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02/2010 Juni

Foto: HILTI AG

Zeitschrift für Bauen, Immobilien und Lifestyle – aus Liechtenstein für die Region

Hilti verabschiedet sich aus Mauren

: Bis Ende 2010 soll Verlagerung nach Thüringen abgeschlossen sein – 140 Mitarbeitende betroffen

Am Ende des vergangenen Jah­ res ist die Verlagerung des Hilti Werks Mauren angelaufen. Die ersten Angestellten des tradi­ tionsreichen Weltkonzerns sind bereits ins vorarlbergerische Thü­

ringen disloziert und arbeiten dort. Der Transfer der Produktion und des Personals nach Thürin­ gen und Schaan soll Ende 2010 abgeschlossen sein. Bereits im Frühling 2008 hatte die Hilti Ak­

tiengesellschaft angekündigt, die Produk­tion von Mauren an ande­ re Standorte zu verlagern.

Dorfzentrum Triesenberg S.10

Neues Baugesetz S.18

Energiefachstelle S.38

Wesentlicher Grund für diese Massnahmen ist die strategische

Neuausrichtung der globalen Versorgungskette, mit der Hil­ ti langfristig wettbewerbsfähige Produktions-Strukturen schaffen will. Seite 6.

Zuschg S.42


Das

Schönste aus Metall : Bei der Marxer Metallbau AG in Mauren/Schaanwald schmelzen Funktion, Nutzen und modernes Design auf optimale Weise ineinander. Neben diversen Produkten für die Industrie ist Marxer-Metallbau die ideale Adresse für den Privat-Bereich, wenn es um Geländer, Treppen, Glasdächer, Brunnenanla­ gen, Gartenelemente oder ganz spezielle Wünsche im Metall-Design geht. Die Metallbau Marxer AG ist ein renommiertes und traditionsrei­ ches Unternehmen, das von Hans Marxer im Jahre 1968 gegründet und seit der Übernahme durch den Junior-Chef Dietmar Marxer im Jahre 1995 sukzessive auf heu­ te 12 Mitarbeiter und 2 Lehrlin­ ge gewachsen ist. Die vielfältigen Angebote der Marxer Metallbau AG sind beeindruckend.

Metall im Innen- & Aussenbereich – da liegen Sie bei der Marxer Metallbau AG völlig richtig Neben den industriellen Auf­ trägen stehen die Privatkunden im Mittelpunkt, für die es rund um das Wohnen alles gibt, was nützlich und funktionell ist so­ wie in Bezug auf Wohnambiente und Gemütlichkeit das Spezielle

und Extravagante ausmacht. Wer kennt sie nicht, die vielfältigen Designs der Stiegengeländer – im Innen- wie im Aussenbereich – oder die kreativen Gestaltungen von Gartenanlagen, seien dies Lauben, Wasseranlagen, Pflan­ zentöpfe oder kunstvoll angefer­ tigte Feuer-, Licht- sowie weitere Infrastrukturanlagen.

Qualität, Termin- und Kundenservice Wenn Sie mit Dietmar Marxer sowie seinem Metallbau-Team zusammenarbeiten, profitieren Sie nicht nur von der ausgezeich­ neten Beratung, sondern insbe­ sondere auch von den prägenden Merkmalen des erfolgreichen Unternehmens, nämlich der Qua­ lität, Termineinhaltung und dem zuvorkommenden Kundenservice.

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stählernen Gentlemen

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Dietmar Marxer, Inhaber der Marxer Metallbau AG, Mauren/Schaanwald


Editorial

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Liebe bau:zeit-Leserin, Lieber bau:zeit-Leser Die Erstausgabe der bau:zeit hat auf Anhieb ein sehr positives Echo ausgelöst, die Resonanz seitens der Öffentlichkeit, der Unternehmer wie auch der Leserschaft war sehr erfreulich. Die Zielrichtung ist klar: die bau:zeit informiert nicht nur oberflächlich über zeitgemässe Bauthe­ men und Finanzfragen, sondern blickt hinter die Kulissen, zeigt Pers­ pektiven auf, getraut Fragen zu stellen, die Gewerbetreibende und Un­ ternehmer genauso beschäftigten wie die Menschen in unserem Land, die sich mit Bauen, Wohnen, Sanieren oder sich mit neuen Trends be­ schäftigen.

Lobbying für unsere Unternehmen Die bau:zeit versteht sich auch als Plattform für Unternehmen. Ihre Interessen, Ihre Sorgen und Ihre Anliegen bringen wir zur Sprache, da ein gesunder, prosperierender und florierender Finanz- und Wirt­ schaftsplatz in Liechtenstein für alle sehr wichtig ist. Es ist die Aufgabe des Landes und der Gemeinden, optimale Rahmenbedingungen zu set­ zen, für unbürokratische Wege besorgt zu sein und die Standortvorteile für das Unternehmertum in Liechtenstein auszubauen. Diesbezüglich wünschen sich die Gewerbetreibeden und Unternehmer ein stärkeres Lobbying, dem sich die bau:zeit widmen wird. Liechtensteins „Gwerbler“ im Rampenlicht „Miar Gwerbler“ heisst eine Rubrik in der bau:zeit, in der in jeder Aus­ gabe innovative Unternehmen aus Liechtenstein vorgestellt werden. Es ist bewundernswert, welch diversifizierte, potente und innovative Viel­ falt unsere Wirtschaft auszeichnet. Die bau:zeit setzt unsere wirtschaft­ lichen Botschafter im In- und Ausland ins Rampenlicht. Haben Sie Ideen? Wir wünschen Ihnen nicht nur eine interessante Lektüre, sondern freu­ en uns, wenn Sie das eine oder andere Thema „packt“. Fühlen Sie sich angesprochen, so nehmen Sie mit unseren Inserenten einfach Kontakt auf, und brennt Ihnen ein Thema unter den Fingernägeln, dann ran an das Telefon – 375 9000. Es grüsst Sie

Johannes Kaiser Redaktionsleiter

Johannes Kaiser


Inhalt

aus dem inhalt Titel-Story Ein bedeutender Arbeitgeber, das Liechten­ steiner Vorzeigeunternehmen HILTI verab­ schiedet sich aus Mauren. Hintergründe er­ fahren Sie auf den Seiten Seiten 6-7

Triesenberg erhält neues Gesicht Die Gemeinde Triesenberg setzt mit einem 23 Millionen Grossprojekt einen Meilenstein in der Dorfentwicklung. Genaues erfahren Sie dazu im Baureport auf den Seiten 10-15 Neues Baugesetz Die Ausnützungsziffer war schon öfter Ge­ genstand kontroverser Diskussionen. In die­ ser wichtigen Rechtslage sorgt die bau:zeit im Gespräch mit Hochbauamtsleiter Peter Mündle und dem Leiter Abteilung Baurecht/ Brandschutz, Manfred Gsteu für Aufklärung. Ausserdem kommt auch unser Experte Wal­ ter Estermann zu Wort. Der Architekt und Raumplaner Florian Frick geht der Frage nach, ob die Baukultur und Wohnqualität durch das neue Baugesetz in die gewünschte, richtige Richtung gelenkt werden kann. Seiten 18-21 Bäcker und Buchhalter „Tür an Tür“ Produktion und Dienstleistung im Grünen, die Industriezone in Ruggel stellt sich vor auf den Seiten 22-24

Energieeffizienz Teil 2 Bereits in der Erstausgabe der bau:zeit hat die Energiefachstelle Liechtenstein inter­ essante Fragen zur wirtschaftlichen Beur­ teilung von Energieeffizienz beantwortet. In dieser Ausgabe folgt Teil 2 auf den Seiten 38-40 Gamprin im Wandel Eine moderne Bildungsstätte entsteht in Gamprin, näheres auf Seite 26 …und auf Sei­ te 41 erklärt der Gemeindevorsteher Donath Oehri einige neue Grossprojekte Zuschg – die Zentrumsgestaltung von Schaanwald nimmt Gestalt an und steht kurz vor der Voll­ endung. Lesen sie den umfangreichen Baure­ port auf den Seiten 42-51

…ausserdem in dieser Ausgabe:

Tipps vom Energiespezialisten Urs Marxer… Der Gwerbler und sein Fahrzeug… Restaurant-Tipp „miar Gwerbler“… u.a. Viel Freude beim Lesen.

Verkauf Aussendienst Wolfgang Altheide Telefon +423 375 9008 wolfgang.altheide@medienbuero.li

Überbauung FAGO Metzger, Kosmetikinstitut, Restaurant sowie neue Wohnungen ergänzen das Eschner Zentrum sinnvoll und wurden am 22. Mai feierlich eingeweiht. Seiten 60-63

Vera Oehri-Kindle Telefon +423 375 9003 vera.oehri@medienbuero.li

Kompetente Beratung durch unsere Aussendienst-Mitarbeiter/innen.

Impressum Herausgeber: Herbert Oehri & Johannes Kaiser, Medienbuero Oehri & Kaiser AG, Wirtschaftspark 23, FL-9492 Eschen; Redaktion: Johannes Kaiser (Redaktionsleiter), Herbert Oehri, Fabio Corba, Verena Cortes, Wolfgang Altheide, Alexander Batliner, Ines Rampone; Grafik/Satz/Lithos: Sonja Schatzmann, Anna Stenek, Medienbuero Oehri & Kaiser AG; Anzeigen: Medienbuero Oehri & Kaiser Inserateservice, Wirtschaftspark 23, FL-9492 Eschen; Fotos: Fabio Corba, Paul Trummer, Tobias Müller, Peter Marxer, ZVG von Unternehmen, Gemeinden und Privaten; Druck: Tamedia AG, Druckzentrum, CH-8021 Zürich; Auflage: 20’000 Exemplare beglaubigt; Urheberschutz: Die Texte/Bilder dürfen ohne vorherige schriftliche Geneh­ migung des Herausgebers/Verlegers nicht kommerziell genutzt, weitergegeben oder veröffentlicht werden (auch nicht in abgeänderter Form); Erscheinung: Juni 2010


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Das Areal des Hilti-Werk III in Mauren

Schliessung in Mauren

nach strategischer Planung Hilti Werk III Mauren disloziert nach Vorarlberg : Der Entscheid, das Werk Mauren zu schliessen und die Produktion nach Thüringen und Schaan zu verlagern, wurde lange vor der Wirtschaftskrise gefällt und bereits im Jahre 2008 der breiten Öffentlichkeit bekanntgegeben. Die Verlagerung basiert auf langfristigen strategisch beeinflussten Über­ legungen in Bezug auf effizienter und wettbewerbsfähiger Produktionsstrukturen. Von Herbert Oehri Es ist geplant, bis Ende dieses Jahres die Verlagerung an andere Standorte abgeschlossen zu ha­ ben. Der Gemeindevorsteher von Mauren, Freddy Kaiser, bedauert den Wegzug der Hilti AG. Froh ist er über die Entscheidung, dass alle Angestellten des Konzerns eine Arbeitszukunft gefunden haben, der grösste Teil von ihnen innerbetrieblich.

In der Zwischenzeit hat der Gemeinderat von Mauren zu­ sammen mit der Hilti AG eine Kommission gegründet, welche evaluieren soll, was in Zukunft mit den Werksanlagen in Mauren zu geschehen hat. Laut Auskunft des Maurer Gemeindevorstehers wird die Entscheidung darüber noch in diesem Jahr gefällt wer­ den. bau:zeit führte mit Hilti-

Kommunikationsleiter Matthias Hassler ein Gespräch.

Zeit. Bis wann soll die Operation abgeschlossen sein?

bau:zeit: Aus wirtschaftlichen Gründen hat die Firma Hilti AG den Beschluss gefasst, das Werk III in Mauren zu schliessen und den Personalbestand nach Vor­ arlberg zu dislozieren. Wie man hört, läuft die Verlagerung nach Thüringen schon seit geraumer

Hilti AG: Der Entschluss, das Werk Mauren nach Thüringen und Schaan zu verlagern, basiert auf langfristigen strategischen Überlegungen hinsichtlich effi­ zienter und wettbewerbsfähiger Produktionsstrukturen. Dieser Entscheid ist lange vor der Wirt­


titel story

Foto: HILTI AG

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lagerung auch zu Kündigungen kommen. bau:zeit: Wieviele Personen arbeiten insgesamt noch in den liechtensteinischen Betrieben der Hilti AG? Hilti AG: Derzeit sind rund 1'700 Mitarbeitende an den verschiede­ nen Standorten in Liechtenstein beschäftigt. Dazu kommen weite­ re 170 Mitarbeitende in Buchs. bau:zeit: Glauben Sie, dass der Standort Liechtenstein für die Industrieunternehmen attraktiv bleiben wird, angesichts der glo­ balen Finanz- und Wirtschafts­ krisen?

schaftskrise gefallen und wurde bereits im März 2008 bekannt gegeben. Die Verlagerung wurde von der Wirtschaftskrise nur in­ sofern beeinflusst, dass der Pro­ zess etwas früher als ursprünglich geplant eingeleitet worden ist. Bis Ende 2010 sollte die Verlagerung abgeschlossen sein. bau:zeit: Wieviel Personen be­ trifft es im Werk Mauren? Hilti AG: Die Verlagerung des Werks Mauren betrifft insge­ samt rund 140 Mitarbeitende. Ein grosser Teil der Beschäftig­

ten wechselt ins Werk Thürin­ gen, wohin auch der Grossteil der Anlagen transferiert wird. Ein weiterer Teil der Mitarbeitenden geht mit den Anlagen in unser Werk in Schaan.­Darüber hinaus gab es seit der Ankündigung der Verlagerung bereits einige interne Wechsel sowie auch natürliche Fluktuation. bau:zeit: Musste die Hilti AG Entlassungen vornehmen? Hilti AG: Wir haben im März 2008 allen Mitarbeitenden im Werk Mauren eine Weiterbe­

schäftigung im Werk Thüringen angeboten, die unter anderem auch Lohnausgleichszahlungen über zwei Jahre enthält. Dieses Ange­ bot konnten oder wollten nicht alle Mitarbeitenden annehmen, dies vorwiegend aus persönlichen Gründen, die wir respektieren. Wir haben diese Mitarbeitenden in der internen und externen Stel­ lensuche umfangreich unterstützt. Trotz intensiver Bemühungen, die weiterhin anhalten, werden wir al­ ler Voraussicht nach nicht für alle betroffenen Personen intern eine passende Stelle anbieten können. Deshalb kann es infolge der Ver­

Hilti: Absolut. Liechtenstein ist weiterhin ein sehr attraktiver Wirtschaftsstandort, der auch für Industrieunternehmen viele Vorteile bietet. Im Zuge der Ver­ änderungen auf dem Finanzplatz werden von der Regierung auch Ziele wie z. B. Doppelbesteue­ rungsabkommen verfolgt, die für international tätige Unternehmen wichtig sind und die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Liech­ tenstein erhöhen.


immobilien

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bau report

Dorfzentrum Triesenberg Ein Meilenstein in der Dorfentwicklung

Von Verena Cortes Schon früh morgens weht ein ge­ schäftiger Wind durch das Bärger Dorfzentrum: während aus dem frisch erbauten Vereinshaus die ersten Klänge der Harmoniemu­ sik zu hören sind, werden vor der Kirche emsig Natursteine verlegt, letzte Fensterfronten über die Strasse zum neuen Pflegewohn­ heim getragen und die ersten Holzlieferungen für den Innen­ ausbau in Empfang genommen. Es ist nicht zu übersehen: die Erweiterung des Triesenberger Dorfzentrums befindet sich in den letzten Etappen und das Ziel, die Arbeiten bis Ende Jahr abzu­ schliessen, ist in greifbare Nähe gerückt.

Alter Wunsch bringt Neues ins Rollen Im April 2006 haben die Stimm­ berechtigten der Gemeinde mit einer deutlichen Mehrheit von 70 Prozent die Grundlage für die geplante Erweiterung des Dorf­ zentrums gelegt. Auslöser des ganzen Projektes war der lang gehegte Wunsch der Triesenber­ ger Bevölkerung, die älteren und pflegebedürftigen Menschen in der Wohngemeinde zu behalten und nicht in einem Betagtenhaus im Tal unterzubringen. Mit einer Vereinbarung zwischen der Stif­

: Mit dem 23 Millionen Grossprojekt setzt die Gemeinde Triesenberg ein klares Zeichen für die Stärkung und Förderung der Dorfgemeinschaft und der Lebensqualität. tung Liechtensteinische Altersund Krankenhilfe (LAK) und der Gemeinde konnte dieses Anlie­ gen realisiert werden. Entstanden ist daraus ein Grossprojekt, bei dem gleich mehrere Bedürfnisse unter einen Hut gebracht werden können: ein Pflegewohnheim, zweckmässige Räume für die Ver­ waltung, ein Archiv, ein vielseitig nutzbarer Mehrzweckraum, zu­ sätzliche Parkangebote und ein eigenes Vereinshaus.

Beton versus Holz? Die St.Galler Architekten Ar­ min Benz und Martin Engeler konnten sich mit ihrem Projekt „Höhenluft“ im Architekturwett­ bewerb durchsetzen. „Eine ge­ gossene, in das Dorf verwachsene Skulptur“, wie es die Architekten nennen, prägt neuerdings das Dorfbild. Die dominante Sicht­ betonbauweise in mitten der Wal­ sergemeinde, mag auf den ersten Blick verwundern. Jedoch soll der Ausdruck der Neubauten in An­ lehnung zu den öffentlichen Ge­ bäuden wie Rathaus und Kirche, die sich als murale Bauten von den Holzhäusern absetzen, wei­ terentwickelt werden. Die Neu­ bauten sind durch Lochfassaden gegliedert und die Tradition des Holzbaus findet mit den Natur­

holzfenstern und den holzgefüt­ terten Innenräumen eine Weiter­ führung. Für die Aussenwände der Bauten ist dem Beton heimischer Felsschotter beigemischt worden, welcher den Fassaden einen rötli­ chen Schimmer verleiht.

Fokus auf einen Raum für Begegnungen Die Neubauten bestechen zudem durch ihrer Funktionalität und stehen für ein integrierendes, be­ lebendes Miteinander. Bei der Gestaltung ist - sowohl für Innen wie für Aussen - darauf geachtet worden, dass ein Raum für Be­ gegnungen und ein gesellschaft­ liches Miteinander entsteht. So bewirkt der kombinierte Eingang

der Gemeindeverwaltung und des Pflegewohnheimes eine ge­ genseitige Belebung des Alltages. Der Mehrzweckraum ist eigens auf diese Doppelnutzung und dessen Bezug zum Geschehen am Dorfplatz zugeschnitten. Das Pflegewohnheim in den Oberge­ schossen ist von den Vorzügen der erhöhten Lage geprägt. Alle Zim­ mer der zukünftigen Bewohner sind talwärts gerichtet und bieten mit Fenstern und grosszügigen Veranden einen weiten Blick ins Rheintal. Das Angebot zwischen beschaulicher Privatsphäre und öffentlichem Leben rückt so für die Bewohner in angenehmer und selbstbestimmender Art und Weise zusammen.

Objektbeschrieb Pflegewohnheim • 6 Stockwerke mit einer nutzbaren Fläche von 3'258 m2 • Im 3. Untergeschoss befindet sich eine Parkgarage mit 30 Stellplätzen. Diese ist mit der bestehenden Parkgarage des Dorfzentrums verbunden und wird über diese erschlossen. • Im 2. Untergeschoss befinden sich die Technikräume, diverse Nebenräume sowie das Archiv der Gemeinde mit einer nutzbaren Fläche von 203 m2. • Im 1. Unter- und Erdgeschoss befindet sich die Verwaltung der Gemeinde auf einer nutzbaren Fläche von 1‘627 m2. • Weiters befindet sich im Erdgeschoss ein Mehrzwecksaal mit Nebenräumen und Foyer auf einer Fläche von 210 m2. • Im Ober- und Dachgeschoss befindet sich ein von der Stiftung LAK betriebenes Pflegewohnheim mit 16 Zimmern sowie die Familienhilfe auf einer Fläche von 1‘218 m2.


baureport

Auch das neue Vereinshaus, das talseitig dicht an das Hotel Kulm gebaut ist, ist direkt an das Dorf­ zentrum angebunden. Eine Holz­ brücke verbindet das 250 Quad­ ratmeter grosse Dachgeschoss mit dem Dorfplatz.

