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AUSGABE #01 01.08.2013 足 KOSTENLOS 足

M W o r d u n d a n l E n e F I M r i ech L E T G I T GP TEN EN

E S B R E E G E R I E D V D S IN

FIM Motocross WM SWE | LAT | FIN

ADAC MX Masters Tensfeld

FIM Seitenwagen WM BEL | FRA | GER


EDITORIAL HERAUSGEBER

Offroad Media Service

CHEFREDAKTION Thomas Filges

Liebe Motorsportfreunde,

REDAKTIONSANSCHRIFT

was bitteschön war denn das? Nur 16. 000 Zuschauer beim Großen Preis von Deutschland aufdem Lausitzring? Wobei diese Zahl noch von Seiten des Veranstalters stammt und schenkt man dem ein oder anderen Posting aufFacebook Glauben, so dürften es noch weitaus weniger gewesen sein und das bei einer Location wie dem Lausitzring.

Offroad Media Service Redaktion MOTORsport Kompakt Uhlandstr. 51 D-1 071 9 Berlin, Germany Tel.: +49 (0)30 / 88 62 58 62 E-Mail: redaktion@motorsport-kompakt.com Web: www.motorsport-kompakt.com

MOTORsport Kompakt OFFROAD WIRD HERAUSGEGEBEN VON

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INHABER

Thomas Filges

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Thomas Filges (Ltg.) E-Mail: werbung@motorsport-kompakt.com Tel.: 030 / 88 62 58 62

Leute was ist los? Aufder einen Seite steht bei vielen von Euch das USAmerikanische Moto- u. Supercross an erster Stelle und dann habt ihr auf heimischem Boden mal Gelegenheit etwas ähnliches zuerleben und dann geht keiner hin? Schon komisch, aber nachvollziehbar, denn es dürften nicht nur die heißen Temperaturen am Rennsonntag gewesen sein die eher zu einem Besuch am Badesee als zu einem Motocross WM-Rennen einluden. Vielmehr gestalltet sich die diesjährige WM als zunehmend langweilig und volle Starterfelder sehen ebenfalls anders aus. Irgendwie scheint es so, als sei Herr Luongo irgendwo falsch abgebogen denn für viele entwickelt sich die Motocross WM in die falsche Richtung. Motocross ist eben nicht MotoGP™, doch aufeinen ähnlichen Level möchte Herr Luongo die WM wohl bringen. Auf einen bestimmten Level möchten wir auch unser digitales ePaper MOTORsport Kompakt OFFROAD bringen. In der Vergangenheit durften wir so unsere Erfahrungen machen und die waren dabei durchaus interessant und hätten eigentlich dazu führen müssen die Finger vom Offroad-Sport zu lassen. Doch gerade diese Erfahrungen haben unseren Ehrgeiz geweckt und uns dazu bewogen zu sagen jetzt erst recht!

Der Herausgeber übernimmt keine Haftung für Wir müssen nicht die Größten, Besten und Tollsten sein, für uns steht der unverlangt eingeschickte Manuskripte und Sport und seine Protagonisten im Vordergrund um sie geht es und um Fotos. Leserbriefe können aus redaktionellen niemand anderen. Gründen geküzt werden. Die Zeitschrift und alle Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Veröffentlichungen, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung der Redaktion. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Thomas Filges Chefredakteur

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Foto: © Ray Archer / KTM Images

INHALT

FIM Motocross WM

12

FIM Sidecar WM

48

006

Kurz notiert: Dies & Jenes aus dem Offroad­Sport

008

Motocross: DM Open Wolgast

010

Motocross: DM Open Dolle

012

Motocross: WM Schweden, Lettland & Finnland

028

German Cross Country: Goldbach

036

ADAC MX Masters: Tensfeld

048

Sidecar WM: Großer Preis von Belgien

062

Sidecar WM: Großer Preis von Frankreich

070

Sidecar WM: Großer Preis von Deutschland

080

Sidecar Motocross: DM Dolle

086

Cross Country Rallies: Desafio Ruta 40

100

Enduro WM: Großer Preis von Griechenland

FIM Enduro WM

100

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Foto: © Juan Pablo Acevedo

KURZ NOTIERT...

DRITTE EMX­RUNDE IN LETTLAND BRINGT WEITERE TOP­10 PLATZIERUNG FÜR HENRY JACOBI Auf der sandigen Grand Prix Renn­ strecke „Zelta Zirgs“ im lettischen Kengums hatte sich der, Sarholz­ Pilot nach seinem tollen zweiten Rang bei der EMX­Runde in Portugal einiges vorgenommen. „Am liebsten wäre ich natürlich wieder auf dem Podium, aber wir sind hier ja nicht bei wünsch dir was. Die Konkurrenz ist sehr stark und ausgeglichen. Da muss alles für ein Top­Resultat pas­ sen. In der Gesamtwertung liegen zwischen Rang zwei und Rang acht gerademal zwölf Zähler und da geht’s ganz eng zu Sache“, lautete die treffsichere Analyse vor dem Renn­ wochenende. Bei strahlendem Sonnenschein und besten Bedingungen ging es am Samstagmorgen dann gleich richtig zur Sache. In einer Kombination aus freiem und Zeit­Training wurde die Startreihenfolge für das Qualifika­ tionsrennen ermittelt. Der Bad

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Sulzaer brauchte einige Zeit um sich auf die Bedingungen einzustellen, konterte kurz vor Trainingsschluss die Zeiten der Konkurrenz und stellte die Sarholz­KTM schlussendlich auf Startplatz sechs. Der Start zum Qualifikationsrennen gelang recht gut und auf Rang vier nahm der 16­Jährige das Rennen auf. In einem Bergaufstück verschal­ tete er sich jedoch und verlor etwas an Boden. Schnell fand er den ge­ wohnten Speed und konnte sich über die gesamte Renndistanz im Spitzen­ feld behaupten. Mit einem wahren Energieschub setzte er zwei Runden vor Schluss zu einem Überholma­ növer an und finishte im Ziel auf Rang fünf. Allerdings verlief der Renntag dann nicht wie geplant und mit Rang acht lag man schon etwas hinter den selbstgesteckten Zielen zurück. „Für

den Renntag habe ich mir viel vor­ genommen, mir damit aber selbst viel zu viel Druck gemacht. Schon der Start ist recht bescheiden aus­ gegangen und trotzdem lag ich auf Rang acht. Nach ein paar kleinen Fehlern wurde ich schnell auf Rang zwölf zurückgereicht und hatte eini­ ges an Arbeit vor mir. Es lief nicht gleich rund, aber zur Rennmitte habe ich mich dann gefangen und konstant nach vorne gearbeitet. Rang acht im Ziel sehe ich lediglich als Scha­ densbegrenzung, da war schon mehr drin. In der Meisterschaftswertung bin ich nun als Sechster noch gut dabei, alles ist dichtgedrängt und die angepeilten Top­5 sind weiterhin möglich. Jetzt gilt der Focus dem Heimrennen beim Grand Prix von Deutschland auf dem Lausitzring“, zeigte sich der Sarholz­Pilot nach dem Rennen selbstkritisch.


D I E S & JE N E S A U S D E M O F F R O A D ­ S P O R T

Am Samstag, dem 31. August rückt Riesa in den Focus der nationalen und internationalen Freestyle Motocross Szene. Dann findet die Deutsche FMX Meister­ schaft auf dem Vorplatz der Erdgas­Arena statt. Zum sechsten Mal treten die besten nationalen FMX Sportler gegenein­ ander an, um ihren Deutschen Meister zu küren. In den vergangenen Jahren konnte drei Mal der Thüringer Hannes Ackermann, sowie jeweils einmal der Rödentaler Fabian Bauersachs und der Berliner Freddy Peters gewinnen. Man darf gespannt sein, ob einer der Sieger sich erneut dem Kampf stellt. Auch wer von den „Young Guns“ um Christian Kleiner oder der Deutschen FMX Elite wie Kai Haase, Tobias Finck oder Tobias Seibert antreten wird, stellt sich erst noch heraus.

Fest steht aber bereits, dass Luc Ackermann mit dabei ist. Der 15­ jährige Bruder von Hannes Acker­ mann, ist das größte Talent der deutschen Freestyle Szene. Drei Weltrekorde hält der Thüringer be­ reits. 2010 war er der jüngste Mo­ torrad­Backflipper aller Zeiten, 2012 sprang er beim Maxxis Highest Air der NIGHT of the JUMPs so hoch, wie kein anderer in seinem Alter (9,00 Meter) und dieses Jahr war er beim Backflip­Weltrekord der Nitro Circus Tour in London mit dabei. Mit der Deutschen Meisterschaft in Riesa kehrt der FMX Sport dahin zurück, wo die Sportart 2001 ihre Geburtsstunde hierzulande feierte. Vor zwölf Jahren fing alles mit der Premiere eines mitreißenden Moto­ crossevents in Deutschland bei

„NIGHT of the JUMPs“ in der Erdgas­ Arena an. Im Jahre 2009 und 2011 feierte die Deutsche Meisterschaft im Freestyle Motocross ihr Comeback in Riesa und begeisterte über 4.000 Zuschauer. Nun kommen die mutigsten natio­ nalen FMX Akrobaten zum dritten Mal in die Sportstadt. Atemberau­ bende Sprünge, laute Motoren, jede Menge Tricks, Runs und natürlich massig Backflips erwarten die Zu­ schauer am 31. August 2013. Um 16.00 Uhr fällt der Startschuss mit der Qualifikation. Bevor es im Finale um den Titel geht erleben die Zu­ schauer noch den Whip Contest sowie eine Quad Freestyle und Stuntshow der Lokalhelden Uwe Naumann und René Großmann.

TICKETPREISE: VORVERKAUF: 14,50 € || TAGESKARTE: 17,50€ || TICKETHOTLINE: 03525 ­ 52 94 22 01/2013 MOTORsport Kompakt OFFROAD ­ 7


MOTOCROSS Int. ADMV Moto­Cross Wolgast

KEVIN WOUTS GEWINNT ERSTMALS Z OSTSEE-POKAL um 50. Mal traf sich die Motocross­ Elite unweit der polnischen Grenze, um sich auf der Strecke „Am Ziesa­ berg“ zu messen. Kevin Wouts sicherte sich den Triumph mit dem Sieg in beiden Läufen der Deutschen Motocross Meisterschaft Klasse Open. Nach einer verletzungsbedingten Pause im Früh­ jahr, darf der 23­jährige damit seinen ersten Saisonerfolg feiern ­ und das bei strahlendem Sonnenschein sowie besten Pistenbedingungen. Der Tscheche Filip Neugebauer sortierte sich mit Tagesrang zwei unmittelbar dahinter ein. Der amtierende Vize­ meister eroberte mit dieser Platzierung auch gleichzeitig die Tabellenspitze der „DM Open“. Boris Maillard ist ein weiterer Fahrer von Meistermacher Harald Pfeil mit Titelchancen. Der Franzose erreichte vor 3.500 Zuschauern die Einzelränge acht und sechs, was ihm Gesamtrang sechs bescherte. Maillardliegt in der Meisterschaft 16 Punkte hinter Neuge­ bauer auf Rang drei. Dazwischen klas­ siert ist Angus Heidecke. Der Sachse Dominique Thury (12­9) verpasste knapp die Top ten und fällt in der Meisterschaft hinter Wouts zurück auf Position fünf. Teamchen Harald Pfeil zeigte sich nach den Rennen recht positiv gestimmt: „Wir haben vier Mann in den Top fünf und Filip hat die DM­Führung über­ nommen. Ausserdem natürlich der Sieg von Kevin. Das ist eine ziemliche Stei­ gerung gegenüber dem Rennen im Vorjahr. Zuletzt waren wir viel im Süden der Republik unterwegs, es war schön mal wieder für einen Wettkampf hierher an die Ostsee zu kommen.“

