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AUSGABE 01/2013

Energiestrategie 2050: Warum eigentlich? Notwendiger Aufschwung Die Bedeutung von Green IT Paradigmenwechsel «Clean Tech» – Was bringt die Zukunft?

Energieforschung 

  Energiemanagement    Solar    Notstrom    Ausbildung


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EDITORIAL

Schweizer Energiewirtschaft Illusion oder Realität Liebe Leserin, Lieber Leser

I

n den letzten Wochen wurde über das Kapitel Strom in den Medien so viel analysiert, debattiert, diskutiert und geschrieben, dass wir in der «Energie-Rundschau», die Ideologien und Meinungen der Stromstruktur jedem Einzelnen überlassen wollen. Sicherlich wird es in den nächsten Monaten zu Angleichungen und Ergebnissen in einer Phase der Vernunft und des politischen Willens kommen, damit sich jeder Strombezüger wieder vom Schock der angekündeten Strompreis-Erhöhung erholen kann. Begeben wir uns auf Konfrontationskurs in der Energie-Branche? Es ist das Ziel der Elektrizitätswirtschaft, die Verbraucher mit hoher Sicherheit und mit akzeptablen Kosten zu schützen und entsprechend ihrer Nachfrage zu versorgen. Werden durch die Marktöffnung die staatlichen Abgaben nicht tendenziell zunehmen? Erneuerbare Energien können längerfristig einen Teil der Stromlücke schliessen und müssen unbedingt ausgeweitet werden und mehr Achtung finden. Natürlich ist Strom mittlerweile zu einer grenzüberschreitenden Handelsware geworden. Der reine Grosshandelspreis für Energie unterliegt damit auch weitgehend dem Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Neben dem reinen Energiekostenanteil wird auch die Preisbildung durch weitere Faktoren beeinflusst. Dazu gehören sicherlich umwelt- und energiepolitische Regelungen, aber auch ein wichtiger Bestandteil sind die Netzentgelte. Welchen Stellenwert dieses Thema einnimmt zeigt die Schärfe der unglaublichen Diskussionen. Es wird in Zukunft auch die Aufgabe der Energielieferanten sein, die Kunden über neue Marktimpulse und Spielregeln im Energiemarkt zu informieren, sie über die diversen Erneuerungen und Entwicklungen auf dem neusten Stand zu halten und sie für die richtige Beschaffungsstrategie zu beraten. Nur so können sich Lieferanten als Energiepartner etablieren, um weitere Querelen zu vermeiden. Bei so vielen abwechslungsreichen Anregungen und Informationen bleibt uns nur zu hoffen, dass Sie geschätzte Leserschaft, die Bedürfnisse der Strombranche nicht auf die leichte Schulter nehmen und die neue Lektüre Ihnen viel Interessantes und Kurzweil bietet.

Herzlichst Ihr Roland Baer

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INHALT

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Editorial

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Energiemanagement

Energieforschung

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Stromerzeugung mit Holzfeuerung Sauberes Gaskraftwerk dank wasserstoffreichem Brennstoff Laseroptisches Verfahren zur Vor-Ort-Überprüfung von grossen Durchfluss-Sensoren Nacheichung ohne Prozessunterbruch

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Wir messen die Messe! 30 Brugg Cables entwickelt neues, strahlungsarmes Kabel 32 Energiesparen beginnt mit der Verbrauchsdaten Erfassung  34 Contrec AG 36 Kone-Aufzug MonoSpace 500 ist Produkt des Jahres 2012 38 Blitzstrom-Messsystem41

Kernkraftwerke

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Energiestrategie 2050: Warum eigentlich?

Kolumne 

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Kernenergie: Realismus kehrt zurück

Energielösungen 

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Innosolv24 BEN Energy AG und Optimatik AG 26

Smart Grid-Lösungen Gridstream AIM Head End System

AUSGABE 01/2013

Energiestrategie 2050: Warum eigentlich? Notwendiger Aufschwung Die Bedeutung von Green IT Paradigmenwechsel «Clean Tech» – Was bringt die Zukunft?

Energieforschung

Energiemanagement

Solar

Notstrom

Ausbildung

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Notstrom Powerqualität von Eaton Newave Energy AG Unterbrechungsfreie Stromversorgung USV

Lichtmanagement The End – die ausgebrannte Glühbirne Bewegungsmelder versprechen mehr als sie halten

Minergie Das «Plus» wurde erreicht Das MINERGIE-Zertifikat Planungsseminare MINERGIE-P® 2013

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INHALT

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Solar64 Hohe solare Gewinne im Sommer und Winter Die Migros baut die grösste Solaranlage der Schweiz Neue SolarMax Outdoor-Lösung für Grossanlagen Die Kompakt-Klasse von Domotec

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Holz-Pellet72 Clever Heizen mit Holz-Pellets

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Mobilität

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New Generation Auris Neuer Chevrolet Spark EV «elektrisiert» Europa

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Green IT

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Notwendiger Aufschwung Stromfresser in Büros KYOCERAs neue Druckerserie erhält den iF Product Design Award 2013

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Aus- und Weiterbildung

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Wissen mit Nachhaltigkeit verknüpfen Paradigmenwechsel Clean Tech – Was bringt die Zukunft? Mit Erdgas zu erneuerbaren Energien Stromeffizienz als zentraler Pfeiler der Energiewende Umwelt Arena Spreitenbach

Vorschau

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Studienreise: Energiewende erleben – Bayern geht voran ineltec 2013 ist auf Erfolgskurs

Vorschau / Impressum

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Stromerzeugung mit Holzfeuerung Das ORC-Modul dient zur Erzeugung von Elektrizität.

Zwei unterschiedliche Technologien zur Stromerzeugung mit einer Holzfeuerung stehen zur Verfügung. Während die Anlagenerweiterung mit einem Organic Ranking Cycle-Modul bereits im Praxiseinsatz steht, ist die Heissluftturbine erst in Entwicklung. Beide Möglichkeiten stellen aber eine konsequente Umsetzung des Prinzips der Wärme-Kraft-Kopplung dar. von Jürg Wellstein, Fachjournalist SFJ

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it Holzfeuerungen kann auch Strom erzeugt werden. Mit dieser zusätzlichen Funktion, welche die konventionelle Wärmeerzeugung ergänzt, wird das Prinzip der WärmeKraft-Kopplung umgesetzt. Eine bereits im Einsatz stehende Technologie arbeitet mit einem Thermoöl-Kessel. In diesem findet ein Wärmetransfer vom heissen Rauchgas auf ein Thermoöl statt, das zum Betrieb eines ORC-Moduls dient. Die in einer Holzfeuerung erzeugte Wärme kann aber auch zum Betrieb einer Heissluftturbine genutzt werden. Beide verfahrenstechnischen Möglichkeiten sind Bestandteil der Entwicklungsarbeiten der auf Holzfeuerungen spezialisierten Schmid AG in Eschlikon.

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Mit Thermoöl in die ORC-Turbine Der Organic Ranking Cycle (ORC) nutzt eine organische Flüssigkeit, z.B. Silikonöl, die eine niedrige Verdampfungstemperatur aufweist. ORC-Anlagen eignen sich vor allem für die Stromproduktion im niedrigen Temperatur- und Leistungsbereich (ab ca. 400 kW elektrisch). Während diese Technologie in Asien seit langem bei Biomasse-Verbrennungssystemen eingesetzt wird, gewinnt sie in Europa erst langsam an Bedeutung. Die Schmid AG konnte anlässlich ihrer Fachtagung 2012 die von ihr erstellte Anlage in Bichelsee-Balterswil vorstellen. Dort sind die Brennkammer der Holzfeuerung und der beigestellte Thermoöl-Kessel mit einem Gaskanal verbunden, der mit Isolier-

beton ausgekleidet einer Temperatur von über 1500°C standhält und dank drei Umlenkungen eine Ausbrandoptimierung erlaubt. Das angegliederte ORC-Modul umfasst die Turbine mit dem Stromgenerator. Der Wirkungsgrad erreicht 74 % thermisch und 14 % elektrisch. Die Schmid AG hat bis heute bereits 12 ORC-Anlagen im In- und Ausland installiert. Die thermische Energie wird der angegliederten Sägerei als Prozesswärme abgegeben und zusätzlich in das örtliche Fernwärmenetz gespiesen. Eine weitere, vergleichbare Anlage konnte die Schmid AG auch nach Hildesheim (D) liefern. Sie erreicht dort ebenfalls eine Stromproduktion mit einer Maximalleistung von ca. 600 kW.


ENERGIEFORSCHUNG terstützte Technologieentwicklung wurde zunächst als Prototyp umgesetzt. Seit Ende 2011 läuft der Versuchsbetrieb am Hauptsitz der Schmid AG in Eschlikon. Eine Nullserie ist inzwischen für den Verkauf freigegeben. Damit soll erreicht werden, dass im unteren Leistungsbereich ein ebenso zuverlässiger Prozess zur Stromerzeugung aus Biomasse ermöglicht werden kann. Auch bei Holzfeuerungen hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass die WärmeKraft-Kopplung ein anzustrebendes Prinzip darstellt, falls geeignete Technologien zur Verfügung stehen.

Feuerung mit Thermoöl-Kessel (rechts).

Heisse Luft im Brayton-Kreislauf Als Innovation stellte die Schmid AG sowohl an der Fachtagung als auch am Holzenergie-Seminar im September 2012 in Zürich die Entwicklung einer Heissluftturbine vor. Diese extern befeuerte Gasturbine arbeitet nach dem geschlossenen Brayton-Kreislauf. Dabei wird komprimierte Luft (ca. 4 bar) über einen Wärmetauscher mit Hilfe der Abgase einer Holzfeuerung weiter erhitzt und anschliessend in der Turbine entspannt. Diese ist für eine Eintrittstemperatur von 750 °C ausgelegt und weist eine Drehzahl von 56 000 Umdrehungen pro Minute auf. Die Aus-

trittstemperatur der Turbine liegt bei ca. 500°C. Mit einem nachfolgenden WasserWärmetauscher lässt sich die Luft weiter auf ca. 180 °C abkühlen und dabei zusätzlich Wärme gewinnen. Die Heissluftturbine ist als Alternative zur ORC-Stromerzeugung für einen tieferen Leistungsbereich konzipiert worden. Mit einer Bruttoleistung von 100 kW elektrisch und einer thermischen Leistung von 330 kW kann sie auch bei kleineren Wärmenetzen eingesetzt werden. Der Gesamtwirkungsgrad liegt bei ca. 77 %. Diese vom Bundesamt für Energie (BFE) un-

Prototyp Heissluftturbine

Kontakte Schmid AG Dietrich Vogel 8360 Eschlikon www.schmid-energy.ch BFE-Energieforschung: Biomasse www.bfe.admin.ch/forschungbiomasse www.energieforschung.ch

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FHNW-Student Felipe Bolaños bei der Arbeit auf dem Prüfstand im Paul Scherrer Institut (Villigen). Dort hat er im Forscherteam von Prof. Timothy Griffin die Verbrennung von wasserstoffreichem Brennstoff in einem Glasbrenner untersucht.

Sauberes Gaskraftwerk dank wasserstoffreichem Brennstoff Forscher verfolgen die Vision eines Gaskombikraftwerks, das weder Kohlendioxid noch andere Schadstoffe abgibt. Um dieses Ziel zu erreichen, möchten sie das CO2 vor der Verbrennung aus dem Erdgas entfernen und den zurückbleibenden Wasserstoff als Brennstoff nutzen. Im Labor ist dies schon möglich, wie ein Projekt der Fachhochschule Nordwestschweiz in Windisch zur Verbrennung von Wasserstoff zeigt. von Benedikt Vogel, Fachjournalist (im Auftrag des Bundesamts für Energie)

I

m Mai 1937 ging die «Hindenburg», das grösste je gebaute Luftschiff, bei der Landung in Lakehurst (USA) in Flammen auf. Der Unfall mit 36 Toten war eine der spektakulärsten Technikkatastrophen des 20. Jahrhunderts. Das Inferno steht bis heute bildhaft für die Gefährlichkeit von Wasserstoff, ein Fanal für den Bau von Luftschiffen überhaupt. Dabei war für die ‹Hindenburg› ursprünglich das ungefährliche Helium als Traggas vorgesehen. Trotzdem wurde dann der leicht entflammbare Wasserstoff eingesetzt, da die USA kein Helium an Nazi-Deutschland liefern wollten. Wasserstoff verbrennt zu schnell Die sichere Nutzung von Wasserstoff ist für Ingenieure auch gut 75 Jahre später noch eine Herausforderung. «Das Gas ist extrem reaktiv, sagt Dieter Winkler. Der Diplomchemieingenieur (56) sitzt im gläsernen Laborgebäude der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Windisch. Er ist Teil eines Forscherteams, das seit Jahren untersucht, wie sich die Verbrennung von Wasserstoff für die Erzeugung ‹sauberer› Energie nutzen lässt. Mit dem Beamer wirft Dieter Winkler das

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Bild einer Versuchsbrennkammer an die Wand. Brennkammern dieser Art werden – in komplexer industrieller Ausführung – von Gaskraftwerken zur Verbrennung von Erdgas und anderen fossilen Brennstoffen eingesetzt. Winkler und seine Forscherkollegen haben versucht, die Brennkammer – statt mit Erdgas – mit Wasserstoff zu betreiben. Im Mischer vermengten sie den Wasserstoff mit Luft und verbrannten ihn in der dahinterliegenden Brennkammer. Doch der Wasserstoff entflammte so schnell, dass die Flamme aus der Brennkammer in den Mischer zurückschlug und diesen zu zerstören drohte. «Zu unsicher für die Anwendung in einem Kraftwerk», resümiert Winkler.

Die Forscher der FHNW haben einen Brenner aus Quarzglas konstruiert. Damit lässt sich die Verbrennung von Wasserstoff von Auge beobachten.


ENERGIEFORSCHUNG Drei Jahre lang haben die Forscher der FHNW die Verbrennung von Wasserstoff untersucht mit dem Ziel, einen Beitrag zur Schweizer Energiezukunft zu leisten. Das Fernziel des vom Bundesamt für Energie und der grossen Schweizer Stromkonzerne unterstützten Projekts: ein CO2-freies Gaskraftwerk. Ein solches Kraftwerk ist auf dem Papier einfach zu konstruieren: Statt Erdgas zu verbrennen, würde das Erdgas vor der Verbrennung in Wasserstoff und CO2 aufgetrennt. Nur der Wasserstoff würde dann durch Verbrennung zur Stromerzeugung genutzt. Die Forscher in Windisch wollten wissen, ob die Verbrennung des leicht entzündlichen Wasserstoffs gelingt – und zwar so sicher, dass eine industrielle Stromproduktion möglich ist, und so sauber, dass der Schadstoffausstoss unter den Grenzwerten liegt. Brennertests im Forschungslabor der FHNW und am PSI Auf diesem Weg mussten die Forscher der Fachhochschule auch Rückschläge hinnehmen. Doch unter dem Strich tönt das Ergebnis nach drei Jahren Forschung ermunternd: «Wir haben ein Verfahren

entwickelt, mit dem wir reinen Wasserstoff sicher verbrennen können, wobei nur sehr geringe Emissionen des Schadstoffs Stickoxid entstehen», fasst Dieter Winkler das Ergebnis des Forschungsprojekts zusammen, das im Frühjahr 2013 endet. Lassen sich die Ergebnisse aus dem Labor industriell umsetzen, könnte das am Ende zu einem mit Wasserstoff befeuerten Grosskraftwerk führen, auch wenn bis dahin noch zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen sind. Um diesen Nachweis zu erbringen, konstruierten die Forscher gemeinsam mit den FHNW-Studenten verschiedene Typen von Brennern und testeten diese auf Prüfständen der FHNW im Alstom-Werk in Birr (Alstom selber war kein Projektpartner) und des Paul Scherrer Instituts (PSI) in Villigen. Da Wasserstoff so leicht entflammt und wegen seiner Reaktionsfähigkeit nicht auf die gleiche Weise verbrannt werden kann wie Erdgas, mussten sie neue Wege gehen. Ein Weg, um die leichte Entflammbarkeit von Wasserstoff zu beherrschen, besteht darin, den Zeitraum zwischen Luftbeimischung und Zündung zu verkürzen – dies aber führt

Der Bau eines Brenners zur Verbrennung von Wasserstoff war für die Forscher der FHNW eine Herausforderung. Bei der Konstruktion mussten sie den Umstand berücksichtigen, dass sich Quarzglas unter Hitzeeinfluss praktisch nicht ausdehnt, die Metallteile hingegen schon.

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ENERGIEFORSCHUNG

zu schlechterer Mischungsqualität von Brennstoff/Luft und damit zu extremen Verbrennungstemperaturspitzen und zu hohen Emissionen an unerwünschten, weil giftigen Stickoxiden (NOx). Alternativ kann man die Reaktivität des Wasserstoffs durch Beimischung grosser Anteile Stickstoff oder Wasserdampf reduzieren – das vermindert zwar die Schadstoffemissionen, zugleich aber auch den Wirkungsgrad des Kraftwerks. Verbrennung nach dem Fett/Mager-Konzept Der Ausweg aus dieser Zwickmühle ist die Verbrennung in zwei Stufen: In der ersten Stufe wird nur die Hälfte des Wasserstoffs verbrannt, indem nur die Hälfte der Luftmenge zugeführt wird, die für eine vollständige Verbrennung des gesamten Wasserstoffs nötig wäre. In der zweiten Stufe wird dann sogar mehr Luft zugeführt, als zur vollständigen Verbrennung erforderlich wäre. Die erste Stufe wird ‹Fett-Stufe› genannt, die zweite ‹MagerStufe›, das gesamte Konzept entsprechend ‹Fett/Mager-Konzept›. Dieses Verfahren hat das Potenzial für ähnlich hohe Wirkungsgrade, wie sie derzeit bei modernsten Gaskraftwerken erzielt werden (ca. 60 Prozent). Und es ist vergleichsweise schadstoffarm: Bisher konnten die Forscher die Emission von Stickoxiden auf 40 ppm (normiert auf 15% O2) reduzieren (bei einer typischen Verbrennungstemperatur von 1750 Grad Kelvin). Das ist zwar noch doppelt soviel, wie der Grenzwert in den meisten europäischen Ländern zu-

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lässt. Die Forscher sind aber zuversichtlich, den Schadstoffausstoss mit weiteren Optimierungen unter den Grenzwert drücken zu können. Insbesondere dürfte dies durch eine bessere Reaktionsführung gelingen, bei der die Verbrennung nicht lokal konzentriert, sondern besser verteilt erfolgt. Eine andere wichtige Verbesserung haben die Forscher schon im Projekt erzielt: Sie konnten die Fett-Stufe so bauen, dass trotz des Sauerstoffmangels kein Katalysator für die Umsetzung des Brennstoffs (H2) erforderlich ist. Das ist bedeutsam für eine spätere industrielle Nutzung eines Wasserstoff-Brenners, weil es dessen Baukosten senkt. Technik mit längerfristigem Potenzial Die Ergebnisse aus Windisch zeigen neue Wege bei der künftigen Energieumwandlung auf. Doch sind sie auch der Schlüssel zum Bau moderner Gaskombikraftwerke, die nach Auffassung mancher Energiepolitiker ab 2020 an die Stelle stillgelegter Kernkraftwerke treten sollen? «Unsere Forschung zeigt: Es gibt das Potenzial, Wasserstoff in Gaskraftwerken sicher und sauber zu verbrennen», sagt Professor Timothy Griffin, Leiter der Verbrennungsgruppe des Instituts für Thermo- und Fluid-Engineering an der FHNW. Doch Griffin will keine falschen Hoffnungen wecken. Zwar funktioniere die Technik im Labor, sagt er, doch sei noch ein erheblicher Entwicklungsaufwand nötig, bis Gaskraftwerke mit reinem Wasserstoff ohne CO2Ausstoss auf den Markt kommen.

Schematische Darstellung für die zweistufige Verbrennung von wasserstoffreichem Brennstoff: In der ersten, ‹fetten› Verbrennungsstufe (Mitte) wird dem Brennstoff (H2) Luft (N2/O2) zugefügt, allerdings weniger, als zur vollständigen Verbrennung nötig wäre. Ein Teil des Wasserstoffs verbrennt zu Wasserdampf (H2O, Verbrennungsprodukt) und verdünnt zusammen mit dem Stickstoff (N2, ‹Restprodukt› der verbrannten Luft) den restlichen Wasserstoff. In der zweiten, ‹mageren› Stufe wird dem Brennstoff wieder Luft zugefügt, diesmal mehr, als zur vollständigen Verbrennung nötig wäre. Jetzt verbrennt der verbliebene Wasserstoff vollständig zu einem Heissgas (bestehend aus Wasserdampf, Stickstoff und Luft), das in einer Turbine genutzt werden kann. Die in der ersten Verbrennungsstufe entstandenen Stoffe Wasserdampf und Stickstoff sind sehr willkommen. Sie reduzieren die Reaktivität des Wasserstoffs und bändigen damit den Brennstoff-Umsatz in der zweiten Verbrennungsstufe.


ENERGIEFORSCHUNG Griffin kann sich aber vorstellen, dass mit Erdgas betriebene Gaskraftwerke in der Schweiz so konstruiert werden, dass sie später auf den Brennstoff Wasserstoff umgerüstet werden können. Doch diese Perspektive ist zur Zeit eher ein Gedankenspiel. Denn ein mit Wasserstoff betriebenes Kraftwerk wäre erst rentabel, wenn der CO2-Ausstoss durch die Politik deutlich verteuert würde. Zudem ist die Gewinnung von Wasserstoff aus Erdgas (oder Erdöl, Kohle) erst denkbar, wenn die Speicherung des abgeschiedenen CO2 im Untergrund technisch problemlos möglich ist und von der Bevölkerung akzeptiert wird. Bestandteil zukünftiger Energiesysteme Das FHNW-Projekt ist Teil eines grösseren Forschungsvorhabens zu CO2-freien Gaskraftwerken. In diesem Rahmen untersucht die ETH Lausanne (EPFL) die Stoffflüsse und Energiebilanzen in einem Kraftwerksystem, das Wasserstoff als Brennstoff nutzt. Das PSI in Villigen wiederum will mit kinetischen Berechnungen von Verbrennungsreaktionen das theore-

tische Verständnis der Verbrennungsprozesse verbessern. «Auch in zukünftigen Energiesystemen mit stark reduzierten CO2-Emissionen haben Gaskraftwerke eine wichtige Rolle zu spielen», sagt Dr.-

Ing. Peter Jansohn, der am PSI eine Abteilung zur Verbrennungsforschung leitet und die Forschungsprojekte von FHNW, EPFL und PSI im Auftrag des Bundesamts für Energie koordiniert.

Wasserstoff aus fossiler oder erneuerbarer Quelle Wasserstoff kann aus unterschiedlichen Quellen stammen, beispielsweise aus Kohle, Erdöl oder Erdgas. Zur Herstellung von Wasserstoff wird einer dieser drei Ausgangsstoffe ‹reformiert›, also in ein Gemisch aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid (CO) umgewandelt. Dieses sogenannte Synthesegas kann in katalytischen Reaktoren durch Zugabe von Wasser in Wasserstoff und CO2 transformiert werden (‹Wassergas-Shift-Reaktion›). Jetzt kann das CO2 abgeschieden werden; der Wasserstoff steht dann der Energieerzeugung zur Verfügung. Mit diesem Verfahren kann ein Brennstoff hergestellt werden, der zu 99 Prozent aus

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Wasserstoff besteht. In einem wasserstoff-befeuerten Gaskraftwerk würde der Wasserstoff-Anteil aber nicht ganz so hoch liegen, sondern bei gut 80 Prozent (der Rest: Stickstoff und andere Begleitstoffe). Man spricht hier von ‹wasserstoffreichem Brennstoff›. Wasserstoffreicher Brennstoff lässt sich nicht nur aus den fossilen Energieträgern Kohle, Erdöl und Erdgas herstellen. Wasserstoff kann auch ein erneuerbarer Energieträger sein, dann nämlich, wenn er aus Biogas, aus vergastem Holz oder mit erneuerbarem Strom mittels Elektrolyse aus Wasser gewonnen wird. BV

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Energieforschung

Realisierung der Anbohrung für eine LDV-Messstelle unter Betriebsbedingungen (hier durch VATTENFALL Europe Wärme AG)

Laseroptisches Verfahren zur Vor-Ort-Überprüfung von grossen Durchfluss-Sensoren von Dr. Ulrich Müller

Problemstellung Trotz der wachsenden Sensibilisierung auf die gesamte Energie- und Ressourcenproblematik wird derzeitig noch oft die Bedeutung der Messrichtigkeit von grossen Wärme- (bzw. Kälte)-Messstellen unterschätzt. Insbesondere für Durchfluss-Sensoren (DFS) ab ca. DN 150 verdient die Gewährleistung der erforderlichen Messrichtigkeit und Messbeständigkeit erhöhte Aufmerksamkeit. Eine Hauptursache für Veränderungen der Messcharakteristik der Durchfluss-Messgeräte sind die oft auftretenden Unterschiede zwischen den idealen Kalibrierbedingungen auf den Prüfständen und den tatsächlichen Einbau- und Betriebsbedingungen der Geräte im Feld. Die Kalibrierung der DFS am Prüfstand ist nur beschränkt aussagefähig für das Verhalten der Geräte am tatsächlichen Einbauort im Anlagennetz. So herrschen am Einbauort oft nicht • die definierten hydraulischen Strömungsbedingungen der Kalibrierung, da die strömungstechnischen Verhältnisse in der Anlage in der Regel nicht bekannt sind. • die Durchflüsse, bei denen der DFS auf

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dem Prüfstand kalibriert wurde (Prüfpunkte) • die Wärmeträger-Temperaturen bei der Kalibrierung (oft wird nur mit Kaltwasser kalibriert) • die zeitlich Konstanz der Fluidparameter Durchfluss, Temperatur und Druck sowie • die definierten Umgebungsbedingungen der Kalibrierung. Somit kann auch bei einer geeichten Messstelle eine Veränderung der Messrichtigkeit nach der Installation im Feld nicht ausgeschlossen werden. Mit einem Austausch der DFS z. B. nach einer Eichgültigkeitsperiode und einer Re-Kalibrierung auf einem Prüfstand können Drifterscheinungen erkannt und vermieden werden – das grundsätzliche Problem des unbekannten Einflusses der tatsächlichen Einbaubedingungen des Geräte auf seine Messcharakteristik bleibt jedoch ungelöst. Der konsequenteste Lösungsansatz für diese Problematik ist die Überprüfung und Kalibrierung der DFS am Einbauort bei den tatsächlichen Einbau- und Betriebsbedingungen (d. h. vor Ort).


Energieforschung Möglichkeiten zur Vor-Ort-Überprüfung von grossen DFS Bisherige Möglichkeiten Häufig wird das Ultraschall-clamp-on-Verfahren, bei dem an der äusseren Rohrwand zwei Ultraschall-Transducer befestigt werden und anschliessend eine Laufzeit-Differenz-Messung durchgeführt wird, eingesetzt. Geräte mit diesem Messprinzip erreichen unter Referenzbedingungen Messunsicherheiten im Bereich von 1% bis 2%. In der Praxis bewegen sich die erreichbaren Messunsicherheiten aufgrund der oft nur unzureichend bekannten Rohrgeometrien und den nicht der Kalibrierung entsprechenden Strömungsbedingungen nach Erfahrungen der Autoren im Bereich von 2 % bis 10% und sind für den Praxisfall nicht rückführbar.

Neuerdings steht auch ein Verfahren unter Nutzung der Laser Doppler Velocimetry (LDV), das sogenannte LDV-Segmentverfahren, zur Verfügung. LDV-Segmentverfahren Vorstellung des Verfahrens Beim LDV-Segmentverfahren wird der notwendige optische Zugang zu dem Fluid durch mindestens eine, ohne Betriebs- und Versorgungsunterbrechung in die Rohrleitung einzubringende, Zugangskonstruktion realisiert. Hierzu wird ein modifizierter Standard-Kugelhahn an der gewählten Messposition auf die Rohrleitung

geschweisst. Anschliessend wird mit einer weiterentwickelten Methode des «hot tappings» durch den Kugelhahn hindurch die Rohrleitung unter Druck angebohrt (vgl. Bild 1). Danach wird ebenfalls ohne Versorgungsunterbruch ein der Rohrinnenkontur angepasstes Quarzglasfenster eingesetzt, so dass die Strömung im Messquerschnitt nicht beeinflusst wird. Der druckdichte Abschluss des während der Messung geöffneten Kugelhahnes erfolgt durch ein ebenes Schauglas. Dieses gesamte Verfahren ist sicherheitstechnisch durch den TÜV Rheinland geprüft und zertifiziert.

Das Master-Slave-Verfahren mit der Reihenschaltung eines mit Schläuchen in den Prozess eingeschleiften VergleichsDFS ist auf Nennweiten bis ca. 200 mm beschränkt. Mit den von einigen Herstellern eingesetzten elektronischen Prüfund Simulationswerkzeugen werden nur die elektrischen Eigenschaften des Messsystems überprüft.

