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Am 18. Dezember 2025 unterzeichnete US-Präsident Donald J. Trump einen wichtigen Erlass, der das Justizministerium anweist, die Umklassifizierung von Cannabis von Schedule I auf Schedule III (Anhang I bzw. Anhang III des Controlled Substances Act (CSA)) zu beschleunigen. Diese Änderung stellt die größte Umwälzung in der US-Drogenpolitik seit über 50 Jahren dar. Bislang wurde Cannabis mit sehr gefährlichen Drogen wie Heroin und LSD gleichgesetzt. Mit der neuen Klassifizierung wird es als Droge mit einem geringeren Missbrauchsrisiko anerkannt, deren medizinische Anwendung akzeptiert wird, ähnlich solchen Medikamenten wie Ketamin oder Paracetamol mit Codein.
Was bedeutet das Versetzen in Schedule III?
Obwohl diese Änderung nicht besagt, dass Cannabis landesweit als Genussmittel legalisiert wird - ein Punkt, den der Präsident hervorhob -, verändert sie die rechtliche und ökonomische Landschaft in mehrfacher Hinsicht erheblich:
1. Landesweite medizinische Anerkennung: Die US-Bundesregierung bestätigt erstmals, dass Cannabis zu medizinischen Zwecken eingesetzt werden kann.
2. Geringeres Missbrauchspotenzial: Das Risiko einer Cannabisabhängigkeit wird nun im Vergleich zu Drogen von Schedule I und II als moderat bis gering eingeschätzt.
3. Erleichterungen für das Cannabis-Business: Eine wichtige unmittelbare Folge - Cannabisunternehmen werden nicht länger durch Paragraph 280E des Steuergesetzes benachteiligt, der sie zuvor daran hinderte, normale Betriebsausgaben




steuerlich abzusetzen. Sie können nun wie jedes andere legale Unternehmen agieren.
4. Förderung der Forschung: Dieses Präsidialdekret beinhaltet mehr als nur eine Neuklassifizierung. Es sieht die Beseitigung von Barrieren vor, welche Universitäten und Labore bisher an der Erforschung von THC und CBD gehindert haben. Das Ziel ist, mehr über den medizinischen Nutzen und die Risiken von Cannabis zu erfahren und endlich wichtige zuvor blockierte Studien zu ermöglichen.
Welche Auswirkungen hat dies auf Europa? Obwohl diese Anordnung des Präsidenten nur in den USA Gültigkeit hat, gehen Experten davon aus, dass die Drogenpolitik weltweit beeinflusst werden könnte.
- Auswirkungen auf internationale Abkommen: Die Einstufung von Cannabis in den USA als
Schedule I-Droge hat große Bedeutung für die weltweite Drogenprohibition. Durch das Verschieben nach Schedule III senden die USA ein starkes Signal an die internationale Gemeinschaft und könnten Ländern wie Deutschland und Spanien den Weg ebnen, ihre Gesetze ohne Angst vor Gegenreaktionen der USA weiter zu reformieren.
- Unterstützung für die Cannabisregulierung in Europa: Spanien arbeitet derzeit an der Regulierung von medizinischem Cannabis. Die USA erkennen nun offiziell den medizinischen Gebrauch von Cannabis an, was wichtige wissenschaftliche und politische Unterstützung gewährleistet. Dies könnte die Bemühungen der spanischen Gesundheitsbehörden beschleunigen, ihre Vorschriften der neue Sachlage anzupassen. - Investitionsmöglichkeiten: Der Wegfall der Steuerbarriere in den USA stärkt große Cannabisunternehmen und macht sie für internationale Investoren attraktiver. Vielleicht wird nun stärker im Cannabissektor investiert, insbesondere in aufstrebenden europäischen Märkten, wobei Spanien als potenzieller agrarwirtschaftlicher Umschlagplatz eine wichtige Rolle spielen könnte. Zusammenfassend lässt sich sagen: Die am 18. Dezember 2025 unterzeichnete Exekutivanordnung legalisiert Marijuana in den USA zwar nicht flächendeckend, aber viele der größten Hindernisse für seine Akzeptanz werden beseitigt. Indem die Trump-Regierung den medizinischen Nutzen von Cannabis anerkennt und die Steuerrestriktionen für Cannabisunternehmen lockert, leitet sie sie einen bedeutenden Wandel ein. Auch wenn der Kampf für die vollständige Legalisierung weiterhin bei den einzelnen US-Bundesstaaten und dem Kongress liegt, legitimiert dieser Schritt die Cannabisbranche als wichtigen Bestandteil sowohl der Wirtschaft als auch des Gesundheitswesens und holt sie nach der jahrzehntelangen Prohibition endlich aus ihrem Schattendasein.








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Eine neues Mindset
Old School & New School auf dem modernen Cannabismarkt

Seite 21
Static Machine Beschreibung und Funktionsweise

Seite 28
Die Kunst des Rosin Die soft secrets der Champions

Seite 30
Über Mutterpflanzen und das Schneiden von Stecklingen

Seite 40
CanAdelaar, die größte legale niederländische Marihuana-Farm














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Der Name Cosmic Kiss passt wie kaum ein anderer zu diesem Strain. Die purpurnen Blätter zusammen mit der dichten Schicht weißer Trichome lassen die Pflanze wie einen sternenbedeckten Nachthimmel wirken. Der Anblick in voller Blüte war faszinierend und hat mich regelrecht in seinen Bann gezogen.
Genetische Herkunft
Cosmic Kiss entstand aus einer Kreuzung von Rainbow Belts 2.0 mit Bacio. Bacio selbst ist eine Mischung aus Sunset Sherbet und Thin Mint GSC, Rainbow Belts 3.0 stammt aus Rainbow Belts und Moonbow. Laut Hersteller handelt es sich um einen Indica dominierten Hybrid. Die Pflanze zeigte eine außergewöhnliche Harzproduktion, eine spektakuläre Färbung und ein komplexes Aroma, das sich während der Reife und des Trocknens noch deutlich weiterentwickelte.
Ausstattung und Vorbereitung
Für den Anbau nutzte ich bewährtes Equipment. Beleuchtet wurde mit der Greenception Europe Pflanzenlampe und für die Luftbewegung sorgte ein leistungsstarker Clipventilator. Der 11-l- Topf wurde mit Bio Bizz All-Mix Erde gefüllt.
In der Wachstumsphase erhielt die Pflanze Bio Bizz Grow und später in der Blüte zusätzlich Bio Bizz Bloom. Gleich zu Beginn gab ich Mykorrhiza ins Pflanzloch, um das Wurzelsystem zu stärken.

Regelmäßig kam Schachtelhalm Extrakt ins Gießwasser und zur Stabilisierung des Kalzium Magnesium Haushalts etwas CalMag. Phasenweise musste ich einen Luftbefeuchter einsetzen, um die Luftfeuchtigkeit konstant zu halten.
Keimung
Wie immer, kamen die Samen zwischen zwei feuchte Küchenpapierschichten und nach 2 Tagen zeigte sich der Keimling. Dieser wurde vorsichtig in das mit Mykorriza-Granulat angereicherter Pflanzloch gesetzt und mit Erde bestreut. Drei Tage später durchbrach die Pflanze die Erde und streckte sich dem Licht entgegen. In den ersten Tagen zeigte sie bereits Vitalität und Stabilität. Gegossen habe ich ausschließlich mit Regenwasser.
Vegetatives Wachstum
In der Vegetationsphase wuchs die Pflanze langsam aber stetig. Ab Tag 17 erhielt sie zusätzlich Dünger, begleitet von kleinen Mengen Schachtelhalm Extrakt. Die Tagestemperaturen lagen zwischen 20 und 24 °C, nachts sank die Temperatur auf 14 bis 18 °C. Die Luftfeuchtigkeit wurde anfänglich zwischen 50 und 60 % gehalten. Meiner Erfahrung nach fördert eine höhere Luftfeuchtigkeit besonders zu Beginn das Wachstum, später ist sie hingegen eine potenzielle Gefahr. Die Pflanze blieb kompakt und gedrungen. Mit etwa 27 Zentimeter Höhe wurde an Tag 25 der Lichtzyklus auf zwölf Stunden Licht und zwölf Stunden Dunkelheit umgestellt, was den Start der Blüte einleitete.
Blütephase
Kaum begann die Blüte, streckte die Pflanze ihre Triebe kräftig nach oben. Wöchentlich erhöhte ich die Düngermenge. Bereits an Blütetag 16 zeigten sich die ersten weißen Blütenstempel, die eindeutig auf eine weibliche Pflanze hinwiesen. In den folgenden Tagen und Wochen intensivierte sich die Streckung und die Blätter nahmen ein sattes Lila an. Gleichzeitig explodierte die Harzproduktion. Der Anblick von violetten Blättern und funkelnden Trichomen war atemberaubend. Die Lilafärbung könnte durch kühle Nachttemperaturen oder die Genetik bedingt sein. Andere Strains im Zelt zeigten allerdings keine vergleichbare Färbung.
Mit fortschreitender Blüte verdichtete sich das Harz weiter. Beim sanften Reiben an den Buds war ein mild fruchtiges Aroma wahrnehmbar, das nach Waldfrucht und Zitrus roch und mich stark an Zkittlez erinnerte.

Ernte und Trocknung
An Blütetag 63 überprüfte ich die Trichome mit einer Lupe. Ein kleiner Teil zeigte zu meinem Erstaunen bereits eine bernsteinfarbene Trübung, der Großteil war milchig und nur ein winziger Anteil klar. Die Pflanze hatte eine Endhöhe von 68 Zentimetern erreicht und eine Streckung von über 100 % hingelegt. Ich schnitt die Pflanze am Hauptstamm ab und hängte sie kopfüber in den Trockenschrank. Dort trocknete sie 15 Tage bei 13 bis 16 °C und 55 % Luftfeuchtigkeit. Wie sich herausstellte, waren die kühleren Temperaturen ideal für ein schonendes Trocknen. Danach erfolgte der Feintrimm über einen Siebdruckrahmen. Die abfallenden Trichome wurden gesammelt und später für Hasch verwendet. Nach dem Trimmen wog ich 28 Gramm. Anschließend durften die Blüten sechs Wochen in Grove Bags aushärten. Während des Curing veränderte sich das Aroma deutlich. Die anfängliche Waldfrucht-Zitrus-Note wich einem Duft, der an ein Vanille- Zitrone-Gebäck erinnerte, während die Waldfrucht dezent im Hintergrund blieb.
Erste Verkostung und Fazit
Nach sechs Wochen Curing rollte ich mir den ersten Joint mit den Cosmic-Kiss-Blüten. Der Geschmack spiegelte die Geruchsnoten wider. Vanille, Zitrone und Waldfrucht waren präsent, aber klar als Cannabis identifizierbar. Die Wirkung war sanft und ausgewogen. Trotz der dichten Harzschicht war die Wirkung nicht überwältigend und ließ sich tagsüber in kleinen Dosierungen nutzen, während höhere Dosierungen für den Abend geeignet sind.
Abschließend lässt sich sagen, dass der Name Cosmic Kiss besonders für das Aussehen der Pflanze zutrifft. Die purpurnen Blätter und das funkelnde Harz sind beeindruckend. Geschmack und Geruch sind sehr gut, aber die visuelle Erscheinung bleibt das Highlight. Insgesamt ist die Cosmic Kiss wirklich ein außergewöhnlicher Strain, der sicher noch ein weiteres Mal den Weg in mein Growzelt findet.

Wann und warum haben Sie mit dem Vertrieb von hochwertigem Saatgut für deutsche Anbauer begonnen?
Durch zahlreiche Messen in ganz Europa und meine Zeit in Thailand konnten wir Kontakte zu einer Handvoll großartiger Breeder knüpfen. Irgendwann stand für uns fest, dass wir deren besten Strains heraussuchen und unter der Marke Seed Supplier bündeln wollen.
Durch unsere direkte Zusammenarbeit mit Breedern und ohne große Marke im Hintergrund wollten wir sicherstellen, dass wir herausragende Genetiken zu fairen Preisen anbieten können. Am Anfang verkauften wir unsere Strains ausschließlich B2B an Social Clubs und Händler. Das änderte sich, als Stefan unseren Onlineshop erstellte. Den haben wir im Oktober 2024 gelauncht und konnten seitdem bereits über 35.000 Grower in Deutschland mit unseren Genetiken versorgen.
Welche Strains empfehlt ihr für die kommende Saison?
Allen Indoor-Growern möchten wir unsere Sweet Truffle ans Herz legen. Sweet Truffle ist unsere exklusive Kreuzung aus Truffle Treats und Jelly Donutz und der harzigste Strain, den wir je gesehen haben. Sie produziert steinharte Knospen, die bis zu 28 % THC enthalten und mit einem frostigen Schleier aus Tausenden Trichomen überzogen sind. Unser momentaner Lieblingsstrain ist jedoch unsere Wild Thai, eine reine Sativa-Landrasse, die wir auf Koh Chang entdeckt haben. Zugegeben, sie produziert nicht die schönsten Knospen und blüht ewig, ihr High ist jedoch so klar wie bei keiner anderen Sativa. Nach dem Rauchen merkt man, wie sich die Mundwinkel nach oben ziehen und schlagartig alles lustig ist. Zudem drückt sie einen kein bisschen in die Couch, sondern erfüllt einen mit einem echten Energieschub. Ein perfekter Strain für lange Spaziergänge oder lustige Abende mit Freunden. Unsere Wild Thai ist mittlerweile übrigens auch als Autoflower verfügbar und unsere Empfehlung für die Outdoorsaison 2026.
Durch die Teillegalisierung in Deutschland ist der Markt durch neue Anbieter regelrecht explodiert. Warum sollten deutsche Grower gerade euch vertrauen?
Um uns von Wettbewerben abzugrenzen und euch von unserer Qualität zu überzeugen, entschieden wir uns, einzelne Strains an die Community zu verschenken. So kann sich jeder von euch kostenlos und ungezwungen selbst ein Bild von der Qualität unserer Strains machen. Seit unserer Gründung findet ihr bei uns jeden Monat einen photoperiodischen und einen Autoflowering Strain im
Der Ursprung von Seed Supplier liegt schon etwas zurück. Die Gründer Tom, Stefan und Bryan lernten sich bereits in der Schulzeit kennen. Daraus entstand eine enge Freundschaft sowie ein gemeinsames Interesse an der Pflanze Cannabis und ihrem Anbau. Jahre später war Tom in Thailand und arbeitete dort beim Aufbau und Betrieb einer Indooranlage. Irgendwann bekam er Heimweh und als die Teillegalisierung in Deutschland näher rückte, kehrte er zurück und traf die beiden wieder. Nach einigen Treffen war schnell klar, dass sie von Anfang an Teil des neuen Cannabismarkts sein wollten. Also machten sie sich auf die Suche nach einer passenden Idee.

Onlineshop, von denen ihr eine Packung mit zwei Samen kostenlos in den Warenkorb legen könnt. Außerdem sind wir auf allen größeren Messen in Deutschland vertreten und verschenken dort Samen. So konnten wir bereits über 50.000 Packungen an die Community verteilen und unzählige Grower von uns überzeugen.
Anbieter regelrecht explodiert. Warum sollten deutsche Grower gerade euch vertrauen?
Die Gesetzeslage in Deutschland ist leider in Bezug auf Exporte relativ kompliziert, weshalb wir momentan nur innerhalb Deutschlands versenden. Wir arbeiten jedoch gerade daran, unser Liefergebiet auf die gesamte DACH-Region auszuweiten. Allgemein versenden wir unsere Pakete in neutraler Verpackung an sechs Tagen die Woche, damit sie schnellstmöglich und ohne Aufsehen eurer Nachbarn bei euch ankommen.
Ihr sagt, dass eure Exclusive-Linie auf alle Viren getestet ist. Könnt ihr uns dazu mehr Infos geben?
Genau, wir lassen jede Charge unserer Exclusive Reihe von einem zertifizierten Labor auf alle relevanten Viren, wie zum Beispiel auf das Hopfenlatent-Viroid (HLVd), testen.
Doch das ist erst der Anfang. Wir verlangen von all unseren Breedern, ihre Mutterpflanzen regelmäßig auf Viren zu testen und weiten unsere Virentests im kommenden Jahr flächendeckend auf alle Strains aus. So können wir euch als erste Samenbank in Deutschland zu 100 % getestetes, gesundes Saatgut anbieten.
Zusätzlich testen wir all unsere Strains regelmäßig auf ihre Keimfähigkeit und garantieren euch eine Keimrate von mindestens 80%. Sollten eure Samen wider Erwarten nicht keimen, ersetzen wir sie euch anstandslos.
Wie sehen eure Pläne für 2026 aus? Zum einen strukturieren wir unseren Shop um. Momentan bieten wir knapp 150 Strains an. Viele unserer Kunden freuen sich über die Auswahl, auf Dauer ist sie aber etwas verwirrend und kann unentschlossene Grower regelrecht erschlagen. Deshalb kürzen wir unser Sortiment auf die beliebtesten Strains zusammen und arbeiten an einem interaktiven Tool, das euch anhand eurer Anforderungen den perfekten Strain empfiehlt. Trotzdem werden wir dieses Jahr auf Wunsch unserer Community noch ein paar neue Strains rausbringen. Es kommen zwei Strains mit einem ausgeglichenen THC:CBD-Spektrum, ideal für alle, die sich einen eher milden Rausch wünsche .
Außerdem erweitern wir unsere Exclusive-Kollektion um drei potente Autoflower-Strains aus den USA.
ww.seedsupplier.de
Text: Michiel Panhuysen / Fotos: Dizzy Duck , Den Haag
Eine neue Generation europäischer Cannabisanbauer und Haschischhersteller tritt auf. Lakalada (Haschisch aus Barcelona) und Züchter-/Anbauerkollektive wie die belgische Flying Genetics zusammen mit der Money Trees Bank produzieren neuartiges Marihuana wie Tropi Lemon Z (Sour Lemon Z x Tropicana Grapecake) oder Fuego Loco vom legalen niederländischen Cannabisanbauer Aardachtig. Viele weitere moderne Cannabissorten sind fruchtig und erfrischend. Mit diesen neuen Arten, Geschmacksrichtungen und Ideen drängt eine junge, wilde, dynamische Generation neben den vertrauten etablierten Anbietern auf den Markt.
In den 1970er- und 1980er-Jahren verkauften niederländische Coffeeshops fast ausschließlich Haschisch - und beim Cannabis handelte es sich um Outdoor-Marihuana aus Ländern wie Nigeria, Thailand oder Kolumbien. Anfänglich wurde Haschisch aus dem Libanon, Afghanistan, Pakistan, Indien und später Marokko importiert. Dies änderte sich zu Beginn der 1990er-Jahre. 1992
eröffnete der holländische Cannabis-Unternehmer Arjan Roskam in Amsterdam einen kleinen Coffeeshop namens „Arjan’s Green House“. Dort verkaufte er als Erster ausschließlich Marihuana. Zunächst lief es nicht so gut wie erhofft, doch nachdem Arjan 1993 beim High Times Cannabis Cup mit seinem Marihuana einen gewaltigen Eindruck hinterlassen hatte, schossen die Verkaufs-










zahlen in die Höhe. Damals eine echte Neuheit! Auch andere Coffeeshops begannen, mehr Marihuana zu verkaufen, und wenige Jahre später taten es fast alle. Heute, über dreißig Jahre später, verkaufen Coffeeshops in den Niederlanden hauptsächlich Marihuana (schätzungsweise 75%) und deutlich weniger Haschisch (25%). Grob gesagt: Der durchschnittliche Coffeeshop-Besucher raucht heute eher starkes Gras, während es eine ältere Gruppe von Cannabisrauchern gibt, die beim traditionellen (meist marokkanischen) Haschisch bleibt.


Holländische Konsumenten sind im Allgemeinen nicht besonders experimentierfreudig: Skunk, White Widow, Amnesia Haze und marokkanisches Haschisch dominieren eindeutig das, was in Coffeeshops verkauft wird. Doch in den letzten Jahren hat sich eine neue Underground-Bewegung dynamisch entwickelt - nennen wir sie die junge, wilde, vorwärts stürmende Generation. Manche Shops bieten eine relativ schnell wechselnde Auswahl an neuen, unbekannten
Cannabis- und Haschischsorten, von denen man vorher nie etwas gehört hat. Vor allem eine spezifische Gruppe junger Cannabisraucher entdeckt ständig neue Aromen, nimmt bisher unbekannte Terpene wahr und kauft ansprechend gestaltete Haschisch- und Cannabis-Packungen, die in kleinen Chargen von Growerkollektiven produziert werden, welche oft tatkräftig mit Züchtern zusammenarbeiten. Diese Entwicklung geht einher mit einem neu erwachten Interesse an modernen Haschischsorten. Selbige gehen weit darüber hinaus, was ursprünglich als Nederhash (niederländisches Haschisch) bezeichnet wurde. Die neue Generation von Coffeeshops führt nun auch experimentelle, avantgardistische Haschischsorten aus Marokko, Italien, Spanien und Frankreich.

Um diese Haschischsorten herzustellen, werden relativ neue Produktionsverfahren angewandt. In den letzten Jahren hat sich um diese neuen Sorten eine junge Raucherszene entwickelt, die enge Verbindungen zu den Produzenten pflegt. Mit diesen neuartigen Geschmacksrichtungen und Erfahrungen kommt auch ein anderes Verhaltensmuster. Dazu gehört beispielsweise, dass man nicht alles auf einmal raucht, selbst wenn es ein starker, einzigartiger, wohlschmeckender Joint ist. Oft genügen ein paar Züge, der Rest wird für später aufgehoben.




