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TSCHECHISCHE REPUBLIK UNTERNIMMT HISTORISCHEN

Das tschechische Abgeordnetenhaus hat einer weitreichenden Reform des Strafgesetzbuches zugestimmt, die den Weg fĂŒr mildere Cannabisgesetze und eine Verlagerung auf alternative Strafen ebnet. Der Gesetzentwurf, der von 142 der 159 anwesenden Parlamentarier gebilligt wurde, stellt eine der bedeutendsten Neufassungen des tschechischen Strafrechts seit Jahrzehnten dar und zielt darauf ab, die Anzahl der GefĂ€ngnisinsassen zu verringern und die Rehabilitation gegenĂŒber der Inhaftierung mehr zu unterstĂŒtzen. Die Reform, welche noch der Zustimmung des Senats bedarf, soll ab Januar 2026 in Kraft treten.

Einer der wichtigsten Aspekte dieser Reform ist die Lockerung der Restriktionen hinsichtlich des Besitzes und Anbaus von Cannabis. Nach den vorgeschlagenen Regelungen dĂŒrfen Einzelpersonen bis zu drei Cannabispflanzen fĂŒr den Eigenbedarf anbauen und bis zu 100 Gramm getrocknetes Cannabis zu Hause haben oder 25 Gramm außerhalb der Wohnung bei sich tragen.

Der Besitz von mehr als diesen Mengen wird weiterhin bestraft, der Anbau von vier bis fĂŒnf Cannabispflanzen als Ordnungswidrigkeit und von mehr als fĂŒnf Pflanzen als Straftat behandelt. Mehr als 200 Gramm getrocknetem Cannabis zu Hause wird ebenfalls als Straftat eingestuft.

Der neue Gesetzesrahmen, prÀsentiert von

SCHRITT ZUR MODERNISIERUNG DER

Zu den Änderungen gehört auch die Formulierung eines eigenen Kapitels im Strafgesetzbuch hinsichtlich cannabisbezogener Straftaten, wobei die Strafen wegen geringerer sozialer Risiken bei Cannabis im Vergleich zu anderen Drogen neu bemessen werden.

Ex-Justizminister Pavel BlaĆŸek, der im Zuge eines Bitcoin-Skandals von seinem Amt zurĂŒckgetreten ist, sagte, die umfassende Reform ziele darauf ab, zwischen wirklich schĂ€digendem Verhalten und geringfĂŒgigen VerstĂ¶ĂŸen zu unterscheiden und letztere die Strafverfolgung nicht belasten mĂŒssen. Der Änderungsantrag zu Cannabis hat sowohl die Aufmerksamkeit der BefĂŒrworter einer Liberalisierung der Drogenpolitik als auch derjenigen auf sich gezogen, die vor einer Normalisierung des Drogenkonsums warnen.

Kurze Zusammenfassung der angenommenen Regelungen:

‱ Personen ĂŒber 21 Jahre dĂŒrfen bis zu drei Cannabispflanzen pro Haushalt anbauen Der Besitz von bis zu 100 Gramm getrockneter BlĂŒten zu Hause und 25 Gramm außerhalb der Wohnung wird legal sein

Bis zu 200 Gramm Cannabis wird als Ordnungswidrigkeit behandelt, wĂ€hrend der Besitz von mehr als 200 Gramm als Straftat bewertet wird. Das Strafmaß hĂ€ngt ab von der Menge des vorgefundenen Cannabis und beginnt mit einer BewĂ€hrungsstrafe

Obwohl tschechische Cannabisaktivisten auf mindestens 300 Gramm als persönlichen Besitz gehofft hatten, ist dies dennoch ein großer Schritt nach vorn fĂŒr die Cannabis Community in der Tschechischen Republik und in ganz Europa.

Das genehmigte Legalisierungsmodell in Tschechien sieht eine deutlich höhere Besitzgrenze vor verglichen mit anderen europÀischen LÀndern, in denen Cannabis legalisiert worden ist.

Malta hat als erstes Land im Jahr 2021 den Cannabiskonsum fĂŒr Erwachsene legalisiert. Dort können im Haushalt einer erwachsenen Person privat bis zu 4 Pflanzen angebaut werden und allgemein dĂŒrfen Erwachsene bis zu 50 Gramm Cannabis besitzen.

In Luxemburg, wo 2023 eine nationale Cannabisreform durch den Gesetzgeber verabschiedet wurde, können im Haushalt eines Erwachsenen bis zu vier Pflanzen privat angebaut werden, er darf aber nur drei Gramm Cannabis besitzen. Deutschland hat 2024 den Cannabiskonsum fĂŒr Erwachsene legalisiert, erlaubt einer erwachsenen Person in der Privatwohnung den Anbau von bis zu drei Pflanzen und den Besitz von bis zu 50 Gramm Cannabis.

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Ganja-Paradies (Teil I)

Der lange Weg zum legalen Cannabis in Thailand

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Monster MakerÂź von Sweet Seeds Eine Harzbombe mit Zitrus-Power

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Der Freeze Dryer

Was ist das, wie funktioniert er und wofĂŒr wird er verwendet?

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Biscotti von Barney’s Aller genialen Dinge sind drei

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Was beim Outdoor-Cannabisanbau schiefgehen kann

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WELTWEIT:

Nachrichten

76 ENDOMETRIOSE-BETROFFENE NUTZEN CANNABIS

Endometriose ist eine chronische Erkrankung, bei der GebĂ€rmutterschleimhaut-Ă€hnliches Gewebe außerhalb der GebĂ€rmutter wĂ€chst und starke Schmerzen sowie Unfruchtbarkeit verursachen kann. Eine neue internationale Umfrage unter 899 Betroffenen aus 28 LĂ€ndern zeigt, dass viele zur Linderung ihrer Beschwerden auf Cannabis zurĂŒckgreifen – meist, weil herkömmliche Therapien nicht ausreichend helfen oder starke Nebenwirkungen verursachen. 99 % der Befragten wollen Cannabis weiter nutzen, 90 % wĂŒrden es weiterempfehlen. Über die HĂ€lfte beschafft sich Cannabis illegal, was dazu fĂŒhrt, dass viele den Konsum gegenĂŒber Ärzten verschweigen. Die Studienautoren fordern dringend mehr Forschung zu Sicherheit, Wirksamkeit und Begleitung beim Einsatz von medizinischem Cannabis bei Endometriose. Quelle: www.cannabissciencetech.com

DEUTSCHLAND: ONLINE-PORTAL

FÜR CANNABISBEHANDLUNG VERSTÖSST GEGEN RECHT Digitale Cannabis-Behandlungen auf Rezept ĂŒber ein Vermittlungsportal? Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat einem Betreiber eines solchen Online-Angebots nun untersagt, mit medizinischem Cannabis zu werben und Provisionen fĂŒr die Vermittlung von Patienten an Ärztinnen und Ärzte zu verlangen. Das GeschĂ€ftsmodell verstoße gleich in drei Punkten gegen Wettbewerbs- und Berufsrecht, so das Gericht in seinem Urteil vom 6. MĂ€rz 2025 (Az. U 74/24).

Geklagt hatte die Zentrale zur BekĂ€mpfung unlauteren Wettbewerbs e.V. Über das Online-Portal konnten Patientinnen und Patienten einen Termin fĂŒr eine Cannabisbehandlung vereinbaren. Der Betreiber vermittelte anschließend passende Ärztinnen und Ärzte – und kassierte im Erfolgsfall einen Anteil am Ă€rztlichen Honorar. ZusĂ€tzlich bot er auch BehandlungsrĂ€ume und ServicevertrĂ€ge fĂŒr Mediziner an. Das OLG bestĂ€tigte die Entscheidung des Landgerichts Frankfurt, dass der Portalbetreiber gegen § 9 des Heilmittelwerbegesetzes verstoßen habe. Die Werbung des Portals mit dem Slogan „Ärztliches ErstgesprĂ€ch vor Ort oder digital“ erwecke den Eindruck, eine digitale Fernbehandlung sei gleichwertig mit einer persönlichen Konsultation – das sei

irrefĂŒhrend. In einem weiteren Punkt folgte das OLG nicht der Auffassung des Landgerichts und stellte zusĂ€tzlich einen Verstoß gegen das Laienwerbungsverbot (§ 10 HWG) fest. Demnach dĂŒrfen Laien keine Werbung fĂŒr verschreibungspflichtige Arzneimittel machen – auch indirekte Absatzförderung sei unzulĂ€ssig. Das Gericht sah die Vermittlung an Ärzte, die Cannabis verschreiben, als produktbezogene Werbung, obwohl die Portalbetreiberin selbst nicht mit Cannabis handelt. Auch gegen die Ă€rztliche Berufsordnung verstoße das Portal, urteilte das OLG. Quelle: www.lto.de

THAILAND: CANNABISNUTZUNG WIEDER STARK EINSCHRÄNKEN

Drei Jahre nach der weitgehenden Entkriminalisierung von Cannabis plant Thailand nun eine drastische Kehrtwende: KĂŒnftig soll die Nutzung der Pflanze nur noch zu medizinischen Zwecken erlaubt sein. Ein entsprechender Gesetzesentwurf wird in den kommenden Wochen erwartet. Im Juni 2022 hatte Thailand Cannabis von der Liste der BetĂ€ubungsmittel gestrichen – als erstes asiatisches Land. Doch das Gesetzesvorhaben wurde ohne klare Regulierung zur Produktion, zum Verkauf oder Konsum umgesetzt. In der Folge entstanden Zehntausende lizenzierte Verkaufsstellen, insbesondere in touristischen Zentren. Cannabisprodukte waren landesweit leicht verfĂŒgbar – auch fĂŒr Freizeitkonsumenten. Der neue Gesetzentwurf sieht nun vor, dass Cannabis nur noch an Patienten mit Ă€rztlichem Rezept abgegeben werden darf. Nur lizenzierte Verkaufsstellen sollen sich kĂŒnftig gegenseitig beliefern dĂŒrfen. Das Ziel: den Freizeitkonsum eindĂ€mmen und Cannabis wieder zu einem strikt medizinischen Produkt machen. Die Regierung hatte ursprĂŒnglich gehofft, Cannabis als neue lukrative Einkommensquelle fĂŒr Landwirtschaft und Tourismus zu etablieren. Die thailĂ€ndische Handelskammer bezifferte das Potenzial auf bis zu 1,2 Milliarden

US-Dollar jĂ€hrlich. Doch ohne klare Regeln wuchs der Freizeitkonsum, der illegale Export nahm zu, und der Markt wurde ĂŒbersĂ€ttigt. Der jetzt geplante Gesetzentwurf gilt als Übergangslösung. In etwa zwei Jahren soll ein umfassendes Cannabisgesetz folgen, das Anbau, Produktion, Verkauf und Export rechtlich klar regelt. Bis dahin bleibt die Branche in einem Schwebezustand – mit ungewisser Zukunft fĂŒr Tausende ArbeitsplĂ€tze und Unternehmen. Quelle: www.dw.com

SCHWEIZ: NATIONALRATSKOMMISSION FÜR CANNABIS-LEGALISIERUNG

In der Schweiz könnten Erwachsene bald legal Cannabis anbauen, kaufen, besitzen und konsumieren: Die Kommission fĂŒr soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) hat mit 14 zu 9 Stimmen bei 2 Enthaltungen einem Vorentwurf fĂŒr ein Spezialgesetz zugestimmt, das im Sommer in die Vernehmlassung gehen soll. Das geplante Bundesgesetz ĂŒber Cannabisprodukte soll die derzeitige Verbotsregelung ablösen, die den Konsum zu nicht-medizinischen Zwecken grundsĂ€tzlich untersagt – bisher blieb nur der Besitz kleiner Mengen bei Erwachsenen straffrei. Die Kommissionsmehrheit hĂ€lt den bestehenden prohibitiv geprĂ€gten Ansatz fĂŒr gescheitert und will mit einer kontrollierten Legalisierung neue Wege gehen. Im Zentrum der Reform stehen die öffentliche Gesundheit und der Schutz von Jugendlichen. Der Zugang zu Cannabis soll fĂŒr Erwachsene streng reguliert, jedoch legal möglich sein. Ziel sei es, Konsumverhalten besser zu steuern, SchwarzmarktaktivitĂ€ten einzudĂ€mmen und AufklĂ€rung sowie PrĂ€vention zu stĂ€rken. Damit der Konsum nicht zusĂ€tzlich angekurbelt wird, soll der Verkauf nicht gewinnorientiert organisiert und mit einer Lenkungsabgabe belegt werden. Diese richtet sich nach dem THC-Gehalt und der Konsumform – die Einnahmen sollen ĂŒber die Krankenversicherung rĂŒckverteilt werden. Eine gewerbliche, gewinnorientierte Produktion wird möglich sein, jedoch nur mit behördlicher Bewilligung und unter strengen QualitĂ€tsauflagen. Mit dem jetzigen Entwurf wird ein bedeutender Schritt hin zu einer kontrollierten Legalisierung von Cannabis in der Schweiz gemacht. Die Ergebnisse der Vernehmlassung im Sommer werden zeigen, wie breit der politische RĂŒckhalt fĂŒr die neue Cannabispolitik tatsĂ€chlich ist. Quelle: srf.ch

Coffeeshop Magic, Doetinchem (NL)

Die Liebe zu Cannabis kennt keine Grenzen

Nur wenige Kilometer von der deutschen Grenze entfernt befindet sich in Doetinchem ein Coffeeshop mit einem fantastischen Angebot zu bahnbrechenden Preisen. In einem Jahr hat der Coffeeshop Magic bewiesen, dass er zaubern kann. Ein immer grĂ¶ĂŸer werdender Kundenkreis ist von seinen magischen KrĂ€ften ĂŒberzeugt.

Im Coffee Shop Magic hĂ€lt man es gerne einfach. Ihr Motto? FĂŒr jede Gruppe von Rauchern etwas Leckeres zu einem fairen Preis. Vor allem in diesen Zeiten, wenn die Dinge um uns herum immer teurer werden. Beim Besuch in dem CafĂ© am Veemarkt 10 in Doetinchem an einem sonnigen Samstagnachmittag zeigt sich, dass der gute Ruf berechtigt ist. Die Ankommenden sind zahlreich und verschiedenartig. Alle möglichen NationalitĂ€ten kommen vorbei. NiederlĂ€ndische Einheimische natĂŒrlich, aber auch viele deutsche Nachbarn wissen, wie man Magic findet. Der Coffeshop wird auch von Arbeitsmigranten aus Osteuropa aufgesucht, die in der Region arbeiten. Polen, Ukrainer, RumĂ€nen - die Liebe zu Cannabis kennt keine Grenzen.

SUPERERFAHRUNG

Ein zufriedener Raucher ist kein Unruhestifter, lautet ein altes niederlÀndisches Sprichwort. Deshalb stört sich auch niemand daran, dass ein Security-Mann am Eingang des Shops jeden nach seinem Ausweis fragt. Das ist obligatorisch und viele Stammkunden haben bereits wie selbstverstÀndlich ihren Ausweis

gezĂŒckt. Sie wissen, dass ein FĂŒhrerschein nicht ausreicht; die AtmosphĂ€re ist gesellig. „Alle Menschen (Kiffer) werden BrĂŒder“ könnte man anno 2025 Beethoven zitieren.

ANGEPASSTE ÖFFNUNGSZEITEN

Eine weitere Bedingung, die die Stadtverwaltung zuvor gestellt hatte, war die EinfĂŒhrung von angepassten Öffnungszeiten. Aufgrund

Der Coffeeshop Magic hat wĂ€hrend seiner Öffnungszeiten immer zwei Security-Leute im Einsatz, die dafĂŒr sorgen, dass alles nach den Vorschriften ablĂ€uft. Dies war auch eine der Bedingungen, welche die Stadtverwaltung bei der Eröffnung des Ladens im letzten Sommer gestellt hat. Die Anwohner sind ein Jahr nach der Eröffnung mehr als zufrieden. Ein Kommentar: „Echt eine Supererfahrung bisher - wir wohnen in der NĂ€he und bemerken tatsĂ€chlich einen Unterschied auf und um den Veemarkt, jetzt wo die Security die Runde macht.

Die QualitĂ€t des Marihuanas und Haschischs bedeutet eine echte Verbesserung fĂŒr Doetinchem, macht weiter so! Außerdem ist es schön, ein sicheres GefĂŒhl im und um den Shop herum zu haben, wenn man etwas holen geht, sowohl fĂŒr MĂ€nner als auch fĂŒr Frauen.“

der NĂ€he zu einer Schule darf der Coffeeshop Magic von Montag bis Freitag erst um 18 Uhr öffnen und danach bis Mitternacht geöffnet sein. An den Wochenenden, samstags und sonntags, sind die Öffnungszeiten großzĂŒgiger; dann sind Kunden von 12 bis 24 Uhr willkommen. Parkprobleme mĂŒssen sie hier nicht befĂŒrchten. Die Lage des Coffeeshops Magic ist ideal.

Nicht selten haben niederlĂ€ndische Coffeeshops in ĂŒberlaufenen Stadtzentren mit Parkproblemen zu kĂ€mpfen, aber das ist hier in Doetinchem nicht der Fall. Der ehemalige Viehmarkt wird seit Jahren zu einem großen Parkplatz umfunktioniert, sodass Kunden nicht davor zurĂŒckschrecken mĂŒssen, mit dem Auto zu kommen. Es gibt mehr als genug Platz.

Preisgekröntes Marihuana und Haschisch So schön es auch ist, dass man sein Auto bequem vor der TĂŒr parken kann, der Erfolg eines Coffeeshops hĂ€ngt natĂŒrlich vor allem von seinem Sortiment ab. Was hat er zu bieten? Bei Magic in Doetinchem sitzen die Kunden diesbezĂŒglich in der ersten Reihe. Denn er teilt sich sein Angebot mit dem gleichnamigen Coffeeshop Magic aus Den Haag, der schon viele Preise beim Highlife Cup gewonnen hat. Den Haag ist die niederlĂ€ndische Cannabis-Hauptstadt, was die QualitĂ€t betrifft. Keine andere Stadt hat so viele erste Preise und Highlife Cups gewonnen wie Den Haag. Das gilt auch fĂŒr den Coffeeshop Magic, der in den letzten Jahren unter anderem mit seinem Oldschool-Haschisch Shaher Beldia den ersten Preis gewonnen hat, und sein Shaher Magic gewann den Highlife Hash Cup 2022. Als Haschisch-Liebhaber darf man hier natĂŒrlich auch die Hija Supreme nicht vergessen. Das Angebot an Marihuana und Pre-Rolls ist noch grĂ¶ĂŸer - und das ist gut so. Magic hat bereits mehrfach mit seinem Power Haze und anderen Sorten, darunter Strawberry Kush, gewonnen. Bei diesem Besuch waren wir von der Bubblegum sehr beeindruckt. Was fĂŒr eine Power! Und das Tolle ist, dass es großartige Angebote in allen Preisklassen gibt, wie zum Beispiel die supergĂŒnstige Kierewiet Topjes, die auch schon einen Preis beim Highlife Cup gewonnen hat. Kurzum, der Coffeeshop Magic ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Coffeeshop Magic Veemarkt 10 7001 EE Doetinchem

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag - Freitag: 18.00 – 24.00 Uhr

Samstag - Sonntag: 12.00 - 24.00 Uhr

2 Hohe QualitĂ€t und große Auswahl an Marihuana und Haschisch / gute Bewertungen

3 Schwesterladen von Magic Den Haag, der viele Highlife Cup-Preise gewonnen hat

4 Das Personal spricht mehrere Sprachen, darunter auch Deutsch

7 Smoke Lounge vorhanden

8 Verschiedene Snacks und GetrÀnke

9 Mitarbeiter mit ausgezeichneten Kenntnissen

Samenbanken

ZEREALZ MILK VON ADVANCED SEEDS

Es handelt sich um eine ziemlich kleine Pflanze, die aber stark verzweigt ist, und die kurzen Internodien sind bedingt durch ihre Indica-Dominanz (ca. 70%). Zerealz Milk hat eine sehr widerstandsfĂ€hige Struktur, prĂ€sentiert kompakte hochwertige BlĂŒtenstĂ€nde mit einem großartigen Terpenprofil und großen Mengen an Trichomen pro Quadratzentimeter. Das Aroma erinnert an sĂŒĂŸes, cremiges Vanille, dazu kommen Zitrus und Noten von tropischen FrĂŒchten; hoher THC-Gehalt (garantiert 28%), CBD-Anteil eher durchschnittlich; die zerebral-physische Wirkung ist sehr intensiv und lang anhaltend. Diese Cannabissorte ist im Anbauraum nach 67 bis 70 Tagen, im Freiland Mitte September erntereif. Das High ist aufgrund der 70%igen Indica-Dominanz sehr stark und erzeugt sofort eine sehr intensive zerebrale Wirkung.

KEIMUNG

Zerealz Milk-Samen sind auf den ersten Blick sehr homogen, was diese Cannabissorte aufgrund des zu erwartenden einheitlichen Wachstums zu einem guten Kandidaten fĂŒr den SOG-Anbau macht.

Die Keimung der drei zugesandten Samen erfolgte wie ĂŒblich in einer Petrischale, nach 24 Stunden öffneten sich die Samenkapseln. Schon 72 Stunden spĂ€ter zeigten die Pflanzen eine enorme VitalitĂ€t und machten ihren Weg durch das Substrat, das diesmal aus einer Mischung aus organischen Verbindungen (auf der Basis von Guano, Epsomit, Phosphorit, Bokashi und Asche) bestand und mit etwas organischem Substrat vermischt war, um ein gutes Wachstum und die gewĂŒnschte Struktur fĂŒr unsere Cannabispflanzen zu fördern.

WUCHSPHASE

Wir gossen zunĂ€chst mit einem in Wasser aufgelösten organischen Wurzelstimulator, gaben pro 7-Liter-Topf etwa 250 ml von der FlĂŒssigkeit. Nach der ersten Woche waren die KeimblĂ€tter etwa 4 cm lang - zwei BlĂ€tter, die wie ĂŒblich aus dem Substrat drĂ€ngten, was andeutet, dass dieses genetische Material gesund ist. In der folgenden Woche haben wir die Bewurzelungslösung durch Wasser und organischen DĂŒnger (1 ml DĂŒnger auf 2 Liter Wasser) ersetzt, um eine leicht aufnehmbare Lösung mit allen NĂ€hrstoffen, SĂ€uren und Enzymen zu erzeugen, welche die Pflanzen zum Gedeihen brauchen, wenn sich die Wurzelsysteme noch entwickeln. Sobald die Wurzeln fest verankert waren, erhöhten wir die Dosierung auf 350 ml Lösung pro Pflanze; die LED wurde auf etwa 50 Zentimeter herangefĂŒhrt, um die Zerealz Milks zu stimulieren und ein ununterbrochenes Wachstum zu gewĂ€hrleisten. Jetzt blieben nur noch die letzten wenigen Wochen des Wachstums, sodass der nĂ€chste Schritt darin bestand, die Beleuchtungen von 18 Lichtstunden/12 Dunkelstunden auf 12/12 umzustellen.

BLÜHPHASE

In den folgenden Lebenswochen wurden die Pflanzen an einen 12-Stunden-Lichtzyklus gewöhnt, und der LED-Abstand angepasst, damit sich bald die ersten sichtbaren AnsĂ€tze von VorblĂŒten zeigen. Die Pflanzen waren nun in das VorblĂŒtestadium eingetreten, die Anzahl der Griffel nahm sehr stark zu und ließen bereits Terpennuancen wahrnehmen, welche uns diese Cannabispflanzen in Zukunft bieten sollten. Ein weiterer wichtiger Aspekt: Die Menge an feinen, sehr klar und klebrig aussehenden Trichomen, die sie - obwohl noch in einem frĂŒhen Reifestadium - produzierten.

Auch die Anbauparameter entwickelten sich mit den Pflanzen weiter, indem die Phosphor- und Kaliumdosis erhöht wurde, um die BlĂŒhphase optimal zu unterstĂŒtzen und die Masse der BlĂŒten zu vergrĂ¶ĂŸern. Es wurden 10% mehr von der ursprĂŒnglichen Dosis verabreicht, denn bei den BlĂŒtenstĂ€nden begannen sich leichte Symptome eines NĂ€hrstoffmangels zu zeigen. Die BlĂŒtenstĂ€nde dieser Sorte wurden allmĂ€hlich deutlich hĂ€rter, obwohl sie nicht besonders groß waren.

In den letzten beiden Wochen wurden die Wurzeln krĂ€ftig durchgespĂŒlt, weil diese Aktion ent-

scheidend ist fĂŒr die Beseitigung von ĂŒberschĂŒssigen Salzen oder Konzentrationen von DĂŒnger und anderen Verbindungen, die Ablagerungen im Substrat bilden können. FĂŒr die Pflanzen ist das Verfahren sehr hilfreich. In dieser Endphase begannen die Griffel zu oxidieren und nahmen einen ockerfarbenen Ton an. Die Duftnuancen hatten sich völlig verĂ€ndert und es waren nun starke Milch- und Beerennoten bemerkbar. Schließlich ist noch die HĂ€rte dieser BlĂŒtenstĂ€nde zu erwĂ€hnen; trotz ihrer durchschnittlichen GrĂ¶ĂŸe sind sie sehr hart und glĂ€nzend, haben nur wenige Ecken und Kanten.

ERNTE

Wie erwartet, genĂŒgt diese Cannabissorte unseren AnsprĂŒchen: Die BlĂŒhphase erstreckte sich wie angegeben ĂŒber einen Zeitraum von ungefĂ€hr 63 Tagen, mit erntereifen - dichten, klebrigen, trichomenbepackten - BlĂŒtenstĂ€nden am Ende, und mit Noten von Fruchtaromen. Das Ernten war aufgrund der Kompaktheit der Pflanzen und ihrer BlĂŒtenstĂ€nde einfach und es ergaben sich durchschnittlich etwa 30 g Ertrag pro Pflanze (Trockengewicht). WĂ€hrend des Trocknens verwendeten wir ein Plastiknetz, um die BlĂŒtenstĂ€nde anfangs in der Trocknungsphase senkrecht aufzuhĂ€ngen.

Nach zwei Wochen konnten wir leichte VerfĂ€rbungen und eine GrĂ¶ĂŸenabnahme aufgrund der Wasserverdunstung feststellen. Sobald die BlĂŒtenstĂ€nde ihren optimalen Trocknungsgrad erreicht hatten, legten wir sie in luftdicht verschließbare GlĂ€ser, damit die Duftnuancen in den BlĂŒten bewahrt bleiben und sich alle ihre organoleptischen Eigenschaften weiter entfalten können.

Wir konnten Noten von WaldfrĂŒchten, einen starken Milchgeruch und im Hintergrund eine leichtes SĂ€urearoma wahrnehmen.

