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risControl Das Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation Nr. 03 - 2019 | Heft 477 | 40. Jahrgang

Wenn der Kfz-Schaden zum Erlebnis wird Interview mit Mo´Drive Geschäftsführer Wolfgang Weinberger und Andreas Büttner, Geschäftsführer ARISECUR

Schöne neue Autowelt Eines ist fix: Die Mobilität von heute wird mit der zukünftigen Art der Fortbewegung wenig gemein haben.

Maßgeschneiderte Lösungen in exzellenter Qualität Interview mit Besim Akinci, CEO Europ Assistance

wefox erhält Rekordsumme Interview mit wefoxGründer und CEO Julian Teicke


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EINE TOTAL VERRÜCKTE WELT

Ein Nachschlag zum Brexit: Wer die Auseinandersetzung im britischen Parlament mitverfolgt hat, wunderte sich über die Härte, mit welcher sich die right honorable MPs (Member of Parliament) bekämpften. Selbst der Speaker of the House of Commons (UK-Unterhaus) bekam sein Fett ab. Er, sozusagen höchste Autorität, Präsident und Schiedsrichter zugleich, repräsentiert the Commons to The Queen, und hat absolut unparteiisch zu sein. Und dann das: Ein MP entdeckte, dass sich hinter der Windschutzscheibe des Autos seiner Frau eine Tafel mit der Aufschrift befand (ungefähr so) „Pfui, Brexit.“ Eine total, total verrückte Welt. Unsere Parlamentarier hingegen agieren mit Würde, Anstand und Gelassenheit. Sie vertreten die Interessen ihrer Partei, welche nicht unbedingt ihre eigenen sein müssen, und die Interessen ihrer Wähler. Aber das funktioniert nicht so einfach, denn eigentlich sollte man vorher den Wählern mitteilen, welches Programm bzw. welche Ziele man hat. Erst dann kann man Wähler gewinnen. Eine total, total verrückte Welt. Dazu passt: Eine Gruppe von Startups eröffnet am kommenden Monatsersten, dem ersten April, ihren digitalen Shop. Ihr Geschäftsmodell lautet: „Was ist dein Opa wert?“ Nachdem man wenige Fragen am Bildschirm beantwortet hat, erfährt man den Wert, der sofort bar ausbezahlt wird. Der dazugehörende Werbeslogan lautet: „Wir machen Deinen Opa glücklich!“ Das Projekt sei nahezu ein Jahr lang in Echtzeit geprüft und getestet worden. Und in all den tausenden Fällen habe es nicht eine einzige Beschwerde gegeben, sagen die Geschäftsherren. Doch einen Fall gibt es. Eine Betroffene schreibt auf Twitter: „Als ich meinen geliebten Opa zurückhaben wollte, begab ich mich zur Mietfamilie. Dort erklärte man mir unter Tränen, man habe, in höchster Not, den Opa verkauft. Ich erforschte seinen Aufenthaltsort. Er war untergebracht beim Stamm eines ehemaligen Naturvolkes – das waren Menschenfresser – der jetzt hier bei

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uns in der Stadt lebt und von einem mittelostasiatischen Gebiet gesponsert wird. Als ich mit einem Rettungstrupp eintraf, war mein Opa schon gewürzt und gesalzen. Und besonders leckere Körperteile mit roter Farbe umrandet. Glücklich, konnte ich das Schlimmste verhindern.“ Das muss wahr sein, denn so etwas kann man nicht erfinden. Eine total, total verrückte Welt. Manchmal nimmt der Schrecken kein Ende. Aus Kreisen der EU-Bürokratie wird verlautet, dass man sofort nach der Europawahl, Konstituierung von Parlament und Kommission eine verschärfte Version à la DSGVO herausgeben werde. Die IGSGVO (Ideen- und Gedankenschutz-Grundverordnung). Danach soll Raubkopierern, Abkupferern und Plagiatoren das Handwerk gelegt werden. Wer nicht nachweisen kann, dass er das Original ist oder dass das Objekt des Diebstahls zumindest von einem anderen Kontinent stammt, der muss mit drakonischen Strafen rechnen. Doppelt so hoch wie bei der DSGVO. Die Ruhezeit jener, die sich das Denken, Erfinden oder Gründen bisher erspart haben, ist vorbei. Like as compact legislation, wie der Engländer sagt, denn noch vor der Europawahl soll am kommenden Monatsersten, dem ersten April, eine erste Phase von Vorausanzeigen durchgezogen werden. Eine total, total verrückte Welt. Es sind schon wunderliche, ungewöhnliche Zeiten. Man kommt kaum noch dazu, sich seinem Job zu widmen, sich an seiner Familie zu erfreuen oder auch nur einen Gedanken an Urlaub zu verschwenden. Soeben bemerke ich erschrocken, dass wir abgekupfert haben. Denn der Titel „Eine total, total verrückte Welt“ ist ein Filmtitel aus dem Jahre 1963. Jetzt heißt es fleißig sparen, damit wir bis zum Ersten des kommenden Monats, dem ersten April, die 80-Million-Euro-Strafe zusammensparen können. „No problem“, ruft unser Ethik-Coach, denn das kommt aus Amerika, also von einem anderen Kontinent, daher keine Strafe. Ist das nicht eine total, total verrückte Welt?


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Editorial 03

Markt

Eine total verrückte Welt

News 06 06 06 07 07 08 08 08 09 09

Studienergebnisse WIFI Wien Übernahme Lucky Car Ausbau der Vertriebsstruktur Allianz Partners CO²-Senkung VBV-Betriebliche Altersvorsorge AG Branchenmonitor ÖGVS Neuer Leiter Generali Versicherung Ideen mit Weltblick Wiener Versicherungsmakler Neuer Gebietsleiter Europäische Reiseversicherung App feiert Geburtstag FinanzAdmin

Steirer gelten als gastfreundlichste Österreicher Allianz Partner Österreichs

Kolumne 20 44

Der Wert des Lebens Mag. Christian Sec Über den Tellerrand - Messbar machen, was messbar ist Mag. Christian Sec

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Stabiles Jahr 2018 VVO Digitaler Assistent Zurich Schöne neue Autowelt Mag. Christian Sec Paketweise Sicherheit Neue Fondsgebundene Continentale Assekuranz Service GmbH Sichere Website Die Versicherungsagentur

Neue Unfallversicherung

NÜRNBERGER/GARANTA Versicherung

Joint Venture: twinfaktor Wiener Städtische/ConVista

Neuer VAV KFZ-Tarif: So versichert man KFZ heute Versicherung gegen Cyber-Angriffe Wiener Städtische Versicherung AG Jahresergebnis 2018 Helvetia Österreich Internationale Expansion ARAG/DAS Makro-Barometer J.P. Morgan Asset Management Übernahme in Polen Vienna Insurance Group Solides Wachstum UNIQA Versicherung

Analyse der Pensionskassen Mercer Deutschland

04 | INHALT


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Veranstaltung

Interview 12 18

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Maßgeschneiderte Lösungen in exzellenter Qualität Besim Akinci, CEO Europ Assistance Aus- und Weiterbildung für die österreichische Versicherungswirtschaft Mag. Christine Rudolph und Mag. Christian Eltner, Geschäftsführer BÖV

Wenn der Kfz-Schaden zum Erlebnis wird

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Wolfgang Weinberger, Geschäftsführer Mo‘Drive, und Andreas Büttner, Geschäftsführer ARISECUR

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Finanzen 48

Investieren in Gold, Silber, Platin und Palladium Michael Kordovsky

Verband österreichischer Versicherungsmakler

Konzertabend

Wiener Städtischer Versicherungsverein

Vermögensberater des Jahres

Fachverband der Finanzdienstleister Event im Novomatic Forum UNIQA Österreich

Studie

wefox erhält Rekordsumme

Julian Teicke, Gründer und CEO wefox

Innovation und Beständigkeit in der Industrieversicherung – geht das?

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05 | INHALT

Kfz-Schadensmeldungen über Smartphone-/Tablet-Apps: Wahrnehmung und Akzeptanz durch Versicherungskunden Sind risikofreudige AutofahrerInnen höher versichert?


Studienergebnisse gegenübergestellt. Fragt man die Arbeitnehmer, was bei einem potenziellen Arbeitgeber am wichtigsten ist, kristallisiert sich die faire Entlohnung als das führende Kriterium heraus (knapp 54 %). Im Vergleich dazu denken nur 38 Prozent der Personalverantwortlichen, dass dieser Aspekt für die Arbeitnehmer eine sehr hohe Wichtigkeit hat. Außerdem haben Arbeitsplatzsicherheit und Karriere einen großen Stellenwert für

die befragten Arbeitnehmer. Bei der Einschätzung in Bezug auf flexible Arbeitszeiten und Home-Office liegen die beiden Stakeholder näher beieinander. Ebenso zeigt die Studie, dass Weiterbildung beiden Seiten sehr wichtig ist. Weitere Punkte waren noch Rekrutierungsverhalten, Fachkräftemangel und Aufholbedarf bei Bewerbungen. „Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen, die nach neuen Strategien verlangen, auch im Recruiting. Menschen wollen verstanden und nicht entdeckt werden. Gelingt es, sie an Bord zu holen, läuft das Schiff sicher in den Hafen wirtschaftlicher Erfolge ein“, schließt Mag. Kluger-Schieder.

Kfz-Werkstattkette Österreichs. Midas bietet Kfz-Reparaturtätigkeiten für alle Marken mit bis zu 30 Prozent günstigeren Preisen gegenüber klassischen Vertragswerkstätten an. Es werden alle 55 Mitarbeiter der Midas-Filialen übernommen. Die vorhandenen Midas-Standorte werden

modernisiert, weitere Arbeitsplätze geschaffen und im Zuge von Fort- und Weiterbildungen ein einheitlicher Maßstab gesetzt. Optisch werden die Standorte bis spätestens Q3/2019 in wohlbekanntes Lucky-Car-Gelb getaucht. Der Umsatz des Geschäftsjahres 2018 von Lucky Car betrug 14 Millionen Euro. Durch den Kauf von Midas und weitere Expansion des Franchisesystems von Lucky Car wird ein Gesamtumsatz von 25 Millionen Euro prognostiziert.

WIFI Wien

„Mitarbeiter sind das größte Kapital eines Unternehmens. Top-Mitarbeiter sorgen für Top-Ergebnisse, die Unternehmen zu Spitzenreitern ihrer Branche machen. Den Kampf um die besten Talente gewinnen Unternehmen, wenn sie die Wertewelt ihrer Mitarbeiter verstehen“, ist Mag. Barbara Kluger-Schieder, Insitutsleiterin WIFI Wien, überzeugt. Den Erfahrungen von über 90 Personalverantwortlichen wurden die Sichtweisen von über 500 Arbeitnehmern

Übernahme Lucky Car

Lucky Car, der Spezialist für Lack und Karosserie, hat die Kfz-Werkstattkette Midas Österreich mit neun Filialen in Wien gekauft, und damit das eigene Angebot der Service- und Dienstleistungen umfangreich erweitert. Somit ist Lucky Car mit nunmehr fast 40 Standorten bundesweit die größte „freie“

Ausbau der Vertriebsstruktur Allianz Partners

Seit Kurzem verstärkt Dominic Gantner, MBA, das Allianz-Partners-Team als Chief Sales Officer für Österreich und Südosteuropa. Sein Ziel ist es, die Nähe zu den Partnern in allen Regionen weiter auszubauen und vor allem im B2B2C-Versicherungs- und Assistance-Bereich weiterhin stark zu wachsen. Im Fokus steht dabei der Kunde, dem Allianz Partners transparente, einfache und schnelle Hilfe und Lösungen bietet. Im Bereich Reiseversicherung wurde hier mit dem digitalen Allianz-Travel-Ver-

kaufs- und Schadenportal bereits ein erster Schritt getan. In der Garantie- und Geräteversicherung werden ebenfalls ähnliche neue Lösungen implementiert, inklusive der effektiven Integration am Point of Sale. „Unsere Märkte in Österreich und Südosteuropa bieten enormes Potenzial. Mit erfahrenen Experten und unserem Mix aus Versicherungsprodukt, Assistance-Leistung und Technologie sind wir ideal für die Zukunft aufgestellt“, so Gantner. 06 | NEWS

Dominic Gantner, MBA


CO²-Senkung

VBV-Betriebliche Altersvorsorge AG 2018 konnte die VBV-Pensionskasse ihren CO²-Fußabdruck erneut deutlich verringern, die absoluten Emissionen sanken um 57.000 Tonnen. Diese Verbesserungen machte unter anderem die Umstellung auf den größten österreichischen Aktien-Spezialfonds „Low Carbon“ möglich. „Die VBV-Pensionskasse nimmt den Klimaschutz sehr ernst. Daher setzen wir seit Jahren einen Schwerpunkt in der nachhaltigen Veranlagung und messen und reduzieren unseren CO²-Fußabdruck“, berichtet Mag. Günther Schiendl, Vorstandsmitglied der VBV-Pen-

Welche Unternehmen haben die zufriedensten Kunden? Das österreichweite Ranking im Bereich Kundenzufriedenheit der Gesellschaft für Verbraucherstudien wurde auch heuer in Kooperation mit dem Magazin NEWS durchgeführt. Während die besten Bewertungen auf einen Kundenzufriedenheits-Score von 8,7 von möglichen 10 Punkten kamen, schnitten die schlechtesten mit gerade mal 5,1 Punkten ab. Den ersten Platz hat heuer der Lebensmitteldiskonter „Hofer“ belegt, Amazon konnte nur den zweiten Platz erreichen. Auf weiteren Plätzen folgen booking.com, der ÖAMTC und die Drogeriemarktkette DM. Österreich-Tarifvergleichsportal durchblicker. at schaffte den Sprung unter die beliebtesten Marken Österreichs und rangiert auf Platz 13. Reinhold Baudisch, Geschäftsführer von durchblicker.at: „Wir werten die hohe Zufriedenheit unserer Nutzer als Anerkennung dafür, dass wir Geldsparen bei Versicherungen, Finanzen, Energie und Telekommunikation so einfach und bequem gemacht haben.“ Zu den beliebtesten Branchen mit der höchsten Kundenzufriedenheit zählen v. a. Branchen

sionskasse. Die VBV-Pensionskasse konnte mit ihrer Low Carbon-Initiative in drei Jahren die absoluten Emissionen um rund 138.000 Tonnen verringern, das wäre umgerechnet der gesamte CO²-Jahresverbrauch einer Stadt wie Villach oder Wels. „Wir setzen seit Jahren auf die Strategie ‚Ertrag mit Verantwortung‘. In diesem Zusammenhang achten wir neben ökonomischen Aspekten bei unserer Veranlagung auch besonders auf die Nachhaltigkeit unserer Veranlagungsentscheidungen. Damit zählt die VBV – ebenso wie mit ihrer langfristigen Performance – auch international zu den ersten der Branche.“

Branchenmonitor

ÖGVS

in den Bereichen Reisen & Tourismus und Gesundheit. So finden sich unter den TOP-Unternehmen viele Hotelgruppen und Reisevermittler, aber auch Kliniken, Optiker und Sanitätshäuser. Ebenfalls beliebt: Spielwarenhändler, Babyausstatter, Kinoketten und Parfümerien. Eher unzufriedene Kunden haben v. a. Banken – egal ob im Online- oder Filialgeschäft – und Versicherer zu verzeichnen. In der Kategorie Geld, Banken & Versicherungen erreichte im Bereich Krankenversicherung die UNIQA Versicherung einen Score von 7,12 Punkten. Im Segment Reiseversicherung erreichte die Europäische Reiseversicherung den ersten Platz mit einem Score von 7,47. Das Schlusslicht im Kundenzufriedenheitsranking sind die Zeitarbeitsfirmen. Keine der untersuchten Branchen hat unzufriedenere Kunden als diese. Erstaunlich: Auch Sing07 | NEWS

lebörsen und Partnervermittlungen sind weit hinten platziert und erreichen unter den 177 untersuchten Branchen nur die Plätze 174 bzw. 169.

Reinhold Baudisch, Geschäftsführer von durchblicker.at


Neuer Leiter

Generali Versicherung Alexander Bogensperger ist neuer Leiter Unabhängige Vertriebe in der Steier-

mark, Kärnten und Osttirol. Er folgt damit dem viel zu früh verstorbenen Andre

Bindlechner nach. Alexander Bogensperger trat 2008 in die Generali Versicherung ein und war bis 2014 im Bereich Unabhängige Vertriebe tätig. Nach einer leitenden Funktion in der Branche wurde er nunmehr mit der Verantwortung für die oben genannten Regionen betraut.

Ideen mit Weitblick Wiener Versicherungsmakler Die Wiener Versicherungsmakler haben einen Ideenwettbewerb für ihre Mitglieder initiiert. Welche Arbeitsvorgänge könnten vereinfacht bzw. effizienter gestaltet werden? Gibt es Kundengruppen, deren Bedürfnisse mehr wahrgenommen werden sollten? Wie wird der Beruf „Versicherungsvermittler“ für den Nachwuchs interessant? Die Wiener Versicherungsmakler wollen gemeinsam mit ihren Mitgliedern die Zukunft gestalten und suchen im Rahmen des Wettbewerbs „Ideen mit Weitblick“ heute die Lösungen für morgen. Fortschreitende Digitalisierung und technischer Fortschritt erfordern aber auch innovative Ideen, die neue Wege aufzeigen und sich an den individuellen Bedürfnissen der Menschen orientieren. Mit dem Wettbewerb „Ideen mit Weitblick“ ermöglicht die Fachgruppe Wien ihren Mitgliedern, die Zukunft der Wiener Versicherungsmakler mit-

zugestalten. „Eine wirklich gute Idee erkennt man daran, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen erscheint, hat Albert Einstein einmal gesagt. Jede Anregung ist also wertvoll und bringt uns nach vorn. Unsere Mitglieder sind herzlich eingeladen, uns auch Ideen zu schicken, die auf den ersten Blick vielleicht unrealistisch erscheinen – manche haben auf den zweiten Blick sicher Potential“, erklärt Helmut Mojescick, Fachgruppenobmann der Wiener Versicherungsmakler. Wer seine Gedanken, Anregungen oder Lösungen für ein Problem in einem Text, Video oder in einer Skizze einreicht, kann Preise im Gesamtwert von 1.000 Euro gewinnen. Der Makler mit der besten Idee erhält für ein ganzes Jahr ein persönliches Werbeplakat auf einem Bahnhof seiner Wahl. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2019. Die

besten Ideen, die eine unabhängige Jury auswählt, werden ab Mitte Juli 2019 auf der Website www.maklertag.at/ideenmitweitblick vorgestellt und können von Kollegen, Kunden oder Geschäftspartnern zum Favoriten gewählt werden. Die Siegeridee wird im Rahmen des Maklertags 2020 prämiert.

Neuer Gebietsleiter

Europäische Reiseversicherung Thomas Brauneder ist neuer Gebietsleiter der Europäischen Reiseversicherung für die Steiermark, Oberösterreich und Kärnten. Zuletzt war der erfahrene Vertriebsexperte Regionalleiter Verkauf bei einer renommierten Wochenzeitung in der Steiermark. Seine Karriere in der Versi-

cherungsbranche hat Brauneder bei der Oberösterreichischen Versicherung als Schadenreferent begonnen. Vor seiner Tätigkeit im Verlagswesen war er Leiter der Maklerabteilung und Kooperationen Steiermark und Südburgenland bei der Merkur Versicherung. 08 | NEWS

Thomas Brauneder


App feiert Geburtstag

FinanzAdmin

Michael Veit

Die FinanzAdmin Wertpapierdienstleistungen GmbH setzt bei der Betreuung ihrer Vertriebspartner und deren Kunden

Über 25 Prozent der Österreicher wollen ihren Haupturlaub in diesem Jahr im eigenen Land verbringen. Damit bleibt Österreich auch 2019 die wichtigste Feriendestination heimischer Touristen, deutlich vor Italien, Kroatien, Spanien und Griechenland. Im Ranking der Bundesländer schneidet die Steiermark besonders gut ab, sie ist Nummer eins bei Gastfreundschaft, gutem Essen und politischem Klima sowie auf Rang zwei der preisgünstigsten Inlandsreiseziele hinter dem Burgenland. Tirol punktet mit toller Natur, die Bundeshauptstadt Wien mit dem besten Kultur- und Unterhaltungsangebot. Dies geht aus einer aktuellen repräsentativen Umfrage hervor, die Allianz Partners in Auftrag gab. „Inlandsurlauber schätzen Österreich insgesamt als Natur- und Erholungsdestination mit Wohlfühl- und Sicherheitsfaktor“, kommentiert Allianz Partners Österreich-Geschäftsführer Dkfm. Erik Heusel die Ergebnisse der Umfrage. Für die einen steht Baden und Wellness im Mittelpunkt ihrer Inlandsreise (52,2 Prozent), für die anderen ist es das Wandern und Spazierengehen (48,0 Prozent). Sightseeing im eigenen Land motiviert mehr

weiterhin auf digitale Prozesse. Zum fünften Geburtstag der App-Einführung im vierten Quartal 2013 nutzen immer mehr Partner die ortsunabhängige Anwendungssoftware für die Einsichtnahme und den Ausbau der Kundenbestände. Bereits 38 Prozent der Aufträge liefen 2018 vollständig papierlos und ohne Systembrüche per Fingerklick. Auch die Kunden haben die vielfältigen Vorteile erkannt, was sich in der signifikant hohen Nutzungsquote widerspiegelt. Bis zum Jahresende wurden bei annähernd 45 Prozent des Kundenbestands der FinanzAdmin die App auf ein

Smartphone oder Tablet geladen und die Funktionen zu den Depotansichten und Orderaufträgen angewendet. Die digitale Administration ist damit weiterhin auf dem Vormarsch, wozu auch die Beseitigung rechtlicher Hürden bei E-Signaturen entscheidend beigetragen hat. Hierzu Michael Veit, Geschäftsführer bei der FinanzAdmin Wertpapierdienstleistungen GmbH: „Wir erwarten, dass bis Ende 2019 jeder zweite Auftrag in der Unterschriftenmappe der App unterschrieben wird. Unsere Vertriebspartner haben klar erkannt, dass die Steigerung der eigenen Produktivität am einfachsten mit digitaler Infrastruktur zu bewerkstelligen ist.“

Steirer gelten als gastfreundlichste Österreicher Allianz Partner Österreichs als ein Viertel der Österreicher (27,6 Prozent) zu einer Inlandsreise – zumindest für Tiroler und Vorarlberger ist es aber der wichtigste Grund für die Reise. Und für immerhin 19,2 Prozent stehen Wintersportaktivitäten im eigenen Land auf der Favoritenliste. In Summe ist es vor allem die Schönheit der Landschaft, die viele Menschen dazu anregt, Österreich anderen Destinationen vorzuziehen. Weitere Faktoren, die in der Allianz Partners-Umfrage häufig genannt wurden: die kurze Anreise, ein hohes Maß an Sicherheit und das besondere kulinarische Vergnügen. 09 | NEWS


