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risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation

Bei Unzustellbarkeit retour an: risControl, 3701 Oberthern, Oberthern 33

NR. 06 • 2014 • HEFT 419 • 35. JAHRGANG • EURO 10,00

Der Tod biegt links ab Eine Reportage über das Motorradfahren

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Demner, Merlicek & Bergmann

IHRE SORGEN MĂ–CHTEN WIR HABEN

wienerstaedtische.at

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EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser!

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Fußball in Brasilien, für Fans wahrscheinlich das höchste Glück auf Erden. Doch auch das ist die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Nur der Spiele wegen wurde ein, na sagen wir, Urwald gerodet und ein Stadion gebaut. Ein Riesenbau nur für ein paar Wochen Betrieb. Nein, sagt das Establishment. Beheimatete Fußballclubs können nach der Weltmeisterschaft endlich im eigenen Stadion spielen. Blöd nur, dass die Matches der beiden in „Urwaldnähe“ spielenden Fußballclubs in ihrer Größe gleichzusetzen sind wie SC Ritzing gegen SC Sollenau. Im Prunkstadion haben alle Einheimischen locker in der ersten Reihe Platz. Oder sie versammeln sich alle auf der Ehrentribüne. Auch das ist die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Menschen, die nur der Spiele wegen aus ihren Häusern vertrieben wurden. Dank der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien „müssen“ einige Kinder in Rio während der Spiele nicht in die Schule gehen. Aber nicht um daheim im Fernsehen das Ereignis mitzuverfolgen, sondern weil sie die durchströmenden Touristen verstören könnten, ob ihrer Armut. Madre de dios, was hätte denn die Welt für einen Eindruck von Brasilien? Arme Kinder, Bettler oder sonstiges „Geschmeiß“ rund um Stadt und Stadion! Daher gibt es – auf Befehl - keine armen Kinder, keine Bettler oder sonstiges „Geschmeiß“ zu sehen. Warum auch, es sind doch alle glücklich und freuen sich. Die schiere Größe Brasiliens wird einem so richtig bewusst, wenn man liest und hört, dass die Sportler wegen der oft weit auseinander liegenden Stadien mit dem Flugzeug zum Match befördert werden müssen. Für mich stellt sich die Frage, warum müssen Abermillionen Dollars für etwas ausgegeben werden, wenn anderswo bereits vorhandene Infrastrukturen genutzt werden könnten. Fußballstadien wie das Strahov-Stadion in Prag, das Wembley-Stadion in London oder der Signal Iduna Park in Deutschland? Natürlich ist das nur eine rein theoretische Frage. Sehr theoretisch. Was machen Menschen die aus ihren Häusern vertrieben worden sind, weil ihr Daheim einem Stadion Platz machen musste? Wenn sich das Land und seine Regierung für die Armen und Hilfslosen schämt, warum verwendet man das viele Geld nicht um Schulen Krankenhäuser und Ähnliches zu bauen, anstatt in Stadien zu investieren, die nach der Weltmeisterschaft als Bauruinen dahinmodern? Die Standarderwiderung lautet: „Wo gehobelt wird fallen Späne“. Was im Klartext heißt: Vergeßt die armen Kinder, die Bettler, das sonstige „Geschmeiß“ und die Bauruinen. Wir haben prächtig verdient. Und kommt nicht durch den Tourismus Aufschwung und Wohlstand ins Land? Für das Wohl Aller könne man – leider - auf Einzelschicksale nicht Rücksicht nehmen.

Fußball

ie hat gerade erst angefangen, die Fußballweltmeisterschaft. Doch ob Sie dieses, die Massen erfreuende, Sportereignis lieben oder nicht, ob es sie kalt lässt, wenn zweiundzwanzig Männerbeine auf einen Ball eindreschen, um das Runde in das Eckige zu bugsieren, ist eigentlich egal. Denn hier geht es um etwas anderes, um Unübersehbares, das aber viele nicht sehen können, besser gesagt, nicht sehen wollen und dürfen.

Nach der Weltmeisterschaft ist vor der Weltmeisterschaft. Und die Nächste soll in Dakar ausgetragen werden. Ob dort schon alles vorhanden ist an Infrastruktur und Stadien? Nur erst jetzt beginnt man bei der FIFA nachzudenken, wie sinnvoll es ist, bei über 40 Grad Hitze im Schatten Fußball zu spielen. Es lebe der Sport!

Ihre Doris Schachinger

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4 INHALT

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Ausgabe-Nr.: 06 | risControl 06/2014 Heft-Nr.: 419 | 35. Jahrgang

Die VermittlerAKADEMIE begrüßte die eintausendste Teilnehmerin und verstärkt ihr Angebot im Bereich gesetzlicher Weiterbildung. Interview mit Johannes Muschik, dem geschäftsführenden Gesellschafter der Akademie.

3 EDITORIAL Fußball

6 KARRIERE 6 R + V VERSICHERUNG: Finanz vorstand 6 EFM VERSICHERUNGSMAKLER AG: Neuer Expansionsmanager 6 VIENNA INSURANCE GROUP: Hauptversammlung 6 VIG: Aufsichtsrat 7 STYRIAWEST: Abteilungsleiter 7 DIALOG LEBENSVERSICHERUNG: Wechsel 7 VALUED ASSET: Universität St. Gallen 7 INSURANCE EUROPE: Wiederwahl

Seite 10

8 KURZNACHRICHTEN 8 Marktsituation 8 Netzwerken 8 Einkauf abgeschlossen 8 Bewertung 8 Captives 8 Social Media 9 Ciao Italia. E molto caro 9 Fussball 9 Teures Ende 9 Hitzeversicherung 9 Standort Wechsel

Der Tod biegt links ab

Seite 18 Eine Stadt, die man sich einmal leisten sollte

10 INTERVIEW Tausendmal bewährt

12 WIRTSCHAFT Sind Versicherungskunden zur Zahlung einer eigenen Vergütung für unabhängige Beratung bereit?

Seite 22

16 KOMMENTAR Raus aus den Schulden Wirtschaft im Zeichen des Sports

18 TITELGESCHICHTE Der Tod biegt links ab

22 REISE

Seite 24

Eine Stadt, die man sich einmal leisten sollte

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INHALT

24 FINANZEN 24 Fremdwährungskredite 24 Wirtschaft im Zeichen des Sports 26 Übergangsfrist endet 27 Recht bekommen

Ergebnis

28 VERSICHERUNG

Seite 28 Reha- und Gesundheitsmanagement

28 Ergebnis 29 KFZ Versicherungen 30 VAV ist Österreichs beste KFZ-Versicherung 32 ECR Bericht 33 Betriebliche Altersvorsorge 34 Pflichtversicherung 34 Die AschG-Novelle 35 Autostudie 36 Reha- und Gesundheitsmanagement 38 UNIQA Geschäftsfallabwicklung über die Serviceplattform TOGETHER

40 VERANSTALTUNG

Seite 36 Alle Wege führen nach Rom

40 Alle Wege führen nach Rom 42 14. Vorlesungstag 44 Recommender 46 Mit Roadshow Makler für Kreditversicherung fit machen 48 Zukunftsorientiert

50 TIPPS & TRENDS Villach

Seite 40

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Impressum: “risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger Redaktion: risControl, Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation, 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221, Telefon: +43 (0)720 515 000, Fax: +43 (0)720 516 700, e-mail: office@riscontrol.at Doris Schachinger, Chefredakteurin, Christian Proyer, Prof. Goran Devrnja, Layout

Recommender

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Titelbild: risControl, Weitere Bilder: risControl, Fachgruppe Finanzdienstleister/WKW/APA-Fotoservice/Juhasz, FMVÖ, R+V/Werneke, Susanna Sima, Andreas Kolarik, GRAWE. Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung eines Artikels erwirbt der Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung oder die Meinung der Redaktion darstellen. „risControl“ identifiziert sich gemäß dem österreichischen Medienrecht nicht mit dem Inhalt angeführter Brancheninformationen und den in Interviews geäußerten Meinungen. Abonnementbestellungen gelten auf ein Jahr, ab dem Monat der Bestellung und verlängern sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht spätestens ein Monat vor Ablauf des Bestellzeitraumes gekündigt wird. Für Anzeigen sind die allgemeinen Anzeigenbedingungen des Österreichischen Zeitschriftenverbandes vom 1. Februar 1990 bindend. Es gilt der Anzeigentarif 01/2012 / (ca)

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KARRIERE

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R + V VERSICHERUNG

VIENNA INSURANCE GROUP Dr. Pet

Hauptversammlung

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ainer Neumann Finanzvorstand der R + V Versicherung geht mit Jahresende in den wohlverdienten Ruhestand. Nun wurde zu seinem Nachfolger Marc Michallet bestimmt. Er übernimmt mit 1.1.2015 die Funktion. Michallet ist seit Juni 2012 in der R + V Versicherungsgruppe Bereichsleiter „Portfolio – Management Wertpapiere“, ist gelernter Bankkaufmann mit abgeschlossenen Studien an der Universität Regensburg und in den USA. Zuvor arbeitete er in verschiedenen führenden Positionen im Bankenbereich. Seine berufliche Laufbahn begann er 1996 im Kapitalmarktgeschäft der Hypovereinbank München. Der gebürtige Kemtener (Allgäu) ist verheiratet und hat zwei Kinder.

EFM VERSICHERUNGSMAKLER AG

Neuer Expansionsmanager

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er ehemalige Vertriebsvorstand der Victoria Volksbanken Versicherungs AG (ERGO), Erwin Pichler ist neuer Expansionsmanager bei der EFM Versicherungsmakler AG. „Wir freuen uns sehr, dass sich Erwin Pichler entschlossen hat, ein Teil der EFM Familie zu werden. Wir sind uns sicher, dass er viel zum Thema Expansion und Weiterentwicklung der gesamten Gemeinschaft beitragen kann.“, so Josef Graf, EFM Vorstand. Graf selbst gibt einige Agenden an den neuen Vorstandskollegen Wilhelm Brandstetter ab, und wird sich zukünftig auch verstärkt um das Expansionsgeschäft kümmern. In seiner neuen Position als Expansionsmanager, wird er das Unternehmen der Vision mit 300 Standorten in Österreich einen Schritt näher bringen. „Ich möchte wesentlich dazu beitragen, dass die EFM kontinuierlich mit hoher Qualität wächst. Strategisch von entscheidender Bedeutung ist es für mich die „richtigen“ Partner zu finden. Partner, die bereit sind beste Dienstleistungen für ihre Kunden zu erbringen.“, so Pichler.

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ag en

Finanzvorstand

er H

uch bei der Vienna Insurance Group wurde aufgrund des Ablaufs der Funktionsperiode der Aufsichtsrat neu gewählt. Dr. Wolfgang Ruttenstorfer bisheriger Vorsitzender scheidet aus dem Aufsichtsrat aus. Aufgrund der hohen Kapitalausstattung wurde bei der Hauptversammlung eine Erhöhung der Dividendenausschüttung von 10 Cent pro Aktie auf 1,30 Euro beschlossen. Die Vienna Insurance Group setzt damit ihre Dividendenpolitik einer Ausschüttung von mindestens 30 Prozent des Konzerngewinns nach Steuern und Minderheiten konsequent fort. ExDividenden-Tag ist der 11. Juni 2014, Dividenden-Zahltag ist der 16. Juni 2014. Der Aufsichtsrat der Vienna Insurance Group AG Wiener Versicherung Gruppe setzt sich damit wie folgt zusammen: Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor Dr. Peter Hagen. Abtprimas Propst Bernhard Backovsky, KR Martina Dobringer, Dr. Rudolf Ertl, KR Dr. Günter Geyer, Mag. Maria Kubitschek, Mag. Reinhard Ortner, HR Dkfm. Heinz Öhler, Dr. Georg Riedl, KR Dr. Karl Skyba und Mag. Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell.

VIG

Aufsichtsrat

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ie ordentliche Hauptversammlung der Vienna Insurance Group AG Wiener Versicherungs Gruppe wurde in der Wiener Stadthalle abgehalten. Aufgrund des Ablaufs der Funktionsperiode aller zehn Aufsichtsratsmitglieder wählte die Hauptversammlung den Aufsichtsrat neu. Dieser setzt sich nun wie folgt zusammen: Vorsitzender, KR Dr. Günter Geyer, Vorsitzender Stellvertreter, KR Dr. Karl Skyba, Abtprimas Probst Bernhard Backovsky, KR Martina Dobringer, Dr. Rudolf Ertl, Mag. Maria Kubitschek, Mag. Reinhard Ortner, HR Dkfm. Heinz Öhler, Dr. Georg Riedl, Mag. Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell. Zur Vorsitzenden des Prüfungsausschusses wurde Mag. Dr. Gertrude Tumpel-Gugerell bestimmt.

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VALUED ASSET

Abteilungsleiter

Universität St. Gallen

KARRIERE

STYRIAWEST

v.l.n.r.: Prof. Dr. Thomas Bieger, Rektor der Universität St. Gallen, Werner Holzhauser, Executive MBA HSG, Prof. Dr. Wolfgang Jenewein, Direktor EMBA HSG v.l.n.r.: Mag. Sarah Kleindienst, Leitung Schaden, Akad.Vkfm. Manuel Kleindienst, Leitung Vertrag, Daniel Krenn, Leitung Garantie, Akad.Vkfm. Gunther Riedlsperger, Geschäftsführer, Akad.Vkff. Barbara Pongratz, Leitung Verwaltung

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as Team der Garantieabteilung bei Styriawest hat einen neuen Abteilungsleiter. Der langjährige Abteilungsleiter Mag. Albrecher hat mit Jahresbeginn 2014 eine leitende Position in der Kreditwirtschaft übernommen. Zum Nachfolger wurde Daniel Krenn bestellt, er kann auf eine 8-jährige Erfahrung im Bankenbereich zurückblicken, und war unter anderem bei der Raiffeisen- Landesbank sowie der Capital Bank – Grawe Grupp AG tätig. Geschäftsführer Akad.Vkfm. Gunther Riedlsperger: „Wir sind überzeugt mit Hrn. Krenn, der derzeit auch den Fachhochschullehrgang für Bank- und Versicherungsmanagement an der FH Joanneum absolviert, eine junge, engagierte Persönlichkeit gewonnen zu haben, die für höchste Dienstleistungsqualität steht. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und wünsche ihm viel Erfolg bei seiner neuen Tätigkeit.“

DIALOG LEBENSVERSICHERUNG

Wechsel

N

un ist es endgültig: Vorstandssprecher Rüdiger R. Burchardi tritt mit Ende September in den Ruhestand. Damit kann er auf 18 Jahre Konzernzugehörigkeit und 11 erfolgreiche Jahre bei der Dialog zurückblicken. Sein Nachfolger wird Oliver Brüß. Brüß war bereits ab 2005 für die Generali Deutschland Gruppe, zuletzt auf verschiedenen Vorstandspositionen, tätig und verfügt über langjährige Erfahrungen im Maklervertrieb. Er wird mit 1. August 2014 in den Vorstand der Dialog eintreten und ab 1. Oktober 2014 die Funktion des Vorstandssprechers übernehmen.

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V

alued Asset Gründer und ehemaliger UNIQA Vorstand Werner Holzhausen hat nach 20 Monaten Studienzeit sein Abschluss zum Executiv MBA HSG in General Management“ gemacht. Er trägt ab sofort den Titel „Executiv MBA HSG“. Der Executive MBA HSG in General Management ist das älteste und erfolgreichste EMBAProgramm im deutschsprachigen Europa. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind erfahrene Manager in Führungspositionen - Unternehmer, Ingenieure, Juristen, Ärzte etc. – mit einem Durchschnittsalter von 38,5 Jahren, durchschnittlich 12 Jahren Berufs- und 7 Jahren Führungserfahrung. Holzhauser: „Die Vielfältigkeit der Gruppe und die große Bandbreite an Branchen und Funktionen in denen meine Kommilitonen tätig sind, haben einen intensiven Erfahrungsaustausch auf extrem hohem Niveau ermöglicht. Trotzdem freue ich mich darauf mich nach dieser Zeit jetzt wieder voll und ganz Valued ASSET zu widmen, mit der wir heuer bereits sehr erfolgreich in das zweite Unternehmensjahr gestartet sind.“

INSURANCE EUROPE

Wiederwahl

D

er 1953 gegründete Dachverband der nationalen Verbände der Versicherungsunternehmen Europas hat in seiner Hauptversammlung Sergio Balbinot als Präsident für ein weiteres Jahr gewählt. Er ist Vorstandsvorsitzender der Generali Italien und ist im Aufsichtsrat verschiedener internationaler Töchtergesellschaften. Die Versicherungsunternehmen erhoffen sich von Balbinot ein starkes auftreten gegenüber dem neu gewählten Europäischen Parlament bei der Durchsetzung ihrer Interessen.

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KURZNACHRICHTEN

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MUNICH RE

VIG / POLEN

JAPAN

Marktsituation

Einkauf abgeschlossen

Captives

Der weltgrößte Rückversicherer, die Munich Re, sieht den Markt in einer ähnlichen Lage wie in der bislang letzten großen Weichmarktphase vor 15 Jahren. Das sagte Vorstand Torsten Jeworrek bei der Vorstellung der Quartalszahlen. Das eigene Unternehmen könne mit der Lage aber gut umgehen, weil sein Wachstum auf Spezialgeschäft beruhe. Der Preiskampf auf dem Markt der Rückversicherungen hält den Branchenführer Munich Re nicht erst seit Jahresbeginn in Atem. Man verzeichnete einen Rückgang des Konzernergebnisses. Es schrumpfte trotz weniger Katastrophenschäden im ersten Quartal auf 924 (Vorjahr: 970) Millionen Euro, wie der weltgrößte Rückversicherer mitteilte. Vorstandschef Nikolaus von Bomhard hatte bereits auf der Hauptversammlung ein schwächeres Ergebnis signalisiert. Hintergrund ist der zunehmende Preiskampf im Markt durch neue Anbieter. Für das Gesamtjahr geht der Konzern weiter von einem Gewinn von drei Milliarden Euro aus. 2013 waren es 3,3 Milliarden, auch wegen ungewöhnlich niedriger Steuerlasten.