Hier ein Beispiel: Die Verpackung des Marihuanas vom berühmten Coffeeshop Dizzy Duck in Den Haag (der in den letzten 20 Jahren unzählige HighLife Cups gewonnen hat) ist, gelinde gesagt, bemerkenswert. In dem Druckverschlussbeutel mit dem gemorphten Aufdruck eines US-Dollarscheins befindet sich Tropi Lemon Z (Sour Lemon Z x Tropicana Grape Cake) vom belgischen Züchter/Grower-Kollektiv Flying Genetics in Zusammenarbeit mit der Money Tree Bank. Diese Art von Verpackung wird immer häufiger. Arbeitsgemeinschaften von Züchtern und Growern achten auf das Erscheinungsbild und die emotionale Wirkung ihrer Produkte. Diese Kollektive konzentrieren sich weniger auf weitere Züchtung sondern vielmehr auf die schnelle Entwicklung neuer Cannabissorten.
Der große Durchbruch mit einer neuen Zuchtsorte erscheint weniger wichtig. Kooperative, die nicht nur neue Cannabissorten anbauen, sondern auch kreuzen, sprühen vor Enthusiasmus und neuen Ideen. Ähnliches geschieht im Haschischsektor. Dort wird nach neuen Cannabissorten gesucht, die sich für die Herstellung von Haschisch mit interessanten neuen Aromen eignen.
Weil dabei kleinere Mengen an Haschisch produziert werden, bleibt es eine relativ überschaubare handwerkliche Tätigkeit. Über soziale Medien, Treffen auf Fachmessen und Mundpropaganda halten die Grower und Produzenten oft Kontakt zu ihrem Anhang. Terpene und Aromen bekommen zunehmend Aufmerksamkeit, und trendiges Haschisch ist oft viel stärker - hat auch eine andere Wirkung - als traditionelles Haschisch (was an der Reinheit des Produkts liegt).
Auch hinsichtlich der Verpackung wird der transparente Druckverschlussbeutel abgehängt: Jedes Kollektiv hat sein eigenes originelles Design. Kees Schelfhout, Haschischhersteller bei Aardachtig, lobt diese Entwicklung der Verpackungen in höchsten Tönen.
Kees: „Ich halte schöne Verpackungen für eine wirklich coole Entwicklung, weil man durch sie einen Eindruck von dem Feeling oder dem Stil des Herstellers bekommt, die er hat oder ausdrücken will. Das steigert die Markenwahrnehmung und stimuliert die Kreativität. Ein Konsument kann so besser entscheiden oder fühlen, ob er eine solche Persönlichkeit unterstützen möchte oder nicht.“
Es gibt eine wachsende Gruppe jüngerer Cannabiskonsumenten, die eine Zeit lang eine Cannabissorte raucht und dann zu einer neuen wechselt. Der Geschmack ist anregend, und neue Sorten sind meist höchst exklusiv. Ein gewichtiger Einwand: Ob dieser neue Trend jemals die Massen erreichen wird, bleibt abzuwarten. Es erscheint aber plausibel, dass er den Markt beeinflussen wird!
„Aufgrund intensiver Züchtung neuer Cannabissorten sind bestimmte Geschmacksprofile und Terpene in der Pflanze viel stärker ausgeprägt“, sagt Kees. Terpene sind die organischen Verbindungen in einer Pflanze, die ihren Geschmack und ihre Wirkung bestimmen. „Derzeit gibt es einen großen Trend zu süßen/fruchtigen Terpenen.“Süße und fruchtige Geschmacksrichtungen in Speisen und Getränken sind beliebt, besonders bei jungen Leuten, und das gilt auch für Marihuana und Haschisch. „Man denke an Aromen und

Düfte, die an Papaya, Melone, Ananas und Red Bull Diet erinnern, kombiniert mit blumigen Cannabis-Noten.“ Neben Papaya-Eistee ist demnach auch Haschisch mit Melonengeschmack sehr gefragt.
WPFF
Der Fokus auf Aromen und Terpene verändert auch den Herstellungsprozess von Haschisch. Kees: „Ein Großteil dieser Terpene sind sogenannte flüchtige Terpene, die schnell verdunsten. Manchmal verflüchtigen sie sich sogar während des Trocknungs- oder Fermentationssprozesses. Um diese Terpene festzuhalten, führen Haschischhersteller Aktionen wie WPFF (Whole Plant Fresh Frozen) durch. Dabei wird die gesamte Pflanze unmittelbar nach der Ernte eingefroren, um das Verdunsten der Terpene zu verhindern. Deshalb riecht Newschool-Haschisch meistens so gut.“
Traditionell wird Haschisch aus im Freien angebauten Pflanzen hergestellt, die getrocknet und fermentiert wurden. Und dieses Haschisch wird oft noch ein Jahr lang fermentiert, bevor es verkauft wird. Legale Cannabisproduzenten in den Niederlanden stellen Haschisch mittlerweile häufig mithilfe des WPFF-Verfahrens aus Pflanzen her, die in Anbauräumen kultiviert werden. So können wir ein völlig neues Terpenspektrum erleben. Legale Grower, die Haschisch produzieren, reizen nun die Möglichkeiten voll aus, indem sie nicht mehr nur Outdoor- Pflanzen trocknen und zu Haschisch verarbeiten.

„Unsere Pflanzen wachsen in Gewächshäusern oder Kammern. Das macht schon einen Unterschied“, sagt Kees. „Wir verarbeiten einen Teil der getrockneten Pflanzen zu Haschisch, andere der geernteten Pflanzen werden sofort gefroren. So können wir Hasch aus einer einzigen Pflanzensorte mit unterschiedlichen Terpenprofilen herstellen. Das ist supercool für uns! Schade nur, dass sich die Regierung jetzt Sorgen wegen der Stärke macht. Ich halte das für völlig unnötig. (Ein Schluck) Whisky ist nicht gefährlicher als Pils, man raucht halt von diesem modernen Haschisch viel weniger.“
Altes verschwindet und wird durch Neues ersetzt. Die Cannabiswelt bildet da keine Ausnahme und entwickelt sich ständig weiter. Das gilt für Coffeeshops, Social Clubs, Grower, Züchter und Haschischhersteller in Europa, und natürlich auch für die Konsumenten. Um zu überleben, muss man flexibel sein. Und statt eines Joints mit Tabak ist es gut zu sehen, dass wir verschiedene Konsumarten ausprobieren können - Rauchen, Dampfen oder Essen. Auch das Testen neuer Cannabis- oder Haschischsorten ist gut. Kees: „So schätze ich die Entwicklung ein: Nichts bleibt wie es ist, also haltet nicht am Alten fest. Ich versuche ständig, alles zu verändern. Mich selbst zu verbessern motiviert mich, Dinge zu tun. Durch Veränderung und meine Neugierde für Innovationen entwickle ich mich stetig weiter. Manchmal ist es beängstigend, aber bestimmt nie langweilig.“


Von Hortizan /Soft Secrets France
Crop Steering ist ein Verfahren des Präzisionsanbaus, bei dem das Wachstum der Cannabispflanzen durch Feinabstimmung ihrer Umgebungsbedingungen gesteuert wird. Das Ziel besteht darin, sie in jeder Phase ihres Lebenszyklus zu beeinflussen. Diese Strategie beruht auf einer einfachen, aber beeindruckenden Idee: Das Wachstum lässt sich durch kontrollierten Stress stimulieren, der spezifische physiologische Reaktionen auslöst.
Ursprünglich wurde dieser Ansatz entwickelt für den in Cannabisplantagen intensiv betriebenen Anbau, insbesondere bei solchen, wo Kokosfaser oder Steinwolle verwendet wird - war vorgesehen für vollständig kontrollierte Umgebungen. Die Prinzipien des Crop Steering sind jedoch auch auf andere Anbausituationen übertragbar: den Anbau in Erde, in Hydrokulturen; sowohl auf mineralische als auch auf organische Düngung. Durch Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen kann jeder Grower diese Logik an sein eigenes System anpassen, um Ertrag, Qualität und Beständigkeit zu verbessern.
Crop Steering basiert auf dem Wechsel zwischen zwei großen dynamischen Phasen der Pflanzenentwicklung: In der Vegetativen Phase (Wuchsphase) liegt der Schwerpunkt auf der strukturellen Entwicklung, in der Generativen Phase (Blühphase) auf der Blütenbildung und somit der Fortpflanzung. Diese beiden Zustände können je nach
den Signalen, welche die Pflanze erhält, ausgelöst oder intensiviert werden. In der Vegetativen Phase entwickelt die Pflanze - bei wenig Stress - Blätter, Stängel und Wurzeln in einer feuchten und stabilen Umgebung. Die Generative Phase wird ausgelöst durch kontrollierten Stress, die Energie konzentriert sich fortan auf eine schnelle Bildung der Blütenknospen. Crop Steering ermöglicht durch Umwelt- und Bewässerungsmanagement einen strategischen Wechsel zwischen diesen beiden Zuständen.
Die Regie des Anbaus wird den physiologischen Bedürfnissen der Pflanze angepasst - in jeder Phase ihrer Entwicklung. Beim Cannabisanbau ist dieser Ansatz in vier Hauptabschnitte unterteilt, die jeweils ein spezifisches Ziel haben und in denen eine vorherrschende Art des Managements praktiziert wird. Zunächst ist es notwendig, den Umgang bezüglich der Wurzelbildung zu verstehen. Sie basiert auf der guten Behandlung des Substrats, insbesondere was Ausmaß und Häufigkeit der Bewässerung sowie Kontrolle der elektrische Leitfähigkeit (EC) angeht.
Wichtig bei dieser Methode ist, das Konzept des „Dryback“ zu verstehen: Das Substrat muss zwischen zwei Bewässerungen halbwegs austrocknen können. Während der Vegetativen Phase wird häufiges und leichtes Gießen bevorzugt, um die Feuchtigkeit im Substrat konstant zu halten. In der Generativen Phase hingegen werden die

Bewässerungen in größeren Abständen durchgeführt, wobei eine stärkeres Dryback erfolgt, was die Stressbedingungen schafft, welche notwendig sind, um die Pflanze durch die Blühphase zu führen.
Phase 1 - Vegetativ - Wuchsphase: Wurzelund Blattentwicklung. Diese Phase zielt darauf ab, eine solide Grundlage zu schaffen: ein dichtes Wurzelsystem, eine kräftige pflanzliche Struktur. Günstig für die Vegetative Phase sind stabiles Umfeld, geringer Stress, häufige und dabei sparsame Bewässerung, moderater EC-Wert, kurze Drybacks.
Jede Phase muss genau kalibriert werden: Ein Fehler im Timing oder hinsichtlich der Intensität kann zu Ungleichgewicht, Leistungsrückgang oder Verlangsamung führen. Daher ist es wichtig, in jeder Phase die relevanten Indikatoren zu überwachen.
Crop Steering stützt sich auf Kontrolle der Bewässerung, aber auch auf die Beziehung zum Umgebungsklima. Alle diese Anpassungen müssen präzise, angemessen und konsistent sein; das Raumklima wirkt sich direkt auf die Transpiration, Photosynthese und das hormonelle Gleichgewicht aus. Und es ist die Summe dieser von der

Phase 2 - Generativ - Streckungen (erste zwei Blühwochen): Blühinduktion und Bildung von Blütenstellen. Die Pflanze geht von der strukturellen Entwicklung zur Reproduktion über. Günstig für die Generative Phase: mäßiger Stress (höheres VPD (Dampfdruckdefizit), weniger häufige Bewässerung, ausgeprägtere Drybacks), höherer EC.
Phase 3 - Vegetativ - Blütenknospen werden größer, Zunahme des Blütenvolumens. Die Blütenstellen sind vorhanden; jetzt ist es an der Zeit, dass die Blütenknospen „fülliger“ werden. Zweite Vegetative Phase, das Anschwellen der Blütenknospen wird unterstützt durch mildere Bedingungen, regelmäßigere Bewässerung, kürzere Drybacks.
Phase 4 - Generativ - Reifung (letzte zwei Wochen): Am Ende des Zyklus wollen wir die Pflanze dazu bringen, ihre Reifung abzuschließen. Rückkehr in eine generative Phase mit zunehmendem Stress: höherer VPD, dosierte zeitlich versetzte Bewässerung, ausgedehnte Drybacks. In Hydrokulturen oder Kokos führen diese längeren Drybacks zu einem Anstieg des EC-Wertes im Substrat, was schließlich einen osmotischen Stress bewirkt, der die Konzentration von Wirkstoffen begünstigt. Beim Anbau in Erde hingegen reduzieren wir allmählich die Düngung, um Salzansammlungen zu verhindern und eine sauberere Reifung zu fördern.
Pflanze wahrgenommenen Signale, welche ihre physiologische Reaktion bestimmt. Das ist die Methode, welche für viele Kokosfaser-/Steinwolle-Anbausysteme mit CO2-Zufuhr zwecks Feinabstimmung gewählt wird.
Crop Steering ist kein mysteriöses Verfahren, das Experten vorbehalten ist, sondern ein präzises Steuerungsinstrument, welches auf Beobachtung und Neuanpassung beruht. Wenn Grower lernen, die Signale jeder einzelnen Pflanze zu lesen und ihre Umgebung auf subtile Weise zu regulieren, können sie jede Phase des Zyklus auf ein klares Ziel hinsteuern: mehr Kontrolle, bessere Qualität, höherer Ertrag. Und das ist erst der Anfang. Wird das volle Potenzial dieses Verfahrens ausgeschöpft, bereitet es den Weg für einen extrem personalisierten Anbau, bei dem jeder Phänotyp von einer maßgeschneiderten Behandlung profitieren könnte. In Zukunft werden die meisten Stecklinge wahrscheinlich zusammen mit ihrer spezifischen Anbauanleitung verkauft, was eine noch nie dagewesene Präzision bei der vollen Entfaltung ihrer Genetik in einer kontrollierten Umgebung ermöglicht.
Von Michiel Panhuysen
Den Haag, die niederländische Stadt für Peace & Justice, wird mehr und mehr zum Hotspot für europäische Cannabis-Liebhaber. Zwei wunderschöne Shops in der Stadt spielen dabei eine zentrale Rolle. Beide sind Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen und haben sauberes, hochwertiges Cannabis sowie Haschisch im Angebot. Die Rede ist natürlich von Dizzy Duck und Dizzy Duck Downtown, den berühmten Gewinnern zahlreicher HighLife- und anderer internationaler Cannabis-Cups. Soft Secrets hatte so viel Gutes über sie gehört, dass sie beschlossen, ihnen einen Besuch abzustatten.
Wir sind im Coffeeshop Dizzy Duck Downtown am Fluwelen Burgwal. Das hell durchleuchtete Erdgeschoss hat eine hohe Decke und in ihm befinden sich mehrere Kassen. Es ist geräumig, hat einen Flair von Kunst, Underground-Kultur und Joie de Vivre - ein inspirierender, schön unordentlicher und dabei sehr angenehmer Ort, dem etwas Abenteuerliches anhaftet. Eine steile Treppe führt zu einem Stockwerk, wo die Gäste in einem dachbodenartigen Raum gemeinsam Joints rauchen. Er wirkt wie ein Treffpunkt für kreative Freigeister. Vor den Kassen stehen die Kunden und blicken auf einen Süßigkeitenschrank voller einzigartiger Haschisch- und Cannabis-Sorten. Das Team von Dizzy Duck ist jung, wirkt kompetent, progressiv.
Der Coffeeshop hat seine eigene Dizzy-Community, in welcher die Leute ihre Freuden und Sorgen teilen. Es gibt auch THC-Dinner, Joint Rauchen- und Mal-Sessions und jedes Jahr eine große aufwendige 4/20-Feier. Genauso wichtig ist aber natürlich die einzigartige Cannabis-Erfahrung, welche nur Dizzy Duck bietet. Im Juni gewannen sie den Highlife Cup 2025 in der Kategorie Haschisch. Das Dizzy Duck-Team gewann zudem Preise in zahlreichen Hasch- und Marijuana-Unterkategorien. Sie sind zu Recht stolz auf diese Erfolge. Erstaunlicherweise hat Dizzy Duck in den letzten 20 Jahren so viele Cannabis Cups gewonnen, dass es schwerfällt, sie alle aufzuzählen. Worin besteht das Geheimnis dieses Erfolgs? Das Team von Dizzy Duck zeigt ein besonderes Interesse an Aromen und Geschmacksrichtungen. Dies spiegelt sich in den einzigartigen Haschisch- und Marijuana-Sorten wider, welche die Shops verkaufen. Die Produkte stammen von kleinen Growern - rein biologisches Cannabis, hergestellt mit viel Liebe und Sorgfalt. So kann der Coffeeshop die Liebhaber mit wirklich besonderen Sorten und Aromen sowie einer Vielfalt an Terpenen überraschen. Kein Wunder also, dass Dizzy Duck dieses Jahr den Highlife Cup für Haschisch gewonnen hat.
Ein Mitarbeiter des Dizzy Duck-Teams: „Das Aufkommen moderner Haschischsorten ist zwangsläufig. Deshalb haben wir uns intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt. Unterwegs stießen wir auf viele Enthusiasten, Underground-Züchter und Haschischhersteller.“ Mit Blick auf die Zukunft von modernem Haschisch


begab sich das Dizzy Duck-Team auf die Suche nach höchster Qualität. Diese Reise führte sie nach Kanada, in die USA, nach Spanien und Thailand. Der Coffeeshop in Den Haag hat moderne Haschischsorten bereitwilligst aufgenommen und ist unglaublich stolz auf die erstklassigen Produkte der besten Haschischhersteller: „Dry Sift, Static, Plasma Static, Frisch Gefrorenes Wasserhasch, Ice-o-Lator, Rosin und natürlich traditionelles Haschisch.
Wir haben uns alle Methoden angesehen und alle Unterschiede geschmeckt. Dizzy Duck ist zu einem Spezialisten für die Beurteilung sämtlicher Haschischarten geworden.“ Die einzige Entwicklung, welche Dizzy Duck nicht unterstützt, sind Produktionsverfahren mit Lösungsmitteln. Derartiges ist im Angebot des Shops nicht enthalten. Ständig werden neue Haschischsorten und
Produktionsmethoden entwickelt. Neue Cannabissorten werden miteinander gekreuzt und speziell für die Haschischproduktion ausgewählt. Auch die Anzahl der Verfahren, wie modernes Haschisch hergestellt wird, ändert sich ständig. Genau wie Michelin-Köche mit Lebensmitteln experimentieren, macht es das Dizzy Duck-Team mit Haschisch und Cannabis.
TERPENE
Das Hauptziel all dieses Experimentierens besteht im Erhalt der Terpene (Aroma, Geschmack). „Durch die Verarbeitung einer frischen Pflanze erhalten wir wunderbare Aromen und Wirkungen, die zuvor mit herkömmlichen Verfahren kaum möglich waren. Es ist heute wichtiger denn je, Kunden im Shop bei der Produktauswahl zu beraten. Das neue Haschisch weist eine enorme Vielfalt an Terpenen auf, weshalb die Wirkung je
nach Cannabissorte stark variiert, besonderes im Vergleich zu herkömmlichem Haschisch.“ Der THC- und CBD-Gehalt vieler Sorten ist mittlerweile sehr ähnlich. Die Terpene in den Sorten machen den entscheidenden Unterschied. Dizzy Duck verkauft ausschließlich Produkte, die das Team selbst rauchen würde. Jedes Erzeugnis wird ohne Tabakzusatz von einem erfahrenen Testteam eingehend geprüft und mikroskopisch untersucht. Danach geht es zur finalen Kontrolle in ein Labor. „Die Qualitätskontrolle mit all den Tests bestehen nur 2 % der eingehenden Produkte.“
Das spricht Bände hinsichtlich der Leidenschaft und Hingabe, die Dizzy Duck für seine Produkte empfindet. Wenn Sie sich mal in den wunderschönen Niederlanden aufhalten, steigen Sie in Bus, Bahn oder Auto und fahren nach Den Haag - es ist nicht nur die Hauptstadt des Landes, sondern wird auch immer mehr zur Hauptstadt der Cannabis-Liebhaber!
FRUIT JOY, GESAMTSIEGER IN DER KATEGORIE HASCHISCH, HIGHLIFE CUP 2025
„Wir haben den Gesamtsieg im Haschisch-Wettbewerb mit Fruit Joy FFWP Ice Cream errungen, liebevoll handgefertigt von einem der besten Haschisch-Hersteller Europas: Lakalada aus Barcelona. Bei Fruit Joy handelt es sich um eine Kreuzung Papaya x Barbara Bud - Ergebnis einer wunderbaren Zusammenarbeit. Barbara Bud ist eine afghanische Cannabissorte, die von Growers With Attitude (GWA) selektiert wurde. Diese ausgewählte Sorte hat eine jahrtausendealte Geschichte und duftet nach Süßwaren/ Pfirsich. Grateful Seeds kreuzte Barbara Bud mit Calikosher Papaya (die sie Lakalada gaben). Das Ergebnis ist eine Sorte, auf die Europa stolz sein kann!
FFWP steht für Fresh Frozen Whole Plant (frisch gefrorene ganze Pflanze). Es ist das frischeste und reinste Haschisch, hergestellt aus frischen Pflanzen, die direkt nach der Ernte eingefroren und bei konstant- frostiger Temperatur gelagert werden, um die Terpene zu erhalten.“
Dizzy Duck Trompstraat 210 2518 BR Den Haag
Öffnungszeiten: Täglich 10 Uhr bis 22 Uhr 30 Webseite: dizzyduck.nl
Dizzy Duck Downtown Fluwelen Burgwal 1c 2511 CH Den Haag
Öffnungszeiten: Täglich 10 Uhr bis 24 Uhr
Webseite: dizzyduckdowntown.nl


Hochwertige Substratmischungen, die für jede Anbauart in Erde, Kokos oder Hydro die perfekte Grundlage bieten.