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Für Nick Kouwenberg vom TEAM CASTROL POWER 1 MOTO­WEB be­ gann das Rennwochenenden weniger rosig. Der Kawasaki­Fahrer verletzte sich im freien Training ohne Sturz am rechten Fuß und musste sich be­ handeln lassen. Auch dessen Team­ kollege Enrico Jache hatte nach einem Trainingscrash Rückenpro­ bleme. Doch Dank der medizinischen Abteilung konnten beide Fahrer an den anstehenden Rennen teilnehmen. Nick Kouwenberg fuhr trotz seiner Verletzung im ersten Lauf ein beson­ deres Rennen, übernahm nach 2 Runden die Führung und pushte hart. Bis zu 7 Sekunden Vorsprung konnte er dabei herausfahren, zum Ende musste er jedoch seiner Verletzung Tribut zollen und dem späteren Sieger Kevin Wouts ziehen lassen. Den zweiten Lauf musste Kouwenberg dann aufgrund eines Sturzes und auf Rang drei liegend dann leider vorzeitig beenden. Enrico Jache beendete den Tag in Wolgast mit Rang elf der Gesamtwertung. Angus Heidecke untermauerte seinen Anspruch auf den ersten DM­Titel bereits im Zeittraining eindrucksvoll und stellte hier seine Kalli­KTM mit einer überzeugenden Runde auf die Pole­Position. Der Start zum ersten Lauf gelang allerdings nicht ganz

optimal und der 23­ Jährige ging auf Rang acht in die Punktejagd. Im Laufe der Renndistanz arbeitete er sich auf Rang fünf nach vorne und holte so wichtige Punkte in der Meisterschaftswertung. Im zweiten Lauf startete der Freiberger wesentlich besser und nahm das Rennen von der zweiten Position in Angriff. Im Ziel war es am Ende Rang vier der dann auch in der Tageswertung zu Buche stand. Die Führung in der DM­Zwischen­ wertung musste Heidecke damit abgeben, liegt aber mit nur drei Zählern Rückstand auf Tabellenleader Filip Neugebauer weiter aussichtsreich im Titelrennen auf Rang zwei. „Nach der Pole­Position habe ich mir mehr ausgerechnet, aber dazu war speziell der Start im ersten Lauf zu schwach. Zudem habe ich dort gegen Rennende etwas abgebaut und so bin ich mit dem Erreichten zufrieden“. Für Ron Noffz endete der Renntag mit einem Desaster. Schon im Zeittraining nicht wie gewünscht unterwegs, stürzte er im ersten Lauf schwer und kugelte sich dabei die Schulter aus. Der Youngster aus Greifswald wird zunächst auf unbestimmte Zeit ausfallen.


Foto: © Lars Neumann Foto: © Lars Neumann

Foto: © Zweirad Pfeil

Foto: © Lars Neumann

Foto: © Zweirad Pfeil

IN T . A D M V M O T O ­ C R O SS W O L G A ST 0 7 . 0 7 . 2 0 1 3

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MOTOCROSS FILIP NEUGEBAUER VERGRÖßERT VO R S P R U N G

P

etrus meint es seit Mitte Juni gut mit den Piloten der Deutschen Motocross Meisterschaft. Bei wiederum schönen Bedingungen in Dolle gewinnt Kevin Wouts sein zweites Rennen binnen einer Woche. Teamkollege Filip Neugebauer vergrößert unterdessen mit Gesamtrang zwei seinen Vorsprung in der „DM Open“. Der Belgier Wouts konnte auf der 1.950 Meter langen Piste des MSV Dolle seine Klasse unter Beweis stellen. Mit den Einzelplatzierungen zwei und eins bestätigte der 23­ jährige seine Sandfahrer­Qualitäten. Dabei fuhr Wouts

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jeweils vor Neugebauer durchs Ziel, der seine Führung in der Deutschen Motocross Meisterschaft Klasse Open vergrössern konnte. Der Tscheche liegt jetzt acht Punkte vor seinem Dauerrivalen Angus Heidecke. Dieser war im ersten Rennen allerdings das Maß aller Dinge und wartete mit einer eindrucksvollen Vorstellung auf. Der 23­Jährige ließ sich durch die starke, internationale Konkurrenz nicht beeindrucken und sicherte sich mit einem Vorsprung von über zwanzig


Sekunden verdient den ersten Laufsieg in der Open­DM 2013. Im zweiten Lauf lief es dann nicht ganz nach Wunsch, nach zwei Stürzen standen lediglich zwölf DM­Zähler auf der Habenseite und das angestrebte Podium verpasste er mit nur zwei Punkte Rückstand denkbar knapp Der Niederländer Nick Kouwenberg vom TEAM CASTROL POWER 1 MOTO­WEB fuhr im ersten Lauf ebenfalls ein starkes Rennen. Bis kurz vor Schluß konnte der Kawasaki­Fahrer sogar um

Foto: © Lars Neumann

Foto: © Zweirad Pfeil

Foto: © Steve Bauerschmidt

D M O P E N D O L L E 1 4 . 07 . 2 01 3

den Laufsieg mitfahren, allerdings machte er dann leider einen Fahrfehler und musste zu Boden. Am Ende reichte es für Nick so „nur“ zu Platz 8. Im zweiten Durchgang lief es dann wesentlich besser, nach einem gelungenen Start und mit schnellen Rundenzeiten brachte er sein Arbeitsgerät am Ende auf Position zei ins Zielo. in der Endabrechnung bedeutete dies Platz drei und damit auch das erste Podestplatz für sein Team.

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FIM MOTOCROSS WM

VOM NORDEN IN DEN OSTEN UND ZURÜCK

Vom schwedischen Uddevalla ins lettische Kengums und zurück gen Norden ins finnische Hyvinkää

Siebzehn GP´s stehen insgesamt auf dem Terminkalender der GP-Fahrer, zwölf haben sie bereits hinter sich und irgendwie scheint die Frage nach den diesjährigen Weltmeistern der MX1 und MX2 Klasse bereits geklärt zu sein.

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Die Hälfte der WM haben die Fahrer bereits lange hinter sich gebracht denn mit den Rennen in Schweden, Lettland und Finnland standen bereits die GP´s zehn, elf und zwölf auf der Agenda der Teilnehmer. Sieb­ zehn sind es insgesamt und wirft man einen Blick auf die aktuellen Ergebnislisten sowie Tabellenstände, so wird man den Eindruck nicht los, die Frage nach den Weltmeistern der Saison 2013 dürfte wohl geklärt sein. In der MX1­WM führt der Italiener Antonio Cairoli mit derzeit 99 Punkten Vorsprung auf den WM­Zweiten Gautier Paulin das Gesamtklassement an. Die drei zurück­ liegenden GP´s konnte der KTM­Werksfahrer


Foto: © SUZUKI

SC H W E D E N ­ L E T T L A N D ­ F IN N L A N D

allesamt für sich entscheiden. Aus Schweden wie auch aus Finnland nahm der Tabel­ lenleader die Maximalpunktzahl mit. Le­ diglich in Lettland musse er sich im ersten Lauf seinem Teamkollegen Ken De Dycker geschlagen geben. Aus sechs Wertungs­ läufen 147 Punkte mitzunehmen ist schon beeindruckend. Hat aber auch seine Nach­ teile, nicht für den Fahrer als vielmehr für den Zuschauer. Kommt doch bei einer sol­ chen Dominanz eines einzelnen Fahrers schnell mal Langweile auf, denn seien wir mal ehrlich, wer glaubt denn noch daran das der MX1 Weltmeister in diesem Jahr nicht erneut Antonio Cairoli heißen wird? Zwar ist der Italiener nicht unfehlbar, doch irgendwie scheint die Konkurrenz kein ge­

eignettes Mittel zu finden um den Mann aus Sizilien am Siegen zu hindern.

Lediglich der Kampf um Platz zwei bietet noch Spannung Die Konkurrenz kommt hier in Form vom Franzosen Gautier Paulin als auch dem Belgier Clement Desalle daher. Nicht zu vergessen Cairolis Teamkollege Ken De Dycker, ebenfalls belgischer Staatsbürger. Alle genannten können sich durchaus noch Hoffnungen auf den Titel des Vizemeisters machen. Denn diese Frage ist noch nicht geklärt und bringt noch etwas Spannung mit. Beste Karten auf diesen Titel dürfte wohl derzeit Gautier Paulin haben. Der Franzose konnte aus den letzten drei

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FIM MOTOCROSS WM

Foto: © SUZUKI

C l e m e n t D e s a l l e ( # 2 5 ) k o n n te i n de n dr e i z u r ü c k l i e g e n de n R e n n e n o r de n tl i c h Pu n k t e n u n d s i t z t d e m F r a n z o s e n G a u t i e r Pa u l i n i m K a m p f u m W M ­ Pl a t z z w e i o r de n tl i c h i m Na c k e n .

Rennen 99 Meisterschaftpunkte mitnehmen und belegt mit 465 Punkten Rang zwei der Mei­ sterschaft. Allerdings hat der Kawasaki­Fahrer gegenüber Clement Desalle ordentlich Punk­ te einbüßen müssen, denn dieser fuhr bei den drei zurückliegenden Rennen regelmäßig aufs Podium und konnte seinem WM­Konto so 122 Punkte gutschreiben lassen. Sein Rückstand auf den

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WM­Zweiten beträgt aktuell und vor dem Rennen auf dem Lau­ sitzring Ende Juli neun Punkte. Also absolute Schlagdistanz und wenn der Suzuki­Pilot auch wei­ terhin auf diesem Level unter­ wegs ist, dürfte es hier eine Änderung bezüglich der Reihen­ folge im Gesamtklassement ge­ ben. Will Ken De Dycker den Kontakt

auf dieses Duo nicht abreißen lassen, muss auch er fleißig punkten, geradeso wie er es zu­ letzt getan hat. Seine Bilanz der zurückliegenden Rennen kann sich mit 122 Punkten auch sehen lassen und mit einem Rückstand von 24 Punkten ist auch er noch im Rennen im Kampf um den Titel des Vizemeisters nicht ab­ zuschreiben.


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Foto: © Sarah Gutierrez

Gautier Paulin musste ordentlich Federn lassen. In den letzten drei Rennen büßte der Franzose im Kampf um den Vizemeistertitel satte 23 Punkte ein.

Foto: © Ray Archer / KTM Images

KTM Werksfahrer Ken De Dycker kann sich ebenfalls noch Hoffnungen auf den Vize­Titel machen. Er muss nur weiterhin fleißig punkten.

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FIM MOTOCROSS WM Trotz seines Sturzes während der samstä­ gigen Qualifikation beim Großen Preis von Finnland konnte Herlings das Rennen am Sonntag für sich entscheiden. Der Titel scheint auch in diesem Jahr dem Niederländer so gut wie sicher.

