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risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation

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Österreichische Post AG MZ 13Z039586 M

NR. 04 | 2018 HEFT 466 39. JAHRGANG

LebensversicherungsVertrieb „neu“ – Leben mit bürokratischen Fesseln Die Versicherungsbranche droht in einer Flut an bürokratischen Regulierungen zu versinken. Wir haben mit Versicherungsvorständen über Auswirkungen, Maßnahmen und Vertriebsunterstützung gesprochen.

ERFOLGREICHES UNTERNEHMEN MIT FREIRAUM Interview mit Alexander Neubauer, Leiter des Partnervertriebes Österreich bei der Helvetia Versicherung

VORBILD UND STANDHAFTIGKEIT Interview mit Gudrun Meierschitz, M.A., Mitglied des Vorstandes der ACREDIA Versicherung AG.

IDEENSCHMIEDE Interview mit Franz Meingast, Vorstandsvorsitzender der SAFE7 Holding

INVESTMENTS, DIE FREUDE BEREITEN Serie Teil 1 | Sachwerte jenseits des Mainstreams

VERSICHERUNGEN IN DER NUSSSCHALE Kolumne über die Nischenprodukte und Spezialistentum


Demner, Merlicek & Bergmann

ICH BIN STÄNDIG UNTERWEGS. ABER WER GIBT MIR NEUES WISSEN MIT AUF DEN WEG?

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IHRE SORGEN MÖCHTEN WIR HABEN


EDITORIAL

Eine neue Tiergattung Kennen Sie ein Chamäleon? Es kann anders aus, hier hat sich die Farbverseine Augen unabhängig voneinander änderung eher als Charakterverändebewegen und seine Hautfarbe ändern. rungen manifestiert. Denn weder leicht Seine Ahnen lebten bereits vor 26 grün bei Krankheit und dunkelgrün bei Millionen Jahren in Zentraleuropa. Ein starken Sonnenschein, wird es eher leicht wunderschönes Tier. Die Farbverändelächelnd bei renditestarken Produkten rung dient dem Tier zur Kommunikation und bei einträglichen Verkäufen sogar und Verständigung unter Artgenossen. fast grinsend. Jahrelang sind sie unbeAuch Krankheit und die Umgebung des merkt in der Dienstleistungsbranche Lebensortes haben Einfluss auf die FärVersicherungen und Finanzierungen bung seiner Haut. Nun haben wir in den unterwegs gewesen, sie hatten ihr Nr. 785 letzten Jahren eine neue Gattung dieses Auskommen und mussten daher auf ihre einzigartigen Lebewesens, entdeckt: Charakterspezifizierungen der Moralverriscontrol.at Das Verkaufschamäleon. Es nährt sich änderungen – Farbveränderungen nicht vom Verkauf von Versicherungsprodukzurückgreifen. Es gab genug Produkte, online.riscontrol.at ten und Finanzprodukten und kommt die sie, wenn schon nicht mit gutem issuu.com/riscontrol sehr selten in heimischen Gefilden vor. Gewissen, so doch mit gutem Einkomfacebook.com/riscontrol Bereits auf zwei Beinen und bei weitem men verkauft haben. Bestes Beispiel für größer, ist sie auch, entschuldige liebes die Ernährungsvariante des VerkaufChamäleon, die schönere neue Gattung Chamäleons sind Lebensversicherungen. – man es nur mehr schwer vom landläufig bekannten Nun aber begab es sich, dass die LebensversicherungsMenschen unterscheiden. Es lebt unter uns, äußerprodukte nicht mehr so zu verkaufen waren, und das lich nicht mehr zu unterscheiden. Die Augen sind nur VKC, wie wir das Verkauf-Chamäleon nennen, musste mehr sehr selten unabhängig voneinander beweglich, sich um eine neue Nahrungsquelle umsehen. Eine die Hautfarbe kann sich in wenigen Momenten auf Ernährungsumstellung ist immer mit einem gewissen rotglühend verändern, sonst gibt es keine UnterscheiLeidensdruck verbunden und lässt so manchen daher dungsmerkmale nach außen. Nach innen schaut es auf die abstrusesten Möglichkeiten zurückgreifen. Unser VKC machte sich einer interessanten Umstellung zu nutzen und kontaktierte fast alle seiner Kunden, um sich an einer neuen Dienstleitung zu nähren. Statt der Versicherung empfahl das VKC nun Rücktrittsangebote und dafür bekam das VKC Tippgeber-Provision. Es ist doch wurscht wovon man sich ernährt und dass das eine komische Moralverstimmung bedeutet, ist nur uns anderen auffällig. Das VKC findet es vollkommen normal, dass man den selbst verkauften und empfohlenen Verträgen nun die andere Variante zum Geldverdienen vorzieht. Gott Sei Dank gibt es das VKC nur sehr vereinzelt auf der Welt. Und die Produktgeber haben noch nicht alle entdeckt, da gibt es sicherlich noch Forschungsarbeit. Ihre Doris Schachinger risControl 04/18 03


INHALT

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INHALT

INHALT EDITORIAL 03 Eine neue Tiergattung

NEWS 06 06 06 07 07 07 08 08 08 09 09 09 09 09

Führungsteam | weXelerate Bonitätszertifikate | ACREDIA Versicherung AG FinTech Beirat Dachmarke | Die Versicherungsagentur Neuigkeiten | DIE Maklergruppe Neue Aufgabe Neue Leitung | Allianz Österreich Vorstandswahl | Verband Österreichischer Versicherungsmakler Veränderungen | VBV Gruppe Neues im Vorstand | ERGO Austria International AG Fusion abgeschlossen | VIG Vienna Insurance Group Kooperation | muki Eigentümer | Roland Rechtsschutz Implementierung | ARISECUR / netinsurer

TITELGESCHICHTE 22 Lebensversicherungs-Vertrieb „neu“ – Leben mit bürokratischen Fesseln

INTERVIEW 28 Erfolgreiches Unternehmen mit Freiraum | Alexander Neubauer 34 Vorbild und Standhaftigkeit | Gudrun Meierschitz, M.A. 48 Ideenschmiede | Franz Meingast

MARKT 10 10 10 12 12 14 14 15 15 16 16 18 19 19 20 60 61

IDD-konforme Beratung | Österreichische Beamtenversicherung Bilanz | Swiss Life Select Sparefroh | Wiener Städtische Versicherung Bilanz 2017 | Zürich Versicherungs AG Drohnenversicherung online | Wiener Städtische Versicherung Konzernergebnis 2017 | Generali Group Neuer Rechner online | R+V Versicherung Gütesiegel | D.A.S. Rechtsschutzversicherung Ersparnis für Elektroautos | UNIQA Versicherung Schutzpaket fürs Haustier | PetGuard Neuer KFZ Tarif | VAV Versicherung Mobilitätsbarometer | VAV Versicherung Rentenversicherung | Standard Life Betriebliche Vorsorge | Mercer Österreich Erfolge | VIG WinMakler professional | Softwareanbieter Fahrraddiebe | VVO

FINANZEN 38 Investments, die Freude bereiten | Michael Kordovsky

VERANSTALTUNG 32 Führungskreistagung | OVB Österreich 33 Maklerempfang | Niederösterreichische Versicherung

KOLUMNE 44 Versicherungen in der Nussschale 56 Cybercrime vs. Cybersecurity – eine virtuelle Schlacht um Macht und Geld | Mag. Jan L. Kleinschek

SCHLUSSPUNKT 62 Vorschau 62 Impressum risControl 04/2018 | Heft-Nr.: 466 | 39. Jahrgang risControl 04/18 05


NEWS

weXelerate

ACREDIA Versicherung AG

Claudia Witzemann und Gabrielle Costigan wurden mit der Führung von weXelerate betraut. Die beiden erfahrenen Managerinnen wurden ausgewählt, um weXelerate geschäftlich, organisatorisch und geografisch zu skalieren. Witzemann startete ihre berufliche Laufbahn im Jahr 2000 als Beraterin bei A.T. Kearney und fungierte bis Ende März 2018 als Mitglied der erweiterten Geschäftsführung. Ihre akademische Ausbildung führte sie von der Universität Wien über die University of California bis zur Dissertation in Physik an der Technischen Universität München. Witzemann wird die Geschäftsführungsagenden für Sales und Marketing verantworten. Costigan ist Australierin und war bis Ende März 2018 bei der OMV für unterschiedliche Verantwortungsbereiche zuständig. Zuletzt leitete sie das globale Programm zur Steigerung der Effizienz und Effektivität u.a. von Produktion, Lieferketten und internen Unternehmensabläufen. Vor ihrer Tätigkeit in der OMV arbeitete sie beim global erfolgreichen Beratungsunternehmen Accenture. Ihre berufliche Tätigkeit führte sie in zahlreiche Länder, wie USA, Deutschland, England, Frankreich, Spanien, Italien und in die Türkei. Costigan wird in der Geschäftsführung von weXelerate den Bereich Operations verantworten.

Eine gute Bonität ist unter anderem für Banken, etwa bei Bedarf an kurzfristigen Betriebsmittel- oder Investitionskrediten, eine wesentliche Entscheidungsgrundlage. Zum Nachweis von Verlässlichkeit, Sicherheit und Stabilität für Unternehmer und deren Geschäftspartner hat die ACREDIA Gruppe ein neues Produkt auf den Markt gebracht. Das ACREDIA Bonitätszertifikat ist eine Qualitätsauszeichnung, die nicht nur Auskunft darüber gibt, mit wem Unternehmer sichere Geschäfte machen können. Auch haben diese selbst damit die Möglichkeit, ihren guten Ruf zu zertifizieren. Das von Österreichs führender Kreditversicherung neu entwickelte Bonitätszertifikat eignet sich auch für mittelständische Unternehmen und KMUs. Es kann direkt auf der Website www.bonitätszertifikat.at beantragt werden und wird innerhalb weniger Tage auf Grundlage der ACREDIA-Expertise erstellt. Das Bonitätszertifikat basiert auf einer wirtschaftlichen Analyse, welche die Gesellschafter und Organe, die absoluten und relativen Unternehmenskennzahlen sowie

Führungsteam

Gabrielle Costigan und Claudia Witzemann 06 risControl 04/18

Bonitätszertifikate

Mag. Marian Machan

den Geschäftsausblick berücksichtigt. Diese unabhängige Qualitätsauszeichnung für sicheres Wirtschaften wird jährlich – beziehungsweise bei Bedarf – erstellt und inkludiert ein digitales Siegel, das vom zertifizierten Unternehmen für Print- und Onlineprodukte verwendet werden kann. „Eine gute Bonität, also die Aussage über die Kreditwürdigkeit, ist deshalb so wichtig, weil sich daraus auf die Zuverlässigkeit des zertifizierten Unternehmens rückschließen lässt“, erklärt Mag. Marian Machan, ACREDIA Expertin.

FinTech Beirat Finanzminister Hartwig Löger: „Die Digitalisierung hat einen Relaunch des Finanzmarkts ausgelöst. Die Nachfrage nach neuen innovativen Finanzprodukten steigt und der frische Wind kann, wenn wir ihn intelligent nützen, positive Auswirkungen auf die Reputation des Finanzdienstleistungssektors haben.“ Dennoch bringe das auch Gefahren und Unsicherheit mit sich, auf die die Politik reagieren müsse, so der Bundesminister. Daher wird die Aufgabe des FinTech Beirates sein, Vorschläge auszuarbeiten um diesen neuen Markt geregelt zu stimulieren. „Stimulanz steht klar über dem Anspruch zu regulieren. Schließlich wollen wir kein Eldorado für Regulierungsfetischisten gründen, sondern neue Perspektiven für einen jungen Markt schaffen.“ Das Gremium besteht aus Experten aus Recht und Praxis und wird vom Finanzminister eingesetzt, um sinnvolle Regulierungsansätze zu entwickeln.

Hartwig Löger

Aus dem Dialog mit dem FinTech Beirat wird wachstumsfördernde Regulierung abgeleitet, die zeitnah implementiert wird. Geplant ist, dass der Beirat im Abstand von zwei Monaten zusammentrifft. Je nach Themengebiet werden in Zukunft auch weitere Teilnehmer hinzukommen. „Am Ende des Prozesses soll ein gesetzlicher Rahmen festgelegt werden, um den jungen Markt in seiner Entwicklung zu unterstützen,“ so Löger. Betroffen soll die komplette FinTech Community sein und nicht nur Kryptowährungen.


NEWS

Die Versicherungsagentur

Dachmarke

gsagentur Sein. Die Versicherun Sicher. Echt.

Bereits vor einem halben Jahr haben fast alle Gremien der Österreichischen Versicherungsagenten (ausser dem Bundesland Wien) die Dachmarke „Die Versicherungsagentur“ vorgestellt. „Durch unsere gemeinsame und umfassende Kommunikations- und Marketingstrategie steigt die Wahrnehmung der Marke bei Mitgliedern und Kunden“, freut sich Horst Grandits, Bundesobmann der Versicherungsagenten der Wirtschaftskammer Österreich. Die Website echtsichersein.at mit Mitglieder- und Terminverzeichnis sowie aktuellen News geht online. In den sozialen Medien startet ein akkordierter Auftritt mit wachsender Community. Mitgliedsagenturen werden mit eigenen Mitgliedszeichen im neuen Look ausgestattet. Ein Imagefolder erscheint, eine Mitgliederzeitung wird regelmäßig publiziert. Kontinuierliche Pressearbeit und Meetings begleiten den Prozess. „Durch unsere umfassende Kommunikations- und

Die Versich Echt. Sichererungsagentur . Sein.

Die Versicherungsagentur Echt. Sicher. Sein.

Die Versicherungsagentur Echt. Sicher. Sein.

Marketingstrategie steigt die Wahrnehmung der Marke in der Gesellschaft“, freut sich Grandits. „Unsere Mitglieder, deren Kunden und Versicherungspartner profitieren von unserer gemeinsamen Marke.“ Mit Die Versicherungsagentur treten mehr als 8.000 Versicherungsagenturen unter der neuen Dachmarke auf. In einem eigenen Webshop können Mitglieder künftig aus vielfältig gestal-

teten Artikeln wählen. Darunter sind Plakate, T-Shirts, Rollups, Sicherheitsschlösser sowie Kugelschreiber mit Logo oder den illustrierten Charakteren und Markenbotschaftern von Die Versicherungsagentur, Frau Echt, Herr Sicher und Herr Sein. „Die Versicherungsagentur bietet ihren Mitgliedern alles für einen starken Auftritt am Markt“, sagt Grandits. „Da können Sie echt sicher sein.“

DIE Maklergruppe

Neuigkeiten

Die EWO Versicherungsberatung GmbH aus Graz ist neuer Partner bei der Maklergruppierung „DIE Maklergruppe“. Geschäftsführer Akad. Vkfm. Erich Wolf ist seit 1985 Versicherungsvermittler und seit 1996 als Versicherungsmakler und Berater in Versicherungsangelegenheiten tätig und ein ausgewiesener Spezialist in Sachen Berufsunfähigkeitsversicherung.

Neue Aufgabe Dr. Norbert Griesmayr verstärkt seit 1. April 2018 das Team der Rechtsanwaltskanzlei Althuber Spornberger & Partner Rechtsanwälte GmbH. Er steht der Kanzlei als Counsel für die Themen D&O sowie Geschäftsführer- und Vorstandshaftung zur Seite. Überdies wird er Leistungs- und Aufsichtsorgane im strategischen Risikomanagement beraten. „Wir freuen uns, dass Dr. Griesmayr unser Team verstärkt. Er ist ein absoluter Profi und gilt als einer der führenden Experten für Managerhaftung und D&O. Durch seine langjährige Erfahrung und Fachexpertise wird die Qualität unserer Beratungsleistungen in wichtigen Kernbereiche unserer Sozietät deutlich gesteigert“, so Franz Althuber, Rechtsanwalt und Gründungspartner der Kanzlei. risControl 04/18 07


NEWS

Allianz Österreich

Neue Leitung

Mag.(FH) Gisela Stranzinger übernahm per 1. Jänner 2018 die Leitung des Bereichs „Digital Transformation“ der Allianz Gruppe in Österreich. Sie folgte damit Mag. Xaver Wölfl, der zum Jahreswechsel in den Vorstand der Allianz Gruppe in Österreich berufen wurde. Nach einem einjährigen Studienaufenthalt in den USA begann die gebürtige Oberösterreicherin 2003 das Studium „Internationale Wirtschaft & Management“ an der Fachhochschule Kufstein. Im Rahmen eines Austauschprogramms wechselte Stranzinger für zwei Semester an die Hong Kong Polytechnic University. An-

schließend absolvierte sie ein zwölfmonatiges Praktikum in einem österreichischen Unternehmen mit Niederlassung in Hong Kong, in dem sie erste berufliche Erfahrungen in Marketing und Business Development für die Region Ost-Asien sammelte. Somit verbrachte sie zwei volle Jahre in Hong Kong. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Studiums war Stranzinger vier Jahre lang selbstständig als International Business Consultant tätig und beriet unter anderem KMUs beim Eintritt in Emerging Markets. 2011 führte sie ihr Weg zur Allianz Gruppe in Österreich, wo sie als Spezialistin für Business Development im

Market Management tätig war. Im November 2015 erfolgte der Wechsel in das damals neu geschaffene Digital Office, in dem unter anderem die digitalen Projekte des Unternehmens gebündelt wurden. In ihrer neuen Position als Leiterin dieses Bereichs (fortan unter dem Titel „Digital Transformation“) ist Stranzinger für die Entwicklung und Umsetzung der Digitalisierungsstrategie der Allianz Gruppe in Österreich zuständig. Außerdem fungiert sie als Schnittstelle zu den Digital-Einheiten im internationalen Allianz Konzern, wie etwa der Global Digital Factory.

Verband Österreichischer Versicherungsmakler

Vorstandswahl

Bei der Generalversammlung des Verbandes Österreichischer Versicherungsmakler wurde der Vorstand bei der turnusmäßigen Wahl einstimmig wiedergewählt. Mag. Andreas Krebs wurde als Präsident, Dr. Klaus Koban und KR Christian Schäfer als Vizepräsidenten bestätigt. Im Anschluss hielt Polizei-Stadthauptmann Hofrat Dr. Michael Lepuschitz einen Vortrag zum Thema „Die aktuelle Sicherheitslage in Österreich am Beispiel Wien“. Lepuschitz führte darin aus, dass Wien hinsichtlich der Sicherheit mit einer weltweit exzellenten Position aufwarten könne. Auf dem Global Peace Index 2017 erzielte Wien den fünften Platz, Österreich als Gesamtstaat

den vierten. Im Bereich der Straftaten, die auch für die Versicherungsbranche relevant sind, ist es in den letzten Jahren in Österreich wie auch in Wien zu einer ständigen Abnahme der Zahl der Wohnungseinbrüche und KfzDiebstähle gekommen. Stark gestiegen sind dem gegenüber die Delikte, die unter dem Schlagwort Cybercrime zusammengefasst werden - in Wien allein um 30 Prozent. Als wesentlichen Grund für die insgesamt sehr positive Entwicklung der Kriminalitätsstatistik wertete Lepuschitz die starke und gut organisierte Präsenz der Polizei, etwa durch die vermehrte Zahl von Streifenfahrten vor allem in gefährdeten Zonen.

KR Christian Schäfer, Mag. Andreas Krebs und Dr. Klaus Koban 08 risControl 04/18

Mag. Andreas Zakostelsky

VBV Gruppe

Veränderungen

Wegen des bevorstehenden wohlverdienten Ruhestandes von KR Heinz Behacker, Vorstandsvorsitzender der VBV Vorsorgekasse und Vorstandsmitglied der VBV Holding, gibt es umfangreiche personelle Veränderungen innerhalb der VBV Gruppe. Mit 1. Oktober 2018 wird Ing. Mag. Martin A. Vörös, MBA als Mitglied in den Vorstand der VBV Holding aufgenommen. In der VBV Vorsorgekasse wird Mag. Andreas Zakostelsky mit 1. Oktober 2018 neuer Vorstandsvorsitzender und ebenfalls in den Vorstand der Vorsorgekasse bestellt wird Mag. Michaela Attermeyer CPM. Attermeyer übernimmt ihre neue Aufgabe als Vorstand für Veranlagung mit 1. Oktober 2018. Zudem bleibt Vörös weiterhin im Vorstand der VBV-Vorsorgekasse.


NEWS

ERGO Austria International AG

muki

Neues im Vorstand Mag. Josef Adelmann übernahm mit 1. April 2018 den Vorstandsvorsitz der ERGO Austria International AG von Thomas Schöllkopf, der per 31. März 2018 in den vollverdienten Ruhestand ging. Adelmann übernahm neben dem Vorsitz auch die laufende Steuerung und Betreuung der Auslandsgesellschaften

Kooperation

in Kroatien, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Josef Kreiterling übernahm von Schöllkopf die Betreuung von im Interesse der ERGO Austria International AG liegenden Projekten im Zusammenhang mit den Gesellschaften in Mittel- und Osteuropa.

Anfang April eröffnet der muki Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit in Kooperation mit dem Versicherungsbüro Schmaranzer KG seine erste Kfz-Zulassungsstelle in Oberösterreich. Mit der Zulassungsstelle in Gosau wird der Zulassungsbezirk GM abgedeckt. In Niederösterreich wird es ab April eine zweite Zulassungsstelle geben. In Kooperation mit der Köpf Versicherungsmakler GmbH in Strasshof wird das nordöstliche Niederösterreich abgedeckt. (Zulassungsbezirk BL, GF, KO, MI, SW und TU).

Roland Rechtsschutz

Eigentümer

Mag. Josef Adelmann

Josef Kreiterling

VIG Vienna Insurance Group

Fusion abgeschlossen Die Vienna Insurance Group hat die Fusion in Ungarn und in der Slowakei erfolgreich abgeschlossen. In Ungarn ist der Konzern seit Anfang April 2018 ausschließlich mit der Versicherungsgesellschaft Union Biztosító vertreten. Damit soll mittelfristig ein Marktanteil von rund 10 Prozent erreicht werden.

In der Slowakei ist der Bankenversicherer Poisťovňa Slovenskej sporiteľne (PSLSP) mit Wirksamkeit ab 1. April 2018 mit der Kooperativa poisťovňa verschmolzen. Mit den beiden Gesellschaften Kooperative und Komunalna erreicht die VIG Group in der Slowakei einen Marktanteil von 34 Prozent.

Der deutsche Rechtsschutzversicherer Roland Rechtsschutz hat nur mehr zwei statt bisher sechs Eigentümer. Die AXA und Gothaer haben die Anteile der Barmenia, der Basler Bestandsholding, der Braunschweig Beteiligungsgesellschaft und der Feuersozietät Berlin Brandenburg Versicherung übernommen. Die Basler Versicherung wird weiterhin mit der Roland Rechtsschutz in Deutschland exklusiv zusammenarbeiten. Über die jeweiligen Kaufpreissummen wurde stillschweigen vereinbart. Die AXA wird künftig 60 Prozent der Anteile halten, die Gothaer 40 Prozent.

ARISECUR / netinsurer

Implementierung

Der Versicherungsprovider ARISECUR implementiert den „Versicherungsassistenten“ in das Netzwerk des eigenen Maklerverwaltungsprogramms.Die Beratungssoftware des ITSpezialisten netinsurer wird an die A ­ RISECUR Software via Schnittstelle angeschlossen und steht deren Partnern zu vergünstigten Lizenzgebühren zur Verfügung. „Warum etwas neu erfinden, wenn es schon genauso da ist? Wir haben uns alle derzeit am österreichischen Markt verfügbaren Tools angeschaut und uns für das unserer Ansicht kompletteste“, so ARISECUR

Andreas Büttner

Mag. Thomas Hajek

Geschäftsführer Andreas Büttner. „Wir freuen uns über die Kooperation mit ARISECUR. Aufgrund der umfangreichen gemeinsamen technischen Möglichkeiten erhalten Versicherungsvermittler noch effizienteren Zugang zu

unserer Software und können die Vorteile des ‚Versicherungsassistenten‘ zur IDD konformen Beratung voll und ganz nutzen“, sagt Mag. Thomas Hajek, Gründer und Geschäftsführer von netinsurer über die Zusammenarbeit. risControl 04/18 09


MARKT

Österreichische Beamtenversicherung

IDD-konforme Beratung

Die Österreichische Beamtenversicherung startet schon sechs Monate vor der verpflichtenden Anwendung der Versicherungsvertriebsrichtlinie mit der IDD-konformen Beratung. Zudem erhalten Kunden mit einer individuellen Risikoanalyse basierend auf objektiven, statistischen Daten weitere Vorteile. „Die IDD-konforme Beratung, die in der ÖBV digital unterstützt umgesetzt wurde und vollkommen papierlos erfolgt, stellt einen erheblichen Vorteil für unsere Kunden dar. Denn der Wünsche- und Bedürfnistest ist ab sofort integrativer Bestandteil der Beratung“, so ÖBV-Vorstandsvorsitzender Josef Trawöger. „Zusätzlich ist es uns über den

durch IDD geforderten Wünsche- und Bedürfnistest hinaus gelungen, dem Kunden einen deutlichen Mehrwert zu bieten. Der Kunde erhält auf Wunsch ein individuelles Risikoprofil, das auf Basis objektiver, statistischer Daten erstellt wird. Und das schnell, transparent und in ansprechender Form“, ergänzt Vorstandsvorsitzender-Stellvertreter Werner Summer stolz. Für die Erstellung des zusätzlich angebotenen Risikoprofils hat die ÖBV das Start-up „riskine“ ins Boot geholt. Der von „riskine“ entwickelte Risikocheck wurde auf die Bedürfnisse der ÖBV-Kernzielgruppe, den öffentlichen Sektor, angepasst und erweitert. Die Erstellung des Risikoprofils ist eine

Josef Trawöger

Zusatzleistung der ÖBV und unterstützt die Kunden bei der Auswahl des passenden Versicherungsprodukts.

