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ERFRISCHT GEIST UND KÖRPER

0 1 /2 0 1 9 , € 4 , 2 0

BY RED BULL

Entdecke dein Naturtalent So lernst du, deinem Instinkt zu folgen.

Wirfeiern das Leben! Außergewöhnliche Bars und erfrischend kreative Drinks

FEEL GOOD EDITION

TRAVEL Spektakuläre Unterkünfte in aller Welt


Elektro ist jetzt quattro. Mehr persönlicher Freiraum für selbstbestimmte Mobilität: Als erstes Serienfahrzeug kann der Audi e-tron an Schnellladesäulen mit 150 kW Gleichstrom geladen werden und ist damit in 30 Minuten wieder startklar für die nächste Langstreckenetappe. Seine leistungsstarke Hochvoltbatterie garantiert eine alltagstaugliche Reichweite von 400 Kilometern*. Für optimale Traktion und Dynamik sorgt eine neue Generation des quattro Antriebs. www.audi.at/etron

gemessen nach WLTP-Fahrzyklus. Verbrauch kombiniert in Elektro in kWh/100 km: 23,6 – 24,1. CO₂-Emission kombiniert in g/km: 0. Symbolfoto. Stand 03/2019.

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Editorial

Hallo Welt!

Ein Abenteuer-Roadtrip. Eine durch­feierte Nacht mit Freunden. Ein Sprung ins kühle Nass an einem heißen Sommertag. Ein Song, der dein Herz vor Glück ­hüpfen lässt. Das Gefühl von Freiheit und dem Wind in den Haaren. Genau für diese Momente gibt es dieses Magazin – und ORGANICS by Red Bull, unsere Bio-Erfrischungsgetränke aus Zutaten 100 Prozent natür­ licher Herkunft. Wir feiern auf 100 Seiten das Leben und stoßen mit zischfrischen Drinks darauf an. Köstliche Kreationen mit ORGANICS Simply Cola, Tonic Water, Ginger Ale und Bitter Lemon findest du ab Seite 76. Außerdem reisen wir zu den Zitronenhainen auf Sizilien (Seite 58), in denen die Bio-­ Zutaten für unser ORGANICS by Red Bull Bitter Lemon wachsen. Plus: nachhaltige Lifestyle-Produkte für einen erfrischenden Alltag (Seite 14) und Menschen, die ihre Begabungen ausleben (Seite 22). Denn wir glauben: Jeder hat ein Naturtalent. Unser Test auf Seite 38 hilft dir, deine eigenen Stärken ­besser kennenzulernen. Viel Freude beim Lesen und Entdecken!

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Die Redaktion

 THE RED BULLETIN


Erfrischende LektĂźre?


Inhalt 8 Voll das Leben Momente, die man auskosten sollte.

14 Nachhaltiges Design

22 Was ist dein Naturtalent? Sieben Persönlichkeiten er­ zählen von ihren besonderen Begabungen – und wie sie diese ausleben.

38 Welcher Kreativtyp bist du? Unser Test zeigt, wie du deine Talente besser nutzen kannst.

42 Das Buffet ist eröffnet Köstlich einfach und erfrischend anders: Fingerfood-Rezepte für deine Party daheim.

52 Lasst uns das Leben feiern Party-Hacks – und wie man Ewighockenbleiber elegant wieder loswird.

54 Pssst, TOPF Secret! Sechs Profi-Köche lüften ihre Küchengeheimnisse. 6 

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Nur für Schwindelfreie: Dieses Zimmer liegt in ­einem Fels in Peru auf 400 Meter Höhe.

56 Natürliche Booster Was Ingwer, Galgant, Minze & Co für dein Wohl­befinden tun können.

58 Auf den Spuren des gelben Goldes Zu Besuch in Siziliens Zitronen­ hainen, wo die hochwertigen Zutaten für unser Organcis by Red Bull Bitter Lemon wachsen.

68 Suchbild: Vier gewinnt! Hier kannst du einen Viererpack mit allen Organics by Red Bull Geschmacksvarianten gewinnen.

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Party-Time – mit kreativen Fingerfood-Rezepten und kühlen Drinks.

 THE RED BULLETIN

NATURA VIVE (2), KEVIN ILSE

Smarte Lifestyle-Produkte aus nachhaltiger Produktion.


Design-Highlights für die Hausbar, Seite 86

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Damir ist Meister der Aromen

Gefunden! Wir haben uns in Sizilien auf die Suche nach den besten Bio-Zitronen gemacht.

70 Koffer packen und einziehen Vom Bambushaus im bali­nesischen Dschungel bis hin zum finnischen Schneeiglu: ungewöhnliche Unterkünfte in aller Welt.

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CLAUDIA MEITERT

Jeder hat ein Naturtalent. Poetin Clara Louise und 6 weitere ­Menschen erzählen, was sie inspiriert.

76 Best of Summerdrinks Mit und ohne Alkohol: 9 Barkeeper stellen erfrischend einfallsreiche Cocktail-Kreationen vor.

86 Einfach wunderBAR Für die Hausbar: ein CocktailShaker in Raketenform, ein Barschrank auf Rollen. Plus: Gins, made in Austria.

GETTY IMAGES, PATRICIA WEISSKIRCHNER, BUTLERS, PUREVELVET

88 Happy Hour Wo man einmal im Leben auf sich selbst anstoßen sollte: Spektakuläre Bars in den schönsten Städten der Welt.

98 Ähem ... und du so? Diese Fragen bringen jedes Gespräch in Gang.

Standards 41 Ausmalbild 68 Suchbild 96 Impressum FEEL GOOD EDITION



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Voll das

Leben

Worauf warten? Rein ins Abenteuer! Jeder Moment birgt die Chance, der glücklichste deines Lebens zu werden. Wir frischen dein Herz, dein Hirn und deine Geschmacksknospen auf. Viel Spaß auf den folgenden Seiten. Los geht’s!


GETTY IMAGES

Feel Good



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Alles aus einem

erfrischend anderen Blickwinkel sehen


Feel Good

GETTY IMAGES

Einfach mal …



innehalten

Langsam werden, wenn es schnell gehen muss – und zufrieden feststellen, dass die Welt sich weiterdreht. Bewusst riechen und schmecken. Was liegt in der Luft? Wie schmeckt eine Zitrone noch – außer sauer? Wonach duftet die Haut?   11


Einfach mal …

tagtraumen

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Beim Blick aus dem Fenster jeden Tag ­etwas Neues entdecken. Und keine Sorge, da ­findet sich genug. Man muss nur ein bisschen genauer hinschauen. Aufwachen, die Sterne ­zählen und dabei be­ greifen, wie klein man selbst und wie groß das große Ganze ist.

@MARRYMEINTRAVEL, LUIS VIDALES/RED BULL CONTENT POOL

Feel Good


Vรถllig losgelรถst

SpaรŸ haben


Lifestyle

Ideen für jeden Tag

28 Begleiter für einen erfrischenden Lifestyle. Nachhaltig hergestellt und smart designt. Redaktion: Mariella Reithoffer

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2 Rucksack „Roll Pack“ aus dem weltweit ersten technischen Bananen­ fasergewebe. Von Qwstion um € 295,–. qwstion.com

 THE RED BULLETIN

GETTY IMAGES

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aus faser nen a n a B

1 Handgegossene Duftkerze aus Rapsöl mit Bitterorange, Grape­ fruit und Kardamom von Be [...] My Friend. Ab € 15,–. besoapmyfriend.com


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Lifestyle

3  Rosemary Avocado Shampoo Bar pflegt Haar und Haut. Von Meow Meow Tweet um ca. € 10,50. meowmeowtweet.com 4 Sneakers „Modelo ’89“ aus Leder, das ohne Chrom gegerbt wird und sich so leichter biolo­ gisch abbaut. Für jedes verkaufte Paar lässt Her­ steller Wado zwei Bäume pflanzen. Um € 99,–. wearewado.com 5 Trinkstrohhalme aus Glas (mit Reinigungs­ bürste) von Serax um € 13,70. serax.com

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Grünes Licht

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us b u a t in ka Bam U

… für erfrischend klare Formen und innovative Materialien.

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s 6 Fahrrad mit Bambus­ rahmen, der in Ghana fair produziert wird. Von my Boo um € 2.699,–. my­boo.de 7  Mygdal Plantlight ist mehr als eine Lampe: Der hängende G ­ arten ist ein autarkes Ökosystem, das komplett ohne Wasser auskommt. Von Nui Studio ab € 2.950,–. nui­studio.com

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Lifestyle

8 Power pur

Starke Farben – und nebenbei tut man damit sich selbst und der (Um)welt was Gutes. 12 Aquatimer Chrono­ graph aus der Edition Jacques-Yves Cousteau. Ein Teil des Erlöses geht an die gleichnamige Stiftung, die Umweltschutzprojekte für die Meere fördert. Von IWC um € 6.900,–. iwc.com

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8 Bluetooth-Lautsprecher „No Bounds“ aus organischem Kork und recycelbarem Alu­ minium. Von House of Marley um € 69,99. thehouseofmarley.de

9 Kaschmirschal ­„Jacky“. Handgewebt und fair hergestellt in der Kaschmir-Region. Von Trebene um € 270,–. trebene.com

St ilvolle Be gleiter für die nächste Re ise 16  

13 Sneakers „Loop“ im Sock-Boots-Design. Socken und Sohle können recycelt werden und sind ohne K ­ leber miteinander ­verbunden. Von Stella ­McCartney um € 495,–. stellamccartney.com

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10 Sonnenbrille „The Ace“. Handgefertigt aus biologisch abbau­ barem Cellulose-Acetat. Von Viu um € 160,–. shopviu.com

11 Weekender „Orga­ nic Marina“ mit integrier­ tem Laptop-Fach. Kann als Rucksack oder als Schultertasche getragen werden. Von Qwstion um € 280,–. qwstion.com

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Bild simuliert.


Lifestyle

14 Wetsuit „R1 Lite Yulex“. Aus Natur­kautschuk und Recyclingpolyester von Patagonia um € 195,–. patagonia.com

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15  Fairphone 2 Smartphone aus fair ­gehandelten und ­wiederverwertbaren Rohstoffen. Um € 399,–. fairphone.com

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Alles im Flow

Faire Produktion, intelligentes Upcycling, neue Materialien – passt!

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18 Yogamatte „Suga­ Mat“ aus recycelten Neo­ prenanzügen. Erhältlich auch als ultradünne Reise­­ variante. Von Suga um € 78,–. sugamats.com

17  Foamie Aloe Spa spendet Feuchtigkeit bis in die Spitzen und ver­ hindert das Austrocknen des Haars. Von Foamie um € 4,95. foamie.com

19 Canvas-Slipper von Toms. Für jedes ­verkaufte Paar erhält ein Kind in Not ein Paar neue Schuhe. Um € 55,–. shoptoms.at

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21 Lunchbox aus ­Weizenstroh mit zwei ­getrennt nutzbaren ­Fächern, Gabel & Löffel. Von Avoid Waste um € 24,80. avoid­waste.de

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SCOTT SOENS

16 Signet-Ring aus großteils recyceltem 925er­Sterlingsilber. In Bayern hergestellt. Von Saskia Diez ab € 139,–. saskia­diez.com

20 Sportsfreund ist eine natürliche Spezial­ textilpflege für Workout­ Klamotten und synthe­ tische Fasern. Duftet nach weißem Jasmin und Sandelholz. Von kaëll um € 24,–. kaell.de


REISEN ABSEITS DES ALLTÄGLICHEN:

SEGELN IM PARADIES MIT CHRISTIAN SCHIESTER Der ehemalige Profi -Ultra-Runner Christian Schiester ist zum Weltumsegler geworden. Mit seinem 18 Meter langen Schiff „El Toro” bereist er die Ozeane und entdeckt Plätze, die man nur vom Wasser aus erreicht. Erstmals bietet sich nun die Möglichkeit, ihn eine Woche lang zu begleiten – und zwar auf den paradiesischen Salomonen.

22. – 28. September 2019 DATUM

Salomonen DESTINATION

„El Toro” HOTEL

Reise jetzt buchen DIE REISEREI Salzburg – Wien – Graz – Linz destinationredbull@diereiserei.at

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4 Personen TEILNEHMERZAHL

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Lifestyle

Happy Days

Warmes Gelb sorgt für Strahlen – die Ideen hinter den Produkten auch.

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26 22 TannenzapfenPendelleuchte Handgefertigt aus Holz, um € 99,70. etsy.com 23 Shirt „Räv Patch“ aus Bio­Baumwolle. Von Acne Studios als Hommage an Fjällräven um € 130,–. acnestudios.com 24 Radbar von The Up-Store. Mit Holzplatte ein cooler Stehtresen für Partys, ohne Platte einfach „nur“ ein voll funktions­ tüchtiges Rad. Je nach Ausführung ab € 500,–. up­store.at 20  

25 Bambusschale Schadstoffreduziert und ressourcenscho­ nend hergestellt. Von Bea Mely um € 9,95. beamely.com 26 Freundschafts­ band vom öster­ reichischen Label I Am in Peace. Hand­ gefertigt, um € 55,–. iaminpeace.com 27 Sonnenbrille „Heinz“ mit flexibler und umweltfreundlicher Polymerfassung. Vom heimischen Label neubau eyewear um € 149,–. neubau­eyewear.com

27 Live for a cause, no t for applause! 28 Yogamattenspray „Apotheker“ reinigt und erfrischt mit ätherischen Ölen. Von Saint Charles Apothecary um € 14,80. shop.saint­charles.eu

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ALPHATAURI.COM


Feel Good

Peterson bringt Menschen in Bewegung

Giovanna & Mario komponieren im Duo

Clara Louise veröffentlicht ihre Gefühle

Konstanze

nutzt die Natur als Vorbild 22  

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Christian erschafft aus fast allem Kunst

Barbara verwandelt Begeisterung in Mode

N achgefrag t

Was ist dein Naturtalent?

Marie zaubert Parfums aus 500 Zutaten

7 Persönlichkeiten mit 7 besonderen Begabungen: Von der Supernase über die Poetin bis hin zum Ausnahme-Bewegungstalent – bei uns verraten sie, was sie inspiriert und antreibt.

Plus: Erkenne mit unserem Test deine Stärken! Redaktion: Janina Lebiszczak Fotos: Patricia Weisskirchner, Eva Tuerbl

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Naturtalente

„Das Schreiben hilft mir, mich selbst besser zu verstehen.“

Clara verfasst ihre Lyrik gern im Kaffeehaus, zum Beispiel im „220 Grad“ im Salzburger Nonntal, wo sie oft anzutreffen ist.