Drops gelutscht...

team unterwegs ist.

im wahrsten Sinne des Wortes, denn wenn dem aktuellen MX2 Tabellen­Leader Jeffrey Herlings nicht noch eine Verletzung in die Quere kommt, dann dürfte hier wohl nichts mehr anbrennen. Der Niederländer verfügt über einen Punktevorsprung von satten 151 Zählern auf den WM­ Zweiten Jordi Tixier der ebenso wie Herlings für das KTM­Werks­

Herlings konnte mit nur zwei(!) Ausnahmen alle GP­Wertungs­ läufe für sich entscheiden. Schlechtestes Ergebnis war dabei sein dritter Platz im ersten Lauf beim Großen Preis von Schweden. Hier musste er Chritophe Charlier und Jake Nicholls den Vortritt lassen. Danach folgte, wie gewohnt, ein

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Laufsieg nach dem anderen. Es müsste also schon mit dem Teufel zugehen sollte Herlings seinen Titel nicht erfolgreich verteidigen können. Auch im Kampf um Tabellenplatz zwei und somit dem Vize­Titel, kommt nicht so recht Spannung auf, trennen den WM­Zweiten Tixier vom WM­Dritten Jose Butron doch auch schon 58


Zähler und der WM­Vierte, der Franzose Christophe Charlie der erst kürzlich seinen Vertrag bei Yamaha verlängerte, verzeichnet gar einen Rückstand von 98 Zählern auf Platz zwei. Hier dürfte die Devise wohl nur noch lauten Platz vier verteidigen und über den Rest der Saison bringen.

Foto: © YOUTHSTREAM Foto: © YAMAHA RACING

Foto: © Ray Archer / KTM Images

Foto: © Ray Archer / KTM Images

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Max Nagl aus dem Honda World Motocross Team bewies in Finnland vor 23.000 Zuschauern ein großes Kämpferherz. Geschwächt durch eine Erkältung biss er sich durch und beendete das Wochenende als Gesamtneunter. In der Weltmeisterschaft belegt er nun vor seinem Heimspiel die achte Position.

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Foto: © HONDA World Motocross 01/2013 MOTORsport Kompakt OFFROAD ­ 19


Tanel Leok vom Ricci Racing Team hatte in Finnland das Glück nicht unbedingt auf seiner Seite. Mit Platz 15 quali­ fizierte sich der Este am Samstag für die MX1­Wertungsläufe. Im ersten Durchgang wurde der TM­Fahrer kurz nach dem Start unverschuldet in einen Sturz verwickelt und musste wenig später das Rennen aufgrund eines technischen Defektes, ein Stein hatte sich zwischen Kette und Ritzel verklemmt, aufgeben. Im zweiten Lauf erwischte Leok einen schlechten Start und im Kampf um die Plätze stürzte er erneut und verbog sich dabei den Schalthebel. Am Ende reichte es so nur zu Rang 17.

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Foto: © Ricci Racing 01/2013 MOTORsport Kompakt OFFROAD ­ 21


Joel Roelants vom Monster Energy Yamaha Team belegte in Finnland in beiden Wertungsl辰ufen jeweils Platz zehn und dies trotz Magenschmerzen. In der GP足Wertung belegte der Belgier damit ebenfalls Rang zehn. In der Meisterschaft wird er mit 169 Punkten auf Rang 15 gef端hrt.

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Foto: © Yamaha Racing 01/2013 MOTORsport Kompakt OFFROAD ­ 23


Suzuki­Pilot Kevin Strijbos kam bei den letzten drei GP­Veranstaltungen immer besser in Fahrt und konnte sich kontinuierlich steigern. In Finnland schaffte er im zweiten Lauf sogar mit Rang zwei den Sprung aufs Treppchen. Auch in der GP­Wertung reichte es mit Rang drei für einen Platz auf dem Treppchen.

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Foto: © SUZUKI 01/2013 MOTORsport Kompakt OFFROAD ­ 25


FIM MOTOCROSS WM

IMPRESSIONEN SUZUKI FINNLAND

Fotos: © SUZUKI

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DEUTSCHE CROSS COUNTRY MEISTERSCHAFT HITZE UND STAUB WAREN DIE GRÖßTEN GEGNER BEIM FÜNFTEN LAUF DER GCC

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Foto: © BABOONS GmbH

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Foto: © Robert Pairan / BABOONS GmbH

DEUTSCHE CROSS COUNTRY MEISTERSCHAFT

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Außer ganz zu Beginn, wo Roni Nikander zunächst einmal den Holeshot holte und dann auch zwei Runden lang die Führung inne hatte. Doch dann ging Nemeth vorbei und blieb die restlichen 22 Runden bis ins Ziel, mit immer weiter wachsendem Vorsprung, vorne. In den ersten Runden war auch Christian Weiß auf der Husqvarna ganz vorne mit dabei: "Ich hatte endlich mal einen guten Start. Doch als ich dann dicke Arme bekam, bin ich vorzeitig zum Tanken gefahren. Danach lief es besser, doch irgendwann kamen dann wieder die Blutblasen und es wurde schmerzhaft. So musste ich dann noch den Kevin ziehen lassen." Am Ende also Rang fünf in der Tageswertung. Zur Halbzeit ging Nikander kurz nach Nemeth zum Boxenstop, doch auch Michael Herrmann hielt an der TM­Box. Das Team von Mikes Bike Shop machte wieder einmal einen hervorragenden Job und schickte ihren Fahrer Herrmann noch vor dem Finnen wieder auf die Piste. Nach einer Runde war der KTM­Fahrer wieder vorne, doch wenig später war Herrmann erneut vor Nikander: "Direkt vor mir hat es ihn ausgehoben, das Hinterrad verschlagen und er hat dann mehrere Überschläge gemacht," schilderte Hermann den Sturz aus seiner Sicht. Wie durch ein Wunder war Nikander nicht verletzt, und setzte die Verfolgung fort. Zwei Runden vor Schluß, als der Motor an der TM von Herrmann langsam den Geist aufgab, konnte der Finne wieder vorbei auf den zweiten Tagesrang ziehen, während Herrmann sich noch auf Platz drei rettete.

schon in der ersten Runde die Führung erkämpfen und behielt diese bis ins Ziel. Gegen Ende der zwei Stunden konnte er allerdings nach den Kurven schon manchmal Marc Töppel kommen sehen, der im Ziel dann gerade einmal elf Sekunden Rückstand hatte. Yamaha­Fahrer Barfuß schob sich damit in der Meisterschaft auf den zweiten Rang. Der Führende der Klasse, Daniel Weiß, hatte nicht nur einen schlechten Startplatz ganz Außen, sondern in der ersten Runde auch noch einen Sturz, weil ein anderer Fahrer vor ihm gestürzt war. So musste er sich fast durch das ganze Feld nach vorne kämpfen und kam noch auf den dritten Platz. Auf Rang fünf der Husaberg­ Pilot Jörg Albrecht: Am Samstag schon der Sieg bei den Supersenioren,setzte der Oldie so am Sonntag prompt noch Einen drauf! Mari Franke startete mangels Damen­Konkurrenz bei den Experts und belegte einen siebenten Platz! Philipp Storz, bei seinem ersten Antritt nach Knieoperation und langer Verletzungspause, musste auf dem zweiten Platz liegend vorzeitig die Segel streichen, da sich nach einem Sturz der Krümmer vom Motor löste. In der Advanced­Klasse ging der Sieg an Tim Apolle. Er hatte so viel Vorsprung, dass er noch im letzten Viertel einen Sicherheitsstopp einlegte und vorsichtshalber noch einen Zusatzschluck Spit mitnahm. Bislang profitiert der Husaberg­Fahrer davon, dass sich die Konkurrenz gegenseitig die Punkte klaut. Wenn der 16­jährige am Start ist, dann gewinnt er auch. Bisher gab es eine Überschneidung mit der Enduro­Europameisterschaft und den kommenden Lauf in Schefflenz kann er nicht fahren, weil gleichzeitig ein Lauf der Deutschen Enduro­Meisterschaft stattfindet. Trotzdem hat er alle Chancen am Ende des Jahres erneut die Meisterschaft zu gewinnen!

Foto: © BABOONS GmbH

D

ie knapp 6000 Zuschauer sahen einen bestens aufgelegten Kornel Nemeth, der im bayerischen Goldbach bereits seinen dritten Saisonsieg feiern konnte. Auch wenn "Cory" Nemeth bei seiner Zielankunft verlauten ließ, dass er die letzte halbe Stunde schon glaubte, aufgrund der Hitze und des Staubes "sterben" zu müssen ­ sein Sieg und damit die Übernahme der Führung in der XC Pro­Klasse war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Vor 14 Tagen beim Lauf in Mernes hatte der KTM­Fahrer noch unfreiwillig gefehlt, weil gleichzeitig die X Games in München gefahren wurden ­ und dort aufgrund des Wetters das Enduro von Samstag auf den Rennsonntag gelegt werden musste.

Mit einer Runde Rückstand landete der Junior Erik Appelqvist unter Wert geschlagen auf dem sechsten Tagesrang. Der erst 16­jährige Schwede hatte am Vortag auf seiner 125er Yamaha bereits zum fünften Mal auch die Youngster­Klasse gewonnen! In der Expert­Klasse konnte sich Christian Barfuß

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Neben der Hitze machte vorallem auch die Staubentwicklung den Fahrern zu schaffen. "Cory" Nemeth ließ bei seiner Zielankunft sogar verlauten, er die letzte halbe Stunde schon glaubte, aufgrund der Hitze und des Staubes "sterben" zu müssen.

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Foto: © BABOONS GmbH 01/2013 MOTORsport Kompakt OFFROAD ­ 33


Trotz der großen Hitze ließen es sich rund 6.000 Zuschauer nicht nehmen den Rennen im bayerischen Goldbach einen Besuch abzustatten.

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Foto: © BABOONS GmbH 01/2013 MOTORsport Kompakt OFFROAD ­ 35


ADAC MX MASTERS ANGUS HEIDECKE HOLT SICH SENSATIONELL DEN TAGESSIEG IN TENSFELD

V

or 7.200 Zuschauern am Wochenende präsentierte sich der 23­Jährige in kon­ stanter Form und konnte die star­ ken Gegner auf die Plätze ver­ weisen. "Der Sieg ist wirklich Wahnsinn. Die Hitze hat uns alle extrem geschlaucht. Sechs Mal war ich Duschen und habe ge­ trunken wie ein Weltmeister", erklärte Heidecke.

Als das Gatter zum ersten Wertungs­ lauf fiel, reagierte der 23­Jährige blitzschnell und kam auf Rang drei aus der ersten Kurve. Im Gedränge der ersten Runde hielt er sich perfekt aus allen Fights heraus und teilte sich das Rennen optimal ein. Zunächst kontrollierte er sein eigenes Tempo, griff dann energisch an und schob sich Rang um Rang nach vorne. Im Ziel stand dann ein schier un­ glaublicher zweiter Rang im inter­ nationalen Starterfeld zu Buche.

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Auch beim zweiten Start reagierte Heidecke hervorragend, musste aber in der zweiten Kurve einem stür­ zenden Fahrerpulk ausweichen und so kam er nur auf Rang zwanzig aus der Startphase. Aber wie in Lauf eins zeigte Heidecke eine taktische Mei­ sterleistung. Konsequent zog er in Richtung Spitzenfeld und finishte im Ziel als sehr guter Sechster. Lohn der Meisterleistung war der erste Tagessieg in den ADAC MX Masters und die Freude über den größten


Foto: © ADAC Motorsport

BEIM MOTOCROSS IM HOHEN NORDEN TRIUMPHIERTE ÜBERRASCHEND DER FREIBERGER ANGUS HEIDECKE VOM KALLI RACING TEAM. DIE VIERTE VON INSGESAMT ACHT VERANSTALTUNGEN DES ADAC MX MASTERS WURDE AUF DER TIEFSANDIGEN STRECKE IM SCHLESWIGHOLSTEINISCHEN TENSFELD AUSGETRAGEN.

