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Holzbulletin 136/2020 Nachhaltiges Bauen Solararchitektur Wohnüberbauung Hagmannareal, Winterthur Mehrfamilienhaus Segantinistrasse, Zürich-Höngg Tal- und Bergstation, Klein Matterhorn, Zermatt Primarschule, Port Weingut-Remise Château d’Auvernier, Milvignes Mehrfamilienhaus Arborea, Köniz

Primarschule Port: Das gefaltete Dach ist Teil des architektonischen Ausdrucks des weitgehend vorgefertigten Holzelementbaus. Die in die 1800 m2 grosse Dachfläche integrierten Fotovoltaik-Paneele produzieren einen Stromüberschuss, der dem Jahresverbrauch von rund 50 Haushalten entspricht. Architektur: Skop GmbH, Zürich. Foto: Julien Lanoo


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Sonderdruck aus Hochparterre 5 / 20

Ausgepufft Bis zum Jahr 2050 muss die Baubranche ihre CO -Abhängigkeit loswerden. 2 33 Ideen, wie Architekten gegen die Klimakrise entwerfen können.

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1 Ausgepufft: Hochparterre hat diesen Frühling 33 Klimatipps für Architektinnen und Architekten ver­ öffentlicht. www.klimatipps.hochparterre.ch 2  Das Haus als Kraftwerk: Beim Mehrfamilienhaus in Höngg werden die Fotovoltaikmodule zum Fassaden­ material. Architektur Kämpfen, Zinke und Partner AG, Zürich Foto Marco Blessano 3  Solar Decathlon 2017: Ein Quartierzentrum, das nur von Sonnenenergie betrieben wird. ‹NeighborHub› über­ zeugte die Jury und gewann den ersten Preis. Beteiligt waren Studierende der Hochschule für Technik und Archi­ tektur Freiburg, der Universität Freiburg, der ETH Lausanne und der HEAD. Foto Dennis Schroeder/U.S. Department of Energy Solar Decathlon 3

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Holz und Sonne: Ein erfolgreiches Doppel Nachhaltig bauen ist ein Gebot der Stunde. Will die Schweiz die gesetzten Klimaziele er­ reichen, ist auch der Bausektor in der Pflicht: Hierzulande sind Gebäude für etwa 40 Pro­ zent des Energieverbrauchs und für über einen Viertel der CO2-Emissionen verantwortlich. Die Möglichkeiten, dies zu beeinflussen, sind vielfältig, sei es im Bestand oder bei einem Neubau. Den Architektinnen und Architekten kommt dabei eine zentrale Rolle zu, wie Andres Herzog einleitend zu den 33 Klimatipps fest­ hält, die Hochparterre dieses Frühjahr in einem Themenfokus veröffentlicht hat (Abbildung 1). Das Klimaziel vor Augen, geht es sowohl in der Erstellung als auch im Betrieb eines Ge­ bäudes darum, den CO2-Ausstoss zu reduzieren. Holz hat dabei einen Heimvorteil: Denn jeder m3 Holz bindet ungefähr eine Tonne CO2. Ver­ bautes Holz wirkt also als CO2-Senke. Der Ein­ satz von Holz anstelle anderer Materialien vermeidet gleichzeitig CO2-Emissionen. Zudem steckt in Holz vergleichsweise wenig graue Energie aus Ernte und Verarbeitung – dies gilt umso mehr, wenn das Holz aus lokaler Pro­ duktion stammt. Mit Blick auf die Reduktion des Verbrauchs fossiler Energieträger steht die Nutzung der Sonnenenergie im Vordergrund: Eine interakti­ ve Anwendung unter www.sonnenfassade.ch zeigt für jede Immobilie der Schweiz, wie gut ihre Fassaden für die Nutzung der Solarener­ gie geeignet sind. Auf Basis dieser Daten schätzt das Bundesamt für Energie BFE das Solarstrompotential der mittelmässig bis her­ vorragend geeigneten Schweizer Hausfassaden auf rund 17 Terawattstunden (TWh) pro Jahr. Zusammen mit den Dächern, deren Potential auf www.sonnendach.ch gezeigt wird, beträgt das ausschöpfbare Solarstrompotential der Schweizer Gebäude rund 67 TWh/Jahr. Zum Vergleich: 2019 betrug die Solarstromproduk­ tion in der Schweiz knapp 2,2 TWh. In dieser Ausgabe des Holzbulletins zeigen wir Ihnen deshalb Beispiele von Holzbauten, die auf die Nutzung der Sonnenenergie setzen. Im Idealfall wird das Bauwerk dabei zum Kraft­ werk wie die Primarschule Port bei Biel oder das Mehrfamilienhaus in Höngg: Nicht nur das Dach, sondern die gesamte Fassadenfläche plus die Balkonbrüstungen sind hier eine Foto­ voltaikanlage, die mit einer Leistung von 67 kWp mehr Strom produziert, als die Be­ wohner und die Gebäudetechnik inklusive Heizung benötigen. Dass dies so ist, sieht man erst auf den zweiten Blick: Denn die Module sind das gestalterische Element der Fassade (Abbildung 2). In der Jahresbilanz rechnet man mit einem Überschuss von ca. 8700 kWh. Das Minergie-P-Gebäude ist damit ein bilan­ ziertes Plusenergie-Haus, das als Eigenver­

brauchsgemeinschaft organisiert ist. Auch bei der höchsten Dreiseilumlaufbahn der Welt auf das Klein Matterhorn bei Zermatt sorgen Solarmodule dafür, dass die Bahn nicht nur Gäste transportiert, sondern auch Strom pro­ duziert: An der Tal- und Bergstation wurden insgesamt 765 Solarmodule angebracht. Auf einer Gesamtfläche von 1369 m2 fangen sie das starke Sonnenlicht ein und wandeln es in Gleichstrom um. Dieser wird anschliessend als Wechselstrom direkt ins Versorgungsnetz eingespeist. Die Nutzung solarer Energie ist beim Hagmann­ areal in Winterthur ein Aspekt neben weiteren Faktoren eines sehr breit verstandenen Nach­ haltigkeitsbegriffs, der auch soziale Themen miteinschliesst. Der Hybridbau orientiert sich dafür unter anderem an den Zielen der 2000Watt-Gesellschaft: Mit der Verwendung von Holzbauteilen aus zertifiziertem Schweizer Holz erreichte man unter anderem eine Re­ duktion der grauen Energie. Wie sich die Sonne mit einer darauf abge­ stimmten Konstruktion auch passiv nutzen lässt, macht das Mehrfamilienhaus Arborea in Köniz sichtbar: Die raumbildende Fassaden­ schicht mit den Lauben und Terrassen ermög­ licht einen guten Sonneneintrag während der Heizperiode und eine wirksame Verschattung im Sommer. Allen hier vorgestellten Projekten gemeinsam ist, dass die Nutzung der Sonnenergie und die damit eingesetzte Methode Teil des architek­ tonischen Konzepts sind: Das zeigen auch das Schulhaus in Port und das kleine Landwirt­ schaftsgebäude in einem Westschweizer Reb­ berg am Neuenburgersee. In beiden Fällen sind die Fotovoltaikanlagen so in die Dachge­ staltung integriert, dass sie Teil des architekto­ nischen Ausdrucks werden. Gut ist, dass diese Themen und Fragestellungen vermehrt auch in studentischen Arbeiten an Hochschulen ihren Niederschlag finden wie beispielsweise im Rahmen des Solar Decathlon 2017, der im US-amerikanischen Denver statt­ gefunden hat und den eine Gruppe West­ schweizer Studierende gewonnen hat (Abbil­ dung 3). Dass Solararchitektur und Holzbau ein erfolg­ reiches Doppel sind – sowohl was einen hohen Anspruch hinsichtlich Gestaltung und Raum betrifft als auch im Hinblick auf eine zukunfts­ fähige, nachhaltige Bauweise – dokumentieren die hier vorgestellten Bauten mit einem brei­ ten Spektrum möglicher Bauaufgaben und Lösungen.