OBERÖSTERREICHISCHE

Netzwerken

v.l.n.r.: OMV-Chef Dr. Gerhard Roiss, WKO-Generalsekretärin Mag. Anna Hochhauser, LH Dr. Josef Pühringer, GD Dr. Josef Stockinger und Georg Fürst von Starhemberg Die Oberösterreicher in Wien, über 70.000 leben und arbeiten in Wien. Der Verein der OÖ in Wien unter der Patronanz der Oberösterreichischen Versicherung hat zum Netzwerken geladen. Im Winterpalais Prinz Eugen hat sich heimische Prominenz mit oberösterreichischem Stammbaum eingefunden, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und GD Dr. Josef Stockinger freuten sich über Wien „die zweitgrößte Stadt Oberösterreich“ und die mehr als 200 Netzwerker.

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Die Vienna Insurance Group hat die Akquisition des Lebensversicherers Skandia Polen nach Erhalt der behördlichen Genehmigungen abgeschlossen. Skandia Polen ist seit mehr als 14 Jahren auf dem polnischen Markt aktiv, und vertreibt ihre vorwiegend fondsgebundenen Produkte insbesondere über Versicherungsvermittler, Versicherungsplattformen und Banken. Zuletzt beschäftigte der Versicherer rund 150 Mitarbeiter.

WWK VERSICHERUNG

Bewertung Die Ratingagentur DFSI, (Deutsches FinanzService GmbH ist ein unabhängiger Datendienst, der marktrelevante Informationen im Bereich des FDL Sektors gebündelt und aggregiert darstellt), hat die WWK Versicherung in ihrer aktuellen Studie zur Unternehmensqualität von Lebensversicherungen mit der Bestnote AAA bewertet. Der Vorstandsvorsitzende der WWK Versicherungsgruppe Jürgen Schrameier be- Jürgen Schrameier, tonte anlässlich der Ver- Vorstandsvorsitzender der WWK öffentlichung des Ratingergebnisses die hohe Bedeutung einer starken Finanzkraft. „Für Kunden konventioneller Lebensversicherungen hat die Sicherheit der Kapitalanlage oberste Priorität; schließlich soll die gewählte Sparform einen planbaren und verlässlichen Baustein für die Altersvorsorge liefern. Die erneute Auszeichnung heißt für unsere Kunden: Sie können sich mit der WWK auch in Zeiten der Niedrigzinsphase auf einen starken und sicheren Partner verlassen.“

Japan ist zwar weltweit die drittgrößte Volkswirtschaft, die Zahl der Captives ist aber bislang noch sehr gering. Das liegt an den engen Verflechtungen der Industrie mit den lokalen Versicherern. Ein weitere Grund wird darin gesehen, dass auch der Haftpflichtmarkt relativ klein ist. So deckt zum Beispiel die Regierung Arbeitsunfallrisken, während in den USA diese Risken entweder durch selbstfinanzierte Absicherung oder durch den Arbeitgeber gedeckt werden.

ERGO AUSTRIA

Social Media Die ERGO in Österreich hat ihre Social Media Präsenz erweitert. „Zu unseren primären Unt e r n e h m e n s werten gehören Nähe und Transparenz. Durch unsere Wolfgang Haas, Pressesprecher Unternehmensauf- und Leiter der Unternehmenskomtritte auf den Platt- munikation der ERGO Austria formen- Facebook, Goggle+, Twitter, YouTube, Xing und LinedIn - können wir diese Werte besser leben und umsetzen, da diese Medien dieselben Werte verkörpern“, erklärt Wolfgang Haas, Pressesprecher und Leiter der Unternehmenskommunikation der ERGO Austria. Social Media begünstigen die Kommunikation mit Kunden, Partnern und Interessenten auf Augenhöhe. „Wir verfolgen als ERGO das Ziel, klar und verständlich zu sein. Einer unserer Schwerpunkte auf den Plattformen wird die Erklärung der komplizierten Versicherungswelt mit einfachen Worten sein. Wir haben damit bereits sehr erfolgreich mit Eklärvideos zu den wichtigsten Versicherungsprodukten auf YouTube begonnen. Mit hilfreichen Tipps bieten wir unseren Zielgruppen einen Mehrwert. Für Journalisten sind künftig auf Twitter und Xing unsere Pressemeldungen verfolgbar“, so Wolfgang Haas. Die Umsetzung und Betreuung der Social Media Aktivitäten erfolgt durch die Unternehmenskommunikation, in der die Position eines Social Media Managers geschaffen wurde.

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Kennst du das Land wo die Zitronen blühen? Du kennst es nicht, du wirst es noch kennen lernen. Was zu Zeiten des ewig verehrten Geheimrat J.W. Goethe als Lobeshymne beginnt, kann man heute getrost als Drohung auffassen. Autofahrer können im Land des ehemaligen „dolce far niente“ im schlimmsten Fall gleich ihrem Auto adieu sagen. Es wird requiriert, beschlagnahmt. Nicht requiriert, aber immerhin sauteure Strafen drohen dem, der jetzt mit Winterreifen ins Land der Zitronenblüte reist. Sei es für einen

Fussball Das Gerhard Hanappi - Stadion bekommt einen neuen Namen, im Moment wird der Name Allianz Arena kolportiert. Das wäre nun nach der Generali Arena das zweite Stadion mit einem Versicherungsnamen. Was sich hinter dem neuen „grün-weißen Jahrhundertprojekt“ verbirgt, und wie die ersten Pläne und Details zum Stadionneubau aussehen, werden wir bald berichten können.

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Urlaub in Lignano oder Sizilien. Ciao Italia. E molto caro. Das könnte man frei auch so übersetzen: Hallo Italien, ich komme – man ist das teuer hier. Der ÖAMTC informiert und warnt: Winterreifen über den Sommer „fertig“ zu fahren, ist ja nichts Neues, aber gefährlich und teuer. Das kann jetzt, ganz abgesehen von der erhöhten Unfallgefahr, auch zu saftigen Geldstrafen führen, wenn man nach Italien fährt“, warnt Mag. Kurt Sabatnig, Chef der ARBÖ-Interessensvertretung. In Italien wurde nämlich vor kurzem ein Gesetz erlassen, welches die Urlaubskasse schnell mal ausleeren könnte. „Strafen zwischen 400 bis 1.700 Euro sind ab 15. Mai vom italienischen Gesetzgeber vorgesehen, sollten die Reifen einen Geschwindigkeitsindex aufweisen, der unter dem im Zulassungsschein eingetragenen Index liegt. Defacto ist das eine Art „Sommerreifenpflicht“. „Das verunsichert und verärgert wieder alle Autofahrer, wer soll sich da noch auskennen“, sagt Sabatnig mit Recht.

WM

Teures Ende

Die Munich RE sorgt sich um die WM, aber nicht darüber wer denn gewinnen wird, sondern ob der Unruhen in Brasilien. Denn ein kompletter Ausfall der Weltmeisterschaft würde dem Unternehmen mehr als 300 Mio. Euro kosten. Die größte Gefahr geht laut Andrew Duxbury nicht von Terroristen aus, sondern entsteht durch die aufgebrachte Bevölkerung. Viele kritisieren die Milliardenausgaben für die WM und fordern stattdessen mehr Geld für Schulen und Krankenhäuser. Die U-Bahn Bediensteten üben sich derweil schon seit Tagen in Streiks, welche bereits zu einem Verkehrschaos führte. Übrigens die WM in Katar ist laut Zeitungsberichten noch gar nicht versichert, ob das ein Omen ist?

CHINA

Hitzeversicherung Die Zhong An Online Property Insurance bietet seit kurzen Versicherungen gegen Hitze an. In 30 größeren Städten in China kann man sich gegen Temperaturen über 37 Grad Celsius versichern lassen. Zwischen 1,6 und acht Dollar liegt die Prämie, dafür bekommt der Versicherte dann zwischen 80 Cent und vier Dollar pro Tag, der heißer als 37 Grad Celsius ist. Ein Zähltag wird es aber erst, wenn eine Mindestanzahl von tropischen Tagen überschritten wird.

KURZNACHRICHTEN

Ciao Italia. E molto caro

SWISS LIFE

Standort Wechsel Die Zentrale von Swiss Life Select übersiedelte im März 2014 an eine neue Wiener Adresse. Unter dem gemeinsamen Namen Financial Planning Center Wien zog ein Teil der Wiener Vertriebsbüros ebenfalls an diesen Standort. Im Spätherbst 2013 wurden rund 3.600 m2 angemietet. Die neuen Büroräumlichkeiten bieten Raum für rund 250 Arbeitsplätze und beherbergen unter anderem die Swiss Life Select-Akademie, in der pro Jahr mehr als 100 Aus- und Fortbildungsseminare für Berater stattfinden werden. Diese Weiterbildungseinrichtung bietet die optimalen Voraussetzungen dafür, dass die Berater den hohen Aus- und Fortbildungsqualifikationen ihres Berufs gerecht werden können. Mit dem Management, den Mitarbeitern und den im Vertrieb tätigen Partnern feierte Swiss Life Select mit mehr als 100 Gästen, unter anderem mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Nils Frowein und Kommerzialrat Wolfgang K. Göltl von der Wirtschaftskammer Österreich. Zahlreiche Gäste kamen von Seiten der langjährigen Kooperationspartner aus dem Versicherungs- und Bankenbereich und von Investmenthäusern. „Standortwechsel eröffnen neue Perspektiven. Wir schauen zuversichtlich in die Zukunft und konzentrieren uns klar auf unseren Wachstumskurs, so Eric Samuiloff Vorsitzender der Geschäftsführung von Swiss Life Select.

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10 INTERVIEW

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Die VermittlerAKADEMIE begrüßte die eintausendste Teilnehmerin und verstärkt ihr Angebot im Bereich gesetzlicher Weiterbildung.

Tausendmal bewährt

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in besonders Jubiläum feierte dieser Tage die VermittlerAKADEMIE, der Spezialist für firmenspezifisches Vertriebs- und Verkaufstraining. Die eintausendste Teilnehmerin wurde begrüßt. Mag. Lore Tinhofer, Versicherungsmaklerin und Vermögensberaterin in Wien nahm zur Gratulation einen Gutschein für ein Wellnesshotel entgegen. risControl war dabei und sprach mit Johannes Muschik, dem geschäftsführenden Gesellschafter der Akademie.

menspezifisch. Jede Ausbildung wird auf die Vertriebsstrategie des Kunden ausgerichtet, sozusagen maßgeschneidert. Die Teilnehmer sind von Anfang an aktiv eingebunden, die Kunden erzielen mehr Umsatz und Gewinn - ganz im Sinne ihrer Vertriebsziele.

risControl: Wer genau sind Ihre Teilnehmer? Muschik: Es sind gewerbliche Versicherungsvermittler und Vermögensberater, in letzter Zeit auch Angestellte von Versicherungen. Tendenziell haben unsere Teilnehmer bereits mehrere Jahre Berufserfahrung und wollen sich gezielt weiterbilden. Der Bezug zur eigenen beruflichen Praxis steht ganz klar im Vordergrund.

risControl:Was ist das Besondere an der VermittlerAKADEMIE? Muschik: Wir sind spezialisiert auf die Finanz- und Versicherungsbranche, vor allem aber sind wir fir-

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Mag. Lore Tinhofer, Versicherungsmaklerin und Vermögensberaterin in Wien und Johannes Muschik, Obmann von AFPA und geschäftsführender Gesellschafter der Vermittlerakademie

risControl: Bieten Sie auch offene Seminare an? Muschik: Nein, Kunden buchen uns exklusiv für ihre Mitarbeiter und Vertriebspartner, die „unter sich“ bleiben. Im Training geht es ja um die Umsetzung ihrer firmenspezifischen Vertriebsstrategie.

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Muschik: Die firmenspezifische Weiterbildung für Vermögensberater bauen wir heuer

INTERVIEW

risControl: Wie reagieren Sie auf diesen Trend?

Bildungsbedarf, erstellen firmenspezifische Weiterbildungspläne und sorgen für die

MAG. LORE TINHOFER, Versicherungsmaklerin und Vermögensberaterin in Wien ist die eintausendste Teilnehmerin der VermittlerAKADEMIE. risControl: Sie sind auch Magister der Wirtschaftswissenschaften, Mediatorin und Master of Science im Finanzbereich. Welche Rolle hat Bildung für Sie? Verständlich, dass Mitbewerber da außen vor sind. risControl: Wird Aus- und Weiterbildung künftig verstärkt gesetzlich vorgeschrieben? Muschik: Vermögensberatung machte den Anfang. Die kommende EU Richtlinie für Versicherungsvermittlung sieht 200 Stunden Weiterbildung innerhalb fünf Jahren vor. 2016 ist es wohl soweit. Verpflichtungen existieren aber bereits heute, etwa die Ausbildung zur Prävention von Geldwäsche. Oder: Versicherungen müssen seit heuer ein Beschwerdemanagement haben. Das schließt die laufende Information ihrer Mitarbeiter ein. Compliance wird die Weiterbildung der kommenden Jahre dominieren, auch weil Behörden immer strenger kontrollieren.

Tinhofer: In den letzten Jahren sind Seminare und Kurse für mich enorm wichtig geworden. Alte Strategien und Konzepte funktionieren in der Finanzdienstleistung nicht mehr. Weiterlernen hilft, anpassungsfähig und flexibel zu bleiben. risControl: Liegt Wissensdrang bei Ihnen in der Familie? Tinhofer: Ich war schon immer sehr neugierig, wollte den Dingen auf den aus. Für Versicherungsvermittler starten wir mit Prävention von Geldwäsche. Neu sind auch unsere „Bildungsmandate“. risControl: Was sind Bildungsmandate und wer ist die Zielgruppe? Muschik: Größere Maklerunternehmen, Pools und Haftungsdächer lagern ihre Personalentwicklung an die VermittlerAKADEMIE aus. Unsere Experten analysieren den

Grund gehen. Das betrifft berufliche Themen und alles was mit Menschen, ihrem Wesen und ihren Beweggründen zu tun hat. Als Kontrast dazu lerne ich singen und Motorrad fahren, eben weil es nichts mit meiner Arbeit zu tun hat. Den eigenen Horizont zu erweitern finde ich spannend. risControl: Wie sehen Sie die Zukunft für Versicherungs- und Finanzberater? Tinhofer: Weg zum Produkt, hin zum Bedarf – das ist wahrscheinlich in fast allen Berufen ein sinnvoller Weg. Und laufend weiterlernen, denn: wer nichts weiß muss alles glauben. laufende Qualifizierung. Hier sehen wir einen interessanten Markt. Spezialisten für Ausund Weiterbildung sind im Versicherungsund Finanzbereich dünn gesät. Gleichzeitig steigen die Bildungsanforderungen für alle Marktteilnehmer ständig an. Die IT hat man bereits in vielen Unternehmen an Spezialisten ausgelagert, mit der Ausbildung wird es in einigen Jahren genau so sein. risControl: Wir danken für das Gespräch.

MICHAEL VEIT, Prokurist des Wertpapierunternehmens FinanzAdmin setzt bei gesetzlicher Weiterbildung auf die VermittlerAKADEMIE risControl: Weiterbildung ist für Vermögensberater zwingend. Wie sind Ihre Erfahrungen? Veit: Der gesetzliche Auftrag zur Weiterbildung wird von uns begrüßt. Die Branche verändert sich rasend schnell. Profis brauchen laufende Qualifizierung. Das erste Seminar war innerhalb weniger Tage ausgebucht. Aktuell führen wir Wartelisten und bereiten weitere Schulungen vor.

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risControl: Sie kooperieren mit der VermittlerAKADEMIE, warum?

risControl: Kostet Ihre Partner die gesetzliche Weiterbildung etwas?

Veit: Uns gefällt der firmenspezifische Ansatz. Ausbildungen werden auf unsere Bedürfnisse maßgeschneidert. Das Angebot ist exklusiv den eigenen Partnern und Mitarbeitern vorbehalten. Die Teilnehmer arbeiten in kleinen, homogenen Gruppen und immer mit erstklassigen Vortragenden. Besser und effizienter als offene Seminare bei vergleichbaren Kosten, das hat uns überzeugt.

Veit: Die Kosten sind für Berater ein Thema, darum fördern wir zusammen mit Qualitätspartnern den Kursbesuch. Qualitätspartner sind Fondsgesellschaften und Depotlagerstellen. Auch sie wollen, dass ihre Produkte nur durch bestens ausgebildete Berater empfohlen werden. Gemeinsam bieten wir Ausbildungsmodule so an, dass Teilnehmer nur noch einen geringen Selbstbehalt tragen.

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WIRTSCHAFT

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Sind Versicherungskunden zur Zahlung einer eigenen Vergütung für unabhängige Beratung bereit? Ergebnisse einer empirischen Untersuchung in Österreich vor dem Hinter-grund der Novellierung der EU-Versicherungsvermittlungsrichtlinie (Insurance Mediation Directive, IMD) Teil 1

Einleitung

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ei der Novellierung der EU-Versicherungsvermittlungsrichtlinie (Insurance Mediation Directive, IMD) wurde für bestimmte Produktbereiche ein Provisionsverbot für unabhängige Versicherungsberatung vorgeschlagen.1 - Die Alternative wäre eine direkt von Kunden geleistete Honorarzahlung an unabhängige Versicherungsberater/-vermittler. Unabhängig vom Ergebnis der Novellierung der Richtlinie und ausgeweitet auf weitere Bereiche von Versicherungsprodukten sollte nun in der Bachelorarbeit von Manuel Möhring2 (Betreuer: Erwin Eszler) untersucht werden, inwieweit Versicherungskunden bereit sind, eine solche Vergütung zu zahlen.3 Ausgewählte Ergebnisse werden im Folgenden veröffentlicht.4 Nach den Abschnitten über Methodik und Datenerhebung sowie Stichprobenstruktur werden die Antworten zu den ersten drei einleitenden Fragen dargestellt: generelle Bereitschaft zum Versicherungsabschluss (Frage 1) bzw. Zu-

Manuel Möhring BSc (WU) und ao. Univ.-Prof. Dr. Erwin Eszler Institute for Finance, Banking and Insurance Wirtschaftsuniversität Wien stimmung zu unabhängiger Beratung (Frage 2), auch aufschlüsselt nach Sparten (Frage 3). Dann folgen die zentralen Fragen hinsichtlich der Zustimmung zur Zahlung einer Vergütung für unabhängige Beratung, und zwar danach differenziert, ob im Zuge der Beratung ein Versicherungsabschluss erfolgt (Frage 4) oder nicht erfolgt (Frage 5). Dem werden die Ergebnisse zur Frage gegenübergestellt, ob die Vergütung für einen unabhängigen Berater vom Versicherungsunternehmen übernommen werden sollte, bei dem die Versicherung abgeschlossen wird (Frage 6). Schließlich dann die Ergebnisse zur Frage, ob - alternativ zu einer kostenpflichtigen unabhängigen Beratung – andere Vorgangsweisen gewählt werden (Frage 7). Zum Schluss werden die wesentlichen Ergebnisse zusammengefasst und ansatzweise interpretiert.