Von Jorge Cervantes jorge@marijuanagrowing.com
Jetzt ist es uns möglich, die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse und Forschungsergebnisse im Growraum anzuwenden. Wir konnten den Cannabisertrag durch Rolltische, Stecklinge, LED-Lampen und genetische Verbesserungen steigern. Die Forschung von Innexo BV in den Niederlanden hat zum No-Veg-Cannabisanbau geführt. Dieses Verfahren verkürzt für Grower die Vegetative Phase (Wuchsphase) um zwei Wochen, was allerdings eine etwas kleinere Ernte bewirkt. Aber jedes Jahr eine zusätzliche No-Veg-Plantage! Das erhöht den Ertrag um etwa 10 %.
Doch eine No-Veg-Plantage zu betreiben ist kompliziert. Zwei ernste Probleme müssen bewältigt werden: a) die sorgfältige Überwachung von Stecklingspflanzen und Sämlingen, weil sich das Wurzelsystem in einem kritischen Stadium befindet b) das Einpflanzen von Stecklingen und Sämlingen zum genau richtigen Zeitpunkt, damit das Wurzelsystem keinen Umpflanzungsschock erleidet und weiterhin schnell wächst. Eine effiziente Anzucht ist die Grundlage für einen erfolgreichen No-Veg-Cannabisanbau, und die Wurzeln für die Einpflanzung gut vorbereitet zu haben kann über Erfolg oder Scheitern der Ernte entscheiden. In No-Veg-Anbauräumen gibt es kein „Sicherheitsnetz“: Die Stecklinge sind vom ersten Tag an einem 12/12-Lichtzyklus ausgesetzt, sodass sich jede Schwäche im Wurzelbereich später auf die Struktur der Anbaupflanzen, deren Einheitlichkeit und auf die Ernteeffizienz auswirkt.
NO-VEG-SYSTEME UND WURZELQUALITÄT Bei einem No-Veg-System werden frische Stecklinge eingepflanzt und gleich den typischen Blühphase-Bedingungen ausgesetzt, also einer 12/12-Photoperiode im Gewächshaus oder Anbauraum. Ohne vegetative Pufferphase können schwach bewurzelte Pflanzen dieses Manko nicht ausgleichen, daher wird die Qualität der Bewurzelung beim Einpflanzen zum Hauptfaktor für die Leistungsfähigkeit. Grower entscheiden oft nach Gefühl über den optimalen Zeitpunkt fürs Einpflanzen und beurteilen die Wurzelentwicklung und die Einsatzbereitschaft der Anzuchttrays nach einem flüchtigen Blick. Um solch ein Rätselraten zu vermeiden, wurde in der Studie ein standardisiertes visuelles Bewertungssystem für die Wurzeln von Score (Wert) 0 bis 5 eingeführt, sodass jede Anzuchtschale und jede Cannabissorte anhand derselben objektiven Skala beurteilt werden kann.
• Score 0: bloßer Anzuchtwürfel, keine sichtbaren Wurzeln an der Oberfläche.
• Score 1: Einige wenige dünne Wurzeln, die an

einer Seite herausschauen.
• Score 2: Leichter Wurzelring um den größten Teil des Anzuchtwürfels herum.
• Score 3: Dichtes weißes Wurzelgeflecht umgibt den Anzuchtwürfel, er ist aber nicht total überwuchert.
• Score 4: Schweres Wurzelnetz, mehrere Schichten dick, beginnt zu verkleben.
• Score 5: „Wurzelkäfig“ um den Anzuchtblock, Wurzeln kreisen, bilden Spiralen, extreme Überwucherung.
DER INNEXO-TEST
Bei Innexo wurden drei THC-reiche Cannabissorten – PC64, Skunk und Strawberry - vermehrt, visuell auf ihre Wurzelentwicklung hin beurteilt und unter standardisierten Gewächshausbedingungen direkt in die Blühphase (12/12) versetzt. Pflanzenstruktur, Biomasseverteilung, Blütenertrag und Cannabinoid-/Terpenprofile wurden vom Einpflanzen bis zur Ernte verfolgt, um zu sehen, wie der Wurzelzustand am ersten Tag den finalen Ertrag beeinflusst. Die Bewertung der Wurzeln am Zeitpunkt des Einpflanzens war die entscheidende Variable und reichte von 0 (keine sichtbaren Wurzeln) bis 5 (stark überwurzelte Anzuchtwürfel). Dies ermöglichte einen direkten Vergleich von unterwurzelten, optimal bewurzelten und überwurzelten Stecklingen in einer realen Produktionsumgebung anstelle eines reinen Labortests. Man stelle sich einen dreiteiligen Ablauf vor:
1. Anzuchtbox mit drei Sortensymbolen (PC64, Skunk, Strawberry) und Stecklingstrays.
2. Pfeil zu „Rootscoring 0 bis 5“ mit Lupensymbol über den Anzuchtwürfeln.
3. Pfeil zu „No-Veg-Blühraum (12/12)“, der bei
„Ernte: Ertrag, Struktur, chemische Zusammensetzung“ endet.
Jeder Teil ist einem Zeitplan unterworfen, vom Steckling bis zur Ernte, und es wird klar, dass frühe Entscheidungen zur Bewurzelung den gesamten Zyklus beeinflussen.
OPTIMALE BEWURZELUNG - DER IDEALE BEREICH
Stecklinge, die mit einem Wurzelscore von 2 bis 3 (d.h. als optimal bewurzelt eingestuft) eingepflanzt wurden, lieferten den höchsten Blütenertrag und den besten Ernteindex (ca. 0,53) für die Sorten Skunk und Strawberry. Diese Pflanzen schafften die ideale Balance: genügend Wurzeln für ein explodierendes Wachstum nach dem Einpflanzen, aber nicht so viele, dass die Pflanzen vor dem Auslösen der Blühphase übermäßig Ressourcen in vegetative Biomasse investiert hatten. Unterwurzelte Stecklinge mit einem Wurzelbildungs-Score von 0 bis 1 kamen nur langsam in Schwung. Sie hatten Schwierigkeiten, sich einzurichten, blieben kleiner, lieferten weniger Ertrag, bedeuteten Arbeits- und Platzverschwendung aufgrund der geringeren Ernteeffizienz. Überwurzelte Stecklinge mit einem Wurzelbildungs-Score von 4 oder 5 wirkten zwar kräftig, machten aber bei der Ernte ein anderen Eindruck.
Sie brachten zwar größere Pflanzen hervor, investierten aber mehr Biomasse in Stängel und Blätter anstatt in Blüten, was die Blüteneffizienz verringerte, selbst wenn das Blätterdach beeindruckend aussah. Der Bewurzelungs-Score beeinflusst Struktur und Ertrag, nicht die chemische Zusammensetzung der Blüten.
• Die Kurve des Blütenertrags steigt ab 0-1, erreicht ihren Höhepunkt bei ca.
2–3 und fällt dann bei 4–5 wieder ab.
• Ernteindexlinie mit der gleichen glockenförmigen Kurve, die bei etwa 0,53 um den Score 2–3 ihren Höchstwert erreicht.
SORTENSPEZIFISCHE ZEITFENSTER FÜR DIE WURZELBILDUNG
Unterhalb der höchsten Werte zeigt ein schattierter Streifen mit der Bezeichnung „Optimales Zeitfenster zum Einpflanzen für Skunk & Strawberry (2–3)“ deutlich den Zielbereich an. Nicht alle Cannabissorten reagieren gleich auf Überbewurzelung. Während Skunk und Strawberry bei hohen Wurzelbildungs-Scores wesentlich schlechter abschnitten, tolerierte PC64 deutlich höhere Bewurzelungsgrade ohne Ertrags- oder Ernteindexverluste. Bei PC64 blieben Blütenproduktion und Effizienz bis zu einem Wurzelbildungs-Score von 5 stabil, was zeigt, dass bei einigen Cannabissorten eine längere Verweildauer der Jungpflanzen in den Anzuchtblöcken stärker toleriert wird.
PRAKTISCH GESEHEN HABEN DEMNACH DIE JEWEILIGEN CANNABISSORTEN IHRE EIGENEN ZEITFENSTER FÜR DAS EINPFLANZEN:
• Skunk: Einpflanzen bei Score 2–3.
• Strawberry: Gleicher schmaler grüner Streifen bei Score 2–3.
• PC64: Größeres Zeitfenster, Score 2–5 akzeptabel. Die visuelle Botschaft ist einfach: Bei manchen Cannabissorten ist Präzision erforderlich, andere erlauben Flexibilität bei der Zeitplanung.
WURZELBILDUNG UND BLÜTENQUALITÄT Eine der wichtigsten Erkenntnisse für kommerzielle Anbauer: Die Cannabinoid- und Terpenprofile veränderten sich nicht wegen des Wurzelbildung-Scores. Die Wurzelentwicklung zum Zeitpunkt des Einpflanzens beeinflusste die Menge und Verteilung der produzierten Biomasse, nicht aber die chemische Zusammensetzung der Blüten selbst. Dementsprechend geht es bei effizienter Anzucht in einem No-Veg-System primär um Volumen, Wuchsform und Arbeitseffizienz - nicht darum, durch Wurzelmanipulation die THC- oder Terpenwerte hochzujagen. Grower können von höherem Ertrag pro Quadratmeter und leichterem Ernten profitieren, wobei die Blütenqualität für spätere Abnehmer und Patienten konstant bleibt.
PRAKTISCHE ERKENNTNISSE FÜR GROWER Angewendet auf den Growraum wird ein visuelles Bewertungssystem für die Wurzelbildung zu

einem täglichen Entscheidungsinstrument und nicht nur zu einer Forschungsmetrik. Mithilfe einer Skala von 0 bis 5 können Grower die Anzuchtschalen einstufen und eine Entscheidung treffen: jetzt umpflanzen, lieber noch warten oder aussortieren - basierend auf klaren visuellen Kriterien und sortenspezifischen Zeitfenstern.
Bei No-Veg-Cannabis-Anbausystemen hilft die Prüfung und Bewertung der Wurzelbildung den Growern beim Einpflanzen. Es trägt dazu bei:
• Die Uniformität der Anbaupflanzen zu verbessern, indem schwache oder
übermäßige Abweichler, wie sie in der Wuchsphase vorkommen, vermieden werden.
• Anfangs unnötigen Zeitverbrauch zu vermeiden, indem bewurzelte Anzuchttrays nicht zu lange im optimalen Bewertungsbereich gehalten werden.
• Den Blütenertrag und die Ernteeffizienz zu maximieren, indem der optimale Bewurzelungszeitraum bei 2–3 für empfindliche Cannabissorten realisiert wird.
• Die Vorhersagbarkeit der
Produktionszyklen zu erhöhen, indem statt nach dem Bauchgefühl datengestützte, reproduzierbare Entscheidungen getroffen werden.
AUF DEM WEG ZU DATENGESTÜTZTER ANZUCHT
Diese Arbeit verknüpft die frühe Wurzelentwicklung direkt mit der Leistungsfähigkeit und dem abschließenden Ergebnis der Pflanzen, schafft so eine solidere wissenschaftliche Grundlage für moderne No-Veg-Anbausysteme. Sie zeigt, dass die Anzucht kein Nebenaspekt, sondern ein wichtiger Produktionsfaktor ist, bei dem einfache,
reproduzierbare Beobachtungen - wie eine Bewertung der Wurzelbildung von 0 bis 5 - die Wirtschaftlichkeit jeder Ernte beeinflussen können. Für Grower, die ihre Blühräume auf hohen Durchsatz optimieren möchten, ist die Botschaft klar: Achtet auf die Wurzeln, nicht nur auf die Zweigspitzen.
Mit sortenspezifischen Zeitfenstern und einer standardisierten Bewertungsskala wird die Anzucht ein kontrollierter, datengestützter Prozess, der es ermöglicht, die Blühräume mit Pflanzen zu füllen, die für eine effiziente, gleichmäßige und ertragreiche Produktion bestens gerüstet sind.

United Seedbanks hat schon früh angefangen, Kunden in ganz Europa und ausgewählten Ländern weltweit über ihren Online-Shop zu beliefern. Gegründet im Jahr 2000 in der Schweiz und seit 2012 mit Sitz in Bregenz, Österreich, ist USB seit 26 Jahren eine Anlaufstelle für Cannabis-Fans, die Qualität und Professionalität suchen.
Was macht USB anders als andere Samenbanken?
Mit unserer neuen Website wollen wir es Anfängern und Profis noch einfacher machen, Samen online zu kaufen. Als Unternehmen fühlen wir uns dem Cannabis und unseren Kunden verpflichtet, und alle unsere Investitionen und Gewinne fließen zurück in das Cannabisgeschäft und in unser ständig wachsendes Angebot an Samen und Samenbanken.
Unser Hauptziel ist es, Cannabis wieder den Platz in der Gesellschaft zu geben, der ihm zusteht.
Wie entscheidet ihr, ob eine Samenbank gut genug für USB ist?

Wir haben eine große Community, die die Qualität vieler Produkte, die wir anbieten oder anbieten wollen, testet und überprüft. Wir nehmen nicht einfach neue Samenbanken auf, sondern sie werden mehrere Monate lang von uns und
unserer Community getestet, um sicherzustellen, dass das, was auf USB angeboten wird, auch einen Mehrwert für unsere Kunden hat. Wir sehen uns als Gatekeeper in der Welt der Samenbanken und Saatgutsorten; es gibt unendlich viele davon,
und wir wollen unseren Kunden etwas Licht in diesen Dschungel bringen.
Ende 2025 hat USB seine neue Website gestartet. Was können die Leute erwarten?
Die Website ist jetzt übersichtlicher, schneller und aufgeräumter und wurde speziell für Kunden entwickelt, die über ihr Handy bestellen wollen. Sie funktioniert ähnlich wie eine App. Neue Filterfunktionen und Kategorien erleichtern die Suche nach bestimmten Sorten, Samenbanken oder Samenpackungen. Das Suchfeld wurde verbessert und Bitcoin wurde als Zahlungsoption eingeführt, weitere Kryptowährungen sollen später hinzukommen. Eine weitere Neuerung ist die Informationsseite „Growpedia”, auf der wir wöchentlich Artikel über Saatgutsorten und deren Anbau veröffentlichen, die von unseren Fachleuten bei Helvetic Seeds verfasst werden. www.unitedseedbanks.com
Das vollständige Interview findest du unter softsecrets.com/de
Award-Winning cannabis cultivation author Jorge Cervantes teams up with Seedsman for a FREE, comprehensive digital book on home growing.
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Co-Authors
Chief Scientific Officer, Dr. Gary Yates
Stefan Meyer
Table of Contents
• Cannabis Botany
• Life Cycle of Cannabis
• Cannabis Seeds & Seedlings
• Plan Your Garden
• Grow Room Setup
• Twelve-week Garden
• Harvest, Manicuring, Drying, Curing & Storage
• Diseases, Pests & Problems

Author Marijuana Horticulture.
Legendary Jorge Cervantes, published in eight languages sold over a million copies worldwide.


sudestfam@protonmail.com
Static ist ein lösungsmittelfreier Cannabisextrakt, bestehend alleinig aus den Drüsenköpfen der größten glandulären Trichome. Bei dieser Harzextraktionsmethode wird die elektrostatische Aufladung bestimmter Materialien genutzt, um die Trichome von den Pflanzenpartikeln zu trennen und ein Konzentrat mit einer Reinheit von über 90% zu gewinnen.
Die Herstellung von Static ist anscheinend einfach und erfordert nur wenige Schritte, ist aber dennoch nicht für jeden machbar. Weil die Extraktionsrate sehr gering ist (ca. 1% des Gesamtgewichts vom verarbeiteten Cannabis), wird eine gewisse Menge Ausgangsma-
während das restliche Pflanzenmaterial positiv oder nicht geladen ist. Zwei Kaltplasma-Paneele ziehen Partikel je nach ihrer elektrostatischen Ladung an ihre Oberflächen. Diese Kaltplasma-Paneele erzeugen eine deutlich höhere elektrostatische Ladung als manuelle Methoden.
Der Tribostatische Separator ist schrankförmig und platzsparend, ca. zwei Meter hoch und etwas weniger breit. Er ist in zwei Bereiche unterteilt: Im unteren befindet sich der Luftkompressor, der das Harz im Kreis bewegt. Der obere Bereich besteht aus einer geschlossenen Kammer mit zwei transparenten Plexiglastüren, welche den Zugang zum
SEIT EINIGEN JAHREN WIRD DER EUROPÄISCHE
MARKT MIT EINER HASCHISCHSORTE
MAROKKANISCHER HERKUNFT –GEWONNEN UNTER ANWENDUNG DES STATIC– VERFAHRENS - ÜBERSCHWEMMT
terial benötigt. Static wird üblicherweise aus trockenem, pulvrigem Harz, wie z. B. Dry Sift, hergestellt. Es ist aber auch möglich, frisches Harz, beispielsweise Frisch Gefrorenes Wasserhasch, zu verwenden, wobei letzteres ein Kühlungsverfahren erfordert.
Seit einigen Jahren wird der europäische Markt von einer Haschischsorte marokkanischer Herkunft überschwemmt, hergestellt mit dem Static-Verfahren. Das Harz, zunächst gewonnen nach marokkanischer Tradition durch das Schlagen von Cannabispflanzen, wird dann weiterverarbeitet, um einen Extrakt mit einer Reinheit von (in vielen Fällen) über 70% zu erhalten.
Der Tribostatische Separator ist eine Maschine, welche eine Arbeit automatisch in einer Weise ausführt, die der traditionellen manuellen Methode ähnelt. Einige Modelle können bis zu 2 Kilogramm Harz pro Stunde verarbeiten, und der gesamte Extraktionsprozess wird von einem einzigen Anwender bewältigt. Das in Miami ansässige Unternehmen Sambocreek patentierte dieses Verfahren erstmals für die Haschischproduktion. Die Maschine nutzt elektrostatische Energie, um die glandulären Trichome von den zurückbleibenden Verunreinigungen im Harz zu trennen. Aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung sind die Trichomköpfe negativ geladen,
System und die Überwachung des Extraktionsprozesses ermöglichen. Drinnen befinden sich zwei Kaltplasma-Paneele, die sich in einem Abstand von etwa 30 Zentimetern gegenüberliegen. Die Paneele lassen sich verschieben, um das Einsammeln des gefilterten Harzes und die Reinigung der Maschine zu erleichtern. Unterhalb der Paneele befindet sich ein großer Trichter, der mit dem druckluftbetriebenen Rezirkulationssystem verbunden ist. Die Maschine ist mit einer Steuereinheit ausgestattet, welche die Einstellung verschiedener Parameter ermöglicht.
Das Harzpulver wird in den Trichter gegeben und die Maschine bei geschlossenen Türen gestartet. Wir schalten den Luftkompressor ein; er bläst das Harz durch ein Röhre, welches aus dem oberen Teil der Kammer durch die beiden inneren Paneele austritt. Dabei werden die Trichomköpfe von einem der Kaltplasmapaneele angezogen und überdecken seine gesamte Oberfläche. Das Harz zirkuliert weiter, bis das Paneel vollständig mit Trichomen überzogen ist. Jetzt stoppen wir den Luftkompressor, damit sich die obere Kammertür öffnen und das auf dem Paneel angesammelte Harz entnehmen lässt. Nach dem Einsammeln des Harzes mithilfe eines Pinsels kann die Maschine erneut gestartet werden, um noch das restliche Harz im Kreislauf zu filtern. Je nach Ausgangsmaterial ist es vielleicht
erforderlich, das Harz mehrmals zu bearbeiten, um ein qualitativ hochwertiges Produkt zu erhalten.
Die Maschine verbraucht wenig elektrische Energie und wird mit Einphasenstrom betrieben. Ein Vorteil des Tribostatischen Separators ist seine Fähigkeit, auch in feuchteren Umgebungen zu arbeiten, in denen die Erzeu-
gung elektrostatischer Ladung mit herkömmlichen Verfahren schwierig ist. Umgekehrt muss für die Herstellung von sehr reinem Static das Harz mehrfach bearbeitet werden, was die tägliche Produktion begrenzt. Die besten Extraktionen bleiben zweifellos die von Hand durchgeführten; Haschisch ist eine wahre Kunstprodukt, das sich nicht maschinell reproduzieren lässt.


Von Stoney Tark
Es gibt viele Methoden, Cannabis drinnen anzubauen. Ein fortgeschrittenes und einträgliches Verfahren ist SCROG (Screen of Green). Wer bereits mit der SOG-Methode (Sea of Green) vertraut ist, dem sei gesagt: SCROG ist die akkuratere Variante, bei welcher der Ertrag aus wenigen Pflanzen durch eine lange Vegetative Phase (Wuchsphase) und gezieltes Pflanzentraining maximiert wird.
Dieser Artikel befasst sich damit, wie SCROG funktioniert, welche Trainingstechniken angewendet werden, was die Vorteile und Herausforderungen
wird alles Gezweig unterhalb des Gitters beseitigt, um die Energie auf die oberen Colas zu konzentrieren.
Über den Pflanzen wird ein Gitter (Netz, Maschendraht, Bambusrahmen oder Spalier) angebracht
• Low Stress Training (LST) wird angewandt, um die Zweige während der Wuchsphase durch das Gitter zu führen
• Dieses Gitter hilft, das Licht gleichmäßig auf alle Blütenstände zu verteilen
• Alles unterhalb des Gitters wird

Erfahrung mit rabiaten Trainingstechniken. Auch mit indicadominanten Cannabispflanzen kann es gut funktionieren, es empfiehlt sich jedoch, Sorten mit einem größeren Internodalabstand zu verwenden.
Top-Tipp #1: Die richtige Gitterhöhe einrichten

Das Gitter 45 bis 60 cm über den Töpfen positionieren. In dieser Höhe lässt sich das Training am besten durchführen und es bestehen ideale Bedingungen für die Entwicklung des Blätterdachs - allerdings müssen wir stets die Höhe des Gitters abhängig vom Pflanzenwachstum anpassen, sie lässt sich bei Bedarf jederzeit korrigieren.
Top-Tipp #2: Lange Vegetative Phase
Die SCROG-Methode eignet sich gut für Grower, die nur wenige Pflanzen anbauen möchten, wobei sie 8 bis 10 Wochen lang in der Wuchsphase gehalten werden sollten. Während dieser Zeit wöchentlich Trainingsmethoden anwenden.
Top-Tipp #3: Die richtige Größe des Gitters
Ein Gitter mit einer Maschengröße von 7,5 cm2 verwenden (Hühnerdraht eignet sich gut). So können die Zweige ungehindert hindurchwachsen. Bei falscher Größe des Gitters können die Pflanzen beschädigt werden, wenn sie durch Maschen mit weniger als 7,5 cm2 gedrückt werden.
Top-Tipp #4: Erholungszeit zwischen dem
Den Pflanzen zwischen den Trainingseinheiten immer Zeit zur Erholung geben. Etwa 5 Tage sollten zwischen Stresstechniken wie Topping, Supercropping und LST liegen. Wir wollen schließlich, dass die Pflanzen mithilfe des Trainings durch das Gitter so robust, dick und stark wie
Top-Tipp #5: Geeignete Cannabissorte wählen Bei sativadominanten Hybriden bleiben, die von Natur aus hoch wachsen und sich gut verzweigen. Indicas können funktionieren, benötigen aber während der Blühphase mehr Betreuung. Meiner Erfahrung nach sind Hybride jedoch die beste
Top-Tipp #6: Viel Luftzirkulation Da viele dicke Colas durch das Gitter wachsen, sollten wir während der 12/12-Phase für ausrei-
Ich empfehle zwei Schwenkventilatorenn in verschiedener Höhe zu nutzen, um oben und unten


Von
Sorte: Candy Bubatz XL
Genetik: Bubble Gum x Critical Orange Punch
Topfgröße: 30 L
Pflanzmedium: Atami Buffered Coco, Atami Jane Co Light Mix und Atami Worm Delight
Dünger: VGN Grow (5-2-2), VGN Grow (2-44), VGN Cal Mag und ATAzyme
Ort: Outdoor-Anbau in Spanien
Vegetative Phase: 8 Wochen
Blühphase: 9 Wochen
Pflanzenhöhe: 172 cm
Candy Bubatz XL ist eine neue feminisierte und äußerst ertragreiche Sorte von Dutch Passion. Sie ist eine Kreuzung aus der klassischen Sorte Bubble Gum und Critical Orange Punch (wobei letztere aus Grandaddy Purple x Critical x Orange Bud hervorging). Diese Cannabissorte entwickelt sich hervorragend mit Low-Stress-Training (LST) und kann nach nur 9 Blühwochen enorme Erträge liefern. Ich zog sechs Candy Bubatz XL-Pflanzen aus feminisiertem Saatgut. Sie wurden in Papiertüchern zum Keimen gebracht, Anfang Juni
in 30-Liter-Stofftöpfe umgepflanzt und ins Freie gestellt. So verlief der Anbau von der Vegetativen Phase (Wuchsphase) bis zur Ernte.
VEGETATIVE PHASE - JUNI UND JULI
Nach der Sämlingspsphase vertrugen die Pflanzen die Sommersonne gut und entwickelten dicke, wachsartige Blätter. Ich düngte sie. Ende der dritten Woche hatten die Candy Bubatz XLs ihr viertes Internodium gebildet und die Spitzen der Hauptstängel wurden abgeschnitten (Topping). Jeden Tag, wenn sich die Töpfe trocken anfühlten, gab ich den Pflanzen 3 ml pro Liter VGN Grow-Dünger (5-2-2), VGN Grow-Dünger (2-4-4), VGN Cal Mag und 3 ml pro Liter ATAzyme.


