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risControl DAS Nachrichtenmagazin für Versicherungs- und Finanzinformation

Bei Unzustellbarkeit retour an: risControl, 3701 Oberthern, Oberthern 33

NR. 02 • 2014 • HEFT 415 • 35. JAHRGANG • EURO 10,00

Wenn der Berg ruft Franz Meingast im Interview

Starke Marke mit Kontinuität und Innovation Werner Panhauser, Helvetia Versicherung

Der lange Weg nach Sotschi oder Die olympischen Spiele im Wandel der Zeit

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Demner, Merlicek & Bergmann

IHRE SORGEN MĂ–CHTEN WIR HABEN

wienerstaedtische.at

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EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser!

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ie Flugbahn der gelben Engel in Deutschland ist in Schräglage

scheint die Flugbahn zu sein. Aber es ist angeblich nur ein einziger Mensch, der sich nun sagen wir mal „schräg“ verhalten hat. Dabei handelt es sich doch nur um die Rankingliste der

beliebtesten Autos Deutschlands, welche schon jahrelang veröffentlicht wurde. Und so mancher (deutsche) Autohersteller schmückte sich nur zu gern mit dieser Auszeichnung. Doch bei der Auswertung soll es nicht immer mit rechten Dingen zugegangen sein, da hat dann EINER? manchmal ein Auge zugedrückt, „ja mei“. Der Schelm hat aber vielleicht nicht nur bei der Rankingliste der Autos sich etwas daneben benommen, sondern auch bei Bewertungen von Raststationen, oder Campingplätze. Und das alles nur einer alleine. Wie heißt es so schön „Einer gegen Alle“. Allein wie einsam oder allein wie alleinherrschend? Sehen so die Rankings weltweit aus? Den wer kann schon hineinschauen in die Rankingstuben und Bewertungsmaschinerien, da gehört über 10 Ecken von einer Rankingagentur ein „Stückerl“ einer Investorengruppe, die wiederum eine kleine Beteiligung an einer Finanzgruppe hat, deren Besitzer auch etwas in der Versicherungsbranche sein eigen nennt. Aber das hat natürlich keinen Einfluss auf irgendeine Bewertung. Und es hat es ja noch nie gegeben, dass Unternehmen, die ein neues Ranking oder einen Award erfunden haben, bei Unternehmen vorstellig geworden sind und um Unterstützung des neuen Projektes buhlten. Niemals nie könnte so etwas vorkommen. Es sind immer nur einzelne Menschen, die es schaffen eine komplette Maschinerie zu beeinflussen. Und sämtliche Studien, Trendanalysen, Awards und Rankings sind immer und überall unabhängig und ohne jede Einflussnahme. Auf alle Fälle bis zu dem Zeitpunkt wo etwas anderes bewiesen wird. Und die Erde ist eine Scheibe.

Na geh, die auch?

gerutscht, nicht mehr so allüberstrahlend und geradlinig

Übrigens eigentlich wollten wir über die Hypo Alpen Adria Bank schreiben, aber die besten Aussagen sind doch schon gefallen, denn „situationselastisch“ wäre uns nicht einmal im Traum eingefallen.

Ihre Doris Schachinger

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4 INHALT

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Ausgabe-Nr.: 02 | risControl 02/2014 Heft-Nr.: 415 | 35. Jahrgang

3 EDITORIAL Na geh, die auch? Strategie des heurigen Jahres, technische Neuerungen und CSR waren die Themen, die wir mit Helvetia Vertriebsvorstand Werner Panhauser besprochen haben.

6 KARRIERE 6 FMVÖ: Präsidium 6 VERCON: Geschäftsführung 6 HONORARKONSUL: Ernennung 6 WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG OÖ: Neuer Verkaufsleiter 7 GFK: Neue Konstellation 7 GOTHAER SYSTEMS GMBH: Neuer CIO 7 MORGEN & MORGEN: Veränderung 7 VALUED ASSET: Tolles Team

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8 KURZNACHRICHTEN 8 HDI Leben unterstützt Hochwasseropfer 8 Service Portal 8 Abgesichert 8 Steigerung 8 Bargeldlos 8 Toyota fährt davon 9 Das war 2013 9 TopWachstum 9 Schnee – Verkehrsstrafen 9 Büroeröffnung 9 Angebot erweitert 10 Schwellenwert 10 Schnee da – Ski weg 10 Markterschließung Moldawien 10 Alles Fussball 11 Branchenhandbuch 11 Pfandleihe 2014 11 Investieren 11 Versicherungsvergleich 11 Google Ranking

12 INTERVIEW 12 Starke Marke mit Kontinuität und Innovation 14 Ausdauernd und gradlinig 17 Prämiensenkung 18 Großes Potenzial 20 Noch ist nichts beschlossen 22 Wenn der Berg ruft

24 KOMMENTAR

Interview mit FriedrichMarkus Eisenpass, Geschäftsführer der Continentale

Seite 14 Akad. Vkfm. Gunther Riedlsperger, Bundesobmann Fachverband Versicherungsmakler und Berater im Gespräch

Seite 20 Interview mit Franz Meingast, UNIQA Österreich

Korrektur oder Beginn einer Baisse?

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INHALT

26 WIRTSCHAFT 26 Zusammenschluss 26 Meldepflicht 28 Gewerberecht 29 Studie über Onlineverhalten bei Bank- und Versicherungsthemen

30 REISE Von der verschneiten Piste in den See Von der verschneiten Piste in den See

32 REPORTAGE Der lange Weg nach Sotschi

40 FINANZEN Ausblick 2014

Seite 30 Der lange Weg nach Sotschi oder Die olympischen Spiele im Wandel der Zeit

Seite 32 ROLAND Rechtsschutz, Jubiläumsjahr

42 VERSICHERUNG 42 Zukunftsvorsorge 43 Transparenz bei Schadenerledigung 44 Flexibler Wintersportschutz 44 Erweitertes Angebot 46 Jubiläumsjahr 48 Freiheit auf zwei Rädern 50 Schwieriges Jahr 51 Online Antragsabwicklung mit TOGETHER 52 Altersarmut bei Frauen 52 Kooperation

53 VERANSTALTUNG 53 Einheitliches Onlineportal für Versicherungen 54 Unikate 55 Eine einfache Rechnung: Weiterbildung + Spaß = UNIQA MaklerAkademie! 56 Ein Abend mit der neuen US-Botschafterin 56 Neue Seminare für Versicherungsmakler und Finanzdienstleister

57 BUCHBESPRECHUNG UWG Praxiskommentar SteuerSparBuch 2013/2014

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58 TIPPS & TRENDS Wien Wollen Sie keine Ausgabe versäumen? Dann abonnieren Sie risControl unter www.riscontrol.at

Abo

Impressum:

Ein Abend mit der neuen US-Botschafterin

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“risControl” - Eigentümer, Herausgeber & Verleger Redaktion: risControl, Der Verein für Versicherung- und Finanzinformation, 3701 Oberthern, Oberthern 33 ZVR 780165221, Telefon: +43 (0)720 515 000, Fax: +43 (0)720 516 700, e-mail: office@riscontrol.at Doris Schachinger, Chefredakteurin, Christian Proyer, Prof. Goran Devrnja, Layout Titelbild: risControl, Weitere Bilder: risControl, fotolia.de, 123rf.de, UNIQA/Herrgott. Nachdruck nur mit Quellenangabe u. schriftlicher Genehmigung d. Verlages. Namentlich gezeichnete Artikel geben die Meinung des Autors wieder und müssen sich nicht mit jener der Redaktion decken. Unverlangt eingesandte Manuskripte werden nicht retourniert. Mit der Annahme u. Veröffentlichung eines Artikels erwirbt der Verlag das ausschließliche Verlagsrecht daran, bis zum Ende des, der Veröffentlichung, folgenden Jahres. Produktanalysen werden nach besten Wissen erstellt, jedoch OHNE JEDE Gewähr. Angaben und Mitteilungen, welche von Firmen stammen, (pdi+/o/Public relation, oder namentlich gezeichnete Artikel), unterliegen nicht der Verantwortlichkeit der Redaktion. Ihre Wiedergabe besagt nicht, daß sie eine Empfehlung oder die Meinung der Redaktion darstellen. „risControl“ identifiziert sich gemäß dem österreichischen Medienrecht nicht mit dem Inhalt angeführter Brancheninformationen und den in Interviews geäußerten Meinungen. Abonnementbestellungen gelten auf ein Jahr, ab dem Monat der Bestellung und verlängern sich jeweils um ein Jahr, sofern das Abonnement nicht spätestens ein Monat vor Ablauf des Bestellzeitraumes gekündigt wird. Für Anzeigen sind die allgemeinen Anzeigenbedingungen des Österreichischen Zeitschriftenverbandes vom 1. Februar 1990 bindend. Es gilt der Anzeigentarif 01/2012 / (ca)

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KARRIERE

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FMVÖ

HONORARKONSUL

Präsidium

Ernennung

K v.l.n.r.: MMag. Robert Sobotka, KR Georg C.Kolm, KR Erich Mayer, Mag. Theres Ladstätter, Dkfm. Josef Redl, Werner Schediwy

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er Vorstand des FMVÖ wurde neu gewählt. KR Erich Mayer wurde als Präsident in seiner Funktion bestätigt, und wird die Geschäfte des Verbandes für weitere zwei Jahre führen. Der langjährige FMVÖ Vorstand MMag. Robert Sobotka wechselte als neuer Vizepräsident ins Präsidium. Er folgt damit Mag. Michael Blin, der künftig aufgrund seiner neuen beruflichen Aufgabe als Director der Bank Gutmann AG als Vorstandsmitglied fungiert. Die übrigen Präsidiumsmitglieder Generalsekretärin Mag. Theres Ladstätter und die Vizepräsidenten KR Georg C. Kolm, DKFM. Josef Redl und Werber Schediwy wurden in ihren jeweiligen Funktionen bestätigt.

WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG OÖ

VERCON

Geschäftsführung

Neuer Verkaufsleiter

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lisabeth Bicik wurde zur neuen Geschäftsführerin der VerCon Wirtschaftsberatung GmbH bestellt. VerCon ist als unabhängiger Versicherungsmakler spezialisiert auf Gewerbe- und Industrieversicherung mit Standorten in Wien, Linz und Berlin. Bicik blickt auf mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Versicherungsmaklerbranche zurück und ist seit 2009 im Unternehmen tätig. Bereits 2012 erhielt sie die Prokura und wurde in die Geschäftsführeragenden eingebunden. „Ihr persönlichen Einsatz, ihr hohes fachliches Wissen und ihre soziale Kompetenz hat mich zu diesem Schritt veranlasst“, so Dr. Peter Kainz, geschäftsführender Gesellschafter der VerCon GmbH.

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R Alois Sundl wurde zum Honorarkonsul der Insel Malta ernannt. Der Ex-Merkur Generaldirektor nimmt die ehrenamtliche Aufgabe mit großer Freude an. Eines der Ziele, die er sich setzt, ist die Intensivierung der kulturellen, wirtschaftlichen und universitären Kontakte zwischen Malta und der Steiermark. Sundl hat seit mehr als dreißig Jahren intensive Kontakte nach Malta und besucht die Insel regelmäßig. Maltas Botschafter in Österreich Keith Azzopardi: „Malta ist sehr interessiert an einer Intensivierung der Kontakte und Beziehungen zur Steiermark. Alois Sundl ist ein idealer Honorarkonsul, weil er unser Land sehr gut kennt und weiß, wovon er spricht. Er kommt aus der Wirtschaft, ist extrem gut vernetzt und wird Malta in der Steiermark hervorragend repräsentieren.“

itte Jänner 2014 übernahm Dietmar Gruber die Verkaufsleitung des Alternativen Vertriebs der Wiener Städtischen in Oberösterreich. Mit der Bestellung von Dietmar Gruber als Verkaufsleiter für den Alternativen Vertrieb findet in der Wiener Städtischen Oberösterreich ein Wechsel in einer der wichtigsten Führungsebenen statt. „Mit Begeisterung nehme ich die herausfordernde Tätigkeit in unserem expandierenden Unternehmen an“, so Gruber zu seiner neuen Funktion.

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J o ac h

Veränderung

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ie Geschäftsführung der GfK Austria hat sich verändert. Alexander Zeh steigt in die Geschäftsführung auf und übernimmt mit 1. April Consumer Experiences, einen der beiden Unternehmensbereiche der GfK für Österreich. Weiterhin bleibt er der „oberste Finanzmarktforscher“ des weltweit viertgrößten Marktforschungskonzerns. Peter Damisch bleibt österreichischer Geschäftsführer und ist für den Unternehmensbereich Consumer Choices zuständig. Dr. Tomas Krasny zieht sich aus der österreichischen Geschäftsführung zurück, und wird sich seinen Regionalaufgaben im Aufbau Medienforschung widmen.

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Neue Konstellation

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MORGEN & MORGEN

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KARRIERE

GFK

tephan Schinnenburg verlässt die Geschäftsführung der operativen MORGEN & MORGEN Gesellschaften. Er wird ab Anfang April in eine verantwortungsvolle Position seitens eines Versicherers wechseln. Seine Agenden wird künftig Joachim Geiberger Inhaber von M & M übernehmen.

VALUED ASSET GOTHAER SYSTEMS GMBH

Tolles Team

Neuer CIO

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r. Volkmar Weckesser wurde zum Geschäftsführer der Gothaer Systems GmbH, dem IT Dienstleister im Gothaer Konzern bestellt. Er hat auch die Agenden des CIO im Konzern übernommen, damit tritt er die Nachfolge von Wolfgang Rau an, der das Unternehmen planmässig zum 31.3.2014 verlässt. Weckesser war zuletzt CIO bei der DekaBank. Seine Karriere begann er als Managementberater für die Monitor Company und Mitchell Madison Group im Finanzdienstleistungsbereich. Zwei Jahre später wechselte Weckesser zur Landesbank Kiel, bei der er die IT-Architektur und die IT/Organisations-Steuerung des Hauses verantwortete und die technische Fusion mit der Hamburgischen Landesbank vorbereitete. Ab 2003 verantwortete Weckesser dann den Zentralbereich IT/Organisation der HSH Nordbank AG.

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alued Asset hat sein Team verstärkt. Bracheninsider Karl Unger verstärkt den Bereich Consulting und Produktentwicklung. Verena Dohr ist für den weiteren Auf- und Ausbau des Vertriebswegs Österreich zuständig. Dohr hat ihre Gesamte Berufslaufbahn im Banken- bzw. Finanzsektor verbracht – in den vergangenen fünf Jahren als Verkaufsleiterin einer Tochterunternehmung einer Österreichischen Großbank. Karl Unger ist seit 1979 in der Versicherungswirtschaft aktiv tätig und war langjähriger operativer Holdingvorstand und Aufsichtsrat der Vorgängergesellschaften der heutigen UNIQA. Unger:“„Consulting bedeutet bei Valued ASSET weit mehr als die Präsentation von vorgefertigten Power Points. Hier arbeiten erfahrene Manager mit höchster Expertise, die über das Know How verfügen, um Situationen und Unternehmen zu analysieren und als Ergebnis auch wirklich Machbares vorzuschlagen. Das mag selbstverständlich klingen - ist es aber nicht.“

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KURZNACHRICHTEN

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HDI LEBEN

UNIQA POLEN

MARKETAGENT

HDI Leben unterstützt Hochwasseropfer

Abgesichert

Bargeldlos

Soziale Verantwortung bedeutet für die Mitarbeiter und das Management der HDI Lebensversicherung in Österreich auch, nicht wegzusehen, wenn Menschen dringend Hilfe benötigen. Aus diesem Grund hat das Unternehmen auch 2013 wieder auf teure Geschenke und aufwendige Weihnachtspost verzichtet, um das Geld jenen zu geben, die es am nötigsten brauchen. Insgesamt konnten mit dieser gemeinsamen Aktion die Opfer der jüngsten Hochwasserkatastrophe mit 3.371,50 Euro unterstützt werden.

DONAU VERSICHERUNG

Service Portal Seit einem Jahr ist das elektronische Postfachsystem der Donauversicherung MyDonau mit zahlreichen Funktionserweiterungen und Adaptierungen online. Bereits mehr als 10.000 Kunden nutzen die Möglichkeit des Zugriffs auf ihre Versicherungsdaten ortsunabhängig und jederzeit per Handy und TAN erreichbar. Gen. Dir. Mag. Johanna Stefan sieht in dem großen Zuspruch einen Auftrag für die Weiterentwicklung des Online Portals.

Generaldirektorin Mag. Johanna Stefan, Donau Versicherung AG

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Seit Jänner 2014 versichert UNIQA Polen die Hauptstadt Warschau. Öffentliche Anlagen und Gebäude sind somit gegen Schäden, die aufgrund von Feuer und anderen Gefahrenquellen verursacht werden können, abgesichert. „Wir haben langjährige Erfahrung darin, Versicherungsrisiken dieser Art zu übernehmen“, betont Andrzej Jarczyk, CEO von UNIQA Polen. „Einrichtungen wie diese abzusichern, ist eine der Säulen auf denen wir

aufbauen. Nicht zuletzt damit konnten wir die Position von UNIQA Polen immer weiter ausbauen“. Der Vertrag zwischen UNIQA Polen und der Stadt Warschau gilt vorläufig bis Ende 2015, die Versicherungssumme beläuft sich zunächst auf 2,3 Mrd. Euro, diese wird jedoch nächstes Jahr aufgestockt.

Eine bargeldlose Gesellschaft ist für 82% aller Österreicher und Österreicherinnen derzeit unvorstellbar. Erst in 20 Jahren rechnen Konsumenten, dass dies möglich sein wird. Aber nicht nur Konsumenten sind skeptisch auch Bankexperten, nur 19% glauben an eine bargeldlose Zukunft. Dennoch steigen die zahlreichen Angebote und Innovationen, kontaktlose Zahlungsvorgänge, bargeldlose Überweisung etc. In den Banken werden immer mehr Transaktionen bargeldlos abgewickelt. Laut Studie haben die Österreicher mittlerweile ein genauso starkes emotionales Verhältnis zur Bankomatkarte wie zu Banknoten. Die Bankomatkarte ist jetzt schon das beliebteste Zahlungsmittel für Einkäufe des täglichen Bedarfs. Müssten sie Konsumenten zwischen dem Zahlungsmittel Geld und Bankomatkarte entscheiden, würden bereits mehr als die Hälfte die Bankomatkarte bevorzugen. Die Tendenz zu Kreditkarte, Quick, Prepaid Karte oder Handy ist vergleichbar noch gering. Vor allem die Gefahr einer Zunahme der digitalen Kriminalität und im Verlustfall keine Bezahlmöglichkeit mehr zu haben, machen den Konsumenten die meisten Kopfschmerzen. Dennoch sehen Experten die Zukunft „bargeldlos“.

MUNICH RE

Steigerung

Trotz heftiger Unwetter und Zinsflaute konnte der weltgrößte Rückversicherer Munich Re im vergangenen Jahr sein Gewinnziel von 3 Milliarden Euro mit 3,3 Mrd. Euro klar übertreffen. Nur im Bereich der Kapitalanlagen wurde auf Grund der niedrigen Zinsen das Ergebnis von 8,4 Mrd. Euro auf 7,7 Mrd. Euro verringert. Das Unternehmen plant eine Steigerung der Dividende von 7 Euro auf 7,25 Euro.

AUTOBRANCHE

Toyota fährt davon We i t v o r n e weg fährt im Moment der Autobauer Toyota, auf alle Fälle hat er den VW-Konzern überholt. Im letzten Quartal 2013 hat das Unternehmen seinen Gewinn um mehr als 500% gesteigert. Gewinntreiber war nicht nur der starke Autoverkauf, sondern auch der schwache Wechselkurs des Yen, dennoch liegt man damit um 9% über dem VW-Konzern. Das derzeitige Hoch könnte sich aber aufgrund des schwierigen Marktumfeldes und der sinkenden Nachfrage am Heimatmarkt etwas eintrüben.

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D.A.S. ÖSTERREICH

R+V VERSICHERUNG

Das war 2013

Schnee – Verkehrsstrafen

Angebot erweitert

Die endgültigen Zahlen für das Jahr 2013 liegen vor. Pro Werktag sind 23 Firmeninsolvenzen verzeichnet worden, die Zahl der Verfahren ist auf dem niedrigsten Stand der letzten 10 Jahre. Die Schuldenhöhe und die Zahl der Dienstnehmer, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, steigt aber durch Großinsolvenzen. Weiterhin sind die Baubranche und das Transportwesen am stärksten betroffen. Privatinsolvenzen sind zwar rückläufig, aber eher durch eine Steigerung der mangels Vermögen abgewiesenen Insolvenzanträge. Hauptschuld sieht Creditreform bei den Privatinsolvenzen beim falschen Umgang mit Geld, gefolgt von Einkommensverschlechterung wegen Jobverlust oder Scheidung.

UNIQA SERBIEN

TopWachstum In Serbien hat UNIQA das 3. Quartal 2013 mit einem Marktanteil von 7,3% abgeschlossen. Damit konnte das Unternehmen das größte Wachstum der fünf Top - Versicherungen des Landes verzeichnen. Besonders im Bereich Lebensversiche- Franz Weiler, CEO Uniqa rungen gab es im Serbien Bereich der Prämieneinnahmen einen Zuwachs von 18,5%. Wesentlich besser als der Mitbewerb hat sich UNIQA Serbien auch im Bereich Nicht-Leben entwickelt: Hier sind die Marktanteile um 0,2% auf knapp 7% angestiegen. Damit konnte UNIQA als einzige der vier top-platzierten Versicherungen Marktanteile dazu gewinnen. Mit einem Prämienplus von 4,6% ist UNIQA Serbien außerdem mehr als dreimal so schnell wie der Markt gewachsen.