Innovation und Beständigkeit in der Industrieversicherung – geht das? Verband österreichischer Versicherungsmakler Das war das Thema des Gastredners beim traditionellen Arbeitsessen des Verbandes österreichischer Versicherungsmakler. Dr. Wolfgang Petschko, Leiter des Firmenund Industriegeschäftes der Vienna Insurance Group, umriss als Gastredner die wichtigsten Themen, welche die Entwicklung dieses Versicherungsbereiches beschäftigen. Die moderne Industrieversicherung wird unter anderem durch ein professionelles Risikomanagement in der Sachversicherung geprägt. Die Versicherer sind nicht mehr bereit, Risiken zu übernehmen, für die nicht eine präzise, von Experten verfasste Einschätzung der möglichen Risiken und der Maßnahmen zur Schadenvermeidung oder –verringerung vorliegt. Es ist nun wichtig, diese Risikomanagement-Konzepte auch für die anderen Sparten der Industrieversicherung, Haftpflicht und Transport, mit dem Ziel der gleichen Qualität zu entwickeln. Während das Schlagwort Digitalisierung in aller Munde ist und über den Versicherungsverkauf per Internet nachgedacht wird, werde das Industrieversicherungsgeschäft weiterhin vom Risiko-Dialog zwischen allen Beteiligten

(Kunde, Makler und Versicherer) abhängen, so Petschko. Daher ist es erforderlich, dass alle Beteiligten in die Ausbildung von Spezialisten investieren, die diesen Dialog mit großer Qualität führen können. Die Globalisierung der Wirtschaft bringt es mit sich, dass das Industriegeschäft immer internationaler wird. Damit steigt die Komplexität von Versicherungsverträgen, die sich nicht mehr nur auf die Risiken in einem Land beschränken, sondern alle Standorte des Industriebetriebes in einer gemeinsamen Versicherungslösung erfassen sollen. Dabei sind aber – Stichwort Compliance – die rechtlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten in den verschiedenen Ländern zu berücksichtigen. Kein Industrieversicherer kann sich vor diesen Anforderungen verschließen. Das Sonderthema von unterschiedlichen politischen Sanktionen lässt die Aufgabe aller am Industrieversicherungsvertrag Beteiligten noch komplexer werden. Das Thema der Versicherbarkeit von Naturgefahren – siehe das Schneechaos der letzten Wochen – bleibt nach wie vor

Dr. Wolfgang Petschko

ein großes Spannungsfeld. Dies vor dem Hintergrund, dass sich Rückversicherungskapazitäten gegenüber der Nachfrage verknappen und sich auch Erstversicherungsmärkte – etwa in Deutschland angesichts ungünstiger Ergebnisse in den letzten Jahren – in ihrer Risikofreudigkeit zurücknehmen. Petschko vertrat die Überzeugung, dass es bei allen Herausforderungen darum gehe, die Nachhaltigkeit der Industrieversicherung auf Basis einer konstanten Geschäftspolitik sicherzustellen, wozu die genaue Auseinandersetzung mit den Industrierisiken, aber auch die Gestaltung fairer Preis-/ Leistungsverhältnisse gehöre. Seine Versicherungsgruppe bekenne sich in diesem Sinne eindeutig zum Industrieversicherungsgeschäft.“

Konzertabend

Wiener Städtischer Versicherungsverein Dr. Günter Geyer, Vorstandsvorsitzender des Wiener Städtischen Versicherungsvereins, lud am 5. März 2019 zu einem rauschenden Konzertabend mit Amarcord Wien in den 20. Stock des Ringturms ein. Hinter dieser einzigartigen musikalischen Formation verbergen sich vier Ausnahmekünstler, die seit bald zwei Jahrzehnten weit über die Grenzen Österreichs hinaus Publikum und Kritiker begeistern: Violinist Sebastian

Gürtler, Cellist Michael Williams, Bassist Gerhard Muthspiel und Tommaso Huber am Akkordeon. Auch die Besucher der „Kunst im Turm“-Veranstaltung würdigten die schwungvolle Vorstellung des außergewöhnlichen Ensembles mit tosendem Beifall. Im Anschluss an das Konzert 10 | VERANSTALTUNG

verkosteten die Gäste bei Flying-Dinner und abendlichem Blick auf Wien Spitzenweine aus der Weinbauregion Neusiedler See.


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12 | INTERVIEW - EUROP ASSISTANCE


Maßgeschneiderte Lösungen in exzellenter Qualität Wir haben beim Gespräch mit CEO Besim Akinci über die Entwicklung im Jahr 2018 auch nachgefragt, welche neuen Produkte in Arbeit sind, und mit ihm über die Qualität von Assistance-Leistungen philosophiert. Ihr Resümee über das letzte Jahr? Akinci: Es war ein sehr gutes Jahr

für die Europ Assistance in Österreich. Wir konnten alle unsere Ziele erreichen und haben 2018 ein Wachstum von über 10 Prozent verzeichnen können. Wachstumstreiber waren im letzten Jahr die Bereiche IT- und Cyber-Assistance. Wir werden uns aber nicht auf unseren Erfolgen ausruhen, es sind bereits weitere Assistancedienstleistungen im Bereich Gesundheit und Senioren in Überlegung. Die Europ Assistance ist mit einem Start-up-Unternehmen zu vergleichen, von der Idee bis zur Marktreife dauert es knapp 9 Monate. Die ersten Gespräche mit unseren Kunden sind bereits geführt, mehr können wir aber natürlich noch nicht dazu sagen. Wie wichtig ist den Konsumenten die Reiseversicherung? Akinci: Es ist wichtig, die Reisenden zu

sensibilisieren. Wir veröffentlichen jährlich unseren Reisebarometer und zeigen auf, wie sich das Reiseverhalten, Buchungen, aber auch der Zugang zur Reiseversicherung verändert. Es ist wichtig, neben der Freude auf Meer und Sonne auch kurz über die Möglichkeiten einer Erkrankung oder eines Unfalls nachzudenken. Ohne einer entsprechenden Absicherung kann eine Erkrankung im Urlaubsland zu enormen existenziellen

Das Reiseverhalten der Kunden ist viel intensiver geworden, da die Kosten für Flüge nach New York oder Thailand für jedermann eigentlich erschwinglich geworden sind. Problemen führen. Wir arbeiten hier sehr eng mit der Europäsischen Reiseversicherung zusammen. Leider ist es noch nicht bei allen Reisenden angekommen. Wie hat sich der Reisemarkt in den letzten Jahren verändert? Akinci: Die Tendenzen sind klar und

sichtbar zu erkennen, der Online-Markt nimmt immer mehr an Bedeutung zu. Die Zugänge sind von Land zu Land verschieden, in Österreich ist man immer noch relativ treu gegenüber den klassischen Reisebüros, weil man Beratungsqualität sehr schätzt. Das Reiseverhalten der Kunden ist viel intensiver geworden, da die Kosten für Flüge nach New York oder Thailand für jedermann eigentlich erschwinglich geworden sind. Auch ist die Angst vor Terrorismus ist bei den Reisenden zurückgegangen, daher sind Des13 | INTERVIEW - EUROP ASSISTANCE

tinationen wie Ägypten und Türkei wieder interessant. Das Reisebudget der Österreicher, laut Reisebarometer 2018, ist stattlich und liegt knapp hinter den Ausgaben der Schweizer, das ist ein gutes Zeichen für den Markt. Und nach ersten Erkenntnissen wird das heuer wieder so sein. Auch bei der Europ Assistance hat es Veränderungen gegeben. Durch die Akquirierung von tripMate, einem amerikanischen Reiseversicherer, sind wir zum drittgrößten Reiseversicherungsanbieter am US-Markt geworden. Die Aktivitäten werden unter dem Logo „Generali Global Assistance“ am amerikanischen Markt gebündelt. Welche Assistance-Leistungen werden am meisten in Anspruch genommen? Akinci: Am meisten wird immer noch

die Fahrzeug-Assistance in Anspruch genommen. Über 20.000 Fälle sind im Bereich „Kfz-Pannendienst“ aber auch Autovermietung im letzten Jahr bei uns bearbeitet worden. Im Assistancebereich „Heim und Familie“ wurden 2018 mehr als 30.000 Akte bei uns angelegt. Unsere Dienstleistung umfasst auch die Vermittlung von Handwerkern, die nach unseren Qualitätsstandards ihre Leistung erbringen. Unsere Zielsetzung ist es, unseren Kunden gute Handwerker zu vermitteln. Wie können wir das garantieren, dass unser Kunde eine ausgezeichnete Arbeit


erhält? Wir achten auf das Feedback unserer Kunden. Nach erfolgter Arbeit machen wir eine strukturierte Abfrage nach der Qualität und Erfahrung des Kunden mit dem Handwerker oder Dienstleister. Sollte es zu einer Unzufriedenheit kommen, nehmen wir sofort Kontakt mit dem Handwerker bzw. Dienstleister auf und versuchen abzuklären, warum es zu einer Unzufriedenheit des Kunden gekommen ist. Einmal ist keinmal, zweimal ist einmal zu viel. Wir sind sehr streng mit der Umsetzung der Umfrageergebnisse.

Welche neuen Produkte wird es heuer geben? Akinci: Die Blockbuster IT- und Cy-

ber-Assistance werden auch dieses Jahr eine wichtige Rolle spielen. Es wird Weiterentwicklungen und Updates im Bereich IT Protection geben, zum Beispiel für Problematiken der Versicherungsnehmer im Darknet oder bei Profildiebstahl.

Ein Alleinstellungsmerkmal?

Ist die Mitarbeiterzahl im Bereich IT und Cyber rasant steigend und sitzen die besten Hacker in Österreich bei der Europ Assistance?

Akinci: Eines der Alleinstellungsmerk-

Akinci: Wir haben von Null auf Hun-

male sind meine Mitarbeiter. Wir schreiben uns Qualität sehr groß auf unsere Fahnen und das geht nur mit den richtigen Mitarbeitern und darauf bin ich sehr stolz. Wir versprechen unseren Kunden, dass wir ihnen maßgeschneiderte Lösungen anbieten, keine „0815“-Lösungen, die sie überall einkaufen können. Diese Lösungen haben natürlich einen Preis. Wir versprechen aber auch, dass wir das Service in einer exzellenten Qualität abliefern. Unsere Kernaufgabe ist es, Menschen in Not in einer vorzüglichen Qualität zu helfen, worauf wir alle hier auch stolz sein können.

dert ein ausgezeichnetes Team in diesem Bereich aufgebaut. Wir werden sehen, wie wir uns hier weiterentwickeln. Es

Unsere Kernaufgabe ist es, Menschen in Not in einer vorzüglichen Qualität zu helfen, worauf wir alle hier auch stolz sein können. 14 | INTERVIEW - EUROP ASSISTANCE

sind wirklich engagierte Techniker, die sich in diesem Bereich wohlfühlen. Aus der Erfahrung in diesem Segment haben wir erstmals heuer den Cyber-Barometer veröffentlicht. Federführend in der Gruppe ist hier Österreich, wir möchten sichtbar machen, was es hier einen Bedarf gibt und wie man in den verschiedenen Ländern mit der Thematik umgeht. Da wir uns als Spezialist positioniert haben, möchten wir aus vorderster Front auch Inputs liefern. Wo sehen Sie noch Bedarf am Assistancemarkt? Akinci: Der Europ Assistance-Kon-

zern hat letztes Jahr den am amerikanischen Markt tätigen Dienstleister „CareLinx“ übernommen. Dieser Dienstleister vermittelt den Menschen, die eine Hilfe für Senioren im eigenen Zuhause benötigen, Personen, die dieser Tätigkeiten gewachsen sind und diese auch gerne verrichten. Es ist sozusagen eine Schnittstelle zwischen Hilfe-Suchenden und Hilfe-Gebenden. Dies auch für Europa ein interessantes Tätigkeitsfeld mit sehr grossem Entwicklungspotential. Wir danken für das Gespräch.


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Stabiles Jahr 2018 Laut VersicherungsverbandsPräsidenten Mag. Kurt Svoboda war das vergangene Jahr herausfordernd, aber stabil in den Ergebnissen. Er appelliert an die Politik, dass es ein Anreizsystem für die zweite und dritte Säule der privaten und betrieblichen Vorsorge geben sollte.

Das Jahr 2018 hat den österreichischen Versicherungsunternehmen in Österreich 17,3 Milliarden Euro eingebracht, die Ziffern von den österreichischen Versicherungsunternehmen, die in den 90 CEE-Ländern tätig sind, waren zur Pressekonferenz noch nicht bekannt. Immerhin sind es über 90 Tochtergesellschaften, die im Jahr 2017 ein Nettoprämienvolumen in Höhe von 5,3 Milliarden Euro erwirtschaftet haben. „Erste Berechnungen zeigen für das Geschäftsjahr 2018 sowohl in der Krankenversicherung als auch in der Schaden-Unfallversicherung ein Prämienwachstum, in der Lebensversicherung jedoch einen Rückgang der Prämienentwicklung. Insgesamt vermerkt die österreichische Versicherungswirtschaft im vergangenen Jahr ein Wachstum der Prämieneinnahmen um 1,2 Prozent auf 17,3 Milliarden Euro“, so Prof. Dr. Louis Norman-Audenhove, Generalsekretär VVO. Im Durchschnitt hat jeder Österreicher fünf Versicherungsverträge. Mit einem Rückgang von 3,6 Prozent beläuft sich das Prämienvolumen der Lebensversicherung 2018 auf rund 5,6 Milliarden Euro. Die laufenden Prämien sanken mit einem Aufkommen von 4,9 Milliarden Euro um 1,7 Prozent. Bei der prämienbegünstigten Zukunftsvor16 | MARKT

sorge bestehen bei den heimischen Versicherungsunternehmen rund 1,2 Millionen Verträge, das Prämienvolumen daraus beläuft sich auf rund 0,8 Milliarden Euro. Die Einmalerläge verzeichneten mit einem Prämienvolumen von 0,7 Milliarden Euro ein Minus von 14,7 Prozent. Im Jahr 2019 dürfte die Lebensversicherung nach ersten Prognosen Prämieneinnahmen von rund 5,5 Milliarden Euro (rund - 2,0 %) verzeichnen.

Krankenversicherung Die private Krankenversicherung versteht sich in Österreich als komplementärer Partner der gesetzlichen Krankenversicherung. Über die Sonderklassehonorare trägt sie wesentlich zum Erhalt erstklassiger Medizin in Österreich bei. Damit wird ein entscheidender Beitrag zur Qualität des heimischen Gesundheitssystems geleistet. Für 2018 weist die private Krankenversicherung ein voraussichtliches Plus von 4,3 Prozent mit einem Gesamtprämienvolumen von 2,2 Milliarden Euro auf. Eine erste Prognose weist für die Krankenversicherung 2019 ein Prämienwachstum von rund 3,5 Prozent auf ca. 2,3 Milliarden Euro aus.


Schaden-Unfallversicherung Das Prämienvolumen der Schaden-Unfallversicherung (inklusive Kfz-Haftpflichtversicherung) wuchs 2018 auf 9,5 Milliarden Euro an und zeigt somit eine Steigerung von 3,5 Prozent. Für 2019 wird ein Prämienwachstum der Schaden-Unfallversicherung um ca. 3,0 Prozent auf rund 9,8 Milliarden Euro prognostiziert.

auch im Jahr 2018 auf hohem Niveau, sind gegenüber dem vergangenen Jahr um 2,5 Prozent gesunken. In der Krankenversicherung nahmen die Leistungen um 0,2 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro zu (nicht erfasst sind die Zuführungen zu Rückstellungen für künftige Leistungen bzw. Gewinnbeteiligungen). Anders betrachtet meinte Kurt Svoboda, dass pro Minute im Jahr 26.500 Euro Leistungen an die Versicherungskunden ausbezahlt wurden.

Leistungen

Ausblick auf 2019

Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 6,6 Milliarden Euro, das entspricht einem Rückgang von 7,6 Prozent, an Kunden in der Lebensversicherung ausgezahlt (nicht erfasst sind die Zuführungen zu Rückstellungen für künftige Leistungen bzw. Gewinnbeteiligungen). Im Schaden-Unfallsegment liegen die Leistungen mit 5,9 Milliarden Euro

Untersuchungen zeigen, dass die europäische Wirtschaft auch im kommenden Jahr wachsen wird. So soll die Eurozone nach 1,9 Prozent im Vorjahr zwar langsamer, aber heuer doch um 1,6 Prozent wachsen. Für Österreich werden ebenfalls 1,6 Prozent (nach 2,6 % in 2018) prognostiziert und die Rahmenbedingungen bleiben in Österreich trotz einer Konjunk-

Unter dem Namen „Alfonds“ hat Zurich kürzlich eine webbasierte Anwendung vorgestellt, die bei der Beratung und beim Abschluss einer fondsgebundenen Lebensversicherung unterstützt. Mithilfe dieses Robo-Advisors kann der Versicherungsberater auf sehr einfache und anschauliche Weise gemeinsam mit dem Kunden ein Portfolio nach

turabkühlung positiv. „Das wird sich auch auf die österreichische Versicherungswirtschaft positiv auswirken. Nach vorläufigen ersten Prognosen wird das Gesamtprämienaufkommen 2019 um etwa 1,5 Prozent auf rund 17,6 Milliarden Euro ansteigen“, so Kurt Svoboda. Ein weiteres Zukunftsthema ist laut dem Versicherungsverbandspräsidenten die österreichische Demografie, Österreicher werden immer älter, die Lebenserwartung beträgt bereits über 80 Jahre. Im Jahr 2040 ist mehr als ein Viertel der Bevölkerung über 65 Jahre. Daher ist auch ein Anstieg der zu pflegenden Personen zu erwarten. „Das Thema muss komplex betrachtet werden“, so Kurt Svoboda und appelliert an die Politik, hier mit steuerlichen Anreizen die zweite und dritte Säule zu forcieren. Die Digitalisierung sieht Svoboda als eine der größten Chancen für die Versicherungswirtschaft und die einhergehende Betreuung der Kunden.

Digitaler Assistent Zurich

Maß erstellen. „Alfonds“ führt durch den Prozess und bietet auf Knopfdruck alle Informationen zu den Fonds. Anhand von nur fünf Angaben erfasst „Al-

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fonds“ die Investment-Wünsche der Kunden. Als Ergebnis wird ein individueller Portfoliovorschlag erstellt, der auch in die Beratungsdokumentation übernommen wird. Kurt Möller, Mitglied des Vorstandes bei Zurich: „Mit dem digitalen Assistenten ‚Alfonds‘ wird die Beratung beim Abschluss einer fondsgebundenen Lebensversicherung zum Kinderspiel. Die Anwendung ist selbsterklärend. So können sich Beraterinnen und Berater stärker auf die Kundenbedürfnisse fokussieren, anstatt Factsheets zu studieren.“ Der Robo-Advisor wird über das Zurich-Maklernetz gestartet und erfüllt sämtliche Anforderungen der Versicherungsvermittler-Richtlinie (IDD). Mit dieser Innovation erweitert die Zurich das ausgezeichnete Serviceangebot für ihre Geschäftspartner.


Aus- und Weiterbildung für die österreichische Versicherungswirtschaft Mit der Bildungsakademie der Österreichischen Versicherungswirtschaft – BÖV hat die österreichische Versicherungswirtschaft einen zentralen Ansprechpartner für die überbetriebliche Aus- und Weiterbildung. Interview mit den beiden Geschäftsführern Mag. Christine Rudolph und Mag. Christian Eltner.

Die Bildungsakademie der Österreichischen Versicherungswirtschaft wird im Jahr 2020 dreißig Jahre alt und kann durchaus eine Erfolgsgeschichte vorweisen. Was war bzw. ist das Konzept der Bildungsakademie? Christine Rudolph: Ziel der Bildungs-

akademie war und ist es, die Ausbildungskonzepte der österreichischen Versicherungswirtschaft auf verschiedenen Ebenen zu vernetzen. Damit wird den Mitarbeitern die Möglichkeit geboten, ihre interne Ausbildung mit einer überbetrieblichen zu ergänzen und sie können so unterschiedliche Qualifikationen erlangen. Aufgrund ihrer vielfältigen Mitgliederstruktur kann die BÖV diesen Anforderungen gerecht werden. Von jeher

wurde darauf geachtet, dass neben dem österreichischen Versicherungsverband VVO auch der Fachverband der Versicherungsmakler, das Bundesgremium der Versicherungsagenten, der Fachverband der Versicherungsunternehmen sowie die Fachgewerkschaft (GPA-djp) in den Gremien vertreten sind. Es ist dem Engagement und breiten Konsens der BÖV-Mitglieder zu verdanken, dass die Aus- und Weiterbildung in der Versicherungswirtschaft einen sehr hohen Stellenwert erreicht hat und Vieles erreicht werden konnte. Ehrenamtliche Mitarbeiter tragen durch umfangreiche und arbeitsintensive Tätigkeiten dazu bei. Neben der Einführung des Lehrberufes Versicherungskauffrau/Versicherungskaufmann, an der die BÖV maßgeblich beteiligt war, stellte zum Beispiel die Schaffung einer

18 | INTERVIEW - BILDUNGSAKADEMIE DER ÖSTERREICHISCHEN VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT


überbetrieblichen Qualifikation für den Außendienst – die „BÖV-Prüfung“ – im Herbst 1996 einen besonderen Meilenstein dar. Mit der IDD wurden nun auf europäischer Ebene Ausbildungskriterien für Versicherungsvermittler vorgeschrieben. Wie hat die Bildungsakademie darauf reagiert? Christian Eltner: Mit der BÖV-Prü-

fung hat die österreichische Versicherungswirtschaft frühzeitig eine hochwertige Qualifikation geschaffen, die den Anforderungen, die heute durch die IDD verlangt werden, entspricht. Durch diese überaus konstruktive Zusammenarbeit der gesamten Versicherungswirtschaft wurde für den Beruf des Außendienstmitarbeiters eine fundierte Ausbildung geschaffen. Damit wird auch die Attraktivität des Berufsbildes gestärkt und eine breitere Zielgruppenansprache ermöglicht. Nicht zuletzt ist dies eine vertrauensbildende Maßnahme für die Versicherungskunden. Die BÖV-Prüfung hatte vom Anfang an einen hohen Qualitätsanspruch. Zur Prüfungsvorbereitung dienen 14 Skripten sowie ein 1.300 Fragen umfassender Lernzielkatalog und ein Fallbeispielkatalog. E-learning Programme ergänzen diese Skripten. Die Lerninhalte waren bereits weitgehend IDD-konform bzw. werden entsprechend angepasst. Christine Rudolph: Ergänzend noch

zum Prüfungsablauf: Nach positiver Absolvierung der schriftlichen Prüfung, die sich aus drei Fachbereichen zusammensetzt, folgt die kommissionelle mündliche Prüfung. Dabei sind zwei Fallbeispiele aus den Bereichen Personen- und Sachversicherung in Form eines simulierten Kundenberatungsgesprächs zu lösen. Erst dann erhält der Kandidat den Titel „Geprüfte/r Versicherungsfachfrau/-fachmann - BÖV“. Die Prüfer sind Praktiker aus Versicherungsunternehmen, Versicherungsmakler und Versicherungsagenten. Die Prüfer werden von der BÖV in zweitägigen Prüferseminaren geschult. Hier wer-

den neben allgemeinen Informationen über die Außendienst-Qualifikation insbesondere Prüfungstechniken vermittelt. Um die Qualitätssicherung zu gewährleisten, findet laufend Supervision durch erfahrene Prüfer statt. Diese Strukturen haben sich seit vielen Jahren erfolgreich bewährt und werden einem stetigen Qualitätscheck unterzogen.

