Mörrums Kronolaxfiske Deutsch/German/Tyska

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MÖRRUMS KRONOLAXFISKE

Mörrums Kronolaxfiske 2015

Die Mörrum in meinem Herzen

KHK13 EIN WAHRER GEWINNER

KÖNIG DER

2015

MIKAEL FRÖDIN:

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REGELN UND INFOS LACHSFORSCHUNG FÜR DIE ZUKUNFT FISHING ACADEMY – NEUIGKEITEN DIESES JAHR

Mörrums vergessene Schätze

Meerforellen


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Hardy versieht Fliegenfischer mit Ausrüstung der absolut besten Qualität - schon mehr als 140 Jahre lang, und genau so werden wir auch weitermachen. In unserem Werk in Alnwick in England arbeiten einige der weltweit führenden Ingenieure, Designer und Rutenbauer dafür, um die Grenzen des Fliegenfischens zu verlegen. Die Neuheiten dieses Jahres sind, wie immer, das Ergebnis stolzer Tradition, Handwerkskunst und technischer Fähigkeiten.

Eine extrem leichte und flexible Großkernrolle mit hervorragender Bremse, die Ihnen bei komplizierter Fischerei und scheuen Fischen erlaubt, ohne Angst vor zu viel Bremse den Vorfachdurchmesser zu vermindern. Diese Rolle schafft aber trotzdem auch die härtesten Schlachten. Ultralite Rollen haben einen sehr einfaches satinschwarzes, mattes Oberflächenfinish. Wählen Sie aus fünf Größen, die garantiert alles für das Einhandfischen abdecken.

Die neueste Rutenserie mit Sintrixtechnologie, die speziell für den skandinavischen Wurf- und Angelstil entworfen ist. Die Ruten werden mit unserem einzigartigen Herstellungsverfahren bis zu 60% stärker und 30% leichter. Die Jetserie wird durch eine mittelschnelle Aktion gekennzeichnet, die zur nordischen Fleigenfischen passt und beim Schwim- wie Sinkschnurfischen perfekt funktioniert. Wählen Sie aus 16 verschiedenen Modellen von Einhand #3 bis zu Zweihand # 10/11.


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Silberne

Erlebnisse

I

n unserer Welt sind wir Statisten in deiner besten Angelgeschichte. Ich und meine Kollegen wollen Dir helfen, die Voraussetzungen zu schaffen, diese über viele Jahre erzählen zu können. Wir hoffen, dass deine Mörrumsgeschichte viele schöne Ausblicke, gute Kameradschaft, viel Lachen enthalten wird und natürlich – Fische, mit einem grosse F! DAMIT DEIN BESUCH ein noch grösseres

Erlebnis wird, haben wir vor der Saison an der ganzen Strecke gearbeitet und unter anderem neue Bänke aufgestellt, Teile der Ausstellung erneuert und der Rezeption ein neues Gesicht gegeben. Das Restaurant wurde renoviert und empfängt dich mit neuem Namen und Besitzer.

DASS DIE FISCHEREI in der Mörrum, so wie

man sie kennt, betrieben werden kann, beruht zu einem grossen Teil auf dem Wohlwollen von etwa 50 privaten Grundbesitzern. Zeugt ihnen Respekt und dankt es ihnen dadurch, dass ihr keinen Schaden anrichtet oder diejenigen unnötig stört, die entlang dem Fluss wohnen. DIE VERGANGENEN SAISONS haben einen posi-

tiven Trend gezeigt und wir können auch durch unsere Forschung erkennen, dass der Smolt-Bestand im Fluss langsam wächst. Wir glauben, dass ein Teil der Erklärung die zielgerichtete Fischhege, sowie der Ankauf von Netzrechten, die Beaufsichtigung des Flusses und die Biotoppflege sind, die von uns durchgeführt werden. All diese Arbeit kann nur erbracht werden, weil es Euch gibt.

UNTER DEM NAMEN Fishing Academy Mörrum

werdet Ihr in Zukunft an einem grossen Kursund Ausbildungsprogramm teilhaben können, das alles über Fliegenbinden, Wurftechnik und Angelstrategien bis zur Fischhege beinhaltet. Lest gerne mehr darüber unter morrum.com. Ausserdem werden auch diejenigen, die nicht hier sind, an dem, was entlang dem Fluss passiert, teilhaben können durch die Mörrum News, die jetzt auch als Web-TV kommen. Informiert Euch hierzu auf der Homepage und in den sozialen Medien!

UNSER EHRGEIZ IST es, das gepflegteste Angel­

revier Schweden’s anbieten zu können, mit einer Fischhege, die zusammen mit den besten Forschern des Landes durchgeführt wird, damit Ihr einen Service und Gastfreundschaft der Weltklasse erleben dürft.

ALL DIEJENIGEN, DIE hier fischen, möchte ich

bitten, unsere Regeln zu beachten. Es sind nicht viele, aber sie sind alle wichtig! Vor der letzten Saison haben wir uns entschieden, eine kleine Angel-Etikette niederzuschreiben. Wir haben einige kleine Anpassungen vorgenommen, um auch ein Fischen zuzulassen, das keine ständigen Platzwechsel in einigen der Pools erfordert. Der Pool 2 ist der am leichtesten zugängliche Pool und wird von denen geschätzt, die es etwas schwerer haben, sich am Fluss zu bewegen. Hier bitten wir Euch, Rücksicht zu nehmen und Respekt vor Mörrum’s Legenden zu zeigen.

Herzlich willkommen! Ola Söderdahl

GRAFIK-DESIGN UND ORIGINAL www.krepart.se VERANTWORTLICHER HERAUSGEBER Ola Söderdahl REDAKTEUR Alexander Knutsson TITLEBILD Bengt Nyberg/www.benfoto.se DRUCK Åtta.45 2015/03


Wir sind stolze salmologic partners! Wilkommen bei uns!

Vi tar emot din fisk och rĂśker den enligt ĂśnskemĂĽl


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MÖRRUMS

Inhalt

KRONOLAXFISKE

Zweitausendfünfzehn 20

6 29 16 6

24 11

Mörrum in meinem herzen

11 Unter guten freunden

16 KHK13 – Eine Fliege für alle Situationen

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Mörrums bester Meerforellenfischer 24

Mörrum´s verborgene Schätze 29

Die Mörrum – Wichtig für die Forschung

Begleiten Sie uns laxfiske facebook.com/krono


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Mörrum

IN MEINEM HERZEN

Wir haben es so leicht zurückzublicken, wir träumen von schweren Bissen, Lachsen die immer grösser und von Jahr zu Jahr blanker und schwerer werden. Es ist ein schönes Gefühl alles Negative zu verdrängen, sich einfach nur an die guten Tage zu erinnern, Tage in den schönsten Farben an denen die Lachse auf alles bissen. TEXT UND BILDER Mikael Frödin

I

n meiner frühen Jugend wirbelte meine junge Lachanglerseele den Fluss entlang, folgte Hans Lidmans ausgeschmückten Berichten, träumte von enormen Riesenlachsen und stundenlangen Drills. Die Mörrum war das unerreichbare Ziel! Die fantastischten Fänge wurden unter den Kriegs- und Nachkriegsjahren gemacht. Im Meer ruhte die Fischerei mit Netzen und Fallen. Die Kriegsmaschinerie Europas schonte den Lachs in der gesamten Ostsee. In der Neuzeit sind wohl noch nie so viele Lachse in die Ostseeflüsse aufgestiegen wie in diesem Zeitraum. Eine dunkle Zeit von Tod und Zerstörung, aber auch die Zeit der grossen dicken Lachse. Das erste Mal kam ich an einem Augusttag 1977 nach Mörrum. Es war ein mächtiges Erlebnis, eingehüllt in Magie, Träume und Lidmans malerischen Sätze folgten mir den ganzen Tag. Angelplätze wie ”Smörhålan”,

Pool 12, der klassische Pool 1 – ja, ich erlebte alle diese Abenteuer Lidmans erneut. An dem Tag fischte ich zusammen mit einem alten Mann – er war mindestens 50 - und ich mit meinen 16 Jahren hatte kaum Erfahrung in der Lachsangelei. Er und ich fischten den ganzen Tag, fingen nichts und wenn ich mich recht entsinne sahen wir nicht einmal einen Lachs an diesem Tag, aber es war ein großartiges Erlebnis. Unter den gesamten 80er Jahren war ich einer der fleißigsten Gäste an der Mörrum. Wir waren eine Gruppe verrückter Lachsangler, vielleicht ein Dutzend oder zwei, die wesentlich mehr im Fluss angelten als alle anderen. Es waren fantastische und lehrreiche Jahre aber der Ehrlichkeit halber muss ich eingestehen, daß wir nur einige wenige Lachse fingen. Die Meerforellenfischerei war gut, die Lachse waren aber eine Seltenheit. Danach kam der Lachsboom! Ver-

stärkte Besatzmaßnahmen führten zu einer Lachsexplosion. Die Fänge verzehnfachten sich und alle waren der Meinung es war fantastisch. Eine ganze Generation von Lachsanglern wurden mit unnormal grossen Lachsaufstiegen erzogen und Angeltage mit weniger als 10 gefangenen Lachsen waren schlechte Tage. Der Angeldruck wurde enorm und Horden von Anglern aus allen Ecken Europas wollten ihren Teil der silbernen Giganten des Flusses ernten. Als es am Schlimmsten wurde verließ ich den Fluss, der Druck, der Stress und der Wettbewerb nahmen Überhand und das Wohlbefinden verschwand. Schweren Herzens und mit einer gewissen Trauer badete ich meine Fliegen nicht mehr in der Mörrum. Während dieser Zeit hatte ich das Gefühl – Früher war alles besser! Ökologie und langfristige Verwaltung, Wildbestände und sinnvolle Nutzung der Ressoursen waren mir


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Ich war jung und wild. Alles war möglich und der Fluss eine Goldgrube voll Erfahrungen

wichtig. Ein wilder Fisch, der sich aus dem Laichkies des Flusses hindurchgekämpft hat ist immer wertvoller als einer der in den sterilen Trogen der Zuchtanstalt beboren ist. Catch & Release und ökologisch ausgerichtete Fischerei haben meine Fischerei schon sehr früh geformt. Als Idealist und Vorreiter habe ich für die Gedanken, die meine Fischerei prägten teilweise viel Kritik geerntet. Der eigene Fang sollte nicht auf Kosten des Bestandes geschehen! Ganz klar – ich war verwöhnt wie wenige andere mit der Fischerei in den besten Lachsflüssen der Welt. Fantastische Flüsse, beeindruckende Fänge und grosse, dicke blanke Lachse. Aber ich habe auch Eindrücke über die langfristige Verwaltung und weitsichtiges Denken sammeln können und mir kluge Gedanken zu Herzen nehmen können UMBLÄTTERN

Letztes Jahr durfte ich dabei sein, als Mathias Pol seinen ersten, grössten und wundervollsten Lachs der Welt fing. Jung, wild und wissbegierig. Ich kannte dieses Gefühl ohne Zweifel… verschwitzt, glücklich und mit dem grössten Lachs des Jahres vor den Füssen!


8 – Die Lachsflüsse der Welt und die Lachsfischerei war im Wandel! Heute feiert die Mörrum ihr 20-jähriges Jubiläum als Wildlachs­ gewässer. Die Zuchtbecken vermischen nicht mehr die künstlichen Nachzuchten mit den einzigartigen Wildlachsen des Flusses. Die wilden Lachse stehen im Zentrum! Die Fische können immer größere Laich- und Aufwuchsgebiete der Mörrum nutzen und diese positive Entwicklung führt hoffentlich in der Zukunft zu einem Fluss der voll und ganz von Aufstiegshindernissen befreit wird. Die Sportangler des Flusses lassen die Fische in einem immer größer werdenden Maße zu einer erneuerbaren Ressource werden, die ungestört in den Kiesbetten des Flusses laichen kann. Diese Entwicklung hat sich in der Tat im letzten Jahrzehnt stark beschleunigt. Unsere vergewaltigte Ostsee ist nach vielen Jahren der ruinösen Überfischung dabei sich zu erholen. Der Trend hat sich verwandelt – das Meer ist nicht mehr vom Lachsblut rot gefärbt. Das Verständnis für die Einzigartigkeit der unterschiedlichen Lachspopulationen wächst und die Akzeptanz für das Schonen gemischter Bestände und von Aufwuchsgebieten ist momentan größer als je zuvor. Die küstennahe Fischerei nimmt ab und die Mündungsgebiete der Flüsse sind hoffentlich bald frei von Fallen und Netzen. Die Trollingangler Schwedens setzen die wilden Fische zurück und es ist ein Wandel in der gesamten Sportanglerbewegung zu verzeichnen. Man hat tatsächlich das Gefühl, daß der verheissungsvolle und schöne rote Sonnenaufgang aus dem Meer Zuversicht und Optimismus für eine vernarbte Lachsanglerseele mit sich bringt. Seit ein paar Jahren bin ich wieder zurück unter dem Lachslicht des hellgrünen Buchenlaubes der Mörrum. Zurück am Fluss – ein schönes Gefühl, ein sehr schönes Gefühl! Auch am Fluss haben sich die Voraussetzungen geändert. Die damals so begrenzte Angelstrecke ist gewachsen, wir brauchen also nicht länger am ‘Rosendala-Stein’ schwarzangeln oder neidisch auf die oberhalb liegende Strecke von “Sydkraft” (heute E.ON) hinauf zu schielen. Heutzutage ist die spannende Kurve oberhalb von Pool 32, die anschließende Strecke ober-

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Als ich anfing, fand ich viele gute Freunde. Eine von Mörrums schwarzangelnden ”Rotznasen” war Ullrik. Ein dunkelhaariger Spassvogel, der am Fluss entlang viel Freude bereitete. Schon damals, noch kaum trocken hinter den Ohren, war er schon ein richtiger Fuchs. Letztes Jahr, genauso glatzköpfig wie ich, fing er diesen schönen Lachs und das vor meiner Nase. Das war schön, etwas ”Ullsocksmagie” zu erleben!

halb und viele, viele andere schöne Plätze und Strecken kein verbotener Boden mehr. Die Angelstrecke von Kronolaxfisket ist von 7 km auf 15 km angewachsen. Die Stimmung, die vor einiger Zeit in verrückte und übertriebene Lachshetze ausartete hat sich gelegt. Der Traum vom Großlachs macht uns immer noch schlaflos, treibt uns an die Grenzen dessen, was gesund ist, aber die Atmosphäre ist besser geworden, das Hetzen zwischen den Angelnden hat abgenommen. Die Wärme und Kameradschaft zwischen uns, die wir an der unheilbaren Krankheit der Lachsfischerei leiden wird immer klarer. Die Wege entlang des Flusses sind zwar ausgetretreten aber das Lächeln und die Brüderlichkeit entlang des Flusses sind angenehm. Dies führt zu Lachssehnsucht, erwartungsvollen Träumen über den Lachsaufstieg des kommenden Frühjahres und ein schönes warmes Gefühl des Wohlbefindens. Nein, ich möchte kein alter Mann

mit schmerzendem Rücken und kaputten Knien werden, der sich total in Bitterkeit und rosaroten Erinnerungen verliert! Nein, früher war nicht alles besser! Nach dem was ich erlebt habe ist es jetzt besser und auf dem Weg noch besser zu werden! Mehr wilde Fische im Fluss, mehr Pools, eine bessere Stimmung und eine Zukunft, die Vertrauen und Zuversicht ausstrahlt. Ökologisches Denken, Harmonie mit der atemberaubenden Natur und die grossen Lachse haben endlich Einzug gehalten. Sicherlich gibt es Wolken am Lachshimmel, aber wenn wir auch weiterhin dagegen ankämpfen gehen wir einer silber glänzenden Zukunft entgegen! Bald wird es Frühling und bald steigen wieder die Lachse in den Fluss, so wie sie es immer getan haben und so wie sie immer die Möglichkeit haben sollen es zu tun. Wir sehen uns dort unter dem magischen Grün der Buchen!


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Entdecken Sie Karlshamn! Karlshamn ist eine kleine, aber höchst lebendige Küstenstadt mit viel Charme, spannender Geschichte und malerischer Schärenlandschaft. Auf den Inseln und entlang der Ostseeküste gibt es zahllose idyllische Fleckchen, aber auch das Inland mit seinen tiefen Wäldern und vielen Seen ist verlockend. Wer gerne aktiv ist und im Urlaub viel sehen und erleben möchte, liegt mit Karlshamn genau richtig! Die traumhaften Schäreninseln üben eine ganz besondere Faszination aus. Der pittoreske Stadtkern lädt zu einem netten Einkaufsbummel ein; hier sind die Filialen bekannter Ketten ebenso vertreten wie kleine lokale Geschäfte. Kulturfreunde kommen in Karlshamn voll auf ihre Kosten. Einige gut erhaltene Viertel erinnern an längst vergangene Zeiten. Am Lachsfluss Mörrumsån kann man ganz wunderbar wandern oder Rad fahren. Unter Anglern ist der Fluss für seine Lachse weltberühmt. Vielleicht möchten Sie hier Ihr Anglerglück versuchen? Sie können auch eine Wildnissafari unternehmen, im Kreativum die Welt der Wissenschaft entdecken und bei einem der größten Stadtfestivals Schwedens die ansteckende Feststimmung genießen.