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GANJA-PARADIES (TEIL I)

Der lange Weg zum legalen Cannabis in Thailand

Ein wahres irdisches Paradies fĂŒr Cannabis-Raucher mit atemberaubenden Landschaften, weißen StrĂ€nden und fantastischen SonnenuntergĂ€ngen; oder kleine GebirgszĂŒge, gewöhnlich von dichtem Dschungel bewachsen - ein tropisches Klima und angenehme Temperaturen die meiste Zeit des Jahres. Es ist reich an exotischen FrĂŒchten und es gibt viel, viel Marihuana. Heute existiert dieses Ganja-Paradies, hat einen Namen, einen bestimmten Ort und ist leicht zu erreichen: Es heißt Thailand. Dieses sĂŒdostasiatische Land ist ohnedies ein Ă€ußerst beliebtes Touristenziel. Aber nach der vollstĂ€ndigen Entkriminalisierung von Marihuana, wodurch der Freizeitkonsum legalisiert worden ist, hat sich Thailand fĂŒr Stoner und Cannabisliebhaber aus aller Welt in das verwandelt, was Alice fĂŒr ein Wunderland hielt.

Geschichte

Bevor es zu dieser Wende kam, war Thailand - noch bis vor wenigen Jahren - fĂŒr Personen, die mit Marihuana erwischt wurden, eines der gefĂ€hrlichsten LĂ€nder der Welt. Die Gesetze sahen tatsĂ€chlich Haftstrafen von bis zu 15 Jahren vor, die unter unmenschlichen Bedingungen in den berĂŒchtigten thailĂ€ndischen GefĂ€ngnissen verbĂŒĂŸt werden mussten. Dabei ist Cannabis seit etwa einem Jahrtausend ein Teil der Geschichte Thailands. Die ersten Spuren, die seine Nutzung belegen, reichen zurĂŒck ins Königreich Sukhothai, einem alten monarchischen Staat, der ab 1238 n. Chr. existierte.

Cannabis war unter der lokalen Bevölkerung weit verbreitet, da es vor allem fĂŒr therapeutische Zwecke verwendet wurde. TatsĂ€chlich enthielten damalige ArzneibĂŒcher zahlreiche Heilmittel, die mit Cannabis zubereitet wurden. Die Nutzung beschrĂ€nkte sich nicht nur auf die Medizin, sondern es wurde auch als Nahrung zu sich genommen und spielte bei religiösen Riten eine wichtige Rolle.

Die kulturelle Bedeutung von Cannabis wurde in der Ära des Königreichs Ayutthaya gefestigt, genauer gesagt unter der Herrschaft von König Narai, bekannt als Der Große. Der König war in der Tat ein aufgeklĂ€rter BefĂŒrworter von Cannabis und seiner Nutzung als Medizin. Die Zeit der Cannabis-Akzeptanz erlitt einen ersten RĂŒckschlag wĂ€hrend der Herrschaft von König Rama VI. Unter dem Einfluss der Vereinigten Staaten verfolgte der Monarch eine repressive Politik, die allerdings in der Praxis keine Wirkung zeigte. Im Jahr 1934 wurde vom thailĂ€ndischen Parlament das erste Cannabisgesetz verabschiedet, welches den Besitz, den Anbau und den Handel mit Cannabispflanzen und

Thai Mango Pflanze mit ihren typischen langen BlÀttern (Quelle: seedfinder.eu).

ihren Teilen kriminalisierte. Aber die Strafen fĂŒr den Konsum und den Besitz waren noch ziemlich milde. Obwohl die Prohibition - mit Tausenden von Verhaftungen pro Jahr und Versuchen, den Konsum unter allen UmstĂ€nden zu unterdrĂŒc-

ken - immer brutaler wurde, gehörte Marihuana weiterhin zum tÀglichen Leben der ThailÀnder. Derweil breiteten sich der heimliche Anbau und die illegalen MÀrkte wie ein FlÀchenbrand aus, insbesondere in den Regionen im Nordosten. Ab den 1970er Jahren begann sich thailÀndi-

sches Marihuana in westlichen LÀndern zu verbreiten. Viele US-Soldaten, die wÀhrend des Vietnamkriegs in Thailand stationiert waren, konsumierten das einheimische Gras in rauen Mengen, und einige begannen es heimlich zu exportieren. Nach dem Ende des Krieges wurde

der illegale Marihuana-Handel fortgesetzt; viele dieser Operationen wurden nun von lokalen Drogenbaronen sowie Kriegsveteranen geplant, und von Hippie-Surfern, die in die thailÀndischen StrÀnde geradezu verliebt waren.

In den 1990er Jahren gingen die Exporte aus verschiedenen GrĂŒnden drastisch zurĂŒck, u. a. wegen der geringeren Nachfrage aus Europa und den Vereinigten Staaten. Die VerschĂ€rfung der Prohibition in SĂŒdostasien und die Politik der thailĂ€ndischen Regierung, welche die am Marihuanahandel beteiligte Bevölkerung ermutigte, illegale Anbaupflanzen durch legale Produkte zu ersetzen, spielten ebenfalls eine wichtige Rolle.

Wendepunkt

Der große Wendepunkt kam 2019, als die thailĂ€ndische Regierung ein Gesetz zur Legalisierung von Cannabis fĂŒr medizinische Zwecke erließ, das mit einer Amnestie fĂŒr Personen einherging, die wegen Marihuanabesitzes verurteilt worden waren. Tausende von Strafgefangenen beantragten die Amnestie. Diese Begebenheit macht deutlich, wie weit verbreitet der illegale Marihuanakonsum in Thailand war und dass die Thais trotz der drakonischen Gesetze nicht aufhörten, es zu konsumieren.

Mit dem neuen Gesetz dĂŒrfen landwirtschaftliche und pharmazeutische Unternehmen Cannabis fĂŒr therapeutische Zwecke herstellen, nachdem sie spezielle Lizenzen fĂŒr den Anbau und den Vertrieb erhalten haben. Patienten können Cannabisbehandlungen auf Rezept, ausgestellt von einem zugelassenen Arzt, problemlos in Anspruch nehmen. Die Legalisierung von medizinischem Cannabis hat dazu gefĂŒhrt, die Stigmatisierung zu ĂŒberwinden, unter der es jahrelang gelitten hatte, und hat den Weg fĂŒr eine weitgehendere Legalisierung geebnet, die am 9. Juni 2022 kam.

Die Cannabispflanze und alle ihre Teile wurden von der Liste der BetĂ€ubungsmittel gestrichen, sodass Anbau, Besitz und Konsum nicht mehr strafbar sind. Und die Legalisierung hat die Wirtschaft des Landes stark angekurbelt, insbesondere fĂŒr die Ă€rmeren Schichten in den lĂ€ndlichen Gebieten. In der Folge sind Tausende von Unternehmen und Shops entstanden, die sich der Produktion und dem Verkauf von Marihuana widmen, was viele auslĂ€ndische Investoren angelockt und gleichzeitig einen Markt geschaffen hat, der aufgrund des Fehlens einer wirklichen Regulierung völlig ungebĂ€ndigt ist. Nach einer kurzen Phase der Angst vor einer RĂŒckkehr in die IllegalitĂ€t hat das Gesundheitsministerium im September letzten Jahres einen Gesetzentwurf vorgelegt, der den Anbau, Verkauf und Konsum von Marihuana regeln soll, wobei der Freizeitkonsum nicht ausdrĂŒcklich kriminalisiert, aber viel strengeren Regeln und Kontrollen unterworfen wird.

Thai-Landrassen

Landrassen sind Cannabissorten, die in einer bestimmten geografischen Region heimisch sind. Diese 100%ig reinen einheimischen Sorten haben sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt und an die Umgebung sowie das lokale Klima angepasst. Cannabis-Landrassen sind die Grundlage vieler moderner Marihuana-Sorten. TatsÀchlich besuchten ab den 1960er Jahren viele junge Reisende, die den Hippie-Routen

folgten, LĂ€nder, in denen Marihuana ganz von selbst wuchs oder Teil der lokalen Kultur war, darunter auch Thailand. Mit der RĂŒckkehr brachten einige von ihnen heimische Cannabissamen mit und begannen, diese zu kreuzen und zu kultivieren, um krĂ€ftigere, stĂ€rker wirkende Pflanzen zu erhalten, die sich vor allem fĂŒr den Anbau unter anderen Bedingungen als denen des Ursprungslandes eignen, d.h. in anderen geographischen Breiten oder in GewĂ€chshĂ€usern und InnenrĂ€umen.

Es gibt zahlreiche Sorten thailĂ€ndischer Landrassen aus verschiedenen Regionen des Landes, von denen die meisten aus dem Hochland im Norden und vor allem aus der Isan-Region stammen, einem Gebiet an der Grenze zu Laos und Kambodscha, wo man sich ganz dem Anbau von Marihuana verschrieben hat. Einige Landrassen stammen auch von den Inseln, wo sie dank einiger Anbauer, die ihre therapeutischen Eigenschaften schĂ€tzen, weiterhin gedeihen. ThailĂ€ndische Landrassen sind Cannabis Sativa-Sorten mit charakteristisch langgestreckter Wuchsform. Sie sind groß, aber gleichzeitig nicht sehr robust bei einer durchschnittlichen Höhe von etwa 3 Metern, doch einige Sorten ĂŒberschreiten leicht vier Me-

sich unter dem Gewicht der BlĂŒtenstĂ€nde. Zu den bekanntesten thailĂ€ndischen Landrassen zĂ€hlen die „Chocolate Thai“, bekannt fĂŒr ihr Schokoladenaroma, und die „Thai Squirrel Tail“ aus dem Isan, mit einen Hauch von Papaya und Mango und von einer starken psychedelischen Wirkung. Die „Tanaosri“, eine Landrasse, die ausgezeichnete ErtrĂ€ge liefert, wird von den Karen, einer ethnischen Gruppe aus Birma, angebaut. „Mango Thai“, eine Sorte mit einem frischen fruchtigen Aroma, im Wechsel mit erdigen Noten, stammt ursprĂŒnglich aus dem Isan, ist aber auch im ĂŒbrigen Land weit verbreitet. Und schließlich die „Ko Chang“ von der gleichnamigen Insel, eine thailĂ€ndische Landrasse, die wahrscheinlich schon seit mehreren Jahrhunderten von der lokalen Bevölkerung angebaut wird und ein charakteristisches scharfes Aroma aufweist.

Thai Sticks

Thai Sticks sind seit mehreren Jahrzehnten das Symbol fĂŒr thailĂ€ndisches Marihuana. Es handelte sich um eine Verpackungsmethode, die von den in den nördlichen Bergen lebenden StĂ€mmen stammt und darin bestand, die MarihuanablĂŒten um einen Bambusstab zu wickeln und sie schließlich mit einem Seidenfaden zusammenzubinden. Manchmal war die Farbe des Fadens ein Hinweis auf den Anbauer, der das Marihuana produzierte, wie ein Markenzeichen. In Europa und den Vereinigten Staaten wurde der Begriff Thai Stick fĂŒr jede aus Thailand stammende Marihuanasorte verwendet, obwohl die exportierten Sorten zahlreich und unterschiedlich waren.

Ganja

Das Wort Ganja wird von den ThailĂ€ndern seit Jahrhunderten gebraucht, um die Cannabispflanze zu bezeichnen und zu beschreiben. Der Begriff stammt von einem thailĂ€ndischen Wort, dessen Phonetik „Gancha“ entspricht, das spĂ€ter zu Ganja verwestlicht wurde. In der nĂ€chsten Ausgabe von Soft Secrets

hat jetzt Tausende von lokalen Cannabis-Dispensaries. Diese befindet sich auf der kleinen

ter. Die BlĂ€tter bestehen - typisch fĂŒr Cannabis Sativa - aus schmalen langen Blattfingern, und bei den meisten Sorten dauert die BlĂŒhphase mindestens 14 Wochen, bei den spĂ€teren Sativa-Sorten bis zu 20 Wochen. Die Zweige beugen

werden wir nĂ€her auf die aktuelle Situation in Thailand eingehen, die am hĂ€ufigsten praktizierten Anbauverfahren und die fĂŒr die Arbeit erforderlichen Lizenzen - dazu viele interessante Informationen.

Koh Chang Cannabispflanzen vor einem Thai Cannabis Social Club.
Thailand
Insel Koh Chang.

Cannabis anbauen mit Sweet Seeds

Von Tommy G./ Fotos: Jaypp und Sweet Seeds

Monster Maker von Sweet Seeds

EINE HARZBOMBE MIT ZITRUS-POWER

Sweet Seeds feiert seine 20-jĂ€hrige PrĂ€senz auf dem Markt und ĂŒberrascht uns abermals mit einer sehr interessanten Gruppe neuer Cannabissorten. Heute sprechen wir ĂŒber einen Polyhybriden der neuesten Generation, welcher unter Extraktionsenthusiasten und Liebhabern von hochwirksamem Cannabis enormes Aufsehen erregen wird. BegrĂŒĂŸen wir Monster Maker (SWS117), eine Sorte Anfang 2025 auf den Markt gekommen,welche eine hohe Harzproduktion, köstliche Terpene und eine ausgewogene Wirkung kombiniert, die ebenso kreativitĂ€tsfördernd wie entspannend ist. Der Name lĂŒgt nicht, denn diese ZĂŒchtung ist in jeder Hinsicht ein echtes Biest. Monster Maker ist eine photoperiodische Cannabissorte, was sie zu einer idealen Pflanze fĂŒr Grower macht, die ihre Pflanzen gerne trainieren und formen oder Mutterpflanzen zum Klonieren (Schneiden und ziehen von Stecklingen) halten wollen. Obendrein ist sie eine Harzmaschine, ideal fĂŒr die Herstellung von Konzentraten, hat ein köstliches Aroma und liefert einen exzellenten Ertrag.

verzweigt, mit kurzen AbstĂ€nden zwischen den Nodien, was hilft, den Ertrag in engen GrowrĂ€umen zu maximieren. Ihre BlĂŒtenknospen sind schwer, dicht und mit klebrigem Harz ĂŒberzogen, das sich frĂŒh in der BlĂŒhphase bildet und immer dicker wird. Bei dieser Sorte gibt es keine Probleme wegen DĂŒngervertrĂ€glichkeit,

Im Anbauraum stilvoll kultiviert

Vor kurzem bot sich mir die Gelegenheit, Monster Maker drinnen unter LED-Beleuchtung zu testen. Dabei richtete ich mich nach einem guten DĂŒngeplan, verwendete Kokossubstrat und MineraldĂŒnger, angereichert mit mikrobiellem Leben und Enzymen, um die WurzelvitalitĂ€t zu steigern. Wie von einer Cannabissorte als einem Genmix aus Chimera #3 und Permanent Marker zu erwarten, entwickelten sich die Pflanzen schnell und zeigten eine außerordentliche Lebenskraft. Pflanzen dieser Sorte haben eine kompakte Struktur, sind dennoch stark

und sie spricht sowohl auf LST als auch auf Topping gut an. Außerdem streckt sich diese Cannabissorte beim Übergang von der Wuchszur BlĂŒhphase nicht allzu sehr, was sie ideal fĂŒr Grower macht, die in niedrigen AnbaurĂ€umen arbeiten. In der achten Woche mit 12/12 sendeten die Pflanzen bereits Signale, dass sie bereit waren, die Sache abzuschließen, und in Woche neun waren sie voll ausgereift, mit geschwollenen BlĂŒtenstĂ€nden, die wie in Zucker getaucht aussahen. Bei einem THC-Gehalt von bis zu 30% ist es wichtig, die Trichome zum Ende hin genau zu beobachten, da wir das ideale Ernte-

zeitfenster nicht verpassen möchten, vor allem, wenn man eher eine ausgewogene Wirkung als einen totalen Couch-Lock anstrebt. Dies ist sogar noch wichtiger, wenn die Ernte oder ein Teil davon fĂŒr Extraktionen verwenden werden soll und man die Terpene so frisch und intakt wie möglich haben will.

Die aromatische Expedition - Von Zypresse zu Zitrus und weiter Und nun zum Höhepunkt: die Geschmacksprobe. Monster Maker hat nicht nur eine starke Wirkung, sie bietet zudem eine aromatische Entdeckungsreise, die mit frischen Zypressen- und Zitrusnoten beginnt und sich zu einer vielschichtigeren Mischung aus Diesel (der Cannabissorte) und erdigen Untertönen entwickelt. Diese KomplexitĂ€t ist direkt auf ihren genetischen Hintergrund, die Kreuzung zweier Elitesorten zurĂŒckzufĂŒhren: Chimera #3 bringt die gasigen und erdigen Elemente ein, wĂ€hrend Permanent Marker einen Cocktail aus frischen und sĂŒĂŸen ZitrusfrĂŒchten beisteuert, mit etwas von der berĂŒhmten Biscotti-Cremigkeit im Hintergrund.

Am Gaumen ist sie ein absoluter Leckerbissen, zunÀchst mit Erdbeere- und Zitronearoma, gefolgt von Mandarine und Beeren, was jeden Zug zu einem vielfÀltigen Geschmackserlebnis macht. Dampfen mit dem Vaporizer bringt bei dieser Cannabissorte eher die hellen Zitrusnoten heraus, wÀhrend mit einem Joint ein reichhaltigerer und erdigerer Nachgeschmack erzeugt wird.

Die Wirkung ist genau wie von einer modernen Hybride erwĂŒnscht: Es beginnt mit einem Schub an KreativitĂ€t und geistiger Energie, ideal fĂŒr Brainstorming, Malerei - oder man lĂ€sst einfach musikalische Vibrationen auf sich einwirken. Nach einer Weile ĂŒberschwemmt dich eine warme Welle der Entspannung, die ganz von dir Besitz ergreift, ohne die FĂ€higkeit zu nehmen, klar zu denken. Ideal am spĂ€ten Nachmittag und fĂŒr Abende, wenn man abschalten möchte ohne dabei einzuschlafen.

Paradiesische Voraussetzungen fĂŒr Extraktionen - FĂŒr Artisten der Herstellung von Konzentraten ein Traum Eines der herausragenden Merkmale von Monster Maker ist ihre außergewöhnliche Harzproduktion, die sie zu einer Top-Kandidatin fĂŒr alle Arten von Extraktionen macht, von Dry Sift und Bubble Hash bis zu lösungsmittelfreiem Rosin. Die BlĂŒtenstĂ€nde sind am Ende der BlĂŒhphase völlig mit Trichomen bedeckt, mit einer dicken, klebrigen Schicht, die sich sogar bis zu den „ZuckerblĂ€ttern“ erstreckt und solches trimmenswertes Material fast so potent macht wie die BlĂŒten selbst.

Ob man Live-Rosin presst oder ein terpenreiches BHO herstellt, der Ertrag ist sowohl hinsichtlich QuantitĂ€t als auch QualitĂ€t beeindruckend. Das Terpenprofil schimmert bei der Konzentratform durch, insbesondere die sĂŒĂŸen Zitrus-, Waldbeeren- und Diesel-Noten, die sich wunderbar in geschmackvollen Dabs niederschlagen. Die mit Monster Maker hergestellten Extrakte schmecken nicht nur großartig, dank des hohen THC-Gehalts ist die Wirkung klar und intensiv. Wer mit kunstfertiger Geschicklichkeit solche Konzentrate mit maximaler Terpen- und Cannabinoid-Expression herstellen will, hat mit Monster Maker beste Möglichkeiten, um diese Herausforderung zu bewĂ€ltigen.

Abschließende GedankenSie macht ihrem Namen alle Ehre Monster Maker macht ihrem Namen in jeder Kategorie - Geschmack, Harzproduktion, Wirkung und Leichtigkeit des Anbaus - alle Ehre. Ob als Homegrower, der nach etwas Neuem sucht, oder als Sammler auf der Jagd nach dem nĂ€chsten großen Ding - Monster Maker ist eine hochkarĂ€tige photoperiodische Cannabissorte, die nicht enttĂ€uschen wird.

Cannabis anbauen

Von Stoney Tark

IST ES IM GROWRAUM BESSER MIT SÄMLINGEN ODER STECKLINGEN ZU ARBEITEN?

Indoor-Grower haben viele Optionen im Hinblick auf Grow-Lampen, -systeme und die Cannabissorten, welche er anbauen möchte. Wenn darĂŒber zu entscheiden ist, seine Cannabispflanzen aus Samen zu ziehen oder mit Stecklingen zu arbeiten, sollte man sich der Vor- und Nachteile bewusst sein, die mit beiden verbunden sind. In diesem Artikel gehe ich ein auf Alles, was ein Grower wissen muss, damit er die beste Entscheidung treffen kann - je nachdem, was fĂŒr ihn und seinen Anbauraum am praktischsten ist.

REGULÄRE CANNABISSAMEN

Es gibt zwei Arten von Cannabis-Samen. Als erstes regulĂ€re Samen – beim Eintritt in die BlĂŒhphase zeigt sich, ob die Pflanzen mĂ€nnlich oder weiblich sind, Pollen produzieren bzw. BlĂŒtenknospen bilden.

Vorteile

Aus regulĂ€ren Samen können sowohl mĂ€nnliche als auch weibliche Pflanzen heranwachsen. Sie sind daher fĂŒr ZĂŒchter, die ihr eigenes Saatgut

Nachteile

Die Anzahl weiblicher Indoor-Pflanzen kann nicht garantiert werden, und so ist es möglich, dass es schließlich deutlich weniger sind als erwartet. Nur ein paar weibliche Cannabispflanzen in einem großen Growraum anzubauen ist ineffizient. Solch ein Projekt kann sich als teuer erweisen im Hinblick auf die Stromrechnungen.

FEMINISIERTES SAATGUT

Feminisierte Samen revolutionierten die Indoor-Grow-Szene und ermöglichte es Cannabisanbauern zum ersten Mal, ihre RĂ€ume und Hydrosysteme auszufĂŒllen. Sie sind in der Regel in 3er-, 5er- und 10er-Packungen erhĂ€ltlich und kosten mehr als die regulĂ€re Version.

Vorteile

Mit weiblichen Samen kann ein Grower 10 Samen pflanzen und 10 Pflanzen anbauen. Dies ist nicht nur die effizienteste Art des Cannabisanbaus, sondern bedeutet auch maximale Ausnutzung der AnbauflÀche - und keine Verschwendung von

herstellen möchten, die beste Option. Alles, was man braucht, ist eine mÀnnliche und eine weibliche Pflanze.

RegulĂ€re Samen sind billiger als feminisierte; in der Regel enthĂ€lt eine Packung normaler Samen 10 bis 15 StĂŒck. Die mĂ€nnlichen Pflanzen mĂŒssen spĂ€ter natĂŒrlich aussortiert werden. Was das Budget betrifft, können regulĂ€re Samen einem Indoor-Grower helfen, Geld zu sparen.

Will ein ZĂŒchter bei einer großen Anzahl von normalen Cannabispflanzen eine umfangreiche Suchaktion nach PhĂ€notypen durchfĂŒhren, um die besten zu selektieren, werden sich aus regulĂ€ren Samen im Vergleich zu feminisierten Samen mehr unterschiedliche PhĂ€notypen entwickeln.

Strom, DĂŒnger oder Platz, weil spĂ€ter mĂ€nnliche Pflanzen beseitigt werden mĂŒssen. Gehen wir von einem 1-Meter-Growzelt aus. In diesem Fall ist es möglich, im Haus 4 bis 6 feminisierte Cannabisorten gleichzeitig zu kultivieren, was bedeutet, dass man bei der Ernte mehrere Sorten hat. Viele Grower genießen es, so viele verschiedene Sorten wie möglich zu rauchen, daher ist die Arbeit mit feminisierten Samen eine kluge Entscheidung.

Nachteile

Unter starkem Stress können aus feminisierten (statt aus regulÀren) Samen gezogene Cannabispflanzen eher dazu neigen, Hermaphroditen zu produzieren. Wenn wir feminisiertes Saatgut gebrauchen und uns spÀter auf die Suche nach

verschiedenen PhĂ€notypen begeben, werden wir nicht allzu viel genetische Variation vorfinden. Die meisten Pflanzen werden bezĂŒglich Terpene und Wirkung identisch sein.

CANNABISSTECKLINGE

Cannabisstecklinge sind Triebe, die von einer Pflanze im Wuchsstadium abgeschnitten worden sind. In einem ZimmergewĂ€chshaus lassen wir sie Wurzeln bilden und es entstehen Versionen der Mutterpflanze im Kleinkindformat. Ein Steckling ist eine exakte genetische Kopie der Mutter und ermöglicht es dem Grower/ZĂŒchter, die Genetik fĂŒr das nachfolgende Anbau- oder Zuchtprojekt zu erhalten.

Vorteile

Das Klonieren von Cannabispflanzen ist einfach und kostengĂŒnstig. Alles, was man dazu braucht, ist eine scharfe Schere oder ein Skalpell, ein Bewurzelungshormon, ein ZimmergewĂ€chshaus und eine schwache Growlampe, etwa eine Kompaktleuchtstofflampe oder schwache LED.

Die Stecklinge können in einen großen Topf gepflanzt, in einem vegetativen Zustand gehalten und aus ihnen eine Mutterpflanze bestimmt werden. Die liefert dann weitere Stecklinge, sodass

der Grower fĂŒr die nĂ€chste Runde die optimale Anzahl an Pflanzen produzieren kann.

Nachteile

Wenn das Umfeld nicht stimmt, bilden nicht alle Stecklinge Wurzeln, was einen Zeitverlust bedeuten kann und den Grower möglicherweise hinsichtlich Vorbereitung und Pflanzenzahl um Wochen zurĂŒckwirft.

Stecklingspflanzen könnten fĂŒr Krankheiten wie Mehltau und SchĂ€dlinge wie dem Latenten Hopfenviroid, Spinnmilben oder Thripsen anfĂ€llig sein. Schon viele Grower haben ihre Plantagen unwissentlich mit kontaminierten Stecklingen infiziert und waren gezwungen, ihre Cannabispflanzen wegzuwerfen und neu zu beginnen.

VORTEILE VON CANNABISSAMEN

‱ Cannabissamen enthalten keine Krankheitserreger oder SchĂ€dlinge und bringen gesunde SĂ€mlinge hervor

‱ Eine enorme Anzahl von Cannabissorten ist sowohl in regulĂ€rer als auch in feminisierter Form erhĂ€ltlich

Online bestellte Samen können einfach und diskret zum Haus des Growers geschickt werden

‱ Viele Saatgutbanken veranstalten Werbeaktionen, wobei Grower, wenn sie kaufen, mehrere Cannabissorten erhalten

VORTEILE VON CANNABISSTECKLINGEN

‱ Stecklinge können verpackt und an Grower in verschiedenen LĂ€ndern verschickt werden

‱ Eine gesunde Mutterpflanze vermag alle sechs Wochen eine große Anzahl von Stecklingen zu produzieren Stecklinge mit einem Wurzelballen können die Vegetative Phase vor der BlĂŒte verkĂŒrzen Die Verwendung von Stecklingen -statt Cannabissamen zu kaufen - spart Geld

‱ Stecklinge sind optimal um zu planen, wie viele Cannabispflanzen im Growraum angebaut werden

Cannabis anbauen

PHOTOPERIODISCHE CANNABISPFLANZEN VS AUTOFLOWERINGS BEIM OUTDOOR-ANBAU

Photoperiodische Cannabispflanzen sind abhĂ€ngig vom Lichtzyklus. In GrowrĂ€umen beispielsweise verharren sie bei einem Lichtzyklus von 18/6 in einem vegetativen Zustand und blĂŒhen, wenn sie 12 Stunden Dunkelheit und 12 Stunden Licht erhalten.

