sprungläi-ige auf 39 m. Das Sprachrohr verkündete Rubi ; er muss den Absprung verfelilt haben und landete unsicher bei 46 m, um nach einigen Metern Fahrt zu touchieren. Redaktor Erb schaute stumm zurück : ((Gestürzt ; damit hatte er sich die Meisterschaft versclierzt, schade, denn er war unser bester Kombinierter. Nun kamen Schmid, Zogg und Bussmann für den Meistertitel in Frage, welcher nach einem Rechenexempel an Bussmann fallen musste, da die andern im Langlauf zu viel Zeit auf den Sieger einbüssten. :)


W

--

EI.,

Gegenlicht

Phofo . W . Bonomo


Bussmann sicherte sich den Meistertitel mit der Note 422,3 und wir gratulieren dem zielbewussten Luzerner Langläufer ! Selbst die Musik kann uns nicht erwärmen bei dieser Bärenkälte und von den Füssen spürte man bereits nichts niehr, als der reine Sprunglauf beginnt. JUNIOREN Bei den Junioren bekam man flotte Stilleistungen zu sehen, welche zu den besten Hoffnungen berechtigen. Als schönster Stilspringer sicherte sich Chiogna Cesare, Alpiiia, St. Moritz den Sieg mit Sprüngen von 39 und 49 m. Chabloz, Chateau-dJOex stand 42 und 45 m. I m Stil stund Arno Giovanoli, St. Moritz seinem Klubkameraden nur weniges nach und belegte den 3. Platz. Einen bösen Sturz auf den Kopf tat Giovanoli Rico; zum Glück stellten sich die Verletzungen als nicht gefährlich heraus. Einer der Favoriten, Kläger, Unterwasser, stürzte seinen 2. Sprung von 44 m, nachdem er diesen Winter fast durchwegs an der Spitze marscliierte. Endlich kommen die Senioren I ; das war eine harte Warteprobe. SENIOREN I. Rubi überraschte durch zwei prächtige Sprünge von 49 und 50 m, womit er sich den 3. Platz sicherte. Schlumpf kam im 2. Sprung von 46 m bös zu Fall. Nun begann das spannende Duell Badrutt - Kaufmann, welche nach einander starteten. Beides sind ausgesprochene Weitspringer, welche den Titlisschanzenrekord auf 65 m erhöht hatten. Die Anlauflänge wurde stark begrenzt und beide Springer waren zu vorsichtig, um alles zu riskieren. Kaufmann iiberbot Badrutt in jedem Spruilg um 2 m und hatte zudem die bessere Stilllote ; Spruiigläi-ige 52 und 54 m. Der letzte Sprung war zugleich der schönste und längste Spruiig des Tages mit der Maximalnote von 118,s bewertet. Von Trojani hatte man mehr erwartet ; er sprang 44 und 49 m, ohne an seine früheren Leistungen heranzukommen. Zogg sprang sehr regelmässig mit 49 und 50 m, womit er sich den 4. Platz sicherte. Wer Vuilleumier in Arosa und hier springen gesehen hatte, war enttäuscht. SENIOREN 11. Bei den Senioren I1 war Frautsclii allein auf weiter Flur mit 43 und 44 m. SENIOREN 111. Die jü~igernHerren waren dieses Jahr gut beieiilander und boten sehr schöne Leistungen. Die Sprünge von Schmid Hans waren ganz erste Marke mit 50 und 53 m Distanz. Der Norweger Kielland vom SAS sprang federleicl-it, rul-iig und setzte sicl-ier und weich in die Bahn mit 45 und 48 m Länge. Rentschler und Morard sind im Stil noch zu verbessern ; ilinen folgte ein ausgeglichenes Mittelfeld.


Fluchtartig verliessen Zuschauer und Springer die Stätte. Die Bierlialp und die übrigen Lokale waren zum Bersten voll ; dass man in Engelberg auch im gemütlichen Teil auf seine Rechnung kam. zeigte der Samstagabend . Die Preisverteilung war im Grand Hotel ; ein prächtiger Gabentisch belohnte die flotteil Leistungen . Walter Prager. Davos. erhielt den Spezialpreis des Schweizerischen Alpenklub für die beste kombinierte Leistung der Junioren aus allen drei Läufen . Wer am Montag noch Zeit hatte. machte beim herrlichsten Sonnei~schein einen Abstecher auf den Titlis ; die Übrigen schieden nur ungern. denn auch ihnen wäre etwas Sonne zu gönnen gewesen . Engelberg wird uns dennoch in angenehmer Erinnerung bleiben . Wir hoffen. dass nächstes Jahr in Adelboden auch die SAS-ler der übrigen Sektionen vertreten sein werden .

RESULTATE : ABFAHRTSRICNNEN . 8 . Fcbruar 1930. Hoheridifferenz 750 Meter . r . Junioren . 30 gestartet. 30 arn Ziel . 7 Preise . Ara 71~e

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Zeit

1 Rotli Petcr . . . . Griiidelmald . . . . . 1 2 . 1 6 2 . Ettiilger Jaeq . . Ziirich . . . . . . . . . . 1 2 . 3 7 3 . Ancleregg Hans . Ebiia.t-I<appel . . . I 2 .401tj 4 . Chiogna Cesare . Alpiiia S t . hloritz . 12.42"; 5 . Bergor Ernst . . . Got.tliard Aiiclerm 1 2 . 4 5 G . Prager TValter . Daoos . . . . . . . . . . 12.462!', 7 . T- dllineii Ernst Aiürreii . . . . . . . . . 1 2 . 5i4,', 8 . Ue Courten . . . . Engelberg . . . . . . . 13.00 9. Glettharcl Asn . . Haslithal . . . . . . . . 13 . OG3//, 10. Scliluiiegger H .. 1TTciige1i. . . . . . . . . 13. OS2/, 11. Häriiig Gerold . Luzcrii . . . . . . . . . 13 . 16'1, 12. Iileger Alfred . . Untcrn~asser. . . . . 1 3 . 1 8 13. Waser Adolf . . . Eiigclherg . . . . . . . 1 3 . lg4/, 14. Hess Fridel . . . . Engelherg . . . . . . . 13. 2G1/, 15. Giovanoli Arno . Alpiiia St . lloritz . 13 . 2S1/,

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2

i\'a»te 16. Ruttiinaiiii Art.11. liossberg . . . . . . . . 17. Giovanoli Ricco Alpiiia St. lioritz . 18. ScliärIi T'iTeriier. Liizerii . . . . . . . . . I 9 . Stern Henri . . . . Geii61-e . . . . . . . . . 20 . Hiiher IYalter .. Spit.zmeilen.Fl . . . 21 . Iileiner Arnold . Rossberg . . . . . . . . 22 . Natter Hans . . . Engelhcrg . . . . . . . 23 . Forderlruiiz 31... Engelberg . . . . . . . 24 . Hess Goorges . . Engelborg . . . . . . . 25 . Waser E d u a i d . Eiigelf>erg . . . . . . . 26 . Winklor Franz . Liizerii . . . . . . . . . 27 . De Haiii Heiiiz . N . S . I<. Züricli . . 28 . 3Inllor Eduarcl . Spit~ineilcii-F1 ... 29 . Senn Heiiirioli . Liizcrii . . . . . . . . . 30 . Glaiiser Paiil . . . Bern . . . . . . . . . . .

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. Senioren I . Gestartet 19. 5 Preis-

1. 2. 3 4. 5 G 7

Zogg D a r i d . . . . Stenri Fritz . . . . Fiilirer Beiii . . . Siipersaxo Xin . . Delago Giov . . . . Feuz Ernst . . . . Scliliimpf IKarl . 8. Trojani Bruiio . 9 . Bra.11d Adolf . . . 10. Demetz hIatteo

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Arosa . . . . . . . . . . . Griiiclel~~~alcl ..... Arosa . . . . . . . . . . . Gstaad . . . . . . . . . It.alieii . . . . . . . . . . Nürreii . . . . . . . . . Uiiternrasser . . . . . Gstaad . . . . . . . . . Gstaad . . . . . . . . . Italieii . . . . . . . . . .

10.2S4/, 10.50 10 . BGV, 11. 013/,

11.21 11. 3G3/, 11 . 42 11. 432/, 11 .441/, 11. 543/,

3. Senioren I1. Gestartet 14. 4 Preise . 1. Frautsclii Joliii . Gstaad . . . . . . . . . 11.12 2 . JIatliys Adolf . . Eiigelberg . . . . . . . 11. l a 3 / , 3. 4. 5. G.

dinaclier Roh . . Ggger Eman . . . Uärtsclii Gott1. . Krebs Hans . . .

Leiizerlieicle . . . . . Aclelbocleil . . . . . . hdelbodeii . . . . . . Rigi . . . . . . . . . . . .

11.36 12.45 13 . :303/s 13.42

1 9.

Ackerinaiiii Fr .. Baclrutt IXeto . TCaufmanii F r . . v . Griiiiigeii P . . ICocli Flury . . . . ICunz Fraiiz . . . L a Porta V . . . . Tiuericli Ariclrea Soffietti . . . . . . .

Luzern . . . . . . . . . Alpiiin S t . hioritz . Grindeln~nlcl. . . . . Gstaad . . . . . . . . . Alpina S t . hioritz . Alpiiia S t . 3lorit.z . Italien . . . . . . . . . . Italieii . . . . . . . . . . Italien . . . . . . . . . .

12 . lG1/, 12.20 12.201/, 12 . 21'1, 1 2 . 232/, 12.47l/, 12 . 5S1/, 13.12 14.48

7. 8. 9. 10. 11. I 2.

Bisclioff Aug . . . Risclioff AIoritz Iieiser, Alhert . . AIeiincl Beriih . . u'lricli Alhert . . ~ a l i i n < l o Alois ii .

Engelberg . . . . . . . Bern . . . . . . . . . . . Rossberg . . . . . . . . Lnzerii . . . . . . . . . Alpina Liizerii . . . R.igi . . . . . . . . . . . .

13 . 51 14 . 154/, 14.43 14.58 15 . 4'i2/, 16.47l/,

11. 1 2. 1 3. 11. 13. 1 G.

1 7. 18.

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4 . Senioren I11. Gestartet 60 . 13 Preise . I . Nöbl Hans . . . . Lcilzerbeide . . . . . 10 . 513/, 2 . Steuri Herin . . . Griridel~r~alcl . . . . . 11 . 1 7 3 . Iiiellaiicl J . . . . . S . A . S . . . . . . . . . . 11.26 4 . Streiff Vilrtor . . S . A S . . . . . . . . . . 11.4Z1/,

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. . Gstaad . . . . . . . . . G . Ziiigre Oskar . . . Gstaad . . . . . . . . . 7 . Weber G . . . . . . . S . A . S . . . . . . . . . . 8. Uarblaii D . . . . . N . S . I<. Züricli .. 5 Steffen Ti'illy

11.53 11.59 12.011/, 12.053/,


Name Zeit LVn??ze Zeit 32 . Iiirchholer M'. . Uriiiisch . . . . . . . . 13.36 9 Coeberg P . . . . . S A . S . . . . . . . . . . 12.1141, 10 Solroloff Rob . . . Gcii&ro . . . . . . . . . 12.31 33 . Reiiteler . . . . . . Gstaad . . . . . . . . . 13 3G4/, 11 Reiiggli R . . . . . Hergisnril . . . . . . . 12.342,', 34 . ? ? 13 . 434/, 12. Durgiai Peter . . Ziiricli . . . . . . . . . . 12.35.11, 35 . I<cller Jitkob . . . Züricli . . . . . . . . . . 13.444/, 13. Oderinatt Alfr . . Engelherg . . . . . . . 12.452/, 3G . Iiiiste i. Kai1 . . . Erige1hei.g . . . . . . . 1 3. 55l.1, 14. L'Huillier F . . . . GeilAve . . . . . . . . . 12.49 37 J o s t Eugeil . . . . Liizerii . . . . . . . . . 13 5G4/, 15 Staelieliii J t a x . Spitzineilcil.Fl . . . 12.51"/, 38 Rogli Weriler . . Gottliard Aiidcrin . 14 . 002/, 39 . Dörig Josef . . . . Appenzell . . . . . . . 14 . 012/, 1G. Gyr H a n s . . . . . S . A . S . . . . . . . . . . 12.5211, 17 Forderlruiiz L . . Eiigelberg . . . . . . . 12.55'/, 40 Riclreiibaclicr il . S c l i ~ r y z. . . . . . . . . 1 4 . 0 2 41 Corti H a n s . . . . TTriiltorthur . . . . . . 14 .043/, 18. Roiineiisherger E . Wiiiterthur . . . . . 12 . 59v6 19. Loopuyt J . . . . . S . A . S . . . . . . . . . . 13.011/, 42 hlaitland I? . P . . S . C G . B . . . . . . . . 1 4 . 0 5 43 . Ulailc Pierre . . . Lnusailne . . . . . . . 14.12 19a. Bürgiii TTilly . . S . X . S . . . . . . . . . . 13.01'/, 44 Hofstetter F r . . . Olteii . . . . . . . . . . . 14 . 13%!, 20 . Lundlar H e r b . . S . A . S . . . . . . . . . . 13.02 21 . Grandjeari H . . . Basel . . . . . . . . . . . 1 3 . 0 3 45 Giger Jalrob . . . Basol . . . . . . . . . . . 14.24'1, 22 . Reutlingcr J . . . Untern-asser . . . . . 1 3 . 0 5 46 . Soliincller Xiit . . Rigi . . . . . . . . . . . . 14.30 23 . Germsnier Y . . . Eiigelberg . . . . . . . 13.0551, 47 Acliermaini E . . Reclreiiriecl . . . . . . 14.36 48 . Schindler E . . . . Iirieiis . . . . . . . . . . 14.38 24 Bürglor J . . . . . . Sclimyz . . . . . . . . . 1 3 . 0 8 25 . Betschard J . . . . Scliwyz . . . . . . . . . 13.09 49 . Bodeilinniin 14'. . Basel . . . . . . . . . . . 14.45?/, 26 . Grob Xlois . . . . . Uiit.erwasser . . . . . 13.1241, 50 Binder H a n s . . . S . 4 S . . . . . . . . . . 15 . 0g4/, 27 Feurrer J . . . . . . Unterwasser . . . . . 13.153!, 51. ICness Oslrar . . . Zilrich . . . . . . . . . . 15 . 212/, 28 . ICuster . . . . . . . . Engelberg . . . . . . . 13.2021, 52 . Caillat Georg . . Geiievo . . . . . . . . . 15 . 4g3/, 29 . Grobet J c a n . . . Gendve . . . . . . . . . 13.2041, 53 . Ascliwailclo~iA .. Rigi . . . . . . . . . . . . 10.11 30 . Fiiitsclii rlrii . . . S t Galleii . . . . . . . 13.273/, 54 . Giger Gottlieb . Basel . . . . . . . . . . . 18.032/, 31 Descliwaiideii A Eiigelberg . . . . . . . 13.34 Bestzeit : David Zogg. Al.osa. 10 iiiiii 28 l/, Se]<. Gc:wiiiiicr des voiii Ski Club of Great Britaiii gestiftcteii Wanderbechers .

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5 . Damen . Höhendiiferenz 400 Meter . Elliott Doreen . S . C . G . B . nliirrori 4 . 4 8 13. Sclii~eoboliH . . . S . D . S . Züricli . . . 7.00 . Ro~niiigerRosa Alpiiia S t. hloritz . 5 . 04 14. Odormntt. l-Icleii Eiigelherg . . . . . . . 7 . 01", &In.illart E . . . . . S . D . S . Gori&ve.. 5 . 2 0 15. Grahor Lirii . . . . S t . Galloii . . . . . . . 7 . 1 2 16. Pervnnglier F . . Airolo . . . . . . . . . . 7 . 1 6 . Hofstotter Dor .. Gais . . . . . . . . . . . 5 . 2 8 17. l'icliict liösy . . . JViiitertliur . . . . . . 7 . 18 . nlcycr Ger111 . . . . Geiibve . . . . . . . . . . 6 .03 18. Hess Grotcl . . . . Eiigelheig . . . . . . . 7 . 2 5 Miss A . D . Sale 19. Per\.ailglicr G . . Xirolo . . . . . . . . . . 7 . 2 7 Barlrcr . . . . . . S . C . G .B . hlürren . 6.068/L 20 . ßeerli Rösy . . . . Eiigelberg . . . . . . . 7 . 33", 7 . Mrs . Smith . . . . E n ~ e l b e r v. . . . . . . 6.08 8. Niss H . E . AI . 21 . Fassbiilcl Anny . Eiigelberg . . . . . . . 7 . 5 0 22 . Hautnl 131s~-. . . Eiigelberg . . . . . . . 7 . 5Fj2/, Cnrroll . . . . . . S . C . G . B . hliirreii . G . 1z4/, 9 . Hjöriistatl Aggy . S . I 1 . S . liorii . . . . G . 134/, 23 . Scliclbli Reg . . . Luzern . . . . . . . . . 8 . 10 24 . l l o t t i Seniiclo . Alpiiin S t . hloritz . 8 . 16 10. ilbplniir~lpLoiig . S . J 1 . 8 . Uri~icl<:>l\i. . 0 . 14 11. 31. E . 13 . \ V ~ ~ l t.c S r . G . (>. 1 %. 3liirrc11. [i. 2'1 25 . v . Siol)»liLIial K . Ustawcl . . . . . . . . . 9.40 l l a . Slio l.Ioii . V . A . 2(i. Ili~lilorAIi~rg. . . Gsiiia.cl . . . . . . . . . 11 . 15 27 . \\'r>iiil>oi~gcr1, . . I3iisol . . . . . . . . . . . 13 .034/, Max\.i~oll..... S . C . U . 13. hliirroii . 0.2'1 12. D e Latour J o s y . S.1D.S. \\'iiitortli . . Ci . 5:) L A N G L A U F . 8 . Februar 1930. Junioren . 8 kin . 250 nl Steigung . 7 Preise . 1. Andcregg H a n s . Ehiiat.I<appel . . . . 1.03.46 1G. Schiirli Weriier . Luzcrii . . . . . . . . . 2 . Prager Wslter . D a r o s ........... 1 . 0 4 . 2 1 17. D e H a i n Heinz . N . S . I<. Zurich . . . 3. IKiiilzi Peter . . . I<aiidersteg . . . . . . 1 . 0 4 . 4 1 18. Ettinger J a q . . . T\'. S . 8. Zuricli . . . 19. Senil Heiiirich . Lueoril . . . . . . . . . 4 . Welscliei~Basil . Zermatt . . . . . . . . 1 . 0 5 . 2 1 5. Berger E r n s t . . . Gotthard Anclerm . 1 . 0 5 . 3 8 20 . Hess Goorg . . . . Engelbcrg . . . . . . . 6; TVnser Eduarcl . Eiigelberg . . . . . . . 1.07.17 21 . Glattliard Asn . . hleiriiigeii . . . . . . . 7 . Iiläger Alfrod .. Unterwasser . . . . . 1 . 0 7 . 2 3 22 . P l u r y Art.h o r . . Erigolborg . . . . . . . 8 . Sehlunegger H .. \TTeiigeii. . . . . . . . . 1.07.44 23 . Forclcrl<~iilz;\I . . Eiigclberg . . . . . . . 9 . Chiogria Cesarc . Alpiiia S t . i\Ioritz . 1.08.46 23« . H u b e r Welter . Spit~rneileii.FI. . . 10. Giovaiioli 2.riio. Xlpiila S t . 3Iorit.z. 1 .0 9. 12 24 . Stern Hoilr~r. . . Geiibrc . . . . . . . . . 11. TViillrler F r a n z .. Luzerii . . . . . . . . . 1 . 1 0 . 0 4 25 . hlullor Ecluarcl . . Fluins . . . . . . . . . . . 12. Rot11 P e t e r . . . . . G r i r i d e l ~ ~ l.c.l . . . 1 . 1 0 . 4 2 26 . ICleinrr Ariiolcl . Rossborg . . . . . . . . 1 3. Häriilg Cerold . Luzerii . . . . . . . . . 1 . 1 0 . 4 3 27 . Glanser Pniil . . . Gurteii Born . . . . . 14. v . Allmen E r n s t . Mürren . . . . . . . . . 1 . 1 2 . 3 5 28 . R ü t t i ~ n a i n A l . . . Kossberg . . . . . . . . 15. Matter H a n s . . . Engelherg . . . . . . . 1 . 1 3 . 3 0 Senioren I . 18 km . 500 m Steigung . Gestartet 31. j Preise . 1. Bussinaiiii TV ... Luzern . . . . . . . . . 1 . 2 6 . 1 2 11. I<unz Frailz . . . Alpiiia S t . AIoritz . 1 . 3 2 . 1 9 2 . Herin Lnigi . . . . Italien . . . . . . . . . . 1.27.50 12. Confortola E r m . Italien . . . . . . . . . . 1 . 3 2 . 2 2 3. Rubi Adolf . . . . . Grindclwa.ld . . . . . 1 . 2 8 . 1 5 1 3. Delago Giov . . . . Italien .......... 1 . 3 2 . 2 4 4 . Zeier H a n s .... Luzern . . . . . . . . . 1.29.10 14. Ogi ICilinii . . . . . Iiaildersteg . . . . . . 1 . 3 2 . 4 8 5 . D o t t a Emilio . . Airolo . . . . . . . . . . 1 . 2 9 . 4 8 15. Juleii Elias . . . . . Zerniatt . . . . . . . . 1 . 3 2 . 6 4 G . Gourlaoueii C . . Airolo . . . . . . . . . . 1 . 2 9 . 5 7 1G. Feuz Eriist . . . . . hlürreii . . . . . . . . . 1 . 3 3 . 5 2 7. Juloil Alfoils . . . Zeriniltt . . . . . . . . 1 . 3 0 . 6 4 17. Steuri F r j t z . . . . Grindelwald . . . . . 1.34.52 8 . D e Ziilian F r . . . Italioil . . . . . . . . . . 1 . 3 1 . 1 2 18. Joliniiii Kicc . . . Airolo . . . . . . . . . . 1 . 3 4 . 6 4 9 . Accola Ren6 . . . Cliaus-dc-Foilcls . 1 . 3 1 . 37 19. TBiiilleuinier C . . Cliaus-cle-Forids . 1 . 3 5 . 5 9 10. Vuerich Aiidrea . Italieii . . . . . . . . . . 1 . 3 2 . 0 1 20 . Zogg Davicl . . . . Arosa . . . . . . . . . . . 1 . 3 6 . 3 3 1. 2 3. 4 5 6.