Quellen: www.swissinfo.ch www.sonnenfassade.ch www.sonnendach.ch www.solardecathlon.gov

Jutta Glanzmann Technische Kommunikation Lignum

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Wohnüberbauung Hagmannareal, Winterthur Das Hagmannareal bietet Wohnraum für Menschen in allen Lebensphasen. Der ganzheitliche Ansatz der Nachhaltigkeit berücksichtigt auch soziale Aspekte. Insgesamt orientiert sich der Hybridbau an den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft. Mit der Verwendung von Holzbauteilen aus zertifiziertem Schweizer Holz erreichte man unter anderem eine Reduktion der grauen Energie. Das Areal am Bahnhof Seen ist seit Jahrzehnten im Besitz der Familie Hagmann. Der beschau­ liche Stadtteil von Winterthur liegt knapp vier Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und ist mit dem öffentlichen Verkehr bestens an Winterthur und Zürich angebunden. Mit dem Ziel, eine möglichst nachhaltige Siedlung zu gestalten, sollte diese deshalb weitgehend autofrei sein. Auf eine Tiefgarage wurde ver­ zichtet, und oberirdische Stellplätze gibt es

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nur wenige. Eine weitere Vorgabe für den pri­ vaten Studienwettbewerb war, bezahlbaren Wohnraum in einer architektonisch und ökolo­ gisch hochwertigen Bauweise zu schaffen. Das Areal sollte überdies in zwei Schritten bebaut werden: Die erste Etappe umfasst 50 Miet­ wohnungen und bildet zusammen mit dem bestehenden Gewerbebau, der neu als Hof­ haus fungiert, ein Ensemble. Die zweite Etappe sieht in dessen Verlängerung und als Abschluss zur angrenzenden Strasse eine zeilenartige Be­ bauung vor. Die Familie Hagmann hat dieses Grundstück samt Projekt an die Winterthurer Ge­nossenschaft HGW verkauft. Dieser Teil wird frühestens 2024 bezugsbereit sein. Der Zugang zum Hagmannareal befindet sich heute auf zwei Ebenen entlang der Hang­ kante, die sowohl eine verbindende als auch trennende Funktion hat. Die drei Flügel des Neubaus gruppieren sich um den zentralen

Hof und sind drei-, vier- und sechsgeschossig gestaffelt. Die unterschiedliche Behandlung der Holzfassaden – hell und naturbelassen zum Hof, dunkel gestrichen gegen aussen – verstärkt die Wirkung als Hofbebauung mit geschütztem Kern. Die Ziele der 2000-WattGesellschaft wurden mit verschiedenen Mass­ nahmen erreicht: Dazu gehören der massvolle Umgang mit den Wohnflächen im Entwurf, eine effiziente und kostengünstige Bauweise, die auf klaren Konstruktionsprinzipien beruht, die Holz-Beton-Hybridkonstruktion mit einer Holzfassade zur Minimierung der grauen Energie sowie das Mobilitätskonzept. Eine PV-­ Anlage und Sonnenkollektoren auf der Dach­ fläche zweier Häuser dienen zur Erzeugung von Strom und Warmwasser. Der Strom wird intern genutzt für den Betrieb von Liften, Be­ leuchtung, Waschmaschinen und Trocknern. Geheizt wird über den Wärmeverbund Stadt­


Situation

werk Winterthur. Der SIA-Effizienzpfad Energie diente als Leitfaden zur Erreichung der Ziele. Das bestehende Gewerbehaus, in dem ver­ schiedene genossenschaftlich organisierte Hand­ werksbetriebe untergebracht sind, wurde in das neue Wohnhausprojekt integriert. Dadurch entstand ein lebendiger Wohn- und Arbeitsort mit einer spannenden Mischnutzung, welche die Geschichte des Ortes sowie der Familie Hagmann widerspiegelt. Eine Gemeinschaftspraxis von Allgemeinmedizinern im Erdge­ schoss des Neubaus ergänzt die gewerbliche Nutzung. Dazu kommen Zusatzzimmer, die der temporären Erweiterung des Wohnraums dienen, flexibel nutzbare Grundrisse, die alter­ native Wohnformen ermöglichen und für Menschen unterschiedlichen Alters attraktiv sind, sowie ganzjährig nutzbare Aussenzimmer. Weiter gibt es eine Sauna, Gemeinschafts­ räume und -gärten, eine Hausbar in einem Bau­

wagen, einen Kinderspielplatz und eine Boule­ bahn. All dies trägt auch in sozialer Hinsicht zu einer nachhaltigen Überbauung bei. Die monatlich stattfindenden hausinternen Events in der Bar zeigten kurz nach dem Bezug, dass die erhoffte Gemeinschaft bereits wächst. Belegungsvorschriften begrenzen den Wohn­ flächenverbrauch pro Kopf. Die Bauweise ist hybrid: Die Geschossdecken bestehen aus Beton, im Gebäudeinnern und in der Fassadenebene liegen sie auf Holzstützen auf. Betoniert wurden auch die Treppenhäuser und Wohnungstrennwände. Die Trennwände in den Wohnungen bestehen aus Gipsständer­ konstruktionen. Zwischen den Holzstützen in der Fassade sind Holzleichtbauelemente ange­ ordnet. Diese wurden als flächige, geschosshohe Elemente vorgefertigt. Die Veranda­ schicht auf der Hofseite wurde vollständig in Holzbauweise ausgeführt – das Tragwerk in

Eiche und die Bodenelemente in Brettsperr­ holz. Diese Fassadenkonstruktion ist aus brandschutztechnischer Sicht ein Spezialfall: Im Rahmen von Standardkonzepten können anstelle von vorgeschriebenen Brandschutz­ massnahmen alternative Lösungen treten, soweit für das Einzelobjekt die Schutzziele gleichwertig erreicht werden. Ebenfalls in Brettsperrholz sind die loggiaähnlichen Aussen­ zimmer auf der dem Hof abgewandten Seite ausgeführt. Die Fassadenverkleidung aus Weisstanne ist hier be­lüftet. Das heisst, jedem der zweigeschossigen Fassadenelemente ist entweder eine Zuluft- oder eine Abluftöffnung zugeordnet – eine Massnahme, die aus brand­ schutztechnischen Gründen notwendig ist.