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Endlich schneit es auch im Osten, und so manch Autofahrer sollte sich an das in der Fahrschule gelernte erinnern. Vergessen oder Verdrängen kann teuer kommen. Eine kleine Sichtlücke auf der Windschutzscheibe reicht nicht aus, laut Gesetz muss das Auto komplett von Schnee befreit werden, auch Scheinwerfer, Motorhaube und Kennzeichen. Wenn nicht, sind das alles Einzeldelikte und können daher auch einzeln bestraft werden. Streitpunkt ist starker Schneefall und Kurzparkzonen in Wien, denn eine Dienstanweisung für die Parkraumüberwachung sagt aus, dass diese die Autos nicht berühren dürfen. Dennoch müsste der Autofahrer immer die Sicht zum Parkschein ermöglichen. Was aber eben bei starkem Schneefall nicht immer machbar ist. Um Missverständnisse vorzubeugen wird empfohlen, an solchen Tagen einen Parkschein mittels Handyparken zu lösen.

Die R+V Versicherung hat ihr Angebot bei der Kompakt Variante der Garantieversicherung erweitert. Ab sofort Können Haftrücklass-, Deckungsrücklass- sowie Erfüllungsgarantien bis zu einem Einzellimit von 50.000 Euro beantragt Dipl.Betriebswirt Philipp werden. Der Kurzantrag Dierig, Spartenleiter Kreditversicherung umfasst nur 3 Risikofragen, die Bonitätsprüfung erfolgt ohne die üblichen Wirtschaftsangaben. Die Abrechnung der Beiträge erfolgt pauschal und unabhängig von der Anzahl der ausgestellten Garantien. Dipl.Betriebswirt Philipp Dierig, Spartenleiter Kreditversicherung: „Damit bieten wir eine echte Alternative zur klassischen Bankgarantie die betriebswirtschaftlich sinnvoll ist und keine negativen Auswirkungen auf den Finanzierungsspielraum des Betriebes hat“.

KURZNACHRICHTEN

CREDITREFORM

FAIRCHECK

Büroeröffnung Die „fairchecker“ sind übersiedelt; Lichtdurchflutet ist das neue Büro und mit herrlicher Aussicht ins Grüne, und Platz genug für eine starke Weiterentwicklung im Bereich KFZ-Begutachtung und Immobilienbewertung. Das alles bieten nun die neuen Räumlichkeiten in Stattegg. Kunden, Geschäftspartner und Schadenregulierer haben 2 Tage lang das neue Domizil belebt. Der bekannte Grazer Maler Hans Beletz hat ein Livebild mit allen Besuchern gemalt. Der Stattegger Bürgermeister Ing. Karl Zimmermann hat gemeinsam mit Nachbar und Vizebürgermeister Ing. Richard Kohlbacher den Original Stattegger Hut an die beiden „fairchecker“ Andrea & Peter Winkler überreicht. Bei der Eröffnung gesehen wurden unter anderem: Regionaldirektor Dr. Wolfgang Gratzer (Generali), Dr. Thomas Pagger (UNIQA), Dr. Karin Wolf und Mag. Günther Höltzl (Wüstenrot), Mag. Hugo Martinshausen (HDI), Mag. Ernst Drasch-

bacher (ZÜRICH), Landesdirektor Franz Maierhofer (Allianz), Rechtsanwälte Dr. Peter Bartl (Bartl & Partner), Dr. Christian Wolf /Mag. Sascha Verovnik (Scherbaum/ Seebacher), Vorstandsdirektor Ing Andreas Stettner (Merkur), Ing. Mag. Andreas Wallner (FIDAS Steuerberatung), Ursula Saischek (Saischek Accounting), Mag. Daniel Gerold (Hypo Vorarlberg).

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KURZNACHRICHTEN

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DIALOG LEBENSVERSICHERUNG

VIENNA INSURANCE GROUP

Schwellenwert

Markterschließung Moldawien

Die Dialog Lebensversicherung, der Spezialversicherer für biometrische Risiken, kann einen neuen Rekord vermelden. Im Januar 2014 wurde bei der Anzahl abgeschlossener Verträge im Bestand die Marke von 400.000 überschritten. Zum 31. Januar 2014 waren es genau 400.068 Verträge mit einem laufenden Beitrag von 248,3 Mio. Euro. Dies entspricht einer Versicherungssumme von rund 43 Mrd. Euro. Gemäß dem Geschäftsmodell der Dialog setzt sich der Vertragsbestand im Wesentlichen aus Risikolebensversicherungen, Berufsunfähigkeitsversicherungen und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen zusammen. Mit ihnen werden die Risiken Todesfall und Invalidität abgedeckt. Rüdiger R. Burchardi, Sprecher des Vorstands, zeigt sich über die positive Geschäftsentwicklung sehr erfreut: „Unsere Positionierung als Spezialist und unsere ausschließliche Fokussierung auf den Maklervertrieb erweisen sich als Erfolgsmodell. In einem stagnierenden Lebensversicherungsmarkt haben wir unseren Marktanteil

seit unserer Neupositionierung mehr als verdreifachen können. Mit dem Überschreiten der jetzigen Marke nehmen wir – dank der erfolgreichen Kooperation mit unseren Vertriebspartnern – die halbe Million an Verträgen ins Visier.“

Rüdiger R. Burchardi, Sprecher des Vorstands

ALLIANZ DEUTSCHLAND

VERSICHERUNGSVERBAND ÖSTERREICH

Schnee da – Ski weg Damit das Skifahrvergnügen nicht zum Albtraum wird, sollten Wintersportler besser auf ihre Sportgeräte aufpassen, schon einfache Sicherheitsmaßnahmen können effektiv sein. Im Zeitraum Dezember bis April werden im Durchschnitt 35 Wintersportgeräte, meist Skier und Snowboards am Tag gestohlen. Den Dieben wird es oft viel zu leicht gemacht. Ungesichert und unbeaufsichtigt meist sogar

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Peter Hagen, Generaldirektor der VIG Die Vienna Insurance Group AG Wiener Versicherung Gruppe unterzeichnete einen Vertrag für den Erwerb von rund 94% an der Versicherungsgesellschaft Societatea de Asigurări-Reasigurări „Donaris Group” S.A. („Donaris“) mit Sitz in Moldawien. „Mit dem Markteintritt in Moldawien haben wir das Netzwerk der Vienna Insurance Group auf 25 Länder ausgedehnt und einen der letzten weißen Flecken auf unserer Landkarte Zentral- und Osteuropas erschlossen“, so Peter Hagen, Generaldirektor der VIG.

abfahrbereit vor den Skihütten liegen gelassen. Und die Aufklärungsquote hält sich in Grenzen, denn für die Polizei fehlen meist jegliche Ermittlungsansätze. Oft wissen Geschädigte nicht einmal Modell oder Seriennummer der Ski oder des Snowboards. Eigeninitiative und Veränderungen der Gewohnheiten im eigenen Verhalten sind oft das beste Mittel um sich vor Dieben und Ärgernissen im Urlaub zu schützen. Skidepots oder versperrbare Skiständer, Skier getrennt voneinander abstellen. Und ganz wichtig, Marke Modell, Serienummer und Farbe notieren. Das BKA hat für die heurige Saison einen „Sicheren Skipass“ in Form einer Liftkarte kreiert. Diese Karte liegt auf Polizeiinspektionen und bei Liftstationen kostenlos auf.

Alles Fussball Nun hat der Bayrische Fußballverein FC Bayern München auch seine wirtschaftliche Ausnahmestellung weiter ausgebaut. Der Allianz Konzern ist als dritter Anteilseigner beim Club eingestiegen. Die Arena in Fröttmaning wird weiterhin Allianz Arena heißen, das Unternehmen hat sich bis ins Jahr 2041 die Namensrechte gesichert. Der Anteil am FC Bayern beträgt mit 8,33% genau so viele Anteile wie die beiden anderen Sponsoren Audi und Adidas. Mit den 110 Mio. Euro Einnahmen sollen Schulden für den Allianz-Arenabau zurückgezahlt werden, weiteres ist der Bau eines Jugendleistungszentrum geplant. Das Engagement in Bayern ist aber nicht das einzige Sportengagement des Versicherungskonzerns, bei der Formel 1 ist das Unternehmen seit 2000 offizieller Sponsor. Auch bei einigen weiteren Sportstadien prangt der Name des Versicherungskonzerns.

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ETF SECURITIES

2014

Branchenhandbuch

Investieren

Die Kluft zwischen Binnen- und Außenwirtschaft verkleinert sich im Jahr 2014. Die Credit Suisse hat das Branchenhandbuch 2014 veröffentlicht. Die Schweizer Wirtschaft dürfte 2014 ähnlich solide wachsen wie im Vorjahr. Die Ökonomen der Credit Suisse gehen davon aus, dass die Impulse in 2014 im Gegensatz zum Vorjahr vermehrt aus der Exportwirtschaft kommen, während die Binnenkonjunktur marginal an Dynamik einbüßen dürfte. Exportorientierte Industriebranchen wie die Maschinen-, Elektround Metallindustrie (MEM) profitieren von einer fortschreitenden konjunkturellen Erholung in den Hauptexportmärkten Europa und USA sowie einer weiteren graduellen realen Abwertung des Schweizer Frankens. Diese Faktoren wirken sich auch positiv auf die auslandsorientierte Hotellerie aus. Das Baugewerbe entwickelt sich 2014 weiterhin robust, wovon baunahe Branchen wie das Immobilienwesen sowie die Architekten und Ingenieure profitieren. Mittelfristig attestieren die Ökonomen der Credit Suisse insbesondere den gesundheitsnahen Branchen, wie der Pharmaindustrie und dem Gesundheitswesen, ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial. Auch für die Informatik, das Immobilienwesen und die Beratungsbranche sind die mittelfristigen Aussichten günstig.

Eine Umfrage unter 450 professionellen Investoren in Frankfurt, London, Mailand und Zürich, die an den jährlichen Rohstoffinvestmentkonferenzen von ETF Securities teilgenommen haben, zeigt, dass Investoren heuer wieder in Rohstoffe investieren möchten. Vor allem zyklische Rohstoffe wie Platin, Palladium und Industriemetalle werden von den Investmentprofis favorisiert. Die meisten Befragten gaben an, dass sie im Jahr 2014 weltweit und insbesondere in den USA ein starkes Wirtschaftswachstum erwarten. Man rechnet auch wieder mit anziehenden Rohstoffkursen. Nicholas Brooks, Leiter Research und Investmentstrategie bei ETF Securities: „Auch

Gold hat bei der Umfrage gut abgeschnitten. Denn Investoren sehen in dem Edelmetall offenbar eine gute Absicherung, falls die Wachstumsprognosen nicht eintreffen.“ Besonders bei Industriemetallen wird ein Aufwärtspotenzial gesehen. Bei der Frage nach den Risiken fürchten sich die Investoren vor einer negativen Reaktion der Finanzmärkte auf die Reduzierung der Anleihekäufe durch die Fed. Sie sehen ein Risiko darin, dass sich die Weltwirtschaft langsamer erholt als die Konsensusschätzung derzeit erwartet, und manche sorgen sich um das Wachstum in den USA und um die schwächere Wirtschaft in China.

IGV AUSTRIA

Versicherungsvergleich Durch die Kooperation der IGV Austria und dem Onlineanbieter für Versicherungsvergleiche chegg.net wurde der Qualitätsstandard im Versicherungsbereich für das Jahr 2014 auf eine neue Ebene gehoben. Mit Hilfe des IGV - Tarifmanager kann sich der Kunde einen Überblick über alle relevanten Angebote der hinzugezogenen Versicherungsunternehmen schaffen. Der IGV – Makler kann dem interessierten Klienten ohne Zusatzaufwand somit Leistungs- und

FACHVERBAND FINANZDIENSTLEISTER

Pfandleihe Der Fachausschuss der Verdurchaus Vorteile für Konsusteigerer und Pfandleiher des menten bieten und ist daher Fachverbandes Finanzdienstein sinnvoller Bestandteil des leister hat eine Checkliste zur Wirtschaftslebens. Im Vergleich Pfandleihe erarbeitet und zu üblichen Mahnkosten für zu veröffentlicht. Diese bietet spät bezahlte Rechnungen, ist kompakt zusammengefasst, ein Pfand-Darlehen regelmäInformationen über den Abßig die günstigere Alternative lauf eines Pfanddarlehens und und wird zusätzlich diskret zeigt auf, was jedenfalls vor Abohne Bonitätsprüfung rasch schluss beachtet werden sollte. und unbürokratisch gewährt. Das Gratis - Service steht unter Karin Meier-Martetschläger, Die Bonität des Kunden wird www.wko.at/pro-kunde zum Vorsitzende des Fachausschusses nicht verschlechtert und selbst Download bereit. Karin Meier- Versteigerer und Pfandleiher bei ungenügender Bonität ist Martetschläger, Vorsitzende des das Darlehen möglich. Auch Fachausschusses Versteigerer und Pfandlei- deshalb hat sich das Pfandgeschäft seit Jahrher dazu: „Kurzfristig kann ein Pfandkredit hunderten bewährt.“

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Nicholas Brooks, Leiter Research und Investmentstrategie bei ETF Securities

KURZNACHRICHTEN

CREDIT SUISSE

Preisvergleiche mit Vor- und Nachteilen der verschiedenen Verträge anbieten. IGV Austria Präsident Mag. Thomas Tiefenbrunner: „ Hohe Qualität und beste Kundenfreundlichkeit waren von Beginn an die Eckpfeiler der IGV Austria. Dies beinhaltet auch, sich für die Klienten ständig neu zu orientieren und zu evaluieren. Durch unsere Kooperation mit chegg.net kann diese Qualität und somit das beste Angebot für unsere Klienten weiterhin sichergestellt werden.“

Google Ranking Iphos IT Solutions untersucht quartalsmäßig das Google Ranking von derzeit 98 österreichischen Versicherungswebsites. Dabei werden mehr als 450 Keywords und Suchbegriffskombinationen rund um das Thema „Versicherung“ zur Messung der Position in den Suchergebnislisten herangezogen. Für die Generali, Wiener Städtische Versicherung oder die HDI Versicherung sah es sehr gut aus, die Unternehmen konnten ihr Ranking in den Google Suchergebnissen stark verbessern. Die Allianz Direct und die Muki Versicherung schnitten schlechter als zuletzt ab. Die Top 10 werden von der Wiener Städtischen angeführt, weitere Reihungen: Generali Versicherung, Zurich Connect, Helvetia Versicherung, VAV Versicherung, UNIQA, Zurich Versicherung, Wüstenrot, Allianz Versicherung und auf Platz 10 die Grazer Wechselseitige.

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INTERVIEW

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HELVETIA VERSICHERUNG

Starke Marke mit Kontinuität und Innovation Die Schweizer Versicherung kann auf über 150 Jahre Erfahrung zurückblicken und sieht der Zukunft mit Optimismus entgegen. Strategie des heurigen Jahres, technische Neuerungen und CSR waren die Themen, die wir mit Vertriebsvorstand Werner Panhauser besprochen haben.

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risControl: Ihre Strategie für das heurige Jahr? Panhauser: Wir gehen in das Jahr 2014 mit unter der Überschrift Evolution statt Revolution. Wir konnten in den letzten Jahren unseren Exklusivvertrieb und unseren Partnervertrieb vergrößern und im Agenturvertrieb liegen wir bereits bei 40 Agenturen. In Mattighofen in Oberösterreich wurde die 31. Geschäftsstelle eröffnet mit einem jungen dynamischen Team, alles in allem sind wir sehr zufrieden und positiv unterwegs. Gleichzeitig haben wir von 2009 bis heute 140 Prozesse analysiert, umgekrempelt, modernisiert und die Arbeit mit Helvetia schnell und einfach gemacht. Es wird sich heuer an unserer Vertriebsstrategie nichts verändern, man muss maximalen Einsatz geben, um Erfolge zu ernten.

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Panhauser: Begonnen haben wir 2008 mit der Vierschanzentournee, die Marke Helvetia einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Später erfolgte der Einstieg der Helvetia Gruppe in den Skiweltcup, wo einerseits das Schweizer Skinationalteam gesponsert wird, andererseits aber auch einzelne Rennen wie Lake Louis, Beaver Creek, Wengen und Adelboden. Im Langlaufsport unterstützen wir die Tour de Ski gemeinsam mit drei anderen Hauptsponsoren. Gemessen an unserer Unternehmensgröße ist der Bekanntheitsgrad der Marke ausgezeichnet. Womit wir noch nicht so zufrieden sind, ist die Bekanntheit im Versicherungsbereich, da einige Konsumenten noch nicht wissen, dass Helvetia eine Versicherung ist. Da sind einige parallel laufende Kampagnen in Planung, unter anderem auch eine TV - Kampagne. risControl: Welche Produkte lassen sich im Moment noch gut verkaufen? Panhauser: Man muss auf vielen Instrumenten des Orchesters „Verkauf “ spielen, um über dem Markt wachsen zu können. Wenn man sich die letzten Jahre ansieht, dann gelingt uns dies auch die letzten 5 Jahre kontinuierlich. Mit unserer Business Produktlinie haben wir eine wirklich argumentationskräftige Produktlinie für 12 Zielgruppen, mit dem Thema Haushalt/Eigenheim können wir ebenfalls sehr gut mit dem Markt mithalten. Und im Bereich Lebensversicherung sind wir mit unserem großen Fondsuniversum besonders zufrieden, wie die Ergebnisse des Fondssparplanes zeigen. Auch viele Vermögensberater steigen auf unser Clevesto Portfolio um, was uns besonders freut.

Panhauser: Das Schadensapp wurde gleichzeitig in der Schweiz, Italien und Österreich eingeführt. In den ersten Tagen konnten wir in unserem Land mehr als 100 Downloads verzeichnen und die Tendenz ist steigend. Die iPhone-taugliche App unterstützt bei Meldung eines KFZ Schadens. Man kann z.B. unmittelbar nach dem Unfall gleich Fotos vom Mobiltelefon mit senden, Datum und Uhrzeit werden erfasst und mittels GSP wird auch der Ort gespeichert. Die App ist gratis, einfach und kinderleicht zu bedienen. Das ist auch Teil der Zukunft in der Mobilität.

INTERVIEW

risControl: Es gibt Pläne die Marke Helvetia heuer noch breiter in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, welche Maßnahmen sind geplant?

risControl: CSR ist bei der Helvetia Versicherung ein großes Thema, nach den Schutzwaldprojekten in der Schweiz ist nun auch eines im Flachgau in Salzburg entstanden.

Lebensversicherung nicht zurückziehen, sondern kompetitiv vorangehen. Wir sind davon überzeugt, dass die klassische Lebensversicherung ein sehr gutes und sicheres Vorsorgeinstrument ist. Unsere Veranlagung ist darauf ausgerichtet und unser Immobilienportfolio hat sich heuer bereits um weitere 3 Immobilien vergrößert, um die Gewinnbeteiligung hochhalten zu können. Natürlich erfordert das eine sehr aktive Bewirtschaftung des Deckungsstockes. Ich bin überzeugt, dass wieder höhere Zinsphasen kommen werden und unser Weg der richtige ist. Wir gehen unseren eingeschlagenen Weg kontinuierlich weiter. risControl: An technische Neuerung wurde kurz vor Jahresende ein Schadensapp vorgestellt, wie sind die Erfahrungswerte?

Panhauser: Die Schutzwaldprojekte passen sehr gut zu unserem Unternehmen. Ich glaube, dass jeder weiß, welche desaströsen Auswirkungen Lawinenabgänge haben können, und der effizienteste und natürlichste Lawinenschutz ist der Schutzwald. Wir haben uns daher entschlossen, wie auch schon in der Schweiz, nun auch in Österreich ein Schutzwaldprojekt zu unterstützen. Im Gebiet von Strobl im Salzkammergut haben wir in Kooperation mit den Österreichischen Bundesforsten einen Gemeindeverbund ausgewählt, der einen Schutzwald benötigt. Es handelt sich in der ersten Tranche um 10.000 Bäume, eine Zweite ist schon in Planung. Wir werden sicherlich noch nachdenken, ob wir es nicht auch noch an anderen Orten initiieren werden. risControl: Wir danken für das Gespräch.

risControl: Niedrigzinslandschaft bei Lebensversicherungsprodukten, es gibt mitlerweile auch Versicherungsunternehmen die Produkte ohne Garantien anbieten, wie stehen Sie zu diesem Thema? Panhauser: In Deutschland gibt es bereits Anbieter, die keinen Garantiezins offerieren und in Österreich Versicherungsunternehmen, die bereits laut darüber nachdenken. Wir werden uns aus dem Markt klassische

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CONTINENTALE ASSEKURANZ SERVICE GMBH

Ausdauernd und gradlinig risControl_02.indd 14

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INTERVIEW

Seit einem Jahr ist Friedrich-Markus Eisenpass Geschäftsführer der Continentale in Österreich. Der ehemalige Leiter der Lebensversicherung bei der ERGO Versicherung kann auf ein interessantes Berufs- und Privatleben zurückblicken. Der ehemalige Triathlon Sportler weiß, was Disziplin und Willenskraft bedeuten. Wir haben mit ihm gesprochen. risControl: Wie geht es der Continentalen in Österreich? Eisenpass: Hervorragend, es geht uns wirklich gut, wir sind liquiditätsmäßig sehr gut aufgestellt und bei einem konzernweiten Prämienvolumen von ca. 3,3 Mrd. Euro ein Geschäftsergebnis von fast 360 Mio. Euro zu erwirtschaften, dass soll uns erst einer nachmachen. Wir haben Fehler die andere gemacht haben nicht gemacht, und wir tun nur das, wovon wir auch etwas verstehen. Wir sind mit unseren BU-Produkten Marktführer in Österreich und in Deutschland haben wir einen Marktanteil der wesentlich größer ist, als es einer Gesellschaft unserer Größe entsprechen würde. Auch bei der Europa Versicherung merken wir eine sehr gute Akzeptanz, weil hier einfach das PreisLeistungsverhälntis ausgezeichnet ist und dies hat auch der letzte Test des Verein für Konsumentenschutz mit der höchsten Punkteanzahl ergeben.

nächsten Jahre uns einfach breiter aufgestellt zu positionieren. Wir möchten noch intensiver mit Versicherungsmaklern und Agenten zusammenarbeiten. risControl: Wie sensibilisiert man Konsumenten schon in jungen Jahren für biometrische Risken? Eisenpass: Die Änderungen durch das Pensionskonto kommen uns dabei sehr zugute, denn nun sieht man welche Leistungen wirklich ausbezahlt werden. Ich sehe darin viel mehr Transparenz und Möglichkeiten für unsere Branche. Es wäre auch die Politik gefordert, ich würde mir wünschen, dass bei biometrischen Risken und Rentenprodukten die Versicherungssteuer wegfallen würde. Es sollte unbedingt einen Anreiz geben, privat vorzusorgen. risControl: Im Pflegebereich ist der Zugang der meisten Konsumenten noch verhaltener.

risControl: Wofür steht die Continentale? Eisenpass: In erster Linie „stehen“ wir für unsere Kunden. Alles, was an Überschüssen erwirtschaftet wird, kommt den Kunden zugute. Wir bleiben auf der Linie der klassischen Lebensversicherung und werden den Weg auch nicht verlassen, weil wir es uns leisten können und wollen. risControl: Was hat sich unter ihrer Geschäftsleitung verändert?

