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AUSGABE 01/2015

Den Riemen energetisch enger schnallen Elektromobile erg채nzen Firmenflotte Fukushima vier Jahre nach dem Unfall

Energieforschung

Sicherheit

Wind

Aus- und Weiterbildung


Intelligent Power Pod

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EDITORIAL

Mit «iHome Lab» in eine andere Dimension der Energieeffizienz Liebe Leserin, Lieber Leser Energieeffizienz ist eine der wichtigsten Energiequellen in der Strategie des Bundes. Effizienz spart Kosten – Rechnungen für den alltäglichen Gebrauch, wie Heizung und Strom sinken, darum steht sie im Vordergrund, weil Sie keinen Umweltverbrauch verursacht. Im «iHome Lab» sollte in Zukunft eine universell einsetzbare Plattform für FM (Facility Management) entstehen, im Grunde ein Mini Rechner, welcher für die verschiedensten Applikationen im Hause genutzt werden kann. Patientenbetreuung aus der Ferne für Spitäler und Spitex-Organisationen könnten die Applikation nutzen. Mit dieser App würde die Möglichkeit entstehen, Pulsarmbänder, Blutdruckmesser, Spezialmessgeräte und vieles mehr in dieses neue leistungsfähige Produkt einfliessen zu lassen. Eine solch standardisierte Plattform ist sicher nicht einfach zu realisieren und würde entsprechende Kosten veranlagen, da die Privatsphäre wieder im Vordergrund steht. Sollte der medizinische Aufbau und die Zulässigkeit einen Markt bilden, wären die verschiedenen Provider für den aufwendigen und teuren Aufbau verantwortlich; doch Kosten könnten reduziert und weitere Leistungen würden durch den Anbieter angeboten werden. Einfach sind die Ressourcen zu nutzen, doch die Zukunft wird uns zeigen, ob das alles möglich ist, in einem Rahmen des Kostenumfeldes, all dies zu realisieren. Die Schweiz steht unter Strom – die Messe «ineltec 2015» findet dieses Jahr vom 8. – 11. September in Basel statt. Sie ist die Schweizer Leitmesse für Elektrotechnik rund um das Gebäude und bietet in den Segmenten Versorgung, Verteilung, Steuerung, Gebäudeautomation, Beleuchtungstechnik und Netzwerktechnik ein relevantes Komplettangebot mit einzigartigem Marktüberblick. Ob Spezialisten aus dem gesamten Bereich der Elektroinstallation, Planer oder Ingenieure – nirgendwo sonst erhält der Fachbesucher so viele Möglichkeiten zum Informationsaustausch und zur Vernetzung wie an der «ineltec». In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Zeit und viel Lesevergnügen … wir sehen uns an der «ineltec» in Basel.

Herzlichst Ihr Roland Baer und Team

Eine wichtige Alarmmeldung verpasst? Schäden vermeiden.

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INHALT

Editorial1

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Energieforschung7 Den Riemen energetisch enger schnallen

Energiemanagement 

7

12

Intelligent Power Pod  12 S-Monitoring14 Sparsame Spannungswandler 16

22

Notstrom20 Wieso braucht es Notstrom Generatoren?

20

Kernenergie22

42

Fukushima vier Jahre nach dem Unfall Forschen zwischen Vergangenheit und Zukunft

22 24

Windenergie26

30

Das ist die Windturbine von morgen Kroatien: Guter Wind von der Adria Verschandlung oder Wahrzeichen …

26 28 30

Erneuerbare Energien

33

Moderne Meteorologie für die Energiewende

33

Minergie36 Minergie sorgt für bessere Bauqualität

36

Sicherheit39 Mit einem ISMS dem Blackout entgegentreten Optimale Sicherheit für den Anwender Effizienter Schnittschutz in Produktionsfirmen

39 42 44

Mobilität46 Elektromobile ergänzen Firmenflotte

46

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INHALT

66 Kommunikation51 Lagern Sie Ihre Sorgen aus! Die Telefonzentrale als erste Visitenkarte der Firma

51 54

Aus- und Weiterbildung

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Weiterbildung – ein Muss für den Unternehmenserfolg!56 Gerüstet für die Energie-Herausforderung 58

Vorschau60 Planungsseminare MINERGIE-P 2015 für modernes, nachhaltiges Bauen60 Bauen+Wohnen. Frühlingsmesse für Haus und Garten 62 Suisse Public 2015: Rundumschau für öffentliche Beschaffung64 ineltec 2015: Die Schweiz steht unter Strom 66

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ENERGIEFORSCHUNG

Den Riemen energetisch enger schnallen Antriebs- und Transportriemen haben in Industrie- und Dienstleistungsunternehmen eine breite Anwendungspalette. An die Stelle der guten alten Volllederriemen sind längst hochwertige Produkte getreten, die ausgewählte Materialien in einem Schichtaufbau so kombinieren, dass sie dem jeweiligen Einsatzgebiet optimal entsprechen. Die Konstruktion der Riemen hat einen grossen Einfluss auf den Energieverbrauch. Ein an der Hochschule Rapperswil entwickelter Prüfstand hilft dem Riemenhersteller Ammeraal Beltech AG, seine Produkte so zu optimieren, dass die mit ihnen betriebenen Anlagen weniger Energie verbrauchen. von Dr. Benedikt Vogel, im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE)

A

ntriebsriemen dienen der Kraftübertragung, Transportriemen befördern ein Gut von A nach B. Ob für Antrieb oder Transport – in beiden Fällen kommen heute Flachriemen zur Anwendung. Wichtige Einsatzgebiete für Flachriemen sind die Verpackungs-, Druck- und Textilindustrie, dies im Gegensatz zu den Keil- und Zahnriemen, die sich eher für robuste Anwendungen in verschmutzter Umgebung eignen. Flachriemen dienen beispielsweise in Verpackungsmaschinen zum Falten von Kartonschachteln, oder sie lassen die Spindeln in Spinnmaschinen rotieren. Eingesetzt

werden sie auch in den Brief-und Packetsortieranlagen der Post, hier allerdings bei wesentlich tieferen Geschwindigkeiten. In den schnellen Anwendungen bewegen sich Riemen mit bis zu 80 m/s. Je schneller der Riemen läuft, desto höher die Wärmeverluste an den Pulleys, die die Riemen auf ihrer Bahn halten. Ein Riemen passiert dann pro Sekunde zehn und mehr dieser Wechselbeugungen und erwärmt sich dabei mitunter auf 60 °C und mehr. Obwohl moderne Flachriemen-Anlagen über einen Wirkungsgrad von 95 bis 98 % verfügen, lassen sich durch richtige Materi-

alwahl und Konstruktion der Riemen noch beachtliche Effizienzgewinne erzielen. Effizienzgewinne, die sich für die Anwender in dauerhaft sinkenden Energie- und damit Betriebskosten bezahlt machen. So erstaunt es nicht, dass für Riemenhersteller der niedrige Energieverbrauch ihrer Produkte ein wichtiges Verkaufsargument ist. Wenn die verringerte Reibung die Temperatur der Riemen senkt, führt das auch zu einer verminderten Alterung derselben durch Rissbildung (insbesondere der Gummioberflächen). Die Anwender profitieren in der Folge von einer längeren Lebensdauer der Riemen und tieferen Wartungskosten.

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ENERGIEFORSCHUNG

«Der Prüfstand bringt uns im Markt einen grossen Schritt voran.» Dr. Jérôme Lefèvre, Leiter der Abteilung Technik & Entwicklung beim Riemenhersteller Ammeraal Beltech.

Zwei Mitarbeitende der Ammeraal Beltech-Entwicklungsabteilung in Rapperswil-Jona spannen einen neuen Riemen ein, um diesen auf dem HSR-Prüfstand zu testen.

Entwicklungschef Dr. Jérôme Lefèvre mit zwei von insgesamt über 150 Typen von Flachriemen, die Ammeraal Beltech für verschiedenste Anwendungen herstellt.

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Ein eigener Riemen für jede Anwendung Die niederländische Ammeraal Beltech AG ist eine weltweit führende Riemenherstellerin. Ein Entwicklungs- und Produktionsstandort des Unternehmens ist Rapperswil-Jona. Hier stand schon im 19. Jahrhundert eine Ledergerberei, die Lederriemen herstellte. Heute stellt Ammeraal Beltech hier mit 95 Angestellten immer noch Riemen her, nur sind diese nicht mehr aus Tierhaut geschnitten, sondern aus synthetischem Material gefertigt und schichtweise zu leistungsfähigen Antriebs- und Transportinstrumenten laminiert. Über 150 Typen von Hochleistungsflachriemen für verschiedene industrielle Anwendungen stellt das Unternehmen her. Jedes Einsatzgebiet erfordert den passenden Riemen. So sind für eine Briefsortieranlage zum Beispiel antistatische Riemen gefragt. Hier ist eine leitfähige Schicht eingearbeitet, die die elektrostatische Aufladung abführt, weil Briefe sonst mitunter an der Anlage haften bleiben. Wer Riemen bestellt, definiert daher ein Lastenheft, das unter anderem Dicke, Beschaffenheit des Deckmaterials und weitere Spezifikationen festlegt. «Unser Ziel ist, den Wirkungsgrad der Flachriemen durch die Verwendung effizienterer Materialien und durch einen optimierten Riemenaufbau weiter zu erhöhen», sagt Dr. Jérôme Lefèvre. Lefèvre hat an der ETH Zürich Materialwissenschaften studiert und dann eine Doktorarbeit im Kunststoffbereich verfasst. Seit zwei Jahren leitet er die Abteilung Technik & Entwicklung bei Ammeraal Beltech. Lefèvre kann auf beachtliche Erfolge seines Unternehmens verweisen: «Die Riemen für eine Brieftransportanlage von Siemens brauchen 12 % weniger Energie als jene unserer Wettbewerber», sagt Lefèvre. Sogar 14 % beträgt der Vorsprung auf die Konkurrenten bei einer Faltschachtelmaschine der Westschweizer Firma Bobst SA. Beim Betrieb einer Faltschachtelmaschine gehen nicht weniger als 90 % der eingesetzten Energie in den Antrieb von Riemen und Rollen. Effizienzpotenzial ausloten Um die Energieeffizienz der Riemen weiter zu erhöhen, hat Ammeraal Beltech vor einigen Monaten einen neuen Prüfstand in Betrieb genommen. Konnte der Vorgänger hauptsächlich die Lebensdauer eines Riemens ermitteln, lassen sich mit dem neuen Prüfstand die rund um den Riemen

Energieeffizienz – in zwei Millimetern Dicke verpackt Ein moderner Flachriemen besteht aus drei Schichten: auf eine faserverstärkte Zugschicht wird beidseitig eine Haftschicht (bestehend jeweils aus einer Zwischen- und einer Deckschicht) aufgebracht. Fachleute sprechen von Mehrschichtverbundriemen. Die Zugschicht stellt die Robustheit des Riemens sicher, die Deckschicht wird so ausgestaltet, dass sie mit ihren Hafteigenschaften der jeweiligen Anwendung optimal dient. Zwischenund Deckschicht werden auf die Zugschicht durch Laminierung aufgebracht. Für die Laminierung wurde früher Gummi verwendet. Heute kommen für diese Zwischenschicht spezielle thermoplastische Materialien zum Einsatz. Auch für die Deckschicht wurde früher Gummi eingesetzt, weil dieser gute Abriebeigenschaften konstant über die gesamte Lebensdauer hinweg aufwies. Heute kommt hier auch eine ganze Palette thermoplastischer Materialen zur Anwendung. Damit über die Riemen möglichst wenig Energie verpufft, müssen die Materialien für die Zwischen- und Deckschicht so gewählt werden, dass sich die Riemen bei der Biegung am Pulley möglichst wenig erwärmen. Abhängig vom gewählten Material lassen sich Riemen auch dünner – und damit energiesparender – konstruieren. Waren Riemen bislang 3 bis 4 mm dick, sind heute Dicken von 2,5 und 2 mm möglich und teilweise auch schon im Einsatz. Solch geringe Dicken zu erreichen, ist für die Hersteller eine Herausforderung, da der Thermoplast, der die Zwischenschicht bildet, stark genug sein muss, um Zug- und Deckschichten dauerhaft zu verbinden. Um hier zu einem guten Ergebnis zu kommen, wird bei Ammeraal Beltech ein Granulat zu einer Folie extrudiert, mit der anschliessend Zug- und Deckschicht laminiert werden. BV


ENERGIEFORSCHUNG

Flachriemen koommen unter anderen in Faltschachtelanlagen zum Einsatz.

wirkenden Kräfte messen, ebenso Temperaturen und das Dehnungsverhalten. Um die Energieeffizienz zu bestimmen, wird der Riemen in den Prüfstand eingespannt, dann während ein bis zwei Stunden eingelaufen, bis er relaxiert. Läuft er dann stabil, wird über die Messung von Energieinput und Energieoutput der Wirkungsgrad bestimmt. Zur Zeit läuft bei Ammeraal Beltech eine Messkampagne mit drei Produktfamilien (Faltschachtelmaschinen, Textil, Logistik). Dabei werden je drei bis vier Riemen aus jeder Familie mit unterschiedlichen Dicken und Festigkeiten untersucht. «Das sind die drei Bereiche mit dem höchsten Effizienzpotenzial», sagt Entwicklungsleiter Lefèvre.

Das Plattenlayout gestattet die Prüfung von diversen Anordnungen für die Wechselbiegung unterschiedlichster Riemen. Mit insgesamt 12 Pulleys und einem Antriebslager kann der Riemen während eines gesamten Testdurchlaufes mit Millionen von Biegewechseln belastet werden. Dadurch kann ein realer Einsatz simuliert werden.

Entscheidenden Einfluss auf den Energieverbrauch haben die für die Herstellung verwendeten Materialien (vgl. Textbox). Nach Einschätzung Lefèvres wird sich mit dem neuen Prüfstand die Energieeffizienz um weitere 15 bis 20 % verbessern lassen. Zusätzlich setzt Ammeraal Beltech ein Bewertungs-Softwaretool ein, von dem Lefèvre einen zusätzlichen Effizienzgewinn durch besseren Schichtaufbau von 6 bis 7 % erwartet. Das gesamte Effizienzpotenzial kann der Riemenhersteller allerdings nur gemeinsam mit den Anwendern und Maschinenherstellern ausschöpfen. Nach Auskunft von Jérôme Lefèvre setzen Industrie und Dienstleistungsbetriebe heute bisweilen noch immer dickere Riemen ein als nötig. Dabei lassen sich Riemen heute dank faserverstärkter Zugschicht dünner (2 bis 2,5 mm statt 3 bis 4 mm) und damit energiesparender konstruieren. «Wenn

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ENERGIEFORSCHUNG

Der Prüfstand besteht aus einem auf Kugelumlaufführungen gelagerten Plattenlayout mit zwölf Umlenklagerungen für die Simulation des gesamten Lebenszyklus durch Wechselbiegungen eines Riemens.

Die Messgrafik zeigt, in welchem Ausmass sich ein ausgewählter Flachriemen und die zugehörigen Lager während eines zweistündigen Testbetriebs (7200 Sekunden) auf dem HSR-Prüfstand erwärmen.

die Industrie hier mitzieht, können wir in dem Bereich einen neuen Effizienzschub realisieren», sagt Lefèvre. HSR-Forscher haben den Prüfstand gebaut Dank des neuen Wechselbiegeprüfstands kann Ammeraal Beltech neue Riemen im Haus testen, was die Entwicklungszeit verkürzt und für die Kunden den Vorteil hat, in ihren Maschinen fertig ausgetestete Riemen einsetzen zu können. Jérôme Lefèvre: «Der Prüfstand bringt uns im Markt einen grossen Schritt voran. Wir sind nun als Zulieferer mit unserem Prüfstand besser ausgerüstet als manch ein Maschinenhersteller.» Können Maschinenhersteller energieeffiziente Riemen in ihre Maschinen einbauen, profitieren die industriellen Anwender. Entwicklungsleiter Lefèvre verweist auf das Beispiel eines grossen indischen Textilunternehmens. Dieses spart mit dem Einsatz modernster Riemen von Ammeraal Beltech bei insgesamt 100 Two-for-one twister-Textilmaschinen im 12 h-Betrieb jährlich Energiekosten von 110’000 Dollar pro Jahr. Entwickelt hat den Flachriemen-Prüfstand von Ammeraal Beltech das Institut für Werkstofftechnik und Kunststoffverarbeitung (IWK) der Hochschule Rapperswil (HSR) im Rahmen eines Projekts, das vom Bundesamt für Energie (BFE) unterstützt wurde. Der Prüfstand verfügt über 12 Pulleys mit unterschiedlichen Durchmessern (25, 30, 40, 60 mm). Eine doppelseitige Lagerung mit integrierter Druckluftkühlung sorgt für hohe mecha-

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Ausgewertete Messgrafik, illustriert das Verhalten eines Testriemens beim Einlaufen auf dem Prüfstand. Die Verlustleistung reduziert sich aufgrund der Relaxation innerhalb der ersten Stunden auf einen stabilen Wert.

Mehrschichtverbundriemen bestehen aus einer Zugschicht (Mitte) und einer beidseitig angebrachten Deckschicht mit anwendungsspezifischen Hafteigenschaften. Zugschicht und die beiden Deckschichten werden mit einer Zwischenschicht «zusammengeklebt» (laminiert). Mikroskopaufnahme eines Mehrschichtverbundriemens.


ENERGIEFORSCHUNG

Die Grafik zeigt den Verlauf der Verlustleistung in Abhängigkeit des Abstandes zur Zugschicht (z = 0) für einen 1 mm breiten Riemen bestehend aus 10 identischen Einzelschichten mit je 0.1 mm Dicke: Die Verluste durch Wechselbiegung steigen mit zunehmendem Abstand von der neutralen Faser exponentiell an (links). Der Riemen sollte daher lieber dünn und breit anstatt dick und schmal sein. Rechts sind die Verlustanteile pro Schicht dargestellt. Daraus ersieht man, dass das für die Deckschichten gewählte Material für die Verminderung von Verlusten besonders bedeutsam ist.

nische Stabilität. Ein weiterer Pulley sorgt für den Antrieb. Der Prüfstand ist mit einer Klimakammer und umfangreicher Sensorik ausgestattet. «Mit einer eigens entwickelten Software können Riemengeschwindigkeit, Auflagedehnung bzw. Vorspannung und Umgebungstemperatur gezielt eingestellt und relevante Parameter (Relaxation/Kriechen, Leistungsver-

luste, lokale und globale Temperaturen) erfasst und ausgewertet werden», hält IWK-Forscher Dr. Gion A. Barandun fest, der den Prüfstand mitentwickelt hat. Berechnungsprogramm für Verluste Neben dem Prüfstand haben die Wissenschaftler der Hochschule Rapperswil auch ein Berechnungsprogramm entwi-

ckelt. Mit dem Software-Tool lässt sich nach Eingabe von geometrischen und materialspezifischen Parametern eine Vorhersage zur Verlustleistung des Riemens machen. Diese ist die Summe aus Lager-, Gleitschlupf- und Wechselbiegeverlusten. «Ausserdem ist es möglich, den Verlustanteil für eine einzelne Schicht zu betrachten, und so einen optimierten Schichtaufbau zu entwickeln», hält Barandun fest. So geeignet die Modellrechnungen auch sind, sie haben doch ihre Grenzen. So ist bei der Vorhersage der Lagerreibung das Berechnungsprogramm noch ungenau, daher ist bisher eine exakte Vorhersage der gesamten Leistungsverluste noch nicht möglich, sondern «nur» ein qualitativer Vergleich verschiedener Riemenstrukturen und -materialien. «Wir hoffen, diesen Mangel in Zukunft noch beheben zu können», sagt Gion A. Barandun.

Kontakt Weitere Auskünfte zu dem Projekt erteilt Michael Spirig (m.spirig@fomenta.ch), Leiter des BFE-Forschungsprogramms Industrielle Prozesse.

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Desktop-PCs ebenso wie für grosse Rechenzentren. Energieverteilungseinheiten (PDU) Ob für Rack geeignete PDUs oder für Ihr Rechenzentrum, Eaton liefert ein vollumfängliches Sortiment an PDUs. Sie versorgen zuverlässig und konsequente als Stromverteilung Ihr Equipment und erlauben es Ihnen, den Energieverbrauch der einzelnen Verbraucher zu messen, verwalten und zu überwachen.