Triumph seiner noch jungen Karriere grenzenlos. Zu den Tagesbesten, die sich durch die Addition der Ergebnisse beider Sonntagsrennen ergeben, zählen im ADAC MX Masters hinter Heidecke auch der Belgier Kevin Wouts vom Kawasaki Monster Energy Elf Team Pfeil. Der belgische Sandspezialist blühte auf der tiefen Sandstrecke in Tensfeld

förmlich auf und verlor nur unglück­ lich den sicher geglaubten Tagessieg. Den Start ins erste Rennen durfte man durchaus als misslungen be­ zeichnen. Wouts hatte sich für eine der inneren Spuren vor der ersten Linkskurve entschieden und musste aufgrund eines direkt vor ihm ge­ stürzten Piloten das gesamte Feld passieren lassen. Doch der Belgier steckte nicht auf und kämpfte sich bei brütender Hitze jenseits der 30 Grad­Marke bis auf den vierten Platz

nach vorne. Die Freude war jedoch nur von kurzer Dauer. „Leider ist an Kevins Auspuff ein kleiner Defekt aufgetreten“, är­ gerte sich Teamchef Harald Pfeil. „Sein Motorrad war beim Zieleinlauf zu laut, Kevin bekam eine Strafmi­ nute aufgebrummt.“ Damit rutschte der 22­jährige auf Rang 11 zurück. Wouts ließ sich jedoch nicht ent­ mutigen und zeigte mit dem Sieg

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ADAC MX MASTERS im zweiten Rennen aus welchem Holz er geschnitzt ist. „Schade dass es durch die kleine Panne nicht für den Tagessieg gereicht hat“, ärgerte sich Wouts. „Aber so ist der Renn­ sport nun mal. Der Sieg im zweiten Rennen hat jedenfalls mächtig Spaß gemacht.“ Für den Meisterschaftszweiten Dennis Ullrich ergab sich in Tensfeld die Chance Tabellenplatz eins zu über­ nehmen, da der derzeitige Führende der Meisterschaft ­ Max Nagl, gesund­ heitsbedingt passen musste. Aller­ dings verpasste Ulrich den Sprung an die Spitze knapp, konnte aber den Abstand auf den Führenden auf fünf Punkte verkürzen und hält damit die Spannung im Kampf um den Titel weiter aufrecht. Beeindruckend auch die Leistung des ehemaligen WM­Piloten Marc de Reuver vom Team BT Motorsports: Er konnte den ersten Lauf gewinnen, im zweiten Durchgang schied der 30­Jährige jedoch nach einem Sturz aus. Die Gesamtwertung wird weiterhin von Max Nagl, der das MX Masters für das KMP­Honda­Racing­Team bestreitet, mit 138 Punkten ange­ führt. KTM­Sarholz­Pilot Dennis Ullrich belegt mit 133 Punkten Rang zwei vor dem Franzosen Sébastien Pourcel der ebenfalls für das Team Sarholz an den Start geht und 108 Punkte sein Eigen nennt. Insgesamt nahmen 190 Fahrer aus 19 Nationen in den drei Klassen ADAC MX Masters, ADAC MX Youngster Cup und ADAC MX Junior Cup an den Rennen in Tensfeld teil.

Angus Heidecke #156 „Ich habe zunächst überhaupt nicht realisiert, dass ich den Gesamtsieg eingefahren habe. Mit diesem Erfolg habe ich ehrlich nicht gerechnet. Im Vorfeld wollte ich zweimal gut punkten und dann gelingt mir fast alles! Endlich kann ich das Vertrauen meines Teams zurückzahlen und die Seuche in den ADAC MX Masters hat ein Ende. Alle arbeiten so hart am gemeinsamen Erfolg und für Tage wie diese. Neben Teamchef Michael Raschemann, meinem Mechaniker Robert Wernstedt und dem gesamten Team muss ich meinem Trainer und Coach Jürgen Künzel danken. Wir haben kurzfristig zusammengefunden und die Zusammenarbeit zahlt sich schon jetzt enorm aus!“

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Foto: © Steve Bauerschmnidt

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ADAC MX MASTERS

Kevin Wouts #5 „Im hohen Norden Deutschlands fühlte sich Kevin Wouts beim vierten Stopp der ADAC MX Masters Serie pudelwohl. Der belgische Sandspezialist im Monster Energy Kawasaki Elf Team Pfeil blühte auf der tiefen Sandstrecke in Tensfeld förmlich auf und verlor nur unglücklich den sicher geglaubten Tagessieg.

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Foto: © Zweirad Pfeil

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ADAC MX YOUNGSTER CUP E

nge Überholmanöver und ständige Positionswechsel sorgten für Spannung im ADAC MX Youngster Cup. Am Ende des Tages lag der Franzose Boris Maillard vom Monster Energy Kawasaki Elf Team Pfeil vor Jorge Zaragoza, unterwegs für das Team Rockstar Energy Suzuki Europe aus Spanien sowie dem Slowenen und Vamo Racing Fahrer Peter Irt. Maillard musste nach seinem Sieg im ersten Rennen ein paar Federn lassen. In Durchgang zwei führte der Franzose das Feld zunächst er­ neut für einige Runden an, entschied sich dann jedoch zu einer taktischen Drosselung seines Tempos. „Wir haben alle unter der heißen Witterung gelitten“, bekräftigte der 20­jährige. „Wenn man an sein körperliches Limit geht, ist der Grat zwischen Erfolg und einem Sturz extrem schmal. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, den Tagessieg sicher nach Hause zu bringen, anstatt eine Verletzung zu riskieren.“ Mit den 43 Punkten aus Tensfeld verbesserte sich der Franzose auf Tabellenrang vier und liegt nur noch 53 Punkte hinter dem Führenden der Meister­ schaft Lars Reuther.

Gelegenheit bewusst und schoss nach dem Holeshot in Führung lie­ gend um die ersten Kurven. Einige Positionen musste er im Rennverlauf jedoch einbüßen, doch mit dem vierten Rang im Ziel, konnten alle sehr zufrieden sein. 18 wichtige Punkte für die Meisterschaft gingen so auf sein Konto. So positiv wie der erste Lauf endete, so katastrophal begann der zweite für den KTM Sarholz Piloten. Zwar ging Reuther erneut mit dem Hole­ shot in Führung doch bereits in der ersten Runde musste er zu Boden. Auf diesen Sturz folgten zwei weitere und Reuther entschloss sich das Rennen vorzeitig zu beenden. Dass er so wichtige Punkte für die Meister­ schaft verschenkte, machte ihm Teamchef Burkhard Sarholz nach dem Rennen dann auch unmiss­ verständlich deutlich. Nichtsdestotrotz konnte Reuther seinen Vorsprung in der Meisterschaft auf stolze 33 Punkte ausbauen und liegt damit klar auf Titelkurs.

Dieser hatte in Tensfeld die Chance seine Meisterschaftsführung im Youngster Cup deutlich auszubauen. Allerdings nutzte er diese nur teil­ weise. Der größte Konkurrent der Meisterschaft, Brent van Doninck, verabschiedete sich nach einem Sturz in der Qualifikation bereits schon im Vorfeld aus der Veranstaltung. Der Sarholz­Pilot war sich dieser

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Im Punkte­Klassement konnte der Deutsche Lars Reuther seine Spitzen­ position mit 153 Zählern behaupten. Hinter ihm belegen der Belgier Brent van Doninck und Dominique Thury vom Monster Energy Kawasaki Elf Team Pfeil die Positionen zwei und drei. Letzterer zeigte zwei starke Rennen, wurde jedoch in beiden Wertungsläufen in der Schlussphase durch Stürze eingebremst. „In Rennen eins lag ich schon auf einer Podiums­Platzierung, als ich zu Boden musste“, erklärte der Unglücksrabe. „Im zweiten Durchgang bin ich wegen eines Ausrutscher von Platz zwei auf den dritten Rang zurückgefallen. Das hat mich schon ziemlich geärgert.“


Foto: © ADAC Motorsport

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ADAC MX JUNIOR CUP

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er Däne Glen Meier vom Kosak Racing Team domi­ nierte den ADAC MX Junior Cup in Tensfeld. Mit 30 Sekunden Vorsprung gewann er am Sonntag das erste Rennen der zehn bis 15 Jahre alten Piloten. Im zwei­ ten Durchgang sah er erneut als Erster die Zielflagge. In der Tageswertung lag Meier damit am Ende vor dem Tschechen Jakub Teresak vom Mefo Sport Racing Team und dem Belgier Jago Geerts der für das Stabilo Pro Grip MX Team an den Start geht. "Es läuft unglaublich. Jetzt will ich auch die gesamte Serie gewinnen", so Meier am Ende eines anstreng­ enden Tages. Durch den Tagessieg schob sich der 14­Jährige an die Spitze der Gesamtwertung. Mit 119 Punkten führt er vor Teresak (111 Zähler) und dem Finnen Kim Savaste der 93 Zähler sein Eigen nennt, die Meisterschaft an. Für Nico Adler war es ein Wochen­ ende zum Vergessen. Der Ebers­ bacher stürzte in der Qualifikation schwer und musste mit einer Gehirn­ erschütterung auf die Rennläufe ver­ zichten. Zwar war er mit Rang elf in der Qualifikation für die Wertungs­ läufe startberechtigt, aber die Sturz­ folgen waren zu gravierend und die Rennläufe wären für die Gesundheit des ambitionierten Kalli­Junioren unkalkulierbar gewesen. So verzich­ tete man vernünftiger Weise auf den Start im Tensfelder Sand.

Foto: © ADAC Motorsport 01/2013 MOTORsport Kompakt OFFROAD ­ 45


SIDECAR MOTOCROSS

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LOKALMATADOR SETZT SICH DURCH Text: Leen van der Sluis

von Umweltauflagen schon seit einigen Jahren dazu ge­ zwungen auf den Horensberg­ dam auszuweichen. Die Favoritenrolle bei diesem sechsten GP der laufenden Saison wurde dabei ganz klar dem Duo "Ben & Ben" zu Teil.