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Längsschnitt

Ort Aarbergstrasse 7a–e, 8405 Winterthur Bauherrschaft Fritz Hagmann, Winterthur Architektur und Bauleitung ARGE Hagmannareal, Weberbrunner Architekten AG, Zürich/ Soppelsa Architekten GmbH, Zürich Landschaftsarchitektur Kuhn Landschaftsarchitekten GmbH, Zürich Bauingenieur APT Ingenieure GmbH, Zürich Holzbauingenieur Holzbaubüro Reusser GmbH, Winterthur HLKSE-Ingenieur Amstein + Walthert AG, Zürich Bauphysik Bakus Bauphysik & Akustik GmbH, Zürich 2000-Watt-Gesellschaft Arch.büro H. R. Preisig, Zürich Holzbau Strabag AG, Lindau Materialien Randständer C24 (Element) 21,4 m3, Unterkonstruktion Fassadenschalung 33,4 m3, Dämmständer (Element) 9,1 m3, Dreischichtplatten 71,7 m3, Brettsperrholz 185,5 m3, Brettschichtholz-Hybridstützen 48,2 m3, Stützen/Träger in Eiche 17,8 m3, Doppellatten 8,7 m3, OSB-Platten 23 m3, Fassadenschalung Weisstanne 63,7 m3, Bodenrost in Douglasie inkl. Unterkonstruktion 38,4 m3 Baukosten BKP 1–9 CHF 20,6 Mio. inkl. MWST Baukosten BKP 2 CHF 18 Mio. inkl. MWST Baukosten BKP 214 CHF 2,1 Mio. inkl. MWST Grundstücksfläche nach SIA 416 6400 m2 Gebäudegrundfläche nach SIA 416 1750 m2 Geschossfläche nach SIA 416 7870 m2 Gebäudevolumen nach SIA 416 22 900 m3 Bauzeit April 2016 bis Januar 2018 Fotograf Georg Aerni, Zürich

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20 m


Erdgeschoss

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1. Obergeschoss

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Aufbau Dach: Substrat extensiv begrünt (sickerfähig) 90 mm Retentionsmatte 40 mm Abdichtung Kunststoffbahnen wurzelfest 1,5 mm Dämmung 180 mm Bauzeitabdichtung bituminös (Dampfbremse) Stahlbetondecke weiss gestrichen 240 mm Aufbau Wand Veranda: Dreischichtplatten Douglasie 2 x 26 mm unbehandelt, als Schiebeläden Dreischichtplatte Douglasie 26 mm unbehandelt Vertikallattung 30/60 mm Fassadenbahn Gipsfaserplatte 15 mm Dämmständer 280 mm Dämmung Mineralwolle 280 mm SP > 1000 °C OSB-3-Platte 18 mm Installationsrost 27/40 mm Hartgipsplatte 15 mm Aufbau Boden Veranda: Holzrost Douglasie 30 mm, Fugen 8 mm Unterkonstruktion 40 mm Schutzmatte 2 mm Abdichtung Kunststoffbahnen 1,8 mm Brettsperrholzplatte Douglasie 120 mm Träger Eiche 120/120 mm Aufbau Boden Wohnräume: Anhydrit für Bodenheizung 65 mm, geschliffen und Oberfläche versiegelt PE-Folie Trittschalldämmung 20 mm Wärmedämmung EPS 20 mm Stahlbetondecke weiss gestrichen 240 mm

Detailschnitt Fassade

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Mehrfamilienhaus Segantinistrasse, Zürich-Höngg Das Haus als Sonnenkraftwerk: Das in Holzbauweise erstellte Wohngebäude in ZürichHöngg zeigt, wie das geht. Nicht nur das Dach, sondern die gesamte Fassadenfläche plus die Balkonbrüstungen sind eine Foto­ voltaikanlage. Dass dies so ist, sieht man erst auf den zweiten Blick: Denn die Module sind das gestalterische Element der Fassade. Der Ersatzneubau umfasst sechs Wohnungen mit 3½ und 4½ Zimmern und liegt in einem durchgrünten Wohnquartier. Dieses befindet sich am Hang des Hönggerbergs, unterhalb des Friedhofs, am Siedlungsrand von ZürichHöngg. Das Mehrfamilienhaus in Hanglage profitiert von der ruhigen Umgebung und dem schönen Ausblick: Das gegen Südwesten abfallende Gelände öffnet den Blick auf das Limmattal, die Stadt Zürich und den Uetliberg. Im Haus gibt es eine talseitig gegen Süden liegende Gartenwohnung, je zwei Wohnungen in zwei weiteren Geschossen sowie eine Attika­ wohnung. Den südlichen Wohnbereichen in den Vollgeschossen ist eine raumhaltige Balkon­ schicht vorgelagert. Diese bietet einen ge­ schützten Aussenraum und dient gleichzeitig als konstruktiver Sonnenschutz. Die leicht angewinkelte Form des Grundrisses reagiert auf die Lage und öffnet das Haus zur Aussicht und zur Sonne. Alle oberirdischen Geschosse sind in Holzbau­ weise erstellt, wodurch sich der Anteil der grauen Energie stark reduzieren und die Bau­ zeit verkürzen liess. Das Gebäude selbst ist ein eigentliches Sonnenkraftwerk: Der vorfabri­ zierte Holzbau ist bestens gedämmt, wodurch wenig Wärme verlorengeht. Gleichzeitig neh­ men die grossflächigen Fenster die Wärme der Sonne passiv auf. Die Besonderheit des Hauses ist, dass nicht nur das Dach, sondern auch die Fassade vollständig mit Fotovoltaik­ modulen eingekleidet wurde. Die gesamte Anlage mit einer Leistung von 67 kWp produ­ ziert mehr Strom, als die Bewohner und die Gebäudetechnik inklusive Heizung benötigen. In der Jahresbilanz rechnet man mit einem Überschuss von ca. 8700 kWh. Das MinergieP-Gebäude ist damit ein bilanziertes Plusener­ gie-Haus, das als Eigenverbrauchsgemeinschaft organisiert ist. Der Strom lässt sich so direkt

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an die Bewohnerinnen und Bewohner liefern. Ein Gebäudeautomationssystem optimiert den Eigenverbrauch: Die grossen Verbraucher schalten sich dann ein, wenn die PV-Anlage am meisten Strom erzeugt. Überschüssiger Strom wird in einer Batterie gespeichert, so dass sich die Wärmepumpe oft mit selbst pro­ duziertem Strom betreiben lässt. Zusätzlich wird mittels Erdsonden die Wärme des Erd­ reichs genutzt. Die Wohnungen selbst sind vergleichsweise klein und effizient organisiert: Das neue Gebäude weist ca. 2,5-mal mehr Fläche auf als das alte, verbraucht aber nur halb soviel Energie. Die Fotovoltaikmodule der Fassade sind vollständig in die Fassade integriert: Auf der Rückseite des Frontglases wurden mittels Keramiksiebdrucks Farbpigmente in Form eines Karomusters aufgedruckt. Dadurch sind nur 50 Prozent der Fläche bedeckt, wobei auch der bedruckte Bereich lichtdurchlässig bleibt. Der Ertrag der Module wird so nur leicht gesenkt; gesamthaft nimmt der Effizienzgrad von ca. 21 auf 17 Prozent ab. Horizontal sind die Fassadenmodule in einem Raster von einem Meter angeordnet. In vertikaler Richtung gibt es vier verschiedene Grössen, die aus den Massen von Fensteröffnungen, Sockel und Dachabschluss abgeleitet sind. In der Höhe sind die Module versetzt angeordnet. Für die Balkonbrüstungen drehten die Architekten die vorhandenen Modulgrössen um 90 Grad. So liessen sich durch die Kombination der verschiedenen Formate die unterschiedlichen Masse der Balkonabwicklungen aufnehmen. Aus einer gewissen Entfernung betrachtet, er­scheint das Muster als monochrome Farbe, die sich je nach Einfallswinkel des Lichts ver­ ändert. Das gewählte Verfahren ist für die Zukunft vielversprechend: Damit eröffnen sich völlig neue Gestaltungsmöglichkeiten für die gebäudeintegrierte Fotovoltaik.


