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Otello Giuseppe Verdi 路 Premiere 20. Oktober 2011

Nr. 3 Spielzeit 2011/2012 Spielplan bis 14. Januar 2012


CO2 132 g/km bedeutet 13% weniger

Der neue Audi A6 Avant mit Audi Leichtbautechnologie. Einer der vielen Vorteile der Audi Leichtbautechnologie besteht darin, dass ein leichteres Auto weniger Treibstoff verbraucht und somit weniger CO2-Emissionen verursacht. Beim neuen Audi A6 Avant 2.0 TDI sind dies im Vergleich zum Vorgängermodell 13 Prozent weniger. In der gesamten Baureihe wurde zudem der Treibstoffverbrauch um bis zu 21 Prozent reduziert. So können Sie länger fahren – für weniger. www.audi.ch/a6avant Audi A6 Avant 2.0 TDI, 130 kW (177 PS), 1968 cm3. Normverbrauch gesamt: 5,0 l/100 km. CO2-Emissionen: 132 g/km (188 g/km: Durchschnitt aller Neuwagenmodelle). Energieeffizienzkategorie A.


opernhaus zürich Intendant Alexander Pereira Chefdirigent Daniele Gatti Ballettdirektor Heinz Spoerli

Vierzig Jahre liegen zwischen Giuseppe Verdis erster Shakespeare-Oper «Macbeth» (1847) und seiner nächsten «Otello» (1887). Obwohl er Shakespeares Stücken lebenslang die grösste Bewunderung entgegenbrachte, fand es der Komponist nicht einfach, sie in den musikdramatischen Stil des 19. Jahrhunderts zu übersetzen. Der Versuch einer Vertonung des «King Lear» schlug fehl, und erst viel später – Verdi meinte bereits das Ende seiner Komponistenkarriere erreicht zu haben – sollte er seine Laufbahn mit den beiden Shakespeare-Meisterwerken «Otello» und «Falstaff» krönen. «Othello», Shakespeares berühmte Eifersuchtstragödie, gehört zu den grossen Bühnenwerken der Weltliteratur und erfuhr durch Verdi eine kongeniale musikalische Ausdeutung. Hier erreicht sein Ringen um ein modernes Musikdrama italienischer Prägung seinen Höhepunkt und seine Vollendung. Für unsere Neuinszenierung von «Otello» konnten wir mit Graham Vick einen der grossen britischen Theater- und Opernregisseure gewinnen, der sich nun erstmals in Zürich vorstellt. In vielen Inszenierungen beim Glyndebourne Festival, am Royal Opera House Covent Garden und nicht zuletzt mit seiner eigenen Birmingham Opera Company hat er seinen hervorragenden Ruf unter Beweis gestellt. Einmal mehr arbeitet er bei «Otello» mit seinem langjährigen Bühnen- und Kostümbildner Paul Brown zusammen. Am Pult des Orchesters der Oper Zürich steht Chefdirigent Daniele Gatti, der sich nach seinen jüngsten Erfolgen mit Verdis «Falstaff» und Wagners «Parsifal» in dieser Saison mit drei weiteren Gipfelwerken des Musiktheaters an unserem Hause auseinandersetzen wird. Neben «Otello» wird er auch die Neuproduktionen von Wagners «Meistersingern von Nürnberg» und Hindemiths «Mathis der Maler» dirigieren. Leider ist Peter Seiffert, der in dieser Inszenierung sein Rollendebüt als Otello geben sollte, an einer schweren Bronchitis erkrankt, die ihn daran hindert, an den für dieses Debüt unverzichtbaren Proben teilzunehmen. Deshalb kann er erst später in die Produktion einsteigen. An dieser Stelle bin ich ausserordentlich glücklich, dass José Cura, der heute weltweit zu den bedeutendsten Otello-Interpreten zählt, sich aus grosser Verbundenheit mit dem Opernhaus Zürich bereit erklärt hat, in der Premiere und fünf Folgevorstellungen die Titelrolle zu singen. Als Jago gibt Thomas Hampson sein mit Spannung erwartetes Rollendebüt und fügt seinem Verdi-Repertoire eine der wichtigsten Baritonpartien hinzu. In der Rolle der Desdemona freuen wir uns auf Fiorenza Cedolins, die uns zuletzt als Amelia in «Un ballo in maschera» begeistert hat. Erstmals an unserem Haus ist der junge rumänische Tenor Stefan Pop zu erleben, der die Partie des Cassio übernommen hat. Vervollständigt wird die Besetzung durch Judith Schmid als Emilia, Benjamin Bernheim als Roderigo, Tomasz Slawinski als Montano und Pavel Daniluk als Lodovico. Mit herzlichen Grüssen Ihr

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DAS NEUE DU IM OKTOBER 2011

Unser Hirn – Das Rätsel ist die Lösung abo@du-magazin.com +41(0)44 266 85 62 www.du-magazin.com


Wachgeküsst: Dornröschen

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Nicht unbedingt märchenhaft, aber voll Witz und mit tänzerischer Bravour erzählt der schwedische Choreograf Mats Ek zu Tschaikowskis unsterblicher Musik die anrührende Geschichte einer gefährdeten jungen Frau.

Anna Netrebko singt Donna Anna

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Zur Wiederaufnahme von Sven-Eric Bechtolfs Mozart-Inszenierung ist nicht nur der Don Giovanni mit Carlos Álvarez prominent besetzt; als Donna Anna konnte das Opernhaus Zürich Weltstar Anna Netrebko verpflichten.

Brahms-Requiem mit Maestro Gatti

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Das 1. Philharmonische Konzert der Saison ist zugleich der Auftakt zu einer zyklischen Beschäftigung des Opern-Orchesters mit dem sinfonischen Werk von Johannes Brahms. Die Leitung hat Chefdirigent Daniele Gatti.

Premiere Otello

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Premieren-Rückblick Die Nase

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Zürcher Ballett Rückblick Dornröschen Der Nussknacker

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Wiederaufnahme Don Pasquale Don Giovanni

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In memoriam

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Konzerte Foyer Musical 1. Philharmonisches Konzert

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Spielplan

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Bedingungen + Preise

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Premiere

Donnerstag, 20. Oktober 2011, 19.00 Uhr Letzte Neuinszenierung am Opernhaus Zürich in der Saison 2001/02 In italienischer Sprache Mit deutscher und englischer Übertitelung

Otello Dramma lirico in vier Akten von Giuseppe Verdi (1813-1901) Libretto von Arrigo Boito nach der Tragödie «Othello» (um 1603) von William Shakespeare Uraufführung: 5. Februar 1887, Teatro alla Scala, Mailand Musikalische Leitung Daniele Gatti Inszenierung Graham Vick Bühnenbild und Kostüme Paul Brown Lichtgestaltung Jürgen Hoffmann Choreinstudierung Jürg Hämmerli Otello José Cura / Peter Seiffert Desdemona Fiorenza Cedolins / Barbara Frittoli Jago Thomas Hampson* / Anthony Michaels Moore Cassio Stefan Pop* Emilia Judith Schmid* / Stefania Kaluza* Roderigo Benjamin Bernheim* Lodovico Pavel Daniluk Montano Tomasz Slawinski* Ein Herold Evgeny Sevastayanov°* * Rollendebüt / °Mitglied des IOS Orchester der Oper Zürich Chor der Oper Zürich Zusatzchor, SoprAlti und Kinderchor der Oper Zürich Statistenverein am Opernhaus Zürich Mit Unterstützung von UBS Weitere Vorstellungen So 23. Okt. 20.00 Premieren-Abo B Mi 26. Okt. 19.00 Mittwoch-Abo B So 30. Okt. 14.00 Sonntagnachmittag-Abo A So 6. Nov. 14.00 Sonntagnachmittag-Abo B So 13. Nov. 14.00 Freier Verkauf Di 22. Nov. 19.00 Dienstag-Abo 5 So 27. Nov. 14.00 Misch-Abo, Verdi-Abo So 1. Jan. 20.00 Freier Verkauf Do 5. Jan. 19.00 Migros-Abo B So 8. Jan. 20.00 Sonntagabend-Abo B Do 21. Juni 19.00 Donnerstag-Abo A Zum letzten Mal in dieser Spielzeit So 24. Juni 20.00 Kombi-Abo

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Otello Giuseppe Verdi Der Mohr Otello, Statthalter von Zypern, ist ein erfolgreicher Feldherr. Siegreich kehrt er aus einer Schlacht gegen die Türken zurück. Doch der von ihm geschmähte Fähnrich Jago will sich an dem «Löwen von Venedig» rächen – und entwickelt einen teuflischen Plan, um Otellos Eifersucht zu schüren. Er setzt eine Mechanik von Korruption und Misstrauen in Gang, an deren Ende Otello seine junge, scheinbar des Ehebruchs überführte Ehefrau Desdemona tötet. Verdis geniales Spätwerk steht im Verdacht, die Dramen-Vorlage William Shakespeares noch übertroffen zu haben. Es gilt als grösste italienische tragische Oper des 19. Jahrhunderts und als triumphale Antwort der italienischen Kunst auf den unaufhaltsamen Siegeszug Richard Wagners in Europa. Chefdirigent Daniele Gatti und der britische Regisseur Graham Vick brennen für das Meisterwerk.

Kein Mitleid mit Otello – Ein Gespräch mit Graham Vick Graham Vick, es scheint nahe zu liegen, einen britischen Regisseur mit der Inszenierung einer Oper zu betrauen, die auf einer Tragödie William Shakespeares basiert. Doch wie nah sind sich Verdi und Shakespeare wirklich? Natürlich hat man als Engländer einen besonderen Bezug zu Shakespeare, da er einen als Autor in Grossbritannien von Kindheit an begleitet. Daraus jedoch einen wie auch immer gearteten Besitzanspruch abzuleiten, ist Unsinn. Schliesslich gehört Shakespeare heute der ganzen Welt. Was Verdis Oper angeht, so atmet sein «Otello» für mich viel weniger den Geist Shakespeares als etwa «Simon Boccanegra» und «Don Carlos», obwohl diese beiden Werke nicht einmal auf einem seiner Dramen basieren. Bei «Otello» erscheint die Shakespeare-Vorlage vor allem gebrochen durch das Prisma Arrigo Boitos. Es ist Verdi, der mit seiner detaillierten Werkkenntnis und übergrossen Leidenschaft für Shakespeares für die musikalischen Höhepunkte in «Otello» sorgt. Mir erscheint Boitos Transformation der Shakespeare-Vorlage in ein Libretto häufig überakzentuiert und selbstverliebt, so dass die grosse Herausforderung für den Regisseur darin besteht, die eigentliche Antwort Verdis auf das Shakespeare-Stück freizulegen.

Allgemein wird die Zusammenarbeit von Verdi und Boito bei «Otello» und in noch stärkerem Masse bei «Falstaff» als ein Gipfelpunkt dessen gesehen, was in der Zusammenarbeit eines Komponisten mit seinem Librettisten möglich ist ... ... wobei aber das Ego Boitos an vielen Stellen durchschimmert. Jedes Detail einer Opernproduktion musste seiner Kontrolle unterworfen sein. So findet sich in seinem eigenhändig verfassten, mehr als hundertseitigen Aufführungsbericht eine genaue Analyse aller auftretenden Charaktere. Im Fall seines eigenen «Mefistofele» analysiert Boito nicht nur die Charaktere, er schreibt die Farbe der Perücken vor, den Schnitt der Kostüme, die Bewegungsabläufe auf der Bühne und die Beleuchtung. Sein phantastisches Vorstellungsvermögen geht einher mit einem regelrechten Kontrollzwang. Die dadurch entstehende Enge und Undurchlässigkeit ist völlig untypisch für Shakespeare. Die Shakespeare-Bühne war von einer enormen Kraft, Vitalität und auch Ungeschliffenheit gekennzeichnet: In das elisabethanische Theater kamen die Leute von der Strasse herein. Sie standen vor der Bühne und signalisierten durch Zurufe, ob das, was sie sahen, ihr Unterhaltungsbedürfnis befriedigte oder nicht. Man verlangte nach Spass,


aber ebenso nach guten Geschichten mit Tiefgang, die dem Publikum etwas von seiner eigenen Existenz begreiflich machten. Boitos Libretto ist für das Mailänder Grossbürgertum am Ende des 19. Jahrhunderts bestimmt und gibt sich entsprechend anspruchsvoll und selbstbewusst intellektuell. Er versucht, eine Faust-Mephisto-Dualität in sein Opernlibretto zu integrieren. Bei Shakespeare ist sie nicht zu finden, und auch Verdi hat sie nicht komponiert. Ein farbiger Titelheld war bei den ersten «Othello»-Aufführungen vor 400 Jahren eine Sensation. Warum wirkt die besondere Rezeptionsgeschichte dieser Tragödie in so starkem Masse nach? Zur Zeit der ersten «Othello»-Vorstellungen gab es keinen einzigen Schwarzen im Zuschauerraum eines Theaters. Der schwarze Mann auf der Bühne erschien dem Publikum als eine exotische wilde Kreatur. Inzwischen hat sich das Publikum verändert. In Grossbritannien ist es heute fast undenkbar, die Rolle mit einem weissen Darsteller zu besetzen. Es gilt innerhalb der britischen Theater- und Gesellschaftskultur als völlig inakzeptabel, einen weissen Darsteller – für welche Rolle auch immer – schwarz zu schminken. Das demonstriert das Problem, das wir in der Theaterwelt mit einer von der Hautfarbe unabhängigen Besetzung haben. Dabei sollte doch jedem klar sein, dass es sich im Theater bei der Wahrheit, nach der wir suchen, um eine theatralische Wahrheit auf der Bühne handelt, die mit der Realität nicht identisch ist. Ich fände es schade, wenn nur noch farbige Tenöre eine Rolle wie Otello singen würden. In ein paar Jahren, so hoffe ich zumindest, hat man diese Reglementierung vielleicht überwunden. Ich kann gut verstehen, dass es auf einen Farbigen anstössig wirken muss, auf der Bühne die schwarz geschminkte Imitation seiner selbst zu sehen. Doch heute, wo unsere Grossstädte durch ethnische Vielfalt geprägt sind, sollte diese Entwicklung auch im Theater ihren Niederschlag finden. Wenn unsere Kunst wirklich