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Energieforschung Nach der Realisierung des optischen Zugangs werden mit einem mobilen LDVMesssystem die Fluid-Geschwindigkeiten entlang von mindestens einem Durchmesserpfad an ca. 100 Messpunkten durch automatische Traversierung der LDVSonde ausserhalb der Rohrleitung örtlich hochaufgelöst gemessen (vgl. Bild 2). Der Volumenstrom kann dann durch Integration der gemessenen Geschwindigkeitsprofile berechnet werden. Nach erfolgter Messung wird das Schauglas entfernt und die Messstelle mit einem Blindflansch bis zur nächsten periodischen Wiederholmessung verschlossen. Aufgrund des nur beschränkten optischen Zuganges können Messungen der lokalen Geschwindigkeit nur entlang von einem (oder bei mehreren Anbohrungen auch entlang mehrerer) Durchmesserpfad(e) realisiert werden. Somit ist bei zur Rohrachse unsymmetrischen Geschwindigkeitsverteilungen im Messquerschnitt, mit einer erhöhten Messunsicherheit zu rechnen. In diesen Fällen sind das Setzen weiterer Anbohrungen unter charakteristischen Winkeln und die Nutzung zusätzlicher Informationen zur Strömungscharakteristik sinnvoll. Die anlagenbedingten Veränderungen des Durchflusses während der ca. ein- bis zweistündigen Messzeit werden durch Normalisierung der LDV-Messwerte mit

den durchflussproportionalen Signalen des Prüflings und eines zusätzlich installierten Ultraschall-clamp-on-DurchflussMessgerätes berücksichtigt. Zur Erfassung der Rohrgeometrie stehen die ausgebohrte Rohrronde sowie optische und konventionelle Messverfahren zur Verfügung. Die Messunsicherheit des LDV-Segmentverfahrens wurde im Rahmen eines PTBPrüfberichtes detailliert untersucht. Die bestätigte Messunsicherheit von weniger als 0,6 % für einen instationären Fluidzustand und symmetrische Strömungsverhältnisse steht in sehr guter Übereinstimung mit den Ergebnissen von Vergleichsmessungen am GrosswärmePrüfstand der PTB Berlin. Unter den schwierigeren Praxisbedingungen liegen die Messunsicherheiten im Bereich von ca. 1 bis 3 %. Anwendungsbeispiele Die bisherigen Überprüfungen von grossen DFS im Einbauzustand mit dem LDVSegmentverfahren decken einen Anwendungsbereich von DN 125 bis DN 800 bei Fluidtemperaturen bis maximal 130 °C ab. Das Bild 3 zeigt typische Verläufe der normierten LDV-Geschwindigkeiten, des Turbulenzgrades sowie der während der ca. zweistündigen Messzeit nicht konstanten volumetrischen Geschwindigkeit und

Verläufe der gemessenen und normierten LDV-Geschwindigkeiten, des Turbulenzgrades sowie der volumetrischen Geschwindigkeit und der Temperatur des Fluides während der ca. zweistündigen Messzeit an einer Messposition in einer Fernwärme-Leitung DN 400 mit einer geraden Vorlauflänge von ca. 18D

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Temperatur des Fluides an einer Messposition in einer Fernwärme-Leitung DN 400. Das normierte und symmetrische Geschwindigkeitsprofil weist trotz der Durchfluss-Schwankungen während der Messzeit die typische Form eines turbulenten, nicht ausgebildeten Profils auf. Die Messergebnisse der Überprüfungen von zwei Wirkdruck-Blenden DN 500 in einem Fernwärme-Netz sind in Bild 4 dargestellt. Eine dieser bereits über zehn Jahre eingebauten Blenden weist eine negative Messabweichung von bis zu 23 % auf. Insbesondere für abrechnungs- oder bilanztechnisch sehr wichtige Messstellen ist es sinnvoll, die Überprüfungen in periodischen Abständen durchzuführen, um Drifterscheinungen zeitnah zu erkennen. Zunehmend erfolgen die Messungen an Fernwärme-Freileitungen, da hier in der Regel sehr lange Vorlaufstrecken gegeben sind. Oft ist es sinnvoll in Zusammenhang mit den Überprüfungen der DFS die anderen Komponenten der Wärme-Messstelle ebenfalls zu kontrollieren und ggf. auszutauschen. Bisher wurden insgesamt ca. fünfzig VorOrt-Überprüfungen u. a. bei der Energie Wasser Bern, VATTENFALL Europe Wärme Berlin, der Fernwärme Wien sowie einigen Stadtwerken und Kehrricht-Verbrennungsanlagen in Deutschland durch-

Messergebnisse der Vor-Ort-Überprüfung von zwei Blenden in einer Fernwärme-Leitung DN 500


Energieforschung geführt. Die Ergebnisse zeigen bei ca. einem Drittel der untersuchten DFS Messabweichungen ausserhalb der Verkehrsfehlergrenzen und maximale Abweichungen bis zum Vierfachen (!) der mit den konventionellen DFS gemessenen Volumenströme. Vergleich von Ultraschall-clamp-onund LDV-Segmentverfahren Die wesentliche Ursache für die gegenüber dem LDV-Segmentverfahren schlechteren Messunsicherheiten des Ultraschall-clamp-on-Verfahrens liegt in den verwendeten physikalischen Messprinzipien begründet. Beim Ultraschall-clampon-Verfahren liegen keine Informationen über die Geschwindigkeitsverteilung im Messquerschnitt vor. Beim LDV-Segmentverfahren werden hingegen die lokalen Geschwindigkeiten an vielen Punkten entlang eines oder mehrerer Durchmesserpfade gemessen und bei der Berechnung des Volumenstroms berücksichtigt. Darüber hinaus weist die LDV-Methode als Fundamental-Messverfahren eine direkte Rückführbarkeit und eine ausgezeichnete Langzeitstabilität auf.

Das Ultraschall-clamp-on-Verfahren eignet sich hauptsächlich für Monitoring- und Plausibilitätsuntersuchungen sowie dauerhafte (fest installierte) Messungen. Der Einsatzschwerpunkt des LDV-Segmentverfahren liegt hingegen bei der rückgeführten Überprüfung und Kalibrierung von wirtschaftlich bedeutsamen Messstellen mit den entsprechenden Zertifikaten. Mit dem LDV-Segmentverfahren eröffnet sich erstmals die Möglichkeit, Kalibrierungen und eichtechnische Prüfungen von DFS am Einbauort durchzuführen. Zurzeit fehlen jedoch noch die hierzu notwendigen Rahmenbedingungen des gesetzlichen Messwesens. Das LDV-Segmentverfahren wird derzeitig für den Einsatz auch bei leicht von der Rotationssymmetrie abweichenden Geschwindigkeitsverteilungen im Messquerschnitt weiterentwickelt.

dem LDV-Segmentverfahren demonstrieren nachdrücklich die Bedeutung und die Notwendigkeit der Durchführung von VorOrt-Überprüfungen. Die Entwicklung des LDV-Segmentverfahrens erfolgte in enger Zusammenarbeit der Firmen OPTOLUTION GmbH Reinach (CH) und Intelligent Laser Applications GmbH Jülich (D) mit den metrologischen Staatsinstituten der Schweiz (METAS) und Deutschlands (PTB). Die sicherheitstechnische Prüfung des Verfahrens und die Zertifizierung der gesamten Dienstleistung wurde durch den TÜV Rheinland vorgenommen.

Zusammenfassung und Danksagung Die unterschiedlichen Bedingungen bei der Kalibrierung grosser DFS auf Prüfständen und im Einbauzustand können zu wirtschaftlich relevanten Messabweichungen führen. Die Erfahrungen mit

Kontakt OPTOLUTION GmbH Christoph Merian-Ring 11 CH-4153 Reinach Telefon 061 717 82 82 info@optolution.ch www.optolution.ch

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Energieforschung

Nacheichung ohne Prozessunterbruch

Die Innovation bei Betreiberkosten dank neuartigem Zählerkonzept

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ine ganzheitliche Lösung für die Energiemessungen in der Nah- und Fernwärmeversorgung muss eine Vielzahl von Anforderungen abdecken. Neben Genauigkeit, Langzeitmessstabilität und anspruchsvollen Prozessbedingungen ist für den Abrechnungsverkehr die periodische Rückführbarkeit und Nacheichung notwendig. Hier zeigt sich, dass die Betreiberkosten für die Prozessunterbrüche und periodische Rückführung einen dominierenden Kostenanteil darstellen. Des Weiteren ist die Disposition und Planung dieser Wechsel mit grossem Aufwand verbunden und führt nicht selten zu Terminkonflikten mit dem Kunden. Bei kritischen Messstellen wie etwa in Krankenhäusern muss der Austausch sogar unter erhöhtem Aufwand während der Nacht erfolgen. Durch die herausragende Innovation des AMFLO® SONIC DryX wird, dank des einzigartigen modularen Aufbaus, nun erstmals ein schneller Eichaustausch im laufenden Betrieb möglich. Bei der Nacheichung bzw. dem Eichaustausch ist kein Eingriff in die Hydraulik notwendig, das Wärmesystem bleibt vollkommen geschlossen. Nacheichung ohne Prozessunterbruch! Dies reduziert dem Betreiber die anfallenden Aufwände für den turnusmässigen Wechsel auf ein Minimum und Terminkonflikte mit dem Kunden können vermieden werden. Das neuartige Zählerkonzept Die Durchflussmessung erfolgt mittels Ultraschall und arbeitet nach dem Laufzeitdifferenzverfahren. Das modulare Konzept beruht auf drei Komponenten die ohne Einbussen in der Messsicherheit beliebig ausgetauscht werden können. Die Komponenten sind Messrohr, Messelektronik mit Sensorik und ein Rechenwerk bzw. Auswerteeinheit mit Temperaturfühlern.

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Im Falle der Nacheichung müssen nur Sensorik und Elektronik geprüft werden, das Messrohr verbleibt drei Eichperioden im System. Eichtechnisches Neuland Mit diesem Konzept wird eichtechnisches Neuland betreten. Deshalb wurde in enger Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Rose von der Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in Berlin das innovative Konzept ausgiebig getestet und geprüft. Die Tests und Prüfungen gingen noch über die Anforderungen aus der EN1434 hinaus, um ein hohes Mass an Sicherheit und Zuverlässigkeit in der Praxis zu gewährleisten. Im Zuge der Zulassung wurde seitens der PTB mehrfach die Genauigkeit und Reproduzierbarkeit nachgewiesen.

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KERNKRAFTWERKE

Energiestrategie 2050:

Warum eigentlich?

F체r eine Kehrtwende in der Schweizer Energiepolitik liefert die EnergiestrategieVernehmlassung keinen sachlichen Anlass. Ein gesetzliches Verbot von Rahmenbewilligungen f체r Kernkraftwerke ist rechtlich nicht gerechtfertigt. Schon heute besteht n채mlich kein Anspruch auf Rahmenbewilligungen. Ein solches Verbot bedroht zudem den Wissensplatz und widerspricht den energiepolitischen Zielen des Bundes. Wird an einem gesetzlichen Verbot festgehalten, ist eine Volksabstimmung unerl채sslich. von Matthias Rey


KERNKRAFTWERKE Schwer zu ersetzen: Das Kernkraftwerk Gösgen produziert zuverlässig rund 15 Prozent des schweizerischen Stromverbrauchs.

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er Bundesrat hat seine neue Energiestrategie Ende September 2012 in die Vernehmlassung geschickt. Daraus geht hervor, dass die Schweizer Energieversorgung komplett umgekrempelt werden soll. Aber warum eigentlich? Warum soll ein bewährtes System über den Haufen geworfen werden? Warum soll die Schweiz – anders als zahlreiche andere Länder – auf die Vorteile der Kernenergie verzichten? Auf rund um die Uhr verfügbaren und CO2armen Strom? Gibt es dafür eine sachliche Begründung? Oder stecken am Ende nur ideologische Erwägungen dahinter?

Keine sachliche Begründung … Der Ausstieg aus der Kernenergienutzung bildet die Grundlage für das Mammutprojekt Energiestrategie 2050. Eine sachliche Begründung für diesen Ausstieg liegt bald zwei Jahre nach dem Beschluss des Bundesrates nicht vor, auch nicht in den umfangreichen Vernehmlassungsunterlagen zur Energiestrategie. Unter dem Eindruck des Reaktorunfalls in Fukushima hatte der Bundesrat damals verkündet, der Bau von neuen Kernkraftwerken (KKW) sei «politisch nicht durchsetzbar». Ansonsten gab er keinen Grund für seine energiepolitische Kehrtwende an. Das ist erstaunlich, da die Energiestrategie 2050 gerade

Statt Teil der Lösung plötzlich Teil des Problems? Kernkraftwerk Leibstadt, das 2012 seine elektrische Leistung um 30MW steigern konnte.

wegen des Ausstiegsbeschlusses entwickelt worden ist, durch den rund 40% der Schweizer Stromproduktion wegfallen werden. Eine vertiefte Diskussion der Gründe für den Ausstieg wäre angesichts der weitreichenden Konsequenzen mehr als angebracht. … aber Argumente für Kernenergie Im erläuternden Bericht zur Energiestrategie-Vernehmlassung sucht man klare Gründe für den Ausstieg vergebens. Im Gegenteil, es finden sich darin vor allem Argumente für die Kernenergienutzung. So hält der Bundesrat ausdrücklich fest, dass die Schweizer KKW die internationalen Sicherheitsanforderungen in allen Bereichen erfüllen und dass die Überprüfungen des Eidgenössischen Nuklearsicherheitsinspektorats (ENSI) ergeben haben, dass der sichere Betrieb der Schweizer KKW gewährleistet ist. Die Laufzeiten der heutigen Werke sollen nach dem Willen des Bundesrats einzig von sicherheitstechnischen Kriterien abhängen. Er sieht keinen Anlass für eine vorzeitige Ausserbetriebnahme aus politischen Gründen. Der Bericht anerkennt auch, dass die Uranreserven geografisch breit diversifiziert sind und die OECD-Länder über grosse eigene Reserven verfügen, was eine hohe Versorgungssicherheit zur Folge hat. Der Bundesrat räumt sogar ein, dass der Verzicht auf die Kernenergie den Ausbau der Stromproduktion aus fossilen Energieträgern und Stromimporte erfordert, und zwar auch noch nach 2050.

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KERNKRAFTWERKE Energiestrategie 2050 vs. Bundesverfassung Die Schweizer Bundesverfassung verlangt eine zuverlässige, breit gefächerte, sichere, wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung (Art. 89 Abs. 1). Im erläuternden Bericht zur Vernehmlassungsvorlage weist der Bundesrat ausdrücklich darauf hin, dass diese Ziele mit oder ohne Ausstieg aus der Kernenergie ihre Gültigkeit haben. Die vorgeschlagene Energiestrategie 2050 widerspricht jedoch in wesentlichen Teilen dieser Zielsetzung: • Sie torpediert vor allem das Kriterium «breit gefächert», indem sie eine Technologie a priori ausschliesst. • Ohne Gaskraftwerke, die im Gegensatz zu Wind- und Solarkraftwerken rund um die Uhr sogenannte Bandenergie liefern, dürfte die Energieversorgung nach dem Ausstieg kaum so zuverlässig sein wie heute dank Wasserkraft und Kernenergie. Bei der Gaskraft stellt sich jedoch das Problem der politischen Opposition mindestens genauso wie bei den KKW. • Sicher ist die Stromversorgung auch mit KKW, was der Bundesrat selbst bestätigt. • Wie wirtschaftlich sie ohne KKW wäre, ist nur sehr schwer absehbar. Wirtschaft, Industrie und Gewerbe warnen vor deutlichen Wachstums- und Gewinneinbussen. • Viel umweltfreundlicher als heute kann der Strommix der Schweiz gar nicht sein. Wasserkraft und Kernenergie, die zusammen rund 95% des Schweizer Stroms produzieren, sind laut Paul Scherrer Institut (PSI) die CO2-ärmsten Stromerzeugungsarten überhaupt. Das Ranking des PSI umfasst jeweils den gesamten Lebenszyklus von Rohstoffgewinnung und Kraftwerksbau bis zu Stilllegung und Rückbau. Die Kernenergie zeichnet sich zudem dadurch aus, dass sie auf kleiner Fläche enorm viel Strom produziert. Das schont Natur und Landschaft.

Produktionsrekord: Das Kernkraftwerk Mühleberg hat im Jahr 2012 brutto 3117 Mio. kWh ins Netz eingespeist.

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Weiter erwähnt der Bericht auch den Umstand, dass eine Reihe von EU-Ländern anstrebt, die Kernenergie vergleichbar mit den erneuerbaren Energien zu fördern wie das die USA, wo die Kernenergie als «clean energy» gilt, bereits heute tun. Unnötiges Technologieverbot Dessen ungeachtet will der Bundesrat Rahmenbewilligungen für neue KKW gesetzlich verbieten, weil er glaubt, dass diese keine Chancen hätten. Dieses Argument für ein Verbot der Kernenergienutzung ist jedoch nicht stichhaltig. Ein solches Verbot lässt sich weder rechtlich noch politisch rechtfertigen. Bereits heute gibt es keinen Rechtsanspruch auf eine Rahmenbewilligung. Bundesrat, Parlament und Stimmvolk können jederzeit in freier politischer Entscheidung neue KKW verhindern oder bewilligen. Wenn also neue KKW tatsächlich «politisch nicht durchsetzbar» sind, dann werden sie bei heutiger Gesetzeslage auch nicht gebaut. Dafür braucht es kein Technologieverbot und keinen energiepolitischen Kopfstand.


KERNKRAFTWERKE Stattdessen wäre es angebracht, die Option Kernenergie im Hinblick auf die unsichere Zukunft unserer Stromversorgung offen zu lassen. Falls heute wirklich eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung keine KKW bauen will, müssen wir diese Möglichkeit trotzdem nicht nachfolgenden Generationen verbauen. Der Vorschlag des Bundesrats läuft zudem auf ein faktisches Technologieverbot hinaus, da die Nukleartechnik für den Nachwuchs wesentlich an Attraktivität verliert. Die Schweiz ist aber auch weiterhin auf Fachkompetenz auf diesem Wissensgebiet angewiesen. Dies gilt umso mehr, weil ja die heutigen KKW noch während Jahrzehnten weiter betrieben werden sollen. Ein Verbot gefährdet das über viele Jahrzehnte aufgebaute Fachwissen, das sich bei Bedarf nicht über Nacht wieder erwerben lässt. Warum nicht mit Kernenergie? Will der Bundesrat trotzdem an diesem unklugen Verbot festhalten, sollte dieser grundlegende Richtungsentscheid gemäss der direktdemokratischen Tradition unseres Landes über eine Volksabstimmung legitimiert werden. Und um dem

Volk wirklich eine Wahl zu bieten, sollte der Bundesrat zusätzlich eine Strategie unter Berücksichtigung der Nutzung der Kernenergie vorlegen – erarbeitet in derselben Modelltiefe wie bei den bisher vorgelegten Ausstiegsszenarien. Abgesehen davon, dass die Energiestrategie 2050 unnötig ist, gefährdet sie die sichere Stromversorgung der Schweiz, erhöht die Auslandsabhängigkeit, geht wenig sparsam mit volkswirtschaftlichen Mitteln und Rohstoffen um und belastet unnötig Umwelt, Klima und Landschaft. Die Energiepolitik des Bundes vor dem Unfall in Fukushima war deutlich zielführender, ja optimal. Die Formel lautete damals: Energieeffizienz + Ausbau der erneuerbaren Energien + Kernenergie soweit nötig. Dieser Königsweg sollte weiter beschritten werden. Die Kernenergie ist Teil der Lösung, nicht des Problems. Es ist nicht nachvollziehbar, warum die vom Bundesrat noch im Jahr 2007 vorgestellte Energiepolitik mit Kernenergie heute falsch sein soll.

Erfolgsgeschichte der Schweizer Kernenergie: Das Kernkraftwerk Beznau versorgt eine gute Million Haushalte mit Strom.

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Kernenergie: Realismus kehrt zurück Verschiedene Umfragen zeigen, dass die kernenergiefeindliche Stimmung in der Schweiz schwindet. Im jährlich erhobenen Angstbarometer hat die Furcht vor radioaktiver Verstrahlung stark abgenommen. Auch die Eckwertstudie von swissnuclear zeigt eine Verpuffung des «Fukushima-Effekts». Die Medien schweigen dazu weitgehend. von Hans Peter Arnold

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ie Angst vor einer radioaktiven Verseuchung, die im Jahr 2011 aufgrund des Reaktorunfalls in Fukushima-Daiichi bei der Schweizer Bevölkerung massiv in die Höhe geschnellt war, hat 2012 wieder stark abgenommen. Dies zeigt das im Auftrag der Aduno-Gruppe durchgeführte Angstbarometer 2012 des Forschungsinstituts GFS-Zürich. Stark zugenommen hat hingegen die Angst vor Überfremdung durch Ausländer und Flüchtlinge. Vergleicht man die Ängste der Schweizer Bevölkerung im Jahr 2012 mit denjenigen von 2011, so fällt gemäss GFS auf, dass viele Ängste, die 2011 stark zugenommen hätten, 2012 wieder deutlich zurückgegangen seien. Am stärksten abgenommen habe 2012 die Angst vor einer Atomverseuchung (-0.4 bei einer Skala von 1 = keine bis 10 = grosse Bedrohung). 2011 hatte die Kernkraftwerkhavarie in Fukushima-Daiichi dazu geführt, dass die Angst vor einer Atomverseuchung in allen soziodemografischen Gruppen gegenüber 2010 deutlich angestiegen war (im Durchschnitt +0.6). 2012 ist der Index aber fast wieder auf den Stand von vor der Katastrophe zurückgegangen; er notiert bei 5,3 Punkten. Die GFS im Originalton: «Dies zeigt, wie schnell Ängste, die durch ein aktuelles Ereignis ausgelöst werden, wieder verpuffen können.» Dieser Verpuffungseffekt sei auch bei fast allen soziodemografischen Gruppen zu beobachten. Eine Ausnahme bilde die Westschweiz: Hier gaben die Befragten 2012 den gleich hohen Wert (6.1) an wie 2011.

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«Fukushima-Effekt» fast verpufft: die Furcht vor radioaktiver Verstrahlung im GFS-Angstbarometer 2012.

Zwischen dem 16. August und dem 10. September 2012 wurden in einer repräsentativen Telefonumfrage 1010 Bewohner der Deutsch- und Westschweiz zu ihrem Bedrohungsempfinden befragt. Den Befragten wurden 31 Bedrohungslagen genannt, mit der Bitte, anhand einer 10erSkala anzugeben, wie stark sie sich in den jeweiligen Bereichen persönlich beunruhigt oder bedroht fühlen. Die Mittelwerte verweisen auf das jeweilige Angstpotential. Das GFS-Angstbarometer wird seit 1978 durchgeführt. Diese für Atomausstiegsturbos wenig erfreuliche Nachricht hat es nicht in alle Medien geschafft. So hat beispielsweise das Schweizer Radio und Fernsehen dieses

Thema beinahe totgeschwiegen. Einzig auf der SRF-Website wurde das Barometer im Zusammenhang mit der Ausstiegsinitiative der Grünen erwähnt. Titel: «Riskante Atomausstiegs-Initiative der Grünen». Und weiter: «Eigentlich ist der Atomausstieg beschlossene Sache, Bundesrat und Parlament haben zugestimmt. Umfragen aber zeigen, dass die Erinnerung an Fukushima verblasst und die Angst vor der Atomenergie schwindet. In diesem Klima wollen die Grünen den Ausstieg vom Volk besiegeln lassen. Ein Eigentor?» Grösser publiziert hat die Umfrage Newsnetz.ch/TagesAnzeiger (online), wobei der Titel auf einem anderen Aspekt


KOLUMNE lag («Linke Angst vor Überfremdung»). Ähnlich die Gewichtung bei der Berner Zeitung und Basler Zeitung. Den Aspekt Kernenergie als Hauptthema hatten die Zeitungen Der Bund, Die Südostschweiz und 20 Minuten, 20min.ch und der Walliser Bote. 20 Minuten titelte: «Angst vor Atomkraft weg – nun wackelt der Ausstieg». Und weiter: Die Schweizer würden sich kaum mehr vor einem Super-GAU fürchten. Der Atomausstieg werde damit in Frage gestellt. Diese Entwicklung sei Wasser auf die Mühlen der AtomkraftBefürworter: «Die Studie bestätigt, dass der Atomausstieg voreilig und aus Hysterie beschlossen wurde», sagte SVP-Nationalrat Hans Killer gegenüber 20 Minuten. Für ihn sei klar: Der Atomausstieg sei noch nicht in Stein gemeisselt. Christian Wasserfallen (FDP) sagte gegenüber 20 Minuten – an Uvek-Vorsteherin Doris Leuthard gerichtet: «Die Zeit der leeren Worthülsen ist vorbei.» Seine Ankündigung: Atomausstieg sei das eine, dessen Umsetzung das andere. «Es liegt bis heute wenig Konkretes auf dem Tisch.» Die ebenfalls jährlich erhobene Eckwertstudie von swissnuclear zeigt ein ähnliches Bild wie der Angstbarometer. Von

2215 im September 2012 befragten Personen aus der ganzen Schweiz hielten 74% die Schweizer Kernkraftwerke für sicher. Ein Jahr zuvor war dieser Wert auf gut 68% gesunken. Über die Eckwertstudie 2012 berichteten einzig die NZZ und die Weltwoche. Demgegenüber war die

nach Fukushima tiefere Akzeptanz aus der Eckwertstudie 2011 auf mehr Echo gestossen, unter anderem online bei der Aargauer Zeitung und beim Blick. Diese Kolumne von Hans Peter Arnold erschien erstmals am 10.12. 2012 im E-Bulletin des Nuklearforums Schweiz.

Gemäss der Eckwertstudie 2012 halten fast drei Viertel der Schweizer Bevölkerung die Kernkraftwerke für sicher.

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Die InnoSolv AG ist ein Software- und Dienstleistungsunternehmen, welches sich auf die Realisierung von Software-Gesamtlösungen für Energieversorgungsunternehmen (EVU) sowie Städte und Gemeinden spezialisiert hat. Die 30 Mitarbeiter verfügen über langjährige Erfahrung in der Beratung und Realisierung von Softwareprojekten in der Energiebranche und öffentlichen Verwaltung. Roland Baer im Interview mit Marcel Meier, Marktverantwortlicher EVU

Herr Meier, mit Ihrem Produkt IS-E verfügen sie über die meistverkaufte Energielösung in der Schweiz. Was ist unter dieser Lösung zu verstehen? In der Tat gibt es über 400 IS-E Installationen und es werden über 1,9 Mio. Messgeräte mit IS-E abgerechnet. Mit IS-E können alle Energieformen wie Strom, Gas, Fernwärme und die unterschiedlichsten Gebühren abgerechnet werden. Häufige Einsatzbereiche sind zum Beispiel auch die Fakturierung von Wasser, Abwasser, TV, Telefon, Internet und Kehricht. Die Lösung umfasst ein integriertes CRM, Projekt- und Vertragsmanagement. ERPLösungen sind mittels modernen WebServices integriert. Die Lösung eignet sich für kleine wie auch für grosse EVUs, so hat der kleinste Kunde 300 und der grösste 225 000 abzurechnende Verträge. NEST ist eine Softwarelösung für Gemeinden und Städte. Wie unterscheidet sich diese Lösung von IS-E? Wir sprechen hier nicht von Unterschieden sondern von einer integrierten Lösung. IS-E fügt sich nahtlos in die Gesamtlösung NEST ein, welche in Teilen auch von der InnoSolv AG entwickelt wird. Bei integrierten Gemeinde- und Stadtwerken ist daher hauptsächlich das Produkt NEST bekannt. Eine vollständig integrierte Lösung hat den grossen Vor-

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ENERGIELÖSUNGEN teil, dass Basisdaten wie Personen (Energiebezüger, Einwohner, Eigentümer etc.) und Objekte (Liegenschaften, Gebäude, Wohnungen etc.) zentral geführt werden. Die Gemeinde/Stadt und das integrierte Werk können somit gegenseitig von diesen zentralen Daten profitieren. Wo liegen ihrer Ansicht nach die Stärken von IS-E? • Dank der starken Verbreitung von IS-E ist auch in Zukunft die Implementierung der stetig steigenden gesetzlichen und technischen Anforderungen sichergestellt. Damit wird den Kunden ein hoher Investitionsschutz gewährleistet. Im Jahr 2012 haben wir eine komplett neu entwickelte und moderne SoftwareGeneration für unsere Kunden freigegeben. Diese neue Software-Generation wurde im Rahmen der Software-Wartung ebenfalls kostenlos zur Verfügung gestellt. • Durch das persönliche Verhältnis zu den Kunden entstehen marktgerechte, praxisbezogene und zukunftsorientierte Lösungen. • Durch unsere qualifizierten und erfahrenen Vertriebspartner ist der Vertrieb, Support und die Beratung optimal gewährleistet. Zusammen mit den Vertriebs- und Lösungspartnern stehen über 250 Mitarbeitende für unsere Kunden im Einsatz. • IS-E ist sehr gut skalierbar und wird in verschiedensten Konstellationen auch in Rechenzentren betrieben. Durch die ausschliessliche Konzentration auf den CH-Markt ist die Lösung auf Schweizer Bedürfnisse und Gesetze ausgelegt. • Die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen ist uns ein zentrales Anliegen. Das Qualitätsmanagement ist ein fester Bestandteil unserer Arbeit. Moderne offene Standard-Schnittstellen erlauben eine direkte Integration von Umsystemen oder Individuallösungen. InnoSolv AG bietet seinen Kunden eine Lösung für CRM und auch für Vertragsmanagement an. Wie kamen sie dazu, diese zwei Produkte zu entwickeln? Grundsätzlich haben diese beiden Produkte ja nichts mit Energieabrechnung gemeinsam.

CRM Im Rahmen des Customer Relationship Management (CRM) verfolgen die EVU’s das Ziel, die Beziehungen zu ihren Kunden systematisch zu dokumentieren und so eine stabile Partnerschaft aufzubauen. Der Hauptbereich von CRM ist also die strukturierte Verwaltung von Kundeninformationen. Dies ist vor allem im Hinblick auf die Marktliberalisierung ein sehr wichtiges Thema. Wir haben diesen Trend angepackt und eine integrierte CRMLösung entwickelt. Der Vorteil einer integrierten CRM-Lösung liegt darin, dass sämtliche relevanten Daten wie Kontakte, Verbrauchsverhalten, Umsatzzahlen, Installationen usw. direkt in IS-E zugänglich sind und keine Schnittstellen unterhalten werden müssen. Diese Daten dienen dem Kundendienst und den Kundenberatern dazu, ihre Kunden optimal zu betreuen. Vertragsmanagement Das Verwalten und Überwachen von Verträgen stellt eine immer komplexer werdende Unternehmensaufgabe dar, von der in der Regel viele Abteilungen betroffen sind. Auch hier erwarten wir in Zukunft im Hinblick auf die Marktliberalisierung zusätzliche Bedürfnisse der EVU’s um die Vertragsbeziehungen und die Verträge strukturiert zu verwalten. Eine Verbindung zu den bestehenden IS-E Stammdaten ist sehr einfach möglich. Das gesamte Spektrum aus dem IS-E CRM steht auch beim Vertragsmanagement zur Verfügung.