Situation

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Schnitt

20 m

1. Untergeschoss

Regelgeschoss

Dachgeschoss

Ort Segantinistrasse 186, 8049 Zürich Bauherrschaft Rita & Walter Zehnder-Stocker, Zürich Architektur und Bauleitung Kämpfen, Zinke und Partner AG, Zürich Bauingenieur BFB Bauingenieure GmbH, Bülach Holzbauingenieur Pirmin Jung Schweiz AG, Rain Energie- und Heizungsplanung Hässig Sustech GmbH, Uster PV-Anlage Planung Sundesign GmbH, Stallikon PV-Anlage Ausführung Planeco GmbH, Münchenstein PV-Anlage Unterkonstruktion GFT Fassaden AG, St. Gallen Heizung Sanatherm Heizungssysteme AG, Dübendorf Sanitärplanung Gerber + Partner Haustechnik GmbH, Volketswil Lüftung AMW-Comfort AG, Winterthur Holzbau Hector Egger Holzbau AG, Langenthal Materialien Brettschichtholz 72 m3, Rahmenbaukanteln 24 m3, Buche 0,6 m3, Furnierschichtholz mit Querlagen 6,2 m3, OSB-Platten (15 mm) 386 m2, Weichfaserplatten (60 mm) 104 m2, Mehrschicht­ platten 24,24 m3, Dreischichtplatten 22 m3, Brettsperrholz (120 mm) 18,48 m3 Baukosten BKP 2 CHF 4,84 Mio. Grundstücksfläche nach SIA 416 1077 m2 Gebäudegrundfläche nach SIA 416 255 m2 Geschossfläche nach SIA 416 1317 m2 Gebäudevolumen nach SIA 416 4540 m3 Bauzeit April 2018 bis Februar 2019 Fotograf Marco Blessano, Uster

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Aufbau Dach: PV 10 mm PV-Unterkonstruktion 100 mm Betonplatten 40 mm Gummischrotmatte 10 mm Bituminöse Abdichtung Gefälledämmung 20–120 mm Dämmung 1,5 % 60 mm Dampfbremse als Bauzeitabdichtung Holzkastenelement 337 mm Dreischichtplatte 27 mm Rippen/Dämmung 60/280 mm Dreischichtplatte 30 mm

Detailschnitt

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Aufbau Terrasse Dachgeschoss: Platten 20 mm Var. Unterkonstruktion Gummischrotmatte 10 mm Bituminöse Abdichtung 2 x 6 mm Gefälledämmung 1,5 % 20–60 mm Trittschalldämmung 20 mm Hochleistungsdämmung, Stossfugen versetzt 46 mm Dampfbremse als Bauzeitabdichtung Holzkastenelement 307 mm Dreischichtplatte 27 mm Konstruktionsvollholz 240 mm Dämmung 100  mm Split-Schüttung 150  kg/m2 140 mm Dreischichtplatte 40 mm

Aufbau Aussenwand Dachgeschoss: Gipsfaserplatte, verputzt 15 mm Lattung/Wärmedämmung (λ = 0,032 W/mK) 60 mm OSB-Platte mit formaldehydfreiem Bindemittel, luft- und dampfdicht verklebt 15 mm Rippen/Wärmedämmung (λ = 0,032 W/mK) mit formaldehydfreiem Bindemittel zwischen Rippen 60/120 260 mm Gipsfaserplattem 15 mm Windpapier Lattung 40 mm PV-Wandsystem 40 mm


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Tal- und Bergstation, Klein Matterhorn, Zermatt Die höchste Dreiseilumlaufbahn der Welt führt auf das Klein Matterhorn bei Zermatt und wird 2021 Italien mit der Schweiz verbinden. Die Tal- und Bergstation des eindrücklichen Bauwerks wurden in Holz realisiert und produzieren mit fassadenintegrierten Fotovoltaikanlagen Strom: 252 000 kWh jährlich. Die Verbindung ‹Trockener Steg – Klein Matter­ horn› ist Teil eines Projekts, das 2021 BreuilCervinia in Italien mit einer rund einstündigen Panoramafahrt über die Bergstation auf dem Klein Matterhorn auf 3821 m über Meer mit Zermatt verbinden wird – das Matterhorn im­ mer im Blick. Der Neubau ergänzt eine Bahn aus den 1970er-Jahren, die nicht sehr wind­ stabil war und deshalb zu vielen Ausfällen führte. Die neue Bahn sollte dies verbessern und die Kapazität erhöhen. Die Bauaufgabe war

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in jeder Hinsicht eine Herausforderung. Bereits die Talstation Trockener Steg liegt auf 2932 m über Meer. Neben einer besonderen Geo­metrie, anspruchsvollen statischen Systemen und hohen Lasten waren deshalb die Wetterbedingungen auf der Baustelle extrem: Tagestem­ peraturen von bis zu –30 °C und Windspitzen von bis zu 240 km/h waren keine Seltenheit. Das Geleistete ist eindrücklich: Bevor mit den Bauarbeiten überhaupt begonnen werden konnte, musste die künftige Baustelle der Berg­ station vor Steinschlägen geschützt werden. Transporte erforderten Speziallösungen: Nach­ dem die Baustelle auf dem Klein Matterhorn zunächst nur mit dem Hubschrauber beliefert werden konnte, wurde im Juni 2016 eigens eine Materialseilbahn zwischen den Stationen Laghi Cime Bianche in Italien und dem Klein Matterhorn errichtet. Weitere Materialtrans­

porte hat die Air Zermatt per Hubschrauber getätigt. Etwa 3800 Tonnen Baumaterial wur­ den per Hubschrauber verfrachtet. Für die Tal- und Bergstation fiel die Wahl auf eine Holzkonstruktion. Zum einen aus gestalte­ rischen und ökologischen Überlegungen, zum anderen auch, weil die Stationsgebäude einen Brandwiderstand von 30 Minuten (R30) er­ bringen müssen. Zudem ist Holz leicht und erlaubt durch die Vorfertigung kurze Bauzeiten. Eine unabdingbare Voraussetzung, wenn man in diesen Höhen bauen will. Die kubische Halle der Talstation schützt die Touristen vor der Witterung. Primärträger im Abstand von 3,35 m und einem Querschnitt von 40/152 cm ruhen auf fächerförmigen Streben. Die zur Westfassade hin 5,5 m auskragende Beton­ decke ist über die Fassadenstützen an der Dachkonstruktion aufgehängt, ebenso wie das