Draußen verlĂ€uft bei ihnen die Vegetative Phase (Wuchsphase) von Mai bis Ende Juli, bevor sie zur BlĂŒhphase ĂŒbergehen. Dann strecken sich die photoperiodischen Cannabispflanzen und verdoppeln oder verdreifachen ihre GrĂ¶ĂŸe, beginnen VorblĂŒten zu bilden, die sich zu BlĂŒtenknospen weiterentwickeln.

VORTEILE DES ANBAUS VON PHOTOPERIODISCHEN CANNABISPFLANZEN

Sie können im Sommer draußen zu großen Pflanzen heranwachsen, die gewaltige ErtrĂ€ge bringen. Im Vergleich zu Autoflowerings erfordern photoperiodische Cannabispflanzen viel mehr Zeit, Aufwand und Pflege.

Grower trainieren ihre Photoperiodischen oft monatelang, d.h. sie gestalten Struktur und Form nach ihren WĂŒnschen. Autos hingegen können nicht lĂ€nger als vier Wochen trainiert werden, weil die BlĂŒhphase unabhĂ€ngig von der Anzahl der Lichtstunden automatisch eingeleitet wird.

Es ist möglich, photoperiodische Pflanzen wÀhrend der Wuchsphase zu klonieren, d. h. durch Entnehmen von Stecklingen kann man Pflanzen erzeugen, die genetisch identisch sind mit der Pflanze, von der sie abgeschnitten wurden.

Mit Stecklingen können Mutterpflanzen kultiviert werden, um von diesen in Zukunft weitere Stecklinge zu beschaffen. Eine Mutterpflanze können wir im Growraum bei einem 18/6-Lichtzyklus anbauen, und solange sie am BlĂŒhen gehindert wird, lĂ€sst sie sich problemlos jahrelang am Leben halten. Es gibt im Internet eine große Auswahl an photoperiodischen - regulĂ€re oder feminisierte - Cannabispflanzen, die zum Verkauf

stehen. Die meisten Saatgutbanken verkaufen Samen feminisierter photoperiodischer Pflanzen, sodass die Notwendigkeit entfÀllt, die Pflanzen zu paaren und spÀter die mÀnnlichen zu beseitigen.

AUTOFLOWERING-CANNABISPFLANZEN

Autos sind kleine bis mittelgroße Pflanzen, die ein Gen namens Ruderalis enthalten. Dies bedeutet, sie sind mit photoperiodischen Pflanzen identisch, haben jedoch einen kurzen Lebenszyklus von der Aussaat bis zur Ernte, in der Regel 10 bis 12 Wochen. Autoflowering-Cannabispflanzen können wir in AnbaurĂ€umen unter 18/6 oder 20/4 anbauen und sie liefern hervorragende Ergebnisse.

Angenommen man will eine mittelgroße Pflanze, die nicht auffĂ€llt, wenig Pflege benötigt und außergewöhnlich widerstandsfĂ€hig gegen ein kaltes Klima ist. In diesem Fall sind Autos die besten Kandidaten. Verglichen mit großen photoperiodischen Cannabispflanzen finden Grower, die mit kurzen Sommern zu kĂ€mpfen haben, in Autos die besten Sorten, um mit ihnen zu arbeiten.

VORTEILE DES ANBAUS VON AUTOFLOWERINGS

Dank ihrer kleinen bis mittleren GrĂ¶ĂŸe können

Autos im Freien an vielen Orten gepflanzt werden, auf einem Balkon, einer Terrasse, in einem GewĂ€chshaus oder Garten hinterm Haus, oder auf einer großen Fensterbank, die Sonnenlicht erhĂ€lt. Sie sind unglaublich verschieden und lassen sich in einem sonnigen Garten an mehreren Stellen anbauen.

Autos brauchen nicht viel Pflege, sind einfach zu kultivieren, eignen sich besonders fĂŒr AnfĂ€nger oder Personen, die sich aufgrund eines vollen Terminkalenders nicht tĂ€glich um ihre Cannabispflanzen kĂŒmmern können.

Autoflowerings sind ideal, will man sie draußen vor Nachbarn und Behörden verbergen. Ich habe viele Autos in Sea of Green-Formationen in meinem Hintergarten angebaut, wobei sie nicht höher 100 cm wuchsen.

Da die Zeit zwischen Aussaat und Ernte so kurz ist, kann ein Grower alle 11 bis 12 Wochen neue Autos pflanzen, d.h. unter gĂŒnstigen Bedingungen können wir eine Ernte nach der anderen einfahren. Angenommen du weißt, dass die photoperiodischen Cannabispflanzen wegen schlechtem Wetter keine Chance haben, voll auszureifen.

In diesem Fall kannst du mit Autos, die von Mai bis Anfang August angebaut werden, nichts falsch machen. Im Gegensatz zu photoperiodischen Cannabispflanzen ist es nicht möglich, Autoflowerings fortgesetzt zu trainieren. Wenn wir sie

Eine große Outdoor-Cannabispflanze, die in einem Hintergarten wĂ€chst.

jedoch herunterbinden und große Töpfe verwenden, bekommen wir viel bessere Ergebnisse. Autos nicht toppen, vor allem nicht vier Wochen nach der Keimung, weil sie dann nicht genug Zeit haben, sich zu erholen, was zu kleinen Pflanzen fĂŒhrt.

3 TOP-TIPPS

Tip #1:

Der gleichzeitige Anbau von Autoflowerings und photoperiodischen Cannabispflanzen bietet eine großartige Möglichkeit, mehrere Ernten ĂŒber den Sommer zu planen. Man kann seine Autos im Juli und August ernten und Vorbereitungen treffen fĂŒr eine weitere große Ernte Mitte bis Ende September.

Tip #2:

Grower in Nordeuropa, wo fĂŒr bestĂ€ndiges sonniges Wetter nicht garantiert werden kann, werden einsehen, dass Autos fĂŒr sie die widerstandsfĂ€higsten Cannabispflanzen sind. Nichts ist schlimmer als photoperiodische Pflanzen, die aufgrund des Klimas keine Chance haben, große, fette BlĂŒtenstĂ€nde zu produzieren.

Tip #3:

Wer sich dafĂŒr entscheidet, mit photoperiodischen Cannabispflanzen zu arbeiten, kann mit feminisiertem Saatgut sicherstellen, dass aus allen Samen weibliche Pflanzen und BlĂŒtenknospen heranwachsen. Normale Samen können mĂ€nnliche Pflanzen produzieren, die beseitigt werden mĂŒssen, was die endgĂŒltige Anzahl der Pflanzen und die möglichen ErtrĂ€ge einschrĂ€nkt.

SCHLUSS

Photoperiodische Cannabispflanzen erfordern mehr Aufwand als Autoflowerings, aber die ErtrÀge sind erheblich besser. Beim Anbau von Autos ist das Sea of Green-Verfahren allerdings ein Weg, bei schnellen Durchlaufzeiten eine beeindruckende Ernte zu produzieren.

Cannabis anbauen

SECHS WEGE ZU GRÖSSTEN ERTRÄGEN

IN KLEINEN ANBAURÄUMEN

Beispiel fĂŒr eine Indica-Cannabispflanze, die bis zur Erntezeit 80 cm groß geworden ist.

Nicht jeder hat die Möglichkeit, in einem großen Growzelt oder einem umgebauten GĂ€stezimmer anzubauen,und fĂŒr viele Erstgrower sind kleine RĂ€umlichkeiten ein guter Ausgangspunkt. Auf kleinem Raum den grĂ¶ĂŸtmöglichen Ertrag zu erzielen, sorgt nicht nur dafĂŒr, dass die GlĂ€ser voller BlĂŒten sind, sondern hilft auch dabei, das Maximum aus den Stromrechnungen herauszuholen. In diesem Artikel zeige ich sechs Möglichkeiten auf, wie sich drinnen die grĂ¶ĂŸten ErtrĂ€ge erzielen lassen und man den Indoor-Anbau so effizient wie möglich betreibt.

Indica-Cannabissorten verwenden

Eine der einfachsten Möglichkeiten, um sicherzustellen, dass Cannabispflanzen drinnen nicht zu groß werden und den Anbauraum zuwuchern, besteht darin, mit Indica-Sorten zu arbeiten. Das Schöne an der Verwendung indicadominanter Pflanzen: Sie bleiben klein, gedrungen und bilden kurze Internodien.

Wenn sie blĂŒhen, verdoppelt sich gewöhnlich ihre GrĂ¶ĂŸe, ihre BlĂŒhphase dauert normalerweise 7 bis 8 Wochen. Beispiele fĂŒr indicadominante Cannabispflanzen sind Afghani, Northern Lights, Hash Plant oder andere indicadominante Hybride. Am besten recherchieren, bevor man sich fĂŒr eine Cannabissorte entscheidet, und schauen, welche Sorten dafĂŒr bekannt sind, dass sie klein wachsen, d.h. eine maximale Höhe von 90 bis 120 cm erreichen. Keine Sativa-Hybride und lang blĂŒhende Sorten anbauen.

Kurze Vegetative Phase (Wuchsphase)

In der Vegetativen Phase benötigen die Cannabispflanzen 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit, und sie konzentrieren sich auf die Bildung von BlĂ€ttern und StĂ€ngeln; es entwickeln sich buschige Pflanzen. Lassen wir die Pflanzen 2 bis 4 Wochen lang wachsen, erreichen sie eine Höhe von 30 bis 50 cm. Je kleiner die Indoor-Pflanzen wĂ€hrend der Wuchsphase sind, desto geringer die Gefahr, dass sie zu groß werden und umso einfacher ist es, sie zu pflegen - bei idealer Balance der LichtintensitĂ€t.

Growlampen nahe an den Pflanzen

Der optimale Abstand fĂŒr das AufhĂ€ngen der Growlampen liegt zwischen 40 und 60 cm. WĂ€hrend die Pflanzen im Laufe der Zeit wachsen, können wir den Abstand entsprechend anpassen und dadurch verhindern, dass die Pflanzen zu groß und zu einem Problem werden, nachdem wir die Zeitschaltuhren auf 12/12 umgestellt haben. Am besten ist es, mit einem Schwenkventilator fĂŒr Luftströme zu sorgen und eine konstante Temperatur von 22 bis 24 °C aufrechtzuerhalten. Dies beugt Hitzestress vor und bietet gleichzeitig die optimale LichtintensitĂ€t und das ideale Lichtspektrum fĂŒr die Wuchs- und BlĂŒhphase.

Methoden des Pflanzentrainings

Es gibt viele Verfahren, Cannabispflanzen zum Vorteil des Growers zu trainieren, und die Anwendung von Methoden wie Topping (Abschneiden der Triebspitze) und Herunterbinden wird die

Pflanzenhöhe so niedrig wie möglich halten und gleichzeitig eine buschige Wuchsform erzeugen. Ich wĂŒrde empfehlen, das gesamte Pflanzentraining in der 18/6-Phase durchzufĂŒhren und die AbstĂ€nde zwischen den Nodien (möglichst) kurz zu halten. Durch Topping und Herunterbinden werden Cannabispflanzen zudem veranlasst, mehrere Kronentriebe zu bilden, sodass ein gleichmĂ€ĂŸiges und einheitliches BlĂ€tterdach entsteht und die Pflanzen wĂ€hrend der BlĂŒhphase produktiver werden.

Das Sea of Green-Verfahren

Beim SOG-Anbau werden kleinere Töpfe verwendet und die Pflanzen stehen eng beieinander. Ich persönlich gebrauche 7,5-Liter-Töpfe und strebe auf kleinem Raum 6 bis 9 Pflanzen an. Der Vorteil der Sea-of-Green-Methode besteht darin, dass die Pflanzen sich nicht gegenseitig ĂŒberwuchern und somit viel Licht zur VerfĂŒgung haben. Wichtig: Die Sorte, welche angebaut wird, muss fĂŒr SOG geeignet sein. Indicadominante Cannabissorten sind ideal - es kommt nicht dazu, dass der Raum mit Pflanzen ĂŒberfĂŒllt wird, was einen Grower-Neuling ĂŒberfordern wĂŒrde.

Autoflowering-Cannabispflanzen

Autoflowerings sind bei Indoor-Growern immer beliebter, denn als mittelgroße Pflanzen messen sie gegen Ende der BlĂŒhphase normalerweise 80 bis 100 cm. Autoflowering-Cannabispflanzen

sind wirklich einfach zu handhaben und benötigen nicht viel Pflege. Am besten halten wir den Lichtzyklus bei 20 Stunden Licht und 4 Stunden Dunkelheit, um optimale Ergebnisse zu erzielen, und wer die Sea of Green-Methode anwendet, kann drinnen selbst als AnfÀnger hervorragende ErtrÀge und Ergebnisse erzielen.

Meine Schlussbemerkungen zum Cannabisanbau in kleinen RĂ€umen Wer die sechs Punkte befolgt, die in diesem Artikel behandelt werden, kann wahrscheinlich bei jeder Ernte auch in kleinen RĂ€umen die bestmöglichen ErtrĂ€ge erzielen. Es gibt dann keinen Grund, warum die Indoor-Pflanzen zu groß werden oder unter Hitzestress, unkontrollierbarer Temperatur und Feuchtigkeit leiden mĂŒssen. Wir können jederzeit verschiedene Cannabissorten ausprobieren und sehen, welche am besten geeignet sind.

Stellt euch darauf ein, sowohl photoperiodische als auch Autoflowering-Cannabispflanzen anzubauen, und haltet die Growlampen bis zum Erntedatum in einem angemessenen Abstand. Viel GlĂŒck bei der optimalen Nutzung des Anbauraums und beim vollen Ausreizen der Strom- und Energierechnungen in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit - und dass die BehĂ€lter oder FermentationsglĂ€ser zwischen den Ernten ausreichend gefĂŒllt sind!

Indica-Cannabispflanzen

HighLife Cup

Foto’s: Derrick Bergmann/Gonzo Media

HighLife Cup 2025, Die Niederlande Die Gewinner!

Ergebnis Marihuana:

INDICA DOMINANT

1 Zowanami | Dizzy Duck, Den Haag | 330,1

2 Red Red Wine | Club Animo, Gouda | 325,9

3 Dreams Gold | Relax Zuid, Amsterdam | 324,8

SATIVA DOMINANT

1 Zprite | Meetpoint, Den Bosch | 313,3

2 Doctor Haze | Coffeeshop Fly, Den Haag | 309,7

3 Tropicana Cherry | De Ambassade, Zwijndrecht | 309,4

OLDSKOOL

1 Super Silver Haze | Hunter’s Coffeeshop, Amsterdam | 321,3

2 Chemdawg x Tangie | Dizzy Duck Downtown, Den Haag | 311,5

3 Dreamsgold | Empire, Haarlem | 311,1

IMPORT USA

1 Gelonade | Coffeeshop Solo, Amsterdam | 312,3

2 Zowahh | Dizzy Duck Downtown, Den Haag | 311,7

3 Super Buff Cherry | Genesis, Geleen | 307,4

IN DER EU ANGEBAUTE US-SORTEN

1 Apple Banana Ice | Coffeeshop Marbella, Den Haag | 331

2 Subzero | Genesis, Geleen | 324,6

3 Bio Pinata | Dizzy Duck, Den Haag | 320 OUTDOOR

1 Sour Dreams | Empire, Haarlem | 286,5

2 Skunk XL | Genesis, Geleen | 261,5

3 Passion #1 | Dutch Passion | 259,5

HAUSFAVORIT

1 Tropicana Cherry | Coffeeshop Marbella, Den Haag | 329,9

2 Sunsetz | Dizzy Duck Downtown, Den Haag | 318,2

3 Cherry Grapefruit | Club Animo, Gouda | 311,6

SAMENBANKEN – INDICA DOMINANT

1 Slush Mint Cake | Dutch Passion | 302,5

2 Pink Glitter Bomb | Growers Choice | 286,7

3 Granny’s Home | Seed Stockers | 282

SAMENBANKEN – SATIVA DOMINANT

1 Mimosa | Royal Queen Seeds | 299,4

2 Girl Scout Cookies | Dutch Seed Farmers | 294

3 White Haze | Sensi Seeds | 293,6

SAMENBANKEN – OUTDOOR

1 Rucu Cucu | Seedstockers | 312,7

2 Tangie | Royal Queen Seeds | 309,8

3 Auto Cinderella Yack | Dutch Passion | 282,8

SAMENBANKEN – AUTO FLOWER

1 NYC Diesel Auto | Royal Queen Seeds | 284,2

2 Auto Frozen Biscotti | Dutch Passion | 278,7

3 Tropical Zmoothie Auto | Seedstockers | 269,4

POTENCY CUP 2025 Marihuana:

RUCU CUCU | SEEDSTOCKERS

(HÖCHSTER THC-GEHALT)

Der berĂŒhmte HighLife Cup in den Niederlanden feierte im vergangenen Juni seine 31. Ausgabe. Als einer der Ă€ltesten Cannabis-Cups der Welt ist der HighLife Cup (organisiert von den Leuten hinter Soft Secrets) einer der fĂŒhrenden Cups in Europa. Hier können Sie lesen, wer gewonnen hat!

Ergebnis Haschisch:

OLDSKOOL HASCHISCH

1 Shaher Beldia | Coffeeshop Magic, Den Haag | 279,6

2 Banana OG | Barney’s Coffeeshop, Amsterdam | 275,8

3 King Hassan Primero | Cremers, Den Haag | 266,8

MODERNE HASCHISCH

1 Mela Verde | Club Media, Amsterdam | 293,5

2 Pistacho | Coffeeshop Solo, Amsterdam | 289,5

3 Melonatta x Gelato 41 | Coffeeshop Fly, Den Haag | 285,4

HAUSFAVORIT HASCHISCH

1 Forbidden Fruit Calippo | Dizzy Duck, Den Haag | 296,7

2 Mandarim Jam | Club Media, Amsterdam | 273,7

3 Dosidos | Coffeeshop Solo | Amsterdam 273,5

HASCHISCH SPEZIAL

1 Fruit Joy | Dizzy Duck, Den Haag | 320,5

2 Nam Wah | Coffeeshop Solo, Amsterdam | 309,2

3 Lemon Cherry Gelato | Coffeeshop Fly, Den Haag | 284,8

POTENCY CUP 2025 Haschisch:

LEMON CHERRY GELATO | COFFEESHOP FLY (HÖCHSTER THC-GEHALT)

Champion der Champions:

HIGHLIFE CUP 2025 MARIHUANA: Apple Banana Ice | Coffeeshop Marbella Den Haag

HIGHLIFE CUP 2025 HASHISH: Fruit Joy | Dizzy Duck

Den Haag

Award-Winning cannabis cultivation author Jorge Cervantes teams up with Seedsman for a FREE, comprehensive digital book on home growing.

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Interactive – Searchable

Comprehensive guide to cannabis cultivation

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Co-Authors

Chief ScientiïŹc OfïŹcer, Dr. Gary Yates

Stefan Meyer

Table of Contents

‱ Cannabis Botany

‱ Life Cycle of Cannabis

‱ Cannabis Seeds & Seedlings

‱ Plan Your Garden

‱ Grow Room Setup

‱ Twelve-week Garden

‱ Harvest, Manicuring, Drying, Curing & Storage

‱ Diseases, Pests & Problems

JORGE CERVANTES

Author Marijuana Horticulture.

Legendary Jorge Cervantes, published in eight languages sold over a million copies worldwide.

Biologie

DIE ÜBERRASCHENDE ROLLE DER NEMATODEN UNTER DER OBERFLÄCHE

Nematoden sind mikroskopisch kleine FadenwĂŒrmer, die zum Stamm der Nematoda gehören. Obwohl sie primitiv aussehen, sind sie erstaunlich vielseitig und spielen eine wichtige Rolle in terrestrischen und aquatischen Ökosystemen. Als NĂ€hrstoffverwerter, Helfer in der Landwirtschaft und auch als zerstörerische Parasiten haben sie einen enormen, wenn auch unsichtbaren Einfluss. Diese verborgenen Beherrscher des Bodens, die es seit ĂŒber 400 Millionen Jahren gibt, haben fĂŒr unsere GĂ€rten faszinierende zwei Seiten - sowohl die eines unerwarteten VerbĂŒndeten als auch eines furchterregenden Feindes.

Nematoden (FadenwĂŒrmer), beherrschen die unsichtbare Welt. Mit 57 Milliarden Nematoden auf jeden Menschen dominieren sie in Anzahl und Gewicht. Sie machen 82% des Gesamtgewichts aller Landtiere aus. In den unterschiedlichsten LebensrĂ€umen sind FadenwĂŒrmer zu finden: Sie gedeihen in den Gletschern der Antarktis, besiedeln trockene WĂŒsten und können sehr tief im Erdreich leben. Sogar in extremen Umgebungen wie dem Mono Lake sind sie vorhanden. Dieser Sodasee in Kalifornien, der fĂŒr seine hohe Arsenkonzentration und seine einzigartigen Mineralformationen bekannt ist, beherbergt Nematodenarten, welche in der Lage sind, solche lebensfeindlichen, fĂŒr die meisten Organismen tödlichen Bedingungen, zu ĂŒberleben.

Diese Dominanz geht mit einer bemerkenswerten Vielfalt einher. SchĂ€tzungsweise gibt es zwischen 40.000 und 500.000 Arten von Nematoden, von denen ein großer Teil noch unbekannt ist (Kiontke und Fitch, 2013). FadenwĂŒrmer haben sich an viele Umgebungen angepasst, was zum Teil durch ihre Ă€ußerst unterschiedliche ErnĂ€hrung ermöglicht worden ist. Je nach Art verzehren sie Bakterien, Pilze, Protozoen, Pflanzenzellen, Insekten, Algen, organische AbfĂ€lle, gelöste NĂ€hrstoffe oder sogar andere Nematoden. Manche leben als Parasiten vieler Organismen, Tiere oder Insekten, auch des Menschen. Der grĂ¶ĂŸte Fadenwurm, Placentonema gigantissima, der in der Plazenta von Pottwalen lebt, kann bis zu 9 Meter lang werden. Einige Nematoden scheiden ĂŒber ihre Haut Stickstoff aus. Andere haben eine Schicht aus „haarigen“ Bakterien, die es ihnen ermöglicht, in schwefelreichen Umgebungen zu leben. Ihre Vielfalt und AnpassungsfĂ€higkeit machen FadenwĂŒrmer zu Hauptakteuren des irdischen Lebens.

Nematoden spielen fĂŒr das ökologische Gleichgewicht eine wichtige Rolle. Obwohl mikroskopisch klein wirken sie bei zahlreichen

Prozessen mit - von der Reinigung der Umwelt bis zur Regulierung von Nahrungsketten und dem NĂ€hrstoffrecycling. In Meeressedimenten sind FadenwĂŒrmer aktiv an der Entgiftung der Umwelt beteiligt. Indem sie sich bewegen, fördern sie die BelĂŒftung und Durchmischung der Sedimentschichten, wodurch giftige Verbindungen wie Sulfide und Ammoniak freigesetzt und abgebaut werden können. Diese kleinen WĂŒrmer arbeiten nicht allein: Einige beherbergen symbiotische Bakterien, die befĂ€higt sind, Schadstoffe wie Kohlenwasserstoffe oder Schwermetalle abzubauen, und tragen so zur Reinigung des Lebensraumes bei. Nematoden beteiligen sich auch an der Wiederverwertung von lebenswichtigen NĂ€hrstoffen. Indem sie organische Stoffe und Mikroben verdauen, setzen sie Elemente wie Stickstoff und Phosphor frei, die fĂŒr das Pflanzenwachstum unbedingt notwendig sind. Ihre Mitwirkung am globalen Kohlenstoffkreislauf ist beachtlich: Durch die Förderung der Zersetzung von organischem Material sind sie an fast 2% dieses Prozesses beteiligt.

In unseren Agrarsystemen sind bestimmte FadenwĂŒrmer wertvolle Helfer. Entomopathogene Nematoden, wie Steinernema spp., werden zur BekĂ€mpfung von PflanzenschĂ€dlingen eingesetzt. Diese FadenwĂŒrmer, die auf den Feldern versprĂŒht oder örtlich begrenzt in den Boden gespritzt werden, sind eine umweltfreundliche Alternative zu chemischen Pestiziden. Sie befallen und töten Schadinsekten wie KĂ€ferlarven, Raupen und Fruchtfliegen. Diese Methoden sind besonders wirksam in GĂ€rtnereien, Obstplantagen und GewĂ€chshĂ€usern. Abgesehen von deren ökologischer Bedeutung gibt es auch die anderen FadenwĂŒrmer, die ernstzunehmenden Feinde der Kulturpflanzen. Phytopathogene Nematoden wie die Wurzelgallennematoden der Gattung Meloidogyne spp. verursachen schĂ€tzungsweise jedes Jahr weltweit Verluste von 10% der Ernten. Diese Parasiten

befallen Wurzeln und bilden tumorartige Wucherungen, welche die Wasser- und NĂ€hrstoffaufnahme stören. Das fĂŒhrt zu einer allgemeinen SchwĂ€chung der Pflanzen und verringert ihre WiderstandsfĂ€higkeit gegen Stress, vor allem in DĂŒrreperioden. Andere Nematoden, wie Xiphinema index, verschlimmern den Schaden, indem sie Viren auf die Pflanzen ĂŒbertragen. Letzterer ist der ÜbertrĂ€ger des Virus, der die Reisigkrankheit (eine schwere Erkrankung von Weinreben) auslöst. Der Klimawandel verstĂ€rkt diese zerstörerischen Auswirkungen. In DĂŒrreperioden nehmen die Populationen phytophager (pflanzenfressender) FadenwĂŒrmer zu, wĂ€hrend die ihrer Fressfeinde abnehmen. So wird ein Ungleichgewicht erzeugt, das die ErnteschĂ€den verschlimmert, insbesondere in Regionen, die Klimarisiken ausgesetzt sind. Um schĂ€dliche Nematoden einzudĂ€mmen, scheinen Lösungen wie Fruchtwechsel, Nematizidpflanzen oder die biologische BekĂ€mpfung mit Hilfe von symbiotischen Pilzen oder Bakterien vielversprechend. Ein breites Spektrum von Nematizidprodukten zu verwenden kann jedoch das empfindliche Gleichgewicht zwischen nĂŒtzlichen und schĂ€dlichen Arten stören. Aufgrund dieser KomplexitĂ€t ist einen durchdachter Ansatz zum Schutz von Nutzpflanzen und Ökosystemen Ă€ußerst wichtig.

Acrobeles Complexus, ein Sandbodennematode, an seinen charakteristischen Wucherungen am Kopf zu erkennen, misst weniger als 1 mm. Er ernĂ€hrt sich von Bakterien, die er wohl mit seinen „Probolae“ abkratzt oder aus dem Wasser filtert (Foto von Megen, H. van Hanny).
Camallanus cotti ist ein 15 mm großer parasitischer Fadenwurm, der tropische Fische, insbesondere in Aquarien, befĂ€llt. Sein vorderes Organ durchbohrt die Darmwand, um sich zu verankern und von Blut zu ernĂ€hren. Es ist manchmal sichtbar und ragt aus dem Anus des Fisches heraus (Foto von Megen, H. van Hanny).

