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Ausgabe Oktober 02 | 2013

: M D I * E K I B e R E l P U a S n

i f n o s i Sa itzring ­ SUPERBIKE IDM ­ SUPERMOTO s M W u E K I B a R PE L U S ­ ™ P ­ M OT OG

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K K O R A M YE T M ­ R A LL

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Foto: © DPPI, MCH Photography EIN VOLLBLUTMOTORSPORTLER LÄSST SICH NICHT UNTERKRIEGEN

Das HS RallyeTeam bewies bei der OiLibya Rally of Morocco absolutes Durchhaltevermögen und Kampfgeist. Auf keiner der insgesamt sechs Etappen blieb das deutsche Duo von technischen Defekten verschont. Doch eine Aufgabe kam für Matthias Kahle und seinem Beifahrer Dr. Thomas M. Schünemann zu keinem Zeitpunkt der Rallye in Betracht.

IMPRESSUM

INHALT

HERAUSGEBER

AUTO

Offroad Media Service c/o Thomas Filges Ollenhauerstr. 79 - 1 3403 Berlin

CHEFREDAKTION Thomas Filges

REDAKTIONSANSCHRIFT

MOTORsport Kompakt c/o Thomas Filges Ollenhauerstr. 79 D-1 3403 Berlin, Germany Tel.: +49 (0)30 / 88 62 58 62 E-Mail: redaktion@motorsport-kompakt.com Web: www.motorsport-kompakt.com

DTM­Saisonfinale mit Überraschung

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X­RAID Team gewinnt in Marokko

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HS RallyeTeam beweist in Marokko Kampfgeist 16

MOTORRAD MotoGP: Entscheidung vertagt

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SUBERBIKE WM: Sykes ist Weltmeister

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SUBPERBIKE*IDM: Saisonfinale Lausitzring

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Thomas Filges (Ltg.) E-Mail: werbung@motorsport-kompakt.com Tel.: 030 / 88 62 58 62 Der Herausgeber übernimmt keine Haftung für unverlangt eingeschickte Manuskripte und Fotos. Leserbriefe können aus redaktionellen Gründen geküzt werden. Die Zeitschrift und alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Veröffentlichungen, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Redaktion. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder.

OFFROAD Rallye OiLybia Marokko: Goncalves triumphiert 52 Int. Supermoto DM: Die Meister sind gefunden

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DTM FINALE HOCKENHEIMRING

SAISONFINALE MIT ÜBERRASCHUNG

Die DTM­Fans erlebten zum Saisonausklang auf dem Hockenheimring Baden­ Württemberg ein turbulentes Regenrennen mit vielen Überraschungen. Nach packenden Überholmanövern, zahhlreichen Tür­an­Tür­Zweikämpfen und Drehern der DTM­Piloten fuhr Timo Glock mit seinem BMW M3 DTM als Sieger vor dem Spanier Roberto Merhi und Bruno Spengler aus Kanada über die Ziellinie.

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Foto: © BMW AG 04/2013 MOTORsport Kompakt ­ 7


Foto: © DTM Media

TIMO GLOCK FEIERT BEIM SAISONFINALE SEINEN ERSTEN DTM­SIEG

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imo Glock so der Name des großen Gewinners beim Regen­Krimi auf dem Hockenheimrig im Rahmen des diesjährigen DTM­Saison­ finales. Begleitet von einem Feuerwerk feierte der 31­ Jährige zum Abschluss seiner Debüt­Saison den ersten Sieg in der DTM. Für Glock war es der erste Sieg nach seinem Erfolg beim GP2­Finale im September 2007 in Valencia. Der BMW Team MTEK Pilot fuhr bei schwierigen Bedingungen vom vierten Startplatz ein starkes Rennen und überquerte nach 41 Runden als Erster die Ziellinie. Damit sicherte der ehemalige Formel­1­Pilot Glock dem BMW Team MTEK in seinem erst zehn­ ten DTM­Rennen den ersten Sieg. Mercedes­Junior Roberto Merhi belegte den zweiten Platz. Für

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den jungen Spanier war es zum Ende seiner zweiten DTM­Saison die erste Podestplatzierung in der international populärsten Touren­ wagenserie. Merhi verbesserte sich im Laufe des Rennens – trotz einer Durchfahrtsstrafe für einen Frühstart – von Startplatz 21 um 19 Positionen womit er sich große Aufmerksamkeit erkämpfte. Beim Überqueren der Ziellinie fehlten dem 22­Jährigen nur 2,7 Sekun­ den auf den Sieger. "Mein Rennen begann nicht gut: Mein Auto rollte am Start an und ich bekam dafür eine Strafe. Danach habe ich ein­ fach Vollgas gegeben und hatte eine sehr gute Strategie. Es war ein spannender Zweikampf gegen Timo Glock um den Sieg. Nach meinem ersten Pflichtstopp war ich etwas langsamer als Timo, aber nach dem zweiten waren wir beide sehr schnell. Als ich am Sonntagmorgen aufwachte und gesehen habe, dass es regnet,

hatte ich ein Lächeln im Gesicht. Denn in diesem Moment wusste ich, dass mir selbst von Startplatz 21 ein gutes Ergebnis gelingen könnte ­ genauso ist es gekom­ men. Jetzt freue ich mich auf das nächste Jahr und hoffentlich wei­ tere Podestplätze.“ Der Kanadier Bruno Spengler schaffte als Dritter in seinem BMW Bank M3 DTM ebenfalls den Sprung auf das Podium. "Nach der Poleposition am Samstag ha­ be ich mir selbst im Rennen sicher mehr erhofft", so Spengler. "Aber Platz drei ist dennoch ein gutes Resultat, besonders unter diesen schwierigen Bedingungen. Zu Be­ ginn des Rennens habe ich mich vom Feld absetzen können. Als die Strecke allerdings abgetrock­ net ist, konnte ich die Pace nicht mehr ganz gehen." Bester Audi­Pilot an diesem Renn­


sontag war Mattias Ekström als Vierter. Der Schwede war klar auf Kurs in Richtung Podium un­ terwegs und lag nur wenige Wa­ genlängen hinter dem späteren Sieger Timo Glock, als er in der 28. von 41 Runden in der Spitz­ kehre von Daniel Juncadella um­ gedreht wurde. Am Ende ver­ passte Ekström das Podium nach einer Aufholjagd um lediglich 1,245 Sekunden. Dennoch zeigte er sich mit seinem vierten Platz durchaus zufrieden: "Mein Start war richtig schlecht. Glücklicher­ weise machten die Fahrer vor mir auch Fehler, so dass ich Plätze gut machen konnte. Als die Strecke trockener wurde, hatte ich mehr Grip, und es begann wieder Spaß zu machen. Der vierte Platz ist fantastisch, denn da bekommt man keinen schwe­ ren Pokal, den man nach Hause schleppen muss." Miguel Molina sicherte dem Audi Sport Team Phoenix mit Platz fünf in Hockenheim die entschei­ denden Punkte im Kampf um die Teamwertung während dessen Teamkollege Mike Rockenfeller mit seinem Schaeffler Audi RS 5 DTM ein schwieriges Finale erlebte und zum ersten Mal in diesem Jahr ohne Punkte blieb. Der neue DTM­Champion setzte in der Schlussphase alles auf eine Karte und wechselte als einer der we­ nigen Fahrer von Regenreifen auf Slicks. „Doch die Strecke war ein­

Foto: © DTM Media fach noch zu nass“, meinte der Audi­Pilot nach dem Rennen. „Natürlich hatte ich mir das Finale anders vorgestellt – es ändert aber nichts daran, dass uns mit dem Audi Sport Team Phoenix eine fantastische Saison gelungen ist.“