Swiss Life Select

Bilanz

Die Österreichische Tochter der Schweizer Swiss Life-Gruppe, Swiss Life Select Österreich, erzielte 2017 Provisionserlöse in Höhe von 38,23 Mio. Euro, das bedeutet ein Wachstum von 5,9 Prozent gegenüber 2016. Hauptgrund für die Steigerung waren höhere Abschlussprovisionen, die vor allem auch wegen der hervorragenden Geschäftsqualität deutlich über dem Vorjahr lagen. „Dieses Ergebnis beweist, dass unser Geschäftsmodell einer umfassenden, lebensbegleitenden Beratung samt flexibler Anpassung der Produkte auf geänderte Lebenssituationen goldrichtig

Christoph Obererlacher

ist“, so Christoph Obererlacher, CEO Swiss Life Select Österreich, zum erfreulichen Jah-

resergebnis. Über die Herausforderungen 2018 sagt Obererlacher: „Wir wollen unser Geschäftsvolumen in den kommenden Jahren deutlich steigern. Besonders durch unsere in 2017 getätigten Investitionen in eine moderne Investmentlösung für gehobene Kunden sehen wir uns gut aufgestellt. Unsere Wachstumsziele wollen wir unter anderem durch Zukäufe von Wertpapierfirmen, durch Bestände und bei passenden Konstellationen auch durch Integration von Vermögensverwaltern erreichen.“ Swiss Life Select führe deshalb viele Gespräche und knüpfe Kontakte.

Wiener Städtische Versicherung

Sparefroh

Doris Wendler 10 risControl 04/18

Abhängig von der Höhe des CO2-Wertes eines Fahrzeuges erhalten Kunden der Wiener Städtischen Versicherung einen Klimabonus von bis zu 20 Prozent bei der Haftpflichtversicherung. Schon ab einem CO2-Ausstoß von weniger als 130 g/km beginnt das Sparen. Bei Fahrzeugen mit alternativen Antriebsarten wie Erdgas, Plug-In Hybrid, Elektro oder Wasserstoff reduziert sich die Prämie in der Kfz-Haftpflicht und -Kaskoversicherung um 30 Prozent. Für

Familien, die auf mehrere Autos angewiesen sind, hält die Wiener Städtische Versicherung einen speziellen Bonus bereit. Einzige Voraussetzung: Die Familienmitglieder sind an der gleichen Adresse gemeldet. „Wir wollen nicht nur umweltbewusste Autofahrerinnen und Autofahrer entlasten, sondern auch Familien, die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind – sie sind mit unserem Bonus flexibler“, erklärt Vorstandsdirektorin Doris Wendler.


TOGETHER CCA Produktfamilie wächst stetig weiter TOGETHER CCA bietet ein umfangreiches Software- und ein kundenorientiertes Serviceangebot. Die innovative TOGETHER Plattform für den raschen OMDS-Datenaustausch, die CCA Softwaregesamtlösungen und zahlreiche Zusatztools – ein Mix, der die Maklerarbeit wesentlich erleichtert und für eine rasche Abwicklung der Geschäftsfälle sorgt. Wir haben CCA Product Owner DI Michael Valsky (MV) und TOGETHER Product Owner DI Peter Straka (PS) über die aktuellen Neuerungen befragt.

Welche Neuerungen gibt es bei TOGETHER CCA? PS: Seit Mitte April bieten wir in Kooperation mit sendhybrid die elektronische Unterschrift in TOGETHER und CCA9 an. Mit ­TOGETHERsign wird es möglich Verträge und andere PDF Schriftstücke orts- und technologieunabhängig elektronisch zu unterschreiben. Damit kann der gesamte Prozess vom Angebot bis zum unterschriebenen Vertrag medienbruchfrei ablaufen. Spezielle Endgeräte oder mobile Drucker und Scanner sind nicht mehr nötig. MV: Unser digitales Beratungstool, in Kooperation mit riskine, ermöglicht die Risiko- und Bedarfserhebung gemeinsam mit dem Kunden elektronisch sowie direkt über TOGETHER und CCA9 durchzuführen und daraus vollautomatisch ein Deckungskonzept zu erstellen – natürlich IDD-konform. Sowohl Deckungskonzepte, wie auch Beratungsprotokolle werden auf TOGETHER bzw. in der eigenen CCA Datenbank des Maklers gespeichert und sind jederzeit verfügbar. Die Dokumentation erfolgt automatisch im Hintergrund. Die Beratungsprotokolle werden basierend auf WKO-Vorlagen erstellt. Die Beratung ist sowohl im Privatkunden- sowie im Unternehmensbereich möglich.

DI Peter Straka und DI Michael Valsky

WKO Vorlagen für Meldungen bei Verstößen, vorbefüllte Vorlagen für das Auskunftsrecht, rollenbasierte Berechtigungssysteme mit „privacy by default“ und vieles mehr. Einige der Werkzeuge sind bereits verfügbar.

Wie unterstützen Sie in Bezug auf DSGVO?

PS: Der Zugriff auf die Plattform und die Datenkommunikation zwischen TOGETHER und deren Versicherungspartnern erfolgen verschlüsselt und entsprechen somit den gesetzlichen Sicherheitsstandards. Alle Daten können per OMDS exportiert werden und unterstützen dabei bei der gesetzlichen Datenübertragbarkeit. In TOGETHER werden Offerte und Interessenten nach dem Prinzip der Datenminimierung fristgerecht gelöscht.

MV: Gemeinsam mit der Rechtsanwaltskanzlei DORDA haben wir eine 10 Punkte Todo-Liste ausgearbeitet und um Werkzeuge in unserer Software erweitert, damit unsere Kunden DSGVO-konform arbeiten können. Dazu gehören vorbefüllte Verarbeitungsregister,

MV: Wir haben bereits mehrere Veranstaltungen zu diesem Thema in Zusammenarbeit mit der Rechtsanwaltskanzlei DORDA und weiteren Experten abgehalten, unter anderem auch kurze Vorträge bei der ÖVM Maklermesse. Zusätzlich bieten wir eine Last-Minute Schu-

lung in Graz, sowie individuelle Webcoachings und Prozessberatung zu diesem Thema an. PS: Wir haben auch unsere internen Prozesse analysiert und wo nötig überarbeitet. Neben einem Security Awareness Training für alle Mitarbeiter, überwacht ein DSGVO Koordinator die Abläufe. Selbstverständlich führen auch wir ein Verzeichnis aller Verarbeitungstätigkeiten und können im Notfall dank eines ausgearbeiteten Planes sofort reagieren. Was gibt es sonst noch Neues? MV: Mit der Smart Office Prozessberatung haben wir eine auf dem österreichischen Markt einmalige Dienstleistung eingeführt, die dabei unterstützt Prozesse im Büro zu optimieren und unsere Softwarelösungen optimal einzusetzen, damit man als Kunde den maximalen Nutzen daraus ziehen kann. Vielen Dank für das Gespräch! risControl 04/18 11


MARKT

Zürich Versicherungs AG

Bilanz 2017

2017 verzeichnete Zürich über alle Abteilungen hinweg ein Prämienwachstum von 9,8 Prozent. Im Schaden-Unfall-Bereich stiegen die verrechneten Bruttoprämien im direkten Geschäft um insgesamt 2,6 Prozent auf 493,4 Millionen Euro. Im strategischen Schwerpunktbereich von Zürich, dem NichtKfz-Geschäft, lagen die Prämien um 5,7 Prozent über dem Vorjahr. Die Lebensversicherungssparte entwickelte sich überdurchschnittlich gut. Die Bruttoprämieneinnahmen des direkten Geschäfts betrugen 198,0 Millionen Euro und lagen damit um 33,0 Prozent über dem Vorjahr. 140,2 Millionen Euro entfielen auf die klassische und 57,8 Millionen Euro auf die fondsgebundene Lebensversicherung. Trotz der hohen Belastung aus Unwetterereignissen sank der Netto-Schadenaufwand in der Schaden-Unfall-Versicherung um 0,9 Millionen Euro auf 156,1 Millionen Euro. Die Leistungen aus der Lebensversicherung gingen von 171,6 Millionen Euro in 2016 auf 130,3 Millionen Euro in 2017 zurück.

Die Betriebsaufwendungen inklusive Provisionen in der Schaden-Unfall-Versicherung reduzierten sich im Vorjahresvergleich um 5,0 Millionen Euro. Der Kostensatz netto zeigte sich dadurch deutlich verbessert und sank um 2,7 Prozentpunkte auf 24,1 Prozent. Damit reduzierte sich die Combined Ratio im Jahresvergleich um 4,1 Prozentpunkte auf 94,1 Prozent. Aufgrund der erfreulichen Prämien-, Schaden- und Kostenentwicklung stieg das versicherungstechnische Ergebnis über beide Abteilungen um 9,8 Millionen Euro auf 11,5 Millionen Euro. Das Nettofinanzergebnis zeigte insgesamt einen Rückgang um 4,2 Millionen Euro (-6 Prozent) auf 65,5 Millionen Euro. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit konnte 2017 um 38,9 Prozent auf 30,9 Millionen Euro gesteigert werden. „Wir sind mit dem Ergebnis 2017 sehr zufrieden. Unsere Finanzzahlen sind solide. Das ermöglicht uns, in der klassischen Lebensversicherung für unsere Kundinnen und Kunden – wie im Vorjahr – eine attraktive

Mag. Silvia Emrich

Gesamtverzinsung in der Höhe von drei Prozent zu erklären“, sagt Mag. Silvia Emrich, Mitglied des Vorstandes und CFO. Andrea Stürmer ergänzt: „Unser Engagement für unsere Kundinnen und Kunden drückt sich auch in zahlreichen Auszeichnungen aus, die wir 2017 erhielten.“

Wiener Städtische Versicherung

Drohnenversicherung online

Bis zu 100.000 Drohnen schwirren in Österreich bereits herum. Genaue Zahlen gibt es nicht, weil viele Drohnen nicht angemeldet

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sind – oftmals aus Unwissenheit, wie eine Umfrage der Wiener Städtischen ergeben hat. So weiß mehr als ein Viertel aller Drohnen-

besitzer nicht von der Genehmigungspflicht. Faktum ist, dass viele Modelle registriert, versichert und von der zuständigen Behörde Austro Control bewilligt werden müssen. Um Licht ins Dunkel zu bringen, hat die Wiener Städtische als Orientierungshilfe auf ihrer Website wienerstaedtische.at/drohnencheck einen Drohnencheck eingeführt. „Drohnenbesitzer können sich mit Hilfe des Drohnenchecks rasch Informationen einholen und unkompliziert eruieren, ob für ihr Flugobjekt Versicherungspflicht besteht. Wenn ja, kann der passende Schutz gewählt und ganz einfach online abgeschlossen werden“, erklärt Vorstandsdirektorin Doris Wendler. Gedeckt werden bei dem Produkt Personen und Sachschäden sowie die daraus entstehenden Schadenersatzansprüche und Vermögensschäden bei einer Versicherungssumme von 1,5 Mio. Euro. Halter und berechtigte Benutzer erhalten auch eine Europa-Deckung.


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MARKT

Generali Group

Konzernergebnis 2017

Das operative Ergebnis der Generali Group mit 4,89 Milliarden Euro (+2,3 Prozent) ist dank Leben, dem Investment-, Asset- und Vermögensmanagement und dem vorzeitig erreichten Kostenmanagementziel auf Rekordniveau. Gleichzeitig stieg der Nettogewinn um 14 Prozent auf über 2,1 Milliarden Euro. Der operative Return on Equity entspricht mit 13,4 Prozent der strategischen Zielplanung von über 13 Prozent. Die Profitabilität der Lebensprodukte mit einem höheren Neugeschäftswert wurde um 53,8 Prozent gesteigert. Nettozuflüsse in Leben zählen mit 9,7 Mrd. Euro zu den höchsten im europäischen Raum. Die versicherungstechnischen Rückstellungen in Leben sind um 4,2 Prozent gestiegen. Die Combined Ratio mit 92,8 Prozent gehört zu den besten der Branche. Weitere Stärkung der Kapitalausstattung: Die Regulatory Solvency Ratio liegt bei 208 Prozent, die Economic Solvency Ratio bei 230 Prozent. Die erhöhte Dividende von 0,85 Euro je Aktie entspricht einem Anstieg

von 6 Prozent (2016: 0,80 Euro). Philippe Donnet, Group CEO der Generali Group, sagte dazu: „Die hervorragenden Ergebnisse, die wir heute präsentieren, bestätigen die Wirksamkeit unseres strategischen Plans im aktuellen Marktumfeld. Wir sind bestens aufgestellt, um alle Ziele, die wir uns für 2018 gesetzt haben, zu erreichen. Angesichts dieser Ergebnisse wird der Verwaltungsrat eine Dividende von 0,85 Euro je Aktie vorschlagen, was einem Anstieg um 6 Prozent entspricht. Unser Fokus auf technische Exzellenz kombiniert mit den Ergebnissen unseres Investments-, Asset- und Vermögensmanagementgeschäfts sowie das zwei Jahre im Voraus erreichte Kostenmanagementziel haben das operative Ergebnis auf ein Rekordhoch angehoben. Wir haben 2017 eine Reihe von wichtigen Projekten umgesetzt, wie die Einführung einer neuen Asset-Management-Strategie, die Verbesserung der Portfoliostruktur sowie die Umgestaltung des Versicherungsgeschäfts in Deutschland. Diese Initiativen tragen alle zu

Philippe Donnet

der Stabilität der Generali Group bei. Diese Ergebnisse, die wir dank dem Engagement aller KollegInnen, AgentInnen und MitarbeiterInnen erreicht haben, erlauben es uns, mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen und nachhaltige Werte für alle unsere Stakeholder zu schaffen.“

R+V Versicherung

Neuer Rechner online

Die R+V Österreich hat ihren Online-Bereich mit einem Rechner für die Betriebs- und Produkthaftpflichtversicherung ausgebaut. Bei der Applikation handelt es sich um einen dynamischen Online-Rechner mit dem Versicherungsmakler für rund 150 unterschiedliche Betriebsarten aus dem produzierenden Gewerbe und dem Handel Versicherungsschutz beantragen können. Das Tool bietet eine einfach zu handhabende Risikoanalyse samt Prämienberechnung und rascher Angebotserstellung für eine Pauschalversicherungssumme von drei Mio. Euro. Auch die Rückrufkostendeckungen lassen sich im Rechner in den Versicherungsschutz integrieren. Angebote für Unternehmen bis max. 20 Mio. Euro Umsatz werden automatisch berechnet. Abhängig von der ausgewählten Betriebsart werden risikospezifische Fragen gestellt und das jeweilige Risiko professionell erfasst. Dem Kunden wie auch dem Makler bietet die Applikation Vorteile: Einerseits bekommt der Kunde eine 14 risControl 04/18

detaillierte Analyse seines Risikos sowie eine maßgeschneiderte Deckung mit optimaler Absicherung über die R+V-Global Polizze. Andererseits erhält der vermittelnde Makler eine genaue Protokollierung der Risikoerfassung, was wiederum zur Minimierung seines Haftungsrisikos beiträgt. Auch der Umfang der Garantieversicherung wurde erweitert und ein Onlineangebot zur Warenkreditversicherung lanciert. Erstmals können Vertragsmakler auch in der Warenkreditversicherung individuelle Angebote online für ihre Kunden berechnen. Ohne mühsames Login-Verfahren und mit nur wenigen Klicks lassen sich schnell und unbürokratisch mit dem neuen Tool Angebote für Unternehmen mit einem Jahresnettoumsatz bis 5 Mio. Euro berechnen. Liegt der Umsatz über dieser Grenze, wird aus dem Vorgang eine Anfrage, die automatisch zur individuellen Berechnung an R+V übermittelt wird. „Mit dem ersten Online-Rechner in der Warenkreditversicherung bieten wir eine echte

Neuheit am heimischen Versicherungsmarkt und erleichtern Versicherungsmaklern die Abwicklung dieses Produktes“, ist Philipp Dierig, Spartenleiter Kreditversicherung bei R+V Österreich, überzeugt. „Denn die automatische Firmensuche, die klar verständliche Aufbereitung der Risikoinformationen sowie eine transparente Darstellung der Prämienkalkulation und des Deckungsumfanges garantieren eine einfache Handhabung des Tools und unterstützten die Makler bei ihrer Arbeit“, so Dierig weiter. Sämtliche Deckungsbereiche sind in der Digitalen Kreditversicherungslösung inkludiert. So bietet das Produkt sowohl die Liquiditätssicherung bei Zahlungsausfällen als auch bei Insolvenz eines Abnehmers und die Vorfinanzierung unbezahlter Rechnungen. Zusätzlich werden die Rechtsschutzkosten bei strittigen Forderungen übernommen. Kunden mit einem Außenstand von bis zu 20.000 Euro können im Rahmen einer Selbstprüfung ohne Prüfungsauftrag mitversichert werden.


MARKT

D.A.S. Rechtsschutzversicherung

Gütesiegel

Bereits zum dritten Mal in Folge wurde der D.A.S. Rechtsschutzversicherung das Gütesiegel für Betriebliche Gesundheitsförderung durch die Wiener Gebietskrankenkasse verliehen. Die Betriebliche Gesundheitsförderung des Unternehmens ist auf fünf Säulen aufgebaut: Bewegung, Ernährung, seelische Gesundheit, Fehlzeitenmanagement sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz. So haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, während der Arbeitszeit an zehnminütigen Bewegungspausen teilzunehmen, bei denen Muskelentspannungsübungen und einfache Kräftigungsübungen durchgeführt werden. Der Vitalkorb – gefüllt mit Obst und Gemüse – trägt ebenfalls zum Wohlbefinden bei und weist auf die Wichtigkeit einer ausgewogenen Ernährung hin. Weitere Maßnahmen sind Workshops zur Raucherentwöhnung und Thementage zu Gesundheitsfragen. „Speziell im heurigen Jubiläumsjahr 2018 legen wir

Judith Wiedner (D.A.S. Personalentwicklung), Nicole Fabbro (D.A.S. Gesundheitsmanagerin), Ingrid Reischl (Obfrau WGKK)

unseren Fokus auf die seelische Gesundheit unserer Mitarbeiter. Durch die Unterstützung des Gesundheitszirkels bieten wird ebenfalls eine Fülle unterschiedlicher themenbezogenen

Maßnahmen an“, erklärt Nicole Fabbro, betriebliche Gesundheitsmanagerin und Leiterin Personalentwicklung & BildungsService der D.A.S., abschließend.

UNIQA Versicherung

Ersparnis für Elektroautos

Der Trend zum Kauf von Elektroautos ist laut Statistik Austria ungebrochen: Im Vorjahr wurden 5.433 elektrisch betriebene Autos neu zugelassen - ein Plus von 42 Prozent gegenüber 2016. UNIQA versicherte in diesem Vergleichszeitraum sogar um 45 Prozent mehr

Elektroautos. Einer der wichtigsten Faktoren für den Betrieb dieser Autos sind ausreichend E-Ladestationen. Österreich zählt mit aktuell 2574 Ladestationen (Stand: 29. März 2018, www.e-tankstellen-finder.com) zu den besten zehn Ländern in Europa.

Auch die UNIQA hat das Potential der E-Fahrzeuge erkannt und erlässt den umweltbewussten Autofahrern 25 Prozent der KFZ-Haftpflichtprämie. Zudem entfallen beim E-Auto die motorbezogene Versicherungssteuer und die NoVa. Die Ersparnis kann zum Beispiel bei einem Fahrzeug mit 85 Kilowatt mehr als 60 Prozent ausmachen. Zahlreiche Vorteile Die österreichische Bundesregierung hat mit der Aktion „E-Mobilität“ ein Förderpaket geschnürt, das die Entscheidung für ein umweltschonenderes Auto erleichtern soll. Es gibt Förderungen für Autos mit reinem Elektroantrieb oder mit einer Brennstoffzelle, aber auch für Hybridfahrzeuge, Range Extender oder einspurige E-Fahrzeuge (Details unter www.emob.klimafonds.gv.at). E-Fahrzeuge erhalten außerdem seit letztem April spezielle Nummerntafeln, die zahlreiche Vorteile bieten, wie gratis Parken in Graz, Klagenfurt, Villach oder Innsbruck. risControl 04/18 15


MARKT

PetGuard

Schutzpaket fürs Haustier

Ein einzigartiges Schutzpaket für Haustiere bringt PetGuard auf den Markt. Zwar liegen keine offiziellen Zahlen vor, doch man geht davon aus, dass rund 30.000 Tieren jährlich entlaufen. Und wohl jeder dieser Tierbesitzer ging davon aus, dass sein Tier immer treu an seiner Seite bliebe. Es sind ganz unterschiedliche Situationen, in denen ein Tier sich erschreckt und dann panisch flüchtet: Personen im Dunkeln, das Klappern der Mülltonnen,

der Moment nach einem schrecklichen Verkehrsunfall oder beim oft ungeliebten Tierarzt. Das PetGuard Schutzpaket bietet Zugang zu einem einzigartigen Netzwerk an Such- und Rettungsorganisationen in Deutschland und Österreich. Über eine 24-Stunden-Hotline der Europ Assistance (Generali Gruppe) werden Tierbesitzer in Not begleitet und professionell beraten. Auch mögliche Suchhundeinsätze werden koordiniert und im Ernstfall von den

Spezialisten der K-9® Tiersuche durchgeführt. Zudem wird durch PetGuard auch die Versorgung der Hunde und Katzen übernommen, sollten Tierbesitzer nicht in der Lage sein, ihr Tier selbst zu versorgen (zum Beispiel bei Unfall, schwerer Krankheit oder Tod). PetGuard übernimmt die Kosten für Unterbringung und Versorgung von bis zu 200 Euro pro Woche. Durch das weitreichende Netzwerk und die sogenannte „PetGuardNotfallakte“ ist gesichert, dass das Tier in beste Hände kommt, bei optimalen Bedingungen, mit dem Lieblingsfutter, der richtigen Medikamentenversorgung und dass es keinesfalls in einem Zwinger leben muss. „Bei diesem neuen Produkt war mir wichtig, ausschließlich Profis mit jahrelanger Erfahrung an Bord zu holen“, meint Jean-Francois Diet, Geschäftsführer der PetGuard GmbH. „Durch das neue Produkt erhält jeder Kunde die beste Leistung zu einem fairen Preis. Die hohen Kosten müssen nicht vom Einzelnen getragen werden. Mit PetGuard zahlen viele nur wenig, statt einer sehr viel.“ Das Projekt kann ausschließlich online unter www.petguard.com abgeschlossen werden, Tippgeber erhalten 10 Prozent Dauerprovision.