Bauen ‚am Berg‘: eine Herausforderung für Material und Geldbeutel Die Erleichterung bei Gemein­ de, Architekten und umliegenden Gebäudebesitzer ist gross: denn die Arbeiten an den Neubau­ ten haben keine, wie anfänglich vermutet, Risse oder Schäden an umliegenden Gebäuden ver­ ursacht. Denn, auch wenn der Neubau des Pflegewohnheims auf dem Gelände des ehemaligen Gemeindesaals steht, musste vor­ ab die geologische Situation neu beurteilt werden. Nach der Na­

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turgefahrenkarte liegt das Areal was die Rutschgefährdung anbe­ langt - wie ein grosses Gebiet der Gemeinde - in der blauen Zone. Das bedeutet, dass bei der Aus­ führung von Bauten bestimmte bauliche Vorkehrungen zu treffen sind. Nachdem jedoch der Neu­ bau keinen wesentlich grösseren Einschnitt in das Gelände dar­ stellte und das Gutachten dem Bauvorhaben grünes Licht erteil­ te, konnte die Baugrube ausgeho­ ben werden. Die Kosten für den Abbruch bestehender Bauten, für Baugrubenaushub und Baugru­ bensicherung lagen bei rund 2 Millionen Franken.

Dorfzentrum mit dem integrierten Vereinshaus (Modell rechts)

Pfahlfundament 4 Mikropfähle mit 11 bis 13 Meter Länge 16 Bohrpfähle mit 8 bis 16 Meter Länge Baugrubensicherung Pfahlwand 3 Reihen Anker à 29 Stück 1. Reihe 19.5 Meter lange Anker 2. Reihe 17.5 Meter lange Anker 3. Reihe 15.5 Meter lange Anker Verbrauch von 800 bis 1'100 kg Injektionszement pro Anker; Pfahlwand mit 25 Bohrpfählen; Länge der Bohrpfähle 12.5 bis 13 Meter;

Wärme für das ganze Dorfzentrum Wer in der heutigen Zeit ein öf­ fentliches Gebäude plant und baut, kommt um das Thema ener­

gieeffizientes Bauen nicht herum. Die Haustechnikplanung für das Pflegewohnheim und das Vereins­ haus sieht dementsprechend res­ sourcenschonend und ökologisch aus. Im Untergeschoss des neuen Vereinshauses ist eine monova­ lente Hackschnitzel-Heizung mit

einer Leistung von 850 kW un­ tergebracht. Von dieser zentralen Lage aus werden in Zukunft alle bestehenden Bauten und Neu­ bauten der Gemeinde mit Wärme versorgt. Das benötigte Warm­ wasser wird dauernd durch die Hackschnitzelfeuerung in Kom­


baureport

bination mit einer Solaranlage über einen zentralen Wasserer­ wärmer erzeugt. Um den hygie­ nischen Trinkwasseranforderun­ gen gerecht zu werden, wird eine Legionellen-Entkeimungsanlage eingesetzt. Weiter versorgen fünf Lüftungsanlagen das Gebäude mit Frischluft und senken den Energieverbrauch. Der Neubau ist somit mit dem Minergie-La­ bel zertifiziert.

Umgebungsgestaltung im Ortskern Eine abgestimmte Umgebungs­ gestaltung soll den Aussenraum in die optische Veränderung des Dorfkerns miteinbeziehen und den Fussgängern mehr Sicher­ heit und Komfort bringen. So lehnt sich der geplante Vorplatz beim Betagtenwohnheim und bei der neuen Gemeindeverwal­ tung harmonisch an das Gestal­ tungskonzept des Rathaus- und Kirchen­areals an. Auch der Bus­ wendeplatz und das Areal zwi­ schen Museum und der ehemali­ gen Bäckerei Schädler sind in der konzeptionellen Überlegung zur Aussengestaltung miteinbezogen. Als letzte Etappe der Aussenge­ staltung erhält auch der heutige Alparosa-Parkplatz ein neues Gesicht und markiert damit die

Zentrumserweiterung im Überblick Die Zentrumserweiterung umfasst letztlich die folgenden Teilprojekte, die teilweise bereits abgeschlossen sind: • Neugestaltung Post und Museumsempfang • Einrichtung einer Kinderarztpraxis über der bestehenden Arztpraxis • Umgestaltung der ehemaligen Posträume zu einem Lebens mittelgeschäft • Bau eines Vereinshauses • Neubau Pflegewohnheim mit Mehrzweckraum, Seniorentreff und Stützpunkt der Familienhilfe • Neubau Gemeindeverwaltung mit Lager- und Archivräumen • Erweiterung der Parkhalle mit neuer Zufahrt • Renovation der ehemaligen Bäckerei Schädler und Neuvermietung • Erstellung Trottoir entlang der Kirche und Friedhof • Platz- und Strassenraumgestaltung im Bereich Rathaus und Kirche, beim Vorplatz des Pflegewohnheims, bei der Einmündung Schlossstrasse und beim Areal zwischen Museum und der ehemaligen Bäckerei Schädler sowie auf dem Parkplatz „Alpenrose“

nordöstliche Grenze des Zent­ rums. Geschaffen werden inein­ ander übergehende Aussenräume, die den kompakten Ortskern ver­ binden.

„Mid Schuufla & Karetta“ in den Endspurt Die Innenausbaugeräusche aus dem Pflegewohnheim und die aktuellen Umgebungs- und Stras­ senarbeiten im Dorfzentrum zei­ gen, dass das Grossprojekt in die Endphase kommt. Das Ziel, die Umgebungsarbeiten bis Ende dieses Jahres abzuschliessen und den Gebäudekomplex bis zum Walsertreffen im September äus­ serlich fertigzustellen, wird vo­ raussichtlich auch erreicht. Die Eröffnung des Gebäudes ist für das kommende Frühjahr geplant. Erfreuen darf sich die Gemeinde nicht nur über den eingehaltenen Zeitplan, sondern auch über das gelungene Kostenmanagement. Bis dato konnte im Rahmen des Kostenvoranschlages von 23 Mil­ lionen Franken Gesamtinvesti­ tionssumme gearbeitet werden. Davon trägt die Gemeinde rund 15 Millionen, während sich der Subventionsbeitrag des Landes auf rund acht Millionen beläuft.

Baustellenbesprechung mit Vorsteher Hubert Sele (rechts)


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ENB Energieplanungs-Anstalt

das Ingenieurbüro für Haustechnikplanung Bereiche ergibt ein komfortables, energieeffizientes und mit Blick in die Zukunft geplantes Gebäude bei geringstem Energieverbrauch.

Projekt: Energieeffizientes Dorfzentrum Triesenberg Die Aufgabenstellung an die Haustechnikplanung mit Projekt­ leiter Dominik Oehri war es, eine Rohstoff schonende und sparsa­ me Haustechnikanlage für das Dorfzentrum Triesenberg (Ver­ einshaus, Pflegewohnheim und die Verwaltung) zu konzipieren. Das Unternehmen In der Nutzung alternativer Ener­ gien liegt die Zukunft, denn durch den Einsatz neuester Technologi­ en können Ressourcen geschont werden. Dazu gehört insbeson­ dere die Nutzung erneuerbarer CO2-neutraler Brennstoffe und der Solarenergie. Die ENB Energieplanungs-An­ stalt wurde 2004 gegründet und

besteht aus Fachingenieuren und Fachplanern der Haustechnik. Im Teamwork entstehen inno­ vative und integrierte Lösungen. Direkte Wege und ein kleines Team gewährleisten eine hohe Leistungseffizienz und konse­ quente Lösungsorientierung. Da­ bei kommt unseren Kunden die langjährige Erfahrung und kom­ petente Fachberatung zugute. Das perfekte Zusammenspiel dieser

Haustechniklösung durch ENB Die Wärmeerzeugung für die Bestandsbauten und die Er­ weiterung des Dorfzentrums in Triesenberg erfolgt durch eine zentral positionierte einwärtige Hackschnitzelfeuerung mit ei­ ner Leistung von 850 kW. Der Standort der neuen Heizzentrale befindet sich im Untergeschoss des neu erstellten Vereinshauses. Der Hackschnitzelsilo wird un­ ter der neuen Tiefgarageneinfahrt

positioniert und durch zwei Öff­ nungen in der Fahrbahn befüllt. Die bei der Verbrennung entste­ henden Abgase werden in einem Feinstaubfilter gereinigt und über das Dach des Vereinshauses ins Freie geleitet. Die Beheizung der einzelnen Räume des Vereinshau­ ses erfolgt durch Heizkörper und Bodenkonvektoren. Das benötigte Warmwasser wird über die Hack­ schnitzelfeuerung durch einen zentralen Wassererwärmer dau­ ernd erzeugt. Zur Steigerung des Komforts sowie zur Senkung des Energieverbrauches wie das ganze Gebäude durch eine mechanische Lüftungsanlage permanent mit Frischluft versorgt. Dies ermög­ licht den musikalischen Vereinen die Probenarbeit ohne das öffnen der Fenster abzuhalten. Das Ge­ bäude wird im Minergie-Label zertifiziert. Die Entwässerung des Daches erfolgt durch den Sani­ tärinstallateur.


„Der Bau eines Alten- und Pflegewohnheims ist mir eine Herzensangelegenheit“ : Interview mit Hubert Sele, Vorsteher der Gemeinde Triesenberg zum Thema Erweiterung des Dorfzentrums. Nachgefragt von Verena Cortés. Herr Sele, wenn Sie heute aus Ihrem Bürofenster auf das Gross– projekt blicken, was geht Ihnen als Erstes durch den Kopf? Hubert Sele: Ich bin vor allem glücklich! Glücklich darüber, dass wir sowohl terminlich wie auch finanziell auf Kurs sind, dass die befürchteten Schäden und Risse an umliegenden Gebäuden aus­ geblieben sind und dass wir keine Unfälle auf der Baustelle hatten. Und natürlich freue ich mich darüber, dass wir endlich ein Al­ ters- und Pflegewohnheim in der Gemeinde haben.

Bezüglich des Alten- und Pflegewohnheims kam immer wieder die Frage hoch, ob denn das Platzangebot von 16 Zimmern ausreichend ist – reicht es wirklich? Hubert Sele: Laut Prognosen ha­ ben wir mit unserem Angebot die Nachfrage für die nächsten 20 bis 30 Jahre gedeckt. In den letzten Jahren waren bis zu 11 Personen aus Triesenberg in den Heimen der Talgemeinden untergebracht. Auch eine höhere Lebenserwar­ tung der Bevölkerung bedeutet keinen 1:1-Bedarf an zusätzlichen

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Steinmetzmeister Eckhard Wollwage und Vorsteher Hubert Sele

Pflegeplätzen. Das Ziel von Land und Gemeinden ist, die Men­ schen solange es geht so zu unter­ stützen, dass sie zu Hause bleiben können. Das Pflegewohnheim soll nur dann zum Einsatz kommen, wenn die Menschen wirklich nicht mehr ohne Aufsicht und Hilfe leben können. Sollte sich die Nachfrage anders entwickeln, haben wir jedoch auch die Mög­ lichkeit, den Neubau Richtung Süden zu erweitern. Wenn man den neuen SAL in Schaan sieht und nun das neue Dorfzentrum in Triesenberg, könnte man den Eindruck gewinnen, dass es gerade im Trend ist, sich als Vorsteher in der Gemeinde mit einem riesigen Bauprojekt zu verewigen. Was meinen Sie? Hubert Sele: Ja, den Eindruck könnte man bekommen... (und lacht). Der Bau eines Alten- und

Pflegewohnheims ist ein 20-jäh­ riges Anliegen der Bärger und ich wollte dieses Anliegen in die Tat umsetzen. Mir liegt das Projekt persönlich am Herzen, denn ich kann den Wunsch, in der eigenen Gemeinde alt zu werden, abso­ lut verstehen. Deshalb habe ich meine Amtszeit sicher genutzt, um dieses Projekt vorwärtszu­ treiben. Auch das Vereinshaus ist mir wichtig. Unsere Vereine sol­ len Platz und Raum haben, denn sie widerspiegeln auch unser Ver­ ständnis von einem Dorfleben. Anstatt eines Spatenstichs gab es bei Baubeginn eine Grundsteinlegung, bei der Sie auch persönliche Zeilen vergraben liessen. Welche Worte werden da in ferner Zukunft einmal ausgegraben? Hubert Sele: Ich wollte etwas Besonderes zum Start und der Klassiker mit Helm und Schaufel


baureport

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waren mir zu langweilig. Deshalb kam mir die Idee, meine Gedan­ ken zur heutigen Zeit und zum Leben in der Walsergemein­ de festzuhalten und sie mit der Grundsteinlegung zu versiegeln. Zum Teil ist es eine emotiona­ le Geschichte und zum anderen wollte ich die Beweggründe und Umstände darlegen, die zum Bau geführt haben. Die Dokumente sollen in ferner Zukunft auch da­ rüber Auskunft geben, was wir für Techniken und Verfahren hatten und wie die Räume genutzt wor­ den sind. Glauben Sie nicht, dass das klassische Dorfzentrum für die heutige wie für die zukünftige Gesellschaft ein Auslaufmodell ist? Hubert Sele: Nein, das glaube ich nicht. Hier in Triesenberg haben wir den glücklichen Umstand, dass die Gegebenheiten eines

Dorfzentrums schon vorhan­ den sind. Der Dorfkern ist heute wie früher ein Treffpunkt für die Menschen. Hier gehen die Leute einkaufen, erledigen die Post oder haben einen Arzttermin – hier im Kern pulsiert Leben. Diese Lebendigkeit braucht die Ge­

sellschaft, heute noch viel mehr als früher, denn viele Menschen ziehen sich auch durch Stress und Arbeit zurück. Ein Dorf lebt schliesslich nicht von den Häu­ sern und Strassen, sondern von den Menschen. Und für mich persönlich steht das dörfliche, im

Gegensatz zum städtischen Le­ ben, für mehr Lebensqualität und Menschennähe – und diese Din­ ge werden hoffentlich auch in der Zukunft angestrebt. Ein herzliches Dankeschön für das persönliche Gespräch.


garten

Müko Pflanzencenter Eine Fundgrube für Gartenliebhaber : Kennen Sie die Elfenblume? Die Zistrose, den Amberbaum, den Schneeglöckleinstrauch oder die Bayernfeige? Schön. Diese und noch tau­ sende andere Pflanzen finden Sie in unserem Pflanzencenter in Buchs und in Mauren.

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Neues Baugesetz

im fokus

Ausnützungsziffer:

sorgt für genügend Licht, Luft und Freiraum : Die Ausnützungsziffer war schon des Öftern Gegenstand von kontroversen Diskussionen. Für die Lenkung der ortsplanerischen Entwicklung scheint sie notwendig zu sein, wie im Gespräch mit dem Hochbauamtsleiter Peter Mündle und Manfred Gsteu, Leiter Abteilung Baurecht, begründet wird. ­Sonderlösungen gibt es bei Überbauungsplänen und bei städtebaulichen Projekten. bau:zeit: Wann haben in Liech­ tenstein im Bauwesen in Bezug auf Abstände und Ausnützungs­ quoten die ersten baurechtlichen Bestimmungen Einzug gehalten? Peter Mündle: Bereits 1945 hat Liechtenstein ein gutes und auch vorausschauendes Baugesetz ge­ schaffen. Schon damals beinhalte­ te dieses Baugesetz Planungsvor­ gaben und die Verpflichtung für die Gemeinden, Zonenpläne und Bauordnungen für ihr Gemeinde­ gebiet zu erlassen. Bereits Ende der 50er-Jahre und vor allem in den 60er-Jahren wurden die ers­ ten Zonenpläne und Bauordnun­ gen der Gemeinden rechtskräftig. Längere Zeit ohne Zonenplan und Bauordnung blieb die Ge­ Peter Mündle, Hochbauamtsleiter

meinde Triesenberg, welche dann in den 90er-Jahren ihre Pla­ nungsvorgaben erliess. Das über­ geordnete Ziel war es schon im 1945er-Gesetz, dass unser Land und die Gemeinden sich geordnet entwickeln sollten.

scheint es wichtig zu sein, dass die Regelung der Bebauungsdich­ te – und diese wird mit der AZ angestrebt – den einzelnen Ob­ jekten genügend Licht und Luft mit dem dazugehörigen Freiraum ermöglicht.

bau:zeit: Aus welchen Gründen und unter welchem Druck ist in Liechtenstein die Regelung der Ausnützungsziffer (kurz AZ) ent­ standen?

Manfred Gsteu: Die Ausnüt­ zungsziffer (AZ) ist nur eine von vielen möglichen Nutzungszif­ fern. Es ist legitim, diese im en­ geren Sinne kontrovers zu dis­ kutieren und die grundlegende Sinnhaftigkeit zu hinterfragen, wobei nicht ausser Acht gelassen werden darf, dass es sich letztend­ lich um ein durchaus taugliches Instrument für das Mass der Be­ bauung und deren Dichte han­ delt. Sie ist deshalb schon vom Grundsatz her mehr als ein blos­ ses „Zusammenzählen einzelner Geschossflächen“, sondern regelt vielmehr im weiteren Sinne eine geordnete Bebauungs- und Sied­ lungsstruktur.

Peter Mündle: Auf Gesetzes­ ebene wurde die Ausnützungszif­ fer erstmals mit der Gesetzesrevi­ sion 1985 verankert. In praktisch allen Bauordnungen der Gemein­ den war schon in den 60er- und 70er-Jahren eine Ausnützungs­ ziffer als Planungsins­ trument festgeschrieben. Vielmehr als auf Druck von aussen entstand die AZ auf fachlich fundierten und vernünftigen Überlegungen. Mit der AZ wird eine minimale Re­ gelungsvorgabe erreicht. Die Ge­ meinden bestimmen, in welchen Gebieten welche Dichte statt­ finden soll und kann. Dass die AZ auch eine wirtschaftli­ che Komponente in sich birgt, ist selbstredend. Mir

bau:zeit: Dann liegt es in der Autonomie der Gemeinde, die Ausnützungsziffer festzulegen? Könnte eine Gemeinde diese AZ auch abschaffen und nur noch die Abstände sowie die wohnhygieni­

Manfred Gsteu, Leiter Abteilung Baurecht/Brandschutz

schen Erfordernisse auf dem Ver­ ordnungswege regeln? Manfred Gsteu: Eine Abschaf­ fung ist rechtlich nicht möglich, da Art. 11 des Baugesetzes vom 11. Dezember 2008 unmissverständ­ lich festlegt, dass die Bauordnung u. a. die Art und das Mass der Nut­ zung festlegen muss. Das heisst nichts anderes, als die Zweckbe­ stimmung und Nutzungsstruktur der einzelnen Zonen integrativer Inhalt der Bauordnung ist und das Mass der Nutzung im Ein­ klang mit Art. 42 des Gesetzes via der beschriebenen Ausnüt­ zungsziffer in der Bauordnung rechtlich zu verankern ist. Ledig­ lich in der Landwirtschaftszone, der Industrie-, Gewerbe- und Dienstleistungszone sowie in der Zone für öffentliche Bauten und


im fokus

Anlagen ist keine Ausnützungs­ ziffer festzulegen. Weiters kann in Überbauungs-, Gestaltungs- und Richtplänen auf die Festlegung einer Ausnützungsziffer verzich­ tet werden, wenn die geordnete bauliche und nutzungsmässige Entwicklung sichergestellt ist. bau:zeit: Aus welchen Gründen befürworten Sie die Beibehaltung der Ausnützungsziffer-Regelung? Peter Mündle: Wie bereits eingangs erwähnt, ist die Aus­ nützungsziffer ein „minimales“ Planungsinstrument. Ohne AZ wären die Gemeinden in Zusam­ menarbeit mit der Landesplanung verpflichtet, weitergehende Pla­ nungsinstrumente wie Richtplan, Überbauungs- und Gestaltungs­ pläne für jedes einzelne Gebiet zu erlassen. Aus gestalterischen Überlegungen wären weiter­ gehende Planungsinstrumente wünschenswert. Inwieweit jedoch weitergehende Vorschriften poli­ tisch umsetzbar wären, bleibt für mich im Moment zumindest of­ fen. bau:zeit: Würde eine Entschär­ fung der AZ-Bestimmungen die bessere Ausnützung der bestehen­ den Bauzonen in den Gemeinden nicht massiv fördern? Peter Mündle: Ein Verzicht auf alle Planungsinstrumente auch auf die Minimalvorgabe AZ würde vermutlich zu einer nicht vertretbaren und auch nicht ge­ wollten Siedlungsstruktur führen. Ohne Planungsvorgaben würden neben Gebäuden mit hohen Aus­ nützungen Einfamilienhäuser und Mehrfamilienhäuser wild und un­ geordnet zu stehen kommen. Manfred Gsteu: Mit der neuen Berechnungsart der Bruttoge­ schossfläche seit dem 1. Oktober

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2009, in welcher inskünftig die Aussenwandquerschnitte von der Berechnung dieser ausgenommen werden können, resultierte eine faktische Erhöhung der Aus­ nützungsziffer im Vergleich zur bisherigen Rechtslage von ca. 7 bis 15%. Dies ist ein erheblicher Wert, der die Bebauungsdichte bestehender und neuer Bauten nochmals bewusst erhöht, ohne dass von einer massiven Beein­ trächtigung der bisherigen Sied­ lungsstruktur ausgegangen wer­ den kann. bau:zeit: Wie steht es im Kon­ text mit der Finanz- und Wirt­ schaftskrise ganz allgemein mit dem Bauboom in unserem Land? Wurde dieser gebremst oder nimmt er unvermindert seinen Fortlauf? Manfred Gsteu: Die Baustatistik der vergangenen zwei Jahrzehnte zeigte lediglich Anfang der 90erJahre des vergangenen Jahrzehnts einen leichten Einbruch, aller­ dings immer noch auf relativ ho­ hem Niveau, im Vergleich zu den Anrainerstaaten. Die Baubranche ist seit längerem einer der wirt­ schaftlich wichtigsten Träger des ausführenden Gewerbes und ist auch prinzipiell leistungsstark. Träger des Baubooms vergange­ ner Jahre war hauptsächlich der private Sektor und nicht der öf­ fentliche Bereich. Ob letzterer im Zusammenhang mit antizyk­ lischen Investitionen das Bauge­ werbe nachhaltig zu stützen ver­ mag, lässt sich aufgrund der nicht leicht vorausschauenden Finanz­ lage kaum dezidiert festlegen. Es bleibt jedoch die Hoffnung, dass dieses Gewerbe auch künftig ein wichtiger Faktor im gesellschaft­ lichen und finanzpolitischen Um­ feld bleibt.