Die Top‐Ten vom Hockenheimring 01. Timo Glock (DEU) 02. Roberto Merhi (ESP) 03. Bruno Spengler (CAN) 04. Mattias Ekström (SWE) 05. Miguel Molina (ESP) 06. Andy Priaulx (GBR) 07. Christian Vietoris (DEU) 08. Dirk Werner (DEU) 09. Gary Paffett (GBR) 10. Daniel Juncadella (ESP)

„Was für ein Tag. Es ist unglaublich, wie gut mein Auto das ganze Wochenende über war. Ich widme diesen Sieg Maria de Villota und Sean Edwards. Ich habe beide gut gekannt. Wir haben das Auto seit Zandvoort in eine neue Richtung abgestimmt. Das hat es auf ein völlig neues Niveau gehoben. Vielen Dank an meine Jungs für die tolle Arbeit – vor allem auch bei den Boxenstopps. Ebenfalls vielen Dank an BMW, dass sie mir als ehemaligem Formel-1-Fahrer diese Chance in der DTM gegeben haben. Ich freue mich, dass ich dieses Vertrauen heute rechtfertigen konnte. Dass BMW den Herstellertitel verteidigen konnte, ist fantastisch.“

Foto: © DTM Media Roberto Merhi widtmete seinen zweiten Rang, ebenso wie Timo Glock, der verstorbenen Maria de Villota sowie dem kürzlich tödlich verunklückten Sean Edwards.

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F oto: © M e rce d e s-B e n z M otorsp ort 10 ­ MOTORsport Kompakt 04/2013


MEISTERSCHAFTSENDSTAND 2013

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Rallye Marokko 2013

MO N S T E R E N E R G Y X ‐ R A I D T E A M G E W I N N T I N MA R O K K O Nach sechs Etappen und 1500 Wertungskilometern durch den Süden Marokkos gewinnt das Monster Energy X­raid Team mit dem Duo Orlando Terranova / Paulo Fiúza im MINI ALL4 Racing die OiLibya Rally of Morocco mit einem fast zehnminütigen Vorsprung auf den Franzosen Patrick Sireyjol. Doch auch der Rest des X­raid Teams sorgte mit einer fantastischen Mannschaftsleitung für ein einzigartiges Ergebnis: Insgesamt platzierten sich vier MINI ALL4 Racing in den Top 10!

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Das argentinische Duo Federico Villagra und Jorge Perez Companc war zum ersten Mal mit dem MINI ALL4 Racing in der Wüste unter­ wegs. Die beiden beendeten fünf der sechs Etappen jeweils in den Top 4. Nur am ersten Tag hatten sie ihre Probleme mit den an­ spruchsvollen Dünen – nach die­ ser kurzen Eingewöhnung drehte Villagra voll auf und arbeitete sich wieder auf den neunten Gesamtrang vor. Auch Adrian Yacopini und Marco Scopinaro fuhren zum ersten Mal mit ihrem BMW X3 CC durch Sand und Dünen. Auch sie zeigten nach anfänglichen Problemen eine kon­ stante Leistung, die mit Gesamt­ rang zehn belohnt wurde. Pech hatte das deutsche Duo Stephan

Schott / Holm Schmidt. Sie verlo­ ren am dritten Tag mit einem Getriebeschaden viel Zeit und be­endeten die Rallye schluss­ endlich auf Rang 41. „Orly war hier extrem schnell unterwegs und hat auch verdient gewonnen“, so X­raid Teamchef Sven Quandt. „Aber auch unsere anderen Piloten haben durchweg eine extrem gute Leistung gezeigt. Viele haben den ersten Tag in den Dünen ihre Probleme gehabt, aber danach gezeigt, was sie können. Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis. Vier Fahrzeuge in den Top 10 ist einfach sensa­ tionell.“ Für das X­raid Team steht in die­ ser Saison noch die Baja Portalegre (1. und 2. November 2013) in Portugal auf dem Programm. Dort kämpft der Pole Krzysztof Holowczyc um den Titel im FIA Weltcup für Cross Country Rallyes.

Foto: © X-raid GmbH

Vladimir Vasilyiev und Vitaly Yevtyekhov sicherten sich einen sensationellen dritten Rang. Auf der vierten Etappe konnte Vasilyiev, der den MINI ALL4 Racing zum ersten Mal bei einer Rallye im Sand pilotierte, sogar einen Tagessieg einfahren. Das chilenisch, französische Duo Boris Garafulic / Gilles Picard beendete die Rallye im MINI ALL4 Racing auf Rang vier. Für Garafulic war die Rallye in Marokko der erste Einsatz nach der Dakar im Januar. Mit konstanten Top 8 Ergebnissen konnte er sich in die Spitzen­ gruppe der Gesamtwertung vor­ fahren.

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Das chilenisch, französische Duo Boris Garafulic / Gilles Picard beendete die Rallye im MINI ALL4 Racing auf Rang vier. Für Garafulic war die Rallye in Marokko der erste Einsatz nach der Dakar im Januar.

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Foto: © X-raid GmbH 04/2013 MOTORsport Kompakt ­ 15


Rallye Marokko 2013 ­ Ein Rückblick

HS RALLYETEAM BEWEIST BEI DER RALLYE MAROKKO KAMPFGEIST Das HS RallyeTeam zählt seit Jahren zu den erfolgreichsten werksunabhängigen Teams im Marathonrallyesport. Die Bilanz bei 17 Starts seit 2004: sieben Klassensiege, unter anderem bei der Dakar 2009 und 2011, und drei zweite Plätze. Bei der Rallye Dakar 2011 gelang dem HS RallyeTeam sogar der Sprung in die Top­Ten der Gesamtwertung. Als Fahrer vertraut das HS RallyeTeam auf den siebenfachen Deutschen Rallyemeister Matthias Kahle aus Köln. Neben ihm nimmt der erfahrene und in Hamburg lebende Dr. Thomas M. Schünemann als Copilot Platz. Gemeinsam bestritt das Duo vom 13. bis 19. Oktober die diesjährige Rallye Marokko. Die beiden hatten bei dieser Rallye den ein oder anderen Rückschlag hinnehmen müssen ­ Ein Rückblick. Fotos: © DPPI, MCH Photography

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in Vollblutmotorsportler lässt sich nicht unter­ kriegen: Getreu diesem Motto bestritt das HS Rallye Team die Rallye Marokko und kämpfte sich trotz erheblicher Rückschläge ins Ziel der Mara­ thonrallye. Bei einer fulmi­ nanten Aufholjagd am letzten Tag konnten Matthias Kahle und Copilot Dr. Thomas M. Schünemann ihr Können noch einmal eindrucksvoll demon­ strieren. Bei einer Wüstenrallye braucht man vor allem zwei Dinge: Durch­ haltevermögen und verlässliche Technik. Ersteres bewies das HS Rallye­Team bei der sechs Tage und 2.051 Kilometer andauernden Rallye Marokko gleich mehrfach: Vier Mal hinderten technische Schwierigkeiten das Duo daran, das Etappenziel zu erreichen. Trotzdem blieben die Wüsten­ Abenteurer hartnäckig und wur­ den mit einer perfekten letzten Wertungsprüfung belohnt. Die Rallye startete zunächst vielversprechend: Kahle/Schünemann meisterten den ersten schwierigen Dünen­ abschnitt mit Bravour und pas­ sierten den ersten Checkpoint als sechstes von 63 Autos. Der Ab­ stand zu Spitzenreiter Orlando Terranova im Mini All4 Racing lag zu diesem Zeitpunkt bei lediglich 7.19 Minuten. Doch schon nach einem Drittel der ersten Prüfung fiel die Servopumpe aus, der Keil­ riemen sprang ab und machte die Weiterfahrt unmöglich. Nach einer kurzen Nacht startete das HS Rallye Team schwungvoll in die zweiten Etappe und behaup­ tete lange Zeit eine Top­Ten­ Platzierung, bis der Motor nur drei Kilometer vor dem Ziel plötz­ lich vier Minuten lang aussetzte. Trotzdem schaffte es der SAM 30D CC mit der Startnummer 307 als Zwölfter ins Ziel. Doch jetzt sollte die Pechsträhne erst richtig beginnen: Probleme mit dem Getriebe, der Keilriemen­ spannrolle und ein geplatzter