Bei Gewächshaustemperaturen von 28 °C und hoher Luftfeuchtigkeit beschleunigte sich das Wachstum. Tag 28 begannen die Wurzeln am Boden der Töpfe herauszuwachsen. Die Pflanzen wurden erneut getoppt und heruntergebunden, d.h. LST angewandt. Woche 4 waren sie 56 cm hoch und 57 cm breit, hatten dicke Stängel. Die Düngung wurde wie bisher fortgesetzt. Außerdem beschnitt ich die Pflanzen, und zwar so, dass nur die obersten Nodien unversehrt blieben. Anfang Juli gediehen die Pflanzen prächtig und waren dank LST alle buschig, dunkelgrün und voller neuer Triebe. Sie hatten eine Höhe von 82 cm erreicht. Die Temperaturen überstiegen täglich 30 °C und die Luftfeuchtigkeit blieb hoch. Seitenzweige wurden erneut herabgebunden und unterer Wuchs entfernt, um die Luftzirkulation zu verbessern. Ich düngte weiterhin alle 24 Stunden und gab in die Töpfe 5 ml VGN Grow-Dünger (5-22), VGN Grow-Dünger (2-4-4), VGN Cal Mag und 3 ml ATAzyme pro Liter.
Ende Juli explodierte das Wachstum. Die Wurzeln hatten die Töpfe ausgefüllt. Es wurde wie bisher gedüngt, die Pflanzen waren nun 98,5 cm hoch, breit und sehr kompakt. Das Gewächshaus war voll belegt. Ende Woche 8 erschienen die ersten Griffel - die Blühphase hatte begonnen.
BLÜHPHASE: AUGUST BIS OKTOBER
Im August füllten die Pflanzen das Gewächshaus bis auf den letzten Zentimeter. Ich nahm sie heraus, um sie mit Bambusstäben abzustützen und mit Gartendraht festzubinden. Die Luftfeuchtigkeit blieb hoch, was die Arbeit im Gewächshaus erschwerte. Die Pflanzen hatten eine Höhe von
153 cm erreicht und an den Nodien erschienen Griffel. Die Candy Bubatz XLs wuchsen schnell und die Stängel von allen wurden dicker, ebenso die Seitenzweige. Ich düngte sie alle mit 5 ml pro Liter VGN Grow-Dünger (2-4-4), VGN Boost (1-4-4), VGN Cal Mag und 3 ml pro Liter ATAzyme. Ab Woche 4 bildeten sich schnell Blütendeckblätter, der Geruch war schon intensiv. Die Harzproduktion setzte früh ein und die Blütenstände verströmten ein kräftiges, erdiges, süßes Aroma. Die Temperaturen blieben über 35 °C und die Pflanzen entwickelten sich weiterhin ausgezeichnet. Sie erreichten eine Höhe von 165 cm. In Anbetracht der Hitze gediehen die Pflanzen im plastikumhüllten Gewächshaus prächtig, litten nicht unter der Hitze und Luftfeuchtigkeit.
Ab September hielt ich die Nährlösung weiterhin bei 5 ml pro Liter VGN Grow-Dünger, VGN Boost, VGN Cal Mag und 3 ml pro Liter ATAzyme. Die Blütenstände wurden massiv und schwer, verströmten einen gehaltreichen, komplexen Duft, den ich als fleischig, erdig, fruchtig mit einem Hauch von süßen Bonbons beschreiben würde. Die Harzdrüsen bedeckten Blätter und Blüten gleichermaßen.
In den letzten 14 Tagen hörte ich ganz auf zu düngen und begann, die Candy Bubbatz XL zu flushen, d.h. in diesem Falle das Substrat nur noch mit Cannazym durchzuspülen. Trotz der hohen Luftfeuchtigkeit und der nächtlichen Temperaturabfälle gab es keine Anzeichen von Schimmel oder Mehltau. In der ersten Oktoberwoche verströmte das Gewächshaus ein intensives Aroma, es duftete unglaublich gut. Die Griffel waren größtenteils braun und die Blütendeckblätter steinhart. Die letzten Enzymgaben wurden bis zum 7. Oktober fortgesetzt - da beschloss ich, die Candy Bubbatz-Pflanzen zu fällen. Sie wurden bei einer Höhe von 172 cm geerntet und für das Nasstrimmen benötigte ich drei Tage.
MEIN FAZIT ZU CANDY BUBATZ XL
Bei Candy Bubatz XL handelt es sich um eine kräftige, große und ertragreiche Sorte, die Grower mit massiven, harzigen Blütenständen und einem reichhaltigen, komplexen Terpenprofil belohnt.
Mit richtigem LST und ordentlicher Pflege liefert sie sowohl Qualität als auch Quantität. Candy Bubatz XL empfehle ich allen Fans klassischer fruchtiger Cannabissorten. Sie wächst riesigalso freut auch auf die großen Girls und das enorme Erntepotenzial.

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- Schut z vor Feuchtigkeit & Luft durch luftdichten
Schraubverschluss
kein Austrocknen der Kräuter
Für professionelle Cannabis-Grower zählt Licht zu den entscheidendsten Faktoren im Anbau. Ertrag, Pflanzenstruktur, Terpenentwicklung und gleichbleibende Qualität hängen davon ab, dass Licht Tag für Tag exakt so arbeitet, wie es vorgesehen ist.
Nur wenige Unternehmen verstehen diese Zusammenhänge so konsequent wie SANlight. Der österreichische Hersteller gilt als einer der führenden Anbieter leistungsstarker Beleuchtungslösungen für den Gartenbau. Getrieben von Ingenieursdenken, Effizienz und langfristiger Zuverlässigkeit.
In einem Markt voller montierter Systeme und kurzlebiger Trends verfolgt SANlight einen anderen Ansatz: Die gesamte Technologie wird intern entwickelt, getestet und produziert.
Diese Haltung endet nicht bei der Produktentwicklung. In seinem offiziell zugelassenen Forschungszentrum in Österreich führt SANlight kontrollierte Cannabis-Versuche durch, um zu untersuchen, wie Licht unter bewusst stabil gehaltenen Bedingungen performt.
Wenn Präzision sichtbar wird
Pflanzen kommunizieren kontinuierlich. Stimmen die Bedingungen, werden ihre Reaktionen klar erkennbar: kompakter Wuchs,

stabile Stängel und ein Blätterdach, das sich gleichmäßig entwickelt. Diese Klarheit basiert auf Stabilität. Werden EC-Wert und pH-Wert konstant gehalten, lässt sich der Einfluss der Beleuchtung isolieren und gezielt messen.
So wird sichtbar, wie Licht Wachstum und Entwicklung steuert. Die Nährstoffversorgung definiert das Wachstumspotenzial der Pflanze. Die Beleuchtung bestimmt, wie dieses Potenzial ausgeschöpft wird.

„Man kann die Leistung von Beleuchtung nicht auf einer sich verändernden Basis validieren.“
Wenn Ingenieurskunst auf Pflanzenwissenschaft trifft
SANlight versteht Beleuchtung als Ingenieursdisziplin. Jede Optik, jedes Spektrum und jede Komponente wird im eigenen Haus konzipiert, getestet und produziert.
In der Beleuchtungsbranche ist ein solcher Grad an vertikaler Kontrolle selten, für SANlight jedoch essenziell. Präzision hat nur dann einen Wert, wenn sie überprüfbar ist.
Dieser Anspruch prägt auch den Umgang mit Pflanzenernährung. Für die Versuche arbeitete SANlight mit CANNA zusammen. Deren Produkte sorgen für stabile und vorhersehbare Wachstumsbedingungen. CANNA verfolgt dieselbe Philosophie in der Pflanzenernährung. Während viele Anbieter auf externe Labore oder fragmentierte Lieferketten setzen, behält CANNA die Kontrolle über jeden Schritt: von der Auswahl der Rohstoffe über die Formulierung bis hin zu Abfüllung, regulatorischen Prozessen und internen Tests.
Die eigene Forschungsabteilung betreibt mikrobiologische, molekulare und chemische

Labore, in denen alle Produkte unter einem Dach entwickelt und validiert werden.
„Zuverlässige Inputs sind die Grundlage zuverlässiger Ergebnisse.“
Das Forschungszentrum von SANlight in Österreich bildet den praktischen Kern der Lichtentwicklung. Die Umgebung ist sauber, streng kontrolliert und darauf ausgelegt, Variabilität zu minimieren. Klima, Bewässerung, Luftführung und Beleuchtung sind so reguliert, dass selbst feine Pflanzenreaktionen präzise beobachtet werden können.
Unter diesen Bedingungen führt SANlight Versuche vom Samen bis zur Ernte mit verschiedenen Genetiken durch. Analysiert wird, wie sich Pflanzen unter hochintensiver Beleuchtung entwickeln.
Um über alle Versuche hinweg gleichbleibende Bedingungen sicherzustellen, werden die Tests mit CANNA Terra Professional Plus durchgeführt. Forschungseinrichtungen dieses Niveaus sind selten. Noch seltener sind Anlagen, die gezielt darauf ausgelegt sind, die
Leistung von Beleuchtung direkt sichtbar und vergleichbar zu machen.
„Stabile Bedingungen machen Pflanzenreaktionen zu messbaren Daten.“
Was Stabilität offenlegt
In einer Umgebung, in der Variablen nicht mehr konkurrieren, wird das Pflanzenverhalten zu einer verlässlichen Informationsquelle. Das Wachstum stabilisiert sich, die Struktur wird gleichmäßiger, und die Leistung spiegelt genetisches Potenzial wider statt ständige Umweltkorrekturen.
Unter diesen Bedingungen kann SANlight Beleuchtung nach objektiven Kriterien bewerten. Unterstützt durch eine Nährstoffversorgung, die während des gesamten Prozesses konstant bleibt.
Scan für das Video


Sortenportrait Barney’s Farm
Text & Fotos: Green Born Identity – G.B.I.
Mit Girl Scout Cookies (GSC) nahm das West Coast-Genetikwunder 2009 seinen Anfang. Diese aus OG Kush und Durban Poison entstandene, mittlerweile legendäre Sorte setzte seinerzeit neue Maßstäbe in Sachen süßem Flavour und flächendeckender Harzigkeit. Barney’s Farm hat erst vor Kurzem Girl Scout Cookies in Reinkultur in sein Sortiment aufgenommen, und selbstverständlich handelt es sich hierbei um hochwertige Originalgenetik. Die Barney’s-GSC kommt auf bis zu 28% THC - ein stolzer Wert, der ein mächtig starkes Wirkungserlebnis garantiert.
Sie ist eine Hybride mit 70%iger Indica-Dominanz, was sich auch in ihrer entspannungsbetonten, chilligen und den Geist verklärenden Wirkungsweise äußert. Die Blütezeit von GSC dauert 60-65 Tage, die Pflanzen werden indoors 100-120 cm hoch. Ihre hohe Ertragsleistung liegt im Bereich von 600 Gramm pro Quadratmeter, Grower konnten auch schon 700 Gramm mit ihr erzielen. All dies begeistert Hanffreunde auf der ganzen Welt, doch es ist das einzigartige GSC-Aroma, das sie ganz besonders in ihren Bann zieht. Der verführerische Blütengeruch hat eine Anmutung von süßem Gebäck, beim Geschmack können sich ausdifferenzierte Noten von Pfefferminzschokolade, Süßkirsche und Zitrone sowie eine leichte erdige Würze bemerkbar machen.
Wie immer bei Barney’s Farm: Perfektes vegetatives Wachstum
Die Messlatte lag aufgrund dieser Sortenbeschreibung und des Legendenstatus von GSC natürlich sehr steil, als The Doc diesen berühmten Strain kultivierte und zu diesem Zweck zwei feminisierte Samen aussäte, die in weniger als drei Tagen keimten. Die Laubblätter der wie von Barney’s Farm gewohnt sehr vital heranwachsenden GSC-Pflanzen waren schmalfingrig, sahen aus wie Sativa-Blätter, was The Doc angesichts der deutlichen genetischen Indica-Dominanz des Strains ziemlich überraschte.
Bei Einleitung der Blüte dreieinhalb Wochen nach erfolgter Keimung waren die beiden reich verzweigten buschigen Pflanzen bei Höhen von 31 und 36 cm angelangt. „Wie immer bei Barney’s Farm-Sorten haben die Pflanzen ein perfektes vegetatives Wachstum hingelegt“, attestierte The Doc seinen beiden GSCs.
Sensationelle Blüten mit einer weißen Harzpracht, wie im Nebel schockgefrostet
Als wenn sie es gar nicht abwarten konnten, begannen die beiden GSC-Pflanzen äußerst früh mit der Trichomproduktion – erst knapp vier Wochen Blüte waren ins Land gegangen,
und doch waren die jungen Blütencluster schon in einen zarten silbrigen Harzglanz getaucht: „Das ist rekordverdächtig früh und gibt allen Anlass zu hoffen, dass es hier wieder einmal zu einer Ultra-Blütenharzigkeit kommen wird“, frohlockte The Doc.
Wie sich bald zeigte, sollte seine Hoffnung nicht enttäuscht werden… Nach sieben Wochen Blüte waren die vielzähligen, dicht-festen großformatigen GSC-Buds mit einer sensationellen weißen Harzpracht überzogen, selbst größere aus den Blütenständen herausragende Laubblätter weit- oder ganzflächig mit Trichomteppichen besetzt – „als wenn die Blüten im Nebel schockgefrostet worden wären, so eisig weiß sehen sie aus!“, begeisterte sich The Doc. Der irrsinnig süße und cremig-weiche Duft, den sie verströmten, ließ The Doc an seine geliebten Butterplätzchen denken, die seine Oma früher immer für ihn gebacken hatte. Die beiden Pflanzen legten eine Punktlandung hin, was ihre Reifezeit betraf – nach exakt 65 Tagen präsentierten sie sich als vollreif, mit einer Unzahl von farbenprächtigen, orangen leuchtenden Narben. Sie wiesen eine perfekte Indoor-Gestalt auf, blieben bis zum Ende kompakt und stabil, bei handlichen Höhen von 80 und 85 cm.
Ein Inbegriff von Cannabis-Süße
Auch beim Ertrag trumpften die beiden GSCs groß auf, indem sie zusammen 212 Gramm trocken ablieferten – „typische Barney’s-Dreistelligkeit bei der Erntemenge“, stellte The Doc hochzufrieden fest und berichtete: „Süßer geht’s nimmer! Der Geruch des getrockneten Endprodukts ist ein Inbegriff von Cannabis-Süße. Dieser Strain wird der Bezeichnung „Cookies“ so was von gerecht.
Mittels Trocknung und Curing ist das Aroma nun deutlich vielschichtiger geworden - unter der süßen Haube lauern köstliche Aromen von Schokolade, Früchten und Nelken und sorgen für einen hochspannenden komplexen weihnachtsgebäckartigen Duft, der mir augenblicklich das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.“
Ein fantastisches Wellness-Erlebnis
So super-süß, wie sie rochen, schmeckten die GSC-Buds beim heiß ersehnten ersten Konsumtest dann auch, The Doc machte nach dem Einatmen des Vaporizer-Dampfes unweigerlich genießerische Schmatzgeräusche, ganz so wie früher, als er Omas Butterplätzchen genoss. Der herrliche GSC-Flavour hatte auch etwas leicht Schokoladenartiges und Würziges an sich und bewirkte bei The Doc eine Assoziation von Chocolate Chips Cookies in einer würzigen Weihnachtsversion. Nach drei Zügen spülte eine Woge sanfter Euphorie über ihn hinweg

und erzeugte ein Gefühl anschwellender Glückseligkeit, nach dem vierten Zug vermeldete jede einzelne seiner Körperzellen ein Gefühl tiefer Gelassenheit und wohliger Entspannung, sowohl physisch als auch psychisch – „ein fantastisches, weit über zwei Stunden anhaltendes, sehr intensives Wellness-Erlebnis“, berichtete The Doc total happy.
Das Fazit: Girl Scout Cookies in absoluter Bestform
Barney’s Farm konnte wieder einmal mühelos die hohen Erwartungen des Grow-Altmeisters
erfüllen: „Aus den beiden angebauten Samen sind zwei traumhafte GSC-Pflanzen entstanden, die über all die genialen Eigenschaften verfügten, die diesem Strain zugeschrieben werden.
Die GSC-Version von Barney’s Farm hat sich als Girl Scout Cookies in absoluter Bestform erwiesen. Das war eine einzige genetische Machtdemonstration!“
Green Born Identity – G.B.I.


Genetik Girl Scout Cookies (OG Kush x Durban Poison)
Wachstumsphase 24 Tage (nach Keimung)
Blütephase 65 Tage / allgemein 60-65 Tage
Medium Compo Grow Organic Light-Mix Erde, 11 Liter-Topf
pH 6,4-6,7
EC 1,2–1,6 mS
Licht
Wachstum: 2 x SANlight EVO
gedimmt,
gedimmt
Temperatur 19-27°C
Luftfeuchtigkeit 40-60%
Bewässerung manuell
Düngung Compo Grow Wachstum Dünger, Compo Grow Blüte Dünger
Eingesetzte Geräte CleanLight Pro zur Schimmelprävention
Höhe 80 + 85 cm
Ertrag zusammen 212 g






sudestfam@protonmail.com
Es war im Januar 2015 in einer kleinen Stadt in Kalifornien, als ein Ortsansässiger versehentlich einen Cannabisextrakt herstellte, der später als Rosin bekannt werden und das Spiel für immer verändern sollte. Phil Soilgrown Salazar wusste sofort, dass seine Entdeckung von revolutionärer Bedeutung ist, aber sehen wir, wie alles begann. Phil war ein Marihuana-Grower, der nach einer Amsterdam-Reise im Jahr 2009 von der Haschischkultur völlig eingenommen war.
Zurück in der Heimat begann er, eigene Extrakte herzustellen, hauptsächlich Wasserhasch, das er regelmäßig mit einer speziellen Wasserpfeife für Full Melt-Extrakte, einem sogenannten Dab Rig, konsumierte. Phil dabbte zumeist nur 6-Sterne-Haschisch, das vollständig geschmolzen war. Wenn sein Vorrat zur Neige ging und er nur noch Haschisch minderer Qualität hatte, drückte er es leicht mit einem Glätteisen zusammen, um das Harz zu verdünnen und das Schmelzen im Dabbing-Banger zu erleichtern.
Manchmal presste Phil das Haschisch mit dem Glätteisen zu stark und bemerkte, wie sich Öl vom Pflanzenmaterial trennte, welches dadurch trockener wurde. Ohne dem viel Beachtung zu schenken, rührte er sein Haschisch und rauchte es weiter wie immer, bis ihm eines Tages die geniale Idee kam, das beim Pressen seines Wasserhaschs gewonnene Öl zu dabben. Man kann sich Phils Gesicht vorstellen, als er sah, wie das Öl im Banger vollständig verschwand und nur ein kleiner Rückstand am Boden zurückblieb. Wenige Monate später begann Phil, seine Entdeckung in verschiedenen Fachforen zu teilen, und sie wurde schnell ein Riesenerfolg.
ROSIN TECH
Rosin ist ein 100%ig lösungsmittelfreier Cannabisextrakt, reich an Cannabinoiden und Terpenen, welcher durch Anwendung von Druck und Hitze auf Cannabisblüten oder -harz gewonnen wird.
Diese einfache mechanische Trennung ergibt ein zähflüssiges glänzendes Ölharz, dessen Farbe von fast transparentem Weiß bis Goldgelb reicht. Es ist eine einfache und sichere Extraktionsmethode, selbst für Anfänger in der Haschischherstellung. Rosin kann aus Marihuanablüten oder aus Harz gewonnen werden, das durch andere Extraktionsverfahren wie Trockensieben und Wasserhaschisch hergestellt worden ist. Für die Produktion von Rosin höchster Qualität wird in der Regel frisch gefrorenes Wasserhaschisch als Ausgangsmaterial verwendet; das sich ergebende Konzentrat wird als Live Rosin bezeichnet. Werfen wir einen Blick auf die benötigten Werkzeuge, die Methode, und lasst uns sehen, was hinter den Geheimnissen der besten Haschproduzenten steckt.