José Cura bei den Proben zu «Otello»

so bedeutsam ist, wie wir immer behaupten, müssen wir dafür sorgen, dass auch jeder Zugang zu ihr bekommt. Und gerade da, wo es um das Thema Rassenzugehörigkeit geht, sollte man das ausdrücklich thematisieren und sich nicht mit gönnerhaften und bevormundenden Täuschungsmanövern aus der Affaire ziehen. Wir haben uns daran gewöhnt, den edlen Wilden Otello als bemitleidenswertes Opfer von Jagos Intrige zu sehen. Doch offenbar sitzen wir da einem Irrtum auf ... Der Umstand, dass Otello traditionell mit einem schwarz geschminkten weissen Tenor besetzt wird, hat zur Folge, dass auf diese Weise völlig unbegründete Sympathien für diesen «edlen Wilden» geweckt werden. Weil er

schwarz ist, so meint man, könne er nur der Held und nicht der Schurke sein. Diese Noblesse Otellos ist ein Phantasieprodukt, doch eben dieser Phantasie fällt Desdemona zum Opfer. Sie hat sich in den in Ketten geschlagenen schwarzen Sklaven verliebt, der in der sengenden Hitze der Wüstensonne unvorstellbares Leid erdulden musste und für seine Freiheit kämpfte. Desdemona erkennt nicht, dass diese Phantasievorstellung nichts mit Otellos wahrem Charakter zu tun hat. Das Publikum jedoch sollte sich nicht von ihm verführen lassen, sondern einfach dem Drama folgen. Die Frage, die es zu stellen gilt, ist einfach: Nur angenommen, Jago hätte tatsächlich die Wahrheit gesagt und Desdemona hätte Otello wirklich mit Cassio betrogen: Gäbe das Otello wirklich das Recht, sie zu töten?

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Thomas Hampson

Hier liegt der Dreh- und Angelpunkt von Otellos Charakter und eben auch eine gewisse dramaturgische Nachlässigkeit. Man darf nicht übersehen, dass es sich bei der Tötung Desdemonas um einen kaltblütig geplanten Mord handelt. Das ist ein Ehrenmord, wie er heute in Pakistan, Afghanistan oder auch in Grossbritannien wie fast selbstverständlich an der Tagesordnung ist. Ein Mann mit diesem verbrecherischen Potential kann keine edle Figur sein. Desdemonas Ermordung ist keine Tötung aus Leidenschaft, sondern der kaltblütige Akt eines Berufskillers. Otello muss als Mensch wie jeder andere gesehen werden und hat kein Anrecht auf den Bonus des edlen Wilden. Er hat seine Identität verloren. Identität ist ein Schlüsselwort für das Stück, denn sie geht immer mit einem Zugehörigkeitsgefühl einher – zu einer Gruppe, einer Familie, einer Gesellschaft. Derjenige, der von aussen kommt, durchläuft einen tiefgreifenden Assimilationsprozess, der viel mehr umfasst als das Spielen einer Rolle, sondern deren wirkliche Verinnerlichung. Eine derart schwer errungene Stellung ist leicht zu untergraben. Die aus Halbwahrheiten gespeiste Saat des Zweifels kann an den Grundfesten rütteln, auf denen eine Person oder eine Gesellschaft ruhen. Unsicherheit auszunutzen

Pavel Daniluk, Thomas Hampson

Fiorenza Cedolins und Graham Vick

und mit den Ängsten zu spielen, verleiht Macht. Otello muss erfahren, wie seine Unsicherheit ausgenutzt wird. Er hat eine weisse Frau geheiratet und weiss, dass er sie nicht wirklich besitzt. Die Glorie, die ihn als Feldherrn umgibt, ist nicht von Dauer. In dem Augenblick, wo man ihn nach Zypern entsandt und er dort seine Schuldigkeit getan hat, wird er auch schon wieder abberufen. Er wird nur benutzt, wenn er gebraucht wird. Er dient sich dem Christentum an, ohne dessen Grundgedanken wirklich zu verinnerlichen. Es geht ihm um Rache, nicht um Vergebung – eine Rückkehr zum Alten Testament! Sein unglaublich negativer Monolog im dritten Akt («Dio! mi potevi scagliar») zeigt, wie er sich ganz bewusst dem Mitleid verschliesst, bis zum Ende Recht behalten will und sein Leiden nur mit einer Bluttat beenden zu können meint. Worin sehen Sie Gründe für Otellos Scheitern? Otello ist kein Opfer. Er allein ist für seine Handlungen verantwortlich. Jago gelingt es beinahe mühelos, Otello dorthin zu bringen, wo er ihn haben will. Otello ist nicht zu bedauern, weil er von Jago manipuliert wird. Bedauern kann man allenfalls den von Eifersucht

Benjamin Bernheim

zerfressenen Mann. Wer Eifersucht erlebt hat, weiss, dass es eine der schrecklichsten und zerstörerischsten menschlichen Erfahrungen ist. Aber sie gibt uns nicht das Recht, über Leben und Tod zu entscheiden. Otello ist nichts als eine Imitation – die Imitation eines weissen Mannes. Ein Leben lang hat er versucht, ein Weisser zu sein, auch wenn alle Welt in ihm immer nur den Schwarzen sieht. Es geht um die Frage nach der eigenen Identität: Wer bist du? Wer glaubst du zu sein? Als wer willst du wahrgenommen werden? Otello ist zerrissen zwischen seiner Hautfarbe und dem Zwang, sie zu verleugnen. Schwarz – das bedeutet für ihn Sklaverei, Afrika und die Unerreichbarkeit einer Frau wie Desdemona. An diesem Konflikt muss er zerbrechen. Er ist eine grossartige Kampfmaschine und wird doch nie ein Politiker sein. Er wird es nie wirklich bis ganz nach oben schaffen. Doch auf dem Weg dorthin hat er bereits so viel von seiner Persönlichkeit verkauft, dass ihm das Gefühl für sich selbst abhanden gekommen ist und bei ihm Tür und Tor für Manipulation und Schizophrenie geöffnet sind. In dem Versuch, sich in ein System einzupassen und im Scheitern an diesem System liegt das Tragische des Stückes. Bin ich ehrlich zu mir selbst, oder glaube ich den Schmeicheleien über mich?


Stefan Pop

Otello hat schon so viele Lügen über sich selbst verinnerlicht, dass Jagos Verleumdungen nicht mehr viel ändern. Am Beginn hören wir Otellos stolze Verkündigung: «Der Muselmanenhochmut ist im Meer versunken!» Doch zu den Muslimen, die er da vernichtet hat, hat er einst selbst gehört! Das zweite Wort im «Victoria»-Chor ist «sterminio» – Vernichtung! Nicht Unterwerfung, sondern Ausrottung. Auf dem Weg vom Sklaven zum General muss der von seinem Ehrgeiz angestachelte Otello aufs Ganze gehen, halbe Sachen sind seine Sache nicht. Wie viele Morde hat er begangen, wie viele Vergewaltigungen, wie viel Manipulation geduldet, um seine Position zu erlangen! Dass die Oper ursprünglich den Titel «Jago» tragen sollte, spricht für die bedeutende Rolle, die Verdi und Boito auch dieser Figur zugemessen haben. Das hat sicher sehr viel mit Victor Maurel, dem Jago der Uraufführung, zu tun. Ihm eilte der Ruf eines begnadeten Sängerdarstellers voraus, und man wusste, dass man von ihm ein faszinierendes Rollenporträt erwarten durfte. In Shakespeares Drama ist Jago mit Abstand der interessanteste Charakter, in der Oper geht er irgendwie unter. Er hat seine grossen Momente, doch seine letzten Aktionen schlagen fehl, und am Ende rennt er davon. Mit Jagos «Glaubensbekenntnis», einer Erfindung Boitos, wird natürlich eine Brücke zu dem aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. stammenden Lehrgedicht «De Rerum Natura» des römischen Dichters und Philosophen Titus Lucretius geschlagen. Die Vorstellung, aus dem Nichts zu kommen und zu nichts zu werden, und das auf die Spitze getriebene «La morte è nulla», das grenzte für das katholische Publikum in Mailand an Blasphemie. In unserer Zeit, wo bereits menschliche Embryonen geklont werden und Politiker weltweit nach einer schlüssigen Haltung zur Genforschung suchen, gewinnt dieses Credo eine ganz neue Brisanz.

Fiorenza Cedolins und Graham Vick

Zypriotische Hafenbefestigungen oder venezianische Kriegsschiffe wird man in Ihrer Inszenierung also vergeblich suchen ... Einer Oper wie «Otello» kann ich mich nicht nähern, ohne in irgendeiner Weise auf die tiefgreifenden globalen Veränderungen der letzten zehn, fünfzehn Jahre zu reagieren. Womit soll ich anfangen? In Birmingham, wo meine Company beheimatet ist, gibt es keine ethnische Mehrheit mehr. Raketen mit der Aufschrift «Die Rache Gottes» sind Realität und Ausdruck weltumfassender Glaubensauseinandersetzungen. Ehrenmorde, Immigrantenprobleme, Finanzkrisen ... Wir leben in einer Gesellschaftsordnung, die uns in Angst versetzt. Im ausgehenden 19. Jahrhundert mit seinen klar gezogenen Grenzen konnten all die vielen Nationalopern entstehen. Im Italien des Risorgimento konnte man sich für seinen Verdi begeistern und in Deutschland mit den «Meistersingern» die «heilige deutsche Kunst» feiern. Man wusste, wo man zu Hause war. Dieses Bewusstsein kommt uns abhanden. Wir werden nicht mehr

José Cura

von Regierungen, sondern von ganz anderen Mächten regiert, und deren Reichweite endet nicht da, wo wir mit einem Reisepass hingelangen können: Im Cyberspace begegnen wir Mächten, deren territoriale Streitkräfte nichts mehr mit dem Planeten Erde zu tun haben. Wir wissen nicht mehr, wer wir selber sind und wem wir vertrauen können. In meiner Jugend musste man sein Foto für den Pass von einer «responsable person», also einem Bürgen, unterschreiben lassen. Das konnte damals ein Bankmanager sein. Heute ist der Bankmanager ein neues Feindbild. Und es macht doch auch keinen Sinn, einen schwarzen Exoten auf die Bühne zu stellen, wenn der US-Präsident Barack Obama heisst. Wir erzählen keine Gute-Nacht-Geschichte. Auf den «Otello» von Verdi und Boito reagiere ich als jemand, der in dieser Welt und in dieser Zeit zu Hause ist. Ich versuche nicht, das Stück zu verändern, sondern es lediglich zu der Welt, in der ich lebe, in Beziehung zu setzen. Gesprächspartner von Graham Vick war Michael Küster.


Premiere

Nach dem grossen Erfolg mit Verdis «Falstaff» steht Chefdirigent Daniele Gatti ab 20. Oktober auch bei «Otello» am Pult des Orchesters der Oper Zürich – einer Oper, die ihn seit seiner Jugendzeit begleitet und seine Entwicklung zum Operndirigenten entscheidend beeinflusst hat. Tief beeindruckt verfolgte der damals 15-jährige Daniele 1976 am Fernsehschirm die Eröffnung der Scala-Saison. Erstmals wurde eine Oper live im italienischen Fernsehen übertragen: Carlos Kleiber dirigierte, mit Plácido Domingo, Mirella Freni und Pietro Cappuccilli hatte man eine glanzvolle Besetzung versammelt, und die Inszenierung von Franco Zeffirelli sollte das Bild von «Otello» für Generationen prägen. «Damals», so meint Daniele Gatti, «hat mich die Inszenierung wahrscheinlich mehr beeindruckt als die Musik, aber zumindest war mein Interesse geweckt. Ich besorgte mir die Partitur und eine Aufnahme, begann die Musik zu verfolgen und wurde von einer wahren Verdi-Leidenschaft erfasst, die mich schnell auch zu den anderen Verdi-Opern greifen liess.» Tatsächlich sollte Verdi denn auch der erste Operkomponist sein, den Daniele Gatti dirigierte: Gerade 21 war er bei «Giovanna d’Arco», und in den folgenden acht Jahren bis zum «Rigoletto» arbeitete er sich quer durch das Belcanto-Repertoire, dirigierte Rossini und Bellini und folgte so einem Weg, den Verdi selbst gegangen war: «Am Beginn seiner Karriere war Verdi diesen Komponisten sehr verpflichtet, und als junger Dirigent konnte ich hier in der Praxis erproben, welche Anforderungen er an Vokalität und Stil stellt.» Nach einem ersten «Otello» am Royal Opera House Covent Garden im Verdi-Jahr 2001 und einer Inszenierung an der Wiener Staatsoper ist der neue Zürcher «Otello» bereits der dritte, den er dirigiert. Dabei dämpft er Erwartungen, dass die besonders intime Atmosphäre des Zürcher Opernhauses einen besonderen Einfluss auf seinen Zugang zur Partitur haben könnte, denn, so Daniele Gatti, «Verdi ist von sich aus schon sehr intim. Das echte Drama findet in