Foto: © Albert Schreuder

Am vorletzten Juni­Wochen­ ende zog es die Teilnehmer zur Seitenwagen Motocross Weltmeisterschaft ins bel­ gische Genk auf dessen Moto­ cross­Strecke der MC Neeroe­ teren den Großen Preis von Belgien ausrichtete. Der im Ausrichten von WM­Läufen erfahrene Club ist aufgrund

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SIDECAR MOTOCROSS SAMSTAG

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eftige Regenschauer am Qua­ lifikationstag und insbesondere am Freitag, hatten der Renn­ strecke ordentlich zugesetzt und so entschied man sich von Seiten der Organisatoren den Zeitplan etwas nach hinten zu verschieben. Erst ge­ gen 12:00 Uhr Mittags sollte das Programm mit einem zehn minütigen Training beginnen gleich darauf sollte das Pflichttraining für die Pre­Quali­ fikation folgen. In der Pre­Qualifikation der Grup­ pe A waren es mit Ben Adriaenssen/ v.d. Bogaart die üblichen Verdäch­ tigen die sich hier an die Spitze des Klassements setzen konnten. Mit 1:57.863 verzeichnete das in der WM führende Duo die schnellste Rundenzeit. Auf Platz zwei folgten die beiden Franzosen Valentin Giraud/ Nicolas Musset. In der Gruppe B konnte sich das Gespann Etienne Bax/ Kaspars Stupelis gegenüber der Konkurrenz behaupten. Das lettische Bruderpaar Janis und Lauris Daiders trug sich auf Rang zwei der Ergebnisliste ein. Auch im Kampf um die besten Start­ plätze für die sonntägigen Wertungs­ läufe gab es keine großen Über­ raschungen. In der Gruppe A setzten sich erwartungsgemäß Adrianessen/ v.d. Bogaart durch und siegten mit einem Vorsprung von fast 23 Sekun­ den auf ihre Verfolger Giraud/ Musset die schon hier einen guten Eindruck hinterließen. Im Vergleich zur Qualifikationsgruppe A ging es in der Gruppe B nicht allzu spannend zu. Schon frühzeitig konn­ ten Bax/ Stupelis die Führung über­ nehmen die sie auch bis ins Ziel nicht mehr aus den Händen geben sollten. Daiders/ Daiders die in der ersten Rennhälfte noch Rang zwei für sich verbuchen konnten, mussten sich in Hälfte zwei dem belgisch­lettischen

Duo Hendrickx/ Mucenieks geschla­ gen geben die so auf Position zwei vor den Letten über die Ziellinie gingen. Bestes deutsche Team in dieser Gruppe war Thomas Morch und des­ sen Beifahrer Stefan Nicke. Sie schafften mit Rang elf die direkte

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Qualifikation für die Wertungsläufe. Markus Prokesch mit Copilot Robin Ohl war dies leider nicht vergönnt. Sie mussten mit Rang dreizehn den Weg über das Last Chance Rennen gehen. Doch auch hier konnten sie leider nicht das begehrte Ticket zur Teilnahme an den Wertungsläufen lösen.


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Foto: © Bert van der Sluis

Thomas Morch und sein Beifahrer Stefan Nicke schafften mit Rang elf in der Qualifikationsgruppe B die direkte Qualifikation zu den Wertungsläufen am Sonntag.

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SIDECAR MOTOCROSS

SONNTAG

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er Rennsonntag begann dunkel, naß und für die Jahreszeit mit 14°C viel zu kalt. In der Nacht hatte es nocheinmal geregnet und auch kurz vor dem Start zum ersten Wertungslauf zog nocheinmal ein ordentlicher Schauer über die Renn­ strecke hinweg. Etwas worauf alle Beteiligten getrost hätten verzichten können. Auch der Strecke tat dieser

neuerliche Guß von oben nicht son­ derlich gut. Das junge französische Team Giraud/ Musset hatte ja schon am Samstag deutlich gemacht, in Sachen GP­Sieg ein Wörtchen mitreden zu wollen. Dieses Vorhaben unterstrichen sie im ersten der beiden Durchgänge deutlich, denn als das Startgatter diesen ersten Lauf freigab, waren

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sie es, die das Feld als Führende durch die erste Kurve führen konnten. Diese einmal erlangte Führung waren sie dann auch gewillt zu verteidigen. Was ihnen schlußendlich auch ge­ lingen sollte. Daiders/ Daiders konnten sich im Rennverlauf gegenüber Adrianessen/ v.d. Bogaart behaupten und einen hervorragenden zweiten Platz vor


Foto: © Albert Schreuder

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dem WM­Leader ins Ziel bringen. Letzterer hatte es im Verlauf des Rennens immer mal wieder versucht an dem vor ihm fahrenden Gespann vorbeizukommen, doch bei den schwierigen Streckenbedingungen aufgrund der Wetterverhältnisse war dies nicht ganz so einfach zumal nur eine wirklich befahrbare Spur zur Verfügung stand.

Ebenfalls nicht vom Glück verfolgt in diesem ersten Lauf, das Duo Hendrickx/Mucenieks. Auf Rang vier liegend und nur wenige Meter vor Ende des Rennens, ging dessen Motor fest. Des einen Leid des anderen Freud, fiel doch so Rang vier in die Hände der beiden Briten Stuart Brown und dessen Mann im Boot Josh Chamberlain.

Erfreulich aus deutscher Sicht in diesem ersten Durchgang das Abschneiden von Thomas Morch mit Beifahrer Stefan Nicke, sie brachten einen hervorragenden zwölften Platz ins Ziel der mit neun WM­Punkten belohnt wurde. Als das Startgatter den zweiten Wertungslauf freigab, waren es Bax/ Stupils die sich mit Adriaenssen/

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SIDECAR MOTOCROSS v.d. Bogaart und Giraud/ Musset am Hinterrad an die Spitze des Feldes setzen konnten. Jan Hendrickx und Beifahrer Elvijs Mucenieks verab­ schiedeten sich schon gleich zu Beginn aus dem Kampf um einen möglichen Laufsieg. Sie wurden unverschuldet in einen Sturz ver­ wickelt. Am Ende brachten sie aber noch Rang acht ins Ziel. An der Spitze gaben Bax/ Stupelis und Adriaenssen/ v.d. Bogaart das Tempo vor und wussten im Kampf

um den Laufsieg das Publikum zu unterhalten. Wollte Adriaenssen diesen Lauf und vor allem diesen GP vor heimischer Kulisse gewinnen, musste ein Sieg her, denn die beiden Franzosen und Sieger aus Durchgang eins Giraud/ Musset drehten ihre Runden auf Position drei, womit sie bei diesem Zieleinlauf GP­Sieger gewesen wären. Entsprechend setze Adriaenssen alles auf eine Karte und setzte das Führungsduo ordentlich unter Druck. Mit Erfolg, so sehr sich Bax/ Stupelis auch wehrten, am

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Ende mussten sie dem belgisch­ niederländische Duo den Vortritt lassen welches sich damit Lauf­ und GP­Sieg sichern konnte. Thomas Morch und Stefan Nicke gingen diesmal auf Position 17 über die Ziellinie und konnten sich so weitere vier WM­Punkte gutschreiben lassen. In Der GP­Wertung belegten sie in Addition beider Läufe Gesamt­ rang 15. Insgesamt nahmen die beiden 13 WM­Zähler aus Begien mit.


Foto: © Albert Schreuder

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BAX/ STUPELIS DOMINIEREN IN DER BRETAGNE

Foto: © Luc van der Aa

Auf den Großen Preis von Belgien folgte der Große Preis von Frankreich ausgetragen in Iffendic, gelegen im Nordwesten des Landes genauer gesagt im Département Ille­et­Vilaine in der Bretagne. Für das in der Seitenwagen WM führende Gespann Ben Adriaenssen/ Ben van den Bogaart war Iffendic kein gutes Pflaster, sie büßten im Kampf um die diesjährige WM­Krone Punkte ein. Allerdings hielt sich der Schaden in Grenzen. Die Lokalmatadore Giraud/ Musset mussten sehr zum Bedauern der französischen Fans verletzungsbedingt passen.

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SIDECAR MOTOCROSS V

om belgischen Genk ging es für die Teilnehmer zur Seiten­ wagen­Weltmeisterschaft nun ins französische Iffendic um vor einer Kulisse von rund 20.000 Fans um WM­Punkte zu kämpfen. Die Be­ dingungen waren dabei äußerst, na sagen wir mal, anspruchsvoll, denn bei knappen 35°C im Schatten ist so ein Seitenwagen­WM Lauf durch­ aus eine schweißtreibende Angele­ genheit. Erschwerend hinzu kam die Tatsache das sich der Veranstalter eine Bewässerung der Strecke mit der Begründung die Strecke würde ansonsten extrem rutschig, teilweise geschenkt hatte. Entsprechend stark die Staubentwicklung in einigen Streckenabschnitten. Aus deutscher Sicht wieder mit von der Partie ­ das Team Thomas Morch/ Stefan Nicke die sich bereits in Belgien über 13 WM­Punkte freuen durften. Das in der WM­führende Duo Adriaenssen/ v.d. Boggart war mit einem Vorsprung von 58 Zählern auf das französische Duo Giraud/ Musset nach Frankreich gekommen und gewillt diesen Vorsprung auszubauen. Das gelang auch, allerdings nicht aus dem Rennverlauf heraus als vielmehr der Tatsache geschuldet das die beiden Franzosen nicht an den Rennläufen teilnehmen konnten. Schuld war ein Sturz beim Rennen zur französischen Meisterschaft eine Woche zuvor bei der sich Fahrer Valentin Giraud eine Schulterver­ letzung zuzog. Zwar versuchten es die beiden im Training, doch schluß­ endlich mussten sie feststellen das an einen Start beim Heim­GP nicht zu denken war. Dementsprechend frei war so also der Weg für das auf Platz drei geführte Brüderpaar Janis und Lauris Daiders Rang zwei der Meisterschaft zu übernehmen. Die beiden Letten gingen in beiden Rennläufen auf

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SIDECAR MOTOCROSS Rang vier über die Ziellinie und wurden im Tagesklassement auf Position drei gewertet. Insgesamt nahmen sie so 36 Punkte aus Frankreich mit. Ebenso wie das derzeit WM­führende Gespann Adriaenssen/ v.d. Boggart. Im ersten der beiden Durchgänge konnte sich das Duo noch über Rang zwei freuen in Durchgang zwei mussten sie hingegen mit Rang sieben Vorlieb nehmen. Für die Tageswertung bedeutete dies Rang vier. In Sachen WM­Wertung gehen Adriaenssen/ v.d. Boggart nun mit einem Vorsprung von 72 Punkten auf WM­ Platz zwei in die nächste Runde. Ebenfalls Punkte gut machen konnten Etienne Bax und dessen Beifahrer Kaspars Stupelis die sich in beiden Durchgängen über den Laufsieg freuen durften und ihrem WM­Konto so zum zweiten Mal in der laufenden Saison die Maximalpunktzahl von 50 Zählern gutschreiben lassen konnten. Zuletzt gelang ihnen dies beim Großen Preis von Deutschland im brandenburgischen Schwedt Ende Mai. In der Tabelle belegt das nieder­ ländisch­lettische Gespann vor dem Rennen in Strassbessenbach mit 204 Punkten Rang fünf. Platz zwei auf dem Treppchen der GP­Wertung holte sich Jan Hendrickx mit Beifahrer Elvijs Mucenieks. Sahen sie im ersten Wertungslauf noch auf Position drei die Zielflagge, folgte im zweiten Durchgang Platz zwei. In der WM werden die beiden derzeit mit 216 Punkten auf Tabellenplatz vier geführt. Auf Platz drei, den aufgrund ihres Ausfalls Giraud/ Musset belegen, fehlt ihnen nur ein ben. Im Tagesklassement belegten kleines Pünktchen. sie ebenfalls Rang fünfzehn. In der WM findet man das deutsche Gespann Thomas Morch und dessen Mann im derzeit mit 32 Punkten auf Position Boot Stefan Nicke konnten auch in 22.<< Frankreich ordentlich punkten. Sie überquerten in beiden Läufen auf Rang fünfzehn die Ziellinie und ließen sich so zwölf WM­Punkte gutschrei­

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SIDECAR MOTOCROSS

IMPRESSIONEN GP VON FRANKREICH

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SIDECAR MOTOCROSS

Se i t e n w a g e n W M St r a ß b e s s e n b a c h

B A X / S T U P E L IS V S. A D R IA E N S S E N / V . D . B O G A A R T

Text: Leen van der Sluis

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Foto: © Albert Schreuder

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DEUTSCHE RENNSTRECKEN SIND EIN FESTER BESTANDTEIL IM KALENDER DER SEITENWAGEN­ MOTOCROSS­WELTMEISTERSCHAFT. NACH DEM GP IM BRANDENBURGISCHEN SCHWEDT GASTIERTE DIE WM NUN IM VORSPESSART. GENAUER GESAGT IN STRAßBESSENBACH. DIE RUND 2.200 EINWOHNER ZÄHLENDE GEMEINDE LIEGT ETWA 60 KM VON DER FINANZMETROPOLE FRANKFURT AM MAIN ENTFERNT UND GEHÖRT ZUM LANDKREIS ASCHAFFENBURG. GEPRÄGT WURDE DIESER ACHTE GP DER LAUFENDEN SAISON VOM DUELL DES WM­FÜHRENDEN BEN ADRIAENSSEN UND DEN AUF RANG VIER DER TABELLE PLATZIERTEN DUO BAX/ STUPELIS.