VAV Versicherung

Neuer KFZ Tarif

Das Auto ist nach wie vor Transportmittel Nummer 1 für Beruf und Freizeit, der individuellen Mobilität kommt ein immer höherer Stellenwert zu. Dies bestätigen die aktuellen Ergebnisse des VAV Mobilitätsbarometers. Im Schadensfall gut abgesichert zu sein, ist daher umso wichtiger. Der neue KFZ-Tarif punktet mit noch besserem und individuellerem Schutz bei bestem Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch 2018 behält die VAV die Bonusprovision bei. Sie gilt für gut verlaufende Fahrzeuge, sogenannte TOPTYP-Modelle, wenn Anträge elektronisch über VAV PRO oder ein Vergleichsprogramm eingereicht werden. Acht der zehn meist zugelassenen PKW sind TOPTYP-Modelle und ermöglichen so ein ordentliches Einkommensplus mit bis zu 100 Prozent mehr Provision. Neu ist auch die Tarifgestaltung nach Autotypen. „Unser 16 risControl 04/18

Typenklassen-Tarif orientiert sich an mehreren Faktoren, wie zum Beispiel Type und Alter des Fahrzeuges, Alter des Versicherungsnehmers, Jahresfahrleistung, aber auch an der Region. So ermöglicht der TOPTYP-Tarif ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis“, erklärt Mag. Robert Kühberger, Leiter Produktmanagement Privatgeschäft. Der neue Tarif weist auch eine Neuerung beim Bonus-Malus-System für Klein-LKW bis zu einer Nutzlast von 1,5 Tonnen auf. Voraussetzung dafür ist, dass der Klein-LKW im Typenklassenverzeichnis enthalten ist. Dadurch wird eine ideale Preisorientierung gewährleistet, vor allem bei der Verwendung mit Wechselkennzeichen. Weiters wurden die Vollkasko-Prämien für Wohnmobile gesenkt und auf Marktniveau angepasst. Bei Fahrzeugen bis zu einem Alter von einem Jahr gibt es eine Erweiterung des

Mag. Robert Kühberger

Nachlasses - in der Haftpflicht wie auch in der Vollkasko in der Höhe von 10 Prozent. Fahrzeuge bis zu einem Alter von zwei Jahren erhalten in der Haftpflicht einen Abschlag von 5 Prozent. Entfernt wurde der bisherige Zuschlag in der Vollkasko für Fahrzeuge, die älter als drei Jahre sind, und in der Teilkasko für Fahrzeuge, die älter als fünf Jahre sind.


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MARKT

VAV Versicherung

Mobilitätsbarometer

Das Auto bleibt weiterhin das wichtigste Verkehrsmittel für uns Österreicher. 72 Prozent unternehmen mindestens einmal pro Woche eine Autofahrt. Der Diesel verliert seine Favoritenrolle und die Mehrheit ist gegen eine Umstellung auf km-abhängige Abgaben. Interessant ist auch das Ergebnis, dass es eine positive Einstellung für ein europaweites einheitliches Autobahnmautsystem gibt. Das sind einige der Erkenntnisse des Mobilitätsbarometers der VAV Versicherung für 2018. Dipl. oek. Sven Rabe, Vorstandsvorsitzender der VAV: „Das Mobilitätsbarometer zeigt über die Jahre für die Autonutzung sehr stabile Werte. Auch der unterschiedliche Intensitätsgrad der Nutzung durch Stadt- und Landbewohner, Berufstätige und Nichtberufstätige sowie durch niedrige und höhere Einkommensgruppen ist im Langzeitvergleich kaum Schwankungen unterworfen. Das liegt am Zeitbudget, das für Mobilität zur Verfügung steht, und am Angebot alternativer Verkehrsmittel. Das beste Beispiel sind berufstätige Menschen, die in kleineren, vom öffentlichen Verkehr wenig erschlossenen Gemeinden leben, und daher ihre gesamte Lebensorganisation per Auto erledigen.“ Bei der Frage „Für welche Fahrten verwenden Sie ein Auto?“ belegen Einkaufen, Freizeitaktivitäten und sonstige Besorgungen mit 89, 85 und 81 Prozent wie in den Vorjahren in allen Bundesländern sowie in allen Berufs- und Einkommensgruppen die Spitzenplätze. Größere regionale Abweichungen sind lediglich beim Punkt „sonstige Besorgungen“ zu beobachten. Hier verwenden die Wiener zu 74 Prozent das Auto, während in den Bundesländern Oberösterreich und Salzburg der Wert bis zu 87 Prozent steigt. Im Bundesschnitt verwenden 59 Prozent das Auto für Urlaubsreisen und 58 Prozent für Arbeitsplatzfahrten. 16 Prozent der Österreicher chauffieren ihre Kinder in die Schule, wobei dies mit 29 Prozent besonders häufig in Tirol und Vorarlberg geschieht. Bei „Mein Auto ist für mich…“ entscheiden sich 46 Prozent dafür, es als Transportmittel für Freizeit und Beruf zu sehen. Für 30 Prozent ist der Wagen unverzichtbar für Arbeitsplatzfahrten, für 16 Prozent ein reines Freizeitvergnügen und für acht Prozent ein reines Arbeitsmittel. Auffallend ist, dass für eine sehr hohe Quote von 55 18 risControl 04/18

Prozent der Arbeiter das Auto unverzichtbar für Arbeitsplatzfahrten ist. Rabe: „Das Einkommen mag bei Freizeitfahrten eine Rolle spielen. Bei beruflich bedingten Autofahrten ist das offensichtlich nicht der Fall. Wer mit dem Auto fahren muss, der fährt - unabhängig von der Höhe des Haushaltsbudgets.“ Die Chancen anderer Verkehrsmittel fallen gegenüber den Vorjahren leicht höher aus, die höchste Bereitschaft zum gelegentlichen Umstieg ist in den größeren Landeshauptstädten zu beobachten. Wichtig ist den Österreichern ihre unabhängige und individuelle Mobilität. Unabhängigkeit vom öffentlichen Verkehrssystem ist für 45 Prozent sehr wichtig und für 32 Prozent wichtig. Die Bedeutung der individuellen Mobilität wird von allen Bevölkerungsgruppen und unabhängig vom Wohnort sehr hoch eingestuft. Das Ergebnis zeigt klar: Das Auto bleibt weiterhin das wichtigste Verkehrsmittel für uns Österreicher. Beim Antrieb haben sich die Ergebnisse zum Vorjahr verändert - der Dieselantrieb ist hinter den Benzinantrieb gerutscht. Der Hybridantrieb erreicht den dritten Platz. Der Entscheidungsgrund für ein E-Auto liegt nach wie vor in der Reichweite, erst an zweiter Stelle stehen die Anschaffungskosten. Auch ein flächendeckendes Ladenetz ist ein ausschlaggebender Grund für die Entscheidung. Zur Fragen betreffend Steuern und Abgaben lehnen weiterhin 60 Prozent (20:17 67 Prozent) eine Änderung der NoVA und motorbezogenen Versicherungssteuer auf eine

kilometerabhängige Verrechnung ab. Naturgemäß lehnen Vielfahrer diese Veränderung am meisten ab. Interessant ist das Ergebnis zur Autobahnmaut. Wenn schon eine Autobahnmaut bezahlt werden muss, dann sollte doch gleich ein einheitliches System für die gesamte EU geschaffen werden. 24 Prozent sind für so ein System und 36 Prozent stimmten mit eventuell. Wie schon in der Vorjahresbefragung ist auch heuer die überwältigende Mehrheit dafür, dass die von modernen Autos produzierten Daten dem Besitzer des Wagens gehören sollen. Auch beim Thema autonomes Fahren haben sich die Befragungsdaten zwischen 2017 und heuer nicht stark verändert. Der Anteil jener, die autonomes Fahren strikt ablehnen ist mit 42 Prozent nach 46 Prozent rückläufig, aber immer noch sehr hoch. 11 Prozent würden sich von fahrerlosen Autos chauffieren lassen, wenn es diese Möglichkeit gäbe. Befragt wurden die Teilnehmer der Umfrage zum Mobilitätsbarometer auch über das Gefahrenpotenzial im Straßenverkehr. Das höchste gefühlte Gefahrenpotenzial geht nach Meinung der Verkehrsteilnehmer von zu hohen Geschwindigkeiten, Radfahrern, dem Schwerverkehr und motorisierten Zweirädern aus. Im Vergleich zu 2016 haben sich die Ergebnisse in diesem Bereich nur leicht verändert. Haben zum Beispiel im Vorjahr 50 Prozent der Befragten als Gefahrenpotenzial „schlechte Sichtverhältnisse“ angegeben, so sind es heuer nur 48 Prozent.


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Standard Life

Rentenversicherung

Standard Life hat eine Rentenversicherung exklusiv für Österreich auf den Markt gebracht. Die Fondspolizze mit Namen „B-SMART Invest“ soll eine Alternative zu klassischen Lebensversicherungen, Fonds sowie Banksparplänen darstellen. Sie bietet Kunden hohe Flexibilität, eine Berufsunfähigkeitsversicherung, attraktive Fondsauswahl sowie die Vorteile eines ungezillmerten Versicherungstarifs. „BSmart Invest ist eine fondsgebundene, ungezillmerte Rentenversicherung, die eigens für den österreichischen Markt entwickelt wurde. Sie überzeugt durch höchste Flexibilität in Bezug auf Beitragshöhe und Risikoneigung sowie durch eine laufende Vergütung. B-Smart eignet sich sowohl zum Ansparen als auch zur soliden Geldanlage. Für Berater bietet die laufende Vergütung die Möglichkeit sehr individuell auf den Kunden eingehen zu können und vor allem nachhaltige Kundenbeziehungen aufzubauen,“ erklärt Christian Nuschele. Vermittler können ihre Vergütung zwischen 0 und 4,5 Prozent in 0,1 Prozentschritten flexibel mit dem Kunden vereinbaren und damit auf die

jeweilige Beratungssituation reagieren. Bei einer Haltedauer von mindestens 15 Jahren müssen bei dem neuen Produkt die Auszahlungen nicht nachversteuert werden. Darüber hinaus entfällt innerhalb der fondsgebundenen Versicherung die Kapitalertragssteuer von 27,5 Prozent. Kunden profitieren also von den günstigeren Regelungen einer Rentenversicherung. Es besteht auch die Möglichkeit, flexibel monatliche Zuzahlungen (von 1.000 bis zu einer Million Euro) und Entnahmen (zwischen 1.500 und einer Million Euro) vorzunehmen. Zum Vertragsablauf kann frei gewählt werden, ob die Ablaufleistung als monatliche Rente, Einmalzahlung oder als eine Mischung aus beidem erfolgen soll. Unter bestimmten Bedingungen können Teilbeträge bereits nach dem ersten Monat ausgezahlt werden. Kunden können unter knapp 60 Investmentfonds von externen Anbietern sowie der hauseigenen Fondsgesellschaft Aberdeen Standard Investments wählen. Damit bietet Standard Life Zugang zu einem ausgewählten Spektrum an hochwertigen Fonds verschiede-

Christian Nuschele

ner Asset-Klassen und Investmentstile. Einen besonderen Schwerpunkt legt das Unternehmen auf die bewährten Multi-Asset-Lösungen von Aberdeen Standard Investments. Die MyFolio-Fonds bilden eine übergreifende Produkt-Familie mit einer passiv und zwei aktiv gemanagten Varianten. Jede legt breit gestreut an und ist in fünf Risiko-Rendite-Profilen mit unterschiedlicher Performance-Erwartung und Volatilität erhältlich. Das Risikoprofil wird in fünf Stufen über die zulässige erwartete Schwankungsbreite definiert. Kunden können ihre Fondsanteile einmal im Monat kostenlos umschichten und mit jedem fälligen Betrag in einen oder mehrere neu ausgewählte Fonds investieren.

Mercer Österreich

Betriebliche Vorsorge

Mercer Österreich analysiert neben der jährlichen Performance auch die Erträge der heimischen Pensionskassen und Vorsorgekassen über drei, fünf bzw. zehn Jahre. In der jüngsten Mercer-Analyse der Ergebnisse der überbetrieblichen Pensionskassen für den Zeitraum 2015-2017 belegt die APK Pensionskasse dreimal den ersten Platz. Die APK liegt in den durch ihren Aktienanteil definierten Anlagekategorien „konservativ“ (durchschnittliche Jahresrendite 4,50 Prozent), „ausgewogen“ (4,67 Prozent) und „aktiv“ (5,17 Prozent) vorne. Die VBV-Pensionskasse führt das Ranking in der „defensiven“ Kategorie – also jener mit dem geringsten Aktienanteil – mit 3,31 Prozent sowie in der Kategorie „dynamisch“ mit 5,91 Prozent an. Noch etwas besser fallen die Erträge im Fünf-Jahresvergleich 2013-2017 aus. Hier belegen die Allianz Pensionskasse und die VBV-Pensionskasse zweimal den ersten Platz: Die Allianz führt die Kategorien „ausgewogen“

(5,99 Prozent) und „aktiv“ (6,27 Prozent) an, die VBV-Pensionskasse die Kategorien „defensiv“ (3,72 Prozent) und „dynamisch“ (6,57 Prozent). Die beste Performance in der Kategorie „konservativ“ erzielt die APK Pensionskasse mit 4,90 Prozent Jahresrendite. Bei dieser langfristigen Betrachtung ist zu beachten, dass sie auch die schwere Kapitalmarktkrise 2008 beinhaltet. „Mit einem guten Risikomanagement können sich solche Einbrüche auf den Märkten über einen längeren Zeitraum wieder ausgleichen“, erläutert Michaela Plank, Expertin für Betriebliche Altersvorsorge bei Mercer. „Die Performance der besten Pensionskassen ist sowohl kurz- als auch mittel- und langfristig mit über vier Prozent im aktiven Veranlagungsstil mehr als zufriedenstellend.“ In den Ergebniszahlen sind alle anfallenden Kosten inkludiert. Wesentlich weiter verbreitet sind Ansprüche in Vorsorgekassen, die seit 2003 das Kapital

des neuen Abfertigungssystems sowie der Selbstständigenvorsorge investieren. Die acht Anbieter verwalten inzwischen 10,6 Mrd. Euro für 3,37 Mio. Kunden. Aufgrund der gesetzlich vorgesehenen kurzen Mindestbindefrist von drei Jahren wird das Kapital von allen Kassen defensiv angelegt. Trotzdem konnte die Niederösterreichische Vorsorgekasse als bester Anbieter für den Zeitraum 2015-2017 eine Performance von 2,41 Prozent erzielen, gefolgt von der VALIDA (2,24 Prozent) und der VBV (2,04 Prozent). Im Fünf-Jahresschnitt liegt die fair-finance an erster Stelle (2,85 Prozent) vor der BONUS (2,65 Prozent) und der BUAK (2,63 Prozent). Bester Anbieter über zehn Jahre ist die BUAK mit 2,45 Prozent pro Jahr vor der VALIDA (2,35 Prozent) und der NÖVK (2,20 Prozent). Zum Vergleich: Im Durchschnitt erzielten die Vorsorgekassen im Zeitraum 2008-2017 eine Verzinsung von 2,09 Prozent. risControl 04/18 19


MARKT

VIG

Erfolge

Die vorläufigen Zahlen der VIG Group wurden veröffentlicht. Die Prämieneinnahme der Gruppe ist auf 9,4 Mrd. Euro gestiegen. Der Gewinn vor Steuern wurde um 8,8 Prozent auf 443 Mio. Euro erhöht. Die Combined Ratio konnte auf 96,7 Prozent verbessert werden. Der neue Slogan der VIG Group lautet: „Schützen, was zählt“. Prof. Elisabeth Stadler: „Unser Erfolg im Jahr 2017 ist das erfreuliche Resultat einer konsequent verfolgten Geschäftsstrategie. Wir haben als eines der ersten österreichischen Unternehmen nach 1989 den Schritt in den Osten unternommen und das Potential in Zentral- und Osteuropa genutzt. Jetzt, wo allgemein von den großen Chancen gesprochen wird, die sich durch die gute Konjunktur der CEE-Volkswirtschaften ergeben, ernten wir bereits die Früchte unserer langfristig angelegten Strategie. Denn wir kamen in diese Länder, um dort auch zu bleiben. Das heißt, unabhängig von Konjunkturverläufen entsprechend nachhaltig orientiert aufgestellt zu sein. Wir setzen auf lokales Unternehmertum und die Mehrmarkenstrategie. Wir leben diese Vielfalt aus Überzeugung und nutzen sie in unseren Märkten, die immer

Prof. Elisabeth Stadler 20 risControl 04/18

raschere Entscheidungen verlangen. Das gilt besonders für Themen wie die digitale Transformation. Dazu und zu weiteren Initiativen setzen wir im Rahmen unseres strategischen Arbeitsprogramms ‚Agenda 2020‘ seit dem Vorjahr wichtige Maßnahmen. Das macht uns zukunftsfit und bringt uns weiterhin Resultate, die uns als stabilen und verlässlichen Partner auszeichnen.“ Ohne Einmalerläge in der Lebensversicherung weist die VIG ein noch deutlicheres Prämienwachstum von 6,2 Prozent auf. Alle Sparten, mit Ausnahme der Einmalerläge in der Lebensversicherung, verzeichneten ein Wachstum. Besonders stark sind die Gesamtprämien in der Slowakei (+10,6 Prozent), in Ungarn (+10 Prozent), in Bulgarien (+9,8 Prozent), in Polen (+8,2 Prozent) und in der Tschechischen Republik (+4,9 Prozent) gewachsen. Von den Sonstigen CEE-Ländern zeigten vor allem die Länder BosnienHerzegowina (+23,2 Prozent) und Serbien (+12,4 Prozent) 2017 eine dynamische Prämienentwicklung. Insgesamt wurden 2017 bereits 55,1 Prozent der Konzernprämien in CEE-Ländern erwirtschaftet. Den größten Anteil am Prämienvolumen nimmt die Sachversicherung (28,1 Prozent) ein, gefolgt von der Lebensversicherung gegen laufende Prämie (27,4 Prozent), der Kfz-Haftpflicht (14,9 Prozent), der Lebensversicherung gegen Einmalerlag (12 Prozent), der Kfz-Kasko (11,7 Prozent) und der Krankenversicherung (5,9 Prozent). Bei der Krankenversicherung sieht die VIG vor allem im CEE-Raum großes Wachstumspotenzial. Die Prämien in dieser Sparte stiegen 2017 um 9,3 Prozent auf rund 564 Mio. Euro. In CEE konnten um beachtliche 43 Prozent mehr Prämien in der Krankenversicherung eingenommen werden. Der deutliche Zuwachs des Konzerngewinnes ist vor allem auf die gute Entwicklung der Combined Ratio sowie der positiven Entwicklung des versicherungstechnischen Ergebnisses in der Lebensversicherung in der Tschechischen Republik und der Slowakei zurückzuführen. Ein besonders starker Gewinnzuwachs konnte in Polen verzeichnet werden, der unter anderem aus der gelungenen Stabilisierung des Kfz-Versicherungsgeschäfts

resultiert. Insgesamt tragen die Gesellschaften in der CEE-Region bereits rund 57 Prozent zum Gewinn (vor Steuern) bei. Das Finanzergebnis ist leicht rückläufig und liegt um 3,6 Prozent unter dem Vorjahreswert bei 924,3 Mio. Euro. Der Dividendenvorschlag wurde von 80 auf 90 Cent pro Aktie gesteigert. Wie bereits berichtet hat die VIG 2017 mit „VIG Xelerate“ ein digitales Zielbild für die Gruppe entwickelt. Die Holding nimmt dabei eine koordinierende Rolle für die Konzerngesellschaften ein. Im Rahmen von „Genesis“, dem Digitalisierungsprozess innerhalb der Gruppe, hat die polnische Konzerngesellschaft Compensa 2017 den Einsatz von Robotertechnologie und künstlicher Intelligenz zur Automatisierung von Arbeitsabläufen getestet und seit Anfang 2018 vier Routineabläufe automatisiert. Derzeit wird der Nutzen von Telematik im Kfz-Bereich und von Bots zur selbständigen Beantwortung von Kundenanfragen getestet. Agenturen und Endkunden können jetzt ebenfalls in Polen mittels einer App auf einfache Art und Weise Kfz-Versicherungen abschließen. In Österreich bieten die Wiener Städtische Versicherung mit „Smart & Easy“ und die Donau Versicherung mit „Klara“ neue digitale Beratungsprogramme an, die bereits konform mit der Versicherungsvertriebsrichtlinie IDD sind. Das Programm „Klara“ der Donau Versicherung wird seit 1. April 2018 österreichweit in der Beratung eingesetzt und künftig auch von den Compensa-Gesellschaften im Baltikum übernommen. Ausblick Bis 2020 soll der Gewinn vor Steuern die 500 Mio. Euro Marke erreichen. Für die Combined Ratio wird bis 2020 ein Ziel von rund 95 Prozent angestrebt. Die Dividende wird der Ergebnisentwicklung folgen. Auf Grund der positiven Geschäftsentwicklung und den eingeleiteten Maßnahmen der „Agenda 2020“ wird das für 2019 zu erreichende Ziel bereits auf 2018 vorgezogen. Konkret erwartet die VIG für 2018 ein Prämienvolumen von 9,5 Mrd. Euro und einen Gewinn (vor Steuern) im Rahmen von 450 bis 470 Mio. Euro.


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TITELGESCHICHTE

Lebensversicherungs-Vertrieb „neu“ – Leben mit bürokratischen Fesseln Die Versicherungsbranche droht in einer Flut an bürokratischen Regulierungen zu versinken. MIFID II, DSGVO, Geldwäschebestimmungen und IDD verändern plötzlich die Art und Weise der täglichen Arbeit des gesamten Versicherungsvertriebes vom angestellten AußendienstMitarbeiter bis hin zu Versicherungsmakler- und Agenten. Wir haben mit Versicherungsvorständen über Auswirkungen, Maßnahmen und Vertriebsunterstützung gesprochen. Seit Jahresanfang gilt die MIFID II auch für den Versicherungsvertrieb. Dieses „bürokratische Monster“ verschlingt laut Schätzung der auf Asset-Management-Firmen spezialisierten Beratungsfirma Optimas allein bei den 15 führenden Fondsgesellschaften Europas in den kommenden 5 Jahren zur Überwachung und Einhaltung der MIFID II-Regularien im Schnitt 4,5 Mio. EUR p.a.. Die gesamten Implementierungskosten für die Finanzbranche werden sogar auf über 2,5 Mrd. EUR geschätzt. So müssen Fondsanbieter Zielmarktdefinitionen zur Verfügung stellen. Auch müssen sie ständig die Veränderungen des Risikos und somit einen Wechsel der Risikoklasse ihrer Investmentprodukte überprüfen. Vermögensberater und nun auch der Versicherungsvertrieb müssen, sobald Anlageprodukte (z.B. Fonds-LVs) vermittelt werden, eine Deklaration abgeben ob die Dienstleistung unabhängig oder nicht-unabhängig erbracht wird. Vor Vermittlung von Produkten ist eine umfangreiche Darstellung der bei Investitionen in Anlageprodukte anfallenden Kosten zu erstellen und dem Kunden zu übergeben. Und auch die „Nachbearbeitung“ hat es in sich. So sind nachträglich einmal jährlich alle Provisionen offenzulegen und bei Umschichtungen hat eine Kosten/Nutzen Analyse zu erfolgen. Dabei hat aufgrund der niedrigen Zinsen die Kostensensibilität der Anleger ohnehin schon zugenommen. Zum 1.10.2018 soll auch noch die Anwendung der Regeln der EU-Versicherungsvertriebsrichtlinie (Insurance Distribution Directive) IDD erfolgen. Sie hat eine bessere Produktauswahl und mehr Konsumentenschutz zum Ziel und sieht strenge Aus- und Weiterbildungspflichten vor. Ebenfalls gelten 22 risControl 04/18

für den Lebensversicherungsvertrieb nun die Prüfungs- und Meldevorschriften infolge der Umsetzung der 4. Geldwäscherichtlinie, die Kritiker im Prinzip als eine teilweise Auslagerung von Polizeiarbeit an Finanzdienstleister betrachten, wodurch der Berater plötzlich zum Gegenspieler des Kunden werden kann (Pflicht zur Geldwäscheverdachtsmeldung, wenn bestimmte Unstimmigkeiten auffallen). Ein weiterer Meilenstein kostspieliger Bürokratisierung ist die EU-DatenschutzGrundverordnung (DSGVO), die am 25. Mai in Kraft tritt und mehr Dokumentation und drakonische Strafen bei Verstößen vorsieht. Eine systematische Organisation des Datenschutzes und die Pflicht zur Dokumentation aller Schritte und Entscheidungen rund um den Datenschutz sind teuer. Die neuen Regulierungen aus der Sicht der Lebensversicherer Angesichts dieser Regularien, steht der Lebensversicherungsvertrieb vor großen Herausforderungen. risControl fragte in diesem Zusammenhang wo die einzelnen Lebensversicherungen die größte Herausforderung sehen. Die Reaktionen auf diese Regulierungsflut waren dabei teilweise sogar gelassen. Per Saldo konnten einige Befragten manchen qualitätssteigernden Vorschriften durchaus etwas abgewinnen, wie beispielsweise Mag. Josef Adelmann, Vorstandsvorsitzender der ERGO Versicherung AG: „Wir bei der ERGO Versicherung sehen Produkt-, Service- und Beratungsqualität als unsere Stärke. Daher begrüßen wir grundsätzlich alle Initiativen,

die helfen, eine gute und umfassende Versicherungsberatung sicherzustellen – auch wenn diese regulatorischen Erweiterungen meiner Meinung nach teilweise überschießend scheinen“. In die gleiche Kerbe schlägt Kurt Molterer, Vorstandsvorsitzender der NÜRNBERGER Versicherung AG Österreich, der grundsätzlich die vielfach hinter all den Regulierungen stehende Idee, für mehr Transparenz und Aufklärung im Beratungsprozess zu sorgen, begrüßt, jedoch Bedenken bezüglich der teilweisen Komplexität äußert: „Es ist allerdings zu befürchten, dass so mancher Kunden in der Praxis durch die Fülle der Informationen und die teilweise komplexen Inhalte überfordert sein wird. Eine individuelle persönliche Beratung trägt dazu bei, dieses Informationsdefizit trotz Informationsüberflutung zu beseitigen.“ Mit zunehmender Komplexität wächst der Wunsch nach persönlicher Beratung. Produkte wie Alters- und Zukunftsvorsorge, Versicherungen gegen biometrische