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den Duetten und Soloszenen statt. Natürlich fordern Sturmmusik, der ‹Fuoco di gioia›Chor und das Concertato im dritten Akt ihren Tribut, aber 70 Prozent der Oper liegt bei den Protagonisten: Otello, Jago und Desdemona.» Einen grossen Einfluss auf Daniele Gatti hatte Arturo Toscanini, der bei der Uraufführung 1887 als zweiter Cellist im Orchestergraben sass und einem in seiner Aufnahme «an vielen Stellen den Eindruck vermittelt, dass Verdis Oper noch viel mehr vom Theatergeist durchwoben ist als die Tragödie Shakespeares». Auch Gatti versucht in den Verdi-Opern, dem Drama nachzuspüren. «Verdi baut in ‹Otello› einen grossartigen Spannungsbogen auf, der aber immer wieder von Einsprengseln unterbrochen wird. Die von der Musikwissenschaft so viel beschworene Überwindung der Nummernoper in ‹Otello› ist nur die halbe Wahrheit. Natürlich ist das eine andere Struktur als im ‹Trovatore› oder in ‹Aida›. Doch allein im ersten Akt gibt es gleich vier derartige Einschübe: den Sturm, den ‹Fuoco di gioia›-Chor, das Brindisi und das Liebesduett. Wir kennen das aus dem Film: In dem Masse, wie das Drama fortschreitet, gibt es Unterbrüche nach dem Motto: Moment bitte! Und es sind diese Verzögerungen, die die Spannung steigern.» Dass insgesamt sechzehn Jahre zwischen «Aida» und «Otello» liegen, ist für Daniele Gatti Ausdruck für die Überwindung einer Lebenskrise Verdis: «Nach ‹Aida› lastete ein enormer Druck auf dem Komponisten. Man darf nicht vergessen, dass sich der Wagnerismus in den 1860er Jahren auf dem Vormarsch befand. Während Verdis Beschäftigung mit ‹Aida› fand in Bologna die erste Wagner-Premiere in Italien statt. Für Verdi war das der Moment, über diese Entwicklungen

nachzudenken und sich die Frage zu stellen: Wohin gehen wir mit unserem italienischen Stil? Es spricht für Verdis Sensibilität und Grösse, dass er diese Analyse bei sich selbst begann. Die Klangexplosion am Beginn von ‹Otello› ist dann tatsächlich unerhört, sie muss ein Schock für das Publikum gewesen sein. Und auch wenn die alte Form der Nummernoper in ‹Otello› immer wieder durchscheint, so sind die Übergänge zwischen den Nummern doch so fliessend gestaltet, dass zugleich der Eindruck eines durchkomponierten musikalischen Dramas entsteht. Jede Nummer erfüllt aber eine bestimmte Funktion mit Hinblick auf das Ganze der Oper, keine nimmt bloss einen zufälligen Stellenwert ein. Wegen ein paar Modulationen gleich von einer wagnerianischen Oper zu sprechen, halte ich für unsinnig. Mit der unendlichen Melodie Wagners hat ‹Otello› nichts zu tun. Verdi versucht jeder Szene, jedem Charakter, jeder Situation nachzuspüren, wählt also nicht den sinfonischen Zugang Wagners.» Nachdrücklich verweist Gatti jedoch auf den Einfluss Arrigo Boitos, der im Fall von «Otello» doch viel mehr war als nur der Librettist: «In den 1860er Jahren gehörte Boito einer Gruppe jugendlicher Bohémiens in Mailand an, die sich ‹La scapigliatura› nannte. Sie hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die italienische Musik und Literatur zu erneuern, um die ‹dekadente Vergangenheit›


Lukas Gähwiler

Grusswort des Sponsors

hinter sich zu lassen – damit war natürlich auch Verdi gemeint. Später kam Boito dann völlig ergeben auf Verdi zu und hat sich gegenüber dem alten Komponisten sehr nobel verhalten. Verdi war immer offen für Einflüsse seiner komponierenden Zeitgenossen, und wie sein Briefwechsel mit Boito zu ‹Otello› zeigt, diskutierten die beiden eben nicht nur Fragen des Textes, sondern auch Probleme der musikalischen Umsetzung. Zu Recht wird Jagos Credo allgemein als einer der wichtigsten Beiträge Boitos zu ‹Otello› gewürdigt. Für mich ist jedoch der zweite Jago-Monolog, seine Traumerzählung am Ende des zweiten Aktes, fast noch stärker. Das Credo ist ein Virtuosenstück für Jago und dessen ersten Interpreten Victor Maurel, aber was den dramatischen Charakter angeht, so finde ich davon noch mehr in der Erzählung von Cassios Traum. Das ist viel näher bei Shakespeare als das Credo, welches es ja in der Dramenvorlage nicht gibt. Unverzichtbar ist hier ein Bariton, der sowohl über herausragende sängerische wie auch schauspielerische Qualitäten verfügt.» Aber natürlich steht und fällt jede «Otello»-Aufführung mit dem Sänger der Titelpartie. Interessanterweise waren und sind es immer wieder Wagner-Sänger, die sich früher oder später der Rolle des Otello angenommen haben. Daniele Gatti erinnert an Mario del Monaco, der vor seinen Erfolgen als Otello in Italien ein gefragter Lohengrin war.

«Die Schwierigkeit der Otello-Partie», so Gatti, «liegt darin, dass sie einerseits einen dramatischen, andererseits aber einen lyrischen Tenor verlangt. Ein Wagner-Tenor kann diese Forderung wohl noch am ehesten erfüllen. Wir wissen, dass der UraufführungsOtello Francesco Tamagno nicht die dunkle Stimme hatte, mit der man die Partie heute normalerweise hört. Für das Liebesduett mit Desdemona ist ein lyrischer Tenor ideal, während die abgedunkelte Stimmfarbe eines dramatischen Tenors zur Zerrissenheit seines Charakters passt. Otello und Desdemona trennt mehr als der Altersunterschied. Dass Otello so anfällig für Eifersucht ist, weist auf eine bewegte Vorgeschichte hin. Eine dunklere Stimme vermag eher einen Eindruck von Reife zu vermitteln.» Über die Zusammenarbeit mit Graham Vick freut sich der Dirigent besonders: «Ich bin immer offen für Konzepte, insbesondere wenn sie wie hier von einem gestandenen Theatermann kommen, der viele Verdi-Opern inszeniert hat. Uns beiden liegt besonders am Herzen, dem Publikum einen Abend zu bescheren, der viele theatralische Qualitäten in sich birgt.» mk

Der Beharrlichkeit des Musikverlegers Ricordi haben wir es zu verdanken, dass Giuseppe Verdi «Otello» komponiert hat. Der Komponist hatte sich bereits auf sein Landgut zurückgezogen, um dort seinen Lebensabend zu verbringen. Ricordi wollte sich allerdings nicht damit zufrieden geben und schickte ihm das Libretto von Arrigo Boito, das auf der Tragödie von Shakespeare basierte. Der Operntext begeisterte Verdi derart, dass er wieder anfing zu komponieren. Es sollte zwei Jahre dauern, bis er «Otello» vollendete. Die Uraufführung in Mailand wurde ein triumphaler Erfolg. Seit die Oper in Zürich im Jahre 1898 zum ersten Mal aufgeführt wurde, stand sie hier über 130 Mal auf dem Spielplan. In dieser Saison unterstützen wir eine Neuproduktion von «Otello» mit den Weltstars José Cura, Fiorenza Cedolins und Thomas Hampson unter der Leitung von Chefdirigent Daniele Gatti. Internationale Opernstars kommen gerne nach Zürich – oder bezeichnen Zürich gar als ihre Heimatadresse. Sie und viele andere renommierte Künstler machen das Opernhaus Zürich zu einer der besten Musikadressen Europas. Es ist nicht nur künstlerisch sehr produktiv, sondern auch wirtschaftlich erfolgreich. Jedes Jahr wartet es mit zahlreichen Premieren auf. Es erfreut sich einer überdurchschnittlichen Auslastung und finanziert sich zu einem beachtlichen Teil selbst. Der Mann, der dem Opernhaus massgeblich zu diesem doppelten Erfolg verholfen hat, ist Alexander Pereira. Wie kein Zweiter hat er die Gratwanderung zwischen künstlerisch hohem Anspruch und kommerziellem Denken gemeistert. Nach dieser Spielzeit beendet er sein 20-jähriges Wirken in Zürich und übernimmt die Leitung der Salzburger Festspiele. Im Namen von UBS danke ich an dieser Stelle Alexander Pereira für seinen grossen Verdienst um das Opernhaus und die langjährige gute Zusammenarbeit. Die Beharrlichkeit von Ricordi und das unermüdliche Engagement von Pereira für die Oper inspirieren uns. Wir bleiben der Oper und dem Opernhaus Zürich verbunden.

Lukas Gähwiler CEO UBS Schweiz

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Die Nase Dmitri Schostakowitsch

Schostakowitschs Oper «Die Nase» war 1930 ein Wurf. Die erste Zürcher Aufführung ist es ebenfalls. Tages-Anzeiger

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Premieren-Rückblick

Schostakowitsch komponierte «Die Nase» als 22-Jähriger. Die Repressalien der Stalinzeit lagen noch vor ihm. Und so steckt seine Partitur voller Tatendrang, rückhaltloser Modernität, voller Schrill- und Schroffheit. Ingo Metzmacher am Pult des Orchesters der Oper Zürich ist genau der richtige Mann, um die Scharfkantigkeiten der Partitur ins rechte Licht zu rücken. Sicherlich, die grosse Batterie an Schlagzeug, die in irrem Zickzack verlaufenden Bläserlinien oder die sich aufschaukelnden Massenszenen (beste Choreinstudierung: Ernst Reffelsberger und Lev Vernik) lassen das Zürcher Haus gelegentlich an akustische Grenzen stossen. Doch Schostakowitschs wild collagierte Musik macht einfach Spass. Und das umso mehr, als das Opernhaus wieder mit einer Fülle an hervorragenden Solisten aufwartet. Im Mittelpunkt steht Lauri Vasar als Kowaljow, ein angenehm warm klingender Bariton, der die melancholischen Untertöne seines verzweifelten Helden sehr schön mitschwingen lässt und auch durch sein natürliches, nie übertreibendes Spiel alle Sympathien gewinnt. Valeriy Murga ist der Barbier, dessen streitsüchtige Frau (furios hysterisch: Liuba Chuchrova) ihn wegen der Nase im Brot erst mal aus der Wohnung wirft. Leonid Bomstein singt die selbstgefällig umherstolzierende Nase, Alexej Sulimov den Wachtmeister, den Schostakowitsch als Karikatur angelegt hat: Die extrem hohe Stimmlage lässt ihn mehr schreien als singen. Stellvertretend für die weiteren Sänger in einer schier endlosen Besetzungsliste seien noch Michael Laurenz als Kowaljows Diener Iwan und Eva Liebau als Tochter im heiratsfähigen Alter erwähnt. Südkurier Ein Regisseur böser schwarzer Grotesken war Peter Stein bislang kaum. Dass er nun auf «Die Nase» verfiel, hängt auch mit seinem Faible fürs sinister Russische zusammen. Gogols fantastische Erzählung vom Major Kowaljow, der plötzlich ohne Nase aufwacht, die sich als Staatsrat selbständig macht und der er panisch wieder habhaft zu werden versucht, bis sie nach absurder Wirrsal wieder an ihrem Platz – und alles beim alten – ist, handelt auch vom Identitätsverlust. Romantische Topoi von verlorenem Spiegelbild oder Schatten, realistische Komödienmechanik, surrealer Horror, grimmige Abrechnung mit ewig gleichen russischen Misshelligkeiten und lächerlichen Hierarchien spielen ineinander. Und der gerade zweiundzwanzigjährige Schostakowitsch hat

mit filminspirierter Montagetechnik ein aberwitzig heterogenes Stil-Kaleidoskop illuminiert. Ein solch dezidiert antiklassisches Opernmaterial ist für Stein eher neu. Es hat ihn aber offenkundig inspiriert, und der enorme Bühnen-Virtuose, als der Stein oft frappierte, zeigt sich hier wieder frisch und energiegeladen. An der Zürcher Inszenierung besticht denn auch die Kombination aus futuristischen Elementen sowjetischer Revolutionskunst im Bühnenbild Ferdinand Wögerbauers, bei gleichzeitig realistischer Wahrung der Kostümwelten des neunzehnten Jahrhunderts mit bisweilen entfesselter Kinetik. Da tauchen die abstrakten Linien-Konstrukte El Lissitzkys ebenso auf wie das Räderwerk von Chaplins «Modern Times» samt Hamsterlaufrad, in dem sich einer zu Tode hetzt. Ein Sonnen-Emblem entfaltet sich geometrisch. Der skurril falsettierende Wachtmeister erscheint im Schattenriss als RiesenPopanz. Und nicht zuletzt Meyerholds RaumDynamismus findet sich nicht nur im filmschnitthaft rapiden Wechsel der sechzehn meist kurzen Bilder, sondern auch in den Simultan-Szenen, in denen grosse und kleine Bühnenausschnitte in immer neuen Konstellationen oft gleichzeitig erscheinen. Und das nur vom Schlagzeug bestrittene Zwischenspiel wird von der Choreographin Lia Tsolaki zur frenetischen Jagd-Prügel-Szene der Polizei. Mobil vervielfältigt findet sich sogar die gravitätisch staatsrätliche Nase. Selbst ein absurd gegenläufiges Tauziehen findet statt. Rasende Bewegung und schroffer Kontrast gehören zusammen. Kinetik und Perspektiven-Slapstick machen die Effizienz der Bühnen-Konstruktion aus, eine Meisterleistung auch der Technik. Der Beifall war zurecht gross. FAZ

