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WE LOVE TO ENTERTAIN YOU! Dicker in allen Belangen als je zuvor, präsentieren wir euch die aktuelle Version des XS-MAG. Gerade nach den vergangenen, teils chaotischen, Wochen mit dem Verbot der XS-CarNight und dem dazugehörigen Zusammenrücken einer kompletten Szene ist diese Ausgabe so wichtig für uns, denn nicht ihr seid ein Teil von uns, sondern wir dürfen ein Teil von euch sein. Das macht uns so unheimlich stolz. Unsere kompletten Aktivitäten machen wir aus reiner Leidenschaft und aus der dadurch entstehenden Freude, euer Interesse für das Kürzel „XS“ immer und immer wieder zu wecken. Diese Ausgabe gibt es auch in leicht reduzierter Seitenzahl gedruckt. Diese ist kostenfrei und gespickt mit topaktuellen Fahrzeugen sowie 2011er Events. Allein durch unsere Sponsoren ist ein Heft dieser Art, vor allem aber die zeitgleich erscheinende gedruckte Version, möglich. Diese Ausführung wird u. a. am Bodensee, Wörthersee, VW-Pfingsttreffen und der Tuning-Expo verteilt. Dies aber nur solange der Vorrat reicht. Viel Spaß mit der Ausgabe 03/2011 Euer Andy Füllborn, der, der NIE eine weiße Fahne hissen wird! Redaktion: André Kahl, Andreas Füllborn, Matthias Reh Fotos in dieser Ausgabe: Marc Häberle, Matthias Reh, André Kahl, Chili-Custom-Motors, ms²|pictures, VICO-Board, www.global-automotive-connection.com, André Tawalbeh, Andy Füllborn Layout; Peter Michaelis / www.pm-mediastylez.de Umsetzung: Marvin Ristau / www.ristau-media.de XS-MAG Redaktion Coschützer Str. 82B 01705 Freital xsmag@xs-edition.de www.xs-edition.de

NEU 18“ ab 249 € St.

20“ ab 299 € St.


The brasilian w


way of life

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, schrieb bereits schon Hermann Hesse. Nur war für uns der Anfang dieser Story eher eine fuchse Idee. Manchmal gibt es Tage, wo wir unsere Köpfe zusammenstecken und über die kommende Saison philosophieren. So auch im letzten Dezember, wo Petrus uns über Nacht wieder einmal 30 cm Neuschnee bescherte. Wenn wir noch einmal Hand anlegen, muss es schon ein richtiges Brett sein. Ein Fahrzeug, was so nicht an jeder Ecke zu finden ist und trotzdem in die Szene passt. Der Ford F100 beispielsweise sowie ein Porsche 356 hätten uns schon gut ins Konzept gepasst. Aber es sollte alles anders kommen. Spätesten nach einem Telefonat mit Sidney von den „PS-Profis“ zeigte sich der für uns bevorstehende Weg. „Du, ich möchte gern meinen Brasilia verkaufen. Leider haben wir keine Zeit mehr, um dieses Projekt würdig fortzusetzen. Vielleicht habt ihr ja Lust, ihn weiter zu bauen?“ Diese Sätze schallten vom Dortmunder Ende der Leitung und trafen wohlwollend in

unsere Ohren. Wir mussten nicht lange überlegen denn für uns stand fest: Den oder keinen! Wir, die auch die Sendung der „PS-Profis“ auf „Sport1“ verfolgen, konnten somit den Spieß umdrehen und handelten wie auf einem türkischen Basar um jeden einzelnen Cent. „Sid“ stellte sich als zäher Partner heraus doch am Ende fanden wir eine gütliche Einigung. Wir nutzen den ersten schneefreien Tag im Januar um den Brasilia nach Dresden zu holen. Dieser hatte zwar erst 50000 km auf der Uhr, dafür aber eine Europatournee hinter sich. Im Originalzustand in Portugal gekauft und anschließend von der englischen Firma „Autostyl“ ins Königreich überführt, folgten die ersten Umbauten auf dem britischen Eiland.


Dies, bis eines Tages „Sid“ auf dem Hof nahe des Atlantiks stand und den VW auf eigener Achse nach Dortmund rollte. „Der Motorlärm war irgendwann unerträglich.“, berichtet er uns von dieser Tort(o)ur. Nun aber ist die sächsische Landeshauptstadt sein neues Zuhause. Wir fackelten nicht lang und zerlegten den Brasilia bei „Car-Art“ bis auf die Grundmauern. Der Rost war bei vielen Aktionen ein treuer

Begleiter. Über die weiteren Wochen sollten viele Fachbetriebe unseren Sprössling sowie die dazugehörigen Teile genauer kennen lernen. So führte uns wieder einmal der weite Weg nach Annaburg zur „Sattlerei Hölzner“, welcher Armaturenbrett und Sitzbank mit neuer Kuhhaut bezog. Nur bei der Wahl der Lackierung taten wir uns mehr als schwer.