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Servoschlauch machten dem deutschen Team, das im Januar noch 13. bei der Rallye Dakar geworden war, auf den folgenden Etappen das Leben schwer. An Aufgeben dachten die Wüsten­ rallye­Veteranen jedoch zu keiner Zeit. „Klar waren wir etwas frus­ triert, wenn die Technik mal wie­ der nicht so wollte wie wir, aber das gehört zu solch einer Veran­ staltung eben auch dazu“, erklärt Thomas Schünemann. „Unsere Mechaniker haben so hart gear­ beitet um das Auto wieder start­ klar für den nächsten Tag zu machen, das wollten wir mit einer Zielankunft belohnen“, ergänzt Matthias Kahle. Ihr Durchhaltevermögen wurde belohnt: Von der letzten Position aus gestartet, zogen sie im Laufe der 245 Kilometer langen Schluss­ etappe an nicht weniger als 37 Konkurrenten vorbei. Im Schnitt überholte der SAM­Prototyp alle 6,65 Kilometer einen Gegner und kämpfte sich bis auf Platz elf in der Tageswertung vor. Auf ein Top­Ten­Ergebnis fehlten im Ziel gerade einmal 4.10 Minuten. „So einen Tag hatten wir uns zum Ab­ schluss gewünscht. Wir konnten noch einmal zeigen, was das Auto grundsätz­ lich kann“, freut sich Matthias Kahle. Auch

Navigator Thomas Schünemann ist glücklich über das versöhn­ liche Ende: „Unsere Hartnäckig­ keit hat sich ausgezahlt. Der letzte Tag war noch einmal richtig span­ nend. Wir haben etliche knifflige Überholmanöver gemeistert. An­ gesichts der ganzen Probleme ist es nicht verwunderlich, dass wir am Ende nur den 58. Platz in der Gesamtwertung belegt haben – aber wir sind angekommen und haben auf der letzten Etappe noch mal gezeigt, was in uns steckt.“


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Das HS RallyeTeam musste bei der Rallye Marokko schon auf der ersten Etappe einen Rückschlag hinnehmen: Das Duo strandeten in der 203­Kilometer­Spe­ ziale mit defekter Ser­ vopumpe und abge­ sprungenem Keilrie­ men.

E T A PPE 1 Matthias Kahle und Dr. Thomas M. Schünemann meldeten sich auf der zweiten Etappe ein­ drucksvoll zurück und lagen lange Zeit auf Top­ Ten­Kurs, bis der Motor des SAM 30D CC drei Kilometer vor Schluss kurz aussetzte.

E T A PPE 2 Pechsträhne hält an denn das Duo mussten die dritte Etappe der Rallye Marokko wegen eines Getriebeschadens vorzeitig abbrechen. Als die Probleme kurz vor dem ersten Checkpoint der 250 Kilometer langen Speziale auftraten, drehten die Deutschen um und wählten somit den kürzeren Weg in Richtung Biwak.

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Die Pechsträhne setzte sich auch auf der vier­ ten Etappe fort: Die Fahrt der beiden Deutschen endete näm­ lich bereits wenige Kilometer nach dem Start der 295 Kilometer langen Speziale wegen einer gebrochenen Keil­ riemen­Spannrolle. An Ort und Stelle hieß es nun auf den Service warten.

E T A PPE 4 Wieder ein kurzer Arbeitstag für das Deutsche Team, denn der fünften Tag der Rallye dauerte nur wenige Kilometer an. Der Grund: Ein Defekt an der Servopumpe. Aufgeben kam für Dr. Thomas M. Schünemann trotz der anhaltenden Pechsträhne nicht in Frage: „Solange sich noch ein Rad dreht, versuchen wir weiterzu­ fahren und das Ziel zu erreichen.“

E T A PPE 5 Wie Phoenix aus der Asche: Am letzten Tag der Rallye Marokko konnte die Hamburger Mannschaft noch einmal zeigen, was in ihnen und ihrem SAM 30D CC steckt. Das HS RallyeTeam nahm die Schlussetappe als letztes Auto in Angriff und ging im Laufe der 246 Kilometer an mehr als der Hälfte des gesamten Starterfeldes vorbei!

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ENTSCHEIDUNG VERTA GT MOTOGP™: TISSOT AUSTRALIAN GRAND PRIX

Es war der GP bei dem der Spanier Marc Márquez vorzeitig hätte Weltmeister werden können. Doch ein fataler Fehler seines Teams sorgte dafür das ein anderer Fahrer in Australien jubeln durfte. Das Rennen um die WM­Krone blieb somit weiter offen.

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Foto: © YAMAHA Racing 04/2013 MOTORsport Kompakt ­ 25


DER EINE JUBELT DER ANDERE ÄRGERT SICH

S

o ziemlich jeder dürfte wohl vor diesem sech­ zehnten GP der laufenden Saison damit gerechnet haben, dass Marc Márquez den Sack im Kampf um die WM­Krone würde frühzeitig zu machen können. Wäre wahrscheinlich so auch wohl gekommen, wäre seinem Team nicht ein fataler Fehler unterlaufen der eine Qualifikation zur Folge haben sollte. Dieser GP in Australien hatte so seine ganz eigenen Regeln, denn vor dem Rennen wurde bekannt gegeben, dass man aus Sicher­ heitsgründen die Renndistanz von ursprünglich 27 auf neunzehn Runden reduzieren würde. Da­ rüberhinaus wurden alle Fahrer dazu verpflichtet, spätestens in der zehnten Runde des Rennens die Box anzusteuern um auf ihr Zweitmotorrad zu wechseln, zu­ sätzlich wurden sie aufgefordert die härtere zur Verfüng stehende Reifen­Verbindung zu verwenden. Diese Änderung wurde von der Rennleitung bereits nach dem Qualifying am Samstag vorge­ nommen, nachdem Bridgestone