Christian Eltner: Der Großteil sind

Die Bildungsakademie der österreichischen Versicherungswirtschaft – BÖV wurde 1990 gegründet und ist die gemeinsame Ausbildungsplattform der österreichischen Versicherungswirtschaft. Zum Angebot gehören:

Christine Rudolph: Die Außendienst-

• BÖV–Prüfung: „Geprüfte/r Versicherungsfachfrau / -fachmann BÖV“ mit 15.188 Absolventen • Lehrberuf: „Versicherungskauffrau / -kaufmann“ mit 10.937 Absolventen, • Universitätslehrgang: „Akademische/r Versicherungskauffrau / -kaufmann“ mit 1788 Absolventen

Woher kommen die Kandidaten für die Außendienstprüfung?

Außendienstmitarbeiter von Versicherungsunternehmen. In der Regel absolvieren Berufsanfänger innerhalb der ersten 12 – 18 Monate nach interner Prüfungsvorbereitung, die Prüfung. Des weiteren sind es Mitarbeiter von Versicherungsmaklern und Versicherungsagenten, aber auch von Finanzdienstleistungsunternehmen. Die erfolgreiche Absolvierung der BÖV-Prüfung ist zudem Zugangsnachweis für das Gewerbe des Versicherungsagenten. prüfung stellt einen wesentlichen Teil der Tätigkeit der BÖV dar. Dieses Angebot wird laufend erweitert, wie zum Beispiel um die Kfz- und die Innendienstprüfung. Durch die IDD spielt das Thema Weiterbildung eine wichtige Rolle – wie sehen Sie die derzeitige Diskussion? Christian Eltner: Die Versicherungswirtschaft hat die Notwendigkeit einer qualifizierten Weiterbildung bereits frühzeitig erkannt. Bereits im Jahre 1982 wurde diesem Umstand durch die Einrichtung von Universitätslehrgängen für Versicherungswirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien, den Universitäten Graz und Linz, Rechnung getragen. Die dreisemestrigen Lehrgänge an den Universitäten beginnen wieder im Herbst 2019. Die aktuelle Diskussion beobachten wir mit großem Interesse. Auffallend dabei ist, dass hier nun offensichtlich Regelungen geplant werden, die strenger

sind als Europa vorsieht. Die IDD verlangt 15 Stunden Weiterbildung ohne weitere detaillierte Vorgaben – so wurde das auch im VAG für Versicherer umgesetzt. Dass nun Makler und Agenten für ihren Berufsstand strengere Regelungen wünschen, indem sie bestimmte Bildungseinrichtungen vorsehen, Lerninhalte in Blöcken teilen und eine Einschränkung von kostengünstiger digitaler Wissensvermittlung zu Gunsten tendenziell teurerer und zeitintensiverer Präsenztrainings vorsehen wollen, ist ja auch noch Gegenstand von Gesprächen. Ich bin zuversichtlich, dass es zu einer praktikablen Lösung kommt. Christine Rudolph: Die Bildungsaka-

demie sieht dem Ergebnis mit Interesse entgegen und wird dementsprechend ein adäquates Bildungskonzept erstellen. Wir danken für das Gespräch.

19 | INTERVIEW - BILDUNGSAKADEMIE DER ÖSTERREICHISCHEN VERSICHERUNGSWIRTSCHAFT


Der Wert des Lebens Die Entwicklung autonomer Fahrzeuge beschert Ethikern eine niemals für möglich gehaltene Hochkonjunktur. Denn autonome Fahrzeuge werden von menschlichen Programmierern dazu instruiert ethische Entscheidungen zu treffen: Dabei geht es um nichts weniger als um die Bewertung von Leben. Computerprogramme legen fest, welche Menschen sind wertvoller und damit schützenswerter als andere. von Mag. Christian Sec

Das Trolley-Problem, welches seit den 1930er-Jahren in den philosophischen Zirkeln diskutiert wird, ist ein obskures moralisches Gedankenexperiment: Ein Zug ist außer Kontrolle geraten und droht fünf Menschen, die gefesselt auf den Gleisen sitzen zu überrollen, ein weiterer Mensch sitzt gefesselt auf dem Nebengleis. Tue nichts und fünf Menschen sterben. Stelle die Weiche um, greife also in das Geschehen ein, und eine Person wird sterben. Was ist also die ethisch richtige Handlungsweise? Die Begeisterung über die Entwicklung von autonomen Autos hat diese Fragestellung nun auch in weiteren Kreisen populär gemacht. Mit Antworten auf diese oder ähnliche Fragestellungen will man die Basis dafür schaffen in Zukunft Fahrzeuge bauen, die nicht nur autonom, sondern auch moralisch sind. Forscher des MIT entwickelten eine „Moral Machine“, bei der die Besucher auf der Website aus einer Anzahl von 13 Szenarien, in denen ein tödlicher Ausgang unvermeidlich war, entscheiden konnten, wessen Leben sie verschonen und wem sie töten würden. So zum Beispiel versagten in einem konkreten Fallbeispiel die Bremsen des autonomen Fahrzeugs. Die Befragten mussten entscheiden, ob drei ältere Menschen, die bei Rot über die Straße gehen, überfahren werden sollen, oder ob das Auto gegen eine Betonwand gelenkt 20 | KOLUMNE

werden soll. Schlussendlich konnten die Forscher 40 Millionen Entscheidungen aus 233 Ländern auswerten. Eine globale Übereinkunft gibt es darüber, dass Menschen andere Menschen eher verschonen als Tiere und der Schutz von Menschengruppen höher bewertet wird als der Schutz Einzelner. Regional uneinheitlicher ist die Präferenz, das Leben von Frauen eher zu schützen als das der Männer, das Leben der Fußgänger wurde global als schützenswerter erachtet als das der Autoinsassen. Junge Menschen werden weltweit eher verschont als Alte. Kriminelle hingegen sind wahrhaftig nicht zu beneiden, wenn die autonomen Autos nach dem Wunsch der globalen Bevölkerung programmiert werden, würden ihre Existenzen werden niedriger bewertet als die von Hunden aber immerhin noch höher als Katzen. Die Bewertung ist jedoch alles andere als homogen bezüglich der einzelnen Weltregionen. Die Entscheidungen in vielen asiatischen Ländern weichen von den anderen Gruppen dadurch ab, dass sie nicht die jüngeren Menschen, sondern die Älteren als schutzwürdiger betrachten. Im Gegensatz dazu zeigt sich im Westen (Nordamerika, Europa) eine stärkere Präferenz ältere Menschen gegenüber Jüngeren zu opfern. Die Präferenz Menschen eher zu retten als Hunde war wiederum im südlichen Cluster (Süd-


für die Ethiker wird dabei umso größer, als sich bei der Befragung herausstellte, dass sich die Menschen autonome Autos wünschen, um dabei Fußgänger besser zu schützen, auch wenn man dabei die Autoinsassen opfert. Gleichzeitig würden sie selbst kein selbstfahrendes Auto kaufen, wenn dieses so programmiert ist.

Das Ergebnis weicht auch von einer Regel ab, die die deutsche Ethikkommission für autonomes Fahren beschlossen hat. So heißt es darin: „Bei unausweichlichen Unfallsituationen ist jede Qualifizierung nach persönlichen Merkmalen (Alter, Geschlecht, körperliche und geistige Konstitution) strikt untersagt“.

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Mittelamerika) am wenigsten ausgeprägt. Die Forscher identifizierten auch soziale und ökonomische Ursaschen bei der Bewertung unterschiedlicher Personengruppen. So sind Menschen in Ländern mit starken öffentlichen Institutionen, wie in Finnland und Japan, eher bereit Menschen zu töten, die nicht den Regeln entsprechend agieren, als Menschen in Ländern mit schwächeren Institutionen, wie Nigeria oder Pakistan. Wenn es um die Frage geht, Obdachloser oder Top-Manager, waren die Antworten je nach ökonomischer Situation des Landes sehr unterschiedlich. In Finnland, wo der Unterschied zwischen arm und reich nicht besonders groß ist, zeigte sich keine Präferenz für den einen oder anderen Menschen. In Ländern wie Kolumbien hingegen, wo es eine große Schere zwischen arm und reich gibt, wird ganz eindeutig das Leben des Managers als wertvoller erachtet. Die Forscher kommen zum Schluss: „Es gibt eben keine universellen moralischen Regeln“. Das Dilemma

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Eines ist fix: Die Mobilität von heute wird mit der zukünftigen Art der Fortbewegung wenig gemein haben. Neben Autobauern, Technologieunternehmen und Staaten gehören auch die Versicherer zu den Stakeholdern, die von der bevorstehenden autonomen Mobilität stark betroffen sind. von Mag. Christian Sec

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ie Frage ist nicht wann die autonomen Fahrzeuge kommen, sondern wie lange die Menschen noch Fahrzeuge lenken dürfen“ lautet ein berühmtes Zitat von Tesla-Gründer Elon Musk. Die Wahrscheinlichkeit, dass der berühmte Unternehmer ein falscher Prophet ist, scheint gering zu sein. Denn die Entwicklung hat sich bei der Sperrspitze der Bewegung, die von den Google-Autos angeführt wird, von der Technologie-Testphase bereits hin zur Markttestphase verschoben. Schon seit dem vergangenen Jahr stellt die Google-Tochter Waymo in den verkehrsberuhigten Suburbs der Metropole Phoenix, Arizona, ein kostenpflichtiges Taxi-Service zur Verfügung, dessen Autoflotte ausschließlich mit selbstfahrenden Roboterautos bestückt ist. Zwar nimmt hinter dem Volant noch ein Mensch Platz, der darf aber nur in die Fahrt eingreifen, falls es notwendig ist. Und das ist bei Waymo äußerst selten der Fall. Nur durchschnittlich alle 9.000 Kilometer kommt es zu einem Zwischenfall, der den überwachenden Fahrer zur Intervention zwingt. Das Projekt „Roboterauto“ ist jedenfalls weltweit auf Schiene. Die gesamte Automobilindustrie wetteifert darum, die ersten Plätze im Mobilitätssystem der Zukunft zu besetzen. Über 60 Unternehmen – darunter die großen deutschen Autokonzerne – testen selbstfahrende Fahrzeuge in Kalifornien und Arizona. Hinzu kommt, dass sich die beiden Bundesstaaten mit der Lockerung von Regelungen für das autonome Fahren geradezu überbieten, um den Standort für die großen Autokonzerne und deren High-Tech-Zulieferer attraktiv zu machen. Um beim Standortwettkampf nicht ins Hintertreffen zu geraten sind auch die europäischen Staaten gefordert. Mit rund 65 Millionen Euro unterstützt das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) im

Zeitraum 2019-2022 Aktivitäten rund um die automatisierte Mobilität. In den Automobil-Clustern Oberösterreich mit DigiTrans und dem ALP.lab in der Steiermark fördert der Bund Testregionen für autonomes Fahren. Bei ALP.Lab liegt der Fokus auf der Sicherheit von Personenkraftfahrzeugen, von der Simulation bis hin zum Test auf öffentlichen Straßen. Bei DigiTrans wird der Schwerpunkt auf Logistik-Hubs im Bereich des automatisierten und vernetzten Fahrens gelegt.

Es gibt 6 Stufen, die beim automatisierten Fahren unterschieden und definiert werden. Level 0: Die lenkende Person übernimmt alle Fahrfunktionen

Neue Verordnung Aber nicht nur die Förderung der Forschung & Entwicklung wird von der österreichischen Regierung vorangetrieben. Mit Februar 2019 ist die Novellierung der Automatisierten Fahren Verordnung (AutomatFahrV) in Österreich in Kraft getreten. Damit wurde die rechtliche Grundlage dafür geschaffen, dass genehmigte Assistenzsysteme in Kraftfahrzeugen, konkret die Einparkhilfe und der Autobahnassistent, auf Straßen mit öffentlichem Verkehr in Österreich eingesetzt werden können. Damit wird Österreich „zu einem Vorreiterland im Bereich der automatisierten Mobilität in Europa“,

teilt das BMVIT mit. Bei der Benutzung der Einparkhilfen ist der Lenker von den Verpflichtungen, den Lenkerplatz einzunehmen und die Lenkvorrichtung während des Fahrens mit mindestens einer Hand festzuhalten, enthoben“, heißt es in der Verordnung. Der Fahrzeuglenker hat sich in unmittelbarer Nähe oder innerhalb des jeweiligen Fahrzeugs zu befinden, um den Ein- oder Ausparkvorgang zu überwachen. Zudem muss das System über eine Notfallvorrichtung verfügen, die das System deaktiviert und die der Lenker in kritischen Situationen sofort zu betätigen hat. Auch freihändiges

Mit Februar 2019 ist die Novellierung der Automatisierten Fahren Verordnung in Österreich in Kraft getreten. Bei der Benutzung der Einparkhilfen ist der Lenker von den Verpflichtungen, den Lenkerplatz einzunehmen und die Lenkvorrichtung während des Fahrens mit mindestens einer Hand festzuhalten, enthoben.

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Fahren auf Autobahnen und Schnellstraßen mit Autobahnpilot und automatischer Spurhaltung wird seit Februar gestattet. Der Spurhalteassistent darf erst dann aktiviert werden, wenn der Lenker auf die Autobahn oder Schnellstraße aufgefahren ist und sich in den fließenden Verkehr eingereiht hat. Rechtzeitig vor einem Spurwechsel, vor Baustellenbereichen und vor Erreichen der Ausfahrt sind die Fahraufgaben wieder vom Fahrer selbst zu übernehmen. Auch Autobahnassistenten bedürfen einer Notfallvorrichtung, mit der das System unverzüglich deaktiviert oder übersteuert werden kann, sollte eine kritische Situation eintreten. „Jedoch ist dieses Thema ein wenig heikler“, gibt Martin Hoffer, Leiter der Rechtsdienste beim ÖAMTC zu bedenken. Für die Inkraftsetzung der Verordnung war auch eine Adaptierung des Kraftfahrgesetzes notwendig. Denn nach bisheriger Rechtslage war in Österreich jeder Lenker stets verpflichtet, das Lenkrad während der gesamten Fahrt mit zumindest einer Hand festzuhalten. An der haftungsrechtlichen Stellung des Fahrzeugbesitzers werden sich jedoch durch die erlaubten Automatisierungen keine Veränderungen ergeben. Der ÖAMTC weist darauf hin, dass das Prinzip der Gefährdungshaftung, bei dem der Halter haftet, auch wenn er nichts falsch macht, bestehen bleibt und keine Verschiebung

Level 2: Eine oder mehrere Funktionen arbeiten unter Berücksichtigung von Umgebungsinformationen zusammen. Die lenkende Person gibt die Kontrolle in gewissen Situationen ab, ist aber stets für die Überwachung verantwortlich (z.B. Einparkassistent oder Autopilot).

in Richtung Produkthaftung angedacht sei. „Denn der Haftpflichtversicherer hat ja sowieso die Möglichkeit des Regresses“, erklärt Hoffer. Ein wenig anders sieht diese Problematik die Ethik-Kommission für automatisiertes und vernetztes Fahren, die vom deutschen Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur eingesetzt wurde, um erste Leitlinien zu entwickeln, die eine Zulassung automatisierter Fahrsysteme erlauben. Dort steht geschrieben: „Die dem Menschen vorbehaltene Verantwortung verschiebt sich bei automatisierten Fahrsystemen vom Autofahrer auf die Hersteller und Betreiber der technischen Systeme“. Und weiter heißt es: „Gesetzliche Haftungsregelungen müssen diesem Übergang hinreichend Rechnung tragen“. Derzeit befinden sich die marktreifen Fahrzeuge in der Entwicklungsstufe 2 bis 3 (siehe Kasten). Auf diesem Level lassen sich die Gesetzesanpassungen an die neuen Verhältnisse noch relativ einfach erledigen. Bei zunehmender Automatisierung sieht dies jedoch anders aus. Ein Beispiel dazu ist der Datenschutz: Das Prinzip selbstfahrender Autos beruht vor allem auf der Kommunikation der Autos untereinander. So können etwa Informationen zum Straßenzustand, den der Sensor eines Autos erfasst hat, unmittelbar per Funksignal an die Bordcomputer aller in der Nähe befindlichen Fahrzeuge übertragen werden. Ebenso können die Informationen zur Abstandsmessung durch die jeweiligen Sensoren an den Fahrzeugen wechselseitig validiert werden, um jeglichen Kollisionskurs zu vermeiden. Dazu bedarf es der Kommunikation zwischen den Fahrzeugen. Die ePrivacy-Verordnung der EU die ergänzend zur DSGVO zu sehen ist, erweitert den Datenschutz auch auf Inhalte einer Maschine-zu-Maschine-Kommunikation, was die Weiterentwicklung und Umsetzung des autonomen Fahrens erforderlichen Datenaustauschs erheblich einschränken würde, wie ein Positionspapier der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft, kritisch anmerkt. Doris Schiebel, Leiterin der Fachabteilung Privat bei der HDI meint dazu lapidar: „Es bedarf noch viele 25 | MARKT

Level 1: Das Fahrzeug kann gewisse Funktionen wie lenken, beschleunigen oder bremsen temporär übernehmen. Kontrollfunktionen sind voneinander unabhängig (z.B. automatische Abstandsregelung).

rechtliche Abhandlungen bis ein fahrerloses Fahren stattfinden kann.“

Autos sind Datenproduzenten Schon jetzt produziert ein modernes Auto stündlich rund 25 Gigabytes an Informationen, was ungefähr der Datenmenge von sieben HD-Filmen in voller Länge entspricht. Während die Autoindustrie Milliarden in die Entwicklung technischer Systeme investiert, besteht die Angst, dass die Datenimperien von Google und anderer softwaregestützter Unternehmen die Profite dieses Datenstroms einstreifen. Das Marktvolumen für Konnektivität bei Fahrzeugen wird laut Einschätzung von McKinsey &Co bis 2030 rund 750 Milliarden US-Dollar betragen. Tech-Startups wie das israelische Unternehmen Otonomo oder Mydrive aus Großbritannien helfen der Autoindustrie, von den Daten ihrer Systeme auch zu profitieren. Sie kollektivieren und verpacken die gewonnenen Daten und vertreiben sie weiter an Händler, Stadtplaner oder Versicherer. Otonomo erhält für die Bereitstellung der Daten einen Prozentsatz der Verkäufe, ähnlich wie es Apple oder Google mit ihren App-Stores praktizieren. Der Großteil der Einkünfte bleibt dabei bei den Autoherstellern. Aber nicht nur Autohersteller, sondern auch die Gesetzgebung erhöht die Datenproduktion im Cockpit. Seit April 2018 muss jedes neu zugelassene Auto mit dem automatischen


Level 3: Das Fahrzeug übernimmt alle fahrspezifischen Funktionen. Die lenkende Person kann/muss in kritischen Situationen die Kontrolle übernehmen.

Notrufsystem eCall ausgestattet sein. Das System zeichnet Standort, Fahrtrichtung und Personenanzahl auf und sendet diese Daten im Fall eines Unfalls an die Rettungskräfte. Was natürlich mitbedacht werden muss: „Der gesamte Fahrbetrieb wird aufgezeichnet“, wie der Verein für Konsumenteninformation weiß. Von den immer differenzierteren Datenvolumen im Kfz-Bereich möchte natürlich auch die Versicherungsbranche profitieren. Durch Auswertung individueller Fahrdaten belohnen Versicherer schon heute den Kunden für sicheres und vorausschauendes Fahren. Einen ersten Schritt zur Individualisierung von Daten liefern Telematik-Tarife, die hierzulande noch nicht sehr verbreitet sind. „In Österreich stehen die Konsumenten diesen speziellen Tarifen aufgrund der damit verbundenen Datenerfassung und Transparenz der Privatsphäre eher skeptisch gegenüber“, erklärt dazu Sergius Kahr, Leiter der Abteilung Motor/ Rechtschutz der Generali Versicherung. UNIQA und die Allianz sind in Österreich Vorreiter bei App-basierten Telematiktarifen. UNIQA-Kunden, die beim Autofahren auf das Smartphone verzichten, können bis zu 50 Prozent der Jahresnettoprämie bei der Kfz-Haftpflicht sparen. Auch die Allianz hat mit Allianz BonusDrive ein Telematik-Produkt am Markt. Die Prämienhöhe wird hier an den persönlichen Fahrstil des Kunden gekoppelt, mit einer maximalen Ersparnis von 40 Prozent. Telematiktarife, sind aber auch bei vorsichtiger Fahrweise abgesehen von der Datenproblematik nicht

für jedermann sinnvoll. Wer aus beruflichen Gründen viel nachts unterwegs ist, ist benachteiligt, weil das als unfallträchtigere Zeit gilt und zu einem Punkteabzug führt; dies gilt auch für Fahrten im innerstädtischen Bereich. Viele Versicherungsexperten fürchten durch den Trend der Individualisierung bei den Tarifen aber nicht nur den Schutz der privaten Daten gefährdet, sondern sehen das Versicherungsprinzip der Solidarität gefährdet. Fahrer, die zu schlechteren Risiken würden, liefen sogar Gefahr, irgendwann überhaupt keine Versicherung zu finden. „Darin liege eine Tendenz der Entsolidarisierung, die gerade im Versicherungsbereich zu existenziellen Problemen des Einzelnen führen kann“, so Günter Hirsch, Ombudsmann der Versicherungen in Deutschland.