Erst die Zusammenarbeit mit Christian Petzoldt von „Petzoldt´s“ brachte uns auf den richtigen Customweg. Hätten die Lackierer aus dem „Lackwerk“ vorher gewusst, auf welche Farbe und den dazugehörigen Arbeitsgängen sie sich mit uns zusammen einlassen, wäre für uns eine Absage auch nachvollziehbar gewesen. Schwänze einziehen ist aber nicht die Firmenphilosophie des jungen Dresdner

Unternehmens. Notwendig waren: 2 Schichten Basislack, gefolgt von 7 Schichten Kandy-Lasur, welche eigens an der Mischbank der Firma „Petzoldt´s“ für unser Fahrzeug zubereitet wurde. Um dieses Effektgewitter perfekt abzurunden, folgten nochmals 4 Schichten Klarlack. Ein Endergebnis wie geschaffen für die kreativen Ideen von Marko aka „Mr. Spektacolor“.


Da gibt es über die Jahre kaum noch Vorgaben von unserer Seite, sondern vielmehr lassen wir Marko komplett freie Hand bei der Umsetzung. Blattgold, Ghostbrush im 70´s-Style und Linierungen, verteilt auf der kompletten Außenhaut, verzieren nun das Lackkleid des Volkswagen. Die letzten Stunden vor der Leipziger „AMIstyle“ wurden genutzt um alle Teile wieder an ihrem ursprünglichen Platz zu befestigen, damit der nächste Schritt für uns folgen konnte, ein Schritt in unserem brasilianischen Weg des Lebens …


VW Brasilia Baujahr 1976 1,6l

Facts

Rad/Reifen: 7 x 17 Zoll ET 40 / Flat 4 Santa BRM / VA 185/35 R 17 / HA 205/40 R17 Sonstiges: Autostyl-Airridefahrwerk, Doppelläufige Auspuffanlage, Flat 4 Empi GT Lenkrad, Tankstutzen in den Kofferraum verlegt, Armaturenbrett und durchgehende Sitzbank mit Nappaleder bezogen, Alpine CD-Receiver CDE-112Ri, Alpine 2-Wege-Komponentensystem SPG-13CS Lackierung: Basislack, 1:1 Mischung der Kandy-Lasuren Root Beer und Brandy Wine, 2 Schichten MF-Klarlack und 2 Schichten HS-Plus-Klarlack, Blattgold und Ghostbrush im 70´s-Style / Support by Lackwerk, Spektacolor & Petzoldt´s


AMIstyle 2011 Leipziger Allerlei Das Leipziger Allerlei ist eine Leipziger Spezialität, die sich als Hauptgericht und als Beilage eignet. Besser könnte der Vergleich der diesjährigen Ausstellung in den neuen Messehallen nicht lauten. Die „AMIstyle“, eigentlich nur zur Beilage der dieses Jahr aussetzenden „AMI“ gedacht, hat aus dem Stehgreif bewiesen, durchaus auch als Hauptgericht gereicht werden zu können.


Über 40000 Besucher nutzen die ersten Sonnenstrahlen für einen Besuch der fünftägigen Messe. Vom Driften auf der Freifläche über die liebevoll gestalteten Clubflächen bis hin zur Entertainmenthalle der „AMIcom“ war mit Sicherheit für jeden Besucher etwas dabei. Es bleibt also abzuwarten, ob dieser Appetithappen noch einmal die Chance erhält, sich eine Stufe weiter zu entwickeln.


Tour de France


Die französische Stadt Reims ist nicht nur Etappenort der legendären „Tour de France“, sondern auch Heimatort von Markus Taccoen. Passend dazu fuhr er einen relativ seriennahen Peugeot 206 bis zu dem Tag als dieser mit einem Audi A3 kollidierte und dadurch seine komplette Front demoliert wurde. Auf den biederen Serienzustand wollte Markus dabei nicht mehr zurückgreifen. DUB-Style und Diamanten sollten als Schwerpunktthema nach diesem Komplettumbau erkennbar sein und passend zum Unfallpartner sollte eine Audi A3-Front den Weg an den kleinen Franzosen finden.