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Naturtalente

Clara Louise, 26 Poetin & Songwriterin Kann: Gefühle gut in Worte fassen Hat: sich erst nach Jahren getraut, ihre Gabe zum Beruf zu machen Kommt: ursprünglich aus Deutschland und lebt aktuell in Salzburg Info: claralouise.at

„Die Poesie ist für mich eine Art der Befreiung.“

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ÖFFENTLICHES TAGEBUCH.

ie schreibt nicht, weil sie schreiben kann. Clara Louise schreibt, weil sie muss. „Die Poesie hilft mir, Gedanken loszuwerden, die ich nicht aussprechen kann“, erklärt die 26-Jährige, die in Deutschland geboren wurde und heute in ihrer Wahl­heimat Salzburg lebt. In der Kindheit und Jugend hat sie viel ausprobiert – Geige, Ballett, Zeichnen. Aber letztlich kam sie, von einer Lehrerin in der Schule ermutigt, immer wieder zum Schreiben zurück. „Als Teenager konnte ich mich selbst nicht einschätzen. Ich hatte immer das Gefühl, ich müsste mich verändern, um dazuzu­ gehören. Ebendieses ungesunde Verhalten hat mich schließlich zur Lyrik geführt. In Worten konnte

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gang wenig in unsere Welt passt, die von schnellen Trends und Likes geprägt ist. „In unserer Zeit bauen viele Menschen eine Scheinwelt um sich herum auf, die sie auch nach außen hin verkörpern. Das mag daran liegen, dass wir, die im Wohlstand leben, uns nicht mehr mit den essenziellen Fragen des Lebens beschäftigen müssen und uns immer mehr nach einem Sinn sehnen. Ich möchte keine Distanz zu Menschen aufbauen, sondern mit Verständnis auf andere zugehen, ehrlich, offen und verletzlich sein, dabei andere schützen. Wir sollten uns alle  wieder mehr auf Augenhöhe begegnen als von oben herab.“



ich mich wiederfinden, wenn ich dabei war, meine Identität zu verlieren. Durch meine Zeilen kann ich mich besser kennenlernen und damit einen Moment lang vollkommene Zufriedenheit erreichen.“

ES MUSS LEICHT GEHEN. Wie man herausfindet, ob man Talent hat oder es bloß dem Drill in einem Lehrfach zu verdanken ist, dass man gut ist? Clara Louise hat ­darauf ihre eigene Antwort: „Man merkt es, wenn es sich leicht anfühlt, einen mit Wärme erfüllt, einen herausfordert und gleich­ zeitig Hoffnung und Selbstver­ trauen gibt.“ Genau dieser Mix habe sie den Schritt gehen lassen, ihre Berufung zum Beruf zu machen – auch wenn Lyrik mit Tief-

Doch diese Begegnung braucht noch ein anderes Talent, und zwar jenes, sich schonungslos zu offenbaren. „Meine Gedichte dienten mir jahrelang als Tagebuch. Der Schritt, sie zu veröffent­ lichen, fiel mir nicht leicht. Heute habe ich das Gefühl, dass man so auch anderen helfen kann, sich nicht wie ein Alien zu fühlen, weil man sensibel ist oder Zweifel hat. Mut gehört zur Weiterentwicklung dazu, ansonsten bleibt man irgendwann ­stehen.“

Tipp: Claras erster Lyrikband heißt von „Von ver­lassenen Träumen und ­einem leichteren Morgen“. Ihr neues Album trägt den Titel „Wenn man nichts mehr vermisst“.   25


Naturtalente

Giovanna und Mario Fartacek, 28 Electropop-Duo „Mynth“ Sind: musikalisch talentierte Zwillingsgeschwister aus Salzburg Haben: bereits zwei Alben herausgebracht Sind: für ihren hypnotischen und bisweilen melancholischen Sound bekannt Können: sich ein Leben ohne Musik nicht vorstellen Info: mynthmusic.com

„Ein gewisses Musiktalent ist wichtig, aber irgendwann stehst du damit an.“

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alent – was bedeutet das für euch? Giovanna: Ich kann von mir sagen, dass ich zwar sicher eine gute Stimme habe, dennoch glaube ich, dass mein großes Talent darin liegt, die Menschen mit meiner Stimme zu berühren. Mir reicht es nicht, nur gut zu singen. Ich will extreme Gefühle auslösen. Mario: Talent ist wichtig, aber ir­gendwann stehst du damit an. Es hilft, um am Anfang mit weniger Frustrationserlebnissen etwas zu lernen. Aber wenn du es zu etwas bringen willst, musst du hart daran arbeiten, besser zu werden. Es gibt viele begabte Musiker, die vor Ge­nia­lität strotzen, es jedoch nicht 26  

schaffen, auch nur einen Song fertigzubringen, geschweige denn ein Album. Wann und wie habt ihr euer Musiktalent entdeckt? Giovanna: Bei mir war das im Kindergarten, wo ich geschäftig für die gesamte Gruppe Tanz- und Singaufführungen abgehalten habe. Mit sechs Jahren habe ich mir dann eingebildet, Steirische Ziehharmonika zu lernen, nur nach Gehör, Noten konnte ich nicht lesen. Ich habe früh erfahren, dass ich mich auf mein Gehör und mein Gefühl verlassen kann. Das gibt mir bis heute eine gewisse Leichtigkeit, meiner Leidenschaft nachzugehen.

Dass ihr als Musiker arbeiten wollt, war immer klar? Giovanna: Irgendwie schon. Mario und ich haben uns sogar einmal beim „Kiddy Contest“ beworben, leider ist das nichts geworden (lacht). Als Teenager spielten wir dann beide in unterschied­lichen Bandprojekten; das war wichtig, um herauszu­finden, dass es sowohl privat als auch musikalisch nicht gut ist, uns zu trennen. Zwillinge wollen sich oft strikt voneinander ab­grenzen.  Warum ist das bei euch nicht der Fall? Giovanna: Wir grenzen ­unser Leben außerhalb der Musik genug ab. Aber bei der Arbeit ergänzen

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Naturtalente

Mario ist beim Komponieren der Detail­verliebtere, während Giovanna das große Ganze sieht.

wir uns gut, da müssen wir das nicht tun. Als Zwilling lernt man von klein auf, sich auf den anderen abzustimmen – das ist wichtig fürs gemeinsame Song­w riting. Natürlich hat jeder seine Signature-Sounds und Lines. Unterm Strich hören sie sich für Außen­stehende aber wahrscheinlich ähnlich an. Mario: Meiner Schwester fällt es leichter, ­einen Song als Ganzes wahrzunehmen, während ich oft tief in die Details hineingehe und mich dabei verliere. Am Ende des Tages hat aber ­jeder Song gleich viel Anteile von jedem – und das macht uns auch aus. Giovanna: Wir verstehen uns blind, aber es kracht auch ordentFEEL GOOD EDITION



lich. Dass man sich kein Blatt vor den Mund nimmt, das macht unsere Zusammenarbeit oft schwer, jedoch in sich auf jeden Fall stimmig. Wir hängen aber nicht immer zusammen. Ich brauche oft die Einsamkeit, um kreativ zu werden. Euer Ratschlag, wenn jemand mit seinem Talent durchstarten möchte? Giovanna: Man sollte vielfältig bleiben, seiner Berufung nachgehen, aber immer auch einen Plan B haben. Das kann ein Studium oder ein Job sein, in dem man sich auch entfalten kann. Solange man Mut hat und für die Dinge brennt, die man tut, ist viel möglich.

Gute Mischung aus Synthe­sizer, Gesang, Keyboard und Bass: Mynth heimsten 2017 den Amadeus Austrian Music Award in der Kategorie ­„Electronic/Dance“ ein.

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Naturtalente

„ Jeder Duft erzählt eine Geschichte oder eine Emotion.“ Marie hat in ihrem Kopf ganz ­eigene Duftbilder. Liebe duftet für sie etwa nach der Haut ihres Mannes. „Er riecht für mich nach Sandelholz.“

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Naturtalente

Marie UrbanLeFebvre, 42 Parfümeurin Hat: ihre Supernase mit jahrelangem Schnuppertraining perfektioniert Ist: gebürtige Französin und Mutter eines Sohnes, dessen Haut für sie nach Vanille duftet Betreibt: die Parfum-Manufaktur „Urban Scents“ in Berlin Besitzt: außerdem eine Privatpilotenlizenz Info: urbanscents.de

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„Schon als Kind habe ich buchstäblich alles gerochen.“

ein Geruchssinn ist sehr hoch entwickelt. Das habe ich schon als Kind bemerkt. Ich roch buchstäblich ALLES. Als Talent hätte ich es ­damals allerdings nicht bezeichnet, im Gegenteil, ich fühlte mich son­ derbar deswegen. Zu schätzen gelernt habe ich meine Supernase dann erst als Teenager. Bei einem Praktikum gab mir ein Parfümeur eine Kiste mit Rohstoffen zum Trainieren meines Geruchssinns. Man muss sich ein olfaktorisches Gedächtnis mit tau­ senden von Düften aufbauen, um letztlich ein Parfüm zu komponie­ ren und in eine Formel umwandeln zu können. Man braucht aber auch die Fähigkeit, Menschen zu ver­

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stehen und zu lesen. Und: Du musst deine Werkzeuge perfekt kennen. In meinem Fall ist das eine Palette von mehr als 500 Zutaten. Jede von ­ihnen erzählt eine Geschichte oder eine Emotion. Es sind Illusionen, die in Flaschen aufbewahrt werden. Ein Parfum für einen Kunden zu entwerfen dauert oft Monate. Wir sprechen über Persönliches, über Gegenwart und Zukunft. Wichtig ist, eine gemeinsame Basis zu fin­ den. Was zum Beispiel in einem Land als „frisch“ wahrgenommen wird, kann anderswo eine ganz an­ dere Bedeutung haben. Deswegen erstelle ich eine Art olfaktorisches Wörterbuch. Und was am Ende dabei herauskommt, ist mehr als ein Parfum: Es sind einzigartige, charakteristische Düfte – wie eine zweite Haut.

Ein Parfüm zu komponieren und die Formel dann aufs Zehntelgramm genau zu Papier und in den Flakon zu bringen erfordert nicht nur Talent – es braucht dafür auch jahrelange Erfahrung.

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Naturtalente

Christian Eisenberger, 41 Künstler Ist: sehr vielseitig – Eisenberger malt, macht Installationen und Performances Hat: bisher ca. 50.000 Werke geschaffen Stammt: aus der Steiermark Wird: von der Galerie Krinzinger in Wien vertreten Info: christianeisenberger.com

„Ich bin sehr zurückhaltend. Ich lasse lieber meine Werke für mich sprechen.“

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ann ist ein Künstler eigentlich ein Künstler, und was unterscheidet Kunst von Krempel? Mit Christian Eisenberger kann man darüber hervorragend philo­ sophieren. In seinem Atelier, das in etwa so groß ist wie eine Tennis­ halle – genauer: eine bis auf den letzten Zenti­meter knallbunt vollge­ räumte Tennishalle –, schreit alles nach Schaffenskraft: „Vielleicht war das schon im Gitterbett so. Manche ‚Karrieren‘ beginnen hinter Gittern, mit dem Wunsch, auszubrechen aus dem jeweiligen Zustand“, sagt der 41-jährige Steirer und ergänzt: „Ich bin sehr zurückhaltend, fast

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versteckt, eher muss man mich wie eine Grille mit einem Grashalm aus dem Versteck kitzeln. Die Sache soll sprechen, also durch die Kunst statt durch die Blume. Darum bin ich bil­ dender Künstler und nicht Schau­ spieler, Rockstar oder Politiker.“

TAUSENDSASSA. Richtig los ging alles mit Eisenbergers Kartonfigu­ ren, die Bilder von armen Men­ schen zeigten, später von Persön­ lichkeiten wie Mahatma Gandhi und Che Guevara. Über 9.000 Stück stellte er dort aus, wo jeder sie einsammeln konnte, nämlich auf der Straße und im öffentlichen Raum. Den Karton für die Figuren fand er in Altpapiercontainern. Pappe ist für ihn das „soziale Ma­

terial, das Bettlern Unterschlupf bietet und einen warmen Farbton hat“. Was ihn damals mit zwanzig antrieb? „Ich war nicht aufs Geld aus, ich wollte mich mitteilen, über­ raschen mit diesen Pappfiguren, die Leute damit konfrontieren. Dass es schlussendlich so viele wurden, konnte ich nicht absehen – es hatte aber bestimmt etwas mit den Sturm-und-Drang-Jahren zu tun, in denen man die Energie verschleu­ dert, die einem gegeben ist“, erin­ nert er sich. „Zum anderen ist und war es wortwörtlich eine Aus-Stel­ lung. Ich habe sie mit Klebeband an Säulen gefesselt und sie ihrem Schicksal überlassen. Die ersten waren noch sehr realistisch gemalt, doch dann bemerkte ich, dass diese von den Säuberungsorganen sehr schnell zerstört wurden. Daraufhin beschleunigte ich den Malstil.“

VERHAFTETER CLOWN. Auch bei vielen anderen Performances spielt Geschwindigkeit eine Rolle: 2008 ­w urde er etwa als Clown mit Sprengstoffattrappen in Londons Bankenviertel verhaftet. Während Eisenberger seine Figuren-Armada noch anonym anfertigte, kennt mittlerweile in Österreichs Kunst­ szene jeder seinen Namen. Sogar ein Film („Eisenberger – Kunst muss schön sein, sagt der Frosch zur Fliege“, Mira Film) nähert sich dem Ausnahmetalent, das alles, was es anfasst, ­irgendwie organisch erscheinen lässt – auch seine zügel­losen, abstrakten, aber immer menschlichen Bilder.

IDEENFLUT. „Mir kommen im Tun fast inflationär viele ­Ideen, eine Flut, die ich abwarte, um dann in der Ebbe zu sehen, was liegen bleibt“, so Eisenberger. „Bis heute ist es unklar, ob das eine Gabe ist oder ich es einfach tue, weil ich alles andere ausschließe.“ Ob er andere ­Talente hat? Kopfschütteln. „Ich kann sonst nichts.“

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Eisenberger in seinem Naturtalente Studio in Wien. Der Einsatz von grüner Farbe ist ­derzeit eher die Ausnahme: „Ich gehe gerade durch eine Schwarz-Weiß-Phase.“

„ Ich war mit meiner Kunst nicht aufs Geld aus.“

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Naturtalente

Peterson da Cruz Hora, 38 Choreograf und Tänzer Hat: in Vorarlberg eine Akrobatiktruppe aufgebaut und diese ins Finale der TV-Show „America’s Got Talent“ geführt Stammt: ursprünglich aus Brasilien Tanzt: seit seiner Jugend leidenschaftlich gerne Info: zurcaroh.com

Der bewegte Mann: Peterson da Cruz Hora kann tanzen, jonglieren und  vor allem verdammt gut choreografieren.