ENERGIEMANAGEMENT Power-Management- Software Je nach Ihrer Anwendung und deren Anforderungen gibt es vier verschiedene Ausbaustufen für Kommunikation und Management Ihrer USV: 1. Einzel-USV: Netzwerkkarte In der Regel können Sie eine Einzel-USV über eine optionale Netzwerkkarte überwachen. Unsere Netzwerkkarten sind im Prinzip eigenständige Server. 2. Herunterfahren (Shutdown) Netzwerkkarte und Intelligent Power Protector (IPP) Wenn Ihre USV Server schützt, können Sie mit Hilfe unserer Software sichere Shutdowns einrichten und sich so im Fall eines längeren Stromausfalls vor Datenverlusten schützen. Für eine Eaton-USV mit Netzwerkkarte ist IPP Eatons Shutdown-Agent.

eignen sich die neuen Racks auch für Serverkonfigurationen mit Einhausung. Umfassende Konfigurationsoptionen erleichtern Systemintegratoren und Administratoren die Integration von IT-Equipment und erlauben eine schnelle sowie flexible Installation. Administratoren von Rechenzentren setzen mittlerweile überwiegend auf energiesparende Serverkonfigurationen mit Kalt- und Warmgangeinhausung. Für eine bestmögliche Energieeffizienz benötigen sie eine physikalische Infrastruktur, die optimalen Airflow gewährleistet und sich gleichzeitig flexibel in das Kühlkonzept integrieren lässt. Mit dem modularen 19”-Racksystem REC präsentiert Eaton eine Lösung, die speziell für diese Anforderungen optimiert wurde. Dank des neuen Designs und des

umfangreichen Zubehörs für Airflow- und Kabelmanagement überzeugen die Racks mit hervorragender Luftströmung. Durch Aussenbreiten von 600 mm und 800 mm lassen sie sich mühelos in Einhausungen mit handelsüblichen Dachsegmenten für 1 200 mm breite Kalt- oder Warmgänge einsetzen. Darüber hinaus verfügt die Serie mit einer Höhe von 42 oder 47 Höhen­ einheiten und einer Aussentiefe von 1 000 mm oder 1 200 mm über ausreichend grosse Kapazitäten für RZ-Hardware und Netzwerktechnik. Sicherheitsfeatures und praktische Funktionen wie ein integriertes Erdungskit, stufenlos einstellbare Einbaurahmen, abnehmbare Seitentüren mit Quick-Release-Verschluss und Laufrollen gehören wie bei der RE-Serie zur Grundausstattung und garantieren eine einfache Handhabung.

3. Mehrere USV-Anlagen: Netzwerkkarten und Intelligent Power Manager (IPM) Wo mehrere USV-Systeme in einem Netzwerkschrank oder Serverraum bestehen oder über einen Campus oder ein Unternehmen verteilt sind, ist die IPM-Software die richtige Lösung, um Ihre Stromversorgungsgeräte (sowohl USV- als auch netzwerkfähige ePDU-Produkte) zentral zu überwachen und zu verwalten. 4. Virtualisierung: Netzwerkkarte und IPM IPM ist die marktführende Lösung, um das Thema Stromversorgung in Virtualisierungsplattformen zu integrieren. Die Verwaltung über den IPM-Shutdown-Agenten ermöglicht das sichere Herunterfahren von virtualisierten Servern – selbst in Clustern, auf denen vCenter oder XenCenter läuft. IT-Racks und Gehäuse Unsere IT Racks sind entwickelt worden um Ihnen leistungsstarke, leicht zu bedienende und energiesparende 19”-Schränke anbieten zu können. Verbessertes Airflow Management verlängert die zuverlässige Einsatzdauer ihres IT Equipment, gleichzeitig hält eine grosse Anzahl an Kabelmanagement- und Storage Zubehör ihr Rack sauber und gut organisiert. Mit dem modularen 19”-Racksystem REC erweitert Eaton sein Angebot an physikalischen Infrastrukturlösungen. Durch die optimierten Luftströmungseigenschaften

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ENERGIEMANAGEMENT

S-Monitoring Der einfachste Einstieg ins Energiemanagement

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ur wer den eigenen Energiekonsum kennt, ist in der Lage Energie und damit Kosten einzusparen.

In der Vergangenheit wurde das Thema Energieverbrauch meist reduziert auf die regelmässige Bezahlung der Stromrechnung. Kaum jemand hat sich bisher Gedanken gemacht was man dafür tun könnte, damit sich die Schweizer Energieziele 2050 realisieren lassen. Ändern dürfte sich das Interesse an Energie nicht nur weil, im Allgemeinen Energieeinsparungen gleichbedeutend sind mit höherem Betriebsgewinn. Auch deshalb weil heute im Allgemeinen das Bewusstsein zum Thema Energie, viel differen-

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zierter betrachtet wird. Heute will man den eigenen energetischen Fussabdruck kennen, verstehen, und wenn möglich verbessern. S-Monitoring von Saia-Burgess Controls AG, Murten unterstützt diesen Wunsch nach Transparenz. Mit S-Monitoring wird ein Konzept angeboten das ein Erfassen und Bereitstellen energiebezogener Verbrauchswerte ganz einfach macht. Die Basis Energiemonitoring Lösung umfasst Produkte die neben einer unkomplizierten Installation, vor allem die einfache Anwendung und Bedienung zum Ziel hat.

Die Vorgehensweise zur Installation von Energiezähler und Monitor ist denkbar einfach. Die Elektrozähler via Elektroinstallateur installieren lassen, das 2-Draht Busnetzwerk zur Kommunikation mit dem Energie Monitor verbinden und nach der simplen Adressvergabe am Zähler, zeichnet das System die Energiewerte bereits auf. Weitere Vorbereitungen oder Anwenderkenntnisse sind nicht notwendig. Das ganze S-Monitoring Konzept ist vorbereitet für den direkten und unkomplizierten Einsatz in Betrieben und Zweckbauten. Für jeden Fachmann aus Elektro und Industrie ist diese betriebsbereite Monitoring Lösung anwendbar und dient der Visualisierung aktueller Energieverbräuche.


ENERGIEMANAGEMENT

Elemente des S-Monitoring Saia Energiezähler Die sehr kompakte Bauform der Saia PCD® Elektrozähler ist bestens geeignet, um die Messgeräte auf kleinstem Raum unterzubringen. Dadurch ist es möglich, Zähler auch in bestehenden Schaltschränken nachzurüsten. Als direktmessende (65 A) oder Wandler (>1500 A) Zähler bilden sie die Grundlage zum Energie-Monitoring.

Saia PCD® Energy Monitor Die S-Monitoring Produkte sind zur Energie Visualisierung sowie der sukzessiven Optimierung direkt aus der Verpackung einsatzbereit und lassen sich ohne Programmierung mit den Elektrozähler verbinden. Eine Visualisierung startet sofort nach dem einschalten und stellt die Verbrauchswerte auf dem Touch Screen (verfügbar in 5”, 10” und 12”) in umfangreichen Grafiken als Tages, Wochen, Monats und Jahres Verbrauch zur Verfügung. Jeder Energiemanager kann auch via Standard PC mit Internet-Browser bzw. Smart-Tablets, -Phones zur (Fern)-Bedienung genutzt werden.

Die vorinstallierte Energie Applikation kann jederzeit um eigene Funktionen, oder mit firmenspezifischem Logo erweitert werden. Systemausbauten die zum Zeitpunkt der Installation noch nicht absehbar waren, sind so jederzeit möglich. Die Darstellung der Energie erfolgt mit aussagekräftigen Grafiken und Diagrammen und ist via PC und IP-Netzwerk darstellbar.

Die 1- oder 3-Phasen Energiezähler sind ideal für den Einsatz in industrieller oder Gebäudetechnischer Infrastruktur und garantieren, aus Schweizer Produktion hohe Zuverlässigkeit und Langzeitstabilität. Für die diversen Kommunikationsstandards sind Geräte mit S0-Puls, MBus, Modbus oder SBus erhältlich. Für bestehende, ältere Zähler stehen zudem Kopplergeräte zur Verfügung.

Für Fachfirmen mit Wunsch zu mehr Individualität, gibt es die S-Monitoring Lösung als Teil einer programmierbaren Steuerung. Flexibel im Einsatz und für den Anschluss unterschiedlicher Protokolle wie M-Bus oder Modbus die ausbaubare Energiemanagement Lösung sehr leistungsfähig und lässt viel Raum für funktionale Erweiterung. Ergänzend zur Erfassung elektrischer Energieverbräuche, können mit der programmierbaren Monitoring Variante auch thermische Wärmezähler oder weitere Werte als Zählimpuls in die Analyse aufgenommen werden.

Die erweiterten Funktionen der Geräte erlauben zudem eine Lastgangmessung von bis zu 8 gleichzeitigen Verbraucher sowie den regelmässigen Versand von Energiewerten via E-Mail.

Kontakt Saia Burgess Controls AG www.s-monitoring.com www.saia-pcd.com

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Wicklungsprozess für Transformatoren.

Sparsame Spannungswandler Im Schweizer Strom-Verteilnetz gibt es 70’000 bis 80’000 Transformatoren. Sie leisten an der Schnittstelle zwischen den Spannungsebenen des Stromnetzes unentbehrliche Dienste. Gleichzeitig brauchen die Transformatoren selber aber auch Strom, und zwar mehr als nötig, wie eine Untersuchung der Fachhochschule Nordwestschweiz ergeben hat. von Dr. Benedikt Vogel, im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE)

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ie Schweiz verfügt über ein 250’000 km langes Leitungsnetz, das den Strom von den Kraftwerken zu den Verbrauchern bringt. Auf dem langen Weg vom Erzeuger zum Konsumenten treten Verluste auf, die sich in der Grössenordnung von 7 % bewegen. Die Verluste fallen in den Leitungen an, aber auch in den Transformatoren, die dafür sorgen, dass der Strom zwischen den verschiedenen Netzebenen – dem Höchst-, Hoch-, Mittelund Niederspannungsnetz – fliessen kann. Potenzial für Effizienz Mit Blick auf eine effiziente Stromnutzung sollten die Netzverluste so weit wie möglich verringert werden. Eine Studie der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE) hat nun das Potenzial der erzielbaren Effizienzgewinne abgeschätzt und sich dabei auf die Transformatoren im Verteilnetz (Mittel- und Niederspannungs-

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netz kleiner als 24 kV) konzentriert. Die Untersuchung betrachtete alle Transformatoren, die die rund 700 Energieversorgungsunternehmen (EVU) im Schweizer Verteilnetz betreiben. Sie bezog aber auch die Transformatoren in die Effizienzbetrachtung mit ein, die in Futtermühlen, Brauereien und vielen weiteren Industrie-

Pro Transformator mit amorphem Kern entspricht das Einsparpotenzial etwa dem jährlichen Stromverbrauch eines Mehrpersonen-Haushalts.

und Gewerbebetrieben für eine angemessene Stromversorgung sorgen. Die BFE-Studie beziffert die Verluste der aktuell (2014) im Schweizer Verteilnetz eingesetzten Transformatoren auf 406 GWh pro Jahr. Würden die Spannungswandler ungeachtet ihres Lebensalters durch modernste Transformatoren mit amorphem Eisenkernmaterial ersetzt, würden die Verluste auf 204 GWh halbiert, was einem Effizienzgewinn von gut 0,3 % des landesweiten Stromverbrauchs (59 323 GWh im Jahr 2013) entspricht. «Diese Studie zeigt auf, dass mit dem Austausch eines einzigen Transformators durch einen mit einem amorphen Kern bis zu 5–6 MWh elektrische Energie pro Jahr eingespart werden kann», schreibt Studienautorin Karin Dreyer, die die Untersuchung am FHNW-Standort Windisch (Hochschule für Technik) erstellt hat. Mit Blick auf künftige Anschaffungsentscheide bei EVU und


ENERGIEMANAGEMENT industriellen Nutzern rät Dreyer: «Die Energieeffizienz sollte zukünftig im Entscheidungsprozess einen massgeblichen Platz einnehmen.»

Sind Transformatoren wenig ausgelastet, überwiegen die Leerlaufverluste («no load losses»); bei stärkerer Auslastung tragen die Lastverluste («load losses») überwiegend zum Gesamtverlust bei.

Die sieben Ebenen des Schweizer Stromnetzes. Die Trafo-Studie der Hochschule für Technik in Windisch hat die Transformatoren im Bereich der Verteilnetze untersucht.

Die Grafik zeigt am Beispiel von 400 kVA-Transformatoren, dass die Leerlaufverluste (blau/grün) und die Lastverluste (rot/violett) in den letzten 60 Jahren erst stark gesunken sind und seit 1990 kaum mehr ein technologischer Fortschritt erzielt wurde. Transformatoren mit amorphen Kernen führen nun in jüngster Zeit nun zu weiteren Effizienzgewinnen (grüner Punkte ganz rechts unten). Die Herstellerangaben (blau/rot) und die EVU-Stichprobe der Trafo-Studie (grün/violett) stimmen meistens gut überein.

Veraltete Transformatoren eingebaut Obwohl die Netzbetreiber unter Kostendruck stehen, kann man ihnen nicht vorwerfen, Investitionen in den Ersatz ihrer Transformatoren vernachlässigt zu haben. In den letzten Jahren wurden 25 % der Transformatoren erneuert, was bei einer Lebensdauer von 40 Jahren der natürlichen Ersatzrate entspricht. Bei der Auswertung nach Altersklassen hat Studienautorin Karin Dreyer allerdings eine interessante Beobachtung gemacht: «Das Schweizer Verteiltransformatoren-Netz wurde in den letzten Jahren zwar stark verjüngt. Die Verluste konnten allerdings nicht signifikant reduziert werden.» Martin Streicher-Porte, Professor am Institut für Biomasse und Ressourceneffizienz der FHNW, hat für den Befund der Studie eine simple Erklärung parat: «Offenbar haben die EVU die Transformatoren auf Vorrat gekauft und haben somit in den letzten Jahren Transformatoren eingebaut, die nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprechen.» Der heutige Stand der Technik bei der Energieeffizienz sind Transformatoren mit einem amorphen Metallkern. Ihre Leerlaufverluste liegen bis zu 70 % tiefer im Vergleich zu den konventionellen Transformatoren mit RGO (Regular Grain Oriented)Metallkernen. Hocheffiziente Transformatoren mit amorphem Kern wurde in den 1970er Jahren entwickelt, konnten sich auf dem Markt aber aufgrund des höheren Preises nicht durchsetzen. Seit einigen Jahren erlebt die Technologie aufgrund der wachsenden Anforderungen an die Energieeffizienz eine Renaissance. Nach Auskunft von Dipl. Ing. Andreas Suranyi, Manager für Energieeffizienz-Lösungen bei ABB Schweiz, beruhen aktuell rund 2 % der 2 000 in der Schweiz verkauften ölgekühlten Verteiltransformatoren (> 38 KVA) auf amorpher Technologie. «Das Effizienzpotenzial wird nicht realisiert, obwohl die technischen Lösungen vorhanden wären», bedauert Suranyi. ABB ist globaler Marktführer beim Bau von Transformatoren und neben Rauscher & Stöcklin, Siemens und Schneider Electric einer der grossen Anbieter in der Schweiz. Der Konzern hat zur Trafo-Studie der FHNW das Know-how eines Herstellers beigesteuert.

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ENERGIEMANAGEMENT

Die meisten Transformatoren im Verteilnetz sind auf der Mittel- und Niederspannungsebene anzutreffen.

Verschiedene Gründe Für die zögerliche Nachfrage nach den energieeffizienten Transformatoren gibt es verschiedene Gründe. Aufgrund der spezifischen Struktur des Metalls sind amorphe Transformatoren etwas grösser als herkömmliche Transformatoren, zudem liegt der Geräuschpegel leicht höher. Wegen der Abmessungen finden amorphe Transformatoren in engen Trafostationen mitunter keinen Platz, und für lärmsensiblen Umgebungen sind sie ungeeignet. Der Hauptgrund, dass amorphe Transformatoren bisher aber erst sporadisch zum Einsatz kommen, liegt an ihrem Preis, der aufgrund des verwendeten Materials rund 20 % über jenem herkömmlicher Geräte liegt. Wie hoch die Preisdifferenz ausfällt, ist allerdings eine Frage der Betrachtung: «Positiv sieht es aus, wenn man den Kostenvergleich über die gesamte Lebensdauer anstellt, denn die amorphen Transformatoren haben meist die tieferen Lebenszykluskosten», sagt Roland Hasler, Market Manager für Transformatoren bei ABB.

Die Grafik veranschaulicht die Leerlaufverluste der Stichprobe an Verteiltransformatoren, die in der Trafo-Studie der Hochschule für Technik (Windisch) untersucht wurden.

Karin Dreyer hat die Studie zur Effizienz von Transformatoren an der Hochschule für Technik am FHNWStandort Windisch geschrieben.

Auch die noch jungen Transformatoren (Balken ganz links) tragen erheblich zum gesamtschweizerischen Einsparpotenzial bei. Das liegt zum einen daran, dass ihr Anteil am Gesamtbestand mit circa 25 % relativ hoch ist, zum anderen aber auch, dass sie das technisch mögliche Effizienzpotenzial nicht voll ausschöpfen.

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Martin Streicher-Porte, Professor am Institut für Biomasse und Ressourceneffizienz der FHNW.


ENERGIEMANAGEMENT Den Schlussbericht zum Projekt finden Sie unter: http://www.bfe.admin.ch/forschungelektrizitaet/01740/01748/01751/02199/ index.html?lang=en&dossier_id=06143 www.schaererkunz.ch

Flüssigkeitsgefüllte Transformatoren RGO (normaler kornorientierter Stahl) Amorpher Stahl

0%

50%

100%

150%

200%

250%

A = 10 USD/W; B = 2 USD/W (W=Leerlaufverluste) Einkaufspreis Aktivierter Verlustvortrag Einsparung Gesamtbetriebskosten Abb. 1

Windpark-Transformatoren 1750 kVA RGO (normaler kornorientierter Stahl) Amorpher Stahl

0

20000

40000

60000

Gesamtbetriebskosten (USD) Abb. 2 Auch die noch jungen Transformatoren (Balken ganz links) tragen erheblich zum gesamtschweizerischen Einsparpotenzial bei. Das liegt zum einen daran, dass ihr Anteil am Gesamtbestand mit circa 25 % relativ hoch ist, zum anderen aber auch, dass sie das technisch mögliche Effizienzpotenzial nicht voll ausschöpfen.

Kontakt Weitere Auskünfte zu dem Projekt erteilt Roland Brüniger, Leiter des BFE-Forschungsprogramms Elektrizitätstechnologien und -anwendungen. roland.brueniger@r-brueniger-ag.ch


NOTSTROM

Wieso braucht es Notstrom Generatoren? von Alexander Ackeret, Dipl. El. Ing. FH, Bereichsleiter Stromerzeuger bei AKSA Würenlos AG mit langjähriger Erfahrung im Industrie- und Anlagenbau

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NOTSTROM

«

Unsere Gesellschaft verlässt sich stark auf die gewohnte Infrastruktur und ist von einer einwandfreien Funktion abhängig: Energie, Wasser, Daten. Alles ist immer und überall verfügbar. «Es» funktioniert einfach. Im Allgemeinen machen wir uns sehr selten Gedanken darüber, was die Folgen eines Energieunterbruchs sind und was es bedeutet. Wir sind auf signifikante Ausfälle kaum vorbereitet. Dies betrifft den Einzelnen, wie auch sehr kritische Einrichtungen, welche auf eine permanente Verfügbarkeit von Elektrizität angewiesen sind. Auch wenn Unterbrüche in vielen Fällen nicht lange dauern, stellen diese eine erhebliche Gefahr für die Bevölkerung dar. Am ehesten kommt den Leuten ein Spital in den Sinn. Es ist nicht tolerierbar, wenn während einer Operation die Stromversorgung ausfällt. Da springen die Diesel Notstrom Aggregate ein.» Sie tragen also zur Versorgungssicherheit von Elektrizität bei? «Ja und das nicht nur in Spitälern. Auch zum Beispiel bei Flusskraftwerken, davon gibt es in der Schweiz sehr viele, ist die Versorgungsicherheit ein Thema. Wenn eine Stauwehr nicht mehr reguliert werden kann, bekommt die Bevölkerung unter- und oberhalb des Stauwerks ernsthafte Probleme. Oder wenn Telecom Einrichtungen nicht mehr funktionieren, wie soll dann Hilfe Feuerwehr, Polizei oder Sanität alamiert werden können? Es gibt auch weniger dramatische Fälle, wie zum Beispiel ein Netzunterhaltoder Sanierung. Ein Weiler oder Quartier muss kurzzeitig vom Netz getrennt werden. Da springen mobile Lösungen ein und garantieren die Versorgung während den Umbau- oder Reparaturarbeiten.» Können Sie uns über spezielle Projekte berichten? «Klar. Unsere Notstrom Aggregate werden nicht nur in der Schweiz, sondern auch weltweit eingesetzt. 2013 durften wir für Alstom Schweiz 10 Aggregate mit je einer Leistung von 2.5 MVA, in Seekontainer verbaut, liefern. Diese werden eingesetzt um eine Gasturbine in Singapur nach einem totalen Blackout des Netzes starten zu können.» Was war speziell daran? «Das ausschlaggebende Argument der Vergabe war die Qualität. Schweizer Präzisionsarbeit wird weltweit immer noch geschätzt. Als KMU können wir auf kundenspezifische Wünsche eingehen und

können eine kostenoptimierte Lösung entwickeln.» Wie kann man die Qualität und Zuverlässigkeit von Notstromgruppen garantieren? «Ein Notstrom Aggregat ist wie ein Fallschirm. Im Notfall muss es funktionieren! Ein periodischer Service leistet die Grundlage. Aber es genügt nicht, das Aggregat nur im Leerlauf zu prüfen und ein paar Filter auszuwechseln. Es ist wichtig, reale Testbedingungen zu schaffen. Bei AKSA werden alle Aggregate unter realen Lastbedingungen geprüft, d.h. mit variabler Last und variablen Leistungsfaktor, cos(ρ). So können in einem sicheren Umfeld Last- und cos(ρ) Sprünge vollzogen und die Reaktion des Aggregats ausgewertet werden. Die mobilen Notstrom Aggregate werden uns regelmässig zum Test ins Prüffeld angeliefert.»   Wo glauben Sie, gibt es den grössten Nachholbedarf bezüglich Notstrom? «Viele Spitäler haben Differenzen zwischen der vorhandenen Notstromleistung und den heute notberechtigten Verbraucher. Beim Bau des Spitals waren diese sicher korrekt ausgelegt worden. Mit der Zeit wurden leistungsstärkere Diagnosegeräte wie MRI und Computer Tomo Gramm angeschafft. Die Notstromleistung ist jedoch nicht mitgewachsen. Es empfiehlt sich, diese möglichen Differenzen zu überprüfen. Bei Kehrrichtverbrennungsanlagen verhält es sich ähnlich. Bei vielen KVA’s wurden die Kapazitäten erhöht, das Notstrom Aggregat blieb jedoch oft unangetastet. Auch das elektrische Netz ist in die Jahre gekommen. Unterhalts- und Reparaturarbeiten sind unumgänglich. Um den

Aspekt der Arbeitssicherheit zu wahren, müssen dafür einzelne Teile vom Netz getrennt werden. Mobile Notstrom Aggregate können flexibel und schnell eingesetzt werden.» Was sind die Herausforderungen der Zukunft? «Der Trend in Richtung IT Cloud Computing verlangt von den Rechenzentren nicht nur eine bessere Versorgungsicherheit, sondern auch einen erhöhten Leistungsbedarf. Daher werden zukünftig grössere Installationen notwendig. Die Auslegung von Notstrom Aggregaten wird dem entsprechend anspruchsvoller. Es genügt nicht mehr nur, die üblichen Parameter wie Lärm, Emissionen und Brandschutz zu berücksichtigen, sondern die Anwendungen werden komplexer. Besondere Beachtung ist der elektrischen Auslegung zu schenken. Der Energiemix, namentlich im Zusammenwirken mit den erneuerbaren Energien, hat sich verändert. Diesen Einfluss auf Oberwellen, Transiente und Kurzschlussleistung des Netzes gilt es zu berücksichtigen. Es braucht eine professionelle und akkurate Auslegung. Als Käufer eines Notstrom Aggregats (Stichwort Fallschirm), würde ich nur spezialisierten Werksvertretungen Vertrauen schenken. Diese betreiben einen enormen Entwicklungsaufwand (Emissionen, Lärm, Prüfung) und sind langfristige Qualitätspartner. Sie sind global tätig, lokal verankert und kennen die gültigen Vorschriften.»