Mag. Josef Adelmann, Vorstandsvorsitzender der ERGO Versicherung AG


TITELGESCHICHTE

risControl 04/18 23


TITELGESCHICHTE

Kurt Molterer, Vorstandsvorsitzender der NÜRNBERGER Versicherung AG Österreich

Risiken sind erklärungsbedürftig. Ihr Bedarf wird häufig erst durch Risikosensibilisierung im Rahmen eines persönlichen Beratungsgesprächs geweckt (Stichwort: Vorsorgelücken). Als Praktiker ein differenziertes Bild aktueller Regularien malt Michael Miskarik, Leiter der Österreich-Niederlassung der HDI Leben: „Wir begrüßen grundsätzlich jede gesetzliche Änderung, die Klarheit und eine wie immer geartete Verbesserung für unsere Kunden bringt. Aber nicht jede Neuregelung erfüllt diesen Qualitätsanspruch. Grundsätzlich soll alles dazu dienen, dem Verbraucher Transparenz und eine valide Entscheidungsgrundlage zu bieten. Doch dabei hat man deutlich über das Ziel hinausgeschossen. Bei all den Regularien haben wir es mit einer unfassbaren Fülle von bürokratischen Hürden zu tun, die großteils jenseits jeglicher Praxistauglichkeit liegen und einen enormen Zusatzaufwand – sowohl zeitlich als auch monetär – nach sich ziehen. Dies geht nicht nur zu Lasten der Versicherungswirtschaft, sondern ganz massiv zu Lasten unserer Vertriebspartner sowie deren Kundinnen und Kunden. Letztere sind kaum mehr in der Lage, all diese Informationen zu erfassen. Unsere Aufgabe ist es daher, den Kundenberatungsprozess unserer Vertriebspartner so einfach und verständlich wie möglich zu gestalten und sie durch unsere Serviceleistungen bestmöglich zu unterstützen.“ Werner Panhauser, Vertriebsvorstand Helvetia Österreich konkretisiert die Zusatzaufwendungen wie folgt: „Es besteht zweifellos ein hoher Lernbedarf über alle Ebenen hinweg, zum Beispiel, wenn es darum geht, den Zielmarkt zu bestimmen, laufend zu betreuen und anzupassen. Die DSGVO betrifft nicht nur 24 risControl 04/18

die Versicherer, sondern jeder einzelne Makler braucht sein Konzept zur Datenspeicherung bzw. -löschung. Bei der IDD fällt vor allem die Organisation der 15 Stunden Weiterbildung für einen Großteil aller Mitarbeiter und Partner ins Gewicht, zumal noch unklar ist, welche Ausbildungen im Sinne der Regulierung auch als solche zählen.“ Eine weitere Herausforderung ist die Digitalisierung, die von Versicherungsunternehmen, aber auch Vermittlern hohe Zusatzinvestitionen in Software und Endgeräte erfordert. „Hier ist ein geeigneter branchenweiter Standard zur elektronischen Kommunikation notwendig; auch in der Lebensversicherung zum Beispiel bei einer Intervention zu Gesundheitsfragen“, erläutert Panhauser aktuelle Erfordernisse. Die DONAU-Versicherung hat bereits einige Hausaufgaben gemacht, was Vertriebsvorstand Harald Riener wie folgt beschreibt: „Für die DONAU steht die Unterstützung unserer Vertriebspartner ganz klar im Vordergrund. Nur gemeinsam mit ihnen wird die Umsetzung aller Herausforderungen im Versicherungsvertrieb erfolgreich zu meistern sein. Wir haben uns intensiv mit den klaren Dokumentationspflichten und Informationserfordernissen auseinandergesetzt. Schlank und transparent zugleich haben wir unsere Prozesse gestaltet und entsprechen damit den Regelungen der IDD und des DSVGO für die umfassende Beratung. Diese intensiven Vorarbeiten und die IT-seitige Abbildung war sicher eine der größeren Herausforderungen für den gesamten Vertriebsprozess, nicht nur für die Lebensversicherung. Die DONAU ist mit allen Umsetzungsschritten im Zeitplan und für die Erfordernisse be-

Michael Miskarik, Leiter der ÖsterreichNiederlassung der HDI Leben

reit. Die Umsetzung ist zwar herausfordernd, durch manche Vorgaben wächst allerdings die Bedeutung der Beratungsqualität und die persönliche Beratung rückt in den Vordergrund - in puncto Kundenorientierung eine positive Entwicklung“. Eine optimistische Sichtweise zeigt indessen Arno Schuchter, Vorstand für Vertrieb und Marketing der Generali Versicherung AG: „Die Generali Versicherung sieht sowohl die neuen gesetzlichen Anforderungen als auch die fortschreitende Digitalisierung nicht nur als Herausforderung, sondern auch als Chance für das Unternehmen und unsere Partner im Unabhängigen Vertrieb. Die Erfüllung der Kundenbedürfnisse steht dabei bei der Generali im Mittelpunkt. Durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen werden einzelne Schritte zwar stärker strukturiert, die ergänzende Dokumentation dient aber auch der Erhöhung der Rechtssicherheit aus den Beratungsgesprächen für unsere Partner.“ Zusatzaufwendungen risControl wollte es genau wissen und fragte nach dem Zusatzaufwand für Berater und Kunden infolge der neuen Regulierungen 2018. Die Reaktionen darauf waren unterschiedlich. Manche Institute sehen per Saldo wenig nennenswerte Zusatzaufwendungen, da die Beratung bei Lebensversicherungen schon immer aufwendig war, andere hingegen nannten konkrete zusätzliche Arbeitsschritte. Wenig Veränderung soll es beispielsweise laut ERGO geben, deren Vorstandsvorsitzender Adelmann wie folgt argumentiert: „Ich bin der Meinung, dass umfassende, zielgerichtete Beratung zeitlich immer aufwendig war und auch weiterhin sein wird. Ich bin aber auch der Meinung, dass diese Beratungsleistung auch ordentlich honoriert werden muss, sonst wird sie nicht in der gewünschten Qualität stattfinden können“. Wenig Zusatzaufwand im Beratungsgespräch sieht DONAU Vertriebsvorstand Riener: „Gerade bei fondsgebundenen Lebensversicherungen wurden auch bisher schon Kenntnisse und Erfahrungen im Rahmen des Anlegerprofils abgefragt, die Angaben rasch elektronisch erfasst und die Angemessenheit automatisch geprüft. Durch IDD wird der Prozess nur etwas erweitert und auch auf andere kapitalbildende Lebensversicherungsprodukte angewendet.


TITELGESCHICHTE

Im Beratungsgespräch mit dem Kunden wird sich das nicht intensiv auswirken“. Mit Maßnahmen zur Arbeitserleichterung ihres Makler-Vertriebs wirkt die Generali der Bürokratisierung entgegen. Dazu GeneraliVorstand, Arno Schuchter: „Es ist der Generali ein großes Anliegen, ihre Makler-Partner administrativ zu entlasten sowie effektive IT-Lösungen anzubieten. Die permanente Prozess- und Serviceoptimierung in der gesamten Servicekette stehen im Fokus. Mit gut ausgebildeten und engagierten Maklerbetreuungsteams hält die Generali an ihrer Linie mit regionalen, kompetenten Ansprechpartnern für den Unabhängigen Vertrieb fest. Mit diesem Anspruch und der persönlichen Betreuung der Makler versucht die Generali, den Zusatzaufwand möglichst gering zu halten“. Konkretere Zahlen und Fakten nannte Helvetia (Österreich) Vertriebsvorstand Panhauser: „Der zusätzliche Aufwand ist schwer zu beziffern und sicherlich von Fall zu Fall unterschiedlich. Wir schätzen aber, dass der Mehraufwand für Schulungen bei ca. 50 Prozent liegt. Beim Antrag und in der Vorbereitung rechnen wir mit je 10 Minuten zusätzlichem Aufwand, auch die Beratung wird umfangreicher und durchschnittlich um 10 Minuten länger dauern. Zusätzlich gehen wir davon aus, dass ein Offertantrag zukünftig im Schnitt rund vier Seiten länger sein wird. Klare Worte kommen auch von Kurt Molterer, Vorstandsvorsitzender Nürnberger (Österreich): „Dass es zu einem Mehraufwand für den Berater kommen wird, weil mehr dokumentiert werden muss, ist offensichtlich. Die Kundengespräche werden daher länger dauern als bisher. Kundenseitig können u.U. mehr Unterschriften erforderlich sein, und der Kunde wird mit (noch) mehr Papier konfrontiert werden. Eine Quantifizierung des Mehraufwandes ist allerdings schwierig, denn einiges von dem, was gemäß IDD gefordert ist, wird von den Beratern auch heute schon gelebt, nur zum Teil nicht in systematischer Weise bzw. teilweise ohne Dokumentation“. Auf einen schwer einschätzbaren Aufwand aufgrund der individuellen Beratung weist HDI Leben-Österreich-NiederlassungsLeiter Miskarik hin: „Es gibt Kunden, die sich bereits vorab informiert haben und eine sehr klare Vorstellung davon haben, was sie benötigen. Andere wiederum erarbeiten ihre individuelle Bedarfssituation gemeinsam mit

Werner Panhauser, Vertriebsvorstand Helvetia Österreich

dem Berater und lassen sich umfassend über die verschiedenen Möglichkeiten informieren. Zudem hängt es auch von der Persönlichkeit des Beraters ab, wie ein Beratungsgespräch geführt wird und in welcher Form die zusätzlichen Dokumentationserfordernisse umgesetzt werden. HDI Leben bietet ihren Vertriebspartnern hier umfangreiche digitale Services an. Eventuelle Auswirkungen auf Produktpalette und ungebundenen Vertrieb? Die Angst vor einem Kahlschlag der Anlageproduktpalette und Fokussierung des externen Vertriebs auf wenige Finanzdienstleister oder Maklerpools ist groß. Doch was geschieht wirklich? Die Antworten der Befragten lassen aufatmen: Beispielsweise kommt von DONAU Vertriebsvorstand Harald Riener ein Bekenntnis zu Produktvielfalt: „Die DONAU Brokerline ist einer der ganz wenigen Versicherer, die weiterhin und nachhaltig das umfassende Portfolio anbieten – von der klassischen bis zur Fondsgebundenen Lebensversicherung ist alles dabei, darunter auch der sehr beliebte Smart Garant, der die Sicherheit der klassischen Lebensversicherung mit den Ertragschancen der Aktienmärkte vereint. Durch unser Produktportfolio stellen wir sicher, dass umfassend, bedarfsgerecht beraten werden kann und das richtige Produkt für den Kunden dabei ist. Dadurch sind wir ein optimaler Partner für unsere Makler. Zukünftig wird es mehr Unterstützung und verstärkte Kommunikation zu unseren Beratern brauchen. Zum Beispiel müssen

Informationsblätter wie IPIDs, LIPIDs und KIDs oder auch erweiterte Produktinformationen für Vertreiber zeitgerecht zur Verfügung gestellt und erklärt werden.“ Innovativ zeigt sich Michael Miskarik von der HDI Leben: „Wir werden unseren Kunden auch in Zukunft LEBENSWERTE Vorsorgelösungen anbieten, die zu ihren individuellen Bedürfnissen passen. In der Produktentwicklung liegt der Fokus auf intelligenten Funktionalitäten mit attraktiven Ertragspotenzialen. Dazu gehören zum Beispiel individuell anpassbare Garantieleistungen, automatisiertes Rebalancing der Veranlagungen sowie ein Angebot vielfach ausgezeichneter Biometrieleistungen. Darüber hinaus steht unseren Kunden in der FLV eine breite Auswahl an erstklassigen Investmentfonds mit nachhaltiger Ausrichtung zu Verfügung“. Unterstützung bekommt der HDI-Vertrieb durch exklusive Aus- und Weiterbildungsprogramme für interessierte Qualitätsvermittler. „Das Leistungsspektrum erstreckt sich dabei von Schulungen betreffend Regularien über Produkt- und Fachausbildungen bis hin zu Sozialversicherungswissen und Beratungsgesprächsführung“, erklärt Miskarik. Auf größere Marktpotenziale setzt auch die ERGO, deren Vorstandsvorsitzender Adelmann dies wie folgt skizziert: „Die unmittelbaren Auswirkungen dieser Regulierungen auf die Produktpalette von ERGO schätze ich eher gering ein. Unser Ansatz ist, mit einem sehr flexiblen Produkt mehrere Zielmärkte zu bedienen. Der Vorteil für Kunden und Vertriebspartner liegt auf der Hand: Bei veränderten Bedarfssituationen unserer Kunden kann das Produkt ohne Mehrkosten angepasst werden. Vertriebspartner müssen nur ein Produkt

Harald Riener, Vertriebsvorstand der DONAU-Versicherung risControl 04/18 25


TITELGESCHICHTE

handhaben können“. Keinerlei Änderungen der Produktpalette sieht Generali-Vorstand Schuchter: „Die umfangreiche Produktpalette der Generali im Bereich der Lebensversicherung bleibt weiterhin bestehen. Alle Produkte und Produktinformationen wurden den entsprechenden gesetzlichen Vorgaben angepasst und stehen allen Partnern im Unabhängigen Vertrieb uneingeschränkt zur Verfügung.“ Klar für persönliche Beratung sprechen sich Helvetia und Nürnberger aus. Dazu Helvetia (Österreich) Vertriebsvorstand Panhauser: „Helvetia setzt auf Unterstützung vor Ort mit Finanzdienstleister-Spezialisten, fachlichem Coaching und einer guten Beratungs-IT. Wir haben eine der breitesten Fondspaletten und planen auch weitere Investitionen, um den Beratern eine möglichst große Range an Möglichkeiten offen zu halten.“ Und Nürnberger (Österreich)-Chef Molterer ergänzt: „Es ist außer Frage, dass die Regulatorien die Beratung aufwendiger machen werden. Das muss aber für den Berater nicht zwangsläufig ein Problem darstellen. Vielmehr sollte er dem Kunden mit seiner Expertise eine umfassende Beratung bieten. Denn die neuen Rahmenbedingungen ändern ja nichts an der Tatsache, dass es am Markt ein großes Potenzial für die Vorsorge und Risikoabsicherung gibt. Denken wir nur an den Bereich Pflege. Wir sehen also im neuen Beratungsumfeld durchaus Chancen für qualifizierte und kompetente Berater.“ Maßnahmen der Versicherer Die konkreten Maßnahmen erstrecken sich von der Weiterbildung, Produktpalette, Vertriebsunterstützung bis hin zu IT-Investitionen. Die HDI Leben setzt dabei auf einen entsprechenden Außenauftritt und bedarfsorientierte Produkte, was Miskarik wie folgt erklärt: „Unser Haus stellt sich diesen Herausforderungen mit dem neu entwickelten Unternehmensführungsprogramm „HDI LEBEN macht das LEBEN lebenswert“, das sowohl den Außenauftritt als auch unser Produkt- und Serviceangebot definiert. Hohe Präsenz und exzellenter Service gestalten jeden Kontaktpunkt zu HDI LEBEN für Vermittler und Verbraucher LEBENSWERT. Das Produktangebot erfährt eine klare Bedarfsorientierung: ARBEITSWERTsicherung mit Fokus auf Berufs- und Erwerbsunfähigkeitvorsorge, 26 risControl 04/18

Arno Schuchter, Vorstand für Vertrieb und Marketing der Generali Versicherung AG

ZEITWERTsicherung mit Fokus auf die Absicherung der finanziellen Zukunft und gegebenen Falles der Ergänzung einer PflegeBasisvorsorge, SOZIALWERTsicherung mit dem Fokus auf betriebliche Altersvorsorge sowie E ­ XISTENZWERTsicherung mit Fokus auf die Absicherung Hinterbliebener.“ Weiterbildung ist bei der ERGO angesagt. Dazu Adelmann: „Aktuell bereiten wir unsere Mitarbeiter mit einem entsprechenden Weiterbildungsangebot darauf vor. So haben wir beispielsweise eine „Train the Trainer“Ausbildung gestartet. Grundsätzlich sorgt das Frontend-System, das wir den Vertriebspartnern zur Verfügung stellen, dafür, dass der Beratungsprozess korrekt und gesetzeskonform durchführt werden kann“. Unterstützung der Vertriebspartner sieht die DONAU als Schwerpunkt. Dazu Riener: „Die DONAU sieht es als eine wesentliche Aufgabe, unsere Vertriebspartner in allen Fragen so gut wie möglich bei den Vorbereitungen zu unterstützen. Dazu zählt für uns die optimale Gestaltung der Prozesse ebenso, wie die Abbildung aller Information- und Dokumentationserfordernisse durch die IT und die Bereitstellung aller notwendigen Informationen und Beilagen zusätzlich zu den herkömmlichen Angebotsund Antragsunterlagen“. Digitalisierte Beratungsunterstützung ist indessen das Schlagwort der Generali, was Schuchter wie folgt beschreibt: „Die Digitalisierung ist ein wichtiger Schritt zur Unterstützung in den Beratungsgesprächen. Der Einsatz neuer Technologien gewährleistet eine gesetzeskonforme und vollständig dokumentierte Übergabe aller vorgeschriebenen Unterlagen an den Kunden, insbesondere

jener Informationen, die vor Vertragsabschluss ausgehändigt werden müssen. Die elektronische Unterfertigung der Dokumente und die Nutzung des Generali Kundenportals beschleunigen und vereinfachen die Prozesse signifikant. Sie bringen einen deutlichen Mehrwert für die Kunden und Vertriebspartner und steigern deren Zufriedenheit“. Ähnlich agiert auch die Nürnberger: „Wir unterstützen unsere Vertriebspartner im Rahmen unserer Beratungs- und Vertriebstechnologie. Dort wo es im Beratungsprozess sinnvoll ist, bieten wir Beratungstools, wie Lückenrechner, die der Berater im Kundengespräch einsetzt, an. Dort wo dies nicht notwendig ist, versuchen wir Prozesse zu digitalisieren, zum Beispiel in der Überleitung von Antragsdaten zur Polizzierung“, erklärt Molterer. Und die Helvetia verfolgt einen innovativen Ansatz, den Panhauser wie folgt skizziert: „Um bestmöglich aufgestellt zu sein, haben wir neue e-Learning-Initiativen und diverse Ausbildungszyklen eingeführt – sowohl für unsere angestellten Berater, als auch für weitere Vertriebswege wie Agenturen und unabhängige Vertriebspartner. Innovation und Technologie – sei es im Online-Vertrieb oder zur Unterstützung der Vermittler – spielen in der Strategie von Helvetia eine wichtige Rolle. Wir beziehen unsere Vermittler aktiv in die Weiterentwicklung unserer Angebote ein und wollen von ihren Erfahrungswerten profitieren“. Umsetzung der neuen Richtlinien im Online Vertrieb risControl fragte die Versicherungen, wie sie die zahlreichen neuen gesetzlichen Vorgaben im Online Vertrieb umsetzen oder ob der herkömmliche Vertreter oder Makler nun an Bedeutung gewinnt. Differenziert betrachtet dies ERGO-Chef Adelmann: „Grundsätzlich ist auch der OnlineVertrieb geeignet, durch zeitgemäße Gestaltung des Abschlussprozesses den Kunden zum richtigen Zeitpunkt nachweislich mit allen rechtlich geforderten Informationen zu versorgen und die Maßnahmen zu setzen, die im Rahmen eines Verkaufsprozesses rechtlich notwendig sind. Die Weiterentwicklung der technischen Möglichkeiten (z. B. digitale Signatur, Online-Kommunikation) wird die schon


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jetzt existierenden Prozesse weiter vereinfachen und abrunden. Darüber hinaus geben wir den Kunden in unseren OnlineAbschlussstrecken jederzeit die Möglichkeit, persönliche Unterstützung (Telefon, Beratungsgespräch) anzufordern“. Trotzdem bleibt persönliche Beratung nach wie vor ein wichtiger Punkt: „Bei Produkten mit viel Beratungsbedarf hinsichtlich individueller Bedarfssituation und bei komplexen Produktlösungen wird eine qualifizierte, persönliche Beratung allerdings nie gänzlich durch einen Online-Prozess zu ersetzen sein“, erklärt Adelmann. Ähnliches gilt auch bei der Nürnberger. Dazu Molterer: „Hier muss man unterscheiden: bei wenig erklärungsbedürftigen Produkten, wie unseren Ausschnittsdeckungstarifen, die ausschließlich online abgeschlossen werden können, funktioniert der Online-Vertrieb sehr gut. In der langfristigen Zukunfts- und Altersvorsorge ist aber aus unserer Sicht die persönliche Beratung unumgänglich.“ Die Generali verfolgt indessen den Grundsatz, Digitalisierung bestmöglich mit persönlicher Beratung zu vernetzen. „Der weitaus überwiegende Teil der Kunden wünscht einen persönlichen Ansprechpartner. Gleichzeitig sind wir dazu angehalten, die Prozesse dahinter möglichst digital zu gestalten, um für die Beratung wieder mehr Zeit zu gewinnen. Gerade bei komplexeren Lösungen ist nach unseren Erfahrungen die Expertise unserer Partner ein wesentlicher Aspekt“, erklärt Schuchter. Trotz Offenheit für Robotik nach wie vor bleibt die persönliche Beratung Stoßrichtung der Helvetia, was Panhauser wie folgt skizziert: „In der Lebensversicherung nutzen wir in Österreich keinen Online-Vertrieb und planen diesen Vertriebsweg auch nicht – bei diesem doch erklärungsbedürftigen Produkt und den sehr individuellen Lebensplanungen und Ansprüchen unserer Kunden setzen wir hier auf persönliche Beratung; und fahren damit mehr als gut. Wir halten unsere Augen aber immer offen, was Robotik- und Online-Lösungen betrifft, da sie insbesondere außerhalb der Geschäftszeiten neue Möglichkeiten und Chancen eröffnen – für Kunden, wie auch Berater“. Und dann bricht Panhauser noch eine Lanze für gute Berater aller Art: „Jener Berater, der sich bildet, digital mithilfe des Versicherungsunternehmens gut aufstellt ist, der weiterhin oft zum Kunden fährt und echte Beratung im Verkauf umsetzt ist nach wie vor unverzichtbar – egal welcher Gewerbeschein, egal ob selbständig oder angestellt“. Ebenfalls ganz klar zur persönlichen Beratung bekennen sich DONAU und HDI Leben, deren Österreich-NiederlassungsLeiter Miskarik folgendes Statement abgibt: „Als HDI LEBEN geben wir ein ganz klares Bekenntnis zu unabhängigen Qualitätsvermittlern ab und arbeiten ausschließlich mit solchen. Dies wird sich auch in der Zukunft in Österreich nicht ändern“. Und DONAU Vertriebsvorstand Riener argumentiert: „Die DONAU setzt auf persönliche, individuelle Beratung. Gerade wenn es um eine Lebensversicherung geht, ist ein persönliches Gespräch das Um und Auf um dem Kunden das passende Produkt zu empfehlen und richtig versichern zu können. Es gibt bei uns deshalb keine beratungsfreien „Selbstbedienungs-Produkte“ für den Online-Abschluss. Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit unseren Vertriebspartnern bestätigt diese Strategie“.

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INTERVIEW | HELVETIA VERSICHERUNG

Erfolgreiches Unternehmen mit Freiraum Alexander Neubauer, Leiter des Partnervertriebes Österreich bei der Helvetia Versicherung, zieht ein positives Resümee über das Jahr 2017 und gibt einen Überblick über das heurige Jahr, die Schwerpunkte und was Spaß macht am Beruf. Die Bilanz der Helvetia Österreich zeigt das 2017 ein hervorragendes Geschäftsjahr für das Unternehmen war. Wie zufrieden ist der Leiter des Partnervertriebes Alexander Neubauer?

wollen die Betreuung vor Ort auch weiter mit Entscheidungskompetenzen unterstützen. Der Start in das neue Geschäftsjahr war auch schon sehr vielversprechend.