U

0


21 . 22 . 23 . 24 . 25 .

A~CLIIX~ I-leusrr~irtli;\lax . Dcinetz JIatteo Rraiid Adclf . . . . Snpersnso Arm . Piazzini Broiio

.

.

Bcrii . . . . . . . . . . . Italicii . . . . . . . . . . Gstaad . . . . . . . . . Gstaad . . . . . . . . . Airolo . . . . . . . . . .

Zeit 1 . 3 6 . 45 1.37.18 1.38.51 1.39.38 1.40.46

26 . 27 28 29 . 30

. . .

Xame Koch Flur)- . . . . Sarbach Fritz .. 1, . Grüiiigen P . . Uaclrutt Reto . . . Schlumpf Rar1 . .

Zeit illpiiia S t . AIoritz . 1 . 4 1 . 1 9 ddclhoclen . . . . . . 1 . 4 2 . 0 1 Gstaad . . . . . . . . . 1 . 4 2 . 1 5 Alpiiia St.. Jloritz 1 . 4 2 . 3 0 Untcrrvasser . . . . . 1 . 4 3 . 0 0

.

Senioren I1. Gestartet 16. 5 Preise . 1. Warnpfler Itob .. Zrr. eisiinmen . . . . . 2 . .Tiilen Sirnoii . . . Zeriiiatt . . . . . . . . 3. dufdeiiblattcn A Zcrina.tt . . . . . . . . 4 Frant~schiJ o h n . Gstaad . . . . . . . . . .;> . ßiirtsclii Got.tl . . Aclelboclen . . . . . . 6. Gygcr Emanuel . Aclelbodc~i. . . . . . 7 . Favrc dcliille . . . Biel . . . . . . . . . . . . 8 . Jiilcn Oscar . . . . Zermatt . . . . . . . . Gewiiiiier des voiii Ski Club of Great siiiiiiieii .

.

Senioreri I11. Gestartet 43 . 1. 2. 3. 4. 5. G. 7.

8. 9. 10 11. 12. 13. 14. 16. 16. 17. 18. 19 20 21 .

.

. .

Della Torre S e r . Zuintaug\r~a. ld J . ;\Iaiirer Jakch .. I<nppcler Fritz . Scliinicl Herm . . Schinid H a n s . . Steffcn TVilly . . Nater Burtel . . . Zingre Oslrsr . . . Hofstetter F r i t z dscliwsiicleii A .. Nöbl H a n s . . . . Gerrnaiiii Alb . . . Rcdeilmaiin JV . . Regli TVerner . . Soheiclcgger F r .. Dörig Josef . . . . Iiieichen TValter Icuster Kar1 . . . J c s t Eugeii . . . . Blniic Pierre . . . .

10

9. Aniaclier R o b . . Leiizerlieidc . . . . . . 1 . 4 1 . 2 8 1.34.09 10. T<rebs H a n s . . . Rigi . . . . . . . . . . . . 1 . 4 3 . 2 1 1.35.40 11. ;\Istligs Aclolf . . Eiigelberg . . . . . . . 1 . 4 3 . 5 6 1 . 36.49 12. Kaiser Albcrt . . Rossherg . . . . . . . . 1 . 4 6 . 1 4 1.39.04 13. Früli Eriist . . . . Luzerii . . . . . . . . . 1 . 4 8 . 4 7 1.39.29 14. JIeiinel Bernli . . Luzerii . . . . . . . . . 1 . 5 0 . 1 4 1.39.48 15 Dnliiiideii Alois Rigi . . . . . . . . . . . . 1 . 5 4 . 2 1 1.40.08 16. Rötlilisl, ei.gei H . Born . . . . . . . . . . . 2 . 0 8 . 2 5 1.41.02 Britaiii gcr;tifteteii Waiiderbccliei-s : Robert Waiiipfler, Skikl ob Zwei-

.

.

Preise .

Airolo . . . . . . . . . . Zermatt . . . . . . . . Xdelbccleii . . . . . . T'i7iiitert~liiir. . . . . . Shun . . . . . . . . . . . Aclelbocien . . . . . . Gstaad . . . . . . . . . Alpiiia S t . AIcritz . Gstaad . . . . . . . . . Olteii . . . . . . . . . . . Rigi . . . . . . . . . . . . Leiizerheide . . . . . . Aclelboden . . . . . . N . S . J< . Zürich . . Andermatt . . . . . . Aclelbccle~i . . . . . . Appeiizell . . . . . . . Luzern . . . . . . . . . Engelberg . . . . . . . Luzern . . . . . . . . . Lausaiiiie . . . . . . .

22 . Bcclcninaiiii TV .. 23. Icustcr Eduarcl 23a . T\rgiiiniiii Eriist 25 Branrarid Christ 26 . Schincllei Anton 27 Odermatt AIEr .. 28 . Streiff Vilctor . . 29 . Grandjcaii H . . . 30 . Corti Halls . . . . 31 . Bach Gustav . . . 32 . i\I&usli Hniis . . . 33 Biglcr H a n s . . . . 34 . Acherinaiiii E . . 35 . T'i'ittwcr Joliann 36 . Moos E r n s t . . . . 37 . Schaller Josef . . 38 . Bigler Ha.iis. . . . 39 . Caillnt Gccrges . 40 Ggger Gcttlieb . 41 Schrßdcr 1-1crm .

1.32.06 1.34.56 1.35.41 1 . 35.55 1.36.03 1 . 3 6 . 20 1.36.48 1.39.16 1.39.26 1.40.02 1 . 40 . 3 3 1.40.54 1.41.21 1.41.24 1.43.00 1.43.53 1.44.13 1.45.00 1.45.31 1.46.38 1.47.04

SPRUNGLAUF .

I

. .

.

. .

. Junioren . Gestartet

Basel

...........

. Eiigclbcrg . . . . . . . Beckcnricd . . . . . . . Luzcrii . . . . . . . . .

21

.

Rigi . . . . . . . . . . . . Eiigclberg . . . . . . . S .A . S . . . . . . . . . . Basel . . . . . . . . . . . Winterthur . . . . . . Züricli . . . . . . . . . . Berii . . . . . . . . . . . Berii . . . . . . . . . . . Beckenried . . . . . . Bern . . . . . . . . . . . Rossberg . . . . . . . . Luzerii . . . . . . . . . Uern . . . . . . . . . . . GenAvc . . . . . . . . . Basel . . . . . . . . . . . Liizcrii . . . . . . . . .

6 Preise .

Skiklub 1 Cliiogiia Cesare . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Alpina S t . JIoritz . . . . . . 2 Cliabloz Eclm . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .CliCteau-d'Oex . . . . . . . . . R . Gior~anoliArno . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Alpiiia S t . Moritz . . . . . 4 Hcgg Hermaiiii . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . N S . I<. Zi~ricli. . . . . . . . 4r1. 1Iiillcr Cliristisii . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Griiiclelrr.alcl . . . . . . . . . . . G . Pragcr TValter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Davos . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 . T'oii Allineii Eriist . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . >lurreri . . . . . . . . . . . . . . . 8 . Hcrger Eriint . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gottliarcl Andermatt . . . 9 . Sclilunegger Haiis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . T'i'erigeii . . . . . . . . . . . . . . . 10. Scliild Albert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . I<aricleisteg . . . . . . . . . . . . 11. Häriiig Gerold . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Luzcrn . . . . . . . . . . . . . . . 12. ICrister Uralter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Eiigclberg . . . . . . . . . . . . . 13. Icläger Alfred . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Untcrrrmsser . . . . . . . . . . . 14. Rotli Peter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Grinclcl~r~nld ........... 15. B~issinsiinTValter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . l*T S I< . Züricli . . . . . . . . Ebnat.I<appel .......... 16 . Aiideregg H a n s . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17. Villiger H a n s . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Luzcrn . . . . . . . . . . . . . . . 18. Reymoncl 3Iarcel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sainte-Crois . . . . . . . . . . . 19. Giovaiioli Riccc . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Alpina St . JIcrit.z . . . . . . 20 . TViiil<-lerFraiiz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Luzern . . . . . . . . . . . . . . . 21 . Sigrist . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gstaacl . . . . . . . . . . . . . . .

. . .

Xan~e

.

. .

Längster gcstn~icleiiorSpruiig : Cliiogiis Cesare. Alpiiia S t . J I o r i t ~ .49 AIcter . 2

. Senioren I . Gestartet 15. 5 Preise . I<aufrnaiin Fritz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

1. 2. 3. 4.

Uaclrut.t ~ l d o l .f . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . l t u b i Adolf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Zogg D a r ~ i d. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Griiidelrr. ald . . . . . . . . . . . Alpiiia St.3101. itz . . . . . . . Griiidelri~nlcl. . . . . . . . . . . Arosa . . . . . . . . . . . . . . . . .

230. 9 218, 5 216. 5 210, 0

62 50 49 49

54 52 50 50


Xonae

5. Srojani Bruiio . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . G . Badrutt Reto . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7. Breima.nri Herinanii . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8 . Brand Adolf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9. I<och Flury . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10. Wuillcurnier Geraid . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11. Soliinid Peter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12. Supersaxo Amandii? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13. Sclilurnl, f Kar1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14. Hauswirth AIex . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16. Juleii Elias . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1G. Soffietti G . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17. Amhrosetti Coiist . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Skiklub Gstaad . . . . . . . . . . . . . . . A l ~ i n aS t . 3Iorit.z . . . . . . S t . Noritz . . . . . . . . . . . . . Gstaad . . . . . . . . . . . . . . . Alpina S t . Moritz . . . . . . L a Chaux-cle-Fonds . . . . Adelbodcn . . . . . . . . . . . . Gstaad . . . . . . . . . . . . . . . Uiitern~asser. . . . . . . . . . . Bern . . . . . . . . . . . . . . . . . Zermntt . . . . . . . . . . . . . . Italien . . . . . . . . . . . . . . . . Italien . . . . . . . . . . . . . . . .

Bester Sprung des Tagos : I<aufiniinii Fritz, Griiidelxvald, Note 118.5. Längster gestaiidener Spiriilg : I<aufrnaiiri Fritz, Grindel~~rald, 54 AIeter .

3 . Senioren I1. Gestartet 3 . 3 Preise 1. Frautschi John . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gstaad . . . . . . . . 2. Bisohcff August . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Engelberg . . . . . . . 3 Gyger Einaiiiiel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Adelboden . . . . . .

.

4 . Senioren 111. Gestai-tet 24 . 7 Preise . 1. 2 3. 4 6

Schinid Hans

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Adelboden . . . . . . . . . . . .

. I<ielland Jacqurs . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S. A . S . . . . . . . . . . . . . . . . Rentschler Erwin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Biel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Xcrard Rollt5 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sainte-Croix . . . . . . . . . . . . Germaii Albert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Adelboden . . . . . . . . . . . . G . Grandjean Henri . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Basel . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 . Xlüller Arnold . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Grindel~valcl. . . . . . . . . . . 8. Nliller Max . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Waldunburg . . . . . . . . . . . 9. Hogg Robert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . N . S. I<. Zürich . . . . . . . . 10. Tlialmaiii~Al . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Engelbcrg . . . . . . . . . . . . .

11. 12. 13. 14. 15. 16. 17 18. 19 20 . 21 . 22 . 23 .

. .

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Crindelwald . . . . . . . . . . . S t e ~ i rHerman11 i Sohmicl Herinan11 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . rIliuil . . . . . . . . . . . . . . . . . Xlbreclit 3IatIi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Alpiria S t Moritz . . . . . . Lassueiir J . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Engelbcrg . . . . . . . . . . . . . LcopuytJ . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S . A . S. . . . . . . . . . . . . . . . Fintsclii Arnold . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S t . Gallen . . . . . . . . . . . . . Maurer Jakob . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . hdelboden . . . . . . . . . . . . Nöbl Halls . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Leiizerlieide . . . . . . . . . . . Buol Icaspar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Einsiedeln . . . . . . . . . . . . . I<uliii Heinrich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Il7iiiterthur . . . . . . . . . . . . Ca.rdiriaux Ecluard . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bern . . . . . . . . . . . . . . . . . Reiiiieilsberger E . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Winterthur . . . . . . . . . . . . Herzig Hans . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Waldenburg . . . . . . . . . . . 3

.

Längster gestariderier Sl~rniig: Schmid Hans, Adelboden, 53 i\Jetcr .

Sprunglauf für das kombinierte Rennen :

. . . . . . . . .

1 ZoggDavid . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Arosa . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 SchmidHans . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Adelboclen . . . . . . . . . . . . 3 Braiitschi Johii . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gstaad . . . . . . . . . . . . . . . 4 Germann Albert . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Adelboden . . . . . . . . . . . . 5 Badrutt Reto . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Alpina S t . Moritz . . . . . . G Bussmann TValter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Luzern . . . . . . . . . . . . . . . 7 Maurer Jalrob . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Adelboden . . . . . . . . . . . . 8 Stenri Fritz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Grindelwald . . . . . . . . . . . 9 Giger Emaniiel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Adelboden . . . . . . . . . . . . 10 Siipersaxo Arnandiis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gstaad . . . . . . . . . . . . . . . 11 Regli Wcrner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Andermatt . . . . . . . . . . . . 12 Brand Aclolf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gstaad . . . . . . . . . . . . . . . 13. Rubi Adolf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Grindelwald . . . . . . . . . . . 14 Feuz E r n s t . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3liirren . . . . . . . . . . . . . . . 15 Schlumpf l i a r l . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Unterwasser . . . . . . . . . . . 16 Wuilleumier Gerard . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Chaux-de-Fonds . . . . . . . 17 Accola Ren6 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Clianx-de-Fonds . . . . . . . 18. Zeier Hans . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Luzerii . . . . . . . . . . . . . . . 19 Scliiiiid Hermarin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Thuri . . . . . . . . . . . . . . . . .

. .

. . . . . .

*

Gestürzte Sprunge .


BESTE KOMBINIERTE LEISTUNGEN : Langlauf I. 2.

3. 4. 5. 6.

Bussmann, Walter . . . . . . . Zogg, David . . . . . . . . . . . . . Schmid, Hans . . . . . . . . . . . Rubi, Adolf. . . . . . . . . . . . . . Steuri,Fritz . . . . . . . . . . . . . Maurer, Jakob . . . . . . . . . . .

Luzern . . . . . . . . . . . . . Arosa. . . . . . . . . . . . . . . Adelboden . . . . . . . . . . Grindelwald . . . . . . . . Grindelwald . . . . . . . . Adelboden . . . . . . . . . .

Sprunglnuf Kumb. Nofe

240 189 190,s 229,s 196,s 193,s

182~3 216 212,8 161~4 17397 17339

42283 405 403~3 39099 370,2 367,4

SKIMEISTERSCHAFT DER SCHWEIZ FÜR 1930 :

WALTER BUSSMANN, Skiklub Luzern Gewinner des Spezialpreises gestiftet vom Schweizerischen Alpen-Klub für beste kombinierte Leistung der Junioren : WALTER PRAGER, Davos, Note 4 2 4 , ~ .

P h o f o : Dr. H . Hoek

Grialetschhütte mit Piz Vadret und Piz Grialetsch


4.

BASLER HOCHSCHULRENNEN Von

W. HEITZ, SAS. 23. Februar 1930. Oberdö~:ferl,erg.

Ca. 500 m Höhendifferenz und 4 km Länge

An einem prächtigen Wintertag und bei günstigen Sclineeverliältnissen konnte das 4. Skirennen der Universität Basel abgehalten werden. An Stelle des Sprunglaufes wurde neu ein Slalomlauf durchgeführt. Mit kritischen Blicken und etwelchen Redensarten wurde die abgesteckte Slalomstrecke von den Neulingen in Augenschein genommen. Nach dem Rennen hörte man allgemeines Lob über den Slalomlauf und freute sich auf das iiäcliste Rennen. Leider war die Beteiligung für eine Universität mit ca. 1200 Studenten sehr beschämend, besonders, wenn man in Betracht zielit, dass an die 150-200 Studenten Skisport treiben. Jeder weiss sich mit einer besseren Ausrede zu drücken. Ganze 13 Studenten, 13 Schüler und 4 alte Herren meldeten sich dem Starter. Mit einem kurzen Hock mit anscliliessender Preisverteilung fand das Rennen seinen Abschluss.

RESULTATE : ABFAHRTSLAUF

Studenten I . Heitz SAS. 4.05 2. Jucker 6.43 3 . de Senardens 6.48

Schiifer Grob 6.40 Zumstein 6.42.5 Roland 7.19

Alte Herren Dr. Henzi 5.14 Dr. Grossmann SAS. 5.22 Meidinger 5.49

SLALOMLAUF I . Heitz SAS. I .oo 115 2 . Bernoulli I .og

Zumstein I .04 415 Magnin 1.24

Meidinger SAS. I .oo 115 Ur. Herlzi I . I3 112

KOMBINATION. ABFAHRT-SLALOM. I. 2.

Heitz Jucker

Zumstein Roland

Dr. He~izi Meidingpr


3. ZURCHER HOCHSCHULBECHER 1950 22.

und 23. Februar 1930, Flumserberge.

Von G. WEBER,

SAS.