Mit welchen Trends beschäftigen sie sich im Moment und was für Lösungen bieten sie hier an? SmartMetering / SmartGrid: Automatisierte Prozesse und damit einhergehend sinkende Prozesskosten stehen weiterhin im Fokus vieler EVU’s. Einen entscheidenden Beitrag leistet hier ein höherer Integrationsgrad im Zählerwesen. SmartMetering und SmartGrid hat eine weitreichende Automatisierung in der Energieabrechnung zur Folge. Hier haben wir Standard-Schnittstellen zu den bekannten Herstellern auf dem CH-Markt entwickelt. Auch für den automatisierten Zählerwechsel (auch bekannt unter dem englischen Begriff «Workforce Management») bieten wir eine Standard-Schnittstelle an. Dies ist bei SmartMetering-Projekten, welche meist einen kompletten Umbau des Zählerparks beinhalten, eine optimale Unterstützung. E-Rechnung: Die E-Rechnung setzt sich immer mehr durch. Auch der Bund und die Branchenverbände unterstützen dieses Vorhaben immer stärker. Der VSE (Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen) hat eine Handlungsempfehlung für den Austausch von elektronischen Netznutzungsrechnungen bei Wechselkunden erstellt (E-Invoicing). IS-E unterstützt den elektronischen Rechnungsversand schon seit dem Jahr 2006.

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ENERGIELÖSUNGEN

BEN Energy AG und Optimatik AG gehen strategische Partnerschaft ein. Im Rahmen der Energiewende werden Produkte im Bereich Energieeffizienz sowie Portallösungen mit der direkten Endkundenanbindung eine hohe Bedeutung erhalten. Vor diesem Hintergrund wollen die Parteien zum Nutzen der Energieversorger bei Entwicklung und Absatz des neuen Energie-Effizienz- und Service-Portals zusammenarbeiten. Portallösungen für Energieversorger BEN Energy geht mit ihrem Energieeffizienz-Portal neue Wege. Ihr Ansatz kombiniert Verhaltensökonomie, Data Mining und IT-Umsetzung zur langfristigen Motivation von Kunden. Dies wurde in den letzten vier Jahren in Zusammenarbeit mit der ETH Zürich und der Universität St. Gallen entwickelt. Auf Basis einer Vielzahl von eigens durchgeführten Versuchen und bereits bestehenden Analysen wurde untersucht, wie Kunden erfolgreich an das Thema Energieeffizienz herangeführt werden können. Dies führt zu nachweislichen Energieeinsparungen und bietet sowohl dem Energieversorger als auch seinen Kunden vielschichtige Vorteile. Daraus ist ein Sortiment an Energieeffizienz- und SmartGrid-Software zur Unterstützung der In-

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teraktion von Energieversorgungs-Unternehmen mit ihren Kunden entstanden. Mittlerweile setzen über 15 Energieversorgungs-Unternehmen in der Schweiz diese Produkte erfolgreich ein. Optimatik ist Gesamtanbieter im Bereich Energiemarkt-Systeme und betreut in der Schweiz über 100 EnergieversorgungsUnternehmen. Als Partner der Firmen ITF-EDV Fröschl, Landis+Gyr, Kisters, InnoSolv und Inubit ist Optimatik auf die Einführung und Integration von Energiemarkt-Systemen spezialisiert. Auf Basis des Inubit Business Process Management Systems entwickelt Optimatik Geschäftsprozess-Lösungen für Energieversorgungs-Unternehmen. Ebenfalls dient dieses System für die nahtlose Integration und für den Datenaustausch der verschiedenen Systeme. Damit die Kunden direkt


ENERGIELÖSUNGEN in die Geschäftsprozesse integriert werden können, bietet Optimatik in Zukunft das Insight-Portal zusammen mit BEN Energy an. Dieses Portal wird in einer gemeinsamen Entwicklung an das Business Process Management System angebunden und mit verschiedenen Zusatzfunktionen erweitert. Damit wird es möglich, auf dem Energieeffizienz-Portal weitere Funktionen zu nutzen. Es sind dies zum Beispiel: Visualisierung von Smart Meter Daten Darstellung von historischen Referenzwerten und verhaltenspsychologischem Feedback zum persönlichen Verbrauch Integration von Geschäftsprozessen wie Support/Kundenanfrage, Tarifwechsel, Adresswechsel, etc. «Die Partnerschaft von BEN und Optimatik wird unseren Kunden viele Vorteile bringen. Die Kombination einer innovativen Portallösung, mit der energiewirtschaftlichen Kompetenz und dem gesamtheitlichen Ansatz von Optimatik ist ideal und wird interessante Produkte hervorbringen» ist Roland Dähler, Inhaber der Optimatik AG überzeugt.

«Wir freuen uns mit der Optimatik einen Partner gefunden zu haben, der die Relevanz der emotionalen Kundenansprache und Kundeninteraktion für Energieversorgungs-Unternehmen frühzeitig erkannt hat. Durch das starke Know-how der Optimatik und ihr ausgezeichnetes Netzwerk können wir Energieversorgungs-Unternehmen auch über die Schweiz hinaus bei ihren vielseitigen Herausforderungen optimal unterstützen» ergänzt Jan Marckhoff, Mitgründer und Geschäftsführer von BEN Energy. Erfolgreicher Start bei den Werkbetrieben Frauenfeld Die neue Partnerschaft ist bereits erfolgreich gestartet. Aktuell wird das neue Portal mit den neuen Zusatzfunktionen bei den Werkbetrieben Frauenfeld (WBF) durch die Optimatik AG eingeführt. Damit gehen die Werkbetriebe Frauenfeld nochmals einen Schritt weiter, um ihren Energiekunden ein Partner für die effiziente Nutzung von Energie zu sein. Ebenfalls wird es damit möglich, die Kunden direkt in die Prozesse einzubinden, womit die Prozesskosten bei der WBF massiv gesenkt werden können.

Kontakt Optimatik AG Herr Roland Dähler Gewerbezentrum Strahlholz 330 CH-9056 Gais Telefon 071 791 91 12 daehler@optimatik.ch www.optimatik.ch BEN Energy AG Herr Jan Marckhoff Weinbergstrasse 56/58 CH-8092 Zürich Telefon 044 632 89 60 jan.marckhoff@ben-energy.com www.ben-energy.com

clever & smart Als Kompetenzzentrum für Energielogistik im Bereich ZFA, EDM und Smart Grid bietet elog Lösungen und flexible Dienstleistungen an, mit deren Hilfe Verteilnetzbetreiber die neuen Aufgaben im offenen Strommarkt selbständig wahrnehmen oder an elog auslagern können. vertrauen und profitieren sie auf unsere Praxiserfahrung im Bereich smart Grid. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme. elog Energielogistik AG, Vadianstrasse 8, 9001 St.Gallen, Telefon 071 224 59 32, www.elog-ag.ch, info@elog-ag.ch

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SMART GRID-LÖSUNGEN

Die Integration von Smart Metering in die bestehende Zählerfernauslesung von Energieversorgern

Gridstream AIM Head End System interagiert mit Fröschl-ZFA

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tromzähler von Grossverbrauchern werden bereits seit einigen Jahren durch ZählerfernausleseSysteme automatisiert ausgelesen. Die automatisierte Ablesung aus der Zentrale wird sich zukünftig neben den Grosskunden auch vermehrt auf kleinere Kunden wie Gewerbebetriebe und Haushalte ausweiten. Die durch die Firma Optimatik AG vertriebene Zählerfernauslesungslösung Fröschl-ZFA geniesst in der Schweiz eine weite Verbreitung. Als die Optimatik AG auf den 1. Januar 2012 Partner im Bereich Smart Metering von Landis+Gyr wurde, lag es nahe, den heutigen Nutzern der Fröschl-ZFA auch die Möglichkeit zur Integration von L+G Smart Metering anzubieten. Um dies zu ermöglichen, wurde das Auslese- und Kommunikationsmodul aus dem AIMSmart Metering System gekapselt und damit von den restlichen Funktionsmodulen separat nutzbar gemacht: Das Head End System (HES) war «geboren». Zum HES-Modul wurde die neue Schnittstelle für Umsysteme entwickelt, die dem Standard IEC61968 folgt. Darauf aufbauend konnte diese Schnittstelle auf der anderen Seite in der Fröschl-ZFA realisiert werden. Heute – etwa neun Monate später – ist das erste System auf diese Art bereits bei den Industriellen Betrieben in Chur installiert und wird im Oktober den produktiven Betrieb aufnehmen. L+G HES Das Landis+Gyr Gridstream HES (Head End System) ist ein skalierbares Softwaresystem zur Auslesung und Speicherung von Messdaten (sogenanntes AMR – Automatic-Meter-Reading). Es stellt die Kommunikation zu den Smart Metern sicher und ermöglicht die Fernablesung

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im Push- und im Pull-Verfahren nach vorgegebenen Zeitplänen oder auf Abruf. Die Kommunikation auf die Zähler kann dabei auf verschiedene Arten erfolgen, wobei die Auslesung via Datenkonzentrator und Stromnetz (PLC) heute im Bereich Smart Metering die grösste Verbreitung findet. Das HES besitzt eine Vielzahl von Funktionen für das Gerätemanagement und das Auslesen der Messdaten. Es kann dabei flexibel an die bestehende IT-Umgebung angepasst werden. Neben unterschiedlichen Messdaten werden auch Status-, Ereignis- und Alarm-Daten ausgelesen, welche für verschiedene Kommunikations- und Auslese-Überwachungsmöglichkeiten genutzt werden. Als klassische Beispiele solcher Ereignis-Meldungen können Netzqualitätsereignisse und Manipulationsversuche am Zähler genannt werden. Auch das Anpassen von Zähler-Einstellungen aus der Zentrale ist dank der bidirektionalen Kommunikation möglich, zum Beispiel die aktuell für die Messung verwendeten Tarife. Auch Zähler-Relais und -Breaker können angesteuert werden.

Bedieneroberfläche im HES Mit dem HES wird eine einfache und intuitiv bedienbare Web-basierte Benutzeroberfläche mitgeliefert: Der «Device Manager». Dieser ermöglicht einem technischen Sachbearbeiter neben Zählern auch Datenkonzentratoren, In-Home-Displays und M-Bus-Zähler zu verwalten. Fröschl-ZFA Die Fröschl-ZFA weist in der Schweizer Energieversorger-Landschaft eine grosse Verbreitung auf. Sie ist konsequent nach dem Prinzip der Offenheit aufgebaut und unterstützt wo immer möglich Standards. Es sind über 180 verschiedene Gerätetreiber verfügbar, um die verschiedensten Zähler auslesen zu können. Zu dieser enormen Fülle an unterstützten Geräten kommen nun mit der HES-Schnittstelle auch die PLC-kommunizierenden Smart Meter von Landis+Gyr dazu. In der heute verfügbaren ersten Schnittstellen-Version werden Funktionen wie Erfassen von Verrechnungs- und Lastgangdaten (Wirk- und Blindenergie) und das Auslesen von Zähler-Ereignis-Logbücher unterstützt. Die durch die HES-Schnittstelle unterstützte Funktiona-


Mobile Zählerdatenerfassung Smart Metering Zählerfernauslesung Energiedatenmanagement Energieabrechnung/CRM Business Process Management

lität wird nun – sowohl im HES wie auch in der Fröschl-ZFA – über die nächsten Monate weiter vertieft. Vorteile für den Energieversorger Die Vorteile beider Systeme – einerseits die umfassende Offenheit der FröschlZFA und andererseits die nahtlose Unterstützung der L+G Smart Meter durch das HES – werden mit dieser Systemintegration vereint. Mit dieser Lösung wird den Energieversorgern ein sanfter Einstieg ins Thema Smart Metering ermöglicht. Es muss nicht ein komplett neues Smart Metering System angeschafft werden, sondern es kann einfach in der bestehenden ZFA die schlanke Softwareschicht HES integriert werden. Die bereits getätigten Investitionen des EVUs sind damit optimal geschützt, denn sie können auch im Bereich Smart Metering im Einsatz bleiben. Ein weiterer Vorteil ist, dass insbesondere mittlere und kleinere EVUs mit dem gewohnten und bestens eingeführten Metering-System weiterhin arbeiten können. Die Einarbeitung in ein komplett neues System entfällt. Auch die bestehenden Schnittstellen zu Umsystemen können weiterhin ohne grosse Anpassungen im Einsatz bleiben.

Kontakt Optimatik AG Paul Hugentobler Leiter Metering/Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung Gewerbezentrum Strahlholz 330 CH-9056 Gais Telefon 071 791 91 00 Telefax 071 791 91 10 hugentobler@optimatik.ch www.optimatik.ch

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ENERGIEMANAGEMENT

Der imposante neue Hallenkomplex von Herzog & De Meuron

Wir messen die Messe! Rechtzeitig zur diesjährigen Uhren- und Schmuckmesse BASELWORLD wird am 23. April der markante wie imposante Neubau der Messe Basel eröffnet. Hinter der eleganten Kulisse der Stararchitekten Herzog & De Meuron verbirgt sich ausgeklügelte Energiemesstechnik der Optec AG.

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ie neue Halle 1, in der vom 10. bis 13. September 2013 auch die ineltec, die Technologiemesse für Gebäude und Infrastruktur über die Bühne geht, ist 220 Meter lang, 30 Meter breit und 35 Meter hoch. Der neue Hallenkomplex ist das erste Messe-Gebäude mit einem Minergie-Standard. «Der wurde eigens für uns entwickelt, vorher gab es ein solches Zertifikat gar nicht», hält der CEO der Messe Basel (MCH), René Kamm, stolz fest. Die zentrale Steuerung der optimal optimierten Energieversorgung erfolgt mittels Optec-Messgeräten der neuesten UMG-Generation, welche sich in einer Testphase noch vor der Eröffnung bestens bewährt haben.

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Was die einladende Kulisse der neuen Messehalle nicht verrät, ist ausgeklügelte Optec-Messtechnik dahinter

Benjamin Flück, bei der Optec zuständig für die Verkaufsberatung in der Nordwestschweiz und im Kanton Bern, liegt als Basler die Mustermesse besonders am Herzen. Er begleitete die Umsetzung der anspruchsvollen Vorgaben von allem Anfang an. In Zusammenarbeit mit der Partnerfirma, dem renomierten Schaltanlagenbauer Jaisli Xamax AG, wurden insgesamt 61 der hochsensiblen Power Analyser UMG 508 verbaut. Diese zeichnen sich aus durch ihre Genauigkeit einerseits und ihre Schnelligkeit andererseits und liefern damit die Messgrundlage zur Erfüllung des Minergie-Standards.

Benjamin Flück in der Schaltzentrale der Energieversorgung

Betriebsstörungen vorbeugen Die Weiterverarbeitung und Auswertung von Energie- und Messdaten der elektrischen Spannungsqualität sind für das Energiemanagement von zentraler Bedeutung. Alle wichtigen Messdaten werden unterbrechungsfrei dokumentiert, um die Gründe für allfällige Betriebsstörungen herausfinden und diesen vorbeugen zu können. Durch die zeitliche Zuordnung beispielsweise von Spannungsschwankungen, Oberschwingungen oder Netzausfällen kann nachgewiesen werden, dass diese die Ursache für auftretende Probleme sind. Bei rechtzeitiger Erkennung unzureichender Netzqualität kann ein erhöhter Verschleiss von oder Schaden an elektrischen Versorgungseinrichtungen und Betriebsmitteln vermieden werden. Zusätzlich kann die Brandgefahr erheblich reduziert werden, was für so stark frequentierten Gebäulichkeiten wie die eines Messekomplexes von grosser Bedeutung ist.

gänge und Verbräuche nicht weiter analysiert werden müssen. Die Software GridVis aus dem Hause Janitza ist zur Programmierung und Konfiguration der Netzqualitätsanalysatoren, Universalmessgeräte, Datensammler und Blindleistungsregler sowie zur Verwaltung und Visualisierung aller gemessenen Daten geeignet und bietet damit die Grundlage für laufende Massnahmen zur weiteren Verbesserung der Energieeffizienz. In Topologieübersichten können die elektrischen Daten auf einen Blick überwacht werden. Die gemessenen Werte werden aus den Datenspeichern der Geräte oder online direkt in Datenbanken geschrieben und können dann z. B. in Liniengraphen, Balkendiagrammen oder Histogrammen dargestellt werden. Für eine Dokumentation der Verbräuche und der Netzparameter können bei Messgeräten mit normgerechten Messungen (z.B. EN 50160) Netzqualitäts- und Kostenreports aus der Datenbank erstellt und geplant werden.

Laufende Optimierung Ist ein definierter Minergie-Standard einmal erfüllt, heisst dies nicht, dass Last-

Kontakt www.optec.ch

GridVis-Visualisierung von Verbrauch und Lastgang

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ENERGIEMANAGEMENT

Brugg Cables entwickelt neues, strahlungsarmes Kabel Elektromagnetische Abstrahlungen schädigen nicht nur technische Ausrüstungen und führen zu Stromverlusten, sondern lösen auch viele weitere Probleme in der Infrastruktur von Gebäuden und Bauten aus. Nicht nur für Branchen mit hohen Ansprüchen an die elektromagnetische Verträglichkeit entwickelte Brugg Cables darum in Zusammenarbeit mit der CFW EMV-Consulting AG das neue Kabel CFW PowerCable®.

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m Vergleich zu herkömmlichen Kabeln für die Stromversorgung von Gebäuden bietet das neu entwickelte CFW PowerCable® von Brugg Cables folgende Vorteile:

CFW PowerCable®

• Massive Reduktion der elektromagnetischen Abstrahlung. Dies schützt Geräte, Technik, Umwelt und Mensch vor Schäden und Beeinflussung durch elektromagnetische Felder. • Keine Induktionsströme in PE-Leitern und benachbarten Metallkonstruktionen, Datenkabel, Armierungseisen, Rohre usw. Das bedeutet keine Sekundäreffekte, weniger Korrosion und minimale Verlustleistung. • Geringe Kurzschlusskräfte zwischen den Leitern. Das heisst mehr Sicherheit ohne Zusatzkosten. • Bessere Stromqualität durch symmetrische Impedanzen. Das neue Kabel ist bereits erfolgreich für verschiedene Projekte in unterschiedlichen Branchen installiert, beispielsweise in Krankenhäusern, Banken, Universitäten und Chemiekonzernen. Reinhard Müller der Elektro-Planer Firma VAMED Health Project GMBH über das CFW PowerCable®: «Die Geräte von Kliniken reagieren empfindlich auf elektromagnetische Felder, müssen jedoch jederzeit zuverlässig und exakt funktionieren. Daher ver-

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wendeten wir bei der Stromversorgung einer Klinik in Nordrhein-Westfalen das CFW PowerCable®, das erheblich weniger elektromagnetische Abstrahlung erzeugt. Zudem resultiert durch den Spezialaufbau der Kabel eine massive Reduktion der Induktionsströme.» Mit der Verwendung des CFW PowerCable® können also in strahlungsempfindlichen Umgebungen nicht nur die NISV-Grenzwerte und technische Grenzwerte eingehalten werden, sondern auch weitere Schwierigkeiten vermieden werden. So zum Beispiel erhöhte magnetische Felder, unerklärlich hohe Fehl- und Erdleiterströme und alle weiteren EMVProbleme. Ermöglicht wird dies durch den patentierten Kabelaufbau. Die 3 Phasen- sowie der Nulleiter werden um einen zentral geführten Schutzleiter verseilt. Dadurch entsteht ein völlig symmetrisches Kabelsystem mit ausgeglichenen Reaktanzen sowie kleinst möglichen Emissionen. Das CFW PowerCable® darf beim Transport von grossen Strömen vorbehaltlos parallel betrieben werden und ist in Querschnitten von 95 mm2 bis 300 mm2 und als FE0 oder FE180 erhältlich. Auf der Fachmesse Power-Days Salzburg stellt Brugg Cables das neue Energie-Kabel der Zukunft mit den entscheidenden Vorteilen vor.


CFW PowerCable® mit elektromagnetischer Abstrahlung

Brugg Cables Brugg Cables gehört zum schweizerischen Brugg Konzern. Das Unternehmen produziert und vertreibt qualitativ hoch stehende Kabelsysteme für die Energieübertragung in allen Spannungsebenen und für die Datenübertragung. Neben dem Hauptsitz in Brugg unterhält Brugg Cables verschiedene Niederlassungen in Europa, Asien und den USA. Mit rund 650 Mitarbeitern erwirtschaftete Brugg Cables Symalit_185x130_2012

31.10.12

Alptransit Gotthardtunnel Abschnitt TAT Faido

2011 rund 324 Millionen Schweizer Franken Umsatz. Hauptsitz Brugg Kabel AG Klosterzelgstrasse 28 CH-5201 Brugg Telefon 056 460 33 33 info@brugg.com www.bruggcables.com

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ENERGIEMANAGEMENT

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Energiesparen beginnt mit der Verbrauchsdaten Erfassung S-Energy Managment: Betriebsfertige Energie-Optimierung – erweiterbar, anpassungsfähig und kommunikativ Saia Energiezähler mit Busanschluss

S-Energy Manager – Touchscreen für Elektro-Fachleute direkt aus der Verpackung betriebsbereit Saia-E Controller – Für Techniker mit Programmier Hintergrund vorbereitet und programmierbar Integrierte Auswertefunktionen zur Analyse von Energiewerten Anpass- und erweiterbar bis in Automation und IT

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ie für das Elektrogewerk geschaffenen S-Energy Management Geräte sind ab Werk zur EnergieOptimierung sofort einsetzbar. Je nach Aus-führung für Fachpersonen mit oder ohne Programmier Erfahrung sind die Geräte für den schellen und unkomplizierten Einsatz vorbereitet. Sowohl der S-Energy Manager, als auch der Saia-E Controller kommuniziert sofort mit angeschlossenen busfähigen Verbrauchszählern. Vorbereitet für den Einstieg ins Energiemanagement erfassen sie Daten von S-Bus Elektrozähler oder via H104SE-Gatewaymodul mit allen Standard Energie Zähler mit Impulsausgang. Beide Geräte vereinen Datenerfassung, Visualisierung und die Protokollierung von Energieverbrauch in einem Gerät. Schnell und einfach installiert ohne aufwendige Konfiguration kann damit die Basis zur Energie Optimierung realisiert werden.

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S-Energy Manager – WEB Panel In 2 verschiedenen Grössen (5,7" und 10") stellt der S-Energy Manager Verbrauchswerte aller angeschlossenen Stromzähler im qualitativ hochwertigen Farb-Touchscreen-Display dar. Über eine intuitive Benutzeroberfläche sind Energiewerte wie elektrische Leistung und Arbeit aber auch Kosten in aussagefähigen Diagrammen abrufbar. Zusätzlich zeichnet der S-Energy Manager erfasste Werte in eine für Excel lesbare CSV-Datei auf, welche bequem via FTP auf einen PC übertragen werden kann. Der S-Energy Manager ist ohne Konfiguration sofort einsatzbereit. Angeschlossene Stromzähler werden automatisch erkannt und in der Bedienoberfläche angezeigt. Aufgrund seiner einfachen Installationstechnik zeichnet sich S-Energy durch einen hohen Grad an Flexibilität aus. Dieser ist auch notwendig: Denn ge-

rade in industriellen Betrieben herrscht ein stetiger Wandel bei Maschinen und Anlagen. Energiemanagementsysteme müssen sich diesen Veränderungen anpassen können, idealerweise ohne die Einschaltung eines externen Spezialisten. Die in den S-Energy Manager integrierte Applikation wurde nun durch nützliche Anpassungen und neue Funktionen erweitert. Das periodische Absetzen von Alarm-Emails über Betriebszustand und Störungen erlaubt eine lückenlose Überwachung, ohne die Anlage die ganze Zeit im Blick zu behalten. Mit der Daten-Email kann sich der Anwender den Energieverbrauch periodisch per Email senden lassen. Die integrierte Lastabwurf-Funktion bietet eine zusätzliche Möglichkeit, die Anlage energieeffizient zu betreiben. Mit dem S0-Kopplermodul PCD7.H104SE ist die Anbindung von Verbrauchszählern (Strom, Wasser, Wärmemenge, usw.) mit


ENERGIEMANAGEMENT einem S0-Puls Ausgang von jedem beliebigen Hersteller möglich. Der Energy Manager kann mit dem EasyInstall Tool entweder über TCP/IP oder USB kostenlos aktualisiert werden. Die eingestellten Parameter bleiben bestehen. Saia E-Controller PCD1.M0160E0 Die Saia® Funktions-PCD ausgerichtet zur Energieaufzeichnung bildet eine neue Klasse von MSR- und Automationsgeräten für Fachleute mit zusätzlichem Programmier Wunsch. Ab Werk werden die Energie-Controller bereits mit einer Standard-Applikationssoftware ausgestattet. Die Hardwareplattform ist sehr leistungsfähig und lässt noch viel Raum für funktionale Erweiterungen und Veränderungen über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage. Während der Inbetriebnahme und beim Service verhält sich eine Saia® FunktionsPCD ähnlich wie ein Standard Controller. Dank der überschaubaren Kernfunktionalität ist er einfach und sicher in der Handhabung. Zudem ist sie frei programmierbar. Daher ist es nicht erforderlich,

schon im Auslieferungszustand eine umfangreiche Applikation zu installieren, die alle denkbaren Anwenderwünsche abdecken soll und mit komplexen Parameter- und Konfigurationstabellen kaum handhabbar ist. Die vorinstallierte Kernapplikation kann mit der Engineering-Software Saia® PG5 Controls Suite jederzeit um eigene Funktionen erweitert werden. Die Möglichkeit, die Applikation jederzeit frei verändern und anpassen zu können, ist die Voraussetzung dafür, die vorinstallierte Kernapplikation einfach und übersichtlich zu halten. Anforderungen, die bei Erstinstallation noch nicht absehbar waren oder zusätzliche Wünsche der Betreiber lassen sich so jederzeit einfach und sicher realisieren.

Saia PCD – Modulare Systeme für Automation und Energie-Optimierung

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Hier einige Beispiele neuer Geräte in unserer Palette: Das Multi-Gas-Messgerät GasPro ist für den Einsatz in anspruchsvollen Industrieumgebungen und beengten Bereichen konzipiert und überzeugt durch seine unkomplizierte, handschuhfreundliche Eintasten-Bedienung. Das Gerät überwacht Sauerstoff, toxische und brennbare Gase und neu auch Kohlendioxid gleichzeitig. Im Weiteren bietet CONTREC eine ganz neue Modellreihe von PID’s und Eingaswarngeräten an, welche die Arbeitssicherheit auf ein nächsthöheres Level bringen, indem sie Sicherheitsverantwortlichen ermöglichen, via Wireless-Modem in Echtzeit die Geräteanzeige und den Alarmstatus abzufragen. Dies ermöglicht eine bessere Überwachung und schnellere Reaktionszeit auf Ereignisse. Die ToxiRAE Pro Familie ermittelt viele verschiedene toxische Gase und Sauerstoff, brennbare und explosive Gase und VOC’s. Die ebenfalls neue MultiRAE-Detektorpalette beinhaltet die ersten tragbaren wirelessfähigen Multi-Gefahren-Monitore für die industrielle Anwendung. Diese kombinieren die kontinuierliche Messung von

CONTREC AG

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ONTREC AG bietet ein umfangreiches Programm von Messgeräten für die Bereiche Umweltschutz (Boden, Luft & Wasser), Gasmesstechnik, Prozessanalytik, Personenund Gebäudeschutz an. Dazu gehören Wasser- und Bodenanalysegeräte, Wassermonitore, Photometer-Sonden, Gasmonitore für Personen- und Gebäudeschutz, Arbeitsplatzhygiene-Messgeräte, Feinstaub-Messgeräte, Immissions- und Emissions-Gasanalysatoren, Luftschadstoff-Messgeräte und RadioaktivitätsMessgeräte.

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ToxiRAE Pro


ENERGIEMANAGEMENT Gamma-Strahlen, flüchtigen organischen Verbindungen (VOC) bis in den ppb-Bereich, toxischen und brennbaren Gasen und Sauerstoff mit einer Totmann-AlarmFunktion in einem Gerät. Das DoseRAE 2 ist ein kompakter, elektronischer Strahlungsdetektor mit direkter Anzeige und Alarmfunktion zum Schutz von Personen. Er verwendet eine Diode und einen Szintillatorkristall zur Erkennung von Röntgen- und Gammastrahlung. Zudem ermöglicht er die Echtzeitüberwachung der Personendosis und Dosisrate, was eine sofortige Reaktion auf auftretende Strahlung zulässt und dadurch die Strahlenbelastung reduziert. Dank Messung der Äquivalentdosis und des Äquivalentdosis-Bereichs verfügt dieser Detektor zudem über die Funktionen eines Dosimeters. Er misst die Strahlenbelastung und Expositionsrate, womit sich kontrollieren lässt, wie stark Notfallhelfer durch Photonenstrahlung belastet sind.

DoseRAE 2

Kontakte CONTREC AG Riedstrasse 6 CH-8953 Dietikon Telefon 044 746 32 20 Telefax 044 746 32 29 info@contrec.ch www.contrec.ch Büro Lausanne: CONTREC SA Romanel-sur-Lausanne Telefon 021 311 99 55

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Wo liegen die Energiesparpotenziale in Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungsbetrieben und wie lassen sich diese realisieren?

. CAS Recycling und umweltgerechte Entsorgung Wie werden aus Abfällen wieder Rohstoffe und was muss bei der Entsorgung der nicht verwertbaren Rückstände beachtet werden?

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ENERGIEMANAGEMENT

Von «World Architecture News» ausgezeichnet

Kone-Aufzug MonoSpace 500 ist Produkt des Jahres 2012


ENERGIEMANAGEMENT

Kone, ein Marktführer der Aufzugs- und Rolltreppenindustrie hat mit dem 2012 im Markt eingeführten, maschinenraumlosen Aufzug MonoSpace 500 den «World Architecture News Product of the Year Award 2012» gewonnen.