Neubauer: Sehr zufrieden, das Jahr 2017 war ein sehr erfolgreiches Vertriebsjahr für uns. Im Nicht Lebensbereich mit einem Wachstum von fast vier Prozent und auch in der Lebensversicherung konnten wir weit über den Markt zulegen. Auch bei den Vertriebspartnerschaften konnten wir stark wachsen, wir arbeiten im Moment ungefähr mit 1.300 Partnern zusammen und sind absolut zufrieden. Die Feedbacks vom Markt bestätigen, dass wir gut aufgestellt sind, und spornen uns an auf unserem Weg weiterzugehen. Das Unternehmen hat eine klare Strategie: Wir sind regional und wir bleiben regional. Zentralisiert wurden einige Prozesse, die Betreuung durch unsere Vertriebspartner Coaches und Vertriebspartnerservice bleibt aber weiterhin regional. Wir

Im vergangenen Geschäftsjahr hat die Helvetia Österreich etwas Besonderes im Konzern erreicht?

halb des Helvetia-Konzerns (also sprich alles außerhalb der Schweiz) konnte Österreich die beste CR im letzten Jahr erwirtschaften – auf das sind wir sehr stolz.

Es gibt innerhalb des Helvetia-Konzerns ein Benchmarking der Gesellschaften untereinander und im Gegensatz zu manch anderen Sportarten kann man sagen: In diesem Fall ist Österreich Europameister geworden.

Neubauer: Wie jedes Unternehmen haben wir eine klare Zielsetzung zu Ertrag und Kosten, das Ziel in der Combined Ratio. Es gibt innerhalb des Helvetia-Konzerns ein Benchmarking der Gesellschaften untereinander und im Gegensatz zu manch anderen Sportarten kann man sagen: In diesem Fall ist Österreich Europameister geworden. Inner-

Was hat der Maklervertrieb für eine Bedeutung für die Helvetia? Oder der unabhängige Vertrieb?

Neubauer: Der unabhängige Vertrieb hat eine große Bedeutung. Die Helvetia baut setzt auf eine Multichannel-Strategie: Auf dem eigenen Exklusivvertrieb, dem Agenturvertrieb und dem Maklervertrieb. Es gibt keinen dominanten Vertriebsweg, alle drei Vertriebswege entwickeln sich hervorragend, mit unterschiedlicher Neugeschäftsgewichtung. Zum Beispiel hat der Maklervertrieb knapp 50 Prozent vom Neugeschäft in der Lebensversicherung. Ich dachte, Makler verkaufen keine Lebensversicherung? Neubauer: Bei uns ist das nicht so. Wir haben mit unserer CleVesto Familie und der CleVesto Produktpalette eine ausgereifte Produktpalette. Von Maklerpartnern bekommen wir sehr oft gespiegelt, dass die Kunden die Flexibilität und Transparenz sehr schätzen und das Produktangebot sehr gut angenommen wird. Das zeigt sich auch wie vorhin erwähnt am Neugeschäft: rund die Hälfte des Neugeschäfts in der Lebensversicherung der Helvetia macht der Maklervertrieb. Unsere Produktpalette ist einerseits für Vermittler die weniger oft Lebensversicherungen verkaufen interessant als auch für Berater, deren Schwerpunkt Veranlagung und Investment ist.

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HELVETIA VERSICHERUNG | INTERVIEW

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INTERVIEW | HELVETIA VERSICHERUNG

Wir bieten mit unserer Fondpalette von 180 Fonds ein breites individuelles Veranlagungsspektrum an. Und die gemanagten Portfolios Main Lane und Speed Lane erwirtschafteten seit dem 1.1.2012 eine durchschnittliche Performance p.A. von rund 8%. Vor vier Jahren hat die Helvetia die Basler Versicherung übernommen. Damals hat es die Thematik mit zwei verschiedenen Programmen am Markt gegeben. Wie geht es dieser Situation? Was hat sich da verändert und was wird sich heuer verändern? Neubauer: Das heurige Jahr ist in Sachen Migration ein sehr Wichtiges für uns. Der gesamte Non-Life Bestand der Basler wird im Zuge der Migration im ersten Halbjahr in das Helvetia System übertragen. Der eigentliche technische Übertrag geschieht innerhalb weniger Tage dann sind alle Bestands-, Vertrags und Schaden-Daten in einem System abrufbar und für alle Mitarbeiter ersichtlich. Unsere Vertriebspartner sollten von diesem Schritt an und für sich wenig merken, die Servicierung der Bestände wird dadurch aber bedeutend einfacher.

weiterhin bestmöglicher Partner für unsere betriebe werden wir die Deckungssummen Vertriebspartner sein. Zusätzlich soll unser aufstocken. Partnerweb, das mittlerweile von über 2000 Usern regelmäßig Die Vertriebspartnercoaches bei der Wie wird das der verwendet wird und Helvetia müssen alle den VersicherungsVe r t r i e b s p a r t n e r Unser Bekenntnis lautet: über welches mehr maklerlehrgang machen. Ausbildung und draußen bemerken? Wenn wir Makler betreuen, als 60 % aller Nicht Weiterbildung, wie steht die Helvetia zu Was wird sich für den müssen wir verstehen, was für Lebensanträge-An- dem Thema? verändern? träge elektronisch Rechte und Pflichten Makler übermittelt werden, Neubauer: Unser Bekenntnis lautet: Wenn Neubauer: Wie gehaben. weiter verbessert wir Makler betreuen, müssen wir verstehen, sagt, wir gehen davon werden. Eine sta- was für Rechte und Pflichten Makler haben. aus, dass unsere Vertriebspartner diesen Schritt nicht merken bile und unterstützende Weblösung ist für Das heißt, im Partnervertrieb haben nicht werden. Wir haben die gesamte Vorbereitung uns ein wichtiges Servicetool für unsere Ver- nur Vertriebspartner-Coaches (Betreuer), der Migration so konzeptioniert, dass sie tech- triebspartner. Im Firmenkundenbereich pla- sondern auch Innendienstmitarbeiter den Maklerlehrgang abnisch abgewickelt aber nach außen hin nicht nen wir offensiver in solviert. Letztes Jahr wahrgenommen wird. Vertragsänderungen den Markt zu gehen. Mit unseren regionalen hat eine Innendienstoder Konvertierungen werden danach aber Dort wollen wir uns Dienstleistungszentren, Mitarbeiterin aus deutlich stärker aufdeutlich einfacher sind. sprich: den Standorten Niederösterreich die stellen. Der Helvetia Maklerprüfung sogar Was wird es denn heuer für Schwerpunkte Best Business wird des Partnervertriebs, den mit Auszeichnung mit einigen interesgeben? Vertriebspartnercoaches bestanden – da sind sant Deckungserweiund unser Mitarbeiter im wir auch sehr stolz Neubauer: Wir planen den klaren Zugang zur terungen und auch Vertriebspartnerservice darauf. Das Interesse Regionalität weiter aufrecht zu erhalten. Mit Zeichnungskapaziwollen wir weiterhin ist groß, mittlerweiunseren regionalen Dienstleistungszentren, täten neu relauncht. le haben schon fast sprich: den Standorten des Partnervertriebs, Für den Bereich bestmöglicher Partner für alle Mitarbeiter im den Vertriebspartnercoaches und unser Mit- Klein- und Mittelunsere Vertriebspartner sein. Partnervertrieb den arbeiter im Vertriebspartnerservice wollen wir 30 risControl 04/18


HELVETIA VERSICHERUNG | INTERVIEW

Maklerlehrgang absolviert und einige sind davon auch zur Prüfung angetreten. Das war für uns ein ganz wichtiger Schritt. Unseren Vertriebspartner bieten wir seit einigen Jahren fachliche Unterstützung im Bereich Veranlagung und Vorsorge an - die Investmenttage. Die akkreditierten Veranstaltungen finden zwischen sechs und achtmal im Jahr in Österreich statt. Zusätzlich gibt es seit dem Vorjahr die Helvetia- Gewerbeakademie, wir wollen gemeinsam mit Experten mit dieser Fortbildung unsere Partner im Bereich Immobilienschutz, Betriebsschutz und Landwirtschaft stärken. Kommt das gut an, wenn mein vis-à-vis in der Helvetia auf Augenhöhe mit mir sprechen kann, weil er die Maklerausbildung ebenfalls absolviert hat? Neubauer: Nun, eine Möglichkeit, dass zu messen sind unter anderem die ServiceAwards, die in der österreichischen Finanzbranche vergeben werden und ob die Vermittler dort positiv ihr Erlebtes mit Helvetia bewerten. Auf der anderen Seite spüre ich deutlich – und wir haben dazu oft positive Resonanzen vom Markt - dass einfach das Verständnis der eigenen Mitarbeiter für die Wünsche und Bedürfnisse der Vertriebspartner noch stärker ausgeprägt ist. Man versteht einander einfach besser. Das Reden auf Augenhöhe ich ist uns meiner Meinung nach gelungen.

in der Branche noch nicht so bekannt ist, Und wie sieht es privat aus? dennoch aber im deutschsprachigen Raum große Hallen füllt. Heuer soll das Thema Spaß Neubauer: Mein großer Ausgleich ist die und Humor im Leben die Botschaft sein und Familie, die macht mir auch eine Riesenfreude. wir sind zuversichtlich, dass uns das gelingen Ob es meine zehnjährige Tochter ist oder mein zweijähriger Sohn wird. Im letzten Jahr oder meine Partnerin, hatten wir wieder eiZusätzlich gibt es seit die letztendlich auch nen Besucherrekord dem Vorjahr die Helvetiaakzeptiert, was ich von über 600 Teilalles mache, wie oft nehmer. Die TermiGewerbeakademie, wir ich reise, wie oft ich ne stehen schon, die wollen gemeinsam mit eben nicht zu Hause Vorbereitung haben Experten mit dieser bin und die auch die schon vor langem Fortbildung unsere Partner Festung zu Hause begonnen - unsere im Bereich Immobilienschutz, hält. Das ist mit zwei Herausforder ung Kindern, die sehr lebes jedes Jahr immer Betriebsschutz und haft sind nicht immer noch ein besser zu Landwirtschaft stärken. einfach, mit Planung machen als das Jahr und Spaß geht es davor. Letztes Jahr war es mit Armin Assinger sportlich unter- manchmal einfach besser. Meine Familie wegs heuer geht es um eben mehr um den bedeutet große Lebensfreude für mich. Humor im Leben. Wir danken für das Gespräch. Spaß an der Arbeit ist ein gutes Stichwort. Hat der Chef des unabhängigen Vertriebes noch Spaß an seiner Arbeit?

Neubauer: Würden Sie das Interview jetzt filmen, würde man mich lächeln sehen. Ja, natürlich – jeden Tag. Wir lachen auch sehr viel Spaß in der Firma, vielleicht ist es auch so: Wir arbeiten an den täglichen Herausforderungen mit der notwendigen Professionalität, Zeit für Spaß und Humor als Ausgleich nehmen wir uns aber auch. Dazu gehört auch, dass Wie jedes Jahr wird es auch heuer den man sich manchmal selber auch nicht allzu traditionellen Partnercercle geben. Können ernst nimmt. Ich glaube, dass jeder Mensch eine gewisse Lebenssie uns schon etwas balance, einen Ausdarüber verraten? Wir lachen auch sehr gleich braucht. Nicht viel Spaß in der Firma, immer ist das Leben Neubauer: Ja, es vielleicht ist es auch so: Wir einfach – aber es gibt wird heuer wieder mehr Dinge die eihumorvoll. Wir haarbeiten an den täglichen nem Freude bereiten. ben immer versucht, Herausforderungen mit der Man muss aber auch einen spannenden notwendigen Professionalität, ehrlicherweise sagen, Mix aus Sport, WirtZeit für Spaß und Humor als in der Helvetia hat schaft, Gesundheit, Ausgleich nehmen wir uns man seinen Freiraum Humor und Geschäft dazu. Die Kultur der zu finden und waren aber auch. Helvetia lässt das zu auch die letzten Jahund deswegen kann re immer wieder mit Experten aus diesen Themenbereichen unter- man hier die Dinge auch entwickeln, das wegs. Heuer werden wir mit jemanden bei den zeichnet uns auch aus. Deswegen machts Partnercercles sein, dessen Namen vielleicht auch eine riesige Freude.

Für Alexander Neubauer ist seine Familie ein großer Ausgleich. risControl 04/18 31


VERANSTALTUNG

OVB Österreich

Führungskreistagung

600 Finanzvermittler und Führungskräfte aus ganz Österreich hatten sich Ende Februar zur FKT ins Design Center nach Linz aufgemacht. Begleitet wurde die FKT von einer Partnermesse mit mehr als 20 Produktpartnern, bei der Neuheiten vorgestellt wurden und sich die Teilnehmer austauschten. Mit einem Rückblick auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 gaben Geschäftsführer Markus Spellmeyer und Margit Eidenhammer morgens den Startschuss zu einer erfolgreichen Veranstaltung. OVB CEO Mario Freis berichtete über die in Umsetzung befindliche OVB-Strategie „OVB Evolution 2022“, die es nun konsequent und erfolgreich umzusetzen gelte. Jürgen Kotulla, Bereichsvorstand Marketing der OVB Holding AG, stellte das neue Corporate Design des Unternehmens vor und erläuterte, wie sich die OVB künftig als moderne Marke besonders für ihre jungen Zielgruppen präsentieren wird. Am Nachmittag standen neben einem Ausblick auf 2018 mit seinen zahlreichen Aktivitäten auch eine Reihe von Beförderungen und Ehrungen auf dem Programm. Der

Mario Freis 32 risControl 04/18

Vortrag von LD David Kössldorfer hatte das enorm wichtige Thema Recruiting zum Inhalt. OBV-Systemmanager Dirk Stadtmüller stellte

OVB EASY vor. Mit Abendessen und Party klang die für alle Teilnehmer motivierende Veranstaltung am späten Abend aus.

Margit Eidenhammer und Markus Spellmeyer


VERANSTALTUNG

Niederösterreichische Versicherung

Maklerempfang

Zu Frühlingsanfang veranstaltete die Niederösterreichische Versicherung wieder ihren traditionellen Maklerempfang. Information, Kunst und Netzwerken standen wie jedes Jahr am Programm. Vorstandsdirektor Mag. Bernhard Lackner gab einen kurzen Überblick über das erfolgreiche Jahr 2017 und bedankte sich in seinen Begrüßungsworten

bei den anwesenden Vertriebspartnern, da diese maßgeblich zu den guten Ergebnissen der Niederösterreichischen Versicherung beitragen. Laut Lackner war 2017 das beste Vertriebsergebnissjahr seit Bestehen des Unternehmens. In allen Versicherungssparten konnte ein Zuwachs über den Markt erzielt werden.

Auch in der Versicherungssparte Schaden/ Unfall erzielte das Unternehmen den ersten Marktplatz in Niederösterreich. Bei anregenden Gesprächen in entspannter Atmosphäre klang der Abend über den Dächern von Sankt Pölten aus. Durch den Nachmittag und Abend führte Christian Kreuzer, Leiter ungebundener Vertrieb.

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INTERVIEW | ACREDIA VERSICHERUNG AG

Vorbild und Standhaftigkeit Gudrun Meierschitz, M.A. ist seit Juli 2017 Mitglied des Vorstandes der ACREDIA Versicherung AG. Ein für diese unsteten Zeiten außergewöhnlicher Karriereweg führte die Ökonomin und Risikoexpertin an die Spitze des österreichischen Marktführers. Nach 25 Jahren im Unternehmen wurde sie 2017 in den Vorstand berufen. Wir sprachen mit ihr über die Veränderungen am Markt, die Tradition einer besonderen Versicherungssparte, Frauen in der Branche und ihre Vision der Zukunft.

Sie haben vor mehr als 25 Jahren bei der PRISMA Kreditversicherung – heute ACREDIA – als Praktikantin begonnen. War es Ihr Ziel einmal Mitglied des Vorstandes zu werden?

verändert sich stetig und wir müssen darauf immer vorbereitet sein und damit umgehen können. Ist Kreditversicherung eher eine weibliche Domäne oder hat es damit zu tun, dass Frauen nicht so risikofreudig sind wie Männer?

Meierschitz: Nein, das war sicherlich damals nicht fokussiertes Ziel, aber es macht mich sehr stolz, dass die Entscheidung des Aufsichtsrates Meierschitz: ACREDIA war von Beginn an für meine Person gefallen ist. Ich habe als Ferialpraktikantin 1991 bei der ein Unternehmen mit hohem Frauenanteil. PRISMA Kreditversicherungs-AG begon- Unser Vorstand besteht aus zwei Frauen und nen. Mein Streben nach Veränderung und einem Mann, also eher ein „Quotenmann“ als Weiterentwicklung wurde im Unternehmen eine „Quotenfrau“. Dass ich eine Frau bin, sehr unterstützt und ich konnte fast alle hatte bei der Entscheidung mich zu einem Mitglied des VorstanBereiche und Abteides zu machen keilungen kennenlernen, Es wird bei uns im nen Einfluss. Denn sowohl Außendienst bei uns im UnterUnternehmen nie langweilig, als auch Innendienst. nehmen zählt QuaIm Jahr 2008 überdenn ein Kreditversicherer ist lifikation und nicht nahm ich meine ersals Finanzdienstleister in allen das Geschlecht des te Führungsaufgabe Branchen tätig und es gibt Bewerbers. Meine als stellvertretende immer wieder Situationen Funktion darf ich Bereichsleiterin inmeiner L eistung, und Fakten, die noch nie da nerhalb der KreditStandhaftigkeit und prüfung. Im Zuge gewesen sind. Loyalität für das Under Fusion mit der ternehmen zuschreiOeKB Versicherung zur heutigen ACREDIA im Jahr 2014 kam ben. Für mich ist wichtig, dass ich meinen es zu großen Umstrukturierungen im Haus Mitarbeitern Vorbild bin. und die Kreditprüfung wurde auf neue Beine gestellt. Heute bin ich in meiner Funktion Was ist für Ihre Kunden wichtig? als Vorständin für die Ressorts Information & Grading, Risk Underwriting, Claims & Meierschitz: Unsere Kunden wollen Sicherheit für ihr Geld und einen Partner, der sie Collections und IT verantwortlich. Es wird bei uns im Unternehmen nie lang- dabei unterstützt. Bei uns steht im Vorderweilig, denn ein Kreditversicherer ist als Fi- grund, Schaden zu verhindern. Es ist meiner nanzdienstleister in allen Branchen tätig und Erfahrung nach ein Irrglaube, dass Kunden es gibt immer wieder Situationen und Fakten, nur dann zufrieden sind, wenn sie prinzipiell die noch nie da gewesen sind. Die Wirtschaft alles bekommen, was sie verlangen. Kunden 34 risControl 04/18

sind dann zufrieden, wenn sie eine schnelle, fundierte und freundliche Antwort bekommen. Nachvollziehbare Entscheidungen und sinnvolle Lösungen – darauf kommt es an. Inwieweit wird sich das traditionelle Warenkreditgeschäft auf die neuen wirtschaftlichen Herausforderungen einstellen, was muss sich verändern? Meierschitz: Was weiterhin unverändert bleiben wird, ist die Beziehung zwischen Lieferant und Abnehmer. Es gibt eine Warenlieferung und eine Geldzahlung, das hat sich grundsätzlich in den letzten Jahren nicht verändert. Diesen Geldverkehr zu versichern, ist auch unsere Dienstleistung. Was sich aber verändert hat, ist die Geschwindigkeit, in der die Absicherung erfolgen muss, die Art und Weise der Bezahlung und die Verfügbarkeit von Informationen. Es wird sich weisen, inwiefern neue Technologien wie z.B. Blockchain unser traditionelles Geschäft beeinflussen. Und wir müssen uns Gedanken machen, wie man heute in den stattfindenden Veränderungsprozessen seine Position findet und festigt. Was gilt heute noch und was ist bereits überholt? Das Grundmodell der Forderungsabsicherung wird das gleiche bleiben, die Betrachtungsweise und die Möglichkeiten ändern sich. Wir müssen unsere Lösungen an die Probleme unserer Kunden anpassen und nicht umgekehrt – und das vorausschauend und schnell. Was hat sich in den letzten Jahren verändert? Meierschitz: Unser Kerngeschäft, die Bonitätsprüfung und -überwachung, könnten wir uns ohne Internet und ohne eine Analyse dank


ACREDIA VERSICHERUNG AG | INTERVIEW

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INTERVIEW | ACREDIA VERSICHERUNG AG

globaler Netzwerke nicht mehr vorstellen. Die Informationsbestandteile werden seit der Wirtschaftskrise 2008 anders gewichtet und unsere Bonitätsanalysen und Kreditentscheidungsprozesse haben sich verändert. So wurde früher hauptsächlich mit Analysen und Informationen aus der Vergangenheit gearbeitet. Heute sind die Zahlen der Vergangenheit wichtig und natürlich Bestandteil der Analyse, aber wir legen auch sehr großen Wert auf die Zahlen des laufenden Geschäftsjahres, das Quartalsreporting und die Zukunftsplanung. Bei großen Engagements geht unsere Analyse viel mehr in Richtung Strategie, Business Modell, Budgetplanung und Ähnliches. Hier hat sich unsere Betrachtung der Unternehmen um 180 Grad verändert. Was sich meiner Meinung nach auch verändert hat, ist die Wahrnehmung der Kreditversicherer als wesentliche Unterstützung in der Finanzierungsstruktur eines Unternehmens. Die Firmen haben erkannt, dass es wichtig ist, Kreditversicherer regelmäßig und ausführlich über ihre wirtschaftlichen Verhältnisse zu in-

formieren. Das kommt ihnen in Krisenzeiten richtet. Dennoch steigt die Zusammenarbeit zugute. Die globale Wirtschaft wird heut- mit unseren Vertriebspartnern, da Kunden immer mehr umfaszutage von so vielen sende Beratung in Faktoren beeinflusst, Die Firmen haben erkannt, allen Unternehmensdie sich rasch verändass es wichtig ist, bereichen benötigen. dern. Für uns heißt Wir sind besonders das, dass wir bei unseKreditversicherer regelmäßig stolz darauf, dass wir ren Analysen intensiv und ausführlich über ihre als erste Kreditversidurchleuchten, ob ein wirtschaftlichen Verhältnisse cherung in Österreich Unternehmen diesen zu informieren. ein Online-Produkt Veränderungen gegelauncht haben. Bei wachsen ist und damit umgehen kann. Mehr denn je gilt einer PRISMA Select besteht die Möglichkeit, dass unserer Leitsprüche: „Wir sitzen mit dem der Kunde einfach online ein einzelnes B2BGeschäft – über einen gewissen Rahmen für Kunden im selben Boot“. eine bestimmte Zeit – absichert. Wie funktioniert der Vertrieb? Wie sieht ihre Vision aus? Meierschitz: Neben unserem Hauptsitz in Wien, haben wir Niederlassungen in Graz, Meierschitz: Wenn ich in ein paar Jahren auf Linz und in Innsbruck wo Sales-Kollegen das Unternehmen blicke, möchte ich sagen unseren Kunden und unseren Vertriebspart- können: Es ist uns gelungen in den Jahren nern zur Verfügung stehen. Der Hauptfokus 2017 bis 2019 die ACREDIA technologisch ist immer noch am direkten Vertrieb ausge- und organisatorisch zukunftsfit zu machen und dass wir unseren Kunden optimale Lösungen über vielfältige Vertriebskanäle anbieten. Das Produkt Kreditversicherung ist nicht das innovativste Feld der Wirtschaft und es gibt es schon seit über 100 Jahren, es funktioniert weitestgehend auch noch immer wie vor 100 Jahren. Aber das wird die nächsten Jahrhunderte nicht so bleiben, wir müssen uns und unsere Produkte – aber auch den Vertrieb – an die Herausforderungen der Zukunft anpassen und genau darauf achten, was für unsere Kunden und jene, die es noch werden können, wichtig ist. Warum glauben Sie gibt es so wenige Frauen in führenden Positionen? Meierschitz: Aus meiner Sicht haben viele Frauen zu wenig Selbstbewusstsein und trauen sich unberechtigterweise eine führende Position nicht zu. Für viele Frauen besteht aber leider auch nicht die Möglichkeit, sich beruflich zu orientieren, weil die Unterstützung sowohl gesellschaftspolitisch, aber oft auch aus dem eigenen Umfeld fehlt. Ich glaube, es gibt in Österreich noch sehr viel Aufholbedarf, damit es für Frauen leichter wird, Beruf und Familie zu kombinieren. Wir danken für das Gespräch.

36 risControl 04/18


Er versendet gerade eine Schadensmeldung. Er versendet gerade einen Kfz-Antrag. Er empfängt das gute Gefühl, dass er mit OMDS bestens vernetzt ist.