Eisenpass: Leider ist meistens ein Pflegefall im eigenen Umfeld Auslöser, um über ein Pflegeprodukt nachzudenken. In Österreich schlummert die Pflegevorsorge fast einen „Dornröschenschlaf “ und hier ist in erster Linie die Politik gefordert. Es ist in den Köpfen der Menschen noch lange nicht verankert, dass Pflege auch etwas kostet, die Versicherungsbranche hätte ausreichende Lösungen dafür. risControl: Leistbare Lösungen?

Eisenpass: Der wesentlichste Punkt, dass wir nicht mehr nur als reiner BU Versicherer gesehen werden, sondern dass auch unsere anderen Produkte im Markt besser positioniert sind. Überall wo es um Rente geht, ist auch die Continentale vertreten. Wir haben den höchsten Rentenfaktor in der fondsgebundenen Lebensversicherung und nach wie vor eine Gesamtverzinsung von 3,5%. Das ist auch unser Ziel für die

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Eisenpass: Sie sind leistbar, wenn es in Form der wirklichen „Versicherung“ läuft und nicht in Form einer Ansparmöglichkeit. Natürlich muss man rechtzeitig beginnen, wie bei allen Produkten. Oder man sichert sich Grundfähigkeiten ab hier gibt es Produkte, die günstiger sind. Wir haben Produkte dafür bereits in Prüfung, aber noch ist die Nachfrage am Markt zu gering.

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risControl: Wie können sich Versicherungsprodukte noch unterscheiden, nur über die Prämie? Eisenpass: Produkte werden sich immer ähnlicher und der Bedinungsvergleich ist oft ein schwieriger, weil Änderungen von anderen Gesellschaften auch immer gleich nachvollzogen werden. Unterscheiden kann man sich hauptsächlich als Unternehmen. Liquidität, Werte und Beständigkeit sind und werden wesentliche Unterscheidungsmerkmale sein. risControl: Wie hat sich die BU in letzter Zeit entwickelt? Eisenpass: Bei den Schadensfällen zeigt sich immer mehr die Tendenz der letzten Jahre weg von den mechanischen „Schäden“ hin zu psychischen Erkrankungen. Dadurch ist die Beurteilung der Berufsunfähigkeit auch wesentlich differenzierter geworden.

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Früher hat man zwischen Angestellten und Arbeiter unterschieden, heute gibt es Anbieter mit 24 Berufsgruppen, die man unterscheiden muss. risControl: Werden viele Leistungsfälle abgelehnt und aus welchen Gründen? Eisenpass: Die Ablehnungen halten sich in Grenzen. In den meisten Fällen, wo wir ablehnen, bekommen wir keine oder nur unzureichende Daten der Kunden. Einer der Hauptgründe sind auch vorvertragliche Anzeigenverletzungen, da sind unsere Vermittler sehr gefordert, weil oft bei den Gesundheitsfragen Vorerkrankungen vergessen werden. risControl: Wird es in Zukunft noch mehr Unterscheidungsmerkmale geben? Eisenpass: Die gibt es laufend. Es stehen immer mehr statistische Daten zur Verfügung und oft begrenzt sich der Markt schon selbst um nur mehr positives Risiko einzukaufen. Der Kunde möchte immer günstigere Prämien und somit werden die Anbieter gezwungen eine noch strengere Auswahl zu treffen und das Ergebnis sind zwar günstige Prämien für positive Risken, aber alles andere wird wesentlich teurer bzw. fast nicht mehr versicherbar. risControl: BU fast nicht mehr leistbar? Eisenpass: Für manche Berufsgruppen ist dies tatsächlich der Fall, aber was es auf alle Fälle gibt, wenn eine BU nicht mehr infrage kommt, ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung. Diese wird einfach noch zu wenig wahrgenommen am Markt. risControl: Ihre Ziele für heuer? Eisenpass: Den Weg, den wir 2013 eingeschlagen haben, fortsetzten und wir werden sicher auch neue Produkte auf den Markt bringen. Entgegen dem Trend auch ein neues klassisches Rentenversicherungsprodukt mit vereinfachten Anträgen und Bedingungen mit anderen Worten eine „ easyRente“. Das soll der neue Weg sein. risControl: Wir danken für das Gespräch.

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CASCAR CLASSIC AND SPORTS CAR ASSEKURADEUR GMBH

Prämiensenkung Seit mehr als zwei Jahre gibt es nun CASCAR am Österreichischen Markt, als fester Bestandteil der Oldtimerszene hat das Unternehmen ihre Angebote nun überarbeitet und wir haben mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Martin Janovsky über seine Innovationen gesprochen.

risControl: Ein Novum am Versicherungsmarkt, Sie haben die Prämien gesenkt, für welches Segment? Janovsky: Für Fahrzeuge die älter als 40 Jahre sind und von einer erfahreren Fahrerin oder Fahrer über 45 und weniger als 3.000 Kilometer im Jahr bewegt werden haben wir die Prämie wesentlich gesenkt. Auch verzichten wir bei einem Fahrzeugwert unter 100.000 Euro auf ein Gutachten eines gerichtlichen beeideten Sachverständigen, wir benötigen nur mehr aktuelle Fahrzeugfotos und eine Selbstbewertung. Auch bereits versicherte Kunden mit einem älteren Gutachten brauchen bei einem Wechsel zu uns, kein neues Gutachten mehr vorlegen.

risControl: Was unterschiedet Sie noch von anderen Oldtimer Versicherungen? Janovsky: Wir versichern jeden Klassiker unabhängig vom Baujahr und haben keine Limits für Einzelfahrzeuge und Sammlungen. Bei uns gibt es kein Bonus-Malus System, sondern günstige Pauschalbeträge ohne Hochstufung im Schadensfall. Bei uns entscheidet der Kunde den Wert seines Fahrzeuges, es ist sowohl der Markt- als auch der Wiederherstellungswert versicherbar. Bei OCC Clubmitgliedschaft, werden in der Teilkasko zusätzlich Parkschäden, Vandalismus- und Transportmittelunfallschäden, Benutzung von Fährschiffen, Kollision mit Tieren aller

Art, Schlüsselverlust und Schlossänderungskosten übernommen. risControl: Welche Aktionen laufen nun im Frühjahr? Janovsky: Bei allen eingereichten Anträgen bis zum 31.3.2014, die bis spätestens 30.6.2014 polizziert und eingelöst sein müssen, vergüten wir ab sofort zusätzlich zur Provision einen 5% einmaligen Sonderbonus. Es zahlt sich aus seinen Oldtimer bei uns versichern zu lassen. risControl: Wir danken für das kurze Gespräch.

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GOTHAER LEBENSVERSICHERUNG ÖSTERREICH

Großes Potenzial Dr. Hartmut Nickel-Waninger, Vertriebsvorstand im Gothaer Konzern und Ingo Hofmann, Niederlassungsleiter in Österreich, haben gemeinsam Fragen zur Niedrigzinslandschaft, Österreich als Hoffnungsmarkt und Solvency II beantwortet.

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risControl: Biometrische Risken im Niedrigzinsumfeld versichern, wie funktioniert das noch? Dr. Nickel-Waninger: Das Niedrigzinsumfeld und die damit einhergehenden reduzierten Kapitalerträge haben nur einen geringen Einfluss auf die Versicherung biometrischer Risiken. Stattdessen stellen die Überschüsse aus Risikogewinnen den wichtigsten Bestandteil der Überschüsse dar, von denen insbesondere der Kunde in Form von Sofortüberschüssen profitiert. Vor diesem Hintergrund hat sich die Gothaer Lebensversicherung frühzeitig auf das Geschäftsfeld der biometrischen Risiken konzentriert und innovative und ausgezeichnete Produkte platziert.

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Dr. Nickel-Waninger: Auf jeden Fall. Die Gothaer ist ja im Bereich Lebensversicherungen schon seit über 30 Jahren in Österreich vertreten, und sieht hier gerade im Bereich der Lebensversicherung vor allem bei biometrischen Produkten – insbesondere Berufsunfähigkeitsversicherungen – sowie bei fondsgebundenen Lebensversicherungen großes Potenzial. Aber auch im Bereich der Sachversicherungen wollen wir verstärkt aktiv werden. Daher bauen wir unsere Präsenz über einen neuen Repräsentanten der Gothaer Allgemeinen in Österreich weiter aus, um Gewerbe- und Industriekunden auch im Bereich der Sachversicherungen unterstützen zu können. Schwerpunkte sollen hier dann auf D&O, Vermögensschaden- und Industriehaftpflichtversicherungen liegen. Hier zeichnet sich das Unternehmen durch langjährige Expertise, individuell zugeschnittene Lösungen und hohe Underwriting-Kompetenz aus.

risControl: Welche Produkte sind geplant?

Ingo Hofmann, Niederlassungsleiter in Österreich reitet und ist daher sehr gut aufgestellt, um dann ab 2016 die neuen Vorgaben umzusetzen. Bei den Eigenkapitalanforderungen hätten wir uns allerdings gewünscht, dass es für Anlagen mit gut planbaren und stabilen Cash Flows in den Bereichen Immobilien, Infrastruktur und erneuerbare Energien eine differenzierte Betrachtung und im Ergebnis eine Erleichterung bei der Kapitalunterlegung gegeben hätte.

INTERVIEW

risControl: Ist Österreich ein attraktiver Markt für die Gothaer?

Ingo Hofmann: Kürzlich wurde unsere in Österreich unsere mehrfach ausgezeichnete selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung eingeführt, die im Markt auf ein sehr positives Echo gestoßen ist. In diesem Jahr wird wir bei unseren fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen die Fondsauswahl noch um vermögensverwaltende Fonds erweitert. Zugleich ist geplant, die Gothaer Comfort Fonds in diesem Jahr auch in Österreich für den Direktvertrieb zuzulassen. Das Antragsverfahren läuft bereits. Seit ihrer Auflegung 2008 erfreuen sich diese Fonds kontinuierlicher Mittelzuflüsse. Das Investmentrating von Scope Analysis bescheinigt allen drei Produkten die Note „Gute Qualität“ sowie ein stringentes Risikomanagement und eine hervorragende Transparenz. Mit dem Angebot von drei verschiedenen Risikoprofilen berücksichtigt die GoAM die unterschiedlichen Präferenzen der Anleger. Die ausgewogene Variante, der Gothaer Comfort Balance, erzielte 2013 eine Rendite von 8,51 Prozent. risControl: Wir danken für das Gespräch.

DR. HARTMUT NICKEL-WANINGER

risControl: Die deutsche BaFin sieht einige Versicherungsunternehmen in Deutschland durch die neuen Solvency II Vorgaben in Schwierigkeiten, wie gehen Sie mit der neuen Vorschrift um? Dr. Nickel-Waninger: Die Gothaer hat sich schon sehr frühzeitig auf Solvency II vorbe-

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ist Mitglied des Vorstandes der Gothaer Versicherung und verantwortet im Gothaer Konzern die Querschnittsressorts Vertrieb und Marketing sowie Presse und Kommunikation. Nickel-Waninger studierte Betriebswirtschaftslehre an der Goethe-Universität Frankfurt, wo er im Anschluss zum Thema Versicherungsmarketing promovierte. Den Einstieg in die Assekuranz fand er bei den DBV Winterthur Versicherungen, wo er von 1986 bis 1991 die Hauptabteilung Schadenversicherung leitete. Von dort wechselte er 1992 in den Vorstand der Neckura Versicherungen / AutoDirekt und war dort bis 1996 für das Ressort Schaden verantwortlich. Dem folgten vier Jahre im Vorstand der Provinzialversicherungen Kiel, bis er 2000 zur DBV Winterthur zurückkehrte und 2002 deren Vorstandsvorsitzender wurde. 2006 trat Prof. Dr. Nickel-Waninger in den Gothaer Konzern ein, und war dort zunächst als Mitglied des Vorstandes der Gothaer Allgemeine Versicherung AG und der Gothaer Finanzholding AG für das Ressort Industrie- und Firmenkundengeschäft zuständig. Im April 2007 übernahm er konzernübergreifend das Vertriebsressort. Neben seiner Vorstandstätigkeit lehrt er seit 1986 an der Goethe-Universität Frankfurt. 2004 wurde er hier am Institut für Unternehmensfinanzierung und Risikomanagement im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften zum Honorarprofessor berufen.

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FACHVERBAND DER VERSICHERUNGSMAKLER U. BERATER

Noch ist nichts beschlossen Aufgrund der verschiedenen Meldungen bezüglich MiFID 2 und Implementierung von Versicherungsprodukten in MiFID, Veränderungen im Bezug auf Provisionsverbot bei unabhängiger Beratung usw. haben wir bereits mit vielen maßgeblichen Personen in unserer Branche gesprochen und ihre Meinung veröffentlicht. Akad. Vkfm. Gunther Riedlsperger Bundesobmann Fachverband Versicherungsmakler und Berater hat mit uns zum Thema „200 Stunden Weiterbildungsverpflichtung“ und „unabhängige Beratung“ gesprochen:

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Riedlsperger: Zunächst muss angemerkt werden, dass es sich derzeit lediglich um einen Vorschlag des federführenden parlamentarischen Ausschusses ECON handelt, und noch nicht endgültig absehbar ist, inwieweit sich einerseits das Parlament und andererseits die „Trilog- Parteien“ letztlich tatsächlich darauf verständigen. Man muss gleichzeitig sagen, dass dieser Vorschlag nicht ganz überraschend kommt, da bereits im Rahmen des Symposions in Velden (Juni 2013) ECON-Berichterstatter zur IMD II, MEP Dr. Werner Langen der, der Einladung des Fachverbandes Versicherungsmakler gefolgt ist, in seinem Vortrag eine derartige 200 Stunden- Regelung als angebracht angekündigt hat. Wir, (Christoph Berghammer, als EU- Beauftragter des Fachverbandes, FV GF Erwin Gisch und ich), haben Dr. Langen erst letzte Woche u.a. zu diesem Thema in Brüssel persönlich getroffen. Dr. Langen hat dabei die enorme Wichtigkeit kontinuierlicher Weiterbildung in umfassenderem Ausmaß betont und bestätigt, dass es sich dabei derzeit um einen parlamentarischen Vorschlag handelt, der 200 Weiterbildungsstunden auf die Dauer von 5 Jahren vorsieht. Auf 1 Jahr heruntergerechnet sind das 40 Stunden. Zugegeben ist eine ganze Woche Weiterbildung pro Jahr sowohl für EPUs, KMUs und auch größere Betriebe sehr viel, besonders wenn die Weiterbildungspflicht sämtliche Mitarbeiter eines Unternehmens treffen sollte. Das angesetzte Ausmaß an Fortbildungsverpflichtungen (40 Stunden/ Jahr) ist

vergleichbar mit bereits bestehenden gesetzlichen Vorgaben für andere beratende Berufe. Wir werden dazu - sei es direkt, oder über unsere Interessenvertretung BIPAR - in Brüssel nach viele Gespräche führen, und uns dafür einsetzen, dass letztendlich eine ausgewogene Regelung getroffen wird, die die Notwendigkeit laufender Weiterbildung als Qualitätssicherung genauso berücksichtigt, wie die Tatsche, dass diese Verpflichtung nicht überbordend und damit zu Lasten der unternehmerischen Tätigkeit ausfällt. Der Fachverband, als einzige Interessenvertretung für alle österreichischen Versicherungsmakler, hat bereits ein Weiterbildungsprogramm entwickelt, das Anreize für Versicherungsmakler zur kontinuierlichen Fortbildung schaffen soll. Diese Initiative hinsichtlich hochwertiger Weiterbildungsmaßnahmen wurde u.a. auch im Hinblick auf eine absehbare gesetzliche Verpflichtung zur Weiterbildung im Rahmen der IMD II forciert. (Das Weiterbildungszertifikat des Fachverbandes Versicherungsmakler- siehe dazu www.wko.at/versicherungsmakler *Menüpunkt Aus- und Weiterbildung *SubMenü Weiterbildung). risControl: Unabhängige Beratung soll Provisionsverbot bedeuten? Riedlsperger: Was ein allfälliges Provisionsverbot anbelangt, muss man einerseits klar differenzieren und andererseits wohl auch relativieren. Eine Differenzierung ist deswegen notwendig, weil sämtliche bisherige Beschlüsse der parlamentarischen Ausschüsse im gesamten Nichtlebensver-

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risControl: Was sagen Sie zum Thema 200 Stunden Weiterbildungsverpflichtung?

sicherungsbereich kein Provisionsverbot fordern. Der von ECON verfasste Bericht hat in diesem Bereich nicht einmal mehr einen hard-disclosure- Ansatz vorgesehen, sondern nur mehr eine Offenlegung hinsichtlich der Art und Quelle der Vergütung. Wir erachten diese als Etappensieg und als Bestätigung unserer intensiven und konstruktiven Aufklärungsarbeit bei den vielen Protagonisten in Brüssel. Hinsichtlich der Versicherungsprodukte mit Anlagecharakter (PRIPs) ist insofern zu relativieren, als das letzte Wort in vielerlei Hinsicht noch nicht gesprochen ist. Zum einen ist nach wie vor nicht endgültig klar, wie weit der Begriff PRIPs zu ziehen ist bzw. welche Produkte der Begriff wirklich umfasst. Zum anderen haben sich die „TrilogParteien“ zu MiFID II darauf geeinigt, dass Versicherungsanlageprodukte ähnlichen Regelungen wie den Finanzprodukten zu MiFID zu unterwerfen sind. Was dies allerdings letztendlich konkret bedeutet, ist derzeit noch offen. Die endgültige Entscheidung nach der politischen „Trilog- Einigung“ soll in „technischen Arbeitsgruppen“ fallen. Wir werden uns dabei entsprechend einbringen. Unser Ziel ist es jedenfalls nach wie vor, sämtliche Provisionsverbote bzw. allfällige anderweitige Vergütungsbeschränkungen vom Versicherungsvermittlungsbereich fern zu halten. risControl: Wir danken für das Gespräch.

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UNIQA ÖSTERREICH

Wenn der Berg ruft Franz Meingast kann auf eine langjährige bedeutende Karriere in der Versicherungswirtschaft in Österreich zurückblicken. Beginnend bei der Wiener Städtischen Versicherung, Generali Versicherung, Vertriebsvorstand bei der Wüstenrot Versicherung und nun Vertriebsvorstand bei UNIQA Österreich. Wir haben mit ihm kurz nach Antritt seiner Funktion über die Versicherungsbranche, Familie und seine Entscheidung gesprochen.

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risControl: Herr Meingast, wie kam es zur Entscheidung, Vertriebsvorstand bei UNIQA Österreich zu werden. Meingast: Es gibt Chancen im Leben die man unbedingt ergreifen sollte. Es passiert ja nicht jeden Tag, dass die Nummer eins in Österreich nach einem ruft. Die Möglichkeit meine letzten Berufsjahre in einem Versicherungsunternehmen dieser Größe zu verbringen und bei der Neuausrichtung dabei sein und sich mit einzubringen, ist eine sehr interessante und spannende Aufgabe. risControl: Wie sehen sie den Wandel der Zeit im Bezug auf die Versicherungswirtschaft? Meingast: Die Branche hat sich immer im Wandel befunden, weil sich die Gesellschaft verändert und dadurch auch ihre Ansprüche und Bedürfnisse. Leider wird die Versicherungsbranche nicht so wertgeschätzt, wie sie es verdienen würde. Denn immerhin ist der volkswirtschaftliche Beitrag dieser Branche ein enormer. Man muss nur rechtzeitig, und wenn möglich schon bevor etwas zu einem Trend wird, auf den Wandel der Zeit reagieren und sich vorausschauend verhalten. Nicht

morgen oder übermorgen, sondern heute muss die Devise lauten.

risControl: Sie waren immer ein Verfechter des freien Vertriebs, ist das weiterhin so?

risControl: In den letzten Jahren waren die Landesdirektoren bei UNIQA Österreich immer dem Vorstandsvorsitzenden unterstellt und nicht dem Vertriebsvorstand. Wird sich das nun ändern?

Meingast: Natürlich, der freie Vertrieb ist ein unverzichtbarer Bestandteil in der Geschäftsaufbringung, genauso wie der Agenturvertrieb und der angestellte Außendienst. Keine der drei Säulen ist wegzudenken. Und die effiziente Verzahnung und Ergänzung – Stichwort Online – der Vertreibe ist eine der großen Herausforderungen für alle in der Branche.

Meingast: Es war immer klar, dass das nur eine temporäre Lösung ist und die Zuständigkeit der Landesdirektoren beim Vertriebsvorstand liegen sollte. Es hat bisher überall gut funktioniert und wird auch hier so sein. risControl: Ist die Größe des Unternehmens für Ihre Tätigkeit eine Herausforderung? Meingast: UNIQA Österreich ist mit 410 Standorten das präsenteste Versicherungsunternehmen am österreichischen Markt. Das erfordert natürlich eine andere Art der Steuerung. Wir haben eine Grundsatzorientierung, die Regionalität steht bei ums im Vordergrund, daran wird sich auch künftig nichts ändern. Ganz im Gegenteil, diesen Ansatz werden wir weiter stärken und ausbauen. Natürlich ist die Größenordnung eine andere, ich begegne dieser neuen Aufgabe aber mit großem Interesse.