Fast identische Abmessungen machten bei der Installation keine schwerwiegenden Probleme. Diese kamen viel mehr bei der Unterbringung der 20 Zoll großen Lexani-Räder. In Verbindung des AirrideFahrwerkes mussten die Radläufe schon extrem in die Breite als auch in die Höhe gezogen werden.


Nach der Unterbringung erhielten die US-Räder die selbige aufwendige Lackierung wir der Rest der nun neuen Außenhaut. Passend dazu durfte kurze Zeit später der Innenraum ebenfalls in diesen Farbton schlüpfen. Sein Gesamtkunstwerk zeigt er nun gern auf den Straßen der historischen Altstadt Reims, nur nicht, wenn die „Tour de France“ zu Gast ist, denn da herrscht in allen Winkeln Ausnahmezustand.

Peugeot 206 XS

Facts

Rad/Reifen: 8,5 x 20 Zoll Lexani-Räder Lackiert in Wagenfarbe mit 225/30 ZR 20 rundum Sonstiges: Audi A3 Frontschürze, Grill und Scheinwerfer Umbau, ausgestellte Kotflügel, LSD-Doors, Audi TT Außenspiegel mit LED-Anzeigen, Seat Leon Heckschürze, Karosserie geglättet, Chassis Tech Luftfahrwerk, Isotta Handbremsgriff und Schaltknauf, Cremefarbene Innenaustattung von Sellerie 3000 Audio: Alpine DVD/MP3 Steuergerät, DUB Lautsprecher systeme, 2 x 12-ZollSubwoofer, 3 DUB-Verstärker, 3 Alpine TV-Bildschirme.


Die Dyane war ein populäres Modell des französischen Automobilherstellers Citroën. Technisch basiert der Wagen auf dem Citroën 2CV. Ziel war es, die Lücke zwischen dem spartanischen 2 CV und dem nächst größeren Modell zu schließen. Sie wurde zwischen 1967 und 1983 in 1,4 Millionen Exemplaren gebaut, aber weltweit vermag es nicht ein Modell so zu schocken wie diese Dyane eines Engländers. „Jedes Mal wenn ich dieses Auto fahre ist es für mich eine solche Freude, dass es mir die Tränen in die Augen treibt.“, erzählt uns Joe. Vielleicht liegt es aber auch nur am Fahren mit der offenen Windschutzscheibe im Safari-Style.


Die Hauptidee bei diesem Umbau war es, die komplette Karosse auf den Boden zu schmeißen, während sich die 15 Zoll Räder drehen. Ehrlich gesagt bekam unser FotoTeam kaum die Finger unter die extra flache Bodengruppe und dies wohlbemerkt im fahrbaren Zustand. Anfangs wurde die Länge der Zugstange zwischen Schwingarm und Federpaket radikal geändert. Inklusive ein paar hauseigener Ideen brachte dies aber „nur“ 10 cm, was ein KäferChassis auf den Plan rief. Der Zustand des Ersatzteilspenders ließ zu wünschen übrig. So blieben für die Ente nur das Fahrgestell sowie das Fahrwerk über. Um fahrbare Freigängigkeit zu erreichen, war es dringend erforderlich, die Radläufe vollständig zu bearbeiten und anschließend höher zu legen.

Dies sollte die einzige hohe Aktion bleiben. Von nun an ging es nur noch darum, der Bodengruppe die Luft zum Atmen zu nehmen. Es lief so viel in Eigenregie und Handarbeit. Trotz der zusätzlichen Hilfe von Freund Bob gingen unendlich viele Umbau-Monate ins Land, welche man dieser „VW-Dyane“ auf den ersten Blick nicht wirklich ansieht. Schlaflose Nächte, Schweiß, Einschweißbleche von einem VW-Bus sowie verschiedene, teils angefertigte, Chassis-Teile brachten den zwei Britten schlussendlich den hier zu sehenden verdienten Erfolg. Viva la Rebellion


Citroen Dyane Bj.1973 Rad/Reifen: EMPI Sprintstar 5,5 x 15 Zoll ET 26 mit 135/ 70 R15 Continental

Facts

Sonstiges: Umbau auf Fahrgestell und (Eigenbau-) Fahrwerk vom VW-K채fer, Typ-2 Pop-Out-Fensterrahmen (Safari-Style), Custom Stirnwand mit Kanister als Tank, Typ-2 Sitzbank, Start-Schalter im Race-Style, 1300 TWINPORT-Motor, Umbau auf flache Bodenplatte f체r mehr Freigang, Typ-3 Tacho, Clearance Luftfilter


CHILI ONE

Ingo Schröder, „The head“ von der Falkenseer Schmiede „Chili-Custom-Motors“, hat mit seinen 55 Lenzen viel erlebt und sicherlich nicht weniger gesehen. Doch bereits auf die Frage nach der Besonderheit seiner Chili-One kommt er ins Schwärmen. „Ehrlich, ick hab bis

zum heutigen Tag noch nicht ein Bike gesehen, welches die Auspuffanlage seitlich so trägt wie unsere Chili. Selbst im Amiland nicht!“ Genau diese handwerkliche Kompetenz macht wahrscheinlich den Erfolg des erst 2008 gegründeten Unternehmens aus.