Unklarheiten bei der Berechnung der Bruttogeschossflächen Im Gespräch mit Architekt und Generalunternehmer Walter Estermann stellt sich heraus, dass sich in der Baugesetzgebung betreffend der Berechnung der Bruttogeschossflächen in der 2. Lesung des Landtages eine Re­ gelung „eingeschlichen“ hat, die der Gesetzgeber in diesem Sinne kaum beabsichtigte. bau:zeit: Welche Lücken oder Unklarheiten sind im neuen Baugesetz, das im Dezember 2008 vom Landtag verabschie­ det wurde, in der Umsetzung aufgetaucht? Walter Estermann: Die Praxis zeigt, dass insbesondere die Be­ rechnung der Bruttogeschossflä­ chen im neuen Baugesetz nicht sauber geregelt wurde. So wer­ den z. B. bei Reihenhäusern die Trennwände zwischen den Bau­ ten nicht zur Bruttogeschoss­ fläche gerechnet. Im Gegensatz dazu, werden die Zwischen­ wände von Wohnungen jedoch zur Bruttogeschossfläche dazu­ gerechnet, dies obwohl bei bei­ den Varianten der Wärme- und Schallschutz gemäss den Vor­ schriften genau gleich einzuhal­ ten ist sowie die Zwischenwände die gleiche Stärke aufweisen. bau:zeit: Welche Änderungen müsste man gemäss Ihrer Sicht für die Berechnung der Brutto­ geschossfläche ins Auge fassen? Walter Estermann: Dass Aus­ senwände von Gebäuden und zum Teil auch Trennwände von Wohneinheiten nicht mehr zu

Bruttogeschossfläche dazuge­ rechnet werden, finde ich grund­ sätzlich positiv, da dies einerseits eine energiesparende Bauweise­ fördert und andererseits der Bau­ herrschaft die Möglichkeit gibt, grössere Räume zu realisieren. Im Weiteren fehlt die konse­ quente Abstimmung mit dem Wohnbauförderungsgesetz. Bei der Flächenberechung für die Wohnbauförderung werden die Innenwände nicht zur Bruttoge­ schossfläche (BGFl) dazugerech­ net. Auf der anderen Seite werden Wasch- und Trockenräume in Wohngeschossen, egal wie gross die Raumflächen sind (die Fens­ tergrösse darf jedoch nicht mehr als 10% der Raumfläche betra­ gen), nicht zur BGFl gerechnet. Es können also extrem grossflä­ chige Wasch- und Trockenräume realisiert werden. Für eine klare Regelung und um Umgehungen zu vermeiden, müssten nach mei­ ner Ansicht die Zwischen- und Innenwände von Gebäuden von der Bruttogeschossfläche be­ freit werden und demgegenüber Wasch- und Trockenräume dazu­ gerechnet werden.


Neues Baugesetz

im fokus

Wohnqualität:

mehr als zwei Stunden Sonne in Wohnräumen

: Das neue Baugesetz brachte einige Erneuerungen und Kompetenzverschiebungen mit sich, doch nicht für alle verkörpert es das „Gelbe vom Ei“. Im Gespräch mit dem renommierten liechtensteinischen Architekten und Raumplaner Florin Frick geht die bau:zeit der Frage nach, ob die Baukultur und Wohn­ qualität mit dem neuen Baugesetz in eine gewünschte nachhaltige Richtung gelenkt werden kann. bau:zeit: Vermag das Baugesetz Ihrer Meinung nach die Entwick­ lung der Siedlung – der „Dörfer“ – in die richtige Richtung zu len­ ken? Florin Frick: Die Entwicklung der einzelnen Gemeinden ist primär Gegenstand der „Ortspla­ nung“, diese liegt nach dem neuen Gesetz voll in der Kompetenz und Pflicht der Gemeinden. Dies stellt eine der wichtigsten Neuerungen des Baugesetzes dar. Das Bauge­ setz als „Rahmengesetz“ schafft „nur“ die rechtliche Grundlage für die Ortsplanung erforderlichen Planungsinstrumen­te (Zonenplan, Bauordnung, Über­sichtsplan, Ge­

staltungsplan, Richtplan, Ausnüt­ zungsziffer u.a.) und legt anderer­ seits die Regelbauweise fest. „Es liegt an den Gemeinden, mit ihren ortsplanerischen Instrumenten die erwünschte Ergänzung zur Regel­ bauweise zu schaffen“, wie es im Bericht und Antrag zum Bauge­ setz zu entnehmen ist. Leider bietet das neue Baugesetz den Gemeinden keine neuen, in­ novativen „Werkzeuge“, um die­ ser Aufgabe besser und effizienter gerecht zu werden. Es ergaben sich wohl einige kleinere Verbes­ serungen. Für das in den letzten Jahrzehnten wohl effizienteste Planungsinstrument, um die bau­ liche Entwicklung auf Gemein­

deebene zu steuern, den Über­ bauungsrichtplan, wurde leider nicht die erforderliche rechtliche Basis geschaffen. So gesehen wird es für die Gemeinden in Zukunft nicht einfacher und leichter die Siedlungsentwicklung zu lenken und z. B. in Zentrumsgebieten zu fördern. Auch führt die im Bau­ gesetz vorgesehene „Regelbau­ weise“ nicht immer und überall zu guten Lösungen. Es wäre ver­ mutlich klüger gewesen im neuen Baugesetz keine „Regelbauweise“ festzulegen, sondern im Sinne der neuen Planung-Kompetenzver­ teilung die Rahmenbedingungen für offene, verdichtete, wie auch geschlossene Bauweise zu defi­ nieren und es den Gemeinden zu überlassen, wo sie welche Bauwei­ se als geeignet erachten.

Florin Frick, Architekt und Raumplaner

bau:zeit: Hat sich also die als „Regel“ vorgegebene „offene Bau­ weise“ Ihrer Ansicht nach nicht bewährt? Florin Frick: Das Baugesetz re­ gelt nach Artikel 1 „die geordnete und bodensparende Entwicklung des Landes“. In Bericht und An­ trag schreibt die Regierung: „Die


im fokus Regelbauweise ist eine Streubauweise. Sie ist weder bodensparend noch siedlungsplanerisch ökonomisch. Sofern genügend Platz, Raum und Geld vorhanden, ist die Regelbauweise zwar für Behörden und Bauherren problemlos, widerspricht aber eigentlich orts- und landesplanerischen Zielen“. Ich sehe dies nicht so krass. Na­ hezu sämtliche Wohnzonen in Liechtenstein sind in offener Bau­ weise bebaut, weshalb die offene Bauweise allein schon aufgrund des riesigen Siedlungsbestandes auch in Zukunft für verschiedene Wohnzonen sinnvoll sein wird. Diese Quartiere haben zum Teil hohe Wohnqualität wie auch öko­ nomischen Wert. Bauzonen mit lockerer, kleinteiliger Bebauung werden auch in Zukunft ebenso sinnvoll sein wie hoch verdichte­ te Gebiete mit grösseren, höheren Bauten mit entsprechend grossen Grünflächen dazwischen. Wer­ den jedoch Einfamilienhäuser, „Wohnblöcke“, Gewerbebauten wild mit einander gemischt, ergibt sich kaum Wohnqualität. Auch sollte die Bauweise der Siedlungs­ dichte, der Ausnützungsziffer der jeweiligen Bauzone entsprechen. bau:zeit: Im regionalen Ver­ gleich sollen in unserem Land

Ausnützungsziffer Offene Bauweise

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die Ausnützung in den Wohn­ zonen generell eher hoch und die Grenzabstände in der Folge eher bescheiden sein? Florin Frick: Dies trifft zu, in vielen Fällen schwinden die Gär­ ten um die Häuser auf das Mass der minimalen Grenzabstände, die Bauten schatten sich zuneh­ mend gegenseitig aus. Die Qua­ lität der offenen Bauweise, frei­ stehende Bauten mit einer guten Besonnung und Belichtung von allen vier Himmelsrichtungen, ein „nutzbarer“ Garten, Schutz der Privatsphäre durch entsprechend grosse Gebäudeabstände u.ä.m. werden in vielen Fällen nicht mehr erreicht. Wohnqualität ist nur dann zu erwarten, wenn die Regeln der jeweiligen „Bauwei­ se“ auch konsequent eingehalten werden. Es ist sehr interessant, dass die ersten Bauordnungen in Vaduz, Schaan und Ruggell von Ausnützungsziffern von 0.35 oder 0.4 mit grossen Grenzabständen von 10 bis 12 m, gegenüber heute wesentlich reduzierten Gebäu­ deabmessungen ausgingen. Die­ se Vorschriften haben alle oben zitierten „Wohnqualitäten“, wie z.B. mehr als zwei Stunden Sonne in Wohnräumen, berücksichtigt. Bei einer Ausnützungsziffer von

0.6 führt die offene Bauweise für übliche 2- bis 3-geschossige Ein­ familienhäuser mit Garten, Dop­ pelgarage, Besucherabstellplätze etc. nur noch mit viel Geschick zu guter Wohnqualität. In einer verdichteten Bauweise z.B. mit Reihenhäusern kann hingegen bei der gleichen Dichte wesent­ lich mehr Grünfläche wie auch Privatsphäre geschaffen werden. Es wäre daher zielführend, anstatt – wie dies in den letzten Jahr­ zehnten periodisch geschehen ist – die Gebäudeabmessungen und die Ausnützungsziffer zu erhöhen und die Grenzabstände zu redu­ zieren, darüber nachzudenken, welchen Charakter und infolge welche Bauweise Wohnquartiere aufweisen sollen. In der Fachlite­ ratur steht die offene Bauweise für eine lockere, etwa zweigeschossi­ ge Wohnbebauung in dörflicher Lage mit ruhiger Umgebung. bau:zeit: Wie sinnvoll war so gesehen, dass der Landtag eine Erhöhung der Ausnützungsziffer beschlossen hat? Florin Frick: Das hat in zweierlei Hinsicht weh getan. Die Ausnüt­ zungsziffern in den Wohnzonen waren siedlungsplanerisch für eine offene Bauweise ohnehin

Ausnützungsziffer Geschlossene Bauweise

schon im oberen Bereich. Durch die neue Berechnungsmethode ist nun zusätzlich eine Mehrausnüt­ zung von gegen 15% möglich. Die Gemeinden bzw. deren Ortspla­ nungen wurden mit dieser neuen Berechnungsmethode gleichsam vor vollendete Tatsachen gesetzt. Rein rechtlich wurde die Ge­ meindeautonomie durch diesen Landtagsbeschluss nicht tangiert, da ja nur die Berechnungsmetho­ de geändert wurde und die Höhe der Ausnützungsziffer durch die Gemeinden im Rahmen der Ortsplanung festgelegt wird. Die Gemeinden können – nachdem in den Zeitungen eine generelle Ausnützungsziffererhöhung ver­ kündet wurde – die Ausnützungs­ ziffern nun wieder entsprechend herabsetzen, was wenig populär ist und viel Überzeugungsarbeit erfordert. Unverständlich ist die­ ser Landtagsbeschluss zudem, da es ja einer der Kernpunkte des neuen Gesetzes ist, dass die Gemeinden allein für die Orts­ planung zuständig sind. Bislang waren die Gemeinden verpflich­ tet, im Einvernehmen mit der Regierung Bauordnungen und Zonenpläne zu erlassen. Ganz of­ fensichtlich war den Abgeordne­ ten diese wichtige Änderung der Zuständigkeiten nicht bewusst.


einblicke

Industrie- und Gewerbezone Nord

Hochproduktiv im Grünen: wo sich Bäcker und Buchhalter die Tür geben

Von Verena Cortes Ein leichter Wind lässt die Baumkronen rascheln, auf den Radwegen durch die blühenden Wiesen herrscht reger Betrieb und hin und wieder ist das Pfei­ fen des Fussballtrainers auf dem nahen Sportplatz zu hören. Kaum vorstellbar, dass man mitten in ei­ nem Industriegebiet steht. Doch in Ruggell ist der Name noch Programm: hier gilt der Wer­ beslogan der Gemeinde „sunnig läba am Riet“ nicht nur für das Wohngebiet, sondern auch für das Arbeiten im Industriegebiet.

: Ruggell ist bekannt, als die sonnenreiche, familienfreundliche Ge­ meinde mit Herz für Mensch und Natur. Und für die Wirtschaft, wie sich zeigt. Denn die Industriezone der Gemeinde hebt sich durch ihren Branchen­ mix heraus. Die Gemeinde muss sowohl dem Wirtschaftsstandort sowie dem Naturgebiet gerecht werden und beides im Gleichgewicht halten. Und dies gelingt in Ruggell sehr erfolgreich, denn nicht nur das Riet kann sich sehen lassen, son­ dern auch die Gewerbezone.

Von Hightech bis zum Schraubenschlüssel Die Industriezone Ruggell prä­ sentiert sich bunt und gut durch­ mischt: ob Versicherungsbroker, Reinigungsarbeiter oder Mecha­

niker, ob Getränke, Tiefkühlpro­ dukte oder Hightechausrüstung – alles findet im Industriering sei­ nen Platz. Mit dieser breit gefä­ cherten Wirtschaftslandschaft in den Sektoren Industrie, Gewerbe und Dienstleistung, schafft sich die Gemeinde eine solide Grund­ lage. Zum einen wird so ein „Klumpenrisiko“ mit grossen Un­ ternehmen vermieden und zum anderen trägt ein breit abgestütz­ tes Angebot zu einem qualitati­ ven Wachstum bei. Zahlreichen Menschen stehen hochwertige

und verschiedenartige Arbeits­ plätze zur Verfügung und auch für die jungen Leute können Ausbil­ dungsplätze geschaffen werden. Damit eine gute Durchmischung der Gewerbe gelingt und Arbei­ ten und Wohnen im Einklang bleiben, setzt die Gemeinde auf emissionsarme Branchen. Keines­ falls soll es zu einer Gross – oder Lärmindustrie kommen.

Industrie- und Gewerbezone Nord Mit dem direkten Autobahn­


einblicke

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Ruggell – Wettbewerbsstarker Wirtschaftsstandort

anschluss im Dreiländereck Schweiz-Österreich-Liechten­ stein hat sich sich Ruggell als wettbewerbsstarker Wirtschafts­ standort etabliert. Um eine Er­ weiterung der seit den 60er-Jah­ ren bestehenden Industriezone zu ermöglichen, sind im Jahr 2001 weitere vier Hektar einzoniert worden. Den Zeichen der Zeit entsprechend hat sich der Ge­ meinderat für eine zukunfts­ trächtige und ressourcensparen­ de Bodenpolitik ausgesprochen. Eine gute Durchmischung der Betriebe, eine möglichst hohe Verdichtung und die Schaffung von hochwertigen Arbeitsplätzen stehen im neuen Reglement im Vordergrund.

Nachhaltige Entwicklung von Unternehmen Ziel ist es, Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung von Unternehmen zu schaf­ fen, indem variable und flexible ­Gebäudestrukturen vorgegeben

werden. Durch eine verdichtete Bauweise und eine zusammenge­ fasste Anordnung der Parkplätze

soll die verfügbare Zonenfläche möglichst ausgenutzt werden. Die Qualität der Arbeitsplätze soll

trotz guter Ausnutzung in hohem Masse modernen Anforderungen


einblicke

Wir sind ein fairer Partner für die Industrie

Ob Versicherungsbroker, Reinigungsarbeiter oder Mechaniker: Ruggell bietet verschiedenste Arbeitsplätze in schöner Umgebung.

genügen.

Wachstum ja, aber nicht um jeden Preis Die Industriezone Nord ist bis heute noch nicht ausgeschöpft. Einige der einzonierten Parzel­ len erblühen noch in kräftigem Grün und warten auf ihre Be­ stimmung. Denn aufgrund der Grösse der einzelnen Parzellen ist eine Vergabe nach Richtplan nicht ganz unproblematisch; eine Baufläche von 20 Meter Breite und 50 Meter Länge ist für einen Einzelnen kaum finanzierbar und selten ganz ausnutzbar. Deshalb braucht es für das Bauvorhaben meistens mehrere Investoren und für die Nutzung der Fläche eine Art Nutzungsgemeinschaft von verschiedenen Gewerben. Nur so

können in den meisten Fällen, die angebotenen Parzellen wirk­ lich sinnvoll und platzschonend genutzt werden. Die Gemeinde Ruggell bleibt damit ihren Zielen treu, die Zonenfläche möglichst auszunutzen und eine Vielfalt an Gewerbe zu erhalten.

Ziel: direktere Zufahrt zur Industriezone Eine Verbesserung für die Indus­ triezone wird jedoch noch ange­ strebt: die Zufahrt in das Indus­ triegebiet soll direkter gestaltet werden. Die Schlaufe, die heute noch gefahren werden muss, stellt für viele Transporter und Lastwa­ gen ein zeitintensives Hindernis dar. Das Ziel der Gemeinde ist es, den Streckenabschnitt von 200 Metern zu optimieren.

Für Vorsteher Ernst Büchel ist es wichtig, neben den herrli­ chen Wohnlagen in Ruggell auch optimale Bedingungen für Gewerbe- und Wirtschaftsun­ ternehmen zu bieten. „Wirtschaftlich streben wir nach qualitativem Wachstum. Wir pflegen den Kontakt mit den ansässigen Unternehmen und sind für sie verlässliche Partner. Ruggell ist nicht nur eine Wohn– und Naturge­ meinde sondern auch ein Wirt­ schaftsstandort, der rund 1000 Arbeitsplätze bietet. Deshalb sind wir von der Gemeinde sehr bestrebt, die verschiedenen An­ sprüche an Natur und Industrie im Einklang zu halten. Ich bin aber überzeugt, dass uns das bis heute gut gelungen ist und zwar für beide Seiten.

Ernst Büchel, Vorsteher Gemeinde Ruggell

Hinsichtlich der Weiterentwick­ lung in unserem Industriegebiet, werden wir auch in Zukunft auf emissionsarme Unternehmen bauen. Um den Kontakt und die Nähe zu den rund 500 „Ge­ werblern“ zu fördern, planen wir für diesen Spätsommer einen umfangreichen UnternehmerApéro, zu dem Vertreter aus der Politik und Wirtschaft eingela­ den sind. Für uns ein weiteres, klares Bekenntnis zum Indust­ rie- und Gewerbestandort Rug­ gell.“

Ruggell strebt wirtschaftlich nach qualitativem Wachstum.


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heimat im wandel

heimat im wandel

Derzeit laufen die letzten Ausfüh­ rungsarbeiten am neuen Schul­ gebäude in Gamprin. Von den Elektrikern wird die Beleuchtung montiert, die letzten Bodenbe­ läge werden eingebracht und die Schulmöbel für den Kindergar­ ten und die Primarschule werden Mitte Juli angeliefert. Weiters sind auch die Umgebungsarbei­ ten in vollem Gange. Die ersten einheimischen Pflanzen wurden bereits eingesetzt. Beim Fuss­ ballplatz spriessen die Gräser, die Ballfangzäune wurden montiert und der Fahrradunterstand ist fertig gestellt. Parallel zu den Ar­ beiten am neuen Schulgebäude ist kürzlich auch die Sanierung der bestehenden Primarschule aufge­ nommen worden.