Schostakowitschs Musik ist ungestüm und unverschämt, nicht nur im ersten grossen Schlagzeugsolo der Operngeschichte. Da sind auch all die Persiflagen – die Tänzchen und Choräle, die überkandidelte Sehnsuchts-Arie der jungen Nicht-Geliebten und das hinreissend verbogene Volkslied des Dieners. Oder es gibt den Polizisten, der mit seinem quäkenden Tenor als lächerlicher Vertreter der Staatsgewalt gezeigt wird (was Stein mit Stelzen in den Stiefeln zusätzlich betont). Und wenn Schostakowitsch seinen Protagonisten Kowaljow erst sprechen und dann lautstark gähnen lässt, bevor er ihm überhaupt einen Ton zu singen gibt, dann ist das ein gezielter Affront gegen die Tradition. Dass das alles in dieser Zürcher Aufführung so wild und spöttisch und böse und verzweifelt klingt, ist dem Dirigenten zu verdanken: Ingo Metzmacher. ...Und vor allem hat er jenes «Theaterblut», das er bei Orchestermusikern so schätzt. Wie er die Gesten zusammen mit dem grandiosen Opernorchester in den Raum schmeisst, wie er das grelle Treiben der Töne anheizt, um dann mit derselben Intensität in leise Melancholie zu wechseln – das ist atemberaubend. Kowaljow (...) ist die einzige grosse Partie des Stücks, und Lauri Vasar gestaltet sie so schillernd und pointiert, als ob er sich seit Jahren mit dieser Figur beschäftigt hätte. Er ist ein Geck (gegenüber den Frauen), ein Ekel (gegenüber dem Barbier), ein Untertan (gegenüber seiner Nase), ein tief Unglücklicher (beim Griff an die Stelle, wo die Nase einmal sass). Er ist Opfer und Täter, Mensch und Karikatur – und stürzt nie ab bei diesem sängerischen und darstellerischen Hochseilakt. Tages-Anzeiger

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Dornröschen Piotr Tschaikowski

Kein rosa Puderzucker wird über Tschaikowskis «Dornröschen» ausgeschüttet. Zu erleben ist dafür ein unter die Haut gehendes Tanzdrama für Erwachsene. Unbedingt sehenswert! Oper aktuell

Weitere Vorstellungen Di 18. Okt. 20.00 Dienstag-Abo 4 Sa 22. Okt. 19.30 Ballett-Abo Amag-Volksvorstellung Sa 14. Jan. 19.00 So 15. Jan. 20.00 Freier Verkauf Fr 20. Jan. 19.00 Freier Verkauf Misch-Abo Fr 27. Jan. 19.00

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Nora Dürig


Premieren-Rückblick Zürcher Ballett

Mélanie Borel, Filipe Portugal

Viktorina Kapitonova, Stanislav Jermakov

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Premieren-Rückblick Dornröschen

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Die Wehen kommen am Küchentisch. Da schütteln sie Königin Sylvia so durch, dass der Bauch noch beim Essen zu platzen droht. Das würde allerdings Mats Eks «Dornröschen» um eine Paar Kernszene und den ersten Das Aurora/Carabosse warHöhepunkt bei der bringen. Die Taufe der Königstochter hat der Zürcher Premiere atemberaubend besetzt: mit schwedische Choreograf in den Kreisssaal Yen Han, dieser hochklassischen Primaballeriverlegt und Eks den Tanzsprache Feen den Job Geburtsna, die sich wieder schlafwandhelferinnen gegeben. Mats Eks «Dornröschen» lerisch angeeignet hat, und dem virilen Vahe ist in erster Linie ein fröhlicher, witziger BallettMartirosyan (in zweiter Besetzung übernehmen das zeigt die Interpretation des Zürcher abend, Nora Düring und Filipe Portugal ihre Rollen). Balletts. emsige Gewedelund im GebärAuch dieDieses anderen Tänzerinnen Tänzer saal, dieser Doktor Carabosse, der einer haben sich Eks Stil einverleibt, etwanach die stänFolge von Jets just auf dem Bett der Kindsdig sich verwandelnden guten Feen. Sie alle mutter landet das ist unglaublich komisch. adaptieren Eks– Tanzexpressionismus, die im Leicht und zügig treibt Rossen Milanov das Körper herumschwirrenden Energieströme. Orchester Oper Zürich voran. Doch dieser Komik undder Travestie gehören ebenfalls dazu. Abend gehört Yen Han. Sie tanzt Das Zürcher Opernorchester spieltihre so Aurora, unzimals hättewie sie nie etwas aber anderes als Ballette von perlich verlangt, trotzdem sinnlich Mats Ek getanzt, grotesk und zerbrechlich zuund farbig. Riesenapplaus. gleich. Damit hat sie sich endgültig in die Riege Basler Zeitung der Weltklasse-Tänzerinnen getanzt. Es wäre zu hoffen, dass sie Zürich noch lange erhalten bleibt. NZZ Das Paar Aurora /Carabosse war bei der Premiere atemberaubend besetzt: mit Yen Han, dieser hochklassischen Primaballerina, die sich Eks Tanzsprache wie schlafwandlerisch angeeignet hat, und dem virilen Vahe Martirosyan (in zweiter Besetzung übernehmen Nora Düring und Filipe Portugal ihre Rollen). Auch die anderen Tänzerinnen und Tänzer haben sich Eks Stil einverleibt, etwa die ständig sich verwandelnden guten Feen. Sie alle adaptieren Eks Tanzexpressionismus, die im Körper herumschwirrenden Energieströme. Das Zürcher Opernorchester spielt so unzimperlich wie verlangt, aber trotzdem sinnlich und farbig. Riesenapplaus. Basler Zeitung

Yen Han, Vahe Martirosyan

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Der Nussknacker Pjotr Tschaikowski Vorstellungen So 30. Okt. 20.00 Mi 02. Nov. 19.00 Fr 04. Nov. 20.00 Sa 03. Dez. 20.00 So 04. Dez. 14.00 So 11. Dez. 14.00 Do 22. Dez. 19.30 Fr 23. Dez. 19.30

Migros-Abo A Amag-Volksvorstellung Freier Verkauf Freier Verkauf Freier Verkauf Freier Verkauf Donnerstag-Abo B Ballett-Abo

Yen Han, Dmitri Govoroukhine 18


Wiederaufnahme Z端rcher Ballett

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Wiederaufnahmen

Don Pasquale Dramma buffo in drei Akten von Gaetano Donizetti (1797-1848) In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung Musikalische Leitung Nello Santi Inszenierung Grischa Asagaroff Ausstattung Luigi Perego Lichtgestaltung Jürgen Hoffmann Choreinstudierung Jürg Hämmerli Norina Isabel Rey Don Pasquale Ruggero Raimondi Ernesto Bodgan Michai Dottor Malatesta Oliver Widmer Vorstellungen Fr 28. Okt. 19.30 Do 3. Nov. 19.00 Sa

5. Nov.

19.00

Freitag-Abo A Donnerstag-Abo A, Belcanto-Abo Amag-Volksvorstellung

Der geizige alte Junggeselle Don Pasquale kommt plötzlich auf Heiratsgedanken und nimmt auf Anraten seines Freundes Doktor Malatesta die hübsche junge Witwe Norina ins Visier, nicht ahnend, dass sie die Verlobte seines Neffen Ernesto ist. Das Liebespaar verfällt auf eine erfolgreiche Strategie, um den Alten auszutricksen: Die zuvor so naiv und bescheiden auftretende Norina entpuppt sich nach der Scheinheirat als veritabler Hausdrachen. Kein Wunder, dass Don Pasquale das zänkische Weib schnellstmöglich wieder loswerden will und Norina, ausgestattet mit einer ansehnlichen Mitgift, nur allzu gern seinem Neffen überlässt. Gaetano Donizetti schrieb das Dramma buffo «Don Pasquale» 1843 für das Pariser Théâtre italien und errang damit einen Triumph. Bis heute erfreut sich das Werk ungebrochener Publikumsgunst. Die auf stereotypen Mustern

aus der Tradition der Commedia dell’arte basierende Handlung wird in Donizettis Oper jedoch nicht nur für komische Situationen genutzt (die freilich nicht zu kurz kommen); daneben bieten empfindsame Momentaufnahmen Anlass zu lyrischen Belcanto-Nummern erster Güte und lassen sich zugleich zu individuellen Charakterportraits nutzen. Beiden Aspekten versucht die Inszenierung von Grischa Asagaroff gerecht zu werden. Wie das wandelbare Bühnenbild von Luigi Perego zeigen auch die Figuren immer neue Facetten, zwischen Spiel, Täuschung und echtem Sentiment hin und her springend. Die Titelpartie ist mit einem Sängerdarsteller der Extraklasse besetzt: Ruggero Raimondi, der vor wenigen Tagen seinen 70. Geburtstag feiern konnte. Er kann auf eine beispiellose Karriere zurückblicken und verströmt auf der Bühne eine ungebrochene Energie.


Wiederaufnahmen

Don Giovanni Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung Musikalische Leitung Peter Schneider Inszenierung Sven-Eric Bechtolf Spielleitung Timo Schlüssel Bühnenbild Rolf Glittenberg Kostüme Marianne Glittenberg Lichtgestaltung Jürgen Hoffmann Choreinstudierung Ernst Raffelsberger Choreografie Stefano Giannetti Donna Anna Anna Netrebko/ Elena Mos¸ uc (16.11.2011) Donna Elvira Malin Hartelius Zerlina Martina Janková Don Giovanni Carlos Álvarez Don Ottavio Bernard Richter Komtur Andreas Hörl Leporello Ruben Drole Masetto Reinhard Mayr Vorstellungen So 6. Nov. 20.00 Mi 9. Nov. 19.00 Fr 11. Nov. 19.00 Mi 16. Nov. 19.30

Freier Verkauf Freier Verkauf Mozart-Abo

Wichtiger als die Luft, die er atmet, und das Brot, das er isst, sind für Don Giovanni die Frauen, und keine Frau – sei es Donna Anna, Donna Elvira oder das Bauernmädchen Zerlina – kann sich der Faszination Don Giovannis entziehen. Getrieben von einer unstillbaren Sehnsucht und einem unbedingten Lebenstrieb, bricht Giovanni alle Regeln menschlichen Zusammenlebens, entzieht sich jeglicher Moral. Von der Ouvertüre an geht es in dieser Oper um nichts weniger als um Leben und Tod – auch wenn burleske, komische Elemente den tragischen Ton immer wieder brechen. Mit dem Mord am Komtur, dem Vater Donna Annas, beginnt der Untergang dieses «Verführers aller Verführer». Die Kritik lobte Regisseur Sven-Eric Bechtolf nach der Premiere für die «genaue, ja virtuose Personenführung, mittels derer er die archaischen Modelle, das Mythische der Handlung

beispielhaft lebendig macht und das Dramma giocoso in zynischer Heiterkeit vorantreibt» (Opernwelt). Mit Anna Netrebko als Donna Anna, deren Weltkarriere mit der Gestaltung dieser Rolle bei den Salzburger Festspielen vor zehn Jahren begann, alternierend mit Elena Mos¸ uc, und Carlos Álvarez als Don Giovanni sind zwei zentrale Rollen in Mozarts «Don Giovanni» in dieser Wiederaufnahme äusserst prominent besetzt. Malin Hartelius als Donna Elvira, Martina Janková als Zerlina, Ruben Drole als Leporello, Bernard Richter als Don Ottavio, Reinhard Mayr als Masetto und Andreas Hörl als Komtur komplettieren das hochkarätige Mozart-Ensemble. Die musikalische Leitung hat Peter Schneider, der am Opernhaus Zürich zuletzt Webers «Freischütz» sowie die beiden Strauss-Opern «Der Rosenkavalier» und «Die schweigsame Frau» dirigierte.

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In memoriam

Salvatore Licitra 10. August 1968 – 5. September 2011

Sonntag, 30. Oktober 2011, 11.00 Uhr, Foyer 1. Rang

Foyer Musical Mit grosser Erschütterung und Trauer müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die Musikwelt um einen wunderbaren Künstler ärmer geworden ist. Am Montag, 5. September 2011, erlag Salvatore Licitra im Alter von erst 43 Jahren den Folgen eines schweren Motorradunfalls in Sizilien. Mit Verdis und Puccinis Heldenpartien eroberte der in Bern als Sohn sizilianischer Eltern geborene Tenor nach seinem Debüt 1998 in Parmas Teatro Regio und der Arena von Verona als Riccardo in «Un ballo in maschera» die Opernhäuser der Welt, und auch das Opernhaus Zürich entdeckte ihn schnell. Nach seinem umjubelten Debüt am 12. Juli 2000 als Cavaradossi in Puccinis «Tosca» durften wir den Ausnahmekünstler in den folgenden Jahren regelmässig auf unserer Bühne erleben. Neben den grossen Partien seines Fachs, mit denen er in verschiedenen Wiederaufnahmen

das Publikum begeisterte, verkörperte er in unserer Neuproduktion von «Aida» im Mai 2006 den Radamès neben Nina Stemme und Luciana D’Intino. Unvergessen bleibt auch seine ergreifende Gestaltung des Andrea Chénier an der Seite von Micaela Carosi in Grischa Asagaroffs Neuinszenierung von Umberto Giordanos Oper im September 2007. Der in Italien zurecht als Erbe des Startenors Luciano Pavarotti gefeierte Künstler stand zum letzten Mal im September 2009 in der Titelpartie von Verdis «Ernani» in Zürich auf der Bühne. Viele persönliche Erinnerungen verbinden sich mit Salvatore Licitra, der es in seiner Arbeit nie an freundschaftlichem Umgang mit den Kolleginnen und Kollegen unseres Hauses fehlen liess und dessen augenzwinkernder Humor ebenso unvergesslich bleiben wird wie seine Stimme, die nun für immer verstummt ist.

Ludwig van Beethoven (1770-1827) Klaviertrio op.1. Nr. 3 c-Moll Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) Klaviertrio op. 66 in c-moll Verena-Maria Fitz Violine Barbara Oehm Violoncello Arta Arnicane Klavier

Wegen Erkrankung muss das Foyer musical «Streichtrio-Raritäten» leider ausfallen. Dankenswerterweise hat sich die Trio-Formation Verena-Maria Fitz, Barbara Oehm und Arta Arnicane bereit erklärt, ein Ersatzprogramm anzubieten: Die jungen Musikerinnen werden Beethovens Klaviertrio op. 1 Nr. 3 in c-Moll und Mendelssohns Klaviertrio op. 66 – ebenfalls in c-Moll – zu Gehör bringen.