Vorsichtige Versicherer Abseits von Gesetzen und Datenschutz beschäftigen sich die Versicherer intensiv mit der Entwicklung des autonomen Fahrens. Rolf Behling, Chef von Automotive Engineering beim Versicherungsriesen Allianz, meint gegenüber den Salzburger Nachrichten, dass schon heute 54 Prozent der Haftpflichtschäden durch intelligente Systeme wie Park-, Spuroder Spurhalteassistenten und Kollisionswarner vermieden werden können. Wenn Unfallzahlen also dank smarter Systeme sinken, dann sollten sich ja auch die Versicherten auf sinkende Prämien freuen, jedoch ist dies noch lange keine ausgemachte Sache. Gerhard Heine, Leiter des Partnervertriebs bei der Wiener Städtischen, rechnet damit, dass in der Übergangsphase hin zum vollautonomen Fahren die Unfallgefahr nicht abnehmen, sondern zunehmen wird, denn der vielfältige Einsatz von Elektronik bringt neue Risiken mit sich. „Alles was vernetzt ist, stellt potenziell ein Risiko dar“, so Heine. „Hackerangriffe und ungewünschte Zugriffe können das Fahrzeug lahmlegen, beschleunigen, statt zu bremsen oder ein Verkehrschaos verursachen“, gibt Heine zu bedenken. Darüber hinaus zeigt sich bereits seit Jahrzehnten, dass die Zahl der Unfälle sinkt, 26 | MARKT

die Schadenshöhe aufgrund der technischen Ausstattung der Fahrzeuge aber steigt. BMW hat bei der aktuellen Automatisierungsstufe 2 (siehe Kasten) 23 Sensoren, damit das Fahrzeug die Umwelt wahrnehmen könne. Die Zahl wird sich beim Auto der Zukunft noch weiter drastisch erhöhen. Kameras erkennen die Umgebung, Schilder und Ampeln. Ein Radar misst Abstände zu Verkehrsteilnehmern und Objekten. Laserscanner, die sich heute noch auf den Dächern von Messautos drehen, werden in Echtzeit 3D-Bilder der Umgebung liefern. Geht hier etwas beim Unfall kaputt, wird es teuer. Dieser ergibt sich vor allem im Kleinschadenbereich durch notwendige Reparaturen an den elektronischen Sensoren. Im Fahrzeugvertragsrechtschutz erwartet die Oberösterreichische Versicherung aufgrund der erhöhten Anzahl von empfindlichen Bauteilen eine Steigerung der Streitfälle beim An- und Verkauf der Fahrzeuge. Im Gegenzug sollten sich aber durch funktionierende Assistenzsysteme weniger Unfälle ereignen, was sich positiv auf den Schadenersatzrechtschutz auswirkt. „Diese beiden Ef-

Level 4: Sämtliche fahrspezifischen Funktionen werden vom Fahrzeug in einem definierten Verkehrsraum (z.B. Autobahn) bzw. in einem eingeschränkten Funktionsumfang (z.B. max. 60 km/h) übernommen. Die lenkende Person muss das System nicht überwachen und auch nicht eingreifen. Wird der Verkehrsraum verlassen, dann muss die lenkende Person nach Aufforderung die Fahraufgaben wieder übernehmen.


fekte werden sich in Summe die Waage halten, sodass keine Änderungen in den Kombinationsprodukten notwendig ist“.

Trends in der Kfz-Versicherung Die erwartete Verringerung der Schadensfälle und der Schadenshöhe im Haftpflichtbereich durch Assistenzsysteme hat z.B. die „Oberösterreichische Versicherung“ bewogen in der Sparte Kfz-Haftpflichtversicherung für Fahrzeuge mit Bremsassistenten einen Risikonachlass zu gewähren. Anders verhält es sich jedoch in der Kaskoversicherung, wo auch die Oberösterreichische Versicherung mit einem deutlichen Anstieg des Durchschnittsschadens rechnet. Andere Versicherer geben sich diesbezüglich noch zurückhaltender. Die VAV wird sich bei der Entwicklung der nächsten Tarifgenerationen mit dieser Fragestellung aktiv beschäftigen und evaluieren, ob die Kalkulation tariflicher Zu- und Abschläge im Zusammenhang mit dem Vorhandensein von Assistenzsystemen statthaft ist. „Mittelbar beeinflussen die Assistenzsysteme jedoch bereits jetzt die Prämiengestaltung, da bestimmte Automarken tendenziell über mehr vor-

handene Assistenzsysteme verfügen und somit eine geringere Schadenquote als andere Automarken aufweisen“, so die VAV. Bei Rot über die Kreuzung zu fahren, ein Stoppschild übersehen, während der Fahrt SMS schreiben oder das Auto auf einer abschüssigen Straße, ohne eingelegten Gang und angezogener Handbremse stehen lassen, sind die Klassiker unter den Unfallursachen. Bis vor Kurzem haben sich die Versicherer in solchen Fällen nicht verantwortlich gezeigt im Schadensfall zu zahlen, denn alle diese Fälle gelten als grob fahrlässiges Verhalten. Nun nehmen immer mehr Versicherer diese Komponente in die Polizze auf. Einer der Vorreiter war die UNIQA die bereits seit 2016 grobe Fahrlässigkeit in allen Kaskotarifen inkludiert hat. Ganz neu ist nun auch die VAV auf diesen Zug aufgesprungen und bietet seit diesem Jahr den prämienfreien Einschluss der groben Fahrlässigkeit in den Kasko-Selbstbehaltevarianten. Die Wiener Städtische verlangt dafür einen fünfprozentigen Prämienaufschlag. Auch die anderen Versicherungen wie Allianz, HDI, Generali oder Zürich Versicherung bieten die grobe Fahrlässigkeit als zusätzlichen Baustein an.

Bis vor Kurzem haben Versicherer im Schadensfall bei grob fahrlässingem Verhalten nicht gezahlt, nun nehmen immer mehr diese Komponente in die Polizze auf.

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Level 5: Das Fahrzeug kann alle Fahrfunktionen übernehmen und sämtliche Bedingungen/Situationen eigenständig beherrschen, die auch von der lenkenden Person bewältigt werden könnten. In diesem Zusammenhang spricht man auch von „fahrerlos“ bzw. „selbstfahrend“. Die klassischen FahrzeugBedienungselemente wie Lenkrad und Pedale können entfallen.

HDI setzt beim Kfz-Tarif auf sein Scoring-Modell, welches in Abhängigkeit des Alters des Fahrzeughalters, der Automarke, dem Baujahr und dem Zulassungsbezirk Rabatte vergibt. Die Zurich Versicherung bietet fünf Prozent Nachlass bei Online-Abschluss, sowie Nachlässe bei niedrigem CO2-Ausstoß und Autos mit alternativen Antriebsarten. In diesem Bereich ist auch die Wiener Städtische sehr aktiv. So sind – abhängig von der Höhe des CO2-Wertes mit dem Klimabonus in der Kfz-Haftpflichtprämie – bis zu minus 20 Prozent möglich. Bei Fahrzeugen mit alternativen Antriebsarten reduziert sich die Prämie in der Kfz-Haftpflicht- und Kaskoversicherung um 30 Prozent. Bei der Generali sind nicht nur Fahrzeuge mit Elektroantrieb, sondern auch die Ladestation versichert. Darüber hinaus gibt es bei der Generali im Bereich der E-Fahrzeuge anstatt eines Bonus-Malus-Systems eine Fixprämie. Bei der UNIQA erhalten Elektroautos nach wie vor 25 Prozent Begünstigung in der KFZ-Haftpflicht.


Kfz-Schadensmeldungen über Smartphone-/Tablet-Apps: Wahrnehmung und Akzeptanz durch Versicherungskunden Ergebnisse einer empirischen Erhebung (247 Probanden/-innen)

Daniel Schneeberger BSc (WU) und ao. Univ.-Prof. Dr. Erwin Eszler Institute for Finance, Banking and Insurance Wirtschaftsuniversität Wien

1. Einleitung Im Zeitalter der Digitalisierung können immer mehr Service-Aktivitäten von den Versicherungsnehmern selbst über eigene Online-Accounts bei deren Versicherung abgewickelt werden. Unter anderem bieten bereits alle größeren Versicherungsunternehmen in Österreich Smartphone- oder Tablet-Service-Apps für ihre Kunden an. Daniel Schneeberger machte es sich in seiner Bachelor-Arbeit1 (Betreuer: E. Eszler) zur Aufgabe, die Möglichkeiten der Kfz-Schadensmeldung durch Smartphone- und Tablet-Apps aus Kundensicht zu untersuchen. Die wesentlichen Ergebnisse hierzu werden im Folgenden vorgestellt.2

2. Methodik und Datenerhebung Für die Erhebung wurden über das Umfragetool „Lime Survey“ die Probanden 28 | STUDIE

mittels eines anonymen Online-Fragebogens zum Thema befragt. Der Link wurde am 24. Juli 2018 freigegeben und am 29. Juli 2018 wieder geschlossen. Die Probanden wurden vorwiegend über Social-Media-Plattformen sowie per E-Mail erreicht. So wurde der Online-Link in Facebook-Gruppen der Wirtschaftsuniversität Wien geteilt und zudem hat der Autor den Fragebogen an Freunde und Bekannte via Facebook weitergeleitet. Auch über die Nachrichten-App „Whatsapp“ wurde der Link vom Autor an dessen persönliches Umfeld verschickt. Der Fragebogen wurde vor allem über „Whatsapp“ oft weitergeleitet. Außerdem wurde der Link per E-Mail vom Vater des Autors an Arbeitskollegen weitergeleitet, um damit eine bessere Ausgeglichenheit bezüglich des Alters und des höchsten Bildungsabschlusses zu erreichen. Insgesamt bestand der Fragebogen aus 10 Fragen zum Thema. Nur jene Probanden wurden zur zweiten Frage


(„Erfahrungen mit solchen Apps“) weitergeleitet, die bereits von der Möglichkeit der Schadensmeldung via App Bescheid wussten und damit die erste Frage mit „ja“ beantwortet haben. Allen anderen Probanden, die bei der ersten Frage „nein“ geantwortet haben und zuvor noch nie von dieser Möglichkeit gehört haben, wurde eine Information angezeigt, welche diese Möglichkeit der Schadensmeldung kurz und genau erklärt hat.3 Dies diente dazu, sicherzustellen, dass auch diese Probanden den Fragebogen weiterhin seriös beantworten konnten. Alle weiteren Fragen, beginnend mit der dritten Frage, mussten wieder von allen teilnehmenden Probanden beantwortet werden.

3. Struktur der Stichprobe Insgesamt haben 283 Probanden an der Umfrage teilgenommen. 36 Fragebögen wurden dabei unvollständig ausgefüllt (und nicht ausgewertet). Das ergibt somit 247 (87,28 %) vollständig ausgefüllte Fragebögen. 134 (54,25 %) der 247 befragten Personen gaben als Geschlecht „männlich“ an, 110 (44,53 %) „weiblich“ und 3 (1,21 %) Personen „sonstiges“. Das Durchschnittsalter aller 247 Probanden beträgt 30,6 Jahre4. Verteilung auf Altersgruppen: 17-24 Jahre: 115 Personen (46,56 %); 25-34 Jahre: 67 (27,13 %); 35-44 Jahre: 21 (8,50 %); 45-59 Jahre: 37 (14,98 %); 60 Jahre und älter: 7 Personen (2,83 %). Es ist hier kritisch anzumerken, dass es sich durch die Methode der Verwendung eines Online-Fragebogens schwierig gestaltete, Personen, die 60 Jahre oder älter sind, zu erreichen, und dass diese in der Studie unterrepräsentiert sind. Bei den sechs vorgegebenen Antwortmöglichkeiten zur Frage nach dem höchsten Bildungsabschluss ergab sich folgende Verteilung: Pflichtschullabschluss (Hauptschule, Neue Mittelschule/NMS AHS-Unterstufe u. a.): 10 Personen (4,05 %); Lehrabschluss, berufsbildende mittlere Schule/BMS, Kolleg: 63 Personen (25,50 %); Allgemeinbildende höhere Schule (AHS), Be-

rufsbildendende höhere Schule/BHS (z. B. HAK, HTL, HBLA): 120 Personen (48,58 %); Universitäts- oder Fachhochschulabschluss: 47 Personen (19,03 %); kein Schulabschluss: 1 Person (0,40 %); keine Angabe: 6 Personen (2,43 %).

4. Ergebnisse 4.1. Wahrnehmung der Kfz-Schadensmeldungs-Apps Frage 1 lautete: „Wissen Sie, dass man Kfz-Schadensmeldungen bereits über eine Smartphone-/Tablet-App einer Versicherung durchführen kann?“ 181 (73,28 %) der 247 Probanden beantworteten die Frage mit „Nein“, nur 66 Probanden (26,72 %) mit „Ja“, davon 38 (57,58 %) Männer, 27 (40,91 %) Frauen und eine Person, die als Geschlecht „sonstiges“ angab. Erstaunlicherweise gab es den höchsten Anteil an „Ja“-Antworten nicht bei den jüngsten Altersgruppen, sondern in der Altersgruppe 35-44 Jahre: 10 „Ja“ (47,62 %) zu 11 „Nein“, gefolgt von der Altersgruppe 45-59 Jahre: 13 „Ja“ (35,14 %) zu 24 „Nein“, und der – allerdings aufgrund der niedrigen Anzahlen von Probanden nicht sehr aussagekräftigen – Altersgruppe 60 und mehr Jahre: 2 „Ja“ (28,57 %) zu 5 „Nein“. Hingegen Altersgruppe 17-24 Jahre: 26 „Ja“ (22,61 %) zu 89 „Nein“, Altersgruppe 25-34 Jahre: 15 „Ja“ (22,39 %) zu 52 „Nein“. In den Gruppen mit aussagekräftigen Probandenanzahlen gab es den höchsten Anteil an „Ja“-Antworten in der Gruppe der Personen mit Lehrabschluss, BMS etc.: 25 „Ja“ (39,68 %) zu 38 „Nein“, gefolgt von der Gruppe der Personen mit AHS- oder BHS-Abschluss: 29 „Ja“ (24,17 %) zu 91 „Nein“, und der Gruppe der Personen mit Universitäts- oder Fachhochschulabschluss: 7 „Ja“ (14,89 %) zu 40 „Nein“. Bei den anderen Gruppen gab es zwar zum Teil höhere Anteile an „Ja“-Antworten, doch sind diese eben wegen der geringen Anzahlen in den Gruppen bzw. wegen der fehlenden Zuordenbarkeit der Antworten nicht aussagekräftig, etwa bei der Gruppe der Personen mit Pflichtschulabschluss: 3 „Ja“ (30,00 %) zu 7 „Nein“. 29 | STUDIE

4.2. Erfahrungen mit KfzSchadenmeldungs-Apps Frage 2 lautete: „Haben Sie bereits Erfahrungen mit solchen Schadensmeldungs-Apps gemacht?“ Diese Frage wurde nur jenen Probanden gestellt, die die erste Frage mit „Ja“ beantwortet haben. Nur 9 (13,64 %) dieser 66 Probanden gaben an, bereits Erfahrungen mit dieser Art der Schadensmeldung zu haben. Bemerkenswert hierbei ist, dass mehr Frauen (6; 66,67 %) als Männer (3; 33,33 %) angegeben haben, bereits Erfahrungen mit Kfz-Schadensmeldungen über Apps gemacht zu haben, obwohl aus der Beantwortung der ersten Frage hervorgeht, dass mehr Männer von dieser Möglichkeit der Schadensmeldung gewusst haben. Altersmäßig verteilen sich die 9 „Ja“-Antworten folgendermaßen: 17-24 Jahre: 4 Personen (15,38 % von 26 Personen, die bei der ersten Frage mit „Ja“ geantwortet haben); 25-34 Jahre: 1 (6,67% von 15); 35-34 Jahre: 1 (10 % von 10); 45-59 Jahre: 3 (23,08 % von 13); 60 und mehr Jahre: 0 (0,00 % von 2). Verteilung der 9 „Ja“-Antworten nach dem höchsten Bildungsabschluss: Lehrabschluss, BMS etc.: 4 Probanden (16,00 % von 25 Personen, die bei der ersten Frage mit „Ja“ geantwortet haben); AHS- oder BHS-Abschluss: 5 (17,24 % von 29). 4.3. Bereitschaft zur Nutzung bzw. erneuten Nutzung von Kfz-Schadenmeldungs-Apps Frage 3 lautete: „Würden Sie diese Möglichkeit der Schadensmeldung im Falle eines Schadens nutzen bzw. wieder nutzen?“ Diese und alle folgenden Fragen wurden wieder allen Probanden gestellt, da nun durch die gegebene Information (s. o. „Methodik“) auch jene Probanden über die Kfz-Schadensmeldung via App Bescheid wussten, die die Frage 1 mit „Nein“ beantwortet hatten. Die Frage 3 war mit einem Schieberegler durch eine Angabe in Prozent zu beantworten, wobei die Extreme 0 % „auf gar keinen Fall“ und 100 % „auf jeden Fall“ bedeuteten. Der Mittelwert der Antworten lag bei 72,53 % (Män-


ner 70,69 %, Frauen 74,38 %). 69mal wurde hierbei mit „100 %“ geantwortet, nur 11mal mit „0 %“. Mit Ausnahme des Ausreißers der Altersgruppe 45-59 Jahre war hier eine mit dem Alter abnehmende Bereitschaft zur Nutzung zu erkennen: Mittelwerte der Antworten nach Altersgruppen: 17-24 Jahre: 78,10 %; 25-34 Jahre: 75,18 %; 3544 Jahre: 54,71 %; 45-59 Jahre: 64,30 %; 60 Jahre und älter: 52,86 %. Die Auswertung der Antworten nach dem höchsten Bildungsabschluss der Probanden zeigte hinsichtlich der Mittelwerte eine gegenüber den anderen Gruppen deutlich niedrigere Bereitschaft in der Gruppe der Probanden mit Lehrabschluss, BMS-Abschluss etc.: Pflichtschulabschluss: 76,3 %; Lehr-, BMS-Abschluss etc.: 55,7 %; AHS- und BHS-Abschluss: 78,2 %; Universitätsoder Fachhochschulabschluss: 79,5 %; kein Abschluss: 71,0%; keine Angabe: 75,3 %. 4.4. Einschätzung der Weiterleitung von Fotos über KfzSchadenmeldungs-Apps Frage 4 lautete: „Erachten Sie die Möglichkeit, Fotos vom Schaden bzw. Unfallort direkt über eine Smartphone-/ Tablet-App an Ihre Versicherung weiterleiten zu können als sinnvoll?“ Auch hier war die Frage mit einem Schieberegler durch eine Angabe in Prozent zu beantworten, wobei die Extreme 0 % „überhaupt nicht sinnvoll“ und 100 % „sehr sinnvoll“ bedeuteten. Der Mittelwert der Antworten der 247 Probanden beträgt beachtliche 87,35 % (Männer 86,20 %, Frauen 88,65 %). 143 Probanden antworteten hier mit „100 %“, nur einer mit „0 %“ und 16 mit „50 %“. Wie schon bei Frage 3 ist auch hier die Altersgruppe 45-59 Jahre ein Ausreißer, sonst lässt sich mit steigendem Alter eine abnehmende Zustimmung feststellen: Mittelwerte der Antworten nach Altersgruppen: 17-24 Jahre: 90,63 %; 2534 Jahre: 88,60 %; 35-44 Jahre: 75,10 %; 45-59 Jahre: 85,97 %; 60 Jahre und älter: 65,86 %. Bei der Auswertung nach dem höchsten Bildungsabschluss ließ sich hier eine

gewisse Tendenz einer steigenden Zustimmung mit höheren Abschlüssen erkennen: Pflichtschulabschluss: 78,2 %; Lehr-, BMS-Abschluss etc.: 79,2 %; AHS- und BHS-Abschluss: 92,0 %; Universitäts- oder Fachhochschulabschluss: 89,2 %; kein Abschluss: 75,0%; keine Angabe: 83,2 %. 4.5. Einschätzung der Zeitersparnis durch KfzSchadenmeldungs-Apps Frage 5 lautete: „Denken Sie, dass die Kfz-Schadensmeldung über eine Smartphone-/Tablet-App zu einer Zeitersparnis führt?“ Auch diese Frage war mit einem Schieberegler zu beantworten (0 % „auf gar keinen Fall“; 100 % „auf jeden Fall“). Der Mittelwert der Antworten lag hier bei 79,01 % (Männer 78,42 %, Frauen 79,61 %). 103 Probanden antworteten hier mit „100 %“, nur fünf mit „0 %“ und 21 mit „50 %“. Hinsichtlich der Altersgruppen ist eine Tendenz der abnehmenden Zustimmung mit steigendem Alter erkennbar: Mittelwerte der Antworten nach Altersgruppen: 17-24 Jahre: 81,08 %; 25-34 Jahre: 80,87 %; 35-44 Jahre: 74,90 %; 45-59 Jahre: 73,51 %; 60 Jahre und älter: 68,57 %. Die Auswertung nach dem höchsten Bildungsabschluss ergab folgende Mittelwerte und keine erkennbare Tendenz: Pflichtschulabschluss: 83,1 %; Lehr-, BMS-Abschluss etc.: 69,7 %; AHS- und BHS-Abschluss: 81,7 %; Universitätsoder Fachhochschulabschluss: 84,7 %; kein Abschluss: 50,0 %; keine Angabe: 75,8 %. 4.6. Einschätzung der Verbesserung der Servicequalität durch Kfz-SchadenmeldungsApps Frage 6 lautete: „Denken Sie, dass die Kfz-Schadensmeldung über eine Smartphone-/Tablet-App die Servicequalität zwischen Ihnen und Ihrer Versicherung verbessert oder verbessern würde?“ Auch diese Frage war mit einem Schieberegler zu beantworten (0 % „auf gar keinen Fall“; 100 % „auf jeden Fall“). 30 | STUDIE