Erstmals wichen wir dieses Jahr von der ehrwürdigen Stosstradition ab. Denn nach der grossangelegten Propaganda durch Anschläge und Überredungskünste der SAS-ler schien ein wackerer Aufmarsch der skifalirenden Kommilitonen gesichert zu sein; diesem Andrange wäre der alte Stoss nicht mehr gewachsen gewesen. So tauchte das Flumserberg-Projekt auf, das allen einleuchtete. Binder, zum Quartier- und Vergnügungsminister ernannt, liess gleich Plätze in der N. S. K. Z.-Hütte reservieren ; er tat sich übrigens auch durcl-i Auftreiben der Fähnchen und als Organisator rühmlichst hervor. Samstag früh verliessen wir ersten Kundscl-iafter vom SAS Züricl-i. Ein bleigrauer Nebel meinte es niclit ernst, denn kurz unter Gamperdon durchstiessen wir ihn und traten in leucl-iteiides Blau. Dieser Auftakt war gut, noch besser wurde es, als Grüppchen um Grüppchen der Teilnehmer anstapfte, über Erwarten viele, sodass sich die Hütte füllte und schon die cc Dependance)) bezogen werden musste. Ihrer 60 zählte man, die aus Freude an einem fröhlichen Treffen und aus Neugier, einen Massstab an ihr Können anzulegen, dem Ruf des SAS gefolgt waren. - Nacl-imittags zog die ganze Gesellschaft zum Schanzenplatz, wo unter den anfeuernden Zurufen von Campell und dem eifrigen Schaufeln einiger Arbeitswilliger ein Hügel aus der Erde wucl-is. Gleich stellte sich das Kampfgericht aus unserer Mitte, ohne Armbinde. Sprungskis waren verpönt. Springerkanonen sind keine vorhanden, alle landen etwa im gleicl-ien Graben des sandigen Scl-inees. Aus der Kunst, sich daraus l-iervorzuwii-iden, erkennt man den Geübteren. Binder steht wie ein Baum, Campell saust mit Ausruferstimme durcl-i die Luft und balanciert geschickt aus den Fährnissen. Bracher ist in der B.-Klasse der Erfolgreichste. Schon nach der ersten Serie wird auf den Olympiahügel » übergesiedelt, einen harten Klotz mit welligem Aufsprung. Die Routiniers suchen den Buckel zu überspringen und darin liegt das Geheimnis. Der Ausrufer kündet die Sprunglängen an, jeder hat einen akademischen Vorscliuss von 50 m. zu gut, sodass sich ganz respektable Werte ergeben. Die Zuschauer sperren das Maul auf und verspüren schon einen gelinden Nervenkitzel, bis sie endlich unserer Chiffresprache auf die Spur kommen. Kielland, unser Hervorragender, war niclit d a ; Eyde, auch Norweger, musste mit leichten Skis vorlieb nel-imen, forcierte zu stark und kam zu Fall. Dies nahm ihm die Chancen vor Weber und Binder. Aber nichts desto weniger stellte er nachher den Schanzenrekord auf (die 50 mMarke wurde zwar nicht erreicht), doch durfte man 24 m. buchen. Nun lösten sich die Zuschauermassen auf und man zog einträchtiglich in die Quartiere. Abends trafen sich alle im Tannenboden. Hier wurde auch zum ersten Mal Dr. Hug gesichtet ; wie konnte man an seiner Anwesenheit


zweifeln, wo doch Ananasbowle ausgeschenkt wurde ? Dabei verstiegen wir uns noch zu einigen Burschenliedern und als nüchterner Abscliluss folgte das Verteilen der Startnummern für Abfahrt und Slalom. Sonntags früh folgte die grosse Schar dem wegekundigen Binder auf der Abfalirtsroute beim Kreuz vorbei gegen Stelli, Der Nebel suchte uns die Freude zu vergällen, sclion unter der Arve wurde er undurchdringlich. Kehrt machen und uns zum Start rüsten war eins. Als Neuheit war Massenstart auf dem Programm. Klasse A sollte als Erste dessen Berechtigung erweisen. Im Rudel schossen wir los. Erst kams auf die bessern Skis an, dann vom Kreuz an durch das lange Waldstück hiess es sich zusammennehmen. Dicht folgten wir uns auf den Fersen und konnten die Geschwindigkeit an den vorbeiflitzenden Tannen ermessen. Der Ansporn, den diese Art des Rennens gewährt, ist gar nicht zu unterschätzen. Mit welcliem Schneid und Feuereifer sich gerade die Holländer Coebergh und Loopuyt ins Zeug legten, wurde mir offenbar, als mir der Erstere in klassischem Hockestil vorfuhr. Schoi-i öffnete sich die enge Schneise gegen das Ziel und der arme Chronometreur konnte nur mehr entsetzt auf die Seite springen; auf die Uhr zu drücken vergass er in der ersten Angst, aber die relativen Zeiten wurden doch ermittelt. Schon kam die Klasse B in Sicht. 111 zwei Rudeln schossen sie aus dem Wald, deutlich angeführt von den beiden Besten, Bracher und Thoman. Als letzte erschien die Klasse der nicht mehr aktiven Akademiker, verbissen ineinander die ewigen Rivalen de Goumoens und L'Orsa, sich noch als die gleich Guten von einst erweisend. Auch Dr. Wettstein folgte in kleinem Abstand. Rasch gingen wir zum Abstecken des Slaloms über, auf den wir uns am meisten freuten, konnten wir doch den Gästen zeigen, wie wir uns einen Slalom vorstellen, der vom Tourenfaliren angeregt ist und auf dieses wieder befruchtend wirkt. Der Hang eignete sich ganz gut, leider war der Schnee auch wieder salzig und ohne feste Unterlage, was sich schon nach den ersten Läufen durch Gräben auswirkte. Wie ungewohnt und schwer es den wenig Routinierten fiel, war augenfällig. In der grössten Not wurde zum Abbremsen und Spitzkehren Zuflucht genommen - eine geht zwar auf Konto unseres Präsidenten Hug ! - aber ein flüssiger Lauf war selten. Auch die Spitzmeilenleute, die durch ihr Gelände nur zum Schussfahren verpflichtet sind, kapitulierten fast vor jeder Kehre. Dann absolvierte Campell seine beiden Läufe in bestechender Weise, damit zeigend, wie man's machen soll. Auch Loopuyt und Coebergh fuhren erfolgreich. Weber war durch fremde, zu lange Skier liandikapiert. Die alten Herren machten dem SAS alle Ehre. Klasse B fuhr einmal, Klasse A zweimal. Nachmittags wurde noch ein kleiner Staffettenlauf improvisiert - aufwärts und bergab - wobei sich « Poly I als Sieger erwies vor « Uni und Alten Herren. Hierauf gings in wilder Hatz dem Hotel zu -wo noch die Preisverteilung fällig war. Campell wurde auf Grund des besten Durch))


PIZ ROSATSCH

PHOT. A. STEINER, ST M O R I T Z


schnittsresultates zum Zürcher Hochschulmeister proklamiert . Uni hatte Poly zum ersten Mal geschlagen. zwar mit geringem Punktvorsprung . Zum Abschluss winkte noch die Talfahrt. zum letztenmal konnte man alle Register ziehen. bis die apern Wiesen Halt geboten . Ziehen wir die Bilanz : Unser Anlass scheint sich erfreulich zu entwickeln . Möge er den skifahrenden Akademikern neuen Ansporn geben. dann ist sein Ziel erreicht ! RESULTATE: I

Klasse A I . Weber 2 . Binder 3 . Campell 4 . Susmann 5 . Lindlar 6 . Eyde 7 . Gyr 8 . Huber

E.T.H. Uni . Uni . Uni . E.T.H. E.T.H. E.T.H. Uni .

.

SPRUNGLAUF

Note . . . . . . 17.250 . . . . . . 17.125 . . . . . . 14.825 . . . . . . 14.345 . . . . . . 13.250 . . . . . . 1 1 .845 . . . . . . 8.000 . . . . . . 3.625 2

.

Klasse B Note I . Bracher Uni . . . . . . . 15.500 2 . Zgraggen Uni . . . . . . . 13.125 3 . Sprenger E.T.H. . . . . . . I 2.500 4 . Hotz H . Uni . . . . . . . 7.250 5 . Gretener 7.125 E.T.H. . . . . . . 6 . Thomenn E.T.H. . . . . . . 6.125 7 . Jöhr Uni . . . . . . . 5 . IOO längster gestandener Sprung Eyde E.T.H. 24 m .

ABFAHRTSRENNEN

Klasse A I . Weber E.T.H. . . . . . . 2 . Coebergh E.T.H. . . . . . . 3 . Lindlar E.T.H. . . . . . . 4 . Loopuyt E.T.H. . . . . . . 5 . Campell Uni . . . . . . . 6 . Streiff E.T.H. . . . . . . 7 . Binder Uni . . . . . . . 8 . Sulzer Uni . . . . . . . g . Huber Uni . . . . . . . 10 . Gyr E.T.H. . . . . . . 11 . Eyde E.T.H. . . . . . . 12 . Susmann Uni . . . . . . . 13 Naumann E.T.H. . . . . . .

.

Zeit 4.12. 4.15. 4.20. 4.24. 4.25. 4.26. 4.28.2 4.37.0 -

Klasse B I . Bracher 2 . Zgraggen 3 . Thomenn 4 . Schneider 5 . Sprenger 6 . Gasser Otto 7 . Hotz Hans 8 . Thomann g . Riernick 10. voute I I . Jöhr 12 . Mercier I 3 . Schwarzenbach I 4 . Walker I 5 . Welti 16 . Gretener 17 . Stamm I1 18 . Baselgia 19 . Hotz R . 2 0 . Strauss

Uni . Uni . E.T.H. E.T.H. E.T.H. Uni . Uni . E.T.H. E.T.H. E.T.H. Uni . E T.H. E.T.H. Uni . Uni . E.T.H. Uni . E.T.H. Uni . E.T.H.

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Zeit 4.28.8 4.53.0 5.00.0 5.14.0 5.27.0 5.29.8 5.31.0 5.32.0 5.35.0 5.40.0 5.40.2 5.46.4 5.53.2 6.01.0 6.04.0 6.20.0 6.22.4 6.23.0 6.24.2 6.25.0

SLALOM

Klasse A I . Campell 2 . Gyr 3 . Weber 4 . Streiff 5 . Loopuyt 6 . Coebergh 7 . Susmann 8 . Naumann g . Binder 10 . Sulzer 11 . Huber 1 2 . Eyde

(2 Fahrten.) Uni . . . . E.T.H. . . . E.T.H. . . . E.T.H. . . . E.T.H. . . . E.T.H. . . . Uni . . . . E.T.H. . . . Uni . . . . Uni . . . . Uni . . . .

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E.T.H. . . . . . .

Sek . 84.6 103.2 105.4 108.4 109.4 115.0 I 16.4 123.4 128.4 150.8 158.o 192.4

Klasse B I . Bracher 2 . Locher 3 . Baselgia 4 . Zgraggen j . Walker 6 Hotz Hans 7 Jöhr 8 . Thomann g . Schneider 10. Thomenn 11 . Truog 12.voute 13. Sprenger

. .

(I Fahrt.) Uni . . . Uni . . . E.T.H. . . Uni . . . Uni . . . Uni . . . Uni . . . E.T.H. . . E.T.H. . . E.T.H. . . Uni . . .

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E.T.H. . . . . . . E.T.H.

. . . . . .

.

Sek 58.2 68.0 76.0 76.6 80.2 80.4 85.4 86.2 89.0 90.0 93.4 100.8 105.0


KOMBINATION : SPRUNGLAUF, ABFAHRT UND SLALOM. Uni . . 281. I Punkte. I . U. Campe11 2 . Georg Weber E.T.H. . 280.3 3. H. Binder Uni . . 260.3 Die Universität ,gewinnt mit 291 .5 : 290.7 Punkten. ))

))

KATEGORIE : SENIOREN ÜBER 32 JAHRE. SLALOhl : ( I . Fahrt) Sek. Min. I . Dr. Klatte . . . . . . . . . . 5.07.4 I . Dr. Klatt6 . . . . . . . . . . 66.4 2 . Dr. 0 . Hug. . . . . . . . . . 5.40.4 2 . Dr. 0 . Hiig. . . . . . . . . . 86.2 . . . . . . . . 91.4 3 . Dr. Obschlager . . . . . . . . 6.00.6 3 . Dr. Obschlager ABFAHRT :

KATEGORIE: SENIOREN UNTER 32 JAHRE : ABFAHRT : Min. ~ . d e G o u m o e n s .. . . . . . . . 4.21.6 2. L'Orsa . . . . . . . . . . . . 4.28 3. Bürgin. . . . . . . . . . . . 4.43 4. Dr. Stein. . . . . . . . . . . 4.58 5. Dr. Wettstein . . . . . . . . . 5.16 6. R. Meyer. . . . . . . . . . . 5.36 7. Notter . . . . . . . . . . . . 7.32

SLALOM : de Goumoens Dr. Stein . . 3. Bürgin . . .

I. 2.

(2 Fahrten.) Sek.

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .

I O I .2

111.8 113

ZÜRCHER HOCHSCHULMEISTER 1930 : U. CAMPELL, UNI.

Phofo : W .Sslvisberg Zwei bekannte Arlbergfahrer David Zogg, Schweiz Friedrich Schneider, Oesterreich


3. ARLBERGER SKITAGE V011

OTHMAR CURTNER, CAS, z~IIICW.

Reichsdeutscl-ie Zeitungsleute haben als gelegeiitliche Sportberichterstatter)) dem weildigen Skivolk am Arlberg eineil üblen Streich gespielt. Sie habeil dort vielleicht zum ersteilmal in ihrem Leben rassige Skifahrer ein schwieriges Gelände meistern sehen uiid darauf sofort gescl-ilosseii, dass sich da etwas durchaus Neues tue. Mai1 las noch kürzlich in der deutscheil Presse TTOII den rote11 Teufeln)) aus Iiinsbruck, die im Arlberger Stil» wie ein Ungewitter iil die schweizerischen Skiliänge eiilgebroclien seieil. Schwarz auf weiss staiid auch zu lesen, dass diese jüngste ui-id berühmteste Truppe des Ski-Clubs Arlberg I) dei-i Triumph ihres Lehrers Hailnes Schiieider in 11öcl-istei-iTönen verküilde. Diese offensichtlichen Unriclitigkeitei-i machten uiis stutzig, dei-ii~wir hatten im Verlaufe des Winters Gelegeillieit, die besten der roteii Teufel im Geläiide zu se1ie1-i. Dabei wurde einwandfrei festgestellt, dass zwischeil dem Stil, iil dem ein Reiill, ein Faude oder ein Laritschner einlierpfeift, ilicht der geringste Uilterscliied zu der Laufart besteht, die in der Schweiz beispielsweise von Zogg, Bracken oder Gertscli gefahreil wird. Als man uns deshalb lieute wiederholte, was D r . Ariiold Fanck vor Jahre11 im Vorwort seines praclitvolleri Skibucl-ies sclirieb, dass nämlich der alpine Skilauf am Arlberg erfurideii)) wordeii sei, wuchs in uns die Vermutuilg, dass sich Urikuildige der Feder bedient liätteii, um ii-i berlinerischer Grossmäuligkeit zu verküiiden : Hier ist's richtig, alle anderen könne11 nichts ! 1) In St. Anton sagt man dem Aillzömnilirig als Gruss Habe die Ehre, griess Gott ! Und gleich ist man Skifahrer unter Skifalireril. Nichts von dieser berlinerischeil Farce, iiichts von Uberhebuiig, nur tüchtiges, sportliclies Empfiiiden für das Zweckmässige und Echte. In dieser guteil Luft wurde am 15. und 16. März 1930 das 3. Arlberg Kandahar Renileil ausgetragen. Die lange ui-id steile Strecke den Galzigg hinunter bot willkommene Gelegeill-ieit, die Standfestiglzeit eii-ier aus ganz Europa zusamme~-igewürfelten Schar vergleichei-id zu betracliteri. Es wäre ganz falsch, die Skitüchtiglteit der Arlberger i-iach den Rei11-iresultaten allein beurteilen zu wolleil. Ein Abfahrtsrenilei~und eiii Slalom bergen zu viele Möglichkeiten des Missgescl~ickesin sich, als dass ihr Ergebnis eine untrügliche Klassifikatioil der Fahrer abgebeii köililte. Das ArlbergKaildaliar ist 1iocli nie von einem Arlberger gewoiiileri worden. Vor zwei Jahren war es ein Innsbrucker, letztes Jahr ein Parterikirchiler und heuer ein Davoser. Es wäre gewagt, hieraus auf eine Unterlegeiil-ieit der Arlberger schliessen zu wollen. Die Startliste des diesjährigen Arlberg-Kandaliar wies unter 168 Namen mindestens zwei Dutzend Leute auf, die das Abfahrtsrennen oder den Slalom hätten gewinnen köiineil. Es kann schliesslich nur einer Erster sein. Man muss bedenken, dass gerade das Abfahrtsrennei~mit seiner schweren ((

((

((

((

((

))


Phoio : J . C . Luiher

Bhoio

: von

Diringshofen

Rudolf Matt, Oesterreich

Strecke und den organisatorischen Schwierigkeiten dem einen Glück schenken und dem anderen vorenthalten konnte. Der grosse Arlberger Favorit Föger 2.B. wurde durch einen Sturz im Waldweg, der nussölbraune Schuler durch einen Sturz am Steilhang aus den Siegerrängen eliminiert. Rubi (Wengen) fuhr im Training eine Pfundszeit, musste aber das Abfahrtsrennen als einer der ersten Startenden mit aufstiegsmüden Knochen und unverriebenem Steigwachs fahren (Organisationsfehler : zu wenig Zeit zwischen Aufstieg und Start !). So wird es immer sein. Arnold Lunn hat letztes Jahr protokollarisch festgestellt, dass sämtliche Arlberger im Slalom genau denselben angestemmten Kristiania (lifted stem) fuhren, wie die guten Innsbrucker, Bayern oder Schweizer. Wir haben dieses Jahr sowohl das Abfahrtsrennen wie den Slalom (zwei Fahrten) genau verfolgen können und dieselbe Feststellung gemacht. Es schien uns nur, dass unter den Arlbergern eine uniforme Stileinheit in Erscheinung trat, während bei den übrigen Kanonen mancher seine eigenen absolut individuellen Stilnuancen aufwies. Die Arlberger haben ohne Zweifel aus ihrem Skilehrerberuf eine gewisse Einheitlichkeit der Haltung übernommen, die aber in der Technik nicht um Haaresbreite von der Fahrart abweicht, die wir als alpinen Stil bezeichnen. Diese technischen Feststellungen werden durch die ausgeglichenen Zeiten bestätigt. Die ersten zwanzig Fahrer liefen nach einer Abfahrt über 700 m schweren und zum Teil sehr steilen Geländes innerhalb von 32 Sekunden nach dem Ersten im Ziel ein! Dabei lag im unteren Teil der Strecke ein falsch ausgestecktes Stück (Organisationsfehler : Abstecken der Abfahrtsstrecke im Aufstieg !), indem die roten Fähnchen durch zwei zeitraubende Gräben liefen, die ortskundige Fahrer mit mindestens 10 Sekunden Zeitgewinn (durch Ing. W. Salvisberg mit der Stoppuhr nachkontrolliert) auf leichterem Wege umfahren konnten, ohne eine Streckenkontrolle zu verpassen.