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SIDECAR MOTOCROSS SAMSTAG

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er erste der beiden GP­Tage steht traditionell ganz im Zeichen der Qualifikationen und nach dem ersten Kennenlernen der Strecke und den somit ersten abgespulten Trainingsmetern und gesammelten Erkenntnissen folgt der erste Kampf gegen die Uhr zur Ermittlung der Startreihenfrolge für die Qualifikationsrennen. In der Gruppe A der Pre­Qualifikation konnte sich fast schon erwartungs­gemäß das in der WM­Führende belgisch­ niederländische Duo Adriaenssen/ v.d. Boggart gegenüber der Konkurrenz be­ haupten. Die zweitschnellste Zeit konnten zu­ nächst Andy Bürgler und Martin Betschart für sich verbuchen. Doch im weiteren Verlauf fielen sie noch auf Rang fünf zurück. Am Ende waren es Jan Hendrickx/ Elvijs Mucenieks die sich auf Rang zwei vor den Rozehnal Brüdern platzieren sollten. Als bestes Deutsche Team platzierten sich Thomas Morch und Stefan Nicke hier auf Rang fünfzehn vor Garhammer/ Klooz. In der Gruppe B markierten Etienne Bax und Kaspars Stupelis mit 1:59.94 die schnellste Rundenzeit. Gefolgt vom lettischen Bruderpaar Janis und Lauris Daiders sowie dem ebenfalls aus Lettland stammenden Duo Màris Rupeiks/ Haralds Kurpnieks. Silvio Senz mit Beifahrer Ronny Benning trug sich auf Rang drei­ zehn der Ergebnisliste ein und war damit das beste Deutsche Team in dieser Gruppe. Den besten Start in das Qualifikations­ rennen der Gruppe A erwischte das Duo Adriaenssen/ v.d. Boggart gefolgt von Rozehnal/ Rozehnal, Hendrickx/ Mucenieks sowie Van Daele/ Smeuninx. Innerhalb weniger Runden gelang es dem Gepann an der Spitze dieser Gruppe einen Vorsprung zwischen sich und seine Verfolger zu bringen. Am Ende siegten

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SIDECAR MOTOCROSS Adriaenssen/ v.d. Bogaart mit einem Vorsprung von 22.43 Sekunden auf Vaclav und Marek Rozehnal die ihre zweite Position im Rennverlauf gegenüber Hendrickx/ Mucenieks verteidigen konnten. Van Daele konnte das Tempo der Spitzengruppe nicht ganz mitgehen und muste abreißen lassen. Am Ende überquerten er und sein Beifahrer Tim Smeuninx auf Rang vier die Ziellinie. Tobis Garhammer und sein Mann im Boot Michael Klooz sahen auf Platz zehn die Ziellflagge und qualifizierten sich da­ mit direkt für die am Sonntag folgenden Wertungsläufe. Thomas Morch und Stefan Nicke gelang dieses Kunststück leider nicht, sie wurden in der letzten Runde noch vom niederländisch­belgischen Ge­ spann Thijs Derks/ Jan Bielen überholt und mussten so mit Rang dreizehn vorlieb nehmen. Damit war klar, wollten die beiden am Sonntag noch mit von der Partie sein, mussten sie ihr Glück im Last Chance Rennen versuchen. Um es kurz zu machen, dies gelang den beiden leider nicht. Mit Rang zehn war hier das Wochenende für das Duo vorzeitig been­ det. Das Qualifikationsrennen der Gruppe B begann etwas kurios, denn das Start­ gatter verweigerte seinen Dienst und das halbe Fahrerfeld knallte hinein. Zum Glück hinterließ dieser Vorfall weder beim Startgatter noch bei den Teams bleibenden Schaden so dass der zweite Versuch ohne Schwierigkeiten über die Bühne gebracht werden konnte. Etienne Bax/ Kaspars Stupelis gingen aus diesem Rennen als Sieger hervor, allerdings war es ein knapper Sieg, denn der Vorsprung auf das lettische Bruder­ paar Daiders betrug nur knappe 0.73 Sekunden. Auf Rang drei gingen hier Rupeiks/ Kuprnieks über die Ziellinie. Silvio Senz und Beifahrer Ronny Benning fuhren ein starkes Rennen welches am Ende mit Rang sechs und der damit verbundenen direkten Qualifikation be­ lohnt wurde. Für eine Überraschung sorgte das deutsche Duo Tobias Blank und Christan Daiss die sich mit Rang neun ebenfalls direkt qualifizierten.

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Foto: © Luc van der Aa

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SIDECAR MOTOCROSS SONNTAG Der Renntag präsentierte sich heiß und trocken und dennoch ströhmten Zahlreiche Zuschauer an die Rennstrecke anstatt an die Badeseen. Dieses Rennspektakel wollte man sich also nicht entgehen lassen.

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Zunächst konnten Adriaenssen/ v.d. Bogaart das Feld anführen, doch Bax/ Stupelis übten ordentlich Druck auf den Tabellen­Leader aus und warteten im Verlauf des Rennens nur darauf das dem Belgier bei den warmen Temperaturen ein Konzen­ trationsfehler unterlaufen würde. Ein Fehler sollte dem Titelfavoriten allerdings nicht unterlaufen, vielmehr sorgte ein verklemmter Stein am Schaltpedal für Probleme und dieser Umstand sollte für einen Wechsel an der Spitze des Feldes sorgen. Diese einmal erlangte Führung sollten Bax/ Stupelis dann auch bis ins Ziel retten können. Adriaennssen/ v.d. Boggart überquerten auf Platz zwei die Ziellinie. Während die beiden Gespanne an der Spitze des Feldes so ziemlich ihr eigenens Rennen fuhren, konzen­ trierten sich Vaclav und Marek Rozehnal darauf ihre dritte Position zu verteidigen, was ihnen schluß­ endlich auch gelingen sollte. Mit einem Rückstand von 22.66 Sekunden sahen sie auf Rang drei die Zielflagge und dies vor dem Duo Hendrickx/ Mucenieks. Janis und Lauris Daiders sollten in diesem ersten Rennen des Tages Platz fünf für sich verbuchen können. Aus deutscher Sicht verliefen die Dinge nicht unbedingt rosig. Tobias Blank und sein Co­Pilot Christan Daiss sahen auf Position 22 die Zielflagge und verpassten damit die Punkteränge ebenso wie Tobias Garhammer/ Michael Klooz die nicht über Rang 24 hinaus kamen. Silvio Senz und Ronny Benning mussten das Rennen bereits nach vier Runden vorzeitig beenden.

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Foto: © Albert Schreuder

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Der zweite Lauf sollte es dann in sich haben. Erneut erwischten Adriaenssen/ v.d. Bogaart den besten Start und konnten das Feld anführen, doch Bax/ Stupelis klebten ihnen bereits am Hinterrad und diese woll­ ten unbedingt den Sieg und daran ließen sie im gesamten Rennverlauf keinen Zweifel aufkommen. Sehr zur Freuder der Zuschauer die so Rennaction aller erster Klasse ge­ boten bekamen. Die beiden Teams schenkten sich über die gesamte Renndistanz nichts und Adriaenssen/ v.d. Bogaart mussten ihr gesamtes Können auf­ bringen um das niederländisch­let­ tische Gespann auf Abstand zu halten. Das Duo versuchte alles um an den Führenden vorbeizukommen und auch Berührungen blieben dabei nicht aus. Am Ende konnten sich Adriaenssen/ v.d. Bogaart aber gegenüber ihrer Kontrahenten be­ haupten und den Sieg ihr Eigen nennen. Mit diesem Sieg erklommen sie auch das oberste Podest der GP­ Wertung vor Bax/ Stupelis. Beide Teams nahmen mit diesem Ergebnis jeweils 47 Punkte aus Straßbessen­ bach mit. Vaclav und Marek Rozehnal sahen auch in diesem zweiten Lauf auf Position drei die Zielflagge und wur­ den damit auch dritte der Gesamt­ wertung an diesem Tag. Für die Deutschen Teams lief es in diesem Lauf nur bedingt besser so konnten Tobias Garhammer und Co­ Pilot Michael Klooz sich um einen Platz verbessern und auf Position 23 über den Zielstrich gehen, blieben damit aber erneut punktlos. Tobias Blank und Beifahrer Christian Daiss folgten auf der Position dahinter. Senz/ Benning mussten auch in diesem Lauf vorzeitig die Segel­ streichen.

Foto: © Albert Schreuder 01/2013 MOTORsport Kompakt OFFROAD ­ 79


SIDECAR MOTOCROSS

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Foto: © Lisa Kutschke

BÜRGLER/ BETSCHART SIEGEN IM TIEFEN SAND VON DOLLE

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SIDECAR MOTOCROSS Z

ur fünften von insgesamt sechs Runden zur internati­ onalen Deutschen Meister­ schaft Klasse Seitenwagen ging es am Wochenende des 13. und 14. Juli für die Teilnehmer in den Sand von Dolle. Eine Strecke die aufgrund der Gegebenheiten Fahrer und Maschine alles ab­ verlangt. Es hätte das Wochenende für Janis und Lauris Daiders werden können, denn die beiden Letten hätten in Dolle den DM­Titel eine Runde vor Schluß bereits vorzeitig unter Dach und Fach bringen können. Taten sie aber nicht. Zwar konnten die beiden Brüder den ersten der beiden Wer­ tungsläufe klar für sich entscheiden und auch im zweiten Lauf waren sie an der Spitze des Feldes unterwegs als plötzlich die Kupplung an ihrem Gespann den Dienst quittierte. Aus der Traum vom vorzeitigen Titel­ gewinn! Besser lief es hingegen für Andreas Bürgler mit seinem Beifahrer Martin Betschart. In Lauf eins auf Rang zwei über die Ziellinie gegangen, profitierte der Schweizer im zweiten Durchgang vom Ausfall der Daiders­Brüder und ging hier als Sieger über den Ziel­ strich. Ein Ergebnis was ihm auch in der Tageswertung den Gesamtsieg einbrachte. Thomas Morch und Copilot Stefan Nicke mussten sich im ersten Durchgang noch mit Rang vier an­ freunden konnten sich im zweiten Durchgang allerdings über Position zwei freuen. In Addition beider Er­ gebnisse ergab dies Platz zwei auf dem Podest der Gesamtwertung. Auf Platz drei folgten hier die beiden jungen Österreicher Benjamin Weiss und Patrick Schneider. Das Gespann mit der Startnummer 68 sah im ersten Rennen hinter Morch/ Nicke auf Platz 5 und im zweiten Rennen auf Platz drei die Zielflagge.