Cannabis anbauen outdoor 2025

CANNABISANBAU IM FREIEN UND HITZESTRESS

Je nĂ€her wir den Sommermonaten kommen, umso heller werden die Tage und höher steigen die Temperaturen. Schon in dieser Zeit können im Freien wachsende Cannabispflanzen unter Hitzestress leiden. Als Folge davon werden die Pflanzen womöglich erheblich beeintrĂ€chtigt, was zu einem geringeren Ertrag und einer schlechteren BlĂŒtenqualitĂ€t fĂŒhrt. In diesem Artikel gehe ich ein auf Hitzestress, seine Ursachen, mögliche Lösungen, Anzeichen, auf die man achten sollte - gebe RatschlĂ€ge zur BewĂ€sserung, meine Top-Tipps und mehr.

Was verursacht Hitzestress bei Cannabispflanzen?

Cannabispflanzen transpirieren Wasser durch ihre BlĂ€tter, und abhĂ€ngig davon, wie viel WĂ€rme oder Druck sie ausgesetzt sind, mĂŒssen sie transpirieren, was eventuell Stress verursacht. Hitzestress kann von heißen Temperaturen bis hin zu trockenen Winden hervorgerufen werden, die dazu fĂŒhren, dass BlĂ€tter an VitalitĂ€t einbĂŒĂŸen, brĂŒchig werden, austrocknen.

Nicht nur die Pflanzen selbst zeigen Anzeichen von Stress, sondern auch die Wurzelzone und das Substrat leiden unter Problemen wie heißen Plastiktöpfen, trockener Erde, „knusprigen“ Wurzeln und einem gestörten Gleichgewicht des mikrobiellen Lebens in der Erde. Hitzestress kann fĂŒr AnfĂ€nger ein ernstes Problem darstellen, wenn nicht irgendeine Lösung gefunden wird, um den Pflanzen zu helfen.

Temperaturen ĂŒber 28 °C und starke Winde sind oft die Hauptursache dafĂŒr, dass Cannabispflanzen unter Hitzestress leiden. Unerwartete Hitzewellen verursachen hĂ€ufig einem Anstieg der Tagestemperaturen, die manchmal innerhalb eines Tages um bis zu 10 °C ansteigen können.

Die verschiedenen Anzeichen von Hitzestress

Wenn du in diesem Jahr zum ersten Mal versuchst, draußen anzubauen, kann einiges schief-

gehen. Nachfolgend verschiedene Probleme, die auftreten können, und wie sie diagnostiziert werden.

Heiße Töpfe und ein trockenes Pflanzmedium

Dies ist der Fall, wenn die Cannabispflanzen in schwarzen Plastiktöpfen angebaut werden und den ganzen Tag direkte Sonnenstrahlung abbekommen. Auch heiße Terrassenböden erhitzen die Töpfe, sodass die Temperaturen in der Wurzelzone zu hoch werden, die Erde austrocknet.

BlÀtter beginnen sich einzurollen

Man bemerkt vielleicht erstmal nicht, dass sich die BlĂ€tter einrollen, aber je schlimmer der Hitzestress wird, desto mehr können sie ihre Form verĂ€ndern. Sonneneinstrahlung vermeiden so gut es geht. Sich krĂ€uselnde BlĂ€tter sind in der Regel ein Anzeichen fĂŒr Windbrand oder dafĂŒr, dass die Luft zu trocken ist und sich zu schnell um die Pflanzen herum bewegt.

BlÀtter scheinen zu welken oder hÀngen herab

Ein weiteres offensichtliches Zeichen dafĂŒr, dass die Pflanzen sich nicht wohl fĂŒhlen und durch die Hitze gestresst sind - die BlĂ€tter beginnen zu welken oder hĂ€ngen nach unten. Erst gegen Ende des Tages, wenn die Sonne untergeht, sieht man, wie sich die Pflanzen wieder aufrichten, sich erholen und zum normalen Gesundheitszustand zurĂŒckfinden.

Mikroben und Pilze kĂ€mpfen ums Überleben

NĂŒtzliche Bakterien und Pilze ĂŒberleben nicht, zudem werden erhitzte Erde und organische Kulturen zu BrutstĂ€tten fĂŒr schĂ€dliche Bakterien und Krankheitserreger. Eine Population von nĂŒtzlichen Mikroorganismen und Pilzen ist fĂŒr die BekĂ€mpfung von Pflanzenkrankheiten unbedingt notwendig.

EC-Probleme treten auf und beeintrÀchtigen die NÀhrstoffaufnahme

Wenn die Cannabispflanzen sich im Freien zu stark erwĂ€rmt haben, ist es ihnen nicht möglich, NĂ€hrstoffe auf die gewohnte Art und Weise aufzunehmen, was zu einem NĂ€hrstoffmangel fĂŒhren kann. Schlimmstenfalls sind an den Pflanzen Anzeichen von NĂ€hrstofftoxizitĂ€t zu sehen, was bedeutet, dass der EC-Wert zu hoch ist. So oder so, beide Probleme hĂ€ngen mit dem EC zusammen.

ErtrĂ€ge und GrĂ¶ĂŸe der BlĂŒtenstĂ€nde werden deutlich kleiner sein

Wer dieses Jahr seine Pflanzen betrachtet und sich fragen muss, weshalb die BlĂŒtenstĂ€nde nicht so voluminös sind wie im letzten Jahr, mag es

daran liegen, dass der Hitzestress seinen Tribut gefordert hat. Mögliche Folge: Kleinere BlĂŒtenstĂ€nde und somit weniger Ernteertrag.

Produktion von Harz und Terpenen wird beeintrÀchtigt

Neben den geringeren ErtrĂ€gen besteht ein weiterer Nachteil hitzegestresster Cannabispflanzen darin, dass die QualitĂ€t der BlĂŒten unterhalb eines guten Standards liegt. Die Struktur der BlĂŒtenstĂ€nde ist eher luftig, schĂŒtter, die Harzproduktion minimal, was letztendlich Aroma, Geschmack und Wirkung beeinflusst.

Was tun mit beschÀdigten BlÀttern?

ZunÀchst sieht eine Cannabispflanze, die unter Hitzestress leidet, nicht schön aus, vor allem, wenn das Problem sich verschÀrft hat. Es gibt nichts, was du wirklich tun kannst, wenn das Laub trocken, spröde, leblos wird, abgesehen davon, dass man es vorsichtig abschneidet und in den Komposthaufen wirft.

Was ist mit hitzegestressten BlĂŒtenstĂ€nden, die schimmelig und weich sind?

Ein großes Feld mit Pflanzen, die bei ĂŒber 28 °C im Freien wachsen.
Ein sehr gutes Beispiel, wie Hitzestress den EC-Wert in die Höhe getrieben hat.

Ein Problem mit schimmelnden BlĂŒten kann sich ergeben aufgrund von ĂŒbermĂ€ĂŸig warmenTemperaturen, hoher Luftfeuchtigkeit und wenig Frischluft. Man bemerkt, dass einst kompakte harte Nuggets weich geworden sind und sich wie Zuckerwatte anfĂŒhlen. Dies lĂ€sst die Alarmglocken lĂ€uten und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Pflanzen gĂ€nzlich betroffen sind.

Wenn du feststellst, dass einige BlĂŒtenstĂ€nde infiziert sind, schneide sie vorsichtig ab und wirf sie weg. Frische Luft und viel Sauerstoff um die BlĂŒtenknospen herum ermöglichen es den anderen schimmelfreien Knospen, ohne Probleme weiter zu blĂŒhen - seid wĂ€hrend der BlĂŒhphase besonders wachsam.

FĂŒnf Wege Hitzestress draußen zu bekĂ€mpfen

1. SCHATTIERNETZE

‱ Schattiernetze sind leicht herzustellen und lassen sich in ihrer Form individuell anpassen

‱ Sie mĂŒssen nur wĂ€hrend der heißesten Zeit des Tages verwendet werden

‱ Die GrĂ¶ĂŸe der Netzmaschen bestimmt, wie viel Licht auf die Pflanzen fĂ€llt

2. FOLIENTUNNEL

‱ Folientunnel werden aus Bambusstöcken, Kunststoffrohren und Styroporplatten hergestellt

‱ Eine ausgezeichnete Möglichkeit, Pflanzen vor starker UV-Strahlung und heftigem Wind zu schĂŒtzen

‱ Man kann seinen eigenen Folientunnel machen, dabei GrĂ¶ĂŸe und Form selbst festlegen

3. GEWÄCHSHÄUSER

‱ Solide, gut gebaute GewĂ€chshĂ€user halten jahrelang

‱ Sie schĂŒtzen die Pflanzen vor warmen Winden und starker UV-Strahlung

‱ Kleine GewĂ€chshĂ€user sind nicht teuer und funktionieren gut

4. SCHATTEN ZWISCHEN 12 UND 16 UHR

‱ Es ist gut, die Pflanzen zwischen 12 und 16 Uhr in einen schattigen Bereich zu bringen

‱ Sie sind dann viel kĂŒhler und können wachsen, ohne sich zu erhitzen

‱ Die Töpfe bleiben wĂ€hrend der heißesten Zeit des Tages kĂŒhl

5. WINDSCHUTZ

‱ Die Pflanzen mit Planen oder Netzen vor dem Wind zu schĂŒtzen, funktioniert gut

‱ Grower in Gebirgsregionen werden mit rauen und trockenen Winden konfrontiert

‱ Windschutz kann helfen, Windbrand und Austrocknen der BlĂ€tter zu verhindern

Und wann ist die beste Zeit, um die Outdoor- Cannabispflanzen zu gießen?

Man könnte denken, tagsĂŒber bei maximaler Hitze sei der beste Zeitpunkt zum Gießen. Das Gegenteil trifft zu - die Cannabispflanzen wĂŒrden viel schneller das verfĂŒgbare Wasser transpirieren und die NĂ€hrstoffe verbrauchen als bei kĂŒhleren Temperaturen. Ich habe viele Grower gesehen, die ihre Pflanzen draußen mit kaltem Wasser aus dem Schlauch besprĂŒhen, was paradoxerweise oft dazu fĂŒhrt, dass die Pflanzen an den heißesten Tagen des Sommers Verbrennungen erleiden. Wann ist also der richtige Zeitpunkt zum Gießen, und wie viel Wasser genau sollte man ihnen geben? Eignet sich Leitungs-, Schlauch-, Flaschenoder Umkehrosmose-Wasser am besten? Hier kommt es darauf an, was fĂŒr den Grower am praktischsten und kostengĂŒnstigsten ist.

‱ Die Erde gießen, wenn die Temperaturen morgens und abends am kĂŒhlsten sind

‱ BlattsprĂŒhung der Outdoorpflanzen hat viele Vorteile und hilft den Pflanzen, Wasser zu behalten

‱ Kaltes Wasser vermeiden, weil deshalb die Pflanzenwurzeln einen Schock bekommen können

‱ Eine leichte BlattsprĂŒhlösung ohne grobe Partikel herstellen

‱ Weiches Wasser ist besser als hartes Wasser, wenn man die Wahl hat

‱ Umkehrosmosewasser bietet eine gute Möglichkeit, den EC-Wert von hartem Wasser zu senken

FĂŒnf Top-Tipps fĂŒr den Pflanzenschutz in diesem Sommer

TOP-TIPP #1 - WEISSE TÖPFE VERWENDEN

Weiße Töpfe sind im Freien gewiss ein ausgezeichnetes Mittel, das Substrat und die Wurzelzone kĂŒhl zu halten, selbst wenn die Sonne auf die Töpfe scheint. Weiße Filztöpfe sind am besten, um Luft durch die Töpfe gehen zu lassen und so eine optimale Temperatur fĂŒr die Wurzeln und die Nahrungskette in der Erde zu gewĂ€hrleisten. Schwarze Töpfe hingegen absorbieren Sonnenstrahlung, große Töpfe können sich deshalb erhitzen

TOP-TIPP #2 - BEI ZU WARMEN BÖDEN TÖPFE HÖHERSTELLEN

Die Böden von Terrassen und Innenhöfen können sich im Sommer stark aufheizen, sodass auch die darauf stehenden PflanzgefĂ€ĂŸe der Hitze ausgesetzt sind. Ein sehr einfachster Weg, dieses

Problem zu lösen, besteht darin, die PflanzgefĂ€ĂŸe vom Boden hochzuheben und auf eine Holzpalette oder auf Ziegelsteine zu stellen. Holzpaletten eignen sich hervorragend zum Platzieren von Blumentöpfen und bleiben dort auf jeden Fall kĂŒhl.

TOP-TIPP #3 - SUCHE SCHATTEN, FALLS ERFORDERLICH

Schattige Bereiche in der Plantage sind ideal fĂŒr SĂ€mlinge und lassen die Cannabispflanzen in der Vegetativen Phase heranwachsen, ohne dass sie zu sehr gestresst werden. Auch wenn es kontraproduktiv erscheinen mag, die Pflanzen im Schatten zu halten - wenn die Sonne am intensivsten scheint und die Erntezeit heranrĂŒckt, werden die Pflanzen es einem danken. SĂ€mlinge und nicht ausgereifte Pflanzen bevorzugen den Schatten, vor allem, wenn sie noch keine umfangreiche Wurzelzone gebildet haben.

TOP-TIPP #4 - SCHATTENSPENDER BAUEN

Eine der besten Möglichkeiten, Pflanzen in den heißen Sommermonaten glĂŒcklich und gesund zu halten, ist der Bau eines KĂ€figs, der mit einem Schattiernetz ĂŒberzogen wird. Ich selber verwende diese KĂ€fige, um SĂ€mlinge und Stecklinge darin zu kultivieren. Sie eignen sich auch hervorragend fĂŒr kleine Zuchtprojekte und um die Plantage vor den Blicken der Nachbarn zu schĂŒtzen. Den KĂ€fig kann man aus Bambus und

mit einem Netz basteln, dabei 10 bis 20 Euro fĂŒr sĂ€mtliches Material einkalkulieren.

TOP-TIPP #5 - DIE ERDE NACHBESSERN

Falls die Töpfe von der Sonne stark beansprucht werden und die Erde trocken und staubig geworden ist, können wir jederzeit frischen Kompost, Wurmdung und Kokosfasern hinzufĂŒgen. Wenn als KopfdĂŒnger / Mulchschicht aufgetragen, hĂ€lt sich das Wasser lĂ€nger in der Wurzelzone, und das Nahrungsnetz in der Erde wird mit organischem Kohlenstoff angereichert. Die Inokulation mit nĂŒtzlichen Bakterien, Mykorrhizapilzen und Trichoderma sind ausgezeichnete Verfahren, welche den Pflanzen helfen, die schwierigsten Tage zu ĂŒberstehen.

Schluss

Letztendlich können wir nicht allzuviel gegen heiße Temperaturen und unerwartete Hitzewellen tun, aber es gibt eine Reihe von Vorbeugungsmaßnahmen, die man ergreifen kann, bevor die Temperaturen dramatisch ansteigen. Wenn wir die Pflanzen jeden Tag etwa zur gleichen Zeit - am Sonnenaufgang und Sonnenuntergang - gießen, erzielen wir die besten Ergebnisse, und die Pflanzen können ohne Probleme auf NĂ€hrstoffe zugreifen. Viel GlĂŒck fĂŒr das Jahr 2025 beim Anbau von Outdoor-Cannabispflanzen und tut euer Bestes, um sie vor rauen Winden und brutal heißen Sommertagen zu schĂŒtzen!

Diese Autoflowering-Sorte muss gewÀssert werden, weil sie unter Hitzestress leidet.

DER FREEZE DRYER

WAS IST DAS, WIE FUNKTIONIERT ER UND WOFÜR WIRD ER VERWENDET?

Wenn man heute ĂŒber Haschisch und allgemeiner ĂŒber Marihuanaextrakte spricht, kommt einem unvermeidlich der Begriff „Freeze Dryer“ zu Ohren, denn immer mehr Haschproduzenten verwenden dieses GerĂ€t. Wie funktioniert es also und was genau ist ein Freeze Dryer? Soft Secrets informiert.

Der Freeze Dryer ist ein GerÀt zur Gefriertrocknung organischer Substanzen, das die Beseitigung von Wasser und Restfeuchtigkeit in deren Inneren ermöglicht, ohne ihre chemisch-physikalischen Eigenschaften zu beeintrÀchtigen. Es wird vor allem in der Pharma- und Lebensmittelindustrie eingesetzt, um die Haltbarkeit von Produkten zu verlÀngern und gleichzeitig ihre QualitÀt zu erhalten.

Die ersten Beispiele fĂŒr die Gefriertrocknung von Lebensmitteln datieren zurĂŒck in die prĂ€kolumbianische Zivilisation der Inka - ein Volk, das zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert n. Chr. in der Andenhochebene lebte. Direkt auf Gebirgsgipfeln der Anden wurden Lebensmittel durch die niedrigen Temperaturen konserviert und eingefroren; WasserrĂŒckstĂ€nde verdampften langsam aufgrund des fĂŒr Berggipfel typischen Unterdrucks. Die Erfindung des Gefriertrockners wird dem französischen Biophysiker und Physiologen ArsĂšne d’Arsonval zugeschrieben, aber in Wirklichkeit wurde der erste Gefriertrockner, der das Sublimationsverfahren zum Trocknen nutzte, Ă€hnlich dem bei modernen GerĂ€ten, 1909 von Leon Shackell gebaut.

In der Cannabisbranche wird der Freeze Dryer hauptsĂ€chlich zum Trocknen von Extrakten wie Wasserhasch und in geringerem Maße auch von gesiebten Haschisch-Extrakten verwendet, obwohl in letzter Zeit viele Anbauer ihn auch zum Trocknen und Fermentieren von Marihuana-BlĂŒtenstĂ€nden nutzen. Der Einsatz des GerĂ€ts garantiert sehr schnelle Trocknungszeiten und bewahrt gleichzeitig die organoleptischen Eigenschaften, das Ă€sthetische Aussehen und den Cannabinoidgehalt der verarbeiteten Produkte.

Der Gefriertrocknungsprozess ist in drei Phasen unterteilt:

1). Schnelles Einfrieren des in der Gefriertrocknerkammer befindlichen Materials bei einer Temperatur von -40°C 2). Sublimation des Eises vom festen in den

gasförmigen Zustand, gefördert durch den Unterdruck in der Vakuumkammer 3). Desorption oder SekundĂ€rtrocknung, welche notwendig ist, um die restlichen WassermolekĂŒle zu entfernen, erfolgt durch eine leichte Erhöhung der Temperatur in der Gefriertrocknerkammer und eine Verringerung des Drucks, um die Verdampfung des Wassers zu erleichtern

Das schnelle Gefrieren von Wasser ermöglicht die Bildung sehr kleiner Eiskristalle, wodurch die Struktur des im Freeze Dryer eingelegten Materials unverĂ€ndert bleibt. Außerdem ist bei sehr niedrigen Temperaturen die enzymatische ZersetzungsaktivitĂ€t im Material gleich Null, was dessen Form und Aussehen erhĂ€lt. Das Sublimationsverfahren, mit dem das in den Proben enthaltene Wasser entfernt wird, ist eine recht wirksame Methode und garantiert dank der niedrigen Temperaturen und des Vakuums in der Gefriertrocknerkammer, dass nur sehr wenige Terpene verloren gehen. In der dritten Phase wird die Restfeuchtigkeit des Materials von etwa 10% auf 1% gesenkt.

Unter den verschiedenen Trocknungsmethoden ist die Verwendung des Freeze Dryers sicherlich diejenige, welche die organoleptischen Eigenschaften und den Cannabinoidgehalt des Endprodukts am besten erhĂ€lt. Wenn die Trocknung von CannabisblĂŒten oder -extrakten auf herkömmliche Weise erfolgt, z. B. in einem Trockenraum, verdampfen viele Terpene und das Cannabinoidprofil verĂ€ndert sich.

Die Verdunstung der Terpene erfolgt aufgrund ihrer hohen FlĂŒchtigkeit bei Raumtemperatur, wĂ€hrend die Anwesenheit von Licht und Sauerstoff gleichzeitig einen Oxidationsprozess des Materials auslöst, sowohl bei MarihuanablĂŒten als auch bei den entsprechenden Extrakten. Dadurch verĂ€ndert sich ihr Cannabinoidgehalt, zusammen mit der Form und dem Ă€sthetischen Erscheinungsbild. THC in seiner natĂŒrlichen Verfassung liegt als CarbonsĂ€ure, THC-A, vor.

Freeze Dryer von Harvest Right.

WĂ€hrend des Abbauprozesses wird dieses MolekĂŒl in Cannabinol (CBN) umgewandelt, ein Cannabinoid mit einschlĂ€fernder Wirkung.

Ein weiterer Faktor bei der SchÀdigung von Marihuana ist die mikrobielle Kontamination sowie das Risiko der Ausbreitung von Pilzkrankheiten wie Botrytis, die FÀulnis verursachen und das Endprodukt vollkommen abwerten. Durch den Einsatz eines Freeze Dryers werden diese Probleme im Vergleich zu herkömmlichen Trocknungsmethoden vermieden.

Wie bereits erwĂ€hnt wird der Freeze Dryer hauptsĂ€chlich zum Trocknen von Wasserhasch eingesetzt. Er ist besonders nĂŒtzlich bei der DurchfĂŒhrung von Live-Resin-Extraktionen wie WPFF (AbkĂŒrzung fĂŒr Whole Plant Fresh Frozen), die aufgrund der Konsistenz

des Harzes (sehr Àhnlich einem schnell abbindenden Klebstoff) schwierig zu handhaben sind. Der Freeze Dryer beseitigt dieses Problem, weil das noch mit Wasser durchtrÀnkte Harz aus den Wasserhasch-Siebbeuteln direkt auf die Trays im Gefriertrockner gelegt wird. Das mit dem Freeze Dryer behandelte Harz ist vollstÀndig trocken und leicht zu bearbeiten, seine Eigenschaften bleiben intakt und vor Abbauprozessen bewahrt.

In jĂŒngster Zeit haben viele Cannabisanbauer begonnen, den Freeze Dryer massiv fĂŒr die Trocknung von MarihuanablĂŒtenstĂ€nden und deren abschließende Fermentation zu verwenden. Diese Lösung wird als Alternative zu den traditionellen Trocknungsmethoden vorgeschlagen, die große FlĂ€chen beanspruchen, eine stĂ€ndige Überwachung der

klimatischen Parameter erfordern und eine lange Zeit bis zum Abschluss des Prozesses brauchen (mindestens zwei bis drei Wochen), mit dem hohen Risiko, dass sich todbringende Schimmelpilze einnisten, welche die Ernte gefÀhrden könnten.

Die mit Hilfe des Freeze Dryer getrockneten BlĂŒtenstĂ€nde behalten iForm, GrĂ¶ĂŸe, Terpenprofil und Cannabinoidgehalt unverĂ€ndert bei, genau wie noch lebende Pflanzen. Die Trocknungszeiten werden auf 16 bis 24 Stunden verkĂŒrzt, und einige Unternehmen behaupten, sie erhielten Marihuana-BlĂŒten, die bereits fermentiert und konsumfertig seien. Zu diesem Punkt möchte ich einige Zweifel Ă€ußern, denn meiner Meinung nach benötigen sowohl Wasserhasch als auch mit dem Freeze Dryer getrocknete BlĂŒten immer noch eine weitere Behandlung bzw.

verfĂŒgen, die fĂŒr die meisten verarbeiteten Substanzen geeignet sind und es ermöglichen, die Arbeit in aller Ruhe auszufĂŒhren, kann die Programmierung einiger Parameter das Endergebnis erheblich verbessern.

Die Dauer der Gefrierphase ist einer der wichtigsten Aspekte, um eine SchÀdigung des Materials zu vermeiden; manche Grower sagen, sie sollte 8 bis 10 Stunden dauern. Die sog. Regaltemperatur ist sehr wichtig und sollte auf maximal 8 °C eingestellt werden, damit das verarbeitete Material nicht durch zu hohe WÀrme zersetzt wird.

Ein weiterer zu berĂŒcksichtigender Parameter ist die abschließende Trocknungszeit oder dritte Phase; dieser Parameter variiert abhĂ€ngig von der Menge des im Freeze Dryer enthaltenen Materials und der QualitĂ€t des

betrachtet.

Fermentation, um die Reifung abzuschließen und ihr Potenzial voll zur Geltung zu bringen. Marihuana, das sofort konsumiert wird, hat einen bitteren Geschmack, der an frischen Rasen erinnert. Es ist zu bedenken, dass CannabisblĂŒten nicht mit einem Standard-Gefriertrockner getrocknet werden können. Einmal sind schon dessen Abmessungen fĂŒr diesen Zweck nicht geeignet; es wird ein Modell benötigt, das eine Regelung der Feuchtigkeit ermöglicht, weil sich die BlĂŒten nach ĂŒbermĂ€ĂŸiger Trocknung sehr brĂŒchig anfĂŒhlen und ihre organoleptischen Eigenschaften beeintrĂ€chtigt werden.

Obwohl gewöhnliche Gefriertrockner fĂŒr den Heimgebrauch ĂŒber Standardeinstellungen

verarbeiteten Harzes. So benötigt beispielsweise ein öligeres Harz eine lÀngere Trocknungszeit als ein trockeneres Harz. Achtet auf diese Einstellung, denn wenn die dritte Phase zu lang ist, wird das Endprodukt dadurch beschÀdigt.

Der große Nachteil eines Freeze Dryers sind seine Kosten, die nicht gerade fĂŒr jeden erschwinglich sind, aber dieses Problem wird durch die QualitĂ€t der erhaltenen Produkte gelöst, welche mit Hilfe des Freeze Dryers im Wert steigen.

Wer wĂŒrde nicht gerne jeden Tag des Jahres frisches FrĂŒchte genießen?

Der Freeze Dryer genauer

Sortenportrait Barney’s Farm

Text & Fotos: Green Born Identity – G.B.I.

BISCOTTI ALLER GENIALEN DINGE SIND DREI

Wenn Gelato, Girl Scout Cookies und OG Kush durch ein genetisches Gipfeltreffen vereinigt und zu einem neuen Strain verschmolzen werden, muss einfach etwas SpektakulĂ€res dabei herauskommen, denn jede einzelne dieser Sorten ist absolut herausragende Spitzenklasse und seit vielen Jahren bei Growern und Konsumenten auf der ganzen Welt heiß begehrt. Das sagten sich auch die erfahrenen ZĂŒchter von Barney’s Farm, ihres Zeichens Experten fĂŒr hochwertige West Coast-Genetik, und erschufen aus diesen drei Sorten-Assen einen Mega-Strain, ihre eigene Version des ebenso bekannten wie beliebten „Biscotti“-Sortenkonzepts.