OMDS 3.0 setzt neue Maßstäbe in der Kommunikation zwischen Versicherungsunternehmen und Vertriebspartnern. Vereinheitlichte und standardisierte Geschäftsprozesse zum Vorteil aller Beteiligten. Noch nie war es einfacher und sicherer, Daten auszutauschen. Eine Initiative des österreichischen Versicherungsverbandes VVO.


FINANZEN

Serie Teil 1 | Sachwerte jenseits des Mainstreams

Investments, die Freude bereiten

Die Situation an den Finanzmärkten ist derzeit besonders „tricky“ und das Risiko, mittelfristig falsch zu liegen, extrem hoch. Wer Geld anlegen will, kann die Sache ruhiger angehen und dabei gleichzeitig in schöne Dinge investieren. Dieser Teil der Serie handelt von Sachwert-Investments ohne Erträge, die jedoch durch Wertsteigerung vor Geldentwertung schützen. Es sind Diamanten, Farbedelsteine, Anlage- und Sammlermünzen aber auch Oldtimer. von Michael Kordovsky In diesem Beitrag zeigt risControl schöne, nützliche und wertbeständige Sachwert-Alternativen, während sich der 2. Teil mit jenen außergewöhnlichen Sachwert-Investments auseinandersetzt, die Erträge erwirtschaften. Das wären Wälder, Private-Equity-Dachfonds, geschlossene und offene Immobilienfonds und ausgewählte Infrastruktur-Investments. Der Reiz der Diamanten Diamanten sind ein besonders kleines Wertaufbewahrungsmittel, das sich in der Vergangenheit als stabile Geldanlage erwies. Je nach Schliff, Klarheit, Farbe und Form kann sich der Preis für einen 3-Carat-Diamanten zwischen 7.700 und 84.810 US-Dollar bewegen. Thomas Schröck, Mitglied der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft e.V. und Eigentümer von Diamond Invest beziffert die Wertsteigerung von Diamanten mit 3 Carat Gewicht, lupenrein, beste Farbe mit 3% p.a. über die vergangenen 10 Jahre, während Diamanten mit nur einem Carat im gleichen Zeitraum eine Seitwärtsbewegung vollzogen. Zwar erfolgt beim Juwelier bzw. Diamantenhändler die übliche Überprüfung im Rahmen der Geldwäschebestimmungen, ansonsten gibt es keine Registrierung des Anlegers, weshalb Diamanten vor staatlichen Zugriffen geschützt sind. Auch gab es im Gegensatz zu mehreren Goldbesitzverboten in der Geschichte noch kein Edelsteinbesitzverbot. Die Grundlage für die Preisfestsetzung von Diamanten bildet die Rapaport-Liste, eine Art Großhandelspreis des Diamantenmarktes 38 risControl 04/18

für die ganze Welt. Dieser ist das Ergebnis der im Handel an Diamantenbörsen erzielten Preise. Die Listenpreise geben Richtwerte in der Preisfestsetzung der einzelnen Steine, deren Wert von folgenden Faktoren abhängt, nämlich den berühmten 4C (carat, cut, colour u. clarity): Diese 4 Faktoren bestimmen den Wert des Diamanten: Carat (Gewicht): Das Gewicht eines Diamanten wird in Carat und Punkten gemessen. Ein Carat entspricht 0,2 Gramm. Bei kleinen Diamanten wird das Gewicht auch in Punkten angegeben. Dabei entspricht das Gewicht eines Diamanten von 100 Punkten einem Carat. Cut (Schliff): Erst die richtige Bearbeitung der Rohdiamanten verleiht ihnen den Glanz. Der Schliff ist für das Feuer eines Diamanten maßgeblich. Ein gut geschliffener Diamant reflektiert nämlich das einfallende Licht besser und ist somit brillanter mit mehr Feuer. Im Optimalfall ermöglichen die besten Schliffe sogar das optische Phänomen scheinbar sprühender Funken. Die Schliff-Qualität unterteilt sich in folgende Abstufungen: Schliffqualitäten: • Ideal (excellent cut): 3% aller geschliffenen Diamanten haben diese Qualität, einfallendes Licht wird fast perfekt reflektiert, wodurch eine maximal mögliche Brillanz gegeben ist. • Sehr gut (very good): Hervorragende Brillanz. Wenige oder nur geringfügige äußere Merkmale. Sehr gute Proportionen.

• Gut (good): Gute Brillanz (Reflektiert aber noch immer den überwiegenden Teil des einfallenden Lichtes) Einige äußere Merkmale, Proportionen mit geringen Abweichungen. • Mittel (medium): Brillanz gemindert. Mehrere größere äußere Merkmale. Proportionen mit erheblichen Abweichungen; ca. 35% der Diamanten haben diesen Schliffgrad • Gering (poor): Brillanz erheblich gemindert. Große und/oder zahlreiche äußere Merkmale. Proportionen mit sehr deutlichen Abweichungen Der bekannteste und geläufigste Schliff ist der Brillant-Schliff mit seinen zahlreichen Facetten. Verfügt ein geschliffener Diamant im Brillant-Schliff über mindestens 56 Facetten plus Tafel und Kalette (Spitze des Steines) dann ist dies ein echter Brillant. Colour (Farbgebung): Auf den ersten Blick scheinen so ziemlich alle Diamanten farblos zu sein. Doch unter der richtigen Lichteinwirkung geben sie ihre „verborgenen“ Farben preis. Die wertvollste Farbe eines Diamanten ist dabei die völlige Farblosigkeit. Die meisten Diamanten zeigen gelbe und braune Farben. Hingegen Diamanten mit reinen intensiven Farben sind besonders selten und werden als Fancy-Diamanten bezeichnet. Nur einer von 100.000 Diamanten fällt in diese Kategorie und für diese werden regelrechte Liebhaberpreise bezahlt. Allerdings können Laien natürliche Fancy-Diamanten von den manipulierten nicht unterscheiden. Durch radioaktive Bestrahlung in Kombination mit


FINANZEN

gekauft werden. Auch sollten Diamanten als eine Art Ausweis über ein entsprechendes Echtheits- und Bewertungs-Zertifikat verfügen. Hohes Ansehen genießen Gutachten des Gemmolocial Institute of America (GIA) in New York oder des „Hohen Rat für Diamant“ (HRD) in Antwerpen. Insbesondere die Zertifikate des GIA ermöglichen weltweit die Erzielung eines marktgerechten Wiederverkaufswertes. Vorsichtige Anleger überprüfen anhand der individuellen Nummer die Echtheit der Zertifikate durch Kontaktaufnahme mit den Ausstellern. Farbedelsteine mit höheren Wertsteigerungen

Temperaturbehandlung können nämlich die Farben der Diamanten manipuliert werden. Nur Experten verfügen über die Gerätschaften um das zu erkennen. Folgende Farbklassen gibt es: • Hochfeines Weiß+, GIA-Bezeichnung: D • Hochfeines Weiß, GIA-Bezeichnung: E • Feines Weiß+, GIA-Bezeichnung: F • Feines Weiß, GIA-Bezeichnung: G • Weiß, GIA-Bezeichnung: H

• Leicht getöntes Weiß+, GIA-Bezeichnung: I • Leicht getöntes Weiß, GIA-Bezeichnung: J • Getöntes Weiß+, GIA-Bezeichnung: K • Getöntes Weiß, GIA-Bezeichnung: L • Getönt 1, GIA-Bezeichnung: M, N • Getönt 2, GIA-Bezeichnung: O bis P • Getönt 3, GIA-Bezeichnung: Q bis R • Getönt 4, GIA-Bezeichnung: S bis Z Achtung beim Kauf: Diamanten sollten nicht im Internet, sondern besser im Fachhandel

Für Anleger, die diversifizieren wollen und eine Anlage erwerben möchten, die sie in Händen halten wollen, die klein, kompakt, leicht weiter zu geben ist, kommt laut Edelstein-Experte, Thomas Schröck, ab 5000 Euro eine Veranlagung in Farbedelsteine in Frage. Besonders attraktiv sind unbehandelte Rubine mit natürlicher Farbe, denn diese sind sehr selten. Dazu Schröck: „Rubine haben sich in sehr guter Qualität das heißt, nicht behandelt, mit etwa 5 - 7% p.a. über die letzten 20 Jahre entwickelt“. Die langfristige Wertsteigerung bei Saphiren (blau) beziffert Schröck mit etwa 3 bis 4% p.a. und jene von Smaragden mit ca. 2% p.a.. Aufgrund der hohen Nebenkosten sind Edelsteine nur eine sehr langfristige Anlage. Bei den Nebenkosten gibt es keine Unterschiede zwischen den einzelnen Edelsteinarten. Die höchsten Nebenkosten stellt die Mehrwert-

Kurzbezeichnung

Bedeutung

Beschreibung

fl

flawless

auch bei 10-facher Vergrößerung lupenrein (keine Einschlüsse erkennbar)

if

internally flawless

bis auf mögliche Oberflächenspuren von der Verarbeitung lupenrein

vvs1 / vvsi

very, very small inclusions

Einschlüsse sind auch bei 10-facher Vergrößerung nur sehr, sehr schwer zu erkennen

vvs2

very, very small inclusions

Einschlüsse sind auch bei 10-facher Vergrößerung nur sehr schwer zu erkennen

vs1 / vsi

very small inclusions

Einschlüsse sind bei 10-facher Vergrößerung schwer zu erkennen

vs2

very small inclusions

Einschlüsse sind bei 10-facher Vergrößerung zu erkennen

si1

small inclusions

Einschlüsse sind bei 10-facher Vergrößerung leicht zu erkennen

si2

small inclusions

Einschlüsse sind bei 10-facher Vergrößerung, sehr sehr leicht zu erkennen, aber nicht mit bloßem Auge

pi1

Piqué I (Pikee I)

Einschlüsse mit bloßem Auge gerade noch erkennbar, mindern die Brillanz jedoch nicht

pi2

Piqué II (Pikee II)

Einschlüsse mit bloßem Auge erkennbar, mindern die Brillanz schwach

pi3

Piqué III (Pikee III)

Einschlüsse mit bloßem Auge leicht erkennbar und mindern die Brillanz deutlich

Clarity (Reinheitsgrad): Je weniger Einschlüsse ein Diamant aufweist, desto reiner ist er. Ein hoher Reinheitsgrad ermöglicht eine bessere Lichtdurchdringung –und Reflexion und erhöht den Wert des Steines. Für die Reinheit des Steines existiert diese Skala. risControl 04/18 39


FINANZEN

Andrea Lang, Leiterin Marketing und Verkauf der Münze Österreich

steuer dar. Sie gilt laut Schröck sowohl für Diamanten als auch Farbedelsteine und beträgt 19% in Deutschland, 20% in Österreich und 7,7% in der Schweiz. An- und Verkaufsspesen sind rund 3 bis 10%.

Die Mehrwertsteuer können sich Anleger eventuell ersparen, was Schröck wie folgt erklärt: „Es gibt die Möglichkeit, in ein Zollfreilager einzulagern, dann fällt die Mehrwertsteuer erst bei der Entnahme an, dann gibt es die Möglichkeit, in ein Land mit nahezu Null Mehrwertsteuer zu exportieren, das wären Singapur oder Dubai, wenn dort jemand wohnt. In Österreich gibt es noch die Möglichkeit (nicht in Deutschland), Edelsteine als „gewillkürtes Vermögen“ in eine GmbH oder AG zu kaufen, dann darf Vorsteuer abgezogen werden und fällt erst bei einem etwaigen Verkauf an“. Für den Kauf gibt Schröck noch einen wichtigen Hinweis: „Ein Zertifikat ist heute ein Muss. Bei Farbedelsteinen bis etwa 10.000 Euro Wert kommen eine Reihe von Zertifizierungsstellen in Frage: GRS, IGI, SSEF, Gübelin, Deutsche Gemmologische Gesellschaft, GIA und andere. Ab einem Wert von rund 10.000 Euro zählen SSEF und Gübelin“. Als Kleinanleger mit 5000 Euro würde Schröck übrigens 1 bis 2 unbehandelte Rubine kaufen. Diese Portfoliobeimischung macht angesichts der Wert-

Als im Juni 2017 die Münze Österreich zwei limitierte Neuerscheinung verkaufte, warteten hunderte Menschen warteten zum Teil – gewappnet mit Campingsesseln und Jausen – auf ihre Gelegenheit, eine der begehrten Münzen zu ergattern. Anlass war die Ausgabe des Tier-Talers „Krokodil“ und der Silber-Niob-Münze „Mikrokosmos“ (siehe oben). 40 risControl 04/18

steigerungen durchaus Sinn. Ein Anbieter hochwertiger Edelsteine ist dabei u.a. auch Diamond Invest. Anlagemünzen vs. Sammlermünzen Während sich der Wert von Anlagemünzen am zugrundeliegenden Metallwert orientiert, bestimmen Angebot und Nachfrage das Preisniveau von Sammlermünzen. Als Absicherung gegen Geldentwertung und Krisensituationen sollten Anlage-Goldmünzen wie z.B. Philharmoniker, Mapple Leaf oder Krugerrand bevorzugt werden. Die größte Einheit von denen ist 1 Unze Gold. Diese weist die niedrigsten Spannen zwischen Anund Verkaufspreis auf. Bei kleineren Einheiten kommen 1-Dukaten-Münzen beim Schoeller Münzhandel als kostengünstige Variante in Frage. All die genannten Anlage-Goldmünzen sind von der Umsatzsteuer befreit. Hingegen beim Silber-Philharmoniker fallen in Österreich 20% Umsatzsteuer an, genauso wie bei Sammlermünzen. Letztere können sich im Optimalfall im Wert vervielfachen, aber auch an Wert verlieren. Die Untergrenze bleibt der Metallwert. Wertsteigernd sind hier ein guter Erhaltungszustand und eine geringe Auflage, vorausgesetzt die Nachfrage stimmt. risControl fragte Andrea Lang, Leiterin Marketing und Verkauf der Münze Österreich ob Bullion-Münzen, wie z.B. der Gold-Philharmoniker oder Sammlermünzen mit niedriger Auflage in der Vergangenheit besser performten. Sie plädierte für einen Klassiker: „Sammlermünzen mit niedriger Auflagezahl sind keine Garantie für Erfolg, unsere Silber-Niob-Münzen haben eine Auflage von 65.000 Stück und werden so stark nachgefragt, dass auch der Preis steigt. Für Investoren ist die Empfehlung eindeutig ein Wiener Philharmoniker, wertbeständig und international handelbar. Betrachtet man die Entwicklung des Goldpreises seit dem 15. August 1971 – als die Golddeckung zum US-Dollar endgültig beendet wurde –, so beläuft sich die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von Gold auf etwa 8% p.a.. Auch ohne laufende Verzinsung konnte die Wertentwicklung von Gold die durchschnittliche Geldentwertung über diesen


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FINANZEN

relativ langen Zeitraum überkompensieren. Neben vorteilhaften Diversifikationseigenschaften verhalf eine Goldallokation einem diversifizierten Portfolio also auch zu einer Wertsteigerung“. Gold hat über Jahrtausende seinen Wert behalten. Zwar gab es vereinzelte Goldbesitzverbote, wie z.B. 1933 in den USA unter Präsident Roosevelt, trotzdem ist und bleibt Gold eine hervorragende Absicherung gegen monetäre Störfälle mit Geldentwertungs-Folgen. Wie zeitlos wertbeständig Bullion-Goldmünzen sein können, illustriert Lang wie folgt: „Gold ist ein Emittent oberster Bonität und Verlässlichkeit, er kann nicht bankrottgehen. Als Eigentümer und Besitzer von Gold kann man sicher sein, dass die bestehende Menge an Gold nicht über kurze Zeit inflationär ausgedehnt werden kann. Die Gesamtmenge an Gold wuchs historisch gesehen etwa mit der Wirtschaftsleistung. Dies ist auch der Grund, weshalb Gold über sehr lange Zeiträume eine stabile Wertanlage ist, welche die Kaufkraft über Generationen nicht verloren hat. Der Preis für eine Unze Gold entspricht heute etwa dem Preis für einen Maßanzug. Der Gegenwert einer Unze Gold entsprach im alten Rom dem Preis einer Toga. Das ist ein sehr anschauliches Beispiel für die extrem langfristige Wertbeständigkeit des Metalls“. Am Sekundärmarkt, also beim eventuellen Wiederverkauf der Goldmünzen bringen klassische Marken wie der Wiener Philharmoniker die besten Ergebnisse. „Sei-

Am Sekundärmarkt, also beim eventuellen Wiederverkauf der Goldmünzen bringen klassische Marken wie der Wiener Philharmoniker die besten Ergebnisse.

ne historische Bedeutung, in Verbindung mit seiner geringen Angebotsmenge, macht den Kauf von Gold in Form der beliebten Goldmünze zu einer bewährten Absicherungsstrategie vor steigenden Inflationsraten, vor allem wenn die am Markt erhältlichen Zinsen den Kaufkraftverlust einer Währung nicht mehr ausgleichen können“, erläutert Lang. Ein Anlage-Goldmünzen-Anteil von 5 bis 10% des Portfolios wird von Experten auch angeraten.

In den vergangenen 10 Jahren hatte der Volkswagen Bus Typ 2 laut dem Deutschen Oldtimer Index den höchsten Wertzuwachs. 42 risControl 04/18

Trends bei Sammlermünzen? Die von der Münze Österreich emittierten 3-Euro-Tiertaler sind bereits ausverkauft und erzielten zum Emissionspreis eine schnelle Vervielfachung. Diese von 2016 bis 2019 laufende Serie portraitiert 12 seltene Tiere aus aller Welt. Die Tiermotive auf den Münzen leuchten im Dunklen. Die erste Münze der Serie, die Fledermaus, wurde am 5. Oktober 2016 zu 9,90 Euro inklusive Umsatzsteuer emittiert und wird mittlerweile im Versandhandel zu 109 Euro gehandelt. Das jüngste Motiv dieser Serie, der Papagei (Ausgabepreis 9,90 Euro) wird auf eBay zu knapp 30 Euro angeboten. Die Auflage liegt bei 50.000 Stück. Während sich die Sammler schon genügend Gedenkmünzen und Münzen mit Bildern von Kaisern und Königen angeschafft haben, sind phantasievolle kreative Motive und neue Materialien etwas Besonderes. Zum aktuellen Trend bei Sammlermünzen äußerte sich Lang wie folgt: „Wir sehen großes Kundeninteresse an Münzen, die sich auch als Geschenkartikel eignen, die Neujahrsmünzen oder jetzt aktuell, die Ostermünzen. Die Tiertaler mit dem nachleuchtenden Effekt oder auch unsere Niobmünzen sind ein enormer Erfolg. Farbe interessiert uns auch als ästhetische Komponente, aber nur dann, wenn dabei höchste Ansprüche hinsichtlich der künstlerischen und handwerklichen Qualität unserer Münzen


FINANZEN

garantiert sind. Gegenwart und Zukunft der Münze Österreich AG sind bunt.“ Kreative Münzen stoßen auf positives Echo, was Lang wie folgt skizziert: „Sammlermünzen werden eher als Objekt des Interesses und der Freude gekauft, wenngleich es auch hier überraschend positive Wertzuwächse geben kann. Unsere Sammler dürfen sich über steigenden Sammlerwert ihrer Silber-Niob-Münzen freuen, bei den Neujahrsmünzen oder den 3-Euro-Tiertalern und das rührt auch daher, dass wir die angegebene Maximalmenge niemals ausweiten. Wenn man ein bisschen im Internet surft, findet man auf Anhieb Kaufmöglichkeiten, die die Preissteigerung der Münzen belegen, etwa bei Schoeller, aber auch Willhaben oder Versandhändlern. Es ist schön, dass sich so viele Menschen für unsere Münzen begeistern“. Als Beispiele von Erfolgstories nannte Lang die aktuelle Silber-Niob-Münze „Der Mikrokosmus“, die genauso wie alle vorhergehenden Münzen der Serie „Faszination Technik“ ausverkauft sind. „Es gibt sie nur noch am Sammlermarkt zu

kaufen – allerdings oft zu einem Vielfachen des ursprünglichen Preises. Hier zeigt sich, dass das Hobby Münzensammeln auch ein gewinnbringendes sein kann“, weist Lang auf Chancen hin. Wer regelmäßig viele Kleine Beträge in Anlage- und Sammlermünzen investiert, kann alleine mit Münzen den Grundstock für ein Vermögen aufbauen. Oldtimer – Wertbeständiger „Gebrauchsgegenstand“ Moderne Fahrzeuge werden durch eine sensible Elektronik störungsanfälliger. Dieses Problem kann mit einem Oldtimer vermieden werden. „Fahrzeuge, die vor mindestens 30 Jahren erstmals in Verkehr gekommen sind, weitestgehend dem Originalzustand entsprechen, in einem guten Erhaltungszustand sind und zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes dienen“, sind in Deutschland laut gesetzlicher Definition Oldtimer, die sich in den vergangenen Jahren durchaus als gute Wertanlage erwiesen haben.

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Systematisch erfasst wird die Entwicklung des deutschen Oldtimer-Marktes durch den Deutschen Oldtimer Index des VDA, der sich aus 88 gängigen Fahrzeugen zusammensetzt. Die Preise stammen aus der Auswertung marktaktueller Preise im Handel sowie aus Auktionsergebnissen. Dieser Index stieg von 2008 bis 2017 um 4,7% p.a., wobei zuletzt eine Verflachung der Anstiegskurve zu beobachten war. 2018 lag der Anstieg lediglich bei 1,4%. Den stärksten Zuwachs verzeichnete im Vorjahr der BMW 320 mit 6-Zylindermotor und auf Platz 2 folgte der BMW 6er als 635 CSi, der schon seit einigen Jahren im Trend liegt. Indessen in den vergangenen 10 Jahren den höchsten Wertzuwachs verzeichnete der Volkswagen Bus Typ 2. Oldtimer sind am besten aufgehoben, wenn sie als Fahrzeuge auch benützt werden. Dann muss kein neuer Wagen angeschafft werden, der sicher an Wert verliert. Die Kosten für Wartung, Steuer und Versicherung können sogar teilweise durch die Wertsteigerungen kompensiert werden.