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ie Jury würdigte insbesondere den starken Fokus auf die Energieeffizienz. Denn der maschinenraumlose Aufzug Kone MonoSpace 500 erreicht eine um bis zu 35 Prozent höhere Energieausbeute als sein Vorgänger. Wobei bereits dieser im Jahr 2010 als erster Aufzug weltweit das Zertifikat der Klasse A nach der Richtlinie VDI 4707 erhalten hatte. Dies ist die bestmögliche Bewertung, die im Rahmen dieses Energieeffizienz-Standards erteilt werden kann. Kunden im Bau- und Immobiliensektor sind zu Recht anspruchsvoll, wenn es um Energieeffizienz und nachhaltiges Bauen geht – beispielsweise nach den Normen LEED oder BREEAM. «Mit unseren Lösungen lässt sich der CO2-Fussabdruck von Gebäuden noch weiter verkleinern», sagt Wolfgang Bresser, Geschäftsführer Kone (Schweiz) AG.

Insgesamt hat Kone durch die Entwicklung ökoeffizienter Antriebe, regenerativer Systeme, LED-Beleuchtungen und Standby-Lösungen den Energieverbrauch seiner Aufzüge in den Jahren 2008 – 2012 um mehr als 70 % gesenkt. Erfolg als Formsache Diesen Vorsprung innerhalb der Branche verdankt Kone einer Erfindung aus dem Jahr 1996. EcoDisc nannten die finnischen Ingenieure den scheibenförmigen Antrieb, der aufgrund seines Designs zwischen Aufzug und Schachtwand passte und damit den Maschinenraum überflüssig machte. Eine Revolution, welche die Architektur verändern sollte. Denn das simple Weglassen des überflüssig gewordenen Raums ermöglichte es, Gebäude nun ganz anders zu entwerfen. Zudem sind Aufzüge mit einem getriebelosen Kone EcoDisc Antrieb 50 – 70 % effizienter als Aufzüge mit konventioneller Getriebe- oder Hydrauliktechnologie.

Kone EcoDisc: Der um bis zu 35% energieeffizientere Antrieb ist das grüne Herz der neuen Aufzugsgeneration.

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ENERGIEMANAGEMENT Seit damals stetig modifiziert und verbessert ist die aktuelle Generation der EcoDisc auf Wunsch Antrieb und Generator in einem. Die beim Abbremsen der Kabine entstehende Energie wird nicht in Wärme umgewandelt, sondern als Elektrizität ins Netz zurückgespeist. Ausserdem nutzt die Wunderscheibe den Strom viel effizienter, sodass ein derartig ausgerüsteter Aufzug weitere 20 – 35 Prozent weniger Energie verbraucht. Mit diesen Werten führt Kone energietechnisch die Branche an. Nicht nur bei den Personen-, sondern auch bei den Lastenaufzügen.

Die neue kompaktere Aufzugskabine ermöglicht einen unübertroffenen Fahrkomfort.

Überhaupt legen die Finnen grossen Wert auf eine hohe Ökoeffizienz. Für die Kabinenbeleuchtung setzt Kone LED-Spots und moderne Leuchtstoffröhren anstelle von Halogenspots ein. Diese verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Energie. Ausserdem sorgt ein Stand-by-Betrieb für das Herunterfahren der Anzeigen- und Kabinenbeleuchtung, und die Lüftung wird ausgeschaltet, sobald der Aufzug nicht in Gebrauch ist. Sogar die automatische Steuerung der Gangbeleuchtung durch den Lift ist heute problemlos machbar und trägt zur Energieersparnis bei. Ein weiteres Plus: Am Ende seiner Lebensdauer ist er zu über 90 Prozent recycelbar. Allerdings war nicht nur die Energieeffizienz ausschlaggebend für die Prämierung, wie Jurymitglied Branden Moss von der Immobiliengesellschaft Land Securities erklärte: «Die Elemente, die Kone beim MonoSpace 500 zusammengeführt hat, sind richtungsweisend für die Aufzugsindustrie. Sie reichen vom Design über den Fahrkomfort bis hin zur Energie- und Raumeffizienz.» Die «World Architecture News» (WAN) ist ein globales Netzwerk; das gleich benannte Medium wird von über 222 000 Architekten gelesen. Eine Aufgabe des WAN ist es, den weltweiten Wettbewerb zu fördern. Das Netzwerk kürt jährlich das Produkt des Jahres, um die besten architektonischen Werke zu würdigen. Sponsor der diesjährigen Auszeichnung ist BAU, die Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme. Kone erhielt den Award am 17. Januar 2013 im Rahmen der Messe in München. Laut «Forbes» eines der innovativsten Unternehmen weltweit Im September 2012 startete Kone mit der weltweiten Einführung der dritten Gene-

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ration MonoSpace, im Januar 2013 erfolgte die Prämierung durch die WAN in München. Und heuer vermeldet «Forbes», dass Kone auf der «Forbes»-Liste der 100 weltweit innovativsten Unternehmen den 42. Platz belegt. Der finnische Konzern ist damit nach 2011 auch 2012 einziges Aufzugs- und Rolltreppenunternehmen unter den Top 50. Die «Forbes»-Liste beruht unter anderem auf der Einschätzung von Investoren, wie sich das Geschäft eines Unternehmens aufgrund künftiger Produkte und Technologien entwickeln wird. Hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung gelten damit als Schlüsselfaktor für wirtschaftlichen Erfolg. Tatsächlich investiert Kone systematisch auf diesem Gebiet. Das Unternehmen hat seine entsprechenden Ausgaben in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert, zuletzt auf beinahe 71 Millionen Euro, rund 1,4 Prozent seines Nettoumsatzes. Diese Anstrengungen zahlen sich aus. So hält Kone über 3000 Patente.

Entdecken Sie die neue Aufzugsgeneration: www.kone.ch/thebestmadebetter Über Kone Kone ist einer der weltweit führenden Hersteller von Aufzügen und Rolltreppen. 1910 in Helsinki gegründet, entwickelt das Unternehmen technologisch führende Lösungen für den Transport von Personen und Lasten in Gebäuden. Kone bietet sichere, schnelle, komfortable und energieeffiziente Transportsysteme sowie wirksame Lösungen zur Modernisierung und Wartung bestehender Anlagen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Espoo, Finnland, ist börsenkotiert (Nasdaq OMX, Helsinki). 2012 erwirtschaftete Kone mit durchschnittlich 35 000 Mitarbeitenden einen Jahresumsatz von rund 6,3 Milliarden Euro. In der Schweiz beschäftigt das Aufzugsunternehmen über 200 Mitarbeitende.

Weitere Informationen unter www.kone.ch


ENERGIEMANAGEMENT

Blitzstrom-Messsystem für Windenergieanlagen sorgt für bessere Planbarkeit von Wartungseinsätzen

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as Lightning Monitoring System von Phoenix Contact misst Blitzeinschläge in die Blätter einer Windenergieanlage. Die Sensoren des Messsystems werden auf den Ableitern, die den Blitzstrom führen, montiert. Bei einem Blitzeinschlag bildet sich durch den Stossstrom um den Leiter ein Magnetfeld, das von den Sensoren erfasst wird. Das System sendet daraufhin die Messergebnisse über Lichtwellenleiter zur Auswerteeinheit. Sie bestimmt anhand der gewonnenen Werte die maximale Blitzstromstärke mit der Blitzstromsteilheit, die Ladung und die spezifische Energie. Blitzeinschläge führen bei Windenergieanlagen (WEA) immer wieder zu Blattbeschädigungen und Elektronikausfällen. Insbesondere Versicherungen fordern hier zunehmend den Nachweis, dass der Blitz wirklich in die betroffene WEA eingeschlagen ist. Hinzu kommt, dass Schädigungen an der Blattstruktur durch häufige

kleinere Blitzeinschläge erst spät erkannt werden. Bisher war es schwer, überhaupt Nachweise über Blitzeinschläge und deren Stärke zu führen, geschweige denn online über die Fernüberwachung auszuwerten. Das Blitzstrom-Messsystem LM-S erkennt und analysiert alle wichtigen Parameter von Blitz-Stossströmen. Die Auswertung und Fernmeldung erfolgt in Echtzeit. Kontroll- oder Wartungseinsätze können effizient und ereignisgesteuert geplant werden. Die tatsächliche Belastung der Anlage wird durch das Auswerten der Messergebnisse erkannt und die Wartungseinsätze können dank kontinuierlicher Fernüberwachung besser geplant werden.

Kontakt PHOENIX CONTACT AG Zürcherstrasse 22, 8317 Tagelswangen www.phoenixcontact.ch infoswiss@phoenixcontact.com

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NOTSTROM

Powerqualität von Eaton Ausfall eines einzigen physikalischen Servers gleich mehrere geschäftskritische Anwendungen bedrohen kann. Mit Hilfe der Eaton Intelligent Power Management Software-Suite lassen sich die 9SX  /  9PXSysteme leicht in alle führenden Virtualisierungsplattformen integrieren, darunter VMware vCenter, Microsoft HyperV, Citrix XEN und Red Hat KVM. Damit stehen alle wichtigen Informationen über Leistungsdaten, Energieverbräuche sowie Systemstatus und Netzqualität unmittelbar zur Verfügung – optional lassen sich diese Daten auch über das integrierte grafische LCD-Display ablesen.

Die 9PX hat 40% weniger Energieverbrauch und 28% mehr Leistung

Die neuen USV-Anlagen von Eaton der 9SX  /  9PX-Serie bieten Bestwerte beim Wirkungsgrad im Online-Modus Die Doppelwandler-USV-Systeme der Eaton 9SX  /  9PX-Serie bieten höchsten Ausfallschutz für Serverräume und Industrieanwendungen. Zusätzlich wurden die neuen USV-Anlagen für den Einsatz innerhalb von virtualisierten Umgebungen optimiert. Denn spannungsbedingte Ausfälle sind gerade in diesem Umfeld oft mit weitreichenden Folgen verbunden, da der

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NOTSTROM

Die 9SX liefert Online-Doppelwandler-Schutz mit bis zu 95% Wirkungsgrad.

Maximale Effizienz im Doppelwandler-Betrieb Mit einem Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent im Doppelwandlermodus und einem Leistungsfaktor von 0,9 erfüllt die 9SX/9PX-Serie modernste Anforderungen an Energieeffizienz und Zuverlässigkeit. In Zeiten steigender Energiekosten bilden die neuen Modelle damit eine zukunftssichere Basis für Serverräume und kleinere Rechenzentren. Durch den Einsatz des optionalen Hocheffizienz-Modus mit bis zu 98 Prozent Wirkungsgrad lassen sich die Energiekosten nochmals deutlich reduzieren. In Punkto Skalierbarkeit bieten vor allem die 9PX-Systeme ein hohes Mass an Flexibilität. Denn die Eaton Hotsync-Technologie erlaubt den einfachen Aufbau eines USV-Parallelsystems mit grösserer Leistung oder zusätzlichen Redundanzleveln. Der Leistungsbereich der 9SX  /  9PX-Serie reicht von fünf bis elf kVA. Die USV-Geräte sind ab sofort als 19"-Einbausystem mit drei beziehungsweise sechs HE oder als Standalone-Tower-Einheit erhältlich. Energy Star Gütezeichen für ausgezeichnete Energieeffizienz 9SX  /  9PX-Serie von Eaton zeichnet sich durch besonders niedrigen Stromverbrauch aus Mit der Zertifizierung des Gütesiegels Energy Star gehören die USV-Systeme der 9SX  /  9PX-Serie von Eaton zu den Top 25 Prozent der effizientesten USVSysteme auf dem Markt. Die Doppelwandler-USV-Systeme der 9SX  /  9PX-Serie von Eaton verfügen ab sofort über das Gütesiegel Energy Star.

Grafisches LCD-Display der nächsten Generation (7 Sprachen)

Das Energy Star Programm der Europäischen Union und der US Environmental Protection Agency zeichnet Geräte mit besonders niedrigem Stromverbrauch aus. Die Zertifizierung der 9SX  /  9PX-Serie gilt für den Bereich EMEA. Für die Zertifizierung mit dem Energy Star, durchlief die 9SX  /  9PX-Serie ein strenges unabhängiges Testverfahren, das höchste Anforderungen an Stromverbrauch und Energieeffizienz stellte. Mit der Zertifizierung wird nachgewiesen, dass die Eaton USV-Systeme der 9SX  /  PX-Serie zu den Top 25 Prozent der effizientesten USVSysteme auf dem Markt gehören. Durch den Einsatz der 9SX  /  PX-Systeme können IT-Leiter und Administratoren Stromverbrauch und CO2-Ausstoss besonders effektiv minimieren.

«Die Senkung des Stromverbrauchs ohne die Beeinträchtigung der Zuverlässigkeit von Server-, Storage- und Netzwerk-Umgebungen ist eine zentrale Herausforderung für moderne Rechenzentren und ITUmgebungen», sagt Jasmin Dichmann, MarCom Manager D & CH. «Durch die Auszeichnung mit dem Energy Star sehen wir uns in unserer Mission bestätigt, die Entwicklung besonders energieeffizienter USV-Lösungen voranzutreiben.» Die 9SX  /  9PX-Serie von Eaton ist bereits seit Ende 2012 in Raum EMEA verfügbar. Die USV-Systeme sind in einem Leistungsbereich von 5 bis 11 kVA erhältlich und erreichen im Doppelwandlermodus einen Wirkungsgrad von bis zu 95 Prozent, im optionalen Hocheffizienz-Modus kann sogar eine Effizienz von bis zu 98 Prozent erzielt werden. Durch den hohen Leistungsfaktor von 0,9 liefern die 9SX  /  PX-Systeme 28 Prozent mehr Wirkleistung als vergleichbare USV-Anlagen. Die Systeme sind vor allem für den Einsatz innerhalb von Serverräumen und mittelgrossen Rechenzentren konzipiert. Künftig sollen auch weitere USV-Systeme von Eaton mit dem Energy Star ausgezeichnet werden. Kontakt Weitere Informationen finden sich unter www.powerquality.eaton.com.

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NOTSTROM

Newave entwickelt die weltweit kompakteste modulare USV Anlage Mit dem Ausbau der Leistungsstufe auf 200 kW präsentiert die Newave ein spektakuläres Re-Design ihrer UPScale Serie. Standfläche kostet Geld, deshalb liefert die neue DPA UPScale ST 200 ihre Leistung auf einer Standfläche von ganzen 0.42 m2. Das macht dieses neue Produkt zur weltweit kompaktesten modularen USV Anlage.

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ntwickelt wurde die UPScale-Serie für Anwendungen im mittleren Leistungsbereich von 20 kW bis zu 200 kW. Die einschubmodulare Bauweise ermöglicht einen bedarfsgerechten Ausbau der Infrastruktur nach dem Prinzip «Pay as you grow». Dadurch kann ein Unternehmen flexibel und blitzschnell bei einem Anstieg der Leistungsanforderungen auf die neue Situation reagieren. Ausserdem senkt dieses Prinzip die Gesamtbetriebskosten. Sicherheit über alles: Die UPScale ST Serie basiert auf der DPA-Technologie (Dezentrale Paralellarchitektur). Diese autonom aufgebauten USV-Module, die jeweils die komplette Hard- und Software enthalten. In der Praxis bedeutet dies höchste Systemverfügbarkeit. Ausserdem konnten dank dem kompakten Design das Gewicht der Module auf nur 18.6 kg (bei 10 kW) und 21.5 kg (bei 20 kW), reduziert werden.

Kompaktes Design, hohe Leistung, flexible Anwendung und dazu noch eine einmalige Leistungsdichte von bis zu 472 kW/ m2 unterstreichen die Spitzenposition der Newave UPScale ST im Bereich der modularen USV Anlagen.

Newave UPScale ST 200 jetzt auch in der Leistungsstufe 200 kW verfügbar

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Über Newave Die Newave Energy AG gehört seit dem 27. Februar 2012 zur ABB-Gruppe. Das Unternehmen ist sowohl der führende Hersteller von trafolosen dreiphasigen USVAnlagen als auch technologisch führend bei modularen USV-Systemen. NewaveKunden schützen so ihre kritischen Anwendungen vor Datenverlusten und vermeiden Systemausfälle.


NOTSTROM

DPA-Technologie: Bei der DPA-Technologie (Dezentrale Paralellarchitektur) enthält ein USV-Modul jeweils die komplette Hard- und Software.

Innovation, Qualität und Benutzerfreundlichkeit sind die Hauptmerkmale der Newave-Power-Protection-Produkte. Das Produktprogramm umfasst hochverfügbare und energieeffiziente Standgeräte sowie modulare unterbrechungsfreie Stromversorgungen von 800 Watt bis zu einer Abgabeleistung von 5 Megawatt. Newave hat sich besonders der Energieeffizienz verpflichtet. Das Unternehmen produziert die USV-Anlagen mit dem branchenweit höchsten Wirkungsgrad, womit auch die Umweltbelastung nachhaltig verringert werden kann. Nebst innovativer Technologie bietet die Newave Energy AG auch umfassende Dienstleistungen wie technische Beratung, Verkauf, Schulung sowie Wartung und Service, mit einem Kundendienst 24 h / 365 Tage.

Kontakt Newave Energy AG Industriestrasse 5 5432 Neuenhof Telefon 056 416 01 01 Telefax 056 416 01 00 Am Wald 36 2504 Biel Telefon 032 366 60 30 Telefax 032 366 60 35 usv@ch.abb.com www.newavenergy.ch

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ONLINE MAGAZIN

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NOTSTROM

Unterbrechungsfreie Stromversorgung USV Hohe Sicherheit bei optimierten Betriebskosten Wohl die meisten IT-Verantwortlichen und -Anwender haben schon Erfahrungen mit Störungen in der Energieversorgung gemacht. Das Bewusstsein über die hohe Bedeutung einer sicheren Stromversorgung ist bei den meisten vorhanden. So sind heute in den Unternehmungen meist eine oder mehrere USV-Anlagen im Einsatz.

von Peter Liechti, Geschäftsführer von CTA Energy Systems

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Modulare USV-Anlage Multi Guard 15-120 kVA

bwohl das Schweizer Stromnetz eine hohe Versorgungssicherheit aufweist, ist die totale Verfügbarkeit nicht garantiert. Liegt diese beispielsweise bei 99,999 Prozent bedeutet dies fünf Minuten Stromausfall pro Jahr! Typischerweise treten solche auf mehrere kurze Unterbrüche verteilt auf. Weiter können Spannungs- und Frequenzschwankungen auftreten. Beides kann zu Datenverlusten und unproduktiven Wartezeiten führen, was wiederum hohe Folgekosten nach sich ziehen kann. Eine Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) schafft hier Abhilfe. Sie gewährleistet für kritische Verbraucher eine qualitativ hochwertige Stromversorgung, indem sie die Energie aus einer möglicherweise stark gestörten Stromquelle filtert und stabilisiert. Die USV-Anlage erzeugt also ein neues Ausgangsnetz, das unabhängig von Netzspannungs- und Frequenzschwankungen ist. Bei einem Ausfall bietet sie dem Betreiber maximale Sicherheit, indem sie

ihm die Verwaltung der Autonomiezeit ermöglicht: Entweder kann der Unterbruch vollständig überbrückt werden oder Programme werden gesichert, automatisch geschlossen und heruntergefahren. Auch beim Einsatz einer Netzersatzanlage (Diesel-Generator) kann in der Regel nicht auf eine USV-Anlage verzichtet werden, denn das erzeugte Stromnetz ist für kritische Verbraucher zu wenig stabil. Oft werden bei der Wahl einer USV-Anlage hauptsächlich die Anschaffungskosten berücksichtigt. Der auf dem Papier günstigste Anbieter erhält den Zuschlag. Die Betriebskosten treten dabei in den Hintergrund. Entscheidend für eine erfolgreiche USV-Beschaffung sind vor allem zwei Faktoren: Die Wahl der passenden USVAnlage und des richtigen Partners. Die Wahl einer USV-Anlage richtet sich nach den angeschlossen Verbrauchern beziehungsweise nach der geforderten Verfügbarkeit.

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USV-Anlage Master Plus 2 x 300 kVA

Batterieanlage zu 2 x 300 kVA-USV-Anlagen

Unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten Die kostengünstigen USV-Anlagen der Typen Offline(VFD, Voltage and Frequency Dependent) und Line-Interaktiv (VI, Voltage Independent) werden vor allem bei wenig kritischen Anwendungen eingesetzt, wie zum Beispiel bei PC’s oder TVA’s.

Riello Multi Sentry MST 60-100 kVA

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Für wirklich kritische Anwendungen, mit hohem Schadenspotential kommen ausschliesslich Online-Doppelwandler-USVAnlagen (VFI, Voltage and Frequency Independent) in Frage. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo hohe Verfügbarkeit gefordert ist. Klassische Anwendungen sind IT, Medizin aber auch Industrieprozesse.

Im Hinblick auf tiefere Betriebskosten wurden durch die Hersteller in den letzten Jahren energieoptimierte USV-Anlagen entwickelt. So verfügen die Systeme der neusten Generation gegenüber älteren USV-Anlagen über einen massiv höheren Wirkungsgrad. Dies führt zu grossen Einsparungen bei den Energiekosten. Weiter wurde bei diesen Anlagen die Tatsache berücksichtigt, dass heutige ICT-Lasten in der Regel im Bereich von cos-phi 0,9 kapazitiv liegen. Die Anlagen erbringen im Gegensatz zu älteren Anlagen auch noch in diesem Bereich die volle Leistung. Somit kann eine kleinere USV-Anlage eingesetzt werden. Mit der daraus resultierenden geringeren Wärmeabgabe kann die Raumkühlung kleiner dimensioniert wer-


NOTSTROM CTA Energy Systems AG ist einer der führenden USV-Anbieter der Schweiz. Sie bietet eine umfangreiche Palette an USVAnlagen in allen Grössen und Technologien von namhaften Herstellern an und verfügt mit ihren erfahrenen USV-Technikern über eine effiziente Serviceorganisation.

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den. Mit den so erzielten massiv tieferen Betriebskosten, rechnet sich der Ersatz einer USV-Anlage binnen weniger Jahre. Gerade Pflege und Unterhalt sind entscheidend für die Betriebssicherheit einer USV-Anlage. Denn diese enthalten verschiedene Komponenten, die von Verschleiss betroffen sind. Allen voran die Batterien, die auch das Herzstück jeder USV-Anlage sind, haben eine beschränkte Lebensdauer. Deshalb ist es wichtig, die Batterien mindestens einmal jährlich einzeln unter Belastung zu messen und zu protokollieren. Aufgrund dieser Auf-

zeichnungen kann der Zustand und die noch zu erwartende Lebensdauer der Batterien ermittelt werden. Die USV selber sollte einmal im Jahr kontrolliert und getestet werden. Dabei werden sollten die Ein- und Ausgangsfilter (DC-/AC-Kondensatoren) und die Lüfter überprüft werden. Schliesslich werden Justierung und Parametrisierung der USV aufs Eingangsnetz abgestimmt. Last but not least: Dier Kontrolle von Überwachung und Alarmierung. Bei einer gut gewarteten USV-Anlage kann die Betriebssicherheit massiv erhöht und sichergestellt werden.

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The End – die ausgebrannte Glühbirne

«Ich kenne jetzt 1000 Wege, wie man KEINE Glühbirne baut!» Thomas Alva Edison

Seit September 2012 sind nun die letzten Glühbirnen aus den Läden verschwunden. Nun sollen Energiesparlampen unsere Häuser und Büros beleuchten. Wer gewinnt den Wettkampf – die altbewährte Glühbirne oder die Energiesparlampe. von Lone K. Halvorsen


LICHTMANAGEMENT

«Während eine Glühbirne den Grossteil der Energie in Wärme umwandelt, ist es bei der Energiesparlampe umgekehrt.»

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in grosser Fortschritt, sagen die Befürworter, denn ein geringerer Energieaufwand ist gut fürs Klima. Doch die Kritiker sehen dies ganz anders – für sie ist die Energiesparlampe eine grosse Mogelpackung mit deutlich geringeren Energieeinsparungen als versprochen. Verfügt hat das Verbot die EU-Energiekommission. Die Europäer sollen Energie sparen – und weil sie das offensichtlich nicht freiwillig tun, massregelt die Brüsseler Kommission ihre Bürger. Hitze statt Licht Die Glühbirne von Edison brannte über 1000 Stunden. Daran hat sich bis heute nichts oder nur wenig geändert. Die kurze Lebensdauer ist gewiss ein wichtiges Argument gegen die Glühbirne und warum seit September 2012 im Handel keine Glühbirnen mehr angeboten werden – jedoch dürfen die restlichen Lagerbestände noch verkauft werden. Seit über 130 Jahren hat die Glühbirne die Menschheit nicht nur mit Licht erfreut, sie weist auch ein ähnliches Spektrum wie das Sonnenlicht auf und hat somit eine positive Wirkung auf das Hormonsystem. Ferner empfinden wir das Licht der Glühbirne als ein sehr angenehmes, warmes und

gemütliches Licht. Dennoch, bei all den Vorteilen der Glühbirne sind die Nachteile nicht zu missachten. Dazu zählt der Fakt, dass die herkömmliche Glühbirne nur fünf Prozent des verbrauchten Stroms für die Lichterzeugung nutzt und der Rest als Wärme verpufft. Doch was sind die Alternativen? Halogenlampen? Mit denen lassen sich 30 Prozent Energie sparen, aber 2016 werden auch sie verboten, weil sie wie die Glühbirnen mehr Hitze als Licht erzeugen. LEDs, Licht emittierende Dioden? Oder die Kompaktleuchtstofflampen, besser bekannt als Energiesparlampen. Die sind vergleichsweise preisgünstig und nach Herstellerangaben um 80 Prozent sparsamer als Glühbirnen. Also offensichtlich der adäquate Ersatz für die gute alte Glühlampe! Quecksilber gegen Energieklasse E Die Energiesparlampe besteht aus einem Glaskörper, welcher Quecksilber und Edelgase beinhaltet, die durch Wolframelektroden Strahlung abgeben. Die Gase in der Energiesparlampe werden ionisiert und geben eine nicht sichtbare UV-Strahlung ab. Kommt diese mit der Leuchtstoffschicht des Glaskörpers in Kontakt, wird die Strahlung in sichtbares Licht umgewandelt. Stellt man eine Ener-

giesparlampe einer Glühbirne gegenüber, so ist die Erstere konkurrenzlos, was den Stromverbrauch angeht. Während eine Glühbirne den Grossteil der Energie in Wärme umwandelt, ist es bei der Energiesparlampe umgekehrt. Sie wandelt den Grossteil der Energie in Licht um und ist somit 80 Prozent sparsamer. Energiesparlampen haben die Effizienzklasse A bis B. Die Energieklasse der Glühbirne wurde als E bis G deklariert. Somit ist die Energiesparlampe klar im Vorteil, wenn es um das Senken der Energiekosten geht. Als Konsumenten wollen wir natürlich auch Fakten im Hinblick auf die Lebensdauer. Hier geben uns die Experten Zahlen von 4500 bis über 19 000 Stunden. Das bedeutet, bei einer durchschnittlichen Nutzung von drei Stunden am Tag, eine Haltbarkeit von 4 bis 18 Jahren. Als Vergleich bringt es die Glühbirne im Schnitt auf etwa 1000 Stunden Leuchtdauer – das entspricht lediglich einem Jahr. In der Anschaffung sind die Energiesparlampen zwar teu(r)er, aber da sie viel länger halten als Glühbirnen und zusätzlich bis zu 80 Prozent weniger Strom verbrauchen, sind Energiesparlampen auf lange Sicht die günstigere Wahl. Gewiss entsprechen die Angaben der Hersteller nicht immer weitgehend

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LICHTMANAGEMENT giesparlampen zwar einerseits schon relativ weit verbreitet, aber doch auch viel geschmäht sind. Sie sind nicht nur teurer in der Anschaffung – vor allem jene, die gedimmt werden können –, sie erzeugen auch kaltes, ungemütliches Licht. Ferner prophezeien viele Experten Giftmüllprobleme und ernsthafte Gefahren für die Gesundheit der Menschen.

den Tatsachen. So kann die angegebene Lebensdauer einer Energiesparlampe von 18 Jahren als rein theoretischer Wert gelten, geht man von einer täglichen Brenndauer von 2,5 Stunden aus. Denn die Energiesparlampen sind nicht für ständiges Ein- und Ausschalten gedacht. So viel zu den technischen Details und den Vor- und Nachteilen. Doch wie sieht es mit anderen Aspekten aus? Ist der Einsatz von Energiesparlampen aus gesundheitlicher Sicht ganz unbedenklich? Fakt ist, dass die alternativen Ener-

The End Zusammenfassend ist zu sagen, dass jedes Leuchtmittel seine Vor- und Nachteile hat. Durch die Abschaffung der Glühbirne ist jeder Verbraucher dazu gezwungen, sich Gedanken um Alternativen zu machen. Energiesparlampen sind sicherlich eine kostengünstigere und umweltschonendere Alternative gegenüber Glühbirnen. So sinken Stromkosten, Stromverbrauch und die CO2-Emissionen deutlich, während deren Lebensdauer steigt. Der grösste Nachteil der Energiesparlampen ist ihr Quecksilbergehalt, welcher ein Problem für die Umwelt und für die Gesundheit der Verbraucher darstellt. Die Weiterentwicklung auf dem Markt der Energiesparlampen ist jedoch

«Der letzte Tag der letzten Glühbirne im Haushalt ist zwar noch weit entfernt – er kommt aber sicher ...»