Reproduziert mit Bewilligung von swisstopo (BA200166)

Situation

Garagierungsgeleise und der Hallenkran. Die äussere Form der Bergstation mit einer Grundrissabmessung von rund 38 x 27 m be­ zieht sich auf die kristalline Gestalt der beste­ henden Bauten auf dem Klein Matterhorn. Sie erinnert an einen Felsen, dessen Kanten durch die Natur abgeschliffen wurden. Damit integ­ riert sich der Neubau in den Kontext der Berg­ landschaft. Mit den geneigten Fassaden und Dächern wirkt die Station kleiner, als sie mit ihren 15 m Höhe tatsächlich ist. Sie umfasst die Ankunftshalle und den Kontrollraum; Tech­ nik- und Nebenräume liegen im Untergeschoss. Die Holzstützen sind bewusst massiv gestal­ tet, um die grossen Lasten von Wind und Schnee architektonisch zu inszenieren. Auf das Gebäude wirken Schnee- und Lawinenlasten von lokal bis zu 6,0 Tonnen/m2 und Windlas­ ten von 320 kg/m2 (also mehr als das Drei­-

fache gegenüber dem Flachland). Die Holz­ konstruktion wird durch biegesteife Rahmen gebildet, die jeweils gegeneinander lehnen. Die Spannweite wurde mit Streben zur Fels­ wand hin reduziert. Da maximal 12 m lange Bauteile transportiert werden konnten, muss­ ten die Unterzüge und Stützen mit biegestei­ fen Montagestössen ausgeführt werden. In Zusammenarbeit mit dem Elektrizitätswerk Zermatt EWZ wurden an der Tal- und Bergsta­ tion insgesamt 765 Solarmodule angebracht. Auf einer Gesamtfläche von 1369 m2 fangen sie das starke Sonnenlicht ein und wandeln es in Gleichstrom um. Dieser wird anschliessend als Wechselstrom direkt ins Versorgungsnetz des EWZ eingespeist. Jährlich sollen die beiden Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von 212,8 kWp knapp 252 000 kWh Strom produ­ zieren.

Bereits beim Restaurant auf der Südseite des Klein Matterhorns, einem Holzbau im Miner­ gie-P-Standard, wurde die Fassade mittels PVAnlage energetisch genutzt. Weil Solarpanels ohne Hinterlüftung schnell überhitzen und dadurch viel Leistung verlieren, befreiten die Architekten der Tal- und Bergstation die Panels von der üblichen Unterkonstruktion. Neben einer optimalen Hinterlüftung entsteht durch diese Inszenierung der Solarfassade eine schöne Lichtstimmung im Inneren. Bei der Talstation durchbrechen 57 Milchglasfenster die regelmässige Struktur der transluzenten PV-Module. Zum einen erlaubt dies eine opti­ male Tageslichtnutzung, zum anderen entsteht auch hier eine lichte Innenraumstimmung.

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Grundriss Talstation

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20 m

Längsschnitt Talstation


Talstation: Die Primärträger der Holz­ konstruktion ruhen auf fächerförmigen Streben.

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Bergstation: Biegesteife Rahmen, die jeweils gegeneinander lehnen, bilden die Holzkonstruktion (oben). Streben zur Felswand hin reduzieren die Spann­ weite (unten).

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Ort Trockener Steg und Klein Matterhorn, Zermatt Bauherrschaft Zermatt Bergbahnen AG, Zermatt Architektur Arnold-Perren-Zurniwen GmbH, Zermatt (Talstation); Peak Architekten, Zermatt und Zürich (Bergstation) Bauingenieur Stahlbeton Labag AG, Zermatt Holzbauingenieur (Vorprojekt bis zur Ausführungsbegleitung, 3D-Werkplanung im Auftrag des Holzbauunternehmers) Indermühle Bauingenieure HTL/SIA, Thun Holzbau ARGE Brawand Zimmerei AG, Grindelwald; Pollinger Holzbau AG, St. Niklaus Holz-Primärtragwerk für Tal- und Bergstation Neue Holzbau AG, Lungern Materialien Talstation Brettschichtholz 450 m3, Brettsperrholz 1690 m2 Materialien Bergstation Brettschichholz 385 m3, Dreischichtplatten 1950 m2 Baukosten BKP 1–9 CHF 52 Mio. Baukosten Holzbau CHF 1,68 Mio. (Talstation), CHF 1,2 Mio. (Bergstation) Nettogeschossfläche nach SIA 416 1650 m2 (Talstation), 880 m2 (Bergstation) Gebäudevolumen nach SIA 416 22 800 m3 (Talstation), 15 800 m3 (Bergstation) Bauzeit 2016 bis 2018 Fotografie Daniel Indermühle; Arnold-Perren-Zurniwen GmbH/William Croall; Zermatt Bergbahnen AG

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Primarschule, Port Der Ergänzungsneubau der Primarschule von Port liegt inmitten eines Wohnquartiers südlich der Stadt Biel. Das mehrmals gefaltete Dach bezieht sich trotz seiner formalen Eigenständigkeit auf die kleinmassstäblichen Giebeldächer der Nachbarhäuser, die ländliche Vergangenheit des Ortes und die Topografie des Jurasüdfusses. Das neue Schulhaus, durch einen Hof mit dem alten Gebäude verbunden, liegt eingebettet in die gegen Norden abfallende Hangkante. Die Schülerinnen und Schüler erreichen es von Osten und Westen her über eine äussere und innere Verbindungsachse, die sich über die gesamte Länge des zweigeschossigen Gebäudes erstreckt. Im Erdgeschoss befinden sich Räume für die Lehrkräfte, Werkräume, Schulküche sowie Lager- und Technikräume, während das Obergeschoss neun Klassenzimmer und drei Kindergarteneinheiten umfasst. Hier kommen den Klassenzimmern die Besonderheiten des Faltdaches zugute: Sie wirken wie separate Hauseinheiten und schaffen damit eine behag­ liche Lernatmosphäre. Die Räume sind gegenüber den vier Himmels­ richtungen diagonal angelegt, während die Dachfirste in der Nord-Süd-Achse liegen. Diese

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Struktur mit zueinander versetzten Einheiten ermöglicht bezüglich der Innenräume eine grösstmögliche Vielfalt. Die Klassenzimmer verfügen über eine direkte Verbindung zu den Gemeinschaftsräumen und dem Zugangsbe­ reich, sind aber gleichzeitig über Doppeltüren an der Fassade miteinander verbunden. Somit entsteht ein durchlässiges Raumkonzept, das Synergien fördert und Flexibilität im Hinblick auf aktuelle wie auch zukünftige Lern- und Lehrmethoden bietet. Einzelne Wände wurden mit einer Magnet- und Wandtafelfarbe be­ schichtet, was der Kreativität im Schulbetrieb zugute kommt. Während die Klassenzimmer an den Hauptfassaden aufgrund ihrer schrägen Ausrichtung von zwei Seiten belichtet werden, versorgen sieben grosse Oberlichter auch die in der Mitte des Gebäudes liegenden Räume mit Tageslicht. Das Schulhaus ist weitgehend ein vorgefertig­ ter Holzelementbau. Nur die Treppenhäuser und sämtliche tragenden Elemente in Kontakt mit dem Boden sind aus Beton. Schräge Hohl­ kastenelemente tragen die Dachlasten und durchqueren die Klassenräume diagonal mit Spannweiten von bis zu 13 m. Die abwechseln­ den Deckenabschnitte mit angehobenen und abgesenkten Elementen verleihen der gesamten