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Unter guten

Freunden Wir sind acht Freunde, die sich jedes Jahr treffen, um einen Moment dem Alltag zu entfliehen. Wir fischen, tauschen Erlebnisse und Erfahrungen aus und runden die Lachs- und Meerforellen-Saison auf eine herrliche Art und Weise ab. TEXT UND BILDER Lucas Eliasson

D

ie Mörrum ist ein spannender Fluss und die Erwartungen sind immer gleich hoch. Oft sieht man grosse Fische die Wasseroberfläche durchbrechen. Das Gefühl, die Fliege über den Fluss zu legen, im Wissen, dass da unten ein Fisch steht, unglaublich spannend. Letztes Jahr war es der Kollege, der eine prächtige Forelle in der Dunkelheit der Nacht fing, vielleicht bin ich ja dieses Jahr dran.

DIE ANKUNFT

Wir kamen Sonntagnachmittag so gegen vier an. Sobald wir uns eingerichtet hatten, sammelten wir uns draussen für die Fliegenwahl und um die Ruten fertig zu machen. Alle waren richtig fischgeil, so eilten wir zum Fluss. Der Wasserstand war gut und meine Schnurwahl fiel auf eine Floating / S3 und die Fliege meiner

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Wahl war eine klassisches Mörrumsmuster, die Ullsocke. Für diesen Trip hatten wir drei Angeltage. Wir wohnten in der Nähe des Flusses und konnten es uns frei aussuchen, wann wir fischen wollten. Es ist nicht nur die Fischerei, wegen der wir hierher kamen, sondern auch die Chance, sich einfach zu entspannen. Nach ein paar Durchgängen ist es schön, eine Pause von der Fischerei einzulegen, um mit Freunden ein Bier in der Spätsommersonne zu verköstigen und einfach nur seinen Urlaub zu geniessen. Die Mörrum hat sehr stark variierende Pools. Wo wir fischten, war der Fluss etwas ruhiger, mit einigen schneller fliessenden Partien. Es gab auch ein paar tiefe Nacken. Wir mussten uns nicht zusammenzwängen, sondern hatten viel Platz. Wir hatten sogar die gesamte Strecke für uns. Unter Freunden beschlossen wir uns für freie Fischerei, was aber immer noch bedeutete, dass man sich abwärts bewegen muss und nicht nur an einer Stelle verweilt. So wie es in den Empfehlungen von Kronolaxfiske geschrieben steht. Ich ging es ruhig an, da ich noch etwas müde von der Fahrt von Göteborg nach Mörrum war. Nach meinem Willkommensbier machte ich erst

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mal einen Spaziergang und schaute mir den wunderschönen Fluss an. Wo sollte ich meine ersten Würfe machen? Die besten Plätze waren natürlich schon an meine übereifrigen Freunde vergeben, die keine Zeit vergeudeten und direkt an den Fluss stürmten. Steigender Fisch Plötzlich sehe ich einen breiten Rücken die Wasseroberfläche durchbrechen, in der Mitte des Flusses ein wenig stromabwärts auf der Geraden. Der Fisch zeigte sich ruhig. Ich schlich mich vorsichtig an und wartete in Position. Warf quer über den Fluss und mendete stromabwärts, um die Fliege mit etwas mehr Geschwindigkeit zu präsentieren. Nicht die geringste Reaktion, der Fisch zeigte sich weiter mit ruhigen ”head and tails”. Ich beharkte den Fisch noch eine Weile, ohne Resultat. Ich sah eine Menge steigender Lachse, auf den gesamten Fluss verteilt, aber alle zeigten sich auf dieselbe ruhige Art und Weise. Die meisten Fische waren gross und gut konditioniert, frustrierend, wenn man es mit allen Tricks und Kniffen probiert. Plötzlich platscht es so richtig unten auf der Geraden. Die Kleinfische spritzen, wo der Lachs die Oberfläche durchpflügt. Grosslachs Ich watete näher und näher an den Fisch. Ich beobachtete noch drei- bis viermal, wie der Fisch sich auf dieselbe aggressive Weise zeigte, Bevor ich in Wurfweite kam, war ein Fliegenwech-

”Als Freunde entschieden wir, dass wir frei fischen würden.” sel fällig. Ich knotete die kleine 5cm lange orange/schwarze Fliege mit dem perlmutfarbenen Körper an. Genau die, die ich am Abend vor der Abfahrt gebunden hatte. Der erste Wurf ergab nichts, als die Fliege über den Standplatz fegte. Der Fisch war vielleicht noch etwas weiter unten, dachte ich und zog noch einen Meter Runningline ab. Als die Fliege zum zweiten Mal vorbei driftete, kam es zu einem plötzlichen Stopp. Ich spürte harte Schläge bis in den Griff meiner Rute. Der sitzt! Der Lachs ging fest entschlossen stromabwärts und dann wieder zurück auf seinen Standplatz. Ich drillte den Fisch auf Biegen und Brechen, mitten im Fight fummelte ich mein Handy raus und rief Oskar an, der weiter oben am Fischen war. Ich könnte hier etwas Hilfe gebrauchen! Ich drill hier einen Grosslachs! , sagte ich und legte noch etwas mehr Druck auf den Fisch. Oskar und die Jungs kamen herbeigeeilt und rechtzeitig, als der Lachs aufgab, war die ganze Gang versammelt. Rechtzeitig, um die Landung des ersten Lachses der Reise zu bezeugen. Ein Hammer Gefühl, ein prächtiges


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Lachsweibchen von zehn Kilo zu landen. Nach einigen schnellen Fotos und einer kleinen Ruhepause gleitete das Lachsweibchen mit neuen Kräften zurück in die Strömung. Nachbeben Wir waren alle euphorisch, aufgeregt und unheimlich froh, den ersten Lachs gelandet zu haben. Ich spürte meine Hände zittern und mein Herz klopfen. Mein erster Mörrumslachs und noch dazu persönlicher Rekord. Einige von uns machten eine Pause, um den Sieg auszukosten, zu geniessen, dass wir vor Ort waren und den ersten Fisch der Reise gelandet hatten. Definitiv ein guter Start! Wir diskutierten über Fliegen und was nachts so funktionieren könnte, schwarze Muddlers, darüber waren

”Die meisten Fische werden abends zwischen 5 und 8 Uhr gefangen.”

wir uns einig. Die Nachtfischerei gab ausser ein paar Zupfern nichts und so warfen wir gegen ein Uhr nachts das Handtuch.

TAG ZWEI Den Morgen darauf wachte ich ohne Wecker auf. Ein schönes Gefühl, so richtig ausgeschlafen zu haben und fit in den Angeltag zu gehen. Einige meiner Freunde waren schon früh auf, um sich 5:00 Uhr Plätze an den besten Pools zu sichern. Leider erfolglos, der Vormittag gab keinen einzigen Biss. So nutzten wir die wärmsten Stunden um Fliegen zu binden und über das Angeln zu plaudern. Aus der Fangstatistik der letzten Tage ging deutlich vor, dass die meisten Fische zwischen fünf und acht Uhr abends gelandet wurden. Mit anderen Worten, in der Dämmerung und natürlich befanden wir uns genau dann wieder vor Ort am Wasser. Der Anruf

von Oskar liess nicht lange auf sich warten, er hatte gerade ein schönes Lachsweibchen von 84 cm weiter unten auf unserer Strecke gefangen. Sauber! Ein magischer Abend Der Abend kam und das Licht wurde so magisch spannend. Es lag förmlich in der Luft, dass heute Abend noch was gehen sollte. Ich ging runter zum Nacken, wo ich tagsüber so einige Fische gesehen hatte. Mit Spannung leg ich meine Fliege über den Nacken und fast sofort reisst es an der Leine, mitten auf dem Nacken. FISH ON! Der Fisch haute so richtig in die Rute und machte ein paar ordentliche Fluchten durch den Pool. Ich machte gut Druck als der Fisch vor mir in dem dunklen Wasser stand und ein Tauziehen veranstaltete. Es gelang mir nach kurzer Zeit, den Lachs zu greifen, aber

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Fisch so hart ran wie er sich traute, nach einigen Minuten war der Kampf gewonnen und ein süsses kleines Lachsmännchen konnte gelandet werden. Quietschfidel konnte der Lachs wenig später weiterschwimmen.

selbst mit einem soliden Griff um die Schwanzwurzel konnte ich den Fisch unmöglich mit einer Hand halten. Simon kam zur Rettung, Ich ging ein paar Schritte zurück und mit einem beherzten Griff mit beiden Händen um die Schwanzwurzel konnte er den Lachs landen. Der Fisch machte einen wesentlich grösseren Eindruck als der vom Tag davor, aber wir schätzten auch hier so etwa auf zehn Kilo und sobald er wieder zu Kräften kam, glitt er zurück in den Fluss. Meine Hände zitterten wieder und ich war überglücklich, noch einen Grosslachs gefangen zu haben. Jetzt konnte ich richtig entspannen und eine ruhige Kugel schieben. Ich war durch und durch glücklich, zwei kapitale Lachse an zwei Abenden Angeln. Auch an diesem Abend beendeten wir die Fischerei so gegen halb neun, wir entschieden, eine Pause einzulegen und es in der richtigen Dunkelheit nochmal auf die nachtaktiven Meer­forellen zu probieren, die in der Mörrum lauern. In der Zwischenzeit, ruhten wir uns um ein Feuer und über gegrillten Würstchen aus und philosophierten über allerlei Unwichtigkeiten. Leider ergab dieser Abend auch

keine weiteren Fänge. Ein paar Zupfer, aber keine krummen Ruten. Aber was macht das schon, wenn man unter guten Freunden ist.

TAG DREI Wir hatten uns gut verteilt, sowohl platz- als auch zeitmässig. Wir fischen immer relativ frei auf unseren Reisen, keine morgendliche Aufstellung, bevor es ab an den Fluss geht. Oskar, der den Tag zuvor einen Fisch landen konnte, war wieder zurück am Tatort und konnte noch einen Lachs zum Biss verleiten. Ein richtiges Brett von einem Herbstlachs, mit einem stattlichen Haken als Unterkiefer. Der Fisch ging wie ein Berserker durch den Pool und es gab einen wahnsinnigen Fight. Leider schlitzte die Fliege in letzter Sekunde der Landung aus. Noch einige meiner Kollegen hatten gute Fischkontakte, ordentliche Rucke an der Fliege, aber kein Ergebnis. Weiter oben schrie Simon: FISCH!!! Ich rannte, so schnell ich konnte. Perfekt! Ich sah, wie nervös Simon war, den Fisch zu verlieren. Dies könnte sein erster Lachs werden. Er nahm den

Wohlverdiente Pizza Nach Simons Fisch waren wir uns einig, dass alle eine Pause brauchten und wir unseren Hunger stillen mussten. Die örtliche Pizzeria ist so etwas wie eine Tradition für uns. Eine herzhafte Kebab Pizza schlägt selten fehl beim Lachsangeln. Nach dem Essen ging es zum lokalen Angelgerätehändler. Wo an Verbrauchsmaterial, wie Fliegen, Vorfächern und Schnüren aufgerüstet wurde. Die Jungs hinter dem Tresen hatten die letzen Tage auch gut gefangen und erzählten uns von gelandeten Meerforellen und Lachsen. Es ist immer gut die Lokalbevölkerung um ein paar Spezialtips zu erleichtern.

DER LETZE ABEND Zurück am Fluss verteilten wir uns strategisch über unsere Strecke. Meine Hoffnung war, dass einer der Jungs auch endlich einen kapitalen Lachs zu spüren bekommt. Obwohl sich alles besten anfühlte, war für uns an diesem Abend kein Blumentopf zu gewinnen. Einige von uns fischten sogar bis spät in die Nacht, ohne Glück. Mich überkam die Müdigkeit irgendwann und mir kam die geniale Idee mich zwei Stunden aufs Ohr zu hauen und dann eine Stunde vor dem Morgengrauen nochmal einen Angriff zu starten. Ich hatte mir ja ein paar faule Morgen gegönnt und hatte das Gefühl, dass ich den letzten Morgen nicht schleifen lassen sollte. Wenn die Elfen tanzen Der Wecker klingelte und ich hörte, dass meine Freunde die Nachtfischerei


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aufgegeben hatten. Ich schlich mich raus und sprang in meine Wathose. Der Morgen war kalt, der Fluss dampfte, ein magischer Anblick im ersten Licht des Tages. Als würden Elfen über den Pool tanzen. Fast etwas unheimlich, so ganz allein am Fluss entlang zu laufen. Die Fische lassen sich nachts oftmals etwas runter treiben und stellen sich gern mitten auf den Nacken. Ich hatte ein gutes Gefühl, als ich mich dem Nacken näherte, an dem ich zwei Tage zuvor meinen zweiten Grosslachs gefangen hatte. Die Fliegenwahl war selbstverständlich, die Signefliege, die mir die andern beiden Fische beschert hatte. Ich watete vorsichtig in Wurfposition. Der Pool lag vor mir wie ein Spiegel und ich dachte mir noch, das sollte ich ganz vorsichtig angehen. Ich fing ein Stück vor dem Standplatz an, so dass meine Fliege gerade so den Platz abdeckte. Ich fischte die Fliege schnell und mendete wieder stromabwärts. Im vierten Wurf spürte ich plötzlich eine leichte Vibration in der Schnur und dachte mir noch, war das ein Fisch? Dann wurde die Schnur auch gleich stramm. Der Lachs machte als aller erstes einen riesen Luftsprung, das Wasser spritzte in alle Richtungen. Ich konnte meinen Augen kaum glauben, hatte ich noch einen Grosslachs gehakt?! Der Lachs schoss den Pool hoch und runter. Der Platz war alles andere als ideal um einen Fisch zu landen. Deshalb rief ich die Jungs an. Nach längerem Klingeln, antwortete mir ein verschlafener Daniel: ”Bist du am Drillen oder was?” ”JAAAAAAAA!!!” Während ich den Lachs drillte, hörte ich schnelle Schritte am Fluss, die ganze Bande kam angerannt. Nach einer Weile kam der Lachs endlich bei und mit einem beherzten Griff um Schwanzwurzel konnte ich ihn landen. Der Lachs wog 12kg und war der fünfte Fisch der Reise. Verrückt, Ich hatte meine persönliche Bestmarke zum dritten Mal in drei Tagen verbessert. Wir fischten den Morgen noch aus, aber für uns war nichts mehr zu holen. Wir waren so und so happy, fünf Lachse auf acht Mann verteilt und alle hatten Kontakt mit Fisch. Eine erfol-

greiche Reise, muss man sagen! In unserer Gruppe haben wir eine Tradition, einen Wanderpokal. Den durfte ich jetzt behalten, bis zur nächsten Reise und meinen Namen neben einem 12 kg Lachs eintragen. Mit dem Preis kommt natürlich auch eine Verpflichtung - der Gewinner muss ein Bad nehmen, unabhängig von Wetter oder Jahreszeit. Also blieb mir nichts

anderes übrig, als mich in den Fluss zu werfen. Nur Glück, dass es Herbst war und wir nicht zur Frühjahrsfischerei da waren. Eine Lachsangelreise mit guten Freunden und gutem Essen, ist so viel mehr als nur Urlaub. Es sind Erinnerungen, von denen man das ganze Jahr lebt. Wir waren uns einig, dieser Trip musste wiederholt werden!

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Wusstest du, dass…?

Die Fallhöhe der Mörrum vom Ursprung bis zur Mündung ist 252 Meter, vom Boskvarasjö gerechnet.


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Wusstest du, dass…?

Der grösste Lachs, der je in der Mörrum gefangen wur­ de, wog 26,74kg und wurde mit einer Fliege im Pool 1 gefangen.