Die Biscotti-Spielart von Barney’s Farm, deren Indica/Sativa-VerhĂ€ltnis mit 80:20 angegeben wird, strotzt nur so vor superben Eigenschaften: Da ist zunĂ€chst ihr fantastisches vielschichtiges Aroma, dass laut Barney’s wie eine „die Sinne berauschende Symphonie“ anmutet – die Mischung aus sĂŒĂŸen, erdigen und zitrusartigen Noten bewirkt einen köstlichen gebĂ€ckartigen Geruch und Geschmack. In Sachen PsychoaktivitĂ€t hat Biscotti ebenfalls sehr viel zu bieten, ihr hoher THC-Gehalt von 25-27 % zeitigt ein starkes, langanhaltendes Rauscherlebnis, das von tiefer friedvoller Ruhe und Entspannung geprĂ€gt ist und dabei auch fĂŒr ein GefĂŒhl der Euphorie sorgt. Die Indoor-BlĂŒtezeit betrĂ€gt 65-70 Tage und beschert dem Grower am Ende sehr pralle ErtrĂ€ge von bis zu 650 Gramm pro Quadratmeter. Biscotti-Pflanzen wachsen indoors mit durchschnittlich 90-110 cm mittelhoch.

Auch draußen laufen sie zu großer Form auf und erweisen sich unter optimalen Anbaubedingungen als extrem produktiv - grandiose ErtrĂ€ge von bis zu anderthalb Kilogramm pro Pflanzen winken, und das bei Höhen von lediglich 1,5-2 Metern. Unter natĂŒrlichem Licht erlangt Biscotti in der zweiten bis dritten Oktoberwoche die Reife.

Dynamisches Wachstum nach Bilderbuch-Keimung

Wieder einmal war es kein geringerer als die Grower-Legende The Doc, der die BF-Biscotti in seinem Growraum mit zwei feminisierten Samen auf die Probe stellte. Nach der bei Barney’s Farm-Sorten ĂŒblichen, knapp dreitĂ€gigen Bilderbuch-Keimung machten sich die beiden SĂ€mlinge auf ihre Grow-Reise. Sie wuchsen dynamisch heran und bildeten viele krĂ€ftige Seitenzweige, was ihnen eine buschartige, sehr kompakte Statur verlieh. Als The Doc drei Wochen nach erfolgter Keimung die BlĂŒtephase einlĂ€utete, waren sie bei Höhen von 28 und 31 cm angelangt.

Großvolumige harztriefende Buds, die wie ZuckerhĂŒte aussehen

The Doc war von den teils Essteller-großen SegelblĂ€ttern seiner beiden Biscottis sehr beeindruckt, doch die meisten von diesen mussten weichen, als die Pflanzen auf BlĂŒte umgeschaltet hatten, denn sie ĂŒberschatteten komplett die Seitentriebe und hĂ€tten so die dortige BlĂŒtenbildung behindert. Er berichtete nach vier Wochen BlĂŒte: „Diese beiden Pflanzen strotzen nur so vor Kraft! Sie haben sich in den ersten vier BlĂŒtewochen zwar sehr energisch gestreckt, sind aber nach wie vor hĂŒbsch kompakt und mit einem sehr stabilen ZweiggerĂŒst ausgestattet.

Die BlĂŒtenbildung kam sehr rasch in Schwung und schon zu diesem frĂŒhen Zeitpunkt ist an den jungen Buds eine stattliche Harzbildung zu bestaunen! Was ich von Barney’s Farm-Sorten mittlerweile zwar gewohnt bin, aber es ist immer wieder aufs Neue faszinierend und sehr schön anzusehen.“ Und absolut faszinierend sollte es dann auch weitergehen mit The Docs beiden Biscotti-Pflanzen: Sie trieben eine große Anzahl von prachtvollen Buds aus, die immer grĂ¶ĂŸer, dichter und trichomreicher wurden, immer atemberaubender aussahen.

Als das Ende nach etwas ĂŒber 60 Tagen absehbar war, schwĂ€rmte The Doc: „Es ist eine BlĂŒten-Gala sondergleichen! Steinharte großvolumige, feiste

Buds en masse an beiden Pflanzen, und sie sind wie erwartet irre harzig geworden, bis ganz nach unten zu den kleinsten BlĂŒten, was fĂŒr eine umwerfende White-Optik, die großen Exemplare sehen aus wie ZuckerhĂŒte! Sind aber viel zu schade fĂŒr eine Feuerzangenbowle
“, scherzte er und fĂŒgte hinzu, „der BlĂŒtenduft ist wie von Barney’s versprochen ein betörendes aromatisches Faszinosum, geprĂ€gt von köstlicher KomplexitĂ€t, so lecker, dass ich meine Nase kaum von diesen Buds lassen kann. Das ist alles drin, was Barney’s erwĂ€hnt hat, eine intensive SĂŒĂŸe, die sowohl erdig-waldig als auch zitronig untermalt ist und auch eine leichte Anmutung von schwarzem Pfeffer hat.“

Um diese Pracht zu erzeugen und zu vollenden, mussten die beiden Biscottis noch nicht mal ĂŒber die volle Distanz gehen, The Doc befand sie schon

nach 65 und 67 Tagen fĂŒr vollreif. Und so erntete er sie beide, bei finalen Höhen von 68 und 75 cm.

Ein sehr opulenter Ertrag: Sogar noch ĂŒber The Docs hohem Standard

Das Wiegen förderte ein Trocken-Ergebnis von zutage, das selbst fĂŒr The Docs hohe Ertragsstandards ĂŒberdurchschnittlich fett war: Sehr opulente 135 und 144 Gramm fuhr er mit seinen beiden Biscottis ein. In ein ĂŒppiges glitzerndes Kristallgewand gehĂŒllt, waren die großen brettharten Biscotti-Buds eine absolute Augenweide.

Und auch fĂŒr The Docs Geruchssinn waren sie ein einziges Fest: „Die vorher schon sehr sĂŒĂŸ riechenden BlĂŒten haben im getrockneten und gecureten Zustand sogar nochmal eine Schippe SĂŒĂŸe draufgelegt, und zusammen mit den ebenfalls

vorhandenen krĂ€ftig-wĂŒrzigen Noten von Pinie und Nelke sowie etwas Zitrus erinnert der Duft an WeihnachtsgebĂ€ck mit Zitronat.“

Eine Reise ins selige Reich der Tiefenentspannung


The Docs erster Biscotti-Konsumtest mit seinem Venty-Vaporizer versprach also, ein geschmackliches Highlight zu werden, und seine Erwartungen sollten nicht enttĂ€uscht werden: „Beim Inhalie-

ren des ersten Zuges meldeten meine Geschmacksknospen zunĂ€chst ‚sĂŒĂŸ, sĂŒĂŸ, sĂŒĂŸ!‘, beim vollmundigen Nachgeschmack entfalteten sich dann auch die wĂŒrzigen Biscotti-Komponenten auf dem Gaumen – nadelholzig, nelkig und ganz leicht pfefferig. Höchst delikat!“ Schnell ging sie los, The Docs Reise ins selige Reich der Tiefenentspannung
 nach drei ZĂŒgen ĂŒberkam in ein GefĂŒhl, als ob sein Kopf und Körper nach und nach mit Watte ausgestopft wĂŒrde, so stark war die relaxierende Wirkung von Biscotti. Doch es war keine bleierne Schwere, eher ein GefĂŒhl der Leichtigkeit und Gelöstheit.

Dazu gesellte sich noch eine die Gedanken und Stimmung verklĂ€rende, aufhellende Wirkung – „ein wunderbares, weit ĂŒber zwei Stunden spĂŒrbares Wellness-Paket, das Biscotti fĂŒr mich schnĂŒrte, perfekt zum abendlichen Runterkommen nach einem langen Arbeitstag und sehr kompatibel zum Fernsehgucken, ohne jeglichen Anflug von MĂŒdigkeit“, berichtete The Doc anschließend beglĂŒckt.

Neue Cannabis-Magie ist entstanden

Kulturdaten:

Genetik Biscotti (Gelato x Girl Scout Cookies x OG Kush)

Wachstumsphase 21 Tage (nach Keimung)

BlĂŒtephase 65 + 67 Tage / allgemein 65-70 Tage

Medium Bionova Bio Soilmix-Erde, 11 Liter-Topf

pH 6,4-6,7

EC 1,2–1,6 mS

Licht

Wachstum: 2 x SANlight EVO 5-100, auf Level 2 von 3 gedimmt BlĂŒte: 4 x SANlight EVO 5-100, auf Level 2 von 3 gedimmt

Temperatur 19-27°C

Luftfeuchtigkeit 40-60%

BewÀsserung manuell

DĂŒngung Bionova Soil Supermix, plus PK 13-14 in der BlĂŒte

ZusÀtze/Stimulanzien Bionova Silution, The Missing Link, Vitasol und X-cel

33x Hybrid AktivkohleïŹlter.

4m Ultra Thin Endless Rolls.

Cannabis anbauen

Von Stoney Tark

WAS BEIM OUTDOORCANNABISANBAU SCHIEFGEHEN KANN

Der Anbau von Autoflowering-Cannabis ist eine der lustigsten und aufregendsten Möglichkeiten, daheim seine eigenen BlĂŒten zu erzeugen, aber es kann vorkommen, dass es nicht immer nach Plan lĂ€uft. In diesem Artikel gehe ich auf die seltsamen Vorkommnisse ein, die sich mit Autoflowering-Sorten ereignen können, und gebe einige Top-Tipps, welche helfen, bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Was sind AutofloweringCannabispflanzen?

Bei Autoflowering-Cannabispflanzen handelt es sich um eine Art Pflanzen, die aufgrund ihrer Erbanlagen befĂ€higt sind, nach einem Zeitraum von 4 Wochen automatisch zu blĂŒhen. Autos benötigen keine bestimmten Lichtphasen, um zu blĂŒhen, wie im Anbauraum beim 12/12-Licht-Dunkelstunden-Zyklus, was bedeutet, dass sie sich drinnen unter einer 18 bis 20-Stunden-Beleuchtung kultivieren lassen und blĂŒhen können. Werden sie ab April im Freien gepflanzt, kann der Grower sich selbst mit mehreren aufeinanderfolgenden Ernten belohnen.

sogar Balkone

‱ Die meisten photoperiodischen Cannabispflanzen sind in einer Autoflowering-Version erhĂ€ltlich

‱ Grower in heißen und tropischen Klimaten können Autos fast das ganze Jahr ĂŒber anbauen

‱ Sie sind einfach zu pflanzen, pflegeleicht und deshalb ideal fĂŒr den Erstgrower

‱ Autos lassen sich leicht zwischen anderen Pflanzen verstecken und tarnen

Kleine verkrĂŒppelte Pflanzen

Bei diesem Szenario spreche ich von zwerghaften Pflanzen, die nicht grĂ¶ĂŸer als 30 cm werden, was

Photoperiodische Pflanzen lassen sich unter 18/6 so lange wie nötig in einem vegetativen Zustand halten, bevor die BlĂŒhphase eingeleitet wird; Autos jedoch haben eine festgelegte Vegetative Phase von 30 Tagen, bevor sie blĂŒhen. Von einer Autoflowering-Cannabispflanze kann man keinen Steckling entnehmen, und wenn sie einmal in einem Topf zu wachsen begonnen hat, ist es besser, nicht umzutopfen, um Stress zu vermeiden, was einen kleinen kĂŒmmerlichen Pflanzenwuchs fördern wĂŒrde.

‱ Autoflowering-Cannabissorten können sowohl drinnen als auch draußen angebaut werden - mit hervorragenden Ergebnissen

‱ Sie eignen sich sehr gut fĂŒr den eigenen Garten hinterm Haus, fĂŒr Terrassen und

man als totale Zeit- und Platzverschwendung sehen kann. Solch kleine Pflanzen produzieren etwa 7 bis 10 Gramm, wenn man GlĂŒck hat - die Ursachen sind oft schlechte Gene, Hitzestress oder unzureichende Anbaubedingungen.

Keine BlĂŒten nach 5 Wochen

Ich habe schon viele Fotos von besorgten Homegrowern und einigen Saatgutbanken erhalten, die sich fragen, warum ihre Autos nicht blĂŒhen. Einige Pflanzen scheinen wahrhaft in einem vegetativen Zustand zu verharren und blĂŒhen nicht, selbst wenn sie drinnen 12/12 erhalten.

Auch dies kann durch schlechte Erbanlagen bedingt sein - ein kostspieliger Defekt, welchen der Grower dann ausbaden muss.

Es wachsen nur einfache BlÀtter

Dies kann ein Merkmal sein, bei dem sich der Grower fragt, warum in aller Welt er Autos anbaut, die nur einfache BlĂ€tter bilden anstatt welche mit vollstĂ€ndigen SĂ€tzen Blattfingern. Falls sich dies ereignet, werden die Cannabispflanzen nicht nur weiterhin solche BlĂ€tter produzieren, sie werden auch blĂŒhen und kleine, vereinzelte BlĂŒtenknospen auswerfen. Man stellte sich eine Pflanze vor, die wieder zurĂŒck in die Wuchsphase strebt und gleichzeitig zu blĂŒhen versucht!

Keine Hauptcola und Fuchsschwanz-CannabisblĂŒten

Möglicherweise gibt es eine Pflanze, die buschig wĂ€chst und nicht das typische Merkmal der Hauptcola zu haben scheint. Die Wachstumsstruktur samt den produzierten fuchsschwanzförmigen BlĂŒtenstĂ€nden geben ein merkwĂŒrdiges Bild ab. In einigen FĂ€llen sieht die Pflanze bizarr aus und produziert eine geringe Menge fingernagelgroßer BlĂŒtenstĂ€nde.

MĂ€nnliche und weibliche BlĂŒten

Wenn ihr das seht, werft die Pflanzen sofort weg. Autos mit weiblichen und mĂ€nnlichen BlĂŒten produzieren Samen. Dann besteht die Gefahr, dass die anderen Pflanzen bestĂ€ubt werden. Tritt also eine zwittrige Pflanze auf, zögert nicht lange, werft sie in den MĂŒlleimer.

Drei Top-Tipps fĂŒr den Anbau der besten Autos

Manchmal, bei einem genetisch bedingten Problem, das auf schlechte ZĂŒchtung zurĂŒckzufĂŒhren ist, kann der Grower nicht viel tun - es mag fĂŒr ihn eine Lektion ĂŒber die Bedeutung eines zuverlĂ€ssigen Pflanzenbestands sein. Hier einige meiner Top-Tipps, die bei der Vorbereitung des nĂ€chsten Outdoor-Projekts mit Autoflowerings berĂŒcksichtigt werden sollten.

TOP-TIPP #1 IN GUTE CANNABISSORTEN INVESTIEREN Ich kann nicht genug betonen, wie wichtig es ist, sein hart verdientes Geld fĂŒr qualitativ hochwertige Autoflowering-Sorten auszugeben. Wenn wir mit Samen einer renommierten Saatgutbank arbeiten, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass wir die meisten der oben beschriebenen Probleme mit genetischen Mutationen nicht haben werden.

TOP-TIPP #2: GROSSE TÖPFE EIGNEN SICH AM BESTEN Im Laufe der Jahre habe ich festgestellt, dass Einpflanzen von Autos in große Töpfe (25 Liter oder mehr) immer die grĂ¶ĂŸten Pflanzen und ĂŒppigsten ErtrĂ€ge produziert. Das Umsetzen von Autos von einem kleineren Topf in einen grĂ¶ĂŸeren kann sie tatsĂ€chlich zurĂŒckwerfen und Stress verursachen.

TOP-TIPP #3: AB JUNI PFLANZEN Wer die Möglichkeit hat, Autoflowering-Sorten im Freien zu pflanzen, erzielt die besten Ergebnisse, wenn er damit ab Juni beginnt. BegrĂŒndung: Die Autos können dann Juli bis Anfang September blĂŒhen, es besteht kein Grund zur Sorge mehr, dass die Pflanzen nur ein Blatt bilden, weil sie denken, sie wĂŒrden in die Wuchsphase zurĂŒckversetzt.

Schluss

Ein Grower, der billige Autoflowerings anbaut, kann nicht die gleichen Ergebnisse erwarten wie bei Cannabissorten einer ausgezeichneten Saatgutbank, die stolz auf ihr Angebot von Autos ist. Sie wĂŒrden sich nur selbst VorwĂŒrfe machen, wenn ihre Pflanzen sich alle deformierten, mutieren wĂŒrden oder nur mit einem Blatt wĂŒchsen und minimale ErtrĂ€ge lieferten. Wer meine Top-Tipps befolgt und schlechte Autoflowering-Sorten meidet, wird ĂŒberrascht sein, wie lohnend der Anbau von Autos drinnen und draußen sein kann, und rasch dahinterkommen, was es mit dem ganzen Hype auf sich hat!

DÜNGEMITTELAUSWAHL: FLÜSSIGDÜNGER VS. WASSERLÖSLICHE DÜNGER

Die Wahl des richtigen DĂŒngemittels ist entscheidend fĂŒr den Cannabisanbau. Sie beeinflusst nicht nur den Ertrag, sondern auch die QualitĂ€t und die allgemeine Pflanzengesundheit. Unter den gĂ€ngigen Optionen gelten FlĂŒssigdĂŒnger und wasserlösliche TrockendĂŒnger als besonders beliebt. Beide Varianten bieten spezifische Vorteile und Herausforderungen. Wer ihre Eigenschaften genau kennt, kann fundierte Entscheidungen treffen, die auf die individuellen Anforderungen des Anbaus abgestimmt sind.

FlĂŒssigdĂŒnger: Bequemlichkeit und Konsistenz FlĂŒssigdĂŒnger zeichnen sich durch mehrere Vorteile aus, die sie fĂŒr viele Anbauende besonders attraktiv machen. Einer der wichtigsten Aspekte ist ihre einfache Anwendung. Da sie bereits vorgemischt angeboten werden, mĂŒssen sie vor dem Einsatz lediglich verdĂŒnnt werden. Dies reduziert den Arbeitsaufwand erheblich, da kein separates Mischen oder Umgehen mit Trockenpulvern notwendig ist.

Ein weiterer Vorteil liegt in der hohen Konsistenz. FlĂŒssigdĂŒnger sind homogen und gewĂ€hrleisten dadurch eine gleichmĂ€ĂŸige Verteilung der NĂ€hrstoffe. Diese Gleichförmigkeit fördert ein planbares und zuverlĂ€ssiges Pflanzen-

che TrockendĂŒnger. ZusĂ€tzlich benötigen sie mehr LagerflĂ€che und verursachen durch ihr Gewicht und Volumen höhere Transportkosten. Dennoch ĂŒberwiegen fĂŒr viele Anwenderinnen und Anwender die langfristigen Vorteile sowie die unkomplizierte Handhabung. FĂŒr ihre Anwendung ist in der Regel keine zusĂ€tzliche AusrĂŒstung erforderlich.

Wasserlösliche TrockendĂŒnger: KosteneffektivitĂ€t und FlexibilitĂ€t Wasserlösliche TrockendĂŒnger erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, insbesondere aufgrund ihrer Wirtschaftlichkeit. In konzentrierter Form angeboten, sind sie meist gĂŒnstiger in der Anschaffung und verursachen geringere Versandkosten. Sie lassen sich platzsparend lagern, was sie besonders fĂŒr Betriebe mit begrenztem Lagerraum interessant macht.

Ein weiterer Pluspunkt ist ihre vergleichsweise lange Haltbarkeit, sofern sie sachgerecht gelagert werden. Dies ist besonders fĂŒr Anbauende von Vorteil, die grĂ¶ĂŸere Mengen ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum hinweg bevorraten möchten. DarĂŒber hinaus bieten wasserlösliche DĂŒnger eine hohe FlexibilitĂ€t bei der NĂ€hrstoffzusammensetzung. Die Möglichkeit, einzelne Elemente gezielt zu kombinieren, erlaubt eine prĂ€zise Anpassung an die spezifischen

wachstum. Zudem können die enthaltenen NĂ€hrstoffe von den Pflanzen besonders gut aufgenommen werden, was die Effizienz der DĂŒngung erhöht. Die ausgezeichnete Löslichkeit der flĂŒssigen Formulierungen ermöglicht eine rasche und vollstĂ€ndige Aufnahme ĂŒber Wurzeln oder BlĂ€tter.

Trotz dieser Vorteile gibt es auch einige praktische Überlegungen. FlĂŒssigdĂŒnger sind in der Anschaffung oft etwas teurer als wasserlösli-

BedĂŒrfnisse der Pflanzen. Allerdings sind auch einige Herausforderungen zu berĂŒcksichtigen. Die Anwendung wasserlöslicher TrockendĂŒnger erfordert zusĂ€tzliche Arbeitsschritte und hĂ€ufig auch spezielle AusrĂŒstung. Vor dem Einsatz mĂŒssen sie in Wasser gelöst und zu einer Stammlösung verarbeitet werden. Dieser Vorgang kann zeitintensiv sein und unter UmstĂ€nden den Einsatz von MischbehĂ€ltern oder Lagertanks erfordern. Wird das Pulver nicht

vollstĂ€ndig gelöst oder unzureichend vermischt, kann es zu einer ungleichmĂ€ĂŸigen Verteilung der NĂ€hrstoffe kommen. Dies wiederum kann zu inhomogenem Pflanzenwachstum fĂŒhren, etwa wenn unterschiedliche Portionen aus einem nicht gleichmĂ€ĂŸig vermischten BehĂ€lter entnommen werden.

Ein weiteres Risiko besteht in der möglichen Klumpenbildung oder Verbackung des DĂŒngers. Dadurch wird die Löslichkeit beeintrĂ€chtigt, und es können sich RĂŒckstĂ€nde in MischbehĂ€ltern oder Leitungen absetzen. Solche Ablagerungen erhöhen das Risiko von Verstopfungen in BewĂ€sserungssystemen und fĂŒhren unter UmstĂ€nden zu einer unregelmĂ€ĂŸigen Verteilung von Wasser und NĂ€hrstoffen. Um diesen Problemen vorzubeugen, empfiehlt sich die Verwendung qualitativ hochwertiger Produkte sowie die Einhaltung bewĂ€hrter Mischverfahren.

Die richtige Wahl treffen Die Entscheidung zwischen FlĂŒssigdĂŒngern und wasserlöslichen TrockendĂŒngern sollte stets auf der Grundlage individueller Bedingungen

Wasserlösliche DĂŒnger (links) und FlĂŒssigdĂŒnger (rechts)

und Anforderungen erfolgen. FlĂŒssigdĂŒnger ĂŒberzeugen durch Benutzerfreundlichkeit, gleichbleibende QualitĂ€t und ein geringes Fehlerpotenzial.

Sie eignen sich besonders fĂŒr Anbauende, die klare und zuverlĂ€ssige Prozesse bevorzugen. Wasserlösliche TrockendĂŒnger hingegen bieten Kostenvorteile und hohe AnpassungsfĂ€higkeit. Sie stellen eine attraktive Lösung dar, wenn das Budget begrenzt ist oder besondere Anforderungen an die NĂ€hrstoffzusammensetzung bestehen.

Letztlich hĂ€ngt die geeignete Wahl vom verfĂŒgbaren Personal, den LagerkapazitĂ€ten sowie den finanziellen Rahmenbedingungen ab. Wer diese Faktoren sorgfĂ€ltig abwĂ€gt und die jeweiligen StĂ€rken und SchwĂ€chen der beiden Optionen kennt, kann eine fundierte Entscheidung treffen, die das Wachstum und die Gesundheit der Cannabispflanzen optimal unterstĂŒtzt.

Report

NIEDERLÄNDISCHER COFFEESHOP-PIONIER WURDE IN THAILAND JAHRELANG IM GEFÄNGNIS EINGESPERRT

Es ist einer der grĂ¶ĂŸten Skandale in der Geschichte der niederlĂ€ndischen Coffeeshops. Aufgrund von LĂŒgen und Hetze durch die niederlĂ€ndische Justiz war der ehemalige Coffeeshop-Besitzer Johan van Laarhoven mehr als fĂŒnf Jahre lang unter höllischen Bedingungen in einem thailĂ€ndischen GefĂ€ngnis inhaftiert gewesen. Jetzt, da seine Strafverfolgung in den Niederlanden beendet ist, kann er sich endlich wehren und mit der Presse sprechen.

Van Laarhoven eröffnete seinen ersten Coffeeshop im Jahr 1981. In den folgenden Jahrzehnten baute er unter dem Namen The Grass Company ein kleines Imperium mit vier Coffeeshops und einem Großhandel fĂŒr Headshop-Produkte auf. 2008 zog er mit seiner thailĂ€ndischen Frau Tukta und den beiden Kindern nach Thailand; drei Jahre spĂ€ter verkaufte er The Grass Company.

Im gleichen Zeitraum leitete die niederlÀndische Justiz eine umfangreiche Untersuchung gegen das Unternehmen ein, wobei Van Laarhoven als HauptverdÀchtiger galt. Nachdem dies nichts gebracht hatte, wurden die thailÀndischen Behörden um Rechtshilfe gebeten. Und nach einem Staatsstreich der thailÀndischen Armee im Jahr 2014 forderte die Justiz die thailÀndische Junta in einem Schreiben auf, selbst strafrechtliche Ermittlungen gegen Johan van Laarhoven und seine Frau einzuleiten.

Dieses Schreiben voller falscher Anschuldigungen fĂŒhrte zur Verhaftung des Paares und verursachte einen Alptraum, der noch immer nicht vorbei ist. Letztendlich wurde van Laarhoven fĂŒnfeinhalb Jahre in Thailand inhaftiert, seine Frau noch etwas lĂ€nger. Dank der BemĂŒhungen von Familie und Aktivisten konnte Johan Anfang 2020 in die Niederlande zurĂŒckkehren. Hier war er noch einige Monate inhaftiert und wurde im August 2020 freigelassen.

In den vier Jahren seit seiner Freilassung konnte Johan nie mit Journalisten sprechen, da immer noch ein Strafverfahren gegen ihn, seinen Bruder Frans und den derzeitigen Besitzer der Grass Company Coffee Shops lief. Dieses Verfahren wurde im Dezember 2024 mit einem Vergleich in Höhe von ĂŒber 7,7 Millionen abgeschlossen. Anfang Januar war Johan kurz in den Niederlanden, um sein Buch vorzustellen, das nur dort veröffentlicht wurde.