Hier steht kein Motorrad mit Plastikverkleidungen oder gar GfK-Gedöns, sondern eine handwerkliche Meisterleistung, welche in 10 Monaten über 600 Arbeitsstunden verschlungen hat. „Ein Bike lässt sich nicht neu erfinden, aber du kannst mit deinen Händen und Vorstellungen

jedem 2-Rad eine eigene Identität verleihen.“, erzählt uns Ingo weiter. Für sein Knowhow besuchte er Blechbearbeitungskurse quer durch die Republik, denn hier hört die Arbeit eines „normalen“ 2-Rad-Mechanikers auf und die eines wahren „Customizer“ fängt erst an.


So kommt es im Showroom nahe Berlin des öfteren vor, dass Kunden seine Modelle abklopfen und dabei nie einen plastischen Ton zu hören bekommen. Nicht nur seine Kunden wissen dies zu würdigen. Schon der erste Messebesuch im holländischen Rosmalen brachte der Chili-One Platz 1 in der Cutomkategorie. Es folgten Preise über Preise, doch der Hauptpreis für Ingo ist mit Sicherheit der mit diesem Projekt verbundene Start von „Chili-Custom-Motors“ mit seiner Chili-One.


CHILI ONE

Hersteller: Chili Custom Motors GmbH Baujahr: 2008 Rad / Reifen: Lightcon TSW 3 140 / 70 R 18 4,0 x 18 280 / 35 R 18 10,0 x 18

s t c a F

Motor: TP Engineering USA, Typ 124 cui TP Pro Series (Show-Polished), 2.000 ccm mit 104 Kw / 142 PS Sonstiges:Kupplung hydraulisch, RevTech 6 Gang-Getriebe, Primär 3,5” open Belt, Chili Custom Motors GmbH Rahmen, 3D Kabel Thunderbike Federbein vorn von Chili Custom Motors, CYTEC-Air-System Luftfederung hinten Lackierung: by Streetgrafix – Berlin in Candy Apple Lack, Pinstripe handgemalt

www.chili-custom.de


Cult Style Saison opening 2011 Full house

Wieder einmal sollte uns der Weg nach Rothenburg ins sächsische Dreiländereck führen. Bereits an der Zufahrt merkten wir, dass 2011 alles ein wenig anders scheint als noch die Jahre zuvor. Zwei Stunden Wartezeit stellten für uns kein großes Problem dar, da wir kurze Zeit später mehr als würdig entschädigt wurden. Positive Stimmung an jeder Ecke sowie Multikulti-Feeling durch die vielen Nachbarn aus Polen,Tschechien und sogar der Slowakai. Ebenfalls haben sich dieses Jahr deutlich mehr Show- & ShineJäger eingefunden, welche direkt neben der stark besuchten Viertelmeile-Strecke glänzten. Bei so viel positiven Synergien ließ sich auch die Sonne nicht lange bitten und schenkte dem Cult-Style-Day Frühlingsgefühle pur.


SMURF POLICE

Liebes Tagebuch, wie bereits in der allerersten MAG-Ausgabe, werde ich auch hier mal aus meinem Nähkästchen quasseln. Es haben ja bestimmt schon einige mitbekommen, dass ich ein neues Zuhause, inklusive einem neuen Papa alias „DJPJ“ bekommen habe. Ich wohne nun seit fast einem Jahr im südlichen Teil von Brandenburg. Hier ist zwar nicht mehr so viel los wie in Dresden, aber mein neuer Papa schruppt mit mir

ordentlich Kilometer. Das letzte Jahr durfte ich meinen Bitchy-Style noch tragen. Aber bereits zum Zeitpunkt des Kaufes war klar, spätestens im kommenden Winter werde ich neue Klamotten im Schrank hängen haben bzw. auf meiner amerikanischen Außenhaut tragen. Zusammen mit Onkel Peti entstanden ein paar Fakes und die erste Farbe war blau, welche Papa „PJ“ und auch mir auf Anhieb gefiel.