Methodik und Datenerhebung Zum Zweck einer persönlichen Umfrage wurde ein zweiseitiger Fragebogen entwickelt, der mit einem Informationstext5 beginnt. Die Be-

fragungen wurden vom 21.06.2013 bis zum 14.08.2013 an verschiedenen Orten in Wien durchgeführt, und zwar (mit Angabe der Zahl der auswertbaren Fragebögen): Wirtschaftsuniversität Wien (Augasse), 21.06.2013 und 04.07.2013 (54); Schottenring (Ecke Börsegasse), 24.06.2013 (36); Opernring (Ecke Kärntner Straße), 07.07.2013 (22); Museumsquartier, 08.07.2013 (31); Kaisermühlen VIC (BrunoKreisky-Platz), 29.07.2013 (19); Stephansplatz (Ecke Graben), 09.08.2013 und 14.08.2013 (43). Neben diesen 205 auswertbaren Fragbögen konnten 9 Fragebögen aufgrund fehlender Antworten nicht ausgewertet werden. Weitere zirka 15 Fragebögen wurden nicht Bestandteil der Auswertung, da die Befragung in diesen Fällen aus unterschiedlichen Gründen vorzeitig abgebrochen wurde. Dies geschah zum Teil aus Zeitnot durch den Befragten selbst. In einigen Fällen gaben die Befragten erkennbar irrationale Antworten, sodass der Interviewer die Befragung beendete. Die entsprechenden Fragebögen wurden bei der Auswertung auch nicht hinsichtlich einzelner Teilaspekte berücksichtigt.

1 Vgl. Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über Versicherungsvermittlung (Neufassung) 2012/0175 (COD), Straßburg, 3.7.2012, Kapitel VII, Artikel 24, Ziffer 5, lit. b: „Teilt der Versicherungsvermittler bzw. das Versicherungsunternehmen dem Kunden mit, dass die Beratung unabhängig erfolgt, … darf er bzw. es für die Erbringung der Dienstleistung an die Kunden keinerlei Gebühren, Provisionen oder andere Geldvorteile von Dritten oder einer Person annehmen, die im Namen eines Dritten handelt.“ 2 Möhring, Manuel: Bereitschaft von Versicherungskunden zur Zahlung einer eigenen Vergütung für unabhängige Beratung – eine empirische Untersuchung vor dem Hintergrund der geplanten Novellierung der EU-Versicherungsvermittlungsrichtlinie (Insurance Mediation Directive IMD), Bachelorarbeit an der Wirtschafts-universität Wien, 2014 (unveröffentlicht). 3 Das Provisionsverbot mit seinen möglichen Auswirkungen wurde im März 2013 von Frau Doris Schachinger, Chefredakteurin von risControl, im Zuge einer von E. Eszler gemachten Rundfrage nach praxisrelevanten Themen für Bachelorarbeiten genannt. Aus dieser komplexen Thematik wurde vom Betreuer die vorliegende Forschungsfrage herausgelöst und als Thema für eine Bachelorarbeit vergeben, die dann von Manuel Möhring ausgeführt wurde. – An dieser Stelle soll auch auf eine andere kürzlich erschienene empirische Arbeit zu diesem Themenbereich hingewiesen werden, die jedoch die Perspektive der Versicherungsvermittler (487 ausgewertete Fragebögen) untersucht: Matthias Beenken , Oliver Riedel, Sabine Wende: Gewinn- versus Kundenorientierung: Welche Ziele verfolgen deutsche Versicherungsvermittler?, in: ZVersWiss, 103. Jg. (2014), S. 65–90. 4 Die Erstellung des Textes für die vorliegende Veröffentlichung (mit Ausnahme des letzten Abschnittes), die Auswahl, Strukturierung und formale Gestaltung hat Erwin Eszler besorgt (unter Verwendung von Daten und Textteilen/Abbildungen aus der Bachelorarbeit). Für die Richtigkeit der Darstellungen der Daten und Datenaus-wertungen ist ausschließlich Manuel Möhring verantwortlich, von dem auch der letzte Abschnitt „Interpretati-onsansätze“ stammt. 5 Dieser Text lautete: „Im Gegensatz zum Versicherungsvertreter vertritt der unabhängige Versicherungsberater nicht nur bestimmte Versicherungsunternehmen, sondern vergleicht möglichst die Angebote aller Versiche-rungsunternehmen am Markt. So kann er dem Kunden die passende Versicherung aus einem großen Pool an Angeboten vorschlagen. Das gängige Vergütungssystem sieht vor, dass nach einer erfolgreichen Versicherungs-vermittlung das Versicherungsunternehmen dem unabhängigen Berater eine Courtage (Provision) zukommen lässt. Dieser Betrag ist im Versicherungsbeitrag des Versicherungsnehmers per Aufschlag enthalten und geht somit indirekt an den unabhängigen Berater. Im Rahmen einer neuen EU-Richtlinie soll nun die Vergütung von unabhängigen Beratern seitens der Versiche-rungsunternehmen verboten werden. So soll gewährleistet werden, dass nicht die Versicherung mit der höchsten Vergütung für den Versicherungsberater vermittelt wird, sondern jene mit dem höchsten Mehrwert für den Versicherungsnehmer.“

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bedingen. Das gilt auch für Auswertungen zu den folgenden Fragen.

Zustimmung zu unabhängiger Beratung (Frage 2)

Abbildung 1: Vorstellbarkeit eines Versicherungsabschlusses in den nächsten 10 Jahren nach Geburtsjahr: relative Verteilung der Antworten je Gruppe in Prozent; über den Balken Anzahlen der Antworten (n=205)

Stichprobenstruktur 102 der insgesamt 205 befragten Personen waren männlich und 103 Personen weiblich. Der jüngste Teilnehmer an der Befragung wurde 1996 geboren, der Älteste 1920. Die Altersangaben (gefragt wurde nach dem Geburtsjahr) verteilten sich folgendermaßen: 1949 und früher: 15; 1950-1959: 20; 1960-1969: 37; 1970-1979: 43; 1980-1989: 51; 1960-1996: 39. Die Verteilung der Probanden nach dem höchsten Schulabschluss: Pflichtschule: 12; Lehre/Ausbildung: 62; Matura (AHS, BHS, etc.): 63; Universität/Fachhochschule: 68. Beim monatlichen Nettoeinkommen wurden für die Befragung Einkommensgruppen vorgegebenen: 59 Personen gaben an, weniger als 1000 Euro im Monat zu verdienen, 56 Personen zwischen 1000 bis unter 2000 Euro, 52 Personen zwischen 2000 bis unter 3000 Euro, 27 Personen zwischen 3000 bis unter 4000 Euro und 11 Personen gaben an, 4000 Euro und mehr im Monat zu verdienen.

Eine ebenfalls deutliche Korrelation zeigte sich zwischen Bildungsabschluss und Zustimmung (vgl. Abb. 2). Beim monatlichen Nettoeinkommen war in den extremen Klassen „0 bis unter 1000 Euro“ und „ab 4000 Euro“ die Bejahung der Frage 1 am höchsten (jeweils ca. 90%), bei den dazwischen liegenden Einkommensklassen lag sie dagegen nur zwischen 70% und 80%. Bei der Betrachtung der Auswertungen nach Personenmerkmalen sind allerdings Zusammenhänge zwischen diesen Merkmalen zu berücksichtigen, etwa zwischen Geburtsjahrgang und höchstem Bildungsabschluss aufgrund von allgemeinen Veränderungen im Bildungsbereich bzw. -verhalten über größere Zeiträume hinweg. Die Auswertungen können daher nicht unabhängig voneinander gesehen werden bzw. die Ergebnisse können einander

Frage 2 lautete: „Können Sie sich vorstellen, bei der Suche nach einer geeigneten Versicherung unabhängige Beratung in Anspruch zu nehmen?“. Diese Frage galt im Zuge des Interviews als Ausschlussfrage. Wurde sie mit „Nein“ beantwortet, so wurde die Befragung mit den Personenangaben beendet. Von den befragten Personen gaben genau 80%, (also 164) Personen an, dass für sie unabhängige Versicherungsberatung in Frage kommt. Bei jenen Personen, die die Frage verneinten, ging aus einzelnen Gesprächen hervor, dass oftmals ein grundsätzliches Misstrauen gegen Berater vorhanden ist und daher eine Beratung kategorisch ausgeschlossen wird. Männliche Befragte antworteten etwas häufiger (84,31%) mit „Ja“ als weibliche Befragte (80,28%), Jüngere tendenziell häufiger als Ältere, vgl. Abb. 3. Bei der Verteilung nach dem höchsten Bildungsabschluss fällt die vergleichsweise deutlich geringe Zustimmung – ja sogar überwiegende Ablehnung - bei der Gruppe mit Pflichtschulabschluss auf: Lediglich 41,67% dieser Probanden können sich demnach vorstellen, unabhängige Beratung in Anspruch nehmen. Allerdings muss dabei hinsichtlich der Aussagekraft die doch sehr geringe Anzahl der Befragten in dieser Gruppe berücksichtigt werden. Für die restlichen Gruppen ist eine hohe Akzeptanz hinsichtlich einer

Potentielle Versicherungskunden (Frage 1) Frage 1 lautete: „Können Sie sich vorstellen, in den nächsten 10 Jahren eine Versicherung abzuschließen?“. - 166 Personen (80,98%) antworteten mit „Ja“, 39 Personen (19,02%) mit „Nein“. Während sich bei den Frauen 73,79% vorstellen können in den nächsten zehn Jahren eine Versicherung abzuschließen, sind es bei den Männern 88,24%. Eine deutlich positive Korrelation war – nicht überraschend - festzustellen zwischen sinkendem Alter und der Absicht, in den nächsten zehn Jahren eine Versicherung abzuschließen. Vgl. Abb. 1.

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Abbildung 2: Vorstellbarkeit eines Versicherungsabschlusses in den nächsten 10 Jahren nach höchstem Bildungsabschluss: relative Verteilung der Antworten je Gruppe in Prozent; über den Balken Anzahlen der Antworten (n=205)

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Frage 3 männlich weiblich Haftpflichtversicherung 44% 49% Hausratsversicherung 40% 28% private Krankenversicherung 42% 54% Unfallversicherung 33% 32% Rentenversicherung 50% 45% Lebensversicherung 45% 47% Berufsunfähigkeitsversicherung 52% 32% Rechtsschutzversicherung 34% 31% KFZ-Versicherung 41% 37%

Abbildung 3: Zustimmung zu unabhängiger Beratung (Frage 2) nach Geburtsjahr: relative Verteilung der Antworten je Gruppe in Prozent; über den Balken Anzahlen der Antworten (n=205) Personen, fortgesetzt. - Frage 3 lautete: „Für Ja Nein welche der folgenden Versicherungszweige (Frage 1) (Frage 1) Gesamt könnten sie sich vorstellen eine unabhängige Ja (Frage 2) 146 18 164 Versicherungsberatung in Anspruch zu nehNein (Frage 2) 20 21 41 men?“ Zur Auswahl waren angegeben: HaftGesamt 166 39 205 pflichtversicherung, Hausratsversicherung, private Krankenversicherung, UnfallversicheAbbildung 6: Vergleich des Antwortverhaltens der einzelnen Personen hinsichtlich Frage 1 und Frage 2: Antwortzahlen rung, Rentenversicherung, Lebensversicherung, Beratungsleistung festzustellen, die jeweils nahe Berufsunfähigkeitsversicherung, Rechtsschutzoder über 80% liegt. Vgl. Abb. 4. Haftpflichtversicherung 46,34% Wertet man die Frage 2 in Hinblick auf das Hausratsversicherung 34,15% monatliche Nettoeinkommen der Befragten private Krankenversicherung 47,56% aus, so ist zu festzustellen, dass sich die AnUnfallversicherung 32,32% gehörigen der obersten und der untersten Rentenversicherung 47,56% Gehaltskategorie fast alle vorstellen könnten, Lebensversicherung 46,34% eine unabhängige Beratung in Anspruch zu Berufsunfähigkeitsversicherung 42,68% nehmen. Der Zustimmungsgrad liegt hier Rechtsschutzversicherung 32,32% jeweils bei über 90%. Auffällig ist der recht hohe Anteil der Ablehnung bei Angehörigen KFZ-Versicherung 39,02% der Gehaltsgruppe 3000 bis unter 4000 Euro. Abbildung 7: Zustimmung zu unabhängiger Beratung Mehr als jeder dritte Befragte lehnt hier eine nach Sparten (Frage 3) in Prozent der befragten Personenunabhängige Beratung ab. Der Zustimmungs- anzahl (n=164) grad der Personen mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 1000 bis unter 2000 Euro ist mit 76,79% nahezu ident wie jener von der Gruppe 2000 bis unter 3000 Euro (76,92%). Die Verteilung ist in Abbildung 5 dargestellt. Ein Vergleich des Antwortverhaltens der einzelnen Personen hinsichtlich Frage 1 und Frage 2 zeigt, dass sich 18 Personen, die sich zwar keinen Versicherungsabschluss in den nächsten zehn Jahren vorstellen können (Frage 1), grundsätzlich schon die Beanspruchung unabhängiger Beratung vorstellen können (Frage 2). Vgl. Abb. 6.

Abbildung 8: Zustimmung zu unabhängiger Beratung nach Sparten (Frage 3) und nach Geschlecht in Prozent der Anzahl der befragten Personen je Gruppe versicherung, KFZ-Versicherung, Sonstige (mit Möglichkeit zu Angabe6). Mehrfachantworten waren möglich. Abb. 7 gibt die Verteilung der Antworten in Prozent wieder. Der höchste Prozentwert ist in Dunkelrot hinterlegt, mit abnehmendem Prozentsatz wird das Rot heller, die Farbe geht dann über Gelb und Hellgrün bis schließlich zu Dunkelgrün für den niedrigsten Wert. Aus Abb. 7 wird ersichtlich, dass die Probanden vor allem für die finanzintensiveren Versicherungen wie Rentenversicherung (47,56%), Lebensversicherung (46,34%) und private Krankenversicherung (47,56%) unabhängige Beratung in Anspruch nehmen würden. Dies hängt wohl damit zusammen, dass dies meist komplexere Finanzprodukte sind, die in der Regel auch aufwändigere und dauerhafte Einzahlungen bedingen. Aber auch für die Haftpflichtversicherung würden immerhin 46,34% der Befragten eine unabhängige Beratung in Betracht ziehen.

Zustimmung zu unabhängiger Beratung nach Sparten (Frage 3) Die Befragung wurde nur mit denjenigen, die Frage 2 mit „Ja“ beantwortet hatten – also 164

Abbildung 4: Zustimmung zu unabhängiger Beratung (Frage 2) nach Bildungsabschluss: relative Verteilung der Antworten je Gruppe in Prozent; über den Balken Anzahlen der Antworten (n=205)

6 Da nur in einem Fall von der Möglichkeit Gebrauch gemacht wurde, eine “sonstige Versicherung” zu benennen (und zwar: „Versicherung von Extremsport“), wurde diese Nennung in der weiteren Betrachtung nicht mehr berücksichtigt.

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Frage 3 Haftpflichtversicherung Hausratsversicherung private Krankenversicherung Unfallversicherung Rentenversicherung Lebensversicherung Berufsunfähigkeitsversicherung Rechtsschutzversicherung KFZ-Versicherung

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Deutliche Unterschiede gibt es hier nach dem Geschlecht der Befragten. Vgl. Abb. 8 (Farbenzuordnung wieder wie oben beschrieben). Bei der Einteilung der Befragten in Altersklassen stellen sich einige interessante Präferenzen heraus. Die Samplegrößen für die einzelnen Gruppen sind in der folgenden Abb. 9 jeweils in Klammern angegeben. Vor allem die zwischen 1990 und 1999 Geborenen könnten sich vorstellen, unabhängige Beratung für eine Haftpflichtversicherung (65%) in Anspruch zu nehmen. Die unabhängige Beratung für Rentenversicherungen können sich vor allem Personen vorstellen, die ab 1970 geboren sind.

Abbildung 5: Zustimmung zu unabhängiger Beratung (Frage 2) nach monatlichem Net-toeinkommen: relative Verteilung der Antworten je Gruppe in Prozent; über den Balken Anzahlen der Antworten (n=205)

1949 und 1 9 5 0 - 1 9 6 0 - 1 9 7 0 - 1 9 8 0 - 1 9 9 0 früher (5) 1959 (13) 1969 (29) 1979 (38) 1989 (45) 1996 (34)

40% 20% 20% 80% 20% 20% 0% 20% 60%

54% 46% 46% 15% 23% 54% 31% 46% 46%

28% 34% 48% 31% 38% 41% 34% 38% 41%

42% 39% 61% 37% 58% 61% 42% 29% 26%

47% 31% 42% 24% 56% 44% 62% 24% 40%

65% 29% 44% 38% 47% 38% 35% 38% 44%

Abbildung 9: Zustimmung zu unabhängiger Beratung nach Sparten (Frage 3) und nach Geburtsjahr in Prozent der Anzahl der befragten Personen je Gruppe Frage 3

Haftpflichtversicherung Hausratsversicherung private Krankenversicherung Unfallversicherung Rentenversicherung Lebensversicherung Berufsunfähigkeitsversicherung Rechtsschutzversicherung KFZ-Versicherung

Pflichtschule

Lehre/ Ausbildung

Matura (AHS, BHS, etc.)