Johan van Laarhoven hat in den letzten Jahren in mehreren LĂ€ndern gelebt; ĂŒberall bekommt er Probleme mit Bankkonten, dem Kauf oder der Anmietung einer Wohnung. In den Niederlanden möchte er keinen Tag lĂ€nger als nötig bleiben; er hasst das Land nach allem, was er durchgemacht hat. Und er hasst die Toleranzpolitik, bei welcher der Verkauf von Cannabis unter strengen Auflagen geduldet wird, Anbau und Großhandel aber verboten sind. Johan: „Wegen der Toleranzpolitik habe ich sechs Jahre unschuldig im GefĂ€ngnis gesessen. Ich glaube also nicht an die Toleranzpolitik.“

Ruhig erzĂ€hlt er von den 66 Monaten, die er in Bangkoks berĂŒchtigtem Khlong Prem GefĂ€ngnis verbracht hatte. Er saß mit 14 MĂ€nnern in einer 11 Quadratmeter großen Zelle; Gewalt war an der Tagesordnung. Johan weigerte sich stets, im GefĂ€ngnis zu arbeiten und sich Ketten anlegen zu lassen, egal wie heftig die WĂ€rter ihn bedrohten. „Das war meine Art, ich selbst zu bleiben und trotz allem etwas dagegen tun zu können.“

Besonders in den ersten Monaten dachte er an Selbstmord, aber sein Kampfgeist und seine Familie hielten ihn aufrecht. Umso trauriger ist es, dass seine Familie die Tragödie nicht ĂŒberlebt hat. „Tukta (seine thailĂ€ndische Frau - Anm. d. Red.) hat enorme psychische Probleme. Am Anfang hat sie mir die Schuld fĂŒr alles gegeben, was passiert ist, und so ist meine Beziehung kaputt. Deshalb sind auch die Kinder wĂŒtend, sie verstehen mich nicht und reden nicht mehr mit mir. Ich bin seit vier Jahren frei und so lange reden meine jĂŒngsten Kinder nicht mehr mit mir. Das ist unheimlich schmerzhaft. Ich vermisse meine Kinder.“

Zu den Auswirkungen auf seine eigene Gesundheit sagt er: „Physisch geht es mir beschissen, mein Körper tut weh, der Kopf funktioniert auch nicht mehr zu 100 Prozent, mein GedĂ€chtnis ist nicht mehr so gut. Und ich schlafe sehr schlecht,

drei, vier Stunden pro Nacht. Ich habe Flashbacks, dann sehe ich wieder einen im Knast hĂ€ngen oder wie jemand umgebracht wird.“

Beim Vergleichsangebot der Justizbehörde habe er mit dem RĂŒcken zur Wand gestanden, erklĂ€rt er. Er musste an die anderen Menschen denken, nicht nur an sich selbst: seinen Bruder, den Besitzer und die Angestellten der Grass Company Coffee Shops. Wenn Johan nicht zustimme, drohte die Justiz seinem Anwalt, wĂŒrden sie ihn „weiter zerstören“. Sie sagten: „Dann werden wir ihn mindestens weitere 15 Jahre vor Gericht erscheinen lassen, die Beschlagnahmung seines

verbliebenen Vermögens erzwingen und dafĂŒr sorgen, dass die Coffeeshops geschlossen werden.“ Nun, was also tun? Bestandteil des Vergleichs: Van Laarhoven darf keine Rechtsmittel gegen die Polizei und die Justiz einlegen, die er persönlich haftbar machen wollte. Allerdings ist eine Zivilklage gegen den niederlĂ€ndischen Staat möglich, die er Ende Dezember 2024 eingereicht hat. Auf die Frage, warum, antwortete er:

„Ich habe einen sehr ausgeprĂ€gten Sinn fĂŒr Gerechtigkeit. Die Gerechtigkeit fĂŒr meine Familie, meine Verwandten und mich selbst, darĂŒber sind sie mit einem Bulldozer gefahren. Das kann ich nicht akzeptieren. Eigentlich möchte ich ein neues Leben beginnen und dies alles vergessen, aber das wird niemals funktionieren. Ich muss meine Gerechtigkeit bekommen. Anders geht es nicht. Ich will mit ihnen abrechnen, sie fĂŒr das, was sie getan haben, zur Rechenschaft ziehen. FĂŒr mich persönlich ist es ein sehr schwieriger Fall, aber auch fĂŒr den niederlĂ€ndischen Staat.“

Johan in Thailands berĂŒchtigtem Khlong Prem GefĂ€ngnis.
Johan van Laarhoven 2016

Cannabis anbauen

Ein Leitfaden fĂŒr Einsteiger zum Thema Cannabis-Mutterpflanzen und -Stecklinge

Es kommt einmal der Zeitpunkt, wenn ein Grower auf die beste Cannabispflanze trifft, die er je gesehen hat, und sich vornimmt, nur diese Sorte anzubauen und zu rauchen. Nun, in diesem Fall wirst du eine Mutterpflanze kreieren wollen, um sicherzustellen, dass du die nĂ€chsten Jahre ĂŒber diese

Cannabissorte verfĂŒgst. Im Folgenden gehe ich auf alles ein, was man ĂŒber Cannabis-Mutterpflanzen, die geeignete Umgebung, die TopfgrĂ¶ĂŸe, den richtigen Lichtzyklus und mehr wissen muss.

Was ist eine Mutterpflanze?

Es handelt sich um eine weibliche Cannabispflanze, welche ausersehen wird, genetisch exakte Kopien einer bestimmten Sorte zu liefern. Wie der Name schon sagt, wird sie die Mutter aller Stecklinge sein, welche immer wieder benötigt werden - und in manchen FĂ€llen mit der Absicht, sie ĂŒber Jahrzehnte am Leben zu erhalten.

Es kann folgendes Szenario eintreten: Du hast mehrere verschiedene Cannabissorten angebaut und da ist eine bestimmte, die in Bezug auf Struktur, Ertrag, Geschmack, Aroma und Wirkung alle gewĂŒnschten Kriterien erfĂŒllt. Sie soll zur Mutter werden und der nĂ€chste Schritt besteht darin, dafĂŒr zu sorgen, dass man „Kopien“ von ihr anbauen kann. DafĂŒr muss die Pflanze in der Vegetativen Phase (Wuchsphase) gehalten werden, sie darf nicht zum BlĂŒhen kommendann können wir Stecklinge fĂŒr zukĂŒnftige Ernten entnehmen.

Welchen Lichtzyklus brauchen Mutterpflanzen?

Der Pflanze soll es nicht erlaubt werden zu blĂŒhen, sie muss in der Wuchsphase zurĂŒckgehalten werden, wo sie nur BlĂ€tter, Nodien und Triebe produziert. Die Zeitschaltuhr bleibt

permanent auf 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit gestellt und wird niemals auf 12/12 umgeschaltet.

Welchen DĂŒnger benötigen Mutterpflanzen?

Mutterpflanzen benötigen den gleichen DĂŒnger, wie er einer Cannabispflanze in der Wuchsphase gegeben wĂŒrde - also mit viel Stickstoff, um eine ĂŒppige Blattbildung zu fördern. Hersteller von DĂŒngemitteln bieten DĂŒnger speziell fĂŒr die Wuchsphase und die BlĂŒhphase an, doch im Fall einer Mutterpflanze sollten wir fĂŒr uns an WachstumsdĂŒnger halten.

In der Regel produzieren die meisten Marken auch einen FlĂŒssigdĂŒnger mit einem Ă€hnlichen N-P-K-VerhĂ€ltnis von 5-3-3, was ausgezeichnet funktioniert. Eine NachdĂŒngung mit frischer Erde, Wurmdung und Kompost sorgt fĂŒr das richtige Gleichgewicht von Mikro- und Makroelementen und lĂ€sst die Pflanze gut genĂ€hrt.

Richtige TopfgrĂ¶ĂŸe und geeignete Growlampe

Ich habe Mutterpflanzen jahrelang in einem kleinen 10-Liter-Topf kultiviert, und fĂŒr grĂ¶ĂŸere MĂŒtter, die ĂŒber Monate und Jahre am Leben erhalten werden mĂŒssen, wĂ€hle ich einen 25-Liter-Topf. Was die Beleuchtung angeht, haben wir die Wahl zwischen einer Kompaktleuchtstoff- und einer schwachen LED-Lampe; oder fĂŒr Grower, die riesige Monster-Mutterpflanzen anbauen wollen, die alle 8 bis 10 Wochen eine große Anzahl von Stecklingen liefern können, ist eine 400 bis 600-Watt-Hochdruckentladungslampe genau richtig.

Korrekte Temperatur und Luftfeuchtigkeit fĂŒr eine Langzeit-Mutterpflanze

Es sollten die gleichen Umgebungsbedingungen wie in der Vegetativen Phase geschaffen werden, d. h. ein warmes und feuchtes Umfeld. Ideal ist eine konstante Temperatur zwischen 22 und 25 °C und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 60 und 80%.

Wann ist der richtige Zeitpunkt fĂŒr die Entnahme von Stecklingen?

Die Kunst, eine gesunde und lebendige Mutterpflanze zu unterhalten, besteht darin, zu warten, bis sie buschig und widerstandsfÀhig genug ist, um den durch das Abschneiden von Stecklingen

Beispiel einer kleinen Mutterpflanze, die fĂŒr jede Ernte sechs Stecklinge liefern wird.

verursachten Stress zu bewĂ€ltigen. Homegrower, die nur 6 bis 9 Stecklinge fĂŒr ein kleines Zelt benötigen, können problemlos innerhalb eines Monats Stecklinge entnehmen, sollten aber mindestens sechs Wochen warten, bevor sie es wagen, weitere Stecklinge abzuschneiden. So wird es der Mutterpflanze ermöglicht, nachzuwachsen und dabei noch mehr Wachstumsstellen und Nodien zu bilden.

Vorteile von Cannabis-Mutterpflanzen

Es ist nicht nötig, Geld fĂŒr Cannabissamen auszugeben oder Stecklinge von anderswoher zu beziehen

‱ Man vermeidet die Übernahme von möglicherweise infizierten Stecklingen, die etwa von Spinnmilben oder Echtem Mehltau befallen sind Wie viele Stecklinge geschnitten werden, hĂ€ngt vom Anbauraum ab, man kann im Voraus planen

‱ Die Mutterpflanze lĂ€sst sich auf kleinem Raum am Leben erhalten oder wir können sie so groß werden lassen wie gewollt

‱ Mutterpflanzen können wir im FrĂŒhjahr draußen halten und die Stecklinge lassen sich fĂŒr den Indoor-Anbau verwenden

Schlussbemerkung

Nachdem die idealen Umgebungsbedingungen realisiert worden sind, besteht der Zweck des Spiels darin, nichts zu verĂ€ndern und es den Mutterpflanzen einfach zu ermöglichen, weiter zu wachsen, frei von Insekten zu bleiben, ein stressfreies Leben zu fĂŒhren. Mutterpflanzen ersparen dem Grower den Kauf von neuem Saatgut und geben ihm hinsichtlich der Vorausplanung die volle Kontrolle darĂŒber, wie viele Pflanzen er anbauen kann.

Dieser Grower nimmt Stecklinge von der riesigen Outdoor-Mutterpflanze, um sie drinnen zu verwenden.

Cannabis anbauen

Von Mr. José info@mrjose.eu

Eine eigene Mutterpflanze und Stecklinge

Jeder Homegrower braucht hochwertiges Ausgangsmaterial, um eine gute Ernte zu verwirklichen. Die meisten kaufen Samen oder Stecklinge in einem GeschÀft, wenn sie die Möglichkeit dazu haben. Man kann aber auch selbst Stecklinge produzieren und die geeignetsten Cannabissorten immer wieder anbauen. Und es wird nicht viel zusÀtzlicher Platz benötigt. Ich zeige, wie es geht.

Einer der Hauptvorteile des Anbaus mit Stecklingen: Schon wenn die Mutterpflanze ausgewĂ€hlt wird, ist zu erkennen, welche Cannabispflanze krĂ€ftig und gesund ist. Außerdem werden so Probleme mit Samen hinsichtlich der Keimung vermieden, denn viele Grower begehen hier Fehler, welche die Keimungsrate verringern. Eigene Stecklinge erzeugen ist nicht ganz einfach, aber einmal gelernt, wie es geht, kann man fĂŒr jeden Anbauzyklus genĂŒgend Stecklingspflanzen produzieren und nur die besten auswĂ€hlen.

EINE MUTTERPFLANZE ERHALTEN

Eine gute Mutterpflanze bildet den Grundstein fĂŒr einen erfolgreichen Cannabisanbau. Professionelle Anbauer und Stecklingsproduzenten schĂ€tzen ihre erstklassigen Mutterpflanzen, da sie buchstĂ€blich unersetzlich sind. Stecklinge von ein- und derselben Mutterpflanze haben identische Wachstumsmerkmale und produzieren in der Regel BlĂŒtenknospen mit demselben Gehalt und VerhĂ€ltnis an Wirkstoffen. Aus einer einzigen Mutterpflanze kann man unzĂ€hlige weitere erzeugen - genug, um sogar Stecklinge fĂŒr die die großangelegte kommerzielle Produktion zu liefern. FĂŒr den Eigenanbau reicht jedoch gewöhnlich eine gesunde Mutterpflanze völlig aus.

Wir können eine Mutterpflanze aus einem einzigen feminisierten Samen, aus gekauften Stecklingen oder aus einem von einem Freund geschenkten Steckling kultivieren. Das Wichtigste dabei ist, die Pflanze in der Vegetativen Phase (Wuchsphase) zu halten und die Spitze des Haupttriebes abzuschneiden (Topping), um die Entwicklung von Seitenzweigen zu fördern. Eine Mutterpflanze muss nicht groß wachsen, aber sie sollte genĂŒgend junge Triebe mit krĂ€ftigen StĂ€ngeln bilden. Wer eine Mutterpflanze ohne vorherige Selektion kreiert, wird erst nach der ersten Ernte wissen, wie gut der Ertrag oder die Wirkung der Pflanze ist - aber vielleicht hat er GlĂŒck. Eine ordentliche Selektion erfordert mehr Platz, den nicht jeder Grower hat. Um eine wirklich hochwertige Mutterpflanze auszuwĂ€hlen, beginnen wir am besten mit mindestens zehn normalen (nicht feminisierten) Samen. Von dem Moment an, in dem sie keimen und zu wurzeln beginnen, beobachten wir die Pflanzen und konzentrieren uns auf die stĂ€rksten Individuen. Nach zwei bis vier Wochen kann man schwache oder deformierte Pflanzen

ErgÀnzende Beleuchtung innerhalb des Laubwerks, des BlÀtterdachs (Intercanopy Lighting). Das Toppen des Haupttriebes fördert die Entwicklung von Seitentrieben, die sich ideal als Stecklinge eignen.

aussortieren. Auch hier fördert das Toppen der Pflanzen die Bildung von Seitenzweigen, wie auf dem nebenstehenden Bild zu sehen ist. Nach etwa fĂŒnf Wochen sollten die Pflanzen groß genug sein, um die ersten Stecklinge zu schneiden. Ja nicht vergessen die Stecklinge sorgfĂ€ltig zu beschriften, um spĂ€ter zu wissen, von welcher (evtl. temporĂ€ren) Mutterpflanze jeder einzelne stammt.

Hier werden die Stecklinge fĂŒr einen Versuchsanbau verwendet. In der Regel reicht es aus, zwei von jeder potenziellen Mutterpflanze zu nehmen, aber je mehr man testet, desto besser kann die Begutachtung ausfallen. Der Testlauf hilft zudem, mĂ€nnliche Pflanzen zu identifizieren und zu eliminieren, also wachsam sein wegen erster Anzeichen mĂ€nnlicher BlĂŒten und ggf. sowohl den Steckling als als auch dessen Mutterpflanze beseitigen. Etwa mit der dritten BlĂŒhwoche sollten nur noch weibliche Pflanzen im Versuchsanbau verbleiben, die bis zur Reife kultiviert werden.

Am Ende des Zyklus werden die Ergebnisse ausgewertet, vorlÀufig eine oder zwei Mutterpflanzen ausgewÀhlt, deren Stecklinge sich am besten entwickelt haben. Von denen werden neue Stecklinge entnommen und spÀter unter

ihnen die stĂ€rksten ausgewĂ€hlt - sie werden die endgĂŒltigen Mutterpflanzen fĂŒr die kĂŒnftige Verwendung sein.

Eine einfachere und hĂ€ufiger angewandte Methode ist die Selektion von Cannabispflanzen, die aus feminisierten Samen gezogen wurden, denn hier gibt es keine mĂ€nnlichen Pflanzen, die man identifizieren und wegwerfen muss. Bei vielen modernen Cannabissorten ist es sogar schwierig, normale (nicht feminisierte) Samen zu finden, sodass feminisierte Samen oft die einzige Option sind. Zu beachten: Bei Autoflowering-Cannabissorten ist es nicht möglich, Stecklinge zu entnehmen, weil diese Pflanzen zu frĂŒh blĂŒhen und Stecklinge von ihnen sich nicht richtig bewurzeln können. Die Auswahl und das Testen dauert sechs bis zwölf Monate, aber das Ergebnis ist es wert: eine genetische Ausgangsbasis, die genau auf die BedĂŒrfnisse des Growers zugeschnitten ist.

KLONIEREN (SCHNEIDEN UND ZIEHEN VON STECKLINGEN)

Cannabis eignet sich sehr gut fĂŒr die ungeschlechtliche Vermehrung, was nur ein anderer Begriff fĂŒr das Klonieren ist. Manchmal genĂŒgt

Die BlĂ€tter des Steckling zurechtschneiden, den StĂ€ngel verkĂŒrzen, wenn nötig. Bewurzelungshormon auftragen - ins Substrat einpflanzen.

es, einen krĂ€ftigen Trieb abzuschneiden und diesen in Wasser zu legen - nach wenigen Wochen können sich Wurzeln zeigen. Bessere Ergebnisse erhalten wir jedoch durch Schaffung optimaler Bedingungen fĂŒr die Bewurzelung. Ich empfehle ein MinigewĂ€chshaus speziell fĂŒr SĂ€mlinge, idealerweise mit beheiztem Boden, um die Wurzelbildung zu beschleunigen. Es kann aber auch ohne Heizung erfolgreich verlaufen. Die ideale Temperatur in der Wurzelzone liegt zwischen 22 und 26 °C, was in InnenrĂ€umen auch ohne beheiztes MinigewĂ€chshaus leicht einzuhalten ist.

2 bis 3 cm Perlit auf dem Boden des ZimmergewĂ€chshauses verteilen. Es absorbiert ĂŒberschĂŒssiges Wasser aus den AnzuchtwĂŒrfeln und schafft ein ideales Umfeld fĂŒr das Ausbreiten der Wurzeln. AnzuchtwĂŒrfel und -tabletts sind in jedem Growshop erhĂ€ltlich. Es gibt eine große Auswahl an Pflanzmedien - von Erde ĂŒber Kokosfaser bis hin zu der weit verbreiteten Steinwolle. Ich selber bevorzuge Steinwolle zum Klonieren: Sie ist einfach zu handhaben, speichert das Wasser gut und beherbergt in aller Regel keine SchĂ€dlinge oder Krankheitserreger.

Um gut Wurzeln zu schlagen, brauchen Stecklinge das richtige Lichtspektrum und einen ausreichend langen Tag. Ich empfehle, ihnen 24 Stunden Dauerlicht zu geben, mit geeigneten LEDs oder Ă€lteren T5-T8-Leuchtstoffröhren. Eine LichtintensitĂ€t von etwa 100 ”mol/mÂČ/s ist ausreichend. Mit anderen Worten: FĂŒr ein MinigewĂ€chshaus mit den Maßen 60×40 cm benötigen wir eine LED mit einer Leistung von 10 bis 20 Watt.

Wer beabsichtigt, Stecklingspflanzen in BehĂ€ltern auf einer Fensterbank oder in einem GewĂ€chshaus verwurzeln zu lassen, sollte eine zusĂ€tzliche Beleuchtung anbringen, um tĂ€glich mindestens 18 Stunden Licht zu gewĂ€hrleisten. FĂŒr gleichmĂ€ĂŸige Wurzelbildung und stetiges Wachstum empfehle ich dringend, in dieser Phase einen 24-Stunden-Lichtzyklus einzuhalten.

Außerdem benötigen wir ein scharfes Messer und ein Bewurzelungshormon, das in den meisten Growshops oder Gartencentern erhĂ€ltlich ist. Vor dem Klonieren werden die AnzuchtwĂŒrfel in Wasser (pH-Wert von etwa 6,5 - alles zwischen 6 und 7 ist akzeptabel) eingeweicht. Wird Steinwolle oder Kokos verwendet, empfehle ich, dem Wasser einen Wurzelstimulator hinzuzugeben. Die SteinwollwĂŒrfel lassen wir abtropfen und legen sie dann im ZimmergewĂ€chshaus auf das Perlit. Ein wenig Bewurzelungsgel oder -pulver in einen separaten BehĂ€lter tun, darin werden die Stecklinge eingetaucht.

Einen geeigneten Trieb als Steckling auswÀhlen. Am besten eignen sich junge Triebe von 10 bis 15 cm LÀnge mit einem festen StÀngel. Zu weiche StÀngel lassen sich nicht gut in das Substrat einpflanzen, wÀhrend dicke, hohle StÀngel

abdecken und warten.

ZU WEICHE STÄNGEL LASSEN SICH NICHT

GUT IN DAS SUBSTRAT EINPFLANZEN, WÄHREND DICKE, HOHLE STÄNGEL SCHWER

ZU BEWURZELN SIND

schwer zu bewurzeln sind. Viele Grower fragen sich, ob sie am StĂ€ngel gerade oder schrĂ€g abschneiden sollen. Ich habe diesbezĂŒglich nie einen signifikanten Unterschied in der Bewurzelungsgeschwindigkeit festgestellt, und auch experimentelle Versuche kamen zu demselben Ergebnis - es ist also eine reine Geschmacksfrage. Ich persönlich bevorzuge schrĂ€ge Schnitte, weil sich der StĂ€ngel dann leichter in das Pflanzmedium hineinstecken lĂ€sst.

Nach dem Schneiden des Stecklings sollte man die HĂ€lfte bis zwei Drittel des Laubes entfernen. In diesem Stadium braucht die Pflanze nicht mehr so viel BlattflĂ€che, und die Reduktion senkt auch das Risiko von Schimmel. Die untersten BlĂ€tter können wir ganz beseitigen. Den Steckling in das Bewurzelungshormon tauchen und anschließend in das schon durchnĂ€sste

Pflanzmedium einsetzen. Nachdem alle Stecklinge soweit sind, den Deckel auf das ZimmergewĂ€chshaus setzen und es unter die Lampe stellen. Die Temperatur regelmĂ€ĂŸig kontrollieren; um den fĂŒnften Tag herum nachsehen, ob die WĂŒrfel gegossen werden mĂŒssen. In der Regel erscheinen die Wurzeln innerhalb von 10 bis 20 Tagen.

Sobald die Stecklinge Wurzeln geschlagen haben, sollten sie so schnell wie möglich in grĂ¶ĂŸere BehĂ€lter verpflanzt werden. Je lĂ€nger bewurzelte Stecklinge in ihren Anzuchtrays bleiben, desto mehr nimmt ihre QualitĂ€t ab.

Werdet ihr also das Klonieren ausprobieren? Wenn ja, wĂŒnsche ich viel GlĂŒck - und gebt nicht auf, wenn es nicht gleich beim ersten Mal optimal klappt.

Mit der richtigen Methode erhalten wir krÀftige Stecklingspflanzen mit starken Wurzeln.

Einfach

Cannabis anbauen

TOP-TIPPS FÜR

DEN OUTDOORCANNABISANBAU

Das richtige Pflanzmedium wÀhlen

Die Töpfe werden mit dem Substrat gefĂŒllt, in das die Wurzeln hineinwachsen und wo sie ihre Nahrung aufnehmen werden. Bei der Auswahl des richtigen Kultursubstrats sollte man nichts ĂŒberstĂŒrzen, sondern sehr darauf achten, dass es die richtigen Eigenschaften aufweist.

Mein Tipp: Sich ĂŒberzeugen, dass es gut drainiert, Wasser zurĂŒckhalten kann und im Innern viele Lufttaschen hat. Idealerweise sollte das Pflanzmedium alle NĂ€hrstoffe enthalten, welche die GewĂ€chse von der Aussaat bis zur Ernte benötigen. Eine eigene individuell angepasste Mischung herzustellen ist immer eine gute Option - also erwĂ€gen, Kokosfasern, Wurmkot, Kompost, Erde mit Perlit und Vermiculit fĂŒr das endgĂŒltige Kultursubstrat zu verwenden.

Methoden des Pflanzentrainings

Um draußen die besten ErtrĂ€ge einzufahren, ist es am einfachsten, wĂ€hrend der Vegetativen Phase (Wuchsphase) Methoden des Pflanzentrainings anzuwenden. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, im Freien Cannabispflanzen zu trainieren, darunter Topping, Fimming, Herunterbinden, Super Cropping und Beschneiden.

Mein Tipp: Nur von Mai bis Juli trainieren, dann, sobald die Pflanzen zu blĂŒhen beginnen, jegliches Training vermeiden. Einige sehr stressige Methoden können den Pflanzen mehr schaden als nĂŒtzen, wenn sie BlĂŒtenknospen bilden, und verkĂŒmmerten Pflanzen, Hermaphroditen und deutlich geringere ErtrĂ€ge bewirken.

Nicht ĂŒberwĂ€ssern

Durch das Gießen von Cannabispflanzen erhalten die Wurzeln Zugang zu Sauerstoff und verfĂŒgbaren NĂ€hrstoffen aus der Erde oder evtl. auch aus einer NĂ€hrlösung. Mit ÜberwĂ€ssern tun wir den Cannabispflanzen keinen Gefallen und es kann dazu fĂŒhren, dass das Pflanzmedium zu schwer wird, eine sauerstoffarme Umgebung entsteht und schĂ€dliche aerobe Bakterien produziert werden, welche die Wurzeln angreifen.

Dazu mein Tipp: Die Pflanzen an den RĂ€ndern der Töpfe leicht gießen, das Wasser vom Substrat aufnehmen lassen. Nicht davon ausgehen, dass die Pflanzen umso grĂ¶ĂŸer werden, je mehr Wasser sie bekommen; weniger ist mehr bezĂŒglich des Gießens von Cannabispflanzen. Das Substrat muss viele Lufttaschen und einen hohen Anteil an Perlit enthalten, um den Austrocknungsprozess zwischen dem Gießen zu beschleunigen.

Keine ĂŒberdĂŒngte Erde

Ein Zuviel an NĂ€hrstoffen in der Erde kann die SĂ€mlinge schĂ€digen. Im lokalen Gartencenter gibt es eine große Auswahl an Erden. Manche enthalten einen hohen Anteil an Stickstoff, Phosphor und Kalium, einige sogar chemische NĂ€hrstoffe.

Beim Kauf von Erde fĂŒr das Outdoor-Projekt immer die Etiketten lesen, um sich ĂŒber das NĂ€hrstoffverhĂ€ltnis und den Gehalt an Chemikalien zu informieren. Mein Tipp: Alles vermeiden, was ein N-P-K-VerhĂ€ltnis von 20-20-20 aufweist und, wenn möglich, eigene maßgeschneiderte Erdmischungen herstellen. Am besten fĂŒr SĂ€mlinge eine leichte Blumenerde gebrauchen - und daran denken, spĂ€ter umzutopfen, oder NĂ€hrlösung dazugeben, wenn man glaubt die Erde sei ĂŒberdĂŒngt.

Möglichst Air-Pots oder Stofftöpfe benutzen

Manch einer könnte versucht sein, fĂŒr den diesjĂ€hrigen Outdoor-Anbau die gleichen Töpfe zu verwenden, die im Garten herumliegen. Plastiktöpfe sind allerdings nicht das Beste fĂŒr den Cannabisanbau. In ihnen bilden sich Ringwurzeln, was die Wurzelmasse und die Pflanzenhöhe einschrĂ€nkt.