Samstag, 22. Oktober, 15.30 Uhr, Foyer 1. Rang

Foyergespräch Fiorenza Cedolins Die italienische Sopranistin im Gespräch mit Michael Küster

Fiorenza Cedolins ist die Desdemona in Graham Vicks Neuinszenierung von Verdis «Otello». 1996 gewann die italienische Sopranistin den Luciano-Pavarotti-Wettbewerb und trat an der Seite des berühmten Tenors in «Tosca» auf. Heute gehört sie zu den gefragtesten Verdi-Interpretinnen. Erst jüngst war sie in Zürich als Amelia in David Pountneys Inszenierung von «Un ballo in maschera» zu erleben. Über ihre Verdi-Erfahrungen, aber auch über das bevorstehende Rollendebüt als Paolina in Gaetano Donizettis selten gespieltem «Poliuto» erzählt sie im Foyer-Gespräch.

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Konzerte

Sonntag, 23. Oktober 2011, 11.15 Uhr, Tonhalle

1. Philharmonisches Konzert Johannes Brahms (1833-1897) Ein deutsches Requiem op. 45 für Soli, Chor und Orchester nach Worten der heiligen Schrift Martina Janková Sopran Thomas Hampson Bariton Camerata Vocale Freiburg Orchester der Oper Zürich Daniele Gatti Musikalische Leitung

Das Orchester der Oper Zürich und sein Chefdirigent, Daniele Gatti, haben sich für die Saison 2011/2012 eine Erkundung des sinfonischen Werks von Johannes Brahms vorgenommen: In zwei Philharmonischen Konzerten werden die vier Sinfonien erklingen. Wenn diese Beschäftigung mit dem Sinfoniker Johannes Brahms nun zum Auftakt mit einer Aufführung seines op. 45, «Ein deutsches Requiem», anhebt, so ist das folgerichtig; hat sich der Komponist doch über mehrere Werke für Chor und Orchester der Gattung der Sinfonie angenähert. Damit löste er eine Erwartung ein, die sein Mentor Robert Schumann schon 1853 formuliert hatte: «Ich dachte, es müsse einmal einer erscheinen, der

den höchsten Ausdruck der Zeit in idealer Weise auszusprechen berufen wäre ... Und er ist gekommen. Er heisst Johannes Brahms, kam von Hamburg, dort in dunkler Stille schaffend: das ist ein Berufener. Wenn er seinen Zauberstab dahin senken wird, wo ihm die Mächte der Massen, im Chor und Orchester, ihre Kräfte leihen, so stehen uns noch wunderbarere Blicke in die Geheimnisse der Geisterwelt bevor.» Und so kam es: Nachdem erste Versuche, eine Sinfonie zu komponieren, gescheitert waren, begann Brahms sich mit einer Kantate zu beschäftigen, zu der er sich den Text selbst zusammenstellte. Die Arbeit daran erstreckte sich über viele Jahre. Ein Anstoss mag der Tod Robert Schumanns 1856 gewesen sein; ein weiterer der Tod seiner Mutter 1865. Während eines zweimonatigen Aufenthaltes in Winterthur 1866 liess Brahms sich aus Zürich ein Nachschlagewerk über Bibelstellen kommen. Allerdings war er mit der Heiligen Schrift wohlvertraut; und das musste er auch sein: Ein «Requiem» zu schreiben, das nicht auf dem traditionellen lateinischen Text beruht, war ein kühnes Unterfangen. Bis heute streitet man, ob das Werk den Titel «Requiem» überhaupt zu Recht trägt. Wohl auch deshalb wählte Brahms die Bezeichnung «Ein

deutsches Requiem», womit natürlich zugleich darauf hingewiesen wird, dass die verwendeten Bibeltexte in der Übersetzung von Martin Luther vertont wurden. Schumanns Prophezeiung, Brahms sei berufen, «den höchsten Ausdruck der Zeit in idealer Weise auszusprechen», erfüllte sich gerade im «Deutschen Requiem» auf exemplarische Weise. Dem «Ausdruck der Zeit» entsprach es nämlich, den Gehalt der Religion nicht mehr einzig und allein in den engen Grenzen der Liturgie aufgehoben zu sehen, sondern ebenso in der Kunst, die zunehmend an die Stelle der Religion zu treten begann. So konnte der Konzertsaal zur Kirche werden, und die Kirche zum Konzertsaal. Der vermeintliche Traditionalist Johannes Brahms hat mit seinem op. 45 durchaus formales Neuland betreten. Und traf damit nicht nur den Zeitgeist; bis heute trifft uns das Werk ins Herz. Clara Schumann, die Brahms eine lebenslange Freundin und Vertraute war, schrieb dem Komponisten: «Sagen muss ich Dir noch, dass ich ganz und gar erfüllt bin von Deinem Requiem, es ist ein ganz gewaltiges Stück, ergreift den ganzen Menschen in einer Weise wie wenig anderes. Der tiefe Ernst, vereint mit allem Zauber der Poesie, wirkt wunderbar, erschütternd und besänftigend.» kk

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walder, werber

Herausragende Darstellungen erfordern eine perfekte Orchestrierung. Das ist unsere Stärke. Rolf Weber, Geschäftsführer

Prime Tower in Zürich. Bei Zürichs neuem Wahrzeichen sind wir verantwortlich für sämtliche Elektroinstallationen sowie sicherheitsrelevanten Anlagen inklusive Vernetzung der verschiedenen komplexen Systeme und deren Steuerung. Wir elektrisieren durch Leistung. Jaisli-Xamax AG, www.jaisli-xamax.ch, +41 (0)44 344 30 80


Spielplan

Oktober Sa

So

15 Dornröschen Tschaikowski 19.30 - 22.00 Hamar/Ek/Freiij · Es tanzt das Zürcher Ballett Sa Abo, Preise III UBS – Partner des Zürcher Balletts

So 16

23 The Vertiginous Thrill of Exactitude Schubert Duo concertant Strawinsky Duo aus 27’52’’ Haubrich In Spillville Dvorˇák 14.00 - 16.00 Forsythe/Galloway – Balanchine – Kylián/Visser – Spoerli/Etti Mitglieder des Orchesters der Oper Zürich Es tanzt das Zürcher Ballett Misch-Abo, Preise II UBS – Partner des Zürcher Balletts 13.00 Einführung

Opernwerkstatt mit Iso Camartin 11.15 «Otello» von Giuseppe Verdi Freier Verkauf, CHF 10

Il barbiere di Siviglia Rossini Wiederaufnahme · 14.00 - 17.00 Amag-Volksvorstellung Santi/Lievi/Botta/Luxardo/Hämmerli Daletska, Chuchrova; Zeffiri, Chausson, Cavalletti, Tagliavini, Fersini · Preise VV

Do

3

19.00 - 21.45 Santi/Asagaroff/Perego/Hämmerli Rey; Raimondi, Michai, Widmer Belcanto Abo/Do Abo A, Preise V Fr

4

Sa

5

Di

Mi

Do

28 Don Pasquale Donizetti

Don Giovanni Mozart Wiederaufnahme · 20.00 - 23.30 Schneider/Bechtolf/R. und M. Glittenberg/ Raffelsberger/Giannetti Netrebko, Hartelius, Janková; Álvarez, Richter, Hörl, Drole, Mayr Freier Verkauf, Preise VII

Wiederaufnahme · 19.30 - 22.15 Santi/Asagaroff/Perego/Hämmerli Rey; Raimondi, Michai, Widmer Fr Abo A, Preise V · 18.30 Einführung

21 La fanciulla del West Puccini

Sa

29 Il barbiere di Siviglia Rossini 19.30 - 22.30 Santi/Lievi/Botta/Luxardo/Hämmerli Daletska, Chuchrova; Zeffiri, Chausson, Cavalletti, Tagliavini, Fersini Belcanto Abo, Preise V

So

11.00 · Foyer 1. Rang · Werke von Beethoven und Mendelssohn; Mitglieder des Orchesters der Oper Zürich Freier Verkauf CHF 20/12

14.00 - 17.00 · Gatti/Vick/Brown/Hämmerli Cedolins, Schmid; Cura, Hampson, Pop, Bernheim, Daniluk, Slawinski So Na Abo A, Preise VI Mit Unterstützung der UBS 13.00 Einführung

Fr

Dornröschen Tschaikowski 19.30 - 22.00 · Milanov/Ek/Freiij Es tanzt das Zürcher Ballett Ballett-Abo, Preise III UBS – Partner des Zürcher Balletts 18.30 Einführung 2

11 Wagners Nibelungenring für Kinder Wagner/Misawa

Geschlossene Vorstellung · 14.00 - 15.30 von Stegmann/Hasun/Hibino

Don Giovanni Mozart 19.00 - 22.30 Schneider/Bechtolf/R. und M. Glittenberg/ Raffelsberger/Giannetti Netrebko, Hartelius, Janková; Álvarez, Richter, Hörl, Drole, Mayr Mozart Abo, Preise VII

Der Nussknacker Tschaikowski 19.00 - 21.15 Amag-Volksvorstellung Polianichko/Spoerli/Schavernoch/ Berner/Raffelsberger Es tanzt das Zürcher Ballett Preise VV UBS – Partner des Zürcher Balletts

10 Il barbiere di Siviglia Rossini

Wagners Nibelungenring für Kinder Wagner/Misawa

November Mi

Don Giovanni Mozart 19.00 - 22.30 Schneider/Bechtolf/R. und M. Glittenberg/ Raffelsberger/Giannetti Netrebko, Hartelius, Janková; Álvarez, Richter, Hörl, Drole, Mayr Freier Verkauf, Preise VII 18.00 Einführung

Geschlossene Vorstellung · 10.00 - 11.30 von Stegmann/Hasun/Hibino

Wiederaufnahme · 20.00 - 22.15 Polianichko/Spoerli/Schavernoch/ Berner/Raffelsberger Es tanzt das Zürcher Ballett Migros-Abo A, Preise III UBS – Partner des Zürcher Balletts 19.00 Einführung

15.00 · Studiobühne Kadlec · anlässlich «Otello» · CHF 35

9

19.30 - 22.30 Santi/Lievi/Botta/Luxardo/ Hämmerli Daletska, Chuchrova; Zeffiri, Chausson, Cavalletti, Tagliavini, Fersini Migros-Abo B, Preise V

Der Nussknacker Tschaikowski

opera viva

11.15 · Tonhalle Gatti/Orchester der Oper Zürich/ Camerata Vocale Freiburg/Janková; Hampson Brahms: Ein deutsches Requiem Konzert-Abo, Preise II

Do

Otello Verdi

22 Foyergespräch Fiorenza Cedolins

23 Daniele Gatti – 1. Philharmonisches Konzert

Mi

30 Foyer musical

15.30 Gemeinsam veranstaltet mit den Freunden der Zürcher Oper · Freier Verkauf, CHF 10

So

14.00 - 17.00 Gatti/Vick/Brown/Hämmerli Cedolins, Schmid; Cura, Hampson, Pop, Bernheim, Daniluk, Slawinski So Na Abo B, Preise VI Mit Unterstützung der UBS 13.00 Einführung

27 Il barbiere di Siviglia Rossini

Zum letzten Mal in dieser Spielzeit 19.00 - 22.30 Amag-Volksvorstellung Rizzi/Pountney/Lazaridis/Willmington/ Raffelsberger · Magee, Schneebeli; Sgura, Cura, Laurenz, Fersini, Zysset, Scorsin, Davidson, Slawinski, Rusko, Strazˇanac, Bidzin´ski, Tatzl, Murga, Vogel, Agulay, Forde Preise VV · 18.00 Einführung Sa

Otello Verdi

19.00 - 22.00 · Amag-Volksvorstellung Santi/Lievi/Botta/Luxardo/Hämmerli Daletska, Chuchrova; Zeffiri, Chausson, Cavalletti, Tagliavini, Fersini · Preise VV Fr

Opernwerkstatt mit Iso Camartin 11.15 «Die Stadt der Blinden» von Anno Schreier Freier Verkauf, CHF 10

20 Otello Verdi Premiere · 19.00 - 22.00 Gatti/Vick/Brown/Hämmerli Cedolins, Schmid; Cura, Hampson, Pop, Bernheim, Daniluk, Slawinski Prem Abo A, Preise VII Mit Unterstützung der UBS · 18.00 Einführung

Fr

6

19.00 - 22.00 Gatti/Vick/Brown/Hämmerli Cedolins, Schmid; Cura, Pop, Bernheim, Daniluk, Slawinski · Mi Abo B, Preise VII Mit Unterstützung der UBS

19 La fanciulla del West Puccini 19.30 - 23.00 Rizzi/Pountney/Lazaridis/Willmington/ Raffelsberger · Magee, Schneebeli; Sgura, N.N., Laurenz, Fersini, Zysset, Scorsin, Davidson, Slawinski, Rusko, Strazˇanac, Bidzin´ski, Tatzl, Murga, Vogel, Agulay, Forde Freier Verkauf, Preise VI

Do

So

26 Otello Verdi

18 Dornröschen Tschaikowski 20.00 - 22.30 Milanov/Ek/Freiij Es tanzt das Zürcher Ballett Di Abo 4, Preise III UBS – Partner des Zürcher Balletts

Don Pasquale Donizetti 19.00 - 21.45 · Amag-Volksvorstellung Santi/Asagaroff/Perego/Hämmerli Rey; Raimondi, Michai, Widmer Preise VV

20.00 - 23.00 · Gatti/Vick/Brown/Hämmerli Cedolins, Schmid; Cura, Hampson, Pop, Bernheim, Daniluk, Slawinski Prem Abo B, Preise VI Mit Unterstützung der UBS · 19.00 Einführung Mi