Der Mittelwert aller Antworten lag bei 58,43 %, die Durchschnittswerte der Männer (58,18 %) und der Frauen (58,33 %) unterschieden sich nur geringfügig. Die Verteilung der Antworten unterscheidet sich sehr deutlich von jenen bei der vorigen Frage: Die höchste Anzahl an Nennungen gab es bei „50 %“, nämlich 58, aber nur 31 für „100 %“ und 10 für „0 %“. Es gibt hier bei vielen Befragten offenbar keine stark ausgeprägte Meinung oder sogar eine größere Unsicherheit hinsichtlich einer Verbesserung der Servicequalität durch Schadenmeldungs-Apps. Bei der Auswertung nach dem Alter ergab sich eine gewisse Tendenz einer abnehmenden Zustimmung mit dem Lebensalter, wobei hier die Gruppe der 35bis 44-Jährigen einen Ausreißer mit dem niedrigsten Wert bildet. Mittelwerte der Antworten nach Altersgruppen: 17-24 Jahre: 61,96 %; 25-34 Jahre: 61,18 %; 3544 Jahre: 43,95 %; 45-59 Jahre: 53,03 %; 60 Jahre und älter: 46,00 %. Die Auswertung nach dem höchsten Bildungsabschluss ergab keine erkennbare Tendenz. Pflichtschulabschluss: 61,2 %; Lehr-, BMS-Abschluss etc.: 48,4 %; AHS- und BHS-Abschluss: 62,6 %; Universitäts- oder Fachhochschulabschluss: 59,5 %; kein Abschluss: 30,0 %; keine Angabe: 71,2 %. 4.7. Einschätzung des Beitrages von Kfz-Schadenmeldungs-Apps zur Kundentreue Frage 7 lautete: „Denken Sie, dass die Abwicklung einer Kfz- Schadensmeldung über eine Smartphone-/Tablet-App dazu beiträgt, dass Sie eher bei dieser Versicherung bleiben bzw. bleiben würden? Auch diese Frage war mit einem Schieberegler zu beantworten (0 % „auf gar keinen Fall“; 100 % „auf jeden Fall“). Der Mittelwert aller 247 Antworten lag hier bei 50,20 %, wobei sich die Mittelwerte der Angaben der Männer (45,95 %) und der Frauen (55,39 %) sehr deutlich unterschieden. Auch hier fällt die große Anzahl (65) der „50 %“-Antworten auf. Die extremen Werte wurden hier ungefähr gleich oft genannt: „0 %“ mit 30


Nennungen, „100 %“ mit 27 Nennungen. Somit ergibt sich auch bei dieser Frage kein eindeutiges Bild. Die Auswertung nach Altersgruppen zeigt hier einen deutlich niedrigeren Mittelwert in der mittleren Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen mit 33,10%. Im Vergleich dazu: 17- bis 24-Jährige: 56,30 %; 25- bis 34-Jährige: 51,18 %; 45- bis 49-Jährige: 40,86 %; 60 Jahre und älter: 41,29 %. Deutliche Unterschiede gab es bei Auswertung nach dem Bildungsabschluss, ohne dass aber ein Trend erkannt hätte werden können: Pflichtschullabschluss (Hauptschule, Neue Mittelschule/ NMS AHS-Unterstufe u. a.): 49,6 %; Lehrabschluss, berufsbildende mittlere Schule/BMS, Kolleg: 41,8 %; Allgemeinbildende höhere Schule (AHS), Berufsbildendende höhere Schule/BHS (z. B. HAK, HTL, HBLA): 52,4 %; Universitäts- oder Fachhochschulabschluss: 57,3 %; kein Abschluss: 30,0 %; keine Angabe: 42,2 %. 4.8. Einschätzung der zukünftigen Entwicklung von Kfz-Schadenmeldungs-Apps Frage 8 lautete: „Denken Sie, dass sich in Zeiten voranschreitender Digitalisierung diese Art der Schadensmeldung nachhaltig durchsetzen wird?“. Auch diese Frage war mit einem Schieberegler zu beantworten (0 % „auf gar keinen Fall“; 100 % „auf jeden Fall“). Die Auswertung dieser Frage zeigt ein klares Ergebnis: Der Mittelwert der Antworten beträgt 81,48 % (Männer:81,00 %; Frauen: 81,55%). Der Großteil der befragten Personen geht somit davon aus, dass sich die Kfz-Schadensmeldung über eine Smartphone- oder Tablet-App auch nachhaltig durchsetzen wird.Die Auswertung nach Altersgruppen ergab ein uneinheitliches Bild und keine Tendenz. Bei der Auswertung nach dem höchsten Schulabschluss zeigte sich, das der Mittelwert der Antworten bei Befragten mit niedrigeren Abschlüssen deutlich unter den Mittelwerten der Probanden mit höheren Abschlüssen lag: Pflichtschulabschluss: 76,3 %; Lehrabschluss, berufsbildende mittlere Schule, Kolleg: 74,4 %;

dagegen Allgemeinbildende höhere Schule (AHS), Berufsbildendende höhere Schule/BHS (z. B. HAK, HTL, HBLA): 85,1 %; Universitäts- oder Fachhochschulabschluss: 82,8 %. 4.9. Bedenken/Probleme bei Kfz-Schadenmeldungs-Apps Frage 9 lautete: „Welche Bedenken/Probleme könnten bei Kfz-Schadensmeldungen über eine Smartphone-/Tablet-App Ihrer Meinung nach auftreten?“ Diese Frage wurde offen gestaltet, sodass die Probanden-/innen mögliche Bedenken oder Probleme in eigenen Worten formulieren konnten. Die Frage musste nicht beantwortet werden, konnte also übersprungen werden. Von den 247 vollständig ausgefüllten Fragebögen haben 140 Probanden diese Frage beantwortet. Das entspricht einem Prozentsatz von 56,68 %. Insgesamt wurden 157 Antworten erfasst. Die Antworten wurden verschiedenen Kategorien zugeordnet: Die von den Probanden am häufigsten genannten Bedenken und Probleme bei der Schadensmeldung über eine App sind mögliche technische Probleme. Diese Bedenken äußerten 42 Personen. Hier wurden beispielsweise Antworten gegeben wie: „Der Datentransfer könnte durch irgendwelche Komplikationen nicht vollständig durchgeführt werden“, „nicht einwandfreies Funktionieren der App“ oder „Internet funktioniert nicht (Datenvolumen)“. Am zweithäufigsten – 37 mal genannt wurden eventuelle Probleme bei der Benutzung der App oder Ungenauigkeiten beim Ausfüllen der Schadensmeldung. Gegeben wurden Antworten wie: „Unklare Angaben durch den Benutzer“, „nicht jeder Kunde ist im Umgang mit Apps technisch so versiert“, „Kein Smartphone“ oder „ältere Personen könnten Probleme haben“. Von 23 Probanden wurden Probleme mit dem Datenschutz angeführt. Eine weitere Kategorie (18 Nennungen) erfasst Bedenken, dass der persönliche Kontakt in den Hintergrund rücken könnte und so auch Arbeitsplätze verloren gehen könnten. In dieser Kategorie wurden Antworten erfasst wie: „Ich könnte den persönlichen 31 | STUDIE

Bezug zu meiner Versicherung verlieren“, „unpersönlich“ oder „Ich könnte mir vorstellen, dass dadurch der eine oder andere Arbeitsplatz verloren gehen wird“. 6 Probanden haben Versicherungsbetrug als mögliches Problem angegeben. „Manipulation von Bildern und Texten“, „mögliche falsche Informationen könnte leichter weitergegeben werden“ oder „verfälschte Meldungen“ wurden in diesem Zusammenhang genannt. 23 Antworten wurden der Kategorie „sonstiges“ zugeteilt. Darunter waren Antworten wie: „Keine Ahnung, aber ich bin mit meinen Versicherungsvertreter zufrieden“, „Wird nicht so ernst genommen“, „Habe nichts in der Hand“ oder „keine Sicherheit“. 8 Probanden haben als Antwort „keine“ oder ähnliches geschrieben. 4.10. Vorteile von Kfz-Schadenmeldungs-Apps Frage 10 lautete: „Welche Vorteile würden Sie sich durch die Kfz-Schadensmeldung über eine Smartphone-/Tablet-App erhoffen/erwarten?“. Auch diese Frage wurde offen gestaltet und musste nicht verpflichtend beantwortet werden. Insgesamt haben 154 der 247 Befragten ihre Einschätzung kundgetan. Das entspricht einem Prozentsatz von 62,35 %. Bei dieser Frage wurden insgesamt 177 Antworten erfasst und verschiedenen Kategorien zugordnet: Die weitaus größte Anzahl der Antworten (132) bezog sich auf Zeitersparnis und eine schnellere Bearbeitung der Schadensmeldung. Meinungen dazu lauteten beispielsweise „schnelle Abwicklung mit allen wichtigen Informationen“, „Zeitersparnis und einfacher“ oder „Schnelle, unkomplizierte Schadensmeldung zu jeder Uhrzeit“. 14 Probanden erwarten durch diese Art der Schadensmeldung geringer Sachbearbeitungskosten. Als Antworten erfasst wurden hierbei unter anderem „lästiger Papierkram würde eingedämmt werden“, „weniger Bürokratie“ sowie „kein endloser Schriftverkehr“. Eine bessere Datenerfassung wurde von 13 Probanden als ein möglicher Vorteil genannt. Hier wurden Antworten gegeben wie: „Fotos


direkt vom Unfallort, Datenerfassung – verbessert sich“ oder „weniger Rückfragen (Fotos)“. Von 2 befragten Personen wurde der Vorteil angeführt, dass, durch eine sofortige Schadensmeldung, mögliche Erinnerungslücken verhindert werden können. 10 Antworten wurden der Kategorie „Sonstiges“ zugeteilt. Darunter waren Antworten wie: „Nerveneinsparung“, „Unkomplizierte Kontaktaufnahme“, „Versicherungsberater werden am Wochenende nicht kontaktiert“ sowie „keine privaten Terminkollisionen“. 6 Probanden haben als möglichen Vorteil die Antwort „Keine“ oder „Nichts“ gegeben.

5. Zusammenfassung Bemerkenswert ist, dass 181 (73,28 %) der 247 Probanden angegeben haben, noch nie von der Möglichkeit der Kfz-Schadensmeldung über eine App gehört zu haben – und das, obwohl 73,69 % der Befragten jünger als 34 Jahre waren. Auch von den 66 (26,72 %) Befragten, die darüber Bescheid wussten, gaben nur 9 an, mit dieser Art der Schadensmeldung bereits zu tun gehabt zu haben. Aus den Antworten des Fragebogens lässt sich zudem ein allgemein gültiger Trend feststellen, der sich auf das Alter der Probanden bezieht und der bei jeder einzelnen Frage, die mit einem Schieberegler beantwortet werden musste, bestätigt wurde. So gaben jüngere Probanden tendenziell höhere in Prozent gemessene Antworten als ältere. Analysiert wurden die Antworten hinsichtlich des

höchsten Schulabschlusses der Probanden. Dabei war einerseits bei den Antworten von Personen, die einen Lehrabschluss, eine berufsbildende mittlere Schule oder ein Kolleg absolviert haben, eine gewisse Skepsis gegenüber dieser Art der Schadensmeldung heraus zu lesen. So lag die durchschnittliche Antwort auf die Frage, ob man diese Möglichkeit der Schadensmeldung nutzen würde, bei 55,7 % und damit deutlich unter den Durchschnittswerten der anderen Personengruppen. Auch die Frage, ob die Kfz-Schadensmeldung über ein Smartphone oder Tablet die Servicequalität verbessern würde, wurde kritischer beantwortet als von Personen mit anderen Bildungsabschlüssen. Andererseits lassen die Ergebnisse darauf hindeutet, dass speziell Personen, die eine AHS oder eine berufsbildende höhere Schule besucht haben, sowie jene mit einem Universitäts- oder Fachhochschulabschluss, dieser Möglichkeit der Schadensmeldung günstiger und offener gegenüberstehen. Ein eindeutiges Ergebnis konnte bei der Frage festgestellt werden, ob die Probanden die Möglichkeit, Fotos vom Schaden beziehungsweise vom Umfallort direkt über eine Smartphone- oder Tablet-App an ihre Versicherung weiterleiten zu können, als sinnvoll erachten. Bei dieser Frage wurde, mit einer Zustimmung von 87,35 %, das höchste durchschnittliche Ergebnis erfasst. Auffallend war zudem, dass viele Probanden mit einer Zeitersparnis rechnen, wenn die Abwicklung einer Schadensmeldung über

eine App erfolgt. Dies ging besonders aus den Antworten der offenen Frage über mögliche Vorteile der App hervor. Von den insgesamt 177 Antworten, die bei dieser Frage erfasst wurden, erhoffen beziehungsweise erwarten sich 132 Probanden eine Zeitersparnis und eine schnellere Abwicklung der Schadensmeldung. Weniger eindeutig waren die Antworten bei den Fragen nach einer Verbesserung der Servicequalität (58,43 %) und einer Erhöhung der Kundenbindung durch die Kfz-Schadensmeldung über eine App 50,20 %). Schließlich kann festgehalten werden, dass der Großteil der befragten Personen davon ausgeht, dass sich die Kfz-Schadensmeldung über eine Smartphoneoder Tablet-App durch die stattfindende Digitalisierung nachhaltig durchsetzen wird. Dies zeigt der Mittelwert von 81,48 %. Angemerkt werden muss noch, dass durch die Art der Umfrage der Kreis der möglichen teilnehmenden Probanden bereits eingeschränkt war. Durch die Online-Umfrage war es nur Personen möglich an der Umfrage teilzunehmen, die über einen Internetzugang auf ihrem Smartphone, Tablet oder PC verfügen. Um den Fragebogen seriös ausfüllen zu können, war es zudem notwendig, ein grundlegendes Verständnis darüber zu haben, was eine App ist und wie diese funktioniert. Durch diese Einschränkungen, konnte eine ungewisse Anzahl an Personen nicht zu diesem Thema befragt werden.

1 Schneeberger, Daniel: Kfz-Schadensmeldung über eine Smartphone-/Tablet-App: Wahrnehmung und Akzeptanz bei Versicherungsnehmern, Bachelorarbeit an der Wirtschaftsuniversität Wien, August 2018 (unveröffentlicht). 2 Die Erstellung des Textes für die vorliegende Veröffentlichung, die Auswahl, Strukturierung und formale Gestaltung hat Erwin Eszler besorgt (unter Verwendung von Daten und Textteilen sowie Abbildungen aus der Bachelorarbeit). Für die Richtigkeit der Daten und Datenauswertungen ist ausschließlich Daniel Schneeberger verantwortlich. 3 Die Information lautete: „Über die App einer Versicherung besteht die Möglichkeit eine Kfz-Schadensmeldung für einen Haftpflicht- oder Kaskoschaden über das Smartphone oder Tablet abzuwickeln. Die Schadensmeldung wird damit sofort elektronisch erfasst. In der Schadensmeldung muss eine kurze Beschreibung über den Hergang des Schadens sowie den Schaden selbst gemacht werden. Weitere Fakten zur Kfz-Schadensmeldung über eine Smartphone-/Tablet-App: • persönliche Personen- und Fahrzeugdaten sind automatisch für den Schadensfall gespeichert • Datum und Uhrzeit werden automatisch erfasst • Der Standort wird per GPS automatisch erfasst (Voraussetzung: GPS Aktivierung) • Schadenfotos werden direkt über die App zur Versicherung weitergeleitet“ 4 Es war nach dem Geburtsjahr gefragt worden. Alle Altersangaben in Jahren sind daher rechnerisch ermittelt.

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Sind risikofreudige AutofahrerInnen höher versichert? Überhöhte Geschwindigkeit, bei gelber Ampel beschleunigen und gerade noch über die Kreuzung fahren, den kurzen Weg zum Supermarkt in der Nähe per Auto absolvieren. All diese Manöver bergen Risiken in sich, die besonders für Versicherungen von Interesse sind. WUProfessor Alexander Mürmann untersuchte in einer aktuellen Studie die Auswirkung von Fahrverhalten auf das Unfallrisiko und auf den Abschluss einer Versicherung.

Rund 13.900 Kilometer werden in Österreich durchschnittlich pro Jahr mit dem Auto zurückgelegt. Je nach Fahrerprofil bieten Versicherungen eine Vielzahl unterschiedlichster Versicherungsverträge. Alexander Mürmann, Professor für Risk Management and Insurance an der WU, stellte sich gemeinsam mit seinen KollegInnen in einem aktuellen Forschungsprojekt die Fragen, welches Fahrverhalten das Unfallrisiko erhöht und ob Menschen ihre Versicherungsverträge auch in Hinblick auf ihr Fahrverhalten wählen. Dabei zeigte sich: häufiges Fahren erhöht das Unfallrisiko, jedoch wählen Autofahrerinnen und Autofahren ihren Versicherungsvertrag unabhängig von ihrem Fahrverhalten und der eigenen Risikobereitschaft.

Risikofaktor VielfahrerIn Die Studie macht deutlich, dass nicht nur die gefahrene Distanz, sondern auch die Anzahl der Fahrten ein entscheidender Faktor für das Unfallrisiko ist. Wer mit mehreren Fahrten dieselbe Distanz zurücklegt, setzt sich einem höheren Unfallrisiko aus. „Jede einzelne Fahrt zeichnet sich durch einen Anfang und 34 | STUDIE

Zur Studie: Geyer, Alois; Kremslehner, Daniela; Mürmann, Alexander (2019): Asymmetric Information in Automobile Insurance: Evidence from Driving Behavior. Forthcoming in Journal of Risk and Insurance, Open Access: https://onlinelibrary.wiley. com/doi/10.1111/jori.12279

ein Ende aus. In diesen beiden Phasen einer Fahrt beschäftigen wir uns gleichzeitig mit mehreren Dingen und sind somit weniger auf das Fahren konzentriert. Wir passen den Rückspiegel und den Sitz an, wir bedienen das Navigationsgerät, wir bringen das Auto in den Verkehrsfluss, wir suchen einen Parkplatz und sind gedanklich schon beim Zweck der Autofahrt“, so der Studienautor.


Mehr Abstimmung

Zum Studiendesign

Entgegen der Vermutung der StudienautorInnen kaufen Menschen mit unterschiedlichen Fahrerprofilen keine unterschiedlichen Versicherungsverträge. „Eine Erklärung ist, dass wir uns im Hinblick auf nicht-finanzielle und finanzielle Risiken sehr unterschiedlich verhalten. Das heißt, wenn ich vorsichtig fahre, um Unfälle zu vermeiden, bedeutet das nicht automatisch, dass ich mich hoch versichere, um finanzielle Verluste zu vermeiden - und umgekehrt“, so Mürmann, „Unsere Studie zeigt das Potenzial zunehmender Datengewinnung durch Digitalisierung zum Vorteil aller Beteiligten auf. Autofahrerinnen und Autofahrer sollten sich am Anfang und am Ende jeder Fahrt auf das Autofahren konzentrieren, um ihr Unfallrisiko zu reduzieren. Versicherungen sollten sie dahingehend beraten und Anreize setzen, indem sie individualisierter tarifieren.“

Im Rahmen der Studie untersuchten die StudienautorInnen detaillierte GPS Daten von versicherten Autos und die zugehörigen Versicherungsdaten über Tarifierungsmerkmale und Schadensfälle. Mithilfe der GPS Daten konnten dann Fahrprofile basierend auf Geschwindigkeitsüberschreitungen, gefahrene Distanz und Anzahl der Autofahrten erstellt werden. Um festzustellen, ob riskanteres Fahren ein höheres Unfallrisiko und eine höhere Wahl in der Versicherungsdeckung impliziert, mussten die StudienautorInnen zudem berücksichtigen, dass Ursache und Wirkung auch gegenläufig sein können, das heißt: höher versicherte Personen fahren möglicherweise riskanter, weil sie eben gut versichert sind. Hierfür nutzen die WissenschaftlerInnen Daten über lokale Wetterbedingungen und bezogen

35 | STUDIE

Alexander Mürmann

in ihrer Analyse mit ein, wie die Fahrerinnen und Fahrer auf unterschiedliche Wetterbedingungen in ihrem Fahrverhalten reagierten, nachdem sie ihren Versicherungsvertrag gewählt hatten.


Wenn der Kfz-Schaden zum Erlebnis wird Ist es möglich, dass ein durch einen Unfall entstandener Kfz-Schaden Freude bereitet? In der Regel nicht, aber wenn es ein Rundum-Service mit einigen besonderen Features gibt, dann kann neben dem Ärger auch ein wenig Freude entstehen. Warum das so sein kann und wie man zu dem Service kommt, haben wir mit Mo´Drive-Geschäftsführer Wolfgang Weinberger und Andreas Büttner, Geschäftsführer von ARISECUR, besprochen. Was sind die Vorteile von Mo´Drive? Weinberger: Das Fuhrparkservice

von Mo´Drive besteht seit 2006 für renommierte Firmen wie OMV, Strabag, ÖBB. Auch für Leasinggesellschaften übernehmen wir die Betreuung des Fuhrparkes und der Fahrzeuge, die zurückgeholt werden. Aus diesem bereits bestehenden Service ist die Idee entstanden, das auch für Privatkunden zur Verfügung zu stellen. Es umfasst ein kostenloses Ersatzauto, ein kostenloses Hol- und Bringservice, eine Reduktion des Selbstbehaltes und vieles mehr. Nach einem enormen Investment zu Beginn konnten wir bereits 2008 einen Break-even erreichen. Am Anfang haben wir die Annahmestellen von Wiesenthal genutzt. Jetzt können wir das Service bereits österreichweit mit Partnerwerkstätten anbieten. Ein Autounfall ist nicht vorhersehbar, aber mit unserem Konzept ist man rund um die Uhr in ganz Österreich versorgt. Egal, wo der Unfall passiert, ein Ersatzauto kann übernommen werden und die Rückstellung erfolgt an dem Ort, wo man sein Auto wieder haben möchte. Wir arbeiten in den Bundesländern ausschließlich mit den besten Karosseriebautechnikern zusammen. Wir wollen und werden keine Konkurrenz aufbauen. Wir arbeiten nur mit regionalen Unternehmen zusammen und nützen auch deren Branding. Büttner: Die Kooperation zwischen

Mo´Drive und ARISECUR haben wir

Ein Autounfall ist nicht vorhersehbar, aber mit unserem Konzept ist man rund um die Uhr in ganz Österreich versorgt. schon vor langer Zeit diskutiert, jedoch mussten wir warten, bis das Service österreichweit nutzbar war. Mo´Drive auch für Privatkunden unserer Vertriebspartner zur Verfügung zu stellen, wurde bei unserer Roadshow im letzten Jahr vorgestellt. Sowohl wir als Versicherungsmakler als auch als Netzwerk profitieren durch das kundenfreundliche Service, die umfassende Dienstleistung und die Beschleunigung der Prozesse. Es ist eine Win-win-Situation. Ist das Service auch für Neuwagen mit noch vorhandener Garantie möglich? Weinberger: Natürlich, weil wir aus-

schließlich mit Original-Ersatzteilen reparieren und daher die Herstellergarantie erhalten bleibt. Wie sind die ersten Erfahrungen der Kooperation? Büttner: Die Kooperation zwischen

­ARISECUR und Mo´Drive hat im Ok-

tober letzten Jahres begonnen. Für die Auswertung steht uns daher weniger als ein Quartal zur Verfügung. In dieser kurzen Zeit hat es knapp 100 Überleitungen unserer Vertriebspartner zu Mo´Drive gegeben, das heißt 100 Fahrzeuge hier im österreichweiten Mo´Drive mit einem Durchschnittsumsatz von 1.400 Euro netto. Im Vergleich zu anderen Serviceunternehmen ein Start von null auf hundert in weniger als zwei Sekunden. Welchen Vorteil haben die Vertriebspartner von ARISECUR? Büttner: Wir haben in unserem Be-

standsprogramm im Bereich Kfz-Polizze einen eigenen Button programmiert, mit dem man direkt auf die Schadensmeldungsmaske von Mo´Drive zugreifen kann. Es werden sämtliche relevanten Daten des Fahrzeuges und der Polizze übernommen. Es bedarf keiner manuellen Eingabe von vorhandenen Daten, nur mehr schadensrelevante Daten, die variabel sind, wie zum Beispiel: Datum des Schadenszeitpunktes, Zustand des Fahrzeuges, ungefähre Schadenshöhe sowie eine Datenschutzvereinbarung und Belehrung, dass der Kunde einverstanden ist, dass die Daten an Mo´Drive übermittelt werden. Es ist ein für den Versicherungsnehmer, für den Kunden des Versicherungsmaklers, kostenloses Service. Der Versicherungsmakler kann on demand mittels Live-Tracking feststellen, was mit dem Auto gerade passiert.