„ Im Tanz kann ich mithilfe meines Körpers ausdrücken, ­welche Emotionen in mir stecken.“

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eterson da Cruz Horas Geschichte ist eigentlich ein Stoff für Hollywood. Der gebürtige Brasilianer, der der Liebe wegen ins Ländle zog, hat mir nichts, dir nichts den Turnverein der 11.500-Seelen-Gemeinde Götzis in Vorarlberg in eine angesehene Akrobatiktruppe verwandelt. Mehr noch: Zurcaroh – so der Name der rund 50-köpfigen Showgruppe (und auch sein Name, nur rückwärts geschrieben) – kam im September 2018 bei der 13. Staffel der TV-Show „America’s Got ­Talent“ ins Finale und ließ Juror ­Simon Cowell von einer „wahren Offen­barung“ sprechen. Warum? Weil Peterson nicht nur Bewe32  

gungstalente zu menschlichen ­Pyramiden formt, er formt auch eine Einheit – und erzählt mit seinen Choreo­grafien Geschichten, die berühren.

GROSSE VORBILDER. Seine eigene beginnt entbehrungsreich im Land der Karnevals­umzüge, in einer ­Küstenstadt im brasilianischen Bundesstaat São Paulo. Einem Trainer fiel das Gymnastiktalent des Jungen auf, und er versprach Peterson ein Fahrrad, wenn er einen Wettbewerb für ihn gewinnen würde. Motivation ist alles: Mit zwei Vorbildern im Herzen – Jesus und Michael Jackson (Ersteren nennt Peterson als Inspirationsquelle

für sein ganzes Leben, Zweiteren verehrt er für seine künstlerische Leistung) – holte Peterson den Sieg und legte damit den Grundstein für eine Tanzlaufbahn. Aber es geht längst nicht mehr um exakt aus­geführte Schrittfolgen oder Hebefiguren, sondern darum, anderen ihre Ängste zu nehmen. Das tut er, indem er schreit. „Ich schreie oft vor Begeisterung, aber auch als Motivation für die Gruppe, immer noch mehr schaffen zu können.“ Überzeugter Nachsatz: „Damit etwas Großes entsteht, braucht es keine Schmerzen, keine Gewalt. Tanz ist Therapie, unsere Körper drücken aus, welche Emotionen in ihnen stecken.“

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Naturtalente

„Damit etwas Großes entsteht, braucht es keine Schmerzen, sondern Freude.“ FEEL GOOD EDITION



Peterson stammt aus Brasilien und zog der Liebe wegen nach Österreich.

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Feel Good

Konstanze beim Zeichnen. Ein Freund ermutigte sie, ihr ­Talent fürs Tätowieren zu nutzen.

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Naturtalente

Konstanze K., 29 Tattoo-Künstlerin Hat: das Zeichnen als Form ihres Ausdrucks gefunden Lässt: diese Fähigkeit gemeinsam mit ihren Gästen zu außergewöhnlichen Tätowierungen werden Gründete: ein Gemeinschaftsatelier in Wien Sagt: „Beim Tätowieren zählt nicht nur technische Perfektion, sondern auch die Verbindung zum Menschen.“

Motive mit Naturbezug (wie diese Vogelskizzen) bestimmen den Stil der ehemaligen Landschaftsplanerin.

Info: sissigotinked.com

„Vielleicht ist Aufmerksamkeit alles, was man braucht.“

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u bist eigentlich gelernte Landschaftsplanerin. ­Inwiefern lässt du das in deine Tattoos einfließen? Konstanze: Es hat durchaus Ein­ fluss. Der Aspekt, für jemand ande­ ren ein Abbild seiner Natur in der Natur zu schaffen, hat mir immer ge­fallen. Und für das Wissen um Botanik bin ich ewig dankbar, es lässt mich intuitiv Pflanzen­ charakteristiken mit Personen assoziieren und die „richtige“ Pflanze für Projekte finden. Wie darf man das verstehen? Sehe ich etwa eine gewisse Melan­ cholie, dann wäre eine schwarze FEEL GOOD EDITION



Schneerose passend. Klassische Feminität entspricht einer Pfingst­ rose. Für Stärke und Robustheit wähle ich eine Distel, bei manchen passt eine Gift- oder Heilpflanze. Man sagt, ein Talent ver­sandet, wenn man es nicht täglich ausübt – stimmst du dem zu? Natürlich spüre ich es in den Fin­ gern, wenn sie ein paar Tage nicht gezeichnet haben. Die feinen Mus­ keln brauchen dann eine Weile, bis sie sich unangestrengt bewegen. Aber es gibt auch Tage, da fließt es aus mir heraus, da zeigt sich in meinen Skizzen viel von dem, was in mir vorgeht und wovon ich selbst oft keine Ahnung hatte.

Wo findest du Inspiration? Inspiration ist für mich überall. Alles, womit man sein Hirn füttert, wird zu einem selbst, gleich wie mit der Alchemie der Ernährung. Wir essen eine Banane – die Bana­ ne wird zu uns. Oft sind es ganz unterbewusste Verbindungen, die mitschwingen, wenn ich etwas zu Papier bringe. Also versuche ich meinen Kopf mit allerhand Geschichten und Bildern zu füllen – sei es aus der Literatur, aus der Mythologie, der Psychologie, der Naturwissenschaft oder Ikono­ graphie. Manchmal ist es auch ein bestimmtes Ding, das einen fasziniert. Es kann eine Fassaden­ verzierung sein, die einen bei  einem Stadtspaziergang seltsam beobachtet. Vielleicht ist Aufmerk­ samkeit ­alles, was es braucht. Dein Tipp für alle, die ihr Talent noch suchen? Es ergibt sich aus Interesse und Schaffenslust. Erfülle die Aufgaben, die sich dir stellen, mit all deinem Können – und Türen öffnen sich.   35


Naturtalente

Barbara Gölles, 36 Modedesignerin Entwirft: Bademode und Sportswear aus nachhaltigen Materialien Stammt: aus der Steiermark, lebt in Wien Wird: mit ihrem Label auch von „Red Bull Amaphiko“ unterstützt, einer Plattform für Social Entrepreneurs Info: margarethermione.com

„Die Begeisterung für Design wurde mir in die Wiege gelegt.“

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hne ihre Großmut­ ter Margaret – eine Frau mit starker Willenskraft – wäre Barbara Gölles nicht da, wo sie heute ist. „Sie hat mich gelehrt, an mich zu glauben, meiner Leidenschaft zu folgen, nach Niederlagen wieder aufzu­ stehen und die Höhen des Lebens zu feiern.“ Deshalb findet sich im Namen ihres Wiener Modelabels auch eine Hommage an die Oma. „Margaret and Hermione“ setzt auf Bademode und Sportbekleidung, gefertigt aus nachhaltigen Materia­ lien: Gölles produziert Bikinis aus recycelten Fischernetzen.

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Barbara hat ein natürliches Gespür für Farben und Formen – perfektioniert hat sie es bei großen Designern.

GUTE LEHRMEISTER. „Für Design habe ich mich schon früh interes­ siert, meine Eltern haben eine ­Galerie für zeitgenössische Kunst“, erzählt Gölles über ihre Affinität zu Farben und Formen. Doch der Weg zur Designerin war weit, denn wie so oft muss ein Talent erst von anderen Talenten auf Hochglanz poliert werden: Gölles studierte an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Raf Simons, dem ehemaligen Chefdesigner bei C ­ alvin Klein. Es folgte ein Praktikum in London bei Alexander McQueen. „Die Ideen sprudelten nur so aus ihm heraus, Genie und Wahnsinn

liegen nah beieinander. Die Kollek­ tion wurde erst kurz vor der Show zur Einheit. Vieles entstand in der letzten Nacht.“

GUTES MOTTO. Wie McQueen be­ sitzt die Designerin aber nicht nur ein Gespür dafür, was dem weibli­ chen Körper schmeichelt: „Ich kann andere begeistern und von Dingen so reden, als hätte ich sie erfunden“, lacht sie, wissend, dass ein Talent am besten wächst, wenn es von Risikobereitschaft geprägt wird. „Talent schafft etwas Eigenes, es kreiert quasi aus dem Nichts. Der Durchschnitt hingegen wiederholt.“

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Die Ausgangsbasis für Naturtalente die Stoffe, die Barbara Gölles verwendet, sind recycelte Fischernetze.

„Talent schafft etwas Eigenes, der Durchschnit t wiederholt.“ FEEL GOOD EDITION



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Entdecke dein Potenzial

Welcher Kreativtyp bist du? Unser Drei-Fragen-Test verrät, wie du deine Naturtalente noch besser nutzen kannst.

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Redaktion: Raffael Fritz

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Test

J

eder Mensch hat eine kreative Ader. Auch wenn er oder sie nicht auf Knopfdruck eine Idee ausspucken oder wie ein kleiner Picasso malen kann. Wie ­genau sich deine Kreativität zeigt, hängt von deiner Persönlichkeitsstruktur ab. Mehr noch: Bei der Suche nach den besten Talenten haben Psychologen herausgefunden, dass Kreativität in drei Dimensionen unterteilt werden kann. Jede der unten stehenden Fragen, die jeweils an einen Bildertest gekoppelt ist, behandelt eine dieser Dimensionen. So geht’s: Lies dir die folgenden drei Fragen durch, lass die Bilder auf dich wirken und entscheide dann, welches Foto am besten für dich als Antwort passt. Je weiter links oder rechts

1.

Angenommen, du reist in ein fremdes Land. Welches der vier Bilder beschreibt am besten, wie tief du in die jeweilige Kultur eintauchst?

Konservativ

GETTY IMAGES (3), PICTUREDESK.COM

Du magst das Vertraute und weißt gern im Vorhinein, was dich erwartet.

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dein Bild ist, desto eindeutiger lässt du dich in der jeweiligen Dimension einem Kreativitätstyp zuordnen – und je nach Typ findest du Tipps, wie du deine Ideen zum Sprudeln bringst. Wichtig: Die Bilder mögen auf den ersten Blick verwirrend wirken. Aber um Frage 1 als Beispiel zu nehmen – hier geht es nicht um deine Schwimmvorlieben, die Fotos stehen metaphorisch dafür, wie du dich Neuem öffnest. Stehst du gern am Beckenrand, sprich beobachtest du das Geschehen gerne von außen? Tauchst du Stück für Stück und erst mal nur mit dem kleinen Zeh ein? Oder wirfst du dich gleich voll ins Geschehen? Alles klar? Dann legen wir los ...

Offen für Neues Du liebst Veränderungen und passt dich schnell an neue Situationen an.

Das solltest du tun: Suche außerhalb der Arbeit nach Inspiration – bei einem Konzert, in einem Fitnesskurs oder einfach bei einer anderen Route nach Hause. Schon kleine Variationen können dich auf große Ideen bringen.

Das solltest du tun: Teile deine Gedanken mit anderen Menschen. So hilfst du nicht nur anderen, sondern auch dir selbst, neue Perspektiven zu entdecken. Dafür besonders geeignet: ein gemeinsames Mittagessen mit Kollegen.

Das solltest du lassen: Lass dich nicht schrecken von Veränderung! Bedenke, dass zu starres Verharren in der Komfortzone deine persönliche Weiterentwicklung erheblich hemmen kann.

Das solltest du lassen: Von anderen dieselbe geistige Flexibilität erwarten. Lerne, in welchen Situationen du an Paradigmen rütteln kannst – und wann du Einfälle besser für dich behältst.

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Test

Wie viele gute Lösungen gibt es für ein Problem? Welches der Bilder beschreibt dein Credo dahingehend am besten?

Pragmatisch Dein Denken ist von praktischen Überlegungen bestimmt. Du hast ein Auge fürs Detail und siehst sofort, wo es Feinschliff braucht.

Du stichst durch deine originellen Gedankengänge heraus und schaffst es, Ideen zu finden, die so vorher noch niemand gehabt hat.

Das solltest du tun: Schließ dich mit kreativen Köpfen kurz. Sie helfen dir, Ideen zu finden; du hilfst ihnen, sie umzusetzen.

Das solltest du tun: Frage dich, wie du dein Umsetzungspotenzial optimal ausschöpfst, und tausch dich dafür mit Pragmatikern aus.

Das solltest du lassen: Schmor nicht zu lang im eigenen Saft und zensier dich nicht selbst, indem du nur das Praktikable zulässt.

Das solltest du lassen: Alles auf einmal machen zu wollen. Kon­ zentriere dich darauf, einige aus­ gewählte Ideen zu verwirklichen.

3.

Ganz spontan: Mit welchem der vier Bilder würdest du am ehesten dein Denken beschreiben?

Fokussiert Du konzentrierst dich voll und ganz auf deine Aufgaben und magst es nicht, durch Schwierig­ keiten abgelenkt zu werden. Das solltest du tun: Versuche, eine Aufgabe aus der Perspek­ tive einer anderen Person zu sehen. Das gibt neue Impulse. Das solltest du lassen: Bleib nicht zu eng an einer Sichtweise. Je vielseitiger du ein Thema betrachtest, desto besser! 40  

Innovativ

Anpassungsfähig Du neigst zu Tagträumen und hast oft den Kopf in den Wolken. Bei der Arbeit bist du stets fle­ xibel, deine Pläne anzupassen. Das solltest du tun: Vertrau auf deine Flexibilität – statt dich mit Details aufzuhalten, kannst du vieles­auch spontan entscheiden. Das solltest du lassen: Übernimm nicht zu viele Aufgaben auf ein­ mal. Es ist wichtig, einen Gedanken auch mal zu Ende zu führen.

Lerne mehr über deine Stärken Über 30 Jahre ­ sychologische p Forschung, tausen­ de Studien und mehr als 10.000 Teilnehmer haben den Red Bull Wing­ finder zu einem der umfassendsten Persönlichkeits­ tests gemacht. Hier geht’s zum kosten­ losen Test mit 280 Fragen – die persönlichen ­Coaching-Tipps am Schluss helfen dir, deine Talente noch besser einzusetzen.

Hier geht’s zum Test:

wingfinder.com

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2.