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KHK 13 Eine Fliege für alle Situationen Das erste Licht des Tages sah die KHK 13 im Sommer des Jahres 1996. Zu diesem Zeitpunkt war das Muster noch namenlos und nur in einigen wenigen Fliegendosen zu finden. Es war das Ziel eine Fliege zu binden, die einige der besten Muster der Mörrum zu einem einzigen vereinen sollte. TEXT Ulf Sill BILDER Alexander Knutsson

E

ine der besten Lachsfliegen auf der Welt ist die klassische Black Bear Red But und ein wiederkehrendes Merkmal genau dieser Fliege findet man in vielen anderen Mustern wieder – eine schwarze Schwinge, eine schwarze Hechel, einen schwarzen Körper und den namen­ gebenden roten Körperabschluss, den blutroten Butt. Auch die KHK 13 hat einige dieser Merkmale geerbt und unterscheidet sich von der erstgenannten hauptsächlich durch den blauen Dubbingkörper. Die Farbe blau ist eigentlich nicht sehr verbreitet an den Ufern der Mörrum und dennoch gehören Muster im Stile der ’Thunder & Lightning’ während grossen Teilen der Saison zu den absoluten Favouriten. Heimliche Muster Unter den 80er und frühen 95er Jahren war es sehr beliebt den in grossen Mengen aufsteigenden Sommerlachsen mit Varianten der der unschlagbaren Ullsock, ”der Wollsocke”, nachzustellen. Eines war allen dieser ’geheimen’ Muster gemeinsam – blaue Komponenten, meistens in Form einer solchen Fronthechel! Also ein weiterer Grund etwas mehr mit der Farbe Blau zu experimentieren! Mit Einzug der syntetischen Produkte und vor allem der unterschiedlichsten Sorten von Flash und Dubbing

öffneten sich neue Welten für alle Lachsfliegenbinder und der Fantasie waren keine Grenzen mehr gesetzt! Für viele war der Einzug des Angelhairs ein Traum, der in Erfüllung ging und auch heute sind noch viele Dubbings, die wir unter diesem Zeitraum entwickelten genauso beliebt wir vor fast 20 Jahren. Eines davon ist das Angelhair Dubbing der KHK 13 – eine Mischung aus unterschiedlichen Blautönen mit einem leichten Einschlag von anderen Metallikfarben. Den Namen erhielt die KHK13 am 28. Juli 1998! Ich erinnere mich noch wie heute an den fantastischen Sommerabend in Pool 17 und meine Freude über die bis dahin grösste gefangene Meerforelle der noch jungen Meerforellensaison. Der 11kg schwere Meerforellenmilchner sollte jedoch nur kurzfristig der grösste Fisch der Saison bleiben – 6 Stunden später wurde eine Meerforelle von über 13 kg in dem Fangjournal verewigt, gefangen von KarlHeinz Kleine, eingetragen in Pool 29 und gefangen auf … Ja, raten Sie! Seit dem Tage heisst diese Fliege KHK 13. Neben der aussergewöhnlich grossen Meerforelle von 13 kg steht die KHK13 noch für eine Reihe anderer spektakulerer Fänge, unter anderem fing Markus Zimmer seinen fast 21kg schweren Blanklachs auf das gleiche Muster. Da die No 1 des Flusses die Ullsock ist war es eine Selbstverständlichkeit dieses Muster auch als Ullsock zu bin-

den und der Erfolg war außergewöhnlich! Ich selbst erinnere mich am besten an einen Nachmittag in Pool 15 auf der westlichen Seite. Branko Petrovic und ich befischten die Steine, die man mit langen Würfen von der oberen Brücke erreichen kann. Ein Lachs zeigte sich an der ’richtigen Stelle’ und verfolgte mehrmals Branko’s braune Ullsocken, ohne zu nehmen. Als ich an die Reihe kam war es selbstverständlich ein ähnliches aber gleichzeitig unterschiedliches Muster zu wählen. Eine schwarze Wollsocke musste her und da fiel mir meine neue Kreation mit dem blauen Dubbingkörper ein. Es erfordert immer eine gewisse Überwindung ein neues Muster zu testen wenn es wirklich ‘darum geht’ – es war ja ein aressiver Lachs im Pool! Mit ein bisschen Glück, dem richtigen Wind und trots der Lachsnervosität landete die Fliege im ersten Versuch an der richtigen Stelle und Sekunden später sah man eine grosse Bugwelle hinter der Fliege und im gleichen Augenblick merkte man das schwere Gewicht eines grossen Lachses am anderen Ende der Leine! Die KHK13 Ullsock funktion­ ierte und leider werde ich niemals erfahren ob der Blanklachs auch eine andere Fliege genommen hätte… Im Laufe der Jahre kamen immer mehr Varianten dieser Fliege hinzu und mittlerweile fische ich das gleiche Muster vom ersten bis zum letzten Tag der Saison - am Tage, nachts, im Süßwasser, im Meer und in vielen anderen Flüssen. Es ist meine Überzeugung, dass es besser ist EIN Muster in verschieden Grössen, Gewichten und Materialien zu haben als viele unterschiedliche Muster ohne Variation. Neben den unterschiedlichen Beissfliegen ist die KHK13 eine meiner 5 Standardfliegen für die Mörrum. UMBLÄTTERN


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Mörrums Kronolaxfiske 2015

Küstenfliege auf Einzelhaken.

Sommerfliege auf Doppelhaken.

Muddler für die Herbst­fischerei auf Meerforellen.

Gummibeinfliege mit selbstleuchtender Tube und UFO – Disk. Eine sichere Wahl für die nächtliche Meer­ forellenfischerei.

Ullsock mit einer Messingperle, die den Haken gut balanciert.


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Mörrums Kronolaxfiske 2015

Meerforellenfliege für die Nachtfischerei auf Meerforelle mit einer Zonker-Schwinge aus Fuchs.

Flashfliege für trübes Wasser.

Frühjahrsfliege

auf einer Metallic-tube.

Meerforellenfliege

auf einer Plastiktube mit einer Fronthechel vom Pfau.

Das Original Das klassische Muster gebunden auf US Tube mit einer Schwinge aus Fuchs.

Sommerfliege mit einer Opossum-Zonker Schwinge.

Minitube mit einer 5 mm Messingperle für eine bessere Bewegung im Wasser.


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Wusstest du, dass…?

Die grösste Meerforelle, die je in der Mörrum gefangen wur­ de, wog 14,8kg und wurde mit Spinner im Pool 15 gefangen.

Mörrums Kronolaxfiske 2015


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Mörrums Kronolaxfiske 2015

bester Mörrums

Meerforellenfischer

Als ich mich nach Allan erkundigte, merkte ich, dass er ein bekanntes Gesicht in Mörrum war. Auf jeden Fall unter den Anglern! Beschreibungen wie, ”ohne Zweifel, der beste Meer­ forellenfischer in Mörrum“ , oder ”vielleicht der beste Werfer“, waren üblich! Sein Gesicht ist auch durch den Flugfiskeshopen im Laxens Hus bekannt geworden, wo er arbeitet. TEXT UND BILDER Alexander Knutsson

I

ch traf Allan… in seinem Haus an einem Tag im Februar. Wir wollten am Fluss spazieren gehen und das Interview dort führen, aber als ich nach Mörrum kam, verdunkelte sich der Himmel und der einzige Schneefall im Februar begann. Dicke, feuchte Flocken, so gross wie Schneebälle fielen vom Himmel. Wir beschlossen, das Interview in seinem Haus zu führen. Ein grosses Haus direkt am Pool 17 und ein Grundstück, das bis an die starke Strömung reichte. Ein Traumhaus für einen Meerforellenenthusiasten wie Allan. Von den Fenstern des Obergeschoss kann man jedes Schauspiel im Pool verfolgen und während der Angelsaison kann man im Morgen­ rock hinuntergehen und ein paar Würfe versuchen, bevor man sich dem Tagesgeschäft widmet, was er selbstverständlich auch oft macht. Ich merke im Laufe des Interviews, dass ich hier richtig bin. Der Zaun des Grundstücks ist eine Sonderanfertigung, mit einem symbolisiertem Fisch aus Eisen, ähnlich dem Logo der bekannten Marke G-Loomis. Allan kocht Tee und wir setzen uns an den Küchentisch. Wir fangen mit etwas Smalltalk an, wie man es über das schlechte Wetter macht und tauschen einige Freundlichkeitsphrasen aus. Er ist ein netter Kerl und scheint unheimlich freundlich zu sein. Allan erzählt, dass er als Jugend- und

Kinderpädagoge gearbeitet hat, bevor er sein Hobby zum Beruf machte. Ich kann mir vorstellen, dass er das richtig gut gemacht hat. Aber, dass er so ebenso gut war, wir er jetzt darin ist, Meerforellen zu fangen, kann ich dann doch nicht glauben, weshalb wir als Fliegenfischer glücklich über seinen Karrierewechsel sind. Heute arbeitet er im All Fly Mörrum Fiskeshopen im Laxens Hus, dessen Besitzer sein Freund Lars Terkildsen ist. Allan guidet einen Teil seiner Zeit und hat früher auch für einen der renommierten Hersteller in der Fliegenfischer-Branche gearbeitet. Allan ist Däne, geboren und aufgewachsen ist er 50 km südlich von Århus in Jütland, aber er wohnt in Mörrum seit 2004. Auf die Frage, wie er schliesslich in Mörrum gelandet ist, beginnt die Geschichte aber schon in 1990. – Ich glaube, dass es 1990 war, als ich mit Freunden am Vänern war, um dort das Trollingfischen auszuprobieren, was aber nichts für mich war, beginnt er und setzt fort. Es ging ein stürmischer Wind und wir waren ein paar Boote, die sich zurückziehen mussten. In einem davon sass Lasse. Wir unterhielten uns natürlich viel über die Fischerei und vereinbarten, uns im folgenden Jahr hier in der Pukaviksbucht zu treffen, um auch hier zu trollen. Gesagt, getan und im nächsten Jahr kam ich hierher. Lars

war schon einige Male hier gewesen, aber wohnte zu dieser Zeit noch in Kopenhagen. – Auch diese Mal war der Wind gegen uns und wir könnten nicht in die Bucht hinaus. Lasse zeigte mir dann den Fluss, jedoch hatten wir keine Angelausrüstung dabei, da wir auf eine andere Fischerei vorbereitet waren. Das war das erste Mal, dass ich hier war und ich spürte sofort ein richtiges Verlangen nach den Lachsen und Meer­forellen der Mörrum, erzählt Allan in seinem breiten Dänisch und mit einem Lächeln auf den Lippen. Trotz des Verlangens nach den Meerforellen der Mörrum dauerte es ganze sechs Jahre, bevor er wieder hier war, diesmal mit der Ausrüstung für den Fluss und nicht für die Pukaviksbucht. Er hatte vorher Lars angerufen, der gerade ein Haus 10 km oberhalb des Laxens Hus gekauft hatte. In drei Tagen fing er zwei Lachse und eine Meerforelle und war dem Fluss verfallen. Er besuchte danach den Fluss jedes Jahr und war immer wehmütig, wieder an seine dänischen Angelgewässer zurückfahren zu müssen. Im Jahr 2004 beschloss er, hierher zu ziehen und seit damals, hat er fast jeden Tag im Fluss gefischt. – Ich fische ebenso gerne heute noch, wie ich es getan habe, als ich hierher zog. Ein paar Stunden vor oder UMBLÄTTERN


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Mörrums Kronolaxfiske 2015

nach der Arbeit! Sobald die Verhältnisse für eine blanke Meerforelle gut sind, bin ich draussen! – Sind es nur die blanken Meerforellen, die dich ansprechen, frage ich ihn! – Ja, ich habe eine Vorliebe für die Blanken! Selbstverständlich finde ich auch die Fischerei auf Mai-Lachse spannend , aber etwas an der Meer­ forelle fasziniert mich mehr, antwortet Allan und macht eine Pause, bevor er fortsetzt. Der Lachs stellt sich in die Sonne und sagt, schau mich an, wie gross und fein ich bin! Aber die blanke Meerforelle ist scheuer , was ich sehr interessant finde! ”Der Lachs stellt sich in die Sonne und sagt, schau mich an, wie gross und fein ich bin!” Kennt die Gewässer Nachdem wir eine Weile am Tisch gesessen sind und unseren Tee geschlürft haben, steht Allan auf, um an der Hintertür eine Zigarette zu rauchen. Ich bleibe sitzen, bis ich ihn rufen höre, – Hier unten habe ich ein paar feine Forellen gefangen. Ich schaue zu Allan und sehe ihn, hinunter zum Fluss zu zeigen. Sein Grundstück grenzt an die alte Räucherei, jetzt die Mörrum River Lodge und endet vorne an der Brücke, wo der Kungsforsen beginnt. Er erzählt von einem Sommerabend, als seine Familie aus Dänemark hier war. Nur in Unterwäsche bekleidet ging er nochmal zum Fluss hinunter, um ein paar Würfe zu machen, bevor er ins Bett gehen wollte. – Da ist eine Felskante, die parallel zum Grundstück, einige Meter vom Ufer entfernt, verläuft. Da steht immer eine Forelle, die sich von der Anstrengung, den Kungsforsen überwunden zu haben, ausruht. Allan erzählt weiter nostalgisch über jenen warmen Sommerabend, der sich, bei dem heutigen Wetter, lange zurück anfühlt. Er weiss genau, wo sich die Kante befindet und er weiss ebenso gut, wo er seine Fliege platzieren muss, selbst in pechschwarzer Dunkelheit. Als seine Fliege die Felskante erreicht hat, spürte er den Zug an seiner Rute. Eine prächtige, grosse Forelle hatte seine Fliege genommen, sprang aus dem Wasser, bevor sie wie ein Teufel durch den ganzen Pool schoss. Richtigerweise wurde auf der anderen

Man sagt, dass Allan einer von Mörrum‘s besten Werfern ist.

Seite des Flusses eine Stirnlampe angemacht, dann noch eine und noch eine weitere. Allan dachte, er wäre alleine im Pool, aber auf der anderen Seite standen nun drei Fischer, die herausfinden wollten, was gerade passierte. Ihnen gegenüber stand Allan, nur mit Slip und T-Shirt bekleidet, eine Zigarette im Mund und - einer Forelle am Haken! ”Allan dachte, er wäre alleine im Pool, aber auf der anderen Seite standen nun drei Fischer, die herausfinden wollten, was gerade passierte. Ihnen gegenüber stand Allan, nur mit Slip und T-Shirt bekleidet, eine Zigarette im Mund und – einer Forelle am Haken!” Er erzählt, dass der Platz richtig gut ist, aber am besten, wenn der Wasserdurchfluss bei 30 Kubikmetern pro Sekunde liegt, bei weniger Wasser verziehen sich die Fische auf die andere Flussseite. Optimale Bedingungen Ich nutze die Gelegenheit und frage ihn, was nach seiner Meinung die optimalen Verhältnisse für das Forellenfischen an der Mörrum sind. Er denkt eine Weile nach, bevor er antwortet. – Hmm, wenn wir eine Wassertemperatur von unter 17 Grad haben, mit

einem Wasserdurchfluss von 8 bis 15 Kubikmetern, irgendwann zwischen dem ersten August und Mitte September. Da lohnt es sich wirklich, seine ganze Zeit am Fluss zu verbringen. – Passiert es manchmal, dass man solche Verhältnisse hat, wo alles perfekt ist? frage ich. – Nein, antwortet Allan stumm. Aber wenn es passiert, muss man dabei sein! – Und wie sehen die optimalen Verhältnisse dann für Lachs aus? Setze ich fort und schreibe alles mit. – Ende Mai, Wassertemperatur bis 16 Grad mit einem Durchfluss von 25 bis 40 Kubikmeter! Das wäre in meinen Augen das Optimum für Lachs! antwortet er und blickt über den Fluss. – Also heute keine optimalen Verhältnisse, lache ich und schreibe gerade die letzten Zahlen von Allan auf! Wir gehen hinein und setzen uns wieder an den Tisch. Allan füllt meine Tasse wieder mit warmem Tee und schiebt die Kuchendose herüber. – Hast du dich nie für das Fischen auf Bachforellen interessiert, so in der Art, wie in den Bergen gefischt wird? frage ich und nehme einen Biss von einer Art Kuchen mit Schokoladenfüllung. – Nein, nicht das Fischen im


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Mörrums Kronolaxfiske 2015

Gebirge, aber ich habe viel auf Bachforellen in den Fliessgewässern in Dänemark gefischt, aber die werden ja nicht so gross, antwortet er. – Ist es nur die Größe, die zählt? setze ich fort und höre, dass dies eine Frage ist, die oft gestellt wird, aber weniger im Zusammenhang mit der Fischerei. – Wohlkonditionierte Fische, ich bin auf richtig wohlkonditionierte Fische aus, aber die dürfen gerne auch gross sein! – Hast du mit den Jahren viele Meerforellen und Lachse gefangen? – Ja, das waren wohl eine Menge, früher hatte ich ein Fangbuch, in das ich alles über die Fangplätze eingetragen habe, was für Windverhältnisse waren, Temperatur, Wetter, Luftdruck, ja alles. Selbstverständlich habe ich auch alle Fänge eingetragen. – Wo hast du das? Kann ich das sehen? Unterbreche ich ihn aufgeregt. – Ich habe das Fangbuch wegge­ worfen, als ich 2.500 Fische eingetragen hatte. Da hatte ich das Gefühl, dass ich meine Gewässer jetzt kenne. Dies war lange, bevor ich nach Mörrum umgezogen bin. Ich fand, dass ich das Buch nicht mehr länger brauchte, vielleicht etwas dumm, es wegzuwerfen, denke ich jetzt im Nachhinein auch. – Du hast es weggeworfen, frage ich traurig. Ein solches Buch wäre phantastisch gewesen, wenn man darin blättern dürfte. Ein Mann, der sein Leben lang wie verrückt Meerforellen gefischt hat und über 2.500 Fänge dokumentiert hat. Gewiss, er sagte, dass 99% davon an Dänemark’s Küsten gefangen wurden, aber trotzdem, es wäre spannend gewesen, auch zu sehen, wie sich seine Aufzeichnungen entwickelt haben. Ebenso wie sich die Fangstatistik mit den Jahren entwickelt hat. Man hätte sicher ein deutliches Muster erkennen können, wie seine Kenntnis der Gewässer und die Erfahrung die Fänge vergrössert haben. Das wäre interessanter Lesestoff gewesen! – Seit damals habe ich keine Aufzeichnungen mehr über meine Fischerei gemacht, setzt Allan fort. Aber ich habe vielleicht ein paar hundert Lachse gefangen und selbstverständlich wesentlich mehr Meerforellen, ja, über 2.500 in jedem Fall, lacht er. – Hast du auch einige Traumfische gelandet ?