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vorauszusehen – und damit werden wohl auch in ein paar Jahren die Bedenken der Energiesparlampen-Gegner zerstreut sein. Auch wenn das Produktionsverbot von Glühbirnen in der EU recht rasch kam und es gute Argumente gegen die Energiesparlampen (gefährlicher Quecksilberanteil, unklare Entsorgung dieser kleinen Giftbomben) gibt – es ist dies ein toller Anreiz für die Beleuchtungsindustrie, innovative, funktionierende und energiesparende Produkte zu entwickeln. Die Karten werden neu gemischt, und es bieten sich nicht nur die klassischen Energiesparlampen an ... Es ist also noch starker Bedarf an Entwicklung in den nächsten Jahren notwendig, um die kostensparende und umweltschonende Alternative der Glühbirne auch verbraucherfreundlich zu gestalten. Wenn Sie bisweilen die Energiesparlampen gemieden haben, testen Sie doch einfach ein wenig die aktuellen Produkte und setzen diese dort ein, wo die Lampen länger brennen. Der letzte Tag der letzten Glühbirne im Haushalt ist zwar noch weit entfernt – er kommt aber sicher ...


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Bewegungsmelder versprechen mehr als sie halten Die Hochschule Luzern – Technik & Architektur hat elf gebräuchliche Bewegungsmelder geprüft. Die Resultate zeigen, dass in den meisten Fällen deutlich weniger Energie eingespart wird, als die Deklaration auf der Verpackung erwarten lässt. Notwendig sind die Entwicklung von Qualitätsstandards sowie entsprechende Prüfverfahren, um das Energiesparpotential dieser Geräte besser auszuschöpfen.

Die elf getesteten Präsenzmelder im Überblick

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it Bewegungsmeldern, auch Präsenzmelder oder PIR genannt, kann man viel Energie sparen. Sie steuern die Beleuchtung in Gebäuden und Umgebung automatisch und schalten sie nur bei tatsächlichem Bedarf ein. Gemäss Herstellerangaben sind Einsparungen zwischen 20 und 40 Prozent möglich. Ist im Präsenzmelder zusätzlich ein Sensor integriert, der das Tageslicht berücksichtigt, kann der Energieverbrauch für die Beleuchtung nochmals reduziert werden. Dass dieses Sparpotential in den meisten Fällen nicht ausgeschöpft wird, zeigt ein Qualitätstest, den das Zürcher Energieberatungsunternehmen eLight GmbH zusammen mit der Hochschule Luzern – Technik & Architektur durchgeführt hat.

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Vier Kriterien wurden dabei untersucht: Der Eigenstromverbrauch, die Präsenzerfassung von Personen, die Tageslichtsensorik und die Bedienerfreundlichkeit. Letztere ist wichtig, weil die Melder nur dann optimal funktionieren, wenn sie richtig installiert und eingestellt werden. Besser als erwartet schneiden die elf untersuchten Melder beim Eigenstromverbrauch ab; das beste Gerät benötigt weniger als 0.5 W im Standby. Die Messung der Präsenzerfassung bringt bei vielen Meldern grosse Unterschiede zwischen deklarierten und gemessenen Werten zu Tage. Die Detektion des Tageslichts ist bei allen Meldern unbefriedigend – es zeigt sich, dass die Kombination von Präsenz und Tageslicht in einem Gerät kaum sinnvoll ist. «Das heisst nun auf keinen Fall, dass man auf Bewegungsmelder verzichten soll, aber der Test zeigt, dass die Branche den Meldern mehr Beachtung schenken muss und wie wichtig es ist, ein standardisiertes Prüfverfahren zu entwickeln», erklärt Björn Schrader, Projektleiter der Hochschule Luzern. Tests helfen Planenden, Installateuren und Herstellern In Auftrag gegeben wurde die Untersuchung vom Schweizerischen Ingenieurund Architektenverein (SIA), von Energie Schweiz und vom Amt für Hochbauten der Stadt Zürich. «Die Resultate der Studie sind ein wichtiger Baustein für die Revision der Norm SIA 380/4, in der die Energieeinsparung durch Präsenzmelder bisher ebenfalls zu optimistisch eingeschätzt wurde. Die Norm gilt als eine zentrale Grundlage für die elektrische Energie im Gebäudebereich. Die Branche erwartet deren Publikation für Mitte 2015», sagt Adrian Grossenbacher vom Bundesamt für Energie, das die Plattform Ener-


LICHTMANAGEMENT

Licht@hslu – Strategischer Schwerpunkt der Hochschule Luzern Neue Technologien wie LED oder OLED verändern seit einigen Jahren die Lichtbranche. Diese ist gefordert, ihren Beitrag zu einem sinnvollen, effizienten und qualitativ hochstehenden Umgang mit Licht zu leisten. Die Hochschule Luzern sieht in dieser Herausforderung Chancen und arbeitet interdisziplinär an der Verbindungsstelle von Raumgestaltung und Technik an folgenden Themen: – Erlebte Lichtqualität in räumlichen Kontexten – Innovative Lichttechnologien – Licht-Management – Tageslicht/Visualisierung – Licht in der Medizintechnik und in Gesundheitsbauten Gesamtbewertung der elf Präsenzmelder

gieSchweiz operativ leitet. Für Planende und Installateure zeigt die Studie sinnvolle Anwendungen, Grenzen und Alternativen zu Präsenzmeldern auf. Nicht zuletzt soll die Untersuchung den Herstellern dienlich sein.

Kontakt Weitere Informationen: www.hslu.ch/licht und blog.hslu.ch/lichtathslu

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Elektromobilität


Minergie

Das «Plus» wurde erreicht

Das Mehrfamilienhaus «Kraftwerk B» in Bennau wurde 2009 mit dem Schweizer und dem europäischen Solarpreis ausgezeichnet.

Das «Kraftwerk B» in Bennau wurde als vorbildliches Plusenergie-Mehrfamilienhaus ausgezeichnet. Ob es das Plus an Energieerzeugung auch erreicht hat, wurde durch eine Messkampagne untersucht. Diese hat den Erfolg bestätigen können. Gleichzeitig ergaben sich ein paar wichtige Erkenntnisse für weitere Projekte. von Jürg Wellstein, Fachjournalist SFJ

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ls das «Kraftwerk B» im Schwyzer Ort Bennau 2009 mit dem Schweizer Solarpreis ausgezeichnet wurde, lag es nahe, dieses pionierhafte Plusenergie-Mehrfamilienhaus im Betrieb zu untersuchen. Josef Grab hat als Architekt und Entwicklungsverantwortlicher der Sanjo Immobilien AG während fünf Jahren das Projekt vorangetrieben und ein Gebäude realisiert, das in der Jahresbilanz mehr Energie in Form von Wärme und Strom erzeugen sollte als darin verbraucht wird. Dafür nutzt das nach Minergie-P-Eco zertifizierte Haus alle nach Süden gerichteten Dach- und Fassadenflächen zur Gewinnung von Sonnenenergie. Während zwei Jahren wurde das Kraftwerk B durch ein vom Bundesamt für Energie (BFE) unterstütztes Messprojekt überprüft. Dabei hat man nicht nur die Energiebilanz, sondern auch das Systemverhalten im bewohnten Zustand analysiert. Energiesystem mit integraler Struktur Die Realisierung des Plusenergie-Mehrfamilienhauses in Bennau war anspruchs-

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voll. Mit 44 cm Wärmedämmung, einer 220 m2 grossen Photovoltaik-Anlage (Leistung 32 kWp) und 150 m2 thermischer Kollektoren, eingebunden in ein modernes Energiesystem, das im Sommer die überschüssige Wärme an den Nachbarn abgeben kann und Strom ins öffentliche Netz einspeist, erhielt das Gebäude verdientermassen grosse Beachtung. Die Sonnenwärme kann entweder in den 4000-Liter-Warmwasserspeicher oder in den 24  000-Liter-Heizungsspeicher geleitet werden. Die Wohnungen sind mit zusätzlichen Holzfeuerungen ausgestattet, welche integrierte Wärmeabsorber aufweisen, deren Energie zur Erwärmung der Handtuchradiatoren in den Badezimmern dient und die zentrale Warmwasserbereitung unterstützt. Bei der zentralen Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung wird der abgekühlten Fortluft mit einer Wärmepumpe zusätzlich weiter Wärme entzogen und der Bodenheizung zugeführt. Ausserdem nutzt man den Rücklauf dieser Bodenheizung auf innovative Weise, um die Zuluft nachzuwärmen, damit sie nicht mit Untertemperatur

in die Wohnungen eingeblasen wird. Als erwünschter «Nebeneffekt» erhöht sich der Wirkungsgrad der thermischen Solaranlage, da im unteren Speicherbereich kälteres Wasser verbleibt. Das integrale Energiesystem des Plusenergiehauses lässt keine Energie ungenutzt. Als die Planer in der Vorprojektphase die Gebäudeform des Kraftwerks B diskutierten, wurde ein optimaler Kompromiss eines möglichst guten Oberflächen-Volumen-Verhältnis angestrebt, um damit minimale Wärmeverluste (Würfel) sowie eine maximale solare Gewinnfläche zu ermöglichen. Dies ergibt einen Quader, dessen Längsseite der Sonne zugewandt ist und ein 450 geneigtes Schrägdach aufweist; der Mittelgiebel war Vorgabe der Baubehörde. Andreas Gütermann, Amena AG in Winterthur, hat die Erfolgskontrolle diese Gebäudes durchgeführt. Die beiden Messperioden begannen jeweils Mitte des Jahres, so dass man die Bilanz des gesamten Winterhalbjahres erfassen konnte.


Minergie

Die Effektivität des Plusenergiehauses entscheidet sich – wie erwartet – im Winterhalbjahr. Das hat auch die Messkampagne beim «Kraftwerk B» in Bennau bestätigt.

Ist das Kraftwerk B tatsächlich ein Plusenergiehaus? Unsere zweijährige Messung hat dies bestätigt. Die technischen Anlagen des Gebäudes produzieren übers Jahr mehr Energie als benötigt wird. Gibt es Differenzierungen in ihrer Aussage? Bei der Planung wurde definitionsgemäss der Verbrauch an Haushaltsstrom einbezogen. Allerdings mussten die Berechnungen mit Standardparametern durchgeführt werden. Das konkrete Nutzerverhalten kann jedoch stark davon abweichen. Da das Erreichen des Plus unter Einbezug des Haushaltsstroms schon schwierig genug ist, fällt das Plus in der Regel auch klein aus. Daher wird daraus umso leichter ein Minus, falls die Nutzung und das aktuelle Wettergeschehen nachteilig sind.

Vollständige Erfassung der Sonnenenergie Die Untersuchungen haben auch ein paar grundsätzliche Gedanken zum Energiekonzept eines Plusenergiehauses bestätigt. Ein Gebäudestandard wie Minergie-P ist eine wichtige Voraussetzung, es bedarf jedoch zusätzlich einer vollflächigen Gewinnung von Sonnenenergie. Es müssen sowohl Elektrizität als auch Wärme erzeugt werden. Reine Photovoltaik-Lösungen kombiniert mit einer Wärmepumpe und Erdwärmesonden sind zwar denkbar und relativ einfach realisierbar, genügen der nachhaltigen Zielsetzung aber nicht unbedingt. Was widerspricht diesem Ziel? Das öffentliche Stromnetz vollumfänglich als externer Speicher zu benutzen und mit der fluktuierenden Stromproduktion und dem Strombedarf zu belasten, verschiebt das Speicherproblem der Sonnenenergie einfach. Bei der Solarstrom-Produktion ist die fluktuierende Energieerzeugung bekannt. Sehen sie Alternativen? Zumindest für mehr als die Hälfte des Energiebedarfs in einem Minergie-P-MFH, der Warmwasserbereitung, sollte ein thermischer Kollektor und entsprechende

Speicher integriert werden. Dies wurde beim Kraftwerk B auch berücksichtigt und als fester Bestandteil des Konzepts realisiert. Es konnte sowohl die thermische als auch photovoltaische Energiegewinnung eingesetzt werden, was je nach zu planendem Gebäude unterschiedlich schwierig zu bewältigen ist. Die Auseinandersetzung mit dieser Frage nach dem optimalen Verhältnis der beiden Technologien ist wichtig. Und die Nutzung eines Erdwärmespeichers? Erdwärmesondenfelder mit einer sommerlichen Regeneration durch Sonnenenergie werden heute als ideale Lösung dargestellt, müssen sich aber in der langfristigen Praxis noch bewähren. Es gilt ausserdem zu bedenken, dass Erdwärmesonden nicht überall einsetzbar sind; in Bennau konnten sie beispielsweise wegen Grundwasservorkommen nicht realisiert werden. Hier musste ein anderer Weg beschritten werden Das beim Kraftwerk B gewählte Energiekonzept hat sich bewährt, zeichnet sich aber durch eine Komplexität aus, die nicht nur höhere Anforderungen an die Planenden und Ausführenden stellt, sondern auch an den Betrieb und an die Bewohner. Die Platzierung der Photovoltaik-

Sind neben dem Nutzerverhalten und den meteorologischen Geschehnissen noch weitere Aspekte zu erwähnen? Ja, wir haben bei der Messung – was eigentlich plausibel erscheint – auch den Einfluss der Belegung der Wohnungen deutlich erkennen können. Im ersten Messjahr betrug die Belegung nur 69 %, im zweiten hingegen 98 %. Eng wurde es beim Kraftwerk B jedoch nicht: In der ersten Messperiode konnte ein Gesamtüberschuss von 5000 kWh verzeichnet werden, in der zweiten noch 1000 kWh. Dabei ergab sich jeweils bei der Wärmebilanz eine leichte Unterdeckung, weil mehr Holz in den Zimmeröfen verbrannt wurde als im Sommer in Form von Warmwasser an den Nachbarn exportiert werden konnte. Die Strombilanz der Photovoltaik-Anlage war hingegen stets so hoch, dass sie die Unterdeckung bei der Wärmebilanz kompensieren konnte.

Bei der Gesamtenergiebilanz haben Strom und Wärme die gleiche Gewichtung (1:1). Überschüsse bei der Strombilanz stehen einer leichten Unterdeckung bei der Wärmebilanz gegenüber.

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MINERGIE Und was haben sie bei den Raumtemperaturen erkennen können? Nach SIA werden die Berechnungen mit 200 C durchgeführt, in der Praxis waren aber 22 – 230 C eingestellt. Wenn man bedenkt, dass pro 10 C höhere Raumtemperatur rund 6 % mehr Wärmeenergie benötigt wird, sind mögliche Folgeerscheinungen verständlich. Es entweicht mehr wärmere Luft beim Lüften. Das zeigt sich nicht nur bei der kontrollierten Lüftung, sondern auch bei den gewählten Raucherorten im Gebäude.

Die Absorberholzfeuerung ist mit massiven Sandsteinplatten ausgestattet und direkt am Kamin angeschlossen. Das Nutzerverhalten bei Betrieb der Holzfeuerungen hat einen bedeutenden Einfluss auf die Energiebilanz.

Module auf dem Dach und die Sonnenkollektoren an der Fassade hat sich als grundsätzlich richtig erwiesen, da letztere übers ganze Jahr zwar nicht die höchsten, jedoch qualitativ die besten Ertragswerte ergeben. Im Winterhalbjahr, das für den Energiebedarf entscheidend ist, liefern Südfassaden genügend Wärme, während sie im Sommer weniger unverwertbare Überschüsse generieren. Mehr Holz für mehr Wärme Bei der Wärme-Bilanz fällt auf, dass der Holzverbrauch in den Wohnungsöfen deutlich über den Prognosen liegt. Bestätigt wird dies auch durch die Messwerte der Raumwärme, die höher liegen als erwartet. Was war ihre Interpretation dieser Erkenntnisse? Zunächst haben wir zwei mögliche Ursachen identifiziert: Das Haus verliert mehr Wärme als geplant und die Bewohner betreiben ihre Wohnungen auf höherem Temperaturniveau und/oder verlieren beispielsweise durch die Fensterbedienung mehr Wärme. Konnten sie die beiden Möglichkeiten verifizieren? Einerseits haben wir auf Thermobildern erkennen können, dass die Fensterrahmen aus Vollholz Wärmebrückeneffekte aufweisen. Hier besteht offensichtlich Verbesserungspotenzial.

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Als Ergänzungsheizung können grundsätzlich verschiedene Techniken eingesetzt werden. Bei den im Kraftwerk B verwendeten Holzfeuerungen wird rund 50 % der Wärme mittels Absorber für den Handtuchradiator im Bad und zur Unterstützung der zentralen Warmwasserbereitung auskoppelt, während die andere Hälfte in der Ofenmasse gespeichert und über längere Zeit an das Wohnzimmer abgegeben wird. Die nötigen Kaminanlagen haben aber den Nachteil, dass sie die (hochwärmegedämmte) Gebäudehülle durchstossen, was vor allem bei MinergieP-Bauten bedeutsam ist. Dies kann ein Grund sein, weshalb oft darauf verzichtet wird. Die Zufuhr der Verbrennungsluft darf nicht aus dem Raum heraus erfolgen, sondern muss raumluftunabhängig sein, damit dem Raum keine Wärme entzogen wird und auch die Druckverhältnisse konstant bleiben. Die messtechnische Untersuchung hat auch gezeigt, dass gegen das unbeheizte Untergeschoss eine konsequente Wärmedämmung geplant und ausgeführt werden muss. Dies trifft bei der unisolierten Wand zwischen Haustechnikzentrale und Tiefgarage zu, wie auch bei Lüftungskanälen und der Wärmepumpe. Dämmen und instruieren Der generell verminderte Wärmebedarf durch moderne Gebäudestandards kann zwar als erstrebenswerter Vorzug bezeichnet werden, die Warmwasserbereitung bleibt aber ein wichtiger Aspekt für die Planung und den Betrieb eines effizienten Gebäudes.

Auch der Elektrizitätsbedarf weicht in einem Plusenergie-Mehrfamilienhaus nicht wesentlich von einem neuen, jedoch konventionellen Gebäude ab. Wohl sind beim einen effizientere, fest installierte Geräte und Beleuchtungskörper vorhanden, dafür befindet sich aber mehr Haustechnik im Einsatz. Somit wird der Stromverbrauch ein relevantes Kriterium. Strom und Wärme müssen in einem Gleichgewicht behalten werden, für dessen Bereitstellung sollte man die jeweiligen Gegebenheiten im Gebäude und in dessen Umgebung sorgfältig studieren und alle möglichen Energiequellen einbeziehen. Das Fazit der Messungen ist einleuchtend. Für ein vernünftiges Plus braucht es beide: Planer und Benutzer. Mit dem umfassenden Einbezug, der Information und einer fachgerechten Schulung der Bewohnerinnen und Bewohner, der Mieterinnen und Mieter müssen die verschiedenen Aspekte der Bedienung des Plusenergiehauses verständlich gemacht werden.

Kontakte Andreas Gütermann amena ag – angewandte Mess- und Energietechnik CH-8400 Winterthur ag@amena.ch www.amena.ch Josef Grab, Architekt j.grab@sanjo.ch ehem. Grab Architekten AG Entwicklungsverantwortlicher der Sanjo Immobilien AG 8852 Altendorf www.sanjo.ch Joseph Michael Grab Gesamtleitung der Sanjo Group jm.grab@sanjo.ch BFE-Energieforschung: Energie in Gebäuden www.bfe.admin.ch/forschunggebaeude www.energieforschung.ch

Infrarotaufnahme des Gebäudes aus Richtung Süd. Die Oberflächentemperaturen der opaken Flächen (Dach, Wand) deuten auf einen guten Dämmwert hin. Deutlich sichtbar sind hingegen die Fensterrahmen, wo noch Verbesserungspotenzial vorhanden ist.


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MINERGIE

«Das MINERGIE-Zertifikat ist eine Qualitätsgarantie.» Plakette des Gebäudes BE-025-P

Der Baustandard MINERGIE steht für tiefen Energieverbrauch, mehr Komfort und Wirtschaftlichkeit. Aber nur wenn MINERGIE dran steht, ist auch MINERGIE drin: Das Zertifikat ist der Qualitätsausweis für ein Produkt, das genau umschrieben und definiert ist. Es liefert klare Kenndaten als Sicherheit für Bauherren und Käufer und verschafft dem Eigentümer handfeste Vorteile – zum Beispiel Förderbeiträge, günstigere Hypotheken oder gar eine höhere Ausnützungsziffer. Seit der Lancierung 1998 hat MINERGIE sich kontinuierlich weiter entwickelt und auf breiter Ebene etabliert: Für zahlreiche Bauherren, Investoren und Architekten kommt eine konventionelle Bauweise gar nicht mehr in Frage.

von Franz Beyeler, Geschäftsführer MINERGIE

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er nach MINERGIE baut, lässt sein Haus in der Regel auch zertifizieren. Die Kosten für die Zertifizierung betragen 900 Franken für ein Einfamilienhaus. Die Zertifizierung lohnt sich – selbst dann, wenn ein Verkauf des Hauses in absehbarer Zeit nicht zur Diskussion steht: «Das MINERGIEZertifikat ist für Bauherren ein Qualitätssiegel», bestätigt Olivier Lyon, Architekt ETH in Crissier. «Es bescheinigt ihnen, dass ihr Gebäude punkto Energieverbrauch und Wohnkomfort höchsten Anforderungen entspricht.» Das Zertifikat dokumentiert also den Wert des Gebäudes sichert dem Eigentümer zudem handfeste Vorteile: Einzelne Kantone unterstützen den Bau von MINERGIE-Häusern finanziell mit Förderbeiträgen, welche die Bauherrschaft beantragen kann. Zahlreiche Banken gewähren vergünstigte MINERGIE-Hypotheken, und in einzelnen Kantonen gilt für MINERGIE-Bauten eine höhere Ausnützungsziffer – zum Beispiel im Wallis: Dank der um 15 Prozent höheren Ausnützungsziffer kann dort beispielsweise ein Mehrfamilienhaus mit 11 anstatt mit 10 Wohnungen erstellt werden – nach MINERGIE, wohlgemerkt.

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Das Zertifikat ist bares Geld wert Zwar ist die Zertifizierung eines MINERGIE-Gebäudes die Regel, doch es gibt auch Ausnahmen: Manche Bauherren entscheiden sich gegen eine Zertifizierung, weil sie überzeugt sind, dass ihr Haus nie den Besitzer wechseln werde. Tatsächlich ist der höhere Wiederverkaufswert eines der Hauptargumente, die für die Zertifizierung sprechen. Sie ist in jedem Fall sinnvoll und empfehlenswert, denn: «Es könnte gut sein, dass man später einmal froh darüber ist, auch wenn im Moment keine Notwendigkeit besteht», gibt André R. Ruff, Art Architektur AG in Visp und Bern, zu bedenken. «Eine Nachzertifizierung ist in der Regel aufwändig und teuer. Ich kann mir gut vorstellen, dass nicht allen Bauherren bewusst ist, dass das Zertifikat eines Tages bares Geld wert sein kann.» Vorteile für Mieter und Anleger Auch Roger Baumann, Leiter Business Development Real Estate Asset Management bei der Credit Suisse AG Zürich, ist vom wirtschaftlichen Wert von Gebäudelabels überzeugt: «Ein Gebäudelabel ist eine Qualitätsgarantie. Es bestätigt, dass

das Gebäude bestimmte Nachhaltigkeitskriterien erfüllt. Ein nachhaltiges Gebäude wiederum verschafft unseren Anlegern und Mietern zahlreiche Vorteile – unter anderem tiefere Betriebskosten, weil das Gebäude bezüglich Verbrauch von Energie und Wasser optimiert ist.» Ein Blick in die Zukunft lässt ahnen: «Die langfristige Wertentwicklung ist mit grosser Wahrscheinlichkeit besser als bei einem konventionellen Gebäude, denn ein Gebäude, das unsere Kriterien punkto Nachhaltigkeit erfüllt, ist auch in 20 Jahren noch ein modernes Haus und weniger abhängig von steigenden Energiepreisen oder sich verschärfenden Energievorschriften.» Die Bedeutung von Gebäudelabels wächst – auch bei uns: Internationale Baustandards wie LEED (USA), BREEAM (GB) oder DGNB (D) tauchen allmählich auch in der Schweizer Baulandschaft auf, denn die Nachfrage nach umfassend nachhaltigen Gebäuden steigt. Derzeit sind Arbeiten zur Schaffung eines Schweizer Zertifizierungssystems für nachhaltige Immobilien im Gange, das nicht nur auf energetische und ökologische Optimierung fokussiert, sondern Energie, Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft miteinbezieht.


MINERGIE Basis dieses Systems sind die Stärken der Marke MINERGIE als Qualitätsstandard. MINERGIE-Module: Bauteile und Systeme in MINERGIE-Qualität MINERGIE ist eine eingetragene Marke und als solche ohne Einschränkungen geschützt. Die Bezeichnung «MINERGIEHaus» basiert also keineswegs auf einer subjektiven Einschätzung, sondern darf ausschliesslich für Gebäude verwendet werden, die einen MINERGIE-Standard tatsächlich erfüllen. Aber nicht nur Gebäude, sondern auch Bauteile und Systeme in der geforderten Qualität können als MINERGIE-Module ausgezeichnet werden. Neben ausgezeichneten energetischen Eigenschaften erfüllen sie weitere wichtige Kriterien wie Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit. Macht Sinn: MINERGIE-Modernisierung in Teilschritten Die MINERGIE-Module gibt es für die Gebäudehülle (Wand und Dach, Fenster, Türen, Sonnenschutz) und für die Gebäudetechnik (Komfortlüftung, Leuchten, Raumkomfort sowie neu Holzfeuerstätten und Thermische Solaranlagen). Sie eignen sich sowohl für den Einsatz im Neubau wie auch für eine Modernisierung in Etappen. Letztere ist für viele Eigentümer, die ihr Haus umfassend und nachhaltig modernisieren wollen, der ideale Weg zum MINERGIE-Gebäude. Durch die Etappierung einer Gesamterneuerung verteilen sich deren Kosten auf verschiedene Jahre und werden dadurch besser tragbar. Auch die Beeinträchtigung des Wohnkomforts durch Bauarbeiten hält sich in Grenzen, wenn die Modernisierung gut geplant und in Teilschritten durchgeführt wird. Das lohnt sich: «Es ist wichtig, dass

Gebäude BE-005-A-ECO in Thierachern (Neubau EFH MINERGIE-A-ECO)

man voraus denkt», weiss Monika Wyss, Architektin FH und Baubiologin. «Deshalb macht es auch Sinn, ein Gesamtkonzept zu erstellen, bevor man mit den Bauarbeiten anfängt.» Sie plädiert für eine Fachperson, welche die Fäden in der Hand und den Überblick behält: «Wenn es um eine Modernisierung geht, empfehle ich Hausbesitzern, sich zunächst mit einem Architekten oder Planer in Verbindung zu setzen. Es lohnt sich auch, für einen Vorgehensvorschlag Geld zu investieren.» Ein Beispiel: Bevor die Heizung ersetzt wird, kann eine Prüfung der Gebäudehülle sinnvoll sein – insbesondere, wenn es sich um ein älteres Gebäude handelt. Ist nämlich die Gebäudehülle dicht, kann die Heizung kleiner dimensioniert werden, was sich natürlich auch finanziell auswirkt. Vom exotischen Baustandard zum «State of the art» Seit seiner Lancierung 1998 hat MINERGIE sich kontinuierlich weiter entwickelt und auf breiter Ebene etabliert. Ganz zu Anfang noch von vielen als «exotischer Baustandard» beargwöhnt, gilt MINERGIE heute als das wichtigste Standbein der Energiepolitik des Bundes im Gebäudebereich. Tatsächlich entfallen rund 50 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs in der Schweiz auf den Gebäudebereich, und der Sanierungsbedarf in unserem Land ist hoch. Ein Gebäude, Baujahr älter als 1990, das nach MINERGIE modernisiert wird, braucht bis zu 60 Prozent weniger Energie. Noch mehr Energieeffizienz garantieren die Standards MINERGIE-P und MINERGIE-A. Letzterer zeichnet Häuser aus, die sogar mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen. Mehr als 30 000 Gebäude in der Schweiz sind nach einem MINERGIE-Standard zertifiziert – Wohnbauten jeder Grösse ebenso wie Industrie-, Dienstleistungsund Verwaltungsgebäude. Für viele Bauherren und Investoren kommt etwas anderes als MINERGIE gar nicht mehr in Frage. Auch die Zünd Systemtechnik AG in Altstätten liess ihr neues Produktionsgebäude 2009 im MINERGIE-P-Standard erstellen. Karl Zünd, VR-Präsident und Inhaber: «Ich persönlich schätze die lange Lebensdauer, die gute Werterhaltung und die hohe Wirtschaftlichkeit des Baus.» Die Mehrkosten von 3,5 Prozent hält der innovative Unternehmer für mehr als gerechtfertigt: «Die Energiekosten betragen nur 20 Prozent derjenigen eines konventionell erstellten Gebäudes. Aussderdem

Gebäude BE-1134 in Liebefeld (Modernisierung EFH MINERGIE)

stossen wir hier im selben Vergleich 80 Prozent weniger CO2 aus. Ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat.» Der Weg zum MINERGIE-Haus • Wählen Sie für die Planung und Realisierung eines Neubaus oder einer Modernisierung einen MINERGIE-Fachpartner. Sie finden ihn samt Referenzen im Adressportal unter www.minergie.ch/adressportal. • Sprechen Sie mit Ihrem Fachplaner oder Architekten ganz zu Anfang über Ihre Wünsche und Bedürfnisse. Überlegen Sie sich, was Sie am Schluss haben möchten und setzen Sie gemeinsam Prioritäten, auch aus finanziellen Gründen. Wenn man nicht vom (Bau-) Fach ist, ist es schwierig, sich vorzustellen, was alles unternommen werden muss und wie man es angeht. • Prüfen Sie gemeinsam mit Ihrem Architekten/Fachplaner, ob Sie in den Genuss von Förderbeiträgen kommen. Unter www.energiefranken.ch oder www. baufoerdergelder.ch finden Sie mittels Eingabe Ihrer Postleitzahl alle Energieprogramme, mit denen Neubauten und Modernisierungen gefördert werden. • Besichtigen Sie andere MINERGIE-Häuser und sprechen Sie mit den Eigentümern/Bewohnern. Sie finden sämtliche MINERGIE-Gebäude und Kontaktdaten auf der Gebäudeliste unter www.minergie.ch/gebaeudeliste.