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KOLUMNE

Versicherungen in der Nussschale Die „Schöne neue Welt“ der Digitalisierung und Transparenz am Versicherungsmarkt schafft neue Möglichkeiten, die von InsurTechUnternehmen für Nischenprodukte im Online-Bereich genutzt werden. Aber auch die Versicherungsmakler werden immer öfters zu Spezialisten auf einem bestimmten Gebiet. Ich könnte in eine Nussschale eingesperrt sein und mich für einen König von unermesslichem Gebiet halten, heißt es bei Shakespeares Hamlet. Die Nussschalen der Erwerbstätigen werden jedoch mit der ansteigenden Komplexität der Welt im kleiner. „Die Spezialisten wissen heute von fast nichts, Alles“, erklärt Othmar Hill, Geschäftsführer der Personalagentur Hill International, die Tendenz zum extensiven Expertentum. In Zeiten der Ich-Aktie und der sozialen Netzwerke ist es ein Gebot der Stunde geworden seine Nische zu finden, um sein Königreich aufzubauen. Dabei unterstützt auch Othmar Hill, seine Klienten nach dem Motto: „Finde deinen Satz“. Dem Finden geht eine Suche voraus, die aus einem psychologischen Test und einem Karrieredialog besteht. Dabei werden in einer Sitzung drei Kreise befüllt: Im Ersten listet man Kompetenzen auf, für die sich der Mensch besser befähigt fühlt als andere. Im zweiten Kreis werden die Leidenschaften beschrieben, die das Herz zum Jauchzen bringen und im dritten Kreis arbeitet Hill die Marktattraktivität ein. „Am Ende soll also einer oder maximal zwei Sätze stehen, um die Bestimmung der Person zu definieren“, so Hill. Digitalisierung, hohe Produktverände-

Othmar Hill, Geschäftsführer der Personalagentur Hill International 44 risControl 04/18

rungsdynamik und gesetzliche Änderungen machen auch den Versicherungsvertrieb zu einem Feld, in dem die Spezialisierung immer wichtiger wird. „Die Konzentration bei den Versicherungsmaklern auf klar abgegrenzte Themengebiete wird künftig deutlich an Bedeutung gewinnen, erklärt Stefan Chlebnicek, der derzeit im Bereich Aus- & Weiterbildung als Trainer und Coach für die Versicherungswirtschaft beschäftigt ist und ehemals auch als Versicherungsvermittler aktiv war. Hier appelliert er an die Makler: „Während der Ausbildung kristallisieren sich oftmals bereits einzelne Themengebiete heraus, die einem mehr liegen als andere. Diese gilt es früh zu erkennen und abzuwägen ob eine Spezialisierung im jeweiligen Bereich sinnvoll ist.“ Wie auch in vielen anderen Berufsfeldern gilt dabei: „Ein generalistisches Standbein und ein Spielbein, dass einen als Experten ausweist“, so Prof. Wolfgang Elsik, vom Institut für Personalwirtschaft an der WU-Wien. Oftmals hängt der Grad der Spezialisierung auch ab von der Größe des eigenen Unternehmens, erklärt Chlebnicek. „Der klassische Einzelkämpfer wird, insbesondere in den ersten Jahren seines Maklerdaseins, kaum eine Möglichkeit haben sich als Spezialist zu etablieren, da gerade der breite Zugang existentiell ist.“ Diese Ansicht bestätigt auch Mathias Gartner, der als Ein-Mann-Versicherungsmakler keinen potentiellen Kunden ablehnt. Drei Viertel seines Geschäftes macht er mit dem klassischen Privatkundengeschäft. Trotzdem will er in Zukunft mehr Fokus auf das KMUGeschäft legen. „Ich lerne jeden Tag dazu“, erklärt Gartner, der auch die Weiterbildung im KMU-Bereich als Schlüssel für seine zukünftige Schwerpunktsetzung sieht. Ein Makler, der sich als Spezialist für Unternehmen und Gemeinden bereits einen Namen gemacht hat ist Gerhard Starkl. Nach der Absolvierung des Wirtschaftsstudiums war er als Industrie-

versicherer tätig und übernahm anschließend den Versicherungsmakler Atlas durch ein Management Buy-Out. Für Starkl war die Spezialisierung auf das Unternehmersegment eine einfache Entscheidung. „In diesem Segment muss man Bilanzen und Deckungsbeiträge analysieren können und daher über eine profunde wirtschaftliche Ausbildung verfügen“, erklärt der Makler. Wer zu ihm kommt um eine private Versicherung abzuschließen wird als Kunde abgelehnt, erklärt Starkl seine zielgruppenspezifische Ausrichtung als Makler. Darüber hinaus gibt es auch unter seinen 23 Mitarbeitern Spezialisten auf bestimmten Gebieten. „Wenn es z.B. um Versicherungslösungen am Bau geht, dann weiß ich wem ich mit dieser Aufgabe betraue.“ Spezialisierung ist auch beim internationalen Versicherungsbroker für Industriekunden GrECo eine Notwendigkeit. Dort gibt es u.a. Spezialisten für Fragen betreffend die Bereiche Luftfahrt, Tourismus, Krankenhäuser, Finanzinstitutionen, Energie, Bau & Immobilien. GrECo hat den Versicherungssparten entsprechend eigene Abteilungen mit Team-Work-Charakter gebildet, sogenannten Kompetenzzentren. In einem dieser Kompetenzzentren arbeitet Guido Teutsch. Er und seine Kollegen sind verantwortlich für die betriebliche Personenvorsorge. Zwölf Mitarbeiter, davon ein Jurist, beschäftigen sich mit bestimmten Schwerpunktthemen, wie z.B. der aufwendigen „Expatriate-Versicherung“. Dabei handelt es sich um eine internationale, global gültige Gruppen-Krankenversicherung für von Unternehmen entsendeten Mitarbeitern. „Je nach Weltregion gibt es die unterschiedlichsten Anforderungen, Produkte und gesetzlichen Bestimmungen“, erklärt Teutsch. „Unserer Ansicht nach, können nur spezialisierte MitarbeiterInnen mit entsprechenden Know-how die optimalen Produkte auf dem Deckungsmarkt, sowohl national als auch international


KOLUMNE

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KOLUMNE

ausfindig machen, um den individuellen Bedarf unserer Kunden perfekt abzudecken.“ Konzeptmakler auf dem Vormarsch Für die Massensparten bedarf es keiner Spezialkonzepte, weil jeder gute Versicherungsmakler selbst Produktvergleiche anstellen und Deckungskonzepte erstellen kann. Für alles was also nicht Tagesgeschäft ist, sind Konzeptmakler da. In Österreich gibt es etwa fünfzehn bis zwanzig relevante Konzeptmakler, die ihren Kunden und Branchenkollegen Produkte für besondere Risikogebiete anbieten. Einer davon, Alexander Kottulinsky, ein Nachfahre von Erzherzog-Johann, hat sich auf die Versicherung von Schlösser, Burgen und Gutsbetriebe spezialisiert. Auf die Idee kam er durch sein eigenes Besitzobjekt. „Die moderne Versicherungswirtschaft ist meist nicht auf alte Gebäude abgestimmt. Man kann ein Schloss nicht ausschließlich über die Kubatur bewerten“, kritisiert Kottulinsky die herkömmliche Vorgehensweise der Versicherungen. In die Bewertung muss auch Denkmalschutz, Figuren bzw. Statuen, die Mauern, der Stuck, Fresken usw. einfließen. „Die gesamte künstlerische Ausstattung muss in den Versicherungsverträgen berücksichtigt werden.“ Gemeinsam mit der UNIQA hat der umtriebige Blaublütler mit Castellum-Underwriting eine Versicherung für historische- und Denkmalschutz-gebäude entwickelt. Seit über 20 Jahren hat er dabei europaweit über 100 historische Gebäude und mehr als 250.000 Hektar Land für seine Kunden versichert. Auch für die Versicherung von Land- und forstwirtschaftlichen Betrieben

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hat er eine Wald-Sturmversicherung, vor allem für kleinere landwirtschaftliche Betriebe ins Leben gerufen. Diese soll dabei helfen die finanziellen Schäden durch Unwetter, die nicht aus dem Katastrophenfonds beglichen werden, zu ersetzen. InsurTechs profitieren von Digitalisierung Das Spektrum für Spezialversicherungen ist breit und reicht von speziellen technischen Versicherungen über Transportversicherungen bis zu Kunst- oder Veranstaltungshaftpflichtversicherungen. Die größte Nachfrage verzeichnen derzeit Datenschutz- und technische Versicherungen sowie spezielle Haftpflichtkonzepte, erklärt Gerhard Veits, Chef der Österreichischen Versicherungsakademie. Daher kommt es nicht von ungefähr, dass das oberösterreichische InsurTech-Unternehmen L’amie in Kooperation mit A1 das, nach eigenen Angaben, weltweit erste Endkunden-Cyberversicherungsangebot eines Mobilfunkbetreibers gelauncht hat. Mit ihrer Hochzeitswetterversicherung entschädigt L‘amie das Hochzeitspaar, falls das geplante Fest ins Wasser fällt. „Wir sind mit dem Anfragevolumen sehr zufrieden und persönlich freuen wir uns über das extrem positive Kundenfeedback zur Hochzeitswetterversicherung, da bei Hochzeiten natürlich immer viele Emotionen im Spiel sind und es uns hier gelingt negative Gefühle bei einer verregneten Hochzeit, sogar ins Positive zu drehen“, erklärt Thomas Aumayr, Marketingchef von L’amie. Für Schlagzeilen sorgte

auch die Atomversicherung des Anbieters. Im Falle eines Super-Gaus hätte es für die betroffenen Versicherungsnehmer Geld gegeben. Ein Markterfolg stellte sich bei der Super-Gau-Versicherung jedoch nicht ein. „Selbstkritisch muss man rückblickend aber akzeptieren, dass aus Kundensicht die Versicherungsleistung Geld – egal in welcher Höhe – nicht als Hilfe für die Bewältigung eines Super-Gaus angesehen wurde.“ Das Match, das viele Fintechs spielen, heißt derzeit Innovation gegen Tradition. Nicht anders ist es bei L’amie direkt. Hinter L’amie steht der britische Versicherer Lloyd’s, der neben der finanziellen Deckung auch Vertrauen für die Kunden erwecken soll. Den Vorteil eine so starke Versicherung hinter sich zu wissen erzählt Aumayr an einem Beispiel: So hatte ein österreichischer Automobilzulieferer Probleme, die vom deutschen Autohersteller verpflichtend geforderte Versicherung mit entsprechend hohen Deckungssummen zu finden, erzählt Aumayr. Das Problem war, dass die geforderte Summe (z.B. für Betriebsunterbrechungen ausgelöst durch Zulieferer etc.) ein Vielfaches des gesamten Umsatzes des Zulieferers ausmachte. „Wir konnten den Auftrag schlussendlich sichern, da wir hier mit einer internationalen Lösung das richtige Produkt hatten. In Österreich hatte dieser Kunde überhaupt keine Chance diese geforderte Versicherungssumme überhaupt zu bekommen“, so Aumayr. Ein anderer Paradigmenwechsel ist die Digitalisierung mit Verzicht auf teure Vertriebskanäle. L’amie bietet seine Produkte ausschließlich online an, was bei seinen Haushaltsversicherungen zu günstigeren Prämien führt, wie Vergleichsportale wie Durchblicker.at zeigen. Die Digitalisierung nutzte auch das Wiener Fintech-Startup Riskine zum Aufstieg und arbeitet dabei nicht gegen, sondern gemeinsam mit den etablierten Versicherungen. Riskine unterstützt Berater und Kunden beim Thema Risikoeinschätzung. Dabei erhalten die Kunden bereits nach Eingabe weniger Daten ein individuelles Risikoprofil, das mit Hilfe intelligenter Algorithmen und öffentlicher statistischer Daten (wie z.B. von Statistik Austria) erstellt wird. Im Dezember wurde das erste Produkt, die Risikoanalyse für den Endkunden, in Kooperation mit dem Verein für Konsumentenschutz gelauncht. Diese wurde für diverse namhafte Versicherungen


angepasst. Das Produkt erstellt automatische Reports. Die gesamte Beratung wird dokumentiert und erfüllt die IDD-Voraussetzungen. Daher konnten bereits prominente Kunden gewonnen werden. Einer davon ist die österreichische Beamtenversicherung (ÖBV). Riskine hat dabei einen Risikocheck erarbeitet, der auf die Bedürfnisse der ÖBV Kernzielgruppe,

den öffentlichen Sektor, zugeschnitten wurde, heißt es in einer Aussendung. Das ist nur eine von mehreren Kooperationen des Startups mit der etablierten Versicherungswelt. „Wir arbeiten an unterschiedlichen Projekten für viele der führenden Versicherungen in Österreich und Deutschland“, heißt es von Seiten des Unternehmens. Ähnlich kooperativ gibt

sich das Geschäftsmodell des 2014 in der Schweiz gegründeten InsurTech-Startups Wefox. Wefox ist einerseits selbst Makler und versucht gleichzeitig, bestehende Versicherungsmakler an sich zu binden. Für die Anbindung an Wefox muss ein Makler, laut der Süddeutschen Zeitung, zwischen 30 und 50 Prozent der Provisionen, die er vom Versicherer erhält, an Wefox abtreten. Hauptsächlich wird die digitale Plattform Wefox genutzt um bestehende Kunden digital besser betreuen zu können. So hat das Startup, welches 2014 gegründet, nun auch den österreichischen Markt im Fokus. Im vergangenen Jahr wurde ein Deal mit der Versicherungsmakler-Vereinigung Die Maklergruppe abgeschlossen. Dabei werden die Bestände der Maklerpartner von die „Die Maklergruppe“ Schritt für Schritt in das Wefox-System als CRM integriert und angepasst. Ziel der Plattform ist es schlussendlich, sich als Premium-Anbieter für Kunden, Makler und Versicherungsunternehmen zu etablieren, und falls die Plattform auch „ihren Satz“ gefunden hat, so wird sie mit Bestimmtheit dieses Ziel auch erreichen.


INTERVIEW | SAFE7 HOLDING AG

Ideenschmiede Anfang Jänner gab es einige personelle Veränderungen bei der SAFE7 Holding. Franz Meingast wurde zum Vorstandsvorsitzenden berufen und Wilhelm Brandstetter wechselte in den Aufsichtsrat als Vorsitzender. Darüber hinaus wird sich die SAFE7 heuer mit einigen innovativen neuen Schwerpunkten positionieren. Wir sprachen mit dem Vorstandsvorsitzenden Meingast, der in seiner Karriere bereits erfolgreich führende Positionen in der Versicherungswirtschaft bekleidet hat, über diese Schwerpunkte.

Herr Meingast was können Sie uns zu den kommenden Schwerpunkten schon mitteilen?

schaft einbringen können – stimmt das?

Meingast: Um dem Thema Lebensversicherung mehr Bedeutung beizumessen, haben wir zu Beginn 2018 die S 7 Haus der Vorsorge GmbH gegründet. Die Ziele dieser neuen Gesellschaft sind einerseits die professionelle und IT-unterstütze Beratung und Betreuung der Lebensversicherungsbestände und andererseits im Sinne der Gesamtkundenberatung die Aktivierung des Neugeschäftes. In der SAFE7 Gruppe gibt es alleine über 40.000 fondsgebundene Lebensversicherungsverträge – das ist gewichtiges Potenzial. Weiters bieten wir unseren Versicherungspartnern an, unbetreute Bestände zu übernehmen.

Meingast: Ja, alle unsere Vertriebspartner können ihre Bestände zur Betreuung einbringen. Es wurde in die neue Gesellschaft bereits viel Manpower investiert. In Zusammenarbeit mit den Fachexperten der SAFE7 wurde ein „Ampelsystem“ entwickelt, das jeden einzelnen fondsgebundenen Lebensversicherungsvertrag einer Überprüfung unterzieht und wie schon der Name sagt, den Kunden in einem Ampelsystem informiert wie es mit seinem Vertrag steht: grün - alles in Ordnung, gelb - bitte anrufen, rot - dringender Handlungsbedarf. Klingt einfach, ist

Es wurde kolportiert, dass Versicherungsmakler ihre Bestände in die neue Gesell-

Die erforderlichen Investitionen um IDD und DSGVO konform tätig werden zu können, kosten viel Geld und hier stellt sich für einige die Frage, warum man das alleine beziehungsweise selber lösen soll.

jedoch mit unglaublich hohem Aufwand im Hintergrund verbunden. Ab wann geht es in das operative Geschäft?

Meingast: Ende April werden die ersten Roadshows veranstaltet und die Betreuung der ersten Bestände wird gestartet. Im ersten Schritt werden, wie schon angemerkt, die fondsgebundenen Lebensversicherungsbestände gescreent und im zweiten Schritt sollen die klassischen Lebensversicherungsverträge folgen. Alles unter Berücksichtigung der neuen Regulatorien? Meingast: Selbstverständlich, alle regulatorischen Vorgaben werden in das System integriert. Kann ich mir auch als Makler, der nicht bei SAFE7 beteiligt ist, dieses Tool besorgen, beziehungsweise meine FLV Bestände in die neue Gesellschaft übertragen? Meingast: Nein, man muss bei einem der Partnerunternehmen dabei sein. Gibt es bei den teilnehmenden Unternehmen Zuwachs, bemerkt man eine Veränderung am Markt? Meingast: Die Partnerunternehmen der SAFE7 Holding konnten im Vorjahr einen

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SAFE7 HOLDING AG | INTERVIEW

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INTERVIEW | SAFE7 HOLDING AG

erhalten. Ziel ist es, jungen Menschen die Möglichkeit zu bieten sich für die Unternehmensnachfolge ausbilden zu lassen und unseren Vertriebspartnern die Möglichkeit zu geben, sollten Sie keinen geeigneten Nachfolger finden, aus unserem Talente Pool „die“ geeignete Person auszuwählen. Wie wird sich das finanzieren? Meingast: Es ist ein Refinanzierungsprojekt. Wir nehmen aktiv viel Geld in die Hand um das Projekt zu starten und werden erst in einigen Jahren nach Übernahme der ersten Büros Rückzahlungen der Ausbildungsfinanzierung erhalten. Die ersten Erfahrungen zeigen, dass sowohl der in Pension Gehende als auch der Nachfolger von diesem System nur gewinnen kann. Ist Versicherungsmakler noch ein Beruf der Spaß macht, beziehungsweise ist es ein Beruf mit Zukunft? Zuwachs von rund 5 Prozent bei Vertriebspartnern und im Prämienvolumen verzeichnen. Heuer wird eine Zuwachsrate von 10 Prozent angestrebt. Im Prämiensegment erwarten wir heuer um die 500 Millionen.

Meingast: Wir wollen als Aktiengesellschaft absolute Transparenz zeigen. Es sind vier Initiatorenunternehmen in der SAFE7 Holding und jedes Partnerunternehmen soll so viel Einsicht wie möglich bei unseren Gesellschaften haben.

Gibt es große Unternehmungen, große Verbände oder Maklerbüros, die vielleicht auch im oberen Bereich dazukommen könnten?

Was ist der nächste Schritt, wie lauten die Zukunftspläne?

Meingast: Wir werden heuer das Thema Meingast: Es gibt schon seit über einem Jahr Akquisition forcieren. Auch im Bereich Ausintensive Gespräche sowohl mit großen Ver- und Weiterbildung haben wir einiges geplant. bänden als auch Maklerbüros. Die erforderli- Die vier Initiatorenunternehmen bieten für Mitarbeiter und Verchen Investitionen um triebspartner unterIDD und DSGVO Ich sehe die Digitalisierung schiedliche Aus- und konform tätig werden und die Nutzung der Weiterbildungsmaßzu können, kosten viel technischen Möglichkeiten nahmen an. Unser Geld und hier stellt Bestreben ist es, die sich für einige die Fraals Unterstützung für die unterschiedlichen ge, warum man das alpersönliche Beratung und Angebote zukünftig leine beziehungsweise nicht als Konkurrenz. zu bündeln und in eiselber lösen soll. Unser ner eigenen Akademie Ansatz für alle Vertriebsunternehmen die besten Lösungen zu anzubieten. Ein weiterer Punkt dem wir uns haben, hat uns auch zur Gründung der SAFE7 heuer widmen, ist das Thema Nachfolge. Bereits IT GmbH veranlasst. Hier werden zukünftig letztes Jahr haben wir in einer Kooperation die gesamten Prozesse und Supports für die mit der Universität Seeburg ein einzigartiges Ausbildungstool ins Leben gerufen. Wir planen Gruppe abgewickelt. einen Pool an Nachwuchskräften aufzubauen, Warum wieder eine neue Gesellschafts- die neben der akademischen Ausbildung auch einen praktischen Teil in unseren Maklerbüros gründung? 50 risControl 04/18

Meingast: Natürlich, ich bin überzeugt dass die persönliche Beratung immer von Bedeutung sein wird. Vielleicht wird es weniger Gewerbescheininhaber in Zukunft geben, aber die Versicherungsmakler, die sich den Aufgaben der Zukunft stellen und sich gut positionieren, werden sehr wohl eine erfolgreiche Zukunft haben. Auch sehe ich in der Digitalisierung kein wirkliches Problem für Versicherungsmakler. Die Frage die sich stellt ist eher, was verstehen wir unter Digitalisierung. Was verstehen Sie unter Digitalisierung? Meingast: Digitalisierung kann man in verschiedenen Segmenten definieren. Für mich geht es dabei um Themen wie Kundenkommunikation, Automatisierung der Prozesse zwischen Versicherungsunternehmen und Versicherungsmakler und natürlich um eine permanente Erreichbarkeit für Kundinnen und Kunden. Und zwar unabhängig wo, wann und wie der Kunde mit uns in Kontakt treten will. Digitalisierung ist für mich auch ein Schritt zur Vereinfachung von Prozessen. Ich sehe die Digitalisierung und die Nutzung der technischen Möglichkeiten als Unterstützung für die persönliche Beratung und nicht als Konkurrenz. Wir danken für das Gespräch.


Wie finde ich die richtige Versicherung für meine Gewerbekunden? Viele Versicherungsmakler zerbrechen sich den Kopf, um eine passende Versicherung für ihre Gewerbekunden zu finden. In der EFM kann jeder Franchiseunternehmer auf das Fachwissen der Gewerbeabteilung in der Systemzentrale zugreifen und so ideale Lösungen für seine Kunden finden. Welches Produkt ist nun für welchen Betrieb passend? Für einen großen Teil der Kleingewerbekunden und einen beachtlichen Teil von Mittelbetrieben wird ein standardisiertes Produkt einen ausreichenden Versicherungsschutz bieten. In den meisten Fällen sind hier eher zu umfangreiche Deckungen als Deckungslücken wahrscheinlich. Diese Produkte sind in einem

eingeschränkten, definierten Bereich sinnvoll und werden sowohl vom Versicherungsmakler als auch den Kunden sehr gerne angenommen. Ein individueller Bedarf ergibt sich zum größten Teil erst außerhalb dieses definierten Bereichs und hat mit der Tätigkeit und der Größe des Kunden genauso zu tun, wie

mit seiner Standortpolitik. Aus vertriebswirtschaftlicher Sicht und vor allem aus betriebswirtschaftlichen Überlegungen wird der Makler erfolgreicher sein, der sich solcher Produkte bedient, als derjenige, der nach der klassischen „Ausschreibungsmethode“ vorgeht. Man sollte hier nicht Individualität mit dem tatsächlichen Bedarf verwechseln, zumal man auch individuell aber nicht bedarfsgerecht versichert sein kann. In der EFM werden aus vielen Gründen Allriskprodukte oder zumindest Spartendeckungen mit Allriskbausteinen bevorzugt, um einerseits dem umfassenden Versicherungswunsch zu entsprechen und andererseits unser Haftungspotential zu minimieren. Die Frage, die sich jeder vernünftige und betriebswirtschaftlich denkende Versicherungsmakler stellen sollte, lautet demnach: Wie kann ich meinen Gewerbekunden einen umfangreichen Versicherungsschutz bieten, ohne meine eigenen Kosten für die Organisation desselben über meine Einnahmen daraus steigen zu lassen. Oder etwas polemischer formuliert: Ein möglicher Fehler ist es, sich als „Haubenkoch“ zu präsentieren, wo es vorwiegend darum geht, vor dem Verhungern zu bewahren.

Peter Schernthaner – EFM Vorstand und Leitung Fachabteilung 52 risControl 04/18

In der EFM liefern wir durch unsere Gewerbeabteilung passende Versicherungskonzepte, die der Größe, dem Tätigkeitsbereich und der Standortpolitik des Betriebes entsprechen. Somit kann sich jeder EFM Versicherungsmakler sicher sein, dass er die optimale Versicherungslösung für seine Gewerbekunden vorlegen kann, damit diese in allen Belangen bestmöglich abgesichert ist.


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Ihr VAVorteil: Bis zu 100 % mehr Provision mit dem neuen KFZ-Tarif Passgenaue Lösungen, abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse der Kunden, und ein TOP Preis- Leistungs-Verhältnis zeichnen den neuen KFZTarif aus. Auch die vielgeliebte Bonusprovision wurde in der KFZ-Haftpflicht und in der Kasko beibehalten. 353.320 KFZ-Neuzulassungen im Jahr 2017 – ein Plus von 7,2 %. Das Auto ist nach wie vor Transportmittel Nr. 1 für Beruf und Freizeit, die individuelle Mobilität bekommt einen immer höheren Stellenwert. Dies bestätigen auch die aktuellen Ergebnisse des VAV Mobilitätsbarometers. Im Schadensfall gut abgesichert zu sein ist aus diesem Grund umso wichtiger. Der neue VAV KFZ-Tarif mit innovativer Tarifgestaltung und bis zu 100 % mehr Provision für Vertriebspartner bietet die optimale Absicherung. So versichert man KFZ heute. Zum vierten Mal in Folge (2014 - 2017) wurde die VAV von der Österreichischen Gesellschaft für Verbraucherstudien zum besten KFZ-Versicherer Österreichs gekürt. Grund genug, den TYPTOP Tarif 2018, der ab sofort

verfügbar ist, noch weiter zu optimieren. Der neue KFZ-Tarif punktet vor allem mit noch besserem und individuellerem Schutz bei bestem Preis-Leistungs-Verhältnis. Auch 2018 gibt es die bereits bewährte Bonusprovision wieder. Sie gilt für gut verlaufende Fahrzeuge, sogenannte TOPTYP-Modelle, wenn Anträge elektronisch über VAV PRO oder ein Vergleichsprogramm eingereicht werden. 8 der 10 meist zugelassenen PKW sind TOPTYP-Modelle und ermöglichen so für VAV Vertriebspartner ein ordentliches Einkommensplus durch bis zu 100 % mehr Provision. Innovativ bei der VAV KFZVersicherung ist auch die Tarifgestaltung nach Autotypen. „Unser Typenklassen-Tarif orientiert sich an mehreren Faktoren, wie zum Beispiel Type und Alter des Fahrzeuges, Alter des Versicherungsnehmers, Jahresfahrleistung, aber auch an der Region. So

ermöglicht der TYPTOP-Tarif ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis.“, erklärt Mag. Robert Kühberger, Leiter Produktmanagement Privatgeschäft bei der VAV. Der neue VAV Tarif punktet insbesondere mit einem Bonus-Malus-System für KleinLKW bis zu einer Nutzlast von 1,5 Tonnen. Voraussetzung dafür ist, dass der Klein-LKW im Typenklassenverzeichnis enthalten ist. Dadurch wird eine ideale Preisorientierung gewährleistet, vor allem auch bei der Verwendung mit Wechselkennzeichen. Weiters wurden die VOLLKASKO-Prämien für Wohnmobile gesenkt und auf Marktniveau angepasst. Nachlass für Neufahrzeuge erhöht Ins Auge sticht auch die Ausdehnung des Nachlasses für Neufahrzeuge, denn Fahrzeuge bis zu einem Alter von einem Jahr profitieren in der HAFTPFLICHT und in der VOLLKASKO von einem Nachlass in Höhe von 10 %. Fahrzeuge bis zu einem Alter von zwei Jahren erhalten in der HAFTPFLICHT einen Abschlag von 5 %. Entfernt wurde der bisherige Zuschlag in der VOLLKASKO für Fahrzeuge, die älter als 3 Jahre sind und in der TEILKASKO für Fahrzeuge, die älter als 5 Jahre sind. Kostenloser Zusatzservice im Schadensfall Kunden profitieren zudem vom kostenlosen Zusatzservice im Kasko-Schadensfall: Abholung, Reparatur und Rückgabe des beschädigten KFZ sind wahlweise Bestandteil von Voll- und Teilkasko. Dank eines gratis Leihautos kann die VAV Ihren Kunden auch während der Reparatur volle Mobilität gewährleisten.