Universität/ Fachhochschule

40% 20% 0% 20% 0% 60% 40% 60% 20%

50% 28% 30% 32% 48% 46% 34% 28% 38%

56% 35% 58% 36% 51% 47% 42% 38% 44%

33% 41% 54% 30% 48% 44% 52% 28% 37%

Abbildung 10: Zustimmung zu unabhängiger Beratung nach Sparten (Frage 3) und nach Bildungsabschluss in Prozent der Anzahl der befragten Personen je Gruppe Frage 3

0 bis unter 1000 bis unter 2000 bis unter 3000 bis unter ab 4000 1000 Euro (54) 2000 Euro (43) 3000 Euro (40) 4000 Euro (17) Euro (10)

Haftpflichtversicherung

70%

30%

43%

24%

40%

Hausratsversicherung

31%

28%

40%

41%

40%

private Krankenversicherung

54%

23%

55%

59%

70%

Unfallversicherung

39%

19%

38%

24%

50%

Rentenversicherung

50%

44%

50%

41%

50%

Lebensversicherung

46%

35%

55%

59%

40%

Berufsunfähigkeitsversicherung

41%

35%

45%

65%

40%

Rechtsschutzversicherung KFZ-Versicherung

31% 46%

28% 33%

38% 40%

35% 35%

30% 30%

Abbildung 11: Zustimmung zu unabhängiger Beratung nach Sparten (Frage 3) und nach monatlichem Nettoeinkommen in Prozent der Anzahl der befragten Personen je Gruppe

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Wird nach dem höchsten Bildungsabschluss unterschieden, so wird aus Abb. 10 deutlich, dass Maturanten vor allem unabhängige Beratung für eine Haftpflichtversicherung, eine Rentenversicherung und eine private Krankenversicherung in Anspruch nehmen würden. Bei den Probanden mit einer Lehre oder Ausbildung als höchsten Bildungsabschluss sehen wir, dass diese eine Beratung für eine Haftpflichtversicherung am häufigsten genannt haben. Des Weiteren würden diese Personen vermehrt bei der Suche einer passenden Renten- oder Lebensversicherung, externe Hilfe in Anspruch nehmen. Personen mit einem Universitäts- oder Fachhochschulabschluss würden diese Dienstleistung vor allem für eine private Krankenversicherung, eine Rentenversicherung, eine Lebensversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Anspruch nehmen. In Abb. 11 werden die Antworten nach dem monatlichen Nettoeinkommen der Befragten unterschieden. Es können sich 70% der Personen mit einem Einkommen von 0 bis unter 1000 Euro vorstellen, eine unabhängige Beratung für eine Haftpflichtversicherung in Anspruch zu nehmen. Bis auf die Gruppe der von 1000 bis unter 2000 Euro Verdienenden können sich in jeder Gruppe über 50% vorstellen, eine unabhängige Beratung für eine private Krankenversicherung in Anspruch zu nehmen. Mit 70% ist die Zustimmung dafür bei der höchsten Einkommensklasse allerdings noch einmal deutlich höher als bei den restlichen Personengruppen. Auffällig ist auch, dass jene Probanden mit einem Einkommen von 1000 bis unter 2000 Euro durchschnittlich deutlich weniger daran interessiert sind, eine unabhängige Beratung für eine private Krankenversicherung zu beanspruchen.

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KOMMENTAR

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Raus aus den Schulden Im Jahr 2013 wurden in Österreich 9022 Schuldenregulierungsverfahren eröffnet. Die durchschnittliche Verschuldung pro Verfahren lag bei 126.000 Euro. Doch so weit muss es nicht kommen. Michael Kordovsky zeigt hier einige Wege auf, wie man aus der Schuldenfalle entkommen kann, bzw. es gar nicht so weit kommt.

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ahlreiche Haushalte leben mittlerweile infolge der versteckten Teuerung über ihren Verhältnissen. Ihre Ausgaben übersteigen kontinuierlich die Einnahmen. Autos werden geleast und mittelgroße Anschaffungen wie Möbel oder Computer auf Kredit finanziert. Ins Spiel kommen dabei häufig standardisierte Finanzierungsangebote von darauf spezialisierten Häusern, die alles andere als günstig sind. Effektivzinssätze von bis zu über 12% sind dabei keine Seltenheit. Noch teurer werden können Kontoüberziehungen, die sich hierzulande mittlerweile stark häufen. Oft wird zwecks Finanzierung des Urlaubes oder ein paar kleinere Annehmlichkeiten das Konto überzogen. Die Überzüge häufen sich und sobald der Rahmen mal gesprengt ist, wird es erst so richtig teuer. Das war die schlechte Nachricht. Die gute Nachricht ist, dass es Wege aus der Schuldenfalle gibt, die man in 2 Kategorien einteilen kann, nämlich die eigenen Hausaufgaben und die gemeinsamen Lösungen mit der Bank.

Erste Hilfe bei Schulden – Runter mit den Kosten Die eigenen Hausaufgaben haben zum Ziel, dass man erstens mehr einnimmt als man ausgibt und zweitens Vermögensgegenstände und entbehrliche Güter veräußert, um den Erlös zur Tilgung der Schulden heranzuziehen. Ein wichtiger Punkt liegt in der Senkung der Fixkosten durch die Führung eines „Lean Lifestyles“. Beginnend bei den großen Ausgabeposten sollte die Notwendigkeit eines Autos geprüft werden, oder auch die Notwendigkeit des Zweit- oder Drittwagens hinterfragt werden. Wer in einer Stadt lebt und guten Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln hat und das Auto auch beruflich nicht unbedingt benötigt, sollte es schleunigst verkaufen. Auch ist die Nut-

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zung von Car-Sharingdiensten oft günstiger als der Erhalt eines wenig genutzten Autos. Liquide Mittel plus monatliche NettokostenEinsparungen in Höhe von mehreren hundert Euro werden dadurch ermöglicht. Wer teuer in Miete wohnt, soll nach günstigeren Alternativen Ausschau halten. Weitere nicht lebensnotwendige Dinge, auf die man in derartigen Situationen unter Fixkosten-Gesichtspunkten jederzeit verzichten kann, sind beispielsweise Mitgliedschaften in Golfclubs, FitnessstudioAbos und diverse Zeitungs-Abos. Bezüglich Telefon- und Internetkosten lohnt sich ein Tarifvergleich aller Anbieter. Darüber hinaus sollte man über die täglichen Ausgaben ein Haushaltsbuch führen. Optimierungen sind hier noch immer möglich. Weniger in Restaurants essen gehen, und dafür selber kochen und die Zutaten dazu günstig einkaufen – das kann unter Umständen mehrere hundert Euro Einsparungen bedeuten. Bekleidung kann man auch „markenlos“ kaufen und beim Kochen und Heizen sollte man einen Blick auf den einen oder anderen Energiespartipp werfen, während sich bei öffentlichen Verkehrsmitteln der richtige Tarif lohnt. Doch auch die Einnahmenseite sollte nicht vernachlässigt werden, wobei auf sichere Einnahmequellen, ohne Zusatzkosten zu achten ist. Hier ist die Suche nach passenden Nebenjobs (Unterstützung in der Buchhaltung, Babysitten, Hunde ausführen etc.) angesagt.

Veräußerbare Vermögensgegenstände eruieren Wenn man bei sich zu Hause Inventur macht, und mal einen Blick auf die Vermögensseite wirft, kann häufig so manches Schuldenproblem auf einen Schlag gelöst werden. Am naheliebendsten ist dabei die Ermittlung von Wertpapiervermögen (Fonds, Aktien, Anlei-

Von Michael Kordovsky hen), rückkaufbaren Lebensversicherungen, physischem Gold und Silber, sowie eventuellen auszahlbaren Abfertigungsansprüchen aus der Mitarbeitervorsorgekasse. Dann sollte man sich noch auf die Suche nach sonstigen Wertgegenständen wie Schmuck, Uhren, Sammlermünzen, Antiquitäten etc. begeben. Diese können über diverse Auktionshäuser verkauft werden. Darüber hinaus lassen sich noch alte Schallplatten, CDs und diverse Sportgeräte (Schi, Rodel, Hometrainer...) über einschlägige Internet-Portale (eBay, Amazon) zu Geld machen. Ein Großteil der Erlöse kann dann zur Schuldtilgung herangezogen werden. Ein gewisser „Notgroschen“ sollte aber auf dem Sparbuch gelassen werden.

Umschuldungslösungen: Wenn trotzdem noch hohe Rückzahlungen anstehen, dann gibt es – je nach Situation -folgende Handlungsalternativen: • Umschuldung von Kontoüberzügen in Konsumkredite mit einer Laufzeit von 5 bis 9 Jahren. Dies reduziert die Zinskosten. • Umschuldung von Konsumkrediten in langlaufende Hypothekarkredite – sofern noch belastbares Immobilienvermögen vorhanden ist. • Konditionenvergleich bei Privatkrediten und Umschuldung in eine günstigere Alternative mit längerer Laufzeit und niedriger Ratenbelastung. Wichtig: Kunden sollten mit ihrer Bank vereinbaren, dass sie jederzeit eine gebührenfreie (ohne Vorfälligkeitsentschädigung) Sondertilgung durchführen können. Dies ermöglicht es, den Kredit problemlos früher zurückzuführen. Darüber hinaus empfiehlt es sich noch bei unabhängigen Kreditexperten eine zur Bank zusätzliche Fachmeinung einzuholen.

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Unser Anspruch: höchste Qualität für unsere Vertriebspartner! Ihre Rückmeldungen, auf die wir stolz sind: 1. Platz im Weiterbildungsangebot: Wir sind stolz auf unsere Top Partner- und BAV-Akademie und informieren Sie gerne. 1. Platz in der BAV: Wir sind der Partner in diesem stark wachsenden Bereich und werden das auch weiterhin bleiben. 1. Platz in der Technischen Versicherung: Ein klarer Auftrag, den Vorsprung zu halten und auszubauen.

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Hoffentlich Allianz.

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Der Tod biegt links ab

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mmer wieder. Auf der Unfallstatistik für Biker lastet ein Fluch. Die Aussage, dass jährlich bis zu 100 oder mehr Biker ihr Leben auf der Straße lassen müssen, ist so etwas wie eine selbsterfüllende Voraussage (self-fulfilling prophecy). Und es gelingt nicht, diesen Fluch zu brechen. Die grausame Schlussfolgerung: Wir müssen mit diesem unabwendbaren Schicksal leben. Aber, muss man einer alljährlichen Verpflichtung nachkommen und die Risiken des Motorradfahrens aufzeigen? Man sagt, wenn damit auch nur ein einziger Unfall vermieden werden könne, sei es den Aufwand wert.

Wen es trifft Es trifft überwiegend Männer. Mit Sorge beobachten die Experten die Opferzahlen, die heuer schon im ersten Halbjahr höher sind als im Vorjahr. Was ist heuer anders als im vergangenen Jahr? Die Saison begann, nach mildem Winter, sehr früh. Und nahezu jedes Wochenende lockte es die Easy Rider mit Ausfahrtwetter. Es ist populär geworden, in schöner Landschaft und frischer Luft das berauschende Erlebnis unbeschwerten Cruisens zu genießen. Das Wohlfühlen auf zwei Rädern ist zum Massensport geworden. Doch es hat nicht allen good vibrations gebracht. Bis Mitte Mai gab es im Straßenverkehr um 34 Tote mehr als im Vorjahr. Darunter fünf Biker, einen Mopedlenker und zwei Fußgänger. Hauptunfallursache: nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit, Vorrangverletzungen und in zwei Fällen Unachtsamkeit. Bei drei tödlich verlaufenden Unfällen konnte die Ursache bisher nicht festgestellt werden. Am Pfingstwochenende 2014 starben 12 Menschen bei Verkehrsunfällen, 2013 waren es „nur“ drei.

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Die Jugend ist bedroht Die Statistik weist aus: In keiner Altersstufe verunglücken mehr Verkehrsteilnehmer als bei den 15- und 16-Jährigen. Jugendliche und junge Erwachsene haben ein erhöhtes Risiko im Straßenverkehr zu verunglücken. 2013 verunglückten trotz eines zehnprozentigen Rückgangs fast 3.600 junge Menschen im Alter von 15 bzw. 16 Jahren. Seit 2006 gab es - mit einer einzigen Ausnahme im Jahr 2012 - pro Jahr in keiner anderen Altersstufe mehr Verunglückte als bei den 15- und 16-Jährigen, damit stellen sie 7% aller Verunglückten bei einem Anteil von nur 2% an der Bevölkerung. Drei Viertel von ihnen waren als Lenker oder Mitfahrer eines Mopeds, das für jugendliche Verkehrsteilnehmer den Start in die motorisierte Verkehrswelt darstellt, am Straßenverkehr beteiligt. (Quelle: Statistik

Austria). Mopedfahren als Ausbruch aus der Routine oder als Rebellion gegen das Establishment?

Biker Im Durchschnitt verunglückten in der Saison 2013 zwischen 10 und 17 Biker im Monat tödlich. Die Zahl der verletzten Motorradfahrer ist mit 3.975 um 6% gestiegen. Die meisten verunglückten Motorradfahrer waren im Alter von 45 bis 52 Jahren. (Quelle Statistik Austria. Zahlen für 2013). Insgesamt kamen auf Österreichs Straßen in den vergangenen fünf Jahren (2009-2013) 390 Motorradfahrer ums Leben, 369 davon waren männlich. Deshalb der Aufruf: Man solle vernünftig fahren und Respekt vor der Leistung seiner Maschine haben, besonders wenn es sich um ein „heißes“ Eisen handelt. Mit

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den leistungsstarken Maschinen gelange man schnell in Geschwindigkeitsbereiche, die lebensbedrohend sein können. Das Dilemma: Sogenannten Best Ager kaufen nach jahrelanger Pause vom Motorradfahren eine neue Maschine, die ein Vielfaches mehr an Leistung bringt als das erste Motorrad. Mit diesen leistungsstarken Maschinen wagen sie sich in Geschwindigkeitsbereiche, die lebensgefährlich sind.

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dung für rund 160 Kilometer, die Batterie lasse sich in weniger als 30 Minuten an einer Schnellladestation wieder aufladen. Optisch unterscheidet sich das vollverkleidete Modell kaum von konventionell angetriebenen Sportmaschinen. Lightning Motorcycles vertreibt die LS-218 über seine Homepage zu Preisen ab 38.888 US-Dollar (rund 28.370 Euro).

Quads – ATV mit oft kurzer Halbwertzeit

Monstermaschinen Heuer trifft es vermehrt Biker auf kleinvolumigen Geräten. Die Monstermaschinen der Easy Riders hingegen besitzen schon eine so ausgereifte Technik und Elektronik, dass sich der Fahrer ganz aufs Fürchten konzentrieren kann. Das Monster der Monster ist eine Maschine die weit über 300 km/h fährt. Es ist ein Motorrad des US-Unternehmens Lightning Motorcycles, aus Carmel, Kalifornien. Das Besondere daran: Angetrieben wird die Maschine von einem Elektromotor. Der E-Motor weckt eine ganze Pferdeherde. So um die 149 kW/203 PS ermöglichen laut dem Hersteller eine Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h. Bei moderatem Tempo reiche eine Akkula-

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Eine Alternative zu der Freiheit auf zwei Rädern sehen viele Biker nicht. Dabei lassen rasante Fahrzeuge auf vier Rädern die Herzen zahlreicher Motorradfans höherschlagen. Die ATV (All terrain vehicles), bekannt unter der Bezeichnung Quad vereinen unkomplizierte Technik mit Fahrdynamik. Aber gerade darin liegt ein Risiko. Ein Kritiker: „Man kann sagen, dass Quads und Trikes alle Nachteile eines Motorrads mit den Nachteilen eines Autos kombinieren.“ Trikes kombinieren im Grunde die Front eines Motorrades mit dem Heck eines Autos, wodurch die Wendigkeit eines Bikes durch die breite Hinterachse zunichtegemacht wird. Eine Unfallstudie zeigt, Quad-Fahrer verursachen 85 % der Unfälle selbst, in die sie

verwickelt sind. Das Risiko mit einem Quad einen Unfall zu erleiden ist 10-mal höher als mit einem PKW. So stellen Kurvenfahrten ein großes Problem im Unfallgeschehen dar: Zwei Drittel der Fahrunfälle von Quads sind der Unfallart „Abkommen von der Fahrbahn nach rechts/ links“ zuzuordnen. Dabei sind Alleinunfälle besonders häufig. Junge Fahrer (18-24) stellen die größte Gruppe der unfallverursachenden Quad-Fahrer, gefolgt von den 25- bis 34-Jährigen. Typischer Unfallablauf: Der Quad-Fahrer verliert (oft in der Kurve) die Kontrolle über sein Fahrzeug, kollidiert mit dem Gegenverkehr oder einem Hindernis neben der Fahrbahn. Sechs Tote und elf teils Schwerverletzte forderten seit Jahresbeginn die Quad-Unfälle in Österreich. Dramatisch: Sieben davon waren unter 20 Jahre. Der Jüngste erst sieben Jahre alt. ATVs haben eine schmale Spur, einen kurzen Radstand und einen höheren Schwerpunkt. Zusätzlich ist die Hinterachse zu 100 Prozent gesperrt. „Das bedeutet, dass die vierrädrigen Gefährte kippen können“, so ein ÖAMTCExperte. „Wenn man zu schnell unterwegs ist oder abrupt lenkt, stellt sich das Quad auf. Wie man dann reagiert, um wieder auf vier Räder zu kommen, wissen die meisten

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TITELGESCHICHTE

Man solle vernünftig fahren und Respekt vor der Leistung seiner Maschine haben, besonders wenn es sich um ein „heißes“ Eisen handelt. nicht“, kritisiert der ÖAMTC-Experte die mangelnde Ausbildung für Quadfahrer und meint dazu: „Das Fahren mit einem Quad erfordert Fahrtechnik und Körperkraft“.

Was der Biker beim Reisen durch Europa bei sich haben muss Dass wir, allen „Separatisten“ zum Trotz, von einem vereinten Europa noch Lichtjahre entfernt sind, zeigt welche Utensilien ein Biker mitführen muss, falls er durch Europa touren will. Kleines Beispiel: Gleich zwei Warndreiecke bei Touren in der Türkei, einen Feuerlöscher für Litauen und allgemein eine Warnweste, dann Verbandszeug, Ersatzlampenset und einiges mehr. Hält man die Bestimmungen fremder Länder nicht ein, drohen teilweise hohe Strafen. Die Vorschriften gelten auch für Mietfahrzeuge. Der ÖAMTC gibt erschöpfende Auskunft und meint, generell empfiehlt sich die Mitnahme des europäischen Unfallberichts, wenn man im Ausland unterwegs ist.