6-Sterne-Wasserhasch, mit einem Löffel gefüllter Rosinbeutel, Vakuumbeutel-Methode, abgeleitetes Rosin.
Vom Glätteisen ausgehend entwickelte sich das Verfahren schnell hin zum Einsatz spezieller hydraulischer Pressen mit zwei Heizplatten, die mehrere Tonnen Druck erzeugen können. Bei Rosinpressen ist es möglich, die Temperatur beider Platten separat einzustellen und weiterere Parameter, z.B. die Presszeit, zu kontrollieren. Die besten Pressen sind mit mehreren Heizsonden ausgestattet, welche eine gleichmäßige Hitzeverteilung über die gesamten Plattenoberflächen gewährleisten. Um eine absolut saubere und rückstandsfreie Extraktion zu gewährleisten, werden Nylonfilterbeutel eingesetzt, die nur reines
Harz durchlassen. Die gängigsten Rosinbeutel haben eine Maschenbreite von 25 Mikron. Pergamentpapier (Backpapier) gehört zu den unverzichtbaren Materialien; seine Aufgabe: das extrahierte Rosin auffangen und „kanalisieren“. Außerdem ist es notwendig, die Auffangschalen zu schützen und sauber zu halten. Silikonbeschichtetes Pergamentpapier eignet sich am besten für diesen Vorgang; es ist nicht nur antihaftbeschichtet, sondern auch hitze- und druckresistenter. Ein weiteres unverzichtbares Werkzeug ist ein spezielles Einmachglas - ein Glasbehälter mit zweiteiligem Deckel und Silikonring für optimale Abdichtung. Um das extrahierte
Rosin zusammenzuschaben, wird ein Dabber aus Stahl benötigt. Ein Laserthermometer kann hilfreich sein, soll der gesamte Prozess überwacht werden. Um das Risiko einer Kontamination des Extrakts zu minimieren, ist zum Schutz der Hände das Tragen von Nitrilhandschuhen erforderlich. Schließlich - Für die Herstellung von hochwertigem Rosin ist es unbedingt notwendig, das Ausgangsmaterial - ob Marihuana oder Haschisch - sorgfältig auszuwählen. Hochwertige Extrakte werden aus 6-Sterne-Frisch Gefrorenem Wasserhaschisch hergestellt. Wichtig ist, dass das Material noch als Pulver vorliegt und mit einem Gefrier- oder Lufttrockner getrocknet worden ist.
VERFAHREN
Hier die Schritte zur Herstellung von Rosin aus hochwertigem Frisch Gefrorenem Wasserhaschisch:
- Das Harz durch ein Sieb passieren
- Den Rosinbeutel mit dem Harz füllen
- Den Beutel verschließen, indem die nahtlose Seite zur entgegen gesetzten Seite gefaltet wird
- Ein Stück Pergamentpapier von ca. 20 x 20 cm zurechtschneiden
- Dieses Stück Papier in der Mitte falten und den Rosinbeutel mitten hineinlegen
- Die beiden kürzeren Seiten des Papiers bis zum Rand des Beutels hochfalten
- Ein in der Mitte gefaltetes Stück Pergamentpapier zwischen die beiden Platten legen
- Das Papier sollte die Platten bedecken und einige Zentimeter aus der unteren Platte hinausragen
- Die Rosinpresse starten und die gewünschte Temperatur einstellen
- Den Beutel zentral zwischen die Platten legen
- Das Vorheizen beginnen, indem die Platten ohne Druck geschlossen werden
- Mit der Hydraulikpumpe sanften Druck ausüben
- Das Rosin beginnt aus den Platten zu fließen
- Den Druck erhöhen, sobald der Fluss nachlässt
- Am Ende der Extraktion das Ablaufventil öffnen, um die Platten zu öffnen
- Den Beutel zwischen den beiden Platten herausnehmen
- Das auf dem Pergamentpapier abgesetzte Harz einsammeln
– Den Extrakt im Einmachglas aufbewahren
Das Harz durch ein Sieb gehen lassen ist notwendig, um eine gleichmäßige Konsistenz zu erzielen.
Der Beutel sollte nur bis zur Hälfte gefüllt werden, um genug Platz für das Harz zu lassen und das Risiko des Überlaufens zu minimieren. Zum Füllen der Beutel mit dem Harzpulver können wir einen kleinen Stahltrichter oder Löffel verwenden. Das Pergamentpapier, in dem sich der Beutel befindet, sollte man entsprechend der bevorzugten Methode falten; in den folgenden Abschnitten werden einige der gängigsten erläutert.
DOPPELBEUTEL
Der Gebrauch mehrerer Filterbeutel bietet zahlreiche Vorteile. Vor allem wird das Risiko deutlich verringert, dass gepresstes Material unkontrolliert ausläuft. Gleichzeitig dienen sie als zusätzliche Filter, wodurch die Extraktion noch sauberer wird. Die zur Verwendung vorgesehen

Detailansicht des Rosinflusses, Erntephase mit dem Dabber, frisch geernteter Rosinballen, bereit zur Lagerung.
Beutel können die gleiche oder unterschiedliche Maschengrößen (in Mikron) aufweisen. In letzterem Fall sollte das Harzpulver in den Beutel mit der geringeren Maschenbreite, also dem feineren Sieb, platziert werden. Wenn wir beispielsweise zwei Beutel verwenden, einen mit 25 Mikron und den anderen mit 37 Mikron, geben wir das Rohmaterial in den 25-Mikron-Beutel. Und bei Doppelfilterbeuteln empfiehlt es sich, diese so zu positionieren, dass sich der Rand des einen Beutels nicht mit dem des anderen überlappt.
Manche Haschischhersteller nutzen bis zu drei Beutel, um die Filtration des extrahierten Rosins zu optimieren.
VAKUUMBEUTEL-VERFAHREN
Die Vakuumbeutel-Methode beseitigt Lufteinschlüsse im Beutel und wirkt gleichzeitig als Vorpressung. Sie wird angewandt, um klare, d.h. sauberere und transparentere Produkte zu erhalten. Vorpressen verdichtet das Harz einheitlich und erleichtert die gleichmäßige Druckausübung der Platten. Außerdem wird das
Risiko verringert, dass ein Beutel reißt. Wir machen die harzgefüllten Beutel mit den gefalteten Seiten so zurecht, dass sie verschlossen bleiben, und legen sie in den Vakuumbeutel. Damit die Beutel nicht ankleben, werden sie in Pergamentpapier eingewickelt. Den gefüllten Vakuumbeutel absolut dicht verschließen und vor der weiteren Verarbeitung 1 bis 12 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Danach werden die Rosinbeutel dem Vakuumbeutel entnommen und für die Extraktion vorbereitet.
GELENKTER FLUSS
Für das Pergamentpapier und das Packen des Beutels wird eine spezielle Falttechnik angewandt. Dadurch wird der Fluss des Rosins schneller und vollständig aus der Rosinpresse gelenkt. Diese Methode ermöglicht eine höhere Ausbeute und bessere Qualität. Zuerst ein Stück Pergamentpapier von etwa 20 x 30 cm zuschneiden und es in der Mitte falten, sodass die beiden kürzeren Ränder aufeinanderliegen. Den Rosinbeutel mitten in das Papier legen, knapp
einen Zentimeter von der Faltungkante entfernt. Die kürzeren Seiten des Papiers wiederholt falten - so lange, bis sie an der Innenseite des Beutels haften. Dadurch wird das Harz zum einzigen vorhandenen Auslass geleitet. Den Papierbeutel mit der Öffnung nach außen und einem mindestens drei Zentimeter überstehenden Rand auf die untere Platte legen.
DIREKT IN DAS GLAS
Mithilfe einer speziellen Biegetechnik, die den Fluss in die gewünschte Richtung leitet, lässt sich das Rosin direkt in ein Glasgefäß befördern. So wird die Zeit, in der es Luft ausgesetzt ist, verkürzt, das Terpenprofil bleibt erhalten und das Kontaminationsrisiko durch unsachgemäße Handhabung wird reduziert. Für dieses Verfahren ist es notwendig, größere Mengen Harz zu pressen.
TEMPERATUR, DRUCK UND ZEIT
Die ideale Temperatur für die Rosin-Extraktion variiert je nach Ausgangsmaterial. Beim Pressen von hochwertigem Harz, wie z. B. 6-Sterne-Frisch Gefrorenem Wasserhasch, liegt der ideale Bereich zwischen 70 und 80 °C, während für Material von geringerer Qualität höhere Temperaturen erforderlich sind. Die Temperatur variiert auch je nach gewünschter Art des Extrakts und seiner Beschaffenheit. Der für Rosin-Extraktion benötigte Druck ist minimal und liegt zwischen 300 psi (pounds per square inch) zu Beginn und maximal 800 psi in der finalen Extraktionsphase. Extrem hoher Druck ist nicht erforderlich, um das Harz vom Pflanzenmaterial zu trennen.
VORHEIZEN
Die Vorheizphase ist entscheidend, um eine maximale Ausbeute zu erzielen und kein Risiko einzugehen, dass die Beutel reißen. In dieser Phase wird das Harz im Beutel bei leicht geschlossenen Platten etwa eine Minute lang erhitzt, ohne Druck auszuüben. Sobald zu sehen ist, wie das Harz durch den Spalt zwischen den Platten schmilzt, kann leichter Druck (ca. 300 psi) ausgeübt werden, um das Rosin vollständig zu extrahieren. Der Extraktionsprozess dauert insgesamt etwa 3 Minuten.
AUFBEWAHRUNG
Frisch extrahiertes Rosin wird in einem Einmachglas gesammelt und aufbewahrt. Um seine Eigenschaften länger zu erhalten, sollten wir es in einem frostfreien Kühlschrank lagern. Informationen zur Rosin-Fermentierung findet ihr im Artikel „Cold Cure Tech“ in Soft Secrets International Nr. 3/2025 - oder haltet euch auf dem Laufenden mit zukünftigen Ausgaben.


Die vegetative Vermehrung ermöglicht es, über Jahre hinweg genetisch stabile Pflanzen zu erhalten und besonders wertvolle Eigenschaften gezielt zu konservieren. Während die Vermehrung durch Saatgut oft zu variablen Phänotypen führt, sorgt die Klontechnik bzw. Stecklingsvermehrung dafür, dass die herausragenden Merkmale einer Pflanze unverändert weitergegeben werden.
Die Mutterpflanze
Die Mutterpflanze bildet das Fundament jeder klonbasierten Anbaupraxis, da sie kontinuierlich genetisch identisches Pflanzenmaterial liefert. Die Wahl einer geeigneten Mutterpflanze ist daher entscheidend, um langfristig gesunde und hochwertige Stecklinge zu erhalten. Eine optimale Mutterpflanze zeichnet sich durch Stabilität, Widerstandsfähigkeit gegenüber Umweltstress und Krankheiten sowie eine kräftige und vitale Wuchsform aus, die viele junge Triebe für die Klonproduktion bereitstellt. Aber natürlich sind auch noch andere Eigenschaften von Bedeutung, weshalb auch die individuellen Terpenprofile, Cannabinoidgehalte, Harzproduktion sowie charakteristische Aromen und Geschmacksnoten bei der Auswahl der Mutterpflanze berücksichtigt werden. Die Selektion eines als „Mutti“ geeigneten Phänotyps erfolgt über Wochen oder Monate, da sich viele Eigenschaften erst im Laufe des Wachstums vollständig zeigen.
Was die Pflege der Mutterpflanze betrifft, gilt es folgendes zu beachten: Regelmäßiges Beschneiden fördert vitales Wachstum, während eine ausgewogene Versorgung mit Nährstoffen und Licht die Gesundheit der Pflanze unterstützt. Gesunde Mutterpflanzen produzieren über längere Zeit hochwertige vegetative Triebe, und regelmäßige Kontrollen auf Schädlinge oder Krankheiten verhindern, dass Probleme auf die Ableger übertragen werden. Mutterpflanzen müssen auf unbestimmte Zeit in der vegetativen Wachstumsphase gehalten werden, was bedeutet, dass die Düngung

Durchwurzeltes Substrat am Steckling.
entsprechend auf Vegetation ausgerichtet wird und dass die Pflanze in 24 Stunden mehr als 12 Stunden Licht erhält. Wenn sie sich in einer Wachstumskammer befindet, erhält sie den Standard-Vegetationszyklus von 18/6 (Tag/Nacht). Steht sie in einem eigenen Raum und die Wachstumsraten sollen verlangsamt werden, hält ein 14/10-Modus sie ebenfalls in
abgeschnitten werden. Sobald sie Wurzeln bilden, entwickeln sie sich zu eigenständigen Pflanzen mit exakt derselben genetischen Ausstattung wie die ursprüngliche Pflanze.
Auf diese Weise lassen sich gewünschte Eigenschaften zuverlässig bewahren und reproduzieren. Die Verwendung von Stecklingen hat

der vegetativen Phase und das Wachstum der Mutterpflanze verlangsamt sich erfahrungsgemäß etwas.
Stecklinge (Klone) schneiden
Stecklinge sind junge Triebe, die von einer Mutterpflanze während der Wachstumsphase
den Vorteil, dass die Keimung übersprungen wird und die Pflanze schneller in die Vegetationsphase starten kann, die Genetik ist garantiert weiblich, was planbare Ergebnisse ermöglicht, und die Pflanzen wachsen einheitlich, sodass gleichmäßige Erträge entstehen. Um einen Steckling zu ziehen, wird zunächst
mit einem scharfen und desinfizierten Skalpell ein Trieb von der Mutterpflanze schräg abgeschnitten. Die Schnittfläche kann anschließend kurz in ein Bewurzelungspräparat (Gel oder Pulver) getaucht werden, bevor der Steckling in einen feuchten Anzuchtwürfel gesteckt wird. Anschließend werden die unteren Blätter entfernt und die oberen Blätter des Stecklings mit einer Schere zur Hälfte eingekürzt, wodurch die Verdunstung reduziert wird und der Steckling überdies mehr Kraft zur Ausbildung der Wurzeln hat.
Nun wird der Steckling sinnvollerweise in einem kleinen Zimmergewächshaus platziert, wo er unter schwachem Licht, bei Temperaturen zwischen 22 und 25 °C sowie einer Luftfeuchtigkeit von 70 bis 80 % so lange verbleibt, bis er Wurzeln ausgebildet hat. Unter den beschriebenen Bedingungen dauert das üblicherweise bis zu 2 Wochen; danach kann er vorsichtig eingepflanzt werden. Hinweis: Das Schneiden von Stecklingen funktioniert am besten von einer Mutterpflanze, die aus einem regulären Samen hervorgegangen ist. In diesem Fall lassen sich meiner Erfahrung nach, wenn es den Pflanzen gut geht, problemlos 10 neue Stecklingsgenerationen gewinnen bis schließlich ein Vitalitäts- und Qualitätsverlust eintritt. Persönlich handhabe ich es so, dass ich alle 6 bis 12 Monate aus einem jungen, vitalen Steckling eine neue Mutterpflanze ziehe. Von einer Mutterpflanze, die aus einem feminisierten Samen hervorging, lassen sich hingegen nur 2 Generationen effektiv nutzen bis die Pflanzen sichtbar an Vitalität verlieren. Was eine Stecklingsver-

Dieser Steckling ist bereit fürs Einpflanzen.

mehrung aus selbstblühenden Automatic-Strains betrifft, gilt folgendes: Praktisch ist es zwar möglich, sinnvoll ist es aber nicht. Dies aus dem einfachen Grund, weil bei einer selbstblühenden Pflanze automatisch nach wenigen Wochen die Blütephase beginnt.
Oberste Priorität: Sterilität und Hygiene
Sauberkeit spielt beim Schneiden und Aufziehen der Stecklinge eine zentrale Rolle.
Hände, Werkzeuge und Arbeitsflächen sollten gründlich gereinigt und desinfiziert werden, da sowohl Mutterpflanze als auch Steckling anfällig für Infektionen durch Bakterien oder Pilze sind. Ein sorgfältiger Umgang ist die beste Prävention und schützt die Pflanzen effektiv vor unerwünschten Kontaminationen.
Air Layering: Eine alternative Methode der vegetativen Vermehrung

Neben dem klassischen Klonen gibt es die Methode des Air Layering, auch „Luftableger“ oder „Abmoosen“ genannt. Hierbei wird ein ganzer Ast einer Pflanze zur Wurzelbildung angeregt, während er noch mit der Mutterpflanze verbunden bleibt. Diese Technik kann auch in der Kultur von Hanfpflanzen genutzt werden, um besonders große oder ältere Pflanzenteile zu vermehren, die für klassische Stecklinge weniger geeignet wären. Air Layering bietet den großen Vorteil, dass der Steckling während der Wurzelbildung weiterhin von der Pflanze versorgt wird, wodurch seine Überlebenschancen erhöht werden. Des Weiteren ist der Steckling von Anfang an deutlich größer.
Bevor ein Pflanzentrieb für die vegetative Vermehrung vorbereitet wird, sollte das verwendete Substrat, etwa ein Anzuchtwürfel, gründlich angefeuchtet und leicht ausgedrückt werden, sodass es gut feucht, jedoch nicht durchnässt ist. Anschließend wird ein vitaler, kräftiger Trieb ausgewählt, von dem gegebenenfalls einige Blätter entfernt werden, um ausreichend Platz für das Substrat zu schaffen. Um den Bereich, an dem später Wurzeln entstehen sollen, zur Wurzelbildung anzure-
gen, kann die äußere Schicht des Triebs leicht abgeschabt und mit einem Bewurzelungspräparat benetzt werden. Der vorbereitete Abschnitt wird anschließend vollständig vom feuchten Substrat umschlossen, das gegebenenfalls mit Bändern oder Kabelbindern fixiert werden muss. Eine anschließende Umhüllung mit einer Folie hilft dabei, die Feuchtigkeit zu bewahren und ein kleines, stabiles Mikroklima zu schaffen. Regelmäßige Kontrollen zeigen, wann sich neue, kräftige Wurzeln gebildet haben. Erst dann wird der bewurzelte Trieb von der Mutterpflanze getrennt und wie eine normale Jungpflanze weiterkultiviert.
Fazit
Die vegetative Vermehrung über Stecklinge ist ein essenzielles Werkzeug in der Cannabiszüchtung. Sie ermöglicht die Erhaltung stabiler, genetisch identischer Pflanzenlinien und bildet die Grundlage für hochwertige, konsistente Ergebnisse. Die sorgfältige Auswahl und Pflege der Mutterpflanze sowie die konsequente Einhaltung von Hygienestandards bilden dabei die grundlegende Basis, die es unbedingt zu berücksichtigen gilt. Nur so kann die langfristige Qualität des Pflanzenmaterials gesichert werden.


Von Mr. José info@mrjose.eu
Wie weit sollte die Growlampe von den Pflanzen entfernt sein? Wenn auch ständig darüber gesprochen wird - ist der Abstand wirklich so wichtig? Und warum ist die Lampe-Pflanzen-Distanz in Anbauräumen von Homegrowern oft kürzer als in kommerziellen Betriebsanlagen? Dieses Thema ist ein Dauerbrenner unter Growern. Im vorliegenden Artikel findet ihr alle Antworten zum richtigen Lampenabstand - also unbedingt bis zum Ende durchlesen.
Wie hoch über den Pflanzen sollte die Lampe hängen, um optimales Wachstum zu bewirken? Leider lässt sich diese Frage nicht allgemeingültig in einem Satz beantworten. Die richtige Distanz hängt von verschiedenen Faktoren ab: Leistung und Form des Leuchtkörpers, Größe des Anbauraums, Reflexivität der Wände (wie gut die Wände das Licht in den Raum zurückwerfen) und nicht zuletzt von dem selbst gesetzten Ziel. Streben wir maximale Lichtintensität an oder maximale Homogenität (gleichmäßige Lichtverteilung über das gesamte Blätterdach) an?
PHOTOSYNTHETISCH AKTIVE PHOTONEN
Bei jeder Diskussion über Pflanzenbeleuchtung muss man unbedingt wissen, was photosynthetisch aktive Photonen sind. Dabei handelt es sich um Teilchen, die Energie transportieren, welche Pflanzen im Verlauf der Photosynthese nutzen können, um Energie für Wachstum und Blüte zu gewinnen. Diese Photonen werden hauptsächlich von der Sonne oder von Growlampen emittiert, die speziell für den Anbau von Pflanzen in geschlossenen Räumen entwickelt wurdengenau die Art von Beleuchtung, über die wir hier sprechen.
Je mehr photosynthetisch aktive Photonen eine Pflanze erreichen, desto mehr kann sie möglicherweise nutzen und umso mehr Energie kann sie zugewinnen. Einfach gesagt: Je mehr photosynthetisch aktive Photonen eine Pflanze empfängt, desto höher kann der Ertrag ausfallen. Ganz so einfach ist es jedoch nicht, weil die Photosynthese neben Licht von zahlreichen weiteren Faktoren (Temperatur, Nährstoffe, Kohlendioxid und mehr) abhängt. Befinden sich diese nicht im rechten Gleichgewicht, gibt es eben keine höheren Erträge.
MEHR LICHT BEDEUTET NICHT AUTOMATISCH BESSERE ERGEBNISSE Viele Grower glauben, je mehr Licht sie ihren Pflanzen geben, umso größer wird die Ernte.

In mehrstufigen Anbausystemen werden die Lampen üblicherweise nicht bewegt. Der optimale Abstand wird durch Anpassung der Lichtleistung und Nutzung geeigneter Anbaumethoden erreicht.
Doch wenn jemand höhere Erträge erzielen möchte und dafür nur mehr Licht einsetzt, gleicht es dem Versuch, ein größeres Brot zu backen, indem man mehr Hefe als nach dem Rezept dazugibt, ohne die Menge an Mehl, Wasser und den anderen Zutaten zu erhöhen. Nur ein Element der Photosynthese zu stärken führt in der Regel nicht zu höheren Erträgen.
Die Anzahl der photosynthetisch aktiven Photonen, welche von Pflanzenlampen emittiert werden, steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Leistung des Leuchtkörpers. In einfachen Worten: Umso leistungsstärker die Lampe, desto mehr Photonen erzeugt sie. Allerdings hängt es auch von der Wellenlänge dieser Photonen ab. Um Photonen im roten Spektralbereich zu erzeugen, wird beispielsweise weniger Energie benötigt als für Photonen im blauen Bereich. Wollte man also theoretisch eine Lampe mit sehr hoher Effizienz entwickeln, ginge dies einfach mit mehr roten LEDs. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die Pflanzen darunter besser wachsen würden. Eine wichtige Rolle spielt die photosynthetische Photonenflussdichte (PPFD), welche die tatsächliche Lichtintensität auf Höhe des Blätterdachs angibt. Die Bewegung der Photonen im Growraum lässt sich mit einer Dusche vergleichen. Sie gibt eine bestimmte Menge Wasser ab, genau wie eine Growlampe eine bestimmte Anzahl von Photonen (PPF) emittiert. Nahe dem Duschkopf ist die Dichte der Wassertropfen am höchsten - und
genauso ist die PPFD in der Nähe der Lichtquelle maximal, was bedeutet, dass dort die höchste Dichte an photosynthetisch aktiven Photonen herrscht.
Eine Lichtquelle emittiert unabhängig von der Distanz zwischen Lampe und Pflanzen stets die gleiche Gesamtzahl an Photonen. Warum spielt der Abstand denn überhaupt eine Rolle, wenn das Licht nirgendwohin entweichen kann und alle
Photonen im Growraum bleiben? Bei ordentlich reflektierenden Wänden und einem gut mit Pflanzen gefüllten Growraum werden alle Photonen schließlich auf den Pflanzen landen, und ein Unterschied von nur wenigen Zentimetern Distanz sollte eigentlich keine Rolle spielen. Oder etwa doch?
HOMOGENITÄT DER LICHTINTENSITÄT UND DES LICHTSPEKTRUMS
Betrachten wir große kommerzielle Cannabisplantagen, scheint der Abstand zwischen Lampen und Pflanzen keine Rolle zu spielen. Die Leuchtkörper hängen oft ungewöhnlich hoch über dem Blätterdach. Wann immer der Abstand gemessen wird, erhält man eine höhere PPFD bei geringerer Distanz zur Lampe als bei größerer. Die Physik ist unerbittlich - eine höhere PPFD bedeutet mehr Energie für die Pflanzen.
Photonen können von den Wänden reflektiert werden und zu den Pflanzen zurückgelangen, doch ein Teil ihrer (oder sogar ihre gesamte) Energie wird in Wärme umgewandelt, wenn sie auf andere Objekte als Blätter treffen. Und je weiter die Lampe von den Pflanzen entfernt ist, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Photonen woanders landen, ohne jemals die Blätter zu erreichen. Beim kommerziellen Cannabisanbau ist die Lichtintensität wichtig, sie muss aber mit einer gleichmäßigen Lichtverteilung einhergehen. Ziel kommerzieller Grower ist es, eine möglichst einheitliche Blütenqualität

Beim Eigenanbau kann ein optimaler Abstand von 30 bis 50 cm realisiert werden, wenn Leistung und Form der Lampe richtig gewählt sind.