Foyergespräch Bernard Richter 15.30 Gemeinsam veranstaltet mit den Freunden der Zücher Oper Freier Verkauf, CHF 10

14.00 · Studiobühne Kadlec · anlässlich «Otello» CHF 35

Otello Verdi 20.00 - 22.30 Hamar/Ek/Freiij Es tanzt das Zürcher Ballett So Ab Abo B, Preise III UBS – Partner des Zürcher Balletts 19.00 Einführung

Der Nussknacker Tschaikowski 20.00 - 22.15 · Polianichko/Spoerli/ Schavernoch/Berner/Raffelsberger Es tanzt das Zürcher Ballett Freier Verkauf, Preise III UBS – Partner des Zürcher Balletts

opera viva

Dornröschen Tschaikowski

Don Pasquale Donizetti

Sa

12 Wagners Nibelungenring für Kinder Wagner/Misawa 14.00 - 15.30 von Stegmann/Hasun/Hibino Freier Verkauf, CHF 35/12

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Spielplan

Sa

12 Die Stadt der Blinden Schreier Uraufführung · 19.30 - 22.00 Hamar/Müller/Simon/Caminati/Sigl Trattnigg, Olvera, Friedli, Guo; Mayr, Murga, Moody, Sonn, Hörl, Winkler, Tatzl Prem Abo A, Preise V Kompositionsauftrag des Opernhauses Zürich, gefördert von der Kunststiftung NRW Unterstützt von der Fondation Edouard et Maurice Sandoz · 18.30 Einführung

So

So

Di

Mi

Do

16 Don Giovanni Mozart

17 Die Stadt der Blinden Schreier 19.00 - 21.30 Hamar/Mueller/Simon/Caminati/Sigl Trattnigg, Olvera, Friedli, Guo; Mayr, Murga, Moody, Sonn, Hörl, Winkler, Tatzl Amag-Volksvorstellung · Preise VV Kompositionsauftrag des Opernhauses Zürich, gefördert von der Kunststiftung NRW Unterstützt von der Fondation Edouard et Maurice Sandoz

Fr

So

24 Turandot Puccini

Sa

3

Der Nussknacker Tschaikowski 20.00 - 22.15 Polianichko/Spoerli/Schavernoch/Berner/ Raffelsberger · Es tanzt das Zürcher Ballett Freier Verkauf, Preise III UBS – Partner des Zürcher Balletts 4

26 The Vertiginous Thrill of Exactitude Schubert Duo concertant Strawinsky Duo aus 27’52’’ Haubrich In Spillville Dvorˇák

die zauberflöte für kinder Mozart 11.00 - 12.00 · Wiederaufnahme Barthel/Peter/Perego Freier Verkauf, CHF 35/12 Unterstützt von der Walter B. Kielholz Stiftung Opernwerkstatt mit Iso Camartin 11.15 · «Palestrina» von Hans Pfitzner Freier Verkauf, CHF 10

Der Nussknacker Tschaikowski 14.00 - 16.15 Polianichko/Spoerli/Schavernoch/Berner/ Raffelsberger · Es tanzt das Zürcher Ballett Freier Verkauf, Preise III UBS – Partner des Zürcher Balletts Die Stadt der Blinden Schreier Zum letzten Mal in dieser Saison 20.00 - 22.30 · Amag-Volksvorstellung Hamar/Mueller/Simon/Caminati/Sigl Trattnigg, Olvera, Friedli, Guo; Mayr, Murga, Moody, Sonn, Hörl, Winkler, Tatzl, Mitglieder des Orchesters der Oper Zürich · Preise VV Kompositionsauftrag des Opernhauses Zürich, gefördert von der Kunststiftung NRW Unterstützt von der Fondation Edouard et Maurice Sandoz · 19.00 Einführung

27 Foyer Musical 11.00 «Lachrymae» · Werke von Gubaidulina, Britten, Debussy und Schostakowitsch Palloc Harfe, Forster Viola, Stahel Flöte Freier Verkauf, CHF 20/12 Di 14.00 - 17.00 · Gatti/Vick/Brown/Hämmerli Cedolins, Kaluza; Cura, Hampson, Pop, Bernheim, Daniluk, Slawinski, Sevastyanov Misch-Abo/Verdi Abo, Preise VI Mit Unterstützung der UBS

Foyergespräch Martin Gantner 15.30 Gemeinsam veranstaltet mit den Freunden der Zürcher Oper · Freier Verkauf, CHF 10

25 Die Stadt der Blinden Schreier

Otello Verdi

The Vertiginous Thrill of Exactitude Schubert Duo concertant Strawinsky Duo aus 27’52’’ Haubrich In Spillville Dvorˇák 19.00 - 21.00 · Forsythe/Galloway – Balanchine – Kylián/Visser – Spoerli/Etti Mitglieder des Orchesters der Oper Zürich Es tanzt das Zürcher Ballett · Fr Abo B, Preise II UBS – Partner des Zürcher Balletts 18.00 Einführung

19.30 - 22.00 · Tonhalle In memoriam Claus Helmut Drese Orchester der Oper Zürich Werke von Mozart und Beethoven Freier Verkauf, Preise II

10.30 Gustavo Dudamel, Dirigent Werke von Beethoven, Ravel und Strawinsky Freier Verkauf, Preise III Untersützt von der Hilti Foundation

26

2

Nikolaus Harnoncourt 2. Philharmonisches Konzert

20 The Simon Bolivar Symphony Orchestra of Venezuela

15.00 - 17.00 · Amag-Volksvorstellung Forsythe/Galloway – Balanchine – Kylián/Visser – Spoerli/Etti Mitglieder des Orchesters der Oper Zürich Es tanzt das Zürcher Ballett Preise VV UBS – Partner des Zürcher Balletts

Fr

19.30 - 21.30 Forsythe/Galloway – Balanchine – Kylián/Visser – Spoerli/Etti Mitglieder des Orchesters der Oper Zürich Es tanzt das Zürcher Ballett Sa Abo, Preise II UBS – Partner des Zürcher Balletts 18.30 Einführung

18 Turandot Puccini

The Vertiginous Thrill of Exactitude Schubert Duo concertant Strawinsky Duo aus 27’52’’ Haubrich In Spillville Dvorˇák

Dezember

So Sa

Wiederaufnahme · 19.00 - 21.30 Zanetti/del Monaco/Sykora/Hämmerli Serafin, Rey; Cura, Daniluk, Strazˇanac, Winkler, Bidzin´ski, Christoff, Murga, Christoff Fr Abo A, Preise VI So

20.00 - 22.00 · Amag-Volksvorstellung Forsythe/Galloway – Balanchine – Kylián/Visser – Spoerli/Etti Mitglieder des Orchesters der Oper Zürich Es tanzt das Zürcher Ballett · Preise VV UBS – Partner des Zürcher Balletts

19.00 - 21.30 Hamar/Mueller/Simon/Caminati/Sigl Trattnigg, Olvera, Friedli, Guo; Mayr, Murga, Moody, Sonn, Hörl, Winkler, Tatzl Amag-Volksvorstellung · Preise VV Kompositionsauftrag des Opernhauses Zürich, gefördert von der Kunststiftung NRW Unterstützt von der Fondation Edouard et Maurice Sandoz · 18.00 Einführung

19.30 - 23.00 Schneider/Bechtolf/R. und M. Glittenberg/ Raffelsberger/Giannetti Mos¸uc, Hartelius, Janková; Álvarez, Richter, Hörl, Drole, Mayr Do

The Vertiginous Thrill of Exactitude Schubert Duo concertant Strawinsky Duo aus 27’52’’ Haubrich In Spillville Dvorˇák

23 The Vertiginous Thrill of Exactitude Schubert Duo concertant Strawinsky Duo aus 27’52’’ Haubrich In Spillville Dvorˇák

19.00 - 21.30 Zanetti/del Monaco/Sykora/Hämmerli Serafin, Rey; Cura, Daniluk, Strazˇanac, Winkler, Bidzin´ski, Christoff, Murga, Christoff Do Abo B, Preise VI · 18.00 Einführung Fr

Mi

19.30 - 22.00 · Tonhalle In memoriam Claus Helmut Drese Orchester der Oper Zürich · Werke von Mozart und Beethoven · Konzert-Abo, Preise II

22 Otello Verdi

19.00 - 21.00 Forsythe/Galloway – Balanchine – Kylián/Visser – Spoerli/Etti Mitglieder des Orchesters der Oper Zürich Es tanzt das Zürcher Ballett Mi Abo A, Preise II UBS – Partner des Zürcher Balletts

15 Die Stadt der Blinden Schreier 19.00 - 21.30 Hamar/Müller/Simon/Caminati/Sigl Trattnigg, Olvera, Friedli, Guo; Mayr, Murga, Moody, Sonn, Hörl, Winkler, Tatzl Prem Abo B, Preise V Kompositionsauftrag des Opernhauses Zürich, gefördert von der Kunststiftung NRW Unterstützt von der Fondation Edouard et Maurice Sandoz · 18.00 Einführung

27 Nikolaus Harnoncourt 2. Philharmonisches Konzert

19.00 - 22.00 Gatti/Vick/Brown/Hämmerli Cedolins, Kaluza; Cura, Hampson, Pop, Bernheim, Daniluk, Slawinski, Sevastyanov Di Abo 5, Preise VI Mit Unterstützung der UBS · 18.00 Einführung

La Traviata Verdi 20.15 - 23.00 Acocella/Flimm/Wonder/von Gerkan/Hämmerli/ Lühr · Mei, Friedli, Chuchrova; Shicoff, Nucci, Bernheim, Davidson, Fersini, Slawinski Verdi Abo, Preise V Di

So

20.00 - 22.45 Santi/Deflo/Orlandi/Raffelsberger Guo, Peetz, Chuchrova, Rusko, Carnovali; Demuro, Nucci, Daniluk, Murga, Moody, Christoff, Slawinski, Helgesson So Ab Abo A, Preise V

13 Otello Verdi 14.00 - 17.00 Gatti/Vick/Brown/Hämmerli Cedolins, Schmid; Seiffert, Hampson, Pop, Bernheim, Daniluk, Slawinski Freier Verkauf, Preise VI Mit Unterstützung der UBS

20 Rigoletto Verdi

6

Les contes d’Hoffmann Offenbach Wiederaufnahme · 19.30 - 23.00 Zinman/Asagaroff/Kleber/von Gerkan/ Raffelsberger · Mos¸uc, Breedt, Lehmkuhl; Grigolo, Ferrari, Bernheim, Mayr, Davidson, Zysset, Laurenz, Strazˇanac Di Abo 2, Preise VI · 18.30 Einführung


Spielplan

Herbst / Winter 2011/12

Do

8

The Vertiginous Thrill of Exactitude Schubert Duo concertant Strawinsky Duo aus 27’52’’ Haubrich In Spillville Dvorˇák 19.30 - 21.30 Forsythe/Galloway – Balanchine – Kylián/Visser – Spoerli/Etti Mitglieder des Orchesters der Oper Zürich Es tanzt das Zürcher Ballett Do Abo A, Preise II UBS – Partner des Zürcher Balletts

Fr

9

Sa

17 L’elisir d’amore Donizetti Zum letzten Mal in dieser Spielzeit 19.00 - 21.45 Santi/Asagaroff/Pericoli/Dib/Hämmerli Hartelius, Mühlemann; Villazón, Pertusi, Cavalletti Freier Verkauf, Preise VII

So

18 Opernwerkstatt mit Iso Camartin 11.15 «Le convenienze ed inconvenienze teatrali» und «I pazzi per progetto» von Gaetano Donizetti · Freier Verkauf, CHF 10

Les contes d’Hoffmann Offenbach Palestrina Pfitzner 14.00 - 18.00 Metzmacher/Herzog/Neidhardt/Raffelsberger Janková, Schmid, Friedli, Guo, Olvera, Trattnigg; Saccà, Muff, Gantner, Schasching, Jesatko, Murga, Laurenz, Strazˇanac, Widmer, Zysset, Bidzin´ski, Slawinski, Mayr, Laurenz, Tatzl, Murga, Daniluk · So Na Abo A, Preise V

19.30 - 23.00 Zinman/Asagaroff/Kleber/von Gerkan/ Raffelsberger · Mos¸uc, Breedt, Lehmkuhl; Grigolo, Ferrari, Bernheim, Mayr, Davidson, Zysset, Laurenz, Strazˇanac Franz. Oper/Misch-Abo, Preise VI Sa

10 Palestrina Pfitzner Premiere · 18.00 - 22.00 Metzmacher/Herzog/Neidhardt/Raffelsberger Janková, Schmid, Friedli, Guo, Olvera, Trattnigg; Saccà, Muff, Gantner, Schasching, Jesatko, Murga, Laurenz, Strazˇanac, Widmer, Zysset, Bidzin´ski, Slawinski, Mayr, Laurenz, Tatzl, Murga, Daniluk Prem Abo A, Preise VI · 17.00 Einführung

So

The Vertiginous Thrill of Exactitude Schubert Duo concertant Strawinsky Duo aus 27’52’’ Haubrich In Spillville Dvorˇák 20.30 - 22.30 Forsythe/Galloway – Balanchine – Kylián/Visser – Spoerli/Etti Mitglieder des Orchesters der Oper Zürich Es tanzt das Zürcher Ballett So Ab Abo A, Preise II UBS – Partner des Zürcher Balletts

11 Foyer Musical 11.00 · Foyer 1. Rang «Achse Wien» – Werke von Mozart, J. Strauss, Cerha, Breinschmid und Pirchner Adamczak/Ensemble Kontraste Freier Verkauf, CHF 20/12