Kontakt AKSA WÜRENLOS AG Grosszelgstrasse 15 CH-5436 Würenlos Telefon +41 (0) 56 436 77 00 alexander.ackeret@aksa.ch www.aksa.ch

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Das Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi im Februar 2015.

Fukushima vier Jahre nach dem Unfall Im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi schreiten vier Jahre nach dem Unfall die Aufräum­ arbeiten und die umfassenden Massnahmen zum Schutz von Mensch und Umwelt voran. Die Anlage gibt kaum noch radioaktive Stoffe an die Umgebung ab. Bis heute sind keine strahlen­bedingten Todesfälle aufge­ treten und eine erkennbare Zunahme von strahlenbedingten Erkrankungen ist auch in Zukunft nicht zu erwarten. Erstmals sind Teile der Evakuationszonen wieder freigegeben worden.

V

ier Jahre nach dem schweren Unfall im japanischen Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi kursieren in Europa weiterhin Mythen und überspitzte Schreckensmeldungen zur Situation im Nordosten Japans. Fakt ist: Die Lage ist unter Kontrolle. Die Folgen sind einschneidend, aber bewältigbar. Fortschritte beim Wassermanagement In den vier Jahren seit dem Unfall sind auf der Kraftwerksanlage umfassende Arbeiten zum Schutz von Mensch und Umwelt geleistet sowie Fortschritte beim Aufräumen erzielt worden. Die grosse Herausforderung auf dem Anlageareal war von Beginn weg das Wasser- und Abfallmanagement, da täglich rund 400 Kubikmeter Grundwasser in das Areal fliessen und durch Leckagen in den verunfallten Reaktorblöcken laufend kontaminiertes Kühlwasser austritt. Die Arbeiten zur Abdichtung der Anlage haben wesentliche Fortschritte gemacht, sind aber noch im Gang. Die Anlagen zur

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Die Evakuationszonen um Fukushima-Daiichi, Stand Januar 2015.

Wasserdekontamination sind inzwischen in der Lage, mehr Wasser aufzubereiten, als neu kontaminiert wird.

acht Kilometern Länge durch die Evakuationszone und weniger als zehn Kilometer an Fukushima-Daiichi vorbei.

Autobahn und Buslinie durch Evakuationszone Im Fokus stehen zudem der Aufbau der Infrastruktur für die Rückkehr der evakuierten Bevölkerung, die Entfernung des unbeschädigten Kernbrennstoffs aus der Anlage und die kontrollierte Zwischenlagerung der kontaminierten Stoffe aus der Sanierung der belasteten Gebiete. In allen Bereichen konnten Fortschritte verzeichnet werden. So wurden bis Ende 2014 alle Brennelemente aus dem Lagerbecken von Block-4 geborgen und sicher eingelagert. Die japanische Regierung hat inzwischen erste Teile der Evakuationszonen wieder freigegeben. Seit Ende Januar 2015 verkehrt wieder ein Linienbus entlang der Küste quer durch die Evakuationszone. Einen Monat später wurde das letzte Teilstück des «Joban Expressway» wiedereröffnet. Diese Schnellstrasse führt auf rund

Kaum noch Radioaktivitätsabgaben Die verunfallte Anlage gibt kaum noch radioaktive Stoffe an die Umgebung ab. Die Strahlenbelastung durch die heute aus dem Kraftwerk in Luft und Wasser austretenden radioaktiven Stoffe ist um ein Vielfaches geringer als die natürliche Strahlung in Japan. Bisher ist durch die Strahlung niemand gesundheitlich beeinträchtigt worden, weder die Notfallequipen zu Beginn des Unfalles noch das bis heute eingesetzte Aufräumpersonal innerhalb und ausserhalb des Kraftwerks. Auch bei der in der Umgebung lebenden Bevölkerung wurden keine gesundheitsbedrohenden Strahlendosen festgestellt. Die Fachleute der Uno rechnen auch in Zukunft mit keinen beobachtbaren Zunahmen von strahlenbedingten Erkrankungen. Die Strahlenbelastungen durch den Unfall waren dafür nachweislich zu gering. Bei Agrarprodukten und Fischen


KERNENERGIE

Um den Strom aus den abgeschalteten Kernkraftwerken zu ersetzen, muss Gas, Öl und Kohle importiert werden.

aus der Region treten nur noch höchst selten Überschreitungen der vergleichsweise sehr strengen Grenzwerte auf. Wegfall der Kernenergie belastet Bilanz Vor dem Unfall lieferte die Kernenergie knapp 30 % des Stroms in Japan. Gegenwärtig sind sämtliche 48 betriebsfähigen kommerziellen Kernkraftwerke Japans ausser Betrieb. Die Regierung hatte nach dem Unfall ihre Ausserbetriebnahme zwecks Sicherheitsüberprüfungen angeordnet. Durch den Wegfall der Kernkraftwerke mit einer elektrischen Leistung von ins-

gesamt rund 40’000 Megawatt bleibt nur der teure Import von fossiler Energie für die Stromproduktion, mit den entsprechenden Folgen für den CO2-Ausstoss. Da weder Pipelines noch Stromleitungen nach Japan führen, müssen per Schiff Kohle und Flüssiggas eingeführt werden. Diese Energieimporte belasten die Leistungsbilanz Japans enorm. Die Handelsbilanz, die noch im Jahr 2010 einen Überschuss von umgerechnet 60 Mrd. Euro ausgewiesen hatte, schloss 2014 mit einem seit dem Zweiten Weltkrieg nie erlebten Rekorddefizit von rund 90 Mrd. Euro. Es ist das vierte Defizitjahr in Folge seit dem Unfall in Fukushima. Auch in Zukunft mit Kernenergie Am 24. Januar 2014 hat der japanische Premierminister vor dem Parlament angekündigt, dass die Kernenergie auch in Zukunft Teil des japanischen Strommix bleiben soll, wenn auch in geringerem Umfang. Die ungenügende Aufsicht über die Kernanlagen – einer der Schwachpunkte, die zum Unfall geführt haben – wurde inzwischen reformiert. Die neuen Behörden haben massiv verschärfte Sicherheitsvorschriften für Kernkraftwerke und andere Nuklearanlagen in Kraft gesetzt.

Anlage zur Wasseraufbereitung im Kernkraftwerk Fukushima-Daiichi.

Die bestehenden und im Bau befindlichen Anlagen müssen diese Auflagen erfüllen, um in Betrieb gehen zu können. Mitte Februar 2015 waren bei der Aufsichtsbehörde Gesuche für die Betriebsfreigabe von 20 Einheiten hängig.

Kontakt Nuklearforum Schweiz Telefon +41 (0) 31 560 36 50 info@nuklearforum.ch


KERNENERGIE

Werfen Sie einen Blick zwischen Vergangenheit und Zukunft Felslabor Mont Terri, St-Ursanne (Jura) und Felslabor Grimsel (Bern) Gesteinsschichten kilometertief abbilden: Vibrationsfahrzeuge senden seismische Wellen durch den Untergrund.

Forschen zwischen Vergangenheit und Zukunft Die Nagra blickt bei ihrer Arbeit 175 Millionen Jahre in die Vergangenheit und 1 Million Jahre in die Zukunft

K

aum ein Radiosender oder eine Zeitung hat nicht darüber berichtet: Die Nagra (Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) hat sechs Regionen miteinander verglichen und zwei davon als gut geeignete Standorte für ein geologisches Tiefenlager für radioaktive Abfälle vorgeschlagen, Jura Ost im Kanton Aargau und Zürich Nordost im Kanton Zürich. Das Auswahlverfahren für die Lagerstandorte läuft unter der Leitung des Bundes. Bevor das Verfahren in die letzte Etappe geht, prüfen die Sicherheitsbehörden des Bundes die Vorschläge der Nagra. Nicht nur die Gesteins- schichten müssen in diesen Regionen nun weiter untersucht werden, für den Nachweis ein Tiefenlager sicher betreiben zu können, führt die Nagra auch grosse Forschungsexperimente durch. Die Fachwelt ist sich heute einig Geologen, Chemiker, Physiker und Ingenieure sind gefordert. Sie bearbeiten ein Projekt, das auf mehrere Tausend Jahre ausgelegt ist – ein unvorstellbarer Zeithorizont. Aber in den vergangenen Jahren haben Wissen- schaftler enorme Fortschritte gemacht. Die Fachwelt ist sich heute einig: Der tiefe Untergrund ist die sicherste Lösung, um Mensch und Umwelt langfristig – für 1 Million Jahre – vor den Auswirkungen radioaktiver Abfälle zu schützen. Die Radioaktivität klingt sehr langsam ab. An der Erdoberfläche würde der Abfall früher oder später zu einer grossen Gefahr: Sabotage, Krieg oder Erdbeben sind mögliche Szenarien.

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Untergrund durchleuchten Um den sichersten Standort zu finden, forscht die Nagra intensiv – Über- und Untertage. Von der Oberfläche aus wird mit einer Messmethode, der Seismik, der Untergrund durchleuchtet. Vergleichbar mit Echolot auf Schiffen, bildet die Seismik Gesteinsschichten bis in Tiefen von mehreren Kilometern ab. So erkennen die Wissenschaftler, wie tief sich das 175 Millionen Jahre alte Wirtgestein befindet und wie mächtig die Schicht ist, wo einst die Abfälle eingelagert werden sollen. Auch grosse Störungen, die am Standort nicht vorhanden sein dürfen, werden abgebildet. Testlauf für das Tiefenlager Während die Gesteinsschichten der Vergangenheit von Übertage aus untersucht werden, blicken die Forscher Untertage in die Zukunft: Im Felslabor Mont Terri, im Kanton Jura, führen die Wissenschaftler einen Testlauf für ein Tiefenlager durch.

Sie erhalten Einblick in die grossen Experimente der Nagra und der internationalen Partner der Felslabors. Das Felslabor Mont Terri wird vom Bundesamt swisstopo und das Fels­labor Grimsel von der Nagra betrieben. Der Besuch ist kostenlos. Gruppen ab 10 Personen sind willkommen. Anmeldung Renate Spitznagel Telefon +41 (0) 56 437 12 82 Mehr Information unter www.mont-terri.ch oder www.nagra.ch

In einem Lagerstollen haben sie drei Versuchsbehälter im Massstab 1:1 eingebracht und mit einem quellenden Tongemisch verfüllt. Sie wollen herausfinden, wie sich die Wärme auf das Tongemisch und das umliegende Gestein auswirkt, denn hochaktive Abfälle geben auch nach Jahrzehnten noch Wärme ab. Hunderte Messinstrumente zeichnen kleinste Veränderungen im umgebenden Gestein über Jahrzehnte auf. Das Experiment ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem sicheren geologischen Tiefenlager.

Ein Mitarbeiter kontrolliert das Einbringen des Versuchsbehälters in den Stollen im Felslabor Mont Terri: Die Maschine füllt das Tongemisch dicht um den Behälter auf.


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WINDENERGIE

Das ist die Windturbine von morgen

Windturbine Quinta20: nahezu ger채uschlos und ohne Turbulenzen dank vertikalachsiger Technik.


WINDENERGIE

Mächtig Aufwind in der Branche: Neueste High­Tech-Turbinen garantieren wirtschaftliche Windkraft­ projekte mit einfacheren Bewilligungsverfahren. Was es dazu braucht? Den richtigen Partner. Envergate Energy AG bietet als Generalplaner nachhaltige und komplette Lösungen rund um Windkraft.

Unabhängige Stromversorgung, langfristig stabile Preise, ressourcenschonende Quellen – für Unternehmen mit erhöhtem Stromverbrauch werden diese Faktoren in Zukunft immer wichtiger. Die Windkraft bietet als unerschöpfliche erneuerbare Energiequelle vielseitige Nutzungen, ob autonom, dezentral oder als Ergänzung zum bestehenden Stromnetz. In der Schweiz steckt die Windkraft noch in den Kinderschuhen. Viele Windparkprojekte geraten ins Stocken, zu gross scheinen die Vorurteile, zu klein die Chancen auf Erfolg. Eine neue Generation von Windturbinen sorgt nun für frischen Wind innerhalb der Branche. Mit den Windturbinen Quinta20 und Quinta99 reagiert das Schweizer Unternehmen Envergate Energy AG gezielt auf die Bedürfnisse des europäischen Marktes. Und macht Windkraftprojekte finanzier- und realisierbar. Die effizienten Kleinwindanlagen Quinta20 und Quinta99 funktionieren vertikalachsig und erwirtschaften mit einer

Nennleistung von maximal 99 kW selbst bei unbeständigen Winden ab 6 km/h konstante Energieerträge. Dank aerodynamischer Bauweise und einer Gesamthöhe von maximal 30 Metern sind die Windturbinen Quinta20 und Quinta99 nicht nur bedeutend leiser, sondern auch einfacher und schneller bewilligt, als Anlagen der Konkurrenz oder Grosswindanlagen mit einer Nennleistung über 100 kW. Windgutachten liefert Fakten Wie aber geht man es an, ein solches Windkraftprojekt? Die Basis bildet ein professionell erstelltes Windgutachten. Als Dienstleister im Energiesektor kennt Envergate Energy AG die Prozesse und verfügt über Know-how und jahrelange Erfahrung. So unterstützen die Envergate Spezialisten als Generalplaner und Projektleiter von der Idee bis hin zur erfolgreichen Umsetzung eines Windkraftprojekts. Als erstes wird das Potenzial des Standorts in einer detaillierten Situationsanalyse geprüft. Das Windgutachten liefert fundierte Daten für eine möglichst genaue Ertragsprognose – die Basis für jeden Investitionsentscheid. Envergate Energy AG erstellt das Windgutachten mit professionellen Windmessanlagen und einer fortschrittlichen Kalkulationssoftware. Mit den ermittelten Daten lässt sich jede Envergate Windturbine bedarfsgerecht spezifizieren und just-in-time produzieren. So endet die Zusammenarbeit auch nicht nach der Montage. Envergate setzt auf langjährige Partnerschaft und Dialog auf Augenhöhe. Jede Windturbine ist an einen Service- und

Envergate Energy AG erstellt sämtliche Windgutachten nach IEC-Norm 61400-12.

Wartungsvertrag nach Wahl gekoppelt – für eine lange und ertragsreiche Laufzeit mit möglichst kurzer Amortisationszeit. Attraktives Angebot zum Pauschalpreis Es liegt an verantwortungsbewussten Gemeinden, Institutionen oder Unternehmen, die Chancen als Windkraft-Pioniere zu nutzen und ihre Nachhaltigkeitsziele weiter zu stärken. Individuelle Ansätze sind gefragt. Ebenso die professionelle Planung. Mit dem Windgutachten von Envergate erhalten interessierte Institutionen und Unternehmen innerhalb von maximal sechs Monaten die nötigen Daten, um über ein Projekt fundiert entscheiden zu können. Ob Windkraft wirtschaftlich sinnvoll ist, gilt es an jedem einzelnen Standort im Detail zu eruieren. Envergate bietet das Windgutachten aktuell zum attraktiven Pauschalangebot. Erfahren Sie mehr über Windgutachten: www.envergate.com/downloads

Die Windverteilung, auch Weibullverteilung, ist ein wichtiger Faktor beim Windgutachten. Sie definiert, wie sich ein mittlerer Wind von 6 m/s über einen definierten Zeitraum verteilt. Eine breite Windverteilung enthält bei gleicher mittlerer Geschwindigkeit mehr Energie als eine schmale Windverteilung.

Kontakt Envergate Energy AG Marcus B. Graf, CEO Seestrasse 21 CH-9326 Horn Telefon +41 (0) 71 844 54 44 mbgraf@envergate.com www.envergate.com

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WINDENERGIE

Kroatien: Guter Wind von der Adria Vor allem mitteleuropäische Unternehmen profitieren vom günstigen Einspeisetarif und vom Klima. von Osteuropa-Korrespondent Silviu Mihai

D

er schmale Landweg schlingt sich um einen grünen Hügel, dann kommt noch einer, und noch einer. Links und rechts wechseln sich Weiden, kleine Wälder und steile, rötliche Felsen ab. Weit unten, im Tal, öffnet sich das Meer und, der Küste entlang, die Kleinstadt Senj. Oben verstecken sich die Bergspitzen hinter den Regenwolken, die sich mit einer unglaublichen Geschwindigkeit bewegen. In ihrem kleinen roten Retrowagen fahren die Techniker weiter, bergauf und wieder bergab, bis sich die ersten Windanlagen abzeichnen. Hier an der Adria, rund 170 Kilometer südlich von Zagreb, liegt seit 2010 das grösste Windenergieprojekt in Kroatien. In 45Meter-Höhe ragen die 14 Vestas-Anlagen vom Typ V90 über den Wiesen auf, jede kann bis zu 3 MW Strom erzeugen. «Der Grund für die Auswahl dieses Standorts heisst Bora», erklärt einer der Techniker, die im Auftrag des Betreibers den Windpark beaufsichtigen. Es ist ein besonders starker Wind, der einzigartig für diese Küstenregion ist und bis zu 100, im Winter sogar 200 Stundenkilometer erreichen kann. «Das Wetter kann sich hier innerhalb von fünf Minuten dramatisch ändern», berichten die Menschen in Senj. «Alles auf dem Hof muss gegen den Wind abgesichert werden, sonst ist es in kürzester Zeit weg.»