36 | INTERVIEW - MO´DRIVE & ARISECUR


37 | INTERVIEW - MO´DRIVE & ARISECUR


Es ist nicht unsere erste Kooperation im Bereich Kfz-Schaden. Wir haben auch eine Schnittstelle im System für Carglass, denn Windschutzscheibentausch oder -Reparatur ist nicht mehr so einfach, wie man sich das vorstellt. Carglass ist sicherlich Marktführer in diesem Bereich und auch die einzige Firma in Österreich, die Windschutzscheiben bei ­TESLA-Modellen tauschen darf. Eine technische Hochleistung? Büttner: Das Motto ist hier nicht nur

Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen, was wir uns als ­ARISECUR auf die Fahnen geschrieben haben, sondern das alte „Versicherungen sind langweilig“ zu verändern und „Versicherungen zum Erlebnis“ werden zu lassen. Verbinde einen Kfz-Schaden mit der Vorfreude darauf, ein „neues“ Auto zurückzubekommen. Es wird aufpoliert, repariert und nach Hause geliefert. Den kompletten Vorgang kann der Kunde mittels App auch nachverfolgen, was die Geschichte zu einem Erlebnis macht. Damit können unsere Vertriebspartner massiv beim Kunden punkten, auch als Verkaufsargument ist das ein Thema. Es werden Weiterempfehlungen ausgespro-

chen und Versicherungsmakler werden in einem Atemzug mit Schäden, Reparatur und Service genannt. Natürlich war es für uns eine Investition, diese Schnittstelle zu programmieren, aber damit können sich unsere Partner in der Schadensabwicklung viel Zeit und Geld ersparen. Durch die Überleitung der Schadensmeldung wird der Gutachter direkt über Mo´Drive mit einem Gutachtersystem bestellt, da können wir Versicherungsmakler nie und nimmer mithalten. Die technischen Voraussetzungen und die Nutzung der Cloud ist ARISECUR-Partnern und Mo´Drive vorbehalten. Unser Rüstzeug ist, Trends

zu setzen, und eine ausgezeichnete technische Basis zu schaffen. Prozesse kann man nur definieren, wenn man eine entsprechende Basis hat und die haben wir. Der Sinn unseres Netzwerkes ist, dem Versicherungsmakler Routinearbeit abzunehmen, hier haben wir einen Vorteil geschaffen, der so am Markt für Versicherungsmakler nicht erhältlich ist. Es gibt auch eine Überleitungsvergütung für den Makler. Was ist die Zielvision von Mo´Drive? Weinberger: Unsere Zielvision ist, der

Der Sinn unseres Netzwerkes ist, dem Versicherungsmakler Routinearbeit abzunehmen, hier haben wir einen Vorteil geschaffen, der so am Markt für Versicherungsmakler nicht erhältlich ist.

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größte Anbieter in diesem Segment zu werden. Es gibt 2,3 Milliarden Euro Reparaturumsatz im Jahr 2018 laut Versicherungsverband. Der Durchschnittsumsatz in dem Bereich mit 8.700 österreichischen Werkstätten liegt bei circa 265.000 Euro, wobei man das bei kleineren Werkstätten differenzierter betrachten muss. Unser Ziel liegt in den nächsten beiden Jahren bei einem Umsatz von 40 Millionen Euro. Wir investieren viel in die Schulung und Ausbildung der Mitarbeiter, um dem Qualitätsanspruch unserer Kunden gerecht zu werden. Wir danken für das Gespräch.


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Paketweise Sicherheit Schnell und einfach soll der Abschluss einer Kfz-Versicherung möglich sein. Die Beratungssicherheit für Kunden und Vermittler soll trotzdem gewährleistet bleiben – darum hat die Allianz den Kfz-Tarif 2019 durch Paketlösungen übersichtlich wie nie zuvor gestaltet. Auch eine im Jahr 2018 leicht rückläufige Zahl der Neuzulassungen ändert nichts daran, dass Österreich eine Nation der Kraftfahrer ist. Sieben Millionen zugelassene Kraftfahrzeuge und damit so viele wie nie zuvor sind eindrucksvoller Beweis dafür. Nahezu drei Viertel davon sind Pkw, und günstigere Mittelklassewagen und Gebrauchtfahrzeuge stellen das mit Abstand größte Segment des Kfz-Bestands dar. „Diese Hauptzielgruppe haben wir mit unseren neuen Paketlösungen auch 2019 unverändert im Fokus, und nun zusätzlich die meisten Motorräder“, sagt Claudia Schlosser, Bereichsleiterin Maklervertrieb der Allianz.

Mehr Leistung für alle Vier Paketlösungen ermöglichen es den Maklerpartnern, die Deckung mit wenigen Klicks an den Kundenbedarf anzupassen. Denn speziell in der Kfz-Versicherung ist es wichtig, dass es schnell und einfach geht. Damit dabei für Kunden und Vermittler die Beratungssicherheit trotzdem gewährleistet bleibt, sind Deckungen für telefonische Rechtsauskunft, Lenkerunfallversicherung und Kfz-Assistance fixer Produktbestandteil – auch schon bei einer Kfz-Haftpflichtversicherung. „Schließlich braucht man als Verursacher eines Schadens im Regelfall selbst ebenfalls Hilfe“, erklärt Schlosser, „und bekommt diese nützlichen Deckungen entsprechend günstiger, weil sie einfach überall standardmäßig inkludiert sind.“

Renner für Einspurige Ab Teilkasko haben Kunden so auch Anspruch auf erweiterte Assistance-Leistungen sowie die Insassenunfallversicherung – und grobe Fahrlässigkeit ist ebenfalls gedeckt. Mit diesem generellen Einschluss von Zusatzdeckungen sind in der Teilkasko sogar für Motorräder Vandalismus und Claudia Schlosser, Bereichsleiterin Parkschaden inkludiert! „GeMaklervertrieb der Allianz rade jetzt zum Start der Motorrad-Saison haben unsere Maklerpartner damit für ihre „Maklerpartner sollen mit uns ganz Kundinnen und Kunden ein echtes Goo- einfach Geschäft machen können – und die – und auch von der Vollkasko-Prämie sie entscheiden, welche Schnittstelle sie werden sie bei Listenpreisen von 9.000 bis dafür verwenden“, so Schlosser. Dafür 25.000 Euro angenehm überrascht sein“, setzt die Allianz konsequent digitale Serruft Schlosser zum Testen auf. vices um, wodurch Maklerpartner Daten nur einmal in den marktführenden Spart Zeit … Vergleichsrechnern eingeben müssen, mit wenigen Klicks die Prämie berechnen und Wenn das Produkt einfach verständlich den Antrag digital weiterleiten. sein soll, müssen es freilich auch die Bedingungen sein. Da gibt es beim Ab- … und Geld schluss nur mehr ein einziges Bedingungsdokument zum Download: „Mein Das spart enorm Zeit – und die BonusKfz – einfach erklärt“. Klar definierte Pro- Drive-App hilft nun allen Kunden beim duktpakete erleichtern allen Beteiligten Prämiensparen. Denn Allianz Bonusdas Leben und erlauben auch eine noch Drive kann zu jedem Kfz-Vertrag abgeflottere Abwicklung bei Polizzierung bzw. schlossen werden, erklärt Schlosser: „Die im Schadensfall. Gerade bei Massenge- Kunden können damit nur gewinnen, schäft wie der Kfz-Versicherung ist das denn Malus gibt’s keinen – aber bei umenorm wichtig für die zukünftige Wett- sichtigem Fahrstil bis zu 25 Prozent der bewerbsfähigkeit. Kfz-Prämie zurück.“ 40 | MARKT


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Neue Fondsgebundene

Continentale Assekuranz Service GmbH Die Continentale bringt ein neues Produkt auf den Markt. Die neue fondsgebundene Rente Invest ist bereits ab 25 Euro im Monat oder ab 3.000 Euro Einmalerlag erhältlich. Der Versicherte kann aus mehr als 80 Fonds und Depots auswählen. „Insbesondere kann er auch exklusive Fonds hinzunehmen, zu denen er sonst keinen Zugang hätte“, unterstreicht Mag. Gerfried Karner, Geschäftsführer CAS. Positiv auf die Renditechancen wirken sich auch die geringen Gebühren aus. Der Continentale-Kunde kann ohne Ausgabeaufschläge bis zu zehn Fonds gleichzeitig kombinieren. Außerdem kann er sechs Mal pro Jahr kostenlos shiften und switchen. Bei Einmalerlägen ist ein kostenloses Startmanagement über bis zu 60 Monate möglich. Gegen Ende der Ansparphase kann der Kunde immer das kostenlose Ablaufmanagement wählen. Damit schichtet die Continentale das Fondsguthaben in sicherere Fonds um, um Kursverluste möglichst gering zu halten. „Für junge Menschen liegt die Pension verständlicherweise in weiter Ferne. Dennoch ist es sinnvoll, schon heute die Weichen für morgen zu stellen“, so Mag. Karner. Den meisten sei gar nicht be-

wusst, wie elementar private Altersvorsorge ist – zumal die Lebenserwartung stetig steige. „Denn, wer ein Leben lang Ausgaben hat, benötigt auch ein lebenslanges Einkommen. Dies leistet nur eine Rentenversicherung“, erläutert der Experte. Für den Aufbau einer auskömmlichen Rente braucht es aber auch Rendite. Bei einem frühen Start bietet diese Art der Altersvorsorge besonders gute Renditeperspektiven. Die lange Laufzeit der Investition ist die große Chance für die heute 20- bis 35-Jährigen, denn durch die Streuung des Investments über einen langen Zeitraum werden Kursschwankungen ausgeglichen. „Ein weiterer Vorteil von Fonds-Renten ist die steuerliche Behandlung“, erläutert Mag. Karner. Durch die Mindestlaufzeit der Continentale Rente Invest von 15 Jahren unterliegen laufende Zahlungen und Einmalerläge lediglich einer Versicherungssteuer von vier Prozent. Erträge sind im Allgemeinen steuerfrei. „Unsere neue Fonds-Rente ist überdies äußerst flexibel“, berichtet Mag. Karner. Der Versicherte kann den Rentenbeginn vorziehen oder aufschieben. Darüber hinaus kann er grund-

Sichere Website

Die Versicherungsagentur Die Versicherungsagentur erweitert das Service für ihre rund 8.000 Mitglieder und bietet eine individualisierbare Website im Design der Dachmarke. „Mit dem personalisierbaren Onlineauftritt sind unsere Mitglieder absolut DSGVO-sicher im Netz vertreten. Gleichzeitig profitieren sie mit dem gemeinsamen Auftritt von Österreichs größtem Versicherungsnetzwerk“, erklärt KommR Horst Grandits, Bundesobmann der

Versicherungsagenten der Wirtschaftskammer Österreich. Das Websitemodell „Echt.Sicher.“ ist eine Art Visitenkarte im Netz, die Variante „Sicher.Sein.“ umfasst mehrere Unterseiten. Die Websites sind im Webshop auf www.echtsichersein.at erhältlich. Die Mitglieder liefern die Inhalte und erhalten in maximal sechs Wochen einen juristisch geprüften DSGVO-sicheren Onlineauftritt. Eine Monatsgebühr inkludiert Server42 | MARKT

Mag. Gerfried Karner

sätzlich sowohl vor als auch nach Rentenbeginn Kapital entnehmen. Weitere wesentliche Pluspunkte seien die Sicherheit und Planbarkeit, betont der 48-Jährige. Durch den garantierten Rentenfaktor weiß der Kunde von Anfang an, wie sein Fondsguthaben später verrentet werden wird. Die bei Vertragsabschluss zugesagten Garantien gelten dank des Garantie-Retters übrigens immer. Aufgrund der Günstigerprüfung zum Rentenbeginn erhält der Kunde stets die höchstmögliche Rente. Außerdem kann er für den Fall einer Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit vorsorgen und seine Hinterbliebenen absichern.

kosten, Domaingebühren und technische Seitenaktualisierungen. Bereits bestehende Websites können übernommen und Wunschdomains angelegt werden. Die Abwicklung wird von der Kommunikationsagentur Kommhaus sichergestellt. „Wir entwickeln kontinuierlich neue Ideen für den professionellen Auftritt unserer Mitglieder“, sagt Grandits. „Mit dem gemeinsamen Webauftritt im Design der Dachmarke profitieren sie vom größten Versicherungsnetzwerk Österreichs.“ Die Versicherungsagentur vereint rund 8.000 (alle Bundesländer außer Wien) Versicherungsagenturen in Österreich.


Neue Unfallversicherung

NÜRNBERGER/GARANTA Versicherung

Mag. Erwin Mollnhuber

Seit März bietet die NÜRNBERGER eine völlig überarbeitetes Produkt der Unfallversicherung, Versicherer ist die GARANTA Versicherungs-AG Österreich. Sie ist als Einzel-, Partner-, Familien- oder Alleinerzieher-Unfallversicherung erhältlich. In der Familien- und Alleinerzieher-Unfallversicherung können bis zu fünf Kinder bis zum 18. Lebensjahr – in bestimmten Fällen sogar bis zum 25. Lebensjahr – mitversichert werden. Zahlreiche über den gängigen Unfallbegriff hinausgehende Ereignisse wie etwa Tod durch Erfrieren, Ersticken, Ertrinken, Verhungern und Verdursten sind nun mit eingeschlossen. Aber

Die Wiener Städtische Versicherung und ConVista sind seit mehr als zehn Jahren strategische Partner in der Entwicklung und Implementierung von IT-Lösungen für die Unternehmensgruppe in Österreich. Beide Partner gründeten mit twinfaktor ein Joint Venture, um den großen Herausforderungen der Digitalisierungsprozesse im Versicherungsbereich zu begegnen. Die twinfaktor wird unter anderem die Modernisierung der Außendienst-Plattform umsetzen und somit die Digitalisierung vorantreiben.„Ziel ist die gemeinsame Entwicklung von modernen

auch Unfälle der versicherten Person, die durch einen epileptischen Anfall verursacht wurden, Herzinfarkt und Schlaganfall infolge eines Unfalles oder die Folgen von Infektionen (z. B. Cholera) bzw. beruflich bedingten Infektionen bei bestimmten Berufsgruppen. Auch die Folgen von Kinderlähmung, von durch Zeckenbiss übertragener FSME und von Lyme Borreliose. Das Produkt ist in drei Leistungsvarianten erhältlich und leistet bereits ab ein Prozent Dauerinvalidität. Bei den Tarifvarianten mit Progression werden bereits ab 90 Prozent Dauerinvalidität Höchstleistungen ausbezahlt. Prämienfrei inkludiert ist nun die Prämienbefreiung bei Arbeitslosigkeit bzw. ab dem 43. Tag vollständiger Arbeitsunfähigkeit sowie bei Karenz (Eltern- bzw. Pflegekarenz) und Präsenz- bzw. Zivildienst. Stirbt die versicherte Person infolge eines Unfalles innerhalb eines Jahres, kommt die vereinbarte Todesfallleistung zur Auszahlung. Ab 35 Prozent Dauerinvalidität wird die halbe vereinbarte Rente ausgezahlt, ab 50 Prozent Dauerinvalidität die volle Rente. Zusätzlich können noch weitere Deckungsteile gewählt werden, zum Beispiel die „Soforthilfe“, die eine einmalige

Kapitalzahlung (wählbar zwischen 5.000 und 30.000 Euro bei bestimmten schweren Verletzungen, sofern die versicherte Person nicht innerhalb von drei Tagen nach dem Unfall verstirbt) vorsieht. Auch umfassende Assistance-Leistungen sind im neuen Produkt enthalten. Zum Beispiel die Reha-Assistance: Ab einer Dauerinvalidität von 35 Prozent werden Maßnahmen zur medizinischen und sozialen Rehabilitation organisiert und Kosten von bis zu insgesamt 20.000 Euro übernommen. Die Assistance Selection bietet umfassende Leistungen von der Aktiv-SchadenHilfe, Pflege-Assistance und Reha-Assistance in einem Baustein zusammen und zusätzlich wichtige Erweiterungen, wie zum Beispiel einen Leistungsanspruch in manchen Fällen auch bei akuten Erkrankungen im Ausland. „Als Vorsorgespezialist ist es uns wichtig, nicht nur Produkte für den Kapitalaufbau anzubieten, sondern auch für die Absicherung biometrischer Risiken wie Berufsunfähigkeit, Pflege, Ableben oder Unfall. Mit der neuen Unfallversicherung ist es uns gelungen, ein Produkt mit erstklassigen Leistungen und attraktiven Prämien auf den Markt zu bringen“, ist Vorstandsmitglied Mag. Erwin Mollnhuber überzeugt.

Joint Venture: twinfaktor Wiener Städtische/ConVista

Front-End-Lösungen für Vertrieb, Kunden und Back-Office, um unsere Wettbewerbsvorteile weiter auszubauen“, so Roland Gröll, IT-Vorstand der Wiener Städtischen und Donau Versicherung. „Mit der Bündelung unserer Teams in einem Joint Venture führen wir die besten Talente zusammen, um schnell und agil mit den anspruchsvollen Themen signifikanten Nutzen zu erzeugen. Wir sind 43 | MARKT

ein attraktiver Arbeitgeber, sowohl für junge Talente als auch für erfahrene Software-Profis“, ergänzt Martin Hinz, CoCEO der ConVista Consulting AG. Das Joint Venture hat seinen Sitz in Wien. Das Management teilen sich beide Unternehmen: Geschäftsführer sind Klaus Krebs aus der Wiener Städtischen-Tochtergesellschaft twinformatics und Ulrich Leitner aus der ConVista.


Über den Tellerrand Messbar machen, was messbar ist Die Identifizierung durch biometrische Daten ist bereits tief in unseren Alltag eingedrungen. Unsere Einzigartigkeit wird somit ausgemessen, um uns noch besser vor Diebstahl von Sachen und Daten zu schützen. von Mag. Christian Sec Personalisierte Zugangssysteme beim Automobil, wie Gesichtserkennung oder Fingerabdruck bzw. Smartphone-Integration werden ein neues Kapital in der Diebstahlsicherung aufschlagen, glauben die Experten der Marktforschungsunternehmens Interconnection Consulting. Die Disruption in der Branche für Diebstahlsschutzsysteme im Automobilbereich ist dabei bereits im vollen Gang. Lag der Marktwert für dieses Produktsegment in Europa 2015 noch bei 26 Mio. Euro, so wird 2021 dieser schon rund 530 Mio. Euro betragen, wie eine Studie von Interconnection Consulting zeigt. Klassische Wegfahrsperren für Lenkrad oder Schaltung oder Alarmanlagen werden in diesem Prozess stark an Bedeutung verlieren. „Biometrie wird für eine weitere Sicherheitsebene im Fahrzeug sor-

gen“, erklärt die Continentale, einer der großen Player in der Branche. Es wird dann zukünftig zum Motorstart nicht mehr ausreichen, dass sich ein gültiger Schlüssel im Fahrzeug-Innenraum befindet. Erst mit der bestätigten Authentifizierung durch einen Fingerprintsensor oder der Gesichtserkennung kann dann das Fahrzeug gestartet werden. Durch die Zwei-Faktor-Authentifizierung verspricht sich die Branche einen deutlich erhöhten Diebstahlschutz. Die Personalisierung durch biometrische Elemente ermöglicht in weiterer Folge auch eine echte Individualisierung des Fahrzeugs. Dafür ist das System mit einer Innenraumkamera verknüpft, die das Gesicht des Fahrers erkennt und Fahrzeugeinstellungen wie Sitz- und Spiegelposition, Musik, Temperatur usw. für den jeweili-

44 | KOLUMNE

gen Fahrer personalisiert. Interconnection geht davon aus, dass biometrische Systeme in den nächsten zwei Jahren in geballter Kraft den Automobilmarkt erreichen werden.

Bequemlichkeit obsiegt Wenn man Verträge oder das mobile Banking bald nur noch per Gesichtsscan oder Iris-Scan durchführen kann, wird das mühevolle aufbewahren von PINS und Kennworten bald der Vergangenheit angehören. Aber wie sicher sind die biometrischen Identifikationsverfahren, wie Fingerabdrucksensoren oder Gesichtserkennung wirklich? Als Google mit Android 4.0 das Entsperren über eine Gesichtserkennung einführte zeigte sich, dass diese Methode wenig Sicherheit bietet, denn es reicht bereits ein ausgedrucktes Foto oder ein digitales Bild der Person, um das Sicherheitssystem auszutricksen. Nur die 3D-Face-ID des iPhone X ist ein härterer Brocken, wie sich bei einem Test herausstellte. Forbes stellte kürzlich einige Gesichtserkennungssysteme von Smartphone-Anbietern mit einem 3D-Druck auf die Probe. Das Ergebnis war eindeutig. Die vier getesteten Android-Smartphones ließen sich allesamt übertölpeln, während das iPhone X den Test bestand. Vielleicht auch ermutigt durch solche Tests bietet Generali als erste Versicherung seinen Kunden an, Versicherungen über das Smartphone – neben der Möglichkeit des Abschlusses per Fingerprint –


per Gesichtserkennung (Face-ID) abzuschließen. Noch vor der Gesichtserkennung ist der Fingerabdruck das beliebteste, Experten zufolge gleichzeitig aber auch das unsicherste biometrische Verfahren, wie Chris Wojzechowski vom Institut für Internet-Sicherheit gegenüber dem Handelsblatt erklärt: „Seine Fingerabdrücke hinterlässt man überall. Smartphones sind praktisch damit übersät und bringen den Schlüssel zum Schloss schon mit“. Schon mit profanen Mitteln wie Holzleim lässt sich damit ein Duplikat erstellen. Trotz der Sicherheitsbedenken ist das Einloggen via Fingerprint in die Apps der Versicherungen und Banken, zum Alltag geworden.