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mitgeteilt hatte, dass sie die Sicherheit des Hinterreifens bei mehr als 10 Runden auf der neu asphaltierten Strecke nicht ge­ währleisten könnten. Jorge Lorenzo, mit einem Rück­ stand von 43 Punkten auf Ta­ bellenleader Marc Márquez in Australien eingetroffen, startete erstmals seit Mai diesen Jahres wieder von der Pole­Position und der Spanier wusste diesen Vorteil zu nutzen. Trotz heftiger Angriffe von Seiten Dani Pedrosa und dessen Teamkollegen Márquez konnte der Yamaha­Pilot die Spitzenposition bis zum Pflicht­ boxenstopp behaupten. Pedrosa steuerte in der neunten Runde, gefolgt von zahlreichen weiteren Fahrern die Box an um den vorgeschriebenen Motorrad­ Wechsel vorzunehmen. Lorenzo absolvierte seinen Stopp am Ende der zehnten Runde. Wer nun auf ein Boxen­Duell zwischen Lorenzo und Márquez gehofft hatte, der wurde enttäuscht, denn letzterer blieb für einen weiteren Umlauf auf der Strecke und fuhr erst Ende der elften Runde in die Boxengasse. Eine Runde später

als vorgeschrieben und daraus folgte als logische Konsequenz die Disqualifikation des 20­jährige Rookies. Márquez sollte aber nicht der einzige Fahrer im Feld bleiben dem dieses Mißgeschick widerfuhr, auch der Australier Bryan Staring vom Team GO&FUN Honda Gresini verpasste das vorgeschriebene Zeitfenster und wurde ebenfalls von der Wertung ausgeschlossen. Als Márquez nach seinem Boxen­ stopp zurück auf die Strecke kehrte gab es noch eine Schreck­ sekunde zu überstehen denn hier wäre er beinahe mit dem füh­ renden Lorenzo kollidiert. Am Ende ging jedoch alles gut und Lorenzo konnte seine Führung


Foto: © YAMAHA Racing bis ins Ziel verteidigen. Für den Spanier war es der sechste Sieg der laufenden Saison und der 50zigste GP­Sieg seiner Karriere. Dani Pedrosa überquerte auf Position zwei die Ziellinie und hielt seine Titelhoffnungen, welche bei einem Rückstand von 34 Punk­ ten und bei nur noch zwei aus­ stehenden GP´s wohl eher theo­ retischer Natur sein dürften, wei­ ter am Leben. Jorge Lorenzo hin­ gegen darf sich mit nun nur noch 18 Punkten Rückstand durchaus wieder ernsthafte Hofffnungen auf den Titel machen.<<

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F oto: © YAM AH A Ra ci n g 28 ­ MOTORsport Kompakt 04/2013


TISSOT AUSTRALIAN GRAND PRIX

Foto: © YAMAHA Racing

ERGEBNIS

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ENI FIM SUPERBIKE WORLD CHAMPIONSHIP JEREZ / SPA

GESCHA FFT: TOM SYKES MA CHT DEN TITEL KL A R Tom Sykes hat beim Finale zur Superbike­WM in Jerez nichts mehr anbrennen lassen. Mit einem dritten Platz in Lauf eins und einem zweiten in Lauf zwei wurde der britische Pilot vom Kawasaki Racing Team Superbike­Weltmeister 2013. Dies ist nach 20 Jahren wieder ein SBK­WM­Titel für die Grünen nach 1993, als der US­ Amerikaner Scott Russell mit der ZXR750R die Krone holte.

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Foto: © Dorna WSBK 04/2013 MOTORsport Kompakt ­ 31


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er dritte Platz hinter dem Iren Eugene Laverty und Marco Melandri aus Ita­ lien genügte bereits in Lauf eins, um den Titel vorzeitig sicherzustellen. Dennoch wollte Sykes auch im zweiten Lauf einen würdigen Champion abgeben und führte das Rennen 13 Runden lang an. Am Ende begnügte er sich aber mit Platz zwei hinter Doppelsieger Eugene Laverty, was ihm einen Punktevorsprung von 23 Punkten im WM­Endklassement einbrachte. Der Brite fuhr mit 1:41,691 auch einen neuen Rundenrekord in dieser Klasse. Während der ge­ samten Saison führte Sykes ins­ gesamt 255 Runden, mehr als

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zweimal so viel wie der beste Konkurrent. „Worte können nicht beschreiben, was ich gerade fühle. Normaler­ weise bin ich eher ein besonnener Typ. Aber seit Magny­Cours habe ich Momente erlebt, in denen ich zu träumen wagte. Dann bekam ich Gänsehaut, und es schien geradezu magisch, dass ich Welt­ meister werden könnte. Das ent­ sprach aber ungefähr nur zwei Prozent von dem, was ich jetzt gerade fühle, nachdem ich den Titel wirklich gewonnen habe. Es war gut für die Meisterschaft, dass die Entscheidung wieder beim Saisonfinale fallen musste, vor allem hier auf dieser schönen Rennstrecke mit all diesen tollen


Nachdem das Kawasaki Racing Team mit Tom Sykes im letzten Jahr den Titel nur um einen halben Punkt verfehlte, ist der diesjährige Erfolg eine schöne Belohnung für all die Mühen, die mit einem solchen Großprojekt

verbunden sind. Teamkollege Loris Baz konnte aus Verletzungs­ gründen zwar nicht beim Finale antreten, wurde im Endklasse­ ment aber guter Achter. Tom Sykes ist der 15. Fahrer der WSBK­Elite, der einen Weltmei­ stertitel holen konnte und der vierte aus Großbritannien ­ neben Carl Fogarty (1994, 1995, 1998, 1999), Neil Hodgson (2003) und James Toseland (2004, 2007). Sykes holte in dieser Saison: 8 Tissot­Superpoles, 9 Laufsiege, 18 Podeste und 13 schnellste Rennrunden. Sykes holte im Schnitt 16,5 Punkte pro Rennen

und sah nur zwei Mal das Ziel nicht. Insgesamt führte er über 255 Runden, Vize­Weltmeister Eugene Laverty lag 119 Runden lang in Front. Weiterhin stellte Sykes auf sechs der 2013er Rennstrecken neue Rundenre­ korde auf. Sykes wird seinen eni FIM Superbike Weltmeisterschaft­ Titel im kommenden Jahr ver­ suchen zu verteidigen und dabei einmal mehr auf der Kawasaki Racing Team ZX­10R sitzen. Sein Teamkollege wird weiterhin der Franzose Loris Baz sein.<<

Foto: © Graeme Brown

Fans. Unsere Teammitglieder sind größtenteils Spanier, das ist also ein Heimspiel für sie. Ich habe den Gewinn der Meisterschaft noch nicht ganz realisiert, aber das wird sich schon sehr bald ergeben. Da bin ich mir sicher“, meinte ein überglücklicher Tom Sykes nach dem zweiten Lauf in Jerez.

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Foto: © Graeme Brown 34 ­ MOTORsport Kompakt 04/2013


MEISTERSCHAFTSENDSTAND 2013 足 TOP 20

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J

an Bühn aus Kronau belegte beim Finale zur Superstock­600 EM in Jerez de la Frontera/Spanien den 13. Rang und erhielt dafür drei EM­Punkte. Auf der 4,423 km langen Renn­ strecke in Andalusien, die zwi­ schen Sevilla und Gibraltar liegt, begann für den Yamaha­Piloten das freie Training mit einem perfektem Ergebnis. Bühn, der bisher noch nie in Jerez gefahren ist, erzielte im Training mit nur 0,029 Sekunden Rückstand hinter dem Schweizer Bastien Chesaux die zweitbeste Zeit. Im ersten Zeittraining war der Badener er­ neut als bester Yamaha­Fahrer Sechster und hatte einen Rück­ stand von 0,692 Sekunden auf den Italiener Christian Gamarino. Im zweiten Zeittraining konnte Bühn seine Zeit leicht verbessern, fiel aber auf den siebten Rang zurück. Auf die Bestzeit vom Italiener Franco Morbidelli hatte der gebürtige Heidelberger 1,002 Sekunden Rückstand. Aus der dritten Startreihe ging der 22­jährige, der für das Freudenberg Team aus Bischofs­ werda startet, in das 10 Runden Rennen über die Gesamtdistanz von 44,23 km. Im Rennen kämpf­ te Bühn in einer Gruppe von sechs Fahrern um den neunten Rang. Das Finale gewann der Brite Kyle Smith mit nur 0,308 Sekunden vor den Italienern und kawasaki­ Piloten Franco Morbidelli und Alessandro Nocco. Jan kam mit 15,486 Sekunden Rückstand auf den Sieger auf dem 13. Platz ins Ziel. Als zweitbester Wildcard­ Pilot von Pirelli im Rennen erhielt der Badener eine Prämie von Reifenhersteller Pirelli über 3.000,­ Euro. Den Gesamtsieg in der Super­ stock­600 Klasse holte sich Franco Morbidelli mit 154 Punkten vor seinem Landsmann Alessandro Nocco mit 136 Zählern. Mit den drei Punkten belegt Jan Bühn den