\


Phoio :

Slalom :

Prager, Schweiz

G. Schuberf

P h o f o : von Diringshofen

B Bracken, England

Zu unserem grossen Bedauern fehlten dieses Jahr sowohl Arnold Lunn wie Hannes Schneider im Kreise der Organisatoren. An ihrer Stelle wirkten im Gelände Victor Sohm und Dr. E. Baader. W. Salvisberg unterstützte das Ausstecken des Slaloms, ohne aber mit seiner phantasiereichen Geländeausnützung durchdringen zu können. Es ist Dr. Baader hoch anzurechnen, dass er die Steilstürze der Abfahrtsstrecke als Verantwortlicher durch vier eingesetzte Kontrolltore milderte. Man kann freilich in guten Treuen die andere Ansicht vertreten, nach der eine Abfahrtsstrecke so gewählt werden soll, dass man daran keine willkürlichen Künsteleien anbringen muss. Jedenfalls hörten wir im Umkreis dieser die Fahrt hemmenden Kontrolltore manchen Fluch der um Bruchteile von Sekunden kämpfenden grossen Steher. Trotzdem hat Dr. Baader richtig gehandelt, denn es kommt hier auf seine Auffassung an und nicht auf eine Abstimmung. Im Tirol ist man vielleicht in dieser Beziehung noch zu wenig hart. Man will niemanden verletzen und sagt eben immer : Habe die Ehre - griess Gott ! D. Die interne Organisation, für die Herr Gomperz seine ganze Routine mobilisierte, klappte ausgezeichnet. In St. Anton tippte jedermann auf David Zogg. Der Hintergedanke Unser Luggi Föger schafft's aber vielleicht doch ! sickerte auch durch. Dazu imponierte das Matterhorn Furrer. Mackintosh mit seiner Schusstechnik schien gefürchtet. (Unbedingt müssen Kontrolltore in den Steilhang!) Bracken schwor am abendlichen Bier-Kandahar, es gäbe nur zwei Menschen auf der Welt, die den Steilhang durchstehen könnten : Zogg und Mackintosh. Die ganz Schlauen und die Leser deutscher Zeitungen schworen auf ein rotes Trikot und witterten einen Lantschner als kommenden Sieger. Und dann kam dieser junge lächelnde Prager aus Davos herüber und hatte kein Rennpech mitgebracht. Wer hat Prager im Abfahrtsrennen photographiert ? Der war doch ganz unbekannt. Im Slalom am andern Tag schoss ))

\


Phofo : G , Schuhert

Slalom : Prinz Schönburg

Phofo : G. Schuherf

Slalom : Walch, Oesterreich

Pholo

:

von Diringshofen

Friedrich Schneider, Oesterreich

Phofo : von Diringshofen

Emil Walch, Oesterreich

jedermann die Kamera auf ihn ab. Das ist ein ganz klein bisschen komisch. Und unter dem Gesichtswinkel dieser Rennkomplexe betrachtet, muss man sich über den jungen Caulfeild freuen, der als einer der einzigen ein sturzfreies Rennen mit 38 Sekunden mehr als die Bestzeit fuhr und nachher schmunzelte : « It was a very nice run - I enjoyed it very much ! 1) Auch das gibt es bei diesen Kanonen und Haubitzen : Gemütsathleten ! Es drängen sich Vergleiche auf. Wir haben diesen Winter eine der rassigsten Abfahrtskombinationen am ersten Lauberhornrennen in Wengen erlebt. Dort triumphierten Gertsch, Rubi und Bracken über die « roten Teufel)) aus Innsbruck. Dieselben Leute standen sich jetzt am Galzigg


Photo

:

G. Sehubert

Abfahrtslauf: B. Bracken. England

P h o f o : von Diringshofen

Joseph Fahrner. Oesterreich

Dr. K. Roesen, Deutschland

Phofo : G. Schubert

unter Dutzenden von Kanonen gegenüber. Gertsch allerdings war durch einen im Training erlittenen bösen Sturz durch ein verletztes Knie untauglich für Höchstleistungen geworden. Und Rubi litt unter äusseren Missgeschicken. Es zeigte sich aber auch hier, dass die in Wengen gefahrene reine alpine Technik als Norm für sämtliche alpinen Fahrer gilt. Die Engländer haben in ihrem Skijahrbuch dem « Arlberger-Stil » einen (c Wengen-Stil » gegenübergestellt. Damit suchten sie die Unterschiede zwischen Hannes Schneider und Vivian Caulfeild zu kennzeichnen. Beide sind gründliche Lehrer und Methodiker. Aber es ist sehr bezeichnend für das Wesen jeder Schulung, dass sich in der praktischen Auswertung des Gelehrten immer wieder


Abweichungen ergeben. Weder die Arlberger-Hocke noch die Wengen(Caulfei1d)- Ausfallsstellung waren in den beiden Abfahrtsrennen und Slalomläufen (Wengen und St . Anton) zu sehen. sondern der rassenreine alpine Stil. der in breit hingefegten Stemmkristianias und pfeifenden Schüssen brilliert und dessen hervorragendstes Merkmal das vorwärtsstürmende Hangablehnen des Körpers in allen Phasen der Fahrt bleibt . Räumen wir deshalb in unserer Skifahrersprache mit den Dorf- und Regionsmätzchen auf und bekennen wir ehrlich. dass wir in den Bergen. sei es nun im Tirol oder in Bayern. in Bünden oder im Oberland im Gegensatz zum schmalen. elastischen Norwegerstil die kraftvolle. tief hinwischende alpine Fahrart pflegen .

RESULTATE : I

.

ABFAHRTSLAUF .

Club . 111. Davos . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Seefeld . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Kandahar . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Arosa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 8. Furrer, Otto . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Zermatt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 < . Pfosi, Luzi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Arosa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 10. Zogg, David . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Arosa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 11 . Führer, Beni . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Arosa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 1 2 . Schlechter, Hans . . . . . . . . . . . . . . . . . Kitzbühel . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 13. Reinl, Harald . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Innsbruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 14. Lantschner, Gustav . . . . . . . . . . . . . . . Innsbruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 15. Bosio. Helmuth . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bludenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 16. Schneider, Friedrich . . . . . . . . . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 17. Schönburg, Prinz . . . . . . . . . . . . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 18. Mathies, Robert . . . . . . . . . . . . . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 19. Dahinden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Alpina, St . Moritz . . . . . . . . . . . 5 20 . Föger, Luggi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 21 . Tschol, Anton . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 22 . Neuner. Kar1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Partenkirchen . . . . . . . . . . . . . . . 5 23a . Rubi, Christian . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wengen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 23b . Lackner. Jakob . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kitzbühel . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 25 . Hauser, Hans . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Salzburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 26 . Bracken, W . R . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kandahar . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 27a . Jelen, Hans . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Arosa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 27b . Fahrner, Josef . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 29 . Hauswitzka. Josef . . . . . . . . . . . . . . . . Innsbruck . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 30 . Lackner, Hans . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kitzbühel . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 31. Faude, Wilhelm . . . . . . . . . . . . . . . . . Innsbruck . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 32 . Caulfeild, Barry . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wengen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 33 . Spiess. Josef . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 34. Holzrichter, Bernh . . . . . . . . . . . . . . . . München . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 35 . Schranz. Franz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 36. Colli. Enrico . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Cortina . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 37. Kessler, Franz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 38 . Roesen, D r . Kar1 . . . . . . . . . . . . . . . . . Partenkirchen . . . . . . . . . . . . . . 5 39. Zogg. Flury . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Arosa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 40 . Jenen, Josef . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Klosters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Nanie . . Prager, Walter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2 . Matt. Rudolf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3. Fritz, Rudi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 . Seelos. Anton . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 . Mackintosh. C . E . W . . . . . . . . . . . . . . 6. Sprecher. Engelh . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7. Walch, Emil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . I

s.

37.6 40.6 44.2 46.2 46.6 50 52.6 55.6 56 59.8 00

00.2 02.4 03 03.4 03.6 04.6 05 08 09.4 09.8 10.2 11 11 11

.4

12

12.8 12.8 13 14 14.6 15 15.4 15.6 15.8 19 23 24 26.4 29.2


P h o f o : W. Salvisberg

Karl Neuner. Deutschland

2

Rudi Fritz. Oesterreich

. DAMEN-ABFAHRTSLAUF (25 Startende) .

Name . Lantschner. Inge . . . . . . . . . . . . . . . . . Caroll. Miss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Honigmann. Annemarie . . . . . . . . . . . Lantschner. Grete . . . . . . . . . . . . . . . . Lettner. Käthe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kopp. Annemarie . . . . . . . . . . . . . . . . Lantschner. Hedwig . . . . . . . . . . . . . . Dotterweich. Frau . . . . . . . . . . . . . . . . Schlechter. Kathi . . . . . . . . . . . . . . . . . Torggler. Frau D r . . . . . . . . . . . . . . . . Herrmann. Trude . . . . . . . . . . . . . . . . Preuschen. Baronin . . . . . . . . . . . . . . . Dörfel. Elsa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mader. Joszi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Crewdson. Miss . . . . . . . . . . . . . . . . . .

Club Innsbruck . . . . . . . . . . . . . . . . Kandahar . . . . . . . . . . . . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Innsbruck . . . . . . . . . . . . . . . . Salzburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . . . Innsbruck . . . . . . . . . . . . . . . . Salzburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kitzbühel . . . . . . . . . . . . . . . . . Innsbruck . . . . . . . . . . . . . . . . Bludenz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Salzburg . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Prague . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Innsbruck . . . . . . . . . . . . . . . . Kandahar . . . . . . . . . . . . . . . . .

3 . SLALOMLAUF (40 Startende).

Name . Walch. Emil . . . . . . . . . . Furrer. Otto . . . . . . . . . . . Seelos. Anton . . . . . . . . . . Bracken. W . R . . . . . . . . . Zogg. David . . . . . . . . . . . Prager. Walter . . . . . . . . . Matt. Rudolf . . . . . . . . . . . Schlechter. Hansjörg . . . . Neuner. Kar1 . . . . . . . . . . Reinl. Harald . . . . . . . . . . Sprecher. Engelh . . . . . . . Fahrner. Josef . . . . . . . . . Schneider. Friedrich . . . .

Club Arlberg . . . . . . . . . . Zermatt . . . . . . . . . . Seefeld . . . . . . . . . . . . Kandahar . . . . . . . . . Arosa . . . . . . . . . . . . . Davos . . . . . . . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . . Kitzbühel . . . . . . . . . Partenkirchen . . . . . Innsbruck . . . . . . . . Arosa . . . . . . . . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . .

I

I I I I I I I I

. Lauf m. s. 56.9 57.9 58.2 58 57 04.2 01.8 04 . I 07.8 02.6 05.9 04 08.2

2

I I

I I I I I I

. Lauf m . s. 56.4 57.2 57 00.5 01.6 55.2 58.2 03

Total . m. s . 1 53.3 1 55.1 1 55.2 1 58.5 1 58.6 1 59.4 2

2 2

06.9 04.1 06 05

2

07.1 07.8 09.5

210

210

2 13.2


Fritz. Rudi . . . . . . . . . . . . IHauser. Hans . . . . . . . . . . Spiess. Josef . . . . . . . . . . . Holzrichter. Bernh . . . . . . Fraude. Wilhelm . . . . . . . Hauswitzka. Josef . . . . . . Rubi. Christialz . . . . . . . . . Tschol. Anton . . . . . . . . . Schönberg. Prinz . . . . . . . Föger. Luggi . . . . . . . . . . Roesen. D r . Kar1 . . . . . . .

I

.

. 3. 4. 2

5. 6. 7. 8.

. . 3. 4. 5. 6. 7. 8. g. 10

.

. . 13. 14. II

12

15. 16. 17. 18. 19. 20

.

21a . 21 b . 22

.

23 . 24 25 . 26 . 27 .

I 2

.

. 3. 4. 5. 6. 7. 8.

I I I I I I I I I I I

09.6 13.2 03 13 16 14.2 09.2 16.2 13.7 02.7 16.9

05.3

2

I 02 I 1 I4

2

I

I I I I I I I

I

.

06.8 07.6 10.5 16.1 09.5 12.2 25.8 14

4 . DAMEN-SLALOMLAUF (10 Startende) . Nanze . Club m . s. 711. s . Lantschner, Inge . . . . . . . Innsbruck . . . . . . . . I I I . 2 I I6.2 Caroll, Miss . . . . . . . . . . . Kandahar . . . . . . . . . I 18 1 15.5 Lantschner, Hedwig . . . . Innsbruck . . . . . . . . I 29.5 2 04.2 Honigmann, Annemarie . Arlberg . . . . . . . . . . 1 4 5 . 1 213 Lantschner, Grete . . . . . . Innsbruck . . . . . . . . I 47.6 2 49 Torggler. Frau Dr . . . . . . Innsbruck . . . . . . . . . 2 01.8 2 39.8 Kopp, Annemarie . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . . 2 54 2 06 Schlechter, Kathi . . . . . . . Kitzbühel . . . . . . . . . 2 17 3 07.8 5.

I 2

Arlberg . . . . . . . . . . Salzburg . . . . . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . . München . . . . . . . . . Innsbruck . . . . . . . . Innsbruck . . . . . . . . Wengen . . . . . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . . Arlberg . . . . . . . . . . Partenkirchen . . . . .

ARLBERG-KANDAH'4R-KOhIBINATION

a . I-Iewen : Nanie . Club Prager, Walter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S.C. Davos . . . . . . . . . . . . . . . . . . Seelos, Anton . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sp.C. Seefeld . . . . . . . . . . . . . . . . Walch. Emil . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S.C. Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . hlatt. Rudi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S.C. Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . Furrer. Otto . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S.C. Zerinatt . . . . . . . . . . . . . . . . Zogg, David . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S.C. Arosa . . . . . . . . . . . . . . . . . . Bracken.W.R. . . . . . . . . . . . . . . . . . . IZaridahar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sprecher, Engelhardt . . . . . . . . . . . . . S.C. Arosa . . . . . . . . . . . . . . . . . . Fritz. Rudi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S. C . Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . Schlechter, Hansjörg . . . . . . . . . . . . . . W.Sp.V. Kitzbühel . . . . . . . . . . . Reinl. Harald . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S.IZ. Innsbruck . . . . . . . . . . . . . . . Neuner, Kar1 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S.C. Partenkirchen . . . . . . . . . . . Mackii~tosh,C . E . W . . . . . . . . . . . . . Kandahar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Schneider. Friedrich . . . . . . . . . . . . . . S.C. Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . Fahrner, Josef . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S.C. Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . Spiss. Josef . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S.C. Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . Hauser. Hans . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S.C. Salzburg . . . . . . . . . . . . . . . . Holzrichter, Bernh . . . . . . . . . . . . . . . . A . S.C. München . . . . . . . . . . . . Schönburg, Prinz . . . . . . . . . . . . . . . . . S.C. Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . Föger. Luggi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S.C. Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . Tscholl. Ailtoi~. . . . . . . . . . . . . . . . . . . S.C. Arlberc . . . . . . . . . . . . . . . . Rubi, Christian . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S.C. Wengen . . . . . . . . . . . . . . . . Faude. Wilhelm . . . . . . . . . . . . . . . . . S.K. Iritlsbruck . . . . . . . . . . . . . . . Hauswitzka, Josef . . . . . . . . . . . . . . . . S.K. Innsbruck . . . . . . . . . . . . . . . IZelen. Hans . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S.C. Arosa . . . . . . . . . . . . . . . . . . Pfosi, Luzi . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . S.C. Arosa . . . . . . . . . . . . . . . . . . Caulfeild. Barry . . . . . . . . . . . . . . . . . . S.C. Werigen . . . . . . . . . . . . . . . . Roesen. D r . Kar1 . . . . . . . . . . . . . . . . . S.C. Partenkirchen . . . . . . . . . . . b . Danaeiz . Name . Club . Lantschner, Inge . . . . . . . . . . . . . . . . . S.K. Innsbruck . . . . . . . . . . . . . . . Carroll. hfiss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kandahar . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Honigman. Anilemarie . . . . . . . . . . . . S.C. Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . Lantschner, Hedwig . . . . . . . . . . . . . . S.K. Innsbruck . . . . . . . . . . . . . . . Lantschner. Grete . . . . . . . . . . . . . . . . S.K. Innsbruck . . . . . . . . . . . . . . . Kopp. Annemarie . . . . . . . . . . . . . . . . S.C. Arlberg . . . . . . . . . . . . . . . . Toggler, Frau D r . . . . . . . . . . . . . . . . . S.K. Innsbruck . . . . . . . . . . . . . . . Schlechter. Käthi . . . . . . . . . . . . . . . . . W.Sp.V. Kitzbühel . . . . . . . . . . .

14.9 15.2 217 2 19.8 2 23.6 2 24.7 2 25.3 2 25.7 2 25.9 2 28.5 2 30.9

171

2 2

. s. 27.4 33.5 33.7 58.1 36.6 41.6

3 3 4 4 5 5 24.8


D i e

1.3.WETTKKM PFE

/

DrWaIter Arnctutz

SAS

Uns wurde die Elire zuteil, neben den Herren Oberst Luchsinger, Cliefredaktor F. Erb und Dr. I<. Danegger als Vorstandsmitglied der FIS, als Delegierter des Skiverbandes die Schweiz am I I . internationalen SkiKongress mitzuvertreten. Am 22. Februar 1930 verliessen wir St. Moritz. In Basel trafen wir mit dem italienischen Delegierten Conte Aldo Bonacossa und den englischen Abgeordneten Arnold Lurin und Pelham Maitland - übrigens beide Mitglieder des S.A.S. - zusammen, um die Reise nach Os10 gemeinsam fortzusetzen. Nacli einem halbtägigen Aufeilthalt in Berlin trafen wir am 24. Februar in Os10 ein, auf das herzlichste begrüsst von Capt. Oestgaard, dem ehemaligen Formalin des Norges Skiforbund. Gleich am andern Tag unserer Aiikuiift suchteii wir Herrii Fritz Erb auf, der neben seiner Berichterstattung als Chefredaktor des Sport aucli als Trainer der seit einer Woche sich in der Ski-Hauptstadt akklimatisierenden Schweizermannschaft amtierte. Herr Erb hatte in diesen beiden Funktionen gründlicli Gelegenheit, die Läufer u i ~ dSpringer aller Nationen kennen zu lernen und wird uns daher weiter uiiteil niit Vorteil \.om Renntechnischen erzählen. Uber Erfolgsaussichten der Scliwcizei-, iil->ci-'I'raiiiiiig, Akkliinatisation und die lokalen noi-disclic'ii Vci-liiilt.iiissc Ii;ihc:ii wir iiiclit nur uiltereiiiander, soiiclerii auch iiiit zalilloseii Noi-wegerii reiclilicli diskutiert. Wie total verschieden der nordische Skilauf vom unserem ist, haben in der Folge nicht nur wir und Herr Erb, sondern aucli die Herren Dr. Danegger, Oberst Luclisinger, A. Attenl-iofer und unsere ganze Delegation erfahren. Ei11 auffallender Unterschied über die Auffassung des Skilaufes herrscht nicht nur bei den aktiven Läufern, sondern aucli bei den passiven Zuscliauerii. Es ist bei uns undenkbar, dass sich bei einer Sprungkonkurrei~z IOO,OOO Menschen begeistern oder dass Zuschauer aus allen Klassenschichteii während einem Langlauf kilometerweit in die Wälder hinein Spalier stehen und jedem einzelneii Läufer, den sie als Freund begrüssen, ihre Hurrarufe zujubeli~, oder dass nachts bei elektrischer Beleuchtung am Sprungliügel geübt wird, wie dies am Fiskatorpet in Stockholm der Fall ist. In Os10 betrat die schweizerische Skimannscliaft Neuland. Nur einmal überhaupt haben vorher Scliweizer an der berühmten Holmenkollen-Sclianze


Die schweizerische Oslomannschaft vor der Abreise Von links nach rechts : Gefr. Gourlaouen, Gefr. Jelrnini, Sappeur Della Torre (alle Airolo), Ernst Feuz (Wengen), Bruno Trojani (Gstaad), der Masseur Baumeister aus Luzern. der Zermatter Alphons Julen, Fritz Kaufmann (Grindelwald), A. Schmidli (Koch) Ad. Rubi, Hans Zeier, Walter Bussmann, Robert Wampfler. Zu äusserst rechts : der Chef der Expedition, Oberst Luchsinger.