Für weitere Informationen Geschäftsstelle MINERGIE Steinerstrasse 37, CH-3006 Bern Telefon 031 350 40 60 Telefax 031 350 40 51 info@minergie.ch www.minergie.ch

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MINERGIE

Planungsseminare MINERGIE-P® 2013: Grundlagen und Erfahrungsaustausch Anspruchsvolle MINERGIE-Standards wie MINERGIE-P® und MINERGIE-A-Gebäude verlangen Basiswissen. Dieses wird während den zweitägigen Planungsseminaren an drei unterschiedlichen Orten vermittelt

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ie Planungsseminare zu den anspruchsvollen MINERGIE-Standards und zum Plusenergie-Gebäude generieren mehr Wissen für Fachleute. Während den beiden Seminartagen werden theoretische Aspekte behandelt sowie aussagekräftige Beispiele und in einer angegliederten Ausstellung innovative Industrieprodukte vorgestellt. Mit den beiden integralen Workshops lassen sich die behandelten Themen vertiefen und dank des Erfahrungsaustauschs auch praxisgerecht vermitteln. Breites Themenspektrum Renommierte, erfahrene Referenten der Gebäudetechnik, Forschung und Architektur, geben Einblicke in ihre Projekte und ihre daraus gewonnenen Erkennt-

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nisse. Es geht zunächst um die Definition und Anforderungen der zukunftsweisenden Gebäudestandards, welche Prof. Urs-Peter Menti, Zertifizierungsstelle MINERGIE-P® an der Hochschule Luzern, vorstellt. Dann bespricht Architekt Beat Kämpfen aus Zürich die Grundsätze, das Vorgehen und die Konzipierung einer Architektur mit hoher Energieeffizienz und dem umfassenden Einsatz erneuerbarer Energien. Konkret werden anschliessend vom Bauphysiker Marco Ragonesi aus Luzern Fragen um die Gebäudehülle besprochen: Wärmedämmung, Wärmebrücken, Gebäudedichtheit und optimale Fenster sind hier die Themen. Im Weiteren werden die folgenden Themen behandelt: Haustechnik, Ökologie und Graue Energie (Manfred Huber). Im


Hinblick auf die zunehmende Bedeutung des Plusenergie-Gebäudes erhält auch die Energieproduktion mit Photovoltaik und Solarthermie einen wichtigen Stellenwert; Adrian Tschui, EnerHaus Engineering GmbH in Zuchwil, geht auf diese Aspekte ein. Zusätzlich werden Förderprogramme sowie mögliche Unterstützung durch Kantone bzw. das Gebäudeprogramm präsentiert. Einen aktuellen Überblick über neue Horizonte beim energieeffizienten Bauen vermittelt Architekt Reto P. Miloni, Architekturbüro in Wettingen, mit internationalen Beispielen sowie Erfahrungsberichten. Regionale Ausstrahlung Dank den drei unterschiedlichen Austragungsorten Luzern, St. Gallen und Bern erreichen die Planungsseminare eine starke regionale Ausstrahlung und erzielen auf diese Weise eine nationale Breitenwirkung. Denn die Kriterien, Werkzeuge und Massnahmen für das Bauen und Sanieren mit dem Ziel, energieeffiziente Gebäude zu schaffen, kommen überall in gleicher Weise zur Anwendung. Die Planungsseminare bieten dazu eine wichtige Grundlage.

Kursdaten Kurs 1 Donnerstag, 11. bis Freitag, 12. April 2013, Luzern Kurs 2 Dienstag, 7. bis Mittwoch, 8. Mai 2013, St. Gallen Kurs 3 Donnerstag, 5. bis Freitag, 6. September 2013, Bern Zeiten

1. Tag 08.30 – 18.00 Uhr, ab 20.00 Uhr gemeinsames Abendessen 2. Tag 07.45 – 16.30 Uhr

Kursorte

Armee-Ausbildungszentrum, Luzern Murmattweg 6, 6000 Luzern 7 Gewerbliches Berufs- und Weiterbildungszentrum, St. Gallen Demutstrasse 115, 9000 St. Gallen Berner Fachhochschule für Wirtschaft, Bern Morgartenstrasse 2c, 3014 Bern

Anmeldung BauHolzEnergie AG Auskunft Gutenbergstrasse 21, CH-3011 Bern Telefon 031 381 67 44, Telefax 031 381 67 42 juerg.kaerle@bauholzenergie.ch sandra.keskin@bauholzenergie.ch Anmeldung online: www.bauholzenergie.ch

PLANUNGSSEMINARE MINERGIE-P® MINERGIE-A® Plusenergie-Gebäude Für Architekten, Holzbauer, Bau- und Energiefachleute, Planer und Investoren

Kurs 1, Luzern 11. bis 12. April 2013

Kurs 2, St. Gallen 7. bis 8. Mai 2013

Kurs 3, Bern

5. bis 6. September 2013

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SOLAR

Das Gebäude wurde für maximale aktive und passive Solargewinne ausgelegt sowie mit hohen ästhetischen Ansprüchen gestaltet.

Hohe solare Gewinne im Sommer und Winter Mit dem Spatenstich hat die konkrete Umsetzung des 75%-Aktiv-Solarhauses begonnen. Zahlreiche aktive und passive Solarelemente sowie eine innovative Kombination modernster Technologien mit bewährten Baumaterialien sollen ein Gebäude ohne saisonale Speicherung der Sonnenenergie ermöglichen. Dennoch wird es primär mit Solarwärme versorgt. Das Experiment hat begonnen – ein Erfolg wäre wegweisend. von Jürg Wellstein, Fachjournalist SFJ

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ie Sonne hat sich beim Spatenstich für das 75%-Aktiv-Solarhaus Ende August 2012 kaum gezeigt. Umso mehr wird mit ihrer Unterstützung gerechnet, wenn das innovative Gebäude in Wetzikon im kommenden Jahr bezugsbereit sein wird. Das Ziel ist klar: Es soll ein solarer Deckungsgrad von 75 % erreicht werden und dies ohne saisonale Wärmespeicherung. Die optimierte Kombination einiger wichtiger Elemente wird dies bewerkstelligen müssen. Die Realisierung ist nun im Gange. Verschiedene Anforderungen optimal verbunden Das ambitiöse Ziel eines hohen solaren Deckungsgrades ist zunächst an die Rahmenbedingungen des Standorts, der Topografie und der Gebäudeausrichtung geknüpft. Für Bauherr und Solarexper-

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te Stephan A. Mathez, Gründer und Geschäftsführer der Solar Campus GmbH in Wetzikon, stand von Anfang an fest: «Wir wollen hier ein Gebäude erstellen, das einen hohen Standard (z.B. Minergie-PEco) aufweist, ästhetischen Ansprüchen genügt, eine nachhaltige Materialisierung verwirklicht und mit modernster Energietechnik eine maximale Effizienz erreicht. Durch umfassende Planungs- und Simulationsarbeiten sind wir nun soweit, diese Ziele konkret anvisieren zu können.» Aus der Zusammenarbeit mit dem renommierten Solararchitekten Beat Kämpfen aus Zürich resultierte ein Entwurf, welcher die aktive und passive Nutzung von Sonnenenergie ideal vereint, kombiniert mit einer interessanten Formgebung unter Einhaltung einer kompakten Gestaltung. Die Sonnenenergie wird aktiv mit thermischen Kollektoren und Photovoltaik-

Modulen gewonnen. Dabei unterstützen die Module die Solarwärmegewinnung auf innovative Weise. Bei den daraus folgenden Arbeiten zur Integration aller dieser Komponenten in ein ausgewogenes Energiesystem hat das Energieplanungsbüro Hobi+Partner GmbH in Wetzikon mitgewirkt. Solare Energieerzeugung in Kombination Das nach Süden ausgerichtete, 60 m2 grosse Photovoltaik-Dach weist einen Neigungswinkel von 11O auf, die Sonnenkollektoren im Anschluss daran einen solchen von 70O. Die PV-Module sind dachintegriert und hinterlüftet. Die dadurch entstehende Abwärme kommt den Kollektoren zugute. Zusätzlich wird bei tiefem Sonnenstand im Winter der Spiegeleffekt auf den PV-Modulen genutzt, um


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mehr Solarwärme in den Kollektoren zu generieren. Gemäss den Simulationen wird die Einstrahlung bei schneefreiem PV-Feld um bis zu 20 %, bei Schneeabdeckung sogar um bis zu 40 % verstärkt. Die Ermittlung dieser Strahlungsintensivierung durch eine den Sonnenkollektoren vorgelagerte, spiegelnde Fläche wurde im

Rahmen eines KTI-InnovationsscheckProjekts zusammen mit dem Institut für Solartechnik (SPF) an der Hochschule für Technik (HSR) in Rapperswil und der Solar Campus GmbH untersucht. Es konnten auf diese Weise Verfahren zur Optimierung der Anordnung und Neigungswinkel der beiden Elemente entwickelt und in

das eigene Solar-Simulation-Framework «Tachion» implementiert werden. «Für die Erreichung eines solaren Deckungsgrades von 75% ist ein maximaler Gewinn an Sonnenenergie und ein cleveres Management der Wärmeenergie erforderlich», meint Stephan A. Mathez. Durch seine langjährige Mitarbeit im SPF,

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SOLAR wo er die Software-Abteilung leitete und selber komplexe Simulations-Software entwickelt hatte, kennt er die physikalischen Gesetzmässigkeiten eines solchen Energiekonzepts.

raulischen Wandheizung, welche aber nur bei Bedarfsspitzen zum Einsatz gelangt. Zusätzlich steht als Backup-Heizung eine integrierte, kondensierende Holzpelletsfeuerung zur Verfügung.

Wärmespeicherung mit unterschiedlichen Komponenten Die in der 25 m2 grossen Sonnenkollektor-Anlage gewonnene Energie kann zum einen in einem Pufferspeicher, zum andern direkt in der Betonmasse des Gebäudes gespeichert werden. Der Betonkern speichert so die Wärme über einige Tage hinweg. Dabei liefern die für den winterlichen Sonnenstand optimal geneigten Kollektoren den Hauptteil des Wärmebedarfs. Die installierte Regelung berücksichtigt die Wetterprognosen und behält die Raumtemperatur innerhalb des Komfortbereichs. Bei diesem Speicherkonzept muss die Wärmeabgabe an die Räume anhand der Bodenkonstruktion genau dimensioniert werden und erfolgt rein passiv. Diese Art der solaren Bauteilaktivierung stellt ein Novum dar.

Zielführende Verglasung kommt zum Einsatz Stephan A. Mathez: «Selbstverständlich spielt in einem Aktiv-Solarhaus auch die Verglasung eine eminente Rolle. Wir haben bei den Fenstern ebenfalls einen innovativen Schritt gewagt und bei bestimmten Öffnungen ‹SunPattern› gewählt. Das Berechnungsverfahren für diese winkelselektive Glasbeschichtung hatten wir bereits 2010 entwickelt.» SunPattern vermindert im Sommer die direkte Sonneneinstrahlung durch das Glas um einen Faktor 3 bis 4, im Winter hingegen nur um 10 - 20%. Damit erreicht man im Sommer einen Überhitzungsschutz und erzielt im Winter dennoch hohe passive Solargewinne. SunPattern ermöglicht übers ganze Jahr, dass ein Teil der Lichttransmission diffus in den Raum fällt und somit für eine gleichmässige Beleuchtung sorgt. «Wir suchen zurzeit Firmen und Partner, welche an einer Zusammenarbeit interessiert wären, sei es in Bezug auf die Produktion oder die Anwendung dieser Spezialverglasung», ergänzt Stephan A. Mathez.

Der Puffer- und Warmwasserspeicher mit 2400 Liter Inhalt bildet ein weiteres Wärmereservoir. Das im 75%-Aktiv-Solarhaus zum Einsatz kommende Drainback-System ist eine integrale Komponente der Haustechnik. Es kann Wasser statt eines Glykol-Gemisches eingesetzt und die Wärme ohne Wärmetauscher direkt in die Gebäudemasse geleitet werden. Eine aufwändigere Planung für die Leitungsführungen und für die Kollektorgeometrie, der tiefere Siedepunkt von Wasser und die höhere Anfahrenergie für den Kreislauf waren jedoch als Herausforderungen zu handhaben. Kombiniert wird die Betonkernaktivierung mit einer hyd-

Nachhaltigkeit von der Nutzung bis zur Mobilität Abgerundet wird das vom Bundesamt für Energie (BFE) unterstützte Projekt eines 75%-Aktiv-Solarhauses durch weitere Aspekte einer nachhaltigen Zielsetzung. Die Nutzung umfasst neben der Hauptwohnung, ein Büro bzw. eine Einliegerwohnung sowie ein Studio. Mit der Re-

Mit einem ausgeklügelten Gebäudetechnikkonzept strebt das Solarhaus einen hohen Deckungsgrad im Sommer und im Winter an.

alisierung in einer besiedelten Zone und wenigen Gehminuten bis zum Bahnhof Wetzikon ist die induzierte Mobilität äusserst gering. Gleichzeitig spornen ein grosser Veloraum und geschützte Veloabstellplätze für diese umweltfreundliche Transportvariante an. Mit dem Spatenstich konkretisieren sich nun die durchgeführten Planungen und Simulationen. Mit vorgesehenen Messungen am fertig gestellten Gebäude wird später ersichtlich, ob das Ziel eines 75%-Aktiv-Solarhauses im Schweizer Mittelland und ohne saisonale Speicherung umsetzbar ist und auch in der Praxis funktioniert. Für das Erreichen der 2000-Watt-Gesellschaft – einem wesentlichen Nachhaltigkeitsziel des Kantons Zürich – wäre ein Erfolg wegweisend. Kontakte Stephan A. Mathez Solar Campus GmbH Buchgrindelstrasse 13 8620 Wetzikon stephan.a.mathez@solarcampus.ch www.solarcampus.ch BFE-Energieforschung: Forschungsprogramm «Energie in Gebäuden» www.bfe.admin.ch/forschunggebaeude www.energieforschung.ch Kämpfen für Architektur, Zürich www.kaempfen.com Hobi+Partner GmbH, Wetzikon www.hobienergie.ch

Vereinfachtes Hydraulikschema vom Online-Solarrechner: Kombispeicher für Warmwasser und Raumheizung.

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Institut für Solartechnik (SPF), Rapperswil www.solarenergy.ch


SOLAR

Die Migros baut die grösste Solaranlage der Schweiz

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ür den Bau der grössten Photovoltaik-Anlage der Schweiz hat die Migros eine Baubewilligung erhalten. Auf dem Dach der Migros-Verteilbetrieb Neuendorf AG (MVN AG) wird eine Solaranlage gebaut, die Strom für rund 1000 Einfamilienhäuser liefert. Die Solarpanels werden im Frühjahr angeliefert und auf ei-ner Fläche montiert, die fast sieben Fussballfeldern entspricht. Im Sommer 2013 wird die Anlage voraussichtlich eingeweiht und ans öffentliche Stromnetz angeschlossen. Nebst der Reduktion des eigenen Stromverbrauchs sind erneuerbare Energiequellen ein wichtiger Beitrag zum ökologischen Handeln der Migros. So

verpflichtete sich die Detailhändlerin auch im Rahmen ihres Nachhaltigkeitsprogramms Generation M, erneuerbare Energien zu fördern. Bereits heute sind 24 Solaranlagen auf den Dächern von Migros-Gebäuden in Betrieb – damit vereint die Migros Schweiz weit am meisten montierte Solarstromflächen auf ihren Dächern. Mit der neuen Anlage der MVN AG bekräftigt die Migros erneut ihr Engagement, erneuerbare Energiequellen zu nutzen. «Die Solarpanels liefern etwa einen Sechstel des gesamten Strombedarfs der MVN AG. Damit leistet die Migros einen weiteren wichtigen Beitrag zur Energiewende», erklärt Hans Kuhn, Geschäftsleiter der MVN AG.

Studienreise

Kontakt: Christine Gaillet Mediensprecherin MGB Telefon 044 277 20 67 christine.gaillet@mgb.ch

Energiewende erleben – Bayern geht voran Fortschrittliche Strategien und praktische Anwendungsbeispiele zur Verwirklichung der Energiewende in Bayern.

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SOLAR

Neue SolarMax OutdoorLösung für Grossanlagen

Der neue SolarMax 360TS-SV Zentralwechselrichter und die TSSV Compact Station mit einer Nennleistung von 720 kW sind die kostenoptimierte Komplettlösung für grosse PV-Kraftwerke. Ein erstes 38-MW-Projekt wird bereits realisiert.

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er Schweizer Wechselrichterhersteller Sputnik Engineering stellt mit dem SolarMax Zentralwechselrichter 360TS-SV eine neue Version des bewährten 330TS-SV-Wechselrichters vor. Durch eine angehobene minimale Eingangsspannung und die grössere Ausgangsspannung erreicht der 360TSSV eine um 30 kW höhere Nennleistung als der 330TS-SV. In der neuen TS-SV Compact Station, die verglichen mit einer herkömmlichen Betonstation ein deutlich reduziertes Gewicht aufweist, können zwei 360TS-SV schnell, einfach sowie platz- und kostensparend auf freiem Feld installiert werden. Eine solche 720TS-SV Compact Station erreicht eine Nennleistung von 720 kW. Die Station ist aber auch als 660TS-SV Compact Station mit zwei 330TS-SV-Wechselrichtern und einer Nennleistung von 660 kW erhältlich.

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Einfache Outdoor-Installation und flexibler Einsatz Die TS-SV Compact Station verfügt über ein kompaktes Gehäuse und wird dem Anlagenbauer schlüsselfertig übergeben. Mit einem Komplettgewicht von weniger als drei Tonnen ist die TS-SV Compact Station einfach zu transportieren und installieren. Ein Betonfundament ist aufgrund der rostfreien Kabeleinführungswanne nicht notwendig. Per Plug&Play können zwei solche Stationen mittels einer kompakten Transformatorstation an das Mittelspannungsnetz angeschlossen werden. Genau wie der 330TS-SV zeichnet sich auch der neue 360TS-SV-Wechselrichter durch seine flexiblen Einsatzmöglichkeiten aus. Durch den modularen Aufbau der TS-SV-Serie können bis zu vier Wechselrichter oder 1,44 MW mittels einer über-


SOLAR geordneten Steuer- und Bedieneinheit (Master Control Unit) gesteuert und überwacht werden. Optimaler Ertrag Bestehend aus drei Leistungsteilen (je 120 kW) kann der 360TS-SV entweder mit einem MPP-Tracker (Single MPPT mit Teillastoptimierung und Fehlermanagement) oder mit drei unabhängigen MPPTrackern (Multi MPPT) betrieben werden. Ersteres empfiehlt sich für PV-Anlagen mit homogenem Modulfeld und wenigen Verschattungen. Weist die Anlage jedoch unterschiedliche Flächen auf oder ist ein Teil des Solargenerators verschattet, optimieren drei Tracker im Multi MPPT-Betrieb den Ertrag. «Wir haben die Parameter des neuen 360TS-SV-Zentralwechselrichters dahingehend optimiert, dass wir unter anderem eine höhere Nennleistung erreicht haben. Dies bedeutet für den Bau einer Freiflächenanlage im Megawattbereich, dass insgesamt weniger Wechselrichter-Stationen benötigt werden und so die Gesamtkosten sinken», erläutert Beat Greber, leitender Produktmanager der Solar-

Max Zentralwechselrichter. «Darüber hinaus entstehen durch den geringeren ACStrom weniger Verluste, wodurch sich der Wirkungsgrad der Wechselrichter erhöht. Der 360TS-SV hat einen Europäischen Wirkungsgrad von 97,4 Prozent. Kombiniert mit der neuen TS-SV Compact Station bieten wir eine Outdoor-Komplettlösung mit einem attraktiven Preis-Leistungsverhältnis, die zudem schnell und einfach installiert werden kann.» Ein erstes 38-Megawatt-Projekt wird bereits in Grossbritannien realisiert. Insgesamt werden 31 x 720TS-SV und 14 x 660TS-SV Compact Stationen installiert. Ein weiteres Projekt über 3,4 Megawatt in der Schweiz folgt im April. Die TS-SV Compact Station und der 360TS-SV sind wie das gesamte SolarMax Produktportfolio zuverlässige Schweizer Qualitätsprodukte und sichern einen langfristigen sowie störungsfreien Betrieb einer jeden Anlage. Sie sind ab Frühjahr 2013 verfügbar. Kontakt www.solarmax.com


Die Kompakt-Klasse von Domotec

GSU Kollektor Sonne

Bei der Domotec Rotex HPSU compact und der Domotec GasSolarUnit ist die komplette Heizung auf nur 0,36 - 0,64 m² untergebracht. Die Bezeichnung «compact» steht für die dezenten Ausmasse und für die Tatsache, dass alle wichtigen Bauteile im Gehäuse integriert sind.

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SOLAR kombiniert. Mit Hilfe das Edelstahl-Wellrohr Wärmetauschers wird das Trinkwasser erst während der Entnahme aufgeheizt. Dies hat eine kurze Verweildauer im Speicher und damit Schutz vor Legionellenwachstum zur Folge. Solar jederzeit nachrüstbar Der integrierte Wärmespeicher ist als Solar-Schichtspeicher bereits für den Anschluss von Solarkollektoren vorbereitet und bei den Geräten mit 500 Litern Speichervolumen ist die solare Heizungsunterstützung direkt integriert. Die Warmwasserbereitung erfolgt hygienisch im Durchlauferhitzerprinzip. Der variable Aufbau der Domotec Speicher erlaubt es, uneingeschränkt unterschiedlichste Energieträger und Wärmequellen mit einzubinden.

HPSU Compact Solar Sonne

Minimaler Platzbedarf und einfache Installation Domotec setzt mit der Kompakt-Klasse völlig neue Massstäbe in Punkto Raumausnutzung. Auf nur 0,36  m² bzw. 0,64  m² sind die komplette Heizung, die Warmwasserbereitung und ein 300  l bzw. 500  l Solar-Schicht-Speicher untergebracht. Bei dieser kompakten Bauweise ist der Wärmeerzeuger (Gas-Brennwertkessel oder Luft-/Wasser-Wärmepumpe) bereits in den Solarspeicher integriert, was den Platzbedarf und auch den Installationsaufwand minimiert. Einfache Einbringung in Gebäude Insbesondere die Geräte mit 300  l Speicher finden praktisch in jedem Raum

Platz. Es gibt kaum ein Treppenhaus, eine Dachluke oder eine schmale Tür, durch die die Geräte nicht passen. Dies eröffnet auch ganz neue Möglichkeiten für den Einsatz von Wärmepumpen, wie beispielsweise die Installation in Dachzentralen, was bis jetzt vornehmlich Gasthermen vorbehalten war. Das geringe Gewicht der Geräte erleichtert die Einbringung nochmals erheblich.

Kontakt Domotec AG Jürg Stenz / Leiter Technik Lindengutstrasse 16 4663 Aarburg Telefon 062 787 87 87 Telefax 062 787 87 00 j.stenz@domotec.ch

Hygienisches Trinkwasser Das Herzstück der Domotec KompaktKlasse ist der Wärmespeicher. Domotec Rotex ist einer der wenigen Anbieter am Markt, der Wärmepumpentechnik oder Gasbrennwert und hygienische Warmwasserbereitung in einem Kompaktgerät

Energie sinnvoll nutzen– HPSU Luft/Wasser-Wärmepumpe! Investieren Sie schon heute in die Zukunft. Das Energieeinsparpotential bei der Heizung ist riesengross und wirkt für Jahrzehnte. n Die 1-stufige Wärmepumpe für den Neubau n Die 2-stufige Wärmepumpe für die Modernisierung bei Heizkörpern n Kostenlose Umweltenergie aus Sonne und Luft n Für Warmwasser und Heizung n Keine teuren Bohr- und Aushubarbeiten notwendig n Direkte Kombination mit Solar – lässt sich auch nachträglich erweitern n Kompakt und leise n Optimale Wasserhygiene n Bis zu 80 % regenerativ Besuchen Sie unsere Ausstellungen in Aarburg oder Villars-Ste-Croix. www. .ch Domotec AG, 4663 Aarburg, T 062 787 87 87 energierundschau 180x60.indd 1

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HOLZ-PELLET

Clever Heizen mit Holz-Pellets Mit der Diskussion rund um den Atomausstieg sind Begriffe wie Nachhaltigkeit, erneuerbare Energien und Ressourcenknappheit in aller Munde. Themen, die auch ihre Relevanz rund um effizientes und umweltbewusstes Heizen haben. Die Pelletsheizung ist eine etablierte Alternative zu konventionellen Systemen, hat viel zu bieten und ist im Unterhalt vergleichbar mit der Ölheizung. Dabei schneiden Holz-Pellets von der LANDI durchwegs positiv ab.

Holz-Pellets von LANDI sind lose, in Big-Bags oder 15-kg-Säcken erhältlich

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olz-Pellets sind ein Brennstoff, der zu den erneuerbaren Energien zählt sowie ökologisches und CO2-neutrales Heizen ermöglicht. Pellets werden aus naturbelassenem Restholz aus der holzverarbeitenden Industrie hergestellt. Die Brennstäbchen werden nur durch Pressen und ohne chemische Zusatzstoffe gefertigt. Die Vorteile von Holz-Pellets auf einen Blick • CO2-neutral und klimaschonend • einheimischer Brennstoff • sehr preisstabil und preiswert • Pelletsheizungen sind eine vollwertige Alternative zur Gas- oder Ölheizung • die Wärme verteilt sich über die bestehende Infrastruktur • sinnvolle Nutzung von naturbelassenem Restholz • einfacher Transport und Lagerung • höhere Wertschöpfung für den Wirtschaftsstandort Schweiz

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Zahlen zu Holz-Pellets • Die Preise für Holz-Pellets haben sich in den letzten Jahren sehr stabil entwickelt und lagen durchschnittlich zwischen 7 und 8 Rappen pro kWh. • Ein m3 Holz-Pellets wiegt ca. 650 kg. Der Brennwert entspricht zirka 325 l Heizöl. Für eine Heizsaison benötigen Einfamilienhäuser im Schnitt ein Lager von 2 x 2 x 2.5 m. • Die Investitionskosten für einen Pelletsheizkessel liegen zwischen CHF 9000 und 13 000. Zusätzlich fallen Kosten für die Fördertechnik, das Pelletslager sowie die Installation an. • Die meisten Kantone unterstützen den Einbau einer Pelletsheizung und leisten teilweise Förderungsbeiträge für die Neu- oder Ersatzinstallationen. Holz-Pellets von LANDI Die LANDI vertreibt seit 2001 als einziger Lieferant Holz-Pellets in der ganzen Schweiz. Qualität, Beratung, Service und


HOLZ-PELLET Holz-Pellets sind ein nachwachsender Rohstoff aus unseren Wäldern

damit verbunden zufriedene Kunden sind dabei das Wichtigste. Die LANDI bezieht die Pellets überwiegend bei traditionellen Schweizer Familienunternehmen, bei denen Qualität im Vordergrund steht. Holz-Pellets von LANDI bieten zudem diese Vorteile: • Höchste Qualität durch ENplus-Zertifizierung (von Heizkesselherstellern empfohlen) • Dezentrale Lagerstandorte, dadurch Liefersicherheit in alle Ecken der Schweiz und ökologischer Transport durch kurze Fahrstrecken • Erstklassiger Lieferservice mit modernen Spezialfahrzeugen und ausgebildetem Zustellpersonal

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MOBILITÄT

New Generation Auris Ein dynamischer neuer Herausforderer

• Flachere, dynamischere Proportionen • Vollhybrid-, Benzin- und Diesel-Antrieb seit Marktstart Januar 2013 • 40 kg Gewichtseinsparung • Produktion im englischen Werk Burnaston Mit neuen, dynamischeren Proportionen spricht die zweite Generation des Kompaktmodelles Auris ein jüngeres und breiteres Publikum an. Seit dem Marktstart im Januar 2013 stehen Vollhybrid-, Benzin- und Diesel-Versionen zur Wahl.

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elbstbewusstes und emotionales Design verschafft der zweiten Generation des Toyota Auris im besonders hart umkämpften Segment der kompakten Familienfahrzeuge einen völlig neuen Auftritt. Das sogenannte «keenlook»-Design definiert sich über starke, charakteristische Linien, eine schwarz glänzende B-Säule und das Toyota Markengesicht, welches die Scheinwerfer durch einen trapezförmigen Kühlergrill verbindet. Zusammen mit LED-Tagfahrlicht verleiht die Toyota Designsprache dem neuen Auris starke optische Präsenz.

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Dazu kommen zum Vorgängermodell stark veränderte Proportionen. Die Fahrzeughöhe wurde um 55 mm reduziert. Gleichzeitig wurde die Fahrzeuglänge bei einem unveränderten Radstand um 30 mm auf 4,28 m verlängert. Die Sitzposition wurde um 40mm tiefer gelegt. Zusammen mit den schärfer gezeichneten Linien lässt dies den neuen Auris wesentlich gestreckter und dynamischer erscheinen. Darüber hinaus konnte die Aerodynamik auf den hervorragenden Cw-Wert von 0,28 reduziert und der Schwerpunkt gesenkt werden. Beide

Massnahmen verbessern nochmals die Effizienz und die Fahreigenschaften des neuen Auris. Grosszügige Platzverhältnisse und tieferes Fahrzeuggewicht Auch die Platzverhältnisse profitieren vom neuen Design. Die Beinfreiheit der hinteren Passagiere vergrösserte sich um 20 mm. Gleichzeitig konnte das Kofferraumvolumen, je nach Version, um bis zu 85 Liter vergrössert werden. Neu fasst der Toyota Auris 360 Liter Gepäck. Überdies lassen sich die Rücksitzlehnen im Verhältnis 60:40 abklappen, was den Laderaum


MOBILITÄT auf ein Volumen von 1200 Liter erweitert. Praktisch sind auch der, bei allen Versionen (ausser Terra) serienmässige, zweistufige Kofferraumboden und die breitere sowie weiter öffnende Heckklappe. Das gilt auch für den Auris Hybrid. Seine Nickel-MetallHybrid-Batterie wurde unter dem Rücksitz positioniert um damit auch bei der Hybridvariante einen wesentlich grösseren Kofferraum zu realisieren. Mit der komplett neuen Karosseriestruktur und dem Einsatz von hochfestem Stahl konnten die ToyotaIngenieure das Gewicht des neuen Auris gegenüber dem vergleichbaren Vorgängermodell um rund 40 kg reduzieren und gleichzeitig die Verwindungssteifigkeit um 10 Prozent verbessern. Auch diese Massnahmen verbessern die Fahreigenschaften und helfen, den Kraftstoffverbrauch weiter zu reduzieren. Vollhybrid, Benziner und Diesel ab Januar 2013 Als Antriebe stehen seit der Markteinführung im Januar 2013 drei unterschiedliche Antriebskonzepte mit fünf Motorisierungen zur Wahl. Zum einzigen VollhybridAntrieb des Segments kommen je zwei Benzin-und Dieselmotoren. Beim bewährten Voll-Hybrid-Antrieb von Toyota wurden die Komponenten im Auris Hybrid für eine progressivere und effizientere Kraftentfaltung optimiert. Ein 1,8-Liter-VVT-i-Motor mit 100 PS ist mit einem Elektromotor mit 82 PS gekoppelt. Als Systemleistung stehen 136 PS zur Verfügung. Die Kraftübertragung auf die Vorderräder übernimmt ein stufenloses Planetengetriebe. Wie beim bisherigen Modell wählt das Hybridsystem automatisch die jeweils effizienteste Energieerzeugung und ermöglicht dadurch einen Treibstoffverbrauch von nur 3.8 Liter.