Ich fahre – also bin ich´s (noch) Unser jährlicher Motorradreport steht auch heuer wieder unter keinem guten Stern und zeigt einmal mehr auf wie lebensbedrohlich Motorradfahren sein kann. Besonders für jene, die ihre Maschine nicht vollkommen beherrschen. Heuer gibt es schon 332 Seiten Unfall-Kurzberichte. Deshalb heißt es: „Keep your head in the clouds and feet on the ground“. Und, keineswegs sollte man einen „Lowsider“ probieren. Dabei rutschen

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Maschine und Fahrer über beide Räder nach außen weg. Wie James Bond, als er unter einem Tankwagenanhänger durchrutsche, sich und seine Maschine nachher wieder aufrichtete und den Bösen weiter verfolgte. Diese Szene, zur Abschreckung sei es gesagt, war ein 7-teiliger Stunt und wurde in Zeitlupe gedreht.

Der Tod biegt links ab Alle Versuche die Opferzahlen zu reduzieren scheitern. Man müsste wohl Schritttempo vorschreiben, unken die schlimmsten Pessimisten. Das ist natürlich Unfug. Ständig im Schritttempo zu fahren erforderte artistisches Training. An eine solche, wirklichkeitsfremde Geschwindigkeitsbegrenzung hielte sich kein

Verkehrsteilnehmer. Wozu auch. Die BikerGemeinde fährt grundvernünftig, zum überwiegenden Teil korrekt den Verkehrs- und Straßenverhältnissen angepasst und ist Vorbild für Straßenkameradschaft. Warum also sollte ein Biker, im Sommersonnenschein, auf freier, gerader, staubtrockener Straße nur im Schritt fahren? Wenn überdies kein Verkehr herrscht. Nur ein einzelnes Fahrzeug kommt dem Biker entgegen. Das biegt dann rasch links ab. Conclusio: Auch Spontanität will gut überlegt sein. Der Biker aber hat keine Spur einer Chance und zahlte einen hohen Tribut: Er ist auf der Stelle tot. Er trägt ein Shirt mit der Aufschrift „Motorradfahrer töten nicht – Motorradfahrer werden getötet“. Vor handytelefonierender, linksabbiegender Lady ist keiner gefeit. Der Tod biegt links ab.

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Eine Stadt, die man sich einmal leisten sollte von Micky Klemsch Helsinki ist eine der jüngsten Hauptstädte Europas. Über Jahrhunderte war Finnland in der Hand von Schweden oder Russen. Von beiden kann man heute noch Spuren erkennen. Und das macht die Stadt für einen Städtetrip so interessant.

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eit diverse Fluglinien Städteflüge innerhalb Europas zu Okkassionspreisen anbieten, boomen Kurztripps in die Metropolen noch stärker. Helsinki ist als Destination hier leider die Ausnahme. Da seit einiger Zeit von Wien nur noch Finnair nach Helsinki fliegt und es keinen Wettbewerb gibt, muss man schon bei der Anreise tief in die Tasche greifen. Und daran ändert sich auch im Laufe des Aufenthaltes nichts. Helsinki zählt zu den teuersten Städten Europas. Aber ich bleibe dabei: Das sollte man sich einmal leisten!

An diversen Ständen werden Gemüse, Fisch, Souvenirs und finnisches Handwerk angeboten. In kleinen Zelten werden Köstlichkeiten verkostet, alles was das Meer und die finnische Natur hergibt. Gerade einen Straßenzug weiter und schon von weitem ersichtlich ist der Dom. Die weiten Stufen zu seinem weißen, klassizistischen Essemble mit der hohen grünen Kuppel dominiert den Senatintori, den Senatsplatz. Hier wurde, wie auch der Dom, jedes Gebäude vom Architekten Carl Friedrich Engel gebaut. Im

Das Zentrum am Meer Die ersten Eindrücke der Stadt sollte man sich direkt am Hafenbecken holen. Der Markt, direkt am Meer wo die großen Luxusdampfer anlegen und die kleinen Touristenboote zu den vorgelagerten Inseln abfahren, ist das pulsierende Zentrum für Gäste der Stadt.

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REISE

nach ihm benannten Cafe kann man gemütlich sitzen und das geschäftige Treiben am Platz und den angrenzenden Souvenierläden beobachten. Geschäftig ist wohl auch der richtige Ausdruck für das überschaubare Zentrum das über die Aleksanderinkatu bis zur Mannerheiminitie gleich die beste (und teuerste) Shoppinmeile bildet. Umgrenzt von der wunderschönen

Designmuseum Kiasma, der von Alvar Aalto erbauten Finlandia Halle oder der Oper, die erst in den 1990er Jahren gebaut wurde. Den Kilometer bis hinaus zum Olympiastadion sollte man hier am besten gleich zu Fuß gehen, um keine der Sehenswürdigkeiten zu verpassen. Für heutige Verhältnisse sehr kurios: Das Olympiastadion wurde schon 14 Jahre vor den Spielen von 1952 fertiggestellt. Die

Esplanade, dem Grünstreifen von Marktplatz bis schwedischem Theater und dem Bahnhofsviertel.

Fahrt auf den dazugehörigen Turm birgt den schönsten Blick über alle Seiten der Stadt. Bei prächtigen Wetter sogar über den finnischen Meerbusen bis nach Tallinn, der Hauptstadt Estlands. Hat man etwas mehr Zeit für den Citytrip eingeplant, lohnt sich übrigens ein Tagesabstecher dorthin. Mit stündlichen Fährverbindungen ist man in knapp 2 Stunden in der baltischen Metropole. Kulinarisch kann Helsinki viel Feines aufwarten, wenn man das auch monetär zu würdigen

Die weiße Stadt des Nordens Vom Bahnhofsviertel weg führt auch die schon genannte Mannerheimintie in den Norden mit weiteren Prachtbauten wie dem Parlament, dem Nationalmuseum oder den etwas neueren und moderneren Gebäuden wie dem

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weiß. Die klassische finnische Küche findet man in traditionellen Restaurants wie dem Konstan Möllja (traditionelles finnisches Buffet um € 18) oder Sea Horse (Rentierfilet um € 38). Die neue nordische Küche findet man im Olo (Abendmenü um € 89) oder dem Pure Bistro (Octopusburger mit Fenchel um € 28). Das gewöhnliche Fassbier geht im Lokal ab € 6,50 für 0,4 lt über den Tresen. Wenn aber schon Bier, dann bieten sich die Gasthausbrauereien an, die daneben noch hervorragende Küche bieten. Die Bryggeri direkt am Hafen oder auf der Insel Suomenlinna das Lokal Panimo. Mit einem kleinen Boot kann man die Festungsinsel mit einem Strassenbahnfahrschein erreichen. Die Überfahrt lohnt sich nicht nur kulinarisch, ein Spaziergang durch die Festungsanlagen etwas abseits vom Trubel der Stadt bietet tolle Aussichten. Vor allem in den Monaten Juni und Juli, wenn auch in Finnland ein Ansatz von Hochsommer zu erkennen ist und die Sonne auch nachts nicht zu weichen scheint. Und wenn dann am Ende des Urlaubs die Reisekasse wirklich leer sein sollte dann denke ich an die Worte, die in der wunderbaren Markthalle an einem Fleischstand für Elchund Rentierspezialitäten prangten: „Money is not everything. There is Mastercard and Visa!“ www.visithelsinki.fi/de

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FINANZEN

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FMA

Fremdwährungskredite

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as Volumen der Fremdwährungskredite ist im ersten Quartal abermals stark zurückgegangen. Ende März 2014 betrug es Euro 26,8 Mrd. und lag somit wechselkursbereinigt Euro 3,2 Mrd. oder 10,7% unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Im Hinblick auf das 4. Quartal 2013 bedeutet das einen Rückgang von Euro 0,8 Mrd. oder 2,8%. Gegenüber Herbst 2008 - als die FMA einen Stopp der Neuvergabe von FX-Krediten verhängte und Initiativen zur Begrenzung des Risikos beim

aushaftenden FX-Kreditvolumen setzte reduzierte sich das Volumen wechselkursbereinigt um Euro 19,5 Mrd. oder 42,1%. Dies geht aus der Erhebung der österreichischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (FMA) zur Entwicklung der FX-Kredite im 1. Quartal 2014 hervor. Ende März 2014 entfiel mit 95,8% weiterhin der Großteil des FX-Forderungsvolumens auf Schweizer Franken und der Rest beinahe zur Gänze auf Japanische Yen. Der Schweizer Franken hat seit Anfang 2008 35,7% gegenüber dem Euro aufgewertet.

OEKB VERSICHERUNG AG

Wirtschaft im Zeichen des Sports

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ie OeKB Versicherung sieht in Brasilien Chancen für Österreichs Exporteure, warnt aber vor politische Risiken. Brasiliens Märkte gelten vielfach als unerschlossen. Österreichische Unternehmen, die in den richtigen Sektoren tätig sind, können daher von dem durch Fußball-WM und Olympia erwarteten Wachstum profitieren. Damit sie sich dabei wirtschaftlich nicht verdribbeln, wird zu gründlicher Marktanalyse und Schutz vor politischen Risiken geraten. Die Einzelhandelsumsätze treiben neben dem Konsum das Wachstum nach wie vor an, und verweisen die Industrie ganz klar auf die hinteren Plätze. Karolina Offterdinger, Vorstand der OeKB Versicherung, sieht die wirtschaftliche Situation im bevölkerungs-

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reichsten Staat Südamerikas dennoch „derzeit nicht so rosig.“ „Der große Schwung, den unsere Versicherungsnehmer bisher miterlebten, ging leider etwas verloren“, ergänzt Offterdinger. Brasiliens Wirtschaft leide unter Infrastrukturengpässen und die Wettbewerbsfähigkeit sinke. Die Arbeitskosten haben sich seit 2003 verdoppelt und die Regierung interveniert vermehrt. Die bevorstehende Präsidentschaftswahl im Oktober 2014 bringt zusätzliche Verunsicherung. Auch wenn der Zugang zum brasilianischen Markt nicht einfach ist, ist es dennoch empfehlenswert sich in Brasilien niederzulassen, denn mit einer Präsenz vor Ort vermeidet man komplizierte Einfuhrbestimmungen und Zollschranken und hat weitere deutliche Vorteile.

Karolina Offterdinger, Vorstand der OeKB Versicherung AG

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FINANZEN

Anlegen – aber richtig. Professionelle Vorsorge mit Zurich Prime Invest Maximale Individualität bietet die innovative fondsgebundene Lebensversicherung Zurich Prime Invest – mit umfassenden Garantien. Tägliche Kontrolle und optimierende Umschichtung! www.zurich.at/prime

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FINANZEN

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WIENER FACHGRUPPE FINANZDIENSTLEISTER

Übergangsfrist endet D

ie zweijährige Übergangsfrist für Finanzdienstleister erlischt demnächst. Ab 1.September 2014 dürfen diese ihre Tätigkeit nur dann fortsetzen, wenn sie sich rechtzeitig für das neue reglementierte Gewerbe in Form des Wertpapiervermittlers oder als gewerblicher Vermögensberater registriert haben. Die Wiener Fachgruppe Finanzdienstleister stellt ihren Mitgliedern dafür einen fundierten Praxisleitfaden zur Verfügung. Dieser zeigt im Detail die gewerberechtlichen Schritte auf, die nun gesetzt werden müssen, um nach dem Stichtag die Tätigkeit der Wertpapiervermittlung fortsetzen zu können. Österreichweit gibt es insgesamt rund 1.562 Finanzdienstleistungsassistenten, davon sind in Wien rund 247 Personen registriert (Stand: 1. Quartal 2014). „Ab 1. September 2014 beginnt für die Wertpapiervermittlung eine neue Ära. Die neuen gesetzlichen Bestimmungen tragen unter anderem aufgrund ihrer Quailifizierungsmaßnahmen zur Aufwertung des Berufsbilds der Wertpapiervermittler bei. „Das Team der Wiener Fachgruppe Finanzdienstleister steht ihren Mitgliedern bei der praktischen Umsetzung im Rahmen der Gewerbeanmeldung mit Rat und Tat zur Seite“ betont Fachgruppenobmann KommR Siegfried Prietl. Bei der Fachveranstaltung

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der Wiener Fachgruppe und den Wiener Versicherungsagenten wurde über die gewerberechtlichen Schritte, die nun notwendig werden, ausführlich informiert. Der nächste Vorbereitungskurs für die Befähigungsprüfung zum Wertpapiervermittler findet vom 14. bis 16. Juli 2014 in der Wirtschaftskammer Wien statt.

v.l.n.r.: KommR Siegfried Prietl, Obmann der Wiener Fachgruppe Finanzdienstleister; Karl Weisz, Obmann des Landesgremium Wien der Versicherungsagenten; Oliver Walla, Stv.-Obmann der Wiener Finanzdienstleister; Mag. Georg Plesnik MBA MSc., Geschäftsführer der Wiener Fachgruppe Finanzdienstleister

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FINANZEN

FINANZDIENSTLEISTER

Recht bekommen Die Finanzdienstleister haben beim Verwaltungsgerichtshof Recht bekommen.

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er erste angefochtene Kostenbescheid der Finanzmarktaufsicht wurde jetzt aufgehoben. Weitere werden wohl folgen“, weiß Wolfgang K. Göltl, Obmann des Fachverbands Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), zu berichten. Im Oktober 2013 haben knapp 20 der größten Wertpapierunternehmen in einer konsolidierten Aktion des Fachverbands Finanzdienstleister die Kostenbescheide der österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) höchstgerichtlich bekämpft. Jetzt hat der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) dieser Ansicht Recht gegeben und den ersten Bescheid unter anderem mit folgender Begründung aufgehoben: Bei der nicht als rechtswidrig erkannten analogen Anwendung der Vorschriften des FMABG, insbesondere des § 19, auf die Bildung der Subrechnungskreise ist aber zu berücksichtigen, dass die Parameter der direkten bzw. indirekten Kosten für die Kostenpflichtigen in der Begründung des Bescheids dargestellt werden müssen. Eine derartigeBegründung ist den angefochtenen Bescheiden aber nicht zu entnehmen, weil nicht alle Beträge, die der Ermittlung des Kostenbeitrags zu Grunde zu legen waren, offengelegt wurden. Fachver-

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KR Wolfgang K. Göltl, Obmann des Fachverbandes Finanzdienstleister der Wirtschaftskammer Österreich

bandsobmann Göltl zeigt sich überzeugt, „dass eine Offenlegung der Beträge unsere Argumentation, dass die Wertpapierunternehmen Kosten tragen müssen, die ihnen eigentlich nicht zurechenbar sind, stützen wird. Die Finanzierung der Finanzmarktaufsicht wird der jetzigen Situation nicht mehr

gerecht. Der Fachverband Finanzdienstleister hat mehrere Konzepte vorgelegt, um die rechtlichen Grundlagen zu reparieren und ruft den Gesetzgeber auf, jetzt rasch zu reagieren. Wir stehen bereit, um eine Neuordnung unter Einbeziehung aller Betroffenen offen zu diskutieren.“ Der Fachverband wird die Begründung nun genau analysieren und die intensiven Bemühungen beim Gesetzgeber weiter verstärken. Ob und in welcher Form auch die kommenden Kostenbescheide konsolidiert gerichtlich bekämpft werden, wird jetzt geprüft. In jedem Fall wird der Fachverband Finanzdienstleister weiter als die Interessenvertretung der Wertpapierunternehmen die führende Rolle spielen.

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WÜSTENROT GRUPPE

Ergebnis v.l.n.r.: Vorstand Wüstenrot Gruppe, Vorstandsdir. Prof. Dr. Andreas Grünbichler, Vorstandsdir. Mag. Gerald Hasler, Vorstandsdir. Mag. Erwin Mollnhuber, Vorstandsvorsitzende Dr. Susanne Riess

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as Geschäftsjahr 2013 war relativ stabiles. Die Bausparkasse hat ein Plus von 10,2% bei den neu abgeschlossenen Verträgen erzielen können, der Marktanteil ist auf 26,6% gestiegen. „Mit einer Kernkapitalquote von 13,7% und einer Eigenmittelquote von 20,7% verfügt die Bausparkasse Wüstenrot über eine sehr solide Eigenmittelausstattung. Das Betriebsergebnis 2013 konnte auf 18,9 Mio. Euro gesteigert werden. Durch das allgemein niedrige Zinsniveau fiel das Zinsergebnis im Vergleich zum Vorjahr niedriger aus. Dieser Entwicklung konnte mit aktivem Kostenmanagement im Bereich der Verwaltungsaufwendungen mit einer Aufwandssenkung von rund 10 Millionen Euro erfolgreich entgegen gewirkt werden“, sagte Vorstandsdirektor Prof. Dr. Andreas Grünbichler, CFO der Wüstenrot Gruppe. Die Wüstenrot Versicherung konnte im Bereich Lebensversicherung die Summe der laufenden Prämie und bei den Einmalerlägen nur knapp halten. Das EGT zeigte ebenfalls einen Rückgang das mit einer erstmals durchzuführenden Zinsrückstellung erklärt wurde, EGT beträgt 33,9 Mio. Euro. Im Bereich Schaden/Unfall konnte die Eigenheim- und Haushaltsversicherung ein Plus von 5% erzielen, die Unfallversicherung einen Zuwachs von mehr als 10%. Das Segment Krankenzusatzversicherung wurde um 1,5% gesteigert. Das Jahrhunderthochwasser im Sommer 2013 kostete dem Unternehmen 7 Mio. Euro. Die

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Aufwendungen sind Spartenübergreifen gesunken, der Jahresüberschuss sank um 29% auf 11,1 Mio. Euro. Die Auslandstöchter in Kroatien und in der Slowakei sowie CEE Beteiligungen in Ungarn und Tschechien erfüllten 2013 alle Zielvorgaben. In der Slowakei wurde bei den neu abgeschlossenen Bausparverträgen ein Plus von 35% das beste Ergebnis der letzten

10 Jahre erzielt. Das Ergebnis im Finanzierungsbereich lag mit plus 49% gegenüber dem Vorjahr deutlich über den Erwartungen. Die Bilanzsumme ist von 350 Mio. Euro auf 363,8 Millionen Euro angewachsen. Auch die Wüstenrot Versicherung ist in der Slowakei erfolgreich die Bilanzsumme ist auf 146,3 Mio. Euro gewachsen. Auch Kroatien verzeichnete in beiden Bereichen Zugewinne.