Banken als Vorreiter Aber auch Kreditkartenzahlungen ganz allein durch Fingerprints sind bei den großen Anbietern wie Visa und Mastercard bereits im Teststadium. Als sehr sicher gilt unter den Experten der Venen-Scan. Dabei wird das Venenmuster einer Hand erfasst und mit einem Referenzmuster verglichen. In Japan wird das System in Bankautomaten für den sicheren Zahlungsverkehr verwendet. Aber auch die britische Supermarktkette Costcutter setzt es bereits beim Bezahlvorgang ein. An der Kasse halten die Kunden zum Bezahlen ihren Finger in einen Venenscanner, der mittels Infrarotlicht den Puls und das Vorhandensein von Hämoglobin überprüft. Bei einer Übereinstimmung mit den Daten der Datenbank wird der fällige Betrag dann von der hinterlegten Karte abgebucht und der Kunde erhält den Beleg per E-Mail zugestellt. Auch die Stimme eines Menschen ist einzigartig wie sein Fingerabdruck. Barclays nutzt beispielsweise die Technologie in seinen Call-Centern. Wenn ein Kunde anruft, erfolgt die Identifikation anhand der ersten Wörter, die gesprochen werden. Kunden müssen sich zuvor durch einen Voice-Scan dafür registrieren. Andere britische Großbanken wie die Royal Bank of Scotland testen derzeit sehr intensiv die Technologien des israelischen Startups Biocatch. Dabei erstellt das System ein eindeutiges Benutzerprofil, welches mehr als 2.000 individuelle Verhaltenseigenschaften – wie Hand-Augen-Koordination, Tastendruck und anderen Fingerbewegungen erfasst. Die Muster werden nicht nur beim Login, sondern auch während einer Online-Banking-Sitzung ständig überprüft. Durch die kontinuierliche Authentifizierung verspricht man sich mehr Sicherheit, da Anomalien sofort erkannt werden sollen. Die Revolution durch die Biometrie wird am Ende unsere letzte Möglichkeit zur persönlichen Schreibe obsolet machen: Unsere Unterschrift. Die wird wohl als Relikt der Vergangenheit irgendwo in einer verstaubten Aktentasche auf einem Dachboden verdorren und vielleicht einmal von unseren Urenkeln bestaunt. 45 | KOLUMNE

0 0800 386 30 www.das.at D.A.S. Rechtsschutz für die Fahrzeuge Ihrer Kunden Die D.A.S. sorgt auch im Straßenverkehr dafür, dass Ihre Kunden zu ihrem Recht kommen. Für Privatkunden ist in der VerkehrsWelt der Fahrzeug-Rechtsschutz, Lenker-Rechtsschutz sowie Lenker-Vertrags-Rechtsschutz enthalten. Firmenkunden können sich durch den Fahrzeug-Rechtsschutz absichern.

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Neuer VAV KFZ-Tarif: So versichert man KFZ heute Passgenaue Lösungen, abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden, und ein TOP Preis- Leistungs-Verhältnis zeichnen den neuen KFZ-Tarif der VAV Versicherung aus. Auch die vielgeliebte Bonusprovision wurde in der KFZ-Haftpflicht und in der Kasko beibehalten. 341.068 PKW-Neuzulassungen im Jahr 2018 – der dritthöchste jemals gemessene Wert an Neuzulassungen nach 2017 und 2011. Das Auto ist nach wie vor Transportmittel Nr. 1 für Beruf und Freizeit, die individuelle Mobilität bekommt einen immer höheren Stellenwert. Im Schadenfall gut abgesichert zu sein, ist aus diesem Grund umso wichtiger. Der neue VAV KFZ-Tarif mit innovativer Tarifgestaltung und Bonusprovision für Vertriebspartner bietet die optimale Absicherung.

Noch mehr Flexibilität für Ihre Kunden Der innovative VAV KFZ-Tarif wurde bereits mehrfach ausgezeichnet und steht für ein TOP Preis-Leistungs-Verhältnis. Grund dafür ist auch die ständige Weiterentwicklung und Anpassung des Tarifs an die Anforderungen unserer schnelllebigen und modernen Welt. Ab Ende März punktet der neue KFZ-Tarif 2019 vor allem mit noch besserem und flexiblerem Schutz. Auch 2019 gibt es die bereits bewährte Bonusprovision wieder. Sie gilt für gut verlaufende Fahrzeuge, sogenannte TOPTYP-Modelle, wenn Anträge elektronisch über VAV PRO oder ein Vergleichsprogramm eingereicht werden. 8 der 10 meist zugelassenen PKW sind TOPTYP-Modelle und ermöglichen so für VAV Vertriebspartner ein Einkommensplus durch die vielgeliebte Bonus-

provision. Innovativ bei der VAV KFZ-Versicherung sind in diesem Jahr vor allem der automatische und prämienfreie Einschluss der groben Fahrlässigkeit in den Kasko-Selbstbehaltsvarianten sowie die flexiblere Gestaltung des Nutzerrabatts. Bisher konnten nur Ehepartner oder Lebensgefährten vom Nutzerrabatt profitieren, wenn diese denselben Wohnsitz wie der Versicherungsnehmer hatten. Dies ändert sich mit dem Tarif 2019, der diesen Vorteil auch bietet, wenn es sich um verschiedene Wohnsitze handelt. Und auch im Urlaub sind Ihre Kunden zukünftig noch besser abgesichert. Bei einem verschuldeten Unfall innerhalb Europas mit einem fremden PKW, Kombi oder Kraftrad haben Ihre Kunden subsidiär Anspruch auf das Ausmaß der Deckungssumme des aufrechten KFZ-Haftpflichtversicherungsvertrages. Denn die subsidiäre Lenkerhaftpflicht ist nun prämienfrei eingeschlossen, sobald die Pauschalversicherungssumme auf mindestens EUR 10 Mio. erhöht wird. Hervorzuheben ist auch die Optimierung der GAP-Klausel hinsichtlich kreditfinanzierter Fahrzeuge. Denn ab sofort profitieren Ihre Kunden gegen eine Mehrprämie nicht nur bei Leasingverträgen sondern auch bei Kreditverträgen von der Erweiterung der Fahrzeug-Kaskoversicherung, die im Total-Schadenfall nicht nur den Wiederbeschaffungswert 46 | MARKT

Sven Rabe, Vorstandsvorsitzender der VAV Versicherungs-AG

des Fahrzeuges, sondern auch einen höheren Auflösungswert aus dem Leasingoder Kreditvertrag abdeckt.

Kostenloser Zusatzservice im Schadenfall VAV Kunden profitieren zudem weiterhin vom kostenlosen Zusatzservice im Kasko-Schadenfall: Nicht nur die Abholung, Reparatur und Rückgabe des beschädigten KFZ sind wahlweise Bestandteil von Voll- und Teilkasko. Dank eines gratis Leihautos kann die VAV Ihren Kunden auch während der Reparatur volle Mobilität gewährleisten. Und auch bei kaskoversicherten Schäden an der Rundumverglasung genießen Ihre Kunden einen österreichweiten, schnellen und zuverlässigen Service durch unseren Kooperationspartner Carglass.


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Edelmetalle feiern ein Comeback

Investieren in Gold, Silber, Platin und Palladium Die amerikanische Notenbank machte eine geldpolitische Kehrtwende. Neben einer Zinserhöhungspause sollte die Schrumpfung der Bilanzsumme flexibler und gemächlicher angegangen werden. Gleichzeitig sind die Aktienmärkte stark korrekturgefährdet, während die geopolitischen Rahmenbedingungen viele Fragezeichen in sich bergen. In so einem Umfeld sollten Anleger überschüssige Liquidität in bleibende Werte, sprich Edelmetalle, investieren. Von Michael Kordovsky

Seit am 15. August 1971 US-Präsident zeitig kann es jederzeit zu geo- und hanRichard Nixon mit der Aufhebung der delspolitischen Eskalationen kommen. Dollar-Konvertibilität das Ende des US-Präsident Donald Trump ist diesBretton-Woods-Systems fester Wech- bezüglich für Überraschungen gut. Das selkurse einleitete, stieg der Goldpreis ist kein gutes Umfeld mehr für Aktienum ca. 8% p.a. (bis 2018) und die reale investoren. Aufwertung zum US-Dollar beträgt im Doch Aktienbaisse-Phasen waren Schnitt 4,5% pro Jahr. Doch die Wert- durchaus gute Zeiten für Gold, weshalb beständigkeit von Gold hat eine längere Gold in der Diversifikation von PortfoGeschichte. Ein konkretes Beispiel hier- lien seine Berechtigung hat. Dazu folfür, das Gerhard Starsich, Generaldirek- gende Fakten: In den sechs globalen tor der Münze Österreich AG, immer Rezessionsphasen seit den 70er-Jahren wieder gerne erwähnt geht bis ins alte erzielte der Goldpreis immer eine posiRom zurück. Eine Unze Gold war damals tive Performance, wobei sich die Bandder Preis einer Toga. Heute kauft man breite zwischen 1,0% (1990/91) und 78% sich um diesen Preis einen Maßanzug. So (1973 bis 1975) bewegte. Im Schnitt beeine Stabilität ist derzeit besonders wich- flügelte eine Rezession den Goldpreis tig, denn: Die wichtigsten Wirtschafts- um 20,8% - So die Daten aus einer akindikatoren signalisieren, dass sich die tuell verfassten Studie von Ronald StöWeltwirtschaft deutlich abschwächt und eine Rezession in den kommenEntwicklung der Edelmetalle den zwei Jahren nicht 6 Monate 5 Jahre mehr ausgeschlossen ist. Gold 7,2 % -4,8 % Bei US-Aktien drohen die durch Steuerreform Silber 6,4 % -29,8 % und Aktienrückkäufe aufPlatin 4,4 % -44,4 % geblasenen Gewinne pro Palladium 56,8 % 96,0 % Aktie bereits im laufenden Quartal zu sinken. Gleich(6. März 2019, Quelle: TeleTrader) 48 | FINANZEN


ferle und Mark Valek, die sich u.a. auch mit der Diversifikation durch die Beimischung von Gold auseinandersetzt, denn: Im Schnitt legte Gold in den Aktienbaisse-Phasen seit 1956 um 7,6 % zu. Auf jeden Fall ist Gold gut zur Diversifikation von klassischen Aktien/Anleihen-Mischportfolios geeignet, wobei Gold-Anteile zwischen fünf und 20 Prozent sinnvoll erscheinen. Je stärker Aktien gewichtet sind, desto höher sollte auch als „Gegengewicht“ der Goldanteil sein. Aktuell sollte wieder vermehrt daran gedacht werden, zumal einige professionelle Marktteilnehmer offensichtlich etwas ahnen:

Die echten „Insider“ bevorzugen physisches Gold Es gibt Divergenzen im Verhalten der absoluten Profis und der Masse der Kleinanleger, die Gold über ETFs erwerben. So musste beispielsweise der weltgrößte Gold-ETF, SPDR Gold Shares, seit dem

31. Jänner bei dessen gehaltener Goldmenge einen Rückgang von 823,87 auf 772,46 Tonnen hinnehmen. Auf der anderen Seite war kürzlich ein erhöhtes Interesse der Großspekulanten (Non Commercials) am Goldmarkt zu registrieren. So richtig Mut machen die Nettokäufe der Notenbanken, die im Jahr 2018 mit 651,5 metrischen Tonnen um 74% über Vorjahresniveau lagen. Das sind vom Volumen her die höchsten Investments seit 1967. Führend unter den Käufern war die russische Zentralbank, die 274,2 Tonnen im Jahr 2018 erwarb und dafür fast ihren gesamten US-Staatsanleihenbestand abstieß. Weitere Käufer waren die Zentralbanken der Türkei, Kasachstans, Indien, des Iraks, Polens und Ungarns. Notenbanken sind bestens informiert und deren Käufe deuten wesentliche Veränderungen an, zumal an der Shanghai International Energy Exchange bereits Öl in Yuan gehandelt wird. Damit ist der Beginn des Dollarniederganges amtlich. Auf lange Sicht sind fallende US-Dollarnotierun-

gen zu erwarten, was den Goldpreis entsprechend beflügeln sollte.

Physisches Gold und Minentitel Gold und Minentitel sollten über einen längeren Zeitraum in regelmäßigen Abständen akkumuliert werden, was bei gleichen Beträgen über den Cost-Average-Effekt zur Verringerung des Einstandspreises führt. Während in Österreich Goldmünzen und- Barren umsatzsteuerfrei erworben werden können, fallen bei den anderen Edelmetallen 20% Mehrwertsteuer an. Deshalb ist der Erwerb von Philharmoniker- und Krügerrand-Goldmünzen sinnvoll. Für den kleineren Geldbeutel kann jedes Monat auch ein Dukaten gekauft werden. Die Handelsspannen sind beispielsweise beim Schoeller Münzhandel relativ günstig. Beim Philharmoniker (1 Unze) waren es am 6. März 1142 Euro im Ankauf und 1169,50 Euro im Verkauf. Behält man die

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Münzen über die Spekulationsfrist von einem Jahr hinaus, sind die Kursgewinne steuerfrei. Beim einfachen Dukaten liegt die Handelsspanne bei 125,90/130,60 Euro (Schoeller Münzhandel). Zieht der Goldpreis an, dann kann man über Minentitel mit einer Hebelwirkung daran profitieren. Allerdings sollten die Gesellschaften nicht zum falschen Zeitpunkt overhedged sein. Unter diesem Aspekt erscheint ein ETF auf den NYSE Arca Gold BUGS Index zweckmäßig, denn die enthaltenen Gesellschaften dürfen ihre Goldproduktion auf nicht mehr als 1,5 Jahre vor bzw. leerverkaufen. In Relation zu Gold notiert der älteste verfügbare Goldminenindex, der Barrons Gold Mining Index (BGMI) derzeit nahe dem niedrigsten Stand seit 80 Jahren.. Ein Sparplan in Minenfonds oder regelmäßige Käufe eines einschlägigen ETFs sollten erwogen werden, denn langfristig lohnt es sich dabei zu sein, während den genauen Tiefpunkt eines Marktes niemand vorhersehen kann.

Platin vs. Palladium Von 2000 bis 2015 notierte der Platinpreis meist unter dem Goldpreis. Heute ist es umgekehrt. Mittlerweile erreichte die Gold-Platin-Ratio den höchsten Stand seit mehreren Jahrzehnten. Das hat einen triftigen Grund: Wirft man einen Blick auf die Daten des World Platinum Investment Council, so fällt auf, dass seit 2015 bei leicht steigendem Angebot (von 7,91 auf 8,01 Mio. Unzen) die Nachfrage von 8,29 auf 7,37 Mio. Unzen (2018) zurückging. Die Schmucknachfrage brach in diesem Zeitraum sogar von 2,84 auf 2,36 Mio. Unzen ein. Platin wird in der Schmuckherstellung bereits als billig und minderwertig angesehen. Seitens der Autoindustrie führt der Dieselskandal zu einem Nachfrageeinbruch, denn üblicherweise wird Diesel mit Platin-Katalysatoren gereinigt. Nun aber verlagert sich die Nachfrage immer mehr auf Benzinautos. Doch Benziner werden mit Palladium gereinigt. Da 80 Prozent der Nachfrage nach Palladium aus der Automobilindustrie kommen und das Angebot knapp ist, befindet sich der Palladi-

um-Preis in einem starken Aufwärtstrend. Weltweit werden zur Erreichung der Klimaziele die Abgasvorschriften strenger, insbesondere in China und da spielt Palladium eine Schlüsselrolle. Der Platinmarkt weist bereits zwei Jahre einen Angebotsüberschuss auf. Beim aktuellen Ausblick des World Platinum Investment Council soll primär infolge einer Produktionsausweitung in Südafrika das Angebot um 5% auf 8,42 Mio. Unzen steigen, während die Industrienachfrage schwach bleibt. Einzige Hoffnung ist die ETF-Nachfrage der Anleger, die vielleicht antizyklisch kaufen könnten. Der Palladiummarkt hingegen ist das 8. Jahr im Defizit. Für 2019 erwarten Experten ein Angebotsdefizit von einer Mio. Unzen und die Bestände der Palladium-ETFs reichen nicht mehr aus, um durch Verkäufe dies auszugleichen. Bereits seit 2015 warfen ETFs über zwei Mio. Unzen auf dem Markt und wirkten dem permanenten Angebotsdefizit entgegen. Der Joker bleibt indessen Silber. Zwar entwickelte sich vor allem wegen nachlassender Käufe neuer Silbermünzen –und Barren die Nachfrage rückläufig, doch lag 2018 die Minenproduktion noch immer unter dem Level von 2016. Auch wenn es keine Silberknappheit gibt, so kann es in Phasen steigender Goldpreise auch immer wieder Schübe im Silberpreis geben, vor allem dann, wenn gewisse Marktsituationen die Nachfrage nach Silbermünzenund Barren wiederbeleben.

ETCs und Zollfreilager Neben ETCs (exchange traded commodities) mit physischem Metall im Hintergrund kommen für Investments in Palladium, Platin und Silber auch entsprechende Zollfreilager in Frage. Diese sogenannten „Weissmetalle“ sind innerhalb von Zollfreilagern (z.B. in der Schweiz oder Hong Kong) von der Mehrwertsteuer befreit. Diese fällt erst dann an, wenn Kunden die Ware aus dem Zollfreilager entnommen haben und sich diese nachhause liefern lassen. Dann sind in Österreich 20% UST zu berappen. Ein konkretes Beispiel für ein besonders sicheres Zollfreilager ist jenes, das philoro 50 | FINANZEN

in Kloten nahe dem Flughafen Zürich anbietet. Das Mindestinvestment beträgt hier 10.000 EUR und für die Einlagerung von Silber, Platin und Palladium sieht die neue Staffel 0,95 % p.a. auf den durchschnittlichen Lagerwert vor. Bei Gold sind es in etwa 0,65% p.a.. Philoro bietet eine segregierte Einlagerung an. Das bedeutet, dass jene Ware, die der Kunde einlagert, klar definiert ist, z.B. beim Barren mittels Seriennummer. Der Kunde erhält bei Auslieferung exakt diesen Barren wieder zurück. Bei kleineren Beträgen kann auf die ETCs von WisdomTree zurückgegriffen werden. Interessant erscheint der ETFS Physical Palladium (ISIN: DE000A0N62E5), der als eine endlos laufende Schuldverschreibung konstruiert ist, die durch physisches Palladium gedeckt ist. Damit können Anleger an den Kassapreisen des Metalls partizipieren. Ebenfalls interessant sind der ETFS Physical Silver (ISIN: DE000A0N62F2) und der ETFS Physical Platinum (ISIN: DE000A0N62D7).

Richtwerte für Edelmetall-Investments: • 10 bis 25% des Geldanlage-Volumens können in Edelmetallen veranlagt werden. • Das Portfolio sollte in mehreren Etappen aufgebaut und aufgestockt werden. Die Edelmetall-Veranlagung kann wie folgt strukturiert sein: • 40% Physisches Gold (Münzen und Barren) • 10% Gold- und Silberminentitel • 20% Silber (ETCs und/oder Zollfreilager) • 20% Palladium (ETCs und/oder Zollfreilager) • 10% Platin (ETCs und/oder Zollfreilager) Wer jedoch einfach auf Gold schwört, kann statt der anderen Edelmetalle eine pragmatische Beimischung von 15% physischem Gold und 5% Minentitel vornehmen.


BU- und Vorsorge Roadshow 2019

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Vermögensberater des Jahres Fachverband der Finanzdienstleister Der „Vermögensberater des Jahres“ wird jährlich vom Fachverband der Finanzdienstleister ausgeschrieben. Teilnahmeberechtigt sind Mitglieder, die sich den freiwilligen Standes- und Ausübungsregeln für die Gewerbliche Vermögensberatung und Wertpapiervermittler verpflichtet haben. Dazu zählen eine Ethik- und Kollegialitätsklausel sowie konkrete Regeln zur redlichen Berufsausübung in den Bereichen Investition, Finanzierung und Risikoabsicherung. Im Gegenzug für ihre freiwillige Selbstverpflichtung sind sie berechtigt das Gütesiegel des Fachverbands zu tragen. Heuer wurden insgesamt 1.623 Bewertungen über das Onlineportal abgegeben, knapp 300 mehr als im Vorjahr. Als Sieger ging der Villacher Andreas Petschar hervor, der bereits 2016 den Titel erringen konnte. Der 2. Platz geht an die Vorjahressiegerin Waltraud Hauser auf Platz 3 wurde Horst Fritz gewählt. Insgesamt konnten die teilneh-

menden Vermögensberater – mit einer Durchschnittsbewertung von 1,1 auf einer 5-teiligen Skala – ein exzellentes Ergebnis einfahren. „Dies ist für uns ein toller Beweis für die hohe Qualität der

Michael Holzer (Obmann der Fachgruppe Finanzdienstleister Niederösterreich), Eric Samuiloff (Obmann der Fachgruppe Finanzdienstleister Wien), Mag. Waltraud Hauser (2. Platz), Andreas Petschar (1. Platz), Mag. Hannes Dolzer (Obmann des Fachverbands Finanzdienstleister und der Fachgruppe Finanzdienstleister Steiermark)

Event im Novomatic Forum UNIQA Österreich

Auch heuer freuten sich Landesdirektor Franz Stiglitz und Regionalleiter Peter Prinz über 150 Geschäftspartner beim UNIQA Maklerforum 2019 der Landes-

Beratungsleistung. Unser langjähriges Engagement für ein hohes Qualitätsniveau hat sich also bezahlt gemacht“, zeigt sich Hannes Dolzer, Obmann des Fachverbands Finanzdienstleister, zufrieden. „Die Ergebnisse der Publikumswahl zeigen deutlich: Wer in der Finanzberatung auf die Dienste eines Gütesiegelträgers setzt, ist mit der Beratung meist hoch zufrieden.“

direktion Wien. Ganz im Zeichen von Kultur und Kulinarik wurden die Gäste im Rahmen der „CulinarICAL-Show“ mit künstlerischen Darbietungen aus

52 | VERANSTALTUNG

dem Musical-Genre und einem wunderbaren 4-Gänge-Menü verwöhnt. Neben einer tollen Show kamen aber viele persönliche, inhaltliche Gespräche in dieser angenehmen Atmosphäre nicht zu kurz und das Maklerforum bot damit auch eine Bühne des Meinungsaustausches. Ein gelungener Abend, an den man sich noch lange gerne erinnern wird.