Mi

21 Palestrina Pfitzner 18.30 - 22.30 Metzmacher/Herzog/Neidhardt/Raffelsberger Janková, Schmid, Friedli, Guo, Olvera, Trattnigg; Saccà, Muff, Gantner, Schasching, Jesatko, Murga, Laurenz, Strazˇanac, Widmer, Zysset, Bidzin´ski, Slawinski, Mayr, Laurenz, Tatzl, Murga, Daniluk · Mi Abo A, Preise V

Der Nussknacker Tschaikowski 14.00 - 16.15 Polianichko/Spoerli/Schavernoch/Berner/ Raffelsberger · Es tanzt das Zürcher Ballett Freier Verkauf, Preise III UBS – Partner des Zürcher Balletts

L’elisir d’amore Donizetti

Do

22 Der Nussknacker Tschaikowski

Wiederaufnahme · 20.00 - 22.45 Santi/Asagaroff/Pericoli/Dib/Hämmerli Hartelius, Mühlemann; Villazon, Pertusi, Cavalletti · Freier Verkauf, Preise VII 19.00 Einführung Di

13 Les contes d’Hoffmann Offenbach 19.30 - 23.00 Zinman/Asagaroff/Kleber/von Gerkan/ Raffelsberger · Mos¸uc, Breedt, Lehmkuhl; Grigolo, Ferrari, Bernheim, Mayr, Davidson, Zysset, Laurenz, Strazˇanac · Di Abo 4, Preise VI

Mi

19.30 - 21.45 Polianichko/Spoerli/Schavernoch/Berner/ Raffelsberger Es tanzt das Zürcher Ballett Do Abo B, Preise III UBS – Partner des Zürcher Balletts Fr

23 Der Nussknacker Tschaikowski Zum letzten Mal in dieser Spielzeit 19.30 - 21.45 Polianichko/Spoerli/Schavernoch/Berner/ Raffelsberger Es tanzt das Zürcher Ballett Ballett-Abo, Preise III UBS – Partner des Zürcher Balletts

14 L’elisir d’amore Donizetti 19.00 - 21.45 Santi/Asagaroff/Pericoli/Dib/Hämmerli Hartelius, Mühlemann; Villazon, Pertusi, Cavalletti · Freier Verkauf, Preise VII

Do

19.30 - 22.00 · Tonhalle Fischer/»Orchestra La Scintilla» der Oper Zürich/Dresdner Kammerchor Hartelius; Richter, Bauer Konzert-Abo, Preise II

15 Palestrina Pfitzner 18.30 - 22.30 Metzmacher/Herzog/Neidhardt/Raffelsberger Janková, Schmid, Friedli, Guo, Olvera, Trattnigg; Saccà, Muff, Gantner, Schasching, Jesatko, Murga, Laurenz, Strazˇanac, Widmer, Zysset, Bidzin´ski, Slawinski, Mayr, Laurenz, Tatzl, Murga, Daniluk Prem Abo B, Preise VI · 17.30 Einführung

Fr

Die Schöpfung

Mo 26

die zauberflöte für kinder Mozart 11.00 - 12.00 · Barthel/Peter/Perego Frank, Meyer, Rusko, Sedlmair; Helgesson, Arcayürek, Sevastyanov, Rusko Freier Verkauf, CHF 35/12 Unterstützt von der Walter B. Kielholz Stiftung

16 Les contes d’Hoffmann Offenbach Zum letzten Mal in dieser Saison 19.00 - 22.30 · Zinman/Asagaroff/Kleber/ von Gerkan/ Raffelsberger · Mos¸uc, Breedt, Lehmkuhl; Grigolo, Ferrari, Bernheim, Mayr, Davidson, Zysset, Laurenz, Strazˇanac Fr Abo A, Preise VI · 18.00 Einführung

die zauberflöte für kinder Mozart 14.00 - 15.00 · Barthel/Peter/Perego Frank, Meyer, Rusko, Sedlmair; Tatzl, Vogel, Sevastyanov, Rusko Freier Verkauf, CHF 35/12 Unterstützt von der Walter B. Kielholz Stiftung

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Spielplan

Di

27 Le convenienze ed inconvenienze teatrali/I pazzi per progetto Donizetti

Mi

4

Premiere · 19.00 - 21.45 Carignani/Kusˇej/Zehetgruber/Kastler/Hämmerli Liebau, Peetz, Fredrich, Ziem; Fersini, Davidson, Scorsin, Drole, Rumetz, Scharinger, Cavalletti, Myshketa, Strehl, Lichtenecker, Moody, Fersini, Rumetz Prem Abo A, Preise VI 18.00 Einführung Do

29 Le convenienze ed inconvenienze teatrali/I pazzi per progetto Donizetti 19.30 - 22.15 Carignani/Kusˇej/Zehetgruber/Kastler/Hämmerli Liebau, Peetz, Fredrich, Ziem; Fersini, Davidson, Scorsin, Drole, Rumetz, Scharinger, Cavalletti, Myshketa, Strehl, Lichtenecker, Davidson, Fersini, Rumetz Prem Abo B, Preise VI 18.30 Einführung

Fr

19.00 - 21.45 Carignani/Kusˇej/Zehetgruber/Kastler/Hämmerli Liebau, Peetz, Fredrich, Ziem; Fersini, Davidson, Scorsin, Drole, Rumetz, Scharinger, Cavalletti, Myshketa, Strehl, Lichtenecker, Davidson, Fersini, Rumetz Mi Abo A, Preise V 18.00 Einführung Do

5

6

Sa

7

31 Le Comte Ory Rossini

Le convenienze ed inconvenienze teatrali/I pazzi per progetto Donizetti 14.00 - 16.45 · Amag-Volksvorstellung Carignani/Kusˇej/Zehetgruber/Kastler/Hämmerli Liebau, Peetz, Fredrich, Ziem; Fersini, Davidson, Scorsin, Drole, Rumetz, Scharinger, Cavalletti, Myshketa, Strehl, Lichtenecker, Moody, Fersini, Rumetz · Preise VV

2

Mi

Do

12 Palestrina Pfitzner Zum letzten Mal in dieser Spielzeit 18.00 - 22.00 Metzmacher/Herzog/Neidhardt/Raffelsberger Janková, Schmid, Friedli, Guo, Olvera, Trattnigg; Saccà, Muff, Gantner, Schasching, Jesatko, Murga, Laurenz, Strazˇanac, Widmer, Zysset, Bidzin´ski, Slawinski, Mayr, Laurenz, Tatzl, Murga, Daniluk Deutsche Oper/Do Abo B Preise V · 17.00 Einführung

Le Comte Ory Rossini

28

11 Le Comte Ory Rossini 19.30 - 22.00 Tang/Caurier/Leiser/Fenouillat/ Cavalca/Hämmerli Bartoli, Olvera, Nikiteanu, Sedlmair, Meyer, Schneebeli; Camarena, Widmer, Chausson, Agulay, Pin˜a, Arcayürek, Rusko, Vogel Freier Verkauf, Preise VII 18.30 Einführung

14.00 - 16.45 Carignani/Kusˇej/Zehetgruber/Kastler/Hämmerli Liebau, Peetz, Fredrich, Ziem; Fersini, Davidson, Scorsin, Drole, Rumetz, Scharinger, Cavalletti, Myshketa, Strehl, Lichtenecker, Davidson, Fersini, Rumetz Belcanto Abo, Preise V · 13.00 Einführung

20.15 - 22.45 Tang/Caurier/Leiser/Fenouillat/Cavalca/ Hämmerli · Bartoli, Olvera, Nikiteanu, Sedlmair, Meyer, Schneebeli; Camarena, Widmer, Chausson, Agulay, Pin˜a, Arcayürek, Rusko, Vogel Franz. Oper, Preise VII

Le Comte Ory Rossini

20.00 - 23.00 · Gatti/Vick/Brown/Hämmerli Frittoli, Schmid; Seiffert, Hampson, Pop, Bernheim, Daniluk, Slawinski, Sevastyanov So Ab Abo B, Preise VI Mit Unterstützung der UBS 19.00 Einführung

die zauberflöte für kinder Mozart 11.00 - 12.00 · Barthel/Peter/Perego Frank, Stanelyté, Carnovali, Sedlmair; Helgesson, Arcayürek, Sevastyanov, Rusko Freier Verkauf, CHF 35/12 Unterstützt von der Walter B. Kielholz Stiftung Le convenienze ed inconvenienze teatrali/I pazzi per progetto Donizetti

16. 21. 27. 2. 5. 17. 20.

Okt. Okt. Okt. Nov. Nov Nov. Nov.

Fr 25. Nov. So 27. Nov.

So 4. Dez. Fr 30. Dez. So 1. Jan.

Il barbiere di Siviglia 14.00 La fanciulla del West 19.00 Il barbiere di Siviglia 19.00 Der Nussknacker 19.00 Don Pasquale 19.00 Die Stadt der Blinden 19.00 The Vertiginous Thrill of Exactitude/ Duo concertant /Duo aus 27’52’’/ In Spillville 15.00 Die Stadt der Blinden 19.00 The Vertiginous Thrill of Exactitude/ Duo concertant /Duo aus 27’52’’/ 20.00 In Spillville Die Stadt der Blinden 20.00 Palestrina 18.30 Le convenienze ed inconvenienze teatrali/I pazzi per progetto 14.00 Dornröschen 19.00

Einführungen mit Dietbert Reich 16./22. Okt., 14. Jan. Dornröschen La fanciulla del West /21. Okt Otello 20./23./30. Okt., 6./22. Nov., 9. Jan. The Vertiginous Thrill of Exactitude/ Duo concertant/ Duo aus 27’52’’/ 23. Okt., 26. Nov., 2./18. Dez. In Spillville Don Pasquale 28. Okt. Der Nussknacker 30. Okt. 9. Nov. Don Giovanni Die Stadt der Blinden 12./15./25. Nov., 4. Dez. Turandot 24. Nov. 6./16. Dez. Les contes d’Hoffmann Palestrina 15./18./21. Dez., 6./12. Jan. 11. Jan. Le Comte Ory

Einführungen mit Beate Breidenbach Le convenienze ed inconvenienze teatrali/ I pazzi per progetto 27./29. Dez., 2./4./7. Jan.

Opernwerkstatt: Klärungen mit Iso Camartin «Otello» von Giuseppe Verdi – Von Shakespeares «Othello» zu Arrigo Boitos «Otello» – Wie Verdi seine dramatische Intelligenz einbringt – Was bei Verdi musikalischer «Spätstil» bedeutet Wer mehr darüber wissen will, kommt in die Opernwerkstatt zu «Otello» mit Iso Camartin Sonntag, 16. Oktober, 11.15, Studiobühne

Otello Verdi

Otello Verdi

Mo

8

14.00 - 16.30 Tang/Caurier/Leiser/Fenouillat/ Cavalca/Hämmerli Bartoli, Olvera, Nikiteanu, Sedlmair, Meyer, Schneebeli; Camarena, Widmer, Chausson, Agulay, Pin˜a, Arcayürek, Rusko, Vogel Freier Verkauf, Preise VII

Januar 2012

20.00 - 23.00 · Gatti/Vick/Brown/Hämmerli Frittoli, Schmid; Seiffert, Hampson, Pop, Bernheim, Daniluk, Slawinski, Sevastyanov Freier Verkauf, Preise VI Mit Unterstützung der UBS

Le convenienze ed inconvenienze teatrali/I pazzi per progetto Donizetti 19.00 - 21.45 N. N./Kusˇej/Zehetgruber/Kastler/Hämmerli Liebau, Peetz, Fredrich, Ziem; Fersini, Davidson, Scorsin, Drole, Rumetz, Scharinger, Cavalletti, Myshketa, Strehl, Lichtenecker, Moody, Fersini, Rumetz Sa Abo, Preise V · 18.00 Einführung

So

1

So Fr Do Mi Sa Do So

Palestrina Pfitzner 18.30 - 22.30 Metzmacher/Herzog/Neidhardt/Raffelsberger Janková, Schmid, Friedli, Guo, Olvera, Trattnigg; Saccà, Muff, Gantner, Schasching, Jesatko, Murga, Laurenz, Strazˇanac, Widmer, Zysset, Bidzin´ski, Slawinski, Mayr, Laurenz, Tatzl, Murga, Daniluk Fr Abo B, Preise V 17.30 Einführung

Wiederaufnahme · 18.30 - 21.00 Tang/Caurier/Leiser/Fenouillat/Cavalca/ Hämmerli · Bartoli, Olvera, Nikiteanu, Sedlmair, Meyer, Schneebeli; Camarena, Widmer, Chausson, Agulay, Pin˜a, Arcayürek, Rusko, Vogel Freier Verkauf, Galapreise

So

Amag-Volksvorstellungen

Sa 14. Jan. Fr

...................... ....... Sa

Otello Verdi 19.00 - 22.00 Gatti/Vick/Brown/Hämmerli Frittoli, Schmid; Seiffert, Hampson, Pop, Bernheim, Daniluk, Slawinski, Sevastyanov Migros-Abo B, Preise VI Mit Unterstützung der UBS

30 Palestrina Pfitzner 18.30 - 22.30 · Amag-Volksvorstellung Metzmacher/Herzog/Neidhardt/Raffelsberger Janková, Schmid, Friedli, Guo, Olvera, Trattnigg; Saccà, Muff, Gantner, Schasching, Jesatko, Murga, Laurenz, Strazˇanac, Widmer, Zysset, Bidzin´ski, Slawinski, Mayr, Laurenz, Tatzl, Murga, Daniluk · Preise VV 17.30 Einführung

Le convenienze ed inconvenienze teatrali/I pazzi per progetto Donizetti

Sa

14 Dornröschen Tschaikowski 19.00 - 21.30 · Amag-Volksvorstellung Hamar/Ek/Freiij Es tanzt das Zürcher Ballett; Vogel Preise VV · UBS – Partner des Zürcher Balletts 18.00 Einführung

Impressum Opernhaus-Magazin Nr. 3, Spielzeit 2011/2012 Herausgeber Opernhaus Zürich, Intendanz Alexander Pereira Redaktion Dramaturgie: Ronny Dietrich (yd), Michael Küster (mk), Beate Breidenbach (bb), Kathrin Brunner (kb), Konrad Kuhn (kk); Regiekanzlei: Toni Gradsack Falkenstrasse 1, 8008 Zürich Telefon 044 268 64 00, Fax 044 268 64 01 Dramaturgie Fax 044 268 64 30 Gestaltung Carole Bolli Fotos Suzanne Schwiertz (Proben- und Aufführungsbilder Oper), Ismael Lorenzo (S.14-17), Federico Naef (S. 18-19), Benjamin Hofer (S. 23) Urheber, die nicht erreicht werden konnten, werden zwecks nachträglicher Rechtsabgeltung um Nachricht gebeten. PR & Marketing Sabine Turner, Marina Andreatta, Giorgia Tschanz, Natascha Zimmer Anzeigenverkauf Opernhaus Zürich, Marketing Telefon 044 268 64 17, marina.andreatta@opernhaus.ch Redaktionsschluss 12. Oktober 2011 Produktion Swissprinters NZZ Fretz, Schlieren Gedruckt auf MWC NovaPress silk, 70gm2 Auflage 40’000 Das Opernhaus-Magazin Nr. 4 der Spielzeit 2011/12 erscheint am 4. November 2011 Das Opernhaus im Internet: www.opernhaus.ch

Hinsichtlich der Beginnzeiten beachten Sie bitte auch die Hinweise in der Tagespresse. Änderungen vorbehalten.