und in norwegischer Loipe in Konkurrenz gestanden. Es galt also, bei diesem Rennen zu zeigen, was unsere Besten im Skilaufen und Springen leisten können, nachdem die norwegischen Lehrmeister, ein Björnstad, ein Harald Smith, ein Leif Berg, ein Heyerdahl, ein Strömstad, ein Simonsen, ein Udbye, ein Carlsen, ein Österud und andere in der Schweiz norwegisches Können während 3 Dezennien vorgeführt hatten. Unsere Schweizermannschaft setzte sich aus folgenden Läufern und Springern zusammen : Walter Bussmann, Luzern, Schweizerskimeister 1930, gemeldet für Militärpatrouillenlauf, 17 km- und 50 km-Lauf; Oblt. Kunz, Führer der Militärpatrouille, 17 km und 50 km ; Hans Zeier, Luzern. Ersatzunteroffizier der Militärpatrouille, Langlauf und Dauerlauf, eventuell auch Militär-Einzellauf ; Carlo Gourlaouen, Airolo, Militärläufe und 17 kmLanglauf; Jelmini Riccardo, Airolo, Militärläufe und Langlauf über 17 km ; Sappeur Della Torre, Airolo, Militärläufe und 17 km-Lauf ; RobertWampfler, Zweisimmen, 17 km und 50 k m ; Adolf Rubi, Grindelwald, kombinierter Lauf, Langlauf und Spezialsprunglauf ; Ernst Feuz, Mürren, gleiche Konkurrenzen wie Rubi ; Julen Alfons, Zermatt, gleiche Konkurrenzen wie Feuz und Rubi; Fritz Kaufmann, Grindelwald, Spezialsprunglauf, und Bruno Trojani, Gstaad, Spezialsprunglauf. Norden und Süden, Osten und Westen hatten ihre zahlreichen Nennungen für den grössten Kampf im Laufen und Springen, der je ausgetragen


Zuschauer beim Patrouillienlauf bei Holmenkollen

wurde, abgegeben. Wir waren uns alle im Klaren, dass es vom Zufall abhing, bei einer solchen gewaltigen Konkurrenz überhaupt nur ehrenvolle Plätze zu belegen, denn obendrein hiess es noch gegen nordische Spezialitäten auf skandinavischem Boden kämpfen. Es wird ja niemand widerlegen wollen, dass sowohl 50-Kilometerlauf, ein richtig angelegter Langlauf und ein Sprunglauf auf Druckschanzen skandinavische Spezialitäten sind. So gut wie Abfahrts-und Slalomlauf, wenn sie heute noch nicht spezifische Besonderheiten des alpinen Skilaufes sind, sie es jedenfalls in 20 Jahren unbestreitbar sein werden. I n den Alpen hat man bis heute den grossen Fehler gemacht, dass nordisches Skilaufen und südliches Skifahren vermengt wurde. Man hat teilweise aus Unkentniss und teilweise um Konzessionen an unsere Läufer und unser Gelände zu machen Abfahrts- und Langlauf in unverantwortlicher Weise gemischt. Dabei haben wir weder das Skilaufen noch das Skifahren rein gehalten, währenddem die Nordländer konsequent und richtig an ihrem topographisch bedingten Skilaufen festgehalten und es auf rennsportlichem Gebiete zur höchsten Blüte gebracht haben. Durch nationale und internationale Einsicht und Anerkennung von Abfahrts- und Slalomlauf ist nun die Basis geschaffen, die Spezialität des alpinen rennsportlichen Skilaufes, nämlich Abfahrt und Slalom, auf eine gleich hohe Stufe zu bringen. Nach Nennungsschluss an den Skitagen in Os10 waren 12 konkurrierende Nationen gemeldet, worunter sich neben der Schweiz, Schweden, Norwegen, Finnland, Deutschland, Tschechoslowakei, Frankreich, Ungarn, Japan, Polen, Jugoslavien und Italien befanden. Frankreich bestritt nur die mili-


In Nordmarken (bei Biordammen)

Phofo : Obersf Luchsingrr

tärischen Wettkämpfe, während die andern Länder auch in den zivilen Läufen konkurrierten. Schweden war mit 23 Läufern gemeldet, worunter sich die wohlklingenden Namen : Hedlund, Utterström, Th. Person und die Brüder Jonsson befanden. Für Japan lief das uns allen bekannte Unikum Take Aso. Finnland stellte 12 Mann, darunter die famosen Saarinen, Panaanen, die Brüder Lappalaien, Lehkinen, Pickonen, Ikanon, Nuotio, Volonen, Nikkanen, Ukkinen. Für Norwegen startet alles, was einen Namen hat, das sind Legionen. Von Mitteleuropa wurden sämtliche Langund Sprunglaufmeister nach dem Norden entsandt, Die Rennen selber teilten sich in : Internationale Skirennen (praktisch Europameisterschaften - nur ist man im Skilaufen so bescheiden, dass dieser Titel nicht Geltung hat) und in die klassischen Holmenkollen-Tage : FIS-RENNEN. I . 23. Februar 2. 26. Februar 3. 27. Februar 4. 28. Februar Skispringer).

:

Militärpatrouillenlauf.

: Einzelkonkurrenz der Militärskiläufer. : Internationaler Langlauf über 17 km. : Internationaler Sprunglauf (für kombinierte und reine

HOLMENKOLLEN-RENNEN. 5 . I . März : 18 km-Langlauf am Holmenkollen. 6. 2. März : Sprunglauf am Holmenkollen. 7. 3. März : 50 km-Dauerlauf. Die Mitglieder der Schweizer-Delegation hatten ihr Quartier ausserhalb Os10 in Slemdal bezogen. Leider liess die Unterkunft etwas zu wünschen


17 - k m Langlauf : Ein Schwede im Ziel

Phofo : Obersf Lurhsinger

übrig, doch musste mit den zu Verfügung stehenden Mitteln im teuren Norwegen sparsam umgegangen werden. l) Während dem Training zeigten insbesondere unsere Springer Qualitäten. Bei einer lokalen Sprungkonkurrenz (Rydals- Lauf) erzielte Kaufmann nennenswerte Längen. Am Midstue-Bakken stellte er sogar mit 54 Meter einen neuen Schanzenrekord auf und liess uns vermuten, dass zum mindesten Aussicht auf einen gewissen Erfolg am Holmenkollenhügel für die Schweiz bestand. Allerdings haben die Schweizermannschaften und ihre Führer die Erfahrung gemacht, dass die kurzen Trainingstage im Norden nicht genügten, um eine hundertprozentige Leistung von Seiten unserer Leute erwarten zu dürfen. Und nun die Läufe selber : DER INTERNATIONALE MILITÄRPATROUILLENLAUF, 23. FEBRUAR 1930. Wie zum Feste bestellt, wölbte sich an diesem Tage ein prächtiger Himmel über ganz Nordmarken. Vom Fusse des Holmenkollenhügels folgte die Ca. 30 km lange Piste in einem Gesamtaufstieg zwischen 5-600 Metern durch Gräben und Wälder, kurze Steilporte und Gehölz, um dann wieder beim Startplatz zu endigen. Dem Eingeweihten war es bald klar, als punkt 10 Uhr die ersten Läufer in die Spur gingen, dass die norwegische Patrouille Nummer 6 nicht zu schlagen war. Die Schweizerpatrouille (Führer : I.

1) Es sei hier anerkennend hervorgehoben, dass folgende Skiklubs in grosszügiger Weise die Oslo-Delegation finanziert haben : Skiklub Alpina St. Moritz, 4000 Fr., Skiklub Pontresina 2000 Fr., Skiklub Wengen 1000 Fr., Skiklub Grindelwald 1000 Fr. Wir nehmen an, dass das Jahrbuch unseres Landesverbandes über Einzelheiten der Finanzierung berichten wird.


I7 -

Vangli, Norwegen

km kombinierter Lauf Ole Stenen, Norwegen

Oblt. Kunz, Mannschaft : Feldweibel Zeier, Gefr. Gurlaouen, Gefr. Jelmini) machte einen mühsamen Start. Oblt. Kunz musste schon nach dem 2. Kilometer Jelmini's Packung übernehmen. Im Laufe des Rennens zog sich Zeier durch Kollision mit einem Baum eine kleinere Verletzung zu und musste seine Packung wieder an Kunz abgeben. Durch diese Missgeschicke litt leider auch das Schiessresultat. Gegen Schluss gelang es allerdings unseren Leuten, sich durch einen glänzenden Endspurt vom 6. auf den 4. Platz vorzuschieben. RESULTATE : Norwegcn in X I < )14,s : ( I 15 Schiesspunkte) ; 2. Schweden in 2:27:42,5 (48 Schiesspunkte); 3. Tschechoslowakei in z:31:03,2 (94 Schiesspunkte) ; 4. Schweiz in 2:38:23,6 (38 Schiesspunkte) ; 5. Deutschland in z:4o:og (58 Schiesspunkte) ; 6. Finnland in 2:43:08 (67 Schiesspunkte) ; 7. Frankreich in 2:47:1 I (62 Schiesspunkte) ; 8. Polen in 2:48:21 (73 Schiesspunkte). I.

2.

EINZELKONKURRENZ DER MILITÄR-SKILAUFER

ÜBER

30 KILOMETER, 26. FEBRUAR 1930. Von den 414 gemeldeten Läufern stellten sich dem Starter 400. Trotz dem Schneemangel konnte die Konkurrenz reibungslos durchgeführt werden, obschon die Rennpiste alles andere als leicht war. Die glänzende Organisation, für die der Norges Skibund verantwortlich war, hat zum Gelingen viel beigetragen. Der Lauf war eine kombinierte Prüfung von Laufen und Schiessen mit Ausrüstung (Rucksack 7 Kilo, mit Bajonett und Gewehr Die Schweizer Läufer fanden hier überall 1 1 Kilo), über 30 Kilometer. grosse Beachtung. Sie galten als Anwärter auf gute Plätze. Eine riesige Zuschauermenge, unter der sich auch die königliche Familie befand, verfolgte


SCHIERLING

PHOT. A. STEINER. ST MORITZ


IZnut Lundt. N ~ r w e g e n

Adolf Rubi. Schweiz

den Lauf. Als die Zwischenresultate bekannt wurden, konnten wir uns über die Leistungen der Schweizer nur freuen. Della Torre belegte einen zweiten, Zeier einen vierten, Gourlaouen einen neunten und Kunz einen elften Rang. Neben den Skandinaviern haben insbesondere die Tschechen und Deutschen ehrenvoll abgeschnitten. Lt. Nemecky (Tschechoslowakei) stand in Klasse I an dritter Stelle und Kar1 Loeffelmann (Deutschland) in Klasse 2 an zweiter Stelle. Norwegen belegte überall die ersten Ränge. Grosse Freude aber herrschte im Schweizer Lager, als am andern Morgen die endgültigen Resultate mit Einbezug des Schiessens bekannt wurden. Die Schweizer haben sich nlit Ausnahme von Della Torre, der nicht klassiert wurde, durchweg noch verbessert. Die Schweizer standen im Ehrenfelde. RESULTATE : I<lasse r (iintcr 30 Jaliicii) pro Trcffcr 64 Sck. Abziig : I<otikiirrc~tit

I. 2.

3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10.

V;ilk;iin;i . . . . . . . . . . . . . . . <>lscii . . . . . . . . . . . . . . . . . Oinsted . . . . . . . . . . . . . . . Rehm . . . . . . . . . . . . . . . . . Westman . . . . . . . . . . . . . . Dauner . . . . . . . . . . . . . . . Oerneberg . . . . . . . . . . . . . Berger . . . . . . . . . . . . . . . . 0. Johanson . . . . . . . . . . . Hallström . . . . . . . . . . . . .

I.

Laufzeit Treffer endg. Resultate 2:44:43 I0 2:34:13 2:44:32,5 6 2:38:08,5 2:47:48,5 9 2:38:12,5 2:49:05 I0 2:38:25 2:46:00 7 2:38:32 2:46:21 7 2:38:53 2:41:49 I 2:40:45 2:44:04,5 3 2:40:52,5 2:47:53,5 6 2:41:29,5 2:50:31,5 8 2:41:595

(30-40 Jahre) pro Treffer 72 Sek. Abzug : Konkurrent Land Laufzeit Treffer endg. Resultat 0. Loerenseten . . . . . . . . Norwegen . . . . . . . . . . . . . 2:43:46 10 2:33:26 H.Zeier . . . . . . . . . . . . . . . Schweiz . . . . . . . . . . . . . . . 2:45:03,5 5 2:39:55,5 K. Mikonen . . . . . . . . . . . Finnland . . . . . . . . . . . . . . 2:49:50,5 9 2:40:34,5 Gourlaolien . . . . . . . . . . . . Schweiz . . . . . . . . . . . . . . . 2:49:58,5 9 2:40:40,5 0. Draaten . . . . . . . . . . . . Norwegen . . . . . . . . . . . . . 2:46:53 6 2:40:41 H. Haveraen . . . . . . . . . . . Norwegen . . . . . . . . . . . . . 2:48:32 6 2:42:20 F. Kunz . . . . . . . . . . . . . . . Schweiz . . . . . . . . . . . . . . . z:57:oo,5 7 2:49:46,5

Klasse 2. 3. 4. 5. 6. 7.

La titl

Finnland . . . . . . . . . . . . . . Norweger1 . . . . . . . . . . . . . Norwegen . . . . . . . . . . . . . Deutschland . . . . . . . . . . . Schweden . . . . . . . . . . . . . Deutschland . . . . . . . . . . . Norwegen . . . . . . . . . . . . . Schweden . . . . . . . . . . . . . Norwegen. . . . . . . . . . . . . Schweden . . . . . . . . . . . . .

2


Photo

Holmenkollen am

2.

:

Oberst 1.uchsinger

März !

Klasse 3 (über 40 Jahre) pro Treffer 67 SS'C. Abzug : Konkurrent Land I. Ch. Bergsland . . . . . . . . . . Norwegen . . . . . . . . . . . . . 2. S. Oestby.. . . . . . . . . . . . . Norwegen . . . . . . . . . . . . . 3. M. Tarnum.. .......:.. Norwegen . . . . . . . . . . . . .

Laufzeit Treffer endg. Resultate 2:58:55 8 2:49:59 3:01:47 8 2:52:51 3:31:48 8 3:22:52

Mit dem Ergebnis des Osloer Militär-Langlaufs darf die schweizerische Skigemeinde sehr zufrieden sein. Namentlich Zeier und Gourlaouen brachten es mit einem zweiten und vierten Platz in ihrer Klasse zu einem prächtigen Erfolg. Würde man ein einheitliches Klassement auf Grund der aus der Kombination von effektiver Laufzeit und Schiessresultat errechneten Zeit aufstellen, so würden wir unter 400 Teilnehmern Zeier auf dem achten, Gourlaouen auf dem zehnten Platz finden. Mehr liess sich in dieser Konkurrenz auch für den Optimisten für die Schweiz kaum erwarten. 3. INTERNATIONALER LANGLAUF UBER 17 KM. 27. FEBRUAR 1930. W i r geben hier Herrn Erb das Wort : « Im Speziallanglauf über 17 km traf die Elite der Skilangläufer der ganzen Welt aufeinander. Man hatte vorausgesehen, dass es einen erbitterten Kampf zwischen den besten Nordländern u m den Sieg und einen verzweifelten Kampf der Mitteleuropäer um einen anständigen Platz geben würde. Die Tatsachen haben dieser Einstellung vollkommen Recht gegeben. Unter den ungefähr IOO Konkurrenten, welche in diesem Lauf starteten, waren zirka 50 Norweger, 10 Schweden, 10 Finnen und 30 Mitteleuropäer aus Deutschland, Polen, Jugoslawien, der Tschechoslowakei, Italien und der Schweiz. Die Nordländer rückten mit einer erstklassigen Besetzung auf,


Pholo

:

Oberst Luchsinger

Blick vom Hytlibakken

liessen aber die besten kombinierten Läufer mit Rücksicht auf den Holmenkollen-Langlauf vom Samstag noch nicht starten. Ich erwähne dies, um zu zeigen, dass Norwegen über ein unerschöpfliches Läuferreservoir verfügt, speziell für die Langlaufdistanz von 17 oder 18 km. Ungefähr um SIO Uhr begab sich die schweizerische Mannschaft zum Start am Skimuseum, wo alle Rennen beginnen und auch aufhören. In letzter Stunde entschloss sich Oblt. Kunz, dem Start fern zu bleiben, da er die Strapazen des Militär-Einzellaufes doch zu stark verspürte. Auch die Airolesen hatten sich noch nicht so weit erholt, dass sie mit einiger Aussicht auf Erfolg teilnehmen konnten. Der Verlauf des Wettkampfes hat denn auch bewiesen, dass es keinen Sinn hat, gegen die Auslese der Nordländer zu starten, wenn nicht die besten Vorbedingungen erfüllt sind. Das musste zum Beispiel der treffliche Hans Zeier erfahren, der nach seinem erfolgreichen Abschneiden im Militärlauf trotzdem wieder startete, aber dann einsehen musste, dass er sich zu viel zugemutet hatte, obschon er den Lauf in verhältnismässig guter Zeit zu Ende führte. Mit Herrn Attenhofer, dem Trainer der Zivilmannschaft, Herrn Baumeister, dem besorgten Pfleger unserer Leute, und dem Springer Fritz Kaufmann, der uns mit seinen Spässen die Zeit verkürzte, liefen wir vor dem Start ein 5-6 km langes Stück der Strecke ab und fanden, dass es der Loipeleger sehr hübsch gemacht hatte. Keine übergrossen Schwierigkeiten, aber der Lauf war nach den einheitlichen Aussagen unserer Leute gleichwohl sehr anstrengend, wies er doch im ganzen fast 500 m Steigung auf. Einige sehr giftige Stiche erforderten grossen Kraftaufwand und gut geschmierte Bretter. Die Abfahrten waren nicht schwierig und nur kurz.