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risControl: Hat die berufliche Veränderung auch Einfluss auf ihr Familienleben? Meingast: Nein, unser bereits längerer geplanter Aufenthalt in Kanada wird heuer im Sommer stattfinden. Wir freuen uns alle darauf und wir werden sicherlich eine schöne gemeinsame Zeit haben. risControl: Erfolg war für Sie vergangenes Jahr am Abend einen Schritt weiter zu sein als am Morgen, wie lautet ihre Erfolgsdefinition heute? Meingast: Jeden Abend eineinhalb Schritte weiter zu sein als am Morgen. risControl: Wir danken für das Gespräch.

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Korrektur oder Beginn einer Baisse? Die Panik an den Finanzmärkten der Schwellenländer griff im Jänner auf die globalen Leitbörsen über und beendete prompt einen ruhigen kontinuierlichen Aufwärtstrend. Im S&P 500 wurde der kurzfristige Aufwärtstrend bereits gebrochen. Wie geht es weiter? risControl zeigt, wovon die weitere Entwicklung abhängt. Michael Kordovsky

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a es sich im S&P 500 um den weltweit wichtigsten Leitindex handelt, der letztendlich an den größten Weltbörsen den Ton angibt, lohnt sich eine genauere Analyse des S&P 500 Index zwecks Einschätzung der entwickelten Aktienmärkte:

Die Rückkehr der Angst Die letzte stärkere Marktkorrektur von mindestens 10% lag per 22. Jänner bereits 589 Handelstage zurück. Statistisch betrachtet gab es seit 1957 im S&P 500 alle 1,5 Jahre bzw. 357 Handelstage einen Rückschlag von über 10% (inklusive jener, die in eine Bear-Market, also ein Minus von über 20% mündeten). Richtig turbulent wurde es zuletzt im Sommer 2011 als der S&P 500 Index binnen weniger Wochen 19% an Wert einbüßte. Vor dem aktuellen Rückschlag herrschte an den entwickelten Aktienmärkten ein ruhiger Aufwärtstrend und die aus den Preisen der in Chicago gehandelten Index-Optionen abgeleitete Volatilität im S&P 500 Index oszillierte seit Anfang 2013 zwischen 11 und 22%. Mitte Jänner bewegte sie sich zwischen 12 und 13% vgl. mit einem langjährigen Schnitt von ca. 20. Das war die Ruhe vor dem Sturm, ehe die Angst zurückkehrte. Vom 22. bis 24. Jänner stieg die Vola von 12,84 auf 17,88% und erreichte am 3. Februar ihre vorläufige Spitze von 21,44%. Eine JahresVolatilität von 21,44% bedeutet, dass mit einer Wahrscheinlichkeit von 68,3% die Rendite in einem Intervall von -21,44 bis + 21,44% vom langjährigen Performance-Mittelwert p.a. abweicht. Es ist also vieles möglich – sowohl im Positiven als auch Negativen, wobei nach einer mehrjährigen Aufwärtsbewegung die negative Seite überwiegt, denn vom 9. März 2009 bis

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zum Alltime-High (Schlußkursbasis) am 15. Jänner 2014 stieg der S&P 500 Index um 173% auf 1.848,38 Punkte.

lagen 72% mit ihren Gewinnen über dem Schätzungskonsens der Analysten und nur 27% darunter.

Bären-Attacke

Erste fundamentale Schönheitsfehler

Bis einschließlich 22. Jänner folgten noch ein paar ruhige Tage, ehe es zahlreiche haussegläubige Anleger dahinraffte. Margin-Calls für kreditfinanzierte Depots setzten ein und quer durch alle Branchen einschließlich Goldminen gerieten die Kurse stark unter Druck. Die aus kurzfristigen Charts ersichtlichen klippenartigen Einbrüche zeugen davon. Diese starken Abwärtsimpulse in Kombination mit einem explosionsartigen Anstieg der Vola signalisierten bereits gegen Ende Jänner, dass etwas nicht stimmt. Der S&P beendete den Jänner bei 1782,59 Punkten mit 3,6% im Minus und unterschritt am 3. Februar die kurzfristige charttechnische Unterstützung bei ca. 1770 Punkten ehe bis 7. Februar wieder ein kräftiger Rebound auf knapp unter 1800 Punkte folgte. Für ein Ende der Korrektur spricht die Tatsache, dass Korrekturen von über 10% in den vergangenen 25 Jahren gegenüber den vergangenen 50 Jahren rarer wurden. Beispielsweise gab es von 1990 bis 1997 oder von April 2003 bis September 2007 mehrjährige Perioden in denen keine einzige Korrektur im Ausmaß von 10% und mehr stattfand. Nach dem Flash-Crash von 2010 wurden außerdem die Algorithmen automatischer Handelssysteme neu angepasst, sodass die von Computerhandelssystemen ausgehenden Gefahren mittlerweile wesentlich niedriger sind als noch vor 5 Jahren. Auch die Gewinn-Wachstumsdynamik der S&P 500 Unternehmen stimmte im 4. Quartal 2013: Von den 344 Unternehmen, die bis zum 6. Februar ihre Quartalszahlen bekanntgaben

Allerdings lagen die Gewinne nur noch um 3,3% über den Erwartungen und somit weit unter dem 4-Jahresdurchschnitt von 5,8%. Getrübt sind die zukünftigen Erwartungen der Unternehmen für das erste Quartal 2014. 57 negative stehen 14 positiven Aussichten gegenüber. Zwar liegt das Gewinnwachstum im 4. Quartal 2013 noch bei 8,1%, doch diese Perspektiven in Kombination mit einer rapiden Stimmungsverschlechterung im verarbeitenden Gewerbe der USA mahnen zur Vorsicht: Zwar Stand der Einkaufsmanager-Index des Institute for Supply Management im Jänner für die Gesamtwirtschaft den 56. Monat in Folge auf Expansion, doch der Produktionssektor zeigte Schwäche: Von Dezember auf Jänner fiel der Einkaufsmanagerindex um 5,2 Prozentpunkte auf 51,3%. Massiv verschlechterten sich die neuen Auftragseingänge in der Industrie. Der New Orders Index brach gleich von 64,4 auf 51,2% ein und auch der Produktions-Index war im Sturzflug. Angesichts dieser Tatsachen ist schon alleine aufgrund der im historischen Vergleich hohen 12-Monats-Forward-KGVs eine Korrektur gerechtfertigt: Das 12-Monats-ForwardKGV im S&P 500 Index liegt nämlich bei 14,6 und somit über dem 5-Jahres-Durchschnitt von 13,1 oder 10-Jahres-Schnitt von 13,9.

Emerging-Markets-Krise Die Gefahr für die globale Konjunktur kommt aus den Schwellenländern, die bis zuletzt noch relativ solide Wirtschaftswachstumsraten auf-

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Von China und der Reaktion führender Zentralbanken hängt es ab Ein möglicher Staatsbankrott der Ukraine oder ein weiterer Schuldenschnitt in Argentinien und der baldige Zusammenbruch des sozialistischen Systems in Venezuela – All das lässt die etablierten Finanzmärkte kalt und wirkt sich höchstens leicht negativ auf die Quartalszahlen größerer Konzerne aus. Wirklich ins Gewicht fällt die Entwicklung in China, denn dieses Land ist als weltweit größter Produktionsstandort auch der wichtigste Rohstoffimporteur. Mit

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China steht und fällt die Entwicklung der Industrierohstoffpreise und somit einer Reihe von Öl- und Rohstoff exportierenden Schwellenländern. Chinas Wirtschaft verzeichnete im vergangenen Jahr mit 7,7% das niedrigste Wachstum seit 14 Jahren. Dieses Wachstum ist primär investitionsgetrieben und die gegenwärtige Regierung will eine Transformation hin zu einem nachhaltigen stärker auf den Inlandskonsum gestützten Wachstum. Überkapazitäten in der Produktion sowie eine beginnende platzende Immobilienblase stellen eine große Herausforderung für die Regierung und Zentralbank dar. Von 2009 bis 2013 stieg laut einer Schätzung der Rating-Agentur, Fitch, die Gesamtverschuldung Chinas (inklusive jene der Schattenbanken) von 125 auf 198 Prozent. Vor allem das Schattenbankensystem gilt als Schreckgespenst und Quelle einer Kreditblase, die - laut kritischen Beobachtern – gerade zu platzen beginnt. Schätzungsweise 97 Prozent der rund 42 Millionen kleinen Unternehmen Chinas erhalten keine offiziellen Kredite und sind somit auf die Gelder aus den Schattenbanken angewiesen. Das Volumen dieser Branche ist mittlerweile laut Schätzung der UBS auf 3,35 Billionen US-Dollar bzw. 45% des BIP gestiegen. Es herrschen teils Parallelen zur Finanzkrise 2008/09, die letztendlich durch den Subprime-Hypothekarkreditmarkt (Hochverzinste Immobilienkredite für extrem schwache Schuldner) in den USA ausgelöst wurde. Die von der Regierung in Angriff genommene schrittweise Austrocknung des Schattenbankensystems um langsam Luft aus der Blase zu nehmen, führt zu weniger Investitionen und niedrigerem Wirtschaftswachstum. Die Stimmung in der Industrie hat sich bereits eingetrübt, was sich im Einkaufsmanager-Index der HSBC zeigt. Dieser fiel von Dezember 2013 auf Jänner 2014 von 50,5 auf ein 6-MonatsTief von 49,5 Punkten (Kontraktionsgrenze 50 Punkte). Weniger Wirtschaftswachstum bedeutet auch für die Schattenbanken höhere Kreditausfallsquoten. Um eine negative Kettenreaktion zu vermeiden kam es zu einer WÄHRUNGSABWERTUNGEN VERGANGENE 12 MONATE ZUM EURO (PER 10.02.14): Indonesische Rupiah: -22,2% Südafrikanischer Rand: -21,8% Türkische Lira: -21,7% Brasilianischer Real: -19,3% Indische Rupie: -15,1% Russischer Rubel: -14,9%

anonymen Rettungsaktion für die Schattenbank China Credit Trust: Anonyme Geldgeber ermöglichten noch in letzter Sekunde die Auszahlung von Anlegern eines maroden hochverzinsten Investmentprodukts im Volumen von 500 Mio. USD. Es wird die Regierung dahinter vermutet, was langfristig – ähnlich wie in der Asienkrise 97/98 in Südkorea – ein Moral Hazard Problem aufwirft. Spekulieren Finanzkonzerne auf staatliche Rettung im Ernstfall, dann gehen sie noch mehr Risiko für maximal mögliche Erträge ein. Die Stärke Chinas hingegen liegt in Devisenreserven von 3,8 Billionen US-Dollar, die am Devisenmarkt einiges abfedern können und in ausreichenden Handlungsspielräumen von Staat und Zentralbank. Es reicht ein größeres Konjunkturprogramm und eine stärkere Liquiditätszufuhr ins Bankensystem bei gleichzeitiger Bereitstellung von Dollar-Kreditlinien an diverse Schwellenländer-Zentralbanken durch die Fed und die Turbulenzen in den Schwellenländern haben ein jähes Ende. Gleichzeitig kann es nach den jüngsten Währungsabwertungen zu Exportsteigerungen der betroffenen Schwellenländer in die USA, nach Japan und Europa kommen. Auch können eine Pause des Taperings der Fed oder erneute expansive geldpolitische Schritte der Bank of Japan oder der EZB die aktuelle Situation an den Märkten mehr oder weniger entspannen.

KOMMENTAR

wiesen, jetzt aber massiv unter Kapitalabflüssen infolge des Taperings der Fed (Drosselung der monatlichen Anleihenkäufe von 85 auf mittlerweile 65 Milliarden US-Dollar) leiden. Durch das Tapering steigen die Zinsen in den entwickelten Ländern und es kommt verstärkt zur Repatriierung von Kapital. Zinsdifferenzgeschäfte (Carry-Trades) werden aufgelöst. Massive Währungsabwertungen gegenüber den Niedrigzinswährungen (Kreditwährungen der Carry-Trades) US-Dollar, Euro, Yen und Schweizer Franken waren die Folge. Dem wird mit Leitzinsanhebungen der Notebenbanken entgegengesteuert. Am 28.1. hob die Türkische Zentralbank ihren Leitzins von 4,50 auf 10,0% an. Weitere Zinsanhebungen gab es in Südafrika, Indien und Brasilien. Höhere Zinsen schaden aber dem Wirtschaftswachstum dieser Länder. Mittlerweile herrscht ein Flächenbrand in den Emerging-Markts. China, Türkei, Venezuela, Thailand, Ukraine, Südafrika und Argentinien sind derzeit als Krisenherde der Schwellenländer mit Kapitalabflüssen der Anleger konfrontiert und die Panik erfasste auch die Währungen und Finanzmärkte Brasiliens, Russlands, Indonesiens und Indiens. In den 7 Krisenepizentren sind primär landesspezifische politische Krisen (Ausnahme China) der Auslöser. Vor allem die Regierungskrisen in Venezuela, der Ukraine und in Thailand sind voneinander völlig unabhängig. Und die meisten Schieflagen der Schwellenländer kamen nicht über Nacht. So herrscht beispielsweise in Argentinien faktisch eine mehrjährige Krise und auch die Situation in Venezuela hat sich schrittweise verschlechtert. Der MSCI Emerging-Markets-Index (USD) verlor in den vergangenen 3 Jahren 3,3% p.a. und im laufenden Jahr (Stichtag 7.2.) 6,4% an Wert – und das inklusive Dividenden. Mit einem Minus von 9,9% besonders hart traf es heuer die Anden-Region in Lateinamerika.

Fazit: Das Risiko eines rapiden Konjunktureinbruchs in den Schwellenländern ist nicht zu unterschätzen. Gleiches gilt aber auch für deren Regenerationskraft angesichts der Tatsache, dass sich die fiskale Ausgangssituation seit dem Jahr 2000 drastisch verbesserte. Laut IWF-Daten ging die Staatschuldenquote der Entwicklungs- und Schwellenländer von 2000 bis 2013 von 48,7 auf 34,7% des BIP zurück. Die Währungsreserven aller Schwellenländer liegen heute bei 7,7 Billionen US-Dollar und deren Leistungsbilanzüberschuss soll 2013 insgesamt bei 0,8% des BIP gelegen sein. Ein Konjunkturprogramm in China, eine stärkere Zusammenarbeit der BRIC-Staaten und sowohl direkte als auch indirekte ZentralbankUnterstützung aus den USA, Europa oder Japan können zu einer wesentlichen Beruhigung der Marktsituation führen. Somit bleibt die Lage zwar ernst aber nicht hoffnungslos. Eine kräftige zwischenzeitliche Korrektur der Aktienmärkte gefolgt von einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung erscheint als ein plausibles Szenario.

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AON ÖSTERREICH

Zusammenschluss

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on Österreich und Barta & Partner werden künftig die Märkte in Mitteleuropa und dem Nahen Osten gemeinsam weiter entwickeln. „Mit Barta & Partner holen wir einen der international renommiertesten Player im Bereich Kunstversicherung an Bord“, freut sich Dr. Alfred Schönburg, CEO von Aon Österreich. „Damit erweitern wir unser umfassendes Portfolio im Bereich Risikomanagement, Versicherungen und Rückversicherungen um ein sehr interessantes und lukratives Geschäftsfeld, das wir bisher nur eingeschränkt bearbeiten.“ Aon und B&P planen, ihren Marktanteil in Mitteleuropa und dem Nahen Osten in den kommenden fünf Jahren auf 70 % zu erhöhen und streben damit dort klar die Marktführerschaft in der Kunstversicherung an. Nikolaus S. Barta, Gründer und Geschäftsführer von Barta & Partner. „Als Mitglied des Weltmarktführers Aon können wir unser Know How künftig noch besser umsetzen: Wir verdoppeln unser Prämienvolumen auf einen Schlag - und wir werden unser derzeit 22-köpfiges Team für die bevorstehende Expansion substanziell

vergrößern.“Die Versicherung von Kunst und wertvollem Privatbesitz ist eine hoch spezialisierte Dienstleistung. Barta & Partner hat in diesem Feld die in Europa marktführenden Versicherungsbedingungen für Kunstsammlungen entwickelt und bei allen großen Versicherern platziert.

v.l.n.r.: Dr. Alfred Schönburg, CEO Aon Austria und Nikolaus S. Barta, Gründer und Geschäftsführer von Barta & Partner

Meldepflicht

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it 12. Februar 2014 startet die Meldepflicht für alle Kategorien von Derivatgeschäften. Mit dieser Meldepflicht verfolgt die EU das Ziel, die Risiken aus Derivatgeschäften zu verringern. Meldepflichtig sind neben Kreditinstituten, Finanzdienstleistern und Versicherungen u.a. auch alle Unternehmen mit Sitz in der EU, unabhängig von ihrer Rechtsform.

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Zu melden sind sowohl börsengehandelte Derivate als auch außerbörsliche Derivatgeschäfte (OTC), sei es auf Finanzinstrumente, Indizes, Zinsentwicklungen, Waren, Rohstoffe, Emissionsrechte oder andere Basiswerte, soweit nicht ausschließlich eine physische Abwicklung bestimmt ist. Betroffen sind somit grundsätzlich alle Unternehmen der Realwirtschaft, die Derivate zur Absicherung von mit ihrer Geschäftstätigkeit verbun-

denen Risiken abschließen. (z.B. Optionen, Terminkontrakte, Swaps, Termingeschäfte und alle anderen Derivatkontrakte in Bezug auf Klimavariablen, Frachtsätze, Emissionsberechtigungen, Inflationsraten etc.) Die Meldepflicht besteht unabhängig vom Handelsvolumen und bezieht auch Geschäfte an Börsenplätzen außerhalb der EU ein. Die Hausbanken sollten bei der Erfüllung der Meldepflichten unterstützen können.

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ktien gewinnen A en d en g ei st Bei n. en nicht verliere aber bei fallend

SmartGarant Vorsorge am richtigen Kurs mit Bruttoprämiengarantie von der Donau. Bei steigenden Aktien gewinnen - aber bei fallenden nicht verlieren. 100%ige Donau-Garantie auf die eingezahlten Prämien zum Laufzeitende Chance auf hohe Rendite Flexibilität und Sicherheit Jährlicher Lock-In bereits erreichter Gewinnanteile Denn die Vorsorge sollte sich den Bedürfnissen der Kunden anpassen – und nicht umgekehrt.

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KRAFT & WINTERNITZ RECHTSANWÄLTE

Gewerberecht In ihrem Newsletter hat die Kanzlei Kraft & Winternitz einen Artikel zum Gewerberecht, ins besonders über die Haftung eines gewerberechtlichen Geschäftsführers veröffentlicht.

Gewerberechtliche Geschäftsführer nicht für kaufmännische Aufgaben verantwortlich

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aftet der gewerberechtliche Geschäftsführer für die ordnungsgemäße Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen? Der Oberste Gerichtshof (OGH) beantwortete diese Frage in einer aktuellen Entscheidung mit einem klaren „Nein“ – es sei denn, der gewerberechtliche Geschäftsführer habe hinsichtlich strafbarer Handlungen des kaufmännischen Geschäftsführers einen Beitrag geleistet (9 Ob 173/12p vom 19. März 2013). Im zu beurteilenden Fall verlangte die Klägerin – eine Krankenkasse – vom gewerberechtlichen Geschäftsführer einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) die Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge, die von der GmbH nicht abgeführt wurden. Diese Forderung begründete sie damit, dass der Beklagte gesetzlich verpflichtet sei, im Rahmen seiner gewerberechtlichen Tätigkeit für die Abführung der Krankenkassabeiträge zu sorgen.

Schutzgesetzverletzung nicht argumentierbar Die Klägerin führte ins Treffen, dass die geltend gemachten Schadenersatzforderungen auch deshalb zu Recht bestünden, da die gewerberechtlichen Bestimmungen als Schutzgesetz zu qualifizieren wären und der Fall damit auch in Hinblick darauf zu beurteilen sei. Der OGH sah dies anders: Zweck der – von der Klägerin zur Argumentation herangezogenen – Bestimmungen der Gewerbeordnung sei ausschließlich die Sicherstellung der fachlich

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einwandfreien Ausübung des Gewerbes. Und nur für diese wäre der gewerberechtliche Geschäftsführer verantwortlich. Er haftet somit für die fachlich einwandfreie Gewerbeausübung gegenüber dem Gewerbeinhaber und zudem für die Einhaltung aller gewerberechtlichen Vorschriften (wie z.B. einer Betriebsanlagengenehmigung oder der Sperrstundenverordnung) gegenüber der Behörde persönlich. Nicht in seinen Verantwortungsbereich fällt die kaufmännische Führung des Betriebs, zu deren Aufgaben die Einhaltung arbeits- und sozialversicherungsrechtlicher Vorschriften zählt – wie etwa die Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen. Da der Schaden im Anlassfall somit nicht auf eine Verletzung gewerberechtlicher Vorschriften zurückzuführen sei, bestehe auch keine Haftung aufgrund einer Schutzgesetzverletzung im

Sinne des Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuches (§ 1311 ABGB) – so der OGH.

Strafrechtliche Haftung zu prüfen Eine Haftung des Beklagten kommt allenfalls dann in Betracht, wenn dieser (bedingt) vorsätzlich zu strafbaren Handlungen des unternehmensrechtlichen Geschäftsführers gemäß Strafgesetzbuch (§§ 153c und 153d StGB) beigetragen hat. Dies wäre etwa dann der Fall, wenn der Beklagte der GmbH seine Gewerbeberechtigung mit dem (zumindest bedingten) Vorsatz zur Verfügung gestellt hätte, um damit an einem (betrügerischen) Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen durch den handelsrechtlichen Geschäftsführer mitzuwirken. Zur Klärung dieser Frage verwies der OGH den Fall zur Verfahrensergänzung an das Erstgericht zurück.

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FMVÖ

Studie über Onlineverhalten bei Bankund Versicherungsthemen

Rasanter Start ins Jahr 2014!