– Traumfische und Traumfische, klar, dass einige Fische mehr Platz in den Erinnerungen einnehmen als andere. An meinen ersten Blanklachs kann ich mich noch gut erinnern, auch an den ersten Blanklachs über 10 kg. Das war eine komische Geschichte mit dem, antwortet er und schält um auf ”storymode”. – An einem Tag im Juni war ich ganz allein am Pool 15. Ich hake einen Fisch, der sofort beginnt, 200 m stromauf zu schiessen, um dann wieder zu drehen. Ich beginne wie verrückt, die lose Schnur einzukurbeln und glaube, dass ich ihn verloren habe. Plötzlich sehe ich vor meinen Füssen einen schönen Lachs und in dem Moment habe ich wieder Kontakt zum Fisch. Der Lachs, der sich nach seiner ersten Flucht vor meine Füsse gestellt hat, rauscht wieder hinaus in den Fluss und der Kampf ging weiter. Ich nehme mein Telefon und rufe Markus Zimmer, einen Freund, an, um zu hören, ob er in der Nähe ist und mir helfen kann, den feinen Lachs zu landen. Er guidet gerade ein paar Deutsche und hat mit denen bereits einen getrunken, also kann er nicht mehr Auto fahren. Als ich das Telefon wieder in die Tasche stecken will, fällt es mir in den Fluss. Ich schaffe es gerade, es zu erspähen, als der Lachs eine weitere Flucht beginnt und ich trete das Telefon in den Boden. Ich habe den Lachs zum Schluss dann gelandet und konnte mit meinem ersten Blanklachs über 10 kg stolzieren, genauer gesagt, hatte er 10,8 kg. – Ich habe auch ein richtig tolles Meerforellenweibchen mit 92 cm gefangen, direkt hier unten im Garten. Das ist wohl die schönste Meerforelle, die ich jemals gefangen habe, in Topkondition und silberblank! Die habe ich immer dabei, sagt Allan und zeigt auf seinen Kopf. – Hattest du da auch nur Unterhosen an? frage ich und lache. – Ja, praktisch war das auch so, lacht Allan zurück. Das war ein warmer Sommerabend, ungefähr 5 vor 12, erinnere ich mich. Zu dieser Zeit durfte man nur bis Mitternacht fischen und ich ging runter, um vorher noch ein paar Würfe zu machen. Ein unglaublich schöner Fisch war das, ein feines Silbertorpedo. Wir setzen unsere Konversation fort, während wir in Allan’s ”Angelzimmer”

gehen. Ein Raum, der nur seiner Angelausrüstung und dem Fliegenbinden gewidmet ist. Da steht eine Vitrine an der Wand, die proppenvoll mit Fliegenrollen der verschiedenen Hersteller ist. Daneben steht ein Rutenständer, in dem Angelsets für alle Situation vorbereitet sind, manche in zweifacher, ja sogar in dreifacher Ausführung. An einer der Wände hängen sicher an die hundert Fliegenschnüre, es gibt Kisten und Schubladen, gefüllt mit Bindematerial und Fliegen und vor dem Fenster steht ein Schreibtisch. Ein herrliches Angelzimmer, in dem man als Angler gerne in jeder Schublade und jeder Kiste wühlen wollte! – Schade, dass das Wetter so schlecht ist, sonst hättest du da unten ein paar Würfe zeigen können und die Felskante, von der du erzählst, wo du deine Sommerforellen immer in Unterwäsche fängst. Wäre toll gewesen, ein paar Bilder von dir in Aktion zu schiessen, sage ich und weiss, dass Allan zu freundlich ist, diese versteckte Anfrage zu ignorieren. Allan ist ein paar Sekunden still, während er zum Fenster hinaus auf den herunterfallenden Schnee schaut. – Aah, es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung, sagt er und grinst. Ich sollte nur eben noch eine Zigarette rauchen. Wir treffen uns auf der Rückseite, dann gehe ich in den Keller und zieh mich um. Ich gehe sein Grundstück hinunter zum Fluß. Es ist viel Wasser im Fluss, sicher 55 Kubikmeter, so kann man nicht den Schatten der Felskante erkennen, über die er gesprochen hat. Allan kommt herunter mit einer schönen, roten Rute in der Hand und einem Wollfaden am Vorfach. Es ist kalt heute und nass, der Schnee fällt, wie gesagt und ich fühle mich fast etwas schlecht, weil ich ihn dazu bewegt habe, bei dem Wetter ein paar Demowürfe am Fluss zu zeigen. Aber Allan versteht, dass ich gerade jetzt ein paar Bilder brauche, nun, wo das Wetter es uns so eingerichtet hat. Er zieht die Fliegenschnur von der Rolle und mit einem einzigen, majestätischen Schwung schickt er seinen Schusskopf über den ganzen Fluss. Als die Schnur sich in Richtung unseres Ufers biegt, sagt Allan mit Spannung in seiner Stimme, – Wäre es jetzt Mitte August, 30 Kubikmeter und 15 Grad im Wasser, hätte es geknallt, genau…DA!


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Mörrums Kronolaxfiske 2015

Mörrum’s verborgene

Schätze

Lachs und Meerforelle in allen Ehren, aber die Mörrum verbirgt viele Schätze. Unter anderem krokodilgrosse Hechte und mächtige Zander.

TEXT UND BILDER Alexander Knutsson

T

ausende und abertausende von Anglern und Fischern haben sich an der Wasseroberfläche der Mörrum gespiegelt. Oft sind sie es, die das Land und den Ort besuchen, um die enormen Lachse und die grossartigen Meerforellen der Mörrum zu fangen. Leicht zu verstehen, wo doch die weltgrösste Meerforelle mit 18,36 kg und Lachse mit einem Gewicht über 25 kg hier gefangen wurden. Doch all die anderen Arten, die im Fluss zu Hause sind, bleiben im Schatten dieser Silbertorpedos. Die Mörrum ist ein unerforschtes Paradies für Specimen-Fischer und Raubfischangler. Ich habe gehört, dass, zum Bedauern der Lachsangler, grosse Döbel ihre Lachsfliege genommen haben, die man dann wieder zurückgesetzt hat, ohne darüber nachzudenken, wie enorm gross sie doch waren. Ebenso grotesk wie mit dem Aland, der auch ein Döbel hätte sein können, die Lachsangler sehen sie als nichts anderes, als einen Weissfisch. Doch die Hechte im Fluss und auch der Zander wurden in letzter Zeit mehr und mehr bekannt. Aber mit enorm grossen Krokodilen, mit einem höheren Durchschnittsgewicht als in allen Gewässer, in denen ich sonst geangelt habe, ist die Mörrum ein Paradies für diejenigen, die wirklich grosse Fische fangen wollen. Der Zander, der allgemein bekannter ist, ist seit einigen Jahren auch eine Klasse

für sich. Vor ungefähr drei Jahren hat ein deutscher Fliegerfischer an einem sehr populären Lachs- und Meerforellen-Pool gefischt. Es war ihm gelungen, einen Fisch zu haken und zu landen, bei dem viele Sportangler ihre Augenbrauen erhoben. Einen Zander mit einem stolzen Gewicht von 7,2 kg! Dass es Zander in der Mörrum gibt, wusste kaum jemand. Es gab hin und wieder Gerüchte, die alle paar Jahre kamen und gingen, über Zanderfänge im oberen Teil des Flusssystems der Mörrum. Dass aber in diesen feinen Lachsstrecken Zander in dieser Dimension schwammen, glaubte man doch niemals. Das machte eine kleine Menge von Anglern neugierig und gab ihnen die Leidenschaft, die ihnen noch viele spätere Sommerabende echte Freude bereiten sollte. Nachdem ich nun dieses Magazin seit drei Jahren herausgebe, hat es sich ergeben, dass ich einige Male aus verschiedenen Anlässen an der Mörrum meine Freizeit verbracht habe. Ich bin an allen Arten interessiert und bin nicht darüber glücklich nur Geschichten über den Lachs oder die Meerforelle zu hören, von denen die das Privileg haben, innerhalb der Sportfischerei am Fluss auch zu arbeiten. So kam ich in Kontakt mit Ulf Noreman. Ulf ist „Testangler“ für Kronolaxfiske und hat absoluten Einblick über alle Arten. Er ist ein echter Specimenangler und

auch noch dazu ein Guter. An der Mörrum auf der Höhe von Pool 5 wohnt er seit 24 Jahren, ist geboren und aufgewachsen am Fluss. Er kennt jede Vertiefung hinter jedem Stein und alle vorkommenden Arten. Der Zander in der Mörrum war für mich sehr intressant und meine Neugierde wurde natürlich immer grösser mit jedem Fangbericht von Ulf, wie gross und wie schwer und wie viele es waren. Er hat einige Zander in den letzten drei Jahren in der Mörrum gefangen, obwohl die richtig Grossen eher relativ selten waren. Einige Fische von rund 5 kg und eine grosse Anzahl zwischen 1,5 und 3,5 kg, wovon es im Fluss offensichtlich genügend gibt. Mit einem Spitzengewicht von 6,7 und 6,9 kg im letzten Sommer 2014 waren es die grössten Fische, die er austricksen konnte. Alle mit einem Köderfisch gefangen. Als der Sommer 2014 kam und die Temperaturen anfingen, zu steigen, bat ich Ulf, sofort etwas von sich hören zu lassen, sobald ein Zanderfang gemeldet würde. Ich rief fast jede Woche ungeduldig an und bekam jedes Mal die gleiche Auskunft. Es gab niemand, der auf Zander fischte. Für die Specimenangler standen andere Arten auf dem Plan. Der Zander musste ganz einfach warten. Einige Wochen später rief er mich an und teilte mir mit, dass er nun selbst einen Versuch gestartet hatte und Mörrum’s grössten Zander aller Zeiten gelandet hatte. Ein Prachtstück mit 7.474 gr, 90 cm lang hatte er sanft gedrillt und vorsichtig wieder in sein bezauberndes Heim zurückgesetzt. Am nächsten Wochenende packte UMBLÄTTERN


Ulf Noreman mit einem phantastischen Mörrumshecht im Frühling 2014. Ganze 119 cm lang und 15,73 kg schwer!

Wusstest du dass…?

­ Die niedrigste Fließgeschwindig 1937 am de wur rum keit der Mör 10-25 gemessen. Da lag sie bei 1,3 m3/s. Die durchschnittliche Fließgeschwindigkeit liegt bei 27,3 m3/s.

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Bilder: Jonke Höglund

Mörrums Kronolaxfiske 2015


26 ich mein Auto, natürlich wie gewöhnlich, mit viel zu viel Ausrüstung, viel mehr als ich brauchte. Ich war vier Tage am Fluss auf der Jagd nach Zander, aber hatte wirkliches Pech mit dem Luftdruck und der Temperatur. Es gab ein kräftiges Tief mit Gewittern und der Regen störte mich zwei Tage. Die Fischerei war träge, aber am Ende schlug das Wetter um und es versprach, noch ganz gut zu werden. An diesem Abend ist es mir gelungen, zwei Zander mit rund 3 kg zu haken. Ich verlor einige mehr und deutlich grössere, zu gross sind wohl immer die, die man verliert? Der Biss war plötzlich und aggressiv, aber es gelang mir nicht, den Fisch

Fredrik Jadeland posiert mit einem Hecht 15,9 kg schwer und 122 cm lang.

”Die Mörrum kann heute als einer von Schweden‘s heissesten Orten für grosse Hechte gelten.”

Mörrums Kronolaxfiske 2015

zu haken. Oft war der Köderfisch, den ich als Köder benutzte, aufgeschnitten oder total massakriert. Am Tag danach gesellte sich Ulf zu mir und konnte in der Dämmerung einen sehr schönen Zander mit ca. 4,5 kg landen, mit dem wir uns zufrieden gaben. Nach vier Tagen Angeln war man ganz schön geschafft und ich hatte ja noch einige Autostunden vor mir bis nach Hause. Ich war in diesem Sommer nicht mehr am Fluss, auf jeden Fall nicht, um Zander zu fangen. Ich wartete und sehnte mich nach dem Hechtfischen im Herbst, das auch ein Teil dessen war, was ich am Fluss ausprobieren wollte. Zeitig im Frühjahr 2014 hatte Ulf mich an einem Tag genau bei Einbruch der Abenddämmerung angerufen. Da war ein aufgeregter Mann am Telefon, dessen Adrenalin in seinem Körper pumpte. Verdammt, sagte er, ich habe ein richtiges Schwein im Netz, das ist enorm! Ist es ein Hecht? Was wiegt er, fragte ich. Jaaa, er hat einen Rücken wie ein Ölfass, lachte Ulf. Ich habe ihn noch nicht gewogen, ich habe dich angerufen, sobald ich ihn im Netz hatte. Der ist gross, über 15 kg! Ich hatte Ulf nämlich gebeten, dass er mich anrufen sollte, sobald er einen tollen Fisch fängt. Ich wollte mich gerne ins Auto setzen und nach Mörrum fahren, um Bilder zu machen. Aber es wurde dunkel und ich wusste, dass es keine Zeit dafür gab, den Fisch zu hältern und keine Chance den ganzen Weg zu fahren, bevor es stockdunkel sein würde. Viele Hechte über 10kg Ich rief Jonke an, einen unglaublich guten Fotografen und Freund, der viele Jahre am Fluss geguidet, gefischt und fotografiert hat. Heute ist er Lodge Manager der Mörrum River Lodge! Jonke nahm den Auftrag an und packte sein Auto mit der Kamera­ ausrüstung, um Ulf am Fluss zu treffen. Das Resultat waren ein paar superschöne Bilder mit Ulf und einer Madame mit 15,9 kg und 119 cm lang als Motiv! Hechte hat man wenig befischt in der Mörrum, speziell oben in der Sveaskog Strecke, dort wo man nicht glaubte, dass solche Riesen im Fluss sein könnten. Gerade dieser Fisch wurde im Pool 5 gefangen, aber ohne

Ulf mit dem selben Hecht den Fredrik den Zweifel gibt es im ganzen Fluss solche grossen Hechte. Pool 2 bis 7, und der Pool 13 sind die Standorte, die sich am besten für Hechtfischerei eigenen, aber auch die einzigen Abschnitte, die wir für Hecht getestet haben. Das gleiche gilt auch für den Zander. Der Angelverein The Art Of Fishing bewirtschaftet die absolut unteren Abschnitte des Flusses in Richtung der Mündung, wo einige grosse Hechte gefangen und sogar gelandet wurden. Viele über zehn Kilo und einige sogar über 13 Kilo. Aber die grössten des Flusses wurden hier oben gefangen. Betreffend den Zander, so kann man deutlich an den Smolt-Fallen von Krono­laxsfiske sehen, wann Zander in den Fluss gekommen sind. 2010 wurden 40 junge Zander in den Smoltfallen gefangen, in vorigen Jahren waren das vielleicht zwei oder drei. Dazu muss man wissen, dass solche Fallen nur einen Bruchteil des gesamten Bestandes enthalten, ausserdem nur die ganz kleinen Fische. Diese Smolt-Fallen befinden sich weit oben in der Mörrum, woraus man ableiten kann, dass die Zanderfischerei im Oberlauf des Systemes mindestens so gut, wenn nicht sogar besser sein sollte, wie hier unten. Wir wissen es nicht, weil es niemand bisher getestet hat! Als der Herbst kam, haben wir mehrfach darüber gesprochen, dass