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VERSICHERUNG

ÖGVS

KFZ Versicherungen

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ie Gesellschaft für Verbraucherstudien m.b.H. hat einen Qualitätstest unter 16 am österreichischen Markt tätigen Versicherungsunternehmen, in Kooperation mit dem Wirtschaftsmagazin Format, durchgeführt. Getestet wurden unteranderem die Tarife, wie hoch die Kosten, die Tarifleistungen und die Vertragsbedingungen

sind. Die Transparenz und der Komfort, ob die Bedingungen klar ersichtlich sind und wie komfortabel die Website ist. Auch der Kundendienst wurde in den Test miteinbezogen. Die VAV Versicherung hat die gesetzten Kriterien insgesamt am besten erfüllt und wurde Testsieger, gefolgt von Direktversicherer Zurich Connect und HDI. Die VAV als Testsieger überzeugte dabei v.a. durch die besten Tarife sowie Top-Werte in den weiteren Kategorien. Zurich Connect punktete mit günstigen Beiträgen und der besten Wertung im Bereich Transparenz & Komfort. Der Drittplatzierte HDI zeigte den besten Kundendienst sowie den reibungsloses-

ten Ablauf bei der Angebotsstellung. Dr. Norbert Griesmayr, Generaldirektor der VAV: „Wir freuen uns über diese Auszeichnung, die unseren eingeschlagenen Weg bestätigt. Die VAV steht für eine innovative Produktentwicklung und bietet dauerhaft günstige Tarife.“

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VERSICHERUNG

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VAV

VAV ist Österreichs beste KFZ-Versicherung Die ÖGVS (österreichische Gesellschaft für Verbraucherstudien) hat in Zusammenarbeit mit FORMAT die heimischen KFZ-Versicherer unter die Lupe genommen. Der unabhängige Test der ÖGVS weist die VAV Versicherungs-AG als beste Autoversicherung aus. Für dieses Siegerpodest reicht ein günstiger Tarif alleine nicht aus, eine Reihe von Kriterien müssen dafür erfüllt werden.

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ie KFZ-Versicherung ist zwar in Österreich eine der wichtigsten Sparten, sie gilt jedoch als wenig innovativ. Die VAV setzt kontinuierlich auf Innovationen bei der Tarifgestaltung und arbeitet dabei sehr eng mit seinen Vertriebspartnern. Das zeigt sich in dauerhaft günstigen Tarifen und zahlreichen innovativen Deckungen – wie zum Beispiel der groben Fahrlässigkeit, die die VAV bereits im Jahr 2004 im Österreichischen Markt eingeführt hat.

Strenge Kriterien für die Ermittlung der Sieger Für die Tests wurden die Leistungen von 16 Versicherern in den drei Kategorien Tarife, Transparenz und Komfort sowie Kundendienst überprüft. Jeder Anbieter wurde zehn Mal per Mail und fünf Mal per Telefon getestet und es wurden verdeckte Angebote eingeholt. Bei den Tarifen wurden die Beiträge als auch die Versicherungsleistungen angesehen. Dabei wurden pro Tarif für drei Beispielkunden in verschiedenen Regionen des Landes Prämien für reine Haftpflichtver-

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Wir setzen auf Innovationen bei der Tarifgestaltung sicherungen, Haftpflicht inklusive Teilkasko sowie Haftpflicht inklusive Vollkasko ermittelt. Wichtig war für die ÖGVS-Experten in diesem Zusammenhang auch die Transparenz, denn niemand möchte nach geleisteter Unterschrift unzufriedene und wechselwillige Kunden durch böses Erwachen.

Was macht die VAV nun anders als der Mitbewerb? Die VAV arbeitet als einziger Versicherer in Österreich mit einem Typenklassentarif, bei dem verschiedene Fahrzeug-Merkmale wie beispielsweise Type und Alter des Fahrzeugs herangezogen werden. Dazu Dr. Peter Loisel, VAV-Vorstand für Vertrieb und Marketing: „Unser TYPTOP-Tarif ist auf ein soziologisches Screening und nicht nur auf die PSZahl abgestellt. Das wirkt sich auf das Risiko und auf die Prämie aus.“ Sehr preisgünstig gestaltet sich die Prämie bei mittleren und großvolumigen Fahrzeugen. „Wir haben aktuell zusätzliche Cluster eingebaut, welche auch kleinere Autos bevorzugen sollen“ ergänzt Loisel. Denn Umfragen zeigen, dass

Dr. Peter Loisel, Vorstand Vertrieb und Marketing VAV Versicherungs-AG die jüngere Generation mehr an kleineren Autos interessiert ist.

Die richtige Kombination macht es aus Die VAV ist ein auf den unabhängigen Vertrieb ausgerichteter Marktteilnehmer und sieht dies als seinen großen Vorteil. Kurze Entscheidungswege und eine schlanke Struktur ermöglichen rasches, kompetentes und sehr persönliches Service statt anonymer Groß-Call-Center. Weitere Informationen zur ÖGVS und zur Studie finden Sie unter: http://www.qualitaetstest.at/

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AUSGEZEICHNET: DIE BESTE KFZ-VERSICHERUNG*

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TESTSIEGER Test 05/2014, 16 Anbieter im Test: Tarife & Servicequalität

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Best Advice für Ihre Kunden: Die VAV überzeugt mit bestem Tarif, Transparenz und Komfort sowie Kundendienst. Wechseln Sie zur VAV und kassieren Sie dabei die Bonus-Provision für viele ausgewählte TOPTYP-Modelle. Alle Informationen auf www.VAVPRO.at oder bei Ihrem Service Team. *Das Wochenmagazin FORMAT und die ÖGVS (Gesellschaft für Verbraucherstudien) weisen in einem unabhängigen Test im Mai 2014 die VAV als beste KFZ-Versicherung Österreichs aus!

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UNIQA GROUP

UNIQA CRO Kurt Svoboda

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ie Solvency II Regeln werden ab 2016 gültig sein, die UNIQA Group hat als erste österreichische Versicherungsgruppe einen Bericht zur ökonomischen Solvenz Ausstattung (ECR Bericht) mit den Kennzahlen des Kapitalmodells veröffentlicht. Die ökonomische Kapitalquote der UNIQA Group, als Gradmesser für die Kapitalisierung, lag mit 31.12.2013 bei 161 Prozent und damit – gemäß der Risikostrategie des Unternehmens – auf solidem Niveau. Die ökonomische Kapitalquote ergibt sich aus dem Verhältnis der ökonomischen Eigenmittel (4.442 Millionen Euro) und dem ökonomischen Eigenmittelerfordernis (2.762 Millionen Euro) nach dem internen Kapitalansatz. Im ökonomischen Eigenkapital werden Tier 1 Kapital (Kernkapital) und Tier 2 Kapital (Ergänzungskapital) zusammengefasst. Der ökonomische Eigenmittelbedarf wiederum beziffert den theoretischen Bedarf an Eigenmittel im Fall eines

ECR Bericht extremen Stressszenarios. UNIQA CRO Kurt Svoboda: „UNIQA ist auf Solvency II und alle Rahmenbedingungen schon heute sehr gut vorbereitet. Unsere Kapitalquote befindet sich im optimalen Zielbereich, weil wir Stressszenarien abfedern können und auch unsere Kapitalkosten verdienen. Das bestätigt, dass wir sehr gut auf das existente Geschäftsmodell ausgerichtet sind. Wir sind mit diesen Ergebnissen auf einem guten Weg, um neben den regulatorischen Anforderungen auch die Anforderungen von Standard & Poor‘s für ein Zielrating ‚A bis AA‘ zu

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erfüllen.“ Svoboda zur anhaltenden Diskussion um die Bewertung von Staatsanleihen unter Solvency II: „UNIQA hat schon vor längerer Zeit begonnen Staatsanleihen als nicht risikolos einzustufen und sichert diese auch im internen ECR Modell mit Kapital entsprechend ab. Damit sind wir strenger als es im Standardmodell der europäischen Aufsichtsbehörde EIOPA (European Insurance and Occupational Pensions Authority) vorgesehen ist. Das drückt natürlich unsere Kapitalquote ein wenig nach unten, es ent-

spricht aber – aus unser Sicht und durch aktuelle Wirtschaftsmeldungen bestätigt – viel besser der realen Risikosituation.“ Svoboda: „Die neuen Standards und Kapitalregeln sind ab Anfang 2016 zu erfüllen. Wir haben uns schon sehr früh diesen Herausforderungen gestellt. Neben der Entwicklung unseres Economic Capital Modells und unseren Risikosteuerungsmaßnahmen haben wir auch einen großen Teil der zusätzlichen Anforderungen – vor allem im Governance Bereich –bereits umgesetzt.“

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VERSICHERUNG

S VERSICHERUNG

Betriebliche Altersvorsorge

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ie S Versicherung hat das Gallup Institut mit einer Studie zum Thema betriebliche Altersvorsorge betraut. Befragt wurden 700 heimische Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. 73% der befragten sehen in betrieblichen Altersvorsorgemodellen eine wichtige Ergänzung zur staatlichen und privaten Pensionsvorsorge. Besonderen Stellenwert sprechen Steuerberater und Wirtschaftsprüfer der zweiten Säule als Teil des Entlohnungssystems bei Leistungsträgern eines Unternehmens (68%), sowie als ideale Belohnungsmöglichkeit für Geschäftsführer, leitende Angestellte und Mitarbeiter (65%) zu. 62% schätzen die betriebliche Vorsorge als ein Modell mit klaren Vorteilen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Sicherheit und Garantie gelten für 90% der Befragten als wichtigstes Produktspezifikum der betrieblichen Altersvorsorge. Merkmale, die insbesondere die betriebliche Kollektivversicherung im Unterschied zum Pensi-

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onskassenmodell auszeichnen. Diese beiden Faktoren haben aus Sicht der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer sogar weit mehr Relevanz als die steuerlichen Vorteile, die von 66% als besonders wichtig hervorgehoben wurden. Jenen Kunden, die persönlich vorsorgen wollen und für die es im betrieblichen Bereich eine Möglichkeit gibt, empfehlen zwei Drittel der Steuerberater und Wirtschaftstreuhänder einen Abschluss über den Weg der betrieblichen Vorsorge, ein Drittel empfiehlt private Vorsorge. „Die Studie zeigt für uns ganz klar auf, dass die betriebliche Vorsorge bei Steuerberatern und Wirtschaftstreuhändern sehr positiv eingestuft und auch empfohlen wird“, zieht DI Christian Lückl, Leiter betriebliche Altersvorsorge der s Versicherung, Resümee aus der Befragung. „Was die steuerlichen Vorteile betrieblicher Vorsorgemodelle anbelangt, besteht allerdings noch sehr viel Informationsbedarf. Insbesondere die Aspekte der steuerfreien Beitragszahlungen und der

nachgelagerten Besteuerung, erst wenn die Leistung erfolgt (Stichwort EET-Prinzip), sind noch viel zu wenig bekannt.“ Verbesserungsbedarf bei betrieblicher Altersvorsorge in Österreich orten Steuerberater und Wirtschaftsprüfer eindeutig bei Steuerbegünstigungen im Rahmen der persönlichen Pensionsvorsorge für Unternehmer in nichtbilanzierenden Unternehmen (77%) sowie in der Umsetzung eines höheren Freibetrags für Arbeitgeberzuwendungen (72%). So ist beispielsweise die steuerbegünstigte Gehaltsumwandlung im Rahmen der betrieblichen Altersvorsorge nach § 3 Ab. 1 Z 15 lit a Einkommensteuergesetz (EStG) von derzeit 300 Euro pro Mitarbeiter und Jahr seit Mitte der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts betragsmäßig nie angepasst worden. Für den Anspruch aller Erwerbstätigen auf steuerbegünstigte Pensionsvorsorge durch Bezugsumwandlung nach deutschem Vorbild plädieren mehr als die Hälfte der Befragten (54%).

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DONAU VERSICHERUNG

Pflichtversicherung

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eit Ende April müssen nun auch Apotheken und Psychotherapeuten in Österreich eine Haftpflichtversicherung haben. Für Apotheken gilt eine Mindestversicherungssumme je Versicherungsfall von EUR 2 Mio. (gemäß § 4a Apothekengesetz), bei Psychotherapeuten beträgt diese EUR 1 Mio. (gemäß § 16b Psychotherapiegesetz). Der Nachweis über den Abschluss einer entsprechenden Berufshaftpflichtversicherung muss von gewerbetreibenden Apotheken bis 30. Juni 2014 und von Psychotherapeuten bis 31. Dezember 2015 erbracht werden. Ebenso

wie für die bereits bestehenden Pflichtversicherungen von Ärzten, Psychologen und Musiktherapeuten bietet die Donau neben der entsprechenden Beratung auch spezifische Lösungen für die einzelnen Berufsgruppen an. Das speziell für Gesundheitsberufe entwickelte Produkt „Sicher im Heilwesen“ wurde für Psychotherapeuten umgehend an die neuen gesetzlichen Vorgaben angepasst, und bietet zusätzlich umfassenden Schutz für weltweite Teilnahme an Kongressen und Fortbildungsveranstaltungen zur bereits sehr umfassend und innovativ gestalteten Deckung des Sicher

im Heilwesen Produkts. Für die Apotheken sind die neuen Vorschriften in der „BGV Vario“ – einer Gewerbeversicherung, die für alle Unternehmensgrößen anpassbar ist – ebenso umgesetzt.

Die AschG-Novelle

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ie AschG-Novelle? Noch nie davon gehört? Sollte man aber. Besonders wenn man Unternehmer ist. Denn die Abkürzung steht für Arbeitnehmerinnenschutzgesetz (ASchG) und ist schon seit 1.1. 2013 in Kraft. Also wäre es langsam an der Zeit, sich mal die Vorschriften genauer anzusehen. Gesagt, getan. Irgend wann stößt man dann auf den Punkt, dass einem auferlegt wird, „..die psychischen Belastungen im Betrieb nun verstärkt zu evaluieren…“. Spätestens jetzt drängt sich beim Lesen der diversen Novellen und Änderungen die Frage auf:

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„Und wie, bzw. wer soll das jetzt umsetzen?“ Innerbetrieblich wird dieses – speziell bei kleineren Unternehmen – nur sehr schwer lösbar sein. Aber größere Unternehmen haben die Möglichkeit sich von außen Hilfe bzw. Unterstützung zu holen. Die Europ Assistance bietet Rat und Hilfe an. Doch guter Rat muss nicht teuer sein. Speziell ausgebildete Mitarbeiter stehen dem Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite. Durch die neuen gesetzlichen Auflagen ergeben sich generell für Unternehmen viele Fragen und Probleme. Nicht gut für´s Geschäft, wenn man sich nicht darauf vorbereitet.

Zahlreiche Unternehmer und Geschäftsführer fragen sich, wie mit diesen Herausforderungen umzugehen sei. Wie können diese Auflagen überhaupt erfüllt werden? Europ Assistance hat sich auf dieses Thema spezialisiert und stellt Unternehmen nach einer eingehenden Beratung ein den jeweiligen Bedürfnissen angepasstes Team zusammen. Die Experten der Europ Assistance, um JeanFrancois Diet, CEO Europ Assistance, verfügen über langjährige Erfahrung und helfen den Unternehmen die neuen Vorschriften professionell umzusetzen. Es gibt sogar eine Garantie. Europ Assistance garantiert dem rat- und hilfesuchenden Unternehmen, zukünftig Mitarbeiter mit einem gesünderen Lebensstil und dass Fehlzeiten reduziert und die Arbeitsplatzfluktuationen signifikant gesenkt werden. Und gesunde und folglich auch leistungsfähigere Mitarbeiter stellen doch einen wesentlichen wirtschaftlichen Faktor für jedes Unternehmen dar. Oder etwa nicht?

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VERSICHERUNG

GENERALI VERSICHERUNG

Autostudie Auch heuer hat die Generali eine repräsentative Online Erhebung unter 2.000 Autobesitzern in Österreich durchgeführt.

Ihr Caddy für die beste Wahl!

Das Auto ist für die Österreicher unverzichtbar. Für 75% der Österreicher ist es wichtig, ein eigenes Auto zu besitzen. Eine deutliche Mehrheit (Ausnahme: Wien) nutzt fast täglich das Auto. Etwa jeder zweite Autobesitzer plant einen Autokauf.

Autonutzung fast täglich (Gesamt: 62%) Autokauf bis 2016 geplant (Gesamt: 46%) Autoverzicht denkbar (Gesamt: 21%)

Quelle: Generali-Autostudie 2014, N=2.001 Autofahrer, Angaben in Prozent

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as Ergebnis der Autostudie hat Vorstand Walter Kupec mit wenigen Worten auf den Punkt gebracht. „Das eigene Auto ist nach wie vor von elementarer Bedeutung für die Österreicher - 90 Prozent der Autolenker schätzen die Freiheit und Unabhängigkeit, die ihnen das Auto verschafft. 62 Prozent nutzen das Auto fast täglich, 46 Prozent planen einen Autokauf innerhalb der nächsten Jahre, wobei die Bereitschaft der Österreicher, in Fahrassistenz- und Sicherheitssysteme zu investieren, signifikant gestiegen ist“. „Um zu verstehen, muss man zuhören - gemäß diesem Motto ist es für die Generali unerlässlich, die Bedürfnisse, Pläne und Einstellungen der Autobesitzer und -fahrer zu kennen, um ihnen eine umfassende Absicherung zu bieten“, erläutert Kupec die Hintergründe der regelmäßigen Befragung. Die wichtigsten Aussagen in Kürze. Für 75% ist es sehr wichtig, ein eigenes Auto zu besitzen, 62% sind (fast) täglich mit diesen auch unterwegs, und 79% können sich nicht vorstellen darauf zu verzichten. Die Spritkosten haben das Fahrverhalten aber in den letzten Jahren verändert.

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72% geben an, dass sich ihr Fahrverhalten im letzten Jahr deswegen verändert hat, dass sind mehr als im letzten Jahr. 45% achten auf eine spritsparende Fahrweise, 38% versuchen, weniger mit Auto zu fahren. Sollten die Spritpreise auf über 2 Euro pro Liter steigen, würden 78% ihr Fahrverhalten ändern und 26% auf ein anderes Verekhrsmittel umsteigen oder auf ein Auto mit geringerer Motorleistung oder einem Alternativantrieb. Das Interesse an der Autoanschaffung ist ungebremst hoch. Nach wie vor steht der Gebrauchtwagen mit 37% an oberster Stelle auf der Wunschliste. Immer beliebter werden jedoch die jungen Gebrauchten bzw. Tageszulassungen. Österreichs Autofahrer sind an modernen Sicherheitseinrichtungen im Auto sehr interessiert. Insgesamt 74% der Autobesitzer sind bereit, in zusätzliche Fahrer-Assistenzsysteme zu investieren, um Gefahren auf der Straße früher zu erkennen und Unfälle zu vermeiden. Die Einführung der Rettungsgasse hat sich bereits für 54% der Autofahrer bewährt. Auch der Zuspruch zum Freisprecher nimmt zu, obwohl man das oft nicht glauben kann.