«Dieses besondere Mikroklima ist unsere Geschäftsgrundlage», sagt Hermann Wallenborn. Eines seiner Unternehmen, die Wallenborn Adria Wind GmbH, hat den Windpark entwickelt und betreibt ihn bis heute. «Nach einigen Projekten in Deutschland haben wir ab 2001 versucht, auch in anderen mitteleuropäischen Ländern aktiv zu werden», erzählt der Geschäftsführer. Ein paar Jahre später entdeckte die Dresdener Firma das Gebiet um das kroatische Senj, wo es «zweieinhalbmal so viel Wind wie in Deutschland» gibt. Die Genehmigungen wurden 2007 erteilt, die Finanzierungsfrage wurde kurz darauf geklärt, seit 2010 ist der Park in Betrieb. «Es war ein grosser Erfolg», stellt Mehrheitseigentümer Wallenborn fest. «Unser Projekt geniesst hohe Akzeptanz auf der lokalen Ebene, die Zusammenarbeit mit den kroatischen Partnern läuft sehr gut und der gesetzliche Rahmen bietet uns günstige Arbeitsbedingungen.» Und der Unternehmer ist mit seinen positiven Eindrücken nicht allein. Gerade weht guter Wind: Immer mehr Projekte gehen ans Netz, die Gültigkeit der Einspeisetarife wurde letztes Jahr von 12 auf 14 Jahre verlängert, für die absehbare Zukunft sind Experten und Investoren optimistisch. Vor allem an der Adria entwickeln hauptsäch-

lich deutsche Unternehmen Windparks und profitieren damit von dem ausserordentlichen Mikroklima. Rund 300 MW Gesamtleistung hatten Kroatiens Windanlagen Ende 2013, das sind fast 70 Prozent mehr als im Vorjahr. «Selbstverständlich stecken wir im europäischen Vergleich noch in Kinderschuhen, aber die Entwicklung ist rasch und wir möchten bald eine regionale Führungsrolle im Bereich Windenergie spielen», kommentiert Krešimir Štih, Leiter der Abteilung Energie bei der Kroatischen Wirtschaftskammer in Zagreb. Im Sommer 2013 ist Kroatien als 28. Mitgliedsstaat der EU beigetreten und muss dementsprechend die europaweit vereinbarten Ziele im Bereich der erneuerbaren Energien bis 2020 erreichen. Auf diese Aufgaben hat sich die kroatische Regierung gut vorbereitet. Bereits 2007 hat das Parlament mit einer breiten Mehrheit das erste Gesetz über die erneuerbaren Energien verabschiedet und einen günstigen Einspeisetarif eingeführt. Umgerechnet zehn Cent bekommen etwa die Windanlagebetreiber für jede eingespeiste Kilowattstunde. Zwei Jahre später folgte eine Strategie, die 1 200 MW Leistung aus erneuerbaren Energien als Ziel für das Jahr 2020 vorgibt. Das würde rund 20 Prozent des gesamten Energie- und 35 Prozent des Stromverbrauchs entsprechen. Für das Jahr 2030 sind 2 000 MW vorgesehen. «Die Ziele sind richtig und realistisch», findet Projektbetreiber Wallenborn. Sein Unternehmen möchte auch in den nächsten Jahren zur Umsetzung der Regierungsstrategie beitragen. Zu den bereits vorhandenen 42 MW in Senj sollen bald weitere 24 MW kommen. Die acht neuen Windanlagen sind bereits genehmigt. Kostenpunkt der Projekt­erweiterung: 35 Millionen Euro. Darüber hinaus entwickelt die Firma zwei weitere Windparks in Kroatien – mit Gesamtleistungen von je rund 130 MW.

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WINDENERGIE Entwickler und Betreiber Wallenborn ist der Meinung, dass zwei Faktoren eine Schlüsselrolle bei einer erfolgreichen Energiewende spielen. Zum einen müsse gesichert werden, dass jemand die Übertragungsnetze entsprechend ausbaut. «Dies kann im osteuropäischen Kontext nicht der Staat allein sein, dafür fehlen der Regierung schlicht die Mittel.» Deshalb übernehme die Wallenborn Adria Wind GmbH einen Teil dieser Last. Zum anderen müsse das Lohnniveau der Bevölkerung mittelfristig angehoben werden, um die soziale Akzeptanz der Energiewende zu sichern.

«Die Küstenlage bleibt eine Konstante der meisten Projekte. Das liegt selbstverständlich auch in anderen Ländern nahe, doch Kroatiens besonderes Relief mit steilen Küsten und Bergen bietet uns einen weiteren Wettbewerbsvorteil», stellt der Energieexperte Krešimir Štih fest. Dass es kurz vor und unmittelbar nach dem EU-Beitritt zu einem Boom der erneuerbaren Energien kommt, ist den meisten Kennern der Region ein bekanntes Phänomen. Doch die Erfahrung anderer mittel- und südosteuropäischen Länder zeigt, dass es oft mehr braucht als Enthusiasmus, Geld und gute Gesetze, um die Anfangsimpulse in eine langfristige Entwicklung zu verwandeln. Wie nachhaltig also ist diese Entwicklung in Kroatien? Und wie lässt sich vermeiden, dass, ähnlich wie bei den Nachbarn, die Freude nur kurz anhält?

In der Tat haben die jüngsten Ereignisse in Bulgarien oder Ungarn gezeigt, dass steigende Energiepreise bei stagnierenden Löhnen entweder zu heftigen Protesten, oder zu einer konservativen Kehrtwende in der Politik führen können. Beides setzt der Energiewende ein vorläufiges Ende und macht das Erreichen der 2020-Ziele unwahrscheinlich. Da die EU nicht über ausreichende politische oder juristische Mittel verfügt, um die Ziele trotz der nationalen Regierungen durchzusetzen, bleibt nur die Hoffnung, dass ähnliche soziale Konflikte vermieden oder entschärft werden können. «Dies ist durchaus der Fall in Kroatien», glaubt Energieexperte Krešimir Štih. In der Tat liegt der Durchschnittslohn bei rund 730 Euro im Monat, fast doppelt so viel wie in den älteren EU-Mitgliedsstaaten Rumänien und Bulgarien. In den touristisch geprägten Küstenregionen könnten trotzdem in der Zukunft Konflikte um die Landschaft entstehen, doch diese Gefahr hält sich laut Vertreter der Industrie in Grenzen: Die kroatischen Naturschutzge-

setze sind bereits seit einigen Jahren stabil, klar und EU-konform, für unterschiedliche Interpretationen gibt es wenig Spielraum. «Der grösste unbekannte Faktor bleiben die Folgen der andauernden Wirtschaftskrise», schätzt Krešimir Štih. Spannend bleibt ausserdem die Entwicklung des kroatischen Energiemarkts. Bisher wurde dieser vom staatlichen Unternehmen HEP dominiert, dessen Tochtergesellschaften sowohl einen wesentlichen Teil der Energieproduktion, als auch das Übertragungsnetz, die Versorgung und den Vertrieb von Energie kontrollieren. Ob und inwiefern die EU zukünftig auf eine Teilprivatisierung dieses Systems bestehen wird, bleibt abzuwarten. Der Beitrittsvertrag des Landes sieht einen solchen Schritt nicht vor, sondern garantiert lediglich, dass es keine Monopolsituation besteht. Im Moment müssen westeuropäische Entwickler im Bereich der erneuerbaren Energien keine Konkurrenz von kroatischen Firmen fürchten. Doch dies könnte sich jetzt, nachdem Kroatien als EU-Mitglied Zugang zu den Strukturfonds bekommen hat, ändern. Zumal zahlreiche lokale Unternehmen sich in den letzten Jahren auf die Herstellung und Zulieferung von Teilen für Wind- und Solaranlagen spezialisiert haben. «Diese Unternehmen könnten prinzipiell mit Unterstützung von den Strukturfonds aktiv auf dem Entwickler- und Betreibermarkt werden», spekuliert Experte Štih. «Doch das ist noch Zukunftsmusik. Bisher sind diese lokalen Zulieferer eher ein grosser Vorteil für die ausländischen Entwickler.» Sobald die EU ernsthafte Beitrittsverhandlungen mit den anderen Ländern des ehemaligen Jugoslawiens aufnimmt, könnte sich der Einstieg in den kroatischen Markt als wichtiger, zukunftsorientierter Schritt erweisen. Denn die Wirtschaftsbeziehungen zwischen diese Staaten bleiben bis heute relativ eng und Kroatien könnte dank seiner bisherigen Erfolgsgeschichte im Bereich Windenergie eine Art informeller Führungsrolle in der Region annehmen.

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WINDENERGIE

Verschandlung oder Wahrzeichen … Sind Windparks und Windturbinen eine Verschandlung in unserer heutigen Zeit? Leider sind die Gegner schneller an Ort und Stelle als die Vernunft. von Max Räb

W

indparks sind monumentale Bauwerke einiger sehr interessierten und motivierten Ingenieure, welche alle Register in Betracht ziehen. Sicherlich ist ein Windpark nicht unglaublich ästhetisch oder schön anzusehen. Die Rotoren schnorren vor sich hin, bringen ein gewisses Bild in die Landschaft und arbeiten in einer gemütlichen Ruhe vor sich hin. Die andere Seite der Unvernunft ist doch diese, dass tausende Touristen und Wanderer diese Gebilde vor Ort in Augenschein nehmen, sich darüber erfreuen und später unendliche Diskussionen und Debatten durch den Besuch auslösen. Doch «Alle» wären nicht vor Ort, um das Schauspiel zu betrachten und Ihren geliebten Wanderweg oder ihre Wanderung zu absolvieren. Es ist doch eine Unstimmigkeit, wenn sich immer mehr für diese Anlagen anfreunden können und trotzdem

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im Hinterhalt nur schlechtes debattiert wird. Sicherlich könnte man diese Ungetüme mit einer Ausstattung versehen, welche mit gelben Blümchen bemalt sind; also wie auf den Fahrrädern der 68er Generation, womöglich auch noch mit bunten Fahnenstoffen zur Ergänzung. Wird nicht alles ins lächerliche gezogen? Ein Windkraftwerk auf den Wiesen kann mittlereile soviel Strom erzeugen, dass hunderte von Familien getrost ihren Lichtschalter andrehen können. Was soll eine Maschine auf der Weide die Kühe stören, welche ja auch die Umstellung der Zeit mit Respekt akzeptiert haben. Ist es eine Frage der Zeit, bis alle Bauern den eigenen Wind- oder Solarpark auf ihrem Gut installieren? Es wird immer über Verschandlung gesprochen. Absolut innakzeptabel.

Auf dem Land, auf den Anhöhen ist einfach mehr Wind in Betrieb, also sollte man diese Kraft auch nutzen. In den grösseren Städten werden Skulpturen von «Möchtegern-Künstlern» aufgestellt. Keiner stört sich daran, bis der Preis über die Stadt dem Steuerzahler vorgelegt wird. Es sind monotone Eisenplastiken, welche vor sich hin rosten, das Abwasser gefährden, und keiner nimmt sie zur Kenntnis, ausser dem Vierbeiner, welcher das Bedürfnis hat, sich zu verewigen. Monumente wurden auch schon vor hunderten von Jahren erbaut. Keiner hat sich gestört. Ob es sinnvoll war wissen wir nicht? Im heutigen Zeitraum ist es wichtig, dass die erneuerbare Energie durch die Statussymbole, wie Windkraftwerke so viel beitragen können. Vieles wäre einfacher zu produzieren oder zu gestalten!


WINDENERGIE Kleinere Windturbinen für den Eigenbedarf wurden verhöhnt, nicht zu sagen, abgeschossen. Wen soll es stören, wenn ein Eigenheimbesitzer seine Anlage montiert, sich dem Umfeld anpasst und das Minimum von Lärm der Rotoren reduziert? Es ist sein eigenes Land und damit sein eigener Wille, solche Energie zu nutzen. Gegner sollten weniger über das Mögliche diskutieren und Einsprachen erheben, denn diese Innakzeptanz verbraucht mehr Energie in der Politik. Die Windparks werden auch in Zukunft ihre Flügel drehen, ein Spektakel für den Tourismus sein und weiter unendlich viel Strom erzeugen. Es braucht nicht viel Gefühl und Verstand unter einen Hut zu bringen, damit die Bezüger der erneuerbaren Energie auf ihr Anrecht kommen. Es braucht also eine zukunftsweisende Innovation in Absprache mit den Behörden, damit die Bevölkerung endlich zu einem annehmbaren und zahlendem Strom kommt. Damals ...

... und heute.


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Moderne Meteorologie für die Energiewende Durch die Energiewende hat sich der Markt für Wettervorhersagen grundlegend verändert. Die Erzeugung von erneuerbaren Energien wird vom Wetter bestimmt und unterliegt somit grossen Schwankungen. Nur wer das Wetter kennt, kann wirtschaftlich produzieren und verkaufen; wer die bessere Prognose hat, maximiert seine Gewinne. von Dr. Nils Dorband, CSO Meteomatics GmbH

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n einem Frühjahrstag im vergangenen März liegt dichter Nebel über dem Mittelland, der BodenseeRegion und Süddeutschland. Alle Wetterprognosen des Vortages hatten sonniges Wetter vorhergesagt, aber die Sonne kann den Nebel bis in den Nachmittag hinein nicht auflösen. Diese Situation ist typisch, besonders für Frühling und Herbst und tritt in diesen Jahreszeiten mehrmals im Monat ein. Was für die meisten Menschen allenfalls ärgerlich ist, stellt für die Stromnetzbetreiber ein echtes Problem dar. Die Energiewende hat gerade in Bayern zu einem massiven Zubau an Photovoltaikanlagen, aber auch Windkraft geführt. Das Ergebnis ist eine Energieproduktion, die starken Schwankungen unterworfen ist, abhängig von den meteorologischen Bedingungen. Übertragungsnetzbetreiber haben die Aufgabe, dafür zu sorgen, Erzeugungsspitzen und Lücken auszugleichen. An dem besagten Märztag haben etwa 4GW der erwarteten Leistung gefehlt, das Äquivalent zu vier Atomkraftwerken. Vorgehalten werden 5GW über Ausgleichskraftwerke; bei grösseren Lücken kann die Netzstabilität nicht garantiert werden und Stromausfälle können die Konsequenz sein.

Durch die Notwendigkeit von last-minute Energiezukäufen entstanden Schäden in Millionenhöhe.

miert seine Gewinne. Mit der Energiewende ist deshalb ein Markt für Energiewettervorhersagen entstanden.

Dieses Beispiel verdeutlicht die Bedeutung der modernen Wetterprognose für die Energiewirtschaft und es lässt sich ebenso auf Windkraft oder auch Hydropower übertragen. Während traditionell eine Lastprognose den Kraftwerkseinsatz zuverlässig festlegte, bestimmt – mit zunehmendem Ausbau der regenerativen Energien – das Wetter mit all seinen lokalen Schwankungen und Eigenheiten die Energieproduktion.

Energiespeicherung über Stauseen und Hydropower spielt für die Schweiz eine wichtige Rolle. Auch hier werden Prozesse optimiert, indem Niederschläge über den Einzugsbereichen vorhergesagt werden, und meteorologische an hydrologische Modelle gekoppelt werden. Für Last- und Gasverbrauchsvorhersagen sind Wind, Temperatur, Strahlung und Sonnenscheindauer die entscheidenden Zutaten.

Solche Schwankungen führen nicht nur zu technischen Herausforderungen im Netzbetrieb, sie ermöglichen auch Chancen beim Handel an der Strombörse. Je nach Verfügbarkeit und Bedarf können die Preise für eine Megawattstunde stark nach oben oder unten ausschlagen. Stromproduzenten können als Direktvermarkter an der Strombörse verkaufen, Trader mit Energiewerten handeln. Dabei wird üblicherweise für den nächsten Tag ein- oder verkauft. Nur wer das Wetter kennt, kann hier bestehen, wer die bessere Prognose hat, maxi-

Moderne Wetterprognosen werden heute in Rechenzentren auf Supercomputern mit tausenden Prozessoren erstellt und mehrmals täglich aktualisiert. Die sogenannten Globalmodelle benutzen alle verfügbaren Messdaten, sowie Radar- und Satellitenbilder um den aktuellen Zustand der Atmosphäre weltweit möglichst detailliert und genau abzubilden. Mit Hilfe der physikalischen Strömungsgleichungen kann daraus eine Vorhersage üblicherweise für die kommenden 10–15 Tage mit einer Gitterauflösung von circa 15 km berechnet werden. Wichtige Globalmodelle werden u. a. vom amerika-

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ERNEUERBARE ENERGIEN Wettermodell eingespeist, um eine spezialisierte, hochaufgelöste Prognose für die Schweiz und für Deutschland zu erstellen. Hierbei wird die Topographie aller Haupttäler der Alpen aufgelöst, sowie über eine hohe vertikale Auflösung die Feinstruktur der Meteodrone-Daten – z. B. flache Inversionen, Einsetzen der Wolkenbildung, Windscherung – abgebildet.

Nebelprognose für das Mittelland aus dem Meteomatics High-Resolution Modell (links). Mit einem Prognosehorizont von 36 Stunden wurde Nebel und flache Bewölkung korrekt vorhergesagt. Das Satellitenbild (EUMETSAT) für den gleichen Termin (rechts) bestätigt die Prognose.

nischen Wetterdienst (GFS Modell) und dem European Centre for Medium-Range Weather Forecasts (ECMWF) bereitgestellt. Darauf aufbauend werden für begrenzte Gebiete hoch-aufgelöste Lokalmodelle berechnet (z. B. Europa, Deutschland, Schweiz), oder die Prognosen über statistische Verfahren für bestimmte Anwendungsfälle verfeinert, z. B. für die punktgenaue Prognose der Windbedingungen einer ganz bestimmten Windturbine.

Feuchtigkeitsverteilung in der Grundschicht ist es jedoch auch nicht möglich, für den nächsten Tag eine genaue Prognose zu erstellen. Der St. Galler Wetterdienstleister Meteomatics, hat eine Wetterdrohne entwickelt um genau diese Messlücke zu schliessen. Die sogenannte Meteodrone, macht die Dynamik der Grundschicht sichtbar und für die Wettermodellierung verfügbar. Im

Im Ergebnis lässt sich damit ein fundamentaler Zugewinn an Prognosezuverlässigkeit für die nächsten 24–48 Stunden gewinnen. Neben der Nebelproblematik profitieren aus den genannten Gründen auch Gewitteroder Glatteisregenprognosen von dieser Technologie. Wetter und Energie sind heute eng miteinander verzahnt. Durch die Energiewende ergeben sich für die Wetterfirmen neue Chancen aber auch neue Anforderungen abseits der traditionellen Meteorologie. Die aufgeführten Beispiele verdeutlichen, dass diese Herausforderung angenommen wird und zu innovativen und spezialisierten Lösungen führt.

Für die Anforderungen der Energiewirtschaft ist die Qualität solcher Vorhersagen jedoch nach wie vor nicht zufriedenstellend. Der jährliche finanzielle Verlust durch ungenaue Wetterprognosen geht in den dreistelligen Millionenbereich. Beispielsweise werden die genauen Positionen von Niederschlagsfeldern, Nebelbildung oder Gewitter von den Global­ modellen nicht zuverlässig vorhergesagt, da solche Phänomene auf Grössenskalen ausgelöst werden, die weder rechnerisch noch messtechnisch hinreichend aufgelöst werden. Auch wenn die Prognosequalität in den letzten Jahrzehnten stark verbessert werden konnte, gehören Situationen wie das Beispiel vom Anfang dieses Artikels nach wie vor zum Alltag. Hier ist noch viel Platz für Innovation, um neue Lösungen zu entwickeln: Als Beispiel soll wieder der Nebel dienen, der seinen Trigger in der bodennahen Schicht (bis 1 000 m über Grund) der Atmosphäre hat. Für eine genaue Vorhersage fehlen den Meteorologen bisher ausreichend genaue Daten aus der Luftsäule über ihnen. Ohne Kenntnis der aktuellen Luftschichtung und

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Meteodrone während eines Messfluges. Der Quadrocopter fliegt im 20-Minutentakt bis auf 1500 m Höhe um Wetterdaten aus der Grundschicht zu sammeln.

20-Minutentakt fliegt die Meteodrone auf eine Höhe von bis zu 1 500 m und nimmt dabei hochaufgelöste meteorologische Messungen vor. Mit Unterstützung von MeteoSchweiz und dem Bundesamt für Zivilluftfahrt konnte Meteomatics als erstes Privatunternehmen in der Schweiz die notwendigen Genehmigungen bekommen, um solche Flüge durchzuführen. Die von der Drohne aufgenommenen Daten werden direkt in das hauseigene

Kontakt Dr. Nils Dorband Meteomatics GmbH Zürcherstr. 204 F CH-9014 St. Gallen info@meteomatics.com www.meteomatics.com


Frühlingsmesse für Bauen, Wohnen und Garten

Quelle: marty häuser ©

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MINERGIE

Minergie sorgt für bessere Bauqualität Der Baustandard Minergie hat die Schweizer Bauwirtschaft in einem Masse beeinflusst wie kein anderes freiwilliges Instrument zuvor. Mit der Verschärfung der Bauvorschriften im Rahmen der Musterverordnung der Kantone im Energiebereich (MuKEn) 2014 stellt sich vielen Baufachleuten die Frage: Braucht es Minergie überhaupt noch? Und wenn ja, warum? Mit fast 40’000 zertifizierten Bauten Ende 2014 hat sich Minergie auf dem Schweizer Baumarkt als erfolgreichster Baustandard etabliert. Minergie steht für geringen Energieverbrauch, für komfortables und gesundes Raumklima und für die Erhaltung des Gebäudewerts. Der Standard hat die Wahrnehmung der Bevölkerung bezüglich energieeffizienter Bauweise nachhaltig verändert und das Bewusstsein dafür erhöht. Die Marke ist sehr attraktiv – für Hauseigentümer und Nutzer gleichermassen wie für Investoren, Systemanbieter und Fachleute. Überdies ist Minergie sozusagen ein Entwicklungs- und Testmarkt der kantonalen Energievorschriften.

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MuKEn ist nicht gleich Minergie! Die MuKEn 2014 fordern ebenso wie Minergie eine gute Wärmedämmung, eine dichte Gebäudehülle und effiziente Haustechnik. Dennoch sind die MuKEn nicht gleich Minergie: Sie fordern keinen automatischen Luftwechsel, keine Zertifizierung des Gebäudes und kein Qualitätssystem. Ein nach MuKEn 2014 erstelltes oder modernisiertes Gebäude ist daher nicht automatisch auch ein Minergie-Haus – ebenso wenig wie jene Bauten, die angeblich nach Minergie erstellt, aber nicht zertifiziert wurden. Im Zuge der Veränderungen in der Baulandschaft entwickelt Minergie sich weiter.