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er Finanz-Marketing - Verband Österreich präsentierte am 29. Jänner im Rahmen eines Pressegesprächs die Studienergebnisse über die Bedeutung von Onlinemedien in der Finanzbranche. Die Befragung wurde im November 2013 in Kooperation mit Telemark Marketing und der WU Wien unter 1008 repräsentativ ausgewählten Internetnutzern durchgeführt. Anhand der Ergebnisse zeigt es sich, dass sich 4 von 5 Konsumenten zwar über das Internet informieren, jedoch möchten rund 73% der Befragten den Verkaufsabschluss nicht im Internet tätigen. „Je komplexer das Produkt, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Abschluss online erfolgt“, betont Ass.-Prof. Dr. Dieter Scharitzer, Institut für Marketing-Management der WU. „Der glaubwürdigste Informationskanal ist nach wie vor der persönlich bekannte Bankberater – die Zukunft kann daher nur in einer kombinierten Betreuungslösung aus online und offline bestehen“, fasst der projektleitende FMVÖ-Vizepräsident Werner Schediwy,

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MBA die wichtigsten Schlussfolgerungen zusammen. Im Zuge des Informationsprozesses sind Suchmaschinen ein weiterer wichtiger Punkt, genauso wie Preisvergleichsseiten und Internetseiten von Banken und Versicherungen. Zu den bekanntesten und interessantesten Angeboten zählen die digitale Signatur, kontaktloses Bezahlen und Paypal/Paybox. Online-Foren, Kunden- und Videoportale, Social Networking-Seiten sowie SmartphoneApps spielen hingegen noch keine wichtige Rolle und finden bei den Kunden nur wenig Anklang. „Anhand der Ergebnisse konnten wir sehen, dass Finanzprodukte, die fürs Internet entwickelt werden, bereits eine hohe Akzeptanz bei den Konsumenten verzeichnen. Allerdings mangelt es den Anbietern derzeit noch an Fantasie, die Kanäle so auszugestalten, dass sie von den Kunden auch wirklich angenommen werden. Es fehlt noch an sinnvollen Anwendungen – hier ist für die Zukunft ein großes Entwicklungspotenzial vorhanden“, erläutert MMag. Robert Sobotka, MBA von Telemark Marketing.

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Von der verschneiten Piste in den See von Micky Klemsch

Die heurige Wintersaison hat in den meisten Schigebieten lange auf sich warten lassen. Für Schneesicherheit musste man da schon sehr hoch hinauf. Mit Talstationen auf über 1700 m kann die Turracherhöhe von November bis April natürlich mit reichlich Schnee aufwarten.

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it dem Auto bin ich von der Kärntner Seite auf die Turracher Höhe hinaufgeklettert. Den Begriff Höhe hat dieser Pass zwischen den Bundesländern Kärnten und Steiermark in Mitten der Gurktaler Alpen zu vollem Recht. Auf fast 1800 Höhenmeter muss man hier hinauf, bevor man den Weg etwas weniger steil wieder hinunter ins steirische Murtal fahren kann. Etwas ungewöhnlich war der Anblick im Tal. Hier um den Millstätter See, durchaus auch eine Destination für Wintersportler, war es grün. Etwas höher, als wir durch Bad Kleinkirchheim gefahren sind, waren schon Bänder von Kunstschnee zwischen die grünbraunen Wiesen kanoniert worden. Effektiv, aber nicht wirklich schön fürs Auge. Aus den Katalogen ist man andere Optik gewohnt. Aber so wechselhaft ist das Klima heutzutage halt.

Top of the Mountain Nach schier endlosen Steigungen und engen Kurven, die ich auch im Sommer keinem Radfahrer wünschen würde, sind wir dann am Ziel angekommen: Die Turracher Höhe, hochgelegene Grenze zwischen Kärnten und Steiermark. Und noch bevor wir den kleinen See und die anderen Betriebe am Pass sehen können, begrüsst schon das Hotel Hochschober zur Rechten. Und ja, es hat Schnee. Ausreichend für ein paar schöne Tage auf den Brettern, die für manche die Welt bedeuten. Auf 1700 m heisst es erstmals ankommen und durchatmen. Die Luft ist schon etwas dünner hier, dafür die Schneedecke weit dicker. Das Hotel der Familien Leeb und Klein ist dafür die ideale Basis. Hier fühlt man sich wohl und wird herzlich empfangen. Kaum, dass wir angekommen sind gibt es für alle Newbies eine

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Führung durch den Hotelkomplex. Den kann man tatsächlich brauchen, denn Komplex ist schier untertrieben für den Bau, der den kleinen See auf der Turracherhöhe an der südlichen Seite dominiert. Über die Jahrzehnte seit die Großeltern Hans und Hilde Leeb hier 1929 den Gasthof Hochschober eröffneten ist sukzessive Jahrzehnt für Jahrzehnt und zuletzt Jahr für Jahr etwas dazugestückelt worden. Im Eingangsbereich gleich die gemütliche Bar mit einem Bereich, wo Gäste an kleinen Spieltischen auch Brettspiele spielen können. Gleich weiter geht es zur Kindervilla, wo ein Baby-Service und ein großer Kinderbereich gebaut wurde und ein Jugendclub, wo Teenager an Dartscheiben, Wuzzler, Billard und Playstations die Zeit ohne Eltern geniessen können. Sehr gespannt war ich aber auf den Chinesischen Turm, der auf Bildern schon anmutete wie Disneyland in den Alpen. Nach einer Chinareise, bei der die Familie sich intensiv mit der Teekultur und deren Bedeutung für die Wertschätzung von Gästen beschäftigte, wollte man dies auch in der Heimat verwirkli-

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chen. Der 4-stöckige Chinaturm, der seit seiner Fertigstellung im Jahr 2005 als Wahrzeichen des Hotels gilt, wurde von chinesischen Handwerkern in Henan entworfen. Für den Bau und die Holzarbeiten reisten Fachleute aus China an. Auf den 4 Stockwerken sind Räume für Tai chi, Qi Gong und Yoga untergebracht. Das oberste Geschoss bleibt aber der Ruhe vorbehalten. Es war sowas wie mein Lieblingsplatz. Hier kann man im Bademantel aus dem internationalen Zeitungsangebot wählen und mit Blick über die winterliche Landschaft und den See seinen rituell zubereiteten Tee geniessen. Perfekt auch nach der Sauna oder einem Aufenthalt im ersten Hamam der Alpen.

Schnee und See Bei all dem Komfort im Hotelbereich hat es immer etwas gebraucht, bis ich mich zum Schifahren bewegen lassen konnte, aber den Schritt aus dem Hotel hab ich auch nicht bereut. Man kann mit den Skiern am Rücken gleich per pedes zu den Liften oder den Pisten pendeln, da braucht es weder Auto noch Shuttle. Auf den über 30 Pistenkilometern ist für jede Leistungsklasse etwas dabei. 14 Lifte, vor allem Sessel- und Kabinenbahnen helfen beim Aufstieg zu den Gipfeln. Von dort oben kann man bei schönem Wetter sehr weit sehen. Bis

nach Slowenien reicht der Blick in den Süden. Und der lässt sich am besten von der Berghütte Almzeit geniessen, wo ich mir mittags mit deftigen Suppen und heimschen Schmankerln Kraft für die Buckelpisten holte. Trotzdem hat es mich nach jedem Tag auf den verschneiten Pisten wieder mit Sehnsucht ins Hotel Hochschober gezogen, denn eines ist dort nach einem anstrengenden Tag wirklich einzigartig: Mit einer ausgefeilten Technik hat man den sonst zugefrorenen Turracher See vor dem Wellnessbereich auf 10 x 25 Metern beheizt. Es kann fast nichts schöner sein, als ein Sprung in den 30 Grad warmen Seebereich nach einem intensiven Schitag. Und für die Saunagäste kann man es natürlich auch nach finnischer Manier machen. Ein Sprung in ein ungeheiztes Eisloch im See. Brrrrrr! Wenige Tage nach meinem Aufenthalt im Hotel Hochschober, zum Start der Semesterferien hat es dann endlich auch in tieferen Lagen geschneit. Und zwar soviel, daß sogar die Autofahrerklubs vor Reisen nach Kärnten gewarnt haben. Die Fahrt auf die Turracher Höhe wahrscheinlich ein Abenteuer, aber: In einem Hotel wie dem Hochschober könnte ich es mir sehr gut vorstellen, für längere Zeit eingeschneit zu sein. www.hochschober.com

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REPORTAGE

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Anlässlich der Winterspiele in Sotschi haben wir ein wenig über die Geschichte und Entstehung recherchiert. Zugegeben, bei der Entstehung in der Steinzeit, sind wir nicht wirklich sicher, ob es sich so zugetragen hat, aber je näher wir der Gegenwart kommen, desto verlässlicher sind die Quellen. Yabbadabbadou! Mit diesem präolympischen Jubelruf seid willkommen zu einem zeitgemäßen Thema.

Der lange Weg nach Sotschi oder

Die olympischen Spiele im Wandel der Zeit risControl_02.indd 32

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REPORTAGE

Prolog

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ach einer Epoche des Nomadentums besannen sich die Menschen und wurden sesshaft. Allein schon deshalb, weil das ewige Umherziehen ziemlich unbequem war. Sie ernährten sich gesund. Auch weil es damals noch keine weichen Laberln mit undefinierbaren Gemisch als Zugabe gab. Die Menschen in der Steinzeit liebten ihr Leben genauso wie wir. Sie fühlten wie wir und sie empfanden wie wir. Sie waren traurig und lustig, liebevoll und grausam. Sie hatten keine Uhren, also begann der Tag mit dem Aufgehen der Sonne und endete mit dem Schlafengehen, wenn es dunkel wurde. Licht beeinflusst die hormonellen Kreisläufe. Weil es Kunstlicht gibt, können die heutigen Menschen ihren Schlaf beliebig nach hinten verschieben – und damit hängen HerzKreislauf-Erkrankungen zusammen. Ob die Menschen damals wirklich so viel brutaler waren wie wir heute? Darüber streiten die Gelehrten noch. Also, wenn ich an meinen Lateinlehrer denke... Technisch waren sie natürlich absolut retro. Man stelle sich vor, die hatten kein Handy und mussten noch miteinander reden! Na ja, Steinzeit eben. Und doch: sie liebten das, was wir heute Sport nennen.

Olympia Wissen Sie, dass die Olympiade ihre Entstehung einer Schnapsidee verdankt? Das ist zwar geschichtlich nicht überliefert, aber ich weiß es. Die Idee entstand bei einer feuchtfröhlichen Abendfeuerfeier, nach einer erfolgreichen, gemeinsamen Jagd. Die beiden Clanführer der Talschaften

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Steintal und Seitentalstein (die wirklich richtige Bezeichnung der damaligen Machthaber ist nicht überliefert), stritten welcher ihrer Männer bei der Jagd der Bessere gewesen war. Wer war schneller, wer sprang höher und wer war der Stärkste? Und um eine lange Geschichte kurz zu machen, man kam überein einen Wettbewerb zu veranstalten. Er sollte Steiniade genannt werden. Nachzulesen auf einer Höhlenmalerei im nordischen Hymmerstalsund. Die Begeisterung für Sport und Spiel, das zeigt diese Episode, ist eben tief im menschlichen Wesen verwurzelt.

sen, damit die Tracht, eine Mischung aus Bast, Rinde und Fell, zusätzlich eine Schleppe erhielt. Es war nämlich schon immer der Herzenswunsch Wulgarias gewesen, so ein Festgewand zu besitzen. Damit legte sie den Grundstein für die in späteren Zeiten aufkommende Haute Couture. Es war die erste Schleppe in der Geschichte der Menschheit. Die umstehende Damenwelt bewunderte die Kreation mit kullergroßen Stauneaugen. Doch zurück zur Steiniade. Es waren nahezu kostenlose Spiele. Denn die Mannen (den Begriff Sportler kannte

Ein feierlicher Wettstreit sollte es sein. Anständig, ehrbar und wahrhaft. Das Wort ritterlich kannte man damals noch nicht. Der Beste sollte ein Geschenk erhalten. Einen, damals sogenannten, Feinawardstein. Doch bald brach Streit aus. Wer sollte Vorsitzender sein? Nachdem Fred Feuerstein nicht die notwendige Mehrheit erhielt, einigte man sich auf Harta Dschingistein. Worauf sich dessen Frau Wulgaria (geborene Schrecknudel) sofort ein neues Festfell zulegte. Drei Säbelzahntiger mussten ihr Leben las-

man damals noch nicht und Geschlechtergleichheit auch nicht) trugen ihre Gerätschaften selbst. Auch die Bekleidung brachte damals noch ein jeder selber mit. Und einen „Funktionär“ (das ist die Maßeinheit für die Kosten eines Spieles) gab es damals auch noch nicht. Nur ein „Mitgeher“ und ein „Palaver“ pro Talschaft waren erlaubt. Berühmt die Rede von Dschingistein an die Steiniader: „Männer! Kämpft tapfer und fair! Und jenen die keinen Sieg erringen, sage ich: „Ihr seid besser als 99,9 Prozent aller anderen die

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REPORTAGE

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in unseren Tälern herumkrebsen.“ Und weiter: „Ich erkläre die Spiele von Steintal zur Feier der ersten Steiniade für eröffnet.“ Die große Pfanne wurde geschlagen und Fred Feuerstein kündete mit seinem begeisternden Yabbadabbadou! die erste Olympiade, pardon: Steiniade an. Eine Hymne kannte man damals ja noch nicht. Übrigens: Die Worte Dschingistein sind überliefert und gelten heute noch. Mit ähnlichen Worten hat unser Herr Bundespräsident die Olympioniken 2014 verabschiedet. Viel gäbe es noch über diese wunderbare Zeit zu erzählen: Von der Steintaler Grauenhaftschau, dem Weinfest in Grinsingstein mit den Steintaler Buam oder den übereifrigen Steinrock Cops. Auch von der Steiniade gäbe es viel zu berichten. Dass Spitzig Steinmesser disqualifiziert wurde, weil er beim Keulenschwingen unerlaubterweise zuschlug. Oder, dass das Dino-Rennen abgebrochen werden musste, weil Dino Nummer 3 Dino Nummer 007 auffraß. Der Platz reicht hier nicht aus alles zu erzählen. Lasset uns in Erinnerung behalten, dass Schwersteinheben und Kieselsteinschleudern beim Publikum ungeheuren Anklang fanden und das Fest lediglich zwei Steintaler kostete. Inklusive Verpflegung der Talschaften. Und gedenken wir der Sieger, den größten Sportlern dieser Zeit. Eine Auflistung dazu finden Sie, geneigte Leser, am Ende des Artikels.

Natürlich gab es auch damals schon Leute die Gewinn aus dem Wettbewerb zogen, wie etwa Würgi Rundstein. Seine nach ihm benannten Rundsteine waren der Renner der Saison, würde man heute sagen. Historische Funde legen den Schluss nahe, dass diese Spiele so um 2.100 vor Christus stattfanden. Siegerlisten existieren allerdings erst ab 776 vor Christus.

Antike Der Überlieferung zufolge wurden die antiken Spiele auf dem heiligen Hain von Olympia in Griechenland ausgetragen. Nach griechischen Mythen sind Herakles, Sohn des höchsten Gottes Zeus und der irdischen Alkmene, oder auch Pelops, Sohn des phrygischen Königs Tantalos, Begründer der Olympischen Spiele. Über lange Zeit gab es nur eine einzige Disziplin - den Stadionlauf. Dieser ging über die Länge des Stadions, welche exakt 192,27 Meter betrug. Der Sieger des Wettlaufs durfte das Feuer vor dem Zeustempel entfachen und bekam einen Olivenkranz. Bei den „gymnischen Wettbewerben“ („gymnos“ bedeutet „nackt“) traten die Athleten übrigens ganz ohne Kleider an. Sie umfassten alle Sportarten der Leicht- und Schwerathletik. Jede Niederlage, sogar schon ein zweiter oder dritter Platz, galt als untilgbare Schmach. Die Verlierer kehrten auf Schleichwegen in ihre Heimat zurück, um dem Spott zu entgehen, der sie

erwartete. Doch es gab auch schon frühe Formen des versteckten Professionalismus. Wer den Sieg errang, gewann weit mehr als nur Ruhm und Ehre. Erfolgreiche Athleten konnten auch schon im Altertum reich werden. Der erste überlieferte Olympiasieger war ein gewisser Koroibus aus Elis, er triumphierte im Stadionlauf über 192,27 Meter, dem einzigen offiziellen Wettbewerb jenes Jahres. Nur unverheiratete, freie Männer, die sich nichts zu Schulden kommen lassen hatten, waren zu den Wettkämpfen zugelassen. Für die Frauen fanden eigene Wettkämpfe zwischen den Olympischen Spielen statt, die als Heräen bezeichnet wurden. Ungefähr um 750 vor Christus wurden die Spiele neu geregelt. Man legte fest, dass kurz vor bis kurz nach den Olympischen Spielen eine „heilige Waffenruhe“ eingehalten werden musste. Diese sollte den Besuchern und Athleten eine sichere An- und Abreise garantieren. Schon damals gab es eine vierjährige Pause zwischen den Spielen. Diese nannte man Olympiade - heute wird dieser Begriff häufig fälschlicherweise nicht für die Pause, sondern für die Spiele selbst verwendet. Die Zählung nach Olympiaden war ein Zeitmaß im gesamten antiken Griechenland. „Olympiade“ ist somit – entgegen einem heute weit verbreiteten Irrtum – nicht synonym mit „Olympische Spiele“, sondern bezeichnet den Zeitraum von vier Jahren, der mit den Spielen beginnt. Sie waren aber keine

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Römische Kaiserzeit Größte Popularität genossen in der Antike die Wagenrennen, in deren Siegerlisten sich auch der Name des römischen Kaisers Nero findet. Kuriosum: Nero startete im Jahr 65 nach Christus als einziger Teilnehmer eines Zehnspännerrennens. Obwohl er sogar aus dem Wagen gefallen sein soll, ließ er sich als Olympiasieger feiern.

Mittelalter Da eine hoch entwickelte Kultur und die großstädtische Lebensform der ideale Nährboden für Sport und Sportkonsum sind, bildete der Niedergang des Römischen Kaiserreichs im 5. Jahrhundert nach Christus auch eine Zäsur in der Sportgeschichte. „Viele ehedem römische Städte schrumpften dermaßen zusammen, dass die ganze übrig gebliebene Siedlung in die Mauern des Stadions passte“, schildert der Schweizer Historiker Christian Koller, Titularprofessor der Universität Zürich und Ordinarius im walisischen Bangor. So habe es an einer der wichtigsten Triebfedern gemangelt: den Zuschauerströmen. „Ganz zum Erliegen kam das sportliche Treiben freilich nicht. Es veränderte nur seine Form und hatte, wie etwa die beliebten Ritterturniere, fortan wieder einen stärkeren militärischen Bezug. Dieser war bei den Römern allerdings im Fall der Gladiatorenspiele auch gegeben, wobei man darüber streiten kann, ob es sich bei diesen um Sport handelte.“ Man tut dem Mittelalter jedoch Unrecht, wenn man es auf seine eng mit dem Kriegerischen verbundenen sportlichen Aktivitäten beschränkt. Im Spätmittelalter praktizierten die Menschen Vorstufen des heutigen Fußballspiels, ausgehend von Nordfrankreich und England verbreitete es sich rasch. Dabei traten nicht Mannschaften gegeneinander an, sondern ganze Dörfer oder

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Städte. Ziel war es, eine aufgeblasene Schweinsblase ins Tor des Gegners zu befördern. Und dazu war jedes Mittel recht. Verletzungen nahmen die mittelalterlichen Fußballer billigend in Kauf. Nicht selten waren die Auseinandersetzungen derart rüde, dass es Tote gab. „Diesem Umstand verdankt die Sportgeschichte ihre Kenntnisse. Die ersten Quellen, die von Vorläufern des Fußballs berichten sind nämlich allesamt Verbote“, bemerkt Christian Koller.

Neuzeit Im Europa der frühen Neuzeit hielt der Sport Einzug in die europäischen Königshäuser. Kaiser Karl V. war ein begeisterter Tennisspieler, der französische König Franz I. und Heinrich VIII., Englands erster Herrscher mit einer Renaissancebildung, ebenso. „Ihr Körpereinsatz diente nicht nur dem Spaß, sondern dokumentierte auch ihre Regierungsfähigkeit“, schreibt Wolfgang Behringer in seiner „Kulturgeschichte des Sports“. Allein der englische Hofstaat beschäftigte Hunderte von Sportlehrern, Trainern, Schiedsrichtern oder Balljungen, um seine athletischen Bedürfnisse zu befriedigen. Der Schritt vom Kampf zum Spiel war vollzogen.

Die Einführung der Olympischen Spiele der Neuzeit wurde 1894 als Wiederbegründung der antiken Festspiele in Olympia auf Anregung von Pierre de Coubertin beschlossen. Als „Treffen der Jugend der Welt“ sollten sie dem sportlichen Vergleich und der Völkerverständigung dienen. Bei der ersten Olympiade, vom 6. April bis zum 15. April 1896 in Athen, nahmen 241 Athleten teil, Frauen waren nicht zugelassen, durften aber, anders als bei den antiken Spielen, immerhin zuschauen. Seit 1896 finden alle vier Jahre Olympische Spiele und seit 1924 Olympische Winterspiele statt. 1924 avancierte der US-Amerikaner Johnny Weissmüller zum ersten Superstar der Sportgeschichte, bei den olympischen Spielen in Paris. Und vier Jahre später in Amsterdam, gewann der Schwimmer fünf Goldmedaillen, ehe er ab 1932 als Tarzan-Darsteller in Hollywood Karriere machte.

REPORTAGE

„Sportveranstaltung“ in unserem heutigen Sinne, sondern ein religiöses Fest zu Ehren des Göttervaters Zeus und des göttlichen Helden Pelops.