Ausmalbild

Und jetzt … Pause!

SHUTTERSTOCK, GETTY IMAGES

Farben rein, Stress raus: Unser Ausmalbild entspannt Geist und Körper. Viel Spaß beim kreativen Leerlauf.

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Finger food

Alle mal herhören, das Buffet ist eröffnet! Die drei wichtigsten Party-Zutaten? Musik, eisgekühlte Drinks und unkomplizierte Häppchen, die auch tanzend unfallfrei verdrückt werden können. Wir liefern hier alles frei Haus …

Unsere Pink Pizza schmeckt auch kalt,. Versprochen!

Noch ein Glaserl Dessert gefällig?

Fotos & Rezeptentwicklung: Kevin Ilse Set-Styling: Gabi Weiss Produktion: Marion Batty

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Lässt sich gut mischen: Organics Ginger Ale. Cheers!   43


Fingerfood

Salat-Tacos mit glasiertem Cola-Schwein Für 4 Personen Zubereitungszeit: 35 Minuten Für die Tacos 1 Salatherz 1 Radicchio 2 Karotten etwas frischen Koriander Für die marinierten Gurken 3 Mini­Gurken 1 daumengroßes Stück Ingwer 2 EL Reisessig Salz

Handlich: Das Sticky Pork wird auf Salatblät tern angerichtet.

Für das Sticky Pork 350 g Schweinebauch 1 EL neutrales Öl (z. B. Raps­ oder Sonnenblumenöl) 1 Dose Organics by Red Bull Simply Cola 2 EL Honig 2 EL Sojasauce 1 Prise Chiliflocken etwas Salz

So geht’s 1. Die Gurken in feine Scheiben schneiden, gründlich salzen und für 15 Minuten ziehen lassen. 2. Den Ingwer schälen und fein würfeln. 3. In einer Schale Gurken, Ingwer und Reisessig vermischen und kalt stellen. 4. Salatblätter waschen, Karotten in feine Streifen schneiden. 5. Schweinefleisch in ca. 1 cm breite Streifen schneiden und leicht salzen. 6. Öl in einer Pfanne erhitzen, das Fleisch von allen Seiten scharf knusprig anbraten. Mit Organics Simply Cola ablöschen, Honig, Sojasauce und Chili unterrühren. Einreduzieren. 7. Salatblätter mit einem Küchentuch trocken tupfen und mit etwas Fleisch, Karotten, den eingelegten Gurken und Koriander füllen.

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Party-Regel: Eine(r) muss mit dem Tanzen beginnen, die anderen ziehen dann schon mit.

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Fingerfood

Merke: Wer nicht genießt, wird ungenießbar …

Sushi-Donuts Für die Reis-Donuts 250 g Sushireis 2 TL Reisessig 2 TL Feinkristallzucker 1 TL Salz Donuts­Backform 1 TL Sesamöl Für den Donuts-Belag 200 g Räucherlachs 2 EL schwarzer Sesam 3 Mini­Gurken 1 Bund Radieschen 4 Nori­Blätter Sojasauce zum Dippen So geht’s 1. Sushireis unter kaltem Wasser gründlich waschen. Anschließend mit der doppelten Menge Wasser zum Kochen bringen und auf kleiner Flamme garen, bis der Reis bissfest und das Wasser verkocht ist. 46  

Die Reis-Donuts kann man auch mit Wasabi füllen.

2. Reisessig, Zucker und Salz gründlich ver­ mischen und unter den fertigen, noch heißen Reis rühren. Alles abkühlen lassen. 3. Donut-Backformen dünn mit Sesamöl ein­ fetten und mit Reis befüllen. Festdrücken und für 30 Minuten kalt stellen. 4. Währenddessen den Lachs in dünne Streifen schneiden. Die Radieschen in hauchdünne Scheiben und die Gurken in Streifen hobeln. 5. Reis-Donuts stürzen, mit dem Lachs, den Radieschen und den Gurkenstreifen belegen. Mit schwar­zem Sesam garnieren. 6. Nori-Blätter jeweils in vier Stücke schneiden und die Sushi-Donuts darauf anrichten. Das Ganze mit einem Schälchen Sojasauce auf dem Buffet anrichten.

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Für 4 Personen (8 Donuts) Zubereitungszeit: 1 Stunde


T IPP: Dazu passen herbe Cocktails mit Ingwer und Ginger Ale. Auf Seite 84/ 85! FEEL GOOD EDITION



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Fingerfood

Pinke Pizza mit Ziegenkäse Für 4 Personen Zubereitungszeit: 2 Stunden Tipp: Teig am Vorabend vorbereiten, er muss 8 Stunden rasten Für den Teig 3 Rote Rüben 240 ml warmes Wasser 1 Packung Trockengerm 480 g glattes Weizenmehl (plus etwas Mehl für die Arbeitsfläche) 2 TL Salz 2 TL Honig Für den Belag 2 Bund Frühlingszwiebeln 2 EL Olivenöl 350 g Ziegenfrischkäse 200 g Feta 1 Chioggia­Rübe 200 g gelbe Kirschtomaten 2 Handvoll Rucola 2 EL Pinienkerne Salz schwarzer Pfeffer

So geht’s 1. Das Backrohr auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen und die Roten Rüben mit Schale auf einem Blech für ca. 60 Minuten garen, bis sie weich sind. 2. Die ausgekühlten Rüben halbieren, mit einem Löffel das Fruchtfleisch herausschaben und fein pürieren. Es sollten ca. 180 g Püree entstehen. 3. Rübenpüree gemeinsam mit Wasser, Germ, Mehl, Salz und Honig in einer Küchenmaschine für 5 Minuten kräftig durchkneten. 4. Teig in eine Schüssel geben, mit Frischhaltefolie bedecken und im Kühlschrank mindestens 8 Stunden rasten lassen. 5. Am nächsten Tag Frühlingszwiebeln putzen und in einer Pfanne mit Olivenöl von allen Seiten scharf anbraten, bis sie Farbe nehmen. FEEL GOOD EDITION



Fast zu schön, um sie zu essen nicht nur wegen der Farbe des Teigs.

6. D  as Backrohr auf 180 °C vorheizen (Umluftfunktion). 7. Den Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche kurz mit den Händen durchkneten, in vier gleich große Stücke teilen und jeweils mit einem Nudelholz dünn auswalken. 8. Pizzen auf zwei Bleche setzen. Frischkäse auf den Pizzen verstreichen und den Feta darüberkrümeln. 9. Die gebratenen Frühlingszwiebeln auf den Pizzen verteilen. Die Chiogga-Rübe schälen, in dünne Scheiben schneiden und auf den Pizzen verteilen. Mit Salz und Pfeffer würzen und alles für 10 Minuten knusprig backen. 10.Mit halbierten Kirschtomaten, Rucola und Pinienkernen garnieren – fertig!   49


Feel Good

Zitronen-Fudge mit Baiser-Crumbs Für 1 Backblech, Zubereitungszeit: 1 1/2 Stunden Für den Teig 220 g kalte Butter 80 g Feinkristallzucker 1 TL Salz 2 Dotter 250 g glattes Mehl

So geht’s 1. Rohr auf 180 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. 2. Butter in Würfel schneiden und mit Zucker und Salz cremig aufschlagen. 3. Dotter einarbeiten, dann das Mehl zugeben und weiterrühren, bis ein glatter Teig entsteht. 4. Den Teig in einer mit Backpapier ausgelegten Form gleichmäßig verstreichen, festdrücken und 25 Minuten (auf Sicht) goldbraun backen. 5. Für die Auflage das Mark aus der Vanilleschote kratzen und mit Zitronensaft, Salz und 80 g des Zuckers verrühren. Alles so lange köcheln lassen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. 6. Dotter, Eier und restlichen Zucker in einer Metall­schüssel mit einem Mixer cremig aufschlagen. Unter ständigem Rühren die heiße Zitronenmasse langsam unterheben. Alles zurück in den Topf geben und langsam auf­ kochen lassen, bis die Masse eindickt. Dabei immer fleißig rühren! 7. Topf vom Herd nehmen und die zerteilte Butter einrühren, bis sie geschmolzen ist. 8. Die Zitronencreme durch ein Sieb auf den Teig gießen und 20 Minuten backen. Der Fudge soll keine Farbe bekommen, leicht stocken und noch eine puddingartige Konsistenz haben. 9. Zitronen-Fudge auskühlen lassen. Baiser anschließend mit den Händen grob zerkrümeln und auf dem Fudge verteilen. 50  

Jede Party braucht ein bisschen Magie – und ein paar Sternspucker :-)

Fruchtiger ChiaPartypudding im Glas Für 4 Personen Zubereitungszeit: 1/4 Stunde (zzgl. Rastzeit) Zutaten: 30 g Chiasamen 250 ml Mandelmilch 4 EL Agavensirup 200 g griechischer Joghurt 300 g Lieblingsobst (z. B. Mango, Kiwis, Himbeeren, Erdbeeren) Obst zum Verzieren

So geht’s 1. Chiasamen, Mandelmilch und 2 Esslöffel ­Agavensirup verrühren und für 45 Minuten kalt stellen. Dabei immer wieder durchrühren. 2. Joghurt mit restlichem Agavensirup verrühren. 3. Obst gegebenenfalls schälen und mit einem Mixstab fein pürieren. 4. Fruchtmus, Joghurt und Chiapudding in kleine Gläser schichten und mit Obst garnieren.

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Für die Auflage 1 Vanilleschote 200 ml frisch gepresster Zitronensaft 1 TL Salz 180 g Feinkristallzucker 6 Dotter 2 Eier 220 g Butter etwas Baiser


T IP P: Dazu passt unser Limoncello-Spritz. Rezept Seite 80/ 81!

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Party Hacks

Lasst uns das Leben feiern … 7 augenzwinkernde Tipps für eine gelungene Sause in den eigenen vier Wänden. Die Einladungsliste.

Mal nachrechnen … Um weder auf dem Trockenen zu sitzen noch später Unmen­ gen an Resten entsorgen zu müssen braucht’s pro Gast ungefähr 1,5 Liter Softdrinks, 0,5–1 Liter Wein/Prosecco und 1 Liter Bier. Beim Buffet gilt: Mit 250 g pro Person an Vegetarischem und Fleisch­ lichem ist man gut unterwegs.

Auf dich, auf uns! Denn keine Party ist auch keine Lösung.

Goldene Dancefloor-Regel: Wenn Frauen singen, tanzen Frauen – und wenn erst mal die Frauen tanzen, dann tan­ zen bald alle. Vor folgenden Gassenhauern ist niemand sicher (zumindest gilt diese Regel ab Mitternacht): Groove Is in the Heart – Deee­Lite, I Feel Love – Donna Summer, Crazy in Love – Beyoncé, Shake it off – Taylor Swift.

Hallo, Nachbar! Ab 22 Uhr und bis 6 Uhr früh ist offiziell Schluss mit „laut & lustig“. Was tun? Du kannst a) bereits nachmittags zu feiern beginnen, b) die Nachbarn mit Be­ste­ chungs­­geschenken einlullen, oder c) einen charmanten Zettel­ aushang im Hausflur machen. Unser Favorit diesbezüglich: „Bitte rufen Sie nicht die Polizei, die hat ja heutzutage schon so viel zu tun – klingeln Sie bei uns!“ 52  

Der Salz-Trick. Eiswürfel in der Badewanne kühlen flotter, wenn man sie salzt. Denn das bringt das Eis zum Schmelzen – und die dafür nötige Energie wird dem zu kühlenden Getränk entzogen. Gut funktioniert 25 g Salz auf 100 g Eis.

Musik-Krieg. Zu späterer Stunde will jeder unbedingt „sein“ Lied hören? Die App Festify kann hier helfen. Damit lässt sich eine Playlist er­stellen, und per Code kann jeder über sein Smartphone dar­ auf zugreifen und sie verändern. Friede wiederhergestellt, ha!

Time to say goodbye … Gegen ewige Hockenbleiber helfen folgende drei Strategien: • Passiv-aggressive Methode. Nicht müde werden zu betonen, wie müde man ist. Müdemüdemüde! • Sweet-Terror-Strategie: Falls noch ein Kind anwesend ist, dieses bitten, sein Lieblingslied, das es in Kindergarten oder Schule ein­ studiert hat, vorzutragen. Immer wieder um eine Zugabe bitten. • Notlüge: Verkünden, dass der Getränkevorrat erschöpft ist.

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Das Wichtigste wird gern vergessen: Verpflichte einen Co­Gastgeber, um letztlich mehr von der Party zu haben. Dieser führt niedere Dienste wie Müllentsorgung oder Toiletten­ Sauberkeits­Checks aus und hat ein Auge aufs Geschehen. Und: Dass maximal zwei Drittel der geladenen Gäste erscheinen, ist ungeschriebe­ nes Gesetz. Ersetze die Variable „Zusage“ durch „gute Absicht“ und nimm’s nicht persönlich.


Electronic.

Klassik.

Schlager. Hip-Hop.

R‘n‘B.

Du kannst unendlich viel Musik entdecken. Pop. Rock.

Alternative. Deutscher Rap. K-Pop.

3 Monate geschenkt Danach € 8,90 pro Monat

A1 Xplore Music Mit der neuen A1 App 30 Millionen Songs streamen. Mehr unter A1.net/xplore-music Du kannst alles. #ConnectLife A1 Xplore Music 3 Monate geschenkt: Aktion gilt bis auf Widerruf bei Anmeldung von A1 Xplore Music für A1 Neu- und Bestandskunden eines berechtigten Mobile-Voice Tarifs. Voraussetzung und Dauer der Gratisnutzung abhängig vom jeweiligen Mobile-Voice Tarif, danach € 8,90/Monat. Streaming ohne Datenverbrauch: Im Inland unlimitiert, davon im EU Ausland tarifabhängig bis zu 40 GB nutzbar.


Nachgefragt

Experten­Talk

Wo Olivenöl oft Wunder wirkt und wieso in der Küche Hardrock gespielt werden sollte? Sechs Spitzenköche verraten ihre Profi-Geheimnisse. Redaktion: Janina Lebiszczak Illustration: Claudia Meitert

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Pssst, TOPF Secret!


Patrick Müller In der ORF-Show „Silent Cooking“ kochte er schweigend. Heute schafft er mit „Reisebüro ARG67“ kulinarische Happenings in ganz Österreich.

Ihr Tipp für ein Gericht, das sowohl Fleischesser als auch Vegetarier happy macht?