Die Strategie «Minergie-2020» konzentriert sich auf folgende Bereiche: • Qualitätssystem Minergie (MQS) • Nachhaltige Bauerneuerung • Erweiterte Nachhaltigkeit • Weiterbildung Energieeffizienz

Qualitätssystem Minergie (MQS): Steigerung der Bauqualität Die Behebung von Baumängeln kostet jährlich zirka 1,6 Milliarden Franken. Die Verschärfung der Musterverordnung wird diese eindrückliche Zahl vermutlich weiter erhöhen. Noch immer gibt es viele Baufachleute, die sich mit den neuen


MINERGIE Technologien und Systemen nicht auseinander setzen und nicht über das nötige Fachwissen verfügen, um diese Instrumente sinn- und wirkungsvoll anzuwenden. Die Einführung des Qualitätssystems Minergie MQS soll hier Gegensteuer geben: Künftig werden vermehrt Stichproben durchgeführt, und es werden systematisch Inbetriebsetzungsprotokolle zu Heizungsund Lüftungsanlagen verlangt. Anhand der Planungsunterlagen werden zirka 20 Prüf­ punkte des Projekts festgelegt. Die Bauleitung muss im Laufe der Realisation des Projekts die planungskonforme Ausführung belegen. Minergie begleitet somit den Planungs- und Bauprozess enger und sorgt für eine Steigerung der Bauqualität. Nachhaltige Bauerneuerung: Effiziente Modernisierungen mit Standardlösungen In unserem Land herrscht ein Sanierungsstau. Viele Hausbesitzer scheuen sich davor, umfassende Modernisierungen anzugehen und lassen stattdessen Pinselrenovationen ausführen: Die Fassade wird gestrichen, Bäder und Küchen werden erneuert. Oft wird die alte Öl- oder Elektroheizung durch ein moderneres System ersetzt, ohne dass vorgängig die Gebäudehülle modernisiert wird. Der «Modernisierungspfad», sprich das effektive und effiziente Vorgehen für eine nachhaltige Bauerneuerung, ist selbst vielen Fachleuten nicht bekannt, geschweige denn den Hausbesitzern. Minergie bietet künftig Standardlösungen an, aus denen der private Hauseigentümer eine dem Zustand seines Gebäudes angemessene Variante wählen kann. Er kann damit sein Haus in einem vereinfachten Verfahren effizient modernisieren. Passt keine der Standardlösungen, so kann der MinergieNachweis nach wie vor anhand eines frei wählbaren Konzepts erbracht werden. Neu ist die Möglichkeit der Ausführung in Etappen. Damit können die Investitionen auf mehrere Jahre verteilt werden. Nachhaltigkeit: Einbezug weiterer Kriterien zu einem umfassenden Nachhaltigkeitsstandard Bauen ist eine regionale, manchmal sogar lokale Angelegenheit und wird beeinflusst von einer Vielzahl von Faktoren: Klima und geografische Lage, Kultur, vorhandene Infrastruktur usw. Internationale Baustandards wie LEED, BREEAM oder DGNB tauchen vermehrt auf, weil ausländische Investoren sich dafür interessieren. Sie beinhalten eine grosse Anzahl Nachhal-

von nur noch 35 kWh/m2 gemäss der neuen MuKEn erfordert die präzise Abstimmung von Hülle und Haustechnik durch integrale Planung. Für MinergieBauten ist diese Praxis schon seit längerem üblich. Minergie stellt wirkungsvolle Instrumente für die integrale Planung zur Verfügung. Damit diese im Markt erfolgreich sind und ihren Beitrag zur Steigerung der Bauqualität leisten können, müssen sie von möglichst vielen Baufachleuten angewendet werden. Minergie unterstützt diese Entwicklung mit massivem Ausbau des Weiterbildungsangebots in den Bereichen Qualität, Nachhaltigkeit und Bauerneuerung.

tigkeitskriterien, die teilweise schlecht ins Schweizer Umfeld passen. Das Netzwerk Nachhaltiges Bauen Schweiz NNBS hat deshalb den umfassenden Nachhaltigkeitsstandard SNBS entwickelt. Er soll als Erweiterung von Minergie-Eco definiert werden und zusätzliche Kriterien wie Mobilität oder effizienten Umgang mit dem Boden beinhalten. Minergie will sein Sortiment im Bereich umfassende Nachhaltigkeit erweitern und wird sich aus diesem Grund an der öffentlichen Ausschreibung für die Entwicklung und den Betrieb des Labels Nachhaltiges Bauen Schweiz LNBS des Netzwerk Nachhaltigen Bauen Schweiz NNBS teilnehmen. Weiterbildung Energieeffizienz: Mehr Schulung, mehr Wissen, mehr Kompetenz Die neue MuKEn passt die Anforderungen für Neubauten dem Niveau von Minergie an. Der anspruchsvolle neue Planungswert für den Energieverbrauch für Heizung, Warmwasser, Kühlung und Lüftung

Anpassung der Grenzwerte beim Minergie-Basisstandard Die Grenzwerte der Musterverordnung der Kantone und des Minergie-Basisstandards sollen für Neubauten identisch werden. Dazu wird der Grenzwert des Minergie-Basisstandards für den Energie­ verbrauch eines Gebäudes von 38 kWh/m2 auf 35 kWh/m2 gesenkt. Im Minergie-Bau werden mittelfristig zusätzlich eine automatisch steuerbare Frischluftzufuhr und das Minergie-Qualitätssystem MQS verlangt. Mehr wissen – mit MINERGIE ® Weitere Informationen: www.minergie.ch

Kontakt MINERGIE ® Schweiz Steinerstrasse 37 CH-3006 Bern Telefon +41 (0) 31 350 40 60 info@minergie.ch www.minergie.ch

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EILBEREIC NEUER T CH CLEANTE

Veranstalter

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Schweizerischer Gemeindeverband

Association des Communes Suisses

Schweizerischer Feuerwehrverband FĂŠdĂŠration suisse des sapeurs-pompiers Federazione svizzera dei pompieri Federaziun svizra dals pumpiers


SICHERHEIT

Mit einem ISMS dem Blackout entgegentreten Noch vor wenigen Jahren sprach keiner von Cyber Attacken – auch wenn es sie damals schon gab – heute sind sie in aller Munde. Die Bedrohung ist real und die Angreifer professionell, motiviert und leider auch erfolgreich. Ein Szenario wie im Technologie-Thriller «Blackout» beschrieben, ist durchaus denkbar. Um möglichen Sicherheitslücken wirksam zu begegnen, drängt sich ein strukturierter Sicherheitsansatz in Form eines Informations­sicherheits-Managementsystems (ISMS) auch im Energiesektor auf. von Markus Limacher, Senior Security Consultant, InfoGuard AG

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ie Bedrohung der IT-Sicherheit für Unternehmen durch gezielte Cyber Attacken hat in den letzten fünf Jahren weltweit massiv zugenommen und längst ist nicht mehr nur der Finanz-Sektor betroffen. Treffen gezielte Attacken die Betreiber von kritischen Infrastrukturen, wie Energieversorgungsunternehmen (EVU), Wasserversorgung, Banken, Transport- und Logistikunternehmen), können sich mögliche Schäden massiv auf die betroffenen Unternehmen sowie auf nationaler und internationaler Ebene auswirken und eine Kettenreaktion verursachen. Welche Auswirkungen ein Energieausfall haben kann, hat im November 2014 auch die schweizweit angelegte Krisenübung aufgezeigt, bei welcher den Beteiligten die Konsequenzen eines plötzlichen Energiemangels eindrücklich vor Augen geführt wurden. Komplexität mit erheblichem Risikopotential Energieversorgungsunternehmen betreiben eine hochkomplexe und fragile IT-

Infrastruktur, welche weit über die eigenen Unternehmensgrenzen hinausgeht und teilweise durch intelligente und miteinander kommunizierende Netzwerke verbunden ist. Viele Prozesse werden dabei durch Steuerungssoftware automatisiert und sind untereinander eng verzahnt. Dabei gelten gerade die SCADA-Netzwerke als besonders gefährdet. Bislang existierten die ICS-/ SCADA-Systeme in einer eigenen isolierten Welt, proprietärer Protokolle auf speziellen Plattformen und einer darauf zugeschnittenen Kommunikationsinfrastruktur. Diese vermeintlich isolierte Welt ist jedoch selten so isoliert wie angenommen und wird mit Standard Komponenten und Applikationen ergänzt. Zudem werden diese Systeme zukünftig noch stärker mit externen Netzwerken und Cloud Services verbunden – und sei es «nur» um Lieferanten einen Remotezugang für Wartungsarbeiten zur Verfügung zu stellen. Damit sind sie auch den aus dem Internet bekannten Gefahren ausgesetzt. Datenschutz, Anlagen- und Informationssicherheit stellen somit we-

sentliche Faktoren für den Betrieb und den wirtschaftlichen Erfolg dar. Die technischen Innovationen im Stromnetz bringen Fortschritt, gleichzeitig neue oder gar zusätzliche Angriffsoptionen und Herausforderungen. Internationale Standards wie der ISO/IEC 27001 bietet ein Modell für die Einrichtung, Umsetzung, Überprüfung und Verbesserung auf der Basis eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) im systematischen Umgang mit bestehenden und neuen Herausforderungen. EVU im Fokus von Hackern und Cyber Kriminellen Die Gefahr von Angriffen ist real und Hacker führen zunehmend gezielt Angriffe auf Energieversorgungsunternehmen aus. Dabei fokussieren sie sich häufig auf existierende Schwachstellen in den Systemen und Prozessen oder auf den Menschen. Einige der bekanntesten Angriffe wie bei Stuxnet, Shamoon und dem jüngsten Nachfolger Dragonfly/Havex konzentrierten sich die Angreifer darauf,

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SICHERHEIT Diese Punkte können in einem konzertierten ISMS am effizientesten adressiert werden. Zu ihren Schlüsselelementen zählen Sicherheitsrichtlinien und -prozesse, welche den Security-Massnahmen (sowohl technischer wie organisatorischer Art) eine Ordnung und Führung verleihen. Zudem geht es auch darum, das Bewusstsein bei den Mitarbeitenden, den Sicherheitsverantwortlichen und dem Management gezielt zu fördern. Denn nach wie vor ist der Mensch einer der wichtigsten Eckpfeiler in einer Sicherheitsstrategie und viele erfolgreiche Angriffe haben ihren Ursprung beim Fehlverhalten (aus Unwissenheit oder manchmal auch Nachlässigkeit) von Menschen.

SCADA-Systeme und andere industrielle Kontroll-Systeme indirekt anzugreifen. Dabei platzierten die Angreifer beispielsweise einen Trojaner auf einer Webseite eines ICS-Herstellers, darüber werden die Computer der Mitarbeiter infiziert, welche an die ICS-Umgebungen angebunden sind – Konsequenzen können Betriebsstörungen, Erpressungen, Informationsabfluss, Kontroll-Verlust der Systeme uvm. sein. Solche «Watering-Hole»-Methoden, bei der die Opfer in Analogie zu Wildtieren an die «Wasserstelle» gelockt werden, wo der Feind lauert, werden oft angewendet. Die Angreifer missbrauchen dabei Schwachstellen in Web-Plattformen, um zum Download bereitgestellte Software-Installer durch infizierte zu ersetzen. Auf diese Weise gelang es mehrere Systeme auch von Schweizer EVU zu kompromittieren. Mit System zu mehr Sicherheit Energieversorgungsunternehmen sind gut beraten, wenn sie sich konsequent mit diesen neuen Risiken auseinandersetzen und der Informationssicherheit das nötige Gewicht beimessen. Dabei gilt es, das Rad nicht neu zu erfinden. Existierende, anerkannte Sicherheitsstandards, wie ISO/ IEC 27001, welcher sowohl die organisatorischen als auch technischen Aspekte berücksichtigt, ohne dabei den Menschen ausser Acht zu lassen, können genutzt werden. Informationssicherheit lässt sich nicht durch technische Massnahmen alleine erreichen. Sie sind ganz sicher unabdingbar, sollten aber immer Mittel zum Zweck sein und sich in ein Gesamtsystem einbinden.

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Genau hier setzt auch ein ISMS nach ISO/ IEC 27001 an. Die Einführung eines ISMS ist gerade für Energieversorgungsunternehmen sehr hilfreich, aus zweierlei Gründen: •  Hinter der IT-Sicherheit stehen sehr

komplexe Anforderungen, beginnend bei der klaren Definition der individuellen Sicherheitsanforderungen bis zum ständigen Monitoring und kontinuierlichen Verbesserung. • Von den Unternehmen werden bereits viele Security-Massnahmen genutzt. Vielfach sind diese jedoch nicht aufeinander abgestimmt, weil sie einen anderen Fokus haben.

Auf der technischen Seite wird die Informationssicherheit durch die Umsetzung einer angemessenen Systemarchitektur massgeblich bestimmt. Es gilt verschiedene Verteidigungslinien (Lines of Defence) aufzubauen. Zu diesen zählen die Verbindung der kritischen Infrastrukturen und der ICT mit einer End-zu-End-Sicherheit, kontrollierte Remote-Zugänge für Lieferanten und Partner, einem Perimeter Schutz bestehend u.a. aus einer Firewall, einem Intrusion Detection/Prevention System, einem VPN und geschützte Netzwerk- und Zonenübergänge sowie einem umfassenden Malware-Schutz auf vernetzten und geschlossenen Systemen. Zudem ist die System- und Software-Wartung, mit einem entsprechenden Patch-Management unerlässlich und muss alle Systeme, Betriebssysteme und Applikationen berück-

ISMS nach ISO/IEC 27001 Mit ISO 27001 steht ein bewährter, global anerkannter und zertifizierbarer Standard zur Verfügung. Zentrales Merkmal ist das Verständnis der Informationssicherheit als geplanter, gelebter, überwachter und sich kontinuierlich verbessernder Prozess. Ein wesentliches Element des ISMS ist das Risikomanagement. Systematisch werden die wichtigen Informationswerte des Unternehmens und die damit verbundenen Risiken identifiziert, analysiert und der angemessene Schutz durch Massnahmen definiert. Die regelmässige Überprüfung der Wirksamkeit ist ein weiterer wichtiger Bestandteil des Systems. Dadurch wird es «lernfähig» und passt sich wechselnden Bedingungen an. Der Standard lässt bei der Implementierung grosse Flexibilität zur individuellen Adaption. Es wird festgelegt, was unter bestimmten Rahmenbedingungen getan werden muss, jedoch nicht, wie es getan werden muss. Dies hat den Vorteil, dass schlanke, pragmatische Massnahmen definiert werden können; ein wichtiges Kriterium, um eine effektive Informationssicherheit zu erzielen. Dank der Skalierbarkeit des Standards könne vom KMU bis zu grossen Konzernen alle unterstützt werden.


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sichtigen. Was schlussendlich nie vergessen werden darf, ist die periodische Überprüfung der gesamten Infrastruktur auf Schwachstellen und mögliche Angriffspunkte.

Sicherheit kommt aus der Schweiz Der Informationssicherheits-Experte InfoGuard bietet die ganze Palette an geeigneten Massnahmen zum Schutz der Informationen und Systeme im Energieumfeld. Dazu zählen der Aufbau eines ISMS, Risiko Optimierung in Form eines CISO as a Service Mandats, die gezielte Sensibilisierung der Mitarbeitenden, Sicherheitsaudits und Penetration Tests, aber auch Massnah-

Die Einführung eines ISMS nach ISO/IEC 27001 Standard hilft Energieversorgungsunternehmen das Sicherheitsniveau systematisch zu steigern und dabei von Best Practice-Ansätzen zu profitieren.

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InfoGuard AG Lindenstrasse 10 6340 Baar Tel. +41 41 749 19 00 info@infoguard.ch www.infoguard.ch l

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men zur Implementierung einer greifenden orga­nisatorischen Sicherheit sowie technologische Massnahmen. Des weiteren Managed Services aus der Schweiz – angefangen von der Erstellung eines Zonenkonzeptes über den Perimeter Schutz bis hin zur Real Time Überwachung mittels eines Security Information and Event Management Systems (SIEM) zur frühzeitigen Erkennung und Abwehr von Angriffen auf die Infrastruktur.


SICHERHEIT

Optimale Sicherheit für den Anwender

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bgleich die Bezeichnung «Qualität» an sich keine Bewertung beinhaltet, wird der Begriff im Alltag häufig wertend gebraucht. Die Redewendung bezieht sich jedoch darauf, dass in der Alltagssprache Qualität öfters ein Synonym für Güte ist. Man spricht dann von «guter» oder «schlechter» Qualität. Kauft ein Kunde ein Produkt oder eine Dienstleistung und erfüllen diese ihre Zwecke für den Kunden, so haben sie im allgemeinen Sprachgebrauch eine «gute Qualität». Tatsächlich hat sich der Begriff «Qualität» im wirtschaftlichen Alltag als ein allgemeiner Wertmassstab etabliert, der die Zweckangemessenheit eines Produkts, einer Dienstleistung oder eines Prozesses zum Ausdruck bringen soll. Dieses Verständnis zeigt sich etwa im Ausdruck «Qualitätsarbeit». Sie findet häufig in einem bereichsübergreifenden, die Qualität der einzelnen Ergebnisse sichernden System statt. Die Planung, Steuerung und Kontrolle aller hierzu nötigen Tätigkeiten wird als Qualitätsmanagement bezeichnet. Als Ergebnis entsteht das «Qualitätsprodukt». Betrachtet man einmal die eingegangenen Schadensfälle bei den Herstellern von Kunststoffrohren und -formteilen, ist diese Aussage zu hinterfragen. Auf der Baustelle werden oftmals jegliche Anforderungen an Qualität nicht eingehalten. Gründe dafür gibt es genügend; keine Zeit, schlechtes Wetter,

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keine oder schlechte Fachausbildung, etc. Sicherheit durch hohe Qualität – umgesetzt in Zertifizierungen von Produkten und Ausbildung respektive Weiterbildung von Verarbeitern – sind jetzt und künftig vermehrt gefragt. Neben der Produktqualität ist vor allem die Verarbeitungsqualität für den Erfolg der Projekte entscheidend. Verarbeitungsqualität Eine der wichtigsten Aufgaben des Verband Kunststoff-Rohre und -Rohrleitungsteile (VKR) ist die fachgerechte Durchführung von Aus- und Weiterbildungskursen.

Kontinuierlich werden das Angebot und die Inhalte der Kurse den aktuellen Bedürfnissen des Marktes angepasst. Neben der bewährten Erst- und Verlängerungsausbildung «Schweissen und Verlegen von druckbeanspruchten, erdverlegten Rohrleitungen aus PE und PVC» in Aarau, in der Westschweiz und im Tessin, wurden in den letzten Jahren Planerkurse und die Ausbildung für die Anbindung von Erdwärmesonden (Geothermiekurse) mit grossem Erfolg lanciert. Aktuelle Informationen zum VKR Kurs- und Weiterbildungsangebot sind unter www.vkr.ch abrufbar.


SICHERHEIT

Neue Web-Seite des VKR (www.vkr.ch) Der VKR hat seinen Webauftritt überarbeitet und hat die neue, informative Verbandswebseite auf den Jahreswechsel online gestellt. Die Verantwortlichen haben Wert auf klare Strukturen und ein ansprechendes, frisches Erscheinungsbild gelegt. Selbstverständlich wurde im Konzept dem modernen Surfverhalten Rechnung getragen. Dank dem eingesetzten Responsive Design präsentiert sich die VKR Site unterschiedlich und bedienerfreundlich für Handybenutzer, Tablet-, Notebook- oder Desktopanwender. Der Internetauftritt wird nun laufend ausgebaut.