Sotschi Heute über Sotschi zu berichten, heißt eigentlich Wasser in die Donau zu schütten. Alle Medien waren und sind voll mit Berichten über den Event. Wer googelt landet unter „Sotschi“ über 9 Millionen Treffer und „Österreich in Sotschi“ bringt es immerhin noch auf 3,1 Millionen Hits. Es gibt keinen Winkel in dieser Gegend der nicht ausgeleuchtet wurde. Jede Bewegung eines Sportlers wurde gemeldet. Und, dass ein Mitglied der österreichischen Delegation beim Einmarsch ausgerutscht und hingefallen ist, hat manche Häme ausgelöst. Dennoch sollen hier ein paar Informationen weitergegeben werden, von denen anzunehmen ist, dass sie noch nicht allgemein verbreitet sind. Wenn der sportbegeisterte, charismatische Zar Wladimir Wladimirowitsch Putin nicht am 4. Juli 1997 nach Guatemala zur Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOK) geflogen wäre, wer weiß, wahrscheinlich hätten die Winterspiele 2014 in Salzburg stattgefunden. Doch im Weltsport, in dem Fußball über allem steht, ist es so, dass die IOK-

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REPORTAGE RE PORT PO P ORT R AG AGE GE

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N TEILNEHMER DIE ERFOLGREICHSTE BEI SOMMERSPIELEN

ng von Philippe jektiven Zusammenstellu Auszug - nach einer sub Auflistung – Die . en list esten Sportjourna ltb we r de er ein ch, les Hu nen Anspruch nen Medaillen - erhebt kei nach Anzahl der errunge zufügungen absolute Genauigkeit. Hin auf Vollständigkeit oder : Website Credit rio Passini. Weitere Quelle aus der Steinzeit von Ma lockerer Reihenfolge. Suisse Sports Awards. In

erstein, Fred Feu 2090 v. bis ca. 2100 lassen im a er ller K en Chr. Sieg h tein eb 00 v. Schwers er, ca. 21 ern, im e h ll ö d Ger inschleu Barney Kieselste im r e g , ie lasse r Chr. S Fliegenk 100 v Chr. Siege 2 . a c , im I. “ e Kavalleri trohstein Wrank S nen und „leichte n ort. im Dinore Pferdesp er, ca. 2100 beiß in Stein ern, Frankste er in Steeinesäub g v. Chr. Sie waschen und Dino sägen Drachen

Eddy Merckx (Rad) Der Belgier triumphierte je fünfmal an der Tour de France und dem Giro d‘Italia, jeden der fünf Klassiker seines Sports gew ann er mindestens zweimal, Mailan dSan Remo gar siebenmal. Ein e Bilanz, die seinen Spitznamen erklärt: „der Kannibale“.

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Michael Phelps (Schwimmen) 04(USA) Schwimmen 20 itigste lse vie r 2008. Er gilt als de art nw ge Ge r de Schwimmer n he isc mp oly 22 t und ist mi ld, Go l Ma 18 n vo da n, Medaille ste der bisher erfolgreich Olympionike.

Mark Spitz (Schwimmen) (USA) Schwimmen 1968-1972. Im Alte r von nur 22 Jahren trat er vom Sport zurück. Insgesamt gehen neun Olympiasiege auf sein Konto, davon zwei bei den Olym pischen Sommerspielen 1968 in Mexiko-Stadt . Mark Spitz stellte im Verlauf seiner Karriere 33 Weltrekorde auf, 26 in Einzeldisziplinen und sieben in Staffelwettbewerben. Im Jahr 1977 wurde er in die Ruhmeshalle des 197 iinternationalen Schwimmsports aufgenommen.

Diego Maradona (Fußball) wohl Unwiderstehlich – das ist man m de t mi das einzige Wort, hen isc tin en arg s de d die Vorstellung 6 198 WM r de an rs stle Dribbelkün ine kle 5m beschreiben kann. Der 1,6 m fast im Tea n sei rte füh tar Supers l. Tite Alleingang zum

Paavo Nu rm (Leichtathle i tik) (Finnland) L e ic h ta thletik 1920-1928 . Er gilt als bedeuten e iner der dsten Ath leten überh Zwischen aupt. 192 er bei Olym 0 und 1928 gewann pischen Sp Goldmeda ielen neun illen. Paav o Nurmi li 1931 insg ef bis esamt 24 W eltrekorde von 1500 Metern bis zum Stundenla uf (19.210 m).

Larissa La tynina (Turnen) (UdSSR) Tu rnen 1956 -1964. Mit 18 gewon nenen M e Olympisch daillen be i en 1964), daru Sommerspielen (19 56– nter neun Gold ist sie die bislang am medaillen, dekorierte häufigsten Olympion ikin hinter amerikanis dem USchen Schw immer Mic Phelps. Da hael neben wu rde sie ne Weltmeiste unmal rin und sie benmal Europame isterin

Jackie Joyner-K ersee (Leichtathletik) Die US-Amerikane rin ist ein Muster an Vielse itigkeit. Zwische n 1984 und 1996 ge wann sie im Siebenkampf un d im Weitsprung zehn Medaillen be i Großanlässen, darunter dreimal Olympia- und viermal WM-Gol d.

Steffi Graf (Tennis) i) 377 Wochen an der Sp itze des Rankings, 22 Major-Tr iumphe, errang 1988 den Golde n Slam aus allen vier Majors und Olympiagold. In jenem Jahr deklassi erte die Deutsche Natalia Zw erewa im French-Open-Final in 34 Minuten 6:0 6:0.

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é Pelé (Fußball) Der Mann, der mit vollem Namen Edson Arantes do Nascimento heißt, gewann drei Weltmeistertitel, den ersten 1958 im Alter von 17 Jahren. In 1363 Spielen erzielte er 1281 Tore. Kein Wunder, wird er als „O Rei“ (der König) verehrt.

Roger Fed erer (Tenn 17 Grand-S is) Wochen N lam-Titel, 302 ummer 1 der Welt, Olympiasi eger im D oppel und Inspiration ein von Tennis er ganzen Generatio spielern. D n er Baseelbie gilt als Inb ter egriff von Eleganz, Spielintell igenz und Sportsgeis t.

Michael Jordan (Basketball) ten ihn Fans, „Air Jordan“ nann er ehrfurchtsvoll. pieler und Gegn Mitsp al dem Korb Wer Jordan einm h,, weiß, dass sa enttgegenfliegen n ungefähr on vo t ch dieeser Name ni mpion haam Ch A--C kam. Sechsmal NB und 1992 mit Chicago, 1984 itt den USA. Olympiasieger m

Toni Sailer (Ski alpin) m 56 19 gelang es deem Österreicher als ersten a d´Ampezzo Schirennläufer in Cortin n deen nd been rgeeb ve alle drei damals zu en. nn wi ge u zu n ille da Olympia-Goldme ht r noch nic Zudem siegte er in de n.. Gleichzeitig tio ina mb Ko olympischen r in allen wurde er Weltmeister t wurde mt Disziplinen. Insgesam Mal n be Toni Sailer sie ter eis Weltm

ens Jesse Ow k) ti le th der (Leichta 0 m, mitt 0 2 , m 0 ng. 0 1 r p e s Weit ru Gold üb im d n u l tstaffe trraahlte US-Sprin merikaner übers wann a e o fr d Der A in un g 36 in Berl nalen auch 9 1 ia p tio Olym er der Na utschen zum Ärg de s e d en die Herz likums. b Pu

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(IN LOCKERER REIHENFOLGE)

Insgesamt

REPORTAGE REPO RE PORT ORTAG AGE GE

Muhammad Ali (Boxen) te Kämpfer aller ses tuo vir r De – drei Jahre Zeiten. Eroberte 1974 ge gegen rla de nach seiner Nie Knockoutem ein t mi Joe Frazier – an im Sieg über George Forem the Jungle legendären Rumble in -Titel im in Kinshasa seinen WM k. rüc zu t Schwergewich

DIE ERFOLGREICHSTEN TEILNEHMER BEIWINTERSPIELEN AUS ÖSTERREICHISCHER SICHT

Felix Gottwald

Nordische Kombination 3

1

3

7

Thomas Morgenstern

Skisprung

3

0

0

3

Toni Sailer

Ski Alpin

3

0

0

3

Hermann Maier

Ski Alpin

2

1

1

4

Michaela Dorfmeister

Ski Alpin

2

1

0

3

Trude Jochum-Beiser

Ski Alpin

2

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0

3

Andreas Kofler

Skisprung

2

1

0

3

Benjamin Raich

Ski Alpin

2

0

2

4

Mario Stecher

Nordische Kombination 2

0

1

3

Andreas Linger

Rennrodeln

2

0

0

2

Wolfgang Linger

Rennrodeln

2

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0

2

Karl Schäfer

Eiskunstlauf

2

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0

2

Petra Kronberger

Ski Alpin

2

0

0

2

Stephan Eberharter

Ski Alpin

1

2

1

4

Annemarie Moser-Pröll Ski Alpin

1

2

0

3

Anita Wachter

Ski Alpin

1

2

0

3

Emese Hunyady

Eisschnelllauf

1

1

1

3

Pepi Stiegler

Ski Alpin

1

1

1

3

Toni Innauer

Skisprung

1

1

0

2

Manfred Schmid

Rennrodeln

1

1

0

2

Othmar Schneider

Ski Alpin

1

1

0

2

Hubert Strolz

Ski Alpin

1

1

0

2

Ernst Vettori

Skisprung

1

1

0

2

Gregor Schlierenzauer

Skisprung

1

0

2

3

Andreas Widhölzl

Skisprung

1

0

2

3

Christoph Bieler

Nordische Kombination 1

0

1

2

Bernhard Gruber

Nordische Kombination 1

0

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Michael Gruber

Nordische Kombination 1

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Christl Haas

Ski Alpin

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1

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Ernst Hinterseer

Ski Alpin

1

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Christian Hoffmann

Skilanglauf

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1

2

Karl Schnabl

Skisprung

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0

1

2

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REPORTAGE

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Mitglieder, die es allesamt schätzen, hofiert und erster Klasse durch die Welt geflogen zu werden, über Spiele und Milliardengewinne entscheiden. Es ist kein großes Geheimnis, daß viele Rubelchen in Richtung IOK gerollt sind. Der damalige Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Komitees, Heinz Jungwirth sagte damals: „Ich bin sehr enttäuscht. Wenn man weiß, was alles hinter der Bühne läuft, war das sicherlich eine Bewerbung des Geldes.“ Er hatte nicht Unrecht. Die Spiele kosten den einschlägigen Meldungen zufolge bis zu 50 Milliarden Dollar und sind damit die teuersten der Welt. Einige Meldungen sprechen allerdings von nur 40 Milliarden. Jedenfalls lässt sich Zar Putin diese Winterspiele mehr kosten als alle anderen bisherigen olympischen Spiele zusammen. Im TV sagte eine Sprecherin aus Sotchi, etwa 32 Milliarden sollen versickert sein. Demnach hätten die Spiele bloß 18 Milliarden gekostet. War es vielleicht doch zu wenig? Denn bei der Eröffnungsfeier öffnete sich der fünfte Ring des olympischen Zeichens nicht. Eine „Schneeflocke“ blieb geschlossen. Die Welt hat es gesehen. Die Menschen in Mütterchen Russland nicht, denn die Eröffnung wurde zeitversetzt übertragen und ein Probebild eingeblendet. Es war trotzdem eine perfekte Show. Wieviel Medaillen Österreichs Sportler erringen werden, wissen Sie, geehrte Leserinnen und Leser, zu dem

Zeitpunkt, wo Sie diese Ausgabe von risControl in Händen halten. Österreich lässt sich diesen Zauber des Sports in etwa drei Millionen Euro kosten. Man erwartet sich 16 Medaillen. Schnell nachgerechnet, kostete dann eine Medaille 187.000 Euro. Das ist es wert. Oder? Elf Mal sind zwei niederländische Künstler, Rob Hornstra und Arnold van Bruggen, in die Olympia-Region Sotschi gereist und haben recherchiert. Mit Bildern, Interviews und Videos haben die beiden jetzt eine weltweit gezeigte Ausstellungen zusammengestellt: „An Atlas of War and Tourism in the Caucasus“. Zu sehen jetzt auch im

Fotohof der Stadt Salzburg. Hingehen und anschauen.

Finale Sich einer Olympia-Modepflicht zu unterziehen kann anstrengend sein. Denn es gilt nicht nur bei „normalen“ Anlässen standesgemäß gekleidet zu sein, schließlich ist man ja nicht nur Funktionär sondern auch Repräsentant. Und für jene feierlichen Anlässe wo es gilt gar einem Goldmedaillengewinner zuzujubeln, da muss natürlich ein passender Auftritt gewährleistet sein. Sozusagen ein Galaolympiagewand. Und da die österreichischen Sportler viele Medaillen gewinnen werden, müssen natürlich viele Galaolympiagewänder her. Doch nichts Genaues weiß man nicht. Noch nie haben wir so viele Athleten zu einer Olympiade entsandt wie dieses Mal. 130 Sportlerinnen und Sportler. Insgesamt aber versendet das österreichische Komitee 320 Personen. Aber keine Angst. Das alles zahlt das Komitee aus eigener Tasche, wie verlautbart wurde. Woher die das Geld haben? Nein, die drucken kein Eigenes. Das meiste soll von Sponsoren kommen. Und dann, vom TiVi und staatlicher Förderung sagen, als Berufsgrantler abqualifizierte, Kritiker. Aber wer sponsert die Staatsförderungen und wer bitte

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Nachtrag Budget In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verfügte das IOC (international olympic comitte) nur über ein kleines Budget. Avery Brundage lehnte jegliche Versuche ab, die Olympischen Spiele mit kommerziellen Interessen zu verbinden. Die Sommerspiele 1984 in Los Angeles markierten einen Wendepunkt. Dem von Peter Ueberroth angeführten Organisationskomitee LAOOC gelang es, durch den Verkauf exklusiver Vermarktungsrechte einen zuvor unvorstellbaren Überschuss von 225 Millionen USD zu erwirtschaften. Das IOC strebte danach, diese Sponsoreneinnahmen für sich selbst zu sichern. Samaranch schuf 1985 das exklusive Sponsorenprogramm The Olympic Program (TOP). Die Teilnehmer an TOP erhalten für ihre Produktekategorie weltweite Vermarktungsrechte, und können die olympischen Symbole in ihrer Werbung verwenden. Korruption 1998 wurde bekannt, dass mehrere IOC-Mitglieder bestochen worden

waren, damit sie bei der Wahl des Austragungsortes der Winterspiele 2002 ihre Stimme der Stadt Salt Lake City gaben. Das IOC führte eine Untersuchung durch, in deren Folge vier Mitglieder zurücktraten und sechs weitere ausgeschlossen wurden. Die Aufarbeitung des Skandals zog Reformen nach sich. Unter anderem wurde das Auswahlverfahren geändert, um weitere Bestechungen zu vermeiden. Das IOC ernannte zahlreiche aktive und ehemalige Athleten zu Mitgliedern und beschränkte die Amtszeit. Im August 2004 strahlte der britische Fernsehsender BBC eine Dokumentation mit dem Titel Buying the Games („Wie die Spiele gekauft werden“) aus. Er untersuchte dabei Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit der Vergabe der Sommerspiele 2012 und wies nach, dass es noch immer möglich sei, IOC-Mitglieder zu bestechen, damit sie sich für eine bestimmte Stadt entscheiden. Erneuerung IOC-Präsident Thomas Bach will die Olympischen Spiele reformieren. Der 59 Jahre alte Jurist hat die Vision das Programm der Sommerspiele zu modernisieren, potenziellen Olympia-Gastgebern mehr Mitbestimmungsrecht einzuräumen und den gesamten Bewerbungsprozess zu überholen. „Das wird nicht einfach,

aber es lohnt sich, da sich die Welt verändert hat und wir dem Rechnung tragen müssen“, sagte der neue Chef des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) der Zeitung „L‘Équipe“. Bach kämpft derzeit um größtmögliche Unterstützung für seine Pläne. Ziel sei es, Olympia auf allen Kontinenten austragen zu können. Zudem sei mehr Flexibilität im olympischen Programm nötig.

REPORTAGE

bezahlt das Fernsehen? Deshalb sind wir auch zu 99,9 Prozent besser als alle anderen die kein Fernsehen haben. Das ist das Schöne an Olympia. Was bleibt? Vergessen.

Und zum Schluss – einige kuriose Fakten aus der Welt des Sports • Beim Fußball gibt es für rüde Tritte gelbe und rote Karten, bei den Cotswold Olimpick Games im Süden Englands, zu deren Programm auch Sackhüpfen und Baumstammwerfen gehören, werden die Meister im Schienbeintreten dagegen bejubelt und mit WM-Medaillen belohnt – seit über 100 Jahren. • Wolf-Dieter Ahlenfelder pfiff beim Spiel zwischen Bremen und Hannover 1975 bereits nach 32 Minuten zur Pause. Erst nach längeren Diskussionen ließ er sich davon überzeugen, dass er im Unrecht war. Es heißt, der FußballSchiedsrichter habe in der Kneipe zu viel getrunken, offiziell sprach man von Hustensaftkonsum wegen einer Erkältung. • An den Olympischen Spielen 1908 in London gewann eine Auswahl der örtlichen Polizei den Seilzieh-Wettbewerb, der damals noch Teil des Leichtathletik-Programms war. Ganz sauber ging es beim Triumph der sportlichen Ordnungshüter allerdings nicht zu. Sie hatten für besseren Halt Nägel an ihren Sohlen angebracht. • Dem früheren britischen Premierminister Winston Churchill wird immer wieder eine Abneigung gegen Sport nachgesagt. Tatsächlich war der Held des Zweiten Weltkriegs aber ein leidenschaftlicher Polo- und Golfspieler. Auch den viel zitierten Spruch „First of all: no sports“ hat Churchill nie gemacht. Quelle: Credit Suisse

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FINANZEN

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ALLIANZ INVEST

Ausblick 2014 F

ür das Jahr 2014 wird ein Wachstum der globalen Wirtschaft von über 3% erwartet, welches sich in den Industrieländern beschleunigen wird. Vor allem in der US-Wirtschaft, spe-

Inflationsraten leicht ansteigen, Rohstoffund Energiepreise tendieren seitwärts. Im Bereich Anleihenkäufe wird die Fed sukzessive Reduzierungen anstreben und könnte diese im Verlauf gänzlich einstellen, höhere

AllianzInvestementbank AG Vorstand Martin Bruckner ziell in der Bau- und Autoindustrie, erhofft man sich ein deutlich stärkeres Wachstum. Dazu kommt, dass die Arbeitslosigkeit stetig sinkt und die negativen Auswirkungen der Budgetmaßnahmen auslaufen sollten. „Die Konjunktur in den USA sollte den Kurswechsel der Fed gut wegstecken, da die USA viele ihrer wirtschaftlichen Ungleichgewichte bereinigt haben“, erklärt Mag. Christian Ramberger, Geschäftsführer der Allianz Invest KAG. Auch für die Euroland-Wirtschaft wird für 2014 ein Wachstum vorausgesagt, allerdings etwas zaghafter als im internationalen Vergleich. Spanien, Portugal und Irland erholen sich von der tiefen Rezession, aufgrund der Reformen und gestiegener Wettbewerbsfähigkeit, Italien und Frankreich bremsen aber mangels Reformen. Mit Ausnahme der Eurozone werden die

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Die Unternehmen weisen weiterhin sehr hohe Gewinnspannen auf und sind damit hoch profitabel, ein Gewinnwachstum von 10 Prozent erscheint auch heuer noch möglich.

Mag. Christian Ramberger, Geschäftsführer der Allianz Invest KAG

Leitzinsen sind in den USA erst 2015 zu erwarten. Die EZB hingegen könnte aufgrund der niedrigen Inflationsrate im Euroraum über eine weitere Lockerung diskutieren.

Aktien vor Anleihen „Im derzeitigen Umfeld raten wir den Anlegern, Aktien gegenüber Anleihen überzugewichten“, erklärte Martin Bruckner, Vorstandsmitglied der Allianz Investmentbank und Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich, die Anlagestrategie der Allianz für das kommende Quartal. Die Allianz empfiehlt Europa und Japan über - und Emerging Markets unterzugewichten, sowie die USA neutral zu gewichten, die USA befinden sich bereits fünf Jahre in einem Bullenmarkt, die Bewertungskennzahlen sind im relativen Vergleich aktuell fair.

Aufgrund der Verbesserung der makrowirtschaftlichen Situation wird erwartet, dass die lange Periode von negativen Gewinnrevisionen zum Ende kommt. Was Anleihen betrifft, rät die Allianz, Unternehmensanleihen gegenüber Staatsanleihen aus den Emerging Markets und USA überzugewichten und Europa neutral zu behandeln. Unternehmensanleihen sowohl im Investmentgrade- als auch im High Yield-Bereich sind etwas teuer, allerdings unterstützt die gute Liquiditätssituation und starke Nachfrage die Assetklasse. Das Jahr 2014 sollte aber global von einer Fortsetzung des Bullenmarktes gekennzeichnet sein: „Es mehren sich die Anzeichen einer Belebung der Weltwirtschaft und damit auch einer Zunahme bei Unternehmensgewinnen“, so Bruckner abschließend.

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FINANZEN

Die neue mobile Berechnungsplattform:

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VERSICHERUNG

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UNIQA & RAIFFEISEN VERSICHERUNG

Zukunftsvorsorge Dr. Peter Eichler, Vorstand „UNIQA Österreich“

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ie langen Verhandlungen im vergangenen Jahr haben nicht nur Kunden beunruhigt, auch Versicherungen mussten das Produkt neu ausrichten. UNIQA FinanceLife präsentiert Details, die für alle Neuverträge der prämiengeförderten Zukunftsvorsorge gelten. Bei der prämiengeförderten Zukunftsvorsorge Neu kann die Aktienquote an den jeweiligen Kapitalmarkt angepasst werden. Peter Eichler, Vorstand UNIQA Österreich: „Die Höhe der Aktienquote hängt davon

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ab, wie sich die Zinslandschaft weiterentwickeln wird. Bei einem sehr tiefen Zinsniveau, wie das jetzt der Fall ist, wird nur ein geringer Teil der Prämienzuflüsse in Aktien investiert.“ Klaus Pekarek, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Versicherung, ergänzt: „Steigt das Zinsniveau, kann sich die Aktienquote natürlich auch erhöhen.“ Bei Anträgen, die bis zum 31. März 2014 eingehen wird die staatliche Prämie in den nächsten 3 Jahren verdoppelt. Klaus Pekarek: „Wir haben mit dem Bonus neue Impulse gesetzt und wollen so den Gesamtmarkt beleben, damit die Menschen mit der Zukunftsvorsorge wieder etwas Positives verbinden.“ Nach der gesetzlichen Regelung haben Kunden nach 10 Jahren das erste Mal die Möglichkeit aus dem Vertrag auszusteigen. Eine Garantie auf die einbezahlten Beiträge und die staatlichen Prämien gibt es bei den meisten

Assekuranzen allerdings erst zum Ende der oft wesentlich längeren Laufzeiten. Für UNIQA und Raiffeisen Versicherungskunden greift die Garantie bereits wesentlich früher. Möglich machen das die sogenannten Garantiestichtage.