Versicherung gegen Cyber-Angriffe

Wiener Städtische Versicherung AG

Doris Wendler

Cyber-Protect-Basic ist eine Online-Cyber-Versicherung für KMU auf dem österreichischen Markt und mit wenigen Klicks einsatzbereit. Es vergeht kaum ein Tag ohne Hacker-Angriffe auf ein Unternehmen, meist sind kleine und mittlere Betriebe betroffen. Laut Kriminalstatistik steigt die Zahl der Anzeigen jährlich um rund 30 Prozent. Die wenigsten Unternehmen nehmen ihre IT-Sicherheit auf die leichte Schulter, jedoch gibt es keinen hundertprozentigen Schutz gegen diese

gefinkelten Cyber-Angriffe und im Handumdrehen kann der Betrieb stillgelegt oder eingeschränkt sein. „Sind die Schleusen zur Unternehmens-IT einmal geöffnet, ist es zu spät. Deshalb ist es ratsam, sich abzusichern, bevor etwas passiert. Bei der Wiener Städtischen kann man das schnell und einfach tun, denn mit dem Cyber-Protect-Basic bieten wir Schutz vor finanziellen Schäden bei Verlust, Beschädigung, Diebstahl und rechtswidriger Offenlegung von Daten durch Cyber-Attacken“, erklärt Doris Wendler, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen Versicherung. Im Schnitt beträgt der finanzielle Schaden 80.000 Euro. Ab sofort können sich kleine und mittlere Unternehmen via Online-Abschluss unter wienerstaedtische.at/cyber-kmu einen Vorsprung sichern. Cyber-Protect-Basic deckt die wichtigsten Bereiche sowohl hinsicht-

lich Eigen- als auch Haftpflichtschäden und bietet außerdem Krisenmanagement und 24/7-Soforthilfe. Bei Bedarf erhält man auch weitere Unterstützung wie Versicherungsschutz für Betriebsunterbrechungen. Der Gesamtschaden in Österreich wird auf rund 1,6 Milliarden Euro geschätzt, weltweit sogar auf 400 Milliarden Euro. Laut einer Umfrage von KPMG glauben lediglich 40 Prozent der österreichischen Unternehmen ein Ziel für Cyberangriffe zu sein. Die Realität zeigt jedoch, dass 70 Prozent der mittelständischen Betriebe betroffen sind. Cyber-Protect Basic wendet sich an alle Betriebe mit einem Jahresumsatz bis zu 2,5 Millionen Euro. „Pro Tag kostet die Versicherung zwischen 50 Cent und einem Euro – die Versicherungssumme liegt bei 100.000 Euro. Eine Vorsorge, die nicht ins Gewicht fällt, und sich im Ernstfall mehr als auszahlt“, rechnet Wendler vor.

Jahresergebnis 2018 Helvetia Österreich

Otmar Bodner

Das Gesamtprämienvolumen von Helvetia Österreich (inkl. Transportversicherungsgeschäft) ist im vergangenen Geschäftsjahr mit über 494 Millionen Euro auf dem hohen Vorjahresniveau geblieben. Erstmals kommt die Combined Ratio mit 89,2 Prozent unter die 90-Prozent-Marke.

„Es ist gelungen, das Top-Ergebnis des Vorjahres erheblich zu verbessern und einen Rekord in unserer 160-jährigen Geschichte zu erzielen“, zeigt sich Otmar Bodner, Vorsitzender des Vorstands bei der Helvetia Österreich, hocherfreut über den Geschäftsverlauf. Das Schaden-Unfall-Geschäft hat sich sehr positiv entwickelt. Mit einem Anstieg um 6,0 Prozent auf knapp 310 Millionen Euro ist Helvetia Österreich deutlich über dem Markt gewachsen. Der Netto-Schadensatz ging nochmals auf erfreuliche 59,9 Prozent zurück (2017: 62,1 %). Das Geschäftsvolumen im Lebengeschäft fiel 2018 um 9,0 Prozent auf 184,5 Millionen Euro (2017: 202,8 Mio. 53 | MARKT

Euro) Der Rückgang betrifft erwartungsgemäß die hohen fondsgebundenen Einmalerläge, bei denen in den Vorjahren ein überdurchschnittliches Wachstum erzielt werden konnte. „Im Gegensatz dazu stieg das Geschäft mit laufenden Prämien innerhalb der fondsgebundenen Lebensversicherung um stattliche 12,5 Prozent“, sagt Andreas Bayerle, Vorstand für den Bereich Leben bei Helvetia Österreich. Auch heuer wird die Umsetzung der Unternehmensstrategie helvetia 20.20 im Fokus stehen. Helvetia Österreich hat es sich zum Ziel gesetzt, die Servicequalitäten für Vertriebspartner auszubauen und sich als bester Arbeitsgeber zu positionieren.


wefox erhält Rekordsumme Das 2014 gegründete Insurtech Startup wefox Group hat 125 Millionen US-Dollar in einer dritten Finanzierungsrunde einsammeln können. Es ist bis dato der größte Betrag, den ein deutschsprachiges InsurTech-Unternehmen in dieser Finanzierungsphase erhalten hat. Angeführt wurde das Investmentkonsortium von der Mubadala European Company aus Abu Dhabi, die gemeinsam mit der Softbank aus Japan in diesem Jahr einen europäischen Investmentfonds gegründet hat, der exklusiv in europäische Startups investiert. wefox ist das erste Investment des Fonds. Aus gegebenem Anlass sprach risControl mit dem wefox-Gründer Julian Teicke. von Mag. Christian Sec

54 | INTERVIEW - WEFOX GROUP

Wie fühlt es sich an 125 Mio. Dollar in die Hand zu bekommen? Teicke: Sehr abstrakt. Es ist zu ver-

gleichen mit einem millionenschweren Fußballtransfer. Es lastet natürlich viel Druck und Verantwortung auf uns, das Kapital zielsicher einzusetzen. Aber ich weiß auch genau welche Ziele wir erreichen wollen, in welche Bereiche das Geld fließen wird und welcher Return on Investment (ROI) erwartet wird. Welcher ROI wird denn nun erwartet? Teicke: Bei dieser Art von Investment handelt es sich für den Investor nicht um eine normale Renditeerwartung von zehn oder 20 Prozent, sondern um ein außergewöhnliches Renditeversprechen. Nehmen sie zum Beispiel Jack Ma, der in Alibaba 20 Millionen Dollar investiert hat. Nun ist das Unternehmen rund


30 Milliarden Dollar wert. Von solchen Renditeerwartungen sprechen wir. Wohin wird das eingesammelte Geld nun fließen? Teicke: Fast die Hälfte des neuen

Kapitals wird in den Ausbau des digitalen Versicherungsmarktplatzes fließen. In den nächsten zwölf bis achtzehn Monaten werden wir unser Hauptaugenmerk auf große europäische Märkte wie Italien, Spanien, Frankreich und Benelux legen. Am asiatischen Markt werden wir 2020 mit Japan den Anfang machen, wo wir mit der Softbank einen starken Partner haben. Danach sollen Korea und schließlich China folgen. Was sind die anderen Investitionsbereiche? Teicke: Rund 50 Millionen Dollar

werden wir bei unserem eigenen Versicherungsunternehmen One neben der bereits bestehenden Haushalts- und Haftpflichtversicherung in F&E investieren und da vor allem in datengetriebene personalisierte Produkte. Schon im zweiten Quartal launchen wir eine geografisch getriggerte Versicherung namens Travel Light. Dem Kunden wird dabei durch eine Push-Meldung eine Reiseversicherung angeboten, sobald er sich z.B. auf einem Flughafen befindet. Sobald der Kunde wieder am Heimflughafen zurückgekehrt ist, erlöscht die Versicherung automatisch. Auch eine geo-triggered-Ski- und Radunfallversicherung sollen integriert werden. Der dritte Bereich rund 15 Millionen Dollar umfasst die Investition in die Plattform Nexus. Dieser Bereich wird langfristig der wertvollste Teil unserer Gruppe sein. Warum? Teicke: Die Zukunft des Versicherungs-

vertriebs wird digital sein. Die Plattform ist ein Customer Interface, mit der der Versicherer den Kunden dort abholen kann, wo sich dieser auch im Netz befin-

Fast die Hälfte des neuen Kapitals wird in den Ausbau des digitalen VersicherungsMarktplatzes fließen. det, wie z.B. auf Plattformen wie Uber. Damit schaffen wir es den Kunden mit dem richtigen Versicherer zur richtigen Zeit zu verbinden. So haben die Versicherer über eine einzige Plattform den direkten Zugang zum Endkunden und können sich über APIs mit ihren Vertriebskanälen in Echtzeit verbinden und ihre Umsätze tracken. Wie wird sich die neue Finanzspritze auf den österreichischen Markt auswirken? Teicke: Wir haben in den letzten Jah-

ren und Monaten viel am österreichi-

schen Markt lernen können, vor allem, dass es darauf ankommt starke Partner zu haben. Nach einem schwerfälligen Start mit derzeit etwa 15.000 Kunden steht für uns das Generieren von Neukunden auf unserer Maklerplattform wefox an oberster Stelle der Prioritätenliste. Zusätzlich werden wir ab 2020 mit One in Österreich starten. Davor wird jedoch One schon bald am Schweizer Markt lanciert. Werner Holzhauser hat als Österreich-Chef von Wefox sein Amt zurückgelegt, können Sie etwas dazu sagen? Teicke: Wir haben beschlossen, das ge-

samte Management in Berlin zu konzentrieren, was leider nicht mit seinen Karriereplänen vereinbar war, da er sich ja auch auf sein eigenes Unternehmen, Valued Asset, konzentrieren will. Er wird uns aber auch in Zukunft beratend zur Seite stehen. Vielen Dank für das Interview.

Die Finanzierungsrunden der wefox Group • Seed Round im Jahr 2016 mit USD 5,5 Millionen – geführt von Salesforce Ventures zusammen mit Idinvest, Seedcamp und Speedinvest (Ziel: Eine Kundenschnittstelle zu kreieren, welches es Maklern ermöglicht, ihre Kunden auf der wefox-Plattform zu verwalten und zu beraten.) • Investitionsrunde Series-A im Jahr 2017 mit USD 30 Millionen – geführt von Horizons Ventures und Target Global (Ziel: Entwicklung einer interaktiven Schnittstelle mit flexiblen Versicherungsprodukten von ONE Insurance, für einfaches und transparentes Benutzererlebnis.) • Investitionsrunde Series-B im Jahr 2019 mit USD 125 Millionen – geführt von Mubadala (Ziel: Die Hebelwirkung der digitalen Distributionskanäle der wefox Group, von ONE und wefox zu nutzen und so eine Plattform zu schaffen, die alle Versicherungsgesellschaften weltweit miteinander verbindet.)

55 | INTERVIEW - WEFOX GROUP


Internationale Expansion ARAG/DAS

Der ARAG-Konzern baut sein internationales Geschäft weiter aus und wird in der Republik Irland aktiv. Das Düsseldorfer Familienunternehmen hat sich mit der in der Republik Irland ansässigen DAS Legal Expenses Insurance Company Limited, die zum ERGO-Konzern gehört, über den Erwerb des irischen Geschäfts verständigt. Der Rechtsschutzversicherer DAS ist Marktführer im Rechtsschutzmarkt der Republik Irland. Vorsitzender des Vorstandes und Mehrheitsaktionär des ARAG-Konzerns, Dr. Dr. h.c. Paul-Otto Faßbender:

„Mit der Republik Irland erschließen wir uns nun das 18. Land für den ARAG-Konzern. Wir freuen uns darauf, unseren Aktionsradius in Europa zu erweitern.“ Zuletzt hatte der ARAG-Konzern neue Einheiten in Kanada und Australien gegründet. Das Produktportfolio der DAS Legal Expenses Insurance Company Limited umfasst Verkehrs- und Familienrechtsschutz sowie Gewerberechtsschutz und Assistance-Leistungen. „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit unserer hochqualifizierten Belegschaft unsere

Makro-Barometer

J.P. Morgan Asset Management Ein Großteil der österreichischen Privatanleger ist sich dessen bewusst, dass auch weiterhin unbeständige Märkte zu erwarten sind. 76 Prozent der Befragten des ersten Makro-Barometers erwarten, dass die Schwankungen an den Börsen in Zukunft steigen werden. Ziel der Befragung von rund 1.000 Österreichern durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) war es, das Verständnis für die Anlegerwünsche in dieser Phase des Zyklus zu stärken. Das Ergebnis laut ei-

genen Angaben sieht wie folgt aus: 22 Prozent haben früher investiert, 37 Prozent investieren aktuell, 64 Prozent haben Interesse am Thema Geldanlage und 70 Prozent fühlen sich gut über die Entwicklung in Wirtschaft und Politik informiert. Es überrascht nicht, dass sich fast zwei Drittel der Teilnehmer darüber bewusst ist, dass zyklische und strukturelle Entwicklungen der globalen Volkswirtschaften die hauptsächlichen Treiber für die Kapitalmarktentwicklung sind. Unsi-

Übernahme in Polen Vienna Insurance Group

Die Vienna Insurance Group hat die Übernahme der Gothaer TU in Polen abgeschlossen. Damit stärkt der Konzern seine Präsenz im Bereich Sachversicherung auf dem polnischen Markt. Die Kaufvereinbarung wurde am 6. Juni 2018 unterzeichnet. Gothaer TU bie-

tet Sachversicherungsprodukte überwiegend durch Versicherungsmakler und -vertreter an. Die Gesellschaft erwirtschaftete 2018 ein stabiles Prämienvolumen von rund 170 Millionen Euro. Die VIG ist nun mit fünf Gesellschaften und vier unterschiedlichen Marken 56 | MARKT

Dr. Dr. h.c. Paul-Otto Faßbender

hervorragende Verankerung im Rechtsschutz der Republik Irland unter dem Dach des ARAG-Konzerns weiter zu festigen und auszubauen“, kündigt Adrienne O´Sullivan, CEO DAS Irland, an.

cherheit herrscht über die makroökonomischen Entwicklungen im Bezug auf die Geldanlage, dies bestätigte jeder zweite der Befragten. Über 80 Prozent der befragten Österreicher sind sich einig, dass man heute neue Wege gehen muss, um langfristig erfolgreich anlegen zu können, mit dem aktuell anhaltenden Niedrigzinsumfeld stellen die klassischen Spareinlagen keine Alternative dar. Bei den 37 Prozent der Teilnehmer, die aktuell investieren, ergab die Studie, dass Flexibilität, die Absicherung besonderer Risiken, weniger Schwankung als der Aktienmarkt und die Möglichkeit zu profitieren, auch wenn die Märkte einmal nicht nach oben gehen, von höchster Priorität ist.

am polnischen Versicherungsmarkt vertreten. Zu den VIG-Konzerngesellschaften in Polen zählen die Compensa Life, die Compensa Non-Life, die InterRisk, die Vienna Life und die Gothaer TU. Die VIG (ohne Gothaer TU) erwirtschaftete in den ersten drei Quartalen 2018 in Polen Prämien von rund 670 Millionen Euro, einen Gewinn (vor Steuern) in der Höhe von 23,5 Millionen Euro und verfügt über eine exzellente Combined Ratio von 93,5 Prozent.


Solides Wachstum

UNIQA Versicherung

Andreas Brandstetter

CEO Andreas Brandstetter bezeichnet 2018 als mehrfach solides Jahr. Das Konzernergebnis ist um mehr als 70 Millionen auf 243 Millionen gesteigen. Die Prämien sind mit 5,3 Mrd. Euro stabil geblieben. Die Combined Ratio wurde auf 96,8 % verbessert. Die Dividende wird auf 53 Cent erhöht. In der Schaden-und Unfallversicherung konnte ein Prämienzuwachs von 5 % auf 1,7 Mrd. Euro und in der Krankenversicherung eine Steigerung von 3 % auf 1 Mrd. Euro verzeichnet werden. Die Lebensversicherungssparte verzeich-

Die Gesamtperformance der überbetrieblichen Pensionskassen lag für das Jahr 2018 bei -5,60 % (2017: 6,34 %). In einer aktuellen Analyse der überbetrieblichen Pensionskassen für das Jahr 2018 durch das Beratungsunternehmen Mercer belegte die BONUS Pensionskasse drei erste Plätze. Sie meisterte das schwierige Marktumfeld in folgenden Anlagekategorien am besten: „ausgewogen“ (-4,16 %), „aktiv“ (-4,76 %) sowie „dynamisch“ (-5,34 %), der Kategorie mit dem höchsten Aktienanteil. Die VBV-Pensionskasse führt das Ranking in der „defensiven“ Kategorie mit -0,31 % an, die ALLIANZ Pensionskasse in der „konservativen“ Kategorie mit -2,63 %. „Das Jahr 2018 war veranlagungstechnisch ein sehr schwieriges Jahr. Es gab nur einige wenige Assetklassen, die einen positiven Renditebeitrag leisten konnten, z. B. Immobilien und Private Markets“, kommentiert Mi-

net ein Minus von 3,1 % auf 1.022 Millionen Euro. In Summe erzielte UNIQA Österreich ein Wachstum der Prämien inkl. Sparanteile von 2,1 % auf 3,7 Mrd. Euro. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb abzüglich der Rückversicherungsprovisionen wuchs um 3 % auf 1,3 Mrd. Euro. Die Verwaltungskosten stiegen um 10,1 % 462,7 Millionen Euro. Darin enthalten sind Kosten im Rahmen des Innovations- und Investitionsprogrammes in der Höhe von 43 Millionen Euro. Das Kapitalanlageergebnis stieg 2018 um 1,6 % auf 581,2 Millionen Euro. Darin enthalten ist der Veräußerungsgewinn des Verkaufes der indirekten Beteiligung an der Casino Austria AG mit 47,4 Millionen Euro. Der Kapitalbestand reduzierte sich zum 31. Dezember 2018 gegenüber dem Jahr 2017 auf 1,9 Mrd. Euro. Das versicherungstechnische Ergebnis stieg um 26,7 % auf 140,2 Millionen Euro. Das operative Ergebnis erhöhte

sich um 8,5 % auf 350,1 Millionen Euro. Das Periodenergebnis stieg um 27,5 % auf 235,1 Millionen Euro. Der Ertragssteueraufwand stieg auf 59,5 Millionen Euro. Die Steuerquote lag damit bei 20,2 %. Für das heurige Jahr erwartet Brandstetter ein weiteres Prämienwachstum in der Schaden- und Unfall-, sowie Krankenversicherungssparte. Die Lebensversicherung wird hingegen wieder einen Prämienrückgang erleiden müssen. Auch bei der Combined Ratio wird eine weitere Verbesserung angestrebt. Auf den BREXIT angesprochen, meinte CEO Brandstetter: „Unabhängig von der Entwicklung des Brexits wird sich der UNIQA-Konzern nicht aus Großbritannien zurückziehen.“ Österreich-Chef der UNIQA Kurt Svoboda, Präsident des VVO, nahm Stellung zum Urteil des VKI bezüglich der „unzulässigen Garantievereinbarung bei Lebensversicherung“ und meinte: „Das Urteil wird von UNIQA respektiert, jedoch ist noch kein Kunde mit der Thematik an uns herangetreten“.

Analyse der Pensionskassen Mercer Deutschland

chaela Plank, Expertin für betriebliche Altersvorsorge bei Mercer Österreich. Weitaus weniger negative Ergebnisse können die betrieblichen Vorsorgekassen im Jahr 2018 vorweisen. fair-finance erzielte als bester Anbieter eine Performance von -0,68 %. Auf den Rängen zwei und drei liegen NÖVK mit -1,25 % sowie die ALLIANZ mit -1,59 %. Im Durchschnitt aller Vorsorgekassen lag die Rendite bei -1,97 % (2017: 2,15 %). „Bei negativer Performance darf die Vorsorgekasse für das entsprechende Jahr keine Vermögensverwaltungskosten abziehen, sondern muss diese auf das nächste Jahr vortragen“, so Plank. Für den Aufbau einer adäquaten Zusatzvorsorge 57 | MARKT

für die Pension spielen kurzfristige Performancebetrachtungen eine eher untergeordnete Rolle. Portfolios werden über Jahrzehnte aufgebaut und hier zeigt sich eine deutlich positive Performance der überbetrieblichen Pensionskassen. Aus der Analyse ergibt sich folgendes Ranking für den 5-jährigen Zeitraum von 2014 bis 2018: Die VBV-Pensionskasse trug drei Siege davon, und die ALLIANZ Pensionskasse erzielte zweimal die beste Performance. Die VBV-Pensionskasse in den Kategorien „defensiv“ (3,14 %), „konservativ“ (3,10 %) und „dynamisch“ (3,54 %), die ALLIANZ bei „ausgewogen“ (durchschnittliche Rendite pro Jahr: 3,70 %), und „aktiv“ (3,46 %).


Vorschau

Alles für die Kunst

Interview mit Mag. Ali Eralp, Vorstand der FiNUM Private Finance AG

Impressum “risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger Redaktion: risControl, Der Verein für

Versicherung- und Finanzinformation 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221 Telefon: +43 (0)720 515 000 Fax: +43 (0)720 516 700 e-mail: office@riscontrol.at

Team: Doris Schachinger, Chefredak-

teur; Isabella Schachinger, Geschäftsführer; Christian Proyer; Christoph Schönfellner, Layout; Michael Kordovsky; Mag. Christian Sec; Mag. Sigrid Hofmann.

Fotos: VVO/K. Patzak, Richard Schabetsberger, annarauchenberger.com, Allianz Partners, Timur Arbaev, risControl/Christoph Schönfellner, Fasching Raum für Fotografie/Luca Fasching, Adobe Stock, Verband d. Versicherungsunternehmen Ö/APA-Fotoservice/ Hautzinger, Richard Tanzer, PassStudio, Marlene Froehlich, Zurich, Ste-

phan Huger, Ingo Folie, Rupert Warren, Christian Husar, Foto Agent, Pepo Schuster/austrofocus.at. Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung eines Artikels erwirbt der Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung oder die Meinung der Re58 | SCHLUSS

daktion darstellen. „risControl“ identifiziert sich gemäß dem österreichischen Medienrecht nicht mit dem Inhalt angeführter Brancheninformationen und den in Interviews geäußerten Meinungen. Aufgrund der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher sprachformen verzichtet. Sämtliche Personen Bezeichnungen gelten gleichwohl für beiderlei Geschlecht. Abonnementbestellungen gelten auf ein Jahr, ab dem Monat der Bestellung und verlängern sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht spätestens ein Monat vor Ablauf des Bestellzeitraumes gekündigt wird. Für Anzeigen sind die allgemeinen Anzeigenbedingungen des Österreichischen Zeitschriftenverbandes vom 1. Februar 1990 bindend. Es gilt der Anzeigentarif 01/2019 / (ca)


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