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Mörrums Kronolaxfiske 2015

Tag zuvor gefangen hat. Jetzt 42g schwerer bei 15,94kg und 122cm. Anke Nilsson mit einem wunderschönen Mörrums Zander. jetzt die Zeit wäre, hinunter zu fahren, um Hechte zu jagen, aber wie üblich, verzögerte es sich. Es war erst das Wochenende am 12. Dezember, als wir dann an Ort und Stelle waren. Das Wetter war mild und es roch förmlich nach Grosshechten. Ich und mein Freund Tobias Hult kamen erst am späten Freitagabend hierher, um die Nacht in Mörrum zu verbringen und die Fischerei, so früh wir konnten, am Samstag zu beginnen. Wir mieteten ein phantastisches, kleines Ferienhaus nur ein paar Schritte vom Fluss entfernt, am Pool 3. Am Samstagmorgen trafen wir Ulf Noreman, Fredrik Jadeland und Fredrik Bjernehed. Wir hatten eine träge Fischerei an diesem Morgen. Von den fünf Männern konnten nur ein paar Fische mit einem Gewicht von 6-8 kg gelandet werden. Schöne Fische, könnte man meinen, aber der Fisch von Fredrik Jadeland liess sie alle klein aussehen! Durchschnittsgewicht von 9,2kg Um 14.00 Uhr fischten wir die gleiche Strecke, die wir schon den ganzen Tag gefischt hatten, noch einmal. Ich sah, wie Fredrik einen Anhieb setzte, ca. 50 m stromaufwärts von mir. Die Rute steht wie ein Bogen und Ulf Noreman ist schnell mit dem Kescher zur Stelle. Bevor der Fisch gelandet wird, platzt es aus Ulf heraus – der hat über 15

kg. Nach einigen heftigen Fluchten und Adrenalin-Schüben kann der fette Hecht gelandet werden. Dass er ungefähr 15 kg wiegt, verstanden wir alle, als er auf der Wiese lag. Der Fisch wurde mit 15,9 kg gewogen, ist 122 cm lang und misst 60 cm im Umfang! Er hatte gerade einen Traumfisch gelandet und seine persönliche Bestmarke um fast 7 kg übertroffen. Mit weichen Knien zeigte Fredrik, wie seine Hand zitterte. Das ist durchaus verständlich, wenn man nur eine solchen Riesen gelandet hat! Eine Stunde danach fischten wir wieder. Alle waren völlig von dem Hecht gefesselt. Ulf Noreman fischte weiter flussabwärts und am Anfang des Pool 7 landete er einen weiteren schönen Fisch mit 9,49 kg. An diesem Tag Land wurden also fünf Fische gelandet, mit einem durchschnittlichen Gewicht von 9,2 kg! Eine herrliches Durchschnittsgewicht für einen Tag Angeln, an dem die Fischerei noch dazu relativ träge war! Den Abend verbrachten wir alle zusammen über ein paar Bier und einer wohlschmeckenden Pizza aus der lokalen Pizzeria. Der Tag war lang und wir hatten geplant, am nächsten Morgen wieder zu fischen. Ein Hecht von Fredrik’s Kaliber erschien schwer zu schlagen, aber einen mit mehr als zehn Kilogramm zu landen, sollte in diesem Fluss kein grosses Glück sein.

Wir fischten ohne Ergebnis bis zum Mittagessen am nächsten Tag, als das uns schier unmöglich erscheinende passierte. Ulf hakte einen Fisch genau zur gleichen Tageszeit wie Fredrik, etwa hundert Meter entfernt von der Stelle, wo der Traumfisch gelandet wurde. Der Hecht landete nach einem schweren Fight im Netz und man konnte schnell erkennen, dass er wohl die gleiche Diät, wie Fredrik’s Fisch genossen hatte. Das war auch ein richtig Grosser, wirklich toll, vielleicht genauso gross. Nach einem genaueren Blick, konnten wir feststellen, dass dies der gleiche Fisch war. Es wurde mit 122 cm gemessen, 60,5cm im Umfang und das Gewicht lag bei 15,94 kg. Dies war der gleiche Traum, den Fredrik am Tag zuvor hatte. Zwei grosse Angler konnten also das Glück erleben, einen richtigen Traumfisch zu fangen! Das Gerücht von Mörrum‘s riesigen Hechten hatte sich schnell verbreitet. Die Mörrum kann heute nun als einer von Schweden‘s heissesten Orten für grosse Hechte gelten. Es schwimmen nicht nur grosswüchsige Lachse und Meerforellen im Fluss, sondern die Mörrum scheint tatsächlich auch die Heimat der schwersten Exemplare vieler anderen Arten zu sein. Und damit ein Angelmekka für jeden Specimenangler!


55 K NO T S

boat experiences

in Blekinge ArchipelAgo

StAff And cuStomer eventS - conferenceS - kickoff - Wedding - BAchelor / BAchelorette And unique meetingS

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Mörrums Kronolaxfiske 2015

Die Falle ist an Land verankert und schwimmt auf Pontons, ganz vorne sitzt ein Rad, durch das der Fisch schwimmt, um dann im Becken zu landen

Die Mörrum

– WICHTIG FÜR DIE FORSCHUNG

Seit 2009 ist die Mörrum zusammen mit dem Vindelälven, der Sävarån und dem Torneälv zu einem der Indexgewässer für die Entwicklung des Lachsbestandes in der Ostsee ausgewählt worden. In diesen speziell ausgewählten Gewässern werden jährlich mehr Daten über die Lachse und Meerforellen eingesammelt als in anderen lachsführenden Gewässern der selben geografischen Lage. TEXT UND BILDER Stefan Palm, Forscher Süßwasserlaboratorium, Drottningholm Institut für akvatische Ressoursen, SLU

D

as Ziel der Indexarbeit ist es, das Wissen über die Lachse zu verbessern. Diese Ergebnisse werden unter anderem vom internationalen Meeresforschungsrat (ICES) verwendet, um die Grösse der Lachsbestände zu beurteilen und um Prognosen über die Entwicklung des Wildlachsbestandes in der Ostsee machen zu können. Die Mörrum wurde als schwedi-

scher Representant für den südlichen Bereich der Ostsee ausgewählt. Heute sind die Mörrum und der Em die einzigen beiden Wildlachsgewässer in diesem Teil des Landes. Ein separates Indexgewässer im Süden war notwendig, da sich die Voraussetzungen und Bedingungen für die Fische in vielen Hinsichten von den Flüssen mit Wildlachsen weiter im Norden (von Gävle und nördlich davon) unterscheiden.

In den Indexflüssen werden jedes Jahr Informationen über die Anzahl von Jungfischen in den unterschiedlichen Aufwuchsgebieten (Elektofischen), Angaben über die Menge der ins Meer abwandernden Smolts (Smoltfalle) und die Anzahl der laichwandernden erwachsenen Fische (Fischrechner) eingesammelt. Durch UMBLÄTTERN


30 die Möglichkeit die Anzahl der Jungfische, der Smolts und der zurückkehrenden Fische in ein und demselben Gewässers miteinander in Relation setzen zu können, kann man wichtige Information erhalten, unter anderem über die Überlebensraten zwischen unterschiedlichen Altersstadien. Viele dieser Informationen können dann auf andere Lachsgewässer der gleichen geografischen Lage – in denen nicht so viel Forschung betrieben wird – projeziert werden. In vielen Gewässern die nicht zu dem Indexprojekt gehören werden lediglich Elektofischen durchgeführt. Die praktische Arbeit wird in erster Linie von Mörrums Kronolaxfiske im Auftrag der SLU (schwedische Landwirtschaftsuniversität) durchgeführt. Förderungsmittel erhält das Projekt durch das Datensammelprogram der EU. Aus praktischen Gründen geschieht die Smoltzählung kurz unterhalb des Kraftwerks und der Fischtreppe in Marieberg. Dies bedeutet, daß nur Smolts erfasst werden, die in den oberen Teilen des Flusses produziert worden sind. Ein Vorteil mit dieser Platzierung ist jedoch, daß man die Anzahl der gefangenen Smolts mit der Anzahl der aufgestiegenen Laichfische überhalb des Fischrechners in Marieberg aus davorliegenden Jahren vergleichen kann. Die Zählung der Smolts geschieht mit Hilfe eines sogenannten “Smoltrades” – einer herabsenkbaren, trichterähnlichen Falle, die zwischen zwei schwimmenden Elementen montiert ist und mit einem Sammelbehälter für die gefangenen Fische versehen ist. Die Falle ist an der Brücke von Ekeberg verankert und steht dort im Zeitraum der Smoltwanderung von April bis Juni. In der Falle wird lediglich ein kleiner Anteil der abwandernden Lachs- und Meerforellensmolts gefangen (5–10%). Neben den Smolts sind auch andere Fische in den Fängen enthalten - bislang haben wir 21 unterschiedliche Fischarten in ihr fangen können. Alle Fische werden vermessen und gezählt. Darüber hinaus werden die Smolts mit einer inneren sogenannten PIT- Marke (”Passive Integrated Transponder”) versehen, die man mit einer Antenne ablesen kann. Die markierten Fische werden etwa 500m stromaufwärts der Falle in dem nächstliegenden Strömungsabschnitt wieder ausgesetzt. Anhand des Koeffizienten zwischen markierten

Mörrums Kronolaxfiske 2015

Während der Betäubung schiesst man, mit einem Spezialwerkzeug, einen kleinen PIT-Anhänger in den Unterleib des Fisches

Gesamtfänge der Fischerei mit Smolt-Fallen in der Mörrum 2009–2014 Anzahl der in der Falle gefangenen Smolts in den Jahren 2009–2014. Nach der Zählung, dem Vermessen und Markieren werden die Fische wieder im Fluss ausgesetzt.

2009 2010 2011 2012 2013 2014 Totalt

Lachs 149

523 823 677 1626 944 4742

215 235 407 420 847 483 2607

Meerforelle

Hybrid 24

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und anschließend wiedergefangen Smolts kann die Effektivität der Falle berechnet werden. Mit Hilfe dieser Angaben läßt sich im nächsten Schritt die Gesamtmenge der abwandernden Fische berechnen. Neben der Markierung aller gefangenen Smolts werden von einigen auch Schuppenproben für die Altersbestimmung, Bilder und Genproben (ein winziges Stück Flosse) für die DNA-Analyse gemacht. Die DNA-Proben werden entnommen um eventuelle Hybriden zwischen Lachs und Meerforelle zu identifizieren und um das Maß einer möglichen genetischen Veränderung des einzigartigen Lachsstammes der Mörrum zu studieren. Die jährliche Smoltzählung begann 2009 und seitdem hat sich die Menge der abwandernden Lachssmolts aus den oberen Teilen des Flusses von einem anfänglich niedrigen Niveau erhöht, während die Anzahl der Meerforellensmolts relativ konstant ist. Die Ergebnisse sind jedoch teilweise

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schwer zu interpretieren, da man keine klare Parallele zwischen der Anzahl der abwandernden Smolts zu dem Aufstieg der erwachsenen Fische des Vorjahres ziehen kann. Wahrscheinlich gibt es einige Faktoren, die in Wechselwirkung zueinander stehen. Einerseits scheint die Überlebensrate vom Ei zum fertigen Smolt für unterschiedliche Jahrgänge zu variieren, andererseits gibt es teilweise grosse Unterschiede im Durchschnittsalter bei den Smolts von Jahr zu Jahr. Eine mögliche Erklärung ist, daß die Überlebensrate bei Jahrgängen in denen einjährige Smolts dominieren grösser ist, da sich diese bedeutend kürzer im Fluss auf­ gehalten haben als zweijährige (und umgekehrt). Gleichzeitig sind auch andere Faktoren Schwankungen unterworfen, beispielsweise die Sterberate auf den Aufwuchsgebieten und die Verluste auf ihrer Wanderung zum Meer durch Kraftwerke und Fressfeinde. Eine weitere Erklärung für den positiven Trend


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Mörrums Kronolaxfiske 2015

Voller Fokus darauf, den letzten Fisch zu finden.

Hybridsmolt – 175 mm, typischer blanker Smolt, Smoltstatus 3.

in der Lachssmoltabwanderung könnte sein, daß sich die oberen Strecken in einer Aufbauphase befinden nachdem die Fischwege bei Hemsjö 2004 eingeweiht wurden. Eine derartige Entwicklung kann in Zukunft noch verstärkt werden falls die Lachse und Meerforellen, die auf diesen neuen Gebieten beboren wurden einen stärkeren Wandertrieb aufweisen als ihre Artgenossen, die auf den unteren Strecken geboren wurden. Geplante Projekte im Rahmen des Indexprojektes sind neben der jährlichen Fischzählung sowohl eine genaue Kartierung der Laich- und Aufwuchsgebiete des Flusses als auch das Erstellen eines Models für die Smoltproduktion für die lachsführenden Abschnitte der Mörrum.

Meerforellensmolt – 130 mm , noch nicht ganz smoltifiziert, Smoltstatus 1.

Dieses Model soll auf alle verfügbaren 30 000 Informationen Rücksicht nehmen und Lachs Meerforelle Parameter wie beispielsweise Produktionsfläche, Ergebnisse des Elektro20 000 fischens, Smoltzählung und Verluste während der Abwanderung Rücksicht 10 000 nehmen. Desweiteren gibt es weit fortgeschrittene Pläne PIT- Antennen anzuschaffen, die alle bereits markierten Fische auf ihrer Laichwanderung zu 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 ihren ursprünglichen Aufwuchsgebieten bei der Passage durch die Fischtreppe in Berechnete jährliche Anzahl (2009–2014) Marieberg erfassen. Dies würde zu weivon Lachs- und Meerforellensmolts, die die Smoltfalle unterhalb von Marieberg teren wertvollen Informationen führen, passiert haben. Beachten Sie, daß ein die Aufschluß über die verbrachte Zeit bedeutender Anteil der Smoltproduktion der erwachsenen Lachse und Meerforelin den unteren Bereichen des Flusses len im Meer und ihr Wanderverhalten stattfindet – diese Smolts sind in der im Fluss geben würde. Grafik nicht berücksichtigt.


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Bilder: Restaurang Kronolaxen

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Kronolaxen NEUES RESTAURANT GEGENÜBER LAXENS HUS Am ersten März öffnete das neurenovierte Restaurant Kronolaxen seine Türen. Das Restaurant übernimmt die Räumlich­­keiten vom früheren Restaurant Kungsforsen nach einer Renovierung. Sowohl mit Kungsforsen als auch dem Laxens Hus als Nachbar können sich 110 Gäste wohlfühlen und sich an gutem Essen, Getränken und an der Natur erfreuen. TEXT UND BILDER Alexander Knutsson

W Jacob Berg, Restauranchef und Ewa Johansson, Küchenchefin.

ir wollen, dass unsere Gäste sich wohl fühlen und wollen ein bisschen mehr das gemeinschaftliche Gefühl in unserem Restaurant fördern. Wir wollen, dass unser Restaurant ein selbstverständlicher Treffpunkt für alle wird, die draussen am Fluss waren. Entweder um ein gutes Mittag- oder Abendessen zu sich zu nehmen oder ganz einfach nur eine Tasse Kaffee zu trinken, um sich in der kalten Jahreszeit aufzuwärmen. Im Sommer darf man gerne zu einem erfrischenden Bier hereinkommen, sagt Jacob Berg, der neue Restaurantchef und setzt fort. – Wir werden auch längere Öffnungszeiten am Abend haben, was in Mörrum in den vorhergehenden Zeiten gefehlt hat. Wohnt man hier in Mörrum, so wollen wir, dass man

sich am Ende eines Angeltages bei uns treffen kann, um über das Angeln zu reden und andere Menschen mit dem gleichen Interesse treffen kann. Längere Öffnungszeiten Wie wird unsere Speisekarte aussehen? Wir werden Tagesessen anbieten und á la carte Gerichte, aber auch kleinere Mahlzeiten, wie Krabbenoder Lachssandwiches, Salate und anderes Essen, dass man kaufen kann, wenn man schnell wieder an den Fluss zurück will. Von Montag bis Freitag bieten wir ein wohlschmeckendes Büfett mit Hering, Salaten, Brot, Käse, Suppe und zwei warmen Speisen an, sowie Kaffee und Nachspeise. Wir werden jeden Tag eine Hausmannskost und selbstverständlich ein Fischgericht anbieten, das wochenweise wechselt. Selbstverständlich werden wir auch


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Mörrums Kronolaxfiske 2015

Wusstest du dass…?