Optimale Lösung Das bestehende Primarschulhaus wird dem neuen Baukörper, dem Erweiterungsbau der Primarschu­ le und dem neuen Kindergarten mit einem gedeckten Gang ver­ bunden. Im neuen Erweiterungs­ bau der Primarschule sind sämt­ liche Unterrichtsräume, die Aula, die Lehrerzimmer und Werkräu­ me integriert. Im neuen Kinder­ garten sind drei Kindergarten­ räume und ein Mehrzweckraum erstellt worden. Der Kindergarten und der Erweiterungsbau der Pri­ marschule sind im Gebäudeso­ ckel mit einem Verbindungsgang vernetzt. Diese Massnahme er­ möglicht die Nutzung von Syn­ ergien und schafft darüber hinaus

Moderne Bildungsstätte : Mitte Februar 2008 haben die Stimmbürger/-innen von GamprinBendern der Erweiterung der Primarschule sowie dem Bau des Kindergartens hoch zugestimmt. Anfang Juli 2008 erfolgte der Spatenstich und nach der planmässigen Bauphase, kann das neue Schulgebäude nach den Sommerferi­ en 2010 seiner Bestimmung übergeben werden.

Westansicht des neuen Primarschul- und Kindergartenareals

die Grundlage für eine optimale funktionale Flexibilität in Bezug auf zukünftige Veränderungen im Schulsystem.

Integration der Kindertagesstätte Das bestehende Schul­ haus wird mit Sonder­ nutzungen versehen. So werden dort die Handarbeitsräume, das Musikzimmer, das Re­ ligionszimmer sowie die Bibliothek unter­ gebracht. Auf der Basis der vorangegangenen

Abklärungen bringt es zukünftig Vorteile mit sich, wenn die Kin­ dertagesstätte im Bildungsareal integriert wird. Dazu werden im bestehenden Primarschulhaus zu­ dem entsprechende Räumlichkei­ ten reserviert.

Sport- und Freizeitanlage Die bereits bestehende Turnhalle sowie die zugehörigen Umklei­ dekabinen erfüllen die Erforder­ nisse nach wie vor und wurden lediglich durch den neuen Tro­ ckenplatz sowie das neue Rasen­ spielfeld ergänzt. Diese stellen im Bereich des Sportunterrichts eine Bereicherung dar. Ein Bijou be­ sonderer Art bildet der Freiraum zwischen der Turnhalle und dem neuen Schulgebäude. Dieser ge­ schützte Raum dient als Pausen­ platz und bildet gleichzeitig das Zentrum des Schulareals.


publireportage

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Minergie – was ist das? Energiespezialist Urs Marxer klärt auf

: Im Zentrum steht der Komfort – der Wohn- und Arbeitskomfort von Gebäudenutzern. Er­ möglicht wird dieser Komfort durch eine hochwertige Bauhülle und eine systematische Lufterneuerung. Einer der wichtigsten Aspekte ist der Energieverbrauch. Was liegt näher, als einen Energiespezialisten zu Rate zu ziehen? bau:zeit holte sich Informationen von Urs Marxer, Geschäftsführer des seit über 40 Jahren bestehenden, liechtensteinischen Energieunternehmens MAVAG AG.

Im Wort MINERGIE steckt der Begriff „minimierte Energie“ Der spezifische Energieverbrauch gilt als Leitgrösse, um die gefor­ derte Bauqualität zu quantifizie­ ren. Dadurch ist eine zuverlässige Bewertung gegeben. Relevant ist nur die zugeführte Endenergie. Bauherrschaften, Architekten und Planer sind in der Gestal­ tung, in der Materialwahl und in der inneren und äusseren Struk­ tur eines Gebäudes völlig frei.

Was ist der Unterschied zwischen Minergie und Minergie-P? Der Standard MINERGIEP® bezeichnet und qualifiziert Bauten, die einen noch tieferen Energieverbrauch als MINER­ GIE® anstreben. MINERGIEP® bedingt ein eigenständiges, am niedrigen Energieverbrauch orientiertes Gebäudekonzept. Als ungenügend erweist sich insbesondere, das Projekt ei­ nes MINERGIE®-Hauses le­ diglich mit einer zusätzlichen Wärmedämmschicht einzupa­

cken. Ein Haus, das den sehr strengen Anforderungen von MINERGIE-P® genügen soll, ist als Gesamtsystem und in all seinen Teilen konsequent auf dieses Ziel hin geplant, ge­ baut und im Betrieb optimiert. Der Standard MINERGIEP® stellt hohe Anforderun­ gen an das Komfortangebot und an die Wirtschaftlichkeit. Zum erforderlichen Komfort gehört namentlich auch eine gute und einfache Bedienbar­

keit

des

Gebäudes

bzw.

der

technischen

Einrichtungen.

Die folgenden Anforderungen müssen eingehalten werden: • Primäranforderung an die Gebäudehülle • spezifischer Wärmeleistungsbedarf • Lufterneuerung mittels einer Komfortlüftung • MINERGIE-P®-Grenzwert (gewichtete Energiekennzahl) • Nachweis über den thermischen Komfort im Sommer • Zusatzanforderungen, je nach Gebäudekategorie betreffend Beleuchtung, gewerbliche Kälte und Wärmeerzeugung • Luftdichtigkeit der Gebäudehülle • Haushaltgeräte • Begrenzung der Mehrkosten gegenüber konventionellen Vergleichsobjekten auf maximal 15% MINERGIE® ist ein Qualitätslabel für neue und modernisierte Gebäude. Die Marke ist vor Missbrauch geschützt.

Wie die Grafik zeigt, ist bei beiden Hauskategorien die kontrollierte Wohnungsbelüftung vorgeschrieben, um das Zertifikat zu erhalten.


Welche Heizung für Minergie empfiehlt Urs Marxer von MAVAG?

„Nach dem heutigen Stand der Technik und selbstverständlich unter Berücksichtigung des Baustandortes favorisiere ich die

Wärmepumpe“.

Warum? In der Luft, in der Erde und im Wasser werden gewaltige Ener­ giemengen gespeichert, die durch Sonneneinstrahlung und Nieder­ schläge ständig erneuert werden. Mit der Wärmepumpen-Heizung ist es möglich, diese kostenlose Energie zu nutzen.

So funktioniert die Wärmepumpe Die Umweltwärme aus Luft, Erd­ reich oder Wasser wird dem Ver­ dampfer zugeführt und so auf die Wärmepumpe übertragen. Dank eines tiefen Siedepunktes wird dabei rasch ein dampfförmiger Zustand erreicht. Im Verdichter

wird der Dampf komprimiert und dadurch erhitzt. Und im Kon­ densator gibt der heisse Dampf schliesslich seine Wärme an den Wasserkreislauf des Heizsystems ab. Am Expansionsventil wird dann der Druck abgebaut und der ganze Kreislauf beginnt von vorne.

Ein Wunder an Effizienz Durch die Wärmepumpe wird Umweltwärme tieferer Tem­ peratur in Heizwärme höherer Temperatur umgewandelt. Diese Umwandlung geschieht im Ver­ dichter (Kompressor) der Wär­ mepumpe. Um ihn anzutreiben, braucht es elektrische Energie. Die Effizienz einer Wärmepumpe spiegelt sich in deren Leistungs­

zahl wider. Die Leistungszahlen von Wärmepumpen haben sich in den letzten Jahren laufend verbes­ sert. Sie werden berechnet als Ko­ effizient der Heizleistung in kWh und der elektrischen Antriebsleis­ tung in kWh. Dieser Wert fällt umso günstiger aus, je kleiner die Temperaturdifferenz zwischen der zugeführten Umweltwärme und dem Vorlauf der Raumhei­ zung ist. Entscheidend für die Ef­ fizienz des gesamten Systems ist auch, dass alle Nebenverbraucher, wie zum Beispiel Umwälzpum­ pen, so klein wie möglich dimen­ sioniert werden.

Monovalent Wird die Heizwärme in einem Haus ausschliesslich durch eine

Strom 25%

75%

Wärmepumpe

Wärmepumpe erzeugt, spricht man von einem monovalenten Betrieb. Die grosse Mehrheit der installierten Wärmepumpen wird monovalent betrieben. Die Auf­ bereitung des Brauchwassers er­ folgt sinnvollerweise mehrheitlich mit der Wärmepumpe.

Bivalent Wenn die Wärmepumpe durch einen zusätzlichen Wärmeerzeu­ ger, zum Beispiel eine Holzfeue­ rung (auch Warmluft-Cheminée) oder Solarenergie ergänzt wird, spricht man von einer bivalenten


publireportage

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Kontrollierte Wohnungsbelüftung : Die kontrollierte Wohnungsbelüftung in Ein- und Mehrfamilienhäusern (Komfortlüftung), zwingend vorgeschrieben für Minergie und Min­ gerie-P, ist ein Zweig unseres breiten Angebotes.

ie Wir beraten S n! bei allen Frage Bis anhin wurden in den meisten Fällen nur Neubauten mit dieser Technologie ausgerüstet, doch die Komfortlüftung ist auch im Um­ bau realisierbar. Die Vorteile der Komfortlüftung sind mannigfaltig: • Jeder Raum wird mit der aus hygienischer Sicht optimalen Frischluftmenge versorgt. Die Luftfeuchtigkeit ist ausgegli­ chen. • Die Aussenluft wird gefiltert. Schadstoffe im Gebäude (Gerü­

Fotos (2): Tobler Haustechnik AG

Nach Hause kommen und durchatmen

che, Tabakrauch, Radeon) wer­ den kontinuierlich abgeführt. • Dadurch bietet das Lüftungs­ system auch Schutz für Allergiker und vor lästigen Insekten. Optional können wir die Lüftungssysteme mit Feuchte­ rückgewinnung ausrüsten. • Thermischer Komfort: Der ge­ zielte Luftaustausch verhindert Zugerscheinung und ein Aus­ kühlen der Räume.


WLU - Das Kompetenzzentrum für Trinkwasser : Bis das Wasser aus dem Wasserhahn fliesst, hat es einen langen Weg hinter sich. So auch im Liechtensteiner Unterland, wo die Wasserversor­ gung Liechtensteiner Unterland (WLU) bereits seit dem Jahre 1960 um die bestmögliche Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ einwandfreiem und quantitativ genügend Trink, Brauch- und Löschwasser bemüht ist.

In den letzten Jahren hat sich die Wasserversorgung Liechtenstei­ ner Unterland (WLU) zu einer modernen Organisationsform entwickelt. Die WLU ist für die Unterländer Gemeinden das Kompetenzzentrum in Sachen „Wasser“. Damit dieses Vorhaben problemlos funktioniert und das Wasser in den fünf Unterländer Gemeinden zum Verbraucher gelangt, steht ein Wasserleitungs­ netz in der Gesamtlänge von rund 143 Kilometer zur Verfügung. Dieses Wasserleitungsnetz wird von der WLU laufend in Schuss gehalten und – wenn erforderlich - auf den neusten Stand der Tech­ nik gebracht. Auf diese Weise können mögliche Gefahrenquel­ len reduziert und die Netzverlus­ te minimal gehalten werden. Im vergangenen Jahr 2009 gelang­ ten auf diesem Weg insgesamt 2‘337‘668 Kubikmeter Wasser zu den Endverbrauchern (Haushal­ te, Gewerbe, Industrie usw.). Der Anteil an Quellwasser im WLUWasserleitungsnetz macht mit 1‘017‘194 Kubikmeter dabei rund die Hälfte der verbrauchten Was­ sermenge aus. Quellwasser wird aus den Quellen in Eschen, Gam­ prin, Mauren, Nendeln und Plan­ ken in das Leitungsnetz gepumpt.

Das Grundwasser wird hingegen aus dem Pumpwerk Oberau und von Schaan bezogen.

Einwandfreie WasserQualität „Unser Amt kann der WLU und dem von ihr abgegebenen Trink­ wasser für das Jahr 2009 ein sehr gutes Qualitätszeugnis ausstel­ len“, stellt das Amt für Lebens­ mittelkontrolle und Veterinärwe­ sen dem WLU-Wasser auch im Jahr 2009 gute Noten aus. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, beschäftigt sich die Wasserversor­ gung Liechtensteiner Unterland seit geraumer Zeit nicht nur mit der Beschaffung des Wassers von heute und morgen, sondern auch mit der langfristigen Sicherstel­ lung des Wasserangebotes (Pla­ nungshorizonte Jahr 2030 und Jahr 2050). Demnach wird die WLU, nebst der Optimierung über die gegenwärtigen Versor­ gungsverhältnisse basierend auf einer prognostizierten Entwick­ lung (Bevölkerung, Gewerbe etc.), die zukünftigen Bedürfnisse der Wasserversorgung aufzeigen und ein zweckmässiges Anlagekon­ zept definieren. Damit das Wasser zum Verbraucher gelangt, steht ein Wasserleitungsnetz in der Gesamtlänge von 143 Kilometer zur Verfügung.


publireportage

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WLU Wassergewinnung im Jahr 2009 Kubikmeter

Wassergewinnung Total

2‘337’668

Anteil Quellwasser Eschner und Gampriner Quelle Maurer Quellen Nendler Quellen Plankner Wasser Total

250’012 437’470 59’486 270’226 1‘017’194

Anteil Grundwasser Grundwasser Oberau Bezug von Schaan Total

1‘315’334 5’140 1‘320’474

Wasserabgabe pro Jahr Haushalte und Kleingewerbe Industrie und Gewerbe Diverses (Brunnen, Bauwasser etc.) Verluste / Messdifferenzen

682’176 1‘389’345 92’001 174’146

Strukturdaten WLU Leitungsnetz Stand Dezember 2009 Länge des Verteilernetzes Gemeinde Eschen-Nendeln Gamrin Bendern Mauren Schaanwald Ruggell Schellenberg Total Länge des Versorgungsnetzes Gemeinde Eschen-Nendeln Gamrin Bendern Mauren Schaanwald Ruggell Schellenberg Total

Länge in Meter

22’330 9’625 9’070 1’477 5’310 47’812 Länge in Meter

28’535 13’598 26’548 19’653 6990 95’324

Länge der Hausanschlüsse (ab Schieber) Gemeinde Eschen-Nendeln Gamrin Bendern Mauren Schaanwald Ruggell Schellenberg Total

Länge in Meter 32’075 13’517 30’712 16’046 8’250 100’600

Länge in Meter Gesamtlänge Verteiler- und Versorgungsnetz Material 62’016 Gussrohre / Stahlrohre 62’230 Polyethylenrohre 17’642 Faserzementrohre 1’248 Unbekannt 143’136 Total


publireportage

Zwei Druckzonen für Schellenberg

Das Trinkwasser in Schellenberg wird hauptsächlich aus den Quell­ gebieten in Eschen und Gamprin (beide oberhalb von Nendeln ge­ legen) bezogen. Das Quellwas­ ser wird zunächst in die WasserReservoirs Borscht, Spitaler, Boja und Oxner gepumpt. Von dort gelangt das Wasser schliesslich in einen komplexen und in sich ge­ schlossenen Wasserkreislauf, der das ganze Gemeindegebiet mit frischem und qualitativ einwand­ freiem Trinkwasser versorgt.

: Obwohl das Wasserleitungsnetz in Schellenberg das kleinste Netz der Wasserversorgung Liechtensteiner Unterland (WLU) ist, bedarf es einer geballten Ladung an Technik und Know-how, damit das flüssige Lebenselixier kristallklar aus den Wasseranschlüssen sprudelt.

Zwei Druckzonen Das Wasserleitungsnetz in Schel­ lenberg lässt sich darüber hinaus in zwei Haupt-Leitungsnetze, die so genannten Druckzonen, eintei­ len. Eine dieser beiden Druckzo­ nen versorgt den Hinterschellen­ berg sowie das Dorfzentrum. Das zweite, etwas kleinere Leitungs­ netz, wurde für das etwas tiefer gelegene Gebiet „Platta“ erstellt. Beide Druckzonen werden, wie eingangs bereits erwähnt, von den vier Wasserreservoirs Borscht, Spitaler, Boja und Oxner mit Wasser versorgt. Vier Wasser-Reservoirs Die Haupt-Reservoirs Borscht (679 Höhenmeter) und Spitaler (609 Höhenmeter) sorgen dabei

für den Druckausgleich, der be­ nötigt wird, damit das Wasser in Schellenberg aus den Wasseran­ schlüssen fliesst. In diesem Sinne erfüllen das Reservoir Oxner (580 Höhenmeter) und Reservoir Boja (580 Höhenmeter) lediglich ihre Funktion als Zubringer für die zwei Haupt-Reservoirs Borscht und Spitaler.

Jederzeit eine lückelose Wasserversorgung Die vier Reservoirs wurden aus­ serdem so konzipiert, dass jeder­ zeit Wasser aus einem Reservoir zum andern gepumpt werden kann. Sollte also der Fall eintreten, dass zum Beispiel im Reservoir Borscht zu wenig Wasser zur Ver­

fügung steht, kann allzeit aus den Reservoirs Spitaler, Boja und/oder Oxner die benötigte Menge Was­ ser ins Reservoir Borscht gepumpt werden.

Wasserreservoirs für Schellenberg: Borscht Spitaler Oxner Boja

Wasserversorgung in Schellenberg (Daten 2009)

Quellwasser Eschen und Gamprin Wasserverbrauch Länge Verteilernetz Länge Versorgungsnetz Anzahl Abonnenten Anzahl Bürger

250’012 Kubikmeter 72‘990 Kubikmeter 5‘310 Meter 6‘990 Meter 361 Einheiten 1‘018 Einwohner

Quellen: Eschner Quelle Gampriner Quelle


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technologie

Heimvernetzung sicher und komfortabel

Von Fabio Corba

: In vielen Haushalten steht mittlerweile eine ganze Armada an elek­ tronischen Rechnern. Der PC im Arbeitszimmer, Notebooks in den Kinderzim­ mern, Game-Konsolen oder Multimedia-TV gehören heute zu unserem Alltag. Die Vernetzung privater Wohnungen und Häuser gehört heutzutage daher zur selbstverständlichen Infrastruktur.

Stellen Sie sich vor: Kaum fertig gebaut, müssen bei einem neu be­ zogenen Haus schon wieder Lei­ tungen verlegt werden, nur weil der Telekommunikation beim Hausbau zu wenig Beachtung geschenkt wurde. Denn im Ge­ gensatz zu früher genügt heute ein Telefonanschluss im Gang und eventuell noch einer im

Schlafzimmer nicht mehr. Ging es vor wenigen Jahren lediglich darum, ein Haus ans Telefonnetz anzuschliessen, kommt heute ein ganzes Multimediaangebot dazu. Fernseher, Radio oder In­ ternet – alles kann aus der glei­ chen Steckdose geliefert werden – wenn man denn beim Hausbau daran gedacht hat.


technologie

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Ein Team für alle Fälle – die SpeedCom-Crew: v. l. Thomas Schurti, Andreas Kollmann, Eugen Graf, Peter Niggli, Yvonne Gauer, Harry Rüdisser, Remo Büchel, Rolf Pfeiffer, Marion Frick-Oehler, Urs Frick, Robert Sturm, Alessandro Maccariello, Andreas Frick, Gianessa Rattazzi, Stefan Franz, Bruno Schwendener, Manuel Hermann, Carmen Frick, Daniel Dutler

Zuerst die Bedürfnisabklärung Daher sollten gerade Privatnutzer, die sich nicht rund um die Uhr mit Computertechnik beschäf­ tigen, vor der Einrichtung ihres Heimnetzwerkes ein paar Punkte beachten und sich über ihre Be­ dürfnisse und Möglichkeiten klar werden. Hier stellt sich zunächst die Frage, wie Sie Ihre Geräte ans Netzwerk anschliessen soll­ ten. Zur Wahl stehen dabei drei Möglichkeiten: Ethernet-Kabel, Vernetzung über Stromleitungen (Powerline) oder Funk. Die Kabel-Vernetzung Die Kabel-Vernetzung ist am Zu­ verlässigsten und bietet gleichzei­ tig die höchste Übertragungsrate. Sie erfordert jedoch, dass Sie von jedem anzuschliessenden Gerät ein Ethernet-Kabel zum zentra­ len „Router“ verlegen. Für diesen Zweck lassen sich meist vorhan­ dene Leitungen (Fernseh- oder

Antennenanschluss) nutzen, so­ dass nicht gleich die Wände auf­ gerissen werden müssen. Nach der Installation verfügen Sie über ein sicheres und zuverlässiges Netz­ werk ohne störende Emissionen.