ANNA SCHWAB/REISEBUERO 67, PER-ANDERS JORGENSEN, PRIVAT (4)

Das eine, perfekte Gericht gibt es kaum, fürchte ich. Generell lässt sich aber sagen: Vegetarisches Essen wird aufregender, indem man den verwendeten Produkten die ihnen gebührende Aufmerksamkeit schenkt und sich jedem einzelnen Detail mit Liebe widmet. Gemüse ist eine ganz tolle Sache. Da der Mensch als Allesund Aasfresser immer auf Verdorbenes steht, kann man hier mit Fermentiertem, milchsauer Vergorenem und dergleichem spannende Akzente setzen – aber ebenso mit Gewürzen oder Ein­gelegtem. Auch Nüsse und getrocknete Früchte bieten Kon­ traste, mit denen man sehr leicht variieren und am Gaumen Spannungsmomente erzeugen kann.

Franz Fuiko Er war Koch des Jahres und verwöhnt als Nobelhüttenwirt im „Treff 2000“ in Obertauern seine Gäste.

Welche fünf Lebensmittel haben Sie immer zu Hause? 1. Einen guten Speck oder gute Wurst. 2. Milch von der Kuh. 3. Selbst gemachte Marmelade FEEL GOOD EDITION



(Marille oder Erdbeere, bitte bloß keine Exoten!). 4. Frisches Brot. 5. Kaffee. Warum? Weil der Tag für mich nur dann ein guter wird, wenn ich ausgiebig gefrühstückt habe, sonst bin ich’s einfach nicht. Ach ja, einen guten, gehaltvollen Weißwein habe ich auch immer vorrätig – da darf es von der Qualitätsstufe ruhig Richtung Smaragd gehen. Aber den trinke ich natürlich nicht in der Früh.

Konstantin Filippou Der stets schwarz gekleidete Spitzenkoch betreibt in Wien die Restaurants „Konstantin Filippou“ und „O boufés“.

Welchen Küchentrick haben Sie viel zu spät gelernt? Dass man statt Salz Olivenöl verwenden kann – mein Lieblingstrick aus Griechenland, wo meine Wurzeln liegen. Abgeschaut habe ich’s mir von meinem Vater. Wenn beim Abschmecken noch Salz fehlt, dann probiert man es lieber mal mit einem Spritzer Olivenöl, das hilft meist viel besser als zu spät eingebrachtes Salz. Natürlich muss das Öl eine sehr hohe Qualität haben und frisch sein.

Juan Amador Der deutsch-spanische Sternekoch kam der Liebe wegen nach Österreich. Seine Kreationen kann man in Wien in seinem Haubenlokal „Amador“ genießen.

Topf sucht Deckel: Wie kocht man eine Frau ein? Bei meiner Frau habe ich vor zehn Jahren nichts dem Zufall über­ lassen. Unser erstes Date fand bei Ducasse in London statt, mit Burgunderweinen, Trüffeln, Hummer. Das war gut, um zu sehen, ob sie die Liebe für meine Branche teilt. Man(n) stelle sich vor, sie wäre Vegetarierin gewesen! Am nächsten Tag waren wir viel einfacher, aber auch sehr gut indisch essen. Zum Nachmachen rate ich: Safety first! Entweder in ein sehr gutes Restaurant einladen – oder von einem sehr guten Koch alles vorbereiten lassen.

Günter Zeller & Mike Sanftleben Die beiden Küchenmeister stehen für Österreichs größte Kochagentur „Die Fliegenden Köche“ am Herd.

Die beste Playlist am Herd? Zeller: „Highway to Hell“ von AC/DC. Weil Köche nicht in den Himmel kommen, sie fahren zur Hölle und machen Mise en place! Ein Wahnsinnsrhythmus, AC/DC gibt mir einen Extrakick, wenn der Stress groß ist. Sanftleben: So gut wie jeder Song von The Monroes. Sie liefern geilen Rock mit coolen Ska-Elementen, der mich sofort in Stimmung bringt, wenn der Service beginnt.   55


Know-how

NATURE’S LITTLE HELPERS

Natürliche Booster

Was Ingwer, Zimt, Minze und andere spannende Geschmackstalente* für dich und dein Wohlbefinden tun können. Redaktion: Janina Lebiszczak

Die Super-Kapseln

Minze Das coole Kraut Schmeckt: frisch am besten Darf: in keiner Hausbar fehlen Wächst: in vielen Sorten ganzjährig daheim im Topf ATEMWUNDER Sommerlimona­ den und viele Cocktails setzen gern auf frische Minze. Wir empfehlen: Am besten ein paar Blättchen aus dem Glas fischen und darauf herumkauen. Vor ­allem wenn du vorher etwas deftig Gewürztes gegessen hast oder vor dem Knutschen kein Kaugummi zur Hand ist. Das Menthol in der Minze sorgt ­sofort und über Stunden für ­frischen Atem. KOPFSACHE Pfefferminzöl, spar­ sam auf die Schläfen getupft, hilft Studien zufolge bei Kopfweh ähnlich effektiv wie Schmerz­ tabletten. Außerdem wirkt das Öl, verdünnt auf die Haut auf­ getragen, auch wunderbar gegen Muskelkater. 56  

Schmeckt: süßlich-scharf, mit­ unter wie eine intensive Mischung aus Zimt und Nelken Gut für: die Verdauung und die Laune Steckt: z. B. in Chai und Currys DETOX FÜR DIE HAUT Karda­ mom gibt’s als Samenkapseln oder zu einem Pulver gemahlen. Die in der Ayurveda-Medizin ­geschätzten Früchte der Pflanze sind reich an Niacinamiden – diese bekämpfen die schädlichen freien Radikale. Für eine Beauty­ maske jeweils 1/2 TL Kardamom, Kakao und Honig mit 2 TL Jo­ ghurt mischen, das Ganze für 15 Minuten auftragen. Wenn’s warm wird – gut! Kardamom erhöht die Blutzirkulation und somit auch die Hauttemperatur.

Jungbrunnen und Hautschmeichler

Wärmt un macht hap d py

Zimt Die Allrounder-Rinde Aromatisiert: Süßspeisen, Tees, orientalische Eintöpfe, Getränke Wirkt: sich positiv auf Insulinund Cholesterinwerte aus Hat: einen wärmenden Effekt BELEBENDES PULVER Bei nied­ rigem Blutdruck und schwachem Kreislauf kann Zimt Wunder wirken: einfach eine Messerspitze davon in einen halben Teelöffel Honig einrühren und diesen auf der Zunge zergehen lassen. Das Ganze wirkt obendrein auch noch entzündungshemmend, ein doppelter Vorteil. Für den Ein­ kauf gilt: Ceylon-Zimt ist teurer, aber dafür auch wesentlich aro­ matischer und weniger scharf als der weit verbreitete Cassia-Zimt.

* Hättest du’s gewusst? Sämtliche Zutaten auf dieser Seite stecken auch in Organics by Red Bull Simply Cola, das (wie alle Organics­Erfrischungs­getränke) übrigens kein Energy Drink ist.

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TEAM ROTTENSTEINER RED BULL

Kardamom


Unser Geheimtipp auf Reisen!

Sieht unscheinbar aus, hat’s aber in sich

Ingwer

Orange

Muskat

Der gesunde Scharfmacher

Die Vitaminbombe mit Mehrwert

Die mystische Nuss

Schmeckt: scharf, mitunter seifig (und deshalb in frischer Form nicht jedem) Ist: wärmend, stoffwechselan­ regend, entzündungshemmend Steckt in: Ginger Ale, Thai-Food, Ingwertee

Ist: nicht nur ein Vitamin-CBooster, enthält auch viel Eisen, Kalium und Magnesium Gibt’s: weltweit in mehr als 400 Sorten

Sollte: äußerst sparsam und nur frisch gerieben verwendet werden Schärft: die Sinne und das Empfindungsvermögen

DER BEDUFTUNGSTRICK Oran­ gen schmecken nicht nur hervor­ ragend, auch die in den Schalen gespeicherten ätherischen Öle lassen sich nutzen – etwa um Sportschuhe zu beduften. Ein­ fach großzügig Schalen in die Treter geben und das Ganze über Nacht stehen lassen. Das funk­ tioniert auch in der Küche: Scha­ len im Besteckkorb der Geschirr­ spülmaschine sorgen dafür, dass diese nach dem Waschgang frisch riecht. Wichtig: Darauf achten, dass die Schalen frei von Fruchtfleisch sind.

SWEET SENSATION Es gibt kaum ein Gewürz, dem so viele magische Eigenschaften nach­ gesagt werden wie dem Muskat. ­Aphrodisierend soll die Nuss sein, ja ­sogar leicht berauschend. Wir mögen sie als Sirup, den man über Pancakes oder ins Joghurt gießt. Dazu vermischt man 450 Gramm Rohrzucker mit zwei Bechern Wasser, einer halben Vanilleschote und vier zerhack­ ten Muskatnüssen und lässt das Gemisch 40 Minuten auf kleiner Flamme köcheln.

INGWER FÜR DIE REISE Viel ­unterwegs? Gegen Reiseübelkeit helfen selbst gemachte Ingwer­ zuckerl. Dafür 400 Gramm fri­ schen Ingwer schälen, in Stifte schneiden, in einem Topf mit Wasser bedecken, aufkochen und eine halbe Stunde köcheln lassen. Dann 400 Gramm Zucker und den Saft einer Zitrone hinzu­ geben, alles noch einmal kurz aufkochen und zehn Minuten bei niedriger Hitze köcheln lassen. Mit geschlossenem Deckel bei Zimmertemperatur eine Nacht ziehen lassen, am nächsten Mor­ gen noch einmal 20 Minuten kö­ cheln lassen. Ingwer rausnehmen, abtropfen und in Zucker wälzen. GESUNDHEITSÖL Ingweröl ­för­dert die Durchblutung: Für ein Ingwer-Massageöl 100 Gramm frischen Ingwer reiben, in 250 Milliliter Olivenöl zwei Stunden bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Abseihen, in die Flasche, zwei Wochen reifen lassen, fertig! FEEL GOOD EDITION



Vitamin C und 85 % Wassergehalt: Nichts erfrischt so natürlich wie die Orange

MUSKAT-MILCH Für alle, die es etwas sanfter mögen: Auch die Muskatblüte, oft Macis genannt, ist geschmacklich hervorragend, etwas milder als die Nuss und ­betört mit einem leichten Zimt­ aroma. Nach ayurvedischem Verständnis soll Macis die Reinheit der Haut fördern und eine harmonisierende Wirkung auf Geist und Körper haben. Tipp: Wer abends Muskatblüten in Milch aufkocht, wird einen ­erholsamen Schlaf finden.   57


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FrischGood gepflĂźckte Bio-Zitronen Feel auf Sizilien: Der Duft der Schale haftet den ganzen Tag an den Fingern.


Zitronen ­ Ernte

Auf den Spuren des gelben Goldes Auf Sizilien bekommen Zitronen alles, was sie zum W­achsen brauchen. Doch die geschmackvollsten Früchte landen nicht immer im Obstregal.

FOTOS:

Text: Raffael Fritz Fotos: Ériver Hijano

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Reportage

D

ie Zitrone ist eine empfindliche Frucht“, sagt Walter Ansorge. „Sie braucht die perfekte Balance.“ Wir stehen auf der Dachterrasse seines Büros am Stadtrand von Catania. Über uns der verschneite Ätna, aus dem eine Rauchwolke in den blauen Himmel steigt. Unter uns die Kräne des Hafens von Catania und das Meer, das in der Sonne glitzert. Es ist ein Vormittag Anfang Februar mit 15 Grad. „Dieser Winter war ein bisschen zu warm, wir haben erst jetzt Schnee auf dem Ätna“, erzählt Ansorge. Er ist Chef der Firma Sunprod, die halb Europa mit Bio-Zitronensaft beliefert. Das Wetter im Auge zu behalten gehört zu seinem Job. Denn die Zitrone braucht nicht nur jede Menge Sonnenschein, sondern auch kalte Luft, um zu reifen. „Es ist ein kompliziertes Zusammenspiel, wenn man eine optimale Ernte will“, sagt Ansorge auf Deutsch mit einem undefinierbaren Akzent. Frost oder zu viel Feuchtigkeit etwa sind fatal, sie können die ganze Ernte ruinieren. Genauso wie zu starker Wind, der die empfind­ lichen Blüten ­zerstören kann. 60  

KONZENTRIERTE SONNE. Wer mit Walter Ansorge über Zitronen reden will, sollte Zeit mitbringen. Sein ganzes Leben steht im Zeichen der Zitrusfrüchte: Geboren auf Sizilien, wo seine Eltern aus Berlin hinzogen, um einen Tourismusbetrieb zu eröffnen, heuerte er nach dem Studium als Dolmetscher bei einem Zitrusfrucht-Produzenten an. Seit damals blieb er der Branche treu, in süßen wie in sauren Zeiten. Und mittlerweile ist sein Zitronensaft buchstäblich in aller Munde: Wer einen Schluck aus einer Dose Organics Bitter Lemon nimmt, hat immer auch ein kleines bisschen konzentrierte sizilianische Sonne auf der Zunge.

ZEITREISE. Es war vor etwa 2.000 Jahren, als die Zitrone nach Europa und nach Sizilien kam. Ursprünglich stammte sie vom Fuße des Himalaya, wo Bauern verschiedene Zitruspflanzen miteinander gekreuzt und durch Zufall diese ganz besondere Frucht kreiert hatten. Ihr frischer Duft hielt Insekten fern und überstrahlte üble Gerüche. Und ihr Saft schmeckte zwar aus-

Oben, Mitte: Walter Ansorge, Chef von Sunprod. Unten: Die Früchte werden alle einzeln per Hand geerntet.

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Jede Frucht wird genau inspiziert: Reportage Hat sie genug Sonne bekommen? Hat der Wind ihr geschadet?

Es ist ein kompliziertes Zusammenspiel, wenn man eine gute Ernte erzielen will. FEEL GOOD EDITION



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Gelbes Gold: Bio-Zitronen sind weniger lange haltbar als konventionelle FrĂźchte, dafĂźr aber besonders aromatisch.