E S Klaus Pekarek, CEO der Raiffeisen Versicherung

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VERSICHERUNG

ZURICH

Transparenz bei Schadenerledigung

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er Wunsch vieler Versicherungskunden ist es, sich online über den Stand der Schadenerledigung zu informieren. Mit dem Online-Schadentracking ermöglicht dies die Zürich Versicherungs-Aktiengesellschaft (Zurich) ihren Kunden nun schnell und bequem per Knopfdruck. Über das neue Service erhalten Zurich-Kunden alle wichtigen Details zu den einzelnen Schritten und können die Schadenerledigung in Echtzeit mit verfolgen. Alle Unterlagen sind jederzeit einsehbar, fehlende Dokumente können jederzeit hochgeladen werden. Bei offenen Fragen kann sich der Kunde persönlich mit seinem jeweiligen Schadenreferenten in

Verbindung setzen – die entsprechenden Kontaktdaten werden ebenfalls online zur Verfügung gestellt. Allerdings profitieren nicht nur die eigenen Kunden von dem neuen Service, sondern auch jene, die durch Versicherte der Zurich zu Schaden gekommen sind. In diesem Fall gibt es die Möglichkeit, den Status der Schadenerledigung über einen individuellen Zugangscode online einzusehen. Richard Fabsits, Leiter der Leistungsabteilung: „Bei der Schadenerledigung zeigt sich, ob wir unser Versprechen, für unsere Kundinnen und Kunden da zu sein, auch wirklich einhalten. Klar definierte hohe Qualitätsstandards waren dabei immer die Voraussetzung

Richard Fabsits, Leiter der Leistungsabteilung für unseren Erfolg. Mit unserem OnlineSchadentracking haben wir aber eine neue Dimension an Transparenz geschaffen und unsere Kundinnen und Kunden können dadurch auch unser Versprechen, Schadenfälle in der Regel innerhalb von fünf Tagen ab Eingang aller Unterlagen zu erledigen, noch besser nachvollziehen.“

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VERSICHERUNG

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GARANTA 24

Flexibler Wintersportschutz gliedschaften. Die Versicherungsunterlagen werden per E-Mail zugestellt. Nach Ablauf der vereinbarten Versicherungsdauer endet der Vertrag automatisch, daher ist keine Kündigung notwendig, ebenso gibt es keine Vertragsverlängerungen.

Die Leistungen im Detail

B

ei einem Wintersportunfall können hohe Kosten auf Betroffene zukommen, insbesondere für die Bergung und den Krankentransport. Schmerzlich sind aber auch die Ausfallkosten für Liftgebühren oder geliehene Ausrüstung, die nach einem Unfall nicht mehr genutzt werden können. Der Wintersportschutz lässt sich individuell anpassen,

Laufzeit und Personenzahl sind frei wählbar, um den optimalen Versicherungsschutz zu erhalten. Voraussetzung ist, dass die abschließende Person mindestens 18 Jahre alt ist und in Europa wohnt. Der Vertrag lässt sich ganz leicht online oder mobil mit dem Smartphone mit der „BergWinter“-App abschließen, Geltungsbereich ist das gesamte Bundesgebiet, ebenso gibt es keine Jahresverträge oder Mit-

• Bergung und Hubschrauber-Rettung bis 40.000 Euro. • Fahrzeugheimtransport, Rückreise und Übernachtung bis 1.500 Euro. • Sachkosten (z.B. beschädigte Ausrüstung, aber auch nicht genützte Skileihgebühren und Liftkarten) bis 1.500 Euro. • Verbringung in ein Krankenhaus nach Wahl des Versicherungsnehmers bis 2.000 Euro. • Operationskosten bei unfallbedingten kosmetischen Korrekturen bis 5.000 Euro. • Rückerstattung der Selbstbehalte (wie z.B. im Krankenhaus, Rezeptgebühren, Krücken, Physiotherapien, Taxikosten zur Therapie etc.) bis 5.000 Euro.

GOTHAER VERSICHERUNG

Erweitertes Angebot

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er deutsche Gewerbespezialist Gothaer Allgemeine Versicherung AG erweitert sein Angebot in Österreich und wird nun vermehrt Sachversicherungen anbieten, wobei der Schwerpunkt auf Vermögensschadenund Industriehaftpflichtversicherungen sowie auf D&O liegt. Das Unternehmen zeichnet sich in diesem Bereich durch langjährige Erfahrung, individuell zugeschnittene Lösungen und hohe Kompetenz aus. Weiterer Schwerpunkt sind Spezialversicherungen im Bereich Kunst und erneuerbare Energien, wobei das Unternehmen in den

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letzten Jahren umfangreiches Know-how erworben hat und in vielen europäischen Ländern Marktführer ist.

Neuer Repräsentant für Österreich Für die neugeschaffene Position des Repräsentanten der Gothaer Allgemeinen Versicherung AG in Österreich wurde Leo Bicik (59) gewonnen. „Leo Bicik ist ein ausgewiesener Kenner des österreichischen Versicherungsmarktes, der seit vielen Jahren im Vertrieb tätig ist und die Bedürfnisse und Anforderungen der Makler sowie der Gewerbe- und

Leo Bicik Industrieunternehmen kennt wie kaum ein anderer. Wir freuen uns, dass wir ihn für diese Aufgabe gewinnen konnten“, so Volker Honacker, für Österreich verantwortlicher Vorstand der Gothaer Vertriebs-Service AG.

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Unter den Flügeln des Löwen.

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46 VERSICHERUNG

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Vertriebsdirektor Österreich Mag. Ludwig H. Strobl und RA Bettina Hesse, Mitglied des Vorstands, HBV Österreich

ROLAND RECHTSSCHUTZ

Jubiläumsjahr W

ie in den letzten Jahren lag das Wachstum des Spezialversicherers wieder im zweistelligen Bereich. In Deutschland liegt der Marktanteil bereits bei 10,1%, das bedeutet Platz 3 am RechtsschutzMarkt. Die Bruttoprämieneinnahmen sind auf 384,3 Mio. Euro gestiegen. Vorstandsvorsitzender Gerhard Horrion: „Wir sind einer der ganz wenigen Gesellschaften, die an der Gründungsmission festhalten und nur Rechtschutz Versicherungen anbieten. Wir sind überzeugt, dass Spezialistentum

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der beste Weg ist.“ In Österreich liegt das Unternehmen noch am 10. Platz, mit sehr guten Ambitionen möchte es heuer auf Platz 9 vorrücken, das Neugeschäft ist um 16,6% gestiegen, die Bestandsprämien um 15,2%. Seit 1994 ist ROLAND Rechtsschutz in Österreich vertreten. Und im heurigen Jubiläumsjahr gibt es einige Neuerungen. Unter dem Motto des heurigen Jahres „Ausbau und Innovation“ wird die Marktpräsenz so stark wie noch nie sein. Mit Roadshows, Workshops und Teilnahme an allen wichtigen Marktevents möchte man die Zusammenarbeit mit dem

freien Vertrieb noch mehr intensivieren und sich als Spezialist verstärkt positionieren. Der Tarif 2013 mit seinen Innovationen ist vom Markt gut angenommen worden, besonders die telefonische Konfliktlösung liegt bereits im dreistelligen Bereich, auch die neue IMAS Studie zeigt, wie wichtig Mediation und Konfliktlösung im Streitprozess zwischen den Parteien sein kann. Auch der mobile Anwalt und der Best Ager Rechtschutz sind bereits gut positioniert. Zu den bestehenden Kooperationen mit ACE und R + V Versicherung ist neu letztes Jahr

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die Allcura Versicherung dazugekommen, hier kooperiert man mit dem Unternehmensleiterdeckungs-Kombiprodukt. Heuer sind bereits weitere Kooperationen geplant. Den Plan in jedem Gerichtssprengel einen Spezialanwalt zur Verfgügung zu haben, ist österreichweit bereits nahezu erreicht. Die neueste Errungenschaft am österreichischen Markt ist die Roland Prozessfinanzierung. Bereits seit 15 Jahren am deutschen Markt erfolgreich tätig, ist sie einer der drei größten Prozessfinanzierer in Deutschland. Seit 2001 wurden mehr als 8.000 Anfragen geprüft und mehr als 232 Mio. Streitwert bereits finanziert. Nun wird die Dienstleistung auch bei uns angeboten. Seit Beginn des Jahres werden nun gerichtliche und außergerichtliche Durchsetzungen von Ansprüchen ab einem Streitwert von € 100.000,-- finanziert. Repräsentant und Vertreter für Österreich ist Rudolf Anton Preyer, fachlich wird er von 2 Juristen unterstützt. Dr. Arndt Eversberg, Vorstand von ROLAND Prozessfinanzierung: „Wir sind zuversichtlich, dass die Prozessfinanzierung in Österreich auch ein Erfolgsmodell wird.“ Für eine Übernahme der Finanzierung gelten die üblichen Voraussetzungskriterien, die Erfolgsbeteiligung liegt ebenfalls im üblichen Rahmen. Die Betreuung in Österreich erfolgt durch Rudolf Anton Preyer und die Rechtsanwälte Mag. Johannes Polt und Rechtsanwältin Dina Komor. Angelehnt an den Roland Rechtsreport, der interessante Ergebnisse bei einer Umfrage unter deutschen Richtern und Staatsanwäl-

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ten aufzeigt, wurde für den österreichischen Markt eine IMAS-Umfrage erstellt. Zentrale Hauptaussage ist, dass jeder vierte Österreicher mit seinem Nachbarn streitet. Auslöser sind vorrangig unhöfliches Verhalten und Lärm. Richtig streitlustig sind vor allem die 45 – 69 jährigen und hier gibt es aber auch regional starke Unterschiede, Kärnten und Steiermark sind im Nachbarschaftsstreit ein „heißes Pflaster“. Interessant ist auch, dass wir Österreicher, im Gegenteil zu unseren Nachbarn in Deutschland, deutlich weniger an der Chancengleichheit beim Zugang zum Recht zweifeln. Insgesamt 35% der Bürger gehen davon aus, dass ein guter Anwalt die

VERSICHERUNG

Vorstandsvorsitzender Gerhard Horrion

Erfolgsaussichten im Streitfall verbessert. 31% glauben, dass finanziell besser Gestellte einen Vorteil vor Gericht haben. Im Roland Rechtsreport wurde in Deutschland erstmals ein Sonderbericht über das Rechts- und Justizsystem aus der Sicht von Richtern und Staatsanwälten erstellt. 1.770 Richter und Staatsanwälte haben Ihre Meinung in einer schriftlichen Befragung kundgetan. Prof. Dr. Renate Köcher vom Institut für Demoskopie Allensbach, das durchführende Institut der Umfrage, zum Ergebnis: „In vielerlei Hinsicht zeigen die Ergebnisse auf, wo es zurzeit im deutschen Rechtswesen Probleme gibt und wie die Bedingungen für eine unabhängige und leistungsfähige Rechtsprechung verbessert werden können. Der überwiegende Teil der Richter und Staatsanwälte zeigt sich der Berufswahl und den Arbeitsbedingungen an deutschen Gerichten grundsätzlich zufrieden, aber Personalmangel, Druck der Medien und Öffentlichkeit und Diskussion über Weisungsbefugnis machen das Leben oft sehr schwer. Zwei Drittel der Richter und vier von fünf Staatsanwälten haben nach eigenem Empfinden nicht genügend Zeit für die Bearbeitung von Rechtsfällen. Bei Wirtschaftsprozessen sehen viele als Risiko, dass sie sich in der schwächeren Position befinden, als oft hoch spezialisierte und durch viele Mitarbeiter unterstützte Verteidiger. Interessant wäre eine Umfrage in Österreich bei Richtern und Staatsanwälten. Der gesamte Report steht auf der Homepage des Unternehmens in Deutschland zum download bereit.

Dr. Arndt Eversberg, Vorstand von ROLAND ProzessFinanzierung

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VAV

Freiheit auf zwei Rädern Bald schon beginnt sie wieder: Die Saison für die MotorradFahrer. Die Freude ist allerdings getrübt: Auch Anhänger des Freiluft-Feelings auf zwei Rädern müssen mit höheren Steuern rechnen. Die VAV steuert gegen und senkt die Prämien in ausgewählten Segmenten noch weiter.

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er Cruiser-Tarif der VAV ist sehr beliebt: Seit der Einführung in 2011 wurden bereits sehr viele Verträge abgeschlossen. Insbesondere für Eisen mit mächtigem Hubraum und geringer PS-Leistung bietet die VAV äußerst attraktive Prämien. Das ergibt sich aus dem Faktor ccm geteilt durch PS, welcher die Prämie bestimmt. „Damit wollen wir vor allem jene ansprechen, bei denen der Genuss

für hochvolumige Motorräder mit geringer kW-Leistung. Loisel: „Die VAV bietet im neuen Tarif für 35% aller Neuzulassungen ein exzellentes Preis-Leistungsverhältnis. Im alten Tarif war dies nur bei 15% der Motorräder der Fall.“

werden. Viele gängige Bikes werden mit dem neuen Tarif besonders günstig versichert, etwa eine BMW R 1200 GS, eine KTM 1190 Adventure, eine Honda CB 1000 R oder auch eine Ducati Multistrada 1200.

Online-Abschluss in zwei Minuten Jetzt noch entspannter cruisen Der Zweirad-Tarif der VAV hat in den letzten beiden Jahren für Furore gesorgt. Jetzt ist er noch besser geworden. Das günstige Prämienniveau konnte trotz steigender Reparaturkosten beibehalten werden. Bereits ab 108 Euro jährlich ist eine Haftpflichtdeckung für hochvolumige Motorräder möglich. Deutliche Verbesserungen gibt es bei den Kasko-Varianten: So ist es jetzt möglich, auch Motorräder Vollkasko zu versichern, die acht Jahre alt sind. Bis jetzt lag die Altersgrenze bei fünf Jahren. Auch in der Teilkasko wurden die Altersgrenzen hinaufgesetzt – auch zehnjährige Bikes können nun teilkasko-versichert

Gewohnt bequem sind Angebotsberechnung und Vertragsabschluss. VAV-Vertriebspartner loggen sich auf VAV PRO ein. Nach wenigen Eingaben erscheint die Prämie und mittels Knopfdruck kann der Antrag übermittelt werden. Wer lediglich ein Angebot rechnet und dies zu einem späteren Zeitpunkt in einen Antrag umwandeln möchte, tut dies mit der praktischen „Meine Angebote/ Anträge“-Funktion. Der neue Motorrad-Tarif der VAV wird ab Ende Februar einsatzbereit sein. Informationen dazu finden Sie auch im Internet unter www.VAVPRO.at.

„Mein Tipp: Unbedingt die VAV berechnen – entweder direkt auf unserem Vertriebspartner-Portal VAV PRO oder in Ihrem Vergleichsprogramm!“ beim Motorradfahren im Vordergrund steht – und weniger das Schnellfahren“, erklärt Dr. Peter Loisel, Vorstand Vertrieb und Marketing bei der VAV. „Wir machen unseren attraktiven Tarif nun noch mehr Freizeit-Bikern zugänglich.“ Der Tarif ist besonders attraktiv

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Dr. Peter Loisel, Vorstand Vertrieb und Marketing VAV Versicherungs-AG

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MEINE WAHL: ZWEI RÄDER. UND EINMAL UM DIE WELT.

Foto: clipdealer.de

MIT DER MOTORRAD-VERSICHERUNG DER VAV

„Gemütliches Cruisen zu außergewöhnlichen Destinationen – das ist mein Traum!“ Genussfahrer kommen voll auf ihre Rechnung. Die neue Motorrad-Versicherung der VAV: Gewohnt günstig – für viele Modelle. Informieren Sie sich im Internet unter www.VAVPRO.at oder bei Ihrem Service Team.

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VIG

Schwieriges Jahr

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as Geschäftsjahr 2013 brachte der Vienna Insurance Group bei den direkten verrechneten unkonsolidierten Prämien einen Rückgang zum Vorjahr von 4,9% auf rd. 9,4 Mrd. Euro. Dieser Rückgang ist durch die gezielte Reduktion des kurzfristigen Einmalerlaggeschäftes in Polen sowie die Zurücknahme des KFZ Geschäftes in Italien und Rumänien zu erklären. Ohne Sondereffekten erzielt die VIG ein Prämienwachstum von 2,2%. Österreich bleibt die stabile Basis des Konzerns und alle Konzerngesellschaften haben Prämieneinnahmen von 4,1Mrd. Euro erwirtschaftet. Ohne den Verlusten der Donau Versicherung beim KFZ Geschäft in Italien, läge das Segment Schaden/Unfall bei einem Plus von 3,1%. In der Kasko gibt es eine Steigerung von 6,4% und in der Kfz Haftpflicht ein Zuwachs von 1,2%. Bei der Lebensversicherung gingen die Prämien

um 1,8% zurück, wobei die Versicherung im Einmalerlagsgeschäft ein Plus von 6,6% erwirtschaftete. Im Regierungsübereinkommen soll eine Überarbeitung der steuerlichen Aspekte bei Einmalerlagen in Aussicht stehen, CEO Dr. Hagen setzt daher weiterhin auf den Ausbau des Lebensversicherungssegmentes. Prämienerhöhungen in der Lebensversicherung wird es keine außerordentlichen geben, man sei durchaus in der Lage auch bei einer anhaltenden oder noch weiter absinkenden Niedrigzinslandschaft die Verpflichtungen in den nächsten Jahrzehnten zu erfüllen. Die Krankenversicherung konnte konzernweit in Österreich einen Anstieg von 2,9% vermelden. Warum man bei Gewinnrückgang an eine Dividendenerhöhung denkt, erläutert CEO Peter Hagen so: „Da das operative Ergebnis gut ist, und der Gewinnrückgang grundsätzlich mit den Bereinigungen und Sondereffekten zu begründen ist.“ Beim bul-

Peter Hagen, Generaldirektor der VIG garischen Pensionsfonds Doverie hat sich der potenzielle Käufer zurückgezogen, es besteht aber Seitens der VIG kein Verkaufsdruck. Zur Pensionsbeteiligung in Österreich bei der VBV Pensionskasse, hier könnte man sich einen Verkauf vorstellen.

Die einzelnen Märkte Die tschechischen Konzerngesellschaften haben ihre Position als Marktführer mit einem Anteil von 33% im Vergleich zum Vorjahr ausbauen können. An den gesamten Konzernprämien ist der Anteil der tschechischen Gesellschaften rd. 20%. Insgesamt erwirtschaftete man Prämien in Höhe von 31,9 Mrd. Euro, ein Plus von 3,3%. In der Slowakei stiegen die Prämieneinnahmen um 5,7% Die Position als Marktführer wurde weiter ausgebaut. In Polen war der Versicherungsmarkt geprägt von der gezielten Reduktion des kurzfristigen Einmalerlaggeschäftes, insgesamt wurden Prämieneinnahmen in Höhe von 1,2 Mrd. Euro erwirtschaftet und die Konzerngesellschaften belegen Marktplatz 3 in Polen. Der rumänische Markt ist weiterhin von außergewöhnlichen und oft irrationalen Preiskämpfen beherrscht, was sich auf die Entwicklung der Prämieneinnahmen auswirkt. Insgesamt musste ein Rückgang von 18,5% vermeldet werden. Die übrigen Märkte haben erstmals die 1 Mrd. Euro Prämiensumme überschritten. Als besonders dynamisch erwies sich erneut das Baltikum.

v.l.n.r.: CEO Dr. Peter Hagen u. Dr. Martin Simhandl, Vorstandsmitglied

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Online Antragsabwicklung mit TOGETHER

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OGETHER ist Österreichs führende Plattform für die elektronische Abwicklung von Geschäftsprozessen (Anträgen, Schadenmeldungen und Änderungsprozessen) zwischen Versicherungen und deren Vertriebspartnern. Die All-In-One-Lösung bietet neben der gesamten Infrastruktur für die Geschäftsfallabwicklung ein umfangreiches Informations- & Berichtssystem, sowie den Zugang zu und Anzeige von OMDS Daten. Durch die Optimierung der täglichen Abläufe im Büro werden Kosten-, Geschwindigkeitsund Effektivitätsvorteile erzielt und Risiken minimiert.

Kostenlos Bereits in der kostenlosen Leistungsstufe 1 ist die vollelektronische Antragsabwicklung, von der Berechnung individueller Offerte für die Kunden bis hin zur elektronischen Antragsübermittlung direkt an die Partnerversicherung möglich. Anträge können in fast allen Sparten abgewickelt werden, wie beispielsweise KFZ, Kranken, Unfall, Gewerbe, Haushalt & Eigenheim und Rechtsschutz. Die meisten Versicherer bieten bei der Antragsabwicklung über TOGETHER einen sofortigen Deckungsschutz an. Weiters können OMDS Bestandsdaten und Polizzenkopien heruntergeladen und lokal abgespeichert werden. Die Interessentenverwaltung ermöglicht zusätzlich das Erfassen und Verwalten von Daten zu Interessenten.

Kostendeckend In den kostenpflichtigen Leistungsstufen entwickelt sich TOGETHER zu einem in-

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teraktiven Web-Büro mit Auskünften zu Kunden, Verträgen und Schäden. Neben Anträgen können Schadenmeldungen und weitere Geschäftsprozesse (wie Adressänderungen, Zahlungsänderungen, etc.) vollelektronisch abgewickelt werden. Mit Hilfe des Zwischenspeichers werden Daten direkt aus der OMDS-Bestandsauskunft übernommen und müssen somit nicht nochmals eingegeben werden. Diese Zwischenspeicher-Funktion steht auch externen Bestandsverwaltungsanwendungen, wie z.B. CCA zur Verfügung. Das Berichtssystem bietet zahlreiche vorgefertigte Berichte und umfangreiche Auswertungen über den OMDS-Bestand. Bei einer kontinuierlichen, durchschnittlichen Nutzung der online Geschäftsabwicklung mit beispielsweise 35 Anträgen und 20 Schadenmeldungen pro Monat (jeweils elektronisch übergeleitet)

sind die gesamten Kosten durch die Rückvergütung gedeckt.