Wie schön, dass Menschen so unterschiedlich sind – in der Berufswahl, der Lebensplanung, den Hobbys. Damit Sie den richtigen Schutz für Ihren Kunden bieten können, sorgen wir für das richtige Equipment auf Ihrer „Beratungsrunde“: mit unseren variantenreichen Tarifen in der Risiko- und Berufsunfähigkeitsversicherung. Mehr Infos unter www.dialog-leben.at! Dialog spielt auch digital!

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DER Spezialversicherer für biometrische Risiken 20.06.2014 15:12:02


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Reha- und Gesundheitsmanagement Mag. Johannes Polak, Leiter Reha- und Gesundheitsmanagement bei der Europ Assistance erläutert an einem Fallbeispiel wie ein RehaFall abläuft.

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unächst, so Polak, umfasst das Rehabilitationsmanagement die Planung und Begleitung von Abläufen mit dem Ziel effizienter und effektiver Patientenversorgung. Es ist einzelfallbezogen und fachlich umfassend. Und absolut professionell. In Koordination mit Therapeuten und Ärzten wird die Betreuung und Organisation therapeutischer Maßnahmen unter Einholung ärztlicher Zweitmeinungen eingeleitet. Das Rehabilitationsmanagement umfasst drei Bausteine: Die medizinische Rehabilitation, die soziale- und die berufliche Rehabilitation. Europ Assistance gewährleistet jedenfalls einen Zugang zu medizinischen Netzwerken mit Informationen über die involvierten

Einrichtungen. Die ärztliche Versorgung startet nach Rücksprache mit den Vertrauensärzten der Europ Assistance unter Begleitung des Patienten und seiner Angehörigen. Diesen wird psychologische Betreuung angeboten. Sollte weitergehend später eine Pflegeunterstützung notwendig sein, so bietet Europ Assistance ein Unterstützungsmanagement an für die Kommunikation mit Krankenkasse, SVA oder PVA. Bei Behinderung unterstützt Europ Assistance den Betroffenen bei der Wiedereingliederung ins soziale Leben. Europ Assistance hilft weiters mit Pflegeleistungen bei Invalidität, bei dadurch sich notwendigerweise ergebenden Wohnungsund Fahrzeugumbauten. Weiters wird Hilfe,

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• Übermittlung des gewünschten Schadenfalls durch den Versicherer an Europ Assistance.

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Nutzen für Versicherung

• Fallsichtung (generell nur Fakten) – Gesundheitszustand – Soziale Situation – Berufliche Situation Fazit (Zusammenfassung der Fakten, Inter pret ation, Prognos en, Behandlungsmaßnahmen) Rückmeldung an Versicherer innerhalb von 2-3 Wochen • Kontaktaufnahme mit Anwalt des Antragstellers durch Reha-Team – Abklärung • Kontaktaufnahme mit Antragsteller – Erhebung fehlender Informationen unmittelbare Weitergabe der Informationen an Versicherer – Vorschläge über weiteres Vorgehen bzw. Betreuungsaufwand

Haftpflicht • Ressourcen sinnvoll nutzen • Einsparungspotential durch rasche gesundheitliche, soziale und berufliche Rehabilitation • Zugriff auf das Fachwissen verschiedenster relevanter Professionen • Kosten- und Nutzenoptimierung durch Begleitung nötiger Baumaßnahmen • Bestmöglicher Genesungsprozess durch die Organisation externer TherpeutInnen • frühzeitige Erkennung von Bedarfsänderungen

Versicherer entscheidet über Betreuung • Variante 1: Fallsichtung reicht aus, keine weitere Betreuung durch RehaTeam. Sichtungspauschale in Höhe von 1000,- € wird mit Versicherer abgerechnet. Schließung des Falls • Variante 2: Europ Assistance wird mit Betreuung beauftragt – Sichtungspauschale entfällt. -Betreuungszeit/Schadenfall – max. 24Monate

VERSICHERUNG

Rat und Unt e r stützung gewährt zur Ko Kontaktaufnahme mi mit Vereinen und Selbsthilfe Selbsthilfegruppen. Zum Arbeitsplat Zwecke der Arbeitsplatzsicherung steht Europ Assistance den Bet Betroffenen zur Seite, wenn es um die Kontaktaufnahme mit dem Arbeitgeber zur Fragen einer Arbeitsplatzsicherung geht. Gilt es die Wiedereingliederung ins Arbeitsleben zu bewältigen, dann unterstützt Europ Assistance mit Berufscoaching, Berufsdiagnostik, Bildungsmanagement, Umschulungsmaßnahmen oder Arbeitsassistenz. Europ Assistance verfügt in diesem sensiblen Bereich über erfahrene Klinischeund Gesundheitspsychologen, Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler, diplomiertes Krankenpflegepersonal und Architekten, die Patienten und deren Angehörige mindestens zwei Jahre persönlich begleiten und professionell durch diese schwierige Zeit führen. Nach einem persönlichen Gespräch wird die Organisation der individuellen Hilfsmaßnahmen mit Patienten und Angehörigen abgestimmt und eine intensive Beratung gewährleistet. Die Mitarbeiter der Europ Assistance fungieren als Schnittstelle zwischen Förderungsstellen Gesundheitssystem, Versicherung, Bildungseinrichtungen und Bürokratie. Europ Assistance erledigt für Patienten oder deren Angehörige:

Fallsichtung

Klassische Merkmale eines HaftpflichtReha-Falles • verzögerter Heilungsverlauf • unzureichende therapeutische Versorgung

• Verlust der Arbeitsfähigkeit • Ausübung des ursprünglichen Berufs nicht mehr möglich • schlecht koordinierte Rehabilitation • Wohnraumadaptierung erforderlich • Kostenprüfung • Einschätzung von Pflegeaufwand Wie man unschwer erkennen kann, werden alle Teilbereiche dieser komplexen Materie erfasst. Die Europ Assistance greift dabei auf die langjährige Erfahrung ihrer Spezialisten zurück und sichert damit die optimale Aufarbeitung aller notwendigen Abläufe.

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UNIQA Geschäftsfallabwicklung über die Serviceplattform TOGETHER

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n enger Zusammenarbeit wurden 2013 wesentliche Optimierungen im Zusammenspiel von TOGETHER und UNIQA Tarifrechnern vorgenommen. Es wurde eine neue Tarifrechnergeneration eingesetzt, die nicht nur eine viel bessere Performance bietet, sondern auch in der Bedienung viel ausgewogener und intuitiver ist. In einer Ende 2013 durchgeführten Umfrage waren dreiviertel aller Befragten mit der Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit der Tarifrechner, sowie mit der Qualität der Antragsabwicklung zufrieden. Trotzdem sind viele Vorteile der Abwicklung über TOGETHER noch unbekannt:

in der elektronischen Geschäftsfallabwicklung abbilden.

Spezielle Konditionen können berücksichtigt werden

Die Antragsabwicklung, der OMDS Download und die Interessentenverwaltung sind kostenfrei

Unter „Besondere Hinweise“ können direkt im Antrag spezielle Konditionen eingegeben werden. Diese Eingabe ist am Antragsdruck sichtbar und wird beim Senden des Antrages an UNIQA übermittelt. Zusätzlich ist eine kooperative Bearbeitung von Anträgen in Vorbereitung. Geplant ist, dass halbfertige Offerte elektronisch über TOGETHER an den zuständigen UNIQA Maklerbetreuer übergeleitet werden können. Der Betreuer hat dann die Möglichkeit Parameter, wie beispielsweise Deckungen, Klauseln oder Rabatte im System einzufügen oder zu ändern. Anschließend wird das Offert zurück an den Makler gesendet. Der Makler hat dann die Möglichkeit das adaptierte Offert zu überprüfen und mit dem Kunden fertig zu stellen oder ein weiteres Mal an den Betreuer zu schicken. Damit arbeitet der Makler gemeinsam mit seinem Betreuer am Offert und kann individuelle Vereinbarungen lückenlos

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Die Konvertierung ist in vielen Sparten möglich Seit der neuen Tarifrechnergeneration wurde Schritt für Schritt die Aktualisierung von Verträgen in vielen Sparten umgesetzt. Eine echte Änderungstarifierung in der Sparte Kranken ist bereits seit November 2013 und in der KFZ seit Mai 2014 möglich. Für Haushalt/ Eigenheim und Unfall und Rechtsschutz wird seit Anfang 2014 eine Konvertierungsunterstützung angeboten.

Die Hauptfunktion - das Berechnen von Angeboten und Anträgen und Absenden von Anträgen - ist bereits in der kostenfreien Leistungsstufe 1 verfügbar. Hier können Tarifierungen für alle Partnerversicherungen berechnet, gespeichert und elektronisch übergeleitet werden. Weiters ist der OMDS Download und die Interessentenverwaltung ebenfalls bereits in der kostenfreien Leistungsstufe 1 verfügbar. Die Interessentenverwaltung bietet die Möglichkeit, Kundendaten zu erfassen und über den Zwischenspeicher in die Tarifrechner zu übernehmen. Damit entfällt die mehrfache Dateneingabe. Lediglich für weitergehende Funktionen, wie die Schadenmeldung oder die Bestandsauskunft, benötigt man eine kostenpflichtige

Leistungsstufe. Durch das Bonifikationssystem von TOGETHER werden bei normaler Nutzung der Antrags- und Schadensabwicklung aber auch diese Kosten rückvergütet. Darüber hinaus gibt es eine Bonifikation von UNIQA von insgesamt bis zu € 7,- je nach Komplexität und Umfang des Antrages.

Schnelle Tarifrechner und zügiges Feedback Die Tarifrechner der neuen Generation, die schrittweise 2013 implementiert wurden, zeichnen sich vor allem durch die verbesserte Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit aus. In den Tarifrechnern wird man während des gesamten Prozesses begleitet. Nach dem Absenden des Antrages besteht Sofortschutz. Auch die Geschwindigkeit der Polizzierung hat seit 2013 stetig zugenommen. Bei ca. 400 ausgewerteten Anträgen erfolgte die Rückmeldung im Schnitt innerhalb von 1,5 Tagen. Zeitgleich mit der Verarbeitung eines über TOGETHER gesendeten Antrages wird die Polizzennummer rückgemeldet.

Probieren Sie die Verbesserungen selbst aus! Nutzen Sie die Möglichkeit und nehmen Sie gleich am UNIQA und TOGETHER Gewinnspiel teil – gewinnen Sie einen von 100 begehrten Manner SCHNITT-O-MATen!

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Ich will mich halt nicht festlegen! Erwin K., 31, Korneuburg

Verstanden: Generali LifePlan

Um zu verstehen, muss man zuhören. Das Leben ändert sich. Ihre Versicherung auch. Mit Generali LifePlan können Sie jederzeit auf Veränderungen in Ihrem Leben reagieren. Die fondsorientierte Lebensversicherung bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihr Geld individuell (klassisch und fondsgebunden) zu veranlagen und Sie profitieren beim Generali LifePlan von möglichen Teilauszahlungen genau dann, wenn Sie das Geld wirklich brauchen.

Unter den Flügeln des Löwen.

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Alle Wege führen nach Rom Italien ist immer eine Reise wert. 80 TopPartner von UNIQA konnten sich davon im Rahmen der MAK International wieder einmal überzeugen: Kultur, Küche, Landschaft, Lebensart - in unserem südlichen Nachbarland fühlen wir Österreicher uns erfahrungsgemäß sehr wohl.

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ie UNIQA Maklerakademie (MAK) bietet ihren Geschäftspartnern die Möglichkeit interessante Seminare zu kostengünstigen Preisen zu besuchen. Ein bewährtes Element mit Sonderstatus innerhalb der Maklerakademie, stellt die „MAK International“ dar, die jährliche Auslandsreise innerhalb dieses Ausbildungsprogramms. Von 16. bis 20. Mai 2014 standen die Amalfi Küste sowie die italienische Hauptstadt Rom auf dem Programm der MAK International. Franz Meingast (Vertriebsvorstand UNIQA Österreich), Peter Eichler (Vorstandsdirektor UNIQA Österreich) und Peter Prinz (Leiter Maklervertrieb Österreich) begrüßten 80 TopPartner von UNIQA im italienischen Süden.

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versucht, ein paar entzückende Orte für eine Modelllandschaft im Maßstab 1:1 zu entwerfen, liegen die Orte an Felsenküsten oder Felseninseln geschmiegt und scheinen nur darauf zu warten, von den staunenden Besuchern entdeckt zu werden. Mit beeindruckender Gelassenheit – eigentlich keine ur-italienische Eigenschaft - zwängen sich

einheimische Busfahrer durch schmale Gassen und umkurven engste Serpentinen. Doch irgendwie löst sich auch das verfahrenste Verkehrsknäuel auf und alle kommen wohlbehalten an ihr Ziel. Von der Amalfiküste führte UNIQA seine Gäste nach 3 Tagen weiter in die ewige Stadt - nach Rom. Ein wahrlich beeindruckender Kontrast. Die landschaftliche Schönheit der Amalfitana sieht sich in Rom einer schier unglaublichen kulturellen Vielfalt gegenüber. Buchstäblich aus jedem Stein „atmet“ diese Stadt ihre weit über zweitausendjährige Geschichte. Und das Schönste daran: Egal wie oft man schon zuvor in Rom gewesen sein mag, diese Stadt ist jedes Mal eine weitere Reise wert. Ein Eindruck, den übereinstimmend alle Teilnehmer dieser UNIQA Reise teilten.

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„Neapel sehen und sterben“, schwärmte bereits Johann Wolfgang von Goethe bei seinem Besuch im Jahre 1786 von der Küstenstadt am Fuße des Vesuvs und hielt seine Begeisterung in der „Italienischen Reise“ fest. Natürlich hat sich seit Goethes Zeiten vieles verändert. Doch die Faszination dieser unverfälschten Metropole ist trotz mancher Bausünden und dem allgegenwärtigen Verkehrschaos immer noch zu spüren. Neapel „schminkt“ sich nicht für seine Gäste. Diese Stadt muss jeder Besucher so nehmen wie sie ist. Und wer sich darauf einlässt, erlebt Italien pur. Mit allen Vor- und Nachteilen. Und nicht zuletzt bildet Neapel den perfekten Ausgangspunkt, um die nahe gelegene Amalfiküste zu erkunden. Sorrent, Positano, Capri. Weltbekannte Namen - und das zu Recht. Als hätte jemand

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UNIVERSITÄT LEIPZIG

14. Vorlesungstag

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u einem wichtigen Branchentreff zwischen Wissenschaft und Praxis der deutschsprachigen Assekuranz, hat sich der Vorlesungstag an der Universität Leipzig etabliert. Zahlreiche Repräsentanten der Versicherungswirtschaft und angrenzender Branchen kamen nach Leipzig. Den Kongress im modernen Hörsaal am Campus Augustusplatz veranstaltete das Institut für Versicherungswissenschaften e.V. an der Universität Leipzig – unter fachlicher Leitung von Prof. Dr. Fred Wagner. Professor Wagner, Vorstand des Leipziger Instituts, begrüßte die Teilnehmer und führte sie in das Tagungsprogramm ein. Anschließend folgten Begrüßungsworte seitens der Universität Leipzig durch Prof. Dr.

Matthias Schwarz, Prorektor für Forschung und Nachwuchsförderung.

Anhaltende Herausforderungen – neue Produktstrategien Fachlich eröffnete Dr. Torsten Oletzky, Vorstandsvorsitzender der ERGO Versi-

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cherungsgruppe AG, die Veranstaltung mit seinem Vortrag „Nach der Finanzkrise – langfristige Strategie der Lebensversicherungen“. Dabei ging er zunächst auf Aspekte der Finanzkrise ein, welche maßgebende Impulse für Anpassungsstrategien der Assekuranz einläuteten. Dazu zählt er die Bankenund Staatsschuldenkrise, die daraus resultierende Verunsicherung der Konsumenten und letztlich den anhaltenden Niedrigzins. Im Zuge der Diskussion um die Beteiligung der Versicherten an den Bewertungsreser ven belaste der „falsch verstandene Verbraucherschutz“ vor allem die Lebensversicherung. Hinsichtlich des Zinsumfelds geht Oletzky in absehbarer Zeit nicht von substanziell e n Ve r b e s s e rungen aus. Dennoch und gerade deswegen müssten sich Versicherer für verschiedene Situationen, mit Blick auf steigende wie auch fallende Zinsszenarien, wappnen. Die veränderte Produktwelt, in der diese Umstände münden, erläuterte er kurz anhand des neuen Produkts der ERGO. Dieses könne zur „Wiederherstellung der Balance zwischen

Garantien und Renditechancen“ beitragen, bedeute jedoch gleichzeitig einen hohen Schulungsbedarf für die Vermittler.

Branchenweite Potenziale bei Kommunikation und Außendarstellung Christoph Hardt Leiter des neuen Geschäftsbereiches Kommunikation beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V zum Thema „Kom-

Dr. Torsten Oletzky, Vorstandsvorsitzender der ERGO Versicherungsgruppe AG

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Christoph Hardt, Leiter des neuen Geschäftsbereiches Kommunikation beim Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V munikationspolitik und Imagefragen in der Assekuranz“, Das Image der Versicherungsbranche und deren mediale Wahrnehmung in der Öffentlichkeit stellen für ihn eine langfristige Herausforderung dar. Es sei daher wichtig, sich stetig und unternehmensübergreifend mit Imagefragen zu beschäftigen. Die Komplexität der Themen erschwere zusätzlich eine erfolgreiche Kommunikationspolitik. Hardt verwies

Johanna Nemson in diesem Zusammenhang auf „eine neue Härte der Berichterstattung“, die seinen Geschäftsbereich beim GDV beinahe täglich in einen Ausnahmezustand versetze. Entgegen vermehrt negativer Darstellungen der Lebensversicherungsbranche in Deutschland überspitzte er in einer These: „Die Lebensversicherung hat ihre große Zeit noch vor sich“. Hardt forderte in diesem Zusammenhang eine aktivere Kommunikationspolitik der Versicherungsunternehmen. Pointiert brachte er deshalb das Anliegen von Dr. Erdland zum Ausdruck, „ für eine klare und verständliche Sprache in unserer Branche zu werben.“ Im Auditorium führten seine Ausführungen im Anschluss zu angeregten Diskussionen.