Die mittlere Wasserführung in der Mörrum 27,3 m/3 ist? Die Angaben gründen sich auf Tageswerten des schwedischen meterologischen Instituts (SMHI) zwischen 1910 bis 2015

Restaurant Kronolaxen hat einen wundervollen Kamin installiert, der Wärme im ganzen Speisesaal verbreitet.

am Wochenende Tagesessen und á la carte Speisen zu Ihrer Auswahl anbieten. ”After fish” Jacob berichtet, dass es an Freitagabenden ein sogenanntes ”Afterfish” nach dem Angeln geben soll, was genau das ist, wonach es sich anhört, ein ”Afterski”, eben nur für Angler. Wir werden Livemusik haben und kleinere Gerichte und Getränke anbieten. Ich glaube, das wird super gut, sagt Jacob und lächelt. Wir wollen nicht nur ein Restaurant sein, sondern auch ein bisschen eine gemütliche Kneipe. Hinter dem Büfetttresen gibt es eine schön gestaltete Wand. Das Motiv ist ein schöner Herbstag am Fluss, ein Mann der gerade einen Lachs gehakt hat, an einem der Pools im Fluss. Der Lachs springt in der Hoffnung, den Drill zu gewinnnen und gerade in

Ein schönes Wandbild, das den harten Kampf eines Lachses darstellt, ziert die Wand hinter dem Büfett diesem Augenblick ist der Moment verewigt. Nun an der Wand im Restaurant Kronolaxen. Der Mann auf dem Bild ist Ulf Sill, von Mörrums Kronolaxfiske und das Bild aufgenommen vom lokalen Superfotografen Bengt Nyberg. Das Bild macht sich sehr gut an dieser Wand und verschmilzt die Angelei und das Restaurant. Im grossen Speiseraum, wo die meisten Tische platziert sind, hat man

einen direkten Blick auf den Kungs­ forsen und die vor den grossen Fenstern vorbeigehenden Sportfischern, voll ausgerüstet und bereit für den Fluss. In diesem Raum gibt es nun einen gemütlichen Kaminofen, der eine schöne Wärme abgibt und eine gemütliche Stimmung erzeugt. Eine herrliche Atmosphäre, wenn man eine Pause vom Angeln machen will, um sich zu entspannen.


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Mörrums Kronolaxfiske 2015

Fishing Academy

– EIN NEUES AUSBILDUNGSZENTRUM

Dieses Jahr startet Mörrum’s Kronolaxfiske eine Fishing Academy, der alle qualifizierenden Kurse und Ausbildungen, die entlang der Mörrum stattfinden, zusammengefasst werden. Es werden verschiedene Möglichkeiten angeboten, sein Wissen zu erweitern und ab dem Frühling 2015 wird das Kursangebot von Mörrum‘s Kronolaxfiske ausgeweitet. TEXT Alexander Knutsson BILDER www.benfoto.se

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s ist unser Ziel, eine grosse Anzahl verschiedener Kurse, die alle Bereiche der Sport­fischerei auf Lachs und Meerforelle, sowie der Forschung und Biotoppflege abdecken, anbieten zu können, sagt Ulf Sill von Mörrum’s Kronolaxfiske, der das Kursprogramm, zusammen mit einer Reihe tüchtiger Kooperationspartnern, leitet. Ein Ausbildungszentrum aufzubauen erfordert sowohl Zeit, als auch eine Menge Wissen und Kompetenz in einer Vielzahl unterschiedlicher Bereiche.

Deshalb wird man über die im Hause vorhandene Kompetenz hinaus, auch mit externen Partnern und Guides zusammenarbeiten, um Kurse der Extraklasse anbieten zu können. – Wir haben im Laufe der Jahre viele tüchtige Sportfischer und Persönlichkeiten erlebt, die Kurse an unserem Wasser durchgeführt haben. Nun wollen wir alle Kurse unter ein und demselben Dach zusammenfassen, um auf UMBLÄTTERN


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diese Weise ganze Pakete von Kursen, Fischerei, Unterkunft und selbst Verpflegung anbieten zu können. Unsere interessierten Gäste sollen zukünftig nicht mehr an etwas anderes denken müssen, als hierher zu kommen und ein phantastisches Erlebnis zu haben. Unsere Vision ist es, ein Ausbildungszentrum für sowohl erfahrene Sport­ fischer, als auch Anfänger zu schaffen. Unser Ergeiz ist es, Sportfischer in der grossen Kunst der Lachsfischerei zu zertifizieren. Aber ebenso unsere Erfahrung und unser Wissen in allem weiterzugeben, was für die Arbeit rund um eine nach­haltige Sportfischerei erforderlich ist. Mellis men vilken? Das Kursangebot wird sich von Fliegenbinden, über das Werfen mit der Fliegenrute bis in die praktische Ausbildung am Wasser zu verschieden Zeiten der Saison erstrecken. Ulf berichtet auch, dass es hier in Schweden viele Angelvereine und – Clubs gibt, die keinerlei Kompetenz darin haben, wie man z. B. durch Biotoppflege und andere Massnahmen die Qualität seines Gewässers für seinen Fischbestand und damit auch Fischerei verbessern kann. An der Fishing Academy werden Kurse über alle Facetten dieser Tätigkeit abgehalten, von der Beantragung von staatlicher Förderung bis zur praktischen Ausführung der Biotoppflege und der Überwachung

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der Massnahmen. Der ganze Prozess vom Anfang bis zum Ende. Er berichtet auch, dass Mikael Frödin zum ersten Mal in Schweden seinen Kurs ”Frödin Master Class” abhalten wird, der bisher nur in Russland stattgefunden hat. Dieser wird nun im Rahmen der Mörrum River Lodge abgehalten und ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Mörrum‘s Kronolaxfiske mit externen Firmen zusammenarbeitet, um alle Kursangebote unter einem Dach zu vereinen. Geplant ist weiterhin eine Zusammenarbeit mit Hardy und dessen Partner Mattias Drugge, der voraussichtlich zwei bis drei Kurse in diesem Jahr in Mörrum abhalten wird. Ein Kurs, der wahrscheinlich sowohl Elemente der Wurftechnik als auch der Fischerei selbst enthalten wird. Beobachtet hierzu unsere Website www.morrum.com, um über das aktuelle Kursprogramm informiert zu sein. Mellis men vilken? In unserem derzeitigen Kursprogramm sind Kurse über das Fischen auf Blanklachse, die Frühjahrsfischerei, die Fischerei im Spätsommer, Herbst­ fischen, Fliegenbindekurse, Frödin Master Class, eine Ausbildung im Elektrofischen, sowie Fisch- und Bioptoppflege enthalten. Die Kurse werden abgehalten von Experten der jeweiligen Gebiete und wir sehen wohlbekannte Namen wie

Allan Bloch, Mikael Frödin, Ulf Sill, Uwe Rieder und Jonas Runnberg sowie Mattias Helde. Die Nachfrage nach den Kursen war gross und einige sind bereits ausgebucht. Auf die Frage, ob für die Kurse, die bereits ausgebucht sind, weitere Termine angeboten werden können, antwortet Ulf – Wir werden natürlich versuchen, die Nachfrage und den Bedarf unserer Kunden zu berücksichtigen, aber wir sind in erster Linie mehr an der Qualität der Kurse interessiert, als an der Quantität. Ausserdem wollen wir unsere Referenten / Instruktoren nicht überlasten. Die Kurse werden während der ganzen Saison angeboten und im Laufe des Jahres werden weitere Angebote in unser Programm aufgenommen. Es sieht so aus, als ob für jeden etwas Passendes dabei ist und oft lassen sich die Kurse mit herrlicher Fischerei in der Mörrum kombinieren! Mellis men vilken? Willst du mehr über die Fishing Academy wissen, dann nimm Kontakt mit der Rezeption im Laxens Hus auf oder melde dich bei Ulf Sill bei Mörrum’s Kronolaxfiske, telefon: +46 454-54416 E-mail: ulf.sill@sveaskog.se. Das aktuelle Kursprogramm und weitere Informationen findest du auf unserer Website morrum.com im Register sportfiske oder später auch Fishing Academy.


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Mörrums Kronolaxfiske 2015

ANDERE AUSFLUGSZIELE IN

Blekinge

Wenn Sie nach einem Tag Rutenschwingen am Mörrumså noch Zeit haben, gibt es in der Gegend um Mörrum und Karlshamn viele Aktivi­ täten und Attraktionen zu genießen. Die meisten sind nur wenige Schritte entfernt. Ob Sie nun weiter fischen wollen, die Natur genießen oder andere Aktivitäten unternehmen, Sie können leicht etwas finden, das Ihre Sinne lockt. Im Text unten ist für jeden etwas dabei, und dies ist dabei doch nur ein Bruchteil von dem, was Karlshamn bieten kann.

Schären AN DER MÜNDUNG des Mörrumså findet man

ein weiteres Angelgebiet mit trophäenpotenzial. Und wenn Sie dann immer noch Angelfieber verspüren, bieten Blekinges Schären eine der besten Gelegenheiten der Welt für das Hechtfischen. Hier können Sie die Freiheit der Inselwelt genießen und gleichzeitig erfolgreich auf Hecht angeln. Die Fischerei findet zumeist in den flacheren Buchten statt, wo Hechte oft in Erwartung der Köderfische schon aufgereiht stehen. Wenn Sie eine kleine Weile im Internet suchen, können Sie leicht einen erfahrenen Angelführer finden, der Ihnen hilft Ihre Chancen noch weiter zu verbessern. Wenn Sie sich vom Angeln erholen wollen, und sich etwas anderem zuwenden wollen, können wir eine Tour mit den Schärenfähren empfehlen. Hier können Sie leicht einen ganzen Tag verbringen, wenn Sie die frühe Fahrt nehmen. Dann haben Sie die Chance, den Tag auf den vielen schönen Inseln des Archipels zu verbringen und dann mit der späten Tour zurückzukehren zum Festland. Mit den Fähren zu den Schären kann man mühelos den ganzen Archipel am gleichen Tag sehen und die Natur erleben sowohl in den Schären als auch auf dem offenen Meer, das die Inselgruppe umgibt.

Eriksberg ERIKSBERG MUSS MAN besuchen, wenn man

ein außergewöhnliches Naturerlebnis mit großer Artenvielfalt sucht. Es bietet unter anderem die Möglichkeit zum Karpfenangeln, Hechtangeln von Weltklasse, oder zum Krebsfang in den Seen des Naturgebiets. Das Gebiet ist eines von Nordeuropas größten Wildgebieten, ein neun Quadratkilometer großes Naturschutz­ gebiet umgeben von einer besonderen Küstenlandschaft mit üppigen Laubwäldern und einer beeindruckenden Felsenkulisse. Hier können Sie mit Ihrem Auto selbst unterwegs sein, oder Sie nehmen an einer Führung teil durch eine Fauna von Tieren wie Rotwild, Damwild, Wildschweine, Wisente und Mufflons. Die Safari-Tour ist etwa zehn Kilometer lang, und inspiriert durch die Begegnung mit den wilden Tieren. Der Hof stammt ursprünglich aus dem 17. Jahrhundert. Hier gibt es auch ein Restaurant und ein Café. Es gibt eine große Reihe von Aktivitäten für den aben­ teuerlustigen Besucher, darunter Wisent-Wanderung, Nacht-Safari und Jagd in verschiedenen Formen. Eriksberg ist ein Ort für die ganze Familie, mit einem großen Spielplatz für die Kinder und vielen Aktivitäten für die Erwachsenen.


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Golf KARLSHAMNS GOLFPLATZ LÄDT Golfinteressenten ein

zu einer echten Herausforderung in einer wunderschönen Umgebung. 36 Löcher, aufgeteilt zwischen einem alten und einem neuen Platz. Der alte Platz wurde von dem berühmten Schotten Douglas Brasier konzipiert und bietet eine ungewöhnliche Runde Golf. Der Platz ist wunderschön umgeben von Nadel- und Laubwald. Bei dem 15. Loch spielt man Seite an Seite mit dem majestätischen Mörrumså.

ABU Museum HIER BEGANN DIE Herstellung von Abu Ang-

elgerät im Jahr 1939. Bevor Angelausrüstung produziert wurden, machte man hier Taschenuhren. Diese Produktion wurde schon im Jahr 1887 von Henning Hammarlund gestartet. 1920 kaufte der Vorarbeiter C. A. Borgström nach einer Liquidation die Fabrik. Von 1921 bis 1943 wurden zusätzlich zu der Angelausrüstung auch Taschenuhren, Telefonuhren (zur Messung der Telefonzeit) und Taxameter produziert. 1977 wurde die Fabrik zu einem der schönsten Industriemuseen des Landes. Wenn Sie die alte Fabrik besuchen wollen, können Sie eine geführte Tour buchen, oder das Museum in der Hochsaison im Sommer besuchen. Direkt neben dem Museum liegt das Abu-Geschäft, in dem Sie das Beste aus dem Abu-Sortiment kaufen können. Die Fabrik befindet sich direkt neben der Produktionsstätte, wo heute die weltberühmten Ambassadeur-Rollen hergestellt werden. Die Fabrik wurde im Jahr 1952 in Betrieb genommen. Jedes Jahr verschickt man über 100.000 Rollen in die ganze Welt.

Kultur WENN SIE INTERESSE für Kultur haben, ist das Angebot

vielfältig, sowohl was alte als auch was moderne Geschichte betrifft. Es gibt mehrere vorgeschichtliche Stätten in der Umgebung, wo die Felszeichnungen uns einen Einblick geben in das Leben vor langer Zeit. Wir sehen, wie die Menschen zu dieser Zeit in der Natur unserer Schären lebten. Die Stadt Karlshamn trägt historische Spuren der alten Fehden zwischen Dänemark und Schweden, und wurde auch stark von der Pest heimgesucht, die damals in Schweden wütete. Ein schöner Teil der Stadt ist Karlshamns Kulturviertel, wo die meisten älteren Häuser erhalten sind. Hier sind verschiedene Ausstellungen oder gemütliche Geschäfte zu finden. Ein anderer interessanter Ort für Besuch ist die Zitadelle, im Sommer ein leicht zugängliches Touristenziel. Es ist eine alte Verteidigungsanlage, die im Jahre 1675 gebaut wurde, als Dänemark Schweden den Krieg erklärte. Hierhin können Sie mit einer der Schärenfähren aus dem Hafen gelangen. Opferhaine in Halahult oder Asarumsdalar bezeugen auch die ältere Geschichte. Das Auswanderermonument ist eine Statue, die einen Besuch wert ist. Sie wurde gebaut, um an die Auswanderung nach Amerika zu erinnern, wobei Karlshamn als Auswanderhafen diente. Wie Sie sehen können, hat Blekinge eine lange Geschichte, und dies alles ist nur ein kleiner Teil der Möglichkeiten, die das Gebiet rund um Karlshamn zu bieten hat.


40 Bilder: www.benfoto.se

Mörrums Kronolaxfiske 2015 l Folgende Regeln gelten

auf den Strecken von Kronolaxfisket:

Die Regeln gelten für die Sportfischerei auf Lachs und Meerforelle. Die zugelassenen Angelmethoden sind traditionelles Spinn- und Fliegenfischen. Die gültige Angelkarte muss immer gut sichtbar getragen werden und soll auf Wunsch unseres Aufsichtspersonals zusammen mit gültigem Ausweis vorgezeigt werden können. Fragen Sie uns gerne, falls etwas Ihnen etwas unklar sein sollte!

l Angelzeiten Die Sportangelsaison für Lachs und Meerforelle ist zwischen dem 1. März und 30. September. Langzeitkarten und Tageskarten gelten ab dem 29. März. An der Premiere ist die erlaubte Angelzeit zwischen 9.00 und 17.00 Uhr. Die restliche Zeit der Saison ist das Angeln zwischen 05.00 und 02.00 Uhr zugelassen.

l Fang, Registrierung und

Zurücksetzen von Fisch

Regeln Jedes Jahr überarbeiten wir die geltenden Regeln, um die Fischerei für Sie als Gast bei uns so weit als möglich zu vereinfachen. Es ist möglich, dass sich die Regeln im Laufe der Saison ändeln, besuchen Sie daher gerne unsere Homepage oder besuchen Sie uns im Haus des Lachses.