Struktur einen dynamischen Aspekt. Neben ihrer statischen Funktion erfüllen diese Ele­ mente auch akustische und lüftungstechnische Funktionen. Für eine einheitliche Fassaden­ ansicht wurde die Betonbodenplatte im zwei­ geschossigen Bereich ebenfalls auf Holzstützen gelagert – eine bauliche Besonderheit. Eben­ falls aus Gründen der visuellen Einheitlichkeit realisierte man die Fassade mit einer hinter­ lüfteten, druckimprägnierten Weisstannenver­ kleidung. Bereits ab Planungsbeginn wurden die Anfor­ derungen der Nachhaltigkeit berücksichtigt. Die Verwendung grösserer Mengen von Holz­ bauelementen trägt zur Reduktion der grauen Energie bei. Der Energiebedarf wird durch die dichte, gut gedämmte Hülle, die solide Dachkonstruktion mit einem U-Wert von 0,11 W/m2K, die dreifach verglasten Fenster, LED-Lampen, energieeffiziente Geräte und eine optimierte Gebäudetechnik mit Wärme­ rückgewinnung minimiert. Heizung und Warmwasser werden mit Fernwärme aus der Müllverwertungsanlage Biel gespeist. Das Falt­ dach mit seinen 1800 m2 Fläche ist mit 1102 Fotovoltaik-Paneelen ausgestattet, die ca. 288 000 kWh/a produzieren. Bei einem Ener­ giebedarf von ca. 215 400 kWh/a liegt der


Deckungsgrad damit bei 134 %. Der Strom­ überschuss entspricht dem Jahresverbrauch von rund 50 Haushalten. Das Gebäude ist auch mit einer Ladestation für Elektrofahrzeuge aus­ gerüstet. Der Überschuss an Strom wird in das Gemeindenetz von Port eingespeist. Be­ wohner und Unternehmen des Ortes können mit dem System ‹Portsolar› ein 20-jähriges Nutzungsrecht an der Fotovoltaik-Anlage des neuen Schulhauses erwerben und so den pro­ duzierten Strom selber verbrauchen. Das Schulgebäude zeichnet sich nicht nur durch seine herausragende Architektur, sondern auch durch sein nachhaltiges und zukunfts­ orientiertes Energiekonzept aus. Ihm wurde das Minergie-A-Zertifikat sowie das PEB-Diplom 2018 (PlusEnergieBauten) vom Schweizer Solarpreis 2018 verliehen.

Situation

3393


Querschnitt

Erdgeschoss

Obergeschoss

3394

40 m


3395


Ort Schulweg 12, 2562 Port Bauherrschaft Gemeinde Port Architektur Skop GmbH, Zürich; Partner: Basil Spiess, Silvia Weibel Hendriksen, Martin Zimmerli, Mitarbeit: David Brunner, Angelika Marxer Bauleitung Spörri Graf Partner/APP AG, Bern Bauingenieur Tschopp Ingenieure GmbH, Bern Bauphysik Pirmin Jung Schweiz AG, Rain Holzbauingenieur Indermühle Bauingenieure GmbH, Thun Holzbau Häring AG, Eiken; Ritter Bauunternehmung AG, Biel; Kappeler Ernst Holzbau AG, Ins (Fassade); Huber Fenster AG, Herisau (Aussenfenster und -türen); 3A Schreinerei AG, Aegerten (Türen); Bard AG, Münchenstein (Innenausbau) Material Lineare Bauteile (Balken und Stützen, ohne Fassadenverkleidung) 356 m3; Platten (dreischichtig, OSB) 6024 m2; druckimprägnierte Fassadenverkleidung Weisstanne 800 m2; Dreischichtplatten Aussenwände 725 m2 PV-Anlage EnergyOptimizer GmbH, Pieterlen HLS-Planung tp AG für technische Planungen, Biel Elektroplanung A. Schlosser AG, Biel Landschaftsarchitektur Grand Paysage, Basel Grundstücksfläche nach SIA 416 10 051 m2 Gebäudegrundfläche nach SIA 416 2475 m2 Geschossfläche nach SIA 416 3570 m2 Gebäudevolumen nach SIA 416 16 976 m3 Baukosten BKP 1–9 CHF 18,3 Mio. Baukosten BKP 2 CHF 13 Mio. Kubikmeterpreis (BKP 2) CHF 767.Bauzeit 2015 bis 2017 Fotografie Simon von Gunten, Solothurn; Julien Lanoo, Comines (Belgien)

3396


Fassade: Vertikalschalung 24 mm, Weisstanne druckimprägniert Horizontallattung 30 mm Vertikallattung 60 mm Fassadenfolie schwarz Wärmedämmplatte aus Holzweichfasern 80 mm Dämmung aus Mineralfaserplatten 160 mm OSB-Platte 15 mm Lattung 40 mm, ausgedämmt Dreischichtplatte 19 mm, lasiert Aufbau Schrägdach: Fotovoltaikelement Winkelprofil/Hinterlüftung Dichtungsbahn zweilagig, bituminös ca. 10 mm Dämmung 180 mm Dampfsperre Dreischichtplatte 40 mm Rippen 80–180 × 400 mm Hohlraumdämmung, Mineralfaser 50 mm Akustikvlies Dreischichtplatte 40 mm, mit Akustikbohrung Aufbau Decke: Anhydrit 70 mm, geschliffen und versiegelt Trennlage Trittschalldämmung Mineralfaser 40 mm Ausgleichsschicht EPS 30 mm PE-Schutzfolie Betondeckenplatte 300 mm, im Fassadenbereich auf Holzstützen lagernd Akustikdecke 80 mm

Detailschnitt

3397


Ort Milvignes/2012 Auvernier (NE) Bauherrschaft Caves du Château d’Auvernier, Thierry Grosjean & Cie, Auvernier Architektur Atelier d’Architecture de St-Nicolas SA (AASN), Neuenburg (Mitarbeit: Fabrice Agustoni, Samuel Maire, Projektleitung) Bauleitung AASN SA, Neuenburg Bauingenieur Mauler SA, Neuenburg-Serrières Konzept Brandschutz AASN SA, Neuenburg Vermessungsingenieur Geosit SA, Marin Holzingenieur Tschäppät Moret SA, Cornaux; JPF-Ducret, Bulle Holzbau Tschäppät Moret SA, Cornaux; JPF-Ducret, Bulle PV-Anlage Gottburg SA, Boudry (Modulinstallation); Groupe E Connect SA, Matran (elektrische Installationen) Gebäudevolumen nach SIA 416 1556 m3 Bauzeit September 2017 bis Juni 2018 Fotograf Yves André, Lausanne