Die Powerline Powerline erlaubt es, die vorhan­ denen Stromleitungen zur Daten­ übertragung mit zu nutzen. Das bietet ähnliche Vorteile wie beim Netzkabel, ist jedoch störanfällig und erzielt geringere Datenraten. Wie zuverlässig und schnell Pow­ erline funktioniert, hängt von Art, Alter und Weg der elektrischen Leitungen in Ihren Wänden ab. Wireless LAN Wireless LAN oder kurz WLAN – also die Vernetzung per Funk – erspart Ihnen das mühsame Verlegen von Kabeln samt dem eventuellen notwendigen Durch­ bohren von Wänden. Allerdings hängen auch in diesem Fall

Reichweite, Störungsempfind­ lichkeit und Geschwindigkeit von vielen Faktoren ab: Welche Baumaterialien mit wel­ chen Abschirmungseigenschaf­ ten stecken in Ihren Wänden? Wie viele WLAN’s auf welchen Frequenzen werden in Ihrer Nachbarschaft bereits betrie­ ben? Zudem machen sich man­ che Menschen Sorgen wegen der Strahlenbelastung, die mit dem Einsatz von Funktechnik einher­ geht.

Beratung durch den Fachmann Wer sich nun vor der Qual der Wahl sieht, für den hat die Speedcom gute Nachrichten: Die vor­ gestellten Verfahren lassen sich auch kombinieren. Es lässt sich nach einer Beratung durch den Profi schnell klären, was machbar ist und wie die einzelnen Stand­ orte miteinander vernetzt werden können, so dass der Aufwand und der Ertrag in einem guten Ver­ hältnis stehen und die Netzver­ bindungen sicher und zuverlässig funktionieren.

Wir informieren Sie gerne persönlich: T +423 237 02 02 ∙ info@speedcom.li ∙ www.speedcom.li


5 x Schneider

Hebebühnen – Malerei –

: Die Firma Kurt Schneider aus Schaan ist unübertreffbar, wenn ihre Hebebühnen „ausfahren“ und unübersehbar, wenn die Maschinenteile, Autos, Nutzfahrzeuge usw. neu lackiert sind. Das innovative Schneider-Unternehmen ist in den folgenden fünf Fachbereichen der Spezialist in Liechtenstein und der weiten Region: Hebebühnen – Malerei – Indus­trielackiererei – Autolackiererei – Trockeneisstrahlen. Hebebühnen Seit 13 Jahren geht es bei Schnei­ der hoch zu und her! Ist die Leiter zu kurz, das Gerüst zu teuer, die Zeit zu knapp – nicht verzweifeln, dafür gibt es einen Profi – Kurt

Schneider mit sei­ nen verschiedens­ ten Modellen von Hebebühnen. Die Fir­

Raupenfahrzeug bei der Restauration der Burgruine Oberriet

ma Kurt Schneider ist in Liech­ tenstein und der weiten Region der Spezialist für die alltäglichen wie auch für die ausgelassensten Arbeiten in den Lüften. Schnei­ der ist schnell und kurzfristig für Sie da und hat für Sie Ihre individuelle Lösung.

Arbeitsbühnen der Superlative Optimale Arbeitshöhe von 16 bis 27 m auf einem Trägerfahr­ zeug mit 3.5 t Gesamtgewicht. In dieser Klasse einmalige seitliche Reichweite bis je ca. 14 m. Die Vorteile: geringe Abstützbreite; einsetzbar in engen Strassen, Hal­ len, Neubaugebieten, Fussgänger­ zonen, Sport- und Parkanlagen usw. Der Leistungsfähige und Geländegängige Kurt Schneider verfügt über den leistungsfähigsten „Steiger“ mit einer Arbeitshöhe von über 42 m auf einem LKW-Zweiachs-Fahr­ gestell. Gefragt ist er bei Baustel­ len aller Art, schwierigen Mon­ tage- und Sanierungsarbeiten an Hochhäusern, Industriebauten, Kirchen, Brücken und in unweg­ samem Gelände. Der Bewegliche Diese Hebebühne ist sehr wendig, erlaubt ein sofortiges Hochfah­ ren, ist sehr praktisch und kommt somit bei einer breiten Anwen­ dungspalette in Einsatz: Wartung von Beleuchtungen, Baumschnitt, Montage- und Wartungsarbeiten, Glas- und Gebäudereinigung usw.

Die Krönung: der 3-fach-TeleskopHubarm im Einsatz bei der Fahrrad-brücke Schaan-Buchs (rechts)

Hebebühnen-Vermietung Die Firma Kurt Schneider bietet auch die kostengünstige Variante der Vermietung an. Dabei wird die Geräteübergabe mit einer gründlichen Einführung – dies zu Ihrer Sicherheit – vorgenommen.


„miar Gwerbler“

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Industrielackiererei – Autolackiererei – Trockeneisstrahlen Malerei Der traditionellste Unterneh­ mensbereich ist die „Malerei“. Vor zwei Jahren feierte Kurt Schneider mit der „Malerei“ das 20-Jahrjubiläum. Das innovati­ ve Unternehmen wuchs und der professionelle Umgang mit „Far­ ben“ weitete sich in andere Ge­ biete aus, in Richtung Lackiererei. Die „Malerei“ ist heute noch eine feste Grösse und auch hier bilden die Beratung, Qualität und opti­ male Dienstleistung am Kunden die Erfolgsgaranten.

Industrielackiererei Industrie- und KMU-Betriebe schätzen die firmenindividuellen, massgeschneiderten und mit ho­ her Qualität umgesetzten Lackie­ rungsausführungen. Seien dies Maschinenteile, ganze industriel­ le Designlinien, Infrastrukturteile, grosse Kraftfahrzeuge oder andere spezifische Lackierungs-Aufträge - diese werden im Unternehmen von Kurt Schneider mit professi­ oneller Präzision umgesetzt.

Autolackiererei In der Autolackiererei wird aus „alt“ wieder „neu“. Autos, seien dies Oldtimer oder Firmenfahr­ zeuge, die ein spezielles Farbde­ sign benötigen, werden mit der gewünschten Farbe versehen. Auch Nutz- und Werkfahrzeuge der öffentlichen Hand und aus der Bauwirtschaft sind Objekte,

K. Schneider Hebebühnen

die von Grund auf gereinigt und neu lackiert werden.

Malerei vorher, nachher

Trockeneisstrahlen Das „Trockeneisstrahlen“ ist das jüngste Kind der Firma Kurt Schneider. Damit bietet er in Liechtenstein und der Region ein exklusives Reinigungsverfahren an, das sich für den Kunden „viel sauberer“ und „viel günstiger“ ge­ staltet.

Industrielackiererei

Die Vorteile der Trockenreinigung mittels der TrockeneisstrahlungsMethode gegenüber anderen Rei­ nigungsverfahren sind genial: · geringe Entsorgungskosten · keine Beschädigung der zu reinigenden Teile · Vermeidung von Reinigungs- chemie · die Anwendung erfolgt abrasionsfrei · kurze Reinigungszeiten · gründliche Reinigung · Senkung von Stillstandszeiten · gleichzeitige Desinfizierung · Die erfolgsversprechenden Anwendungsbereiche sind vielfältig – von Fassaden reinigungen, Graffitis bis hin zu Lackiergehängen

Autolackiererei

Lassen Sie sich über die Trocken­ reinigung (Trockeneisstrahlen) bei der Firma Kurt Schneider unverbindlich beraten. Es ist die Lösung für eine schnelle, ver­ schleissfreie, wirtschaftliche und umweltschonende Reinigung!

Im alten Riet 121 9494 Schaan

Tel. +423 / 232 01 63 Fax +423 / 232 12 46 Handy 079 / 69 62 358

Trockeneisstrahlen

E-Mail: info@schneider-hebebuehnen.com Weitere Infos auf: www.schneider-hebebuehnen.com


energie

Jürg Senn, Leiter Energiefachstelle

Sie bauen energieeffizient, wir fördern

: „Energieeffizienz“ ist ein Begriff, der besonders im Bauwesen immer häufiger verwendet wird. In diesem Artikel beantwortet die Energiefachstelle Liechtenstein, welche dem Amt für Volkswirtschaft zugeordnet ist, einige in­ teressante Fragen zur wirtschaftlichen Beurteilung von Energieeffizienz.

und damit zur Verminderung des Heizöl- oder Stromverbrauchs beigetragen werden. Die Förder­ beiträge berechnen sich nach der Sonnenkollektorfläche. Der Staat unterstützt Anlagen bis 40 m² zur Brauchwassererwärmung mit ei­ nem Beitrag von CHF 350.– pro m²/ Bruttokollektorfläche.

Das Land fördert nicht nur die Wärmedämmung von Gebäuden und die Umrüstung auf energie­ sparende Haustechnikanlagen, sondern auch den Einsatz von Solartechnik zur Warmwasser­ aufbereitung und zur Produktion von elektrischer Energie.

Altbautensanierung Die Raumwärmeversorgung des Altbaubestandes stellt einen gros­ sen Energieverbrauchssektor dar. Gleichzeitig steckt darin aber auch das grösste, einfach realisier­ bare Einsparungspotenzial. Wird ein Gebäude saniert, so soll es gleichzeitig energietechnisch auf den neuesten Stand gebracht wer­ den. Bei einer Nachdämmung von Altbauten sind Einsparungen im Heizenergieverbrauch von bis zu 50% erzielbar. Ob Aussenwandsanierung, Aus­ tausch der Fenster oder Dämmung der Kellerdecke: Entsprechen die Einzelbauteile den Qualitäts­ anforderungen, so können die Förderbeiträge pro Objekt bis zu 75‘000 Franken betragen.

Teil 2

des Gebäudes. Die Förderhöhe für die Standards Minergie und Minergie-P richten sich nach der Energiebezugsfläche und liegt zwischen CHF 5‘000.– und 60‘000.–.

Haustechnikanlagen – eine einträgliche Spartechnik Ob Stückholzheizung, Pellets­ feuerung oder Wärmepumpen: Der Einbau besonders energieef­ fizienter und ökologischer Haus­ technikanlagen in Wohn-, In­ dustrie- und Gewerbebauten, wie Wärmepumpen oder Holzhei­ zungen, werden mit bis zu CHF 20‘000.– gefördert. Massgebend hierbei ist die Art der Haustech­ nikanlage sowie die Grösse des Bauobjekts.

Thermische Sonnenkollektoren zur Brauchwassererwärmung Mit thermischen Sonnenkollek­ toren kann ein Grossteil des be­ nötigten Warmwassers produziert

KWK-Anlagen – Strom und Wärme Kraft-Wärme-Kopplungs-An­ lagen mit hohem Wirkungsgrad für Wärme und Strom werden gefördert. Die Förderbeiträge für

Minergiegebäude „Haus der Wirtschaft“, Poststrasse 1, Schaan

Minergie Minergie ist ein freiwilliger Bau­ standard, der den rationellen Energieeinsatz und die breite Nutzung erneuerbarer Energien bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebensqualität und Senkung der Umweltbelastung ermöglicht. Vorraussetzungen für die Förde­ rung ist auf alle Fälle der Einbau eines kontrollierten Lüftungssys­ tems mit Wärmerückgewinnung und erfolgreiche Zertifizierung


energie

wärmegeführte KWK-Anlagen setzen sich aus der elektrischen Leistung der mit Wärme versorg­ ten Energiebezugsfläche sowie einer Stromvergütung zusammen.

Photovoltaik – eine saubere Sache Photovoltaik ist die Technik der Umwandlung des Sonnenlichts mittels Solarzellen in elektrische Energie. Der produzierte Strom wird in das öffentliche Netz ein­ gespeist und vergütet. Die Förder­ beiträge für Photovoltaikanlagen setzen sich aus der elektrischen Leistung sowie einer Stromvergü­ tung zusammen. Demonstrationsobjekte und andere Anlagen Sie haben den Zweck, den effizien­ ten Umgang mit Energie zu unter­

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stützen sowie den Einsatz erneuer­ barer Energien zu fördern. Tragen Sie in besonderer Weise zu einer ef­ fizienten und umweltverträglichen Energieverwendung und -versor­ gung bei, können Förderbeiträge bis CHF 200‘000.– ausgerichtet werden. Bei der Berechnung der Förderung fallen insbesondere der Grad der Umweltbelastung, der Einsatz erneuerbarer Energien, der Grad der Selbstversorgung, die Energieeffizienz, die Wirtschaft­ lichkeit sowie die Vorbildwirkung ins Gewicht.

Zusicherung keine Förderung mehr. Die Zusicherung der För­ dergelder seitens der Energie­ fachstelle muss vor Beginn der Massnahme erteilt worden sein. Ich möchte künftig mit Holz heizen, für Notfälle möchte ich aber meine alte Ölheizung behalten. Wird die Holzheizung dennoch gefördert?

Jürg Senn, Leiter Energiefachstelle

Häufig gestellte Fragen Ich möchte meine Massnahme selber planen und umsetzen. Hat dies Einfluss auf die Förde-

rung? Ob bei Planung oder Durch­ führung: Ein Fachmann muss unbedingt beigezogen werden. Das Gesetz sieht vor, dass För­ derbeiträge nur dann ausgerichtet werden, wenn eine fachkundige Planung und Ausführung der Massnahmen gewährleistet ist. Ich habe mein Dach im letzten Jahr erneuert, aber keinen Förderantrag gestellt. Bekomme ich jetzt noch nachträglich eine Förderung?

Holz als erneuerbarer Brennstoff

Nein, wenn mit der Massnahme begonnen wurde oder diese sogar bereits abgeschlossen ist, gibt es nach dem EEG ohne vorherige

Nein. Wenn eine an sich ausrei­ chende Heizung vorhanden ist, wird eine zweite Zusatzheizung nicht mehr gefördert. Davon aus­ genommen sind thermische Son­ nenkollektoren zur Heizungsun­ terstützung. Wie viel Förderung erhalte ich für eine neue Haustechnikanlage? Die Förderhöhe kann über ein Excel-Tool auf www.energiebuendel.li selber berechnet werden. Dazu muss die beheizte Energie­ bezugsfläche und das Heizsystem bekannt sein. Wir möchten unser Brauchwasser mit Sonnenkollektoren erwärmen. Unsere Kinder sind bereits ausgezogen, so dass wir in dem grossen Haus mit 7 Zimmern nur noch zu zweit leben. Wie viel wird jetzt maximal gefördert?


energie

www.energiebuendel.li Hier wurde eine Plattform installiert, welche eine gezielte und individuelle Beratung der Energiefachstelle unterstützt. Sie finden neben den aktuellen staatlichen Fördermodalitäten und Antragsformularen auch vie­ le andere Informationen, die zu einem bewussten und verantwor­ tungsvollen Umgang mit Energie sensibilisieren und zu einer energieeffizienten Bauweise und Gebäudeerneuerung motivieren sollen. Minergie Einfamilienhaus

Grundsätzlich werden pro Person max. 3.6 m2 Bruttokollektorfläche zugesichert. Im Sinne der Nach­ haltigkeit wird aber neben der im Haus lebenden Personen auch das Wohnpotenzial berücksichtigt. Bei der Beurteilung spielt es also auch eine Rolle, wie viele Personen in dem Haus wohnen könnten. So ist es im Einzelfall auch möglich, dass mehr als 3.6 m2 pro im Haushalt lebender Person gefördert werden. Für diesen Fall oder noch grössere Häuser würden max. 5 Personen angerechnet. Ich möchte nur meine Fenster ersetzen ohne die Aussenwand zu sanieren. Bekomme ich für die Fenster alleine auch eine Förderung? Eventuell Ja. Austausch der Fens­ ter: Entsprechen die Einzelbautei­ le den geforderten energetischen Qualitätsanforderungen, so sind diese einzeln förderfähig. Aber Achtung: Werden nur die Fenster ohne Aussenwand saniert, so ist für die Aussenwand ein U-Wert von mindestens 0.4 W/m2 K nachzu­ weisen. Unsanierte Aussenwände mit Baujahr vor 1980 erreichen diesen Wert meistens nicht.

Ich möchte meine Aussenwand dämmen, vor 10 Jahren habe ich bereits die Fenster erneuert. Bekomme ich für die Aussenwand alleine auch eine Förderung? Ja, ob Aussenwandsanierung, Aus­ tausch der Fenster oder Dämmung der Kellerdecke: Entsprechen die Einzelbauteile den geforderten energetischen Bestimmungen, so sind diese einzeln förderfä­ hig. Aber Achtung: Wird nur die Aussenwand ohne Fenster saniert, so ist für die „alten“, weiterhin be­ stehenden Fenster ein U-Wert von mindestens 2.0 W/m2 K nachzu­ weisen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei: Amt für Volkswirtschaft Abt. Energie - Energiefachstelle Postfach 684 9490 Vaduz

Vergleich der sparsamsten und besten Haushaltsgeräte Wichtige Marktanbieter von Haushaltgeräten, Kaffeemaschi­ nen und Elektronik kennzeich­ nen die sparsamsten Geräte. Topten.ch hilft den Konsumen­ tInnen, die energieeffizientesten Geräte beim Kauf zu erken­ nen und auszuwählen. Wenig Energieverbrauch, geringe Umweltbelastung, gute Ge­ brauchsfähigkeit, gesundheitlich Minergie – besser bauen, besser leben Minergie ist ein freiwilliger Baustandard, der den rationellen Energieeinsatz und die breite Nutzung erneuerbarer Energien bei gleichzeitiger Verbesserung der Lebensqualität und Senkung der Umweltbelastung ermöglicht. Der Baustandard MINERGIE® geniesst eine breite Akzeptanz. Gründe gibt es viele, der wich­ tigste: Bauherrschaften, Archi­ tekten und Planer sind in der Gestaltung, in der Materialwahl und in der inneren und äusse­ ren Struktur eines Gebäudes völlig frei. Minergie definiert die

Standort Energiefachstelle: Poststrasse 1 9494 Schaan T +423 236 64 32/33 F +423 236 68 89

Die Energiefachstelle ist umgezogen!

www.energiebuendel.li www.avw.li

unbedenklich, sehr gute Quali­ tät, vernünftiger Preis sowie ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis sind die Kriterien, nach denen Topten.ch bewertet. Weitere Informationen: TopTest GmbH, Schifflände 22, 8001 Zürich Tel. +41 (0)81 252 63 64, redaktion@topten.ch www.topten.ch

einzuhaltenden Grenzwerte im Energieverbrauch. Wichtig ist, dass das ganze Gebäude von der Gebäudehülle bis zur Haustech­ nik als integrales System betrach­ tet wird. Die Wege dazu sind vielfältig. In einer Gebäudeliste auf der Homepage finden sich die nach einem der MINERGIE®Standards zertifizierten Objek­ te. Für die Zertifizierung von Minergie-Bauten im Fürstentum Liechtenstein ist die Energiefach­ stelle zuständig. Weitere Informationen: www.minergie.li


heimat im wandel

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Gampriner Dynamik Von Jnes Rampone-Wanger Donath Oehri, Vorsteher von Gamprin und dem dazugehören­ den Weiler Bendern, freut sich über die Entwicklungen in seiner Gemeinde: „Wir haben in den vergangenen Jahren gezielt darauf hingearbeitet, unser Dorf attraktiv zu gestalten. Einerseits haben wir Projekte ins Leben gerufen, die den Einwohnerinnen und Ein­ wohnern interessante Wohn- und Freizeitmöglichkeiten bieten.

Freizeitanlage Grossabünt (Modell)

Ganz besonders stolz sind wir in diesem Bereich natürlich auf die Sport- und Freizeitanlage Grossa­ bünt, die bestimmt auch für Men­ schen aus anderen Gemeinden ein interessantes Angebot sein wird. Andererseits haben wir uns sehr dafür engagiert, dass Gamprin/ Bendern auch als Wirtschafts­ standort immer attraktiver wird.“ Dieser Einsatz hat sich gelohnt. In den Arbeitszonen von Bendern stehen Unternehmen, die wichti­

: Wer denkt, dass Gamprin-Bendern ein kleines verschlafenes Dorf im Unterland ist, befindet sich auf dem Holzweg! Die Gemeinde entwickelt sich seit geraumer Zeit zu einem Ort, der angenehmes Wohnen und innovati­ ves ­Unternehmertum vorbildlich anbietet. ge Grundpfeiler der liechtenstei­ nischen Wirtschaft sind.