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Wolfgang Weiler, Sprecher der Vorstände der HUK-COBURG Versicherungsgruppe, berichtete am Beispiel des unternehmensweiten Prozessmanagements der HUK-COBURG über Maßnahmen sowie organisatorische und methodische Rahmenbedingungen effizienter Prozesse in einem Versicherungsunternehmen. Ausschlaggebend, so Weiler, seien u.a. transparente und standardisierte Geschäftsprozesse. Diese stellten zugleich die Voraussetzung für die Festlegung unternehmensspezifischer Ziele dar. In der Konsequenz müsse stetig auf Kundenorientierung geachtet werden. „Gesamtprozesse beginnen beim Kunden und enden beim Kunden“, verdeutlichte er seine Ausführungen beispielhaft. Ein weiteres Highlight des Vorlesungstags bildet in jedem Jahr die Podiumsdiskussion,

Traditionell folgten den Referaten aus praktischer Sicht wissenschaftliche Beiträge aus der Leipziger Forschung. Johanna Nemson gab zu Beginn einen Einblick in ihr Dissertationsprojekt „Geschäftsmodell VVaG: Rahmenbedingungen, Herausforderungen und Chancen“. Dabei konstatierte sie auch historische Kulturunterschiede zwischen den verschiedenen Rechtsformen. Die Geschäftsmodelle unterlägen zwar strukturellen Besonderheiten, welche jedoch weitgehend nicht durch deren Rechtsformen determiniert seien. Im Anschluss stellten Prof. Wagner und Andres Webersinke, Direktor Life/Health Research and Development bei der General Reinsurance AG, die Ergebnisse der empirischen Studie „Pflegeversicherung – Sichtweisen und Optimierungsansätze im Vertrieb“ vor. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklungen und dem Pflegebedürftigkeitsrisiko erläuterten Wagner und Webersinke unter Anderem mögliche Gründe für die bislang geringe Marktdurchdringung privater Pflegeversicherungsprodukte. Das Pflegerisiko werde von der Bevölkerung weiterhin unterschätzt und stehe bislang hinter traditionellen Risikofeldern zurück. Zudem gebe es zum Dr. Wolfgang Weiler, Sprecher der Vorstände Pflegethema auch Nachholbedarf bei der der HUK-COBURG Versicherungsgruppe Qualifikation der Vermittler. diesmal zum „Berufsbild VersicherungsDer Kunde im Fokus – vertreter – Anspruch und Wirklichkeit, Prozessgestaltung und Schein und Sein“. Moderiert von Prof. WagVersicherungsvermittler in der ner debattierten Gerald Archangeli, VizeDiskussion präsident des Bundesverbands Deutscher Versicherungskaufleute e. V., Ralf Berndt, Als letzten Vortrag hörten die interessierten Mitglied des Vorstands der Stuttgarter VerZuhörer das Thema „Prozesseffizienz in sicherung AG, Martin Limbeck, Verkaufs-, einem Versicherungsunternehmen“. Dr. Management- und Persönlichkeitscoach, Dr. Erich Paetz, Ministerialrat im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz sowie HermannJosef Tenhagen, Chefredakteur der Zeitschrift Finanztest aus unterschiedlichen Perspektiven über die Vertriebssteuerung, die Beratungsqualität und die kurzfristige Regulierung im Versicherungsvertrieb. Gemeinsam mit dem Auditorium setzten sie sich in einer angeregten Diskussion mit dem Selbst- und Fremdbild des VersicheAndres Webersinke, Direktor Life/Health rungsvertreters kritisch, teils auch sehr Research and Development bei der General konträr auseinander. Reinsurance AG

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Erkenntnisse zu Geschäftsmodellen und unterschätzten Pflegerisiken

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FMVÖ

Recommender

v.l.n.r.: Armand Feka, Kommunikationsabteilung Österreichischer Sparkassenverband, Brigitte Haider, Leitung Abteilung Privatkunden Oberbank, Manfred Rapf, Vorstandsdirektor Sparkassen Versicherung, Bernhard Lackner, Vorstandsdirektor Niederösterreichische Versicherung, Karin Kiedler, Leitung Marketing Erste Bank, Markus Sattel, Vertriebsdirektor Salzburger Sparkasse, Sonja Sarközi, Vorstandsmitglied easybank, Ladislaus Hartl, Vorstandsvorsitzender muki Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Erik Venningdorf, Vorstandsdirektor GRAWE, Martin Kofler, Leitung Marketing, Raiffeisen Bausparkasse

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um achten Mal wurde der Recommender Award für Kundenzufriedenheit an Unternehmen der österreichischen Finanzbranche verliehen, basierend auf der Weiterempfehlungsbereitschaft ihrer Kunden. 8.000 Kunden wurden vom Marktforschungsinstitut Telemark Marketing befragt, und diese stellen ihrer Hausbank und -versicherung ein durchwegs gutes Zeugnis aus, und mehr als jeder zweite empfiehlt seine Bank und seine Versicherung auch tatsächlich weiter.

Beim alljährlichen Fest konnte als Keynote -Speaker Ralf R. Strupat gewonnen werden, der deutsche Unternehmensberater und Experte für „gelebte Kundenbegeisterung“ sprach darüber, dass nur Unternehmen die ihre Kunden und Mitarbeiter begeistern es schaffen, ihre Marktposition zu verbessern. Bei der Kategorie Großbanken wurde die Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG auf Platz 1 gewählt, im Bankensektor die Österreichische Sparkassengruppe, in der Kategorie Regionalbanken die Oberbank AG

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v.l.n.r.: Martin Nußpickel, Vorstand SUBITO, Erich Mayer, Präsident FMVÖ, Erik Venningdorf, Vorstandsdirektor GRAWE, Gewinner der Kategorie „Versicherungen bundesweit“ und Werner Schediwy, Vizepräsident FMVÖ

und bei Direkt-Spezial- und Privatbanken gewann die easybank AG. Bei den Versicherungen wurde unterteilt in Versicherungen bundesweit – Gewinner die Grazer Wechselseitige bereits zum sechsten Mal, diesmal mit einer „Hervorragenden Kundenorientierung“. Vorstandsdirektor Dipl.Techn. Erik Venningdorf: „Diese Auszeichnung zeugt einerseits von bedarfsgerechten Produkten und andererseits vom beispielhaften Einsatz aller MitarbeiterInnen“. In der Kategorie Bankenversicherungen die Sparkassen Versicherung AG – VIG. Bereits in den beiden vorherigen Jahren hat die s-Versicherung in der Kategorie „Bankenversicherung“ den Recommender Award erhalten. Manfred Rapf, Vorstandsdirektor, zeigt sich erfreut, denn der wahre Wert dieses Awards zeigt sich darin, dass es sich hier nicht um einen Jurypreis handelt. „Dieser Preis zeigt ganz klar, dass wir den richtigen Ton im Miteinander mit unseren Kunden treffen, und es muss unser Ziel sein, das auch künftig zu gewährleisten.“ Bei den Regionalversicherungen gewann die Niederösterrei-

chische Versicherung, in der Kategorie Direkt- und Spezialversicherungen „muki Versicherungsverein a.G“, Vorstand Ladislaus Hartl: „Unseren ersten Platz aus dem Vorjahr halten zu können, ist die beste Bestätigung für unsere Servicequalität – und ein guter Ansporn, auch weiterhin die Bedürfnisse unserer Kunden in den Mittelpunkt zu stellen.“ Bei den Bausparkassen konnte heuer die Raiffeisen Bausparkasse GesmbH den ersten Platz erreichen. Als Aufsteiger des Jahres wurde die Salzburger Sparkasse Bank gefeiert. Neben den Gewinnern wurden weitere 29 Institute mit dem Recommender Gütesiegel ausgezeichnet.

Die ÖBV konnte mit hervorragender Kundenorientierung punkten, das Unternehmen war heuer erstmals in der Wertung und auf Anhieb ausgezeichnet. „Wir sind sehr stolz auf diese Auszeichnung, denn zufriedene Kundinnen und Kunden sind das Fundament für unseren wirtschaftlichen Erfolg. Hohe Servicequalität und der persönliche Kontakt stehen bei uns seit jeher im Mittelpunkt. Dass wir verstärkt weiterempfohlen werden, bestätigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben“, freut sich ÖBVVorstandsvorsitzender Mag. Josef Trawöger. Auch die Zurich Versicherung erhielt ein Gütesiegel für „sehr gute“ Kundenorientierung, die Auszeichnung wurde bereits zum sechsten Mal in Folge dem Unternehmen verliehen. Christine Theodorovics Vorstandsmitglied: „Die Auszeichnung spiegelt das Vertrauen wider, das uns entgegengebracht wird und ist gleichzeitig die beste Motivation, unseren unternehmensweiten Schwerpunkt „Kundenorientierung“ mit aller Konsequenz weiterzuverfolgen.

Gewinner der Kategorie „Direkt- und Spezialversicherungen“ Martin Nußpickel, Vorstand SUBITO, Erich Mayer, Präsident FMVÖ, Ladislaus Hartl, Vorstandsvorsitzender muki Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, Werner Schediwy, Vizepräsident FMVÖ

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R+V VERSICHERUNG Philipp Dierig, Spartenleiter Kreditversicherung bei der R+V-Niederlassung Österreich

Mit Roadshow Makler für Kreditversicherung fit machen Makler haben Kunden im Bestand, die von Produkten der Sparte Kreditversicherung profitieren würden. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, genau diese Makler für die Kreditversicherung „fit“ zu machen“, so Dierig.

Erfolgreiche Auftaktveranstaltung in Linz

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ie Kreditversicherung wird von zahlreichen Maklern noch immer als Exot in der Versicherungslandschaft betrachtet. Entsprechend wenige spezialisierte Maklerhäuser in Österreich bieten ihren Firmenkunden überhaupt Kreditversicherungen an. Dabei könnten viele Firmen ohne eine Kreditversicherung nicht überleben. Denn ihre Bedeutung geht weit über die einer einfachen Sachversicherung hinaus: Kreditversicherungen sind ein integrativer Bestandteil des Risikomanagements von Unternehmen. Außerdem bieten sie betriebswirtschaftliche Vorteile. So lässt sich beispielsweise mit einer

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Garantieversicherung der Liquiditätsspielraum eines Bauunternehmens ausweiten, in dem sie Sicherheiten von der Bank auf das Versicherungsunternehmen verlagert. „Mit der Kreditversicherung können sich Makler im zunehmend hart umkämpften Geschäft mit Gewerbekunden einen Wettbewerbsvorteil verschaffen“, ist Philipp Dierig, Spartenleiter Kreditversicherung bei der R+V-Niederlassung Österreich, überzeugt. R+V vermittelt ihnen dazu das entsprechende Know-how und gibt ihnen wichtige Argumente für die Beratung an die Hand. „Nicht nur die großen spezialisierten Makler, sondern auch zahlreiche kleine und mittelgroße

Mit einer Kredit-Roadshow ist die R+V quer durch Österreich gefahren und hat Versicherungsmakler in drei wesentlichen Bereichen dieser Sparte: Warenkreditversicherung zum Schutz gegen Forderungsausfälle, Garantieversicherung als liquiditätsschonende Alternative zur Bankgarantie sowie die Vertrauensschadenversicherung zur Absicherung gegen Wirtschaftskriminalität und Datenmissbrauch geschult. Die Veranstaltungsreihe startete im April in Linz: Insgesamt 25 Makler unterschiedlichster Gesellschaften verfolgten die Schulungen zu den drei von R+V angebotenen Produkten mit großem Interesse. Besonders beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer von der Vielfalt der durch R+V angebotenen Garantiearten sowie der integrierten Rechtschutzdeckung in der Warenkreditversicherung. Die Veranstaltung in Graz war ebenfalls ein voller Erfolg. In Innsbruck findet die Veranstaltung am 26.6 2014 statt, Interessierte können sich auf www.ruv.at für die kostenfreien Fachveranstaltungen anmelden.

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Sicher. Flexibel. Ertragreich. Mit einem MehrWertbrief von Wüstenrot kann man sich schon in 10 Jahren auf eine attraktive Auszahlung freuen. Das macht ihn ideal für alle, die etwas Geld übrig haben und es nicht einfach auf ein Sparbuch legen wollen. Dass man dabei auf einen Teil des Geldes flexibel zugreifen kann, macht ihn zusätzlich interessant. Denn Kunden suchen heute nach sicheren Veranlagungen, die Ertragschancen und Flexibilität vereinen.

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EFM JAHRESKONGRESS

Zukunftsorientiert Im Frühjahr 2014 fand wieder der jährliche Jahreskongress mit Produktmesse der EFM Versicherungsmakler statt. Für zwei Tage kamen rund 300 EFM Versicherungsmakler, deren Mitarbeiter sowie Vortragende und Aussteller aus der Versicherungsbranche nach Schladming, um einerseits das 20-jährige Jubiläum des EFM Franchisesystems zu feiern und andererseits wichtige Zukunftsthemen der Branche zu erarbeiten.

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er Fokus des Jahreskongresses lag heuer auf der 20-jährigen Erfolgsgeschichte der EFM, da 1994 das erste Franchisebüro in Schladming eröffnet wurde. In der Begrüßung von Vorstand Josef Grad und dem ersten EFM Versicherungsmakler Thomas Danklmaier wurde die EFM Geschichte aus sehr persönlicher Sicht erzählt und ein wenig „aus dem Nähkästchen geplaudert“, wodurch gleich von Beginn eine emotionale, positive Stimmung aufgebaut wurde, die sich über die gesamten zwei Tage hielt. Ein weiterer Themenschwerpunkt des Events war es gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Akad. Vkfm. Reinhard Jesenitschnig und Dr. Walter Niederbichler befassten sich mit dem komplexen Thema des Schadenmanagements – aus juristischer und Maklersicht.

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Und auch Johannes Muschik, Chairman der AFPA und Vizepräsident der FECIF, gab einen Ausblick auf die Versicherungsbranche von morgen. In Hinblick auf diese Umwelteinflüsse waren im Anschluss alle Teilnehmer gefordert in einem Brainstorming Ideen zur Intensivierung der Zusammenarbeit im Sinne der Kunden zu erarbeiten. Im Rahmen eines Workshops wurden mit den Teilnehmern außerdem Ideen gesammelt, wie die Zusammenarbeit zwischen der EFM und der Versicherungswirtschaft weiter im Sinne des Kunden verbessert werden kann. Am zweiten Tag zeigte Mag. Michael Brandtner, Positionierungs- und Markenexperte, in seinem Vortrag „Qualität gewinnt (nur in der Theorie)“ auf, dass die subjektive Wahrnehmung und die Markenstärke wesentliche Faktoren in der Kunden-

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entscheidung sind. Ein weiteres Highlight für viele Teilnehmer war außerdem ein inspirierender Vortrag über Motivation von Österreichs erfolgreichstem OlympiaSportler Felix Gottwald. Der sich auch nach seinem Vortrag ausreichend Zeit für alle Buchsignierungen nahm. Auch der Gesprächsaustausch kam nicht zu kurz, im Gegenteil, er wurde im Rahmen des Jahreskongress stark gefördert. So gab es genügend Zeit um sich mit den Ausstellern, aber auch intern unter den Büros, auszutauschen. Ein umfassendes Abendprogramm in der Hohenhaus Tenne Schladming rundete die Tagung ab. Sowohl die Teilnehmer als auch die Veranstalter empfanden die Tagung als äußerst positiv und die EFM Gemeinschaft ist dadurch wieder ein Stück enger zusammen gewachsen.

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TIPPS & TRENDS

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HOTSPOTS

VILLACH

Ein Abend in Villach? Nach dem Seminar noch nicht nach Hause? Wohin nach der Tagung? risControl stellt ihnen Plätze für jeden Geschmack vor!

Lagana

Sonnleitner

Brauhof

Unter den Fittichen von Küchenchef Hermann Andritsch erkochte sich das Gourmetrestaurant im Villacher Holiday Inn Hotel mit einer spannenden Fusion aus mediterraner Küche mit asiatischer Eleganz im letzten Jahr wieder 2 Hauben bei Gault Millaut.

Um in das Restaurant und die Genusswerkstatt von Sissy & Stefanie Sonnleitner in Kötschach-Mauthen zu kommen, muss man schon 60 km fahren, aber der Weg in das Vierstern-Restaurant im Gailtal lohnt sich. Raffinierte Alpe-Adria Küche mit karnischer Bodenständigkeit.

So richtig bierig geht es natürlich im Brauhof der Villacher Brauerei zu. Alle Spezialitäten der größten Kärntner Brauer nur einen Steinwurf vom Gärtank entfernt und dazu deftige lokale Küche.

Europaplatz 1-2, 9500 Villach Di-Sa 11.30-13.30 und 18.00-22.00 Uhr www.holidayinn-villach.com

Mauthen 24, 9649 Kötschach-Mauten Graz Mo-Fr 11.00-19.00, Sa 11.00-16.00 Uhr www.sissy-sonnleitner.at

Bahnhofstrasse 8, 9500 Villach Mo-Sa 10.00-24.00, So 9.00-23.00 Uhr www.villacherbrauhof.at

Das Kleine Restaurant Irish Bar Villach

Bratwurstkönig

Im Thermenhotel Warmbaderhof findet sich für jeden etwas. Vom Wochenendbrunch über chillige Tapas am Mittwoch. Besonders fein lässt sich Alpe-Adria Küche aber im schlicht gestalteten Kleinen Restaurant geniessen.

Seit 1999 gibt es diesen Platz irischer Lebenskultur bereits in Villach. Und das Herz dieser Kultur ist vor allem das sogenannte schwarze Gold: Guinness Stout vom Fass. Aber auch empfehlenswert für Fussballübertragungen.

Direkt an der Draubrücke im Herzen der Stadt gibt es den idealen Stopp für Nachtschwärmer. In einem hübsch designten Verkaufsstand, den man wohl nicht „Würstelbude“ schimpfen darf gibt es die besten Würste Villachs.

Kadischenallee 22-24, 9504 Villach Mo-Fr 11.30-14.00 Uhr, 18.30-21.30 www.warmbad.at

Lederergasse 22, 9500 Villach Mi-Sa 19.00-2.00 Uhr www.irish-bar-villach.at

An der Stadtbrücke, 9500 Villach, Mo-Sa ab 12.00 Uhr

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Ausgabe Juni 2014