So ging es wieder einmal zu Onkel Patrick in die neuen Hallen von „Edition8“. Da sollte eigentlich nur das Rosa getauscht werden, damit der Style von „Hello Bitchy“ weiterleben konnte. Aber wer Patrick kennt und nun allein die Bilder vom Dach sieht, weiß, dass nicht einfach nur ein Blau lackiert wurde. Da ich wieder ein Themenauto werden sollte, überlegten wir, was da am besten passend wäre. Schlümpfe hörte ich irgendwann, aber einfach einen Schlumpf draufpappen, das wäre nicht das Wahre gewesen. Onkel Peti bastelte an einen Gangsterschlumpf und meinte: „Das Auto sieht doch aus wie ein Polizeiauto, machen wir doch so etwas.“ Zum Schlumpf wurden anschließend noch der Sheriffstern, Handschellen und Pistolen dazugefügt und somit war ich fertig für die neue Saison.


Nur frage ich mich seitdem, ob ich noch eine Dame bin oder einfach nur im falschen Körper gefangen?! Egal, wie auch immer. Diese Saison lebe ich mit dem Boys-Style, aber der nächste Winter kommt bestimmt.

s t c Fa

Chrysler 300C 3,5 l / 250 PS Rad/Reifen:

9,5 x 24 Zoll Lexani Pyro / Black-Edition mit 275/25 ZR 24 Pirelli P-Zero rundum Sonstiges: Sonderlackierung by Edition8, Scheibenbedampfung rundum, RCS-Airride, Rolls Royce Phantom Scheinwerfer, Design by Style-ist-geil.de, Enco Edelstahlanlage, SLN-Kennzeichen, Alpine Multimedia by Audiocom, Innenausstattung in Leder Schwarz & Alcantara Braun, Bentley-Grill, Außenspiegel in Leder, Bodycleaning, LED-Heckleuchten


Krieg der Welten

oder alles eine Frage des persönlichen Stils?! Durch die im Moment 4 großen angesagten Stilrichtungen - OEM, Retro, Custom und der RAT-Style - spürt man genügend Pro und Kontra in der Szene, so dass wir diesen „Krieg der Welten“ für euch ein wenig durchleuchten wollen. Auf der Suche nach dem persönlichen Stil müssen wir die Uhr schon mehr als eine Runde zurückdrehen. Fängt dieser nicht schon in der Grundschule an?! Die „coolen“ Kids trugen ihren Schulranzen lässig nur auf einer Seite und kauten ihren Kaugummi auch gern einmal während des Unterrichtes. So ging es weiter im Matchbox-Regal. Auch da wurden die Fahrzeuge gern mit Stickern und Filzstiften umgestylt sowie die kleinen Federn entfernt, um somit damals schon mehr Tiefgang zu erreichen. Es folgte die Zeit der BMX-Räder und Mopeds, wo ständig lackiert, Querstangen eingeschweißt und auch sonst jede verfügbare Fläche verändert wurde. Ende der 80er eroberten Bodykits und gewaltige Heckspoiler die Szene und diese wurden dann Mitte der 90er durch einen heute unter dem Namen bekannten OEM-Trend abgelöst, denn schon da wurde der E-Kadett mit Teilen vom GSI verschönert. Auch da war es immer wieder zu beobachten, wie Teile vom Golf 2 GTi inklusive BBS-Felgen den Weg an den eigenen noch biederen 60 PS Golf fanden.

+ Fahrbarkeit + TÜV-Abnahme + Zeitlos + Stabiler Zeitwert - Teilemangel - Kostspielig

Der Felgenmarkt war zu dieser Zeit mehr als überschaubar. ATS-Cup, BBS, Borbet A und die ersten Gehversuche der Firma Schmidt fassten damals in der Szene Fuß und erleben nun durch den aufblühenden Retro-Trend ein Revival. Dadurch wird es aber auch immer schwerer, den wirklichen momentanen Trend zu erkennen, da auch die OEM- als auch die Rattenfraktion gern auf dieses Räder- und Zubehörregal zurückgreift. Als vierte Stilikone kann sich der Customtrend lächelnd zurücklehnen, denn all das beansprucht dieser kaum für sich. Geht nicht, gibt es nicht, ist das Custom-Motto und was nicht passt, wird passend gemacht bis das der TÜV uns scheidet. Dabei gibt es vor allem beim Thema Custom sehr viel Licht und Schatten. Die Top-Umbauten sind meist die Sahnestücke jeder Veranstaltung und die weniger guten die Lacher der Nation. Auch die OEM-plus-Garde tangiert für uns öfters einmal die Customlinie, da vor allem in dieser Szene die Arbeiten radikaler ausfallen als es so manchem Hersteller lieb gewesen wäre. Aber was wäre unsere Szene ohne genügend Zündstoff gerade nach dem letzten Jahrzehnt der „relativen“ Langeweile? Denn aus dieser Zeit ist außer dem „Fast and the furious“Trend und der Start der Rattenrevolution nicht wirklich viel hängen geblieben.