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Weingut-Remise Château d'Auvernier, Milvignes Das stattliche Weingut Château d’Auvernier verfügt über einen neuen Unterstand aus Holz mit einer leistungsfähigen Fotovoltaikanlage auf dem Dach. Diese fügt sich ideal in die Gegend ein. Das Projekt gewann den Schweizer Solarpreis 2019 in der Kategorie ‹Energieanlagen›. Das Château d’Auvernier am Neuenburgersee befindet sich seit mehr als 400 Jahren (1603) in Familienbesitz. Der Eigentümer des Wein­ guts legt ein besonderes Augenmerk auf die Qualität, die dessen Ruf ausmacht. Nachdem man ein Nebengebäude für den Empfang von Besucherinnen und Besuchern eingerichtet hatte, unter anderem mit einem Raum für die Lagerung und Veredelung des Weins, erstellte man den neuen Unterstand. Dieser dient in erster Linie als Remise für den immer grösser werdenden Maschinen- und Gerätepark. Weiter befindet sich darin eine Aufbereitungsanlage für Wasser aus Landwirtschaftsmaschinen. Zu­dem können die Mitarbeitenden dort ihre Autos abstellen. Der Unterstand ersetzt zum einen ein altes, an die Umfassungsmauer des Schlosses angebautes Gebäude, zum anderen die Weinberghäuschen, die mit der Zeit von den Parzellen verschwunden sind. In Publikationen werden landwirtschaftliche Gebäude häufig stiefmütterlich behandelt. Von der Gestaltunge her weniger spektakulär, haben sie mit ihren klassisch einfachen Struk­ turen nichtsdestotrotz Vorbildcharakter. Der Baustoff Holz wird für Nutz­gebäude dieser Art traditionell bevorzugt.

Das langgezogene Gebäude besteht aus sie­ ben Rahmen aus Brettschichtholz auf einem Betonfundament. Es setzt sich aus zwei unter­ schiedlichen Teilen zusammen: einem nicht gedämmten Unterstand mit abschnittsweisen Toren für die Unterbringung der landwirt­ schaftlichen Maschinen und einer separaten Werkstatt mit grosser Fensterfront an der Nordfassade. Das Dach ist geschlossen, doch alle Räume erhalten viel Tageslicht durch die Dachfenster auf der Nordseite. Die Fassaden bestehen aus einer Holztäfelung, die den landwirtschaftlichen Charakter des Gebäudes noch unterstreicht. Besonderes Interesse gebührt dem Dach: Der Gutsbesitzer, überzeugter Befürworter der Fotovoltaik und Verfechter innovativer Lösun­ gen, konnte die Behörden von der Installation einer PV-Anlage überzeugen. Der technologi­ sche Fortschritt hinsichtlich des Designs von Solarpanels trug zum positiven Entscheid der Gemeinde bei – schliesslich galt es, die strengen Auflagen in Bezug auf das geschützte Weinanbaugebiet einzuhalten. Die Wahl fiel auf eine terrakottafarbene PV-Anlage. Sie wur­ de für geschützte Bauten und Gebiete vom Forschungsinstitut Centre suisse d’électronique et de microtechnique (CSEM) Neuenburg in Zusammenarbeit mit der belgischen Firma Issol entwickelt. Der Farbauftrag erfolgt per keramisches Druckverfahren auf der Innensei­ te des Frontglases. Optisch entsteht der Ein­ druck einer traditionellen Dachbedeckung mit deutlich diskreterer Wirkung als etwa eine Aufdachsolaranlage, welche die Hürde der

Baubewilligung mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht geschafft hätte. Die gesamte Südseite des Satteldachs ist von 266 monokristallinen Solarzellen bedeckt, die 23 500 kWh/a erzeu­ gen. Dies entspricht einem Drittel des Jahres­ bedarfs an elektrischer Energie des Château d’Auvernier – was beweist, dass grossflächige Dächer sich sehr wohl für die Stromerzeugung eignen und sich perfekt in die Landschaft ein­ passen können. In letzter Zeit sieht man vermehrt farbige Solar­ paneele in der Schweiz. Sei es auf Haus­dächern oder Fassaden – durch ihre an die Umgebung angepasste Farbe, Form und Grös­se harmo­ nieren sie immer besser mit der Architektur der Gebäude. Im Kanton Neuenburg mit über­ durchschnittlich besonnten Hanglagen ist diese Art der Energieproduktion ideal, und neue Solar-Materialien sind heute ein integra­ ler Bestandteil der möglichen Komponenten einer hochwertigen Architektur.

Situation

3399


Schnitt

40 m

Aufbau Dach: Tonziegel oder PV-Module ‹Solar Terra› Lattung 30 x 60 mm Konterlattung 80 mm Unterdach OSB-Platten 25 mm Sparren/Mineralwolle 160 mm Binder 540 mm Dampfbremse Dreischichtplatten 27 mm Aufbau Wand: Verkleidung vertikal/Fugenabdeckung 20 mm/34 mm Lattung durchgehend 30 mm OSB-Platten 25 mm Fassadenpfosten/Mineralwolle 180/160 mm Dampfbremse Gipsfaserplatte 15 mm

Grundriss

3400


Detailschnitt

3401


Mehrfamilienhaus Arborea, Köniz Hinter den in Massivbau ausgeführten Lauben und Terrassen, die von baumartigen Betonelementen getragen werden, verbirgt sich ein reiner Holzbau. Punkto Nachhaltigkeit ist das Mehrfamilienhaus in mehrfacher Hinsicht vorbildlich, wobei die passive Nutzung der solaren Energie ein sichtbares Zeichen setzt – ebenso wie die Wahl von Holz aus der Region. Das fünfgeschossige Wohngebäude Arborea liegt an einer ruhigen Quartierstrasse in der Nähe des Ortszentrums von Köniz – nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt. Die ins­ gesamt 21 Wohnungen verfügen über 2½ bis 4½ Zimmer und sind zwischen 53 und 108 m2 gross. Den Gemeinschaftsraum im Erdge­ schoss können alle Mieterinnen und Mieter nutzen. Im unbeheizten Sockelgeschoss liegen die Einstellhalle, der Technikraum, die Keller sowie weitere Nebenräume. Eine zentrale Ein­ gangszone im Erdgeschoss und die Lauben­ gänge erschliessen die Wohnungen.