Produktequalität Normen und Zulassungsempfehlungen stellen einheitliche Standards sicher und sorgen für Qualität in einem durch starken Wettbewerb geprägten Markt. Der VKR ist weiterhin in technischen Kommissionen und Normengremien aktiv und stellt mit der c+s ®-Zertifizierung die Qualität für Kabelschutzrohre sicher. c+s®-Zertifizierung für Kabelschutzrohre Die erwähnte Güteanforderung wurde von Fachleuten im Verband Kunststoff-Rohre und - Rohrleitungsteile (VKR), in Zusammenarbeit mit Experten von ElektrizitätsVersorgungs-Unternehmen (EVU) und von unabhängigen und neutralen Prüfstellen erstellt und legt die Kriterien an Rohre, Formstücke und das System von vollwandigen Rohrleitungssystemen aus Polyethylen (PE) fest, die zur Verwendung im erdverlegten Kabelschutz, einschliesslich der Montage auf Brückenkonstruktionen und Flussüberquerungen, für den Kabelschutz im Bereich der Telekommunikation, sowie der Elektroenergieversorgung (Hoch- und Niederspannung) vorgesehen sind. Sie regeln Qualitätsanforderungen und Prüfmethoden an den Werkstoff, die Geometrie, die mechanischen Eigenschaften sowie die Kennzeichnung mit dem Gütezeichen «c+s»®.

c+s ® -zertifizierte Kabelschutzrohre erlauben den Einsatz von hochwertigem Recyclat. Damit leistet die Branche einen wertvollen ökologischen Beitrag. Die Güteanforderungen allein sind keine Gewähr für die Güte von Rohrleitungssystemen, dazu müssen die einschlägigen Verlegerichtlinien VSE (Druckschrift 1103d, Ausgabe 2010) zusätzlich eingehalten werden. Weitere Informationen zu c+s ® finden Sie unter www.vkr.ch in der Rubrik KABELSCHUTZ. Qplus-Zertifizierung für Abwassersysteme Die Abwasserleitungen sind in ihrer Gesamtheit die teuerste Infrastruktur der Schweiz. Ihre Qualität bestimmt die Qualität von Boden, Trinkwasser und Gewässer. Dichte und statisch perfekte Leitungen dienen dem Umweltschutz. Oft ist der Einsatz eines Qualitätsrohres in Betracht auf die Gesamtbausumme nur im Promillebereich teurer als ein weniger gutes Rohr. Die Vorteile sind jedoch erheblich. Qplus zertifiziert Produkte für Abwassersysteme aller Art, sofern sie die Qplus-Qualitätsrichtlinien erfüllen. Hersteller, welche Produkte für den Abwasserbereich herstellen, haben damit die Möglichkeit, auf freiwilliger Basis

nachzuweisen, dass ihre Erzeugnisse die schweizerischen Prüfanforderungen erfüllen, welche einiges über dem Level der Europa-Normen liegen. So kann der Anwender leicht erkennen, ob er es mit einem Fabrikat zu tun hat, das ihn bei korrekter Montage weitgehend vor Schadensfällen bewahrt. Unabhängige Prüflabors führen im Auftrag der Antragssteller und nach Vorgaben der Qplus-Richtlinien die Prüfungen durch, die durch die Organisation Qplus beurteilt werden. Aufgrund der eingereichten Prüfatteste fertigt Qplus die entsprechenden Zertifikate aus und pflegt die Qplus-Datenbank auf www.qplus.ch. Qplus ist ein Verein nach Schweizer Recht. Mitglieder sind die Verbände VSA, suissetec und der Verband KunststoffRohre und -Rohrleitungsteile (VKR). Die Geschäftsstelle wird von einem Geschäftsführer geführt. Ihm zur Seite stehen Fachleute aus Behörden und Unternehmen, sowie Planer und Vertreter der Industrie. So ist eine schlanke Organisation mit umfassendem Know-how und breiter Abstützung gewährleistet. Qplus wurde 1979 vom Schweizerischen Spenglermeister- und InstallateurVerband (SSIV, heute suissetec) und vom Verband Schweizer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute (VSA) unter dem Namen «Arge Liegenschaftsentwässerung SSIV-VSA» mit dem Ziel, Schweizer Qualitätsstandards für Produkte im Abwassersektor festzulegen, gegründet. Dies wurde nötig, da in den 60er- und 70er-Jahren immer mehr untaugliche Produkte auf dem Markt auftauchten und sich daraus resultierend die Schadensfälle häuften.

Kontakt Weitere Informationen zu Qplus finden Sie unter www.qplus.ch (Homepage in Überarbeitung, ab circa Mai 2015 erscheint sie in neuem Layout). Verband Kunststoff-Rohre und -Rohrleitungsteile (VKR) Schachenallee 29C CH-5000 Aarau www.vkr.ch

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SICHERHEIT

Effizienter Schnittschutz in Produktionsfirmen Die Firma Gutor in Wettingen wurde 1946 gegründet und gehört heute zum riesigen Schneider Electric Konzern. Die Tochterfirma Gutor Electronic LLC Wettingen zählt eindeutig zu den weltweiten Marktführern im Stromversorgungs- und Verteilungsbereich. Grosse elektrische Anlagen werden erstaunlicherweise noch manuell in der Schweiz montiert. Unfallschutz für die Mitarbeitenden ist im ganzen Konzern ein äusserst wichtiges Thema und eigene Spezialisten überwachen dies auch im gesamten Produktionsprozess in Wettingen. Zum Schutz vor Verletzungen tragen die in der Fertigung tätigen Fachleute deshalb spezielle Schutzhandschuhe. Motto: Vorbeugen ist besser als heilen! Trotz hoher Preise: Swiss Quality ist weltweit gefragt! Wenn es in der Schweiz um die Herstellung von Produkten geht, denkt der Bürger sehr oft an die jeweilige Auslagerung in sogenannte Billigländer. Aber noch lange nicht alles wird aus Kostengründen ins Ausland verlagert und dort angefertigt. Unser Land hat erfreulicherweise noch Firmen, die hier nicht nur entwickeln, sondern auch produzieren. Die äusserst anspruchsvollen

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Steuerschränke, Transformatoren und USV-Anlagen werden bei Gutor Wettingen noch von Hand montiert. Gutor setzt zu hundert Prozent auf Swiss Quality und dies mit einem hervorragenden Preis/ Leistungsverhältnis. Applikationsbeispiel: Grosse Stromversorgungs-Anlagen für Ölplattformen draussen im Meer. Würde die Stromversorgung dort ausfallen, könnte kein Öl mehr gefördert werden, und der Schaden wäre katastrophal gross!

Noch echte Handarbeit im HighTech Bereich Wer die Montagehalle in Wettingen besucht, sieht dort ausgewiesene Fachleute, die die Systeme und Anlagen in ausgeklügelter Art und Weise zusammenstellen. Alles muss sehr speditiv gehen, obwohl an Kabelbünden, an Mikroprozessor-Boards, an Geräteteilen usw. viele scharfe Kanten zu finden sind, an denen sich Facharbeiter schnell verletzen können.


SICHERHEIT

Markus W. Geering ist in Wettingen für Facility, Health & Safety zuständig und setzt seit einiger Zeit bewusst die innovativen TraffiGLOVE-Schutzhandschuhe von Schärer + Kunz AG Zürich (S + K) ein. Generell geht es um die Themen Abrieb-, Schnitt-, Durchstich- oder Weiterreissfestigkeit in den diversen Leistungsstufen. Berücksichtig wird vor allem die Norm EN 388 hinsichtlich mechanischer Risiken. Je nach Einsatzgebiet verfügen die Schutzhandschuhe über eigene Farben zur sofortigen Feststellung der Schutzkategorie. Ist der Handschuh grün, so kann dieser für die höchste Schnittschutz-Stufe verwendet werden. Orange Handschuhe sind für die mittlere Gefahrenstufe und rot wird dort eingesetzt, wo die entsprechende Gefahr minim ist. Für jede Anwendung das richtige Modell. Und getreu der SUVA Sicherheits-Charta sieht auch ein Aussenstehender sofort, wenn jemand am falschen Ort die falschen Handschuhe trägt, sind doch die verschiedenen Zonen entsprechend gekennzeichnet. Schnittschutz wird so systematisch betrieben, dank der Ampelfarben-Philosophie von TraffiGlove ®.

Die Handschuhe bestehen auch aus verschiedenen Materialien. So verfügt beispielsweise der grüne Schutzhandschuh «TG575 Technic» (höchste Schnittschutzstufe 5) eine Schutzschale mit Nitril-Innenhandbeschichtung. Falls ein Montagefachmann auch kleine Schräubchen und dergleichen von Hand einsetzen muss, sind die Handschuhe auch mit freien Fingerkuppen erhältlich. Weiterreiss-Test: Bei Gutor haben die Fachleute versuchsweise einen Schutzhandschuh extra mit einem Loch versehen, um die Weiterreissfestigkeit zu überprüfen. Sie waren erstaunt: Dieser ist auch bei sehr hoher Belastung nicht weiter eingerissen. Erfreut waren die Sicherheitsleute zudem auch über die Tatsache, dass die einzelnen TraffiGLOVE® Schutzhandschuhe über einen viel längeren Zeitraum verwendet werden können als ein anderes Vorgängerprodukt, damit existiert auch ein finanzieller Vorteil. FAZIT: Jeder Unfall, der verhindert werden kann, ist ein Gewinn für ein Unternehmen. Gerade Schnittverletzungen an den

Händen kommen sehr oft vor, besonders wenn man bei der Evaluation der Gegenmassnahmen nicht die entsprechend nötige Sorgfalt aufbringt. Und nebst der Kosten ist jeder Unfall für alle Betroffenen mit Schmerz, Umtrieb und Mehrarbeit verbunden.

Kontakt Schärer + Kunz AG Hermetschloostrasse 73 CH-8048 Zürich Telefon +41 (0) 44 434 80 80 info@schaererkunz.ch www.schaererkunz.ch

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MOBILITÄT

Elektromobile ergänzen Firmenflotte Wie schnell Elektromobile die Strassen erobern werden, da gehen die Expertenschätzungen auseinander. Doch die Dynamik in der Elektromobilität ist mit Händen zu greifen. Auch Firmen setzen bei der Ausstattung ihrer Flotten vermehrt Fahrzeuge mit Elektroantrieb ein. In der Region Basel wurde zu diesem Thema vor kurzem ein fünfjähriger Feldversuch abgeschlossen. Die Erfahrungen führen vor Augen, dass die Elektromobile ihren Freak-Status verloren haben und unterdessen wie konventionelle Autos eingesetzt werden. von Dr. Benedikt Vogel, im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE)

2006 liess sich die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos in der Schweiz noch an einer Hand abzählen. Drei Jahre später wurden dann einige Dutzend elektrisch angetriebene Personenwagen zugelassen, 2013 waren es bereits weit über Tausend. Elektroautos auf Schweizer Strassen werden mehr und mehr zur Realität, auch wenn sie zur Zeit erst einen Bruchteil der insgesamt über vier Millionen Personenwagen im Land ausmachen. Elektroautos sind längst nicht mehr eine Angelegenheit privater Bastler. Fahrzeuge wie der Nissan Leaf, der Renault ZOE oder der BMW i3 werden in Grossserie produziert. Damit stellt sich auch für Unternehmer die Frage, ob sie ihre Fahrzeugflotte auf Elektroantrieb umrüsten wollen. Ihre Anschaffungsentscheide haben besondere Bedeutung, weil grössere Unternehmen Dutzende, ja Hunderte von Fahrzeugen im Einsatz haben. Elektromobilität zum Ausprobieren Bei den Fahrzeugflotten der Unternehmen knüpfte das Projekt EmobilitätBasel an, das vor kurzem nach fünf Jahren Laufzeit

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abgeschlossen wurde. Das 2009 lancierte Projekt mit den Projektpartnern Amt für Umwelt und Energie (AUE) Basel-Stadt, Industirelle Werke Basel (IWB), Gemeinde Riehen und der Mobility Solutions AG ging der Frage nach, wie man die Elektromobilität in der Schweiz fördern kann. Zu diesem Zweck bot die Mobility Solutions AG – eine Tochter der Schweizerischen Post – öffentlichen Verwaltungen und Firmen im Raum Basel ein Elektromobil zur vierjährigen Nutzung an. Ermutigt durch einen finanziellen Anreiz – der Kanton Basel-Stadt bezahlte 10’000 Franken an jedes Elektromobil – sollten die Unternehmen die neue Form der Mobilität ausprobieren und praktische Erfahrungen mit ihr sammeln. Vier private Firmen (Sanitärfirma Tschantré, Rapp Gebäudetechnik, die Ingenieurbüros Gruner und Regioplan) und zwei öffentliche Unternehmen (AUE Basel-Stadt, IWB) liessen sich auf das Abenteuer ein und ergänzten ihre Fahrzeugflotte mit einem oder zwei Elektromobilen. Die Nutzungspauschale pro Monat betrug rund 900

Emissionen eines E-Fahrzeugs müssen in Abhängigkeit vom «getankten Strom» betrachtet werden.

Das Serienfahrzeug Peugeot iOn hat von den getesteten Fahrzeugen den tiefsten Verbrauch ab Steckdose für 100 km im Labortest nach NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus). Der effektive Energieverbrauch liegt im realen Einsatz auf der Strasse leicht höher.


MOBILITÄT

Die Begleitforschung zum Projekt EmobilitätBasel umfasste drei Module sowie ein weiteres Projekt zur Ladeinfrastruktur in der Region Basel.

Franken, im Gegenzug erbrachte die Mobility Solutions AG das Full-Service-Flottenmanagement und trug auch das Restwertund Batterierisiko. Alle Fahrzeuge waren mit Datenloggern ausgestattet. Die so erhobenen Nutzungsdaten wurden in einer vom Bundesamt für Energie finanzierten Begleitstudie ausgewertet. Zufriedene Nutzer Nach Abschluss des Projekts ziehen die Projektverantwortlichen (Mobility Solutions AG, Kanton Basel-Stadt, Gemeinde Riehen, IWB) eine positive Bilanz. Ihre Bewertung stützt sich auf eine Umfrage bei insgesamt 69 Nutzern, die Ende 2012 und dann nochmals im August 2014 durchgeführt wurde. Die Befragten beurteilten Geschwindigkeit, Beschleunigung und Lenkverhalten der E-Autos positiv, ebenfalls das Handling der Ladestationen. Gemäss Begleitstudie waren die Fahrzeuge mit hoher Verlässlichkeit und mit wenig technischen Störungen unterwegs. Gewisse Vorbehalte hatten die Nutzer gegen das Design. «Warum ein E-Auto einen Zündschlüssel braucht, ist mir ein Rätsel», fragte beispielsweise einer der Nutzer. Kritische Äusserungen betrafen auch die Reichweite der Elektrofahrzeuge, obwohl die Auswertung der Datenlogger zeigt, dass die Nutzer die Reichweite von 120 km in den überwiegenden Fällen bei Weitem nicht ausreizten. Kritisch angesprochen wurde ferner die mögliche Gefährdung von Fussgängern und Velofahrern wegen der geringen Fahrgeräusche der Elektroautos. «Elektromobilität funktioniert im täglichen Einsatz», lautet das Fazit von Matthias Egli von der Beratungsfirma Sustainserv, der den Abschlussbericht zur

Begleitforschung mit verfasst hat. «Heute mag diese Aussage banal klingen, aber beim Start unserer Studie im Jahr 2009 waren Elektrofahrzeuge noch allesamt Prototypen, eine Serienproduktion gab es noch nicht.» Ladeinfrastruktur ausbauen Welche verkehrspolitischen Schlüsse zieht der Kanton Basel-Stadt aus der Studie EmobilitätBasel? «Dank gesunkener Preise und positiver Marktentwicklung ist die finanzielle Förderung von Elektromobilen und auch von E-Bikes durch die öffentliche Hand heute nicht mehr nötig», sagt Dominik Keller, der das Projekt von Seiten des Amts für Umwelt und Energie des Kantons Basel-Stadt in der Steuerungsgruppe

Vergleich der Lade-, Stand- und Fahrzeit im Rahmen des Projekts EmobilitätBasel: Die Ladezeit beläuft sich im Verhältnis zur Fahrzeit auf rund das Dreifache.

Messen des NEFZ-Zyklus (Neuer Europäischer Fahrzyklus) beim E-Fiorino von MicroVett auf dem 1-Achsenrollenprüfstand der Berner Fachhochschule.

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MOBILITÄT begleitet hat. «Wir werden die Technologie aber weiter propagieren», sagt Keller, «denn gegenüber dem fossil betriebenen Individualverkehr hat die Elektromobilität im Stadt- und Agglomerationsverkehr viele Vorteile wie Vermeidung von CO2Ausstoss und weniger Lärm.» Eine Herausforderung für die öffentliche Hand ist die Ladeinfrastruktur. Für den Aufbau neuer Ladestationen besteht in Basel laut Keller zwar «kein akuter Bedarf», da die Zahl der Elektroautos noch begrenzt ist. «Wir werden uns aber mittelfristig Gedanken machen müssen, wie das Laden der Elektroautos in Quartieren mit wenig Privatgaragen sichergestellt werden kann», sagt Keller. Auch sei es wichtig, beispielsweise bei der Planung neuer Einkaufszentren heute schon darauf zu achten, dass künftig die Ladeinfrastruktur bedarfsgerecht auf- und ausgebaut werden kann. So sollen in Zukunft Ladestationen vom Typ «shop&charge» ermöglichen, die Elektroautos während der Einkaufstour aufzuladen. Nach aktuellen Schätzungen geht die Studie bis 2030 im Raum Basel von 4 700 (Szenario tief), 10’300 (Szenario mittel) bzw. 15’600 Ladestationen (Szenario hoch) aus.

Die Entwicklung der Elektromobilität hängt sehr stark mit der Entwicklung der Ladeinfrastruktur zusammen. In der Infrastrukturstudie geht man für das Jahr 2030 im mittleren von insgesamt drei Szenarien von 10’300 Ladestationen im Kanton Basel-Stadt aus, davon 7 600 zuhause (Home & Charge/H&C), 1 800 bei der Arbeit (Work & Charge/W&C) und 900 bei Geschäften (Shop & Charge/S&C). Hinzu kommen geschätzte 50 Schnellladestationen (Coffee & Charge/ C&C). Die Grafik zeigt die Verteilung auf die Basler Stadtquartiere. Die Grösse der Kuchengrafik symbolisiert die Zahl der Ladestationen pro Quartier (vgl. Grössenangabe links oben).

Dr. Dominik Keller, stellvertretender Leiter des Amts für Umwelt und Energie von Basel-Stadt, nimmt im Mai 2011 im Rahmen des Projekts EmobilitätBasel einen Peugeot iOn entgegen.

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MOBILITÄT

Technikcheck und Sicherheitsprüfung für Batterien Im Rahmen des Projekts EmobilitätBasel kamen insgesamt 18 Elektrofahrzeuge bei sechs öffentlichen und privaten Unternehmen zum Einsatz. Zum Projekt gehörten neben dem vierjährigen Feldtest auch ein umfassender technischer Check der Fahrzeuge. Dieser wurde von der Berner Fachhochschule und der EMPA durchgeführt. Hinzu kam eine Sicherheitsprüfung der Lithium-Ionen-Batterie, die in der neusten Generation von Elektrofahrzeugen die früher oft verwendeten Zebra- oder Nickel-Cadmium-Batterien ersetzt. Teil von EmobilitätBasel war auch ein Car-Sharing-Projekt, bei dem an drei Standorten in der Region Basel je ein Elektrofahrzeug (umgebauter Renault Twingo) der Öffentlichkeit zur temporären Nutzung angeboten wurde. Die Initiative Emobilität Basel war eingebettet in das übergeordnete Projekt «2 000-WattGesellschaft – Pilotregion Basel». BV

Vorgaben der Flottenpolitik Wie die weitere Entwicklung der Elektromobilität vorstatten gehen wird, lässt sich heute nur schwer abschätzen. IWB hat seine vorwiegend aus Erdgasfahrzeugen bestehende Flotte bereits um weitere Elektroautos erweitert und prüft die Einrichtung auch öffentlich zugänglicher Ladestationen. Andere Firmen sind zögerlicher, auch deshalb, weil sie bereits über eine Flottenpolitik verfügen und diese nicht vorschnell über den Haufen werfen wollen. So setzt die Gruner AG bisher zum Beispiel auf Hybridfahrzeuge. «Wenn ein Unternehmen eine Flottenpolitik etabliert hat, braucht es mitunter längere Zeit, bis es auf einen neuen Fahrzeugtyp wie das Elektroauto umsteigt», sagt Dominik Keller.

Wartungs- und Energiekosten gegenüberstehen. So lägen Elektrofahrzeuge bei den Fahrzeuggesamtkosten während der gesamten Laufzeit (total cost of ownership/ TCO) heute schon gleichauf mit konventionell betriebenen Fahrzeugen.

Ein Einflussfaktor ist dabei weiterhin auch der Anschaffungspreis, der auch heute noch höher liegt als bei fossil betriebenen Autos. «Die Kosten sind für viele Unternehmen weiterhin die Knacknuss bei der Anschaffung von Elektromobilen», sagt Keller. Anhänger der Elektromobilität verweisen allerdings darauf, dass den höheren Beschaffungskosten geringere

Kontakt Weitere Auskünfte zu dem Projekt erteilt Martin Pulfer (Martin.Pulber@bfe.admin.ch), Leiter des BFE-Forschungsprogramms Verkehr. Webangebot des Schweizerischen Verbands für elektrische und effiziente Strassenfahrzeuge: http://e-mobil.ch

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KOMMUNIKATION per E-Mail, SMS oder TCP/IP an das Portal. Dies geschieht automatisch. Für die Übernahme von potenzialfreien Kontakten wird vor Ort ein Alarmgate installiert. Das Alarmgate verfügt über frei konfigurierbare Anschlüsse für externe Sensoren, die Temperatur, Feuchtigkeit, Wasser, Rauch, Bewegung usw. messen. Sobald vordefinierte Schwellwerte überschritten werden, setzt das System entsprechende Meldungen mit Hinweisen zur Störung ab und bietet die erforderlichen Einsatzkräfte auf. Dies geschieht gemäss vorkonfigurierten Alarmplänen gleichzeitig oder gestaffelt. Der Alarmausgang kann wahlweise über E-Mail, Fax, Pager, SMS, mobile Alarmempfänger oder über Telefon mit Sprachansage angebunden werden. Nützliche «Watch-Dog»-Funktion Mit der automatischen «Watch-Dog»Funktion überwacht sikado die Funktions­ tüchtigkeit von wichtigen Anlagen und Systemen, mittels Kontroll-Meldungen per E-Mail oder SMS zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem bestimmten Intervall. Bleibt die entsprechende Antwort des Systems aus, alarmiert sikado umgehend den zuständigen Techniker. Einfache Bedienung über das Internet Dolphin Systems AG investiert permanent in die Alarm-Management-Lösungen. Alle Updates erhalten die Nutzer kostenlos. Die Verwaltung sämtlicher Alarmierungsarten und Dispositionen ist sehr einfach gehalten und lässt sich bequem mit jedem Webbrowser über das Internet handhaben.