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JAN BÜHN HOLT DREI EM­PUNKT Text: Michael Sonnick ­ Foto: Hermann Rüger

30. Endrang von 34 Teilnehmern. Nach dem Rennen war Bühn nicht ganz zufrieden : „Es wäre heute mehr drin gewesen, ich war nach dem ersten Training schon Zweiter

und konnte dann meine Runden­ zeit nicht mehr verbessern. Wir wollten ein paar Sachen verän­ dern, aber leider sind wir in die falsche Richtung beim Abstimmen des Motorrads gegangen. Ich


TE BEIM SUPERSTOCK­600 EM FINALE IN JEREZ habe mich hier in Jerez gleich wohl gefühlt auf der Strecke, leider haben wir eine gute Platzierung verschenkt. Im freien und ersten Zeittraining führte ich das Klassement sogar als an. Die

Rennen in der Superstock­EM sind härter als in der IDM, es waren 10 Runden lang harte Duelle in jeder Kurve. Hier lernt man das Zweikampfverhalten hautnah, ich hatte bestimmt zehn

Berührungen. Eine Runde vor Schluss lag ich noch auf dem elften Rang. Vielen Dank an Pirelli für die Einladung und an meine Jungs vom Freudenberg Racing Team."<< 04/2013 MOTORsport Kompakt ­ 37


SUPERBIKE*IDM LAUSITZRING

SA ISO N F IN A L E A U F D E M L A U SIT Z R IN G

A L L E M E IST E Besser hätte es für Fahrer und Fans nicht laufen können, denn Pünktlich zu den finalen Rennen der Saison 2013 kehrte der Sonnenschein auf den Lausitzring zurück. Allerbeste Bedingungen also, um die vier noch ausstehenden Titelentscheidungen der Saison 2013 auszufahren. Insgesamt 8.500 Zuschauer kamen an diesem Wochenende an die Klettwitzer Rennstrecke, um dabei mitzufiebern. 38 ­ MOTORsport Kompakt 04/2013


Foto: © Felix Wiessmann

TEER GEKÜRT

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Foto: © SUPERBIKE*IDM/Schneider

Für den in der Klasse SUPERBIKES startenden Michael Ranseder war das Ziel klar definiert: Vize-Titel

D

ie erste Saison der SUPERBIKE*IDM unter neuem Promoter und mit neuem Namen neigte sich mit der Veranstaltung am zweiten Oktober­Wochenende ihrem Ende entgegen. Nach dem Saisonauftakt im April gastier­ te die höchste deutsche Motor­ radrennserie nun zu ihrem Saisonfinale erneut auf dem Lausitzring.

tion der sich erstmals in dieser Saison die Pole Position sichern konnte und dies vor Team­ und Markenkollege Freddy Foray. Der bereits vorzeitig als Meister feststehende Markus Reiterberger vom Team VanZon Remeha BMW qualifizierte sich als Drittschnell­ ster. Komplettiert wurde die erste Startreihe von Stefan Nebel der für das Wilbers­BMW­Racing Team an den Start ging.

Der Wettergott sorgte an diesem Wochenende noch einmal für Spannung: Aufgrund von Nebel am Samstagmorgen verschob sich der komplette Zeitplan um anderthalb Stunden. Zudem sollte die nasse Strecke dafür sorgen, dass den Fahrern in den letzten Qualifyings der Saison sowie im Sidecar­Sprintrace noch einmal alles abverlangt wurde.

In der gemeinsam mit den SUPERBIKES startenden, aber getrennt gewerteten SUPERSTOCK 1000 verschaffte sich Bastien Mackels nach einem Crash im ersten Qualifying in der zweiten Session die perfekte Ausgangs­ lage, um sich am Rennsonntag den Titel zu sichern. Für seinen Verfolger Daniel Sutter war die Meisterschaft zu diesem Zeitpunkt aber noch längst nicht gelaufen. Der Weissbadener erreichte die zweitschnellste Zeit in seiner Klasse und lag laut Technikchef Roman Raschle nur zurück, weil er wegen der unsicheren Wetter­ lage relativ früh auf Qualifyer­

Bei den SUPERBIKES waren es die Honda­Piloten die einen guten Tag erwischten. Allen vorran Michael Ranseder vom Team Honda Holzhauer Racing Promo­

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Reifen wechselte. Abseits des Renngeschehens wur­ de an diesem Samstag bereits ein Blick in die Zukunft geworfen: In die Klasse Moto3 wird in der kommenden Saison die DMSB Moto3 Trophy integriert. „Die Moto3 ist enorm wichtig, um den Nachwuchs für die höheren Klassen zu generieren. Gleichzeitig ist sie aber für viele zu teuer“, so SUPERBIKE*IDM Geschäfts­ führer Josef Hofmann der damit vor allem auf das kleine Star­ terfeld in dieser Saison anspielte. Frühzeitig hatte man sich daher, um eine Lösung bemüht und gemeinsam mit Honda und dem DMSB die neue Trophy ins Leben gerufen. Bereits für ca. 15.000,­ Euro erhält man hier eine Honda NSF250R plus Zubehör für eine komplette Saison. Zunächst wur­ den dafür zehn Maschinen ge­ ordert. Eine Anmeldung dafür ist ab sofort möglich. Genauere Informationen erhalten Interes­ senten auf der Internetseite der Serie superbike­idm.de.


Foto: © Felix Wiessmann 04/2013 MOTORsport Kompakt ­ 41


Im Vergleich zum Samstag bes­ serten sich die Wetterbeding­ ungen, denn pünktlich zu den finalen Rennen der Saison 2013 kehrte der Sonnenschein auf den Lausitzring zurück. Allerbeste Bedingungen also, um die vier noch ausstehenden Titelentschei­ dungen der Saison 2013 auszu­ fahren. In der SUPERBIKE­Klasse machte

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der schon vorzeitig in Hockenheim gekürte Meister Markus Reiter­ berger mit zwei Siegen seine Saison­Bilanz perfekt. Mit dem doppelten Triumph auf dem Lausitzring unterstrich der erst 19­jährige Bayer sein Ausnahme­ talent ein weiteres Mal. Der Österreicher Michael Ranseder konnte seine am Vortag erkämpfte Pole Position im ersten Rennen

ebenfalls in einen Podiumsplatz umwandeln und verdrängte durch seinen zweiten Platz den abwe­ senden Damian Cudlin damit noch vom Vizerang in der Superbike­ Gesamtwertung. Ranseder war im ersten Rennen in einer bis zu sieben Fahrern umfassenden und mit dem Messer zwischen den Zähnen kämpfenden Gruppe eine schillernde Figur, in der er sich am Ende nur dem neuen Meister