3402

Der relativ schlanke, langgezogene Baukörper passt sich mit seinem leicht verzogenen rechtwink­ligen Grundriss in die Umgebung ein und hebt sich formal gleichzeitig davon ab: Augen­ fällig sind die dem Holzbau vorgelagerten Lau­ bengänge und die markanten Trägerelemente aus Beton, die in ihrer Form an Bäume erin­ nern. Die Wohnungsgrundrisse sind zwischen Ost- und Westfassade aufgespannt und profi­ tieren so von Morgen- und Abendsonne. Jede Wohnung verfügt neben dem laubenseitigen Vorplatz über weitere private und halbprivate Aus­senräume. Im Attikageschoss ergänzen Dachterrassen mit schöner Fernsicht die Woh­ nungen. Arborea zeichnet sich durch ein vielfältiges Nachhaltigkeitskonzept aus: Dank einer klaren Struktur besticht das Gebäude sowohl in ener­ getischer Hinsicht als auch durch die ratio-­ nelle und ressourcenschonende Holzbauweise. Gemeinschaftlich genutzte Räume erfüllen die sozialen Aspekte der Nachhaltigkeit. Die Laubengänge und Terrassen wurden in Beton

realisiert und sind statisch vollständig vom dahinterliegenden Holzbau abgekoppelt. Das gewählte Material sorgt zum einen für Speicher­ masse, zum anderen lassen sich so die Brand­ schutzauflagen erfüllen. Getragen werden sie von den Trägerelementen aus Beton. Die Innenwände des Holzbaus bestehen aus Mas­ sivholzplatten: Sie sind zugleich tragend und aussteifend, so dass sich die horizontale Aus­ steifung lediglich über den Holzbau lösen liess. Das für Arborea verwendete Holz stammt aus der Schweiz: Die Fassade aus unbehan­ deltem Holz besteht aus Weisstannen aus dem Emmental, die Fensterrahmen sind aus Lärchen­ holz, jene der Brandschutzfenster aus Eichen­ holz. Aus energetischen, konstruktiven und ökono­ mischen Gründen wurde die Gebäudehülle lückenlos und hoch gedämmt. Gestaltung und Materialisierung unterstützen die passive Nut­ zung der Sonnenenergie: Die raumbildende Fassadenschicht mit den Lauben und Terrassen ermöglicht einen Sonneneintrag während der


Heizperiode und eine wirksame Verschattung im Sommer. Die solare Energie wird in den Unterlagsböden, den profilierten, unverkleide­ ten Holzdecken aus Brettstapeln und den Massivholzwänden gespeichert. Sonnenkollek­ toren bedecken einen Teil des Flachdachs und versorgen das Wohnhaus im Minergie-P-EcoStandard mit der notwendigen Restenergie, ebenso wie die CO2-neutrale Pelletsheizung als zentrale Wärmeerzeugung. Individuell steuer­ bare Lüftungsgeräte mit Enthalpietauscher sorgen in den Wohnungen für eine optimale Luftfeuchtigkeit und für Komfort während kalter Tage.

Situation

3403


F Typ 1 F Typ 1 F Typ 1

F Typ 2.1

F Typ 1

Ausstellstore

F Typ 1

F Typ 5.1A

Erdgeschoss

Ort Sägemattstrasse 61, 3098 Köniz Bauherrschaft Raiffeisen Pensionskasse, St. Gallen Architektur Halle 58 Architekten GmbH, Bern Landschaftsarchitektur IGL Naturgartenbau GmbH, Bern Bauleitung Halle 58 Architekten GmbH, Bern (Leitung) und Schemaa GmbH, Muri bei Bern Bauingenieur Tschopp Ingenieure GmbH, Bern Holzbauingenieur Timbatec Holzbauingenieure Schweiz AG, Bern Bauphysik Marc Rüfenacht, Bauphysik und Energie, Bern Holzbau Hector Egger Holzbau AG, Langenthal Materialien Rahmenbau (Aussenwände) 1000 m2, Brettsperrholz (Innenwände) 1100 m2, Holz-Beton-Verbund (Decken) 1720 m2 Erstellungskosten ca. CHF 9,6 Mio. Grundstücksfläche nach SIA 416 2306 m2 Gebäudegrundfläche nach SIA 416 636 m2 Geschossfläche nach SIA 416 3086 m2 Gebäudevolumen nach SIA 416 9938 m3 Bauzeit Mai 2015 bis September 2016 Fotografin Christine Blaser, Bern

3404

Regelgeschoss

Attika


Schnitt

20 m

3405


3406


Aufbau Dach: Sonnenkollektoren, Fotovoltaik vorgesehen extensive Begrünung 60 mm Dachabdichtung 13 mm Gefälledämmung 300–360 mm Dampfbremse Brettstapeldecke lasiert 200/240 mm Aufbau Decke: Unterlagsboden eingefärbt 80 mm Trittschalldämmung 25 mm Installationsschicht 25 mm Überbeton 120 mm Brettstapeldecke lasiert 200/240 mm Aufbau Wand: Kalk-/Lehmputz eingefärbt Gipsfaserplatte 2 x 12,5 mm Installationsraum mit Dämmung 60 mm OSB-Platte (Dampfbremse) 22 mm Wandständer mit Dämmung 60/260 mm Holzfaserdämmplatte 80 mm Winddichtung Hinterlüftungslattung 30 mm Rostlattung 30 mm Schalung Weisstanne vertikal sägeroh 16 mm

Detailschnitt

3407


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6.1 Haustechnik – Installationen und Abschottungen Autoren: Ivan Brßhwiler, Josef Kolb AG, Romanshorn; Lukas Stiefel, Josef Kolb AG, Romanshorn; Jakob Studhalter, Basler & Hofmann AG, Zßrich; Reinhard Wiederkehr, Makiol Wiederkehr AG, Beinwil am See; Peter Kammer, Feldbrunnen; Lignum, SIA, 2020, Art.-Nr. 17026, A4, farbig, 144 Seiten

Die Publikation dient als Hilfsmittel zur Planung der brandschutztechnischen Schnittstellen zwischen Holz­ bau und gebäudetechnischen Anlagen unter Berßck­ sichtigung der Anforderungen gemäss den VKF-Brand­ schutzvorschriften. Weiter werden die massgebenden Brandschutzanforderungen von gebäudetechnischen Anlagen zusammengefasst und deren Umsetzung im Holzbau erläutert.

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Lignum Holzwirtschaft Schweiz Economie suisse du bois Economia svizzera del legno MĂźhlebachstrasse 8 CH-8008 ZĂźrich Tel. 044 267 47 77 Fax 044 267 47 87 info@lignum.ch www.lignum.ch

Holzbulletin, September 2020 Herausgeber Lignum, Holzwirtschaft Schweiz, ZĂźrich

Redaktion Jutta Glanzmann, Lignum, sowie Ariane Joyet, Lignum-Cedotec Gestaltung BN Graphics, ZĂźrich

Das Holzbulletin erscheint viermal jährlich in deutscher und franzÜsischer Sprache. Jahresabonnement CHF 48.– Einzelexemplar CHF 20.– Sammelordner (10 Ausgaben) CHF 140.– Sammelordner leer CHF 10.– Preisänderungen vorbehalten.

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Lignum-Mitglieder erhalten das Holz­bulletin und die technischen Informationen der Lignum, Lignatec, gratis. Die Rechte der VerÜffentlichung fßr die einzelnen Bauten bleiben bei den jeweiligen Architekten. Alle Angaben stammen von den Bauplanern.

ISSN 1420-0260

Lignum-Hotline: 044 267 47 83 Benutzen Sie unsere Fachberatung am Telefon von 8–12 Uhr, die täglich von Montag bis Donnerstag gratis zur Verfßgung steht.

Druck Kalt Medien AG, Zug

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Holzbulletin 136/2020  

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