VIELE LEUTE GLAUBEN: JE MEHR
LICHT SIE IHREN PFLANZEN GEBEN, DESTO GRÖSSER WIRD DIE ERNTE
zu erreichen. Durch Vergrößerung des Abstands zwischen Lampen und Pflanzen wird zwar die Lichtintensität geschwächt, gleichzeitig wird aber eine deutlich gleichmäßigere Lichtverteilung über den gesamten Cannabisanbau erzielt. Dies macht eine homogene Ernte wahrscheinlicher, vereinfacht die Verarbeitung danach und ermöglicht es den kommerziellen Anbauern, ihren Kunden gleichbleibende Qualität zu bieten. Der Lampenabstand kann auch die Pflanzenmorphologie beeinflussen, ein ähnlicher Effekt lässt sich jedoch durch Dimmen der Lampen erzielen - was den zusätzlichen Nutzen hat, Energie zu sparen. Ein häufig genannter Vorteil von LED-Growlampen: Sie können sehr nah an die Pflanzen herangebracht werden, ohne zu riskieren, dass die Triebspitzen verbrennen. Dennoch sollte der Abstand nicht weniger als ca. 20 Zentimeter betragen. Als optimal gelten mindestens ca. 30 Zentimeter. Für Pflanzenlampen werden normalerweise LEDs unterschiedlicher Farben verwendet, die nicht immer gleichmäßig über das Panel verteilt sind - dies betrifft zumeist LEDs mit rotem Lichtspektrum. Wird die Lampe zu nah an den Pflanzen positioniert, hat das Lichtspektrum der verschiedenen Dioden nicht genügend Raum, sich richtig zu vermischen. Als nicht erwünschte Folge könnten verschiedene Anzeichen für ein unausgewogenes Lichtspektrum im Blätterdach zu sehen
Eine einfachere Option besteht darin, eine der verfügbaren mobilen Apps zu nutzen, wie beispielsweise Photone oder ein ähnliches Tool. Für die Verwendung mit Pflanzenlampen fällt eine Gebühr von knapp 10 € an, was sehr kostengünstig ist - und wir bekommen ein ziemlich genaues Ergebnis. Verglichen damit kostet ein zuverlässiges Spektrometer normalerweise mindestens 400 € - meistens zahlt man sogar etwa das Doppelte.
PRAKTISCHE TIPPS
Hier einige praktische Tipps speziell für Eigenanbauer. Werden diese befolgt, kann eigentlich nichts schiefgehen. Ich beginne mit einer kleinen Anbaufläche von 60 × 60 cm. Für diese Größe empfehle ich eine LED-Pflanzenlampe mit einer Mindestleistung von 100 Watt, idealerweise 130 bis 150 Watt, und mit der Option zu dimmen. Der ideale Abstand zu den Pflanzen beträgt in diesem Fall 30 bis 40 cm. Diese Anordnung sorgt für eine gleichmäßige Lichtverteilung und die benötigte Lichtintensität. Bei voller Leistung liegt die PPFD gewöhnlich irgendwo zwischen 600 und 1000 μmol/m²/s, was sowohl für photoperiodische als auch für Autoflowering-Cannabissorten ausreichend ist.
Für einen 80 × 80 cm großen Growbereich würde ich eine LED-Lampe mit 150 bis 250 Watt und Dimmfunktion wählen. Auch hier werden optimale Werte in der Regel bei einem Abstand von 30 bis 40 cm erreicht. Bei dieser Größe des Grows spielt auch die Form des Leuchtkörpers eine Rolle. Idealerweise sollte die Lampe der
Form der Anbaufläche angepasst sein oder aus mindestens zwei Modulen bestehen, die, korrekt aufgehängt, den Raum gleichmäßig ausleuchten. Bei nur einer einzigen kleineren Lampe in der Mitte des Growzeltes nimmt die Lichtintensität oft zu den Rändern hin ab. Die schlecht beleuchteten Pflanzenteile produzieren dann Blütenstände minderer Qualität, während die Mitte der Anbaus möglicherweise zu viel Licht erhält - mehr, als die Pflanzen tatsächlich benötigen. Für eine 100 × 100 cm große Anbaufläche empfehle ich eine Lampe mit einer Leistung von 200 bis 400 Watt und einen Aufhängeabstand von 30 bis 50 cm. Je stärker die Lampe, umso weiter entfernt kann sie positioniert werden.
Generell gilt: 30 cm ist der empfohlene Mindestabstand, bei dem Intensität und Gleichmäßigkeit des Lichts noch gut ausbalanciert sind. Für maximale Erträge kann man Lampen mit 500 oder sogar 600 Watt in einem 100 × 100 cm oder 120 × 120 cm großen Bereich verwenden. Um in diesem Fall eine optimale Kombination aus Intensität und gleichmäßiger Ausleuchtung zu bewirken, sollte die Lampe in einer Distanz von etwa 40 bis 70 cm aufgehängt werden.
Es ist sehr ratsam, diese Abstände während des gesamten Anbauzyklus beizubehalten. Die einzige Ausnahme bildet das Sämlingsstadium: Hier können wir die Lampe höher hängen oder ihre Leistung herabsetzen. Ich selber schalte auf volle Leistung, sobald das Pflanzenwachstum sich merklich beschleunigt.
sein; an manchen Stellen strecken sich die Triebe übermäßig, während an anderen Stellen die Blütenspitzen ausbleichen oder verblassen. Eine etwas größere Distanz, selbst bei geringerer Lichtintensität, trägt dazu bei, gleichmäßiger auszuleuchten und ein hochwertigeres, besser durchmischtes Lichtspektrum über der gesamten Cannabisplantage zu erzeugen. Ein paar Zentimeter Unterschied sollten keine Rolle spielen. Oder etwa doch?
DIE ANGEMESSENE
LICHTINTENSITÄT REALISIEREN
Heute sollten bei der Auswahl von Growlampen - ob für den Eigenanbau oder die kommerzielle Produktion - seriöse Hersteller und Händler den optimalen Abstand zwischen Lampe und Pflanzen nennen können, um die benötigte PPFD für die Größe und Bedingungen des jeweiligen Anbauraums zu erreichen. Allerdings können nicht alle Anbieter diese Information bereitstellen, oder auch nicht für jede Lampenart. Es gibt unzählige Variationen bei den Abmessungen von Growräumen sowie bei Lampenarten, -designs und Leistungsklassen. Daher ist es nahezu unmöglich, eine allgemeingültige Regel für die optimale Aufhänghöhe einer Lampe zu empfehlen. Am zuverlässigsten ist es, die PPFD unter den spezifischen Bedingungen zu messen. Spektrometer sind jedoch relativ teuer.


Text: Robert Brungert
Das KCanG ist bald zwei Jahre in Kraft – wie wirkt es sich auf unsere Graspreise aus? Wir machen eine kleine Rückblende zum Cannabis als Medizin-Gesetz: Bevor dieses in Kraft trat, gab es bereits rund 1000 Patienten, die per Ausnahmeregelung Marijuana aus den Apotheken beziehen durften. Die günstigsten Grammpreise lagen bei 14 Euro – mit der Gesetzesänderung schossen diese auf den doppelten Preis, die Patienten fluchten. Doch wo liegen diese Apothekenpreise inzwischen? Man zahlt je nach Qualität und Anbieter zwischen 3,5 und 15 Euro pro Gramm. Es soll sogar Konsumenten geben, die mit simulierten medizinischen Leiden Rezepte ermogeln, um günstiger als auf dem Schwarzmarkt zu kaufen. Letztendlich lässt sich diese Aussage wohl kaum stichhaltig belegen. Wir nehmen vorweg: Es ist noch viel zu früh, um das KCanG abschließend zu beurteilen. Demnach erhielten die ersten Cannabis Social Clubs ihre Anbaugenehmigung erst vor 18 Monaten – viele scheitern immer noch an den Hürden der Genehmigung und Finanzierung. Die Uni Tübingen wirkt an der Evaluierung zum Cannabis-Gesetz im EKOCAN mit und hat am 29.09.2025 in einer Pressemitteilung erklärt:
„Im Jahr 2024 haben in Deutschland schätzungsweise 5,3 Millionen Erwachsene Cannabis konsumiert. Durch das verfügbare Medizinalcannabis konnten etwa 12 bis 14 % des Gesamtbedarfs an Cannabis gedeckt werden. Die Anbauvereinigungen produzierten dagegen nicht einmal 0,1 % der benötigten Menge.“ Ende 2025 gibt es rund 360 Cannabis Social Clubs, die zusammen rund 180.000 Konsumenten mit bis maximal 50 Gramm pro Monat versorgen dürfen. Das ist viel zu wenig und wirkt sich bislang kaum bis gar nicht auf die Preise für Marijuana und Haschisch aus. Wie schwer die Ernte des geduldeten Eigenanbaus wiegt, lässt sich nicht einmal abschätzen. Der Homegrower benötigt keine Genehmigungen oder Vereinswahlen, er könnte derzeit bereits einen kleinen Unterschied machen. Aber wo liegen die statistischen Grammpreise für Marijuana und Haschisch? Das kommt immer auch darauf an, an welchem Ort in Deutschland wir uns befinden, wer sich untereinander kennt und wie viel gekauft wird. Im gesamtdeutschen Schnitt stiegen die Preise für Marijuana von 2010 bis 2023 von durchschnittlich 7 auf 10,5 Euro an und blieben dort auch im Jahr 2025. Hasch liegt immer einen guten Euro darunter. Fazit: Von 2023 bis 2025 stagnierten die Preise.
In diesen Angaben sind auch sehr schlechte und sehr gute Qualitäten bereits auf den Durchschnitt umgerechnet. Wer für sein Geld viel haben will und jemanden kennt, zahlt wieder ein paar Euro weniger. Mit dem neuen KCanG ist es durchaus denkbar, zu viert loszugehen und mit dem 100-Gramm-Preis zwei Scheine zu sparen. Andere wollen Qualität und zahlen dafür auch etwas mehr, wenn denn eine außergewöhnliche Qualitätsstufe angeboten wird. Neben diesen Preisen ist der durchschnittliche THC-Wert beachtenswert. Dieser wird durch die Europäische

Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht, das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung und unsere nationalen Behörden wie das BKA geschätzt. Dazu werden beschlagnahmte Proben oder Testkäufe ausgewertet. In den frühen 2000er Jahren lag der durchschnittliche THC-Wert vieler Proben zwischen 5 und 8 % – inzwischen liegt er bei Marijuana meistens zwischen 10 und 16 %. Es gibt immer noch schwache Qualitäten, aber auch die potenten Strains, die zwischen 20 und 30 % THC enthalten. Genauso ist es beim Haschisch, dass es herausragende Qualitäten gibt. Und dann kommen noch Wax oder Shatter mit Reinstoffqualitäten von bis über 90 % dazu. Hier liegen die Preise selbsterklärend im Liebhaberbereich. Beim Straßenverkauf stellt sich die Frage nach Qualitätsstufen meistens nicht. Es gibt das eine, vielleicht noch das andere, und das war es. Anders sieht es bei Händlern im Darknet aus. Diese bieten häufig eine sehr gute Auswahl, vorherige Kunden haben es bereits bewertet und es ist bis auf das Risiko mit dem Versand vergleichsweise sicher. Passieren kann aber auch hier etwas. Viele werden bei diesen Zeilen sagen, dass sie beim Straßenverkauf ganz andere Preise kennen. Wie teuer sind Marijuana und Haschisch denn in München, Berlin, Hamburg oder Frankfurt?
München – laut der Polizei sei der Preis für Marijuana stabil zwischen 10 und 15 Euro, für Haschisch zwischen 8 und 10 Euro. Da haben wir auch schon was anderes gehört, es sei auch wegen der Qualität schlimmer und die Verfügbarkeit ist nicht immer gewährleistet.
Berlin – In unserer „Kifferhauptstadt“ liegen im Straßenhandel die üblichen Preise zwischen 8 und 12 Euro das Gramm für Marijuana und zwischen 7 und 9 Euro für Haschisch. Der große Unterschied zu München ist die deutlich bessere Verfügbarkeit, womit sich mit guten Kontakten auch am Preis vielleicht noch etwas machen lässt.
Hamburg – Die Stadt mit dem großen Hafen gepaart mit den richtigen Kontakten kann die Hosentasche bis zum Lieferwagen locker füllen. Die Grammpreise auf der Straße betragen für Marijuana zwischen 8 und 12 Euro, für Haschisch zwischen 6 und 10 Euro.
Frankfurt am Main: Die Hauptstadt unserer
Finanzwelt ist laut Polizeiangaben etwas teurer – hier liegen die Grammpreise für Marijuana zwischen 10 und 15 Euro und für Haschisch zwischen 8 und 10 Euro. Auch Österreich und die Schweiz finden sich innerhalb dieser Preisspannen wieder. Dem gegenüber steht eine Umfrage des israelischen Unternehmens Seedo aus dem Jahr 2018. Diese gibt tendenziell günstigere Preise an. Das Gramm Marijuana kostet in Frankfurt am Main im Schnitt „nur“ 8,23 Euro. Wie kann das sein, wenn es nicht viel teurer geworden ist? Die Umfrage ist entweder nicht repräsentativ oder die Angaben (unter anderem Schätzungen) der Polizei liegen daneben, eventuell auch absichtlich.
Deswegen zu allen Angaben: Das passt so ungefähr, ist aber von Situation zu Situation unterschiedlich. Einer der wichtigsten Faktoren ist die Verfügbarkeit. Wer nicht auf andere Angebote ausweichen kann, da er keinen kennt, kauft auf der Straße das, was gerade da ist. Und wer direkt auf Vorrat kauft, ist bei anonymen Geschäftspartnern derjenige, der die Mogelpackung erhält. Dennoch sind die regionalen Unterschiede nicht von der Hand zu weisen. Während die Hamburger den sicheren Hafen in der Stadt haben, können Münchener häufig nur noch fluchen. Also im Darknet bestellen? Auch das ist nicht zu 100 % sicher. Selbst der Tor-Browser oder die Kryptowährung hinterlassen digitale Spuren. Duftet das Päckchen, schlägt vielleicht auch ein Polizeihund an. Schlimmer noch, es gibt die Möglichkeit, die Gerüche durch sogenannte e-Noses oder VOC-Sensoren wahrzunehmen. Diese scheinen derzeit noch nicht automatisiert durch Post- und Paketdienstleister eingesetzt zu werden. Ein vielleicht noch größeres Risiko lautet, dass der Darknet-Händler auffliegt und seine Daten entweder ungenügend schützt oder sich mit diesen freikaufen will. Wer weiß schon, wie solche Händler es mit dem Datenschutz, der Datensicherheit und dem Löschen unnützer Daten halten. Wer im Darknet kauft, sollte darauf setzen, in der Masse unterzugehen. Wie? Nicht so viel auf einmal und dafür häufiger kaufen. Im Endeffekt also immer maximal 25 Gramm bestellen, damit es wenigstens an dieser Stellschraube keine Probleme gibt. Und wenn einem das zu wenig ist? Auf die bessere Qualitätsstufe ausweichen.
Insgesamt unterscheiden sich die deutschen Preisspannen für Marijuana und Haschisch im internationalen Vergleich nicht deutlich, solange es sich nicht um afrikanische oder südamerikanische Länder handelt – Preise von bis unter einem Euro sind hier möglich. Demnach kostet Marijuana in den USA dort, wo es noch illegal ist, zwischen 8 und 15 Euro. Der Durchschnitt für die EU liegt zwischen 8 und 12 Euro. In Australien sind es sogar zwischen 15 und 25 Euro. Und wie sieht es in den gelobten Niederlanden aus? Konsumenten können sich hier legal versorgen, egal, woher sie kommen. Doch genau dieser Tourismus ist verpönt und die Niederländer versuchen mit dem Wietpas und auch über die Preispolitik entgegenzusteuern. Die Grenz- oder Tourizonen sind tendenziell etwas teurer. Über 10 Euro sind für gute Qualität üblich, sehr gute Strains wie Cali-Gras kosten bis über 20 Euro. Haschisch ist auch hier tendenziell einen guten Euro günstiger. Abgelegene Coffee-Shops oder das Hinterland sind mit Glück etwas günstiger. Nur, dass diese Shops dann schnell zum „Geheimtipp“ werden und ihre Preise angleichen. Dafür wird in den Shops weit mehr als nur Marijuana, Hasch oder der Brownie geboten: Hier lässt sich der Abend entspannt genießen – genau das, was der deutsche Gesetzgeber für unsere CSCs nicht will.
Nach der Legalisierung sinken die Preise normalerweise. Auf dem legalen Markt werden innerhalb der USA umgerechnet zwischen 5 und 12 Euro berechnet – das schwankt nicht nur zwischen den Bundesstaaten. Bei der ordentlichen Auswahl finden sich auch hochpreisige Strains. Viele bezahlen lieber über 10 Dollar, als dass sie ihr Konsumerlebnis abschwächen. In Kanada ist es komplett legal – hier werden umgerechnet zwischen 4 und 8 Euro berechnet. Während unser Haschisch weiterhin zu einem Großteil aus Marokko stammt, kommt Marijuana immer häufiger aus den Regionen, in denen es bereits legal ist. Sicherlich muss es als etwas anderes deklariert oder über mehrere Häfen verschleiert werden, damit das Anlanden sicherer ist. Es macht sich zumindest bemerkbar, wenn wenigstens schon einmal eine Seite des Handelswegs legal ist. Woher also kaufen? Kleine Mengen vom anonymen Straßendealer, im Darknet bestellen oder sich feste Kontakte aufbauen? Im Idealfall wird selber angebaut. Nur dann liegt es in den eigenen Händen. Sicherlich gibt es dem gegenübergestellt noch die Mitgliedschaft im Cannabis Social Club. Hier entscheidet der Club oder dessen Mehrheit, welche Strains angebaut werden und wie dieses geschieht. Und das Geschick der Grow-Clique entscheidet, ob es etwas wird. Mit Pech werden letztendlich Preise angesetzt, die oberhalb der von einem selbst noch akzeptierten Schwarzmarkt-Preise liegen. Dennoch ist es sinnvoll, auch im Cannabis Social Club Mitglied zu sein und hier einige Gramm zu erwerben. Es liegt immerhin an uns allen, diese Entwicklung zu unterstützen und damit zum Erfolg zu führen. Wenn wir alle positiv mitwirken, geht das Konzept der CSCs auf und viele weitere Clubs entstehen.
Die Königslösung bleibt dennoch der Eigenanbau: Jeder entscheidet für sich, wie er seine liebste Pflanze pflegt. Jeder hat es selbst in der Hand. Und jeder kann aus seinen eigenen Fehlern lernen und es beim nächsten Mal besser machen.

Text: Martin Müncheberg
Mit einer Sonderausstellung widmet sich das Hanf Museum Berlin seit dem 6. Dezember einem Phänomen, das in den vergangenen Jahrzehnten eine bemerkenswerte Entwicklung durchlaufen hat: dem Vaporisieren. Wer nicht die Gelegenheit hat, diese Ausstellung zu besuchen, kann sich auch hier über die Geschichte, Erforschung und Technik des Vaporisierens zu informieren.