Retro


+ TÜV-Abnahme + Fahrbarkeit + Der Stil für „reife“ Tuner + Aufwand + „Kostengünstig“ + Versteckte Schönheit + Alltagsfähigkeit + Passgenauigkeit durch qualitativ hochwertige Teile (plug in play system) - Weniger Individualität - Schwer umsetzbar bei Exoten - Versteckte Schönheit (bewusst 2 x)


Rat Style

+ Aufwand +„Kostengünstig“ + Zeitgleiche Entrümpelung des Kellers + Keine Reinigung notwendig - Haltbarkeit - TÜV-Abnahme - Wertverlust


CUSTOM

+ Eigene Kreativität + Einmaligkeit + Show- & Shine-Charakter - Meist Firmensupport notwendig - TÜV-Abnahme - Kosten - Fahrbarkeit und Komfort -Qualität von Umbaukits (GfK)


1 1 0 2 i n u J i Pin-up Ma


Der DUBgänger

Bei der „dubgang“ aus dem tschechischen Liberec ist alles so gewollt wie es präsentiert wird. Dies zählt ebenfalls für die ungewollten Sachen. Die Gang um Patrick Bures hat sich fest auf die Marke Volkswagen eingeschworen, wo

bei allen Clubfahrzeugen der sogenannte „DUB-Style“ zelebriert wird. Dub ist zum einen das englisch Verb für „mischen“ und steht im Bereich Tuning für eine grenzübergreifende Stilmischung der besonderen Art.


Bei diesem Corrado wurde bewusst nicht auf Heckwischer und Embleme verzichtet. Notgedrungen musste allein für die 8 und 9 Zoll breiten „Porsche Strosek“-Felgen

die Radhäuser gebördelt werden, damit bei der tiefsten Präsentationseinstellung die Räder hauchdünn verschwinden können.


Bevor aber ein brauner Farbton aus dem Wolfsburger Regal den Weg auf das Coupé finden durfte, erfreute sich die in die Jahre gekommene Innenausstattung noch an einer Komplettbehandlung beim regionalen Sattlerbetrieb. In der Zwischenzeit wurde das Hauptaugenmerk auf die Hubraumerweiterung sowie der Wunsch nach 40 mehr PS gelegt, was spätestens nach dem Umbau auf ein kleineres Laderad kein Wunschdenken mehr bleiben sollte. Somit hat Patrick gut lachen, wenn er nun auf seiner orangefarbenen Innenausstattung Platz nimmt, um anschließend im grenznahen Gebiet den deutschen Nachbarn zu zeigen wo sein Corrado die Locken hat. VW Corrado Baujahr 1991 / 1,9l G60 / 200 PS

Facts

Rad/Reifen: 8 x 17 Zoll Porsche Strosek mit 185/ 35 R 17 Nangkang VA 9 x 17 Zoll Porsche Strosek mit 195/40 R 17 Continental HA Sonstiges: Airbagit-Airride, Kamei Jalousie, in.pro.-Heckleuchten, Lackierung in LH8Z vom VW T5, USKennzeichenaussparung, kompletter Innenraum in Echtleder, Hubraumerweiterung von 1,8l auf 1,9l, Umbau auf kleineres Laderad


The VolksWorld Show 26th to 27th March 2011 Sandown Park / Esher / UK

Auf dem Papier hat der gemeine Engländer eigentlich nicht viel übrig für das Thema „made in Germany“. Umso erstaunlicher ist es, dass eine der besten luftgekühlten VW-Shows gerade auf der Insel zu Hause ist. Die VolksWorld Show zieht seit Jahren die besten luftgekühlten Volkswagen als auch Besucher aus ganz Europa in seinen Bann. Die letzten Jahre schwappte somit der eine oder andere Trend in Richtung Festland.


Wie auf unserer Fotostrecke bereits zu sehen ist, suchte man dieses Jahr leider vergeblich nach neuen Stilrichtungen. „Up to date“ scheint auch für 2011 immer noch der Ratten-Trend zu sein. Es gab nicht wirklich etwas zu entdecken, was es so nicht schon einmal zu sehen gab. Ein Highlight bot die diesjährige VolksWorld Show dann aber doch. Die deutsche Firma „CSP“ holte mit ihrem Karmann Ghia Typ34 Drag Racer den „Best of Show“-Pokal nach „good old Germany“.