Überregionale Bedeutung Neuster „Spross“ ist die Augen­ klinik von Professor Dr. Alexan­ der Reis. Im April 2009 wurde der Spatenstich für das dreistö­ ckige Gebäude gesetzt, das nicht nur modernste Technologie nach Gamprin bringt, sondern auch

um dort mittel- und bis langfristig eine attraktive Dienstleistungszo­ ne zur Ansiedlung von interessan­ ten und wertschöpfungsstarken Unternehmen zu schaffen“, sagt Donath Oehri, dem es wichtig erscheint, dass die Arbeitszonen seiner Gemeinde auf möglichst vielen unterschiedlichen Beinen stehen und somit eine diversifi­ zierte Wirtschaftsstruktur auf­ weisen. Mit der Ansiedlung die­

Vorsteher Donath Oehri im Gespräch mit Jnes Rampone-Wanger

etwa 25 Arbeitsplätze beherber­ gen wird. „Als Alexander Reis im Sommer 2007 mit seinen Plänen an uns gelangte, war das Echo sofort sehr positiv. Wir konnten schnell und effizient agieren und ihm einen Baurechtsboden zuer­ kennen. Zudem hat das Bauvor­ haben auch andere Entwicklun­ gen ausgelöst. Wir haben durch gezielte Kauf- und Tauschge­ schäfte grosse Teile des Gebietes Aeule in Unterbendern erworben,

ses renommierten Betriebes aus dem Gesundheitsbereich ist dies in vorbildlicher Weise gelungen; so bewertet der Gampriner Vor­ steher insbesondere sehr positiv, dass die neu erbaute Augenklinik durch ihr vielschichtiges Angebot auch überregional von Bedeu­ tung sein wird. Schliesslich plant Alexander Reis künftig jährlich 15‘000 Untersuchungen und 800 bis 1000 Operationen in seiner Klinik.

Gut geplant - halb gebaut Im Zusammenhang mit dem Grossprojekt zum Bau der Au­ genklinik hatte die Gemeinde Gamprin neben der Richtpla­ nungsarbeit und Baurechtsboden­ zuerkennung ebenfalls bauliche Hausaufgaben zu erledigen; so mussten für die Bauzeit der Kli­ nik und auch für die definiti­ ve Erschliessung verschiedene

Augenklinik Dr. Reis

Massnahmen in die Wege gelei­ tet werden, für die die Gemeinde zuständig ist. Dazu gehörte eine neue Zufahrt aus dem Kreisel zur Augenklinik und das Verlegen von wichtigen In­f rastrukturleitungen. Für Donath Oehri war aber auch dieser Aufwand richtig: „Unsere Gemeinde erlebt zur Zeit eine Dynamik, die uns im Gemeinde­ rat sehr freut und hoffentlich an­ steckend wirkt für weitere positive Entwicklungen!“


bau report

Zuschg

– die dorfbildfreundliche Zentrumsgestaltung

: Das Gesamtkonzept der Wettbewerbsausschreibung sieht für den Weiler Schaan­ wald im Zentrumsbereich ein zukunftsträchtiges Entwicklungspotenzial vor. Ob dies von der öffentlichen Hand oder im Zusammenwirken mit privaten Interessenten vorgenommen wird, ist und bleibt auch bei der Weiterentwicklung im Kernbereich von Schaanwald offen. Wichtig war der Gemeinde stets, dass die 1. Etappe in ein Gesamtkonzept eingebettet ist, was mit dem Projekt „Zuschg“ auf ideale Weise erfüllt wird. Es ist ein langgehegtes Bedürf­ nis der Schaanwälder Bevölke­ rung, im Zentrumsbereich über einen gemeinschaftsbildenden Treffpunkt zu verfügen, der frei von der Verkehrsbelastung ist. Konkret stand die „Bildung ei­ nes verkehrsfreien und belebten Ortszentrums im Kernbereich des Weilers S ­chaanwald“ im Raum. Auf längere Frist – dies ist die durchgängige Meinung der Gemeindebehörde wie auch der Einwohnerschaft – kann es in Schaanwald erst dann einen gesellschaftlich attraktiven und belebten Ortskern geben, wenn die Verkehrsachse im Zentrums­ bereich in Form einer Schlaufe

verlegt wird. Dies ist das Fern­ ziel und wurde im Rahmen der Workshops sowie der intensiven Beschäftigung der Maurer Ge­ meindebehörde mit dieser The­ matik mit dem Titel „2. Etappe“ deklariert.

„Zusch“-Gebäude – 1. Etappe Im Visier stand nun vorerst die Realisierung der 1. Etappe – das „Zuschg“-Gebäude. Der ausge­ schriebene Projektwettbewerb wurde von der Brunhart Brunner Kranz Architekten AG, Balzers, gewonnen. Der zuständige Archi­ tekt Johannes Brunner charakte­ risiert das „Zuschg“-Gebäude als

Lucia Dürr und Vorsteher Freddy Kaiser mit dem Modell

1. Etappe: Realisierung des „Zuschg“-Gebäudes

einen Zentrumsbereich, der nach allen Seiten offen ist und in Be­ zug auf die Weiterentwicklungs­ möglichkeiten einen zentralen Knotenpunkt bildet. Nachdem die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Mauren-Schaanwald

dem Projekt anlässlich der Kre­ ditabstimmung vom 9./11. No­ vember 2007 mit einer hohen Zustimmung „grünes Licht“ ga­ ben, stand der Umsetzung nichts mehr im Wege. Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit steht die Gemein­


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de Mauren-Schaanwald nun kurz vor der Eröffnung.

Dorfplatz mit fliessenden Übergängen Über einen dem Foyer vorgelager­ ten überdachten Aussenbereich öffnet sich das Gebäude zu dem im Norden angrenzenden neuen Dorfplatz, wobei die Übergänge vom Dorfplatz zum überdeckten Aussenbereich – dem Foyer mit dem grossen, zweigeschossigen Mehrzweckraum – fliessend ge­ staltet wurden. In Beziehung zum Schädlerstall und Mühlbach Der historische Schädlerstall bildet im Osten das Gegenüber zu den Vereinsräumen, die sich im Obergeschoss befinden. Der nordseitige Abschluss des Platzes wird durch eine Baumreihe und eine Brunnenanlage, die den Ver­

Der Mehrzweckraum ist vielseitig einsetzbar.

lauf des alten Mühlbaches nach­ zeichnet, vorgenommen.

Ideales Raumangebot für Einwohnerschaft Das Herzstück des „Zuschg“-Ge­ bäudes ist der Mehrzweckraum, das von seiner Grösse her für die verschiedensten Anlässe – sei dies

seitens der Gemeinde, der Verei­ ne oder Privatpersonen – bestens geeignet ist. Im Mehrzwecksaal kann somit z. B. eine Konzertbe­ stuhlung von ca. 200 Sitzplätzen angeboten werden. Ideale Räum­ lichkeiten stehen auch den Ver­ einen und weiteren Interessens­ gruppen zur Verfügung.

Ökonomisch & ökologisch durchdachter technischer Ausbaustandard Bezüglich der technischen Lösun­ gen ist hervorzuheben, dass das Gebäude im Minergiestandard konzipiert und mit einer Wärme­ pumpe beheizt bzw. gekühlt wird. Die Bühnen- und Lichttechnik ist in der Form ausgestaltet, dass nicht nur im Bühnenbereich, sondern auch im Mehrzweck­ saal Lichteffekte möglich sind, was eine erweiterte Nutzung des Raumes für Firmenanlässe usw. ermöglicht. Parkgarage und Treppenanlage Die Anlieferung des „Zuschg“Gebäudes wird auf der Südseite angeordnet. Im Sockelgeschoss befindet sich eine öffentlich zu­ ständige Parkgarage. Auffallend ist im westlichen Bereich die


Treppengeländer &

Innengeländer

von Metallbau Marxer AG Die Treppengeländer und Innengelän­ der beim Zuschg-Zentrumsgebäude in Schaanwald werden durch Metallbau Marxer AG hergestellt und montiert. Bei den Treppen ist das Geländer trep­ penförmig abgestuft und mit speziel­ lem flachovalem Chromstahlhandlauf innen hereinversetzt.

besteht aus einer inneren tragen­ den Schale, einer innen liegenden Wärmedämmung und einer äus­ seren Schale aus Klinkersteinen, die in konventioneller Mauer­ werksbauweise errichtet wurde und somit einen dorfbildfreund­ lichen Charakter aufweist. Der obere Abschluss bildet ein Walm­ dach aus Kupferblech. Die Wän­ de und Decke des Mehrzweck­ raumes im Inneren wurden mit Holzpaneelen verkleidet.

Westansicht (Animation)

grosszügige Treppenanlage, die den Dorfplatz mit dem tiefer lie­ genden Niveau der Bahngeleise verbindet. Diese Treppenanlage bildet einen zentralen Bestandteil einer Wegverbindung vom Riet bis ins erhöht liegende Wohnge­ biet.

Dorffreundliches Erscheinungsbild Die Konstruktion der Fassaden

Nutzung für Schaanwald und Mauren Von diesem Zentrumsgebäu­ de „Zuschg“ im Kernbereich Schaanwald profitiert die Ein­ wohnerschaft von Mauren und ­Schaanwald. Die Lokalitäten so­ wie insbesondere der multifunk­ tionale Mehrzweckraum stehen den Vereinen, Interessensgruppen, der Schule und privaten Personen von Mauren und Schaanwald zur Verfügung. Der Name „Zuschg“… …stammt von der früheren Pfer­ dehaltestelle vis-à-vis des „Al­ ten Zoll in Schaanwald. Diese Durchgangsstrecke galt bereits zu alten Zeiten als bedeutsame Han­ delsverbindung nach Österreich.


baureport Die Baukommission des Projektes „Zuschg“:

Hintere Reihe von links Stefan Schuler, Gemeindebauführer; Vorsteher Freddy Kaiser; Thomas Lampert, Vereine; Johannes Brunner, Brunhart Brunner Kranz Architekten AG; vordere Reihe von links Ingrid Allaart, Gemeinderätin; Lucia Dürr, Schaanwald; Elisabeth Büchel, Primarschule Schaanwald; und die Baukommissions-Vorsitzende Claudia Kaiser, Gemeinderätin

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Zeitgemässe Infrastruktur & ökologische Bauweise Gemeindebauführer Stefan Schuler: „Das Zuschg-Gebäu­ de ist kurz vor der Fertigstellung und legt den Grundstein für die Kerngestaltung des Weilers Schaanwald. Die Nutzung dieses Bauwerkes mit einem Mehrzweckraum, verschiedenen Vereinsräumen, aber auch einem neuen Aus­ senplatz ermöglicht Synergien mit der Theresienkirche. Da die Räumlichkeiten und der Aus­ senplatz auch für Privat- oder Firmenanlässe genutzt werden

Die alte Zuschg in Schaanwald, die 1954 dem Strassenneubau weichen musste, bildete einst zusammen mit der alten Mühle und dem ehemaligen Wirtshaus „Schaanwald“ samt grossem Stallgebäude den eigentlichen Ortskern von Schaanwald.

können, ist eine viel­ seitige Nutzung mög­ lich. Die zeitgemässe Infrastruktur und die ökologische Bauweise unterstützen dieses Vorhaben. Für die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten – Bau­ kommission, Architekten, Bau­ leitung, Baukoordinator, Fach­ planer, Hochbauamt Vaduz, Unternehmer und Handwer­ kern – bedanke ich mich seitens des Gemeindebaubüros ganz herzlich. Das Zuschg-Gebäude kann als sehr gelungenes Bauwerk be­ zeichnet werden, das den Ein­ wohnerinnen und Einwohnern von Mauren und Schaanwald in Zukunft mit Sicherheit sehr viel Freude bereiten wird.“


Kompetente und professionelle Bauleitung und Bauherrenvertretung

Bauleitung in guten Händen : Schon mancher ist an der Aufgabe gescheitert, bei einem Bauprojekt die Übersicht zu behalten. Vieles ist zu bewältigen: Ausschreibungen erstellen, Offerten vergleichen, alles vor Ort überwachen und nicht zuletzt die Kostenkontrolle zu prüfen. Heinz Marxer Etablissement übernimmt diese Herausforde­ rung für Sie, auch erfahrene Architekten profitieren von diesem Angebot. Baukoordination

An einem Bau sind sehr viele unterschiedliche Fachmänner am Werk. Es gilt diese zu koor­ dinieren, alles zu überwachen und darauf zu achten, dass die Vorschriften der Sicherheit ein­ gehalten werden. Damit Sie nicht jeden Tag die Baustelle besuchen müssen, übernimmt Heinz Mar­ xer diese umfangreiche Arbeit. Durch seine fundierte Ausbil­ dung als Maurer sowie als Bau­ zeichner versteht er die Arbeit des Handwerkers.

Bauherrenvertretung

„Ich bedanke mich bei der Gemeinde Mauren für den Auftrag des Sicherheitskoordinators und bei den Unternehmern für die gute Zusammenarbeit. “

Es ist bekannt, dass man als Bau­ herr starke Nerven für die Errich­ tung eines Wohnheims braucht. Um diese zu schonen, vertritt Heinz Marxer Ihre Bedürfnisse und fungiert somit als Bindeglied zwischen Ihnen und der Baustelle. Darüber hinaus ist es wichtig, dass man die Bauvorschriften kennt. Diese eignete sich Heinz Marxer durch seine Weiterbildung zum Dipl. Polier und zum Eidg. Dipl. Bauleiter an. Sein Wissen gibt er einmal die Woche an die Maurer­

lehrlinge der Gewerbeschule wei­ ter und ist zusätzlich Prüfungsex­ perte für die Höhere Fachprüfung der Bauleiter.

Bauleitung

Architekturbüros profitieren von der Weitergabe der Bauleitung. So können sich diese wieder auf ihre eigentliche Arbeit konzent­ rieren. Seit 1996 besteht die Fir­ ma Heinz Marxer Etablissement und kann somit auf eine langjäh­ rige Erfahrung zurückgreifen. Als Bauleiter oder als Vertreter des Bauherrn übernimmt er gemäss den Kundenwünschen alle anfal­ lenden Arbeiten oder auch nur Teilbereiche.

Verwaltungen

Des Weiteren verwaltet Heinz Marxer Etablissement auch Im­ mobilien, erstellt die Nebenkos­ tenabrechnungen, leitet und or­ ganisiert Mieterversammlungen und kümmert sich um Mietver­ träge, Übergaben, Abnahmen – ein Rundumpaket. Mehr Infos auf der neuen Home­ page: www.bauleiter.li

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Zuschg: der neue Schaanwälder Dorfkern

: Die Schaanwälder und auch die Maurer Bevölkerung freut sich auf den 24. September 2010, denn dann wird das neue Dorfzentrum „Zuschg“ im Weiler Schaanwald offiziell eröffnet und einge­ weiht. Die „Zuschg“ ist mehr als nur ein Gebäude­ komplex – sie steht in einer modernen Gesellschaft für das Symbol eines kommunikativen Treffpunkts, der Kultur und der Identität. Im Gespräch mit Vorsteher Freddy Kaiser wird die Bedeutung des „Zuschg“-Gebäudes für die Gemeinde eindrück­ lich dargelegt. bau:zeit: Herr Vorsteher, das Bauwerk „Zuschg“ in Schaanwald steht kurz vor der Fertigstellung. Sind Ihre Ziele erreicht worden?

Vorsteher Freddy Kaiser

Freddy Kaiser: Das Projekt „Zuschg“ steht nun tatsächlich ­ kurz vor der Vollendung, und da­ mit nimmt auch ein langer Pla­ nungs- und Realisierungsprozess seinen Abschluss. Es ist für die Gemeinde Mauren-Schaanwald zweifelsohne ein sehr wichtiges Projekt, da mit ihm der Weiler Schaanwald erstmals einen rich­ tigen und für die Zukunft sicher­ lich bedeutungsvollen Dorfkern erhält. Für Vereine und für die Bevölkerung allgemein ist es nicht leicht, das Dorfleben erfolgreich

zu pflegen, wenn ein Treffpunkt, eine Mitte, ein Dorfzentrum nicht gegeben ist. Dies wird sich in Schaanwald in Zukunft zum Positiven ändern und damit errei­ chen wir auch ein Hauptziel, das wir seit Jahren zusammen mit der Bevölkerung angestrebt haben. In einer zweiten Zielsetzung be­ fassten wir uns eingehend mit der Verkehrsführung im Zentrum von Schaanwald. Als Resultat aus den zahlreichen Workshops und der anschliessenden Wettbe­ werbsausschreibung hat sich hier ein Zwei-Phasen-Plan ergeben. Erst in einem zweiten Schritt soll der Verkehr in Form einer Klein­ schlaufe um das Schaanwälder Dorfzentrum geführt werden. Die


erste Etappe mit der Realisierung des „Zuschg“-Gebäudes hält für die Zukunft vielfältige Optionen von weiteren Planungen offen. bau:zeit: So haben also nicht nur die Maurer, sondern auch die Schaanwälder ein anziehungs­ kräftiges Zentrum. Freddy Kaiser: Eine Doppelge­ meinde, wie Mauren-Schaanwald sie darstellt, bringt es mit sich, dass parallele öffentliche Strukturen – nicht nur im Schul- und Kirchen­ bereich – zu unterhalten sind. Die Wohn- und Lebensqualität wird durch viele Faktoren beeinflusst, zu denen sicherlich die Identität und das Gemeinschaftsleben einer Kommune gehören. Entscheiden­ den Einfluss darauf nehmen Treff­ punkte und Anlässe, bei denen die Menschen zusammenfinden. Diesbezüglich nehmen auch die Vereine und Interessensgruppen

eine zentrale Rolle ein, die natür­ lich entsprechende Räumlichkei­

ten benötigen, um ihre Freizeit­ gestaltung ausüben zu können. Der Stellenwert der Vereine wird in unserer modernen Gesell­ schaft zunehmend wichtiger. Das „Zuschg“-Zentrum verleiht dem Weiler Schaanwald künftig mit Sicherheit ein besonderes Geprä­ ge; es gibt ihm Identität und die Schaanwälder – Jung und Alt – dürfen auf diesen neu gestalteten Kernbereich stolz sein. bau:zeit: Dieses Bauwerk blickt nun auf eine lange Geschichte zu­ rück. Welches waren für Sie die markantesten Meilensteine? Freddy Kaiser: Es gibt wohl sel­ ten ein Gemeindebauwerk, bei dem die Bevölkerung von An­ fang an mit einer analogen In­ tensität miteinbezogen wurde. Die Nutzer und die Einwohner­ schaft von Mauren-Schaanwald wurden nicht erst bezüglich des Raumprogramms bzw. der Innen­ ausstattung konsultiert, sondern lange vor der Grundsteinsetzung.

In diesem Sinne figurieren hinter dem „Zuschg“-Gebäude und ins­ besondere hinter dem zweigeteil­ ten Etappenplan der Zentrums­ gestaltung Schaanwald weit über 100 „Planer und Architekten“ – „Planer und Architekten“ ver­ schiedenen Alters, verschiedener Berufsgattungen und Interessens­ gruppen. Das „Zuschg“-Gebäude, das in der Vorbereitungsphase in zahlreichen Workshops und öf­ fentlichen Veranstaltungen Ge­ genstand einer breitgefächerten Meinungsbildung war, steht für ein Paradebeispiel, wie Jung und Alt in die Gemeindeentwicklung miteinbezogen werden und mit­ wirken können. Dies war auch mit ein Grund, dass die Bürgerinnen und Bürger Ende 2007 dem Kos­ tenrahmen von 9.7 Mio. Franken eine hohe Zustimmung gaben. bau:zeit: Wie gestalten sich die Baukosten? Freddy Kaiser: Wir haben alles daran gesetzt, bei enger Einbin­


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dung des Gemeindebauführers mit dem Architekturbüro Brun­ hart, Brunner und Kranz sowie einem externen Kostencontrol­ ling die Finanzen im Griff zu haben. Wir wollten auch kein „vergoldetes“ Gebäude realisieren, sondern haben bei der Auswahl von Materialien, Baustoffen und Infrastrukturelementen stets mit Vernunft und Augenmass gehan­ delt. Wichtig war uns insbeson­ dere auch, umweltfreundliche und energieeffiziente Lösungen zu realisieren. So ist das „Zuschg“Gebäude auch diesbezüglich ein Vorzeigeobjekt. Zu Ihrer Frage: Wir werden das „Zuschg“-Projekt im vorgegebenen Kostenrahmen abschliessen können. bau:zeit: Wer sind nun die Nutzniesser?