Sicher Das Thema Sicherheit hat für TOGETHER höchste Priorität. Deswegen werden für die Benutzererkennung nicht Benutzername und Passwort abgefragt, sondern personalisierte Zertifikate oder die vom Bundeskanzleramt zur Verfügung gestellte Handy-Signatur verwendet. Alle Daten befinden sich im größten Österreichischen Rechenzentrum und unterliegen somit sehr strengen Datenschutzbestimmungen. Durch die ständige Weiterentwicklung und Optimierung der Plattform werden Stabilität, Sicherheit und Aktualität garantiert. Damit wird sichergestellt, dass die Plattform auch in Zukunft die hohen Standards und Anforderungen in Bezug auf Sicherheit und Qualität erfüllt.

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ALLIANZ

Altersarmut bei Frauen

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aut den Ergebnissen einer Untersuchung, die 30 OECD-Länder berücksichtigt, haben viele Seniorinnen und größtenteils Witwen mit der Altersarmut zu kämpfen. Die Armutsquote – definiert als Bevölkerungsanteil, dessen verfügbares Einkommen unter 50% des Medianeinkommens beträgt – liegt bei Frauen über 65 Jahren bei 15%, im Vergleich: bei Männern sind es nur 11%. Auch in Österreich gibt es hinsichtlich der finanziellen Situation deutliche Unterschiede bei Frauen und Männern über 65 Jahren: lediglich 3,6% der Männer liegen mit ihrem Einkommen unter der Armutsgrenze, bei Frauen sind es hingegen 10,1 %. Im internationalen Vergleich liegt Österreich allerdings im Mittelfeld. „Älter, ärmer und länger in Pension: Frauen in Österreich sind von Altersarmut dreimal öfter betroffen als Männer“, kommentiert Dr. Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich, die Ergebnisse der Allianz Studie zum Thema „Altersarmut bei Frauen“. Die meisten armen Seniorinnen gibt es in Südkorea, wo knapp jede 2. Frau von Altersarmut betroffen ist, dicht gefolgt von

Irland und Australien. Am besten schneiden Neuseeland, Luxemburg und die Niederlande ab, die mit der geringsten Armutsquote punkten können. Das Älterwerden bietet oftmals eine neue Lebensperspektive, da die Menschen dank medizinischer Fortschritte und der gestiegenen Lebenserwartung bis ins hohe Alter aktiv bleiben können. „Die durchschnittliche österreichische Frau hat zum Pensionsantritt noch etwa 28 Jahre

vor sich“, erklärt Littich. Neben frühzeitiger und präventiver Gesundheitsvorsorge sei private Vorsorge aber mehr denn je notwendig: „Es wird auch für Frauen – unabhängig davon ob verheiratet oder ledig – immer wichtiger, sich aktiv um ihre finanzielle Vorsorge zu kümmern. Als Versicherer können wir das biometrische Risiko absichern und unseren Kundinnen eine lebenslange Rente auszahlen, auch wenn sie 100 Jahre und älter werden“, so Littich abschließend.

UNIQA VERSICHERUNG / UBIMET

Kooperation

D Robert Wasner, Vorstand UNIQA Österreich (rechts), und Michael Fassnauer, Gründer und Geschäftsführer von UBIMET (links), besiegeln Verlängerung der 10-jährigen erfolgreichen Kooperation

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ie Kooperation zwischen UNIQA und UBIMET wird um weitere sechs Jahre verlängert. Alleine in den letzten Jänner- und ersten Februarwochen wurden mehr als 300.000 Wetterwarnungen postleitzahlgenau via SMS und Email von den Experten der UBIMET Unwetterzentrale an betroffene UNIQAKunden versendet. Gewarnt wird vor starkem

Schneefall, Starkregen, Glatteis, Gewitter, Hagel, Überflutung oder Sturm. Die positive Kundenresonanz bestärkt den Ausbau der Kooperation. Der größte private Wetterdienst hat vor 10 Jahren sein Service in Österreich gestartet. Seither haben sich mehr als 400.000 Kunden dafür registriert und es wurden beinahe 50 Millionen Warnungen von den Meteorologen versendet.

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WKO TIROL

Einheitliches Onlineportal für Versicherungen

Fachgruppenobmann Thomas Tiefenbrunner v.l.n.r.: Fachverbandsobmann Gunter Riedlsperger, Ralph Müller, Versicherungsvorstand Wiener Städtische, Bundesrätin Anneliese Junker, Spartenobfrau Regina Stanger, LHStv Josef Geisler, Fachgruppenobmann Thomas Tiefenbrunner

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hema des 5. Expertentag der Tiroler Versicherungsmakler war „EinEuro-Job-Versicherungsmakler“, zu dem Fachgruppenobmann Thomas Tiefenbrunner u.a. Tirols Landeshauptmann-Stv. Josef Geisler, Bundesrätin Anneliese Junker, Spartenobfrau KommR Regina Stanger und Fachverbandsobmann Gunter Riedlsperger begrüßen durfte. Rund 100 Branchenkollegen besuchten diese interessante Veranstaltung. „Jede Versicherung wälzt über Onlineportale, welche die Maklerschaft grundsätzlich positiv findeen, immer mehr Arbeit und auch das Risiko auf den Versicherungsmakler ab. Abgegolten wird dieser enorme Mehraufwand mit läppischen 50 Cent oder einem Euro pro eingegebener Polizze“, erklärt Tiefenbrunner die Problematik. Zudem seien die Portale nicht maklerfreundlich und maximal für Standardlösungen ausgerichtet. Es wird eine Vergütung pro Polizze von rund neun Euro für die Maklerbüros sowie ein einheitliches Onlineportal gefordert, bei dem zumindest die 15 größten Versicherer vertreten sein sollen. In dieselbe Kerbe schlägt der Fachgruppenobmann der Salzburger Versicherungsmakler,

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Christoph Berghammer: „Die Angebotsberechnung machen wir uns über Portale mittlerweile selber, die Kundenberatung und auch der Abschluss der jeweiligen Versicherung läuft über die Versicherungsmakler. Nun wird auch die Eingabe der Polizze sowie die Schadenmeldung vom Maklerbüro online erledigt. Der erste wirkliche Kontakt mit dem Versicherungsunternehmen läuft erst bei einem Schadensfall. Das zeigt ganz klar,

dass der Verwaltungsaufwand von der Versicherung auf die Maklerschaft umgewälzt wird, bei einer symbolischen Vergütung von einem Euro.“ Neben der geringen Servicequalität der Versicherungsportale war auch das anhaltende geringe Service der Versicherungen ein wichtiger Punkt. Eine Befragung der Tiroler Versicherungsmakler ergab, dass viele Maklerbetreuer telefonisch kaum erreichbar und für die Vielzahl an Maklern schlicht zu wenige Maklerbetreuer in den Versicherungen beschäftigt sind.

v.l.n.r.: Ralph Müller, Versicherungsvorstand Wiener Städtische, Harald Riener, Versicherungsvorstand Donau, Moderator Ronald Barazon, Fachgruppenobmann Thomas Tiefenbrunner, Salzburgs Fachgruppenobmann Christoph Berghammer, Christian Kladiva, Versicherungsvorstand Merkur, Hubert Hotter, Landesdirektor Allianz Elementar

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v.l.n.r.: Wolfgang Zagler, TU Wien, Georg Regal, Erfinder Tinatel-Mobil, Peter Eichler, UNIQA Österreich, Florian Güldenpfennig, Erfinder HandCam, Eringard Kaufmann, ÖAR

UNIQA

Unikate D

ie Sieger des Projektes UNIKATE 2011 haben nun zwei Jahre später ihre Ideen zu Produkten entwickelt. Die UNIQA und die ÖAR luden zur Präsentation der „HandCam“ und des „Tinatel Mobils“ ein. Florian Güldenpfennig entwickelte eine „HandCam“, die einem Menschen mit infantiler Cerebalparese daran erinnert, wenn er die für diese Behinderung typischen spastischen Verkrampfungen in den Händen hat. Güldenpfennig: „Diese Verkrampfungen passieren unbemerkt. Das Gerät ist so programmiert, dass es zu vibrieren beginnt, sobald sich die Hände verkrampfen. Sobald der Anwen-

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der das Vibrieren spürt, weiß er, dass sich seine Hand zu verkrampfen beginnt, und versucht sich wieder zu entspannen. Das Gerät ist Zündholzschachtelgroß und ist mit einem Vibrationssender ausgestattet. Es wird in einen Handschuh gesteckt und kann so jeweils auf einer Hand getragen werden. Güldenpfennig: „Der Anwender trainiert mit dem Handschuh und seitdem er das Gerät hat, kann er seine Hände bewusst in eine bessere Haltung bringen.“ Georg Regals Erfindung, das Tinatel Mobil wurde für eine Anwenderin, die nicht sprechen und keine feinmotorischen Bewegungen ausführen kann, entwickelt. Regal: „Mit dem

Tinatel Mobil ist die Anwenderin, die Biologie studiert, bei der Kommunikation nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen, weil der Computer die gedrückten Tasten in gesprochene Wörter übersetzt.“ Die neuentwickelte Software ermöglicht es ihr, jetzt überall zu telefonieren und SMS zu schreiben. Peter Eichler, Vorstand UNIQA Österreich: „Es ist schön zu sehen, dass das Projekt Früchte trägt. Mit einem bloß kommerziellen Zugang wäre die Verwirklichung dieser MaschineMensch-Technik nicht möglich gewesen.“ Und vielleicht können in Zukunft noch mehr Menschen mit Behinderungen von diesen beiden Ideen profitieren.

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uch 2014 haben wir uns für die UNIQA MaklerAkademie wieder einiges einfallen lassen. Wir unterstützen Maklerinnen und Makler mit relevanten Vorträgen, spannenden Aktiv-Programmen und seit kurzem auch mit fundierten Fachseminaren für den Innendienst. Unsere Makler wählen dabei aus drei Bereichen: • MAKclassic bietet maßgeschneiderte Persönlichkeitsseminare wie zum Beispiel „Körpersprache – corpuright identity“ oder „Resilienz“. Profitieren Sie von erfahrenen Trainerinnen und Trainern und unkonventionellen Methoden und perfektionieren Sie Ihren sicheren Auftritt beim Kunden. • MAKaktiv steht für intensive Aktiv- und Outdoor-Workshops wie aktuell „Führen mit Huskies“ oder „Wirtschaftsfaktor Golf “. Erleben Sie motivierende Erfolge in freier Natur und nehmen Sie das Gelernte auch an den Schreibtisch mit. • MAKwissen punktet mit professionellen Grundlagenseminaren für den MaklerInnendienst, aktuell zum Beispiel „Grundlagen Versicherungswesen“, Vermögensschadenversicherung Basisseminar“ und „Krankenversicherung Basisseminar“. Kompakt, fachlich fundiert und gewohnt professionell durchleuchten wir Schritt für Schritt die komplexe Versicherungsthematik. Besonders Quereinsteiger und neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Versicherungsbüro profitieren davon.

Mit laufenden Programmerweiterungen bleiben wir am Puls der Zeit und ergänzen die MaklerAkademie um neue Inhalte und Trainer-Persönlichkeiten. Diese frischen Impulse ergänzen die gefragtesten Seminare, die sich als wahre Dauerbrenner etabliert haben. Auch heuer ist beispielsweise Toni Klein wieder mit mehreren Seminaren dabei, während zum Beispiel das Persönlichkeitsseminar „Wie bin ich? Wie wirke ich?“ neu im Programm ist. Seit mehr als 16 Jahren ist die MaklerAkademie für diese ansprechende Mischung bekannt und geschätzt. Auch die Wirtschaftskammer ist davon überzeugt und hat alle drei MAKwissen-Seminare in ihren Weiterbildungskalender aufgenommen. Damit punkten Versicherungsmakler doppelt und sammeln Credits für das Weiterbildungszertifikat der

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Eine einfache Rechnung: Weiterbildung + Spaß UNIQA MaklerAkademie! Wirtschaftskammer, ein anerkannter Nachweis für kontinuierliche und facheinschlägige Fortbildung. Wir heißen auch heuer wieder viele Versicherungsprofis willkommen, die unser umfassendes Angebot der MaklerAkademie nutzen und ihr Lieblingsseminar zum niedrigen Selbstkostenpreis inkl. Übernachtung mit Vollpension in Top-Hotels buchen. Schluss mit „Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen“ - die MaklerAkademie schafft beides zugleich! In diesem Sinne wünschen wir viel Erfolg für das Jahr 2014 und sehen uns bei der MaklerAkademie. Peter Prinz Leiter Maklervertrieb UNIQA Österreich

JETZT BROSCHÜRE ANFORDERN UND ANMELDEN! MEHR UNTER WWW.MAKLERAKADEMIE.AT

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AMCHAM AUSTRIA

Ein Abend mit der neuen US-Botschafterin

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ie Amerikanische Handelskammer in Österreich lud vor kurzem zu einem besonderen Galadiner im Wiener Hotel Palais Hansen Kempinski. Rund 170 Gäste folgten der Einladung und ließen sich diesen besonderen Abend mit der neuen USBotschafterin Alexa Wesner nicht entgehen. Der Reinerlös der Veranstaltung wurde an die Special Olympics gespendet. Die Botschafterin persönlich übergab einen Scheck in Höhe von € 9.076,- an Günther Ziesel, Vorstand der Special Olympics Austria.

Mehr Frauen-Power, Fokus auf Unternehmer und Freihandelsabkommen US-Botschafterin Alexa Wesner

schaftliches Gespür und ihren Einsatz für das Unternehmertum. „Wir müssen gerade junge Leute auf beiden Seiten des Atlantiks dabei unterstützen, die nächste Generation von Unternehmern und Innovatoren zu werden“ so Botschafterin Wesner. Daneben sprach sie sich auch für mehr Frauen in der Wirtschaft aus, ein Faktor, den sie in Österreich noch nicht so stark umgesetzt sieht.

AmCham AustriaPräsident Felix ThunHohenstein

„Sie passen sehr gut nach Österreich“, betonte AmCham Austria-Präsident Felix ThunHohenstein in seiner Eröffnungsrede und lobte Alexa Wesner besonders für ihr wirt-

ÖPWZ

Neue Seminare für Versicherungsmakler und Finanzdienstleister

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b März 2014 bietet das ÖWPZ Spezial-Seminare und Workshops für Versicherungsmakler, Berater in Versicherungsangelegenheiten sowie Finanzdienstleistern und Wertpapierberater an. Durch die Veränderungen der letzten Jahre hinsichtlich der gesetzlichen Auflagen und der komplexen Versicherungs- und Finanzprodukte ist es

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unumgänglich sich neuen Herausforderungen zu stellen. Fachkompetenz und Beratungswissen sind in dieser Branche zu entscheidenden Erfolgsfaktoren geworden. „KundenberaterInnen sind heute gezwungen, sich immer umfangreicheres Wissen anzueignen. Und genau hier wollen wir mit unserem Angebot anknüpfen“, sagt Armand Kaáli-Nagy, ÖPWZ-Bildungsmanager.

Neben den klassischen Produkt-Themen werden auch hochkomplexe Spezialthemen wie Transportversicherung, Ärzte-Haftpflicht und betriebliche Altersvorsorge abgedeckt. Weiterer Schwerpunkt liegt auf Problemstellungen rund um den Beratungsprozess. Der Fachverband der Versicherungsmakler hat das ÖPWZ in die Liste der empfohlenen Weiterbilldungsinstitute aufgenommen.

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BUCHBESPRECHUNG

DR. RAINER MARIA KRAFT, MMAG. BORIS STEINMAIR

UWG Praxiskommentar

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ie Autoren machen mit diesem Kommentar die um UWG definierte Grenze zwischen lauteren und unzulässigen unlauteren Verhaltensweisen, welche Unternehmen zur Stärkung ihrer Marktposition anwenden, auch für Praktiker greifbar. Mit zahlreichen Beispielen aus der gerichtlichen Praxis veranschaulichen sie kurz und prägnant die Anwendungen der Bestimmungen des UWG auf konkrete Sachverhalte im Wirtschaftsleben.

Lexis Nexis Verlag 1. Auflage 296 Seiten ISBN: 978-3-7007-4126-8 Erscheinungsjahr 2014

DIE AUTOREN: Dr. Rainer Maria Kraft, Rechtsanwalt in Wien und Partner der Kraft & Winternitz Rechtsanwälte GmbH, Autor von Publikationen und Vortragender auf verschiedenen Gebieten des Wirtschaftsrechts MMag. Boris Steinmair, Rechtsanwalt in Wien und Partner der Kraft & Winternitz Rechtsanwälte GmbH, Autor von Publikationen und Vortragender ua in den Bereichen IP und Lauterkeitsrecht.

EDUARD MÜLLER

SteuerSparBuch 2013/2014

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Linde Verlag 424 Seiten ISBN: 978-3709305461

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as eben erschienene „SteuerSparBuch 2013/2014“ von Eduard Müller (Linde Verlag) weist Lohnsteuerzahlern und Selbständigen den Weg durch den Steuerdschungel: Es enthält alles Wissenswerte über Freibeträge und Absetzbeträge, Lohnsteuerbegünstigungen, Sozialversicherung, Einkommen- und Umsatzsteuer, Gewinnermittlung für Selbständige und gibt Tipps für steueroptimales Verhalten. 2013 gab es zahlreiche Neuregelungen in der Steuergesetzgebung, die allesamt im SteuerSparBuch nachzulesen sind: Dazu gehören die Änderungen beim Pendlerpauschale und die damit verbundene Einführung des Pendlereuros, die neue Familienbeihilfe, die Hauptfeststellung der land- und forstwirtschaftlichen Einheitswerte, die Änderungen bei der Immobilienertragsteuer, das Rechtsmittelverfahren und die geänderten Zuständigkeiten bei der Finanz. Wer über diese neuen Bestimmungen Bescheid weiß, kann seine persönlichen Möglichkeiten zum Steuersparen

optimal nutzen. Das SteuerSparBuch hilft beim Ausfüllen der Steuererklärung und hält Tipps und Tricks rund um Steuer, Sozialversicherung und Beihilfen für Lohnsteuerzahler und Selbständige bereit. Es informiert über den Umgang mit dem Finanzamt, zeigt, wie man FINANZOnline für sich nutzt und enthält eine Steuerspar-Checkliste sowie ein Kapitel über die Änderungen 2013 und 2014. Mit dem Buch erhalten Steuersparer eine SteuerSparApp, mit der sie ihre Arbeitnehmerveranlagung mittels Tablet oder Smartphone auch mobil erledigen können. Die App ist im App-Store für das iPhone und das iPad (ab iOS 4), für AndroidGeräte (ab Android 2.3) und in Kürze bei Google play erhältlich. Zusätzlich können Leser mit Hilfe eines Links das SteuerSparProgramm herunterladen. Es enthält zahlreiche Gesetzestexte, Berechnungen, Formulare und Musterbriefe sowie die elektronische Erstellung und Übermittlung der Steuererklärung mit Formularassistenten und eine professionelle Einnahmen-Ausgaben-Rechnung.

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TIPPS & TRENDS

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HOTSPOTS

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WIEN

Ein Abend in Wien? Nach dem Seminar noch nicht nach Hause? Wohin nach der Tagung? risControl stellt ihnen Plätze für jeden Geschmack vor!

1516 Brewing Company Tian

Bizzo

Die Jahreszahl im Namen steht natürlich für die Begründung des deutschen Reinheitsgebots. In diesem Brewpub nach amerikanischem Stil servieren die hübschen Kellnerinnen neben guter internationaler Küche aber vor allem eines: Selbstgebraute Biere abseits des Mainstreams. Und warme Küche bis 2 Uhr morgens!

Ein ehemaliger Finanzmanager hat viel Geld in die Hand genommen, um in seiner Heimatstadt ein vegetarisches Lokal auf höchstem Niveau zu etablieren. Das ist ihm im TIAN in der Innenstadt gelungen. Für die Weinauswahl verbürgt sich mit Alexander „The Grape“ Adlgasser einer der besten Sommeliers.

Das Biolokal Bizzo verkörpert den neuen, grünen Spirit der Gegend um die Mariahilferstrasse. Junge, frische Küche aus natürlichen Zutaten und originelle, zusammengewürfelte Einrichtung. Berlin? Wien? Egal. Es schmeckt. Mir übrigens am besten die selbstgemachte Pasta mit Lammsugo.

Schwarzenbergstrasse 2, 1010 Wien täglich 11.00-2.00 Uhr www.1516brewingcompany.com

Himmelpfortgasse 23, 1010 Wien Di-Sa. 12.00-24.00 Uhr www.tian-vienna.com

Zollergasse 4, 1070 Wien Mo-Sa 9.00-22.00 Uhr www.bizzo.at

Konstantin Filippou Heuriger Zahel

Cafe Sperl

Von den Neueröffnungen des letzten Jahres sicher die beste Wahl unter den Toprestaurants der Haupstadt. Der Mann, der einst das Novelli in die obersten Sterneregionen gekocht hat, inszeniert von Austern und Algen bis Tauben und Thunfisch alles in künstlerischer Manier.

Daß ich zumeist langsam und unfreundlich bedient werde, gehört fast schon zum Charme eines Wiener Kaffeehauses. An kaum einem anderen Platz als dem Cafe Sperl kann man aber noch dieses typisch alte Kaffeehausflair der vorletzten Jahrhundertwende spüren.

Dominikanerbastei 17, 1010 Wien Mo-Fr 12-14 und 18.30-22.30 Uhr www.konstantinfilippou.com

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Ein Wienbesuch ohne ein Glaserl Wein beim Heurigen geht gar nicht. Mittlerweile Promistatus hat Richard Zahel, der in der familieneigenen Buschenschank am Maurer Hauptplatz zu deftigen Schmankerln vom Buffet auch seinen berühmten Gemischten Satz ausschenkt. Im angrenzenden Shop kann man die prämierten Weine und andere Delikatessen auch verkosten und zu Ab-Hof-Preisen erstehen.

Maurer Hauptplatz 9, 1230 Wien Öffnungszeiten laut Website www.zahel.at

Gumpendorferstr. 11, 1060 Wien Mo-Sa 7.00-23.00 Uhr So 11.00-20.00 Uhr www.cafesperl.at

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Ausgabe Februar 2014