Mein Tipp: Entweder Air-Pots oder Stofftöpfe verwenden, weil sie die Wurzelzone mit reichlich Sauerstoff versorgen, die Wurzeln dazu anregen, sich selbst zu beschneiden und einem die Sorge nehmen, Cannabispflanzen wegen wuchernden Ringwurzeln stĂ€ndig umtopfen zu mĂŒssen. Air-Pots und Filztöpfe könnten teuer sein, sind aber die Investition wert und bringen die am besten aussehenden Cannabispflanzen und möglicherweise grĂ¶ĂŸten ErtrĂ€ge.

Mehrere Ernten mit Autoflowerings

Ist im Garten nicht genug Platz, um eine groß wachsende photoperiodische Cannabissorte anzubauen oder du bist zu ungeduldig, um bis Ende September oder Mitte November mit der Ernte zu warten - warum es es nicht mit Autoflowering-Cannabissorten versuchen?

Autos sind robuste, widerstandsfĂ€hige Pflanzen, die nach 28 Tagen Wuchsphase automatisch blĂŒhen und zwischen 75 und 100 Zentimeter groß werden.

Mein Tipp also: Es mit Autos versuchen. Mit ihnen lassen sich von Mai bis Ende September nacheinander Ernten einfahren. Sie bieten auch die ausge-

Es ist wieder einmal so weit - die Gelegenheit, hochwertiges Cannabis im Freien anzubauen. Grower-Neulinge finden in diesem Artikel meine besten Tipps, um ihre FÀhigkeiten im Outdoor-Anbau auf die nÀchste Stufe zu bringen!

Bei draußen angebauten Cannabispflanzen mĂŒssen wir damit rechnen, dass sie bis 1,80 Meter groß werden.

zeichnete Möglichkeit, heimlich eine unauffÀllige Plantage anzulegen und im Laufe des Jahres viele verschiedene Geschmacksrichtungen und Wirkungen kennenzulernen.

Schluss

Der Outdoor-Cannabisanbau bringt eine großartige Lernerfahrung und man kann entdecken, wie sich Cannabispflanzen an das Sonnenlicht anpassen.

Mit dem bestmöglichen Kultursubstrat und BewĂ€sserungsplan fĂŒr die Pflanzen und mit schnell blĂŒhenden oder Autoflowering-Cannabissorten erhalten wir die die besten Ergebnisse - das gilt besonders fĂŒr Nordeuropa.

Diese blĂŒhende Cannabispflanze wird Ende September erntereif sein.

Cannabiskultur

Text & Bilder: Derrick Bergman / Gonzo Media

AMSTERDAMER STADTARCHIV ERÖFFNET SAMMLUNG ZUR CANNABISKULTUR

Das Stadsarchief Amsterdam verwaltet seit 1888 Archivmaterial ĂŒber die Geschichte der niederlĂ€ndischen Hauptstadt und ihrer Einwohner. In den Archiven mit einer GesamtlĂ€nge von gut 50 Kilometern scheint es jedoch kaum Material ĂŒber das zu geben, wofĂŒr die Stadt weltweit berĂŒhmt ist: die Cannabiskultur. Ein neues Archivierungs-

projekt soll das Ă€ndern. Am 23. Mai fiel in dem beeindruckenden GebĂ€ude des Stadsarchief der Startschuss fĂŒr die Collectie cannabiscultuur in Amsterdam. Die Archivarin RenĂ©e Cranen, Initiatorin des Projekts, hat frĂŒher in einem Coffeeshop gearbeitet und kennt die Kultur daher von innen. Es gelang ihr, die Kollegen fĂŒr

den Aufbau einer Sammlung zur Amsterdamer Cannabiskultur zu begeistern. Das Stadsarchief verfĂŒgt zwar ĂŒber einiges Material zu Cannabis und Coffeeshops, aber da handelt sich dann um Sachen wie ParkverstĂ¶ĂŸe in der NĂ€he von Coffeeshops. Solche Dokumente erzĂ€hlen natĂŒrlich so gut wie nichts ĂŒber die Geschichte der Amsterdamer Cannabiskultur. Deshalb hat das Archiv nicht wenig Zeit investiert und Gelder aus dem Budget freigegeben, um Material von Unternehmen, Organisationen und Einzelpersonen zu sammeln. Bei der Auftaktveranstaltung des Projekts gab es PrĂ€sentationen und zwei Podiumsdiskussionen. Die GrĂŒnder des allerersten und berĂŒhmtesten Coffeeshops in Amsterdam waren beide anwesend: Wernard Bruining (74) von Mellow Yellow und Henk de Vries (75) von The Bulldog. Diese lebenden Legenden erzĂ€hlten von den AnfĂ€ngen des Coffeeshops in den frĂŒhen 1970er Jahren. Wernard Bruining erklĂ€rte, die Coffeeshops kamen auf nicht dank, sondern trotz der Regierung. „Die Coffeeshops haben sich etabliert, weil die Politiker sie nicht ausrotten konnten. Wir fanden

Das Amsterdamer Stadtarchiv erkennt endlich an, dass Cannabis eine wichtige Rolle fĂŒr das Image und die Wirtschaft der Stadt spielt.

heraus, dass sie den Laden nicht schließen konnten, auch wenn jemand mit zu viel Gras oder Hasch drin war. Es gab keine Rechtsgrundlage, womit sich dies begrĂŒnden ließ.“ So konnte also immer ein Dealer drinnen sein, der heimlich mit dem Shop zusammenarbeitete.

August de Loor, Veteran unter den Drogenexperten und „Pionier der Schadensminimierung“, sagte, ab 1972 wurden wegen der zunehmenden Verbreitung von Heroin die Coffeeshops zu

Wie sich die Zeiten Ă€ndern. Ein Cannabisfreundliches Plakat aus dem Jahr 1975 anlĂ€sslich der Feierlichkeiten zum 700-jĂ€hrigen GrĂŒndungsjubilĂ€um von Amsterdam (Foto: Het Parool).

VerbĂŒndeten der Regierung. Heroin war ein viel grĂ¶ĂŸeres Problem als Cannabis, und Coffeeshops halfen - und helfen immer noch - den Cannabismarkt vom Markt fĂŒr harte Drogen zu trennen. Alle Redner kritisierten den Trend, dass Coffeeshops ihre KonsumrĂ€ume aufgeben und sich in Abholshops verwandeln. Damit verlieren sie ihren einzigartigen Charakter und ihre soziale Funktion als Orte, an denen man Cannabis gemeinsam mit anderen genießen kann. Henk de Vries forderte seine Kollegen auf, diese soziale Bedeutung wertzuschĂ€tzen und Coffeeshops „nicht Apotheken werden zu lassen“.

Wer spezielles Archivmaterial ĂŒber die Cannabiskultur in Amsterdam besitzt und es dem Stadsarchief vermachen möchte, kann sich per E-Mail an das Archiv wenden: verwerving.saa@amsterdam.nl. Bitte beachten: Das Archiv sammelt nur Dokumente und digitale Dateien, beispielsweise Papiere, FotobĂŒcher, Postkorrespondenz und Zeichnungen - keine BĂŒcher oder GegenstĂ€nde.

Das GebÀude des Stadarchief Amsterdam.
Von links nach rechts: August de Loor, die Historikerin Gemma Blok und Wernard Bruining (GrĂŒnder des ersten Coffeeshops und Growshops der Welt, aber auch von Soft Secrets).

Cannabis History

Text & Bilder: Derrick Bergman / Gonzo Media

WER HAT DEN KING OF CANNABIS VERRATEN?

Vor etwa sechs Jahren starb Nevil Schoenmakers, die Persönlichkeit, welche eine SchlĂŒsselrolle bei der NiederlĂ€ndischen Cannabisrevolution spielte und von der High Times zum „King of Cannabis“ gekrönt wurde. Nevil erfuhr wahrscheinlich nie, wer ihn an die US-amerikanische DEA verraten hatte.

Viele Cannabisliebhaber werden mit Nevil’s Haze vertraut sein. Der Mann, nach dem die Sorte benannt ist, Nevil Schoenmakers (1957-2019), war schon zu Lebzeiten eine Legende. Er wurde als Sohn niederlĂ€ndischer Eltern in Australien geboren und flieht, schwer heroinabhĂ€ngig, in den spĂ€ten 1970er Jahren erst nach Thailand, dann in die Niederlande. Er lebt eine Zeit lang bei einem Onkel in Tilburg, wo Heroin zu dieser Zeit sehr leicht zu bekommen ist. Im Jahr 1980 gelingt

es Nevil, von der Sucht loszukommen, und er stĂ¶ĂŸt auf ein Buch ĂŒber den Cannabisanbau von Ed Rosenthal/Mel Frank.

Bereits in Australien hatte Nevil etwas Cannabis im Freien angebaut und es klappte prima. In Tilburg fÀngt er an, drinnen anzubauen. Zuerst stellt er Haschischöl aus seinen Pflanzen her, aber nach einem Brand hört er damit auf. Er konzentriert sich ganz auf die Produktion von Samen, nachdem er

erfahren hat, dass dies in den Niederlanden legal ist. Nevil beantragt dafĂŒr sogar einen Kredit bei einem Projekt zur UnterstĂŒtzung von ehemaligen SĂŒchtigen, sagt er in dem High Times-Artikel von 1987, welcher ihn berĂŒhmt macht:

„Ich sagte, ich will Marihuana drinnen anbauen. Sie waren nicht wirklich begeistert von der Idee, gaben mir aber trotzdem das Geld. Hinter meiner Wohnung war allerdings eine BrachflĂ€che, die ich dann vollstĂ€ndig mit Cannabis bepflanzte. Ich hatte nigerianische, kolumbianische und mexikanische Samen. Die mexikanische Sorte war die beste, ich habe sie immer noch.

Der erste Katalog seiner Firma „The Seed Bank of Holland“ erscheint im Jahr 1984 - wenn man die schwarzen und weißen A4-BlĂ€tter als Katalog bezeichnen kann. Etwa zu dieser Zeit kreuzt Nevils Weg den von David Watson, auch bekannt als Sam the Skunkman. Dieser amerikanische Cannabis-Pionier ist von Kalifornien nach Holland geflohen - mit Zehntausenden Samen aus der von ihm gegrĂŒndeten Sacred Seed Bank, darunter auch Skunk #1, seine eigene Kreation.

Keine andere Sorte hat das moderne Cannabis so sehr beeinflusst wie Skunk #1. Aber Sam bringt noch mehr mit: die originale Haze von den Haze Brothers aus Santa Cruz, die Afghan #1 und Durban Poison, welche er von Mel Frank bekommen hat, und seine eigene Hindu Kush. Nevil wird diese fabelhafte Cannabissorte ĂŒber The Seed Bank of Holland verkaufen, abzĂŒglich einer Provision fĂŒr Sam the Skunkman. Und er hat den Mut, eine Daueranzeige mit einer hollĂ€ndischen Postfachadresse in der High Times zu schalten.

Bis zum Aufkommen des Internets war diese US-Monatszeitschrift eine der wichtigsten Informationsquellen fĂŒr Cannabisanbauer in den USA und weit darĂŒber hinaus. Die kleine Anzeige der Seed Bank erweist sich als goldener Einfall.

Die Leser schicken massenhaft UmschlÀge mit Bargeld und Bestellungen. Nevil, einst obdachloser Junkie, wird nach wenigen Jahren in Lent bei Nimwegen zum steinreichen Besitzer eines Herrenhauses aus dem 19. Jahrhundert: Cannabis Castle.

Der High Times Chefredakteur Steve Hager reist 1986 nach Lent und verfasst ein beeindruckendes PortrĂ€t ĂŒber Nevil: „Inside Cannabis Castle: The Incredible Story of the Man Who Would be King of Cannabis“. Er beschreibt den tĂ€glichen Strom von Briefen mit „in Kohlepapier eingewickelten Dollars, um nicht entdeckt zu werden“. „Das Geld ist fĂŒr Cannabissaatgut - keine gewöhnlichen Cannabissamen, sondern die stĂ€rksten auf dem Markt, aus denen Pflanzen mit riesigen, vor Harz triefenden BlĂŒtenknospen heranwachsen, Samen, die zwischen 2 und 5 Dollar pro StĂŒck kosten.“

Nevil bietet weitere amerikanische Klassiker wie Northern Lights, Big Bud und Hash Plant an. Er reist unter anderem nach Ungarn und Afghanistan, um Samen zu besorgen, und produziert seine eigenen Kreuzungen, darunter die fabelhafte Northern Lights 5 x Haze. In einem Artikel, der kurz nach Nevils Tod veröffentlicht wurde, schrieb der amerikanische Aktivist, ZĂŒchter und Autor Todd McCormick:

„Ich sehe Nevil als einen großen KĂŒnstler; Pablo Picasso hat Rot, Blau und GrĂŒn nicht erfunden, es ist seine Kombination dieser Farben, die wir alle schĂ€tzen. Mit der Kunst des ZĂŒchtens von Pflanzen verhĂ€lt es sich Ă€hnlich. Nevil nahm die PrimĂ€rsorten Northern Lights und Haze, kreuzte sie, aber das war nicht alles. Er nummerierte vorher jede mĂ€nnliche und weibliche Pflanze und testete die Kreuzungen, um festzustellen, welche von den Pflanzenpaaren die besten Hybriden hervorbrachten.

Niemand hatte je von Northern Lights 1, 2, 3 oder 4 x Haze A, B oder C gehört, aber er kreuzte sie alle und stellte fest, dass Northern Lights Nummer 5 x Haze A am

Nevil, als er begann, Samen ĂŒber die Seedbank of Holland zu verkaufen.

besten funktioniert. Leider waren die meisten Leute, die nach ihm anfingen, Samen zu erzeugen, nicht wie Nevil. (...) Er hatte sich wirklich die Zeit genommen zu zĂŒchten und nicht einfach nur Samen herzustellen.“ Im Jahr 1990 wird Nevil im Bundesstaat Louisiana wegen des Verkaufs von Cannabissamen an US-BĂŒrger angeklagt. Die Anklageschrift stĂŒtzt sich auf die Aussage eines Informanten, der selbst Cannabis anbaut. Er kam 1986 mit Nevil in Kontakt, nachdem er bei ihm Samen bestellt hatte. Sein Name ist Anthony Ray Cogo, geboren am 20. Oktober 1957 in Detroit, Michigan. Er ist also fast genauso alt wie Nevil. Cogo hatte die im Katalog der Seed Bank angegebene Telefonnummer mehrmals angerufen.

In seiner Aussage vor der DEA vom 26. Januar 1994 erklĂ€rt Cogo: „Aufgrund dieser Telefonate und durch Briefe bauten wir allmĂ€hlich eine freundschaftliche Beziehung auf“. Nevil lud Cogo in die Niederlande ein, holte ihn vom Flughafen Schiphol ab und fuhr ihn nach Cannabis Castle in Lent. „WĂ€hrend ich in Schoenmakers’ Haus war, zeigte er mir seinen Cannabisanbau im Haus“, sagt er ĂŒber diesen ersten Besuch in Cannabis Castle.

Weitere Reisen folgten, auch Cogos Frau kam mit nach Lent. Nevil verrÀt sein System, wie er Saatgut sicher zu den US-Kunden bringt. Von den Niederlanden aus schickt er Postpakete mit verschiedenen Lebens -

mitteln an VertriebshĂ€ndler in den USA. Die Suppendosen sind mit Saatgut vollgestopft, das in Blei eingewickelt und fĂŒr den Zoll unsichtbar ist. Die HĂ€ndler verpacken das Saatgut neu und schicken es an die Kunden; die Bestellungen werden in verschlĂŒsselter Sprache per Brief oder Fax weitergeleitet.

Ab 1988 ist Cogo von Michigan aus geheimer VertriebshĂ€ndler fĂŒr The Seed Bank. Und er beginnt mit dem Verkauf von PflanzendĂŒnger, der auf dem Rezept der Seed Bank basiert - als Bestandteil eines Deals mit Nevil. Alles lĂ€uft gut, bis Cogo im MĂ€rz 1989 wegen des Anbaus von Cannabis verhaftet und anschließend zu sechs Monaten Haft verurteilt wird. Auf Mrs. Cogos Bitte hin leiht Nevil dem Ehepaar 30.000 Dollar fĂŒr die Anwaltskosten. Zu diesem Zeitpunkt weiß die DEA noch nichts ĂŒber Cogos Beziehung zu Nevil und der Seed Bank. Das Ă€ndert sich, als Cogo wĂ€hrend seiner BewĂ€hrungszeit erfĂ€hrt, dass sein Lieferant die DĂŒngerrezeptur gestohlen hat und ohne ihn weitermachen will.

Was genau in seinem Kopf vorgeht, ist schwer zu sagen, aber Ray Cogo beschließt, sich an die DEA zu wenden. Er erzĂ€hlt, wie die Seed Bank funktioniert und gibt den Agenten Tausende von Kundenadressen, obwohl er Nevil versprochen hatte, sie nach jeder Lieferung zu vernichten. „Es ist praktisch unmöglich festzustellen“, schreibt Todd McCormick, „bei wie vielen Personen die

DEA auf Basis der mehr als 11.000 Adressen, welche Cogo der DEA zur VerfĂŒgung stellte, Razzien durchfĂŒhrte“.

FĂŒr die DEA ist die Liste so etwas wie ein feuchter Traum - sie startet im Oktober 1989 die „Operation Green Merchant“, verhaftet insgesamt ĂŒber 1.200 Personen und lĂ€sst

fast 1.000 GĂ€rtnereien hochgehen. Nevil wird am 24. Juli 1990 in Australien verhaftet, wo er sich auf einem Familienbesuch befindet. In Erwartung seiner Auslieferung an die USA wird er 11 Monate lang festgehalten. WĂ€hrend seiner Inhaftierung verkauft er The Seed Bank und Cannabis Castle an Ben Dronkers von Sensi Seeds.

Der „King of Cannabis“ bleibt fĂŒr den Rest seines Lebens unter dem Radar und stirbt 2019 im Alter von 62 Jahren an Krebs. Im selben Jahr korrigiert Todd McCormick einen Mann, der auf Instagram behaupt hat, Nevil sei von Sam the Skunkman verraten worden. Todd, der Mitte der 1990er Jahre in den Niederlanden lebte, kannte beide MĂ€nner gut und sagt, dass Sam definitiv nicht der VerrĂ€ter ist. Wer es ist, wusste Todd nicht. Über Pacer.gov fordert er das Urteil im Fall Nevil und die dazugehörigen Zeugenaussagen an. Darin steht es schwarz auf weiß: Anthony Ray Cogo ist der VerrĂ€ter.

Die Dokumente werden per E-Mail an McCormick geschickt, der sie dann an mich weiterleitet. Der Abruf habe 29,60 Dollar gekostet, schreibt er mir. „FĂŒr weniger als 30 Dollar landete die Lösung des ganzen Geheimnisses um Nevil und die Operation Green Merchant in meiner Mailbox. Was auch verrĂŒckt ist: Dieser Typ, Anthony Ray Cogo, verkauft immer noch seinen PflanzendĂŒnger und prahlt zudem damit, wie er die Rezeptur wĂ€hrend seines Aufenthaltes in den Niederlanden zwischen 1986 und 1989 bekommen hat.“

So macht er auch heute noch weiter, im Jahr 2025. Unter www.cogosoriginalcannabisformula.com lesen wir: “Ray Cogo traveled to the Netherlands in 1986-1989 where he collected herb and flower formulations from professional cultivators, then he returned to the USA.” Man fragt sich, wie solche Menschen mit sich selbst im Reinen sein können.

(Mit freundlicher Genehmigung von Todd McCormick).

Nevil in Afghanistan, irgendwann in den 80er Jahren.
Nevil im spÀteren Leben.

Die andere pflanze des monats

Die Entdeckung des mystischen San Pedro

Das umfangreiche indianische Arzneibuch enthĂ€lt eine ganz besondere Pflanze, die seit Anbeginn der Zeiten an der WestkĂŒste

SĂŒdamerikas wĂ€chst: San Pedro. Noch heute wird diese Pflanze oft in Jahrtausende alten Ritualen gebraucht.

Die unter der wissenschaftlichen Bezeichnung Echinopsis pachanoi (frĂŒher Trichocereus pachanoi) gefĂŒhrte Art gehört zur Familie der KakteengewĂ€chse. Sie ist in den Andenregionen von Ecuador und Peru beheimatet und bis Bolivien und Argentinien anzutreffen. Es handelt sich um einen Kaktus (aus dem Griechischen „kĂĄktos„, was „Distel“ bedeutet), genauer gesagt um einen SĂ€ulen- oder Kandelaberkaktus, weil er eine sĂ€ulen- oder kandelaberförmige Struktur entwickelt. Er ist auch unter verschiedenen Namen wie „abuelo“ (Großvater), „Kaktus der vier Winde“, „Huachuma“ oder „Achuma“ bekannt. San Pedro kann ĂŒber sechs Meter groß werden. Sein Stamm ist typischerweise dunkelgrĂŒn, manchmal blĂ€ulich gefĂ€rbt und durch vier bis zehn Rippen gegliedert. Kleine gelbe bis braune Dornen erscheinen an den Areolen (kleine AuswĂŒchse der Pflanze), aus denen Dornen, wollige Haare, BlĂ€tter, Meristeme usw. wachsen. Diese Bereiche kontrollieren die Transpiration, schrecken Pflanzenfresser ab und regulieren die Temperatur, indem sie die Umgebungsluft einfangen.

Dieser Kaktus kann nach fast zehn Jahren blĂŒhen. Seine großen, weißen, duftenden BlĂŒten, die etwa zwanzig Zentimeter lang sind, öffnen sich in der Regel nachts und werden hĂ€ufig von FledermĂ€usen und nachtaktiven Insekten bestĂ€ubt. San

Pedro ist eng mit einer anderen Art verwandt, der wilden Variante Echinopsis peruviana (im Spanischen als San Pedro cimarron bekannt, was „wild“ bedeutet), welche die gleichen Eigenschaften und eine ebenso alte Nutzungsgeschichte hat. Einst wurde der San-Pedro-Kaktus in zahlreichen Ritualen zu divinatorischen Zwecken verwendet. Zahlreiche ikonografische Zeugnisse aus verschiedenen uralten Andenkulturen belegen seine kulturelle Bedeutung in den jahrtausendealten Riten und BrĂ€uchen.

Viele Abbildungen auf Tonwaren und Steinskulpturen aus verschiedenen prĂ€kolumbischen Kulturen (Salinar, Nazca, Moche, Lambayeque, Inka usw.) zeigen, dass an der Nutzung von San Pedro ĂŒber die Jahrtausende hinweg festgehalten worden ist. Auf Darstellungen der Cupisnique-Kultur (zwischen 1200 und 400 v. Chr.) wird dieser Kaktus hĂ€ufig mit Katzen oder Schlangen in Verbindung gebracht (siehe Abb. 1). Damals wurde der Ort ChavĂ­n de Huantar (in den peruanischen Anden) von Priestern gefĂŒhrt, die vor allem fĂŒr die Oberschicht predigten, wĂ€hrend die meisten GlĂ€ubigen Pilger waren, die Orakel aufsuchten.

Anhand von Beobachtungen der Sterne und der Jahreszeiten organisierten die Priester in unterirdischen Galerien AuffĂŒhrungen, die von Schattenspielen ĂŒber Musikdarbietungen bis hin zu Festen reichten, bei denen sie Cocktails aus halluzinogenen Pflanzen tranken, um ihre Kontrolle ĂŒber die glĂ€ubige Bevölkerung zu festigen. Die Ă€ltesten Spuren des Einsatzes dieser Kakteen zeigen, dass sie zu den ersten Halluzinogenen gehörten, die in den Kulturen dieses Kontinents angewandt wurden. In der Cueva del Guitarrero im Departement Ancash, Peru, wurden Pflanzenreste und Pollenkonzentrationen der verwandten Art Echinopsis peruviana entdeckt. Diese Funde belegen den Gebrauch dieser Pflanze fĂŒr rituelle Praktiken seit 8600 v. Chr. (El Cactus San Pedro, Feldman Gracia, 2006).

Der San-Pedro-Kaktus wird auch heute noch hĂ€ufig in den Ritualen genutzt, die die Schamanen der Anden beherrschen. Sie sind bis in die Gegenwart ĂŒberliefert, wie z. B. die „Mesas“ (komplexe Heilungszeremonien), welche dienstags und freitags in den frĂŒhen Morgenstunden durchgefĂŒhrt werden und mit dem „Levantar“ beginnen,

einer Phase, in der mit Alkohol vermischter Tabak inhaliert wird, gefolgt von der Einnahme von San Pedro. Dieser Konsum ermöglicht es dem Schamanen, die Beschwerden der Leidenden zu diagnostizieren, sie vom Bösen um sie herum zu reinigen und sie wieder zu KrĂ€ften kommen zu lassen („florecer“). Moderne Heiler bleiben zwar den alten Methoden treu, passen ihre Rituale jedoch an die BedĂŒrfnisse ihrer Communities an, indem sie manchmal Pflanzen wie die Banisteriopsis caapi Liane (eine DMT-haltige Basis von Ayahuasca) oder die Misha (Brugmansia sp.) einbeziehen, eine verwandte Art des bekannteren Stechapfels (Datura stramonium aus der Familie der NachtschattengewĂ€chse), welche Scopolamin enthĂ€lt. Diese Anpassungen uralter Riten bestĂ€tigen erneut die enge und sich weiterentwickelnde Verbindung zwischen den schamanischen Traditionen der Anden und ihrer natĂŒrlichen Umgebung.

Der San-Pedro-Kaktus ist fĂŒr seinen hohen Gehalt an psychoaktiven Alkaloiden bekannt - vor allem Meskalin, aber auch andere Verbindungen wie Dimethoxyphenethylamin (ein Dopamin-Analogon) und Hordenin (ein Adrenergikum, das im Körper die AusschĂŒttung von Adrenalin und Noradrenalin bewirkt). Meskalin ist ein starkes Entheogen, d. h. eine Substanz, die TrancezustĂ€nde oder

„mystische oder ekstatische“ ZustĂ€nde hervorruft, und steht im Mittelpunkt der spirituellen und heilenden Praktiken traditioneller andiner Zeremonien, fĂŒr die Visionen und ein tiefes GefĂŒhl der Verbindung mit der Natur und dem Göttlichen charakteristisch sind. Das Meskalin befindet sich jedoch hauptsĂ€chlich unter der Haut, variiert von Kaktus zu Kaktus und kann durch Umweltfaktoren und spezifische PrĂ€parationsverfahren beeinflusst werden.

All diese Variablen zeigen, wie wichtig ein ritueller Ansatz bei der Nutzung von San Pedro ist, wobei die Beherrschung und der Respekt vor den ĂŒberlieferten Praktiken fĂŒr ein ganzheitliches Erleben Ă€ußerst wichtig sind.

Andere Wirkstoffe, die in diesem Kaktus enthalten sind, agieren synergetisch und bieten neuroprotektive, antimikrobielle und potenziell heilende Eigenschaften fĂŒr eine Reihe von Krankheiten. Die moderne Wissenschaft beginnt gerade erst, das gesamte Spektrum der möglichen Wirkungen von San Pedro zu verstehen. Diese Entdeckungen bekrĂ€ftigen die historische und ethnobotanische Bedeutung des San-Pedro-Kaktus und fordern eine Neubewertung seines medizinischen Potenzials fĂŒr moderne Anwendungen. In der Tat könnte dieser „Großvater“ noch von unbekannten therapeutischen Nutzen sein.