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Die Telefonzentrale als erste Visitenkarte der Firma Der Empfangsbereich einer Firma ist die erste Anlaufstelle für Besucher. Dies gilt vielfach auch für eingehende Telefonanrufe. Umso wichtiger ist ein wirkungsvolles Instrument, um die Mitarbeitenden des Empfangs zu entlasten und dem Anrufenden das Gefühl zu geben, dass er willkommen ist. Zusätzliche Unterstützung erfolgt durch viele nützliche Instrumente.

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icht umsonst heisst es im Englischen: «You never get a second chance to make a first impression.» Genau aus diesem Grund ist der Empfang grundsätzlich die auditive Visitenkarte der Firma, egal ob in Grossunternehmen oder KMUs. Da in vielen Fällen die Person am Empfang auch die meisten eingehenden Telefonanrufe entgegennimmt, ist Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit das A und O. Es ist nicht nur die Einstellung die zählt, sondern auch die Technik. Spezialisierte Hersteller bieten an dieser Stelle vielfältige Instrumente, die das Empfangsleben vereinfachen.

den Verantwortlichen, ihre Kunden und Besucher schneller und persönlicher zu betreuen. Die Empfangsmitarbeitenden und Telefonistinnen können so fundierter informieren, schneller antworten und eingehende Anrufe von Kunden sowie Besuche besser steuern. Solche Lösungen stellen plattformunabhängig eine Vielzahl von Funktionen zur Verfügung.

Die Telefonzentrale und die Rezeption sind die zentralen Kommunikationspunkte in einem Unternehmen und somit eine wichtige Schnittstelle zwischen der Firma und ihren Kunden bzw. Geschäftspartnern. Daher sollte dafür gesorgt werden, dass die entsprechenden Mitarbeitenden über die bestmöglichen Anwendungen und Tools verfügen, um interne und externe Anrufer und Besucher zu betreuen, die Produktivität der Telefonzentrale zu erhöhen und den Kunden zu allen Geschäftszeiten zur Verfügung zu stehen.

Anrufende herzlich willkommen! Um die Belastung von Telefonzentrale und Empfang durch Anfragen interner Mitarbeitender zu reduzieren, bietet Mitel Anwendungen, die die Mitarbeitenden in die Lage versetzen, sich selbst zu helfen, wie beispielsweise CMG. Die Contact Management Suite (CMG) ist ein modernes, anwenderfreundliches Contact Management-System für Telefoniedienste. Es bietet Kunden und Mitarbeitenden kostengünstige, hochqualitative Dienste und erhöht damit die Produktivität eines Unternehmens. Telefonisten und Office-Anwendern werden die Kontrolle der Anwesenheit und Erreichbarkeit sowie der Zugriff auf und die Verwaltung von Diensten mit Hilfe von Telefonen ermöglicht.

Spezialisierte Unternehmen wie Mitel bieten auf ihren Kommunikationsservern exzellente Funktionen zum Bearbeiten von Anrufen. Diese Tools ermöglichen

Diese Anwendung erleichtert das Leben der Réception durch automatisierte SelfService-Funktionen für die Bedienung am Telefon. Dadurch, dass der Vermittlerplatz

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durch automatisierte Funktionen ergänzt wird, verbessert sich die Service-Qualität, sowohl für Unternehmensmitarbeitende, als auch für Anrufer. Gleichzeitig werden die Mitarbeitenden entlastet, so dass sie sich auf die Aufgaben konzentrieren können, die den direkten Kundenkontakt betreffen. Das Verwalten einer Telefonzentrale kann sehr anspruchsvoll sein. Mit den entsprechenden Bedienungs- und Qualitätsanwendungen für Telefonzentralen lassen sich Echtzeit- und historische Daten zum Telefonzentralenverkehr erfassen und auswerten, um so die Leistung der Mitarbeitenden, also die Anrufbehandlung und -lenkung, zu analysieren. Diese Applikationen ermöglichen die Erstellung flexibler Berichte und die zentrale oder lokale Verwaltung, und sie bieten benutzerfreundliche webbasierte Berichtstools sowie Wallboard-Statistiken. Die Mitel CMG Application Suite wurde aus der Perspektive des Nutzers entwickelt. Sie ist ein vielseitiges, anwenderfreundliches Kontaktmanagementsystem, das ein umfassendes Portfolio an Kommunikationsanwendungen für Telefonisten und Geschäftskunden bietet. Sie umfasst Kommunikationsanwendungen für die tägliche Arbeit, wie beispielsweise


KOMMUNIKATION ein fortschrittliches Anruf-, Aktivitätenund Verfügbarkeitsmanagement sowie Sprachdienste. Mitel Applikationen bieten den Usern einen Komfort, die den Besuchern vermittelt, dass sie wirklich willkommen sind. Die Anwendungen kommen dabei allen Beteiligten zugute, von den gastgebenden Mitarbeitenden über die Mitarbeitenden in der Telefonzentrale und an der Rezeption bis zu den Besuchern, egal, ob Kunde oder Geschäftspartner. Schlagwort «Unified Communications» Der Einsatz von Unified Communications (UC) kann zusätzlich grosse Unterstützung bieten. Unified Communications (englisch für «vereinheitlichte Kommunikation»), oft auch Real-Time Communication (RTC) (englisch für «Echtzeitkommunikation») genannt, beschreibt die Integration von Kommunikationsmedien in einer einheitlichen Anwendungsumgebung. Die Idee hinter Unified Communications ist, durch eine Zusammenführung aller Kommunikationsdienste und die Integration mit Präsenzfunktionen, die Erreichbarkeit von Kommunikationspartnern in verteilter Arbeit zu verbessern und so geschäftliche Prozesse zu beschleunigen.* Diese Kombination verschiedener Applikationen, gebündelt zu einem Dienstleistungspaket bietet dem Benutzer tatsächlich ungeahnte Vorteile: Entgegennehmen von Anrufen, beispielsweise im Zug, die aber auf dem Schreibtisch-Anschluss eingehen; Führen von Gesprächen aus dem Hotelzimmer, so als sei der User im Büro; Übernahme von Telefonaten vom Mobiltelefon auf das Tischtelefon, ohne dass es der Gesprächspartner merkt. Die Unified Communications Lösungen helfen mobilen Mitarbeitenden, effizient und kostengünstig mit Kunden und Kollegen zu kommunizieren und so den ganzen Komfort eines virtuellen Büros zu geniessen. Mehrere Voicemails und E-Mails zu hinterlassen, kostet Zeit. Mitarbeitende sind produktiver, wenn sie wählen können, wie sie am effizientesten kommunizieren. Durch die Integration führender CollaborationsAnwendungen, wie Microsoft Lync und IBM Lotus Sametime, kombinieren Unified Communications Lösungen Präsenzinformationen mit verschiedenen Kommunikationsmethoden und sorgen so für eine höhere Mitarbeitereffizienz.

Unified Communications Lösungen vereinheitlichen und vereinfachen die verschiedenen verfügbaren Kommunikationsmethoden und helfen den Mitarbeitenden, so effizient wie möglich miteinander zu kommunizieren. Das zahlt sich in schnelleren Antworten und in einem besseren Dienst am Kunden aus. Unified Communications hilft den Mitarbeitenden, Geschäftspartnern und Kunden, in Echtzeit miteinander in Kontakt zu treten, zu kommunizieren und Geschäfte zu machen. Ob sich das Gegenüber im selben Raum oder am anderen Ende der Welt befindet, die Beteiligten können in Echtzeit kommunizieren und mit der Methode, die für alle die günstigste ist. Der Fortschritt macht längst nicht vor der eigenen Tür halt, sondern hält in die moderne Bürowelt Einzug: Das Kupferkabel wird, je länger desto mehr, durch Voice over IP («VoIP») abgelöst. Praktische Vorteile, wie Kosteneinsparungen, Produktivitätsgewinne, mehr Flexibilität und bessere Reaktionsfähigkeit zählen zu den Faktoren, die dazu beitragen, dass Unternehmen von einem Umstieg auf die IP-Technologie profitieren. Dazu gehören auch die Senkung der Anrufkosten durch die Nutzung des Unternehmensnetzwerks für das Tätigen von Anrufen, die Rationalisierung von Kommunikationsplattformen durch Konvergenz von IT- und Kommunikationssystemen und die Verfügbarkeit durch Netzredundanz. Für einen Umstieg auf VoIP können z. B. ausschlaggebend sein: •  Umzug in neue Räumlichkeiten / Er-

weiterung der bestehenden Räumlichkeiten • Ersetzen veralteter TDM-Ausrüstungen • Erfordernis, Anruffunktionen standortübergreifend zu integrieren • Notwendigkeit der Zentralisierung verteilter Voicemail-Systeme • Unterstützung für mobile / virtuelle Mitarbeiter • Erweiterung / Aufrüstung des Netzwerks • Betriebskontinuität / Voice Survivability • Auslaufen des Service Provider Vertrags Ganz gleich, aus welchen Gründen ein Unternehmen auf die IP-Telefonie umsteigt – mit Mitel steht ihm ein Partner zur Seite, der einen erfolgreichen Umstieg in einem vom Kunden selbst bestimmten Tempo ermöglicht.

Mitel: Partner für Lösungen für die Unternehmenskommunikation Mitel entwickelt Lösungen, die auf offenen Standards basieren und den Kunden nicht an eine geschlossene Architektur oder einen bestimmten Hersteller binden. Offene Standards ermöglichen es den Kunden, eine eigene Auswahl aus den am Markt erhältlichen Komponenten zu treffen und diese problemlos zu integrieren oder ganz individuelle Kommunikationslösungen auf die Beine zu stellen. Mitel gehörte zu den ersten Anbietern, die Systeme mit Unterstützung für SIP (Session Initiation Protocol) herausbrachten. SIP ist ein Protokoll das inzwischen zum De-facto-Standard für den IP-Netzzugriff, konvergierte Multimediaanwendungen und kostengünstige IP-Endgeräte geworden ist. Mitel bietet SIP-Unterstützung über alle seine Produktlinien hinweg: • Reine SIP-Telefonanlagenlösungen •  Hybride Telefonanlagenlösungen mit

der Möglichkeit, zusätzliche Nebenstellen hinzuzufügen oder bestehende Telefone durch kostengünstige SIPTelefone von Mitel oder anderen Anbietern zu ersetzen • SIP-Trunking zur Reduzierung der Telefoniekosten und besseren Verwaltung der SIP-Voice- und Anwendungs-Leitungen • Umfassendes Angebot an SIP-Endgeräten, einschliesslich SIP-DECT-Lösungen • SIP-basierte Anwendungen, wie Multimedia-Contact-Center und Videokonferenzlösungen, die mit jedem SIP-konformen Telefoniesystem von Mitel oder anderen Anbietern verbunden werden können. Zusätzlich zu SIP stehen Unternehmen mit den Lösungen von Mitel auf offenen Standards basierende Schnittstellen zur Integration anderer Telefonie- und Backoffice-Lösungen zur Verfügung. *) Quelle: wikipedia.org

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AUS- UND WEITERBILDUNG

Weiterbildung – ein Muss für den Unternehmenserfolg!

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er Schweizer Energiemarkt steht vor grossen Herausforderungen, da er sich im Spannungsfeld von Liberalisierung und Energiewende befindet und den Übergang vom Energiemarkt des 20. in den des 21. Jahrhunderts noch nicht vollzogen hat. Die bekannten Akteure stehen sich verändernden Rahmenbedingungen gegenüber und müssen erkennen, dass es neue, branchenfremde Mitspieler gibt, und dass die altbewährten Geschäftsmodelle nicht mehr greifen. Entscheidender Schlüsselfaktor für den Unternehmenserfolg sind aus diesem Grund die Fach- und Führungskräfte jedes einzelnen Unternehmens. Marktveränderungen und neue Wettbewerbssituationen gehören mittlerweile zum Alltag. Zunehmend müssen die richtigen Entscheidungen unter Zeit- und Erfolgsdruck getroffen werden um sich der Vielzahl von Markt-Chancen optimal zu

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bedienen. Um jedoch in einem dynamischen Umfeld sämtliche kompetitiven Vorteile zu nutzen, muss jedes Unternehmen jederzeit und umgehend auf das Wissen und Know-How seiner Mitarbeitenden zugreifen können. Eine vorausschauende und zielgerichtete Weiterbildungspolitik muss deshalb in sämtlichen Unternehmen und auf allen Hierarchiestufen zum Standard gehören. Da der Wettbewerb national wie international kontinuierlich steigt, ist jedoch nicht nur technisches Fachwissen gefragt, auch entsprechende Führungskenntnisse, vernetztes Denken, ein grosses Repertoire an Erfahrung sowie internationale Beziehungen sind von grosser Bedeutung.

Weiterbildungsangebote wie auch Forschung in den Bereichen Energie- und Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) Management an. Das Kursangebot wurde seit jeher den aktuellen Gegebenheiten, und stets den Marktbedürfnissen angepasst, um ein attraktives Ausbildungsprogramm anzubieten. Durch die verschiedenen Lehrgänge wie dem Executive CAS, Executive Diploma, Executive MBA oder Fachkursen im Bereich Energie-Management und ICT-Management, können sämtliche Mitarbeitenden mit dem passenden Wissen versorgt werden. Genau diejenige Ausbildung besuchen, die für das entsprechende Aufgabenprofil oder Kompetenzbereich am besten geeignet ist.

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Mass zu absolvieren. Durch eine solch flexible Ausbildungsstruktur, können Teilnehmende ihr Studium den individuellen Umständen entsprechend anpassen, und den Starttermin sowie den Rhythmus des Studiums (Teil- oder Vollzeit) selbst wählen. Ergänzend ist Blended Learning fester Bestandteil am iimt was den Studierenden eine räumliche Unabhängigkeit ermöglicht. Somit wird gewährleistet, dass der Spagat zwischen Weiterbildung und den beruflichen wie privaten Herausforderungen gemeistert werden kann. Um den Teilnehmenden gleichermassen fundiertes Wissen und praktische Erfahrungen zu vermitteln und einen qualitativ hochwertigen Wissenstransfer zu gewährleisten, arbeitet das iimt eng mit Partnern und Experten aus der Industrie und international renommierten Hochschulen,

Firmen und Verbänden zusammen. Auf diese Weise lässt sich einerseits das grosse Repertoire an Erfahrung in die Kurse integrieren, andererseits das persönliche internationale Netzwerk an wichtigen Kontakten erweitern. Grosser Wert wird dabei auf praxis- und lösungsorientierte Unterrichtsmethoden gelegt. Geografisch befindet sich das iimt zudem zwischen der deutschen und der lateinischen Schweiz sowie zwischen Nordund Südeuropa, was eine kulturelle wie sprachliche Diversität als positiven Nebeneffekt mit sich bringt. Merkmal aller Lehrgänge ist die Konzentration auf die aktuelle Situation und bedeutsamen Erkenntnisse des Energie-Sektors um die wirtschaftlichen Zusammenhänge zu kennen. Studierende werden mit den notwendigen Managementinstrumenten

ausgerüstet, um gezielt Entscheidungen zu treffen und sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Wir beraten Sie gerne und würden uns freuen, Sie am iimt zu begrüssen.

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AUS- UND WEITERBILDUNG

Gerüstet für die Energie-Herausforderung

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ie Versorgung mit Energie ist eine der grössten gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Die Komplexität der Märkte nimmt drastisch zu. Parallel dazu entwickeln sich die Erzeugungstechnologien. Vieles ist im Umbruch. Deshalb werden gerade auch die Führungskräfte stark gefordert. Um für diese anstehenden unternehmerischen Herausforderungen im Sinne eines ganzheitlichen und vernetzten Denkens gerüstet zu sein, sind Weiterbildungen gerade für zukünftige Führungskräfte unabdingbar.

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Der Energiemaster vermittelt hier eine solide und ausgewogene Gesamtwissensbasis über die Energiewirtschaft inklusive Energietechnik und -Handel, abgerundet durch das Energierecht. Aufbauend auf dem Basiswissen werden gemäss Karin Eggert, Studienleiterin, die aktuellen Themen und Herausforderungen der Energiewirtschaft mit den Experten fachlich erfasst, diskutiert und bearbeitet.

und zielführenden Lösungen in der Praxis entwickeln zu können. «Somit wird zusätzliche Weiterbildung immer wichtiger in Richtung ‹lebenslanges Lernen›». Mit dem Master in Energiewirtschaft an der HTW Chur bietet die Hochschule seit fünf Jahren erfolgreich ein Weiterbildungsangebot an, welches genau jene Fähigkeiten, die Führungskräfte heute und zukünftig benötigen, vermittelt.

Für Eggert steht fest, dass die Fachleute der Zukunft immer vielschichtiger ausgebildet sein müssen, um die notwendigen

Ein gutes Beispiel dafür ist das Zusammenwachsen der Energiewirtschaft mit der ICT-Landschaft. Die Aufgaben, Heraus­


«Nach vielen Jahren in der elektrischen Energieversorgung wollte ich meine Berufserfahrung mit zusätzlichem Know-how abrunden. Dank der HTW Chur wurde es viel mehr: Der MAS Energiewirtschaft vermittelt Kenntnisse über regenerative Energien, Energiehandel, Tarifberechnungen, Systemdienstleistungen und noch vieles mehr. Diese Ausbildung ist empfehlenswert für alle, die mit Strom oder Gas als Energieträger regelmässig zu tun haben und ein ganzheitliches Verständnis dieser für unsere Gesellschaft wichtigen Branche haben wollen.»

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Serge Wisselmann, Absolvent, AS Planning & Procurement Specialist, TSO Markets Planning & Procurement, Swissgrid Ltd

Weitere Informationen sind ersichtlich auf: www.htwchur.ch/energie.

forderungen und Lösungen der Zukunft, insbesondere in Hinblick auf die Energiestrategie 2050 und deren Vorgaben, sind nur mit zielführenden ICT-Lösungen machbar. Solchen Lösungsansätzen wird im Energiemaster ein entsprechender Rahmen gegeben. «Manager», betont Eggert, «müssen künftig vielseitiger sein. Sie müssen neben den betriebswirtschaftlichen und technischen Kenntnissen auch zunehmend Sozial- und Managementkompetenzen haben. Sie brauchen den Überblick über die gesamte Branche in Verbindung mit angrenzenden Wissens-

gebieten und darum benötigen sie sowohl Expertinnen- wie auch Generalistenwissen. Die Komplexität wird weiter zunehmen, noch vernetzteres Denken ist gefordert. Die HTW Chur füllt die Rucksäcke der Managerinnen mit diesem Weiterbildungsmaster gut. Sie bietet 6 Module an, in denen natürlich neben dem Basiswissen auch Fragen diskutiert werden zum Ausstieg aus der Kernenergie, zu erneuerbaren Energien, Brennstoffzellen, Energiespeicherung, Energieeffizienz und vieles mehr.

Kontakt Prof. Dr. Karin Eggert Studienleiterin MAS in Energiewirtschaft Telefon +41 (0) 81 286 24 32 karin.eggert@htwchur.ch

MAS in Energiewirtschaft Weiterbildungs-Master für Führungskräfte in zwei Stufen: 1. Stufe: General Management (6 Module) 2. Stufe: Energiewirtschaft (3 Module), Energietechnik (2 Module), Energierecht (1 Modul)

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Weitere Infos und Anmeldung: – www.energiemaster.ch – energiemaster@htwchur.ch – Telefon +41 (0)81 286 24 32

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menden werden Lösungen für Neubauten und Sanierungen vorgestellt und Fragen zu Wärmedämmung, Wärmebrücken, Gebäudedichtheit und Fenstern beantwortet.

Definition der Standards und Gebäudehüllen Die Planungsseminare erläutern zunächst Definition und Anforderungen der zukunftsweisenden Gebäudestandards, also MINERGIE-P, MINERGIE-A, GEAK mit Plusenergie und SIA Effizienzpfad Energie. Auf dieser Basis folgen Grundsätze zum Vorgehen und der Konzipierung einer nachhaltigen Architektur mit hoher Energieeffizienz und zum umfassenden Einsatz erneuerbarer Energien. Die Chancen und Möglichkeiten des Holzbaus werden dabei besonders eingehend behandelt.

Ist das nachhaltige und energieeffiziente Gebäude auch wirtschaftlich? Lässt sich dieser Aspekt der Nachhaltigkeit mit modernen Standards erreichen? Gibt es Unterschiede zwischen Neubauten und Sanierungen, die zu beachten sind? Mit diesen Fragen befasst sich Dr. Ruedi Meier, Präsident des energie-cluster.ch und Moderator der Planungsseminare. Kantonale Vertreter stellen zudem Förderprogramme vor und weisen auf die mögliche Unterstützung von Vorhaben durch Kantone bzw. das Gebäudeprogramm hin.

Die Gebäudehülle spielt in der Energiebilanz energieeffizienter Bauten eine wesentliche Rolle. Energieverluste und -gewinne müssen optimiert werden. Den Teilneh-

Wirtschaftlichkeit mit eigener Energieproduktion Im Hinblick auf die zunehmende Bedeutung des GEAK mit Plusenergie steigt der Stellenwert der Energieproduktion mit Photovoltaik und Solarthermie. An den Planungsseminaren werden Berechnungstools präsentiert und konkrete Beispiele betrachtet.