Reportage

Bevor es in die Marktregale oder zur Weiterverarbeitung geht, werden die Zitronen gewa­schen.

gesprochen sauer, doch er ent­ faltete auch ein einzigartiges Aroma im Mund, das nicht nur gegen Mundgeruch wirkte, sondern angeblich auch gegen allerlei Krankheiten und Vergiftungen. Kurz: Die Zitrone war so etwas wie das Superfood der Antike. Ein Zitronenbaum im Garten galt bei den alten Römern als Status­ symbol: Nur die Reichsten konnten es sich leisten, sich an ihrem Duft zu erfreuen oder ihren Saft und ihre Schale in der Küche zu ver­ wenden. Auf Sizilien, so stellte sich her­ aus, herrschten ideale Bedingun­ gen, um die Früchte besonders gelb leuchten und intensiv duften zu lassen. Um diese Bedingungen selbst unter die Lupe zu nehmen, fahren wir von Catania aus in Richtung Süden. Unser Ziel: die Provinz Syrakus, wo die milde Brise des nahen Ionischen Meeres das ganze Jahr für ein wohltem­ periertes Klima sorgt. Weder zu FEEL GOOD EDITION



Schnelle Transportkette: Die BioZitronen sind am nächsten Tag in den Marktregalen zu finden.

feucht noch zu kalt, weder zu heiß noch zu trocken. Wie gemacht für den Anbau der ­Zitronen.

IM ZITRONENHAIN. Zwischen Bäu­ men, die sich vor reifen Früchten

Seit Sonnenaufgang klet tern die Erntehelfer in den Baumkronen herum. förmlich biegen, erwartet uns Ettore Forte. Der Agronom überwacht den Anbau und kontrolliert die Qualität der Zitronen, die hier geerntet werden. Und momentan hat er viel zu tun, denn wir kommen mitten in der Haupternte.

Agronom Ettore Forte kontrolliert den Anbau und die Qualität der Früchte.

Seit Sonnenaufgang schon klet­ tern die Arbeiter auf Leitern in die Baumkronen und schneiden die reifen Früchte mit kleinen Scheren von den Ästen. Für eine Maschinenernte seien die Bäume zu empfindlich, erzählt Ettore. In Spanien würde man mitunter Spritzmittel mit Hormonen ver­ wenden, damit die Zitronen quasi von alleine vom Baum fallen und nur noch aufgeklaubt werden müssen. Nicht so in diesem Hain. Bei den Bio-Zitronen aus Syrakus ist noch Handarbeit nötig. Gespritzt wird lediglich mit einer Kupferlösung, um Pilzbefall zu ver­ hindern. Und die unscheinbaren Pflanzen, die zwischen den Stäm­ men der Zitronenbäume sprießen, seien kein Unkraut, sondern Legu­ minosen – Verwandte von Bohnen und Linsen –, die den Boden mit Stickstoff anreichern. Biofrüchte würden eben viel mehr Arbeit ma­ chen, sagt Ettore. Aber die zahle sich aus.   63


Frische liegt in der Familie

Farben, Geschmäcker, Gerüche: Zitrusfrüchte bieten das volle Programm.

MANDARINE

ZITRONATZITRONE

Citrus reticulata

Stammt aus Südwestchina und ist die dritte Ur-Zitrusfrucht. Im Handel sind fast nur Kreuzungen wie die Clementine erhältlich – ein Hybrid aus Mandarine und Orange.

Citrus medica

Sie ist eine der Ur-Zitrusfrüchte und kam als Erste nach Europa. Dient nur als Duftlieferant und Grundzutat für Zitronat.

PAMPELMUSE

ZITRONE

ORANGE

Die größte Zitrusfrucht und eine der drei Ursorten, aus denen alle anderen gezüchtet wurden. Stammt aus Südostasien und ist ähnlich bitter wie die kleinere Grapefruit.

Genetische Studien ergaben, dass die Zitrone eine Kreuzung aus Zitronatzitrone und Pomeranze ist, die wahrscheinlich in der Region Assam im Nordosten Indiens entstand. Sie enthält besonders viel Zitronensäure und Vitamin C. Alle Pflanzenteile sind reich an ätherischen Ölen, die ihr ein intensives Aroma geben.

Die am häufigsten angebaute Zitrusfrucht ist eigentlich eine Kreuzung aus Mandarine und Pampelmuse. Die Portugiesen brachten sie im 15. Jahrhundert nach Europa.

POMERANZE

LIMETTE

GRAPEFRUIT

BERGAMOTTE

Auch Bitterorange genannt, ist sie wie ihre süße Schwester eine Kreuzung aus Mandarine und Pampelmuse. Sie wird hauptsächlich zu Orangeat und Marmelade verarbeitet.

Diese grüne Kreuzung aus Zitronen und der ­wilden Zitrusfrucht Citrus micrantha kommt vor ­allem in Cocktails wie ­Caipirinha und Mojito zum Einsatz.

Entstand um das Jahr 1750 auf der Karibikinsel Barbados als Rückkreuzung von Orange und Pampelmuse. Von Letzterer hat sie den bitteren Geschmack übernommen.

Die Kreuzung aus Pomeranze und Zitrone wird kaum gegessen. Doch die ätherischen Öle in ihrer Schale geben Parfums und dem berühmten EarlGrey-Tee ihr Aroma.

Citrus aurantium

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Citrus sinensis

Citrus limon

Citrus latifolia

Citrus paradisi

Citrus bergamia

 THE RED BULLETIN

GETTY IMAGES (9)

Citrus maxima


Reportage

Erntehelfer in Catania bei ihrer Arbeit.

Er drückt mir eine frisch ge­ pflückte Zitrone in die Hand, sie ist prall und saftig und verströmt ei­ nen Duft, der selbst nach mehrma­ ligem Händewaschen noch an den Fingern haften wird. Die berühmte Zitrone aus Syrakus, Sorte Femmi­ nello. Warum die so heißt? Ettore hält sich eine Frucht an die Brust und grinst. Am Stielansatz hat die­ se Sorte eine Wölbung, die an eine Brustwarze ­erinnert.

AM FRUCHTPARCOURS. Vom Dach der Industriehalle bei Syra­ kus ragen in grellem Gelb die Buch­ staben „Agrumi“ in den blauen Himmel – das italienische Wort für ­Zitrusfrüchte. Drinnen wieder dieser Duft, doch diesmal von abertausenden FEEL GOOD EDITION



Zitronen. Unglaublich intensiv, aber überraschend angenehm. „Ich rieche das gar nicht mehr“, sagt Salvatore Magliocco lachend. Er und seine Schwester Silvia gehören zu dem Familienunter­ nehmen, das seit Generationen auf vielen der Haine in der Umgebung Zitronen anbaut – auch auf jenem, den wir gerade besucht haben. Die beiden erwarten uns am Ein­ gang der Halle, in der die Früchte sortiert und verpackt werden. Es ist eine Art Wellnessbehandlung für Zitronen, durch deren Statio­ nen ­Silvia und Salvatore uns ­führen. Zuerst springen die Frücht­ chen vom Förderband in ein war­ mes Bad, dann kommt eine kalte Dusche und eine Massagebehand­ lung mit rauen Bürsten und feinen

Sortieren, waschen, polieren: Die Zitronen durchlaufen eine Wellnessbehandlung.

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Reportage

Zitronen-Fachmann und SunprodChef Walter Ansorge löst das Fruchtfleisch einer Zitrone aus.

Poliertüchern, damit die Schale schön glänzt. Eine Kamera erkennt automatisch Größe und Farbe der Früchte und sortiert sie entsprechend: Die schönsten und größten werden in Kartons verpackt und am Abend abtransportiert. Schon morgen stehen sie in Bioläden von Trient über Traunstein bis Tulln zum Verkauf. Doch was passiert mit den Zitronen, die davor aussortiert werden und in einem großen Metallbehälter landen? Jede von ihnen hat einen kleinen Makel: Die eine ist eigentümlich geformt, die andere zu klein, die nächste hat Flecken oder minimale Druckstellen. Im Supermarkt würden diese Sonderlinge liegen bleiben. „Dabei sind das meistens die besten!“, sagt Salvatore. Diese Gustostücke sind für die Weiterverarbeitung bestimmt.

KOSTPROBE. In der Fabrik presst man sie aus und erhitzt ihren Saft kurz auf über 60 Grad, um Keime abzutöten. Das Ergebnis ist eine 66  

Wer verzieht das Gesicht zuerst? Experte Ansorge und Redakteur Raffael Fritz verkosten Zitronen.

trübe, gelb-weiße Flüssigkeit, von der mir Sunprod-Chef Walter Ansorge einen Schluck in ein Glas einschenkt. Es ist genau der Zitronensaft, der später im Organics by Red Bull Bitter Lemon landet.

Nur in der Verdünnung entfaltet die Zitrone ihre ganze Kraft. Wir sind zurück in Catania, und nachdem wir so viele Zitronen gesehen haben, wird es Zeit, den berühmten Saft auch zu kosten. Erster Eindruck: eine leicht süßliche Note entfaltet sich beim Kontakt mit der Zunge. Aber vor allem ist die Flüssigkeit eines: extrem sauer. Ich verziehe unwillkürlich das Gesicht zu einer Grimasse. Zitronen-

Auch wenn alle Zitronen (fast) gleich aussehen, im Geschmack gibt es durchaus Unterschiede.

sommelier wird aus mir keiner mehr. „Daran gewöhnt man sich“, sagt Walter Ansorge und lacht. „Geben Sie mir um acht Uhr früh vor Geschäftspartnern ein Glas zur Verkostung und ich verziehe keine Miene.“ Ich nehme noch einen kleinen Schluck und lasse den Geschmack auf mich wirken. Eigentlich gar nicht so schlecht – wenn auch ziemlich intensiv. Die Zitrone ist eben eine sonderbare Frucht: Im Gegensatz zu fast allen anderen Früchten wird aus ihr kein Fruchtsaft hergestellt, den man einfach so trinken möchte – und trotzdem ist ihr Saft in unzähligen Erfrischungsgetränken enthalten. Nur in der Vermischung und Verdünnung entfaltet die Zitrone ihre ganze Kraft, die uns schon seit mehr als 2.000 Jahren in ihren Bann zieht. Nicht umsonst geht auf diese eigentümliche Frucht das Wort Limonade zurück – es kommt aus dem Französischen und bedeutet schlicht „Zitronenwasser“.

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WIR LIEFERN NICHT NUR SPIRITUOSEN. WIR LIEFERN HOCHPROZENTIGE


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Vier gewinnt!

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Wo in unserem Suchbild haben sich die vier Naturtalente versteckt? Finde die vier Dosen ORGANICS by Red Bull, und wir schicken dir einen 4er-Pack unserer Bio-Erfrischungsgetränke* zu!

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 THE RED BULLETIN


Wo sind wir?

Schau genau! Simply Cola, Bit­ ter Lemon, Ginger Ale und Tonic Water: Auf unserem Bild hat sich jedes ORGANICS Erfrischungs­ getränk einmal versteckt – in un­ terschiedlichen Größen. Kannst du die vier Naturtalente finden?

So kommst du zu deinem Gewinn: Markier die gefundenen Dosen deutlich mit einem Stift, mach ein Foto davon und schick dieses bis spätestens 15. Juni 2019 per E­Mail mit dem Betreff „ORGANICS Suchbild“ an info@redbull.com. Vollständigen Namen und Angabe deiner Postadresse nicht vergessen!

*Pro Teilnehmer ist nur eine Einsendung möglich. Gewinnspiel gilt nur in Österreich. Solange der Vorrat reicht. Unter allen Einsendungen werden 500 Probierpakete verlost. FEEL GOOD EDITION



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R EISEN


Travel

Koffer packen und einziehen

Ein Airstream in der Wüste Südkaliforniens. Eine gläserne Schlafkapsel in einem Steilhang in Peru. Ein Haus mit schrägen Wänden.  Warum in einem Hotel nächtigen, wenn man’s auch ­außergewöhnlicher haben kann? Eben. Redaktion: Waltraud Hable

1 9 6 0 ER­AIRSTREAM BAMBI

Design in der Wüste

Der Airstream, der hier im JoshuaTree-Nationalpark für Gäste bereitsteht, heißt Bambi. Eine Information, die man mit den Kojoten in der Umgebung vielleicht nicht unbedingt teilen sollte … 

AARON LYLES/PIXELLAB PHOTOGRAPHY & DESIGN

Joshua­Tree­Nationalpark, Kalifornien

Rund 250 Kilometer von Los Angeles entfernt, dort, wo die Mojave- in die ColoradoWüste übergeht, findet man sie: die end­ lose Weite, durchsetzt von fast surrealen Felsformationen, wundersamen Bäumen und Kakteen. Viele kommen nur für einen Tagesausflug in den Joshua-Tree-Nationalpark. Der wahre Zauber aber liegt darin, in der Wildnis auch zu übernachten. Und wenn’s wirklich unvergesslich werden soll, tut man das am besten in diesem OriginalAirstream Bambi aus den 1960er-Jahren. Der Kultwohnwagen wurde von einem stilsicheren Mutter-Tochter-Gespann res  71


Travel

Preis: ca. 125 Euro pro Nacht merchantmodern.com/on-the-road

Fast schon surreal schön: Schnee, Sterne und das Nordlicht

Kalifornischer Lifestyle trifft auf marokkanisches Flair: Dieser Airstream ist eine Welt für sich.

SCH N EE­ IG LU

Weiße Nächte Pyhätunturi, Finnland

Drei Dinge vorweg: 1. Nein, der Rücken wird nicht leiden. Im Schneeiglu, das Platz für vier Personen bietet, finden sich echte Betten mit herrlich bequemen Matratzen. 2. Sollte man trotzdem frieren, steht einem 24 Stunden lang ein Haus zum Aufwärmen zur Verfügung. 3. Am besten bucht man sich hier in einer klaren Nacht zwischen September und März ein. Dann nämlich kann man mit etwas Glück das Nordlicht erleben. Aber auch im Iglu selbst gibt’s was zum Staunen: In die Innenwände aus Schnee wurde kunstvoll ein riesiger Bär geschnitzt. Preis: ca. 110 Euro pro Nacht Info: luckyranch.fi 72  

 THE RED BULLETIN

AARON LYLES/PIXELLAB PHOTOGRAPHY & DESIGN, MERCHANTMODERN, ALEKSI MEHTONEN

tauriert und eingerichtet. Das Highlight aber findet sich vor der Wohnwagentür: Zum einen ist da die Holzveranda samt Lichterkette und Liegestuhl. Zum anderen – und jetzt kommt’s – steht mitten in der Wüstenlandschaft auch ein beheizter Whirlpool. In diesen klettert man idealerweise nachts, mit einem eisgekühlten Drink, um zufrieden zuzuschauen, wie sich am Firmament ein Stern nach dem anderen anknipst. Ein Tipp noch, bevor es losgeht: Als Reisender tut man gut daran, eine Schlafmaske mitzunehmen. Mit den ersten Sonnenstrahlen wird es im Airstream nämlich taghell, lichtundurchlässige Jalousien sucht man vergeblich ...