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Foto: © Lisa Kutschke

D M D O L L E 1 4 . 07 . 2 01 3

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SIDECAR MOTOCROSS

Foto: © Lisa Kutschke

Nach Platz drei im ersten folgte für das Duo Clohse/ Strauss im zweiten Durchgang das vorzeitige Aus. Der Grund: Probleme mit der Zündung.

Foto: © Lisa Kutschke

Eingebremst von Kraftstoffproblemen Platz 16 im ersten und nach zweimali­ gen Beifahrerverlust in den tiefen Löchern Platz 8 im zweiten Lauf. Mehr war für Garhammer/ Klooz in Dolle nicht zu holen.

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D M D O L L E 1 4 . 07 . 2 01 3

Foto: © Lisa Kutschke

Kampf um die Plätze zwischen Senz/ Benning (#61), Weiss/ Schneider (#68) und Garhammer/ Klooz (#83).

Foto: © Lisa Kutschke

Nils Kregefsky und Beifahrer Marcus Richter, Führende der Pokalwertung.

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Foto: © Team HRC

CROSS-COUNTRY RALLIES

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Foto: © Marian Chytka / Speedbrain

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DESAFIO RUTA 40 Die Desafio Ruta 40 startete am Montag den 17. Juni in San Salvador de Jujuy im Norden Argentiniens und führte die Teilnehmer an sechs Wertungstagen über eine Gesamtdistanz von 3.500 Kilometer bis tief in den Süden des riesigen Landes nach San Juan. Naja, sie sollte an diesem Tag starten, doch aufgrund starker Regenfälle sah sich der Veranstalter gezwungen die erste Etappe abzusagen. Die Rallye zählt nicht nur zur Dakar­Serie, sondern wird von fast allen internationalen Spitzen­piloten auch als ideale Vorbereitung für die Dakar 2014 gesehen. Einige Streckenabschnitte der Ruta 40 sind im Profil der Dakar sehr ähnlich und so warteten neben einer komplizierten Navigation und technisch anspruchsvolle Etappen auf die Fahrer. Für Paulo Goncalves und das Speedbrain Team war die Ruta 40 eine Vorentscheidung auf dem Weg zum Cross Country Rallye WM Titel. Nur neun Punkte trennten Paulo vom derzeit führenden Marc Coma, und diesen Abstand wollte der Portugiese auf seiner Speedbrain 450 Rally in Argentinien möglichst verringern. "Wir haben an jedem Wertungstag sehr lange Sonderprüfungen, fast schon wie bei der Dakar. Das liegt mir, und da ich mich wie immer auf das Motorrad und das Team hundertprozentig verlassen kann, bin ich sehr zuversichtlich, auch hier wieder ganz vorne dabei sein zu können." So der Portugiese im Vorfeld der Rallye.

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F o to : © R a l l y Z o n e

CROSS-COUNTRY RALLIES

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DESAFIO RUTA 40 ‐ ETAPPE 1 Eigentlich hätte diese erste Etappe die Fahrer von San Salvador de Jujuy nach San Miguel de Tucumán führen sollen. Insgesamt 541 km hätten sie dabei zurücklegen müssen. 371 Km standen dabei unter der Überschrift Spezialtest. Doch daraus wurde nichst. Während Teile Europas unter großer Hitze stöhnten, begrüßte Argentinien die Rallye­Teilnehmer mit 10 Grad Außentemperatur, Regen und Nebel. Bei extrem schlechter Sicht konnten die Helikopter nicht starten, und so war an ein Rennen nicht zu denken. Was folgte war eine Absage dieser ersten Etappe. Der erste Tag auf argentinischem Boden wurde den Teilnehmern auf diese Weise also gründlich vermiest. Die Fahrer mussten die knapp 550 Kilometer der Tagesetappe dennoch absolvieren – allerdings nicht in Renntempo.

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Der Führende der WM, Marc Coma, beendete diese erste gezeitete Etappe mit Rang zwei und verzeichnete dabei einen Rückstand von 2.40 Minuten auf die Bestzeit.

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CROSS-COUNTRY RALLIES

Foto: © Cristiano Barni / Speedbrain

Paulo Goncalves war die Etappe, die noch in der Dunkelheit bei Regen und niedrigen Temperaturen begonnen hatte, zunächst vorsichtig angegangen, um nichts zu riskieren, um dann in der zweiten Hälfte zu attackieren. Belohnt wurde dies mit Etappenrang drei.

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DESAFIO RUTA 40 ‐ ETAPPE 2 Musste die erste Etappe noch abgesagt werden, konnte die Zweite ordnungsgemäß über die Bühne gebracht werden. Der Weg führte die Fahrer von San Miguel de Tucumán nach San Fernando del Valle de Catamarca. Die Länge: 668 km, davon 346 km Spezialtest. Die Bedingungen waren allerdings nicht einfach, denn nach den Regenfällen des Vortages war die Piste die über über winkelige und bergige sowie technisch sehr anspruchsvolle Passagen verfügte, teilweise extrem rutschig. Für das Speedbrain Rally Team und dessen Fahrer Paulo Goncalves galt es, sich am ersten Wertungstag des vierten Laufes zur Cross Country Rallye WM eine gute Aus­gangsposition für die nächsten, sehr schwierigen Tage zu erarbeiten. Dies gelang einmal mehr perfekt. Der momentane WM­Zweite Goncalves fuhr sicher und taktisch clever auf den dritten Rang in der Tageswertung in direkter Schlagdistanz zum Tagessieger Helder Rodrigues und den WM­Spitzen­ reiter Marc Coma.

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D E SA F IO R U T A 4 0

Foto: 息 Team HRC

HRC Honda足Pilot Helder Rodrigues konnte diese zweite Etappe f端r sich entscheiden und sich damit an die Spitze des Gesamtklassements setzen.

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Foto: © Team HRC

CROSS-COUNTRY RALLIES

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Foto: © Marian Chytka / Speedbrain

D E SA F IO R U T A 4 0

Pa u l o G o n c a l v e s s c h a l t e t e a u f d e r g e s a m t e n E ta ppe i n de n A n g r i f f s m o du s , r i s k i e r te a be r tr o tz de m n i c h t z u v i e l u n d k o n n te di e s e n R h y th m u s ü be r di e g e s a m te D i s ta n z be i be h a l te n .

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DESAFIO RUTA 40 ‐ ETAPPE 3 Nach über 700 Gesamtkilometern, davon 466 als Sonderprüfung, endete diese dritte Etappe in Belèn. Die Stadt, an der Ostseite des Andengebirges gelegen, wird den meisten Teilnehmern lange in Erinnerung bleiben, denn der Tag brachte viele Fahrer an die Belastungsgrenze. Bei Temperaturen um die Null Grad Celcius, teilweise strömendem Regen und einer technisch aber auch navigatorisch äußerst anspruchsvollen Streckenführung ging es an diesem Tag lediglich in der Spitzengruppe um die Tagesbestzeiten, während der Rest des Feldes nur noch heil das Etappenziel erreichen wollte. Wie schon am Tag zuvor, so konnte sich auch diesmal ein HRC­Honda­Pilot über den Sieg freuen. War es am Vortag noch Helder Rodrigues, so war es diesmal dessen Team­kollege Javier Pizzolito der die Ziellinie als erster überquerte. Mit 6:01:41 Stunden setze sich der Argentiener an diesem Tag an die Spitze der Etappenwertung gefolgt vom Chilenen und KTM­Piloten Chaleco Lopez.

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CROSS-COUNTRY RALLIES

Die vierte Etappe war ganz nach dem Geschmack des KTM­ Werkspiloten Marc Coma. Mit seinem Etappensieg brachte sich der Franzose wieder ins Gespräch um den Gesamtsieg.

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Der US­Amerikaner Kurt Caselli beendete diese vierte Etappe auf Rang zwei und sorgte so für einen KTM­Doppelerfolg an diesem Tag.

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DESAFIO RUTA 40 ‐ ETAPPE 4 Die „Wüstenpassage“ nach Chilecito verlangte den Fahrern und der Technik am vierten Tag der Ruta 40 vor großartiger landschaftlicher Kulisse alles ab. Gleich nach dem Start der Sonderprüfung in der berüchtigten Fiambalá­Etappe ging es offroad pur ohne jede Fahrspur. In dem hügeligen Gelände, das Felsen ebenso bot wie Dünen­Sektionen, waren gute Navigation und auch Glück gefragt. Einmal falsch abgebogen – und man hatte Not, wieder auf den richtigen Weg zu gelangen. Diese Etappe kam KTM­Pilot Marc Coma wie gerufen und so verwundert es nicht, dass sich der Franzose an diesem Tag den Etappensieg vor seinem Teamkollegen Kurt Caselli holte. Rang drei ging an den Franzosen und Yamaha­Piloten David Casteu. Speedbrain Pilot Paulo Goncalves sollte das Glück während dieser Etappe nicht hold sein. Dem Portugiesen unterlief ein verhängnisvoller Navigationsfehler der ihn nur auf Rang zwölf der Etappenwertung brachte und damit auch im Gesamtklassement auf den siebten Rang zurückwarf.

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Foto: © Team HRC

F oto: © Cri sti a n o B a rn i / S p e e d b ra i n

CROSS-COUNTRY RALLIES

H e l de r R o dr i g u e s k o n n te s i c h be i di e s e r v o r ­ l e tz te n E ta ppe a u f R a n g dr e i de r E ta ppe n ­ w e r tu n g e i n tr a g e n u n d bl i e b da m i t i n S a c h e n G e s a m ts i e g w e i te r h i n i n S c h l a g di s ta n z .

Paulo Goncalves als Zwölfter gestartet, musste den Staub der vor ihm Fahrenden schlucken. Ein Überholen ohne Risiko war so nicht möglich, und so landete er am Ende auf Rang sieben der Tageswertung.

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DESAFIO RUTA 40 ‐ ETAPPE 5 Die fünfte Etappe führte das Teilnehmerfeld von Chilecito nach San Juan. Dabei gab es 781 km und davon 455 km als Spezialtest unter die Stollen zu bringen. Diese vorletzte Etappe hätte eigentlich extrem lang und spannend werden können. Allerdings musste sie wegen nächtlicher Temperaturen unter null Grad aus Sicherheitsgründen verkürzt werden und damit wurde sie leider auch ihrer Spannung beraubt. Vorgesehen waren zwei Sonderprüfungen, wovon die erste durch ausgetrocknete Flussbetten und fast schon trialartige Sektionen hinauf in die Berge bis auf über 3.100 Meter geführt hätte. Diese selektive Prüfung wurde allerdings aus dem Programm genommen. Die zweite Sonderprüfung bestand im krassen Gegensatz dazu vor allem aus staubigen Highspeed­ Etappen mit einem Durchschnittstempo von über 100 km/h. Gewonnen wurde diese vorletzte Etappe vom Chilenen Francisco Lopez vom KTM Factory Red Bull Team der hier mit 2:27:25 Stunden die schnellste Fahrzeit markierte. Platz zwei ging an den US­Boy Kurt Caselli vor HRC­Pilot Helder Rodrigues.

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D e r C h i l e n e F r a n c i s c o L o pe z be e n de te di e f 端 n f te E ta ppe m i t e i n e m h a u c h d端 n n e n V o r s pr u n g a u f s e i n e n T e a m k o l l e g e n K u r t Ca s e l l i a l s S i e g e r .