Während den beiden integralen Workshops können sich die Teilnehmenden in interdisziplinären Teams mit konkreten Aufgabenstellungen befassen und dabei auch die Kompetenzen der Referenten nutzen.


VORSCHAU

Fakten zum Planungsseminar 2015 Datum und Ort 15. – 16. April 2015, St. Gallen, 10. – 11. September 2015, Bern Uhrzeit 1. Seminartag 08.30–18.00 Uhr, 2. Seminartag 07.45 –16.30 Uhr Themen • MINERGIE-P®, MINERGIE-A®, MINERGIEP-ECO, GEAK mit Plusenergie • Grundlagen, Definition, Zertifizierung • Architektur, Konzept, Vorgehen • Gebäudehülle, Bauphysik, Haustechnik • MINERGIE-ECO, Graue Energie • Gebäudeerneuerung, Modernisierung • Energieproduktion mit PV, Solarthermie • Förderung, Unterstützung durch Kantone, Gebäudeprogramm • Wirtschaftlichkeit von energieeffizientem Bauen • Praktische Beispiele, Fallstudie in geführten Workshops • Erfahrungsaustausch, Networking

Ausgangspunkt sind zwei Fallbeispiele: ein neues Mehrfamilienhaus am Kirchrainweg in Kriens und die Sanierung eines grossen Mehrfamilienhauses in Chiasso. Regionale Ausstrahlung der Seminare Dank den zwei unterschiedlichen Austragungsorten St. Gallen und Bern erhalten die Planungsseminare eine starke regionale Ausstrahlung und erzielen auf diese Weise eine nationale Breitenwirkung. Denn die Kriterien, Werkzeuge und Massnahmen bleiben überall die selben. Dies gilt auch für das Ziel: das Schaffen energieeffizienter Gebäude. Die Planungsseminare bieten dazu eine wichtige Grundlage.

Referenten Fachreferenten mit langjähriger Berufserfahrung und Experten auf jeweiligem Fachgebiet TeilnehmerInnen Maximal 80 TeilnehmerInnen pro Kurs Architekten, Holzbauer, Bau- und Energiefachleute, Haustechnik, Planer, Investoren Anmeldung BauHolzEnergie AG, Monbijoustrasse 35, CH-3011 Bern, Schweiz Telefon +41 (0) 31 318 61 12, juerg.kaerle@bheag.ch, www.bheag.ch/

PLANUNGSSEMINARE MINERGIE-P® | MINERGIE-A® | GEAK Plus , NEU LL! UE AKT

Für ArchitektInnen, HolzbauerInnen, HaustechnikerInnen Bau- und Energiefachleute, Planer, Investoren Kurs 1 15. bis 16. April 2015, St. Gallen Kurs 2 10. bis 11. September 2015, Bern MINERGIE-P® | MINERGIE-A® | MINERGIE-P-ECO® | GEAK Plus Grundlagen | Definition | Zertifi zierung  Architektur | Konzept | Vorgehen  Gebäudehülle | Bauphysik | Haustechnik  MINERGIE-ECO® | Graue Energie  Gebäudeerneuerung | Modernisierung  Energieproduktion mit PV | Solarthermie  Förderung, Unterstützung durch Kantone | Gebäudeprogramm  Wirtschaftlichkeit von energieeffi zientem Bauen  Praktische Beispiele | Fallstudie in geführten Workshops  Erfahrungsaustausch | Networking  

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Kosten CHF 740.– inkl. MWSt, Fachbuch MINERGIE-P® als Tagungsunterlagen, Pausen- und Mittagsverpflegung. Vergünstigung TeilnehmerInnen aus den Kantonen Aargau, Appenzell Innerrhoden, beider Basel, Bern, Glarus, Luzern, Obwalden, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Wallis und Zug können dank der Unterstützung ihrer Energiefachstellen zu CHF 540.– am Seminar teilnehmen. TeilnehmerInnen aus dem Kanton St. Gallen können dank der Unterstützung ihrer Energiefachstelle zu CHF 340.– am Seminar teilnehmen.


Die Erfolgsgeschichte geht ins 10. Jahr. Viele der 330 Aussteller sind von Anfang an dabei.

Bauen+Wohnen. Frühlingsmesse für Haus und Garten

Die Highlights 2015 •  Immomesse NAB-Marktplatz (Halle 5) • Sonderschau Energie (Halle 6) • Sonderschau IG altbau (Halle 3) • Sonderschau Feng Shui und Homestyling (Halle 5) • Kunstmaler Martin Manhart (Halle 3) • Stündliche Live-Demos mit Kanalprofis (Freigelände) • Gratis-Fachvorträge (Konferenzraum vor Halle 3)

Vom 16. bis 19. April 2015 heissen 330 Aussteller die Besucher zur 10. Bauen+Wohnen in Wettingen willkommen. Die grösste Aargauer Messe bietet eine aktuelle Schau mit Neuheiten, Informationen und Produkten zu den Themen Hausbau, Gebäude erneuern, Energieverbrauch reduzieren, schöner Wohnen, Küche, Bad und Garten. 2006 als erste Aargauer Baumesse mit 220 Ausstellern in drei Hallen im Tägi Wettingen erfolgreich gestartet, zählen die Veranstalter ZT Fachmessen AG an ihrer Jubiläumsausgabe sechs vollbelegte Hallen und ein grosses Aussengelände mit 330 Ausstellern aus allen Baubereichen. Neuheiten zum Anfassen «Rund 20’000 Besucherinnen und Besucher werden im Tägi Wettingen auf offene Ohren und viel Sachverständnis stossen.» Wer eine Investition plant, findet an der Bauen + Wohnen in vier Tagen ein persönliches Gegenüber, neue Impulse, Produkte zum Anfassen und kann Unternehmen vergleichen, «dies alles gibt Sicherheit, wenn es darauf ankommt, richtig zu entscheiden», begründet Messeleiter Marco Biland. Die eigenen vier Wände Das Beraterteam des Hauseigentümerverbandes Aargau beantwortet Fragen zu Hausbewertung, Mietrecht oder Stock-

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werkeigentum, während die Anbieter der integrierten Immomesse «NAB-Marktplatz» bei Vermittlung und Finanzierung des Wohntraumes behilflich sind. Barbara Rüttimann ist seit Jahren Feng-Shui-Fachexpertin. In ihren beispielhaften Vorträgen lernen die Besucher die individuelle Welt des Wohnens kennen und erhalten Praxistricks mit auf den Weg. Energieberatung Die energieberatungAARGAU bietet an ihrer Sonderschau Energie kostenlose Beratungen zum Thema Gebäude- und Haustechnikerneuerung. Wie soll das Gebäude richtig gedämmt, die defekte Heizung ersetzt oder der undichte Boiler ersetzt werden? Fragen zur effizienten Stromnutzung werden neutral beantwortet und die Besucher erfahren, wie sie von Fördergeldern für Vorort-Beratungen und Massnahmen profitieren können. Ergänzend vermitteln kostenlose Fachvorträge, unter anderem von Minergie, aufschlussreiches Wissen.

Wenn alt und neu verschmelzen Wie kann ein Haus verändert werden, ohne seinen Charakter und das individuelle Ambiente zu gefährden? Experten der IG altbau (Regionalgruppe Aargau und Zürich II) gehen in ihrer Sonderschau auf das sanfte Renovieren ein und geben wertvolle Informationen und Dokumentationen ab. Darüber hinaus empfiehlt sich ein Besuch des Messevortrages «Altbauten stimmungsvoll und substanzgerecht renovieren» mit dem auf gesundes und harmonisches Wohnen spezialisierten Architekten Philipp Hostettler. Martin Manhart – Künstler ohne Allüren Suchen Sie eine Dekoration für Ihre leere Wand? Unter den Ausstellern der Bauen+Wohnen ist auch ein Künstler. Martin Manhart ist vor 26 Jahren durch den Jux eines Freundes auf die Wandmalerei gestossen. Dieser organisierte für ihn eine Bilderausstellung in einem Restaurant, um sie der Öffentlichkeit zu zeigen. Innert eines


VORSCHAU

Messe Bauen+Wohnen Datum 16.–19. April 2015 Ort Tägerhard Wettingen

Die Frühlingsmesse Bauen + Wohnen hat Charme und gibt Ideen für das Eigenheim.

Monats waren alle Bilder verkauft. Da bereits neue Aufträge folgten, sattelte der Kaufmann 1998 um. «Ich kann von der Kundenmalerei leben und die Arbeit erfüllt mich, weil ich Menschen glücklich machen kann», sagt er mit Stolz. Er malt, was die Kunden wünschen: grafisch, verspielt, naturgetreu und abstrakt, Kunstbilder und Reproduktionen. Manhart ist nicht auf einen Stil fixiert, geht stets mit der Zeit und entwickelt sich dadurch weiter. «Auf Terrasse und im Weinkeller sind eher Landschaftsmotive, in Küche und im Wellnessbereich moderne Designs gefragt».  

Live-Demos der Kanalprofis Die ISS Kanal Services AG wird die Gäste mit stündlichen Live-Demonstrationen begeistern. Die kompetenten Mitarbeitenden zeigen auf naturgetreue Weise auf, wie eine Kanalspülung funktioniert und ein Inliner zur Kanalsanierung eingebaut wird. Den Besuchern wird dank der informativen Vorführung das grosse Know-how bei der Inspektion, dem Unterhalt und der Sanierung von Entwässerungsanlagen näher gebracht.

Öffnungszeiten Do. und Fr. 13.00 – 20.00 Uhr, Sa. und So. 10.00 –18.00 Uhr Eintritt Do. Gratiseintritt, Fr. bis So. CHF 10.– Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre in Begleitung Erwachsener gratis Messeinfo www.bauen-wohnen.ch

Kontakt ZT Fachmessen AG CH-5413 Birmenstorf www.fachmessen.ch


VORSCHAU

Messe Suisse Public 2015 Datum 16. bis 19. Juni 2015 Öffnungszeiten Di. bis Do. 9.00  –  17.00 Uhr Fr. 9.00  –  16.00 Uhr Ort BERNEXPO-Gelände, Bern Website www.suissepublic.ch

Suisse Public 2015: Rundumschau für öffentliche Beschaffung Vom 16. bis 19. Juni 2015 wird Bern zum Treffpunkt der Beschaffungsverantwortlichen aus dem öffentlichen Sektor. Die Suisse Public, Schweizer Fachmesse für öffentliche Betriebe und Verwaltungen, präsentiert in einem einzigartigen Überblick die Neuheiten aus verschiedensten Beschaffungsbereichen. Erstmals stellen auch Unternehmen aus dem Bereich Cleantech aus und im Rahmen der Roadshow «Eco-Mobil on Tour» können die Besucher verschiedene umweltschonende Fahrzeuge testen. Seite 64


VORSCHAU

1972

öffnete die Suisse Public zum ersten Mal ihre Tore. Was bereits vor 42 Jahren Vertreter aus dem öffentlichen Sektor nach Bern lockte, wird auch heute noch geschätzt: Sich in einem Tag einen umfassenden Überblick über die neusten Entwicklungen und Produkte zu verschaffen, die führenden Hersteller persönlich zu treffen oder sich mit Kollegen verwandter Bereiche auszutauschen. Während dreier Tage treffen auf einer Fläche von umgerechnet über zehn Fussballfeldern Anbieter aus vielfältigen Ausstellungsbereichen auf rund 20’000 Besucher aus dem öffentlichen Sektor. Die Messe ermöglicht es, sich in kurzer Zeit ein umfassendes Bild über das Angebot zu machen und sich persönlich beraten zu lassen. Vielfältige Ausstellungsbereiche Die SIK, Schweizerische Interessengemeinschaft der Fabrikanten und Händler von Kommunalmaschinen und Geräten ist schon seit Beginn ein wichtiger Bestandteil der Messe und feiert an der diesjährigen Suisse Public ihr 40-jähriges Jubiläum. In den Bereichen der SIK werden auch 2015 wieder die neusten Kommunalfahrzeuge und -maschinen präsentiert und Themen wie Grünflächenpflege oder Reinigung thematisiert. Einen dedizierten Ausstel-

lungsbereich bildet zudem wiederum Pro Aqua – auch Messe für das Wasserfach genannt: von der Fassung über den Transport und die Aufbereitung bis zur Nutzung und Rückgewinnung von Wasser werden in diesem Bereich sämtliche Aspekte des Umgangs mit Wasser thematisiert. Erstmals mit Cleantech-Bereich In diesem Jahr erstmals dabei sind Aussteller aus dem Bereich Cleantech – denn Energieeffizienz und der Einsatz erneuerbarer Energien werden bei der Beschaffung immer wichtiger. «Gerade für Gemeinden ist die Nachhaltigkeit einer Lösung zu einem zentralen Aspekt des Beschaffungsentscheids geworden. Wir möchten unseren Besuchern einen Gesamtüberblick über sämtliche Infrastrukturthemen bieten – dazu gehören heute auch nachhaltige Technologien», so Alain Caboussat, Messeleiter der Suisse Public. Im Bereich Cleantech wird all das gezeigt, was die nachhaltige Gemeinde oder Stadt von morgen ausmacht – von sauberen Energie- und Umwelttechnologien über Energieeffizienz und Raumplanung bis zu Mobilität. Einsteigen, testen und vergleichen Teil des Bereichs Cleantech ist «Eco-Mobil on Tour». Die Roadshow für umweltscho-

nende Autos und E-Scooter macht im Rahmen ihrer Tour durch die Schweiz auch an der Suisse Public Halt. An der Roadshow können Unternehmen und Privatpersonen zahlreiche energieeffiziente Fahrzeuge, sogenannte Eco-Mobile, Probe fahren und sich unabhängig beraten lassen. «EcoMobil on Tour» ist eine Kampagne von EnergieSchweiz und den Organisationen e’mobile, gasmobil und NewRide. Einzigartiger Gesamtüberblick Die Suisse Public findet 2015 bereits zum 22. Mal statt. Neben dem Bereich Cleantech decken die rund 600 Aussteller vielfältige Themenbereiche ab: Gezeigt werden Trends und Produktneuheiten aus den Bereichen Kommunal-Maschinen und -Geräte, Feuerwehr-, Wehr- und Rettungsdienste, Informatik, Strassen, Signalisation und Recycling. Damit ist die Suisse Public die grösste und einzige Schweizer Fachmesse für den öffentlichen Sektor. Kontakt BERNEXPO AG Mingerstrasse 6 CH-3000 Bern Telefon +41 (0) 31 340 11 11 Telefax +41 (0) 31 340 11 10 info@bernexpo.ch www.bernexpo.ch

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VORSCHAU

ineltec 2015 – das wichtigste in Kürze Dauer 8. bis 11. September 2015 Ort Messe Basel, Halle 1 Veranstalter MCH Messe Schweiz (Basel) AG Öffnungszeiten Dienstag bis Donnerstag 09.00 bis 18.00 Uhr, Freitag bis 16.00 Uhr Erwartete Aussteller 220 Erwartete Besucher 19’000

ineltec 2015: Die Schweiz steht unter Strom Die Energiepolitik des Bundes fordert auch die Elektrotechnikbranchen. Mit effizienteren und intelligenteren Systemen sowie einer stärkeren Vernetzung können Stromsparpotenziale ausgeschöpft werden, die bei der Energiestrategie 2050 eine tragende Rolle spielen. Der wichtigste Schweizer Branchentreffpunkt ineltec, Technologiemesse für Gebäude und Infrastruktur, findet vom 8. bis 11. September 2015 in der Messe Basel statt und fördert mit innovativen Inhalten und Präsentationsformen die brancheninterne Vernetzung. Seite 66


VORSCHAU

Halle 1.1

Fachbereiche

Halle 1.0

Eingang / Entrée

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Gebäudeautomation und Elektroinstallation Energieübertragung, -verteilung und -optimierung Licht- und Beleuchtungstechnik Kommunikationssysteme/Netzwerktechnik ineltec Forum

ineltec | MCH Messe Schweiz (Basel) AG | CH-4005 Basel, T +41 58 200 20 20 | F +41 58 206 21 89 | info@ineltec.ch | www.ineltec.ch

D

ie ineltec findet vom 8. bis 11. September 2015 in der Messe Basel statt und ist die Schweizer Plattform für Elektrotechnik rund um das Gebäude. Sie bietet attraktive Vernetzungsmöglichkeiten für Fachleute aus allen Disziplinen des Elektroinstallationshandwerks sowie für Planer, Ingenieure und Hersteller aus diesem Umfeld. Das Veranstaltungskonzept setzt auf einen Mix aus Ausstellung und Forum in den Segmenten Versorgung, Verteilung, Steuerung, Gebäudeautomation, Beleuchtungstechnik und Netzwerktechnik. Erwartet werden an der ineltec 2015 gegen 220 Aussteller und 19’000 Besucher. Zuverlässiger Partner der Schweizer Elektrotechnik Seit 50 Jahren begleitet und unterstützt die ineltec Fachleute, Lieferanten und Partner der Schweizer Elektrotechnikbranchen. Sie greift Entwicklungstrends frühzeitig auf und trägt aktiv begleitend zur Transformation klassischer Handwerksbetriebe hin zu integrierten Lösungsanbietern bei. Einzigartiger Marktüberblick Mit den Themenschwerpunkten Gebäudeautomation und Elektroinstallation; Energieverteilung, -übertragung und -optimierung; Kommunikationssysteme

und Netzwerktechnik sowie Licht und Beleuchtungstechnik zeichnet die ineltec ein übersichtliches Gesamtbild der relevanten Elektrotechnikthemen in Gebäude und Infrastruktur. Wissenstransfer im Zentrum Die ineltec setzt auf ein erweitertes Forums­ angebot. Unter dem Dachthema «Vernetzte Lösungen für eine intelligente Energiezukunft» werden im ineltec Forum gezielt den Austausch und die interdisziplinäre Vernetzung der Branche zu gefördert. Das bereits in den letzten Jahren aufgebaute Veranstaltungs-programm wird durch neue Präsentationsmöglichkeiten ergänzt werden:

und werden an einer 2-tägigen Verkaufsschulung auf das Verkaufskaraoke, welches an der ineltec stattfindet, vorbereitet, • an den Nachwuchstouren erhalten Lernende an der Messe live einen Einblick über die neusten technischen Entwicklungen.

• an den New Technology Spots und am

Marktplatz über Mittag erhalten Aussteller die Möglichkeit, ihre Innovationen zu präsentieren, • an den Themenanlässen beschäftigen sich verschiedene Branchenverbände mit den aktuellen Herausforderungen und präsentieren mögliche Lösungen in Form von Impulsvorträgen mit anschliessender Podiumsdiskussion, • im Nachwuchsworkshop «Verkaufsprofis Energieeffizienz» erhalten Lernende Einblick in einen innovativen Betrieb

Kontakt MCH Messe Schweiz (Basel) AG ineltec CH-4005 Basel www.ineltec.ch

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IMPRESSUM

Herausgeber Rundschau Medien AG www.rundschaumedien.ch info@rundschaumedien.ch Telefon +41 (0) 61 335 60 80 Telefax +41 (0) 61 335 60 88

Ausgabe 2/2015

Verleger Francesco J. Ciringione Geschäftsführer Roland Baer baer@rundschaumedien.ch

Mobilität

Verkauf & Marketing Roland Baer baer@rundschaumedien.ch Lektorat Maya Herrmann herrmann@rundschaumedien.ch

Sicherheit

Redaktion redaktion@rundschaumedien.ch Grafik Corinna Kost c.kost@prestigemedia.ch

Transport

Verlag + Produktion Prestige Media International AG St. Jakob-Strasse 110 CH-4132 Muttenz/Basel Telefon +41 (0) 61 335 60 80 www.prestigemedia.ch Autoren Dr. Benedikt Vogel Dr. Nils Dorband Markus Limacher Max Raeb Roland Baer Silviu Mihai

Wind

Nächste Ausgabe erscheint Ende September 2015 Seite 68

Fotografen ABB Corinne Alder Grafik: Ammeraal Beltech HSR/IWK Jérôme Lefèvre Josip Regovic Messe Schweiz Mobility Solutions AG shutterstock.com Susanna Loof /IAEA Swissgrid Tepco Thomas Meile Trafo-Studie 2014 Wiedergabe von Artikeln und Bildern auszugsweise oder in Ausschnitten, nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion. Für unverlangte Zusendungen wird von der Redaktion und Verlag jede Haftung abgelehnt.


Visionen sind nachwachsend ...

... Holz-Pellets auch!

AGROLA Holz-Pellets Tradition trifft auf Innovation! Mit der Integration dieser Wärme-Ressource aus nachwachsenden Rohstoffen setzt AGROLA einen wichtigen Meilenstein in der zukunftsorientierten Strategieerweiterung. Holz-Pellets werden aus regionalem Restholz hergestellt, sind ökologisch und CO2-neutral. Mit der ENplus-A1-Zertifizierung der AGROLA Holz-Pellets, garantieren wir für automatisches und sorgenfreies Heizen. Profitieren Sie zusätzlich von unserem erstklassigen Lieferservice durch ausgebildetes ID 4 - N r. H 3 0 Personal mit langjähriger Erfahrung. C

Energierundschau 1/2015  
Energierundschau 1/2015  
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