Foto: © SUPERBIKE*IDM/Schneider Markus Reiterberger geschlagen geben musste. Im allerletzten Saisonrennen am Nachmittag war der Honda­Pilot drauf und dran seinen zweiten Sieg der nun zu Ende gehenden Saison einzu­ fahren. Dank eines mustergültigen Starts konnte er gleich die Füh­ rungsposition einnehmen und sich in den ersten Runden sogar etwas absetzen. Erst als Ranseder durch einen winzigen Gegenstand

im Auge etwas behindert und aus der Konzentration gebracht wur­ de, musste er unfreiwillig die Spitzenposition räumen. Am Ende brachte er einen sicheren fünften Rang nach Hause, der zum Ge­ winn der Vize­Meisterschaft ge­ nügte. Stefan Nebel konnte zum Saison­ abschluss mit seiner BMW HP4 noch einen langgehegten Plan in

die Tat umsetzen und sprang als Dritter erstmals für das Wilbers BMW­Team aufs Treppchen. Im zweiten Rennen sorgten die Teamkollegen Mark Aitchison und Gareth Jones mit den Plätzen zwei und drei hinter Reiterberger dafür, dass die Markenwertung in der Lausitz an Yamaha ging. In der gemeinsam mit den Super­ bikes startenden, aber getrennt 04/2013 MOTORsport Kompakt ­ 43


gewerteten Superstock 1000 wurde der Titelkampf erst in der letzten Runde des zweiten Rennens entschieden: Nachdem Spitzenreiter Bastien Mackels im ersten Rennen in Führung liegend ausrollte und die Box ansteuerte, rückte der Titelgewinn in weite Ferne und Dauerrivale Daniel Sutter hatte plötzlich wieder die besseren Karten. Er kam hinter Dominik Vincon ins Ziel und kassierte 20 Zähler. Mackels Team reparierte das Bike in der Box in

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Windeseile und er konnte ins Ren­ nen zurückkehren. Weil er zum Schluss die Mindestdistanz von 75 Prozent des Laufes zurück­ gelegt hatte, kam er auch noch in die Wertung und konnte so noch elf Punkte einstreichen.

fahrendem Feldes auch auf der Strecke. Es ging hin und her. Fakt war: Wer von den beiden Fahrern zuerst das Ziel erreichen würde, wäre Meister. Es war Mackels – mit einem Vorsprung von 0,164 Sekunden.

Im zweiten Rennen kam es dann zum unmittelbaren Kopf­an­Kopf­ Duell zwischen dem Belgier und dem Schweizer. Nicht nur auf dem Zeitenmonitor, sondern trotz des mit den Superbikes gemischt

SUPERBIKE*IDM­Geschäftsführer Bert Poensgen zog am Ende der Veranstaltung eine positive Bilanz über die erste Saison als Promoter der Serie: "Sicher wurde uns am Anfang auch viel Skepsis ent­


Fotos: © Felix Wiessmann gegengebracht, umso schöner ist es nun, von vielen Seiten Lob zu hören. Wir haben in unserem ersten Jahr viel erreicht. Es wartet aber auch noch viel Arbeit auf uns und wir sind voller Tatendrang und neuer Ideen für die nächste Saison." <<

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Foto: © Felix Wiessmann 46 ­ MOTORsport Kompakt 04/2013


MEISTERSCHAFTSENDSTÄNDE 2013 SUPERBIKE

SUPERSTOCK 1000

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H E R Z L IC H E N G L Ü C K W U N 48 ­ MOTORsport Kompakt 04/2013


F o to : © F e l i x W i e s s m a n n

N SC H D E N T IT E L T R Ä G E R N

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Rallye OiLybia Marokko 2013

PAULO GONCALVES VS. MARC COMA

Foto: © RallyZone

Die OiLybia Marokko 2013 führte die Teilnehmer vom 14. bis 19. Oktober in sechs Etappen über insgesamt 2.000 Kilometer durch abwechslungsreich­ anspruchsvolles Gelände mit Dünen, Sand, Canyons und der typisch marokkanischen Bergwelt mit unzähligen Steinen. Die Navigation stellte dabei höchste Ansprüche an das Orientierungsvermögen der Fahrer. Erst am 19. Oktober und am Ende einer 219 Kilometer langen finalen Wer­ tungsprüfung sollte der Sieger als auch der neue Weltmeister feststehen.

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Foto: © HONDA HRC 04/2013 MOTORsport Kompakt ­ 53


Foto: © HONDA HRC

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ie Frage die über dieser Motorrad­Rallye stand lautete: Coma oder Goncalves, wer wird 2013 Weltmeister? Letzterer lag in der WM­Wertung mit nur drei Punkten Rückstand hinter dem spanischen KTM­Piloten auf Platz zwei der WM­Wer­ tung und hatte damit noch alle Chancen auf den Titel. Diese gute Ausgangslage ver­ dankte der Portugiese seinem Sieg beim vorletzten WM­Lauf in Brasilien. Entsprechend brachte diese Rallye einiges an Spannung mit.. Auf der ersten der insgesamt sechs Etappen bekamen es die Fahrer bei gut 32°C mit den Dünen von Cheggaga zu tun. Wer sich auf dieser gut 345 Km langen Etappe von der 203 Km als Spezialtest ausgeschrieben waren mit dem Thema Navigation gut auskannte, war hier klar im Vorteil. Am Ende waren es aber werder der WM­Führende Marc Coma, noch der Honda­Pilot Paulo Goncalves die sich hier den Etap­ pen­Sieg gutschreiben lassen konnten. Vielmehr war es Goncalves Team­Kollege Joan

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Barreda der sich zunächst mit einer Fahrzeit von 2:25'40 an die Spitze des Gesamklassements setzen konnte. Goncalves folgte erst auf Position drei und dies hinter Marc Coma der auf die Spitzenzeit zu diesem Zeitpunkt einen Rückstand von 03'09 Minu­ ten verzeichnete. Goncalves Rück­ stand auf Platz eins hielt sich mit 03'28 Minuten ebenfalls in Gren­ zen. Der zweite Tag sollte dann ganz im Zeichen von Paulo Goncalves stehen. Nachdem Joan Barreda als Vortagessieger die zweite, 298 Km lange Tagesetappe er­ öffnete, brauchten die folgenden Fahrer zunächst nur seinen Spu­ ren zu folgen was einen kleinen Vorteil mit sich bringt. Voraus­ gesetzt der Führende verfährt sich nicht. Im Gegensatz zu Tag eins wechselte das Terrain nun von sandig zu steinig gefragt blieben aber weiterhin die Navi­ gationskünste der Fahrer. Goncalves kam mit diesen ver­ änderten Bedingungen am besten zurecht und absolvierte die 240 Km lange Spezial­Etappe mit 02:50'22 als Zeitschnellster. Marc

Coma folgte mit zwei Minuten Rückstand auf Position zwei. Vor­ tagessieger Barreda verzeichnete an diesem Tag einen Rückstand von 03'45 Minuten auf die Bestzeit und wurde so auf Position fünf gewertet. Im Zwischenklassement der Gesamtwertung bedeutete dies nun Rang zwei hinter Goncalves der hier die Führung übernehmen konnte. KTM­Pilot Marc Coma wurde mit 01'47 Rückstand auf Position drei ge­ führt. Kein weltbewegender Rück­ stand bei einer Rallye wie dieser und somit auch kein Grund für den WM­Führenden den Kopf in den Sand zu stecken. Allerdings dürfte dem Spanier schon zu diesem Zeitpunkt bewusst gewe­ sen sein das der Weg zum Titel ein schwerer werden könnte. Denn sollte Goncalves weiterhin auf dieser Rallye so gut unterwegs sein, könnte es mit einem Ge­ samtsieg schwierig werden. Am dritten Tag galt es insgesamt 413 Km unter die Stollen zu nehmen davon 250 in Wertung. Für Goncalves sollte auf dieser dritten Etappe nicht mehr als Rang sechs herausspringen wäh­ rend sich sein Teamkollge Barreda