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Freddy Kaiser: Das neue Dorf­ zentrum im Weiler Schaanwald dient allen Einwohnerinnen und Einwohnern von Mauren und Schaanwald und wirkt gleichsam als verbindendes Element. Na­ türlich geniessen die Schaanwäl­ der einen gewissen Heimvorteil – hoffentlich auch, doch steht ein

Grossteil der Räumlichkeiten des „Zuschg“-Gebäudes der gesamten Öffentlichkeit unserer Gemeinde zur Verfügung: Vereinen, Schulen, Interessensgruppen, Privatperso­ nen, usw. Auch für die Gemeinde ergeben sich zusätzliche Möglich­ keiten, öffentliche Veranstaltun­ gen seitens der Kommissionen, Gemeindeverwaltung oder Ge­ meindevorstehung in diesem neu­ en Zentrum durchzuführen. Die Einwohnerinnen und Einwohner von Mauren und ­ Schaanwald – Jung und Alt, Gross und Klein – sind die Nutzniesser der neuen „Zuschg“. bau:zeit: Welches sind für die Zentrumsgestaltung Schaanwald die weiteren Zielsetzungen, ins­ besondere im Zusammenhang mit dem „Verkehrsstrom“ durch den Weiler Schaanwald?

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Freddy Kaiser: In den Work­ shops mit der Bevölkerung stand stets auch die Verkehrsproble­ matik im Vordergrund, da der Weiler Schaanwald mittels der stark frequentierten VorarlbergerStrasse zu gewissen Uhrzeiten arg belastet ist. Mit der Bildung eines Zentrumsbereichs in Schaanwald wurde somit die Forderung resp. das Ziel verbunden, den Dorfkern längerfristig vom Durchgangs­ verkehr zu befreien. Mit anderen Worten: In einer zweiten Etappe, die zeitlich noch nicht genau fest­ gelegt ist, soll der Durchgangsver­ kehr mittels einer kleinen Schlaufe um den Dorfkern geführt werden. Nach den sehr guten Erfahrun­ gen in der bisherigen Projektent­ wicklung wird auch dieser zweite Schritt mit engem Einbezug der Bevölkerung von Mauren und Schaanwald aufgearbeitet und entwickelt.


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Offizielle Eröffnung und Einweihung „Zuschg“ in Schaanwald Freitag, 24. Sept. 2010 ab 18.00 Uhr

bau:zeit: Doch vorrangig ste­ hen die Eröffnung und Einwei­ hung dieses ersten Schrittes – des Dorfzentrums „Zuschg – im Mittelpunkt. Gibt es ein grosses Fest? Freddy Kaiser: Ja, wir freuen uns vorerst auf die Realisierung des ersten Schrittes – nämlich die of­

fizielle Eröffnung und feierliche Einsegnung des „Zuschg“-Gebäu­ des, die die Einwohnerinnen und Einwohner von Schaanwald – und auch aus Mauren – mit grosser Freude erwarten. Ich freue mich ebenfalls ganz besonders, dass das neue „Zuschg“-Gebäude – davon bin ich überzeugt – ein sympathi­ scher, kreativer und sehr kommu­

nikativer Treffpunkt werden wird, der den Menschen unserer Ge­ meinde eine weitere Möglichkeit eröffnet, die Gemeinschaft und das Zusammenleben erfolgreich zu pflegen. An dieser Stelle ist es mir ein besonderes Anliegen, im Namen der Gemeinde Mauren wie auch

in meinem persönlichen Namen allen zu danken, die zum hervor­ ragenden Gelingen des „Zuschg“Projektes beigetragen haben. Mein Dank gilt allen Beteiligten in der Start-, Ideen- und Vorbereitungs­ phase (insgesamt rund 100 Work­ shop-Teilnehmer) bis hin zu den Ausführenden, Ämtern und last but not least der Regierung.

Wir danken der Bauherrschaft für die Planungsaufträge Architekturlicht und Bühnentechnik und wünschen uns allen jetzt schon viel Freude mit dem neuen Schaanwälder Schmuckstück


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Der Generalist für sämtliche Elektro-Lösungen!

D

ie „Götz Elektro Telecom Anstalt“ ist in Liechtenstein ein innovatives und renommiertes Unternehmen mit Sitz in Schellenberg. Die Ausführungsarbeiten im neuen „Zuschg“Gebäude in Schaanwald geben einen idealen Einblick in die professionelle Dienstleistungspalette des Unternehmens. Die gesamte Elektro-Technik des „Zuschg“-Projektes stammt aus dem Hause „Elektro Götz“: • Telefonie • Hausleittechnik (KNX, entspricht weltweitem Buss- Standard)

• Motoren-Steuerungen • Lichtinstallationen

Götz Elektro Inhaber Viviane und Rainer Götz

Z

um Dienstleistungsangebot von „Elektro Götz“ zählt im Weiteren die Elektrobiologie. Mit spezieller Technik können dabei diverse Zonen festgestellt werden, welche mit magnetischen Feldlinien belastet sind.

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m weiteren können auch Arbeitsplätze ausgemessen werden, um die Feldstärken zu definieren. Götz Elektro Mitarbeiter Ibo Kocaaga

Arbeiten am „Zuschg“-Gebäude


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Mit voller Kraft voraus! Jnes Rampone-Wanger

: Der Vaduzer Birkenweg ist ein unscheinbares Sträss­ chen, an dem sich aber ein echtes Kraftpaket befindet: Das Samina­ kraftwerk liefert seit 1949 Strom für Liechtenstein. Nun muss die Kraftwerkzentrale renoviert und ausgebaut werden. Gleichzeitig bringt der Gestaltungsplan Schwefel neue Projekte in das Quartier.

Der Ingenieur Stefan Volland, der als Leiter Kraftwerke bei den Liechtensteinischen Kraftwerken (LKW) arbeitet, erklärt den nö­ tigen Umbau: „Die gut sechzig­ jährige Anlage entspricht nicht mehr den heutigen Anforderun­ gen. Das Gebäude, die Drucklei­ tungen und der Maschinenpark sind renovierungsbedürftig. Zu­ dem beziehen die LKW Energie am freien Markt, das heisst dass wir möglichst viel Strom produ­ zieren wollen. Bisher arbeitet das Saminakraftwerk mit Wasser, das aus den Malbuntälern im Steger

See gesammelt und nach Vaduz hinuntergeleitet wird. Um mehr Strom zu produzieren, braucht es mehr Wasser welches nur mit Pumpen dem Stausee zugeführt werden kann. Vielerorts wird dann ein unteres Speicherbecken gebaut, was bei uns, der Kleinheit des Landes wegen, recht abwe­ gig erschien. Unser Projekt sieht deshalb vor, dass im Schlossfel­ sen, der hinter dem Kraftwerk beginnt, eine 40‘000 Kubik grosse Speicherkaverne errichtet wird, in der Wasser gesammelt wird.


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Am Standort des alten Saminakraftwerks entsteht ein neues, modernes und leistungsfähiges Kraftwerk.

Das Wasser wird in Zukunft in Zeiten mit viel Energie am Markt in den Steg gepumpt und tags­ über als Stromproduzent wieder nach Vaduz geschickt. Dank ei­ nem Dienstbarkeitsvertrag mit dem Fürstenhaus, als Besitzer des Felsens, konnten wir das Projekt angehen.“ Vor Beginn der baulichen Mass­ nahmen haben die LKW zusam­ men mit dem Amt für Umwelt­ schutz fundierte geologische Gutachten erstellen lassen und müssen zudem auf eine Einspra­ che aus Vorarlberg eingehen, die sich auf ein von der EU erlassenes Gesetz bezieht. Für die nötigen Renovations- und Neubauarbei­ ten wurden 27 Millionen Franken,

für den Kavernenbau mit Pumpeinrichtung 23 Millionen bud­ getiert. Dafür erhalten die LKW ein modernes, leistungsfähiges Kraftwerk und die Anwohner ein zeitgemässes Gebäude, das zudem viel leiser arbeitet als das heuti­ ge. „An den Grundstücksgren­ zen der Nachbarhäuser wird das Kraftwerk praktisch nicht mehr zu hören sein,“ verspricht Stefan Volland.“

LITHOPS gewinnt Für die Gestaltung des zentralen Gebäudes mit den dazugehö­ renden Nebenräumen und dem Kaverneneingang wurden fünf liechtensteinische Architekturbü­ ros zu einem Projektwettbewerb eingeladen. Das Preisgericht ent­

schied sich Ende April 2009 für das Projekt LITHOPS der Keller und Brander Architekten AG aus Vaduz. In der Argumentation des Preisgerichtes ist unter anderem zu lesen: Das Projekt konzentriert sich in einer Art Trichterwirkung „zweier Gebäude“ auf den Stol­ len; dadurch wird die Kaverne als Tor im Felsen sichtbar. Das Pumpspeicherkraftwerk wird thematisiert. Das Gebäudekon­ zept bezieht die Landschaft ein, weil sich die Kuben an den Fels zurückziehen und so den land­ schaftlichen Aspekt akzentuieren. Die beiden Gebäudekörper wir­ ken zusammen (kunstwerkartig); dies verstärkt die Wirkung als Kraftwerk. Hervorgehoben wird die Etappierbarkeit und Trenn­

Stefan Volland, Ingenieur und Leiter LKW


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Saminakraftwerk

barkeit der unterschiedlichen Funktionen Die Komplexität ist wertvoll. Das Ganze wirkt selbst­ ständig, obschon es am Rand der Siedlung ist, wird das Kraft­ werk als Bestandteil der Siedlung wahrgenommen. Wenn mit dem Bau des Pump­ kraftwerks begonnen wird, ist es für etwa ein Jahr vorbei mit der Ruhe am Birkenweg. Der Bau der Kaverne braucht während der Bauzeit viel Platz. Hier kommt der Gestaltungsplan Schwefel ins Spiel. Der Vaduzer Architekt und Raumplaner Helmut Verling hat darin den Bodenanteil der LKW, der Gemeinde Vaduz sowie vier private Grundstücke in den Pe­ rimeter eines Überbauungsplanes eingeplant. Nach der Genehmi­ gung durch die Gemeinde Vaduz


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Baugrundprojekt Privateigentümer.

gilt dieser Gestaltungsplan als eine Bauherrschaft, deren Par­ teien sich untereinander Zuge­ ständnisse machen dürfen, wenn es beispielsweise um Bauabstände oder Wegrechte geht. Die end­ gültigen Baupläne müssen dann von den zuständigen Ämtern der Landesverwaltung als Baugesu­ che genehmigt werden. Aufgrund dieses Gestaltungsplanes wurde beschlossen, dass die beiden bau­ fälligen Häuser der Gemeinde, die gegenüber der geplanten Einfahrt zur Kaverne stehen, während der Bauphase der LKW als Werkbü­ ros benützt werden können. Erst danach wird sich die Gemeinde mit dem Abbruch der Häuser und einer weiteren Nutzung des Bodens befassen.

Wohnraum für Vaduz Auf den privaten Grundstücken sind insgesamt fünf Mehrfami­ lienhäuser mit je 14 Wohnungen geplant, die in Etappen von Nord nach Süd realisiert werden. Die Architektur der Häuser wird den eher kleineren Häuser der Nach­ barschaft angepasst sein und sich mit abgestuften Fassaden harmo­ nisch dem Standort unter dem Felsmassiv anpassen. Durch den Bau einer Tiefgarage mit je ei­ ner Zufahrt von der Spaniagasse und der Schwefelstrasse wer­ den 85% der Parkplätze der fünf Häuser unterirdisch gebaut, um die Wohnqualität des Quartiers zu optimieren. Zugleich hat aber jedes der Häuser eine ebenerdige Zufahrt zum Fahrradabstellplatz und einen Fuss- und Tettungs­

weg zum Haus. Ziel der Planung ist, aus dem Quartier um den Birkenweg einen Ortsteil zu ge­ stalten, der ruhigen Wohnraum am Rande von Vaduz bietet. Die Wohnungen in den fünf Häusern werden alle zum Verkauf angebo­ ten werden.

Baufällige Häuser der Gemeinde Vaduz, die von den LKW als Werkbüros verwendet werden. Als Gegenleistung finanzieren die LKW nach Bauende den Abriss der Gebäude.


„miar gwerbler“

Brogle Pflästerei AG Vaduz Seit Jahren ein gutes Pflaster

: 1989 gründete Marc Brogle die Brogle Pflästerei AG. Zählte das Unternehmen zu Beginn noch vier Mitarbeitende, entwickelte es sich bis heute zu einem renommierten KMU mit 28 Angestellten.

Mit innovativen Ideen, harter Arbeit und viel Ehrgeiz formte Firmeninhaber Marc Brogle die ursprüngliche Pflästerei zu einem Generalunternehmen, welches mit seinen Leistungen längst über den

Tätigkeitsbereich in der Namens­ gebung hinausgewachsen ist. Der Name Brogle Pflästerei AG steht für Qualität, was sich im ste­ tig steigenden Auftragsvolumen

und in einer hohen Kundenzu­ friedenheit widerspiegelt. Egal in welcher Grössenordnung sich ein Auftrag bewegt, hohe fachliche Beratung, grosses Engagement und sorgfältige Ausführung ge­

hören durchgehend zum Unter­ nehmensstandard. Die rasante Entwicklung, verbun­ den mit der permanenten Erwei­ terung des Leistungsangebots,


„miar gwerbler“

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führte dazu, dass die Brogle AG ihren Fuhr- und Maschinenpark über die Jahre hinweg speziali­ siert und kontinuierlich erweitert hat. Heute gilt es, höchste An­ sprüche bei Pflästerungsarbeiten, Abbrucharbeiten, An- und Um­ bauten im Aussen- und Innenbe­ reich wie auch beim Erstellen von Gartenmauern zu erfüllen.

Qualität und Rundum-Service Als Generalunternehmer bie­ tet die Brogle Pflästerei AG den Kunden einen Rundum-Service. Über allem steht natürlich die fachgerechte Ausführung sämt­ licher Aufträge. Termingerechte Fertigstellung und ein faires PreisLeistungs-Verhältnis sind wichti­ ge Grundsätze der Firmenpolitik. Die Brogle Pflästerei AG ist motiviert und freut sich, auch in Zukunft seinen bestehenden und neuen Kunden rundum Steine in den Weg zu legen – im positiven Sinne versteht sich!

5 gute Gründe auf Brogle Pflästerei AG zu bauen: . Natursteinpflästerung . Betonpflästerung . Belagsarbeiten . Umgebungsarbeiten . Kunden-/Maurerarbeiten

Welt bleibt nicht stehen und es wird weitergehen. bau:zeit: Wie sieht es in Hinblick auf die Auftragslage in Ihrem Unternehmen aus? Marc Brogle: Zurzeit sind wir gut ausgelastet, jedoch nur kurzfristig. bau:zeit: Wie schätzen Sie die mittelfristige Entwicklung im Baugewerbe ein?

4 Fragen an den Unternehmer Marc Brogle: bau:zeit: Zeitlich verzögert beginnt sich die Wirtschaftskrise nun auch auf unser Land aus­zuwirken. Wie schätzen Sie die allgemeine Lage ein?

Marc Brogle: Es ist schwierig vorauszusagen, wie es sich ent­ wickelt. Angst ist jedoch ein schlechter Berater für Unter­ nehmer. Ich denke positiv – die

Marc Brogle: Da wir auch teilweise vom Finanzplatz ab­ hängig sind, hoffen wir, dass es nicht zu hohen Einbrüchen kommen wird. Ich sehe jedoch der Zukunft zuversichtlich ent­ gegen. bau:zeit: Wie würden Sie einer Krise entgegenwirken? Marc Brogle: Durch eine er­ weiterte Öffnung des Fürsten­ tums könnte man mehr poten­ ziellen, qualifizierten Personen Einlass geben, um mitzuwirken, dass unsere Wirtschaft weiter­ hin floriert.


Gasthaus zum Hirschen – eine noble Adresse : Das altehrwürdige Gasthaus zum „Hirschen“ in Mauren steht seit fast genau 100 Jahren. In dieser langen Zeitspanne erlebte es viele neue Besitzer und Pächter. Im Jahre 1998 kaufte die Gemeinde Mauren unter Vorsteher Johannes Kaiser die Liegenschaft. Sie liess Wirtschaft und Wohnhaus umbauen und renovieren, wobei der althergebrachte Stil äusserlich beibehalten wurde. Im Jahre 2000 übernahm der gelernte Koch und Gastronom Markus Bühler das Anwesen in Pacht und baute es zu einem der führenden Gastronomiebetrieben in Liechtenstein auf. Das kulina­ rische Angebot ist gross, saisonal, abwechslungsreich und gross­ zügig. In den Sommermonaten werden auf der schönen Terrasse mit herrlichem Blick auf das bun­ te Treiben mitten im Herzen der 4000-Seelen-Gemeinde leichte und pikante Grillgerichte im Zu­ sammenspiel mit einer eigenen Salatkarte serviert, die jeder Gast nach seinen eigenen Wünschen zusammenstellen kann. Im Herbst, wenn die Jäger auf der Jagd sind und die Gäste ein Wildbret geniessen möchten, ver­ wöhnt sie der Gasthof Hirschen mit hausgebeiztem „Pfeffer“ und mit frisch zubereiten Butterspätz­ li und Rotkraut. Ein Genuss für alle, die Wild mögen. Und in den

Wintermonaten kann man die „Hirschen-Hausmetzgete“ genies­ sen. Abgelöst wird die Metzgete von der traditionellen Karte mit Fondues hin bis zu den französi­ schen Klassikern, einem Entrecô­ te double. Neben den vielfältigen Karten ist der Gasthof „Hirschen“ weit herum bekannt wegen seinen pikanten Cordon bleu’s. Es gibt zahlreiche Variationen, welche von den Gästen selbst zusammenge­ stellt werden können. Ach ja, nicht zu vergessen wäre die „Dessertkar­ te“. Hier findet der Gast nicht nur Coupe Dänemark oder Ice Café. Auch hier verwöhnt ihn das Haus mit seinen Dessertkreationen, wie z.B. Erdbeeren oder Zwetschgen im Bierteig oder Crepes gefüllt mit marinierten Saisonfrüchten oder auch mit den bekannten „Öpfelchüechli“, Kaiserschmarren oder Zwetschgenknödel, um nur einige der hausgemachten Des­ serts zu erwähnen.

Neu: das „Murer Stöble“ Das „Murer Stöble“ ist erst eini­ ge Monate alt aber schon weithin bekannt. Es ist ein Treffpunkt für Junge und Junggebliebene. Man

Markus Bühler Beruf: Gelernter Koch, Lehre im Hotel Real, Vaduz Geboren: 23. März 1967 Nach der Lehrzeit zog es mich nach Fribourg, um dort mei­ ne Französisch-Kenntnisse mit meinem Beruf zu kombinieren. Anschliessend wechselte ich nach Zürich und arbeitete dort zwei Jahre im Hotel St. Gott­ hard. Später ging ich zurück zu meinen Wurzeln in den Trie­ senberg. Weg vom „Bärg“ arbei­

findet das „Stöble“ im Erdge­ schoss des Gasthauses zum Hir­ schen. Es bietet sich zum Aus­ klang eines gediegenen Essens wie auch einfach zu einer Tasse

tete ich in der Alten Mühle in Sevelen, oder auch im Landhaus in Nendeln. Wiederum zog es mich zurück in den Triesenberg. Da arbeitete ich bis August 2000. Seit dem 1. November 2000 bin ich Pächter des Gast­ hauses „Hirschen“ Mauren. Weiterbildung: Wirtefachprü­ fung mit Diplom, Lehrmeister, Schweizerischer LehrabschlussExperte, Bereich Koch. Zivilstand: verheiratet mit Pe­ tra Bühler, die im Betrieb mit Herz gerne mithilft. Des Wei­ teren steht für ihn wie auch für seine Frau die Familie mit Sohn Fabrizio im Mittelpunkt. Auch Fabrizio hilft mittlerweile tat­ kräftig in der Küche mit.


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Kaffee in gemütlicher Runde an, oder bei einem Gespräch in rund­ herum gemütlicher Atmosphäre. Das „Stöble“ ist aber auch bekannt für seine Jassrunden wie auch für den gepflegten Stammtisch. Zu erwähnen wäre noch, dass das „Stöble“ ein bewilligter Raucher­ raum ist, was aber nicht heisst, dass Nichtraucher nicht genau so willkommen sind. So mischen sich Raucher mit Nichtrauchern und man hörte bis heute kein ein­ ziges böses Wort. Dagegen sind die oberen Etagen, der grosszügig konzipierte Speisesaal sowie die im dritten Stock unterteilbaren Räumlichkeiten rauchfrei. Sicher mit ein Grund, dass sich die Gäs­ te des Hirschen in jedem Raum wirklich wohl fühlen. Der Ent­ schluss, den Markus Bühler wähl­ te, nämlich in der 1. Etage das so genannte „Murer Stöble“ einzu­ richten war der einzig richtige. So hat alles seine Ordnung.