Travel

Was man hier nicht sieht: Das Sunrise House im Dschungel von Bali hat vier Stockwerke.

BAM B U S HAU S

Dschungel-Feeling

WILL WIRIAWAN - DAYLIGHT.PRO - FOR AIRBNB (2)

Bali, Indonesien

Dass der vierstöckige Bambusbau an den Ufern des Ayung-Flusses in Bali „Sunrise House“ heißt, kommt nicht von ungefähr: Das Dach in Form eines Blattes ist nach Osten hin geöffnet. Sprich: Vom Bett aus einen Sonnenaufgang zu genießen geht schon mal ziemlich gut. Auch fein: abends in der frei stehenden Badewanne liegen und dem Kreischen der Affen lauschen. Übrigens: Auf dem Anwesen gibt es noch weitere Häuser, die in Bäume und komplett aus Bambus gebaut sind. Preis: ca. 290 Euro pro Nacht, etwa über AirBnB oder über greenvillagebali.com FEEL GOOD EDITION



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Travel

360 Grad Natur pur

S K Y LO D G E ­ K A P S E L

Schwebe-Bett Cusco, Peru

Schwindelfrei und unerschrocken sollte man sein. Und eine gewisse Grundfitness mitzubringen schadet sicher auch nicht. Denn die durchsichtigen Schlafkapseln, die in 400 Meter Höhe in einer Felswand in Peru hängen und das heilige Cusco-Tal überschauen, sind nur über einen Klettersteig und eine enge Hängebrücke zu er­ reichen. Rund drei Stunden dauert der Aufstieg, der in Begleitung eines Guides erfolgt. In der Kapsel selbst heißt es dann: essen; die Aussicht genießen; schlafen. Und Kräfte tanken für den Abstieg. Preis: ca. 420 Euro pro Nacht Info: naturavive.com 74  

Aus der Vogelperspektive ist alles schöner – sogar der Sonnenuntergang.

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NATURA VIVE (3)

400 Meter über festem Boden thronen die Skylodges und sind nur per Klettersteig erreichbar. Toiletten gibt’s, eine Dusche ­dafür nicht.


Travel

KU B U S HAU S

GETTY IMAGES, THE WORLD FAMOUS SEASHELL HOUSE – CASA CARACOL – VIA AIRBNB, CUBEHOUSE ROTTERDAM - VIA AIRBNB

Verdrehte Welt Rotterdam, Niederlande

Eine schräge Unterkunft – nicht nur farblich. Die insgesamt 38 verbundenen Kubushäuser von Architekt Piet Blom sind allesamt Würfel, die jeweils um 45 Grad ge­dreht sind. Sämtliche Wände sind schräg (daran muss sich das Auge erst mal ge­ wöhnen), und nach oben hin wird’s eng: Im 3. Stock heißt’s Kopf einziehen. Kurz: Viel Stauraum darf man auf 100 Quadratmetern nicht erwarten. Außerdem sind Dusche und Toilette auf unterschiedlichen Etagen. Aber ein Erlebnis ist es allemal. Preis: ca. 200 Euro pro Nacht Zu buchen auf booking.com & AirBnB

Die Außenwände sind alle schief; das Ein­richten hat so manchen Interior Designer gewiss fast verzweifeln lassen.

Die schiefen Wände sind echt – und keine optische Täuschung

SEASHELL HOUSE

Meer erleben Isla Mujeres, Mexiko

Urlaub in einer gigantischen Muschel? Geht! Zumindest auf der mexikanischen Isla ­Mujeres, die 13 Kilometer vor der Küste Cancùns liegt. Hier hat Architekt Eduardo Ocampo für seinen Künstlerbruder in den 1990ern eine Ferienresidenz geschaffen, die das Meer designtechnisch aufgreift: Die Fenster haben die Form von Muscheln, die Wände sind geschwungen, innen führt eine schneckenförmige Treppe von oben nach unten. Zum Strand sind es 15 Minuten per Golfcart. Preis: ab ca. 220 Euro pro Nacht Zu mieten über AirBnB FEEL GOOD EDITION



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Best of Summerdrinks Erfrischend kreative Cocktails – mit und ohne Alkohol: 9 Barkeeper haben köstliche Kreationen mit Organics by Red Bull Ginger Ale, Tonic Water, Bitter Lemon und Simply Cola ins Glas gezaubert. Auf dich! Redaktion: Janina Lebiszczak  Fotos: Konrad Limbeck  Illustrationen: Claudia Meitert Produktion: Marion Batty, Eva Kerschbaum

Unsere Cocktail-Experten

Sammy

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Robert

Mario

Markus

Dieter

Damir

Annika

Bert

Katharina

 THE RED BULLETIN


THANASSIS KRIKIS/TRUNK ARCHIVE/MODEL: MARIANGELA BONANNI @ BRAND MODEL MANAGEMENT

Der beste Platz, um das Treiben am Strand zu beobachten: die Bar.


Drinks mit Simply Cola

Treat Yourself

Mario Hofferer

alkoholfrei

ist Chef der Agentur MH Cocktail Entertainment. Er setzte sich gegen 61 Nationen durch und sicherte Gold als „Cocktail World Champion“ für Österreich. mario-hofferer.com

1 Zweig Zitronenverbene 1/2 Stängel Zitronengras 4 Kaffirblätter 1,5 cl Rumsirup 1 cl Mandelsirup 3 cl Limettensaft 10 cl Organics by Red Bull Simply Cola SO GEHT’S: Alle Zutaten auf Würfeleis shaken und nach dem Absei­ hen mit Simply Cola auffüllen. Als Deko dienen ein Zucker­ gitter aus Isomalt, eine de­ hydrierte Orange und ein geflämmtes Marshmallow.

Holy Trinity alkoholisch

Sammy Walfisch

Inhaber von Botanical Garden, Wien. Für diese Kreation hat er sich von Klassikern wie Mojito, Cuba Libre und Daiquiri inspirieren lassen. botanicalgarden.at

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6 cl Bacardi Añejo Cuatro 3 cl Limettensaft 2 Barlöffel Staubzucker 1 cl Rohrzuckersirup 1 Handvoll Minze 1 Dose Organics by Red Bull Simply Cola

SO GEHT’S: Bacardi Añejo Cuatro, Limet­ tensaft, Zucker und Minze kurz und hart shaken. Alles in ein Glas gießen. Organics Simply Cola in einem Schlag­ obersspender aufschäumen, mit dem daraus gewonnenen Espuma den Drink aufgießen. Mit Limettenabrieb garnieren.

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Life

Holy Trinity

Treat Yourself

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The Bit ter The Bet ter

LimoncelloSpritz

Gartenzauber 80  

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Drinks mit Bitter Lemon

Damir Busic

ist Barkeeper im Liquid Diary in Innsbruck, trägt den Titel „World Class Bartender Austria 2018“ und ist ein Meister der Aromen. liquiddiary.com

Gartenzauber alkoholfrei 4 cl Seedlip Garden 2 cl hausgemachter Basilikum­ Orangenblüten­Sirup 3 cl Limettensaft 12 cl Organics by Red Bull Bitter Lemon 1 Spritzer Rhabarber Bitter Für die Deko: getrocknete Grapefruitscheiben und Zitronenthymian

SO GEHT’S: Alles in ein Glas geben, um­ rühren (oder zehn Sekun­ den im Shaker mixen) und mit Organics Bitter Lemon aufgießen. Dekorieren.

Bert Jachmann

Organisiert das Cocktailfestival „Liquid Market“ in Linz (17. Mai 2019) und in Wien (12./13. Juli 2019). liquidmarket.bar

Dieter Brandl

mixt in der Mayday Bar und der Threesixty Bar im Hangar-7, Salzburg. hangar-7.com

alkoholisch

Limoncello-Spritz alkoholisch 1 cl Limoncello 5 cl Prosecco auffüllen mit Organics by Red Bull Bitter Lemon

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The Bitter The Better

SO GEHT’S: Alle Zutaten mit Würfeleis in ein Weinglas füllen und mit Limette und Zitrone garnieren.

4 cl Burschik’s Vermouth 4 cl Nginious Smoked & Salted Gin 3 cl Reduktion von Organics by Red Bull Bitter Lemon 1/2 cl frischer Zitronensaft Espuma aus Organics by Red Bull Bitter Lemon Für die Deko: kandierte Zitronen­Chips SO GEHT’S: Alle Zutaten im Rührglas mit doppelt gefrosteten Eiswürfeln ca. zehn Sekunden kalt rühren, in ein vorgekühltes Coupette­ glas abseihen und mit Bitter­ Lemon­Espuma auffüllen.   81


Drinks mit Tonic Water

Nature’s Answer alkoholfrei 3 cl Minze­Petersilien­Essenz (cold drip infused) 6 cl Grüner Kaffee von Sonnentor (stark dosiert) 6 cl Organics by Red Bull Tonic Water 2 Spritzer Walnut Bitters (Bitter Truth) 1 cl Zuckersirup (2:1­Verhältnis) 1 cl Ascorbinsäure (verdünntes Vitamin C) Für die Deko: Minze und glasierte, gebackene Petersilie

Katharina Schwaller

ist Barkeeperin im Heuer am Karlsplatz, Wien, wurde 2018 „Barfrau des Jahres“ und ist obendrein Triathletin. heuer-amkarlsplatz.com

SO GEHT’S: Cocktailschale vorkühlen, alle Zutaten auf Eiswürfeln shaken und mit Organics Tonic Water aufgießen. Dekorieren.

Geht imme r: Eiswürfel für kühle Drinks.

Spring Tonic alkoholisch

Annika Kober

ist Barkeeperin im Oskar Leipzig, Leipzig, und hat auch eine Agentur für Showbarkeeping. oskar-leipzig.de

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4 cl Lillet Rosé auffüllen mit Organics by Red Bull Tonic Water Gurkensticks

SO GEHT’S: Lillet Rosé mit Würfeleis und eisgekühltem Organics Tonic Water auffüllen und mit Gurke garnieren.

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Nature's Answer

Spring Tonic

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Ingwer-Kick

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Ginphonie 2.0

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Drinks mit Ginger Ale

Ginphonie 2.0 alkoholisch 4 cl Hendrick’s Gin 2 cl Grand Marnier 2 cl St. Germain Holunderblütenlikör Saft einer Limette 2–3 Zweige Minze 1/2 Barlöffel Zucker aufgießen mit Organics by Red Bull Ginger Ale

Markus Brunner ist Barkeeper in der Franky Bar, Luzern. frankyluzern.ch

SO GEHT’S: Alle Zutaten hart shaken, doppelt abseihen, im Glas mit Organics Ginger Ale auf Eis aufgießen und mit Minze und Orangenzesten garnieren.

Für un sere n Kick brauch IngwerOrangen sc t’s zwei heiben .

IngwerKick alkoholfrei

Robert Pölzl

ist als „steirische Eiche mit Wurzeln und Flügeln“ auf der ganzen Welt am Shaken. billionbars.com

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1 Espresso 2 Orangenscheiben 1/4 Limette 2–3 Spritzer Orange Bitter 2–3 Tropfen Ingwerextrakt 5 cl Organics by Red Bull Ginger Ale Für die Deko: Orangenzesten

SO GEHT’S: Limette und Orangen in einen Shaker geben, dann Orange Bitter und Ingwerextrakt dazugeben und mit einem Stößel zerdrücken. Nun kommt Würfeleis und ein frischer Espresso in den Shaker. Nach dem Schütteln alles in ein Glas abseihen und mit Organics Ginger Ale auffüllen. Dekorieren.

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Haus­Party

Einfach wunderBAR

Irgendwas gibt es doch immer zu feiern. Mit diesen Teilen kommt Stil in die Sache – und in die eigenen vier Wände.

Shotgläser aus ­Himalaya­Salz. Ideal für Drinks, die nach ­einem leichten Salz­ geschmack verlangen, zum Beispiel Tequila. Vier Becher auf Akazienbrett, um € 34,95 erhältlich über radbag.at.

Barhocker mit Samtbezug, dicker Polsterung und nach unten aus­ gestellten Metallfüßen. Höhe: 72 cm. Um € 399,– bei purevelvet.at.

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Auf bewahrungsdose in Ananasform für Erdnüsse, Zuckerl oder Minischokoladen. Höhe: 20 cm. Um € 19,99 erhältlich bei butlers.at.

Cocktailshaker „Rocket“ von Viski. Fassungsvermögen: ca. 700 ml. Für Drinks zum Abheben. Ab ca. € 45,– über Amazon oder im Fachhandel.

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Equipment Positive Message: Poster „Gin“ im Holzrah­ men von Kruth Design. Maße: 20 × 30 cm, um € 39,99 erhältlich über juniqe.de.

TIPP: Filler wie Sekt oder Organics Tonic Water und ­Ginger Ale sollten in keiner Hausbar fehlen.

Barschrank „Kudra“ (Höhe: 107 cm) mit zwei Schubladen, fünf Glas­ und sechs Weinhalterungen. Folgt dank Rollen den Gästen und der Party. Von Safavieh um € 449,99, erhältlich über home24.at.

Meerjungfrau-Flaschenöffner mit Rettungsring für Kronkorken aller Art. Die Schönheit ist mit einer ­Messinglegierung überzogen. Um € 19,95, erhältlich über radbag.at.

Gins, made in Austria

Drei geschmacklich spannende Kandidaten, die auch optisch die Hausbar aufwerten. 1. Puristisch: Der steirische Pale Gin von Aeijst schmeckt nach Koriander, Wacholder und Zitrone. Um € 32,– erhältlich bei aeijst.at. 2. Würzig: Dieser Dry Gin zweier befreundeter Wachauer Winzer besticht mit feiner Rosmarinnote. Um € 49,90 erhältlich bei wildstueckgin.com. 3. Mutig: Der Dry Gin Brave von Rick aus der ­Steiermark wartet mit feurigen Pfefferaromen und Ingwerschärfe auf. Um € 39,90 erhältlich bei rick-gin.at.

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R EISEN

BAR ­ GU ID E

Happy Hour!

Spektakuläre Bars und Lokale in den schönsten Städten der Welt: wo man einmal im Leben auf sich selbst anstoßen sollte.

GETTY IMAGES

Redaktion: Mariella Reithoffer, Waltraud Hable

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Bar-Guide

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Bar-Guide

Bars mit Panorama-Blick

Du thronst über der Stadt, und die Welt liegt dir buchstäblich zu Füßen – gepaart wird das Ganze mit coolem Sound und spannenden Drinks.