Die fünfte und längste Etappe der Rallye die von Erg Chebbi nach Oued El Mader führte, könnte mit ihrer 310 Km Speziale soetwas wie eine Vorentscheidung bringen. Auf einer solchen Etappe

schlappe 20 Sekunden betrug und man den Spanier niemals abschreiben sollte. Ein Sieg musste zwangsläufig nicht mehr her und so galt es einfach nur taktisch zu fahren und möglichst vor Marc Coma ins Ziel zu kom­ men. Was Goncalves mit Rang fünf auch schlußendlich gelingen sollte denn Marc Coma musste sich mit Rang sechs begnügen und damit war die Frage wer 2013 Weltmeister werden würde ge­ klärt. Sein Name: Paulo Goncalves vom Team HRC. Gewonnen wurde diese sechste und letzte Etappe vom Australier Ben Grabham der KTM damit das beste Resultat bei dieser Rallye bescherte. Helder Rodrigues, ebenfalls vom Team HRC durfte sich über Rang zwei vor dem US­ Amerikaner Kurt Caselli freuen. In der Gesamtabrechnung wurde Marc Coma mit einem Rückstand von 3:44 Minuten zweiter vor Joan Barreda.<<

Foto: © HONDA HRC

kann man schnell die entschei­ denen Minuten gewinnen aber auch verlieren. Paulo Goncalves sollte hier etwas an Zeit verlieren, allerdings nicht dramatisch viel, jedoch genug um noch keine wirkliche Vorentscheidung im Titelkampf herbeiführen zu kön­ nen, denn am Ende eines an­ strengenden Arbeitstages reichte es nur zu Rang fünf während der Name Marc Coma auf Position drei der Tageswertung zu finden war. Zeitschnellster war erneut Joan Barreda der sich damit auch Der Start in die zweite Hälfte der wieder an die Spitze der Gesamt­ Rallye führte das Teilnehmerfeld wertung setzen konnte und sei­ von Zagora nach Erfoud. Dabei nem Team damit auch den fünften galt es 361 Km zurückzulegen Etappensieg bescherte. Zweit­ wobei 295 zeitlich gewertet wur­ schnellster Pilot an diesem Tag den. Paulo Goncalves ging recht war mit Sam Sunderland ebenfalls zuversichtlich in diese zweite ein Fahrer vom Team HRC. Ein Hälfte und dies spiegelte sich Team, welches diese Rallye auch in seinem Ergebnis wieder, förmlich dominierte. denn der Fahrer vom Team HRC Honda beendete den Tag als Die Ausgangslage vor dieser Zeitschnellster und damit auch sechsten und letzten Etappe vor Marc Coma der diese vierte sprach eigentlich eindeutig für Etappe auf Position zwei been­ Paulo Goncalves auch wenn sein dete. Da Barreda an diesem Tag Vorsprung auf Marc Coma nur nicht über Rang sieben hinaus kam, setzte sich Goncalves auch wieder an die Spitze der Gesamt­ wertung und auch sein Vorsprung auf KTM­Pilot Coma, der Rang drei hinter Barreda verzeichnete, konnte er an diesem Tag etwas ausbauen. Die Zeichen standen also gut und sollte dem Portu­ giesen nicht noch ein technischer Defekt oder eine Zeitstrafe in die Quere kommen, so könnte es durchaus etwas werden mit dem Titel. Marc Coma hingegen wusste das er sich anstrengen musste, hoffen auf einen technischen Defekt an der Honda des Gesamt­ führenden wäre etwas gewagt. Zu gut und zuverlässig waren die HRC­Bikes bei dieser Rallye und bis zu diesem Zeitpunkt unter­ wegs. ein weiteres Mal über einen Etap­ pensieg freuen durfte. Mit diesem Sieg setzte sich der Spanier auch wieder an die Spitze der Gesamt­ wertung. Marc Coma beendete den Tag auf Rang fünf und konnte so ein klein wenig Zeit auf seinen Widersacher im Kampf um die WM­Krone gut machen allerdings lag dieser noch immer vor ihm auf Position zwei, wenn auch nur mit einem Vorsprung von 14 Sekunden. Die Geschichte blieb also weiterhin spannend.

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Auch das deutsche Speedbrain足Team war mit den Fahrern Jeremias Israel aus Chile, dem Bolivianer Juan Carlos Salvatierra sowie dem Italiener Alessandro Botturi bei dieser Rallye vertreten. Letzterer bescherte dem bayerische Team mit Rang neun das beste Ergebnis im Gesamtklassement.

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Foto: © Edo Bauer 04/2013 MOTORsport Kompakt ­ 57


Juan Carlos Salvatierra holte sowohl den Tages­ und Rallye, als auch den FIM­Weltcuptitel in der Klasse über 450 Kubikzenti­ meter. Der Bolivianer war im Lauf der Saison von seiner Honda auf die bayerische Speedbrain umgestiegen und in der offenen Klasse angetreten, die Amateurfahrern vorbehalten ist. Obwohl Salvatierra auf der letzten Etappe nicht ganz vorn mit dabei war, reichte sein Vorsprung in der Klassenwertung jedoch locker für den Gesamtsieg.

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Foto: © RallyZone 04/2013 MOTORsport Kompakt ­ 59


Eine tolle Leistung zum Abschluss zeigte auch Speedbrain­Rookie Jeremias Israel, der bei der letzten Etappe als Vierter die Ziellinie überquerte, somit am Podium kratzte und sich für die Dakar im kommenden Januar als Topten­Pilot empfahl.

Für Speedbrain ist der Abschluss der WM­Saison das bisherige sportliche Highlight in der Firmengeschichte. Der von Speedbrain aufgebaute und betreute Portugiese Paulo Goncalves holte mit seinem Sieg in Marokko den FIM Weltmeistertitel. In der Saison 2013 hatte er fünf Läufe auf der Speedbrain 450 Rally bestritten. Den letzten Sieg fuhr er auf einer von Speedbrain betreuten Werks­ Honda CRF 450 Rally ein. Den Erfolg komplettiert Joan Barreda, der in Marroko auf den dritten Podiumsplatz fuhr.

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Foto: © Edo Bauer 04/2013 MOTORsport Kompakt ­ 61


INT. DEUTSCHE SUPERMOTO MEISTERSCHAFT GROßENHAIN

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Foto: © Thomas Trienitz

Am 12. und 13. Oktober ging auf dem Flugplatz im sächsischen Großenhain das diesjährige Saisonfinale der Internationalen Deutschen Supermoto Meisterschaft über die Bühne. Hatten die Teilnehmer in den samstägigen Qualifikationen noch mit dem ein oder anderen Regenschauer zu kämpfen, präsentierte sich der Rennsonntag sonnig wenn auch kühl.