Das vom englischen “vaporize” (verdampfen) abgeleitete und mittlerweile eingedeutschte Wort “Vaporisieren” bezeichnet das thermische Lösen von Inhaltsstoffen aus einem Stoffgemisch unterhalb der Temperatur, bei der eine Verbrennung einsetzt. Beim Konsum von Cannabis wird dieses Prinzip genutzt, um Cannabinoide aus der getrockneten Blüte zu lösen und zu inhalieren. Das Inhalieren ohne krebserregende Verbrennungsrückstände führt dem Körper wesentlich weniger Schadstoffe zu und ist somit weit weniger gesundheitsschädlich als das Inhalieren von Rauch. Zudem werden Wirkung und Geschmack von vielen Konsumenten als klarer und reiner beschrieben.
DIE GESCHICHTE DES FEUERS
Vor dem Vaporisieren wurde lange das Verbrennen genutzt, die frühesten Hinweise auf die kontrollierte Nutzung von Feuer stammen aus der Wonderwerk-Höhle in Südafrika.
Archäologischen Funden von Asche und erhitzten Tierknochen (die mit Steinwerkzeugen vermischt waren) wurde hier ein Alter von etwa einer Million Jahre bescheinigt. Diese Spuren deuten darauf hin, dass schon frühe Menschen (Homo erectus) Feuer nicht nur zufällig nutzten, sondern bereits gezielt hüteten und verwendeten. Das Feuer wurde vermutlich aus natürlichen Quellen wie Lavaströmen oder Feuer verursachenden Blitzeinschlägen entnommen. Die Flammen wurden sorgfältig bewahrt und weitergetragen. Um Feuer auch selbst entzünden zu können, brauchte der Mensch ca. 950.000 weitere Jahre des Nutzens und Experimentierens – je schwieriger es war, neues Feuer zu gewinnen, desto wertvoller wurde es. Das Teilen von Glut oder Funken könnte bereits eine frühe Form des Austauschs oder Handels gewesen sein.
DIE GESCHICHTE DES VERDAMPFENS
Lange bevor Menschen Feuer selbst entzün-
den konnten, wussten sie Feuerstellen gezielt anzulegen. Sie entdeckten auch, dass Steine dabei halfen, Feuer zu begrenzen und Wärme zu speichern. Solche Steinkreise sind archäologisch spätestens seit 400.000 Jahren belegt.
Die Steine verhinderten das Ausbreiten der Flammen und waren gleichzeitig Wärmespeicher. Bald erkannten die am Feuer sitzenden Menschen, dass Blätter oder Kräuter (direkt in die Flamme gelegt) einen dichten, kratzigen Rauch entwickelten. Legte man jedoch die gleichen Kräuter auf die heißen Steine am Rand der Feuerstelle, verdampften die ersten ätherischen Öle sanft, und es entstand ein feiner aromatischer Dampf. Ob dieses allererste Verdampfen ganz gezielt angewendet wurde, lässt sich heute leider nicht mehr eindeutig nachweisen. Dafür gibt es klare Hinweise, dass im alten Ägypten (vor etwa 3.500 Jahren) aromatische Harze und Kräuter schonend erhitzt wurden, um wohlriechenden Rauch für religiöse Rituale zu erzeugen. Ob der entstehende Dampf dabei gezielt inhaliert wurde, ist jedoch nicht überliefert. Es ist auch nicht klar, ob das Erhitzen mittels glühender Kohlen (Verbrennung) oder mit heißen Steinplatten (Verdampfung) erfolgte.
Daher kann nicht eindeutig geklärt werden, ob es sich hierbei tatsächlich um ein erstes Verdampfen von Kräutern handelte. Eine Mischform aus Verdampfen und Räuchern war es wahrscheinlich bei den Skythen, die mithilfe heißer Steine nachweislich Cannabis inhalierten. Die Skythen waren ein Reitervolk, das in großen Verbänden zwischen Nordost-Europa und dem westlichen Altai-Gebirge lebte. Der griechische Historiker Herodot beschrieb im 5. Jahrhundert vor Christi eine Gewohnheit der Skythen, die für den reisenden Griechen etwas ganz besonderes war: Sie krochen in ein kleines, dafür vorbereitetes Zelt, warfen Hanf auf glühende Steine und inhalierten die entstehenden Dämpfe. Herodot berichtete: “Sobald sie den Hanf auf die heißen Steine
werfen, entwickelt sich ein Rauch und Dampf in solchem Ausmaß, dass kein griechisches Dampfbad damit vergleichbar ist.
Die Skythen genießen diese Dämpfe und jubeln dabei laut vor Freude.” Erwähnt wird außerdem, dass die Skythen ihren Hanf aus Indien bezogen und daraus Stoffe herstellten, die den Leinen-Stoffen ähnlich waren.
WISSENSCHAFTLICHE ERFORSCHUNG DES VERDAMPFENS
wissenschaftliche Erforschung des Verdampfens. Man erkannte nun, dass auch der Luftdruck Einfluss auf den Verdampfungsprozess hat, denn bei der Forschung zu Gasen wurde der Zusammenhang zwischen Druck und Volumen deutlich. Mit der Bildung der Thermodynamik als Teilgebiet des physikalischen Chemie stieg bald auch das Wissen über das Verdampfen. Diese theoretischen Fortschritte ermöglichten damals die Entwicklung erster technischer Geräte (wie der Dampfmaschine oder des Kühlschranks), die


In der modernen Forschung werden Verdampfungsprozesse inzwischen sogar auf molekulare Ebene untersucht. Physikalische Modelle beschreiben dabei, wie einzelne Moleküle die Oberfläche einer Flüssigkeit verlassen und in die Gasphase übergehen. Das Verständnis dieser Vorgänge ist die Grundlage für heutige Anwendungen in der Nanotechnologie, der Klimaforschung und der Raumfahrt.
Aber auch im Konsumbereich findet das Prinzip inzwischen längst Anwendung – etwa beim Verdampfen von Aromen, ätherischen Ölen, E-Liquids oder Cannabis. Verdampfen ist im Gegensatz zum Verbrennen ein rein mechanischer Prozess. Dabei bringt Hitze die Moleküle so sehr in Schwingung, dass sie sich von ihrem Trägerstoff lösen und mit dem heißen Luftstrom mitgerissen werden. Die für das zu lösenden Material richtige Temperatur wird erreicht, indem man eine Flamme in einem bestimmten Abstand zum Verdampfungsmaterial hält oder eine elektrische Heizspirale verwendet, die den Luftstrom (konvektiv) oder die “Brenn”-Kapsel (induktiv) erhitzt.
AUFBAU UND FUNKTIONSWEISE
Ein Vaporizer stellt sicher, dass das gewählte Material ausschließlich verdampft. Im Kern besteht er aus einer Heizkammer, durch die Luft strömen kann. Meist besteht diese Kammer aus Metall oder Keramik, manchmal auch aus Glas. Das Pflanzenmaterial wird darin kontrolliert erhitzt, sodass sich die flüchtigen Bestandteile (die Duftund Wirkstoffe) lösen.
Mit einer Ausnahme arbeiten alle Vaporizer
nach dem gleichen Prinzip: der Luftstrom wird erst durch einen (im Mund des Konsumenten erzeugten) Unterdruck ausgelöst: Man hält sich den dafür vorgesehenen Aufsatz an den Mund und inhaliert die zunächst erwärmte und dann wieder abgekühlte Luft mit den gelösten Wirkstoffen. Allein das stationäre Tischmodell “Vulcano” von Storz & Bickel arbeitet mit einer integrierten Pumpe, die den Luftstrom erzeugt. Diese Geräte pumpen aktiv die erwärmte Luft durch die Heizkammer, wo sich die Wirkstoffe lösen und in einen lebensmittelechten Schlauch bzw. Ballon gelangen. Ist der Ballon gefüllt, wird er vom Gerät genommen – der Inhalt kann nun inhaliert werden. Manche Vaporizer arbeiten auch mit Feuer zum Erhitzen der Heizkammer, aber nur die elektrische Erwärmung ermöglicht eine genaue und komfortable Regulierung der Temperatur. So können die passenden Temperaturen erreicht werden, um ganz gezielt gewünschte Stoffe verdampfen zu lassen. Die präzise Temperaturführung ist die Voraussetzung für einen konstanten und reinen Dampf.
GERÄTETYPEN
Die Vielfalt der Vaporizer hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Grundsätzlich werden zwei Haupttypen unterschieden: Tisch-Vaporizer (das sind größere, stationäre Geräte mit präziser Temperaturregelung, die auch für eine längere oder gemeinschaftliche Nutzung geeignet sind) und tragbare Vaporizer (kompakte, akkubetriebene Modelle für den mobilen Einsatz). Moderne Geräte nutzen dabei elektrische Heizsysteme, die eine gleichmäßige Erwärmung ermöglichen.


Dabei werden zwei Prinzipien unterschieden: Konduktion und Konvektion. Bei der Konduktion (Wärmeleitung) liegt das Material direkt auf einer heißen Oberfläche. Die Wärmeübertragung erfolgt durch Kontakt, wodurch kräftiger Dampf entsteht. Das Risiko ungleichmäßiger Erhitzung ist hier höher. Bei der Konvektion (Heißluft) wird heiße Luft durch das Material geleitet und löst dabei die Wirkstoffe gleichmäßig heraus. Dieses Verfahren gilt als besonders schonend und erzeugt besonders reinen, aromatischen Dampf. Viele moderne Geräte kombinieren beide Verfahren, es gibt neben den kabelgebundenen Tischgeräten auch die verschiedensten Vaporizer, die mobil mit Akkus oder Jet-Feuerzeugen betrieben werden.
DIE VERBAUTEN MATERIALIEN
Die Heizkammer von Vaporizern kann aus Metall sein (welches die Wärme besser leitet) oder aus Keramik (welches die Wärme besser hält). Das Gehäuse ist in den meisten Fällen aus Plastik, was kein grundsätzliches Problem darstellt. Man sollte aber darauf achten, dass die Kunststoffe, die in der Nähe der Heizelemente sind, keine flüchtigen Stoffe enthalten. Auch beim Mundstück sollten keine Materialien mit flüchtigen Stoffen verwendet werden, weshalb Mundstücke oft aus Glas sind, welches neben der Lebensmittelechtheit auch den Vorteil bietet, Wärme schlecht zu leiten. So wird das Mundstück nicht unangenehm heiß.
DER PHYSIKALISCHE PROZESS
Beim Erhitzen von Cannabis werden zunächst die Trichome (also die harzführenden Drüsen) erwärmt. Ab bestimmten Temperaturen gehen die Cannabinoide und Terpene in die Gasphase über, ohne dass dabei eine chemische Reaktion stattfindet. Nach dem Vorgang verbleibt das Pflanzenmaterial braun und trocken (aber unverbrannt) in der Hitzekammer und verströmt einen milden, kräuterartigen Geruch – ein Hinweis auf schonend erfolgtes Verdampfen.
TERPENE
Terpene sind natürliche Aromastoffe, die in vielen Pflanzen vorkommen. In Cannabis liegen sie in
hohen Konzentrationen vor. Bekannte Terpene sind Myrcen, Limonen und Pinen. Sie bestimmen den charakteristischen Geruch und Geschmack und tragen zum sogenannten “Entourage-Effekt” bei, bei dem verschiedene Stoffe synergetisch zusammenwirken. Terpene verdampfen bereits bei relativ niedrigen Temperaturen (meist ab 150 °C) und bleiben daher beim Vaporisieren weitgehend erhalten. Beim Rauchen werden sie dagegen durch die zu hohen Verbrennungstemperaturen zerstört.
CANNABINOIDE
Cannabis enthält zahlreiche Cannabinoide, die unterschiedlich auf Hitze reagieren. In der frischen Pflanze liegt der Hauptwirkstoff als THCA (Tetrahydrocannabinolsäure) vor. Erst durch die Erhitzung wird er zu THC umgewandelt (Decarboxylierung). Diese Reaktion erfolgt zwischen 105 °C und 150 °C. THC ist dabei die psychoaktive Verbindung, die sich an Cannabinoid-Rezeptoren in unserem Gehirn bindet. CBD löst sich zwischen 160 und 180 °C, CBN zwischen 185 und 200 °C.
GESUNDHEITLICHE ASPEKTE
Beim Verbrennen von Cannabis entstehen zahlreiche chemische Verbindungen wie Kohlenmonoxid, Benzol und polyzyklische Aromata. Beim Vaporisieren bleibt die Temperatur dagegen unterhalb der Verbrennungsgrenze, und nur die gewünschten flüchtigen Stoffe werden gelöst. Der entstehende Dampf enthält weniger Schadstoffe und keine Rauchpartikel, Ruß oder Teerrückstände. In der medizinischen Anwendung dienen Vaporizer als präzise Instrumente zur kontrollierten Inhalation von Wirkstoffen.
Patienten, die Cannabis als Arzneimittel nutzen, profitieren von der exakten Steuerung von Temperatur, Dosis und Dauer, denn dadurch können die gewünschten Wirkstoffe gezielt freigesetzt werden. Diese Form der Inhalation ermöglicht eine gleichmäßige Wirkstoffaufnahme und gilt als schonende Alternative zum Rauchen. Ergänzt wird die Sonderausstellung, die noch bis zum 1. 4. 2026 im Hanf Museum Berlin zu erleben ist, durch diverse Abendveranstaltungen, Referate und verschiedene Möglichkeiten, diverse Vaporizer selbst auszuprobieren.

Von Stoney Tark
Cannabispflanzen entwickeln sich, während sie heranreifen, zu robusten, widerstandsfähigen, zählebigen Pflanzen. Dennoch kann es vorkommen, dass Zweige abbrechen. Bleibt nur wenig Zeit, den Zweig zu reparieren, kann dies eine Panikattacke hervorrufen. Dieser Artikel enthält alles Wissenswerte darüber, wie Zweige brechen können, welche verschiedenen Möglichkeiten es gibt, einen abgebrochenen Zweig zu reparieren, welche Probleme ein solcher verursachen kann - und am Ende meine Top-Tipps.
Manch ein Leser dieses Artikels befindet sich in der glücklichen Lage und kann von sich sagen: Es ist mir noch nie passiert, dass ein Zweig abgebrochen ist. Er ist vielleicht überrascht, wie leicht ein Zweig brechen kann. - Klar ist: Die Zeit drängt, wir müssen schnell handeln, um ihn zu reparieren. Nachfolgend eine Auflistung verschiedener Geschehnisse, die zum Abbrechen eines Cannabiszweiges führen können.
LST-UNFÄLLE
Low-Stress-Training (LST) ist eine Methode zum Trainieren von Cannabispflanzen, bei der Zweige mit Schnur oder Draht herabgebunden werden.
Zu starker Druck oder die Bearbeitung von Weichholzzweigen können dazu führen, dass solche Zweige wie bei einer Sellerie brechen. Und verholzte Zweige können an der Basis, also dicht am Hauptstängel, reißen.
WINDBRUCH
Beim Anbau von Cannabispflanzen im Freien kommt es häufig vor, dass große Pflanzen infolge starken Windes einen Bruch erleiden. Typischerweise sind es Pflanzen spät in der Blühphase, bei denen aufgrund des Gewichts der Blütenstände Zweige abbrechen können.
Ich denke, im Laufe meiner Karriere als Grower habe ich schon mal versehentlich einen Seitenzweig gebrochen, wenn ich unaufmerksam durch den Garten ging. Vorsicht beim Gang durch die Indoor-Plantage, insbesondere wenn es sich um einen Sea-of-Green-Anbau handelt.
VERSCHIEDENE MÖGLICHKEITEN, EINEN GEBROCHENEN ZWEIG ZU REPARIEREN
Es gibt verschiedene Wege, einen abgebrochenen Ast zu reparieren, die folgende Auflistung mag hilfreich sein.
GARTENDRAHT
Bei diesem Draht handelt es sich normalerweise um einen feinen Metalldraht mit grüner Gummiummantelung. Gartendraht zählt zu den besten Arbeitsmitteln im Growraum, da er sich auch für LST gebrauchen lässt.
STOFFSCHNUR
Eine dicke Schnur eignet sich am besten, weil eine dünne den Zweig durchschneiden und abtrennen kann. Ich habe früher im Notfall sogar Schnürsenkel verwendet, was eine großartige Lösung ist.
KABELBINDER
Die sind sehr praktisch, wenn es schnell gehen muss, und bieten ausreichend Unterstützung. Darauf achten, den Kabelbinder nicht zu fest anzuziehen.
KLEBEBAND
Ich würde nicht empfehlen, Klebeband zu verwenden. Wenn du jedoch in Panik gerätst und nur dickes Klebeband da hast, kann es ausreichen, den gebrochenen Teil zu umwickeln.
WAS KANN NACH DER REPARATUR SCHIEFGEHEN?


Eine Outdoor-Pflanze, bei der Zweige durch starken Wind abgebrochen wurden.
Der geschädigte Zweigabschnitt verliert an Kraft
Man sieht vielleicht, dass innerhalb kurzer Zeit die obere Hälfte des Zweigs oder der gesamte Zweig seine ganze Kraft verloren hat. In diesem Fall muss der abgestorbene Zweigabschnitt oder evtl. auch der ganze Zweig entfernt werden.
Draht schneidet sich durch den Zweig
Dünner Draht kann in die Stängel sich verholzender Zweige hineinwachsen. Meistens verursacht dies keine Probleme für die Pflanzen, aber ich hatte in der Vergangenheit schon Fälle, in denen Zweige durch den dünnen Draht abgetrennt wurden.
Blühende Pflanzen werden Hermaphroditen
Während der Blühphase können Cannabispflanzen unter mancherlei Umständen, z. B. bei starkem Stress, hermaphroditisch werden. Ein gebrochener Zweig während der 12/12-Blühp hase kann die Pflanze veranlassen, männliche und weibliche Blüten zu produzieren.
MEINE TOP-TIPPS ZUR REPARATUR GEBROCHENER CANNABISZWEIGE
Tipp #1: Schnell handeln
Wenn ein Zweig abbricht, sofort handeln, den Bruch so gut wie möglich richten und den Zweig hochbinden. Andernfalls verwelkt er schnell und stirbt ab.
Tipp #2: Vorbereitung
Es ist ratsam, Gartendraht und Bambusstöcke im Voraus zu kaufen. Sie sollten für den Fall eines unerwarteten Bruchs im Growraum bereitliegen.
Tip #3: So wenig Stress wie möglich verursachen
Den reparierten Zweig sich erholen lassen und am besten nicht bewegen. Beim Reparieren eines gebrochenen Zweiges möglichst wenig Stress verursachen, besonders während der Blühphase.
Tipp #4: Bambusrohre als zusätzliche Stützen
Ich bin ein großer Fan von Bambusrohren und finde, dass sie eine hervorragendes Mittel sind, einem abgebrochenen Zweig zusätzlichen Halt zu geben. Diese Stützen können zur Erholung des reparierten Zweiges erheblich beitragen.
So long



Text: Robert Brungert
Als am 1. April 2024 das Konsumcannabisgesetz (KCanG) in Kraft trat, begannen die ersten Händler mit dem Verkauf von Cannabis-Stecklingen. Diese sind der bequemste Weg für den Eigenanbau: Die rein weiblichen Pflanzen sind bereits gut entwickelt, wurzeln noch kurz im Topf an und gehen dann bereits in die Blüte. Nun stellt sich die spannende Frage: Ist das für die Händler und uns Grower überhaupt erlaubt, einfach im Ladenlokal Stecklinge zu verkaufen beziehungsweise zu erwerben? Werfen wir einen Blick in das KCanG:
Kapitel 1, Allgemeine Vorschriften, § 1 Begriffsbestimmungen
7. Vermehrungsmaterial: Samen und Stecklinge von Cannabispflanzen;
8. Cannabis: Pflanzen, Blüten und sonstige Pflanzenteile sowie Harz der zur Gattung Cannabis gehörenden Pflanzen einschließlich den pflanzlichen Inhaltsstoffen nach Nummer 1 und Zubereitungen aller vorgenannten Stoffe mit Ausnahme von a) Cannabis zu medizinischen Zwecken oder Cannabis zu medizinisch-wissenschaftlichen Zwecken im Sinne von § 2 Nummer 1 und 2 des Medizinal-Cannabisgesetzes, b) CBD, c) Vermehrungsmaterial.
Was bedeutet das? Vermehrungsmaterial, also die Samen und Stecklinge, wird im KCanG nicht der Bedeutung von Cannabis zugeordnet. Nun lesen wir weiter:
§ 2 Umgang mit Cannabis
(1) Es ist verboten, 1. Cannabis zu besitzen, 2. Cannabis anzubauen, 3. Cannabis herzustellen, 4. mit Cannabis Handel zu treiben, 5. Cannabis einzuführen oder auszuführen, 6. Cannabis durchzuführen, 7. Cannabis abzugeben oder weiterzugeben, 8. Cannabis zum unmittelbaren Verbrauch zu

überlassen, 9. Cannabis zu verabreichen, 10. Cannabis sonst in den Verkehr zu bringen, 11. sich Cannabis zu verschaffen oder 12. Cannabis zu erwerben oder entgegenzunehmen.

Was wir nun dürfen, wird lediglich als Ausnahmen geduldet! Wenn denn dieses Vermehrungsmaterial kein Konsumcannabis ist und sich das KCanG nicht weiter zur Legalität äußert, dann sind Samen und Stecklinge demnach nicht verboten. Und solange sie nicht verboten sind, müssen sie legal sein. Wir nehmen ein Fallbeispiel: Ein kundiger Grower hat so viel Erfolg, dass er viele Stecklinge schneidet und diese nicht verschenkt, sondern verkauft. Nur, dass er dazu kein Gewerbe anmeldet und es regelmäßig mit der Absicht der Gewinnerzielung macht. Dann ist hier nicht der Stecklingsverkauf verboten, aber der Grower macht sich wegen Steuerhinterziehung strafbar. Und genau deshalb kann das Finanzamt praktisch gesehen schmerzhafter als die zuständige Rechtsprechung in Erscheinung treten. Nur, dass es für die geringe Menge der Steuerhinterziehung vermutlich nicht so hart gegen den Grower vorgehen würde.
Was aber steht denn zu Stecklingen im KCanG? § 9 Anforderungen an den privaten Eigenanbau
(1) Personen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, ist im Geltungsbereich dieses Gesetzes an ihrem Wohnsitz oder an ihrem gewöhnlichen Aufenthalt der private Eigenanbau von insgesamt
nicht mehr als drei Cannabispflanzen gleichzeitig erlaubt.
Dies bedeutet, dass wir einige Stecklinge haben dürfen, die im Wuchsstadium nicht als Konsumcannabis betrachtet werden. Wir dürfen aber maximal drei Cannabispflanzen gleichzeitig anbauen. Eine Cannabispflanze ist eine in Blüte gestellte Pflanze! Was ist mit der Cannabispflanze, von der Stecklinge geschnitten werden? Dies wird nicht näher ausgeführt, ist aber dennoch schlüssig: Dem Verständnis nach zählen Mutterpflanzen zum Vermehrungsmaterial und sind damit kein Cannabis – also sind sie legal. Wir halten fest: Mutterpflanzen und Stecklinge sind legal – bis zu drei Pflanzen in Blüte werden geduldet.
§ 20 Kontrollierte Weitergabe von Vermehrungsmaterial
(3) Anbauvereinigungen dürfen an eine in Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 und 2 genannte Person pro Kalendermonat höchstens sieben Samen oder fünf Stecklinge oder höchstens insgesamt fünf Samen und Stecklinge weitergeben.
Dieser vorherige Absatz ist der einzige, der die Weitergabe von Stecklingen reguliert. Das gilt jedoch nur für Anbauvereinigungen, die uns als Cannabis Social Clubs bekannt sind. Wir können auch hier folgern, dass Stecklinge nicht als Genusscannabis zu sehen sind und der erfolgreiche Grower damit befugt ist, sie weiterzugeben. Genau das gilt auch für Händler, die sich ebenfalls
nicht als Anbaugesellschaft definieren. Für diese beiden Gruppen gibt das KCanG zur Stecklingsweitergabe absolut nichts her. Es müssten wie bei der vorab genannten Steuerhinterziehung bereits andere Gesetze herangezogen werden, um das zu ahnden. Und wie sieht es mit der Einfuhr von Stecklingen aus anderen Ländern aus? Es handelt sich ja nicht um Konsumcannabis und somit wäre hierzulande die Einfuhr legal.
Dies bedeutet nicht, dass der Handel oder die Ausfuhr in anderen Ländern legal sind. Die Klage wegen der Ausfuhr würde dann in dem anderen Land gestellt werden. Deutsche Gerichte müssten einen jedoch freisprechen.
„Müssten“ deswegen, da unsere Fachjuristen zu einem guten Teil ideologisch verblendet sind und in ihrem Logikverständnis nicht einsehen: „Keine Pflanze ist illegal“.
Die Richter sind hier weniger das Problem als Polizeibeamte und Staatsanwälte im Karrieremodus. Während keiner von seinen Polizeibeamten erwarten sollte, dass sie sich mit Gesetzen auskennen, ist das bei Staatsanwälten schon etwas anderes. Diese sind deswegen auch tückischer, wenn es darum geht, doch etwas hineinzuinterpretieren, was nicht drinnen steht.
Demnach hatten leider bereits einige von uns und unseren Händlern Vorkommnisse, die aber anscheinend weitgehend im Sande verlaufen. Wichtig ist, sich gegen Unrecht zu wehren – zumindest solange es verhältnismäßig ist.