Mr. SPEKT

Made in th

Bei unserem Fototermin, unweit von Chemnitz, schallte es bereits an der Eingangstür: „Schau dich abor bidde nisch so genau um, du weesd dor, hier siehts immor aus wie in Korea!“ Marko Moschner (28) ist nicht nur ein Paradebeispiel für feinste sächsische Redensart, sondern noch viel mehr ein Mann mit Champions League-Format im Bereich Lackkunst. Bis zum

Jahr 2009 lebte er seinen Beruf noch unter dem Motto „made in the garage“. Zwei alte Garagen, direkt vor seiner Haustür, dienten über lange Jahre als perfekte Brutstätte für seine Ideen. Dabei sieht er sich weniger als Airbrusher, sondern mehr als Customizer, garniert mit Pinstripes und Linierungen, wo der Teufel meist im Detail sitzt.


TACOLOR

he garage


Sein Talent hat sich über die Jahre deutschlandweit herumgesprochen und so folgte Ende 2009 zwangsläufig ein Umzug in ein größeres Headquarter. „Der Platz zu Haus hat vorn und hinten nicht mehr ausgereicht, zumal meine Kunden über die Wintermonate immer gern ihre Karren auf´m Hof stehen lassen.“, erzählt uns Marko. Nun hat er „genügend“ Platz in Taura gefunden und könnte da auch die ländliche Ruhe genießen. Ruhe? „Sunshine Live“ in gut vernehmbarer Lautstärke ist das Radioprogramm von „Mr. Spektacolor“. Selbst wir haben noch keinen Tag erlebt, wo dieser Sender nicht durch die Hallenboxen vibrierte. Wenn dies aber die Inspiration für seine Arbeiten ist, soll es so sein wie auch 1 - 2 Fläschchen Gerstensaft (Anzahl von der Redaktion ein wenig nach unten korrigiert), welche immer gut gekühlt im Kühlschrank auf Marko warten. XS-MAG: Dieses Jahr im Februar konntest du bereits dein 5-jähriges Betriebsjubiläum feiern. Wie viel Mal wurde angestoßen? M.M.: Ehrlich gesagt … noch gar nicht. Immer zu viel um die Ohren und unser kleiner Nachwuchs nimmt gerade die letzte Freizeit. XS-MAG: Du bist nun schon ein gutes Jahr im neuen Headquarter zu Haus. Kommt mit mehr Platz auch noch mehr Kreativität? M.M.: Das schon. Der Umzug war sehr gut, aber auch dringend notwendig, da man doch mehr Platz hat und von Zuhause raus ist. Inzwischen sind aber auch hier die Platzreserven komplett am Ende. Suche schon ein neues Headquarter, noch größer und endlich mit einer eigenen Lackierkabine

XS-MAG: Der Tuningtrend neigt sich seit geraumer Zeit vermehrt zum Thema OEM. Wie stehst du dazu? M.M.: Ist doch auch schön. Mag es auch gern ansehen. Ein Auto und dessen Umbau sollte aber immer individuell sein. Bei mir fängt Umbauen erst ab Motorraum-Cleaning etc. an. Alles (Außenoptik, Motorraum, Innenraum) sollte angepasst sein. Man sollte sein Auto von anderen unterscheiden können, dabei aber erkennen, um welchen Autotyp es sich handelt. Alles in allem kann aber gern etwas mehr Hand angelegt werden als „nur“ OEM

XS-MAG: Was macht für dich den perfekten „Style“ aus? M.M.: Du, keine Ahnung! Es muss einfach geil aussehen und immer ein wenig anders sein. No fucking trends! Wenn, dann machen wir welche! (lacht)


XS-MAG: Du bist ja tief mit der Marke Volkswagen verwurzelt. Gibt es ein Projekt, wo du nach allen Regeln der Kunst noch einmal selber Hand anlegen wolltest? M.M.: Jap! Das schon. Es würde aber „nur“ 2 Räder haben und einen V2-Motor als Basis … Mal schauen. Aus Zeitmangel sind halt auch eigene Projekte Mangelware ... Leider!