Foto: © C. Queens / supermoto.de

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a man in der S1 Klasse mit einem geschmeidigen Abschluss von Lukas Höllbacher rechnete, konzen­ trierte sich die Aufmerk­ samkeit vorrangig auf den Kampf um den Vizetitel. Hier lag Andre Plogmann nur hauchdünne drei Punkte vor Markus Volz. Die Rennen soll­ ten allerdings von zwei ande­ ren Piloten bestimmt werden. Für Lukas Höllbacher, der mit einem Vorsprung von 41 Zählern

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auf den Tabellenzweiten Andre Plogmann in Großenhain auf­ schlug, hieß es an diesem Woch­ enende eigentlich nur die Ge­ schichte sicher ins Ziel zu bringen und jegliches Risiko zu vermeiden. Kurzum, ein Sieg musste nicht auf biegen und brechen her. Als Rennfahrer will man natürlich Rennen gewinnen und dies ins­ besondere dann, wenn man sich beim Saisonabschluß zum Meister krönen lassen kann und dies da­ rüberhinaus auch noch zum ersten

Mal in der Karriere. So verwun­ derte es auch nicht, dass sich der Österreicher beim Start zum er­ sten Rennen der S1­Klasse mit Marc­Reiner Schmidt und Bernd Hiemer im Nacken gleich mal an die Spitze des Feldes setzte. Doch der KTM­Pilot wusste das er dieses Rennen nur sicher nach Hause bringen musste und so war es nur allzu vernünftig die beiden ziehen zu lassen. Um Platz vier rangelten sich indess Andre Plogmann und Markus Volz. In


gegenüber Bernd Hiemer behaup­ ten und so als Sieger in diesem ersten Rennen über die Ziellinie gehen.

diesem Kampf ging es bekanntlich um den Vizetitel der S1 und ent­ sprechend verbissen wurde dieser Kampf ausgefochten. In diesem Fight sah es zunächst so aus als könne Volz schneller fahren als sein Kontrahent, doch irgendwie fehlte das letzte Bisschen und so konnte Plogmann am Ende seinen vierten Rang gegenüber Volz be­ haupten und so wichtige Punkte im Kampf um den Vizetitel ein­ sacken. Marc­Reiner Schmidt konnte sich

Beim Start in das zweite und letzte Rennen der Saison setzte Plogmann dann alles auf eine Karte und übernahm gleich die Führung. Mit Bernd Hiemer gab es da allerdings jemanden der damit nicht so ganz einverstanden war und so setzte der Leut­ kirchener den vor ihm fahrenden Suzuki­Piloten sofort unter Druck. Mit Erfolg, denn bereits in Runde vier lautete der Name an der Spitze des Feldes Bernd Hiemer. Plogmann sah sich dann im weiteren Verlauf noch den An­ griffen von Marc­Reiner Schmidt ausgesetzt der dann letztendlich auch noch vorbeiziehen konnte.

Schmidt nahm nun den Führenden Hiemer ins Visier und die beiden lieferten sich einen verbissenen Kampf umd die Spitzenposition wobei es der Friedrichshafener im Offroad ein wenig zu forsch anging und nach der Landung hinterm Table zu Fall kam. Statt eines Platzes auf dem Podest blieb für Schmidt so am Ende nur Rang fünf während sich Hiemer über den Sieg freuen durfte. Auf Position zwei ging Andre Plog­ mann über die Ziellinie und darf sich nun Vizemeister der S1 Klasse nennen. Markus Volz wurde vor dem neuen Internationalen Deutschen Supermoto Meister der S1 Klasse Lukas Höllbacher dritter.

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Mar kus C lass kam sah u n d si egte In der Hubraum offenen Klasse S2 hatte Zweitakt­ u. Husaberg­ Pilot Markus Class mit zwölf Zählern Vorsprung ein relativ komfortables Polster auf den amtierenden S1 Champ Pavel Kejmar. Aufsteiger Jens Wiede­

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mann konnte zwar theoretisch ebenfalls noch den Titel ergattern, leidete aber noch immer unter einer Verletzung vom Moto­Cross. Ein Rückstand von 16 Zähler auf Rang zwei stellte somit schon eine gewisse Hürde dar. Hinter

diesem Trio folgte ein Suzuki­ Trio bestehend aus Jan Deiten­ bach, Danni Fuhrbach und Dirk Spaniol, letzterer laboriert eben­ falls noch an einer Verletzung und war aufgrunddessen in Gro­ ßenhain nicht mit von der Partie.


Foto: © Thomas Trienitz Wie sehr Class diesen Titel wollte wurde schon im ersten der beiden Rennen deutlich. Nachdem der Husaberg­Pilot den Start für sich entscheiden konnte fuhr er einem ungefährdeten Sieg entgegen. Am Ende sah der Wormser mit einem Vorsprung von fast sech­ zehn Sekunden als Sieger die Zielflagge. Mit diesem Sieg war dann auch bereits der Titel unter

Dach und Fach gebracht. Während Class dem Feld auf und davon fuhr stritten sich Jan Deitenbach und Toni Krettek, der in Großenhain seinen einzigen Gastauftritt in der Supermoto DM absolvierte, um Position zwei. Bis zur Mitte des Rennens konnte Krettek Deitenbach auf den Fersen bleiben, doch dann unterlief dem

Gaststarter ein Fahrfehler der einen kleinen Rutscher zur Folge hatte worauf sich Krettek dann entschied etwas Dampf aus der Geschichte zu nehmen. Am Ende brachte er einen sicheren dritten Rang ins Ziel. Pech in diessem Lauf hatte Andre Prehn. Der Husaberg­Pilot musste zwei Runden vor Schluß aufgrund 04/2013 MOTORsport Kompakt ­ 67


technischer Probleme vorzeitig die Segel streichen. Wie schon im ersten so konnte Class auch im zweiten Rennen seine in der Qualifikation erlangte Pole Position in eine Führung umsetzen und auch diesmal fand sich niemand der ihm auch nur annähernd hätte gefährlich wer­ den können. Allerdings fiel sein Vorsprung beim Überqueren der Ziellinie diesmal mit knapp fünf Sekunden auf den Zweitpla­ tzierten nicht ganz so komfortabel aus wie noch im ersten Durch­ gang. Aber auch Nebensache, fragt hinterher eh niemand mehr nach. Gewonnen ist gewonnen. Jan Deitenbach lag zunächst auf Position drei, doch der Iserlohner brauchte nur wenige Runden um zu wissen welchen Weg er an dem vor ihm fahrenden Belgier Jean­Marc Gaillard zu nehmen hatte. Entsprechend dieser er­ langten Kenntniss zog der Suzuki­ Pilot vorbei um abermals auf Position zwei die Zielflagge zu erblicken. Gaillard musste im Verlauf des Rennens noch einen Sturz verkraften, konnte aber trotzalledem Rang drei ins Ziel retten. Dabei profitierte der Belgier auch vom Zweikampf seines Landsmannes Ashley Barber mit Danni Fuhrbach die sich um Rang vier balgten und so zu Platz drei abreißen lassen mussten. Bis wenige Runden vor Schluß hatte Fuhrbach hier gegen­ über seines Kontrahenten die Nase vorn, erst dann gelang dem KTM­Piloten das entscheidende Überholmanöver welches ihm Rang vier eingringen sollte. Fuhrbach musste sich so mit Rang fünf begnügen. Mit der Veranstaltung in Großen­ hain hat die Saison der Inter­ nationalen Deutschen Supermoto Meisterschaft ihr diesjähriges Ende gefunden und für die Fahrer beginnt die wohlverdiente Winter­ pause in der sich der ein oder andere auch von seinen Blessuren erholen kann.<<

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2013 S1 M E IST E R SC H A F T SE N D ST A N D

S2 M E IST E R SC H A F T SE N D ST A N D

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MOTORsport Kompakt 02/Oktober 2013  

Ausgabe Oktober #2 mit Themen zur DTM, MotoGP™, SUPERBIKE WM und SUPERBIKE*IDM sowie zur OiLibya Rally of Morocco und der Int. Supermoto DM

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