Phofo : Oberst Luchsinger

Th. Björnstad's Skihütte in Nordmarken

I n der Nähe der Skihütte unseres Freundes Björnstad aus Bern stellten wir uns an der Strecke auf und harrten der Läufer. Sie liessen ziemlich lange auf sich warten und wir schlossen daraus, dass den Mitteleuropäern in diesem Lauf nur geringe Aussichten offen waren, einen Platz zwischen den Nordländern zu erobern. Leider sollten wir nur zu gut geraten haben. In einem wahnsinnigen Tempo jagten die favorisierten Läufer aus den drei nordischen Ländern an uns vorüber. Als Nr. I erschien der zuerst gestartete Haugen. Dann folgte schon der beste Mann der Norweger und der ganzen Konkurrenz, Arno Rustadtuen, die norwegische Hoffnung für den Dauerlauf über 50 Kilometer. In wunderbar flüssigem Schritt glitt er an uns vorüber, jede Terrainwelle geschickt ausnützend, die Piste scharf studierend, die ganze Aufmerksamkeit darauf gerichtet, ohne den geringsten Verlust an Tempo vorwärts zu kommen. Es war wirklich ein Hochgenuss, diesen künftigen Meister seines Faches an der Arbeit zu sehen. Seinen gefährlichen Konkurrenten Hovde (Startnummer 8), den grossen Rivalen in unzähligen Rennen, hatte der Bauernbursche aus dem waldigen Mittel-Norwegen bereits überholt. Hovde folgte dichtauf, etwas nervös, weniger stilrein als sein Bezwinger. Und dann kamen sie der Reihe nach, all die grossen und bekannten Rennkanonen des Nordens, wie Lappalainen, Lindgreen, Persson, Saarinen, Liikkanen, Utterström und wie sie alle heissen. Wir Schweizer Schlachtenbummler wurden still. So etwas hätten wir tatsächlich nicht für möglich gehalten. Die meisten spurteten an uns in einem Tempo vorüber, als ob sie eben vom Start weggegangen wären und nicht schon mehr als ein Dutzend Kilometer schwierigen Terrainlaufes mit schmalen Hölzern an den Beinen in den Knochen hätten. Ganz


Phofo : Oberst Luchsinger

Das norwegische Skimuseum

verschieden im Stil, Norweger einerseits, Finnen und Schweden anderseits. Lange Schritte mit unerhörten Beinabstössen zeigten die Norweger, raffinierte Technik demonstrierend, dann die Finnen und Schweden mit scharf akzentuierter Arm- und Stockarbeit, meistens untersetzte athletische Gestalten, in der Ebene und im Aufstieg mit schnellen, nicht einmal langen Schritten laufend, was Lungen und Herz aushalten mochten. Wir sahen, dass diese Menschen von ihrem Körper rücksichtslos alles verlangen, was er zu leisten imstande ist. Kondition im Ziel ist Nebensache, wenn nur die Laufzeit gut ist. Die meisten kommen vollständig erschöpft an, schwanken ins Ziel, sinken um, sind aber so trainiert, dass sie nach kurzer Zeit wieder munter sind, ohne den geringsten Schaden genommen zu haben. Für uns ist es eine ganz besondere Genugtuung, dass in diesem auserlesenen Feld der Besten unser Skimeister Walter Bussmann von den Mitteleuropäern die beste Zeit lief. Im Gesamtklassement steht er allerdings erst an 35. Stelle. Der beste Deutsche war Gustel Müller, er folgt gar erst als 42. Wenn man weiss, wer Gustel Müller ist, was er als Läufer in Mitteleuropa bedeutet, kann man sich noch am besten einen Begriff von Bussmanns Leistung machen, auf die wir sehr stolz sein dürfen. Schon heute abend steht sein Bild in allen norwegischen Tages- und Sportzeitungen, und in den Rennkommentaren wird ausdrücklich hervorgehoben, dass Bussmann der beste Mitteleuropäer war. Einmal mehr hat sich auch Alfons Julen bewährt. Er lief die ersten paar Kilometer in einem wahrhaft nordischen Tempo, musste aber die kleinere Übersetzung einschalten, als sich Anzeichen eines Beinkrampfes bemerkbar machten. Von den Mitteleuropäern nimmt er den 3. Rang ein, ist 47. im Gesamtklassement und darf sich neben dem bekannten Deutschen


Hans Vinjarengen Norwegen

Arno Rustadtuen Norwegen

Zeichnungen von Szepes

Sigmund Ruud, Norwegen

Wahl, der 55. wurde, und dem Tschechen Nemecky wohl sehen lassen. Die andern Schweizer spielten eine untergeordnete Rolle. Rubi hatte einen schlechten Tag, Feuz war wohl gut beieinander, aber viel zu wenig schnell, gleich wie auch Wampfler und Zeier. RESULTATE : I . Arne Rustadtuen (Norwegen) in I:19:58. 2. ßrodahl (Norwegen I :20:24. 3. T. Lappalainen (Finnland) I :zo:30. 4. K. Hovde (Norwegen) 1:21:08. 5. V. Saarinen (Finnland) I :z1:30. 6. M. Lappalainen (Finnland) I :21:52. 7. J. Lindgren (Schweden) 1:22:01. 8. V. Liikkanen (Finnland) 1:22:I I. 9. S. Utterström (Schweden) 1:22:43.

10. I I.

0. Remes (Finnland 1:22:53.

Persson (Schweden) 1:23:06. Huttunen (Finnland) 1:23:17. Ferner im 35. Rang : Walter Bussmann (Schweiz) 1:29:I 8. 42. Gustav Müller (Deutschland) 1:29:5I. 47. Alfons Julen (Schweiz). 49. Willy Bogner (Deutschland). 52. Kar01 Szostak (Polen). 55. Otto Wahl (Deutschland). 12.

4. INTERNATIONALER SPRUNGLAUF

( f ü r kombinierte u n d reine Springer). 28. FEBRUAR 1930.

Am Vorabend setzte sich stockdicker Nebel auf die Skistadt Oslo. Bis über Holmenkollen hinauf leckten die garstigen grauen Massen an den versilberten Wäldern. Weil wir uns nach Sonne sehnten, statteten wir am Morgen der Gegend von Nordmarken schnell einen Besuch ab. Dort oben war es klar und warm, der Schnee pulverig und schnell. Unsere Springer machten am Hyttlisprunghügel ihren letzten Probesprung. Kaufmann stürzte, dabei ist der Hügel eine kleine und für Juniorenspringen reservierte Anlage, Kaufmann war überhaupt nicht in bester Form. Sollte das ein schlechtes Omen sein ? In den letzten Tagen hatte sich beim Grindelwaldner ein Zustand der Sättigung mit norwegischen Sprunghügeln und Verhältnissen eingestellt.


Hans Zeier, Schweiz

Walter Bussmann, Schweiz

Zeichnungen von Szepes

Fritz Kaufmann, Schweiz

Trojani, Rubi und Feuz schienen besser disponiert zu sein, und nach einem kleinen Imbiss im Holmenkollenrestaurant ging's rechtzeitig zur Schanze. Der Nebel traf nicht die geringsten Anstalten, sich zurückzuziehen. Von der Höhe des Anlaufturmes aus gesehen waren die 30,000 Menschen, die sich eingefunden hatten, um einem grandiosen Wettkampf beizuwohnen, oft im Nebel nicht erkenntlich. Die königliche Familie erschien. Hauptmann Oestgaard führte die Fürstlichkeiten auf die reservierte Tribüne. Stehend und entblössten Hauptes hörte die Menge die Nationalhymne, gespielt von einer Divisionsmusik, an. Auf der Sprunghügelkante stund der erste Sekretär des Norges Skiforbund, der stämmige Leutnant Helseth (jetzt Hauptmann und Präsident des N. F.) und befahl der riesigen Menge das neunfache Hurra für den Souverän. Dann probierten einige Springer die Schanze, und punkt zwei Uhr stiess sich der erste Konkurrent vom Podium in den Anlauf. Mit einer Raschheit und Ruhe, die uns Schweizern einen gewaltigen Eindruck machte, wickelte sich der Sprunglauf ab. Binnen einer Stunde 45 Minuten waren die 150 Springer zweimal gesprungen. Alles wickelte sich reibungslos ab. DIE LEISTUNGEN. Es ist ein Ereignis, an einem so schwierigen Hügel, als der der Holmenkollenbacken bezeichnet werden muss, innert kurzer Zeit so viele und gute Springer zu sehen. Da war die Olympiade nur ein Schatten. Jeder der dreissig


Phofo : Obersf Luchsinger

Finse : Blick gegen Hallingskarven

norwegischen Skikreise hatte seine besten Leute abgeordnet, die alles aufboten, den Sieg oder einen Preis zu gewinnen. In der ersten Serie beeinträchtigte der dicke Nebel die Leistungen anfänglich ziemlich stark. Zeitweilig lichtete er sich etwas, und dann schnellten die Sprunglängen sofort mit zwei bis drei Meter in die Höhe. VON DEN NORDLÄNDERN behaupteten die Norweger ihre Hegemonie im Sprunglauf wieder einmal mehr. Sie stellten 120 Mann der 150 Springer, welche die Konkurrenz bestritten. Neben den in der ganzen Skiwelt bekannten Springern Norwegens traten auch neue auf den Plan, die dazu berufen sind, den Ruhm der norwegischen Skispringer auch in Zukunft aufrechtzuerhalten. Mit unheimlicher Wucht gingen die meisten Norweger von der hohen Schanze weg, zeigten glänzende Skiführung, grosse Vorlage und eine Sicherheit in der Landung, die uns Schweizern in grosses Erstaunen versetzte. Aus der bedeutenden Zahl der Sprünge seien nur die hervorragendsten Leistungen kurz erwähnt. Andersen, Olympiasieger 1928, sprang 48 und 47,s m. Der junge Burdal erreichte 44,5 und 47,5 m. Den schärfsten Gegner fanden sie diesm- 1 im Schweden Rylander, der zwei prachtvolle Sprünge von je 48 m stund. Rognerud war mit zwei formschönen 47ern nicht viel schlechter. Auffallend sicher war Christensen, der 48,5 und 47 stund. Von den vielen Springern mit Namen Andersen war Lorang, der 47 und 47,s sprang, einer der besten. Hans Beck (nicht unser Schwinger !) kam ihm gleich. Leif Johannsen erreichte Aufsehen mit seinem schönen Stil und Sprüngen von 48 und 47,s m. Der bekannte Holmen kam auf 44,5 und 46. Kolterud ging forsch ins Zeug und


Phofo : Obersf Luchsinger

Finse : Hardangerjoklen

erreichte zweimal 47 m. Auch Kleppen gefiel sehr mit 46 und 47. Snersrud, von der Olympiade her bekannt, stund 47,5 und 48 m. Pederswahl, ein guter Kombinierter, brachte es in beiden Sprüngen je auf 47 m. Gleich weit sprang Nordstadt, während Hansen mit 46 und 47 etwas zurückblieb. Einer der Sprünge bester Klasse war der von Noeklebi, der 48,5 m mass. Reidar Carlsen, eine junge Grösse, übertraf ihn mit 46 und 49,5. Sigmund Ruud blieb mit dem ersten Sprung auf 45,s und holte nachher wunderbar 49 m heraus. Thorbjörn und Busterud sprangen stilrein je 45 und 48 m. Grossartiges bekam man von einem der jüngsten Springer zu sehen, von Reidar Andersen, der mit 47,5 und 50 m die zweitbeste Tagesleistung aufstellte. Birger Ruud, ebenfalls ein Junior, stund 46,5 und 47 m. Raabe mit 47 und 47,5 stellte sich in die vordersten Ränge. Thams, noch immer sehr populär, erreichte 47 und 47,5 Meter in ruhigem Flug, wenn auch mit nicht ganz sicherer Landung. Sehr rassig war Ulland mit 47,5 und 48,5 m. Als der Beste ging Gundar Andersen aus der Konkurrenz hervor. Er sprang 48,s und 48 m in sehr schöner Haltung und landete absolut sicher zu unterst in der Aufsprungbahn. - Und DIE SCHWEIZER : Ernst Feuz (Startnummer 12) begann recht gut mit 43 m und stund auch seinen zweiten Sprung mit 44,5 m, der allerdings etwas schief gelandet wurde. Adolf Rubi begann mit 40,s. Sein zweiter Sprung von 45 m war eine sehr gute Leistung. Eine schwere Enttäuschung bereitete uns und vielen Tausenden, die seinen Namen kannten, Bruno Trojani. In beiden Sprüngen


Take Aso, Japan das Unikum aus dem fernen Osten

Paatlanen, Finnland

Tanno Lappalainen Zeichnungen von Szepes

stürzte er kurz nach der Landung, weil er gegen den Boden zu zurücklag und den Sprung nicht ausarbeitete. U N D FRITZ KAUFMANN. Als Nummer 31 startete er gleich nach Rubi. Im ersten Sprung, der 47 m mass, kam er nicht mit der an ihm gewohnten Rasse von der Schanze, stund aber sicher. Der dichte Nebel mag ihn etwas behindert haben. Im zweiten Sprung ging er auf 48 m, stund aber nicht ganz so einwandfrei sicher wie sonst und bekam deshalb einen leichten Punktabzug. Er stellte sich in den 22. Rang. Unsere Hoffnungen, ihn unter den ersten Preisgewinnern zu finden, haben sich also nicht erfüllt. ALLE ANDERN

MITTELEUROPAER

spielten in dieser Sprungkonkurrenz nur eine untergeordnete Rolle. Von unbeschreiblichem Pech waren die Deutschen verfolgt. Einzig Kratzer konnte beide Sprünge stehen. Müller, Recknagl, Glass, Bogner, Ermel stürzten im ersten oder zweiten Sprung. Die beste Leistung bot noch Walter Glass mit einem 48er. Czech aus Polen stund 44,s und 44 und wurde Vierunddreissigster. Unter den ersten 50 Springern finden wir also nur zwei aus Mitteleuropa, nämlich Kaufmann (Schweiz) und Czech (Polen). Das gibt ein klares Bild von der nordischen Überlegenheit im Sprunglauf. Die Bekanntgabe der Resultate bereitete allen Schweizern eine schmerzliche Enttäuschung, weil man Kaufmann nach seinen Leistungen weiter vorn in der Rangliste erwartet hatte. Einer der beiden nordischen Kampfrichter (der Schwede) soll ihn sehr schlecht taxiert haben, was bei der scharfen Konkurrenz und den geringen Längenunterschieden schwer ins Gewicht fiel.


Recknagel, Deutschland Walter Glass, Deutschland

B, Czech, Polen

Zeichnungen von Szepes

Selbst die Deutschen, die im skisportlichen Wettkampf unsere Gegner sind, hatten bestimmt erwartet, dass Kaufmann besser taxiert werde, als das der Fall war. Nach der Sprunglänge war er Zehnter ; rechnet man einen kleinen Punkteabzug für seinen zweiten Sprung ab, sollte er doch den fünfzehnten Rang behaupten. Wir müssen zufrieden sein. Was Kaufmann am Holmenkollen geleistet hat als Mitteleuropäer, steht heute einzig da. Das ist unsere Uberzeugung und unser Trost. RESULTATE : I . Gundar Andersen (Norwegen), Note 2 ~ 4 ~ 4(Sprünge 0 48,5 und 48 m). 2. Reidar Andersen (Norwegen), Note 223,8 (Sprünge 47,5 und 50 m). 3. Sigmund Ruud (Norwegen), Note 218,s (Sprünge 45,s und 49 m). 4. E. Nokleby (Norwegen), Note 217,9 (Sprünge 46 und 48,5 m). 5. ex-aequo : Erik Rylander (Schweden), Note 217,8 (Sprünge 48 und 48 m) und Olaf Ulland (Norwegen), Note 217,8 (Sprünge 47,s und 48,5 m). 7. Alf Andersen (Norwegen), Note 217,7 (Sprünge 48 und 47,s m). 8. Reidar Carlsen (Norwegen), Note 217,s (Sprünge 47 und 49 m). 9. Jon Snersrud (Norwegen), Note 216,7 (Sprünge 47,s und 48 m). 10. Thulin Thams (Norwegen) - Olympiasieger von Chamonix - Note 216,5 (Sprünge 47 und 47,s m). I I. Pederswahl (Norwegen), 215~40. '

I 2. a

Kolterud (Norwegen), 214,9. 12. b Albert Nordstadt (Norwegen), 214,9. 14. Islegaard (Norwegen), z14,60. 15. Thorbjörn, 214. 16. Leif Akenod (Norwegen), 213,zo. 17. Bjarne Rosen (Norwegen), 212,40. 18. Raabe (Norwegen), 212. 18. Holger Schön (Schweden), 212. 20. Gunnar Hansen (Norwegen), 21 I ,8. 20. Birger Ruud (Norwegen), 21 1,s. 22. Fritz Kaufmann (Schweiz), 21 I ,6. 23. Rognerud (Norwegen), 2 I O , ~ . 24. Johannsen (Norwegen), 210,7. 25. Kaasa (Norwegen), 210,ro. 26. Hans Kleppen (Norwegen), 210. 27. Hovde (Norwegen), 209,60. 28. Lorang Andersen (Norwegen), 209,50. 28. Henriksrud (Norwegen), 209,50. 30. Ole Andersen (Norwegen), 209,zo. 34. Czech (Polen), 208,40. 64. Feuz (Schweiz), 201. 70. Rubi (Schweiz), 199~4. Am Start 150 Springer.


Sven Utterström, Schweden

Reidar Andersen, Norwegen

5. LANGLAUF UBER 18 KM AM HOLMENKOLLEN 1. MARZ 1930.

Auf dem Programm der norwegischen Wintersportwoche in Os10 stunden nicht nur diese Kämpfe, sondern auch Konkurrenzen im Schlitteln, Eisschnellaufen, Eishockeyspiel usw. Aber sie waren nur von untergeordneter Bedeutung. Das ganze Interesse konzentrierte sich auf den Skisport, dem die ganze norwegische Nation huldigt. Ganz Oslo, ja ganz Norwegen, fieberte um den Ausgang der Wettkämpfe, wenn die Besten des Landes darin vertreten waren. Jetzt begreift man, dass eine Niederlage in den beiden nordischen Skidisziplinen Langlauf und Sprunglauf in diesem Schneeläuferland als ein nationaler Prestigeverlust betrachtet wird. Am Samstag vor dem Holmenkollentag wurde der Langlauf für das kombinierte internationale Rennen ausgetragen. Damit verbunden war das Langrennen der nationalen kombinierten Läufer. Zusammen starteten zirka 160 Mann, nämlich rund hundert in der A- und sechzig in der BKlasse. Alle grossen Rennkanonen der Nordstaaten blieben dem Start fern, weil sie sich vor dem 50 km-Lauf nicht zuviel zumuten wollten. Natürlich war die Konkurrenz gleichwohl noch stark genug, da auch die norwegischen kombinierten Läufer noch erheblich schneller sind als die mitteleuropäischen. Immerhin ist zu sagen, dass der Abstand zwischen den Norwegern und unsern Leuten nicht so gross ist wie am Spezial-Langlauf, wo alles startete, was im 50 km-Lauf gemeldet war. Die Schweiz sandte vier Mann ins Treffen, nämlich den Schweizermeister Bussmann mit Startnummer 27, Adolf Rubi als Nr. 9, Ernst Feuz als Nr. 3 und Alfons Julen als Nr. 4. Während in der Tiefe unten und über der Stadt wieder dichter, feuchter Nebel lag, erstrahlten die bewaldeten Hügel Nordmarkens in hellstem Sonnenschein. Aus den Tannen tropfte es unaufhörlich, das Thermometer zeigte einige Grade über Null und die Wahl der richtigen Skischmiere bereitete den Läufern, die über die Strecke und über ihren Verlauf nur flüchtig orientiert worden


Dr. Karl Danegger, Schweiz ,Vorstandsmitglied der F. I. S.

Oberst Ivar, Holmquist, Schweden Präsident der F. I. S.

Oberst Luchsinger Schweiz

waren, einiges Kopfzerbrechen. Mit Ausnahme von Julen, der seine Bretter gänzlich verwachste und überhaupt einen schlechten Tag hatte, schnitten unsere Läufer sehr befriedigend ab. Für sie war es ein Glück, frühe Startnummern zu haben, denn gegen Mittag pappte der Schnee auch dort, wo die Sonne nicht hinkam. Nur in den verstecktesten Dachrunsen und Mulden im Walde drin blieb es noch etwas kalt und schnell. Ungefähr 3 km vor dem Ziel, am Beginn eines längeren Aufstieges, hatten wir uns als Verpflegungsposten installiert, als unerwartet früh, nur von zwei Nummern überholt, Ernst Feuz erschien, munter, frisch, einen kräftigen Jodel erschallen lassend, als er unser ansichtig wurde. Er liess sich den dargebotenen Kaffee schmecken und raste nach einem kurzen Halt schnell weiter. Er blieb mit 1:18:59 nur 7 Minuten hinter dem Sieger Stenen. Adolf Rubi hatte sich verzweifelt angestrengt, seinen jüngern Landsmann einzuholen, was ihm aber nicht gelang. Mit I : I ~ : stellte I~ er sich mitten unter die Norweger und unter die besten Mitteleuropäer. Den Deutschen Gustav Müller schlug er um 40 Sekunden. Von Bussmann hatten wir sowieso eine flotte Leistung erwartet und wurden denn auch nicht enttäuscht. Nur der schon seit einem Jahr in Norwegen lebende und mit den Verhältnissen genau vertraute Deutsche Bogner und der Tscheche Nemecky stellten sich mit einigen wenigen Sekunden vor unserem Schweizermeister, der mit 1:15:44 von den IOO Läufern in den 20. Rang kam. Julen musste ,aufgeben, nachdem er sich vollständig abgearbeitet hatte und keine Aussicht mehr sah, irgend einen anständigen Platz einzunehmen. Unter den ersten sechs Preisgewinnern der A-Klasse finden wir vier Mann der norwegischen Militärpatrouille. Daraus möge man ermessen, mit welcher ausgezeichneten Mannschaft die Gastgeber der internationalen Skirennen ins Feld gerückt waren.