XS-MAG: Wie schauen deine Pläne für die nächsten Jahre aus? Bleibt der Szene dein Talent erhalten? M.M.: Möchte eigentlich weiter ausbauen ... Würde halt gern alles aus (m)einem Hause haben, ohne irgendwelche Zulieferer! Das ist das Ziel und dahin führt mich mein Weg.

www.spektacolor.de


Alpine ImpreZZions und Subaru FaSTInation Faszinierende Impressionen, die erhält man nicht nur bei der Betrachtung des neuen Subaru WRX STI von Michael Ruffing. Der mit gut 300 PS und über 7000 Watt reichlich mit Leistung ausgestattete Fahrschulwagen treibt den Fahrer und seine Fahrschüler wieder mal zu einem Fahrvergnügen der besonderen Art. Hier bedeutet 5.1 in Verbindung mit 4 x 4 Action pur in allen Situationen. Und während sich die Hankook Reifen in den Aphalt fressen, drücken die beiden SWRT10 noch zusätzlich in die Magenregion. Wenn Fahrschüler, -lehrer oder -prüfer Höhenangst verspüren sollten, wird das Bilstein-Fahrwerk noch ein Stück runtergeschraubt. Da wird Prüfungsstress zur Nebensache und es geht zügig um jede Ecke. Doch bevor es überhaupt zur ersten Fahrsession geht, sind die ersten Eindrücke schon atemberaubend. Das in Blau und Gold gehaltene Fahrschulmobil sorgt von außen für mächtig Eindruck und lässt die OZ-Felgen mit der Sonne um die Wette glänzen. Spätestens, wenn die Klappen des KKS Performance-Auspuffes von Säuseln auf „angemessenen Sound“ gestellt sind, steht der Mund offen. Das Rennfieber ist geweckt, Ladedruck, Öltemperatur und Öldruck geprüft - los geht’s!


Jetzt gibt es kein Halten mehr, die CD liegt bereit und der erste Gang verspricht einen Start der besonderen Art. Spätestens jetzt machen sich die vielen Stunden detailverliebter Einbauarbeit von Hifi-Profi Michael Fraß und Autosattler Jörg Wagner bezahlt. Alles was sich durch die Fliehkräfte versucht in Bewegung zu setzen, wird durch eine optimale Installation gehalten, präsentiert und zum Klingen gebracht. Für die hinteren Lautsprecher wurden durchaus ungewöhnliche Einbaupositionen gewählt. Durch den Einsatz des neuen 5.1 Soundprozessors und um den damit resultierenden Raumklang perfekt umzusetzen, wurden die Chassis in die C-Säulen eingefasst. Aus optischen Gründen wurde komplett darauf verzichtet, Anlagenkomponenten in den Kofferraum zu verfrachten. Die Linie des STi mit seinem markanten „Tresen“ wäre völlig zerstört. So bleibt als netter Nebeneffekt auch der Kofferraum vollständig nutzbar – irgendwo muss der Fahrlehrer ja schließlich sein Valium transportieren. Die Verstärker wurden statt dessen perfekt in die Rücksitzbank integriert. Die Woofer spielen in Old-School-Optik auf der Hutablage. Die Verwendung neuester Alpine Flachwoofer ermöglichte die Gestaltung eines entsprechenden Gehäuses aus GfK.


Das bringt letztendlich sogar noch Vorteile bei der Gewichtsverteilung, denn die Performance und der Fahrspaß sollten bei einem solchen Projekt nicht leiden. Mit diesem Subaru wird Michael wohl jeden seiner Fahrschüler begeistern und dem Motto der Fahrschule „Crazy Drive“ gerecht werden. Aber am besten ihr seht euch diesen Subaru bei der XS-CarNight, der Tuning World Bodensee, der Tuning Expo Saarbrücken oder am Wörthersee selbst einmal an. Ihr werdet begeistert sein!

Subaru WRX STI Sedan

Facts

Rad und Reifen: OZ Ultraleggera HLT in 8,5x19 ET38 in Gold mit Hankook S1 Evo in 245/35 ZR19

Lackierung: Sonderlackierung der Felgen, Innenraum und Auto in Standox Gold mit Pinstripes Sonstiges: Bilstein B16 Gewindefahrwerk, KKS Performance 3“ Klappenauspuffanlage, Forge Motorsport Blow Off, DEFI Zusatzinstrumente für Ladedruck, Öltemperatur und Öldruck, Greddy Turbo Timer, HiFi: Alpine Naviceiver INA-W910R, Soundprozessor PXA-H800 + RUX-C800, Rückfahrkamera HCEC300, Lautsprecher Front SPR-60C, Rear SPR60, SPG-10C2 Center Speaker, Subwoofer 2x SWR-T10, Monoverstärker 2x PDX-M12, Vierkanalverstärker 2x PDX-F6, DVB-T Tuner TUE-T250DV HiFi-Einbau von Hifi-Kreativ.de – Michael Fraß Innenraum: Sattlerarbeiten von Ausstattungswerkstatt Wagner


XS-MAG on tour: Tuning-World / Wรถrthersee / VW-Pfingsttreffen

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