BlĂŒte eines Exemplars von San Pedro Echinopsis pachanoi (Foto von Natasha G.).

Geschichte des cannabis

PLINIUS DER ÄLTERE: HISTORIA NATURALIS

Plinius der Ältere (lat. Caius Plinius) war ein römischer Gelehrter und Naturforscher, der eine 37-bĂ€ndige EnzyklopĂ€die mit dem Titel Historia Naturalis (Naturgeschichte) verfasste. In diesem Werk listete er 900 Pflanzen auf, darunter auch Cannabis.

Plinius der Ältere wurde im Jahr 23 n. Chr. in Como (Norditalien) geboren. Sein Vater brachte ihn als Jugendlichen nach Rom und vertraute seine Erziehung dem Dichter und Feldherrn Publius Pomponius Secundus an. Als Angehöriger des römischen Ritterstandes begann er seine Laufbahn als Kavallerieoffizier und Beamter der Reichsverwaltung. Er wurde zum kaiserlichen Administrator in Narbonne (Gallien) ernannt und fing an, Beobachtungen ĂŒber die physische Geographie, Hydrographie, Meteorologie, Fauna, Flora, Getreideanbau, Weinbau und an das lokale Klima angepasste Anbaumethoden zu sammeln.

Historia Naturalis ist das einzige Buch von Plinius dem Älteren, das bis zum heutigen Tag erhalten geblieben ist. In einem Brief nennt er alle seine Werke: Speerwerfen vom Pferd aus (1 Buch), Das Leben des Pomponius Secundus, (2 BĂŒcher), Die Kriege in Germanien (20 BĂŒcher), Die Schwie-

rigkeiten der Grammatik (8 BĂŒcher), die Fertigstellung der unvollendeten Geschichswerke von Aufidius Bassus (31 BĂŒcher) und die Naturgeschichte (37 BĂŒcher).

Historia Naturalis ist eine EnzyklopĂ€die, in welcher ein Großteil des Wissens der damaligen Zeit zusammengefasst wird. Die Arbeit von Plinius dem Älteren wurde unter der Leitung des römischen Kaisers Nero durchgefĂŒhrt.

Seine BĂŒcher XII bis XXVII befassen sich mit der Botanik. Plinius sammelte das gesamte Wissen der damaligen Zeit ĂŒber Pflanzen. Diese Werke sind das Ergebnis der LektĂŒre von BĂŒchern, Beobachtungen in der Natur und Begegnungen mit Ärzten und KrĂ€uterkundigen. Sie enthalten Informationen ĂŒber die Botanik, medizinische und „magische“ Eigenschaften von Pflanzen und ihre Verwendung als Nahrungsmittel.

DIE BÜCHER XIX UND XX ENTHALTEN PASSAGEN ÜBER CANNABIS

„Dann gibt es noch den Hanf, der sich hervorragend fĂŒr die Herstellung von Seilen eignet und gewöhnlich bei einsetzendem Westwind im FrĂŒhjahr gesĂ€t wird; je dichter er wĂ€chst, desto dĂŒnner sind seine StĂ€ngel. Die reifen Samen werden nach der Herbst-Tagundnachtgleiche geerntet und in der Sonne, im Wind oder durch den Rauch eines Feuers getrocknet. Die Hanfpflanze selbst wird nach der Weinlese gepflĂŒckt, und das SchĂ€len und Reinigen ist eine Aufgabe, die von den Arbeitern nachts erledigt wird.“ (Buch XIX, Die Natur und der Anbau von Flachs und ein Bericht ĂŒber verschiedene Gartenpflanzen).

Im 1. Jahrhundert n. Chr. schrieb der Pharmakologe Pedanius Dioskurides ein Werk mit dem Titel De Materia Ledica, in dem Cannabis wie folgt beschrieben wird: „Der kultivierte Hanf, den einige ‘cannabion’, andere ‘schoenostrophion’ und wieder andere ‘asterion’ nennen, ist eine Pflanze, die zur Herstellung von starken Seilen geeignet ist. Seine BlĂ€tter sind denen der Esche Ă€hnlich. Er hat lange, hohle StĂ€ngel und verströmt einen unangenehmen Geruch.

Die Samen sind rund, und zu viel davon essen schwĂ€cht die Potenz. Gegen Ohrenschmerzen hilft der Saft von frischen Samen, wenn er in die Ohren getrĂ€ufelt wird. Der wilde Hanf, manchmal ‘hydrastina’ und von den Römern ‘terminalis’ genannt, hat StĂ€ngel, die der Malve Ă€hneln, sind aber kleiner, gröber und haben eine dunklere Farbe.“

Der griechische Arzt Claudius Galenus (oft anglisiert als Galen), der 129 n. Chr. geboren wurde und um 201 n. Chr. starb, praktizierte in Rom, wo er mehrere Kaiser behandelte. Er war der Autor

zahlreicher Werke, die insgesamt 20.000 Seiten umfassen. In zwei seiner BĂŒcher kommt er auf Cannabis zu sprechen. „Hanfsamen vertreiben BlĂ€hungen und entwĂ€ssern so stark, dass jeder, der zu viel davon gegessen ist, seine sexuelle Potenz verliert. Manche Leute pressen die Samen, solange sie noch grĂŒn sind, um einen Saft zu gewinnen, den sie zur Behandlung von Ohrenschmerzen verwenden.“ (De simplicium medicamentorum temperamentis ac facultatibus, vol. XII)

„Die Pflanze ist teilweise dem wilden Pfeffer Ă€hnlich. Ihre Samen sind schwer verdaulich, schlecht fĂŒr den Magen und verursachen Kopfschmerzen. Manche Leute braten die Samen und essen sie zusammen mit SĂŒĂŸigkeiten. ‘SĂŒĂŸigkeiten’ nenne ich die Speisen, die zum Nachtisch gereicht werden, um die GĂ€ste zum Trinken anzuregen.

Die Samen erzeugen ein HitzegefĂŒhl und wirken, wenn sie in großen Mengen gegessen werden, auf den Kopf, indem sie heiße und giftige DĂ€mpfe in ihn hineinschicken.“ (De alimentorum facultatibus, Vol. VI)

„Hanf wuchs ursprĂŒnglich in den WĂ€ldern, wo man ihn mit schwĂ€rzeren und raueren BlĂ€ttern als bei den anderen Arten vorfindet. Hanfsamen, so sagt man, machen MĂ€nner impotent. Der Saft dieser Samen zieht WĂŒrmer aus den Ohren oder jedes Insekt, das in sie eingedrungen ist, wenn auch um den Preis, dass er Kopfschmerzen verursacht. Die VorzĂŒge des Hanfs, so heißt es, sind derart groß, dass er in Wasser Koagulation bewirkt. Und so reguliert er, wenn in Wasser eingenommen, die Eingeweide von Lasttieren. Seine in Wasser gekochte Wurzel lockert steif gewordene Gelenke, lindert auch Gicht sowie Ă€hnliche heftige Schmerzen. Sie wird roh auf Brandwunden aufgetragen, muss aber hĂ€ufig ausgewechselt werden, denn sie darf nicht ausgetrocknet sein.“ (Buch XX, Heilmittel aus den Gartenpflanzen).

PLINIUS STARB IM JAHR 79 WÄHREND DES VESUVVULKANAUSBRUCHS

In der Antike wurde Cannabis von anderen Autoren in griechischen oder lateinischen Texten erwÀhnt.

Cannabiskultur

EINE DEM CANNABIS GEWIDMETE ZAUBERSHOW

SMOKUS POCUS

„Als ich mit Marihuana dealte, fĂŒhrte ich den Kunden Zaubertricks vor“

Der amerikanische Zauberer Ben Zabin gab am 20. April im Boom Chicago Theater in Amsterdam seine allererste europĂ€ische Smokus Pocus Show: Der 4/20 wurde mit einer Nacht voller Magie bereichert, welche auf eine ganz besondere Art fasziniert! Die innovativen KunststĂŒcke des Magiers Ben Zabin sind verflochten mit der Welt des Marihuanas, und er nimmt das Publikum mit auf eine Reise, die „Dank Debauchery Journey“. GlĂ€ser mit CannabisblĂŒten erscheinen, Feuerzeuge erwachen zum Leben und Bongs verbiegen die RealitĂ€t in einer unvergesslichen Vorstellung, die sowohl die Stoner als auch die „NĂŒchternen“ in ihren Bann zieht.

Soft Secrets stellte Ben Zabin einige Fragen.

Sie hatten mit Marihuana gedealt, bevor Sie als Magier auf Kreuzfahrtschiffen anfingen. Könnten Sie etwas darĂŒber erzĂ€hlen?

Ich hatte das College abgebrochen, um Vollzeit-Magier zu werden und lebte damals in Boston (Massachusetts). Da waren viele Leute, die Gras brauchten, also dachte ich mir, durch den Verkauf ließe sich ein zusĂ€tzliches Einkommen verschaffen. Damals verkaufte jeder sein Gras in billigen PlastiktĂŒten, aber ich erkannte, dass man mehr fĂŒr das gleiche Gras verlangen konnte, wenn es in schickere Mylar-TĂŒten verpackt wird.

Sie arbeiteten als ZauberkĂŒnstler auf Kreuzfahrtschiffen, bis die Covid-Pandemie ausbrach. Wie kamen Sie auf die Idee, Marihuana und Magie miteinander zu verbinden?

Als ich noch Gras verkaufte, habe ich manchmal Zaubertricks fĂŒr die Kunden vorgefĂŒhrt, und da wurde mir klar, wie gut Magie und Marihuana zusammenpassen. In der Zwischenzeit versuchte ich, im Showbusiness aufzusteigen, und hatte es geschafft, Shows auf Kreuzfahrtschiffen zu geben (leider kein Gras auf den Schiffen), aber es machte mir nicht wirklich Spaß. Als die Pandemie ausbrach und die Arbeit auf dem Kreuzfahrtschiff abrupt endete, sagte ich mir, dies ist richtige Zeitpunkt, um die Weed Magic Show zu starten, wie sie mir vorschwebte. Also zog ich quer durchs Land nach Portland (Oregon, bekannt fĂŒr seine Weed-Kultur) und machte die erste Show im Mai 2021.

Haben Sie selbst eine Lieblingssorte? Und wie konsumieren Sie das Marihuana am liebsten? Joints, Vapes, mit einem Bong?

Ich bin ein bisschen altmodisch, bevorzuge BlĂŒten in einer Pfeife oder einem Bong - und bin ein Sativa-Typ. Allzu wĂ€hlerisch, was die Cannabissorte angeht, bin ich nicht, aber

mein Lieblingsgras (und das meiste, was ich rauche) wird im Pazifischen Nordwesten der USA angebaut.

Hatten Sie jemals ein Problem mit dem Gesetz wÀhrend der Shows? Oder abgesehen von den Shows?

Im Großen und Ganzen hatte ich wegen Smokus Pocus noch keine Probleme mit dem Gesetz. Ich bekomme gelegentlich Anrufe von den örtlichen Strafverfolgungsbehörden, die sich ĂŒber den Weed-Part der Show erkundigen, aber meistens wollen sie sich nur vergewissern, dass wir keine THC-Produkte verkaufen.

Verwendet ihr bei euren Shows echtes Cannabis?

Ja. In dem Glas auf einem der Fotos befinden sich mehr als 100 Gramm Sour Diesel.

Sind Sie jemals in anderen europĂ€ischen LĂ€ndern aufgetreten? WĂŒrden Sie es gerne?

Es war meine erste Show in Europa! Seit ein paar Jahren habe ich eine Lizenz fĂŒr die

Show an einen kanadischen ZauberkĂŒnstler vergeben, der unsere kanadischen Shows veranstaltet (er heißt Eric Leclerc und ist großartig), aber ich wĂŒrde gerne auch in weitere europĂ€ische LĂ€nder expandieren.

Sie haben Shows in der Cannabis-Dispensary Planet 13 in Las Vegas gemacht. Sind Sie jemals

dem berĂŒhmten hollĂ€ndischen Magier Hans Klok begegnet oder haben Sie ihn gesehen?

Ich erinnere mich, dass ich als Kind VHS-Videos von Hans Klok gesehen habe und so werden wollte wie er, wenn ich groß bin. Welcher junge Zauberer wĂŒrde nicht gerne mit Pamela Anderson in Las Vegas Illusionen erzeugen? Und er hat die beste Haarpracht von allen Magiern - der Typ ist eine Legende. Ich habe ihn nie getroffen, aber wĂŒrde gerne einen Joint mit ihm rauchen.

Letzte Frage: Wie sind Sie auf den Namen Smokus Pocus gekommen? Und haben Sie schon mal den Song Hocus Pocus von der niederlÀndischen Band Focus gehört?

Den Namen habe ich meinem Vater zu verdanken. Es war das erste, was er sagte, als ich ihm zum ersten Mal von der Idee erzÀhlte. Ich mochte den Song Hocus Pocus schon immer, aber ich hatte keine Ahnung, dass die Band aus den Niederlanden kommt!

www.smokuspocus.com

SOFT SECRETS SELECTION

THE STUDIO

Seth Rogen ist nicht nur der König des Kiff-Kinos, sondern auch ein Meister darin, den Dunst des Joint-Rausches als kĂŒnstlerischen Nebelvorhang zu inszenieren. In seiner neuen Serie spielt er den unverhofft aufgestiegenen Boss des Filmstudios “Continental”, der verzweifelt cool sein will. Dabei geht es nicht vorrangig um das, was geraucht wird, sondern vor allem darum, was dabei herauskommt: eine surreal-komische Odyssee durch die Höhen und Tiefen kreativer Prozesse –stets begleitet vom zarten Duft verbrannter KrĂ€uter. Rogen zeigt in “The Studio”, dass der Konsum von Cannabis nicht bloß ein BegleitphĂ€nomen

blutigeren Milieu des Juarez-Kartells feierte. Ja, richtig gelesen. Barbie tauschte nach dem Zweiten Weltkrieg (metaphorisch gesprochen) seine SS-Uniform gegen einen Sombrero – und beriet damit das Juarez-Kartell in den 80er Jahren in Sachen Foltertechniken, psychologischer KriegsfĂŒhrung und (Überraschung!) effizienter BrutalitĂ€t. Die Doku zeichnet ein historisch korrektes Bild, das aber so grotesk ist, dass es fast

ist, sondern integraler Bestandteil des kreativen Workflows. Denn Gras ist in “The Studio” das, was Kaffee fĂŒr andere ist – ein Katalysator fĂŒr Gedanken, ein soziales Schmiermittel, ein Ritual. Dabei bleibt Rogen stets ironisch-distanzierend. Er spielt mit den Erwartungen des Publikums und zeigt, wie banal und gleichzeitig bedeutungsvoll das Kiffen im kreativen Kosmos sein kann. Folglich ist “The Studio” ist nicht nur ein Trip durch die Kifferkultur der großen Filmstudios, sondern auch ein Statement: KreativitĂ€t braucht Raum –und manchmal eben auch ein bisschen Rauch.

DAS NAZI-KARTELL

“Das Nazi-Kartell” ist eine Dokumentation, die sich so surreal anfĂŒhlt, dass man meinen könnte, sie sei das Resultat einer besonders THC-geschwĂ€ngerten Fantasie. Dabei geht es hier um knallharte RealitĂ€t – und um Klaus Barbie, den berĂŒchtigten “SchlĂ€chter von Lyon”, der nach dem Zweiten Weltkrieg sein historisches Comeback im weniger glamourösen, dafĂŒr umso

wie ein Tarantino-Drehbuch wirkt. Denn Klaus Barbie als Berater fĂŒr ein Drogenkartell - das ist nicht nur moralisch bankrott, sondern auch ein Spiegel dafĂŒr, wie flexibel Ideologien werden, wenn genug Geld im Spiel ist.

FOUNTAIN OF YOUTH

Guy Ritchie, der Meister der temporeichen Schnittfolgen und schnoddrigen Dialoge, hat wieder zugeschlagen. Sein neuestes Werk “Fountain of Youth” verspricht nicht nur Kino-Action, sondern auch eine ironische Reflexion ĂŒber den menschlichen Drang, das Unvermeidliche (das Altern) auszutricksen. Die Ausgangslage ist wieder typisch: Eine wilde Truppe aus Kleinkriminellen, abgehalfterten Abenteurern und zwielichtigen GeschĂ€ftemachern jagt einem mystischen Artefakt nach. Dieses Mal jedoch nicht irgendein Koffer (“Snatch”), ein Diamant (“RocknRolla”) oder ein Cannabis-Imperium (“The Gentleman”), sondern der legendĂ€re Jungbrunnen. Ein Symbol par excellence fĂŒr unsere moderne Gesellschaft, die sich Botox und Smoothies einverleibt, als wĂ€ren sie der heilige Gral. Ritchie inszeniert diese Jagd mit gewohntem Witz und einer Prise Selbstironie, seine Charaktere sind Karikaturen unserer Zeit: Influencer, die glauben, Jugend sei ein Filter; MilliardĂ€re, die sich in Kryo-Kammern einfrieren lassen, um der VergĂ€nglichkeit zu entkommen.

Und irgendwo dazwischen ein Antiheld, der versteht, dass wahre Jugend weniger mit Faltenfreiheit zu tun hat als mit der FĂ€higkeit, das Leben mit offenen Augen zu betrachten.

CANNABIS ANBAU-JOURNAL

Ob du nun zum ersten Mal anbaust oder schon deine eigene Lieblingsgenetik perfektionierst – mit diesem Grow-Tagebuch behĂ€ltst du den Überblick und kannst jederzeit nochmal nachschauen und zum Beispiel erfahren: Welche Sorte war das nochmal? Wie war der pH-Wert beim letzten Gießen? Wann hast du zuletzt die Trichome gecheckt? Und was lief beim letzten Grow so richtig gut – oder so richtig schief? Das Grow Anbau-Journal hat genug Platz fĂŒr alle Antworten und ist schlicht und funktional – genau wie ein gutes Setup. Das Journal hilft nicht nur beim Planen, sondern auch beim Reflektieren. Man kann einfach notieren, was gut funktioniert hat – und was man beim nĂ€chsten Mal besser machen will.

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Stoner

CHARLIE P

In dieser Rubrik interviewen wir KĂŒnstler und Persönlichkeiten, die Cannabis konsumieren oder anbauen. Charlie P ist ein SĂ€nger aus Southend-on-Sea, einem Badeort in SĂŒdengland. Er begann im Alter von acht Jahren zu singen, wie in dem Dokumentarfilm ĂŒber ihn zu sehen ist. Charlie P, heute in der Welt des Dub aktiv, ist bekannt fĂŒr seine Zusammenarbeit mit den Dubateers, Mungo’s Hi-Fi und O.B.F. Sein neues Album „Roots“ wurde mit zahlreichen Musikern aufgenommen und von Rico O.B.F. produziert.

SSFR: In welchem Alter und unter welchen UmstÀnden rauchtest du deinen ersten Spliff?

Charlie P: Ich rauchte meinen ersten Spliff, als ich ungefĂ€hr 15 war. Es war mit Freunden außerhalb der Schule. In meiner Nachbarschaft war das Rauchen von Cannabis eine SelbstverstĂ€ndlichkeit.

Und deinen letzten Spliff? Vor ungefÀhr 20 Minuten.

Bevorzugst du Marihuana, Haschisch oder Extrakte?

Ich bin ein „Original Smoker“, ziehe auf jeden Fall Marihuana vor, rauche unbedingt BlĂŒten.

Und deine Cannabis-Lieblingssorte?

In der Welt des Marihuanas Ă€ndert sich alles sehr schnell. Ich habe fĂŒr ein paar Monate eine Lieblingssorte, dann wird gewechselt, denn ich möchte alle Geschmacksrichtungen ausprobieren. Im Moment stehe ich total auf Gelato-dominierte Sorten wie „Scottie“. Ich mag auch „Permanent Marker“.

Was ist dir lieber - Pfeifen, Bongs, Vaporizer oder traditionelle Spliffs? Ganz klar - als traditioneller Cannabisraucher gebrauche ich weder Pfeifen noch Bongs. Gelegentlich, aber wirklich nur gelegentlich, benutze ich vielleicht mal einen Vaporizer. Ich bin definitiv ein Spliff-Raucher, mag es, mein Gras zu mahlen, es zu rollen und meinen Spliff zu rauchen. Der gesamte Vorgang wird richtig genossen.

Rauchst du Cannabis pur oder mit Tabak gemischt?

Es gibt Zeiten, in denen ich es pur rauche, und andere Male wird es mit Tabak gemischt. Derzeit mische ich es mit ein wenig Tabak.

Welches Papier verwendest Du?

Ich mag „OCB“ und „Elements“.

Warst du schon mal in einem hollÀndischen Coffeeshop oder einem spanischen Cannabis Social Club?

Ja, ich war schon in Coffeeshops in Amsterdam und bei Asociaciones de Cannabis in Spanien. In Amsterdam war ich viel unterwegs, als ich jĂŒnger war, ging gerne zu „Grey Aera“ oder „Family First“. Ich meine, die QualitĂ€t hat in Amsterdam ein bisschen nachgelassen. In Spanien mochte ich „Lakota“ und andere Asociacones sehr. Ich denke, die QualitĂ€t ist in Spanien besser.

Hast du jemals Cannabis-Edibles probiert?

Ja, ich aß zeitweilig viel davon. Aber mittlerweile sind sie mir ein bisschen zu stark, oder esse nur gelegentlich welche, in der richtigen Dosierung. Ich möchte die Dinge lieber unter Kontrolle halten!

Warst du mal bei einem Cannabis Cup oder einer Messe?

Ja, ich war bei Veranstaltungen wie Spannabis und habe viele Freunde, die an Cannabis-Cups teilnehmen.

Wie viel kostet ein Gramm Weed im UK?

Etwa 10 Pfund (12 Euro) pro Gramm, oder vielleicht weniger, wenn man etwas grĂ¶ĂŸere Mengen kauft. Es gibt sehr viel importiertes

kalifornisches Marihuana. Im UK ist Gras von guter QualitÀt zu bekommen.

Du bist viel gereist. In welchem Land gibt es deiner Meinung nach das beste Marihuana?

Ich war schon in vielen LĂ€ndern, und fast ĂŒberall gibt es gutes Gras - aber ich wĂŒrde sagen, in Spanien. NĂ€chste Woche reise ich in die USA und möchte auch dort gutes Gras rauchen.

Wie viele Ganja-Songs hast du bisher aufgenommen?

Ich bin als Marihuana-Raucher bekannt, und die Leute kommen auf mich zu und reden ĂŒber Marihuana, aber ich habe nicht viele Songs zu diesem Thema aufgenommen - so vier oder fĂŒnf.

Abgesehen von deinen eigenen Songs, was sind deine Lieblingssongs ĂŒber Ganja?

Da gibt es „Police & Helicopter“ von John Holt oder „Ganja Farmer“ von Marlon Asher (Anm. der Red.: er singt).

Als du jung warst, hattest du zuerst Soulmusik gesungen. In dem Dokumentarfilm sehen wir dich in einer Fernsehsendung, wie du „Me and Mrs. Jones“ vortrĂ€gst. Singst du manchmal noch Soul?

Soul und Motown sind meine Wurzeln, und ich höre es immer noch gerne, aber ich singe in diesem Stil nicht mehr, konzentriere mich lieber auf Reggae.

Kannst du dein neues Album „Roots“ beschreiben?

Mein neues Album wurde live mit Musikern aufgenommen, bedeutet also eine RĂŒckkehr zu meinen Wurzeln. Ich habe angefangen, Live-Musik zu machen. Es ist ein familienbezogenes Album mit einem Sinn fĂŒr das Wesentliche. Das Album wurde mit den Musikern im „Room In The Sky Studio“ aufgenommen, um einen traditionell-authentischen Sound hinzubekommen. Wir haben die Songs in einer ganz natĂŒrlichen ungekĂŒnstelten Art und Weise geschrieben und aufgenommen.

Werdet ihr nach der Veröffentlichung des neuen Albums auch auf Tournee gehen?

Ja, natĂŒrlich. Wir werden mit der Band in diesem Jahr Konzerte geben, verschiedene Arten von Shows, aber ich will jetzt noch nicht zu viel verraten.

Album: Roots (Dubquake Records)

Soft Secrets wird herausgegeben von Discover Publisher BV

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Mitarbeiter: Jorge Cervantes, Stoney Tark, Robert B., Mr. Jose, Markus Berger, Martin Muencheberg, Green Born Identity (GBI), Tricoma Team, Tommy Gomez, Olivier F., Hortizan, Derrick Bergman/Gonzo Media u.a.

Übersetzungen: Helmut Schöffler

Anschrift der Redaktion:

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Soft Secrets is printed by Coldset Printing Partners, Paal-Beringen, Belgium www.coldsetprintingpartners.be

Ein Wort des Herausgebers:

Soft Secrets ist ein im Abstand von zwei Monaten erscheinendes kostenloses Magazin, das in den Niederlanden (dort als “Highlife”), Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Polen, der Tschechischen Republik und Chile erscheint. Weltweit erleben wir derzeit einen Prozess der relativen Liberalisierung hinsichtlich des Cannabiskonsums, sei es fĂŒr medizinische

oder Freizeitzwecke. Mehrere LĂ€nder haben Cannabis legalisiert, um weiche und harte Drogen voneinander zu trennen, wie es sich in Holland bewĂ€hrt hat. Andere LĂ€nder haben die Verwendung von medizinischem Cannabis legalisiert, einschließlich des Rechts, Cannabispflanzen fĂŒr den eigenen Gebrauch anzubauen. Der Herausgeber möchte die Aufmerksamkeit verstĂ€rkt auf den Prozess der Normalisierung des Cannabiskonsums lenken. Hierbei wird vorausgesetzt, dass er nicht unbedingt mit allem einverstanden ist, was in Artikeln und Anzeigen erscheint. Der Verlag distanziert sich somit ausdrĂŒcklich von veröffentlichten Aussagen oder Darstellungen, die den Eindruck erwecken könnten, dass der Konsum oder die Produktion von Cannabis befĂŒrwortet wird. Es ist untersagt, ohne das vorherige EinverstĂ€ndnis des Herausgebers oder anderer Inhaber von Urheberrechten irgendetwas - gleich welchen Formats - von diesem Magazin zu kopieren oder zu reproduzieren. Der Verlag ist nicht verantwortlich fĂŒr den Inhalt von Anzeigen und/oder fĂŒr Auffassungen, die darin zum Ausdruck kommen, auch ĂŒbernimmt er keine Verantwortung fĂŒr unaufgeforderte Einsendungen. Der Herausgeber ist bestrebt, alle Rechteinhaber von Fotos und/oder Abbildungen zu erreichen. Wer meint, noch Anspruch auf diese Rechte zu haben, kann sich an den Verlag wenden.

Die nÀchste Ausgabe erscheint am 10.

Oktober 2025

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