Ad. Attenhofer, Schweiz Trainer der Zivilmannschaft

Dr. Pierre Minelle, Delegierter Frankreichs Zeichnungen von Szepes

Hauptmann W. R. Oestgaard gew. Präsident Norges Skiforbund

Der Favorit Vinjarengen wurde nur Vierter, verlor aber sehr wenig Zeit, so dass ihm der erste Rang im kombinierten Lauf - um den Königspokal - von keinem andern Konkurrenten streitig gemacht werden konnte. RESULTATE DES LANGLAUFES : I. Ole Stenen (Norwegen), als 22. gestartet, in I : I I : ~ ~ . 2. M. P. Vangli (Norwegen), 1:12:03. 3. Knut Lunde (Norwegen), I :I 2: I 8. 4. Hans Vinjarengen (Norwegen), I :I ~ 4 9 . 5. Skagnes (Norwegen), I: 13:13.

6. Gjermund Murnaasen (Norwegen), 2: I 3: 22

7. Peder Balgum (Norwegen), I: 13:44. 8. Reidar Oedegaard (Norwegen), I: 13:45. 9. Hans Ingelsrud (Norwegen), I: 14:04. 10. Aksel Skarpjordet (Norwegen), I: 14:04. 21. Bussmann (Schweiz), I . 17:19. 46. Feuz (Schweiz), I: I 8:53.

6. SPRUNGLAUF AM HOLMENKOLLEN 2. MARZ 1930.

In Norwegen gibt es zwei nationale Feiertage : den Freiheitstag und den Holmenkollentag. Überall in der Welt, wo Sport getrieben wird, kennt man die Bedeutung des Holmenkollentages. Wir Schweizer feiern ja viele Feste, auch sportliche, aber eines von der Bedeutung des Sprunglaufes im Holmenkollen haben wir nicht. Unsere Delegation hatte das Glück, den grössten und schönsten, den Rekord-Holmenkollentag mitzuerleben. Er wird unauslöschlich in unserer Erinnerung bleiben. Schon am Vortage herrschte in der norwegischen Hauptstadt Feststimmung. Nach dem 17 kmLanglauf wurden die Vorverkaufskassen für den Sprunglauf fast gestürmt. Für viele, viele tausend Kronen wurden Eintrittskarten in alle Nacht hinein verkauft. Nach einem sehr gemütlichen und kurzweiligen Abend beim schweizerischen Generalkonsul Tschudy und Familie pflegten wir am Sonntag nicht lange der Ruhe, um den Holmenkollenaufmarsch von Anfang an verfolgen


zu können. Schon kurz nach acht Uhr setzte sicli von der Stadt aus der Zuschauerstrom in Bewegung. Während vier voller Stu11dei-i bis zum Beginn der Wettkämpfe wurden bestimmte Zufalirtswege nach Holmeiikollen für den Autoverkehr gesperrt. Gibt es denn in dieser Stadt so viele Mensclien ?, mussten wir uns fragen beim Anblick des unaufhörlich dakirirauscliei~deii Menschengewoges. Die Holmenkollenbahn und die Kraftwagen beförderten rund 20,000 Personen zur klassischen norwegisclien Skisportstätte. Nach 11 Uhr war es unmöglich, eiiien Taxi zu bekommen, und die meisten Zuschauer zogen es vor, den Weg von Os10 zum anderthalb Stunden ei-itfernten Sprunghügel zu Fuss zurückzulegen. Der Nebel reichte glücklicherweise nur bis etwa 300 m über Meer. Holmenkollen mit seinen 60-70,000 Zuschauern lag in der Sonne. Eine Minute vor Stundenschlag 13 betrat die königliche Familie die Elireritribüile. Wie am Freitag durchbrauste ein vieltausendstimmiges, dreimal dreifaches Hurra dem Herrscher über das Volk der Skiläufer. Die Nationalhymne wurde intoniert und stehend sangen die unüberselibareri Zuscliauermassen mit. Mit dem Schlag der Uhr startete der erste Springer. Dann folgten in sehr kurzen Intervallen alle die 243 sehnigen Springergestalten, zuerst die der A-Klasse, dann der B-Klasse, Läufer, die am Holmenkoller-i oder anderen Landesrennen noch keinen Preis gewonnen hatten. Dann die 12 Mann der Altersklasse und schliesslich die 70 Juiliorei-i. Nachdem jeder einen Spruiig ausgeführt hatte, wurde wieder von vorne begonnen. Die 480 Sprünge wurden ii-i knapp z3I4 Stuiiden erledigt. Auf der Anlaufbahn und auch im untern Teil der Anlage wecliselten zeitweise Sonne und Schatten, was etwas ungleiche Verhältnisse schuf. Doch war die Bahn in einem liervorrageilden Zustand. Die Springer der A-Klasse, soweit sie wenigstens eine gute Langlaufzeit hatten, sprangen eher etwas zurückhaltend. Feuz, der wieder als Dritter vorankam, erreichte im ersten Lauf in sicherer Manier 42 m. Weil er der erste Maiin der Schweiz war, der sprang, wurde Rufst du mein Vaterland)) gespielt. Die ungeheure Menschenmenge hörte andächtig zu und brach nach Scliluss in stürmischen Jubel aus. Das war für uns Scl-iweizer ein feierlicher, unvergesslicher Moment. Rubi schien gut aufgelegt zu sein und erreichte in gefälligem Still mit sicherer Landung auch 42 m. Bussmann, der noch am Morgen trainiert hatte, war natürlich unser schwächster Mann und musste sicli mit 33 m begnügen, die er stund. I n der zweiten Serie wurde unter sehr ungünstigen Verhältnissen begonnen. Die beiden Springer, die vor Feuz starteten, stürzten. Aber das machte auf unsern Landsmann keinen Eindruck. Trotz schlechter Fahrt kam er auf 45,s m und stund, wenn auch nicht ganz so sicher wie das erste Mal, seinen Sprung. Mit dieser Leistung sollte sich Feuz an die Spitze der Mitteleuropäer stellen, denn nachher sprangen die deutschen Läufer mit gleicher Laufnote schlecht. Recknagl und Glass waren wohl etwas besser, können aber Feuz nicht gefährlich werden, weil sie im Lang-


lauf zuviel eingebüsst haben. Nur der Tscheche Nemecky und der Pole Czech kamen für den ersten Platz der Mitteleuropäer noch in Frage, doch sprang keiner von ihnen so gut wie Feuz. Wir können also mit dem Erfolg wieder sehr zufrieden sein, werden wir uns doch neuerdings an die Spitze der Mitteleuropäer stellen. Rubi verlor im zweiten Sprung, weil er gar keine Anlaufgeschwindigkeiten erzielen konnte, mehrere Meter Sprunglänge, wie übrigens viele andere Springer auch. Der Schweizer kam auf 37,s m. Bussmann sprang mit dem kürzeren Anlauf 32 m und stund. Trotz seiner guten Laufzeit wird er im Klassement der Kombinierten nicht den gleichen Rang einnehmen können wie Feuz und Rubi. Ganz grossartige Leistungen zeigten die Springer der B-Klasse. Sigmund Ruud stund 48 und 49,5 m in wundervollem Stil. Noch schärfer war der Kampf bei den Junioren. Man sah da wirklich ganz hervorragende Springer. Übrigens hielten sich in dieser Klasse die jungen Tschechen gut. Ruuds Bruder, namens Birger, stund zweimal 50 m. Ulland egalisierte mit einem der letzten Sprünge den Schanzenrekord von 50,s m. Der I 8jährige Knobberstad erzielte eine Sekunde später 51 m, also einen neuen Holmenkollenrekord. Das Publikum war jetzt wie elektrisiert. Dann kamen noch zwei 18jährige mit je 49 m, was auf Holmenkollen eine fabelhafte Leistung bedeutet. Der Clou der ganzen Veranstaltung war der neue RekordSprung des I 8jährigen Reidar Andersen. Er startete als Allerletzter und brachte das Unmögliche fertig, fast in der Ebene auf 52 m zu stehen. Das Publikum durchbrach die Abschrankungen und trug den neuen Holmenkollen-Rekordspringer auf den Schultern von dannen. RESULTATE : SPRUNGLAUF : Lange Sigmund Ruud (Damenpokal.) . . . . . . . 48 .o 49. o Olav T. Kaasa . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47.0 44.5 42.5 Sven Eriksson . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45.0 W.Glass . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46.0 45.5 H . Vinjarengen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46.5 42.0 Jon Snersrud . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45.5 45.5 43.5 Helge Torvö . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46.5 Lorang Andersen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45.5 43.5 Storm Pedersen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44.5 42.0 L. Kratzer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44.5 42.0 Ernst Feuz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42.0 45.5 T h . Strömstad . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43.5 42.5 I.

I.

2.

3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11.

12.

I. 2.

I.

2.

3. 4. 5. 6. 7.

Punkte 229 219.7 215.8 214.2 213.9 213.6 212.9 211.2 210.8 208.30 206.7 206.7

2. SPRUNGLAUF-JUNIOREN : Birger Ruud. 3. Olaf Ulland. Reidar Andersen. Alle Norwegen.

Land Norwegen Norwegen Schweden Deutschland Norwegen Norwegen Norwegen Norwegen Norwegen Deutschland Schweiz Norwegen t

- -

3. KOMBINATION : 8. Jon Snersrud, 417~60.. Hans Vinjarengen, 446 (Königspokal). 9. Strömstad, 415~20. Skagnes, 432,61. 10. Lorang Andersen, 412,01. Knut Lunde, 428,08. Von den Schweizern wurden klassiert : Belgum, 428. Feuz im 23. Rang mit Note 402,73. Christian Holmen, 424,20. Rubi im 26. Rang mit Note 400,23. Muruaasen, 422,60. Axel Skarpjordet, 418,76.


SCHNEEHASENSPUR

PHOT Dr.

6%.

DEFNrH


SCHNEEHASENSPUR

PHOT Dr. A. DEFHER


7.50 KM DAUERLAUF AM HOLMENKOLLEN. 3. MARZ 1930.

Für die letzte Konkurrenz der internationaleil Skirennen in Os10 liatteil sich im ganzen 146 Koiikurreiiten angemeldet, die aber lange nicht alle am Start erschienen. Nach den schweren 17 Km-Langläufen war dies übrigens vorauszusehen gewesen. Auch die Schweizer rückten nicht vollzählig ins Treffen. Walter Bussmann, der den Spezial-Laiiglauf und den kombinierte11 Langlauf mitgemacht hatte, startete nicht, so dass nur ICunz, Wampfler uiid Zeier am Ablauf erschienen. Die andern mitteleuropäischen Länder waren ebenfalls sehr schwach vertreten. Bei Deutscliland blieb Gustel Müller dem Start fern, und nur Otto Wahl ging ins Rennen. Polen und Jugoslawien dagegen hatten ihre bestell Kräfte für den Dauerlauf gespart, Diesmal wareil es nicht die Schweizer, welche den besten Mitteleuropäer stellten, soridern die Tschechen, die an der Tradition festhalten wollei~,die besten DauerIäufer Mitteleuropas zu stellen. Die Strecke begailii wieder beim Skimuseum und führte, im allgemeiiieii dem Trasse der Militärläufe folgend, iii nördlicher Richtung durch Nordmarken, bog dann wieder zurück und endete beim traditionellen Zielpurikt vor dem Museum. Die Strecke war sehr schwer, richtig norwegisch und stellte an die Läufer die allergrössten Anforderuiigeii, deneii lange nicht alle gewachsen waren. Besoiiders die Abfahrteil, die übrigens wie die ganze Loipe im Walde lagen, bereiteten deil Läufern grosse Schwierigkeiten. Eigentliche Flachlaufstrecken gab es nur dort, wo die Piste über eiileil der unzäliligen kleinen Seen liinwegführte. Sie kulminierte auf uiigefälir 600 m. Ihr tiefster Punkt lag auf zirka 300 m Höhe. Der Schnee war sehr schnell. Nach zwei ziemlicli warmeil Tagen zeigte das Thermometer am Morgeii vor dem Lauf und den Tag hiildurcli einige Grade Kälte an. Nur die höchsteii bewaldeten Kuppen Nordmarkens ragten aus dem ungeheuren Nebelmeer liervor ; der grösste Teil des Laufes musste in dichtestem Nebel zurückgelegt werden, was sich natürlich sehr nachteilig auf die Läufer auswirkte. Es war klar, dass Mitteleuropa in diesem Riesenkampfe zwiscl-iei~den drei Nordstaaten nur eine krasse Aussenseiterrolle spielen konnte. Nachdem Norwegen bis jetzt alle Konkurrenzen mit grossem Vorsprung gewoni~en und die meisten Plätze erobert hatte, wurden von den i~orwegiscl-ienDauerläufern alle Anstrengungen gemacht, auch den Sieg im 50 km-Dauerlauf ail ihre Flagge zu heften. Bekanntlich waren die Schweden und Finnen in den letzten beiden Jahren Sieger des Monstre-Dauerlaufes geworden. In diesem Jahre hatten die Norweger in Rustadtuen, dem Sieger des Langlaufes, einen Mann, der dazu berufen schien, nach dreijähriger Pause seinem Lande die Vorherrschaft im Dauerlauf zurückzuerobern. Das schien bis zum Schluss des Laufes denn auch der Fall zu sein, bis plötzlich der Schwede Utterström, der letztjährige Sieger, mit der hohen Startnummer 143 im Ziel eintraf und die Hoffnungen Norwegens zuschanden machte, Gleich vom Start weg holte sich der glänzende Techniker Rustadtuen


einen kleinen Vorsprung heraus, den er aber gegen seine gefährlichsten Konkurrenten, die Finnen, und besonders gegen den Schweden Utterström nicht vergrössern konnte. Oft lag er nur eine Minute, dann wieder zwei Minuten vor dem Schweden und den Finnen, die in M . Lappalainen und Paananen ihre besten Leute stellten. Uberall auf der Strecke wurde der Schwede durcli seine Landsleute über die Laufzeiten Riistadtueils genau orientiert und er richtete sich danach. Bis zum erste11 Kontrollposten, der bei 8,s km lag, brauchte der norwegische Favorit 38 Min. Paananen war der einzige, der dem Norweger die Stange zu halten vermochte. Utterström benötigte 38:30, Hovde, auch einer der norwegischeil Favoriten, 39 Min., gleichviel wie einige der anderen aussichtsreicl~stenBewerber. Erst vom 30. Kilometer trafen wieder Nachrichten ein. Rustadtuen führte mit 2:01:55 Stunden. Utterströms Zeit betrug z:o3: 15. M. Lappalainen folgte mit 2:03:45, Paananen hatte die gleiche Zeit, Saarinen zeigte z:oq:30. A m riächsten kamen da1111 die Norweger Vangli und Hovde; der Olympiasieger Hedlund, für den die Strecke zu schwierig war, hatte schon ordentlich Terrain eiilgebüsst und kam für den ersten Platz nicht mehr in Frage. Auch die bekannten norwegischen Dauerlaufer Lundamo, Muruaasen und Brodahl, auf die zum Teil grosse Hoffnungen gesetzt worden waren, hatten auf die Spitzengruppe im Durcl-ischnitt 7-10 Min. verloren, die nicht mehr einzuholeil waren. Beim 36. Kilometer lagen Rustadtuen und Utterström gleich. Von den übrigen Norwegern lag nur Vangli in der Spitzengruppe. Martti Lappalainen und Paananen hatten knapp 1-2 Min. eingebüsst. Der Zuschauer, die schon von 7 Uhr morgens an zu Tausenden das Ziel umlagerten, bemächtigte sich eine ungeheure Spannung. Welchen Ausgang würde der Kampf nehmen ? Startnummer 35 (Vangli) traf zuerst am Ziel ein. Dann folgte schon Nummer 73 (Rustadtuen). Das Publikum fieberte, bis Paananen und Lappalaineil am Ziel waren, mit ganz geringen Differenzen auf Rustadtuen, aber doch sicher geschlageil. Die Finnen hatte man sehr gefürchtet. Nach einiger Zeit traf Utterström, noch vollkommen frisch, am Ziel ein und wurde mit frenetischem Beifall empfangen, der sich aber sofort legte, als die Zeit bekannt wurde. Mit einem Vorsprung von 53 Sek., der zum Siege genügte, hat Utterström ein zweites Mal den schönsten Triumph der Holmenkollen-Rennen für Schweden erobert. D I E SCHWEIZER lagen lange Zeit recht gut im Rennen, konnten aber das Tempo der nordischen Rennkanonen nicht halten. Beim 20. Kilometer brach Zeier bei einer Abfahrt einen Ski. Er hatte kurz vorher den schweizerischen Posten passiert und musste weit laufen, bis er sich Ersatz verschaffen konnte. Der Zeitverlust war natürlich nicht mehr gutzumachen. Mit 5:05:34 ging er trotzdem keine schlechte Zeit, wenn man bedenkt, dass dieser Skibruch ihn ungefähr eine halbe Stunde kostete. Wampfler beging die Unvorsichtigkeit, bei einem


Verpflegungsposten kalte Suppe zu essen und litt dann längere Zeit unter Magenstörungen. Er erreichte aber trotzdem das Ziel in 4:58:12. Oberlt. Kunz verlor viel Zeit in den unübersichtlichen, gefährlichen Waldabfahrten, die z. B. auch einen Tauno Lappalainen erledigten, weil er einen Ski brach. In den Aufstiegen war Kunz sehr schnell. Mit 4:48:50 klassierte er sich wieder als bester Schweizer. Die Tschechen stellten in dem jungen Josef Nemecky diesmal den besten Mitteleuropäer. Er benötigte 4:33:36. Feistauer, ebenfalls ein Tscheche, war mit 4:35:22 zweiter Mitteleuropäer. Wie weit uns die Nordländer im Dauerlauf noch voraus sind, beweist die Rangliste der Schweden, Finnen und Norweger, die die ersteil 40 Plätze einnehmen. Dann kommen die beiden Tschechen und erst mit deutlichem Abstand folgen diesmal die Scl-iweizer und die übrigen Mitteleuropäer. Einige der besten Schweden haben am Sonntag am Gustav-Wasa-Rennen teilgenommen, sonst wäre die Uberlegenheit der Schweden und des ganzen Nordens 1loc1-i deutlicher zum Ausdruck gekommen. RESULTATE : I.

2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9.

10. I I. 12. 13. 14.

Sven Utterslröm (Schnreden), 3:53: 14. Arno Rustadtuen (Norwegen), 3:54:07. Paananen (Finnland), 3:57:46. Martti Lzppalainen (Finnland), 3:59:50. Vangli (Norwegen), 4:00:48. Saarinen (Finnland), 4:05:24. Lindgren (Schweden), 4:05:32. hlui-uaasen (Norwegen), 4:08:39. Liikkanen (Finnland), 4:og: I 7. Haugen (Norwegen), 4: 10:34. Hedlund (Schweden), 4: 10:39. Vestad (Norwegen), 4: 10:43. Oedegaard (Norwegen), 4: 10:52. Huttunen (Finnland), 4: I 1:03.

15. I 6. 17. 18. 19. 41. 42.

Belgum (Norwegen), 4: I 1:zo. Hovde (Norwegen), 4: I 2: I 7. Brodahl (Nor~vegen),4: 13:22. Jorisson (Schweden), 4:15:39. Ingelsriid (Norwegen), 4: 15:43. Nemecky (Tschechoslou~akei),4:33:26. Feistauer (Tschechoslowakei), 4:35:52 Als nächste Mitteleuropäer folgen Otto Wahl (Deutschland), 4:41:16. Czech (Polen), 4:48:04. Die Schweizer klassierten sich : 54. Oblt. Kunz, 4:48:40. 65. Wampfler, 4:58: r 2. 78. Zeier, 5:05:34.