Text: Robert Brungert
Wer hätte es gedacht? Unser Donald haut mal wieder mit der Faust auf den Tisch. Dieses Mal wird Cannabis in den USA mittels präsidialem Dekret in eine niedrigere Drogenkategorie überführt, von Schedule I nach Schedule III. Was aber heißt das für die Legalisierung in den USA? Wir sind dem Ziel immerhin ein Stück näher!
Hier in Deutschland beobachten wir weiterhin mit Spannung den Prozess um die Legalisierung von Cannabis in den USA.
Trump nicht einfach Cannabis in den USA auf gesamtstaatlicher Ebene legalisieren. Richtig gelesen: Cannabis ist in den USA illegal, obwohl 40 Bundesstaaten die medizinische Nutzung und 24 Bundesstaaten den Freizeitkonsum legalisierten. Auf Bundesebene (landesweit) bleibt es illegal, die Rechtsprechung der Bundesstaaten wird jedoch toleriert.
Kurz am Rande: Wäre es im ganzen Land gesetzlich erlaubt, könnten die Bundesstaaten Cannabis dennoch verbieten. Was viele nicht
Allein das hat schon einmal eine enorme Signalwirkung, wenn Donald Trump nun das macht, was Joe Biden gerne wollte und nicht hinbekommen hat. Was auch immer jeder Einzelne von ihm denkt, diese präsidiale Exekutivanordnung gegen die Mehrheit seiner eigenen Partei ist ihm anzuerkennen.
Donald Trump hat in Bezug zum Cannabis schon häufiger geglänzt – dem Motto nach: Wenn es medizinisch hilft, weswegen sollen wir es dann nicht verwenden? Unser Kom -

Unser KCanG ist immerhin nur durch die internationale Entwicklung in den USA und anderen Staaten möglich geworden. Wir können schlussfolgern: Hätten die USA bereits vor Jahren legalisiert, dann wäre die Ampel-Regierung uns garantiert mit einer besseren Entkriminalisierung entgegengekommen. Allerdings sind wir an EU-Recht und an die Single Convention on Narcotic Drugs gebunden. Letztere lässt sich einfach kündigen – aber würden wir aus der EU austreten, um Cannabis zu legalisieren? Eher nicht. Also: Auch wenn unsere Medien und selbst die Politiker von einer Legalisierung sprechen, es ist eine Entkriminalisierung. Oder gibt es hier Coffee-Shops, Dopomaten und sonstige Einkaufsmöglichkeiten? Nein, es gibt sie nicht. Und: Können wir ein Gewerbe anmelden und kommerziell für Genusskonsumenten anbauen? Nein, auch das geht nicht.
Wenn sich in den USA etwas zum Positiven bewegt, dann hilft uns das hier in Deutschland also weiter. Leider möchte Donald
wissen: In einigen Landkreisen wurde die Alkohol-Prohibition nie aufgehoben – auch das wird „von oben“ toleriert. Donald Trump hat nicht etwa eine demokratische Abstimmung angeregt, er hat am 18. Dezember 2025 eine präsidiale Exekutivanordnung erlassen. In dieser verfügt Trump einfach gegen die Mehrheit der Republikaner, dass Cannabis von Schedule I in Schedule III überführt wird.
Schedule I der USA: Heroin, LSD, MDMA, einige synthetische Opioide und weitere Substanzen. Den Substanzen in Schedule I wird eine medizinische Verwendbarkeit abgesagt, sie werden mit einem sehr hohen Schadenspotenzial bewertet.
Schedule III der USA: Ketamin, Buprenorphin, Anabole Steroide, einige Barbiturate und Kombinationspräparate mit Codein. Und inzwischen auch Cannabis. Substanzen in Schedule III werden mit einer medizinischen Wirksamkeit und einem geringen Suchtpotenzial beurteilt.
mentar: Er sollte es unbedingt einmal selber ausprobieren!
Zur Information: Einige Cannabis-Aktien erlebten vor dieser Änderung einen Höhenflug und stürzten mit der Unterzeichnung wieder ab. Wie kann das sein? Die Unterzeichnung war bereits eingepreist, einige der Großen nahmen anscheinend kalkulierend die Ge winne mit. Dass spekulierende Kleinanleger die Zeche zahlen, war der Zweck.
War diese Umstufung in Schedule III also nur ein symbolischer Akt ohne weitere Auswir kungen? Nein, es gibt einige interessante positive Effekte: Diese Umstufung gilt für das gesamte US-Staatsgebiet – also auch in den Bundesstaaten, in denen Cannabis noch ver boten ist. All diese Bundesstaaten werden voraussichtlich ihre Gesetze anpassen. Sie können Cannabis nicht weiter in gewohnter Härte bestrafen, die Strafgesetze müssen lockerer werden. Genau das ist eine wichtige Weichenstellung für die landesweite kom plette Legalisierung.
Weiterhin lässt sich Cannabis nun viel einfacher zu Forschungszwecken bereitstellen. Aber auch das Steuerrecht ist jetzt anders – die Unternehmen, die in den USA wirtschaften, sparen also und sind deswegen wettbewerbsfähiger.
Zudem sollte diese Umtragung in Schedule III auch endgültig das Problem mit den Banken beseitigen. Diese wollten im Anfang kein Geld von Cannabis-Unternehmen annehmen, weshalb alles in bar abgerechnet wurde. Viele verloren durch Überfälle alles.
Diese präsidiale Exekutivanordnung ist einer der entscheidenden Schritte für die finale Legalisierung in den USA. Das kann sich leider noch ein paar Jahre hinziehen, es wird aber ganz sicher kommen. Für den Moment profitieren Unternehmen, die Forschung und vor allem die Kiffer in den US-Bundesstaaten, in denen es noch verboten ist.
Im Jahr 2012 entschied Colorado per Bürgerentscheid, dass legalisiert wird, die Umsetzung erfolgte 2014. Inzwischen ist es in 24 Bundesstaaten legalisiert, bei uns in Deutschland entkriminalisierter, weitere EU-Länder machen Fortschritte und die Schweizer liebäugeln vorsichtig mit der Legalisierung.
Donald Trump geht mit seiner präsidialen Exekutivanordnung lediglich den nächsten logischen Schritt. Denn mal ganz unter uns: Die Mehrheit seiner eigenen Partei ist dagegen. Könnte Donald Trump einfach so unser Cannabis auf Bundesebene komplett legalisieren? So einfach ist das im konservativen Lager nicht – und deswegen hätten die Demokraten es bereits machen müssen!



NL Legale Grower
Text & Bilder: Derrick Bergman
Es ist die größte, bekannteste und womöglich wichtigste der zehn Cannabis-Großplantagen im niederländischen Projekt der kontrollierten Cannabis-Lieferkette, besser bekannt als „Weed-Experiment“. Doch CanAdelaar steht auch unter dem stärksten Druck: über 3.000 Beschwerden wegen „Geruchsbelästigung“, Einbrüche und das Risiko hoher Geldstrafen. „Unterschätzen Sie nicht, wie penetrant es riecht und wie sehr sich die Nachbarn darüber aufregen.“
Im September 2025 gab ein Richter in einer vorläufigen Verfügung dem Unternehmen eine Woche Zeit, weitere Maßnahmen zur Geruchsreduzierung zu ergreifen. Andernfalls drohten Geldstrafen von bis zu 3,5 Millionen Euro oder die Einstellung des Betriebs. Ein Produktionsstopp von CanAdelaar wäre eine Katastrophe für das Weed-Experiment. Das Unternehmen ist der einzige von den acht gegenwärtig aktiven Cannabisproduzenten, welcher die 78 Coffeeshops des Modellversuchs kontinuierlich mit Cannabis beliefern kann.
Die Zahlen sind nicht öffentlich, aber es ist klar, dass ein erheblicher Teil des im Rahmen dieses Projekts verkauften Cannabis von CanAdelaar erzeugt wird. Sie mögen zwar nicht für Spitzenqualität bekannt sein, gelten aber als die kostengünstigste Option. Vertriebsleiter Max Schreder führte Soft Secrets im vergangenen August durch die Betriebsstätte. Der Deutsche Schreder wuchs nahe der deutsch-niederländischen Grenze auf und besuchte, wie viele seiner Landsleute, gerne Coffeeshops in den Niederlanden. Bevor er zu CanAdelaar kam, arbeitete er für eine Alkoholfirma. Von Anfang an hat sich CanAdelaar auf ein „demokratisches Produkt konzentriert, das für jedermann erschwinglich ist“, teilte uns Schreder mit. „Champagner ist ein großartiges Produkt mit einer wunderbaren Kultur und Geschichte. Aber die meisten Leute trinken Bier, nicht Champagner.“ Die Entscheidung für den Anbau im Gewächshaus ist sehr wichtig. Nicht nur, weil er kostengünstiger ist als der Indoor-Anbau. „Wir halten nichts davon, die Pflanze einzusperren und die Sonne zu imitieren. Wusstet ihr, dass der Anbau von einem Kilo Marihuana in Innenräumen so viele CO2-Emissionen verursacht wie 30.000 Kilometer Autofahrt?“
CanAdelaar ist ein österreichisches Unternehmen mit legalen Cannabisplantagen in Österreich, Kanada und nun auch in den Niederlanden. In Österreich und Kanada werden ebenfalls ausschließlich Gewächshäuser genutzt, wobei die Sonne über Solarpaneele als Licht- und Energiequelle dient. Zusätzliches NDL-Licht wird nur eingeschaltet, wenn die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht. Schreder erwartet, dass sich die Qualität des Marihuanas im niederländischen Weed Experiment noch verbessert und die Preise weiter sinken werden. „Alle THC-Märkte bestätigen das. Und dies ist gut für den Durchschnittskonsumenten.“
Das ursprünglich für den Tomatenanbau errichtete Gewächshaus von CanAdelaar ist riesig: 250 mal 200 Meter, also 50.000 Quadratmeter. Brandneue Kohlefilter sind im gesamten Gewächshaus installiert; CanAdelaar investierte über eine Million Euro in Filter, um den Geruch abzuschwächen. Die Pflanzen im Gewächshaus werden klein gehalten. Ein Förderband erleichtert den Transport von der Stecklingsabteilung zu den Vegetativ- und Blühräumen. CanAdelaar beschäftigt Mitarbeiter aus zwölf Nationen, wie Schreder während der Führung erwähnt, 75 Prozent davon sind Frauen. Nach der Ernte werden die Pflanzen im nassen Zustand zurechtgeschnitten, sechs bis neun Tage lang in Schalen getrocknet und anschließend in Plastikfässern bei etwa 10 °C fermentiert. Ein Teil der geernteten Pflanzen wird sofort zu Live-Haschisch verarbeitet (WPFF - Whole Plant Fresh Frozen). Die Verpackungsabteilung gleicht einer Willy Wonka-Fabrik für Cannabis, insbesondere wegen der beiden gigantischen Maschinen, die das Cannabis wiegen, portionieren und in orangefarbene Beutel verpacken. Eines ist klar: Das Projekt schafft viele legale Arbeitsplätze!
Einige Monate nach unserem Besuch interviewten wir Max Schreder erneut. Auf die Frage nach den wichtigsten Erkenntnissen seit Beginn des Projekts lächelte er und sagte: „Man sollte nicht unterschätzen, wie stark der Geruch ist und wie sehr sich die Nachbarn deshalb Sorgen machen. Das ist natürlich eine Lektion, die wir auf die harte Tour lernen mussten, und ich denke, wir haben das Problem inzwischen in den Griff bekommen. Aber wir hätten es von Anfang an ernster nehmen sollen.“
Ein weiteres Problem, das für negative Presse sorgt, sind Einbrüche. Der vierte im September führte dazu, dass einige Medien behaupteten, der gesamte Bestand sei gestohlen worden. Das stimme überhaupt nicht, sagte Schreder. „Die Polizei hatte eine sehr kurze Erklärung abgegeben. Sie war korrekt, aber nicht präzise genug. Von einem Medium wurde sie so interpretiert, als wäre alles weg. Aber dazu hätte es viel, viel mehr gebraucht, wie wir gesehen haben. Mehr kann ich dazu nicht sagen, die Ermittlungen laufen noch. Ich möchte nur klarstellen, dass bisher jeder, der versuchte, bei uns einzubrechen, gefasst wurde. Es ist eine ganz schlechte Idee, zu uns zu kommen und zu versuchen, Sachen zu stehlen.“




Kohlefilter und NDL-Lampen für Zusatzbeleuchtung bei unzureichendem Sonnenlicht.

Frisch geerntete Pflanzen werden maschinell getrimmt.





Rosinpresse in Aktion.

„Taffy Rosin“ wird hergestellt, indem frisches, warmes Rosin durchgeschlagen und gerührt wird, bis es eine dicke, karamellartige Konsistenz hat.

Blätter, die von der Maschine nicht erfasst wurden, werden von Hand abgeschnitten.

Kunststoff-Joint-Hüllen in CanAdelaars Hausfarbe.

Joint-Drehmaschine.

Cannabis-Wiege- und Verpackungsmaschine mit hohem Willy Wonka-Faktor.
CANADELAAR - ZAHLEN UND FAKTEN
Ort: Außerhalb Hellevoetsluis, nahe Rotterdam
Anzahl der Beschäftigten: Über 125
Anzahl der Cannabis-Sorten: Über 20
Anzahl der Pflanzen: 180.000
Substrat: Erde
Cannabissorten: Skywalker OG, Super Silver Haze, Wedding Cake, Lemon Haze, Amnesia Haze, NYC Diesel, Permanent Marker.
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Text: Martin Müncheberg
Mia Maestro spielt in “Grassland” eine alleinerziehende Mutter in den USA des Jahres 2008, die ihren Lebensunterhalt mit dem illegalen Anbau von Cannabis auf ihrem Grundstück verdient. Ihre Existenzgrundlage gerät in Gefahr, als sich ihr Sohn mit dem Enkel eines überengagierten Polizisten aus dem Nachbarhaus anfreundet. Was folgt ist absehbar dramatisch, weil es eben kein Fantasy-Plot ist, sondern das wahre Leben. Das wird auch am Ende des Films klar, an dem Texttafeln traurige Tatsachen vermitteln: 2008 war es für Lateinamerikaner 4 mal und für Afroamerikaner 7 mal wahrscheinlicher wegen Canna-

bis ins Gefängnis zu kommen - und das, obwohl alle Ethnien ungefähr gleich viel kiffen. Trotz der Legalisierung in vielen US-Bundesstaaten sitzen heute immer noch ca. 40.000 Menschen wegen Cannabis im Knast - teilweise noch immer für Taten aus der Zeit vor der Legalisierung, in der man für den illegalen Anbau von einigen wenigen Pflanzen mancherort 20 Jahre ohne Bewährung kriegen konnte.
GOOD FORTUNEEIN GANZ SPEZIELLER SCHUTZENGEL

Keanu Reeves spielt hier titelgemäß einen ganz speziellen Schutzengel, der irgendwie unzufrieden mit seinem “Job” ist, da es ihn immer weniger zufriedenstellt, den ganzen Tag lang immer nur irgendwelche Idioten davon abzuhalten, beim Autofahren an ihrem Handy herumzufummeln - und damit ihr Leben infolge eines tödlichen Unfalls auszuhauchen. Zudem ist er ein recht einfach gestrickter Engel, der vieles nicht versteht und oft wie ein Kind wirkt. Das bringt so manche Lacher mit sich, Keanu Reeves (der in den letzten Jahren primär als eiskalter Killer Erfolge feierte) darf hier endlich mal wieder seine selbstironische Seite zeigen. Drehbuchautor und Regisseur Ansari ging das Ganze mit viel Humor an und schuf so einen unterhaltsamen Wohlfühlfilm, der vielleicht nicht ganz konsequent endet, aber dennoch ein ebenso originelles wie gelungenes Regiedebüt darstellt.
Dieser Film ist für mich einer der besten des letzten Jahres, da er eindeutig Stellung bezieht, ohne konkrete politische Positionen offenzulegen. Eine junge Frau trifft hier auf die Familie ihres
nalen Einigung propagiert. Mehr erfährt man über konkrete politische Inhalte nicht – und genau das macht die Geschichte so spannend, denn eigentlich will die junge Frau nur in eine liebende Familie aufgenommen werden, was ihr aber immer wieder verwehrt wird. So ändert sich im Laufe von Jahrzehnten nicht nur die Familie, sondern gleich die gesamte Gesellschaft, die von besagter “radikaler Ideologie” ergriffen wird. Der Film zeigt gekonnt, wie grundsätzlich verständliche Beweggründe eine Entwicklung forcieren können, die letztendlich gar nicht im Sinne der ideologischen Wegbereiterin ist – “The Change” ist eine filmische Fabel, die aktueller nicht sein könnte.
KOCHEN
Dieses Kochbuch bietet einen umfassenden Einstieg in die Welt des Backens und Kochens mit Cannabis und zeigt, wie aus Pflanzenwissen kulinarischer Genuss entsteht. Von süßen Brownies und feinem Gebäck über herzhafte Gerichte bis hin zu Ölen, Buttern und Tinkturen: Man lernt Schritt für Schritt, wie man Cannabis korrekt vorbereitet, dosiert und schonend verarbeitet, damit Geschmack und Wirkung optimal zur Geltung kommen. Dabei steht nicht der Rausch, sondern der bewusste, kontrollierte Genuss im Mittelpunkt. Neben leicht verständlichen Rezepten vermittelt das Buch auch fundiertes Grundlagenwissen, z. B. warum Decarboxylierung entscheidend ist oder worauf es bei Dosierung, Haltbarkeit und Sicherheit ankommt. Damit ist das Buch für neugierige Einsteiger ebenso geeignet wie für experimentierfreudige Hobbyköche.

Freundes, wobei sie die Schwiegermutter bereits aus ihrem Studium kennt, wo sie offensichtlich verschiedener Meinung waren, da die Freundin des Sohnes eine “radikale Ideologie” der natio-
2020 veröffentlichten Viktor Marek und Ashraf Sharif Khan ihr erstes gemeinsames Album, mit “The Return Of The Sufi Dub Brothers” bekommen Fans seit Ende November mehr von der ungewöhnlichen Musik-Mische. Im Kern wiegt das neue Album sein Publikum in eine gewisse Spirale, die einen wahlweise schwindelig macht

oder in einen Trance-Zustand treibt. Khan entlockt seiner Sitar aufwendige Melodien, die er in kunstvolle repetitive Schleifen webt. Marek unterlegt diesen Sound mit seinen knackigen Beats. Der Einstieg der Platte bewegt sich noch eher im Dub- und Folk-Bereich und bleibt mit “Barsaat”, “Heer” und “Karrar” in einer gewissen analogen Wärme. Die Sitar-Melodien geben hier noch klar den Takt an. Ab “Dumba” übernehmen dann aber

die satten Beats von Marek die Führung, außerdem kommen diesmal auch noch (und erstmals) Vocals dazu. Und diese unwirkliche Mischung funktioniert auch 2025 noch überraschend gut. Vielleicht nicht für jeden, aber bei THC-Freunden stehen die Chancen gar nicht schlecht.



















Soft Secrets wird herausgegeben von Discover Publisher BV
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Telefon: +31 (0)6 13 00 65 33
E-mail: info@softsecrets.nl Web: www.softsecrets.com
Chef-Redakteur: Cliff Cremer
Mitarbeiter: Jorge Cervantes, Stoney Tark, Robert B., Mr. Jose, Martin Muencheberg, Johnny Stardust, Green Born Identity (GBI), Derrick Bergman, Olivier F., Hortizan, sudestfam u.a.
Übersetzungen: Helmut Schöffler
Anschrift der Redaktion: E-Mail: info@softsecrets.nl
Anzeigen: info@softsecrets.nl
Soft Secrets is printed by Coldset Printing Partners, Paal-Beringen, Belgium www.coldsetprintingpartners.be
Ein Wort des Herausgebers:
Soft Secrets ist ein im Abstand von zwei Monaten erscheinendes kostenloses Magazin, das in den Niederlanden (dort als “Highlife”), Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Polen, der Tschechischen Republik und Chile erscheint. Weltweit erleben wir derzeit einen Prozess der relativen Liberalisierung hinsichtlich des Cannabiskonsums, sei es für medizinische
oder Freizeitzwecke. Mehrere Länder haben Cannabis legalisiert, um weiche und harte Drogen voneinander zu trennen, wie es sich in Holland bewährt hat. Andere Länder haben die Verwendung von medizinischem Cannabis legalisiert, einschließlich des Rechts, Cannabispflanzen für den eigenen Gebrauch anzubauen.
Der Herausgeber möchte die Aufmerksamkeit verstärkt auf den Prozess der Normalisierung des Cannabiskonsums lenken. Hierbei wird vorausgesetzt, dass er nicht unbedingt mit allem einverstanden ist, was in Artikeln und Anzeigen erscheint. Der Verlag distanziert sich somit ausdrücklich von veröffentlichten Aussagen oder Darstellungen, die den Eindruck erwecken könnten, dass der Konsum oder die Produktion von Cannabis befürwortet wird. Es ist untersagt, ohne das vorherige Einverständnis des Herausgebers oder anderer Inhaber von Urheberrechten irgendetwas - gleich welchen Formats - von diesem Magazin zu kopieren oder zu reproduzieren. Der Verlag ist nicht verantwortlich für den Inhalt von Anzeigen und/oder für Auffassungen, die darin zum Ausdruck kommen, auch übernimmt er keine Verantwortung für unaufgeforderte Einsendungen. Der Herausgeber ist bestrebt, alle Rechteinhaber von Fotos und/oder Abbildungen zu erreichen. Wer meint, noch Anspruch auf diese Rechte zu haben, kann sich an den Verlag wenden.
Die nächste Ausgabe erscheint am


















































