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6 REGION GERICHTLICHE SACHE Das AWEL des Kantons Zürich hat per Verfügung den Recyclinghof der Firma Lienhart in Bassersdorf geschlossen. Dies hat auch für die Nürensdorfer Folgen.
Seite 32, 39
BASSERSDORF STELLDICHEIN
Die Gemeinderatsmitglieder informierten am jährlichen Austausch über Projekte in der Gemeinde und standen den Gewerbevertretenden Red und Antwort. Seite 17
BRÜTTEN NASSE SACHE
Die neue Zusammensetzung der Wassergebühren löste an der Brüttener Gemeindeversammlung einige Diskussionen und einen Rekurs aus. Seite 27
Forstwart Andreas Werda, Lehrling Benjamin Roos und Praktikant Darius Häberling (von links) zeigen auf eine kranke Fichte im Wald zwischen Nürensdorf und Bassersdorf. Im grünem Blätterdach klafft eine grosse Lücke. (bg)
Das Leiden der alten Wälder In den heimischen Wäldern geht es der Hälfte der Bäume nicht gut. Klimawandel, Borkenkäfer und ein Pilz raffen sie dahin. Mit Fällungen versucht das Forstpersonal, die Gefahr durch umstürzende Bäume zu minimieren.
NÜRENSDORF
von Birgit Günter
GÜNSTIGE SACHE
W
Die Gemeinde Nürensdorf erwirbt von der reformierten Kirchgemeinde Breite fast 7000 Quadratmeter Land zu einem günstigen Preis. Seite 33
enn Revierförster August Erni vom Forstrevier Hardwald Umgebung über den Zustand des Waldes spricht, nimmt er kein Blatt vor den Mund: «Die Situation ist dramatisch. Rund die Hälfte der Bäume ist angeschlagen, krank oder schon tot», sagt er. Sorgenkinder sind vor allem die Buche, Esche, Fichte und die Weisstanne – das sind jene Baumarten, aus denen die hiesigen Wälder zu drei
Vierteln bestehen. Die Buche und die Weisstanne leiden speziell unter dem Klimawandel und der Trockenheit. Rottanne ohne Zukunft «Ganze Kronenteile sterben deswegen ab», erzählt Erni. Bei längeren Trockenperioden, wie es sie auch im letzten Jahr gegeben hat, verdorren die feinen Wurzeln. Der Baum und das für ihn notwendige Bodenleben brauchen Jahre, um sich davon zu erholen. Ein paar nasse Tage oder auch Wochen würden da nicht reichen.
Noch schlimmer steht es um die Eschen und Fichten. «Die Eschen sind von einem aus Asien eingeschleppten Pilz befallen und sterben zu 95 Prozent ab», sagt Erni. Ihre Wurzeln verfaulen und sie kippen ohne Windeinwirkung plötzlich um. Ähnlich prekär ist die Situation bei der Fichte, auch Rottanne genannt: Auch sie kommt mit den wärmeren Temperaturen und Trockenheitsperioden nicht zurecht. Fortsetzung auf Seite 2