Zwischen den Skikoilkurrenzen tagte vom 24. bis 26. Februar der

XI. Internationale Skikongress unter dem Vorsitz von Oberst Holmquist (Schweden) in Oslo und Finse. Es waren 16 Länder mit 30 Vertretern anwesend, die den drei Weltteile umspannenden Internationalen Skiverband vertraten (U. S. A., Canada, Tschechoslowakei, England, Finnland, Frankreich, Italien, Japan, Jugoslavien, Norwegen, Polen, Scl-iweiz, Schweden, Ungarn, Deutscl-iland, Österreich). Die Schweiz war vertreten durcl-i die Herren Oberst Luchsinger, Hptm. Fritz Erb, Dr. Walter Amstutz und ausserdem durcl-i Herrn Dr. Danegger als Mitglied des Vorstandes der FIS. Als Austragungsort der FIS Wettkämpfe 1931 wurde Oberhof in Thüringen bestimmt. O r t und Zeit des nächsten Internationalen Skikongress konnten noch nicht bestimmt werden. Lake Placid als Tagungsort zu wähleil, ist zwar vorgesehen, doch sind die Verhandlungen mit Amerika noch nicht zum Abschluss gediehen. Ohne weitgehende Subvention von amerikanischer Seite ist ein Icongress in den Vereinigten Staaten nicht durchführbar. Nach den Ausseruqen


des amerikanischen Vertreters, Mr. Harris, soll zu diesem Zwecke ein Fonds gegründet werden. Sollte diese Finanzierung scheitern, wird man der Einladung Frankreichs folgen und im Frühjahr 1932 in Paris tagen. Prinzipiell wurde der Beschluss gefasst, an den Olympischen Winterspielen in Lake Placid teilzunehmen. Zur Vorbereitung der wichtigen technischen Fragen, Amateurstatus und Einführung von Abfahrts- und Slalomlauf in die Wettlaufordnung wurden Spezialkommissionen bestellt, die am 25. Februar neben dem Vorstande der FIS in Finse tagten. Der Norwegische Skiforbund hatte in zuvorkommender Weise sämtliche Kongressteilnehmer zu einem 24 stündigen Ausflug nach Finse geladen. Für uns Mitteleuropäer und insbesondere für uns Schweizer war die Frage der Behandlung von Abfahrts- und Slalomläufen von grösster Bedeutung. Die Studienkommission setzte sich aus folgenden Herren zusammen : Dr. Danegger (Schweiz) als Präsidenten, Conte Bonacossa (Italien), Arnold Lunn (England), Oberst Bobkowski (Polen), Leutnant Helset (Norwegen) und Dr. W. Amstutz (Schweiz). Wenn auch auf nordischer Seite die feste Meinung bestand, diese Läufe nur provisorich aufzunehmen, so muss hier doch gesagt werden, dass die Verhandlungen von versöhnlichem Geiste getragen wurden. Nachdem man seit Jahren über Abfahrts- und Slalomlauf so viel dafür und dagegen geschrieben hatte, wobei der Norden dem Süden diametral gegenüberstand, war eine reibungslose Erledigung dieser wichtigen Frage nicht ohne weiteres vorauszusel~en. Umso erfreulicher war daher die Einstimmigkeit der Kommission und des nachfolgenden Kongresses. Die Kommission in Finse arbeitete an Hand der heute bestehenden zwei Wettlaufordnungen des Ski-Club of Great Britain und des Schweizerischen Akademischen Skiclubs einen Entwurf aus, der als Zusatz zur Wettkampfordnuq der FIS gedacht war. In der nachfolgenden Schlussitzung in Oslo referierte Dr. Danegger als Präsident der Kommission über die Gründe, die dazu führten, dem Kongress zu beantragen, Abfahrts- und Slalomlauf zu reglementieren. Er wies insbesondere darauf hin, dass das Skifahren in den Alpen infolge der besonderen topographischen Verhältnisse eine ganz andere Entwicklung genommen habe als im Norden, und dass für Mitteleuropa das Fahren und für den Norden das Laufen das Natürliche sei. Er betonte, dass es die Schuldigkeit der FIS sei, die Verhältnisse in Mitteleuropa zu berücksichtigen. Der Kongress nahm diese Ausführungen mit Interesse und Wohlwollen entgegen und hiess die Resolution der Kornmission einstimmig gut, nachdem auf Wunsch der skandinavischen Skiverbände die Redaktion so gefasst wurde, dass es heute in der WettlaufAusserdem können Slalom- und Abfahrtsläufe ordnung heissen wird : durchgeführt werden. Es wäre von den Vertretern des Abfahrts- und Slalomlaufes pietätlos gewesen, sich an der Fassung dieses Einführungssatzes und insbesondere an dem Ausdruck (( ausserdem zu stossen. Jeder, der Skandinavien besucht ((

))


hat, muss wissen, warum der Norden und der Süden über das Skilaufen diametral denken. Man hat ui-is früher oft vorgeworfen, dass wir in Unkenntnis der waliren norwegischen Skifahrerei etwas propagieren, das künstlich sei. Dieser Vorwurf war aus der Luft gegriffen. Mit der klaren Dreiteilung von Skilaufen, Skifaliren, Skispringen, die uns Dr. Henry Hoek 1925 bereits in unserem ersten (( Schneehasen)) (Seite 3) prägte, war die Basis für eine internationale Wettkampfordnung geschaffen. Heute nocli anerkennen allerdings unsere norwegischen Freunde im Grunde i-iur Skilaufen ui-id Skispringen, währenddem Skifal-iren für sie vorderhand nocli eii-ie drittklassige Angelegenheit bedeutet. Deshalb musste die Fassung ausserdem köni-ieii... » bei dem nordischen Schwergewicht im internationalen Skiverband, aucl-i von den Abfahrts- und Slalomspezialisten gutgel-ieissen werden. Wir glauben dabei keinen Moment, dass der gute Wille Norwegens bei der jal-irelang besprochenen Einführung von Abfahrts- und Slalomlauf auf internationalem Geleise widerspenstig war, sondern es fehlte am voraussetzeiidei-i Verständnis. Es ist scl-ilechterdings unmöglich, in Nordmarken Abfahrtsläufe zu veranstalten. Unsere norwegisclien Skifreunde haben in der Mehrzahl weder Abfahrts-noch Slalomlauf richtig verstanden. Ihre Auffassung vom Skilauf ist eine rein athletische und die geistig-sportliche Einstellung eine grundverschiedene von der unsern. Es wird nocli einige Jahre dauern, bis die Praxis allgemeii-i die Trennung von Skilaufen, Skifaliren und Skispringen anerkennen wird. Hunderte von Skifahrern in dei-i Alpen werden sich aber jährlich von der Zweckmässigkeit der Dreiteilung überzeugen und so werden mit der Zeit die reniisportlicl-ien Antipoden des Skisportes sowohl bei den nationalen Skiverbänden wie bei der FIS ihre endgültige Gleicliberechtigung erfahren. Die Skiverbände in den Alpeii werden Landesmeister im Laufen und Springen und Landesmeister im Fahren anerkennen und der internationale Skiverband wird jedes zweite Jahr seine grossen Rennen im Abfahrts- und Slalomlauf, beziehungsweise im Sprunglauf und Dauerlauf durcliführen. Jedenfalls sind aber bei diesem XI. internationalen Skikongress Abfahrtsund Slalomlauf endlich international reglementiert worden und damit ist ein Markstein zu intensiverer Eritwicklung gelegt worden. Slalom- ui-id Abfahrtslauf sind bei uns erst noch in den Enwicklungsjal-iren und werden durch die Sanktion der FIS einen sclinellen Aufschwung erfalire~i. ((

Eine Eingabe des Ski-Club of Great Britain, die vorschlug, dass im Anschluss an die FIS Wettkämpfe in Oberl-iof im nächsten Winter in Mürren die ersten FIS-Wettkämpfe für Abfahrts- und Slalomlauf durcl-igefül-irt werden sollen, fand rückhaltlose Zustimmung. Mit dem gleichen versöhnlichen und weitsichtigen Geiste wurde in Finse und nachher in Os10 die Frage der Studenten-Skiwettkämpfe behandelt. Die Confkd4ration Internationale des Etudiants ist inskünftig ermächtigt, jährlich internationale Universitäts Skiwettkämpfe auszuschreiben und durchzuführen. Mit diesen beiden Resolutionen ist dem Schweizerischen Akademischen Skiklub eine


Bescherung zuteil geworden, wie er sie sich zu seinem 5 . Geburtstag nicht schöner hätte wünschen können. Bei der Regelung der Amateurfrage wurde kein praktisches Resultat erzielt und man beschloss, an der alten Reglementierung festzuhalten. Das ist eine Frage, die unseres Erachtens praktisch nie gelöst werden wird. Der Deutsche Skiverband wurde mit der Ausarbeitung eines Wettlaufentwurfes für die Organisation von Ski-Stafettenläufen beauftragt, der dem nächsten Kongress vorliegen wird. Mit diesem Kongress des Internationalen Skiverbandes hat der Skilauf in den Alpen eine neue Grundlage erhalten, weshalb er für uns Mitteleuropäer wohl der ereignisreichste der elf bisher abgehaltenen Kongresse bleiben wird. Die grosse internationale Freundschaft, die an diesen Tagungen in den Beratungen immer wieder wegleitend war, können wir nicht genug preisen und wir hoffen, dass der « Geist von Finse» auch fürderhin den Skikongressen Pate stehen werde ! Noch am gleichen Abend, als der grosse Holmenkollen-Sprungtag beendigt war, fiihrten uns gescl~äftlicheZwecke nach Stockholm. Nachdem wir Gelegenheit hatten, Herrn Carl Nordensen, den Scl~riftleiter des Pa Skidor und grossen Förderer des alpinen Skilaufes im Norden zu treffen, liessen wir uns überreden, Storlien in Mittelschweden noch einen kurzen Besucli abzustatten. Nachdem wir von Finse aus den Hardanger Jokul bestiegen hatten, war uns ein Vergleich zwischen norwegischer und schwedischer Skilandschaft willkommen. Die kurzen Stunden, die wir in Begleitung von Arnold Lunn und Graf Hamilton als Gäste des schwedischen Skiverbandes dort verbringen durften, haben einen S~hlafula~enkurs nordwärts und wieder südwärts reichlich gelohnt . Es ist unsere Pflicht, den Herren Oberst Holmquist, Capt. Oestgaard, Graf Hamilton, C. Nordensen und allen den liebenswürdigen Skandinaviern, die uns bewirtet haben, für den kameradschaftlichen Empfang herzlich zu danken. Dem Norden ein Ski-Heil !


Photo

Sulzschnee

: Alberf Sleiner.

SI. M o r i l z


IN MEMORIAM Dr CONSTANT NOYER A m 10. Oktober 1'930 verunglückte Dr. med. vet. Constant Noyer tödlich. Der Verstorbeiie wurde am 14.August 1893 als Sohn des Veterinärprofessors Oberst Noyer in Bern geboren. Er verbrachte fast die ganze Jugend in seiner Vaterstadt. Nacli Absolvierung der Gymnasialzeit bestand er die Matura im Herbst 1913 uiid scliloss seine Studien als Tierarzt im Frülilirig I g I g ab. Nachdem er sich als Assistent weitergebildet hatte, trat er in die Direktion des Scliweizerischeii Serum- und Impfinstitutes ein, wo er bis zu seiiiem Hinsclieid verblieb. Sportsmaiiii vom Scheitel bis zur Sohle, Sommer und Winter gleich durchtrainiert, widmete sich Noyer jede freie Minute körperlichen Ubuiigeii. Er war ein überragend gewandter Segler, ein vorzüglicher Scliwimmer und glänzender Fechter. Innerem Drange folgend widmete er sich mit immer jugendlicher, idealer Begeisterung dem Skifaliren. Die Saison vom Beginn bis zum Ende nacli Möglichkeit ausnützeiid, genoss er die Freuden und Mühsale sowohl des sportlichen als auch des touristischen Skilaufes mit offenem Siiin. Nicht durch eleganten Stil wollte er anderen gefallen, soiidern seine unerhörte Zähigkeit und Ausdauer wareii es, die ihn befähigten, auf jeder anstrengenden Tour sich von der Spitzengruppe nicht zu trennen. Coiistaiit Noyer war von der Natur mit einem selten klaren uiid lauteren Weseii beschenkt worden. Er verband in seiner Art jene glückliclie Miscliung, wie sie ihm durch seine Abstammuiig gegeben wurde von welschem Charme und Liebenswürdigkeit mit bernischer Gründlichkeit und Zuverlässigkeit. Ein sprecliender Beweis für die ganz ungewöhnliche Beliebtheit unseres Freundes war die überaus grosse Teilnahme an seiner Beisetzung. Ich glaube im Sii~iieVieler zu handeln, wenn ich an dieser Stelle das von Dr. Rubeli nacli Michelaiigelo zitierte, für Constant Noyer so trefflich passende Wort scl-iriftlich festhalte : Die Schöiilieit, die hier sclilummert, hat der Tod Nicht mit des Alters Waffen morden wollen, Nein, unversehrt, in ihrem Morgenrot Hat sie zurück zum Himmel kehren sollen. 1) Adrien SCHOCH.


Phofo : Dr. A. Schoch

Dr. Constant Noyer t


KLUBNACHRICHTEN UND MITTEILUNGEN DER SCHRIFTLEITUNG. hlitteilung der Technischen I<ommission : Die Techniscl-ie IZommission hat bis heute folgende h/litglieder des SAS zu Schneehasen ernannt : Arnold Lunn, Alex Keiller, Dr. Henry Hoek, Dr. Walter Amstutz, Dr. H . Gurtner, Graf C . G. D . Hamilton, Christ hleisser, Andre Roch, Walter von Stockar, Georg Weber, A. Allinson, W. Bracken, H . A . d'Egville, Tliomas Fox, Fritz d e Gouinoens, Othmar Gurtner, Dr. Oskar Hug, Walter Kümrnerly, Fortunat l'Orsa, Fraiicis Pelham Maitland, R. B. hlc Connel, Charles N. Proctor, Guido Reuge, Ernald W. A. Richardson, Hermani-i Salvisberg, Werner Salvisberg, Dr. P. von Schumacher. Nach Studium der RennProtokolle hat die Technische Kommission des SAS folgende Hasen für das Jahr 1929/30 in den it3chneel-iasenstaild>, erhoben : Ulrich Campell, Piet. Coebergh, Jakob IZielland, Jan. Loopuyt, Guy Nixon, W . R. Riddell, Coliil LI/. Wyatt, Joh. Luyrnes. Iin Namen der Technischen IZominission : Der P ~ ä s i d e n t: Dr. Walter AMSTUTZ. St-Moritz, den 20. Juli 1930. A m 7. November 1930, fand in Zürich die ordeiitlicile Generalversan~n.llz~ngpro I930 statt. Alle vier Sektionen : Basel, ßerri, Genf, Zürich waren in vollzähliger Delegiertenzahl vertreten. Annähernd 60 SAS-ler waren bei dieser Gelegenheit zusammengekom~nen. Die z. T. recht ausführlichen Jahresberichte des Zentralpräsidenten, des Präs. der T. IZ. und des Redaktors des iiscl-ineeliasen w~irdenverdankt und angenommeri. Die Jahresrechnung, die einen deutlichen Fortschritt der Clubfinanzen aufv,lies, wurde ebenfalls gei-iehmigt und dem Vorstand Decharge erteilt. Da die : Tätigkeit des gegenwärtigen Zentralvorstandes, der effektiv in Triumvirats-Zusammensetzu~~g D Y . H L L , ~W. , Bonomo, G. Uebersax arntiert hatte, mit diesem Datum statutengemass zu Ende ging, so fanden Neuwahlen statt. Sie lauten : )J

V o ~ o r t: fiir die Amtsda~ierOkt. 1930-Okt. 1933 : Bern DER NEUE ZENTRALVORSTAND

Präsident des C. C. : Dr. Bernhasd Rüfenacht, Waisenhausplatz, 21. Tel. Bw. 34.44 (Privat : Kalcheggweg, 20. Tel. Chr. 31.43). Vizepräsident: Hermann Rüfenacht, dipl. Architekt, Kalcheggweg, 20. Tel. Chr. 31.43. Zentralsek~etärund I<assier: Werner Grob, Archivstrasse, 2 0 . Tel. B\v. 18.53, I. beisitze^: PD. Dr. med. Adrian Schoch, Zeitglockei-ilaube, 2 . Tel. Chr. 61.12. 2. Beisitzer : Walter Kümmerly, i. Fa. Kümmerly und Frei, Hallerstrasse 6, Bw. 41.41, (Privat : Untere Halden, 420, hfuri bei Beril. Tel. Zähringer 22.88). 0.fizielle Gesci~aftsadresse: Waisenhausplatz, 21. Tel. Bw. 34.44. Dr. Kar1 Roesen, Partenkirchei-i (Bayern) wurde als grösster deutscher Förderer des Slalom-und Abfahrtslaufes zum. 7. Ehrenmitglied des SAS ernannt. Die neuen, wesetltlich erweiterten Statuten wurden nach eingehender Besprechung angenommen. Die Technische Kommission wurde für eine dreijährige Amtadauer wie folgt neu bestellt : Präsident und Aktuar Dr. Walter Amstutz, St. Moritz. Mitglieder : Willy Bonomo, stud. ing., 44, Zeltweg, Zürich : Ch. hleisser, stud. in-;., 32, Plattei-istrasse, Zürich. Der bisherige Redaktor Dr. Walter Amstutz, St. hloritz, wurde für eine dreijährige Amtsdauer \viedergewählt. Dem abtretenden I'räsidenten Dr. Hug wiirde pleiil pouvoir erteilt bezügl. Formierung einer möglichst beweglichen und tatkräftigen Skiheim-Baukotnmission und Realisierung dieses sehr wichtigen Projektes. Das vorgelegte bluster des Club-Sweaters wurde genehmigt und für Offizielle und Rennteilnehmer als verbindlich erklärt. Auf die vierstiindigetl, parlamentarischen Verhandlungen, die punkt I Uhr zu Ende gingen, folgte in der ((Oepfelchammer ein zweiter sehr angeregter, sogen. gemütlicher Teil, nach dessen Ablauf in einer bei Tagesailbruch ad hoc zusammenberufenen Sitzung von der bereits konstituierten Hüttenbaukommission konstatiert wurde, dass der Stand der Baufinanzen soeben das dritte Tausend angeschnitten hatte. Das British University Ski Club (BUSC) wählte unseren gewesenen Centralpräsidenten und Präsident der 11. Akademischen Weltwinterspiele in Davos, Dr. Oskar Hug, zu seinem Ehrenmitgliede in Anerkennung um seine Verdienste als Förderer der Akademischen Skibeaiegung und des Abfahrts-und Slalomlaufes im Besonderil.


Mit diesem vierten Heft des Band I unseres Jahrbuches wechseln wir den Drucker. Der Imprimerie Populaire, Avenue de Beaulieu, L.ausanne, ist die Administration des Annoncenteiles und der Druck des Jahrbuches übertragen worden. Es ist unsere angenehme Pflicht dem bisherigen Drucker R. Suter & Co, Schwanengasse, Bern, fur seine tadellos geleistete Arbeit zu danken Die persönliche Sorgfalt die Herr Suter stets für unseren Schneehasen aufbrachte weiss niemand mehr zu schätzen als der Schriftleiter. Mit diesem vierten Jahrbuche findet Band r seinen Abschluss. Eine Einbanddecke für die Hefte I - 4, Band I kann beim Zentralsekretariat, Waisenhausplatz 21, Bern (Dr. B. Rüfenacht) bestellt werden. Gegen Einsendung von Fr. 0.50 für die Schweiz und Fr. 1.- für das Ausland kann von der Druckerei : Herrn A. S. Crausaz, Imprimerie Populaire, I I Avenue de Beaulieu, Lausanne, das Inhaltsverzeichnis für Band I , No. I - 4 bezogen werden. Alle Beiträge dieses Jahrbuches sind Eigentum des SAS. Ohne Genehmigung der Schriftleitung dürfen keine Artikel nachgedruckt werden. Alle Korrespondenzen bezüglich des Jahrbuches I 93 I sind bis spätestens an D*. Walter Amstutz, Am Laretweg, St. Moritz, zu richten.

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