Unsere Vorstellungen werden ermöglicht dank der Subvention des KANTON ZÜRICH, den Beiträgen der Kantone Luzern, Uri, Schwyz, Zug, Aargau im Rahmen der interkantonalen Kulturlastenvereinbarung, dem Kanton Nidwalden sowie der folgenden Gönner und Sponsoren: ABB Abegg Holding AG Thomas Abegg Accenture AG Allreal Generalunternehmung AG AMAG Automobil- und Motoren AG American Express Ars Rhenia Stiftung AUDI Schweiz AG Evelyn und Herbert Axelrod Hans Bär Bank Julius Bär Bank Sal. Oppenheim (Schweiz) AG Bank von Roll

Hyposwiss Privatbank AG IBM Schweiz Dr. Guido E. Imholz Hans Imholz Stiftung InCentive Asset Management AG International Music and Art Foundation Jacobs Stiftung Jaisli-Xamax AG Dr. Björn Johansson Associates JT International SA KIBAG Walter B. Kielholz Stiftung KPMG AG Dr. Peter und Ursel Kruse

Kühne Stiftung Kühne & Nagel Management AG Lindt & Sprüngli (Schweiz) AG Lombard Odier Darier Hentsch & Cie. Robert Louis-Dreyfus Marsano Blumen AG Marion Mathys Stiftung Meistersinger Förderkreis Migros Bank Migros Genossenschaft Zürich Novartis NZZ PanMedion Stiftung Pfannenstiel Immobilien Dr. Roberto Pollak-Aichelburg Deutsche Asset Management Privatbank IHAG Zürich Schweiz AG Deutsche Bank (Schweiz) AG Marc Rich Foundation Richemont Capital Elektro Compagnoni AG Management Traudl Engelhorn Ringier AG FastBreak & ID Event Ellen und Michael Ringier Finman AG Russische Kommerzial Florindon Foundation Bank AG Fondation Edouard et Hermann Scheel Stiftung Maurice Sandoz Georg und Bertha SchwyzerFondation Les Mûrons Winiker-Stiftung Frankfurter Bankgesellschaft Siemens Schweiz AG (Schweiz) AG SIX Swiss Exchange Dr. Jürg H. Frei Swiss International Freunde der Zürcher Oper Air Lines AG Freunde des Zürcher Balletts Swiss Life Emil Frey AG Swiss Re Gassmann Mode UBS AG Fritz Gerber Stiftung Familien-Vontobel-Stiftung Ernst Göhner Stiftung Wegelin & Co. Privatbankiers Rainer E. Gut Armin Weltner Stiftung Hapag-Lloyd Kreuzfahrten Anette Winkler Walter Haefner Stiftung Ulrike und Dr. Joachim Hauseigentümerverband Winkler Zürich Zürcher Festspielstiftung Hilti Foundation Zürcher Jugend Theater Club Horego AG Zürcher Kantonalbank Noriyoshi Horiuchi Zürcher Theaterverein Hotel Ambassador Zürich VersicherungsHotel Baur au Lac Gesellschaft AG Hotel Greulich Zuger Kulturstiftung Landis Rumen Hranov & Gyr Egon-und-Ingrid-HugStiftung Bär Kaelin Stiftung Barry Callebaut AG Rolando Benedick Berenberg Bank (Schweiz) AG Dr. Marc Blessing Stiftung BNP Paribas Schweiz Harro und Margot Bodmer René und Susanne Braginsky Stiftung Bundesamt für Kultur Bonko Chan Chopard Clariden Leu Ltd. Confiserie Teuscher Karin und Erwin Conradi Credit Suisse AG Davidoff

Gönnen Sie sich feinste Gastfreundschaft und geniessen Sie die ausgezeichnete Fischküche. Direkt bei der Oper.

Hotel Ambassador à l‘Opéra Falkenstrasse 6, 8008 Zürich Tel. +41 (0)44 258 98 98, Fax +41 (0)44 258 98 00 www.ambassadorhotel.ch

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29


Bedingungen

Billettkasse Opernhaus Zürich AG, Falkenstrasse 1, CH-8008 Zürich ticketbestellung@opernhaus.ch Öffnungszeiten Telefonverkauf: +41 (0)44 268 66 66, Montag bis Samstag, 11.30 bis 18.00 Uhr Schalterverkauf: Montag bis Samstag, 11.00 Uhr bis Vorstellungsbeginn. An Tagen ohne Vorstellung von 11.00 bis 18.00 Uhr. Sonntags jeweils 1 1/2 Stunden vor Vorstellungsbeginn. Telefon-/Schalterverkauf Ab dem 21. August 2010 unbeschränkter Verkauf der gesamten Spielzeit, ausser für Premieren und Volksvorstellungen. Diese gelangen jeweils einen Monat vorher in den Verkauf. Fällt der Tag des Verkaufsbeginns für diese Vorstellungen auf einen Sonn- oder Feiertag, beginnt der Vorverkauf am Öffnungstag davor. Bei Volksvorstellungen liegt der Maximalbezug bei 4 Karten pro Person. Für bestimmte Galavorstellungen gelten spezielle Vorverkaufsbedingungen.

Abonnements/Opernhaus-Magazin Das Opernhausmagazin (14 Ausgaben) wird allen Mitgliedern des Vereins Opernhaus Publikationen kostenlos zugesandt. Der Mitgliedsbeitrag beträgt CHF 38.-, im Ausland CHF 44.-. Mit dem Kauf eines Opern-Abonnements werden Sie automatisch Mitglied des Vereins Opernhaus Publikationen. Im Abonnementpreis ist der Mitgliedsbeitrag enthalten. Übertitelung/Sprachen Grundsätzlich werden bei uns alle Opern in der Originalsprache gesungen und deutsch übertitelt. Der besseren Verständlichkeit halber werden auch deutschsprachige Opern übertitelt.

Gruppenbestellung Bitte wenden Sie sich an die Billettkasse.

Programmhefte, Besetzungen und Biografien Die Programmbücher mit ausführlichen Informationen, Fotos, Illustrationen und Text-Beiträgen zu Werk und Inszenierung, sowie die Biografien der Künstler und die Besetzungen verkaufen wir vor der Vorstellung und während der 1. Pause im Eingangsfoyer oder tagsüber an der Opernhauskasse. (Die Programmbücher zu den Premieren erscheinen am Tag der Premiere). Auf Wunsch erhalten Sie Inhaltsangaben in englischer und französischer Sprache.

Öffnung der Spielzeit Ab dem 21. August wird der Vorverkauf der gesamten Spielzeit für alle Vorstellungen geöffnet, mit Ausnahme von Premieren und Volksvorstellungen. Hier beginnt der Vorverkauf ein Monat vor Vorstellungsdatum.

Billett-Preise

Zahlungsmittel Wir akzeptieren Barzahlung, Maestro Card, Postcard, Eurocard, Visa, Diners, American Express und UBS KeyClub-Punkte. Weitere Vorverkaufsstellen finden Sie auf unserer Website www.opernhaus.ch Ermässigungen – Schüler, Studenten und Lernende erhalten Karten zu Legi-Preisen ab 90 Minuten vor Vorstellungsbeginn an der Abendkasse. – Kinder (6 - 11 Jahre) in Begleitung einer erwachsenen Person erhalten in sämtlichen Vorstellungen Karten zu Legi-Preisen. – Senioren ab 64/65 Jahren und IV Bezüger erhalten für Sonntagnachmittags-Vorstellungen (in den Preisstufen I – V) 50% Ermässigung. – Abonnenten erhalten 10% Ermässigung (bei max. 4 Karten pro Vorstellung) in den Preisstufen I – VI, mit Ausnahme von Premieren. – Web-Login Für Studenten, Familien und Mitglieder des Zürcher Theatervereins bieten wir ein spezielles Web-Login an. Nachdem Sie sich auf www.opernhaus.ch unter «LOGIN» registriert haben, können Sie für bestimmte Vorstellungen Karten zu reduzierten Preisen online buchen. Für den Bezug von ermässigten Karten ist immer ein gültiger Foto-Ausweis des entsprechenden Lehrinstitutes, ein AHV-Ausweis bzw. der Schüler- oder Lehrlingsausweis sowohl beim Kauf wie auch beim Besuch der Vorstellung vorzuweisen. Das Personal der Billettkasse ist befugt, Ausweise ohne Gültigkeitsdatum zurückzuweisen. Rollstuhlplätze In jeder Vorstellung stehen 4 Rollstuhlplätze in der Preiskategorie 4 zur Verfügung. Begleitpersonen erhalten 50% Ermässigung (Preiskategorie 1). Für nicht besuchte Vorstellungen wird kein Ersatz geleistet. Karten können nicht zurückgenommen werden. Das Ticket kann bei der Billettkasse des Opernhauses in Kommission gegeben werden. Diese Karten gelangen in den Verkauf, sofern dem Opernhaus keine eigenen Plätze mehr zur Verfügung stehen. Das Opernhaus kann jedoch keine Garantie für den Verkauf bzw. für die Rückerstattung des Eintrittspreises übernehmen. Pro Platz wird eine Kommissionsgebühr von CHF 10.- erhoben. Allgemeine Bedingungen Im übrigen gelten für den Kartenverkauf die AGB der Opernhaus Zürich AG, die Sie im Internet einsehen können. Internet Die ausführlichsten Informationen über das Haus und den Spielplan, sowie alle tagesaktuellen News bieten wir auf unserer Website www.opernhaus.ch

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Preise I Preise II Preise III Preise IV Preise V Preise VI Preise VII Galapreise Preise Konzerte Volksvorstellung Legi-Preise I-III Legi-Preise ab IV

Führungen im Opernhaus Zürich Erfahren Sie mehr über die Geschichte des Opernhauses und über die Entstehung einer Inszenierung. Lernen Sie das Opernhaus einmal von einer anderen Seite kennen! Der 90-minütige Rundgang führt Sie u.a. durch die Schneiderei, den Kostümfundus, die Maske, die Requisite und auf die Bühne. – Öffentliche Führungen Samstags (Termine im Monatsspielplan), Tickets können im Vorverkauf an der Billettkasse gekauft werden. CHF 10.- / ermässigt CHF 7.– Gruppenführungen Für Gruppen bis 25 Personen individuelle Terminvereinbarung. Preis pro Gruppe CHF 180.fuehrungen@opernhaus.ch, Telefon 044 268 64 18 Restaurant Belcanto Das Opernhausrestaurant Belcanto bewirtet die Besucher vor oder nach der Vorstellung. Terrasse mit Blick auf den Zürichsee. Restaurant Belcanto, Theaterplatz 1, 8001 Zürich Telefon +41 (0)44 268 64 64, Fax +41 (0)44 268 64 65, info@belcanto.ch, www.belcanto.ch

Kategorien

Preise I Preise II Preise III Preise IV Preise V Preise VI Preise VII Galapreise Preise Konzerte Volksvorstellung OrangeOpera Oran

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Alle Preise in Schweizer Franken

nx Diese Plätze werden im Abonnement nicht angeboten


Bizet • Mozart • Puccini • Verdi Carmen • Die Zauberflöte • Tosca • Aida Antonacci, Kaufmann • Gerhaher, Kühmeier Malfitano, Terfel • Urmana, Alagna 6DVDs zum Spezialpreis

Édouard Lalo Fiesque Roberto Alagna, Michelle Canniccioni, Béatrice Uria-Monzon Alain Altinoglu – Orchestre National de Montpellier Languedoc-Roussillon 2CDs

Tomás Luis de Victoria

Tori Amos

Simone Kermes

Sacred Works

Night of Hunters

Michael Noone – Ensemble Plus Ultra 10CDs

CD / CD&DVD / Vinyl

Viva! Simone Kermes sings Vivaldi Andrea Marcon – Venice Baroque Orchestra CD

Anna Netrebko Live at the Metropolitan Opera Anna Netrebko, Juan Diego Flórez, Roberto Alagna, Joseph Calleja Metropolitan Opera Orchestra / Diverse Dirigenten CD

Great Voices - Garanca, Mojca Erdmann, Anna Netrebko, Elina v

Rolando Villazón, Joseph Calleja, Bryn Terfel, u.a. 2CDs

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Opernhaus-Magazin-3, 2011/12