Optimierte Antriebe Bei den Benzinern handelt es sich um den 1,33l Dual VVT-i mit 99 PS und den 1.6l Valvematic mit 132 PS. Als Dieselmotoren kommen der 1.4l D-4D mit 90 PS und einem Drehmoment von 205 Nm sowie der 2.0 D-4D mit 124 PS und 310 Nm zum Einsatz. Beide verfügen über ein StoppStart-System und einen Dieselpartikelfilter. Alle Motoren wurden bezüglich Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen (ab 87 Gramm) weiter optimiert und auch in Sachen Vibrationen und Fahrgeräusche weiterentwickelt. Als Kraftübertragung dient allen Versionen ein besonders leichtgängig zu schaltendes, manuelles 6-Gang-Getriebe. Für den 1,6-Liter-Benziner steht optional ein neuer Multidrive S zur Wahl, ein stufenloses Automatikgetriebe mit manueller Schaltmöglichkeit und 7 virtuellen Gangstufen mit Schaltwippen. Auch das Fahrwerk profitiert vom veränderten Fahrzeuglayout. Der Auris verfügt über neue, schneller ansprechende Stossdämpfer, minimal weichere Federn und eine neue, hintere Mehrlenker-Aufhängung (je nach Version). Stilvolles, hochwertiges Interieur Emotional und dynamisch geben sich auch die im Detail unterschiedlichen Cockpit-Designs des Auris Hybrid sowie der Benzin- und Diesel-Versionen. Softtouch-Materialien, Decoreinlagen aus seidenglänzendem Aluminium, ein Multifunktionslenkrad mit Nappaleder-Bezug und eine besonders sorgfältige Verarbeitung schaffen im neuen Auris eine stilvoll, gehobene Atmosphäre. Dazu kommen gut ablesbare Instrumente mit moderner, blauer

Beleuchtung und das Multimedia- System mit 6,1 Zoll grossem Touch-Screen, welcher auch als Monitor für die Heckkamera dient. Das Navigationssystem Touch & Go schlägt dem Fahrer eine alternative Eco-Route vor, zudem verfügt es über eine Google-Anbindung, ein Twitter-App, einen SMS-Dienst und Apps für günstige Tankstellen und Parkplätze. Als Optionen stehen Bi-Xenon-Scheinwerfer mit adaptivem Kurvenlicht und Fernlichtassistent und das grösste Panorama-Glasdach des Segments zur Auswahl. Produktion im englischen Werk in Burnaston Die zweite Generation des Toyota Auris markiert den ersten Schritt einer europäischen Produkteoffensive und spricht mit seinem emotionalen Design zweifellos ein noch jüngeres und breiteres Publikum an als sein Vorgänger. Dieser wurde 2012 im TCS- & DEKRA- Gebrauchtwagenreport für seine hervorragende Zuverlässigkeit ausgezeichnet. Daran will Toyota mit der neuen Auris-Generation anknüpfen. Gemeinsam mit dem Avensis läuft er im britischen Toyota-Werk Burnaston vom Band, in welches Toyota Motor Corporation nach bereits zwanzigjähriger Präsenz erneut rund 280 Mio. Franken in Produktionsanlagen investierte und 800 neue Arbeitsstellen schuf. Die Preise des ab Januar 2013 verfügbaren neuen Auris beginnen für den 1.33 bei CHF 23 900.–. Der Diesel ist ab CHF 26 900.– zu haben. Für den Auris HSD Vollhybrid starten die Preise bei CHF 35 500.–. Bis Ende Juni 2013 gelten attraktive Cash-Prämien von bis zu CHF 4500.–, die mit einem 3,9% Spezialleasing kumulierbar sind. Garantie- & Service-Leistungen Zudem gewährt Toyota auf Komponenten des Hybrid-Systems 5 Jahre Garantie bis 100 000 km*, 3 Jahre oder 100 000 km Werksgarantie*, 3 Jahre oder 45 000 km Gratis-Service* (*es gilt das zuerst Erreichte), 3 Jahre Toyota Assistance (europaweite Mobilitätsgarantie) und 12 Jahre gegen Durchrostung. Kontakt www.toyota.ch

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MOBILITÄT

Neuer Chevrolet Spark EV «elektrisiert» Europa • Elektroversion des Minicars für ausgewählte europäische Märkte • 100 kW (136 PS) starker Elektromotor mit 542 Nm Drehmoment • Hochmodernes Batteriesystem mit nur 20 Minuten Schnellladezeit • Zwei konfigurierbare LCD-Monitore für optimale Konnektivität

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lattpark. Mit seinem markanten, Selbstbewusstsein ausstrahlenden Design und einem elektrischen Antrieb neuester Generation zählt der Chevrolet Spark EV (Electric Vehicle) zweifellos zu den Exponaten mit besonderem Aufmerksamkeitswert. Erstmals gezeigt wurde die innovative Antriebsvariante auf der Los Angeles Motorshow, auf dem diesjährigen 83. Genfer Automobilsalon debütiert er nun vor europäischem Publikum. Der Verkauf in ausgewählten europäischen Märkten soll im Jahr 2014 starten. Der Spark EV zeichnet sich nicht nur durch einen aussergewöhnlich grossen Aktionsradius aus, sondern erlaubt auch mehrere Schnellladungen pro Tag.

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«Der Spark EV ist ein Null-EmissionsFahrspassauto für die Stadt mit intelligenter Konnektivität. Wir glauben, dass er vor allem in einigen der fortschrittlichsten Märkte Europas auf gute Resonanz stösst», sagt Susan Docherty, President und Managing Director von Chevrolet und Cadillac Europe. «Wie schon der Volt belegt er die Kompetenz von Chevrolet in der Entwicklung intelligenter Mobilitätslösungen.» Leistungsstarker E-Motor liefert beeindruckende Beschleunigungswerte Dank des modernsten bei General Motors jemals entwickelten elektrischen Antriebssystems, bei dem ein permanentmagneti-


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scher Elektromotor für beeindruckenden Vortrieb sorgt, soll der Spark EV in seinem Segment neue Massstäbe setzen. Der mit einer koaxialen Antriebseinheit kombinierte E-Motor entwickelt eine Leistung von mehr als 100 kW (136 PS) und beschleunigt den kraftvollen Stromer in weniger als 8,5 Sekunden auf Tempo 100 km/h. Die sportwagenartige Fahrdynamik und das ebenso weiche wie kontinuierlich anliegende Drehmoment von 542 Newtonmetern machen ihn zu einem kleinen Auto mit grossem Fahrvergnügen, dessen souveräne Leistungsreserven in nahtlosem Einsatz jederzeit abrufbar sind. Gebaut werden der Motor und die Antriebseinheit des Spark EV im GM-Getriebewerk White Marsh in der Nähe von Baltimore (US-Bundesstaat Maryland). Mehr als 75 Prozent der Antriebskomponenten sind Derivate aus anderen GM-Fahrzeugprogrammen, die Motorsteuerung und das Kühlsystem beispielsweise sind weitgehend mit denen des Chevrolet Volt identisch. Der Spark EV ist um ein kompaktes Chassis herum aufgebaut und mit einer elektrischen Servolenkung ausgestattet. Im Vergleich mit seinen benzinbetriebenen Modellgefährten verfügt er über stärkere Federn, steifer ausgeführte Lagerbuchsen vorne sowie speziell abgestimmte vordere Federbeine und hintere Stossdämpfer. Hightechbatterie erlaubt schnelles Aufladen Als Energiespeicher fungiert ein 254 kg schweres Lithium-Ionen-Batteriepaket mit 336 prismatischen Zellen und einer Gesamtkapazität von über 20 kWh. Für

maximale Zuverlässigkeit über die gesamte Fahrzeuglebensdauer sorgt ein aktives Flüssigkeitskühl- und Heizsystem. Die quadratische Batterieeinheit ist unterhalb der Rücksitze über der Hinterachse in einem geschlossenen, aus hochmodernem Kompositmaterial gefertigten Gehäuse untergebracht. Der Akku erlaubt Schnellladungen mit Wechsel- (AC) und Gleichstrom (DC). Im letzteren Fall ist das Aufladen auf bis zu 80 Prozent der Maximalkapazität in nur etwa zwanzig Minuten möglich und kann zudem mehrere Male pro Tag erfolgen. An einer gewöhnlichen 230-Volt-Steckdose nimmt der Ladevorgang zwischen sechs und acht Stunden in Anspruch, das zugehörige Ladekabelset gehört zur Standardausrüstung des Fahrzeugs. Dank des hoch entwickelten Lithium-Ionen-Batteriesystems ist davon auszugehen, dass der Aktionsradius des Spark EV zu den besten seiner Klasse zählt.

Chevrolet Spark EV: (vorläufige) technische Daten Antriebssystem Leistung Drehmoment Beschleunigung 0-100 km/h Ladezeit Batteriegewicht

Permanentmagnetischer Elektromotor (GM-Entwicklung) 100 kW (136 PS) 542 Nm (konstant) unter 8,5 s Gleichstrom-Schnellladung: ca. 20 Minuten (80 % der Gesamtkapazität); an 230 V Wechselstrom: 6-8 Stunden 254 kg

Kontakt Weitere Informationen zu Chevrolet finden Sie unter www.chevrolet.ch

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Notwendiger Aufschwung Die Bedeutung von Green IT Die Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) haben in den letzten Jahren viel für den Aufschwung von Green IT und Energieeffizienz in Unternehmen getan. Jetzt spielen sie auch einen zentralen Einsatz bei erneuerbaren Energien. Fachkräfte, die beide Welten kennen sind jetzt sehr gefragt. Schon mit einfachen Mitteln lassen sich in Unternehmen erstaunliche Wirkungen erzielen. von Bernhard M. Hämmerli und Niklaus E. Meyer

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er Weg ist vorgezeichnet. Die Schweiz hat sich von Seiten des Parlaments und der Regierung für die Energiewende entschieden. Der Ausstieg aus der Kernkraft und den Ersatz der fossilen Energieträger ist beschlossen. Soll dies gelingen, müssen in wenigen Jahrzehnten um die 40 Prozent des Stroms ersetzt werden. Zusammen mit dem Ersatz der fossilen Energieträger – die wegen des CO2-Ausstosses bei ihrer Verbrennung nach heutigem Kenntnisstand hauptverantwortlich sind für die Klimaveränderungen – müssen langfristig gegen 80 Prozent des heutigen Energiebedarfs mit zusätzlichen «erneuerbaren» Energien ersetzt oder mithilfe von


GREEN IT Energieeffizienz eingespart werden. Nur so kann der CO2-Ausstoss reduziert und können die Klimaziele erreicht werden. Heute beträgt der Anteil der erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind und Biomasse insgesamt gerade einmal etwa ein bis zwei Prozent. Die Herausforderung, diesen Anteil in naher Zukunft auf zweistellige Prozentzahlen anzuheben und danach weiterzuentwickeln, ist gewaltig. Wer aber in die südlichen Bundesländer Bayern und Baden Württemberg unseres Nachbarn Deutschland schaut, wird erkennen wie das praktisch realisiert werden kann. Noch grösser ist die Herausforderung, den Strom an die Konsumenten über 24 Stunden pro Tag und 365 Tage im Jahr zuverlässig zu liefern. Das braucht eine ganz neue Netzstruktur. Die ICT-Branche kann hier ihr Wissen in die Waagschale werfen. ICT-Anwendungen im weitesten Sinne machten 2008 etwa 10 Prozent des Elektrizitätsverbrauchs in der Schweiz aus. Grünere Gesellschaft Unter dem Begriff «Green in IT» wird die ökologische und energetische Optimierung der IT, inklusive Kommunikation und Unterhaltungselektronik, verstanden. ITLösungen zur energetischen Optimierung in allen anderen Wirtschaftsbereichen und der Gesellschaft insgesamt werden mit dem Begriff «Green by IT» zusammengefasst.

Etwa 40 bis 50 Prozent der ICT-Energie wird im Rechenzentrum und für die Kommunikationsinfrastruktur verbraucht. Von 100 Watt elektrischer Leistung, die ins Rechenzentrum fliesst, wird letztlich nur ein verschwindend kleiner Teil von zwei bis drei Watt für das brauchbare und nützliche «Computing» gebraucht, der Rest der Leistung geht vor allem für Kühlung und den Betrieb von nicht optimal ausgenutzten Servern verloren. Es gibt inzwischen einige Studien, die aufzeigen wie mit einem breiteren ICT-Einsatz die geschätzten globalen Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um über 15% Prozent gesenkt werden können. Dies ist gleichbedeutend mit der Einsparung von 1,9 Billionen Dollar in Bruttoenergie- und Treibstoffkosten. Praktische Beispiele Wie sehen die neuen ICT-Lösungen aus? Im administrativen Bereich sprechen wir vom Energiemanagement, einer Art Energiebuchhaltung über den gesamten Energieverbrauch eines Unternehmens. Softwarepakete helfen, diese Energiebuchhaltung zu administrieren und darauf aufbauend die CO2-Footprints zu berechnen. Voraussetzung dafür ist die Erfassung des Energieverbrauchs über alle Energieträger, was in vielen Unternehmen und Organisationen noch nicht der Fall ist und einigen zusätzlichen Aufwand bringen wird. Die Energieeinsparungen fallen vor allem in den Gebäuden, beim Transport und im Energiebereich selbst an, alles Technolo-

gien, die auch in den zukunftsweisenden Entwicklungen von «Smart Cities» zum Einsatz kommen. Beispiele von solchen «Green by IT»-Anwendungen sind: Gebäudeautomation, Carsharing, Teleworking und intelligente Stromverteilnetze. Dabei sind diese ICT-Anwendungen am wirkungsvollsten, wenn sie geschickt kombiniert werden. Zum Beispiel durch intelligente Gebäude, die Strom für den Eigengebrauch produzieren und gleichzeitig imstande sind, mithilfe von Smart Meters, Sensoren, Regelsystemen und intelligenten Stromnetzen Energie vor Ort oder in der Region zu produzieren und zu nutzen. Nur dieses Zusammenspiel wird es erlauben, den maximalen Nutzen zu erreichen und die Energiewende wirkungsvoll zu unterstützen. Sowohl «Green in IT» – wie auch «Green by IT»-Projekte sind oft sehr komplex und das Wissen ist eher dünn gesät. Umweltfachleute, Energieberater, Informatiker, Elektroingenieure und Gebäudetechniker sind gefragt – haben sie jedoch genügend interdisziplinäre Fähigkeiten und Verständnis für den Gesamtzusammenhang, um dieses ICT-Potenzial zu erschliessen? Heute wird zwar schon intensiv über das Thema Green-IT diskutiert und die Forschung angekurbelt, aber noch gibt es keine medienwirksame Forderung nach umfassend ausgebildeten Fachkräften. Dies mag zum einen daran liegen, dass sich viele Spezialisten als kompetent ge-

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nug erachten, um solche Fragen zu beantworten. Zum anderen werden Projekte in diesem Bereich schon realisiert, allerdings allzu oft mit Nachbesserungsbedarf oder zumindest mit Verbesserungspotenzial. Das gilt für die Aspekte des Projektumfangs, der Projektplanung, der Implementierungsvorbereitung, der Projektausführung oder der Qualitätskontrolle. Dazu kommt, dass die Energie-Agenda erst abgesteckt ist, weshalb schwierig einzuschätzen ist, in welchem Umfang spezialisierte Fachleute gefordert sind und sein werden. Geht man von einer Verdoppelung des Energiepreises aus und werden nukleare und fossile Energieträger vollständig ersetzt, dann wird das Gesamtgeschäft im zwei- bis dreistelligen Milliardenbereich sein. ICT-Planung und -betrieb dürften einen respektablen Anteil davon ausmachen. Der erste Green IT Lehrgang auf Hochschulstufe wird ab diesem Herbst an der Hochschule Luzern angeboten (www.hslu.ch/green-it). KMU im Fokus Viele Unternehmensverantwortliche, gerade von kleinen Betrieben scheuen das Thema, da der Aufwand sehr hoch erscheint. Die zeitgerechte und qualitativ genügende Bereitstellung von ICT- Dienstleistungen sind in der Regel die grössten Herausforderungen für das ICT Manage-

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ment in allen Organisationen. Umweltanliegen und Energieeinsparungen stehen nicht zuoberst auf der Prioritätenliste des Informatikchefs. Dies gilt besonders für KMUs. Die Mittel sind begrenzt und oft fehlen die Spezialisten für die Umsetzung von Green IT Massnahmen. Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit das enorme Potenzial von Green IT auch in KMUs ausgenutzt werden kann? Die gute Nachricht ist, dass bereits mit wenig Aufwand Resultate erzielt werden können. Die anschauliche Darstellung und das Monitoring des Energieverbrauchs, das Auswählen der einfachsten Verhaltensregeln zur Energieeinsparung und deren Bekanntgabe an die MitarbeiterInnen in der ICT Abteilung sind erste Schritte dazu. Die Checklisten und Massnahmen auf www.greenit.s-i.ch, oder das Durchführen des Effichecks (http://www. proofit.ch/de/efficheck) erlauben, auf die konkrete Situation einer KMU einzugehen und die wichtigsten Massnahmen zu identifizieren. Unter diesen Websites sind auch Fachleute zu finden, die Dienstleistungen für die Einführung von Green IT Massnahmen anbieten.

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Prof. Dr. Bernhard M. Hämmerli lehrt an der Hochschule Luzern, Technik & Architektur und ist Präsident der Schweizer Informatikgesellschaft SI.

Niklaus E. Meyer ist Präsident der Fachgruppe Green-IT der Schweizer Informatikgesellschaft SI.


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GREEN IT

Stromfresser in Büros Forsa-Studie: Fehlendes Wissen zum Stromverbrauch im Unternehmen verhindert energieeffiziente Anschaffung von IT

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bwohl 83 Prozent aller Einkaufsentscheider in deutschen Unternehmen das Energiesparen als wichtig erachten, kennen fast zwei Drittel ihre laufenden Stromkosten nicht. Mit steigender Unternehmensgrösse sinkt das Wissen hierüber sogar noch weiter. Das zeigt die Studie «Stromsparen im Bürodruck», die Forsa im Auftrag von Epson durchgeführt hat. Insgesamt belegt die Umfrage, dass Einkaufsverantwortliche grösstenteils deutliche Wissenslücken haben, wenn es um die Bewertung der Energieeffizienz von Drucktechnologien im Unternehmen geht. Doch ohne ein fundiertes Know-how über den Stromverbrauch im Büro ist eine energieeffiziente Einkaufsentscheidung kaum möglich. Insbesondere Laserdrucker gehören zu den Büro-Geräten, mit dem höchsten Stromverbrauch (bis zu 1000 Watt/Stunde). Dennoch setzen 86 Prozent aller Unternehmen Laserdrucker ein. Die Mehrzahl aller Entscheider bewertet zudem das Stromsparpotenzial durch den Einsatz alternativer Drucktechnologien deutlich zu niedrig. Die Forsa-Studie betrachtet drei Personengruppen in Unternehmen, die in Einkaufsentscheidungen eingebunden sind: IT-Leiter, Leiter der Einkaufsabteilungen und die Geschäftsleitung: IT-Leiter haben unter allen Befragten den schlechtesten Einblick in die anfallenden Kosten von Druckern. In der Mehrzahl können sie weder die Stromkosten noch die Aufwände

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für Verbrauchsmaterialien beziffern. Die Entscheidungsträger in Einkaufsabteilungen sind deutlich besser informiert, wenn es um die die Kosten für Drucker- und Verbrauchsmaterialien geht. Mehr als die Hälfte von ihnen müssen allerdings bei der Einschätzung der Stromkosten im eigenen Unternehmen passen (55 Prozent). Die Geschäftsleitung, die wiederum strategisch über die Geräteinfrastruktur in Unternehmen entscheidet, kann dagegen zwar häufig die Stromkosten beziffern, über die Höhe der Verbrauchskosten kann sie keine Auskunft geben. Business-Inkjet-Drucker sparen Energie Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen setzt Laserdrucker ein, 50 Prozent nutzen sie sogar ausschliesslich. Tintenstrahlgeräte werden deutlich seltener eingesetzt: Nur zwei Prozent aller Befragten gaben an, dass sie hauptsächlich Tintenstrahldrucker verwenden, ein Prozent nutzt sie ausschliesslich. Und das, obwohl 43 Prozent der Umfrageteilnehmer davon überzeugt sind, dass Tinte gegenüber Laser sparsamer ist. Allerdings liegen sie in ihrer Einschätzung der tatsächlich erreichbaren Einsparpotenziale zu niedrig. Nur jeder Vierte schätzt, dass sich die Kosten um mehr als 30 Prozent reduzieren lassen. Eine bereits im Jahre 2011 vom Mailänder Polytechnikums fertig gestellte Studie machte deutlich, dass sich durch den Einsatz von Inkjet-Druckern gegenüber Laserdruckern bis zu 80 Prozent an

Strom einsparen lässt. Wärmebilder von Laser- und Tintenstrahldruckern im Betrieb machen deutlich, wo hier Strom verschwendet wird. Benötigen Laserdruckern grosse Hitze, um das Druckbild auf die Seite zu brennen, ist Inkjet-Druck eine ‹kalte› Technologie. Hier werden nur mikroskopisch kleine Tröpfchen einfach und stromsparend auf das Papier geschossen. «Energiesparen hat sich zu einer strategischen Aufgabe in deutschen Unternehmen entwickelt. Die Einführung einer Drucktechnologie auf Tintenbasis unterstützt Firmen, dieses Ziel zu erfüllen», erläutert Henning Ohlsson, Geschäftsfüh-

rer von Epson Deutschland. «Damit sich Business-Entscheider nachhaltiger über den Energieverbrauch und die Stromkosten informieren, ist das Controlling in jedem Unternehmen gefragt.» Im Rahmen der Studie hat Forsa von Januar bis Februar 2013 im Auftrag der Epson Deutschland GmbH 500 Einkaufsentscheider in deutschen Unternehmen mit 50 bis 500 Mitarbeitern befragt.

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KYOCERAs neue Druckerserie erhält den iF Product Design Award 2013 Die neuen KYOCERA A4-Schwarzweiss-Drucker der Serie ECOSYS FS-4300DN* haben den iF Product Design Award 2013 in der Kategorie Office/Business erhalten und werden nun mit dem renommierten iF-Label ausgezeichnet. * ECOSYS FS-4300DN / FS-4200DN / FS-4100DN

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eit mehr als 50 Jahren ist der iF Product Design Award ein international anerkanntes Label für preisgekröntes Design und die Marke iF ist zu einem Symbol für herausragende Leistungen im Bereich Design geworden. Über die Serie ECOSYS FS-4300DN Die Serie ECOSYS FS-4300DN, ein Teil von KYOCERAs erfolgreicher ECOSYSProduktpalette, wurde mit besonderem Augenmerk auf den wesentlichen IT-Funktionen, der hohen Zuverlässigkeit und der robusten äusseren Gestaltung der Geräte entwickelt.

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Die einfache Form und das eindrucksvolle Design, das aus jedem Blickwinkel elegant wirkt, wurden erreicht, indem man alle wichtigen Elemente für den Benutzer wie Bedienfeld, USB-Schnittstelle, Ausschaltknopf sowie die Funktionen für die Papierauswahl auf der rechten Frontseite angebracht hat. Über iF Design iF Design ist einer der bedeutendsten Designpreise weltweit, der von führenden internationalen Designexperten verliehen wird. Bereits seit 1953 werden die Preise von der iF International Forum Design GmbH in Hannover, Deutschland, in vier Kategorien wie ‹Produkt›, ‹Kommunikation›, ‹Material› und ‹Verpackung› vergeben und ziehen Bewerber aus aller Welt sowie aus Deutschland an. Mit den Preisen wird international exzellentes Design anerkannt, das nicht nur im Hinblick auf

Originalität und Innovation des Designs, sondern auch für Benutzerfreundlichkeit, Qualität und Umweltfreundlichkeit ausgezeichnet wird. Kontakt KYOCERA Document Solutions Schweiz Hohlstrasse 614 8048 Zürich Telefon 044 908 49 49 info@dch.kyocera.com www.kyoceradocumentsolutions.ch


AUS- UND WEITERBILDUNG

Wissen mit Nachhaltigkeit verknüpfen Die Energiebranche ist im Umbruch. Ingenieurinnen und Ingenieure mit fachspezifischen Kenntnissen sind deshalb so gefragt wie noch nie. Wer sich für den Bachelorstudiengang Energie- und Umwelttechnik an der ZHAW School of Engineering entscheidet, kann die Zukunft unserer Energieversorgung aktiv mitgestalten und neue Antworten auf Herausforderungen im Energie- und Umweltbereich finden – beispielsweise in der Kältetechnik.

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ie Neuausrichtung der Schweizer Energieversorgung wird gemäss den Plänen des Bundesrats auf Energieeffizienz und erneuerbaren Energien beruhen. Zudem werden fossile Energieträger vermehrt durch Elektrizität ersetzt. Mit dieser Neuausrichtung der Energieversorgung steigen auch die Anforderungen an die fachlichen Kompetenzen der Ingenieure. Das erklärte Ziel des Bachelorstudiengangs Energie- und Umwelttechnik an der ZHAW School of Engineering ist es deshalb, Studierende mit interdisziplinärem Ingenieurwissenauszustatten und damit auf die komplexen

Herausforderungen im Energie- und Umweltbereich vorzubereiten. Ingenieursdisziplinen verschmelzen Bereits heute können Stromkonsumenten mit einer Wärmekraftkopplung im Haus selber zu Stromproduzenten werden und sich gleichzeitig mit Wärme versorgen. Damit steigen die Anforderungen an das Stromnetz, denn der Strom kann künftig in beide Richtungen fliessen. Bei solchen dezentralen Energiesystemen verschmelzen klassische Ingenieursdisziplinen wie Elektro- und Maschinentechnik: Fachleute verknüpfen technisches Detailwissen

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AUS- UND WEITERBILDUNG

von industriellen thermischen Prozessen mit fundierten Kenntnissen in elektrischen Systemen. Zudem sollen neue EnergieInfrastrukturen wirtschaftlich sein und im Einklang mit den Ansprüchen aller Beteiligten stehen. Was nützen die umweltfreundlichsten und effizientesten Technologien, wenn sie zu kostspielig sind oder nicht akzeptiert werden? Ausbildung nahe an der Praxis An der ZHAW School of Engineering bearbeiten die Studierenden bereits ab dem ersten Semester Fragestellungen aus der Praxis. Zudem fliessen die Ergebnisse aktueller interdisziplinärer Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit Unterneh-

men direkt in den Unterricht ein. Die neu ausgebildeten Fachleute können in Industrie und Dienstleistungsunternehmen Komponenten für Photovoltaikkraftwerke entwickeln, effiziente thermische Prozesse entwerfen, die elektrische Energieverteilung intelligenter gestalten und Prozesse oder Verfahren bezüglich Nachhaltigkeit sowie Wirtschaftlichkeit beurteilen. Ebenso möglich ist ein Engagement bei Behörden, um neue Anlagen zu beaufsichtigen oder zu bewilligen. Die Einsatzbereiche im Energie- und Umweltsektor sind so vielfältig wie die Herausforderungen. Energiesparpotenzial bei Kälte Kältetechnik ist ein Gebiet mit Zukunft

und deshalb ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung im Studiengang Energie- und Umwelttechnik sowie in der Forschung des Instituts für Energiesysteme und Fluid-Engineering an der ZHAW School of Engineering. Die höheren Aussentemperaturen in Folge des Klimawandels lassen die Zahl und Leistung der Kälteanlagen ansteigen. Wie der Schweizerische Verein für Kältetechnik SVK ermittelt hat, verbrauchen heute allein die Kälteanlagen in der Schweiz schätzungsweise acht Milliarden kWh Strom pro Jahr. Dies entspricht ungefähr 14 Prozent des gesamten Elektrizitätsverbrauchs der Schweiz oder der Gesamtproduktion an Strom eines Kernkraftwerks. Dabei könnten gerade Kälteanlagen bei weitem effizienter sein. Man kann von einem Einsparpotential von mindestens 20 Prozent ausgehen, was wiederum zu Einsparungen von rund 300 Millionen Franken bei den jährlichen Energiekosten bedeuten würde. Forschung im Kältelabor Jede eingesparte Kilowattstunde an elektrischer Energie hilft mit, die Energiestrategie 2050 des Bundes erfolgreich umzusetzen. Deshalb hat die ZHAW School of Engineering die Kältetechnik in die Ingenieurausbildung integriert. Um das The-

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AUS- UND WEITERBILDUNG Der Autor: Prof. Dr. Joachim Borth leitet den Studiengang Energie- und Umwelttechnik an der ZHAW School of Engineering.

ma noch intensiver behandeln zu können, entsteht in Zusammenarbeit mit den Industriepartnern Scheco AG und Leplan AG ein neues Kältelabor. Unter der Leitung von Prof. Dr. Frank Tillenkamp wird auf dem Gebiet der Energieeffizienz und der Kältemittel geforscht. Herkömmliche Kältemittel sind bekanntermassen umweltschädlich oder sogar bereits verboten. Der Trend geht nun zu natürlichen Kältemitteln. Diese haben kein

Treibhauspotential und sind somit gesetzlich uneingeschränkt einsetzbar. In vielen modernen Anlagen werden sie bereits erfolgreich eingesetzt. Durch Forschung soll die Technologie aber weiterentwickelt und die Anwendung auf neue Einsatzgebiete ausgeweitet werden. Die Forschungsergebnisse aus der Kältetechnik sind auch ein konkretes Beispiel dafür, wie neue Entwicklungen in die Ausbildung einfliessen können.