Im März und April müssen alle abgelaichten Lachse zurückgesetzt werden. Im August und September müssen alle Weibchen (Lachs, Meerforelle, Hybrid) mit Fettflosse zurückgesetzt werden. Fehlgehakte Fische - also Fische, die an anderen Stellen als im Mund oder Schlund gehakt sind – müssen

l Angelscheine

und Preise

Die Preise der der Angelscheine können je nach Saison, Strecke oder Fischdrucke variieren. Der einfachste Weg, um herauszufinden was die Angelscheine kosten können Sie Auf folgender Homepage können Sie sehen, was die Angelscheine an besonderen Tagen kosten: www.morrum.com. Klicken Sie auf “online Buchungen” und füllen Sie dann Ihr Ankunftsdatum ein und wie viele Tage Sie fischen möchten plus die gewünschte Angelstrecke.


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unmittelbar abhehakt und mit grösster Vorsicht zurückgesetzt werden. Die zugelassene Fangquote ist ein Lachsfisch pro Tag. Das Mindestmaß ist 50 cm (ausser für Regenbogenforellen, die nicht zur Fangquote gerechnet werden). Es ist erlaubt, gefangene Fische zurückzusetzen und mit dem Fischen fortzusetzen. Denken Sie jedoch daran, dass dies mit größtmöglicher Behutsamkeit und Respekt für den Fisch gemacht wird. Sobald sie den erlaubten Tagesfang von einem Fisch entnommen haben, müssen Sie mit dem Fischen aufhören. Alle gefangenen Fische müssen entweder auf www.morrum.com oder in der Wiegestation von Kronolaxfisket registriert werden. Bei zurückgesetzten Fischen soll die länge geschätzt werden. Entnommene Fische müssen in der Wiegestation beim Haus des Lachses eingewogen und vermessen werden.

l Angelplätze In der Mörrum ist es jedem selber überlassen, welche Angelmethode man wählt. Spinn- und Fliegenfischer kommen auf allen Strecken friedlich miteinander überein. Der einzige Pool in dem aus historischen Gründen nur Fliegenfischen zugelassen ist Pool1.

l Verhaltensregeln Wir können jede Menge Regeln schreiben, wenn es jedoch zum Tema ”Sinn und Verstand” kommt, ist es schwierig diese zu konkretisieren. Eine gute Grundregel ist es andere so zu behandeln, wie man selber gerne behandelt werden möchte! Lachs- und Meerforellenfischen ist ein sehr aktives Fischen, bei dem es vorteilhaft ist, oft den Angelplatz zu wechseln. Wählen Sie den Startplatz für Ihre Fischerei mit gesundem Menschenverstand! Gehen Sie niemals vor einem anderen Angler ins Wasser. Ein Schritt, ein Wurf ist eine gute Grundregel. Es liegt in Ihrer Verantwortung sicher zu gehen, dass Ihre Fischerei nicht die eines anderen Anglers stört! Pool 2 ist einer unser am besten zugänglichen Angelplätze und wird sehr von denjenigen geschätzt, die es schwerer haben zu gehen. Wir bitten Sie hier extra viel Rücksicht zu nehmen und respektieren Sie die Legenden von Mörrum! Haben Sie Respekt vor der Natur! Verhalten Sie sich richtig ruhig, so

Bilder: www.benfoto.se

Mörrums Kronolaxfiske 2015

Wusstest du dass…?

keit Die niedrigste Fließgeschwindig 25 der Mörrum wurde am 1937-10s. gemessen. Da lag sie bei 1,3 m3/ Die durchschnittliche Fließge­ s. schwindigkeit liegt bei 27,3 m3/

haben Sie vielleicht das Glück, einen Elch zu sehen, der zum Fluss geht um zu trinken. Denken Sie daran, dass wir ein enormes Erbe für kommende Generationen verwalten. Benutzen Sie gerne unsere Papierkörbe und Toiletten, parken Sie auf dafür angegebenen Plätzen und gehen Sie soweit als möglich auf bereits vorhandenen Wegen. Falls Sie Feuer machen möchten, so dürfen Sie dies an den befindlichen Grillplätzen, die es entlang des Flusses gibt. Die Fischerei an der Mörrum kann in ihrer jetzigen Form nur aufgrund der guten Zusammenarbeit mit den etwa 50 privten Grundstückseigeentümern entlang des Flusses betrieben werden. Wir möchten Sie bitten für dieses Wohlwollen Respekt zu zeigen, indem Sie keine unnötigen Schäden am Fluss und oder dem Eigentum anderer machen.

l Zurücksetzen von Fisch

– Catch &Release

Während der Sportangelsaison werden die meisten der gefangenen Fische wieder in ihr richtiges Element zurückgesetzt. Dies geschieht sowohl auf freiwilliger Basis, als auch durch unsere Regeln, die bestimmen welche Fische entnommen werden dürfen. Die Grundregel ist immer den Fisch so schonend wie möglich zu behandeln und es liegt immer in der Verantwortung des Anglers die Fische mit größtmöglichem Respekt zu behandeln. Versuchen Sie immer die Drillzeit zu minimieren, da der Fisch im Laufe des Drills durch Produktion von Milchsäure in der Muskulatur geschädigt wird. Manchmal verliert man zwar einen Fisch durch den härteren Drill, doch ist es wesentlich schlimmer zu versuchen

einen Fisch zurückzusetzen, der den Bauch nach langem Drill nach oben wendet. Insbesondere bei einer Wassertemperatur von über 16 Grad Celsius kann es schwierig werden, einen Fisch zu releasen, der lange gedrillt wurde. Ziehen Sie den Fisch niemals an Land, sondern haken Sie ihn mit Hilfe einer Zange im Wasser ab. Falls der Haken tief im Schlund sitzt oder nicht zu lösen ist, soll stattdessen das Vorfach am Haken abgeschnitten werden. Wir empfehlen immer mit widerhakenlosen Haken zu fischen, um das Zurücksetzen zu erleichtern. Vermeiden Sie es, den Fisch der Luft auszusetzen, da dies ein zusätzlicher Stressfaktor ist. Es ist kein Problem ein schnelles Bild vom Fisch zu machen, lassen Sie dies jedoch nicht zu Lasten der Gesundheit des Fisches geschehen. Der Fisch soll so lange als möglich im Wasser sein. Befeuchten Sie die Hände bevor Sie den Fisch anfassen! Die Fische haben eine vor Bakterien schützende Schleimschicht. Wird diese durch falsches Handhaben zerstört sind die Fische in einem hohen Maße Infektionen ausgesetzt. Heben Sie den Fisch, der zurückgesetzt werden soll niemals an den Kiemen oder am Schwanz mit dem Kopf nach unten an. Das perfekte Foto, die exakte Länge oder das genaue Gewicht sind von untergeordneter Rolle - Die Gesundheit des Fisches steht immer an erster Stelle! Sehen Sie Catch & Release als eine fantastische Möglichkeit, selektives Angeln in unseren Gewässern betreiben zu können und denken Sie daran das dies mit grosser eigener Verantwortung geschieht.


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Mörrums Kronolaxfiske 2015

Bilder: Jonke Höglund

l Grund- und Posenangeln Mit der ”Weissfisch-Angelkarte” hat man an gewissen Strecken des Flusses die Möglichkeit zum Stippen, Grundund Posenangeln. Die Angelkarte ermöglicht es auf Härnäs, Knaggalid und in den Pools 3, 5, 6, 7, 25 und 26 zu angeln.

l Besondere Regeln Die Angelkarte soll gut sichtbar getragen werden und dem Personal der Fischereiaufsicht vorgezeigt werden können. Gemäß den Bestimmungen des Fischereiamtes (FIFS 2004:37) ist das Angeln mit Wurm als Köder in der Mörrum verboten. Hechte zwischen 45 und 75 cm dürfen entnommen werden, alle Hechte, die grösser als 75 cm sind müssen sofort schonend zurückgesetzt werden! Denken Sie daran, dass es verboten ist Köderfische zu verwenden, die aus anderen Gewässern als der Mörrum kommen. Ausserdem ist es verboten gezielt auf Lachs und Meerforelle zu angeln. Sollte bei dieser Angelmethode Lachs, Meerforelle oder Hybrid gefangen werden, müssen diese umgehend zurückgesetzt werden. Es ist erlaubt Schwimmer oder Wasserkugel zu verwenden, jedoch darf dies andere Angler nicht behindern. Es wird erwartet, dass Weissfischangler Spinn- und Fliegenfischern mit gültiger Angelkarte Vortritt gewähren.

l Sommarkarte Für unsere jüngeren Angler und Sommerturisten.

Grund- und Posenangeln Es gibt viele verschiedene Arten im Fluss. Die Wahl der Methode und Ausrüstung sollte auf die jeweilige Art abgestimmt werden.

Preis: 50 kr/ Tag für Erwachsene. Kostenlos für Jugendliche. Max. 1x Angelrute/Person Zeit: 1. Juni – 31. August Platz: Pool 3

l Zurücksetzen

und Fangmeldung Während der Sportangelsaison werden die meisten der gefangenen Fische wieder in ihr richtiges Element zurückgesetzt. Dies geschieht sowohl auf freiwilliger Basis, als auch durch unsere Regeln, die bestimmen welche Fische entnommen werden dürfen.


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oder auf www.morrum.com registriert werden.

l Ausrüstung und Strategie Es gibt viele verschiedene Fischarten in der Mörrum. Die Wahl der Ausrüstung Technik richtet sich nach der gewünschten Fischart. Grössere Raubfische wie Hecht und Zander erfordern eine etwas kräftigare Ausrüstung. Angelruten mit einer Länge zwischen 3 und 3,5m sind empfehlenswert. Ein Stahlvorfach schützt den Köder gegen die scharfen Zähne der Raubfische. Viele Raubfische ”laufen” mit dem Köder, bevor sie den Köderfisch schlucken und mit der eigentlichen Mahlzeit beginnen. Aus diesem Grund sind für das Raubfischangeln sogenannte ”Baitrunner-Rollen” zu empfehlen, die dem Fisch erlauben zu ”laufen” ohne Widerstand zu spüren. Als Angelschnur eignet sich eine 30er oder 35er Schnur am besten.. Bei der leichteren Angelei auf Brassen, Aland, Döbel, Rotauge und Schleie reichen dünnere Schnüre, Schnüre zwischen 0,15 mm und 0,25 mm. Eine sogenannte ”Feederrute” oder Ruten mit Schwingspitze in der Länge von 3,30 – 3,60m eignen sich hervorragend und auch hier ist es empfehlenswert eine Baitrunner-Rolle zu verwenden. Das Grundangeln ist oftmals die erfolgreichste Methode zum Erfolg – Das Posenangeln ist jedoch sehr abwechslungsreich und spannend und bietet die möglichkeit in verschiedenen Tiefen zu fischen. Eine frei laufende Montage ist meistens die beste, da der Fisch nur minimalen

l Specimenkarte Gedacht für die jenigen, die seit Jahren fischen oder viel Erfahrung von Fischen haben. Preis: 250 kr/Tag Max. 2 Angelruten/Person Zeit: 15. April – 28. Februar Platz: Die Angelkarte gilt vom östlichen Härnäs, Teile von Knaggalid und Pool 3,5,6,7,18, 25,26. Die Grenzen von den jeweiligen Bereichen sind mit Schildern makiert.

Widerstand spürt. Bei schwierigen Bedingungen und schleppender Fischerei aufgrund von beispielweise kaltem Wasser kann es einen Versuch wert sein, mit einem Futterkörbchen zu fischen. Bie beste Futtermischung ist meistens Paniermehl mit einer Mischung des Köders, der auf dem Haken sitzt. Wurfgewichte zwischen 15 und 25 gr sind meistens aurreichend, außer bei sehr hohem Wasserstand. Die Hakengrösse und die Grösse des Köders richtet sich nach der gewüschten Fischart. Eine Grundregel ist jedoch, dass ein grösserer Köder oftmals die Wahrscheinlichkeit auf den Fang eines grösseren Fisches erhöht – ausserdem sortiert man auf diese Weise die kleinsten Fische weg. Denken Sie daran, dass es verboten ist in der Mörrum mit Würmern zu angeln Es ist wichtig einen Hakenlöser oder eine Zange dabei zu haben! Behandeln Sie die gefangenen Fische mit Respekt! Bilder: www.benfoto.se

Die Grundregel ist immer den Fisch so schonend wie möglich zu behandeln und es liegt immer in der Verantwortung des Anglers die Fische mit größtmöglichem Respekt zu behandeln. Versuchen Sie immer die Drillzeit zu minimieren, da der Fisch im Laufe des Drills durch Produktion von Milchsäure in der Muskulatur geschädigt wird. Manchmal verliert man zwar einen Fisch durch den härteren Drill, doch ist es wesentlich schlimmer zu versuchen einen Fisch zurückzusetzen, der den Bauch nach langem Drill nach oben wendet. Insbesondere bei einer Wassertemperatur von über 16 Grad Celsius kann es schwierig werden, einen Fisch zu releasen, der lange gedrillt wurde. Ziehen Sie den Fisch niemals an Land, sondern haken Sie ihn mit Hilfe einer Zange im Wasser ab. Falls der Haken tief im Schlund sitzt oder nicht zu lösen ist, soll stattdessen das Vorfach am Haken abgeschnitten werden. Wir empfehlen immer mit widerhakenlosen Haken zu fischen, um das Zurücksetzen zu erleichtern. Vermeiden Sie es, den Fisch der Luft auszusetzen, da dies ein zusätzlicher Stressfaktor ist. Es ist kein Problem ein schnelles Bild vom Fisch zu machen, lassen Sie dies jedoch nicht zu Lasten der Gesundheit des Fisches geschehen. Der Fisch soll so lange als möglich im Wasser sein. Befeuchten Sie die Hände bevor Sie den Fisch anfassen! Die Fische haben eine vor Bakterien schützende Schleimschicht. Wird diese durch falsches Handhaben zerstört sind die Fische in einem hohen Maße Infektionen ausgesetzt. Heben Sie den Fisch, der zurückgesetzt werden soll niemals an den Kiemen oder am Schwanz mit dem Kopf nach unten an. Das perfekte Foto, die exakte Länge oder das genaue Gewicht sind von untergeordneter Rolle - Die Gesundheit des Fisches steht immer an erster Stelle! Sehen Sie Catch & Release als eine fantastische Möglichkeit, selektives Angeln in unseren Gewässern betreiben zu können und denken Sie daran das dies mit grosser eigener Verantwortung geschieht. Grössere Fische - unabhängig davon ob sie entnommen oder zurückgesetz wurden – müssen immer bei der Wiegestation am Haus des Lachses


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l Pool 1-32 Kronolaxfiskets traditionelle Angelstrecke. Dort wird bereits seit 1941 gefischt und umfasst ca. 7 km vom Unterlauf des Flusses. Vom nördlichen Rosendala bis hin zum südlichen Ellehom sind die Angelabschnitte in 32 Pools unterteilt. Das Haus des Laxes befindet sich ungefähr in der Mitte der Strecke. Die Strecke oberhalb Richtung Kungsbron (Pool 17-32) und wird im allgemeinen für die nördliche Strecke bezeichnet. Dort fließt der Fluss durch einen schönen Eichen- und Buchenwald. Unterhalb der Kungsbron ( Pool 1-16) auch “südliche Strecke” genannt, ist der Fluss zum grössten Teil von Ackerland umrahmt. Die begehrtesten Angelstellen sind von der Jahreszeit und von dem Wasserstand abhängig.

l Vittskövle

Unsere Strecken Unsere strecken bieten ein abwechslungsreiches Anglererlebnis. Von den klassischen Strecken 1-32 im Süden (Kronolaxfisket) bis hin zu den nördlichen neuen Strecken wie die Abschnitte von E.ON.

Vittskövle, hier riecht es nach Lax auf der 2,2 km langen Flussstrecke. Hier finden Sie einige der schönsten Wasserfälle. Es ist die Rede von lyrischen Pools wie Myren, Kiefer, Nacken und nicht zuletzt Rosendala. Die Strecke beginnt ca. 250 m flussaufwärts der Hängbron im Norden und bis hin zu Rosendala. Hier finden Sie die laichgebiete für sowohl Laxe und Meerforellen. Hier sind keine Pools eingegrenzt, sondern die Fliegenfischer und Spinnfischer treffen auf dieser Strecke zusammen.

l Knaggalid Der Knaggalid Bereich ist ein landschaftliches Juwel mit fabelhaften Stromschnellen, wo man überall Fliegenfischen und Spinnfischen kann. Die Strecke beginnt nördlich des Auslaufkanals von Hemsjö (untere Kraftwerk) und endet 2,2 km unterhalb von Åkeholm. Die Strecke ist zum grössten Teil von herrlichen Eichen- und Buchenwäldern umgeben und hier finden die Angler die kleinen klassischen Pools “tjjuvahällen” und “skafferiet”, diese Namen sprechen für sich selbst. Genau wie in Härnäs lohnt sich das zeitige Frühlings- und Herbstfischen.