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Sie denken Sie sind gut geschützt? Achtung: Die größte Gefahr lauert dort wo sie es am wenigsten vermuten + Experteninterview

Cybercrime vs. Cybersecurity – eine virtuelle Schlacht um Macht und Geld Cyberkriminalität, Hackerangriffe, Internetbetrug. Fast täglich lesen wir Headlines mit diesen oder ähnlichen Schlagwörtern in den Medien. Treffen kann es leider jeden, Privatpersonen genauso wie Unternehmen oder staatliche Einrichtungen. von Mag. Jan L. Kleinschek Ebenso vielfältig sind auch die Tatbestände. Diese reichen von Datendiebstahl und Datenveränderung über den Handel mit illegalen Waren und Inhalten bis hin zu Computerbetrug und Erpressung. Die Täterschaft wird in der öffentlichen Diskussion gerne auf osteuropäische Hacker geschoben. Doch in Wahrheit sind die Dinge auch hier vielfach verstrickter als gedacht. Auf Smartphones, E-Mail oder Social Media Konten hat mit Hilfe einfacher Malware neben echten Kriminellen schnell auch mal die eifersüchtige Freundin, ein konkurrierender Arbeitskollege, oder ein anderes Unternehmen Zugriff. Ganz offensichtlich ist das Thema Cybercrime also viel zu komplex um es bloß einer Schublade zuzuordnen. Ebenso sollten wir das Bild vom

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halbwüchsigen Computer-Nerd, mit unreiner Haut erstmal beiseite schieben. Nicht mal ein Blick auf die aktuellen Fallzahlen bringt die gewünschten Fakten ans Licht. Zwar berichtet das deutsche Bundeskriminalamt von einer steigenden Anzahl an verübten Delikten, geht aber gleichzeitig von einer sehr hohen Dunkelziffer aus. Kriminalität aus dem virtuellen Raum wird also oftmals gar nicht erkannt und falls doch aus verschiedensten Gründen erst gar nicht zur Anzeige gebracht. Schätzungen zufolge ist im vergangenen Jahr aber tatsächlich jeder zweite deutsche Internetnutzer Opfer von Cyberkriminalität geworden, wobei in rund der Hälfte aller Fälle ein finanzieller Schaden zu beklagen war.

Dabei ist Computerkriminalität ein weltweites Phänomen und keineswegs nur auf einzelne Länder beschränkt. Die verursachten Schäden summieren sich daher global gesehen schnell auf unvorstellbare Summen. Laut einer aktuellen Studie vom IT Sicherheitsunternehmen McAfee beläuft sich im Jahr 2017 der finanzielle Schaden durch Cyberattacken weltweit auf beinahe eine halbe Billion Euro und liegt damit deutlich über dem österreichischen BIP. Doch wie konnte es so weit kommen? Steve Grobman, CTO für Computersicherheit von McAfee hat dafür eine einfache Erklärung: „Die digitale Welt hat fast jeden Aspekt unseres Lebens verändert, einschließlich Risiko und Kriminalität, mit der Folge dass, Kriminalität effizienter, weniger riskant, profitabler und noch nie leichter auszuführen war als heute.“ Tatsächlich ist heute perfektes Fachwissen selbst für groß angelegte Cyberattacken nicht mehr zwingend notwendig. Hauptverantwortlich dafür ist eine Entwicklung die Experten unter dem Begriff „Randsomware“ zusammenfassen. Dahinter verbergen sich unzählige Formen von Erpressungssoftware die inzwischen in tausenden illegalen Marktplätzen vor allem im Darknet angeboten werden. Es scheint sich eine regelrechte kriminelle Serviceindustrie entwickelt zu haben die potentiellen Cyberkriminellen zuarbeitet und selbst maßgeschneiderte Schadsoftware offen anbietet. Der steile Aufstieg von Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum unterstützen diesen Trend offensichtlich noch. Wie umfassend und gefährlich solche Randsomware Angriffe sein können hat zuletzt der „WannaCry“ Virus im Frühling des vergangenen Jahres bewiesen.


KOLUMNE

Dabei wurden innerhalb kürzester Zeit hunderttausende Computer in rund 150 Ländern infiziert. Die Schadsoftware verschlüsselte und sperrte nahezu alle Dateitypen auf den befallenen Rechnern und forderte unter Androhung der kompletten Datenlöschung Erpressungsgeld – zahlbar in Bitcoin – um wieder Zugriff auf die eigenen Dateien zu bekommen. Opfer dieser Cyberattacke waren unzählige globale Konzerne, sowie staatliche Einrichtungen. Europol sprach in diesem Zusammenhang sogar von einem noch nie dagewesenem Ereignis und das obwohl der Programmcode Anfängerfehler enthielt. Dieser prominente Fall zeigt anschaulich wie schnell und wirkungsvoll sich ein einziges Schadprogramm weltweit verbreitet kann, vor dem das damals aktuelle Windows Sicherheitsupdate sogar geschützt hätte. Bei solchen Sicherheitslücken verwundert es nicht, dass Cyberangriffe auf Unternehmen seit Jahren einen kontinuierlichen Anstieg verzeichnen. Sie haben sich in den letzten fünf Jahren sogar verdoppelt und die Finanz- und Versicherungsbranche ist davon leider nicht unverschont geblieben. Ganz im Gegenteil. Hier haben sich die Attacken im gleichen Zeitraum sogar glatt verdreifacht. Das ist vermutlich auch einer der Gründe warum die Finanzbranche das Ranking mit den höchsten finanziellen Cybercrime Schäden anführt. Insgesamt bleiben Cyberangiffe jedenfalls viel zu lange unentdeckt. Laut einer aktuellen Studie dauerte es 2017 durchschnittlich immerhin etwa 200 Tage um ein Cyberleck im Unternehmen zu enttarnen und danach rund 66 Tage um es erfolgreich zu bekämpfen. „…das Böse ist immer und überall“ Diese mehr als 30 Jahre alte Textstelle der EAV, gilt offensichtlich nicht nur für Banküberfälle, sondern inzwischen für Computerkriminalität gleichermaßen. Doch ganz hilflos ist man nicht - wie sieht es also mit der Cybersicherheit aus? Das Bewusstsein für Cybersecurity ist in den letzten Jahren bei Unternehmen deutlich gewachsen. Damit ist eine ganze Branche aus dem Dornröschenschlaf erwacht und glänzt inzwischen mit zweistelligen Wachstumsraten. Aus dem einfachen Virenschutz der Vergangenheit ist innerhalb kurzer Zeit ein Milliardenmarkt entstanden der laut Schätzungen auf über 200 Milliarden Dollar bis 2021 anwachsen wird. Eines scheint damit klar. Die Großzahl der Unternehmen hat aus ihren

Fehlern gelernt und ist damit bereit deutlich in Cybersicherheit zu investieren. Insbesondere Finanzunternehmen haben die Gefahren erkannt und haben bereits jetzt zumindest auf technischer Ebene ihre Hausaufgaben gemacht. Dadurch dass Cyberangriffe inzwischen aber leichter, billiger und schneller durchzuführen sind, lohnt es sich für Hacker heutzutage auch kleinere Opfer auszuwählen. Klein- und Mittelbetriebe sollten die wachsenden Cyberrisiken daher nicht unterschätzen. Wie viel konkret in den Kampf gegen die Cyberkriminalität investiert werden sollte muss anhand des jeweiligen Risikoprofils des Unternehmens entschieden werden. Als grobe Maßzahl gilt aber rund 10% des IT-Budgets direkt in IT-Sicherheit zu investieren. Sich einzig und alleine auf technische Abwehrmethoden zu verlassen kann sich jedoch schnell als gefährlicher Fehler entpuppen. Während die technische Seite oftmals recht gut zu schützen ist, stellt der menschliche Faktor beim Thema Cybersicherheit eine Schwachstelle dar, die gerne übersehen wird. Dabei muss sich der Mensch gar nicht wissentlich bösartig verhalten um zum Sicherheitsrisiko zu werden. Eine Sekretärin die ohne nachzudenken eine infizierte E-Mail öffnet kann genauso gefährlich werden wie ein Sachbearbeiter der heikle Kundendaten nicht ausreichend schützt – ob aus Unwissenheit oder Nachlässigkeit. In beiden Fällen ist ein Leck entstanden durch das externe Personen auf einfachstem Wege Zugriff auf Firmendaten erlangen können. Durch Schulungen und Kontrollmaßnahmen sind solche Sicherheitslücken durchaus effizient zu bekämpfen. Schwieriger wird es beim klassischen „Insider Threat“ bei dem Personen aus dem Umkreis des Unternehmens (Geschäftspartner, Mitarbeiter oder ehemalige

Angestellte) sich mit krimineller Absicht Zugriff auf Computersysteme und Datensätze der jeweiligen Firma verschaffen. Zum einen sind solche Insider schwer zu enttarnen weil sie schon im Vorfeld über unternehmensspezifische Informationen verfügen und zum anderen geht es hier in aller Regel um schwere Delikte wie Diebstahl, Sabotage oder Betrug. Im Kampf der Cybersicherheit gegen die Cyberkriminalität nimmt die Versicherungsindustrie zweifelsfrei einen besonderen Platz ein. Denn einerseits können Versicherungsunternehmen selbst zum Opfer von Cyberattacken werden. Andererseits hat sich das Geschäft mit Cyberrisiko Versicherungen zu einem dauerhaften Geschäftszweig gemausert. Durch diese Art der Versicherungsverträge wird sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen die Möglichkeit gegeben die stete Lücke zwischen Sicherheitsmaßnahmen und Restrisiko einer Cyberattacke zu schließen. Damit wird es ermöglicht Cyberrisiken für Jedermann kalkulierbar werden zu lassen. Gelingt es zukünftig Cyberkriminalität im Zaum zu halten und Großangriffe zu verhindern könnten Versicherungen vielleicht sogar die heimlichen Gewinner der Cybersicherheitsdebatte sein. Allerdings ist Cyberkriminalität ein sehr dynamisches Umfeld und kommende Bedrohungen bleiben hier besonders schwer abschätzbar. Einige Experten mutmaßen jedenfalls, dass Cyberangriffe schon bald vermehrt auf wichtige Versorgungsnetze und Infrastruktureinrichtungen gerichtet sein könnten. Damit hätten sie nicht nur das Potenzial direkt die breite Bevölkerung zu treffen, sondern es würden in kurzer Zeit Schäden entstehen die nur schwer vorstellbar sind. risControl 04/18 57


KOLUMNE

Experteninterview mit John Irvin und Hans Holmer von Noetic International, Inc. Cyber-Risiken sind hochaktuell - es wird fast täglich berichtet. Hat sich das Umfeld in den letzten Jahren grundlegend verändert und ist die Bedrohung wirklich gestiegen?

John Irvin ist ein ehemaliger US Geheimdienstmitarbeiter und psychologischer Operationsoffizier der US Army. Heute ist er Vizepräsident der 501 (c) 3 Non-ProfitOrganisation NOIR für die USA, mit der Aufgabe zum Thema „Psychologie der Insiderspionage“ innovative Konzepte zu lehren und zu fördern. Er ist Partner bei Noetic International, Inc.

was beraten Sie Ihre Geschäftskunden?

Wir sind der Mein u n g, d a s s s i c h Unternehmen mit einer klar definierten Strategie auf ihre Schwachstellen konzentrieren müsHans Holmer ist ein pensionierter CIAsen - sowohl im PerAm Volumen geOffizier, der seit fast 30 Jahren als Experte sonalbereich als auch messen ist die Befür menschliche, cyber- und technische im Bereich Techdrohung möglicherSicherheitslücken fungiert. Er lebt er nologie. Etwa 90% weise gestiegen. Das heute in Wien, wo er Kunden über die aller SicherheitsverFachwissen, das für Aufdeckung von Sicherheitslücken und letzungen betreffen einen Cyberangriff Strategien der Schadensminderung berät. Er ist Cyber Security Director bei Noetic bekannte Sichererforderlich ist, hat International, Inc. heitslücken, für die sich hingegen nicht technische Patches geändert. Die letzte www.noetic-intl.com zwar verfügbar, aber Cyberattacke, bei der nicht installiert sind. die Eindringlinge außergewöhnlichen technischen Scharfsinn Das gleiche gilt für menschliche Fehler oder gezeigt haben, war der STUXNET Fall, der böswilliges Verhalten, bekannt als "Insider2010 bekannt wurde. Seitdem sind zwar viele threat". Organisationen sollten immer monatSicherheitslücken entdeckt worden aber kaum liche Berichte vom CISO (Chief Information eine konnte Cybersecurity Experten wirklich Security Officer) verlangen. Darin sollten alle internen und externen Schwachstellen beeindrucken. aufgezeigt werden, die für die Sicherheit In der jüngsten Vergangenheit wurden und den fortlaufenden Geschäftsbetrieb zur einige große und bekannte Unternehmen Gefahr werden könnten. Ohne solche Inforvon Cyber-Angriffen hart getroffen. Wa- mationen kann die Geschäftsführung nicht rum scheitern ihre IT- und Cybersecurity bestimmen, wie viel in Sicherheit investiert werden soll und ob das Unternehmen gerade Experten? dabei sicherer bzw. unsicherer zu werden. In der Regel haben die IT- und Cybersecurity Experten nicht so versagt wie der Unterneh- Gibt es allgemein bekannte Schwachstelmensprozess an sich. Dieser muss bestimmen len / Ziele? wie viel in Cybersecurity Personal und Prozesse investiert werden muss. Es gibt einen alten Neue Sicherheitslücken inklusive der PatWitz, der sagt "Billig, sicher oder schnell: ches, die helfen diese wieder zu schließen, Wählen Sie zwei." Die meisten Unternehmen werden monatlich veröffentlicht. Angriffe wollen Sicherheit an den billigsten Anbieter auf offene Sicherheitslücken haben zuerst auslagern und daher sollten solche Ergebnisse einen kurzen Anstieg, aber dann einen beauch nicht überraschen. Cybersicherheit kann merkenswert langen und dicken Schwanz, nur erfolgreich sein, wenn sich das Manage- weil die meisten Organisationen zu lange ment dafür genauso beherzt einsetzt wie für brauchen, um die notwendigen Patches zu andere tragende Themen der Unternehmen- installieren. Darüber hinaus ist in der Regel das IT- und Cybersicherheitspersonal von sagenda. alltäglichen Sicherheitsproblemen aus- oder Sie sind ein internationaler Experte auf die- gar überlastet. Um die optimale Sicherheit sem Gebiet. Wie können Sie sich schützen, und Leistungsfähigkeit von IT-Netzwerken 58 risControl 04/18

und industriellen Steuerungssystemen zu gewährleisten müssen diese leider stets aktiv gemanagt werden. Sind Versicherungs- und Finanzunternehmen besonders gefährdet, von Cyberkriminellen ins Visier genommen zu werden? Sie verwalten Geld und große Mengen an persönlichen Daten, was sie zu attraktiven Zielen für eine große Gruppe von Hackern macht. Ob eine Hackergruppe versucht das Unternehmen zu attackieren oder ob mehrere verschiedene Angreifer ihr Glück versuchen, hängt davon ab, wie gut diese Unternehmen ihre Schwachstellen im Griff haben. Hacker können mithilfe von automatisierten Tools sehr effizient die Netzwerk-Schwachstellen des jeweiligen Unternehmens austesten – mit praktisch unbegrenzten Ressourcen. Demgegenüber müssen Unternehmen Strategien, Ressourcen und Prozesse finden die sowohl ihr gesamtes Netzwerk als auch ihre externen Schnittstellen verteidigen. Das Management von Schwachstellen ist der einzige Bereich über den Unternehmen tatsächlich die Kontrolle haben. Versicherung gegen Cyberkriminalität? Sind die Risiken überhaupt vollständig abzudecken? Versicherungen funktionieren gut gegen eingrenzbare externe Bedrohungen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Anzahl der externen Bedrohungen nicht zu definieren ist. Daher decken Versicherer selten so viel Schaden ab wie Unternehmen das gerne annehmen. Grundsätzlich sollte es zwar möglich sein, den Versicherungsschutz mit den Sicherheitsanforderungen von Unternehmen in Einklang zu bringen. Unklar bleibt allerdings ob Unternehmen bereit wären die Prämien zu bezahlen die in diesen Fällen notwendig wären, bzw. ob Versicherer gewillt sind für bestimmte Risikoabsicherungen überhaupt Angebote zu unterbreiten. Versicherungen sind gute Lösungen um Restrisiken abzudecken aber sollten keinesfalls das primäre Risikoinstrument sein.


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WinMakler professional Das Bestandsverwaltungsprogramm WinMakler ist ein Produkt der Novum Gmbh mit Hauptsitz in Nürnberg, Deutschland. In Österreich gibt es Niederlassungen in Salzburg und in Wien. Die Novum Gruppe beschäftigt ca. 150 Mitarbeiter in Österreich, Deutschland, der Schweiz und in Slowenien. Unternehmensstandorts ohne Einschränkungen genutzt werden. Die Software kann entweder über das maklereigene Rechenzentrum betrieben werden oder als Private Cloud und Terminalserverzugang. Schnittstellen gibt es derzeit zum Vergleichsrechner Cheggnet, der Vorsorgeplattform Varias, dem Portal der Generali (eVP) und dem hauseigenen Versicherungsportal (Vportal).

Alles was ein erfolgreiches Maklerbüro braucht WinMakler professionell bietet seinen Anwendern eine umfassende Software, zur effizienten Gestaltung aller relevanten Geschäftsbereiche eines Maklerbetriebes. Dazu gehört die Verwaltung von Kunden- und Interessentendaten, Vertragsdaten, Schadendaten und Provisionsdaten. Ein Korrespondenz- und Dokumentenmanagement, sowie eine effiziente Termin- und Aufgabenverwaltung runden das Angebot ab. Eine Anrufer Identifikation mit automatischem Anstoß der Kundenbearbeitung und eine aktive Telefonie erleichtern den Arbeitsalltag des Anwenders. Als organisatorische Unterstützung wurde eine automatische Aufgabengenerierung mit Evidenzhaltung und Urgenzsystem für die Antrags- und Schadenbearbeitung integriert. Die Antragsbearbeitung ist als durchgehender Prozess mit Einbeziehung eines externen Vergleichsrechners und mit automatischer Vertragsanlage konzipiert. Die großen Herausforderungen IDD und DSGVo Für die Anpassung an die Datenschutzgrundverordnung müssen von den Betrieben große technische und organisatorische Schritte unternommen werden. Winmakler professionell unterstützt durch ein detailliertes Berechtigungskonzept, welches Einschränkungen für die Benutzer, auch auf fachliche Themenbereiche, zulässt. So können zum Beispiel Krankenversiche60 risControl 04/18

Was noch von Bedeutung ist

rungsverträge nur von bestimmten Personen bearbeitet oder vollständig beauskunftet werden. Optional wird ein eigenständiges Dokumentenmanagementsystem angeboten. Dieses bietet eine revisionssichere Ablage für elektronischen Dokumente und die Möglichkeit Textpassagen für Benutzer oder Benutzergruppen zu „schwärzen“. Die Zugriffsberechtigungen können auf einzelne Dokumente eingeschränkt werden. Den Anforderungen von IDD entsprechend stehen automatisch befüllbare Formulare zur Verfügung. Alle, elektronisch erzeugten Dokumente, können auch digital unterzeichnet werden. Technische Fakten Das Verwaltungssystem selbst ist nicht über einen Browser nutzbar. Das Programm läuft ausschließlich auf den einzelnen Arbeitsplätzen unter Windows. Über Terminalserver und VPN kann die Verwaltungssoftware auch außerhalb des

WinMakler professionell ist ein auf „Concurrent User“ basierendes Lizenzmodell. Die Anzahl der gleichzeitig angemeldeten Benutzer ist begrenzt, meldet sich jedoch ein Benutzer ab, kann sofort ein anderer User mit dem System arbeiten. So können zum Beispiel in einem Unternehmen 100 Benutzer im System hinterlegt sein, aber nur 50 können gleichzeitig mit dem System arbeiten. Benutzerschulungen werden persönlich vor Ort und durch E-Learning angeboten. Daneben gibt es noch die Möglichkeit offene Schulungen in den Schulungsräumen der Firma Novum zu besuchen. Webinarien werden zur Vorstellung neuer Funktionalitäten eingesetzt. Betriebliche Kennziffern, sowie genaue Bestandskenntnisse sind notwendig um als unabhängiger Vermittler erfolgreich zu sein. Daher stehen dem WinMakler professionell User eine Reihe von vorgegebenen Auswertungen zur Verfügung. Individuelle unternehmensspezifische Auswertungen können über ein gängiges Reporting-Tool selbst erstellt werden.


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VVO

Fahrraddiebe

und aufwendiger zu knacken sind, war in Wien am höchsten, in Graz und Salzburg deutlich niedriger und in St. Pölten am niedrigsten. Trotz einer hohen Sicherungsquote in Wien, ist die Zahl der verwendeten hochwertigen Schlösser in Wien leider leicht rückläufig. Teure Fahrräder sind durchschnittlich besser gesichert. Da aber kein Fahrradschloss absolute Sicherheit bietet und mit entsprechendem Werkzeug jedes noch so gute Schloss geknackt

Foto: Martina Siebenhandl

Nach Angaben des Bundeskriminalamts wurden im vergangenen Jahr fast 25.000 Fahrräder in Österreich als gestohlen gemeldet. Viele der Diebstähle könnten vermieden werden, denn viele Radfahrer gehen mit ihren Zweirädern sehr sorglos um. Einige Schutzmaßnahmen würden schon reichen um den Großteil der Diebstähle zu verhindern. Viele der polizeilich registrierten Diebstähle ereignen sich in den Landeshauptstädten. Kein Wunder, so ergab eine aktuelle Erhebung des KFV in den Landeshauptstädten Wien, St. Pölten, Graz und Salzburg, dass der Anteil ungenügend gesicherter Fahrräder im Jahr 2018 mit rund 65 Prozent sehr hoch und die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr 2017 (68 Prozent) nur sehr gering ausfällt. Die Erhebungsergebnisse zeigen hinsichtlich der verwendeten Fahrradschlösser auch deutliche regionale Unterschiede. Die Verwendung von hochwertigen Schlössern (z. B. Bügelschloss, Faltschloss, Panzerkabel), die deutlich schwerer

werden kann, sollte darauf verzichtet werden, teure Fahrräder über einen längeren Zeitraum im Freien abzustellen. Wie auch schon in den vergangenen Jahren empfehlen die Beamten der Kriminalprävention die Verwendung eines Fahrradpasses. Der Pass liegt in jeder Polizeidienststelle auf oder kann ganz einfach auf der Homepage des Bundeskriminalamtes heruntergeladen und ausgefüllt werden. Der Fahrradpass dient als Eigentumsnachweis.

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Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Datenschutzgrundverordnung

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Interview mit Prok.KR Gerhard Heine, Leiter Partnervertrieb Wiener Städtische Versicherung

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Interview mit CEO Wolfgang Lackner und Vertriebsleiter Klaus Kretz, Europäische Reiseversicherung

62 risControl 04/18

Für Anzeigen sind die allgemeinen Anzeigenbedingungen des Österreichischen Zeitschriftenverbandes vom 1. Februar 1990 bindend. Es gilt der Anzeigentarif 01/2018 / (ca)


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risControl 04 2018  

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