Ich freue mich und kann mich glücklich schätzen, dass ich mit mei­ « ner Familie das Gasthaus zum Hirschen seit nun bald zehn Jahren führen

darf. Die vergangenen Jahre waren bestückt mit Höhen und Tiefen. Sei es die Wirtschaftskrise oder auch das Tabakpräventions-Gesetz, das wir – wie auch andere Berufskollegen – spürten und noch immer spüren. Ich bin davon überzeugt, dass wir in der Gastronomie für all unsere Gäste ei­ nen „warmen Platz“ bieten. Trotzdem – es muss weitergehen. Un­ sere Blicke sind des­ halb nicht nach rück­ wärts, sondern in die Zukunft gewandt.

»

Ob bei einem schmackhaften Essen oder einem „zünftigen Jass“, beim Gasthaus zum Hirschen fühlt man sich wohl.

Markus Bühler,


bau report

Überbauung FAGO : Die Überbauung FAGO der Bauherrschaft Geschwister Goop stellt eine sinnvolle Ergän­ zung des Dorfzentrums Eschen dar. Moderne Wohnungen und Geschäftsräume schliessen die vorhan­ denen Marktlücken. Die Überbauung FAGO an der St. Luzistrasse/Eugen Schaffhauser­ strasse in Eschen begann im Sep­ tember 2008. Nach 15-monatiger Bauzeit wurden die ersten Woh­ nungen im Haus WEST bezogen und im Haus Ost eröffnete am 1. Dezember 2009 das Restaurant FAGO. Die weiteren Geschäftsräume wur­ den im April 2010 von der Metz­

gerei Kaufmann sowie dem Kos­ metikinstitut KOKON bezogen. Die Bauherrschaft, Familie Goop (FAGO) weihte nach Fertigstel­ lung des Gastgartens am 22. Mai 2010 die Überbauung in einem feierlichen Rahmen mit den betei­ ligten Unternehmern, Mietern und Freunden ein. Gemeindevorsteher Gregor Ott dankte im Namen der Gemeinde Eschen.

Einweihung der Überbauung durch Ortsvorsteher Gregor Ott.


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Metzgerei Kaufmann

Mario Kaufmann

Der Metzger Mario Kaufmann übernahm 1983 den väterlichen Metzgereibetrieb in Sennwald. Dort werden traditionell seit Jahrzehnten feine Fleisch- und Wurstwaren aus eigener Schlach­ tung hergestellt. Somit ist die Fri­ sche der Waren für den Verkauf im Hauptgeschäft sowie in den Filialen garantiert. 1994 eröffnete Mario Kaufmann seine erste Fili­ ale im Dorfzentrum in Räfis.

Katharina Kaufmann

Mit der Eröffnung einer wei­ teren Filiale am 9. April in der Überbauung FAGO in Eschen schliesst die Metzgerei Kauf­ mann eine in Eschen vorhandene Marktlücke, denn einen speziel­ len Metzgerladen gab es im gut strukturierten Dorf bisher nicht.

Das Geschäft ist ideal gelegen, Post, Gemeinde, Migrosfiliale, Papeterie, Drogerie und Friseur in unmittelbarer Nachbarschaft. Für eine urbane Dorfgemeinschaft ist eine gute Nahversorgung durch einen guten Metzger wichtig. Vor allem, wenn die Qualität stimmt.

Die ist bei der Metzgerei Kauf­ mann garantiert, ganz gleich ob es sich um die auf der MEFA prä­ mierte Spezialität des Hauses, der Hallauer Schinkenwurst oder die selbst produzierten Bauernwürste oder feine Fleischwaren handelt. Bei Mario Kaufmann weiss der Kunde, woran er ist. Im Eschner Geschäft, das bereits seit der Er­ öffnung gut angelaufen ist, freut man sich auf ein Kennenlernen.

Inh. Mario Kaufman St. Luzistrasse 22 9492 Eschen Telefon: 268 11 22 Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 07.30 Uhr–12.00 Uhr und 14.00 Uhr–18.30 Uhr Samstag: 07.30 Uhr–14.00 Uhr Das Eschner Geschäft wird gut bei der Bevölkerung angenommen.


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Restaurant FAGO FAGO hört sich mediterran an, bedeutet „Familie Goop“ und hat sich seit seiner Eröffnung am 1. Dezember 2009 vielfältig und lan­ desweit herumgesprochen. Denn FAGO, das neue Restaurant in Eschen, ist schon in kurzer Zeit ein beliebter Treffpunkt für Junge und jung Gebliebene geworden. Modern, aber gemütlich einge­ richtet, hell, gepflegt – ein Ort, wo man sich einfach wohlfühlt. Die Geschäftsführerin Alexandra Goop, Tochter der Bauherrschaft, wollte eine Marktlücke füllen und liess ihre Ideen in das gesamte

St. Luzistrasse 22 9492 Eschen GF Alexandra Goop Telefon: 3711414 Fax: 3711418 info@fago.li

Konzept einfliessen. Das Restau­ rant bietet mit seinen 65 Plät­ zen im Innenbereich und 75 im wunderschönen Garten eine gut bürgerliche, saisonale Speisekarte als Mittagsmenue oder a la Carte. Ideal für Feierlichkeiten aller Art. Alexandra Goop und ihr Team wartet auch mit der ein oder an­ deren Überraschung auf. So wer­ den Weindegustationen durchge­ führt, die äusserst beliebt sind und bei den Gästen gut ankommen. Ein Besuch im FAGO lohnt sich in jedem Fall, es empfiehlt sich für Reservationen, diese telefonisch zu avisieren.

Öffnungszeiten: Mi.–Sa.: 8.30 Uhr–23.00 Uhr Sonntag: 10.00 Uhr–22.00 Uhr Mo./Di. Ruhetag Sitzplätze im Innenbereich: 65 Sitzplätze im Garten: 75

Service: v.l.n.r. Petra Bartosova, Veronica Mile, Alexandra Goop

Küche: v.l.n.r. Hannes Nebel, Alexander Breuss, Petra Bartosova, Oliver Breuss


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Kosmetikinstitut KOKON Evelyn Meier ist ausgebildete Fachkosmetikerin und seit sechs Jahren selbständig. Bevor sie ihr neues Institut in der 2. Etage im neuen Baukomplex bezog, führte sie das Kosmetik-Institut FMRelax in Eschen an der Essane­ strasse. Mit der Ausweitung ihres Angebotes kam die Überlegung auf, in grössere Räumlichkeiten zu zügeln. Evelyn Meier stiess bei der Bauherrschaft auf offene Ohren. Ihre Wünsche wurden entsprechend berücksichtigt und somit verfügt das KOKON über ausreichend Platz, um professio­ nell zu arbeiten. Die „Dame“ wie auch der „Herr“ finden das gesamte Angebot von kosmetischen Leistungen vor, wie • Gesichts- und Körper behandlungen • Manicure • Pedicure oder • Massagen Spezialisiert hat sich das KO­ KON auf das Anti-Aging-Pro­ gramm Meso/Beauty Lifting.

Inh. Evelyne Meier Dipl. Kosmetikerin St. Luzistrasse 22 9492 Eschen Telefon: 232 45 20 kontakt@kokon.li www.kokon.li

Das KOKON-Team v.l.: Evelyne Meier, Samantha Bouleau, Deborah Nipp, Stefanie Frick

Für diese Behandlungsmethode, die ohne Skalpell unterfüllt und strafft, hat das KOKON die An­ erkennung unter den TOP-Ins­ tituten in Deutschland, Schweiz und Luxemburg erhalten. Weitere Schwerpunkte sind Body-For­ ming und Mikrodermabrasion, aber auch Permanent Make up.

Samy’s Naildesign integriert Samantha Bouleau kümmert sich um die Finger- und Fussnägel in den Räumen des KOKON-Kos­ metikinstituts. Neumodellagen, Mani- und Pedicure für „sie“ und „ihn“ sowie moderne Dekoratio­ nen, all das wird Neukunden mit einem 20%-Rabatt bis zum 31. September angeboten. Lehrlinge und Studenten erhalten Sonder­ preise. Wer das umfangreiche Angebot ausprobieren möchte, den erwar­ tet das Team vom KOKON.

Samy’s Nageldesign Samantha Bouleau Telefon: 079 922 86 94 info@naildesign.li www.naildesign.li

Schönheit bis in die Fingerspitzen. Hände, Füsse, Körper werden professionell gepflegt.


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Bauland Liechtenstein : In Liechtenstein kann man nach wie vor von einer regen Bau­ tätigkeit sprechen. Von Balzers bis Ruggell sind Kräne und Gerüste zu sehen. bau:zeit unternahm einen kleinen Steifzug, um einige Baustellen vorzustellen.

Das ehemalige „Trüble“ in Schaan ist kaum wiederzuerkennen. Was Jahrzehnte lang eine Einkehr­

stätte für Speis und Trank war, ist nach Um- und Neubau ein mo­ dernes, funktionales Dienstleis­

tungszentrum der Money Service Group. Es fügt sich wunderbar in die Landschaft ein und strahlt

nach aussen hin eine gewisse Har­ monie und Ruhe aus.

Das ehemalige Trüble in Schaan

Neuer Werkhof, Balzers

FMA, Vaduz


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Das Architekturbüro Bathliner + Schafhauser AG errichtet im Zentrum von Eschen an der St. Luzi-/Dr. Albert Schädlerstrasse zwei mehrgeschossige Häuser. Miet- und Eigentumswohnungen sowie Geschäftsräume im Erdgeschoss fügen sich in die Nachbarschaft des LAK-Heimes gut ein und bieten für Interessenten einen attraktiven Standort.

tel. +423/375 87 87 fax. +423/375 87 80


bürger service

Zinssätze für Anlagen bei der LGT Bank in Liechtenstein AG

Hypozinssätze bei der LGT Bank in Liechtenstein AG

Sparkonto

0.500 %

Hypotheken auf Einfamilienhäuser

2.500 %

Anlagesparkonto

0.625 %

Jugendsparkonto

1.125 %

Hypotheken auf Renditebauten Bis drei Wohnungen Mehr als drei Wohnungen

2.500 % Auf Anfrage

Alterssparkonto

0.875 %

Hypotheken auf Geschäfts- und Bürohäuser

Auf Anfrage

2 Jahre 3 Jahre 4 Jahre 5 Jahre 6 Jahre 7 Jahre 8 Jahre 9 Jahre 10 Jahre

0.625 % 1.000 % 1.250 % 1.500 % 1.750 % 1.875 % 2.000 % 2.125 % 2.250 %

Hypotheken auf Grossgewerbe und Industrie

Auf Anfrage

Festhypotheken mit einer Laufzeit von 2 bis 7 Jahren

Auf Anfrage

3 Monate 6 Monate 9 Monate 12 Monate

Auf Anfrage Auf Anfrage Auf Anfrage Auf Anfrage

Kassenobligationen

Festgeldanlagen

Heizöl

Alle Preise pro 100l. Alle Angaben ohne Gewähr.

Wir freuen uns auf ein persönliches Gespräch mit Ihnen: LGT Bank in Liechtenstein AG, Herrengasse 12, Vaduz, Telefon +423 235 11 22, info@lgt.com, www.lgt.com

Stand 1. Mai 2010. Alle Angaben ohne Gewähr.

Öko-Heizöl

+423 232 11 51 +423 237 49 01


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Werte schaffen – für sich und andere : Kunden der LGT können durch die Finanzierung eines Immobilienkaufs über die LGT Philanthropie-Hypothek, die Lebensqualität weniger privilegierter Menschen nachhaltig verbessern. Derzeit erleben wir grosse Verun­ sicherung, die sich auch an den Fi­ nanzmärkten zeigt. Am härtesten treffen solche Entwicklungen die Ärmsten, denn viele Staaten müs­ sen sparen. Das wirkt sich auch auf staatliche Entwicklungshilfe­ programme aus. Gerade deshalb sind private Initiativen so wichtig. Die LGT engagiert sich gemein­ sam mit ihren Kundinnen und Kunden mit verschiedenen Mass­ nahmen, um die Lebensbedingun­ gen weniger privilegierter Men­ schen nachhaltig zu verbessern. Mit der LGT PhilanthropieHypothek können Kunden ein von ihnen ausgewähltes Philan­ thropie-Projekt unterstützen. Das Angebot gilt sowohl für variable als auch für Festhypotheken oder deren Tranchen. Der Zinssatz der LGT Philanth­ ropie-Hypothek setzt sich aus ei­ nem Anteil für die Finanzierung sowie einem «Spendenzins» von einem Achtel Prozent zusammen. Die LGT leistet den gleichen Bei­ trag – das bedeutet doppelte Hilfe für Menschen in Not. Ausserdem übernimmt die LGT vollumfäng­ lich die Verwaltungskosten der Philanthropie-Projekte.

Viel bewegen mit einem Achtel Prozent Mit vergleichsweise wenig Auf­ wand kann ein Hypotheken-Kun­ de viel bewegen: Für die Kinder der Escuela Nueva in Kolumbien können beispielsweise 2500 in­ teraktive Schulbücher, die min­ destens fünf Jahre genutzt werden können, gekauft werden, mothers­ 2mothers in Südafrika kann 250 HIV-positive Schwangere betreu­ en, sodass sie gesunde Babies zur Welt bringen können, wenn sich ein Kunde entscheidet, eine fünf­ jährige Festhypothek als Philan­ thropie-Hypothek über eine Mil­ lion Schweizer Franken zu einem Zinssatz von 2.375 Prozent abzu­ schliessen. Der Kunde zahlt dann zusätzlich ein Achtel Prozent «Spendenzins», also insgesamt 2.5 Prozent. Die Zusatzkosten belau­ fen sich im Jahr auf 1250 Schwei­ zer Franken. Die LGT steuert noch einmal denselben Betrag bei. Dank diesem Anteil spendet der Kunde über die gesamte Lauf­ zeit der Festhypothek insgesamt 12.500 Schweizer Franken für das von ihm ausgesuchte gemeinnüt­ zige Projekt. Sowohl bei der varia­ blen als auch bei der Festhypothek

kann der «Spendenzins» jederzeit widerrufen werden. Das Angebot der LGT Philanthropie-Hypo­ thek gilt nur für erste Hypotheken auf Wohnbauten in Liechtenstein. Der «Spendenzins» ist steuerlich absetzbar.

Unternehmerisches Denken mit nachhaltiger Wirkung Welche Projekte aus dem Angebot von LGT Venture Philanthropy der Kunde unterstützen möchte, entscheidet er selbst. Über die Ent­ wicklung des Projekts wird er re­ gelmässig informiert. Die Projekte und Organisationen die das LGT Venture Philanthropy Team aus­ wählt, wollen unter Anwendung von erstklassigen Investment-, Management- und ControllingProzessen die Lebensbedingungen weniger privilegierter Menschen nachhaltig verbessern. Dadurch kann sichergestellt werden, dass die der LGT anvertrauten Mit­ tel bei höchster Transparenz den grösstmöglichen Nutzen erzielen. An kommende Generationen denken Es entspricht der Unternehmens­

philosophie der LGT, langfristig zu denken und zu handeln. Ihre Verantwortung für Gesellschaft und Umwelt nimmt die LGT auch im Hypotheken-Bereich wahr. Neben der PhilanthropieHypothek fördert sie umwelt­ schonendes Bauen und Wohnen mit der Umwelt-Hypothek. Diese kann für Immobilien abgeschlos­ sen werden, die Minergie-Stan­ dard erreichen. «Als Unternehmen ist es uns wich­ tig, die Bedürfnisse der Gegenwart zu erfüllen und dabei die Heraus­ forderungen künftiger Generati­ onen im Auge zu behalten. Die LGT Philanthropie-Hypothek, aber auch die Umwelt-Hypothek sind Beispiele für diesen Ansatz. Unsere Kunden können damit nicht nur ihren Immobilienkauf finanzieren, sondern gleichzeitig auch benachteiligte Menschen unterstützen, neue Bildungsmög­ lichkeiten eröffnen oder unseren Lebensraum und die wertvollen natürlichen Ressourcen schonen», erläutert Fran Hilbe, Bereichslei­ ter Finanzierungen Liechtenstein, LGT Bank in Liechtenstein AG.


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Von Wolfgang Altheide Auch in Liechtenstein brauchen sich Handwerksunternehmen nicht um die Finanzierung, die Einrichtung oder die Wartung ihres Firmenfahrzeugs zu küm­ mern. Ansprechpartner ist in ers­ ter Linie der örtliche Garagist. Er kümmert sich auf Wunsch auch um die Spezialausstattung, wie sie beispielsweise Elektriker, Sanitär­ fachleute oder Maler benötigen. Diese Branchen benötigen Regal­ systeme mit Schubladen, Werk­ zeugkoffern und Arbeitsflächen. Diverse Automobilhersteller bie­

Der „Gwerbler“ & sein Fahrzeug : Der Fahrzeug-Markt in Liechtenstein bietet auch dem Gwerbler sein massgeschneidertes Fahrzeug. Vom „Rundum-sorglos-Servicepaket“ für alle Branchen bis hin zum Werkstattwagen und Transporter. Aber auch der „Hüslebesitzer“ findet seinen komfortablen, praktischen und repräsentativen fahrbaren Untersatz. ten Modelle an, in der Regel mit zwei Sitzplätzen und einem er­ höhten Kofferaufbau. Bei Bau- und Baunebengwerb­ lern findet der Kleinlastwagen mit Ladefläche seine Berechti­ gung. Wahlweise und wunschge­ mäss auch als „Kipper“ lieferbar. Dennoch muss das Fahrzeug be­ weglich sein. Ob unzulängliche Baustelle oder aber die Autobahn, Zuverlässigkeit und Wendigkeit sind gefragt.

Für grosse Lasten und sperriges Transportgut: der Toyota Dyna 100 mit bis zu 1460 kg Nutzlast, mit Standardbrücken oder als Chassis-Kabine für individuelle Aufbauten, mit drei oder sechs Sitzplätzen. Und noch stärker: der Dyna 150 – mit einer Chassistragfähigkeit bis zu 1850 kg.


Dyna 150 mit Kastenaufbau

Dreiseitenkipper mit Dosiereinrichtung

Dyna 150 mit Blachenaufbau

Absetzbare Kippbrücke

Eine Mischung aus Transpor­ ter und Limousine, aber nicht der gewöhnliche Kombi, ist der aus Amerika bekannt gewordene „Pickup“. Einige „Hüslebesitzer“

fahren die meistens auffällig ge­ stylten und überwiegend aus ja­ panischer Herstellung stammen­ den Gefährte mit Überzeugung durchs Land.

Im Normalfall bestimmen Hand­ werkerautos, Nutzfahrzeuge und Pick up’s nicht unbedingt das Bild der Ausstellungsräume des örtli­ chen Garagisten. Deshalb ist das Beratungsgespräch mit ihm vor Ort über die speziellen Wünsche des Gwerblers besonders wichtig. Am Angebot in Liechten­ stein besteht jedenfalls kein Mangel. Thomas Lampert von der Schlossgarage Vaduz zu dem Thema: „Wir von TOYOTA bieten nicht nur unsere Palet­ te der Personenwagen, sondern auch Nutzfahrzeuge an. Bekannte Dachdecker und Gipser gehören seit Jahren zu unserem Kunden­ kreis“.

Den Mazda BT-50 gibt es in drei Versionen:

4X4 Single Cab (2 Insassen + grosser Laderaum 2280 x 1456 x 465 mm)

4x4 Strech Cab (2 Insassen + Rückbank)

4X4 Double Cab (2 Insassen vorn, 3 hinten)

Wohlwend Garage AG, Nendeln Churerstrasse 86 – Telefon +423 373 11 51

weitere Infos bei Wohlwend Garage, Nendeln

Ähnlich äussert sich Remi Ritter von der Nissan-Kirchplatzgarage: „Gerüstbauer, Maler, aber auch Sanitär- und Elektrounter­ nehmen fin­ den bei uns, was sie für ihr Gewerbe be­ nötigen“. Von der Marke Mazda fahren zwar keine Transporter und Kipper durchs Land, aber für den „Kleinhand­ werker, der den Komfort eines PW’s mit dem Praktischen kombinieren will, empfehle ich den Pick up BT 50“, sagt Franz Wohlwend von der Mazda-Garage in Nendeln.


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bau:zeit #2  

Zeitschrift für Bauen, Immobilien und Lifestyle – aus Liechtenstein für die Region

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