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CROSS-COUNTRY RALLIES

F o to : © R a l l y Z o n e

Kurt Caselli holte sich bei dieser letzten Etappe nicht nur den Tagessieg, der Amerikaner dufte sich zusäztlich auch über den Gesamtsieg freuen.

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F o to : © R a l l y Z o n e

D E SA F IO R U T A 4 0

Mit einer Gesamtzeit von 18:10:20 Stunden hieß der Sieger Kurt Caselli. Allerdings ein knapper Sieg denn Teamkollege Lopez verzeichnete als Zweitplatzierter nur einen Rückstand von 43 Sekunden.

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DESAFIO RUTA 40 ‐ ETAPPE 6 Bei dieser sechsten und letzten Etappe der diesjährigen Desafio Ruta 40 hieß der Start­ als auch Zielort San Juan und die Fahrer durften noch einmal alle Facetten des Rallye­Rennsports durchleben. Der Streckenverlauf zeigt sich extrem unterschiedlich und hatte von langen Sandpassagen über steinige Flussbetten bis hin zu High Speed Abschnitten alles im Programm. Auch bei den Fahrerplatzierungen gab es am letzten Etappentag noch eine Überraschung, denn Helder Rodrigues, bis dato Gesamtzweiter, musste nach einem Sturz aufgeben. Paulo Goncalves lieferte an diesem letzten Tag erneut eine saubere Leistung ab. Durch eine konzentrierte und absolut fehlerfreie Fahrt konnte er einige vor ihm gestartete Fahrer einholen und brachte am Ende des Tages mit Rang Drei einen weiteren Podiumsplatz mit nach Hause. Im Gesamtklassement verbesserte er sich damit noch auf den sechsten Platz. Strahlender Sieger an diesem Tag war hingegen Kurt Caselli der sich nicht nur den Etap­pen, sondern auch den Gesamtsieg sichern konnte. Marc Coma musste sich mit Rang drei hinter Francisco Lopez zufrieden geben.

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Foto: © ABC COMMUNICATION

ENDURO WORLD CHAMPIONSHIP

N

ach dem Großen Preis von Rumänien zog die Karavane der Maxxis FIM Enduro World Championship nun weiter nach Griechenland. Genauer ge­ sagt nach Kastoria, gelegen im Nordwesten des Landes. Am vor­ letzten Juni­Wochenende stand hier das vorletzte GP­Wochen­ ende der laufenden Saison auf dem Programm. Eine Runde vor Schluß der dies­

jährigen Saison konnten in den Kategorien E1 und E3 bereits die ersten Entscheidungen fallen. Mit Antoine Meo und Christophe Nambotin hatten zwei franzö­ sische Staatsbürger bereits die Chance den Sack vorzeitig zuzu­ machen. Meo reiste nach einer bishierher fast perfekten Saison und ins­ gesamt neun GP­Siegen auf dem Konto mit einem Vorsprung von

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41 Zählern auf den Tabellen­ zweiten Juha Salminen nach Griechenland und hatte es somit selbst in der Hand den Titel vor­ zeitig klar zu machen. Im Kampf um Platz zwei könnte es hin­ gegen nocheinmal spannend werden, denn Salminen verzeich­ nete vor dem Rennen in Grie­ chenland nur neun Punkte Vor­ sprung auf den Dritten der Tabelle, seinen Landsmann und Teamkollegen Matti Seistola.


G R O ß E R P R E IS V O N G R IE C H E N L A N D 22./23.06.2013 GP von Griechenland

Ein GP vor Ende der Saison könnten bereits in zwei Klassen Vorentscheidungen fallen

In der Kategorie E3 heißt der WM­Leader Christophe Nambotin und pilotiert, ebenso wie Meo, eine KTM. Ähnlich wie sein Teamkollege, kann auch Nambo­ tin auf eine bisher fast tadellose Saison zurückblicken. Mit ins­ gesamt 8 GP­Siegen rangt der Name Nambotin zurecht an der Tabellenspitze. Auf seinen direk­ ten Kontrahenten, den Esten Aigar Leok, verzeichnete Nambo­ tin vor den beiden GP­Tagen in

Griechenland einen Vorsprung von 45 Punkten. Ein Vorsprung der im Normalfall zur vorzeitigen Titelverteidigung ausreichen sollte. In der Enduro 2 Kategorie ist hingegen noch alles offen. Doch vieles deutet aktuell darauf hin, dass der diesjährige Weltmeister nicht Pierre Alexandre Renet heißen dürfte denn der amtie­ rende Weltmeister liegt mit einem

Rückstand von 33 Punkten auf den Italiener und Husqvarna­ Piloten Alex Salvini nur auf Rang zwei der Tabelle. Es könnte für den Franzosen also sehr schwer werden seinen Titel erfolgreich zu verteidigen.

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Foto: © ABC COMMUNICATION

ENDURO WORLD CHAMPIONSHIP

Christobal Guerrero konnte sich an beiden Tagen über Rang zwei freuen und seinem WM­Konto so 34 Punkte hinzufügen. In der WM­Tabelle wird der Spanier auf Rang 5 geführt.

Dem WM­Zweiten Juha Salminen brachte Griechen­ land kein Glück. Konnte der Finne am Samstag mit Rang sechs noch zehn Punkte retten, waren es am Sonntag mit Rang sieben nur derer neun.

E1 M

2 TAGE ­ 2 SIEGE ANTOINE MEO MACHT DEN SACK ZU

it 41 Punkten Vorsprung im Gepäck und bei nur noch maximal 80 zu vergebenen Punkten war natürlich klar ­ Meo könnte an diesem Wochenende in Griechenland eine erfolgreiche Titelverteidigung perfekt machen. Doch das Wochenende begann alles andere als perfekt für den Franzosen. Ein Sturz im SuperTest am Vorabend sorgte nocheinmal für eine Schreck­ sekunde. Allerdings ließ sich der KTM­Fahrer davon nicht großartig beirren. Bereits im ersten Test des ersten GP­Tages verzeichnete er Bestzeit und auch in den folgenden Prüfungen ließ er keinen Zweifel daran aufkommen, sich ein wei­ teres Mal 20 Punkte für einen GP­Sieg gut­ schreiben lassen zu wollen. Auch am zweiten Tag führte kein Weg an dem KTM­Werksfahrer vorbei. Mit dem vorzeitigen Titelgewinn vor Augen ließ Meo der Konkurrenz auch diesmal keine Chance und platzierte sich am Ende des Tages ganz oben in der Ergebnisliste. Mission Titelver­teidigung erfolgreich gelungen kann man da nur sagen. Herzlichen Glückwunsch.

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G R O ß E R P R E IS V O N G R IE C H E N L A N D

Foto: © Jonty Edmunds / KTM Images

Mit zwei weiteren GP­Siegen machte Antoine Meo in Griechenland den Titel bereits ein GP­ Wochenende vor Schluß der Meisterschaft perfekt. Der Franzosen aus dem KTM­ Werkstem sicherte sich damit seinen 4. WM­Titel.

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Foto: © ABC COMMUNICATION

ENDURO WORLD CHAMPIONSHIP

Alex Salvini ist auf dem besten Wege zum Titel. Mit 22 Punkte Vorsprung nimmt der Italiener nun das Finale Anfang September in Frankreich unter die Stollen.

Johnny Aubert hat den Kampf um WM­Platz drei noch nicht aufgegeben. In Griechenland konnte der Franzose fünf Punkte gut machen. Von Platz drei trennen den KTM­Fahrer aktuell vier Punkte.

E2 E

TITELVERTEIDIGER KANN KEINEN BODEN GUT MACHEN TITELASPIRANT ALLERDINGS AUCH NICHT

s ist nicht unbedingt die WM des Titelver­ teidigers. Erst einmal konnte Pierre Alexandre Renet im Laufe dieser Saison ganz oben auf dem Treppchen der GP­Wertung stehen. Wollte er den Kontakt zum Führenden nicht gänzlich abreißen lassen und sich noch den Hauch einer Chance sichern, so musste endlich wieder ein Top­Ergebnis her. Am ersten der beiden GP­Tage sollte dies dem Husaberg­Piloten gelingen, denn am Ende des Tages stand er ganz oben auf dem Treppchen und holte sich damit zwanzig WM­Punkte. Aller­ dings folgte der WM­Führende Alex Salvini bereits auf Platz zwei und so konnte Renet zunächst nur drei Punkte gutmachen. Am zweiten Tag war es dann der Titelaspirant der sich die Maximalpunktzahl gutschreiben lassen konnte. Renet folgte auf Position zwei, womit der alte Punkteabstand wieder­hergestellt war und Renet´s Hoffnungen auf eine erfolgreiche Titelverteidigungen einen weiteren Dämpfer ver­ passt bekamen.

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G R O ß E R P R E IS V O N G R IE C H E N L A N D

Foto: © Jonty Edmunds / KTM Images

E s dü r f te n w o h l n u r n o c h th e o r e ti s c h e C h a n c e n s e i n di e R e n e t a u f e i n e e r f o l g ­r e i c h e T i te l v e r te i di g u n g h o f f e n l a s s e n . D e n n pr a k ti s c h l ä s s t s i c h e i n 3 3 Pu n k t e R ü c k s t a n d a n e i n e m G P­ W o c h e n e n d e u n d a u s e ig e n e r K r a f t n u r s c h we r a u f h o le n .

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Foto: © Jonty Edmunds / KTM Images

ENDURO WORLD CHAMPIONSHIP

Der Este und TM­Pilot Aigar Leok musste sich an Tag eins mit Rang fünf begnügen. Am zweiten Tag reichte es hingegen mit Rang drei für einen Podestplatz.

Husberg-Pilot Mathias Bellino schaffte an beiden Tagen den Sprung aufs Podest. Freute sich der Franzose am Samstag bereits über Platz drei folgte am Sonntag Platz zwei.

E3 M

MISSION TITELVERTEIDIGUNG ERFOLGREICH GEGLÜCKT

it einem Vorsprung von 45 Zählern auf den WM­Zweiten Aigar Leok ging Christophe Nambotin in dieses vorletzte GP­Wochenende. Das Ziel war dabei klar defi­ niert: Vorzeitig den Titel klar machen. Bei einem Blick auf die bisherigen Ergebnisse des Franzosen dürfte wohl auch kaum jemand daran gezweifellt haben das dieses Vorhaben daneben gehen könnte. Bereits am ersten Tag liefen die Dinge zu Gunsten des KTM­Werks­ fahrers denn der Este Aigar Leok kam nicht über Rang fünf hinaus was für dessen WM­Konto margere elf Punkte bedeutete. Auf 50 Punkte war der Vorsprung also nun angewachsen. Von der Theorie her, hätte die Geschichte nocheinmal schief gehen können, denn auch die KTM eines Werksfahrers kann mal einen schlechten Tag haben und so ihrem Fahrer zu einer Nullnummer verhelfen. Tat sie aber nicht, stattdessen verhalf sie ihrem Piloten zu einem weiteren Sieg womit dieser seiner Vita einen weiteren WM­Erfolg hinzufügen konnte. Glückwunsch.

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Von bisher insgesamt 12 GP­Rennen konnte der Franzose Christophe Nambotin 10 für sich entscheiden. Eine beeindruckende Leistung. Mit dem Sieg in Griechenland durfte sich der KTM­Werksfahrer bereits vorzeitig über einen weiteren WM­ Titel seiner Karriere freuen.

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