Stockholm, Schweden

TAK

Der perfekte Platz für AfterWork-Drinks in Stockholm.

Mailand, Italien

TERRAZZA TRIENNALE

Tolle Drinks, klares Design – und das Ganze mitten im Grünen. „Che bello!“ Wir versprechen, auch ohne große Italienischkenntnisse wird man sich dazu hingerissen fühlen, diesen Seufzer beim Betreten der Osteria con Vista auf der Terrazza Triennale auszustoßen. Und das nicht nur wegen des Ausblicks auf das Finanzzentrum und auf den Parco Sempione, die grüne Lunge Mailands. Auch das Design und die Architektur des Dachpavillons sind eine 90  

Wohltat für das Auge. Das ­Ganze erinnert an ein modernes, vollverglastes Gewächshaus, dessen Seitenteile sich öffnen lassen. Abends, kurz vor Sonnenuntergang, wenn sich am Himmel Blau, Rot und Rosa abwechseln, entfaltet sich der volle Charme. Dazu: köstliche Drinks, gehobene, italienische Küche. Was will man mehr? Dolce vita in Reinform. Best Drink: „Il Bauscia“ mit Campari (eh klar), Grapefruitsaft, Agavensirup, Limette und Ginger Beer. Sound: entspannt Info: osteriaconvista.it

Vom Tak aus ist ganz Stockholm zu sehen.

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NICK OWUOR/ASTRO_NIC-1024513/UNSPLASH, TAK/WINGÅRDHS

Wie ein Gewächshaus auf einem Dach: Terrazza Triennale.

14 Stockwerke muss man bewältigen, um eine der besten Rooftop-Bars von Stockholm zu erreichen. Die Schweden sind ein feierfreudiges Völkchen – und das heißt: Im Sommer (der im hohen Norden bekanntlich nicht besonders lange dauert) eilt man nach dem Büro schnell hierher zum After-Work. Nachmittags gibt’s oft Barbecue. Best Drink: „Tak Martini“ mit Absolut Elyx, Sake und Manzanilla Sherry. Info: tak.se


Bar-Guide

Das Loft: 360-Grad-WienPanorama und eine künstlerisch wertvolle Decke.

Auf zu neuen Höhen

Paris KONG Eine Glaskuppel über den Dächern von Paris, an der Pont Neuf – mit Restaurant und toller Bar. Zur Fashion Week ist hier die Höllle los. kong.fr

Bratislava UFO

ABACAPRESS/DIDIER DELMAS, PICTUREDESK.COM, SALEK BOHUMIL, MANUEL TRUMM

Wien, Österreich

DAS LOFT

360-Grad-Panorama-Blick und Kunst-Ambiente. Wo soll man zu­erst hinschauen? Auf Wiens Innenstadt, die sich hier vom 18. Stock des Sofitels wie ein leiser Teppich vor einem ausbreitet und freie Sicht auf Stephansdom und Riesenrad bietet? Auf die eindrucksvolle Decke der Medienkünstlerin ­Pipilotti Rist, die abends alles in ein warmes, schmeichelndes Licht taucht? Auf die liebevoll gestaltete Barkarte? Langweilig wird einem hier jedenfalls nicht,

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schon gar nicht am Wochenende, wenn DJs auflegen. Best Drink: Die hauseigene Gin-Tonic-Kreation (Gintastic by SO/Vienna und Organics by Red Bull Tonic Water). Sound: Dope House Music. Latin, World Music. Dresscode: chic; keine FlipFlops, keine Sportschuhe. Info: so-vienna.com

Dass man hier die Kunst zu feiern beherrscht, sieht man auch am Design.

45 Sekunden braucht der Aufzug in die 95 Meter hoch gelegene Bar in Form eines UFOs – von der man bis zu 100 Kilometer weit sehen kann. redmonkeygroup.com

München DACHGARTEN Eine Bar auf dem Dach des Alpina Parkhauses am Stachus – perfekt nach einem Stadtbummel (und das Auto ist auch gleich gut abgestellt). kulturdachgarten.de   91


Bar-Guide

Feiern in Indoor-Oasen

Und plötzlich bist du in einer anderen Welt. Kunst, hängende Gärten, Lichtspiele: Es gibt so viel zu entdecken.

Die Wandmalereien im Fitzroy Social stammen von David Bromley.

Wien, Österreich

DOTS

Interieur, Drinks und Küche ergeben ein Gesamtkunstwerk.

Melbourne, Australien

FITZROY SOCIAL

Kunstgalerie, Hanging Garden und Trendsetter-Bar in einem. Was passiert, wenn man einem Gärtner und einem Künstler freie Hand gibt? Die Antwort lässt sich ansehen, in Form des Melbourner Szene-Lokals Fitzroy Social – das jetzt nicht nur über einen hängenden Garten verfügt, sondern sich auch ­keine Sorgen um die perfekte Wandfarbe machen muss: Die Mauern dort haben tausend Farben, denn der britisch-aus­ tralische Maler David Bromley tobte sich mit fünf riesigen 92  

Wandgemälden kreativ aus. Das Coole am Fitzroy Social: Es ist riesig, fast wie eine Halle, aber dabei gemütlich und entspannt. Letzteres gilt auch fürs Essen (Burger, Surf & Turf), die Preise und das Publikum. Best Drinks: Wir empfehlen, gleich eine „Punch Bowl“ zu ­ordern – die kostet rund 40 aus­ tralische Dollar, reicht für vier bis fünf Personen und wird mit Rum oder Gin zubereitet. Info: fitzroysocial.com.au

 THE RED BULLETIN

DOTS GROUP (2)

consectio. Utå eturehenihil in

Es war das erste Lokal, das Kunstsammler und Szenewirt Martin Ho in Wien gründete, mit damals gerade mal 19 Jahren. Mittlerweile ist Ho 32 und betreibt mehrere Clubs, Restaurants und sogar ein Hotel. Doch das Dots hat nichts von seinem Charme eingebüßt – im Gegenteil. An den Wänden hängt ein wilder Mix aus zeitgenössischer Kunst, serviert werden KreativSushi und -Maki, die schon mal mit Trüffeln oder Liptauer gefüllt werden. Und ja, auch die Drinks sorgen für Ahs und Ohs. Sound: House, Lounge Info: dots1060.at


Bar-Guide

Das Motto liegt im 5. Wiener Gemeindebezirk.

Noch mehr Design-Gustostückerl

Rom BOTANIKO Eine der experimentierfreudigsten Cocktailbars der Ewigen Stadt mit tollem Szene-Publikum: Hier werden Gewürze, Früchte und Kräuter wild gemischt, in die Bar ist ein Baumstamm integriert, um das Natur­ thema aufzugreifen. botanikoroma.it

Wien, Österreich

MOTTO

ATELIER KARASINSKI/MOTTO

Dschungel-Höhle, in der man die Zeit vergisst. Man fühlt sich, als würde man eine mystische Höhle betreten. Das liegt nicht nur an dem schweren Vorhang am Eingang. Vor allem das sinnliche Licht, die grünen Samtpolsterungen und die Palmenprints tragen dazu bei. Obendrauf gibt’s Kerzenständer mit Äffchen, Wandverputz im Shabby Chic und die wahrscheinlich schönsten Kellner und Barkeeper der Stadt.

FEEL GOOD EDITION



Ab 18 Uhr öffnet das Szenelokal seine Pforten, und oft schaut man erst nach Mitternacht das erste Mal wieder auf die Uhr, das hat ein Besuch hier so an sich. Wer Hunger hat, dem seien die hiesigen Klassiker Beef Tatar und Schinkenfleckerl ans Herz gelegt. Ach ja, im Sommer gibt es hier auch einen Garten. Best Drinks: die diversen Prosecco-Kreationen, die in Champagnerschalen serviert werden. Sound: Elektro, chillig Publikum Szene-People aller Altersklassen Info: motto.wien

Kopenhagen MANON Eigentlich ist das Manon Les Suites Guldsmeden ein junges, hippes Hotel mitten in Kopenhagen. Aber man muss nicht zwangsweise hier übernachten, ein Drink in der balinesischen Poollandschaft im 2. Stock tut’s auch. Und dann geht’s weiter zur Bar auf der Dachterrasse. guldsmedenhotels.com   93


Bar-Guide

Bars & Lounges

Auszeit mit Urlaubsfeeling: Hier kannst du in die Sonne blinzeln und auf den glitzernden Wasserhorizont schauen.

Amsterdam, Niederlande

SUPPERCLUB CRUISE

Ahoi, Party-People! Gleich drei Decks laden zum Feiern ein.

LakeSide: Loungefeeling in Reifnitz am Wörthersee.

Reifnitz, Österreich

LAKE SIDE

Sundowner direkt am Wörthersee. Am Südufer des Wörthersees und von außen leicht zu über­ sehen – würden da nicht all die schnittigen Edelkarossen vor dem Eingang parken – findet sich der wohl schönste Platz für einen Sundowner in Kärnten. Wer Glück hat bzw. rechtzeitig im LakeSide reserviert, kann in einer Lounge-Landschaft liegend das abendliche Farbenspiel am Horizont betrachten. Und idealerweise isst man hier auch gleich, die hochgelobte Küche ist sommerlich-leicht und teilweise exotisch inspiriert. 94  

Geöffnet: von Mitte Mai bis Anfang September, jeweils bis 22 Uhr. Best Drink: „The LakeSide Pipe“. Ein XL-Drink mit 12 cl Wodka oder Gin und Tonic. Sound: Electronic, Dance Publikum: Erfolg trifft Flip-Flops. Info: lakesidelounge.at

Ein Wochenende in Amsterdam geplant? Dann am besten schnell den Eventkalender der Supperclub Cruise aufrufen – mit etwas Glück findet demnächst eines der legendären Motto-Clubbings statt, und man kann sich noch Tickets sichern. Von „Bollywood“ bis „Karibik“ reicht die Party-Palette, die bis zu 500 Tanzwütige auf drei Decks durchfeiern lässt. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt: Man kann das Schiff auch für Privatveranstaltungen mieten, also zum Beispiel hier heiraten oder eine ganz große Geburtstagssause schmeißen. Info: supperclubcruise.nl

Hallo Amsterdam! In lauen Sommernächten kann man vom Außendeck die Skyline der Stadt genießen.

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Bar-Guide

Die beste Bar in Wien hat die besten Drinks

Sydney SEA DECK Ein Schiff im Stil des ­ oldenen Zeitalters von g Hollywood im Hafen von Sydney: mit VIP-Tischen, wechselnden Events und Blick auf die legendäre Harbour Bridge. Die ­hiesige Saison geht ­immer von Oktober/­ November bis April. www.seadeck.com.au

Burleigh Heads, Australien

RICK SHORES

GETTY IMAGES, DOMINIQUE JULIAN

Legendäres Lokal an der australischen Goldküste. Eine schönere Aussicht aufs Meer wird man an der gesam­ ten australischen Goldküste nicht finden – vor allem nicht, wenn man obendrein ausge­ zeichnet essen und trinken will. Nicht umsonst ist das Rick Shores regelmäßig auf der Liste der besten Restaurants Austra­ liens zu finden. Die panasiati­ sche Cuisine – ein gelungener Mix aus Thailändisch, Viet­

FEEL GOOD EDITION



Paris CONCRETE namesisch und Japanisch – zieht Gourmets in Scharen an. Dazu gibt es eine lange, sehr kreative Cocktailkarte. In anderen Wor­ ten: Reservieren ist hier Pflicht, denn die Vorzüge des Lokals ha­ ben auch andere schon erkannt. Best Drink: der Cocktail „Cast­ away“ mit Absolut Elyx, Kokos­ nussmilch, Amarenakirschen und Pistazien. Info: rickshores.com.au

Ein dreistöckiges Partyboot an der Seine für Techno- und House­ clubbings. Seit 2011 ein Fixstern im Pariser Nacht­ leben. Einmal im Leben sollte man hier die Nacht durchgetanzt haben. concreteparis.fr

Techno und House an der Seine   95


IMPRESSUM IDEE & ENTWICKLUNG Robert Hohensinn CHEFREDAKTEURIN Waltraud Hable CHEFREDAKTEUR THE RED BULLETIN Alexander Macheck CREATIVE DIRECTOR Erik Turek ART DIRECTORIN Esther Straganz FOTOCHEFIN Marion Batty MANAGING EDITOR Mariella Reithoffer AUTOREN & RECHERCHEWUNDER Raffael Fritz, Janina Lebiszczak, Holger Potye, Mariella Reithoffer CHEFIN VOM DIENST Marion Lukas­Wildmann LEKTORAT Hans Fleißner (Leitung), Billy Kirnbauer­Walek, Vera Pink LITHOGRAFIE Clemens Ragotzky (Leitung), Claudia Heis, Nenad Isailovic, Maximilian Kment, Josef Mühlbacher HERSTELLUNG Veronika Felder

FEEL GOOD EDITION Head of Commercial and Publishing Management Stefan Ebner Publishing Management Sara Varming (Ltg.), Mia Wienerberger Head of Creative Markus Kietreiber Commercial Design Peter Knehtl (Ltg.), Sasha Bunch, Simone Fischer, Martina Maier Creative Solutions Eva Locker (Ltg.), Verena Schörkhuber, Edith Zöchling­Marchart Anzeigendisposition Manuela Brandstätter, Monika Spitaler Produktion Walter O. Sádaba, Friedrich Indich, Sabine Wessig Office Management Yvonne Tremmel (Ltg.), Alexander Peham IT Systems Engineer Michael Thaler Vertrieb Peter Schiffer (Ltg.), Klaus Pleninger, Nicole Glaser, Yoldaş Yarar

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Ähem … und du so? 12 schnelle Fragen, die jedes Gespräch in Gang bringen. Wenn du einen Tag lang die Welt regieren und genau eine Sache verändern könntest - was würdest du machen? Was ist dein geheimes Naturtalent?

Wann hat sich dein Leben zuletzt angefühlt wie ein Abenteuer? Was teilst du nicht?

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Was ist die kurioseste Geschichte über dich, die stimmt?

Woran denkst du, wenn du an etwas Schönes denken möchtest ?

Welche Hoffnung wirst du niemals aufgeben? Das beste Kompliment, das dir ein Mann / eine Frau je gemacht hat?

Welche drei Songs sind der Soundtrack deines Lebens?

Gin oder Tonic? Feiern oder chillen? Z itrone oder Orange?

Welche Telefonnummer kannst du auswendig?

Laut Sternzeichen bist du geboren, um zu …?

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