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Aus- und Weiterbildung

Paradigmenwechsel Clean Tech – Was bringt die Zukunft?

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er Wandel in der Energiebranche ist spürbar, unumgehbar und hat zu einem neuen Hype geführt: «Clean Tech». Neuartige Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren sollen die Effizienz erhöhen und gleichzeitig die Leistung und Produktivität steigern. Das Wichtige ist, dass parallel die Ressourcen geschont, die Emissionen reduziert und die Kosten minimiert werden. Die aufstrebende Wolke am Energiehimmel heisst demnach saubere Technologie zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen. Ziel ist es dabei Ökonomie und Ökologie zu vereinen und Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen.

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Die Gesellschaft muss ebenso sensibilisiert werden, wie die Unternehmen selbst. «Clean Tech» dreht sich nicht nur um Solarzellen und Windparks sondern betrifft eine Vielzahl von Bereichen wie die Versorgung, Entsorgung und Recycling, Raumplanung oder Mobilität. Das Verantwortungsbewusstsein aller Beteiligten muss deshalb geweckt werden, denn jeder Einzelne muss seinen Betrag dazu leisten. Bereits in wenigen Jahren sollen die erneuerbaren Energien die Atomkraft ablösen, was in absehbarer Zukunft stete Anpassungen, wie zum Beispiel Smart Grids, notwendig macht. Dies birgt für die Marktteilnehmer eine Vielzahlt von Chancen und ein grosses Wachstumspotenzial. Innovative Technologie wird hier ein Schlüsselfaktor sein. «Clean Tech» ist ein Forschungsfeld dem Wissenschaft wie Unternehmen im Energiesektor heute und in Zukunft viel Gehör schenken und das stets an Wichtigkeit zunehmen wird. Nur durch Innovation kann der Stand der Technik vorangetrieben und die Energiewende erreicht werden. Innovation bedeutet jedoch zeitgleich auch Paradigmenwechsel. Mitarbeitende eines jeden Unternehmens müssen an Veränderungen aktiv teilnehmen und ihr Wissen mit einbringen können und dürfen. Eine ak-


Aus- und Weiterbildung renden auf die beruflichen Anpassungen und wachsenden Verantwortungsbereiche optimal vor. Mit persönlicher Betreuung, exzellenter Infrastruktur und einem internationalen Netzwerk begleitet das iimt zukünftige Fach- und Führungsspezialisten auf ihrem Weg. Ziel ist es, den Studierenden innovative Werkzeuge mit auf den Weg zu geben um zukünftigen Veränderungen gezielt und erfolgreich entgegen zu treten.

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tive Teilnahme und vernetztes Denken kann allerdings nur erfolgen, wenn das Know-How der Mitarbeitenden laufend ergänzt und aufgefrischt wird. Um die Komplexität und die Dynamik des Marktes zu verstehen und deren Herausforderungen anzunehmen wird entsprechende Weiterbildung zu einer Notwendigkeit. Das international institute of management in technology (iimt) der Universität Freiburg bietet flexible und massgeschneiderte Weiterbildungsprogramme im Bereich Energie-Management an. Zu den spezialisierten und berufsbegleitenden Lehrgängen gehören der Executive MBA, das Executive Diploma (DAS) oder das Certificate of Advanced Studies (CAS), sowie einzelne Fachkurse. Die Kurse bereiten die Teilnehmenden darauf vor, effizient auf ein zunehmend komplexes, aber auch dynamisches Geschäftsumfeld zu reagieren. Das Merkmal der Lehrgänge ist die Konzentration auf die bedeutsamen Kenntnisse aus dem Energie Sektor. Das richtige Mass an analytischen, technischen, praktischen sowie zwischenmenschlichen Kompetenzen sind für den Erfolg in einem globalen Wirtschaftsumfeld unerlässlich. Durch eine modulare und flexible Ausbildungsstruktur können Teilnehmende ihr Studium den individuellen privaten und beruflichen Umständen entsprechend anpassen und den Starttermin sowie den Rhythmus des Studiums selbst wählen. Besonders gross geschrieben wird die ausgewogene Verknüpfung zwischen Theorie und Praxis. Wirtschaftsexperten und akademische Lehrkräfte bilden gemeinsam ein erfahrenes Dozierendenteam, das den Teilnehmenden gleichermassen fundiertes Wissen und praktische Erfahrungen vermittelt. In unterschiedlichen Fachbereichen bereiten praxisorientierte Lehrmethoden die Studie-

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AUS- UND WEITERBILDUNG

Mit Erdgas zu erneuerbaren Energien Vertiefungsmodul Gas


AUS- UND WEITERBILDUNG

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gas als Brückenenergie hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Der Energieträger Erdgas ist ein unverzichtbarer Baustein, um die flächendeckende Einführung der erneuerbaren Energien (Biogas, Photovoltaik, Windkraft, Wasserkraft, Solarthermie, Geothermie) zu ermöglichen. Zur Erreichung dieses Ziels sind in einer Übergangsphase hocheffiziente und flexibel einsetzbare Gaskraftwerke notwendig, um für die Energieabsicherung zu sorgen. Langfristig wird das «Power-to-Gas»-Konzept unabdingbar sein, um überschüssigen Strom aus regenerativen Quellen in Wasserstoff/Methan umzuwandeln und in untertägigen Erdgasspeichern zwischenzulagern. Bei Bedarf kann das Gas ausgespeichert und wieder in Strom umgewandelt werden. Die Verknüpfung von Stromund Gasnetzen über Umwandlungsanlagen (Elektrolyse/Methanisierung und Kraftwerke) und Speicher gewährleistet somit eine jederzeit bedarfs- und marktgerechte Struktur des Energieangebots.

ie Sicherung der Energieversorgung ist nach wie vor eine der grössten gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Die Liberalisierung der Energiemärkte, in Verbindung mit der Regulierung der Strom- und Gasnetze sowie die «Energiewende» (Ausstieg aus der Kernkraft) stellen die Branche vor grosse Herausforderungen. In diesem Zusammenhang werden neue Technologien zur Energie-Umwandlung und -Anwendung entwickelt, die Chancen (Umweltschonung, Importunabhängigkeit) eröffnen, jedoch auch versorgungstechnische und wirtschaftliche Risiken mit sich bringen. Die Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur stellt sich diesen Fragen im Rahmen ihres Bildungsangebotes, dem «Master of Advanced Studies FHO in Energiewirtschaft», und bietet den Studierenden ein umfassendes und praxisorientiertes Know-How an. Dieses in der Schweiz einzigartige MasterStudium wurde in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Energie, den Fachverbänden VSE und Swisselectric sowie mit privaten Energieunternehmen entwickelt und erfreut sich grosser Nachfrage. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 3. Jahrgangs werden in diesem Jahr erfolgreich abschliessen. Erdgas als Brückenenergie hin zu einer nachhaltigen Energieversorgung Zum zweiten Mal wird das Vertiefungsmodul «Mit Erdgas zu Erneuerbaren Energien» angeboten. Die Vertiefungsmodule befassen sich jeweils mit einem aktuellen

Kontakt HTW Chur Hochschule für Technik und Wirtschaft Prof. Dr. Karin Eggert, Studienleiterin Comercialstrasse 22 7004 Chur Thema der Energiebranche und erweitern das im Master-Studiengang erworbene Basiswissen. Nach einem zweitätigen Vorkurs können auch Nicht-Absolventen des Energiemasters das Vertiefungsmodul besuchen. Schwerpunkt des Moduls ist die Nutzung des Energieträgers Erd-

Infoabende Zürich:

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Chur:

Freitag, 5. April HTW Chur, 17.30 – 18.00 Uhr

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AUS- UND WEITERBILDUNG

Stromeffizienz als zentraler Pfeiler der Energiewende Die Energiewende braucht gezielte Massnahmen zur Verbesserung der Stromeffizienz. Das Potenzial ist vorhanden, die Hemmnisse sind identifiziert. An der Jahrestagung 2013 des energie-cluster.ch wird es konkret. Die Fakten werden vorgelegt und die erforderlichen Schritte aufgezeigt.

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ine verbesserte Effizienz im Strombereich ist realisierbar und deshalb ein wesentlicher Faktor auf dem Weg zur Energiewende. Diese Tatsache steht im Mittelpunkt der Jahrestagung 2013 des energie-cluster.ch, die am 25. Juni in der Umwelt Arena in Spreitenbach durchgeführt wird. Potenziale und Hemmnisse Der Präsident des energie-cluster.ch, Dr. Ruedi Meier, und das langjährige Vor-

standsmitglied sowie Initiant der Umwelt Arena, Walter Schmid, werden Referierende vorstellen können, welche auf die zahlreichen Aspekte der Effizienzsteigerung eingehen können. Dabei sollen die Potenziale und Hemmnisse, aber auch geeignete Massnahmen und konkrete Beispiele aufgezeigt werden. Es werden unterschiedliche Ansätze präsentiert; Beiträge aus Wissenschaft und Forschung zeigen Handlungsoptionen auf und innovative Unternehmen aus dem Stromeffizienzbereich legen ihre Möglichkeiten dar. Stromeffizienz ist machbar. Gemessen am heutigen Stromverbrauch von knapp 60 TWh sind technischen Einsparpotenziale von rund 30 Prozent also von 20 TWh vorhanden. Bei anhaltendem Bevölkerungsund Wirtschaftswachstum eine Stabilisierung des Stromverbrauchs zu erlangen, ist deshalb nicht allzu ambitiös. Doch es sind dazu Erfolg versprechende Massnahmen notwendig.

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AUS- UND WEITERBILDUNG

Fragen und Antworten An der Jahrestagung 2013 mit dem Thema «Stromeffizienz als zentraler Pfeiler der Energiewende» werden folgende Fragen beantwortet: Was ist von der Energiewende zu erwarten? Welche konkreten Hindernisse müssen überwunden werden? Und welche Rolle spielen Anreize, Gebote, Verbote sowie flankierende Massnahmen, z.B. bei Aus- und Weiterbildung, Information, Kommunikation, Technologietransfer usw.?

ren Energien, aus Architektur- und Planungsbüros, Energie- und Umweltfachleute sowie Immobilien-, Finanz- und Versicherungsbranche usw. wird eine aktuelle Darstellung zur Stromeffizienz geboten. Hinzu kommt die Gelegenheit einer Präsentation der Umwelt Arena mit anschliessender Besichtigung sowie Besuchen ausgewählter Stände.

Weitere Informationen Dr. Ruedi Meier, Präsident energie-cluster. ch, Telefon 031 333 24 69 Jürg Kärle, Geschäftsleiter energie-cluster.ch, Telefon 031 318 61 10 Andrea Herrmann, Projektleiterin energiecluster.ch, Telefon 031 381 24 80 Programm und Anmeldung www.energie-cluster.ch

Tagungsinformationen und Anmeldemöglichkeiten Deshalb behandelt die Jahrestagung den Stellenwert der Stromeffizienz im Rahmen der Energiewende, zeigt die vorhandenen Stromeffizienzpotenziale im Überblick auf und erläutert, wie Energieversorgungsunternehmen Stromeffizienz als neues Geschäftsfeld anstreben. Dem Zielpublikum aus Unternehmen mit energieeffizienten Produkten, Dienstleistungen, erneuerba-

Jahrestagung 2013 des energie-cluster.ch: Stromeffizienz als zentraler Pfeiler der Energiewende 25. Juni 2013, 9.30 bis 17.30 Uhr, Umwelt Arena, Spreitenbach Information und Anmeldung www.energie-cluster.ch oder andrea.herrmann@energie-cluster.ch oder Andrea Herrmann, Telefon 031 381 24 80

Inserat energie-cluster.ch Jahrestagung 2013 Satzspiegel (190 x 131 mm)

Einladung zur Jahrestagung 2013

Stromeffizienz als zentraler Pfeiler der Energiewende Potentiale, Hemmnisse, Massnahmen, konkrete Beispiele Dienstag, 25. Juni 2013, 9.30–17.30 Uhr Tagungsort: Umwelt Arena AG, Spreitenbach Referenten (Anfragen laufen)

Jens Krauss, Vize Präsident, Centre Suisse d‘Electronique et Microtechnique CSEM, Neuenburg Michael Frank, Direktor Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen VSE, Aarau Dr. Armin Eberle, Direktor Energie-Agentur der Wirtschaft EnAW, Zürich Walter Schmid, Initiator Umwelt Arena, Spreitenbach Dr. Kurt Bisang, Leiter Sektion Geräte und wettbewerbliche Ausschreibungen, Bundesamt für Energie BFE, Bern Rolf Gloor, Technologievermittler energie-cluster.ch, Bern Johannes Thema, Wissenschaftliche Assistenzkraft, Institut für Klima, Umwelt, Energie, Wuppertal Weitere Anfragen laufen Attraktive Innovationsbörse/Tischmesse mit Unternehmen, Organisationen, Stehlunch, Apéro. Podiumsdiskussion: Dr. Werner Leuthard, Leiter Abteilung Energie Kanton Aargau, Jürg Grossen, Nationalrat GLP Kanton Bern, Henrique Schneider, Schweizerischer Gewerbeverband, Thomas Ammann, Hauseigentümerverein Schweiz

Jetzt anmelden! Direkt unter www.energie-cluster.ch oder Telefon 031 381 24 80 Mitglieder energie-cluster.ch Fr. 80.–. Nichtmitglieder Fr. 280.–. Träger

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Umwelt Arena Spreitenbach – Die spektakuläre Ausstellungsund Eventplattform Die Umwelt Arena Spreitenbach ist die neue Ausstellungs- und Veranstaltungsplattform für Produkte und Dienstleistungen des modernen, bewussten Lebens. Über 100 Firmen und Organisationen – unter anderem die vier Hauptpartner Zürcher Kantonalbank, Coop, Erdgas Zürich und ABB Schweiz – informieren in spannenden Ausstellungen zu Themen der Nachhaltigkeit in den Bereichen ‹Natur und Leben›, ‹Energie und Mobilität›, ‹Bauen und Modernisieren› sowie ‹Erneuerbare Energien›. Die Umwelt Arena Spreitenbach ist die spektakuläre Erlebniswelt für Energieund Umweltfragen – nicht theoretisch, sondern zum Anfassen, Erleben und Vergleichen. Am «my Car Terminal» in der Ausstellung ‹Energie und Mobilität› erfahren die Besucher zum Beispiel, welches energieeffiziente Auto ihren Anforderungen entspricht. Die Ausstellung ‹Bin im Garten› zeigt, wie ein Schwimmteich ohne Chemie auskommt, wie eine Betonwand dank Pet-Flaschen begrünt und im Garten ohne ein Warmwasseranschluss warm geduscht werden kann. Neu führen verschiedene Gewinnerpfade die Besucher durch die mehr als 40 Ausstellungen und vermitteln auf unterhaltsame Weise Wissen für den Alltag. Zusätz-

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lich besteht die Gewinnchance auf attraktive Monatspreise oder gar den Hauptgewinn, ein besonders sparsamer VW Golf im Wert von über 37 000 Franken, welcher Ende Mai 2013 verlost wird. Die spektakuläre Architektur der Umwelt Arena bietet darüber hinaus den perfekten Rahmen und die ideale Räumlichkeiten für Veranstaltungen wie Firmen- und Familienanlässe, Seminare, Messen und Kongresse – inklusive nachhaltiger Gastronomie. Die Umwelt Arena veranschaulicht, wie sich Nachhaltigkeit und eine attraktive Event-Location perfekt vereinen lassen. Rund um jede Veranstaltung werden eine Vielfalt von verschiedenen Rahmenprogrammen und Aktivitäten angeboten, die ideale Voraussetzung, um ei-


AUS- UND WEITERBILDUNG Seit der Eröffnung am 24. August 2012 hat sich die Umwelt Arena sowohl bei Firmen und Eventveranstaltern als auch Privatpersonen als begehrter Eventort etabliert. In nur vier Monaten wurden über 400 Anlässe und Events, aber auch rund 500 Führungen für Gruppen durchgeführt. In dieser Zeit erlebten rund 50 000 Besucher die einmalige Atmosphäre und die beeindruckende Architektur. Öffnungszeiten Besucher: Do/Fr. 10-18 h, Sa/So 10-17 h Gruppen/Führungen/Events: Di-So, nach Vereinbarung Eintrittspreise Erwachsene CHF 8.–, Kinder CHF 5.–, Familien CHF 20.–

nen Event thematisch einzubetten und nachhaltig zu organisieren. Neben den unterschiedlichsten Führungen werden auch Mobilitätsevents (Test- und Sparfahrten), oder Testfahrten mit den sparsamsten Autos, den aktuellen Elektromobilen, E-Bikes, Segways sowie Tretkarts und Elektro-Trottinetts für Kids angebo-

ten. Auch Privatpersonen in Gruppen bis 15 Personen können von diesem Angebot profitieren. Sämtliche Mobilitätsevents können zudem an den meisten Wochenenden von allen Besuchern der Umwelt Arena genutzt werden. Publikation der Daten www.umweltarena.ch oder www.facebook.com/umweltarena

Energieeffiziente Mobilität hat jetzt ein Zuhause Die Umwelt Arena Spreitenbach ist die Ausstellungs- und Veranstaltungsplattform zum modernen, bewussten Leben. Sie widmet sich unter anderem der umweltschonenden, individuellen Mobilität. Die «FamilienTour» führt Besucher auf unterhaltsame Weise durch die über 40 Ausstellungen und vermittelt Wissen, bietet Unterhaltung und Gewinnchancen auf attraktive Monatspreise oder den Hauptgewinn, einen VW Golf im Wert von über 37 000 Franken, welcher Ende Mai 2013 verlost wird. Durch Erleben, Begreifen und Vergleichen werden die Zusammenhänge von umweltschonenden Produkten und ihrer Techniken verständlich gemacht. Über 100 Ausstellungspartner liefern in 40 Ausstellungen Informationen, die die Umwelt und das Portemonnaie schonen. Am «My Car Terminal» in der Ausstellung «Energie und Mobilität» erfahren die Besucher zum Beispiel, welches energieeffiziente Auto ihren Anforderungen entspricht.

Die Ausstellung ist geöffnet Do/Fr von 10 bis 18 h und Sa/So von 10 bis 17 h. Eintritt Fr. 8.–. Events können nach Vereinbarung gebucht werden.

Umwelt Arena AG | Türliackerstrasse 4 | CH-8957 Spreitenbach | T +41 56 418 13 00 | info@umweltarena.ch Patronat: Kanton Aargau Hauptpartner:

www.umweltarena.ch www.facebook.com/umweltarena


Studienreise: Energiewende erleben – Bayern geht voran Energiewende beim Nachbarn erleben

Was können wir von Nachbarn lernen? Dieser Frage will der energie-cluster.ch auf den Grund gehen. Mit einer Studienreise ins deutsche Bundesland Bayern bietet der energie-cluster.ch in Bayern bezüglich der Energiewende die Gelegenheit, Aspekte der Energiewende an Ort und Stelle vom 5. bis 7. Juni 2013 zu erkunden.

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n Bayern haben die neuen erneuerbaren Energien bereits einen Anteil von über 8% am Endenergieverbrauch. Im Jahr 2012 bedeutete dies bundesweit den 2. Rang. Denn das Energiekonzept der bayrischen Regierung umfasst weit ambitiösere Ziele als jenes der Bundesregierung von Deutschland. Drei Standorte und zahlreiche Beispiele Die Studienreise findet vom 5. bis 7. Juni 2013 statt und wird die zwei Standorte Energiedorf Wildpoldsried und München einbeziehen. Betrachtet werden die kommunale Ebene von Wildpoldsried und München, die regionale Ebene im Allgäu sowie die Landes-Ebene des gesamten Bundeslandes Bayern. Durch Vorträge und Besichtigungen werden fortschrittliche Strategien und praktische Anwendungsbeispiele zur Verwirklichung der Energiewende präsentiert. Der energie-cluster.ch stellt dabei die folgenden Fragen: Welche Strategien wer-

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den zur Energiewende verfolgt? Wie stellen sich Ziele, Konzepte, Akteure und Rahmenbedingungen dar? Wie wird deren praktische Umsetzung gestaltet? Welche Technologien, Projekte, Programme, Instrumente, Verfahren und Finanzierungsinstrumente sind im Einsatz? Und welche Erfahrungen wurden bisher damit gemacht? Wie ist die Akzeptanz, Zielerreichung und Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Massnahmen? Strom und Wärme erneuerbar erzeugt Die Studienreise führt ins Allgäu, wo bereits 33% des Stromverbrauchs durch neue erneuerbare Energien erzeugt werden. Die Allgäuer Überland Werke (AÜW) streben bis 2020 sogar einen Anteil von mindestens 40% an. Zu den damit im Zusammenhang stehenden Projekten gehören das neue AÜW-Kraftwerk in Kempten, das Smart Grids-Programm sowie die damit verbundene Integration regenerativer Energien und Elektromobilität (Pro-

jekt IRENE). Untersucht werden hier auch virtuelle Kraftwerke, welche eine Einbindung von zahlreichen volatilen erneuerbaren Energiekraftwerken in ein Stromnetz ermöglichen (Projekt AlpEnergy). Im Energiedorf Wildpoldsried, einem Dorf mit 2500 Einwohnern, ist die Energiewende bereits weitgehend umgesetzt. Hier sind neun Windkraftanlagen im Einsatz und 30 000 m2 Photovoltaik-Anlagen installiert. Neben den 1900 m2 Solarthermie-Kollektoren steht eine elektrische Leistung von ca. 3600 kWp mit Photovoltaik zur Verfügung. Die Wärme-erzeugung erfolgt mit einer Biomasse-Feuerung von 400 kW Leistung, zwei Biogas-BHKW mit je 250 kW Leistung sowie einem Heizölkessel (für Spitzenlastabdeckung) mit 385 kW. Die Wärmeverteilung wird durch ein Nahwärmenetz gewährleistet. Fragen des Netzmanagement und der Wirtschaftlichkeit können intensiv diskutiert werden. Die gesamte Produktion übertrifft den Verbrauch um einen Faktor 3.


VORSCHAU Politische Zielsetzung für mehr grünen Strom In der Metropole München wird sich die Studienreise mit den Energiefragen des gesamten Bundeslandes und der Agglomeration befassen. Am Beispiel der Münchner Stadtwerke (SWM), die bis 2025 so viel grünen Strom produzieren wollen, dass der gesamte Münchner Strombedarf von 7,5 Mrd. kWh gedeckt werden kann, werden die modernen Strategien erläutert. München wird mit dieser Ausrichtung weltweit die erste Millionenstadt sein, die dieses Ziel erreicht. Um dies umsetzen zu können, haben die SWM die Ausbauoffensive für erneuerbare Energien gestartet: Bis 2025 werden rund 9 Mrd. Euro in den Ausbau der klimafreundlichen Energieerzeugung investiert. Die Studienreise des energie-cluster.ch richtet sich an Entscheidungsträger, Unternehmen, Bau- und Energiefachleute, Investoren, öffentliche Bauträger, interessierte Privatpersonen sowie an die involvierten Branchen: Bau, Energie und Strom, erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Der hier gebotene Überblick über die Aktivitäten in Bayern dient auch Verbänden, Organisationen, Öffentlichen Hand, Bund, Kantonen und Gemeinden als wertvoller Input.

Zielsetzungen • Kennenlernen fortschrittlicher Strategien und vor allem Lösungsansätze zur Verwirklichung der Energiewende anhand des deutschen Bundeslandes Bayern • Länderübergreifende Kontakte knüpfen, neue Geschäftsmodelle analysieren, prüfen • Informationsaustausch Entscheidungsträger

• Besichtigung von Praxisbeispielen fortschrittlicher Massnahmen vor Ort • Förderung Kontakte zwischen Unternehmen/Unternehmern • Kooperationen fördern, sowie Informationsaustausch zwischen der Schweiz/ Deutschland resp. Bayern verstärken • Steigerung Exportanteil Schweiz-Bayern; neue Geschäftsfelder initiieren

Zielgruppen Unternehmen, Unternehmer | Politik | Energieversorgungsunternehmen Verwaltung | Investoren | Energie- und Baufachleute | Planer interessierte Privatpersonen Reisedaten Hinreise: Mittwoch, 5. Juni 2013, Abfahrt ab St. Gallen um 18.15 Uhr Rückreise: Freitag, 7. Juni 2013, Ankunft in St. Gallen ca. um 21.00 Uhr Anmeldung BauHolzEnergie AG Auskunft Gutenbergstrasse 21, CH-3011 Bern Telefon 031 381 67 44, 031 381 67 42 sandra.keskin@bauholzenergie.ch ruedi.meier@bauholzenergie.ch Detailprogramm und Anmelden online: www.energie-cluster.ch

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Eintritt

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Quelle: marty häuser ©

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VORSCHAU

ineltec 2013 ist auf Erfolgskurs Die Elektro- und Gebäudetechnologiebranche ist in Bewegung. Die neusten Entwicklungen in der Energiepolitik und stetig wachsende Ansprüche an die Gebäudetechnologie verlangen nach konkreten Lösungen. Der wichtigste Schweizer Branchentreffpunkt, die ineltec, Fachmesse für Gebäude und Infrastruktur, findet vom 10. bis 13. September 2013 in der Messe Basel statt und stellt sich dieser Aufgabe. Zehn Monate vor der Veranstaltung ist das Interesse bei den Ausstellern beachtlich.

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ie ineltec findet vom 10. bis 13. September 2013 in der Messe Basel statt, diesmal bereits im modernisierten Messezentrum in der Halle 1. Das Veranstaltungskonzept setzt auf einen Mix aus Ausstellung, Forum und Networking. Rund fünf Monate vor der ineltec sind schon über 90 Prozent der Ausstellungsfläche der Vormesse zugesagt. Erwartet werden an der ineltec 2013 gegen 240 Aussteller und 19 500 Besucher. In der heutigen Zeit ist die Energieeffizienz innerhalb der Elektro- und der Gebäudetechnologiebranche von zentraler wirtschaftlicher und ökologischer Bedeutung. Die rasanten Entwicklungen von neuen intelligenten Technologien rund um das Gebäude und die Infrastruktur müssen sichtbar gemacht werden. Die ineltec ist die ideale Plattform und stellt konkrete Lösungen und Innovationen in den Mittelpunkt. Fokus auf aktuelle Branchenthemen Um diesem Anspruch gerecht zu werden, stehen aktuelle Branchenthemen im Fokus der ineltec 2013. Als roten Faden sind die Themen Energieeffizienz, Gebäudeautomation, Smart Grid, und Netzwerktechnik auszumachen. Denn jeder Aussteller ist in seinem Fachbereich mit ei-

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nem dieser Themen tangiert und hat entsprechende Produkte, Dienstleistungen oder Lösungen. Die detaillierte Gestaltung der Fokusthemen wird zusammen mit dem Messebeirat und den Branchenverbänden vorgenommen. Konkrete Lösungen am ineltec Forum Das ineltec Forum ist der Treffpunkt in der Messe für Wissensvermittlung und Networking. Gemeinsam mit den zentralen Branchenpartnern werden im Forum qualitativ hochstehende Veranstaltungen realisiert und Entscheidungsträger zusammen gebracht. Die Besucher erfahren auf dem Innovationspodium Highlights zu den Themen Licht, Solarenergie, Gebäudeautomation, Smart Grid und Hochbreitbandnetz. Die Marktführer präsentieren dabei konkrete Lösungen, die kontrovers diskutiert werden. Einen Schwerpunkt setzt die ineltec 2013 klar auf die Nachwuchsförderung. Die ineltec ermöglicht mit dem Verkaufskaraoke und den Lehrlingstouren durch die Messe den Fachkräften der Zukunft eine interaktive Auseinandersetzung mit den zentralen Fragen der Branche.

Kontakt www.ineltec.ch


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IMPRESSUM / VORSCHAU

Sonderausgabe Ineltec 2013

Herausgeber Rundschau Medien AG www.rundschaumedien.ch info@rundschaumedien.ch Telefon +41 (0) 61 333 07 17 Telefax +41 (0) 43 411 90 16 Geschäftsführer Roland Baer baer@rundschaumedien.ch Verkauf & Marketing Roland Baer baer@rundschaumedien.ch Lektorat Maya Herrmann herrmann@rundschaumedien.ch Redaktion redaktion@rundschaumedien.ch Grafik vialog gmbh, Basel info@vialog.ch Verlag + Produktion Prestige Media AG Leimgrubenweg 4 CH-4053 Basel Telefon +41 (0) 61 335 60 80 www.prestigemedia.ch Autoren Benedikt Vogel Bernhard M. Hämmerli Franz Beyeler Hans Peter Arnold Joachim Borth Jürg Wellstein Matthias Rey Michael Dues Niklaus E. Meyer Peter Guntermann Roland Baer Ulrich Müller

Ausgabe erscheint Ende August 2013 Wiedergabe von Artikeln und Bildern auszugsweise oder in Ausschnitten, nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangte Zusendungen wird von der Redaktion und Verlag jede Haftung abgelehnt.

Fotografen A. Gütermann A. Mathez Axpo Baermedia FHNW Jürg Wellstein Kämpfen für Architektur KKB KKL MCH Messe Schweiz (Basel) AG Optec AG Schmid Energy Solutions AG shutterstock.com VATTENFALL www.solartoolbox.ch


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