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l Härnäs Die Härnäs Angelstrecke ist 3,7 km lang und ist eine der drei Fischerstrecken die zu Mörrums Kronolaxfiske seit 2005 gehört und diese bekamen einen Pachtvertrag von E.ON. Diese Strecke beginnt südlich von Hovmansbygd und endet ca 100 m aufwärts des Fischweges am Hemsjö (obere Kraftwerk). Die komplette Strecke liegt im Kärringhejans Naturschutzgebiet. Die Einweihung der Fischwege um Hemsjö fand 2004 statt (untere & obere Kraftwerk) und schaffte ca. 22 Hektar mehr Laichbetten für die Fische. Am besten angelt man im Frühling, aber im Herbst kann man noch schöne Meeresforellen fangen.

l Ekeberg “Ekeberg” ist ein schöner Flussabschnitt nahe der kleinen Stadt Svängsta, 8 km Flussaufwärts von Mörrum. Die

”Am besten fischt man in zeitigen Frühjahr, aber auch die Fischerei auf aufsteigende Meerforellen im Herbst kann sehr gut sein.” Strecke beginnt unterhalb der Kraftstation “Marieberg” und endet südlich, wo die berühmte ABU Strecke beginnt. Diese Strecke ist ca. 700 m lang und geangelt wird auf der westlichen Seite. Wir teilen “Ekeberg” mit dem örtlichen Angelverein von Karlshamn – unsere Gäste haben die Möglichkeit ab

dem 29. März dort zu angeln. Wir sind stolz darüber, dass wir Ihnen diese exklusive Strecke der Mörrum anbieten können. Damit wir die Qualität der Fischerei behalten können, vergeben wir nur 4 Lizenzen am Tag. Möchten Sie an Ihrer eigenen Strecke fischen, so nutzen Sie die Chance jetzt – Rufen Sie 3 Freunde an und buchen diese atemberaubende Strecke für ein komplettes Wochenende – Nur Sie und Ihre Freunde! Da “Ekeberg” so nahe an der Kraftstation von Svängsta liegt steigt die Chance für ein frühzeitiges angeln von Laxen - bereits im Mai. Meerforellen können im Sommer oder im Herbst geangelt werden. Das besondere mit Ekeberg ist, dass die Laxe, die Flussaufwärts schwimmen sich weigern die Kraftstation vor ende Mai zu überqueren – diese sammeln sich bis dahin im unteren Teil des Flusses – Ekeberg!


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Während der Angelsaison ist dies ein natürlicher Treffpunkt aller Angler. Hier ist die Luft erfüllt von Angelgeschichten, guten Tips und frohen Rufen. Für dejenigen, die nicht selber angeln, ist dies der am leichtesten zugängliche Bereich, um den Anglern bei ihren Anstrengungen zuzusehen. Das ganze Gebiet ist für Funktionsbehinderte angepasst. Hier gibt es auch einen Konferenzraum.

l Shop & Ausstellung Im Haus des Lachses finden Sie ”All-Fly Mörrum”. Dort finden Sie alles für den Sportangler und das Personal steht ihnen gerne mit Ratschlägen und Tips zur Seite. Hier finden Sie auch unsere Ausstellung über das Leben des Lachses und die Geschichte der Mörrum. Im Haus des Lachses finden Sie unsere schöne Ausstellung, die alles über das Leben des Lachses und seine Herausforderungen berichtet. Hier kann man auch mehr über die Geschichte der Mörrum und ihrer Fischerei erfahren. In unserem 13 meter langen Aquarium können Sie sich ein Teil der vielen Fischarten des Flusses ansehen. Im Erdgeschoss liegt der Angelladen All-Fly. Dort finden Sie Experten für die Sportfischerei in der Mörrum. Das Personal gibt Ihnen gerne Tips für unterschiedliche Voraussetzungen und die optimale Abstimmung der Ausrüstung. Sie erfahren mehr über das Sortiment von All-Fly auf ihrer eigenen Homepage fiskeshopen.com.

Das Haus des Lachses Am Kungsforsen (Königswasserfall) im centralen Mörrum liegt das Zentrum für die Sportfischerei in der Mörrum. Hier finden Sie das Sportangelbüro, einen Angelladen und eine Ausstellung über den Lachs und die Geschichte der Fischerei.

l Die Umgebung Unsere Gäste kommen von nah und fern – nicht nur um zu fischen, sondern auch um die Umgebung rund um den Fluss, das Restaurant Kungsforsen und das Aquarium zu besuchen. In der Ausstellung können sie die grossen Fische treffen, ohne selbst im reissenden Wasser zu stehen. Hier kann man sich über die Geschichte informieren, die die Mörrum zu einem Eldorado für Sportangler auf der ganzen Welt gemacht hat. Die Lachsfischerei in der Mörrum ist sehr alt und seit Urzeiten königlich, d.h. der Krone unterstellt. Bereits im Jahre 1231 wurde dies im Grundbuch von Waldemar dem Zweiten beschrieben. Die heutige Form der Sportangelei begann im Jahre 1941. Jährlich versuchen tausende von Sportanglern aus vielen verschiedenen Ländern die Lachse und Meerforellen der Mörrum zu fangen. In der Austellung wird neben den Fischen und Tieren des Flusses auch die Entwicklung der Sportfischerei dar-


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gestellt. Hier gibt es die Möglichkeit, sich in einem 13 m langen Aquarium lebende Lachse und Meerforellen anzugucken. Darüber hinaus gibt es anschauliche Modelle über die Entwicklung des Lachses vom Ei bis zum ausgewachsenen Fisch im Meer und naturgetreue Präparate der Rekordfische des Flusses. Der Kungsforsen (Königswasserfall) und seine Umgebung ist eine Attraktion für sich und bietet gute Wandermöglichkeiten, die jährlich hunderttausende von Besuchern aus der ganzen Welt nach Mörrum lockt, die die fantastische Landschaft entlang der Mörrum genießen möchten. Zu bestimmten Zeiten des Jahres kann man das Glück haben, springende Lachse bei ihrer Wanderung zu den Laichplätzen zu beobachten. Entlang des Flusses gibt es verschiedene Naturreservate und der ganze Fluss ist mittlerweile ein ”Natura 2000”Gebiet. Ein beliebter Wanderweg ist der ”Laxaleden” (Lachspfad). Er berichtet über die Natur und Kulturgeschichte des Flusses. Dieser Wanderweg ist ein 30 Kilometer langer kultureller Wanderweg mit der Mörrum als Hauptthema. Der Weg verläuft zwischen Hovmansbygd im Norden und Elleholm im Süden. Entlang des Weges stehen etwa 100 Informationtafeln, die die Geschichte und Kultur längs des fischreichen und kraftvollen Flusses beschreiben.

Die Umgebung

Die Lachsfischerei in der Mörrum ist sehr alt und seit Urzeiten königlich. Der erste Eintrag über die Lachsfischerei in der Mörrum findet sich bereits im Grundbuch Valdemar des Zweiten aus dem Jahre 1231. Es gibt viele spannende Geschichten über die Fischerei in der Mörrum. Unsere Ausstellung im Haus des Lachses beschreibt die alten Zeiten in einer interessanten und fantastischen Art und Weise. In älteren Zeiten wurden Speere zum Lachsfang in Mörrum verwendet. Später kamen andere Fangeinrichtungen, wie zum Beispiel Fallen, Netze und Kescher zum Einsatz. Diese Metoden waren bis in die 1960er Jahre im Einsatz. Heutzutage gibt es in der Mörrum keine kommerzielle Lachsfischerei mehr. Die alten Fangeinrichtungen am Königswasserfall und in den Stromschnellen von Hönebygget können jedoch immer noch betrachtet werden. An einigen Tagen im Sommer und in Zusammenhang mit dem Fang von Zuchtfischen im Herbst wird immer noch auf alte Art und Weise mit dem Kescher gefischt. Ansonsten wird heute ausschließlich Sportfischerei auf Lachs und Meerforelle betrieben. Mörrums Kronolaxfiske ist seit 1941 ein Sportanglerziel. Zu dieser Zeit begann der damaliga Fischmeister Gunnar Johansson mit der Entwicklung dieser Anlage. Heute wird die Mörrum als Kronjuwel der schwedischen Sportfischerei angesehen und ist ein weltbekanntes Gewässer der Lachs- und Meerforellenfischerei.


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Ausrüstung & Guiding

In ein paar Stunden kann Ihnen einer unserer erfahrenen Guides all das Wissen vermitteln, das ihn Tausende von Würfen gekostet hat. Der wichtigste Rat, den wir Ihnen geben können, ist diese Hilfe anzunehmen – egal ob Sie zum ersten oder achten Mal bei uns fischen.


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Zusammen mit den erfahrenen Mitarbeitern von Mörrums Kronolaxfiske und anderen Guides bieten wir Ihnen Angelguiding in der Mörrum an! Unabhängig davon ob Sie ein Anfänger, ein erfahrener Angler oder eine größere Gruppe sind, können Sie gemeinsam mit unseren sachkundigen Guides Ihrem Traum von einem unvergesslichen Angelabenteuer und dem Lachs oder der Meerforelle Ihres Lebens näher kommen. Die Mörrum ist als Angelgewässer eine echte Herausforderung! Der Fluss hat viele unterschiedliche Abschnitte, die sehr stark variieren und die Standplätze an denen 80% der Fische gefangen werden ändern sich mit unterschiedlicher Wasserführung und Temperatur. Unsere Guides teilen Ihnen gerne ihr Wissen über ihre Ortskenntnis , ihre Erfahrungen und ihr Wissen im Hinblick auf die Wahl der Angelplätze , der Wurftechnik, der Angelstrategie und der Ausrüstung mit. All dies hilft Ihnen dabei Ihrem Traumfisch näher zu kommen. Wir können Ihnen sowohl ein paar Stunden Einstiegsguiding für Sie als Einzelperson anbieten, als auch maßgeschneiderte Pakete für eine ganze Gruppe anbieten. Jeden Donnerstag um 13.00Uhr bieten wir eine kostenlose Informationsveranstaltung für Neulinge an der Mörrum an. Wir informieren etwa eine Sunde lang über die Köderwahl, die Regeln, das Verhalten am Fluss und Strategien für die erfolgreiche Fischerei. Die Veranstaltung erfordert keine Voranmeldung - kommen Sie einfach um 13.00Uhr zum Sammelplatz am Eingang des ”Laxens Hus” (gilt in der Zeit vom 17. April - 30.September) Für weitere Informationen oder Buchung von Guides erreichen Sie uns im Sportangelbüro unter der Tel.-nummer +46 454 50123 oder per Email morrum@sveaskog.se

l Miete von Ausrüstung Möchten Sie mit leichtem Gepäck reisen, ist Ihnen etwas kaputt gegangen oder abhanden gekommen? Möchten Sie eine neue Methode ausprobieren, die sie noch nie getestet haben? Wir arbeiten zusammen mit ABU und Hardy um Ihnen die Ausrüstung vermieten zu können, die Sie für einen geglückten Angeltag brauchen. Wir haben sowohl

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l Introduktion

”Der Fluss hat viele unterschiedliche Abschnitte, die sehr stark variieren.”

Spinnruten, Zweihandfliegenruten, Rollen als auch die passenden Köder und Schnüre. Alle Mietausrüstungen sind kontrolliert und einsatzfähig wenn Sie kommen und für die jeweiligen Voraussetzungen im Fluss vorbereitet. Ausser Ruten und Rollen haben wir auch Kescher, Regenbekleidung, Wathosen und vieles andere was Ihr Erlebnis bei uns komplett macht. Wir arbeiten mit vielen der besten Hersteller von Angelzeug auf dem Markt zusammen und wir vermieten nur Gerät mit dem wir auch selber angeln gehen würden. Sie können Ihre Mietausrüstung direkt online buchen. Für weitere Informationen oder Buchung von Ausrüstung erreichen Sie uns auch im Sportangelbüro unter der Tel.-nummer +46 454 50123 oder per Email morrum@sveaskog.se

l Fiskeshopen Wir wagen zu behaupten, dass wir den besten Mieter der Welt haben, zumindest wenn es um die Ausrüstung für die Sportfischerei auf die größten Lachse und Meerforellen der Welt geht. Fiskeshopen All-Fly sind Spezialisten und die selbstverständliche Anlaufstelle für alle Angler an der Mörrum. Lars und seine Mitarbeiter sind sehr erfahrene Sportangler und wissen mehr als die meisten anderen über die Bedingungen entlang des Flusses. Ab der Saison 2014 werden sie ausserdem die neuen Mieter im Haus des Lachses und können daher eine noch grössere Produktauswahl in den neuen Geschäftsräumen zeigen. Hier finden Sie alles was man für eine erfolgreiche Fischerei braucht und mit Herstellern wie Hardy, Simms, Guideline, ABU, Patagonia und vielen anderen findet selbst der anspruchsvollste Angler was er benötigt. Unabhängig davon ob Sie ein Vorfach oder eine neue Rolle brauchen ist der Fiskeshopen die richtige Adresse.


50 Falls Sie unsicher über Ihren Fang sind oder mehr wissen möchten sind Sie herzlich in der Rezeption willkommen. Wir helfen Ihnen gerne weiter, hier gibt es auch weitere Bilder.

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ist braunschwarz mit einem roten Muster. Das Lachsweichen hat einen viel kleineren Kopf als das Männchen und keinen Laichhaken. Sie hat aber trotzdem einen kleinen Fortsatz im Unterkiefer, der nicht mit dem Haken des Männchen verwechselt werden darf. Im Herbst variiert die Farbe des Regners zwischen braunschwarz und blaulila (meistens am Bauch); das rötliche Muster, das das Männchen besitzt, fehlt ihr. Bei allen Lachsen liegen die meisten Punkte oberhalb der Seitenlinie. Im Frühling sind die Weibchen lang und mager, meistens sehr blank und müssen immer zurückgesetzt werden.

l Die Meerforelle

Männchen oder Weibchen? Dies ist eine Frage, die von unseren Gästen oft gestellt wird. Eine allgemeingültige Antwort darauf zu geben ist nicht so einfach, da sich das Erscheinungsbild von Lachs und Meerforelle im Laufe der Saison sehr ändert. Wir hoffen dass Ihnen die folgenden Erklärungen bei der Bestimmung des von Ihnen gefangenen Fisches helfen werden. l Der Lachs Die Lachse sind die Fische, die die größte Veränderung ihres Erscheinungsbildes vollziehen. Beim Aufstieg dieser Fische im April und Mai sind sie silberblank und in guter körperlicher Kondition. In diesem Zeitraum ist es fast unmöglich den Unterschied

zwischen Männchen und Weibchen zu sehen. Das Männchen hat in dieser Zeit lediglich einen etwas längeren Ober - und Unterkiefer als das Weibchen. Im Laufe der Saison wird der Kopf Des Milchners immer grösser und der Unterkiefer entwickelt sich zu einem kräftigen Haken. Das Laichkleid

Die Meerforellen haben meistens viele Punkte, die über den ganzen Körper verteilt sind. Das Meerforellenmännchen hat einen Laichhaken, der jedoch nicht so groß ist wie der des Lachses. Das Weibchen hat keinen Laichhaken, jedoch einen warzenartigen Auswuchs, der nicht mit dem Haken des Männchens verwechselt werden darf. Im Frühjahr können zwei, Formen” auftreten – einerseits Fische, die im Fluss überwintert haben und andererseits silberblanke, gut konditionierte Fiche, die frisch aus dem Meer aufgestiegen sind, sogenannte ”Blänkare” oder ”Grönländer”. Die Farbe der Fische variiert von silberblank über alle Nuancen von Braun. Die Männchen Machen oft einen sehr kompakten Gesamteindruck, während die Weibchen etwas Schmaler sind.

l Der Hybrid Es ist sehr schwierig das typische Aussehen eines Hybriden zu beschreiben, da das Erscheinungsbild sehr stark variiert. Der Fisch ist eine Kreuzung zwischen Lachs und Meerforelle und hat daher Artmerkmale beider Arten. Wir, die täglich entlang des Flusses arbeiten, ,,verdächtigen” einen Hybrid, sobald wir den Fisch nicht direkt einer der beiden anderen Arten zuordnen können. In Fällen des Zweifels schicken wir immer eine Gewebeprobe zur genetischen Analyse. Eine Sache, die jedoch allen Hybridmännchen gemeinsam ist, ist der Laichhaken (groß oder klein). Eine Sache die allen Hybridweibchen gemeinsam ist, ist ein wurzelartigen Auswuchs am Unterkiefer, der jedoch nicht mit dem Haken des Männchens verwechselt werden darf.


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